der Bereitung widmen können. Art sowie technischem Personal, an Waffen ünd Gerät stehen an der Front und in der Heimat zu weiterem Einsatz bereit. Oer Wehrmachtsbericht vom Sonntag. Deutsche Aufklärer über Nordsee und Nordost-Frankreich. B e r l i n, 3. März. (DRV.) Das OKW. gibt be- könnt: An der W e st f r o n t keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe klärte in der Zeit vor Morgengrauen bis zum Spätnachmittag des 2. März über der gesamten Rordsee auf. Vor der britischen Ostküste wurden zwei Vorpostenboote und elf bewaffnete oder im Geleit fahrende Handelsschiffe angegriffen und teils versenkt, teils schwer getroffen. Tagsüber wurde' über )kordo st- Frankreich bis in die Gegend Paris aufgeklärt. Bei der Grenzüberwachung fanden verschiedene L u f t k ä m p f e an der deutsch-französischen Grenze statt, hierbei wurden drei französische Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen, zwei deutsche Aufklärer werden vermißt. biet einzufliegen, wurde er durch Jagd- und Flakabwehr etfolgreich abgewiesen. Insgesamt wurden bisher 285 britische und französische Flugzeuge abgeschossen. hinzur kommen 50 Flugzeuge eines britischen Flugzeugträgers, so daß die Gesamtverluste der Westmächte seit Kriegsbeginn minde- stens 335 Flugzeuge betragen. Ferner wurden neun feindliche Fesselballons abgeschossen. Demgegenüber verlor die deutsche Luftwaffe in diesen sechs Monaten an der Westfront und über dem britischen Kampfraum insgesamt durch unmittelbare Feindeinwirkung 35 Flugzeuge und auf Feindslug verunglückt (Notlandungen, Abstürze usw.) — 43 Flugzeuge. Im sicheren Schuh der deutschen Wehrmacht, konnte die Wehrkraft des 82-Millionen-Volkes voll entwickelt, die Wehrmacht weiter verstärkt und ausgebaut werden. Die bis- herigen Kriegserfahrungen find bei den drei Wehrmachtsteilen für die weitere Führung des Krieges, für die Ausbildung und für die technische Vervollkommnung des Materials ausgewertet worden. Die Leistungen der deutschen Rüstungsindustrie sind durch die feindliche Blockade nicht gemindert, sondern zu einem Höchstmaß gesteigert worden. Stärkste Reserven an ausgebildeten Kämpfern aller Berlin, 2. März. (DRB.) Das O b e r k o m - I mando der Wehrmacht gibt bekannt: Rach । einer Kriegführung von fechs Monaten i zu Lande, zur See und in der Luft ist als mili- । tärifch es Ergebnis festzustellen: In einem Feldzug von 18 Tagen wurden hie polnische Wehrmacht zerschlagen, die polnischen Divisionen vernichtet und das Gebiet des ehemals polnischen Staates bis zur deutsch-russischen Jnteressengrenze beseht. Damit wurde die Absicht der Gegner, Deutschland in einen Zweifrontenkrieg zu zwingen, in kürzester Frist vereitelt. 3m Westen wurde der Westwall planmäßig beseht und bis zur Küste verlängert. An keiner Stelle hat der Gegner es gewagt, auch nur in den Wirkungsbereich des Westwalles vorzustoßen, geschweige denn, ihn anzugreifen. In kühnen Spähtrupp- und Stohtruppunternehmungen hat das deutsche Heer immer wieder seinen Angriffsgeist bewiesen und den hohen Stand seiner Ausbildung und Ausrüstung gezeigt. Wo der Gegner versuchte, im Vorfeld des Westwalles in deutsches Gebiet einzudringen, warfen ihn Verbände des Heeres in raschem Zupacken in seine Ausgangsstellung zurück. Die deutsche Kriegsmarine hat nach Vernichtung der polnischen Wehrmacht bis auf die Einheiten, die vor Beginn des Feldzuges geflüchtet waren oder später in neutralen Häfen interniert wurden, den Seekrieg gegen England und Frankreich mit steigendem Rachdruck und wachsenden Erfolgen geführt. In der Rordsee lag neben der Sicherung des Seegebietes und dem Schuh des deutschen Handelsverkehrs der Schwerpunkt auf dem Handelskrieg mit lieber- und Unterwasserstreitkräften. Gleichzeitig wurden auf die Seegebiele der englischen Ost- und Westküste Minenangriffe unternommen. 3m Atlantik waren zur Kreuzerkriegführung die Panzerschiffe „AdNiiral Graf Spee" und „Deutschland" eingesetzt. Bei Vorstößen in den Rordatlantik, die auch mit schweren Streitkräften durchgeführt wurden, konnte dem Feind erheblicher Schaden zugefügt werden. Als Ergebnis der deutschen Seekriegführung wurden vernichtet: Das Schlachtschiff „Royal Ook", der Flugzeugträger „Lourageous", der Hilfskreuzer „Rawalpindi", die Zerstörer „Blanche", „Gipsy", „Ducheß", „Grenville", „Exmouth", „Viscount", „Daring" und „Jersey", ferner etwa zwan- zig Kriegsfahrzeuge des Vorposten-, Minensuch- und Vootsjaaddienstes — diese unter Mitwirkuna von Luftstreitkräften, sowie mehrere U-Boote. Schwer beschädigt wurden das Schlachtschiff „Relson", das Schlachtschiff „Barham", der Schlachtkreuzer „Re- pulse", der schwere Kreuzer „Exeter", ein schwerer Kreuzer der London-Klasse, der Kreuzer „Belfast" und eine größere Anzahl von Zerstörern, Vorpostenbooten und U-Booten. 3m gleichen Zeitraum wurden 532 Schiffe mit 1 904 913 BRT. feindlicher und dem Feind dienstbarer neutraler Handelsschifftonnage vernichtet. Gemessen an diesen Erfolgen waren die eigenen Vertu sie gering. Sie betragen: Ein Panzerschiff, zwei Zerstörer, sechs Vorposten- oder Minensuchboote und elf A-Boote, im Monatsdurchschnitt also zwei 11- Voote. Oie deuMe Luftwaffe war an der siegreichen Entscheidung des polnischen Feldzuges in hervorragender Weise beteiligt. Gleichzeitig mit dem Zerschlagen der polnischeü Luftwaffe, sicherte sie mit anderen Teilen den deutschen Luftraum im Westen. 3hre lleberlegenheit hinsichtlich der Einsatzbereitschaft der Besatzungen und der Güte des Materials trat immer wieder in Erscheinung. Die auch bei ungünstigsten Witterungsverhältnissen gegen England und Frankreich durchgeführlen E r - kundungsflüge ergänzten die vorhandenen Unterlagen über die Maßnahmen des Gegners. 3n der Aufklärung gegen England gelangten die deutschen Flugzeug trotz feindlicher Gegenwehr immer wieder bis zu den Orkney- und Shel- land-3nfeln. Wiederholt wurden Angriffe auf feindliche Seestreitkräfte, bewaffnete f) *i n- delsschiffe und Geleitzüge durchgeführt. Es wurden 65 Schiffe mit rund 75 000 BRT. velfen k t. Es handelt sich hierbei in der Mehrzahl um feindliche oder mit Banngut für England fahrende neutrale Handelsschiffe sowie um einige Schiffe britischer leichter Seestreitkräfte. Durch Bombentreffer wurden außerdem schwer beschädigt und zum Teil zerstört 52 Schiffe mit rund 200 000 Tonnen. Davon 40 britische Schiffe leichter Seestreitkräfte, 2 britische Kreuzer mit 15 300 BRT.,- 2 britische SchKichtfchiffe mit 63 350 BRT., 1 britischer Flugzeugträger mit .22 600 BRT. Seit Kriegsbeginn sind die deutsche Luftabwehr und die Bodenorganisation in dem geplanten Umfange voll ausgebaut, der Flugmeldedienst eingespielt und erprobt sowie Luftschuh- mahnahmen und Luftschutzeinrichtungen im ganzen Reich vervollkommnet worden. Wo der Gegner versuchte, mit stärkeren Verbänden in das deutsche Ge- StecknadelndesBritenreiches. England sonnt sich noch immer in dem Glanz aller Meere, die es als Zufahrtsstraßen des Empires beherrscht. Diese Herrschaft hat zwar in biet em Handelskriege beträchtliche Einbußen erlitten, rber noch immer pocht England darauf, daß ihm ür diese Herrschaft Stützpunkte zur Verfügung tehen. Das ist richtig, denn wie Stecknadeln sind diese Stützpunkte über alle Meere und Länder verteilt, so daß englische Kriegsschiffe überall einen Zufluchtsort haben. Alle diese Stützpunkte können da- ;on erzählen, daß sie die wesentlichen Voraus- etzungen der Macht des englischen Imperiums sind, zumal sie alle schon einen Beitrag in dieser Hinsicht geliefert haben. Da ist Gibraltar, da ist Malta, Cypern, Aden, Hongkong; da sind die Falklandinseln und die Stützpunkte im westindischen Archipel. Alle diese wichtigen Stützpunkte sind den Engländern nicht als Eroberungen zugefallen, sondern sie haben ie in der. Regel ^ls lachende Dritte, wenn zwei andere sich stritten, weggenammen. So ist es mit Gibraltar der Fall, das nicht etwa eine vorgelagerte - Insel ist, sondern ein unlösbarer Teil de s spanischen Fe st lande s. Gibraltar ist niemals von Spanien an England freiwillig abgetreten worden, denn die Engländer sind einfach in Gibraltar geblieben, ohne sich viel darum zu kümmern, daß sie schon wiederholt aufgefordert worden sind, Gebiet und Festung zu räumen. Sie sitzen fast 200 Jahre dort, sie tun so, als ob es sich um unverjährbare Rechte handele, und nicht um ein Stück spanischen Kobens. Diese Stecknabeln sind als Festungen ausgebaute Stützpunkte, Seekriegshäfen, in benen in ber Regel auch ein Teil der englischen Kriegsflotte versammelt ist. Diese befestigten Stecknadeln des Empire sind, wie sich das bei Gibraltar beutlich zeigt, nichts weniger als Einrichtungen, bte bem harchel der Völker zu dienen bestimmt find. Gibraltar wurde ursprünglich von den Engländern genommen und befestigt, um spanische und französische Kriegsschiffe daran zu hindern, die Verbindung Englands mit dem Fernen Osten und Westindien zu stören. Das war vor dem Bau des Suezkanals, aber inzwischen ist das Mittelmeer gerade durch den Bau des Suezkanals zu einer Verkehrsstraße für das Empire geworden, hier zeigt sich auch, wie England gewohnt ist, alles unter den Sehwinkel feiner Interessen zu stellen. Italienischer Protest in London. Gegen die Drohung der Beschlagnahme von Kohlen deutscher Herkunst auf italienischen Schiffen. Rom, 3. März. (Europapreß.) Während ... Winterzeit war einberufenen Reservisten und unter den Waffen zurückbehaltenen Soldaten jüngster Jahrgänge Urlaube erteilt worden, damit sie ihrem bürgerlichen Beruf nachgehen konnten. Das Kriegsministerium hat nun die Einberufung der bisher zurückgestellten und noch nicht ausgebildeten Angehörigen der Jahresklafsen 1911, 1912, 1913 und 1914 zusammen mit den Angehörigen der Klassen 1919 und 1920 angeordnet. Durch die Einberufung des neuen Kontingents ist nun ein "einheitlicher Block junger und daher wenig an Familieninteressen gebundener Jahrgänge unter den Waffen geschaffen. Der Kriegsminister hat deshalb in einem an alle öffentlichen Verwaltungen gerichteten,Rundschreiben mitgeteilt, daß mit dem 1. März die Periode der Urlaube abgeschlossen sei, damit sich die Verbände vollkommen ihrer militärischen Vorkilometer. Es wurden auch einige neue Sturzkampfflugzeuge vorgeführt, die versuchsweise eingeführt worden sind. Kein Urlaub mehr beim italienischen Heer. MliensIntereff e imÄahen Osten Rom, 2. März. (Europapreß.) In einem Bericht des „Temps" aus Rom wird erklärt, Italien, das in Nordeuropa nicht direkt interessiert sei, habe die Ueberzeugung, dem Donau- und Balkanvaum drohe keine unmittelbare Gefahr, es richte seine Hauptaufmerksamkeit auf den Rahen 9 ft en. „Nichts ist wahrscheinlicher, als dies", bemerkt hierzu das Blatt Mussolinis, der „Popolo d'Jtalia". „Diese Gebiete stehen in der Tat in direkter Berührung mit dem Mittelmeer und dem Suezkanal, somit mit den Zufahrtswegen zum italienischen Imperium". Es sei d^halb auch wahrscheinlich, daß sich Italien an den Treibereien des Generals Weygand und den Wühlereien der englischen und französischen Diplomatie in jenem heiklen Sektor nicht desinteressiere, der, wie man sagt, zu einer Front gegen Rußland und gegen die ber NüMng burch Deutschland zu entziehenden Erdölquellen bienen könnte. Wenn ein Konflikt im Nahen Osten zwischen Rußland und Deutschland einerseits sowie Frankreich und England andererseits zum Ausbruch kommen sollte, so werde sich, so behauptet ber „Temps", Italien am Scheibewege befinden. „Gegenüber dieser allzu intelligenten Verbächti- gung", erwidert der „Popolo d'Jtalia" bem „Temps" ironisch, „sehen mir uns gezwungen, folgendes Geheimnis zu enthüllen, nämlich daß man noch sehen wird ob unsere Mittelmeer- und imperialisttschen Interessen nicht mehr von Frankreich und England, als von Rußland bedroht sein werden, und daß der Leitspruch: ,Wer Italien anrührt, wird Blei bekommen', der einst unseren inneren Feinden gegolten hat, heute unseren äußeren Feinden gegenüber gilt" Oie italienische Luftwaffe. Rom, 2. März. (Europapreß.) In der vergangenen Woche hat der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, General Cricolo, die in der Umgebung Roms liegenden Jagdfliegerstaffeln besichtigt. Die auf dem Flugplatz Ciampino ftahomerren Flugzeuge ließ er sich in Uebungs- und Schauflügen vorführen. Die Apparate, die neuester Bauart sind, -erreichten Geschwindigkeiten von über 600 Stunden-, Montag, t Mär; 1940 Annahme von Anzeigen für bte Mittagsnummer bis Z'/rUhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/«mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Deutschlands Kampf um sein Lebensrecht. Oie ersten sechs Kriegsmonate bekundeten die Llnüberwindlichkeit des Großdeutschen Reiches. IM. Jahrgang Nr. 5$ Erscheint täglich,, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugspreis: Mtt4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ y.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks^M. Daß andere große Völker im Mittelmeer lebenswichtige Interessen haben, also nicht -nur machtpolitisch unb strategisch barin gebunden sind, spielt ür England keine Rolle. England hat nicht einmal das Empfinden dafür, daß, wenn es sich vor Jahrhunderten eines Stützpunktes bemächtigt hat, der ein unlösbarer Teil eines fremden Landes ist, die englische Herrschaft die andere Nation, der dieser Stutzpunkt geschichtlich, geographisch und ethnographisch gehört, auf Tiefste verletzen muß. Wie lange würde es sich England wohl gefallen lassen, wenn Dover oder Portsmouth fremde Stützpunkte wären, in einer Form sogar, daß England nicht das Recht zustünde, sich selbst in einem Kriege oder in Gefahrenzeiten dieser Häfen zu bedienen. Spanien hat dadurch, daß Gibraltar als Brückenkopf der nationalen Regierung nicht zur Verfügung stand, 2Vz Jahre einen Bürgerkrieg mit seinen schweren Verlusten tragen müssen, ber sich hätte ab kürzen lassen, wenn dieser Brückenkopf im Besitz ber nationalen Regierung gewesen wäre. Nicht nur für Spanien, auch für jedes andere Land am Mittelmeer ist es eine ständige Bedrohung, daß ber wichtigste Schlüssel zum Mittelmeer von einer Macht beherrscht wird, die sonst im Mittelmeer keinerlei unmittelbare Interessen besitzt. Selbst wenn Gibraltar^ Malta, Cypern unb Suez nicht mehr Stecknadeln bes Britenreiches wären, so würben bie Zufahrtstraßen nach bem Fernen Osten barum nicht behindert oder gefährde^ sein. Aber England hat sein Empire aufgebaut unter brutaler Mißachtung und Verachtung aller anderen nationalen Interessen. Die kürzlichen Demonstrationen spanischer Studenten für bie Rückkehr Gibraltars, im Anschluß an eine spanisch-italienische Kundgebung, zeiaen allerdings, baß man auch in diesem Lande das Ende ber britischen Welttyrannei kommen sieht. D- S. zurückgezogen. Diese Linie begann 12 Kilometer südlich von Wiborg im Wiborger Busen und enbete am Westufer bes Vuokislusfes in ber Höhe bes Sees Aeyräpää. Die Finnen haben baburch eine sand- reiche unb verhältnismäßig flache Gegenb aufgegeben unb sich auf bte britte Verteidigungslinie zurückgezogen, bie sich vermutlich von ben Höhen bet Wiborg bis zu ben Vuokibergen burch ein sehr zer- / klüstetes unb bergiges Gebiet erstreckt. Die neue fimv* nische Stellung wirb auf bem rechten Flügel burch bienc Stabt Wiborg flankiert unb auf bem linken Flügel burch bas Fluß- unb Seensystem bes Vuoki. Weiter melben bie Finnen verlustreiche Kämpfe ber Russen bei Taivale unb norboftroärts bes Labog«-Sees, wo bie 43. Panzer-Brigabe aus Moskau eingekreist worben sein soll. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung, SA.-Obergruppenführer L i tz m a n n , ber als Schwadronschef im Felde steht, hatte die SA.° Gruppenreiterführer und ihre Stellvertreter zur ersten Kriegsarbeitstagung nach Berlin berufen. 21 Gruppenreiterführer hatten hierzu als Offiziere ber Wehrmacht Urlaub erhalten. Wie amtlich mitgeteilt wird, trifft die Presseveröffentlichung über bie Einziehung ber ausländischen Pässe von Solbaten und Wehrpflichtigen nicht zu. Der Madrider Staatsanzeiger veröffentlichte ein Gesetz zur Unterdrückung bes Freimau- r er tu ms, indem darauf hingewiesen wird, daß keine Organisation wirksamer am Niedergang Spaniens beteiligt gewesen sei als die Freimaurerei. Sie trüge die Schuld am Verlust des spanischen Kolonialreichs, an der Grausamkeit des Unabhängigkeitskrieges und an den Bürgerkriegen des ver* gangenen Jahrhunderts« „ Amsterdam, 2. März. (Europapreß.) Die italienische Regierung hat in London einen förmlichen Pr 0 teft eingereicht gegen bie englisch er seits an gekündigte Absicht, mit Wirkung vom 1. März Mitternacht 'bie an Bord italienischer Schiffe nach Italien verladene Kohle deutscher Herkunft zu beschlagnahmen. Abgesehen von dem grundsätzlichen Protest hat die italienische Regierung freie Fahrt für die zur Zeit noch in Rotterdam liegenden italienischen Kohlenschiffe gefordert. Die italienischen Kohlendampfer „Liana , „Orata", „Felce" und „Nimidia", die am Samstagfrüh aus Rotterdam ausgelaufen waren, wurden auf der Höhe von Hoek van Holland durch Funkspruch zurückgerufen und sind m den Hafen von Rotterdam zurückgekehrt. Der italienische Botschafter in London, Bastianini, der seit einiger Zeit auf Urlaub in Italien weilt, ist auf der Rückreise nach London. Man rechnet damit, daß er sofort nach seinem Eintreffen dort persönlich die Verhandlungen in der Frage der italienischen Kohlenverschiffungen aufnehmen wird. Die Einwände der englischen Presse, daß es sich nicht um eine politische Maßnahme handele unb die Ausdehnung der Blockade auf die Kohlentransporte nicht mit den englisch-italienischen Wirtschafts- Verhandlungen in Rom zusammenhänge, werben vom „(Saniere della Sera" als spitzfindig bezeichnet. Das Blatt beftätigt, daß Italien den englischen Vorschlag abgelebt hat, für englische Kohle Rüstungsmaterial zu liefern und verweist auch auf bie in ben Häfen bes Kohlengebietes von Wales herrschende Kohlenknappheit, durch die bie. Schiffe gezwungen würden, mehrere Wochen zu warten, bevor sie ihre Ladung an Bord nehmen könnten. Eichener Anzeiger ^ssss^ General-Anzeiger für Oberhessen Sumner Welles hat Berlin verlaffen. Berlin. 4. März. (DRV.) Der Führer empfing Samstag vormittag in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den amerikanischen Unterstaatssekretär Mister Sumner Welles, der von dem amerikanischen Geschäftsträger Mister Kirk begleitet war, zu einer längeren Unterredung. Bei der An- und Abfahrt erwies eine Formation der Leibstandarde militärische Ehrenbezeigungen. Unterstaatssekretär Sumner Welles wurde am Sonntagvormittag vom Stellvertreter des Führers. Reichsminister Rudolf Heß. zu einer einslündigen Unterredung und am Sonntagmittag von Generalfeldmarschall Göring in Karinhall zu einer längeren Aussprache empfangen. Unterstaatssekretär Sumner Welles verließ am Sonntagabend nach dreitägigem Aufenthalt die Reichshauvtstadt in Richtung Basel. 3m Auftrag des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop hatten sich der Staatssekretär des Auswärtigen v. Weizsäcker und der Chef des Protokolls Gesandter v. Doernberg auf dem Bahnhof eingefunden. Von amerikanischer Seite waren der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten von Amerika, Mister Kirk, und die Mitglieder der amerikanischen Botschaft erschienen. London ohne ausländisches Roastbeef. Amsterdam, 3. März. (Europapreß.) Viele 'Tausende Londoner Haushaltungen mußten diesen Sonntag auf das gewohnte Roastbeef verzichten. Der Ernährungsminister hatte die Londoner Bevölkerung davon in Kenntnis gesetzt» daß in der englischen Hauptstadt z. Z. überhaupt kein ausländisches Rindfleisch zur Verfügung steht. Die große Mehrheit der englischen Großstadtbevölkerung ist auf den Verbrauch ausländischen Gefrier- und Kühl-Rind- fleisches angewiesen, weil das einheimische Rindfleisch fast unerschwinglich ist. Das Ausbleiben der Zufuhr von überseeischem Rindfleisch ist eine Folge der Schiffsraumknappheit, die durch die deutsche Seekriegführung verursacht worden ist. Rückzug der Zinnen auf die dritte Verteidigungslinie. Stockholm, 3. März. (DNB.) Nach Meldung von der finnisch-schwedischen Grenze haben sich die finnischen Truppen aus ihrer zweiten 23 e r = teibigungsIinUauf ber Karelischen Landenge Deutschland auch im Kriege geschahterHandelspartner Reichsminister Or. Goebbels eröffnet die Leipziger Frühjahrsmesse. Leipzig, 3. März. (DNB.) Am Sonntagoor- mittag wurde die Frühjahrsmesse 1940 im festlich geschmückten Saal des Gewandhauses durch Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet. Einleitend spielte das Stadt- und Gewandhausorchester unter der Leitung von Professor Hermann Abendroth das Festliche Präludium von Richard Strauß. Sodann sprach der Präsident des Leipziger Messeamtes, Ludwig Fichte. Anschließend nahm Reichsminlster Dr. Goebbels das Wort. Der Mangel an vielen wichtigen natürlichen Reichtümern und Rohstoffen, so sagte der Minister, habe Deutschland seit jeher zu besonders solider, fleißiger und intensiver Arbeit sowie zu einer bis ins Letzte durchorganisierten nationalen Wirtschaft gezwungen. Der Versuch, den sozialen Standard des deutschen Volkes entsprechend seinem rassischen und kulturellen Hochstand auf diese Weise zu heben, habe durch den Nattonalsozialis- mus seine praktische Durchführung erfahren. Die plutokratstchen Mächte des europäischen Westens aber hätten dem auf nationaler Selbsthilfe basierenden Versuch der Ausgleichung sozialer Spannungen nur neid- und haßerfüllt gegenüber' gestanden. Sie hätten nicht wahr haben wollen, daß auch dies nur ein Beweis für unseren Willen war, ein starkes, unabhängiges, in seiner eigenen Sicherung ruhendes Deutschland auf fr ie blitze Weise aufzubauen. So hätten sie auf die immer und immer wiederholten Friedensbemühungen des Führers stets nur mit eisiger Ablehnung oder gar mit offenem Hohn und zynischer Verachtung geantwortet. Die Mahnungen des FShrers, den durch Versailles geschaffenen gefährlichen Zustand und die damals bewußt von ein paar gewissenlosen Kriegshetzern in Osteuropa angelegten Brandherde auf friedliche Weise zu beseitigen, hätten im plutotra- tischen Westen kein Gehör gefunden. Denn London und Paris hätten ein starkes und unabhängiges Reich grundsätzlich nicht dulden wollen. Zunächst mit wirtschaftlichen Druckmitteln, dann mit einer großangelegten infamen Kriegshetze sei man deshalb gegen das Reich vorgegangen, und die Welt fei sich heute bereits durchaus im klaren über die wahren Ursachen für den brutalen und prvozierten kriegerischen Ueherfaß auf das Reich. Allerdings könne man fehl schon eindeutig feststellen, daß der Plan der britischen Plukokra- tle ooHf omtnen gescheitert sei. Deutschland noch einmal wie 1917 Und 1918 wirtschaftlich abzuwürgen, um es dann Englands poli- tisch-imverialen Zielen gefügig zu machen. Englands Blockade sei nicht zum Zuge gekommen. Infolge rechtzeitiger und vorsorglicher Maßnahmen sei es diesmal völlig unmöglich, Deutschland ernährungspolitisch auszuhungern. Als geschlossene nationale Gemeinschaft und in einer militärischen Bereitschaft, die ihre Durchschlagskraft im Feldzuge der 18 Tage in Polen bereits bewiesen habe, stehe das deutsche Volk den kriegerischen Ereignissen diesmal in ruhiger und souveräner Sicherheit gegenüber: Bei einer solchen Haltung habe auch die feindliche Lügenpropaganda nicht die geringste Aussicht auf Erfolg. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit kämpfe heute ausschließlich für den Steg, und kein Deutscher zweifle an der siegreichen Beendigung des Krieges. Dabei gehe das Leben ttotz der Umstellung auf den Krieg seinen normalen Gang weiter, und so könne auch die Leipziger Frühjahrsmesse mit mir geringen Einschränkungen gleich wie im Frieden eröffnet und durchgeführt werden. Das Reich erbringe mit ihr den Beweis, daß es entschlossen und fähig sei, auch mitten im Kriege weiterhin eine unverminderte Qualitätsarbeit zu leisten. Geordnet und stark erfüllten Deutschlands Handelsplätze auch jetzt ihre lebenswichtigen Funktionen. Die Ausstellerzahl und die belegte Ausstellungsfläche seien in diesem Jahr fast gleich so hoch wie früher. Ein-beredtes Zeugnis dafür, daß stärkster englischer Druck das Ausland nicht von der Erkenntnis habe abbringen können, daß es das Reich wirtschaftlich genau so nötig habe, wie Deutschland das Ausland brauche, fei die ausländische Beteiligung an dieser Messe. 6411 Aussteller auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1939 stünden diesmal wieder nahezu 6400 gegenüber, 271 Ausstellern ausländischer Rohstoffe und Nahrungsmittel aus dem Jahre 1939 in diesem Jahre rund 200. So betrage die Gesamtausstellerzahl diesmal 6600 gegenüber 6682 im Jahre 1939. Zahlreiche Länder seien auf der Messe vertreten, 15 von ihnen auch diesmal wieder mit Kollektivausstellungen. Der beste Beweis dafür, daß Deutschland ein geschätzter Handelspartner sei und daß der deutsche Außenhandel auch im Kriege außerordentlich aktiv geblieben sei. Auf wirksamste Weise werde durch diese Leipziger FrühjahrStnesse der katastrovhale Blockadeirrtum der britischen Plutokratie ad absurdum geführt. England habe eben nicht mehr das Deutschland von 1914/18 vor sich, das sich nur zögernd und deshalb mit seinen Abwehrmaßnahmen immer hinter der Entwicklung herhinkend, gegen die brutalen britischen Blockade absichten zu wehren wußte. Diesmal seien durch eine weitblickende nationalsozialistische deutsche Staatsführung s ch o n vorbeugend alle nötigen Maßnahmen getroffen worden, um die englischen Blockadeabsichten zu durchkreuzen, und so seien die hinterhältigen wirt- schaftlichen Zwangsmaßnahmen Englands von vornherein zur Aussichtslosigkeit verurteilt. In Deutschland habe auch die Umstellung der schon seit Beginn des Vierjahresplanes in nfateften Umfange wehrhaften -Wirtschaft auf die eigentliche Kriegswirtschaft nur verhältnismäßig geringe Reibungen mit sich gebracht. So habe Deutschland, das noch Ende Dezember 1933 4 059000 Arbeitslose zählte, Ende Dezember 1939 nur . noch 128 000 freigesetzte Arbeitskräfte aufzuweisen gehabt, von denen nur 18 000 voll einsatzfähig gewesen seien. England dagegen habe noch am 31. Januar 1940 1380000 Arbeitslose gezählt. Der Reichtum eines Volkes sei eben nicht in seinen Devisen- und Goldoorräten, auch nicht ausschließlich in seinen weitoerstreuten Rohstoffgebieten zu suchen, er beruhe vielmehr im wesentlichen auf der angesetzten und nutzbar gemachten Arbeitskraft seiner Bürger. Dr. Goebbels schilderte dann, weiter, wie die deutsche Werkstoff-, Zellwoll-, Buna- und Treibstoff- Berlin, 2. März. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring ist nach einer einwöchigen Besichtigung der Westfront mit feinem militärischen Stabe wieder nach Berlin zurückgekehrt. Der Feldmarschall besichtigte zunächst die Luftwaffenoerbände hn Operationsgebiet der Nordseeküste und darauf die i m W e st e n eingesetzten schweren Fliegerkorps und Jagddivisionen auf ihren Frontflugplätzen, sowie eine Reihe von Flakbatterien in ihren Feuerstellungen. Er sprach Führung und Truppe für den bisher bewiesenen Schneid und den vortrefflichen Geist Dank und Anerckennung aus und verlieh einer Reihe von besonders bewährten Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften im Namen des Führers Eiserne Kreuze. Neben eingehenden Besprechungen mit seinen Generalen nahm der Feldmarschall auch Vorträge der örtlichen Befehlshaber des Heeres entgegen und besuchte u. a. Kampfanlagen des Westwalls. In den einzelnen durchfahrenen Bezirken ließ sich der Fssldmarschall von den Präsidenten der Reichsbahndirekttonen Bericht über die Verkehrs- und Transportlage erstatten. Das unerwartete Erscheinen des Generalfeldmarschalls an der Front loste bei den Truppen der Luftwaffe und des Heeres helle Begeisterung aus. Auch bei der Bevölkerung hatte sich feine Anwesenheit schnell herumgesprochen. Ueberall auf den Anfahrtwegen zu Flugplätze/! und Stellungen erwartete den Feldmarschall eine- dankbar freudig bewegte Menge, die bis in die späten Abendstunden geduldig auf feine Rückkehr wartete. ........(PK.) Grau in grau liegt der weite Feldflugplatz an diesem nebligen Morgen. Kaum 50 Meter weit hat man überhaupt noch eine Sicht. Gut getarnt stehen die einzelnen Flugzeuge, im Nebel sehen sie aus wie vorsintflutliche Ungeheuer. In den Baracken sitzen die Männer der Luftwaffe und erörtern den zu erwartenden Besuch. Ob es ihr Oberbefehlshaber selbst ist? — Ein kurzer Pfiff. Binnen weniger Minuten stehen sie im offenen Viereck vor ihren Flugzeugen schnurgerade aus- gerichtet. Kurz darauf taucht auch schon im Nebel Erzeugung gerade in den Kriegsmonaten einen bisher kaum für möglich gehaltenen Umfang erreicht habe und wie damit die innerdeutsche Roh - stoffbafis immer mehr verbreite r t worden sei. Für einen inneren Markt sei aber auch die zielbewuhte Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der deutschen Exportindustrie von ausschlaggebender Bedeutung. Die Pflege unseres Außenhandels, die vermehrte Rohstofferzeugung, die Steigerung unserer Produktion von Kriegsmaterialien und die Erweiterung unserer landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht werden schließlich noch burdfben intensiven wirtschaftlichen Aufbau in ben neuen Ostgebieten ergänzt. Allein durch die Teilung Oberschlesiens habe Deutschland im Jahre 1922 von 2800 Quadratkilometer der Gesamtfläche der ober- schlesischen Steinkohlenreviers '2200 Quadratkilometer verloren gehabt, die Polen hätten damals den größten Teil der deutschen Erzgruben und schwer industriellen Betriebe erhalten. Durch die Rückgliederung dieser deutschen Provinzen sei naturgemäß die Kapazität der deutschen Wirtschaft außerordentlich gestiegen. $ Aber wichtigste Voraussetzung für die Standfestigkeit der deutschen Wirtschaft wie für die Durchhaltekraft des deutschen Volkes überhaupt sei ihre von höchstem nationalem Arbeitsethos erfüllte n a - tionale Ordnung. Denn der Krieg zwischen Deutschland unfr der englischen Plutokratie sei ja auch eine waffenmäßige Auseinandersetzung zwischen dem deutschen Sozialstaat und dem englischen Kapitalismus. Deutschlands Wirtschaftsstärke fei das Ergebnis der zusammengefaßten Arbeitskraft von 80 Millionen Menschen. In ihrem Schutz und ihrer Pflege gerade auch im Kriege sähe der Nattonal- sozialismus die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der deutschen Wirtschaft. So werde, m einer großzügigen Familienunterstützung für die Familien gesorgt, deren Ernährer eingezogen fei, während in England das Ringen der Arbeiter um selbstverständliche Lebens rechte noch bis heute ohne eine Wagenkolonne auf: Generalfeldmarschall G o - ring schreitet in Begleitung einiger Fliegergenerale, unter denen man u. a. Generaloberst Milch und die Generale Sperrte, Übet und Bodenschatz erblickt, die Front der Kompanien ab. Dann spricht er zu dem fliegenden Personal und läßt sich von jedem einzelnen kurz über seinen bisherigen Einsatz berichten. Zwei verdienten Flugzeugführern wird das E. K. II verliehen. Aus all feinen Fragen hört man die Fürsorge um feine Männer, ob sie nun Unterkunft, Verpflegung ober irgendwelche Sorgen der Männer betreffen. Lauter Jubel und Heil-Rufe ertönen, als der Feldmarschall feinen Wagen besteigt, um feine Inspektionsreise fortzusetzen. In schneller Fahrt geht e$ durch Dörfer und Ortschaften. Ueberall sieht man freudige Ueberraschung und frohes Lachen auf den Gesichtem der Menschen, die schnell die Sttaßen umsäumen, auf denen die Fahrt zur Grenze geht. Marschierende Kolonnen, die Arbeiter der Baustellen und die Bewohner der Dörfer grüßen mit lauten Heil-Rufen den Feldmarschall. An einem Grenzübergang wird kurz haltgemacht. Eingehend läßt sich der Feldmarschall über die Aufgaben und die Tätigkeit berichten. Er spricht auch mit dem jungen Soldaten, der hier als Wachtposten auf der Brücke steht. Ueberall jubelnde Menschen, die uns auf unserer Fahrt begleiten. Längs der Grenze geht die Fahrt weiter' zu einem schweren Befeftigungs- werk des Westwalls. „Wenn wir so etwas damals )in Flandern gehabt hätten", sagt ein Offizier während der Besichtigung dieses gewaltigen Bunkers. Hier kann niemand durch, das ist das Gefühl, das man bei dem Besuch dieses Panzermerkes hat, das nur eines von vielen ist an der Grenze des Reiches im Westen. Am Eingang des Bunkers steht eine kleine Spendenbüchse für ein Rundfunkgerät. Sofort verspricht der Generalfeldmarschall, der Besatzung ein Rundfunkgerät zu stiften. Dann hat auch diese Fahrt ihr Ende gefunden. Ueberall war es der Eindruck der echten Verbundenheit zwischen Führung und Volk, die hier in der schwersten Zeit unseres Volkes ihre schönste Bewährung findet. Ludwig Noack. nennenswerten Erfolg geblieben fei. Im Gegensatz zu England feien in Deutschland Kriegsgewinnler, tum und Profitjägerei sowie schwindelerregende Di» videndenhascherei längst überwunden. Bei uns fei es unmöglich, daß eine Fabrik wie die Werkzeuge Maschinenfabrik Craven Brothers, Manchester, 22Vt und die Flugzeugfabrik Hawker Siddeley Aircrast Company gar 42Vz Prozent Dividende ausschüttet. In bitfcm Kriege aber werde das Volk sie- gen, das den grüßen sozialen Ausgleich und damit der Welt gegenüber die kraftvollste nationale Einheit besitze. Des Reiches Wirtschaft fei gesund, seine Währung konsolidiert, seine Volksgemeinschaft gehärtet und sein Wille unerschütterlich. — Der Steg sei ihm sicher. Man sollte im übrigen nicht nur Wert auf Hilfsmittel materieller Art legen. Die Geschichte beweise, daß Kriege am Ende immer von Männern entschieden und gewonnen worden seien. Das größte nationale Kapitel also, das ein Volk besitzen könne, sei ein Mann, der führt. Darum vor allem sei das deutsche Volk in seiner Gesamtheit des Sieges gewiß. * Die erste deutsche Kriegsmesse hat einen guten Auftakt genommen. Unter den Besuchern überwog der deutsche Einzelhandel, der namentlich in den bewirtschafteten Artikeln große Kauflust zeigte, anderseits sich aber auch über die neuen Wandlungen in Form, Material und Muster orientieren wollte. Schon am ersten Tage trat auch das neutrale Ausland in verschiedenen Branchen recht befriedigend in das Messegeschäft ein. Oie Verpflegung -es deutschen Soldaten. Berlin, 1. März, (DNB,) Am Freitag weilte der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch, in Begleitung des Chefs des Generalstabes des Heeres General der Artillerie Halder und des Chefs des Heereswaffen- amtes General der Artillerie Professor Dr. h. c. Becker, Präsident des Reichsforschungsrates, in der Derfuchsküche des Heeresverwaltung s a m t es. Mit ihm waren die Reichsminister Darre, Graf Schwerin v. Krosigk und Rust erschienen. Der Chef des Heeresver- waltungsamtes Generalmajor Osterkamp gab einen Ueberblick über die Verpflegung des deutschen Soldaten. Nach ihm berichtete der Chef des Verpflegungs- und Beschaffungswesens, General- ftabsintendant Geheimrat P i e s z c z e k, über die Versorgung des deutschen Feldheeres. Oberregierungsrat Dr. Ziegelmayer führte die neuesten Ergebnisse auf dem Gebiet der Entwicklung neuartiger Lebensrnittel und planmäßiger Nutzbarmachung der wissenschaftlichen Forschung für die Ernährung der Truppe vor. Dann wurden Kostproben vorgeführt, die überzeugend zeigten, daß die von England versuchte Hungerblockade \für die Versorgung des deutschen Heeres, auch bei längster Kriegsdauer völlig gegenstandslos ift Wunschkonzerte brachten vier Millionen Berlin, 3. März. (DNB.) Es war eine ftohe Bilanz, mit der das 34. Wunschkonzert des Deutschland senders für die Wehrmacht eröffnet wurde. In den bisherigen 33 Sendungen sind mehr als 4 000 000 Reichsmark in Geld und Sachspenden eingegangen, davon allein 624 000 RM. von Freunden im Auslande. Es sind die Wünsche von 33 000 Soldaten bzw. Soldatengemeinschaften erfüllt worden und 6657 neu geborene Soldatenkinder wurden bei diesen festlichen Sonntagsver anst altem g en gleichsam aus der Taufe gehoben. Inmitten der Besucher weilte an diesem Sonntag Kapitänleutnant Schultze am Mikrophon, um seinen Kameraden von der U-Bootwafte den alten Kampfruf: ,^>eil, Sieg und fette Beute!" zuzurufen. 200 Vertreter der ungarischen Armee wurden vom Reichsverweser empfangen, dem sie die Gefühle ihrer treuen Anhänglichkeit zum Ausdruck brachten. Der Verteidigungsminister überreichte dem Reichs- verwefer einen Ehrendegen, sowie die Goldene Dienstmedaille. Die Abordnung von türkischen Ingenieuren, die sich zum Ankauf von Lokomotiven, Waggons und anderem Eisenbahnmaterial nach London begeben hatte, hat ihre Arbeiten abgeschlossen. Die Lieferung des bestellten Eisenbahnmaterials soll am 15. April beginnen. Generalseldmarschall Göring an der Westfront. Ein Talent wird entdeckt. Don Karl Neh Blitzartig leuchtet oft ein einziger Satz in das Dunkel, das sonst vielleicht auf immer über einem Menschenschicksal schweben würde und läßt aus Tausenden den ungewöhnlich Begabten erkennen. Freilich muß auch jemand da sein, der diese Begabung erkennt. „Jetzt zählt mir die Zahlen von 1 bis 100 zusammen!" sagte eines Tages der Lehrer zu seinen Schülern. Diese setzten sich hin, seufzten und fingen Mhnend an zu addieren. Aber schon nach wenigen Ullinuten guckte der kleine Karl Gauß in die Lust. Erstaunt fragte ihn der Lehrer, ob er denn nicht zurecht komme. „Nein, ich bin schon fer- t i g", antwortete Karl. Mit diesen fünf Worten begann für. ihn der Aufstieg zu hohem Ruhm. Der Lehrer sah sich die Losung an und erkannte, daß der siebenjährige Junge durch einen geradezu genialen Trick die Ausgabe in noch nicht drei Minuten gelost hatte. Er machte die Eltern auf die einzigartige Begabung des Sohnes aufmerksam. Er erhielt eine entsprechende Ausbildung und aus dem kleinen Karl wurde später der berühmte Mathematiker und Direktor der Göttinger Sternwarte Karl Gauß. In München stürzte ein Haus ein. Unter den Trümmern zog man auch einen Glaserlehrling hervor, der durch einige kluge Bemerkungen auffiel. Nur wenige Minuten hatte sich der Industrielle Utzschneider mit ihm unterhalten. Aber sie genügten, um sein Interesse zu erwecken, das nun nicht mehr erlosch. Aus dem verunglückten Lehrling Fraunhofer aber wurde unter Utzschneiders Forderung später einer der größten Vertreter der wissenschaftlichen und technischen Optik. Der Beschäftigung des Schweinehütens verdankt der große italienische Maler Giovanni Segan - t i n i seine Entdeckung. Stets nahm er Bleistift und Papier mit auf das Feld. Da zeichnete er die ihm anvertrauten grunzenden Vierfüßler von vorne, im Profil und von hinten, samt dem lieblichen Ringelschwänzchen. Zufällig ging jemgnd smhei und sah aus ben, ungeschulten Zeichnungen, daß er hier ein ungewöhnliches Talent vor sich hatte. Von nun an ging es mit dem Knaben aufwärts. Segantini hatte nach dem Wort „Schaffe, Künstler, rede nicht!" die Frage nach seinen Fähigkeiten mit dem Bleistift beantwortet. Mit einem Schlage wurde auch Nicola Paga - ni ni, der dämonische Geiger, ein berühmter Mann. Mit sechs Jahren erhielt er den ersten Geigenunterricht von seinem Vater und machte bald so ungeahnte Fortschritte, daß er in der Kirche beim Gottesdienst spielen durfte. Eines Abends rief ihm der heimkehrende Vater zu: „Beeile dich, Schlingel, zieh deinen Samtrock an und nimm deine Geige, du sollst im Konzert des Sängers Marchesi ein Solo spielen." Als der damals neunjährige, kränklich aussehende Knabe das Podium betrat, ging eine Welle des Erstaunens durch die Zuschauer. In dem von schwarzen Locken umrahmten blassen Gesicht begannen die großen fieberhaften Augen zu funkeln. Nicola setzte den Bogen an, seine Variationen über ein Volkslied tönten durch den Raum. Je wilder und ungezügelter der Bogen sprang, desto erregter wurde die lauschende Menge. Als der Knabe geendet hatte, toste rasender Beifall durch den Saal. Der Ruhm Paganinis war begründet. Unvergleichlich der Aufstieg Mozarts. In Paris hatte der Siebenjährige den König durch sein Orgelspiel entzückt; hiei^ gab er auch seine ersten Kompositionen heraus. Zehnjährig komponierte er seine erste komische Oper „La finta simplice” und das noch heute aufgeführte Singspiel „Bastian und Bastienne". Und mit dreizehn Jahre wurde er zum Konzertmeister am Salzburgfichen Hof ernannt, lieber Liszts frühzeitige musikalische Begabung berichtet sein Vater: „In seinem sechsten Jahre horte er mich ein Konzert von Ries in cis-moll spielen. Er lehnte sich ans Klavier, war ganz Ohr. Am Abend kam er aus dem Garten zurück und sang das Thema. Wir ließen es ihn wiederholen, er wußte nicht, was er fang. Das war der Anfang seines Genies!" Am 1. Dezember 1822 war sein erstes größeres Konzert, durch das er bei Kritik Md Publikum einen beispiellosen Erfolg errang. Oberhessischer Kunsiverein. Luigi Kasimir: Radierungen. Der Oberhessische Kunstverein läßt mit seiner neuen Ausstellung in Foyer des Stadttheaters abermals eine Künstlerpersönlichkeit von scharfer Ausprägung und einer ungewöhnlichen Reife kennenlernen. War schon von der vorhergegangenen Ausstellung (Olaf Jordan „Das jugoslawische Antlitz") zu sagen, daß sich in ihr der Eindruck einer großen künstlerischen Geschlossenheit bot, so gilt das in einem noch erweiterten Sinn v-n der Sammelschau des Wiener Radierers Luigi Kasimir. Der Künstler, der (bas ist aus seinem Werk ersichtlich) bie alte und die neue Welt gesehen hat, ist zu einer Schau der Dinge um uns gelangt, die auch ben Beschauer seiner BiMr rasch fesselt und ihm das Erlebnis des Künstlers nahebringt, das ben Künstler selbst vor den Dingen erfüllt haben mag. Wenn dabei zunächst von etwas äußerlich Erscheinendem gesprochen werden soll, so von der sofort ins Auge fallenden Technik, deren sich der Künstler bedient. Es ist die Technik der Radierung, die komplizierte Technik der farbigen Redierung in einer geradezu virtuosen Handhabung! Dieser Technik liegt hier ein ausgereiftes, zeichnerisches Können zugrunde, das im Zusammenhang mit der farbigen Unter- und Hintermalung eine reiche Skala des Stimmungsausdrucks eröffnet. Die Stimmungen sind es überhaupt, auf die es Kasimir in jedem einzelnen seiner Bilder anzukommen scheint, Stimmungen, wie sie sich von Licht und Luft, von Sonne und Wolken, von Wasserspiegelung, von Nähe und Ferne her ergeben können, wie sie aus der Kenntnis und vollendeten Beherrschung der Gesetze der Perspektive und auch aus der sorgfältigen Abwägung des Nebeneinanders der Farben und Formen zu gewinnen sind. In den weitaus meisten Bildern sind dabei die Werke des Menschen, die Werke der Architektur, wie auch der Technik im landschaftlichen Rahmen, also vor Wald oder Bergen, in der Ebene, am Fluß ober an ber See, der Gegenstand der Darstellung. Die Landschaft an sich trifft man nur in wenigen Blättern an, den Menschen überhaupt nicht, sofern darunter Porttät verstanden sein wollte. So begegnet man in dieser Schau, trotz der hier angedeuteten Konzentration auf eine ganz bestimmte Aufgabe, einer Fülle der dankbarsten Bildvorwürfe. In vielen der Radierungen spiegelt sich alte Kultur und in anderen der große Zug in Zivilisation und in moderner Technik. Welchen Rahmen sich der Künstler geschaffen hat, erhellt schon aus einer beispielhaften Aufzählung einiger Bildtitel. Da steht man den Stefansdorn, Stift Melk an der Donau, Straßenbilder aus Innsbruck, den Schonen Brunnen zu Nürnberg, das Brandenburger Tor, Bilder aus Hamburg, die Marienburg, ben Dogenpalast in Beliebig, eine alte Brücke in Toledo, Notre Dame zu Paris und — Manhattans Wolkenkratzer, die durch die Eigenart der künstlerischen Schau durchaus sympathisch erscheinen. Das alles erheblich anders gesehen, als man sonst die genannten (und andere) Bauwerke zu sehen pflegt. Das alles ift meist impressionistisch, vieles grandios, manches mystisch, wieder anderes idyllisch gesehen und wiedergegeben. Die Großglockner-Sttaße, Häfen mit Schiffen, Kranen, Hellings und Docks, Lokomotiven und .Brücken usw. findet man dabei mit gleicher Liebe wiedergegeben wie etwa die Interieurs von Kirchen mit all bem Raumzauber, wie er von ben reifen Werken ber frühen oder ber späten Gotik ober oon der erregenden Fülle des Barocks auszugehen pflegt. Es wäre einem Unrecht gleichzusetzen, wollte man aus der Fülle der von einer reifen Künstlerschaft getragenen und bestimmten Bilder auf das eine oder andere besonders Hinweisen; sie sind fast durchweg von gleicher großer Eindrucksgewält und wohl in manchem der Besucher der Ausstellung mag ber Wunsch lebendig werden, einer gleichen festlichen und innigen Schau fähig zu fein. Die Ausstellung, die mir für den Zeitraum von 14 Tagen zur Verfügung steht, verdient alle Beachtung und müßte für viele einen Anlaß bilden, dem Oberhessischen Kunstverein dafür dankbar zu sein, daß er auch in der Gegenwart feine kulturelle Aufgabe mit allem bisher gepflegten Ernst erfüllt. H.L.Neunefe der und „Eintrw gegenüber: ing, Botz; Schoncke, Heeg, •, Weniger, Schlich, Borschel. 1900: Flick; Reuli, nf» <4n Mf in Orbnuna ist oder nicht, gab Rat» ein Film von einem Schikurs tm WMierrai, ge^mi fKriegsopferversor- gung setzten sich dafür ein. Heber das Ergebnis werden wir zu gegebener Zeit berichten. Vornotizen. Tageskalender für Plonlag. Populärwissenschaftliche Vorträge der Universität: 20.15 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Professor Ullrich über „Kulturgeschichte der Mathematik". — Städtische Frauenarbeitsschule, Steinstraße 10, Ausstellung von 14.30 bis 18 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weltrekord im Seitensprung"; 20 Uhr NSG. ,Kraft durch Freude": Groß-Darietö. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Feldzug in Polen". — Ausstellung des Oberhessischen Kunstvereins im Stadttheater 17 bis 18 Uhr. ns-wiiw M statt öuttö We Achtung! Rb Spott. Sportamt Wetterau, Schanzenstraße 18. Für Frauen: 995V Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerstraße. Für Wanner und Frauen: Hallensport (insbesondere Hallenspiele) jetzt Mittwochs, 20 bis 21 Uhr, Goetheschule. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr. SinderSportkurslstan einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt. Der Glücksmann meldet... Ein 1000'RM.-Gewinn gezogen! Arn Samstagabend wurde in einer Gaststätte der Frankfurter Straße in der Kriegswinterhilfslottene der Gewinn von 1000 RM. gezogen. Die glückliche Gewinnerin ist die Köchin eines Bautrupps. Die Auszahlung erfolgte am Sonntagmorgen in der Geschäftsstelle Gießen der Kriegswinterhilfelotterie an den Ehemann der Gewinnerin. Es ist dies für Gießen in der diesjährigen Lotterie neben bereits gezogenen 4 Gewinnen zu 500 RM. der erste 1000- RM.-Gewinn. Wieder Rauchverbot im Walde. Ab 1.März ift, woran erinnert sei, das Feuermachen und Rauchen in den Wäldern ver- Sie merkte, wieviel leichter er den Tod Ludwigs nahm. Ihr war so viel Unbeschwertheit nicht gegeben. Aber sie begriff, daß es gut war, sehr gut für sie, daß Gerhart so und nicht anders war. Sie würde nicht dazu kommen, ewig um Ludwig zu trauern. Das Leben ging weiter, Gerhart hatte das sehr klar erfaßt. Es ist gut, dachte sie, ich liebe ihn. Als er ihren Blick auffing, lächelte sie zum ersten- mal seit langem. * Um dieselbe Zeit fand am Alexanderplatz eine Besprechung statt, deren Anlaß ebenfalls eine Abreift war. Herr von Karmin und Kybander standen sich wie schon so oft im Zimmer 213 gegenüber. • Der Kriminalrat sog an seiner Zigarre. „Ich habe den Perser zusammengestaucht. Die Perlenkette, die richtige, versteht sich, ist wieder hier. Die imitierte liegt bei Carlotti im Laden. Von einer Inhaftnahme habe ich abgesehen. Das ist wohl auch in Ihrem Sinne." . , £ c Kybander nickte. Der Krimmalrat fuhrt fort: „Anschließend habe ich Julia Carlotti als die Erbin angerufen und ihr den Fall dargelegt. Sie hat sofort auf die Perlenkette verzichtet. Ali Aftab wird sie also wiederbekommen. . Dann gibt es aber noch etwas: Fräulein Jwanka Gospik war hier und bat korrekt um die Erlaubnis, Berlin verlassen zu dürfen. Ihr Paß war m Ordnung. Ihre Wohnung hat sie wie sie stand und lag verkauft. Sie will mit dem Direktor Boury, mit dem sie sich verlobt hat, auf eine Auslandstournee gehen. Auch dagegen ist nichts zu sagen." Herr von Karmin tat plötzlich seine Zigarre weg, bekam die rechte Hand frei und legte sie seinem Kommissar auf die Schulter. „Kybander , sagte er, „wo stehen wir? Haben sie sich verrannt. Er wandte sich ab und sah zum Fenster hinaus. „Es eilt, alter Freund. Ihre Ideen in Ehren, aber wir müssen jetzt bald Resultate haben. Wollen Sie sich nicht um Frau Henriette Carlotti kümmern, die uns schon den Verdachtsbeweis der Handschuhe mit oem Blutfleck lieferte?" Auf dem Tische lag der Revolver mit der Perl- muttereinlage am Griff. Das Kästchen nut der Buddhafigur stand da und die Perlenkette lag daneben« die unechte zwar« aber das war m diesem ' ÜDAS OPFER DER HEIMAT* Landesfachgruppe, berichtete über die Erträge des vergangenen Jahres, das eine Rekordernte gebracht habe, und forderte abschließend die Kameraden baui auf, die Stände derjenigen Imker, die im Felde stehen, vorbildlich in Ordnuna zu halten. Im roet- teren Verlauf der Versammlung sand eine Aussprache statt, in deren Verlauf noch manche aktuelle Frage besprochen wurde. Schiklub Gießen. lich zum rechtzeitigen Futterbezug für den kommenden Winter. Eingehend widmete sich der Fachgruppenvorsitzende den verschiedenen Krankheitserscheinungen der Bienen'und wies auf die Erkennungsmerkmale und die Bekämpfungsmöglichkeiten der verschiedenen Krankheiten hin. Die Imker wurden ferner ermahnt, ihre Stände warm zu halten,, damit die Völker gut über die kritische Zeit möglicher Kälteeinbrüche hinweggebracht werden, er empfahl die rechtzeitige Anlage einer Tränke, empfahl die Rapswanderung mit den Völkern, wies aber auch auf die hierbei auftretenden Gefahren hin. Die Ausführungen wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Der Vorsitzer der Landesgruppe, S e y d e l, totes auf die großen Verpflichtungen der Imker im Dienst der Allgemeinheit lym, gab einen interessanten zahlenmäßigen Ueberbkick über die Völkerzahl in der KRIEGSWINTERHILFSWERK des zuckte für den Bruchteil einer Sekunde aus dem Kopf des Buddhas und fuhr sofort wieder zurück. * Er schloß den Buddhakasten, nahm ihn unter den Arm, steckte den Eisenhandschuh ein und verließ den Laden. Er nahm eine Taxe und fuhr zum Polizeipräsidium. „Herr von Karmin", sagte er, „hier bringe ich Ihnen den Mörder Ludwig Carlottts." Er baute den Kasten auf. Herr von Karmm ah ihm zu. _ Neunmal verbeugte sich der Buddha vergebens; dann choß die Nadel wieder einmal heraus. „Wahrhaftig", sagte der Kriminalrat erschüttert, „Kybander, Mann, wenn der Stich Sie nun auch getroffen hätte!" Kybander hob wie weiland Gotz von Berltchm- qen die gepanzerte Hand. „Ich war gewappnet, Herr Kriminalrat." Er strahlte. Herr von Karmin mußte sachlich vorgehen. Er rief das Labor an. Dr. Schulz kam. Ihm wurde genaueft der nickende Buddha vorgeführt. Als er im Bilde war, nahm er ihn mit. „Ich rufe sofort an." Herr von Mrmin rauchte seine dicke schwarze Zigarre. Sie mischte sich mit dem Rauch etlicher Zigaretten, die Kybander verbrauchte. „Eine peinigende Viertelstunde, obgleich man ja gar feine Zweifel mehr l)at und nur die Gewißheit festgestellt werden muß", sagte der Kriminalrat. Kyban- der nickte nervös. Es dauerte ihm zu lange. „Sehr sonderbar", fuhr von Karmin nachdenklich fort, „jahrzehntelang schlummerte dieses Geheimnis des nickenden Buddha, bis es dem Herrn Zibilla em» fiel, die Figur zu putzen und zu ölen. Dabei muß der Mechanismus der Giftnadel gelost worden fein. Er arbeitet noch immer nicht richtig, nur manchmal, wie wir sahen, aber Ludwig Earlotti hatte das Unglück, die Stelle zu berühren, als der Mechanismus gerade einmal funktionierte. Wer hat sich dies teuflische Ding wohl ausgedacht und wozu? Wir werden das nie wissen." Kybander nickte. Er hielt es nicht mehr aus und sprang auf. „Wo bleibt denn —" ■ Aber da rief Dr. Schulz an. „Also, meine Herren", sagte er und es klang sehr entfernt, denn er sprach direkt aus dem chemischen Labor, „es bandelt sich einwandfrei um dasselbe Gift, an dem Ludwig Carlotti starb. Damit dürfte der Beweis erbracht sein, daß der„nickende Buddha den Anti- quitätenljänbler tötete." . „Dürfte?", sagte Herr von Karmin, „ist erbracht, Doktor. Mehr Beweise verlangt fern Staats- anmalt." Dann hängte er ab. Er drehte sich um und stand auf. Mit beiden ausgestreckten Händen ging er auf seinen Kommissar zu. Kybander, sagte er, „das war ja wohl Ihr Meisterstück. Kybander lächelte verlegen, als habe ihn jemand auf einen Fettfleck in der Jacke aufmerksam gemacht. — Ende. — beiholen und konnte nicht mehr. Aber der Revolver lag da. Er hatte ihn, eine Begegnung mit einem rabiaten Kunden erwartend, vorsichtshalber herausgelegt. Den Revolver nahm er und feuerte ihn ab. Der Knall, hoffte er, werde gehört wer- den und man werde kommen und ihm Hilfe bringen. Leider täuschte er sich. Der Schuß wurde nicht nur nicht gehört und verhallte, Ihr Sohn hatte auch noch das Mißgeschick, als er gegen die Decke choß, einen Eisenträger zu treffen. Die Kugel prallte zurück und traf ihn in den Hals. Er starb kurz darauf." „Entsetzlich!" rief Frau Henriette; sie schlug beide Hände vor das Gesicht. Ich weiß, daß Sie bas, was Sie taten, für Jh're Pflicht hielten. Aber es war falsch. Ihre Pflicht wäre es gewesen, mir zu helfen; auch dann, wenn es ein Selbstmord gewesen wäre, Frau Carlotti." ...... Kybander stand auf. „Wollen Sie mir die Hand geben? Ich habe Ihnen einen Verdacht abzubttten „Ich weiß es", sagte sie, „Sie glaubten, ich hatte ihn erschossen." , ,, _. , „Nein", antwortete er, „ich glaubte, Sie hatten ihn vergiftet." * Als Kybander wieder allein war, öffnete er den Buddhakasten. Dann fiel ihm etwas ein. Er stand auf und sah sich im Laden um. Der eiserne Japanritter trug Handschuhe aus dünngeflochtenem Netz- draht. Er zog ihm den rechten Handschuh ab. Der Handschuh pafjte ihm bei weitem nicht, aber es genügte, daß er die Finger bewegen konnte. Mit der rechten Hand in Eisen näherte er sich dem Buddha wieder. Er rührte den Buddha an, er traf gut Die Stelle, die den Mechanismus auslöste. Der Buddha ging nach vorn, verbeugte sich grinsend und gab fein Versteck frei. Nichts sonst geschah. . Zurück den Buddha. Den Kasten zu. Noch einmal von vorn. Kasten offnen, Buddha nicken lassen ... nichts. Aber das wußtest du doch, Kybander Warum zogst du die Eisenhandschuhe an. Der Perser Ali Aftab griff mit der bloßen Hand zu und tl)m ge- schah nichts. Was glaubst du, wie lange Zibilla da an der Figur herumgespielt hat. Und Ludwig Carlotti, bevor er ihr Geheimnis herausfand! Und wenn man nun nichts von dem Trick weih, wenn man vollkommen ahnungslos irgendwo zufaßt? Er tastet die Figur ab. Keine Stelle gab es, die er nicht berührte. Aber er fand nichts Auf- fä Em plötzlicher Wutanfall packte ihn. Er schlug mit der Eisenfaust auf den Tisch, dabei traf er die untere Leiste des Buddhakastens. Er hatte hart zugehauen. Der Kasten kippte um, mit ihm der Buddha. „ ... ... ... Da geschah es. Kybander prallte förmlich zuruck, i Etwas Spitzes, Winziges, aber nicht zu Uebersehen- Der Schiklub Gießen vereinigte am Samstag viele seiner Mitglieder zu einer kameradschaftlichen 23er- anftaltung im „Burghof". Vereinsführer D o rf ner hieß Ehrenmitglieder und Mitglieder herzlich willkommen, sprach von der schönen Verbundenheit der Mitglieder untereinander und wandte sich im Verlaufe des Abends dem Thema „Grundstückserwerb ' igung des Vereins in das Vereins- Er wies auf die vor einiger Zeit unter- Mes Leben in Gießk Appell der Artilleristen. Der März-Appell der Gießener Arttlleristen vereinte am Samstag im ,Höfischen Hof" eine große Anzahl Mitglieder der Kameradschaft. Zu Ehren des verstorbenen Kameraden Gastwirt Fritz Schreiner erhoben sich die Versammelten von den Plätzen. Kameradschaftsführer Müller sprach über die Bedeutung dieser ernsten Zeit, in der es gelte, alle Kräfte zu- sammenzufassen. In diesem Zusammenhang gedachte er der Kameraden, die wieder an der Front stehen, und auch der Sohne der Kameraden im Waffenrock und entbot ihnen den Gruß der Heimat. Die alten Soldaten sind aufgerufen, durch ihre Beteiligung den Heldengedenktag würdig zu begehen. Weiterhin werden die alten Sold-aten am 16. und 17. März die letzte Reichsstraßensammlung des Wipters 1939/40 durch führen. Dabei werden sich selbstverständlich auch die ehemaligen Arttlleristen beteiligen. Der Kameradschaftsführer gab die entsprechenden Kreisbesehle bekannt. Für das nächste öffentliche Auftreten wurde auf die Vervollständigung des Dienstanzuges aufmerksam gemacht. Zum einstweiligen Schriftführer wurde Kamerad Fa- b e r bestimmt. Der Sozi alw art Kamerad Volk- mann soll für das Kinder erholungswerk geeignete Vorschläge einreichen. Zahlreiche FelLpostgruße waren eingegangen. Zum Schluß las Kameradschaftsführer Müller einen interessanten Aufsatz über Seekriegführung und Prisenordnung vor. Ein kameradschaftliches Zusammensein beschloß den Appell. Fachgruppe der Imker. Die Bezirksfachgruppe Gießen der Imker hatte ihre Mitglieder für den gestrigen Sonntag au einer Arbeitstagung in das Hotel Hopseld eingeladen. An der Versammlung nahm auch der Vorsitzer der Landesfachgruppe Imker Hessen-Nassau, Seydel (Eltville), teil. Der Fachgruppenvorsitzende Bo- denbender (Gießen) gab in umfassender Darstellung einen Ue-berblick über die gegenwärtige Lage der Imkerei in unserer engeren Heimat. Er erörterte die Wachs- und die Homggewinnung in der Vergangenheit und in der Zukunft, wies auf die Notwendigkeit einet steigenden Wachsgewinnung hm, forderte dazu auf, die Volker bauen zu lassen, und wies auf die natürlichen Bestrebungen der Bienenvölker im Wabenbau hin. Er konnte ferner mit» teilen, daß das Jahr bereits wer schöne Flugtage gebracht habe, daß, soweit sich das jetzt schon übersehen lasse, die Bienenvölker mit wenigen Ausnahmen ausgezeichnet durch den Winter kamen. Er erläuterte im Zusammenhang damit die Ursachen, die maßgebend sein können, wenn im vergangenen Winter ein Volk verhungerte, erfror ober erstickte und gab wertvolle Ratschläge zur Vermeidung solcher Einbußen. Im weiteren Verlaus seiner Darlegunaen wandte sich der Redner dem Thema der Frühjahrsmachschau zu, forderte zur Prüfung auf „Weiselrichttgkeit" auf, erläuterte die verschiedenen Anzeichen, aus benen zu erkennen ist. Aus der Siadl Gießen. 1OOOOO SlaSabzeichen verkauft. Die Straßensammlung des vergangenen Wochenendes hatte diesmal schon zeitig begonnen. Schon am Freitagvormittag wurden die Volksgenossen mit freundlichen Worten angehalten und um eine Spende für das Kriegsrointerhilfswerk gebeten. Neugierig sah auch jedermann gleich in die Pappe- kästchen, die die Sammlerinnen und Sammler in den Händen hielten. Die Glasabzeichen aus der Gablonzer Glas- und Schmuckwarenindustrie forderten aber auch alle Aufmerksamkeit heraus, denn sie zeichneten sich durch eine sehr saubere Verarbeitung aus. In den 12 Abzeichen dieser jüngsten Serie in der Reihe der Abzeichen des Winterhilfsweries wurde man mit der Fauna des Dorfteiches bekannt gemacht und damtt auch gleichzeittg an den Frühling erinnert, der sich nun einzustellen im Begriff ist. Selbstverständlich brachten auch die Kinder den schmucken Abzeichen wieder ihre brennende Aus- merksamkeit entgegen und wählten sich angelegentlich das Tier, das chnen am besten gefiel Dem einen Kinde war es das Marientäferchen, dem anderen hatte es der Fisch ober die Eidechse angetan, andere wieder waren fiir die geflügelten und gehörnten Insekten und so kam jedes Kind zu seinem Recht. Tiber auch die Erwachsenen wählten kritisch und gewidmet war, konnteDauch die Urkunden für die Sieger bei den jüngsten Kreiswettkämpfen ausgegeben werden. G.A-Gport. ÄfÄ.-n. gewinnt das Lasketbalttnrnier Wer am Samstagabend sich die Zeit nahm, die Basketballspiele in der VfB.-Halle anzusehen, konnte feststellen, daß trotz langer Spielpause die ßeiftunaen noch auf beachtlicher Höhe standen. Den Schieos-' richtern Mohr und Krau sch I. stellten sich vier Männer- und zwei Frauenmannschaften. Die Männer mußten für ihre eingezogenen Kameraden viele junge und jüngste Spieler einstellen, und nur die Grün-Weißen waren in der glücklichen Lage, ihre Stammannschaft zu stellen. Trotzdem: die Jungen fügten sich ausgezeichnet in den Rahmen, wenn ihnen auch Härte und Ausdauer nicht zu eigen sein konnte, wie einer volljährigen und trainierten Mannschaft. Wie es zu erwarten war, stellten die DfB.-R.er den Sieger des Turniers. Im ersten Spiel standen sich der Tv. Heuchelheim und der Mtv. gegenüber. Lange wogte der Kampf hin und her, bis die Mtver sich einen kleinen Vorsprung erkämpfen konnten und 11:6 siegten. Das zweite Spiel brachte ein hartes Ringen zwischen 1900 und VfB.-R. Die jungen 1900er legten mächtig los und gingen bald durch Schuldt, Dinges und Kraft auf 5:0 davon. Erst die zweite Halbzeit sah die VfB.er mehr im Angriff und es gelang ihnen, just im letzten Moment auszugleichen. Im Frauenspiel gingen die Mädels des VfB. mächtig los und führten lange. Die Leistungen waren auf beiden Seiten recht ansprechend. 8:6 für Mtv. lautete das Ergebnis. Wohl den fpannenbften Kampf des Abends lieferten sich 1900 und Mtv. Immer wieder wechselte die Führung. Starker Einsatz auf beiden Seiten forderte das Letzte. 12:10 lagen die 1900er in Führung, als durch Jsheim der Ausgleich gelang. Noch eine Minute Spielzeit, als durch den gleichen Spieler zur Freude der Mtver der Sieg sichergestellt wurde! Der Tv. Heuchelheim hatte dem nun in Fahrt kommenden VfB. nichts gleichwertiges entgegenzusetzen und verlor klar 26:3. Etwas besser spielten die Heuchelheimer daraus gegen 1900. Aber auch hier mußten sie sich mit 20:8 dem erfahreneren Gegner beugen. Im letzten Spiel fiel die Entscheidung eindeutig zugunsten des VfB., da die Jugendlichen des Mtv. nach dem harten Ringen gegen 1900 einen ziemlich erschöpften Eindruck machten. 18:6 lautete das Endergebnis. VerdienterIugendsiegderBlauweihen. 1900 1. 3gb. - BfB.-R. 1. 3gb. 9:1 (5:1). Am gestrigen Sonntag trat die Jugend auf dem Sportplatz der Spielvereinigun'a 1900 zu einem Lockalkampf an. Folgende Mannschaften standen sich Ann brr wollte Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin Professor Luigi Kasimir, Wien Hausen, Watzenborn-Steinberg, Albach, 4. März 1940. Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. März, nachm, 3% Uhr statt iiiiiiiHiiiiiiiHiiimiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiii 1106D 1100V im 50. Lebensjahre. gesucht. 0770 gesucht. 0773 Werbungen: KB 2 1102D 1062A Haus. 0769 1104V STADTTHEATER GIESSEN Für sofort 1109D gesangsbegabte Herren 1098D 1107V Morgen Dienstag: Erstaufführung! Nachdruck verboten Ohne Gewähr 29. Februar 1940 2. Ziehungstag 3. Ziehungstag 1. März 1940 In der Vormittagsziehung wurden gezogen 316764 30392 347748 377499 4. Ziehungstag 2. März 1940 Spielleitung: Jürgen von Alten In der Vormitlagsziehung wurden gezogen 30 Gewinne au 2000 NM. 64777 Ein Film, — Jugendliche haben Zutritt! — 1094A der 1 PALAST Giessen Felözrig 3 Gewinne 3 Gewinne 3 Gewinne 6 Gewinn? 6 Gewinne Der dornenvolle Weg einer Frau und Mutter, die aus Liebe zu den größten Opfern bereit ist. 160701 163059 238907 240520 300932 339576 386268 398966 184081 195076 250674 270900 349882 350140 197071 210897 212021 276109 276797 284033 367155 367450 375227 „Mit Mann and Roß und Wagen hat sie der Herr geschlagen. 149092 217112 286130 384541 143184 41627 25986 88921 193373 12695 283015 17943 216136 134294 40665 144234 206237 63348 320639 26092 225067 162933 114550 67925 384229 261588 117549 368898 58090 124263 256403 366900 123631 379388 62568 128016 258049 llllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Dauer der Ausstellung vom 3. bis 17. März 1940 260661 228835 117551 138769 Olga Tschechowa Albrecht Schoenhals zu 50000 NM. zu 40000 RM. zu 20000 RM. zu 10000 RM. 132867 48960 191214 104250 304326 Dieses gewaltige Filmwerk zeigt uns die Kampfhandlungen in Schlesien, Pommern, Ostpreußen und Polen. Am Sonntag. 3. März, nachmittags 5 Uhr. entschlief nach langem schweren Leiden meine liebq Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Gestern abend entschlief sanft nach schwerem Leiden mein guter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel Fronhausen a d.I^ahn, Klein-Linden, Gießen, den 3. März 1940. 1. März 1940 gezogen Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 0.30 RM., für Soldaten, Studenten und Schüler 0.10 RM. der jeden in Atem hält! Beiprogramm u.neuesteTon-Woche Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf! 1035V Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 5. März, nachmittags 2 Uhr, in Fronhausen statt 3 Gewinne zu 30000 RM. 3 Gewinne zu 10000 RM. 3 Gewinne zu 5000 RM. 9 Gewinne zu 4000 RM. Familien- Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße 7 Geburtsanzeigen Friedrich Kayssler / Otto Graf Marina v. Ditmar Stvangsvevstelsevuns Dienstag, F d.M., nachm. 2 Uhr, sollen imVerkaufslokalHartrnetz, Neuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe i. ob. Lokal) zwangsweise geg. sofortige Bar- Zahlung versteigert werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel allev Art, Kassenschränke, Füllfederhalter, Warenschränke, Klaviere, Bücher, Schreib- und Näbmasch., 1 Jnstrumentenschrank,! Grammophon, 1 Negistierkasse, Additionsmaschinen, 1 Rechenmaschine. Bestimmt wird versteigert: Eins Adressiermaschine mit Schrank und Adrehvlättchen, Registratur- und Schreibwaren. 1114d Scharmann, Gerichtsvollzieher in Gießen, Wiesenstrahe 2, Tel. 3108. Gewinnauszug 5. Klaffe 2. Deutsche Neichslotterie Besuchszeiten: Sonntags von 11-13 Uhr Werktags von 17-18Uhr Meldungen erbeten an die Intendanz des Stadttheaters Gießen, Ruf 4189 Punkte ist Edgar BORRMANN 5: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u.4156 12 Gewinne zu 5000 RM. 15 Gewinne zu 4000 RM. 248167 15 Gewinne zu 3000 RM. 197888 Für die trauernden Hinterbliebenen: Anna EL Volk 93 Gewinne zu 1000 RM 2415 8300 10466 21119 26248 46618 74667 77958 88010 92334 124281 139160 201990 209969 217286 225221 229913 232744 240990 243079 259561 276281 298746 331756 350038 371573 377580 385944 393991 398395 398794 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meiner innigstgeliebten Frau, unserer herzensguten Mutter, Tochter und Schwester, für die glaubensstärkenden Worte der Herren Pfarrer Germer, Prediger Meng, und dem Gemischten Chor für die trostreichen Lieder, sowie allen, die ihr das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Engel, Posthalter. Großen-Linden, den 4. März 1940. 225476 84720 122099 95721 336175 6213 338206 2 Zimmer mit Küche evtl. Bad z. 1. April gesucht. Schriftl. Angebote unter 0774 an d. Gietz. Anzeig, erbeten. 157642 187250 192201 215265 247192 251154 299760 317900 329292 350626 353311 380468 3. Ziehungstag In der Nachmitlagsziehung wurden i Oberhessischer Kunstverein Foyer des Stadttheaters H-Molig. von ruhig. Ehepaar aus Thüringen alsbald Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 4, 6, 8,30, Sonntags 2, 4, 6, 8,30 Uhr Baum-und Strauchpflege- WERKZEUGE Zur Verstärkung unseres Chores in der Oper Der Freischütz suchen wir einige Bekanntmachung. Lebensmittelzuteilungen bei Familienfeiern. — keine Bewilligungen bei anderen Feierlichkeiten. Wie bereits vom Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitgeteilt wurde, können von den Ernährungsämtern auf besonderen Antrag zu Familienfeiern anläßlich von Trauungen, silbernen und goldenen Hochzeiten (auch zu diamantenen und eisernen Hochzeiten) für höchstens 12 Personen Sonderzuteilungen an Fleisch und Fett in begrenzter Menge gewährt werden. — Auf Grund zahlreicher Anfragen wird aber darauf hingewiesen, daß Sonderzuweisungen von Lebensmitteln bei anderen Feierlichkeiten nicht bewilligt werden können. 102 Gewinne zu 1000 RM. 6570 13437 16741 46786 49427 58456 69930 78784 93077 94091 97738 102075 118739 125793 141752 161981 177449 192557 211624 225000 238510 291069 291769 316310 321674 336577 354150 354822 359020 360978 365477 .367452 393839 393889 Frau Lina Happel geb. Wehrum im vollendeten 80. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Happel I., Altbürgermeister, und Kinder. August Volk Rangierführer MM Zuverlässige IMIrao für regelmäßig Sonntag, 3. März, verschied nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter treusorgender Vater, mein lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Gustav Adolf Finkensieper Geschirrhändler im 52. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Frau Finkensieper und Kinder. Beuern, den 4. März 1940. Die Beerdigung findet Mittxvoch, 6. März, nachmittags 3 Uhr statt. ____________________________1108V . ... . zu 5000 RM. 9 Gewinne zu 4000 RM. 12 Gewinne zu 3000 RM. 36 Gewinne zu 2000 RM. 130914 140422 197644 267861 Im Beiprogramm: Die Erde rnlt / Eine Division greift an NEUESTE UFA-TON-WOCHE 78 Gewinne zu 1000 RM...... ..... 64693 68884 84529 105621 120147 123122 Farbige Radierungen von 30 Gewinne au 2000 RM. 10482 64777 165081 172521 196649 336776 344378 388698 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 RM. 306869 9 Gewinne zu 5000 RM. 15986 366548 397251 6 Gewinne zu 4000 RM. 67212 167184 12 Gewinne zu 3000 RM. 315340 355414 372652 395126 42 Gewinne zu 2000 RM. 30480 34173 83881 90167 95164 139622 163758 173262 237159 299663 302270 316996 339441 374385 123 Gewinne zu 1000 RM. 20663 23562 34211 36265 43614 46490 54332 61770 70009 79361 115654 125380 128640 144767 Stoffspeziamaus Bsrnard&Sohn Gießen - Plockstraße 14-16 Löberstr. 11 vt. Zuverlässiges tüchtiges Mädchen für Küche und Haus sofort oder später gesucht. 3 erwachs. Personen i.Einfam.- Näher. Angebote erbitte nach Kevlerstr. 7 III. Otto Hofmann. [Stellenangebote, Keine Ursprungszeugnisse, ivndern nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsichre iben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Zuverlässiger ehrlicher Kraftwagenfahrer gesucht,evtl.auch mng. Mann, der es werden will. Angebote an Dr. Philippi Ijaubach. Tüchtiges mm für Küche und Haus in 2-Per- sonen -Haushalt sucht moD Ernst Balser, Mäusburg 11. V Jährte / !~OsIi^keit Achter / ' rven6' '2Oblai e„ p ,u'ver-od.Z< RM-. % Auf jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus di« Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, 11 und III Zum 1. 4. oder 1. 5. ü-7- Zlmiier- Wohnung mit Bad und möglich. Heizung z.mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 0772 a. d. G.A. Arthur Pfeiffer, Wetzlar Feinmechanische Werke. Suche für Ostern je 1 Lehrling für Vüro und Werkstatt 1 Hilfsarbeiter Selnrich wagener, NMMzeuge Frankfurter Strahe 45. Tel. 4120. Verkäuferin für Laden undGchreibmaschinenhilfe f. Grosthandelsabteilung gesucht. Es komm. evtl, auch Anfängerinnen in Frage. Vermittlung über das Arbeitsamt. noiD Z.WeinertKG.,Aeuenwegy | Verkäufe | W.Metallbettm Matr.f.30M. z. verk.Zuerfr.i.d. Geschäftsst.G.A. [Verschiedenes | Volkstümliche Naturwissenschaft in retchbebilderten, eichtverständl. Werben und in verschiedenen Preislagen dielen unsere Verlagserzeug nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen er- yöhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probehefte । er Zeitschrift „ünsöetliotur" (Der Naturforscher) Hugo Bei mühlerVerlag Berlin-Llchterlelde £atfs 1112D Spangenschuh Gr 28., verloren gegangen. 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