ilr.50 Erstes Blatt t90. ZotMMY Montag, 5. Zebruar 1940 Brüssel, Januar 1940. ,Die Mmi Petro- t u a n t a -- Zn zehn Tagen über 145 ooo Tonnen versenkt Oer neueste Schlag der deutschen Luftwaffe gegen das britische Geleitzugsystem. Rom, 3. Febr. (Europapreß.) Rach einem Bericht aus San Juan auf Porto Rico ist die amerikanische Besatzungstruppe von 1500 Mann aus 15 000 Mann erhöht worden. Porto Rico sei somit de facto zum 49. Bundesstaat der Nord- amerikanischen Union und das Karibische Meer nun tatsächlich ein wahrhaft amerikanisches Binnenmeer, das amerikanische Mittelmeer, geworden. Außerdem habe Präsident Roosevelt, angeregt von den hohen Marine-Kommandostellen, seinen alten Plan der Erweiterung und Verstärkung des Marinestützpunktes von n am o auf Kuba wieder aufgegriffen, der in amerikanischen militärischen Kreisen das amerikanische Gibraltar genannt wird. Berlin, 4.Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen keine besonderen Ereignisse. Wie bereits durch Sondermeldungen bekanntgegeben, hat die d e u t s ch e Luftwaffe im Rahmen der Aufklärung über der Nordsee am Z. 2. britische Kriegsfahrzeuge und bewaffnete oder im Geleit fahrende Handelsdampfer angegriffen und trotz stärkster Flak- und Zagdabwehr ein Minensuchboot, vier Vorpostenboote und neun Handelsdampfer versenkt. Zahlreiche weitere bewaffnete Handelsdampfer wurden teilweise erheblich beschädigt. Sämtliche versenkten Handelsdampfer wurden in britischen Geleitzügen angegriffen. Drei eigene Flugzeuge sind vom Feindflug nicht zurückgekehrt. Nach zuverlässigen Nachrichten betrugen die in der Zeit vom 21. bis 31.1, 1940 als Folgen des Seekrieges entstandenen Verluste an englischen, französischen und neutralen Handelsschiffen zusammen 1 4 5 6 0 3 B r t. Oie Blockade der britischen Inseln. nach Frankreich übergetretene spanische Bergarbeiter kommen zu lassen, ist bei den belgischen Rechtskreisen auf heftigen Widerstand gestoßen, hat man nun auch die anderen Ausländer — polnische Pelz- und handtaschen-hersteller, Besitzer italienischer Restaurants, spanischer Weinstuben und schweizerischer Wäschereien — nicht so nötig wie gerade diese Bergarbeiter, so denkt die belgische Regierung vorläufig doch nicht daran, ihnen etwas zuleide zu tun. Etwas anders steht es jedoch in Belgien mit jener Sorte von Ausländern, die als Emigranten ein ihnen anfänglich entgegengebrachtes Mitleid oft bitter zu enttäuschen wußten. Nur für diese ist schon vor Monaten in Merxplas bei Antwerpen ein Konzentrationslager errichtet worden. Wochenendreden englischer Kriegshetzer. Wie Kriegsminister Stanley sich einen „ehrenhaften Frieden" vorstellt. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Im Rahmen der englischen Redeninflation meldeten sich am Wochenende Oliver Stanley und Eden zum Wort. Stanley wirtschaftlichen Nationalismus mit ihrem . leum, Getreide, Vieh, Metallen und Holz erheben. Nötigenfalls werden wir auch für die f ü d a m e r i - konischen Staaten eine Strafe finden und jedenfalls für Japan. Mussolinis Italien und Francos Spanien werden ihr imperiales und lateinisches Schicksal im Mittelmeer sowie ihre Autarkie selbst schmieden. Sie werden London und Paris zum Trotz und nötigenfalls gegen London undParis handeln, und weder für London, noch für Paris ihre Freundschaften und Verträge aufgeben oder zulassen, daß andere Gebiete Europas gegen ihren Willen in einen Krieg hineinge- zogen werden. Dieser Krieg wird nur dazu geführt, um den Untergang von politischen und Handelssystemen zu verhindern, die sich während eines Jahrhunderts als politische Unterdrückungs- systeme durch wirtschaftlichen Druck erwiesen Wirtschaftliche Selbstversorgung sichert Die nationale Freiheit. Italien durchschaut die Hintergründe des britischen Kriegsziels richtungen hätten erneuert werden müssen. Die ita>- lienische Luftfahrtindustrie sei zudem selbständig geworden. Die Fliegerschulen seien voll besetzt. Alls Grund der in Abessinien und Spanien gesammelten Erfahrungen seien die Flugzeuge erheblich vervollkommnet worden. Neue Maschinen eien im Bau, um es mit den berühmtesten ausländischen Apparaten aufnehmen zu können. Die Luftwaffe sei jetzt zu jeder Probe gerüstet. Korrektes Verhalten der deutschen Ll-Boote. Bom Kopenhagener Seegerichl bestätigt. Kopenhagen, 4. Febr. (DNB.) lieber den Untergang des Dampfers „C a n a d i a n Reefer" der Kopenhagener Reederei Lauritzen vor Kap Fi- nifterre am 18. Januar wurde vor dem Kopenhagener See - und Handelsgericht verhandelt. Ein dem Gericht vorgelegter gemeinsamer Bericht des Kapitäns, des Ersten Steuermannes und des Ersten Maschinenmeisters der „Canadian Reefer" über ihre Versenkung stellte sich als eine unbefangene Widerlegung der englischen Lügen über das angeblich rücksichtslose Verhalten der deutschen Seekriegsstreitkräfte gegenüber den Besatzungen neutraler Schiffe dar. Der Bericht sagt: Die „Canadian Reefer" seit mit einer Ladung frischer Früchte von Haifa nach Glasgow unterwegs von einem deutschen U-Bool an- gehalten worden. Anweisungsgemäß habe sich der Kapitän der „Canadian Reefer" im Boot zu dem deutschen U-Boot begeben, nach Fragen über Ladung und Bestimmungsort des dänischen Schiffes habe der Kommandant des deutschen Bootes seinem Bedauern Ausdruck gegeben, daß er genötigt sei, die „Canadian Reefer" wegen ihrer Banngutladung zu versenken. Der Besatzung fei eine halbe Stunde Zeit zum Verlassen des Schiffes gegeben worden. Der U-Boot-Kommandant habe auch gefragt, ob die Rettungsboote in Ordnung und mit brauchbaren Kompassen und aller sonstigen Ausrüstung versehen seien. Nachdem alle Mann in die Boote gegangen waren, in die auch Reserveproviant mitgenommen wurde, sei von dem U-Boot ein Torpedo gegen die „Canadian Reefer" abgefeuert worden, der mittschiffs in die Maschine traf und ein großes Loch in die Steuerbordseite gerissen habe. Nach 4Vz Stunden in den Rettungsbooten sei die Mannschaft der „Canadian Reefer" von einem spanischen Trawler ausgenommen und nach La Coruna gebracht worden. USA. verzehnfacht die Besatzung auf Porto Nico. Pässe, bitte!" Wem hätte bei dieser Aufforderung nicht schon ein wenig das Herz geklopft, obwohl er seine Papiere völlig in Ordnung wußte. Jeder moderne Staat ist gezwungen, eine scharfe Kontrolle der Zu- und Abreisenden und der sich auf feinem Gebiet aushaltenden Ausländer durchzuführen. Seit dem Weltkriege haben sich überall in der Welt die Paß- und Aufenthaltsbestimmungen wesent- Mailand, 3. Februar. (Europapreß.) Zur letzten Rede des britischen Ministerpräsidenten schreibt der halbamtliche „Popolo d'Jtalia", für England bleibe es wichtig, möglichst viele Nationen in ständiger wirtschaftlicher und damit poMscher Abhängigkeit zu erhalten. Wenn Chamberlain, mit dem britischen Sieg die Wiederherstellung des internationalen Handels wünsche, meine er nicht das Wohl der Völker, roie er glauben machen wolle, sondern die Rückkehr Englands zur wirtschaftlichen und damit politischen Vorherrschaft, die ihren ersten Schlag durch die Verteidigungsmaßnahmen Italiens gegen die Sanktionen erhalten habe. Die Autarkie und die Opfer für die Aufrüstung feinen kein Vergnügen, fondern berechtigte Verteidigungsmaßnahmen Die Wiederherstellung des ^genannten Freihandels käme der Annahme der Abrüstung gleich und würde England und Frankreich das Vorrecht der Rüstung überladen. Selbst die allgemeine Abrüstung wäre eine Posse, wie die ungerechte Verteilung der Rohstoffe, die Waffen im Spiele der internationalen Einschüchterungen und Erpressungen ergänzen sollte. Daher müsse man weiter an die Selbstversorgung glauben, ihr gehorchen und für sie kämpfen Das Mailänder Handelsblatt „sole schreibt, ob Chamberlain nicht warnend habe sagen wollen, jetzt werde man mit Deutschland abrechnen, um alsdann d i e a n d e r e n A u t a r k i e st aa t e nz e r- f d) mettern zu können. „Soll das heißen: Wenn wir mit euch fertig sind, kommt das faschistische Italien an die Reihe, bas ^ine politische Selbständigkeit mit Autarkie und wirifchast- lichem Nationalismus vervollständigen will. Dann Geht es Spanien an den Kragen, das mit eigenen Mitteln neu erstehen will, ohne sich weiter aus- beuten 3U lassen. Dann werden die Balkanstaaten- an die Reihe kommen, die Anspruch auf Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Das Verbrechen am Burenvolk. Am 20. Januar 1902 hielt der damalige englische Kolonialminister und Vorkämpfer des englischen Imperialismus, Joe Chamberlain, der Vater des jetzt amtierenden englischen Premiers Neville Chamberlain, im Unterhaus eine Verteidigungsrede für die Greuel, welche die Engländer in den Konzentrationslagern des Burenlandes begangen hatten. In dem Raubkrieg, den Englands Pluto- kratie zu Beginn dieses Jahrhunderts um das Gold und die Diamanten der Burenrepubliken unternommen hatten, sind rund 5000 Buren gefallen, aber Tausende von Burenfamilien in den englischen Konzentrationslagern, die anfänglich beschönigend „Flüchtlingslager" genannt wurden, l) i n g e m o r - bet worben. In Bloemfontein erhebt sich noch heute ein Mahnmal, das verkündet, wie 26 370 Burenfrauen und -Kinder dabei umgekommen sind. Die englische Regierung ist begreiflicherweise sehr verstimmt darüber, baß die Erinnerungen an die Politik der Konzentrationslager im Zusammenhang mit der englischen Kriegführung wieder so lebhaft geworden ist. Nachdem auch der Führer in seiner Rede vom 30. Januar darauf hin gewiesen hat, wie England damals den Versuch machte, auf heimtückische Art ein ganzes Volk auszurotten, hat man in England natürlich versucht, die Anklage zu entkräften. Als Sprachrohr der englischen Regierung und Öffentlichkeit schreibt in einer sehr kindlichen Auseinandersetzung ausgerechnet die „T i m e s", daß die Burenfrauen ihre Höfe auf gegeben hätten, um zu kämpfen. Nur aus Barmherzigkeit habe dann Lord Milner die Evakuierung befohlen und Frauen und Kinder in Lager bringen lassen, damit sie nicht Hungers ftürben. Im Lager seien zwar Epidemien ausgebrochen, aber die englische Regierung habe alles getan, um die Lage zu verbessern, und bei Friedensschluß fei „befriedigende Bequemlichkeit" vorhanden gewesen, sodaß es verschiedene Buren- Die Karte mit dem roten Strich Von unserem p.-Korrespondenien. argentinischen Getreidekommission veröffentlichter Bericht enthält die bemerkenswerte Feststellung, daß durch bie Versenkung von 18 Dampfern bisher nicht weniger als 110 000 Tonnen argentinisches Getreide die europäischen Bestimmungshäfen nicht erreicht hoben. Der Hauptabnehmer des argentinischen Getreides ist Großbritannien, das den größten Teil der diesjährigen Ernte aufgekauft hat. Die schwedische Presse stellt im Zusammenhang Mit den jüngsten Schiffsverlusten fest, daß Schweden bis jetzt 31 Schiffs mit einer Gesamttonnage von 60 084 Brgt. seit Ausbruch des Krieges verloren hat. 205 schwedische Seeleute kamen dabei ums Leben. Die beiden größten Schiffe waren der 6468 Brgt. große Dampfer „Tajala" und der 6293 Brgt. große Dampfer „Reute r". Reuter meldet, daß an der Nordostküste Englands der norwegische Dampfer „Tempo Oslo" (629 Brgt.) gesunken ist. Das 7203 Brat, große norwegische Motorschiff „BelpareiU ist auf einer Klippe gestrandet und von feiner Mannschaft verlassen worden. Dieser Verlust trifft Norwegen um so empfindlicher, als dieses Schiff bie größte Kokslast, die bisher auf einem Kiel von England nach Norwegen gefrachtet werden sollte, nach Oslo bringen sollte. Der holländische Dampfer „ß a er t e s" (5825 Brgt.) ist vier Meilen östlich des Feuerschiffes „Royal Sovereign" im Kanal a u f eine Mine gelaufen. Das Schiff befand sich fonttagfrül) im sinkenden Zustand und war von dem ~ ’t der Besatzung verlassen worden. glaubte feiner traditionellen Kriegshetzerpolitik in feiner Einführungsrede als Kriegsminifter dadurch Ehre machen zu müssen, daß er mit einem Appell an die niedrigsten Haßinstinkte gegen das deutsche Volk sich zum Dolmetscher übelster britischer Propaganda machte. Er entwickelte echt englische Gedankengänge über einen „ehrenhaf - t e n Friede n", indem er mit zynischer Offenheit zum Ausdruck brachte, daß Versailles in den Augen der englisch-französischen Plutokratie kein harter Vertrag war und England es nicht dulden könne, daß Deutschland, gleich unter welchem Führer, jemals wieder ein Machtfaktor Europas werde. Seine Versuche, die Neutralen als von Deutschland bedroht hinzustellen, dürften angesichts der sich ständig verstärkenden Drohung der Westmächte gegen die neutralen Staaten von aller Welt als schlecht verhülltes Tarnungsmanöver erkannt werden. Die Ausführungen Edens waren lediglich geeignet, das Bild jener abgrundtiefen Heuchelei abzurunden, die der Führer erst kürzlich in feiner Rede als typische Ausdrucksform englischer Politik geißelte. Der Hinweis, daß England gewillt sei, allen Völkern, ob groß oder klein, die Entwicklung ihrer Freiheit zu ermöglichen, dürfte von der Bevölkerung von Malta, Cypern, Irland, Indien, Aegypten und anderen Völkern, die England mit den Mitteln der nackten Gewalt beherrscht, mit erwartungsvollem Interesse ausgenommen werden. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat§-vezugsprei§: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschliiffe unter Sammetnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: 5rankfurt am Main 11688 haben." Die Entwicklung der iialiemschrn Lustwaffe. Rom, 3. Febr. (Europapreß.) Zur Entwicklung der italienischen Luftwaffe im laufenden Jahr kündigt der italienische Unterftaatsfefretär der Luftfahrt, General P r i c o l o , in der Zeitschrift „Bie dell' Aria" an, die Bestände mürben mehr als verdoppelt. Die Luftwaffe werde so hinreichend stark und leistungsfähig zur Erfülluna aller Ausgaben werden, die ihr die Erforbemisse ber neuen Geschicke Italiens auferlegen könnten. Zu biefem Zwecke sei bie Erweiterung der Luftfahrtindustrie, der Fliegerschulen und die Erneuerung des Flugmatericlls verfügt worden. Nach der Teilnahme an den Kriegen in Abessinien und Spanien sowie der Besetzung Albaniens hätte bie Luftwaffe ergänzt und Flugzeuge, Motoren und Ein- lich verschärft. Es sind zumeist nicht die Negierungen ' gewesen, die plötzlich den Ausländern gegenüber mißtrauisch geworden wären, sondern vielfach d i e Ausländer, die dieses Mißtrauen langsam, aber sicher hervorgerufen haben. Der reiche ausländische Tourist der Vorkriegszeit hat feit dem Weltkriege mehr und mehr dem armen Einwanderer aus dem Osten ober dem Emigranten jüdischer Prä- t gung Platz gemacht. In Belgien war dies nicht anders als in den [ übrigen westeuropäischen Staaten. Auch hier haben I die schlechten Elemente die guten ebenso in Verruf gebracht. Wer deshalb heute in Brüssel oder in einer anderen Stadt des Landes auf der Post, der Bank, der Polizei zu tun hat, der kann erleben, daß ihn feine Nachbarn mit einem schiefen Blick mustern, wenn er beim Vorzeigen der „Carte d’IdentitS“ jene Karte herauszieht, bie ihren Inhaber durch einen breiteni roten Strich kennzeichnet, eine „Brandmarke", die von manchen Belgiern wie ein roter Scharlachfleck ängstlich gemieden wird. Dabei sind viele Tausende glücklich, wenn ihnen diese Karie mit der Aufschrift „Ltranxer — Vreemdeling“ ausgehän- I digt und später nicht entzogen wird. In der „Maison Communale“ stehen jeden Tag Hunderte Schlange, alte und junge Männer, Frauen mit kleinen Kindern auf dem Arm, um ihre Aufenthaltserlaubnis für Belgien zu erhalten. Fragt man nach der Nationalität dieser Leute, so stellt sich heraus, daß das keineswegs nur deutsche, tschechische oder polnische (Emigranten sind. Unter den 340 000 IAusländern, die sich nach der offiziellen <5£atiftit zu Beginn des Jahres 1939 in Belgien befanden, zu denen aber natürlich noch eine sipoße Anzahl von illegalen Einwanderern kommt, gab es 71 000 Franzosen , 68 000 Holländer, 38 000 Italiener, 11000 Luxemburger und 5000 Schweizer. Wer die genaue Reihenfolge der Ausländer in Belgien wissen will, der kann sich folgende Skala anschauen, die ihm den prozentualen Anteil bekanntgibt, den die einzelnen Nationen an der offiziellen Gesamtzahl von 340 000 nehmen. Zunächst kommen die Franzosen mit 21 v. H., dann die Holländer mit 20, die Polen mit 18, die Italiener mit 11, die Deutschen mit 4,3, die Tschechen und Slowaken mit 4,2, die Luxemburger mit 3,3, die Engländer und Iren mit 2,7, die Schweizer mit 1,6, die Spanier mit 1 v.H. Insgesamt sind 94,25 v.H. Ausländer Europäer, 1,13 v. H. Amerikaner. Der Rest verteilt sich auf die ■übrigen Kontinente, wobei in Belgien natürttch der Kongo eine Hauptrolle spielt, an den viele schwarze Gesichter in Brüssel und der Hafenstadt Antwerpen erinnern. Ihren Wohnsitz haben diese Ausländer, deren Zahl sich seit 1890 verdoppelt hat, in den Industrie- und Handelszentren, also in den Städten und Bergwerksgebieten, genommen. Nicht weniger als 91 OUO sind in der Provinz Brabant, vor allem in Brussel und seinen Vororten zu finden. 68 000 Ausländer gibt es in ber Provinz Hainaut, also dort wo das sogenannte Zentrum des Bergbaues sich befindet. In der Provinz Lüttich rings um bie von schwarzen Kohlenpyramiben umgebene „Ville ardente*, Der Wallonie, leben 50 000 Auslänber, im ttmburgifchen Kohlengebiet 16 000. Der Rest verteilt sich auf Ost- unb Westflandern, bie ebenfalls bäuerlichen Provinzen Namur unb Luxemburg. Soweit bie geographische Verteilung. , , . Gehen wir nach Berufen vor, bann haben mir 90 000 Menschen, bie als Arbeitgeber, Angestellte unb Arbeiter in ber Jnbustrie, 34 000, bie im Hanbel beschäftigt finb. Unter ben Arbeitern gewinnen an be- fonberer Bebeutung bie 27 000 auslänbifdjen Berg- arbeiter. Sie finb heute wohl bie einzigen Auslänber in Belgien, von bencn bie Regierung nicht einen einzigen missen möchte Denn anderster Stelle der nationalen Probleme Belgiens steht die Kohlen frage. Es hanbelt sich barum, so viel Kohle als nur möglich zu forbern, benn bie Kohle ist ber einzige Rohstoff, über den Belgien verfugt, und den es als Austauschmittel verwenden kann Der Umfang dieser Kohlenförderung ist aber nun mi 2,5 Millionen Tonnen monatlich heute deshalb bei weitem nicht ausreichend, weil die Kohleneinfuhr nach Belgien bis auf ein Minimum gestoppt ist, die belgische Eisenindustrie ausschließlich auf belgische Kohle angewiesen ist, anderseits diese bedeutende Schwerindustrie die notwendigen Erze für Die Aufrechterhaltung der Produktion nur dann bekommen kann, wenn in erhöhtem Maße Ko h le na Austauschgut geliefert werden Im Ergebnis zeigt sich aber nun feit Kriegsbeginn ferne Mehrung, sondern ein recht erheblicher Rückgang m der Kohlenproduktion. Ein Vorgang, der vor allen Dm gen auf einen Mangel an Arbeitern zuruck- ^So^mußEsich die belgische Regierung seit^Knegs- beginn einerseits den Kopf Zerbrechen, wie f Arbeitslosen, die sich um 60 000 vermehrt Haben, -mähren soll, anderseits weiß sie nicht, wie sie Arbeiter für die Kohlenbergwerke beschaffen sollAußer den Polen hat man hauptsächlich noch t sch ech s ch e, italienische und ungarische Bergarbeiter. Der Gedanke, jetzt an Stelle der ausgefallenen Polen im Verlaufe des Bürgerkrieges Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Uulversitatzdruckerei R. Lange in Gietzen. Zchristlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 London, 3. Febr. (DNB.) Die britische ralität sah sich veranlaßt zuzugeben, daß der bri- * tische Dampfer „Polze11a" (4751 Brgt.) über- größten Teck fällig ist und als verloren gelten muß. Ein von der | fraüen und -Kinder vorgezogett hatten, nach einige Zeit im Lager zu bleiben! Jedes Wort ist Lüge, Hohn und widerwärtige Heuchelei. Die englische Oeffenttichkett, die heute noch das Verfahren gegen die Burenfrauen und -Kinder gut heißt, bekundet damit, daß sie abseits steht von den einfachsten Moralbegriffen. Allerdings: das Verfahren gegen die Familienangehörigen des tapferen Burenvolkes soll jetzt durch den Versuch der Aushungerungsblockade gegen Deutschlands Frauen und Kinder wieder angewandt werden, denn in ihren Kriegen ist den Engländern bekanntlich auch das heimtückigste Mittel recht. Konzentrationslager im berüchtigten englischen Stil gibt es schon, seitdem Lord Kitchener im Januar 1901 Oberbefehlshaber der englischen Truppen im Burenkriege wurde. Sein Befehl an die Truppenkommandeure besagte, der Zweck dieser Lager sei, „die moralische Widerstands- kraft der kämpfenden Buren durch ihre Sorge um Frauen und Kinder zu brech e n". Die Engländer logen damals der Mitwelt vor, die Frauen und Kinder der Buren seien „unversorgt zurückgelassen" worden und hätten deshalb im Lager untergebracht werden müssen. Tatsache ist, daß die Engländer im Burenlande wie Busch- klepper hausten und sämtliche Farmen und Siedlungen einfach niederbrannten. In den Konzentrationslagern begann alsbald wegen des völligen Mangels an jeglicher Derfor- gung ein M a f f e n st e r b e n. Im Oktober 1901 war die Sterblichkeit bereits auf 344 pro Tausend gestiegen, d. h. es starb zu dieser Zeit bereits mehr als ein Drittel der Insassen. Nach amtlich be- glaubigten Untersuchungen sind mindestens 4000 Frauen und 16 000 Kinder der kämpfenden Buren in den Konzentrationslagern elend u m g e k o m - men, während die Tommys zusahen. Eine englische Augenzeugin, die Schriftstellerin Sarah R a a l, deren bürgerlicher Name O. I. S n y m a n ist, berichtet in ihrem Buch „Mit den Buren ins Feld", daß sogar 26 370 Frauen und Kinder in den Lagern umgekommen sind. Die englische Regierung ließ am 9. August 1938 durch den Antrag des Abgeordneten Tothill im südafrikanischen Parlament das Verbot dieses Buches betreiben, was jedoch durch die damalige Regierung H e r tz o g ver- hindert wurde. Die Gattin dieses alten Buren- generals, der bekanntlich langjähriger Ministerprä- sident in Südafrika war, hat selbst zwei Jahre im Konzentrationslager verbringen müssen. Als die Engländerin Emilie H o b h o u s e, eine bekannte Philanthropin aus der ersten englischen Gesellschaft, sich von den grauenhaften Zuständen und dem Massensterben in den Konzntrationslagern selbst überzeugt hatte und nach der Rückkehr nach London vom Kriegsminister Abhilfe verlangte, erreichte sie gar nichts. Sie veröffentlichte ihre Beobachtungen, es gab einen Skandal im Unterhaufe, die englische Regierung entsandte eine amtliche Frauen- kommission nach Südafrika. Diese hat die Feststellungen der Frau Hobhouse vollinhaltlich b e - stätiqt. Als Frau Hobhouse eine zweite Reise nach Kapstadt auf eigene Faust unternahm, weil ihr die Reise von der englischen Regierung verweigert wurde, ließ man sie bei der Ankunft in Kapstadt auf dem Schiff fest nehmen und sofort nach England zurücktransportieren. Selbst ein Churchill schreibt in feinem Buch „Weltabenteuer im Dienst" auf Seite 304 u. a.: ,Dieser so endlos in die Länge gezogene Kampf verursachte Uebel abstoßender Art. Die englischen Behörden ließen ganze Distrikte von der Einwohnerschaft frei machen und die Zusammengetriebenen in Konzentrationslagern seschal- ten. Da die Eisenbahnlinien immer wieder unterbrochen wurden, stieß die Versorgung dieser Lager mit den notwendigsten Gegenständen des Lebensbedürfnisses auf Schwierigkeiten. Seuchen brachen aus und mehrere tausend Frauen und Kinder kamen um. Das Verfahren, die Farmen niedsrzubrennen, deren Besitzer als eidbrüchig angesehen wurden, vermochte die kämpfenden Buren nicht zu lähmen, sondern stachelte sie erst recht zu verzweifeltem Widerstand an." Die schon oben erwähnte Schriftstellerin Sarah Raal schildert in ihrem Buche ausführlich die von den Engländern begangenen Greuel. Hier zunächst eine Probe der englischen Mordbrenner-Taktik: „In einem Ort kommt uns eine Herde Schafe entgegen, ungefähr 2000. Die Engländer haben sie auf einen Haufen in das hohe Gras getrieben und dann das Gras in Brand gesteckt. Die Tommies stellen sich ringsum auf und verhindern die Flucht der Schafe aus den Wammen. Es war fürchterlich, diesen Hausen Tiere zu sehen. Diejenigen, die nicht ganz verbrannt waren, hatten frummgebogene Beine. Sie krochen aus den Vieren. Anderen Schafen sind in den Flammen die Augen aus den Köpfen gesprungen. Ich würde niemals geglaubt haben, daß es Menschen gibt, die s o grausam sein können, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte. Aber die Engländer würden sicher alles tun, um die Buren auszuhungern." Oder sie erzählt an einer anderen Stelle (Seite 81—82): „Als wir zu einer Herde von Schafen kommen, werden die Tiere alle in eine Umzäunung getrieben. Dann fangen die Engländer sie und schneiden ihnen die Kehle durch, nicht wie es sich gehört, so daß die Tiere tot sind, nein, nur die große Ader wird durchgeschnitten, und dann wird das Schaf auf die Seite geworfen, bis es verblutet ist." Heber das Leben in den Konzentrationslagern berichtet sie u. a. folaendes: ,Zch konnte nicht verstehen, daß die Menschen noch Mut haben, um zu leben. In fast jedem Zelt kann man das Stöhnen der Kranken hören, uni) täglich werden sechs bis sieben Menschen begraben. Kleine Kinder werden von der Brust der Mutter weggeris- fen und ins Hospital gebracht. Ich habe Kinder gesehen, die noch lebend nach dem Toten- haus getraaen wurden. Im Hospital fah ich, daß die fiebernden Kinder zu schwach waren, um die Fliegen aus dem Gesicht zu jagen. Dann kriechen die Fliegen in die Nasenlöcher hinein, und es dauert nicht lange, bis die Würmer aus der Nase herauskriechen. Ich glaubte, ich werde verrückt zwischen all dem Jammer und Elend." An einer anderen Stelle schreibt sie: ,Hedes Kind im Lager ist nur noch Haut und Knochen, mit großen Augen, die tief im Kopf liegen. Den ganzen Tag Über jammern sie, daß sie Hunger haben." General S m u t s , der heute als Verräter seines Volkes Südafrika im englischen Sold tyrannisiert, schrieb im Januar 1902 aus Dan Rhynsdorp, diese englische Buren-Politik fei „eine unerhörte Barbarei, Grausamkeit und Mißachtung der elementarsten Grundsätze allen internationalen Kriegsrechts." Er führte weiter aus, die Engländer hätten die Farmen der Buren verbrannt, Getreide und Dieh vernichtet, die B-urenfrauen und -ckinder in ihre Konzentrationslager getrieben, während der Reift der Bevölkerung im Busch und in den Bergen unter wilden Tieren und Kaffe rn umher- Im. Die englische Regierung habe auch den Wilden Oer Krieg im hohen Norden. Helsinki, 4. Febr. (DNB.) Nach dem finnischen Heeresbericht wurde ein russischer Angriff an der karelischen Landenge auf dem Ostabschnitt von Summa.zurückgewiesen. Der Kampf soll sich in Richtung auf Summa noch in der Nacht fortgesetzt haben. Nordostwärts des Ladoga soll ein feindlicher Stützpunkt von den Finnen erobert worden sein, wobei sie Kriegsmaterial erbeutet und Gefangene gemacht haben wollen. In der Richtung auf Salla soll ein russischer Angriff zurückgeschlagen worden sein. Auf den anderen Frontabschnitten der Landfront lebhafte Patrouillentätigkeit, wobei mehrere russische Patrouillen vernichtet worden sein sollen. In der Nacht zum 2. Februar wurde von der russischen Luftwaffe die Gegend von Turku (Abo), Hanko (Hangö) und Tammisaari (Ekenäs) bombardiert. Am Tag sollen russische Luftstreitkräfte Bombenangriffe auf verschiedene Ortschaften in Südwestfinnland, an der Küste des Finnischen Meer- bufens und in Mittelfinnland vorgenommen haben. Auf dem Kriegsschauplatz selbst wurde Sortavala bombardiert, wo zahlreiche Feuersbrünste entstanden sein sollen. Um Mitternacht wurde auch in Helsinki Alarm gegeben. Die Stadt liegt anscheinend in der Nähe einer von den Russen bevorzugten Einflugzone ; denn die Flugzeuge wurden nur nordwestlich der Stadt gehört. Einige Bomben wurden nördlich der Stadt abgeworfen. Die Stadt selbst wurde nicht überflogen. Mehr Bedeutung wird der Bombardierung von R o v a n i e m i im Norden bei gemessen. Amtlich wird berichtet, daß erheblicher Sachschaden angerichtet wurde. Man nimmt an, daß die rückwärts liegenden finnischen Linien nunmehr durch Luftangriffe unter Druck gesetzt werden sollen. Zu dem russischen Angriff im Frontabschnitt von Summa hört man, daß er nach sechsstündiger schwerer Artillerievorbereitung, unterstützt von starken Bomben- und Jagdfliegerverbänden erfolgte. Dor dem Jnfanterieangriff wurde von Tanks eine Wand gepanzerter Schlitten gegen die finnischen Linien vorgebracht. Erstmalig wurde von Panzerkräften eine Einnebelung durchgeführt. Die Panzerangriffe erfolgten überraschend aus dieser Nebelwand heraus, sollen indes im Vorfeld zum Stehen gebracht worden sein. Während russische .Jäger den Schutz gegen finnische Jagdflugzeuge übernahmen, griffen russische Bomber die finnischen Stellungen an. Es wurden mehr als 170 aktive am Kampfe beteiligte russische Maschinen gezählt. Keine finnischen zlngzengangnffe auf Kronstadt. Amtliches russisches Dementi. Moskau, 4. Febr. (DNB.) Die russische Telegraphenagentur TASS veröffentlicht folgendes D e - menti des General ft abes des Leningrader Militärbezirkes: 1. Agenten im Solde der Feinde der Sowjetunion verbeiten in der Auslandspresse das Gerücht, daß finnische Flugzeuge Angriffe auf Gebiete der Sowjetunion unternommen, und daß sie in Kronstadt sowjetrussische Kriegsschiffe mit Bomben belegt hät- ten, daß letztere in Brand ständen usw. Der Generalstab erklärt, daß alle diese Gerüchte in allen Teilen erfunden sind. Obwohl die finnische Flugwaffe die neuesten Modelle von Flugzeugen aus England, Frankreich, den USA. und Schweden erhalten hat, hat sie k e i n e L u f t a n g r i f f e unternommen. 2. Die gleichen Agenten im Solde der Feinde der Sowjetunion behaupten in der Auslandspresse, daß auf der karelischen Landenge, im Gebiet nördlich des Ladogasees eine große Offensive der Sowjettruppen begonnen habe, und daß die Aussichten dieser Offensive noch nicht klar seien. Der sowjetrussische Generalstab erklärt, daß auch diese Behauptung j e d e r G r u n d - läge entbehrt. Auf der karelischen Landenge und im Gebiet nördlich des Ladogasees haben tatsächlich nur Teil-Scharmützel mehrerer Kompanien örtlichen Charakters stattgefunden, die begleitet waren von einer Artilleriebeschießung von kurzer Dauer. Das Ergebnis Ver Balkankonferenz. Fortführung der Neutralitätspolitik zur Iernhaltung des Krieges vom Balkan. Belgrad, 4. Febr. (DNB.) Zum Abschluß der Tagung des Ständigen Rates der Balkanentente in Belgrad unter Vorsitz des rumänischen Außenministers G a f e n c u , bei der Griechenland durch seinen Ministervräs identen und Außenminister Metaxas, Jugoslawien durch Außenminister Cin- car-Markowitsch und die Türkei durch Außenminister Saracoglu vertreten waren, wurde ein sieben Punkte umfassendes Kommunique ausgegeben, in dem es heißt: „Der Gedankenaustausch zwischen den Mitglie« dern des Ständigen Rates, der in einer herzlichen und vertrauensvollen Atmosphäre stattfand, erlaubte ihnen, einmütig festzustellen, 1. das gemeinsame Interesse der vier Staaten cm der Aufrechterhaltung des Friedens, der Ordnung und der Sicherhrit im Südosten Europas, 2. ihre feste Entschiedenheit, die entschlossene, friedfertige Politik fortzusetzen, indem sie ihre Stellungen int gegenwärtigen Konflikt strikt beide- halten, um diesem Teil Europas Kriegsprü- fungen zu erfparen, 3. ihren Willen, einig zu bleiben im Schoße der Entente, die nur ihre eigenen Ziele verfolgt und gegen niemand gerichtet ist sowie gemeinsam über das Recht jedes einzelnen unter ihnen auf Schutz der Unabhängigkeit und des nationalen Territoriums zu wachen, 4. ihren aufrichtigen Wunsch, freundschaftliche Beziehungen mit den Nachbar- floaten in einem versöhnenden Geist des gegenseitigen Verstehens und der friedlichen Zusammenarbeit zu unterhalten und zu entwickeln, 5. die Notwendigkeit, die Wirtichafts- und Verkehrsbeziehungen zwischen den Balkanstaaten enger zu knüpfen und zu vervollkommnen, indem sie vor allem den Handelsaustausch innerhalb der Entente organisieren, 6. die Verlängerung des Balkanpaktes um eine neue Periode von sieben Jahren, die am 9. Februar 1941 beginnt, 7. die Entschlossenheit der vier Außenminister, unter sich einen engen Kontakt bis zur nächsten ordentlichen Ratstagung aufrecht zu erhalten, die im Februar 1941 in Athen ftattfinben wird." In diplomatischen Kreisen der jugoslawischen Hauptstadt ist man von den Ergebnissen der dreitägigen Ratstagung, wie sie m der amtlichen Schluhverlautbarung zum Ausdruck kommen, offensichtlich befriedigt. Der Friedenswille habe sich durchgesetzt. Keinerlei Möglichkeiten für einen weiteren friedfertigen Ausbau der Beziehungen der Staaten auf dem Balkan und im Donauraum untereinander wären verschüttet, die seitherigen Stellungen gegenüber allen von außen kommenden Drohungen und Lockungen wurden gehalten. Sehr zufrieden ist man in italienischen Kreisen Belgrads damit, daß eine Erweiterung der Balkanentente zu einem Balkanblock, wie sie vor allem von englischer und französischer Seite propagiert wurde, in der Schlußverlautbarung überhaupt nicht erwähnt wird. Am Sonntagabend gab linear- Mark o witsch im Außenministerium ein Essen. Um 23 Uhr fuhr Gafencu nach Bukarest zurück. Kurz darauf reiften Metaxas und Sara- coglu zusammen mit Ministerpräsident Zwei- kowitsch nach Risch, wo sie den Montag als Gäste des Ministerpräsidenten verbringen, um dann nach ihren Hauptstädten zurückzukehren. Das Echo in Rom. Rom, 5. Februar. (Guropapreß.) Der Belgrader Vertreter des „Meffaggero" hebt in seinem Bericht über die Balkan-Konferenz hervor, daß sowohl der jugoslawische Außenminister Cinoar-Markowitsch als auch der rumänische Außenminister Gafencu die Entschlossenheit bekundet hätten, den Krieg vom Balkan um jeden Preis sernzu halten. Es sei klar, daß jeder der vier Staaten sich i n einer verschiedenen Lage befinde-, aber ebenso klar, aufrichtig und positiv sei auch ihr Vorsatz, eine enge Zusammenarbeit untereinander zum Besten aller zu verwirklichen. Dazu sei notwendig, daß jedes Mitglied des Balkanbundes eine wirkliche Kraft und nicht ein totes Gewicht, eine Schwächung oder gar eine Schädigung darstelle. An dem Tag, an dem dies eintreten würde, könnte man sicher fein, daß das betreffende Mitglied automatisch trotz aller Abkommen und Vereinbarungen isoliert oder ausgefchi>eden werden würde. Nachdem jetzt jede Neigung zu einer Blockbildung — falls eine solche in der Vergangenheit überhaupt' bestanden yaben sollte — beseitigt worden sei, werde der Balkanbund eine aktive Zusammenarbeit entfallen, um die Knoten zu lösen, die der Verwirklichung einer vollen regionalen Solidarität noch entgegensteh em Der Belgrader Korrespondent der „Voce d'Jtalia" schreibt, die Konferenz habe gezeigt, daß die Bal- kanstaaten genügend Willen und Tatkraft besäßen, um ihre unabhängige Neutralität in dem unwahrscheinlichen Fall aufrecht zu erhalten, daß irgendwelche kriegführende Mächte Lust verspüren sollten, sich über ihre Rechte hinwegzusetzen. Die Konferenz sei entschlossen, ihre Zusammenarbeit auf diesen gemeinsamen festen Punkt zu konzentrieren. Aus den Trinksprächen in Belgrad gehe hervor, daß der neue Geist der Zusammenarbeit im Süd osten bereits den Weg für wichtige und glückliche Entwicklungen freigemacht habe. Den Bemühungen um die Lösung der revisionistischen Probleme Ungarns und Bulgariens fei die Unterstützung Italiens gewiß, nachdem jetzt der Weg für eine Normalisierung der Beziehungen der Balkanstaaten untereinander offen zu sein scheine. Rom habe dies stets als Vorbedingung für fein direktes Eingreifen gemacht. Es fei jetzt wahrscheinlich, daß der Weg zu einem festen, neutralen und unnachKebigen Balkanfrieden in Zukunft gesichert fei. Randeloffen zum Tage. Die schweren Verluste, die die bewaffnete britische Schiffahrt gerade in den letzten Tagen unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe wieder erlitten hat, haben naturgemäß einen neuen Ansturm von beunruhigten und erregten Fragen und Vorwürfen in der englischen Öffentlichkeit verursacht. Auf die Dauer kann man dergleichen nicht mit den kindischen Ausreden beschwichtigen, mit denen sich Herr Churchill bisher begnügte. Dies um so weniger, als er sich dabei genau so oft in Widersprüche verwickelt, wie seine eigenen Behauptungen ständig von der deutschen Wehrmacht widerlegt werden. Hinsichtlich der allgemeinen bewaffneten englischen Schiffe arbeitet nämlich Herr Churchill je nach Bedarf mit zwei Variationen. Werden solche mit Artillerie bestückten Schiffe versenkt, dann entfesselt er wehleidige Klagen über das „grausame" Vorgehen deutscher Flieger gegen diese völlig harmlosen, völlig schutzlosen Schiffe. Gelingt aber solchen armierten Dampfern das E i n- laufen in einen englischen Hafen, dann läßt Herr Churchill stolz verkünden, das hätten diese Schiffe nur ihrer — Bewaffnung zu verdanken! Es muß sehr schwer fein, in solchen Zeitläuften Erster Lord der britischen Admiralität zu sein. * Die englische Propaganda teilt voller Befriedigung mit, daß für das Rote Kreuz in Großbritannien innerhalb fünf Monaten (!) eine Million Pfund a e f a m m e 11 worden ist. Das sind nach deutschem Gelde rund 10 Millionen Mark. Die Plutokratie scheint sich an dieser Sammlung nicht besonders eifrig beteiligt zu haben, denn sie ist in der Lage, für ihre politischen Zwecke ähnliche Beträge aus der Westentasche zu bezahlen. So wird die Sammlung für das Rote Kreuz eine Sache des englischen Mittelstandes geblieben sein, denn die breiten Volksschichten in England pflegen sich an solchen Dingen überhaupt nicht zu beteiligen. Zum Vergleich sei erwähnt, daß in Deutschland der vierte Opfersonntag des WHW. nicht weniger als 12,8 Millionen RM. erbracht hat. Zu diesem stolzen Ergebnis hat man aber keine 5 Monate gebraucht, sondern einen einzigen Tag. Das liegt daran, daß bei uns die nationale Solidarität eine Sache des ganzen Volkes ist! Der englische und der französische Gesandte haben bei der litauischen Regierung Protest eingelegt gegen eine angeblich schlechteBehand- lung der polnischen Minderheit im Wilnagebiet. — Wenn England und Frankreich nicht in der Lage waren, die den Polen gegebene „Garantie" einzuhalten, so sind sie doch bereit, durch törichte Proteste zu beweisen, daß die polnischen Aspirationen gegen andere Staaten im Sinne der Politik der Westmächte liegen. Die Polen in Wilna haben sich in unverschämter Weise gegenüber der litauischen Herrschaft benommen. Sie fühlen sich Die Tagung beschäftigte sich im übrigen mit Fragen, die sich aus der endgültigen Sicherung des deutschen Volkstums ergeben. Eine neue Periode weltanschaulicher und arbeitspolitischer Schulung wird sich über die Schulungsmänner der Partei, die Obmänner der Deutschen Arbeitsfront und die KdF.-Warte bis in die Zellen der Betriebe aus- wirken. • Der Führer hat dem Direktor des Kaiser-Wil- helm-Jnstituts für Strömungsforschung, ordentlichen Professor Prandtl in Göttingen, aus Anlaß der Vollendung seines 65. Lebensjahres die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Führer hat dem Oberbibliothekar a. D. Professor Dr. Wilhelm Seelmann in Berlin-Wilmersdorf aus Anlaß der Vollendung seines 91. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um die niederdeutsche Sprach- forschuna die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Mit der Einnahme von Pingyang, 65 Kilometer nordöstlich von Nanning, der Hauptstadt der südchinesischen Provinz Kwangsi, haben die Japaner 200 000 Chinesen fast völlig eingeschloffen. Waffen gegeben und das schrecklichste Blutbad unter den Burenfrauen und -kindern anrichten lassen. Das Verbrechen am Burenvolke trägt jetzt für England bittere Früchte. Trotzdem ist der damalige Ausrottungsfeldzug nach Ansicht auch der heutigen Engländer durchaus berechtigt gewesen, da er zu Englands Reichtum sehr wefenmch bei trug. Daher denn auch die Mohrenwäsche der „Dimes", die das Verbrechen des Burenkrieges als Ganzes dadurch verteidigen will, daß sie seine gemeinsten und wi- bcrmärhgften Exzesse abzuleugnen versucht. Oie „Richtlinienbewegung" in der Schweiz. B a s e l, 3. Febr. (Europapreß.) Unter der lieber- schrift „Ein rühmloses Ende" widmet die „Neue Züricher Zeitung" ihren Leitartikel der Richt- linienbewegung, die im Oktober 1936 mit dem Ziele einer „Neuorientierung der gesamten Politik in der Schweiz" startete. Am 2. November 1939 stellte die „Nation", die der Richtlinienbewe- flung sehr nahe steht, fest, daß es keinen Sinn mehr habe, die Tatsache zu unterdrücken, daß die Fregatte der Richtlinien!) eweauna gekentert fei. Man werde mit neuen Kräften beginnen müssen. Dis „Neue Züricher Leitung" schreibt dazu, je eindeutiger die Richtlinienbewegung — nachdem sie anfangs im Mittelpunkt der gesamten politischen und wirtschaftlichen Diskussion der Schweiz gestanden habe — den versprochenen Kurs der Mitte vermissen ließ und sich dafür einem altvertrauten Linkskurs verschrieben habe, desto mehr seien ihre Chancen, eine wirkliche Umgruppierung der politischen Kräfte herbeizuführen, ge- schwunden. Dieser Niedergang sei nicht von ungefähr gekommen. Der schwerste Mangel sei ihre innere Unwahrhaftigkeit gewesen. Die Richtlinienbe- wegung habe sich den Anschein gegeben, als ob sie etwas grundsätzlich Neues erftreten wolle. In Tat und Wahrheit sei es aber so gewesen, daß eine längst bestehende Mächtegruppierung von Arbeitnehmerorganisationen und Linksparteien versuchte, ihren Aktionsradius zu vergrößern. Kleine politische Nachrichten. Eine Reichsarbeitstagung des Hauptschulungsamtes der NSDAP, und des Amtes Werkschar und Schulung der DAF. in Berkin unter Leitung des Reichs- schulungsleiters Schmidt fand am Sonm.«g ihren Abschluß mit einer Rede Reichsleiter Alfred ftohntog« über bte welt-anfchauttchs Lag^ Deutschlands Kampf gegen die Rachitis. Erfolgreicher Einsatz in mehreren Gauen. Die yroße Rachitis-Dekämpfungsaktton, die von der Relchsgefundheitsführung gemeinsam mit dem Reichsinnenmimsterium als eine besonders wichtige Maßnahme gegen die englische Blockade durchgeführt wird, hat in mehreren deutschen Gauen erfolgreich eingesetzt. So ist im Gau Saarpfalz der größte Tril der Kinder bereits mit dem Vitamin-Präparat Vigantol versorgt worden. Die Aktion wird so verlaufen, daß sämtliche Kinder innerhalb des ersten Lebenshalbjahres in dem Kuftändigen Gefundhettsamt oder durch einen Privatarzt, der darüber eine Bescheinigung aus- stellen muß, untersucht werden und daß den Müttern das reine Vitamin D verabfolgt wird, das etwa für zwei Monate ausreicht. Nach Mlauf dieser Zeit werden die Mütter erneut mit Ihren Kindern zu einem „Rachttis-Termin" gebeten und erhalten dann, wenn nötig, eine zweite Flasche des Vitaminpräparates. Eine Abschlußunterfuchung soll den Erfolg nachkvntrollieren. Es wird auf diese Weise erreicht werden, daß alle Kinder in den sonnenarmen Wintermonaten, in denen auch vitaminreiche frische Gemüse seltener zu haben sind, vor Mangel an Vitamin D und damit vor der Rachitis geschützt werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, daß die Mütter die außerordentkiche Bedeutung dieser Maßnahmen erkannt haben. Damit ist Borsorae getroffen, daß Englands Kampf gegen die deutschen Frauen und Kinder die deutschen Säuglinge nicht treffen wird. Berufsvorschulen für die Unteroffiziersschule des Heeres. Im Frühjahr 1940 werden Berufsvorschu- len für die bereits angekündigten Untero fft» zierschulen des Heeres eröffnet. Zur Aufnahme können sich nach beendeter Volksschulzeit Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren melden, die die Absicht haben, im Heere Unteroffizier zu werden. Die Vorschulzeit dauert drei Jahre. An sie schließt sich eine zweijährige militärische Ausbildung auf einer Unteroffizierfchule an. Die Schüler erhalten freie Bekleidung, Unterkunft und Verpflegung. Hervorraaende Schüler können in die Ossi* zrerslaujbahn übernommen werde». arum Kohlenmangel? wurde Das neue ü*.Mundstück der GÜLDENRING ist ein Mundstück das man nicht sieht und nicht schmeckt am (X<^ ____ __ TWLLEBMAG * MST t^MVMDSTUCK ♦ 0er Wehrmachtsbencht vom Montag. B e r l l n, 5. Febr. (DJIB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Tag verlief ruhig. 1 aijer-M dentüchen Inlvh der Zoethe« >rlichen. das aber wirkt! Es le^t nämlich eine unsichtbare und vollkommen neutrale nung handelt. Argentinisches Flugzeug beim probeflug abgestürzt. Eine Maschine der Argentinischen Flugzeuggesell- schäft ist bei einem Probeflug aus 300 Meter Höhe tn die Gewässer des Rio de la Plata abgestürzt, etwa 1500 Meter von der argen« Aus aller Wett. Drei Jahre Zuchthaus für Abhören ausländischer Sender. Arzneimitteln sicherzustellen, werden au) Sammelsanitätsparke ausgestellt. Luftwaffe werden für besondere Äufgak »thekar n in Bering seines t großen Sprach- fir Kunst tätsparke eingesetzt. Die Versorgung durch sie erstreckt sich auf die Sanitätskompanien, aus die Feld- und Kriegslazarette sowie gelegentlich auf einzelne Truppenteile. Um den Nachschub von außerdem Bei der der GÜLDENRING dadurch besonders angenehm und appetitlich! bte haben Protest ^hand. ,eit im stankreich gegebene reit, durch polnischen Sinne der in Wilna 'über der ihlen sich Beftiedi. ni *n naten (i 1 ift Das Kurt °nnnlW f« _v» »ili Neb# denn die 1 M an ken. Zum !chland weniger |U diesem onate gp ag. Das ^lidariiai i Gauen. | t, die von I I mit dein I rs wichtig I « durchs«' I Gauen «* I arpfal) I mit Ml versorg« I daß N chaldjohrek durch em Mti ■ Die '• Die ®üjte lezeich- envin, ■Ifenet J unb 9e= ch 15 le Dor, VM ? nn lte Doti Qn die e> der fitere Etlcher, , Funk "griffe >ä flankte fb bas lck eine - Gäste ßen in m nicht Treffer n stark te raff. ■ einem ick mit aß war t Kops. iel 4:3; en 6:7; fe 6:3; le 5:10 inge. Blum« mb die i, Pro« Sport: -ans zeigen: 'uhlsche :lich in mstags nr Zeit gültig. Nr 30 Zweiter Blatt Montag. 5. Zebruar 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Sie Vrottarte kein Freibrief für Verschwendung Mele M Wilhe-m Vusch in Straßen und Gaffen »a «äs 1 smä» ms Gestalt »erben zu lassen. Erfolgreiche Reichsstraßensammlung. 1OOOOO Abzeichen für den Kreis Wetterau. auf „Schistiefel" lauten. Ausgesprochene Turn- und Sporthemden und Turn- und Sporthosen sowie Sportstutzen dürfen nur auf Bezugschein bezogen werden. Dieser wird nur erteilt, wenn die Bestätigung durch einen dem NSRL. angeschlossenen Verein vorliegt. Tennishemden, Schihemden u. ä. werden jedoch auf die Kleiderkarte verabfolgt. Bei den auf Bezugscheinen beziehbaren Sporthemden handelt es sich also nur um Hemden, die beispielsweise ein Leichtathlet oder ein Fußballer zur Ausübung seines Sports benötigt. Das gilt auch Wilhelm von Scholz: Der Wettlauf mit dem Schatten. Das ausverkaufte Haus dankte A-gnes Straub und ihrem Ensemble mit sich immer wiederholendem herzlichem Beifall. Fr. W. Lange. „Frostige" Dichiergeschichien Den Herrscher Ftvst, der mit unbarmherziger Hand selbst den Weltüberwinder überwindet und mit taufend Martern die Menschen quält, hat G o e t h e in dem Gedicht „Der Winter und Timur", diesem Spiegelbild des napoleonischen Schicksals in den Eisfeldern Rußlands, mit großartiger Wucht gemalt. Aber näher unserem heutigen Empfinden, selbst wenn wir so sehr unter seinem Szepter zu leiden haben wie dieses Jahr, und zumal näher dem Empfinden der Jugend steht das liebenswürdige Bild, das der Dichter von den winterlichen Freuden in den „Wanderjahren" gemalt, wenn sich auf den schimmernden Seen und Kanälen, die plötzlich zu verbindenden Straßen geworden, das ewig alte und ewig neue Liebesspiel entfaltet: „Scheiden und meinen, was sonst so schwer aufs Herz fällt, wird hier zum kleinen scherzhaften Frevel: man floh „sich, um sich einander augenblicks wieder zu finden." Und ähnlich, bald jauchzend in unbekümmerter Jugendlust, bald gedämpft von früher Lebensnot klingt das Lied von der winterlichen Freude aus den Jugenderinnerungen so mancher unserer Dichter. In den Schneewäldern Rügens hat E r n ft M o r i tz Arndt das herrliche Wunder des Winters frühzeitig, wenn auch nicht leidlos erlebt. Von feinem jeder Verweichlichung feindlichen Vater wurde er auf stundenlangen Fahrten durch das frostftarrende Land mitgenommen, mußte an der Seite oder rückwärts am Schlitten aufhocken und, wenn er fror, absteigen und sich warm laufen. Auch hieß es stets bereit fein, herauszuspringen in den Schnee und die Schlagbäume zu öffnen, wenn man durch Dörfer und Koppeln kam. Besonders lebhaft hat sich eine nächtliche Schlittenfahrt dem Gedächtnis des Kmdes eingeprägt, bei der der Vater zum Scherz wiederholt umwarf, so daß der Zehnjährige, sich im Schnee um- und umkehrend, in allerunmittelbarste Berührung mit dem trotz aller Leiden so geliebten, abenteuerreichen Winter kam. Aber strenger und doch großartiger hüt der aufgeführt sind. Punktpflichtig sind u.a. Knöchelfocken, Unverzreb- und Ueberziehsocken, Schisocken, Pullover und Stti'" westen, Unterziehwesten, Janker, Pullunder, Scho Windjacke und Windbluse, Ballonbluse, Anorak Kletterweste, Badehose (auch Dreieckhose), Trainingsanzug, Schianzug, Golf-, Reit-, Tennishose, bei Frauen auch Sportsöckchen, Hosenrock, Reithose und sonstige Oberhof en, Bademantel. mit dem Schatten" selbst gesagt: „Der Entstehungsprozeß des Dramas wurde selbst Drama--- seine eigene Entstehung ist sein einziger Stoff/' Damit wird die Frage gleichgültig, ob der Dichter Wirklichkeit ober Symbol meint, das Drama kann als beides begriffen werden. Höchst geistvoll und, trotz einer gewissen Blässe des mystisch Irrealen, dank einer raffiniert virtuosen Handhabung der Bühnentechnik ungemein spannend und erregend, sucht Scholz den Prozeß dichterischen Hellsehens als eine Möglichkeit der Erklärung des Schöpfungsaktes einer Dichtung vor unseren Augen greifbare _ . Hausfrauen find der irrtümlichen Ansicht, daß erfrorene Lebensmittel für den menschlichen Genuß nicht mehr geeignet sind. In Wirklichkeit lassen sich faßt alle derartigen Nahrungsmittel noch verwerten, wenn man sie nur sachgemäß behandelt. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, daß man alle Lebensrnittel, die durch Frost gelitten haben, vor der weiteren Verarbeitung immer nur allmählich au staut. Man darf also Nicht etwa erfrorenes Obst oder Gemüse mit heißem Wasser übergießen, auf die Herdplatte oder in die warme Röhre legen. Selbst im geheizten Zimmer dürfen gefrorene oder angefrorene Lebensmittel nicht auf getaut werden. Man legt sie statt dessen in kaltes Wasser und läßt sie langsam auf tauen. Sind Kartoffeln stark gefroren, so müssen sie etwa 24 Stunden im Wasser liegen bleiben; durch dieses Verfahren wird der süßliche Geschmack der erfrorenen Kartoffeln anhaftet, meist wieder entfernt. Sollten die Kartoffeln jedoch so stark gelitten haben, daß sie trotz des langen Auftauens noch etwas süßlich schmecken, so kann man sie trotzdem noch sehr gut zu Puffern, Klößen, Äratoffelragout oder andern kräftig ab geschmeckten Gerichten verbrauchen. Gemüse und Obst braucht nicht so lange im Wasser zu liegen. Das Au stau en dauert — je nach Art und Größe der einzelnen Gemüse- und Obstsorten und je nachdem, wie stark der Frost eingedrungen ist — zwei bis vier Stunden. Kleine rote Rüben, Aepfel und Möhren tauen natürlich schneller auf als ein großer Kohlkopf ober eine riesige Kohlrübe. Ob die Nahrungsmittel bereits ganz aufgetaut sind, probiert man am besten durch Einschneiden mit dem Messer. Alles auf diese Weise aufgetaute Obst und Gemüse wird dann weiter wie Frischgemüse verarbeitet. Aepfel wird man in den meisten Fällen noch roh genießen können. Bei der Verwendung erfrorener Nahrungsmittel ist noch besonders zu beachten, daß sie nach dem Auftauen baldmöglichst verbraucht werden müssen. Handelt es sich um einen größeren Vorrat gefrorener Kartoffeln, Aepfel ober sonstiger Vorräte, für deren sofortige Verwendung kein Bedarf besteht, so läßt man den Rest noch gefroren liegen und bedeckt ihn eventuell, um ein stärkeres Eindringen des Frostes zu verhüten, mit Matten, altert Tüchern, Lagen Zeitungspapier, Säcken ober dergleichen. Daß man gefrorenes Fleisch und gefrorene Fischs nach dem Auftauen, das gleichfalls in kaltem Wasser geschieht, ebenso wie frische Ware verwenden! kann, dürfte allgemein bekannt fein. Zusammenfassend sei nochmals darauf aufmerk-, sam gemacht, daß man bei der Verwendung gefrorener Nahrungsmittel vor allem zwei Dinge beachten muß: langsam austauen lassen und sobald wie möglich verbrauchen! * ** Ehejubiläum. Am morgigen Dienstag» 6. Februar, können der Reichsbahnzugführer Friedrich Nikolai und Frau Margarethe, geb. Weimer^ Neustadt 32, das Fest der silbernen Hochzeit feierm Wir beglückwünschen herzlich. ** Sterb esälle in Gießen. Es verstorben in Gießen: 16. 1. Heinrich Luch. Fuhrmann, 76 Aus der Stadt Gießen. Asche tuts auch! Die Reinigung und das Bestreuen der Gehsteige gehört sowohl als eine Angelegenheit der öffentlichen Ordnung zum Polizeirecht, wie infolge der Gefährdung einer Einzelperson zum Zivil- ober bürgerlichen Recht. Also aufgepaßt! Es kann, wenn der Bütgersteig nicht gereinigt unb bei Glätte mit abftumpfenben Mitteln bestreut ist, nicht allein eine Polizeiftrafe geben, sondern es können unter Umständen recht weitgehende und schwer erträgliche zivilrechtliche Forderungen gestellt werden, die sich für den schuldigen Teil zu einer schweren Last auswachsen können. Unter Umständen ist es mit . Schmerzensgeld und Krankheitskosten nicht ausge- ftan'ben, sondern es muß auch eine dauernde Rente gezahlt werden, wenn jemand infolge Vernachlässigung der Gehsteige verunglückt und dabei zu dauernden Schaden kommt. Als Kläger kann nicht allein die Person auftreten, die den körperlichen Schaden unmittelbar er- litten hat, sondern auch die öffentliche oder private Versicherungsanstalt, die auf Grund des Schadens in Anspruch genommen wurde und also mittelbar geschädigt ist. Schadenersatzansprüche infolge Äusgl eiten s ober eines Falles haben selbst dann die Gerichte beschäftigt, wenn es sich nicht um eine so offensichtliche und akute Gefahr wie Glatteis oder schlüpfrigen Schnee handelte, sonder „nur" um feuchtes Laub, auf dem ein Pechvogel aus rutschte unb sich ben Arm ober den Fuß brach. Hausbesitzer und Hauswarte, die die Gehsteige in Ordnung halten müssen, verrichten dabei eine Arbeit, die sicherlich nicht zu den Annehmlichkeiten ihres Lebens gehört. Und heute weniger denn je, wo die meisten Menschen durch ihre berufliche Arbeit stark in Anspruch genommen werden. Das ist vollkommen richtig, aber es hilft nichts. Und derselbe Hausbesitzer ober Hauswart, der lieber noch eins Viertelstunde im Bette liegen würde, als Eis zu hacken ober Sand zu streuen, wäre doch — Hanb aufs Herz! — nicht faul mit der Erhebung von Ersatzansprüchen, wenn i h m ein solches peinliches Mißgeschick auf dem Gehsteig seines Nachbarn passierte. Also: die Kirche muß schon im Dorfe bleiben! Unb Streumaterial gibt es. Es braucht nicht gerade feiner Sand ober körniger Kies zu fein; die Asche, die in jedem Haushalte anfällt, genügt vollkommen zur Abwendung der bösen Folgen einer Lässigkeit, [wie — wenn es gerade so trifft — sehr kostspielig werden kann. Sport und Bezugschein- bzw. Kleiderkartenpflicht. Schistiefel sind bezugscheinpflichtig. Bezugscheine, die nur auf „Schuhe", „Straßenschuhe" usw. ausgestellt wurden, berechtigen nicht zum Bezüge von Schi- ftiefeln, vielmehr muß der Bezugschein ausdrücklich Agnes Straub nun hat sich mit der souveränen Kraft der aus Eigenem schaffenden unb formenden großen Schauspielerin des Stuckes m einer Weife bemächtigt, die die Blicke von dem Problem der Untergründe des Entstehens einer Dichtung ganz auf die Tragödie dreier Menschen lenkt Sie appelliert nicht mehr an unseren Intellekt, sondern an unser Herz. Ihre Berta oerteibigt bas blutvolle Leben, die menschliche Würde gegen bas eiskalte Experiment. Mit dem feinen Impuls des Weibes spurt sie die Gefahr für ihren inneren Frieden, für ihr Zusammenleben mit dem geliebten Manne, wenn dieser die gläserne Scheidewand durchstößt, die für ihn Roman und Wirklichkeit wohltätig trennt. Sie will diese ihr unheimlichen Verknüpfungen zerreißen unb sucht in dem einstigen Geliebten emen Verbündeten. Aber alles ist vergebens, das Schicksal vollendet sich. Frau Straubs Berta steht vom Augenblick ihres ersten Aufttetens an unter einer ungeheuren inneren Spannung. Aber ihr Ringen nut bem Gatten um ein Menschenleben legt ihr äußerte Verhalten- beit auf Wir spüren ihren inneren Kampf m Den iparfamen Gesten der linken Hand, in dein de- herrtoten Spiel der Augen zwilchen strahlendem Leuchten und angstvollem Flackern, in der die ganze Skala leelstcher Bereiche m,t einer mrchlchen Dto dulatwnchähizkert wiedergebenden Stimme, und wir wissen, hier spielt eine große Tragodm ganz aus dem tiefen fraulichen Gefuhst das sich bis zum äußersten dagegen sträubt, em Menschenschicksal zu einem Bersuchsobsekt zu erniedrigen. Von ihrer Dank der Erfolge der Erzeugungsschlacht unb der vorsorglichen Dorratswirtschaft des Reichsnährstandes verfügen wir über eine gesicherte Brotversorgung, die es uns ermöglicht, die Brot- unb Mehlrationen für bie Bevölkerung sehr reichlich zu bemessen. Aus diesem Grunde gibt es eine ganze Reihe von Verbrauchern, die beim besten Willen nicht die Brotmengen aufessen können, die sie auf Grund der Brotkarten erhalten. Diese reichliche Zumessung darf aber keineswegs dazu führen, daß mit dem Brote verschwenderisch und achtlos um- gegangen wird. Die Brotkarte darf unter keinen Umständen als ein Freibrief für Verschwendung angesehen werben. Das darf schon deshalb nicht geschehen, weil Brot das Ergebnis harter und schwerer Bauernarbeit darstellt. Leider ist die Erkenntnis, daß Brot gerade in Kriegszeiten befonbers sorgfältig behandelt und geachtet werden muß, noch nicht restlos Allgemeingut aller Verbraucher. Sonst wäre es unmöglich, baß sich immer wieber in den Abfalleimern verschimmelte unb vertrocknete Brotreste finden. Besonders nach Festtagen läßt sich häufig die Beobachtung machen, daß Brotreste, ja sogar trockener Kuchen, in größeren Mengen fortgeworfen werden. So hat man z. B. bei der Berliner Müllbeseitigungsgesellschaft die Feststellung gemacht, daß zu gewissen Zeiten die Brotteste in den Abfalleimern in erheblichem Maße zugenommen haben. Sicherlich handeln dabei viele Verbraucher durchaus nicht böswillig und glauben, daß bas Brot, bas in die Abfalleimer gelangt, nicht restlos verloren ist, weil es durch die NSV. dem Ernährungshilfswerk zugeführt wird. Dabei vergißt man leider, daß das Brot ausschließlich der menschlichen Ernährung trotz unleugbarer Spannungsmomente schemenhaft, ten Schauspiel „Der Wettlauf mit dem Schatten den Versuch, das Wunder des dichterischen 'Schöpfungsaktes zu erhellen. Ihm genügt zur Erklärung nicht Intuition und Phantasie Sem Dr. Martins, der an einem Roman arbeitet, sagt: ,,-öch nahm an, daß wir Dichter nichts anderes sind als Träumer, Phantasten, Fabulierer. Unb hier plötzlich zeigt sich die Möglichkeit, daß wir vielleicht nicht weniger sind als das, sondern Seismographen von Schicksalen." Scholz versteht das nicht etwa so, als ob der Dichter seinen Stoff aus dem Leben nimmt, sondern eine imaginäre, übersinnliche Macht Diktiert gleichsam dem Dichter das Werk. Er steht unter dem Zwang unfaßbarer Kräfte, die ihn mit Jemen Geschöpfen verbinden und ihn bestimmen, diese jo unb nicht anders handeln zu läffen. Sein freier Wille, seine dichterische Gestaltungskraft ist ausgeschaltet. Hinter ihm steht eine untergrunbige Macht Me Hm ist- Feder führt. Dem Dr. Martins wird dies erst ganz bewußt, als eine Gestalt seines Romans, ihm selbst bis dahin völlig unbekannt, leibhaftig vor ihn hinttitt und Rechenschaft fordert über die Beziehungen, die zwischen dem Menschen aus Fleisch und Blut und der Gestalt des Romans bestechen. Hier stellt sich dem Dr. Martins die Frage, „ob dichten nichts anderes ist, als auf unbekannten geheimen Wegen eindringen in die Schicksale an« Es war eine originelle Idee zu nennen, für die jüngste Reichsstraßenjammlung des Kriegs-Winterhilfswerkes 1939/40 die unsterblichen Figuren von Wilhelm Busch in Miniatur Auferstehung feiern zu lassen. Diese gute Idee hat auch ein lebhaftes Echo gefunden! Jedermann wollte mindestens eine dieser hübschen Figuren haben und viele haben auch bas größere Opfer nicht gescheut, unb bie ganze Serie zu erwerben: 12 Stück = 2,40 RM.! Die SA., die ff, NSKK. und NSFK. sorgten mit gewohntem Eifer dafür, daß die hübschen Ton- figuren unter bie Leute kamen. Schon am Freitagabend wurden die Abzeichen in Gaststätten angeboten. Am Samstagnachmittag aber schwärmten die Männer im Braunhemd zu einem Großangriff auf die Geldbeutel der Volksgenossen aus, die zu ihren Einkäufen in bie Stadt unterwegs waren. Je zwei stillen Einsamkeit des Gebirges, ohne die starke Vaterhand in feiner Nähe, ber Waldbauernbub Rosegger den Herrscher Winter kennengelernt, „als er Christtagsfreude holen ging". Mit einem Stecken, einer Laterne unb einem großen Sack aus, gerüstet, so schritt der Knabe hinaus in die wunderschöne, aber grausam finstere Nacht, um die zum Festmahl notwendigen Weihnachtseinkäufe für die Familie im fern gelegenen Ort zu machen und noch an dem gleichen kurzen Wintertag mit feiner schwer ren Last heimzukehren. Durch weite Bergwälder geht der Weg, in denen dichte graue Nebel zwischen den schneebelasteten Bäumen hängen, der glitschige Boden jeden Schritt wieder ein Stückchen zurück-- rutschen läßt unb wo gar noch böse Menschen ihm die so schwer errungenen Schätze rauben wollen. Bis er bann doch bei sinkender Dämmerung heimfindet, wo ihn die Begrüßung: „Brav bist. Und hungrig wirst sein", alle Mühsal, nicht aber die Schönheit der winterlichen Wanderung vergessen läßt. „Winterzeit — Schlittschuhzeit! Ein großes Fest!" So hat in überquellendem Erinnerungsglück, fast zwei Menschenalter von jenen seligen Kindheitstagen getrennt, Sudermann in dem „Bilderbuch meiner Jugend" das hohe Preislied des ost- preußischen Winters erklingen lassen. Und wie hat er alle seine Freuden in ungehemmter Freiheit zu genießen gewußt! „Wenn bie Kälte unter 20 Grad Reaumur hinabsank, bann mußten wir zuhause bleiben, und das kostete Tränen genug. Aber sonst war uns volle Willkür gegönnt. Nur dem Einbrechen stand man von elterlicher Seite mit ausgesprochener Abneigung gegenüber, und tarnen wir mit nassen Kleidern heim, so setzte es Haue." Darum wurden auch die Zeugen eines solchen Unfalls vor der Heimkehr erst an einem Baume sorgsam getrocknet, wenn sie sich diesem Heilmittel nicht durch Steifftieren schnöde widersetzten und so zum Verräter wurden. Und dann diese wundervollen Schlittschuhfahrten hinaus ins weite Land, von denen der Dichter ein .farbenfrohes, leuchtendes Bild entwirft! Wenn zur Zeit der ersten Schneeschmelze noch einmal ein kurzer Frost Eintritt, dann bedecken sich die weiten Wasserflächen auf den überschwemmten Wiesen wiederum mit einer leichten Eisschicht, „die so glasklar unb durchsichtig ist, daß man nichts von ihr gewahrt, selbst wenn man dicht über ihr dahinfährt. Wäre das Klingen unb Klirren nicht, mit denen bie Schlittschuhe das Eis durchfchneiden, man würde des Glaubens fein, erbentbunben durch die Lüfte zu schweben. Und schließlich glaubt man es wirklich." Und so ging es hinaus, hinaus auf den großen Strom, der sonst sagenhaft fern lag. „Das Eis erklang, die Riffe donnerten, und so flog man hinein in die Lichtwelt. Bis sie anfing, sich purpurn zu färben und der blaffe Märzmond plötzlich am Hünmel stand." & K» Mattins ahnt nicht, daß der Fremde^ dessen Schicksal er auf eine so geheimnisvolle Art ZU gestalten begonnen hat, in der Vergangenheit seiner Frau eine Rolle gespielt hat. Er will dies Schick- sal weiter „aufschreiben" und wird nun beobachten, wieweit die Wirklichkeit Des Lebens den Fortgang seines Romans bestätigen mirb.So beginnt nun der „Wettlauf mit dem Schatten . Was der Dichter m Der Zurückgezogenheit seines Landhauses n - schreibt, ereignet sich zur gleichen 3*^ in ™ keit fern von ihm in feiner Stadtwohnung. Nach seiner Rückkehr schildert er, wie seltsam beim Schreiben die Sache „so beängstigend wirkllch wurde. Er spürt die Gefahr, die aus seinem Roman für fein eigenes Leben erwächst, aber es steh ch in feiner Macht, -in- Welt zu vernichten, die iH „__________„ Ahm ist bewußt geworden, daß feine Dichtung emi n @efta[t strömte Blut und parallel mit der Wirklichkeit ging, und er hat das Yon, l W unheimlich mystische und wirklich- G-fühl, nicht nur zu wissen, «andern zu 6pW dreier Mensche stimmen, wie es wtttergcheu soll. Lamtt regn neuspa. e mr Viusubung eines toports oenorigi. zias gui uuu; ... t™»«“ i -X bei Sporthosen von denen sogenannte Shorts als! Mütter hatten insbesondere den Chrgerz, ihren Km- punktpflichtig chon auf ber Kleiberkarte gesondert b:rn die beiden dosen Buben mit nach Hause zu p - ■ । bringen. Die jungen Manner entschieden sich mehr "ür die fromme Helene und für bie schöne Adele. Auch die Witwe Bolte, der die bösen Buben, wie wohl jedermann weiß, das Leid nfit ihren Hühnern und dem Hahn angetan hatten, war viel gefragt. Die jungen Mädchen waren mehr für den Maler Klecksel. Auch der originelle Schneider Böck gefiel gut. Nur der Herr Knopp blieb etwas lange in ben Schachteln der Sammler liegen und wurde erst Sammler wurden mit 200 Abzeichen aus gestattet und kaum, daß sie bie Türe des Ausgabelokals hinter sich geschlossen hatten, waren sie auch schon von Käufern umringt, die sich unter allen Umständen das Paar der bösen Buben, Max und Moritz, sichern wollten. So war es auch nicht wei- - verwunderlich, baß gerade diese beiden belieb= v ?n Figuren schnell vergriffen waren. Väter und bienen soll, unb baß es gerabezu einer Umgehung Des Derfütterungsverbots für Brotgetreide gleich- kommt, wenn Brot zu Viehfutter herabgewürdigt wirb. In einem gut geführten unb sparsamen Haushalt sollte überhaupt kein Brot umkommen, ober fortgeworfen werben. Wenn Brot vertrocknet ober schimmlig wirb, so ist bas lebiglich ein Zeichen dafür, daß es unsachgemäß aufbewahrt würbe. Unb wenn wirklich einmal ein Brotrest etwas hart wirb, so braucht man ihn noch längst nicht in ben Abfalleimer zu werfen; aus Brottesten lassen sich viele schmackhafte unb gesunde Speisen, wie Brotsuppen ober Brotpubbings unb vieles anbere heih stellen. Außerdem sollte man es sich auch zur Regel machen, nie mehr Brot im Hause zu halten oder abzuschneiden, als wirklich verbraucht wird. Ganz falsch ist es natürlich, auf jeben Fall die Brotkarte erftlos auszunutzen, ohne Rücksicht darauf, ob wirklich soviel gegessen wird. Die überzähligen Brotkarten soll man vielmehr der NSV. rechtzeitig zur Verfügung stellen, damit diese Marken an Volksgenossen weitergegeben werden können, die einen besonders großen Brotverbrauch haben. Sehr notwendig ist es auch, daß wir unsere Kinder noch mehr zur Achtung vor dem Brote erziehen und ihnen einprägen, daß sie ein großes Unrecht begehen, wenn sie in ber Schule nicht aufgegessenes Frühstücksrot fortwerfen. Gerabe in den Papierkörben der Schulen werden nämlich immer noch sehr viel Brotreste gefunden. Die Jugend muß ganz besonders dazu angehalten werden, Brot als kostbares Volksgut zu ehren, bas nicht verschwendet unb mißachtet werben darf. Bornotizen. Tageskalender für Montag. Populärwissenschaftlicher Vortrag ber Universität: 20.15 Uhr Professor Dr. Ullrich über „Kulturgeschichte ber Mathematik". — Stadttheater: 20 bis 22.15: „Der müde Theodor". — Gloria-Palast, Sel- tersmeg: „Dein Leben gehört mir". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ehe in Dosen". Stablkhealer Gießen. Am heutigen Abend wird der Schwank von Neal und Ferner „Der müde Theodor" wiederholt. Spielleitung Hans Geißler. Bühnenbild Karl Löffler. Die Titelrolle spielt Hilmar Manders. Außer Miete! Die Behandlung gefrorener Lebensmittel. verkauft, als nichts anderes mehr zu greifen war. Insgesamt konnte aber festgestellt werden, daß sich die hübschen Figuren einer allgemeinen Sympathie erfreuten. In den Abendstunden wurden von den Männern im Braunhemd noch die Gaststätten unserer Stadt aufgesucht und dabei noch manche Möglichkeit wahrgenommen, die charakteristische rote Büchse zu füllen. Sehr beliebt war wieder die amerikanische Versteigerung von ganzen Seri-en der Figuren und dabei wurden besonders stattliche Erträge erzielt, ohne daß den beteiligten Spender im einzelnen ein allzugroßes Opfer auferiegt worden wäre. So wurde für manche Reihe nicht nur 2,40 RM., sondern 5,— bis 6,—, ja sogar bis 8 RM. unb darüber eingenommen. In den Ortsgruppen-Geschäftsstellen Hub schon in den frühen Abendstunden und nach dem (Eintreffen der ersten Sammler ein eifriges Geldzählen an. Die meisten der Sammler hatten einen größeren Bettag in .ihren Püchsen, als es ber Summe der verkauften Abzeichen entsprochen hätte. Diese Tatsache bewies nicht nur die Einsatzbereitschaft der Kameraden in ben Gliederungen, sondern auch die unermüdliche Opferbereitschaft unserer Volksgenossen. Sicherlich ist auch auf bem Lande — die Meldungen liegen allerdings noch nicht alle vor — ein gutes Ergebnis erzielt worden. Für den Kreis Wetterau standen diesmal nicht weniger als 100 000 Abzeichen zur Verfügung. Das bedeutet also, gegenüber früheren Straßensammlungen, daß etwa 30 000 Abzeichen mehr zu verkaufen waren als sonst. Wenn auch die Meldungen der einzelnen Ortsgruppen noch nicht vorliegen können, so ist doch damit zu rechnen, daß wohl alle Abzeichen verkauft werden konnten. Don ihren Partnern hatte Hans Kettler die dankbarere Rolle des mit wahrer Besessenheit seinem Problem nachspürenden Dichters, er spielte sie mit einer selbstverständlichen legeren Natürlichkeit, die diesem kühlen Experimentator fast sympathische Züge gab. Den Fremden Herbert Klatts hätte man sich eine Idee weicher, zwiespältiger zwischen Haß und Liebe denken tonnen. " ~ sich Objekt in Subjekt, die Dichtung bestimmt die Agne« Straub im Stadltheater. «KI.WÄS-Ä eisiger Unerbittlichkeit drückt er ihm den Revolver in die Hand. Das Leben ist in die Dichtung einge- brochen, und nun stürzt sie sich zurück ins Leben. chische? 7 /Zln I Aus Oer engeren Heimat (Nachdruck verboten!) 6. Fortsetzung. ng." „Aber das ist ja jetzt Hohn! Ludwig geht hin und lam Aber im KRIE^WINTERHILES WERK Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin Ein 3OOIP (lüft RchlW Verdienste um die Kameradschaft auch für das neue Jahr zum Kameradschaftsführer bestimmt. Dabei wurde ihm der herzliche Dank aller Kameraden für feine unermüdliche und allezeit opferfreudige Tätigkeit im Dienste der Kameradschaft und für seine vorbildliche Pflege der Kameradschaft und der Tradition zum Ausdruck gebracht. Kamerad M ü l l e r sprach den Kameraden seinen Dank aus für die erneute Bekundung ihres Vertrauens und dankte zugleich allen feinen Mitarbeitern und den Kameraden für die eifrige Unterstützung, die sie ihm im verflossenen Jahre bei seiner Arbeit zuteil werden ließen. Er verpflichtete zugleich alle Kameraden, weiterhin alle Kraft für die Ziele der Artilleristen- Kamerädschaft einzusetzen. Der langjährige stellvertretende Kameradschaftsführer, Kamerad Peter Enders, kann dieses Amt wegen Ueberlastung in feinem Behördendienst und mit Rücksicht auf seine Gesundheit künftighin nicht mehr versehen. Der Kameradschaftsführer sprach Kamerad Enders den herzlichen Dank aller Kameraden für seine bisherige Der. Stahlwerke mit 106,40 rund 0,40 v.H. fester. Schwächer nannte man dagegen Harpener mit minus 0,50 v.H. Don den übrigen Werten sind Adlerwerke mit einer Steigerung von 1,25 v. H. auf 103,25 zu erwähnen, während BMW. unverändert lagen. IG.-Farbenindustrie wurden mit 173,75 um 0,75 d. 5). über letztem Kurs gehandelt. Freundlich lagen auch Metallgesellschaft und VDM. Am Rentenmarkt besteht weiterhin gute Nachfrage nach Pfandbriefen. Liquidationspfand- briefe kaum verändert. Don den festverzinslichen Freiverkehrswerten hörte man späte Schuldbuchforderungen mit 99,90, Kommunalumschuldung nut 95,40 und Steuergutscheine I mit 99,60 bis 99,62 kaum verändert. Der Freiverkehr lag still, Rastatter Waggon wurden zu 47 (46) gesucht, Els. Bad. Wolle zirka 94, Growag 88 nach 87. Tagesgeld unverändert 1,75 Lahreshaupiappell der Artilleristenkameradschast 1895 Gießen M d Söhrne dem W blick über deutsch-'^ den damc logen der etwas! | lenes ge! Oentschlai I einer pop Die Fr I drängte, I nach der I nesch-Krei 1 Die deut I ihre Täti beratend gingen hi tors in 2 Neural wußte, dc sen weit I meinen t I nahm mc I km, daß I Präsident I zichungen I einen we I schicke fa I Herr v o hing Dr. Unklar wissen C tualisi bewußt i und der chische B Falle lies noch kam zu der E besser im als im S Gruppe 1 und Mal vernber a 3m all lenntnis Tschechent zu verha Polen zu wurde) d "ach 2ß( versteift. teilweise Proßnik, Tischau i einen Ui Men Kr M die r «ölen Le lorouticen trieben n Mippen, [nb die j Forde venesch-tz ?°ch der lruheren i'andale i fr i" ^ereii Sonntag ItiWjJ g.» 10« e,n: infolS« zer«! Ansch^ richten- - pof §raiilM h; ■ un ö,eles sn. 1*1*1 i, 8ir dj> »Wen Wen, x I-üJrb P durci 'M« h I JnicBen F°ut, n. , «lern । 's * ÄÄ Teiche te Ann hmF »ckvt wollte betrügt dich!" „Weißt du es?" „Du sagtest es." „Ich sagte es nicht. Man muß die Verwirrung eines Herzens nicht notwendig Betrug nennen." „Du gefällst dir in der Rolle der Duldenden!" Unter ihrem Blick brach er ab. Das war ja alles ganz unwichtig. „Julia", hob er an, „du hast gesagt, du liebst mich. Denke über Ludwig, wie du willst, und wie dein gutes Herz es dir befiehlt. Aber vergiß nicht, daß wir beide, du und ich, noch am Leben sind. Daß wir von unserer Liebe nicht reden dürfen wie von etwas Totem. Eie lebt und ist in mir jedenfalls bings durch den Ausbruch des Krieges wieder etwas beeinträchtigt wurde. Der Kassenbericht wies einen Reinen Ueberschuß aus, die Kasse wurde in bester Ordnung befunden. Im Vorstand gab es keine Veränderungen. Dereinsführer Hermann wird auch fernerhin den Verein leiten. Dberturn- wart Amend gab bekannt, daß demnächst der Turnbetrieb wieder ausgenommen wird. Die Kameraden Wilhelm Schneider, Otto Kraft, Wilhelm Stroh und Adolf Stroh wurden mit der silbernen Ehrennadel des Vereins für über 25jäh- riae Mitgliedschaft ausgezeichnet. Für das Winterhilfswert wurden 13,10 RM. gesammelt. Kameradschaftliche Aussprache beschloß den Abend. — Dü Gaufilmstelle der NSDAP, zeigte dieser Tage im Saale von Wolf den Film „Heimat", Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Er nahm ihre Hand und schien seine Wange damit zu kühlen. „Ich habe es gewußt, Julia, daß du mich liebst. Ich habe es gefühlt. Es konnte das nicht geben; ein Gefühl, so groß und so gewaltig konnte unmöglich im Leerlauf enden. In den dunkelsten Stunden — und sie waren nicht selten — fjabe ich gewußt: einmal werden wir zusammenkommen. Ich hätte nicht gesprochen. Das war ein Gelübde. Ich fühlte, ich konnte bei dir nur verlieren, wenn ich von meiner Liebe zu dir sprach. Aber jetzt ist der Bann gebrochen. Jetzt wissen wir beide, wie es um uns steht und — ich bin glücklich." Er atmete auf, als falle eine tatsächliche Last von seiner Brust. „Jetzt sind mir die Hände nicht mehr gebunden. Jetzt kann ich handeln." „Was willst du tun, Gerhart?" Sie erschrak. „Du darfst nichts tun!" „O doch!" Er lachte siegesgewiß. Sein fester Mund bog sich im Trotz. „O doch, Julia, jetzt kann ich etwas tun. Ich mache dich frei." „Gerhart, das darfst du nicht. Ludwig liebt mich, trotz allem liebt er mich. Es würde ihn zerbrechen." „Ludwig?" Es war als höre er den Namen erstaunt zum erstenmal. „Was geht mich mein Bruder Ludwig an! Hat er in den sechs Jahren sich einmal nach mir umgeschaut? Rede mir nicht von Ludwig, der sich jetzt schon ganz gut zu trösten weiß." Er hielt inne. Ihm fiel etwas ein. „Oder liebst du ihn " „Ich habe ihn gern." „Gern haben ist gar nichts. Gern hat Ludwig seinen Papagei Asmus, und ich mein Pferd. Hier geht es um ganze Gefühle! Und darum wird in dieser Angelegenheit heute noch Klarheit geschaffen!" Er lief durchs Zimmer; sein Fuß schleppte überhaupt nicht mehr nach. Es mußte eine Nervensache fein. Der ganze Mann war völlig verändert. Er blühte auf. Julia sah es. Ihr Herz schlug ihm entgegen. „Gerhart, du darfst kein Wort sagen von dem, was wir gesprochen haben!" Er blieb vor ihr stehen. Seine Halsadern preßten sich vor und zeichneten sich ab. „Alles werde ich ihm jagen", stieß er hervor, „alles! Immer war er der Aeltere, der Bessere, der Klügere, der Liebling aller. Ich stand zurück. Ich mußte nach Amerika gehen, als das Geld nicht mehr reichte. Für ihn war Platz an Mutters Kamin. Ich muhte mein Lebenlang schwer arbeiten, oh, es tut mir nicht leid, ich stelle nur fest. Mein Bruder Ludwig faß und spielte mit Kunst- gegenständen. Er ordnete Gemälde ein, rubrizierte hundert tot Dinge, bekam einen Namen und An- wurde Innen«vchitektr AntuMtäten- und Antek Zibilla handelte eigentlich mit Teppichen. Tber im Laufe der Zeit waren andere Artikel dazu gekommen; heute machte er Geschäfte mit allem, was nicht niet- und nagelfest war. Er beschaffte Perserbrücken, Ritterrüstungen, Gobelins; er verlieh Geld und nahm es wieder ein, nachdem es sich in wenigen Monaten nahezu verdoppelt hatte; er Der- witzelt^ telephMitztts, sich In LMehgujerü hexunv Irgendein sinnloser Zorn packte ihn, er riß sie unsanft am Arm und rief viel zu laut: „Warum hast du nicht gewartet!" Er legte den Kopf gegen ihren Arm und brach ab. Sie fuhr mit der freien Hand über fein Haar. Zu verderben war an der Frisur sowieso nichts. Sie schaute ins Leere, als sie sagte: „Da kommt ein Mann aus Amerika und schreit: warum hast du nicht auf mich gewartet! Wußte ich denn, daß es dich gab? Warum gingst du nach Amerika!" Er richtete sich auf. „Julia, wenn ich vor Ludwig gekommen wäre, Julia sage in dieser einzigen Minute die volle Wahrheit, hättest du mich geliebt?" Es war einen Augenblick still. Die Sekunden tropften ab wie Wachsperlen von einer Kerze, die zu heftig flackert. Dann sagte Julia ganz langsam, als wollte sie einstehen können für jedes Wort: „Ich habe dich geliebt von der ersten Minute an, als ich dich sah. Ich erkannte sofort den Irrtum meines Lebens, als ich dich neben Ludwig sah. Aber da war es zu spät. Ich schwieg. Ich nahm mein Herz in beide Hände und hielt es fest. Wo war Ludwigs Schuld? Er durfte nie etwas erfahren, dachte ich. Dafür wollte ich leben, und dafür lebte ich. Es ge« jene Stet aus de Mähre ' zu oerfto' J sondern r schließlich Problem, ' war, bea Feld gegangen. Die älteste der hochbetagten Frauen wird in diesem Jahre das 90., zwei andere werden das 88. und eine wird das 87. Lebensjahr vollenden. Dagegen sind es hier nur 6 Männer, die das 80. Jahr überschritten haben. Fünf dieser Mäner sind noch sehr rüftig, einer von ihnen, der Maler Heinrich Hardt, ist in den letzten Wochen noch nach Gießen und zurück gelaufen. Kreis Wetzlar. [U Wißmar, 2. Febr. Der hiesige Turnverein hiell im DereinÄokal bei Gastwirt Wolf ferne Generalversammlung ab. Dereinsführer Hermann begrüßte die Kameraden, insbesondere die Urlauber im feldgrauen Ehrenkleid, und erstattete dann den Jahresbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß das Jahr 1939 für den Verein sehr vielversprechend begann und ein Aufschwung im turnerischen Leben zu verzeichnen war, der allerhorchte, schnappte etwas auf und nutzte Gelegenheiten aus. Er war klein; fein Gesicht war schief seit der Geburt. Auf der Backe bis zum Hals herunter zog sich ein rotes, gesprenkeltes Muttermal. Es fah aus, als sei er mit einer Säure oder ätzenden Flüssigkeit be- jpritzt worden, und die Stelle heile jetzt langsam ab- Sie blieb aber, wie sie seit Jahren war. Antek Zibilla saß in seinem Zimmer hinter dem Laden in der Friedrichstraße. Es war ein Hinterhaus, in dem er wohnte. Den Laden entdeckte daher kaum jemand, nur Kenner fanden den Weg zu Antek Zibilla, und das war durchaus im Sinne Zibillas. Laufkundschaft konnte er nicht gebrauchen. Er machte tagsüber stets die Tür nach dem Laden zu, so daß er in seinem sogenannten Büro im Halb» dunkel, jedenfalls im Dämmerlicht saß. Wenn ein Kunde in den Laden kam, schlug eine Klingel cm, die nicht zu überhören war. Der Raum war blau von zahllosen verrauchten Zigaretten. Zibilla rauchte wie ein Narr, und seine Besucher, alles beeilte, nervöse, aber gut gekleidete Leute, denn ihr Aussehen war ihr einziges Kapital, taten es ihm gleich. Er erhob sich und schloß hinter dem neuen Besucher, der da eben mit einer Verbeugung eingetreten war, die Ladentür. „Bitte, setzen Sie sich", sagte er. Der Mann fiel aus dem Rahmen der sonstigen Besucher. Er war zwar europäisch gekleidet, aber jeder erkannte in ihm sofort den Orientalen. Das Gesicht war gut geschnitten. Die mandelförmigen Augen hatten einen tierhaften Blick und erinnerten an Gazellenaugen. „Nun setzen Sie sich schon, Herr ... Wie war doch der Name?" „Sie werden den Namen immer wieder Der* gessen", sagte der Perser. ,Zch heiße Fech W Aftab und komme, um den Buddha zurückzuholen. Antek Zibilla nickte. Des Persers Augen leuch' teten auf. Wer Zibilla hatte nur so vor sich hinge- nickt. „Ganz schön", sagte er, „ich würde Ihnen das Schnitzkästchen mit der Buddhafigur auch gern wie1 derverkaufen. Ich fjabe es aufgearbeitet, Scharniere geölt, den Lack aufgeftischt und den Buddha, er war wohl aus Bronze, blankgeputzt. Als ich fern? war, fand ich sofort einen Käufer." Er zuckte di< Achseln. „Wie ich Ihnen schon am Telephon sagte leider nichts zu machen. Der Buddha ist weg. Lak Ihnen viel daran? Ihr Bruder, der ihn mir JW kaufte, legte offenbar gar keinen Wert darauf. Der Perser funkelte bedrohlich mit den Augem „Mein Bruder hatte kein Recht an dem Kästchen ( tagte er erregt Aortje^M Wm Mitarbeit aus und teilte mit, daß er Kamerad En- ders in dankbarer Würdigung feiner Verdienste zum ständigen Mitglied des Beirats bestelle. Als neuen stellvertretenden Kameradschaftsführer be. stimmte er sodann den Kameraden Heinrich F a h. r e n b a ch , der das Amt in soldatischem Pflicht- bewußtsein annahm mit der Versicherung, daß er allezeit seine ganze Kraft für die Erfüllung dieses Amtes einsetzen werde. Für das Amt des Schriftführers wird vorläufig ein Stellvertreter bestimmt werden. Das Amt des Kulturwarts wird während der Kriegsdauer von einem Kameraden vertretungsweise mitverwaltet werden. Sodann übermittelte der Kameradschaftsführer eine Reihe neuer Grüße von der Front, die Käme- roden durch Karten und Briefe von draußen geschickt haben. Kam. Oberleutnant S u n d h e i m berichtete hierauf den Kameraden in fesselnder Schilderung einges von dem Erleben an unserer Westfront. Einige kleinere interne Angelegenheiten wurden nach den Vorschlägen der Kameradschastsführung glatt erledigt. Hierauf schloß der Kameradschafts« führer den Appell mit einer Ansprache, in der er die Kameraden an ihr eigenes Kriegserleben während der Weltkriegsjahre erinnerte und zum Ausdruck brachte, daß der alte Weltkriegssoldat, der den Krieg kennengelernt habe und dessen Bedeutung für den einzelnen Soldaten und für die Volksgemeinschaft richtig zu würdigen wisse, auch zu dem jetzigen Kriege von selbst die richtige Einstellung habe und in unwandelbarer soldatischer Treue, sowie in vorbehaltlosem Glauben zu unserem Führer Adolf Hit- [er stehe. Im vollen Vertrauen auf den Führer und auf unsere herrliche Wehrmacht glaube der alte Weltkriegssoldat fest an den Sieg unserer Waffen, und er sei stets bereit, an seiner Stelle alles zu tun, was zur Erringung unseres Sieges beitragen könne. Mit dem Gruß und Treugelöbnis an den Führer wurde der Appell in der üblichen Weise geschlossen. Gießen-Klein-Linden. Der Führer hat dem Lehrer Heinrich Möller für mehr als 40jährige treue Dienste das goldene Treudienst-Ebrenzeichen verliehen. Mit dem silbernen Treudienst-Ehrenzeichen für mehr als 25jährige Dienstzeit wurden die Lehrer Gustav Otto und Hermann Rau ausgezeichnet. Kraftfahrer, helft das Wild schonen! LPD. Bübingen, 4. Februar. Eine berechtigte Mahnung ist seitens des Landratsamts Büdingen an die Kraftfahrer ergangen. In dieser Veröffentlichung wird zum Ausdruck gebracht, daß sich die Fälle mehren, in denen auf den durch die ausgedehnten Waldungen des Büdinger Umlandes führenden Stra- ßen RehevonKraftfahrern überfahren und teils getötet teils schwer verletzt wurden und nachher einsam verluderten. Die Kraftfahrer werden aufgerufen, bei Fahrten durch diese Waldungen Rücksicht auf das gegenwärtig sehr notleidende Wild zu nehmen und bet Wildwechseln Vorsicht beim Fahren malten zu lassen. Zigeuner wegen Hühnerdiebstahl festgenommen. • Groß en-Linden, 5. Febr. Hier würben von her Gendarmerie mehrere Zigeuner, unb zwar zwei Männer, zwei Frauen unb zwei Kinder, [e ft genommen, die sich in Allenborf an der Lahn durch Hühnerbiebstabl in einem Grundstück unliebsam bemerkbar gemacht hatten. Die Verhafteten wurden zur weiteren Untersuchung nach Gießen gebracht, wo die Ermittlungen über das bisherige Wirken der Zigeunergesellschaft noch im Gange sind. Landkreis Gießen. T Gr oß en-Li nden, 8. Febr. Unsere Mitbürgerin Katharine Weber, geb. Muhl, feiert am 6. Februar ihren 8 0. Geburtstag. In Großen- Linden sind z. Zt. 12 Frauen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, und alle find Witwen. Zum Teil sind die Frauen noch verhältnismäßig rüstig, einige sind im vorigen Jahre noch zur Mitarbeit ins Rundfunkprogramm Dienstag, 6. Februar. 6.10 Uhr: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt die Tanzkapelle des Reichsfenders München. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Landvolk, merk' auf! 8.15: Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.30; Schulfunk (Oberstufe). Aufbau im Osten (V). „Die Ordensstadt Thorn und im deutschen Dorf Slomsk an der Weichsel". 10: Frohe Weisen. 11: Kammermusik. 11.50: Stadt und Land — Hand in Hand. 12: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemein- Ichaft „Kraft durch Freude". 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Musik am Mittag. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Breslau. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.45: Neues für den Bücherfreund. 16: Nachmittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. Ausführung: das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 18: Ruf ins Land: Berichte des Landes- ernährungsamtes. 18.25: Nach des Tages Arbeit. Dazwifchen:18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 19.45: Politische Zeitungsschau. 20: Nach- richten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsenber. Dazwischen 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15; Nachrichten. Rhein-Mainische Börse. Stimmung freundlich. Frankfurt a.M., 3. Febr. Die Wochenschluß, börfe verlies in durchaus freundlicher Haltung. Die Umsätze hielten sich allerdings in engen Grenzen. Interesse zeigte sich am Aktienmarkt, vor allem für Dt. Linoleum, die ihre Aufwärtsbewegung um 2,50 v. H. auf 146,50 fortsetzen konnten. Am Elektromarkt nannte man Licht und Kraft weiter fest zirka 152,50 nach 152. Montanaktten lagen etwas unterschiedlich, überwiegend weiter leicht erhöht, so Mannesmann um 0,90, Rheinstahl um 0,50, Jahre, Eichweg 5; 16.1. Ludwig Ockel, ohne Beruf, 71 Jahre, Plockstraße 14; 16. 1. Otto Eschbach, Werkmeister, 64 Jahre, Crednerstraße 29; 16. 1. Ida Schürmann, geb. Fischer, ohne Beruf, 80 Jahre, Wernerwall 31; 16. 1. Ida Christ, geb. Kuhn, ohne Beruf, 39 Jahre, Klinikstraße 10; 17. 1. Christian Sauer, Schneidergehilfe, 78 Jahre, Neuen Baue 7; 17. 1. Georg Scheerbarth, Dr. med., 51 Jahre, Rödgen er Straße 22; 18. 1. Adam Schmitt, Post- assistent a. D., 71 Jahre, Johannesstraße 9; 19. 1. Maria Hommerich, Ordensschwester, 69 Jahre, L-ie- bigstraße 24; 19. 1. Luise Noll, geb. Mengel, ohne Beruf, 88 Jahre, In Löbers Hof 8; 19. 1. Katharina Eberle, geb. Hartmann, ohne Berus, 86 Jahre, Schottstraße 3; 19. 1. Marie Wahl, geb. Henkel, ohne Berus, 77 Jahre, Stephanstraße 32; 21. 1. Otto Diehl, Postassistent, 63 Jahre, Aulweg 38; 20. 1. Theodor Schwieder, Apotheker, 70 Jahre, Moltkestraße 1; 21. 1. Adam Becker, Kirchendiener, 77 Jahre, Marburger Straße 15; 20. 1. Marie Wagner, geb. Wißner, ohne Beruf, 51 Jahre, Am Riegelpfad 52; 23. 1. Karl Hofmann, Schreiner, 77 Jahre, Dammstraße 47; 24. 1. Anna Zimmermann, geb. Westrich, ohne Berus, 71 Jahre, Seltersweg 27; 24. 1. Karl Hahn, Schreinermeister, 83 Jähre, Löberstraße 17; 25. 1. Paul Kammler, Arbeiter, 63 Jahre, Asterweg 12; 24. 1. Martha Schwarz, geb. Geyer, ohne Beruf, 52 Jahre, Stephanstraße 44; 28. 1. Wilhelm Belke, Bibliotheksdirektor a. D., Professor, Dr., 86 Jahre, Goeche- straße 69; 27. 1. Elise Schopbach, Büglerin, 83 Jahre, Wernerwall 9; 27. 1. Georg Wallenfels, Kaufmann, 72 Jahre, Marktplatz 21; 29. 1. Heinrich Borschel, Bürodiener a. D., 70 Jahre, Linden- platz 1; 29. 1. Hans Nöller, 2 Jahre, Werrastraße 9; 30. 1. Karoline Heiler, geb. Hübinger, 88 Jahre, Friedensstraße 41; 30. 1. Lina Roß, geb. Rausch, ohne Beruf, 75 Jahre, Teufelslustgärtchen 5. ♦♦ Städtische Bücherei. Im Januar sind 2063 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf Literaturgeschichte 4, Zeitschriften 33, Gedichte und Dramen 9, Erzählende Literatur 1221, Jugendschrif- ten 332, Länder- und Völkerkunde 110, Kulturge- schichte 1, Geschichte und Biographie 186, Kunstae- schichte 4, Naturwissenschaft und Technologie 100, Heer- und Seewesen 32, Haus- und Landwirtschaft 6, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 22 Bände. Es war wieder eine große Zahl von alten Soldaten, die sich in der A r t i 11 e r i st e n - K a m e - ■ rodschaft 1895 Gießen am Samstagabend frn Kameradschaftsheim .Hessischer Hof" zum I ah - reshauptappell versammelten. Einige Kameraden der aktiven Wehrmacht, die sich zur Zeit hier auf Urlaub befinden, nahmen an dem Abend teil und bekundeten dadurch, daß die Verbindung zwischen den alten Artilleristen und der akttven Truppe in engster Weise besteht. Kameradschaftsführer M ü 11 e r gab dieser Tatsache in seinen Bearüßungs- worten besonderen Ausdruck. Weiter machte er die Mitteilung, daß der von allen Kameraden hochgeschätzte Kamerad Heinrich Siebert wegen hohen Alters und Krankheit sein Amt als Schriftführer leider nicht mehr wahrnehmen forme; während langer Jahre hat Kamerad Siebert in vorbildlichem Eifer und in größter Gewissenhaftigkeit dieses Amt geführt und sich dadurch große Verdienste um die Kameradschaft erworben. In dankbarer Anerkennung dieser mustergültigen Arbeit werde Kamerad Siebert weiterhin der Führerschaft ehrenhalber als ständiges Mitglied angehören. Im Jahresbericht des Kameradfchaftsführers kam zum Ausdruck, daß das oerfloffene Jahr 1939 für die Artilleristen-Kameradschaft dank eifriger Mitarbeit aller Kameraden wiederum ein ftuchtbares geworden ist. Die Kameradschaft habe sowohl zahlenmäßig, als auch an innerer Stärke zugenommen. Der Krieg habe selbstverständlich auch die Kameradschaft berührt; eine ganze Reihe von Kameraden stehe wiederum aktiv in der Wchrmacht, während die daheimgebliebenen Kameraden ihre Kraft in verschiedenster Weise in den Dienst unserer Volksgemeinschaft stellen. Der Jahresbericht wies dann u.a. auf die Veranstaltungen im verflossenen Jahre hin, ebenso auf die Pflege der kameradschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Angehörigen der Kameradschaft, ferner auf eine Reihe von Vorträgen, die an den Kameradschaftsabenden geh al- ten wurden und stets großes Interesse fanden. Weiter wurde der im Felde stehenden Kameraden gedacht, denen die Kameradschaft durch öftere Sendungen ins Feld, insbesondere auch durch Liebesgabensendungen anläßlich des Weihnachtsfestes, ihre Verbundenheit bekundete. Ebenso wurden die herzlichen Beziehungen erwähnt, die die Kameradschaft der alten Artilleristen mit unserer aktiven Gießener Artillerie-Abteilung verbinden. Mit besonderer Genugtuung wurde schließlich noch die Tatsache hervorgehoben, daß auch im verflossenen Jahre die Pflege der guten Kameradschaft und der alten soldatischen Tradition für die Artilleristenkameradschast eine besondere Aufgabe war, die mit gutem Erfolg erfüllt wurde und auch weiterhin als vornehme Verpflichtung gilt. Die finanzielle Grundlage der Kameradschaft fft, wie aus dem Bericht des Rechners Kamerad Stephan hervorging, gut. Trotz Steigerung mancher Ausgaben, die zwangsläufig bedingt war, konnte dank weiser Sparsamkeit in anderer Hinsicht die Kasse am Jahresende einen erfreulichen Abschluß verzeichnen. Der Kameradschaftsführer sprach Kamerad Stephan herzlichen Dank aus für seine mustergültige Kassenführuna und Rechnerarbett, durch die der Kameradschaft ein sehr wesentlicher Dienst geleistet wurde. Gestützt auf das volle Vertrauen der Kameradschaft wird Kamerad Stephan auch im neuen Jahre das Amt des Rechners ver- fehen. Einstimmig würbe sodann durch Zuruf Kameradschaftsführer Müll e r in Würdigung feiner großen Kunsthändler — und bekam dich. Ich ging leer aus. Ich lag in Mexiko am Straßenrand mit Indios, zog als Tramp von Philadelphia nach Westen. Aber ich sah, wie man es im Leben machen muß, um voranzukommen. Ellbogen muß man gebrauchen, sonst wird man beiseitegestoßen. Langsam arbeitete ich mich hoch. Ich baute den Abschnitt VI, den schwersten der Goldenen Brücke von Frisco. Ich verdiente. Ich kam nach Deutschland heim. Noch einmal ein Rückschlag, als ich dich sah und merkte, daß ich wieder zu spät gekommen war. Aber das war mir nur ein Ansporn. Ich wußte, wenn es einmal so weit sein würde, mußte ich etwas hinter mich gebracht haben. Da arbeitete ich. Eisern. Aus dem Vorarbeiter wurde der Bauleiter. Heute führe ich die ganze Strecke, Bau und Planung schon der nächsten. Tausend Leute, die genau wissen, daß ich für sie einstehe, wie sie es für mich tun. Ich war zufrieden. Dir darf ich es sagen, Julia. Nur eins war noch da. Das Herz, verstehst du. Es lief bei alledem leer wie eine vergessene Zementtrommel. Aber auch das ist nun anders. Das Leben beginnt!" Er tat eine Handbewegung, als stoße er eine häßliche Vase vom Tisch. „Ludwig wird entthront. Der Spuk ist aus!" „Gerhart, wie sprichst du! Ich wußte nicht, daß du Ludwig hassest." „Ach", sagte er, „Julia, Liebste, ich wußte es ja selber nicht bis zu dieser Stunde. Ich merke es jetzt erst, wo es um dich geht." Er setzte sich wieder hin. Langsam hob er den Kopf. Ihre Blicke trafen sich. Sie zogen sich an. Langsam folgten die Köpfe. Es schien, die Augenpaare hypnotisierten sich. Aber im letzten Augenblick gab sich Gerhart Carlotti einen Ruck und stand auf. Er riß sich los. „Nein", sagte er, „ich habe nie gestohlen. Ich will es auch am letzten Tag nicht. Verstehst du mich, Julia?" Er sah sie bittend an. Sie hatte Tränen in den Augen. Ihre Hand kam herauf und stteichelte die seine, die da herabhing. „Ach, wie gut verstehe ich dich", sagte sie. „Das sind ja alles genau so meine Kämpfe gewesen." Sie spürte in dieser Minute, da sie voreinander zurückwichen, waren sie sich nahe wie nie zuvor.