Montag,? Dezember 1940 i»0. Jahrgang Nr.285 GiehenerAnzeiger ’Mie, fi nat Am 3 Dezember begeht Generalfeldmarschall Fedor 1 Jugoslawischer Nationalfeiertag fchroimmfähiq qebNebene deutsche Dampfer konnte -.2/l>. Ge° und „Southampton hatte in der Nacht zum Sonntag seinen schlimmsten Luftangri-ff durchzumachen, der sich dis in die frühen Morgenstuüen fortsetzte", so en b. mor bt, Iren en. Mönch nt«0 ob 1« bts - V-l. dentzt, Stiren können, daß auf Regen wieder Sonnen- h folgt Wenn man heute weniger zu esien hat r sich irgendeinen Genuß versagen muß, freut : Um sich umsomehr auf die kommenden Zeiten 33 nan wieder mit vollen Segeln durch das Leben i'r n will. heißt es in einer Reutermeldung. Zahlreiche bäude seien zerstört worden, gesteht Reuter er Wch i Leulm'i mit ^enbtn irerlj. °>>M 1 form Berlin, 1.Dez. (DBB.) Bach beim OKW. onr- liegenden Meldungen haben in der Bacht zum 1. Dezember starke Kampfverbäude in rollenden Angriffen die südenglische Hafenstadt Southampton mit Bomben schwersten Kalibers belegt, während der Nacht konnten Flugzeugbe- sahungen über 60 große und zahllose kleinere Brände beobachten, die sich schließlich zu einem einzigen Feuermeer zu- sommenschlossen. Einz Großkraftwerk scheint vernichtet zu sein. Die großen Vorrats- und Lagerhallen im Hafen brennen lichterloh. Während der Nacht konnte der Feuerschein von der französischen Kanalküste aus beobachtet werden. Die Brände haben gegen Morgen noch zugenommen. Eine große schwarzgelbe Rauchwolke wälzte sich über den Kanal, die am Tage sogar von Cherbourg aus sichtbar ist. Da der Hafen von Southampton infolge der Zerstörung in den Londoner Dock- und Hafenanlagen a l s Ausweichhafen für London benutzt wird, kommt diesem Angriff auf Southampton besondere Bedeutung zu. die Milch ist doppelt so teuer wie früher hat außerdem, wie Belgrader Blätter kürzlich Auch andere kriegswichtige Ziele unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe Berlin, 1. Dez. (DBB) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein in überseeischen Gewässern operierender Hilfskreuzer meldet als Gesamtergebnis seiner bisherigen Handelskriegführung die Versenkung von 79 000 BEI. feindlichen Handelsschiffs- raums. Diese Ziffer umfaßt noch nicht die Erfolge der Minentätigkeit des Hilfskreuzers. In der Bachl zum 30. 11. unternahm die Luftwaffe einen neuen Großangriff auf Lon- Von. Welle auf Welle überflog sie die Stadt und warf Bomben schweren und schwersten Kalibers u. a. auch auf Paddington, Kensington und Battersea Gewaltige Brände erleuchteten die Stadt und wiesen den anqreifenden Flugzeugen das Ziel. Auch andere kriegswichtige Ziele wie Liverpool. Birmingham und Plymouth wurden mit Erfolg angegriffen Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit der deutschen Flugzeuge ans bewaffnete Aufklärung. Sie stellte fest, daß in vlymouth immer noch starke Brände, besonders in den Tankanlagen, wüten. London wurde im Verlauf dieser Flüge erneut mit Bomben beleat. An der Kanalküste kam es zu mehreren L u f t k a m p - fen. Bei einem der wiederholten Versuche des Feindes. die deutschen Bachschnbweae zur See zu stören, qri'fen englische Schnellboote vor der Schelde einen deutschen Dampfer an. Die geleitenden Vorvosienb^te bekämnk»»n Mr t-indtichev T^hr reuae und brachten zwei Schnellbooten so ichw-re Treffer bei. daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Ein drittes Boot wurde schwer beschädigt. Der von Bock seinen 6 0. Geburtstag. Der Generalfeldmarschall führte den Oberbefehl über die in die Ostmark einrückenden Truppen und befehligte beim Einmarsch in das Sudetenland eine Heeresgruppe. 3m Feldzug gegen Polen unterstand ihm die Heeresgruppe Nord. In Frankreich führte er die Heeresgruppe B. — (ScherteM.) Das Zftitterf ■ euz für den 20. Lustsieg. Berlin, 30. Boo. (DBB) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Leutnant Schnell in einem Jagdgeschwader. Leutnant Schnell Hal im Luftkampf den 2 0. Gegner zum 2lbsturz gebracht. Schnell wurde 1916 als Sohn eines Postinspeklors in Zielenzig bei Frankfurt an der Oder geboren und erlernte nach der Schulzeit dos Malerhandwerk 1934 trat er als Freiwilliger in ein Pionierbataillon ein. um später in die Luftwaffe überzutreten Er war bei Kregsbeginn Feldwebel und wurde am 1. September 1940 Oberfeldwebel. Bachdem er am 14. September 1940 das Eiserne kreuz I Klasse erhalten halte, wurde er in besonderer Anerkennung seiner Leistung als Jagdflieger am 4. Booetnber zum Leutnant befördert. ^Zerstöre fflottille Aarvil." B er li n, 30.Boo. (DBB.) Auf Befehl des Führers hat eine neu in Dienst gestellte ZerslZrer- flottille der Kriegsmarine den Barnen „3 er- störerflotlille BaroiT erhalten. Major Wick vermißt. Ten 56. Gegner auf dem letzten Feindflug abgeschossen. Berlin, 1. Dez. (DBB.) Major Dick, der Kommodore des bekannten Richthofen-Geschwaders und Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub, ist am 28. Booember von einem Feindflug, auf dem er seinen 56. Gegner abschoß, nicht zurückgekehrt und wird seitdem vermißt. y Ui. Sepiw uarteiitt ■ ZU üfli i 4 6t1. . in bn 1 ichwch roertrtin Monats iWchuiz ju mn o natu d In & den pol. Anna bitte trott finmufli für bie Mittaasnurnmer btfN'/JIbr hetvlmmuttnal A tuetaen^Uretfe’ flmeigenteil 7 Rvt ie -nm bet 22 nun Heilenbrette# $ enteil 50 Not. ie mm bei 70 mm Heilenbreite Naibläste: Vtederbolung Malstaffel l AlifrblüsfeMenaemtaüel B Vlaeoorfcbnft (oorberme yereinbnnmfl 125 ’mehr Luftwaffe einen Großangriff auf einen lebenswichtigen Hafen an der Kanalküste. Die britische Luft- wosfe trat in dieser Bachl nicht in Ericheinuna In den Luftkämpfen des gestrigen Tages wurden sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. Der WehrmalMrichit vom Samsiaa. Berlin, 30 Boo. (DBB ) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Bacht zum 29 und am 29 war London wieder das Ziel oon Vergeltungsongriffen der Luftwaffe. Es wurden umfangreiche Brände in den Victoria-Docks sowie im Südwesken Londons beobachtet. Starke Kampffliegerverbande belegten in rollenden Bachtongriffen militärfche Ziele in der Hafenstadt Linerpool sowie die Dockanlagen des gegenüberliegenden Birkenhead mit Bomben, darunter eine große Zahl schwersten Kalibers. Gewaltige Explosionen und Brände in den aus gedehnten Lagerhäusern erleuchteten weithin die Bacht. Auch andere kriegswichttge Ziele in Schottland sowie in Süd- und Mittelengland. wie Birmingham. Bristol, Portsmouth und Southampton wurden mit zahlreichen Bomben anoeariffen. Südlich oon Lizard Point griffpn Kampfflugzeuge einen Gele 1 tzug an und beschädigten ein Handelsschiff durch schwere Bombentreffer. Britische Häfen wurden weiter vermint. Am Bachmittag des 29. 11. setzten Fern- kompfbatterien des Heeres die planmäßige Zerstörung von K"mvfan lauen im Süstenaeblet von Dover mit beobachteter Wirkung fort. Fernkampf- Ani toll ;au SRins Jebuiü1 n herzW erstagabi’j [taltunjM ildpiti» jüljrunif beludjt w batterien des Heeres und der Kriegsmarine beschossen Dampfer und Geleitfahrzeuge am Ostausgong des Kanals. Durch Angriffe britischer Flugzeuge in Bord- und Westdeutschland in der Bacht zum 30. 11. wurde» außer einer kleinen Fabrikanlage wieder mehrere Häuser beschädigt, zwei Personen schwer- und mehrere leicht verletzt. Vier feindliche Flugzeuge wurden gestern abgeschossen, davon zwei im Luftkampf, zwei durch Flakartillerie. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Generalfeldmarschall von Dock. & "»35 Samstagabend festlich beleuchtet. Ein großer Fackel- zug. an dem auch das Militär und die Vertreter der Behörden teilnahmen, bewegte sich durch die Stadt. spricht dann von ausgedehnten Schäden in oerSiebenen Distrikten und einer großen Zahl von Bränden. Die deutschen Bomber hätten die gleiche Taktik eingeschlagen wie bei der Vernichtung von Coventry: zuerst ein Regen von Brandbomben und dann, wenn die Brände gut in Gang gekommen waren, hochexplosive Bomben. „United Preß" stellt fest, daß in Southampton die Bergungsarbeiten noch im Gange gewesen seien, clls die deutschen Kampfflugzeuge von neuem erschienen Es sei der schwerste Angriff seit Ausbruch des Krieges gewesen. Zahlreiche brennende Ruinen, und viele Verluste feien zu beklagen. Kurz mach Sonnenuntergang seien die Angreifer eingetroffen und hätten Hundertevon Leuchtbomben unddann Brandbomben geworfen, hierdurch seien gewaltige Feuer entstanden, die die Ziele beleuchtet hätten. Dann fei ein wahrer Bomben- regen niedergegangen. In dem Stadtteil, auf den sich der Angriff konzentrierte, — wohl die Dorratsund Lagerhallen im Hafen — seien sämtliche Gebäude vernichtet. In einem großen Stadtteil seien Feuer ausgebrochen, die große Verwüstungen anrichteten E'n Gebäude mtt mastiven Mauern habe inmitten der Ruinen gestanden Seine Mauern waren mit Dombenschlägen übersüt und vom Feuer geschwärzt. eutnant^ e zm2 nbertl*- t Be*1* Bal)««!* ant« W* richnel verud# • ML ■'A »“Ä “Al 619 * A '"‘‘Ä DiM A" Jugoslawien im Kriegsschatten -6on unserem Dr. Gr -Äerichierstalter. fe tätig. I er I itzt Mellten, an Fettgehalt verloren. l8enn man nun noch bedenkt, daß die Kosten für Kleidung sich mindest im gleichen Verhältnis ®ii die Nahrungsmittel erhöht haben und auch Mt alle Gebrauchsgüter teurer wurden, bann Den stell man leicht, warum man heute in Belgrad und Msren größeren Städten Jugoslawiens wesent- lit „ärmer" lebt als früher und sich manche Aus- gct* versagt, sofern man nicht eben Kredit hat und eii n Pump aufnehmen kann, den man in besseren Alien wieder abzustottern hofft Wenn man dabei ttt berücksichtigt, daß fast alle wehrfähigen Man- nir im Laufe des Jahres mindestens vier Wochen lci, meist aber für acht Wochen zum Heeres stirn st einberufen wurden und während die- fern selbst. Trotzdem wäre es verfehlt zu Rauben, daß in ^kpflawien eine kopfhängerische Stimmung herrscht. Dir schimpft zwar fräftia, hält aber trotzdem die D"l riung hoch, daß nach oem Winter auch wieder ober Hinsicht ein neuer Frühling kommen Werbe. Außerdem erinnert man sich baran, baß 'Mm noch schlimmere Zeiten durchgemacht IE unb trotzbem mit heiler haut bavon kam. So wibt man in Jugoslawien daß nicht nur der an: t, sondern auch jeder einzelne die Erschütterun- p flut überstehen wird, die von manchen Seiten ■ mi'ien und im Grunde doch nicht den Glauben l jg e n" angestiegen Gemüse unb auch Salat kostet hefte meist bas* Doppelte besten, was man noch ofr Jahresfrist ba'fiir zu zahlen hatte Am stärksten isioielleicht aber ber Brotpreis gestiegen heute Met das Kilogramm Brot 5,50 Dinar, während mcii nocMfn letzten Winter 3 und 3,5 Dinar dafür be;abIt$Äas Schlimme ist jedoch daß sich durch die Sca^ng eines sogenannten „Einheitsbrotes^ die Qualität dieses wichtigen Vslrsnahrüngsmittels spür- bs verschlechtert hat und zugleich, wie zahlreiche ^H^rteilungen beweisen, die Bäcker das Gewicht n auqwiT fyi fjg zu verringern pflegen Vermutlich dürste bite Brotverorbnung, die eigentlich niemand beute btgirij kchdigt hat, demnächst wieder aufgehoben werden, !ster gds) dmit ein neues „Volksbrot" vielleicht in zweiklas- n Tajru'mrn’aniq elnqeschlepol werden. nl In der Bacht zum 1. 12. unternahm die deutsche Major Wick gehört zu den Besten und Mutigsten unserer Luftwaffe, ein würdiges Vorbild in dem harten, unermüdlichen Einsatz gegen den englischen Feind, der dem deutschen Volk das Leben nicht gönnt. Steil war sein Anstieg in der milttärischen Laufbahn. 1938, am 1 September, zum Leut- nant ernannt, rückte er innerhalb von zwei Jahren auf bis zum Major unb Kommo - bore bes ruymreichen Geschwabers. bas bie Überlieferung bes erfolgreichsten beutfchen Jagdfliegers aus dem Weltkrieg so würdig vertritt. Am 1 September 1940, nach feinem 20 Luftsieg, überreichte ihm der Reichsmarschall selbst das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Wenige Blut und Gold. Wir sehen heute klar die beiden Fronten. Man kann sie mit Plutokratle gegen Blut unb Boden, mit Mammonismus gegen soziale Gerechtigkeit mit dem Kampf der anonymen Mächte gegen Rastenwillen umschreiben, aber in Wirklichkeit sind Plutokratie Mammonismus und anonyme Mächte so eng und oft in denselben Individuen verfilzt, daß eine Unterscheidung dieser widernatürlichen Gewalten oft unmöglich erscheint. Jedenfalls hat der Kampf gegen ihre polypenhafte Unfaßbarkeit einen selbstverständlichen Ausgangspunkt. Der die schillernde Ungenauigkeit ihres Wesens bekämpfende Mensch der Gegenwart hat im Eintreten für fein Volk, für fein Blut und seine Sippe das Prinzip der höheren und natürlichen Ordnung gegen diese Gestatten der Unterwelt gewählt. Reichsleiter Rosenberg hat in der französischen Kammer, also an der Stätte, wo noch bis vor kurzem der Geist des Nihilismus sich frech gebärdete, die Grundlagen dieses Kampfes aufgezeigt und die Gestaltung der Politik und Wirtschaft unter dem überstarken Einfluß dieser anonymen Mächte untersuchte Er gibt ohne weiteres zu, daß die Erhebung des Jahres 1789 zweifellos ein Zeichen ungebrochener Lebenskraft des französischen Volkes gewesen ist, daß aber bie Schrecken ber großen Umwälzung hervorgerufen würben von ben anonymen Mächten, bie aus ber anfänglichen Reform eine blutige unb umttürzenbe Revolte gemacht haben. Der alte französische Staat, in bem bie Bevorrechteten auf Kosten der Massen praßten, dieser Staat der Ungerechtigkeiten, wurde durch den Staat der Phrase ersetzt, in dem eigentlich nur bie Ausbeuter gewechselt hatten, und eine entartete Aristokratie, bie immerhin doch noch mit den von ihr Ausgebeuteten eines Blutes gewesen war, durch ein internationales Pack ersetzt wurde. Wir wissen im einzelnen, nicht zuletzt durch Hippolyte Tain-s Untersiichunaen über die Grundlagen des neuen Frankreich, daß sich eigentlich nichts geändert hatte Die Methoden der Ausbeutung mürben nur raffinierter, statt von bestimmten Persönlichkeiten wurden sie von sog Ideen getrieben, hinter denen sich die anonymen Mächte verbargen. rfrbemt tag heb, äuget onntaae unb iVeiertaqd leilagen: Die nitrierte liefcenerrtamilienblätter emiat imBilb TteLckolle limate-tBeAugevreio: hi 4 Beilagen RM 1.95 bne Illustrierte . 1.80 uiieUgebübi „ .25 ®jcb bei ihirbterfcbemen oon einzelnen Wummern infolge ködere, Gemalt »rnilvredianfcblufi 2251 »radtanftbrift;,,Anzeiger" jlinicdeck 11 6m RratTff M (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Belgrad, Ende November 1940. । Das Leben in Belgrad hat in seinem äußeren !fabmen durch die ganzen Kriegsereignisse noch teme wesentliche Aenderung erfahren Verdunklung lernt man nur bei gelegentlichen Luftschutzübungen, hist strahlen die Lichtreklamen wie früher Nur die IDgeszeitung „Breme" mußte ihre „Leuchtnachrich- 1 ter" an einem inmitten der Stadt gelegenen mit fiiunem Marmor verkleideten Wolkenkratzer ein- fülen, da die Polizei Unruhen unter den zahlreichen Pastanten befürchtete, die in ben frühen : Mfenbftunben gerabe dort ihre Üblichen Korso- spcziergange machen Abends nach zehn und Sonn- jass sieht man auch nur noch Autos mit einem bkuen oder gelben Zettel an ber Windschutzscheibe, m;d)e daraus hindeuten, daß diesen Wagen der Birkehr auch in dieser Zeit ausnahmsweise erlaubt ist Für bie gewöhnlichen Fahrer wurden die Ben- aliquoten wesentlich reduziert, während Ersatzrei» fe und neue Schläuche nur auf Gesuch unb burch Piotektion zu erhalten sind , 'Dafür hat man aber in letzter Zett die Zahl bri fleischlosen Tage von drei auf zwei per. gesetzt, wobei man eben an diesen beiden Tagen in ben Gastwirtschaften „nur" geräucherte Wurst- uh) Fleischwaren, Geflügel ober sogenanntes „In- nee", erhält, d. h. Leber. Niere, Kuttel und Hirn. Wr es beazhlen kann, braucht also auch an diesen Tczen nicht ganz ber fleischlichen 'Genüsse zu ent» faten, abgesehen bavon, daß viele schon immer an Freitag Fisch zu essen pflegten. Noch stärker als dii Fleischspeisen'sind «die Kosten für die „Bei » BrübW nwieerttitsbmderet L. tagt General-Anzeiger für Oberhessen M Southampton ein einziges Flammenmeer Meuter muß schwere Zerstörungen als Kolge der rollenden Angriffe deutscher Kampsverbande zug ben. Wochen später, am 6. Oktober, verlieh ihm der Führer als viertem Offizier der deutschen Wehr- macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz. „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kamps für die Zukunft unseres Volkes", hieß es in dem Telegramm des Führers. Und aus der Hand des Führers selbst empfing er auch diese hohe Auszeichnung, bie bie Brust unserer Tapfersten schmückt Das beutsche Volk aber kann bie Hoffnung nicht aufgeben, daß es doch noch eine glückliche Nachricht von feinem vermißten Fliegerheiden erhält. Weitere Einbußen der englischen Zerstörerwaffe. Berlin, 1. Dez (DBB ) Heber den Erfolg des Zerstörer-Borstotzes liegen Aufklärungsmeldungen der Luftwaffe vor. wonach der Feind neben der Versenkung der beiden im OKW.- Bericht erwähnten großen Zerstörer weitere Vertu ft e und Beschädigungen erlitten haben muß Einzelne Kampfflugzeuge meldeten, daß sie am Morgen nach dem Gefecht In der Gegend dem Kampfplatzes des nächtlichen Zerftörergefechtev zwei große Oelflecke von rund einem Kilometer Durchmesser beobachteten. In dem einen Fall sahen untere Flieger Rettungsboote im Oel- fleck und in der Bähe der fünf Zerstörer. Aus dem anderen Oelfleck ragten W r a ck t e 1 t e hervor. Au einem dritten Platz wurden zwei brennende 3 e r ff ö r e r angetroffen, die von anderen Zerstörern mit hoher Fahrt und Zickzack-Kurs gesichert wurden. An einem vierten Punkt im Raume südwestlich von Plymouth wurde ein feindlicher Zerstörer in sinkendem Zustande angetroffen. Beigrab, 1 Dez. (Europapreß.) Anläßlich des j Malawischen Nationalfeiertages zur Erinnerung । m he Gründung des jugoslawischen Staates vor • $ wahren veröffentlicht die jugoslawische Presse 1 Btitnfartitel Es wirb Hervorgehoben, baß Jugo» I toöen nicht durch bie Frieden Lv er- stlsiß'e geschaffen wurde, sondern auf Grund l>e nationalen Rechtes, durch freie Zustimmung i nach langen blutigen Kämpfen der fugoflaroi» . | Iwi Völker Anläßlich bes nationalen Feiertages ' Ln' iHe jugoslawischen Stäbte festlich beflaggt. Am < 5tr tag wurden in allen Kirchen des Landes Ge- f 1«kx ottesbienste abgehatten. Belgrad war am eburt:' , ftyr Ausführung geschaffen werben kann, welches iglich V fttke Beimischung von Maismehl aufweisen wirb, ter Blck' j tu bie diesjährige Maisernte ausgezeichnet, die vesiet D Dlizenernte dagegen nur sehr mäßig war. J? Lber auch die Getränke sind im Preise ge- 1 siilzen. Der übliche „Spritzer", den man sonst in ßt'iien Kneipen für zwei und in größeren für drei Ihnr bekam, kostet jetzt überall mindestens einen Iltar mehr, wobei zugleich in verstärktem Maße dck Wein Sodawasser beigesvritzt wird. Zugleich isi *)er Wein in diesem Jahr längst nicht von der- sklien Güte, wie es der Jahrgang 1939 war. Aber für Anti-Alkoholiker ist es schlechter geworden, ■ Rosenberg spricht von einer Lebensentfrem- düng, von einer Preisgabe des Blutes, die die Französische Revolution betrieb, und zeigt die wahnwitzige Folge dieser Preisgabe, daß nämlich die Juden und Die Neger, alle diejenigen, die immer an die „Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt", appellieren, diese Unterlassungssünde ausnutzten, um ihre fremdländischen Instinkte und ihre uneuropäische Geisteshaltung hinter dem Schirm der tönenden Worte auszuleben. Die steigende Zersetzung des Volkstums ist das Werk ursprünglich schwärmender Geister gewesen, deren Früchte von politischen Verschwörungen mißbraucht wurden, um dünn, nach Erreichung aller Machtpositionen, durch kriminelle Verbrecher abgelöst zu werden. Diese Folgerichtigkeit war schon von lenen Freimaurern angedeutet. Deren Losung die Der französischen Umwälzung war unD schließlich zu Den kriminellen Gestalten führte, die sich jetzt in Frankreich wegen Verbrechens gegen Den Staat zu verantworten haben unD nur in Der eng- lischen Plutokratie noch regieren, bis Die europäi- sche Vergeltung auch über sie ihr Urteil sprechen wirb. Daß in Diesem Chaos Das JuDentum „befreit" wurde und Daran ging, unter Den Losungen von 1789 Die Gewalt im Staate zu erobern, Daß es Wucher unD Gaunerei, Verproletarisierung Der Massen unD Prasserleben seiner Sippe mit sich brachte, war nicht zuletzt die Wirkung jener Freimaurer, Die jetzt in Churchill ihren Vorgänger haben. Diele Drohende Weltversudung unter der Form der Plutokratie ist im vorigen Jahrhundert nicht klar oder doch nur von wenigen erkannt worden, so zahllos auch die ze^genössischen Anklagen gegen diese Auswirkungen der französischen Umwälzung gewesen sind. Heute aber stehen wir im Endkampf mit der Dritten und letzten Auswirkung dieses Ungeistes. Rosenberg bezeichnet diesen Endkampf als den zwischen Blut und Gold, und er gibt der Ge- wißheit Ausdruck, daß die Mächte der Ordnung und das völkische Ideal über das Chaos, die Schande und D e Not triumphieren, die seit 1789 über Die Wett hereingebrochen waren. E. S. Lebhafte Tätigkeit an der griechischen Front. Der italienische Bericht vom Samstag. Rom, 30. Rov. (DJtö.) Der italienische Wehr Machtbericht vom Samstag hat folgenben Wortlaut: An der griechischen Front haben unsere Truppen feindlichen Angriffen hartnäckigen Widerstand entgegengesetzt und an einigen Stellen wirkungsvolle Gegenangriffe totalen Charakters unternommen. Besondere Cr- Mahnung verdient die Division Ferrara und das Kavallerie-Regiment Guide. Zwei Luftgeschwader wurden wahrend des ganzen Tages zu Bomben- und Sprenggranaten- fowie MG.-Angriffen gegen die bei den in Gang befindlichen Operationen an der albanisch- griechischen Front interessierenden Ziele eingesetzt. Militärische Anlagen, Strahenknotenpunkle, Truppenzusammenziehungen und feindliche Stellungen wurden wiederholt voll getroffen. 3n pollcani wurden Truppenabteilungen wirkungsvoll unter MG.-Feuer genommen. Auf der Straße westlich von Sasada wurden Feldlager und Kraftwagen im Tiefflug angegriffen und wirkungsvoll getroffen. Heber Shkore wurden Drei unserer Bomber von neun feindlichen Flugzeugen vom Gloster-Typ angearif- fen. Jlad) lebhaftem Kampf wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Alle unsere Flugzeuge sind zu den Stützpunkten zurückgekehrt. Am 27. wurden von unseren Jägern in Luftkämpfen drei feind- liche Flugzeuge vom Gloster-Typ und eins vom Blenheim-Typ abgeschossen, dessen Besatzung gefangen genommen wurde. Drei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Während einer Aufklärung In der Nähe von Malta haben unsere Flugzeuge schon aus großer Entfernung das Lodern eines ausgedehnten Brandes festgestellt, der bei der gestern gemeldeten Bombardierung von La Valetta verursacht wurde. 3n Horba,rila haben unsere Flugzeuge Artilleriestellungen in der Zone Ll Dawaia und Dadi halazin (60 und 100 Kilometer östlich von SiDi Baratti) wiederholt mit MG.-Feuer bestrichen. Feindliche Flugzeuge haben erfolglos Bomben auf SiDi Barani abgeworfen. 3n Ostafrika haben unsere Flugzeuge feind- Nche Kraftwagen in der Zone von Menze (nordwestlich von Gnbba) mit Sprengbomben belegt und Dabei zwei Brände hervorgerufen. Feindliche Bombenangriffe auf Lheren haben lelchle Schaden an- gerichtet. Bei MG.-Angriffen auf den Hafen von Asiab wurden sechs Personen verwundet. Kampfe in Ostafrika. Der italienische Bericht vom Sonntag. Rom, 1. Dez. (DRB.) Der italienische Dehr- machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front sind wiederholte Angriffe des Feindes von unseren Truppen, die heftige Gegenangriffe Durchfahrten, zuräckc-ero«e en worden. Besonders hat sich dabei die Alplni-Division „3ulia" ausgezeichnet. 3n Rordafrika sind feindliche Kraftwagen von einer unserer Staffeln, die einen Offensivertun- dungsflug in Der Zone von El Auenat Durchkährte im Tiefflug beschossen unD In d'e Flucht geschlagen roorDen. Zwei feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Montelao (Cyrenaika) abgeworfen, die weder Schäden noch Opfer verursachten. 3n Ostafrika ist ein feindlicher Angriff auf (Ballaba t zurückgeschlagen worden. Lin zu unseren Gunsten ausgegangenes G fccht hat bei 3 r egri (westlich des Rudolf-Sees) (tätige- funden. Rach sechs Stunden wurde Der Feind in die Flucht geschlagen und Netz 72 lote, darunter einen Offizier, ver ch ebene Verwundete, Waffen und drei mit Material unD Munition beladene Lastwagen zurück. Unsererseits sind die Verluste geringer gewesen. Gegen die Stützpunktpolitik der LlLA. Buenos Aires, 2. Dez. (Europapreß.) Argentiniens Außenminister Roca brach am Sonntag zum ersten Male Das Schweigen Der Regierung über Die Verhandlungen mit den USA. und Argentinien. Zur Beruhigung der argentinischen Def- fentlichteit erklärte Roca, Daß Dieser Austausch sich ohne Verpflichtung allein von Den Zielen Der Kon- erenzen in Lima, Panama und Havanna leiten liefe. In Montevideo, Der Hauptstadt Um- guaijs, sprach sich eine Arbeiterversammlung, zu Der Die Syndikalisten a-ufgeforDert hatten, entschieden gegen eine Ueberlassuna von Stütz- »unkten an Die USA. Durch Uruguay aus. In Ilnwesenheit einer argentinischen Arbeiterabordnung erklärten Die Redner: „Die Errichtung von Stütz- lunkten in Uruguay spannt Uruguay und Argen- inien vor DenKriegskarren Des Pankee- Imperialismus. Die Arbeiter Der La-Plata- Staaten lehnen Die Abtretung von Stutzpunkten entschieden ab." Oie Rüstungsausgaben der Vereinigten Staaten. Reuyork, 1. Dez. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hat eine Konferenz zur Beratung über Finanzfragen einberufen, an Der Schatzsekretär Morgenthau, weitere Vertreter Des Schatzamtes und Mitglieder beider Häuser Des Parlaments teilnehmen sollen. Die Finanzierung Der Rüstungsausgaben, Die Gegenstand Der Konferenz fein soll, bereitet amtlichen Stellen wachsende Sorge. Die Ausgaben von Juli 1940 bis Juni 1941 werden auf 13 Milliarden Dollar, die Einnahmen dagegen nur auf 6 Millarden Dollar geschätzt. Die schwebende Schuld beträgt 44,2 Milliarden Dollar und Die gesetzlich zugelasiene Höchstgrenze 49 MilliarDen Dollar. W.ll man eine Jn- station vermeiden, die unerwünschte Folgen haben würde, so müssen weitgehende Steuererhöhungen vorgenommen werden. Der Generalstabschef der norDamerikansichen Armee, General Marshall, gab in einer Rede an, Dafe das nordamerikanifche Heer in men gen Wochen 800 000 Mann stark sein werde. Es werde aus 18 ausgebildeten Divisionen bestehen, deren Zahl bald Darauf auf 27 erhöht werDen solle. Ferner würden 22 Flak-Regimenter in Ausbildung stehen. B.sher hatten Die Vereinigten Staaten Drei Jnfanterie-Dvv.sionen und fünf Flak-Retziinenter, Die nur teilweise ausgebildet waren. Wie „New Park Times" mitteilt, be ab ficht gt Das USA.-Heeres- luftkommando, 60 für nordamerikanifche Dedkehrs- gefellschaften im Bau befindliche Douglas- Großflugzeuge auf Grund Der van Roosevelt verfügten Prioritäisregelung für seine eigenen Zwecke in Anspruch zu nehmen. Diese Flugzeuge sollen bei Der AusbilDung Der neuen Fall- schirmtruppenverbänDe Verwendung finden. Der Leiter Des Nationalen Verteidigungsrates, William Knudson, kündigte Die Errichtung weiterer Regierungswersten zur beschleunigten Durchführung des Zerstörer - Baupro- g r am m 3 an. Lapans Vertrag mit Nanking. Pokohama, 1. Dez. (Europaprefe.) In Japan herrscht über Den Nankinger Vertrag große FreuDe, die sich im Straßenbild durch Beflaggung unD Feuerwerk ausDrürft Die Zeitung „Asahi" spricht von Der „GrunDsteinlegung Des Neubaues Der o ft asiatischen Völker-Familie", während „Nichi Nichi" Den Vertrag als „Den größten Schritt zum enDgültigen Frieden unD WohlstanD" bezeichnet. Das Sprach, rohr Des japanischen Außenministeriums, Die Zeitung „Japan Times", nennt Den Vertrag Die Bekundung Der Denkbar vornehmsten umD großherzig- ften Gesinnung. Japans Presse gibt freimütig zu. Der Vertrag bedeute noch nicht Den FrieDen, wohl aber eine beiderseitige WillenskunDgebung, Den FrieDen nach Diesem Plan zu erstreben. Japan ist Darauf gefaßt. Daß Tschunking alles tun roerDe, um den Vertrag in China selbst unD in Der Außenwelt in Verruf zu bringen. Die Presse betont besonders, daß dieser Schritt auch gegen jene anglo-amerikanischen Kreise gerichtet ist, Deren Bestreben es ist, Tschung- fing immer noch zu helfen. „Diese Maßnahme ist Japans Antwort au f Die USA.- Aule i h e n für Tschungking, Die WieDeröffnung Der Burmastraße Durch EnglanD und ähnliche Bemühungen", schreibt „Hotschi-Schimbun". „Pomiuri Schimbun" betont, daß Tschunking immer noch Zeit unD Gelegenheit hat, sich Der Nanking-Regierung anzuschließen, falls Tschiangkaischek seine Politik ändere und sich mit Der von Tokio verfolgten Ost- asienpolitik auf eine Linie stellt. Kurze Zeit nach Der Mitbegründung des Berliner Dreierpaktes Durch Japan, in Dem Das fernöstliche Jnfelreich als Vormacht in Ostasien anerkannt wird, kann Die japanische Regierung einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung Der Verhältnisse auf Dem ostasiatischen Festlande verzeichnen. Der Staatsvertrag zwischen Tokio und der Regierung Wangtschingweis in Nanking erkennt diese nicht nur in aller Form als Regierung an, sondern bezeichnet sie auch ausdrücklich alschinefischeNationalregierung. Der Regierung Wangtschinawei in Nanking ist Damit die Grundlage für die Aufnahme und Durchführung planmäßiger Arbeit in ihrem Bereich geschaffen worden, zu Deren Sicherung japanische Truppen bis zwei Jahre nach Der endgültigen Regelun-a der Lage auf Dem Festlande verbleiben können. Dadurch, daß Die neue Regierung in Nanking auch von Man- Dschukuo anerkannt worden ist, besteht nun ein fernöstlicher Block unter Der Führung Japans. Unmittelbar vor Abschluß Des Sl-aatsver- trages mit Tokio hatte Wangtsch ngwei sich noch einmal in einem Telegramm an Tschiangkaischek gcmanDt, um ihn zu einem Einlenken zu bewegen. Die Regierung in Tschungking hat dieses Telegramm in te uer Form beantwortet. Tschiangkaischek vft nun mit feiner Regierung von Wangt'chingwei als kriegsschuldig erklärt worden mit der Begründung, daß, wenn Tschiangkaischek 1938 sich mit Japan geeinigt hatte, heute nicht nur Friede fern könnte, sondern auch schon die beiden Jahre vorbei wären, in denen noch japanische Truppen im China nach Dem neuen Vertrage in Garnison liegen sollen. Die fapaniische Presie feiert das neue Abkommen im Fernen Osten als die Begründung einer ,^roß- asiatischen Friedensachse". Beschluß japanischer Operationen am Hanfl'iß. Tokio, 30. Nov. (DND.) Ausgedehnte Operationen Der javanischen Truppen zu beiden Seiten des Han-Flusses in der mittelchinesi'chen Provinz Hupei wurden erfolgreich abg.fchlof- sen. Das ©efarn"gebiet zwischen Dem Wuschan-Ge- birge und Dem Muling-Gedirge in einer Ausdehnung von über 300 Kilometer ist Danach unter japanischer Kontrolle. Während Der vier- tägigen Operationen sott Der Gegner über 10 000 Tote und zahllose Verwundete verloren Haden und nach Dem Nordweften der Hupei-Provinz zurückge- gangen fein. Kritische Stimmen. <31 n f, 1. Dez. (Europapreß.) Die britische See- friegsftrategie sucht, um aus ihrer hilflosen Lage auf Den großen, für die Versorgung Großbritan- niens wichtigen Empirestraßen herauszukommen und sich aus Der immer gefährlicher roerDenDen Umklammerung im Mittelmeer zu lösen, neue Wege. So schreibt Der LonDoner Korrespondent Der „Neuen Zürcher Zeitung". Die britischen Streitkräfte im Mittelmeer bemühen sich, wie aus Dem gestrigen Kommunique Der ADmiralität hervorgeht. Die italienische Flotte zum Kamps zu engagieren* Das britische -Flottenkommando trachtet danach, möglichst viele Schiffe aus Dem Mittelmeer freizubekommen, um sie in Den PatrouillenDienst auf den lebenswichtigen Seerouten einzube- ziehen^ lieber Die Gefährdung Der Schiffahrt Durch U-Boote und Bombenflugzeuge hat Greenwood im Unterhaus mit aller Offenheit gesprochen unD Dabei zugegeben, Daß Die heutige Lage mit Der Situation i m April 1917 viel gemein habe. Damals standen die britischen Inseln einer katastrophalen Abschnürung ihrer Zufuhren, inbegriffen Die Lebensmittelversorgung, maßgebende Persönlichkeiten haben immer wieder erklärt, Großbritannien Dürfe Die Häfen an Der Kanal- unD Atlantikküste nicht in Die Hände des Feindes fallen lassen, diese Erklärungen sind in zu guter Erinnerung, als dafe Der Umschwung Der feit Der Niederlage Frankreichs ein- getreten ist, Die Gemüter nicht beeinhructen würbe. Das dänische Blatt „Politiken" sieht in Dem Ein- schrumpfen Der finanziellen Hilfsquellen und dem Schrei nach Schiffen Durch Lord L o t h i a n ein be« deutliches Symptom der augenblicklichen Verfassung ©rofebritanniens. Es sei offenkundia, so schreibt Das Blatt, daß mit dem unoerhullten Zugeständnis Der Notlage Englands eine Verstärkung amerikanischer Hilfe angestrebt wird, die Parallele mit dem Welt- krieg dränge sich auf. In Der Gegenüberstellung Der heutigen Verhältnisse m t Denen von 1914 ergebe sich folgendes Bild: Im Gegensatz zu Damals sei schon im September 1939 Englands wirtschaftliche Stellung weit ungünstiaer gewesen als zu Beginn des Weltkrieges. Englands Guthaben seien eingefroren und verschwunden, die französischen Guchaben heute ebenso wenig zugänglich wie Kriegsindustrie und Rohstoffe Frankreichs. Die Krieasührung habe sich seit 1914 um Das Doppelte verteuert, während Die britische Rüstungsindustrie im Gegensatz zu Der Der Achse vom Weltmarkt und Den Transportmöglichkeiten nach England abhängig sei. „Die Lage' hat sich dahingehend geändert, daß England nicht nur den Glauben an einen Sieg über Deutschland durch die Dlockadewaffe aufgeben mußte. Deutschland hat sogar diese Waffe gegen England gekehrt ... Vieles muß deshalb vom Verlauf Der kommenden Wintermonate abhängen", schließt Das Blatt Unter der Ueberschrist „Kritische Stimmen in Eng- land" veröffentlicht die „Basler Nationalzeitung" ein Privattelegramm aus London, in Dem festgestellt roirD, Daß an Der Regierung Churchill nun f o st dieselbe Kritik geübt werde, wie seinerzeit an der Regierung Chamberlain. Man sei unzufrieden damit, daß die Minister einander widersprächen und Daß Dem Volke abwechselnD zuversichtliche unD Düstere Schilderungen Der Lage geboten würden. Es sei schwer, Den Mittelweg zu halten. Wenn immer wieDer Die Erfolge Der brtti- scheu Bomber so laut gepriesen würden, glaube man nicht daran, daß Die deutschen Bomben s o wenig militärischen Schaden anrichteten. Man lese auch Die Berichte über ständig große Schiffs- d e r l u ft e Durch Einwirkung von Minen, Flugzeugen unD Kreuzern unD roerDe verstimmt, wenn zugleich erklärt werde, Der Verlust an Kriegsmaterial sei geringfügig. Die EnglänDer wollten Die Wahrheit hören. Und wenn vieles oer- schwiegen werden müsse, so wollten sie Doch keine Schönfärberei. Man habe noch nickt vergessen, Dafe Chamberlain ganz kurz vor Der Aktion gegen Norwegen über Die Lage Hitlers gespottet habe. Man wolle so etwas nicht mehr erleben unD sei Deshalb Doppelt kritisch. Zwischen den Trümmern von Coventry und Birmingham. Madrid, L Dez. (Europapreß.) Der Londoner Berichterstatter Des „ABC" schreibt seinem Blatt, daß die deutschen Flieger sich Der systematischen Zerschlagung her industriereichen Provinzen und der Häfen Englands widmeten. In Birming - h a m sei man zwar zuerst erstaunt, noch eine große Anzahl von Fahrzeugen auf den Straßen zu finden, und ebenso viele geöffnete Läden. Das sei aber nur Der erste Eindruck. Je weiter man in das Stadt- innere vordringe, umsomehr packe einem das Ent- setzen. Derjenige, Der in Den letzten Monaten in London gelebt habe, sei zwar an Ruinen gewöhnt. Es sei jedoch ein großer Unterschied zwi- schen Den Ruinen einer so ausgedehnten Stadt wie London und denen eines übervölkerten Industriezentrums mit hohen Häusern wie Birmingham. Birmingham verfüge nicht über zahl, reiche Luftschutzkeller und über eine gute Luftver- teihigung. Darauf Deuteten Die zahlreichen Hinweise in Den Straßen wie: .Hütet euch vor Glasscherben!", ^„Nehmt die Pferde mit in die Luftschutz- räume!", „Verlaßt euer Auto und schließt es ab!" Die Zahl der durch Bomben zerstörten Fabriken laste sich nicht ohne weiteres feststellen; denn zuerst Dank und Anerkennung für Heinz Goedecke ll»»' *. hilf w: sich f fuhren uno jeme tpmaji tun luiui, uync wn . hängen zu lassen und den Humor und Die gute Q Laune zu verlieren. So soll es nicht nur bei Den A Wunschkonzerten, sondern auch im kriegerischen Leben her deutlcken Nation für die Zukunft immer -r.a die Mi kvic- W Ui klZ 3en b Hfl Wil' hm. ismzö ld, nen V JLinpe ll «eioehr | mit weug M j pr« h Dem Leben her deutschen Nation für hie Zukunft immer bleiben. Das Wunschkonzert soll für das ganze deutsche Volk eine Mahnung und ein Ansporn fein, sich nicht von den Widrigkeiten des Alltags unter, kriegen zu lasten, sondern mutig und erhobenen Hauptes her Zeit entgegenzutreten. Einmal wird die Stunde kommen, ha auch der letzte uns verblie- bene Feind, England, fällt. Bis dahin aber wollen wir kämpfen und arbeiten unb auch unsere geiftiqen und seelischen Kräfte stählen. Humor und Musik sind dabei hie besten Helfer. und seine Leute. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels stattete vor Den Hörern des 50.Wunsch, konzertes für hie Wehrmacht all ben Männern feinen Dank ab, hie in den vergangenen Jahren und vor allem in den harten Monaten des Krieges dem Großdeutschen Rundfunk sein eigenes Gepräge gegeben haben. Dr. Goebbels entbot her Front und her Heimat seine Grüße. Ich spreche, so sagte er, im Namen her Millionen Arbeiter unh Arbeiterin, nen, die jür hie Front hie Waffen schmieden. Ich spreche im Namen der Millionen Bauern, hie für Front und Heimat das tägliche Brot herbeischaffen, her Millionen Geistesarbeiter, Aerzte, Beamten, Künstler und Lehrer, hie mit beitragen zur geistigen unh seelischen Rüstung unseres Volkes. Ich fvreche im Namen her Millionen Mädchen und Frauen, die gern und willig alle Sorgen und Lasten des Krieges auf sich nehmen. Ich gedenke dabei der ungezählten Frauen, hie trotz des Krieges und un. ter doppelt erschwerten Umständen in dieser Zeit deutschen Kindern das Leben schenken, auf daß dis Nation ewigen Bestand habe. In ihrer aller Namen grüße ich unsere Soldaten und bringe ihnen den Dank unh hie Bewunderung Der ganzen Heimat ■v ä zum Ausdruck. ' i Dies fei Die richtige Stunde, fo sagte Dr. (Boeb« x bels Dann, um Den unbekannten Mitarbeitern hei Rundfunks, ben Technikern, Arbeitern unb Kunst» ü1' schaffenben zu danken, Die seinen großen Aufgaben ' U mit ihrer ganzen Zeit und her Kraft ihres Jbealis, tzc mus bienten. Besonbers herzliche Worte her An« erkennuna fand der Minister bann für den Gestal- fiter her Wunschkonzerte, Heinz Goebecke. Mit einem Erfindungsreichtum ohnegleichen habe er mit seinen Mitarbeitern, ben ungezählten Musikern und Künsttern, Vortragenben unb Chören aus dem Wunschkonzert eine her populärsten Einrichtungen dieses Krieges überhaupt gemacht. Sie haben den Beweis dafür erbracht, baß man sehr wohl Kries führen unb feine Pflicht tun kann, ohne Den Kopf Das 50. Wunschkonzert. -*“—*------““ könne man nur gewaltige Schutth aufen ehen. Sie ließen nicht so einfach erkennen, ob es ict) um Faonkgebäuve oder andere Häuser gehan- leit habe. Nur noch wenige Geschäfte in Den von Bomben verschonten Gebäuden bejäfeen noch Glasscherben. Zahlreiche Straßen im Zentrum von Bit» mmgham feien gesperrt. Das Militär verteile Wasser an hie Bevölkerung. An anderen Stellen seien elektrische Pumpen au,gestellt worden, weil Die Wasserleitungen im gesamten Stadtgebiet j er» stürt worden feien. Als her Berichterstatter nach Eoventry wei» terfahren wollte, wurde er von einem Polizisten darauf hingewiesen, daß diefer Ort nur mit besonderer polizeilicher Erlaubnis aufgesucht werden Dürfe. Auf Der LanDstraße seien ihm lange Kolonnen von Flüchtlingen begegnet. Am Eingang von Coventry werbe her Autoverkehr von Solbaten geregelt, ha ein gewaltiger Bombenkrater hie Zufahrtstruße zerrissen habe. Zunächst habe man ben Einbruck, Daß Die ersten Arbetterhäuser und Fabriken an Der Peripherie Der 6tujt heilgeblieben seien; aber je mehr man nach Coventry hinein- komme, um so erschütternDer werbe her Eindruck. Coventry sei noch mehr zerstört als Birmingham, einige Stadtteile jähen so aus, als habe ein furchtbares Erdbeben hie Eingeweide Der Stadt völlig durcheinanbergeschüttelt. Nirgends fehs man mehr Schaufenster ober Fensterscheiben. In vielen Straßen stehe kein einziges Haus mehr. Aus Den Trümmern steige teilweise noch her Rauch empor; viele Leute seien bamit beschäftigt, zwischen den Trümmern nach ben kärglichen Ueberreften ihrer Habe unb nach Schmuck und Wertgegenständen zu suchen. Das Wasser werde aus Tankwagen verteilt. Wie in Birmingham werde die Bevölkerung durch Anschläge aufgeforbert, Wasser und Milch abzukvchen unb sich gegen Typhus impfen zu lassen. Neben ben Bürgersteigen mürben provisorische Wasserleitungen gelegt. Mit kleinen Kraftwagen und Karren werde warmer Tee an die Soldaten und Arbeiter verteilt, die bei den Aufräumungsarbeiten beschäftigt seien. Die amtlich mitgeteilte Zahl her Toten betrage 250, jedoch heute. Drei Wochen später, suche man immer noch zwischen ben rauchenden Trümmern nach den Ueberreften her Opfer. Selbst Verbrecher ftiehen aus London. Lissabon, 1. Dez. (Europapreß.) Eine eigenartige Nebenwirkung her ständigen Dergeltungs» bombarboments von Lonbon ist es, baß b.e Kriminalpolizei her britischen Hauptstabt nichts mehr zu tun hat. Auch hie Polizeigerichtshöfe, in Denen in normalen Tagen Hunderte von kleineren Eigentumsvergehen neben ernsteren Fällen zur Ab- urteblung gelangen, sind nur noch wenig beschäft gt. Die Verbrecher haben sich von dem heißen Pflaster Londons verdrückt und in die umliegenden Grafschaften zurückgezogen. „Sunday Dispatch" berichtet: „Statistische Tafeln, hie aus allen Bezirken des hauptstädtischen Polizei- geb'etes eingereicht wurden, zeigen, daß die deutsche Luftwaffe in den letzten 7 Wochen Scotland Parbs nächtliche Arbeit, Londons Bürger und ihr Eigentum zu schützen übernommen hat. Wagen her f»genannten „Fliegenden Schwadron" verlassen zwar noch allnächllich Scotland $arb auf Dem Wege w ihren gefährliche« Patrou'llen — aber die einzigen Verbrechen, mit denen ihre Besatzungen zu tun hcvden, sind durch den firiegerieugt worden: Plünderung, Taschend ebstahl in Unterständen oder Räubereien aus leeren Häusern." Diese Vergehen werden durchweg nicht von Berufs- sondern von @elegenbetteDerbred)em, darunter zahlreichen Angehörigen her Wehrmacht und her Hilfsdienste begangen. Die Berufsverbrecher haben ihr Geschäft aber offenbar nicht aufgegeben. In ben Lonbon umgebenben Grafschaften wird die örtliche Zkriminalpolizei geradezu überschwemmt Durch eine Welle von EinbruchsDiebstählen große« ii Die i*|oe ta' nid)l We g !e ma Iran) mH» h Jen hc -i m * ' mir her liliain gs Die Beisetzung CodreanuS Nach dem Gottesdienst setzte sich das Trauer- f nln» nnrnn Hie 14 nnn ^i'üiOrtärCU aktraNeNkN Wgltscher Anschlag aus Chiappe Der neue Obcrkommissar 4 eiertagen möglichst nicht $U tz t werden soll. Mit der Gerväh« !n ÜÜDH t die Anwesenheit dieses energischen Mannes n om, 1. De;. (Europapreß.) Die Abfchießung e an e r- rbernis sür die dunklen Intrigen der Londoner KleX mit Unsichtbarem (^Mundstück GÜLDENRING erhobt nmol ui'! ins Milder * re fltiöiffl Musik sÄ Zigarettenpapier beiden Forderungen gerecht. Es ist leicht brennbar, trägt aber ausserdem ein ^Mundstück, das den Tabak, vor Durchfeuchtung schützt und so das Rauchen appetitlich macht. wollen. Das Echo in Rom Eiu neues Verbrechen der Intelligence Service. Die Weihnachtsfeiertage fallen in die« em Jahre auf einen Mittwoch und einen D o n- nerstaa. Hierdurch bietet sich tn vielen Fällen die Möglichkeit, den Gefolgschaftsmitgliedern eine längere zusammenhängende Freizeit durch Schließung des Betriebes an den Werktagen vor und nach dem Weihnachtsfest zu verschossen, die aber mit Rücksicht auf die Verkehrs« läge an den Feiertagen möglichst nicht )U thausii nen, ob u chr grhs» in den wi noch (b n von Bin o erteilt ren 6tdLi Orden, txi jettd jib ntry w . Polizisln nr mit« icht oertu onge Ul' legnet. U verkehr eß ombento s iftet % Li t ungsaktionen, die von Tunis aus erfolgten, Salden Flugzeugteile und ein Ret - gering gefunden. i dem von der Dizepräsidenkfchast in Vichy aus- Parade der deutschen Lehrtruppen in Bukarest. B u k a r e st, 1. Dez. (Europapreß.) Aus Anlaß des Beitrittes von Rumänien zum Dreimächtepakt findet am Montag. 2 Dezember, eine Parade der deutschen Lehrtruppen des Landheeres und der Luftwaffe vor König Michael und General A n t o n e s c u statt. Der Vorbeimarsch wird von einem Bataillon rumänischer Truppen eröffnet werden. Die deutschen Soldaten werden vom General der Kavallerie Hansen und General der Flieger S p e i d l angeführt werden. und des Fascio. Vor dem Altar hatten ein Vertreter des Königs, General Antonescu, Vizepräsident Horia Sima, Reichsleiter und Reichsstatthalter von Schi rach, Gauleiter Staatssekretär Dohle, der deutsche Gesandte in Bukarest, Dr. Fabricius, der italienische Gesandte Ghigi und der italienische Sondergesandte S i l e n c i Aufstellung genommen. Ferner sah man die Generale der deutschen Heeres- und Luftwaffenmission, den Sonderbeauftragten für Wirtschaftsfragen. Dr. N e u b a ch e r , den spanischen und japanischen Geschäftsträger. das übrige diplomatische Korps und die Militärattaches. Vor der Kirche hatten Abordnungen der Auslandsorganisatton der NSDAP., der deutschen Volksgruppe in Rumänien, des Fascio und der spanischen Falange Aufstellung genommen. als $ii' so aus, ü [geweiht bi irgends I* scheiben. 9 j mehr. der W. ist, $* Hebern!» gegenständ» us Tnn'' forbert, > -itungen? arren Irbeiter^ in beM >r Toten ' päterJ««' ra*® W«- er Olt. । *’ Berrt* »■< -S Mit zwei ganz verschiedenen Elementen, mit Luft und Wasser,hat es die Zigarette ebenfalls zu tun.Denn ihre Papierhülle soll einerseits den Brand fördern, andererseits aber der Lippenfeuchtigkeit widerstehen; sie muss also nicht nur „/^durchlässig’,''sondern am Mundende auch „Z2/Ässe,rabstossend”sein. Bei der GÜLDENRING wird das btss neue, grausige Verbrechen an seinen ehe- migen Verbündeten verübt habe. Chiappe sei ein-r der getreuesten Gefolgsmänner des Marschalls * ,1# rot ZK l, ni» jttft 5 t-Sj M ihm vor gi 13 Gefährten in einer überaus feierlichen iZorrn zu Grabe. Nachdem vor einigen Tagen die sterblichen Ueberreste der 14 Legionäre ausgegraben und in der Legionärskirche auf gebahrt worden waren, erfolgte nun die Trauerfeier. Die 14 Särge verschwanden fast unter der Fülle der Blumenspenden und Kränze. Besonders bemerkt wurde ein prächtiger Kranz von Chrysanchemen mit roter Schleife, auf dem die Worte „Adolf Hitler- standen. Ferner bemerkte man Kranzspenden des Stellvertreters des Führers und des Reichsaußenministers von Ribbentrop, des Duce von 30 000 Fahrkilometer find mindestens 20 000 unter feindlicher Einwirkung zurückgeleat worden. Mein besonderer Dank, so schloß Korpsführer Hühnlein seine Ansprache, gilt dabei dem Inspekteur der Motorsportschulen, Obergruppenführer Schnüll, und eurem NSKK.-Oberführer N a g e l, der es ve> tanden hat, den Geist bester Disziplin und Kamerad« chast in euch zu wecken. Arbeitsruhe in der Weihnachtszeit. Zills in den großen Schlossern und Landsitzen. In ;en wenigen Fällen, wo es gelungen ist, der Ein- jreher habhaft zu werden, hat man feftgcfteUt, daß (A der Londoner Polizei wohlbekannte Gestalten Men. Scotland Vard wird jetzt, um dem Unheil u steuern, einen Teil feiner in London „arbeite« jj' gewordenen Beamten den Polizeibehörden der Imjebung zur Bekämpfung der aus London ent» jnöenen Berufsverbrecher zur Verfügung stellen. e]|(n hat ein neuer Ueberialj Englands auf Frank- tii erregt. Der neue Ooertommiffar für Syrien jrfi den Libanon, Botschafter Chiappe, früher § .l.zeipräfekt von Paris, ist am Mittwoch auf )ein Fluge nach Syrien abgeschossen Igmten in den östlichen Mittelmeerländern gerne« f(A Die Chiappe von Pötain anvertraute Gen» bürg, so erklärt die Turiner „Stompa", konnte England nicht genehm sein, da es sich darum handelte, tklehle gegen die britischen Manöver und Machen- schäften nach Syrien zu übermitteln. Es habe also im britischen Interesse gelegen, daß Chiappe verschwand und Chiappe sei verschwunden! Beförderungen in der Wenrmachl Berlin, 30.Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert: 1. Im Heer: Zum General der Infanterie den Generalleutnant Reinhardt (Hans); zu Generalleutnanten: die Generalmajore Neuling, v. Knobelsdorff, Schimpf, Schönhärl, Wetzel, Auleb; zu Generalmajoren: die Obersten Rosfum, Jahr, Schlemmer (Ernst), Hagl, Seuffert, Mittermaier (Wilhelm), Lindia, Stahl, Frhr. v. Schleinitz (Sigmund), Will (Otto), Dr.-Ing. Ritter v. Weber; zu D b e r ft e n : die Oberstleutnante Kanzler (Richard), Reichert (Rudolf), Weichardt, v. Rohr (Otto). Kaiser (Hermann), Frh. Röder von Diersburg, v. Uechtritz, Faeckenstedt, Werther, Koll, Köhn, Dipl.-Ing. Dr. Stammbach, Andrs, Schwarz (Otto), v. Boltenstern (Werner), o. ©reiffenberg, v. Bernuth (Julius), o. Heygendorfs, Selle (Gerhard), Krug, Frh. v. Buddenbrock, Plehn, Teich- mann (Fritz), Negendanck, von Hülsen (Heinrich- Hermann), Weidemann, Noack (Hermann), Schünemann, Hauck, Dr.-Ing. Czimatis, Liß, Voigt (Sieg« fried), Dr. Koste, Pribyl, Mahr, Geiger (Rudolf), Kemminger, Swiatko, Dichyttl, Bittner (Emil), Bürk- ner, v. Wedelstädt (Friedrich-Wilhelm), Frh. v. Der, (Adrian), Creutzburg, v. Detten, Müller (Walter), Löbach; zu Oberstärzten: die Dberfelbärgte Dr. Kaiser (Albert), Dr. Krause (Bruno), Dr. Fahrenhorst; zum Ober st veterinär: den Oberseld- veterinar Dr. Ruppert (Helmut). 2. In der Kriegsmarine: Zu Vizeadmiralen: die Konteradmirale Fänger, Fuchs; zu Konteradmiralen: die Kapitäne z. S. Krastel, Schall-Emden, Lamprecht; zum Konteradmiral (Ing.): den Kapitän z. S. (Ing.) Kaufmann (Karl); zu Kapitänen z. S.: die Fregattentapi- und Dem Glockengeläut der Kirchen in Bewegung und zog durch die mit grünen Fahnen und Trikoloren geschmückten und von einer unübersehbaren Menschenmenge umsäumten Straßen. An der Piaza Dictorei vor dem Ministerpräsidium blieben das Diplomatische Korps und die übrigen (Ebrcngäfte zurück, während der Trauerzug weiter seinen Weg nach Neu-Bukarest nahm, wo sich das Grüne Haus der Legionärsbewegung befindet. Hier m den Parkanlagen beim Grünen Haus, wo das Mausoleum der Spamenkämpfer Motza und Marin gelegen ist, wurden die Särge mit den Ueberresten oer Legionärsführer unter feierlichem Gepränge in der Krypta zur letzten Ruhe gesetzt. Ml iÄü 5. uni u Reisen benutzt werden soll. Mit der Gewährung der Freizeit darf jedoch nicht eine Minderung des Einkommens der Gefolgschaftsmitglieder verbunden fein, die die Festtagsfreude beeinträchtigen würde. Für die beiden Weihnächte« eiertage ist der Lohn bereite auf Grund der Feier« tagsanordnung vom 3. Dezember 1937 weiter« zuzahlen. Eine Einbuße durch den Ausfall von Arbeitsstunden an den Werktagen kann, soweit nicht bezahlter Urlaub in Frage kommt, durch Dor- oder Nacharbeit vermieden werden. Der Ausgleich wird in der Regel durch Verlängerung der werktäglichen Arbeitszeit in den Wochen vor und nach Weihnachten im Rahmen der geltenden Vorschriften vorzunehmen sein. Bei mehrschichtiger Arbeitsweise oder solchen einschichtigen Betrieben, deren werktägliche Arbeitszeit bereits bis zur gesetzlichen Höchstgrenze ausgedehnt ist, kann jedoch die ausfallende Arbeitszeit in der Regel nur durch Sonntagsarbeit ausgeglichen werden. Der Reichsarbeitsminister hat genehmigt, daß in sol« chen Fällen an je einem Sonntag der Monate Dezember 1940 und Januar, Februar und März 1941 gearbeitet werden darf. Die Sonntagsarbeit ist aber den Gewerbeaufsichtsämtern anzuzeigen, die in besonderen Fällen auch zulassen können, daß mehr als ein Sonntag im Monat zum Ausgleich her- angezogen wird. Nie Bewährung der deuiscken Wehrwirtschaft. Berlin, 29.Nov. (DNB.) General der In« fanterie Thomas, der Chef des Wehrwirtschasts« und Rüstungsamtes im Oberkommando der Wehrmacht, sprach in der Gesellschaft für Wehrpolitik und Weyrwissenschaften über Kriegserfahrung aus dem Arbeitsgebiet des Wehrwirtfchafts- und Rüstungsamtes. Die wehrwirtfchaftliche Drgonifation der Wehrmacht, ihre vom Wehrwirtschafts- und Rüftungsamt aufyestellte Zusammensetzung und die chr vor dem Kriege zuteilgewordene Ausbildung habe sich im Kriege als richtig erwiesen. - Ferner hat sich gezeigt, daß die entscheidenden Fakturen für die Kriegswirtschaft folgende mer sind: 1. Die Menge und Bereitschaft der zur Verfügung stehenden M e n s ch e n , 2. die Große und Bereitschaft der zur Verfügung stehenden Fertigungskapazität, 3. die Bevorratung an Rohstos« f e n und die Möglichkeit, fehlende Rohstoffe zu fördern oder einzuführen und 4. der Zustand und die Größe der Transportkapazitäten. General Thomas stellte fest, daß weder in Frankreich noch in England eine auch nur annähernd der deutschen ähnliche wehrwirtschaftliche Organisatton vorhanden war, was schwerwiegende Folgen gehabt hat, und daß Englands Rüstungswirtschaft in die- töne Ahlmann, v. Pufendors, Neureuther, Kienitz, Heyn, Hambruch (Rudolf), Vesper, Menzel; zum Kapitän z. S. (Ing.): den Fregattenkapitän (Ing.) Born. 3. In der Lustwaffe: Zum General der Flakartillerie: der Generalleutnant Ruggera; zu Generalleutnanten: die Generalmajore Vierling, Schulz, Dierstling, S ü ß m a n n , Koch, Somme, Fischer, Haehnelt, Dr. Weißmann; zu Generalmajoren: die Obersten von Dewall, Mensching, v. Hachenburg, v. Egan-Krieger, Sange« meyer, Steinkopf, Harting, Stutzer, L a ck n e r ; zu Obersten: die Oberstleutnante Dipl.-Ing. Deutsch, Jürgens, Gosewisch, Heise, Gottschling, Kumme, v. Hatten, Griepenkerl, Siber, von Criegern; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte Dr. Süßbrich, Dr. Lieschke, Dr. Eckert, Vogel. Oie 7! LKK.-Trank port-Standarte Speer. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Die im westlichen Ope- rafrion»gebiet eingesetzten Einheiten der „N S K K.° Transport-Standarte Speer",einer bald nach Kriegsbeginn aufgestellten Sondersormationen ves NSKK., sind vor kurzem in die Heimat zurückgekehrt. Bei einem Begrüßungsappell vor den Toren des Olympia-Stadions nahm Korpsführer Hühnlein Geleaenheit, den Männern seinen besonderen Dank und seine Anerkennung, auch namens des General!) auin pektors Prof. Speer und der Wehrmacht, für ihre Leistung zum Ausdruck zu bringen. In Sonderlehrgängen mit ihren kriegsmäßigen Aufgaben vertraut gemacht, hat die Standarte monatelang für die Versorgung der Front mit Munition aller Art Sorge getragen. Endlose Kolonnen schwerbeladener Transportmengen sicherten der Front den notwendigen Nachschub. Bis hinauf an die Küsten des Kanals und des Atlantischen Ozeans ist die „Standarte Speer" der kämpfend vordringenden Wehrmacht unmittelbar gefolgt. Bei einer durchschnittlichen Tagesleistung von 500 Kilometer st habens N ijtr uni) ö? ■ MgebWj itry HM er Eick^ Dr. U Sh*»«*' Nil.... ........ ,Ebenen Bericht über den Vorfall wird hervor- !9 'M jejiben, daß das unbewaffnete und langsam flie- , Verkehrsflugzeug dem englischen Jäger eine le" 'M. Eichte Zielscheibe bot. Die Zeidunaen lassen k11 ®ilW)bIiden, daß der britische Intelligence r. $an< lijitfot' 6t Stad Gießen. Proviw, Wirlickm.. u. Sport: iSntn Bmmiche n. ' Druck uno Verlag BrühlMr UmretHtattonKferei R. Lange » G •JtertaaMeiter ENch' Hamann äliyetaenie ter Han, Ver nr'w'"'" A pärer »einen Weg machen.Der LEHRLING für Öen Beruf öes verlogrfachmannes wird in unierem Hauie von rüchWen ÄbteUungöleUern « allen verlegerischen, aufmäiutifdjen und für den Bern, wichtigen rechniichen Dingen ausgebildet. In dem frischen Zuge, dem lebendigen ÄrbeitsrulhmuS der Zeitung macht das Schaffen .xteupe und das Lernen fall« nicht -chwer. BeriagSsachmänuer mühen unauö- geletzt an «ich arbeiten, aber 'ie lernen viel unc ernten reiches Willen Wer beweglich und fähig ist, wird gute Aufstiegsmöglichkeiten finden Der Siebener Anzeiger nellt einen Lehrling für oen Berus desBerlagssachinanneS ein. Bewerbungen lind an die BerlagSIeitung ,u richten. Zteno- iypistin gesucht 0^055 Hellmold & Piank Steinstraße 11. Kartenverkauf Saalkasse. 6a98D AllM smiofier per sofort gesucht Autohof Otto Göbel, Kaiserallee 115. Gesucht für gepflegten Haushalt zuverlässige taugest* mit guten Kochkenntnissen. 5366D Meldungen bei Dr.W.G.Svruck, Hitlerwall 2 I. Verkäufe | jWM« iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiii f.l:2" 8« eingeb. Entfernungsm. Paralarenausgleich, neuwertig mitöereitschafts- tasche, Sonnenblende und Filter zu verkaufen. Wo? sagt dieGe schäftsst. d. G.A. Gießen (Wolfstraße 30), den 2. Dezember 1940. __537QD Für die überaus herzhebe Antei nähme beim Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres herzensguten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters sagen wir herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Kimmel, geb. Schäfer Ludwig Kimmel Polizeikommissar a. D. 8 oder 12? Das ist hier die Frage! Hemdchen und Höschen itt Kunstseide kosten zusammen ILPunkte. EinHemdböschen dagegen nur 8! Dennoch kann es sparsamer sein, die 4 Punkte mehr aüszugeben. Entscheidend ist, was man braucht! Reiche Auswahl bei Frdr.Teipel Markt 16 Ausstellung! Mäusburg 4 Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Or. med. K H. Osterwald und Frau Irmgard, geb. Schon-bohm Gießen, 1. Advent 1940 5367 D Der ßrolie spannende Kriminalfilm, za dem die Wirkiiclikeii das Material lieferte! 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Viel Heller ist der etwas tiefer stehende Merkur, der in der ersten Dezemberwoche bei klarer Luft eine Stunde vor Sonnenaufgang bebobachtet werden kann. Ein Fernglas, mit dem wir den südöstlichen Horizont mustern, erleichtert uns das Aufsinden dieses in der Regel nur schwierig zu beobachtenden Planeten. Obwohl Merkur die Kapella an Helligkeit übertrifft, ist er mit freiem Auge nicht leicht zu finden, da bei seinem niedrigen Stand sein Licht beim Durchgang durch die Erdatmosphäre sehr geschwächt wird. Man wird daher Merkur nur an einem völlig klaren Morgen auffinden können. Am Abendhimmel fesselt den Sternfreund nach wir vor das Plünetenpaar Jupiter und Saturn, das bei Beginn der Dunkelheit hoch im Osten steht. Beide Planeten haben den Gipfel ihrer Helligkeit im November überschritten und werden, wenn auch nur langsam, schwächer. Saturn hat etwa Wegahelligkeit, Jupiter ist reichlich achtmal heller. Bei der günstigen Stellung des Planeten Jupiter ist es nicht schwer, in einem lichtstarken Fernglas die vier großen Monde zu beobachten, die neben der gelben Planetenscheibe als feine Lichtpunkte erscheinen. Jupiter und Saturn gehen Anfang Dezember um 5, Ende des Monats um 3 Uhr Ortszeit unter. Der abendliche Fixsternhimmel entfaltet im Dezember seine ganze Pracht. Wenn wir gegen 21 Uhr Ortszeit (etwa 22 Uhr Sommerzeit) ins Freie treten, sehen wir im Osten die glanzvollen Wintersternbilder emporsteigen. Voran schreitet der Stier mit den beiden Sternhaufen der Hyaden und Ple- jaden, die auch Siebengestirn oder Henne mit Küchlein genannt werden. Dem Stier folgt der Orion, unstreitig das schönste aller Sternbilder, das an Größe und Geschlossenheit von keinem erreicht wird. Der Orion bildet ein lang gestrecktes auirechtstehendes Viereck, in dessen Mitte drei gleich helle in gleichem Abstand auf einer schrägen geraden Linie angeordnete Sterne stehen: der Gür- Merkur, Mrs und Venus am Mrgenhiinmel Sternschau im Dezember. Von Or. Erwin Koffinna. tonte ein Redner, der Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main bereits eine Art Heimatrecht bei den Soldaten erworben, zumal er mit diesen 23er- anstaltungen eine Gemeinschaftsarbeit leiste, die in ihrem Wert und in ihren tiefen, weichin reichenden Auswirkungen gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Der Organisator dieser Veranstaltungen durch den Landesfremdenverkehrsverband Rhein- Main und dessen Leiter, Oberbürgermeister Ritter, sowie dem Geschäftsführer Jahn wurde von allen Berichtern herzlicher Dank für dieses Werk und dessen vortreffliche Ausgestaltung ausgesprochen. Der Derbandsleiter, Oberbürgermeister Ritter, sprach am Schlüsse allen Vortragenden und dem Geschäftsführer seinen herzlichen Dank und seine besondere Anerkennung für ihre Tätigkeit im Dienste unserer Soldaten aus und wies dabei auch darauf hin, daß diese Betreuungsarbeit des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main die regste Anteilnahme und starke Förderung des Gauleiters Reichs- statthalter Sprenger finde, der auch hier, wie bei den übrigen Arbeiten des Verbandes, in großzügiger Weife seinen Hilfe angedeihen lasse. Unseren Soldaten werde mit dieser Arbeit ein schöner Dienst geleistet, der in dem Bewußtsein erfolge und ausgenommen werde, daß damit für Volk und Vaterland immer aufs neue Krä te mobil und stark werden, die allezeit bereit sind, ich für unser herrliches deut- sches Volk und unser chönes Vaterland im Geiste des Führers einzusetzen und damit unserem Führer bei seinem Kampf um die Schaffung eines großen und wahrhaft freien Großdeutfchen Vaterlandes und einer neuen europäischen Ordnung behilflich zu sein. tel des Orion. Unter dem Gürtel formen dicht aneinander gereihte Sternchen das senkrecht her- abhängende Schwert des Orion, in welchem wir an klaren, mondlosen Abenden den Orionnebel als hellen Lichtfleck mit freiem Auge wahrnehmen können. Wie die spektroskopische Untersuchung lehrt, ist der Orionnebel ein leuchtender Gasnebel von ungeheurer Ausdehnung. Etwa zehn Jahre benötigt der Lichtstrahl, um den aus unvorstellbar dünn verteilter Materie bestehenden Nebel zu durchbrechen. Als einziges Sternbiw weist der Orwn zwei Sterne erster Größe auf: Beteiaeuze links oben, von ausgesprochen roter Farbe, und R i • gel, rechts unten, blauweiß strahlend, lieber dein Orion zieht die Milchstraße durch die Sternbilder Zwillinge, Fuhrmann und Perseus zur Kassiopeia im Zentt, um sich von hier zum Schwan und Adler nach Nordwesten zu senken. An ihrem rechten Rande funkelt die helle, blauweiße W e g a. Südlich der Milchstraße finden wir die Sternbilder Andromeda, Widoer, Pegasus und Wasserman, tiefer im Süden die ausgedehnten, aber nur aus schwachen Sternen bestehenden Bilder Eridanus, Walfisch und Fische. Heber dem südlichen Horizont erscheint gegen 22 Uhr Ortszeit Sirius, der hellste aller Fixsterne und Hauptstern des Großen Hundes, während Pro- kyon im Kleinen Hund bereits früher heraufgekommen ist. Am Nordhimmel steigt der Himmelswagen im Großen Bären aus seiner tiefsten Stellung allmählich empor, wobei die Deichsel rückwärts, also schräg nach unten gerichtet ist. Die Verlängerung der Verbindungslinie der beiden Hinterräder des Großen Wagens nach oben führt zum Polarstern, an dem der Kleine Wagen gleichsam hängt. Am 22. Dezember 0.55 Uhr MEZ. erreicht die Sonne auf chrer Jahresbahn den südlichsten Punkt, um sich dann wieder nach Norden zu wenden. Mit der Sonnenwende beginnt astronomisch der Winter. Zur Zeit der kürzesten Tage steigt die Sonne in Mitteldeutschland mittags nur etwa 15 Grad über den Horizont. Der Mond zeigt im Dezember folgende Lichtgestalten: erstes Viertel am 6., Vollmond am 14., letztes Viertel am 22., Neumond am 28. Dezember. Der Leiter des Landesfremdenverkehrsverbandes : Rhein-Main, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, hotte am gestrigen Sonntag die Mitarbeiter des Verbandes auf dem Gebiete der Wehrmacht- und Lazarettbetreuung zu einer Tagung im Hotel Schütz in Gießen berufen. Der Zweck der Tagung bestand darin, durch einen Rückblick auf die Ergebnisse der bisherigen Betreuungsarbeit den Marschweg für die weitere Tätigkeit vorzubereiten und neue Anregungen zum weiteren Ausbau dieses Dienstes für unsere Soldaten zu gewinnen. Oberbürgermeister Ritter brachte seinen Mit- arbeitern auf diesem Gebiete und den Gästen der Tagung zunächst seinen herzlichen Gruß dar, wobei er mit warmen Worten der Anerkennung die bisherige Tätigkeit der bei der Wehrmacht- und Laza- rettbetreuung im Auftrage des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main tätigen Männer zum Ausdruck brachte und betonte, daß auch durch diese notwendige und wichtige ArbeU an der Verbindung zwischen Der Heimat und unfern Soldaten ein wesentlicher Beitrag zur Erringung des endgültigen Sieges geleistet werde. Unter Hinweis auf den wunderbaren Geist und die hervorragende Haltung unserer Soldaten und des ganzen Volkes betonte Oberbürgermeister Ritter, es lohne sich, auch bei dieser Arbeit alle Kräfte einzusetzen im Dienst für unser Volk und Vaterland. Die Vorträge der Redner des Landesfremdenverkehrsverbandes hätten unseren Soldaten in den Standorten und in den Lazaretten immer ein besonderes Erleben gebracht und damit den Geist der opferfreudigen Einsatzbe- reitschast immer mehr gestärkt. Es sei notwendig, auf diesem Wege mU aller Tatkraft weiter zu arbeiten. * Geschäftsführer Jahn vom Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main teilte anschließend in einem kurzen Rückblick auf die bisherige Betreuungsarbeit mU, daß von Ende Februar bis zum 30. November 1940 in der Wehrmacht- und Lazarettbetreuung des Verbandes insgesamt 423 Vorträge vor nahezu 65 000 Soldaten in den verschiedensten Standorten und in zahlreichen Lazaretten gehalten wurden. Die Vorträge fanden nicht nur im engeren Heimatgebiet Hessen-Nassau statt, sondern sie wurden den Soldaten weit über das Gaugebiet hinaus bis in den Bereich der Mosel, der Eifel, der Pfalz und der Saar geboten. Die Kommandeure bzw. die Chefärzte hätten in zahlreichen Briefen an den Landesfremdenverkehrsverband ihre Anerkennung und den Dank der Truppe bzw. der Lazarettinsasien für die vielseitigen und ausgezeichneten Vorträge zum Ausdruck gebracht, die Soldaten selbst, die meist mit ihren Offizieren bzw. in den Lazaretten mit den Aerzten und den Schwestern den Vortragsveranstaltungen beiwohnten, hätten bereits an Ort und Stelle ihre Dankbarkeit für die Vortragenden und den Verband eindrucksvoll bekundet. Der Landesfremdenverkehrsverband Rhein- Main habe dafür gesorgt, daß bei den Vorträgen stets eine große Zahl von guten Lichtbildern gezeigt werden konnte, die für die Vorträge der Redner eine sehr wertvolle Bereicherung waren. Die Truppen bzw. die Lazarette hätten die Redner des Verbandes überall mU großer Gastfreundschaft aufgenommen und seien ihnen bei den technischen Einrichtungen für die Vortragsabende bereitwillig zur Hand "gegangen. Mit Recht konnte der Berichterstatter auf Grund der bisherigen Erfahrungen hervorheben, daß der Landesfremdenverkehrsver- band Rhein-Main die bisherige Arbeit der Mehr- macht- und Lazarettbetteuung als einen vollen Erfolg ansehen kann. Anschließend berichteten die einzelnen Mitarbeiter über ihre Erfahrungen und ihre Schlußfolgerungen bei der bisherigen Vortragstätigkeit. Es sprachen hierzu Oberstudiendirektor Philipps, Friedberg, der als „Unkel Kuneroad" durch feine Heimatdichtungen und feine vberhestische Volkstumsarbeit weithin bekannt geworden ist, Lehrer Spang aus Mainz, Lehrer Grebe aus Frankfurt a. M., Kunstzeichner Wissenbach, Frankfurt a. M., Studienrat Dr. Schwing aus Weilburg, Studienrat Dr. Quentin aus Dillenburg und Studienassessor Dx. Roth aus Friedberg, die als Abgesandte des Lan- desfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main die viel- eitige Betreuunasarbeit durchführten. Sie sprachen ich mit großer Befriedigung über ihre Erfahrungen )ei dieser Tätigkeit aus; vor allem rühmten sie die reudige Aufnahmebereitschaft Der Soldaten, sowohl bei der Truppe in den Standorten, als auch in den Lazaretten, ferner die gute Aufnahme, die sie bei den Einheiten gefunden haben und Die herzliche Anerkennung, die von den Kommandeuren, den Ofsi- zieren, den Aerzten und den Soldaten nicht nur dem jeweiligen Redner, sondern auch dem Landes- remdenverkehrsverband Rhein-Main als Deranlas- er und Organisator der Dortragsveranstaltungen mrgebracht wurde. In eindrucksvollen Worten hoben sie weiter hervor, wie stark durch diese Tätigkeit die Verbundenheit zwischen den Soldaten und der Heimat gefördert und vertieft wird, wie immer wieder die Dankbarkeit der Soldaten für diese Darbietungen in packender Weise zutage tritt, wie sehr sich zahlreiche Männer auch persönlich in ihrem tiefen Heimatempfinden angesprochen fühlen, kurzum, wie groß und verheißungsvoll der Widerhall aus den Herzen der Betreuten dem Verband und seinen Rednern entgegenklingt. Durch dieses Wirken habe sich, so be- Aus der Stadt Gießen. Dezember. Der letzte Monat des Jahres ist der dunkelste und mnensernste. Es ist nicht nur die Zeit, in Die der irzeste Tag und die längste Nacht fällt, sondern ür etwa drei Wochen um die Sonnwende herum heint die Sonne fast am gleichen Punkt des Hori- »ntes aufzugehen, also beinahe stillzustehen. Kein Zunder, daß für die frühen Menschen unseres örhlühen germanischen Klimas diese Wochen des Mterlichen Sonnenstillstandes eine unheimliche (eit waren, erfüllt von Dämonen und Geistern, as vegetabile und animalische Leben hat sich auf ünen äußersten Tiefpunkt zurückgezogen, es beendet sich In einem Zustand der Schwäche, in dem z dem Weben und Treiben des Hebersinnlichen r.d)t mehr genügend Widerstand bietet und darum is „Andere" überall in das Leben des Menschen nbricht. In dem Tosen der Winterstürme, wenn n schwarzer Nacht die Wipfel der unermeßlichen Zälder ächzten und krachend brachen, dichte Wol- lEnscharen über den Himmel stürmten, fühlte Der rumänische Mensch seinen höchsten Gott Wodan Hilf seinem achtsüßigen Schimmel Sleipnir mit dem tilDen Heer der abgeschiedenen und ungeborenen Seelen durch die Lüste brausen. Wehe Dem Sterb- Lchen, den sie draußen antrafen! Er kehrte Dieb jkicht nie wieder oder vielleicht nur mit verstörten Sinnen zu seiner Hütte zurück. Enger Denn je langten sich Daher Die Menschen in diesen Nächten rn das schützende Herdfeuer zusammen, zur Abkehr der Dämonen wurde auch Lärmzauber geübt. Tief wurzelt diese natürliche Bangigkeit in der eit der größten Dunkelheit und der Schwächung ’s Lebens in Den Seelen Der Menschen. Die Vor- rllungen, mit Denen unsere Vorfahren diese dunk- n Nächte bevölkerten, haben sich durch Die Jahrhunderte erhalten, ja selbst heute, bei uns Menschen ener völlig anderen Seelenlage, geistern in allerlei jermummungen noch Nachfahren der alten Götter- ind Dämonengestalten herum. In den Dörfern 1>orDdeutschlands trabt in Den heiligen „Zwöls- | »ächten", zwischen Dem 21. Dezember unD Dem 2. Ja- : tuar, Der „Schimmelreiter" durch Die Gassen, oft legteitet vom „Klapperbock", dem heiligen Tier I tonars. In den Gebirgstälern Tirols tost in den • klöpflesnächten", den Nächten vor den drei heili- en Donnerstagen Der Advenlszeit, Der vermummte mzug der jungen Burschen lärmend von Dorf zu orf, von Hof zu Hof. Keine furchterregenden Schreckgestalten sind es mehr, sondern übermütige । junge Burschen, die sich selbst und denen, die sie be» ichen, Anlaß zu Scherz und Ausgelassenheit geben. |>eute gehören alle diese Gestalten, einschließlich St. Nikolaus, der am Vorabend des 6. Dezember Sack und Rute die Kinder besucht, in Der Oft» rk begleitet von Dem zottigen, kettenrasselnden impus, zum Brauchtum Der Vorweihnachtszeit, Advent, und sie sind schon heimlich überstrahlt i dem großen Leuchten, das diesen dunkelsten >nat des Jahres zu unserem hellsten macht. Die iere Helligkeit zwar, die sonst, zum mindesten in i Städten, die Abende der Adventszeit in Tag kehrt, mit strahlenden Schaufenstern und blen- iD erleuchteten Straßen, fehlt in diesem Jahr, wie sie im vorigen Jahr schon fehlte. Aber um deutlicher wird uns bewußt, was wir über dem 13en geräuschvollen und glänzendem Adventsbe- b her Geschäftswelt in früheren Jahren fast verlassen konnten, daß nicht dieser äußere Glanz das Licht unserer Jahreszeit ausmacht. Der stille und innige Schein, Der von dem be» jheidenen Kerzlein im Adventskranz oder Advents- täumchen in unzähligen deutschen Familien aus- eht, wird auch in diesem Jahr erstrahlen. Er wird ie ganze Adventszeit erleuchten, die schon erfüllt t von Tannenduft, von Kindergesang und von egenfeitigen liebevollen Heimlichkeiten, und er wird on Woche zu Woche um ein Kerstein heller wer- en, bis er endlich verschlungen wird von dem strah- rnden Glanz des Lichterbaumes. Mag die Zeit auch och so düster sein. Den dunklen Dezembernächten die ewokmte äußere Erhellung fehlen, mag Gefahr und ob drohen, Sorge um geliebte Angehörige unser ferz umfangen halten, den Hoffnungsstrahl des ldventslichtes und Das Leuchten der Weihnachts- tnne kann keine Finsternis auslöschen. C. K. Gießener Gtadiiheater. Weihnachtsmärchen: „Rotkäppchen". „Es war einmal eine kleine süße Dirne, Die hatte jedermann lieb, Der sie nur ansah, am allerliebsten über ihre Großmutter, Die wußte gar nicht, was sie olles Dem KinDe geben sollte ..." So fängt es an br den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, und wenn man es liest oder vorlesen H5rt, sollte man gar nicht meinen, daß man dies olles auch auf dem Theater lebendig machen und scheu kann. Hermann S t e 11 e r hat es aber doch firtiggebradji, er hat das Ganze in drei Bilder g-teilt und ein Vorspiel und ein Nachspiel dazu ^schrieben, die sich wie ein Rahmen um das eigentliche Spiel legen. Die Märchentante Frau Bärbel lieft dem kranken Lieschen am Weihnachtsabend be Geschichte vor, und dem kleinen Mädchen er- sheint alles, was im „Rotkäppchen" geschieht, und noch manches mehr wie im Traum. * Ehe Rotkäppchen von feiner Mutter mit Kuchen inb Wein zur kranken Großmutter geschickt wird inb sich auf den Weg macht mit feinem Körbchen, ßbt es im Dorf eine Kirchweih mit Tanz und ollerhanb lustiger Kurzweil, damit man auch etwas axm Lachen hat, ehe es ernst wird im dunklen Bald, wo der böse Wolf fein Hnwesen treibt. Vorerst stiften der Polizist Bumsel und der lustige llafius im Dorf allerlei Unfug, essen Rotkäppchens Kutter den Kuchenteig aus der Schüssel und wollen tfrim Marienkäfer Fridolin Siebenpunkt und seiner Traut Fridoline Sonnenkälbchen, die sich gerade Zs ihrer Hochzett rüsten, ganz vergeblich Das Fliegen lltmen. Die Hochzett findet hernach im Wälde statt, und ez ist ein großes Fest mit Tanz, an dem sich Fttegen- i plze, Blumen, Käfer und Schmetterlinge beteiligen, j aach klitzekleine Heinzelmänner und die Tiere des Daldes. Die Hochzeitskutsche ist eine Nußschale, Die Bin zwei lebendigen Mäusen gezogen wird, und i Totkäppchen darf sich hineinfetzen und wird davvn- j gefahren. * Aber bann wird es ernst, es wird sehr spannend inb gefährlich, wenn der Wolf im Gebüsch aufbucht und das Rotkäppchen in feiner Unschuld und Ahnungslosigkeit sich ins Grüne macht, um Blu- menstraußchen zu pflücken. Ja, und dann ist es so weit, und manche Kinder waren im Zweifel, ob sie hingucken sollten ober lieber Die Augen zumachen, als die Großmutter, die arme, alte, gebrechliche Frau in ihrer Einsamkeit sich ahnungslos und vertrauend in ihr Bett legt und auf das Enkelchen wartet, während aber statt dessen der Wolf erscheint und auch sogleich den Schlüsiel auf der Fensterbank findet. Es ist ein wahrer Segen, baß es dann alles sehr schnell geht, und als hinterher auch noch das Rotkäppchen auf einen Haps verschlungen ist, und der Wolf sich so recht vollgefressen mit Großmutters Häubchen in Großmutters Bett legt, da sind alle Kinder gewiß, daß den schlimmen Jse- grimm ja nun die wohlverdiente Strafe ereilen wird; wir haben alle merklich aufgeatmet, als das vollgefressene Untier in den Brunnen geworfen wurde. Na, und dann kam ja das fünfte und letzte Bild, und da wurde es denn ganz feierlich, als Der Christbaum angesteckt wurde und das atte schöne Weihnachtslieb „D du fröhliche" ertönte. * Der gute Onkel D 0 lck hatte, wie alle Jahre um die Weihnachtszeit, auch Diesmal das „Rotkäppchen" mit vieler Sorgfalt, Liebe und Mühe eingeübt. Rudolf Loh machte die Musik dazu, und Herr L ö f f - l e r versteht sich ja darauf, wie man weiß, recht schöne und farbenfrohe Bilder aufzubauen: die gemütliche Weihnachtsstube der Frau Bärbel, ein lustiges Kirmesdörfchen, einen wilden Wald und Großmutters Häuschen mit dem Brunnen davor. Irmgard T r ö m e l hatte die mancherlei Tänze eingeübt, die zwischendrin getanzt wurden, und außer denen, d'e wir schon genannt haben, war der Reigen der hessischen Bauernkinder besonders hübsch anzusehen. Auch Herr K 0 n e n , der für die Beleuch- ttma sorgte, unh Herr Enbrich, ber die vielerlei Kostüme beschafft batte, muffen mit einem Lob bedacht werden, weil sie sich um das Weihnachtsmärchen sehr verdient gemacht hoben. Es wurde auch sehr schön gespielt. Anneliese Garbe war das Rotkäppchen, zuerst eine große Puppe, hernach lebendig und vergnügt und sehr erschrocken — wie aus dem Märchenbuch. Gustav Brunn war Jsegrimm, ein böser, überaus natürlicher Wolf mit einem schrecklichen Rachen und einem buschigen Schwanz; man konnte sich fürchten, wenn man ihn sah. Herr Geiger als der Polizist und Herr L 0 w i tz als der luftige Blasius erfüllten Dorf und Wald mit vielem Spaß und Gelächter und gefielen allen Kindern gut. Hella Henzky war die freundliche Märchentante und die alte, gebrechliche Großmutter, Herr Hans Bernd Müller ein grasgrüner Jäger. Das Marienkäferbrautpaar waren Isabella Theresia Richter und Valeska Lange, Hilde Kneip Rotkäppchens Mutter, Waltraud G 0 e 11 k e eine Glockenblume, und Irene Dotier das kleine Lieschen. Sie alle und auch das kleine Getier und mindere Märchenvolk zeigten sich mtt Eifer bei der Sache. — » Das Theater war am ersten. Nachmittag von vielen kleinen Leuten sehr besucht. Sie spendeten dankbaren Herzens vielen Beifall und gingen befriedigt nach Hause. Hans Thyriot Oberhessischer Kunstverein. Weihnachts-Ausstellung oberhessischer Künstler. Am Sonntagvormittag wurde die Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler im Foyer des Stadttheaters eröffnet. Sie Dauert bis zum 24. Dezember und umfaßt Oelgemälde, Graphik unD Plastik; in Der Zusammensetzung überwiegt, wie fast immer, Die Malerei weitaus. Die Zahl Der Aus- fteüenDen ist Diesmal verhältnismäßig begrenzt; man hat, wie uns mitgeteüt würbe, eine scharfe Auslese unter Den zur Wahl stehenben Arbeiten getroffen. Daß Die Lichtverhältnisse im Theater- foyer wenig günstig sind, wurde schon bei früherer Gelegenheit bemerkt; man muß diese durch die Zeitverhältnisse bedingte Beeinträchtigung in Kauf nehmen, und wir dürfen uns freuen, daß überhaupt eine Möglichkeit geschaffen wurde, die schon ttaditionell gewordene Weihnachtsausstellung auch in diesem Jahre zu verwirklichen. Im einzelnen: F. Döring greift mit dem „Pflügenden Bauern" ein altes, aber nie veraltendes Motiv wieder auf; eine gesunde, bodenständige Malerei von schlichter Wirklichkeit. G e 11 f u s , Bad-Nauheim, hier seit Jahxen bekannt, darf als der Humorist und Idylliker dieser Ausstellung gelten; feine Figurengruppen („Dpa", „Atte Bekannte" und „Antiquitäten") werden Auge und Gemüt manches Besuchers erfreuen. Hagenauer, Gießen, wird in feinen Bildern („Sonnenblumen", „Schiffenbergertal") immer einfacher und klarer in Farben und Formen, kräftig, fest, auf das Wesentliche zielend; auch ein paar markante Studienblätter sind hier zu nennen; ein eigenartiges Motiv, man könnte an Klinger denken, ist der „Bergfriede". Großhaus, Lützellinden, zeigt neben einer heimatlich vertrauten Ansicht der Badenburg u. a. ein schönes, klar ausgearbettetes Porttätblatt. Don Klingelhöf er, Großen-Linden, sei außer einer stillen Vorfrühlingslandschaft ein herzhaftes Blumenstück mit Pfingstrosen genannt Auch Kröll, Gießen, ist recht vielseitig mit noch unbekannten Arbeiten vertreten; neben den Landschaften von Ortenberg und Bad Orb bringt Der „Fischerjunge", ein Böcklin-Motiv, einen neuen Klang in das seither gewohnte Blld. Von Frornmann, Gießen, sieht man eine zeitnahe Soldaten-Gruppe Jame« raben" und eine sanfte, feingliedrig aufgebaute Mosellandschaft. Der Kunstgewerbler Küchel, Gießen, zeigt Diesmal einige zarte, zeichnerisch lebhaft bewegte Studienblätter. L i rn p e r t, Gedern, greift in der wuchtigen Architektur von Runkel an Der Lahn ein immer roieDer anziehendes, malerisches Motiv auf. Rix, Gießen, zeigt einen beschaulich stillen Gießener Altstadtwinkel mit der Stadtkirche im Hintergründe. Schippet, Gießen, bringt zwei liebe- voll und sehr sorgfältig ausgeführte Stilleben, „Astern" und „Stilles Eck". V i e h m a n n , Klein- Linden, ist mit einigen guten, neuen Arbeiten zur Stelle; er hat sich, wie etwa das schone, kräftig gemalte Sonnenblumenbild oder ber „Wachhabenbe Soldat" erweisen, in seiner Malerei erfreulich ent- nudelt. Wölfinger, Harheim, bringt eine große, trocken gemalte Figurengruppe „Dr. Goebbels und Gauleiter Sprenger", sehr lebenbig in der Komposition und in der Porträtähnlichkeit der Gesichter.— Die Plastik wird diesmal allein von Bourcarde vertreten: mit den beiden Bildnissen seiner Tochter Lore und Hanne; beide Stücke, Rundplastik und Relief, wirken fein, liebevoll durchgeformt und kindlich beseelt. — Es ist zu wünschen, daß Die Weihnachtsausstellung sich eines regen Besuches erfreuen und auch die erwarteten Verkaussergebnisie zeitigen wird. Hans Thyriot Dornotizen. Tageskalender für INonlag. Gießener Dortragsring: 19.15 Uhr in der Neuen Aula der Universität Vortrag des Kriegsberichterstatters Herbert D o l ck über „33 000 km Kriegs- abenteuer in Asien". — Gloria-Palast. Seltersweg: „Das Herz der Königin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Falschmünzer". Gießener Vorlragsrlng. Im Rahmen des Gießener Dortragsringes wird auf Einladung der Volksbildungsstätte Gießen, des Goethe-Bundes und der Kulturellen Vereinigung am heutigen Montag der Kriegsberichterstatter Herbert D o l ck über das Thema „33 000 Kilometer Kriegsabenteuer in Asien" sprechen. Herbert Dolck ist 25 Jahre lang durch drei Erdteile gewandert, hat als Gegenspieler des Obersten Lawrence einen großen und schweren Kampf für Deutschland um das Oel, das flüssige Gold der Welt, das Lebenselexier der modernen Technik, geführt, ist für fein Volk rn die Zuchthäuser gegangen, hat in Sieg oder Niederlage nie Kraft und Mut zum Weiterkämpfen verloren, hat nach dem schmachvollen Ende des Weltkrieges sich in die Front der Kämpfer für ein neues Deutschland eingereiht und hat jetzt wieder im Polenfeldzug und an der Westfront sich freiwillig als Flieger dem Vaterland zur Verfügung gestellt. Ortszeit für den 3. Dezember. Sonnenaufgang 9.16 Uhr, Sonnenuntergang 17.12 Uhr. — Mondaufgang 12.21 Uhr, Monduntergang 21,52 Uhr. Große Kundgebungen der Partei. Am Samstag und am gestrigen Sonntag fanden in vielen Orten des Kreises Wetterau, in Stadt und Land, große Kundgebungen der Partei statt, die sämtlich unter dem Thema „Mit unseren Fahnen ist der Sieg" standen. Neben dem Kreisleiter Backhaus und zahlreichen weiteren führenden Männern der Partei und ihrer Gliederungen aus dem Kreise Wetterau selbst sprachen noch viele hervorragende Redner aus dem Gaugebiet, dabei vor allem Mitarbeiter der Gauleitung, Kreisleiter und Führer von Gliederungen. Tausende von Volksgenossen füllten die Säle und folgten den begeisternden Worten der Redner mit starker innerer Anteilnahme und lebhafter Zustimmung. In den Reden wurde der gewaltigen Leistungen unserer herrlichen Wehrmacht unter ihrem genialen Feldherrn und Obersten Befehlshaber Adolf Hitler gedacht, fern« ner die großen Zusammenhänge der politischen Probleme geschildert und dabei insbesondere das Treiben der plutokratischen Kriegsverbrecher in England und ihrer Helfershelfer gebührend gekennzeichnet. Demgegenüber wurden das große Friedenswerk und der unermüdliche soziale Aufbauwille des nationalsozialistischen Deutschland unter seinem Führer Adolf Hitler geschildert, zugleich auch der festen Entschlossenheit des ganzen Volkes zur Durchkämp- fung des Krieges bis zum endgültigen deutschen Sieg Ausdruck gegeben. In diesem Zusammenhanae wurde erneut festgestellt, daß alle Feinde des Groß- deutschen Reiches mit der Niederringung zu rechnen haben, die sich dem berechtigten Lebenswillen und Den gerechtfertigten, Ansprüchen des großdeutschen Volkes entgegenstellen. In allen Kundgebungen fanden die Redner freudige Zustimmung, die zugleich als neue Bekundung des festen Willens aller Volks- genossen zum opferfreudigen Durchhalten bis zum Endsieg und darüber hinaus in unverbrüchlicher Treue zu unserm Führer zu betrachten ist. Gute Unterhaltung für unsere Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht ließ durch die NSG. „Kraft durch Freude" den Verwundeten in den Gießener Lazaretten durch mehrere Veranstaltungen wieder gute Unterhaltung bereiten. Bei einer Vorführung des Films „Streit um den Knaben Io" und der Wochenschau erlebten die Besucher einige frohe Stunden. In zwei Vorträgen vor den Verwundeten machte im Auftrage des Landesfrem- denverkehrsverbandes Rhein-Main, Lehrer Spang aus Mainz mit den Schönheiten Rheinhessens, des Rheingaues und des Maingebietes, sowie mit dem bodenständigen Volkstum und dem geistigen Leben in diesem Teile unserer engen Heimat bekannt. Zahlreiche gute Lichtbilder bereicherten den dankbar aufgenommenen interessanten Vortrag. Am gestrigen Sonntag bereitete der Gesangverein „Frohsinn" Lang-Göns unter Leitung seines Chormeisters, Musiklehrer Blaß, den Insassen der Lazarette mit einem Gesangskonzert einen besonderen Genuß. Zum Vortrag kamen Lieder von Th. Kör- ner, S. »reu, F. Silcher, I. Heim, Gebhard, Haydn und Jüngst. Das vortreffliche Stimmaterial des Sängerchors ließ die Kompositionen in bester Weife zu Gehör kommen und veranlaßte die Hörer zu dankbarem Beifall. Ferner erfreute gestern die Klavierschule von Frau Schlesier-Altmann die Verwundeten mit einem Konzert ihrer Schüler, bei dem u. a. Werke von Mozart, Chopin, Schubert ausgezeichnet zum Vortrag kommen. Die Zuhörer gaben auch hier ihrer Dankbarkeit durch lebhaften Bei fall Ausdruck. Vertreter der NSKOV. und der NSG. ,Kraft durch Freude" wohnten den Veranstaltungen bei. Jahresversammlung der Gießener Hausbesitzer. Nach zweijähriger Pause, die durch die Erfüllung großer Aufgaben und die Zeitumstände bedingt war, hielt der Haus- und Grundbesitzerverein Gie- ßen am gestrigen Sonntag im „Kühlen Grund" eine Jahreshauptversammlung ab, in der die Jahresberichte für 1988 und 1939 vorgelegt wurden. Nach Begrüßung durch Vereinsleiter Adolf Schmidt wurden durch Den Rechner, Stadtbauinspektor Heinrich Matheis, die Jahresrechnungen für 1938 und 1939 oorgelegt. Nach der Neuordnung im Verein waren durch Ausschlüsse und Sterbefälle eine Abnahme der Mitgliederzahl zu verzeichnen, die aber durch Neuaufnahmen ausge- glichen werden konnte. Anschließend wurden auch die Bilanzen vorgetragen. Nach den Berichten der Revisoren wurden dem Rechner und dem Vorstand einstimmig Entlastung ausgesprochen. Vereinsleiter Adolf Schmidt stellte fest, daß der Verein eine wirtschaftliche Belastungsprobe zu bestehen hatte, in der er sich bewährte. In dem vom Vereinsleiter vorgetragenen Geschäftsbericht wurde auf die Notwendigkeit der Hausbesitzerorganisation hingewiesen, die schon daraus ersichtlich ist, daß der Haus- und Grundbesitz im Altreich etwa ein Drittel des Dolksvermögens umfaßt. Durch feine Arbeit konnte der Reichsverband in erheblichem Maße auf dem Wege eines wirtschaftlichen Ausgleichs an der Schaffung der Hausgemeinschaften mitwirken. Die Aufgaben der Hausbesitzerorganisation werden in dem Maße steigen, in dem der Hausbau nach dem siegreichen Frieden in Angriff genommen wird. Auf die Verhältnisse im Gießener Verein übergehend stellte der Dereinsleiter fest, daß die Arbeit erfolgreich gewesen ist. In vielen Fällen konnte dem Hausbesitzer zu feinem Recht verhalfen und durch verständnisvolle Zusammenarbeit mit den Mietern ein friedliches Nebeneinander gefördert werden. Die vom Verein eingerichtete Sprechstunde hat sowohl durch Hausbesitzer, als auch durch die Mieter eine starke Inanspruchnahme gefunden. 1938 konnten in 1013 Fällen Auskünfte erteilt werden, davon in 162 an Mieter, und 1939 blieben diese Zahlen auf etwa der gleichen Höhe, während die Anfragen aus Mieterkreisen sich verdoppelten. In überwiegendem Maße bezogen sich die Auskünfte auf Fragen des Luftschutzes, wobei wiederum in erster Linie die Kostenfragen angeschnitten wurden. Gerade zu dieser Frage gab der Vereinsleiter Mitteilungen des Verbandspräsidenten bekannt, in denen auf einen neuen Gesetzesentwurf hingewiefen wird. Wie der Vereinsleiter ausführte, konnte durch den Verein in entscheidenden Fragen eine entsprechende Klärung herbeigeführt werden, durch die in vielen Fällen der Hausgemeinschaft ein guter Dienst erwiesen wurde. In der Aussprache wurde auf die neuen Bestimmungen hinsichtlich der Anschaffung der Handdruckspritzen, u. a. auch auf solche über die Verteilung der Kosten bei Neuanlagen elektrischer Anlagen, Badeeinrichtungen usw. hingewiesen und auf eine Reihe wichtiger Fragen für den Hausbesitzer eingegangen. Schnelle Sühne. Der schwere Derkehrsunsall am Abend des 8. November auf der Landstraße Gießen—Rodheim a. d. Bieber, bei dem durch den Zusammenstoß eines Lastautos mit dem. radfahrenden 16 Jahre alten Lehrling Karl Michel aus Rodheim a. d. Bieber dieser tödlich verunglückte, hat eine schnelle Sühne gesunden. Als Schuldiger wurde der 46 Jahre alte Pyilipp W a l d s ch m i d t aus Krumbach, der mit einem nur mangelhaft beleuchteten Lastauto — von dessen Scheinwerfern nur einer brannte, was Wald- schmidt nach feinem eigenen Geständnis während der Fahrt bereits gewußt hat und dennoch nichts zur Behebung des Schadens tat, sondern die Fahrt unbekümmert unternahm — losfuhr und damit in schwerster Weise gegen die elementarsten Grundsätze der Derkehrsdisziplin verstieß, vom Kleinen Schöffengericht in Wetzlar wegen fahrlässiger Tötung und Uebertrc * - der Straßenverkehrsordnung zu 7 SDlonfl1 ängnis verurteilt. tflmbtrti* Gieße«. z Albach, 2. Dez. Heute feiert unser Volks- genoffe Christian Schäfer in guter Gesundheit seinen 7 0. Geburtstag. Unsere herzlichen Glück- wünsche dem Jubilar. ui-gebniffe der Bezirksklasse. Dehlar 05 — Dahenborn-Steinberg 62 DfL. Marburg — 1900 3:2 vfD.-Reichsbahn — Naunheim 42. Das Ergebnis Bissenberg — Busgfolms liegt noch nicht vor. Die Luftwaffe trat gegen Sportfreunde Wetzlar nicht an. Neber die Wertung des Spieles dürfte noch zu entscheiden fein. Wetzlar 05 führte schon nach zehn Minuten 2:0 und konnte bis Halbheit zwei weitere Tore erzielen. In der zweiten Hülste schossen beide Mannschaften je zwei Tore. Wetzlar verließ als verdienter Sieger das Feld. Obwohl die 1900er mit starkem Ersatz antraten, boten sie kämpferisch eine große Leistung. Fast mit dem Schlußpifff wurden iie geschlagen Die DfB.-Reichsbahn oewiesen ihre ansteigende Form durch einen eindeutigen Sieg. Naunheim 4:2 geschlagen. Das Spiel auf dem Waldsportplatz hat in seiner spielerischen Abwicklung das gehalten, was man von ihm erwartet hatte. Trotz des harten Bodens, der die Ballkontrolle ungeheuer erschwerte, sah man besonders von Naunheim einen gutangelegten Spielaufbau. Allerdings vermißte man bei Den Naun- heirnern den unbedingten Siegeswillen, ohne den ein Verbandsspiel so leicht nicht gewonnen werden kann. Gerade der Naunheimer Sturm ließ manche Wünsche offen, denn bei einem schnellen Erfaßen gegebener Möglichkeiten wäre die Gießener Hintermannschaft zu überwinden aewesen. Die Gießener Mannschaft war in ihren Angriffen immer gefährlicher als ihr Gegner. Besonders Kramer und Hofmann verstanden es, die Verteidigung der Naunheimer unter Druck zu setzen. In Den Läuferreihen hatten beide Mannschaften ihren besten Mannschafts- teiL Die Gießener Verteidigung, sonst die Stütze der Mannschaft, hatte in Fleischhauer zusammen mit dem Halblinken ihren schwächsten Teil. Die beiden Torleute waren ballsicher, und besonders Rohm mußte Schnitzer seiner Vorleute öfter ausgleichen. In bet Hintermannschaft der Naunheimer ergab sich bas gleiche Bild. Der besondere Reiz des Spieles lag in ben ungemein feffelnben Strafraumszenen. Spielverlauf: Auch heute fällt auf, baß die VfB.- Reichsbahner sofort im Bilde. Mit ihrem steilen Spiel können sie immer wieder durchkommen, ohne jedoch' vorerst zu Erfolgen zu kommen. Als ein Naunheimer Hand im Strafraum machte, schießt Kramer mit unheimlicher Wucht den Ball ins Netz. Nachdem die Naunhe mer ein paar Angriffe der Gießener abwehren können, sind sie plötzlich da. Der Ball wandert von links nach rechts und kommt von dort zu dem freistehenden Halblinken, der zum Ausgleich einschieht Mehrere gutgemeinte Schüsse von Kramer gehen daneben. Die Naunheimer sind nicht glücklicher. Als Hofmann sich auf dem linken Flügel durchsetzt und schräg auf das Tor schießt, übertritt der Naunheimer Verleid ger den Ball, ben Heß endgültig eindrücken kann. Daran ändert sich bis zur Halbzeit nichts mehr. Nach Wiederbeginn haben die VfBer bange Minuten zu überstehen. Der Ball kommt einfach nicht aus dem Strafraum heraus. Als Fleischhauer eine Kerze tritt, erfaßt der Rechtsaußen sofort die Gelegenheit und flankt zu dem Halblinken, der mit einem wuchtigen Schuß den Boll durch die Beine des Gießener Torhüters einschießt. Man hat das Gefühl, daß das nächste Tor die Entscheidung des Kampfes bringen wird. Im Auf und Ab des Spieles dreht der Naunheimer Torhüter sich mit dem Ball auf der Torlinie um sich selbst. Do, Tor wird jedoch nicht gegeben. Zwei mißglückte Rückzieher des rechten Verteidigers geben dem Gießener Tormann Gelegenheit, durch Fußabwehr glücklich zu klären. Als Hofmann zwei Geaner umspielt, fällt das entscheidende Tor, wobei Die Ball- aufnahme in Abseitsstellung erfolgt. Ein weiterer Durchbruch und der Naunheimer Verteidiger bringt ben Ball nicht weg. Heß, der herbeieilt, kann dadurch das vierte Tor erzielen. Der Sieg bedeutet für Naunheim ben Verluste der Tabellenführung. Kurze Gportnotizen. Italienund Ungarn stauben sich am Sonn, tag in Genua im Fußballänderspiel gegenüber. Das Treffen endete 1:1, nachdem Italien zur Paust 1:0 geführt hatte. Torschützen waren Trevisan (I.) und Bodola (U.). Mannheims Eishockeyspieler landete» am Sonntag auf der Kölner Eisbahn einen hohen Sieg gegen die einheimische Mannschaft. Sie gewannen mit 13:0 (4:0, 3:0, 6:0) Toren, wobei Demmer und Feistritzer die erfolgreichsten Torschützen waren. Deutschlands Amateurboxer wurden in Mailand im 9. Länderkampf gegen Italien knapp mit 7:9 Punkten besiegt. Siege für Deutschland errangen nur Pepper (Dortmund) und ten Host (Oldenburg), während sich Graaf (Berlin), Nürnberg (Berlin) und Baumgarten (Hamburg) mit Unentschieden begnügen mußten. Geschlagen wurden Obermauer (Köln), Bogershausen (Hannover) und Räschke (Hamburg). Münchens Gewichtheber gewannen am Samstagabend in Wien ben Städtekampf gegen Wien knapp mit 1957.5 zu 1955,0 kg. Eine überragende Leistung vollbrachte Schwergewichts-Weltmeister Manger (M.) im beidarmigen Drücken mit 140 kg. Dresdner EL Mamnierpokal-Lieger. Das sechste Tschammerpokal-Endspiel führte am Sonntag im Berliner Olympiastadion vor runb 50 OOO Fußballsreunden den Pokalverteidiger 1. FC. Nürnberg mit dem Dresdner SC. zusammen. Die Dresdner Hegten in der verlängerten Spielzeit mit 2:1 (1:1) Toren und holten sich damit zum ersten Male den Preis des Reichssportführers. Unter Leitung von Schiedsrichter Alois P e n n i g (Mannheim) nahmen folgende Spieler den Kampf auf: 1. FC. Nürnberg: Köhl; villmann, Uebelein; Luber, Kennemann, Carolin; Gußner, Eiberger, Friedel, Pfänder, Kund. Dresdner SC.: Kreß; Mller, Hempel; Pohl, Dzur, Schubert; Bocze-k, Schaffer, Machate, Schon, Carstens. Mit dem Dresdner SC. hat die zweifellos an diesem Tag bessere Elf den Sieg davonaetragen. Die Dresdner spielten schnell und hart, ließen in kräfte- sparender Weise den Ball laufen und setzten betont stark ihre schnellen Flügelstürmer ein. Dieses steile, zielstrebige Spiel hatte den Erfolg für sich. Der Pokalverteidiger Stüniberg zeigte sein bekanntes sauberes Flachspiel, das das Auge entzückte, aber große Anforderungen an die Kräfte der Spieler stellte. Auffallend war die Langsamkeit des Nürnberger Spiels. Ohne Fehler spielte die DSC.-Ab- wehr, vor allem Kreß und Miller waren in großer Form. Die Läufer zerstörten geschickt und He« ßen den Nürnberger Sturm nur selten bis in den Strafraum kommen. Der Angriff der Sachsen spielte in der ersten Hälfte ganz ausgezeichnet, später fiel der rechte Flügel etwas ab. Schon war der große Regisseur, Machate der gefährliche Torschütze, und Carstens war der Mann der guten Flanken, Alles in allem: eine feine Gesamtleistung des DSC., besten Elf keinen schwachen Punkt hatte. Beim „Club" war Torhüter Köhl oft sehr unsicher, und wiederholt ftanb ihm das Glück zur Seite. Bill- mann und alle drei Läufer waren in der Abwehr hervorragend, und auch der ungleichmäßig spielend« Uebelein erwies sich wiederholt als Retter in Höch fter Not. Im Angriff, der in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zur Geltung kam, taten sich Guß- ner und Eiberger hervor. Die linke Flanke war schwächer, auch von Friedel hatte man mehr erwartet. Seine beste Zeit hatte der Club in der ersten Hälfte, später sah man von ihm nur in der Abwehr eine große Leistung. Zer Mchkling aus Korsika Nomon von klein; Lorenz-Lambrecht 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Neben ihn an die Mauer lehnt sich jetzt ein anderer: Jürk Solterbeck. „Heiß, langweilig, öde", sagte er munter. Viktor schweigt. Solterbeck blinzelt über das Meer hin. Nach einer Weile nickt er' träge in die Weite: „Da drüben liegt Genua. Da wohnt die ehrenwerte Signora Maria Ansaldi, geborene Solterbeck aus Hamburg. Na, ja. Die jüngste Schwester von meinem alten Herrn. Mit Ansaldi haben wir im Frieden groß zusammengearbeitet. Hat eine Menge netter Schiffe. Könnte eins davon rüberschicken. Aber jetzt ist die Bande ja mit uns auf Kriegsfuß. Panzerplatten und Kanonen baut er auch, der Andreas Anfaldi. Mit feinem Bruder zusammen. Wir wären dort besser aufgehoben als hier." Viktor hort unachtsam zu. Nach eine Pause fragt er: „Sag mal, wieso hast du mich gestern eigentlich Schicktkieker genannt?" „Wie? Ach so. Tjä, da hast du ja man solch dösige Glubschaugen gemacht." „Merkwürdiges Wort. Schichtkieker. Was bedeutet es?" „Och, nichts Besonderes. Ich glaube, so nennt man ja wohl bei uns diese Dösköppe, die das zweite Gesicht haben. Hat aber man mit dir nix zu tun, nb. Kam mir eben nur so bei. Hör lieber mal: Wie stehst du nun eigentlich zu meiner Flucht?" „Versteifst du dick emschaft darauf?" „Ob, das denk ich doch wohl, Jung." „Das ist mir nämlich neu an dir. Du hast doch sonst immer nur die andern ausgekocht." „Nee, das habe ich nu eben nicy. Nur über ihre Pläne hab ich lachen müssen. Die waren all 'ne großer Schiet. Abgesehen von der einen Sacke in Belle Jsle, wo das Unterseeboot kommen sollte. Das hatte Hand und Fuß. Leider ist das ja dann auch aufgeflogen, weil zu viele darum gewußt haben. Die andern Fluchtpläne waren nicht einen Schuß Pulver wert. „Warum nicht?" „Zu pedantisch, mein Jung", antwortet Solterbeck lakonisch. Er erklärt: „Hingen von tausend Kleinigkeiten ab. Waren auf die Sekunde eingestellt. Manchmal gelingt ein überraschender Handstreich eher als die präzisest vorbereitete Schlacht. Weitz ich zwar nich, weil ich noch nie bei einer Schlacht anwesend war, muß aber was dran fein. Man mutz amerikanisch vorgehen." „Amerikanisch?" „Jawohl, so aus dem Handgelenk. Großzügig und sportsmäßig, und ein bißchen frech. Das heißt nun nicht, daß man nichts vorbereiten soll. Man muß eine große Linie einhalten und wissen, was man will. Meine große Linie ist der spanische Dampfer, der eines Tages da unten im Hafen liegen wird." ,^)m. Don hier oben bis zum Dampfer ist noch ein verdammt kniffliger Weg." „Damiani und Dollars!" orakett Solterbeck. „Du willst ihn bestechen?" „Bestechen is nun man ein büschen dickes Wort dafür. Wer ich habe die Ehre, Damianis Wertschätzung zu genießen." Solterbeck grinst. „Neulich hat er mich gefragt, so im Spaß zunächst, ob man es denn in der Gefangenschaft so ganz ohne eine lütte Seern aushalten könne, na, und so weiter. Eine Anspielung, daß er es möglich machen könne, mich bei Nacht und Nebel von hier oben zu einem nüblichen kleinen Trott in Bastia zu bugsieren. Bei nötigem Kleingeld, versteht sich. Ich besitze nocy zweihundertundmnfzig Dollars, in Gold. Die habe ich trotz aller Revisionen noch immer gerettet Damit läßt sich 'ne Maste ausrichten." „Damiani ist zu gut bekannt mit dem Regional- fommanbanten. Er könnte leicht ein doppeltes Spiel treiben, mein Lieber." „Dann ist es eben ein anderer, lieber all das habe ich noch nicht so ernschaft nachgedacht Das ergibt sich, wenn es soweit ist Zunächst hat mir meine Schwester nur mitgeteilt, daß es dadurch möglich ist, so einen kleinen spanischen Dampfer in Bastia anlaufen zu lasten. Helge ist ein verlässiges Mädel. Wenn die etwas in die Hand nimmt, kann ich mich drauf verlassen. Mein alter Herr ist mit der.Geschichte einverstanden, schreibt sie. Wir haben in Barcelona einen Vertreter, der die Sache deichseln könnte. Er wird einen spanischen Käptn mit Geld und guten Worten dazu bringen, auf feinem Kurs durchs Mittelmeer unter irgendeinem Volwano Bastia anzulaufen. Ich werde von meiner Schwester den genauen Termin rechtzeitig mitgeteilt bekommen." „Eine langwierige Angelegenheit", fchaltete Viktor ein. Er ist noch nicht besonders interessiert. „Och, wir haben ja man Zeit. Wenn es m diesem Jahr nicht mehr ist, so ist es im nächsten Jahr." „3m nächsten Jahr ist der Krieg zu Ende." „Denkste! Dann um jo besser, bann brauchen wir den Spanier nicht mehr. Aber jedenfalls ist meine Idee etwas, womit wir uns diesen sturen Aufenthalt ein büschen verkürzen können. Hoffnung, Freude und so." „Die Hauptsache bei allen Fluchtversuchen", meint Viktor etwas spöttisch. „Das große, ernsthaft betriebene Unterhaltungsspiel des Prisonnier de Guerre, das, soweit mir bekannt ist, noch nie glücklich ausgegangen ist." „Tjä, ein büschen Glück gehört natürlich auch dazu", meint Solterbeck. „Das setze ich voraus." Sie schweigen wieder. Dann wiederholt Solterbeck seine Frage, ob Gienant mitmachen wolle. Er fügt hinzu: „Wenn die andern davon hören, werben sie sich natürlich darum reißen. Aber man kann nicht alle mitnehmen. In Gruppenkolonne können wir natürlich nicht ausbüchsen. Und einzelne mit- nehmen, das wäre unkameradschafllich gegen die andern." „Und warum willst du mich mitnehmen?" „Naheliegend genug: Wir waren von Anfang an beisammen. Wir kennen uns und — tjä, ein büschen Luftveränderung täte dir ja man nachgerade ganz gut, meine ich. Ich nehme an, daß dir mein Vor- schlag auch aus einem ganz bestimmten Grund willkommen ist." Er zögert, setzt bann hinzu: „Du willst doch um jeden Preis mentgftens noch ein Endchen vom Krieg mitmachen?" Viktor lacht bitter. Solterbeck kennt natürlich den Grund, der ihn nach Amerika getrieben hat, und er kennt auch fein Bestreben, im Krieg feine Ehre wiederherzustellen. Er sagt: „Es ist mir schon einmal ein Strich durch die Rechnung gemacht worden. Ich fürchte, daß, wenn ich dein Begleiter bin, das Glück ausbleibt, das du zu deiner Flucht für nötig hältst." „Nun fei mal friedlich. Jetzt redest du wieder wie eine mißverstandene Jungfer. Schon, ich will heute nicht weiter in dich bringen, Mir scheint, du hast dich von deiner gestrigen Kinderkrankhett noch nicht ganz erholt. Aber du wirst es dir noch überlegen/ Unmittelbar hinter ihnen hebt jetzt ein Lärm an, der nach Musik klingt und auch Musik fein soll. „Die Schrammelkapelle!" grinst Sollerbeck mit erhabenem Spott. Viktor verzieht schmerzlich das Gesicht. Die Schrammelkapelle hat sich aus fanatischen Kunstbeflissenen zusammengefunden, um eine Musik auszuüben, die der Kunst jenseits des Stacheldrahtes und wahrscheinlich auch der, die den Ausübenden selbst im Herzen sitzt, grimmigen Hohn spricht, eine Höllenmusik, ein unsinniges Klangchaos, dem Zorn gefesselter Rachegeister entsprungen. Die lächerlichsten Kinderinstrumente werden habet bearbeitet Das Zimbal find zwei alte Blechdeckel, der Schel« lenbaum eine Stange mit alten Konservendosen, die große Pauke eine Holzkiste, deren Weichen mit einem lappenumwickelten Kochlöffel malträtiert werden. Aus dem „Kasino", wo die Kapelle zuerst „übte", hat man sie schleunigst auf den entlegensten Platz der Bastion verwiesen. Solterbeck lehnt gegen die Mauer und sieht tiefsinnig nach den Enthusiasten hin. Da ist, wo der Weg von der Zitadelle auf die Bastion mündet, ein Schutthaufen. Darauf wächst ein krüppeliger Feigenbaum, dessen Blätter schon fahl geworden sind. Hinter dem Schutthaufen ist ein vertiefter viereckiger Platz; auf drei Seiten von Mauern umgeben, sieht er aus wie ein ausgebranntes Zimmer, aus dessen Boden schon üppiges Unkraut heraus- wuchert. Hier toben sich die Musikanten aus. Sie spielen einen Marsch, nach dessen Klängen jeder von ihnen schon einmal stolz und seiner freien Männlichkeit bewußt durch seine Garnison mar- Hinter dem erhöht stehenden Paukenschläger be> findet sich eine Tür. Sie ist in der Mauer, die dis Bastion nach der Straße und dem tiefer gelegenen, ben Gefangenen verbotenen Teil der Bastton ob' schließt. Es ist eine alte, schwere, fest verschlosiene Hvlftüv „Die Tür ...!" sagt Solterbeck plötzlich vor sich hin, und es wird offenbar, daß sein tiefsinniger Blick gar nicht den Radaubrüdern, sondern eben der Tür galt > (Fortsetzung folgt)