Nr. 28 Erstes Blatt Keitag,2.Zebruar W0 190. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: vrühlsche Unlversitatzdruckerel R. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Erscheint tag lid), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Fa'milienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postschecttonto: Sranffurt am Main 11686 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/,Uhrdes Dormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Norwegische Ueberraschungen. Von unserem Og.-Äerichierstaiier. Oslo, Ende Januar 1940. Die neue Sitzungsperiode des Storting, des norwegischen Reichstages, die Mitte Januar von Komg j) a a k o n eröffnet wurde, hat u. a. auch öie Diskussion über die Regierungsgrundlage etwas wieder aufleben lassen. Man hat ja im Nachbarlande Schweden inzwischen eine sogenannte „S a m m >= lungsregierung" erhalten, an der sämtliche Parteien einschließlich der Rechten beteiligt sind. So liegt es nahe, daß diese Frage auch in Norwegen wieder einmal hervorgeholt wird, wo die Arbeiterpartei, der einige wenige Sitze an der absoluten Mehrheit im Parlament fehlen, immer noch ganz allein die Negierung bildet. In den Jahren der Hochkonjunktur, in denen es auch ohne staattiche Maßnahmen in der norwegischen Wirtschaft vorwärts ging, hat die Arbeiterpartei Möglichkeiten einer Koalition immer weit von sich gewiesen, da sie ihre angeblichen Verdienste an diesem Aufschwung naturgemäß nicht gern mit jemand anders teilen wollte. Als sich dann schon vor längerer Zeit wieder gewisse Niedergangserscheinungen abzeichneten, wurden ihre Aeußerungen schon weni- aer ablehnend. Man hat vielfach gedacht, daß der Ausbruch des Krieges zwischen den Westmächten und Deutschland, den Norwegen infolge der britischen Blockademaßnahmen wie kein anderes Land zu spüren bekommt, nunmehr den Anlaß zu einer solchen Verbreiterung der Regierungsgrundlage abgeben würde. Aber auch jetzt lehnte die Arbeiter- partei dahingehende Vorschläge ab. Der Grund hierfür liegt wohl darin, daß für sie im Augenblick noch weniger Anlaß zur Teilung der Macht vorliegt, da aus Gründen außenpolitischer Solidarität die bisher sehr lebhafte Kritik an den Regierungsmaßnahmen weitgehend zum Verstummen gebracht werden konnte. Wohl wendeten manche Kreise ein, es könne doch schließlich nicht der Sinn der immer wieder geforderten nationalen Disziplin sein, daß mit diesem Schlagwort alle berechtigten Vorwürfe gegen die Regierung zum Schweigen gebracht und noch mehr als bisher die Alleinherrschaft der Arbeiterpartei aufgerichtet würde. Tatsächlich sieht aber diese Partei keinen Anlaß zu Aenderungen, zumal die Gewerkschaften, wie sie kürzlich einmal aus Anlaß von Lohnverhandlungen im staatlichen Schlichtungsgericht erklären ließen, so große Macht besitzen, daß sie „das wirtschaftliche Leben des ganzen Landes stillegen könnten, wenn sie wollten". Die Gewerkschaften bedeuten aber die größte Stütze für die Regierung, eine größere, als sie die unbeständigen Wählermassen darstellen. Im übrigen sitzt der jetzige Storting noch ein ganzes Jahr, so daß auch von dieser Seite aus keine Aenderung zu befürchten ist. Allerdings ist eigentlich die verfassungsmäßige dreijährige Wahlperiode schon zu Ende gegangen, doch hat das Parlament sich vorsorglich bereits im Jahre 1938 selbst ein Jahr hinzu bewilligt, indem es die entsprechende Vorschrift der Verfassung abänderte. Der Beschluß ist damals von vielen Seiten, insbesondere auch von Rechtslehrern, als ungesetzlich bezeichnet worden, da er jedenfalls nicht für die Wahlperiode des gleichen Parlaments, das diese Aenderung vorgenommen habe, Geltung besitzen könne. Es wurde auch nach dem Staatsgerichtshof gerufen, und mehrere bürgerliche Abgeordnete erklärten, sie würden in dem ungesetzlichen vierten Jahr den Sitzungen des Parlaments fernbleiben. All das ist in diesen unruhigen Tagen aber vergessen, zumal auch der König selbst durch die Eröffnung des neuen Sitzungsjahres diesem seine Sanktion erteilt hat. Man hält es nun auch nicht mehr für wahrscheinlich, daß die bürgerlichen Parteien die Frage einer „Sammlungsregierung" zum Gegenstand eines ernstlichen Vorgehens machen werden. Vielfach sieht man ein, daß es im Augenblick nicht darum geht, wievielParteien in der Regierung sitzen, sondern darum, was für Männer an den wichtigsten Posten stehen. Und da hat es noch am Ende des alten Jahres eine Umbesetzung gegeben, die viele Kreise befriedigt hat: Der bisherige Verteidigungsminister Monsen trat aus Gesundheitsrücksichten zurück. Der König ernannte einen außerhalb des Parlaments und der Parteien stehenden Mann, Oberst Ljungberg, zu seinem Nachfolger. Oberst Ljungberg soll das besondere Vertrauen des Königs genießen, zumal er früher dessen Adjutant war und mit einer früheren Hofdame der Königin verheiratet ist. Aber auch die wehrfreundlichen Kreise des Landes begrüßen es, daß ein parteimäßig ungebundener Fachmann auf diesen Posten gekommen ist, zumal der bisherige Verteidigungsminister wegen seiner früheren wehr- ieindlichen Einstellung und seiner Hinneigung zur kommunistischen Richtung der Arbeiterpartei sehr umstritten war. Der Beginn des neuen Sitzungsjahres steht wei- I ierhin unter dem Eindruck der rigorosen Steuer- I Sortierungen, die von der Regierung ans I Parlament gestellt werden. Der neue Haushalts- | plan erreicht die doppelte Höhe wie die Haushalts- I Pläne früherer Jahre. Ein großer Teil der ange- I 'orderten Beträge bezieht sich auf die Unkosten für i| außerordentliche militärische Maßnah m e n, I ‘-ine Tatsache, die von verschiedenen bürgerlichen I Blättern zum Gegenstand heftigster Kritik gemacht | werden. Wenn man auch einsieht, daß in dieser Hm- I sicht sehr viel geschehen müsse, so wird doch Darauf I angewiesen, daß die jetzige Lage nur durch die Ver- I ilachlässigung der Wehrfrage in den letzten Jahren I 'eilens der jetzigen Regierung hervorgerufen wor- | ben sei. Unter diesen Umständen^ wird das Land | ich auf ganz erhebliche Steuererhöhungen, Sonder- fteuem und andere Abgaben gefaßt machen müssen. Wenn beispielsweise die Umsatzsteuer und ebenso der Kriegszuschlag zur Einkommensteuer verdoppelt und die Biersteuer nahezu verdoppelt werden, ferner Sondersteuern auf Einkommen und Vermögen zu erwarten sind, so ist angesichts der unsicheren Lage keineswegs gesagt, daß das jetzt vorliegende Ausmaß dieser Erhöhungen endgültig ist. Man darf nicht vergessen, daß gerade die durch den britischen Blockadekrieg hervorgerufene unglückliche Lage der Schiffahrt und des Handels noch böse Ueberraschungen bringen kann. In dieser Beziehung hat man überhaupt schon manches erlebt. Wenn z. B. schon eine Woche vor Ausbruch des Krieges (!) in einer norwegischen Hafenstadt wie Trondheim mehrere britische Spezialisten für die künftige Ueberwachung des norwegischen Seeverkehrs eintrafen und das britische Konsulat für sie ein größeres Büro in der Amsterdam,!. Febr. (DNB.) „Daily Sketch" meldet: „Ein Offizier, auf dessen Kopf im letzten Kriege von den Deutschen ein Preis gesetzt wurde, hat, wie ich erfahre, eine wichtige Ernennung in der Admiralität angeboten bekommen. Es ist Commander Godfrey Herbert, der mit feiner U-Bootfalle Bara 1 ong ein besonders unangenehm gewordenes U-Boot erledigte. Die Admiralität verbreitete damals die Fiktion, daß der Name des Kommandeurs der Baralong Captain William M a c B r i d e wäre..." Das schmachvolle Verbrechen der Baralong, das seinerzeit die ganze Kulturwelt entsetzte, ist noch in aller Erinnerung: Der „Held" dieses feigen Massenmordes bekommt jetzt von Churchill in der Admiralität einen Posten. Damit bekennt sich das heutige England, die jetzige britische Marine, offen zu einer Schandtat, die allen Begriffen von Soldatentum und Seemannsehre ins Gesicht schlägt. Bezeichnend ist auch die Tatsache, daß von der Admiralität seinerzeit ein falscher Name für den Kapitän des Piratenschiffes angegeben wurde. Ob dies aus Feigheit oder aus Scham geschehen ist, können wir heute nicht mehr entscheiden. Die jetzige Ernennung beweist jedenfalls, daß das Gefühl der Scham heute in der Londoner Admiralität gänzlich verschwunden ist. Im übrigen sei bemerkt, daß die Behauptung, daß auf den Kopf des Kapttäns der „Baralong" ein Preis gefetzt war, eine typische englische Lüge ist. Mit Kopfpreisen pflegen vor allem die Engländer bei der Unterdrückung ihrer Kolonialvölker zu arbeiten. Daher dürften ihnen derartige Mechoden besonders nahe liegen. Berlin, 1. Febr. (DNB.)'Nachdem der Führer erst am Tage zuvor die britische Heuchelei an den Pranger gestellt hatte, benutzte der englische Premierminister Chamberlain eine am Mittwoch vor dem nationalen Derteidigungsausschuß gehaltene Rede, um mit der eben gebranbmarften typisch englischen Überheblichkeit und Heuchelei die Neutralen vor seinen Wagen zu spannen. Der englische Premier unternahm dabei den Versuch, die Verantwortung Englands für die Verluste der Neutralen an Schiffen und Menschenleben zu leugnen und abzuwälzen. Er gab wohl zu, England habe mitunter Maßnahmen ergriffen, die den Neutralen Ungelegenheiten oder sogar Verluste verursachten, niemals aber hätten die Engländer wissentlich ein einziges neutrales Menschenleben geopfert. Die Verluste der Neutralen kämen im Gegenteil auf das Konto der deutschen Kriegsführung. Die gegen die deutsche Kriegsführung von Chamberlain gerichteten Vorwürfe sind völlig unbegründet. Es liegen Dutzende von neutralen und damit unparteiischen, ja sogar von englischen Seeleuten selbst stammenden Zeugnissen dafür vor, daß die deutsche Seekriegführung in jeder Hinsicht einwandfrei und im Rahmen der völkerrechtlichen Bestimmungen oorgeht. Dagegen steht fest, daß gerade die britische Regierung in angeblicher „Ausübung ihrer unbestreitbaren Kriegsrechte" eine Lage geschaffen hat, in der leider immer wieder neutrale Schiffe das Opfer des englischen Krieges werden und neutrale Seeleute ums Leben kommen. Erst in diesen Tagen ging die Mitteilung durch die Weltpresse, daß die Besatzung eines französischen Dampfers, der aus einem Geleitzug, d. h. unter SchutzoonKriegsfahrzeugenberWest- mächte fahrenden Konvoi, heraus torvediert wurde, nicht etwa von den beschützenden Kriegsschiffen gerettet wurde, sondern daß ein spanisches Schiff diese übernehmen mußte. Wenn also Chamberlain behauptet, England habe niemals wissentlich ein einziges neutrales Menschenleben geopfert, so beweist diese Tatsache allein die Hinterhälttgkeit dieser Behauptung. Denn ein Schiff, das im Geleitzug fährt, unterstellt sich damit dem Kommando der Stadt mietete, dann ahnten die Handelskreise damals sicher noch nicht, zu welchen Konsequenzen diese Dinge führen würden. Um so größer ist jetzt die Bestürzung, nachdem diese englischen Agenten nicht nur in Trondheim, sondern auch in Hafenstädten wie Aalesund sich bei den norwegischen Kaufleuten einfach die Einsicht in deren Einkaufs- und Lagerbücher der letzten Jahre zu erzwingen und in ihre Einkaufs- und Verkaufsgeschäste einzugreifen suchen. Man erinnert sich jetzt auch wieder der Aeußerungen eines höheren britischen Seeoffiziers, der schon vor anderthalb Jahren einem norwegischen Freunde offenherzig erklärte: „Im nächsten Kriege werden wir euch nicht mehr so schonend behandeln wie im Weltkrieg!" Wenn es jetzt sogar dahin gekommen ist, daß ein norwegisches Schiff in einem norwegischen Hafen seine Ladung nicht ohne Zustimmung der englischen Agenten löschen durfte und infolgedessen der größte Teil der Ladung verdarb, dann versteht man allerdings die ganze Bedeutung eines solchen Ausspruchs. Man versteht bann aber auch, daß derartige Dinge eine schwere Belastung für die von der Regierung immer wieder betonte Unabhängigkeits- und Neutralitätspolitik darstellen. Führen wir uns den genauen Hergang des beispiellosen Verbrechens noch einmal vor Augen: Das deutsche U-Boot „U 27" hielt am Westausgang des Kanals am 19. August 1915 den englischen Dampfer „N i c o s i a n" an. Die Besatzung hatte das Schiff bereits in Booten verlassen, als ein anderer Dampfer mit amerikanischer Flagge herankam. Kapitänleutnant Wegener, der Kommandant von „U 27" ließ das Schiff, das unter neutraler Flagge fuhr, herankommen. Es handelte sich um eine U- Bootfa 11 e, um das berüchtigte Q-Schiff „Baralong". Die „Baralong" eröffnete plötzlich aus verdeckten Geschützen ein vernichtendes Feuer auf „U 27, das in kurzer Zeit sank. Die Besatzung der „Baralong" begann mit Gewehren und Pistolen auf die im Wasser mm ihr Leben kämpfenden deutschen Matrosen zu schießen. Kapitänleutnant Wegener konnte sich mit einigen anderen Befatzungsmitgliedern auf den noch schwimmenden Dampfer „Nicosian" retten. Auf der „Nicosian" wurden vier deutsche Matrosen aufgefunden und durch die „Varalong"-Besatzung ermordet. Kapitänleutnant Wegener f prang wieder ins Wasser und schwamm auf die „Baralong" zu. Die englischen Seeleute an Bord der „Nicosian" schossen sofort auf ihn, obwohl er die Hände emporhob und fetzten das Feuer auch fort, nachdem ein Schuß ihn in den Mund getroffen hatte. Schließlich tötete i h n ein Schuß in den Nacken. Ein gleicher Fall ereignete sich am 24. September 1915 mit „U 41". begleitenden Kriegsfahrzeuge, britische Befehle zwingen so die neutralen Schiffe in die Gefahrenzonen des Krieges. Aber auch das System der Ueberwachung von Handelsschiffen, das die Engländer in völkerrechtswidriger Weise handhaben, bringt die neutrale Schiffahrt in ernste Gefahr. Sind nicht sogar amerikanische Dampfer in Nichtachtung der Bestimmungen des O5^.-Neutralitätsge- fetzes von den Engländern dazu gezwungen worden, Häfen der West möchte anzulaufen und damit das Sperrgebiet zu befahren, das von Präsidenten Roosevelt als kriegsgefährdetes Gebiet für die amerikanische Schiffahrt verboten worden ist? Obwohl die Engländer genau wissen, wie minenverseucht ihre Gewässer sind, dirigieren sie die neutrale Schiffahrt in diese Gebiete hinein. Neutrale Schiffe werden als Sperrbrecher mißbraucht, denn in der Bekämpfung der Minen ist es natürlich ein einfaches und für England billiges Mittel, neutrale Schiffe auf sie auflaufen zu lassen. Chamberlain verspricht ihnen einen Waffenschutz, der immer häufiger versagt und das Leben ganzer Schiffsbesatzungen damit aufs Spiel fetzt, denn selbst die Engländer haben nicht den völkerrechtlichen Grundsatz bestritten, daß im Geleit fahrende Handelsschiffe wie Kriegsschiffe behandelt werden. Hinter Chamber- lains angeblicher Sorge um die Neutralen sitzt in der Tat nur die Sorge um die eigenen Jnt er e ff en! Chamberlains Eingeständnis, daß die Handelsstörungen für die Neutralen „eine ernste Sache fein mögen" und daß England sich gegenüber den Verlusten dieser Staaten „nicht indifferent verhalte", kann angesichts der Tatsache, daß Englands Blockade vor allem die Neutralen trifft, nur als Hohn wirken. Was Herr Chamberlain zu der Notwendigkeit einer Wiederherstellung des internationalen Handels und einer Beseitigung des wirtschaftlichen Nationalismus und der Autarkie 3U sagen wußte, beweist nur einmal mehr, daß die englische Politik in den letzten Jahren nichts dazugelernt hat. Der Kapitän der „Baralong" in die britische Admiralität berufen. England bekennt sich zu einem der scheußlichsten Verbrechen des Weltkrieges. England lockt die Neutralen in den Tod. Eine bezeichnende Nede Chamberlains. Der letzte psundvasall. Zu den mancherlei Anzeichen, die es immer deutlicher werden lassen, daß mit diesem Kriege nicht nur das Ende der englischen Weltherrschaft, sondern auch das Endeder kapitali st ischen Wirtschaft überhaupt gekommen ist, gesellte sich in diesen Tagen wiederum ein neues. Mit Bolivien hat sich nunmehr auch das letzte Mitglied des ehemaligen Pfundblocks vom englischen Pfunde losgesagt. Die seit Jahren anhaltende Währungskrise der Welt hat durch den Krieg, wie man sieht, ebenfalls einen neuen Impuls bekommen. Ihre Bedeutung wird England im Verlaufe des Krieges zweifellos spüren. Darüber hinaus aber gehört die Frage einer vernünftigen Regelung der Währungen der Völker zu den Fragen, die nach dem Kriege grundsätzlich und auf einer völlig neuen Basis geregelt werden müssen. Bezeichnenderweise hat ja auch der Führer dies in seinem einmaligen Friedensangebot nach Beendigung des polnischen Krieges als eine Notwendigkeit genannt. In der Tat wird ja auch niemand behaupten können, daß der Rückgang des Welthandels seine Ursachen in einer ungenügenden Erzeugungskapazität hätte, noch auch, daß eine ungenügende Verbrauchskapazität in der Welt vorhanden wäre. Erzeugt wird in der Welt genug und zweifellos konnte ohne große Schwierigkeiten fast überall noch mehr produziert werden. Ebenso steht fest, daß die Derbrauchskraft der Welt groß genug ist, um fede Erzeugung aufzunehmen. Wenn trotzdem auf der einen Seite Menschen hungern oder doch wichtige Verbrauchsgüter entbehren müssen, während auf der anderen Seite viele Volker nicht wissen, wohin sie mit diesen Erzeugnissen sollen und diese schließlich gar vernichten müssen, so liegt das an dem völligen Versagen der Tauschorganisation, d. h. zu einem wesentlichen Teile am Versagen des Welt- währungswesens. Die kapitalistische Weltwirtschaft beruhte auf der Annahme, daß jeder dort kaufen könne, wo die Ware am billigsten erzeugt wird. Diese Möglichkeit bestand auch tatsächlich so lange, wie die Goldwährung noch voll in Funktion war, d. h. so lange, wie die Verteilung des Goldes auf die einzelnen Volker noch einigermaßen gleichmäßig war, so daß jedes Volk etwaige Ueberfchüsse seiner Einfuhren mit Gold ausgleichen konnte. Der vorige Krieg und vor allem die Nachkriegszeit haben dieses System der Goldwährung aber völlig zerstört. Die Verteilung des Goldes ist heute im großen und 3« der englischen Todeszone. Amsterdam, 1. Febr. (DNB.) Nach Berichten aus London sind im Laufe der letzten Tage noch gesunken der englische Dampfer „Royal Crown" (4364 Brgt.) sowie der britische Tankdampfer „Dac- lite" (5026 Brgt.) Das holländische Motorschiff „Rian" soll 18 Schiffbrüchige des britischen Dampfers „Highwave" in Vlissingen an Land gesetzt haben. Die „Highwave" (1178 Brgt.) soll vor der britischen Küste von einem Flugzeug b o m = barbiert worden sein. Der dänische Dampfer „23 i b a r" (1500 Brgt.) ist auf dem Wege von England nach Dänemark auf eine englische Mine gelaufen und gesunken. Von den 23 Mann der Besatzung sind acht von einem begleitenden Schiff geborgen worden. Es wirb befürchtet, baß die 15 anderen, darunter der Kapitän, umgekommen sind. Der norwegische Dampfer „Fingal I" (460 Brgt.) ist in der Nähe der englischen Küste nach einer Explosion im Laderaum gesunken. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Norwegen nach England. Die zwölfköpfige Besatzung wurde gerettet. Der bei Lillesand (Südnorwegen) gestrandete griechische Dampfer „Elly" (1114 Brgt.) ist gekentert. Die Ladung bestand aus Holzmasse und Papier. Warnende Beifmeie. Stockholm, 2. Februar. (DNB. Funkspruch.) „Aftenbladet" beschäftigt sich mit der Rede Chamberlains. Zu dem Hinweis des englischen Premiers auf die Tschechoslowakei, auf Finnland und Polen schreibt das Blatt, das seien für die Neutralen im hochsten Maße warnende Beispiele, da diese Länder einsam ihrem Schicksal überlassen worden seien. Dieser Hinweis fei feine s- falls Ermunterung für die Neutralen, den Weg des Krieges nach dem Wunsche der Westmächte zu wählen. Ueberhaupt seien die Großmacht-Konstellationen, die mit Versailles als Ausgangspunkt zu der gegenwärtigen schweren Lage in Europa geführt hätten, derart, daß die Neutralen im Namen der Gerechtigkeit danach strebten, außerhalb des Konfliktes zu stehen. Explosion auf einem englischen 1200(hM)ampfer. Athen, 1. Febr. (DNB.) Am Mittwochmorgen ereignete sich auf dem englischen Dampfer „Abbe y" (12 000 Brt.), der in dem Hafen ßimne auf der griechischen Insel Euböa eine Eisenladung für England aufnahm, eine heftige Explosion, die schweren Schaden anrichtete. Zwei Rettungsschiffe sind dem Unglücksfchiff zu Hilfe geeilt, das aus Bulgarien gekommen war. Die Tatsache, daß die Explosion sich im Laderaum ereignete, läßt die Vermutung zu, baß auf der Fahrt eine Zeitbombe gelegt worden war. Das Schiff befindet sich in gefährlicher Lage. Der Wehrmachtsbericht vom Freitag. B e r l i n, 2. Febr. (DRV. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Seine besonderen Ereignisse, ganzen so, daß die Völker, die über die größten R ä u m e der Erde und ihre Schätze verfügen, gleichzeitig auch die größten Goldbesitzer sind. Am besten zeigt sich das in der Tatsache, daß rund drei Viertel des Weltgoldbestandes heute im Besitz der Vereinigten Staaten sind (18 Milliar- den Dollar) und daß dieses Land gleichzeitig eine aktive Handelsbilanz erstrebt. Warenbewegungen und Goldbewegungen mußten aber im Zeichen der freien Wirtschaft und der Goldwährung in entgegengesetzter Richtung verlaufen. Das ist bei der gegenwärtigen Verteilung des Goldes unmöglich. Aus diesem Grunde mußten die sowohl an Gold wie an Raum armen Völker zu anderen Tauschmethoden übergehen. Diese wurden in der Form des gegenseitigen Verrechnungsverkehrs gefunden. Selbst die reichen Völker sahen sich in der Nachkriegszeit genötigt, den veränderten Verhältnissen Rechnung zu tragen, indem sie chre Währungen vom Golde lösten und ab- werteten. England ging bekanntlich dabei voran. Man sicherte sich dadurch den Vorteil eines erleichterten Exports und lebte in dem Glauben, daß diese manipulierte Währung trotzdem noch den Charakter einer Weltwährung behalten könnte. Zunächst schien es so, als sollte dieser Glaube recht behalten. Die meisten Länder folgten dem englischen Beispiel und orientierten ihre Währungen ebenfalls nicht mehr nach dem Golde, sondern nach einem festen Verhältnis zum englischen Pfunde. Die Welt rechnete nach wie vor in Pfunden und selbst der Dollar vermochte dagegen nicht anzukämpfen. Worauf beruhte nun diese Stellung des Pfundes als Weltwährung? Sie beruhte auf der englischen Stellung als Gläubigerland und auf dem englischen Außenhandel. England war für viele der kleinen Länder der größte Kunde und gleichzeitig der größte Lieferant. Sehr oft war es gleichzeitig auch noch der Gläubiger. Die Nachfrage nach englischen Pfunden war ständig groß und man konnte sie überall loswerden. Bereits in den letzten Jahren vor dem gegenwärtigen Kriege haben sich unter der Decke aber gewisse Aenderungen vollzogen. Sie liegen einmal i m englischen Außenhandel. Die englische Einfuhr stieg ständig, die Ausfuhr aber ging zurück. Der Passivsaldo des Warenhandels war seit 1936 sogar so groß, daß alle sonstigen Einkünfte Englands, ins- besondere seine Einnahmen aus langfristigen Kapital- anlagen, nicht mehr zur Deckung des Desizits im Außenhandel ausreichten. Englands Bedeutung als Lieferant ist zurückgegangen. (Ausfuhr 1913: 525 Millionen Pfund; 1938: 471 Millionen Pfund.) Seine Stellung als Gläubiger hat es nur eben halten können. Die Einnahmen aus langfristigen Kapitalanlagen beliefen sich 1913 auf 210 Millionen Pfund, 1938 auf 200 Millionen Pfund. Es ist also die nachlassende Produktionskraft Englands, die seine Ausfuhr finken ließ und die nicht mehr gestattete, neues Vermögen in Form von Auslandsanlagen zu bilden. Im Kriege muß diese Schwäche sehr rasch progressiven Charakter anney- men. Der Rückgang der englischen Ausfuhr um ein rundes Drittel zeigt dies ja bereits. Je weniger England aber liefert, um so weniger Pfunde braucht auch die übrige Welt. Daraus erklärt es sich, daß sich in diesem Kriege alle Länder von dem Pfundblock gelöst haben. Die Welt braucht nicht mehr so viel englische Pfunde, weil die englische Produktion nicht mehr die Rolle spielt, wie England meint. Auch hier war sein Anspruch größer als die dahinterstehende Macht. Das wird man bei der endgültigen Regelung des Weltwährungswelens einmal zu beachten Haden. V. A. (Sin infereffanfer Vergleich. Wofür kämpfen Deutschland u. Frankreich? M a d r i d, 1. Febr. (Europapreß.) Die F ü h r e r • rede im Sportpalast und die jüngste Rede des fron» zösischen Ministerpräsidenten Daladier werden in der Madrider Zeitung „Alcazar" einem Vergleich unterzogen. Das Blatt stellt fest, daß Deutsch- Meister Böck und Onkel Nolte. Zur Reichsstratzensammlung am 3. und 4. Februar. Ei, wie nett! — Was ist denn das? Ja, ein ganz besondrer Spahl Zu Hilfe haben wir genommen Und als Werber seht ihr kommen All die fröhlichen Gesichter, Die als lust'ge Bösewichter Oder sonstwie jeder kennt. Jedes Kind beim Namen nennt: Max und Moritz, die zwei Knaben — Was die auf dem Kerbholz haben, Weiß sowohl der Onkel Nolte Als die gute Witwe Bolte. Eines ihrer Opfer war Meister Böck — denn auf ein Haar Wäre er im Bach versunken Und ganz jämmerlich ertrunken. Doch auch Julchen und Adele Und Helenens fromme Seele Sind uns alt' und lieb' Bekannte, Wie die brave gute Tante. . Jedermann erinnert sich Maler Klecksels sicherlicy, Wie auch Knopps und desien Frau Mit Buschens Versen noch genau. Reizend nachgebildet sehn Wir nun alle auferstehn. Werbend ziehen sie hinaus. Kommen bald in jedes Haus; Helfen uns zu frohem Lachen, Wollen dankbar Freude machen! R. I. Oer Weise von Wiedensahl. KriegS-WHW. im Zeichen Wilhelm Buschs. Wenn diesen Samstag und Sonntag die Sammler des Winterhilfswerkes straßauf, straßab ihre rasielnden Büchsen schwingen, so wird es im Zeichen Wilhelm Buschs geschehen, unseres großen Humoristen, des Weisen von Wiedensahl. Alle unsere Lieblinge seit Kindertagen, die bösen Buben Max und Moritz und die braven Bürger, die durch ihre Untaten aus ihrer beschaulichen Ruhe aufgeschreckt werden, die Witwe Bolte und der Schneider Böck, auch Herr und Frau Knopp und ihr Julchen, die fromme Helene und Maler Klecksel, sie alle werden, plastisch ausgeführt und bunt bemalt, die Rock- und Mäntelaufschläge von M llionen Volksgenossen zieren. Und wenn es schon selbstverständliche Ehrenpflicht ist, bei jeder Winterhilfssammlung ein paar» mal seine Börse zu zücken, noch viel freudiger wird diesmal jeder zum Geldbeutel greifen, um sich möglichst die ganze „Serie" dieser einzigartigen Sammlung von zwölf bunt bemalten Figuren zu sichern. Noch nie ist ein deutscher Dichter so geehrt worden, daß er mit seinen Gestalten so leibhaftig in Millionen von Exemplaren mitten unter das Volk tritt. Aber wer wäre auch würdiger, in diesen Tagen harter Prüfung und fröhlichen Mutes mitten unter uns zu fein, als der lachende Weise, hinter dessen Lachen uns ein ernstes und gütiges Antlitz anblickt! Wilhelm Busch rft kein Spaßmacher und Possenreißer, der mit seinem Witz auf die komische Wirkung an sich abzielt, sein Humor kommt aus dem Wissen um das Menschliche-Allzumenschliche in unserem Leben und in unseren Gemütern, aus der ebenso genauen wie liebevollen Kenntnis des Kleinen und Alltäglichen in feiner ständigen und fo oft grotesken Auseinandersetzung mit den großen und unwandelbaren Gesetzen. Nichts konnte wohl Wilhelm Busch in seiner Jugend ferner liegen als der Gedanke, .Humorist" von Beruf zu werden. Er der Sohn des Kleinkrämers aus dem niedersächsischen Dorf, zog gegen den Willen des Vaters und trotz der Tränen der Mutter aus, um ein großer Maler zu werden. In Düsseldorf, vor allem in Antwerpen, bildete er sich, weniger auf den Schulen und Akademien, als in den Galerien im Anschauen der großen germanischen Meister, eines Rembrandt, Frans Hals, Rubens, Teniers, Brouwer. Aber das bescheidene Versenken in die alten Meister gab fein Brot. „Das ist die letzte Rolle Taler, die ich dir für deine Ausbildung geben kann", sagte der Vater, als der Sohn zum letztenmal auf eine Akademie zog, dies- mal nach München. Die Jsarstadt weckte in Busch den Humoristen. Als stiller, lächelnder Beobachter saß er in dem Künstlerverein „Juna-München", später in dem Verein der „Nachtlichter" dabei, an der Seite von Lenbach, dem Architekten Gedon und F. A. Kaulbach, lieferte für das Dereinsbuch Verse und vor allem Zeichnungen, die das Interesse des Herausgebers der „Fliegenden Blätter", Kaspar Braun, erregten. Braun zog Busch zur Mitarbeit heran, es entstanden die „Münchener Bilderbogen" und manche anderen Blätter, von Busch zwar oft ungern geliefert, aber jahrelang seine einzige Existenzquelle, die allmählich seinen eigenen Stil bildeten, deck Stil, dem wir „Mar und Moritz", die „Abenteuer eines Junggesellen^ und „Balduin Bählmann" verdanken. Ader auch als der weltberühmte Humorist, dessen Bücher in sämtliche Kultursprachen übersetzt wurden, blieb Wilhelm Busch derselbe, der er gewesen, ja sein Ernst wurde in der Einsiedelei seines Wiedensahl, in die er sich ganz und gar zurückgezogen hatte, immer tiefgründiger und sinnender. Seine Lieblingslektüre waren die Bibel und die Bekenntnisse Augustins, daneben beschäftigte ihn der buddhistische Gedanke der Seelenwanderung. Wir kennen den Humoristen Busch aus den zahlreichen lustigen Bildergeschichten, zu denen er dann die begleitenden Verse schuf — nicht umgekehrt —, den Philosophen Busch kennen wir aus einer Reihe von Briefen, die nach seinem Tode den Weg in die Oeffentlichkeit fanden und erst ein ganzes Bild von chm ermöglichten, und aus ein paar schmalen Gedichtbänden, „Kritik des Herzens". „Schein und Sein" und „Zu guterletzt", in denen er in lapidaren Sätzen tiefste Lebensweisheit gegeben hat. Der Humorist und der Philosoph sind untrennbar. Die Einsicht in die große Not und in die kleinen Nöte des Lebens mit einem liebevollen Lächeln zu überwinden und sich mit einem herzhaften Lachen von ihr zu befreien, ist ja echt deutsche Weisheit. Niemand kann diese Weisheit besser teuren als Wilhelm Busch, der sein Fazit in dem „Buch des Lebens" in die Verse zusammenfaßt: Haß als Minus und vergebens Wird vom Leben ab geschrieben. Positiv im Buch des Lebens Steht verzeichnet nur das Lieben. Ob ein Minus oder Plus Uns verblieben, zeigt der Schluß. C. K. Winterwald. Don Franz Hohen. Gar zu gern wallfahre ich in der Morgenstille durch den verschneiten Winterwald, denn dieses Wandern unter den hohen silbergrünen Wölbungen des kristallnen Domes ist von heiliger Schönheit. Während der Nacht sind die Flocken weich und stetig gefallen, bei Sonnenaufgang hat es sich aufgeklärt, und nun strahlt der Himmel stahlblau und frostig durch die Baumkronen. Auf den winterlich kahlen Zweigen der Laubbäume, deren feinliniges Astwerk jetzt viel körperlicher sichtbar wird als im Blcttt- schmuck, und auf dem dunklen Samtgrün des Nadelholzes liegt hoch die Masse der blitzenden Kristalle. Die Stimmen des Sommers sind verstummt; in tiefem Schweigen und köstlicher Einsamkeit steht der Winterwald, nur hin und wieder das Zirpen einer Meise, die in emsiger Arbeit die Samen unter den Schuppen eines Tannenzapfens hervorholt. Dort drüben am Rand der hohen Fichten schwingt sich ein ganzes Völkchen der winzigen Stricyvögel von Ast zu Ast, rieselnde Schneewölkchen stäuben im Nadelwerk der Wipfel auf und bezeichnen den Weg der flinken Kletterer von Baum zu Baum. Uebersprüht von Myriaden funkelnder Sterne steht hoch und ernst der Fichtenwald. Die Strahlen der Wintersonne fallen schräg in das Helldunkel des mannshohen Untevwuckttes und machen jedes Däumchen zu einem gotben Wunder: auf allen Zweigen der straffen winterharten Jungfichten liegt das zarte Gespinst des Neuschnees, und unter dem Schutz des dichten Nadeldames halten vergessene Sommerkinder, Waldwicken, Grashalme und Heide- bluten ihren Winterschlaf. Dom Berghang jenseits des Wiesentals hallen Axtschläge herüber, jetzt verstummen sie, dann setzen sie von neuem ein; nun ein lauter Zuruf, dem schmetterndes Krachen folgt. Holzer sind dort feit dem Moraenarauen bei einem Kahlhieb beschäftigt, dem ein fünfzigjähriger Buchenbestand zum Opfer land, wie aus der Hitterrede hervorgehe, den zum Siege erforderlichen festen Willen habe und über alle dazu notwendigen materiellen und psychischen Hilfsmittel verfüge. In Daladiers Rede dagegen offenbare sich nur ein verspäteter Wille, seinem Volke die Kriegs- begeifterung beizubringen. Der Unterschied in der Wirkung beider Reden beruhe in den Beweggründen, aus denen heraus sie gehalten wurden, denn der Beweggrund einer Handlung sei immer ihr bester Ansporn. Deshalb bringe der französische Soldat wenig Begeifterung auf, da er für d i e Erhaltung einer ungerechten Lage kämpfe. Hitlers Siegeszuversicht dagegen wurzele in der Tatsache, daß Deutschland sich gegen ein Unrecht erhoben hat. Sänemarf vervollständigt seine Rüstungen. Kopenhagen, 1. Febr. (Eurovapreß.) Einmütige Aufnahme finden in der Def Sittlichkeit die von der Presse veröffentlichten Au rüstungs- Vorschläge des Derteldigungsministers Alsing Andersen, der vom Reichstag 65 Mill. Kronen für Heer, Flotte und Luftwaffe angefordert hat zur Durchführung des vom Derteidigungsministe-. rium ausgerüsteten Anschaffungsplanes. Dieser enthält für die Marine zwei Minenfahrzeuge, zwei Torpedoboote des neuen großen Typs, ein Unterseeboot, ein Jnspektions- und Uebungsschifs sowie eine Anzahl kleinerer Motorfahrzeuge für den Minensuchdienst und ähnliche Zwecke. Auch sollen zwei Lustgeschwader der Marine ergänzt werden. Die Neuanschaffungen für das Heer umfassen in erster Linie eine größere Anzahl Lustabwehrge- schütze verschiedener Kaliber. Es handelt sich insbesondere um 70 Flakgeschütze von 75 und 40 Millimeter sowie eine kleinere Anzahl von 20-Millimeter- Geschützen. Außerdem ollen die Vorräte an Kriegsmaterial aller Art vergrößert werden. Endlich will man zwei Flugzeuggeschwader mit je zwölf Ma- schinen durch Ankauf ausftatten. Die Ausgaben sollen auf zwei bis drei Jahre verteilt werden. Schwierigkeiten in der Versorgung Kore chagenö. Kopenhagen, 1. Febr. (Europapreß.) Mit größter Besorgnis verfolgt man in Kopenhagen das Anwachsen der Schwierigkeiten in der N a h - rungsmittelzufuhr nach der Hauptstadt. Infolge der völligen Lahmlegung des gesamten (Suter- veickehrs machte sich am Donnerstag zum erstenmal seit zehn Jahren ein starker Mangel an Fisch bemerkbar, nachdem die Reserven an lebenden Fischen fast erschöpft sind. Auch die Fleischver- sorgung Kopenhagens beginnt kritisch zu werden. Die gesamte Zufuhr an Schweinen belief sich am Donnerstag auf 112 Stück gegenüber rund 1200 Stück am Mittwoch. Als Folge der Knappheit an Lebensrnitteln find die Preise für Fleisch, Fisch, Kartoffeln und Gemüse im Steig e n begriffen, besonders hervorgerufen durch die Schwierigkeiten, die England den Neutralen bereitet. Japan und her Kampf für eine neue Weltordnung Eine Rede Aritas. - Mit Deutschland und Italien auf das tiefste verbunden. Tokio, 1. Febr. (DNB.) Außenminister A r i t a hielt im japanischen Parlament eine Rede, in der er erklärte: Unsere Politik bemüht sich, Ostasien zu stabilisieren und unsere Kräfte mit denen des neuen China zu vereinigen. Dort ist eine Bewegung für den Frieden ins Leben gerufen worden und es wird eine chinesische Zentralregie, r u n g unter Leitung von Wangtschingwei errichtet werden. Die Verbesserung in den Beziehungen zwischen Japan und der Sowjetunion gestatten uns, die Lösung von Fragen ins Auge zu fassen, die gegenwärtig auf der Tagesordnung stehen. Seit Dezember arbeitet ein Ausschuß an der Festlegung einer vorläufigen Grenze zwischen Mandschu- kuo und der Mongolei in der strittigen Zone. Zur Zeit sind auch Verhandlungen über einen japanisch- sowjetrussischen Handelsvertrag im Gange, von denen wir ein günstiges Ergebnis erhoffen. Seit der Antikominternpakt abgeschlossen wurde, sind die Beziehungen zwischen Japan, Italien und Deutschland immer herzlicher geworden. Unser Land ist den Regierungen und Völkern dieser beiden Länder für die Sympathie, die sie Japan entgegengebracht haben, aufs tiefste verbunden. Dir werden unsere Politik enger Beziehungen zu diesen Machten fortsehen. Seit Beginn der chinesischen Angelegenhett hat die japanische Regierung alles getan, was in ihrer Macht stand, um d i e britische Regierung zu einer korrekten Würdigung der wirklichen Lage zu veranlassen. Bedauerlicherweise hat ein britisches Kriegsschiff am 21. Januar ein japanisches Schiff, die „Asama Maru", durchsucht und 21 deutsche Passagiere verhaftet. Die noch nicht da- gewesene Tatsache, daß dieser Zwischenfall sich i n den Gewässern unseres Landes zutrug, ist für unsere Regierung und für unser« ganze Nation tief bedauerlich. Zur Zeit sind Verhandlungen mit den britischen Behörden im Gange und wir tun alles nur Mögliche, um zu einer befriedigenden Lösung zu kommen. Mit Amerika versuchten wir, einen neuen Handelsvertrag abzusckließen. Unglücklicher- weise sind die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern seit dem 26. Januar in einen vertragslosen Zustand eingetreten. Dennoch sind sie praktisch unverändert geblieben. Die Regierung hat alle möglichen Mittel angewandt, um die Rechte und Interessen dritter Mächte in China zu schützen. Aus diesem Grunde haben auch unsere Streitkräfte oft strategische Nachteile in Kauf nehmen müssen. Wir beabsichtigen noch andere Anstrengungen zu machen in oer zuversichtlichen Hoffnung, daß die japanisch- amerikanischen Beziehungen wieder auf eine normale Grundlage gestellt werden. Japan muß sein Bestes tun, um seinen Ausfuhrhandel zu erhöhen und sich Vorräte in notwndigen Rohstoffen zu sichern. Seit Beginn des Krieges in Europa konnte man fest- stellen, daß die Wirtschaftspolitik der Kriegführenden nicht nur unseren Handel beeinträchtigt, sondern daß auch Maßnahmen, die die im internationalen Recht festgelegten Rechte Kriegführender überschreiten, auf die Vernichtung der Handelsfreiheit und der Freiheit der Meere abgestellt sind. Die japanische Regierung hat daher bei den in Frage kommenden Mächten scharf protestiert und ist dabei, noch andere Maßnahmen zum Schutze der japanischen Handelsrechte zu ergreifen. lieber die Kriegsursachen in Europa erklärte Arita: Ist der Krieg nicht schließlich hervorgernfen worden durch die Tatsache, daß einige Nationen auf der Beibehaltung eines unvernünftigen und ungerechten Status qao in Fragen wie Volkstum, Religion, Gebiet, Hilfsquellen, Handel, Einwanderung usw. bestanden haben, wahrend sie gleichzeitig eine explosive Politik verfolgen und ihre Vormachtstellung mißbrauchten? Ein wirklicher, auf Gerechtigkeit beruhender Weltfrieden ist nicht zu erwarten, so lange man dem Hebel nicht an die Wurzel gehl und es ausrottet. Erst dann werden alle Länder ihren gerechten Platz in der Familie der Staaten finden können. Jetzt, wo in Europa die Forderung nach einer neuen Ordnung mit Nachdruck gestellt ist und dieselbe neue Ordnung in Ostasien Fortschritte zu machen beginnt, scheint sich der Menschheit eine seltene Gelegenheit für eine Ueberprüfung der Lage zu bieten. Oie Arbeit der mongolisch- mandschnnlchen Grenzkommission. M o 5 k a u , 2. Febr. (DNB.) Die Gemischte Kommission fürdieFestlegungderGrenze zwi- schen der mongolischen Volksrepublik und Man- dschukuo in dem Gebiet des kürzlichen Konfliktes Der- öftentlicht ein gemeinsames Kommunique. Es wurde feftgefteUt, daß die Gesichtspunkte der sowjet-mongolischen und japanisch-mandschurischen Delegationen bezüglich der Grenze auseinandergehen. Infolge der Verschiedenheit der Gesichtspunkte hat die Kommission aus diesem Grunde ihre letzte Sitzung am 30. Januar 1940 abgehalten. Diese Sitzung fand unter dem Präsidium des Regierungsvertteters Ja- pans, Kubota, statt. Di« Kommission hat beschloßen, ihre Arbeiten e i n 3 u ft e 11 e n. Wenn auch die Lösung der lokalen Schwierigkeiten damit vorläufig nicht möglich erscheint, so bleibt doch eine allgemeine Bereinigung der japanisch-russischen Beziehungen nach wie vor das politische Ziel beider Länder, wie es auch Außenminister Arita in seiner Reichstagsrede betonte. Gewaltige Rüstungen in Japan. Tokio, 1. Febr. (DNB.) Das Kriegsministerium und das Marinemimsterrum gaben einen Sechs- jahresplan bekannt, der sich auf annähernd elf Milliarden Pen beläuft. Für die nationale Verteidigung sollen drei Milliarden Yen, für die Reorganisierung der Luftwaffe 1426022000 Yen, für die Verbesserung der Rüstung 816 418 000 Yen ausgegeben werden. Für Schiffsneubauten sind drei Milliarden Yen, für Hofenvcrbesserungen 988 Millionen Yen, für neue Marineluftgeschwoder 519 Millionen Yen und für die Modernisierung von Kriegsschiften 436 Millionen Yen vorgesehen. Da vom letzten Parlament bereits acht Milliarden Yen genehmigt worden find, wird der Reichstag noch zusätzlich 2 664 549 000 Yen zu gewähren haben. Japanische Offensive in Südchina. Schanghai, 1. Febr. (DNB.) Von japanischen Elitetruppen wurde in Südost-Kwangsi eine Offensive gegen 24 chinesische Divisionen eröffnet, die der chinesische Heerführer P a i ch u n g s i nordöstlich von Nanning zwecks Rückeroberung dieser Stadt zusammengezogen hat. Japanische Truppen überschritten den Westfluß 60 Kilometer südöstlich von Nanning und rollen den linken chinesischen Flügel auf. Das Ziel der japanischen Offensive ist, die chinesischen Truppen, die bisher größeren Kampfhandlungen ausgewichen sind, zum Kampfe zu zwingen, einzukreisen und zu vernichten. Militürrevotte in Kcuador niedergeschlagen. Rom, 1. Febr. (Europapreß.) Wie „©iornalt d'Jtolia" aus Quito meldet, ist in Ecuador eine neu« Militärrevolte ausgebrochen, die jedoch von d«r Regierung niedergeschlagen werden konnte. Währet» vor kurzer Zeit di« Flieger des Militärflughafens Guayaquil gemeutert hatten, brach diesmal eine Rebellion unter den Truppen der Garnison von Esmeralda, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz nordöstlich von Quito, aus. Die Meuterer wurden von dem Platzkommandanten, Qberft Benjamin, geführt. Da sich je- fällt. Es sind alles wetterharte Gestalten, in ihren verwitterten, durch Regen und Sonne ausgebleidj- ten Kitteln selbst den grauen Stämmen vergleichbar, die unter iyren wuchtigen Hieben fallen; meist ältere Männer mit stillen, tiefen Augen, die das stete Einsiedlerleben im Wald wortkarg und schweigsam gemacht hat. Der Haumeister, ein wetterfester Graukopf, dessen Pfeifchen nur während des kurzen Imbisses zu dampfen aufhört, hat die Buchen vor anderthalb Menschenaltern selber gesät. Wo das Hügelland sich höher hebt und bemooste Basaltklippen zwischen den Bergfichten stehen, sickert ein warmer Wasserfaden unter den Steinen; Brunnenkresse und Lebermoos wuchern am Ueberlauf der Quelle in dichtem Wuchs. In aller Frühe schon hat der alte Valentin, der Waldhüter sie aufgeeift, damit seinen Rehen die frifche Aesung nicht fehlt. Nun plagt er sich, in der Schlucht die Brombeerranken und Himbeerstauden aus dem Schnee frei- zulegen. Weiter hinauf zur Höhe, wo die Landstraße, sich wie ein weißes Band durch den Wald schlingend, immer im Bann des silberdurchwirkten Fichtendunkels, in weiten Kehren zur Ebene hinabsteigt! Und nun inmitten der Winterstille ein Stück feurigen Lebens — auf der glitzernden Bahn führen leichtfüßige Traber mit nickenden Haarbüschen einen leichten pelzüberdeckten Jagdschlitten heran. Dampf umhüllt die ausdauernden Tiere, Mähnen und Schweife find grau von Reif. Flüchtig zieht das schöne Bild vorüber. Ein Löffelmann fährt aus seiner warmen Sasse unter dem überzuckerten Wacholder und verschwindet im Wald. Der Tag ist vorgerückt. Der Himmel steht in Glut und wirft rosige Lichter über den Schnee. In schwarzen Geschwadern ziehen Krähenschwärme stumm durch den stillen Abend ihren Schlafbäumen an den Südhängen der Berge zu, ,mo blaugrüne Föhrenkronen sie in ihre Mäntel hüllen. Auf dem Schienenstrang, der die weite Ebene durchzieht, braust ein Zug heran; der Schlot der Maschine schleudert lohende Aschenwirbel und schwarzquillende Rauchmassen in die dunstige Luft. Jetzt hat er die Berge erreicht, in tiefem Einschnitt gleitet er windschnell näher, der Widerschein der erleuchteten Abteile zuckt über den Schnee, in jagender Fahrt rollen die Wagen vorüber, bis das gähnende Tor des Tunnels die letzten Lichter auslöscht. Dem Dämmer folgt das Halbdunkel sternheller Winternächte. Ueber den Bergen geht mit tiefgelbem Schein der Mond auf. Anfangs blickt er tief durch die Stämme, dann steigt er höher und höher bis in die Kronen der alten Föhren, jetzt steht er über dem Wipfelmeer und umspielt mit seinem milden Licht die hundertjährige Rieseneiche, die über die dunkle Wand der jungen Fichtenschonung hoch hin* ausragt. Ein Schatten gleitet durch den hellen Schein in das Unterholz — Grimbart hat seinen nächtlichen Beutezug anaetreten: Dann breitet sich die große Stille aus, und das Schweigen der Win- temacht geht durch den schlafenden Wald doch nicht all« Truppen an der Rebellion beteiligen gtanfl es Segterungsftreitträfien, durch energisches Eingreifen die Empörung niederzuschjagen. Oberst Beniawm und einige andere Rädelsführer wurden 0 "da s t et Sie werden vor ein Militärgericht gefteUt werden, zusammen mit den Organisatoren des Aufstandes von Guayaquil. Oie Aufrüstung der USA Washington, 1. Februar. (DNB.) Der Gene- ralstadschef der Bundesarmee, General Georae Marshall, der in einer Geheimsitzung des Mili« tärausschusses des Abgeordnetenhauses die Budget- plane des Kriegsministeriums darlegte, teilte im Ausschuß mit, das Ministerium benötige für das am 1. Juli beginnende Haushaltsjahr insgesamt 1090 Millionen Dollar zur Erzielung einer ange- messenen Landesverteidigung und zwar 300 Mil- Nonen für Küstenbefestigungen, 40 Millionen für Luftangriffswarnungsapparate sowie 650 bis 750 Millionen für Ausrüstung von 235 000 Mann der Bundesarmee und 227 000 Mann der National- garde. Im Falle der Bewilligung dieses Gesamt- betrages solle die Dundesarmee um 15 000 Mann verstärkt werden. Der Marineausschuß des Abgeordnetenhauses hieß das Flottenbauprogramm gut, das für die nächsten zwei Jahre den Bau von 21 Kriegsschiffen, 22 Hilfskriegsschiffen und die Erhöhung der Marineluftwaffe auf mindestens 4500 Flugzeuge vorsieht. Die Gesamtkosten werden auf 655 Millionen Dollar geschätzt. Die ursprünglich von der Regierung vorgeschlagene Erhöhung der Flottenstärke um 2 5 v. H. hatte den Bau von 77 Kriegsschiffen und ebensoviel Hrlfskrieasschiffen im Gesamtbetrag von 1,3 Milliarden Dollar i n • nerhalb der nächsten sechs Jahre vorgesehen. Der Führer spricht im berliner Sportpalast. .4 ■ W * ' w- i F ■ ■ e • ■ * K J ■; ,v ■ ■ w» v > & fy V, 3n der bis auf den letzten Platz besetzten Riesenhalle des Berliner Sportpalastes hielt der Führer am Abend des 30. Januar 1940 seine große Rede, die eine schneidende Abrechnung mit dem Heuchler Chamberlain war, und in der Adolf Hitler den unzerstörbaren Siegeswillen der geeinten deutschen Nation betonte. Unser Bild gibt einen Ueberblick über die Halle während der Rede des Führers. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Eine an Ditamim Unsere Soldaten erhalten Vitamine Wehrmachtsverpflegung nach den Grundsätzen moderner ErnährungSwiffenschast. Gestaltung der Zivilernährung stark beeinflussen werden. Da ist zunächst das Hefeeiweiß als eine der hochwertigen Dttaminquellen zu nennen. Es wird in Form von Hefeexttakt verwendet. Der feinwür- zige, fleischextraktähnliche Geschmack macht es veianders als Zusatz zu weichlichen Suppen und Geml^.n wertvoll. Amerika und Japan haben den Wert der Hefe auch für die Heeresverpflegung längst erkannt. Im Ausland wird Nährhefe sogar als Tischgewürz neben Pfefter und Salz weitgehend verwendet. Auch die deutsche Heeresverwaltung ist dazu übergegangen, die Nährhefe für die SoMatenkost heranzuziehen, die dadurch nicht nur schmackhafter, sondern auch wertvoller wird. Aufgewertet wird eine Speise, wenn die durch das Kochen oder die sonstige Bereitung zum Teil verlorengegangenen oder m ihrem Wert verminderten Wirkstoffe ganz oder teilweise wieder ersetzt werden. Das kann sehr gut durch Hefeextrakt geschehen, der auch als Brotaufstrich dienen kann. Weiter wird Tomatenmark in der Truppenküche verwendet, um den Gehalt an Vitamin C, durch Zugabe kurz vor der Essenaus- treidearten usw. Die Heeresverwaltung hat neuartige Lebensmittel auf dem Gebiet der Streckung aller Art von Fleisch und Wurst durch Keimlings- zusatz geschaffen. Die so mit Vitaminen angereicherte Leber- und Blutwurst ist von ausgezeichneter Qualität. Endlich sei noch aus die Einführung des amerikanischen Tiefkühlverfahrens nach Bird- seye durch die Heeresverwalttnrg hingewiesen. Jedem Feinschmecker läuft das Wasser im Munde zusammen, wenn er sieht, wie auf diese Weise frische Himbeeren, grüne Bohnen, Kirschen, ftischer Spargel, frische Mohrrüben selbst im kältesten Winter, unverändert wie am Tage der Ernte, für die Küche bereitstehen. Sie sind bei 35 Grad unter Null ein- gefrostet und halten sich und ihren Gehalt an Nährstoffen und Vitaminen auf diese Weise jahrelang. — Der Chef der Amtsgruvpe Derpflegungs- und Derfchaffungswesen, Generalstabsintendant Ge- heimrat P i e s z c z e k, wies auf die wertvollen Auswirkungen der so gesteuerten Verpflegung auf die ganze Wehrmacht hin. Kleine politische Nachrichten. Auf Veranlassung des Reichsministers und Reichs- bauernführers Darrö fand in Berlin eine Arbeits- taguna der Leiter der Hauptabteilungen III der Landesbauernschaften statt, die der Erörterung laufender Fragen der Krtegsernährungswirtschaft diente. gäbe, zu ergänzen. Ueber die neuartigen getrockneten Gemüse, die nichts mehr mit dem „Drcchtverhau" des Weltkriegs gemein haben, sowie die vitaminhaltigen Dosenkonserven ist bereits berichtet worden. Es wird auch Vitamin C in reiner Form ausgegeben, und zwar als Ascorbinsäure. Jeder Feldsoldat bekommt jede Woche zweimal 50 Ascorbin- säure-Bonbons, aus-gezeichnet schmeckende Toffees oder sonsttge Komprimate. Jeder dieser Anti-Ermü- dungsbonbons enthält ein Milligramm Vitamin C. Die Ausgabe dieser Bonbons erfolgt in den Monaten Februar bis Mai. große. Rolle spielt ferner der hohe Gehalt iminen beim Keimlingen, gekeimten Ge- Aus einem vom O. K. W., Heeresverwaltungsamt, veranstalteten Presseempfang wirrte darüber berichtet, welche Bedeutung die Vitamine bei der Verpflegung des deutschen Soldaten haben. Der Leipziger Universttätsprofessor Dr. Scheu- n e r t, zeigte die Vitamine als unentbehrliche Wirkstoffe unseres Lebens, deren Fehlen oder ungenügendes Vorhandensein Mangelerkrankungen zur Folge hat. Die Heeresverwaltung hat dafür gesorgt, daß der deutsche Soldat in seiner Kost genüget Vitamine erhält. Jeder Verpflegungsofsi- üer, Truppenarzt, Verpflegungsbeamte und Feld- roch hat darüber zu wachen, daß die Soldatenkost die nötigen Vitamine nach den Angaben eines Merkblattes enthält. Mangel an Mtannn A würde die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger verringern, fehlendes Vitamin B1 Schlaffheit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerz oder Blutarmut ver- Ursachen tonnen; zu wenig Vitamin C fördert die ErkAtungÄrereitschaft und die „Frühjahrsmüdig- feit". Oberstabsarzt Dr. Schreiber erläuterte die Ditaminversorgung vom Standpunkt der gesund- heittichen Fürsorge aus. Kein Nahrungsmittel wurde neu in die Heeresverpflegung aufgenommen, das nicht neben seinem Gehalt an Nährwerten auch seinen Ditamingehalt erwiesen hätte. Es besteht auch eine ärztliche Ueberwachung des Vitamin ge- Halles der Konserven. Am wichttgsten ist für den Soldaten die Versorgung mit Vitamin C. Sie ist unbedingt gesichert durch frische Kartoffeln, ftifches Gemüse, frische Früchte oder Konserven, von denen das Heer nur solche verwendet, die einen ausreichenden Vitamingehalt enthalten. An zweiter Stelle hinsichtlich seiner Wichttgkeit steht das Vitamin B 1. Seine ausreichende Zufuhr sichert schon das gute deutsche Kommißbrot. Da man es rtn Kriege nicht immer überall hinbringen kann, wurde oie konzentrierteste Brotkonserve, das Knäckebrot, eingeführt, das eine sehr hohe Zufuhr an Vitamin B verbürgt und lange haltbar ist. Die erforderlichen Ditamin-A-Mengen werden durch Blut- und Leberwurst, entsprechende Konserven, rote Rüben, Spinat, Salat oder Karotten, selbst Brennesseln, gewährleistet. Der beste Erfolg dieser sorgsamen Maßnahme liegt darin, daß der Gesundheitszustand des deutschen Soldaten im Frieden immer gut war und auch jetzt im Krieg gut ist. 68 v. H. der Soldaten nehmen im Rekrutenjahr, 73 v. H. nach dem ersten Dienstjahr an Körpergewicht zu. Aufschlußreich waren auch die Darlegungen von Oberregierungsrat Dr. Ziegelmayer über die Berücksichtigung der Ergebnisse der Ditammfor- schung in der Praxis der Truppenverpflegung. Seine Feststellung, daß die Wehrmacht „für Jahre hinaus Vitamine gehamstert habe, sand verständnisvollen Beifall. Die Vorsorge geht jo weit, daß hinter dem Westwall, in seiner ganzen Ausdehnung, riesige G e m ü s e m i e t e n angelegt wurden, die es ermöglichen, die Feldsolomen auch im Winter mit frischem Gemüse unb fn|du-rt Kartoffeln zu versehen. Mohrrüben, Kohl aller Art, Steckrüben usw. sind bereits Anfang Oktober v. 3. neben Kartoffeln hier eingelagert worden. Es find aber auch die sorgsamen Maßnahmen bei der Zubereitung und die neuen Wege zur „Aufwertung der Truppenverpflegung, die sicherlich di« tünfttgr In Prag fand die Amtseinführung des Oberlandesgerichts Präsidenten Dr. Buerkle und des Generalstaatsanwalts Dr. Gabriel durch Reichsjustizminister Dr. Guernter statt. Der Reichsprotektor Freiherr von Neurath wies in feiner Begrüßungsansprache auf den Befehl des Führers Kn, wonach jeder Volksdeutsche im Pro- tettorat einen deutschen Richter finden solle. So wurde in kurzer Zeit der das gange Protektorat umfassende Oberlandesgerichtsbezirt Prag mit zwei Landgerichten und zwölf Amtsgerichten ausgebaut. ♦ Das von Fritz Hippler gestaltete dokumentarische Filmwerk der DFG. „Feldzug in Polen" wurde mit den Prädikaten „staatspolitisch wertvoll", „künstterisch wertvoll", „volksbildend", „feiertagsfrei" und „fugendfrei" ausgezeichnet. ♦ Der 17. Jahrestag der Gründung der Fascisttschen Miliz wurde in ganz Italien feierlich begangen. Ihren Höhepunkt fanden die Feiern am Sitz des Oberkommandos der Fasciftifchen Miliz in Rom, wo Mussolini am Ehrenmal der Gefallenen einen großen Lorbeerkranz niederlegte. Anschließend begab sich Mussolini zum Rapport des Generalstabs- chess der Miliz, Starace, und überreichte erfolgreichen Sportlern der Miliz Plaketten. Nach einer Krvnzniederlegung am Ehrenmal des Unbekannten Soldaten nahm der Duce die Parade der Miliz ab. • Generalkonsul Bene als Beauftragter des Deutschen Reiches und Minister G u a r n e r i als Be- auftraater der italienischen Regierung haben die Grundsätze für die Wertfestsetzungdes Vermögens bet aus Italien nach dem Deutschen Reich abwandernden Volksdeutschen unddeutschen Reichsangehörigen unter- zeichnet. Die gemischte deutsch-italienische Kommission kann nunmehr sofort mit der Wertfestsetzung des Vermögens der Abwandernden beginnen, die mit größter Beschleunigung durchgeführt werden soll. Habt eine offene Hand! Im Bewußtsein ewiger Dankesschuld gegenüber den Männern an der Front. Berlin, 2. $ebt. (DBB.) Der Stabschef der S2L, Viktor Luhe, der Reichsführer ff H imm- t e r, der Korpsführer des V S K K. H ü h n l e i n und der Korpsführer des VSFK. General der Flieger Christiansen haben folgenden gemeinsamen Aufruf zur vierten Reichs straßen- s a m m l u n g, die am kommenden Wochenende stattfindet, erlassen: Träger der vierten Reichsstraßensammlung im KwhW. 1939/40 sind wieder die Kampfgliederungen der Partei, SA., ff, RSKK. und RS.-Fliegerkorps. Rur ein geringer Teil der Männer wird diesmal zum Einsatz gelangen, denn die überwiegende Mehrzahl steht unter den Waffen, die Heimat zu schirmen und zu schützen. Diese Straßensammlung ist deshalb um so entschlossener und tatkräftiger durchzuführen. 5ei sich jeder Sammler darüber klar, daß er als Beauftragter des Führers draußen steht, und habe jeder Volksgenosse eine offene und gebefreudige Hand in dem Bewußtsein ewiger Dankesschuld gegenüber den Männern der Front. Zeigt Euch wert und würdig ihres tapferen Einsatzes! Probleme der deutschen Schulen. Qftne aufschlußreiche Bilanz des deutschen Schulwesens zieht der Referent im Reichserziehungs- ministertum, Dr. Gerhart) Krause, in „Weltanschauung und Schule". Es lag durchaus im Sinne der bevorstehenden Neuordnung, daß die konfessionelle Volksschule entsprechend den Wünschen der Elternschaft und Lehrerschaft fortschreitend burd) bte Gemeinschaftsschule ersetzt wurde, ein Prozeß, der nahezu abgeschlossen ist. Ebenso lag die Förderung des Mittelschulwesens schon durchaus im Sinne der komrnenden Reform. Das gleiche gM für den nun erreichten Abschluß des Lesebuchwerks der Volksschulen. Zum ersten Mal haben die Volksschulen des ganzen Reichs in allen Klassen ein Lesebuck mit dem Kelchen Kem- teil, unterschieden durch die eingeschmolzenen Heimatteile. Bei den höheren Schulen ist der Ausbau der Zubringerschulen auf dem Lande, die Einpassung der privaten Anstalten in die Schulreform und die Vertiefung der erzieherischen Arbeit nach den neuen Richtlinien hervorzuheben. Eine Kommission des Reichserziehungsministerimns hat höhere Schulen bereist und zur einheitlichen Ausrichtung des Unterrichts, die im übrigen durch Schulungsarbeit an den Lehrern gefördert wurde, wesentlich bei getragen. Wir sind jetzt so weit, daß wir für sämtliche Unterrichtsfächer auf nahezu allen Stufen der höheren Schule neue Lehrbücher haben. Die Reichsstelle für den Unterrichtsfilm, die bereits rund 250 000 Schmalfilmkopien an die Schulen des Reiches hinausfandte und die 640 Originalfilme fertigstellte, wurde in die Freizeitgestaltung für die Wehrmacht eingeschaltet. Turnen und Sport haben sich ht ihrer Stellung innerhalb der Charaktererzieyung „vom Leibe her" weiter befesttgt. Es mehren sich die Schulen, an denen als Klassenlehrer in erster Linie die Lehrer mit Tumbefähigung wirken. Die Leibeserziehung der weiblichen Jugend hat ihre Richtlinien noch nicht erhalten; aber ein wesentlicher Teil ihres praktischen Inhalts gewann endgültige Gestalt durch die Schaffung der deutschen Gymnastik, die auf der Lingiade zu Stockholm ihre internationale Feuerprobe glänzend bestand. Ein Lehrermangel wird hier um so weniger Eintreten, als auch freiberufliche Lehrkräfte herangezogen werden könnten. Die Frage des Lehrernachwuchses und der Lehrerbildung, von der die Zukunft der Schule noch mehr als von jeder Schulreform abhängt, trat durch die Einrichtung von Aufbaulehrgängen in einen neuen Abschnitt. Hier werden gegenwärtig 2400 ausgewählte Absolventen der Volks- und Mittelschulen und des Landjahres zur Aufnahme in die Hochschulen für Lehrerbildung vorbereitet. Die neue wissenschaftliche Prüfungsordnung für das Lehramt an höheren Schulen dürfte in Kürze erlassen werden. In ihr wird die Ausrichtung des Studiums auf ein Grundfach und zwei Beifächer in einer begrenzten Zahl von Kombinationsmöglichketten — an Stelle der alten Minimalforderung von zwei Hauptfächern und einem Nebenfach — Berent ert fein. Der Aufbau des deutschen Schulwesens in ehemals polnischen Gebieten verlangt weitschauende Planung. Es hat sick z. B. ergeben, daß der Warthegau und das ehemals westpreußiscke Gebiet in absehbarer Zeit wesenllich mehr deutsche höhere Schulen haben müssen, als vor 1918 vorhanden waren. Sind doch allein aus Estland und Lettland 14 höhere deutsche Schulen mit über 200 Lehrern und annähernd 3000 Kindern zu gezogen Aus aller Welt. Todesstrafe und Zuchthaus wegen Schiebungen mit Bezugsscheinen. Nach neun Verhandlungstagen wurde vor dem Sondergericht in Königsberg ein Prozeß beendet, in dem 31 Angeklagte wegen Verbrechens nach § 4 der Volksschädlingsverordnung vor dem Richter standen. Unter den Angeklagten befanden sich auch acht aushilfsweise Angestellte des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes der Stadt Königsberg. Die Angeklagten hatten große Schiebungen mit Bezugscheinen vorgenommen und sich für unrechtmäßige Aushändigung von Bezugscheinen bestechen lassen. Das Gericht fällte schwere Strafen gegen die Verbrecher, da nicht nur der Soldat an der Front, sondern auch jeder einzelne in der Heimat seine Pflicht im Shriege gewissenhaft zu erfüllen habe. Friedrich Gold- Hagen, der Hauptangeklagte und überdies ein sechsmal vorbestrafter Verbrecher wurde zum Tode und Ehrverlust auf Lebenszeit verurteilt. Von den übrigen Angeklagten wurden einige mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren, andere mit Gefängnis und Geldstrafen bedacht. Vier Angeklagte wurden freigesprochen. Volksschädling hingerichtet. Am 30. Januar 1940 ist der am 9. Oktober 1919 in Gleiwitz geborene Ernst Gonsior hingerichtet worden, den das Sondergericht Breslau am 20. Dezember 1939 als Volksschädling zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte Geurteilt hat. Ernst Gonsior hatte in der Nacht zum 2. Dezember 1939 in einer Gastwirtschaft in Gleiwitz beobachtet, daß ein Gast einen größeren Geldbetrag mit sich führte. Er folgte ihm daraufhin unbemerkt zusammen mit einem weiteren von ihm verleiteten Mittäter, überfiel i h n in dem verdunkelten Hausflur seines Wohnhauses und enttiß ihm die Brieftasche. Eifersuchtstragödie eines greifen Ehepaares. Der 87jähri« Anton Schmolle wurde in G u t f ch e n, Gemeinde Eberftein (Ostmark) e r - schlagen in seinem Bette aufgefunden. Neben ihm lag seine schwerverletzte Gattin, die sofort in das Klagenfurter Krankenhaus gebracht wurde, wo sie inzwischen starb. Dem ersten Anschein nach nahm man an, daß das greife Ehepaar Opfer eines Raubmordes geworden sei. Nunmehr hat sich eine überraschende Aufklärung der Bluttat ergeben. Es war bekannt, daß der Greis auf feine 61jährige Ehegattin sehr eifersüchtig war und sie wiederholt bedrohte. Die Erhebungen ergaben, daß der Mann eine derartige Auseinandersetzung mit seiner Frau gehabt hatte, wobei er sie mit einem Schuheisen schwer verletzte. Bei der Abwehr erschlug die Frau chren Mann mit einem Hammer. Dann versteckte sie das Mordwerkzeug mit den blutigen Kleidern des Toten in einer Erdgrube außerhalb des Hauses, durchwühlte alle Laden und versuchte einen Raubüberfall vsr-utäuschsv, Damit hat W räHechajtv Tat nach den Aussagen der Frau volle Aufklärtmg gefunden. Moderne orthopädische Klinik in Münster. Durch einen Vertrag zwischen der Stadt Münster und der Universttätsverwalttmg wurde die orthopädische Abteilung der Ehirurgischen Univer- frtäts’ttinif aufgelöst und mit der Orthopädischen Abteilung des Hüfterstifts verschmolzen. Auch die Massageschule wurde in das Hüfferstift verlegt und von der Stadt Münster übernommen. Sie soll aus- gebaut werden und auch die Ausbildung von Heilgymnastinnen übernehmen. Die ärztliche Leitung überträgt die Stadt dem jeweiligen Inhaber des Lehrstuhles für Orthopädie an der Universität, wobei sie ein Mi tbesttmmungs- bzw. Auswahlrecht hat. Entsprechend diesen Abmachungen ist nun Professor Dr. Pitzen (früher in Gießen) mit der Leitung der Orthopädischen Abteilung des Hüffer- stiftes betraut worden. Die Anstalt hat auch di« besondere Aufgabe wisse nschaftlick - orthopädischer Lehre und Forschung zugewiesen Bekommen. Deswegen wurde eine Poliklinik angefügt und ein Hörsaal eingerichtet, der später durch die Errichtung eines besonderen Hörsaalgebärckes einmal ersetzt werden soll. Dieser Tage wurde nun vor zahlreichen Vertretern aus Partei, Staat und Wehrmacht sowie der Wissenschaft die neue Klinik mit einer Eröffnungsvorlesung Professor Pitzens eröffnet, der dabei einen Ueberblick über die Geschichte der Orthopädie gab. Alpini-Abteilung von Lawine verschüttet. Ein schweres Lawinermnglück trug sich in den Bergen nördlich von Brun eck im Oberetschgebiet zu. Eine Alpini-Abteilung unter dem Kommando eines Leutnants war von der Uniti- Hütte im Tauferer Tal aus gebrochen, um über die 2700 Meter hohe Antholzer Spitze in das Antholzer Tal abzusteigen. Beim Abstteg wurde die Abteilung von einer Riesenlawine erfaßt. Zum Glück waren einige der Leute nur von einer leichten Schneedecke bedeckt worden, so daß sie sich schnell fteimachen konnten. Unverzüglich nahmen sie die Suche nach den übrigen Kameraden auf. Es gelang ihnen, sie zum Teil lebend zu bergen. Vier von ihnen waren jedoch inzwischen unter den Schneemassen erstickt. Sie wurden von den Kameraden in das Antholzer Tal hinuntergeschafft. Nur den außerorderttlich schnellen Rettungsarbeiten ist es zu verdanken, daß nicht mchr Opfer bei dem Lawinenunglück zu beklagen sind. Fährverbindung Dänemark—Schweden unterbrochen. Die Eisenbahnfähre Helsingör—Helsingkorg, die Dänemark und Schweden verbindet, und allen Eis- schVierigkeiten zum Trotz bisher ihren regelmäßigen Dienst versehen konnte, ist in der Nacht zum Donnerstag mit fünfzig Passagieren an Bord im Packeis f e st g e fa h r e n. Das Schiff mußte nach achtstündige'm Kampf von einem Eisbrecher nach Helsingör zurückgeholt werden. Vorläufig wird versucht, die Anschlüsse an die schwedischen (Fifen- bahuen tröt Eisdrechts suftechtzuechÄten. Dornt punkt GLORIri DEIN PQLRST K Gebrauchter, gut erhaltener 5-Tonnen- Wi-tatoitnmen zu kaufen gesucht. Angebote unt. 519D an die Geschäftsstelle des Gieß. Anzerg. Eisenwaren-Grosthandlung sucht verfette GLKKMUWMN zum sofortigen Eintritt, event. auch später. Schrift!. Angebote unter 539A an den Gieh. Anz. Ruf 2135 Bornemanns Mifteltropfen extra stark, ist bestes Vorbeug.- Mittel b.hoh.Blutdruck, Schwindel, Beklemmungen, schlechter Blutzirkulation, ungenüg. 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In den beiden Fährhäfen am Großen Belt Nyborg und Korsoer warten 250 Reisende seit Tagen auf die Wiederaufnahme des Verkehrs. Zugleich haben sich 700 Güterwagen auf beiden Seiten des Beltes angesammelt, die nicht übersetzen können. Dor dem Hafen von Nyborg ist der Große Belt bis auf den Grund gefroren. Das Eis hat eine Dicke von zehn Meter erreicht. Brand in einem schwedischen Irrenhaus. In einem Irrenhaus in der Nähe von Stockholm ist ein Brand ausgebrochen. Drei Personen sind verbrannt und ungefähr zehn verwundet. Budapester Wattefabrik niedergebrannt. In der Wattefabrik der Ungarischen Baumwollindustrie AG. im Budapester Vorort Neupest entstand ein Brand, der die gesamten aufgestapelten Wattevorräte vernichtete. Das Feuer verbreitete sich explosionsartig über den ganzen Lagerraum, wobei Meine Hebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Emma Reiber, geb. Metzger Krupp-Reg. Kaffe, neuwert. Gchnellwaagen JRabio mit Lautsprecher Kaffeemaschine elektrisches Klavier, Waren- jränke und Ausstellkasten. staubt das Die 2Irtt -es Schnee! Witterung. Die folgenden Vorträge finden nicht im Vorlesungsgebäude der Universität, sondern im Großen Hörsaal des Chemischen Instituts, Ludwigstr. 21, Eingang von der rechten Seite des Gebäudes statt, jeweils 20.15—21.15 Uhr: Dienstag, 6. Februar. Professor Dr. Haag: Seuchenbekämpfung im Kriege. Donnerstag, 8. Februar. Dozent Dr. Deist: Aufgaben des Sanitäts-Offiziers, im Rahmen der Wehrwissenschaft. Dienstag, 13. Februar. Professor Dr. Klute: Der Ostraum Europas wehrgeographisch betrachtet. Donnerstag, 15.Febr. Professor Dr. Rolfes: Fragen der Ernährungssicherung unter wehrwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dienstag, 20. Februar. Reichshauptamtsleiter Professor Dr. G r o ß, Berlin, Leiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP. Thema wird noch bekanntgegeben. Unser Rolf hat ein Schwesterlein bekommen Ursula Zn dankbarer Freude zeigen an Heute Freitag bis Montag, 5. Febr. einschl. Erstaufführung! Volkstümliche Abendvorträge der Ludwigs-Universität In tiefer Trauer: Christian Reiber Pfarrer Fresenius und Frau Jula, geb. Reiber Theodor Reiber und Frau Minni Leun Witwe, geb. Reiber DipL-Landwirt Dr. Hans Reiber und Frau 4 Enkel und 5 Urenkel Hausgehilfin per 1. März, evtl, früher, gesucht. hohen Blutdruck. Magen-, Darm« Störungen, Alterserscheinungen. Stoffwechselbeschwerden. Geschmack- und geruchfrei Monatspackung L— Achten Sie auf die grün-weiße Packung! Drog.Winterhoff, Kreuzplatz 10; Drog. C. Seibel, Frankf. Str. 39; Drog. E. Kam, Schulstr. 961 v Löwen-Drog. W. Kilbinger Nachf. Drog. Bornemann, Bahnhof str.l 7 Fortseh Men. Die ff $enr ^erliche, weder wniegerti Wommen. * >ch |d *)ilte nid 'Au mir I Wintergast! Nach ein ein Pgel, feine Hand prächtiges fein; des zi .unbedeckt, l ein Erdfleä dort im Mi will man b einmal schn fein. 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Willeke: Deutsche Arbeitseinsatzpolitik im Kriege. 1. IIL Auler: Aufgaben der Betriebswirtschaft im Kriege. 15. IIL Rolfes: Die deutsche Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft im Kriege. 5. IIL und 7. IIL Die angekündigten Vorträge der Professoren Gmelin, Küster, Rauch und Weitz finden nicht jetzt, sondern erst im nächsten Trimester statt. Die übrigen Vorträge werden programmmäßig abgehalten. Vorträge der Ludwigs-Universität Giehen im I.Trimester K40 Haarwuchs durch das nicht fettende Köhlmeiers Natnrhaaröl (Pflanzenauszug). Schuppen z" Haarausfall hört auf, fettes Haar wird duftig, trockenes geschmeidig. Erfolg garantiert. Originalflasche RM. 2.20, Doppelfl. KM. 3.90. Nur zu haben: Löwendrogerie W. Kilbinger Nachf., Seltersweg 69. 525^ Einige gebrauchte Pianos geg. Barzahl, zu kaufen gesucht. Pianobans Schönau Bahnhofstr. 76 Hochparterre Kein Schaufenster! Fernruf 3269 e Schlaf- los, nervös Kopfschmerzen oder ähnliche nervöse Erscheinungen dann [540d Sclmeohergers Johanniskraut- Qnff Flasche MH RM. 1.60 im Fachgeschäft KräulerhaosJuog Gießen. Ein spannender, sensationeller Film nach dem Roman von Frank F. Braun „Akte Fabreani“, mit Karin Hardt - Dorothea Wieck - Karl Martell Ivan Petrovich - Rolf Wanka-Karl Schönböck Harald Paulsen - Carsta Löck - Hans Nielsen Spielleitung: JOHANNES MEYER Musik: ANTON PROFES 527A Liebe u. Haß, menschliche Leidenschaften in ihren Höhen und Tiefen bestimmen in diesem Filmgeschehen die Schicksale I 1 bis 2mal wöchentlich »All zum Putzen ges. Schmidt 10346 Schottstraße 10. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens unddamitdurcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und äuch Probehefte der Zeitschrift: „Aus der Natur“ Hugo Berm übler Verlag Berlin-Lichterfelde Ä! (Er*. jhS kvar Sih i ff .§ch --In hJ gleichen sehr leidenschaftlich Partei für die eine oder andere kämpfende Mannschaft nehmen. Die Meinungsverschiedenheit wird Zunächst durch wechselseitiges Pfeifen ausgetragen, sie wachst sich-oft: zu Faustkämpfen aus, und oft genug hat auch schon das Messer eine Rolle gespielt und Opfer gefordert. So wird folgender Reklametext verständlich: „Bevor Sie mit dem Pfeifen beginnen, vergessen Sie nicht, bei unserem hier anwesenden Vertreter 1eine 93« r - sicherung für den Todesfall abzuschließen. Das geschieht zu den vorteilhaftesten Bedingungen. Denken Sie an diejenigen, die Ihnen teuer sind, und sorgen Sie für diese Hinterbliebenen. Italienische Tibetexpedition. Die jüngste Forschungsreise des italienischen ©e= lehrten Dr. Giuseppe T u c c 1 durch Tibet war reich an wissenschaftlichen Ergebnissen. Unter unsäglichen Schwierigkeiten wurden in unwegsamen und zum Teil noch unerforschten Regionen des tibetamschen Hochlandes über 1800 Kilometer durudgelegt Das Hauptziel der Expedition war das Kloster von Saskya, einst politischer und kultureller Mittelpunkt und Hauptstadt Tibets zur Zeit Marco WS 3dic Geißel BksnÄ "Achter iS.» 0 5ii- w »d-ih-n jjinterf»“*; #effen»«« Wie alle tsE laste unsere Aren un' W Dl Ottelt: a aodersged > ollen Schwaben । A'Me badische F' Türen und Fenster aus den Angeln flogen. Der Feuerwehr gelang es nur mit größter Mühe, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Der Schaden ist beträchtlich. Im Laufe eines Monats ist dies bereits der achtzehnte Brand in diesem Fabriksvorort Neupest. Versicherungsgebäude in Lille eingeäschert. In Lille ist das Gebäude der Versicherungsgesellschaft „La Familie" eingeäschert worden. 48 000 Aktenstücke wurden ein Raub der Flammen. Eine benachbarte Papierfabrik wurde durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Ähre Vorräte wurden durch die von der Feuerwehr auf die Gebäude geschleuderten Wassermassen beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken. Seltsame Versicherung in Mexiko. Eine ganz eigenartige Versicherungsreklame befindet sich neuerdings in den mexikanischen Stadien und Sportplätzen. Die Versicherungsgesellschaft, von der die Werbung ausgeht, macht sich die Erfahrung zunutze, daß die heißblütigen Mexikaner als B e - joba'chter von Fußballkämpfen und der- Fahrer für Laitwafien (Führerschein Klasse III), sowie 20 bis 22.30 Uhr 18. Freitag-Miete! Erstaufführung Bengalische Zukunft Komödie von M. Gesell und E. Martin. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Preise: RM. 0.60 bis RM. 3.10. Mietgesuche~| Ein groß, leeres Zimmer zum Unterstellen v. neuen Möbeln mögl. Parterre gesucht. Schr.Angeb.unt. 0344 an d. G. A. Frau von Wachter b.unt. Friedberg i.H., Ludwigstraße 27. 0332 an 0. G.A. M zum Putzen für vormittags 2 Stund, gesucht. WfttflBtZpt. 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Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich m Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten lo Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig. zuverläfliöer Fuhrmann gesucht. |0h. FÜChßl, Koblenlian[lel8||elelll(iia!l Alicenstraße 42 p. | Verkäufe~| Vogelsberger Kuh Ende März das drittemal kalb., zu verkauf. (saeD Grosten-Buseck BeuernerWeg4. | Kaufgesuche"] Gut erhaltene Hatie-Einrichloog mit Brikettfeue- rung zu kauf. ges. Schriftl. Angeb. unt.531D an den Gieß. Anzeiger. HJ.-Winlerölnsß für Flüchtlings- der Punkte ist Fac^drogerie-Bahnhofstr.V Stadttheater 8reitag,2.Zebruarl94v Nr 28 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeigrr für Oberheffen) Auslösung des Mire-Schulvereins beschlossen Beigeordneter Nicolaus sagte AHM (Nachdruck verboten!) 4. Fortsetzung. AS bergefd, d,ten, er kannte alle- und jede- und renam- '®u P i;n hna fFrhnpirhnfe wo fid) seine eigene Wohnung Mlerte den Rest zusammen. Er biß sich auf die gei'egen? Wie kann man sich so sehnen, Großmutter Frau Dank möchte ich dann eine Dummheit nennen. Ludwig Carlotti mar in den letzten Jahren reichlich dick geworden. Das war nicht zu leugnen. Er war 1,75 groß und wog 90 Kilo. Sein Aerger war daher ganz besonders groß. Er antwortete nicht, warf seiner alten Dame einen wütenden Blick zu und ging hinaus. Die Tür knallte zu. Die Szene hatte sich in der Wohnung von Frau chen zurückzuoerlangen." „Gib es ihm doch. Diesen Zibilla zum Feind zu haben, wäre mir unheimlich." „Unsinn, Julia. Wo käme ich da hin. Geschäft ist Geschäft. Er hat seine hundert Mark bekommen und der Schrank gehört mir. Soll er seinen Mann, von dem er kaufte, genau so abweisen. Er erzählte mir da am Telefon eine lange Geschichte. Er habe den Schrank von einem Perser gekauft und dieser Perser wieder sei zum Verkauf nicht berechtigt gewesen. Das Schnitzkästchen mit dem Bronzebuddha gehöre dem Bruder dieses Persers, und der verlange den 1 r- .1-___e t : „s. erraff nnt->4- mi Knc „Ja", sagte sie, „vielleicht nimmt mich dein Bruder Gerhart ein bißchen mit. Er sagt sie bauen die Autostraße jetzt mitten durch den Wald. Hättest du etwas dagegen, wenn ich mit ihm einen ganzen Tag wegfahren würde? Nur einen Nachmittag — das lohnt sich nämlich nicht." „Ich- habe gar nichts dagegen. Nur, kann Gerhart dich denn da draußen gebrauchen?" „Ich werde ihn nicht stören. Ich denke es mir wunderschön, einmal einen ganzen Tag bis Abend im Wald draußen sein zu können. Gerhart sagt, ich kann aus der Kantine mit seinen Leuten essen, es käme nicht auf eine Person an." „Na also, dann mach' das doch, Julia. Sage chm, er soll dich morgen früh mitnehmen und am Abend wieder abliefern." Er sah sw fest an. „Der Gerhart ist dir doch sympathisch?" „Gewiß." „Hm —" Er lachte verlegen. „Weißt du, daß ich vor Jahren einmal auf Gerhart eifersüchtig war?" „Tat er das?" „Na, jedenfalls schnitt er ganz nett auf. Das gefiel dir. Ich merkte es. Aber gottlob hieltest du dann ja auch ein anständiger Kerl. Ich glaube nicht, daß er dir jemals zu nahe getreten ist. Oder hast du ihn einmal zurückweisen müssen?" „Nein, dann wüßtest du es." „Ach Gott, Julia, ich könnte mir denken, daß eine Frau, die keine Pute ist, das ganz allein erledigt." „Danke, Ludwig. Aber es gab wirklich nichts zwischen deinem Bruder und mir, das ich dir verheimlicht hätte." Er nickte zufrieden. „Um so besser/ Er zog leine Taschenuhr, ein wuchtiges Ding, das historischen Wert haben sollte, aber dafür auch recht unbequem zu tragen war. ,^ch muß weg", rief er. „Wartet sie?" Julias zartes, blasses Gesicht rötete sich ein bißchen. Eine Ader an ihrer Schläfe Für Gießen sind wieder einige Veranstaltungen vorgesehen. Am Samstag, 10. Februar, wird durch ein Musikkorps der Luftwaffe im Stadttheater ein Militärkonzert gegeben werden, das sicherlich viele Freunde finden wird. Am 17. Februar wird im Stadttheater für KdF. die Operette „Die lustigen Weiber von Windsor" aufgeführt; in einer geschlossenen Veranstaltung folgt am 19. Februar Mozarts „Entführung aus dem Serail", am 24. Februar die Komödie „Bengalische Zukunft", am 26. Februar die Straußsche Operette „Die Fledermaus". Für den 29. Februar ist, voraussichtlich im Gloria-Palast, die Großveranstaltung „Strahlendes Varietä" vorgesehen. Für die Landbevölkerung wird auch im Februar wieder in vielen Orten der Tonfilmwagen tönte sich. r , _ , Ludwig Carlotti blieb noch einmal stehen. „Sag mal, hat' Mutter mit dir gesprochen?" „Ja, wiederholt." „Was sagte sie?" „6ie riet mir, besser auf dich aufzupassen. „Vorgestern, Montag, rochst du wie ein Fräulein aus einem Parfümladen oder einem besseren Seifengeschäft. Ich kann dir versichern, wir haben diese Seife oder dies Parfüm nicht im Hause." Er fuhr aus. Die Verärgerung stand ihm im Gesicht geschrieben. „Spionierst du mir nach? Ich bin kein Kind mehr!" .. . „Mein Kind bleibst du immer. Im übrigen habe ich dir bisher noch nicht nachspioniert, wie du dich so freundlich ausdrücktest. Aber vielleicht roare, das besser, um dich vor Dummheiten zu bewahren." „Was würdest du eine Dummheit nennen?" Frau Henriette lächelte; sie konnte das auf eine impertinent aufreizende Art. „Wenn du dir vielleicht einbilden würdest, ein junges Mädchen hebt dich um deines kleinen Bäuchleins willen oder Frau Wilhelmine Kramer, die über mehrere Jahrzehnte im Dienste des Vereins stand, gab in mehreren Zügen eine Erinnerung an die Entwicklung des Vereins, an die erarbei- im Recht." Er hatte verärgert gesprochen. Julia machte sich los. Er besann sich. „Wie kam ich auf Zibilla und diesen Buddhaschrank ...", es schien ihm tatsächlich entfallen zu sein. „Ach richtig, man hat so schon Aerger genug, es war nett, daß du mir häusliche Szenen erspartest, das hatte ich sagen wollen." Noch immer konnte er sich nicht trennen. „Sag' mal", meinte er, „will Mutter irgend etwas unternehmen? Sie machte zu mir so eine Andeutung?" „Sie will zu einem Detektiv gehen." Er fuhr zurück. „Und du sagst mir das? Julia, du bist wirklich eine gute Kameradin." Die Frau lächelte gequält. „Bin ich das? Vielq leicht siehst du mich falsch, Ludwig." Er senkte den Kopf. „Ich sehe dich ganz richtig", sagte er heiser. „Aber du mußt mich falsch sehen. Du denkst, ich gehe zu meiner Geliebten, nicht wcchr?" (Fortsetzung folgt,) : b°s,D^bist im besten Alter, Julia, Al- ich 26 mar, 1 hatte ich schon beide Jungen." ’ ,La, Mutter", sagte Julia. Sie errötete nicht, sie Grün tragen, wollte er fageti, verschwieg die Berner- . D « ...cm. | lächelte nicht. . „ . . ... ,JDu wirst nun 40, Ludwig", wandte sich dann wohl Frau Henriette an ihren Sohn. „. " Mrnn die beste Zeit des Vaterseins." damals im Gesicht zu lesen war, blieb ein Stroh- cm! Warum umgeht er die gesetzlichen Vorschriften feuer und ging rasch wieder vorbei. Gerhart war und prüft nicht vorher, mit wem er es zu tun hat. - • «« ' «•-*- Mein Standpunkt ist unanfechtbar. Ich habe von Zibilla gekauft. Der Mann ist Händler und ich bin An Julias Tonfall konnte ihn nichts derartig geärgert haben, daß er die Faust auf den Tisch schlug und die flache Schale mit den Tulpen ins Schwanken brachte. „Als ob ich ein Kind fei!" Er nahm ihre Hand auf. ,Zch danke dir, daß du mich nicht getriezt hast. Man hat so genug Aergerliches durch- zufechten." Er verließ das heikle Thema sehr schnell. „Ich glaube, der Zibilla ist ein großer Gauner. Ich werde keine Geschäfte mehr mit ihm machen. Du kennst ihn doch auch, den Herrn Antek Zibilla aus Kattowitz?" „Ich mag ihn nicht. Er ist zu häßlich." „Sehr richtig. Wer mag den Kerl. Aber er hat unerklärlicherweise manchmal gute Sachen. Auch der Schnitzschrank mit dem Buddha, den er mir da gebracht hat, ist gute indische Arbeit. Ein altes Stück aus der Dravidagegend. Aber was ist das für eine Art, nach zwei Tagen anzukommen und das Käst« Unentwegte Arbeit bei KdF Die Veranstaltungen im Februar. im Auftrage der Stadtverwaltung allen denen, die sich bisher in aufopfernder Werfe für den Verein und seine Einrichtungen eingesetzt hatten, herzlichen Dank. Er bat, davon überzeugt zu sein, daß durch die Stadt die Arbeit der Schule im besten Sinne fortgeführt werde. Die Stadtverwaltung sei sich aller Bedeutung der Schuleinrichtungen des Vereins für die Äugend und deren Lebenstüchtigkeit bewußt.. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führt, wenn auch in etwas weniger umfangreichem Ausmaß, unentwegt chre Arbeit fort. Für den arbeitenden Volksgenossen, wie auch für die Soldaten soll nach wie vor die Freizeit eine Ausspannung bringen. Aus diesem Grunde sind auch im Monat Februar wieder einige Tournees der NS.- Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" unterwegs, um überall, wo sie auftreten, Freude zu bereiten. In den ersten Tagen des Februar werden die im wahrsten Sinne des Wortes „Fahrenden Gesellen" Gastspiele in den ländlichen Bezirken geben, und zwar in Freienseen, Ober-Erlenbach, Butzbach, Heuchelheim, Villingen, Laubach und Nie- der-Florstadt. Außerdem wird in den Tagen vom 6. bis zum 11. Februar ein zweites, das „L a - chende Varietö", in Ockstadt, Ober-Rosbach, Friedberg-Fauerbach und Friedberg einige heitere Sie Hütt ihren Sohn noch zurück. „Sag' mal, Ludwig, ich bin deine Mutter.." „Wußte ich längst, Mama. r „Sei mal ernst. Bist du mit Jutta glücklich. „Durchaus. Warum fragst du? „Weil da irgend etwas in letzter Zett mcht stimmt Du bist nicht mehr offen zu uns. Du verbirgst etwas. Du warft nie so viel aus dem Haus wie in ^Nachmittags kannst du doch nur meinen. Ich wache Geschäfte, Besuche und so weiter. „Bei Damen?" »Meso bet Damen?" In einer außerordentlichen Generalversammlung des Alice-Schulvereins, die gestern nachmittag im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, stattfand, wurde die Auflösung des Vereins beschlossen. Der Leiter des Vereins, OberstudienSirektor Or. Schelhorn begrüßte die Teilnehmer Insbesondere die langjährige Vorsitzende Frau Wilhelmine Kramer, ferner den Beigeordneten Nicolaus als Vertreter der Stadt. Zum einzigen Punkt der Tagesordnung, „Auflösung des Verein s", gab Oberstudiendirektor Dr. Schelhorn eine eingehende Begründung, der folgendes entnommen sei: Schulen, so sagte er u. a., seien immer Zuschußbetriebe. Die Mittel für die Unterhaltung der vielseitigen Einrichtungen des Alice-Schulvereins flössen aus Beiträgen der Mitglieder, aus den Zuschüssen des Staates, der Stadt, des Kreises, der Sparkasse und verschiedener Firmen, sowie aus dem Schulgeld der Schülerinnen. Sparsame Bewirtschaftung hatten es zu einer Zeit, als noch alle Quellen flössen, ermöglicht, nicht nur alle schulischen Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch einen beträchtlichen Betrag zinsbringend anzulegen. 1934 fielen aber die staatlichen Zuschüsse fort, da man an zuständiger Stelle der Auffassung war, daß das staatliche Seminar in Darmstadt für die Ausbildung technischer Lehrerinnen ausreichend fei. Diese Ansicht habe sich als irrig erwiesen. Die Nachfrage nach technischen Lehrerinnen sei heute größer, als je zuvor. Der Alice-Schulverein habe deshalb jein Seminar nicht geschlossen, sondern es auch ohne Staatszuschuß fortgeführt, allerdings unter ungünstigeren wirtschaftlichen Verhältnissen. Da auch die Zahl der Vereinsmitalied-er abnahm, verschlechterte sich die finanzielle Lage des Vereins in der Folge erheblich. Die schwerste Belastung des Vereins ergab sich seit 1935 aus dem schwachen Besuch des Fröbelseminars und aus den hohen Kosten, die durch die beiden Kindergärten und durch den Hort entstanden. Vom finanziellen Standpunkt aus hätten Ostern 1938 das Fröbelfeminar und die Kindergärten geschloffen werden müssen. Da griff zum erstenmal die Stadt Gießen tatkräftig ein. Um die unbedingt als soziale Einrichtung anzusehenden Kindergärten und den Hort zu erhalten, erklärte sich Oberbürgermeister Ritter bereit, das Defizit auf die Stadt Gießen zu übernehmen. In einem Schreiben, das der Vortragende der Versammlung zur Kenntnis gab, erklärte sich Oberbürgermeister Ritter ferner bereit, die gesamten Schuleinrichtungen des Aus der Stadt Gießen. 3m Spiegel deutschen Volkstums. „Weißer Winter — bunter Sommer", sagt der Dolksmund, und meist behält die ahnenererbte Meinung recht, daß einem harten Winter ein heißer, ernteschwerer Sommer folgt. So gibt uns die Kälte unseres Winters guten Grund zu den besten Erwartungen für ein ertragreiches Landwirtschaftsjahr, in dem sich die alte Bauernregel bewahrheiten werde: „Kalter Winter prophezeit früchtereiche Sommerzeit!" Dazu kommt noch, daß unser Winter schnee- reich ist. Das bedeutet eine weitere Garantte für das Gedeihen in Feld und Flur. Schneebelag schützt die Wintersaat, so daß sich das Volkssprichwort als zutreffend erweist: „Der Schnee ist der Erde Pelz." Wie alle Naturgeschehnisse hat auch das Phänomen des Schneefalls und Frostes feit alters auf die Phantasie unseres Volkes eingewirkt. Das zeigen zahlreiche Mären und Sagen. Verbreitet ist am meisten das Märchen von Frau Holle, die ihre Federbetten ausschüttelt; aber das Schneegestöber wird auch noch anders gedeutet. So sagt man in Niederdeutschland: „De ollen Wiwer sind bi’t Gäusplücken"; und in Schwaben heißt es gleichfalls humoristisch: ,,D' Becke un d' Müller haunt (haben) Händel", was diese neuere badische Fassung ausführlicher darstellt: „Wenn es jchnett, so kommt das daher, daß im Himmel die Müllerlehrlinge und Bäckerbuben sich prügeln; nun stäubt das Mehl zur Erde nieder." Die Art des Schnees ist bedeutsam für den Bestand des Schneebelages und zugleich ein Zeichen künftiger Witterung. In alemannischen Gauen spricht man von „rerigem" und von „rnulzigern" Schnee; ersterer ist pulverig und bleibt lange liegen, da er mit kälter werdender Witterung zu fallen pflegt, letzterer ist wässerig und flockt großfetzia nieder, wenn das Thermometer wenig unter 0 Grad anzeigt. Dortzulande heißt es auch: „Wenn der Schnee fternet, gibt's noch viel Schnee danach!" Das konnten wir mehrfach beobachten; der in kleinen Kriftallsternchen niedergehende Schnee hatte Dauer und war von scharfem Frost begleitet. Dazu paßt der Mecklenburger Dolks- reim: „Fällt der erste Schnee in Dreck, so muß er bald wieder weg", oder auch die rheinländische Fassung: „Schneit's zuerst auf feuchten Dreck, wird der ganze Winter ein Geck." Hingegen gilt der im Schneesturm dahinfegende Schnee als hartnäckiger Wintergast; man sagt: „Treibeschnee ist Bleibeschnee!" Nach einer süddeutschen Sage liegt in Schwaben ■Jein Hügel, auf dem auch im flockenreichsten Winter keine Handvoll Schnee liegen bleibt; es soll dort ein prächtiges Schloß gestanden haben und versunken sein; des zum Zeugnis bleibt der Winterboden dort | ^unbedeckt. Nach einer anderen Sage soll £ei Konstanz ein Erd fleck stets ohne Schneedecke bleiben, weil sich dort im Mittelalter ein Mord ereignet hat. Hingegen | will man beobachtet haben, daß es auch im Sommer einmal schneit, und das soll eine himmlische Mahnung | sein. So war es, als sich einst die Bürger einer Alpenstadt nicht einigen konnten, wo die neue Kirche I zu erbauen sei. Da ließ Maria es am 5. Sluguft auf I eine Erdstelle schneien, die genau den späteren j Grundriß ausmachte; seitdem steht heute noch dieser Tag als „Mariä Schnee" in manchem Kalender! „Eiswinter bringt ein Obstjahr", heißt es im Volksglauben; und wenn an winterlichen Sonntagen und Feiertagen viele Eisblumen an den Fensterscheiben blühen, so bedeutet es ein fruchtbringendes Jahr. Wenn weiterhin am Bauernhause — zumal um Fastnacht — lange Eiszapfen hängen, so er- , wartet die Bäuerin langen, also ergiebigen Flachs [ im Sommer. All dieser Aberglaube, der sich an einen kernigen ! Winter knüpft, hat seine gute Berechtigung, roeil i> ausgeprägte Jahreszeiten das Zuträglichste für die nordische Scholle und für den Mensche sind. Dennoch I ist in jedem Menschen die Sommersehnsucht rege; I und so trösten wir uns auch in diesen falten, aber | gesunden Tagen mit dem Sprichwort: "Dickes Eis I vergeht auch!" ___________ W. toten Leistungen, sie brachte aber auch ihre Freude darüber zum Ausdruck, daß die Schule nunmehr mit der Uebernahme durch die Stadt eine feste Basis gesunden habe, auf der sich die wertvolle Arbett, die bisher geleistet wurde, unter manch günstigeren Bedingungen weiterhin leisten lassen werde. Nachdem noch über die Formalitäten der Löschung des Vereins im Bereinsregister gesprochen worben war, sand die außerordentliche und zugleich letzte Generalversammlung des Alice-Schulvereins ihren Abjchluß. Eine Organisation, die über 6 Jahrzehnte in treuem Dienst an der Erziehung des Nachwuchses stand sand damit eine Ablösung, die dafür bürgt, daß die Arbeit auf fester Grundlage fortgesetzt werden kann. Lornotizen. Tageskalender für Freitag. Populärwissenschaftlicher Vortrag der Universität: 20.15 Uhr im Hörsaal des Zoologischen Instituts, Bahnhofstraße, Professor S ch m i d t „Filmvorführungen aus dem Gebiete der Zoologie". — Stadttheater: 20 bis 22.30 „Bengalische Zukunft". — Gloria-Palast, Settersweg: „Dein Leben gehört mir"N — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ehe in Dosen". Stadtthealer Gießen. Am heutigen Freitag wird zum ersten Male die Komödie „Bengalische Zukunft" von Gesell und Martin aufgeführt. Spielleitung: Dr. Hannes Ra- zum. Bühnenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Hilde Kneip, Elisabeth Leiprecht, Jngeborg Riehl, Rose Stirl; Hans Caninenberg, Walter Erler, Gert Geiger, Friedrich Gröndahl, Viktor v. Gschmeidler, Siegjried Lowitz, Hilmar Manders, Gert Reuter, Hans Albert Schewe, Hans Seitz, Kar! Dolck. 18. Vorstellung der Freitag-Miete. Treudienst-Ebrenzeichen für SOjährige freue Arbeit. Dem bei der Firma W. & G. Schucharb in! Gießen beschäftigten Lageristen Reirchold Winter wurde vom Führer als Anerkennung für 50jährige treue Arbeit im Dienste des Deutschen Volkes das Treudienst^Ehrenzeichen verliehen. Die Aushändigung an den Jubilar erfolgte anläßlich eines Betrieb sappells durch den Betriebssichrer. Berdunkelungskonfrolle. Die wiederholten Mahnungen aus berufeneirt Munde, in der Lustschutzdisziplin nicht nachzulassen, sollten auch zu einer gelegentlichen Nachprüfung des Zustandes der Verdunkelung der eigenen Wohnung bzw. des eigenen Geschäfts führen. Eine einfache Möglichkeit dazu ist folgende: Verdunkelung der Wohnung usw. einmal am Tage, zu Hause etwa Sonntagvormittags. Ist die Verdunkelungseinrichtung ungenügend, dann sieht man deutlich, wo sich die Fehlerquellen befinden. Denn wo Tageslicht einbringt, bringt abends auch künstliches Licht hinaus. Gefahren im Haushalt. UeberaU ist der Mensch von Gefahren umgeben. Selbst im Haushalt lauern sie. Darum heißt es auch hier, es nicht an genügender Vorsicht und 21ufmert« samkeit fehlen zu lassen. Wie leicht kann zum Beispiel beim Brot- ober Fleischschneiden, wie beim Kartoffelschälen ober bei der Benutzung der Fleischmaschine das Messer ausrutschen und die Hand Der« letzen. In solchen Fällen drücke man die Schnittkanten zusammen und bedecke sie mit einem Mull- stück, das mit einer Binde und einem Heftpflaster befestigt wird. Noch praktischer sind die bekannten Schnellverbände. Auch mit Verbrennungen ober Verbrühungen muß bei ber Küchenarbeit immer gerechnet werden. Bei leichteren Hautverbrennungen hilft Einreiben mit Fett, Del ober Borsalbe. Dann muß die Wunde mit einer Brandbinde bedeckt werden. Handelt es sich um schwere Brandwunden, so bedecke man den Verletzten bis zum Eintreffen des Arztes ohne Berühren ber Brandstelle mit einem Leintuch, um Vereins mit dem Lehrpersonal auf die Stadt zu übernehmen und der neuen Schule den Namen „Frauenarbeitsschule" zu geben und damit die für Stadt und Kreis Gießen so wertvolle Ausbildungsstätte für die weibliche Jugend zu erhalten. Mit diesem Entschluß der Stadtverwaltung ist ein langgehegter Wunsch des Vorstandes des Vereins in Erfüllung gegangen. Der Vorstand gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Schule weiterhin eine gedeihliche Entwicklung nehmen möge. Nach dieser Begründung des Auflösungsantrags des Alice-Schulvereins stellte Oberstudiendirektor S ch e lh o r n den Antrag zur Aussprache. Die Versammlung stimmte der Auflösung einstimmig zu, so daß also nun der Alice-Schulverein nach 62jährigem Bestehen aufgelöst ist. Das Vermögen des Vereins fällt der Stadt Gießen zu, die es im Sinne der Bestrebungen des Vereins verwenden wird. In feinen weiteren Darlegungen gedachte der Vortragende all derjenigen, die jahrelang ehrenamtlich dem Verein ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten, insbesondere Geheimrat Prof. Dr. Fromme, Frau Wilhelmine Kramer, Schulrat Prof. Dr. Alles und Oberstudiendirektor Dr. Kalbfleisch (f). Für aufopfernde ehrenamtliche Mitarbeit im Verein wurde dann dem langjährigen treuen Rechner des Vereins, Verwaltungsamtmann Martin, der Dank des Vereins ausgesprochen, der trotz stärkster dienstlicher und außerdienstlicher Belastung und zeitlicher Inanspruchnahme die schwere und anstrengende Tätigkeit des Rechners muftergültig ausgeübt hatte. Ferner wurde den Damen, die als treue Hel- jermnen des Vorstandes die hauswirtschaftlichen Belange der Schule überwachen halfen, Frau Tamm, B e ch t e l und Frau W o d a e g e, herzlicher für ihre Arbeit gesagt. „Weshalb?" „Weshalb? Du fragst naiv." Ihm entging der dünne Unterton in ihrer Frage, dies leichte Schwingen. „Weil Gerhart im zweiten Jahr unserer Ehe auftauchte. Er kam aus Amerika, er erzählte Wun- 1 S,____rx:„V- (nnnln nftne ItnX tohoc Ittth TOHnttls Aff wollte Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" Einzug , .. ' ... - nr , ra"-;xx halten. Das Programm bringt den Film „Ferien Stunden zu bereiten wissen Auch die „Grillen- 'om selbstverständlich auch die Wochenschau /D— ; -1. — - — „ L „ „ » avX a w A ! vtv-e A i a4a ,, r»"X I Unb einen guten Kulturfilm. Gastspiele gegeben haben, werden eingesetzt, und | b zwar in Friedberg und in Bad-Nauheim. I - Ludwig Carlotti hatte nicht viele Wünsche zu erfüllen. Die Ehe war im sechsten Jahr kinderlos. ! Frau Henriette hatte mit chütt^licher u^ schwieger- ^eqen'der^Hängebäcken und dem Specknacken; das mütterlicher Neugier einige Male daran gerührt wegen aber weder von ihrem Sohn Ludwig, noch von Der | Schwiegertochter Julia eine ausreichende Antwort m t „ • "rU in dos Erdgeschoß, wo sich seine eigene Wohnung beste Zeit des Vaterseins. I befani) Sie war von dem Laden getrennt, lag im teft?ÄtnÄ^ gutmütiges Ko- ©^^5 fiel dir. Ich merkte es. Aber gottlob Yietteft du oann oem »ruver mqes JT« mödiantengesicht mit ben Kundschaft zu erwarten und der junge Mann, den doch zu mir Die^Begeiferung fttr Gerhart die Schrank auf reden Fall zurück^^mu^ ba den Backen, dies Gesicht, das immer verfroren uus ( eingestellt hatte, war verläßlich und verkaufte nur f<,iÄ£n L zehn. J°hr° a!t ist. Ludwig, bist Unw°!°nMch°^°us .eig°n- Fausts ffe du fünfzig. Höchste Zeit. b 1 an Sie trug ein orangefarbenes Kleid; aus Woll- Er war nicht prüde. „Also gut , er rtoff schien ihm. Es stand ihr gar nicht. Du müßtest fttich sich über das glatte, schon em bißchen graue tragen, wollte er sag seine ralfijj Sprache. 2 liier Be scheu" V Ungarn ,oe germanisch keine Man und lang« deutlich oc sind die § Sprache b noch mit unter den guten Ton ; besiedelt, f< den kam u zu Schwel Zähren ni Menschen I mit 10 D Finnland । Staat Em Die Ka Nlanb «um ein *ben 31 !lePPe de, » N F* ell> , ’6 bie r, ■Mmen ff “H Mm« ; ,*« u !«Jlid Db > S »erb Z feinem i*»ert * »oh 0>e 7>di kV Kriegsberi Teil Kare land sich * erftrecfenb ' her Grenz hosten bi . Äolksstam reicht vom fee und if Nördlich d Ihügelig. $ hier kaum, ter, der lc verhältnisi von ozean vifche Me vom Eis dann mit der flacher tersburg immer zu. , Währen! einiger M> in feinem mogebiet Golfstrom Nng zi Mnbung d rüden un verkehrstel W nur Jiorbenbe Gifenbafyn: d« geht es Meter weif kndeten E 8anz in b oberen £ ® ? Ieine: Weltmeer Jjen St Mchen । "amlich a