190. Jahrgang M.1V2 a Erscheint täglich, anher y V M Gietzener Anzeiger infolge höherer Gewalt PoMcheÄ'l68^ vrühlfcheUniverfitattdruckerei». Lange General-Anzeiger für Oberhessen ^rr r r:?! ' 8reitag,3.Mai 1940 Annahme von Anzeigen für dre Mittagsnummer bis8'/?Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm^Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse MengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Andalsnes in deutscher Hand. Lieber dem Landestuhpunki der britischen Truppen weht die deutsche Reichsknegsslagge. Berlin, 2. 2Uai. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In rastloser Verfolgung der in wilder Flucht zurückgehenden Engländer haben die deutschen Truppen Andalsnes erreicht und um 15 Uhr dort die deutsche Reichskriegsflagge gehißt. Stündig steigende Gefangenen-und Veutezahlen. Der Wehrmachtsbericht vom Donnerstag. Berlin, 2. Wal. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Operationen in Borwegen zwischen Oslo und Drontheim find in Verfolgungskämpfe übergegangen. Die Briten räumen überstürzt und in Auflösung das Gebiet um Andalsnes. Unübersehbare englische Vorräte sind bei Dombas in die Hände unserer Truppen gefallen, die mit ihren Anfängen schon 40 Kilometer südostwärts Andalsnes stehen. Dort wurden 300 noch Widerstand leistende Borweger, die den Rückzug der Briten decken sollten, gefangengenommen. Unter dem Eindruck dieser Ereignisse hat der norwegische Befehlshaber des Gebietes Wären und R o m s d a l die Kapitulation angeboten und seinen Truppen Befehl zur Einstellung des aussichtslosen Widerstandes gegeben. Die unzerstürte Bahnlinie zwischen Dombas und Ulsberg (südlich Drontheims) ist in ihrer ganzen Ausdehnung in unserer Hand. Die von Bergen nach Osten und aus dem Raum nördlich Oslo nach Westen vorstohenden deutschen Truppen haben sich an der Bahnlinie Bergen — Oslo die Hand gereicht. Die Gefangenen- und Beutezahlen erhöhen sich ständig. Bei B a r v l k und Drontheim keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe setzte ihre planmäßigen S t ö - rungs-undVernichtungsangriffe gegen die feindlichen Landungsräume erfolgreich fort. Auch bei Barvik wurden feindliche Batterien bekämpft. Den feindlichen Seestreltkräflen wurden weitere Verluste zugefügt. Lin Kreuzer erhielt einen T r e f f e r auf das Heck, der einen Brand und Detonationen zur Folge hatte. Lin britisches Handelsschiff wurde versenkt, sechs weitere wurden schwer beschädigt. Sechs britische Flugzeuge wurden abgeschossen. An der Westfront keine besonderen Ereignisse. Große Beute bei Lillehammer und Lomen. Der Wehrmachtsbericht vom Mittwoch. Berlin, 1. Wai. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n Borwegen geht der deutsche Vormarsch weiter. Bei Dombas wurde gestern noch gekämpft. Die Waffenstreckung norwegischer Truppen nordwestlich Lillehamme Mh°! sich als umfangreicher erwiesen, als gestern Ktveldet wurde. Ls handelt sich um die Re sie der zweit.en norwegischen Division, djL mit 200 * Offizieren und 3500 Wann verschiedener ReginDtter sowie 40 Briten gefangen genommen wurden. An Beute sind 7 Geschütze, 125 WWhinengewehre und 250 betriebsfähige ftraffroagen eingebracht worvey. Weitere 1200 Wann ergaben sich im Gebirge bei Lomen zwischen Fagernes ifcfr dsm Sogne-Fjord. Die Luftwaffe griff britische SLkstreitkräfte v o r B a m s o s mit Erfolg an. Ein F l a k k ry - zer wurde durch zwei Volltreffer mittleren Kalt* bers versenkt, ein schwerer Kreuzer durch Volltreffer gleichen Kalibers auf das Achter- fchisf schwer beschädigt. Ferner sanken nach Treffern ein Zerstörer und fünf britische Transportschiffe, fünf andere erlitten schwere bzw. schwerste Beschädigungen. Bei einem britischen Luftangriff auf Stavanger wurden a ch t feindliche Flugzeuge durch Jäger und Flak, bei einem Angriff auf den Flugplatz Fornebu bei Oslo in der Bacht zum 30. 4. ein britisches Flugzeug durch Flakartillerie a b g e - schossen. Bei einem erneuten Angriff der Briten auf diesen Flugplatz in der Bacht zum 1. Wai wurde geringer Sachschaden angerichtet. An der W e st f r o n t keine besonderen Ereignisse. Ein französisches Flugzeug vom Wüster Potez wurde im Luftkampf ab geschossen. Deutsche Oslo-Truppen erreichten den Sogne-Fjord. Berlin, 2. Mai. (DNB.) Die von Oslo in n o r d w e st licher Richtung angesetzten deutschen Streitkräfte haben erheblich Raum gewonnen und den Sogne-Fjord erreicht. Im Val- dres-Gebiet betragen die Gefangenen- und Beutezahlen der 4. norwegischen Division, die sich, wie gemeldet, dort ergab, 300 Offiziere, 3200 Mann, 290 Pferde, 3 Gebirgsgeschütze und 85 Maschinengewehre. Die bei Bergen kämpfenden deutschen Truppen hatten besondere Schwierigkeiten zu überwinden, als sie sich nach der Einnahme von Boß dem Mirdal-Tunnel näherten. Da eine Umgehung des Tunnels nicht möglich war, griffen unsere Truppen den stark verteidigten Tunnel an. Sie haben den über 5000 Meter langen Tunnel in erbittertem Kampf durch st oßen und nunmehr den Ostausgang erreicht. Der Tunnel ist unversehrt. Zahlreiches Material fiel in ihre Hand. Aus dem Raum von Bergen nach Ost e n vorstoßende deutsche Truppen haben das Großkraftwerk und Aluminiumwerk in Kinsarvik besetzt. Unter den im Raum von Bergen sichergestellten Waffen und Materialvorräten befinden sich wiederum erhebliche Munitionsvorräte für Artillerie und Infanterie, mehrere hundert Fliegerbomben, 40 Tragtiere mit Ausrüstung, 100 fahrbereite Kraftfahrzeuge und 2000 Fahrräder. In Nordwest-Norwegen verzögerten zahlreiche Brückensprengungen den Vormarsch. An einzelnen Stellen ßvar eine Umgehung der gesprengten Brückenstellen nicht möglich. Unsere Truppen haben die Ueberwindung durch Uebers eilen trotzdem durchgeführt. Der Tagesbefehl des Führers. Berlin, 30. April. (DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat an die an den Kämpfen in Borwegen beteiligten Einheiten nachstehenden Tagesbefehl erlassen: Soldaten des norwegischen Kriegsschauplatzes! 3n unbändigem Vorwärtsdrängen haben deutsche Truppen heute die Landverbindung zwischen Oslo und Drontheim hergestellt. Damit ist die Absicht der Alliierten, uns, Berlin, 2. Wai. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 1. Wai näherte sich ein starker britischer Flottenverband, dem unter anderem auch Flugzeugträger angehörten, der norwegischen Westküste. Sofort nach Eingang der Aufklärungsmeldung wurde eine Staffel deutscher Kampfflugzeuge von ihrer norwegischen Basis aus hiergegen eingesetzt. Trotz der starken feindlichen Jagdabwehr und des konzentrierten Abwehrfeuers sämtlicher Kriegsschiffe stießen die Deutschen, unbeirrt ihrem Auftrage folgend, gegen ihre Ziele vor und schossen dabei zwei feindliche 3agdflugzeuge ab. Ein Flugzeugträger erhielt einen Volltreffer mittleren Kalibers auf das Vorschiff. Starke Feuererscheinungen und Rauchentwicklung waren die Folgen des wohlgezielten Bombenwurfes. Auch ein anderer Flugzeugträger wurde erfolgreich mit Bomben belegt. Die Wirkung konnte jedoch infolge einer sich dazwischen schiebenden Bebelwand im einzelnen nicht beobachtet werden. Ferner wurde ein Zerstörer mit einer Bombe mittleren Kalibers auf das Achterschiff getroffen und sofort zum Stoppen gebracht. Durch diese Angriffe wurde der feindliche Verband zersprengt. Die meisten Kriegsschiffe liefen nach Beendigung des Kampfes mit hoher Fahrt in entgegengesetzter Richtung — mit Kurs West — ab. Lin deutsches Flugzeug ist von diesem Fluge nicht zurückgekehrt. Berlik-, 2. SfaL (DNB.) Herr Chamberlain hat wiede^inmal seine viel erwartete Rede gehalten. Die Terminverschiebungen haben nichts genutzt. Denn die englische. Siege, die er so gern dem nervösen Unterhaus und dem'unruhigen englischen Publikum mitgeteilt hätte,. haben s i ch nicht eingestellt, dafür sind y Nj^erlagen von Tag zu Tag größer geworden. sah sich Herr Chamberlain vor die Notwendigkeit gestellt, Dfefe englischen Niederlagen in Südnorwegen dem Unterhaus plausibel zu machen. Gewunden, verdreht, verlogen, verklausuliert und doch für die Unterhausmrt- glieder verständlich genug, mußte er etn- räumen, daß England in Südnorwegen total geschlagen wurde. Die einzige Heldentat, die Herr Chamberlain seinen staunenden Unterhausmitgliedern zu verkünden suchte, war die Tatsache, daß England „jetzt sämtliche Streitkräfte aus Andalsnes zurückgezogen hat, ohne einen einzigen Mann zu verlieren". Wofür Herr Chamberlain allen englischen Soldaten seine höchste Bewunderung zum Ausdruck bringt. Die üblichen Tiraden dieser Chamberlam-Rede interessieren uns wenig, das englische Volk wird selber urteilen müssen über die Hiobsbotschaften, die ihm sein Premierminister mitgeteilt hat. Aber eines interessiert uns in dieser Rede, das sind die Hinweise, die Chamberlain auf das Mittelmeer gemacht hat. Schon gestern kamen die amtlichen Weidungen aus London, daß England auf Grund angeblicher Aeußerungen „autorisierter englischer Kreise" sich ZN Vorsichtsmaßnahmen im Wittelmeer veranlaßt sehe. Als die doch noch durch eine nachträgliche Besetzung Bor- wegens auf die Knie zwingen zu können, endgültig gescheitert. Einheiten des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe haben in vorbildlichem Zusammenwirken eine Leistung vollbracht, die in ihrer Kühnheit unserer jungen deutschen Wehrmacht zur höchsten Ehre gereicht. Offiziere, Unteroffiziere und Wannschaften! 3hr habt auf dem norwegischen Kriegsschauplatz gegen alle Unbilden zur See, zu Lande und in der Cuff und gegen den Widerstand des Feindes gekämpft. 3hr habt die ungeheuerliche Aufgabe, die ich im Glauben an Euch und Euere Kraft stellen mußte, gelöst. 3 ch bin stolz auf Luch. Die Bation spricht Luch durch mich ihren Dank aus. Zum äußeren Zeichen der Anerkennung und dieses Dankes verleihe ich dem Oberbefehlshaber in Borwegen, General von Falkenhorst, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. 3ch werde auf Vorschlag Eurer Oberbefehlshaber auch die Tapfersten unter Euch auszeichnen. Der höchste Lohn für Euch alle darf aber schon jetzt die Ueberzeugung sein, daß 3hr im schwersten Schicksalskampf unseres Volkes um Sein oder Bichtsein einen entscheidenden Beitrag geleistet habt. 3ch weiß, 3hr werdet die Luch gestellte Aufgabe auch fernerhin erfüllen. Es lebe unser Großdeutschland! Berlin, den 30.4.1940. Adolf Hitler. Vernichtung britischer !l-Boote bestätigt. rH n, 2. Mai. (DNB.) Ein Bewachungsfahrzeug der Kriegsmarine hatte gemeldet, daß bereits am 10.4. morgens ein britisches U-Boot den Sperrmaßnahmen im Skagerrak zum Opfer gefallen fei. Dieses Meldung wird jetzt nach Einlaufen des Fahrzeuges durch die von ihm mitgebrachten, seinerzeit geborgenen Wrack stücke und Aus- rüstungsgegenstände bestätigt. Der Verlust zweier U-Boote wird von der britischen Admiralität zugegeben. Es handelt sich um die U-Boote „T a r p o n" und „Sterbt". Die „Darpon" gehört zu der Klaffe der großen U-Boote und hat eine Wasserverdrängung .«m 1090 bzw. getaucht 1575 Tonnen. Es wurde erst im vorigen Jahre in Dienst gestellt. Bewaffnet ist es mit einem 10,2-cm-Geschütz und sechs Torpedorohren. Die „Tarpon" ist ein Schwesterschiff der kürzlich verloren gemeldeten „Thistle" und des seinerzeit durch einen Unglücksfall bekanntgewordenen U-^oökes „Thetis". Die U-Boote dieser Klasse haben 60'Mann Besatzung. Die „Sterlet" ist ein kleines Boot von 670 bzw. getaucht 960 Tonnen. Das Boot ist bewaffnet mit einem 7,6-cm-Flakgeschütz, einem Maschinengewehr und sechs Torpedorohren. Die „Sterlet wurde 1938 in Dienst gestellt. Außerdem meldet die Admiralität den Verlust der britischen M >a r i n e k o r v e t t e „Bitter n" (1190 Tonnen). Das Schiff wurde verschiedentlich von deutschen Flugzeugen angegriffen und geriet nach einem langen Kampf in Brand. Die Besatzung wurde an Bord einer anderen Kriegsschiffes genommen. Die „Bittern" wurde versenkt. italienische Presse auf diese Ankündigung mit Achselzucken reagierte, kam prompt die zweite Weldung, die besagte, daß in Aegypten auf Grund der Lage gewisse Sicherungsmaßnahmen ergriffen worden seien, und heute erklärt Herr Chamberlain im Unterhaus, daß die Zurückziehung der englischen Truppen aus Südnorwegen ^eine Entlastung der englischen Flotte zur Folge hätte, die deshalb tm*- Wittelm eer^^erftjfir k t eingesetzt werden könybe. Deutlicher gesprochckr heiß? das: England hat mit seinen Plänen, Norwegen zum Kriegsschauplatz zu machen, auf Grund der deutschen Gegenaktion Schiffbruch im übertragenen und im nvahren Sinne des Wortes erlitten. Norwegen ist nichb eine englische, sondern eine deutsche Front geworden. Herr Chamberlain aber macht aus der Not eine Tugend und erklärt seinen staunenden Unterhausmitgliedern, daß durch die Niederlage der englischen Truppen in Süd- norwegen englische Schiffe frei würden, um im Mittelmeer für Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt zu werden. Herr Chamberlain teilt dann mit, daß ein britisches und französisches Schlachtschiff, Kreuzer und Seeflugzeuge schon im östlichen Mittelmeerbecken liegen und sich auf dem Wege nach Alexandria befinden. „Auf zum Mittel- meer" scheint die neue These des englischen Premiers zu heißen. Aber Britannien sollte doch aus dem mißglückten norwegischen Abenteuer gelernt haben, daß die Kriegsausweitungspläne nicht so einfach zu verwirklichen sind, wie sie sich in den Hirnen demokratischer Staatsmänner darstellen. Deutscher Lustangriff zersprengt britischen Flottenverband. Zwei Flugzeugträger und ein Zerstörer mit Bomben belegt. Auf der Suche nach neuen Kriegsgebieten. Clsümberlain kündigt britische Aktionen im Mittelmeer an. Oslo—Drontheim. Der Tagesbefehl des Führers und Obersten 23e* fehlshabers der Wehrmacht an die Soldaten des norwegischen Kriegsschauplatzes stellt die Herstellung der Landverbindung zwischen Oslo und Drontheim als einen strategischen Erfolg von schlechthin ausschlaggebender Bedeutung heraus. Wenn die Engländer sich der Hoffnung hingegeben hatten, die empfindliche Schlappe, die sie durch die deutsche Aktion zur Inschutznahme Norwegens erlitten hatten^ durch eine nachträgliche Landung wieder wettmachen zu können, so sind sie in dieser Hoffnung überraschend schnell und bitter enttäuscht worden. Die ebenso kühne wie überlegene Führung der deutschen Truppen in glänzendem Zusammenwirken aller Waffen und das zähe, rücksichtslose und zielbewußte Vorwärtsdrängen jedes einzelnen der hier unter erschwerten klimatischen Verhältnissen und in äußerst schwierigem Gelände eingesetzten deutschen Soldaten haben einen Sieg erfochten, der die militärische Lage in Norwegen grundlegend ändert und den Engländern die letzte Aussicht nimmt, auf norwegischem Boden größere Truppenmassen zu entwickeln. Ihr Plan, mit dem sie die deutsche Aktion hatten parieren wollen, ist gescheitert. Süd- und Mittelnorwegen ist fest in deutscher Hand, nicht nur alle wesentlichen Häfen und Flugplätze sind im Besitz der deutschen Truppensondern diese beherrschen mit allen Eisenbahnstrecken nun auch die inneren Verbindungslinien, so daß die Engländer keine Möglichkeit mehr Haben, sich zu entfalten. Die Engländer hatten gewußt, daß die Herstellung dieser Landverbindung zwischen den einzelnen am 9. April besetzten Küstenorten in dem überaus schwierigen Gelände mit seinen wildzerklüfteten Gebirgszügen und tief eingeschnittenen Tälern auf so weite Entfernungen für die deutschen Truppen ein überaus kühnes Unterfangen sein müßte. Darauf hatten sie ihren Plan gebaut und, um die wichtigste Verbindung zwischen Drontheim und Oslo abzuschneiden, hatten sie in Namsos, nördlich von Drontheim, und in Andalsnes, südlich davon Truppen gelandet, deren Aufgabe es war, einmal den deutschen Stützpunkt Drontheim einzukesseln und zum andern, durch einen Vormarsch ins Gudbrandsdal die von Süden vorstoßenden deutschen Truppen zu hindern, sich mit der Besatzung von Drontheim zu vereinigen. Die Gegenwirkung der deutschenTruppen- führung blieb nicht aus, ja diese riß überraschend schnell die Initiative an-sich. Die deutsche Besatzung von Drontheim wartete keineswegs das Borrücken der Engländer ab, die mit der Einschließung dieser drittgrößten Stadt Norwegens und ihrer Besetzung die empfindliche Scharte des 9. April wieder auszuwetzen gedachten, sondern sie stieß mit energischem Elan am Drontheim-Fjord entlang nach Norden vor und nahm, von den deutschen Kriegsschiffen auf dem Fjord artilleristisch unterstützt, den Ort Steinkjer, womit sie den Engländern die von hier nach Süden führende Eisenbahn und Straße sperrten. Gleichzeitig machten Lagekarte zu den Ereignissen in Norwegen. (Scherl-Bilderdienst-M.) 'Hemne Röros. Amot OSLO, Cä x Ve-< W>' Fabi I, Granj Hönefvs - £*1ßflii l/f. ? 'z Sandhaug^t ' £ 1 'n was seehell leichteste Anwendung. unschädL Durch seine Güte Weltruf erlangt. Verlangen Sie un- verbi ndLu.portofr.Gratisprospefct Exlepäng GmbH.. Berlin SW 61 /176 Altersvereinigung 1878—1928. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Alterskameraden Wilhelm Sack in Kenntnis zu setzen. Dem Verstorbenen werden wir ein ehrendes Andenken bewahren. Beerdigung: Freitag, den 3. Mai. 15.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof Der Vorstand. ________2204D (Sin Zwillingspärchen angekommen Hans und Sorbet Or. Aohl und Frau Gießen, den 3. Mai 1940 2200 D Ein Volksstück der Tobis Vielerlei Verwirrungen, Mißverständnisse und kom. Ueber- raschungen gibt es, ehe dieses schmucke Pärchen glücklich zueinander findet. Ein fröhlicher Film vom Rhein, bei dem man anderthalb Stunden lacht oder schmunzelt. Ein Volksstück voll origineller Einfälle und saftigem Humor mit Jupp Hussels, Irming. Schreiter, Lucie Englisch Ludwig Schmitz, Leo Peukert, Rudolf Koch-Riehl Neueste Ufa-Ton-Woche Heute Freitag Erstaufführung LICHTSPIELHAUS Spielzeiten tägl. 4.00, 6.00, 8.30, Sonntag 3.00,5.30, 8.30 Uhr 2193A 2202 P Nur die beste Drucksache Ist die billigste I BrühFsche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nützen. Deshalb sparen Sie bei Herausgabe der besten Drucksache i sie Nachruf! Am Samstag, dem 27. April 1940, verschied unser langjähriger Sangesbruder und Ehrenmitglied Robert Gärtner Seit 1898 stand der Verstorbene aktiv in unseren Reihen. Dem eifrigen Förderer des Deutschen Liedes werden wir ein ehrendes Gedenken bewahren. Bauerscher Gesangverein e.V. _________________2201V fitem ungern oder schwer lernender Schüler und Schülerinnen mögen kostenlose Uebersendung der Druckschrift über Arbeitsstunden anfordern von der Leitung: Werner- wall 241, Fernruf 4020. Sprechstunden täglich 11-12% oder nach Vereinbarung Seltene Natur- urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Uniet MeWllNM itSeeWöen Beobachtungen und Natururkunden aus d. Vogelwelt d. deutschen Nordseeküste. - Don Tugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. Crtt Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. HugoVermühler Verlag Berlin - Lichterfelde Morgen 20.30 U. Kameradschaftsabend mit Vortrag im Hess. Hof. 2203V Art.-Kam. 1895 Gieften. Schneiderin sowie Puljfrau gesucht. 2209Ä Hettlage,Gießen S-ZiiMlug m. Küche, Keller, Mansarde usw. in bestem Zustand vei 15.5. ob. später zu vermieten. Mietpreis inkl. sämtl. Nebenabgaben Mk. 84.75. Zu besichtig. Horst-Wessel-Wall 6011 zwischen 11 u. 15 Uhr 2212V X____________/ Vereine BPAUTßWIfc- "2» Stadttheater Nr. ,02 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Aeitag, 5. Mai 1940 Das deutsche Volk ist stolz auf seine Schaffenden! Der Stellvertreter des Führers verkündet den 4. Leistungskampf der deutschen Betriebe. Essen, 1. Mai (DNB.) Für die feierliche Tagung der Reichsarbeitskammer, auf der die vom Führer ausgezeichneten nationalsozialistischen Musterbetriebe verkündet wurden, war diesmal die Waffenschmiede des Reiches gewählt worden. Die riesige Lokomotiv Werkstatt der Firma Krupp ist geschmückt mit den Fahnen des Reiches, Betriebsführer und Obmänner von nahezu 100 Betrieben haben mit ihren neuen goldenen Fahnen Aufstellung genommen. Von der Versammlung freudig begrüßt, erscheinen dann der-Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß. und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mit dem Präsidenten des italienischen Jndustrie- arberterverbandes, Capoferri. Nach einer musikalischen Einleitung des Kruppschen Werkorchesters gibt Amtsletter Schröder die vom Führer in diesem Jahre ausgezeichneten 98 Betriebe bekannt. Dann nimmt der Stellvertreter des Führers das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. ausführte: Meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen ! Wir gehen heute in den neunten Kriegsmonat. Und dabei sollten doch wir Deutsche nach der Meinung der alten Herren von London, von Paris und nicht zuletzt von Warschau eigentlich nach vierzehn Tagen an einer inneren Revolte zügrundegegangen sein! Niemand kann aber bestreiten, daß Deutschland nun nach acht Monaten noch vorhanden ist — ja wie sich im Norden erwies — sogar recht lebendig vorhanden ist. Die Männer, die diesen Krieg entfesselt haben, die Lenker des Schicksals der Völker auf der Gegenseite, wie schlecht kannten sie doch das deutsche Volk! Sie sahen zwar gewisse Veränderungen, aber sie begriffen sie nicht. Und das ist kein Wunder: denn sie leben ja selbst in ihren eigenen Ländern in einer Isolierung! Sie haben ja keinen Kontakt mit ihren eigenen Völkern. Sie sind durch Erziehung, Lebensführung und Reichtum und durch Selbstfesselung in ihrer eigenen Kaste in eine Borstellungswelt gebannt, die sie das Leben nicht sehen läßt, wie es wirklich ist. Es klingt wie ein geschichtlicher Treppenwitz — ist aber durchaus wahr: Bei Kriegsausbruch verabschiedete sich der Berliner Geschäftsträger einer feindlichen Macht von seinem Kollegen mit den Worten: Auf Wiedersehen in 14 Tagen in Berlin. Der Kollege dieses Propheten war über diese Prägnanz des Abschieds doch etwas erstaunt. Er erfuhr, daß der andere aus „bester Quelle" und von'„besonders gut informierten" Kreisen in Berlin orientiert sei — orientiert sei dahingehend: Nach spätestens 10 Tagen fliegt die Nazipartei auf, ein inneres Chaos entsteht, die Front bricht zusammen und Engländer und Franzosen einerseits und Polen andererseits werden im Eilmarsch Berlin erreichen! So spiegelte sich in den Köpfen der Abgesandten der Demokratien, die sich in Deutschland selbst aufhielten, die Welt! So sahen die Abgesandten der Demokratien unser deutsches Volk. Auf solchen Anschauungen war ihre politische Kalkulation aufgebaut. Und so etwas will über Völkerschicksale entscheiden und Weltgeschichte machen — und zwar in einer Zeit, in der auf der anderen Seite ein Adolf Hitler steht! Aber wir wollen uns gerade heute am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes, der ein sozialistischer Feiertag ist, der ein Ausdruck des inneren Friedens der deutschen Gemeinschaft ist, wir wollen uns gerade heute dessen wieder erinnern, daß die stärkste Hoffnung des Gegners, uns zu schlagen, auf dem Glauben beruht, die innere deutsche Gemeinschaft könne doch noch gebrochen werden. Darauf hofft der Gegner! Und gerade am heutigen Tag, der der sinnbildliche Tag für die Ueberwindung der inneren Gegensätze ist, rufen wir den anderen zu: Eure Hoffnung ist und bleibt vergebens! Ein 1918 wird sich nicht wiederholen — komme, was da wolle! Da helfen euch auch noch so viele „Verbindungen" nichts, noch so viele in der Welt verteilte, sich in die Hände spielende, untereinander verwandte und verschwägerte Bankiers und sonstige Beauftragte. Was für eine Rolle sich einzelne jüdische Familien zugelegt haben, welche Einflußsphäre sie sich in der anderen Welt zu sichern vermochten, dafür gibt uns gerade die gewiß unverdächtige Londoner Zeitschrift „News Review" Nr. 15 unfreiwillig ein neues Beispiel. Es ist so lehrreich und so typisch für die Verquickung von Politik und Geschäft, für das Wirken der internationalen Finanz durch reine Familienunternehmungen, daß ich Ihnen die Feststellungen der englischen Zeitschrift ausführlicher wiedergeben will. Wörtlich heißt es: „Zum Direktorium der „English Commercial Corporation Ltd." gehört auch John Henry Hambro, geschäftsführender Direktor der Hambro's Bank, Ltd., und Mitglied der mächtigen Familie Hambro, die sowohl in Skandinavien als auch in England großen Einfluß besitzt. Als Finanzier von Regierungen und Monarchen spielte die Familie Hambro ein Jahrhundert lang (!) eine Rolle^in der europäischen Politik.....C. I. Hambro wurde Leiter der skandinavischen Abteilung des Ministeriums für den Wirtschaftskrieg. Das berühmteste Mitglied der Familie auf dem Kontinent ist Karl Joachim Hambro, Sprecher des norwegischen Parlaments, der einen enormen Einfluß in jenem europäischen Winkel ausübte, wo die Han^ros vor 100 Jahren zur Macht gelangten. Hambro's Bank wurde in England im Jahre 1839 durch Charles Joachim Hambro, einem Sohn des mächtigen Joseph, dem Hofbankier der drei skandinavischen Königreiche, gegründet. Dann zählt das englische Blatt noch eine lange Reihe weiterer Bankiers der Familie Hambro mit ihren Verbindungen in aller Welt auf. Daß die Hambros eigentlich „Hamburger" heißen, versteht sich für uns von selbst. Ebenso versteht sich von selbst, daß diese in ihrem Namen „aufgenordete" Judenfamilie alles getan hat, das norwegische Volk in den Krieg zu bringen — alles getan hat in brüderlicher Zusammenarbeit mit den englischen Hambros und im Auftrage Englands. Und so wie die Hamburgers — die von London und die von Oslo — im englisch-norwegischen Kriegsgeschäft zusammengearbeitet haben, so arbeiten die 'anderen Jud-enfamilien in den Hauptstädten der Plutokratien zusammen. So raffen sie ihren Rebbach aus dem Blut der Völker zusammen. Und so würden auch „unsere" Goldschmidts und Warburgs, „unsere" Loewenthals und Sterns, „unsere" Guttmanns und Lewis, und Kohns und Singers und Frankfurters und Moses und Ullsteins und wie sie alle hießen — so würden auch sie heute wieder am deutschen Soldatenblut verdienen so würden sie wieder ihre 2000 Prozent in Kriegsgesellschaften erwuchern — wenn wir sie nicht zum Teufel gejagt hätten! Da hilft kein Wehgeschrei. Deutschland ist „j u d e n f e st" geworfen. Was ist denn das demokratische Ideal? Es ist der Börsenkurs! Was ist denn Menschenwürde in Wie steht es demgegenüber bei u n-s aus? Jedes große Werk, jede kleine Fabrik, ja selbst jede Werkstatt, die geeignet ist, wurde eingegliedert in den gewaltigen Arbeitsprozeß des Krieges. Unvorstellbare Mengen an Kriegsmaterial werden laufend hergestellt. Die Werften sind gefüllt mit U-Booten. Die Menschen sind eingespannt bis zum letzten. Und alles schafft mit Hingabe und in dem freudigen Bewußtsein, seinen Teil beizutragen für den Kampf, den das neue sozialistische Reich auszufechten hat zur Abwehr des Vernichtungswillens der Weltpluto- kratie und des Weltkapitalismuo. Das deutsche Volk ist stolz auf seine Schaffenden. Es weiß wie sie schuften vom jüngsten Lehrling bis zum Betriebsführer. Es weih, daß sie unter schwierigsten Verhältnissen ihre Pflicht für die Nation tun — bis zu den Ar- beitern, die direkt an der Front eingesetzt sind: den V e st wall arb eitern. Sie tun ihre Pflicht bis zum letzten, bis zum Opfer des Le- bens! Diese Männer der Arbeit an der West- front haben 24 Tote hingegeben! Der Westwall- arbeitet ist ein Bindeglied zwischen dem Ar- ihren Augen? Die Würde der englischen Arbeitslosen, hungern zu dürfen für die geadelten Ghetto-Juden. Was verstehen sie unter „Segnungen der Demokratie"? Den Aufstieg aus den schmierigen Ghettos von Warschau und Krakau über ein paar mitteleuropäische Kleinstaaten in die englische Geldaristokratie. Nein, meine Herren jenseits des Kanals und jenseits des Rheins, spart euch in Zukunft alle Mühen! 3n seiner unglücklichsten Zeit in seinen verblendetsten Jahren hat das deutsche Volk an eure Sprüche geglaubt. Ihr habt ihm diesen Glauben an eure eigenen Worte, den Glauben an Demokratie, Liberalismus, an Menschenwürde eurer Prägung, an freie wirtschaftliche Entfaltung, wie ihr sie euch denkt, ... ihr habt ihm diesen Glauben in einer bitterharten Schule re st los ausgetrieben. Und es wird auch der Tag kommen, wo die eigenen Völker an die herrschende Klasse die Frage stellen, warum in Deutschland die soziale Not erfolgreich bekämpft worden ist, warum aber sie selbst weiter Not zu leiden haben. Warum herrscht nicht in Deutschland das Prioattnteresse einiger international versippter Familien, sondern das Interesse der Gesamtheit des Volkes? Warum kann unter der nationalsozialistischen und auch unter der faschistischen „Diktatur" in den Betrieben laufend Geld ausgegeben werden für soziale Verbesserungen und Fortschritte? Warum entstehen dort saubere, freundliche Arbeitsstätten, Gemeinschaftsräume, Schwimmbäder, Sportplätze, Kinderheime, Frauenerholungsstätten, Kindergärten, großangelegte Arbeiter-Seebäder? Warum entsteht das alles dort? Während in den Demokratien bestenfalls die Dividende steigt, zugleich aber auch das Elend der breiten Massen? Solche Fragen ihrer Völker möchten die demokratischen Machthaber so gerne verhindern. Sie möchten Vorbeugen, daß eines Tages die Völker herausfinden, daß unter dem Wirtschaftssystem der autoritären Staaten es den Menschen besser geht. Was die innere Produktionskapazität anbelangt, da rächt sich bei ihnen drüben nun furchtbar, daß in Friedenszeiten die Arbeitslosen nicht wieder in die Produktion eingeschaltet wurden, weil man in den Demokratien nach dem sogenannten „wirtschaftlichen Prinzip" handelte. So gingen die Demokratien mit Millionen von Arbeitslosen in den Krieg. beiker, der zu Hause schafft und dem Soldaten, der an der vordersten Front sein Leben einseht. Die Kluft, die einst im Kriege 1914/18 sich zwischen dem Soldaten und dem Reklamierten zu Hause auftat, gibt es heute nicht mehr! Es gibt den „Reklamierte n" nicht mehr, der doppelten und dreifachen Lohn Heimtrug, während die Sol- datenfamilie teilweise darbte. Heute ist für die Familie des Arbeiters, der zur Waffe einberufen wird, genau so gesorgt wie für die Familie des Arbeiters zu Haufe. Auch hier hat der Nationalsozialismus Gerechtigkeit geschaffen. Er hat auch Gerechtigkeit geschaffen für die Frauen und Mädchen, die in harter Fabrikarbeit und in Hatter Arbeit auf dem Lande stehen! Es ehrt sie besonders, daß sie nicht versuchen, als Unterstützungsempfänger abseits zu stehen, sondern sich würdig zeigen den Kämpfern an der Front. Die Würde der Arbeit und die Ehre des Arbeiters: das ist die unsichtbare Inschrift auf den Ehrensahnen der deutschen Betriebe! Die goldene Fahne, die auch heute wieder verliehen wird, sie ist der Ausdruck des Sieges der nationalsozialistischen Bewegung auf sozialem Gebiet. Denn in ihrer VerDer nationalsozialistische Musterbetrieb eine Festung des inneren Friedens. leihung kommt ja nicht nur zum Ausdruck, daß einige wenige Betriebe in Deutschland, die vom Nationalsozialismus aufgestellten sozialen Forderungen erfüllt haben, sondern daß die neuen Ideen Einfluß nehmen auf die gesamte schaffende Wirtschaft. Beides zu hüten und zu bewahren: die soziale Gere ch t i g k e i t und die n a t i o n a l e K r a f t ist eine der höchsten Aufgaben der nationalsozialistischen Bewegung. Und wir werden niemals erlahmen, diese Aufgabe zu erfüllen. Der deutsche Sozialismus sichert den Arbeiter davor, jemals wieder Ausbeutungsobjekt einzelner Kapitalisten zu werden. Die nationale Kraft sichert das ganze Volk davor, wieder Ausbeutungsobjekt der Plutokratien zu werden. Vor noch nicht 20 Jahren sind die Arbeiter dieser Kruppschen Werke hier von französischen Soldaten ohne den geringsten Anlaß nieder geknallt worden. Ihr Schicksal ist Symbol dafür, was jedem einzelnen Volksgenossen droht, wenn sein Volk schwach geworden ist: Er ist fremder Willkür hilflos p r e i s g e g e b em. Wir wollen in der Erinnerung an die Ermordeten aber auch nicht vergessen, daß die Schwäche des ganzen Volkes, deren Opfer sie wurden, eine Folge war der inneren Selbstzerfleischung. Die Hetzer zur Selbstzerfleischung aber, sie hätten nie Erfolg gehabt, wenn nicht soziale Not und soziale Ungerechtigkeit tatsächlich geherrscht hätten. Mit der lieber- Windung dieser Triebkräfte des inneren Zerfalls hat der Nationalsozialismus seinen ersten großen inneren Sieg erfochten. Henle ist der nationalsozialistische Muslerbe- lrieb eine Festung des inneren Friedens! Die Gemeinschaft aller Betriebe, in welchen die Gedanken nationalsozialistischer Wirtschaftsführung und Arbeiterbetreuung herrschen, ist dec Wall, in welchem Deutschlands Schaffende unüberwindlich sind gegen jeden politischen Gegner. Zum Zeichen dessen verkünde ist den Beginn des 4. Leistungskampfes der deutschen Betriebe. Er dient in diesem Kriegsjahr ganz besonders der Kraflerhöhung und der Leistungssteigerung. Er dient dazu, der kämpfenden Front eine schaffende Heimat im Rücken zu erhalten, die der Deutschen würdig ist. Zum Schutze des nationalsozialistischen Reiches gegen jeden äußeren militärischen Feind steht das beste Soldatentum der Wett im entschlossenen Kampf. Unerschütterlich ist der Glaube des deutschen Volkes an den Sieg in diesem Ringen. Jeder arbeitende Deutsche und jeder kämpfende Deutsche ist von der heiligen Gewißheit durchdrungen, daß sein Volk nicht nur siegen wird, weil es stark ist, sondern daß es siegen wird, weil es zum Siege berufen ist. In diesem Bewußtsein begeht das deutsche Volk seinen Nationalen Feiertag. Es ist von einer Siegesgewißheit erfüllt wie noch nie zuvor! Der Garant des Sieges ist der Führer und die große Gemeinschaft der Natton, die er durch seine Bewegung schuf. Der kämpferische Ausdruck dieser Gemeinschaft der Natton ist unsere herrliche. Wehrmacht — das eigenste Werk des Berge versetzenden Willens Adolf Hitlers. Mit dieser Wehr« macht erficht er den Sieg. Und dieser Sieg wird uns endgültig davor sichern, daß eine fremde ©ofc dateska in deutsche Lande einbricht, daß ein dem Kapitalismus höriger Feind unsere sozialen Errungenschaften vernichtet und wir wieder zu Arbeitssklaven fremder Geldmächte werden. Der Sieg, er sichert unsere nationale Existenz und unser soziales Leben, Dafür kämpfen, meine Volksgenossen, nicht weit von hier unsere Kameraden im grauen Rock, dafür kämpfen unsere Truppen im hohen Norden einen heldischen Kampf. Dafür fahren Woche um Woche unsere U-Boote hinaus. Dafür setzt ein junges Geschlecht in täglichen Luftkämpfen das Leben ein. Dafür steht das deutsche soldatische Mannestum an der Front. Unser Kampfruf ist der gleiche, wie der Kampfruf derer, die am Feinde stehen: Mit Adolf Hitler zum Sieg, zum Sieg des national* sozialistischen Großdeutschland. WH SUN schaffen,Lma? Nomon von Martina Eckart-Helm 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Gottfried, laß uns recht bald von hier fort* gehen!" Auch Gottfrieds Stimme klingt gequält. „Ich verstehe dich nicht, Lena", sagt er beinahe heftig, „du verläßt meine Mutter so schnell wieder, fährst hierher, und nun wünschst du dich wieder fort?" „Ich verstehe mich selbst nicht, Gottfried." Er erschrickt. Niemals noch hat jemand Lena dermaßen ratlos gesehen. Als suche sie Hilfe bei ihm, legt sie ihren Kopf an seine Schulter. Seine Hände fassen nach ihrem Gesicht. „Du — du — laß doch diese Menschen, vergiß ihre Schicksale. Komm endlich zu mir, in mein Haus — ich brauche dich so sehr !" Alles liegt in diesen Worten: Sehnsucht, Verlangen und seine große Einsamkeit. „Die besten Jahre vergehen — komm endlich!" Da sind starke Arme, ist junge Kraft, die Lena umklammern. Ein Sturm bricht über sie herein. Wie gern läßt sie einmal alles wegwischen, was trübe und zögernd in ihr ist. Sie ist wieder jung — ganz jung! Ja! sie glaubt unter Gottfrieds Küssen daran, daß sie mit ihm Schritt hatten, daß sie ihm alles geben kann, was seine Jugend fordert. „Morgen sagst du deinem Schwager von dem fehlenden Geld, und übermorgen reisen wir ab, zuerst zu meiner Mutter, Lena. Dann will ich dich für mich allein haben." e. Lena fühlt sich von diesen Worten beschützt. Es ist wohltuend, wenn auch einmal ein anderer regiert. Jahrelang hat sie allein für sich Entschlüsse fassen müssen. Jetzt fühlt sie sich unendlich beruhigt und erlöst. „Ja, es ist recht so, Gottfried." Dunkel ringsum. Sie ist mit Gottfried allein. Alle anderen sind fern. Lena möchte, daß es immer so bliebe, immer. Denn nun endlich ist Lena Oette- king sehr glücklich. . Am nächsten Morgen aber scheint, alles wieder verändert. Da ist der Gräfehof, da sind die Menschen^ die auf ihm leben » auch einem Gottfried zeuge dich selbst — das Kapital von zwanzigtausend Mark ist abgehoben worden — vor kurzem." Nun ist es heraus. Es ist furchtbar schwer, Christoph Gräfe anblicken zu müssen. Sein Gesicht ist grau, verfallen, alt. Wenn er jetzt einen Herzkrampf bekommt, bin ich schuld, denkt Lena. Sie schiebt ihm einen Stuhl hin. Er sieht es nicht. Er sieht nur das aufgeschlagene Buch und die Zahlen darin. Lächerlich kleine Zahlen sind es, die Zinsen von 20 000 Mark. Nicht mehr. Lena hört ihr Herz klopfen. Wenn Christoph nur etwas sagen wollte! Aber es ist, als habe er die Sprache verloren. Wie ein Schlag vor den Kopf muß es ihn getroffen haben. Lena ist sein Schweigen unheimlich. Wenn er doch loswettern wollte, so wie man es von ihm gewöhnt ist! Aber Christoph Gräfe blickt unentwegt stumm ^inb starr in das Buch. „Kurz, nachdem ich zu euch kam, sind die 20 000 Mark abgehoben worden", sagt Lena mit Anstrengung. Sie will den Schwager um jeden Preis aus seiner Erstarrung lösen. Christoph Gräfe nickt mit dem Kopf. Er nuft langsam, bedacht, läßt den Kopf hängen, als trüge er nun eine schwere Last. Lena preßt die Hände zusammen. „Ich habe darüber nachgedacht, ich kann es nicht begreifen", sagt sie. „Weißt du auch keine Erklärung?" , „r Wieder bleibt die Antwort aus. Christoph Grafe geht mit dem Buch ans Fenster. Wie ein Klotz steht er vor dem hellen Viereck, dunkel und drohend. Hinter den Scheiben liegt Sonne und strahlendes Land. Dort gehen Erni und Gottftied. Sie lachen und sind vergnügt. Wandern wohl auf den Hutberg. Sehen das dunkle Grün der Wälder, die blitzenden Augen der Seen, die Turmspitze von Hochkirch — alles um die beiden ist leicht und warm. Lena aber muß wieder die ganze Schwere des Lebens auf sich nehmen, seine Undurchsichtigkeit und die eigene Hilflosigkeit dazu. Sie schrickt zusammen. Christoph Gräfe hat das Buch mit einer harten Bewegung auf den Tisch geschleuoert. Er nimmt keinen Stuhl, obwohl er aussieht, als müsse er gleich umfallen. Beide Fäuste stützt er aus die Tischplatte. So steht er da, wuchtig, und doch einer Stütze bedürftig. „Deshalb bin ich ja wieder zu euch gekommen, es ließ mir keine Ruhe." Leng muht sich wieder Bonhoff zuliebe kann man sie nicht einfach beiseiteschieben. Lena hat lange überlegt, wie sie es ihrem Schwager klar machen soll, daß Ernis Erbschaft abgehoben worden ist. Sie ist sich nicht schlüssig, wie sie beginnen soll. Sie weiß, daß Gottfried wohl nur deshalb spazierengegangen ist, weil er sie mit Christoph Gräfe im Wohnzimmer allein lassen will. Ja, es fällt ihr bitter schwer, den rechten Anfang zu finden. , v „ „Du hast einmal gemeint, ich solle nur Andenken an Marie mitnehmen", beginnt sie endlich mit Herzklopfen. „Es sind noch einige Briefe oben — ehe ich wegfahre, möchte ich sie gern an mich nehmen Gehst du noch einmal mit mir hinauf? Christoph Gräfe sucht im Sekretär nach dem Schlüssel. . „Hier", sagt er, „geh' nur. Nimm dir, was du gern haben möchtest." „Lieber wäre es mir, du kämest nuL^ ^'Wozu denn, du weißt doch Bescheid." „Bitte, komm mit!" drängt Lena. Sie kann das Zittern ihrer Stimme nicht unterdrücken. Christoph Gräfe horcht auf „Was ist los? Du bist so komisch. Hast du Angst vor Mausen? Er versucht es mit einem Scherz. „Ihr Frauen seid doch ein närrisches Volk." Jrn Grunde aber schmeichelt es ihm, daß sie ihn dabei haben will. Er steht auf. Steigt steif die Treppe nach oben. Diesmal sieht Lena den stolzen Spruch über der Tür nicht, sieht nicht die schön gefelderte Stubendecke. Sie hat nur Angst. . Der Schwager hat den Schrank aufgeschlossen. Steht da und sieht Lena fragend an. Gutmütige Slugcn bat er, denkt Lena> Er ist gewiß gar nicht so streng, wie es oft scheint. Marie hat ihr auch oft geschrieben, daß er ein weicher, guter Mensch sei: er gäbe sich bloß so rauh. Lena greift in das Fach. Hält das fchmatt Buch in der Hand. „Hier", sagt sie und ihre Stimme klingt fremd vor Erregung, „Manes Vermächtnis an Erni — hältst du es für möglich, daß sich jemand daran vergriffen hat?" Christoph Gräfe versteht nicht gleich. „Wieso vergriffen? An diesem Buch? Das hat doch niemand in den Händen gehabt seit Maries Tod ... „Vielleicht irrst du? Ich wollte es dir schon lange sagen, aber so etwas ist nicht leicht — über* um Worte. „Ich mußte es dir doch sagen. Es ist furchtbar — wen soll man um Gottes willen beschuldigen?" „Rudolf!" Hart wie ein Stein fallt dieses Wort ins Zimmer. Lena legt ihre Hand auf Christoph Gräfes Schulter. „Laß uns erst alle Möglichkeiten durchsprechen, ehe du jemanden beschuldigst. Rudolf war es nicht, bestimmt nicht." „Wie kannst du als Fremde das beurteilen? Ich kenne meine Kinder besser. Rudolf hat immer nach oben hinaus gewollt." Lena schüttelt den Kopf. „Kann es nicht jemand getan haben, der nicht zur Familie gehört?" Christoph Gräfes Kopf finkt noch tiefer. „Daß es überhaupt möglich war, daß überhaupt jemand so etwas tat, ganz gleich wer — hier in meinem Haufe, in diesem Hause ..." Es ist erschütternd, wie Christoph Gräfe das sagt. Es ist viel schlimmer anzuhören als böse hinausgeschleuderte Worte. „Immer haben hier ehrliche Menschen gewohnt. Harte, grobe Menschen, aber immer waren sie ehrlich und auftichtig. Das hat den Gräfehof gehalten bis heute, hat unferm Namen Achtung erworben — und nun?" Lena zieht es das Herz zusammen. Wenn man ihm nur helfen könnte. „Wir müssen nach Beweggründen suchen", sagt sie. „Wer weiß, wozu derjenige, der es nahm, das Geld brauchte." „Entschuldigungen für so etwas kenne ich nicht!" Das ist wieder der alte harte Christoph Gräfe. „Verludert wird er es haben, der Rudolf. Vertan mit noblen Geschenken,' damit er da drüben den vornehmen Herrn spielen kann!" „Jetzt tust du unrecht, Christoph!" Es geschieht selten, daß Lena den Schwager mit dem Vornamen anredet. Tat sie es überhaupt jemals? Christoph Gräfe hebt den Kopf. Er empfindet jetzt erst Lenas Gegenwart. Etwas wohltuend Beruhigendes geht von ihr aus. „Sonst kann es niemand gewesen fein", faat er, um vieles milder. ,Zupp, der Lausejunge? Nein, nein! Für Zigaretten und solchen Unfug braucht man keine 20 000 Mark! Und Erni? Die ist viel zu einfach." (Fortsetzung folgt.) sich der Körper der Wärme fri bas Grün der Saaten, der Bi Eine Sternwanderung wird am 19. Mai die' Tageskalender für Freitag. OKW.» die spannenden Rundfunksendungen geben uns immer wieder Zeugnis davon. 3n Ruhestellung haben die Kämpfer, wie in den Feldpostbriefen eindringlich zum Ausdruck kommt, dann das Bedürfnis zur Entspannung. Sie hungern nach gutem Lesestoff. Obwohl die erste Vücherfammlung erfolgreich war, so fehlen noch viele, viele Bücher, von denen wir nicht genug hinausfchicken können. Ich wende |tnkf) daher erneut an die Opferwilligkeit der Heimat und erwarte wirkliche Opfer, die im Vergleich zu dem, was jeder Soldat im Felde für uns tut, uur ein Geringes bedeutet. Also auf zur Bücherspende und gebt das Beste, was Ihr gelesen habt und was Euch gefiel. Die Soldaten werden es Luch durch erhöhten Einsatz danken. Bedenkt aber dabei die Aufgeschlossenheit uz ö m JVJ 9. Hauptversammlung vereinigen werden. Heber die Entwicklung des VHC. im Jahre 1939 " des VHC. ein Be- laube-Literatur oder ähnliche veraltete Bücher nichts mehr geben können. Auch wertlose Schulbücher, Aebersehungen, verlesene Schmöker oder alte Zeitschriften und Heftchen können nicht ins Feld gesandt werden. Kriegsbücher auch nicht; denn die Soldaten drauhen haben den Krieg täglich vor Augen. Dir brauchen neuzeitliches Geistesgut, das den Soldaten über die großen Anstrengungen, die heute der Feldzug mit sich bringt, hinwegführl in die Gefilde deutscher Dichtung und deutschen Geisteslebens und woraus er neue, starke Kräfte zum Kampfe für unser deutsches Vaterland schöpfen kann. Gebt Eure Buchspende bis zum i 8. Dai 1940 an den zuständigen politischen Leiter bz«. die Ortsgruppe. Jeder Volksgenosse beweise damit seine Verbundenheit mit unserem großen Führer und seiner ruhmreichen Wehrmacht. heil Hitler! Backhaus, Kreisleiter. Aus der Stadt Gießen Mai. Ausruf zur 2. Buchspende für unsere Wehrmacht. Die Reichsbahn kann wegen ihrer starken Be kastung mit Kriegsaufgaben, sowie durch den lebens, wichtigen Güterverkehr einen gesteigerten Personenverkehr zu Pfingsten nicht hinreichend bedienen und Vittel deshalb wiederholt, unnötige, Reisen f n den kommenden Feiertagen zu unterlassen. Die Wandertätigkeit wickelte sich bis zum Kriegsausbruch planmäßig ab, sie erfuhr dann einen vorübergehenden Stillstand, kam aber bald wieder in Gangund blieb rege, wenn auch die Beteiligung an den Wanderungen gegenüber früher etwas zurückblieb. Insgesamt wurden von den Zweigvereinen im Berichtsjahr 404 Wanderungen durchgeführt, bei denen von rund 8000 Teilnehmern eine Gesamt- strecke von 118440 Kilometer erwandert wurden. Die Bezirks-Sternwanderungen fanden steigenden | Anklang. Bei der Arbeit an den Wegebezeichnungen steht G i e ß e n mit 500 Kilometer markierter Wege weitaus an der Spitze aller Vereine, dann folgen in der Wegemarkierung Schotten mit 210 Kilometer, Alsfeld mit 187, Lauterbach mit 150, Schlüchtern mit 140, Büdingen mit 134 und Nidda mit 112 Kilometer. Am Schluß des Rückblicks auf das Wanderjahr 1939 wird die starke Zuversicht aller Wanderer im Hinblick auf die künftige Entwicklung zum Ausdruck gebracht und die dringende Notwendigkeit des Wirkens der Wandervereine hervorgehoben. SterniyMnderung des 7U52RL , zum Greifenstein. ÄS'I’ vor Ausbruch des Krieges hatten der NSRL. Bezirksfuhrer Dr. Schäfer und Dietwart Dr, Römer den Entschluß gefaßt,, für unfeve Heimat ein großes Bergfest des Bezirks Gießen Wn 9HSMC zu veranstalten, das auf dem G/eisenftetn stattfinden solle. Durch die eingetretenen Verhältnisse konnte diese VeranstaltungTlicht in der beabsichtigten Weise durchgefvhrt werden, dafür fand aber nun am gestrigen Himmelfahrtstag eine Sternwande- rung der NSRL.-Vereine nach der Burg Greifen- hieÄQA Teilnehmer zu einem schönen Sa? ^i^rAuck) aus unserer Stadt nahm eine stattliche Anzahl Kameraden und Kameradinnen daran teil, insbesondere Turnerinnen und Turner Uv" derLeitung von RinMhr-r Franz Sauer), joroic Radfahrer (unter Fahrwart August Deibel). Wahrend die Schar aus dem Turnverein mit der Eisenbahn bis Ehringshausen fuhr und von dort aus in schöner Wanderung über die Dianaburg nach zweieinhalbstundlgem Marsch die Ruine Greifen- ftem erreichten fuhren die Radfahrer mit ihren Radern bis nach Edingen und stiegen von dort aus auf den über S00 Meter hohen Berg. Nach einer kleinen Erfrischung in den Gaststätten des' Ortes wurde dann die Burgruine besichtigt. Mit vielem Vergnügen kletterte man über die Mauerreste und ging durch die alten schütteren Kasematten. Auch O,e Kapelle mit ihren überreichen barocken Stuck- Verzierungen wurde besichtigt. Zum Höhepunkt des - Tages fand man sich im Hofe der Burg ein. Eine 1 Kapelle der Wehrmacht konzertierte, ein Männerchor sang ein Lied und dann sprach der Haupt- wanderwart im NSRL. Lauer (Herborn) über die Aufgaben, die den Daheimgebliebenen gestellt sind. Der stellvertretende Bezirksführer Stein (Gießen) hielt ebenfalls eine kurze Ansvrache, in der er für die starke Teilnahme an dieser Sternwanderung dankte. Er sprach von dem beabsichtigten Bergturnfest, von der Pflicht, Sport zu treiben im Interesse der Wehrhafterhaltung für d-as Vaterland, und kennzeichnete den Sport als ein Mittel der Charakterbildung und der Erziehung zur Disziplin, zur Unterordnung und zur Einsatzbereitschaft. In rückschauender Betrachtung erinnerte der Redner an die herrlichen Tage von Breslau und an die Verpflichtung, die uns allen aus diesem Erlebnis erwachsen sei. Nach der kurzen Feierstunde macht man sich bann wieder auf den Weg. Durch ein schönes Tal wanderten die Gießener nach Katzensurt, hielten auf | einem idealen Aussichtsplatz noch einmal Raft und! genossen dabei den Ausblick auf eine herrliche Landschaft in weiter Runde. Erfüllt von den vielen starken Eindrücken trat man dann die Heimreise an. ♦ ** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Sein 25jähriges Dienstjubiläum bei den Stadtwerken konnte am 1. Mai der Kabelarbeiter Daniel Kraft feiern. Im Kreise seiner Arbeitskameraden wurde der Jubilar geehrt und erhielt neben einer Treueprämie ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters. ** Verkehrssünder. In der Woche vom 19. bis zum 25. April mußte die Polizei wieder aegen eine stattliche Anzahl Verkehrssünder ein- schreiten. Ein Kraftfahrzeugführer wurde angezeigt I und 6 gebührenpflichtig verwarnt. Gegen sonstige Fahrzeugführer wurden 15 Anzeigen erstattet und in einem Falle gebührenpflichtig verwarnt. Außer-! dem wurden 4 Radfahrer angezeigt und 12 gebührenpflichtig verwarnt. In gleicher Weise wurden 14 Fußgänger verwarnt. "Mitgliederversammlung des Sa-I nitats Vereins Gießen. Ser Sanitätsverein,I ber schon seit 55 Jahren besteht, hielt dieser Tage im „Burghof" seine diesjährige Mitgliederverfamm-1 hing ab. Der Vorsitzende des Vorstandes, Simon, erstattete den Geschäftsbericht, aus dem zu ersehen war, daß sich der Verein auch in jüngster Zeit wei-1 ter gut entwickelt hat. Die Zahl der Mitglieder stteg auch während des Krieges weiter an. Im Kassenbericht, der von den Mitgliedern Sommer lad und Stimmer vorgetragen wurde, spiegelte sichI die erfreuliche Entwicklung des Vereins. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Fleischmann, erstattete den Bericht des Aufsichtsrates und beantragte Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats Die Entlastung erfolgte einstimmig. Die beiden satzungsgemäß ausscheidenden Auftichtsratsmitglie- der A ß m a n n und Fleischmann wurden wie-1 dergewählt. Für das verstorbene Mitglied August Kohler wurde August Ziegler in den Auf- ftchtsrat gewählt. Die zurückgetretenen Mitglieder C. Bender und K. S cy n e i d e r umrben durch I Wilhelm hainerund Gustav Schneider ersetzt. Innerhalb des Vorstandes gab es keine Verände-I rung. In dankbarer Weise wurde der Mitglieder Heinrich Stimmer und Emil Simon gedacht, die bereits seit 32 bzw. 15 Jahren im Vorstand I tätig sind. C. Bender wirkt feit 20 Jahren in Vorstand und Aufsichtsrat mit. Nach dem Beschluß einiger Aenderungen der Satzungen, der Dersiche- rungsbedingungen und der Tarife fand die Ver- ammlung mit dem Treugelöbnis zum Führer ihren I Abschluß. Um im Fernreiseverkehr die Ordnung aufrecht- ^verhalten, dürfen in der Zeit vom Donnerstag, v. Mai, 18 Uhr, bis Dienstag, 14. Mai, 24 Uhr, Ausgenommen Pfingstsonntag, bestimmte v- und Eil-Züge, die von den Reichsbahndirektionen besonders bekanntgegeben werden, nur mit besonderen Zulassungskarten benutzt werden. Befreit von der Lösung von Zulassungskarten sind Üebergangsrei» sende, Reisende mit Wehrmachtfahrscheinen und Wehrmachtfahrkarten, Inhaber von Zeit-, Netz- und Dezirkskarten und von Karten für Bettplätze in Schlafwagen. -$’c Zhlassungskarten sind zu dem Fahrausweis yinzuzulösen und werden in zeitlicher Reihenfolge in beschränkter Zahl, solange der für den einzelnen Äug festgesetzte Vorrat reicht, gebührenfrei abgege- ven Ihre Abaabe beginnt für die am Donnerstag, 0. Mai, verkehrenden Züge am Samstag, 4. Mai, für Zuge vom 10. Mai am Montag, 6. Mai, und für die weiteren Tage jeweils am vierten Tage vor dem Verkehrstag, diesen nicht miteingerechnet. Am Sonntag, 5. Mai, werden Zulassungskarten, nicht abgegeben. Schriftliche und fernmündliche feefteß lungen können nicht berücksichtigt werden. Die Zulassungskarte gewährt weder einen Anspruch auf Beförderung, noch auf einen Sitzplatz oder einen Platz in der Wagenklasfe des Fahrausweises. Wer unberechtigt einen Zug ohne Zulaffungskarte be- mitzt, setzt sich dem Ausschlüsse von der Fahrt und Er Bestrafung wegen Bahnpolizeiübertretung Die Reichsbahn ersucht, auch dieser Kriegsmaß- nähme Verständnis entgegenzubringen und bittet vor allem nochmals, Pfingstreifen aufs äußerste einzuschränken. Oie neue Reichslotterie der NGOAp. Am 1. Mai begann die diesjährige Reichslotterie j der NSDAP. Noch am gleichen Tage sah man! Die braunen Glücksmänner unterwegs, die vorher zu einem kurzen Appell vereinigt waren. Der Ge- schäftftellenleiter wies in einer Ansprache an die Glucksmänner darauf hin, daß^s die Pflicht jebe^l einzelnen sei, sich für den Absdtz der Kriegshilfs- Losbriefe ebenso einzufetzen, wie es draußen der Soldat unter dem Einsatz von Blut und Leben für die Gesamtheit des Vaterlandes tue. Unmittelbar noch dem Appell nahmen die Glücksmänner ihre Tätigkeit auf. Schon im Laufe dieses ersten Tages ter neuen Reichslotterie der NSDAP, wurde inl Wohl noch nie rft der Mai mit solcher Sehnsucht, erwartet worden wie in diesem Jahre! Endlich darf Die Leistungen unserer Soldaten für Heimat und sich der Körper der Wärme freuen, darf das Auge Volk sind unvergleichlich. Der tägliche Bericht des das Grün der Saaten, der Blätter genießen! Der' Löwenzahn strahlt auf mit goldfarbenen Kronenständen; Bachftelten trippeln zierlich über den Weg, verharren hier und dort, wippen mit dem langen Schwanz — und fort geht der bogige Flua zu dem verborgenen Nest im Steinhaufen, in altem Gemäuer oder zu den Kugelweiden, um die Dotterblumen blühen, prangend im Gelb. Der Wind streicht schmeichelnd durch die Birken. Wie die schlanken Zweige mit den Kätzchen ihm nachgeben! Sie raunen und wispern das Lied vom Frühling, hier äußert es sich in Ansatz und Knospe, dort schon in Blüte und Fruchtbildung. Der Pulsschlag des Lebens steigert sich täglich. „Kuckuck, j Kuckuck" sckallt's aus dem Wald: Anfang Mai ist der bauchjeits gefperberte Lenzbote fällig, der neckische Künder seines eigenen Namens, um den sich soviel Aberglauben gesponnen hat. „Kuckuck, Kuckuck im ^Sonnenschein, wie lange soll ich noch ledig sein?"' rufen junge Mädchen; die Bedächtigen hingegen fragen ihn, wieviele Jahre sie wohl noch leben werden. Wer Geld in der Tasche hat, klirn- unserer jungen Wehrmacht, denen heute Garten- pert damit ein wenig beim Kuckucksruf. Dann geht es im Laufe des Jahres bestimmt nicht aus. Ueberaü jubilieren die Singvögel, von denen der größte wie der kleinste in Deutschland heimisch ist. Das zierliche Goldhähnchen, dessen Körper nur * Die Gießener Ruder-Gesellschaft hielt im Bootshaus eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, bei der einige geschäftliche Angelegenheiten geregelt wurden. Vereinsführer Scharmann widmete dem verstorbenen Ruder»I kameraden Wilhelm Größer ein ehrendes Gedenken. Zum anschließenden kameradschaftlichen Teil des Abends konnte der Vereinsführer einfc Anzahl Urlauber begrüßen. Eine besondere Freude bereitete ber Besuch von Kameraden des Regensburaer I Ruder-Clubs. ** Städtische Bücherei. Im April sind ZMlö Bande ausgeliehen worden. Von diesen Bän-i den kamen auf: Zeitschriften 29, Gedichte und Dra- men 27, Erzählende Literatur 1178, Jugendschristen 444 00^. und Völkerkunde 106, Kulturgeschichte 6, Ge chlchte und Biographien 168, Kunstgeschichte 3, Naturwissenschaft und Technologie 59, Heer» und Seewesen 22, Haus- und Landwirtschaft 5, Philo- ophie und Religion 3, Staatswissenschaft 21,1 Sprachwissenschaft 2 Bände. Amtsgericht Gießen. - ?€r -SH' aus Niederwern, z. Z. in Unter-1 si chungshaft, patte sich wegen schweren Diebstahls zu verantworten. Er hatte das Spind eines Ar- veitskameraden mittels eines Dietrichs geöffnet und baI;aüSrr2 Aschen entwendet, die er an die Aus- gabefteüe zuruckgab und die. Hinterlegungsgebühr Antran eh»=°^r ner Angeklagte war geständig. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde nn«^^lagte zu einer Gefängnisstrafe unb Iin?SÄnQu7'f obMglich drei feonate unö eine Woche Untersuchungshaft, verurteilt §!Ä^l^n>erend wurden die Vorstrafen, strafmil- sichtigt? Geständnis und der geringe Wert berück-1 Annerod ein Gewinn von 500 Reichs- . ... _ ... f . . ■ , . .mark gezogen, der in der Geschäftsstelle zur Aus- Das zierliche Goldhähnchen, dessen Körper nur zcchlung gelangte. wenige Gramm wiegt, ist der Zwerg, der schwarze . _ __ . _ . Kolkrabe mit einem Gewicht von etwa IV« Kilo der 40500 JvJJi. fuF düs jRotC KfLUZ. Dohlen, Elstern, Hähern den Singvögeln zuzurech- tafl in «LJ“ einftimmt. Bei den Vögeln macht also "nicht der Ltterau lin üheraus' e Ä ches^ E gebnis E 6pr7nerCunka^ ^(attmond), baDl)n allein in Gießen (mit Kle?n-Linden und U WMi^ p TÄ Wft, Mfen “ffio ü'StaffA £ Freiheit gestellt wird^ tet Monaten. Blau- und Kohlmeise brüten 52, Am- (Sctlfotion am nätbtltcbcn jStmmef sel und Drvsselrohrsänger hingegen nur 45 Tage. , V - Im Garten läuft die Arbeit unentwegt weiter. 2. Mai gegen 0.05 Uhr erschien am nörd- Die in Knospen und Blüten stehenden Obstbäurne lichen sternenklaren Himmel plötzlich ein Kometen- müssen gespritzt werden. Den Schädlingen gilt der schweif von beträchtlicher Länge und intensiv Hell- Kampf. Ein Jnsektenforscher sprach einmal das gelbroter Farbe und behielt etwa 3 bis 4 Sekunden Wort: „Wir essen, was uns die Insekten übrig last seine leuchtende Wirkung. Dann verblaßte er all- sen." Also gilt unsere Gegnerschaft den Kerfen, den mählich unter vollkommener Aenderung seiner Ge- Blüten- uni) Fruchtfeinden, den Mattläusen, die ftalt. Während er zunächst ein fast gerader Strich durch ihren Stich und ihr Saugen nickt nur Nähr- war, erfolgte beim ersten Drittel eine spitze Aus- werte den Wirtspflanzen entziehen, sondern auch buchtung, und etwa nach 3 Minuten war noch ein eine Verkürzung und Kräuselung der Blattflächen saft halbkreisförmiger Bogen zu erkennen. Etwas herbeiführen. Etwas bang ist jedem Gartenbesitzer, Aehnliches hatten wir — wir waren zu vier Kame- jedern Landmann vor den Eisheiligen, die uns oft roden — noch nicht gesehen. Vielleicht ist die Er» mit Reif und Nachtfrösten „beglücken" und in die- scheinung auch von anderen Stellen beobachtet war- sem Jahr gerade auf das Psingstfest fallen. den. Es wäre zu begrüßen, wenn Kenner des Die mannigfacf>en Wirtshäuser der Insekten, die Sternenhimmels sich hierzu äußerten. Bluten werden nicht immer von ihren Gästen durch • -- , „ das für sie geöffnete Tor betreten, Bienen, vielfach NHE litt 4939. fid) Entgleisungen. Eine Sternwanderung wird am 19. Mai die' die Kelche von unten an und kommen Zweigvereine des Vogelsberger höhen-Clubs (VHC). io rascher zu dem erwünschten Nektar als auf dem >......ö- r/, «x . \ L • richtigen Wege. Nicht selten also finben wir Blüten, Mich die von Obstbäumen,. von unten her durchlöchert und ihrer Lockmittel beraubt, ohne daß die , sür die Sicherstellung der Nachkommenschaft not- liegt jetzt in der Monatsschrift S'&r^ iÄ? h?1A s » >icht des geschäftsführenden Lor sitzend en vor, aus k onch der Kon^f dem ersichtlich ist, daß der Vogelsberger höhen- nc^en öer Sehnsucht steht die Er« Club am Ende des Jahres 1939 insgesamt 2563 *u 1019' Dr. E. S. I Mitglieder in 37 Zweigvereinen zählte. Don den DH tg lieb em sind 49 Ehrenmitglieder ihres Zweig- 178, Offenbach a. M. mit 150, Schotten mit 144, Unterlaßt unnöüae vfinastreisen' Mainz mit 135 und Butzbach mit 111 Mitgliedern; alle übrigen Zweigvereine stehen in ihrer Mitglie- ,e 1 derzahl unter der lOO-Grenze. '(hOlLUM. (Mft WOlXM!. „Sieh* mal, wie klar die Wäsche schon nach dem Einweichen ist. Burnus ist heute genau so wirksam wie früher. Jetzt ist unsere Dose aber leer.* „Ditte sehr — Sie kaufen Burnus schon seit Jahren bei mir und Der- langen auch heute nie mehr als Sie brauchen. Wenn doch alle so waren!" Der Schmutzlos er mit der Doppel Wirkung löst den Schmutz schon beim Einweichen aus der Wäsche heraus und macht gleichzeitig das Wasser weich! tln Wink für Hausfrauen, die BurnuS schon Immer verwendet haben: Bitten Sie Ihren Händler, bei dem Sie früher stets Burnus kauften, daß er Eie im Rahmen seiner Zuteilung auch in Zukunft möglichst regelmäßig mit BurnuS bedient „Bitte eine Dose Burnus. Meine ist alle — lange genug bin ich damit ausgekommen. Eine Dose reicht ja für K) Eimer Wasser. Darum ist Burnus ja auch so sparsam und wirtschaftlich.^