Dienstag, Mebruar 1940 M. Jahrgang England hält dieInder weiter »um Narren i reimt ro» Lon- tzte (Beleg» I (eit dir«' unter W n Amsterdam, 5. Februar. (Europapreß.) Die wachsenden Sorgen haben die Engländer in den letzten Wochen veranlaßt, die in der letzten Zeit mit steigendem Nachdruck vorgebrachten Forderungen der Inder wieder einmal wenigstens anzugehören. Die gegenwärtig in N e u - D e l h i gepflogenen Besprechungen zwischen verschiedenen indischen Gruppen und dem Vizekönig von Indien, Lord Linlithgow, werden denn auch in London mit Aufmerksamkeit verfolgt. Wie sehr aber auch England dieses Mal wieder mit seiner alben Regel „divide et impera" zu arbeiten versucht, geht aus dem amtlichen englischen Bericht über die Besprechungen von Neu-Delhi hervor. In ihm heißt es nämlich, daß der Vizekönig zwar — wie schon so oft in den letzten Jahren — erneut „den Wunsch der britischen Regierung" vorgetragen habe, Indien zum frühmöglichsten Zeitpunkt das Dominionstatut zu gewähren, doch heißt es zum Schluß, daß die Besprechungen vorläufig nicht fortgesetzt werden sollen, da zunächst der Versuch einer Einigung zwischen den verschiedenen indischen Gruppen gemacht werden soll. England will also wieder einmal nichts anderes als Zeitgewinnen. Darüber hinaus hat es die Hoffnung, daß das seit Jahrhunderten sich in Kasten- und Konfessionsstreitigkeiten befehdenden Indien auch dieses Mal zu keiner Einheitsfront gegen feine englischen Unterdrücker gelangen wird und England auch weiterhin davon entbunden bleibt, Indien die seit langem versprochene Selbständigkeit zu gewähren. Gandhi versucht zwar zur Zeit in einer Unterredung mit dem Führer der indischen Mohammedaner, D j i n n a , festzustellen, inwieweit eine Einigung zwischen den indischen Mohammedanern und der Kongreßpartei möglich ist. Gleichzeitig aber hat er auch betont, daß er keinen Auftrag von der Kongreßpartei habe, sondern nur für sich sprechen könne. Ferner erklärte er, daß die vom englischen Vizekönig wiederholten Vorschläge nicht aus- reichten, um die Forderungen des Kongresses zu befriedigen. von der tschechischen Regierung angeordneten Arbeiten, vor allem der Bau der W e st o st - Auto st raße, schreiten rüstig vorwärts und ergänzen die deutschen Planungen, die, wie der Donau-Oder-Kanal und die Reichsautobahn Breslau-Wien, auch für das Protektorat von größter Bedeutung sind. Dor allem der Donau-Oder- Kanal eröffnet außerordentliche Möglichkeiten. Mähren wird dadurch an den Ostseehafen S t e t - t i n angeschlossen, und das wichtige I n d u st r i e - gebiet von Wittkowitz, dessen Eisenwerke fa Weltruf genießen, wird durch einen eigenen Hafen an das osteuropäische Verkehrsnetz angeglie- dert. Dazu kommen die leichteren Verfrachtungsmöglichkeiten für die im gleichen Raum gewonnene Kohle, sodaß eine erhebliche Senkung der Exportsätze zu erwarten ist. Die Lebenshaltungskosten im Protektorat, die unter der tschechoslowakischen Herrschaft ziemlich niedrig waren — allerdings war auch die Bezahlung der Beamten und Angestellten für deutsche Verhältnisse unverhältnismäßig niedrig —, müssen nun nach und' nach dem allgemeinen mitteleuropäischen Preisniveau angepaßt werden. Daß sprunghafte Preissteigerungen nicht zulässig sind, ist selbstverständlich. Die langsame Verschiebung der Preisbildung nach oben vollzieht sich im Gleichtakt mit einer im ganzen Protektorat gesetzlich durchzuführenden Einkommenserhöhung, wobei genau darauf geachtet wird, daß Löhne und Gehälter mehr steigen als die Preise. So ergab sich Ende en FraW ?re toeifo vollenden die boi Maner stz er Heinrich ach Tietzn Brünn, im Februar 1940. Nun, da sich bald das Jahr vollendet, seitdem Böhmen und Mähren als Protektorat dem Großdeutschen Reich angehören, liegt ein lieber« blick über die in diesem Jahr geleistete Arbeit im deutsch-tschechischen Gemeinschaftsraum nahe. Durch den damaligen Erlaß des Führers, der die Grundlagen der Protektoratsverwaltung festlegte, war ja etwas ganz Neues, bisher noch nie Dagewesenes geschaffen worden. Das nationalsozialistische Deutschland unternahm den Versuch, dem tschechischen Volk im mitteleuropäischen Kräftefeld jene Stellung zuzuweisen und zu erhalten, die sich aus der besonderen Lage Böhmen- Mährens schicksalsbedingt ableitet, und gegen die zu verstoßen nicht nur ständige Unruhe im Osten, sondern vor allem für das tschechische Volk selbst schließlich den Untergang bedeutet hätte. Dass Problem, an dem das alte Oesterreich gescheitert war, begann das nationalsozialistrsche Deutschland einer positiven Lösung zuzuführen. Die Frage, die sich selbstverständlich sofort aufdrängte, war, wie sich das tschechische Volk selbst nach der zwanzigjährigen Hetzpropaganda des Be- nesch-Kreises zu dieser Neuregelung stellen würde. Die deutschen Reichsbehörden, die im Protektorat ihre Tätigkeit aufnahmen und sie weitaus mehr beratend und lenkend als selbst eingreifend erledigen, gingen hierbei unter der Führung des Reichsprotektors in Böhmen und Mähren, Freiherrn von Neurath, mit ganz besonderem Takt vor. Man wußte, daß das tschechische Volk in seinen Entschlüssen weit langsamer zu sein pflegt, als es im allgemeinen der deutschen Dynamik entspricht. Darauf nahm man deshalb im besonderen Bedacht. Dazu kam, daß das tschechische Volk in der Person des Präsidenten Dr. H a ch a, dessen ausgezeichnete Beziehungen zu Herrn von Neurath bekannt sind, einen weitsichtigen, klarblickenden Leiter feiner Geschicke fand. Der tschechische Gesandte in Berlin, Herr von Chvalkowsky, unterstützt diese Rich- Annahme von Anzeigen für die Mittagsnümmer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Sh iS irer ? jes midd »Nicht M! » wurde irJ nb gab «I hermani i. Oberto mm chst du , Die W raft.N den mit hr über 25$ das Wto ft. Kamels end. - ft teln in den „Schutz" der britischen Geleitzüge hineingelockt wurden, kann und will London um keinen Preis zugeben, daß dieser „Schutz" restlos versagt. Es ist für England mit seinem Tonnagemangel eine lebenswichtige Frage, ob es auch weiterhin durch die Fahrten neutraler Schiffe mit allen unentbehrlichen Gütern versorgt wird oder nicht. In erster Linie aus diesem Grunde ist London entschlossen, die Neutralen auch weiterhin in den Tod zu Hetzen, in der Hoffnung, daß das eine ober andere Schiff doch noch durchkommt und die heißersehnten Rohstoffe und Lebensmittel bringt. Daß dabei die neutralen Schiffe bei der Versorgung Englands die gefährdet st en Zonen zu übernehmen haben, ist bei der englischen Geschäftsmoral keine Frage. Natürlich kann man den Verlust neutraler Schiffe auf die Dauer nicht verschweigen, denn es fällt auf, wenn sie nicht zurückkommen. Daher werden die Verluste nach und nach auch bekanntgegeben, aber mit den harmlosesten Begründungen. „Strandungen", „Riffe" und ,Klippen" müssen herhatten. Um keinen Preis aber wird London gestehen, daß gerade der Geleitzug die Ursache ihrer Vernichtung war und daß dieses System überhaupt keinen Schutz gewährleistet. 3n der Todeszone um England. Explosion auf einem holländischen Tankdampfer. A rn st e r d a rn, 6. Febr. (Europapreß.) Die Direktion der holländischen Petroleum-Gesellschaft „La Corona" im Haag, einer Tochtergesellschaft der Königlichen Shell-Gesellschaft, hat ein Telegramm des Kapitäns ihres Motor-Tankschiffes „Cero- n i a" (9000 Brgt.) erhalten, wonach in der Nacht zum Montag eine Explosion an Bord stattgefunden hat, durch die großer Schaden angerichtet wurde. Das Schiff befand sich zu dieser Zeit dicht vor der englischen K ü st e. Es ist in der Lage, seine Fahrt nach Rotterdam fortzusetzen. — Der schwedische Dampfer „Andalus ia" (1375 Brgt.) gilt als verloren, da der Dampfer am 17. Januar aus Bordeaux auslief und seither verschwunden ist. — Das Motorschiff „Segovia" von der Norwegischen Mittelmeer-Linie, das sich au der Reise von Portugal nach Norwegen befand, hat seit dem 20. Januar nichts mehr von sich Rom, 6. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die doner Versuche, die letzten großen Erfolge der deutschen Luftwaffe an der englischen Ostkuste hinweg- zulügen, bieten ein klägliches Bild. Die begreifliche Bestürzung über die Versenkung von Schiffen, die in Geleitzügen fuhren, hat völlige Verwirrung geschaffen. So wird in London amtlich mitgeteilt, daß infolge des deutschen Luftangriffes nur ein einziges Schiff, ein Norweger gesunken fei. Gleichzeitig wird jedoch in einer ebenfalls amtlichen Verlautbarung eine dramatische Schilderung mit allen Einzelheiten vom Untergange d e s modernen Minensuchers „Sphinx" gegeben, von dessen Besatzung 54 Mann ums Leben gekommen sind Der Londoner Vertreter der römischen Agentur Stephani teilt den Untergang des britischen Dampfers Kildale" mit. Eine deutsche Fliegerbombe hat nach dem Bericht das Deck des Dampfers durchschlagen und war,im Maschinenraum explodiert. Die Explosion hatte mittelbar sechs Tote und unmittelbar das Sinken des Schiffes zur Folge, von dessen Besatzung 15 Mann gerettet werden konnten. Außerdem sind der Agentur zufolge mehrere neutrale Dampfer gesunken bzw. beschädigt worden. Zu den beschädigten Dampfern gehörten das griechische Schiff „Nicolau Z o g r a f i a" (7050 Brgt.) und eine ganze Reihe anderer. . Hier liegt der Hase im Pfeffer. Nachdem die Neutralen mit allen, auch mit den gewissenlosesten Mit- Britisches Minensuchboot gesunken Durch deutsche Flugzeugangriffe beschädigt. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. ÖS .Ahr«,- urnvkk. Mols sm, ■er htk, sondere h 6 erstM xn zu Verein idymung ir , der ab 0er ungedeckte Scheck. Das Fremdwort „P lu t o kr atie" (aus dem griechischen plutos = reich und kratein = herrschen) hat aufgehört, für uns Deutsche ein fremdes Wort zu fein. Der englische Krieg lehrt uns täglich, was darunter zu verstehen ist: die Diktatur der G e l d s ä ck e , das staatliche Regime, das von einer eigensichtigen, zahlenmäßig kleinen Besitzkaste um des Geldes Willen über das arbeitende Volk ausgeübt wird! Aber es ist auch wichtig zu wissen, wie dieses System der „Plutokratie" — so nannte man im alten Griechenland die „Herrschaft der Reichen" — im einzelnen funktioniert und aussieht. Denn um mit einem Feinde fertig zu werden, muß man ihn, seine Ziele und feine Sorgen genau kennen. * Wer in England einen ungedeckten Scheck ausstellt, gilt ohne weiteres als Betrüger und wird schwerer bestraft, als es in anderen Ländern üblich ist. Ohne diese strenge Gerichtspraxis hätte der englische Scheckverkehr niemals seinen hohen Stand erreicht. Die unbarmherzige Ahndung jedes Scheckoergehens macht es begreiflich, daß zu den nächtlichen Angstträumen vieler Engländer auch die Träume gehören, in denen sie sich wegen eines ungedeckten Schecks vor dem Richterstuhl zu verantworten haben. Selbst die englischen Millionäre haben mitunter derartige Angstträume. Um so angenehmer, wenn solch ein Millionär, womöglich ein mehrfacher Millionär bann schweißgebadet aufwacht unb erleichtert feststellt, daß ihn nur ein Traum gepeinigt hat. England hat bekanntlich sehr viele Millionäre, was kein Wunder ist, da unübersehbare Heerscharen britischer Untertanen und unter die Knute Englands gezwungene Kolonialoölker für einen menschenunwürdigen Lohn arbeiten und schuften müssen. Damit sich an dieser für Englands Millionäre errfeulichen Tatsache nur ja nichts ändert, haben die schwerreichen und adligen Familien Englands eine Art von Gegenseitigkeitsverein gegründet, auf englisch: ein ,gentleman agreement". Nach diesem ungeschriebenen Abkommen schieben- sich die Millionäre gegenseitig die Ministerposten zu, so daß sich die englische Regierungsgewalt immer nur in den Händen weniger Bevorzugter befindet, was nicht daran hindert, das Wort Demokratie so oft und fo laut wie irgend möglich zu gebrauchen. Auch jetzt im Kriege reichen sich Adel und Geldsack die Hände. Von den neun Mitgliedern des engeren Kriegskabinetts gehören sieben dem Adel an, während Neville Chamberlain den Vorsitz führt, der aus der Schwerindustrie ternär gegangen ist. In dem Gesamtkabinett, das rund 30 Mitglieder zählt, sitzen 19 Adlige neben 11 millionenschweren Angehörigen der obersten Gesellschaftsschicht Englands, unter denen es natürlich auch Juden und Halbjuden gibt. Keiner dieser Minister würde es jemals wagen, einen ungedeckten Scheck auszustellen. Keiner von ihnen käme auch je in die Versuchung, es zu tun. Denn alle ihre Bankguthaben sind dank der Quer- des Vorjahres nach den Statistiken eine Preiserhöhung um 20 v. H., dagegen eine Lohnerhöhung um 25 v. H. Tatsächlich ist der Verbrauch an Waren gestiegen. Zusammenfassend zeigt sich somit im Protektorat das Bild eines gesunden Aufbaues. Die großen Schäden, die den Deutschen während der tschecho-slowakischen Herrschaft zugefügt wurden, werden ausgemerzt, altes Unrecht wird gutgemacht, doch tritt nirgends eine Schädigung berechtigter tschechischer Belange ein. Der Apparat spielt sich ein und funktioniert von Tag zu Tag besser. Die Slowakei steht zu Deutschland. Eine Ansprache des Kommandanten der Hlinka-Garde. Preßburg, 5. Febr. (Europapreß.) Der Oder- kommandant der Hlinka-Garde, Mach, sprach am Jahrestag der ersten öffentlichen Kundgebung für die selbständige Slowakei über alle slowakischen Sender. Er erklärte, wer das geeinte Deutschland Hitlers kenne, wisse auch, auf welcher Seite der Sieg fein werde. Im vollsten Bewußtsein der Verantwortung und im Namen jener, die alles für die Freiheit der slowakischen Nation tun, werde die Slowakei in jedem Falle treu und ehrenhaft zu Deutschland stehen. Das Herz eines jeden ehrlichen slowakischen Mannes sage: „Spekuliert nicht auf den Verrat des slowakischen Volkes! Rechnet nicht damit, daß wir unseren Freund verraten, der im entscheidendsten Augenblick der slowakischen Geschichte den Schutz des slowakischen Rechtes übernahm. Wir verraten nicht! Wir halten aus und werden siegen!" .'"IM» ä» , Mi Ä* ’ei> »i , ■Xt ta JSlfa gemein, ®i%n Ne un) S ’n DOt. N hil. Mer unb öer ch rNh es zu tun, 9en tonnt hören lassen. An diesem Tage hatte es die Bucht von Biskaya auf der Fahrt nach Norwegen hinter sich und befand sich in Höhe der Südspitze von England. Es hatte 23 Menschen an Bord und befaß 2100 Tonnen Ladefähigkeit. — In Ostende ist man um das Schicksal des belgischen Dampfers „Chär- l e s" (516 Brgt.) beunruhigt. Es sollen vier der zehn Besatzungsmitglieder in England an Land gebracht worden sein. Die sechs übrigen, die sich mit Hilfe eines Floßes in Sicherheit hatten bringen wollen, werden vermißt. Wie weiter bekannt wird, ist der 700 Brgt. große belgische Küstendampfer „Eminent" an der englischen Küste gesunken. Die elfköpfige Besatzung konnte gerettet werden. Das Schiff gehörte einer Antwerpener Reederei. Wie es heißt, soll das Schiff auf ein Riff gelaufen fein. Bei der „Eminent" handelt es sich um den modernsten belgischen Küstendampfer. Geringe Knegsbegeisterung in den Dominions. „Nur entferntes Interesse" an Englands Krieg. N e u y o r k, 5. Februar. (DNB.) Die irische Zeitschrift „G a e I i c American" wendet sich gegen die britische Behauptung, daß das Empire geschlossen hinter den „Churchills-Chamberlains" unb anderen Kriegstreibern stehe. Es sei bezeichnend, daß trotz der Zensur zur großen Verlegenheit der imperialistischen Kriegshetzer Berichte durchsickerten, wonach die Südafrikaner, Australier und Kanadier nur entferntes Interesse an dem Krieg in Europa auf bringen und nicht vergessen haben, daß ihre Teilnahme am Weltkrieg s i e beinahe bankrott machte. Weder Südafrika noch Kanada und Australien hätten die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, die Aushebung von Freiwilligen sei begrenzt und die von London geforderte Steuererhöhung und Dezimierung ihrer Jugend löse keine Begeisterung unter den Kolonisten aus. Heber die Zahl der in England eingetroffenen Kanadier ober Australier verlaute nichts. In Wahrheit sei sie sehr gering, sonst hätte England die Tatsache längst in die Welt hineinposaunt. Die knappe Minderheit, mit der die Friedenspartei kürzlich im südafrikanischen Abgeordnetenhaus unterlag, und die Ankündigung von Neuwahlen in Kanada zeige ebenfalls, daß beide Dominien keineswegs geeint hinter der Britenregierung stehen. Zusammenarbeit im Protektorat Von unserem Dr. Gtr.-Korrespondenien. A m st e r d a m, 6. Febr. (DRV. Funkspruch.) Rach einer Reutermeldung aus London ist dort amtlich befanntgegeben worden, daß das britische TU i n e n- suchboot „Sphinx" (875 Vrt.) sank. 54 Be- sahungsmigtieder wurden nach den bisherigen Angaben getötet ober sind ertrunken. Das Schiff hatte eine Friedensbesahung von achtzig Mann. Es war erst im Jahre 1938 vom Stapel gelaufen und mit zwei 10,2-cm-Flak.Gefchühen sowie fünf Maschinengewehren bewaffnet. Wie Reuter mitteilt, war das britische Kriegsschiff beidendeut- schen Flugzeugangriffen am Samstag beschädigt worden. Mit GeleitMen in den sickeren Tod. t langsam I ,r hinter d r ein Nl ntbeiteW Wegzug inne 3^1 chdeniW Züro im M Wenn Klingel" n verraE gut geE izigesM tzen |M d-r M gekle^ * ?ient« landelA. und t siedel eißeAl!» iri^y I Ä ; $r A-i <*f\ M.Z1 Erstes Blatt Erscheint täg lich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Famllienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn Postscheckkonto: jiraitffurt am Main 11686 tung Dr. Hachas sinngemäß. Unklar war eigentlich nur die Haltung einer gewissen Schicht jenes tschechischen Intellektualismus, der an den tschechischen Hochschulen bewußt mit Benesch-Jdeologien durchtränkt wurde unb der von hier aus Einfluß auf das ganze tschechische Volk zu gewinnen suchte. Auch in diesem Falle ließ man die Zeit arbeiten. Nach und nach kamen große Teile der tschechischen Intelligenz zu der Einsicht, daß das Schicksal ihres Volkes weit besser im Rahmen der großdeutschen Gemeinschaft, als im Kampf gegen diese aufgehoben war. Eine Gruppe Unbelehrbarer, die den Frieden Böhmens und Mährens zu stören versuchte, wurde im November aus der Aktivität ausgeschaltet. Im allgemeinen kann man sagen, baß die Erkenntnis von der Zweckmäßigkeit, wie sich bas Tschechentum, vor allem im jetzigen Kriege, zu verhalten hat (der durch den Feldzug gegen Polen zu einer deutlichen Lehre für die Tschechen wurde) von den östlichen Gebieten her nach Westen gegen die einstige Benesch-Jdeologie versteift. Von Mähren geht die Linie der Anti- Benefchisten gegen Böhmen. Die tschechischen und teilweise slowakischen Bauern der Hannakei, um Proßnitz, um Brünn, im tschechischen Teil von Wischau usw., wollen von einem Beiiesch-Kurs unter keinen Umständen mehr etwas wissen. Da man in diesen Kreisen der Ansicht ist, daß die Umstellung auf die neue Lage auch von der politischen nationalen Vereinigung der Tschechen, dem „Narodni soroudcenstvi", nicht in genügend starkem Maße betrieben wird, bilden sich gerade in Mähren Gruppen, die dem faschistischen Gedanken nahestehen, und die im Gegensatz zur nationalen Vereinigung die Forderung nach der Beseitigung aller unter dem Benefch-System führenden Personen stellen, ebenso nach der unbarmherzigen Verfolgung aller in der früheren Republik vorgekommenen Korruptionsskandale und die Einführung der Rassengesetze nach nationalsozialistischem Muster. Daneben hat sich m letzter Zeit eine in Prag und Brünn beheimatete, aber in Brünn zu stärkerer Wirksamkeit gelangte „Vereinigung für deutfch-tschechifche Zusammenarbeit" gebildet, deren Programm schon im Titel des Bundes beschlossen liegt Ob dieses Programm von tschechischer Seite durchgeführt wird, muß unter Beweis gestellt werden. Für die Stimmung im Lande ist natürlich auch maßgebend, was jene Tschechen in die Heimat berichten, die im Deutschen Reich derzeit in Arbeit stehen. Die Briefe all dieser Leute sind durchweg voll des Lobes über die Art, mit der sie in Deutschland ausgenommen wurden. Sie genießen die Betreuung durch die Deutsche Arbeitsfront, sie erhalten eine eigens für sie her gestellte tschechische Zeitung, sie bekommen in den Lichtspiel- häusern tschechische Filme zu sehen und sie erzielen Lohnüberschüsse von nicht geringer Hohe, die sie an ihre Familien nach Böhmen und Mahren überweisen können. Immer wieder findet sichi m den Zuschriften, vor allem an tschechische Blatter selbst, die Aufforderung tschechischer Arbeiter, das tschechische Volk möge sich die deutschen Sozialeinrichtungen zum Vorbild nehmen. Nun ist im Protektorat die Arbeitspflicht eingeführt, und die jungen Leute, die ja keine Militärzeit abzudienen haben, (es fei Oenn, sie melden sich zur tschechischen Regierungstruppe) greifen willig nach den Möglichkeiten, die ihnen diese Institution bietet. Überhaupt zeigen Böhmen und Mähren das Bild eines Landes, das auf vollen Touren arbeitet. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit ist schon längst verschwunden. Dre Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatsdruckerei R.Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 ten 'iß- Alarm in Flamborough. Deutsches Kampfflugzeug greift britischen Geleitzug an oerbinbung zwischen Regierung, Parlament, handel und Industrie stets so hoch, daß jedes einzelne Bankkonto viele, viele Abhebungen vertragen kann und immer noch einige Millionen übrig bleiben. Aehnlich geht es allen mit den Ministern verwandten und befreundeten Abgeordneten oder Inhabern wichtiger Aemter und Stellungen, hinterließen doch zum Beispiel nach englischer Berechnung die zwischen 1931 und 1938 verstorbenen konservativen Abgeordneten je ein durchschnittliches Vermögen von 4,4 Millionen RM. birgt wie ein wärmendes Tuch. Jetzt fünfen sie sicherlich vom Flatkreuzer, von den Zerstörern und Torpedobooten, von den Küsten- stationen. In wenigen Minuten werden von den nahegelegenen Flugplätzen die ersten enalischl Jäger und Zerstörer starten. Diese Gewll Oer Reichsbankausweis. Berlin, 5. Febr. (DRV.) Nach dem Ausweis der Deutschen Reichsbank vom 31. Januar 1940 stellt sich die Anlage der Bant in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren auf 11950 Millionen Reichsmark. Im einzelnen betragen die Bestände an Wechseln und Schecks sowie an Reichsschatzwechseln 11143 Millionen Reichsmark, an Lombardforderungen 33 Millionen Reichsmark, an deckungsfähigen Wertpapieren 374 Ä« Pionen Reichsmark, an sonstigen Wertpapieren 401 Millionen Reichsmark. Der Deckungsbestand an Gold und Devisen beträgt 77 Millionen Reichsmark. Die Bestände der ReichsbanE an Rem- tenbankscheinen stellen sich auf 167 Mllionen Reichsmark, diejenigen an Scheidemünzen auf 369 Millionen Reichsmark, die sonstigen Aktiva auf 1950 Millionen Reichsmark. Der Umlauf an Reichsbanknoten beträgt 11505 Millionen Reichsmark. Der fremden Gelder werden mit 1628 Millionen Reichsmark ausgewiesen. Erforschung der völkischen Wirtschaft. Der Abteilung für Rechtsforschung der Akademie für Deutsches Recht ist eine neue Klass« „Erforschung der völkischen Wirtschaft" angegliedert worden. Die neue Klasse soll die Probleme der Wirtschaftswissenschaft umfassend unter Heranziehung hervorragender Vertreter aller Richtungen dieses Gebiets behandeln und in Ausschüssen und Arbeitsgemeinschaften auch der Bearbeitung aktueller Fragen dienen. Professor Dr. Jessen (Berlin), der Sekretär der neuen Klasse, weist darauf hin, daß das Wissen um die Wirtschaft etwas anderes fei, als die Beherrschung der Chancen und Spielregeln des Wirtschaftslebens. Wir Deutschen hätten die Hoffnung und den Willen, in unserem Sozialismus eine Lebensform zu finden, in der Tätigkeit uni Haltung des Einzelnen sich verbinden mit einer weit- ausschauenden Lenkung der Volkswirtschaft, eine kluge Verschmelzung des Wissens um die Wirtschaft mit der Kenntnis der Lebensbedingungen des einzelnen. Professor Jessen verspricht sich von der Arbeit der neuen Akademieklasse vor allem die Klärung aller grundsätzlichen Fragen der Wirtschaftswissenschaft und die Schaffung einer festen Grundlage. Es müsse eine Verschmelzung der verschiedenen Schichten der Wirtschaftswissenschaft im weitesten Sinne vorbereitet werden. Weiter verspricht er sich von dieser Arbeit eine fortschreitende Verbindung von Wissenschaft und Praxis, vor allem auch der Derwaltungspraxis. Bei erfolgreicher Lö- ....... 5. Febr. (PK.) Spitz wie eine Sichel, o stößt Flamborough Head nördlich der Humbermündung ins Meer, die Steilküste ist Englands Stirn. Schroff und ohne jeden Uebergang ragt sie aus der See hervor, auf der die Brandung scharfe weiße Striche zieht. Ein Leuchtturm, einige Sommerhäuser und die Gebäude der Küstenstationen unterbrechen den Blick auf das dahinterliegende Land, das sich glatt wie eine Platte dahinzieht. Wir erreichen Flamborough nach einem Flug durch Nebel und Wolken dicht unter der grauen Fläche der See. Eisige Kälte herrscht trotz der Heizung in der Maschine. Die mehr als 20 Grad dringen durch das Glas der Kanzel, durch die winzigen Oeffnungen der MGs und durch die Bodenluke. Sie ziehen durch den offenen Stand des Funkers und durch die fchmalen, kaum sichtbaren Spalten in den Bodenklappen. Doch diese,Kälte vermag nicht die Pelzkombination, die hohen Stiefel, Wollsweater und Schals der Beatzungen zu durchdringen. Wieder einmal erweist ich die hervorragende Navigationsfähigkeit der deutschen Flieger. Wie schon damals an der Themsemündung, so wird auch heute das be- ohlene Ziel auf den Kilometer genau und zur festgesetzten Zeit angeflogen. Ein leichter Nebelschleier hüllt die Küste ein, als wir zum ersten Male, von Süden her über Land gehend, die Spitze von Flamborough überfliegen. Als wir die Wolkendecke vorsichtig durchstoßen, liegen wie auf einem Tablett mehr als 20 Schisse südlich unter uns: ein Geleitzug. Es find so viele Schiffe, daß man mit einem Blick nicht ausmachen kann, welcher Art und wie stark die Einheiten der englischen Kriegsfahrzeuge firch, die diese stänke Flotte von Handelsdampfern schützen. Unter Deckung der Wolken geht Leutnant Sch. näher heran, stößt abermals durch. Da blinkt uns durch das Grau spukhaft ein Lichffignal entgegen: das ist das Alarmzeichen. Es wird von einem Kriegsfahrzeug gegeben, das größer ist als die drei Zerstörer und als die drei Torpedoboote, die die Handelsdampfer auf der Südseite decken. Wir^ sind auf einen der größten und am stärksten geschützten Geleitzüge gestoßen, die je in diesem Teil der Nordsee angetroffen wurden. Die Blinksignale stammen von einem Flaktreuzer. Nicht weniger also als siebenKriegsfahrzeuge mußten bei diesem Konvoi auf geboten werden, um die Handelsschiffe gegen die Angriffe der deutschen Luftwaffe zu chutzen. Das sind Einheiten, die an anderer Stelle sicherlich ebenso dringend benöttgt werden. Gibt es einen besseren Beweis für die Tatsache, daß die Engländer bei den Luftangriffen der vergangenen Wochen ausnahmslos schlechte Erfahrungen gemacht haben? Bis auf wenige hundert Meter sind wir heran, als uns die erste Salve aus denAbwehr- DasSiudiumderVolksaesundhett Eine planmäßige Gesunüheitsführung ist nur durchführbar, wenn befähigte einsatzberett Gesund- heitsfiihrer vorhanden sind. Die Ausbildung dieser Gesundheitsführer hat sich die Reichsfachgruppe Volksgesundheit der Reichsstudentenführung zum Ziele gesetzt. In sämtlichen Studentenführungen wurden Arbeitsgemeinschaften errichtet, die den Medizinstudenten die Gelegenheit • geben, die wichtigsten gesundheitspolitischen Probleme zu studieren. Der planmäßigen Erzieh ungzumLandarzt dient die Arbeitsgemeinschaft Dorfuntersuchung, in der der Student im persönlichen Einsatz alle gesundheitlichen Probleme in den deutschen Dörfern erlebt. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, daß durch dieses persönliche Erlebnis ein großer Teil gerade der wertvollsten Studenten sich entschlossen hat, Landarzt zu werden und damit das Bollwerk gegen die Landflucht zu stärken. In der Arbeitsgemeinschaft Betriebsuntersuchung werden alle die Studenten zusammengefaßt, die später in der Gesundhei t sfü hrung des Arbeiters tätig fein wollen. Im Fabrikdienst, der jetzt Pflicht ist, lernen sie zunäckst an der Arbeitsstelle die Arbeitsbedingungen des Arbeiters kennen. Sechs Wochen lang müssen sie arbeiten, keine Schwierigkeit und keine Sorge des Arbeiters bleibt ihnen erspart. Die Arbeitsgemeinschaft Betriebsuntersuchung ist die konsequente Fortsetzung des Fabrikdienstes im Verlauf des Studiums mit dem Ziele, für den späteren Einsatz als Betriebsarzt vorzuberet- ten. So wird in wenigen Jahren ein Stamm von leistungsfähigen jungen Betriebsärzten zur Verfügung stehen. Eine weitere Arbeitsgemeinschaft befaßt sich mit der Gesundheitsführung der Hitlerjugend, mit der Betreuung der Lager usw. Auch zum Gesundheitsführer der Jugend muß man erzogen und ausgebildet werden. Weitere Ar- beitsgememschaften behandeln die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krankheit und die Fragen der Bevölkerung spolitik und Rassenhygiene. Zum Studium der Heilkunde ist damit das Studium der Volksgesundheit als Ergänzung der ärzttichen Ausbildung getreten^ Das Ergebnis der Belgrader Konferenz. Die Möglichkeit zu friedlicher Lösung aller strittigen Balkanfragen. B e l g r a d , 5. Febr. lEuropapreß.) In politischen ' Kreisen wird darauf yingewiesen, daß in dem Kommunique der Balkankonferenz der Wunsch der Mitglieds des Balkanbundes ausgedrückt wurde, zu ihren Nachbarstaaten möglichst gute Be- Ziehungen zu schaffen, doch seien k e i n e f o n f r e» ten Vorschläge gemacht worden. Bemerkt wird auch, daß im Kommunique ein versönlicher Ton angeschlagen wurde und gewisse Ausdrücke wie Status , quo vermieden worden sind. Damit manifestiere ; der Dalkanbund seine Bereitwilligkeit, mit den Nachbarn einen Modus vivendi zu finden. Weiter , habe das Kommunique festgestellt, daß die Mitgliedsstaaten ihren bisherigen Standpunkt gegenüber dem europäischen Konflikt beibehalten haben. Das Schlußkommunique sei sehr e l a st i s ch den Verhältnissen im heutigen unruhigen Europa angepaßt. Dir offizielle „Vreme" unterstreicht, daß die Bal- karfftaaten ihre Solidarität bestätigt hätten. Die Bedeutung der Konferenz liege auch darin, daß die Diplomaten der Balkanstaaten Gelegenheit hatten, einander chre Auffassung klarzumachen, was zur Annäherung ihrer außenpolitischen Linie in der Zukunft beitragen dürfte. Das Verhältnis zu den kriegführenden Mächten sei jetzt klar. Ungarn und Bulgarien sei die Bereitwilligkeit gezeigt worden, alle bestehenden Fragen zu liquidieren. Die Ausfassung in Italien. Englands Propagandafeldzug auf dem Balkan gescheitert. Mailand, 5. Febr. (Europapreß.) Als wichtigstes Ergebnis der Konferenz des Balkanbundes wird von der „Gazetta del Popolo" die geplante Prüfung der Möglichkeit betrachtet, zu einer friedlichen Regelung der Gegensätze zwischen Rumänien, Ungarn und Bulgarien zu gelangen. Damit werde ein neuer Geist auf dem Balkan seinen Einzug halten. Die Reden der Außenminister G a f e n c u und Markowitsch zeigten klar, daß keine unüberwindlichen Hindernisse für friedliche Lösung der Fragen mit den Nachbarn bestünden. Damit biete Rumänien im Einverständnis mit den anderen Balkanstaaten Ungarn und Bulgarien die Anbahnung von Verhandlungen zur freundschaftlichen Regelung chrer Ansprüche an. Zu dieser realpolitischen Auffassung des Gleichgewichts in Südost-Europa und diesem Verständigungswillen habe Italien beigetragen. Damit stehe der Weg offen für einen neutralen und unabhängigen Frieden auf dem Balkan. Übereinstimmend heben die Mailänder Blätter hervor, daß Frankreich und England von den Belgrader Ergebnissen sichtlich enttäuscht seien. Das (Ergebnis der Belgrader Tagung bestätige, daß der von London aufgenommene Feldzug „für die Neutralen^ gescheitert sei. Für den Augenblick müsse man in den westeuropäischen Demokratien jede Hoffnung einer Aktion in lenem Telle Europas fahren lassen. Es sei bezeichnend, daß man mit Beharrlichkeit jetzt dazu zurückkehre, von den finnischen Angelegenheiten zu sprechen, die den Engländern und Franzosen neue Bewegungsmöglichkeiten schaffen sollen. Oer japamjche Marineminister zum Falle „Asama Marn". T o k i o , 6. Febr. (Europapreß.) Marineminister N o s h i t a erklärte im Parlament über den Zwi- Mnsall der „Asama Maru", die internationalen Streitfälle sollten im allgemeinen auf diplomatt s ch e m W e g e beigelegt werden. Es bestehe jedoch nur geringe Hoffnung, zu einer befriedigenden Regelung des japanisch-britischen Streitfalles zu kommen. Die japanische Flotte sei indessen entschlossen, alle erforderlichen Maßnah- m en zu ergreifen. Der Marineminister lehnte es jedoch ab, nähere Mitteilungen über diese Maßnahmen zu machen. Russische Lustangriffe. Helsinki, 5. Februar. (DNB.) Die russischen Angriffe im Summa-Sektor auf der karelischen Landenge dauerten, wie der finnische Heeresbericht Mitteilt, noch an und sollen unter starken russischen Verlusten abgemiejen worden sein. Ein weiterer rufsischer Angriff ostwärts des Muolajärvi konnte von den Finnen ebenfalls auf« gehalten werden. Nordostwärts des Ladogasees sollen finnische Patrouillen die rückwärtigen russischen Verbindungen gestört haben. Bei Kuhmo haben die Finnen chre Stellungen russischen Angriffen gegen« über gehalten. Die sowjetische Luftwaffe führte Angriffe auf Hangö (Hanko), Ekenäs (Tammi- faari) und Koivisto (Björkö) aus. Weitere Angriffe erfolgten auf Mamtyluoto und Ekenäs (lammtfaart) in Südwestfinnland, auf Kerava, Lovisa und Kotka in Südfinnland und auf Seinäjöki und Kuopio in Mittel sinntand. Kleinere russische Formattonen haben die Gegenden von ßietfa, Duokottt, Hyryn- salmi, Salla und Kemijärvi angegriffen. An der Nordfront wurden Jvalo und Nauffi bombardiert. Neben Materialschäden sollen 4 0 Personen getötet und etwa 50 verletzt worden sein. Auch auf der karelischen Landenge fand eine lebhafte Lufttätigkeit statt. Vüpuri (Bibora) wurde mehrmals angegriffen. Die finnischen Luftstteit- träfte waren in Luftkämpfe verwickelt und führten Erkundungsflüge und Luftangriffe auf russische Luftbasen und Truppenverbände durch. Die Finnen erklären, elf russische Maschinen abgeschossen zu haben. Nach dem Heeresbericht des Leningrader Militärbezirks vom 4. Februar ereignete sich an der Front nichts Wesentliches. Die sowjetische Luftwaffe habe erfolgreiche Luftangriffe auf militärische Ziele der Firmen durchgeführt. Oeutsche Vitamin-Schutzmaßnahmen finden in Dänemark Beachtung. Kopenhagen, 5. Febr. (Europapreß.) Die Maßnahmen der Reichsregierung, der englischen Hungerblockade gegen Frauen und Kinder auch durch die Verabreichung von besonderen Vitamin- Schutzstoffen entgegenzuarbeiten, haben in dänischen wissenschaftlichen Kreisen allgemein größte Beachtung gefunden. Dänemark ist wegen des hervorragenden Niveaus seiner Säuglings- und Kinderpflege in internationalen Fachkreisen als Pionierland anerkannt, lieber die deutschen Vorbeu- gungs- und Schutzmaßnahmen sagte der Chefarzt des bekannten Königin-'Luise-KinSerkrankenhauses in Kopenhagen, Oluf Andersen, * unter den augenblicklichen Umständen müsse man es als „außerordentlich klug" bezeichnen, zu versuchen, die Kleinkinder, die in ^riegszeiten stets besonders ernschaft bedroht seien, zu schützen. heit kann die Besatzung nicht von der Durchfüh- rung ihrer Ausgabe abhalten. Sie greift wieder an. Wieder steht vor uns eine PaMsade von Abwehr- geschossen. Doch diesmal aelingt es uns d u r ch - zustoßen bis zu einem der letzten in dem Geleit fahrenden Handelsdampfer und chm eine Bombe auf das Vorschiff zu legen. Man sieht die Besatzung, bereits mit Schwimmwesten angetan, erregt Herumlaufen. In weiter Kurve umgehen wir im Schutze der Wolken den Schauplatz dieses merkwürdigen Gefechts, in dem eine einzige deutsche Kampfmaschine sieben englische Kriegsfahrzeuge zur stärksten Abwehrtätigkeit zwingt. Sie haben längst die Formation des Zuges aufgelöst und fahren i n wilden Zickzacklinien durcheinander, nur wenige Meilen vor ihnen ist die K ü st e mit den rettenden Häfen, in deren Angesicht sie wieder und wieder angegriffen werden. Wieder, jetzt zum dritten Mal, fliegen wir von der Küste her den Geleitzug an. Da steht 300 Meter entfernt eine englische Maschine in der Luft, klar als Zerstörer zu erkennen. Beide Besatzungen müssen sich im gleichen Augenblick gesehen haben. In rasendem Flug zieht der Engländer eine Linkskurve auf uns zu. Doch dröhnend laufen unsere beiden Motoren auf vollen Touren, tragen das Flugzeug wie in einem Fahrstuhl innerhalb weniger Sekunden in die Wolken hinein. Minutenlang verhüllen sie uns. Minutenlang schwebt man in der erregenden Erwartung, den Schatten englischer Maschinen auftauchen zu sehen. Wir fühlen nicht mehr die Kälte, in unseren Adern pulst heißes Blut, und von der Stim des Beobachters am Bombenabwurfgerät perlen dicke Schweißtropfen. Unbewußt fällt mein Blick auf die Armbanduhr. 1% Stunden belagern wir jetzt den Geleitzug, den Kreuzer, die Zerstörer und Torpedoboote. Wird Leutnant Sch. noch weitere Anflüge wagen? Anflüge wagen? Doch ehe man diesen Gedanken noch zu Ende gedacht hat, sind wir schon wieder überraschend über dem Schluß teil des Convois. Pendelnd geht eine Bombe in die Tiefe und. trifft einen 3000- Tonner im Heck. Gleich darauf neigt sich der Dampfer zur Seite. Wenige hundert Meter nördlich davon schlingert ein brennender Dampfer in der See. Es ist das Schiff, das beim zweiten Anflug getroffen wurde. Sein gesamtes Vorschiff ist jetzt in Rauch gehüllt. Seine Ladung an Kohlen scheint von dem Feuer erfaßt zu fein. Eine Anzahl kleinerer Küstenfahrzeuge eilt ihm in schneller Fahrt zur Hilfe. Drüben, unmittelbar über der Küste, fliegen jetzt drei Zerstörer. Sie haben uns abermals zu spät erkannt. Nach einem weiteren Angriff, dem fünften, der wieder im Hagel des Abwehrfeuers erfolgt, dreht Leutnant Sch. zum Rückflug ab. Eine Stunbe und 50 Minuten sind vergangen, feit wir den Geleitzug ausmachten und zum ersten Anflug ansetzten. Fast zwei Stunden wurde Flamborough im höchsten Alarmzustand gehalten. Der Nordost hat erheblich zugenommen. Noch immer sucht der Funker angespannt den Himmel ob. Noch ist die Möglichkeit nicht ausgeschaltet, einem überlegenen Gegner in die Arme zu fliegen, tausendfach tanzen unter uns die weihen Linien der Wellen in der groben See ... Doch in schneller ungestörter Fahrt trägt die Maschine die Besatzung heim. Lange glimmen an diesem Abend die roten Landelichter im Heimathafen. Im Gruppengefechtsstand umstehen die Kommandanten der gelandeten Flugzeuge ihren Komma-n- deur, über Karten gebeugt und Aufzeichnungen. Man glaubt den Atem jedes einzelnen zu hären, wenn das Telephon die Besprechung unterbricht. Sie warten auf drei Besatzungen ... Wie ein Licht der Hoffnung glimmen draußen am Platzende die roten Signale. Was aber das Schlimme ist: auch noch in manchen anderen Ländern fetzt sich die Anschauung durch, daß Arbeit und Leistuna mehr wert sind als Gold, das man bisher doch jo gern von London aus (versteht sich: gegen gute Zinsen!) verliehen hat. Ja, die Deutschen sind sogar mit ihrem Beispiel erfolgreich gewesen, indem sie die Währung nicht durch Gold, sondern schlicht und einfach durch — Arbeit gedeckt haben. Und nun beginnen plötzlich olle englischen Bankguthaben zu wanken! Das Pfund rutscht in die Tiefe, und es wird nicht mehr lange dauern, daß nur noch die Schecks gültig sind, die durch Arbeit und Leistung gedeckt sind. Das aber wäre das Ende der Pluto kratie, wäre das Ende aller englischen und mit ihnen befreundeten Mllionäre. Was einst nur Angsttraum war, wird jähe Wirklichkeit werden, aus der es kein Erwachen gibt: man wird die arbeitsscheuen und arbeitsungewohnten Mllionäre wegen ungedeckter Schecks vor dem Richterstuhle des Weltgewissens als Betrüger zur Verantwortung ziehen! Wer zweifelt jetzt noch, daß es die schlotternde Angst der Mllionäre Englands und chrer plutokrattschen Trabanten ist, die diesen Krieg gegen Deutschland und damit gegen die neue Zeit des Sozialismus freventlich angezettelt hat? F. B. Alles wäre nun für die millionenreiche Oberschicht Englands in bester Ordnung, wenn da nicht — für die einen mehr, für die anderen weniger deutlich erkennbar — eine neue Zeit heraufzuziehen begänne! Diese neue Zeit brüstet sich nun zwar nicht mit dem Wort Demokratie, dafür steht ihr aber die Volksgemeinschaft hoher als alle Erbeingesessenheit und mühelos erworbener Reichtum. Besonders in Deutschland ist diese Volksgemeinschaft zu einem mächtigen Faktor angewachsen. Bezöge sich diese Volksgemeinschaft nur auf das gesellige und kulturelle Zusammenleben der Deutschen, — was ginge es Englands Mllionäre an? Allein diese Volksgemeinschaft wirkt sich auch politisch und wirtschaftlich aus! Und so wird sie zur Trägerin einer neuen Weltanschauung und zur leidenschaftlichen Vorkämpferin für einen wahren und echten Sozialismus. Dieser Sozialismus aber stellt alle bisher gültigen Werte auf den Kopf. Nicht mehr Gold und Geld sollen in der Welt herrschen, nicht mehr der Besitz soll das Zepter schwingen, sondern nur noch d i e Arbeit und die persönliche Leistung. g e s ch ü tz e n entgegenschlägt. Wie bunte Papierrollen umspringen uns jetzt die Feuerstöße der MGs, dann folgen die Geschütze. Es sieht aus, als ob ein brennender Scheinwerfer zerschlagen wurde, der zerberstend seine sonst gebündelten Sttahlen frei und ungehemmt nach allen Seiten ausfpeit Weiß- §raue Wolkendecken stehen vor der Maschine in der Ust. Es scheint, als jage eine Stafette heran. Immer dichter krepieren vor uns die Granaten. Sie schießen gut in Richtung und Höhe, nur die Entfernung stimmt nicht. Vergeblich versucht Leutnant Sch. die letzten Schiffe des Geleitzuges zu bombardieren. Die Geschosse verfolgen uns bis unter die Wolkendecke, die nun die Maschine umhüllt und ver- ^negsfinanzierung. Die Rede, die Reichswirffchaftsminister Funk vor dem Beirat der Deuffchen Reichsbank gehalten hat, enthält eine überzeugende Begründung für die Art, wie Deutschland den ihm aufgezwungenen Krieg finanziert. Es entspricht nationalsozialistischem Denken, wenn Reichsminister Funk eingangs erklärte, das Problem der Kriegsfinanzierung sei nicht so sehr ein Geldproblem wie ein Problem dec GüterversorgunA Man muß sich klar machen, was in einer Volkswirtschaft vor sich geht, die sich in den Dienst eines Krieges stellen muß, um die Dinge richtig zu sehen. Der Krieg verursacht außerordentliche Aufwendungen an Kriegsmaterial aller Art, aber auch an Unterbringung und Der« pflegung von Menschen, die im Frieden ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Wir bezeichnen es als „Opfer der Heimat", wenn die in kriegsunchtt- gen Bettieben beschäftigten Menschen ihre Arbeit steigern, um nicht nur das Kriegsmaterial herzu« stellen, sondern auch die ausfallenden Arbeitskräfte an der Front zu ersetzen. Reichswirffchaftsminister Funk hat die beiden Hauptquellen genannt, aus denen der Krieg finanziert wird, nämlich die Ein- schränkung des privaten Verzehrs und einen weitgehenden Verzicht auf den Ersatz von Kapitalgütern, die der Abnutzung unterliegen. Abermals hat der verantwortliche Leiter des Deuffchen Währungsinstituts, der Reichsbank, betont, daß der Krieg nicht mit Preis- und Lohn st eigerungen finanziert werden soll. Preis- und Lohnsteigerungen ohne gleichzeitige Produktionsvermehrung führen zur Geldentwertung und damit zu einer Störung im Wertverhältnis von Leistungen, Gütern und Geldzeichen. Zu den angeblich unwiderleglichen „Argumenten", die unsere Gegner für die Begrenztheit der deutschen Widerstandskraft anführen, gehott die Behauptung, daß wir die Gelder zur Kriegfüh- rung nicht aufbringen konnten. Mit dem gleichen Scheinargument haben sie im Februar 1933 das große Arbeitsbeschaffungsprogramm und im September 1936 den Dierjahresplan als totgeborene Kinder bezeichnet. Sie haben sich beide Male getäuscht. Sie werden sich auch das dritte Mal täuschen. An den Vorttag des Reichsbankpräsidenten unb Reichswirtschaftsministers Funk vor dem Beirat der Reichsbank hat sich eine lebhafte Aussprache über den deuffchen Ausfuhrhandel angeschlossen. Das war durchaus kein Abweichen vorn Thema; vielmehr ist der Außenhandel das wichtigste Mittel zur Bezahlung von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Waren, die wir im Inland nicht ausreichend herstetlen. In Deutschland herrscht nicht erst seit der britischen Kriegserklärung vorn 3. September 1939 Knappheit an Arbeitskräften; schon vorher verursachte den zuständigen Stellen der richtige Arbeitseinsatz ernste Sorgen. Bei unserem Hauptgegner, England, feierten Ende 1939 immer noch 1,4 Millionen Arbeiter und Angestellte. Auf der anderen Seite verstärken sich die Klagen der enalischen Presse, daß nicht äenügenb Waren für die Ausfuhr zur Verfügung stehen. Ueberträgt man die Zustande m England auf das Reich, d. h. zieht man die größere Bevölkerungszahl Deuffchlands in Betracht, so bedeutet das, daß wir etwa 2Vz Millionen Menschen mehr ausnutzen, als England es bisher vermocht hat. Rechnet man den Wert der von 2V2 Millionen Menschen geleisteten Arbeit mit je 3—4000 RM. im Jahr, so ergibt sich für Deutschland im Vergleich zu England eine um 8 bis 10 Milliarden Mark im Jahr größere Wirtschaftsleistung. Deutschland hat in diesen Aufbaujahren bewiesen, daß es durch richtige Arbeitsökonomie den Mangel der Kapitalknappheit weitgehend ausgleichen kann. Die Auslandsguthaben, über die Großbritannien verfügt, sind m den letzten Monaten empfinblid) entwertet worden. Sie werden von fachmännffcher Seite auf knapp 500 Millionen Pfund Kurswert (etwa 6 Milliarden RM.) beziffert. Das ist ungefähr der Wert, den die feiernden 1,4 Millionen englischen Arbeitslosen schaffen konnten, wenn man sie richtig anzusetzen verstünde. Die Darlegungen Des Reichsbankprüfidenten und Reichswirffchafts- minifters lassen erkennen, daß Deuffchland einen ungleich solideren Weg der Kriegsftnanzierurrg eingeschlagen hat als sein Hauptgegner England. Cr. S-S iir S, die M bas S» tönni pnorjify W die Wlgejetjes C Le »ne Xn(tt & K S Qie M oei ßint I * S to' S»' I M u I MS .« iVr«” ®' I Mtir, 5“ I «MH J’ O-nM Wfteto UWJ* Sl-* SS klS eng. 1 tobten W frbtinW lebenden ne- Nti dingem Mischen ( nuggniiiH Aksempsu Ieslnnniune Mismäßi leftamentes !chB wirb fügende 1 Msser g rtn, so wer! abhalten las hgteit, veffc aus Ml-ch bestimmten auf vertrau kn vor um Slim Durch E hmenminift Mgnahmer neu gefaßt in ber hau- len befände Snmdbrsitz tai entho berungen b dlioatttanl ta Amven «erfahr! «ne Bench be; Steuer den Faller liichtlimen tniie nicht sntere- tmjelnen c fUuerbegürr überhöhten kre Lerhäl sünstigu hülfe gewi mchtlinien K für die Au 61 Nachdem pl im her eechöltniise Wn, solle W wieder JUn ab geh 9rünbt Wien die s >° Schellt 1 WM ha beweisen Silme, ö äntinem P1* Nl« DaspWWrhataüsnErwartungen entsprochen Aus dem neuen ^Kladderadatsch Aus aller Welt den sein. ♦ fähigkeit der Phönix irre sie früher unmittelbar von der Schule kamen, sind körperlich kräftiger und gesünder gewor- wie Sie Nach der Zeitung „Al Mokattam" ist General W e y g a n d, der Oberbefehlshaber der französischen Armee in Syrien, in Kairo eingetroffen, wo er sich drei Tage lang aufhalten will. und Gaststättenmarken in Zukunft nur in den Fällen ausgeben, in denen die Haushaltskarten für Brot, Fleisch und Fett zur Verpflegung außerhalb des Haushaltes nicht ausreichen. 612D Die Bestellscheine sämtlicher Lebensmittelkarten sind in der Woche vom 5. bis 10. Februar 1940 bei den Verteilern abzugeben. Die verspätete Abgabe der Bestellscheine kann zu Schwierigkeiten in der recht- zeitigen Beschaffung der von den Verteuern darauf zu beziehenden Waren führen. Die Verbraucher werden deshalb in ihrem eigenen Interesse aufgefordert, die Bestellscheine rechtzeitig abzugeben. *in6‘ Ans -em Zirkus Chamberlain Morituri die Allsiü die Muh non die p; MM-- reu MeGi her vemh '/- Milliom «ÄG Vergleichs m Mm! ii Mütter! Gegen 2 mit einem X bezeichnete Nährmittel» abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren erhalten Sie 2-wöchentlich ein Paket 250 g Maizena, das seit über 70 Jahren bewährte Säuglings- und Kinüernährmittel für die Zlasche, für den Brei, für den Pudding. Kochanweisungen liegen jedem Paket bei. MAIZENA ^*^w**G6**^ Auf dem Weihnachtstisch der italienischen Familie darf der „Panettone", ein Art Napfkuchen, niemals fehlen. In den letzten Tagen vor dem Feste türmen sich diese knusprigen Kuchen zu Hunderten und Tausenden in den einschlägigen Geschäften. Um aber dem Italiener, dessen Spielleiden- chaft bekannt ist, noch einen besonderen Anreiz zum eis. ki Ausweis! ar 1940 B n au, 11*1 betragen .checksD ionen E iss 5S.S 77 MM«- baut 67 5*5 i W>®\ Ä Ä ..O tn B Ä S& Ä le-ene" v->r^ ä* i den, haben meist zugenommen, sind reifer und haben sich ausgearbeitet. Die früheren ungünstigen Gesundheitsverhältnisse in vielen Industrien werden durch das Pflichtjahr eine spürbare Besserung erfahren. Hinzu kommt die Hauswirtschaft- liche Ertüchtigung der Mädel. Es war bisher vielfach erschütternd, wie wenig die Fabrikarbeiterin von Hausarbeit verstand. Im Pflichtjahr verbinden sich so die arbeitseinsatzmäßige Entlastung mit dem erzieherischen Erfolg und einer hauswirtschaftlichen und gesundheitlichen Ertüchtigung der weiblichen Jugend, deren Bedeutung erst später einmal ganz ermessen werden kann. In diesem Jahre wird wahrscheinlich die Zahl der Mädel, die ins Pflich^ahr gehen, noch weiter steigen. Ausnahmen werden nur in ganz besonderen Fällen gemacht. Jedes Mädel, das einen Beruf ergreifen will, muß vorher das Pflichtjahr a b l e i st e n , es fei denn, daß es zuvor eine Lehre durchmacht. Infolge der kriegsbedingten Einschränkungen in manchen Industriezweigen gewinnt das Pflichtjahr erhöhte Bedeutung, da es die Unterbringung aller Mädel gewährleistet und damit jede Arbeitslosigkeit vermeiden hilft. In stärkerem Maße noch als bisher muß in diesem Jahre d i e Landwirtschaft bei der Zuteilung von Pflichtjahrmädeln berücksichtigt werden, da die Landfrau eine Entlastung besonders nötig hat. Es ist selbstverständlich, daß die Mädel nicht ü b e r l a st e t werden, insbesondere nicht mit Feldarbeiten beschäftigt werden, wie überhaupt durch sorgfältige Auswahl und Ueberwachung aller Stellen für die beste Unterbringung der Mädel gesorgt wird. Während des Pflichtjahres werden die Mädel auch von der Berufsberatung betreut, um Vermittlung und Einsatz in dem gewünschten Beruf nach dem Pflichtjahr vorzubereiten. Ein besonderer Erfolg des Pflichtjahres ist es, daß viele Mädel erst durch das Pflichtjahr ihren wahren Beruf gefunden haben, indem sie sich entschlossen, einen land- oder h a u s w i r t s ch a s t l i ch e n B e - ruf zu ergreifen. unfl der Aufgabe wurde sich «« zusätzlicher Gewinn noch dadurch ergeben, daß nicht jede Dienststelle der Verwaltung gezwungen wäre, nach und nach aroke eigene volkswirtschaftliche Abteilungen aufzubauen An der Grenze von W a z i r i st a n ist eine englisch-indische Truppenabteilung aus dem Hinterhalt überfallen worden. Bei dem sich eittfpinnenoen »sind zwei enaliiche Soldaten getötet worden, ufständischen sollen schließlich vertrieben Vorheriger Hebung mit punktierten Linien umrändert worden, so daß auch weiterhin durch diese Kennzeichnung die Handhabung sämtlicher Lebensmittelkarten erleichtert ist. . v , Zur Erleichterung der Verpflegung m Kindertagesstätten erhalten Kinder von drei bis sechs Jahren wiederum zwei Milchkarten zu je % Liter an Stelle einer Milchkarte zu einem halben Liter, so daß eine der Karten der Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt werden kann. Die bisherigen Reife- und Gaststättenkarten werden mit Ablauf des 11. Februar 1940 ungültig. Ab 12 Februar 1940 gelten neue Reise- und Gaststättenmarken, die für je ein Lebensmittel wie Briefmarken in Bogen zu je 100 Stück zusammengefaßt sind. Jede Marke hat einen bunten Unterdrück, der für Brot m roter, für Fleisch in blauer, für Butter in gelber, für Margariene in hellbrauner, für Schweineschmalz in hellgrüner, für Käse in dunkelgrüner und für Nährmittel in Rosafarbe hergestellt ist. Die Käseabschnitte lauten künftig über je 30 g. Die übrigen Reisemarken lauten über dieselben Mengen wie bisher. , „ „ , Da nunmehr bei den Reichsfettkarten für Normalverbraucher ebenso wie schon bei den Reichsbrot- und -fleischkarten weitgehend die Möglichkeit gegeben ist, sich ihrer auf kürzeren Reisen und in Gaststätten zu bedienen, rverden die Kartenausgabestellen Reise» nachksvertrieb der Kuchen mit einer Art Lotte- r i e. Jedem Panettone wird ein Los bei gegeben. Der Hauptgewinn betrug in diesem Jahre nicht weniger als 100 000 Lire. Er ist einem Einwohner Neapels zugefallen, der es aber verstanden hat, bisher das strengste „Inkognito" zu wahren. Der Glück- liche, der offenbar den zahllosen Bettelbriefen aus dem Wege gehen möchte, die in solchen Fällen den Gewinnern ins Haus zu regnen pflegen, hat sein Los durch die Neapeler Filiale einer Großbank einlösen lassen, so daß sein Name nicht einmal der Zahlstelle der Mailänder Firma bekannt geworden ist. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hot Seiner Majestät dem Kaiser von Mandschukuo zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. "Der Bestellfchein^sür Margarine oder Speifeol lautet letzt über 160 g, zu dem zwei Emzeladschnstte Über je 80 g gehören. Diese Abschnitte werden nach wie vor entwertet «nicht abgetrennt) und mu °n b°, dem Verteiler eingelöst werden, der den Bestellschein entgegengenommen hat. Die übrigen Mengen über 62 5 g (/s Pfund) und über 90 g können frei be- loaen werden. Die Abschnitte werden abgetrennt. Der Abschnitt über 90 g ist in 18 Kleinabschnitte über je 5 g aufgeteilt worden, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, ohne Umtausch ihrer Haus- baltskarten in Reise- oder Gaststattenmarken ihre Mahlzeiten gelegenllich in. Gaststätten einzunehmen oder sich auf kürzeren Reisen zu r^rpflegen. Diese 5-g-Abschnitte berechtigen nur zum Bezug von Mar- aarine also nicht zum Bezug von Speiseöl Die- wenigen Verbraucher, die sich nicht in Werkküchen, Kanonen oder Gaststätten verpflegen, beziehen zweck- mnfciaerroeüe auf je einen Abschnitt über 80 g zu- SÄ mit ie. neun Abschnitten über 5 g 125 g ™Buaarb"ut™nnennöeÄd)ni«6 der M-ischk-rte und di- Abschnitte der Fettkarten, soweit s,e abzutrennen sind werden °°n den Verteilern gesammelt und bilden in Zukunft di- Grundlage für d,e Abrechnung mit den Ernährungsämtern. Di- künftig Nicht mehr zu entwertenden, sondern iabzustenn-nden Adlchnitte finb entsprechender bti- Bekanntmachung. Die Lebensmitlelzuleilung vom 12. Februar bis 10. März 1940. 3n der L-b-nsmitt-lzuteilungsp°ri^° o°m Februar bis 10. März 1940 bleiben die Rations atze für Brot, Fleisch, Butter, Margarine, Schmalz, Käst, Milch, Marmelade, Zucker und Nährmittel gegenüber den Rationen der vorhergehenden Zuteüungsperwde unverändert. Als Sonderzuteilung werden wiederumi 1-5 g Fleisch oder Fleischwaren und auf dieAbschnü e N 28/29 der Nährmittelkarte 2o0 g Hulsenfruchte ausgegeben. . umb entgegennimmt, eingelost werden. Der Fleischer bestätigt die Abgabe der Bestellscheine durchAb. Stempelung des Stammabschnittes der LAchkartem Der Bestellschein für Schweineschmalz, Speck oder Talg ist sortgefallen. Dies- Lebensmittel sollen m erster Linie bei dem Fleischer gekauft Eden, dem der Fleischbedarf gedeckt wird. Die Einzel Abschnitte für Schweineschmalz, Speck oder Talg wer Iden abgetrennt. 9 ijhil tX; | I W W uS I N> V I w I «s* I “is®*: I 2 81 S* '*1?. ’nwJ Leiter v sbanf, ? 6* einer & Ä Rjg gleichv 1933 bei 'd 'M tzy. tchebonu 1 Male st. 15 brittJ ^entn „E ? veirat iprache üxt 'tiOe M ' NoWsjil ausrchit erst sei!»!, tmber W orher Dtr® tige ArbrÄ hauftgem och 1,4 M der anktü tausende Kunden der Gefahr ausAesetzt haben, die zur Sicherung des Alters und für ihre Familien bestimmten Prämienbettäge einzubühen. Um die ftarf aufstrebende nationalsozialistische Bewegung im Interesse des Judentums zu bekämpfen, gab der Phönix mit vollen Händen „Subventionen" an „vaterländische" Verbände, wie Heimatschutz, Ostmärkische Sturmscharen, aus; das geschah im Sinne der Wünsche der Regierungen Dollfuß und Schuschnigg. Zwillingsfchwesiern beginnen ihr 90. Lebensjahr. Die Zwillingsschwestern Frau Katharina Rößler, geb. Feldpausch, Bad Ems, und Barbara Merz, geb. Feldpausch, Kemmenau, konnten ihr 90. Lebensjahr beginnen. Beide find noch ziemlich rüstig. (Eine Chronik aus der römischen KaiferzeN in Ostia entdeckt. Aus den Ausgrabungen an der ehemaligen Hauptstraße der antiten Hafenstadt Ostia vor den Toren Roms hat man jetzt ein bedeutendes Bruchstück der Chronik des kaiserlichen Roms gefunden. Dieses Fragment behandelt die Jahre 146, 147 und 148 unserer Zeitrechung. Für das Jahr 146 sind die dort ausgezeichneten Ereignisie nicht vollständig, weil die Inschrift an dieser Stelle beschädigt ist. Verzeichnet sind nur „ludi circenses", also Zirkus- spiele, und ein Sportspiel, die im Juni des genannten Jahres unter Kaiser Antoninus Pius veranstaltet wurden. Dann folgt noch die Erwähnung der beiden höchsten Beamten der Stadt Ostia (Duovirn), von denen es heißt, daß sie auf eigene Kosten drei Tage lang Spiele veranstalten würden. Für das Jahr 147 werden auch wichtige Ereignisse aus der Hauptstadt erwähnt. Im Februar 147 weihte Kaiser Antoninus Pius die Agrippa-Brücke ein, die nahe bei der heutigen Sixtus-Brücke (ponte Sisto) lag. Im April verursachte eine große Überschwemmung des Tiber viele Schäden an der Stadt und an den Aeckern. Zahlreiche Gebäude sind weggerissen und viel Vieh getötet worden. Verzeichnet wird u. a. auch die Geburt der ersten Tochter Mark Aurels, Annia Faustina, und die Verleihung des Titels Augusta an Faustina, die Gattin des damaligen Thronfolgers Mark Aurel, durch Kaiser Antoninus Pius. Aus dem Jahre 148 sind nur noch die Namen von vier Paar Konsuln erhalten. Im ganzen geben diese Bruchstücke die Gewißheit, daß in den Jahrbüchern von Ostia die Ereignisse aufgeführt werden, die die kaiserliche Familie betrafen, und auch manche Geschehnisse aus der Chronik der Hauptstadt Rom selbst. Cin Weihnachiskuchen, der 100 000 Lire einbringt. :en btfflitjtd den Matz gleichen !m ro^britonniü i einpM achminiG nd Kmsm )as ist UY ,4 Million»! n, meimn® Darleaunpit chswirtM schlank N mzierun« ei» ngland. 0 Am Montagabend fand im Westwallerholungsheim Plasfenburain Kulmbach eine Feierstunde statt, in deren Mittelpunkt die A u s z e i ch - nun g von 65 Westwallarbeitern mit dem Westwall-Ehrenzeichen durch den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Generalmajor Dr. Todt stand. Der Duce und Generalstabschef Starace erwiderten die Grüße der SA., die Stabschef Lutze der Faschistischen Miliz zum 17. Jahrestag im Namen der Großdeutschen SA. übermittelt hat. Der Duce und der Generalstabschef Starace brachten bei dieser Gelegenheit die kameradschaftliche Verbundenheit beider Formationen zum Ausdruck. Im Hinblick auf die bevorstehenden Schulentlassungen ist die Berufsberatung der Arbeitsämter gegenroärtig damit beschäftigt, den neuen Mädel- Jahrgang f ü r das Pflichtjahr zu erfassen und durch Aufklärung die große und vielseitige Bedeutung des Pflichtjahres herauszustellen. Dir Sachbearbeiterin des Reichsarbeitsministeriums, Fräulein Dr. Hamann, erklärte dazu, obwohl das Pflichtjahr zunächst nur für wenige Berufe zur Voraussetzung der Aufnahme von Berufsarbeit gemacht wurde, ist von den Arbeitsämtern bisher schon in 1 1 0 0 0 0 Fällen die Ableistung des Pflichtjahres im Arbeitsbuch bescheinigt worden. Zur vollen Auswirkung kam das Pflichtjahr erstmalig im Jahre 1939, als das Pflichtjahr allgemein als Voraussetzung für die Berufsaufnahme eingeführt wurde. Sett dem Frühjahr 1939 sind allein durch Vermittlung oder mit Genehmigung des Arbeitsamts 265 000 Mädel in das Pflichtjahr gegangen, um es im freien Arbeitsverhältnis abzuleipen. Rechnet man dazu die Pflichtjahrmädel im Arbeitsdienst, im Landdienst, im Hauswirtschastlichen Jahr, in der ländlichen Hausarbeitslehre und anderen auf das Pflichtjahr anzurechnenden Dienstleistungen, so ergibt sich, daß über 300 000 Mädel des Jahrganges 1939 ihr Pflichtjahr ableisten. Annähernd die Hälfte davon ging in Pflichtjahrstellen auf dem Lande. Die an das Pflichtjahr geknüpften Erwartungen sind reichlich erfüllt worden. Von allen Seiten ist bestätigt worden, daß die Mädel zwar keine volle Arbeitskraft ersetzen, aber doch eine wesentliche Entlastung für die Land- und Hausftau bedeuten. Der beste Beweis für die Bewähruna ist, >aß in vielen Bezirken in diesem Jahre die A n • orderungen von Pflichtjahrmädeln viel ) ö h e r sind als im vorigen Jahre. Nach den Berichten der Arbeitsvermittlung sind die aus dem Pflichtjahr kommenden Mädel viel leichter in Berufen unterzubringen als die Mädel, Goethemedaille für Werner Jansen. Der Führer hat dem Schriftsteller Professor Dr. med. Dr. phiL Werner Jansen in Berlin- Frohnau aus Anlaß der Vollendung seines 5 0. Lebensjahres in Anerkennung feiner chriftstellerischen Arbeiten im Dienste der rassischen Erneuerung des deutschen Volkes dieGoethe-- m et) a ille für Kunst und Wissenschaft verliehen. — Ein Aufsatz in der morgigen Ausgabe der „Fami'lienblätter" wird das literarische Werk Werner Jansens würdigen. Vannführer Holz knecht durch Lawinensturz verunglückt. Der Stabsleiter des Gebietes Tirol- Vorarlberg (33), der HJ.-BanNführer Willi Holzknecht, verunglückte durch Lawinensturz tödlich. Die HI. verliert damit einen ihrer verdientesten Führer, der sich schon lange vor der Heimkehr der Ostmark in der österreichischen Kampfzeit unermüdlicy für den Sieg der Bewegung und den Aufbau der ostmärkischen Hitler-Jugend eingesetzt hat. An der Beisetzung in Innsbruck nahm der Bevollmächtigte des Reichsjugendführers, Stabsführer Hartmann Lauterbacher teil. Paganlnl-Feiern in Genua. Die Paganinifeiern in Genua zum Gedenken des 10 0. Todestages des großen Geigers beginnen am 15. Mai mit einem großen Orchesterkonzert. Am 28. Mai soll eine feierliche Pilgerfahrt von Genua nach Parma stattfinden, wo Pagamnt begraben ist. Bei den Konzerten werden die Werke Paganinis natürlich den Ehrenplatz einnehmen. Jlattenlfches Austlärungsflugzeug abgesiürzt. Bei Apuana-Massa (Toskana) stürzte am Sonntag aus unbekannter Ursache ein Aufklärungsflugzeug ab, dessen fünf Insassen unter den Trümmern den Tod fanden. Ileue Erdstöße in Anatolien. Neue Erdstöße haben in Kleinasien zwei Dörfer bei Ers indjan zerstört. Es sind 45 Tote und viele Verletzte zu beklagen. — Dm Gebiet von Karahissar sind ebenfalls neue Erd- stöße verspürt worden. Die Ortschaft Pulur ist vollkommen zerstört worden. Zehn Personen sind den Erdstößen zum Opfer gefallen und zahlreiche andere wurden verletzt. Die Verantwortung gegenüber Familie und Volksgemeinschast. Eine Entscheidung zum Erbrecht. Nach dem neuen Testamentsgesetz ist eine Der- ; siigung von Todes wegen nur dann nichtig wenn sie in einer dem gesunden Volksempfinden gröblich widersprechenden Weise gegen die Rück- ■ sichten verstößt, die ein verantwortungsbewuß- : ter Erblasser gegen Familie und Volks- gerne in sch a ft zu nehmen hat. Das Kammer- gericht hat in einer Entscheidung erklärt, daß wenn die Prüfung ergebe, daß der Erblasser einen nach dem gesunden Volksempfinden als gerechtfertigt anzuerkennenden Grund für seine Verfügung gehabt habe, das Testament gültig sei. Im vor- 1 liegenden Falle hatte die Erblasserin unter lieber- gehung ihrer wohlhabenden geschiedenen Eltern 1 ihren Verlobten, einen jungen, strebsamen Lehrer, zum alleinigen Erben eingesetzt. Den Eltern steht gegen den Erben ein Pstichiteils- anspruch in Höhe der Hälfte des Nachlaßwertes zu. Alle Instanzen haben die Gültigkeit des Testaments festgestellt. Die Erblasserin wird als eine sittlich hochstehende Persönlichkeit von starkem Familiensinn mit großem Pflichtgefühl, Gerechtigkeitssinn und selbstlosem Charakter geschildert. Ihre Begehungen zu den Eltern waren, nicht zuletzt wegen deren Scheidung, in den letzten Jahren nicht besonders eng, während die Zuneigung zu chrem Der- «lobten ihr Lebensinhalt geworden war. Mit der Erbeinsetzung hat sie den in dürftigen Verhältnissen lebenden Verlobten hauptsächlich den Abschluß seines Hochschulstudiums ermöglichen und sein weiteres Fortkommen fördern wollen. Wie Ministerialdirigent Vogels vom Reichsjustizministerium in der „Deutschen Justiz" feststellt, verstößt ein solcher Beweggrund sicherlich nicht gröblich gegen gesundes Dolksempfinden. Der Umstand, daß die genannte Bestimmung des Testamentsgesetzes bisher in verhältnismäßig seltenen Fällen zur Nichtigkeit eines Testamentes geführt hat, bedeute nicht, daß b-ie Vorschrift wirkungslos fei. Man dürfe nicht ihre vorbeugende Wirkung übersehen. Sollte wirklich ein Erblasser geneigt sein, grob pflichtwidrig zu testieren, so werde er sich hiervon durch das Bewußtsein obhalten lassen, daß ein solches Testament der Nichtigkeit verfällt. Anderseits dürfe ein Erblasser, der aus sittlich hochstehenden Beweggründen in einer bestimmten Weise über feinen Nachlaß verfügt, darauf oertrauen, daß die Gerichte feinen letzten Willen vor ungerechtfertigten Angriffen schützen werden. <5run»fteuerbilltgte>f0rid?thnien. Durch Erlaß des Reichsftnanz- und Reichs- Innenministers sind die Richtlinien für Billigkeitsmaßnahmen bei der Grundsteuer für das Altreich neu gefaßt worden. Die Aenderungen berücksichtigen in der Hauptsache die durch den Krieg bedingten besonderen Verhältnisse, die sich auch auf den Grundbesitz auswirken können. Die neuen Richtlinien enthalten auch die Regelung der Ertragsmin- irerungen beim Beherbergungsgewerbe und bei den -Prioatkrankenanstalten.. Die Gemeinden sollen bei der Anwendung der Weisungen w o h l w o l l e n d verfahren und eine durch den Krieg eingetre- tene Verschlechterung der persönlichen Verhältnisse des Steuerschuldners genügend berücksichtigen. In den Fällen, in denen ein Billigkeitserlaß nach den Richtlinien wegen befonders ungünstiger Verhäld Nisse nicht ausreicht, sollen die Gemeinden durch weiteres Entgegenko mm en helfen. Im einzelnen verweisen die Richtlinien auf den nicht steuerbegünstigten Neubau, bei dem wegen der Überhöhten Gestchungskosten und Zinslasten besondere Verhältnisse vorliegen können. Auch die Vergünstigungen für unbebaute Grund- jt ü cke gewinnen im Kriege erhöhte Bedeutung. Die Richtlinien gelten rückwirkend für die Grundsteuer, die für die Zeit ab 1. April 1939 erhoben wird. Auch bei KnegSprüfungen: Erreichung des Lehrziels. Nachdem sich bereits bei den Lehrab-schlußprüfun- gen im Herbst 1939 gezeigt hatte, daß die Kriegs- verhättnisfe kaum eine wesentliche Behinderung bedingen, sollen die Lehrabschlußprüfungen rm Jahre 1940 wieder in dem früher üblichen Rahmen abaehalten werden. Soweit sich aus zwingen- s den Gründen eine Abweichung notwendig macht, I sollen die Prüfungsanforderungen auf alle Falle so gestellt werden, daß der Lehrling vollauf, Ge- legenheit hat, die ErreichungdesLehrziels | gu beweisen. Filme, die nicht für Jugendliche sind. 3n einem Erlaß mir» mitgeteilt, es fei beobachtet I worden, daß Kinder sowie Jugendliche immer mehr s solche Filmvorführungen besuchen, in denen für sie nicht zugelassene FUme gezelgt' ™ E den. Um einer Verwahrlosung der Jugend vorzu I beugen, die besonders leicht wahrend eines Krieges durch das Fehlen des väterlichen Erziehers, eny treten tonnte, werden die PolEidehorderl ersucht, : Filmvorführungen aller Art nac^rucklicher als bisher auf die Beachtung der Vorschriften des Llch hnelgesetzes zu überwachen. Bekanntmachung. Ab heule wieder ein Ll. In der Zeit vom 6. bis 10. Februar 1940 wird auf die gültige Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eier 1 Ei je Versorgungsberechtigten auf Abschnitt c ausgegeben. Es wird darauf hingewiesen, daß durch die bestehenden Transportschwierigkeiten, die infolge der Kälte aufgetreten finb, die Eier unter Umständen nicht in sämtlichen Einzelhandelsgeschäften am ersten Ausgabetag verfügbar sein werden.619D Geschäfts-Drucksachen "’XX" Briefumschläge . —- . , x ■ Postkarten bei Brühl, Schulstraße 7 Qesohlftakartee Der Phönix-Zusammenbruch vor Gericht. Vor einem Strafsenat des Landgerichts Wien hat die Verhandlung gegen den Direktor- Stellvertreter der Lebensversicherungs- gefellschaft Phönix Max Israel Bret- s ch n e i b e r und den Oberbuchhalter Eduard Hannn, die des verbrecherischen Betruges ange- klaat sind, begonnen. Das unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Phönix ausgearbeitete Gutachten beziffert die Verschuldung der Phomx mit der Rie- sensumme von 478 ^lIinV^ah^ 1929 wirft den Beschuldigten vor, daß sie vorn Jahre 1929 bis zum Februar 1936 uls leitertbe ear Kauf deUeihnachts-Panettone zu geben, verbindet mals schon stark uderfchMeten Anstatt bewutzt oie *a j ^iländer Firma Motta, deren Er- ,^7-a-füM^Änd-°rt. z°u8 zu den begehrtesten g-h°r-o, d-n Weih. a?5 g IN ild leidet Not Das Verschiedenes j im 65. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: GLORIri Gießen (Alicenstraße 20), den 5. Februar 1940. 614D Erstaufführung Heute Dienstag JEM [Stellenangebote! | Verkäufe | kaufen. 0401 Barbara Wende im 64. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. °d/© Ludwigftr. 41 n Gießen, den 5. Februar 1940. ALBRECHT SCHOENHALS 0399 Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Danksagung. Lichtspielhaus | Kien 9)ref0äter Ihre Geschäftsdrucksachen Großen-Linden, Münster 1. W.. den 6. Februar 1940. | Mietgesuche | |Stellengesuch? ILSE WERNER mit Darmstadt, den 6. Februar 1940. 0394 alltägliches Erlebnis empfinden. OOflA Ufa-Kulturfilm / Ufa-Wochenschau Täglich 4, 6, 8e30, Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr PQLRST Giessen IM Stadttheater Die Trauerfeier findet am Donnerstag, S.Febr., nachm. 3.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 8. Februar, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. - Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Am Montag, 5. Febr. 1940, entschlief nach langer schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Die lichte Heiterkeit,die volkstümliche Frische und die beschwingte Stimmung dieses Films teilen sich dem Beschauer mit und lassen das bald dramatisch spannende, bald verblüffend komische Geschehen als freundliches, nicht Heinrich Luh und Kind nebst Angehörigen. zu 0396 Nach kurzem schweren Leiden verschied unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grofimutter Die Liebe der kleinen Nanette ist so anmutig und überzeugend, von so rührender Menschlichkeit und weiblicher Klugheit, daß man miterleben und begeistert mitempfinden muß, wenn der Film mit seinen amüsanten und köstlichen Szenen vor uns abläuft. Für die liebevolle Anteilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Germer am Grabe unserer lieben Entschlafenen sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank aus. Mlv.Mii. von Staatsangestelltem 3 um 1. März gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0391 an den Gieß. Anzeiger. Anna-Gela Müller, geb. Hebel Friedrich Wilhelm Müller und Frau Änne, geb.Möhl Karl Müller Dr. med- Leonhard Müller (-. z. Arzt in einem Reservelazarett) und Frau Käthe, geb. Lingscheidt sowie 3 Enkelkinder. fÄK?* Der heutigen Ausgabe liegt ein Werbeblatt der Bezirkssparkasse Gießen bei. |616d Spielleitung: ERICH ENGEL Musik: PETER KREUDER Vogelsberger Erstlings- Kuh mit Kalb zu ver- luftbereifter Langholzwagen Tragkraft 100 bis 200 Zentner, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt. 0388 an den Gießener Anzeiger erbet. Blilff Größe 42 verkaufen. Erfahrener und nüchterner Kraftfahrer für sofort in angenehme Dauerstellung gesucht. Schriftliche Bewerbungen oder persönliche Vorstellung erwünscht bei H. STÜWE, TH. 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Sew« Sschias Herr Otto Weber, Dreher, Ber-i lin-Schöneberg, Franz-Kopp- Straße 73,schreibt am 12.11.391 „13 Wochen lag ich fest an Ischias und sollte ins Krankenhaus. Da nahm ich Trineral-Oval-, tabletten. Ich bin von dem Tage an arbeitew gegangen. Nahm immer bei heftigen Schmerzen Trineral-Ovaltabletten. Nun ist das Leiden ver-t schwanden, und ich kann jedem in solchen Fällent nur Trineral-Ovaltabletten empfehlen." Bet allen Erkältungskrankheiten, Grivve, Nbenma, Ischias, Nerven- u. Kopfschmerzen haben sich die hochwirk-, samen Trineral-Ovaltabletten bestens bewährt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen auch bet Magen-, Herzoder Darmempfinölichkett. Machen auch Sie einen Versuch! Packung 20 Tabletten n n r 79 Pfg. In einschL Avoih. erhältlich oder durch Trineral GmbH., München 27« Vom Pressewart des Reichsbundes „Deutsche Jägerschast — Berlin" wird uns mitgeteilt: Obwohl das Wild im Winter durch die Jaad- berechtigten gefüttert wird und das Reichsjagdge,etz in Wintersnot sogar die Wildfütterung vorschreibt, kommt das Wild bei anhaltendem Frost und Schnee vielfach in die Nähe bewohnter Oertlichkeiten, um in Gärten usw. seinen Hunger zu stillen? Ost werden dabei junge Obstbäume von Hasen usw. angenagt, und an hochwertigen Gartenerzeugnissen und sonstigen Pflanzen entstehen Wildschäden durch Rehe, Kaninchen usw. Zum Schutz gegen Wildverbiß sei deshalb hier kurz auf die gesetzlichen Besümmungen hingewiesen, aus denen hervorgeht, daß hoch wertige Anpflanzungen seitens des Gartenbesitzers selbst zu schützen smd! Junge Obstbäume können mit den bekannten Drahtmanschetten oder Tannenstrauch umwickelt werden. Wer dies aus Bequemlichkeit versäumt, handelt fahrlässig. Das Reichsjagdgesetz bestimmt durch den § 47 (2) ausdrücklich: „Der Wildschaden, der an Gärten, Obstgärten, Weinbergen, Baumschulen, Alleen, einzelstehenden Bäumen, Forstkul- Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen Gustav Schürmann. Erzeugnissen. Men stellt sich die Beschaffenheit ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen,GeschMftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten eie Ihnen BrUhl'sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2261 HANS SÖHNKER 20 bis 22.30 Uhr 18. Dienstag-Miete Benialische Zukunft Komödie von Gesell und Martin Preise: RM. 0.60 bis 3.10. (605d Daubringen, Hauptstraße 45. Getragene herreWSlikel und guterhaltene turen oder Freilandpflanzungen von Garten- oder hochwertigen Handelsgewächsen angerichtet wird, ist nicht zu ersetzen, wenn die Herstellung von üblichen Schutzvorrichtungen unterblieben ist, die unter gewöhnlichen Umständen zur Abwendung des Schadens ausreichen." Daraus ist einwandfrei ersichtlich, daß „Freilandpflanzungen von Garten- oder hochwertigen Han- delsgewächsen" von dem Besitzer tunlichst selbst zu schützen sind. In den Ausführungsbestimmungen heißt es u. a.: „Als Schutzvorrichtungen, die unter gewöhnlichen Umständen zur Abwendung des Schadens ausreichen, sind beispielsweise anzusehen: Gegen Rehwild Drahtgeflechtzäune in Höhe von 1,50 Meter, gegen Hasen und wilde Kaninchen Drahtgeflechtzäune in Höhe von 1,30 Meter über der Erde, 20 Zentimeter in die Erde eingegraben, 40 Millimeter Maschenweite." Die „Erläuterungen" zum § 47 des Reichsjagdgesetzes besagen unter Absatz 2 wörtlich: „Auch bei Wildschadenersatz finden die allgemeinen Grundsätze des Bürgerlichen Gesetzbuches über mitwirkendes Verschulden des Beschädigten Anwendung (§ 254 BGB.). Es verstößt gegen Treu und Glauben, wer jede Maß- 4^ Damenbart * Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mirangew.einziq sichereMeth. unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden,seit35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9—1ßl/2 Uhr. 279D VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 regel zur Abwendung oder Minderung des Schadens unterläßt und gleichwohl den vermeidlich gewesenen Schaden ersetzt verlangt." Der Absatz 3 ergänzt noch dahin: „Dasselbe gilt nach ausdrücklicher Bestimmung des Gesetzes, wenn es jemand unterläßt, Schutzvorrichtungen zur Verhütung von Wildschäden bei besonders wertvollen Anlagen der im Gesetz genannten Art zu treffen. Da hier besonders großer Schaden droht, muß derjenige, der hochwertige Anlagen besitzt, selbst das Seinige dazu tun, um den Schaden abzuwenden." Daraus ist ersichtlich, daß es der Wille des Gesetzgebers ist, auch den Besitzer der Kulturgewächse zu veranlassen, etwaige Schäden mit abwenden zu helfen. Das Reichsjagdgesetz, das vom Führer selbst unterzeichnet wurde, will unter Ausschaltung von Härten sowohl der freilebenden Tierwelt unserer Heimat, als auch den Belangen der Landeskultur zu gleichen Teilen gerecht werden, und daher soll jeder Beteiligte an seinem Teil mit dazu beitragen, daß dem Willen des Gesetzes entsprochen wird! Man tut übrigens ein gutes Werk, wenn man die beim Schneiden der Obstbäume oder anderer Weichholzarten anfallenden Reiser den Winter über einfach an Ort und Stelle liegen läßt, denn das Wild nagt die nahrhafte Rinde restlos ab und hat es dann nicht nötig, andere Pflanzen aus Hunger zu verbeißen! Wildschaden, der an eingemieteten Feldfrüchten entsteht, ist nicht ersatzpflichtig, da eingemietete Feldfrüchte als „e i n g e e r n t e t" gelten. Feldmieten, Getreideschober und sonstige eingeerntete Feldfrüchte hat der Besitzer daher selbst zu schützen oder so einzumieten, daß sie vom Wild nicht erreicht werden können. Durch das Ausstreuen einiger Säcke voll Sandkaff (Dreschabfällen), Heublumensamen usw. lindert man die Rot der freilebenden hungernden Tiere. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Slum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig. Keine Ursprungszeugnisse, lonbem nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunteo lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Junger WMpck sauber u. ehrlich, in allen Zweigen bewandert,sowie freundl., junges, ehrliches Metal für Laden und Büro, Vorkenntnisse nicht unbedingt erfordert., sofort od. später gesucht. |5ßoD Metzgerei Heinrich Rullmann Nidda/Oberh. 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Zu Hause aber bleibt er eben der „Kleine" well er als Spätling kam. Herbert kommt in ein Baugeschäft, das steht bereits fest. Sein ältester Bruder, der schon seit vielen Jahren als Maurer tätig ist, hat ihm sehr dazu geraten, und Herbert hat auch große Lust zu dem Beruf. Zunächst wird er Maurerlehrling, und später, nach einer entsprechenden Gesellenzeit, geht es auf die Bauschule. Dabei wird ihm sein zeichnerisches Talent zustatten kommen. Dann kann er als Bautechniker tätig sein und vielleicht einmal die Laufbahn eines Baumeisters oder Architekten einschlagen. Es ist ein aussichtsreicher Berus, den sich Herbert erwählt hat, zu dem er auch die volle Zustimmung des Arbeitsamtes fand. Der Vater hat schon öfter darauf aufmerksam gemacht, daß mit der Beendigung der Schulzeit der einschneidendste Abschnitt im Leben seines Sohnes beginnt. Doch Herbert lächelt nur fröhlich dazu. Die Schule ist bald eine überwundene Sache, was dann kommt, ist weniger langweilig, denkt er im stillen und zählt fiebernd die Tage, die noch verbleiben. Er ist zwar kein schlechter Schüler gewesen, aber er hält mehr von den praktischen Dingen. Daß es auch bei den praktischen Dingen zunäckst sehr viel zu lernen gibt, wird er bald merken. Aber wer versteht nicht den Drang eines Vierzehnjährigen, den es aus der Schulstube hinauszieht, wo das Leben ruft. Das Leben ruft jetzt wiederum die Jungen und Mädchen in großen Scharen, die demnächst die Schule verlassen werden. Alle haben sich nun zu entscheiden, welchem Beruf sie sich zuwenden wollen. Dabei leistet ihnen die Berufsberatung des Arbeitsamtes wertvolle Hilfe, und vielen ist bereits, wie auch in Herberts Fall, eine Lehrstelle nachgewiesen worden. Denn an Lehrstellen mangelt es heute weniger als an geeigneten Lehrlingen. Der Facharbeitermangel in den meisten lohnenden Berufen ist so groß, daß durch eine geeignete Lenkung des Lehrlingseinsatzes in planmäßiger Weise für den Nachwuchs gesorgt werden muß. Hier gilt es für Eltern wie für die künftigen Lehrlinge in sorgfältigster Weise alle Fragen zu klären, die das Beste des jungen Menschen im Auge haben, die aber zugleich auch vom Standpunkt der Allgemeinheit wichtig sind. Denn nur dann, wenn dem Gemeinwohl gedient ist, wird auch der Lehrling am richtigen Platz sein Schicksal freudig schmieden können. H. W. Sch. Wechsel in der Kreisgeschäftsführung der Partei. Mit Wirkung vom 16. Februar 1940 ab ist der jetzige Kreisgeschäftsführer der Kreisleitung Wetterau der NSDAP., Pg. Hermann Wagner, zum Geschäftsführer bei der Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt a. M. berufen worden. Pg. Hermann Wagner, der seit März 1938 Kreisgeschäftsführer der hiesigen Kreisleitung ist, war, nachdem er in Gießen seit Juli 1931 die NSBO. aufgebaut hatte, seit der Gründung der Deutschen Arbeitsfront Kreisobmann der DAF. des Kreises Wette rau mit d em Sitz in Gießen. In allen Bevölkerungskreisen im Kreise Wetterau wird Pg. Wagner große Wertschätzung entgegengebracht. Seine gediegene Sachkenntnis und seine verbindliche Art im Umgang mit allen Volksgenossen haben ihm in Stadt und Land viele Freunde erworben. Sein Nachfolger als Kreisgeschäftsführer des Kreises Wetterau wird der Ortsgruppenleiter von Gießen-Mitte Pg. Hans Weber. Pg. Weber stammt aus Butzbach; seit seiner Jugend lebt er in Gießen. Er hat den Weltkrieg in einem Infanterie-Regiment mitgemacht, gehörte der Partei schon vor der Machtübernahme an und ist heute noch als Angehöriger des SA.-Sturmes 43/116 eng mit der SA. verbunden. Die Leitung der Ortsgruppe Gießen-Mitte hat er seit 1937 inne. Pg. Weber behält die Leitung der Ortsgruppe Gießen-Mitte bis auf weiteres bei. Richtiges Vollkornbrot in jedes Haus. Zn absehbarer Zett in jeder Bäckerei zu haben. Bon Or. med Bruno Gondolatsch, Geschäftsführer des Reichsvollkornbroiausschuffes. Führende Männer des Reiches haben in Wort und Schrift immer wieder betont, daß die Ernährungslage des deutschen Volkes in der gegenwärtigen Zeit durchaus sichergestellt ist. Es handelt sich nur darum, in den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln den höchsten Nährwert zu erhalten. In diesem Zusammenhang spielt der Brotverzehr eine entscheidende Rolle. Zu etwa ein Drittel deckt der Mensch heute seinen täglichen Nahrungsbedarf durch Brot. Ob alt oder jung, reich oder arm, jeder ißt täglich mehrmals Brot. Es ist daher nicht ohne Bedeutung, ob dieses Nahrungsmittel vollwertig oder entwertet ist. In Verbindung mit allen in Frage kommenden Dienststellen der Partei, des Staates und der Wirtschaft sorgt die Gesundheits- führung^ daß dieses Brot in Form eines einwandfreien Vollkornbrotes zur Verfügung gestellt wird. Vom Standpunkt einer vollwertigen Ernährung gesehen, wäre das Streben nach Hellem Brot, das im letzten Jahrzehnt sich mehr und mehr steigerte, nicht anders zu werten als ein Farbenkult, wenn das Brat aus Hellen Mehlen dieselben Bestandteile enthielte wie das Brot aus dem vollen Korn, also das Voll kornbrot. Das ist aber nicht der Fall. Um die Unterschiede in der Zusammensetzung und damit den (gesundheitlichen) Wert der Ausmahlung zu verstehen, muß man sich den Aufbau des Korns vorstellen: Der wertvollste Teil des Getreidekorns ist der Keim. Er ist reich an hochwertigem Eiweiß, reich an Mineralstoffen und enthält eine Menge von Schutzstoffen (Vitamine), besonders die Vitamine der B-Gruppe. Gesundheitlich äußerst wichtig sind auch die Randslhichten des Korns. Sie enthalten ebenfalls hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe und von Vitaminen wiederum reichlich die B-Gruppe. Das Innere des Korns stellt lediglich noch einen Stärkekern dar, der nur sehr geringe Mengen von Mineralstoffen und Vitamin B enthält sowie ein geringwertiges Eiweiß. Gerade der Keim und die Randschichten des Getreid e körn s mit den unersetzlichen Vi t a m i n e n sind in den Hellen Mehlen nicht mehr enthalten! Bedeutende Ernährungsforscher, wie z. B. Professor Scheunert, haben schon seit einem Jahrzehnt darauf hingewiesen, daß bei der modernen Ernährungsweise die Ditamin-B-Zu- fuhr häufig unzureichend ist, insbesondere, wenn einseitig Helle Mehle, Helles Brot und sonstwie technisch bearbeitete Produkte, wie Fleisch bevorzugt werden, dagegen Kartofteln, Gemüse, Milch und Obst in den Hintergrund treten. Dabei braucht man gar nicht soweit zurückzugehen, um auf das Vollkornbrot als wesentlichen Nahrungsbestandteil zu stoßen. Wer hat nicht früher einmal mit Vergnügen von einem dunklen Bauernbrot gegessen und be- d-a^iert, daß man solches Brot in der Stadt nicht mehr erhält? Heute kann man freilich auch auf dem Land,? weit gehen, um richtiges Bauernbrot zu erhalten. Mit der Verstädterung verschwand allmählich die altüberlieferte Ernährungsweise. Es bedachte wohl niemand in den Zeiten der Verstädterung und Industrialisierung, daß die dadurch bedingte Umstellung unserer Ernährung schwerwiegende Folgen haben würde. Aber heute weisen die Ernährungsphysiologen eindringlich auf die Zahnfäule hin, wissenschaftlich Karies genannt, auf die Zunahme der Stoffwechselkrankheiten usw. als Folgen einer fehlerhaften Brotnahrung hin. Der Reichsvollkornbrotausschuß, der sich aus Vertretern aller, an der Dollkornbrotfrage interessierten Stellen von Partei, Staat, Wirtschaft usw. zusammensetzt, hat die Aufgabe: 1. das, Verständnis für die gesundheitliche Bedeutung des Vollkornbrotes zu erwecken, 2. den Verbrauch von gutem Vollkornbrot zu steigern, 3. dafür zu sorgen, daß Vollkornbrot nur in bester Qualität auf den Markt gelangt. Die vom Reichsvollkornbrotausschuß bisher eingeleiteten Maßnahmen sichern vor allem die einheitliche und gleichbleibende Qualität. Es ist selbstverständlich, daß der Mensch ein Nahrungsmittel ablehnt, das ihm in geschmacklicher und sonstiger Beziehung nicht zusagt. Das gilt entsprechend auch vom Brot, ganz gleichgültig, ob es sich um Vollkorn- oder anderes Brot handelt. Soweit hierbei ein vollwertiger Ersatz des einen Nahrungsmittels durch ein anderes in Frage kommt, wäre diese Tatsache nicht weiter bedenklich. Wenn wir es aber wie beim Brvt mit dem weitestverbreiteten Nahrungsmittel zu tun haben, das fast zu keiner Tageszeit auf dem Tisch zu fehlen pflegt, wenn außerdem dieses Brot als Vollkornbrot für die Gesundheit unentbehrliche Bestandteile enthält, so ist es ganz besonders die Pflicht der verantwortlichen Stellen, dafür zu sorgen, daß das Brot gern gegessen wird und durch Erhaltung der Wertstoffe seinen Zweck in der Ernährung erfüllt. In absehbarer Zeit wird es in jeder Bäckerei und in allen Brotverkaufsläden Vollkornbrot geben. Die zuständigen Stellen geben sich in Anerkennung der gesundheitlichen Notwendigkeiten alle erdenkliche Mühe, in kurzer Zeit die Bäcker durch Sonderlehrgänge mit den backtechnischen Fragen vertraut zu machen. Vollkornbrote werden durch eigens dazu ausersehene Institute untersucht und, wenn sie als einwandfrei befunden werden, anerkannt. Die gutes Vollkornbrot verkaufenden Geschäfte werden durch ein Plakat kenntlich gemacht, das anerkannte Vollkornbrot wird mit einer Gütemarke versehen. Fortlaufende Untersuchung der Vollkornbrote garantiert nicht nur für gleichbleibende gute Qualität, sondern darüber hinaus noch für stetige Verbesserung. Alles in allem: Vollkornbrot — luftig aufbewahrt, nicht zu frisch gegessen und vor allem gründlich gekaut — ist das vollwertigste Nahrungsmittel, das uns die deutsche Erde gibt. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Wehrwissenschaftlicher Vortrag: 20 Uhr im Großen Hörsaal des Ehemischen Instituts, Professor Dr. Haag über „Seuchenbekämpfung im Kriege". — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Bengalische Zukunft". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Nanette". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Drei Väter um Anna". Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird die Komödie „Bengalische Zukunft" von Gesell und Martin zum ersten Male wiederholt. Spielleitung Dr. Hannes Razum. Bühnenbild Karl Löffler. 18. Vorstellung der Dienstag-Miete. BDM-Untergau 116 Gießen. Die Februarschulung für die Führerinnen der Gießener BDM.-Werk-Gruppen findet Mittwoch, 7. 2., um 20 Uhr, im Möserheim statt. Die Schulung für die Führerinnen der Gießener Mädelgruppen findet am Donnerstag, 8. 2., um 19.30 Uhr, statt. Das Rote Kreuz vermittelt Sendungen an Kriegsgefangene und Internierte. Das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes teilt folgendes mit: Neben dem Versand von Briefen und Paketen bis zu 5 kg, die nach den bei jedem Postamt zu erfragenden Besinnungen an Kriegs- Postamt zu erfragenden Bestimmungen an Kriegsland abgeschickt werden können, vermittelt das Deutsche Rote Kreuz, außerdem den Versand von Typen- Paketen, die solche Gegenstände enthalten, deren Absendung den Angehörigen im allgemeinen nicht möglich ist. Dabei handelt es sich um Tabak, Seife, Süßwaren, verlagsneue Bücher und Noten. Merkblätter und Bestellkarten sind bei den DRK.° Stellen sowie bei dem Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes, Berlin SW 61, Blücherplatz 2, er= ^ältlich^ Schnee-Eis weg vom Bürgersteig! In den letzten Tagen konnte man in zahlreichen! Straßen Männer und Frauen, Buben und Mädels eifrig beim Schneeschippen, vor allem auch bei der Säuberung der Bürgersteige von den festgetretenen Schneemassen sehen. Erfreulicherweise wurden dadurch die Wegeverhältnisse erheblich verbessert. Allerdings traten nun diejenigen Stellen der Straße, die bisher noch nicht gesäubert wurden, um so auffälliger und unangenehmer in Erscheinung. Bis heute früh gab es in den Straßen immer noch zahlreiche Stellen, an denen die Säuberung des Bürgersteigs von Schnee und Eis überhaupt noch nicht, oder nur mangelhaft vorgenommen worden war; namentlich fallen hierbei manche Straßenübergänge, z. B. der Bahnübergang an der Ecke Frankfurter Straße-Liebigftraße, sowie der Platz vor der Universitäts-Bibliothek und manche Bür- gersteigflächen vor öffentlichen Gebäuden unliebsam: auf. Bei der jetzigen Witterung sind die Schnee-Eis-, flächen und -huckel auf den nicht gesäuberten Bürgersteigen und Plätzen eine erhebliche Gefahr für die Straßenpassanten, die insbesondere in den Abend- und in den frühen Morgenstunden während der Dunkelheit groß ist. Die mit der Säuberung d-er Bürgersteige noch rückständigen Hauseigentümer oder Reinigungsverpflichteten, aber auch die für die einwandfteie Beschaffenheit des Geländes vor öffentlichen Gebäuden verantwortlichen Stellen, mögen sich die Säuberung der Bürgersteige nunmehr dringend angelegen sein lassen. Bekanntlich haftet jeder, der die Reinigung des Bürgersteiges von Schnee und Eis schuldhaft versäumt, für alle f daraus erwachsenen Schäden, besonders auch dann, wenn ein Passant stürzt und gesundheitlichen Schaden erleidet; auch die Haftpflichtversicherungen haben das Recht, Ersatzansprüche gegen die säumigen Schuldigen geltend zu machen. Aber abgesehen von Schadensersatz wird es doch sicherlich nicht im Sinne verantwortlich denkender Volksgenossen liegen, daß durch ihre Fahrlässigkeit andere Menschen Schaden erleiden sollen. Daher noch einmal: Sofort mit allem Schneeeis weg vom Bürgersteig! Und außerdem: Heb er all die Bürgersteige mit Asche oder anderen abstump- fenden Mitteln bestreuen! Das Schneekleid zerstießt. Nach wochenlanger Herrschaft ist es nunmehr um den Schnee schlecht bestellt. Sein weißes Kleid hab sich arg ins schmutzig-graue verfärbt, vielfach ist es sogar vollständig verschwunden, so daß Wege und Straßen, Aecker und Gärten in ihrem natürlichen Gewand jetzt wieder sichtbar geworden sind. 2)je Herrlichkeit des Schnees ist verhältnismäßig rasch ins Wässerige verflossen zu unser aller Freude, denn jedermann war der ganze Winterzauber allmählich doch reichlich überdrüssig geworden. Sauerkraut erhält frisch und gesund! LPD. Gerade in den Winter- und Frühlingsmonaten, die wenig frische Gemüse und Salate bie<* ten, ist es für die Hausfrau nicht immer leicht, den! Küchenzettel so zusammenzustellen, daß ihre Famte lie genügend Vitamine und Mineralftosfe bekommt. Deshalb ist jetzt das Sauerkraut besonders willkommen. Es enthält fast die gleichen Nährstoffe wis Frischgemüse und ist reich an Zellstoff, Vitaminen und Mineralstaffen. Dazu kommen noch Milch- und Essigsäure, die durch den Gärungsprozeß erzeugt werden. Gerade die Säure ist es, die so appetitanregend wirkt. Das Zusammenwirken von Säure und Zellstoff ist besonders günstig für die Verdauung. Wichtig ist, daß der Säst des Sauerkrautes vvr der Zubereitung niemals weggegossen werden darf, denn er stellt ein vorzügliches Mittel zur Reinigung des Magens und Darmes dar. Man kann diesen Saft auch so trinken, entweder rein oder mit Zugabe von etwas Apfelsaft und Zucker. Im rohen Sauerkraut sind die Nährwerte am reinsten erhall ten. Wer es nicht so gern ißt, kann es auch schmacki haft als Salat zubereiten. ** M i t dem Treu dien st- Ehrenzeichen! ausgezeichnet. Dem Schneider Josef Co en, wohnhaft Friedensstraße 9, der bei der Heeresstand- ortoerwaltung tätig ist, wurde für 25jährige treue Dienstleistung das silberne Treudienstehrenzeichen verliehen. Vom Gchisahren. Bon Georg Rendl. Erst seit wir den Schisport kennen, hat uns der Winter all seine Wunder, Schönheiten und Geheimnisse aufgetan. Es gibt wohl keinen gesunden,^kräftigen jungen Menschen, dessen Wunsch und Sehnsucht es nicht wäre, einmal, ein einziges Mal aus Schiern zu stehen und sich in der Kunst des Schifahrens zu versuchen. Und wer jemals das eigenartige, seltsame Erlebnis erfahren hat, scheinbar seine Schwere verloren zu haben, den lockt es immer und immer wieder sein zuerst geringes Können zu vermehren. Denn sobald wir im richtigen Schnee auf Schiern stehen, scheint es, als wären wir andere Wesen geworden, beschwingtere, freiere, von der Last unseres Körpers entbundene. Und doch wieder ist es, daß das Gleiten im Schnee uns mit einem unermeßlichen Körpergefühl beschenkt. Jede Sehne unseres Leibes nimmt Teil am Gelingen eines Bogens, an der Schußfahrt, am Sprung über die Sck)anze, am Ersteigen eines Hanges. Die ständige Bereitschaft des Geistes glei- chermaßen des Körpers formen Gesicht und Gestalt dessen, der diesen Sport in Liebe und mit Begeisterung übt. Alles in diesem Sport will erlernt sein, selbst der Sauf auf ebenem Plan oder ebener Straße, und jede Variante dieses Sportes schenkt dem Lehrling wie dem Meister Freude und Genuß. Es gibt vielerlei Arten von Schifahrern; die einen betreiben den Sport um feiner selbst willen, muhen sich um beste Leistungen im Sprung Abfahrt und Slalom und Langlauf, anderen ist er das Mittel für das keusche Erlebnis des Winters allen aber wird er zu einem der schönsten Freuden des hebens. , .. .. . Eine Hügel- eine Bergkette liegt.verschneit im bläulichen Dunst des Winters, im reinen Glast der Sonne vor uns. Wir rüsten zur Schiwanderung auf den höchsten Gipfel, der stolz aus der Region des Waldes in den stahlblauen Winterhimmel empor ragt. Wir queren die ebenen Wiesen, ro*£J/^en .n Schnee. Seltsam, wie jedem unserer Schritte ein Gleiten folgt! Die Schier, die beiden «tocke chrei- 6en in den Schnee, ob wir den Langlaufschritt auch wirtlich beherrschen. Seltsam auch, wie jede kleinste Unebenheit den Rhythmus des Schreitens bestimmt, wie wir die geringste Neigung, den unscheinbarsten Hang verspüren, seltsam wie wir eins werden mit Boden, Schnee und Schi. Der Hangwald, dessen Bäume riesige Lasten des Schnees tragen/ tut uns, die wir ihn lautlos betreten und durchwandern, seine Geheimnisse dar. Weglos steigen mir empor, queren Hänge und Halden. Manchmal.befreit ein Ast sich vom Schnee und eine weiße Säule stäubt und rieselt hernieder. Wir steigen und steigen, die Vorfreude einer herrlichen Abfahrt läßt uns nicht ans Müdewerden denken. Der Wald wird lichter, wir sind bei den Almen, deren Halden und Hänge wir überwinden, immer das Ziel, den Berggipfel vor Augen. Jede Steigung meistern wir auf die gemäße Art, und unser Körper ist ganz untertan unserem Willen. Vielleicht wolkt der Bergwind Schnee über den Gipfelgrat, vielleicht rührt kein Windhauch die hartgefrorenen Schneekristalle an. Wir haben uns emporgearbeitet, und der Lohn unserer Mühe, der erste Lohn ist die Schau in die vom Winter verzauberte Welt, die Sicht über das endlose Winterland, die Sicht in Täler, auf Dörfer, Städte und Hügel, Wälder und weiße Felder. Vielleicht rasten wir und lassen uns von der Sonne bräunen, vielleicht aber rüsten wir nach genießender Umschau alsbald zur Abfahrt. Ja, wir sausen in steiler Schußfahrt den Hang hinab. v . ri . , Mit unerhörter Aufmerksamkeit und mit fast seherischer Sicherheit prüfen wir in dieser raschen Fahrt alle für die nächsten Sekunden gegebenen Möglichkeiten, und jede geringste Veränderung des Geländes, jede Mulde, jeden kleinsten Graben, jeden Felsblvck, der uns in der nächsten Sekunde in Gefahr bringen könnte, müßen wir durch rasche oder weite Bögen, durch Quersprünge oder Stemmbögen meistern. Ja, unser ganzer Körper arbeitet mit, und manchmal, scheint es, als ob selbst die Haltung unserer Hand mithülfe, einen Sturz zu vermeiden ober einen Bogen zu fahren. Alles, was wir bei früheren Fahrten ober auf einer Uebungsroiefe leicht ober mühevoll erlernt haben, kommt uns nun waute, unb wir spüren bei solcher Gelegenheit, mas uns noch mangelt, was wir noch erlernen oder erüben müssen. Die Hangsahrt läßt uns ahnen, was es hieße, aus seiner eigenen Kraft fliegen zu können — aber im vollen Ausmaß wird uns die Ahnung dieser Glückseligkeit erst im Sprunge zuteil. Ohne Zweifel ist das Springen die Gipfelleistung des Schisports, der Traum und die Sehnsucht aller Anfänger und Meister. Jahrelanges lieben, jede Mühe und Gefahr nehmen wir mutig auf uns, blaß um das Wunder des Schwerelosseins kosten zu dürfen. Welcher Mensch, der da einen zwischen Himmel und Erde schweben sieht, könnte sich einer leisen, neidvollen Bewunderung, eines gruseligen Staunens erwehren? Der Traum der Menschheit ist, wenn auch bloß für die Dauer weniger Sekunden in Erfüllung gegangen. Ikarus des Winters ist der Schispringer. Aber wir wollen zur Wirklichkeit einer Abfahrt vom Bergkamm zurückkehren. Bogen und Quer- Sprung haben uns den Hang meistern geholfen. Ueber sanftere Hänge gleiten wir hin, vielleicht in weniger rascher Fahrt, die uns die Freude verlängert. Ein Hang, der uns allerlei Uebungsmöglichkeiten bietet, lockt uns zu längerem Verweilen, und nicht oft genug können wir Aufstieg und bogenreiche Abfahrt wiederholen, denn selbst für den Meister ist stets noch etwas zu üben und für jeden noch etwas zu lernen. Da es zu dämmern beginnt, ist es an der Zeit, die Abfahrt fortzusetzen. Nun geht es in kunstreichen Windungen durch den Wald. Das Abenteuerliche einer solchen Waldfahrt ist schwer in seiner vollen Schönheit und in seiner eigenartigen Stimmung zu schildern. Es ist wohl meniaer das Technische der Leistung, das eine solche Fahrt unvergeßlich macht, als vielmehr die Fülle und rasche Folge all der Bilder, die der Winterwald uns ohne Unterlaß zu weisen vermag. Manchmal ist es, als führen wir durch ein weiß behangenes gewaltiges Tor in eine dämmernde Halle; ein aufflatternder Vogel löst einen weiß riefelnden Vorhang, ein Hase schreckt uns im jähen Aufsprung, ein Rudel Rehe jagt fliehend dahin. Vielleicht treffen wir eine Dermin- terte Quelle, die irgendwo aus einem Steilhang, aus einer Felskluft murmelt. Heber und über ist sie mit rilligem Eis gepanzert, mächtiae Eisfäulen ragen und hängen, und irgendwo tief hinter dem Eisvorhang gluckst das Wasser. Einer tief verschneiten Waldkapelle mögen mir begegnen, vielleicht führt uns der frei gemählte Weg über eine Rodung; die Wurzelstöcke vom tiefen Schnee überroölbt gewähren ein rasches Aus und Nieder; und schließlich sind mir, nachdem mir in rascher Fahrt dem hindernisreichen Wald entrinnen, wieder am ebenen Plan der Aecker und Wiesen. Wir sind um vieles reicher als jene, denen der Schisport unbekannt und fremd mar; mir haben als uns der Norden den Schisport schenkte, den Winter erst richtig kennen und lieben gelernt, und nun ist er uns nicht mehr der grimmige, unerbittliche Feind. Zeitschriften. — Bei Fliegeralarm muß jeder sofort die Straße verlassen. Nur Querköpfe sehen das nicht ein, spielen am Stammtisch den „Helden" und wollen sich lieber so einen Luftkampf mal vom Balkon aus ansehen. Das neueste Heft der „Sirene" räumt mit diesen Dummheiten eindrucksvoll auf« Bilder von zerschossenen und eingerissenen Häuserwänden, Treppenfluren, Balkonen und Dachstühlen zeigen, was man zu erwarten hat, wenn man nicht schnell den Luftschutzraum oder zumindest den Hauskeller aufsucht. „Luftschutz auf der Leinwand" heißt ein weiterer Bilderartikel, der über zwei neue Ährfilme des Reichsluftschutzbundes berichtet. Daneben bringt „Die Sirene" noch Aufsätze über die Ausbildung im Meldewesen und über ein Uebungs- spiel für Selbstschutzkräfte. — Die Februarfolge von „Westermanns Monatsheften" zeigt einen eindrucksvollen Ausschnitt aus der Bildniskunst Albrecht Dürers und eine Reche von masurischen Landschaften, deren weicher Pastelltechnik der mehrfarbige Offsetdruck aufs beste gerecht wird. Schöne Aufnahmen begleiten einen Aufsatz über das italienische Siedlungswerk in Nordafrika. Was wir von Ernährungsmoden zu halten haben, die von reformfteu- bigen Essern ebenso eifrig verfochten wie von Konservativen abgelehnt werden, klärt ein vor allem für die Kriegsernährung aufschlußreicher Beitrag. Den inneren Beziehungen zwischen Heimat und Front find andere Ausführungen gewidmet. Eine wertvolle Untersuchung beweist den hohen Kulturanspruch des deutschen Arbeiters an das zeitgenössische Schrifttum. Grelle Schlaglichter auf die eng- Brutalität zu vermengen, wirst der Rückblick auf lische Taktik, Geschäft und Politik mit heuchlerischer den Opiumkrieg in China. Aus der engeren Heimat ö.J.-fpori Auf Schiern im Biebertal qejchrieben werden. Dem Revisionsbericht, den der Aufsichtsratsvorsitzende bekannt gab, war zu entnehmen, bah die Führung der Genossenschaft in guten Händen liegt. Zum Direktor der Dreschgenossenschaft wurde Ferdinand Weisel, zu feinem Stellvertreter Heinrich Müller III. einstimmig gewählt. Der Aufsichtsrat wurde durch das Mitglied Ferdinand L ö b r i ch ergänzt. Die Nebenbetriebe der Genossenschaft, die Schroterei, sowie die Holz- und Häckselschneidmaschine, sowie die Saat- gutreinigungsanlage wurden viel in Anspruch genommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats dankte zum Schluß dem seitherigen Direktor Eich für seine langjährige Arbeit im Dienste der Genossenschaft. Oer Begründer des hessischen Schulturnens. LPD. Darmstadt, 5. Febr. In diesen Tagen jährt sich zum 130. Mal der Geburtstag des aus Lauterbach in Oberhessen stammenden Turn- lehrers Adolf Spieß, des ersten hessischen Turninspektors und Begründers des hefsilchen Schulturnens. Adolf Spieß war von der Schweiz aus, wo er zunächst in Basel Turnlehrer an den dortigen höheren Schulen gewesen war, 1848 nach Darmstadt berufen worden. Er führte den Turnunterricht zunächst nur in den höheren Schulen ein. In den Volksschulen wurde nur in den Gemeinden Turnunterricht gegeben, die es wünschten. 1849 wurde in Darmstadt der erste Turnlehrerkurs ab- gehalten. Adolf Spieß war mit Friedrich Ludwig Jahn eng befreundet. Kreislehrgang für Frauenturnen. Schulung für die Äereinsmannschastskämpfe der Turnerinnen. Die Umstände der Zett verbieten weite Reisen in die Schigebiete. Auch der Hoherodskopf liegt für die gegenwärtigen Derkehrsverhältnisse schon etwas weit ab. Da entschlossen sich die Schiläufer des Gießener Schiklubs wieder einmal zu einer Fahrt in die näheren Schigefilde und entdeckten aufs neue das Biebertal, genau genommen, die Dorberge des Westerwalds, dessen Züge sich ja bei Bieber klar erheben und zu beträchtlicher Höhe ansteigen. So fuhr man denn am dergangenen Sonntagfrüh mit dem „Bieberlieschen". Allerdings: vor dem Start in das weiße Element gab es erst ein kleines Intermezzo: Die Beamten der Biebertalbahn nahmen es nämlich mit der Ausgabe der Bretter sehr genau. Jeder Schiläufer hatte bei der Abreise von Gießen für die abgegebenen Bretter eine Nummer erhalten und in Bieber wurden die Schier erst gegen Rückgabe des Nummernzettels ausgehändigt. Das Intermezzo dauert also länger als nötig und es gab kalte Beine. So fiel man denn, um sich erst wieder etwas aufzuwärmen, in die „Rehmühle" und hielt damit die Tradition vom Hoherodskopf und dem Klubhaus aufrecht. Eine Taffe Kaffee oder gar ein „Frucht" ermunterte die Lebensgeister. Dann gings auf zu den Hängen! Schon dicht hinter Bieber, vorbei an der Obermühle (wer denkt nicht daran, daß dort der berühmte Kupferstecher Wille geboren ist?) gibt es die schönsten Schimöglichkeiten. Es gibt Schußfahrten von Hang zu Hang, es gibt den schönen und idyllischen Aufstieg Landkreis Gießen. -t- Grün berg, 5. Februar. Das goldene Treudien st- Ehrenzeichen wurde dem Lehrer i. R. Karl Wenzel verliehen. Mit dem silbernen Treudienst-Ehrenzeichen wurden Berufsschullehrer Friedrich Gengnagel und Lehrerin i.R. Lina Eifert ausgezeichnet. cv> Eberstadt, 5. Febr. Am Sonntag fand hier ein Appell der Blockwarte, Blockwarttnnen und Sachbearbeiterinnen des Reichsluftschutzbmches statt. Untergruppenführer W e h r u m sprach ein- leitenb über die seither geleistete Arbeit. Gemeinde- aruppenführer Meckel (Lich) hob die vorbildliche Arbeit der Untergruppe Eberstadt lobend hervor und gab die Richtlinien für die Arbeit der nächsten Zeit. Sodann gedachte der Gemeindegruppenführer der fünfjährigen unermüdlichen Arbeit des Untergruppenführers W e h r u m und überreichte ihm eine Ehrenurkunde. — Die hiesige Dreschgenos- s e n s ch a s t hielt im „Deutschen Haus" ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats P. G ö r l a ch begrüßte die Mitglieder. Rechner Eifer erstattete zunächst den Kassenbericht, der mit einem Ueberschuß abschloß. Die Rechnung wurde in Ordnung befunden und von der Versammlung autgeheißen. Dorstaick) und Aufsichtsrat wurden entlastet. Der Reingewinn soll der Betriebsrücklage zu- Den Abschluß der Vorbereitung dieses Kampfes bildete der Korbballwurf. Die Meisterschaftskämpfe des BDM., die in den Unterbauen vom BDM. in Gemeinschaft mit dem NS.-Reichsbund für Leibesübungen ausgetragen werden, fordern einen Mannschaftsdreikampf, Mannschaftsstärke 6 Mädel im Alter von 14 bis 18 Jahren. Auch die für diesen Kampf vorgeschriebenen Barren-, Pferd- und Bodenübungen, die den Vereinen durch die Untergaue zugehen, wurden geturnt. Die Wettkämpfe der Turnerinnen sollen am 7. April in Heuchelheim durchgeführt und ein Korbballspiel als Werbespiel gezeigt werden. Untergau- sportwartin A l t h a u s (Wetzlar), vom Untergau 88, klärte tn der Aussprache die die gemeinsame Arbeit berührenden Fragen. Zum Abschluß des Lehrganges rotes Schneider auf die Pflicht der Vereine zur Unterstützung des WHW. hin, gab seine Hoffnung auf eine gute Beteiligung beim Wettkampf Ausdruck, dankte der Untergausportroartin für ihr Erscheinen und den Turnerinnen für ihren freudigen Einsatz. Beteiligt waren u. a. die Vereine 1846 Gießen, Mtv. Gie- I ßen, Wieseck, Heuchelheim, Steinbach und Alsfeld. unberührt. . In den festverzinslichen Papieren zeigbe sich zwar weiterhin Nachfrage, die aber doch merr- lich nachgelassen hat. Andererseits kam aber auch kein Material heraus, so daß die Umsätze gering blieben. Industrie-Obligationen bröckelten vielfach bis 0,65 v.H. ab, ebenso waren Liguidations- Pfandbriefe meist nur knapp gehalten, während Stadtanleihen teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. befestigt waren. Reichsaltbesitzanleihe gingen auf 140,65 (141) zurück, andererseits Dekosama I 145,25 (145), Reichsbahn-AV. 127,40 (127,25) und im Freiver- kehr 4 o. H. Rentenbank-Ablösung 91,75 (91,50). Mit Ausnahme der Elektroaktten, die unter Füh. rung vvn Licht & Kraft (155,50 nach 154,50) fest lagen und bis 1,50 v. H. höher ankamen, war der Akttenmarkt im Verlauf still und vernachlässigt, und teilweise gaben die Kurse nach. Im Freiverkehr nannte man Dinglerwerke mit 79,50 bis 80,50 (81) und Verein. Fränk. Schuh Mit 68,50 bis 70,50 (70 bis 72). TagesgeN unver. ändert 1,75 v. H. Twndfunkprogramm Mittwoch, 7. Februar. 6.10 Uhr: Betriebssport. 6.30: Frühkonzert. Das Orchester des Reichssenders Leipzig. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Landvolk, merk' auf! 8.15: Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). Sendereihe: „Dom bäuerlichen Leben und Wirken". „Fastnacht — ein alter deutscher Brauch." 10: Frohe Weisen. 11: Konzert. Chormusik. Zum 70. Geburtstag von Franz Dannehl. Lieder- und Klaviermusik. 11.50: Das Mikrophon unterwegs. 12: Mittaaskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Don Wien: Musik am Mittag. Das kleine Unterhaltungsorchester des Reichssenders Wien. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 16: Don Breslau: Nachmittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Breslau. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Was bringen die Theater in unserem Sendegebiet? 18.25: Das Mittwochskonzert des Reichssenders Frankfurt. 19.10: Übertragung nach Köln: Bilder und Klänge aus Moselfranken (12) Bauernschwänke. Hörfolge mit Musik von A. Herb. 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vom Deutschlandsender. Damischen: 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. nach Königsberg und wenn man den Weg hinauf- steigt, freut man sich schon für den Spätnachmittag auf die Abfahrt. Wer in der Gegend genau Bescheid weiß, läßt es sich nicht nehmen, die steilen und gewundenen Straßen durch Königsberg hinauf- zusteiaen, hinter Königsberg auch einmal Rückschau und Ausblick auf den breit hingelagerten und in ganzer Größe zu übersehenden Dünsberg zu halten, um schließlich Hohensolms zuzustreben. An den altersgrauen Mauern der Burg Hohensolms beginnt -das ideale Schigelände, das ein ausgezeichnetes Training ermöglicht und vor allem den Schihaserln Gelegenheit gibt, gefahrlos mit den Brettern vertraut zu werden. Mit Stemmbogen, Schwüngen und ,Kristels" (so man kann) geht es hinab und im Zickzackkurs, mit Gräten- und Treppenschritt wieder hinaus. Auch hübsche Schußfahrten sind möglich. Andere „machen^ in Langlauftour die nächsten Berge, wandern durch den verschneiten Wald, bis ein Blick auf die Uhr zur Rückkehr mahnt. In schöner Abfahrt geht es dann wieder hinunter nach Bieber. Noch einmal findet man sich in den anheimelnden niedrigen Zimmern der „Rehmühle" und dabei treten immer einige auf, die mit Witzen und Scherzliedern auf» zuroarten wissen. Auch wird noch einmal Brot ausgepackt oder Handkäs bestellt, noch einmal Kaffee oder ein „Frucht" getrunken. Dann pfeift aufgeregt das Bieberlieschen und mahnt dringlich zum Aufbruch. Mühsam ruckelt das Bähnchen wieder nach Kreisfrauenturnroart Schneider (Wetzlar) ührte am Sonntag in Wetzlar einen Lehrgang für Turnerinnen durch, der hauptsächlich der Vorbereitung des Dereinsmannschaftskampfes der Turnerinnen und der Iugendmeisterschaften des BDM. (Sportdienstgruppen für Leistunasturnen im NS.- Reichsbund für Leibesübungen) diente. Der Besuch war mit 23 Turnerinnen und 5 Uebungsleitem aus 11 Vereinen den Verhältnissen entsprechend gut. Bei seiner kurzen Begrüßung um 9.30 Uhr gab Lehrgangsleiter Schneider seiner Freude darüber Ausdruck, daß soviele Turnerinnen erschienen waren. Zweck des Lehrgangs war, den Uebungsstoff für den Vereinsmannschaftskampf zu erarbeiten. Geturnt wird ein Sechskampf. Nach Lauf- und Schrittübungen wurde eine umfassende Körperschule als Beispiel für die erste Hebung hn Mannschaftskampf — eine selbstgewählte Gruppe Gymnastik-Haltungsschuluna — durchgeturnt. Anschließend folgten die vorgeschriebenen Schritt-, Hüpf- und Sprungübungen. Die Geräteübungen am Schwebebalken, Barren und Länaspferd wurden entwickelt und zugleich im gewünschten Rhythmus der Mannschastsarbeit gezeigt. Aus der Arbeit unserer Männergesangvereine. § Leihgestern, 5. Febr. Am Samstagabend hatte der Gesangverein „Liederkranz" seine Mttglieder zur 77. Jahreshauptversammlung in sein Dereinslokal, Gasthaus ,Lum Löwen", ein- , geladen. Der Dereinsführer Wilhelm Jung gedachte zunächst zweier im verflossenen Vereinsjahr durch Tod aus den Reihen des Vereins geschiedener Mitglieder. Aus dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß von Beginn des Jahres 1939 bis zum Kriegsausbruch von den wett über 100 93er» einsmttgliedern rund 80 regelmäßig die Gesang- stunden besuchten. Anläßlich der Teilnahme an verschiedenen Sängerfesten, besonders beim Wertungs- singen des Sängerkreises Gießen in Heuchelheim, hatten die Sänger Gelebenheit, ihr in fleißiger Arbeit erworbenes gesangliches Können unter Beweis zu stellen; auch auf einer Sängerfahrt nach Rheinhessen, der Heimat des Chorleiters, Musiklehrer Heinrich Blaß, bot sich hierzu Gelegenheit. Der Krieg drohte bann die Vereinsarbeit ins Stocken zu bringen, da viele Vereinsmitglieder zu den Fahnen gerufen wurden. Dem vom Kreissängerführer an die Vereine gerichteten Appell, auch in der Krieaszeit das deutsche Lied zu pflegen und die Ge- s-angstunden wieder auszunehmen, wurde Folge ge- leistet. Die daheim befindlichen Sänger nehmen roieber regelmäßig an Den Gesangstunden teil. Die am Samstag vorgettaaenen Lieder, u. a. „Türmerlied" von Geilsdorf, J)ans Beutler" von Lißmann und „Die Vesper" von Beethoven, bezeugten, daß auch von einer kleinen Sängerschar gesangliche Leistungen von beachtlicher Höhe erreicht werden fön» nen. Im wetteren Verlaufe der Jahresversammlung wurden die Mitglieder Karl Ott, Ludwig Langsdorf und Karl Brück für 40jährige treue Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. AnslWetzend ergriff Chorleiter Blaß, in dessen Händen die Stabführung des Vereins nun bereits sott 21 Jahren liegt, das Wort. Er brachte zum Ausdruck, daß der Ausstieg des Vereins und all seine schönen gesanglichen Erfolge nicht zuletzt auf den unermüdlichen Eifer und die treue Mitarbeit jedes einzelnen Sängers zurückzuführen seien. „Möge der Krieg bald mit einem vollen Sieg für Deutschland enden, bann wollen wir unsere Arbeit an der Pflege des beutschen Männergesanges, der in Deutschland vor aller Welt einzig dasteht, mit unseren heim gekehrten Sangesbrüdern wieder voll und ganz aufnehmen", so schloß der Chorleiter seine mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Mit einem Sieg-Heil auf unseren geliebten Führer Mwlf Hitler, den größten Förderer und Pfleger alles Deutschtums, damit auch des deutschen Liedes, schloß der Vereinsführer die 77. Jahreshauptver- sinmnlung. Gießen zu. Die Bahnfahrt, bas Zusammensein In der traulichen Gaststätte, die Kameradschaft