»I» „ ter £ ^riih, 5. Srotzi Lr «a w3). w 1- 0.15; Ur. 29 lErftes Blati 190. Jahrgang Samstag, 3./Sonntag,4. Zebruar 1940 Erscheint tag lid), außer Sonntags und Feiertags Beilage«' Die Illustrierte Giepener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monata:Be$ugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illusttierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehrn Postscheckkonto: frrotif furt am Main 11686 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche llniversitätzdruckerei «.Lange in Sieften. Schristieitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8* /,Uhr des Dormittags Srnndpreife für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Oie zweite Phase leser im allgemeinen nur in Schlagworten zu erfassen, als Land der 1000 Seen, als Land ndeln. er* lischen Angebote einzugehen. Oer WehrmachtsberichtvomE'amStag. B e r l i n, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: keine besonderen Ereignisse. Staat Europas. Die Karelische Landenge, von der in den Kriegsberichten so häufig die Rede ist, ist der südlichste Teil Kareliens, eines zwischen Rußland und Finnland sich mehrere hundert Kilometer nach Norden erstreckenden Gebietes, in dem diesseits und jenseits der Grenzen in weit auseinander gezogenen Ge-. Höften die sogenannten Karelier, ein finnischer Volksstamm, wohnen. Die Karelische Landenge reicht vom Finnischen Meerbusen bis zum Ladogasee und ist flach und ungefähr 40 Kilometer breit. Nördlich des Ladogasees wird das Land waldig und hügelig. Verkehrswege im modernen Sinne gibt es hier kaum. Ungeheure Schneemassen fallen tm Winter, der lang und streng ist. Südfinnland hat ein verhältnismäßig mildes und sehr gesundes Klima von ozeanischem Charakter. Dennoch ist der Finnische Meerbusen im Januar und Februar stets vom Eis bedroht. Der Hafen von Helsinki muß dann mit Eisbrechern offengehalten werden Aus der flachen russischen Seite vor Kronstadt und Petersburg friert der Finnische Meerbusen fast interessiert, Del nach englischen Häfen zu brinaen. Das Risiko in den britischen Gewässern fei übr~ aus groß, so daß selbst sehr hohe Frachtsätze viele neutrale Reeder nicht verlockten, auf die eng; wichtheben fämpft al, die in i von del gesagt. Die ;reß,dei ilftnti stall' der Spirli schen" Völkergruppe, als solche sind fie den Ungarn verwandt. Sie gelten auch nicht als indogermanische Rasse. Sie sind aber zweifellos auch ferne Mongolen; vorwiegend hellblond, blauäugig und lang- oder mittelköpfig unterscheiden sie sich deutlich von den Samojeden und Tataren. Stark sind die Schweden an der Kultur und an der Sprache des Landes beteiligt, am Volkstum nur vor dm I und die soll. Wei >en, ganz us Leich!, eßlich i unsere, i Leben» Finnland. Von Or. K. Ludwig. Ein Krieg, der von der Ostsee bis in die Polarnacht hineinreicht, hat die Aufmerksamkeit der Welt auf Finnland gelenkt. Namen werden genannt, Landschaften tauchen schemenhaft auf, Wirt- schaftszusammenhänge und Volkstumsfragen werden angedeutet, deren Kenntnis zum Verständnis der tieferen Zusammenhänge die notwendige Voraussetzung ist. In dem nachfolgenden Aufsatz sollen einige besonders interessante Fragen aus dem Komplex „Finnland" dargestellt werden. Finnland ist für den europäischen Durchschnitts- Churchills Zahlenakrobalik kann die wachsenden Schisssverlufle nicht mehr verheimlichen. ziert und manches merkwürdig. So seine Geschichte, seine rassisch noch wenig geklärte Herkunft und seine Sprache. Die Finnen rechnen wegen gewisser sprachlicher Verwandtschaft zur „s i n n i s ch - u g r i - °r9eforg| M vor. einzelnen r Allge. wen. btr ^olksver. h hennn. niemonh sei seh, zufrieden Tesehen Auch auf her Ailansik-Route zahlreiche Schiffe überfällig. Amsterdam, 2. Febr. (DNB.) Die Schiffahrtszeitung „Scheepvaart" meldet, der englische Dampfer „D r e g o n" sei etwa 140 Meilen nordwestlich von La Coruna torpediert und so schwer beschädigt worden, daß er sofort gesunken sei. Die ,.Oregon" war 6008 Brt. groß und gehörte einer Reederei in Cardiff. Das Amsterdamer „Handelsblad" meldet aus Rio de Janeiro, die französischen Dampfer „Samaique" (10 313 Brt) und Croix" (9975 Brt.) sowie die britischen Dampfer "Hi qh land Patriot" (14 172 Brt.), ,Highland Monarch" (14139 Brt.) und „A nda- l u c i a S t a r" (14 943 Brt.) seien dort bereits mehr als zwei Wochen überfällig. Der griechische 5600-Brt.-Dampser „Eleni Stathatos ist i deuW strecke woil nb dadust so flutM nemeirJ fef S°»0 mein M end NM xmontru^ ehtsmb- cheu. im HE Hen SH >reis ö“ i jetzig 1 WjÄ GM Ickten DW ifenN® t. i an dem »Ä Stelle r” d-K Sauß 'S* «#s Amsterdam, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die jüngsten erfolgreichen deutschen Luftangriffe auf bewaffnete britische Handelsschiffe, bei denen eine Gesamttonnage von über 50 000 Bruttoregistertonnen in zwei Tagen versenkt wurden, haben auf die neutrale Weltöffentlichkeit einen so nachhaltigen Eindruck gemacht daß man sich in London gerade in diesen Tagen auffallend bemüht, die britischen Verluste im Handelskrieg wieder einmal abzuschwächen. — Churchill, die anerkannte Weltautorität auf dem Gebiete der Verheimlichung von Schiffsverlusten, ließ am Freitag über den Londoner Rundfunk verkünden, Großbritannien habe in den er st en ünf Kriegsmonaten lediglich einen Tonnageoerlust von 480 000 Tonnen zu verzeichnen, was nur 2,6 v. H. der Vorkriegstonnage ausmache. In seiner Eile hat er nämlich die Zahlen mit umgekehrten Vorzeichen versehen, da von deutscher Seite bereits vor mehr als Monatsfrist ein N a - mensverzeichnis der bis zum 20. Dezember 1939 versenkten Schiffe veröffentlicht wurde. Da in dieser Liste Name um Name mit genauester Angabe der Tonnage jedes einzelnen einwandfrei ver- lorengegangenen Schiffes, soweit Mister Churchill ein Bekanntwerden des Verlustes nicht zu- verhindern wußte, aufgeführt worden war, hatte man damals d i e Richtigkeit der Aufstellung nicht ernstlich anzweifeln können. Danach waren allein an britischem Schiffsraum rund 670 000 Tonnen oerlorengegangen, womit sich die erstaunliche Tatsache ergibt, daß in der Zeit zwischen dem 20. Dezember 1939 und dem 2. Februar 1940 in der kühnen Phantasie des Deutsche Bombenflugzeuge im Kampf mit englischen Jägern Mit einem Motor zurück über die Nordsee. immer zu. . v r, ... x Während also die Ostseehäfen mindestens wahrend einiger Monate nicht ganz sicher sind, hat Finnland in seinem Eismeerhafen Linahamariim Petsa- moqebiet an der Fischerhalbinsel einen durch den Golfstrom vor Vereisung geschützten ausgezeichneten Zugang zum Weltmeer. - Allerdings ist die Verbindung dieses Hafens mit dem dichter besiedelten Süden und seinen Städten und Industriezentren verkehrstechnisch recht ungenügend. Die Eisenbahn reicht nur bis Rovariemi, das einige Kilometer vom Nordende des Bottnischen Meerbusens und tausend Eisenbahnkilometer von Helsinki entfernt liegt. Bon da geht es dann nur mit dem Auto noch 581 Kilometer weiter auf der vor wenigen Jahren erst vou- enbeten Eismeerstraße. — Interessant ist es, daß ganz in der Nähe von Petsamo, sozusagen aus der anderen Seite der Fischerhalbinsel, Rußland ebenfalls feinen einzigen, ständig eisfreien Zugang zum Weltmeer besitzt, wenn mast die Hasen der vai- tischen Staaten nicht einrechnet die ia nicht zum russischen Eigenbesitz gehören. Auch Wladiwostok ist nämlich während einiger Wintermonate von Bereisungsgefahr bedroht. — Als Finnland im Frieden von Dorpat 19201 non Rußland das P e tf a m o g e b i et erhielt, schien es um ein besonders armes Stück Land ^elch^ geworden zu sein. Nur Tundra die baumlose Katte- steppe der Arktis, bereitete sich hier aus. Dor we nigen Jahren nun wurden mitten in der Tundra Rickeivorkommen gefunden, die außenirdent lid) ergiebig sein sollen. Der finnische Staat überließ die Ausbeutung einem engllsch-kanaDlschen Unternehmen, dem „Mond Nickel Trust". Das nördlichste^ und zugleich modernste Nickelbergwerk der Welt mit einem Raffinierwerk und zwei Kraftwer Een wurde in kurzer Zeit aus dem öden Boden ge zaubert und gerade in diesem Jahre sollten die ersten Nickelsendungen den Hafen von Petsamo verlassen. Ob die englischen Besitzer überhaupt nur em einziges Kilogramm ihres Nickels zu sehen bekam men werden, ist allerdings heute zweifelhaft. Unaebeuer ist der Waidreichtum Finnlands. In fernem mittleren und südlichen Teil findet man Sägewerk neben Sägewerk. Zu ihrem Betriebsteh keine Kohle, sondern nur die aus Wasserkraft gewonnene Elektrizität zur Verfügung Kohlenvor- kommen fehlen ebenso wie nutzbare ' bie finnitoe Wirtschaft -inseitig auf ine G'nsuhr dieser sehlenden Rohstoffe angewtesem Erstaunlich ist die Tatsache, daß das verhältnismäßig grotze Land mit seiner kleinen Volkszahl noch auf di fuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse angewiesen st - Ein Land, das in f-;~" "benlo einseitig ist wie im geographischen untergegangen. Nach viertägigem Treiben auf einem Rettungsboot sind an der englischen Küste 12 Mann der Besatzung gelandet. Der norwegische Dampfer „V a r i I d" (1500 Brt.) ist auf der Fahrt von Norwegen nach England in der Nordsee gesunken. An Bord befanden sich 15 Mann Besatzung. Nack) einer Meldung aus London ist der schwedische Dampfer „F r a m" in der Nordsee nach einer Explosion gesunken. Fünf Mann der Besatzung sind von einem anderen Fahrzeug in einen schottischen Hosen gebracht worden. 19 Mann werden vermißt. Englands Oelbeöorf ein Transportproblem. Kopenhagen, 2. Februar. (Europapreß.) Das steigende englische Interesse an neutraler Tank-Tonnage führt die seriöse dänische Handels- und Seefahrtzeitung „Danmarks Handels og Soefart Ti- dende" zurück auf die „fast unlösbaren Transportschwierigkeiten in der englischen Oelzufuh r". Während im Jahre 1914 ein großer Teil der englischen Kriegsmarine und Handelsflotte auf Kohlenfeuerung eingestellt gewesen fei, benutze heute nicht nur die gesamte Kriegsflotte, sondern auch fast die Hälfte der englischen Handelsflotte O e l als Ireibftoff. Hinzu komme noch der Oelbedarf der Luftflotte, der Tanks und der anderen motorisierten Waffen. Wenn England also seinen Oelbedarf decken wolle, müßte feine Tankerflotte intensiver eingesetzt werden als in Friedenszeiten, wo der Tonnageraum im Gegensatz zu heute ausgereicht habe. Im September vorigen Jahres habe England 435 Tankschiffe mit einem Tonnageraum von 2,92 Millionen Groß-Tonnen besessen. -Wenn man bedenke, welche erheblichen Schwierigkeiten die Schiffe durch große Verspätungen usw. zu überwinden hätten, so ergebe es sich von selbst, daß England heute vor Transportproblemen stehe, die kaum g e 1 ö st werden könnten. Neutrale Reeder seien nicht besonders daran Wir atmen auf, das Schlimmste scheint überstanden. Doch da hinken haken noch so ein paar hartnäckige Kerle in unsere zweite Kette. Kurz entschlossen dreht die erste Kette bei und eilt den Kameraden der zweiten Kette zu Hilfe, während der „Rhombus", behindert durch den Ausfall des rechten Motors, stur weiterfliegt — fliegt, was aus dem heilgebliebenen Motor herauszuholen ist. Unbemerkt kommen sie davon. Hoffentlich hält der Motor durch. Nun haben sie Zett den Schaden in Ruhe zu besehen. Längst hat der Flugzeugführer das Flugzeug ausgetrimmt, d. h. das durch den Ausfall des rechten Motors gestörte Gleichgewicht wiederhergestellt, da erleben sie die nächste Ueberrafchung. Der Haupttank enthält nur wenig hundert Liter Sprit, die für den Rückflug längst nicht ausreichen. Der kostbare Saft läuft inzwischen munter durch die zerschossene Celleitung aus. „Der Reservetank wird in den Jnnentank umgefüllt", schreit der Beobachter. Eine kleine Handpumpe mit einem lächerlich kleinen Hub- raum dicht am Sitz des Flugzeugführers muß es schaffen. Jeder kennt jetzt nur noch einen Gedanken, stur durchhalten! „Fritz, komm nach vorn, du mußt weiterpumpen", ruft Feldwebel R., Beobachter und Kommandant des Flugzeuges, seinem Bordmechaniker zu. Inzwischen ist der Kommandant bereits dabei, den Kurs abzusetzen. Es sind noch Hunderte von Kilometern bis nach Hause. Fritz pumpt unermüdlich, die Handpumpe schafft herzlich wemg, doch es geht, langsam aber sicher fließt Liter um Liter in den Jnnentank — der Motor bekommt seinen Sprit. Dann sitzt der Beobachter wieder am Hebel, schwitzend löst einer den anderen ab. Pumpen, pumpen, pumpen. Der Motor macht ruhig und zuversichtlich seine Touren. Unermüdlich holt der Funker seine Peilungen, während der Beobachter über den Kurs wacht. Und schon wird es dunkel. Und dann ein Freudengebrüll: das Flugzeug hält genau auf den Heimathorst zu, das Landefeuer leuchtet auf, sie kommen direkt auf die Einflugschneise. Die letzte peinliche Ueberrafchung kann schon keinen mehr erschüttern: der Druckautomat zum Herausdrehen des Fahr- aestells hat auch noch was abbekommen, doch im Nu ist das Fahrgestell mit der Hand herausgekurbelt und endlich — endlich rollt der brave Vogel nach seiner glatten Landung zu seinem Standplatz. lnachtsM. noch mit 11 v. H. Schwedisch zu sprechen gehört er Volk | unter den wohlhabenden Finnen noch immer zum ichl, borni guten Ton. Das Land, das zu unserer Zeitrechnung !, schlecht« I besiedelt, sehr bald unter die Herrschaft der Schwe- tets übti< I den kam und seit dem 12. Jahrhundert abwechselnd I zu Schweden und Rußland gehörte, war feit 700 Jahren niemals völlig selbständig. 3,8 Millionen Menschen bewohnen rund 380 000 Quadratkilometer: mit 10 Menschen auf den Quadratkilometer ist Finnland also nächst Norwegen der dünnstbesiedelte Im Ausland hat anscheinend die Feststellung des Führers in seiner großen Rede am Babresu.gu oer nationalsozialistischen Revolution einen besonderen Eindruck gemacht, daß die erste Phase des Krieges abgeschlossen sei und nunmehr die zweite Phase beginne. Die erste Phase hat dem Deutschen Reich die politische, militärische und wirtschaftliche Rückenfreiheit gesichert. Die zweite Phase wird bestimmt durch die Tatsache, daß nun die stärkste Militärmacht der Wett und hinter ihr die geballte Kraft eines 80-Millionenoolkes, einig im Willen zum Sieg, auf allen Lebensgebieten zur n- gung von Höchstleistungen organisiert Uhu Der denkbar besten Führung bereit ist, den Kamps aufzunehmen, zu dem sie die westlichen Plutokra- tien in wahnwitziger Verblendung herausgefordert haben. Sie wollten den Kampf, sie sollen ihn haben. Zwischen beiden Phasen liegen fünf Monate Kriegszustand, die Deutschland genützt hat, um seine Kriegsbereitschaft auf das höchstmögliche Maß zu steigern. Ungeheures ist in diesen letzten fünf Monaten geleistet worden, demgegenüber alles verblaßt, was in den letzten sieben Jahren vorher in Deutschland entstanden war. So hat der Führer mit Stolz feststellen können. Der Londoner Rundfunk freilich will von diesen deutschen Leistungen nichts gemerkt haben. Die zweite Phase des Krieges, deren Beginn der Führer ankündigte, wird auch dem britischen Rundfunk und seinen Hintermännern Gelegenheit genug bieten, diese deutschen Leistungen kennenzulernen, vermutlich mehr, als ihnen lieb sein wird. Dessen sind wir gewiß. Die Erfolge deutscher Torpedos, Luftbomben und Minen, die rings um die britischen Inseln eine Todeszone geschaffen haben, sollten ja den Londoner Großsprechern, die heute noch ihre Angst vor dem Kommenden durch laute Prahlereien zu übertönen suchen, einen Vorge- geschmack dessen gegeben haben, was deutsche Waffen zu leisten imstande sind. Mögen die Unbelehrbaren in Paris und London sich in nebelhaften Hoffnungen wiegen, mögen sie weiter ihrem fid) längst als Utopie erwiesenen Plan nachlaufen, Deutschland wirtschaftlich abzudrosseln, mögen sie ihr propagandistisches Trommelfeuer auf die Neutralen richten, denen ja Herr Churchill mit erstaunlicher Offenherzigkeit verraten hat, welche Rolle man ihnen in dem Kriege Englands zugedacht hat, mögen fie in der irrigen Meinung, durch Erweiterung der Kriegsschauplätze ihre Lage zu verbessern, ihre Blicke nach Norden und Süden richten, das deutsche Volk üertraut auf die Schärfe seines Schwertes und es ist gewiß, der Führer wird von ihm im gegebenen Augenblick den rechten Gebrauch machen. Wir treten in diese zweite Phase des Kampfes ein in der festen Zuversicht, daß an ihrem Ende unser Sieg stehen wird. So wohl mir wissen, daß dieser Kampf daheim und draußen unser aller letzte Hingabe fordert, daß alle unsere Anstrengungen, all unser Tun und Lassen auf das eine Ziel gerichtet sein müssen, so wohl wir wissen, daß wir uns auch künftighin keinen Illusionen hingeben Dürfen, ebenso sehr sind wir uns der ungeheuren Kraft bewußt, die in der Einheit unteres Volkes ersten Lügenlords britische Handelsschiffe mit 190000 Bruttoregistertonnen wieder vom M e e- resgrundaufgetaucht sind und neue V e r- 1 uste in dieser Zeit überhaupt nicht eintraten. Damit reimt sich aber wieder schlecht zusammen, daß man in der gleichen Londoner Rundfunkerklärung wenigstens den Verlust von 10 000 Tonnen Schiffsraum bei den deutschen Luftangriffen 3 u g i b t, also immerhin ein Fünftel der wirklichen Ziffer. Zu Optimismus für Churchill fein Anlaß. (Sin amerikanisches Urteil Neuyork, 3. Februar. (DNB. Funkspruch.) Die „New York Times" stellt in einer Betrachtung über die deutschen Seekriegerfolge fest, daß Der erst kürzlich wieder zum Ausdruck gekommene O p - timismus Churchills keineswegs gerechtfertigt fei. Verglichen mit dem Dezember weife' der Januar ein starkes Ansteigen der versenkte» Tonnage auf. lieber den zunehmend ernüchternd wirkenden Charakter der deutschen Seekriegführung auf die Schiffahrt der Westmächte bestehe selbst dann kein Zweifel, wenn man lediglich Die britischen Angaben über Die Schiffsverluste zu Grunde lege. Erschwerend falle ins Gewicht, Daß die Versenkung, Der zweiten Januarhälfte d i e der er st en Hälfte weit übersteige. arft d ö W ILFT I fassen.--------------------- 1 Des Sports, der unendlichen Wälder und des unter JTL | Dem Namen Sauna bekannten Dampfbades. Dabei ist vieles an diesem Land und seinem Volk kompli- PK. Zwei Ketten bewaffneter Fernaufklärer sind unterwegs zum Handelskrieg an Albions Küste. \ Stunde um Stunde mahlen Die Luftschrauben I ihren eintönigen Gang. Ein ziemlich windiger Auf- 1 trag ist das heute, der geknackt sein will. Ein durch i Kriegsschiffe gedeckter Zug bewaffneter Schiffe soll , angegriffen werden, und Das in Küstennähe! Schon i ist der Morray Firth im Norden Schottlands ^in Sicht. Donnernd braufen die Ketten dahin. Sie folgen Der tiefen Einbuchtung und fliegen in Rich- tung Aberdeen. Längst sitzen Die Heckschützen an < ihren MGs., bereit, jedem Angriff Die Stirn zu bieten. Doch noch immer regt sich nichts! WeDer < zeigt sich der erwartete Konvoi, noch melden sich Die : Jäger — Pech und Glück in einem Atemzug. So- ' eben Donnern sie auf Der Höhe von Edinburgh an Der Küste entlang, Da bricht Die roilDe JagD herein: neun englische Jäger. Nun gilts! In rasender Fahrt kommen sie heran — ein Ausweichen ist unmöglich. Schon Harfen Die ersten Einschläge in Die Flächen. Die Deutschen Bomber sprühen Dem Gegner aus allen Rohren ihre Garben entgegen, Da sind sie schon vorbei, ziehen weg und sammeln sich zu neuem Angriff. Da, was ist Das? Der linke Kettenhund Der zweiten Kette verliert mächtig an Fahrt — und schon stürzen sich Die Jäger auf Die Zurückbleibenden — sicher hat der Motor etwas abgekriegt. Die beiden anderen Flugzeuge Der zweiten Kette Drehen sofort hart ab und schützen Den Kameraden vor Dem konzentrischen Angriff Der heranbrausenden Jager. Eben will Der „Rhombius" auch heraneilen, Da baut ihm ein vorbeiflitzender Engländer eine ganze Garbe durch Den Motor, wütend rattern Die MGs. Der getroffenen Maschine hinterher — Da zischt schon eine Wolke aus Dem rechten Rohr, Kühler und Oel- leitunq sind zerschossen! Das Del kleckert unheimlich schnell heraus — gleich wird die Maschine Feierabend machen. Kurz entschlossen stellt Der Flugzeugführer Den rechten Motor ganz ab. Es muß mit einem gehen. WieDer stürzen Die Jager herab — sie- wollen Den „Rhombus" fassen, ehe er sich an die erste Kette angehängt hat, was er. mit einem Motor nachhinkend, verzweifelt versucht. WieDer sch agen Die Nickelmantelgeschosse Der Tommys mit eHigern Kläcken in Flächen und Rumpf. Die Kanzel ist durchsiebt und Dicht hinter Dem Genick Des Flugzeugführers hat ein Geschoß, von hinten Durch Den Rumpf kommend, Das Metallgehause durchschlagen, klatscht auf Die Lederhaube Des Flugzeugführers un£) __ fällt kraftlos herab. Gott fei Dant, Die Kraft Des Geschosses war auf Dem langen Weg durch verschieDene Metallkörper schon verbraucht. Das hätte schief gehen können: ohne Flugzeugführer mit einem Motor mitten in einem Schwarm seinDlicher Jäger — Doch es ist jet^t feine Zeit zu ■ B-trachtrmg-n Wenn doch die erste Kette nur oer- halten wollte. — Die Sekunden werden zur Ewig- : reit — werken die denn nichts? Doch, ste erfaßen i di- Laae- Der Verband muß dicht aurschießen, • will er nicht non den wieder Heranbrau,enden i gäqern gesprengt werden. Das dritte und werte ! Mal brausen sie noch heran - ledesmch van einem : fiaqel aus allen MGs. empfangen. Schon haben Se erften ganz abgedreht. es wird etwas Lust. Erzeugnisse angermeien m. ^we „end ist den Kerlen der .Schnaps" knapp feinem fian&el e6en,o Ansch^ hat Freund und Femd wett rphtschen Ausbau. 6ie See hinausgetragen. der Anteilnahme am heimatlichen und völkischen iruuj vuii neuen jiiujtiuiicii muji niviji vm । bloßen Unterricht in den verschiedenen Fächern be- öer] des Ziel der Mittelschule erreichen können, und es bestehen Vorkehrungen für den Uebertritt ans Volks- Zuge ist Vom neuen Schuljahr ob wird in allen Schulen Neue Richtlinien für Volks- uni> Mittelschulen arbeit). Die Richtlinien treffen dafür Sorge, daß begabte Volksschüler noch nach dem 6. Dolksschuljahr durch „Aufbau klassen^ in vier weiteren Jahren das gedrungen sind und die mit den Forderungen des Lebens nichts zu tun haben, aus den Lehrpläneü ausgeschieden. Manches Reue, wie zum Beispiel E r >o l e h r e, wurde dafür ausgenommen. Im übrigen sind die Lehrpläne e l a st i s ch und gestatten die individuelle Berücksichtigung der Bedürf- Keine Kriegssinanzierung durch Geldentwertung Reichsminister Funk vor dem Beirat der Reichsbank. schränken, sondern ihre nationalsozialiiti- sche Erziehungsaufgabe (weltanschaulich, wehrgeistig, wehrpolitisch) tritt stärker hervor. Die „Erziehung vom Leibe her" (durch Tur- .......i anderen Fächern. Im übrigen sind alle Dildungsstoffe, die auf Grund überwundener Vorstellungen in die Volksschule einfreigesetzte Kaufkraft muß für die Kriegsfinanzierung methodisch eingefangen werden. Dies geschieht bei uns durch Steuern einerseits und durch Sparen anderseits. Denn auch das Sparkapital wird der Kriegsfinanzierung nutzbar gemacht. Die Kunst der Kriegssinanzierung besteht nun darin, trotz starker Erhöhung der Steuern die Sparkrast des Volkes zu erhalten. Mit finanztechnischen Methoden kommt man diesen Problemen nicht bei. Wir lehnen es ab, den Kriea mit Preis- und Lohnsteigerungen, also mit einer offenen Geldentwertung, aber auch mit einer Kreditausweitung ohne gesicherte Produktionsausweitung und ohne Erhöhung der Produktivität der Wirtschaft, also durch eine versteckte Geldentwertung zu finanzieren. Im Kriege ist es notwendiger denn je, den Leistungswillen und die Leistungen f e Ib ft auf allen Gebieten zu steigern. Hierauf hat auch die Steuerpolitik Rücksicht zu nehmen. Insbesondere wies Reichsminister Funk noch auf Das Problem hin, das durch die beschleunigte Auf- zehrung der Vorräte ohne die Möglichkeit alsbaldigen Ersatzes in steuerlicher Hinsicht entsteht. Würde man diese als Gewinne in den Bilanzen in Erscheinung tretenden Summen wegsteuern, so beide wahrlich nicht fehlen lassen. Aber sie sind in Paris und London nur auf kalten Hohn, Ueder- heblichkeit und Argwohn gestoßen. Alle ins Einzelne gehenden praktischen Pläne zur endgültigen Ve- ft-iedung der Völker, die der Führer unter Verzicht auf manchen Rechtsanspruch ausgearbeitet und vor- gelegt hatte, haben als einzige Antwort nur eine neue Verschwörung der westlichen Plutokratien OTen Leben und Sicherheit des Reiches gefunden Man wollte keine Verständigung, man wollte den Kampf. Run, „sie werden den Kampf bekommen , die ihn verblendet und wahnwitzig heraufbeschworen haben. Deutschlands scharfes Schwert wird den Kriegstreibern in England und Frankreich ein l^chsvores Erwachen aus ihren perfiden Vernichtungstraumen bereiten. Dr. Fr. W. Lange. Berlin, 4. Febr. (DRV.) Dom Reichs- [ erziehungsministerium sind soeben neue Bestim- mungen für Erziehung und Unterricht in D o l k s -1 schulen und Mittelschulen herausgebracht worden. Damit ist ein gewisser Abschluß geschaffen für die nationalsozialistische Neuordnung des gesamten Schulwesens, die seit einigen Jahren im spräche und kann in den oberen vier Klassen wahlfrei noch eine zweite Fremdsprache lernen. In allen Fächern der Mittelschule rücken die Richt- linien von der systematisierenden Behandlung der Fächer ab zugunsten einer lebensnahen und praktischen Ausrichtung. Demgemäß werden neben den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern technisch-merkliche Fächer stark betont (Werkunterricht, Gartenbau, Kurzschrift, Maschinenschrei, den und bei den Mädchen Hauswerk und Handnisse von Stadt und Land, von Jungen- und Mädchenschulen. Sie betonen die Forderungen der | stehen Vorkehrungen für Den uebertnt Schul- und Klaffengemeinfchaft und I und Mittelschule in die Höhere Schule. B e rl i n, 2. Febr. (DNB.) Der vom Präsidenten der Deutschen Reichsbank, Reichswirtschaftsminister Funk, im Sommer vorigen Jahres berufene Beirat der Deutschen Reichsbank trat zu seiner ersten Vollsitzung zusammen. Für die Reichsbank, als der für das Geld- und Währungswesen verantwortlichen Stelle, ständen — so erklärte Reichsminifter Funk — heute zwei Probleme im Vordergrund: Das der Kriegsfinanzieruna und des Außenhandels. Es komme darauf an, zur Deckung der zusätzlichen Staatsausgaben im Kriege aus dem Volkseinkommen einen erheblichen Anteil dem zivilen Bedarf und der Erfatzinveftition zu entziehen, und diesen Anteil der Produktion von kriegsnotwendigen Gütern zuzu- fuhren. Durch die Rationierung aller lebensnotwen- digenGüter, die Kontingentierung der Rohstoffe, Lenkung des Arbeitseinsatzes, des Kredit- und Kapi- talstromes und des Außenbandeis von der kriegsunwichtigen Produktion auf die kriegswichtige Produktion und schließlich sogar durch Herstellungs- verböte wird diese Umstellung in der Verwendung des Volkseinkommens erreicht. Die durch die Ratio- nieruna und durch die starken Beschränkunaen in der Herstellung und Verwendung von Konsumgütern dem Welt zu sein. Gerade das Wissen um das Schicksal, das uns von unseren Feinden zugedacht ist, wenn wir in diesem uns aufgezwungenen Kampf versagen, gibt uns die Kraft, mit aller Entschlossenheit, der wir fähig sind, diesen Kamps aufzunehmen und durch- gufechten. Wir wissen, daß es dabei um eine weltgeschichtliche Entscheidung geht, um eine wahrhaft neue Lebensordnung unter den Völkern, die durch gerechte Verteilung der Güter dieser Erde einen auerchaften Frieden verbürgt. Aber er kann nicht errungen werden ohne die Sicherheit gegen jede Wiederkehr jener schmachvollen Frohn, in der uns und die andern jungen aufftrebenben Völker die internationale Plutokratie, für deren Interessen England und Frankreich zu Felde gezogen sind, gehalten haben. „Die heutige Generatton trägt Deutschlands Zukunft." Wir wissen es aus dem Munde des Führers und sind stolz darauf. Wir find vom Schicksal besttmmt, diesen Selbstbehaup- tungskampf unseres Volkes, der feine politische und sittliche Rechtfertigung in dem Lebensanspruch eines zu höchsten Kulturleistungen befähigten 80-Millio- nen-Volkes findet, durchzustehen bis zum Endsieg unserer guten Sache. Kein Kompromiß, keine „Zwi- schenlösung", die nur ein Vertagen der geschichtlich notwendigen Auseinandersetzung zwischen einer zum Leben drängenden jun'gen Welt mit neuen, zukunftsträchtigen Idealen und den alten reaktionären Mächten ausbeuterischen Schmarotzertums bedeuten würde. Zu einer Verständigung war zwanzig lange Jahre hindurch Zeit gewesen, nachdem das Versailler Diktat die vorgeblichen Hindernisse einer Verständigung beseitigt hatte und die Gründung der Genfer Liga eine neue Aera der Gerechtigkeit und des Friedens eröffnen sollte. Aber für den unersättlichen, voll Argwohn und Mißtrauen auf seinen zusammengeraubten Schätzen thronenden Imperialismus der wefttichen Plutokratten gab es weder eine Verständigung mit dem demokratischen, ausae plünderten und machtlos am BÄ)en liegenden Deutschland, noch mit dem andern Deutschland, dem durch Die nationalsozialistische Idee geeinten und aus eigener Kraft zu neuer gewaltiger Macht wie- der emporgestiegenen. An Versuchen dazu haben es steckt, in dem unerschütterlichen Glauben an eine Zukunft unseres Volkes und in dem unbeugsamen Willen zum Sieg, der zu allem entschlossen ist und die klare und endgültige Durchsetzung unteres Rech- tes bringen wird, ohne die es keine Verständigung neben kann. Das ist die Voraussetzung für jene neue Ordnung Europas, für die wir kämpfen. Und in diesem Kampf fühlen wir uns eng verbunden mit allen jenen jungen Völkern, denen die imperialistischen Plutokratien ihren nach Dolkskraft und Leistung wohlbegründeten Anspruch auf ausreichenden Lebensraum und Anteilnahme an der Erschließung der großen Rohstoffquellen der Erde vorenthalten haben. Länger als Drei Jahrhunderte haben wir wie die Italiener für die Außenpolitik Der Westmächte Den Prügeljungen machen unD hat unser Land für ihre Kriege Den Schauplatz abgeben müssen. Nun ist unter der genialen Führung eines Adolf Hitler das durch den Nationalsozialismus geeinte deutsche Volk zu einer Weltmacht geworden, die nicht länger gewillt ist, sich um ihr Lebensrecht betrügen zu lassen. Eine junge, selbstbewußte, arbeitsame Nation steht im Kampf gegen Die reaktionären Mächte satter Beharrung, Die auf Lug und Trua ihre Weltherrschaft errichtet und sie zur brutalen Ausbeutung fremder Völker mißbraucht haben. Die Erkenntnis Der Ver- logenheit dieses plutokratischen Weltherrschaftsanspruchs bricht sich auch jenseits Der deutschen Grenzen Bahn. Man beginnt auch dort Die Scheinheilia- feit Der Phraseologie eines Chamberlain zu durchschauen trotz aller Propagandakünste, mit denen Die frommen Briten den neutralen Völkern als Äriegsziel ihres Kreuzzuges gegen Das national- sozialistische Deutschland ein neues Europa des Friedens und Der Gerechtigkeit vorgaukeln möchten. Ihre Geschehen. w , Die Mittelschule dient „im Rahmen Des für alle Deutschen Schulen verbinDlichen Er- ziehungszieles ... den Erziehungs- und Berufs- beDürfiriffen jener Dolkskreife, in Deren Berufs- 1 arbeit sich Kopf- und Handarbeit vereinigen, und «Die im Stande find, leitende Gedanken schnell und sicher aufzufassen und fach- und sinngemäß auszu- des großdeutschen Reiches zum ersten Male in der , führen". Dieses Bildungsziel greift also weiter deutschen Geschichte nach Reichsgrundsätzen als die Volksschule. Der Mittelschüler geht Dafür erzogen und unterrichtet. Die Volksschule Darf sich auch zwei Jahre lönger zur Schule als der nach Den neuen Richtlinien nicht mehr auf den > Volksschüler. Er lernt E n g l i s ch als Pfllchtfremd- sranzösischen Verbündeten waren unvorsichtig genug, zu verraten, wie dies neue Europa aussehen soll. Sie kämpfen für die Schatten einer Vergangenheit, in Der Die Raubideale eines Ludwia XIV. sich '' lelzen mit Dem Größenwahn Der Generation Weltkrieges, Die in einem zweiten Krieg das nachholen will, was sie in Versailles versäumt zu uum . haben glaubt, um Deutschland wieder zu dem zu ncn unb Sport) steht über allen machen, als was es ernst der Drelßigiahrige Krieg kJ. W. -----n- hinterlassen hatte: einen geographischen Begriff, der für die Wiederherstellung der französischen Hegemonie über Den europäischen Kontinent kein Hemmnis mehr beDeutet. UnD Die britische Plutokratie glaubt damit Den lästigen wirtschaftlichen Kontur- renten, dessen Intelligenz, Tüchtigkeit, Fleiß und Arbeitstempo das eigene Geldverdienen mühsamer und beschwerlicher machte, ebenso wie das nicht minder unbequeme Vorbild einer wahrhaft sozialistischen Staats- und Volksgemeinschaft für immer beseitigen zu können, indem man Die Deutschen wieder in Das Helotendasein herabdrückt, Das sie jahrhundertelang geführt haben, gut genug, als „Volk Der Dichter und Denker" Der Kulturdünger der an- mürbe man Substanz wegsteuern. Unter* Wirtschaft braucht Reserven, um unter den schwierigen Kriegsverhältnissen durchhalten und die nach Kriegsende notwendig werdende Wiederaus- füllung Der Vorräte aus eigenen Mitteln oder mit Hilfe Der Banken vornehmen zu können, weshalb auch grade Die Banken liquide gehalten werden müssen. Für Die Kriegsfinanzierung komme es Darauf an, Die sogenannten „toten Kassen" in einer volkswirtschaftlich und finanzpolitisch richtigen Form für Die Mehrausgaben Des Staates lebendig zu machen. Aber auf jeden Fall fei eine Illiquidisierung Der Wirtschaft hierbei zu vermei- Den. , Hinsichtlich Des Außenhandels betonte Reichsminifter Funk, daß heute Die Rohstoffe in ganz Europa vor GolD unD Devisen bevorzugt würden, Daß aber Die fein ft e Devise heute Die deutsche Qualitätsarbeit fei. Diese Devise müssen wir allerdings zunächst dazu ver- wenden, um unsere Feinde mit dieser überlegenen Waffe zu besiegen. Nach siegreicher Beendigung Des Krieges werde Die deutsche Qualitätsarbeit in ganz anderer Werse als früher in Der Lage sein, Die Stellung Der deutschen Wirtschaft in Der Welt und -Die Wohlfahrt des deutschen Volkes zu sichern. Oie Nalkanbund-Konferenz. Belgrad, 3. Febr. (Europapreß.) Die ersten Beratungen der Außenminister des Balkanbundes fanden im Belgrader Außenministerium unter Vorsitz des rumänischen Außenministers Gafencu statt. Die vier Minister prüften Die Möglichkeiten, Den Frieden in Süd Osteuropa zu sichern und behandelten Die Beziehungen Der Balkandund-Staaten zu den Großmächten. In Konferenzkreisen heißt es, daß Die Minister Die außerordentlich guten Beziehungen ihrer Staaten zu Italien feststellten. Hinsichtlich Der kriegführenden Großmächte sei feftge- stellt worden, daß alle vier Balkanstaaten chre bisherige Politik, Die als eine Gewähr für Die Erhaltung Des Friedens auf dem Balkan betrachtet werde, fortsetzen wollen. Die jugoslawische Presse deutet nach wie vor Die Balkanbund-Konferenz als eine Kundgebung der Solidarität der vier Dalkanbund-Staaten und Der festen Entschlossenheit der Balkanvölker, hn gegen- ro tintigen europäisch en Konflikt den Frieden zu bewahren. Russische Angriffe in Rordfinntand Helsinki, 2. Febr. (DNB.) Aus Nordfinnland wird von einem russischen Luftangriff auf R o v a n i e m i berichtet, bei dem trotz Abwehr durch Flak und Jagdflugzeuge schwerer Scha- Den angerichtet wurde. Infolge starker russischer Angriffe ist Die Nordfront bei Petsamo, Höyhen- järvi und Salla wieder in Bewegung geraten. Auch nordöstlich des Ladogasees haben erneut schwere russische Angriffe eingesetzt. Nach finnischen Berichten haben die Russen am 1. Februar zwei Flugzeuge eingebüßt. Auch im Abschnitt Summa hat eine heftige Offensive der russischen Truppen begonnen. Nach sechsstündiger Artillerievorbereitung ging die russische Infanterie zum Angriff über. Dabei wurden von Den Russen starke Panzer- s ch u tz s ch i l d e, eine völlig neue Schußwaffe, mit- geführt. Diese Schilde waren auf zwei Meter breite und Drei Meter lange Schlitten montiert, die von Kampfwagen im Schutze von Einnebelung vor- geschoben wurden. Starke Fliegerabteilungen unterstützten Die angreifenDen Truppen. Die Kämpfe Dauern an. Oer Reichsproiekior. P r a g, 2. Febr. (Europapreß.) Die tschechische Presse würdiat anläßlich Des 67. Geburtstages Des Reichsprotektors Frei Herrn von Neurath besonders seine Tättgkeit als Wahrer Der Reichsinteressen im Protektorat, wobei die Blätter auf das große Vertrauen Hinweisen, Das die Oie alle Tana. Von Water Kruppa. Am Abend Des Tages, an dem sie die alte Tana begruben, gingen der Pfarrer und der Vikar im Gespräch unter dem dichten Lauddach der Linden Des Walles und suchten nach einer Formel für Das abgerissene, seltsame Leben dieser alten, einsamen Frau. Abschließend sagte der Pfarrer, als die Männer einhielten, um sich voneinander zu verabschieden: „Sich selbst zu verlieren, ist ein unbesckreib- liches Unglück. Aber wer kann am Rande (eines Lebens sagen, er habe sich schon gefunden? Wie- viele Mauern richten wir uns auf, die uns von unseren guten Nachbarn trennen! Und immer ist unser Blick rückwärts gewandt, immer wird alte Schuld neu erörtert und neu in Rechnung gestellt, immer wieder wird alles nach Den Standpunkten von gestern gewertet. Jeder kennt fein Unrecht, jeder sollte versuchen es gutzumachen und alles wäre gut. Vielleicht fänden wir dann die Stärke: unseren Brüdern siebenmal siebenzigmal vergeben zu können." Das Häuschen der alten Tana stand au Füßen des Walles im Schatten des großen Michelturmes, klein und geduckt, mit müdem, geneigtem Giebel. Die alte Tana hielt es blank, Denn niemand sollte ihr nachreden können. Sie lebte rechtschaffen von ihrer Rente, und alle Umstände waren wohl dazu angetan, ihr einen friedevollen und zufriedenen Lebensabend zu gewähren. Doch die alte Tana, die ein Leben hinter sich hatte, das reich war an Sorgen und Mühen, stellte sich auf die Schattenseite des Schicksals und war ihm gram. Sie hatte ein kühles Herz, Das nur die Leidenschaft Des Zornes kannte, aber diese In so großem Maße, daß es schien, als sei dieser Zorn, für den es kein Vergessen gab, das Feuer, das ihre Seele wärmte. Es lebten viele Kinder von ihr im Lande verstreut, besuchten sie bann und wann für eine kurze Zeit, und waren froh, wenn sie heim» kehren durften. Die alte Tana, gewiß ehrsam und unbescholten, wachte argwöhnisch über ihre Ehre die, weil sie wie ein kostbares Kleid an allen Tagen und offensichtlich von ihr getragen wurde, ohne böse Absicht gar bald einen Flecken ober einen Riß bekommen konnte. Dor allem aber hielt sie barauf, daß jebermann ihr feine Anerkennung bezeige, unb ba bie Menschen vergeßlich und nachlässig sind, gab es viele, mit benen die alte Tana bö|e war. Hier vereinte sie alle ihre Kräfte zu einer unmenschlichen Härte, |o baß sie niemals jemandem vergab, sondern ihren Groll durch die Jahre hintrug, sich immer mehr unb mehr belub unb, als sie vollends alt wurde, sich zu ängsten begann, sie könnte einen Groll vergessen ober verlieren. In einer Ecke ihres kleinen Hofes, Der von alten Giebeln eng umschloffen war, lagen unter einem Holzdach sorglich gestapelt schone glatte Ziegel, Die ihr Mann Dort verwahrt hatte, um gelegentlich Das Haus auszubessern. Aber er war hm- roeggeftorben, ohne seinen Plan ausführen zu können. Jetzt brauchte Die alte Tana Diese Ziegel, um chr Haus des Zornes au bauen. Auch ihren Kindern war sie böse, weil sie dies oder jenes getan, gesagt oder unterlassen hatten. Nichts sollte vergessen werden. Aber dazu taugte kein Papier. Die alte Tana wollte für jeden das Konto feiner Schuld führen, ehern, wie die Tafeln Gottes Im Flur, neben der schmalen Bodentreppe, begann sie die Ziegel zu schichten und schrieb auf jeden einen Namen, auf den ihr Zorn gefallen war. Sie saß am Fenster und sann über die vielen vergangenen Jahre nach, suchte Namen über Namen hervor, über die längst Die Zeit hinweggewachsen war. Die Ziegel türmten sich zur Mauer in ihrem Hause und beengten den Raum. Ader die alte Tana legte Stein zu Stein. Alle ihre Kinder lagen schon da, die kaum noch in das Haus kamen, seit sie ihre Mauer baute und in Der Bitterkeit ihrer Gedanken stetig zu wachsen schien. Die Enkel, die alten Freunde und Nachbarn, soaar der tote Mann der alten Tana, jeder bekam seinen Stein. Mit verbissener Energie richtete sie eine Wand auf zwischen sich und der Helligkeit der Welt. So stark war diese Wand, daß sie um das ganze Haus gestellt war und niemand mehr sich Die Mühe gab, sie zu übersteigen. Blank waren die Fenster Des Hauses, Der messingne Klopfer an Der Haustür blitzte golden, Blumen blühten im Vorgarten hinter Dem grünen Staket mit Den weißen Spitzen. Aber die Kinder gingen schnell und scheu vorüber, unD Die Erwachsenen deuteten auf Das kleine Haus unD erzählten Den Fremden von Der alten Tana, als einem Original Der alten Stadt. Die Flamme des Zornes sollte eines Tages jäh unb vernichtend erlöschen unb mit ihr bas bitter gewordene Leben Der alten Frau. Es war ein grauer Regentag, das Walser rann über Die Scheiben unb gurgelte im Hofe in bie Tonne. Die alte Tana war nach einer Nacht mit schweren Träumen jäh erwacht, lag mit bleiernen Gliedern unb schmerzendem Kopf im Bett und hörte auf den Regen unb auf bie bumpfen Glockentöne im Michaelsturm. Mühsam unb ächzend kleibete sie sich an. Ihre Htinbe waren steif unb ungelenk, bas Licht ber Augen wurde schwächer Die Stube war noch voller Traum, unb bie alte Tana sprach mit zahnlosem Munbe vor sich hin, sprach zu den Träumen, schalt mit Gestalten, die nur sie sehen konnte, unb gab Antwort auf Fragen, Die nur sie vernahm. Sie ereiferte ftd> gewaltig, sparte nicht mit bösen Worten unb drohte mit ihren abgemagerten Armen diesem und jenem Schatten, der im Traume gekommen und noch in der Stube war, und für den ein gezeichneter Stein in der Mauer auf Dem Flur [tat. Ihr Zorn loderte immer höher, sie vergaß bas Ankleiden unb lief im Unterrock auf den Flur hinaus, suchte taftenb, Das Gesicht dicht zu den Steinen gebeugt, reihauf, reihad. Hell flammte ihr Gedächtnis auf, sie rechtete mit Toten unb Lebenden und brach jäh ab, als sie zu bem Stein ihres Mannes kam. Als sie ihre Mauer zu errichten begonnen hatte, war er, einer Der ersten, Dessen böse Worte unD Taten sie festhalten wollte, nun war es unbequem für sie, an ben Stein zu gelangen. Sie mußte sich tief bücken, hockte sich auf ben Fußboden, krallte sich eft an dem Stein, um ihn herauszuziehen. Es war chwierig, aber bie alte Tana ließ nicht nach. Sie aß keuchend vor der Mauer unb wanbte ihre ganze Kraft an. Ihre Finger bluteten, zerrten und zogen an Dem Stein. Gekrümmt lag sie auf dem Erdboden, fiel triumphierend in ein Gelächter, als endlich der Stein sich zu lockern begann, dem allein ihre wütende Geschäftigkeit galt. Da begann die lose Mauer zu wanken, schwankte über der keifenden, alten Tana, neigte sich und fiel polternd über ihr zusammen. „‘Dein Leben gehört mir/' Im Gloria-Palast wird auch im neuen Programm ein Film von beachtlicher künstlerischer Bedeutung gezeiat. Es handelt sich dabei nicht eigentlich — wie Der Titel vermuten lassen könnte — um eine mehr oder weniger schlichte Liedesgeschichte, sondern um ein Kriminalstück von gutem Rang, Das von einer steten Spannung getragen ist und erst in Den letzten Bildern aufatmenD entläßt. Dem Film lag ber Roman „Akte Fabreani" von Frank F. B r a u n zugrunde. Wir freuen uns, in diesem Zusammenhang Darauf hinweisen zu können, daß vom gleichen Verfaffer zur Zett Der Roman „Der Mann, der nicht genannt fein will" im „Gießener Anzeiger" zu lesen tft • Der Film beginnt sehr freundlich und beschwingt mit einem Atelierfest unter Kirschenblüten im japanischen Stil. Aber bald fallen Schatten in Die Szenen, Schatten, die von Spannungen zwischen einigen ber beteiligten Personen herrühren unb sich sehr rasch zu ernsten Konflikten verdichten. Eveline, die Tochter ber schönen Witwe Eva Tiedemann, bemüht sich angestrengt unb fast mit Gewalt um Briefe, die ihre Mutter in einem Irrtum Des Herzens unb zu zurückliegender Zeit an den Geigenvirtuosen Fabreani aeschrieben hat, Der sich aber trotz einer Zurückweisung nach wie vor um sie bemüht, obwohl sich Frau Eva für einen anderen Mann entschieden hat. Am Tage nach bem Atelierfest und bei einer Motorbootfahrt stirbt ■ Fabreani Durch Gift eines raschen Tobes. Die Kriminalpolizei nimmt sich Des Falles an, Frau Evas Tochter Eveline gerät unter Mordverdacht, 1 Eveline selbst ist sich im Zweifel, ob sie am Tode Fabreanis schuld sein könnte. Denn sie gab ihm ein Schlafmittel in ein für ihn bestimmtes Glas Kognak, weil sie hoffte, ihm im Schlafe die Briefe ihrer Mutter zu entreißen. Eine Wechselfälschung spielt plötzlich noch mit herein, und Die Verdachte weisen nach verschiedenen Seiten. Die Kriminalpolizei fleht vor immer neuen Rätseln. Sorgfältige Kreuz- und Querverhöre, Haussuchungen, chemische Analysen, falsche Verdachte, Selbstbezichtigungen und ihre Widerlegung lösen nun einander ab, bis schließlich eine hochDramattsche Rekonstruktion aller Vorgänge in der Villq Tiedemann, vor dem Antritt Der Motorbootsfahrt7 Die Lösung aller Fragen bringt. Die wir hier allerdings nicht vorwegnehmen wollen. Nur soviel sei gesagt, Daß Die endliche Lösung blitzartig manche Szene, Die man im Ablauf Des Films für unwichtig erachtet, erhellt und in ihrer Bedeutung rückschauend bewußt werden läßt. * Die Regie (Johannes Meyer), Die sich hier vor manche Schwierigkeit gestellt sah und Szene um Szene sehr sorgfältig auszuprägen hatte, wurde ber schwierigen Materie sehr geschickt gerecht. Das Hauptverdienst um den Erfolg Des Films liegt aber ohne Zweifel bei Der in allen Einzelheiten seriösen Darstellung. In Der Rolle der Eveline hat Karin & a r b t Die größte Aufgabe. Sie hat um ihrer Mutter willen in harter Gegnerschaft zu Fabrecmi zu stehen, sie muß auch alle Zweifel glaubhaft machen, die sie erfüllen müßen im Bewußtsein, vielleicht Doch Fabreanis Tod verschuldet zu haben. Es gelang der Künstlerin ausgezeichnet, Das beunruhigte Element Darzustellen, das Die Rolle von ihr verlangte. Dorothea Wieck erscheint als an- betungsmürbige und schöne Frau Eva in vornehmer Ruhe. Kcu?l Martell verlieh dem Geigen- virtuosen Fabreani manchen sympathischen Zug- Christian K o y ß l e r bestach als Regisseur Holsten । durch Die Sicherheit seines Auftretens. Harald Paulsen als Kriminalkommissar Kilian wußte Durch den Ausdruck einer zartfühlenden Haltung allen ^Beteiligten gegenüber sehr für sich emzu- nhmen. Ivan P e t r o v i ch , Carsta L ö ck , Franz Schafheitlin, Ursula Deinert, Käte Haack und noch verschiedene andere setzten in kleineren Rollen allen künstlerischen Ernst ein. Die Photographie diente der Sache mit gleicher Sorgfalt wie Darstellung und Regie. Heinrich Ludwig Neun«. Der Sp teilte mit, prechu gesetzt gebildet u meinen 0 6on)jetuni ren Sten- des vorig William einigen 2 Der bei gen ist i Der Ss mit, daß Young gesetz oe einer lan wahres und Gerü bi China >$s !«"S rtz SÄ’ r'v E HZ S ft* silei' Der F zum ^9 ■ ten Sck als Södd Berlin w Vertret streuzr des Gene Gebiete r eine WoiMS austragter Gebiet- Der ft< Mittle LerU Goebbi ternRic ju Millio Wrung leftualifiei fallen, |on bieitef jipien qut steteWi acht lasser zwischen ( oder zu v überbrücfe Maße an Filmwage flache L sei nn üb Be sei : hnbsn p starken Erfolg sth propaMl Mit, Ruhe Jügeirtirat tato F fei heute verbreitet Dil be, V. M M die Menen ; te. Men aus' °fenti bei Madie ■ Sm L«6l)atei M "Ein S * Leiste p>che N„vie j. m gegrn. en ju bt. ir. hechisch'j eburtstogfi j on Nr"' wahrer bti die Blätfi n, das dii retil "nbirnlK, * B„, ‘hntii Weittn und bt! ?^'6tog. >!en heik fc’Bt. g«L> M» »)re big. ’ bre (Er, betracht« e vor bit rdfinM iff auf ! Abwch r Scho- ru|fi|dKt , höyhen- 0 geraten m erneut finnischen mar zwei | t Sums i Truppen irbereitung triff über Panzer- vaffe, mit- leter breite >nfiert, die etung vor- gen unter- e Käinpst |üW*» Mie h l; Li *"S w nut 'M in*0* Ü“Hi / feil "■ »iefc ,^i >“»« du A.’S N fichern. fö? et 3U. rht- "t / -ft 0 °d>§ 5M en hat, dkl ch wie vnll i für einen I ie nach den I fahrt Ml Todes. Dian, M ordverdaA I ie am Tw jab M I Jas Ko^I Briefe W hselfMA e Verdau e KrinriM SarM in, -Hi tst SIM ller ftj noegE hie endl'V nimä» und in laßt- MgJ , 63«* K tschechische BeoMtenmg dem Reichsprotektor afdefi £ Vai und an das 20-Mlllwnen.Geschenk des Reichsprotektors für Lebensmittelspenden zugunsten armer Protektorats- angehorcger unb an das große soziale Empfinden des Reichsprotektors erinnern. „Narodni Liftn" schreiben: „Reichsprotektor Frecherr von Neurath hat gleich bei Antritt feines Amtes w i r k l i ch L e r- ft ä n b n i 5 für die verantwortungsvolle Aufgabe gezeigt, mit der er vorn Führer beauftragt wurde. Ihm ging der Ruf eines bewährten und hoch kul- tloierten Staatsmannes unb Diplomaten voraus der dank seiner großen Erfahrungen tatsächlich für die Aufgabe gut ausgewählt war, um die Interessen des Reiches mit den Interessen des tschechischen Dol- kes in Einklang zu bringen. Aus seinen Kundgebungen geht der große und konseauente Ernst hervor, mit Dem er seine Aufgabe erfüllt. Zu Den Wünschen des deutschen Volkes, daß Freiherrn von Neurath weiterhin dauernde Gesundheit und Zufrieden- beit in seiner Arbeit begleiten möge, gefeilt sich heute auch die gesamte tschechische Oeffentlichkett. Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing zur Verabschiedung den zum Kgl. Italienischen Gesandten in Sofia ernannten Gesandten Graf Magistrati, der bisher als Botschaftsrat der Kgl. Italienischen Botschaft in Berlin angehörte. ♦ Vertreter des amerikanischen Roten Kreuzes und der Quäker, die auf Einladung des Generalgouoerneurs für die besetzten polnischen Gebiete nach Krakau gekommen waren, hatten eine Aussprache mit den Leitern der polnischen Wohltätigkeitsorganisationen und den deutschen Be- auftragten für das Fürsorgewesen im besetzten Gebiet. Der französische Botschafter in Moskau, Nag- gi ar, wird „Erholungsurlaub" antreten. Sein Kollege bei den Einkreisungsoerhandlungen des vorigen Jahres, der britische Botschafter Sir William S e e d s, hat, wie bekannt, schon vor einigen Wochen die sowjetische Hauptstadt verlassen. ♦ Der belgische Generalstabschef van den Bergen ist zurückgetreten. Der Sprecher des japanischen Außenamtes teilte mit, daß der amerikanische Journalist V o u n g wegen Verstoßes gegen das Militärstraf- gesetz verhaftet wurde. Poung habe während einer längeren Reise tn China wiederholt u n - wahre verleumderische Berichte gesandt unb Gerüchte über Absichten japanischer Streitkräfte tn China verbreitet. ♦ Der Sprecher des japanischen Auswärtigen Amtes teilte mit, baß die russisch-japanischen Be- sprechungen in Charbin zufriedenstellend fortgesetzt würden. Es würden zwei Unterausschüsse gebildet werden, der eine zur Prüfung der allgemeinen Grenzfragen zwischen Mandschukuo und der Sowjetunion, der andere zur Regelung der früheren Grenzzwischenfälle. Auch der Film Mittler zwischen Führung und Volk. Berlin, 2. Februar. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels gab den Gau-Filmstellenlei- fern Richtlinien für ihre Tätigkeit. Der Film spreche xu Millionen, er sei ein wahrer Mittler zwischen Führung und Volk. Deshalb Dürfe er nicht in Intel- leftualifierenbe unb spintisierende Experimente verfallen, sondern müsse sich immer andasVolk im breite st en Sinne wenden. Die Grundprin- zipien guter Propaganda, Vereinfachung und stete Wiederholung dürfe auch er nicht außer acht lassen. Er sei auch nicht bawu da, eine Kluft zwischen Großstadt und flachem Lande aufzureihen ober zu oertiefen, er solle im Gegenteil diese Kluft irberbrürfen helfen. Deshalb werde in verstärktem Maße an der Schaffung eines großen Parks von Filmwagen gearbeitet, die gute Filme aufs lache Land hinausbringen sollten. Propaganda ei im übrigen nur Mittel zum Zweck: ihre Aufrade sei heute einzig und allein, Den Wider- t a nb s wi 11 e n auch Des letzten Volksgenossen so xu stärken, daß unsere Kriegführung zum vollen Erfolg führe. Draußen in Der Welt habe sich unsere Propaganda vor allem Durch ihre strenge Sachlichkeit, Ruhe und Nüchternheit gegen die bombasttscken Lügentiraden unserer Feinde durchgesetzt. Auch Der deutsche Film, besonders Die deutsche Wochenschau, fei yeute mehr denn je über den ganzen Erdball verbreitet und wirke sich Dort aus. Aus aller Welt. Die 13 Marburger Festspiele ein voller Erfolg. Lpd. Marburg, 2. Februar. Gin Rückblick auf die 13. Marburger F e st s p i e l e im oer- flossenen Jahre zeigt folgendes Ergebnis: Die Zahl her Besucher Der 30 Aufführungen betrug trotz der während Der Spielzeit oft ein setzenden unbeständigen Witterung, die vier weitere vorgesehene Aufführungen vereitelte, rund 21 000. Davon entfielen auf das Lustspiel „Don Gil mit Den grünen Hosen" bei zehn Aufführungen 5200, auf Die Volks- komödie „Der Flurschütz von Wakefteld bei acht Aufführungen 5700, auf das in 1938 gelegentlich des Shakefpeare-Zyklus mehrfach aufgefuhrte Lust- fpid „Ein Sommernachtstraum" bei wieder sieben Aufführungen 5900 und auf Die IragöDic „’Homeo und Julia^ bei fünf Aufführungen 4000 Besucher. Die meisten kamen von auswärts, darunter auch zahlreiche Ausländer. Erwähnt fei noch, daß bei Sen wie immer von Dr. Fritz B u D D e geleiteten Festspielen 116 Personen beschäftigt maren, namlid) 40 Schauspieler und Schauspielerinnen, 28 Mann technisches Personal und 35 Stattsten. 30 Jahre Edertalsperre. Lpd. Frankenberg (Eder), 2. Februar. Dor mmmehr 30 Jahren, am 1. Februar 1910, wurde der erste Spatenstich zum Bau Der Edertal- sperre getan. Die Edertalsperre gehört zu Den größten Anlagen chrer Art in ganz Europa. Jahr um Jahr wird sie von vielen Tausenden von Men- scheu ausgesucht. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 2. Februar 1940 wurde der am 17. Februar 1884 geborene Konrad Sperling ^)lngerl^^tet, der von Der Strafkammer in Gera am 14. Dezember 1939 wegen Mordes zum Tode und zum Verlust Der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Sperling erstach am 18. November 1939 in Münchenbernsdorf seine Thefrau aus unbegründeter Eifersucht. Der Kriegsdienstplan der Hiiler-Iugend. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Die Reichsjugendfüh- rung gibt den Dienstplan für das Kriegsjahr 1940 de könnt. Auf Grund Der Erfahrungen der ersten Krieasmonate und in Zusammenarbeit mit den HJ.-Aerzten Ht ein Rahmen-Dienstplan ausgestellt worden, Der Die Durchführung Der umfangreichen Erziehungsarbeit der HI. auch in Zukunft sicher- stellt, der aber auch Die besonderen Verhältnisse Der Kriegszeit berücksichtigt und Die Jugend vor jeder Ueberanftrengung bewahrt. Im einzelnen gilt für Die verschiedenen HJ.-Formationen, Jungvolk und Jungmädelbund, BDM. und HI. Im Alter von 14 und 15 Jahren, für die 16- bis 18jährigen Hitler- jungen und das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit' folgende Diensteinteilung: 1. Weltanschauliche und politische Schulung. Der wöchentliche Heimabend Der Hitler- Jugend und BDM. und Der Heim nachmittag für Das Deutsche Jungvolk und Den Jungmädelbund zur Durchführung Der weltanschaulichen und charakterlichen Schulung wird beibeyalten. Falls im Monat ein 5. Mittwoch oder Donnerstag zur Verfügung steht, wird ein weiterer Heimabend angesetzt. Die Heimabende und -nachmittage Dürfen höch stens Zwei Stunden Dauern. Für Das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" tritt an Die Stelle Des Heimabends Der Dienstabend Der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Die HI. wird auch künftig „Versammlungen der Jugend^ Durchfuhren. In Diesen Veranstaltungen, Die im Gegensatz zu den Jugend-Film- stunden keine Feierstunden sind, sondern die Kundgebungen Der Kampfzeit zum Vorbild haben, kommt der politisch und kämpferische Wille der Jugend zum Ausdruck. Da der aus Die „Versammlung Der Jugend" folgende Heimabend aus fällt, wird eine zusätzliche Beanspruchung Der Jugend vermieden. 2. Kulturelle Arbeit. Im Sommer wird wieder öffentliches Singe n auf den Plätzen Der Dörfer und Städte veranstaltet. Die Spielmanns-, Fanfaren- und Musikzüge werden im Freien, bei Den Versammlungen Der Jugend und in Den Jugend- Filmstunden eingesetzt. Auch auf Den Eltern- a b e n D e n , in den Lazaretten und den B e • trieben wird Die HI. wie bisher fingen und spielen, um ihre Fröhlichkeit in das ganze Volk hineinzutragen. Die Jungen und Mädel selbst werden in den „Konzerten Der Jugend", in den Theaterabenden, Dichterlesungen und sonstigen Darbietungen des Deransta ltungsrin ges der HI. immer wleder an die wertvollsten Kulturgüter unseres Volkes herangeführt. 3. Leibeserziehung. Für alle Einheiten mit Ausnahme Der 16- bis 18- jährigen Hitlerjungen und Der Angehörigen Des BDM.-Werkes „Glaube unD Schönheit" findet wö - chentlich ein zweistünDiger Sport- dien ft in der Grundschule der Leibesübungen statt. Dieser-Sportdienst kann je nach den örtlichen Verhältnissen, vor allem nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Turnhallen und Sportplätze, sowohl an Wochentagen wie an Sonntagen angesetzt werden, im letzten Fall jedoch nur am 1. und 3. Sonntag. Für die 14- und 15jährigen Hitler- jungen der Sondereinheiten wird die Grundschule der Leibesübungen zweimal im Monat durchgeführt. Die in der „Ausbildungsvorschrift für die Leibeserziehung der HI. in Der Kriegszeit" getroffene AnorDnung über den Sportdienft der Schüler und berufstäHgcn Hitlerjungen im Alter von 14 und 15 Jahren wird aufgehoben. Für den freiwilligen Leistungssport steht der 2. und 4. Sonntag im Monat zur Verfügung. Der Ausbildungsplan für die vormilitärische Ertüchtigung der 16- bis 18jährigen Hitlerjungen ist von 6 auf 12 Monate verteilt worden, so daß die Abschlußprüfungen bis zum 15. Oktober 1940 beendet sind. Der |amstäglid>e Unterricht wird künftig nur noch 1 4 t ä g i g unb der Schieß, und Gelänoedienst an zwei Sonntagen durchge- führt. Für die Sondereinheiten Der HI. wird der Sommerdienstplan noch bekanntgegeben. 4. Führerausbildung. Die HJ.-Führerscl>aft wird auch künfttg planmäßig im monatlichen Führerdienst geschult. In den Städten werden sämtliche Führer eines Bannes zu Arbeitstagungen einberufen; duf dem Laude wird Der Führerdienft innerhalb der Stämme durchgeführt. Die Gefolgschaften können ihre Unterführer zweimal (auf dem Lande einmal) im Monat zum Führerdienft heranziehen. Diese An- ordnung gilt sinngemäß für Den BDM. 5. Appelle. Appelle Der Gefolgschaften und Fähnlein finden im Winterhalbjahr alle zwei Monate, im Sommerhalbjahr monatlich statt, und zwar jeweils in Verbindung mit einem anderen Dienst. Langes Warten und weite Anmarschwege werden vermieden. Appelle im größeren Verband, z. B. Stamm- Appelle, sind verboten. 6. Allgemeine Dienstbestimmungen. Wie bereits befohlen, ist der Dienstschluß für das DJ. und den Jungmädelbund bis einschließlich Februar auf 18 Uhr, für März auf 19 Uhr und für die Sommermonate vis einschließlich September auf 20 Uhr festgesetzt. Im Oktober endet der Dienst spätestens um 19 Uhr, im November und im Dezember um 18 Uhr. Für HI. und BDM. ist um 22 Uhr Dienstschluß angeordnet. Kundgebungen der Partei, Abende des Veranstaltungsrings (Theater und Konzerte ufw.) sind von dieser Regelung aus- Zielbewußte Aufbauarbeit im Generalgouvernement. Berlin, 2. Febr. (DNB.) Im Rahmen «hier Aussprache mit Berliner Vertretern der Auslandspresse gab Reichsminister Dr. Seyß-Jnquart ein aufschlußreiches Bild von den Leistungen der deutschen Verwaltung in den besetzten polnischen Gebieten. Das Ziel der deutschen Tätigkeit im Generalgouvernement fei es, für völlige S i cherhett und Ordnung zu sorgen und alle Kräfte des Generalgouvernements zur Entwicklung zu Dringen, auch zum Wohle der polnischen Bevölkerung selb st, Deren breite Masse unter ihren früheren Herren ein Dasein Des Elends und Der Armut geführt habe, wie es mit den Verhältnissen in keinem europäischen Lande zu vergleichen sei. Nach der notwendigen Tätigkeit von Militär und Polizei, Die ihre Ausgaben in kurzer Zeit bewältigt hätten, stehe setzt der Ausbau von Verwaltung und Wirtschaft im Vordergrund. Die von den fliehenden Polen zerstörtenAn- lagen, darunter 1000 Brücken, 600 Kilometer Gleisanlagen, 2000 Kilometer Fernsprech. und Kabelleitungen, die Wasser-, Elektrizitäts- und Gaswerke, find mit Hilfe Deutscher Ingenieure w i e - derhergestellt worden. Das Straßennetz wurde ausgebessert und eine neue Verkehrsordnung eingeführt. Unter Heranziehung der polnischen Aerzte sind in zahlreichen Städten, insbesondere in Warschau, Massenimpfungen vorgenommen, Isolier- und Seuchenspitäler eingerichtet worden. Die Typhusfälle find infolge dieser Maßnahmen gegenüber Den Zetten der polnischen Herrschaft stark herabgedrückt worden. Zur reihnnastoien Versorgung Der polnischen Be- vlÄkerung mtt Lebensmitteln ist ein besonderer Vertei'lungsapp avat geschaffen worden. Den Bauern werden ihre Erzeugnisse zu festen und besseren Preisen als früher abgenommen. Gegen Das Ham- sterunwesen sind besondere Maßnahmen getrosten worden. An sozialen Einrichtungen ist vor allem Die Ar- bettslofenunterstützung neu ein geführt worden. Es gibt eine polnische Polizei und zahlreiche polnische Beamte bei der Eisenbahn, der Post und den Gemeindeverwaltungen. Die Amtssprache im Generalgouvernement ist Deutsch und Polnisch. Das kirchliche Leben der polnischen Bevölkerung ist völlig ungestört. Die Volksschulen werden wieder in Betrieb gesetzt und Fachschulen neu eingerichtet. Die deutsche Sprache wird in den Volksschulen nicht eingeführt. Es sei natürlich, daß das Generalgouvernement mit seinen Menschen und Hilfskräften voll mit eingesetzt werde, um Deutschland Den ihm aufaezwun- genen Krieg gewinnen zu lassen. Dabei werve aber nicht unterlassen, der polnischen Bevölkerung einen Aufstieg zu zivilisierten Verhältnissen zu sichern. Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. Das Sondergericht Stuttgart verurteilte den 20 Jahre alten Gewaltverbrecher Wilhelm Steiner aus Stuttgart zum Tode und erkannte ihm Die bürgerlichen Ehrenrechte für Dauernd ab. Am 18. Dezember 1939 lernte ©teiner in einer Gaststätte in Bad Cannstatt einen Arbeiter kennen, von Dem er erfuhr, daß dieser Die soeben erhaltene Weihnachtsgratifikation in Höhe von 65 RM. bei sich trug. Steiner überredete seinen neuen Bekannten zum Besuch einer in einem anderen Stadtteil gelegenen anderen Gaststätte. Aus dem Wege Dorthin schlug er den Begleiter unter Aus- Nutzung Der Verdunkelung zu Boden und b e - raubte feen bewußtlos Gewordenen um Die 65 RM. Wieder Erdstöße in der Türkei. In Waterin, zwei Zugstunden von Salontki entfernt, ereigneten sich mehrere Erdstöße. Die Bevöl- ferung floh auf Das freie Feld trotz Der protzen Kälte, Die in dieser Gegend herrscht. 25 Hauser sind e i n g e ft ür d t. Auch aus Anatolien, aus der Gegend von Gamufane und Sark Kara- hiffar werden neue Erdstöße gemeldet, Die jedoch keine Opfer forDerten. Auf Dem wgefrorenen Wattenmeer verirrt und erfroren? Zwischen Der holländischen Insel Schiermonnlkoog und Dem Festland werden sechs Personen vermißt. Die Den Versuch machten. Das Eis des Wattenmeeres zu überqueren. Man fürchtet, daß sie sich verirrt und in Der Kälte Den Tod gefunden Haven. Kind durch Tee verbrüht. Vor einigen lagen wurde ein vier Jahre altes Kind in Ihringshausen bei Kassel durch kochenden Tee verbrüht. Als Die Familie beim Abendessen saß, erhob sich Das Kind plötzlich von seinem Liegesofa unD lief seinem Onkel, der Die ^ Teekanne gerade auf Den Herd zu-rückstellen wollte, Direkt in Den Weg. Ob es Dabei an die Kanne gestoßen war, oder ob die Kanne von selbst platzte, konnte nicht geklärt werden. Jedensalls hatte Der Onkel in diesem Augenblick nur Den Henkel in der Hand, während das Kind vom kochenden Tee verbrüht wurde. Zwei Tage später ist Das Kind an Den erlittenen Verbrennungen gestorben. Kxpivsion von Unterwafferbomben. • 3 - M t ■ ■ Ein feindlicher Aviso nach dem Abwurf von Unter- Wasserbomben, Die im Kampf gegen U-Boote eingesetzt roerDen. Die zahlreichen TorpeDierungen eng- lischer Schiffe beweisen jeDoch, daß auch biefes Mittel England nicht vor der Gegenblockade schützen kann. (Scherl-BilDerDienft-M.) genommen. Mit Rücksicht auf Das Elternhaus und auf Die starke Beanspruchung der Jugend in schule und Beruf sind die Einheitsführer zur pünktlichen Einhaltung des Dien ft es verpflichtet. Den Eltern wird damit zugleich die Sicherheit gegeben, daß sie ihre Jungen und Mädel zu b c ft i ni m t e n Zeiten uom H D. - D i e n ft z u r ü ck e r w a r t en können. Die reaelmähige Durchführung des Dienstes macht außerdem eine fortlaufende Benachrichtigung überflüssig. Wie aus diesem Dienstplan hervorgeht, beansprucht die HI. zur Durchführung ihres Pflichtdienstes den 1. und 3. Sonntag im Monat. Der 2. u nd 4. Sonntag sind dien st fr e f. Die Jungen und Mädel stehen an diesen Tagen Dem Elternhaus wr Verfügung, soweit sie sich nicht freiwillig zum Leistungssport melden. Bei den umfangreichen Erziehiingsaufgaben, die die HI. neben Elternhaus und Schule zu erfüllen hat, sind Beurlaubungen für die festgesetzten Dlenftfonntagc unmöglich. 7. SomnierblenfL In Den Sommermonaten werden auch weiterhin Fahrten und Lager durchgeführt, es Dürfen jedoch mir Kurzfahrten und 14tägige Zeltlager mit einer Höchstteilnehmerziffer von 100 Junaen fein. Fahrt und Lager sind nur im eigenen Gebiet bzw. im eigenen Obergau zu uc rauft alten. Zur Durchführung Darf Die Eisenbahn nicht benutzt werden. Die Fahrten und Die Anmarsch- und Rückwege zu den Zeltlagern werden nach Den Bestimmungen Der Gesundheits - Dienstvorschrift mit Dem Fahrrad zu rück gelegt. Eine längere Abwesenheit Der Jungen und Mädel vom Elternhause tritt nur beim Ernteeinsatz ein. Wochenendfahrten Dürfen während der Sommermonate nur einmal ftattfinben. 8. Sondereinsatz. ZusätzttcH zum Allgemeinen KriegMenst werden HI. und VdM. auch weiterhin zu besonderen Sammelaktionen und Hilfsdiensten heranbezogen. Falls Der Einsatzdienst sich jedoch aus einen längeren Zeitraum erstreckt, wird Der regelmäßige Dienst entsprechend eingeschränkt. Die in der vormilitärischen Äusdilduna stehenden Hitter- fungen sind vom Einsatzdienst befreit. Die 13- und 14jährigen Pimpfe und Jungmädel werden wie bisher von Der Lustschutzaiisbildung erfaßt in acht Doppelstunden im Jadr. Die Modellbau- Arbeitsgemeinschaft Der beiden ältesten Jahrgänge des DJs. haben wöcl^entlich zwei Stunden zusätzlich. Einmal monatlich findet ein Sonder- dienst aum Einstiegen Der Modelle statt. Die 16- bis 17jährigen Madel erhalten pstichtgemäh eine zusätzliche Ausbi'ldung im Gesundheitsdienst in monatlich zwei Doppelstunden. Der Kriegsdienst- plan tritt am 15, Februar in Kraft. Hhein-Mainische Börse. Tendenz uneinheitlich. Frankfurt a. M, 2. Februar. Die Börse war weiterhin ruhia und ohne Anregung. Die zufällige 2l'u[tragsertewung der Kundschaft führte an den Aktienmärkten zu keiner einheitlichen Kursgestaltung, wobei vielfach größere Abweichungen als um Prozentbruchteile vorlagen. Von Mon- tonroerten gingen Rheinstahl um 1,50 v. H. auf 186 zurück, Dagegen erholten sich Verein. Stahl um 0,65 v. H. auf 106,25. Chemische Papiere waren etwas an geboten, JG>Farven 173 (173,50), Metall- A wirkt schmerzstillend- I 8 Amol Karmelllergelet ab 80 Rpf. In allen Apotheken u. Drogerien Gesellschaft 130 (131) und Scheideanstalt 236 (238). Für Autowerte bestand kleine Nachfrage, BMW. 149,50 (148,50), Daimler 128,75 (128,50). Fester lagen ferner Zellstoffaktien, voran Aschaffenburger mit 107,75 (106,50). Sonst setzten noch Heidelberger Zement mit 150,25 (151,25), Rh ein meta ll mit 128 U28,25), VDM. mit 167,50 (167) und Westdeutsche Kaufhof mit unv. 83 ein. Am Renten markt hatte Die Altbesitzanleihe des Reiches eine So nderb ewe gu n g mit 141,25 (140,25), fest lagen ferner Reichsv ahn-VA. mit 127,50 (127,13). Im übrigen fetzte sich Die Nachfrage nach Pfandbriefen, Reichsschatzamveisungen und Steu er glitsche inen, insbesondere Der Serie II, fort. Industrie-Obligationen zeigten wenig Veränderung, Stadtanleihen stellten sich z. T. 0,25 bis 0,50 v. H. höher, hingegen bröckelten Liqui-Pfand- b riefe noch müßten teils etwas ab. Goldpfandbriefe waren vorwiegend unnotiert. Das Freiverkehrs gefchäft hiett sich in engsten Grenzen. Tagesgeld unv. 1,75 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 2. Februar. Je 50 Kilo Lebendgewicht in RM. notierten: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (am 26. Januar 43,50 bis 46,50), b) 40,50 bis 42,50 (41 bis 42,50), c) 36 bis 37,50 (35,50 bis 37,50), d) 27 bis 29 (28). Bullen a) 43 bis 44,.50 (42 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 35 bis 35,50 (35,50), d) 27 (—). Kühe a) 41 bis 44,50 (42 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (27 bis 34,50), d) 20 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 44 bis 45,50 (43 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 35 bis 36,50 (33 bis 36,50), d) 28 (28). Kälber andere a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 54 bis 59 (54 bis 59), c) 44 bis 52 (43 bis 50), d) 25 bis 40 (29 bis 40). Hammel a2) .50 bis 51 (51), b2) 48 bis 49 (48 bis 49), c) 35 bis 44 (35 bis 40), d) 28 bis 34 (—). Schafe a) 43 bis 44 (42 bis 44), b) 37 bis 40 (35 bis 40), c) 30 bis 32 (—). Schweine a) 55,50 (55,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55,50), c) 54,50 (54,50), d) 51,50 (51,50), e) 49,50 (49,50), Sauen gl) 55,50 (55,50). Marktverkauf: Großvieh, Kälber, Schafe und Schweine ungeteilt. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter Des Hauptschrifttelters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton unb Die Bilder: Dr. Fr. W. Lange-, für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche UniversttätsDruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich In Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett m fctiftUÜi Nr, 5 vom 1. DMmirL WM 437 (Genaue Anschrift des Bestellers) kaufen Sie bei frei! 549D 192 A Perfekte, ältere 537D Friedberg i.H., Ludwigstratze 27. 0350 a. d. G. Ä. Wir suchen für Gießen sucht. [0365 567 Arbeitsamt Gießen. 643Ö sucht. [570D mit Preis unter Gießen. 423D Hindenburg- SCHUTZ DOPPELHERZ Stadttheater Jahre bei tätig war, ich für 1. 15. März Kampf Öen Feinöen unteres Wohlergehens durch öle stählende, MutemeuernOe Doppelherz=Kur! Beachten Sie auch immer-? 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Es ist allgemein bekannt, daß die NSV. einen regelmäßigen Bahnhofsdienst eingerichtet hat, den Gießener Frauen ehrenamtlich ausführen. Der Aufenthaltsraum, der sogar Liegestühle und einen Wickeltisch für reisende Babys enthält liegt gleich neben dem Bahnsteig und ist gemütlich warm. Daneben ist eine kleine Küche, mit Gasherd, Vor- ratsschrank und Spültisch, also allem, was eine Hausfrau braucht! Was da gekocht wird?, fragen Sie mich Oh! Herrliche Sachen! Zum Beispiel eine dicke Reisfuppe, oder eine schöne Grießsuppe, aber auch die Brotsuppe ist nicht zu verachten Dann aber vor allem: Kaffee! Dieses Labsal, das immer und zu allen Gelegenheiten und zu jeder Tages- oder Nachtzeit paßt. Schön schwarz ist er und vor allem heiß! Und unser Absatz darin in diesen kalten Tagen ist geradezu fabelhaft. Gut, daß wir keine Umsatzsteuer zu bezahlen haben! Was wir sonst noch zu tun haben? Ja, da will ich noch etwas aus der Schule plaudern: Da kommt gerade eine junge Soldatenfrau, die zu ihrem Mann fahren will und die durch eine Zugverspätung ihren Anschluß verpaßt hat. Das ist nun freilich schlimm, nicht wahr, wenn man jung ist und der Mann wartet! Zuerst kriegt sie einen Teller beiße Suppe, daß sie wieder auftaut, dann wird sie, da sie sich als Fremde bei der Dunkelheit allein nicht zurecht findet, in ein Gasthaus zum Uebernachten gebracht, nachdem der passende Zug für den anderen Morgen ausgesucht ist. Inzwischen platzt ein Urlauber herein, der nur einige Minuten Aufenthalt hat, und der uns bittet, ein Telegramm für ihn aufzugeben: seine Gertrud muß doch wissen, daß er kommt! Kaum ist das Telegramm mit vielen guten Wünschen unterwegs, kommt ein junges Mädel, dessen Koffergriff abgerissen ist: diesem Verkehr war er nicht gewachsen! Aber schnell ist mit Hilfe eines Paketknebels ein Ersatzgriff festgemacht, und nachdem sie eine Tasse Kaffee zur Erwärmung getrunken hat, zieht die Besitzerin zufrieden ab. Aber schon öffnet sich wieder die Tür und herein stürmen eine Menge Soldaten, Fronturlauber, frisch vom Westwall! Ach! was haben sie für einen Durst! Und da ihre Aufenthaltsdauer unbestimmt ist, werden ihre Trinkbecher in aller Eile gefüllt. Aber nun kommt was Hübscheres, zwar auch in Uniform: eine Arbeitsmaid. Sie hat auch ihren Anschlußzug verpaßt und will nun die Lagerführerin anrufen. Auch sie wird zum Uebernachten weggebracht. Doch schon wieder ist der Raum voll: zwei Frauen mit kleinen Kindern wollen sich bis zur Weiterfahrt wärmen und ausruhen, außerdem ist ein Junge eingetrudelt, der hier umsteigen mußte und der nun mit seinem Gepäck in den richtigen Zug gesetzt wird. Eine junge, hübsche Frau kommt weinend herein: was ist denn los?" Unter Tränen lächelnd gesteht sie, daß ihr etwas ins Auge geflogen ist! Und nun wird der Fremdkörper sorgfältig entfernt. Bis der Zug fährt, wird sie in eine dunkle Ecke gesetzt, daß sich das Auge beruhigt. Natürlich bekommt auch sie zum Trost eine Schale „Mokka". Und noch einmal wird die Tür aufgerissen, wieder Soldaten. „Was, den ganzen Tag' noch nichts Warmes? Bei dieser Kälte!" Und schnell wird die heiße Reissuppe, die herrlich duftet, in Teller gefüllt. „Eine Scheibe Brot dazu, bitte?" Als sie weg sind, wird sich erschöpft einen Augenblick hingesetzt und der Strickstrumpf zur Hand genommen Aber dann muß gespült werden, eine Menge Geschirr wartet, und der Boden muß gekehrt oder ausgewaschen werden, denn soviel Schuhe den ganzen Tag über machen ihn nicht gerade sauberer. Wir schaffen, als wenn wir es bezahlt bekämen, aber dann kommt die Ablösung, und froh und zufrieden über das Geleistete, aber auch ehrlich müde, geht's nach Hause. E. L. St. Ein Aufruf des Kreisleiters. Zur 4. Reichsstraßensammlung am heutigen Samstag und Sonntag. Die letzten Strahenfammlungen im Monat Zanuar haben ein bisher noch nicht erreichtes Ergebnis gezeitigt. Der kreis Detterau gehört damit zu den neun besten kreisen, deren Sammelergebnis über dem Gaudurchschnilt liegt. Partei- und Volksgenossen! Die beiden kommenden Tage sollen wiederum den Beweis erbringen, daß unsere Opserbereitschast unbegrenzt ist! Heil Hitler! Backhaus. Kreisleiter. Winter im Dorf. Wohl die meisten Städter behaupten, daß sie auf den abgelegenen Dörfern nicht leben könnten. Da haben sie kein Theater, kein Kino, kein Konzert. Die Langeweile würde sie erdrücken. In den Dörfern ereignet sich nichts, die Tage schleichen langsam dahin, man hört und erlebt nichts. Ist das nicht ein großer Irrtum? Gibt es wirklich noch abgelegene Dörfer? Haben sie nicht alle Post- oder gar Bahnverbindung? Gehen nicht auch die Telephondrähte in jedes Dorf? Haben wir nicht die Zeitungen, den Rundfunk? Es ist ein Märchen, daß viele Dörfer im Dornröschenschlaf liegen. Man denkt bei diesem Schlafe wohl an jene Sommerabende, die man auf dem Lande verleben konnte. Wenn nach Sonnenuntergang die Luft sich etwas abgekühlt hatte und groß und klein nach vollbrachtem Tagewerk vor dem Hause faß und eine müde Unterhaltung im Gang war, wenn hier und da ein Hund bellte, oder in der Ferne ganz leise ein Volkslied auf der Mundharmonika gespielt wurde, dann fühlte man den Zauber des ruhigen Sommerabends auf dem Lande und dankte dem Schicksal, daß hier die aufgeregten Nerven zur Ruhe kamen. Und dieses Bild von der dörflichen Stille nimmt man mit in die laute Stadt, denkt manchmal vielleicht mit Sehnsucht an jene Tage, möchte aber um alles in der Welt nicht dort sein Leben verbringen. Was bietet einem die Stadt dagegen! Welche Fülle von Ereignissen, von Neuigkeiten, stürzen auf den Menschen ein! Da gibt es jeden Tag etwas zu sehen, da fühlt man den Strom des Lebens, man wird mitgerissen, glaubt, mitten drin im Leben zu stehen. Auf dem Dorfe aber: Ruhe, Stille, Langeweile! Wir Landbewohner lächeln über diesen Glauben. Wir kennen hier nur eine große Melodie, nach deren Tcrkt unser Dorfleben abrollt, das ist das Lied der Arbeit. Dom ersten Ruf des Hahnes bis spät in den Abend herrscht hier Leben, Arbeit, und im Sommer sind es nur wenige Stunden, in denen sich der Landwirt Ruhe gönnt Da kann keine Langeweile aufkommen. Wohl sind es dieselben Menschen, denen wir täglich begegnen, aber wir nehmen Anteil an ihrem Leben und ihrem Wohlergehen. Wir grüßen sie und fragen nach ihrer Arbeit, wir sprechen über das Wetter, über alle Ereignisse. Und in der Stadt? Stumpfen die vielen Eindrücke nicht so schnell ab, wird seihst das Ungeheuerliche nicht bald als gewöhnlich empfunden, weil schon wieder etwas Neues kommt? Wenn bei uns jemand krank wird, nimmt das ganze Dorf Anteil daran, wenn eine Verlobung stattfindet, wünschen wir alle Glück. Ist es nicht so, daß wir in der Stadt jahrelang jeden Morgen auf dem Weg zum Büro Menschen begegnen, die wir äußerlich kennen, denen wir aber kaum einen Gruß zunicken? Sind die langen Wege in der Stadt nicht viel ereignisärmer als nur ein kurzer Gang durch eine Dorfgafse? Nirgends gilt das Wort Wilhelm von Humboldts, daß erst die Verbindung mit den andern Menschen dem Leben seinen Wert gibt, mehr als auf dem Lande. Wir wohnen zwar nicht so dicht zusammen wie in der Stadt, wir können uns wohl gelegentlich in den Hof schauen. Das ist alles, und trotzdem sind wir mit allen Gemeindeangehörigen viel enger verbunden als die Städter unter sich. Das bringen die ähnliche Arbeit, das gemeinsame Erleben so mit sich. Die Landwirte kennen nur eine Stelle, der sie sich voll und ganz unterordnen. Das ist die Natur. Mit ihr sind sie aufs innigste verwachsen. Und wer will behaupten, daß in unserer Natur kein Leben — auch mitten im Winter — herrscht? Nein, wir sind nicht abgeschnitten von der Welt, vom Ge- ■ -. K 'S- %. Stille Dorfgasse im Schnee. schehen. Wohl haben wir nicht alle Errungenschaf- ten der Neuzeit in unfern stillen Häusern. Das macht gar nichts An den langen Winterabenden kommt uns die Erkenntnis, wie wertvoll treue Freunde und gute Nachbarn sind. — Manche Leute behaupten, daß die Winter in früheren Jahrzehnten strenger gewesen wären. Wenn wir Aelteren an unsere Kindheit zurückdenken, will es uns auch fast so scheinen Wir konnten uns doch immer wochenlang mit den Schlittschuhen auf dem Eise tummeln und in den letzten Jahren kam es vor, daß es kaum an einigen Tagen gefroren hatte. Jedenfalls ist uns ein strammer Winter immer willkommen Es freuen sich nicht nur unsere Wmtersportler, sondern vor allem auch unsere Kinder. Der Bauer aber sagt: „Wintert's nicht, so sommert's auch nicht!" Und heuer, im Winter 1939/40 kann sich niemand beklagen, daß er nicht „stramm" genug ist. Die Kinder können rodeln, Schneemänner bauen und Schneeballschlachten veranstalten. Die Alten sitzen am warmen Ofen. In den Bauernstuben hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig geändert. Da steht fast noch überall Dorfrand als Rodelbahn. Rodeln in der Dorfstraße. Gießener Gtadttheater. Gsell und Martin: „Bengalische Zukunft". Mit einer Komödie, die in chrer Idee dem« erfolgreichen Schriftsteller und Theaterleiter Heinrich Laube (1846—1867 künstlerischer Direktor des Wiener Hofburgtheaters) zuzuschreiben ist, bereitete gestern das Stadttheater zwei Stunden der angenehmsten Unterhaltung. Die Wahl des Stücks darf ein glücklicher Griff genannt werden. Die politisierende Komödie, denn um eine solche handelt es sich, wird besonders in der Gegenwart gut verstanden, denn sie charakterisiert mit sicheren Strichen und von einer heiteren Seite her die englische Politik zu Zeiten der unmittelbaren Nachfolger eines William Pitt. Das Stück ist eine interessante Persiflage auf das Intrigenspiel in Englands Politik im eigenen Hause, es bringt kraftvolle Seitenhiebe auf den Krämergeist der Briten und seinen Einfluß auf die englische Politik. Dabei geht es eigentlich nur um den Posten eines Statthalters von Bengalen. Dieser Posten soll aus familiären Gründen einem Dummkopf zugeschoben werden, der mit der Hauptfigur der Iobsiade verteufelte Ähnlichkeit hat. Das Salz in der Suppe bedeutet aber ein zweiter Bewerber um diesen Statthalterposten, Sir Philipp Francis, der unter einem Pseudonym manchen Mißstand öffentlich anprangert, durch seine Kluaheit und Treffsicherheit höheren Orts heftig auffällt und in der Familie des Ministerpräsidenten (der der protegierte Dummkopf angehört) allerlei Verwirrung anrichtet, zudem er außerdem noch mit der Tochter des Hauses, mit der hübschen Junia, korrespondiert. Zum Schluß gibt es einen glücklichen Dummkopf, der hellfroh ist. nicht StatthaUer von Bengalen werden zu müssen, es gibt einen entlassenen Ministerpräsidenten, der über den klugen Publizisten Sir Philipps aus dem Amt stolperte und schließlich eine Verlobung, die sich, auf das Ganze gesehen, gut ausnimmt. Die Aufführung, die die Komödie durch die Darsteller unseres Stadtcheaters erfuhr, verdieMe rückhaltlose Zustimmung. Den Herzog von Grafton, den Ministerpräsidenten in tollen Derlegenhellen, verkörperte Herr Do Ick mit gutgespielter Pedanterie und Hilflosigkeit. Hilmar Manders mimte den Dümmling Lord John Waterford mit einer wundervollen Konsequenz und lieber,^eugungstrart. Den Mitbewerber um den Statthalterposten, Sir Philipps, gab Hans Caninenberg mit imponierender Sicherheit des mimischen und sprachlichen Ausdrucks. Eine überaus dankbare Rolle fand Viktor Vv2 Gfchmej-lLL in dex BM des ollen William Pitt, der sich an allen Ränken beteiligt und für eine Fülle treffsicheren und bissigen Humors zu sorgen hat. Der Darsteller baute seine Rolle geradezu zu einem Kabinettstück aus. Frau Rose Stirl stand ihm als Lady Leocadia, die Hermginwitwe, kaum etwas nach. Hilde Kneip war Die intrigante und lüsterne Lady Diana, Jngeborg Riehl eine feine, liebenswerte, ernste Junia, und Elisabeth Leip- recht die geschickte Gesellschafterin Sackville. Gert Geiger gab der geschichtlichen Person des Lord Robert Clive eindringliche Züge einer weltabgewandten, schon jenseitigen Resignation. Außerdem wirkten Hans Albert S ch e w e, Gerhard Reuter, Walter E r l e r und Friedrich Gröndahl mit. Der äußere Rahmen der Komödie versetzte in das ausgehende 18. Jahrhundert. Herr Löffler schuf ein Bühnenbild von klaren Linien. Fräulein Strom» beck hatte für die Kostüme sichtlich sorgfältige Studien gemacht. Die Regie von Dr. Hannes R a z u m faßte alle mitwirkenden Kräfte zu einer schönen künstlerischen Gesamtleistung zusammen. Den Darstellern wurde zum Schluß durch anhaltenden und herzlichen Beifall lebhaft gedankt. Heinrich Ludwig Neuner. Von Der frohen Zuversicht. Von 3ofef Maanus Wehner. Zuversicht und Glück stehen in einem wechsel- fertigen Verhältnis zueinander. Der zuversichtliche Mensch scheint vorn Glück befruchtet zu fein; der freudige Glanz auf feinem Antlitz zeigt an, daß er mit dem Glück schon heimliche Hochzeit hatte, ehe er zur Tat schritt. Dieser Glanz verläßt ihn auch während der Arbeit nicht; er singt, während die anderen mit mürrischem Gesicht über ihrem Werke hängen, als hätte er eine heimliche Liebe, und lockt mtt seiner Fröhlichkeit den Erfolg herbei. Denn so schwer wich der Erfolg zu erringen ist, so setzt er sich doch am liebsten zu den Menschen nieder, die froh an ihn glauben Da ist ihm wohl, dem ernsten Mann, denn da wird ihm ja schon im voraus gedankt; und wohlgefällig zieht er die Krone aus der Tasche und setzt sie dem Zuversichtlichen auf. Zuversicht ist- Dankbarkeit auf Vorschuß. Und wir wir selber am liebsten jenen Menschen Geschenke machen, die von Herzen dankbar sein können, so fallen auch die großen Geschenke des Lebens am liebsten der Zuversicht in den Schoß. So köstlich Mühe und Arbeit fein können, so ist es mit dem Schweiße allein nicht getan, der uns von der Stirne rinnt, wenn unter dieser Stirne nicht auch ein Paar fröhliche, schelmische Augen lachen. Durch die Zu- verLÄ nämlich erhebt LÄ der MM üdZc Le harte Arbeit, über die Rauheit des Lebens; er ist ja mehr als der Knecht seiner Arbeit, er ist ein freies, sittliches Wesen, die Arbeit ist sein Panzer und seine Waffe im Widerstand gegen die feindliche Welt, er selber aber ist der freie Mensch im Panzer, der Ritter seines Volkes, der durch das Kampfgewicht hindurch dem großen Feierabend entgegenreitet. Das Licht dieses Feierabends aber sollen wir hinter jeder Mühsal leuchten sehen. Wir schaffen alle für das schöne Licht, das einst auf unserem Tische und auf dem Tische unserer Kinder brennen soll, wenn wir den Panzer treuer Arbeit ablegen dürfen. Wann diese Stunde kommen wird, hat uns das Schicksal nicht verraten. Denn das Schicksal ist stolz und liebt den Mann, der freiwillig dient, ohne ängstlich nach dem Ende zu fragen. Wenn wir aber einen zuversichtlichen, tapferen und ausdauernden Charakter haben, dann nehmen wir mit der Zeit das Schicksal gleichsam in unseren Willen auf, Schicksal und Charakter werden eins: wir werden selber zum Schicksal. Das ist ein aroßes, ja ungeheures Wort, und nur der wahrhaft tapfere und zuversichtliche Mensch darf es für fein ganzes Volk ausfprechen. Aber in den höchsten Augenblicken der Geschichte wie auch in den höchsten Augenblicken eines großen Menschenlebens ist es schon oft Wahrheit geworden; oft schon sind große Männer, große Völker anderen Menschen, anderen Völkern zum Schicksal geworden, und es bän$t nur von der Stärke unserer gläubigen Zuversicht ab, ob auch in dieser Zeit der Bewährung unser Charakter und unser Schicksal zu einer siegreichen Einheit verschmelzen. Die Verantwortung hierfür liegt nicht nur beim Heere zu Lande, zu Wasser und in der Lust; sie erprobt sich nicht nur weit draußen an unserer Grenze oder jenseits unseres Hoheitsbereiches: sie liegt ebenso stark in deiner eigenen, einzelnen Hand, in deinem eigenen klopfenden Herzen, mein lieber Mitmensch, und in deiner eigenen, frohen Zuversicht. So stark ist die Kraft des Ganzen, des großen deutschen Volkes, des großen, umdrohten Reiches, daß du aus diesem Ganzen einfach nicht heraustreten kannst, ohne zu verwelken und zu verwesen wie ein herbstliches Blatt, das vom Baume fällt. Versuche es nur einmal, dich vom Ganzen fort- zudenken — und dein innerstes Herz steht still und du bist auch ohne lauten Urteilsspruch zum lebendigen Tode verurteilt, der jeden Abtrünnigen ereilt Wer abfällt, der stirbt wie das Blatt stirbt, das vom Baume fällt; denn die Gerechtigkeit, die das Leben eines Volkes durchwaltet, sitzt nicht nur sichtbar auf dem Richterstuhl in den steinernen Gerichtshöfen der Stadt, sie wirkt lautlos und ohne Täuschung in unserem Fleisch und Blut von Geschlecht zu Lejchlecht bis in Mers Nachkommen hirmb, x. Wer aber dem Ganzen treu bleibt, der spürt den lebendigen Kräftestrom, der durch den Volkskörper fließt wie seinen eigenen Blutstrom, der durch seinen eigenen Körper fließt. Vom Ganzen her empfängt der wirkende Mensch feine Zuversicht, und zwar fo stark, daß man sagen kann: wer keine Zuversicht hat, ist abgefallen, wer aber zuversichtlich lebt, ist treu. Im zuversichtlichen Menschen ist ein Teil jenes Feuers, das als Blitz an der Front auf den Feind fällt, und das ist wahrhaftig kein zaghaftes Feuer, kein schleichender Blitz, kein leisetreterischer Donner, sondern ein furchtbarer Strahl, der mit der Kraft eines ganzen Volkes geladen ist. Dieser Kraft schließe dich an, du Soldat in der Heimat, du Kämpfer im Panzer der Arbeit. Und wenn du auch manchmal zagst und unsicher wirst: deine Zuversicht wird um so freudiger wachsen, je selbstloser, entschiedener und freudiger du dich in das Ganze, in dein Volk hineinschließest und eins mit ihm wirst. Diese Zuversicht bedarf keines äuße- ren Befehls, sie bedarf nur, wenn sie schwankend wird, der eigenen Zurechtweisung, und die kann sehr still unter zwei Augen erfolgen: wenn du mit dir selber sprichst, hört dich niemand als der große Gott, der unser Volk erschuf und es von neuem auf den Weg geschickt hat, damit es groß und stark und leuchtend werde. Und Gott ist ein stummer Zeuge. Blicke aber auch oft zu jenen Kameraden auf, denen die frohe Zuversicht gleichsam eingeboren wurde. Es sind gewiß deine besten Kameraden, denn sie machen dich nicht schwach, sondern stark. In ihnen rauscht der fröhliche Quell jenes Lebens, aus dem auch die Lieder sprudeln, die tapferen und weisen Sprüche unterer Vorfahren sowie alle guten und tüchtigen Dinge, die sich auch in der Not bewähren. Immer sind die zuversichtlichen Menschen auch die offenen Menschen, die Menschen des tief« sten Vertrauens, denn wie könnte man einem Menschen vertrauen, der selber kein Vertrauen hat? Der Lebensgrund ist schwankend unb unsicher; aber sobald ihn ein zuversichtlicher Mensch betritt geschieht das Wunder: der trügerische Bode« festigt sich, die Riste schließen sich, es wird festes Land, das den Zuversichtlichen trägt. Ferne Erdteile, die jahrtausendelang unbekannt waren, bat der kühne Seefahrer entdeckt; der Zuversichtliche ist der Mensch an der dämmernden Grenzscheide zwischen Gegenwart und Zukunft, der Mensch des Morgenrotes, bas verheißungsvoll auf feinem Antlitz glänzt, der Führer zu neuen Ufern. Und selbst wenn er feine eigenen Schiffe hinter sich verbrennt, so weist die Hand, die den Feuerbefehlz gab, Im nächsten Augenblicks über alle Dämmerung hinweg, in den neuen Moi» gen, der sich seinem Glauben öffnet, Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Mtererholung derASV.bleibt aufrechterhalten Der alte eiserne Ofen. Er hat vier Beine und vier Türchen, und er ist nicht nur zum Helzen, sondern auch zum Kochen eingerichtet. Als ich noch ein Kirch mar, brannten mir nur Holz in dem Ofen. Am schönsten mar es, wenn die Abenddämmerung tyereinbrad), es im Zimmer ganz dunkel wurde und nur die hellen Flammen die Umgebung des Ofens von Zeit zu Zeit mit ihrem goldenen Schein beleuchteten. Zn dem Ofen selbst brotzelte es immer. Einmal kochte die Mutter Kartoffeln und Rüben für das Vieh, dann wieder etwas Nahrhaftes für die Menschen. Zwischen den Töpfen aber lagen stets einige Aepfel von der alten bekannten Sorte, von den Maatäpfeln. Sie waren ganz dunkelbraun und hatten sehr yartes Fleisch. Deshalb brieten wir sie. Das gab dann immer einen Duft in dem engen Zimmer, der mir noch heute verführerisch in der Nase liegt. Wenn wir durchfroren vom Effe heim« kamen und tonnten uns über unsere warmen Aep- fei hermachen! Das war eine Freude! An den Türchen war aus der einen Seite ein Baum, darunter stand eine Frau, auf dem andern war ein Jäaer. Wir hielten diese beiden Menschen immer für Adam und Eva, war doch ein Apfelbaum dabei! Auf den oberen Türchen waren zwei Schalen mit Früchten und Blumen. Am Abend wurde es aber am allerschönsten. Dann stellten mir den Tisch vor den Ofen, wir Kinder kamen auf die Holz bank. Die Nachbarn fanden sich ein, und unser Großvater, der in seinem bequemen Korbstuhl hinter dem Ofen saß, erzählte. Märchen hat er uns nie erzählt, aber von seinen ®ariDerungen. Er war als Handwerksgesell weit in der Welt herumgetommen. Unter den Erzählungen waren oft starke Schnurren. So weiß ich noch eine, die mir viel zu schaffen machte. Es war die Geschichte der zwei Wölfe, die sich gegenseitig aufgefressen hatten, daß nur noch die zwei Schwänze auf dem Boden lagen! Wenn dann der kalte Nordwind ums Haus sang, rückten mir eng zusammen, und die Alten kramten ihre (Erinnerungen aus von früheren kalten Wintern. Wir Kinder saßen und lauschten, aßen unsere Aepfel Ober knackten Nüsse. Es waren schöne Abende, und wir hatten unfern alten Ofen sehr gern, wenn er auch Risse und Sprünge aufwies. Aber sie wurden immer wieder mit dickem Zwet- schenmus verschmiert, dann ließ das Rauchen stets schnell nach. (Aufnahmen: Hofmann.) H. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr, Gastspiel Agnes Straub „Der Wettlauf mit dem Schatten". — Glo- ria-Palast (Seltersweg): „Dein Leben gehört mir". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ehe in Dosen". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 20 bis nach 23 Uhr „Die Fledermaus". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Dein Leben gehört mir." — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ehe in Dosen". Stadttheater Gießen. Am heutigen Samstagabend gastiert Agnes S t r a u b mit der Gastspieldirektion Kwbertanzund Berliner Ensemble in dem Schauspiel „Der Wett- ,Iauf mit dem Schatten" von Wilhelm v. Scholz. Die männlichen Hauptrollen spielen Hans Kettler und Herbert Klatt vom Theater am Kurfürstendamm, Berlin. Außer Miete. Am morgigen Sonntagabend wird die Operette „Die Fledermaus" von Johann Strauß wiederholt. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Harry Grüneke. Bühnenbild Karl Löffler, Chöre Richard Boeck, Tänze Thea Maaß. Außer Miete. Montag, 5. Februar, Rosenmontag: „Der müde Theodor", Schwank von Neal und Ferner. Spielleitung Hans Geißler. Bühnenbild Karl Löffler. Außer Miete! Dienstag, 6. Februar, Fastnacht: „Bengalische Zukunft", Komödie von Gesell und Marfin. Spielleitung Dr. Hannes Razum. Bühnenbild Karl Löffler. 18. Vorstellung der Dienstag-Miete. Mittwoch, 7. Februar: „Csongor und Tünde", Schauspiel von Vörösmarty. Spielleitung Dr. Hannes Razum. Bühnenbild Karl Löffler. Musik Richard Boeck. 18. Vorstellung der Mittwoch-Miete. Freitag, 9. Februar: „Die Fledermaus", Operette NSG. Auf allen Gebieten ist die Partei um das Wohl der Bevölkerung besorgt und bemüht. Sie weiß auch, daß die Mütter mehr denn je alle Kräfte brauchen, um den an sie gestellten Anforderungen gerecht roerDen zu können.. Die Pforten der herrlichen NSV.-Erholungsstätten, die in den letzten Jähren km Gau Hessen-Nassau Hunderten von werdenden, jungen unD kinderreichen Müttern Kraft und neuen Lebensmut schenkten, sind wieder geöffnet. Es werden in diesen NSV.-Erholungs- heimen heute vorzugsweise Mütter ausgenommen, deren Männer bei der Wehrmacht stehen, oder auch erwerbstätige Mütter, die für kurze Zeit von ihrem Betrieb freigestellt wurden, oder sonstwelche Frauen, die eine Ausspannung nötig haben, wie diese häufig nach der Geburt eines Kindes der Fall sein wird. Während es den Müttern anfangs verwunderlich und unbegreiflich vorkommen mag, in Kriegszeiten von zu Hause fortzugehen, an eigene Erholung zu denken, solange alle verfügbaren Kräfte das Aeußerste zu leisten haben, sehen sie doch-schon bald ein, wie nötig die Erholung ist und wie wohl sie tut. Sie merken vor allen Dinnen nach der Rückkehr in die Familie, daß sie sich doppelt leistungsfähig fühlen. Mag auch zunächst der Gedanke an die Abreise manche Unruhe mit sich bringen, besonders wenn der Mann nicht zu Hause ist, so wird doch alles in Ordnung gebracht; die Kinder von Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Harry Grüneke. 19. Vorstellung der Freitag-Miete. Sonntag, 11. Februar: 14.45 Uhr: Geschlossene Vorstellung für den Theaterring der HI. 6. Vorstellung, „Die Fledermaus". — Abends: „Die Fle- bermaus", Operette von Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Harry Grüneke. Außer Miete. Gießener Konzert-Verein. Als nächste Veranstaltung des Gießener Konzert-Vereins findet am Freitag, 9. Februar, im großen Saale des Gesellschaftsvereins ein Kammer- musikabenb des weltberühmten Quartetts bi Roma der Königlichen römischen Philharmonien Akademie statt. Wer vor wenigen Jahren Gelegenheit hatte, diese hervorragende Künstlergemeinschaft in Gießen kennenzulernen, wird es dankbar begrüßen, daß auch bei seiner augenblicklichen Konzertreise durch Deutschland das ausgezeichnete Quartett für ein Konzert in unserer Stadt gewonnen werden konnte. . Hitler-Lugend Bann 116. Stamm 1/116. Der für Sonntag, 4. Februar, angesetzte Dienst des Standortes Gießen fällt aus. Schüft, ten Schnee vom Bürgersteig! Mit anerkennenswertem Eifer ist in den letzten Tagen auch in unserer Stabt an der Beseitigung des Schnees von den Fahrbahnen bzw. den Bürgersteigen gearbeitet worden. Männer des Reichs- arbeitsdienstes und unsere Pimpfe im Jungvolk haben sich bei dieser gemeinnützigen Arbeit in be« sonders lobenswerter Weise betätigt, auch viele Hauseigentümer und Mieter haben sich in mustergültiger Tatbereitschaft diesem Dienst an der Allgemeinheit unterzogen. .In manchen Straßen liegt aber noch Schnee in ziemlichem Umfange auf den Bürgersteigen. Auch an diesen Stellen müssen es die angrenzenden Hausbewohner als eine besondere Verpflichtung an- sehen, daß sie durch Beiseiteräumen des Schnees den Bürgersteig völlig freimachen und zugleich durch Streuen mit Asche oder anderen abstumpfenden Mitteln die Schneeglätte beheben. Es ist keine große Arbeit, den Schnee vom Bürgersteig herunterzuschaffen, wenn man ihn an den Rand der Fahrbahn schippt und zugleich für den Ablauf von Tauwasser eine Rinne zwischen dem Bordstein und dem Schneehaufen zieht. Man darf wohl hoffen, daß überall dieser ge- sind zum größten Teil in Obhut der NSV., die Nachbarschaftshilfe besorgt den Haushalt und schaut hin und wieder nach dem Rechten. Wie wohl fühlen sich da unsere Mütter, wenn sie einige Wochen der Mühen in Haus und Hof enthoben sind und nicht mehr für sich und die Familie zu sorgen brauchen. Die tägliche Arbeit, die Einteilung des Arbeitsplanes und das Einkäufen verbrauchen einen großen Teil der Kraft und Gesundheit dieser Mütter, die dann in den NSD.-Erholungsstätten wieder Stärkung und Erholung fittben. Hauptsache ist: erholen, ruhen, ja sogar faulenzen! Immer wieder sagen die Mütter: „Wie haben mir es doch so gut. Am Schluß der Erholungszeit aber ist es so, daß sie wohl den Abschied bedauern und dennoch von Herzen gerne wieder in ihr Heim zurückkehren. So soll es auch sein. Wir wollen daraus ersehen, daß das Werk der Müttererholungsfürsorge nicht nur in Friedens- zeiten seine große Bedeutung hat. Wenn auch Nicht mehr so viel Lachen und Uebermut durch die Müt- tererholungsheime klingt, Frohsinn wird trotzdem hineingetragen in D* Herzen unserer Mütter! Mit neuer Kraft und Lebensfreude, die ja nicht nur ihnen, sondern ebenso ihren Kindern zugutekommen, stehen die Mütter wieder „ihren Mann" in dem großen Kampf für Deutschlands schönere und glücklichere Zukunft. meinnützigen Verpflichtung in vollem Ausmaß entsprochen wird, damit in allen Straßen der Fuß- gängerverkehr ohne Behinderung und mit Sicher- heit für die Passanten tagsüber, namentlich aber am Abend während der Verdunkelung, in vollem Umfange gewährleistet wird. Oos Treudienst-Ehrenzeiechn verliehen. Dem bei dem Amtsgericht Gießen tätigen Justizobersekretär Friedrich H o f wurde das ihm vom Führer als Anerkennung für 25jährige treue Dienste verliehene silberne Treudienst-CHrenzeichen feierlich durch den dienstaufsichtführenden Richter überreicht. Dom DH(5. Der Vorstand des Gesamt-DHC. hat die Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen-Clubs 1940 für den 19. Mai auf Den Hoherodskopf einberufen. Die alljährlich am Himmelfahrtstage stattfindende Sternwanderung fällt in diesem Jahre aus, dafür wird die Sternwanderung aller VHCer am 19. Mai zum Hoherodskopf zur Hauptversammlung durchgeführt. Die diesjährige Bismarck-Feier des VHC. wurde auf den 30. März, Samstag nach Ostern, festgelegt. Warnung vor einem Schwindler. In letzter Zeit ist in Süddeutschland ein Dr. Scheffler „beim Reichsausschuß für Flüchtlingsversorgung", der in Wirklichkeit nicht existiert, als Betrüger aufgetreten. Sein Trick besteht darin, daß er Firmen fernmündlich um eine Spende zur Beschaffung warmer Kleider angeht. Werden ihm solche zuaesagt und wipd er um Mitteilung des Postscheckkontos der „Flüchtlingsversorgung" zur Überweisung der Spende ersucht, so erklärt er, es sei einfacher, wenn er das Geld kassieren lasse; er schicke den Kassierer der „Fürsorge". Dieser erscheint anschließend mit einer Empfangsbescheinigung, versehen mit dem Stempel „Reichsausschuß für Flüchtlingsoersorgung" in Typendruck mit der Unterschrift „Dr. Scheffler". Die Bevölkerung wird vor diesem Schwindler gewarnt unter Hinweis dar- auf, daß solche Sammlungen ohnehin verboten sind. Gießener wochenmarktpreife. * Gießen, 3. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,65 RM., Wirsing, % kg 15 Rpf., Weißkraut 11, Rotkraut 14, gelbe Ruben 12, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 7, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 60, Aepfel 15 bis 25, Birnen 20 bis 30, Blumenkohl, das Stück 38 bis 45, Endivien 15 bis 25 Rpf. ** Ein Siebzigjähriger. Am heutigen Samstag, 3. Februar, kann der Vorschlosser t. R. Peter Schmidt, Frankfurter Straße 177 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist trotz feines Alters noch ein sehr eifriger Mitarbeiter des Reichsluftschutzbundes, in dessen Reihen er als Obertrupp- meister sich mit vorbildlichem Eifer für die Luftschutzarbeit einsetzt. In Anerkennung dieser eifrigen Mitarbeit wurde ihm dieser Tage eine Urkunde überreicht, in Der seine unermüdliche stete Dienstbereitschaft mit dankbaren Worten gewürdigt wird. Dem Jubilar, der sich in weiten Bevölkerungskreisen großer Beliebtheit erfreut und Der seit nahezu 40 Jahren zu Den treuen Beziehern des „Gießener Anzeigers" gehört, bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstag Dar. ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen 3. Februar feiert Der Arbeiter Heinrich Euler aus Röd- gen bei den Gail'schen Tonwerken sein 25jähriges Arbeitsjubiläum. Herr Euler ist als Ofeneinsahrer in Diesem Betriebe beschäftigt. Er hat sich während dieser Zeit die Zufriedenheit und Achtung der Betriebsführung erworben, und mit allen Mitarbeitern pflegt er gute Kameradschaft. Durch die Firma und seine Arbeitskameraden, sowie von der Deuffchen Arbeitsfront wurde der Jubilar an seinem Ehrentage entsprechend gefeiert. • ** Verkehrssünder. Die Polizei hatte in der Zeit vom 19. bis 25. Januar wieder gegen eine Reihe Verkehrssünder einzuschreiten. 3 Kraftfahrer wurden zur Anzeige gebracht, 15 sonstige Fahrzeugführer mutten gebührenpflichtig verwarnt. 10 Radfahrer wurden gebührenpflichtig verwarnt und 1 zur Anzeige gebracht. Fußgänger wurden in 9 Fällen gebührenpflichtig verwarnt. ** Nordische Gäste an den heimischen Gewässern. Der Winter bringt den heimischen Gewässern Gäste, die man sonst selten zu Gesicht bekommt. So zeigen sich sowohl auf der Lahn und Ohm, wie auch an deren Nebenflüssen in letzter Zeit neben den gewohnten kleinen Wildenten auch Wild- gänfe. Strafkammer Gießen. Der K. B. in Gießen war beschuldigt, im August vorigen Jahres unzüchtige Handlungen mit einer Person unter 14 Jahren vorgenommen zu haben. Der Sachverständige vertrat den Standpunkt, daß dem im vorgeschrittenen Alter stehenden Angeklagten der Schutz des § 51II StrGB. zuzubilligen sei. Der Anklagevertreter beantragte unter Zubilligung mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Don der Verteidigung wurde Freisprechung beantragt Da auf keine höhere als eine dreimonatige Gefängnisstrafe hätte erkannt werden können, wurde Das Verfahren auf Grund des Amnestieerlasses vom 9. 9.39 eingestellt. Der I. K. in Frankfurt a. M.-Höchst war der Gefährdung eines Eisenbahntransportes beschulbigt Er war mit seinem Personenkraftwagen am Nordausgang von Butzbach, auf der Landstraße von Pohl- Göns her, durch die geschlossene Bahnschranke der Main-Weser-Bahn gefahren und hatte sein Fahrzeug erst auf Dem ersten Schienenstrang zum Halten gebracht. Der Personenkraftwagen wurde von Der.Lokomotive eines von Gießen kommenden Güterzugs erfaßt und ein großes Stück geschleift, wodurch Anlagen der Reichsbahn erheblich beschädigt wurden. Der Angeklagte bestritt jegliche Schuld und behauptete, die Schranke sei nicht vorschriftsmäßig beleuchtet gewesen. Der Schrankenwärter bekundete, daß die Schranke Den SßerDuntelungsbeftimmungen entsprechend beleuchtet und auch gut zu sehen gewesen sei. Der Anklagevertreter beantragte mit Rücksicht Darauf, daß der Strafzweck mit einer Geldstrafe erreicht (Nachdruck verboten!) 5. Fortsetzung. „Mutter Denkt das. „Und du?" Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin mußte es glauben. Ich erfuhr es schmerzlichst. Aber Deine erste Frage an mich war richtunggebend gewesen für mich und meine Gefühle zu dir. Ich liebte Dich, aber verzeihen konnte ich Dir nicht. Und das ist ja sehen. Sie jedenfalls werde in ganz kurzer Zeit mehr wissen als die Schäfchen der Familie. Dabei sah sie mich an, als ob ich der Leithammel und überhaupt an allem Schuld sei. Ich muß dir versichern, Julia, ich weiß über von nichts." „Du brauchst auch von nichts zu wissen." „Bitte, wenn Du meinst. Er zog ein pikiertes Gesicht. „So doch nicht, Gerhart!" Sie rang die Hände. Plötzlich war es mit ihrer Fassung vorbei. „Müßt ihr mich denn alle quälen! Spürt ihr nicht, du, Mutter und Ludwig, daß alles auf meiner Haut ausgetragen wird. Ich bin kein Trommelfell!" „Was bist Du nicht?" Er war verblüfft. „Ach, man kann Das nicht ausDrücfen. Alle zerrt ihr an meinen Nerven. Ludwig will wissen, ob ich ihn trotzdem noch liebe, Mutter sagt, vielleicht mit Recht, ich sei ein Schaf und nun kommst du auch noch!" Sie stand auf, erwischte hinter einem Kissen in Der Lehne ein Taschentuch und tupfte sich Die Augen. Er war sofort bei ihr. ,Hulia", bat er, „ich wußte Doch von nichts. Was ist denn mit Ludwig?" Er sann ihren Worten nach. „Er läßt sich von dir versichern, Daß Du ihn trotzDem noch liebst. Was heißt 'Das? Betrügt er dich?" „Mutter nennt es gewiß so." „Und Du?" Sie zuckte Die Achseln. „Vielleicht findest Du es sehr lax, wenn ich sage, daß ich Die Ehe nicht als ein Zuchthaus ansehe. Jeder muß aus freien Stücken bleiben — ober gehen können." „Aber wenn Ludwig dich betrügt...", Gerhart Carlotti atmete tiefer, es verschlug ihm Die Rede. „Was Dann? Soll ich Die Konsequenzen ziehen, meinst du? Oder vielleicht: was Ludwig recht ist, müßte mir billig sein?" Sie sah ihn mit sprühenden Augen an. Er schüttelte Den Kopf. „Nein", sagte er. Aber er war blaß geworden. „Das paßt nicht zu Dir." Sie setzte sich mieDcr zu ihm. Ihre Hände zerknüllten das Taschentuch im Schoß zu einer unkenntlichen Masse. „Was geschieht?" fragte er. „Ich weiß es nicht. Aber sicherlich wird Mutter etwas unternehmen, wenn sie es nicht schon getan hat. Ich glaube, sie freut sich schon auf ihre große Szene. Rächerin anfangs; und schließlich, wenn Das andere arme Dumme Hascheri verjagt ist: großmütige Versöhnerin." „Du siehst sie natürlich falsch." „Möglich." bißchen. Aber das sah er nicht. Also nickte er, in der Seele nicht sonderlich kompliziert, von der Aus- spräche und Zusage beruhigter als er im Anfang gerechnet hatte. Aus Julia war Verlaß. Nur die Mutter hatte er zu fürchten. „Ich muß jetzt aber wirklich weg", sagte er und lief mit einem letzten herzlich gemeinten Kopfnicken zur Tür. Julia war wirklich zu nett. Er wollte ihr doch schon immer einmal wieder eine FreuDe zu Julia auf. , ., . machen. Jwanka bekam so viel von ihm. Wahr- „Was soll mit ihm sein? Er war.glaube ich em | hastig, auch Julia sollte nicht ftänDig zu kurz kom- bißchen nervös. Es hatte, mit Zibitta geiwaftlichen men. Ein Smaragd Dachte er, ein SmaragDring Aeraer gegeben, hörte ich .. muß gut aussehen auf ihren zarten, weißen Fin- „So. Mutter reDete allerhand merkwurDiges Zeug, gern. Zum Teufel, ein Smaragd war grün, grün l Sie sei bei einem Detektiv gewesen und man werde ,Lch habe mir das Denken abgewöhnt. Wenn Du aber eine andere liebgewonnen hättest, Ludwig, würde ich dich nicht hassen." Sie sagte Das ganz ruhig. „Es wäre aber besser, du haßtest mich in solchem Fall. Denn dann liebtest du mich auch." „Ach, LuDwig", sie tat eine matte Handbewegung, „Liebe gedeiht nicht einseitig; Das ist ein altes Gesetz. Aber wenn du es wissen willst, ich liebe dich unb achte dich. Sonst wäre ich nicht mehr bei Dir." „Vielleicht gibt es Grade und Abstufungen Der Liebe", sagte er zögernd. Ein voller, großer, blauer Blick Julias traf ihn. „Ja", sagte sie, „Das ist sehr wahr, Die gibt es wirk- lieh. Die Liede verändert sich. Glücklich die, Denen es erspart bleibt, Das zu erfahren. Besonders, Da man machtlos vor diesen Veränderungen steht." Er schaute sie an. Der Blick erlosch wieder. Er war ein Mann, er bezog diese garue Unterredung und ihre Hintergründe, Die Da Durchschimmerten, auf sich und seine Person, auf seine Unzuverlässigkeit. „Julia", sagte er, „laß mir Zeit. Ich liebe Dich. Ich halte zu dir. Ich bringe alles in OrDnung. Bald. Halle auch du zu mir/ „Selbstverständlich, Ludwig", sagte Julia gelasse- ner als er es verstehen konnte. Sie war wieder kühl. Nur die Narbe auf dem Nasenflügel zitterte noch ein trug doch Jwanka als Lieblingsfarbe! Er lief vor sich selber Davon. Hätte er sich um- gesehen, würde er auf Der Treppe, aus Der mütterlichen Wohnung herabkommend, seinen BruDer Gerhart bemerkt haben. So entging ihm»das. Julia sagte und sie hatte ihr Gesicht schon wieDer vollkommen in Der Gewalt: „Hast du Ludwig noch gesehen?" „Ja, aber er mich nicht. Er lief Davon, als brenne es ihm unter Den Sohlen, wenn das ein Vergleich ist." Er lächelte unb neigte sich über Julias Hand. „Was hatte er Denn?" Ihr Lächeln glitt ineinander. „Nun, eilig hatte er es." Sie machte sich los. „Setz' Dich, Gerhart. , Möchtest Du einen Likör oDer willst Du bis zum ! Kaffee warten? Kommt Mutter herunter?",, i „Nein. Sie sagte jedenfalls nichts davon." „Dann kommt sie wahrscheinlich", sagte Julia trocken. Daß es Gerhart Earlotti erneut ins Lachen schoß. Er mar größer als sein Bruder Ludwig. Er war schlank, gegen den dicken Ludwig wirkte er geradezu mager. Las faltige, etwas verknitterte Gesicht hatten sie gemeinsam, aber Gerharts Züge wirkten angenehmer. Woran das lag konnte man nicht ohne weiteres feststellen. Vielleicht gab ihm Der feste Mund etwas mehr Ausdruck. Seine kleinen Augen störten ein wenig, sie waren Dunkel wie Das Haar, fast schwarz. Sie glänzten wie ein Paar Jettplätt- chen unter den buschigen schwarzen Brauen. Eine hohe, gute Stirn führte zum vollen, kaum gelichteten Haar, das er lässig, fast ungekämmt, lockig trug. Das war erträglich, weil es ziemlich kurz gehalten war. Als er auf Julia zutrat, sah man, daß er Den linken Fuß etwas nachzog. Er humpelte nicht, es war nur, als sei Der linke Fuß etwas schwerer als Der andere. Julia setzte sich in Den Sessel, der vor der Hausbar stand. Gerhart Carlotti zog einen Stuhl heran. Sie mischte Wermuth und Gin und füllte zwei Gläser. Sie sahen sich an, hoben die Gläser und leerten sie wortlos. Es waren Portweingläser gewesen. Beide sahen sich etwas verblüfft an. Sie tranken sonst beide nicht viel. Gerhart Carlotti zog an seiner Bügelfalte, es mar eine zwecklose Bewegung, er hätte auch das geleerte Glas am Stil Drehen können. Dann entschloß er sich und sagte: „Ist etwas mit LuDwig?" Er beugte sich vor, stützte Die Arme auf Die Oberschenkel und sah „Warum? Wie kommst du zu solcher Annahme?" „Es war keine Annahme, nur eine Frage." Julia zuckte wortlos die Achseln. Sollte sie wieder eine Rede halten über die Verschiedenheit von Dem, was man unter Liebe verstehen kann. „Meine Frage ist berechtigt, scheint mir, weil dich Die Geschichte, äußerlich jedenfalls, ziemlich kall laßt, Julia." „Soll ich mir die Haare raufen, Damit man äußerlich meine Gemütsbewegung yeftftetten kann? Mein Gott, was erwartest du, wenn mich mein Mann betrügt? Was soll ich tun, wenn er sich eine Geliebte anschafft? Gibt es bei den Carlottis darüber feststehende Anschauungen und Erwartungen, denen ich zu enffprechen habe?" „Du bist ganz grupdlos bitter, Julia." Er schwteg wieder. Sie sah ihn an. Ihre Hände zitterten. „Verzeih", sagte sie und legte zwei Finger ihrer schönen Hand auf seinen Arm. „Aber bitter werden, das ist Das einzige, was ich mir bis jetzt erlaubt habe und auch nur Dir gegenüber, Gerhart." Er hielt ihre Finger fest. „Wie soll ich Das auf- fassen?" „Wie Du es auffassen willst." Seine Hand alitt von Den Fingern hinauf zu ihrem Arm. Er faßte zu. „Ich möchte Dir helfen, Julia. Kann ich Das? Möchtest Du mir dazu Gelegenheit geben?" Ihr Achselzucken wich wieDerum aus. „Mir kann keiner helfen. Ich kann mir nicht einmal selber helfen. Das ist ia Das Traurige. Was soll ich tun? Ich finDe, mir sind Die HänDe gebunden." „Du könntest — ich meine, du kannst jeden Tag von Ludwig weggehen." „So, kann ich Das9" „Ja, wenn Du ihn nicht mehr liebst." Er sah sie fest an. „Es ist bisher niemals zwischen uns ausgesprochen worden, Julia. Ich hatte bisher kein Recht, es zu sagen, Denn Du schienst mir glücklich. Ich liebe dich, Julia. Ich habe Dich geliebt von Der ersten StunDe an, als ich den Fuß in Hamburg auf deutsche Erde setzte und Du an Den St.-Pauli-Lan- Dungsbrücken neben Ludwig standest und mir entgegentratest. Du sagtest: Ich bin Ihre Schwägerin; hoffentlich können Sie mir Das verzeihen. Ich gab Dir die Hand und war erstaunt. Da war Der Mensch, auf den ich gewartet hatte, dem mein Sehnen unb Träumen gegolten hatte. Und du solltest mir verloren sein, solltest meines Bruders Frau fein? Ich Er spielte mit* dem Metallknopf an der Tür Der > Holzbar. Wahrscheinlich mürDe es ihm gelingen. Den I , Knopf abzudrehen. „Liebst Du Ludwig nicht mehr?" Iso geblieben in all Den Jahren." (Forfeßung folgt). und Zwar: Gleisen (Horst-Wessel - Wall 9), den 2. Februar 1940. Friedhof statt. 571D Apotheker Theodor Schwieder sagen wir allen aufrichtigen Dank. Gießen, den 2. Februar 1940. 547 D Gießen, im Februar 1940. 578D 590 D Anruf 4337 befindet. Kaiserallee 13 v S8SD Mündlich können Sie e§ nur wenigen innen, schrifüich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Nationalsozialistischer Deutscher Marinebund Marine-Kameradschaft Gießen 1892 e. V. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Ableben unseres guten Bruders und Onkels, des n 1! Die trauernden Hinterbliebenen: Auguste Noll, geb. Berger Walther Noll und Familie Karola Noll. Gießen, 3. Februar 1940. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 5. Februar, 14% Uhr, auf dem Neuen August einer haben. geklag- en sei. lliyung n sechs redjung imona- Eönnen, nnestie. Für die Hinterbliebenen: Emmy Schwieder O. Schwieder, Oberforstrat. Dentist Zutt Fernruf 3977 Nachlässe von 3 bis 20 v. ff. en» hatten S/e bet wiederholten Vor* öffentlich ungen einer Anze Igel Meine Praxis befindet sich ab heute Bahnhofstr. 46 In tiefem Schmerz: Hedwig Krüger, geb. Schwörer Horst Herbert teuer,Gefreiter in einem Panzerabwehr- Regiment, im Felde Eberhard teuer, Leutnant in einem Panzer-Regiment Karl Krüger, Rechtsanwalt, z. Z. bei einem Luftnachrichten-Regiment. Die Trauerfeier findet Montag, den 5. Februar 1940. um 15.30 Uhr. in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. - Beileidsbesuche dankend verbeten. 0370 DfB.-R. Gießen — Naunheim Sportfreunde Wetzlar — 05 Wetzlar L nser lieber Kamerad Friedrich Groh, Atzbach ist von uns geschieden. Wir werden das Andenken an diesen treuen Kameraden in Ehren bewahren. Beerdi rrung Sonntag, 4. Februar, 14.45 Uhr. Lieh Kameradschaftsführei 559D roli ettich k 1 bis Deutscher Staffelsieg in Karmisch Dx kleine Sdireitimotdime mit den großen Vorzügen Generalvertneb Baums & Treihig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. UnA m äußer« i? SN ltann te* Geliebte iber sH denen «h Verzeih^ ien N s ist und M das ouf« Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Carl Lang. Mine?' e." e wieder >on dein, weil dich kalt läßt, )er >igt. Er cirdaus- i Pohl, nke der chrzeug Iten ae- bcr.ßo« terzugs :dj An- vurden. behaup. beleuch- daß die entspre- esen sei. cht dar- erreicht t INI, Ä Ernst Hermann Schreinermeitte^ osm Meiner verehrten Kundschaft gebe ich zur Kenntnis, daß sich mein Geschäft vom 1. Februar in der WUsonstraße 5 ’oljn. e‘nth eine; eich;, 5 ■Ne lenst, wird, -eisen chezu neuer Am 27. Januar ist unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Elise Schopbach nach kurzer Krankheit im 84. Lebensjahre für immer von uns gegangen. Ls soll beskimml gespielt werden. Am Sonntag spielen sechs Mannschaften jiiwuf I" ich liir’S nal e®' | i en schränke und Ausstellkasten. funk (Grundstufe). „Der Februar kommt gegangen". Ein Spiel. 10: Frohe Weisen. 10.45: Sportberichte. 11: Unterhaltungskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 11.50: Mikrophon unterwegs. 12: Schlohkonzert Hannover. Es spielt das Niedersachsen-Orchester. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15: Buntes Unterhaltungskonzert. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.45: Freudenspender Musik. 19.10: Nach des Tages Arbeit. Dazwischen: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. Dazwischen 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. Die Spiele finden bestimmt statt, da von der Sportbehörde alle Anordnungen auf Spielbar- machung der Plätze erlassen sind. Die Grünweißen Haben die Naunheimer, die als spielstark bekannt sind, zu Gast. Bei diesem Spiel müssen die VfDer sich anstrengen, um die Punkte in Gießen zu behalten. Das ursprünalich vorgesehene Spiel der Spiel- Vereinigung 1900 in Rodheim (gegen Rodheim/Krof- dorf) fällt aus. Das Lokalspiel in Wetzlar wird ebenfalls viel Interesse finden. Die Spielstarke der Sportfreunde ist nicht bekannt. Bei einem Lotalspiel ist der Ausgang nicht vorherzusagen. VfV.-Reichsbahn I — Tuspo. Naunheim I. Noch der langen unfreiwilligen Ruhepause treten die Grün-Weißen morgen auf dem Waldsportplatz der bekannten Elf des Tuspo. Naunheim entgegen. Die Vereinsleituna hat dafür Sorge getragen, daß auf dem Platz gespielt werden kann und ein einwandfreier Spielverlauf gewährleistet wird. Die Gäste, die den zweiten Tabellenplatz einnehmen, sind hier gerne gesehen, denn die Mannschaft lieferte immer die schönsten Spiele. Daß der gute Tabellenersten Protektoratsmannschaft zum dritten Platz verhalf. Eishockey: Ungarn—Jugoslawien 10:0. Der Freitagnachmittag brachte im Olympia-Eisstadion das Eishockeytreffen zwischen Ungarn und Jugoslawien, aus dem die Ungarn als ganz über» legene Sieger hervorgingen. Es war wieder ein einseitiger Kampf, in dem sich die Jugoslawen ziemlich aus die Verteidigung beschränken muhten. Italienischer 3:1-Sieg. Die Kämpfe des Eishockey-Länderturniers wurden am Freitagabend mit dem Treffen Italien gegen Slowakei der Gruppe B fortgesetzt. Wie erwartet, gab es einen italienischen Erfolg. Aber mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) Toren war der Sieg doch knapper als man erwartet hatte. Zußbaii der Sezirksmeisterschast. Gießen (Wernerwall 9), den 3. Februar 1940. Die Trauerfeier fand in der Stille statt und danken wir auf diesem Wese allen denen, die Ihrer in Liebe gedachten Rundfunkprogramm Sonntag, 4. Februar. 6 Uhr: Hofenkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Wir singen den Sonntag ein! Ausführung: Ein Soldatenchor. 8.40: Dichterfahrt nach dem Osten. Josef Magnus Wehner. 9: Wie» schön ist so ein Feiertag! 9.50: Franz Schuberts Klaviersonaten (III). 10.15: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 10.55: Funkstille. 11: „Der Holzdieb". Komische Oper in einem Aufzuge. 12: Das Tier und wir. Unterhaltsames und Belehrendes aus dem Frankfurter Tiergarten. 12.30: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgWieder ein Unfall beim Modeln. s. Lang-Göns, 2. Febr. Heute vormittag wurde der siebenjährige Schüler W. R. beim Rodeln von einem Lastauto übersah- r e n und am Bein sehr stark verletzt. Der rechte Fuß wurde zerquetscht. Aerztliche Hilfe war schnell zur Stelle. Der Verunglückte mußte mit einem Sanitäts- LUto nach Gießen m die Klinik gebracht werden. Die Rodelbahn, die sich die Kinder gemacht Hutten, kreuzt die Holzheimer Straße. Die Eltern werden eindringlich ermahnt, ihre Kinder von solchen Rodelbahnen fernzuhalten. STATT KARTEN. Heute nacht entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel August Noll im 68. Lebensjahr. (■. werden könne, an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten eine Geld- (träfe von achthundcrt Reichsmark. Der Verteidiger beantragte Freisprechung, da dem An- geklagten Fahrlässigkeit nicht nachzuweisen sei. Der Angeklagte wurde der fahrlässigen Gefährdung eines Eisenbahntransportes in Tateinheit mit einer Ueber- tretung der Reichsstraßenverkehrsordnung schuldig erkannt und anstelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu einer Geldstrafe von achthundert Reichsmark, erfatzweise zwei Monate Gefängnis, verurteilt. Strafmildernd wurden die seit, herige Unbestraftheit des Angeklagten und der Umstand, daß die Autoinsassen mit dem Schrecken da- vonkamen, berücksichtigt, straferschwerend dagegen, daß der Angeklagte grobfahrlässig handelte. 1 bar. >■> ftöb« Xifles obrer hrenb r Le. eitern i und loschen ihtoge tt- in i} eine sichrer Fahr, varnt. 'warnt ben in schen aischen cht be. n und ® Zeit Wild- Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank aus. Luise Hahn, geb. Rabenau Prof. Dr. Karl Hahn und Frau z Z. im Felde Willi Hahn und Familie. Bcc Optiker j92D Nachruf. Am 27. Januar 1940 verschied plötzlich und unerwartet unser Berufskamerad und langjähriges Verwaltungsmitglied Herr Kaufmann Georg Wallenfels im Alter von 72 Jahren. Seit dem Jahre 1918, der Gründung unserer Genossenschaft, war der Verstorbene im Vorstand und Aufsichtsrat tätig und hat es in dieser Zeit verstanden, durch sein gerades Wesen das Vertrauen seiner Berufskameraden zu gewinnen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Edeka-Großhandel e. G. m. b H., Gießen 575 D Kleiderstoffe Kleider Mäntel Lich Kostüme 561D Blusen 3. Februar 1940 ifotiradt Ihre Vermählung geben bekannt Bekanntmachung 515 A Auch ol» Drixlobletren mir, Dnx-Exko 'Dragee») m'Apofheken und Drogerien. Arterienverkalkung Eine schone und große Auswahl im *3beim Einweichen der Wäsche, beim Weichmachen des Wassers/ Verlobungs-Anzeigen liefert Brühi'sche Druckerei Gießen Ederstraße 3 Duisburg z.Z. im Felde l Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8 jähriger Schulbildg. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann. Ein-und halbjährige Handelsfachklassen für Schüler mit Volksschulreife und höherer Schulbildung, bei Sekundaoder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Kletzen, Goethestr. 32 Ruf 2486. KURSE Einzel Unterricht iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Geschäftsdrucksacheb Rechnungen Brlefblitter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl, Schulstr.7 Großen-Buseck, den 3. Februar 1940 0359 IN DER MODESTUBE KÖRNER Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7, und die Deutschen waren auf sofortige Festnahme gefaßt. Da, um 22 Uhr, kam die Nachricht von der „Verständigung" in München. Die Engländer stürmten hinüber nach dem „Weißen Rößl", und es begann ein großes Dersöhnungstrinken in Bremer Schlüsselbier und Whisky Soda. Ueberhaupt war das private Verhältnis zwischen Deutschen und Engländern nicht schlecht, wenn man sich auch wenig zu sagen hatte. ri £ Dem amtlichen England sind aber die^ ost afrikanischen Deutschen ein Dorn im Auge. 1925 entschloß man sich, die Einwanderungssperre gegen Deutsche in das Mandatsgebiet aufzuheben, weil die Wirtschaft ohne die Deutschen so gut wie tot lag. Unmittelbar vor dem Kriege gab es im Mandatsgebiet wieder gegen 3000 Deutsche, die das Rügrat der Pflanzungs- und Farmwirtschaft bildeten. In London wuchs jedoch die Unruhe wegen der nicht nachlassenden Rückforderung der Kolonien durch den Führer und die öffentliche Meinung in Deutschland, und besonders nachdem Abessinien italienisch geworden war, wurden alle Deutschen mit Mißtrauen beobachtet Besonders schäbig war, daß die Mandatsverwaltung durch die in Kisuaheli geschriebene Ein- geborenen-Jeitung in Daressalam offene Hetzpropaganda gegen Deutschland trieb: ein glatter Rassenverrat! Erfolg hatten die Engländer damit nicht, die Schwarzen haben die deutsche Zeit immer noch in gutem Andenken. Bei den schweren Eingeborenen- Unruhen in Tanga im August vorigen Jahres, als Hunderte mit Speeren und Holzkeulen bewaffnete Eingeborene vor das Regierungsgebäude zogen, blieben alle Deutschen unbelästigt, Engländer dagegen wurden festgehalten und sogar geschlagen. Bei Kriegsausbruch machten sich etwa 50' Deutsche durch den ' Busch nach Portugiesisch Oft - afrika auf, andern gelang es, an Bord eines ita- lienischen Dampfers zu kommen. Den Zurückbleiben- GIESSEN - JETZT SELTERSWEG 62 - FERNRUF 3410 548 D Bäcker-Innung für Stadt und Kreis Gießen __563D Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum1. Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Dießener Anzeiger erfaßt. Die Farm- und Geschäftsbetriebe sind im allgemeinen unbehindert. Die Viehpreise haben unter der Wirkung des Krieges merklich angezogen. Die Karakul-Züchter, meist deutsche Farmer, waren anfangs auf einen völligen Zusammenbruch des Exports von Persianerfellen gefaßt, doch haben sich Sie zuerst ins Fallen geratenen Preise nach kurzer Zeit wieder erholt. Die Felle gehen nach London und Nordamerika. Im französischen Mandatsteil von Kamerun sollen die wenigen dort tätigen Deutschen in einem Sammellager in Jaunde interniert und ihr Eigentum beschlagnahmt fein. Im englischen Mandatsteil, wo das Pflanzunasgebiet am Großen Kamerunberg fast ganz in deutschen Händen ist, machten sich unmittelbar vor Kriegsausbruch etwa 60 Deutsche in einem Segelboot nach der 60 Seemeilen entfernten spanischen Insel Fernando Po auf, wo man sich nicht besonders freundlich gegen sie verhalten soll, doch sind sie in einem Landlager gut untergebracht. Die Fahrt hat sich nachträglich als nicht notwendig erwiesen, da die auf den Pflanzungen zurückgebliebenen deutschen Leiter unS Angestellten gegen ihr Ehrenwort in Freiheit belassen wurden. Sie arbeiten weiter auf den Pflanzungen, aber die Betriebe stehen unter der Verwaltung eines englischen Treuhänders. Sehr unfreundlich sind die Engländer i n Togo vorgegangen, wo sogar deutsche Missions- schwestern ins Internierungslager mußten. In Ostafrika verfolgen die Londoner Regierung und die Mandatsverwaltung ihre besonderen Absichten. Schon während der Septemberkrise von 1938 war die Internierung Dorbereitet, und englische Askaris wurden im deutschen Haupftiedlungs- gebiet südlich Jringa stationiert. In Iringa selbst waren viele Deutsche im Hotel zum „Weißen Rößl" versammelt, einige hundert Schrift davon die Engländer in ihrem Hotel. Alles hing am Rundfunk, Gießen, Lahnhofstr. 4» 4. Februar 1940 Karl Krug Frieda Krug, geb. Schön Hausfrau begreife. HenkO spart Seife h Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Ab Montag, 5. Februar 1940, bleiben die Bäckereien des Stadt- und Landkreises Gießen während der Mittagspause von 13 bis 14 Llhr ll-L) geschlossen. Ihre Vermählung zeigen an Willi Wienecke Leutnant und Satl.-Adj. in einem Inf.-Regiment Annemarie Wienecke, geb. Seibert den wurde mehrfach die Frage gestellt, ob sie bereit feien, dem Führer und dem Dritten Reich abzusagem Kein einziger hat sie bejaht. Nun kamen alle Männer in Internierungslager. Frauen und Kinder sind nicht interniert, haben sich aber auf einigen großen Pflanzungen und in den Städten gesammelt. Im Lager von Tanga ist es ihnen erlaubt ihre Männer dreimal wöchentlich für je zehn Minuten(l) zu sehen. Die deutschen Geschäfte sind geschlossen, die deutschen Pflanzungen sind unter englischer Kontrolle, Engländer, Griechen oder Indern zur Bewirtschaftung übergeben. Neuerdings verlautet, daß allen ostafrikanischen Deutschen, mit Ausnahme der Techniker und Reserveofsiziere, die Rückkehr nach Europa auf italienischen Schiffen frei- gegeben werden soll. Man will sie auf alle Fälle zum Lande hinaus haben. Das läßt tief blicken — aber John Bull wird sich täuschen. Das Aftika-Deutschtum im Kriege. Von Or. Paul Rohrbach. Heber die Lage der Deutschen in den afrikanischen Besitzungen der Feindmächte und in den Mandatsgebieten ergibt sich aus den beim Deutschen Aus- landsinstitut in Stuttgart eingegangenen Mitteilungen, sowie aus privaten Nachrichten das folgende Bild. Bei der Langsamkeit und Schwierigkeit der Verbindungen mag allerdings manches davon inzwischen verändert fein. In den eigentlichen englischen und französischen Kolonien find die Deutschen, soviel man weiß, interniert. In der Südafrikanischen Union ist ein Internierungslager unweit Pretoria mit 150 Deutschen, Persönlichkeiten, die unter der Anschuldigung der „Nazi-Propaganda" stehen, belegt. Nach privaten Nachrichten hat man überhaupt siihrende.deutsche Männer f e st g e n o m - men, auch solche, die sich mit Politik nicht befaßt haben, wie den Chef der bedeutendsten deutschen Firma in Kapstadt. Man will das Deutschtum auf diese Art desorganisieren. Unter den Internierten befinden sich auch solche, die durch Naturalisation britische Untertanen geworden sind, aber gleichwohl jm Verdacht deutscher Gesinnung stehen. In Südwe st afrika sind von 8000 Deutschen 100 Männer in Windhuk interniert, ebenfalls ohne Rücksicht auf reichsdeutsche oder britische Staatsangehörigkeit. Die Internierung ist in der Union wie im Mandatsgebiet nicht streng; Besuche in den Lagern, Sport und musikalische Veranstaltungen sind erlaubt. Vor allem sind führende und als besondere Bekenner des Deutschtums bekannte Persönlichkeiten Dr. med. Otto Luh Hertha Luh, geb. Müller Vermählt« Vom Herd direkt auf den Tisch. Kein Umfüllen der Speisen. Die Speisen bleiben warm» nichts geht verloren, weniger Abwasch. Das ideale Geschirr für jeden Haushalt. J.B. Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Jena*1- Glas forberung obwohl er Oer mo Kontrolle seinem w ren. Seit Welt die P lich verscho gewesen, o iranisch 9 Auslan sicher he» Tourist b( mehr unb dem Osten gung Plat In Beh übrigen w die schlecht gebracht. -I anderen S der Polize seine Nack wenn er b Karte Herl breiteni r marke", b Scharlachs! viele Taus der Aufschi digt unb sj In ber Hunderte ( mit Heine: enthaltserl man nach heraus, ba ober polni Ausländer Beginn bi denen abe illegalen Q zosen, 681 Luxembur Wer bi Belgien n anschauen, gibt, den i Gesamtzah die Franzc 20, die Pss fd)en mit ■ die Luxem mit 2,7, bie ünsgefamt U3 v.h. 'Übrigen Ki Kongo eim Gesichter i erinnern. . Ihren D sich seit 18 Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete\ reich bebilderte Haus- und Kochbuch Tanzschule Kieferdorf Bahnhofstr. 42 Telefon: 3783 Leseyolzsammeln in den städtischen Waldungen. Es wird darauf hingewiesen, daß das Sammeln von Leseholz ab sofort bis zum 30. April dieses Jahres an allen Wochentagen von 8 bis 16 Uhr gestattet ist. Voraussetzung ist jedoch ber Besitz einer Leseholzkarte. 569C Gießen, den 1. Februar 1940. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. D.: Nicolau s. unitAttfiACfi vie£uMrk£eft. .Mi* Richter-Tee hat meine etwas zu starke Frau sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie befindet sich nach dem GebraudH des Tees körperlich und damit auch seelisch viel wohier.T So schreibt Schriftsteller A. Krapf, Zeuthen b. Berlin am 27.8.35 übe# Dr.ERNST RICHTERS Frühstückskräutertee M S Sch, J? fQtln, !.N,h Kolleg' BtiW*? Siebes •t« ton iiW, JnM*, pof SlM.IMN«SWle MW Lehrgänge Ostern 1940: 1. Haushaltungsschule (1 Jahr) 2. Frauenfachschule Klasse I (1 Jahr) 3. Lehrgang für „Nadelarbeitslehrerinnen mit einfacher Ausbildung" (1 Jahr) , 4. Schule für Kinderpflege- und Haushalts- aehilfinnen (17? Jahre) 5. Seminar für Kindergärtnerinnen - Hortnerinnen (2 Jahre) 6. Kurse in Schneidern und Weitznähen. Kleines Schülerinnenheim vorhanden. Auskunft und Anmeldung 486d für 1-3 Steinstr. 10, für 4-5 Gartenstr. 30. iS SS für ( s ''i ( ’ + Jrudileiileiide hört zu!“ + Sie zu mir in die Sprechstunde rammen, lassen Sie Nch von -ÖCVOr mir „gratis" die Broschüre mit ärztlichen Gutachten und Dankschreiben Geheilter vom ZliNd vis zum Grciü „Die Wahrheit über das Danzciscns- System" und den Preis senden! • Trotz aller Vorurteile kaufte ich mir am 3. 4. 1937 bei Herrn JtUginibl W. Backhaus in Neustadt a. d. Weinstr. einen Danzersen-Apparat für mein schweres Bruchleidcn. Nach dem Anlegen stellte ich fest, datz der Bruch gut znrtickgchalten wurde. Damit wich auch die seelische Depresnon, unter der ich seit Jahren zu leiden hatte. In 5 Monaten war mein Bruch geheilt, c* bin 55 Jahre alt und nun wieder fröhlich und gesund! Die von mir aus dieses Patent aufmerksam gemachten Leidenden kauften auch den Apparat und sind vollkommen zufrieden, was mich sehr freut. Damit das D a nz e i s e n, ch c Bruchhcilvcrfahrcn ohne Operation bald Gemeingut wird, bitte ich, dieses Dankschreiben so bekannt zu machen, daß Jedermann im Gau Saarpsalz und auch darüber hinaus Kenntnis davon bekommt. Schwegenheim b. Speher, den 6. 2. 1938, Hauptstr. 48. gcz. Heinrich Silbernagel. „Kostenlos" zu sprechen bin ich für jeden Bruchleidenden, der die Broschüre vorher gelesen hat, in Frankfurt a. M.. 10. II., Hotel Hansa-Royal, 8-12 und 13-17 Uhr; Friedberg, 12. II., Deutsches Haus. 8-11.30 Uhr; Gießen^ 12. II., Hotel Hindenburg, 14-18 Uhr; Dillenburg. 13. II., Hotel Hirsch, 10-14 Uhrr Limburg 14. II., Hot.Nassau.Hof, 9-12 Uhr; Wiesbaden, 15.II.,Hot.Taunus,8-12Uhr Wilhelm Backhaus, Neustadt/Weinstraße, Friedrichstraße 1. und hoher Blutdruck mit Herzunruhe, Schwindelgesuhl, ‘Jterbofifäf, Ohren, sausen, Zirkulationsstörungen werden durch Antisklerosin wirksam be. i'ämpft. Enthält u. a. Blutsalze und Kreislaufhormone. 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Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Wb feinen Jibt es in genannte M der jiQUonie, i ^hlengebi -"d Westsl Namu sh'sche Bei Gehen t "jbeiter in *9t|ir Oberer N Leite ,nber in > einzi ’WHon, "frag A"«r mj Mi g e den t y»mfa iS" > ni Bekanntmachung. Die für den 5. und 7. Februar 1940 von bet LS* Schule vorgesehenen Lehrgänge fallen aus. 584D Reichsluftschutzbund. Orts- (Kreis-) Gruppe Gießen. — Winterkur fllr । — Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 -ta0ü?e Preise. S.-B. Dr. M. Schsrtxa-KahlayM, Die städtische Fuhrwerkswaage im Wetzlarer weg wird ab Montag, den 5. Februar 1940, vorüber gehend geschlossen. 5820 Gießen, dtzn 3. Februar 1940. Der Oberbürgermeister. Gez.: RitteL ^nimmiumiiiiiimnur 551D PILSNER Schloßbrauerei Braunfels 557 A SONNTAG das rassig,herbe Edelbier! WC