Samstag, 2./Sonntag, 5. März 1940 M. Jahrgang Nr. 53 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Iamilienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Ferrrsvrecharrschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. Annahme von Anzeigen für bte Mittagsnummer bis8'/?Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/amehr Ermäßigte Grundvreise Baderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. 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Stadttheater Sonntag 19—22.15 Uhr. — Außer Miete! Die Fledermaus Operette von Joh. Strauß. Preise: RM. 0.90 bis 3.60. 8T7d Wochenspielplan: Dienstag, 5. März, 20-22.80 Uhr Erstaufführung: Lombardische Nacht. Mittwoch, 6. März, 19.30-22 Uhr Znm letzten male: Jugend. Freitag, 8. März, 20 — 23 Uhr Neuinszenierung: Der Graf von Luxemburg Samstag, 9. März, 20—22 Uhr Einmaliges Tanzgastspiel: Manon Ehrfnr Rolf Jahnke Solotänzer der Staatsoper Berlin Sonntag, 10. März, 19—22 Uhr Tosca. I i l k r e ö h <: r t I d d ti u n a b li rv h ui bc di $ bi vl M br ur h< g< bl wj ref 0| Ich Ko »s) ria- spri mir 14 fern 17 M0l Äo 50 ÜQl rote Zwi 4 Ab\ Ur. 53 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 2./Z. Narziß Aus der Stadt Gießen. Enttäuschungen. Müde von dem vielen Weiß dieses Winters ging ich in einen Blumenladen und erstand einen Tops mit Hyazinthen. Ihre Blutenkolben waren noch arün, und ich freute mich, ihrem Wachsen und Aufblühen zusehen zu können. „Bestimmt, sie werden rosa!" sagte die Verkäuferin mit zuredendem Lächeln, und froh trug ich mein Frühlingswunder nach Hause. Nun sind sie aufgeblüht und wie sind sie — weiß! Das Leben bringt viel Enttäuschungen mit sich, unendlich viele. Was kann uns nicht alles enttäuschen, um nur einiges zu nennen: das Wetter, ein Bild, ein Buch, eine Reise, ein Mensch. Das letzte ist entschieden das schlimmste. Besonders Kinder können sehr enttäuscht sein, und es muß unsere Aufgabe sein, sie zu lehren, wie sie am besten über Enttäuschungen hinwegkommen. Ich erinnere mich noch sehr genau air ein Erlebnis aus meiner Kindheit. Eines Tages sahen wir Kinder grellbunte Plakate an allen Wänden, auf denen Löwen, Tiger, Elefanten und Seehunde bei den unmöglichsten Kunststücken zu sehen waren. Wir konnten nicht daran vorbeigehen. Am schönsten aber war das Bild, auf dem ein stolzes Schiff durch wogende Wellen dahinfuhr, viele blaue Matrosen standen darauf, einige schwangen ihre bebänderten Mützen und sie sangen alle: „Wir halten fest und treu zusammen, hipp hipp hurra!" Das war unser liebstes Lied damals, — es war zur Zeit des chinesischen Boxeraufstandes. Die Ankündigungszettel aber waren vom Zirkus Schumann, und sie verhießen als letzte Darbietung eine Szene aus dem Krieg im Fernen Osten, von dem wir Berichte mit unendlicher Spannung angehört hatten. Schon die Schilderung, wie sich die Schiffe der drei kriegführenden Nationen begegneten und feierlich grüßten, dann der Kampf, als die Engländer geboten: „The Germans to the Front!“ (Die Deutschen an die Front!), das alles hatte uns wild begeistert. Heute wissen wir, daß die Engländer das immer so machen, nämlich, andere vorschicken und sich selbst schonen! Als wir nun diese Plakate gesehen hatten, bettelten wir so lange, bis unsere Eltern nachgaben und eines Tages mit uns hingingen. Von der ganzen Schau weiß ich nicht mehr viel, nur der Clown und ein paar schöne Pferde springen noch durch mein Gedächtnis. Vielleicht habe ich auch, aus übergroßer Spannung auf das letzte, besonders das Schiff, nicht so recht aufgepaßt. Endlich kam dann die Schlußaufführung, und es war wundervoll und aufregend, wie die Soldaten mit Hurra vorgingen, schwerbepackt, über schlechte Wege und an steilen Wänden hoch. Es wurde geschossen, daß man jedesmal erschrack, eine Krankenschwester, die wie ein leibhaftiger Engel aussah, pflegte einen Verwundeten und endlich, endlich kam das Schlußbild, das heißersehnte Schiff. Da stand es plötzlich, vom Himmel heruntergelassen! Im — Sand der Manege!! Keine blauen Wogen waren weit und breit zu sehen; ich fing plötzlich an zu schluchzen — was auf Uebermüdung zurückgeführt wurde — und kam schleunigst ins Bett. Noch lange habe ich mich mit dieser Enttäuschung herumgeschlagen, bis der Zahn der Zeit sie weg- genagt hatte. ' Enttäuschungen wird es immer geben, keinem bleiben sie erspart, aber die Hauptsache ist, daß wir lernen, sie zu überwinden. E. L. St. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 Uhr „Cavalleria rufticana" und „Bajazzo". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Weltrekord im Seitensprung". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kriminalkommissar Eyck". — Fröbel- seminar: 15 bis 17 Uhr Ausstellung. — Artilleristen- Kameradschaft: 20.30 Uhr Kameradschaftsabend im „Hessischen Hof". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 Uhr „Die Fledermaus". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Weltrekord im Seitensprung". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kriminalkommissar Eyck". — Ortsgruppe Imker: 14 Uhr Versammlung im „Hopfeld". — Fröbel- seminar Ausstellung 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr. Gießener Wochenmarktpreife. * Gießen, 2. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, 50 kg 3,90 RM., Wirsing, kg 15 Rpf., Weißkraut 10 bis 11, Rotkraut 13, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 40, Unterkohlröbi 8, Zwiebeln 13, Schwarzwurzeln 35, Feldsalat, Vio 15 Zwei Jahre Arbeit Das Fröbelseminar legt gegenwärtig Rechenschaft über die Arbeit der vergangenen beiden Jahre ab. In diesen Tagen wurden die Prüfungen durchgeführt, die mit erfreulich guten Ergebnissen im Praktischen, wie auch im Theoretischen abschlossen. Darüber hinaus wird für eine breitere Oeffentlich- keit auch eine Ausstellung veranstaltet, die allen, die dem Fröbelseminar ihre Aufmerksamkeit schenken, Aufschluß gibt über die Arbeit, die in zwei Jahren der Ausbildung der Kindergärtnerinnen, wie auch der Kinderpflegerinnen und Hausgehilfinnen .geleistet wurde. Die Ausstellung, die am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag zugänglich ist, ist ein schöner Beweis der Stetigkeit mit der, trotz mancher Schwierigkeiten, in der Schule gearbeitet wird. Insbesondere während des letzten halben Jahres war die Lehrarbeit nicht leicht. Aus der vielfältigen Schau ist zu erkennen, daß die ganze Arbeit zielstrebig erfolgt und ausschließlich der Ausbildung tüchtiger Kindergärtnerinnen, sowie tüchtiger Kinderpflegerinnen und Hausgehilfinnen dient. Einen breiten Raum nimmt dabei in den praktischen Fächern die Handarbeit ein. In der Sck)au sind viele entzückende Kinderkleider zu sehen, die zum Teil aus alten Stoffen angefertigt worden sind, sich in hübschen Formen und mit reizendem Schmuck präsentieren und gleichzeitig erkennen lassen, daß sich die Schülerinnen mit vielen eigenen Gedanken um die Schaffung zweckmäßiger bis 25, Nüsse, J4 kg 52, Lauch, das Stück 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 20, Schnittlauch im Topf 70 Rpf. rlS'GkMikWsl M Kraft öurOenöe Achtung! ft b J.- S p o r L Sportamt Wetterau, Schanzenslratze 18. Für Frauen: 9950 Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillersirahe. Für Zliänner und Frauen: Hallensport (insbesondere Hallenspiele) jetzt Ulittwochs, 20 bis 21 Uhr, Goethefchule. Richt wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr. Kinder-Sportkurs ist an einem Rachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt. Gedanken zur 5. Reichssiraheniammlung NSG. Am 2. und 3. März 1940 wird die fünfte Reichsstraßensammlung durchgeführt. Es sammeln NSKOV., RLB. und RDK. Kriegsopfer, Luftschutzbund und Kinderreiche treten also zusammen an als Vertreter im Selbstbehauptungskampf unseres deutschen Volkes. Der soldatische Gedanke der Wehrhaftigkeit, in dessen Schutz Staat und Familie stehen, kommt durch d-ie Vertreter der obengenannten Organisationen zum Ausdruck. Wie der 'Wehrwille unserer Nation in der Wehrmacht und in den wehrhaften Verbänden der Gliederungen der Partei sichtbar wird, so ist in den kinderreichen und erbtüchti- aen Familien unseres Volkes die Wehrhaftigkeit gesunden deutschen Blutes verkörpert. Das Soldatentum ist im großen deutschen Vaterland zur höchsten männlichen Tugend geworden. Was den Soldaten an Opferfreudigkeit und Einsatz auszeichnet, gilt übertragen bei den Frauen auf die Mutterschaft, auf die hohe Tugend deutschen Frauentums. Die Erziehungsarbeit des Führers hat diesen Tugenden wieder den Ehrenplatz im Herzen der Nation gesichert, der ihnen gebührt. Aus den erbtüchtigen Familien unseres Volkes wachsen wieder die Träger dieser deutschen Tugenden heran. Neben den alten bewährten Frontkämpfern und Kriegsopfern und den Wächtern des Luftschutzes tritt in der 5. Reichsstraßensammlung am 2. und 3. März der Kreis opferbereiter und lebensbejahender Familien mit an zum großen schönen Gemeinschaftsdienst für unser Volk im Kriegs-Winterhilfswerk. Die deutsche Volksgemeinschaft wird mit ganz besonderer Freude den sammelnden Eltern und älteren Kindern ihr Opfer geben, um gerade auch diese Rcichsstraßensammlung zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Rotviehversteigerung in Gießen. Die Abteilung C (Rotes Höhenvieh) des Landesverbandes der Rinderzüchter Hessen-Nassau hielt in der Rhein-Mainischen Versteigerungshalle eine sehr gut besuchte Versteigerung von Zuchtbullen ab. Zum Auftrieb kamen Datertiere aus den Hochzuchten des Kreises Biedenkopf, aus dem Kreise Wetzlar, aus Oberhessen, dem Odenwald und Kurhessen. Der Leiter der Versteigerung, Tierzuchtdirektor Dr. E. Wag- des Fröbelsemmars. und schöner Kinderkleidung bemühten. Auch Kinder- wüsche ist in vielen Einzelstücken zu sehen. Aus allen den Arbeiten spricht das Bestreben zu sorgfältiger Handarbeit, zu geschmackvoller Farbenwahl, zu sinngemäßer Verwendung von Zierformen und volkstümlichen Mustern. Ungemein reichhaltig ist auch diesmal wieder jene Abteilung der Ausstellung, die aus dem Handfertigkeitsunterricht erwuchs. Viele Spielsachen aus wertlosem Material, aus Pappschachteln, aus Kistchen, aus Spulen und Rollen, aus Karton und Papier sind geschaffen worden. Da findet man Eisenbahnzüge gediegen aus Holz gefertigt, da sind Stuben und Häuschen geschaffen worden, in denen man sofort die Ausstattung für „Hänsel und Gretel" und „Schneewittchen" erkennt, da sind Burgen und Soldaten, Kasperltheater mit vielen Figuren, selbstaus- gcdachte und handgemalte Gesellschaftsspiele und viele andere Dinge mehr, die im einzelnen aufzu- Zählen hier nicht möglich ist. In einer schönen Schausammlang begegnet man außerdem als Arbeit aus dem Unterricht in der Hauswirtschaft einer Zusammenfassung von heimischen Küchen- und Heilkräutern. In umfangreichen schriftlichen Arbeiten haben die Schülerinnen außerdem zu Fragen ihres zukünftigen Berufs Stellung genommen und ließen damit erkennen, daß sie sich mit allem Ernst ihren zukünftigen Aufgaben zu widmen bestrebt sind. n e r (Gießen) machte auf die demnächst in Gießen stattfindende Eliteversteigerung von Rotviehbullen aufmerksam, für die auch einige der angemelbeten Bullen zurückgestellt wurden. Jrwgesarnt kamen etwa 37 Bullen zur Versteigerung, die flott verlief W gute Durchschnittspreise brachte. Bei der Versteigerung war der Bedarf größer als das Angebot; die Tiere wurden ausverkauft. Der größte Teil wurde von Züchtern aus dem Kreis Wetzlar erstanden, andere gingen nach Biedenkopf, Oberhessen, in den Dillkreis und nach Wittgenstein in Westfalen. Von den gepflegten, in guter Verfassung befindlichen, tonnigen und mit guten Erbanlagen ausgestatteten Vatertieren wurden 10 der Wertklasse II zugeteilt. Die meisten Punkte vereinigte der Bulle des Züchters Otto Fischer (Hof Zwiefalten) auf sich. Den besten Tagespreis erzielte der Bulle des Züchters Adam Dilling aus Oberdieten (Kreis Biedenkopf), den der Bezirksverband Biedenkopf kaufte. In der Wertklasse III kaufte die Gemeinde Oueckborn den Bullen des Züchters Hch. Lang VI. (Stockhausen) zum besten Tagespreis. Als nächste Versteigerung findet in Gießen eine Auktion von 50 'Fleckviehbullen und 60 Ebern statt. Zweifelsfragen zur Kleiderkarte geklärt Hinsichtlich der Bewertung bestimmter Waren auf der Kleiderkarte sind weitere Zweifel geklärt worden. Eine Damenweste aus gewebtem Stoff wird gleich einer Männerweste mit acht Punkten bewertet. Eine Damenweste aus gewirktem Stoff wird wie ein Pullover behandelt. Eislaufhosen für Man- n?r, Frauen und Kinder werden mit der Hälfte der Punktzahl eines Trainingsanzuges angerechnet. Krawatten für Kinder und Frauen find wie Krawatten für Männer zu bewerten. Ein Kleinkindertrainingsanzug ist punktmäßig einem Sommeranzug für Kinder gleichzustellen. Gummierte Knaben- und Mädchenpelerinen werden wie eine Windjacke mit 15 Punkten bewertet, bei Kleinkindern m.U acht Punkten wie eine Ueberjacke. * ** Ausstellung eines Gießener Künstlers. Der Metallbildhauer Heinrich Küchel, der schon des öfteren in unserer Stadt mit seinen Arbeiten in der Form von Ausstellungen hervortrat, zeigt gegenwärtig eine Reihe von Arbeiten im Neuwerk-Haus zu Kassel. Er hat sich dabei insbesondere volkstümlichen Schmuckmotiven zugewandt, die aus den Volkskunstformen der Schwälmer Stickereien gewonnen wurden. Aehnliche Arbeiten von Metallbildhauer Küchel werden gegenwärtig und aus Anlaß der Leipziger Messe im Grassimuseum zu Leipzig gezeigt. Auch an einer Reichsinnungs-Ausstellung der Goldschmiede wird sich der Gießener Metallbildhauer demnächst beteiligen. ** Städtische Bücherei. Im Februar sind 2112 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 1, Zeitschriften 25, Gedichte und Dramen 32, Erzählende Literatur 1139, Jugendschriften 413, Länder- und Völkerkunde 104, Kulturgeschichte 8, Geschichte und Biographien 211, Kunstgeschichte 2, Naturwissenschaft und Technologie 103, Heer- und Seewesen 34, Haus- und Landwirtschaft 9, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 29 Bände. Strafkammer Gießen. Der K. K. in Frankfurt a. M., z. Zt. in Strafhaft, war durch Urteil des Schöffengerichts Gießen vom 20. Dezember 1938 zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten und zu einer Geldstrafe von 50,— RM. verurteilt worden. Er hat in der Zeit vom September bis Dezember 1937 in Butzbach als Vertreter einer Firma in Frankfurt a. M. einer Butzbacher Firma Schreibmaschinen verkauft und als Inkasso- 3n wenigen Tagen war ich vom Husten und starker Verschleimung restlos befreit. Düsseldorf, den 7. März 1937, Richthofenstr. 226, Fritz Haack, Kaufmann. Darum nehmen auch Sie Husta-Glycm, Fl. 1 Mk. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. g92V Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 9. Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69. Drog. Bornemann, Bahnhofstraße 17. Drog. Elges, Seltersw. 66. Drog. Seibel, Frankf.Str. 39 bevollmächtigter Zahlungen entgegengenommen. Von den geleisteten Zahlungen hat er einen Betrag von 150,— RM. veruntreut und für sich verbraucht. Um den Verdacht der Unterschlagung von sich abzulenken, erstattete er gegen die Inhaber der belieferten Firma Anzeige wegen Betrug und Unterschlagung. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Vor Eintritt in die Berufungsuer- handlung nahm er die Berufung zurück. ftreis Wetzlar. Lpd. Hohensolms, 29. Febr. Hier wurde ein 500 Jahre alter Baum ein Opfer der Kälte. Der alte Baum wies einen langen Riß auf, der an sich so gut vernarbt war, daß er nach dieser Verletzung noch Jahrzehnte und Jahrhunderte überstand. In diesem Winter sammelte sich viel Wasser in dem Riß des Baumes auf, das bei tiefer Temperatur gefror. Der Eisblock hatte schließlich eine solche Gewalt, daß er den Baumriesen auseinandersp r en gte. G. A.-Sport. Iußball um die Kriegsmeisterschast. DfB.-R. Gießen—Sportfreunde Wetzlar Watzenborn-Steinberg—Burgsolms Rodheim—1900 Gießen. Die VfB.-R. empfangen die Leute vom Kloster- wald. Burgsolms ist wiederum in Watzenborn angesetzt. Aus unerklärlichen Gründen traten die Burgsolm- ser am vergangenen Sonntag auf eigenem Platz gegen Naunheim nicht an. Wenn die Burgsolmser in Steinberg nicht antreten, so scheiden sie aus der Runde aus. Die Blauweißen fahren nach Rodheim. Die Mannschaft von Rodheim wird bei diesem Spiel zu kämpfen wissen. Es geht jetzt um Punkte. Watzenborn-Steinberg I — Burgsolms I. Zum weiteren Meisterschaftsspiel empfängt die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg am morgigen Sonntag die gleiche Mannschaft des Sportvereins Burgsolms. Auch diese Mannschaft, die sich erst im vergangenen Jahre die Zugehörigkeit zur Bezirksklasse erkämpfte, ist ernstzunehmen. Der seinerzeitige Sieg über 1900 Gießen und das unentschiedene Spiel gegen den VfB.-R. Gießen stellte diese junge Kampfmannschaft unter die Favoriten. Die Platzmannschaft, die am vergangenen Sonntag ihr erstes Spiel verlor, wird des- halb um so mehr bestrebt sein, diese Scharte auszumerzen, zumal in diesem Spiel den „Teutonen" wieder ihr Torhüter Burger zur Verfügung steht. VfB.-Reichsbahn I — Sportfreunde Wetzlar I. Die Grün-Weißen empfangen morgen die Sport» freunde aus Wetzlar. Dieses Spiel bekommt dadurch einen besonderen Reiz, weil nunmehr auch die Spiele mit Sportfreunde und Rodheim in der Tabelle gewertet werden. Die Gäste sind hinreichend bekannt; früher lieferten sich beide Mannschaften schöne, spannende Kämpfe, lieber die derzeitige Spielstarke der Gäste kann man nichts sagen, da die Elf nicht immer in gleicher Aufstellung spielen kann. Die Grün- Weißen sind nach ihrem Sieg gegen den Tabellenreiter Steinberg Favorit. Die jungen Spieler sollten auch morgen einen sicheren Sieg herausholen. VfB.-R. 1. Jugend — 1900 1. Jugend. Das neulich verkürzt ausgetragene Spiel um die Bannmeisterschaft findet morgen feine Neuauflage. Die Grün-Weißen, die zwar beim letzten Spiel ein ehrenvolles Unentschieden erringen konnten, werden vor einer kaum lösbaren Aufgabe stehen. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! STADTTHEATER GIESSEN Samstag, den 9. März, 20 Uhr: Einmaliges Tanzgastspiel Ata non. olj^Qaknle 7. Solotän^et dat J'da’dln.at Staatiopat in ihren schönsten Einzel- und Duotänzen Am Flügel: Maria Kalamkariam Karten zu Reichsmark 0.60, 1.—, 1.35. 1.85, 2.55 und 3.10 MKtzV fltt VM REM VMch DKVMAUSV-DVOKV 1072D »Zur Pilsklause« Löwengasse 20 Nach vollständiger Renovierung neu eröffnet! Zum Ausschank gelangt: HESSEN QUELL - PILSENER Der neue Wirt* Otto Schaeffer (früher „Altes Schloß“) 0718 In der Stärtt. Franenarbeitsschule, Steinstraße 10, werden in einer Ausstellung die Arbeiten der abgehenden Seminaristinnen gezeigt. Die Ausstellung ist geöffnet: Montag, den 4. März, von 14.30-18 Uhr Dienstag, den 5. März, von 9-12 und 14-18 Uhr Mittwoch, den 6. März, von 9—12 und 14-18 Uhr 1033D ' STADTTHEATER GIESSEN ■ Sonntag, den 3. März, 19 Uhr: < > Zum 9. Male! Der große Erfolg! < : Die Fledermaus ■ > Operette von Johann Strauß ' ► Musikalische Leitung: Heinz Markwardt ’ k Spielleitung: Harry Grüneke C , Preise der Plätze: RM. 0.90, 1.30,1.85, 2.30, 2.85, 3.60 S 1097V < Ausstellung der Schülerinnen-Arbeiten des Fröbelseminars Samstag, 2. März, 15-17 Uhr und Sonntag,3. März, ll-13u. 15-17Uhr _____Gartenstraße 30. [1(mD IBIERIKIEIL Schnell waagen für sämtliche Industrie-Zweige. [1047v Oen.-Verlrel: Rudolph. Frankfurt a.M. Tiergarten 40, Telefon 46891. ftnobcn-lnftifut Lucius Gegründet 1809 forfthaus bei kchzell (Oberhedcn) Telefon Echzell 31 Wir nehmen Ahnen die Sorge für die »ung Ihres Zungen ab. Bei allen gen eines Landheimes lehrplan. gemäßer Unterricht In Heinen Klasien, Erziehung zu selbständiger Arbeit. Sehr gesunde Lage an ausgedehnten Waldungen, fehrplan dec deutschen Oberschule, Klasse 1—6. Beste Empfehlungen. Prospekte stell Leitung: Dr. Lucius Familie Paul Richter. Gießen (Bismarckstraße 9), 29. Februar 1940. 1068 V loeoD 1082D 1057V 1093 A Q Nachdruck verboten Ohne Gewähr 28. Februar 1940 Sn der Nachmittagsziehung wurden gezogen 9106 29. Februar 1940 In der Vormitlagsziehung wurden gezogen Schloßbrauerei Braunfels Ile em ab Lage, ode 2Beri 496 A Eugen Dürr & Co., Gießen _ J TTT SONNTAG 192608 204724 211343 228958 247858 258220 275713 281795 310634 314879 333344 335208 353642 357079 357146 367247 Geburtsanzeigen bei BrühL Gießen 367532 370477 2. Ziehungstag Meine Ameisen in Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und gele'fn. Unser drittes Kind, ein gesunder Zunge ist heute glücklich ongekommen Das große moderne Fachgeschäft für feine Parfümerien und Seife, Kosmetik und Schönheitspflege. 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Bedienung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben, unvergeßlichen Mutter und Großmutter, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Elise Wagner, geb. Übrig, und Sohn Gießen (Krofdorfer Straße 39), den 29 Februar 1940 _______________0753 3 Gewinne zu 10000 RM. 9 Gewinne zu 5000 RM. 6 Gewinne zu 4000 RM. 12 Gewinne zu 3000 RM. 42 Gewinne zu 2000 RM. 96374 101187 107341 148917 368795 99 Gewinne zu 1000 RM 80239 101453 114662 117152 Deutsches Rotes Kreuz, Kreisstelle Gießen Der Kreisführer: Dr. Lotz Landrat und DRK-Oberfeldführer. Wegen gründlichem Putz meiner Geschäftsräume bleiben diese am Montag, dein 4. März geschlossen! L. KEIL Konditorei und CafS Krämer 1061V Bekanntmachung. Die Auszahlung des Familienunterhalts für den Monat März 1940 erfolgt durch die Bezirkssparkasse Gießen am: 1043C Mittwoch, dem 6. März 1940, für Gruppe II Ar. 1 . bis 500, Donnerstag, dem 7. Marz 1940, für Gruppe II Nr. 501 bis 1200, „ Freitag, dem 8. März 1940, für Gruppe II 7tr. 1201 und darüber, sowie Gruppe I, III, IV und RäumungsfamMenunterhalt. Die Auszahlungen werden nicht nur in der Zeit von 10^ bis 12 Uhr, sondern von 8 bis 13 Uhr vorgenommen. Sie erfolgen von jetzt an nur einmal im Monat. Gießen, den 1. März 1940. Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.)________ Radel- und Laubholz, Schmttmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. zur Reinigung des Gesichts und der Hände benutzen. Dr. Gaudlitz-Mandelkleie hat nicht nur dieselbe Reinigungskraft wie Seife, sie ist auch von alters her ein bewährtes Schönheitsmittel I Sie ist sauerstoffhaltig und macht Ihr Gesicht ßtiitenreinl Streudose RM 0 90 Nochfüllbevtei RM 0.45 frei e*6Ini» i» allen fo»g.i»4ne* Tanzschule Kieferdori Bahnhofstr. 42 Telefon: 8783 Bekanntmachung. In der Zeit vom 5. bis 31. März 1940 werden sämtliche städtischen Straßenkanäle gespult. 10590 Während dieser Zeit sind die Rückstauoerschlüsse an den Grundstücksentwässerungen verschlossen zu halten. Gießen, den 1. März 1940. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. J.A.: Gravert. Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber- landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten 8 Tage ohne Losten an die Kasse der Stadtwerke, Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 277 07 oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins muffen die Bei- treibungskoften berechnet und entrichtet werden. Vom 15. März 1940 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Januar 1940 einschließlich Kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 10640 Gießen, den 1. März 1940. Direktion der Stadtwerke Gießen. Todes-Anzeige. Heute morgen 5% Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden meine treubesorgte, liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Menges Wwe. geb. Menges im 80. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Lang IV. und Familie. Großen-Linden, den 1. März 1940. Die Beerdigung findet Montag, 4. März, um 15 Uhr statt. 160860 175421 202707 204745 208204 239193 246152 250413 267601 291820 294883 301029 301745 318870 340372 843724 B53Z22^aa8IffiJ»844Lfi26M6. Gießen, den 1. März 1940 Georg-Philipp-Gail-Straße 4 z.Z. llniversitStS-Frauenklsnik Achtung! Kauf enSie einen Staubsauger? Wenn ia, dannein.Vorar- Universalavva- rat. Monatsrate v. 6 97M. auftv. Unverbindl.Bo^ führung, auch außerhalb, durch Generalvertrtg. August Wagner, Kaiserallee 141. ,, ieifeX&iSk AMUIFIRUIF Die gesteigerten Anforderungen, die an das Deutsche Note Kreuz zur Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben, msbewnderebelder Mitwirkung tm amtlichen Sanitätsdienst M Wehri^cht gestellt werden, macht die Ausbildung weiterer Kräfte zur Dienstleistung im Deutschen Noten Kreuz dringend erforderlich. Ich wende mich daher insbesondere an die körperlich noch Eigen, nicöt mehr im wehrdienstpflichtiaen Alter stehend enltcher45Lahre alten) Männer aus dem Stadtbezirk Gießen lemschüehl ch Wieseck und Klein-Linden) mit der Aufi.orderunß, sich zur Ausbildung für die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen m einem demnächst beginnenden Grundausbildungskursus des Deutschen R.otenKreuzes zur Verfirnung zu stellen, soweit sie zur Dienstleistung un Deutschen Noten Kreuz einsatzfähig und abkömmlich sind., ■ Ferner wende ich mich an gesunde Frauen und Mädchen (über 17 Fahre), die für die spätere Dienstleistung nn Deutschen Roten Kreuz auch einsatzfähig und jederzeit abkömmlich stnd, Mit der Bitte, sich zu Citl|ürbieben^^biSun08filxfcnwird eineEinschreibe- ^^Anmeldungen lönneÄTer Rettungsstelle des ^utschenRotmr Kreuzes in Gießen,Sonnenstraße2, bis zum Samstag,dem 9.Marzl940, erfolgen. Der Beginn der Ausbildung wird spater bekannt gegeben. Beir.: Mütterberatungen. | Die Mütterberatungen des Stadtkreises Gießen finden statt wie folgt: 10290 Ortsgruppe Süd und Mitte: Jeden Montag von 15 bis 16 Uhr in der Kinderklinik, Friedrichstraße 16. Ortsgruppe Nord: Jeden Donnerstag von 15 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle der NSV., Walltor- Ortsgruppe Ost: Jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle der NSV., Kaiserallee 34. Gießen-Klein-Linden: Jeden 2. Dienstag im Monat von 14.30 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle der NSV., Lützellindener Straße 34. Gießen-Meseck: Jeden 4. Dienstag im Monat von 14.30 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle der NSV., Schulstraße 3. Gießen, 28.2.40. Staatliches Gesundheitsamt: Dr. Eng au. Auf jede gezogene Rümmer find drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, 11 und ttl Gießen (Kaiserallee 15), den 1. März 1940. Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. März nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Obstbäume in allen Arten und Formen Beerenobst,Rosen Ziergehölze, Heckenpflanzen, Koniferenstauden u. alle anderen Baumschulpflanzen. Markenware. e97D Katalog franko. Lenhauser Baumschulen Möllers & Co., Lenhausen/ Lauert. DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise herzUcher Teilnahme bei dem schweren Verluste, der uns getroffen hat bei dem Heimgang unseres unvergeßlichen Kindes, für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Dekan Sattler am Grabe, und allen denen, die unser in den schwersten Stunden gedachten, sowie allen, die ihr das letzte Geleit gaben, sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der Eltern: Ludwig Jung 5., z. Z. Wehrmacht und Frau Lina jung. geb. Deibel. Gießen-Wieseck, Karlstraße 10, den 2. März 1940. _________1081D Nach kurzer Krankheit verschied plötzlich und nn^e' unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elise Forbach geb. Krausgrill im 64. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Keil Wwe., geb. Forbach Hedwig Peter, geb. Forbach Fritz Peter und 3 Enkelkinder. 3 Gewinne zu 100000 RM. 314557 3 Gewinne zu 30000 RM. 321621 3 Gewinne zu 20000 RM.