■ I ■ ■ HR» M NR » O! ' M M' - ■ t' D /t MWR HÄ;'! r * M ■gr>s ; r, OM- . • •:, <' IT Donnerstag, 5. Dezember 1940 po. Jahrgang Nr. 288 Oie Eodreanu-Feier in Bukarest irtschastlichr Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien b i l e n P r e i s en fen und mehrere Flugzeuge am Boten zu zerstören. Lin Fernbomber griff 400 km nordwestlich Irland einen großen gesicherten Geleilzug an nnd brachte dabei ein Handelsschiff von 4900 BRX. durch Volltreffer znm Sinken. In ter Nacht zum 4. Dezember fanden trotz der schlechten Wetterlage Angriffe auf verschiedene kriegswich. lige Ziele In Mittel- und Südeugland statt. Liuzelue britische Flugzeuge warfen in dieser Nacht in West- und Südwestdeutschland Bomben, richteten aber nur leichten Gebäudeschaden an, ohne Personen zu verletzen. Der Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen, Major Wick, kehrte nach feinem 56. Luftsieg vom Felndflug nicht zurück. Damit hat die deutsche Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolg- reichsten Jagdflieger verloren. Major W i ck, der für seinen heldenhaften Einfah lm Kampf für die Zu- Fünft des deutschen Volkes mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet war, wird im deutschen Volke und vor allem in der deutschen Iugend als Vorbild fortleben. Oie ersten 60 Fra Kämpfer von England in USA. bestellt. Lissabon, 4. Dez. (Europapreß.) Wie der britische Schisfahrtsminister Ronald Troß im Unter» Haus erklärte, wurde ter erste Auftrag zum Bau von 60 Frachtdampfern an die Bereinigten Staaten vergeben. Eroß fügte hinzu, teß In Bukarest fand am 30.November die feierliche Beisetzung Codreanus und feiner 14 Kameraden statt. Die Gürge mit den ermordeten Legionären wurden auf dem Gang durch die Stadt von den Legionären begleitet. — (Associated-Preß-M.) bisher stets alte, aber noch brauchbare Handelsschiffe der USA. für die britische Handelsmarine aufgekauft worden sind, sofern sich hierfür Gelegenheit bot. Dies soll auch in Zukunft beibehalteir werden. Agrarpolilische Zusammenarbeit der Achse. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Der Austausch landwirtschaftlicher Erzeuanifse zwischen Deutschland und Italien, insbesondere die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse hat sich in den letzten Jahren erfreulich entwickelt. Um diesen Warenaustausch noch zu steigern, haben die Landwirtschaftsminister der beiden Länder Richtlinien aufgestellt, nach denen die italienischen Erzeuger sich auf Grund ätfl J w nid); 1 «31. J betMJ )Qe b I bie’tt M ■9en bi(d J genau 1 der M ;en ieren. d ie W da geilten M täglich "er mti{j on ein«®!, paliften* t er Dill, i im DiM n einem Der Wehrmachlbkrtcht vom Miwoch. Berlin, 4. Dez. (DRV.) Das Otetfomwumbo ter Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche Unterfeebootswaffe hatte weitere Erfolge im Handelskrieg gegen England zn verzeichnen. Ein U-Boot versenkte sechs bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 3 1 500 BRD. Damit hat das unter Führung von Korvettenkapitän Viktor S ch u e h e stehende Unterseeboot insgesamt 94 500 BRT. feind- lichen handeisfchifssraum versenkt. Wie bereits gemeldet, griffen in der Rächt zum 3. Dezember stärkere Kampffliegerverbände die Hafenantagen von Bristol mit Bomben aller Kaliber an. Bei der allgemeinen schlechten Detferlage stiehen die Flugzeuge teilweife bis zur tiefliegenden unteren Wolkendecke durch, um die befohlenen Ziele mit Erdsicht anzugreifen. Zahlreiche Beobachtungen bestätigten die gute Trefferlage im Siel Außerdem wurde in diefer Rächt Southampton wiederum mit Bomben belegt. 3m Laufe des Tages griffen leichte und schwere Kampfflugzeuge Flugplätze, Tmppenlager. Ver- kehrsanlagen und Rüstungswerke an. So wurden auf London und auf ein Rüstungswerk in Trantham Bomben geworfen. Auf dem Flugplatz In § Horsham gelang es, hallen zn trefc tlnnnbmr von flniftort für bie Minaasnummer di-K'/.lldr bettRormittaaS flnAfiaen^Urrtie ’ ttmetflentetl 7 Rvi ie mm bei 22 •um Beilenbreite» Wertteil fiO Not. te mm bei 70 mm Hfiknbrfitl Wncbläfle: Wtederbolung Malstastelk AbictilülieMengennabel B tUnenoddirift l vorder,a6 Berembaruna l 25»' - mebr s> B im 'en iolfltn t* ma'ch, & e Iraner fiter bas auf o und ab; solchen Ur- !■ so Ich- Ilsen mn j rden.das!^ ch dort (fe Dann ft । ppenjute la'en aulSi ass und fis mb pidij, wenn brr lemal zu di inb (eniwi ichiefier..?! meister h» Huberte? I, stanz Mi hasten I« nt, etwas 2 acht hat. S mir fltki . wie ...ii ht ans, ad wäre. 3t1 den N Symbol der rumänischen Wende Don unserem ständigen K. Sch.-Äerlchterstatler. Pflanzen» und Tierkrankheiten, Erzeugung von Saatgut, Konservierung von Gartenerzeugnissen und Landeskulturwesen wurden festgelegt. Verdeutschung magyarisierter Familiennamen. B u d a p e st, 4. Dez. (Europapreß.) Die „Deutsche Zeitung- veröffentlicht einen Aufruf des Dolks- gruppenführers zur Verdeutschung magyarisierter Familiennamen. In dem Aufruf wird darauf verwiesen, daß in dem Minderheitenabkommen den deutschen Dolksangehörigen in Ungarn das Recht eingeräumt worden sei, ihre magyari- sierten Namen wieder zu verdeutschen. Der Dolksgruppenführer habe mit der ungarischen Regierung eine entsprechende Vereinbarung getrosten, die allen Deutschen in Ungarn die Wiederannahms des früher geführten deutschen Namens gestattet. . Berlin, 4. Dez. (DNB.) In Berlin wurden deutsch - rumänische Wirtschaftsverhandlungen zu Ende geführt. Die wichtigste Vereinbarung, ein Protokoll über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit des - der Durchführung eines rumänischen Zehnjahresplanes, bestimmt: Deutschland gewährt während der Dauer des Zehnjahresplanes laufend die für die Durchführung des Planes erforderlichen umfangreichen langfristigen Kredite zu besonderen Bedingungen. Die Zusammenarbeit auf landwirtschaftlichem und forstwirtschafllichem Gebiet zur Intensivierung und Hebung der Erzeugung wird fortgesetzt. Deutschland, wird im Rahmen der gewährten Kredite umfangreiche Geräte- und Maschinenlieferungen für die Entwicklung ter rumänischen Landwirtschaft vornehmen und Anlagen für die Entsumpfung und Bewäsie- rung landwirtschafllicher Gebiete zur Verfügung stellen. Um die industrielle Erzeugung Rumäniens im Rahmen der wirtschafllichen Neuordnung Europas planmäßig zu fördern, wird Deutschland seine technische und finanzielle Unterstützung zur Der- als kräftige Pfeller der gesamten Volksgruppe da und kennen untereinander höchstens einen Ehrgeiz: besser ihre Pflicht zu tun. Ungehindert von den Schikanen der rumänischen Syftempolizei, in enger Zusammenarbeit mit der legionären Bewegung wird die deutsche Volksgruppe ihr Eigenleben fuhren, ohne ihre Pflicht gegen den rumänischen Staat zu vernachlässigen. Es war in Mediasch ein alle Anwesenden tief bewegendes Bild, als Andreas Schmidt in der schwarzen Tracht der Volksgruppe vortrat und den Eid schwor: Treue zu halten dem Führer Adolf Hitler und der legionären Bewegung. Beider SMbole und die rumänische National- flagge wehen über den deutschen Häusern, die Herzen der Deutschen werden von keinem Zwiespalt mehr zerrissen, sie haben Volk und Staat miteinander vereinigen können. Jings nicht ünben, । Traum J te, miteiM n sie uB der W Traum w- ist: der» Seit dO • Eh en iw ■; nand mA ihni W i? hin M ■ findet? । iberrald* scheinH V. , ht mit^ Erschein s Beate- jütgl 7Ä (tttittei* eines langfristigen Erzeugungsprogramms mehr und besser als bisher auf die Er, Zeugnisse des deutschen Marktes einstellen tonnen. Den italienischen Erzeugern soll die Sicherheit des Absatzes zu angemessenen, möglichst sta- gegeben werden. Die Einwir- n Welthandels auf den deutsch-. kung des spekulativen Welthandels auf den deutsch« italienischen Austausch landwirtschaftlicher 'Erzeugnisse soll zum Vorteil beider Länder ausaeschlossen werden. Deutschland muß freilich auch seine Beziehungen zu anderen Ländern berücksichtigen, und auch die deutsche landwirtschaftliche Erzeugung darf in ihrem Absatz auf dem deutschen Markt keine ^Schädigung erleiden. Besondere Richtlinie^ für landwirtschaftliches Dersuchswesen, Bekämpfung von fügung stellen. Rumänien wird fein Verkehrs- wesen, sowohl das Eisenbahn- und Straßennetz sowie die Mineralülleitungen den natürlichen Absatzgebieten der rumänischen Wirtschaft im Rahmen der neuen europäischen Ordnung entsprechend ausbauen. Deutschland wird die erforderlichen umfang- reichen Lieferungen im Rahmen der geplanten Kre- dite durchführen. Deutschland ist bereit, über die langfristigen Kredite hinaus auch Kapital zum Ausbau ter rumänischen Industrie und des Bank- unb Kreditwesens auf ber Grundlage der privat- wirtschaftlichen Zusammenarbell zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Regierung stellt der rumänischen Regierung auf deren Wunsch landwirtschaf- liche, industrielle und sonstige Fach leute zur Verfügung. Die Regierungen werden darauf bedacht fein, daß der deutsche Markt für die rumäni. scheu Erzeugnisse als ein sicheres Absatzgebiet mit angemessenen und von wirtschaftlichen Krisen un- abhängigen Preisen gesichert bleibt und daß bie Bedeutung bes rumänischen Marktes für beiz Han- I delsverkehr mit Deutschland weiter gesteigert wirb. i, ber ihn t will bann :• Wls fiit trigen A" , eine aiü: j E z d vonncr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen M den Namen des Führers tragen wird. Kein beut» cher Junge und kein deutsches Mädel der Volks- zruppe soll mehr außerhalb dieser Reihen stehen, )ie Iugenddienstpflicht sorgt dafür, auch die Lauen zu erfassen und aus ihnen Glieder ber zukünftigen Gemeinschaft zu formen. Wer am 9. unb IO. November in Mebiasch war, bachte zurück an bie Tage von 1919, als bas Siedenburger Deutschtum ben Anschluß an den rumänischen Staat beschloß. Spater erwachte das Banater Deutschtum zu voller völkischer Klarheit, unb heute stehen bie einen wie bie anberen Geld kittet nicht mehr. DieErweiterungdesDreimächtepak- tes durch den Beitritt von Ungarn, Rumänien und der Slowakei wird mit Recht von ter Welt tn erster Linie als ein Politikum gewertet. Man braucht ich^ indessen nur zu überlegen, daß die Neuordnung Europas, denn das bedeutet ja doch die Erweiterung des Dreimächtepaktes, auch im Frieden gekommen wäre, um zu erkennen, daß bie roirt- chaftliche Bedeutung auf die Dauer ge- ehen, keinesfalls geringer ist. Es ist fedensalls kein Ufall, daß bie ersten Länder des Südostens, dis lern Pakt beigetreten sind, gleichzeitig auch die Länder sind, mit Denen Deutschland bereits vorher weit über den Rahmen sonstiger Handelsverträge hin- ausgehende Wirtschaftsabmachungen getroffen hat. Mit Rumänien war das schon vor dem Kriege geschehen, mit Ungarn fanden die Verhandlungen vor einigen Wochen statt. Das Bezeichnende dieser Wirtschastsabmachungen liegt nun darin, daß man durch Entwicklung der Wirtschaften der Vertragspartner, die auch in ihrem eigenen Interesse liegt, zu einem umfangreicheren Warenaustausch zu kommen sucht. Das Denken in Gütern ist also das Bezeichnende habet Im übrigen waren diese wirtschaftlichen Zusammenhänge auch bereits bei den Abmachungen mit Sowjet-Rußland wirksam. Wenn es den Engländern immer wieder so anläßlich erscheint, daß Sowjet-Rußland auf alle ihre verlockenden An- jebote und Vorschläge nicht einging, so Übersehen ie dabei die wesentlichs Bedeutung der wirt- ch a f t l i ch e n Beziehungen im deutsch-sowjetrus- sichen Verhältnis. Moskau ist sich bewußt, daß es eine Politik der industriellen Leistungssteigerung des riesigen russischen Raumes nur in Verbindung mit einem Partner durchführen kann, der in der Lage ist, die Investitionsgüter, die Rußland dazu braucht, Maschinen und insbesondere Spezialmaschinen, in höchster Qualität und großer Menge zu liefern. Derartige Partner gibt es für Sowjet-Rußland im ganzen gesehen praktisch überhaupt nur drei, nämlich Deutschland, England und die USA. In der Tat hat Moskau ja auch in den letzten zwei Jahrzehnten die Dienste aller drei Länder entweder gleichzeitig ober abwechselnd in Anspruch genommen. Es hat dabei auch seine Erfahrungen gemacht. Hinsichtlich Englands mußte es erkennen, daß die Briten stets Geschäft mit Politik verquicken wollten, und in bezug auf die Vereinigten Staaten mußte es die Erfahrung machen, daß deren Ausfuhrverbots-Politik häufig keine Rücksicht auf die russischen Wünsche nahm. Die Kontinuität der amerikanischen Lieferungen war demnach für Moskau nicht unbedingt gesichert. Schließlich kommt bei England sowohl wie bei den Bereinigten Staaten in Betracht, daß deren Interesse an russischen Rohstofflieferungen nicht unbedingt so groß ist wie das Interesse Sowjetrußlands an den entsprechenden Gegenlieferungen, weil ja beide Länder sich den größten Teil der Rohstoffe, die Sowjet-Rußland zu liefern vermag, auch a n • bersroo und vielfach sogar günstiger beschaffen können. Die Tatsache, baß ein großer Teil der USA.-Lieferungen von Moskau stets mit Gold bezahlt wurde, zeigt das am besten. Schließlich aber find sowohl englische wie amerikanische Lieferungen für Rußland überseeische Lieferungen mit allen sich daraus ergebenden Unsicherheitsfaktoren im Falle kriegerischer Verwicklungen. Alle diese zur Vorsicht mahnenden Gründe fallen Itriftiemt täfllirt). anbei fconntaae unb »teiertaa# fcilaoen: Pie,Wimmerte |' tiiehener Aamtlienblhttei -jeimin miBilb Die^uillr i Aonats-Bczuasvreis: iSit 4 'BeiInnen RM 1.95 time flimmerte . 1.K0 ^iiiiellaebübt „ -.25 enrt» bei 'J omppe erläßt für ihre Angehörigen die ihr Eig/>" eien betreffenden Bestimmungen. Bei der feier, liegen Gründung der NSDAP, der deutschen Volks- gruppe, die ihr Willensträger und Exekutworgan ist hat Volksgruppenführer Andreas Schmidt bireits verkündet, was die Volksgruppe aus eigenem if messen beschließen werde, so Die Einführung Der Nürnberger Gesetze und des Erbhofrechtes. Wer da- gigen verstößt, unterliegt der Bestrafung, und er oiTb schließlich aus der Volksgruppe ausgeschlossen, fr nn zur deutschen Volksgruppe aehort nicht nur, iv-r sich zu ihr bekennt, sondern er muß n d) von ber Dolksgruppensührung al s Deut- (tjer anerkannt unb in dem Äakormlkataster ^getragen sein. Hinsichtlich der NSDAP, hat An- bieas Schmidt verfugt, daß zunächst nur Anwärter Egelassen werden. Die endgültige Aufnahme hat 3 ter Dolksgruvpenführer, ie nach der nachgewie- ■en Leistung, für später vorbehalten. Die heutige Führung ter deutschen Volksgruppe, trotz der Gebietsverkleinerung Rumäniens im- m*r noch zwischen 550 000 und 600 000 Kopsen zahlt (eine genaue Volkszählung wurde soeben veranstal- 1 ieM wenn bas Ergebnis vorliegt, wird man genauer I fr-scheid wissen), kommt aus ber ehemaligen Er- nuerungsbemegung ber Deut sch ij Rumänien Im Jahre 193d gng aus bies r M-megung durch (Spaltung d.e DVR hervor w. Ii, meist genannt wurde, oder: die Deutsche hört Itspartei Rumäniens, die bereits da- jiwnls enge kameradschaftliche Beziehungen wr legionären Bewegung ausrechterhielt, ^a"de. die Wiiis heute gedauert haben. Erst im Herbst 1. 3 iiurbe nach mancherlei Irrwegen wieder eine ein» »Etliche Volksgruppe hergestellt B°r zwe, Mona- fltn hat Andreas Schmidt mit ftrg.ffer fianb bte Uzührung m Die Hand genommen ®ie »flt mit ter llr: aufs engste verbunden, und so ist es kein Wu hlittr. daß gleichzeitig mit der Gründung ter R^DAP ch zwei -j-S t a n d a r t e n geschaften wurtem Hrlne für Siebenbürgen unb eine fürs BunM, wo nmächst die jungen Dolksgenosien alsAnwarter »llvsisen werden, daß sie der H würdig ®ine" nlichen Aufbau erfährt die Äugend, bte heute noch 13. = Deutsche Jugend heißt, aber m Kurze :t nicht hoch genug eingeschätzt werben. Es ist nicht । baß bas ganze rumänische Volk ober die ganze glonäre Bewegung einmütig von dem Gefühl ^chdrungen wäre, es gäbe nur diese und keine bereeßälung. Die Anerkennung der deutschtzn dlksgruppe als Körperschaft des öffentlichen Rechts : vielmehr bas Werk ber für das neue Rumänien rantwortlichen Männer, an ihrer Spitze des Korn- □nbanten der legionären Bewegung, Horia : i m a, der modern genug denkt, um zu erkennen, ?lche ungeheure Chance sich Rumänien damit selbst :5t. Wo noch Widerstände vorhanden sind, werden ?se auf dem Wege der Uebergeugung von ben Vor- r len beseitigt werden, bie nicht nur bie deutsche älksgruppe, bie auch bas legionäre Rumänien von r neuen Regelung hat. Worin bestehen bisse Vor- -le? Rumänien setzt sich bamit an bie Spitze aller Ooftftaaten, wenn man diese daraufhin betrach- r, wie sie ihre Freundschaftsbeteuerungen zum deutschen Reiche und Volk aus diesem für uns nun nmal so wichtigen Sektor der Behandlung unserer Volksgruppen in die Tat umsetzen. Welche Fehler i bis alte Rumänien in ben 20 Jahren nach bem Weltkriege auf diesem Gebiete begangen hat, ist ctffam bekannt, und bie Beschwerden der deutschen Volksgruppe Rumäniens füllen Bände unb aber- •nl$ Bände. Immer wieder wurde auf dem Papier n Anlauf gemacht, um eine Besserung herbei- zi führen, und am Ende stellte es sich heraus, daß k! ein Wahltrick mar, um die deutschen Stimmen I |ir die jeweilige Regieruna zu kapern. Diesmal turbe Ernst gemacht, es handelt sich um einen I eiwilligen Akt. Niemand hat Der rumäni. hn Regierung Die einzelnen Bestimmungen des rzigen Gesetzes auferlegt. Das nach Dem Wiener :chi?dsfpruch' unterzeichnete Protokoll zur Minter- yitenfrage besagt lediglich, daß Die Karlsbader Beschlüsse von 1919 zu erfüllen seien, und diese Siib sehr karg und gehen auf keine Einzelheiten iv Welche genaue Umschreibung Dagegen in Dem h Ungarn in Wien unterzeichneten Minder- ^itenprotokoll! Bis ins einzelne wurde Ungarn pjagt, was es seinen Deutschen &u gewähren hat. iis Vertrauen, Das Rumänien in Wien erfuhr, turbe bereits damals von allen einsichtigen Ru- uänen gewürdigt. Der rumänische Staatsfuhrer I hl jetzt dieses Vertrauen aus die rechte Art er- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bukarest, Ende November 1940. । Kurz bevor der „Conducator" des rumänischen ; (aates. General Antonescu, nach Berlin fuhr, ! un Dort Die GinglieDerung Rumäniens in Die Achse bezeugen unD mit Dem Führer unD dem Reichs- ißenminister über die weitere Zukunft des Landes neuen Europa zu sprechen, unterzeichnete er ein I h-setz, das für die völkischen Verhältnisse in Süd- j europa von wahrhaft revolutionierendem Eharak- . r ist. Bereits zehn Tage vorher war in der altem ibendürgischen Stadt Mediasch die deutsche I olksgruppe Rumäniens zusammenbe- ten, um über ihre neue Ordnung selbst zu befin- |:n. Ihre damaligen Beschlüsse finden letzt ihre .'chtsarundlage. In kürzester Zeit vollzieht Rumä- -n Die Umstellung von einer Minderheitenpolitik igen Angedenkens zum völkischen Lebensstil ber I |?genroart, mit allen sich baraus ergebenten Fol- i irungen. j Die Damit verbunbene innere Wanblung kann gegenüber dem Partner Deutschland weg. Hier ist ein umfangreicher und von keinem Dritten zu störender Austausch von Ware gegen Ware jederzeit und solange möglich, als es im Willen der beiden Partner liegt. Das Wirtschaftsdenken in Gütern spielt also auch in diesem Verhältnis eine viel größere Rolle als es vielleicht im ersten Augenblick scheint. Darauf beruhen auch sehr wesentlich Festig' feit und Dauer dieses Verhältnisses. Wenn die Engländer dies nicht erkennen, so liegt es daran, daß sie noch immer im Gelddenken befangen sind und meinen, „Geld kittet". Nichts läßt das besser erkennen als ihr Verhältnis zu Griechenland. Zwischen England und Griechenland bestehen, abgesehen von der griechischen Handelsflotte, kaum wirklich feste und naturgegebene Wirtschaftsbeziehungen. Dagegen ist Griechenland in hohem Maße finanziell abhängig von England. Dieses Land, das bereits dreimal bankrott gemacht hat, besitzt auch heute noch eine Schuldenlast von etwa 71 Milliarden Drachmen. Davon entfallen 53 v. f). auf England als Gläubigerland. Wichtige Staatseinnahmen sind den Engländern bis über das Jahr 2000 hinaus verpfändet. Mit diesen Mitteln gelang es England, die Griechen in feinen Krieg hineinzuziehen. Es hat damit allerdings nur einen Partner gewonnen, der sofort finanziell gestützt werden mußte. 20 Millionen P'und will England aufs erste dafür verwenden. Diese Summe wird aber bald nicht mehr ausreichm. Finanziell ist England durch diesen Bundesgenossen schon heute schwer belastet, was um so gefährlicher ist, als nach der Erklärung Lord Lothicms England selbst bald am Ende seiner finanziellen Leistungsfähigkeit angelangt sein wird. In der Türkei, wo die Verhältnisse ähnlich liegen, zeigt sich ein für Enaland höchst unangenehmer Zug zur Selbständigkeit insofern, als die Türkei den internationalen Derwaltungsrat der „Dette pudlique", der allein an Spesen für die Schuldenverwaltuna jährlich rund 600 000 Türkenpfund erforderte, beseitigt hat. Damit sind wieder einige eindringliche Pöstchen für Plutokraten verschwunden. Recht bezeichnend für das Versagen des Gelddenkens find aucy die Wirtschaftsnöte der Schweiz. Diese glaubte auf Grund ihres Kapitalreichtums ihre ikri'orgung mit überseeischen Waren dadurch sichern zu können, daß sie 17 griechische Handelsschiffe charterte. Diese Schiffe legten bisher in italienischen Häfen an. Jetzt ist es selbstverständlich damit aus, und damit ist auch di? schweizerische „Seeschiffahrt" erledigt, die man sich leisten zu können glaubte, weil man das Geld hatte. Die Folge ist eine schwere Hamsterpsychose in der Schweiz, die nun ebenfalls erkennen muh, daß Güter letzten Endes doch wichtiger sind, als Geld. Schließlich aber braucht man nur einen Blick nach Amerika zu werken, um zu erkennen, daß die Schwierigkeiten Der Erweiterung der Handelsbeziehungen zwischen USA. und Südamerika zum größten Teil auf der nicht vorhandenen gegenseitigen Ergänzung im Güteraustausch liegen. Alle Versuche, sie durch Anleiheaktionen zu beheben, müssen scheitern, weil die Zeit des Gelddenkms in der Wirtschaft endgültig vorüber ist. Geld kittet nlcht mehr. Sie südamerikanischen Völker gegen die Merlassung von Stützpunkten. Dor -er Außenminister-Konferenz Argentinien-Uruguay. Buenos Aires, 4. Dez. (Europapreß.) Der argentinische Außenminister R o c a bemerkte zu feiner Begegnung mit dem uruguayischen Außenminister G u a n t am kommenden Samstag, daß einige schwebende Probleme, darunter natürlich auch das der Verteidigung des Kontinents, besprochen werden würden. Ebenfalls würde die Mitte Januar stattfindende Regional-Konfe- V n 3 der La-PlatakStaaten in Montevideo erörtert werden. Argentinien müsse jetzt Stellung nehmen gegenüber den Bestrobungen zur Errichtung von Stützpunkten der Vereinigten Staaten an Stellen, die alle Zugangswege zum La-Plata- Beckon beherrschten. „Die südamerikanischen Völker lehnen die lieber* lassung von Stützpunkten einstimmig ab", erklärte der Wortführer des Partida Nacional Uruguays, Senator Eduardo Victor Haedo, einem Journalisten, der ihn über die nordamerikani-'che Stütz- vunktpolitik, die durch den ablehnenden Beschluß des uruguayischen Senats in den Vordergrund gerückt ist, befragte. Die Ueberlassung von Stützpunkten auf uruguayischem Hoheitsgebiet an die USA. kompromittiere d i e Neutralität Uruguay a s, falls die USA. in den Krieg eintreten und Uruguay die Benutzung dieser Stützpunkte durch die USA. dulden sollte. Senator Haedo verwies auf die aus allen südamerikanischen Staaten eingegangenen Glückwünsche zu der entschiedenen Zurückweisung aller Pläne und Stützpunkte durch den uruguayischen Senat. Gleichzeitig unterstrich der Senator die enge politische 3urammenarbeit zwischen Spanien und den amerikanischen Republiken sowie die völlige Uebereinftimmung der Meinungen des Mutterlandes und der Nationen des amerikanischen Kontinents. „Heute wie immer", jagte Senator Hcledo, „ist der Begriff Ibero - Amerika kein kalter Ausdruck, sondern eine geistige Einheit, die unzerstörbar ist und weder durch die Entfernung noch durch die Zeit geschwächt werden kann. Darum hinterlassen die Stellungnahmen aus Spanien einen unübertrefflichen Eindruck. Niemals wird ein aktives und reines spanisches Wort in den amerikanischen Ländern schlecht klingen." Die in Valparaiso erscheinende chilenische Zeitung „Opinion" sagt, die Versuche der USA., sich See- und Luftstützpunkte in Südamerika zu schaffen, zielte darauf hin, die Möglichkeit zu einer wirtschaftlichen Beherrschung der fübameri- konischen Republiken in die Hände zu bekommen. In erster Linie hätten diese See- und Luftstützpunkte von USA. der Kontrolle der südamerikanischen Re- publiken zu dienen, in zweiter Linie der noch größeren wirtschaftlichen Abhängigmachung Südamerikas ooh USA. durch den Verkauf von Waffen und Kriegsmaterial. Diese Stützpunkte würden unvermeidlich eine Verstärkung des wirtschaftlichen Eindringens und des Einflusses der USA. In den süd- amerikanischen Republiken zur Folge Hoden. Costarica will nicht der Lasall derLlGA. werden. Rom, 4. Dez. (Europapreß.) „Giornale d'Jta- lia" berichtet aus San Josö de (Softanca, daß eine Erklärung des ehemaligen Präsidenten I i m e n e 3 die USA. auffordere, sich mit einer guten Nachbarschaft zu begnügen und die Republik Co- ftarica nicht als einen den USA. unterworfenen Staat zu betrachten. Costarica könne den USA. nicht mehr geben, als was es schon gegeben habe, nämlich Meeresbuchten, Hafen- und Landungsplätze für F.ugzeuge. Die panamerikanische Straße, die Costarica durchquere, befinde sich vollständig in den Händen der Wehrmacht der USA. und bilde den Hauptverkehrsweg zwischen USA. und dem Kanal von Panama. Im Kriegsfälle müsse Costarica ohne irgendwelchen eigenen Nutzen die Folgen dieser Straße tragen. Diese Erklärung des ehemaligen Präsidenten Jimenez hatte in ganz Costarica tiefen Eindruck gemacht. Man macht Den USA. den Vorhalt, daß die Monroe-Doktrin den USA. mehr zu Förderung der eigenen Interessen als zur Verteidigung jener des amerikanischen Fell- lanbcs dienen, das von niemandem bedroht werde. Zwei britische Kreuzer im Mittelmeer torpediert. Rom, 4.Dez. (DRV.) Der ilaNenifche Dehr- machtberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front find wiederholte Angriffe zahlreicher feindlicher Verbände am zähen widerstand unserer Truppen gescheitert, die auch kräftige Gegenangriffe durchgeführt haben. Unsere Lustverbände haben die Aktionen der Truppen unterstützt, indem sie besonders in der Zone westlich von Erfeke heftige Vombar- dierungen durchsührten. Unsere Bomber griffen mit Erfolg die Hasen von Prevesa und waura an. Liner unserer Luftverbande hak bei einer Begegnung mit einer feindlichen, aus ?2U-Flugzeugea Der Soldat und das Kind. Lon Erich K?a la. In irgendeiner Straße stehen sie: eine Kompanie Soldaten. Sie rauchen Zigaretten und machen Witze, mit und ohne Bart. Halbwüchsige Jungen lehnen an den Häusern und recken die Brust heraus, als wollten sie damit dis Soldaten auf sich aufmerksam machen. Seht doch! Wir sind auch schon wer! Dann kommt der Leutnant. Stillgestanden! So stehen sie: sauber ausgerichtet; drei Züge; eine Kompanie Soldaten. Was ist denn da unten beim dritten Zug los? Der Leutnant nimmt sich den linken Flügelmann aufs Korn. Griese heißt das kleine Kerlchen. Alle haben ein wenig Angst um den Kameraden. Menschenskind! Mach doch keinen Mist da unten, denken sie. Der Feldwebel, der den dritten Zug führt, bekommt einen schmalen Mund. Das ist gefährlich. Der Feldwebel wird sich den Kerl, der den dritten Zug auffallen läßt, nachher vornehmen, das ist sicher. Und der Leutnant schaut immer noch in der Rich» hing des linken Flüaelmannes. Zum Teufel, meinen alle, ist der Griese denn wahnsinnig geworden! Ein Gewitter zieht über die Kompanie herauf. Die Angetretenen vergessen vor lauter angespanntem Warten das Lustholen. Endlich geschieht etwas. Ein dünnes Kinderftimmchen sagt: „Da! Herr Sol- bat! Nimm doch .. Durch die Kompanie geht es wie ein Grinsen. gelbwebel R. hat keine schmalen Lippen mehr. nd der Leutnant, tatsächlich, der Leutnant lacht. „So nehmen Sie schon!" ruft er dem linken Flu- gelmann zu. Ein Befehl: Rechtsum! Die Kompanie marschiert. Nun können sie sich endlich beim Nebenmann er- kundigen, was denn eigentlich mit dem Griese los war. Ja, was war los? Dann sickert es durch, von hinten nach vorne. Gar nichts war los. Nur: ein kleine» Mädchen hat dem linken Flügelmann eine Schachtel Zigaretten in die Hand schieben wollen. Das war alles. Ein kleines Mädchen? So? Und dann sieht sich jeder schnell mal um. Richtig, da steht es noch,, mitten auf der Straße, ein kleines Mädchen, und wfnkt. Der neben mir lächelt den Rücken seines Vorder- rnannes an. Ich frage nicht. Ich weiß auch so: fein Kind ist ihm eingefallen. Der Feldwebel kommt vorbei. Warum singen Sie nicht? Da singt der neben mir. Zwischen zwei Strophen sagt er: sie heißt Suse ... Soso, Suse ... Dann fingen wir wieder. „Zeigen Sie mal We Zunge!' 23on Peter Peppermint. Wenn man jemandem die Stirn zeigt, ist man entweder ein Trotzkopf oder man hat Rückgrat. Wenn man aber jemandem die Zunge zeigt, Dann ist man entweder ein Gassenrüpel, oder der andere ist der „Onkel Doktor". Von diesem letzten Fall soll Die Rede fein. Wir wissen ja alle, wie Das ist, wenn die Aufforderung „Zeigen Sie mal Ihre Zunge!" erfolgt. Man steht da vor einem seriösen Herrn, einem Manne der Wissenschaft, womöglich gar mit Bart, womöglich auch Professor und Geheimrat, und dem steckt man nun Die Zunge heraus. Offen gestanden: ich habe mich immer geschämt oder ich habe eine Ohrfeige erwartet. Aber nichts dergleichen kam, als lediglich ein ernster Blick mit dem mm: „Belegt! , und ich zog dann dieses be- bjekt des- nicht erfolgten Anstoßes wieder ein. Es konnte natürlich auch sein, daß es nicht belegt war — bann erfolgte aber nur die freundliche Feststellung, nicht ohne eine zweifelnden Blick, daß kein Belag wahrnehmbar sei. Alles ganz gut und schön. Aber was würden Sie nun tun, wenn irgendein fremder Mann — ob mit oder ohne Bart, spiele dabei keine Rolle — etwa bei einem Fünf- uhrtee oder in Der Theaterpause zu Ihnen faoen würde: „Zeigen Sie mir mal Ihre Zunge!"? Sie würden sicherlich vor Wut oder Scham rot anlaufen. Sie würben nicht einmal nur jagen: „Hier ist nicht Englands Tonnageforgen „groß und ernfi" MN gr:f. da n lisch: nr4 ,oel iii'll t h Lil N, Wh * fitonj jtzisl n h gan iMil! Bucht zwei feindliche Kreuzer korpe- d i e r t. In Oskafrlka beschoß ein feindlicher Kreuzer am 29. November die Anlagen von Alula. wa, einigen Schaden, aber keine Opfer zur Folge halle. Am 1. Dezember torpedierte eines unserer Unter, seeboote im Atlantik einen feindlichen Zer. stör er. bestehenden Formation über Tirana sechs davon brennend zum Absturz gebracht. Drei unserer Flugzeuge find nicht zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf 7Nirake (Clbaffan) abgeworfen, die zwei Frauen, ein Kind und einen Arbeiter getötet, aber keinen Schaden verurfacht haben. Unsere Torpedoflugzeuge haben in der Suda- Deutschlands Sympathie für den Aabhängigkeilskamps der arabischen Länder. N’R iöer D NI ° liultr fr dyy: Mbit l‘ K trte Mrn Jl be «m ei h ü wen W« Nnjet i’bert I) M ül ei ürlita i.fh ‘ I» re uarftd öur Ljgiinpi !;;w I A IrP W-'"' W-"ne fen: „Deutschland, das stets von Gefühlen btt Freundschaft für die Araoer erfüllt war, und bis den Wunsch hegt, daß sie gedeihen und glucklitz werben und den ihrer historischen und natürlichem Bedeutung entsprechenden Platz unter Den Völkern der Erde eiNnehrnen, hat seit Jahren den Äampi’ der arabischen Länder zur Erlangung ihrer Unabhängigkeit mit Interesse verfolgt. Die arabischen Länder können autz weiter b:i ihrem Bestreben, dieses Ziel zu erreichens auf Die volle Sympathie Deutschlands rechnen. Bei Abgabe dieser Erklärung befinbtil sich Deutschland in voller U eb er einftim- mung mit Dem verbündeten Italien." Berlin, 4. Dez. (DNB.) England, das mit zu- nehmender Sorge sieht, daß die Sympathien Der von ihm unterdrückten arabischen Länder sich immer mehr den Achsenmächten zuwendet, von Denen sie die Befreiung von der englischen Gewalt- Herrschaft erhoffen, bemüht sich darum, diese Ent- wickrnng aufzuhalten und die Araber auf feine Seite zu ziehen durch die Verbreitung der Behaup- tung, die Achsenmächte hätten die Absicht, Die arabi- schon Länder zu besetzen und zu behalten. Um dieser böswilligen Propaganda entgegenzutreten und die arabischen Länder über Die Deutsche Politik ihnen gegenüber aufzuklären, hat Die deutsche Regierung durch den Rundfunk in arabischer Sprache folgen De Erklärung verbreiten las- Lissabon, 4. Dez. (Europapreß.) Die steigenden Schwierigkeiten Englands, ausländische Seeleute für Die immer gefährlicher werdende Fahrt nach England zu gewinnen, ergeben sich deutlich aus den Berichten englischer Zeitungen, die Lissabon übrigens nur noch selten und mit großen Verspätungen erreichen. In einer Der letzten Nummern des „Sunday Expreß" wird darauf hingewiesen, daß norwegische, französische, belgische, holländische, polnische und chinesische Seeleute, Die auf Schiffen arbeiten, Die von und nach England fahren, weitaus höhere Löhne empfangen, als ihre britischen Arbeitskomeraden. Beamte Der „National Union of Seamen" vertreten die Auffassung, daß der Verband auf eine Vereinheitlichung Der Lohnsätze für ausländische und englische Seeleute Drängen sollte. Ein Beamter Dieser Gewerkschaft keilte mit, daß mit Ausnahme der Polen sämtliche ausländischen Seeleute fast um Das Doppelte bessergestellt sind als die Engländer. Auf einer Reise nach Den Vereinigten Staaten verdienen Die britischen Seeleute einen monatlichen Lohnsatz von rund 16 Pfund Sterling. Ein norwegischer Seemann würde zu diesem Lohn einen Der Regierung totgeschwiegen. Der Nachrichtendienst hatte sich ebenfalls zu den neuesten Verlusten bisher nicht geäußert. Die Presse mußte die deutsche Meldung unterschlagen. Auf irgendeine Art Haden die Parlamentsmitglieder jedoch Kenntnis von dem neuen deutschen Schlag erhalten,' Denn Die Dienstagsi'zung des Unterhauses stand merklich unter Dem Einfluß Der englischen Tonnagesorgen, von Denen Der englische Nachrichtendienst zur gleichen Stunde erklärte, sie seien „groß und e r n ft", wie die Minister Croß und Greenwood in der letzten Zeit verschiedentlich zugegeben Haden. Einige parlamentarische Fragesteller zeigten sich überaus nervös. Man rechnet Damit, daß die Zahl der deutschen Unterseeboote in Der nächsten Zeit beträchtlich steigen wird, und fürchtet eine noch weitere Aus- utzung Der französischen Kanalhäfen, die nach eng- ischer Ansicht Der Ursprung aller Tonnageforgen ist. Man scyeint geneigt zu Tein, im Sinne Der Churchill-Deutung Die U-Boot Gefahr in bezug auf Die Ernährungslage viel ernster zu seh'en als Die Luft- aefahr. Die englische Oeffentlichkeit wird über Die Einzelheiten Der fortschreitenden Tonnageoerminde- mittel würden im nächsten Jahre aus England völlig verschwinden. Die zur Verfügung stehenden Dampfer müßten nach England wich, -tätigere Ding? bringen als gewisse Nahrungsmittel. Nach Ueberfee mußten Die Fahrzeuge sogar außer Kriegsmaterial auch noch Nahrungsmittel transpor- 0 tieren, um engli'che Soldaten und Seeleute zu Der. W 001 proDiantieren. Unter diesen Umständen habe ec l//*' sich gezwungen gesehen, Die Abtretung von Tonnage l|W für kriegswichtige Zwecke zu billigen. ipM llbjnift g irinai «iß Kriegsrisikozuschlag von ungefähr 15 1 ohne mit Diesem, an portugiesischen Lebensverhäll» Pfund Sterling empfangen. Der Weg, auf Dem nisten gemessen, phantast sch hohen Lohnangebot dis diese Zuschläge gezahlt werden, ist nicht uninter-1 geringste Gegenliebe zu finden. der Ort!", nein, Sie würden Dem Mann, auch wenn er bei Ihnen privat erschiene oder Sie an einen verschwiegenen oder saaen wir besser: weniger Der Oeffentlichkeit zugänglichen Ort bestellte, einfach Die Zunge nicht zeigen. Nein, Sie hüten Ihre Zunge wie Die indischen Nabobs ihre Sck-atzkammern. Ganz anders wird Die Sache, wenn Der Mann dann erklärt hat, er sei Arzt. In Dem Augenblick braucht er gar nicht um den Einblick in Ihre Zungenanlage zu bitten, nein. Sie recken ihm Ihre Zunge förmlich von weitem entgegen. Ohne daß er Sie um die Entschleieruna Ährek Geheimnisse gebeten hat, stecken Sie plötzlich die Zunge raus und sagen: „Hä Doktä, is meihe Tsnge ää?", was bei einbehaltener Zunge bedeuten würde: „Herr Doktor, ist meine Zunge belegt?" So. Die Zunge sollte nur ein Beispiel fein. Ein Beispiel für Das Vertrauen, das mir einem Menschen entgegenbringen, Der Arzt ist. Haben Sie sich Das einmal klargemacht? Das Verhältnis von Arzt und Patient gibt es eigentlich nur einmal auf per Welt. Es geht ja nicht bloß um Die Zunge. Das ist eigentlich so schön, dieses Vertrauen, Daß es vor den verborgensten leiblichen, und Das ist noch viel wichtiger, feelifcken Dingen nicht Haltmacht. Stel- len Sie sich doch bloß vor: Sie kommen zu einem Mann, Den Sie nie gesehen haben, Dessen Namen Sie nie gehört haben — es sei Denn, er hieße Müller oder Schmidt —, und Sie gehen von ihm wie von Dem besten Freund. Und selbst Ihrem besten Freund haben Sie nicht so viel erzählt, wie diesem fremden Mann. Und wenn Sie die Tür hinter sich geschlossen haben. Dann haben Sie Diesen Ihren neuen Freund längst nicht so gut kennengelernt wie er Sie. Er weiß auf einmal von Ihrer Eitelkeit, ihm ist Ihr Temperament bekannt geworden, und er weiß unter Umstanden in Ihren Familienverhältnissen Bescheid. Ist das nicht merkwürdig? Wie ist Das auf Ihrer Seite? Wir wollen ehrlich sein: tief befriedigt sind Sie nicht immer von Der neuen Begegnung. Ihre Erkrankung ganz beiseite — haben Sie sich schon einmal klargemacht, wie bedeutungsvoll in Ihrem Verhältnis zu Dem neuen Arzt fein Aussehen ist? Sie wissen doch, daß Sie sich einen gewichtigen Greis mit einer riesigen Horn- essant. Der Kriegsrisikozuschlag werd nämlich be« Seeleuten von ihren eigenen Emigra. tionsregierungen ausgezahlt, die ihrerseits wieder durch Die Abmachungen, Die sie mit! Der britischen Regierung getroffen haben, gedeckt! sind. Es ist nun aber nicht damit zu rechnen, daß die „alliierten" und neutralen Seeleute sich mit einec Herabsetzung ihrer Heuersätze einverstanden erkläre« würden. Es ist ohnehin trotz Der Löhne kaum möglich, die AuslänDer in der Englandfahrt zu halten. In neutralen Häfen, beispielsweise in Lstsaboi^ J^i{ •iir N Stockholm, 4 Dez. (Europapreß.) Die Sprengung eines englischen Konvois von mindestens 15 Frachtdampfern sowie eines Hilfskreuzers werden von Der Londoner Admiralität ebenso wie in denen Ü! in forbm kn g? ssch s tipiln, bir bl । Sinnt kad)te tiilun rung im dunkeln gehalten. In Ministerreden und Botrachtunaen Des Nachricktendienstes wird jedoch immer wieder die Notwenoigkeit einer weiterem Sparsamkeit im Verbrauch und einec strafferen Rationierung aller Lebens» mittel hervorgehoben. Es vergeht kein Tag ohn« neue Rationierungsbekanntmachungen. Dor einige« Tagen wurde sogar ein neues Kartenschema be- (anntgegeben, das Dazu angetan fein soll, die Ausgabe von Rationierungsbonds „zu rationieren'. Man will 33 v. H aller Karten einsparen, tmi! Das Papier z u knapp geworden ist. — Auch Nahrungsmittelminister W 0 0 l t 0 n bereitete bas englische Volk in einer Rundfunkansprache auf noch schärfere Rationierungsmaßnabmen für das kommende Jahr vor. Unwichtige Nahrungsbrille Dorftellen, als Sie klopfenden Herzens empor* stiegen? Und Dann war Das ein junger for che« Mann, Der auf allen neuen Wegen feiner Wi stn» schäft fabelhaft Beschrid wußte! Oder als Sie e nein jungen, vielleicht barschen Mann im „Onkel Doftor* vermuteten, trat Ihnen ein Durchaus in allen Sätteln Des Lebens aerechter jovialer Mann entgegen!! Haben Sie sich schon mal klargemacht, wie dick« erste Begegnung mit Dem Arzt wichtig für alles ifc was Sie mit ihm besprechen wollen? Es könnte so* gar sein, Daß es von dieser ersten Begegnung ab- hängt, was Sie erzählen und was Sie verschweigeiu. Und Der Onkel Doktor? O, er weiß sicher oom dieser ersten Begegnung zu erzählen, er kennt di« Verantwortung, die diese erste Minute mit siH bringt. Zurück zur Zunge. Wie wäre Das nun, wenn Dir* ses Verhältnis selbstverständlichen Vertrauens siH sein wenig über Den mcD-riinischen Bezirk und üben Den Selbsterhaltungstrieb hinaus verbreitete? Nichä, daß einer dem anderen Die Zunae zeigen solle — Das wäre ein Bild, wie es seltsamer Der Höllen" Bruegbel ncht ersinnen könnte — nein, wenn viel!' mehr der Mensch vom anderen wissen würde, 08 er einen Belag auf irgendeiner Stelle seines ganzen, Jchs hat? Vielleicht, daß einer doch mehr Aerzt« unter den Mitmenschen entdeckt, als er sich träumen, ließ, und daß ein anderer den Beruf zum Arzt in, sich doch klarer erkennt. Nicht zu jenem Arzt, dell ein Studium hinter sich und damit Das Recht hott andere zu behandeln, erst recht nicht zum Kurpfuscher, der mit Medikamenten herumwurstelü. nein, zum Arzt im Sinne Des vertrauenden Freue des Der anderen ... „Zeigen Sie mir mal Ihre Zunge!" Wir habe» noch nicht ermähnt, Daß Das eine Weinigkeit jw kosten pflegt. Dieses Zun-ge-Herausstrecken wäru demnach doch eine Beleidigung, Die eine Strafe ein? bringt? Ich sehe. Das ist doch eine unklare Sachs, und die Höhe dieser Gebühr zu regeln, ist nicht untere Aufgabe. Wir wollen nicht hoffen, Daß Das Honorar einen Einfluß auf Die Gestaltung Des Verhältnisses zwischen Arzt und Patienten hat — u?™ bann: ich ließe mir auch etwas bezahlen, wenn iH belegte Zungen ansehen sollte! Da find mir den» doch belegte Brote lieber ... i'v Auch Rekordheueln locken nicht zur Englandfahrt, k verlassen allwöchentlich Seeleute der von England in Den Krieg gehetzten kleineren Nationen ihre , Schiffe, um — ohne sich Durch Die von Der eng- • lischen Presse und Dem englischen Rundfunk üben . hie deutsche Besetzung verbreiteten Schauergeschichte« . .H abschrecken zu lassen — in ihre H e i m a t $u- t,t . in rückzukehren. Noch schwieriger ist es, neu- trale Seeleute für Die EnglanDsahrten zio 1. ®ir k gewinnen. Englische ReeDereioertreter bieten bei- Vl- ™ spielsweise portugiesischen Seeleuten 5) e u erfühl bis zu 45 Pfund Sterling, zusätzlich einer Lebensversicherung in Höhe von 500 Pfund Sterling,, Vorbild und Kamerad Qtioni(tpu! PflNtj' ; Si Millionen Müttern, von Hunderttaujenden von ist Aldaten in allen Ländern des Erdballes verdient leitet hli. Wir haben an dieser Stelle erst vor kurzem hr^ T at Grund der neuesten Veröffentlichungen Leben ■ Uro Werk Emil von Behrings, Kampf und hkii ■! Heg eines Großen im Reich der Heilkunde und die u9 3 fe-ensreichen Auswirkungen der von ihm tzefun- ■ msF*; - fcn neuen Heilmethoden allgemeinverständlich zu Relchsminifier Dr. Rust. Presse in Berlin frisch und fröhlich Auskunft und sagte dabei: „Wenn ich meinen Männern erzählen wurde, daß die Engländer behaupten, sie beherrsch« ten den englischen Luftraum, so würde ein schallen» des Gelächter die Antwort sein." In schweren Behring als Mensch und Forscher :ung so sinnfällig und unmittelbar in Erscheinung M. 1. Lebenswerk Behrings." den den oer« den ich einer a mb cbensoirtL mangtbolb 3n diesen Tagen gedenkt das deutsche Volk und Jjt chm die geiamle wissenschaftliche Welt in Dank- dorkeit und Verehrung des Mannes, der als tiyjjpfer der Immunlherapie nicht nur der rnedi- zirischen Forschung neue Wege wies, sondern sich auch durch sein Diphtherieserum, seine Diphtherie« Mimpfung und sein Tetanus-Antiseru/n den Dank tezeigt, daß sie imstande und gewillt war, auch l-lchen Einzelperfönlichkeiten, von denen sie so viel wipfing, auch viel zu geben. Für Emil von Behring vor die Universität die Universitas literarum im Ginne der Gesamtheit der Wissenschaften, und er Machte sie In seiner Person zur schöpferischen Aus- virkung als Forscher und Lehrer. Wir wissen, daß teute die Universität in einer unverkennbaren Krise l'bt. Am stärksten kommt sie heute zur Erschei« rung, weil besonders in den nicht medizinischen Kämpfen hatte Major Wick dazu beigetragen, daß die englische Luftverteidigung gebrochen wurde. Und die englische Flak? ,Zch habe schon viele Einsätze gegen England geflogen", erzählte er, „ich habe aber noch keine einzige Maschine gesehen, die von der Flak heruntergebolt worden wäre." Damit war allen Churchillschen Schwindeleien der Hals umgedreht. Wie Major Wick im Kampf war, erzählt ein Kriegs» berichter, der felbst gegen England mitflog. Er war ein Vorbild im Kampfe und ein treuer Kamerad t, dielte fir» lben, $ "en, tetzs, ch mit iöen eitler Ähne fahrt in LK )on Ek ationen tz on der cj mbfnni £e uergefdjite eimutji st es, mi idfahrteii i bieten k St.* pflege der Forschung nationalsozialistisches Programm Sin Ehrentag der drut/chen Wissenschaft Eigener Äeiicht. Die Harburger Erinnerungsfeier für Emil von Vehring. M dem deutschen Volk huldigen Gelehrte aus aller Wett dem Erfinder der Hellserum- Therapie an der Stätte seines Wirkens. nahm dann das Wort. Er feierte in Behring wirklich großen Menschen, der den 2lrjt und Forscher in wundervollster Harmonie in sich einte, und gedachte der großen Männer, die Weg der stillen selbstlosen Forscherarbeit am Sezier« und Experimentiertisch, im physikalischen, chemischen und biologischen Laboratorium, den Weg der immer wieder erneuten Vertiefung in das Einzel« 7a I Ml * In. 1(. xesucht und gefunden, die Unioerfität JjatJljrerfeite Dar, unb 4 i, «i * i®*1* mm.**? SZ fS<5 len O S et«',,e>' M, K« 1%«'" fu#1 ändert bleiben kann. Sie ist nicht mehr Selbstzweck ;|inb hat nicht mehr Endwert, sie ist Hilfswisien- shaft und Methode. Zahlreiche Institute sind dar- cjf eingestellt, sie stehen meist außerhalb der Um- vsrsitäten und sind selbständig gestellt. Das ist gut unb notwendig. Wir sehen aber nicht ohne Sorge b e reine Zweckforschung in Spezialinstituten, im vergleich zu denen die Universitätsinstitute unge- ' rügend ausgestattet sind. Damit werden die Um« vsrsitätsinstitute aus dem wisienschaftlichen Wettbewerb, aus der Forschung ausgeschaltet. Sie werben auf die reine Lehre beschränkt und sinken da» i ir it zu einer mehr oder weniger gehobenen fach- « -shulmäßigen Unterweisung in der Methode herab. oder sie werden innerlich kraftlos und unterliegen ■j b?m Schlagwort des Tages, weil sie nicht aus sich l’lbft heraus produzieren Die reine Tatsachen for- ftjung aber führt zur Zersvlitterung, und zersplit- terte Wisienschast ist dem Tode geweiht Demgegen- Über muß die Universität immer wieder den B l ick «us das Ganze lenken. In dieser Funktion ist t e Universität unersetzlich : sie allein vermag Ile Einheit von Forschung und Lebre les wisienschaftlichen Geistes und damit des Welt- -- I Wir gedenken in Emil von Behring eines Manes und feines,Werkes, das eines der fegensreich- i?n Leistungen der Wissenschaft barstellt. Rur sei« in tritt die Bedeutung einer wissenschaftlichen Lei- Hildes herzustellen. Gerade Emil von Behring, der als hervorragender Organisator der Forschung ein eigenes Institut für experimentelle Therapie gegründet hat, hat den Zusammenhang der Forschungsinstitute mit der Universität für unerläßlich erklärt und geradezu von der Gefahr der wisien- schaftlichen Inzucht in den alleinstehenden Institm ten gesprochen. Er weist uns den Weg für die weitere Gestaltung der Universitäten, wodurch diese nie von der Forderung strenger Wissenschaftlichkeit abzulassen. Die nationalsozialistische Revolution ist an den Hochschulen nicht do rb ei gegangen. Sie hat die organisatorische Form der Hochschule gewandelt in der Richtung aus die Werte vom Führertum und Verantwortlichkeit. Die Wissenschaft selbst hat sich, ergriffen von den alles zu neuer Besinnung auf« rüttelnden und neue Energien wachrufenden nativ« Al Igung, weil ^sonders in. den mcyl meoiöiniiajen Köchern ein fühlbarer Mangel an Nachwuchs oor« ifunfl •’ n haben ist, denn die Generation, die heute die Ge» eremR U|girfe ber Universität tragen soll, liegt zu einem croßen Teil auf den Schlachieldern des Weltkrieges Infolgedessen geht der Generationenwechsel nicht | mit ber üblichen Selbstverständlichkeit vor sich, son» i b?rn er wird durch einen Sprung vollzogen. Außer- b»m ist es ganz verständlich, daß die Universität, irren Grundlagen vor mehr als 100 Jahren gelegt Am Mittwoch gedachte der OKW-Bericht ht ehrenden Worten des Flieaertodes des Majors Wick, der von einem ^eindflug nicht zurückkehtte. Meleorgleich war sein Aufstieg unb meteorgleich ist auch das Leben des Helden oerlöfcht Das deutsche Volk und die deutsche Jugend werden stets in stolzer Trauer des jungen Deutschen gedenken, der im Em» sag um das Höchste, das es hienieden gibt, um Volk und Vaterland, alles wagte und nun eingegangen qt in die Reihe stolzer Namen, die die junae Lust» wasfe zieren. Wie Immelmann, Boelcke und Richt» Hofen im Weltkriege die deutsche Luftwaffe zu einem schneidenden Schwert gemacht hatten und dabei den Heldentod fürs Vaterland starben, hat auch bie jetzige junge Generation des nationalsozialistischen Deutschland gezeigt, daß sie diesen bewundenen Vorbildern nichts nachglbt und neue Namen zu den alten gefügt. Einer dieser Namen ist der des Majors Wick, des jüngsten Majors unserer Luftwaffe. Er hatte nicht weniger als 56 Luftsiege über die Engländer erfochten, als fein Geschick sich erfüllte. Er war mit der höchsten Auszeichnung, die oas Vaterland seinen Helden geben konnte, mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden und ruht nunmehr aus von seinen Siegen in dem Bewußtsein, daß das deutsche Volk England endgültig niederringen wird. Nach dem 9. Oktober gab der Gefallene vor der -erjens W UM D feinst »*]■«!«»**■■ viuKviuyv« ~ als Si■ norden sind, heute nach den gewaltigen Derände- Mel N:: ringen des neunzehnten Jahrhunderts nicht unver- L, •___e;« m ffefhftimoif Laim icht. öii[- für D tonn'-1 ■ ss der ©einigen. In „Unseres Herrgotts Kanzlei" sagt Wilhelm Raabe: „Das köstlichste Grabgepränge ist ein Tand gegen ein solch ein stolzes Grab auf dem Schlachtfeld Wer für unsere Sach' ehrlich gefallen, auf dem Plan in solcher Grub' liegt, der mag den Tag der Auferstehung in Ruh' erwarten; kein Kaiser und König liegt in feinem herrlichen Gewölb so gut, ro sanft, so köstlich bestattet." In Trauer und Stolz neigen wir uns oor dem Opfer, das dieser junge Deutsche für alles, was wir sind und waren, gegeben hat Aber wir wissen zutiefst: Alle Opfer finden ein Ziel, und das ist das ewige Deutschland. Der Tatenruhm, ber sie umgibt, ist ewig wie Deutschland selbst. E. S. und jlü- ib naM • ben B ben Rom' Nach einer weiteren Ansprache des Reichsgesunb- heitsführers, Staatssekretär Dr. Conti, leiteten die Worte des Dekans der Medizinischen Fakultät der Marburger Universität,^Professor Dr. Becher, über zu der bereits gestern von uns gemeldeten Uebergabe der Gründunasurkunde für das For- fchungsinstitut für experimentelle Therapie Emil von Behring, das die IG.-Farbenindustrie AG. und die Behring-Werke in enger Anlehnung an die Philipps-Universilät in Marburg errichten werden. Dem Direktor der IG.« Farben, Professor Dr. L a u t e n f ch 1 ä g e r, dankte her Rektor in herzlichen Worten, worauf der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Professor Dr. Reiter, über Behrings wissenschaftliche Bedeutung sprach. Noch einmal wurde in prägnanten Worten aus berufenem Munde die Entwicklung der Immunitätsforschung bis zu jenem denkwürdigen 4. Dezember 1890 geschildert und die einmalige Leistung Behrings gewürdigt. Der fesselnde Vortrag klang aus in Der ernsten Mahnung, von den Waffen die Behring mit dem Diphtherieserum und der Diphtherieschutzimpfunq den Aerzten in die Hand gegeben hat, auch rechtzeitig Gebrauch zu machen. ..Ich glaube", so sagte Professor Reiter, „daß jede Nichtanwendung der Heilserumtherapie bei einer Diphtherieerkrankung zu den schlimmsten Kunst- fehlern gerechnet werden muß, die man sich zuschulden kommen lasten kann. Die heute so stark betonte Notwendigkeit des biologischen Denkens unserer Aerzteschaft sollte besonders geeianet sein, die Tat eines Behring in ihrer ganzen Große erkennen xu lasten, denn wohl kein anderes Heilver- fahren, keine andere Prophylaxe beruht so stark auf einem so erakten biologischen Denken wie das sich immer wieder ihr Lebensrecht erkämpfen und ihre Daseinsberechtigung erweisen können. Forschung, Lehre und sinnvoller Einbau in die Gesamt- heil der Wissenschaften, diese Dreiheit zusammen gibt das Lebenselement der Universitäten. Das hat uns Emil von Behring gelehrt, und dafür danken ihm alle, denen Wissenschaft, Universität und Volk am Herzen liegen, um es dereinst als Erbe und Verpflichtung an unsere Nachfolger weiterzugeben. stüdern versucht. Am 4. Dezember nun, an dem Age, da oor 50 Jahren Behrings erste so epoche- yvchende Veröffentlichung über die Immuntherapie Hdjien, war das schöne alte Marburg, die Sadt, an deren altberühmter Philipps-Universität Enll von Behring mehr als zwei Jahrzehnte htn- dirch gewirkt hat, die Stadt, von der als Siß der kchring-Werke noch heute ein ununterbrochener £rom des Segens in alle Welt geht, Mittelpunkt eher würdigen Feier zum Gedächtnis des großen Jannes. Mit dem Reichswissenfchaftsminifter Dr. fca. Rust, dem Reichsgesundheitsführer, Staats- tlretär Dr. Conti, dem Präsidenten des Reichs- fündheitsamtes Professor Dr. Reiter, dem ichstierärzteführer Professor Dr. Weber und (hlreichen Gelehrten der deutschen Hochschulen hat- i sich Ehrengäste aus aller Herren Länder zu 6?|er Ehrung eines Großen der deutschen Wissen- {caft zusammengefunden. Auch unsere Gieße- «?rLudwigs-Universität war durch Seine sagnisizenz den Rektor Professor Dr. Kranz und ne Reihe von Dozenten der medizinischen und Vterinärmedizinischen Fakultät vertreten. k.Oell von Sorfaung und Lehre. Ansprache des Rektors. Die Feierstunde in der im Schmuck der schonen -tischen Kassettendecke und der Fresken aus Mar« irgs Geschichte besonders festlichen Aula der Phi« ips-Universität leitete als Hausherr der Rektor, rofessor Dr. Th. Mayer, mit einer Ansprache kn, in der er sagte: ncllsvzialistischen Ideen auf ihre eigene Orunblaae besonnen. Was in der Wissenschaft und der Hochschule im allgemeinen als Lebensentfremdung empfunden wurde, ist in der Medizin im besonderen als Vernachlässigung der Heilkräfte der Natur empfunden worden, sei es, daß diese Kräfte in der äußeren Natur, und sei es. daß sie in der Naturbegabung einzelner Menschen auftreten. Die Arbeit am Krankenbett verlangt gegenüber einer Einseitigkeit theoretischer Ausbildung ihr Recht und stellt den Menschen und das Volk auch hier, wie in der Erziehung und überall, wieder in das vorderste Blickfeld Die nationalsozialistische Gesund- heitssührung wird diesen Weg, ber Arzt und Volk enger zusammenführen wird, mutig mit einbeziehen und dabei die Verantwortung für die Erhaltung einer gründlichen methodischen Bildung und die Erkenntnis für den Wert des stillen Forschens nicht verlieren. Die Forschungsinstitute der deutschen Universitäten sind Stätten des deutschen Lebens ersten Ranges. Sie zu pflegen und zu entwickeln, ist nationalsozialistisches Programm. Es soll der Dank an jene Heroen der Wissenschaft sein, über deren Wirken unb Schaffen ber Außenstehenbe so leicht als weltfrembes Tun hinmeggeht, weil ber praktische Nutzen nicht ohne weiteres erkennbar ist, unb dieser Dank soll dazu beitragen, daß ber Weltruhm, ber mit bem Namen Emil von Behring zum Stolze Deutschlanbs verknüpft ist, bnrch immer neue Großtaten deutscher Aerzte und Forscher weiterklingt. problem und des mühevollen Suchens gegangen sind nur um der echten Erkenntnis willen unbeirrt durch Streben nach Ruhm unb äußerer Anerkennung. Auch Behring ging biesen Weg echter Wissenschaft. Denn was er erreichte oerbankte er neben ber klaren Zielsetzung seines aenialen Kopfes ber strengen Methobik (eines wissenschaftlichen Denkens unb Hanbelns Die von ihm begründete Sero- Therapie kann man geradezu als Musterbeispiel ber Anwenbung einer naturwissenschaftlichen Mechobe auf ein akutes ärztliches Problem bezeichnen. Aus bem Stubium des Bakteriengiftes unb ber Auffin- bung seines spezifischen Autotoxins im Laboratorium schuf er eine Heilrnethobe, bie nicht nur unzählige Menschenleben erhielt und bem entsetzlichen Leib unzähliger Eltern ein Enbe machte, sondern auch ber gesamten Mebizin neue therapeutische unb prophylaktische Wege wies, bie sich nach bem Vor- bilb der Behringlchen Diphtherie-Bekämpfung bei anderen Krankheiten glänzend bewährten. So wurde Behring zum Wohltäter der Menschheit unb fügte sich ben Großen ber Zeit als einer ber Größten ein. Wenn die Reichsregierung heute feinem Genius an ber Stätte feines langjährigen Wirkens in stolzer Dankbarkeit und tiefer Ehrfurcht huldigt, jo sieht sie in dem Lebenswerk dieses deutschen Profesiors und Forschers für die Nachfahren Symbol u n d Mahnung — das Symbol echten beut» fchen Gelehrtentums, bie Mahnung, in der Medizin % Kathreiner. reichen Lebens die sittliche Strenge verblieb, die ihm das Elternhaus und seine Schule mit auf den Lebensweg gaben." — Die warmherzigen Ausführungen Professor Brauers fanden lebhaften Beifall. Darm lenkte Gauleiter Staatsrat Weinrich bie Blicke der Festversammlung auf den Führer, in dessen Händen wir bie Leistungen aller großen Deutschen, unser Volk und seine Zukunft geborgen wissen. Die Len matwe-ve. In gemeinsamem Zuge begaben sich sodann ber Lehrkörper der Philipps-Universität und bie Gäste durch die Straßen Marburgs zur Enthüllung des Behring-Denkmals, das inmitten des Klinikviertels in unmittelbarer Nähe des Hygieni- jchen Instituts, ber letzten Arbeitsstätte Behrings, angesichts der Elisabethtirche unb an Der Stelle des oor Jahren verfallenen Hospitals ber frommen Landgräfin einen sinnvollen Platz gefunden hat. Nach einer Ansprache des Marburger Oberbürgermeisters Dr. Scheller fiel die Hülle von der Porträtplastik B.chrings, einer Schöpfung des Münchener Bildhauers Professor Georg Muller. Der Kurator der Universität Geheimrat Dr. v o n H ül- j e n dankte der Stadt für die Ehrung und erinnerte daran, rote sehr Behring sich mit Marburg verbunden gefühlt habe. Kinder waren mit Recht bie ersten, bie das Denkmal des „Retters der Kin- ber" mit Blumen schmückten. Nach einem gemeinsamen Imbiß bot bas Orchester des Kasseler Staatstheaters unter der straffen Stabführung des Staatskapellmeisters Professor Robert Heger in der Aula ein Festkonzert, das nach Webers Ouver- türe zu „Euryanthe" und Mozarts kleiner Nachtmusik mit dem gewaltigen Hymnus der c-molb Symphonie von Beethoven machtvoll ausklang, ein wahrhaft würdiger Abschluß der Ehrung eines genialen deutschen Forschers unb großen Menschen. > Dr. F W. L. Ein Kamerodschastsadend. Bei einem Karneradschaftsabend, der alle Festteilnehmer in ben Stabtjälen vereinte, bankte ber Rektor ber Universität, Professor Dr. Mayer, allen Faktoren, die zum Gelingen des benkwürbiaen Festes beigetraaen haben. Generalstabsarzt Professor Dr. Hanbloser entbot in Vertretung bes Obersten Heeres-Sanitätsinspekteurs bie Grüße ber beut« fchen Wehrmacht. Er betonte, baß bie beutsche Wehrmacht stolz barauf sei, baß Emil von Behring aus ihren Reihen hervorgegangen ist. Im weiteren Verlauf bes Abenbs brückten mehrere auslänbifche Vertreter, barunter ber Rektor ber Universität Turin. Professor A z z i. Professor M a r k o f f (Sofia) unb Profesior Toborovic (Beigrab) ben Dank 9lanb ij lieber Behring als Persönlichkeit sprach bann Profesior Dr. Ludolph Brauer Wiesbaden, ein Freund unb Kollege Behrings aus feiner Marburger Zeit. Er warf einen Blick zurück auf bie Iugenb- unb Entwicklungsjahre Behrings, in benen unermüblicher Fleiß, zähe Ausbauer und ein eiserner Wille aus feinen hohen geistigen Fähig- feiten bas Letzte herausholten, um das gesteckte Ziel zu. erreichen. Er war eine kämpferische Natur, die eine scharfe Klinge zu fuhren verstand, um seine für richtig erkannten Lehren unb Methoden zur Geltung zu bringen unb gegen Angriffe zu verteidigen. Aber er war kein einfeifiaer Wissenschaftler sondern ein Mann von hoher Allgemeinbildung, der auf dem humanistischen Gymnasium die Grundlagen gelegt hatte für ein immer waches Interesse für Philosophie unb Soziologie, Literatur unb Kunst. „Behring ging aus bem Leben als ein großer, in ber weiten Welt geachteter unb anerkannter Gelehrten Er steht vor uns als ber stolze deut- . . fcfre Mann, dem auch auf ber Höhe seines erfolg- ber auslänbischen Tagungsteilnehmer aus. tie hier, unb wir bürfen baher mit biefer Feier Eit Recht eine Feier ber wissenschaftlichen Formung überhaupt begehen. Das Werk Emil von ehrings war ein Geschenk ber beutschen Wissen- stzaft nicht nur an bas beutsche Volk, sonbern an te ganze Welt. Es war nicht eine Phrase von Humanität, sondern eine Tat edlen Menschentums, te allen Völkern unb Menschen zugute gekommen i: Es war kein Zufall, daß Emil von Behring an tie in sich geschlossene Universität der Kleinstadt Marburg gegangen unb bis zu seinem Lebensende fort geblieben ift. Er hat ben Weg zur Universität afucht unb gefunden, die Universität hat ihrersi' Britisches Liebeswerben. Mailand, 4. Dez. (Europapreß.) Die „©tarn* pa" erfährt aus Kairo, die englische Diplomatie sei mit allen Mitteln bemüht, möglichst rasch eine Panarabische Konferenz in Kairo zustunbe- zubringen, um noch vor Beginn der Offensive in Aegypten die unter englischem Einfluß stechenden arabischen Staaten zusammenzuschweißen. Außerdem wolle sich England im Persischen Go.f neue Stützpunkte sichern. Zu ben englischen Bemühungen schreibt „Tribuna", ber britischen Diplomatie bleibe nichts anberes übrig, als diesen Schritt zu tun, um nach Möglichkeit die arabische Welt auf ihre Seite zu ziehen. Die Zweifel über einen Erfolg dieser Bemühungen seien aber sehr stark. Sie gründeten sich auf ben Tatsachen, baß Saudi- Arabien — der mächtigste arabische Staat, eine Haltung einnehme, durch bie fein Unabhängigkeitswillen gegenüber England unterstrichen werde, daß Hadramaut in letzter Zeit allzu viele Flieger» bombarbements erlebt habe und daß die Devölke» rung des Irak seit dem rätselhaften Tod des Kömas Faisal unb dessen Sohnes König Ghazi die en-glische Unterdrückung nur schwer dulde. Alle ihre Hoffnungen setze die englische Diplomatte auf den Emir von Transjordanien, Abdallah, ber aber gerade wegen seiner engen Bindungen an England weder bei ben Arabern Palästinas noch jenen Syriens großes Ansehen genieße. Kleine politische Nachrichten. Der Präsibent des schweizerischen Natlonalrats hat bie vereinigte Bunbesversammlung auf Dienstag, ben 10. Dezember einberufen. Sie hat zwei Ersatzwahlen in ben Bundesrat vorzunehmen unb den Bundespräsidenten und ben Dizeprä- fibenten bes Bundesrats zu wählen. * Aus einer Note, bie ber chilenische Außenminister Bianchi an ben argentinischen biplomatischen Vertreter gerichtet hat, geht hervor, daß bie chilenische Regierung eine gemeinsame Regelung ber argentinisch-chilenischen Grenze in der Antarktis anstrebt. Der neue mexikanische Präsident General Camacho trat am Sonntag mit ber Eidesleistung vor bem Kongreß sein Amt an. Unter ungeheurem Jubel Überreichte ihm anschließend der scheidende Präsident General Cadenas das grün-weiß-rote Brustband als Zeichen der Präsidentenwürde. * In nächster Nahe der Universität vvn Haoaim« wurde Prof. Dr. Paul Fernandez U falls von der Fakultät für Volkswirtschaft von zwei unbekannten Tätern erschossen Die Täter vermutet man unter ben Studenten ber Universität, bie , leine Entlassung verlangt hatten Die Leitung ber Universität verurteilt ben Morb als einen feigen Anschlag unb orbnete bie Schließung der Universität bis zum 7. Januar , 1911 an.___________________________________________________ vaupaAcfheiter Ti Arteenth tBilbeim Vang? €W!»CTnetti VOS paupnrtjn t.etiere (frnft 8lum(rf>rht «eian tnortit» ür unb itÜDer Dr >rr. W t'ange für M» itfir irton: ®t. (ianl T^rriot; i üi Stau Sieben. Provim, u. Sport: Lcn» tiiumidtf n. > Trud unc Genast «Hrühhdu* Un>r«'itattoiu nachten?" immer breiteren Raum ein nimmt. Man wir) nicht erwarten, daß hier der Versuch einer Antwort auf diese Frage gemacht werden soll, denn Weihnachtswünsche sind etwas ganz Persönliches und so verschieden und verschiedenartig, wie die Menschen nun einmal verschieden sind. Dennoch gibt es über die persönlichen Wünsche des einzelnen hinaus solche allgemeiner Natur, die wir Soldaten alle haben, und von denen soll hier die Rede sein. Denn ein Teil dieser Wünsche negativer Art zu sein scheint, sind es dennoch Wünsche, die berücksich- tial werden möchten, und im übrigen wird man ja sehen, es scheint mir so, was das Negative daran betrifft. Also da haben wir an unsere Lieben in der Heimat einmal den Wunsch: kaust und vor allem schickt uns nichts heraus ins Feld, was wir hier nicht brauchen können und was uns womöglich mir belastet. Ein Beispiel: Ein Kamerad, der zu Weihnachten des Vorjahres in einem Westwallbunker lag, erhielt gerade zurecht zum Weihnachtsabend von seiner jungen Frau daheim ein Paket, und als er's öffnete, lagen darin ein halbes Dutzend wunderschöne und natürlich funkelnagelneue Seidenpyjamas. Seidenpyjamas im Westwallbunker! Das junge Frauchen hatte natürlich keine Ahnung oder zumindest nicht soweit gedacht, daß man in einem Bunker, wo man speziell in der Nacht jederzeit alarmbereit zu sein hat, nicht in Pyjamas schlafengehen kann. Das Hallo der übrigen Kameraden beim Anblick dieses Geschenkes kann man sich vorstellen, der davon Betroffene nahm überdies die Sache nicht, wie's wohl am besten gewesen wäre, von der heiteren Seite, sondern schrieb seiner lieben Frau, die es ja nur gut gemeint hatte, etwas von „Unsinn" und „Gedankenlosigkeit" heim und das Ende war dann überdies noch ein kleiner Ehekrach anstatt der Freude, die beabsichtigt war. Aehnliche Fälle können immer wieder vorkommen, darum, ihr daheim, bedenkt: Nichts Unnötiges schicken, vor allem nichts, was unser Gepäck belastet, das immer in Grenzen bleiben muß, die uns jederzeit aufbruch- und einsatzbereit lassen! Ein zweiter, wieder scheinbar negativer Wunsch: Schickt uns keine leicht verderblichen Letz e n s m i 11 e L Weil es einfach schade wäre darum! Was ist damit getan, wenn daheim „abgestochen" wurde und chr dem Vater ins Feld ein herrliches, fünf Kilo schweres Stück Braten schickt und das Fleisch hier schon mit dem gewissen Geruch an- kommt, der es als ungenießbar geworden kennzeichnet. Kann höchstens passieren, daß der Vater es nun trotzdem zumindest kostet und dann — krank wird. Sehr lustig war's auch, als ich selber zu Ostern des vorigen Jahres, ebenfalls an Den Westwall, Wäsche von daheim nachgeschickt bekam, der eine ganze Menge hausgemachte Keks beigepackt waren, die sich schon bei Entgeaennahme des Paketes als aus allen Schachtelecken rieselnder B r ö s e l s a n d bemerkbar machten, der sich derart in die Wäschestücke eingenistet hatte, daß es unmöglich war, ein Hemd davon anzuziehen, bzw. anzubehalten, weil das ganz elendig juckte und kratzte. Es blieb nichts übrig, als die Wäsche neu zu waschen. Also keine verderblichen Lebensmittel schicken, denn bei dem gewaltigen Weihnachtsverkehr, den die Feldpost zu bewältigen hat, können immer Verzögerungen eintreten, es können solche auch durch Truppenverschiebungen bedingt sein, es wäre um die Sachen schade, uiÄ wir wollen nichts unnötig verschwenden! Ein dritter Wunsch: haltet die Richtlinien der Feldpost für Weihnachts- und Neuiahrssendun- gen genau ein. Damit helft chr Verzögerungen vermeiden und nützt uns. Wir, die wir Weihnachten im Felde verbringen müssen, haben bestimmt größere Freude, wenn dann ein liebes schlichtes Brchf- lein pünktlich ankommt als ein noch so gut gemeintes Paket verspätet. Denn wir Soldaten sind bescheiden und wollen in jeder Beziehung Soldaten fein. Wir bemühen uns, euch daheim, wenn möglich, eine Freude zu machen, unsere größte Freude aber ist es, wenn wir wissen, daß ihr daheim in unserer Abwesenheit bas Fest schön begeht. Laßt es euch wohl gehen, aber kauft nichts Unnötiges, sondern legt überschüssiges Geld lieber in die Sparkasse. Damit helft ihr mit, den Krieg zu gewinnen, und nachher werden wir das Geld gut gebrauchen können. Kriegsberichter Hanns Anderle. Aus -em Reich. Steu»rabzüse bei W?ihnachtszuwendung-n. Der Reichsfinanzminister hat verfügt, daß Zuwendungen eines Arbeitgebers an feine Arbeitnehmer aus Anlaß des-' Weihnachtsfestes als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu gelten haben und zur Steuer heranzuziehen find. Jedoch bleiben die Weihnachtsgeschenke für den Kriegszuschlag zur Einkommensteuer außer Betracht, soweit sie im Ein- 5 elf all den Betrag des vor dem 1. November 1940 Metzt gezahlten Monatslohnes (vierfachen Wochenlohnes) nicht übersteigen. Weihnachtsgeschenke des Arbeitgebers an seine zur Wehrmacht oder zu ähnlichen Dienstleistungen einberufenen Arbeitnehmer bleiben für die Einkommensteuer (Lohnsteuer) und für den Kriegszuschlag zur Einkommensteuer außer Betracht, soweit sie im Einzelfall den Betrag des vor der Einberufung zuletzt gezahlten Monatslohnes (vierfachen Wochenlohnes) nicht übersteigen. Landwirtschaftliche Maschinen zur Reparatur melden. Die Kriegsverhältnisse bedingen in verstärktem Maße den Einsatz von Maschinen und Geräten in der Landwirtschaft. Bis zum Beginn des nächsten Wirtschaftsjahres muß für eine rechtzeitige und fachmännische Instandsetzung gesorgt werden. Um den Werkstätten rechtzeitig einen Üeberblick über den zu erwartenden Arbeitsanfall und datnit die Möglichkeit der fristgerechten Bewältigung der Arbeit zu geben, müssen sämtliche Aufträge für die Instandsetzung von Maschinen und Geräten bei den zuständigen Werkstätten bis zum 15. Januar in Auftrag gegeben werden. Die Anlieferung für die Instandsetzung hat nach entsprechendem Abruf durch die Werkstättenleitung zu erfolgen. Neben dem pflichtjahr keine Kurse. Bei Durchführung des Pflichtjahres haben sich Unzuträglichkeiten dadurch ergeben, daß Pflichtja.hr- mädchen neben ihrer. P'lichtjahrtätigkeit Kurse in Kurzschrift und Maschinenschreiben usw. besuchen. Wie der Reichsarbeitsminister sest- stellt, werden die Mädchen hierdurch an ihrem vollen Einsatz im Pflichtjahr gehindert. Außerdem wird ihre Aufmerksamkeit von der Hauswirtschaft ober Lanbwirtschaft abgelenkt. Da ber Besuch kaufmännischer Kurse während des Pflichtjahres dem Sinn des Pflichtjahres nicht entspricht, ist denjenigen Mädchen, die künftig neben ihrer Pflichtiahrtätigkeit kaufmännische Kurse besuchen, die Bescheinigung der Ableistung des Pflichtjahres im Arbeitsbuch zu versagen. Anliegerb-iträoe ti~6 preisstop. Der Reichsarbeitsminister hat die Behörden ersucht, alle Anträge auf Bestätigung von Satzungen oder Gemeindebeschlüssen, durch die Anlieger- bet träge neu eingeführt oder zu ungun- sten der Anlieger geändert werden, ihm vorzulegen. Das gleiche gilt auch von den sonstigen im Hinblick auf die S t r a ß e n h e r st e l l u n g erhobenen Leistungen, also vor allem von den Sicherheitsleistungen für die künftigen Anliegerlasten. Auch die Errichtung von Plla st erlassen und die Aenderung von Pflalterkafsenverträgen zu un- punften der Anlieger bedarf der Zustimmung des Ministers. Stiegele^e Wohnunqsbauten werden weitergeführt. Um Schäden zu vermeiden, die aus einem Ueber- winteru st llgelegier Wohnungsbauten im unfertigen Zustand entstehen können, sind die Gebietsbeauftragten für die Bauwirtschaft ermächtigt, auf Antrag die Weiterführung stillgelegter Wohnungsbauten zu genehmigen, wenn sonst volkswirtschaftlich nicht vertretbare Schäden zu erwarten sind und daß ohne Beeinträchtigung ber kriegswichtigen Bauten genügen!) Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. »Deutsches Kraftfleisch.^ Das Verbot der Herstellung von Fleisch und Fleischwaren in luftdichtabgeschlossenen Behältnissen mit Ausnahme von Blut- und Leberwurstkonserven in Schwarzblechdosen tjat jetzt eine Aenderung erfahren. Während die Herstellung von Aufschnittwaren aus gekochtem und gebratenem Fleisch verboten war, kann jetzt deutsches Kraftfleisch hergestellt werden. Die Herstellung darf allerdings nicht in Weiß- ober Schwarzblechdosen erfolgen. Damit kommt praktisch nur die Fertigstellung i n offenen K ä st e n Oberin Därmen in Frage. Unter beutschem Kraftfleisch versteht man bas früher unter der Bezeichnung Corned b e e f in den Verkehr gebrachte Rinderkraftsleisch. Aus aller Wett. Wer Geld zurückhält, ma cbt sich strafbar Lpd. Frankfurt a, M., 4. Dez. Das Sondergericht verurteilte ein Ehepaar an Stelle verwirkter Gefängnisstrafen von je.20 Tagen zu je 100 RM. Geldstrafe. Die Eheleute chielten einen Bargelbbetrag von 9000 RM. zurück, den sie bei sich zu Hause aufbewahrten, statt ihn einer Bank ober Kasse zur Verfügung zu stellen. Die Angeschulbigten trugen sich, wie sie behaupteten, mit bem Plan, ein Häuschen zu errichten unb behielten bas Geld um es gleich greifbar zu haben unb je bereit zählen zu können. Diese Einlassung fanb beim Gericht jedoch keinen Glauben. Wegen Unterhaltsbetrugs ins Gefängnis. LPD. M a i n z, 2. Dez. Das Fürsorgeamt Mainz hat eine 32jährige ^rau zur Anzeige gebracht, die widerrechtlich Unterhaltsgelder bezogen hat. Im Januar d. I. war ihr Mann aus dem Heeresdienst entlassen worden, die Frau meldete dies aber nicht, sondern bezog bis zum Juni die Unterhaltsgelder von insgesamt 813 RM. 'weiter, obwohl der Mann in Arbeit stand. Das Amtsgericht fprach eine Gefängnisstrafe von einemJayr aus, da in diesem Falle eine empfindliche Strafe verhängt werden müsse, um die Allgemeinheit vor so gewissenlosen Schädigungen zu bewahren. Gewohnheitsverbrecher wegen Widerstandes erschossen. Der Reichsführer ff und Chef ber deutschen Polizei teilt mit: Arn 3.12.1940 würben die Gewohnheitsverbrecher Hans F i n o f f und Peter E n g e ls wegen Widerstandes erschossen. Finoff, bereits zwölfmal vorbestraft, lebte ausschließlich von dem Erlös seiner Verbrechen. Engels war auf bem Wege, sich zu einem befonbers gefährlichen Gewaltverbrecher zu entwickeln. Beibe haben zuletzt unter Ausnutzung eines Fliegeralarmes einen schweren Einbruch begangen. Schweres Augzeugunglück in Ehlcags. In unmittelbarer Nähe des Flughafens ber Stabt Ehikago stürzte ein Passagierflugzeug der United Air Lines ab. Mindestens sieben von den vermutlich 13 Insassen wurden dabei getötet. Das Flugzeug, das aus Neuyork kam und anscheinend beim Ansetzen zur Landung vev- unglücfte, wurde völlig zertrümmert. Schwere Eisenbahnkalastrophe in Spanten. Dienstagmorgen zwischen 4 und 5 Uhr stießen bei Diella del Ebro die Expreßzüge aus Madrid und-Barcelona zusammen. Die Gewalt des Zusammenstoßes war so groß, daß die beiden Lokomotiven sich ineinanderbohrten. Mehrere Wagen wurden zerstört. Bis jetzt zählt man 53 Tote und über 60 Verwundete. Dem Madrider Expreßzug war auf der Station vor Diella durch ein Versehen die Fahrt freigegeben worden. Das Haltesignal des Bahnwärters konnte den Zua nicht mehr zum Stehen bringen, obgleich der Maschinist noch die Bremsen zog. Der Zug aus Barcelona fuhr mit großer Geschwindigkeit, um eine halbstündige Verspätung aufzuholen. So erfolgte der Zusammenprall mit aller Wucht. Ein Schlafwagen schob sich über den Gepäckwagen, ein Wagen 3. Klasse stürzte um unb ein weiterer stürzte aus zwei Meter Höhe die Böschung hinab unb ging in Trümmer. Die beiben Lokomotiven unb ein Tender schoben sich ineinander. xr.?«8 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 5. Dezember 1940 Der Opfersonntag im Dezember Stadtverordnetenversammlung als Dl©®. Der Reichsstatthalter in Hessen hat wegen Leichtsinn dahinter, den ich heute nicht mche-AW mift gestern so etwas wie ein körperliches areife .Wesen gesehen hätten. Auf keinen Fall, auch wenn ° ~ < ______ fV*fnk- hi« rVi-i^oinnnn tiAz+i in fohpncmahr nnr Slhnpn (Nachdruck verboten.) Als Viktor am folgenden Morgen auf die Bastion sriaufkommt, sieht er Dr. Gollma allein in einem Lsgestuhl. Er liest , in einem medizinischen Alma- "ba: 38000 RM. und den Georg Spielmann in Offenbach a. M., Buchrainweg 84, im Unterwerfungsverfahren in eine Ordnungsstrafe von ebenfalls 38 000 RM. genommen. Feldpostpäckchen mit Lebensmitteln. 3um bevorstehenden Weihnachtsfest werden trotz wiederholter Mahnungen immer wied r ^eldpost- sendungen mit leicht verderblichen Lebensmitteln ins Feld,gesandt. Selbst bei guter Verpackung gelangen solche Sendungen wegen der langen Beförderung vielfach schon völlig aufgeweicht zu den Sammelstellen. Die Weiter- und Rücksendung ist dann zwecklos, weil der Inhalt schon verdorben ist. Die Deutsche Reichspost bittet deshalb dringend alle Absender, keine leicht verderblichen Lebensmittel in Feldpostpäckchen abzusenden, zumal bei der guten und ausreichenden Verpflegung unserer Soldaten löst hat. Ob da nun eine tiefere Bedeutung dahinter- steckt, das kann ich Ihnen nicht sagen. Ob sich etwa in dem Augenblick, zu dem Sie die Erscheinung hatten, etwas mit der Dame ereignet hat, ob sich etwas mit ihr oder mit Ihnen ereignen wird, das kann nicht ich, sondern nur die Zukunft erklären. Der einzige Rat, den ich Ihnen geben kann, ist: grübeln Sie nicht mehr über die Geschichte nach, nehmen Sie sie als das, was sie ist: als eine einfache Sinnestäuschung, wie wir sie im täglichen Leben ost genug haben, wo wir sie meist mit dem harmlosen Wort Verwechslung oder optische Täuschung abtun." „Das war eine fromme Lüge. Ich hatte keine Ursache, in der Gefangenschaft meinen Schiffbruch zu offenbaren. So etwas hängt einem dann be- kannttich bis zum Schluß an. Rur Solterbeck kennt den wahren Sachverhalt. Ich nahm nicht den Abschied, ich erhielt ihn. Natürlich steckt eine Dosis sein?" „Das ist es auch. Aber denken Sie nur ja nicht, die Erscheinung noch so lebenswahr vor Ihnen stand.'Es war eine Halluzination, eine Sinnestäu- „2lber wie stellen Sie sich dazu, daß die Erscheinung eine Mode trug, wie ist sie gar nicht kenne? Natürlich und erklärlich wäre es doch gewesen, wenn ich sie so gesehen hätte, wie ich sie bei irgendeiner Gelegenheit in Mannheim sah, oder so, wie ich sie im Traum gesehen habe, im Ballkleid." .Lieber Freund ..." Der Arzt machte eine Bewegung, die seine Worte von vorhin ausdrücken soll: Ich weiß, daß ich nichts weiß. „Das sind eben solche Schabernacks, solche koboldhafte Spielereien des seelischen Labyrinths, hinter die wir schwer sehen können, und die es meist auch nicht wert sind, enträtselt zu werden, weil letzten Endes doch nichts dahinter steckt." Sie schweigen. Nach einer Weile sagt Viktor .aus einem Gedankengang heraus: „Wisien Sie, Doktor, wie mir das Ganze vorkormnt? Wie eine Aufforderung aus der Ferne. Wie ein Ruf, den eine zarte und ebenso starke Seele durch den Aether zu mir schickte. Was sagen Sie dazu?" „Durchaus möglich. Warum nicht? Das kann schon sein. Und ich kann mir gut vorstellen, daß Tie jetzt ganz erfüllt sind von dem Verlangen, aus dem Stacheldraht herauszukommen und dem Ruf zu folgen." „Aus dem Stacheldraht herauskommen will wohl jeder von uns. Das wäre nichts Besonderes. Das Sonderbare ist, daß ich heute so ruhig bin, obwohl das Verlangen nach Freiheit tatsächlich.stärker in mir ist als je. Es ist so, als ob ich geradezu die Gewißheit hätte, bald hier herauszukommen, so daß ich es ruhig abwarten kann." Golling lacht auf: „Schließlich haben Sie mit Ihrer Erscheinung das Ende der Gefangenschaft für uns alle vorcrusgesehen. Das wäre ja großartig. Auch Viktor lächelt, ein versonnenes fernes Lächeln. Nach einer Weile fragt er zögernd: „Glauben Sie, daß sich die Erscheinung noch einmal sehen läßt?" „Möchten Sie das?" fragt Golling verwundert. „3a", antwortet Viktor ruhig.*Er setzt leise hin, zu: „Es war wunderbar ... es war ganz wunderbar ..." „Hm. Nun, ich glaube, in- Zukunft bleiben Sie davon verschont/ „Warum?" fragt Viktor enttäuscht. „Weil Sie heute schon wieder und hoffentlich in aller Zukunft zu robust dazu sind. Und das muß Ihnen eine große Beruhigung sein." Aber es ist für Viktor durchaus keine Beruhigung. Er wartet den ganzen Tag über nur dem Abend- appell entgegen. Je näher dieser herankommt, um so unruhiger wird er. Als er mit den anderen Gefangenen im Hof angetreten ist und der Dolmetscher die Namen verliest, ist er bedeutend erregter als gestern. Aber — die Erscheinung bleibt aus. Auch beim Appell des folgenden Abends. Nach, dem acht, vierzehn Tage vergangen sind, ohne daß sich etwas ereignet hätte, was mit der Erscheinung in Verbindung zu bringen gewesen wäre, kommt Viktor die Gefangenschaft wieder sehr eintönig, ge- wohnlich und erbärmlich vor. Dann aber folgt der Tag, an dem er wieder mit stärkster Eindringlich- keit. darauf gestoßen wird, und der. für manches Rätsel eine Lösung bringt. (Fortsetzung folgt) Sie nicht— auf diese Weise ihren Tod ankündigen. Das Ganze ist ein Volksaberglaube. Ich jedenfalls halte- es dafür." „Aber es muß doch irgend etwas Wahres daran im Felde die äebersendung von Lebensmitteln durchaus überflüssig und Vergeudung von Lebensmitteln ‘ ist. Gießen-r öocheniparftpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A«9Bare. Für 8-PZare oder Abstellware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 5. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % -.kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4, 5 kg 40. Wirsing, XA kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 7, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüben 7, Spinat 15, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 30, Aepfel 15 bis 35, Birnen 20 bis 30, Blumenkobl, das Stück 20 bis 50, Salat 10, Endivien 5 bis 12, Oberkoblrabi 5 bis 10. Rettich 5 bis 12; Lauch, % kg 17, Sellerie 5 bis 14 Rpf. fchung." „Und sie hätte nichts zu bedeuten?" Viktors 8|Ln, mit einer Indianerausrüstung geschmückt oder -a Derlobungskuß geben. Aber zeige mir ihn bes- fr nicht, denn Wunschzettel schreiben ist eine Art vn Zauberei, die nur gelingt, wenn sie auch ge- fyrrr bleibt Die schönsten Wunschzettel werden nicht geschrie- l»r. Sie werden von Kindern geplappert und von Drliebten ins Ohr geflüstert $9 ist dennoch praktischer die Wünsche auf einen Mel zu schreiben, statt zu hoffen, sie werden einem Si den Augen gelesen. , E. J. Aornottzen. Tageskalender für Donnerstag. Reichsbahnamtmann Wahl nach Straßburg avgeordnet. Der Leiter des Bahnhofs Gießen, Reichsbahn- amtmann Wahl, ist mit Wirkung vom 9. De- zember 1940 ab nach Straßburg zur Dienstleistung abgeordnet worden. Reichsbahnamtmann Wahl war feit 1934 als Leiter des Bahnhofs Gießen hier tätig. Sein Wirken wurde Anfang August d. I. anläßlich der lieber* reichung des goldenen Treudienst-Ehrenzeichens tm Rahmen einer schlichten Feierstunde von berufener Seite mit warmen Worten anerkannt Wir haben damals über den Lebensweg des jetzt von uns cheidenden Beamten berichtet. Reichsbahnamtmann Wahl , der aus dem Elsaß stammt und dort auch lange Zeit im Bahndienst tätig war, hat tm Verlaufe des Krieges 1914/18 bei einer Feldeisenbahnformation in der Nähe von Verdun und dann in Rußland wichtige dienstliche Funktionen unter schwierigsten Verhältnissen erfüllt, u. a. den Hauptbahnhof Warschau und den Bahnbetrieb bis nach Kiew in seinem Arbeitsbereich versehen, und war dann Mitte 1919 nach Straßburg zurückgekehrt, wo er aber von den Franzosen vertrieben wurde. Nach kurzer Tätigkeit in Karlsruhe überflahm er die Leitung des Bahnhofs Dillenburg, wo er 11 Jahre lang tätig war. Dann wirkte er 3 Jahre lang als Bahnhofsleiter in Bebra, von wo er 1934 nach Gießen kam. Hier hat er sich bei ber Ausübung seines Amtes in vorbildlicher Dienstau'fassung und strenaster Pflichterfüllung reiche Verd-enste erworben. Seinen Mitarbeitern war er allezeit ein Vorbild im Dienst und zugleich ein umsichtiger Betriebsführer, dem die Sorge für die ihm anvertraute Gefolgschaft stets am Herzen lag. Sein Wirken am Bahnhof Gießen wird unvergessen sein. Frau Wichelmine Kramer achtzig Jahre alt. Arn kommenden Samstag, 7. Dezember, vollendet Frau Wilhelmine Kramer, die Witwe des früheren Gießener Museumsdirektors Professor Kramer, chr 80. Lebensjahr. Frau Kramer, die jetzt im Altersheim des Evangelischen Schwesternhauses in der Iohannesstraße wohnt, ist durch ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken im Dienste der Oie- ßener Bevölkerung in weiten Kreisen bekannt geworden. Don 1919 bis Ende 1929 gehörte Frau Kramer der damaligen ---------- Vertreterin der Deutschnationalen Dolkspartei an. Sie wirkte vor allem in den Deputationen unb Ausschüssen für soziale Angelegenheiten und für das Wohnungswesen, ferner im Kunstbeirat und im Kuratorium der Höheren Mädchenschule sowie im Theaterausschuß und der Theaterdeputation, schließlich auch im Schulvorstand airtb im Stadtschulamt, in der damaligen Wohlfahrtsdeputation und im Marktausschuß. Ueberall galt ihre warmherzige, von tiefem mütterlichen Empfinden erfüllte Tätigkeit der Fürsorge für die wirtschastlich schwachen Volksgenossen, insbesondere der Kriegerhinterbliebenen und der Kleinrentner, mit denen sie selbst am stärksten mitfühlen konnte, da sie während des Weltkrieges 1914/18 ihren einzigen Sohn auf dem Schlachtfeld für Volk und Vaterland verloren hatte und die Sorgen und Nöte der durch Inflation und Wirtschaftsverfall am " schwersten b edrängtenKlcin-, und Sozialrentner aus nächster Ersah rung^Vnnte/ Aber auch allen übrigen Angelegenheiten des Gemeinschaftslebens und der Gemein'schaftsbelange galt jederzeit ihre tatfreudiqe Mitarbeit. Schon lange vor ihrem Wirken im Stadtverord- netenkreise war Frau Kramer auf einem anderen Gebiete der gemeinnützigen öffentlichen Arbeit tätig. Seit 1914 gehörte sie dem Vorstand des Aliceschul- vereins an, dessen stellvertretende Vorsitzende sie tm Jahre 1923 wurde. Um die gedeihliche Auftvär^-' entwicklung der Aliceschule, die von dem Alice- üsgestuhll Er liest , in einem meotzinycyen uimu- rich. Viktor geht zögernd aus den Arzt zu. Stört es Sie, wenn ich mich ein' bißchen zu Ünen setze, Doktor?" > -^Durchaus nicht, Gienant. Bitte. Wie fühlen Sie W denn heute?" Gallings Augen sind mit unmerk- lihem Prüfen auf Viktors Gesicht gerichtet JDanfe. Ausgezeichnet Auch gestern hat mir licentüd) nichts gefehlt Augenblick, ich hole mir Stimme klingt sehr zweifelnd. „Das kann ich Ihnen nicht sagen." Golling lächelt: ,Lch weiß, daß ich nichts weiß. Es gibt mehr Dinge hft Himmel und auf Erden, als unsere Schulweisheit uns träumen läßt, so ähnlich sagt ,ohl Hamlet Sicher ist, daß Ihre ständigen Ge- ten um die junge Dame den Traum ausgelöst daß dieser wieder die Erscheinung ausge- hat Ob da nun eine tiefere Bedeutung dahinter- " Er erzählt das ganze, Episode gebliebene Erlebnis mit Thea, den Skandal mit Dr. Mervinger, und wie es kam, daß er in der Gefangenschaft als Offizier geführt wurde. Dann spricht er von seinem Traum und der gestrigen Erscheinung. Golling hört zu, ohne ihn zu unterbrechen. Als Viktor jetzt schweigt, stellt er einige Fragen: „Sie haben also in der Zeit Ihrer Gefangenschaft sehr intensiv an die junge Dame gedacht?" > „Gewiß. Das ist nur natürlich." ' „Sie haben noch das gleiche Gefühl für sie wie früher? Verzeihen Sie, wenn ich diese Frage stelle." „Bitte. Ich möchte sagen, daß mein Gefühl für sie tiefer und klarer geworden ist" „Begreiflich. Daran sind Sie Verhältnisse schuld. Wir alle' hier in der Gefangenschaft hängen aus einmal mit einer liefe an der Heimat und an allem, was sie umschließt, wie wir es nicht für möglich gehalten hätten, solange wir die Heimat selbst besaßen. — Und Sie haben nichts mehr von der jungen Dame gehört?" „Nein. Aber der Traum hat natürlich alles wieder sehr lebendig gemacht. Gestern ging mir Thea Jmmenhoff den ganzen Tag nicht aus dem Kops. Auch heute nicht. Aber heute ist es schon ganz anders wie gestern. Ich denke viel ruhiger an sie. Es ist, als ob die Erscheinung einen beruhigenden Einfluß gehabt hätte. Ich möchte sagen, fielet gewirkt wie ein ... wie ein Narkotikum etwa." Golling nickt, er begreift bas. Schließlich äußert er sich zu der Erscheinung: „Was Sie da erlebt haben, nennt man gemeinhin bas zweite Gesicht. Sie wissen doch, was das ist?" „Jawohl. Aber ich kann nicht viel damit anfangen. Solterbeck nannte mich übrigens vorgestern Schichtkieker, doch ohne besondere Absicht. Das bedeutet wohl dasselbe?" „So nennt man in seiner Gegend die Leute mit dem zweiten Gesicht. Es heißt, daß sie die Fähigkeit besitzen, Menschen an einem zweiten Ort zu sehen° Die Erschienenen sollen --. aber erschrecken Handwerksarbeit für den Weihnachtstisch D»n ßaupfgefdiäftsfüfjrer DoNmann, Aandwkrkskammer Leipzig Handwerk nach wie vor einen nicht unbeträchtlichen Raum ein, wenn es sich darum handelt, Geschenk- artikel für den Weihnachtstisch anzubieten. Hier sind noch mancherlei Gegenstände auszuwählen, die dem Beschenkten Freude bereiten, die aber auch zufolge ihrer Besonderheit etwas Einmaliges darstellen, zum Unterschied von Serien- und Massenwaren. Ein Geschenk, bas bem Beschenkten stets willkommen sein wirb, ist ein gutes Buch. Das Bedürfnis nach geistiger Nahrung ist befonbers bei unseren Kameraden, bie sich bei ber Wehrmacht befinden, sehr ausgeprägt. Man wird also zu diesem Weihnachtsfest in größerem Umfange Bücher auch ins Feld versenden. Hiermit kann in zweckmäßiger Weise ^andwerksarbeit oerbunbm werden; denn das Buch- binderhandwerk hat geschmackvolle Buchhüllen herausgebracht, die es auch ermöglichen, das Buch vor sich aufzustellen und es dadurch bequemer benutzen zu können. Diese Beispiele sind beliebig zu erweitern. Sie sollen indes nur andeuten, daß das Handwerk zum Kriegsweihnachtsfest 1940 ebenfalls auf dem Plan ist und baß es nicht zurückstehen will hinter ande- r.n Geschenkindustrien. Diejenigen Handwerkszweige, bie. nicht sofort greifbare Artikel Herstellen, sondern die mehr Leistungen bewirken, wie das Friseur- Handwerk, bas Maler-, das Tapezierhandwerk und andere, haben in früheren Jahren häufig Geschenk- gutscheine ausgegeben, die eine weite Verbreitung erfuhren. Damit ist es möglich- bem zu Beschenken- ben eine Freude zu bereiten, die er sich im Laufe ber kommenden Wochen jedesmal aufs neue verschaffen kann. Es sei nur darauf hinaewiesen, daß es der zu beschenkenden Dame stets willkommen fein wird, wenn sie' ein Abonnement für bie Behandlung durch ihren Friseur erhält. Noch manche andere Weihnachtsgabe aus bem Handwerk wird große Freude auslösen, weil sie nicht nur beweist, daß der Geber des Beschenkten gedacht hat, sondern auch des Handwerks als eines sehr bedeutungsvollen Zweiges des deutschen Wirtschaftslebens. er einen Stuhl." , , . Nachdem er neben dem Arzt sitzt, beginnt er: Lch möchte gern über etwas mit Ichnen sprechen. »Ich habe bas erwartet." Golling schelt. * piff en ja, ich «bin Beichtvater für alles Mögliche. »Ja. Aber glauben Sie nicht, baß ich Sie mit ttoas Alltäglichem langweile." »Gewiß nicht", sagt Golling ernsthaft und denkt nCbe, baß er bas so ähnlich schon öfter gehört Iql. Jeder Gefangene nimmt feinen Komplex für ter bebeutfamften unb interessantesten. Viktor fährt fort: „Die Kameraben wurden mich ^lachen. Unb vielleicht tun auch Sie es, wenn fr. 3. Ortszeit für den 6. Dezember. Sonnenaufgang 9.21 Uhr, Sonnenuntergang 17.11 lkr. — Monbaufgang 13.44 Uhr, Monduntergang L)9 Uhr. Erstes Viertel 18.01 Uhr. Ile Deutln? d MM«« Srfinberberafung unb Betreuung ber DAA. । Die nächste Sprechstunde findet am Montag, bem lt Drem'cer 1940, auf der Kreiswaltung „Wetterau" hi Gießen, Schanzenstraße 18, Erdgeschoß (Zimmer fr. 2), vormittags von 10 bis 12 Uhr statt. Da im Rahmen des zweiten Vierjahresplanes das I^finbungsroefen noch nachdrücklicher gefördert ir rben soll, liegt es im Interesse jedes erfinderisch te igen Volksgenossen, sich rechtzeitig beraten zu lajen. ' . . 54220 Bestrafung von preistreikern. ZerMchtlingoufkorM Roman von helnz Lorenz-Lambrecht !l-Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Heute weiß jeder, daß der Ertrag eines Opfer- sonntags Abertausenden von Volksgenossen auf irgendeine Weise hilft, irgendeine Not nimmt. So fahren erwerbstätige Mütter für vier Wochen zu einer dringend notwendigen Erholung, so fahren Hunderttau sende von Kindern auf das Land, so erhalten Wöchnerinnen zur Führung ihres Haushaltes Haushaltshilfen, so entstehen Zehntausende von Kindertagesstätten der NSV. zur Entlastung ber Mütter, so fügen sich immer neue Gemeinde- stationen und Hilfsstellen „Mutter und Kind" in das Leben der Gemeinschaft mit ihren tausend Segnungen. • Für all däs geti'ett wir unser Opfer und wissen zudem, daß jede Mark, die wir geben, ein Schlag gegen England ist. Es gilt auch diesmal das Losungswort: Dein Opfer für den Sieg! Die Weihnachtszeit mit ihren Vorberettungen für die Ausgestaltung des Gabentisches läßt auch das Handwerk nicht zurückstehen, wenn es gilt, auf feine Erzeugnisse aufmerksam zu machen. .Der schon in manchen Jahren wiederholte Spruch: „Wer Handwerksarbeit schenkt, giktt mehr, auch wenn es noch so wenig wä?", ruft auch diesmal den Volksgenossen ins Gedächtnis, daß es nicht darauf ankommt, irgendeinen Gegenstand zu erwerben und chn bann als Geschenk weiterzugeben, sondern daß mit einem Geschenk etwas mehr verbunden ist, vor allem die persönliche Note zu treften und es dem Geschmack des zu Beschenkenden anzupassen. Dies kann nicht durch den unpersönlichen Kauf irgendeines Gegenstandes erreicht werden, vielmehr ist das Weihoachtsge- schenk mit Bedacht auszuwählen. Deshalb wird schon mancher in dieser vorweihnachtlichen Zeit Pläne machen, in welcher Weise er seine Lieben mit einem Geschenk erfreuen kann. Kann man denn aber zu diesem zweiten Kriegs- weihnachtsfest überhaupt noch Handwerksarbeit schenken? Diese Frage wird sich manchem ausdrängen, wenn er sich überlegt, daß das Handwerk in sehr erheblichem Umfange in die Wehrwirtschaft eingeschaltet ist. Dennoch stehen mancherlei Zweige handwerksmäßiger Betätigung uneingeschränkt allen Dolksgenossen zur Verfügung. Es wird mitunter eine Freude an alten Handwerkskünsten neu erwachen und dazu beitragen, daß oft schon vergessene handwerkliche Betätigungsformen wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden. So ist beispielsweise an bas Drechsterhandwerk zu denken, das in letzter Zeit wieder einen gewissen Aufschwung erfahren konnte. Für den Weihnachts- ttsch bereitet der Drechsler mancherlei Gaben vor, anqefangen von dem Aschenbecher für den Herrn und ber Schmuckschale für bie Dame bis zum Schreibgerät für den Schreibtisch und zum künstlerisch geformten Schirmgriff sowie zu dem Spielzeug für die Kinder. Ueberhaupt nimm! das Kunst- Aus der Stadt Gießen. Wunschzettel. i Wunschzettel? Verzettle deine Wünsche nicht! ! Sioße Herzen schreiben bescheidene Wunschzettel. Lin Wunschzettel, ber nichts Ueberflüssiges ent- HLi, ist ein Bedarsszettel. Man sei mäßig, auch im Gnuß ber Wünsche! Man kann auf Raten zahlen, clr man soll auf einmal glücklich machen. Die Phantasie ber Kinber spricht aus dem ÄLnfchzettel, unb die Phantasie ber Kinder ist ihre i|iiPanft Kein Wunsch geht unter. Aber über bie . ^nützlichen werden wir alt, und über bie heftigen ^erlich. j Ls gibt Wunschzettel, bie holen herunter, was -ho ganze Jahr über in ber Luft lag, — bie lang, jiflälige Sorte, unb wieder andere, die setzen alle i Hwartungen herab — bie nüchterne Sorte. Aus- Waüene Wünsche loben den, ber sie erfüllt. z" Wunschzettel schreiben verleitet zum Träumen. ijn wach zu werden ist es ratsam, einen Blick in H Hl eigene Brieftasche zu werfen. Die Wünsche sind | i tot zu kriegen, unb bas Glück ist fo zerbrech- , Itc! Wunschzettel sind unzuverlässige Papiere — wo H»be sonst die Ueberraschung? )eige mir deinen Wunschzettel, und ich sehe dich j er Weihnachtsabend ein Buch lesen, Gänsebraten Am kommenden Sonntag, 8. Dezember„ hätt das deutsche Volk seinen 4. Opfersonntag im 2. Kriegswinterhilfswerk. Wie immer, o wird auch dieser Tag ein Bekenntnis ber opferbereiten Heimat.fein. Unfere Soldaten kämpfen für das Reich und eine Zukunft. Wir in der Heimat fetzen uns ein ur ein gesundes Volk, das die Aufgaben nach dem Sieg kraftvoll übernehmen kann. Der deutsche Mensch sagt ja zu diesen Aufgaben, die ihm bas Leben stellt und stellen wirb. Er steht voll und ganz auf dem Platz, ber ihm einmal zugewiefen würbe und den er nun einzunehmen hat auf Gedeih und Verderb. Sein Wille ist hart, sein Herz aber, fühlt die besondere Ausgabe, bie ihm in ber Heimat erwachsen ist; bie Befreiung von sozialer Not und bie Sicherung ber Gesundheit, insbesondere unserer Mütter unb ber Heranwachsenden Generation. NoB - Kält $ jetzt NIVEA! Denn Nivea-Creme %üUt Ihre Haut und und geschmeidig- «UJIUUJCII. UHU --> --- ■ . r ’d Ihnen versichere, unb zwar völlig ernsthaft, daß q gestern beim Appell mit wachen Sinnen unb ie völlig klarem Verstand eine Erscheinung gehabt tooe. Ein Mensch stand völlig greifbar, völlig ... Ii völlig lebendig vor mir." s Jetzt horcht Golling auf. Er vergißt den Almanach ' mö sieht Viktor ernst an. Seine Teilnahme ilt |o» - yt gefesselt. ,Zch lache nicht, Gienant. Erzählen mir alles." . j .Dann muß ich Ihnen wohl auch von dem Traum irühlen, den ich vorgestern nach meinem Lieber- :r all hatte. Oder ... nein, ich muß Ihnen wayr- ^inlich alles erzählen. Ich muß von ganz vorne irangen. Daß ich zwei Jahre aktiver Leutnant in Naunheim war, wissen Sie ja." jSie haben es mir einmal gesagt. Sie nahmen »tefln den Abschied, um einen Zivilberuf zu er- &ifen, wie- Sie sagten-" Iiehener Konzertting: 19.30 bis 21.30 Uhr Or- erkonzert im Stadttheater. — Gloria-Palast, iersweg: „Wo bie Lerche singt". — Lichtspiel- s, Bahnhofstraße: „Falschmünzer". — Oberhes- er Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr: Weih- jtsausstellung im Foyer des Stadttheaters. Orchesterkonzerl mit Margarete Teschemacher, m heutigen Donnerstag findet im Stadttheater 5. Konzert der Arbeitsgemeinschaft statt. Es den aufgesührt: Smetana „Aus Böhmens Hain Flur", Tondichtung; die Arie der Katharine der Oper „Der Widerspenstigen Zähmung" von mann Goetz; das Vogellieb aus bem „Bajazzo" Leoncavallo unb die „Dritte Symphonie in joll" von Bruckner. Solistin ist Kammersängerin l Margarete Teschemacher (Sopran) von der Dresdner i fraatsoper. Es dirigiert Professor Stefan. Temes- ! nrn das Städtische Orchester Gießen. Gruppe A, brtäffiger erheblicher Zuwiderhandlungen gegen h Leberpreis-Verordnung unb die dritte Ausfuh- rngsDerorbnunq hierzu sowie bie Preiserrechnungs- Dirfdwiften PVIU.3. den Kaufmann Paul Adam i ir Offenbach a. M., Tulpenhofstraße 51, im Unter- llerfungsoerfahren in eine Ordnungsstrafe von ergangenen Unterhaltsurteils nicht möglich. Heuchelheim, 4. Dezember 1940. 5424 D 611 Gießen (Schwarzlachweg 37), im Dezember 1940. finnig 5427 D i)t $tleine4tnieiflcn kauten. Wo, sagt dieGesckäftsst. o. iGLORIfll Neuaufführung* = Heute Stelhnangeooii 3o6m i tiT-oeto HansSöhnker - i Sonntage 2.80, 4.45, 7.80 Uhr* 5413 A Stadttheater Geburtsanzeigen mi Brühl. Gießen i Zinkwanne 1 Sekretär Asterweg 41 die Hcmdhobung der ErdabNachfüllpak- kung: Deckel abnehmen und das gefüllte Unterteil einfach in die leere Erdal-Dose einsefzen. Eine saubere Sache! Qualität und Menge genau wie in der Blechdose. Das Verputzen geht wie aus der Blechdose vor sich. Es ist kein Unter* schied I Aber man hat immer er lM .'hing Pg !;i her Die Tageszeitung spiegelt die Tatsachen und Geschehnisse, Erlebnisse und Erfahrungen der Welt wider. So ist der Verlag der Tageszeitung stets und überall, in allen Zweigen, erfQ.lt vom Strom des Lebens. Das macht die Arbeit im Verlage für junge Menschen, die vorwärts kommen wo len, so anziehend — gleichviel, für welches Tätigkeitsgebiet sie sich entscheiden. Ob für die Schriftieitung, die Anzeige oder den Vertrieb, für die Werbung oder eine der vielen kaufmännischen Abteilungen: überall bieten sich Aufgaben, die man fürs ganze Leben lieb gewinnt — dazu Gelegenheiten zu Aufstieg und Erfolg. Eltern, die einem frischen aufgeweckten Kinde — ob Junge oder Mädel — ein gutes Vorwärts- kommen erschließen wollen, verlangen noch heute die Schrift »Zeitungsberufe, reich an Spannung und Erlebnis« von der Verlagsleitung des GIESSENER ANZEIGERS. Familien-Drucksachen Vermli hlungean zeig* bei BrQhl. Schulstraße 7 Oeburteameigei» UHIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIII Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung. den QießenerAnxelge! im iiiiiiiiiiiiiiiiiiillilir irl Zu verkaufen 1 Nähmaschine 1 Kinderwagen 1 Kind.-Si ortwag. 1 Laufställchen 2 Kindersitze 16 Fahrrad mots 2 Paar Leder- Gamaschen 1 Paar Schuhe, Größe 48 1 Schlitten 1 Lampe 1 Gartentisch gegen Sie ergangenen Unterhaltsurteils vollstrecke?. Sie haben aber evtl, die Möglichkeit, auf Grund bc Tatsache, daß Sie jetzt wieder verheiratet sind, ein» Abänderug des früheren Urteils zu erreichen. 2 ei kann nur dadurch geschehen, daß Sie Klage auf Ls, möblierte WodmM von mindestes 2 Zimmern md Bad u. Hcizunl in guter Lage- Schris-tl. Anges, unter 04075 ö. Oiieü. AnMl das altbewährte Erdal Mtlndlichkömted Sieefnurwenild sagen, fcbriftlii mehreren, öui® eineKIeinanzeül lasen Sie eS äll^ Ein Film voll Witz, Humor und herrlicher Musik mit ha| Mh Wh jrantfurler Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Dez. (Dorbericht.) & kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 34 H i 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,5!' I Kälber 30 bis 59, Härnrnel 36 bis 51, Schafe 20 bi; | 44, Schweine 50 bis 58 RM. — Marktverlauf: all« j zugeteilt. Zum mögl. sofortigen Eintritt eine mit Büroarbeit vertraute AUSHILFE evtl.auch für halbeTage gesucht SÜDVERSA Krankenversicher.-Anstalt a.G. Gießen, Goethestratze 10. m,"d %Oo die £erdje singt nach der weltberühmten Operette von Franz Lehär Am*3. Dezember verschied nach kurzem schweren Leiden Frau Philippine Fölsing geb. Pracht. Mit ihr ist ein stets hilfsbereiter, freundlicher, arbeitsamer Mensch dahingegangen. Die Traueifeier findet am Freitag, dem 6. Dezember, nachmittags 23/4 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Wr Jute Illi’ > II jr Pc ihDidt 3 her itücht. Verkäuferin *1 Lehrmädchen 1 Lehrling 54190 -um baldigen Eintritt gesucht ™ fflicfiener ’Mnnelflei .•vlrben von Tarnenden hrtAdtlAl ««MN Ridin S nid) Wohn- oder Geschäilsiiaus in guter Lage und in einwandfreier baulicher Verfass, wird als Anlage objekt von Selbstkäufer gesucht. Nähere Milteil, über Lage, Preis, GrAlie, Anzahl d. ohnung., Mieten usw. erb. ti. 588O1) an d. Gieß. Anz. JJ ä ft J in M Jein 19.30 Uhr bis 21.80 Uhr Gruppe A Nr. 8 Arbeitsgemeinschaft: Gießener Konzertverein - Stadttheater - NSG. Kraft durch Freude. OfcbeiMomerl Solistin: Kammersängerin Karg, lese emaeher. Staatsoper Dresden, Sopran Dirigent: Pro!. Stelen Temesväry Ausführende: Das Städtische Orchester Gießen. Smetana - Götz - Bruckner Preise: RM. 1.55 bis 8.55. mmD Wir beklagen das heute erfolgte Ableben unseres langjährigen Mitarbeiters Herrn Hermann Bath Obermeister i. R. In dreißigjähriger Tätigkeit hat der Verstorbene unserem Unternehmen mit seinen groben technischen Kenntnissen und $e ner uneimüd leben Arbel skraft treue und wertvolle Dienste geleistet. Besonderen Anteil hatte er an dem Aulbau und der Entwicklung einer größeren Anzahl Filialtabriken Wir weiden seiner allezeit in Dankbarkeit gedenken. Rinn & Cloos A.G. Wir suchen: Stelnotypiftm zum sofortigen Eintritt, jungen Mann mit leichter Auffassungsgabe zur Erlernung und Erledigung aller in unserem ehern. Laboratorium vorkommenden Arbeiten zum baldmöglichsten Eintritt, 8425d kaufm. Lehrling zu Ostern 1941, evt. auch früher. Mannesmannröhren - Werke Abt. Bergverwaltung GIESSEN, Gutenbergstraße 6. gut erhalten billigst zu verkaufen. 04071 Lahnstr. 15 v. r. i*5 II PPLßST Giessen für 20 PS Haar- mag.Zugmascl in gesucht. mi|D H. Giatihaar&SOiSl (ließen. Rudolf Carl / Tibor v. Halmay Neueste in unr ik I iM jtn ü J'jütl i Urei -ch ,:X ick i ickll # Mainzlar, 5. Dez. Der Gefreite Ludm» ; Lemmer von hier wurde mit dem Slurmaz. . zeichen ausgezeichnet. £1 II’ H- Ruttershausen, 4. Dez. Der hier in Ruhestand lebende langjährige Lehrer und Schn, leiter von Mainzlar Heinrich Weisel wurde doi .h„. Führer für vierzigjährige treue Dienste mit Sui Treudienst-Ehrenzeichen erster Stufe ausgezeichnet ■ Kreis Wehlar. _L Frankenbach, 3. Dez. Arn Sonntag j ffif gingen die Eheleute Jost Herrmann und tfrcu 2 b1 Anna Katharina, geborene Ort, das Fest der go], V denen Hochzeit. Das Jubelpaar kann auf eirt Nachkommenschaft von sieben Kindern blicken, cci denen sechs noch leben. Der älteste Sohn starb in =; rE Weltkrieg 1914/18 in Frankreich den Heldentod I W""" Volk und Vaterland. .j Äriefkasten der Ikedattion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) D. H. Ihre geschiedene Frau kann auf Grund bei nrL 1 > hin K 8 Rtn hin: in in % ®ic B j&ti Ul ;Nn : | Mftai b Iw i? IF npilt R r ... , , - Damen- JlinoL AnZlIyß Fahrrad " " (Ballon) zu oer- ÖI&'UWÄ'* KINO PHOTO Kreuzplatz 9 5384 A =