8 S,< fifal i W KM ' -; "i E M M ’ . r^,’yr^r:; eV. WM *£ySig® ■ÄiiÄei -. • y<;-.. . - /y; •< xxr*-zxwF ' V ver. zel- die inb :in< vor Lei rner tem hast !or> rers (fern un« sich dem üb« B. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Sofia, November 1940. Vruckmtd Verla-: 8rShIscheU»iverKtätrdr»ckereiL.ra«ge Kapitänleutnant Kretschmer wird nach der Heim« kehr von erfolgreicher Feindfahrt von einem Spre« eher einer Propagandakompanie befragt. (PK.-Franke-Scherl'M.) Deutscher Ll-Boot-Kommaudaut erreichte 217198 BRT. seres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich bet Versenkung von 200 000 Tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes als sechste« Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub MM Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hiller." gekommen. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika waren 1776 als ein Bund selbständiger Staaten im Un« abhängigkeitskampf gegen ihr Mutterland England ins Leben getreten und als ein solcher 1783 im Frieden von Versailles anerkannt worden. Dieses Gefühl der Selbständigkeit ging niemals verloren, sondern führte in der Lehre von den Staatenrech« ten sogar dahin, daß ein großer Teil der Politiker i nicht nur im Süden, sondern auch im Norden den Gesamtstaat, Union genannt, nur als einen <&taa« tenbund «rnsah, den die vertragschließenden Par« teien ohne Gesetzesverletzung wieder zu losen berechtigt seien. Diesen Standpunkt hatte der Staat Südkarolina in Konflikten mit dem Präsiden.- ten Jackson 1828 und 1832 bereits öffentlich ver« treten, ohne daß er als ungesetzlich zuruckgewiesen worden wäre. Inzwischen drängte aber die Bevol« I kerungsentwicklung im ganzen Lande zur Klärung. Im Jahre 1860 hatten die Vereinigten Staaten 30 Millionen Einwohner. Von der freiwilligen Ein- I Wanderung weißer Menschen der verschiedensten I Völker aus Europa hob sich der überwiegend I zwangsweise Zugang an Farbigen ab, die hauptsächlich aus Afrika stammten. Jene ging, den klimatischen Bedingungen folgend, zumeist tn die Nord- I ftaaten, dieser in die Südstaaaten. Im Gegensatz zu I den Wirtschaftsformen im Norden, die in Landwirtschaft und Industrie den Lebensbedingungen der I Europäer entsprachen, entfaltete sich im Süden mit I Hilfe der Negersklaven die.Großfarmwirtschaft mit Getreide, der Plantagenbetrieb für den Anbau von Baumwolle, Tabak, Zuckerrohr, Reis. Der Unter« schied in den Wirtschaftsformen führte zu sozialen! und nicht weniger auch zu politischen Gegensätzen. Die Nordstaaten zogen zuerst die Folgerung aus ihrem bei der Gründung 1776 abgegebenen Bekenntnis zu den allgemeinen Menschenrechten, indem sie 1820 d i e Sklaverei aufhoben. Die Wahl Abraham Lincolns, eines erklärten Gegners der Sklaverei, zum Präsidenten gab schon am Tage der Wahl, am 20. Dezember 1860, einer Reihe von Sud« floaten unter Führung des um seine Selbständigkeit besonders besorgten Staates Südkarolina Veranlassung, ,chie Union zwischen dem Staate Südkarolina und den anderen Staaten zu lösen, die mit ihm durch den Vertrag, betitelt ,Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika', verbunden I waren". Damit war das im Geheimen schon lange dieses Volk, das arm lebte und noch heille darbt, hatte die Freiheitskämpfe begonnen. Es hatte sich zur Wehr gesetzt, während die Stadtgriechen als amorphe Masse in Zänkereien und Parteiungen sich erschöpften und mit westlichem Firnis ihre Hoffnung auf die englische Plutokratie setzten, die seit der Selbständigwerdung Griechenlands im Frieden von Adrianopel vom 3. Februar 1830 eigentlich die Früchte des griechischen Freiheitskampfes m englische Scheuern bringen wollte. Sofort setzte dieser Zwiespalt zwischen den bodenständigen und den Stadtgriechen ein. Die Stadtgriechen beherrschten die Presse, die Parteien, die Politik rm englischen Sinne, die bodenständigen Griechen hatten Ms tn die Gegenwart nichts zu sagen. K a p od l str i a , der Freiheitskämpfer, siel 1831 einem Mord zum Opfer, Otto von Bayern, der seit 1832 als erwählter König herrschte, mußte 1862 den Ranken Englands weichen. Der dänische Prmz Georg L, Am rittet : 46, ibenb i bet Wie- Der itäts« Deren 'Kli' >üb). heim, ppen- m an ont, und ießen« ßenck Wt W Kreis' ießen- g vor Wart ber be« erhano. i W aetut' Griechenland ohne Romantik Äon unserem e>.-Berichterstatter. wie bas bewaffnete bril.fche Handelsschiff ,.C a f°- na re“ van 5 376 BM. versenkt. 2Hit diesem Er- fola hat Kapitänleutnant Kretschmer ein ©efamt- oerfentungsergebnis van 217 198 SRI. erzielt und somit als 3 ro e i te r 11-Boolstommanbant mehr als 2 00 000 BRT. vernichtet. Das ungünstige Weller Hal bie Cuftmuffe nlchl gehindert, ihre Angriffe auf Landau und andere kriegswichtige Ziele in England und Scholtland, wenn auch in geringerem Ausmahe fartzufehen. 3n kühnem Tiefanflug griffen Kampf- flugieuge einen v e r s chi eb eb a h n h vf mJtorb- Conbon an unb trafen Bahngebäube unb Berkehrs- anlagen. Beim Abslug brachten sie mehrere Flak- aefchühe burch Maschinengewehrfeuer zum Schwei- aem Angriffe auf britifche Alugplahe hatten auch gestern Erfolg. 3n Straflsfjall stehen bie Ztugplahaniagen in Slam- In Watkisham wurden hallen und Flug« zeuge zerstört. Weitere Flugplätze uud kriegswichtige Jndustrieziele. vor allem in Schottland, wurden erfolgreich bombardiert. Bei Irland und au der schottischen Ostküste griffen Kampfflugzeuge ein- zelne Schiffe und Geleitzüge an. Eia Handelsschiff von 19 000 BRT. erhielt einen schweren Treffer. Bei Kinnaird-Head wurden ein Zerstörer, ein Wachtboot. ein großer Handelsdampfer sowie ein Frachter schwer getroffen. Britische Flugzeuge unternahmen nur vereinzelte Einflüge nach Holland und Rorddeutschlattd. 3n Holland wurden zwei Häuser zerstört, Zwei Per« fonen getötet und zwei verletzt. 3n Deutschland sielen nur an drei Stellen Bomben, die keinerlei Schaden anrichteten. Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge. Zwei deutsche Flugzeuge werden ver- " Die Besatzung einer Kampfgruppe unter Führung ihres Kommandeurs Hauptmann Storp l^nete sich durch erfolgreich geführte Angriffe gegen britt- sche Flugplätze und kriegswichtige Ziele in Conbon aus. Das Eichenlaub für Kapitänleutnant Kretschmer. Berlin, 4. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht hat Kapitän- leutunnt Kretschmer aus Anlaß ber Versenkung , von 200 000 Tonnen feindlichen handelsschiffsrav- Aus Nordamerika wird eine Ration. Die gut anbertfjalb Iahrhuubert- umfassende Ge- schicke der Vereinigten Staaten von Nord« amerika gliedert sich in zwei beinahe gleich lange Abschnitte. An der Spitze des ersten steht das We.k der Befreiung von der englischen Bevormundung unb die Bildung des eigenen Staates. Der Name George Washington ist nut diesem Ge« scheben unauflöslich verbunden. Die Brücke vom ersten zum zweiten Abschnitt bildet der sogenannte Sezessionskrieg von 1861—1865, tn erster Linie ein Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Suo« ftaaten. Den Anlaß dazu gab die Frage der Stta- veubefreiuug. Die tiefere Ursache jedoch lag tn der Wesenserkenntnis und der Wesensbestimmung der Vereinigten Staaten überhaupt. Hier der Zukunft den Weg gewiesen zu haben, ist das Verdienst des Präsidenten Abraham Lincoln, dessen Wahl am 20. Dezember 1860 schon den Auftakt zu der gro« ßen Auseinandersetzung gab, die nach vier, ahn gern, blutigen Ringen zu dem angestrebten Ziele führte: die volklich so verschiedenartigen Amerikaner nut I einem einheitlichen Nationalgefühl zu durchdnngen. I Dieser Vorgang ist vor 75 Jahren zum Abschluß Mimischer Suflanstiff aus die Sah von Suda. Rom, 5. Nov. (Europapreß.) lieber den Luftangriff auf die Bay von Suda im westlichen Teil der Nordküste der Insel Kreta berichtet Giornale d'Jtalia", daß nach Erzählungen eines 'an dem Luftangriff beteiligten Fliegers die ttcllte- nifchen Flugzeuge in dem Augenblick über der Bucht eintrafen, als gerade em von italienischen Aufkla- runqsflugzeugen gemeldeter G e l e t t z u g, von vielen Kriegsfahrzeugen gestchert emlief. Die italle- nifchen Flieger ließen einen Bomb en reg en auf die Sch i f f e, die Kaimauern, auf das bereits gelandete Material und die zum Abtransport der Waren bereitstehenden Wagen m^erprasseln. Einiae Flugzeuge griffen aus einer Hohe von mir --- Meter zwei Schiffe an, die bereits am Kai Erscheint täglich, nutzer Eonniags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heirnat nnBild DieScbolle Monats-Berugsvreis: Ml 4 Beilagen RM.1.95 Obne Illustrierte . 1.80 Lustellgebühr.. n *25 guck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hellas wieder zu erstehen. Eine Griechenschwar- merci ergriff die festländischen Völker die schließlich die unabwendbar scheinende Niederlage Der Neugriechen abwandte, durch die Seeschlacht bet Naoarino im Oktober 1827 mit englischen, französischen und russischen Kriegsschiffen die türkische Armada vernichtete und ein freies Griechenland schuf. Aber die Freiheit wurde mißbraucht. In Parteifelchen, die an die der allen Griechen erinnerten, erschöpfte sich der neue Staat, und die Phllhellenen fragten sich, ob die Neugrtechen, die alle Uebel der Allen geerbt und nur ihre Geistig- feit vermissen ließen, wirklich die ^chkommen der Bewohner des alten Hellas seien. Der Unterschied zwischen Idee und Wirklichkell war allzu kraß. Selbst, wenn man die 400 Jahre Türkenherrschaft in Betracht zog, konnte sich die Veranlagung eines Volles doch nicht derartig verändert haben. Aber man vergaß eins: die allen Griechen waren m Wirklichkeit untergegangen, well die unterworfenen Mittelmeervölker mit ihren ganz speziellen Anver- anlagungen die Herrenkaste allmählich aufgesaugt hatten. Die krassen Individualisten, die Schonhells- sucher, die sich in mörderischen Bruderkampfen Erschöpfenden, dieses vielleicht von unserem Stand- punti aus künstlerisch begabteste Volk der Weltgeschichte, war schon in der historischen Zeit vom Raffenverfall bedroht gewesen. Der blonde, blauäugige Grieche war schon zu Platos Zeiten m den Städten mehr und mehr ausgeftorben, und wenn auch sein Schönheitsideal geblieben war, das Hellenentum der Zell des Mazedoniers Alexander und feiner Diadochen war eigentlich semitisch, die ganze Grundlage der Kultur hatte sich allmählich geanben und die „Barbaren", also die Asiaten, hatten nach und nach Besitz vom griechischen Körper genommen. Bezeichnend ist, daß z.B. noch zu Homers Zellen die griechische Frau, wie die Figur der Penelop^' aber auch die der Andromache u. a. zeigen, völlig frei dem Manne gesellt blieb, während von Kleinasien aus sich denn die orientalische Absp^rung der Frauen immer stärker, auch in Athen, durch- । setzte, sodaß schließlich der morgenlandische Harems- . charakter gebräuchlich wurde. Ferner verfiel die griechische Philosophie mit dem Aussterben der Rasse sehr schnell. Es gibt keine Verbindungsbrucken zwischen dem Geist der Vorsokratiker und eines Platon und jenem spitzfindigen Ungeist, der im griechisch redenden und von dem Völkerabhub ganz Asiens bewohnten Byzantinerstaat zwischen homouüie unb homoiusi unterschied und sich über die Wesensgleichhell des Gottessohnes greuelreiche Kampfe lieferte. Wie andere, haben zwei berühmte deutsche Gelehrte, ber Geschichtsschreiber Gregoroviusund ber große deutsche Orientalist Fall m e r a t n e r bie Ursachen für diesen katastrophalen Niedergang untersucht, wobei der letztere der Ansicht war, die Slawen hätten im frühen Mittelalter das Griechentum überwuchert. So viel ist gewiß, daß die Neugriechen aus den unterschiedlichsten Bestand- teilen zusammengesetzt sind, daß die Dolkerwande- rungszell einschneidende Veränderungen hervornef, die auch äußerlich ihren Ausdruck fanden. Z. B. sind die Ballettröckchen und die mit Pompons versehenen Damenschuhe der griechischen Garde, der „Evzonen", nicht griechisch, sondern albanisch, und das Neugriechische ist eine Gemengselsprache das mit dem Altgriechischen nur eine sehr entfernte Aehnlichkeit aufweist. Verständlich wird das durch die Völker, die über das alte Griechenland lM Laufe ber Jahrtausende hinwegströmten. Mit den Romern tfasabme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desNormittagS Anzetgen-Preiier Anzeigenteil 7 Rvst te mm bei 22 mu» Zeilenbrette, Wertteil 50 te mm bei 70 mm Zeilenbreit« Nacklätte: Wiederholung MalstalleU Abschlüsse Mengenstaffel B Matzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Seit ungefähr vor hundert Jahren der Philhelle- nismus besonders in Deutschland der neuhuma- iiistischen Bildung grassierte und Tausende von Freiwilligen nach Griechenland brachte, ist die arge Enttäuschung, das Erwachen aus dem griechischen £raum, doch noch nicht genug vorgeschritten. Olympia, der Parthenon, die Propyläen, das Erechthewn, die Trümmer einer grandiosen Vergangenheit und die unverlöschbarev Buchstaben, mit denen die alten Griechen ihre Größe .in das Buch der Menschheit eingetragen, die Sage von diesem ""ter der Ge- Ichichtslosigkell der türkischen Knechtschaft dahin- lebenden und scheinbar untergegangenen Volke, Befreinie sich, um ein Traumbild zu erzeugen, das in der Wirklichkeit zerbrach. Seitdem Bischof Germanos im Frühjahr 1821 vom Kloster Laura aus mll seinen Kämpfern für om freies Hellas gegen die Türken gezogen war, Miaults und Kanaris die Fischer und Seeleute von Hydra, Psara und Spetsai gesammell und Kvlokon- tr i 3 die Hirten von Arkadien und des hohen Pm- bus gegen bie Türken geführt hatte, schien bas alte a..«.. »I.X.. (FitiP Grieckenickwar- Der Wehrmachtbertcht vom Montag. Berlin. 4. Rov. (DRB.) Das Oberkommando ber 1863 den Thron von Enalands Gnaden bestteg — wofür er griechische Inseln an England ao- trat — und bis 1913 regierte, war durchaus ein Sttohmann Englands, unter ihm /errütteten btc Parteienkämpfe Griechenland derart, daß es 1893 den Staatsbankerott erklären mußte. Der Traum eines Groß-Griechenland mll Byzanz blieb uner- üllt. Im Wettkrieg wurde Griechenland von ber Entente vergewaltigt, der jüdische Kreter Veni- zelos führte es in das Lager der Plutokraten, aber die Kemalisten der neuen Türkei I Jt.ugen die Griechen vernichtend in der Schlacht bei zlftum Karcchissar in Kleinasien. 1,4 Millionen Griechen mußten Kleinasien verlassen und wurden in Griechenland angesiedelt. Aber immer regierte eine st-ibtifche Obligarchi«, ber griechische Bauer, Fischer unb einfache Seemann, bie wertuallften Kräfte ber Nation, wurden orientalisch-englisch behandelt. So stolperte Griechenland jetzt auf Englands Geheiß in Liefen Krieg, der auch in Griechenland gegen die ’ volksfremben Mächte acht, bie plutokratisch-ausbeu- - terisch mit dem Schicksal der Nationen spielen und ' die besten Kräfte brach lassen. lagen. Volltreffer von Bomben mittleren Kalibers auf die Ufermauern riefen Explosionen und große Zerstörungen hervor. Andere Flugzeuge griffen aus 1500 Meter Höhe mll schweren Bomben die Hafenanlagen und Lagerhäuser nut feststellbarer Wirkung an. Die italienischen Jagdflieger, die durch das Fehlen griechischer Jäger nicht zum Schutz der italienischen Bomber eingesetzt zu werben brauchten, griffen im Tiefflug d ie leichter mit Maschinengewehrfeuer an, die den Berkehr zwischen den Schiffen unb dem Land vermittelten. | Es entstaub ein großes Durcheinanber unter den Leichtern, viele Soldaten sprang e n i n s I Meer, um dem Maschinengewehrfeuer der llatten - ------- — - - scheu Jäger zu entgehen. Es ereigneten sich zahl- gerichtet. o3n dankbarer Würdigung 3hres Heu reiche Zusammenstöße zwischen den Leichtern, wo- Einsatzes im Kampf für die Zukunft un- bei viele Fahrzeuge schwere Beschädigungen davon- .......- ~ Dem stand gegenüber ber Bewohner bes entwaldeten unb trockenen Fesllanb-Gnechenlanbs. Alle Rassen hatten ihren Nieberschlag abgelagert, noch heute gibt es germanische, romanische, slawische Mischtypen in unzähligen Variationen. Immerhin: lmen ___ Ä VUIU Gieszener Anzeiger General-AnzeigerfürOberhessen— ber gabrtauienoe otnroegiirDnuem^iu kam bie Geschichtslosigkell über Griechenland. Im Kretschmer stehende U-Boot hat die veweu vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung kamen Aschen Hilfskreuzer „£ a u r e n t i c JL8 724 die Germanen (Goten unter Alarich), vom 6. bis und „JJatroctus“ von 11314 Jo- schwelende Grundproblem der Vereinigten Staaten in aller Form zur Erörterung gestellt. Die Loge spitzte sich schnell zu. Die Süüstaaten mochten sich als „Konföderierte Staaten" selbständig, wählten einen eigenen Präsidenten, stell» ten ein Heer auf und waren fest entschlossen, chre vermeintlichen Rechte mit allen Mitteln zu verteidigen. Dieser Austritt der Südstaaten aus der Union, den man mit dem aus dem Lateinischen abgeleiteten Wort Sezession bezeichnet, führte zu dem opfervollen Sezessionskrieg von 1861—1865. Lincoln ließ sich aber nicht durch den Anlaß zum Krieg beirren. 1862 erklärte er in aller Form: .»Mein höchstes Ziel in diesem Kampfe ist die Rettung der Union, nicht der Schutz oder die Vernichtung der Sklaverei. Was ich in bezug auf die Sklaverei und die farbige Rosse tue, das tue ich, weil ich glaube, daß es dazu beiträgt, die Union zu retten." Anfangs waren die Südstaaten siegreich. Aber dann setzte sich doch die zähere germanische Volks- kraft des Nordens durch, nicht zuletzt infolge der mit großem Geschick von dem Deutschen Karl Schurz durchgeführten Neuordnung des Heeres. Dieser hatte nach der mißlungenen deutschen Revolution von 1848 sein Vaterland verlassen müssen. In Amerika wurde er Mitbegründer der noch bestehenden Republikanischen Partei, durch die er Lincoln nahe trat. 3n seiner Seite konnte er für die Ideale kämpfen, um die er in seiner Heimat ver- geblich gerungen: um die innere Einigung eines Volkes! Lincoln zwar sollte dieses Ziel nicht mehr schauen. Wohl erlebte er noch den militärischen Zusammenbruch der Südstaaten. Aber wenige Tage darauf, am 14. April 1865, traf ihn der Dolch eines Meuchelmörd-ers und setzte seiner Laufbahn ein Ziel. Er besiegelte den Kampf für feine Ideen mit dem Tode. Aber fein Tod war verschlungen mit dem Sieg: fortan galten die Vereinigten Staaten als eine Nation und nicht als eine Vereinigung von Staaten, fortan sollte die Staatsherrschaft völlig und einzig beim Volke der gesamten Vereinigten Staaten ruhen, und die Herrschaft bedeutete, wie es Lincoln m der Kongreßbotschaft vom 4. Juli 1861 ausgedruckt hat: „eine politische Gemeinschaft ohne politisches Oberhaupt." Diese für ein demokratisches Ohr berauschend klingende Definition hat jedoch bald mancherlei Gefahren heraufgeführt. Die „politische Gemeinschaft ohne politisches Oberhaupt" gab der immer mehr sich bildenden plutokratischen Ober- schicht Gelegenheit, in Verbindung mit einer gleichgerichteten Presse und durch rücksichtslose Äußer- achtlassung aller sozialen Verpflichtungen ihre Her- renstelkung zu begründen. Ihre letzte Formung er- hiell sie durch das in sie eindrinqende Judentum, das diesen Weg benutzte, um schließlich in die Staatsämter zu gelangen. So kam der Eintritt Amerikas in den Weltkrieg: aus Profitsucht zur Sicherung der Kriegsgewinne! Aber als unausbleibliche Folge einer nur auf Gewinn gerichteten Politik stellte sich die endlose Kette von Wirtschaftskrisen ein mit den Riesenheeren von Arbeitslosen. Von dem, was Lincoln einst erstrebt, blieb kaum mehr als der Rahmen übrig. Die volkszersetzenden Kräfte der Plutokratie wie des Judentums drängen jetzt zu neuen Entscheidungen. Eine erste Wegdeutung wird die Präsidentenwahl am heutigen 5. November geben. Am Vorabend der Präsidentenwahl in LtGA. Neuyork, 4. Nov. (Europapreß.) Am Sonntag herrschte im nordamerikanischen Wahlkampf Ruhe, nachdem die beiden Präsidentschaftskandidaten am Samstag chre Schlußreden gehalten hatten. Oeffenllichkeit und Presse erörtern eifrig die Ao raussagen, mit denen die Montagmorgenblätter überschwemmt sind. Uebereinstimmend wird die Wahl als vollständig offen bezeichnet. Allgemein herrscht die Auffassung, daß eine äußer st knappe Mehrheit — vielleicht nur einige hunderttausend Stimmen — den Ausschlag geben werden. Sollte diese Vermutung zutreffen, dann wird das vorläufige Gesamtergebnis wahrscheinlich nicht vor Mittwoch abend ober Donners- tag bekanntgegeben, weil im Falle einer so kleinen Mehrheit die Abstimmungsziffern aus den entlegenen ländlichen Bezirken, die in einem solchen Falle von Bedeutung wären, erfahrungsgemäß frühestens 24 Stunden nach der Wahl in Washington einlaufen. Das Wahlfieber in Neuyork erreichte am Vortag der Wahl bereits einen tziewissen Höhepunkt. Die Zahl der Propaganda-Autos, der Straßenredner sowie die zunehmende Zahl der Parteiabzeichen deuten auf ein starkes Interesse der Oeffenllichkeit. Man hört allgemein die Ansicht, daß die Wahlbe- telligung alle bisherigen Rekorde brechen werde. Im Staate Neuyork sind besondere Vorbereitungen für die Wahlen getroffen. 12 000 Polizeibeamte sind für den Dienst am Wahltage bereitgestellt. Die Ge- richte werden bis zum Abschluß des Wahlaktes geöffnet bleiben, um geringere Vergehen sofort abzuurteilen. Presse und Rundfunk stehen völlig im Zeichen des Wahlkampfes. ,,ss hangt von den Franzosen selbst ab." B e r n, 2. Nov. (DNB.) Der Laval nahestehende „Moniteur" mahnt erneut zur Geduld bezüglich der Ergebnisse der Politik der deutsch-franzosischen Zusammenarbeit. Das Blatt betont, man könne nicht in einem Augenblick fühlbar die toirtun« gen der neuen Politik ermessen, die Frankreich eingeschlagen habe. Es stehe auf alle Fälle fest, daß die Hoffnung, die Marschall Petain ausgesprochen habe, keine leere Hoffnung sei. Es hänge sicherlich zu einem großen Teil von den Fran- zosen selbst ab, daß sich diese Hoffnung bald verwirkliche. Aber auch dabei müsie man vernünftig fein; man solle sich nicht einbilden, daß sich auf einen Scblag alles einrenken werde, und daß sich in Kürze das -leichte Leben und alle Bs- guemlichkeiten der früheren Zeit wieder einstellen. Kriegstreiber aus USA. Dieser Krieg wird einmal in die Geschichte ein- gehen als die große Auseinandersetzung zwischen den jungen, aufbauwilligen Völkern und jenen „Staatsmännern", die durch diesen Aufbauwillen ihre kapitalistischen Interessen bedroht sehen. Die Frontstellupg ist ebenso klar wie der Ausgang dieses Ringens zwischen zwei Ideologien, von denen die eine der Gesamtheit zu dienen bestrebt ist, die andere aber nur der Profitgier einzelner Cliquen entspringt. Einen nicht unwichtigen Beitrag zur Bekräftigung dieser These liefert das Interview, das Frankreichs früherer Außenminister Bonnet gerade jetzt gab, da der Krieg in ein entscheiden- des Stadium getreten ist, und das nicht nur für Amerika und der europäische Krieg. Bonnei warnt. — Frankreichs neue Aufgabe duldet keine Erweiterung des Krieges. Lyon, 4. Nov. (DNB.) „Le Journal" veröffentlicht ein Interview des früheren Außenministers Bonnet. Er sagte: .Ich habe den heißen Wunsch gehabt, Frankreich vor dem Kriege zu bewahren. Ich glaubte, Frankreich habe nichts -ju gewinnen und alles zu riskieren Ich habe die Münchener Konferenz gewollt und vorbereitet. Ich habe mit Herrn von Ribbentrop die deutsch-französische Erklärung vom 6. November 1938 unterzeichnet, und ich habe sie auch gewollt. Im Mai 1939 habe ich mich geweigert, die Verpflichtungen aus dem französisch- polnifchen Militärbündnis von 1921 weiter zu belassen. Schließlich habe ich alles unternommen, um eine Uebereinftimmung zwischen SB er« l i n und Polen herbeizufuhren, die Frankreich daran hinderte, seiner Vündnispflicht nachzukommen Bis zur letzten Minute habe ich geglaubt, daß eine Konferenz die Rettung des Friedens ermöglichte. Ich war von denen, die man die a r - t e n" nennt, als der Haupturheber des Münchener Abkommens bezeichnet worden. Man verlangte von mir eine Politik des Widerstandes ohne Rücksicht darauf, wie es um unsere materiellen Mittel stand." Wetter erklärte Bonnet: „Ohne eine Uebereinst immun g zwischen Frankreich und Deutschland gibt es keinen Frieden in Europa und keine Ordnung." Bonnet erinnerte dann an feine Warnung vom 26 Januar 1939 vor der Kammer: „Selbst wenn Frankreich einen neuen Krieg gegen Deutschland führen wird, so wäre es nach dem Kampf gezwungen, in neue Beziehungen und Verhandlungen mit dieser Nation einzutreten. Glaubt ihr etwa, daß diese Beziehungen und diese Verhandlungen nach einem neuen Krbeg, der ein Trümmerfeld hinter sich läßt, angenehmer und einfacher sein werden?" Bonnet wies dann auf die Botschaft des Marschalls P ö t a i n vor einigen Tagen hin, die die zukünf- ttgen deutsch-französischen Beziehungen abgezeichnet habe. Die Unterredung des. Führers mit dem französischen Staatschef habe in den Augen eines jeden eine ungeheure Bedeutung. Auf die Frage: „Und Amerika, Herr 2TH- nister?" antwortete Bonnet: „Ich habe oft gesagt, daß die Zeit, die ich als französischer Botschafter in Washington verbracht habe, die schönste meines Lebens war. Die treuen Freunde Frankreichs haben mich oft vor falschen Hoffnungen unfeine militärische Intervention Amerikas in Lnropa gewarnt, von bet in unserer Presse ober anberswo so oft mit so viel Leichtsinn gesprochen würbe. Ls ist bennoch früher oft gesagt worben — unb zwar von den hoch st gestellten Persönlichkeiten — daß, wenn der Krieg ausbricht, Amerika sich sofort auf die Seite Frankreichs und Englands stellen werde, aber ich habe es niemals geglaubt, denn ich wußte nur zu gut, daß das amerikanische Volk — außer den Leuten, die durch Parteileidenschaften oder Ideologien beeinflußt sind — zutiefft den Frieden wünscht. Die neue Ausgabe, so schloß Bonnet, werde um so leichter durchzuführen fein, je weniger der Konflikt in der Wett um sich greift." Je mehr der Krin sich auSdehnt, desto härter wird die Blockade sich für Frankreich auswirken. Je mehr der Kriea sich ausdehnt, je mehr werden sich die durch Mensihev- arbeit aufgestapelten Vorräte verringern und desto schwieriger wird die Lage sich in Zukunft gestalten. Die Ausdehnung des Krieges wird die Völker z u r Katastrophe führen. Sie könnte die Völker bo* zu verurteilen, viele Jahre lang in Uno rd- nunj unb Anarchie zu leben. Deshalb ver« stehe ich nicht, warum man sich bei dem.Gedanken freuen könnte, daß die Völker in einen solchen Tu« mult geraten." Das pariser Echo des Vonnet-Znterviews. Paris, 4. Nov. (DNB.) Zu dem Interview Bonnets schreibt Jean Luchaire im ,Le Nouveau Temps", am Vorabend der amerikanischen Präsi- dentschaftswahlen zögere der ehemalige Letter der französischen Diplomatie nicht, zu versichern, daß ohne ein Einvernehmen zwischen Frankreich und Deutschland es keinen Frieden in Europa geben könne, daß dieses Einvernehmen fetzt auf dem Wege sei, verwirklicht zu werden und daß infolgedessen die Vereinigten Staaten eigentlich notwendigerweise die zwischen dem Führer unb Marschall Pätain eingetretene SBerftanoigung b e - grüßen müßten. Bonnet hätte von dem unhett- oollen Einfluß sprechen können, ben im Jahre 1939 der amerikanische Botschafter Bullitt unb ber polnische Botschafter Lukasiewitsch in Paris ausgeübt hätten. Diejenigen amerikanischen Kreise, die heute noch irgendeine märchenhafte militärische Unterstützung Großbritanniens in Aussicht stellten, seien an jener unheilvollen geistigen Verwirrung schulb, die Frankreich in den Krieg hineingeführt und es über alle Grenzen der Vernunft hinaus zu Widerstand getrieben haben. Zu viele Sendboten Washingtons hätten mtt dem Versprechen amerika- nischer Hilfe schon vor dem September 1939 zum Widerstand gegen deutsche Ansprüche aufgehetzt. Nach Ausbruch des Konfliktes hätten sie, und zwar immer für den kommenden Monat, ein amerikanisches Eingreifen in Aussicht gestellt. Ohne solche trügerischen Ermutigungsversuche hätten sicherlich zahlreiche französische Politiker nicht gewagt, die Friedensbemühungen Bonnets zu bekämpfen, und später zweifellos nicht mtt dem Ersuchen eines Waffensttlfftandes gewartet, bis die deutschen Truppen die Loire erreicht hätten. „Paris Soir" sagt, rings um Georges Bonnet hatten im Schoße der Regierung selbst, und zwar im Einvernehmen mit ber englisch-jüdischen Clique, hervorragende Persönlichketten das abscheulich« Komplott geschürt, so u. a. Daladier, Mandel und hauptsächlich Paul Reynaitt), der Mann Londons, der mehr als einmal den Kopf des Außenministers gefordert habe. An Engländern feien zu nennen Eden, Duff Cooper, Hore-Belisha usw. Die ameri. konischen Kriegshetzer seien gewesen: Roosevelt selbst und Bullitt, die jüdisch-fteimaurerische und die englisch-jüdische Bande, Rothschild, Baruch und Morgenthau, kurz die ganze jüdische Hochfinanz in Amerika und schließlich auch Cordeü Hüll, der Vertrauensmann des Präsidenten. Auch das „Oeuvre" erinnert daran, daß ber frühere ameri. konische Botschafter Bullitt die von Bonnet angedeuteten Ermutigungen zum Krieg in den Pari, fer Salons und in politischen Kreisen betrieben habe, ebenso wie alle, die auf Frankreich eine inter. nationale Kontrolle ausgeübt hätten, wie Mandel, Hore-Belisha, Duff Cooper und die Vertreter der englischen Hochfinanz. Durch eine Ausweitung des Krieges könne in keinem Falle die Lage Frankreichs verbessert webden. Auch im „Ma'tin" heißt es, daß jedes Eingreifen Amerttas in den europäi. schon Krieg an der Seite Englands die Völker nur in Katastrophen hineinführen müsse. Im Gegensatz zu Bonnet habe Daladier leider den billigen Versicherungen gewisser amerikanischer Vertreter ein allzu williges Ohr geliehen. Bonnet habe sich am 31. 8.1939 in die Privatwohnung Daladiers begeben, damit er für die unbedingte Annahme von Mussolinis Note eintrete. Daladier habe sich mit Bon- net einverstanden erklärt. Einige Stunden später im Ministerrat habe er jedoch seine Meinung geändert gehabt, well er inzwischen von dem ame< rikanischen Botschafter Bullitt und dem polm- scheu Botschafter Lukasiewitsch bearbeüef worden sei uns von größtem Interesse ist. Das Zusammen- spiel der internationalen Hochfinanz wird dadurch in ein Licht gerückt, das selbst den anglophllften „Neuttalen" zu denken geben müßte. Wichtig ist dabei vor allem die Rolle Arne- ri kas, besser gesagt gewisser amerikanischer Poli- tiiker und Finanziers vom Schlage eines Bullitt, Morgenthau, Rothschild, Baruch und anderer "höchstgestellter Persönlichketten", denen es Frankreich nicht zum geringsten verdankt, daß es in eine Katastrophe größten Ausmaßes getrieben wurde. CREME K4711 39)8 i schützt 3 I Pflegt Oer Äuf des Lebens. Von Hilde Iürsteuberg. 2lls Detlef Jversen, der Herr auf Emshorst, die Nachricht erhalten hatte, daß sein einziger Sohn und Erbe des Gutes in Flandern den Soldatentod gestorben war, war chm zu Mute, als habe mit diesem Schicksalsschlag die Welt für ihn ihren Sinn verloren. Er ritt des Morgens, wenn die Lerchen aus dem Aehrenmeer in den Dunst der Frühe emporstiegen, über seine Felder, sah den Glanz des Sommers über seinem Lande nicht und meinte, die Welt habe ihm nichts mehr zu bieten. Am Abend stand er am Fenster seiner Stube, sah über die weiten Wiesen, über die der Nebel wallte, und ver- ging fast vor Weh über die Vergeßlichkeit feines Daseins. Er hatte die Kraft seiner Mannesjahre damit verbraucht, feinem Sohne eine bessere Zukunft zu schaffen und dafür zu kämpfen — sein eigenes Leben war in so bitteren Zeiten dahingegangen, daß chm wenig Freuden gegönnt waren. Der Sohn, für dessen Geburt er die geliebte Frau hatte hergeben müssen, war Sinn und Zweck seines Lebens gewesen. Da geschah es, daß eines Tages ein Mädchen von dem kleinen Dorfbahnhofe her nach dem Gute ging, auf dem Hof nach dem Herrn fragte und dann in dessen Arbeitszimmer stand. Sie war blaß und schmal und trug ein schwarzes Kleid, chxe Augen waren, obgleich ihr kleines Gesicht nicht ohne Entschlossenheit mar, ein wenig angstvoll auf den Gutsherrn gerichtet, der breit und abweisend hinter selnem Schreibtisch stand und das Mädchen nach Namen und Begehr fragte. <5ie Jagte wer sie sei und senkte einen Augen- blick zögernd das Gesicht. Dann sah sie chn traurig an, wahrend chre Augen feucht wurden. „Jcy £ c fyte sie, „daß ich Ihnen dies sagten müßte, daß Ihr Sohn em Kind hat. Es ist ein Junge — ich bin seine Muster." „6o. Der Gutsherr sah gerade und streng in des Mädchens Gesicht und nagte ein wenig an feiner Unterlippe. Er war überrascht, aber er verbarg es gut. „Wollen Sie sich nicht fetzen?" fragte er und bot ihr nut einer Hanübewegung einen Stuhl an. Sie. nahm den Stuhl auch, und auch er fetzte sich. "Wie alt ist das Kipd?" fragte er bann. „Vier Wochen." Er seufzte als hätte er einen Stoß bekommen. „So. Vier Wochen. Noch sehr klein." Er senkte den Kopf und schwieg eine Wette. Vorsichtig, unter den Lidern hervor, bettachtete er das Mädchen. Obgleich sie so jammervoll blaß war, sah sie doch schön aus. Es war ein Zug von Ernst und Würde in ihrem kleinen Gesicht, ihre Haltung hatte etwas erschütternd Trauriges. Der Gutsherr räusperte sich und sah wieder auf. „Wenn Sie Unterlagen haben", sagte er, „werde ich selbstverständlich "für Sie und das Kind sorgen." Sie sah ihn an, und es war ein stilles, stolzes Lächeln in ihrem Gesicht. „Darum bin ich nicht hier", entgegnete sie. „Ich habe eine Stellung und kann für mich und den Jungen sorgen. Aber ich dachte, daß Sie es doch wissen müßten — jetzt —. ^ier ist der letzte Brief von Heinz, in dem es steht . —- Ihre Stimme wurde plötzlich dunkel, sie preßte einen Augenblick die Lippen aufeinander und weinte dann aus weitgeöffneten Augen ganz sttll und lautlos. Der Gutsherr wurde unruhig, es erregte ihn, daß dieses Mädchen seinen Schmerz und Kummer kannte und ihn teilte. Vielleicht gab es niemand in der Well, der so sehr mit ihm trauerte wie dieses junge Menschenkind. Er schob eine Weile die Zähne hart aufeinander, dann erhob er sich und streckte ihr die Hand hin. ,Jch danke Ihnen", sagte er rauh/ „ich werde mich um Sie kümmern." Er fragte ' nach i^rem Wohnort, und sie nannte das Nachbardorf, — — dann trennten sie sich. Als das Mädchen fort war, geriet der Gutsherr unversehens in eine seltsame Versunkenheit. Eine Welle von Zärttichkett klopfte begehrend an fein durcb das Leben und eine strenge Erziehung erhärtetes Herz. Sinnend betrachtete" er den Zettel, auf Öen er des Mädchens Name geschrieben hatte. Gertrud hieß sie. Scheu faltete er den Brief auseinan- öcr den sie ihm dagelassen hatte. Es stand nichts anderes darin, als sich Liebende zu allen Zetten geschrieben haben, aber doch war es, als bräche ein etrom von Frühling und Leben in des einsamen Mannes Stube. Als er am nächsten Tage durch die Felder nach dem Nachbardorfe ritt, meinte er, das Herz schlüge chm so froh wie in den Tagen seiner Jugend. Sangen die Vögel wirklich so hell? Blühten die Wiefen wirklich so bunt? Und unter dem Ansturm glühender Hoffnungen trieb er sein Pferd voran, um schneller 3-4 seinem Ziele zu kommen. Das Mädchen empfing ihn verwundert. Sie war im Garten und säuberte die Gemüsebeete vom Unkraut. Zögernd kam er auf dem schmalen Gartenweg zu chr hin. „Ich woltte Sie bitten", sagt er, unb es klang wie das Werben eines jungen Herzens, „mir die Freude zu gönnen, den Enkel heranwachsen zu sehen. Ziehen Sie zu mir." Sie stand und säuberte chre Hände an der Gar- tenschürze, chre Augen wurden groß und leuchtend wie Blumensterne, ihr kleines Gesicht war ganz erschrocken vor Glück. „3a", entgegnete sie ängstlich und verlegen, „das möchte ich schon, — aber haben Sie fid) das auch gut überlegt?" Er lächelte mit der ganzen Fülle seiner Lebenserfahrungen und Kenntnisse: „Ich möchte wissen", sagte er, „was es da zu überlegen gibt. Gegen das Schicksal hilft kein Nachdenken — da hilft nur Mut — und — ja — und Liebe —". Sie sah ihn an unb verstand chn nur halb, aber ste fühlte, daß sie bei rihm geborgen fern würbe. Und ruhig und glücklich führte sie ihn ins Haus, um ihm den Enkel zu zeigen. Der alte Ebersberg. Dom „alten Oersberg" laufen zahlreiche Geschichten am Harz um. So diese: Oersberg befand sich mit einem Bekannten auf ber Jagb. Just in dem Augenblick, wo ber Jagbgenösse einen Hasen geschoßen fjatte, tauchte ein Feldgendarm auf. „Verdammich", rief bei biefer unliebsamen Er- scheinuyg ber Begleiter Ebersbergs, „unb ich hab’ feinen Jagdschein —" „Das is mich 'ne schöne Geschichte", polterte Ebers- berg. „Da bleiben Se man hier auf ’n Flecke und rühr'n sich nid)." Ebersberg seinerseits stürzte auf den Hasen zu, nahm chn bei den Löffeln und lief querfeldein. Der Gendarm donnerte J)alt!" und eilte hinter dem Flüchtenden drein. Und da sich Oersbergs lange Beine mäßig rasch von den Ackerschollen toften, so hatte er ben Ausreißer halb beim Schlafittchen unb raunzte: „Mitkommen!" Der Hase wurde Oersberg abgenommen. Oersberg folgte geduldig dem Feldgendarm zum Rathaus in N. Dort zückte er feinen Jagdschein. Dann bat er sich feinen Hasen mit einem „Schön' Dank auch fürs Tragen!" wieder aus. Und stiefelte vergnügt davon. £ l. Dögel als Untermieter. Der Untermieter erfreut sich häufig keiner großen Beliebtheit, unb bas Verhältnis zwischen dem Vermieter unb ihm ist oft genug nicht feyr harmonisch. Anders in ber Vogelwelt, in der diese Einrichtung durchaus verbreitet ist. Hier entwickett sich zwischen den innig zusammenhausenden unb chre Brut auf- ziehenden Vögeln verschiedener Gattungen, ja, auch zwischen Vögeln und Säugetieren oft ein sehr oertrautes Freundschaftsverhältnis, über das ein guter Kenner der Vogelwelt reizvolle Beobachtungen gemacht hat. Es ereignet sich gar nicht selten, daß Sperlinge in die Nistplätze von Krähtzn hinein chr Nest bauen und von den größeren Vögeln gern geduldet werden. Auch zwischen einem Elsterpärchen und einer Recherfamilie besteht bisweilen eine Wohnungsgemeinschaft, bei der ber breite flache Boden bes Reiherbaues rin sicheres Heim für bas Elsternheim bietet Sehr idyllisch geftaltete sich in einem Falle bas Zusammenhausen bes Königs der Bogel mit dem Zaunkönig. Ein großer Adler hatte seinen Horst entgegen der Gewohnheit dieser Tiere nicht auf einer unzugänglichen Bergfpitze gebaut, sondern in ber Nähe eines Flusses. In dieses Nest, in dem er feine Heranwachsende Brut aufzog, fand sich friedlich eingebaut und ebenfalls von einer Klnderschar bewohnt die Heimstätte eines Zaun- komgparchens. Für den in manchen Gebieten sehr verbreiteten gefleckten Fliegenfänger gehört es überhaupt zu den gewohnten Bauregeln, sein Nest in bas eines anberen größeren Vogels, bejonbers der Amseln, emzubauen. Eine feltfame Freundschaft durch gemeinsames Wohnen hatte sich zwischen einer Brandente und einem Kaninchen entwickelt, die innerhalb derselben, ursprünglich dem Kaninchen gehörigen Hohle hausten. Noch wunderbarer war die Freundschaft, die sich zwischen einer nachbarlich nertraul nistenden Ente mit einem Fuchs entwickelte. Unbdaftigt von dem Appetit des Fuchses gelang es tpr, ihre 8 Eier auszubrüten und die Jungen wohl« at.U93 befm zum Wasser zu geleiten, uuef, Raubvögel werden selten kleinere Vögel, die ihnen benachbart hausen, angreifen. So konnte eine terd>e unbehelligt von dem benachbarten Falken- paare ihre Brut aufziehen. Ebenso seltsam mutet bas friedliche Zusammenleben von Füchsen und Kaninchen an die Tür an Tür ihre Kinderstube bauen. Unbela Hgt von den Füchsen kann die Ka- nin^enmutter ihren Jungen die Nahrung zuttagen, wahrend die jungen Füchse unter den Kaninchen sich chre Spielgefährten wcchlen. QK. und und Maschinengewehrfeuer Truppen- Gutes Licht erleichtert die Küchenarbeitl Außer der Leuchte in der Mitte der Küchenbeete gehört an die Wand über den Küchenherd eine Ovalalasleuckte mit einer öO-Watt-Osram-MLampe. Dan» ist der Lerd gut beleuchtet. iufammw d btimrt ^philsle- le Am«, scher Pa.b is BulkL, । aM-l es FM- es m «v m muibi. jnuiifej le amer '°feoe|h M uri M bc. Jre einer, fonnct & 7 Pv betriebe eme infe.|. e Mach freier k eitung 9,e MM W h-i^ n europc, Volker nici Tegensaj! ■n MiM •itreter eb| ie sich au j 's begebe?.; von Öhr; Mit 2or< später in1' ung ge, dem amt >em polni. vor-en (et? hcmnonis^ 5mnchtu"S ch Zwischen Lrut auf' tt, ja, auch n sehr E > ein gute1 Lungen 0* selten, da hinein w [n gern/ lfterpärchen eilen eins reite H tete suh?' Königs 7 Vier xS L-Z chog-Z von elI1£I Z2 biete«.’ sch pss ■SK* jtaitiw1* -ß K H ÜL? s»* ■?n 0 tl J °^chen talienisches em ihm im Namen der Sowjetregierung eine Note, in der Frage der Neutralität zu tun yao - der die Sowjetregftrung erklärt, daß sie sich ge° Angesichts des eben zwunqen sieht, die Behauptung der englischen Re-regierung mcht den Protest entgegennehmen der aierung als unrichtig zu erklären, wonach die in der Note der britischen^ Regierung vom 29. Okto, von der Sowjetregierung anerkannte Notwendigkeit der eingelegt worden sei. enig Hoffnung in der englischen presse Der italienische Vormarsch in Griechenland Das große Sozialwerk des deutschen Volkes. Reichsorganisationsleiter Or. Ley über die soziale Gesetzgebung nach dem Kriege 275 Millionen Franken soll zur Tilgung der außerordentlichen Wehraufwendungen Verwendung sin. den. Niederträchtige britische Zwecklüge entlarvt. Berlin, 4. Nov. (DNB.) Nach einer United- Preß-Meldung aus London vom 4. November, Moskau lehnt britischen Protest gegen die Donaukommission ab Al-Greld (nordöstlich von (Biarabub) an. Es wurden : zwei Tote und einige Verletzte gezählt. - In Oft af rila wurden feindliche Angriffe gegen 1 unsere Kräfte, die das Vergmassiv Sciusceib (Las. ata) beseht halten, mit leichten Verlusten auf un- erer Seite zurückgeschlagen. Einige Gefangene blieben in unserer Hand. 3m Roten Meer bombardierte unsere Luftwaffe einen Dampfer, der von einem Kreuzer geleitet wurde, sowie die Hafenanlagen der Insel Tß c r i m. Feindliche Flugzeuge bombardierten Assab, wo es drei Tote nnd einige Verwundete gab nnd leichter Sachschaden an Wohnhäusern entstand. während der vergangenen Rächt versuchten feindliche Flugzeuge Neapel anzugreifen. Von starkem Sperrfeuer abgehalten, muhten sie ihre Bomben auf freies Gelände abwerfen. Ein Toter und drei Verwundete werden gemeldet. Oie griechischen Diplomaten verlassen Italien. Rom, 6.Nov. (Europapreß.) Am Montag ist um 18.30 Uhr der griechische Gesandte P o l i t i a mit dem Personal der Gesandtschaft und dem Personal der aus ganz Italien in Rom zusammengezogenen griechischen Konsulate in einem von der italienischen Regierung zur Verfügung gestellten Sonderzug nach Postumia (Adelsberg) an der ita- lienisch-jugoslawischen Grenze abgereist. Seit zwei Tagen liegen in Rom keinerlei Nachrichten über den italienischen Gesandten G r a z z i aus Athen vor. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich gewesen, die Abreise der Diplomatenzüge von Rom und Athen zu gleicher Zeit erfolgen zu lassen. Der italienische Sonderzug wird zunächst in Postumia f e st g e h a l - t e n werden, bis in Rom die Nachricht vorliegt, daß der italienische Gesandte die jugoslawische Grenze passiert haben wird. Oer Haushalts-Voranschlag der Schweiz. B a s e 1, 4. Nov. (Europapreß.) Die Botschaft des Bundesrates über den Voranschlag des Bundes für 1941, der mit einem Fehlbetrag von 74,6 Millionen Franken abschließt, jedoch die außerordentlichen , Aufwendungen für die Landesverteidigung und den ■ aktiven Militärdienst nicht enthält, ist nun der Oef- fentlichkeit übergeben worden. Die Ausgaben, die 1 die die Verstärkung der Landesoerteidt- ’ gung im Jahre 1941 erfordern werden, schätzt der - Bundesrat auf etwa 250 Millionen Franken und die Kosten des aktiven Militärdienstes auf etwa 800 Millionen Franken. Die gesamten außerordentlichen Wehraufwendungen belaufen sich i somit auf etwa 1050 Millionen Franken, d. h. drei > Millionen Franken pro Tag. hinsichtlich der außerordentlichen Finanzmaßnahmen wird gesagt, die Kriegsqewinnsteuer solle im kommenden Jahr 1Ö Millionen abwerfen, das Wehr- ' o p f e r 150 Millionen Franken, die W e h r st e u e r ' 80 Millionen Franken, die Wehrumsatz st euer rrnon Dieter Gesamtertrag von George Sonnet kann diese verhängnisvolle Rolle der amerikanischen Hochfinanz — Die Frankreich eine märchenhafte Unterstützuna in Aussicht stellten — um so besser beurteilen, als er mehrere Jahre französischer Botschafter in Washington war und so aus nächster Nähe das verbrecherische Spiel Moskau,). Nov. (DNB.) Die „Prawda" veröffentlicht eine amtliche Verlautbarung folgenden Wortlautes: „Am 29. Oktober überreichte der englische Botschafter in Moskau Cripps dem Volkskommissar des Auswärtigen Molotow eine Note, in der die britische Regierung gegen den Beschluß der Regierung der UdSSR, betreffend die Notwendigkeit der Bildung einer neuen (einheitlichen) Donaukommission und die Teilnahme von Vertretern der UdSSR, an Verhandlungen mit den Vertretern Deutschlands, Italiens und Rumäniens in Bukarest p r o t e st i e r t e. Von der Betrachtung ausgehend, daß die Handlungsweise der Sowjetregierung eine Verletzung der Neutralität darstelle, erklärte die britische Regierung, daß sie keinerlei Abkommen anerken- _n e n könne, durch die bestehende Verträge verletzt werden könnten, und daß sie sich alle ihre im Zu- fammenhany mit dieser Frage stehenden Rechte vor- behatten müsse. Am 2. November empfing der Stellvertretende Volkskommissar des Auswärtigen, Nyschinfki, den englischen Botschafter Cripps und überreichte der Bildung einer neuen Donaukommission unter Teilnahme der UdSSR, an den Verhandlungen in Bukarest eine Verletzung der Neutralität darstelle. Die Bildung der Donaukommission unter Teilnahme der UdSSR, sowie der an oder nahe der Donau gelegenen Staaten bedeuten eine Wiederherste l l u n g der Gerechtigkeit, die durch den Vertrag von Versailles und andere Verträge verletzt worden sei, auf deren Grund die UdSSR, aus dem Vorstand sowohl der Internationalen als auch der Europäischen Donaukommission beseitigt worden sei, wobei die britische Regierung eine führende Rolle gespiell habe. Die Donaukommission müsse sich natürlicherweise aus de »Vertretern der Staaten zusammensetzen, die ander Donau liegen oder eng mit der Donau verknüpft sind und die Donau als Kanal für den Warenhandel benützen (wie zum Beispiel Italien). Es sei klar, daß Großbritannien, das von der Donau Tausende von Kilometer entfernt sei, nicht zu diesen Staaten gezahlt werden könne. Es sei ferner klar, daß die Frage der Zusammensetzung der Donaukommission nichts mit der Frage der Neutralität zu tun habe. Aegypten von zwei Seiten bedroht. Der militärische Mitarbeiter des gleichen Blattes sucht den Horizont mit der Behauptung aufzuhellen, daß „die Benutzung der griechischen Stützpunkte für die englische Flotte und Luftwaffe als ein Geschenk zu betrachten ist, in dessen Besitz sich England bis- her nicht befunden hat." Er weist irt diesem Zusammenhang auf die Lage Kretas hin. Die „Sun- day Times^ist gleichzeitig eine der zahlreichen eng- lischen Zeitungen, die die Forderung nach Born- bardierung der rumänischen Oelsel- der wiederholt. Es sei „ein Wahnwitz, Rumänien zu schonen". „Sunday Expreß", das Blatt des Ministers Beaverbrook beklagt sich bitter darüber, haß Eng- land eine Woche habe verstreichen (affen, ohne eine Luftoffensive gegen Italien in Gang zu setzen. Niemand wisse, wie lange England seine Stützpunkte halten könne. England müsse daher angreifen, solange es noch eine Gelegenheit dazu habe. Ändere Blätter hingegen weisen daraus hin, daß es zwecklos sei, eine Initiative zu fordern, wenn die Mittel zur Durchführung nicht vorhanden seien. der jüdisch-fr-oimaurerischen Kapitalistenclique zu beobachten Gelegenheit hatte. Daß Frankreich ein Opfer dieser Jllusionsmacher wurde — die das gleiche Spiel jetzt mit dem Jnfeloolk treiben, ist nicht unsere Schuld; der Führer hat oft genug gewarnt. Wichttaer ist, daß das französische Volk daraus lernt Allerdings nicht nur Frankreich — gibt auch in Europa noch andere Völker, die den über den Ozean herüberklingenden Sirenengesängen nur allzugern« lauschen. Wenn es zu spät ift, folgt bann merstens eine beispiellose Ernüchterung. punkten regelt. Mit zu diesen revolutionärsten Maßnahmen werde eine Reichslohnordnung gehören, die die nach Gefahr, Schwere, Verantwortung und Leistung zu messende Arbeitskraft bewertet. Nach Kriegsende solle auch die F r e i z üg i g ke i t des schaffenden Menschen in der Bestimmung über sich selbst und seine Arbeitskraft wiederhergestellt werden, wobei allerdings eine Regelung gefunden werden müsse, die zugleich auch die nötigen Kräfte für die unübersehbare Fülle der in Zukunft innerhalb und außerhalb des Reiches zu meisternden Probleme sicher- stelle. Klein- und Klein st Wohnungen, Die die Entwicklung der Familie nur hemmen, werden im zukünftigen Wohnungsbauprogramm keinen Platz mehr haben. Mindestanforderungen für eine Familie sind unter geordneten Umständen eine große Wohnküche, drei Schlafräume, ein Balkon und eine Duschanlage. Darüber hinaus wird die Deutsche Arbeitsfront innerhalb des ersten Jahrzehnts nach Kriegsschluß für 6,5 Milliarden Reichsmark zusätzliche Sozialleistungen in Form von Erholungsheimen, Hotels, See* bädern, einer KdF.-Flotte von Schiffen ufw. durchführen. „Jedem einzelnen von euch", so schloß Dr. Ley, „soll es nach dem Willen des Führers nach Abschluß dieses Krieges in einem vorbildlich aufgebauten Deutschland besser gehen. Euere tätige und opferbereite Mitarbeit am Siege soll nicht u m s o n st gewesen sein." Der Betriebsappell schloß mit einem begeisterten Bekenntnis zum Führer, der sich, wie aus den Darlegungen Dr. Leys hervorging, jeder Einzelheit des kommenden beispiellosen Sozialwerkes mit väterlicher Sorge zuwendet und dessen oberstes Ziel es ist, nach siegreichem Frieden das Wohlergehen der deutschen Nation für alle Zukunft zu sichern. Stockholm, 4. Nov. (Europapreß.) Die englische Sonntagspresie beschäftigt sich mit der durch den italienisch - griechischen Konflikt geschaffenen Lage. Die Zeitungen beurteilen die Veränderung, die sich daraus für England ergeben hat, durchweg pessimistisch und erblicken den einzigen Trost in der Hoffnung auf „Vergeltungsmaßnahmen" gegen Italien. Der Herausgeber des „Dbferoer", Garvin, schreibt: „Der wirkliche Kamps um die Aufrechterhaltung des britischen Weltreiches hat nun im östlichen Mittelmeer begonnen. Es steht mehr auf dem Spiel als zu den Zeiten Napoleons und Nelsons. Entweder werfen wir Italien im Mittelmeer und in Afrika nieder, oder wir werden von den Achsenmächten zerschmettert. Es gibt keinen Mittelweg." In der „Sunday Times" erklärt der Historiker Hilaire Bello c, England fei durch die Ausdehnung der Feindseligkeiten auf das östliche Mittelmeer gezwungen, Truppen und Kriegsmaterial in größerem Maße zu verteilen und die Verteidigungskräfte Aegyptens naturgemäß zu verringern. Bei einem Gelingen der italienischen Griechenland-Offensive würden Englands Hauptstützpunkte in Berlin 4 Nov. (DNB.) Reichsorganisations- nen, die auch im Mittelpunkt der künftigen Geleiter Dr. L e y sprach auf dem Betriebsappell eines meinschaftshäufer der Partei stehen sollen. Was in Berliner Werkes der AEG. über das in Vorberei- dieser Beziehung heute geschaffen sei, stelle nur tung befindliche deutsche Sozialwerk. Die einen Beginn dar. Selbstverständlich gehören zu Voraussetzungen dafür erkämpfte sich das deutsche Volk im gegenwärtigen Kriege, der endgültig die ßebensbebtnqungen sichern solle, deren das rassisch hochwertige deutsche Volkstum, der einzelne wie die Gemeinschaft im ganzen, der vdllen Entfaltung die offensichtlich den Zweck verfolgt. Miß st im» m u n g zwischen der deutschen und der italienischen Luftwaffe Hervorzurusen, haben deutsche Sturzbomber bei einem Angriff auf einen Geleitzug vor Folkestone ein Schiff in Brand geworfen, ein zweites versenkt und wettere Schiffe beschädigt. Während die deutschen Flieger ihren Angriff trotz heftigsten Flakfeuers durchführten, habe i * Geschwader, das an dem Angriff beteiligt ge- wesen fei, beim Einsetzen des Flakseuers wieder kehrt gemacht. — Es handelt sich bei dieser Meldung um den niederträchtiaen Versuch der britischen Propaganda, den Werr der ttalienischen Luftwaffe, die heute mit gleicher Todesverachtung Seite an Seite mit den deut- schenFliegern Vergeltungsangriffe gegen England vorträgt, in den Augen der Wett herabzu- setzen. Don zuständiger deutscher Stelle wird festgestellt, daß italienische Flieger an diesem Angriff auf einen britischen Geleitzug vor Folkestone überhaupt nicht beteiligt waren. Mailand, 5. Nov. (Europapreß.) Don der Front in Griechenland berichtet „Sera", daß sich im Gebiet von Janina eine starke feindliche Abwehr bemerkbar mache. Es sei allerdings lächerlich, von einem äußersten Widerstand der Griechen gegenüber der Kriegsmaschine des faschistischen Heeres zu sprechen. Die Divisionen des Generals Metaxas feien mit enalischer und französischer Artillerie, Maschinengewehren und Munition ausgerüstet sowie mit Flugzeugen verschiedener Typen. Der italienische Vormarsch habe sich zuerst wegen des ungünstigen Wetters nicht in Form eines blitzartigen Vorstoßes entwickeln tonnen. Hinzu komme der Mangel an Straßen. Das Gelände gestattet nur einen Durchgang nach Osten und Westen. Diese Wege aber feien versumpft und von der griechischen Nachhut an verschiedenen Stellen gesprengt worden. Die italienischen Truppen hätten zu Fuß längs der Derg- ha-nge vorstoßen müssen, um die in voller Entwicklung befindlichen Aktionen zu beschleunigen, deren Taktik erst die weitere Entwicklung zeigen werde. Die Agenzia Stesani meldet von der albanisch- griechischen Front: Die italienischen Truppen haben aus allen Fronten ihren Vormarsch fortgesetzt. Die faschistische Luftwaffe hat ihre Aktionen gegen die feindlichen Linien fortgesetzt und gegnerische Widerstandspositionen zer» trüntmert Batterien und Grabenstellungen, Truppen- und Troßwagenansammlungen sind von Bomben und Maschinengewehrfeuer Truppen- und roiAe Rluaieuae haben im Tiefangriff mit Bom- etnen Beginn dar. Selbstoerstanoucy geyoren zu diesem Aufgabenbereich weiter alle Maßnahmen für gesunde Arbeitsbedingungen und ähnliches. Ein anderes großes Werk, dessen erster Ent- murf schon fertiggestellt sei, sei das Erholungswerk für den schaffenden Deutschen, das auszunutzen in gewissen Zeitabständen f ü r jeden geradezu eine Pflicht sein werde. Hinzu kommen ein umfassendes Freizeit- unb Wochenendwerk sowie ein Berufserzie- hungswerk, das die entscheidenden Fragen der beruflichen Fortbildung nach großzügigsten Gesichts- bebürfe. „Den Sieg", so rief Dr. Ley unter begeisterter Zustimmung der Massen aus, „kann uns niemand mehr nehmen! Fast in ganz Europa, vom Nordkap bis hinunter zum Atlantischen Ozean und zum Mittelmeer, stehen Deutschland und Italien als die maßgebenden Faktoren dieses Erdteils. Wir sind die stärkste Militärmacht der Erde überhaupt!" Dr. Ley wies darauf hin,"daß der Führer neben der an sich schon gigantischen Aufgabe der Führung der deutschen Kriegsoperationen jede freie Stunde zur genauen Ueberprüfung von Plänen benutzt, deren schnellste Durchführung die aufopfernde Mitarbeit der Front wie der Heimat anerkennen und lohnen werde. Im Vordergruitt) dabei stehe das Werk einer umfassenden Altersversorgung aller Schaffenden, das bereits fertiggestellt sei. Alle werktätigen Schaffenden ohne Unterschied, die Ar-- better wie die Angestellten, Bauern, Beamte und Handwerker, werben in der Sicherung eines Lebensabends einzig und allein danach gewertet werden, was sie als Staatsbürger für ihr Volk geleistet haben und noch zu tun bereit find. Der altgewordene Mensch soll nicht länger seiner Familie zur Last fallen, sondern nach einem von Pflicht und Hingabe erfüllten Leben seinen berechtigten Anspruch auf Versorgung im Alter gewahrt sehen. Im engsten Zusammenhang mit dieser vordringlichsten Tagesaufgabe steht die Schaffung eines alle Arbeitsfragen vollauf neu regelnden Sozialen Gesetzgebungswerkes von geradezu revolutionären Ausmaßen. Auf diesem Gebiet sind alle früheren Bemühungen nichts anderes als kümmerliches Flickwerk gewesen. Das Sozialwerk umfaßt zunächst Cinzelmaßnahmen für die Gesundheitsführung. Die Gesunderhaltung des schaffenden Menschen steht danach unter dem maßgebenden Gesichtspunkt des Vorbeugens mit Hilfe laufender Untersuchungen durch Betriebsärzte und unter Schaffung von Gesundheitsstatio- Oie Tangei^one spanisches Hoheitsgebiet. Madrid, 4. Nov. (Europapreß.) Die spanische Regierung hat Montag früh die Oberhoheit über die Tangerzone endgüttia ausgesprochen, nachdem bereits vor einiger Zett spanische Truppen in das Gebiet einmarschiert waren und die internationale Verwaltung ab gelöst hatten. Die offizielle Bekannt- machung von der Besitznahme Tangers durch Spanien ist in Tanger öfenttich angeschlagen worden. Gleichzeitig ist die Auflösung sämtlicher Gemischten Ausschüsse, die früher die Regierungsgewalt in Tanger ausgeübt hatten, verfugt morgen. Aufgelöst wurden das Kontra llkvmitee, die Wahlversammlung und das Gemischte Informationsbüro. Der Chef des spanischen Besatzungsheeres, Oberst Antonio Puste, übernimmt als Oberstgouverneur und Delegierter des Dberfommif- fars von Spanisch-Marokko dse Regierungsgeschäfte der Tangerzone. Oer Wiederaufbau in Nordfinnland. Helsinki, 4. Nov. (Europapreß.) Der Wiederaufbau der während des sowjetrussisch-finnischen Krieges in Nordfinnland zerstörten Ortschaften schreitet rasch vorwärts. Im Grenzgebiet Lapplands müssen nahezu 5 0 0 Häuser neu er- richtet werden. Man hat hier eine große Anzahl der von Schweden geschenkten Holzhäuser auf gestellt. Daneben wurden zumeist behelfsmäßige Wohngebäude errichtet, die zunächst für den Winter die Unterbringung von Manischen und Vieh ermöglichen, später jedoch als Stallungen Verwendung finden sollen. Schwieriger gestaltet sich der Wiederaufbau im Petsamo-Gebiet, da hier das Bauholz aus einer Entfernung von 160 Kilometern herangeholt werden muß. Infolgedessen werden in diesen Bezirken hauptsächlich schwedische Holzhäuser aufgestellt. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem ordentlichen Universitätsprofessor Dr. Johannes Haller in Stuttgart (früher an der Universität Gießen und Tübingen) aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebens- jahres in Würdigung feiner Verdienste um die Geschichtswissenschaft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Reihe von bildenden Künstlern aus dem Elsaß, die auf Einladung des Reichspropaganda, mtnifteriums eine Reise durch Deutschland unternehmen. Die Künstler haben in Berlin, München und Nürnberg Eindrücke vom zeitgenössischen deut- scheu Kunstschaffen erhalten. Sie überreichten Dr. Goebbels eine Mappe, die künstlerische Arbeiten von jedem Reiseteilnehmer enthält. ♦ Zum ersten Male wurde das nationalsoziallstische Werk der Truppenbetreuung auch auf deutsche Wagenkonzentrationen bei verschiedenen Dörfern des'Feindes angegriffen. MienischerWehrmachfbencht. Rom, 4.Nov. (DNB.) Der italienische Wehr- machkberichl vom Montag hat folgenden Wortlaut: 3m Epirus-Abschnitt geht die Aktion unserer Verbände jenseits der Stellungen von kalibaki weiter. Unsere Luftwaffe hat an den Operationen zu Lande mitgewlrkt, wobei die feindlichen Stellungen in der Umgebung des Lorciano dicht mit Bomben belegt wurden. Ferner wurden die Bombardierungen von Saloniki, der Zitadelle au Korfu, des Forts Ravarlno und des Gebirgszuges südöstlich Janina entlang der Fahrstraße Janina—Kalibaki wiederholt. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Während des Luftkampfes, der sich rote im gestrigen Wehrmachtbericht berichtet wurde, über Salonifi abspielte, wurden außer dem Flugzeug, das als wahrscheinlich abgeschossen verzeichnet wurde, roelf ere f ün feindliche Flugzeuge abgeschosseu. Lines unserer Wasser-Erkundungsflugzeuge griff ein zweimotoriges feindliches Flugzeug vom Typ Blenheim an, das mehrmals getroffen wurde und mit schweren Schäden an Bord abdrehen muhte. In Rordafrika vertrieb eine Kolonne unserer Schnellen Truppen feindliche Panzerwagen. Feind- Major Gallands 50. Lustsieg Äon Kriegsberichter Hans Stifte. Ruftungsarbeiter ausgedehnt. Auf Veranlassung von Reichsminister Dr. Goebbels wellte eine Reihe deutscher Kulturschaffender aus dem Musikleben, von Bühne, Film und Kleinkunst im Gau Magdeburg- Anhalt, um den Männern und Frauen, die in Dessauer und Magdeburger Rüstungsbetrieben seit nunmehr einem Jahr schwerste und verantwortungsvollste Arbeit leisten, den Dank der deutschen Kunst zu überbringen. Am 5. November beginnt die Umsiedlung der Bulgaren aus der Norddobrudscha nach der rückgegliederten Süddobrudscha. Die bulgarische Umsiedlungsbehörde hat an der Grenze zwölf Uebernahmestellen eingerichtet, die die Umsiedler aufzufangen und weiterzuleiten haben. Exkönig Carol von Rumänien traf in M a- drid ein, wo er im Hotel Palace Wohnung nahm. Eine von den Generalsekretären sämtlicher belgischer Ministerien unterzeichnete Verordnung legt die Organisation des vor einigen Tagen nach deiU- schem Vorbild gegründeten Winterhilfswerkes fest und stellt den ehemaligen Minister Paul Heymans an seine Spitze. Der König von Belgien hat dem vor einigen Tagen ins Leben gerufenen belgischen Winterhilfswerk einen Berrag von einer Million Franken zur Verfügung gestellt. Königinmutter Elisabeth stiftete 200 000 Franken. Der britische Luftmarschall Sir Wilfried Free- man ist zum stellvertretenden Chef des Armeeluftstabes ernannt worden. Er löst damit Luftmarschall Sir Richard P e i r s e ab, der erst kürzlich auf diesen Posten berufen worden war. * Die britische Admiralität gab bekannt, daß Konteradmiral Mac Kinnon vermißt werde. Auf welchem Kriegsschiff der Offizier das Kommando führte, wird verschwiegen. Ferner hat die britische Admiralität mitgeteilt, daß bei dem italienischen Luftangriff auf den englischen Kreuzer „Liverpool" vor zwei Wochen im Mittelmeer 3 Offiziere und 27 Mann getötet und 33 verwundet worden seien. * Nach Meldungen aus La Paz ist das bolivianische Kabinett zurückgetreten, da das Parlament die Zahl der Ministerien von elf auf acht verringert hot. .... (PK.), 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Ein Ehrentag für das Jagdgeschwader. Wackelnd kommen mehrere Maschinen von den Einsätzen gegen England auf dem Feldflugplatz in Nordfrankreich zurück. Der Kommodore des Geschwaders, Major G a l l a n d, schießt allein an diesem Tage im Luftkampf drei englische Jäger ab und erreicht damit seinen 47., 48. und 49. Lustsieg. 1. November: Der Sturm hat sich im Laufe der Nacht gelegt. Strahlender Sonnenschein vertreibt die letzten Wolken — ein ideales Herbstwetter. Jagdschutz für leichte Kampfflieger", so lautet der Auftrag, den das Geschwader erhalten hat. Unangefochten erreichen die Verbände das Ziel. Unter dem Schutz der Jäger können sie ihre Bomben über London abladen und auch noch den Erfolg beobachten. Dann heißt es: Kurs heimwärts. Der Kommodore'läßt sich mit seinem Rottenführer vom 23er= band und befiehlt für das gesamte Geschwader freie Jagd. Irgendwo im Luftraum hat er einzelne Punkte gesichtet. Bald zeigt es sich, daß hier ein Pulk Spitfire dahinbraust. Genau ist nicht auszumachen, wieviele Maschinen es sind, aber so 16 oder 18 mögen es doch sein. Eine stattliche Uebermacht! Die Angriffsposition ist aber günstig. Noch haben die Engländer die sich heranpirschenden deutschen Jäger nicht bemerkt. Mit Bedacht sucht sich Major Galland „seine" Spitfire heraus. Jetzt ist es so weit! Aus nächster Nähe eröffnet der Kommsdore das Feuer, und unter den Garben seiner Bordwaffen springen einzelne Teile der englischen Jagdmaschine ab. Ein neuer Feuerstoß auf die Spitfire, die in diesem Augenblick aufgehört hat, ein Flug, zeug zu sein. Sie platzt buchstäblich auseinander und flattert in Einzelstücken m die Tiefe. Fast im gleichen Augenblick kommt der Rotten- führer in ähnlicher Lage zum Schuß, und der zweite Engländer ist erledigt. Ehe aber die beiden deutschen Jäger sich ein neues Opfer suchen können, gehen die Engländer stiften ... Sie versuchest es gar nicht, sich in einen Kampf mit den zwei Me's einzulassen. — Mit Jubel wird Major Galland bei seiner Landung begrüßt. Als er eine Stunde später erneut gegen England startet, zieren 5 0 Striche das Leitwerk der Maschine! Stukas im Augriff auf britische Geleitzüge Von Kriegsberichter Hans Herbert Hirsch. DNB. 5.Nov. (PK.) Auf einem Feldflughafen an der nordfranzösischen Küste. Eben ist der Aufklärer gelandet. Im Quadrat TP hat er einen feindlichen Geleitzug entdeckt, der ein lohnendes Ziel für unsere Stukas bieten dürfte, lieber den Draht geht die Meldung vom Gefechts- ftanö der Aufklärungsgruppe zur zuständigen Befehlszentrale, und kurze Zeit später liegt der Ein - f atzb e feh l beim Stukageschwader vor. Der aus etwa 25 feindlichen Schiffen verschiedener Größenordnung bestehende Geleitzug bewegt sich entlang der südöstlichen englischen Küste mit Kurs auf die Themsemündung und wird angegrif- f e n. Der Verband formiert sich, die Maschine des Commodore setzt sich an die Spitze, die Motoren gehen auf volle Touren. Auf die Minute genau wird der Treffpunkt mit den Jägern angeflogen, und ebenso pünktlich setzen sich die zum Schutze der Stukagruppen eingesetzten l^e-Derbände neben die Staffeln und Ketten unserer Ju. Längst ist die eigene Küste außer Sicht gekommen, da dreht die Maschine des Kommodore ab und nimmt, gefolgt vom ganzen Verband, Kurs auf die Themsemündung. Weit voraus kommt im Dunst des Horizonts bereits die englische Küste in Sicht, da erscheint im Blickfeld unter den Maschinen der gemeldete Geleitzug, der wegen der bevorstehenden Einfahrt nur noch wenig Fahrt macht. In Ruhe sucht sich jede Kette hier chr Ziel aus. Noch vor dem Sturm jagen ein paar Spitfire heran. Sie werden von unseren Jägern sofort in Einzelkämpfe verwickelt. Dann stürzen die ersten Ketten und stoßen fast senkrecht auf die Schiffe herab: Keines der Schiffe kann entfliehen. Verzweifelt schießen sie mit kleinen Kanonen und Maschinengewehren auf die stürzenden Maschinen. Es nützt nichts. Bomben mittleren und schweren Kalibers treffen die Schiffe, Stichflammen schießen zum Himmel. Rauch und Qualm wälzt sich über dem Wasser, gewaltige Fontänen spritzen auf und Schiffsteile fliegen haushoch durch die Luft. Eine Maschine der ersten Gruppe hat einen Volltreffer auf einem der größten Dampfer erzielen können: Das Schiff, schätzungsweise 8000 Tonnen groß, platzt förmlich auseinander, Bug und Heck versinken innerhalb weniger Minuten. Andere Maschinen haben annähernd gleich große Schiffe getroffen. Auch hier bersten die Deckaufbauten, die Schiffswände unter dem ungeheuren Druck der Detonation. Auf vielen Schiffen explodieren die Kesse l a n l a g e n , man sieht es an den zwischen Rauch und Feuer aufquellenden weißen Dampfsäulen und -walken. Ein Schwerer Kreuzer, dessen Flak noch auf die abfliegenden Stukas schießt, erhält einen schweren Treffer. Nur Minuten, und das gewaltige Schauspiel ist vorüber, lieber di-e weite Wasserfläche, auf der eben noch, zur Einfahrt in die Themse bereit, ein großer Geleitzug lag, wälzen sich grauschwarze Rauchschwaden und Qualmwolken. Der Geleitzug, der sich mit stark geminderter Fahrt bewegte oder teilweise bereits ankerte, ist sehr gelockert worden. Neun der größten Schiffe erhielten Volltreffer so schwerer BombenkaiMer, daß sie sofort oder Minuten nach dem Angriff sinken. Fast alle anderen wurden so stark beschädigt, daß Feuer an Bord ausbrach und teilweise Deckaufbauten und Ladung verbrannten. Im Tiefflug geht es nach Hause. Auf dem Ge- fechtssfand versammeln sich die Gruppenkomman- deure und Staffelkapitäne. Erst jetzt läßt sich der G e s a m t e r f o l g des Angriffs auf den Geleitzug übersehen. Bei diesem einzigen Angriff wurden versenkt: Ein 8000-Tonner, ein 6000-Tonner, zwei 5000-Tonner, ein 4000-Tonner, ein 3000-Tonner, zwei 2000-Tonner und ein 600-Tonner. Ein Schwerer Kreuzer, ein Feuerschiff und zwei 3000-Tonner wurden schwer beschädigt. Eine weitere Ueberraschung steht uns noch bevor. Während des Angriffes kam eine neue Meldung zum Geschwadergefechtsstand, die sofortigen Einsatz bedingte: 10 Kilometer ostwärts Dover wurde eine kleiner Geleitzug von etwa sechs Schiffen gesichtet mit Kurs Nordwest. Ein 5000-Tonner wurde versenkt und zwei 4000-Tonner wurden so schwer beschädigt, daß sie manövrierunfähig liegen» blieben. Der stolze Tag dieser so erfolgreichen Angriffe der Stukageschwader fand feine Krönung in dem Besuch des Reichsmarschalls, der von seinem Gefechtsstand zum Feldflughafen des Geschwaders kam und den Fliegern feine Anerkennung aussprach. Aus aller Wett. Eisernes Kreuz in fünf Generationen. Die Familie des Majors Leser in Weimar, der jetzt das Eiserne Kreuz erhiell, hat fünf Generationen hindurch Träger des Eisernen Kreuzes gestellt. Der Ururgroßvater erhielt das Eiserne Kreuz im Jahre 1815 in Paris. Urgroßvater und Großvater erkämpften es sich 1870. Dem Vater wurde das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse im Weltkriege verliehen. Taifun-Verheerungen auf Guam. Durch einen Taifun, der am Sonntag mit 200 Stundenkilometer dahinbrauste, wurde erheblicher Schaden aus dem V8A. -Flottenstützpunkt Guam im Pazifik angerichtet. Ein von den Pan- american Airways betriebenes Hotel sowie die Radiostation wurden völlig zerstört, mehrere Gebäude der Marine stark beschädigt. Die Sana» nenerntc ist vollständig, die Kokosnußernte zu 90 v. H. und die Gemüsepflan- Zungen ebenfalls vollständig vernichtet. Wasser- und Lichtleitungen sowie der Telephondienst sind vollständig unterbrochen. USA.=©treitEräfte auf Guam waren gezwungen, chre Unterkünfte zu räumen. Das Rote Kreuz forderte schnellste Hllse an. Raubüberfall auf eine Bank von Valenzla. Vor der Zentralbank in Valenzia fuhren sieben Gangster in zwei Automobilen vor, ein Test der Räuber drang in das Gebäude ein und raubte 70 000 bis 90 000 Peseten. Nach dem Ueberfall er griffen die Räuber die Flucht. Italien baut die größte Sternwarte der Welt. Im römischen Albaner-Gebirge, auf dem Monte Porzio, wird auf Anregung Mussolinis vom italienischen Staat die größte Sternwarte der Welt gebaut. Sie ist als internationales Studium- zentrum für Astronomen geplant und wird mit den modernsten Apparaten und einem großen Aequatorial ausgestattet. Ilm den Kuppelraum wer- den Versammlungs- und Vortragssäle sowie eine große Bibliothek errichtet. Ferner ist der Bau eines besonderen Hotels für die Unterbringung von etwa sechzig in- und ausländischen Gelehrten geplant. Erreger einer gefährlichen Rinderkrankheit gefunden. Prof. Dr. G o e tz e von der Tierärztlichen Hochschule Hannover fand den Erreger der als „bösartiges Katarrh-Fieb er" «bekannten Rind erkrankh eit. Die gefährliche Bakterie gehört zur Familie der Spirochäten, die beim Menschen die Syphilis, das Rückfallfieber, die Weitsche Krankheit, beim Hunde den Hundetyphus erregen. Prof. Goetze hofft, daß nun in Kürze auch die geeigneten Abwehrmittel gefunden werden. Der Forscher hat sich seit 15 Jahren mit dem Studium dieser Krankheit besaßt. Hauptichcifüeiler: Dr. Friedrich Wllbetm Lange. Stellvertreter bei HauptichriGleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Polttii und BUder: Dr. Fr. W. Lange: für ba3 Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provtn?, Wirychafr u. Sport: Ernst Biumschetn. Druck cno Verlag: Brühlsche Universitatsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-J»g. Erich Hamann: Anzeigenleiter■ Hans Beck. Verantw ortllch iür den Inbalt der An-eigen r Toeodor Kümmel Pl.Nr.S. ........... bei IM &iutc£+- X um nett, gut und L gesund gekleidet |U zu sein, das gibt | es immer preiswert Beachten Sie bitte meine Ausstellung Markt 16 in Baby- und Kinderwäsche Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber» landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 27707, oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. Vom 15. November 1940 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat September 1940 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 4974A Gießen, den 2. November 1940. ________Direktion der Stadtwerke Gießen.________ 2 ÄrikySMpMU^vM I9404I * o Om führet: 85 Millionen, Ms einen willen hoben, einen entschlich und zu einer tat bereit sind, bricht keine Macht bet Welt! 4972 A Schöne sonnige 5-Zimmer-Wohnung mit Bad und Heizungper sofort oder später gesucht. Schriftliche Angebote unter 4986V an den Gießener Anzeiger erbeten. 1-2 mööi. MW in guter Wohnlage (Nähe Stadttheater) zum 15. November oder 1. Dezember v.berufstätiger Dame gesucht. 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Hausfrau, begreife: |ATA spart Seife! Bekanntmachung. Bei bet Lebensrnittelkartenausgabe ist zu beachten: I. Bei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Gebühr von RIN. 1,— je Personalausweis erhoben. II. Personen über 70 Jahre können auf mündlichen Antrag bei Abholung der Karten eine Mllchkarte zum Bezug von täglich % Liter Vollmilch erhalten. III. Die Ausgabetage sind geändert worden, da auf Wunsch der Hausfrau der Samstag als Ausgabetag wegfällt. Der 3. Ausgabetag ist daher auf Montag verschoben worden. Die Ausgabetage werden demnach wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Donnerstag, 7. November 1940, 2. „ Freitag, 8. „ „ 3. z „ Montag, 11. 4. „ Dienstag, 12. „ „ 5. „ Mittwoch, 13. jeweils von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ergibt sich aus der Aufstempelung auf dem Personalausweis. Beim Empfang der neuen Karten sind die Reste der Karten des 15. Dersorgungsabschnittes zurückzugeben. An Kinder werden Lebensmittelkarten nicht aus- gehändigt. Während der Ausgabetage werden Bezugschein- anträge nicht entgegengenommen. 4976D Gießen, den 5. November 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. — Ernährungsamt Abt. B. — I. V.: Nicolaus. Beiladung-Rückladung mittelst Auto- u.Bahnmöbelwagen v. Gießen nach Schotten per 7.11. „ „ „ Lauterbach°H.p.8.11. „ „ „ Friedberg-H.p.9.11. n n * Hanau-M.v.12.11. „ „ „ JVuIba per 15.11. tf h Büdingen-H. per 18.11. ft Neustadt (Kr. Marburg) nach Gießen per 28.11. „ Saarbrücken nach Gießen p.fof. Stückvalb W wagen r c 7.11. j 0.8.11. I P-9.11. | .12.11. 15.11. ’ 18.11. \ 28.11, t y.sof. ider bitimtf 18. 467»D i Dythmus in die lautlich unft Willi ch ein wenig hin uft her schwankenden Rufe, so daß in einer halben : Dinute ungefähr 35 bis 40 Rufe erklingen, aber febft bei diesem Spatzen-Liebeslied sind rhythmische ! Sttgleisungen häufig. Derselbe Beobachter hat auch ston einmal einen Hausspatz richtig „fingen" hören: lis fast ununterbrochene, nicht sehr laut vorge- ligerie Lied bestand aus kurzen, klangschöneren Ge- Iden von recht verschiedener Höhenlage, freilich Vom Spatz. Die Sperlinge zeigen sich in dieser Jahreszeit, bc die anderen Bewohner der Luft sich in wärmere I rgenden geflüchtet öfter vor der rauhen Witterung ruckgezogen haben, als das eigentliche belebende ; । ement in der Natur. Wie wenige aber, die den j j?atz dreist unft keck herumhüpfen sehen, haben ihn । schon einmal genauer angeschaut. Sie können li jbei manche Ueberraschung erleben. i Beobachtet man die Spatzen auf einem winter- ** BDM-Werkgruppe 2/116 (Mitt e). Mittwoch, 6. November, 20 Uhr, Antreten am Möser- Heim zum monatlichen Gemeinschaftsgruppenabend. Alle Beurlaubungen sind an diesem Tage aufgehoben. ** 8 6 Jahre alt. Der Rentner Heinrich W i n n , Hofmannstraße 14, kann am morgigen Donnerstag, 6. November, seinen 86. Geburtstag begehen. Der alte Herr ist durch feine frühere außerordenttich umfangreiche Bautätigkeit und sein langjähriges Wirken in zahlreichen Ehrenämtern, darunter auch viele Jahre als Stadtverordneter, in weiten Kreisen bekanntgeworden. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu seinem Ge- burtstag. ** Silberne Hochzeit. Am morgigen Mitt^ woch, 6. November, begehen der Handelsvertreter Otto M a s s e n g e i 1 und Frau Margarethe, gebN Klotz, Sonnenstraße 6 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. ^en Futterplatz, so kann man zwei deutlich unter« mieöene Arten erkennen. Die einen Männchen haben küßliche Wängen, die durch eine hellbraune, nach breiter werdende Zeichnung gegen das Asch- c au des Scheitels abgesetzt sind, über die bräun» (tjen Flügel verläuft eine deutlich hervortretende t >jße Binde, die Kehle ist bis weit abwärts schwarz, j idere Tiere, die bescheidener und zurückhaltender nb, haben fupfer» und kastanienbraunen Scheitel, ,üße Wangen, in denen ater ein schwärzlicher ; erf außerordentlich auffäUf, weißen seitlichen jllsring unft schwarze Kehle, lieber die Flügel lau» 1 zwei schmale weißliche Binden. Wir haben hier lusfperling und Feldsperling vor uns. Der erstere iut sich seine häufig höchst Itoderlichen und ver- Sihrlosten Nester in Mauerlochern hinter Dach- rhnen, seltener' auf Bäumen, viel lieber aber in Zhwalbennestern unft Starkästen. Der Feldsperling npiftet die Städte, nistet hauptsächlich in Baum- zslov lsb-6 der gut,fl jach® Ä Diamantene Hochzeit in Gießen-Klein-Linden. Die Eheleute Friedrich Wilhelm Naumann und Ftau Johannette, geb. Wagner, in Gießen-Klein- Ä,den. Lützellindener Straße 5, begehen am morgen Mittwoch, 6. November, das seltene Fest der Dimantenen Hochzeit. Das Jubelpaar nimmt in vkftiger Frische noch regen Anteil an den großen Ereignissen unserer Zeit. Der Ehemann ist 84, seine S-ttin 80 Jähre alt. Den Iubilaren, die seit mehr th 40 Jahren zu dem treuen Bezieherkreis des Meßener Anzeigers" gehören, bringen auch wir nufere herzlichen Glückwünsche zu ihrem seltenen hechzeitsfefte unft für einen schönen Lebensabend der deutschen Waffen einzusetzen. Dann behandelte er in geistvoller Weise die Synthese zwischen der militärischen unft der politischen Führung der Nation in der Einheit, die wir in der Person des Führers verkörpert sehen, und in der Dynamik, die von ihm unft seinem Wirken ausgeht. Nach diesen grundsätzlichen und richtung- meifenften Betrachtungen beschäftigte sich der Vortragende mit den verschiedensten Phasen der politischen unft militärischen Entwicklung seit Beginn des Jahres 1939, insbesondere seit dem Ausbruch des Krieges, unft schließlich mit den großen Geschehnissen der letzten Wochen. Dabei vermittelte er seinen Hörern einen Ueberblick und Ausblick auf die Gegenwart und die voraussichtliche Entwicklung, der die politisch-militärische'N Ereignisse in anschaulicher Ordnung der Dinge zusammenfaßte und vielfach unter ganz neue Gesichtspunkte stellte, zum Teil auch Entwicklungen der jüngsten Zeit in ihrer weittragenden Bedeutung verständlich machte. Seine Darlegungen gruppierte er schließlich um die drei Begriffe „Lonfton, Europa, Weltraum", die er in ihrer Bedeutung für die Entscheidung der gegenwärtigen politisch-militärischen Auseinandersetziung und Neuordnung der Welt eingehend schilderte. Die Hörer erhielten hierbei ein Bild der weltpolitischen Geschehnisse aufgezeichnet, das sie in höchstem Maße fesselte. Der Vortragende schloß seine interessanten Darlegungen mit einem Wort von Clausewitz „Der Wille ist das Mächtigste auf Erden", er wünschte, daß dieser Wille immer in unserem Volke lebendig sein und es sich dabei von keiner Macht der Erde übertreffen lassen möge. Oer Rektor Professor Or. Kranz sprach dem Vortragenden den herzlichen Dank der Hörer aus und betonte, daß dieser Vortrag aufs neue die Hand unseres Führers als des großen Meisters erkennen lasse, der die Geschicke des deutschen germanischen Menschen und damit auch die Geschicke des europäischen Kontinents zum Besten wende. Ihm galten der Dank und Gruß der Versammlung. Gießener Konzertring. Drittes Konzert. >lse Bernatz ist den Gießenern vom vorigen j: Unter her als Kammermusrkspielerin in Erinne- ! ; tuig. Schon damals konnte von hier aus betont virden, daß die Musikerin bei ihr weitaus im ^rdergrunfte steht. Dem entsprach auch die Wahl I ht Konzertstückes von Dohnanyi, das vornehm- M rein musikalische Forderungen erhebt unft sich fc hält von der Ueberlaftung durch technische H:ifte. Das Svloinstrument steht, worauf schon im [ $rrf>erid)t hingewiesen wurde, unbedingt im klang- llten Interesse. Ilse Bern atz spielt das Solo mit Aestunkenheit und Hingabe und empfindsamem Ein- fiMen; ihr Ton ist weich unft rund, wenn auch nicht üb rgroß im Volumen, und zeigt die typische Aus- cksfarbe des Cello. Nachgiebig und schmiegsam hüte sich so die Kanttlene entfalten, und das ge- rti'e schien dem Wesen der Soliftin innerlich am I tieften zu stehen. Die einzelnen Themen gestaltete nach ihrer individuellen Struktur mit musika- liftiem Empfinden und klarer Phrasierung. Ihr i Itneggienfpiel war ausgeglichen durch eine weiche ^gcnführung und tonale Sauberkeit. Tagung des Mchleistnngsausschuffes Gießen 44 PM. cd Kro / \ leichsnnetengefetzes $u beurteilen, tautet: ,Lat der Vermieter die Burgsolms mit ihren :rg, Cidon und Hahn wenden sich am besten an die Jnftandsetzmrgsst>ells nicht ol rung einer alten Amerikanerin war — oder? :n philo juftigei gar nicht gelesen. „Wenn man prominent ist", sagte Peter, bk ohne rechten Appetit sein Essen verzehrte, „gehör teilic lione I Die J ch es ! jällen i len me ! Vieuy ler Di ,^os, mach bloß kein unnötiges Aufsehen. Diesn i gJ Amerikanerinnen ist die Hauptsache, daß etwL £7Uer druntersteht, was, ist schon ganz egal. Schreib Anite 0 onö w I Neu rum, 3 [Wen ) Lahb >ei &: S;* » der Giftes Die Wetzlarer konnten in Burgsolms mit chren Urlaubern, Baumann, Zielberg, Cidon und Hahn antreten, sodaß ihr Sieg unter der klugen Sturmführung von Mobs, früher Friedberg, nicht überrascht. Lediglich die Spielstärke der Burgsolmser wird durch das knappe Resultat unterstrichen. Briefkasten -er Vedattion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit, der Schriftleitung.) 5L Nach dem Erlaß des Führers vom 27.8. ISA (Reichsgesetzblatt I, S. 1555) wird der Deteranensoü nur den Frontkämv fern aewährt, wenn sie das 70. Lebensjahr vollendet haben. Frontkämpfer ist, wer bei der fechtenden Truppe an einer Schlacht, einem Gefecht, einem Stellungskampf oder an eine Belagerung teingenommen hat. nuten gehörten den Platzbesitzern. Doch diese Drangperiode brachte Naunheim nichts ein. Lediglich verursachte der Torhüter der „Teutonen" einen Elfmeter, den er jedoch auch hiett. Auf der andern Seite verschoß Harnisch aus aussichtsreicher Position. Kurze Zeit später stand der Halblinke Häuser frei zum Schuß, doch Naunheims Torhüter lenkte den aus kurzer Entfernung geschossenen Ball an den Torpfosten: von da sprang er ins Feld zurück. Noch steht das Spiel 0:0, da erwischt der Mittelstürmer der Platzmannschaft den Ball und schoß aus klarer Abseitsstellung zum 1. Treffer ein. Nach Halbzeit schoß die Platzmannschaft innerhalb 15 Minuten drei weitere Tore, bei denen der unbe- Da die Verletzung von Rohm ernster war als man ursprünglich angenommen hatte, war eine Umstellung der Mannschaft in letzter Minute notwendig. Körner rückte auf halbstnks und Bischoff nahm den Platz als rechter Läufer ein. Trotzdem die Wetzlarer verschiedene Gastspieler in ihren Reihen hatten, konnte ihre Spielweise nicht Überzeugen. Gerade hier zeigte es sich, daß 11 gute Techniker und Könner noch lange keine Mannschaft vilden. Es fehlte an der Zusammenarbeit. Daher waren auch die Gießener insgesamt gesehen besser und auch durch ihre Zusammenarbeit weit gefährlicher. Wenn es zu keinem Erfolg kam, so verdankt es Wetzlar dem Tormann und dem linken Verteidiger Kosmol, _ , . der immer wieder in letzter Minute rettete. Don'dienten Sieger sah. Oie Ergebnisse der 1. Klasse. Luftwaffensportverein — 1900 5:3 Naunheim — Watzenborn-Steinberg 5:0 Burgsolms — Wetzlar 05 2:3 Sportfreunde Wetzlar — DfB.-R. 0:0 abgebrochen. Der Sieg des Luftwaffensportvereins bedeutet keine Ueberraschung. Schon in der Vorschau hatten wir darauf hingewiesen, vor welche Aufgabe der Meister in Naunheim stehen würde, jedoch hatte niemand geglaubt, daß er so eindeutig überfahren würde. Das Spiel hat bewiesen, daß Steinberg, sobald der Sturm mit der nötigen Sorgfalt gedeckt wird, den schwächsten Teil der Mannschaft in dem Schlußdreieck hat. ** Die neuen Lebensmittelkarten werden vom kommenden Donnerstag ab ausgegeben. Um mit der bisherigen sehr saumseligen Abholung, die zu einer starken Erschwerung des Geschäftsverkehrs in den Ausgabestellen führte, Schluß zu machen, muß von jetzt ab jeder, der seine • Lebensmittelkarten nicht terminmäßig pünktlich abholt, eine Gebühr von 1,— RM. bezahlen. An Kinder werden die Lebensmittelkarten nicht ausgehändigt. ■** RettungausWafsernot.Am gestrigen Montagnachmittag befand sich auf der kleinen Lahn- Insel bei der Brücke im Zuge der Rodheim er Straße ein Hund in großer Wassersnot. Die Wassermassen brachen das arme Tier immer mehr in Bedräng- nis, so daß es sich schließlich in ferner Weise zu helfen wußte. In diesem Augenblick der größten Gefahr fuhr Fräulein Körner von hier mit einem Paddelboot gegen den reißenden Strom an, um den Hund zu retten, was ihr denn auch mit mancherlei Mühe gelang. Aus der engeren Heimat. Ueberfall in der Dunkelheit. * Muschenheim (Kreis Gießen), 5. Nov. Am Sonntagabend zechten in einer hiesigen Gastwirtschaft mehrere junge Leute. Dabei kam es zwischen zweien zu einem Streit, der den einen Streithahn veranlaßte, nach Hause zu gehen und ein großes Messer zu holen, mit dem er seinem Widersacher auflauerte. Als dieser gegen 23 Uhr die dunkle Dorfstraße entlang kam, wurde er von seinem Gegner, einem 19jährigen Burschen, überfallen und mit dem Messer in den Kopf g e - st o ch e n. Bewußtlos mußte der Ueberfallene nach Gießen in Krankenhausbehandlung überführt werden, wo er in Lebensgefahr darnieder- (i eg t Der Messerstecher wurde verhaftet und nach Gießen in das Gerichtsgefängnis eingeliefert. Harsch-Zweikampf im Krofdorfer Forst. fcpi klären । | p ÄQ 6eistesi bereien angewendet. Es gibt aber and) andere Runen, zum Beispiel Liebesrunen, die auf Schwertscheiden eingeritzt wurden, ober Meeresrunen, die man zur Verhütung des Schiffsbruchz in die Schiffswand ferbte; aber dich interessieren wohl mehr die Liebesrunen — was?" „Ja, Peter, weißt du davon auch was?" „Na und ob! Onkel Franz hat mir Sonntagnachmittag die entsetzlichsten Vorttäge darüber gehalten." „Ach, erzähle doch bitte!" „Also, wenn du zum Beispiel die Liebe eines Seeoffiziers erwerben willst —" „Sei doch ernsthaft 1—" ,Zch bin todernst! Dann mußt du ein ,R‘ in die hohle Hand ritzen —" „Au weh!" „3a, Lieben heißt leiden!" Der kleine Wagen kroch tapfer weiter. Die Gegend machte ihm das Vorwärtskommen leicht, sie wurde flach. Bald kamen sie nach Jönköping. Wie ertrunken lagen die Schwefelseen in grünlichem Gelb. Dann tauchten riesige Gebäude auf, die weltbekannten schwedischen Zündholzfabriken? ,Hch glaube, wir sind schon in die Hölle gekommen wegen unserer Schwindelei"^ sagte Peter und hielt sich die Nase zu. „Riechen tut es jedenfalls so", rief Anni und kramte nach Kölnisch Wasser. Sie durchknatterten Jönköping mit der höchsten Tourenzahl, deren Onkel Franz fähig war. Plötzlich griff Anni nach Peters Arm. „3efct sind wir nach der Höllenfahrt direkt in den Himmel gekommen — Peter, sieh doch!" Der Vätternsee breitete sich hinter Jönköping aus. Anita batte recht, der Anblick war überwälttgend. Eine seltsame Luftspiegelung machte den See^ zu einem riesigen Edelstein, der in tausend Farben schillerte. Das alte Schloß Oranna lud mit wehender Flagge zum Besuch ein. Onkel Franz schob sich neben eine amerikanische Luxuslimousine, deren blinkende Karosserie über den armen kleinen Laubfrosch zu lächeln schien. Sie traten ein und befanden sich in einer Hotelhalle von äußerster Eleganz, setzten sich an ein Fenster und bestellten einen Imbiß. Der See schlug leise gegen den Felsen, auf dem die alte, in ein elegantes Hotel umgemarooelte Burg stand. Mondäne Forstamtes .... . „ _ „ Rande einer Dickung einen verendeten Zwölf- ender-Hirsch. Die Untersuchung ergab, daß dieser in der Brunstzeit von einem anderen Hirsch zu Tode geforkelt worden ist. Die beiden an Wildpret ziemlich gleichstarken Rivalen haben einen heißen Kampf ausgefochten, wovon der Zustand des Kampfplatzes Zeugnis ablegte. Bei dem wütenden Ringen im dichten Buchenholz-Jungwuchs wurde dem Geforkellen fein starkes Geweih mit doppelseitigen Kronen zum Verhängnis, indem es ihn in der Bewegung behinderte, so daß der Gegner den tödlichen Stoß führen konnte. Doch die Tage des Siegers waren auch gezählt. Ein Förster erlegte ihn im selben Revierteil. Es handelt sich um einen 16- bis 18jährigen Hirsch mit sehr stark zurückgesetztem Geweih, dessen Hauptmerkmal die beiden wie Parallel-Dolche nach vorn stehenden Augsprossen sind. Sie bildeten das Mordwerkzeug, wie es auch die Art der Verletzungen an dem geforfelten Hirsch entsprechend bezeugte. z. B. das Gut Neuhof im Durchschnitt des Jahres 1939 10,6 Kilo je Kuh und Tag, die Gemeinden Lang-Göns und Wieseck je 6 Kilo, die Gemeinden Odenhausen und Großen-Lin- den je 5L Kilo, anderseits die Gemeinden Dutenhofen nur 2,21 Kilo, Bieber und Fellingshausen 1,77 und Vetzberg IM Kilo je Kuh und Tag abgeliefert. Es muß erreicht werden, daß die Gemeinden im Jahresmittel mindestens 6 Kllo Mich pro Kuh und Tag — das entspricht auf die Nutzfläche umgerechnet, im Gemeindedurchschnitt je 1200 Kilo je ha Nutzfläche — abzuliefern haben. Es gilt, die Ställe unter 3000 Liter Leistung zu heben, indem die Ursachen der Minderleistung erkannt werden. Diese liegen weniger auf züchterischem Gebiet, als in der Haltung, Pflege und Fütterung des Viehes. In dieser Hinsicht besteht für die Wirtschaftsberatungsstellen ein dankbares Arbeitsgebiet. Um einen gewissen Wettbewerb zwischen den Erzeugern zu fördern, ist es angebracht, Leistungspreise in Form von guten Lehrbüchern auszugeben. Ebenso soll die Hergabe von Preisen an die Viehpfleger erwogen werden. Durch die Prämiierung der besten Betriebe wird sich auch ein Wetteifer zwischen Stall- und Melkpersonal ergeben. Nur mit einwandfreier Milch können einwandfreie Erzeugnisse erzielt werden, die für eine lange Lagerung der Butter in den Kühlhäusern im Hinblick auf die Vorratswirtschaft unerläßlich sind. Die seit dem 1.5.1940 im Gebiet der Landesbauernschaft eingeführte Bezahlung der Milch nach Rein- hett, Haltbarkeit und Fettgehalt begünstigt diese Maßnahmen außerordentlich. Bis Ende Dezember 1940 soll in jeder Gemeinde ein Sprechabend stattfinden. Dem Tierzuchtamt und der Landwirtschaftsschule wurde Dank für ihre Mitarbeit ausgesprochen. Weiterhin sollen Hofbegehungen stattfinden, lieber den Gießenern ist niemand hervorzuheben, da alle sich restlos einsetzten. Aus dem Spielverlauf ist nur zu berichten, daß die Gießener mehr Torgelegenheiten als der Gastgeber hatten. Trotzdem wären die Gastgeber in Führung gegangen, wenn Jie einen wegen Handspiels verhängten 11-Meter nicht neben den Posten gesetzt hätten. Naunheim — „leufonia" W.-Steinberg 5:0 (1:0). Zum 1. Meisterschaftsspiel der neuen Spielrunde standen sich am gestrigen Sonntag in Naunheim obige Mannschaften gegenüber. Der Naunheimer Platz ist für jede Mannschaft ein heißes Pflaster. Dies mußten auch die „Teutonen" gestern wieder feststellen. Zwar waren sich die Mannschaften im Feldspiel fast gleichwertig, doch hatte die Platzmannschaft weit mehr Schußglück und fand sich auch mtt dem schlechten Bodenverhältnissen weit besser ab als die Gäste. Naunheim spielte die 1. Sjalb$eit mit dem überaus starken Wim>. Die ersten 10 Mi- Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 5. November. Auf dem heutigen Schweinemarkt wurden 253 Ferkel aufgetrie» den. Es kosteten bis sechs Wochen alte Tiere bis 13 RM., sechs bis acht Wochen alte 13 bis 16 RM., acht bis zehn Wochen alte 16 bis 22 RM. pro Stück. Der Handel war flott. Schweinemarkt in Nidda. (D Nidd a, 4.Nov. Der heuttge Schweinemarkt im Rahmen des Martini-Marktes war mit 183 Ferkeln und Läuferschweinen beschickt. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 15 RM., 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 18 RM., 8 bis 10 Wochen alte 19 dis 23 RM., Läuferschweine 24 bis 30 RM. pro Stück. Der Handel verlief schleppend, es verblieb geringer Uebetftanb. Kreis Wetzlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 4. Nov. Als wichtige Aufgabe der Erziehung ist die Weckung und Pflege des Sparsinnes schon bei dem schulpflichtigen Kinde zu betrachten. Zu diesem Zwecke hat die hiesige Schule als eine der ersten im Kreise vor Jahren eine Schulsparkasse eingerichtet und der dörflichen Genofsenschaftskasse angeschlossen. Nahezu alle Schulkinder machen von der segensreichen Einrichtung Gebrauch. Wie stark bereits der Spargedanke Wurzel gefaßt hat und wie förderlich sich der eingeführte „deutsche Spartag" auswirkt, beweist die Ablieferung der beträchtlichen Summe von rund 120 0.RM. am 3 0. Oktober. Damen im Nachmittagskleid/ unter wahren Wasserfällen von Silberfüchsen, schnatterten Englisch durcheinander. Herren äußerten sich in ttockenen Wor-- ten über die berühmten Luftspiegelungen des Dät- ternsees und betrachteten ungerührt das märchenhafte Landschaftsbild mit dem sichtbaren Vorsatz, für ihr teures Geld keinen Genuß auszulassen, und sei es auch nur ein Lichtwunder, ehe man sich zum Diner setzte. Wie eine kleine blauschwarze Perle in einer Opalschale lag die Insel Visingsö inmitten des Vät- ternsees. „Du, ich glaube, die alten Wikinger, die dort schlafen, werden durch die Fernstecher wachgekitzett", sagte Peter und stieß Anni leise an. „Schau mal, wie sie die Insel absuchen. Ich glaube, das Schloß Näs würde unter ihren Blicken einstürzen, wenn es nicht schon eine Ruine wäre." ».Scheint übrigens ein teurer Laden zu sein, dieses Hotel. Ein wahres Glück, daß wir reich sind." „Erinnere mich bloß nicht an das Geld", flüsterte Anni. „Ich habe das Gefühl, daß mir jeden Augenblick ein Geheimpolizist die Hand auf die Schulter legt und sagt: .Bitte, kommen Sie mit, meine Samer" „Ausgeschlossen —" „Du meinst!" „Der sagt einfach: Kommen Sie mit!' Das »Sitte' und ,Dame‘ läßt er weg." „Peter, du bist gräßlich —Anni sprach den Satz nicht zu Ende, denn zwei Herren und eine Dame sahen mit unverhülltem Interesse auf das Paar. Dann rauschte die Dame los und sagte: „Oh, Miss Verriss, so glad to see you!“ Anni wurde so grün vor Augen, wie es die Smaragdkette an dem mageren Hals der Amerikanerin war. Aber diese Lady wartete eine Antwort nicht ab. Sie rollte eine Zeitschrift auseinander und fuhr fort: „Your picture — so very lovely!" Dann ergoß sich ein Strom von Komplimenten über die verdatterte Anni, die nur soviel begriff, daß die liebenswürdige Dame in Göteborg in Annis Tanzabend war und ein Autogramm haben wollte. „I can not understand you“, sagte Anni in Höch- ster Not. Sie konnte ihr ohnehin schon zentnerschweres Gewißen nicht noch mit einem gefälschten Autogramm belasten. k!S es 3000Kilometer Liebe Roman von Olly Boeheim 19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 12. Kapitel. Ja, ja, dachte Peter Renz, wenn man die Taschen voller Geld hat, dann ist die große Heiterkeit zum Teufel, und er betrachtete heimlich Anitas ernstes Gesicht, das nichts mehr von der sonnigen Landschaft widerspiegelte. Der kleine Wagen hoppelte wie ein gehorsames Häschen die Sttahen entlang. Die Schären flimmerten auf, vorn Silberregen der Möwen umspielt, und doch tödlich einsam. Am felsigen Ufer standen gewaltige runde Steine, als wollten die Meergötter mit dem Riesen Ball svie- len. Dann breitete sich plötzlich eine Heidelandschaft neben der Straße aus, mit Ginster und Wacholderbüschen, die sich wie Trolle in das Heidekraut duckten. Die beiden fuhren schweigend weiter. Die Einsamkeit der Wälder öffnete sich ihnen und schloß sich wieder zu. Sanfte Hügel nahmen sie auf den Rucken, bis sie in das anmutige Lagantal tarnen und liebliche Ebenen ihren weiten Horizont darboten. Sie fuhren an alten Grabfeldern vorbei und fliegen aus, um die gewaltigen Runensteine zu betrachten. „Weißt du, Peter, unter den Runensteinen hausen die Unterirdischen, und wenn man mit dey Händen solche Steine berührt, heißt es, gehen Wünsche in Erfüllung." Peter machte auf der Wiese gymnastische Uedun- gen, während Anni etwas verlegen ihre Hand auf den kalten Stein mit den seltsamen Schriftzeichen legte. „Was diese Zeichen wohl bedeuten mögen?" sagte sie leise. Peter kam nach ein paar flotten Kniebeugen näher. „Wer weiß", sagte er. „Runa heißt Geheimnis auf gotisch oder so. Soviel ich weiß, soll Odin sie persönlich erfunden haben. Ursprünglich waren sie nur wenigen, den Opferpriestern und heiligen Weibern bekannt." „Also ein Zauber ist doch dabei", bestätigte Anni. „Gewiß, sie wurden bei Beschwörungen und Zau« ,Lch habe ja aar nicht bemerkt, daß ich photr* graphiert wurde, sagte sie ratlos zu Peter je ß J wandt. „Was mache ich denn bloß?" - |ie 1 Peter griff ein. Er erklärte der KunstenthufiastiR daß Anni kein Bild bei sich hätte. „Oh no — this picture“, sagte die Amerikanerin und schob Anni das Bild aus der Zeitung hdn Jetzt war selbst Peter ratlos. Zweifel stiegen nr ihm auf, ob diese ganze Sache nur Kunstbegeis» Diese Bestimmung lautet: ,^Hctt der tßermieterbte Ausführung notwendi-ger Instandsfetzungsarb-eitr, unterlassen, so hat eine von der obersten Landest»- Hönde zu bestimmende Stelle die sachgemäße Ausführung der Jnstandsetzungsarbetten durch geeignete Anordnung zu sichern. Sie kann insbesondere ar= ordnen, daß die Mieter einen entsprechenden Tel des Mietzinses nicht an den Vermieter, sondern am die Stelle seldst oder cm eine andere <5tette zu errichten haben, oder daß sie die Anetten selbst au-- führen und einen entsprechenden Betrag des Miet« zinses einbehalten können. Der Betrag, der auff Grund einer solchen Anordnung für die Instand- setzungsard)en gerabe; . Mer' ' ?s Sol | Wisse