>4». Jahrgang Ur. 287 kl Geistige Verdunkelung 0 'ä ■ M, | 'l :1®M ■ ^60000 BRT. an einem Tage versenkt fionen in den Lagerhäusern der Hafenviertel waren Bristol ein Nammenmeer Neuer Angriff deutscher Kampffliegerverbände'. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tanger, 6nbe November 1940. dar Ä» nit einem ertai sxj lihtt zi«, ein Milcht zich Erfolg ist das unter Führung von'Kapitänleutnant Mengersen stehende U-Boot mit der Versenkung von 5 Schiffen mit zusammen 41 000 BEI. führend beteiligt. Außer den genannten Erfolgen meldet ein weiteres U-Boot die Versenkung von zwei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit insgesamt 21 247 BRT.. darunter das moderne britische Motorschiff „Victor Roh" von 11 247 BRT. Damit sind während des 2. Dezember allein durch Unterseeboote^ insgesamt mehr als 160 000 BRT. versenkt worden. Wie bereits gemeldet, haben stärkere deutsche Lampffliegerverbände in der Rächt zum Montag die Augri ffe auf Southampton fortgesetzt und die noch anhaltenden Brände erweitert. Lxplä- )luß Sitg te i bn alles anders kam. da die unglaublich verbrecherische Illusion.eines Church'll, mit einer unterlegenen Luftwaffe Deutschland angreifen zu können, furchtbar hart auf die englische Bevölkerung zurück« fällt, jetzt schreit diese Presse nach — Pressefreiheit! England muß jetzt dafür bezahlen, daß es sich von diesen Lügnern gegen den Geist der Wahr-beit und des Friedens in Giftne-bel tauchen ließ. Wir haben in Deutschland diele Pest ausgerottet. Der deutsche Journalist ist nicht mehr Angestellter einet privaten Interessentengruppe, sondern er dient dem ganzen Volke. Die deutsche Presse ist nicht dis ..Dirne des Geldes", sie hetzt nicht durch Lügenkanv pagnen die Völker aufeinander, wie es heute no in M ; einem Ei- ,, Ws! «vl 'Muck L es adll I Der Wehrmachwenchl vom Dienslag. Berlin, 3. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unterseeboote haben am 2. Dezember einen nach England bestimmten großen Geleitzug mit besonderen Erfolg angegriffen und zersprengt. Trotz stärkster Sicherung durch Kreuzer und Zerstörer und sofort eiusehender heftiger Abwehr wurden 15 Schiffe mit über 110 000 BRT. und ein zur Sicherung des Geleitzuges gehörender britischer Hilfskreuzer von rund 17000 BRT. aus dem Geleitzug versenkt. Die Versenkung Berlin, 4.Dez. (DRB.) Die Engländer haben nach Einsehen der deutschen Vergeltungsflüge seit dem 7.9.1940 häufig die Auffassung zum Ausdruck gebracht, daß der Materialverschleih sowie der Brennstoffverbrauch ihnen nach kurzer Zeit eine Entlastung bringen müsse; die deutsche Luftwaffe könne das scharfe Angriffstempo keineswegs durchhalten. Die verstärkten Kampfhandlungen gegen England dauern nunmehr schon über zwölf Wochen an. wie verhält es sich nun mit der Frage des angekündigten Rachlassens der deutschen AngriffsläKgkeit? Was den zurückliegenden Monat Rovember betrifft, so hat inzwischen die deutsche Luftwaffe in eklatanter Weise den Gegenbeweis gegeri diese Theorie erbracht. Während der 3 0 R o - vembertage sind 23 Großangriffe gegen englische Industrie- und Hafenstädte durchgeführt worden, bei denen jeweils in einer Rächt auf ein Berlin, 3.Dez. (DRB.) Rach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen griffen inderRachtvom3.12. stärkere Kampffliegerverbände die hafenanlageu von Bristol mit Bomben aller Kaliber an. Bei der allgemein schlechten Wetterlage stießen unsere Flug- zeige teilweise bis zu der tiefliegenden unteren Wolkendecke durch, um die befohlenen Ziele mit Erdsicht anzugreifeu. Lin Kampf- stugzeug, das gegen Lnde des Angriffs besonders tief flog, stellte fest, daß im Osten und Westen der Stadt eine Fläche von je etwa ein Ona- bratfilometcr Ausdehnung In Flammen stand. Dazwischen zogen sich lange Streifen brennender Lagerhäuser und Speicher. Auch andere Beobachtungen bestätigen die gute Trefferlage im Ziel. „3n Wänden von 3 Mimten". Amerikanische Berichte über den Luftangriff auf Bristol. <■1 V ■ Ni I Na I N-?| est I K. M Wl tiil 'AI dar I irt njl tnlt ul !« Nl n«n wird. . enrwx Hafen und Stadt Tanger rmt etwa 60ow i . nehr urj | schiech!» |; ’tfn Sck |! y uiwt!' ' ih« ml viele i|e an^il WNÄ Der Neues Leben in Tanger Don unserem Dr.-Äerichterstatter. heioorrufen können. Man muß sich von dem Glauben frei macken, als Herrsche die britische Festung allein die fast 7Ü Kilometer lange und 14 bis 22 Kilometer breite Yi-aße Der Umstand, daß vor nicht langer Zeit Mßtzb internationale Zone von Tanger mit 583 I yavratkilometer Land und 80 000 Einwohnern, der Stadt entstanden. Das Fabrikviertel habe die Hauptlast des Angriffes zu tragen gehabt. „In Abständen von drei Minuten" heitzt es im Bericht des United-Preß-Korresvondenten. Der Angriff, der vier Stunden dauerte, habe schweren Schaden angerichtet und - zahlreiche Opfer gefordert. Diele frühere Bewohner Coventrys, die nach Bristol geflüchtet waren, erklärten^, der Schaden sei zum Teil noch schlimmer als in Coventry. Jedoch wird darauf hingewiesen, daß Bristol doppelt so groß sei,- als Coventry. Hunderte von Brand- und Explosionsbomben seien auf die durch frühere Angriffe bereits teilweise schon zerstörte Stadt niedergegangen, die den Eingangshafen für die aus Kanada und den Vereinigten Staaten ankommenden Schiffe bilde. Kurz nach (Sonnenuntergang seien die ersten Bomber eingetroffen. Zunächst sei ein Hagel von Brandbomben gefallen, der in weiten Stadtgebieten riesige Feuer auslöste. Einige Brandherde hätten am anderen Morgen noch gewütet. Als die zweite Welle kam, batten die Brände bereits den Himmel erhellt. Mit hoher Geschwindigkeit seien dann die weiteren Bomberwellen- angeflogen, hätten dem Flakseuer getrotzt und hunderte von hochexplosiven Bomben geworfen. Der Korrespondent der Neuyorker Zeitung „Sun" meldet, Flüchtlinge erklärten, die Straßen der Stadt sähen aus wie die verwüsteten Gebiete während.des Weltkrieges. Das Informationsministerium habe die Wirkung des deutschen Angriffes damit erklärt, daß die englische Flak nicht in der Lage gwesen sei, die Angriffe abzuwehren. tngland hat in den letzten Monaten die Nehrung, bit das Felsennest Gibraltar mit der Pyrenäen- 'hjbiniel verbindet, durchstechen lassen. Dadurch Hl )ie Festung mit ihren Anlagen zu einer Insel mporden Doch scheinen die Fluten, die hier in- piff der Gezeiten des Ozeans wie seines weniger ^halligen Wassers nur von Westen nach Osten Men können, in dem Graben noch nicht allzu ftk zu schäumen, denn seine Erbauer haben sich zu- letz noch dazu verstanden, mittels einer Brücke den -Virkehr zu Lande wieder aufrechtzu- erhalten. Ob diesem Tun bestimmte militärische Nichten zugrunde liegen oder ob es nur eine fonbolifthe Handlung darstellt, mag unerörtert blei- beiu Auf das neue Spanien macht das wie das 4:4 D 6:5 (4:21 Für Tanger selbst hat diese Vereinheitlichung tut ganz wesentliche Bedeutung. Als es noch der erblichste und Europa nächste Hafen des Sultanats Marokko war, befaß es einen lebhaften Schiff- fchrtsverkehr. In dem Augenblick aber, als die tobt vor bafö 30 Jahren international!« , fie rJ wurde, sah sie sich ihres Hinter! an- dis beraubt Das damals ost gebrauchte Wort , Dm der „offenen Tür" in Marokko wirkte sich piaktisch so aus, daß die Franzosen die bisherigen Hrkehrsweg, nach dem von ihnen befehlen Gebiete ! dlenften und den hier liegenden Häfen Rabat ivd vor allem Casablanca zuführten. Die Hjenbahnverbindung allerdings mit der Hauptstadt blieb erhalten. Bloß sank deren Bedeutung mu Jahr zu Jahr, da die seit 1911 betriebene industrielle Erschließung des Landes sich hauptfach- lih in den küstennahen Gebieten vollzog. In spanischem Besitz hat Tanger wieder eine Zukunft. Seiner Lage nach ist es nämlich atlan- !isch »ausgerichtet. Es blickt hier nach Norden nn Mutterland auf die reichsten Teile der Landschaft Itbalufien mit der Mündung des Guadalquivll:, bta einzigen schiffbaren Flusses der Halbinsel. In helfen Mündungsgebiet liegt der wichtigste atlan- Ache Kriegshafen Cadiz, der aber zugleich em bedeutender Handelshafen ist. Jahrhundertelang hat der am Fluß selber gelegene Seehafen Sevilla die spanische Einfuhr von Ueberfee beherrscht und te einen Reichtum erworben, von dem noch heute bi? wundervollen Paläste und Kirchen aus mauri- Ver und habsburgischer Zeit zeugen. Die Ei gen- lässt als Ueberseehafen will indessen Sevilla trotz Silage eines Seekanals in der Zeit nach dem Weltkriege so recht nicht wieder gelingen. So bleibt 8)r Hauptbetätigungsfeld die Küstenschiffahrt an den ( afrikanischen Gestaden sowohl im Mittelmeer als ttch im Atlantischen Ozean. Hierbei wird in Zukünst Tanger ganz anders feinen Beruf erfüllen als bisher. Die von der Re- aierung jetzt bewilligten Mittel sollen in erster Linie der Ausgestaltung des Straßen- unb Eisen- i^hnnetzes des doch immerhin etwa 29 000 Ouadrat- luometer zählenden Landes mit 875 000 nun dienen. Klimatisch ist dieses an der Atlanttschen Rifte durch ausgiebigen Regenfall begünstigt. Dieser kenn nicht sehr weit nach Osten dringen da sich lehr bald der scharfe Grat des langgestreckten Rifs i nhedt, der schließlich sogar infolge der Trocken- biit Steppencharakter erzwingt. Gleichwohl ergan* un sich beide Telle: die Bodenerzeugmsse des Welt ns verlangen nach den tierischen des Ostens. Den Ausgleich vermittelt die Landeshauptstadt T e tu a n (SO 000 Einwohner), die zwar selbst nicht am Meere lii-gt, aber durch Eisenbahnen mit deni nahen Halt« Marti! sowie nut dem an der «.trage von Stbraltar gelegenen Ort Ceuta verbunden ist. Nun« irehr lohnt es, eine ebensolche auch mit ^Langer 3U schaffen, das dann sicher die Erwartungen der Re- gerung erfüllen Und einen neuen Aufschwung ney- trieben. _ Noch 1929 wurde in Amerika darüber geklagt, daß die demokratische Presse lediglich für den Profit arbeite und ihre Aufgabe darin bestehe, ,,Geld zu machen". Und was in Amerika Üblich ist, ist am. Sitze der Plutokratte, in England, schon längst Gepflogenheit. Wenn ein Churchill die Kunst der Lüge im Kriege als britische Großtat preist — die Prostituierten der „Times und anderer englischer Gazetten haben sie auch hn Frieden zur Meister- schäft ausgebildet. Sie haben sich nicht bemüht, ihre Leser über die wirkllchen Vorgänge in anderen Na° , tionen zu informieren, sondern die Geister ihrer Leser aeradezu verblödet. Die gewaltigen sozialen und kulturellen Umwälzungen auf dem europäschen Kontinent sind, was Deutschland und Italien angeht, dem e Durchschnittsbriten völlig unbekannt geblieben, weil die internationale Journaille unter jüdischem Einfluß und durch jüdische Haßartikel im Sinne der „Pressefreiheit" die Tatsachen umfälschte. Was die französische Journaille am Frankreich der Gegenwart verbrochen t)at,_ muß jetzt das französische Volk bezahlen, das für die Fensterscheiben, die diese Presse eingeworfen hat, jetzt nrit*bem Verlust seiner gewohnten Lebensart büßt. Und die Engländer? Sie sind von ihrer Preffe, allen voran der „Times", systematisch belogen und betrogen worden. Deutschland war nach diesen plutokratilchen Ausführungsorganen schwach, es seufzte unter der Diktatur, es konnte e’nen Krieg nicht zwei Monate aushalten, es hatte Tanks aus Pappe, und vor den leeren Läden stand das deutsche Volk und hungerte. Das war bas verzerrte Bild, das diese Presie den Engländern schon in Friedens- zeiten vorsetzte. England hat den Haßdildern ge» glaubt, wie es auch die aus Deutschland geflüchteten Juden als die edelsten Geistesriesen ansah, und jetzt. fcpon 16500 Europäern, der Verwaltung von Hqnisch-Marokko unterftellt wurde, ohne daß die ! Mwerwalter Frankreich, England und Italien mehr d? einen formalen Protest einlegten, hat vielmehr (-wirkt, daß nunmehr tatsächlich Spanien falle in die wesentlichen Strecken Der Nord- und dMgestade der Straße fest in feiner Hand hat. “ihr alt ar liegt am Ost ausgang her Straße, Jo am Mittelmesr. Hier ist diese 22 Kilo- wter breit und wird tm Süden von der spanischen Kstung Ceuta in Marokko genau so flankiert wie « Norden von Gibraltar: beidemal springen Kalk- irllen ins Meer vor und halten die Verbindung mit Kn Festland durch eine Nehrung aufrecht. Hierbei iss zu veachten, daß die Straße nach Westen zu sih rasch auf 14 Kilometer verengt, und zwar sonders zwischen dem spanischen Hafen T a r i f a Nd dem ihm vorgelagerten Punta Marroqui sjoie dem Cap Esris ailf afrikanischer Seite. Ziese Enge kann nun nicht mehr von dem inter- nctionalen Hafen Tanger mit englischen Flotten- Meiten gestört werden, weil eben bie ganze Sybfeite einheitlich s p a ni sch ist. Piel MIT WiüM 18 J 'n a*| X ich mit! J j Die Lonboner firnes" setzt sich wieber einmal auf den Richterstuhl und lobt die Pressefreiheit. In Wirklichkeit spricht sie vom Ideal der Pressefreiheit und müht sich ab, zu zeigen, daß Die edlen Briten doch noch nicht ganz dieses Ideal erreicht hätten, denn einmal mußten sie daran den- ken, daß auch der Feind zu den Lesern gehöre, und bann habe bie Nachrichtenzensur Coopers doch sogar bie Nennung der Namen bombardierter Städte verboten, was doch, gesteht sogar bie „Times , als Geheimniskrämerei üble Wirkungen haben mußte. Allerdings sei dieser Zustand innerhalb des Rechtes der freien Meinungsäußerung noch besser als der „intellectual black-out“ (was man mit geistiger Verdunkelung übersetzen kann), den Hitler über Europa verhängt habe, so daß sogar die französischen blätter der unbesetzten Zone nur eine Scheinpolemik führen dürften, denn in Wirklichkeit wurden auch sie „von dem deutschen Herrscher kontrolliert. Das ist, nebenbei bemerkt, natürlich Unsinn, aber es zeigt doch bie Art, mit ber bie „Times" ihr Gift selbst bei Erwähnung von Nebensächlichkellen zu verspritzen versteht. Worin bie so gelobte unb, wie selbst bte „Times nachweist, doch nicht durchführbare Pressefrechell in den demokratischen Ländern besteht und wie sie wirkt, bas wird vorsichtigerweise nicht gesagt. Wir können der „Times" aber an Hand von Zeugnissen aus ihrer eigenen Sphäre zeigen, was sie w i r t • lich ist. Wir brauchen nicht auf Napoleon zuruck- zugehen, der in feinem Bulletin vom 8. Oktober 1806 verächtlich von jenen Schmähschriften sprach, , bie bas englische Kabinett von seinen Zellungs- schreidern um 500 Pfunb jährlich machen laßt, noch auf Richarb Wagner, ber 1855 aus Lonbon sckrieb: „Don ber Nichtswürbigkeit, Unverschämtheit, Bestochenheit unb Gemeinheit ber hiesigen Presse ift ‘jeher, ber hier lebt, so innig überzeugt, daß ich mich nicht gern auch nur mit bem Anfassen solch eines Blattes besudele." Die demokratische Presse wirb aus mammoniftischen Grünben begriffe aus Norbamerika zu erwehren. Die Kultur- Verbundenheit wird durch den spanischen Rundfunk nachhaltig gepflegt, wie die Vorträge gerabe_ der letzten Wochen zeigen. Der Sender Sevilla übernimmt hier die Aufgaben, bie einstmals ber Hafen geleistet. Dabei braucht so ganz nicht ber alte Seeweg vergessen zu werden. Für den Verkehr mit Südamerika spielten die Kanarischen Inseln gewissermaßen die Rolle des Vorhafens. Hier sammelten sich die Atlanttkfahrer unb fuhren bann, modern ausgedrückt, im Geleitzug nach Spanien, um nicht zuguterletzt von den Seeräubern des Mittelmeers oder auch den Schiffen englischer „Seehelden" wie Francis Drake und Sir Walter Raleigh gekapert zu werden. Heute ist ber auf ihnen gelegene Hafen Las Palmas ein bekannter maritimer Stützpunkt sowie Kabelstation und Flugplatz. Der auf ber Nackbarinsel Teneriffa gelegene Hafen Santa Cruz yat ähnliche Eigenschaften unb ben gleichen starken Seeverkehr, wie ihn die meisten spanischen Häfen selbst nicht erreichen. Die Kanarischen Inseln (7273 Quadratkilometer mit 600 000 Einwohnern) bilden eine Provinz des Mutterlandes. Diese Stellung im Staate deutet die Wertschätzung ourch bie Heimat an und betont nachdrücklich die von Spanien nie aufgegebene Absicht, eine seefahrende Nation zu sein. Das neue Leben an der Straße von Gibraltar wird auch aus dieser Richtung neue Impulse empfangen und solche dahin geben. Berlin, 4. Dez. (DNB.Funkspruch.) Die verheerende Wirkung des deutschen Luftangriffes auf bie bebeütenbe westenglische Hafenstadt Stift ol, der trotz der allgemeinen schlechten Wetterlage in der Nacht zum Dienstag durchgeführt wurde, wird jetzt durch amerikanische Schilderungen bestätigt. Weitverbreiteter Schaden sei vor allem in den Industrie- und Hafenvierteln Einwohnern sind nicht ohne Reiz. Die weißen Flach' dachhäuser ber Stadt ziehen sich von ber auf bem hohen Steilufer der Meerenge von Gibraltar thronenden Kasba südwestlich zum lebhaften Sok el barra ober Außenmarkt, jenseits dessen sich Baumgärten und Dillen bis zu der geräumigen Bucht an* chließen. Die Bewohner sind hauptsächlich arabi- ierte Berber, daneben finden sich Juden und von Europäern hauptsächllch Spanier. Das Leben in den engen Gassen ist lebhaft und äußerst fesselnd, die ganze Stadt sehr anheimelnd und farbenfreudig. Tangers Bedeutung wird wohl immer in erster Linie in feiner Europanähe liegen. Setzt aber der Aufbauwille Spaniens sich nachhaltig durch, woran angesichts der den Falangen innewohnende Tatkraft nicht zu zweifeln ist, so wird Tanger als gleichfalls an der atlantischen Front Spaniens gelegen infolge ber Güte feines Hafens noch eine beachtliche Rotte spielen können. Die atlantische Nordfront Spaniens weist durch ihre Häfen und ij>re Küstenerzeugnisse, besonders die viel begehrten Eisenerze, ausschließ- lich nach Europa. Der Südwesten hingegen sieht bie alte Tradition wieder lebendig werden, er blickt nachSüdamerika, wo bas Spaniertum mit Erfolg bemüht ist, sich ber angelsächsischen lieber- lügel m W Mr'"?1 uni) iy .urM N t. ügelM mfen 4 zchrittM ’n an H 3t oier^ jenH t nidp ÄS »rl« »5 Boden k K fr die 'm lltQl Cg.|_ p'e! klshpboliscke Handlung barftellt, mag unerörtert blei* Udlfh beiu Auf bas neue Spanien macht bas wie bas | sauere wenig Eindruck. Es ist von dem Gedanken Herfüll, nach so viel Jahren des Niederganges alle fefrie Kräfte dem Aufbau des Landes zu widmen. Uiü da hat es gerade in diesen Tagen bewiesen, |2 es zu seinem Lande auch die afrikani- Me Gegenküste an der Straße von Gibraltar jflpnet, die es als Spanisch-Marokko be» Mnet. Die Regierung in Madrid hat zu seiner Ivisgestaltung die Summe von 32 Millionen Pe- Hekn bereitgeftellt, die gerade in biefem Augenblick eilen besonderen Wert erhalten und deshalb neues Loen auf ber Südseite der Straße von Gibraltar erjtW I neun | h uni tfenbtnM 1 MS M en. z Ä e Mittwoch, 4. Dezember tyqo Giejener Anzeiger^ Dteberbolung Ätalstastell Mn.zsXiu, General-Anzeiger für Oberhessen SsEc te k Iffcbetnt täfllteb. fluhet j Mi • Kpinmas unb Aetertna» ' Biiiaam: Tie vWuftnerte 10 k Sit^ener^amiheiiblntter ,%] h^iminnBllb DieDckolle ror kiats-Be4«g-vrer«: Kit 4 tBctlHflen RM l .ss InexVlluftTierte . 1.80 niteugebübi. , -.25 jjb bei Rredterltdeme« i einzelnen Nummer« Mae böberei Wemalt nwrechanlrbluß LA»1 ibtanfrbri ft: „A n «iger* iüldeckll6»«r>rantf.M bischen und Stillen Ozean wird Großbritannien zu neuen Sicherungsmahnahmen gezwungen. Bor dem Auslauten aus Hongkong rourto der britische Passagierdampser „Em preß o f Russin" von der Admiralität beschlagnahmt und aus dem Verkehr gezogen. Es handelt sich um ein Turbinenschiff von 16 810 BRT. der Cana- dian Pacific. Die Passagiere und Ladung wurden an Land gebracht. Die „Empreß of Rufsia" wird jetzt als Hilfskreuzer eingerichtet und soll im Stillen Ozean die Sicherund der britischen Ham delsschiffahrt übernehmen. Es ist damit zu rechnen, daß in ähnlicher Weise auch eine ganze Anzahl großer Ueberseedampser neu als Hilfskreuzer eingestellt werden, so daß die verfügbare britische Handels- s ch i f f s - T o n n a g e weiter verringert wird. Auch hierin liegt ein Erfolg der deutschen Ueberseewasserstreitkräf'te in fernen Meeren. Hilflose Geleilzüae. Don ausländischen Beobachtern wird die wechselnde Taktik gerühmt, welche die deutsche Luftwaffe in der Schlacht um England anwento. Die häufige Aenderung der Angriffsart lasse die Engländer im Unklaren und erschwere ihnen die Luftverteidigung. Dies ist ein Punkt, auf den von deutscher Seite schon lange hingewiesen worden ist. Wir haben gleich nach der Vertreibung der Engländer vom Kontinent, die Churchill als einen Vorteil und glorreichen Erfolg für die Briten hinstellte, gesagt, daß nun infolge der besseren strategischen Bedingungen die Wahl der Mittel und das Gesetz des Han- d e l n s erst recht bei der deutschen Kriegführung läge. Das gilt aber nicht nur für den Luftkrieg, sondern in ebenso starkem Maße auch für den Seekrieg, der fortan — statt auf Die enge Basis des „Nassen Dreiecks" angewiesen zu sein — mit weitergesteckten Zielen und offensiv ge* führt werden konnte. Es herrschte lähmendes Entsetzen in den Londoner Regierungsstuben, als zum ersten Male in der Seekriegsgeschichte ein Sammelangris» deutscher U-Boote im Atlantik stattfand, dem in den Nächten zum 19. und 20. Oktober 44 Handelsschiffe mit 327 000 BRT. zum Ovfer fielen. Die britische Admiralität war daraufhin bemüht, nicht nur einen Teil der Verluste zu verheimlichen, sondern auch die ganze Aktion als einen Einzel- fall zu bagatellisieren. Der neue große U- Bootangriff am 2. Dezember, der die Versenkung von insgesamt 160 000 BRT., wahrscheinlich sogar von 176.000 BRT. zur Folge hatte, muß Herrn Churchill eines Besseren belehren. Es zeigt sich, daß G e l e i t z ü g e , wenn sie einmal von einer Mehrzahl deutscher U-Boote gepackt wer- den, hilflos und auch durch starke Sicherungsstreit, tröste nicht zu retten sind. Natürlich können solche Massenversenkungen nicht alle Tage stattfinden, da viele Voraussetzungen erfüllt fein müssen, bevor U-Boote zu einem Sammelangriff auf einen Geleitzug kommen. Dafür ist dann aber auch die Vernichtungskraft eines solchen Blitzschlages zur See sehr groß, zumal bann, wenn der Geleitzug in östlicher Richtung, das heißt mit voll- beladenen Schiffen fährt. Wir wissen aus dem Munde englischer Minister, daß britische Frachtschiffe nur noch die kriegswich- tigsten Güter herantransportieren. Umso schwer- wiegender muß der Verlust von 17 vollbela« denen Schiffen an einem einzigen Tage für die Versorgung der Insel sein. Es ist weiter zu betonten, daß auch die Ladungen, welche die torpe* vierten Schiffe in Zukunft noch nach England geschasst hätten, in der britischen Dersorgungsbilanz fehlen. Zn gleichem Tempo aber, wie die englische Schiffsraumnot wächst, steigt andererseits die Zahl der deutschen lieber* und Unterwasserstreitkrütte. England befindet sich also in einer Zwangslage, die sich immer mehr zuspitzen wird, bis*eines Tages Der Zustand erreicht ist, daß die britischen Zuiuhren von Ueberfee nicht mehr genügen, um die Zerstörungen durch die deutsche Luftwaffe wettzumachen und das Existenzminimum der Znselbeoölkerunq zu garantieren. Ev. Zehn Frachter im Sillantit torpediert. TchwereBerlnste eines britischen Geleitzugs Stockholm, 3. Dez. (Europapreß.) Zehn amerikanische Rundfunkstationen haben im Laufe der letzten 2 4 Stunden SOS.-fRufe von min- bestens zehn verschiedenen Fahrzeugen aufgejan« gen. Cs handelt sich um Schisse, Die sich in einem gewaltigen englischen Geleit^ug etwa 400 Seemeilen westlich von England befanden. Man alaubt in Neuyork zu wissen, daß mindestens fünf Fahrzeuge bereits gesunken sind. Es handelt sich um „Lady G l a n e l y" (5497 BRT.) und „Goodleigh" (5448 BRT.), „Vic- tor R o ß" (12 247 BRT.) und „Lochranza C a st l e". Der Name des fünften Schiffes ist noch nicht bekannt, jedoch wurde von diesem Dampfer ein Spruch aufgefangen, in dem es hieß: „Brauche sofort Hilfe." Die Positionen dieser fünf Schiffe waren, bevor die Einheiten sanken, fast dieselben, so daß kein Zweifel darüber besteht, daß es sich um Konvoi-Mitglieder handelte. Mehrere weitere Fahrzeuge sandten 8O5-Rufe aus, wobei der jugoslawische Dampfer „C e t v r t i" (1937 BRT.) und der englische bewaffnete Dampfer „K i l g o r r a n" meldeten, sie seien angegriffen worden. Der britische Lastdampfer „B i c t o r i a" ist, wie er selbst meldet, torpediert worden, jedoch weiß man noch nichts genaues über fein Schicksal. Ebenso haben noch zwei weitere englische. Dampfer gerne!» det, daß sie von U-Booten angegriffen werden Auch in diesem Falle liegen noch keine Einzelheiten vor Southampton vteiet ein gleiches Bild wie Coventry. Madrid, 3. Dez. (Europapreß.) lieber das deutsche Luftbombardement auf Southampton berichtet der Londoner „ABC"-Korrespondent Louis Calvo seinem Blatt: „Die deutschen Piloten haben ihr Ziel mit e hi e r beispiellosen Sicher- Oeit getroffen. Nachte um Nächte sind Hafen und Stadt bombardiert worden. Southampton bietet ein gleiches Bild w i e Coventry. Die deutschen Flugzeuge haben wellenweise ohne Unterbrechung die Stadt überfloaen und Bomben aller Kaliber einschließlich Brandbomben abgeworfen. Eirv, englischer Polizist drückte dem Korrespondenten gegenüber seine Erschütterung aus und sagte, daß ie Menschen nach dem Angriff aus ihren Luftschutzkellern und Unterschlupfräumen gekommen seien und ihre Häuser nur a l S Rauch - und Trümmerhaufen wieder gesehen hätten. Der Bombenregen sei aus allen Himmelsrichtungen auf diese Stadt niedergeprasselt, während der Nacht habe die Stadt das Bild eines unerhört großen brennenden Kreuzes geboten. Englischer Schwindel bei den Verlustnneaben. Berlin, 4. De^ (DNB) Am 10. Oktober betrugen nach einer Londoner Meldung der Associated Dreß die B e r l u st e der britischen Armee, Marine und Luftwaffe, wie aus den amtlichen BerlusUisten ersichtlich sei, angeblich feit Kreiasbeginn 21867 Mann. Davon entfielen 8725 auf Tote. 10315 auf Vermißte, 1057 auf Gestorbene und 1770 auf Kriegsgefangene in Deutschland und Italien. Einschließlich der 16 210 Verwundeten würden sich die Gesamtausfälle Großbritanyiens nach diesen Angaben auf 38 077 Mann stellen. Eine Uebergrüfung dieser auffallend niedrigen Ziffern durch die amtlichen deutschen Stellen ergab die überraschende Tatsache, daß sich allein in den deutschen Gefangenenlagern über 3 8 000 britische Kriegsgefangene b e - finden, also ebensoviel wie die britische Wehrmacht insgesamt seit Kriegsbeginn einschließlich Toten, Vermißten, Gestorbenen und Verwundeten verloren haben will. Am 30. November, also nur 50 Tage nach der obenerwähnten Veröffentlichung, erscheint nun eine neue Verlustliste des britischen Kriegsministeriums. Hiernach belaufen sich die gesamten Verluste der britischen Armee auf 55 357 Mann, wovon 32 219 kriegsgefangen, 15 225 verwundet, 4749 gefallen, 1501 vermißt und 1663 gestorben seien Vergleicht man die beiden amtlichen Verlustlisten von Oktober und November, so kommt man zu der Feststellung, daß die dort aernachten Angaben i n keiner Weise 3Utreff en können. Abgesehen büöon, daß auch jetzt noch die Kriegsgefangenenziffer zu niedrig angegeben wird, verwickelt sich die Statistik auch hinsichtlich der übrigen Zahlen in Widersprüche. So soll die Zahl der Gefallenen seit Kriegsbeginn im November um rund 4000 niedriger sein als im Oktober! Die Nooemberziffer der Der- wundsten liegt um rund 1000 unter der im Oktober gegebenen Ziffer. Wenn britische Nachrichten selbst bei diesem ernsten Thema derart unzuverlässig sind, daß man auf den ersten Blick ihre Fehlerhaftigkeit erkennt, so vermag man sich le cht vorzustellen, Daß man sich auf Berichte, die nicht sofort ziffernmäßig zu kontrollieren sind, erst recht nicht verlassen kann. Neue Lüge des britischen Lustfahrtministeriums. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Amtlich verlautet: Der Informationsdienst des britischen Luftfahrtministeriums meldet am 2.12., 19.19 Uhr, Angriffe auf die Marinewerft von Wilhelmshaven. Diese Angaben find falsch. Weder in noch bei Wilhelmshaven fiel eine einzige Bombe. Dagegen wurden einige Bomben in einer kleinen, m i l i t ä risch unwichtigen Stadt, 70 km von Wilhelmshaven, auf den dortigen Bahnhof und auf einige Wohnhäuser, zum Teil aber in freies Gelände geworfen. Sinkende Tendenz in Wallstreet. Neuyork, 3 Dez. (Europapreß.) Der November-Abschluß der Neuyorker Börse, der einen durchschnittlichen Kursrückgang von 2.5 v. H. ausweist, wird angesichts der vielfach aehegten Inflationsbefürchtungen als erstaunlich betrachtet. Als Gründe für diese trotz günstiger Geschäftsentwick- lung sinkende Tendenz werden genannt weitere britische Wertpapierverkäufe und be- trächlliche ßiqu.bationen zum Jahresende. Britischer Kreuzer von italienischem Ll-Boot torpediert. Ztalienischer WehrmaMmcht Rom. 3. Dez. (DRV.) Der llallenische wehr. Machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Griechische Angriffe und Gegenangriffe unserer Truppen an der Front der S. und der 1L Armee. Unsere Luftwaffe hat mit den Truppen zusammengearbeitet, indem sie Ber- bindungsstrahen und feindliche Stellungen und Lastwagen im Tiesslug angegriffen hat. Unsere Luftformationen haben das Reue Fort und andere militärische Ziele auf Korfu bombardiert. 3m Mittelrneer haben unsere Jagdflieger ein feindliches Flugzeug vom Blenheim-Typ brennend abgeschossen. 3n der Rächt vom 27. zum 28. Ro- vember hat eines unserer U-Boote, das in den Gewässern des Kanals von Sizilien kreuzte, einen von Malta kommenden feindlichen Kreuzer, der durch zwei Zerstörer begleitet war, angegriffen und mit einem Torpedo getroffeit. 3n R o r d a f r i k a ist ein feindlicher Angriff auf unsere Stellung von El Gazala im Gebirgs- mafsiv von Ll Auenat, der von Artilleriefeuer unterstützt war, von unserer Garnison zurückgeschlagen worden. Unsere Flugzeuge haben die englische Stellung von Ain el Prinz im Tiefflug angegriffen und beschossen. 3n Ostafrika haben feindliche Einflüge auf Adi Ugri und Zula sehr leichten Sachschaden und keine Opfer verursacht. 3n Metamma ist ein feindliches Flugzeug von unseren Truppen abgeschossen worden. Feindliche Flugzeuge haben einige Bomben auf Reapel und auf Augusta abgeworfen, die unbedeutenden Schaden und einige leichte Brände verursacht haben, die gleich gelöscht werden konnten. Es sind keine Opfer zu beklagen. Lines unserer U-Boote, das zu feinem Stützpunkt zurückgekehrt ist, meldete, daß es im Atlantik am 28.Rovember den englischen Dampfer „Lilian Moller" von 5000 Tonnen versenkt hat. Die britische Admiralität hat kürzlich den Verlust der U-Boote „Rainbow" und „Triad" angekündigt. Diese Unterseeboote operierten im Mi11elmeer. Sie gehören deshalb zu denseni- gen, die von der italienischen Kriegsmarine vernichtet wurden, wie es in den Heeresberichten seweils gemeldet wird. Die Merkmale der versenkten Einheiten sind folaenbe: „Rainbow", wasserverdränaung an der Oberfläche 1475 Tonnen, unter Wasser 2030 Tonnen, Bewaffnung acht Torpedorohre von 58,8 cm. eine Kanone von 10,2 cm und zwei Tlak-Maschinen- gewehre. Unterseeboot „Triad": Wasserverdrängung an der Oberfläche 1090 Tonnen, unter Wasser 1575 Tonnen, Bewaffnung zehn Torpedorohre von 53,8 cm, eine Kanone von 10,2 cm und zwei Flak- SchnellfeuergeschÜhe. Oer torpedierte britische Kreuzer. Rom, 4. Dez. (DNB.) Zu der im italienischen Wehrmachtbericht vom Dienstag ermähnten Torpedierung eines englischen Kreuzers meldet ein Sonderberichterstatter der Agenzia Ste- fani, daß das italienische U-Boot „Temdien" auf den von zwei Zerstörern begleiteten Kreuzer in auf* getaucht-m Zustand zwei Torvedos abschoß, die ihr Z'el erreichten und deren Explosion deutlich an Bard des U Bootes gehört wurde. Das anschließend sofort tauchende U-Boot wurde von den Becheitszerstörern nur für kurze 3eit mit Walser- bomben angegriffen. Diese nur schwache Reaktion tos Geaners laste die Besorgnis der Engländer um das Schicksal des getroffenen Kreuzers erkennen. Im übrigen hörte man an den Horchgeräten des U-Bootes statt des Geräillches der Schifte^chrauton dreier nur das Geräusch zweier in Fahrt be- findlich-r Schiffe. Oie Lage in Albanien. Rom, 3 Dez. (Europapreß.) Der englische Nach- richtendienst hat weiter phantastische Gerüchte über die Lage in Albanien in die Welt gesetzt. Es ist behauptet worden, daß die Aufstandsbewe- g u n g in Albanien rasch an Umfang gewinne und daß von italienischer Seite scharfe Maßnahmen zur Unterdrückung dieser Bewegung vorbereitet würden. Diese Ausstreuung wird von amt- sicher italienischer Seite in der schärfsten Weise als vollkommen unwahr gebrandmaxkt. Das gesamte albanische Volk'nehme mit größter Begeisterung Anteil an dem Kampf gegen den hundertjährigen Bedrücker seiner Volksgenossen. Hunderte von Albanern hätten schon in diesen kurzen Wochen bewundernswerte Heldentaten im Kampf mit ton griechischen Truppen vollbracht. Der englische Nachrichtendienst hat auch berichtet, daß in einem einzigen Kampfraum an der griechisch-albanischen Front 5000 Gefangene g e » macht worden seien. In einer zweiten Verlautbarung dieses Rundfunks ist sogar versucht worden, diese Zahl zu verdoppeln. Demgegenüber erklärt das italienische Kriegsministerium, daß in diesen Tagen überhaupt keine Italiener an der griechisch-albanischen Front in griechische Gefangenschaft geraten seien. Die Kömvse in Offüfrita. Rom, 3. Dez. (Europapreß.) Ein Sonderbericht tos „Popolo di Roma" befaßt sich mit Der ftrategi- schen und politischen Lage der Engländer in Ke- n i a und kommt zu dem Schluß, daß diese sich i m - mer ungünstiger gestalte. Die Vorstöße der Engländer gegen die von den italienischen Truppen gehaltenen Stellungen, die häufig durch starke motorisierte Abteilungen durchgejührt worden feien, seien von den italienischen Askaris stet s a b gern i e s e N worden. Der Feind habe sich immer wie- der auf die hundert Kilometer von ton vorgefchobe- nen italienischen Punkten entfernt liegende eigene Linie am Rande der Wüste Korosi zurückziehen müssen. Die Folge davon fei, daß den Engländern eine umfassende Operation gegen die italienische Linie unmöglich gemacht worden sei. Sie könnten jetzt nur noch unzusammenhängende Ein- z e l v o r ft öh e gegen weit auseinanderliegende Ziele unternehmen. Erschwert werde die Lage der englischen Truppen außerdem noch durch die zwischen den englischen Behörden und der Bevölkerung Kenias herrschende Spannung. Insbesondere die Haltung der Inder mache den Eng- ländern Sorge. Es hätten sich schon zahlreiche Zwischenfälle ereignet. In Mombasfa sei eine indische Zeitung wegen englandfeindlicher Haltung verboten worden. Zahlreiche indische Nationa- listen feien verhaftet worden. Einzelheiten des im italienischen Wehrmachtde- richt gemeldeten sechs Stunden währenden Gefechtes auf der Straße Iereg-Namarapul nord- westlich des Rudolffees berichtet der Sonderkorrespondent der Agentur Stefani in Italienisch-Ost- afrika. Im Morgengrauen tos 27. November sei eine italienische Spähtruppe auf tor genannten Straße von einer aus dreißig Wagen bestehenden Kolonne angegriffen worden. Don Verstärkungen, die sofort zur Stelle gewesen seien, sei ein heftiger Gegenangriff geführt worden. Nach sechsstündigem Gefecht sei es gelungen, den Feind z u umzingeln. Gleichzeitig mit diesem Gefecht habe eine zweite motorisierte englische Ko- lonne eine von italienischen Dubats gehaltene Sperre angegriffen. Auch diese Kolonne sei zur Flucht gezwungen worden. Englisches Zlugzeua in Span en notgelandei. Madrid, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.)' Nach einem amtlichen Bericht aus Tarragona ist ein englisches Flugzeug infolge einer Beschädi- gung, die es im ßufttampf mit italienischen Fliegern erlitten hatte, auf eine Insel im Ebro- Delta notgelandet. Die Besatzung, die aus einem Hauptmann und zwei Sergeanten bestand, wurde von Gendarmen festgenommen und von den spanischen Behörden interniert. Bezeichnenderweise hatten die englischen Flieger Karten von Spanien, Frankreich und Italien bei sich. Oberster Kreqsrai tagt in Madrid Madrid. "4. Dez. (Europapreß.) Unter dem Vorsitz des spanUchen Kriegsrn'nisters General V a r e l a hat in Madrid in diesen Tagen ein Oberster Kriegsrat getagt. Oie La-plata-GlÜftpunNe. Montevideo, 3 Dez. (Europapreß) In Real de San Carlos, nahe der, uruguayischen Hafenstadt Colonia, werden sich am kommenden Sonntag der argentinische Außenminister und der uruguayische Außenminister treffen. Sie werden von zahlreichen Sachverständigen begleitet sein und in dreitägiger Aussprache das Problem der Errichtung von militärischen Stützpunkten behandeln. er» und Oer Führer gratuliert Generalfeldmarschall v. Dock. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Führer jiiiat 1 Irterri w Mn, iuraiis eben, Serben in, die leiufsn lind? len Di Daß pblent kW- »elitär lern 8 g>rj" y 6. f tN Hi tu» DdSl Part' lerung Inder M e it len, >vc W pn, d ung b »erf bi in Li W Rtn »ährt *i »obere •ife, d H di leiörif iiflenb mrtbe üo.f Wilie Oberste Befehlshaber der Wehrmacht stattete heute dem zur Zeit in Berlin weilenden Generalfelb- marschall von Bock einen Besuch ab, um ihm persönlich seine Glückwünsche zum 60. ®t- b u r t s t a g auszusprechen. Der Führer brachte brl dieser Gelegenheit Generalfeldmarschall von ’WJof seinen Dank für die von ihm in Krieg tmb Frieden dem Heer und der Nation gegiftetem Dienste zum Ausdruck und überreichte ihm fei» Bild mit einer herzlichen Widmung. Oentsch-italienische Wirtschaftsbesprechungen. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Botschafter Amete Giannini, Generaldirektor im italienischem Außenministerium, hat sich in den letzten Tagen im Berlin aufgehalten, um mit der deutschen Regit- rung ein-iae die deutsch-italienische Zusammenarveik auf wirtschaftlichem Gebiet betreffende wichtM Fragen zu erörtern. Nach dem befriedigenden Abschluß der Besprechungen hat Botschafter Gianmnü Dienstag abend Berlin wieder verlassen, um nach Rom zurückzukehren. Die gkwalligste Armee des Komments. Rumänien zur Parade der deutschen Lehrtruppem Bukarest, 4. De). (Europapreß.) „Porung Bremü" führt im Zusammenhang mit der Parab, der deutschen Lehrtruppen in RumS. n i e n am Montag aus, den größten Eindruck ho|>, mehr als die vollkommene Motorisierung 'aUet Truppeneinheiten die untadelige Haltung und der kriegerische S ch w u n g der deutscher Soldaten hervorgerufen. Dank der Tugenden uni der genialen militärischen Begabung des deutschr Volkes sei das Reich heute die stärkste Milj> tärmacht der Welt. Heute finde Der Wunsch des rumänischen Volkes nach Wiedergutmachung seiner Fehler in der deutsch-rumänischen Waffen, brütorschaft, die auch eine Bürgschaft für die Zu. kunft tos Landes Darftelle, eine starke Stütze. Da, rumänische Volk begrüße mit Stolz und Patriotis, mus die Anwesenheit der deutschen Truppen in Lande. Zum gleichen Thema betont Unterftaatssekretoi Alexander Constant in der „Bunavestire", dof Bukarest am Montag die Möglichkeit gehabt habe sich aus eigener Anichauung von der Technik uni Der eisernen Disziplin tor gewaltigsten Ai. mee des Kontinents zu überzeugen. Z, gleicher Zeit habe es strahlendes Leuchten des (Bleu., vens in Den Augen der deutschen Soldaten beobaL. ten können. Bei der deutschen Wehrmacht sei bi< vollkommenste Technik mit nationalsozialistisck«, Glauben gepaart. Man dürfe nicht vergessen, baj das deutsche Heer eine revolutionäre Armee sei, bi< gerade dadurch siege, weil sie für ein Ideal kämpfe. Die jungen deutschen Soldaten, die da, Bukarester Publikum am Montag Gelegenheit hott, zu bewundern, kämen alle aus der Hitler-Iugeni und würden deshalb überall siegen, well sie B«. tretet tor nationalsozialistischen Weltanschauung feien. „Actmnea". hebt hervor, die Parade am Montag hätte gezeigt,' wie eine moderne Armee organisier und ausgerüstet sein müsse. Die Tatsache, daß ouih die rumänische Armee diese Ausbildung et- fahre, wodurch sie instandgesetzt werde, ihre Ausgabe in der Zukunst zu erfüllen, sei zu begrüßen. Japan und die LlGA.-Anleihe an Tschungking. Tokio, 3. Dez. (Europapreß.) Die Tatsache, dotz die Bereinigten Staaten von Nordamerika bero Augenblick Der cie-jure-Anerkennung Des Wang- tschmgwei-Regimes in Nanking durch Japan zull Gewährung einer Anleihe von 100 Millionen USA* Dollars an Marschall Tschiangkaischek benutzt haben., veranlaßt die Zeitung „Miyako Shimbun^ zu bi« Frage, ob jetzt nicht der Augenblick für Japan gt* kommen fei, gegen die englisch-nordamerikanischei Maßnahmen im Fernen Osten die Rechte einell kriegführenden Nation zu proklamiere» und dadurch jede Hilfe für die antijapanifche» Kräfte in Ostasien abzuschneiden. „Falls wir nW gegen die englisch-nordamerikanischen Maßnahme» vorgehen, werden weitere folgen. England hat be* reite begonnen, im Indischen Ozean einen zweiten britischen Block aus Dominions und Ä£- Ionien aufzubauen, um im australisch-asiatische» Meer Die Aufrichtung eines Ostasienblocks zu otr- hintorn", erklärt „Miyako Shimbun". Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem spanischen Staatschesl General Franco zum Geburtstag Drahtlich fein» Glückwünsche übermittelt. ♦ Nach einer Meldung aus Gibraltar wird bin bekannte britfiche Flieger-Oberst Sir Arnold ® il" s o h vermißt. Man nimmt an. daß er bei einen Kriegshandlung umgekommen ist. Wilson war MU- glied Des Unterhauses. * Horia Sima, Der Kommandant Der leqionäre» Bewegung in Rumänien, hat Die legi onöre Polizei a u s g e l ö st. Ein Teil Der Mitgliedes wird in die Staatspolizei eingereiht. Der finnische Reichstag nahm das Gesesi über die Neuwahl Des Präsidenten mA 150 gegen 10 Stimmen an. Danach findet Die WahU am 19 Dezember durch Dieselben Lektoren statt, bi« im Jahre 1937 ton aus Gesundheitsrücksichten zurückgetretenen Präsidenten K a ll i o gewählt batten. Die neue Wahl crilt für Die beiden letzten Jahr« der Amtsperiode Kallios. e Präsident Roosevelt hat Washington Derlei" fen, um die von Großbritannien an die Vereinig" ten Staaten abgetretenen Flottenstützpunkt« im Karibischen Meer zu besichtigen. Reise wird zweUWochen in Anspruch nehmen. e Die alle zwei Jahre zur Ehrung Goethes in Mal" cesine am Garda-See erfolgende Verleihung eine« italienischen Dichterpreises ist oek" schoben worden, um ton Frontkämpfern Die Teil" nähme zu ermöglichen. Der neue Wettbewerb n)iroi durch einen besonderen Dichterpreis für die StU" tonten und die faschistische Jugend des Littorena dündels ergänzt werden. Ufo b« Klchd toten MlÄ "nun lüft ntyf 'n oll fii gr Wben «’idle wi)tC M ' ’inbfrl tibi Mii i’tllai filörbe Joltete Cn bi W D. Biuen tcmml Mi Hinein MX I inb totoi Kriegsverwaltungsfragen Oer Begabte siegt. jeichsberulswettkampfsieger waren im Jahre 1939 m Angestellte wigejieu Sonstige Neben den aen Neben den genannten Anstalten und Einrichtun- enim StillenOzeon Staaten würde 22.8 9.4 v- 5). v. H. v. S). d. 1). v- $). v. H. t. um den Nachwuchs für die Partei hercmzubil- n, während die ebenfalls neugegründeten Ratio- alpolitifchen Erziehungsanstalten. 23,8 7,9 10,9 13,4 lond i-des benabte erbfrinfnnifrfi und rhnrafferfiA aut tttwickelte Kind ohne Rückllcht aut seine Herkunft U den höchsten Stellen auffteigen. Das aber heißt: heute steat der Begabte! ____ Die Welt huldigt -em deutschen Genius Wissenschaftler aus 23 Nationen in Marburg zur Behring-Feier vereinigt. eg it> ott i am t«e organi^ 'che. daß- usbilbunc be, ihre l 8U fregrij M | kührtii stattete V. 1 ÄenerA ab, um: um 604 rer brach,, olksgenossen, aus welcher Schicht sie auch stammen idgen, offen steht, soweit sie nur neben den geistigen ocaussetzungen auch den charakterlichen Anforde- mgen entsprechen, ist die sichere Gewähr dafür ge. ;ben, daß tatsächlich alle Begabungen gefördert erden. Auch die Zulassung der Behördenangestell, in, die als Gau« oder Reicyssieger aus dem Reichs, irufswettkampf hervorgegangen find, zur Ausbil. mg für die Laufbahn des mittleren und gehobe- ?n Dienstes ohne Nachweis der sonst erforderlichen ^ulischen Voraussetzungen, — auch diese Zulassung ,llt eine Begabtenförderung großen Ausmaßes dar. Daß die vom Nationalsonalismus gelenkte Be. pbtenouslefe wirklich alle Schichten des Volkes »faßt, wird durch die Herkunft dVr Reichsberufs, lettkampffieger bewiesen. Don den Vätern der Der 49. Stern. Wird Hawai ein amerikanischer Staat? Don unserem ll. Gt.-Äerichierstatter. Beruf nach: , Gelernte Arbeiter Ungelernte Arbeiter * Selbständige Handwerker und Kaufleute Beamte e wett Wer b i italimkh hten Iflflir mischen ufamrneW ende mit' ebigenben! ifter ®ian issen, um b befinden, d. h. außerhalb des' amerikanischen Kon- tinents. Die von Roosevelt so sorgsam gepflegte D>ee der gemeinsamen panamerikanischen Ideale und Pflichten würde einen harten Stoß erleiden, Washington würde noch mehr als setzt in den Strudel der Entwicklungen im Pazifik hineinge- zagen werden, da es ja nicht gleichgültig ist, ob eine Nordamerikanische Kolonie ober ein gleichberechtigter amerikanischer Staat mitten in einem fernen Meere liegt. Die Sandwich-Inseln, deren größte, aber nicht bedeutendste Hawai ist, wurden im Jahre 1527 van den Spaniern entdeckt und in Desiß genommen, aber bald wieder veraessen. 1778 landete der bekannte britische Seefahrer Caak aus den paradiesischen Inseln und wurde von den Eingeborenen mit göttlichen Huldigungen empfangen. Das Benehmen ! d» L * wl 'Ä. WK ^mee Gi 'in & ^«n, bif. Knhrith »eil M ieltanschgy fn, die der Begabtenauslese und Begabtenförde, una dienen, bietet aber auch das Reichsstudenten, »er! durch dos .Langemarck-Studium" aie. m Volksgenossen die Möglichkeit, die deutschen ! ^ichschulen zu besuchen, dort zu studieren und Prü. Es ist nicht immer so gewesen, daß der Begabte iegte. Wenn Rudolf Diesel, der geniale Ersin- er des Diesel-Motors, es einmal aussprach, es ibe keinen größeren Irrtum als den, daß sich ides Genie von selbst durchzusetzen verstünde, so äfft dieses Wort auch aus das Talent und aus den legabten zu. Insbesondere galt dieses Wort in der Vergangenheit für jene Begabten, die nicht den irch Geburt, Stand ober Besitz bevorzugten Schich- m angehörten. € * Pch * r Arnold» 4«111 öilson n sl Wn,! V* Ä Immun-Biologischen Forschungsinstitutes It, das in Marburg errichtet wird. Nicht nur deutschen Gelehrten wird das neue n st i t u t für experimentelle Therapie E. v. Beh- ring" offenstehen, sondern es wird Forscher aus allen Teilen der Welt als Gäste beherbergen. Auf diese Weise wird der Arbeit in dieser Forschungsstätte eint möglichst breite Basis gegeben und das Zusammenwirken mit anderen Instituten des Jn- und Auslandes vertieft werden. Als oberster Leitgedanke steht über den Zielen und Aufgaben biejer totätte weltumspannender wissenschaftlicher Tätigkeit das Lebensprinzip Behrings, durch die Be- kämpfung der Infektionskrankheiten der gesamten Menschheit zu dienen. Mit der Errichtung des groß angel egten Bauwerkes wird sofort begonnen. In der Gründungs- Urkunde bekennen sich die Universität Marburg als langjährige Wirkungsstätte Behrings, die Behring- Werke in Marburg als unmittelbare Hüterin des Bchringschen Erbes und die IG.-Färb en-Industrie AG. als erste Herstellerin des Beyrmgschen Diphtherieserums und als Erbauer des neuen Institutes feierlich zur Wahrung des Vermächtnisses dieses großen deutschen Arztes und zur Fortsetzung seines wissenschaftlichen Wertes. (Bei Redaktionsschluß dauert die Feier noch an.) Marburg, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Zu der großen Erinnerungsfeier für Emil von Behring und seinen Kampf gegen die Würgekrankheit der Diphtherie versammelten sich am Mittwoch neben zahlreichen Vertretern der deutschen Wissenschaft auch eine große Zahl von Wissenschaftlern und Aerzten aus allen lei« len der Welt in Marburg. Insgesamt waren die Vertreter von 23 Nationen zusammengekommen, um in Marburg mit dem deutschen Volke die Kul. turtat eines der Größten, Emll Behrings, zu feiern. Don europäischen Staaten sind vertreten: Italien, Spanien, Portugal, die Schweiz, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, die Slowa. kei, Finnland, Norwegen, Dänemark, Holland und Belgien. Aus fernen Erdteilen sieht man in der Zahl her Festgäste Vertreter aus Japan und China, aus den Vereinigten Staaten, Argentinien, Chile, Peru, Kolumbien und Bolivien. Gründung des größten Immun- Biologischen Forschungsinstitutes der Welt. » Während des Festaktes in der Aula der Markmr- ger Universttät verkündete Professor Dl Lautenschläger, Frankfurt a. M., die Gründung des irer Begabung gemäß aufsteigen können. Das Wart „Freie Bohn dem Tüchtigen", das ird) die Herrschaft der Marxisten und Iuden-Demo. raten arg in Derrul geraten war. ist somit durch m Nationalsozialismus in beste Erfüllung gegan- in und vom Schlagwort zur Wirklichkeit geworden, iicht ohne Grund sehen die demokratischen West- möchte auf diese Erfolge des Nationalfostalismus, btr aller Welt ein Beifviel gibt Dieses Beispiel hat Gterbefülle. 16.11.: Kaufm. Angelt. Heinr. Lanstroff, 48 Gießen, Landgrafenstr. 2; 18.: Rosemarie Ida Frieda Alerander, 1 Jahr, Gießen, Asterweg 71; 19.: Martha Kravv, geb. Dietrich, 67 Jahre, Gießen, Krofdorfer Str. 2; Kantinenpächter Franz Riess 54 Fahre, Gießen, Am großen Morgen 2; 21.: Anneliese Müller, 5 Fahre, Dillheim, Kreis Wetzlar, Haus 14; 23.: Maria Pausch, geb. Forbach, 51 Fahre, Wißmar, Kr. Wetzlar; Flse Nell, geb. Bauer, 29 Fahre, Gießen, Hinter den Schieß- gärten 14; 24.: Pouzeikommissar a. D. Ludwig Kimmel, 81 Fabre, Gießen, Marburger Str. 75; Katharina Oberste-Steinhorst, geb. Wallenfang, 89 Fahre, Gießen, Frankfurter Str. 82; Metzger u. Landwirt Fob. Diehl, 68 Fahre; Lardenbach, Kr. Gießen; Reichsbahnsekretär a. D. Karl Pfeiffer, 58 Fahre, Dmenhofen, Kr. Wetzlar; 25.: Emma Franz, geb. Froböse, 77 Fahre, Gießen, Fobannes- strafte 9; Krankenpflegerin Elise Schönbals, 31 F., Gießen, Licker Str. 106; Christine Magel, geb. Stumvf, 31 Fabre, Steinbach, Kr. Gießen; 26.: Katharina Müller, geb. Fischbach, 88 Fabre, Gießen, Licher Str. 97; Walter Müller, 9 Fabre, Gießen, Neuen Bäue 11; 28.: Neicksb.-Obersekretär a. D. Heinr. Schleifer, 67 Fahre, Gießen, Schanzen- straße 22; Postagent Karl Schöck, 60 Fahre, Garbenleich, Kr, Gießen, Gießener Str. 24; 29.: Schauspielerin Rosemarie Radler, geb. Liefchke, 35 Fahre, Gießen, Am Kugelberg 4; 30.: Anni Hillebreckt, 3 Fahre, Reiskirchen, Kr. Gießen, Hauvtstr. 35; Marie Becker, geb. Wagner, 82 Fahre, Gießen, Wolfstr. 30; Ursula Abel, 1 Monat, Rodheim, Kreis Wetzlar; Elif. Benner, 68 I., Gießen, Licher Str. 74. e sogenannten „Napola" den Nachwuchs für den taat betreuen Dadurch, daß der Eintritt in diese nterrichts- und Erziehungsanstalten allen jungen Berlin; 3. Dez. (DNB.) Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hatte die Reichsoerteidi- gungskommisfare. die Reichsstatthaller und Dberprä» pOenten, bie Chefs der Zioiwerwalluna im Elsaß, in Lothringen und Luxemburg, den Neichskommissar für die Saarpfalz, bie Ministerpräsidenten und Innenminister der Länder sowie die Regierungspräsidenten zu.einer Tagung über Kvieg-oerwal- tung&fragen eingeladen. Der Minister eröffnete die Veranstaltung m t dem Hinweis darauf, daß zum ersten Male auch die Vertreter der heimgekehrten Gebiete im Osten und W e st e n an einer solchen Tagung teilnehmen können. Das sei das Ergebnias der überlegenen Staats- und Feldherrntunft des Führers. Es könne niemand sagen, wie lange der Krieg noch dauern wird, gewiß aber sei, daß je länger er dauert, das deutsche Volk desto härter und entschlossener in seinem Kampf- und S.egeswillen wird. Der Krieg dürfe nur mit dem klaren deutschen Sieg enden, auf dem wir bann einen dauerhaften deutschen und europäi s ch en Frieden aufbauen würden. Auch die Tätigkeit der deutschen Verwaltung sei schließlich auf den Sieg ausgerichtet. So solle auch diese Tagung der Stärkung der in Sri«; on aelch ml"1“ inneren Front dienen. Die Beamten kämpften ebenso wie die Soldaten an der Front für den Sieg. Nachdem der Minister den Beamten seinen Dank für die geleistete aufopferungsvolle Kriegsarbett ausgesprochen hatte, leitete er bie Tagung mit grundsätzlichen Ausführungen über Angelegenheiten Der Verwaltung ein. Anschließend wurden Fragen der Kriegsverwaltung und der Kriegswirtschaft behandelt. Staatssekretär Dr. Neumann sprach über »Lage und Ausgabe im verlängerten Vier- jahresplan". Die Dersorgungslage aus dem Gebiete der gewerblichen Wirtschaft im Hinblick auf die Bedürfnisse der Rüstung wurde von Staatssekretär Dr. Landfried erörtert, während Staatssekretär Backe Lage und nächste Z ele der Ernährungswirtschaft behandelte. Staatssekretär Dr. Syrup gab einen Ueb erb lick über die allgemeine Lage des Arbeitseinsatzes und den kriegswichtigen Kräftebedarf. Der Reichskommissar für die Preisbildung, Oberpräsident Gauleiter Wagner sprach über aktuelle Fragen der Kriegspreisbildung. Die Reihe der Vorträge wurde mit einem Referat des Staatssekretärs Dr. Stuckart über bie Probleme der Kriegsschäden abgeschlossen. e Tatsch! rbomtrilü! g des N :ch 3apor,; UUionen ß f benutz! $ imbun" für 3ap«; Damerifanri ledjteti: i proflootf antijapanib Falls wir' ■n :nglanb i einen jj! inionsM >alisch"M- nblocks der Briten war aber nicht würdig und gottähnlich, sie mißhandelten die freundlichen Eingeborenen, vergingen sich gegen die geheiligten Sitten und Gebräuche inw trieben es so arg, daß eine (Empörung ausbrach. Die bis zur Verzweiflung getriebenen Eingeborenen ermordeten Cook und vier feiner Gefährten. Mit der Herrschaft der Engländer über Hawai war zu Ende. Längere Jahrzehnte blieben die Sandwich-Inseln nun außerhalb des Interessengebietes Der weiße Mächte, sie lebten zufrieden dahin unter ihren Stammeshäuptlingen, bis sich schließlich um be Mitte des vorigen Jahrhunderts einige amerikanische Zuckerpflanzer auf der Inselgruppe niederließen und oald die Aufmerksamkeit Washingtons puf die erstaunliche Fruchtbarkeit und Schönheit der Sandwich-Inseln lenkten. Sie verlangten die Herstellung einer regelmäßigen Schiff- fahAslinie zwischen Hawai und San Franz sko (eine Entfernung von 2100 Seemeilen) und politischen Schutz. Man kam dem Verlangen der Pflanzer nach. Ein amerikanisches Kriegsschiff ankerte vor den Inseln, bie eingeborene Königin Li link al am mürbe entthront, und der damalige Präsident Harrison erklärte 1897 das Protektorat über die Sand- wich-Inseln. Hawai, nach der die Inseln sprach gebräuchlich den Namen tragen, ist zwar Die größte: die schönste und bedeutendste Insel aber ist Oahu, auf.der umgeben von herrlichen Gärten die vielgenannte und vielgepriesene Hauptstadt Honolulu liegt. Berühmt sind die riesigen Ananas-Pflanzungen auf der Insel. Tausende von eingeborenen Mädchen arbeiten Dort in den Zuckerraffinerien und in den Ananaspressen, deren Saft durch lange Rohrleitun- gen zum Hafen fließt. Aber die Sorglosigkeit der freundlichen, schönen Eingeborenen schwindet dahin, sie sterben langsam aus, und an ihre Stelle tritt eine sehr gemischte Bevölkerung. Die amerikanischen Pflanzer haben zuerst zahlreiche Chinesen als Arbeitskräfte auf die Inseln gebracht, später Portugiesen aus den Azoren. Dann wanderten zu Hunderten die Japaner ein. Ihre Zahl begann die Ame- Hawai soll 49. amerikanischer Staat werden. Das Parlament der fernen Sandwich-Inseln hat in feierlicher Sitzung veschlvsstn, als 49. Staat der Union der Vereinigten Staaten Nordamerikas bei» zutreten. Der Beschluß muß, um vollzogen werden ju können, die Zustimmung des Kongresses in Wa- shington und des Präsidenten erhalten. Da einflußreiche politische und militärische Kreise in USA. hinsichtlich der stürmischen Entwicklung im Pazi- f i k eine positive Entscheidung herbeizuführen wünschen, so dürfte die Aufnahme Hawais in den amerikanischen Staatenbunb nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Die letzten beiden Staaten, die 1910 in den Bund der Vereinigten nordamerikanischen Staaten ausgenommen wurden, waren Mexiko und Arizona. Der 47. und 48. Stern in der Staatsflagge wurde ihnen zu Ehren einge- fügt, aber diese beiden Staaten sind nicht durch den Ozean vom Stammland getrennt, es handelte sich um eine simple Grenzerwetterung und um eine verwaltungsmäßige Maßnahme ohne tiefgreifende Um- wälzungen. Die Einverleibung Hawais jedoch würde ein Novum in der Struktur von USA. bedeuten. Ein zugehöriges Stück der Vereinigten Es ist leicht einzusehen, daß diese Tatsache dem olksganzen zum schaden gereicht. Deshalb enthält id) der Punkt 20 des Parteiprogramms der ! SDAP. die Bestimmung, daß Auslefe und örberung der Begabungen nicht mehr tm Zufall überlassen werden dürfen, sondern von I taat und Partei durchzuführen sind. Gerade jetzt Kriege, wo Die Leistungssteigerung eine Forderung und ein Gebot des Tages ist, müssen Partei mb Staat bestrebt sein, die Begabten zu fördern, Partei und Staat haben sich denn auch dieser For- irung nicht entzogen. Gleich nach der Machtergreifung setzte eine planmäßige Begabtenauslese ein, ®n den Besten aus allen Volksschichten den Auf- itg zu ermöglichen. So wurden die Adolf-Hit. i r - S ch u l e n und die Ordensburgen errich- ^eftire-1 Wh Technik Wen Zeugen mgen abzulegen. Dieses Langemarck-Studium geährt nicht nur jedem befähigten Volksgenossen aus. ächende Stipendien, sondern führt auch durch be. ndere Lehrgänge jene Begabten zur Hochschul- rife, die bereits in der Praxis eines Berufes stehen, aß dieses Langemarck-Studium wiederum den An. «hörigen aller Volksschichten zugute kommt, beweist ckgendes Zahlenbild. Die Teilnehmer am Lange- larck-Studium setzten sich im Jahre 1938 zu fast ) o. H. aus Arbeiter-, Angestellten- und Bauern- cmilien zusammen: zu 53 v. H. aus kinderreichen ßamilien: 70 v. H. waren Sieger im Reichsberufs, »ettkampf. Auch die durch das Langemarck-Studium giförberten Fachschulstudien stammen aus allen kolksteilen. So waren im Sommerfemester 1939 Dn diesen Fachschulstudien 27,5 v. H. Arbe-iter: 4,8 o. H. untere Beamte und Angestellte: 5,8 v. H. lauern und Landarbeiter gewesen. Und wiederum irnrnte ein großer Hundertsatz aus kinderreichen amilien, nämlich: 30 o. H. Endlich sei noch daraus ngewiesen, daß neben Staat, Partei, Arbeitsfront «ib Reichsstudentenwerk auch der Reichsnähr- land die Reichsberufswettkampff-ieger aus den ndwirtfchaftlichen Berufen fördert, so daß auch B Landarbeiter, Melkkr, Motorschlepperführer ierun. e hie großen Haßausbrüche insbesondere der eng- 1 - (Heben Plutokraten mit hervorgeruten: sie bassen das lv'iale Beifniel des neuen Deutschland. Und dies «Priw1* nicht ohne Grund Denn während in England nur c glflob' bin Plutokraten-Kindern der Weg nach oben frei. soeben ist, während in England nur die mit Zy- 1 firrberbut bewaffneten Knaben der ..hohen" Schulen im Leben vorwärtskomm/n können, kann in Deutsch- rifaner zu beunruhigen, als Gegenmaßnahme zogen sie Phillppinos heran, konnten aber Den Zuwachs Der Japaner nicht mehr hemmen. So sind denn heute von den rund 4^0 000 Einwohnern der Hawai-Inseln, gemäß der letzten Zählung, 150 832, also ungefähr ein Drittel, Japaner, von denen bie Hälfte auf den Inseln geboren ist und folglich ame- Manisches Bürgerrecht beanspruchen kann. Es gibi in Hawai 200 japanische Schulen, deren Lehrer aus Tokio geschickt werden. Es wäre möglich, daß diese Tatsache einen Einfluß auf die Einaliederung Hawais als amerikanischer Staat ausüven wird, denn wenn bie Inselgruppe aufhört, eine Kolonie zu fein, so können auch für Hawai bie strengen Einwanderungsgefetze in Anwendung gebracht werden! Da die Insel Oahu mit dem stark befestigten Pearl-Harbour und mit Hoko - Head das Machtzentrum der Vereinigten Staaten im Pazifik bildet, da dort die großen Flottenmanöver stattfin- den und sich dort die großen Luftlinien kreuzen, so kann es den Vereinigten Staaten nicht gleichgültig sein, wenn sich in Hawai eine starke japanische Wachstumsspitze bildet. Man hat den Pazifik als das Meer der großen Entscheidungen bezeichnet. In diesem Sinne müßte auch die Entscheidung über die Aufnahme Hawais als 49. amerikanischer Staat gewertet werden. Zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung kei Dienstverpflichtung. Der Reichsarbeitsminister hat die Frage geregelt, wie zusätzliche Atters- unb Hinterbliebenenoersor- gung bei Dienstverpflichtung aus einem Beschäfti- gunaslxrhältnis im öffentlichen Dienst oder bei Der» vflichtung zu einer solchen Dienstleistung zu behandeln ist. Bei einer zeitlich begrenzten Verpslich- tung aus einem Beschättigungsverhättnis im öffentlichen Dienst wird eine Zusätzliche Versorgung nach den für die bisherige Beschäftigung rnahge- benben Grundsätzen aufrechterhatten. Bei einer zett» lich begrenzten Verpflichtung für den öffentlichen Dienst tritt keine zusätzliche Versorgung bei dem neuen Dienstberechtigten ein, wenn der Dienstverpflichtete nicht schon vorher in einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst mit zusätzlicher Versorgung gestanden hat. Bei einer zeitlich unbegrenzten Verpflichtung für den öffentlichen Dienst richtet sich die zusätzliche Versorgung nach der für den neuen Dienstberechtigten bestehenden Dienstordnung. Der Dienstverpflichtete hat aber die Möglichkeit, eine zusätzliche Versorgung aus der bisherigen Beschäftigung auftechtzuerhalten. Luftwaffe bevorzugt Kinderreiche Der Reichsminister der Luftfahrt hat eine Verfügung erlassen, daß die Forderung kinderreicher Famitten auch die Dienststellen der Luftwaffe sich besonders angelegen sein lassen. Als kinderreich gilt eine Familie mit mindestens vier ehelichen ober für ehelich erklärten Kindern. Ohne Bedeutung ist es, wie alt die Kinder find und ob sie noch zum elterlichen Haushalt gehören. Im Rahmen der für die Einstellung, Anstellung unb Beförderung von Beamten und für die Einstellung unb Höhergruppie- rung von Gefolgschastsmitgliebern ausgestellten Richtlinien sinb Kinberreiche vor anderen zu bevorzugen. Der Grundsatz, daß für Einstellung, Beförderung und Höhergruppierung der Grab der Tüchtigkeit entscheidet, bleibt bestehen. Unter gleich tüchtigen Bewerbern ober An- Wärtern hat aber der Kinberreiche ben Vorrang. Kahrpreisvergünstigungen für Kriegsbeschädigte. Der Reichsarbeitsminister hat entschieden, daß die für 1939 ausgestellten Ausweise zur Erlangung von Fahrpreisvergünftigungen für Kriegsbeschäb:>gte auch für 1940 gelten. Die Reichsbahn hat zugelassen, daß die bisherigen Ausweise auch für 1941 roeiterg-elten. Es handelt sich um folgende Ausweise: Bescheinigung für Schwerkriegsbeschädigte zur Benutzung der 2. Wagenklasse mit Fahrausweis 3. Klasse, Ausweis zur Benutzung des Abteils für Schwerkriegsbeschädigte und Bescheinigung zur freien Beförderung des Begleiters eines Schwerkri-egsbe- schädigten. Die ersten beiden Ausweise werden von Den amtlichen Fürforgestellen ausgefertigt werden, die an dritter Stelle erwähnte Bescheinigung oon der Bahnverwaltung. Zugleich gibt der Reichspost- Minister bekannt, daß Inhaber der Ausweise an ben Schaltern bevorzugt zu behandeln sind. Erleichterte Prüfung für Kriegsteilnehmer. Zur vereinfachten ersten juristischen Staatsprüfung können Rechtsstudenten schon nach vier statt bisher sechs Studienhalbjahren zugelassen werden, wenn sie während des Krieges sechs Monate Wehrdienst geleistet haben. Bei der Zulassung zur vereinfachten großen Staatsprüfung kann während bes Krieges geleisteter Wehrdienst bis zu sechs Monaten auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden. paupndjcrrtletter: t* Friedrich iUtibeim Wan ne CteUMiueui Bei Haupnchri-nnier» Ernst vlumschrin. VcianrroortH* ür UN» Btiver Dr ftr. W. tinnge für Ml ffeu^ieion: Dr. Han« Ihyrtotr r te bUdgervorb Nawr« Ichvnheitei'in si' auf» gunebmen, dem singen u..hlinflen die Tafeln tfluleno (Erinnerungen wach an elnftmal» leibhaft Erschaute».* Nec am» Univerium verlangen 61t döftenios uniert bebilderten IDerbeblätter 3u beziehen durch fed« vuchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin •Cldrerfeto« uuuuiiuuiuiiuiuium Gietlen. den 4 Dezember 1940. Am 2. Dezember 1940 entschlief nach längerer Krankheit unser langjähriges Gefolgschaftsmitglied Herr Wilhelm Müller Weißbinderpolier Wir verlieren in dem Verstorbenen einen treuen Mitarbeiter, der allezeit als tüchtiger Könner in zuverlässiger und vorbildlicher Weise die ihm gestellten Aufgaben erfüllt hat. Dabei war er zu uns allen stets ein treuer, hilfsbereiter Arbeitskamerad, dessen Verlust wir aufs tiefste beklagen. Sein Beispiel einsatzbereiter Pflichttreue und Kameradschaft soll uns stets Vorbild sein. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma M. Aber mann K.G. «r ■ 1 r'u vv - r\j ^s-57 verwendet WWVNM Briefmartien inerte zu 3,4.5,6,8,12.15,15,40 Keithspfennigen □ßö J-B zusätzliche Versand von Zu haben : In Apotheken, Drogerien osw. - Wo nicht erhältlich, z 10 Flaschen zu RM.6.70 Inkr. Ver- J packung, portofrei, durch Allel vH erst elfer Haüerbräu München ges. ge-cfu Nur noch heute Mittwoch DER KÖNIGIN^ Möbliertes Zimmer mit oder ohne Vervflegung für alleinstehende Dame, evtl, auch Leerzimmer mit Küchenbenutzung, gesucht. - Angebote mit Preis und Bezugstermin erbeten unter ; C. F. 1579 an BAV, Berlin SW 68, An der Jerusalemer Kirche 2. GIESSEN AM OSWWGAOTOHEBNmS/U 530» A Giefeener Konzertring 1940/41 Arbeitsgemeinschaft: Giebener Konzertverein, Stadttheater NSG. »Kraft ^lurch Freude« Donnerstag, den 5. Dezember 1940. 19.30 Uhr, im Stadttheater 5. Konzert (Gruppe A, Nr. 3) Orchester-Konzert Solistin: Margarete Teschemacher (Sopran) Slaatsoper Dresden Dirigent: Prof. Stefan Temesvdry Ausführende: Das Städtische Orchester Giehen Smetana i Aus Böhmens Hain und Flur / Gesänge von Götz und LeoncavaHo / Bruckners 3. Sinfonie in D-moll an der Abendkasse des Stadttheaters. S386Ö Karten zu HM. 1.65, 2.05, 2.80, 3.55 in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seitersweg 60 (Telephon 2141), und im Musikhaus Challier, Neuenweg 10 (Telephon 2671) und den neuen Christbaumständer. Aber es mub .Jmmergrün*, der praktische Glas- Christbaumständer sein. „ Immergrün* ist wirklich der Christbaumständer wie er sein soll. Er ist vollkommen aus G as und hat keinerlei Eisenbestandteile. Ein Festschrauben des Baumes ist nicht mehr notwendig, denn .immergrün* garantiert für einfachste Montage bei festem und sichere n Stand des Baumes Dabei b'eibt der Baum, infolge der WasserlüHung, wochenlang frisch und das lästige Nadeln fällt weg. Aber nicht nur der Christbaum« auch der Malenbaum hat hier seinen Platz gefunden, und im Sommer ist dieser Christbaumständer die schönste Vase, die man sich denken kann, für giotse Blumen und gereicht Ihrer Wohnung zur Zlei de. Kommen und sehen Sie! 8.00 4,46 7.80 5416A Mil- oder Mita. Praxis umzugshalber bis einschL in guter Lage und in einwandfreier! Montag, 9. Dezember 194 0 baulicher Verfass, wird als Anlage- dacchlnccAt« m geschlossen M1 Belanfifites Eenen Meine ftreatut in Wager. Dusch und Halm von Karl Otto Bartel». 164 9taturaufnal>men aus dem Leben der nie» deren T erme» mit er Huternden Bildunter, schristen. Namensan. gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Prosrff. Dr. Btegener. Unioerfhät Berlin Dieses Werd bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bild, folgen aus dem reichen (eben der zahllosen kleineren Lebewesen Aus der Freude am Beobachten ist ein wert- volle» natirgeschichi. liebes Urkundenbuch geworden, oa» hervorragend geeignet ist die Liede auch »um kleinsten Naturgrsche. hen zu erwecken. Eebunden NM 4^0 Bitte verlangen Sie kostenlos unsere bebild WerdedlLtter' Da» Buch ist durch lebe Buchhandlung tu beziehens HngoBermÜhler Verlag Berlin. Lichterfeld» KleineAnzeigen m Giekever Anzeigei werden von tmnenben bc achter un6 ad-i?»* Bekanntmachung. Die Geschäftszeiten. an den verkaufssouulageu vor Weihnachten 1940 betreffend. Als Verkaufssonntage vor Weihnachten 1940 sind der 8., 15. und 22. Dezember 1940 freigegeben worden. Mit Ausnahme der Lebens- und Genußmittel- gefchäfte haben alle Geschäfte an diesen Tagen ihre Verkaufsstellen von 13 bis 17 Uhr offenzuhalten. Den Gefolgschaftsmitgliedern, die an den frei- gegebenen Sonntagen beschäftigt werden müssen, ist als Ausgleich eine zusammenhängende Freizeit von 4 Stunden zu gewähren. Die hierdurch ausfallende Arbeitszeit kann durch Dor- oder Nacharbeit im Rahmen des § 4 der Arbeitszeitordnung ersetzt werden. 5408D Darmstadt, den 28. November 1940. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — In Vertretung: gez.: Reiner. Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgeldei? im Stadt- und lieber« landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt am Main Nr. 277 07 oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. 5399A Do/n 16. Dezember 1940 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder schr den Monat Oktober 1940 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. Gießen, den 2. Dezember 1940. Direktion der Stadtwerke Gießen. Radios Anfdiluß sofort möglich in allen Häusern, in denen bereits ein Anschluß von uns besteht oder bestanden hat. 5408D Zentral-Rundiunk Bahnhofstr. 58, Telephon 3085. Vornehm / GeschmackvollI Persönlich / Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Dietet Ihnrfn in zahlreichen neuzeitlichen AuefUhrungen sowie Papieren billiget die Brühl'sche Druckerei Schute». 7, Ruf 2251 |verschiedenes| WolM VON Hm. 40.000. Dl5Hm.50.000 z.5°/n imRahmen o. Mündelsicher- heitsgrenze lie- r^end auf gutes Objekt gesucht. Schr. Ana. unt. 5407D a.d.G.A. Blauer MMd entflogen. Abzugeben geg. Belohnung mo»D Roorrstr. 6 H. Klein im Preis MODELL 2/260 Ha UnxemtodOchs ItorfttiiHBg de* \NlejerliansenACo: \ Gießen, Ruf 3941 Stadttheater ■ Mittwoch 15 Uhr bis 17.15 Uhr AUSSER MIETE Rotkäppchen Märchen nach Grimm, v. Stelter Preise: RM. 0.30 bis RM. 1.60. 19 Uhr bis 21 Uhr 12. Mittwochmiete ioooooooo Dollars Komödie von Coubier Preise: RM. 0.60 bis 8.10. mmD Br. 287 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)^^ttwoch, 4 Dezember 1940 ? y'; M S;< -A> < : icht ben'ihren oder auswaschen. Wunden elastischen Pflasterver. worden. Hölle geführt Volk. Innenschau Erster Hilfe": i. Wunden w (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Diehverstei- aerunashalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 45,5, Bullen 39,5 bis 49,5, Kühe 20 bis 46,5, Färsen 34 bis 49, Kälber 30 bis 57 Rpf. je '/- kg Lebendgewicht, Ziegen 16 bis 35 RM. pro Stück. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht fol« gende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) Oer „wilde Jäger" Bon Or. Ludwig JRotb. 1,14 NM., bl (135 bis 149,5 kg) M4 b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (80 bis 99,5 kg) 1,02, e-4 (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,14, i (AUschneider) 1,12 g2 (andere Sauen) 1,02, h (Eber) 1,02 RM. Marktverlauf flott, alles zugeteitt. Will Glatze und das Schuricke-Terzett am 9. Dezember im Gloria-Palast in Gießen. Pulver, kein Oel. 5 Innere Verletzungen. Sofort Arzt zuziehen. Nichts zu essen und zu trinken geben. 6. Brüche. Schienung des Gliedes durch Schie- gettagenen Hauptthema beherrschen, gibt aber auch in den Seitengedanken _ Möglichkeiten verklärter Stimmungen wie auch höchster Aufwallungen; geradezu zauberhaft entschwindet der Satz. Bruckner als Symphoniker Zum bevorstehenden Konzert des Konzertvereins. ------—----------------। - X'X Gallenleiden /f Der Erfolg der Trinkkur war fabelhaft, denn »BVrC die Begleiterscheinungen,wie Appetitlosigkeit* Ui iXU)) Stuhlverhaltung, Kolik, seel. Depressionen usw. verschwanden eines Tages. Ich verlor ca. 14 Steine. Elisabeth Adams, staatl. aner-: kannte Masseuse. Wu.-Elberfeld. Wilbergstraße 10. 19.2.36. 25 große Flaschen RM. 14.-, 60 große Flaschen RM. 26.-, dazu Pfand. Lieferung frei Maua. Heilquelle Karlssprudel, Biskirchen 276» at4 Verbrennungen. Brandblasen nicht öffnen. Brandbinde auslegen, darüber Debrand. Kein es zur Schlußbestätigung. Dr. Hermann Hering. K atd,itetid).1onftrurH«n3uy^ieer m.- -°^^YL°Yaüs!trahlun«. ÄS -Hrf.®b" einen fürchterlichen Schlag. Die zwei Flaschen Wren geplatzt und hatten den ganzen Ofen aus» eiranbergeriffen. Es war ein Glück, daß niemand «cletzt wurde. Sie kamen alle mit bem Schrecken fopon. Die Frau Nachbarin hat nie wieder die ge- tönen Bettflaschen in den Ofen gestellt. Lieber «Ute sie doch das Wasser in einem Topfe erst 0oärmen und dann einfüllen. i;$s waren aber nicht immer Flaschen, die jum Lwärrnen des kalten Bettes gebraucht wurden. Ziegelsteine, Basaltklumpen- und Marmorstücke ttirben im Ofen erhitzt und dann forgfältig in ein Dch geschlagen. So kamen sie in das Bett. Auch sj, wärmten gut und hatten ben Vorzua, daß sie nii)ts kosteten und auch kein Unheil anrichteten wie tt Flaschen. .Heutzutage haben wir die Wärmflaschen aus Hpfer, Zinkblech ober aus Gummi. Sie werben alle !it Wasser gefüllt. Man sieht auch oft, baß sie ärfad) so in ben Ofen gestellt werden, damit sich bis Wasser erhitzt. Dabei darf natürlich nicht vereisen werden, den Verschluß zu entfernen, sonst gbt es dieselbe Geschichte wie bei unseren Nachbarn. : 'Wir sollen bas Schlafzimmer aus Gesunbheits- ' «linben nicht Heizen. Aber das Bett darf schon m wenig gewärmt sein. Desto schneller schlafen Or ein. Alle Leute, bie an kalten Füßen leiden, ft,:uen sich auf ihre Bettflasche, und wenn so ein Achter Winter kommt, bann wollen wir auch die ßarmflasche nicht vergessen unb sie pfleglich be- hmdeln. Dafür tut sie uns gute Dienste. H, Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. ' Ortsgruppe Gießen-Süd: 20 Uhr in ber Aula der Snversität (Eingang Goethestraße) General-Mit- gl ederappell. Es spricht ber Bürgermeister ber &abt Friebberq, Pg. Vieth. -- Stabttheater: la bis 17.15 Uhr „Rotkäppchen"; 19 bis 21 Uhr R0000000 Dollars". — Gloria-Palast, Selters- ?g: „Das Herz ber Königin". — Lichtspielhaus, Spitze Kreisletter Backhaus und Kreisfrauen- fchaftsletterin W r e d e, sowie die zahlreich erschienenen Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamtem der Wehrmacht und ihre Gefolgschaft begrüben. Die Rednerin streifte mit kurzen Worten die vielseitige Tätigkeit des DRK. und schloß ihre Ausführungen mit einem Sieg-Heil auf den Schirmherrn des DRK., unseren Führer Adolf Hitler. Humorvoll gehaltene Darbietungen, die die Arbeit in der Wehr- machtsuntertunfk und die sportliche Betätigung der Helferinnen vor Augen führten, wechselten mit einem Schnittertanz der Jüngsten in oberhessischer Tracht und einer Ordensüberreichung an die aus- bildenden Aerzte. Die verbindenden' Worte sprach Schauspieler Seitz, der auch m den Pausen die Zuhörer mit fein pointierten Gedichten in ober- hessischer Mundart erfreute. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied dankte der Kreisleiter im Namen der Partei dem Deutschen Roten Kreuz für die große und aufopferungsvolle Arbeit und sprach im Namen der Gäste seinen Dank für den wohlgelun- aenen Nachmittag aus, der so recht geeignet war, oas Band zwischen Partei, Wehrmacht und DRK. immer enger zu gestalten. * ** Kriegsauszeichnung. Der Oberfunker Willi O r t m ü l l e r aus Gießen, An der Kläranlage wohnhaft, der bet einer Nachrichtenabteilung die Kämpfe in Frankreich mitmachte, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. ** B H C. Gießen. Ein prächtiger Wandertag war am Sonntag dem DAT. Gießen anläßlich seiner diesjährigen letzten Vereinswanderung be- schieden. Der Weg führte am Schwanenteich vorbei zum Philosophenwald. Von dort ging- es am „Stolzen Morgen" entlang über die Feldwege beim Gießener Wasserbehälter, zur Mittagsrast nach Annerod, wo man sich im behaglich durchwärmten Rgume' eine Zeitlang der Ruhe hingab. Der wei- . tere Weg führte zunächst an den Hängen der Hohen Warte her, später der Markierung „Rund um Gießen" nach, auf meist stillen Waldschneisen über den Anneberg zur Kaffeestation auf den Schiffen- berg. Nach ausgiebiger Erholungspause wurde der Heimweg angetreten, auf dem man noch das im» vosante Schauspiel des Sonnenuntergangs bewundern konnte. Strafkammer Gießen. Georg Schreier in Bochum halle sich wegen Betrugs im Rückfall zu verantworten. Er war de- schuldigt, er habe sich in den Jahren 1939 und 1940 unter dem Versprechen, Möbel und Einrichtungsgegenstände zu beschaffen, von vier Möbelhändlern in Friedberg und in Gießen zusammen etwa 11000 RM. geben lassen. Die Möbel hat er niemals geliefert, er wollte sie nicht liefern, und er war auch dazu nicht in der Lage. Er behielt das Geld (die Vorkasse) für sich und verjubelte es. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte wegen Betrugs im wiederholten Rückfall tn sieben Fällen zu einer Gesamtzuchthaus., strafe von zwei Jahren und Geldstrafen von zusammen 8000 RM. verurteilt. Die Geldstrafen sind durch die Untersuchungshaft abgegol» len. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf die Dauer von drei Jahren aberkannt. Stras- erschwerend wirkten die einschlägigen Vorstrasen, strafmildernd war das Geständnis. In nichtöffentlicher Sitzung wurde gegen B. B. in Ostenbach a. M. wegen Sittlichkeitsverbrechen verhandelt. Er war beschuldigt, im August in Lauterbach mit einer Person unter 14 Jahren un» züchtige Handlungen vorgenommen >zu haben. Der Angeklagte wurde wegen Sittlichkeitsoerbrechen in zwei Fällen zu einer Gesamtgefängnis- sträfevonzehnMonaten unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft verurteilt. Der Schutz des § 51II StrGB. wurde dem Angeklagten zugebilligt. Aus der engeren Heimat. Oachstuhlbrand. * Assenheim (Kreis Friedberg), 4. Dezember. Auf dem Grundstück der hiesigen Mühle brach am gestrigen Dienstag gegen 18 Uhr in einem Wirtschaftsgebäude, das der Lagerung von Heu und Holz dient, im Dachgeschoß Feuer aus. Die sofortige Brandbekämpfung durch die Bewohner des Grundstücks sowie das rasche Eingreifen der Feuerwehr hatten zur Folge, daß die Flammen a u f ihren Herd beschränkt werden konnten. Le- diglich der D a ch st u h l und einigeFuderHeu sind dem Brande zum Opfer gefallen. Der M ü tz- len b e t r i e b selbst wurde in keiner Weise von dem Feuer berührt und ist nach wie vor unge- stört im Gange. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt; die Ermittlungen sind im Gange. Schweinemarkt in Vuhbach. ♦ Butzbach, 3. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemartt waren 72 Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben. Es kosteten bis sechs Wochen alte Ferkel bis 24 RM., sechs bis acht Wochen alte 24 bis 27 RM., acht bis dreizehn Wochen alte 27 Die Lagd ie In der Feldflur wird es ruhiger, die bäuerlichen Arbeiten kommen zum Abschluß, und der Hase fühlt sich wieder sicher und heimisch in seiner Sasse im alten Gras von Grabenrändern und Rainen, oder im tieischolligen Sturzacker. Denn Mümmel- mann steht zur Zelt im Mittelpunkt des jägerischen Interesses. Leider haben die Pessimisten bezüglich der zu erwartenden Hasenstrecken über die Optimisten gesiegt. Der mehrjährigen Periode schlechter Hasenjayre schließt sich das Jagdjahr 1940 würdig an. Daß dabei auch die Auswirkungen des Winters 1939/40 eine Rolle spielen, versteht, sich von selbst. Da nun einmal Junghasen immer das Vorhandensein von alten Hasen zur Voraussetzung haben und Erdschollen sich nicht in Hasen zu verwandeln pflegen, muß bei der Jagdausübung darauf Bedacht genommen werden, daß ein ausreichender Besatz übrig bleibt. Es hat sich noch immer bewährt, wenn alljährlich ein bestimmter Revierteil unbejagt blieb, und Standtreiben sind der Bestandserhaltung förderlicher als ausschließliche Kesseltreiben. Es wird sich übrigens auch auswirken, daß in diesem Jahre ausnahmsweise die Hasenjagd schon mit dem 31. Dezember endigt. In den Waldrevieren geht daneben der Abschuß von Schalenwild weiter. Wo es geht, erfolgt der Abschuß als Einzelabschuß auf Ansitz oder Pürsch, weil nur bann die Gewähr, für richtiges Ansprechen gegeben ist und damit die erste Voraussetzung für einen wirklichen -Wahlabschuß erfüllt wurde. Oft aber werden in Hochwildrevieren ble Gelände- und Waldverhältnisse zu Drückjagden zwingen. Im Rehrevier sind sie das untauglichste Mittel, was am besten durch die vielen Fehlab- bis 31 RM., Läuferschweine bis 36 RM. pro Stück. Der Handel war flott, der Markt wurde geräumt tanötreie (ßießen Z Steinbach, 4. Dez. Morgen kann Frau Marie Becker, geb. Hahn, Witwe des früheren Strahenwärters Hubertus Becker, in guter Gesundheit ihren 8 0. Geburtstag feiern. Unsere herzlichen Glückwünsche. cf L i ch, 3. Dez. Gestern nachmittag hielt in dem Gefolgschaftsraum der Brauerei Jhring-Melchior Korvettenkapitän Chorus vor den Gefolgschaften der Brauerei und der Maschinenfabrik Gg. Schieferstein einen Filmvortrag über „Die deutsche Marine". Nach einleitenden Begrüßungsworten des Betriebsführers Hans Jhring ging Korvettenkapitän Chorus zunächst auf den Zweck solcher Vorträge ein, den breiteren Volksschichten einen Einblick in das Leben unserer Kriegsmarine zu geben, die weiterhin auch den Flotten- und Welt- geltungsgedanken in unserem Volke stärken sollen. Es sei dann eine ganz natürliche Folge, daß die deutsche Jugend auch bei der Marine dienen wolle, von der Tirpltz einmal gesagt habe, daß sie der Schmelztiegel des deutschen Volkes sei. Anschließend liefen mehrere Tonfilme. Als erster „Husaren der See", der mit den Aufgaben unserer Torpedoboote vertraut machte, sodann „Seefahrt und Wissenschaft", der in der Hauptsache einen Einblick in die Tätigkeit des Vermessungsschiffes „Meteor" gab, schließlich der gegenwärtig sehr aktuelle Film „U-Boote am Feind", der mit dem gefahrvollen, ober auch heroischen Einsatz der U-Boot-Waffe bekannt machte. Lange anhaltender Beifall dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen. i Dezember. schüsse (Böcke, Bockkitze, starke, führende Ricken) bewiesen wird, die man dabei immer wieder feststellen muß. Schwarzwild hat seine „hok/e Zeit", denn die Rauschzelt ist im Gange. Wo es im Laufe des Sommers und Herbstes zu Schaden ging, wird fehnlichst nun Schnee zum Spüren und Kreisen erwartet. Es ist Pflicht des Jägers, jede Gelegenheit zum Bestätigen von Sauen zu benutzen, um einem gerade in Kriegszeiten besonders unerwünschten Wildschaden nach Möglichkeit vorzubeugen. Unter dem noch schußbaren Nutzwild stellen wir den Fasan voran, dessen Hähne ein Treiben immer beleben oder der einer Stöberjagd mit gutem Hund in Hecken und Schilf immer einen besonderen Reiz verleiht Waldschnepfen sind noch auf dem Durch- zug und Sumpfschnepfen wurmen in nassen Wiesen und am Bachrande. Die großen Flüge der Ringeltauben sind, weil Mast fehlte, verschwunden, aber immer noch trifft man Tauben an. Reizvoller ist die Jagd auf Wasserwild. Je mehr der Frost sich ausbreitet, umso stärker drängen die Enten nach Süden und Westen. Wenn dann vielleicht auch die schilfumsäumten stehenden Wasser unserer Teiche und Seen zugefroren sind, versprechen Ansitz und Pirsch am vereisten Fluß oft Weidmannshell. Auch W i l d g ä n s e finden sick hier und fallen auf Wiesen und Saaten zur Aesung ein. Der Balg des R a u b w i l d e s ist nun vollwertig. Des Fuchs jägers große Zeit ist da. Es gibt wenig Wild, das so verschiedenartig besagt werden kan, wie gerade Reineke, und das deswegen, abgesehen von dem Wert des Balges, jagdlich so viel Freude bereitet Mag er im lauten Treiben oder im stillei, Drücken auf dem alten Paß anlaufen, mag er vor dem schuldigen Erdhund springen oder durch Maufepfiff und Hasenklage sich betören lassen, mag er zum Luderplatz schnüren oder im Schwanenhals sein Räuberleben enden: immer bereitet er — je nach Geschmack — dem Jäger mehr oder weniger große Freude. Auch unsere Edelpelzträger, die Marder, sind dem Jäger freiaeaeben, und Iltis und Herme- l i n lohnen auch Den Fang. Der Dachs trägt eine gute Schwarte, und fein Fett ist zu vielseitiger Verwendung begehrt. Von den Raubvögeln haben neben Habicht und Sperber auch Mäuse- und Rauhfußbus, färb Schußzeit. Es fei d es besonders deswegen betont, weil durch einen Teil der Presse kürzlich eine kurze Betrachtung lief, die darin gipfelte, dog der Mäusebussard durch das (bereits im Februar 1936 außer Kraft getretene) Reichsvogelschutzgesetz geschützt und fein Abschuß strafbar fei. Solche Artz auptung en sind geeiget, Irrtümer und Unannehmlichkeiten hervorzurufen. Beide Bussarde unt-rstehen, w e alle Raubvögel, «dem Reichsjagdgesetz. Fakt alle Raubvögel sind ganzjährig geschützt, aber nicht die Bussarde, die eine im Jagdschein genau verzeichnete Schußzeit vom 1. September bis zum 31. Mprz haben. Der naturliebenbe unb naturbeobachtende Jäger weiß ganz genau, baß bas Gewölle des Bu'- sarbs viele Mäusereste enthält unb daß bleuer Bussard ein wichtiger Helfer im Kampf gegen die kleinen Nager ist. Er kennt aber auch ganz genau bit* jemgen Bussarbe, bi« in der Nähe ber Hühner, unb Fasanenfütterungen auf irgend einem Ast auf. gebäumt lauern unb biefe Fütterungen geradem blockieren, um ihre Besucher zu dezimieren. Dich Wegelagerer beseitigen zu können, ist die Absicht ber Schußzeit. Es werben jetzt brei Jahre, ba schlug in wochenlangem Lauern an ber meist vereisten Lahn ein starker, heller Bussard nicht nur täglich Rohr, und Teichhühner sow'e Fasanen, Hühner unb Enten, sondern auch an 30 Haushühner von einem benachbarten Hof. Daß solchen „Spezialisten" das Handwerk gelegt werden kann, ist ber Wille des Gesetzgebers. Der Winter 1939/40 fetzte bereits im Dezembe« in aller Schärfe ein. Ich erlebte ihn in einem Teil Deutschlands, wo man aus klimatischen Gründen Winterfütterung kaum kannte. Die Folgen mären danach. Die Jäger wurden völlig überragt, Vorbereitungen waren nicht getroffen, die Transport- verhältniffe schwierig, das Wild in größter Not. Ich vergesie das Bild eines Rehes nicht, bas auf einsamer Walbstraße meinen Derpflegungsfahrzeugeni folgte, die vom Futterempfang kamen unb ab tmä zu etwas Heu verloren hatten. Mit solchen lieber- raschungen müssen m:r immer rechnen, so sehr mit sie uns auch nicht wünschen. Drum müsien nun un- bebi’naf bie Fütterungen so beschickt werden, daß bas W'ld sie kennt. Es muß wissen, baß sich Dort etwas finden laßt, es muß angekirrt fein. Dann Ht es leicht, bas Rehwild an Raufen unb Krippen zu bringen, wenn es einmal fein muß, dem Halen auf Daß den Tisch zu decken, bas Huhn in Kaff und Heublumen gleich dem Fasan scharren unb picken M sehen. Wer erst anfänat zu raten, wenn be^ts Taten geschehen sein müssen, kommt allemal zu spät. Aber Lust unb Liebe gehören dazu und kennzeichnen erst den Jäger gegenüber bem Schießer. „Del Faule kann's freilich nicht!" fugte Altmeister Hegt- walb. Hubertus. SlRSCl :MOSn ■!■&=? FBI- i v'/l M DelWWngaufMiM Roman von fjelnj Lorenz-Lambrecht 9. Fortsetzung. (Nachbruck verboten.) Jetzt ist feine Gruppe bran. Noch brei Namen, dann muß er vortreten. Die Gestalt ist noch immer da. Es ist keine Täuschung. Auf keinen Fall! Er könnte das Gesicht malen. Er könnte es photographieren, und er würde darauf schwören, auf Dem Film wurde zwischen dem Kapitän und dem Saulen- helligen Thea erscheinen. Jawohl, der Säulenheilige ist halb verdeckt von ihr. Sie sieht ihn an, sie lächelt das scheue Lächeln, das er so gut kennt. Es ist Theas Lächeln, ganz gewiß. Und doch ist etwas fremd an ihr. Wenn er nur wüßte was?! „Leutnant Gienant!" Er muß Hier rufen. Er muß zwei Schritt« vortreten. Sein Körper steht wie angenagelt, er hat sich im Nu mit Schweiß bedeckt. Die Erscheinung ...l Thea ...! Noch immer, noch immer ... Eine Bewegung entsteht um ihn. Der Kapitän und feine Suite sehen ihn erstaunt, mißbilligend, befremdet an. Der Kamerad neben ihm gibt ihm einen auffordernden Stoß: „Los doch, Mensch!" Er reißt sich aufammen. Er öffnet den Mund. Taumelt ^wei Schritte vor. Und murmelt: „Beate!" Die Erscheinung verschwindet. Er hört, wie Peddinghusen bem Äapitän in flüssigem Französisch eine Erklärung für Gienants sonderbares Verhalten gibt. Der Kamerad habe sich noch nicht ganz von seinem gestrigen Fieberanfall erholt. „Ah oui, c’est ga“, dem alten Pesquedou fällt setzt ein, daß Gienant gestern abend nicht beim Appell war und nickt ihm ermunternd zu. Aber Viktor weiß, daß er vollkommen gesund ist. Er weiß bestimmt, daß in ber Luke zwischen dem Kavitän und dem Sergeanten Thea gestanden hat, und daß er, als er oortrat, den Namen Beate ausgesprochen hat. Beate? Beate — was hat bas zu bedeuten? Wie in aller Wett kommt er nur auf diesen Namen? Viktor Gienant ist keineswegs krank. Er ist so gesund und normal, wie ein junger Mensch fein kann, der anschließend an einen beklagenswerten, aber durchaus nicht ungewöhnlichen Schiffbruch in eine mehrjährige Gefangenschaft gerät. Der gestrige Fieberanfall nach ber Impfung war natürlich, bie Gefolgschaft des Traumes nichts Außergewöhnliches. Die heutige Erscheinung beim Abendappell, bei Hellem Tageslicht, ist etwas Außergewöhnliches und Unnatürliches. Selbstverständlich ist Gienant sofort geneigt, sie für eine Folge seines gestrigen Fiebers und Traumes zu nehmen. Wenn Viktor jetzt den Kameraden erzählen würde, baß er mit eigenen Augen einen leibhaftigen Mensch, n gesehen hatte, ber vor einem Augenblick noch nicht vorhanden war, einen Menschen, keinen Geist, keine Halluzination, denn wie hätte sonst der Säulenheilige zur Hälfte von ihr verdeckt sein können! — sie hätten ihn weidlich ausgelacht. Und wenn er erst eingestanden hätte, baß es ein Mädchen, ein junges Mädchen war — des Spottens und der Anzüglichkeiten wäre kein Ende mehr gewesen. Der Spott wäre ihm bis ans Ende ber Gefangenschaft nachgelaufen. Wahrhaftig, derartiges behielt man am besten für sich. Zum Glück hatte niemand von feinem sonder- baren Verhalten ein großes Aufheben gemacht. Die meisten Gefangenen sind ja noch junge und leicht dahlnbenkenbe Kriegssoldaten, die sich zu allerletzt mit ber Lösung seelischer Probleme abgeben. Es wurden ein paar Witze über seine „Dösigkeit" ge» macht, als sie nach bem Appell den Hof verließen, das war alles. Daß er einen Namen vor sich hin- gemurmeti hat, ist auch dem nächsten Nachbarn entgangen. Nur Dr. Golling betrachtete chn mit einem prüfenden Blick, doch sagte' er nichts. Erst als die zwei primitiven Petroleumhängelampen gelöscht sind und Viktor in seinem Bett liegt, vermag er ruhiger' über den seltsamen Fall nachzudenken. Er prüft sich gewissenhaft, ob es sich am Ende nicht doch um eine Sinnestäuschung gehandelt haben könne. Er rekonstruiert die Begebenheit noch einmal in allen Einzelheiten. Er war vollkommen ruhig beim Appell, nicht das ge- ringfügigfte Nervenzucken, nicht bie kleinste Unruhe kündigte ihm an, daß sich etwas Außergewöhnliches ereignen würde. Er stand da und ließ gelangweilt und geduldig wie stets den Appell über sich ergehen. Er sah teilnahmslos auf den Seraeanten und dachte ganz nebenbei, daß der Name „Säulenheiliger" gut zu ihm passe. Da war ganz unversehens in Der Luke zwischen jenem und dem Kapitän das Mädchen erschienen. Zwei, brei, vielleicht auch fünf Sekunden hat sie bageftanben und ihn angelächelt aus hellem, lebendigem Gesicht. Bis ihm der Kamerad zur Linken einen derben Stoß gab, der ihn vor- wärtstaumeln ließ — da mar sie wie weggewischt. Er ist überzeugt: Wäre er in den paar Sekunden rasch auf sie zugegangen, hätte er ihren Kopf zwischen die Hände genommen, er hätte seine Körperlichkeit spüren müssen. Deutlich sieht er bas Gesicht wieder vor sich. Es war ganz ohne Zweifel Thea. Und doa» patte sie etwas Fremdes an sich. Sicher war Daran Die Kleidung schuld, fällt ihm jetzt ein. Sie trug ein Kostüm, wie er es nicht an ihr kannte. Wie er es überhaupt nickt an einer Dame kannte. Ein taubengraues Reisekostüm, eine kurze eng anschließende Jacke mit einem Herrenrevers und einem engen Rock, ber knapp bis zu den Fesseln reichte. Eine merkwürdige Mode, die er noch nie gesehen bat. Sollte sich die Mode draußen inzwischen so sehr verändert haben? Aber nein, nach Den Zeitschriften, die sie sich halten Dürfen, tragen die Damen noch Immer lange, weite und etwas glockenförmig geschnittene Röcke, und die Kostümjacken reichen bis zu den Knien. Uebrigens« entsprach auch nicht der Hut seiner Erscheinung der heutigen Mode. Er war ein grüner, kleiner, fest sitzender Filzhut, während man augenblicklich Hüte von enormem Umfang trägt und zu einem Reisekostüm höchstens eine auf dem Hinterkopf sitzende kleine Toque oder eine Art runden Herrenstrohhut — Anisplätzchen, wie man sie bezeichnend nannte —, der mit einer Hutnadel und einem Schleier auf bem üppig gebauschten Haar festgehatten wird. Richtig: auch eine andere Frisur muß sie gehabt haben. Die Thea von 1914 trug das Haar wie fast alle Damen ä la Kronprinzessin Cecilie. Auf einer solchen Frisur wäre ber Filzhut ber Thea von heute ganz unmöglich gewesen. Merkwürdig. Sehr merkwürdig! Viktor muß In sich hineinlächeln — und das ist ein Zeichen dafür, daß ihn die Erscheinung nachträglich weniger erschüttert- als mit einem heiteren Erstaunen erfüllt. Ich habe da bie alte Thea in einer ganz neuen Auslage gesehen. Ein Vogel Phönix — neu geboren! Allerliebst sah sie aus. Und die Kleidung kam mir so wenig fremdartig vor, daß es mir zuerst gar nicht auffiel. Es paßte alles zu ihr, sie hatte Stil unb machte einen überaus erfreulichen Eindruck. Plötzlich fällt Ihm ein Umffanb ein, der ihn erneut mit Verwunderung erfüllt. Er will darin sogar einen Schlüssel zur Lösung des Rätsels Men:: Er erinnert sich, daß bei seinem gestrigen Iraum die Thea, die er zum Schluß sah, eine ander« war als jene zu Anfang. Unb dunkel, ganz bunte.I fällt ihm ein, daß er in diesem lebhaften Traum etwas Besonderes unb, wie ihm scheint, etwas sehr Treffendes über diesen Umstand gedacht hat. War war. es doch nur? Was hat er da nur gebucht!! Thea ... sie sieht jetzt aus wie ... wie ...3a richtig, nun hat er es wieder: Sie sieht aus, als ofi sie ihre eigene gleichaltrige Tochter wäre. Ja, das scheint ihm sogar Den Nagel auf den Kopf zu treffen. Begründen kann er es allerdings nicht. Unb auch das kann er nicht begründen, warum er nun die beiden Vorgänge, den Traum vor gestern und die Erscheinung von heute, miteinander in Verbindung bringt, als gehörten sie unlösW zusammen. Uebrlgens stimmt auch der Zeitpunv i überein. Gestern t[t er aus seinem Traum auffl* fahren, als unten Der Appell begann. Das Seltsamste an allem aber Ist: der Name Beate! Wie kommt er in aller Welt dazu, der Namen Beate auszusprechen, Den er höchstens einmal in einem Roman gelesen haben mag? Niemand In seiner Verwandtschaft, niemand unter feinen Bekannten hecht Beate. Sollte ihm Thea einmal von einer Beate erzählt haben? Hat sie eliw Freundin dieses Namens? Hat sie ihm gesagt, dch sie diesen Namen besonders hübsch findet? Gewiß ist ihm der Name ebenso überraschend an- geflogen gekommen, wie sich die Erscheinung plofc- lich vor ihn hinzauberte. Beides steht mitemanfcef in geheimnisvoller Verbindung. Die Erscheinung üft! zwar Thea gewesen, sie heißt indes Beate. „Sie heißt Beate ..." murmelte Viktor vor sich hin. Er drückt den Hinterkopf ins Polster, daß dau trockene Seegras darin aufknistert. Mit einem verwunderten Lächeln sinnt er gegen die Decke. Es- nau über ihm läuft das plumpe Brett als Regal an der Wand entlang. Darunter schimmert ein hell-. les Rechteck in Viktors weit aufgeschlagenen Augen. ■ Es ist der Abreißkalender, den er zu Weihnachten! von daheim geschickt bekommen hat. Heute ist dek 28. Oktober. Ich will mir das Datum einmal merken, bentt Viktor. Der 28. Oktober. (Fortsetzung folgt) Qjelees selbst- beceiie/i Süßmost-veler Kleintod)ung: 350 g Apfel» oder Xirschmost, 1 Neinbeutel De Deller „Delier-hülfe". 350 g Zucker. ®rofctodjung: 900 g Apfel» oder tiirschmost. 1 Drohbeutel De Deller „DeNer-hülfe", 900 g Zucker. Die Herstellung erfolgt nach 6er auf den Beuteln gegebenen Anweisung, mü* Monen-Svler Kleintod)ujig; Schale von 4 Zitronen, 300 g (3/10 7) ©affet. Gelee: 300 g (3/io 0 Zttronenfchalwasser, 50 g Zitronensaft, 1 Kleinbeutel De (Detter „(Beiter»tjülfe", 350 g Zucker. Grobtochunq: Schale von 10 Zitronen, 750 g (3/4 /) Wasser. Gelee: 750 g (3/4 /) Zitronenschalwasser, 125 g (1/8 0 Zitronensaft, 1 Grohbeutel De Detter „Geller-hülfe". 875 g Zucker. Die gereinigten Zitronenschalen werden mit bem Wasser jum Kochen gebracht, bei geschlossenem Topf und schwacher Hitz» etwa 1/4 Stunde gekocht und danach kalt gestellt. Man gibt di» abgekochten Zitronenschalen auf ein Sieb zum Abtropfen unb ergänzt gegebenenfalls mit Wasser auf die im Rezept angegebene Menge Zitronenschalwasser. Der Zitronensaft wird hi» zugefügt,- die weitere Herstellung erfolgt nach der auf den Beuteln gegebenen Anweisung. Dr.Qetkef etter-3Kltfe