TT ) 1)6 MffM M * M. K v W ▲< o Samstag, 3l-August, Z Gießener Anzeiger 190. Jahrgang Nr. 206 August, SoMag, LSeptbr. 1940 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Bormittags Anzetgen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat rmRild-DieScholle Monats-Berugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschlust 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks M. vrül scheUniverstlatrdruckerei R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Gießen. Zchnlftrahe 7-9 Königlich Rumä- Wien, 30. Aug. (DNB.H D und Ungarn schwebende Frage des an U r । a r n abzutre- einen solchen 5 für s i e v e r - zwischen Rumänien der Räumung und Besetzun Modalitäten sind sofort durci sowie deren sonstige nische und die Königlich Ungc sche Regierung haben iche Staatsange feit. Sie sind der )!igt, innerhalb einer haben das ungarische Staa gebiet innerhalb einer weiteren Frist von einem ahr zu verlassen und werden von Rumänien bernommen. Sie kön- ihrer Abwanderung u entschädigen. entgegenkommender Weise abgetretenen, jetzt bei R m änien verblei- tsangehörigkeit zu optieren. Für die 5. Die Königlich Ungaris- Regierung übernimmt die feierliche Verpflichtuni die Personen, die auf Grund dieses Schiedsspru, nitätswechsel ergebenden inzelfragen bleibt u n - »er Königlich Ungarische ligen Angelegenheiten uni vorbehaltlos durquführen. 3m Anschluß an den siedsspruch hat zwischen non Ribbentrop Britische Flugplätze, Industrie- und Hasenanlagen in Brand geworfen. nochmals die Erklärung Schiedsspruch als e n i annehmen und daß l u n g e n zwischen der der Königlich Ungari- ch die Räumung und e und Ordnung mittelbaren Verh« Königlich Rumänischen u schen Regierung überlasser 7. Falls sich bei der Du angehörigkeit erwerben, Volkstum angehören, d Staatsangehörigen in [ land und Italien die i Verletzlichkeit des nien abzutretenden Gebiet ohne weiteres die ungar Frist von sechs Monaten f i Staatsangehörigkei sonen, die von diesem Option kegrilät und Un- manischen Skaats- die rumänische u optieren. Die Perecht Gebrauch machen, i Volkstum ange- taatsangehöri- die ungarische Staats- iber dem rumänischen übrigen ungarischen •r Weise gleichzu- in großzügiger und handeln. gebiet es garantien unb die rumänische Regierung diese Garanti inninimt. estätigt, daß sie den ü ltige Regelung e sich verpflichten, ihn Angriffe. Britische Häfen wurden weiter vermint. Auch in der letzten Rächt warfen britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben aus nicht- militärische Ziele. 3m Ruhrgebiet wurden an mehreren Orten Wohnviertel getroffen. Es gelang jedoch, die entstandenen Brände durch den Sicher- heits- und Hilfsdienst rasch zu löschen. Der sonst an- gerid,/:fe Sachschaden ist geringfügig. Bei ihren nächtlichen Einflügen in das Ruhrgebiet wurden zwei feindliche Flugzeuge durch Flak, in den Luftkämpfen des Tages 19 feindliche Flugzeuge abgeschossen und sechs Sperrballone zerstört. Sieben eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. Ein U-Boot hat aus einem stark gesicherten Geleitzug heraus bei Nacht dreifeindliche Handelsschiffe von insgesamt 21 000 BRT. versenkt. der dem Ru- bafür Sorge zu tragen, daß Besetzung in voller R u vollzieht. 3. Alle rumänischen tenden Gebietes durch Minister der auswärtige Angelegenheiten haben von dem* Schiedsspruch i seiner Anlage Kenntnis genommen und na ris ihrer Regierungen p h a n Csaky , heute in Schiedsspruch gefällt: 1. Als endgültige Grenz einen Schieds - eses Ersuchens und en einer Befriedung im Donauraum Schiedsspruch über die ungarisch-rumänische Grenzziehung. den schon passiert. Dies ist erklärlich, wenn man bedenkt, daß der Anmarschweg der deutschen Flugzeuge von der französischen Küste nach London nur noch Minuten dauert und der Einsatz bei Bombardements mit größter Wirksamkeit erfolgt." Wieder Lustangriff auf Berlin Wohnviertel, Krankenhaus und Kirche getroffen. Berlin, ZI. Aug. (DRB. Funkspruch.) 3n der Rächt zum Samstag setzten die Engländer ihren Angriff gegen die Reichshauptstadt fort. Rach Mitternacht wurde über zwei Stunden Fliegeralarm gegeben. Mehrere britische Flugzeuge überlogen in dieser Zeil das Stadtgebiet von Berlin und warfen an verschiedenen Stellen zahlreiche Brand- und Sprengbomben ab. Die Bomben fielen in die 3nnenstadt sowie in Wohnviertel und riefen zumeist in z i- vilen Häusern Dach st uhlbrände und Einsturzschäden hervor. 3n Reukölln flog eine Bombe in das Bethesda-Krankenhaus, zwei weitere Bomben trafen in dem gleichen Stadtteil die Christus-Kirche. Mili- lärische Ziele wurden nicht getroffen. 3nfolge des disziplinierten Verhaltens der Bevölkerung konnte größerer Personenschaden vermieden werden. Drei Zivilpersonen sind schwer und drei leicht verletzt. roärtigen Angelegenheiten, lescu, und dem Königlich Minister der aus- Nichael M a n o i - ngarischen Minister 80 feindliche Flugzeuge abgeschosfeu. Lieberraschende Vorstöße nach England. - Flugplätze und Anlagen der BAF. erheblich beschädigt. — Erfolgreiche Lustkämpfe. Berlin, 30. Aug. (DRB.) Unsere Kampf- und 3agdflieger unternahmen am Freitag mehrere überraschende Vorstöße nach der britischen 3 n s e l. Eine Anzahl von Flugplätzen und Anlagen der RAF. wurden durch Bomben erheblich beschädigt. Bei diesen Angriffen sowie bei dem Ueberstiegen der englischen Südküste entwickelten sich zahlreiche Luftkämpfe über den südlichen Grafschaften und dem Kanal. Rach den bisher vorliegenden Meldungen sind hierbei 80 feindliche Flugzeuge durch unsere 3ä- ger abgeschossen worden. Die eigenen Verluste betragen nur 21 Flugzeuge. England unter den. Schlägen der deutschen Luftwaffe. Rom, 31. Aug. (Europapreß.) Das englische Luftfahrtministerium mußte zugeben, daß a m Freitag b ei Morgengrauen deutsche Flugzeuge erneut einen Angriff auf London ausgeführt haben. Trotz der Luftabwehr haben die deutschen Flieger zahlreiche militärisch wichtige. Punkte im Weichbild der Hauptstadt mit Bomben belegt. Es wurden zahlreiche Spreng- und Brandbomben auf militärische Ziele ab geworfen, die Schäden anrichteten und Brände hervorriefen. Weitere Nachrichten aus London besagen, daß am Donnerstagabend und die ganze Nacht hindurch die deutschen Luftangriffe intensiv andauerten. Deutsche Flieger haben eine Reihe englischer Landstriche überflogen und dabei militärische Ziele, Kriegsmaterialfabriken und sonstige industrielle Anlagen' bombardiert. An der Südostküste haben die deutschen Bombenflieger Küstenbatterien angegriffen. In Mittelengland wurden durch den Abwurf schwerer Sprengbomben bedeutende Schäden an Kriegsmaterialfabriken angerichtet In englischen Militärkreisen erwartet man eine täglich fortschreitenden Verschärfung der deutschen Luftoperationen. Nach dem Angriff in der Nacht zum Donnerstag, bei dem Tausende von Bomben über England abgeworfen worden seien, die große Verwüstungen besonders in Städten Mittelenglands und der Südwestküste angerichtet hätten, steige die Dauer derAngriffe und Alarmzustände von Fgll zu Fall, wie auch die Zahl der abgeworfenen Brand- und Sprengbomben sich jedesmal vergrößere und der angerichtete Schaden Der Wehrmachisbericht vom zrettag. Berlin, 30. Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Gestern beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf bewaffnete Aufklärung, in deren Verlauf es zu mehreren Luflkämpfen über Südostengland kam. 3n der Tlacht zum 30. August griffen Kampffliegerverbände mehrere Flugplätze in den Grafschaften Lincoln und Suffolk, 3ndustrieanlagen in Felixtown, Flugzeugwerke in Weybridge und Lang- lcy-Slouth sowie die Hafenanlagen von Dundee, Leith, Hartlepool und Liverpool an. Ausgedehnte Brände in den einzelnen Häfen, besonders im Hafen von Liverpool, zeigten den Erfolg der 4. Die dem u n g a r i f c n hörenden rumänische n5i Nach der Verkündung es Schiedsspruches erklärte Reichsaußenminis Dort Ribbentrop u. a.: Die rumänische un ie ungarische Regierung haben ihren Willen bei bet, las zwischen ihnen seit langem strittige Prim auf friedlichem Wege' zu lösen und f en damit ihrer Verantwortung sowohl für die Wahrung ihrer eigenen Interessen, als auch für die Erhaltung des Friedens in Südosteuropa Rechnung getragen. Deutschland und Italien, die mit Rumänien und Ungarn in gleicher Weise durch freundschaftliche Beziehungen verbunden sind, sind an der Frage als solcher nicht unmittelbar interessiert. Sie konnten deshalb i n voller Unparteilichkeit an die ihnen angetragene Aufgabe herantteten und aus den großen Schwierigkeiten, die die komplizierten geographischen und ethnographischen Verhältnisse des strittigen Gebietes in sich schließen, einen gerechten und die Interessen beider Teile wahrenden Ausweg finden. Die beiden Achsenmächte haben damit aufs neue den Beweis erbracht, daß sie entgegen der englischen Politik, die seit Beginn der Auseinandersetzung der Achsenmächte mit England versucht hat, die Brandfackel des Krieges auch in den Donauraum zu werfen, entschlossen und in der Lage sind, in Zusammenarbeit mit den Mächten in diesem Raum eine Ausdehnung des Krieges auf dieses Gebiet zu verhindern. Nach der sowjetrussisch-rumänischen Einigung über die bessarabische Frage und nach der bereits erzielten Einigung zwischen Rumänien und Bulgarien in der Frage der Süddobrudscha ist nunmehr mit dem heute gefällten und von den beiden Parteien angenommenen Schiedsspruch das letzte im Donauraum noch schwebende territoriale Problem seiner Lösung zugeführt. Ein endgültiger Zustand der Befriedung wird nunmehr zum Nutzen Die neue ungarisch-rumänische Grenze beginnt südwestlich Nagyscalonta (Salonta) an der bisherigen ungarisch-rumänischen Grenze, führt in nordöstlicher Richtung etwa 10 Kilometer südöstlich von Großwardein vorbei und verläuft dann in östlicher Richtung dicht südlich der Eisenbahn von Großwardein nach Klausenburg und südlich an Klausenburg vorbei bis zu einem Punkte etwa 30 Kilometer nord- nordwestlich Neumarkt. Von dort führt sie südwestlich von Neumarkt vorbei nach Südosten, wobei die Bahnlinie von Schaeßburg nach Kronstadt bei Rumänien verbleibt. Etwa 22 Kilometer nordöstlich von Kronstadt wendet sie sich in einem nach Süden ausgebuchteten Bogen ostwärts zum Hauptkamm der Karpachen, dem sie dann übereinstimmend mit der alten ungarisch-rumänischen Grenze aus Zeit vor dem Weltkrieg nach Norden bis zu Punkte folgt, wo sie die neue Grenze zwischen mänien und Sowjetrußland erreicht. sprach zu regeln. Auf Grund , , auf Grund der von der Königin Rumänischen und aller auch in diesem Teil Europas eintreten. Ich bin der Ueberzeugung, daß hiermit eine feste Grundlage für die Herstellung dauerhafter und freund- ichaftlicher Beziehungen zwischen Rumänien und Ungarn geschaffen worden ist. — Aehnlich lautete auch eine Erklärung des italienischen Außenministers. Die feierliche Unterzeichnung des Schiedsspruches fand um 15 Uhr im Schloß Belvedere statt. Die Grenzziehung. nische und die Königlich Ungarisch Regierung haben an die Königlich , , ifüfjrung dieses Schiedsspruches Schwierigkeiten ar Zweifel ergeben, wer- ber auswärtigen Angelegenhlen, Graf Ste- ßien folgenden benben Gebiet ansä \ sind, erhalten das Recht, innerhalb einer Frij ron sechs Monaten f ü r d i e ungarische St den die Königlich Rumä che und die Königlich Ungarische Regierung sic hierüber unmittelbar verständigen. Nten sie sich dabei über eine Frage nicht einigen knen, so werden sie diese Frage der Reichsregierun und der Königlich Italienischen Regierung zur ibgültigen Entscheidung unterbreiten. Der königlich Rumänin Minister der auswär- leazzo Ciano, nach nofnaliger Aussprache mit dem Königlich Rumänisch, rsonen, die von diesem Optionsrecht Gebrauch macn, gelten die vorstehend unter 3. niedergelegten Gr dsätze. sich an die Reichsregierung un . Italienische Regierung gewandt nit dem Ersuchen, die zwischen Rumäniei und Ungarn Schiedsspruch ohne weiteres c <- .... ,----- kindlich anzuerkennen haben der deutsche Reichsminister des Auswärtig, Joachim von Ribbentrop, und der M ifter des Auswär- der Königlich Ungarischen Rec(rung mit diesem Ersuchen verbundenen Erklär ng, Nach einem Lahr. „Auf Befehl des Führers und Obersten Befehls« Habers hat die Wehrmacht den aktiven Schutz des Reiches übernommen. In Erfüllung ihres Auftrags, der polnischen Gewalt Einhalt zu gebieten, sind Truppen des deutschen Heeres heute früh über alle deutsch-polnischen Grenzen zum (3 eg en an griff angetreten. Gleichzeitig sind Geschwader der Luftwaffe zum Niederkämpfen militärischer Ziele in Polen gestartet. Die Kriegsmarine hat den Schutz der Ostsee übernommen." Diese Bekanntgabe des Dberfom» rnondos der Wehrmacht in der Frühe des 1. September 1939 war die Antwort auf eine Kette frecher Herausforderungen, wie sie sich nur ein Volk von der grenzenlosen Ueberheblichkeit und der macht- politischey Verblendung des polnischen einem großen Nachbarreich gegenüber zu schuld en kommen lassen konnte. Und selbst die Polen, von der immer -wieder bewiesenen Geduld der deutschen Diplomatie 3ur Maßlosigkeit verleitet, Über die Schlagkraft der deutschen Waffen völlig im Unklaren, hatten den äußersten Schritt unerhörtester Provokationen in Worten und Taten auch nur gewagt in blindem Glauben an die ihnen zugesicherte Garantie der westlichen Demokratien, die in vollem Bewußtsein der Folgen ihres Tuns bereits Anfang April den Polen die Blankovollmacht ausgestellt und diese seitdem immer wieder bekräftigt hatten in der bestimmten Erwartung, daß sich mit ihr der Krieg werde entzünden lassen, den sie haben wollten, um das junge nationalsozialistische Deutschland im Augenblick seines Aufstiegs zu zertrümmern und die eigene Weltherrschaft zu retten. Um dieses Ziel zu erreichen, war von den Kriegsmachern in Paris und London mit Hilfe des bri- tisch-französischen Garantiesystems seit Jahr und Tag ein ungeheurer Mechanismus vorbereitet worden, der wie ein Polyp Deutschland in seinen Fangarmen einpressen und zerdrücken sollte. Wenn in Polen der Kriegsbrand entfacht war, sollte Rußland den Polen den Rücken stärken, französisch-britische Heere sollten unter Umgehung des Westwalls durch Belgien und Holland in Deutschland einfallen und mit Expeditionsttuppen über Skandinavien und den Balkan den Ring der Einkreisung vollenden, während die britische Flotte, wie einst im Weltkrieg, Deutschland vom Meere abschneiden sollte. England, trotz so starker vermeintlicher Bundesgenossen von der eigenen militärischen Kraft nicht restlos überzeugt, oertraute wie stets auf die brutale Waffe der Aushungerung und auf die tückische Waffe der Propaganda um so mehr, als die Berichte des so Diel- gerühmten britischen Geheimdienstes wie das törichte Geschwätz wurzelloser Emigranten die Clique der Kriegsmacher in London in dem Wahn bestärkt hatten, daß Deutschland ohne jede wirtschaftliche Reserven sehr bald am Hungertuch nagen, die deutsche Rüstungsindustrie ohne Rohstoffzuftchren ehr schnell zusammenbrechen und das deutsche Volk ich, vor einen aussichtslosen Kampf gestellt, gegen eine nationalsozialistische Führung erheben werde. Zweifellos ein wahrhaft gigantischer Plan, der nur einen freilich grundlegenden Fehler hatte, daß er nämlich auf einer Reihe ebenso gigantischer Trugschlüsse auf gebaut war. Wie alle innenpolitischen Hoffnungen auf eine Zersetzung des deutschen Widerstandsgeistes an der ehernen Einheit der nationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft zerschellten, wie Deutschlands Wirtschaft, durch den Vierjahresplan Görings seit langem auf den Ernstfall ausgerichtet, allen Anforderungen des Krieges nachkam und wie schließlich auch die Ernährung des deutschen Volkes, zweckmäßig gestaltet und beizeiten vorsorglich gelenkt, sich als vollauf gesichert erwies, so stürme auch das kunstvoll ersonnene außenpolitische Gefängnis, das man Deutschland zugedacht hatte, wie ein Kartenhaus zusammen. Die Hoffnung guf den Beistand Rußlands trog. Nach monatelangem Antichambrieren im Kreml mußten die britisch-französischen Unterhändler in Moskau am 22. August die Unterzeichnung des deutsch-russischen Freundschaftspaktes durch Ribbentrop und Molotow erleben. Die Sowjetunion war nicht gewillt, sich wie einst das zaristische Rußland, vor den britischen Kriegswagen spannen zu lassen, sondern lenkte wieder in die Bahnen der trabitionellen deutsch-russischen gutnachbarlichen Zusammenarbeft, die seit den Tagen Peters des Großen und der Großen Katharina mit geringen Unterbrechungen immer zum Wohl beider entsprechend wachse. Besonders gebe man in London zu, daß der letzte, größte Angriff der deutschen Luftwaffe auf England mehr Schaden verursacht habe, als alle bisherigen Aktionen dieser Art zu- sammengenommen. Das Ergebnis könne man sich vorstellen. Auch die Themsemündung sei hefttg angegriffen worden, und besonders hart haben die Industrieanlagen von Liverpool unter dem Feuer der deutschen Bomben gelitten. In einigen Städten seien die Gasleitungen an mehreren Stellen zerstört worden, was große Feuersbrünste zur Folge gehabt habe. Auch die elektrischen Zentralen dieser Städte seien vernichtet worden. Die in schnellster Folge auf die militärischen Objekte an der Peripherie Londons von den deutschen Fliegern unternommenen Angriffe gestalteten die Organisation der Abwehr äußerst schwierig. Die „Times" warne vor der irrigen Annahme, daß die deutsche Luftwaffe nach der nun schon Wochen andauernden Aktion in ihrer Angriffskraft gelitten habe. Deutschland verfüge über ungeheure Reserven von Bombenflugzeugen. England habe noch einen langen, harten Weg zurückzulegen, bis das Schicksal der Schlacht um England entschieden sei. Das englische K ö n i g s p a a r soll während des deutschen Luftangriffes in der Nacht zum Donnerstag stch in seinem Salonwagen befunden haben. Der Zug war in der Nacht des großen Angriffes auf einem kleinen Bahnhof in Lancashire untergestellt. Kurz nach Mitternacht sei das Königspaar von heftigen Detonationen geweckt worden, man habe festgestellt, daß 2 0 0 Meter von dem Salonwagen entfernt zwei Sprengbomben das Schienennetz zerrissen hätten. Die englische Presse kritisiert die mangelhaften Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Königspaares und bezeichnet es als einen Skandal, daß deutsche Flieger ungesehen und ungehindert ihre Bomben in der Nähe des königlichen Salonzuges hätten abwerfen können. Der Londoner Korrespondent der spanischen Zeitung „ABC" schreibt: „Die Pünktlichkeit, mit der die Deutschen zum Stelldichein über den D ä - chern Londons herbeieilen, läßt uns annehmen, daß wir auch heute ihren Motorenlärm und ihre Bomben in dem Augenblick hören werden, wo wir uns vom Abendessen erheben. Die Londoner Bevölkerung sagt, daß die deutschen Bombardements wie Stürme sind. Wenn Kanonendonner und Sirenenlärm erschallt, ist der Scha - tigen Seiner Majestät des Köi js von Italien und Albanien, Kaisers von Aeth pien, Graf Ga- eine rumänisch-ungarische Kommission festzusetzen Die Königlich Rumä- [teilen. Die Königlich siumänische Regierung übernimmt feierlich die eiprechenbe Verpflichtung für die in ihrem Staatsg et verbleibenden rumä- gen, die in dem 1919 vo Ungarn an Rumänien taatsangehöri- g e n, die am heutigen lad in dem von Rumä- lsässig sind, erwerben mänische Gebiet wird von bt rumänischen Truppen innerhalb einer Fistoon14 Tagen geräumt und in orbnungc läßigem Zustande an Ungarn übergeben. 2t einzelnen Etappen 2 r mögen frei mit den Außenministern de Achsenmächte einerseits und dem rumänischen ! ;enmiaister andererseits ein Notenaustausch statte imben, in dem Deutschnischen Staatsangehörigen Ngarischen Volksturnes. 6. Die Regelung, sonstig sich aus dem Souverä- und Ungarn wird die in die cliegende Karte eingezeichnete Grenze fe elegf. Die genauere Grenzziehung an Ort und Sti e bleibt einer rumänisch-ungarischen Kommission -erlassen. 2. Das hiernach an Ungar sollende, bisher ru- nen ihr bewegliches! sich führen, sie können frner ihr unbewegliches Vermögen bis 4 liquidieren und den (lös gleichfalls frei mit sich nehmen; falls die Li< dierung nicht gelingt, find sie von Ungarn; u entschädigen. Ungarn wird alle mit der ifieblung der Optanten zusammenhängenden Frag Völker gewesen ist. Damit erhielt das zum Kampf gezwungene Deutsche Reich nicht nur politische und militärische Rllckenfreiheit im Osten, sondern auch alle Möglichkeiten wirtschaftlicher Zufuhren aus dem großen Rohstosfgsdiet des russischen Raumes. Ein Fehlschlag waren auch alle Bemühungen der britisch-französischen Diplomatie, das faschistische Italien aus der Front der Achsenmächte an die Seite der Demokratien zu locken. In Rom hatte man weder die schnöde Behandlung Italiens durch die alliierten Friedensmacher 1919 vergessen, die Italiens berechtigte Kolonialansprüche mit der Ueberlassung von ein paar Wüstenstreifen hatten abspeisen wollen, noch den Sanktionsfeldzug der Genfer Liga, mit dem England den Italienern während des Abessinienfeldzuges in den Rücken gefallen war, und schließlich auch nicht das brüske „Rein , das des französischen Ministerpräsidenten Daladier einzige Antwort auf'Italiens Wunsch nach Einleitung eines Gesprächs über die italienischen Revisionsforderungen gewesen war. Italien wartete auf seine Stunde. Die von Mussolini verkündete Politik der „Nichtkriegführung" entsprach den wohlerwogenen Interessen beider Achsenmächte, die durch den Pakt vom 22. Mai 1939 sich zu einem unlöslichen Block zusammengeschlossen hatten, einer engen Zusammenarbeit, die durch die Begegnung zwischen Führer und Duce auf dem Brenner am 18. März 1940 bekräftigt worden war und am 10. Juni 1940 durch den Eintritt Italiens in den Krieg ihre Krö- nung erfahren hat. Der Führer selbst hat in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli die Wirksamkeit dieser politischen Linie unseres italienischen Bundesgenossen gewürdigt, als er sagte: „Italien bannte von Anfang an starke Kräfte unserer Feinde und lähmte vor allem ihre Freiheit der strategischen Disposition. Das Eintreten Italiens hat mitgeholfen, in Frankreich die Erkenntnis der vollen Aussichtslosigkeit eines weiteren Widerstandes zu beschleunigen." Aber nicht nur, daß die Monate der Nichtkrieg' führuna Italiens uns dos Tor nach Süden zum Meer hin in einer Zeit offenließ, in der uns im Interesse unserer Versorgung noch sehr viel daran gelegen sein mußte, war es auch die energische Haltung Italiens, die die Mitläufer der Demokratien auf dem Balkan in Schach hielt und sehr wesentlich dazu beitrug, daß auch hier die demokratische Rechnung nicht aufging. Denn wenn auch Rumänien und Griechenland sich britische Garantien aufnötigen ließen, die Türkei sogar sich zu einem regelrechten Bündnisvertrag mit den Westmächten verstand und in Jugoslawien gewisse Kreise mit Paris und London heftig liebäugelten, so waren die Haltung Italiens und nicht zuletzt die imponierenden Schläge der deutschen Waffen in Polen, in Norwegen, Belgien und Holland eine schlecht überhörbare Warnung an die Balkanstaaten, sich in dos britische Netz zu begeben. So konnten weder der Plan einer Landung britisch-französischer Truppen in Saloniki für einen Vorstoß durch Ungarn und die Slowakei in Deutschlands Südost- flanke noch die Luftangriffe auf Rußlands kaukasische Oelfelder tn die Wirklichkeit umgesetzt werden. Der britische Einkreisungsring* wurde auch hier durchbrochen und zerschlagen. Wir sind in unserer Darstellung der Fehlschlüsse britischer Einkreisungspolitik dem chronologischen Gang der Ereignisse vorangeetlt. Denn nach der diplomatischen Niederlage, die die westlichen Demokratien Im Kreml hatten einstecken müssen, war der nächste Schlag militärischer Art gewesen. An jenem denkwürdigen 1. September 1939, an dem der Führer im Reichstag nach Schilderung der Provokationen, die Polen den immer wieder unternommenen deutschen Versuchen zu einem gütlichen Ausgleich in der Frage Danzigs und des Korridors entgegengesetzt hatten, erklärt hatte: „Ich habe mich nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, mit der Polen nun seit Monaten mit uns spricht. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!", an jenem 1. September begann sich Polens Schicksal mit einer Schnelligkeit zu erfüllen, die damals auch uns selbst noch in höchstes Erstaunen setzte. Der schlagartige konzentrische Vormarsch von fünf deutschen Armeen im polnischen Raum, die Einkreisung und Vernichtung der polnischen Hauptkräste im Weichselbogen zeigte zum erstenmal dem deutschen Volke und der staunenden Welt die strategische Ueberlegenheit der deutschen Führung, die es verstand, die unter das Zeichen des Motors gestellten neuen Waffen des modernen Krieges auch in der Masse operativ so einzusetzen und zu bewegen, daß bei geringen eigenen Verlusten der größte Erfolg erzielt wurde. Die blitzartige Zertrümmerung Palens ließ es zu einem Eingreifen seines westlichen Verbündeten gar nicht kommen. Sie hatten mit einem hinhaltenden Krieg gerechnet, der ihnen erlaubte, die eigenen Rüstungen zu vollenden, und mußten nun erleben, daß die Versailler Fehlkonstruktion eines polnischen Staates zerbrach und Deutschland sich mit der Sowjetunion über die Abgrenzung beider Interessengebiete im polnischen Raum einigte. Seitdem ist in den neuen ostdeutschen Reichsgauen wie im Generalgouvernement ein wirtschaftlicher und kultureller Ausbau in die Wege geleitet, der sich der Kolonisation des deutschen Mittelalters zur Seite stellen darf, zumal die Rückkehr und Ansiede- nl)t im unmittelbaren Anschluß durch einen ziemliä Leiten rumänischen Volksgürtel getrennt — im ge irgen Ostteil des Landes, also in einer recht arnsenGegend, und pflegten daher auch schon vor dem Mtkrieg in Hellen Scharen nach Rumänien, besonders n das aufblühende Bukarest, abzuwandern, das fna aus diesem Grunde scherz- Veispieihaster Angriffsgeist deutscher Mer mit dem Mterkreuz belohnt. Es wird den jungen Eltern den Weg frei geben müssen, die die ©ara'en eines neuen zukunftsträchtigen Europa fin und die bereits bewiesen haben, daß sie willensind imstande sind, dem von plutokratischen Fesseln'efreften Erdteil eine Ordnung der Gerechtigkeitmd der Achtung natürlicher Lebensinteressen auch Flüsse Samosch undNarosch öffnen das Land nach dem Westen, nach Dteleuropa, woher es denn auch seine Kultur belamnn hat. Die Schwierigkeitc der jetzigen Regelung, die in den zweiseitigen Äenndlnngen zwischen Rumänien und Ungarn nicht chkrwunden werden konnten und deshalb durch den W e n e r Schiedsspruch gelost werden mußten, ihren im wesentlichen von der buntscheckigen Zusämensetzung der Siebenburgenei/ Bevölkerung her. De Hauptteil der Magyaren, die sog. Szekler, leben an' den magyarischer Siedlungsraum, sondern — Berlin, 30. August. (DHB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Göring, das Ritterkreuz zum Eisernen kreuz: Generalmajor O st e r k a m p, Oberst 3 b e l, Oberstleutnant v. V ü l o w. Generalmajor Osterkamp, der bereits im Weltkriege als Jagdflieger 32 Feindfluazeuge ab- schoß und hierfür mit dem D r b e n P o u r le rnerite ausgezeichnet wurde, ist als klugberech- nender und geschickter Jagdflieger sowie zäh verbissener und draufgängerischer Kämpfer eine Fuh- rernatur von hohen Qualitäten und reichen Ersah- rungen. Das bestimmte ihn in der neuen Luftwaffe zum Lehrmeister und Erzieher des Jagdfliegernachwuchses Trotz reiferen Lebensalters hat er als G e- schwaderkommodore an der Spitze seiner Verbände an vielen Feindflügen teilgenommen und seine Besatzungen in mannigfachen Luftkampfen «. Er ist dank seiner glühenden Einsatzfreudig. !g Vorbild gewesen. Seiner Einwirkung sind die hervoragenden Erfolge zu verdanken, die sein Geschwader bei Überaus geringen Verlusten ju erringen vermochte. —- Oberst I b e l hat das ihm (Link Dauerlösung. Der Wi«i.'r Schiedsspruch ist nicht nur deshalb gefüllt morbm. im eine aktuelle Krisis der unga» risch-rumänischen.Beziehungen zu verhindern, sondern er diente cicb der Wiedergutmachung eines hjsto ischen Unrechts. Dor dem Weltkrieg gehört zur ungarischen Krone ein Gebiet von 325 411 Qudratkilometer mit einer Bevölkerung von rund 21 Millionen Menschen. Als die Entente-Politiker 1919 in Trianon das neue Statut für Ungarn bi Flirten, ging es ihnen nicht um die Ordnung der weifellos vorhandenen Nationalitätenprobleme, Jabern um die Demütigung und Zerschlagung Unarns. Das geht am deutlichsten aus der Tatsach« hervor, daß die Friedensmacher statt des e i n e nNationalitätenstaates Ungarn nun drei neue N tionalitätenstaaten schufen, nämlich Ruiänien, die Tschecho-Slowakei und Jugoslawien. Mhr als Zweidrittel seines Gebietes mußte Ingarn abtreten, und zwar verlor es S i e b e n lü r g e n an Rumänien, das B a ■ n a t zur Hälfte n Rumänien und Jugoslawien, Dberungarnmb die slowakischen Bezirke an die Tschecho-Slowkei, Kroatien und Dalmatien an Jugoslawen. Das verbleibende Nump f- Ungarn war icht größer als 93 000 Quadratkilometer und hae nur noch 7,5 Millionen Einwohner. Von allen Beritten wurde am schmerzlichsten die Abtretung Eebenbürgens empfunden, sie war auch am nsinnigsten, weil Rumänien mit den 2,9 Millionenllumänen im bisherigen Ungarn nun 5,3 Millionenungarische Staatsbürger erhielt. Außerdem verbind! sich für den Ungarn mit dem Siebenbürger Lan viele historische Erinnerungen, die seinen Nationcüolz ausmachen. In Klausenburg wurde Matthias Ürvinus geboren, in Schäßburg fand Ungarns Fryeitsheld und größter Dichter Alexander Petöfi in Tod, in Arad wurden bejnt Aufstand von i84i dreizehn ungarische Generale hingerichtet. Aber cht nur aus ethnogrophi eben und geschichtlichen, mdern auch aus ge'opoliti chen Gründen erscheint Siebenbürgen dem We ten zugehörig. Vc den Karpathenmauern umschlossen, stößt Siebtbürgen wie ein Kell nach Osten vor, unterscheidet f) aber in seinem Hügel- und waldreichen Landsäftscharakter grundsätzlich von den übrigen, bishc rumänischen Gebieten. Die lung der Deutschen aus dem Baltikum, aus Ostgalizien und Wolhynien große Aufgaben stellte. Nach den Spätherbst- und Wintermonaten, von denen der Führer einmal gesagt hat: „Wir haben nicht geschlafen!" parierte Die deutsche Wehrmacht in brillantem Zusammenwirken aller Waffen mit einem Landungsmanöver, das nach Ausmaß und Durchführung in der Seekriegsgeschichte ihresgleichen sucht, den britischen Versuch, durch einen Griff über Skandinavien und die Ostsee hinweg Deutschland in seiner nördlichen Flanke zu fassen. Dänemark unterstellte sicy dem deutschen Schutz. Norwegen, von einer englandhörigen Regierung in einen sinnlosen Krieg gehetzt unb Dann im Stich gelassen, wurde trotz ungeheurer Geländeschwierigkeiten unb der Sorge um den Nachschub über weite Entfernungen unter ständiger feindlicher Gegenwirkung binnen drei Wochen niedergeschlagen, bas britisch-französische Expeditionskorps in Namsos und Andalsnes zurück auf die Schiffe gejagt und sogar in zähem Kampf durch kameradschaftliches Zusammenwirken von ostmärkischen Gebirgsjägern mit den Besatzungen deutscher Zerstörer unter Führung General Dietls auch in Narvik gegen vielfache Ueberlegenheit der Sieg, erstritten. Kühnheit in der Anlage des Unternehmens paarte sich mit Der moralischen Ueberlegenheit unserer Truppen, die die Durchführung trotz der Schwierigkeiten einer solchen kombinierten Operation angesichts der Flankenbedrohung durch eine weit überlegene feindliche Seemacht erzwang. Deutschland hatte damit nicht nur den Briten ihren Plan einer Umfassung vom Norden aus schon im Entstehen aus der Hand geschlagen, sondern auch für die eigene Kriegsmarine unb Luftwaffe eine Basis gewonnen, die aus dem berüchtigten „nassen Dreieck" der Deutschen Bucht herausführte und die Anmarschwege zu den Schlupfwinkeln der Grand Fleet und Royal Air Force an der englischen Ostküste wesentlich verkürzte. Wenige Wochen später sollte Englands Versuch, die in Norwegen empfangene Scharte durch einen großen Schlag im Westen auszuwetzen, zu seiner völligen Isolierung führen. Als dem deutschen Oberkommando der Wehrmacht vorliegende Nachrichten darauf schließen ließen, daß der Vormarsch eines britisch-französischen Heeres mit Unterstützung Belgiens und Hollands in das Ruhrreoier unmittelbar bevorstand, schlug die deutsche Kriegführung am 10. Mai auch hier Überraschend zu. Holland wurde in fünf Tagen besetzt, wobei Fallschirmjäger und motorisierte Truppen unerhörte Leistungen vollbrachten. In Belgien wurde mit schnellen Schlägen der Maasübergang erzwungen, das aus starken Feldbefestigungen bestehende Verteidigungssystem an Gelte uno Dyle zertrümmert, Brüssel und Antwerpen besetzt und über die Lys mit schneller Linksschwenkung zum Pserkanal vorgestoßen. Durch die Kapitulation von König und Armee schied auch Belgien bereits am 28. Mai aus der Reihe der Gegner aus. Die durch Südbelgien voreilenden deutschen Truppen stießen zwischen Namur unb Sedan auf die Flanke der britisch-französischen Armeen, erzwangen auf breiter Front den Durchbruch durch die starken Maas-Stellungen und stießen in breitem Keil mit Schnellen Truppen bis zur Kanalküste vor. Die Abriegelung nach Süden gegen französische Ent- lastungsversuche hielt stand bis zur Einkesselung und völligen Vernichtung der im Raum des Artois und Flanderns umstellten französischen und britischen Armeen. Die Einnahme Dünkirchens am 4. Juni krönte diesen ersten Abschnitt der großen Schlachtenfolge im Westen, wahrend die deutschen Heeresgruppen schon zur neuen Offensive zwi- ;erechtigkettmd der Achtung natürlicher rssen auch r kleinen Völker zu geben. Der soeben verkündeteWiener Schiedsspruch zum Problem des Gebiets- ib Bevölkerungsaustausches zwischen Ungarn und umänien zeigt, in welchem Sinne Deutschland und lalien ihre europäische Der- vslichtung begreifen. Dc setzt die Ausschaltung Englands als Störenfkied s Kontinents voraus. Der Kampf gegen die britife Plutokratie, von unserer Luftwaffe so verheißuncvoll begonnen, geht weiten Wir wissen, wie jeder Fdzugsplan für seine Durchführung eine sorgsame und gründliche Vorbereitung erfordert. Wir wen aus den Feldzügen in Norwegen unb Frankrch, daß bie deutscl-e Krieg- fü^rung Monate der Ahe zu nützen versteht und ihre Pläne so vorbereit, daß in kurzer Frist und mit geringsten Dcrlustenin durchschlagender Erfolg erzielt werden kann. Estland hat diesen Entscheidungskampf gewollt, d'.tüirb ihn bekommen, der Führer wird wie bi sh; stets auch für ihn den rechten Augenblick'zu föen wissen, und die deutschen Waffen werden ft mit Dem gleichen Elan siegreich zu Ende führe, mit dem sie in dem nun vergangenen ersten Iah dieses Krieges Englands Trabanten auf dem Festnd niedergeschlagen haben. scheu Kanal und Oise-Aisne-Kanal antraten. Die Zerschlagung der Weygand-Linie, die Einnahme von Paris am 14. Juni, der Fall Verduns, der Durchbruch durch die für unbezwingbar gehaltene Maginotlinie, der gleichzeitige Vorstoß Schneller Truppen über das Plateau von Langres an bie Schweizer Grenze südöstlich von Besan?on und die damit eingeleitete Umfassung der sich in Elsaß und Lothringen verzweifelt zur Wehr setzenden letzten französischen Armeen, schließlich Frankreichs Waf- fenstillstandsgesuch am 17. Juni, der denkwürdige Akt im Wald von Compiegne am 21. Juni und vier Tage später der Eintritt der Waffenruhe an allen Fronten in Frankreich, das sind Ereignisse, die tm rasenden Tempo ihres Ablaufs noch in unserer aller Erinnerung stehen. Welchen Momenten im einzelnen die deutsche Wehrmacht die Erfolge dieses beispiellosen Sieges- !uges verdankt, ist hier gestern schon in dem Ansatz des Oberstleutnants M a 11 h a e i „Ein Jahr eutscher Siege" von berufener Seite bargelegt worden. Hier fei nur noch einmal auf den Vorsprung hingewiesen, den die deutsche Wehrmacht durch ihren aus dem Zwang der Verhältnisse heraus in kürzester Frist erfolgten Aufbau in bezug auf die moderne Bewaffnung gegenüber ihren weit länger rüstenden aber vielfach erstarrten Gegnern hatte, einen Vorsprung, den sie sich auch in den fünf Monaten relativer Ruhe nach dem Polenfeldzug nicht hatte nehmen lassen, vielmehr gerade auf den Erfahrungen dieses Feldzuges weiter gebaut hatte. Und zum anderen fei erinnert an die Entwicklung der Luftwaffe von einer Hilfswaffe des Heeres, die sie noch im Weltkrieg war, zu einem selbständigen Wehrmachtsteil, der in der Lage ist, mit eigenen Mitteln den Kampf allein zu führen. Während sie in Polen und in Frankreich noch im Zusammenwirken mit den Bodentruppen zur Vernichtung des Feindes beitrug, zeigt sie jetzt schon in bem'eben begonnenen Waffengang mit unserem letzten Feind, den Engländern, ihre Bedeutung als eine Waffe der Entscheidung. Der politische Weitblick des Führers hat Deutschland in die Lage versetzt, in diesen für den Ausgang des Krieges entscheidenden Waffengang mit einer Luftwaffe hineinzugehen, unter deren vernichtenden Schlägen die britische Luftwaffe heute schon in die Verteidigung gedrängt worden ist. Wie die deutsche Luftwaffe Durch die Verlängerung der Front gegen England entlang der Kanal- und Atlantikküste die denkbar besten Ausgangspunkte für ihren Kampf gegen die britische Insel erhalten hat, so bekam auch die deutsche U-Boot- waffe ganz neue Möglichkeiten, die die Annahme rechtfertigen, daß die Tätigkeit unserer U-Boote, die von der französischen Atlantikküste aus die überseeischen Zufuhren Englands auch zu seinen Westhäfen wirkungsvoll kontrollieren können, wie sie von ihren norwegischen Stützpunkten aus Nordsee und Nordatlantik überwachen, noch keineswegs ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte, zumal demnächst mit der Indienststellung weiterer Boote zu rechnen fein wird. England ist isoliert, es hat zusehen müssen, wie einer seiner kontinentalen Verbündeten nach dem andern unter den Schlügest der deutschen Wehrmacht zusammenbrach. Der Ring, den britische Diplomatie um Deutschland'zu legen suchte, um ihm den Le- bensatem abzuschnüren, ist zerbrochen. Heute steht das kontinentale Europa in geschlossener Front der britischen Insel gegenüber und ist entschlossen, den Kampf um die Befreiung von der britischen Vormundschaft zu einem siegreichen Ende zu führen. England kann diesem Kampf nicht mehr ausweichen. unterstellte Jagdgeschwader vorbildlich geführt, seine Besatzungen durch harte Schulung au ungewöhnlichen Erfolgen geleitet und durch esgenes Beispiel mitgerissen. Das Geschwader hat sich durch zahlreiche wirkungsvolle Tiefangriffe ausgezeichnet. Oberst Jbel hat sich besonders ausgezeichnet bei den Tiefangriffen auf feindliche Danzer bei Mon- cernet, auf Infanteriegruppen bei Dimy und auf motorisierte Kolonnen bei Poperinghe. Das Geschwader konnte über 300 Abschüsse im Luftkampf und 175 Flugzeugzerstörungen am Boden erringen. — Oberstleutnant o. Bülow, der im Weltkriege als junger Jagdflieger sechs Gegner im Luftkampf besiegen konnte, hat als Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen durch Schutz der Kampfoerbände sowie durch Einsatz in der freien Luft wesentlichen Anteil an der Vernichtung der feindlichen Luftwaffe im Luftraum und am Boden. In der großen Luftschlacht über Portland konnte das Geschwader 22 Abschüsse erringen, so daß es 242 Abschüsse in der Luft und 40 Zerstörun- gen am Boden für sich buchen kann. Durch beispiellosen Angriffsgeist an der Spitze seines Geschwaders hat Oberstleutnant v. Bülow seine Besatzungen zu derartigen Erfolgen geführt. Dcc Wiker am JJafonljof Oer Führer und seine Oberbefehlshaber. VM. w C Front in Polen mit dem jer, Generalfeldmarschall n Hauptmann Witzig, 'N erfolgreicher Feinüq In der Mitte: Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht spricht während seines Aufenthalts an der vordersten Krönt- in mnu« t. »°nBr°uchiNch,dI° neuesten militärischen Meldungen durch. - Rechts: In seinem Hauptquartier laßt fi*ö r i n d°a stärkste Fort der Festung Lü.tlch zu Fall brachte Bericht erstatten — filn ts: Der Obe^ef°hl-haber° d^r^egLrf^ Groß°dmi?a°l R7e ÄIm Ä t°tzrt heimgekebrten U-Bootez mit dem E.8. «uo. - GK.-Scherl-Lilderdienst. und Scherl-Krapp-M) 5 * * 7; I be- getroffen: den auf rumänischen Gebieten wird folgende sondere Vereinbarung getroffen: Schutz der deutschen Volksgruppen in Ungarn und Rumänien. Die Königlich Ungarische Regierung wird in diesen Gebieten ansässigen Volksdeutschen deren Antrag die Möglichkeit gewähren, in bas Deutsche Reich umzusiedeln. Die Volksdeutschen, die von diesem Recht Gebrauch machen risierung der v o l k s d e u t s ch e n Familiennamen, dienen könnten. Die Angehörigen der Volksgruppe haben das Recht, einen in ihrer Familie früher geführten Namen wieder anzunehmen. 8. Die Angehörigen der Volksgruppe haben auf kulturellem Gebiet das Recht zum freien Verkehr mit dem großdeutschen Mutterlands. II. Zwischen der Reichsregierung und der Königlich Ungarischen Regierung besteht volles Einverständnis darüber, daß die vorstehenden Grundsätze in keiner Weise die Pflicht der Angehörigen der Volksgruppe 3ur Loyalität gegenüber dem ungarischen Staate berühren sollen. III. Für die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in den mit Ungarn wiederoereinigten, bisher Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauvtschriftleiters: Trust Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provin,, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und yerlag: BrÜhlsche UniveksitStSdruckerei R. Lange ff. G. Verlagsleiter: Dr.-Jna. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.i. meinen Vorschriften das Recht, sich zu organisieren und Verbände für besondere Zwecke wie zum Beispiel für Jugendpflege, für Sport, für künstlerische Betätigung usw. zu bilden. 2. Die Angehörigen der Volksgruppe können in Ungarn jeden Beruf unter den gleichen Voraussetzungen und Bedingungen wie die anderen ungarischen Staatsangehörigen ausüben. 3. Die Angehörigen der Volksgruppe werden entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung Ungarn bei der Besetzung der ungari- -schen Behörden und der Zusammensetzung der Selb st Verwaltungskörper, insofern die Besetzung durch. Ernennung erfolgt, berücksichtigt werden. Die volkdeutschen Beamten sind vorzugsweise bei den Behörden in den volksdeutschen Siedlungsgebieten und den ihnen übergeordneten Zentralbehörden ,jü verwenden. 4. Alle Kinder der Angehörigen der Volksgruppe sollen die Möglichkeit haben, unter den gleichen Bedingungen, wie sie für die ungarischen Schulen gelten, eine Erziehung auf volksdeutschen Schulen zu erhalten, und zwar auf höheren, mittleren und Grundschulen, sowie aus Fachschulen. Die Ausbildung eines geeigneten und ausreichenden volksdeutschen Lehrernachwuchs s e 5 wird ungarischerseits in jeder Weise gefördert. 5. Die Angehörigen der Volksgruppe haben das Recht-auf freien Gebrauch ihrer Sprache in Wort und Schrift, sowohl tn ihren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen als auch in öffentlichen Versammlungen. Die Herausgabe von Tageszeitungen, Zeitschriften und sonstigen Veröffentlichungen in deutscher Sprache wird keinen Beschränkungen unterworfen werden-, die nicht auch für die Herausgabe entsprechender Veröffentlichungen in ungarischer Sprache gelten. In den Verwaltungsgebieten, in denen die Angehörigen der deutschen Volksgruppe mindestens ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen, können sie sich für den amtlichen Verkehr in diesen Bezirken der deutschen Sprache bedienen. 6. Die Volksgruppe hat die Befugnis zu wirtschaftlicher" Selb st Hilfe und Ausgestaltung ihres Genossenschaftswesens. 7. Ungarischerseits werden alle Maßnahmen vermieden werden, die dem Zwecke einer zwangsweisen Assimilierung, insbesondere durch M a g y a - und der Nordbukowina an Rußland, wie der Süd- dobrutscha an Bulgarien nun sich mit einem neuen Gebietsverlust einverstanden erklären mußte, so ist dabei zu bedenken, daß Rumänien am Ende des Weltkrieges trotz seiner Niederlage auf dem Schlachtfelde seine Grenzen weit über den rumänischen Dolksboden hinaus ausgedehnt hatte. Das künstlich aufgeblähte Großrumänien, das die Pariser Vorort- Diktate geschaffen hatten, konnte den Stürmen einer politischen Krisis wie sie die letzten Jahre mit der Revision des Unsinns von Versailles über die damaligen Sieger gebracht haben, nicht widerstehen. Auch die in Bukarest seinerzeit angenommene englische Garantie hat Rumänien vor dieser Revision nicht schützen können. Die Neuordnung auch im Südosten des europäischen Kontinents erfolgt unter anderen Vorzeichen. Die englische Garantie hat sich lediglich als schwere Belastung der rumänischen Außenpolitik ausgewirkt. Sie ist heute längst hin- fällig geworden, und an ihre Stelle tritt die von den Achsenmächten eingeleitete Befriedung des Donau- und Dalkanraumes, zu der der Wiener Schiedsspruch den Schlußstein setzt. Durch ihn dürfte das volksdeutsche Siedlungsgebiet Sieben, bürgens im wesentlichen bei Rumänien verbleiben, während etwa 100 000 Volksdeutsche zu Ungarn zurückkommen werden. Daß diese in ihren nationalen weltanschaulichen und kulturellen Belangen alle Sicherheiten erhalten, die sie erwarten dürfen, dafür bürgen die zwischen Deutschland und Ungarn getroffenen besonderen Abmachungen. wollen, haben ihren Antrag innerhalb einer Frist von zwei Jahren vom Tage dieser Vereinbarung an zu stellen. Bei der Umsiedlung können die Volksdeutschen ihr bewegliches Vermögen frei mit s i ch führen. Sie können ihr unbewegliches Vermögen vor ihrer Abwanderung liquidieren und den Erlös unter durch die betreffenden Notenbanken zu vereinbarenden Bedingungen ausfübren bzw. überweisen. Die Einzelheiten der Umsiedlung werden zwischen der Reichsregierung und der Königlichen Ungarischen Regierung alsbald festgesetzt werden. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird auch die Frage geregelt, unter welchen Bedingungen jenes unbewegliche Eigentum, dessen Liquidierung dem Eigentümer in der vorgesehenen Frist nicht gelingt, vom ungarischen Staat übernommen wird. Beide Regierungen werden sich dabei unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse von den Grundgedanken leiten lassen, die für die Reichsregierung und die Königlich Italienische Regierung bei der Regelung der Umsiedlung der Volksdeutschen in Südtirol maßgebend gewesen sind. Kronrot in Bukarest. Bukarest, Zl.Aug. (DNB. Funkspruch.) Der- Minister des königlichen Hauses teilt mit, daß in bei\ Nacht zum Samstag ein Kronrat unter dem Präsidium des Königs stattgefunden hat. Der rumänische Gesandte in Berlin erstattete Bericht über den Wiener Schiedsspruch. Anschließend teilte der Mint- sterpräsident die Garantie mit, die von Deutsch- land und Italien für die Integrität und Unverletzlichkeit des rumänischen Staatsgebietes gegeben wurde. Sämtliche Berater des königlichen Hauses, sowie alle Mitglieder der Regierung, auch die früheren Ministerpräsidenten M a n i ü und Dratianu roarefl zugegen. Anläßlich der Besprechungen in Wien hat die Reichsregierung mit der ungarischen und der rumänischen Regierung Abmachungen getroffen: zum Schutze der deutschen Volksgruppe n in den genannten Ländern. Die Abmachungen haben folgenden Wortlaut: In dem Wunsche, die Stellung der deutschen Volksgruppe in Rumänien entsprechend den freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Rumänien zu gestalten, haben die Reichsregierung und die Königlich Rumänische Regierung folgendes vereinbart: Die Königlich Rumänische Regierung übernimmt die Verpflichtung, die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Rumänien den Angehörigen rumänischen Volkstumes in jeder Weife gleichzustellen und die Stellung der deutschen Volksgruppe im Sinne der Karlsburger Beschlüsse zur Erhaltung ihres Deutschrums weiter auszubauen. Die Abmachung mit Ungarn. In dem Wunsche, die Stellung der deutschen Volksgruppe in Ungarn entsprechend den beiderseitigen freundschaftlichen Beziehungen zu gestalten, haben die Reichsregierung und die Königlich Ungarischen Regierung nachstehende Vereinbarung Die Königlich Ungarische.Regierung gewährleistet den Angehörigen der deutschen Volksgruppe die Möglichkeit, ihr deutsches Volkstum un- eingeschränkt zu erhalten. Sie wird dafür Sorge tragen, daß den Angehörigen der deutschen Volksgruppe aus der Tatsache ihrer Zugehörigkeit zur Volksgruppe und aus ihrem Bekenntnis zur nationalsozialistischen Weltanschauung in keiner Weise und auf keinen Gebieten Nachteil irgendwelcher Art erwachsen. Angehöriger der Volksgruppe ist, wer sich z um Deutschtum bekennt und von der Führung des Volksbundes der Deutschen tn Ungarn a l s Volksdeutscher anerkannt wird. Entsprechend diesen Grundsätzen wird insbesondere folgendes festgestellt: 1. Die Angehörigen der deutschen Volksgruppe haben unter Berücksichtigung der bezüglichen allge- haft, aber mit gutem Recht die größte Szeklerstadt genannt hat. In diesem Zusammenhang muh auch der 600 000 Volksdeutschen, der Siebenbürger Sachsen, gedacht werden, die immer eins der aufbaufreudigsten Elemente in diesem Lande gewesen sind. Siebenbürgen wurde im 12. und 13. Jahrhundert von Deutschen aus der Rhein- und Moselgegend besiedelt. Si< tarnen mit Pflug und Schwert, und zwar zum „Schutze der Krone" mit ausgesprochenen militärischen Pflichten. Sie hatten die besondere Aufgabe, die Karpathenpässe zu bewachen gegen die ständig einbrechenden Tatarenhorden. Es wurde ihnen der sogenannte „K ö n i g s b o d e n" vergeben, auf dem ste besondere Rechte und eine weitgehende Selbstverwaltung besaßen. Die deutschen Städte Hermannstadt, Kronstaat, Mediasch, Schähdurg und andere entstanden als Bollwerke der europäischen Kultur. Zwischen den Städten wurden die Kirchenburgen als kleine Festungen ausgebaut, so daß das ganze Land zu einer Bastion des Grenzlanddeutschtums wurde. Die Siebenbürger Sachsen haben das vorher mfr äußerst schwach besiedelte Land in einen ©arten verwandelt. Sie führten Ackerbau und Weinbau ein, und ihr Gewerbe spielte während des Mittelalters eine führende Rolle im ganzen Südosten. Bis 1526 war Siebenbürgen ein Bestandteil des ungarischen Königreiches. Während der 300jährigen Türkenkriege hat sich das Deutschtum tapfer aehal- ten, wenn sich auch ein Rückgang seiner Zahl und seines Einflusses auf die Dauer nicht vermeiden ließ. Nach der Türkenherrschaft kam Siebenbürgen 1697 unter habsburgisches Zepter. Im Jahre 1848 wurde die Union mit Ungarn proklamiert. Im eigentlichen Siebenbürgen leben heute gut 250 000 Volksdeutsche, während im Banat mehr als 330 000 Deutsche wohnen. Das Bartat wurde erst im 18. Jahrhundert nach der Vertreibung der Türken von deutschen Bauern besiedelt und zu großer Blüte geführt. Mittelpunkt des Banats ist die Stadt Temeschburg, in der bereits Prinz Eugen wohnte und später General eldmarschall von Mackensen sein Hauptquartier auf chlug. Von 100 000 Einwohnern sind hier etwa 40 000 deutsch. Der hohe Anteil, den das Deutschtum an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Siebenbürgens gehabt hat, ist für die Regierung des Großdeutschen Reiches sicherlich ein Grund mehr gewesen, ein entsAei- dendes Wort zur endgültigen Neuordnung des Südostraums zu sprechen. Bevor sich Rumänien und Ungarn mit der Bitte um einen Schiedsspruch an die Achsenmächte gewandt hatten, ging der rumänische Vorschlag dahin, den Ungarn soviel Land zu überlassen, wie sie zur Umsiedlung der im jetzigen Siebenbürgen ansässigen ungarischen Volksgruppe benötigt hätten. Demgegenüber verlangten die Ungarn unter dem Gesichtspunkt der völligen Austilgung des Diktats von Trianon rund zwei Drittel des gesamten Gebietes, das ihnen 1919 verloren gegangen war, wobei besonders die obengenannten Szekler berücksichtigt werden sollten, deren Gebiet, wie schon gesagt, durch einen breiten Streifen rumänischen Volksbodens vom übrigen Magyarentum abgetrennt ist. Die nun durch den Wiener Schiedsspruch neugezogene Grenze zwischen Rumänien und Ungarn ist, wenn sie auch den Rumänen den Verlust eines Gebietes von 50 000 Quadratkilometer auferlegt, doch keineswegs eine einfache Wiederherstellung der Grenzen aus der Zeit vor dem Weltkrieg. Wenn Rumänien nach der Abtretung Bessarabiens kommt es an! Beachten Sie Bieft 10 wichtigen Regeln für den Berfeachteel Hilf ver Deutschen Reichsbahn unö Du hilfst Dir selbst! KM Oe Auslastung der Wagen bis zum Ladegewicht und nach Möglichkeit fetzt tm innerdeutschen Verkehr bl» 1000 kg über die Tragfähigkeit. Raumersparnis durch geschickte» Stapeln der Güter, ganz besonder» durch sachgemäßes und überlegtes Verladen sperriger Güter. IO« Zrachtbriefc und sonstige Begleitpapiere sorg« faltig ausfüllen zur Vermeidung von önläufcn. 6. Durch zweckmäßige Ladegeräte und yilfsmittel das Le- und Entladen erleichtern. Jede planvolle Ersparnis an Wagenraum bedeutet eine Vermehrung des jur Verfügung stehenden Wagenbestandes. Und jeder einzelne Verfrachter hat dazu den Vorteil, daß bei besserer Wagenaus- Nutzung die Kracht nach niedrigeren Krachtsätzen berechnet wird. Deshalb lohnt es sich für jeden Verfrachter, den Wagenversand so zu regeln und einzuteilen, daß eine voll ausgelastete Wagenladung für jeden Bestimmungsort zusammenkommt. \ Schon vor Beginn der Verladung empfiehlt es sich, die Unterbringung der Güter im Wagen genau ju berechnen. Auskünfte über die Abmessungen der Güterwagen geben alle Güterabfertigungen. Zweckmäßig gewählte Verpackung, Ginbauten aus Latten und Brettern - das alles kann zur sicheren und raumsparenden Verladung beitragen. Besonders wenn es sich um sperrige Güter handelt, zeigt sich der Weister im Ausnutzen des bezahlten Laderaumes. Hier kommt es auf zweierlei an: Auf den bestmöglichen Einsatz der mechanischen und menschlichen Hilfskräfte und auf engste Zusammenarbeit mit den Güterabfertigungen. Das bedeutet eine wichtige Hilfe für die Deutsche Reichsbahn bei der Überwindung der Beförderungsschwierigkeiten. 1« Güterwagen schnellstens be- und entladen. Rückgabe der Wagen möglichst vor Ablauf dec Ladefcisten; vberschreitung der Ladefrist hat Ausfall wertvollen Laderaums zur ßolge. T. Wagen rechtzeitig und nur für den tatsächlichen Ledarf bestellen. Angebotene Lrsatzwagcn verwenden, selbst wenn kleine Unbequemlichkeiten damit verbunden sind. 3. pünktliche An- u. Abfuhr derSüter. Mit dcx Le- und Entladung sogleich nachWagenbereitstellung beginnen. 4. Kür Güterwagen gibt cs jetzt keine Sonntagsruhe. Daher Güter, wenn möglich, auch Sonntag» verladen. Zür eingegangene Güter besteht die pflicht zur Entladung an Sonntagen. 5. Güterwagen beim Le- und Entlad^nicht beschädigen. Lademaße innehalten. Güter ordnungsmäßig und betriebssicher verladen. Ä. Nicht mehr Güter zu gleicher Zeit beziehen, als rechtzeitig entladen werden können. 9. Entladung sogleich beim Eingang der versand- anzeige des Absender» oder bei der Voravisierung durch die Güterabfertigung vorbereiten. Zuhrwerke und Ladepersonol schon tm voraus für die Zeit der bevorstehenden Entladung freihalten. Ver Güterverkehr, den die Veutsche Reichsbahn tm großdeutschen Saum zu bewältigen hat, ist gewaltig an- gestiegen. Vierjahresplan, Lüstungsbettiebe, Versor. gung der Bevölkerung und vor allen Dingen unsere Wehrmacht stellen größte Anforderungen an den Güterwagenpark. Alles kommt daher darauf an, jeden vorhan- denen Güterwagen bis gum letzten auszunutzen. Empfehlungen 1. 2. 3. 4. an Ohne Gewähr Nachd" 1 verholen 18. Ziehungstag 29. August 1940 Sn der Nachmittagsziehung wurden gezogen 383873 391208 19. Ziehungstag 30. August 1940 Sn der Bormittagsziehung wurden gezogen Kosten des Ver- werden von der Frauen und Rädchen für 02925 125866 199574 226115 301090 386718 141708 232543 365803 128689 206000 228437 313940 387911 54024 148921 233669 374601 166531 206081 232930 316720 397364 66575 151144 250275 378138 171810 208607 244837 319896 73916 161690 255251 396265 172818 210117 280947 351972 125701 113806 71626 2448 88343 5795 74387 182204 268356 267705 160431 164193 131201 159473 123251 11095 102777 136643 330299 162067 232353 139159 14451 105848 207938 358179 121730 181613 222913 292795 356695 93788 124953 194689 225737 298911 375311 234886 281122 162803 22572 120578 215329 359040 KleineAnzetgen 'M Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und getestu. 120092 173879 211283 288222 353555 Alten Schmuck 9 Gewinne zu 4000 RM. 148509 21 Gewinne zu 3000 RM. 132805 287361 310291 344327 24 Gewinne zu 2000 RM. 31842 259735 307453 319622 370552 Achtung! KaufenSie einen Staubsauger? 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Den Auskunftspflichtigen wird ausdrücklich zugefichert, daß die Zahlung nur statistischen Zwecken dient, keinesfalls aber zu anderen Zwecken, insbesondere nicht zu steuerlichen verwendet werden darf. 3869C Gießen, den 26. August 1940. Der Oberbürgermeister, I. V.r Nicolaus. Wh kaufen gebrauchte mößl.neuwertiße WlHia gegen Barzahlung. Opel, Hieben Ruf 2847/48. |Wohnungstausch| Schöne 5-ZimmJohniing gegen 4-5-Zim- merwohnung zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 02913 a. d.G.A. Sauberes Lebensmittelgeschäft sucht in Gießen am Seltersweg ILA DIEN mit zwei Schaufenstern. Evtl. Hauskauf oder Beteiligung an Umbaukosten Schriftl. Angebote erbet, unter KN. 40142 (3839V) an den Gießener Anzeiger Geflügel aller Art und jedes Quantum kauft 3877 D Hotel Schütz Auf Wunsch Abholung. Welche Dame möchte sich als Reisepropagandistin bei gutem Einkommen ausbilden lassen? Angenehme Tätigkeit für die führende Firma der Branche. Zu melden u. 02912 a. Gieß. Anz. Hochelheim). 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B-tr ' Antrag der Stadt Gießen auf Enteignung von Grundeigentum für die Anlage einer Kanalisation sowie einer Ringstraße in Gießen. Die Stadt Gießen beabsichtigt, in der Gemarkung Gießen Am Gänsacker" eine Kanalisation zur Ableitung der Abwässer aus dem Stadtteil Wieseck sowie eine Ringstraße neu anzulegen Sie hat aus diesem Anlaß die Enteignung von folgenden Grundstücken im Kochen und allen Hausarbeiten erfahren, bei gutem Lohn für sofort od. später gesucht. 13878 v Frau Kaufmann Schmidt, Lich, Unterstadt 17. 96 Gewinne zu 1000 RM. 33328 ..... .... ..... Schöne 3 Zim.-Wolinp. im Südviertel, möglichst an einz. Dame od. älteres Ehep., v. 1. Okt. zuvermiet.Schr. Anfrag. unt. Nr. 02887 a. d.Gieß. Anzeiger erbeten Suche Sitte «.meinen kleinen Haushalt, mögl. Tages-Mädchen. Vorzustellen zw. 12-16 Uhr. g87M StflU K DDülta Keplerstraße 9 p. Zuverlässige Jüngeres Mvchen für Laden u. zur Mithilfe i. Haushalt sucht 3866V Härtere! Holl Mäusburg 12. Zuverläss./tücht. 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Ich bringe dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis mit dem Hinweis darauf, daß der Plan nebst Eingabe in der Zeit von Hlonfag, den 9. September 1940, bis einschließlich Montag, den 25. September 1940, im Stadthaus zu Gießen, Bergstraße, Zimmer Nr. 3, zu jedermanns Einsicht offenliegt. Zugleich wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistende Entschädigung Tagfahrt vor der Lokalkommission auf Mittwoch, den 9. Oktober 1940, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaal des Stadthauses zu Gießen, Bergstraße, anberaumt. Es ist beabsichtigt, die Besitzeinweisungsverhandlungen mit der Tagfahrt vor der Lokalkommission zu verbinden. Die Eigentümer und Pächter sowie sonstige an den abzutretenden Grundstücken Berechtigte und alle übrigen an der beantragten Enteignung beteiligten werden aufgefordert: a) Einwendungen gegen den Plan bei Meldung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, b) Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c) Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d) Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e)-Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, welche für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Gefahren und Nachteile notwendig sind oder notwendig werden, bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, f) etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke bei Meidung des Ausschlusses mit solchen in dem Termin vorzubringen. Wenn dritte Personen als dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, so müssen die Eigentümer sie sofort nach Veröffentlichung der Bekanntmachung dem Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Abteilung III (Innere Verwaltung) bezeichnen. Unterlassen die Eigentümer diese Bezeichnung, so bleiben sie für diese Ansprüche verantwortlich. Die Eigentümer der abzutretenden Grundstücke sind von dem Tag der Veröffentlichung der Bekanntmachung an verpflichtet, zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen bzw. der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirtschaftung die Genehmigung der Unternehmerin (Stadt Gießen) einzuholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den öffentlichen Zweck, zu welchem die Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. Räumen die Eigentümer von dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an einem anderen ein dingliches Recht an den zu enteignenden Grundstücken oder ein persönliches Recht auf deren Benutzung ohne Genehmigung der Unternehmerin ein, so steht jenen anderen an die Unternehmerin ein Anspruch auf besondere Entschädigung nicht zu. in guter Lage, ab 15. Septbr. zu vermieten. Schr.Angeb.unt. 02911 a. d. G. A. | Mietgesuche"| 6-7-Zimm.-Wohn. oder Einlamilienhaus mit Zentralheiz. in guter u. ruhig. Wohnlage ges. Schriftl. Angeb. unter 3769V an den Gieß. Anz. Angestellt, sucht z. 1.10. od. spät. 4-5-5innner- MNW Schr. Ang. unt. 02914 a.d.G.A. Äelteres Beamtenehepaarsucht 2-3-Äg. (Heizung oder Dauerbrenner), mögl.Erdgeschoß f. November od. später. Schritt!. Angeb. u. 02893 an d. Gieß. Anz. JungesEhevaar sucht 2-3-Zimmer- Wohnung mit Küche. Schr. Angeb. u. 02853 an 0. Gieß. Anz. die so manche Firma mit ihren Kunden verbinden. 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Äon Walter Bloem Der bekannte Romanschriftsteller hat den Krieg 1914/18 in vorderster Front mitgemacht, auch in diesem Kriege ist er wieder dabei, vom Hauptmann zum Major befördert, genau wie sein Sohn Kilian K o l l (Walter Julius Bloem), den er 1914 in Frankreich schwer verwundet selbst aus der Frontlinie zurücktrug und der nun in den Reihen der Luftwaffe steht. Wenn sich in diesem Kriege zwei Soldaten treffen, die beide das Ehrenkreuz des Führers mit Schwertern tragen und dazu wohl das „Eiserne" oder einen der vielen Kriegsorden der „Hohen Verbündeten" des Obersten Kriegsherrn von 1914 — so ist bestimmt eines ihrer ersten Worte: „Wer von uns hätte sich träumen lassen, daß wir noch einen zweiten Krieg erleben würden — und solch einen!" Dann strahlen beider Augen. Aber um Stirn und Lippe gräbt sich ein scharfer Zug herben Sinnens: Wie schwer, wie bitter schwer haben wir's damals gehabt, fast viereinhalb Jahre lang — und was haben wir davon gehabt?! Rur Schmerzen und Schmach. Und heute die Jungen, die kommen, sehen und siegen ... Was wissen die von unserem Höhlenleben in Schlamm und Schnee, von unseren Dauerschlachten, die durch soviel Monate währten, wie die jetzigen etwa Stunden brauchen? Sind die Buben von heute, unsere Söhne, ja, mancher von uns Alten sieht schon Enkel neben sich kämpfen — sind sie bessere Soldaten als wir es waren? Tapferer, zäher, kriegstüchtiger? Mancher Tannenberg- und Verdun- und Flandernkämpfer wird sagen: Rein, sie sind nicht besser als wir — sie sind nur besser dran — sie sind besser bewaffnet und vor allem: sie werden besser geführt. . Gemach, Kameraden von 14 bis 18. Sie sind auch bessere Soldaten, als wir es waren — sein konnten. Bestimmt nicht vom rein militärischen Standpunkt ans. Was die soldatische Leistung betrifft, so war und ist der deutsche Soldat des Weltkrieges der erste der Welt — vom heutigen erreicht, übertroffen nicht. Worin besteht der Unterschied? Der Soldat von damals ahnte höchstens, wofür er kämpfte — der heutige weiß es. Wofür denn glaubten wir zu kämpfen? Für die Rettung unseres Vaterlandes vor dem Vernichtungswillen der ganzen Welt. Das war ein reines Verteidigungsziel. Wir glaubten zu kämpfen für die Erhaltung des Bestehenden — aber an dies Bestehende selber glaubten wir nicht so recht. Es war auch nicht danach. Das Vaterland, für das wir damals ins Feld zogen, für das unsere edelste Jungmannschaft mit dem Deutschlandlied auf den Lippen gegen den Drahtverhau britischer Söldner anstürmte, gewiß, das war weit besser, weit fertiger als das unserer Ahnen, unserer Väter. Aber — fertig war's noch lange nicht. Wohl schwuren wir damals schon: „Wir wollen sein ein einzig Volk von Bründern" — aber wir wußten, daß wir's nicht waren, und ahnten nicht, wie wir's jemals werden sollten — glaubten nicht, daß wir's jemals werden könnten. Die Klüfte, die uns zerrissen, waren zu tief. Wohl umschlang uns alle das Band der Reichs- verfaffung — nein: eben nicht uns alle, nicht einmal das. Die Ostmark", kerndeutsch und als Europas Wall gegen asiatische Ueberflutung in hundert Schlachten bewährt — sie hatte draußen bleiben müssen. Und im Inneren des „kleindeutschen" Reiches, wie stand's denn da? Waren wir ein Reich? Wir waren ein „Bundesstaat". Er bestand aus vier Königreichen, aus Großherzogtümern, aus Herzogtümern, aus Fürstentümern, drei freien Reichsstädten und dem ewigen Stiefkinde, dem „Reichsland" Elsaß-Lothringen. Jeder Staat hatte seine eigene Verfassung, die auf ganz anderen politischen Weltanschauungen und Regierungssystemen aufgebaut war als die des Reiches. 22 Dynastien, verfassungsmäßig eingeschränkt durch 22 Parlamente, regierten nebeneinander und manchmal mehr oder offen gegeneinander. Gab es doch zum Beispiel den „Preußisch-Sächsischen Eisenbahnkriea" ... Und die 65 Millionen reichsdeutscher Menschen, waren denn die wenigstens einig? Auch nur in den einfachsten Grundfragen? Weit gefehlt. Zur staatlichen Zerklüftung kam die innerpolitische der ewigen Parteiung, kam als Vermächtnis des Reformationszeitalters die schroffe Trennung der religiösen Bekenntnisse, kam als letzter und tiefster Riß die soziale Spaltung, der Haß zwischen „Bourgeoisie" und „Proletariat". Konnte aus einem so zerrissenen Volk ein guter Soldat, ein vollkommenes Heer herausgezüchtet werden? Aber, schon im Frieden ein Wunder, so stark war im deutschen Blute die Kraft des ewigen Soldatentums, daß in zwei Dienstjahren aus Preußen, Bayern und Lippe-Detmoldern, aus Katholiken und Protestanten, aus Konservativen und Sozis dennoch eine Armee sich zusammenschloß, die stand wie aus einem Span. Rur daß die heimgekehrten „alten Leute" wieder der angestammten Zersplitterung verfielen. Dann ist das noch viel größere Wunder gekommen, das heilige, unvergeßliche des ersten August. Alle altgeüienten Soldaten und mit ihnen die jungen Aktiven, die zu Hunderttausenden herbeiströmenden Kriegsfreiwilligen, sie waren plötzlich in Wahrheit und zum erstenmal „ein einzig Volk von Brüdern". Sie sind's geblieben bis zum letzten Kanonenschuß. Die Heimat aber war in die tausendjährige Zwietracht zurückgesunken und riß die heimkehrenden Fronffoldaten in ihre Wirrung hinein. Doch unter denen allen ist einer gewesen, der hatte der deutschen Rot bis auf den Grund gSschaut. Er „enffchloß sich, ein Politiker zu werden" — er sagte der deutschen Zwietracht Kampf bis' zur Vernichtung an und hat ihn gewonnen. Was war es denn sonst als die Glut dieses einen, einzigen Herzens, die das größte aller Wunder vollbracht hat, die Erfüllung der tausendjährigen deutschen Sehnsucht — das einige Großdeutschland? Wenn man, wie das eine Besichtigungsfahrt des Reichsnährstandes und des Oberkommandos der Wehrmacht zeigte, von Belgien kommend auf Paris zufährt, so sieht man oft auf 50—100 km links und rechts der Landstraße nichts wie seltsam blühende Felder. Man traut seinen Augen nicht und steigt aus, um festzustellen, ob hier tatsächlich Baumwolle wächst. Bei näherem Hinsehen aber Erkennt man, daß es blühende Distelfelder sind. Disteln, vereinzelt als Unkraut in unseren Getreidefeldern, sind eine Erscheinung, die der deutsche Bauer und Landwirt sehr ungern sieht. Er versucht sie deshalb immer wieder auszurotten. Ganze Felder aber wären für ihn der wirtschaftliche Zusammenbruch und der Ruin. In Frankreich gibt es so etwas nicht erst jetzt, sondern seit zehn und zwanzig Jahren. Die landwirtschaftlich besten Provinzen sind meist davon befallen, und diese Totaloer steppung, wie man sie nennen kann, ist nicht erst durch die Kriegserscheinungen bedingt. Wenn man sich durch Begehen der Helder selbst davon überzeuat, daß es bester und schwer st er Boden ist, den wir in Deutschland nur in der Magdeburger Börde finden, wenn wir weiterhin sehen, daß die klimatischen Voraussetzungen für hohe Erträge dort viel g ü n ft i g e r als bei uns im Reich sind, dann schütteln wir nur mit dem Kopf und begreifen diese Verwahrlosung der französischen Landwirffchast nicht. Keine Strohstoppeln finden wir mehr am Boden, Für das aber kämpfen wir heute — mir alle, die Alten wie die Jungen, Front und Heimat. Der neue Krieg begann wie der erste: als reiner Verteidigungskrieg gegen den neuen Ausrottungsplan unserer alten Erbfeinde. Als aber unsere Gegner immer wieder aufs Reue des Führers freimütig dargebotene Derföhnungshand zurückstießen — da weitete sich unser Kriegsziel. Aus Verteidigung wurde Angriff, das kämpfende Deutschland, dem die Vernichtung zugedacht war — nun muß, nun will es selber vernichten, um Raum zu schaffen für das neue, das ewige Heilige Reich deutscher Ration. Für das Reich unseres Führers. Run wissen wir, wofür wir kämpfen und in dumpfer Vorahnung schon damals gekämpft haben! Es konnte nicht anders fein: diesem entschlackten, entgifteten, entsühnten Volke mußte ein noch besserer Soldat entwachsen als wir — wahrhaftig sturmbewährte Kämpfer von vierzehn bis achtzehn! Schon für das rein Körperliche, rein Technische des Kriegshandwerks ist der Zögling des Jungvolks, der HI., der ff und SA., des RSKK., des RSFK. und schließlich des Reichsarbeitsdienstes weit besser vorgeschult als die Rekruten der Vorkriegszeit, die größtenteils jeder vormilitärischen Ertüchtigung entbehrten. Gesinnungsgemäß aber kommt der Nachwuchs des Führers nicht aus einer von uralten Gefühls-, Glaubens- und Ueberzeugungsklüften zerrissenen Menschenmasse, sondern aus einer einheitlich ausgerichteten Nation. Aber, welches Glück! Inmitten der Jungen steht ja immer noch der alte Soldat, der im Sturm der Uebermaterialschlacht hundertfach erprobte. Mancher unter uns hat vielleicht nach dem Zusammenbruch von 1918 die Richtung verloren und an Demokratie und rote Seligkeit geglaubt. Das ist vorbei und verschmerzt. Alle sind wir eines Volkes, eines Herzens, eines Glaubens und Wollens. Der Alte steuert seine unvergessene Kriegserfahrung bei, der Junge seine unverbrauchte Spannkraft. Und — Jubel! — neben den Kämpfern des Altteichs ficht im gleichen grauen Kittel, vorn gleichen Banner überflattert, beu Soldat der Ostmark und all der anderen heimgerehrten Gaue. So kam das nie Erträumte zustande: Ein Krieg, der eine einzige Kette strahlender Siege war — und bleiben wird, bis das Reich der Deuffchen ganz Gestalt geworden ist. also mußten die Felder schon seit Jahren brachliegen. Sie werden der natürlichen Unkrautver- samung überlassen und verwildern. Teilweise sind die Halme länger als ein ausgewachsener Mann. Aber nicht nur die Aecker sehen so aus, auch d i e Viehweiden beginnen schon zu versteppen, obwohl man dort durch Austreiben von Vieh und ein einmaliges Abmähen wieder eine natürliche Pflege erzielen könnte. Aber nichts von dem geschieht. Man sieht auch kaum Menschen auf den Feldern. Wenn wir dann ffranzösische Bauern, meistens sehr alte Leute fragen, dann sind sie erstaunt, warum wir diese Frage überhaupt stellen. Für sie ist diese Erscheinung nichts Neues, sie kennen sie seit Jahrzehnten. Sie erzählen uns auch, daß dies nicht erst seit dem Krieg so ist, sondern Frankreichs Landwirtschaft durch seine verantwortungslosen Regierungen seit Jahren dem Ruin nahegebracht wurde. Ein vielfach größeres Kolonialreich als die Heimat verleitete die Expansionspolitiker zu dem Gedanken, alles durch Kolonial Völker erzeugen zu lassen. Angeblich war die Ware billiger, auch wenn sie höheren Qualitätsforderungen nicht gerecht wurde. Außerdem verdiente man mehr an dem Handelsgeschäft, weil die Ware infolge des längeren Transportes durch mehrere Hände laufen mußte, als es bei der Erzeugung durch die eigenen Bauern der Fall gewesen wäre. Zweieinhalb bis fünf Pfennig bekam der fran- zöfffche Bauer für den Liter Milch. Der deutsche Disteln statt Getreide. Die Verwahrlosung der französischen Landwirtschaff.—Fahrt durch verwilderte Felder. — Volk des verkommenen Bauerntums. NEK.-Sonderbericht von Dr. I. Lorz. erhält im Durchschnitt 13 Pfennig. Man wundert sich deshalb gar nicht, wenn die französische Landwirtschaft in den dicht besiedelten Gebieten vernachlässigt ist und wenn der Bauer sich einseitig auf den Weizenbau eingeftellt hat. Drei, vier Jahre hintereinander baute er auf ein und demselben Felde messt Braunweizen an, der quali- tatio gut war und auch einigermaßen Absatz bei relativ günstigen Preisen fand. Man muß wissen, daß der Franzose reiner Weizenbrotesser ist und glaubt, ohne dieses Erzeugnis nicht auskommen zu rönnen. Die Besitzoerteilung ist, wie wir vereinzelt' bei dieser Fahrt feststellen konnten, die denkbar ungünstigste. Oft sind es Riesengüter, die dann in Parzellen an arme Bauern verpachtet wurden. Die das vornehme ,067D Familien -Cat6 in Gießen Besitzer sebst sitzen irgendwo an der Riviera und verjubeln ihren Pachtzins, während der Bauer selbst unter ihrer Zinsfron zusammenbricht. Eine Landflucht unerhörten Ausmaßes stellen wir außerdem fest. In dem Dorfe Gravelotte — aus dem Einigungskrieg 1870/71 bekannt —besuchen wir einen Bauernhof, der einem Nationalfranzosen gehört, sehr gut mit Maschinen besetzt, 85 Hektar groß, für unsere Begriffe also ein Großbauernhof ist. Nach Befragen des volksdeutschen Melkers, der dort tätig ist, stellen wir fest, daß diese oder jene Maschine seit zwei Jahren schon nicht mehr gebraucht ist, im Freien steht und verrostet. Der überdachte Maschinenschuppen ist zum Teil ohne Dachziegel, ein Bild, das man in diesem Lande öfters antrifft. Man glaubt auf den ersten Blick, hier hätten Kampfhandlungen stattgefunden, und das Dach sei eingeschossen worden. Aber das ist nicht der Fall. Man hat, weil auf dem Dach des Wohnhauses ein Teil der Ziegel beschädigt war, einfach die Ziegel vom Dach des Maschinenschuppens abgenommen und damit das Dach des Wohnhauses ausgebessert. Der Maschinenschuppen interessiert eben den Besitzer nicht mehr. Am stärksten tritt der Unterschied in den landwirtschaftlichen Anbaumaßnahmen i n d e r'M a g i - notlinie und dem Westwall zutage. Auf ftanzö- sischer Seite ist von der Grenze an eine Zone von 16 Kilometer Tiefe vollkommen verwahr- l o st, kein Halm Getreide ist angebaut, die Ställe und Dörfer sind a u s g e ft o r b e n. Im Westwallgebiet dagegen wächst dank des Einsatzes der Frontbauern durch den Reichsnährstand Weizen und Hafer bis zum vordersten Bunker; teilweise sogar auf den Bunkern. Auch die Ernte wurde zum Teil während der Kampfhandlungen eingebracht. Deutscher Organisationsgeist und deutsche Schaffenskraft unterscheiden sich eben vom französischen Genuß- und Wohlleben, eine Tatsache, die für die Franzosen den Verlust, für uns den Sieg in diesem Kriege brachte. im ©P0! . „t * Mondamin-Puddingpulver gibt es auf die Abschnitte N 21 u.22 der Nährmittettarte Öer Glaube an das ewige Deutschland. Don,3ofef Magnus Wehner. Wenn einer meiner Ahnen aus dem Grabe auf6 erstünde, vor mich hinttäte und mich fragte, warum jetzt wieder Krieg über der Erde fei, dann würde ich ihm antworten: „Weil alle Deutschen aufgestanden sind, das ewige Reich der Deuffchen zu errichten." Und wenn er mich weiterfragte, warum ich denn an das ewige Deutschland glaube, da doch alles vergänglich sei und Geschlecht um Geschlecht in die Grube hinabmüsse, auch die Länder und das Meer und endlich die Erde selber als zersplitternder Stern, da würde ich ihm sagen: Die Zeit steht in Gottes Rat, und er hat uns Lebendigen nicht verraten, wie weit er sie spannen will, ehe er sie in die Ewigkeit heimholt. Solange aber die Sonne über der Erde steht und Gottes Kraft in die Räume strahlt, so lange werden wir Deutsche leben und das Reich haben, und das Reich ist unsere Ewigkeit. Wir hatten es einst viele Jahrhunderte lang; es wurde uns genommen, weil wir in uns selber uneinig wurden und wider uns selber aufftanden. Aber die das Reich von uns nahmen, haben der Welt nichts gebracht als Krieg, Erpressung, Gewalt und Not; sie haben ihre Herrschaft auf das Gold, die Lüge und die Uneinigkeit der Völker gegründet; darum kehrt es in diesen Tagen zu uns zurück, das heilige Reich, die Mitte der Welt. Siehe, mein Ahn, den Deutschen! In allem was er tat, dachte er meist an die andern, die Fremden; er hat ihnen die Erde unterwerfen helfen, der gute Krieger. Aber vergiß nicht, er dachte immer an die Ordnung der Welt, und selbst, wenn er von sich selber abfiel, glaubte er der Gerechtigkeit des Welt- ganzen zu dienen. Kein anderes Volk fühlt so brennend die Verantwortung für das Weltganze, kein anderes hat so inbrünstig die Schöpfung mit allen Geschöpfen, ja Gott selber in seine Hut genommen und für die entferntesten Dinge gekämpft wie das deutsche. Wir sind das liebesfähigste unter allen Völkern, darum wurden wir oft betrogen, und während die anderen das Land und das Meer nahmen, blieb uns die Luft. Weil aber die Welt nicht leben kann ohne die Herzhaftigkeit, Treue, Gründlichkeit und Traulichkeit des Deutschen, darum glaube ich an das ewige Deutschland, und darum hat Gott nun auch zugelassen, daß wir aus der Luft heraus auf unsere Feinde niederfahren, die die Feinde der Welt und des Lebens und jeder gerechten Gemeinschaft sind. Sie werden nun durch ihre Lüge selber gerichtet, die andern. Solange haben sie die Welt über den Deutschen getäuscht, bis sie selber blind wurden und unser Wachstum und unsere Einheit überhaupt nicht mehr sahen. Wen das Schicksal stürzen will, den verblendet es vorher. So geschieht ihnen nun recht. Wir aber haben auf die Dauer gesonnen; wir wollten, daß das Leben in den Völkern baute, frei und groß und aus der eingeborenen Herrlichkeit und aus der Macht der natürlichen Ordnung, die e i n Volk über das andere stellt nach dem Werte seiner Leistung. Wir haben an die großen Lebensgemeinschaften geglaubt, die jene künstlich zerschnitten durch unselige Verträge. Wir haben zäh und still diese Lebensgemeinschaft zuerst in uns selber aufgebaut, indem wir die innig glühende Volksgemeinschaft in unserem Staate gründeten. Weil der Führer an die ewigen, unzerstörbaren Werte des Menschen in der Gemeinschaft glaubte, ist ihm der Ewige selber entgegengekommen und hat uns zum Sinnbild und Gleichnis unter iftn Völkern erhöht. Unser Beispiel aber soll wirken an der Wende der Zeit: darum glaube ich an das ewige Deutschland. Wir kennen die Kunst der Lüge, die List des kleinen Vorteils, die Behaglichkeit selbstsüchtigen Genusses, die fromme Heuchelei, die unritterliche Grausamkeit JTid>t. Die Triebkraft des Hasses ist uns fremd, ebenso wie die greisenhafte Künstlichkeit der Gedanken und die Ancht chrer Sicherungen. Frei und kühn gehen wir vor dem Schicksal einher, unsere Entscheidungen waren immer gültig für die Welt, solange wir dem eigenen Gesetze, dem eigenen Volke treu blieben: darum glaube ich an das ewige Deutschland. Ich glaube daran auch darum, weil wir am tiefsten gelitten haben, weil wir der Welt die Musik schenkten, weil die übrigen Künste jung und frisch sind und auch im Kriege den Lorbeer der Musen nicht vergessen, sondern wie die Bühnenkunst, die Baukunst, die bildende Kunst im unberührten Glanze ihres Frühlings stehen — kurz, weil das ganze deutsche Volk sich aufgemacht hat, dem ewigen Deutschland die Unsterblichkeit neu zu rüsten. Das Heer hat endlich das Meer erreicht, die alten Grenzen blitzen auf von Flandern bis nach Burgund, freier Atem durchströmt den ganzen Volkskörper, der Aufstieg ist den Tüchtigen gesichert. So ist das Opfer der Jahrhunderte erfüllt, der Tod aller Helden ist gesühnt, die Zwietracht versöhnt und gemeinsam müniben die Schicksalssttöme der Vergangenheit in das Jahrtausend des Volkes. Unsere Taten und Tage sind zum Sinnbild geworden, nie wird ihr Ruhm verlöschen und das Geschlecht des Opfers und der Pflicht wttd fortleben, solange Menschenoölker auf der Erde wohnen. Nie englische Landschaft. Don Richard Gerlach. Als ich vor Jahren in Harwich das Schiff verließ und auf den Zug nach London wartete, standen die Dinge auf einmal anders da, als noch vor einigen Stunden in Holland. Es war wie bei jenen photographischen Linsen, die nur die Mitte scharf zeichnen, nach den Rändern zu aber die Konturen ver<- schwimmenlassen. Jede Erscheinung trat, roie aus einem ungewissen Nebel ans Licht. John Constable und William Turner haben so gemalt, mit zarten, wässerigen Farben mehr das Atmosphärische hinhauchend, als Kontur um Kontur bis in jede Bild- ecke festhaltend. Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft gab dem Licht eine Brechung, die verschleiernd das Ueberdeutliche einhüllte. Wenn man nahe herantrat, konnte man die Mitte des Sichtbaren fassen; aber das übrige blieb halb verdeckt wie hinter Wol- kenvorhängen. Das Nebelhafte bleibt auch an Sonnentagen noch zu spüren, ein Rest des bleichen Dunstes verdeckt die Welt hinter den Hügeln. Das Land ist fast überall gewellt, und die Senken entziehen sich dem Ausblick. Oft drücken Regenwolken herab, und die Büsche und Bäume ducken sich. Die Farbe des grünen Grases bekleidet fast überall den Boden. Die Aecker treten dagegen ganz zurück. Auch Wälder sind selten. Dafür sind einzelne Baumgruppen eingestreut. Eiche für Eiche im Park steht für sich, und dazwischen verschränkt sich vielleicht das Gewirr des Farnkrautes. Das halb Verborgene und nach allen Seiten Verdämmernde wird plötzlich durch ein Bündel Sonnenstrahlen durchbrochen, und dann blendet eine übernahe Wirklichkeit. Zu dieser Landschaft gehören die Flüsse, die sachten, langsam in vielen Windungen unter Weiden- ufem dahinkriechenden Flüsse, in denen sich die Wolken spiegeln, und die zitternde Espe drüben, und dahinter das efeuverdunkelte niedrige Haus. Ein gemächlich dahintreibender Nachen mit einem Angler darin und die über den Hügel trottende Schafherde vervollständigten damals in den friedlichen Zeitläuften das Bild einer Idylle, die inzwischen verflogen ist. Wer einmal vom Flugzeug aus die deutsche ober die italienische Landschaft unter sich gesehen hat, erkannte auf das genaueste die Gemarkungslinien der Felder, zum Zeichen, daß jeder Fleck Erde genützt war. In England gibt es kein ähnliches strenges Gefüge des Bauernfleißes. Dem Großgrundbesitz genügt die Unermeßlichkeit feiner Wiesenparke für die Haltung der Pferde und Kühe. In dieser Hügellandschaft ist fein Ort weiter als zwei Autostunden vom Meer entfernt, und der Jnselcharakter verleugnet sich nirgends. Immer wieder einmal erinnert eine vorübersegelnde Möwe daran, daß die See nahe ist. So gehört die Küste .mit ihren Buchten und steilen Klippen ebenso selbstverständlich zu der Landschaft wie in Deutschland etwa der Wald. Wenn die Schiffe nicht mehr auslaufen und die Häfen stillgelegt sind, verliert das Land seinen Atem. Das Zwielichthafte und Gespenstische des nebelhaften englischen Daseins, das dem Europäer vom Festland schemenhaft starr und undurchschaubar erscheint, ist in der feuchten Luft der Insel geworden. In der Idylle gediehen prächtige Blumengärten, und die Kletterrosen umrankten ein reserviertes Plätzchen süster Selbsttäuschung. Eine Landschaft, die zum Zeitvertreib der begüterten Städter da zu sein schien, erinnert sich jäh an die Stürme, die über sie dahinbrausten, an die Stürme, die bevorstehen. Zeitschristen. — Die „Innen-Dekorativ n", Zeiffchrift für behagliches Wohnen (Verlagsanstalt Alexander Koch G. m. b. H., Stuttgart) widmet ihr Augustheft vollständig der italienischen Raumkunst auf der VII. Mailänder Triennale. Das reiche architektonische und kunschandwerkliche Können, über welches das neue Italien verfügt, kommt in wertvollen Proben zur Anschauung, namentlich auf dem Gebiet der Hotelzimmereinrichtung, die ja für das klassische Land des europäischen Fremdenverkehrs eine besonders wichtige Rolle spielt. Daneben sieht man das Können der italienischen Archttekten sich vorbildlich an solchen Aufgaben bewähren, deren Lösung ein technisches oder ingenieurmäßiges Denken verlangt. In einer Reihe von Luxusgeräten bekundet sich das hochentwickelte italienische Kunsthandwerk. Aus der Stadl Gießen. September. Mit tiefem Ernst tritt das deutsche Volk diesmal in den September ein, jährt sich doch der Tag, an dem der uns aufgezwungene Krieg begann, der zu so gewaltigen Ereignissen führen und eine Schick- salswende nicht nur für uns, sondern für ganz Europa einlesten sollte. So wird der 1. September für uns Deutsche immer ein Tag bleiben, an dem große Erinnerungen wachgerufen werden. Es ist nicht das erstemal, daß der Anfang (September deutsche Schicksalstage brachte. Der Sedantag, nicht der 1. September, der eigentliche Schlachttag, sondern der 2., der die Gefangennahme Napv- leons mit seinem ganzen Heer ergab und damit den Krieg von 1870 im Grunde entschied, war m all den Jahren bis zum Weltkriege ein Freudenfest für das ganze Volk, für die Schuljugend besonders ein Höhepunkt im Jahr mit Schulfeier, Ausflügen, Spielen und Fackelzügen. Nun hat der September feine neue Bedeutung für uns bekommen und seinen Ruf gefestigt, daß gerade er ein wichtiger Monat im Kreislauf des Jahres ist. Seit alter Zeit waren mit dem September allerhand Dolksbräuche verknüpft, die ihn als den ersten Erntemonat auszeichneten. In ihm feierten die Ger- mnnsn ihr Herbstfest, das mit dem Opfer von Tierköpfen und Opferschmäusen begangen wurde; auch verschiedener Abwehrzauber spielte dabei mit. Der näherkommende Winter mahnte, ein Totenfest zu feiern, das aber mit einem Erntedankfest verbunden war. Das erste lebt in dem Fest des Heiligen Michael weiter, das zweite in den Kirchweihfesten. Die Verquickung der beiden Feste zeigt die Tatsache, daß am Lechrain üblich war, am Kirchweihmontag ein Seelenamt für alle Verstorbenen aus der Gemeinde abzuhalten, und gerade an diesem Seelenamt wurde von den Bauern mit außer- ordentlicher Hartnäckigkeit festgehalten, so daß es oft zu Zwistigkeiten mit dem Pfarrer kam, wenn der Montag auf einen Tag siel, an dem nach den kirchlichen Dorschriften kein Seelenamt gehallen werden durfte. Lieber verzichteten die Bauern auf die ganze Nachkirchweih als auf ein Verschieben des Seelengottesdienstes. Auch daß im September die meisten' Wallfahrten stattfanden, erinnerte noch an das allheidnische Opferfest, zu dem man von weit her im Umkreise zusammen kam. Und während im Hundertjährigen Kniender für die drei vorhergehenden Monate Maßhalten im Essen und Trinken angergten wird, ist darin der festlichen Ernte- Kirchweihstimmung im September durchaus Rechnung getragen, denn wenn auch vor Uebermaß in allem Obstgenuß gewarnt wird, so wird doch geraten, „sich der Gänse, Kapaunen, Indian und Rebhühner, auch Schnepfen, Fasanen, Grammetsvögel, Wachteln und Staren zu bedienen". Das Wetter spielt im Mänat der Tag- und Nachtgleiche im Volksglauben eine wichtige Rolle, vor allem haben der 1., der 17. und der 21. September Vorbedeutung für das ganze Herbstwetter. Nebel und Gewitter werden als günstig angesehen. Aber der September bringt uns oft noch die schönsten Tage, gerade wenn die vorhergehenden Monate uns enttäuscht haben. Dann ist die Welt noch in leuchtenden Sonnenglanz getaucht, Bäume und Büsche sind ungebrochen in ihrem dunklen Grün, in das sich erst gegen den Schluß hin die gelben Töne des eigentlichen Herbstes stärker mischen. Als Bringer reicher Gaben steht der September bei den Kindern in hoher Gunst. Es kommen oft genug noch warme Tage, an denen jede blanke Wasserfläche zum Bade einlädt, und auch der Septembersonne wohnt noch eine bräunende Kraft inne. Verklärung und Reife liegt in diesen Tagen, gerade der frühe Morgen, wenn der Glanz der aufsteigenden Sonne den am Boden lagernden Nebel durchdringt, wirkt in dieser Zeit einen besonderen Zauber,^ und es lohnt sich, ein Frühaufsteher zu Jein. Beim Weg über die Fluren wird dem Wanderer dann vielleicht Eduard Mörikes Preislied eines Septembermorgen in den Sinn kommen, das am schönsten den Zauber dieser Jahreszeit und Morgenstunde besingt: „Im Nebel ruhet noch die Welt, Nock ttäumen Wald und Wiesen: Balo siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen." C. K. Wieder Feldpostpäckcken. Die Annahmesperre für Feldpostpäckchen wird mit Ablauf des 31. August 1940 aufgehoben. Vom 1. September 1940 an werden demnach Feldpostpäckchen bis zum Gewicht von 1000 Gramm allgemein wieder zur Beförderung angenommen. Güterwagen । Auf jeden Güterwagen kommt es an Hilfe geleij Dem Güterverkehr auf der Reichsbahn find durch den Krieg erheblich größere Ausgaben gestellt worden, als er in Friedenszeiten zu erfüllen hatte. Die Versorgung unserer Wehrmacht in den besetzten Gebieten, die kriegs- und ernährungswirtschaftlichen Erfordernisse in der Heimat und die großen Transportleistungen für das befreundete und neutrale Ausland stellen an den Güterverkehr der Reichsbahn so gewallige Anforderungen, daß alle früher gewohnten Maßstäbe jetzt keine Gültiakett mehr haben. Es ist daher auch nur natürlich, daß die Zahl der Güterzüge auf unseren Bahnstrecken im Vergleich zu den Friedensverhältnissen außerordentlich angewachsen ist. Die Reichsbahn hat alle Kräfte angespannt, um ihren vielfach größeren Pflichten im Güterverkehr stets entsprechen zu können. Für den bevorstehenden Herbst und Winter sind jetzt schon alle Vorbereitungen getroffen worden, um neben den Transporten für die Wehrmacht alle Sendungen für die Volksernährung, die Brennstoff- versorgung, die Kriegswirtschaftsbetriebe und alle übrigen Unternehmungen schnell und pünktlich befördern zu können. Dabei gilt als wichtigster Grundsatz das Wort: Güterwaaen müssen schnell um laufen! Dieses Ziel kann die Reichsbahn mit ihren allerdings knappen Wagenbeständen nur dann erreichen, wenn alle Verfrachter und Empfänger von Gütersendungen durch verständnisvolle Mitarbeit- die Bahn unterstützen. In den meisten Fällen wird dies ohne Mehrbelastung möglich fein, wenn man sich als besondere Verpflichtung vor Augen hält, daß die Kriegsverhältnisse von jedermann Sonderleistungen erforderlich machen und rechtfertigen. * Es dürfte den meisten Volksgenossen, auch den am Güterverkehr der Reichsbahn beteiligten Wirtschaftskreisen, wohl nicht bekannt sein, daß ein Güterwagen in einem Zeitraum von 300 Tagen an 200 Tagen für den Absender und^den Empfänger zum Be- und Entladen auf dem Bahnhof bereitsteht und daß nur 100 Tage aus die Beförderung des Wagens durch die Reichsbahn entfallen. Wenn man sich diese Zahlen und ihre wirtschaftliche Bedeutung gründlich überlegt, wird man zu dem Ergebnis kommen, daß schon geringe Beschleunigungen beim Be- und Entladen'sich bei den Hunderttausen- den von umlaufenden Güterwagen in einem schnelleren Umlauf auswirken müssen, also' erheblich mehr Wagen für die Bedienung des Güterverkehrs zur Verfügung stehen können. Diesem erstrebenswerten Zielen muß alle Arbeit nicht nur bei der Beladung, sondern auch beim Entladen der Wagen entsprechen. Jeder Empfänger eines Güterwagens sollte sofort nach der Bereitstellung des Wagens mit dessen Entladung beginnen, damit die von der Reichsbahn gestellte Frist eingehalten wird. Der Güterwagen darf nicht als ein Lagerraum angesehen werden, in dem der Empfänger das angekommene Gut ungebührlich lange liegen läßt, auch wenn er dafür Standgeld — auf das die Reichsbahn gar nicht scharf ist — bezahlen muß. Zur Beschleunigung der Abfuhr aller Güter hat die Reichsbahn die Voravisierung eingeführt. Dadurch ist es möglich, den Empfänger von Warensendungen • in Güterwagen abends noch vor Geschäftsschluß von der Ankunft auch solcher Wagen in Kenntnis zu setzen, die erst während der kommenden Nachtstunden ein» neben werden. Der Empfänger kann also schon am Abend vorher alle Vorbereitungen treffen, damit am folgenden Morgen früh mit dem Entladen begonnen werden kann. Uebeigens sei hier noch darauf hingewiesen, daß für die Empfänger von Wagenladungen auch für die Sonntage die Pflicht zum Entladen der Wagen besteht, damit der Wagenumlauf auch auf diese Weise beschleunigt werden kann. Ein anderes Mittel zur vollkommenen Ausnützung der Güterwagen besteht darin, die Wagen nicht nur früh am Tage und rechtzeitig, sondern auch bis zur Ladegrenze zu beladen. Der Wagen- raum muß restlos ausgenutzt werden. Dabei ist vor allem auch auf eine zweckmäßige Stapelung der Güter im Wagen zu achten. Von großer Bedeutung ist die Anordnung der Reichsbahn, daß im innerdeutschen Verkehr die Güterwagen bis zu 1 Tonne = 20 Zentner über die angegebene Tragfähigkeit hinaus belastet werden können. Diese Heraufsetzung der Lademöglichkeit sollten sich mög- müssen rollen! - Auch in Gießen kann wesentliche let werden. lichst viele Verfrachter nutzbar machen. An sich nicht allzu bedeutende Ueberschreitungen der früher zu- gelassenen Höchstbelastungsgrenze werden dann nicht etwa in einem anderen Güterwagen Raum eqfcr» dem, den die Bahn für einen anderen Versender verfügbar halten kann, sondern die gute Auslattung des Güterwagens macht sich auch für den Verfrachter selbst bezahlt, weil sich die Frachtsätze mll besserer Ausnützung des Ladegewichts ermäßigen. Wenn viele Versender von Frachtgut diese Heraufsetzung der Lademöglichkeit in Anspruch nehmen werden, ergibt sich für den Güterwagenumlauf der Reichsbahn der bedeutende Vorteil, daß der durch Mehrladung freigehallene Wagenraum anderen Sendungen zugewiesen werden kann, so daß auch aus diese ißeife eine Beschleunigung der Güterbeförderung ohne Mehrbeanspruchung von Güterwagen erreicht werden kann. Würden z. B. 20 Versender die zu chrer Verfügung stehenden Güterwagen mit je einer Tonne über die angegebene Tragfähigkeit hinaus belasten, so würde diese Mehrbelastung der 20 Wagen schon den Raum für einen weiteren sonst in Anspruch genommenen Güterwagen frei machen. Auf die Gesamtheit des täglich auf der Reichsbahn rollenden Gütermaterials bezogen, kann auf diesem Wege gewaltig viel Wagenraum für andere Transportzwecke frei gemacht unD der Wagen» und Güterumlauf beschleunigt werden. * Für den Güterbahnhof Gießen ist die hier gekennzeichnete Förderung durch die Empfänger und Versender von Frachtgut ebenfalls dringend erwünscht. Wie wichtig diese Unterstützung sein kann, wird allein schon dadurch bewiesen, daß unsere Güterabfertigung täglich mit einem Eingang von annähernd 300 und mit einem Ausgang von etwa 250 Gute Ergebnisse des bisherige Die Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, wendet sich heute mit einem neuen Arbeitsplan des Berufserziehungs- werks für den kommenden Winter an die Oeffent- lichkeit. In diesem Arbeitsplan wird allen schaffenden deutschen Menschen, gleich welchen Alters und Berufes, eine Fülle von weiteren Ausbildungsmöglichkeiten geboten, bei deren Benutzung alle Männer und Frauen sich im Rahmen von Lehrgemeinschaften beruflich immer mehr vervollkommnen können. Bei dieser Weiterbildung handelt es sich nicht etwa um einen rein schulmäßigen Betrieb, bei dem ein Lehrer vorträgt und die Teilnehmer nur zuhören, sondern hier sind Lehrgemeinschaften am Werke, bei denen alle praktisch arbeiten nach dem grundlegenden Gesichtspunkt: Aus der Praxis, für Die Praxis! Durch diese Arbeitsgemeinschaft werden die Ziele der Weiterbildung von jedermann praktisch erarbeitet. Vor dem Beginn des neuen Arbeitsabschnitts der Uebungsstätte Gießen ist es interessant, rückschauend zu sehen, wie diese Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront im Kreise Wetterau bisher in steigendem Maße in Anspruch genommen wurde. Im Sommer 1939 konnte das Berufserziehungswerk 25 Lehr- gememschaften mit rund 900 Teilnehmern durchführen, im Winter 1939/40 waren es bereits 38 Lehrgemeinschaften mit rund 1200 Teilnehmern, im Sommer 1940 zählte man 43 Lehrgemeinschaften mit rund 1350 Teilnehmern. Die Lehrgemeinschaften vom Sommer 1940 gliederten sich in folgender Weise auf: Gruppe Handel (kaufmännische Fächer) 30 Lehrgemeinschaften mit 860 Teilnehmern, Gruppe „Eisen und Metall" 4 Lehrgemeinschaften mit 120 Teilnehmern, Gruppe „Hausgehilfinnen" 2 Lehraemein- schasten mit 20 Teilnehmern, ferner die Lehrgänge „Heize richtig!" in 7 Lehrgemeinschaften mit 250 Teilnehmern. Daneben wurden noch einige weitere Lehrgemeinschaften mit kleinerer Beteiligung durchgeführt. Im Winter 1939/40 fanden außerdem 15 Lehrgemeinschaften in Betrieben mit rund 350 Teilnehmern statt, bei denen die Angehörigen der be- treffenden Betriebe unter Berücksichtigung der Betriebseigenart zu geschlossenen Lehrgemeinschaften zusammengefaßt waren. Die Weiterbildung in den Lehrger. . üischasten erfolgt unter Leitung erster Fachkräfte, die als bis 270 Guterwagen zu rechnen hat. Es sind also tag. ljch 9 bis 10 Güterzüge, zu je 60 Waaen gerechnet, auf den Gleisanlagen bei der Güterabfertigung zum Ent- und Beladen vorhanden, eine Menge, die wirklich sehr respektabel ist. Daß bei diesem großen Ausmaß von Güterwagen die Empfänger und Versender Durch schleuniges Ent- und Beladen viel zur Förderung des Wagenumlaufes beitragen können, liegt auf der Hand. Leider hat es bisher noch manche Zahlung von Standaeld gegeben, Die an sich nicht nötig gewesen wäre. Auch hier sei betont, daß die Reichsbahn gar kein Gewicht auf Standgeld legt es ist ihr im Gegenteil viel lieber, wenn die Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Güterwagen stets in kürzester Frist be- und entladen werden. Dazu haben die beteiligten Firmen und Werke in Gießen an allen Tagen, auch an Sonntagen, von morgens bis abends Gelegenheit, Denn Die Reichsbahn sorgt Dafür, daß alle Wagen zum Be- und Entladen immer rechtzeitig zur Stelle sind und Das erforDerliche Bahnpersonal auch stän- dia zur Stelle ist. Die Reichsbahn in Gießen hat sogar ihre Kraftwagen, die früher im Fernverkehr eingesetzt waren, jetzt für Die Versender und Empfänger von Frachtgut mit bereitgestellt, um ihnen bei Dem An- und Ab fahren Der Güter Hilfe zu leisten, Damit auch hierdurch Der Wagenumlauf beschleunigt wird. Zu dem gleichen Zwecke stehen die von Der Fahrbereitschaft Gießen eingesetzten Kraftfahrzeuge den Gießener Wirtschaftskrerfen und Der Bahn zur Verfügung. Es sind also in Gießen alle Möglichkeiten vorhanden, um Den Güterverkehr auf der Bahn noch stärker als bisher zu beschleunigen, jum Nutzen aller Beteiligten, vor allem auch der Empfänger Der SenDungen. Von Diesen Möglichkeiten sollten alle Interessenten reichlich Gebrauch machen. ?• i durch die OAF. , Wirkens im Kreise Wetterau. Uebungsleiter alle Gewähr für gute Ausbildung bieten. Das Ziel Der Lehrgemeinschaften besteht Darin, die Teilnehmer durch höchstmöglichen Aus- bildungsstand zu befähigen, einen Arbeitsplatz einzunehmen, auf dem sie die höchsten Leistungen für die Gemeinschaft vollbringen können. Jeder Teilnehmer an Den Lehrgemeinschaften erhält nach' abgeschlossenem Besuch eine Bescheinigung über seine Mitarbeit in diesem Kreise. Das Berufserziehungs-- werk führt für die Teilnehmer Der Lehrgememschaften auch eine Berufs-Laufbahnberatung durch, Die Den Teilnehmern aute Möglichkeiten für ihr Fortkommen eröffnen soll. Bei genügender Beteiligung werden vielleicht auch in kleineren Städten des Kreises Wetterau Derartige Le h r g em ein scha ften durchgeführt werden. Die bisherige gute Steigerung bei Der Benutzung dieser Einrichtung zeigt, daß bas Bewußtsein, in diesem Rahmen sich ist ausgezeichneter Weise fort- bilden zu können, immer breitere Bevölkerungskreise durchdringt. B. /-------- WödteKtlieli aiM Dosa „ /K iL --v/3 der schmackhaften und leicht verdaulichen NESTLE KINDERNAHRUNG erhält die Mutter für ihr Kind bis zum Alter von 1'/, Jahren gegen Berechtigungsschein, den das Ernährungsamt bzw. die Kartenstelle ausstellt. Broschüre „Ratschläge eines Arztes" kostenlos und unverbindlich durch die DEUTSCHE AKTIENGESELLSCHAFT FÜR NESTLE ERZEUGNISSE l BERLIN-TEMPELHOF . Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Elchacker, Gröbenzell bei München 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Bergholz macht auch einen Weg durchs Zimmer und wieder zurück, setzt sich und blättert in der Abendzeitung. Er findet die Besprechung Der gestrigen Tristan-Aufführung. Beim Lesen bekommt er einen roten Kopf. Die Aufführung wird als großes musikalisches Ereignis gewürdigt. Vieles wird gelobt, einiges auch getadelt, lieber Di et- rn uthe Röhls Leistung läßt sich der Betrachter folgendermaßen aus: „Frau Röhls Isolde war gesanglich sowie darstellerisch hervorragend. Doch fehlt dieser hochbegabten Sängerin, Die uns schon mit mancher Probe ihres großen Könnens erfreut hat, leider nur eins, was freilich von keiner noch so fertigen Hebung ersetzt werden kann: Die Beseelung ist es! Diese prachtvoll gesungene Isolde war dennoch nicht Isolde. Auch bei dieser Rolle hat sich Frau Röhl nicht in Gefühlsunkosten gestürzt..." Hans Bergholz zerknittert wütend die Zeitung zu einen Knäuel. „So ein Frechlina! So ein unverschämter Geselle!" schimpft er aufspringend und ballt Die Fäuste, als gelte es. Den Urheber dieser Verunglimpfung — anders nennt er die Bemerkung nicht — auf Der Stelle zu züchtigen. Da wird er zu Tisch gerufen und — kommt zur Besinnung. Er folgt em wenig betreten dem Ruf. Für Frau Erna hat sich inzwischen Die sie besonders beunruhigende Tatsache des gestrigen Ausgehens ihres Mannes aufgeklärt, wenn sie auch noch nicht Zeit gefunden hat, das Erstaunliche zu überdenken. Sie ist neugierig, aber auch voll neuen Miß. trauens. Der Mutter, Die bereits wieder beginnt, für Hans Partei zu nehmen, hat sie heftig geantwortet. Bergholz fühlt bet Tisch mehr Unsicherheit als vorher bei Dem Gespräch mit seiner Schwiegermutter. Ein paar Zeilen Zeitungstext haben ihm alle Gedanken weit hinweggewirbelt von seinem belanglosen Ehezwist und den schwiegermütterlichen Schlichtungsabsichten. Er bemüht sich, Friedensbe- reitschaft zu zeigen, zwingt sich Gesprächigkeit ab und erzählt von einem komischen Zwischenfall bei Ausübung seiner Praxis, worüber Frau Gehrke quiekend lacht. Don Erna erhält er noch keine Entgegnung, Das kennt er; sie will anders gebeten sein. Aber er weiß, daß ihr das Schmollen und Ungnädigsein selbst bald langweilig wird. Nach dem Abendessen begleiten seine Frau und er die Mama heim. Frau Gehrke erklärt, zu Fuß gehen zu wollen, da sie sich noch etwas Bewegung machen müsse — was Bergholz vollkommen einleuchtet nach ihrer Essensleistung, Der, wie er weiß, eine ausgiebige Schlemmerei in Der Konditorei vorausgegangen ist. Deutlicher macht sich jetzt ein Umschwung in Der Stimmung seiner Frau bemerkbar. Sie spricht wieder zu ihm, wenn auch noch fahrig und sprunghaft. Sie beginnt, Fragen nach seinem gestrigen Abenderlebnis zu stellen. Er antwortet erst gewollt ausweichend und zögernd, dann beginnt er zu übertreiben. Sie merkt Die Neckerei, die ihr wie stets Spaß macht. Er denkt befreit, es sei vielleicht gut, Der Sache einen kleinen Dreh ins Lächerliche zu geben. „Ist Denn die Sängerin hübsch? Ich meine — auch so, ohne die Aufmachung Der Bühne?" „Bildschön ist sie!" behauptet' er mit Nachdruck und stößt seine Schwiegermutter leicht mit Dem Ellenoogen an. Frau Gehrke erstickt beinahe vor Kichern. Nach einem viertelstünDigen Weg scheidet sie höchst zufrieden und fühlt sich neu gestärkt für ihre Aufgabe, Hüterin Des Eheglücks Der jungen Leute zu fein. Bergholz schlägt seiner Frau vor, noch eine Bar aufzusuchen, in Die sie öfters gehen. Sie ist gern dazu bereit. In einer Taxe erreichen sie in fünf Minuten Die Gaststätte. Eine dicke, von Tabaksrauch durchwolkte Luft schlägt ihnen entgegen. Im Hin- terarunde säuseln Geigen, quäkt Das Saxophon und rasselt das Schlagzeug. Die Tische sind zumeist be« setzt. Don einem wird ihnen zugewinkt. „Sieh mal, Hans, da ift ja Herr Riemschneider und sein Schwager Brinkst ruft Erna lebhaft. Sie nehmen bei Den Bekannten am Tisch Platz. Rechtsanwalt Brink war „alter Herr" in Bergholz' Studentenverbindung gewesen. Dessen Schwager, Der Börsenmakler Riemschneider, ist in Rahnsdorf mit seinem Wochenendhäuschen ihr Nachbar. Bergholz hat an dieser Sommerfreundschaft schon reichlich genug; aber Erna freut sich über Die Begegnung. Sie wird sehr vergnügt. Wie weggeblasen ist aller Verdruß. Hans tanzt ein paarmal mit ihr. Sie schmiegt sich in seinen Arm, zwickt ihn ins Ohrläppchen, erklärt ihn für ein Scheusal unD raunt ihm zu, sie wolle überhaupt nie wieder etwas von ihm wissen. Dabei Sn ihre Augen, ihr Gesicht glüht, und die t Zähne blitzen hinter den roten, vollen Lippen. Auch Der Dicke Riemschneider tanzt mit ihr und kaust ihr einen koten Kinderluftballon. Der gute Brink ist ein bißchen ledern und kramt juristtsche Fälle aus, Die außer ihn niemanDen am Tisch erwärmen können. Und Riemschneider quasselt überhaupt nur. Was er vorbringt, ist teils albern, teils anstößig. Man lacht Darüber, na ja ... Man muß es nehmen wie es kommt. Auch der geistige Gehalt der Geselligkeit kann nicht allerorts Der gleiche fein unD — soll es gar nicht sein. Und Erna übertreibt heute ersichtlich ihr Vergnügen daran. Das Glitzern ihrer Augen verrät Bergholz, daß sie sich heimlich freut, ihm seinen gestrigen Bummel und Die ihr Damit angetane Kränkung heimzahlen zu können. Mag sie! Er wird müde, gähnt immer häufiger und mahnt mehrmals zum Aufbruch. Erna will davon nichts hören. Sie lacht schadenfroh, erwidert anzüglich und spitz. Er fügt sich. „Also bleiben mir noch .. Sie beobachtet heimlich, wie er öfters nach einer Der Bardamen hinüberblickt — einem üppigen, rot- blondeN-Wesen. Sich vorbeugend, zischelt sie ihm ins Ohr: „Sieht Die Da so aus wie Deine Sängerin? Die Röhl ist doch auch rothaarig, nicht wahr?" Er zuckt leicht zusammen, seine Stirn rötet sich. "Du kleines Schaf!" murmelt er. Doch er ist betroffen. Wie ist Das nur möglich? Wie errät Die Frau solche Dinge, ehe sie ihm selbst klar werden? Wie im Halbschlaf hat er nach Der Rotblonden hmter Der Theke hinübergestarrt. Unter seiner quälenden Müdigkeit glimmte noch etwas Suchendes, Dürstendes. Ohne es zu wissen, hat er in der üppigen Frau Da Drüben das Bild einer andern gesucht, vergleichsweise, als erinnere ihn Der Anblick eines grell bemalten Plakates an eine wundervolle Schöpfung hochbegnadeter Kunst. Er reißt sich zusammen, redet eifriger und tut es, ohne zu denken. Dabei nimmt Der Druck um feinen Schädel zu, seine Lider hinter den Brillengläsern röten sich, und sein Gesicht bekommt einen Zug äußerster Abspannung, der auch seiner Frau nicht entgeht. Während der kurzen Heimfahrt verharren sie beide in verdrossenem Schweigen. Als er das Haustor aufschließt, fragt Erna: „Was hast Du denn nun wieder? Man kennt sich nicht mehr aus mit dir!" „Ich bin nur müde, weiter ist nichts", entgegnet er gähnend. „So? Gestern aber warst du nicht müde!?" Beim Hinaufgehen macht sie noch mehr anzügliche Bemerkungen, auf Die er jedoch nicht eingeht. Die kaum beigelegte Verstimmung ist wieder Da. Sie leiben beiDe Darunter und messen sich gegenjeitig Die SchulD Daran zu. In Erna flackert wieder auf, mas noch unter Der Asche glimmt. Sie kann sich nicht beherrschen unD nicht mäßigen. Sie reizt Den Mann, Der längst nicht mehr Herr seiner Nerven ist. Damit zum Aeußersten. Plötzlich stürzt er auf sie zu, packt sie an den Armen und zwingt sie in Die Knie, ©ein kalkweißes Gesicht ift über ihr. Sie sieht in feine flackernden, rotgeränoerten Augen unD schreit gellend auf: „Hilfe!" Er preßt seine Hand fest auf ihren Mund. „Wenn Du noch einen Ton von Dir gibst, Dann ..." <5ie keucht, erstickte Laute quellen unter Dem Druck feiner Finger hervor. Da läßt er sie los unD stürzt aus Dem Zimmer. Er rennt' draußen gegen Das Mädchen Lina. Jetzt schreit Die auch noch ... "$™e.n d^e Den Mund!" fährt er sie an und ruft Dem Weißlichen, Schattenhaften, das vor ihm flüchtet, nach: „Sie brauchen nicht die Polizei anzurufen, aber meiner Frau können Sie Baldriantropfen bringen!" Auf Dem Ruhebett im Behandlungszimmer verbringt er Den Rest der Nacht. (Fortsetzung folgt.) Tageskalender für Samstag. NSDAP., Kreisleitung Wetterau: 20.30 Uhr in -er Aula der Universität Großkundgebung mit Reichsredner Pg. Weimer. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Meine Tochter lebt in Wien". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Was wird hier gespielt?" Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Meine Tochter lebt in Wien". — Lichtsvielhaus, Bahnhofstraße: „Was wird hier gespielt?^ hatte. Es wäre ihm aber, wie weiterhin festgestellt wurde, möglich gewesen, einen anderen Ausweis abzugeben, was er aber verweigerte. Da nur ein geringes Verschulden vorliegt, wurde die Strafe auf 3,— RM. ermäßigt. Ein Mann in Burkhardsfelden war angeklagt, im April die Zeugen K. und H. beleidigt und angepackt zu haben. Ferner wurde ihm vorgeworfen, er habe nur 6 Zentner Hafer an die Bedarfsstelle abgeliefert, obwohl er 10 Zentner Hafer hätte liefern müssen. Der Angeklagte bestritt jegliche Schuld. Er wurde unter Freisprechung im übrigen wegen Beleidigung bzw. tätlicher Beleidigung zu Geldstrafen von zweimal 40,— RM., zu 30,— RM. und 20,— RM. verurteilt. Landkreis Gießen. g Steinbach, 30. Aug. Frau Katharina Eleonore Haas, geb. Gerhard, Ehefrau des Landwirts Philipp Melchior Haas, kann in guter Gesundheit heute ihren 7 0. Geburtstag feiern. Der Jubilarin unsere herzlichen Glückwünsche. ..Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Schießen und Rollschuhlaufen standen bei den Deutschen Jugend- meisterschaften in Breslau auf dem Programm des Volkstumsarbeit in der NS °G. „Kraft durch Freude" Hockey-Wiederholungsspiel der Mädel zur Ermittlung des zweiten Endkampfteilnehmers.üurchgeführt. Auf der Aschenbahn gab es in der Hauptsache Vorentscheidungen, aber am späten Nachmittag wurde noch der Fünfkampf der HÄ. zu Ende geführt. Jrn Schwimmbecken gab es neben Borkämpfen auch eine Reihe von Entscheidungen, auf den Tennisplätzen wurden die Zwischenrunden erledigt, und auf oer Rollschuhbahn liefen Jungvolk und Jungmädel ihre Kürübungen. — Im Schwimmen wurden hervorragende Leistungen geboten, obwohl die Wstte- rungsvelchältnifse nicht gerade günstig waren. Zwei Titel holte sich der junge Meister Ulli Schröder über 200 Meter Kraul vor Laskowski und über 100 rechnen ist. Gießener Dochenmarktpreise. * G i e ß e n, 31. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11^, Kartoffeln, % kg 5,6, 5 kg 56, Wirsing, V» kg 7, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, Spinat 20, Bohnen (grün) 15 bis 18, (gelb) 20, Erbsen 30, Mischgemüse 10, Tomaten 18 bis 20, Zwiebeln 12 bis 14, Rhabarber 10, Kürbis 7, Pilze 40, Frühäpfel 20 bis 25, Falläpfel 7 bis 10, Dirnen 25 bis 45, Pflaumen 20 bis 25, Zwetschen 20 bis 25, Mirabellen 30 bis 35, Renekloden 25, Blumenkohl, das Stück 10 Rpf. bis 1 RM., Salat 10 Rpf., Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken VA bis 4, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. wurzelung des deutschen Arbeitsmenschen in der ihm von der Deutschen Arbeitsfront gesicherten organischen Lebensordnung des Volkes. Ein Teil dieser Volkstumsarbeit wird auch von den in unserem Kreisgebiet bestehenden Volkstumsgruppen geleistet. Der oberhessische Mundartdichter Pg. Georg Heß aus Leihgestern hat schon lange vor der Machtübernahme mit seinen hessischen Trachtengruppen und seinen Mundartdichtungen, auf sich selbst gestellt, damals ohne die Unterstützung der Staatsstellen, diese Arbeit ausgenommen. Nach der Machtübernahme wurde seine Arbeit zuerst in den Landschaftsbund „Volkstum und Heimat", dann in die „NS. Kulturgemeinde" und endlich in das große Erziehungs- und Betreuungswerk der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude" eingegliedert. Unter Leitung des inzwischen zum Kreisvolkstumsreferenten ernannten Pg. Gg. Heß hat die Volkstumsgruppe .Hüttenberg", bestehend aus ausschließlich der HI. und dem BDM. angehörenden jungen Menschen aus Leihgestern und Kirch-Göns, hervorragenden Anteil an der Dolkstumsarbeit in unserem Kreisgebiet. Die Gruppe hat mit ihren Darbietungen auf den Reichsparteitagen, bei den Erntedankfesten auf dem Bückeberg, auf internationalen Volks- tumsfeften in Frankreich und Italien unsere hessische Heimat würdig vertreten und sich nicht zuletzt bei WHW.-Veranstaltungen, Wehrmachts- und Lazarett- betWuungen in reichem Maße selbstlos zur Verfügung gestellt. Die Kreisdienststelle zeigt z. Z. in einem Fenster ihrer Kartenverkaufsstelle (Seltersweg) unter dem Motto: „Volkstumsarbeit in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" einen Ausschnitt aus der Arbeit ihrer Dolkstumsgruppen. Neben einer Anzahl schöner Bilder, welche die Arbeit der Gruppen veranschaulichen, zeigt dieses Fenster einige Trachtenstücke der im Aussterben begriffenen alten „Hüttenberger" Frauentracht, daneben einige Stücke des von einem Sachbearbeiter des Reichsamtes der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" entworfenen, an die alte Hüttenberger Tracht angelehnten neuen Volkstanzkleides. Die St-ffe und die Machart sind leichter, die Farben heller und einfacher, während die Muster der Stickereien ganz dem alten Festtagshalstuch entnommen wurden. Potaß (Baden) bereits die Vorschlußrundengegner fest. So weit ist beim BDM. erst Irmgard Hallbauer (Sachsen) nach ihrem überraschenden Sieg mit 2:6, 6:3, 8:6 über die Berlinerin Suren. Im HJ.-Doppel stehen die Schlesier Srnolka-Kolacs- kowski als erste unter den „letzten Vier", während beim BDM. mit Brunner-Ceconi (Salzburg) und Obst-Petersen (Hamburg) zwei Paare zur Vorentscheidung aufgerückt sind. Aus den Kampfbahnen der Leichtathleten herrschte während des ganzen Tages Hochbetrieb. Ueber 100 Meter lief beim BDM. die Hessen- Nassauerin Jäckel mit 12,5 die beste Zeit. Im Weitsprung des BDM.-Werkes, wo die junge deutsche Meisterklasse fast vollzählig am Start ist, führt Irmgard Braetz mit 5,55 Meter, beim BDM. übersprang nur Prade (Sudetenland) die 5-Meter- Grenze. Im Hochsprung kamen 6 Bewerberinnen über 1,40. Die Schwäbin Hothum war mit 12,3 Sekunden die bisher schnellste Hürdenläuferin, die Kölnerin Yard schleuderte den Diskus im Dorkampf 35,05 Meter weit. In den Endlauf über 4X100- Meter kamen die Obergaumunnschaften von Hochland, Hessen-Nassau (je. 52 Sek.), Düsseldorf, Schlesien, Hamburg (je 52,2) und Württemberg (52,3). Im Speerwerfen legten die Nürnbergerin Plank für das BDM.-Werk 41,40 Meter vor, während in der BDM.-Meisterschaft Burgsdorf (Westmark) mit 35,88 Meter führt. Bei der HI. war Staebe (Nordmark) bester 800- Meter-Läufer in 1:58,9, über 1500 Meter Kampe (Sachsen) in 4:14, im Speerwerfen Schendzilorz (Schlesien) mit 50,04 und in der 4X100-Meter- Staffel das Gebiet Westfalen mit 44,2 Sek. an der Spitze. Dolkstumsarbeit heißt: dem deutschen Arbeitsmenschen sein seelisches Eigentum wiederzugeben. Die deutslye Dolkskultur, als Lebensausdruck der Bauern, Handwerker und Arbeiter von vorangegangenen Generationen geschaffen, wird ihm wieder zur täglichen seelischen Nahrung dienen und ihn in seinem Volke nicht nur im politischen Bekenntnis, sondern in seinem ganzen D-asein verankern. Die Deutsche Arbeitsfront ist die organische Lebensordnung des aus seinen Einzelzellen hervorwachsenden, in seine Stände und Arbeitsgemeinschaften gegliederten deutschen Volkes. Die NS- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist das große Erziehungswerk des organisierten Volkes. Die nationalsozialistische Dolkstumsarbeit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat die Aufgabe, den deutschen Arbeitsmenschen zu seinem eigenen kulturellen Ausdruck zu verhelfen und damit auch die Voraussetzungen zu schaffen für seine Anteilnahme an den großen geistigen Gütern der Nation. Das „Amt Volkstum und Heimat" führt in allen Gauen der Bewegung diese Arbeit durch und verbindet mit ihr im Vollzug für die gesamte kulturpolitische Arbeit des Werkes „Kraft durch Freude" die Vermittlung der Werke der Meister unserer Kultur, die mit der Volkskultur den Wurzelboden gemeinsam haben und die höchste gesteigerte Form der Aeußerungen der deutschen Volksseele darstellen. Damit schafft das Amt die auf dem Gebiet kultureller Erziehung notwendige Einheitlichkeit der harmonischen Ausbildung des Einzelmenschen in allen seinen kultur-schöpferischen Möglichkeiten und der tu allen kulturellen Ausdrucksformen sich gleichmäßig auswirkenden Gestaltung des Gemeinschaftslebens. Die von der „Reichsmittelstelle für Volkstumsarbeit der NSDAP." als Ausgangspunkt der nationalsozialistischen Dolkstumsarbeit gesammelten Kräfte und Gruppen der Dolkstumsarbeit wurden zusammengefaßt im „Reichsamt Volkstum und Heimat", das als Werkgemeinschaft und Gesamtvertretung der Laienkulturarbeit die aktiven Träger der Volkstumsarbeit zum ausschließlichen geschlossenen Einsatz innerhalb der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" bringt, und ihnen damit ihre Aufgabe zumeist: Dienst zu tun an der Wiederver- * * Dienstjubiläum. Fräulein Marie Uhl, Pflegerin in der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Gießen, feiert am 1. September ihr 25jähriges Dienstjubiläum. Fräulein Uhl erfreut sich bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern des besten Ansehens. Amtsgericht Gießen Der A. M. in Kassel hatte einen Strafbefehl über 15,-* RM. erhalten. Er war beschuldigt, dem Inhaber eines Hotels, in dem er wohnte^ trotz Aufforderung die Abgabe seines Ausweises verweigert zu haben. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß der Angeklagte seinen Ausweis am Tag vorher in Frankfurt abgegeben und nicht zurückerhalten Meter Rücken vor dem jungen Schlesier Kriesten. 2:21 bzw. 1:12,4 waren die Zeiten des siegreichen Bonners. Die Meisterschaft des BDM. über 400 Meter Kraul holte sich Liselotte B a ch m e i e r (Franken) in 6:01,7 vor der Re ko Mer in Eva Schäfferkordt. Erheblich langsamer war die Siegerin im gleichen Wettbewerb des BDM.-Werkes Glaube und Schönheit, Ulla Groth (Schlesien), mit 6:15,9. In der deutschen Jahresbestzeit von 9:36 gewann der Obergau Westfalen die BDM.- Meisterschaft über 3X200 Meter Brust. Die Meisterschaft der HI. über 4X200 Meter Brust fiel an das Gebiet Schlesien (12:08) vor Baden (12:09,9). Meisterin im Kunstspringen des BDM. wurde Paula Tatarek (Westfalen). Nach den letzten Gruppenspielen um die W a s - serball-Endrunde, in denen Düsseldorf über Niedersachsen mit 6:5 in der Verlängerung, Berlin über Westfalen mit 3:1» uni)- Schlesien in der Wiederholung über Wien mit 3:2 siegten, wurde bereits das erste Spiel der Endrunde abgewickelt. Im Kampf um den 5. Platz war Schlesien über Franken mit 4:2 (2:2) erfolgreich. Um die Meisterschaft spielen Berlin und Düsseldorf, um den dritten Platz Westfalen und Niedersachsen. Schon weit vorgeschritten sind die Meisterschaften im Tennis. Im HJ.-Einzel stehen mit Günther (Wiesbaden), Höfer (Berlin), Marx (Essen) und Ortszeit für den 1. September. Sonnenaufgang 6.36 Uhr, Sonnenuntergang 20.13 Uhr. — Mondaufgang 5.36 Uhr, Monduntergang 19.26 Uhr. Ortszeit für den 2. September. Sonnenaufgang 6.37 Uhr, Sonnenuntergang 20.11 Uhr. — Mondaufgang 6.58 Uhr, Monduntergang 19.55 Uhr. Heute abend Kundgebung der Partei. Die Kreisleitung Wetterau hat auf heute, Samstag, um 20.30 Uhr, zu einer Kundgebung in der Aula der Universität eingeladen. Es spricht der Rsichsredner Weimer. Alle Volksgenossen sind hierzu eingeladen. Neue Beratungsstellen für fördernde Berufserziehung. Mit Beginn des Herbstes wird in den Berufserziehungswerken eine neue Einrichtung in den Dienst der ratsuchenden Volksgenossen gestellt werden: die Beratungsstellen für Berufserziehung. Vornehmlich sollen die kriegsversehrten Kameraden und die vom Frontdienst entlassenen Soldaten in den Genuß dieser Berufslaufbahn-Beratungsstellen gelangen. In 200 Städten des Reiches werden diese Beratungsstellen nach den Plänen des Amtes für Berufserziehung ihre Arbeit aufnehmen. Auskünfte über Umschulung und Förderung im erlernten Beruf werden hier erteilt. Im Vordergrund sicht hierbei die Beratung auf der Grundlage des bereits erlernten Berufes oder des entsprechenden Teilberufes. Die Einrichtung dieser Beratungsstellen bedeutet einen weiteren Schritt auf dem Wege, das Berufserziehungswerk für Erwachsene zu einem wirklich brauchbaren Helfer der ratsuchenden Be- rufstättgen zu machen. Oie Versorgungslage im Vhein-Main-Gebiet. Leichtathletik auf der v.-Tschammer- und-Osten-Kampfbabn. Eine hessische Vereichsveranslallung. Der NSRL., Bereich Hessen, wird am 15. September auf der v.-Tschammer-und-Often-Kampfbahn in Bad-Nauheim nochmals eine reine Leistungs- Veranstaltung der Leichtathletik durchführen. Hessens beste Leichtathleten und Leichtathletinnen werden Sommer-Kampssyiele der M Der dritte Wettkampftag in Breslau. Das Landesernährungsamt Hessen teilt u. a. mit: Die Rodung der mittelfrühen Kartoffelsorten wird fortgesetzt. Ertrag und Qualität sind gut, und da diese Kartoffeln auch schon jetzt völlig schalenfest sind, sollte mit der Einlagerung bereits begonnen werden. Mittelfrühe Kartoffelsorten eignen sich zum Einkellern durchaus, denn auch beim Bauer müssen sie als Saatkartoffeln bis zum Frühjahr liegen. Bei der Kartoffelabnahme durch den Versandhandel werden zuerst die Erzeuger berücksichtigt, die zur Erfüllung ihrer Rapsanbauverträge die Felder räumen müssen, was besonders stark in Rheinhessen der Fall ist. Am Getreidemarkt kommen die Anlieferungen an die Mühlen langsam in Gang. An Futtermitteln konnten größere Mengen Milchviehmisch- sutter schon jetzt — statt ab 1. Oktober — an die Verbraucher ausgegeben werden. Heu und Stroh finden glatte Aufnahme. Am Vieh markt sind geringere Großvieh- und Schweineauftriebe zu verzeichnen. Der Bedarf der Bevölkerung wird jedoch voll gedeckt, bei Schweinen größtenteils durch dänische Baconschweine. Die Qualitäten waren bei Schweinen mittel bis gut, bei Großvieh und Kälbern mittel. Der Schasauftrieb zeigt eine leichte Zunahme. Die Milch anüeferungen liegen ebenfalls wieder etwas höher, weil die Kühe nach der Haupternte- , , , , . „ arbeit weniger zu Feldarbeiten herangezogen wer-; dritten Wettkampftages, außerdem wurde noch ein den. Milcherzeugung sowie Oele und Fette deckten den Bedarf im Nahmen der Kartenfätze vollauf. Bei Eiern ist Ende der kommenden Woche mit einer neuen Zuteilung zu rechnen, wobei von jetzt ab, jahreszeitlich bedingt, mit geringeren Mengen zu am Start sein, dazu kommen noch erste Kräfte aus dem Nachbarbereich Südwest, so daß Vertreter der deutschen Spitzenklasse der Veranstaltung da-s Gepräge geben werden. Die folgenden Konkurrenzen sind zur Ausschreibung gelangt: Männe r: 100, 200, 400, 800, 1500, 3000 Meter; 4X100 Meter; Hochsprung, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Diskuswurf, Speerwurf. Frauen: 100 Meter; 4X100 Meter; Hoch- fprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswurf. Jugend: 100, 400, 800, 3000 Meter; 4X100 Meter, Hochsprung, Dreisprung, Weitsprung, Kugelstoßen. Oie kommende Meisterschastsrunde im Handball. Nachdem inzwischen die Meldungen zu der Runde 1940/41 fast restlos vorliegen, ist es möglich, den Plan für die Durchführung der ausgeschriebenen Spiele aufzustellen. Für das Spieljahr 1940/41 werden die Mannschaften wie folgt antreten: 1. Bereichsklasse: Tv. Hochelheim, Tv. Garbenheim, Tv. Hörnsheim, To. Lützellinden, Tv. Kctt-- zenfurt, Tv. Dornholzhausen, Tv. Kirch-Göns. I. Klasse: To. Dutenhofen, Mtv. Gießen, Tv. Grüningen Tv. Holzheim, Tv. Krofdorf, Tv. Lang- Göns, Tuspo. W.-Niedergirmes. II. K l as s e: To. Atzbach, Tv. Beuern, Tv. Klein« Linden, Tv. Lang-Göns II, Tv. Lich, Tv. Nauborn, To. Garbenteich, Tv. Garbenheim II. Jugendklasse, Bann 116. Staffel 1: Tv. Wieseck, Mtv. Gießen II, Spgde. Großen-Buseck, Tv. Hausen. — Staffel 2: Tv. Lang-Göns, To. Grüningen, To. Holzheim, Tv. Watzenborn-Steinberg, Tv. Lich. — Staffel 3: Mtv. Gießen I, To. Heuchelheim, Tv. Großen-Linden, SpV. 1900 Gießen. Bann 88. Staffel 1: Tuspo. W.-Niedergirmes, To. Garbenheim, Tv. Dutenhofen, Tv. Katzenfurt l. — Staffel 2: Tv. Launsbach, Tv. Krofdorf, Tv. Atzbach, To. Katzenfurt II. — Staffel 3: Tv. Oberkleen, Niederkleen, Hochelheim, Lützellinden. Vielleicht ändert sich das Bild noch etwas, wenn wider Erwarten noch Meldungen eingehen sollten. Im großen und ganzen aber wird die Runde in dieser Form abgewickelt. Sporttag in Steinbach. In einer Besprechung des Vorstandes der Sportgemeinde Steinbach mit den Führern der HI. und des BDM. in Gegenwart des Ortsgruppenleiters, Bürgermeister Rink, wurde ein Turn- und Sport« tag für Steinbach festgelegt. Alle Fachschaften der Sportgemeinde werden dabei Mitwirken. Am Sonntag, 1. September, wird mit den Schießwettkämpfen begonnen. Für Samstag, 7. September, nachmittags, sind die Wettkämpfe der Jungmädel und des Jungvolks vorgesehen. Am Sonntag, 8. September, findet der Sporttag mit zahlreichen Darbietungen statt. Die Wettkämpfe werden vormittags um 8.15 Uhr beginnen. Die Fußballabteilung wird ein Pflichtspiel gegen Hungen austragen. Die Leichtathleten werden in verschiedenen Klassen ihre Kräfte messen, dabei werden auch zahlreiche Angehörige der Wehrmannschaft mitwirken. Die Radfahrer werden ihre Kunst in einem Wettkampf im Langsamfahren zeigen. Fußballspiele der Jugendmannschaft und der Schüler, Ausscheidungskämpfe der HI., Einzelwettkämpfe usw. bilden weitere Bestandteile der vorgesehenen Darbietungen. Hervorragende Sportler von auswärts werden b-ei den Wettkämpfen zugegen fein. Kurze Sportnotizen. Der SV. Hessen Bad Hersfeld ist von den Meisterschaftsspielen der Fußball-Bereichsklasse Hessen wegen Mannschaftsschwierigkeiten zurückgetreten. Alle mit Hersfeld angesetzten Spiele fallen aus. ♦ Die 2. Tschammer-Pokal-Schlußrunde am 8. September bringt u. a. folgende Spiele: 1. FC. Nürnberg gegen Kickers Offenbach, Rot-Weiß Frankfurt gegen Phönix Karlsruhe, Rapid Wien oder Neumeyer Nürnberg gegen VfR. Schweinfurt, Stuttgarter Kickers gegen Gelsenguß Gelsenkirchen, Tura 99 Leipzig gegen Spvg. Fürth, Rot-Weiß Essen gegen Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf gegen VfR. Mannheim (in Wuppertal). Ein glanzvolles Meldeergebnis fanden die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Turner in Chemnitz. Am 7. und 8. September bewerben sich 60 Turner, darunter u. a. die Brüder Stadel (Konstanz), Alfred Müller (Leuna), Kammerbauer (Kuchen), Haustein (Leipzig) und Pludra (Vil- lingen) um die Meisterschaft im Deutschen Zwölfkampf und 66 Turnerinnen um den Titel im Deutschen Achtkampf, darunter die Verteidigerin Gretchen Sievers (Kiel), Irma Dumbsky (Nürnberg), Irma Lenzing (Wien) und Margarete Zfchorn (Franken- berg). D i e Vorschlußrunden zur Deutschen Faustballmeisterschaft in Chemnitz beftreb ten am 7. September bei den Männern Tgd. Schweinfurt gegen Zehlendorfer TSV. und Mtv. Braunschweig gegen ATV. Leipzig, bei den Frauen To. Neu- und Antonstadt Dresden gegen Tv. 46 Nürnberg und Zoppoter Tv. gegen Tvg. Bremen-Hemelingen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) E. N., Gießen. Wenn Sie den Kraftwagen zu Fahrten in Ausübung Ihres Berufes verwandt haben, bann müssen Sie von dem ausgezahlten Entschädigungsbetrag die fälligen Steuern bezahlen. Haben Sie aber den Kraftwagen ausschließlich zu Prioatzwecken benutzt, dann ist der Entschädigungsbetrag steuerfrei. Wir empfehlen Ihnen, sich noch bei dem Finanzamt näher zu erkundigen, damit Sie nichts versäumen. z&r Kathreinern^ Das galt immer fchon,und jetzt erft recht. Die neue deutsche Kilmproduktion Ihre Verlobung geben bekannt Lollar, den 31. August 1940 02875 Oie Geburt ihrer Tochter Veronika geben bekannt 02892 3884 D WWWWWW das Haus der guten Musik 3864 A Maximilian Beniers bekannt durch den Rundfunk .3891 A 192A 3893 D iGLORIri 3890 A 2354 V kaufen Sie bei spielt ab morgen Sonntag 3 3863,0 3865 D HERBST- Beachten Sie auch immer-? Steffi Hettche Werner Komp ist es Zeit etwas Schönes zu wählen Spitzenleistung reiht sich an Sp itzenle istung Ludwigsplatz-Drogerie Hans Noll, Ludwigsplatz Germania-Drogerie Carl Seibel, 5 Frankfurter Straße 39 Medizlnal-Drogerie H- Elges, Seltersweg 66 Kronen-Drogerie Gebr. Michel Inhaber August Michel, Walltorftraße 29 Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.7 Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfilm-Kino Miet- Pianos billigst Schönau Bahnhofstr.76 Kein Schaufenster Peter Klug mit seinen Solisten Gießen (Schiffenberger Weg 11), den 31. August 1940. 02901 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht Bandaßistenmeist. Harktstr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen - Bedienung Am 26. August verschied. nach langem, mit großer Geduld ertragenen Leiden meine liebe Frau, meine unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Für die überaus herzliche Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Bruders, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Wilhelm Bonarius Henriette Bonarius. Ab 1. September gastiert das Orchester der Sonderklasse Anmeldungen von ScMIern und Schülerinnen aller Schulen ihr die Arbeitsstunden Wernerwall 24 I, können täglich erfolgen. Gewissenhafte Beaufsichtigung der Schulaufgaben und Förderung. Beste Empfehlungen. Druckschrift kostenlos. Sprechstunden von 11—13 Uhr oder nach Vereinbarung. Fernruf 4020. seasD Mein Geschäft in Uhren, Gold- und Silberwaren ist ab Montag, dem 2. September wieder geöffnet HEINRICH MARX Inh.: Herbert Herzog, Uhrmachermeister Seltersweg 34 Tel. 3875 Lagerplatz im Nordviertel, evtl, mit Büroraum zu pachten oder zu kaufen gesucht. schriftliche Angebote unt. 02897 an Len Gießener Anzeiger erbeten. Meine Sprechstunden Werktags von 9-11 u. 2-5 Uhr Samstag nachmittags keine Naumann Heilpraktiker. Fürstenwalde/Spree, 23. August 1940 z.Z. im Felde Gartenstraße 1 £oni Noll, geb. Dekkert Helmut Noll Oberleutnant in einem Eisenbahn-pionier'Regt. Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 W4a HÄMORRHOIDALKRANKE Wiesbaden. Auch während des Krieges geöffnet. Zur Behandlung kommen: Innere und äußere Hämorrhoiden, Afterfisteln, Afterfissuren Mastdarmvorfall, Afterekzem. 8800V Prospekt durch das Sekretariat, Wiesbaden 15, Taunusstraße 5 Wirtschaft. Sonderwerte an der Börse im Vordergrund. Frankfurt a. M., 29. Aug. Die Beruhigung, die zum Schluß des vorangegangenen Berichtszeitraumes eintrat, machte sehr schnell wieder einer Befestigungswelle Platz, wobei diesmal mehr einzelne Sonderwerte stärker hervortraten. Es sind PALAST Giessen ist Gelegenheit Gutes zu Kaufen. Stoffspezialhaus Bernard & Sohn Gießen, Plockstraße 14-16 Nur morgen Sonntag, 1. September, 11 Uhr vormittags Wochenschau - Sonder Vorstellung u. a. Groß-Serienbau von Stukas — Bombenherstellung — Deutschlands schwerste Waffen werden geschmiedet — Bei unseren Soldaten im Elsaß — Blick in einen Logentempel der Pariser Freimaurer — Im Hochlandlager der Motor-HJ. — Auf einer U-Boot-Schule der Kriegsmarine. Bombenhagel auf England Vorher Wiederholung der Wochenschau Waffenruhe im Westen Erwachsene 0.40 Wehrmacht u. Kinder 0.20 Von kommenden Terra-Filmen. Im deutschen Filmschaffen behauptet die Terra mit 25 Filmen auch im Produktionsjahr 1940/41 ihren Platz. An der Spitze steht der Film „F r i e - bemann Bach", den Gustaf Gründgens mit Anna 2)ammann und Eugen Klöpfer in den Hauptrollen nach dem Roman von Brachvogel inszeniert. Paula Wessely spielt unter der Regie von Geza von Boloary in dem Film „Anna undDonJua n". In dem von Rittau inszenierten Film „Der Teufelsgeiger" nach einer Episode aus dem Leben Paganinis spielt Willy Birgel die Titelrolle. $ans Moser und Paul Hörbiger spielen im Wien-Film „Wiener Geschichte n". Reben Hörbiger werdet wir Maria Andergast und Hilde Meißner in dem vom Emo inszenierten Alt-Wiener Film „D e r liebe Augustin" sehen. Bolvary inszeniert eine musikalische Komödie „Dreimal Hoch- z e i t" und den Kriminalfilm „Tatort West- bahnhof". Ein Film aus den Maitagen des Jahres 1940, „D i e große Entscheidung", gibt Karl Ludwig Diehl. Sybille Schmitz und Lern Marenbach spielen die Hauptrollen. Ein Film unserer Zeit ist auch Mayrings „Blutsbrüder- f ch a f t". Der Film „Kapitän Boykott" spielt während der ersten Erhebung Irlands mit Heinrich George in der Hauptrolle. George ist auch der Hauptdarsteller des Films „Sein S o h n", den Peter Paul Brauer mit RenL Deltgen und Hannelore Schroth inszeniert. Brauer macht auch nach Falladas Roman die Filmkomödie „Himmel, wir erben ein Schloß" mit Leni Marenbach, Speelrnans und Henckels. Arthur Maria Rabenalt dreht den Film „Musik in Salzburg", Geza von Bolvary das musikalische Filmlustspiel „Rosen in Tirol" nach Zellers Operette „Der Dogel- händler". Im Expeditionsfilm „Der Kommandant" hat Karl Ludwig Diehl die Titelrolle. Der Film „Die schwedische Nachtigall" mit Ilse Werner und Johannes Riemann erzählt das Liebeserlebnis zwischen dem Märchendichter Andersen und der berühmten Sängerin Jenny Lind. Mit Marianne Hoppe und Hans Söhnker inszeniert Hel- Sehr, preiswert zu verkaufen moderne neue Villa in der Universitätsstadt Marburg. 12 Zimmer, Erker, Diele, Wandschränke, großer Obst- und Gemüsegarten. Ein Teil der Villa separat mit Küche (1200 RM. Miete). Preis 45000 RM. Anzahlung nach Uebereinkunft. Sofort beziehbar. Schr. Angeb. unt. 3871V an den GießenerAnzeiger. vor allem Anleihestockwerte, die gesucht wurden. Das geringe Angebot bewirkte naturgemäß Kurs- befestiaungen, die auch teilweise nennenswertes Ausmaß erlangten und die übrigen Werte nutbe- einllußten. Dor allem fällt die Festigkeit der Eiet- troaktien von AEG. und Siemens sowie von Licht und Kraft, auf, ferner Ilse Genußrechte und Conti Gummi, die bis zum Schluß der Benchtszeit den Stand von 280 erreichen konnten (vor 14 Tagen noch etwa 254). Stärkeres Jnferesse fanden auch die Bauakkien, die im Hinblick auf die kommende Bautätigkeit beachtet wurden. Auch am Kassamarkt hielt die Festigkeit an Und führte zu beachtlichen Kurssteigerungen bei vielfachen Geldstreichungen, ba bas herauskommende Material sehr beschrankt ist. Am Rentenmarkt sind wieder neue 4proz. Reichsschatzanweisungen ausgegeben worden, die starker Nachfrage begegneten, anderseits jedoch auch einige Abgaben in früheren Ausgaben bewirkten. Die 4%pro,3. Reichsschätze hatten ziemlich ausgeglichenes Geschäft. Die Altbesitzanleihe des Reiches schwankte um 153. Steuergutscheine wurden eher etwas fester genannt, Steuergutscheine II etwa 100, auch späte Schuldbücher etwa 100 v. H. Der Markt in In- dustrieobligationen hat demgegenüber durchweg sehr stilles Geschäft aufzuweisen. In Stabtanleihen passen sich die Kursnotierunaen dem Stand von 101 vom Hundert an, die Umsätze sind bet guter Nachfrage klein. Der Freiverkehr verzeichnete keine Son-- bcrberoegungen, für Kupferberg Sekt besteht Nachfrage zu 116 v. H. im Hinblick auf die bevorstehende Kapitalserhöhung mit Bezugsangebot 2:1 zu 105 vom Hundert. Tagesgeld lag unverändert mit VA vom Hundert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. August. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50, b 39,50 bis 42,50, c) 35,50 bis 37,50; Bullen a/42 50 bis 44,50, b) 39 bis 40,50, c) 34 bis 35,50, d) 27; Kühe a) 41,50 bis 44,50, b) 38 bis 40,50, c) 28 bis 34,50, d) 15 bis 25; Färsen a) 44 bis 45,50, d» 40 bis 41,50, c) 35 bis 36,50, d) 28; Kälber a) 59, bj 53 bis 59, c) 45 bis 50, d) 26 bis 40; Lämmer und Hämmel a2) 50 bis 51, b2) 48 bis 49, c) 30 bis 44- Schafe a) 42 bis 44, b) 38 bis 40, c) 10 bis 32; Schweine a) 58, bl) 58, b2) 58. c) 57, d) 54, e) 52, Sauen gl) 58. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Hühneraugen? Das sicherste Mittel, sich von Hühneraugen,Ballen und harter Haut zu befreien, besteht darin, einfach morgens und abends SAHUKO-Hühner, augentropfen auftragen. Nach 6 Tagen kann man sie mit Stumpf und Stiel entfernen. Packung 6zPfg zu haben bei: Drogerie Bornemann Bahnhofstraße 17 Central-Drogerie Emil Karn, Schulstraße Löwen-Drogerie M. Pierenkemper, Seltersweg 69 Kreuz-Drogerie August Noll, Bahnhofstr. 53 billigen Unt-rhaltungsbüchern entgegen, das beson- ders auch unsere Soldaten empfinden. Bon atemberaubender Spannung sind die Erzählungen Walde- mar Kellers in dem Band „D i e oerrte gelte Kammer. (149) Sie zeigen Abenteuer und Schicksale in fernen Zonen. Einen heiteren Roman von den Erlebnissen des kleinen Peter in der Großstadt erzählt Irmgard Spange n b e r g s: D 1 e sie d en Verliebten. (150) Dar Idyll der oberschwabi- schen Kleinstadt und das Getriebe der Weltmetropole, altväterischen Apothekenbetrieb und wilden Konkur- rrnzkampf in einer chemischen.Fabrik Amerikas stehen sich in Peter Hiltens Roman: D l e A p 0 t h e k e ZumKleeblatt (148) gegenüber. Alle drei nett ausgestatteten Bändchen sind höchst kurzweilig und daher auch als Feldpostsendungen sehr geeignet — ,U n s e r T a g". Sprüche zum Tageslauf von Erik Heinrichs-Becker. Gebd. 1,20 RM. Ludwig Soggenreiter Verlag, Potsdam. — (158.) ■ „Den Kameraden des Hochlandlagers ist „Unser Tag gewidmet und in Sprüchen mit gläubigen und erkennenden Versen zum gültigen Tageslauf einer kämpferischen Jugend geworden. Wenn das Erleben des jungen Tages einmal zum Leben in reiferen Jahren geworden ist, dann wird aus der Fülle des Umweltlichen die Sichtung des innerlich Notwendigen werden. — Die Gulaschkanone". Herausgegeben von Fritz Graas. Kart. 1,80 RM. Ludwig Doggenreiter Verlag, Potsdam. — (159) — Eine Sammlung von lustigen Kurzgeschichten, Schnurren und Anekdoten, die in fröhlicher Runde sich immer bewähren wird, bietet Gerichte aus allen deutschen Landschaften, die noch dazu den Vorzug haben, daß sie auch in anderen Landschaften „schmecken". Frau Rosa Klingeberger geb. Dietz im Alter von 53 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelm Klingeberger Gertrud Conrad, geb. Klingeberger Werner Conrad und 4 Enkelkinder. Gießen, den 29. August 1944). Die Beerdigung hat auf Wunsch der Verstorbenen in der Stille stattgefunden. muth Käutner den Film „Auf Wiedersehen, Franziska". Theo Lingen ist der Spielleiter der Filmkomödie „Ein Mädchen von heute mit Johannes Riemann und Hannelore Schroth in den Hauptrollen. Barlog hat die Regie des Films „U n s e r k l e i n e r I u n g e". Mayring verfilmt das Lustspiel von Streicher "Der verkaufte Großväter". G. Forzano schrieb das Drehbuch zu dem Film „Cäsar" mit Gustaf Gründgens in der Hauptrolle und als Spielleiter. Aus der vorjährigen Produktion kommen noch hinzu der Deith-Harlan-Film ,Lud Süß" mit Heinrich George, Werner Krauß und Eugen Klöpfer. Arthur Maria Rabenalts Film „Achtung, Feind hört mit", der Film „Kleider machen Leute" nach der Novelle von Gottfried Keller mit Heinz Rühmann und Hertha Feiler und schließlich der Kriminalfilm „Falschmünzer" mit Kirsten Heiberg, Rudolf Fernau und Hermann Speelmans. Büchertisch. — Martin Krockow: Vom November- staat zum Großdeutschen Reich. Preis kartoniert 4,80 RM. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. — (75) — Das umfangreiche Werk, das den gewaltigen Stoff vom Niedergang und Aufstieg Deutschlands in fließender Darstellung gut gliedert und packend erzählt, hat bereits in früheren Auflagen seine Nützlichkeit erwiesen. Es ist jetzt fortgeführt worden bis zum Ausbruch des Krieges und dem Feldzug in Polen. Daß sowohl für die Geschichte Deutschlands unter dem Versailler Diktat wie für das Werden der deutschen Freiheitsbewegung und den Aufbau des nationalsozialistischen Staates, seine Grundlegung im Innern und seine Sicherung nach außen, viele dokumentarische Belege in die Darstellung eingeflochen wurden, macht das Buch besonders lebendig. Dr. Fr. W. L. — Eine neue Sammlung „Franckhs Rote Bände" (Preis kartoniert je 1,85 RM., Verlag Franckh'sche Verlagsbuchhandlung W. Keller & Eo., Stuttgart) kommt dem Bedürfnis nach guten runb Toddem Hausschwamm Beseitig.aufchem. Wege, ohne Abbruch v. Mauerwerk, 10 j. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfnrt/Main Sand weg 6, Gartenh. Ruf 46566 Briefmarken — Ankauf von Sammlungen und besseren Einzelmarken zu hohen Preisen. Otto Hase, Frankfurt a. M. Biebergasse 5. Nr. 206 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 31. August/I. September 1W bei ein Flugzeug am Boden zerstört und zwei an* dere beschädigt wurden. Die Flugzeuge, die an den obigen Operationen teilgenommen haben, sind alle, obwohl teilweise getroffen, zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Dort ihren Besatzungen ist niemand verletzt. Eine Abteilung Dubais hat bei Buna einen erfolgreichen Handstreich durchgeführt, wobei ein englischer Kraftwagen zerstört und dem Gegnee schwere Verluste zugefügt wurden. Der Feind hat Mogadiscio dreimal bom* bardiert, wobei es zwei Tote und sechs Verwund bete gab. Der Sachschaden ist unbedeutend. Sonderzuteilungen für Schutzhütten. Um den besonderen Verpflegungsverhältnissen auf den Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins Rech, mmg zu tragen, hat sich der Reichsernährungs, Minister damit einverstanden erklärt, daß zur Her, stellung des markenfrei abzugebenden Berg* st e i g e r e s s e n s auf Antrag Sonderzuteilungen! gewährt werden, die für je 100 nachgewiesene Besucher im Jahre 1938 betragen bis zu 5 Kilogramm Haferflocken, bis zu 10 Kilogramm Hülsenfrüchte und bis zu 20 Kilogramm Hülsenfrucht-Suppenkonserven. Auch Hütten, die nicht dem Verein angeschlossen sind sowie Berggaststätten und Bauden in besonderer Höhe oder ungünstiger Derkehrslage können diese Sonderzuteilung erhalten. Aus dem Reich. Oie nguen Reichsschahanweisungen. Eine gute Woche lang waren die bisher ausgegebenen 4 - v. H.- R e i ch s s ch a tz a n w e i s u n - gen, kurz „Reichsschätze" genannt, an der Börse „gestrichen Geld", d. h. völlig ausverkauft. Das Reich bringt nun eine neue Form ebenfalls 4-v. H.-Reichsschätze auf den Markt, die aber eine Laufzeit von 20 Jahren haben. Hier stoßen wir auf eine Form der Zinsverbilligung, die dem eiligen Leser vielleicht nicht auf den ersten Anhieb in ihrer ganzen Bedeutung klar wird. Jede Zinsverbilligung muß ausgehen von dem Geld, das ganz kurzfristig ausgeliehen wird, dem sog. „täglichen Geld". Und dann setzt sich die Zinsverbilligung fort: zunächst auf die Wechselkredite und dann auf Geldanlagen von 6 bis 12 Monaten und dann wieder auf Schuldtitel, die 1 bis 5 Jahre laufen. Ist erst einmal der Geldmarkt in diesem Umfange erfaßt, so werden auch mittel- und langfristige K a • Pilotanlagen im Zinsertrag allmählich herabgesetzt. So waren die zuletzt ausgegebenen 4°v. H.° Reichsschatzanweisungen zunächst auf fünf Jahre gestellt, dann wurde ein „Typ" von zehnjähriger Laufzeit heraüsgebracht, und jetzt ist die Laufzeit gar auf 20 Jahre verlängert. Dabei hat das Reichsfinanzministerium zu überlegen, daß die Endtermine dieser Laufzeiten auch bei ihrer Fälligkeit weit genug auseinander liegen, um auch nach 5 oder 10 oder 15 Jahren plötzliche Ansprüche an den Geldmarkt zu vermeiden. Man sieht: die Zinsverbilligung ist eine sehr weitläufige Aktion, deren erste Voraussetzung ruhige Dispositionsmöglichkeit ist. Außerdem sind schließlich auch die Sparer, Versicherungsgesellschaften und Sozialinstitute zu berücksichtigen, die von den Zinseinnahmen in ihrem Leben oder in ihren Leistungen abhängig sind. Ein Zahr Kriegsarbeit der Frauen. Die Reichsfrauenführung berichtet in der „Inneren Front" über die Kriegs arbeit, die die Frauen feit dem 1. September 1939 vollbracht haben. Es wird geschätzt, daß mindestens drei Millionen Frauen allein 70 Millionen Stunden erfaßbare Nachbarschaftshilfe geleistet yaben. Um ungefähr ein Bild zu geben, wie groß insgesamt die Hilfsleistungen gewesen sein mögen, werden die Hilfsdienstzahlen von 30 Gauen im Monat Juni 1940 mitgeteilt. In diesem einen Monat leisteten 333 000 Frauen rund 4,8 Millionen Stunden Nachbarschaftshilfe in kinderreichen Familien, in den Haushalten werktätiger Frauen, in landwirtschaftlichen Haushalten, in ftanöel und Handwerk, bei der Kinderbetreuung und bei der Ernte. Darüber hinaus waren in den Näh ft üben des Frauenwerks 94 000 Frauen 840 000 Stunden beschäftigt. Bei der Pflege von Wöchnerinnen und Kranken wurden 20 000 Frauen für 250 000 Stunden eingesetzt. 71 000 Frauen halfen in 30 Gauen mehr als 400000 Stunden in der NSV. - Arbeit. 22 000 Frauen leisteten 142 000 Stunden Bahnhofsdienst. 10 000 Frauen arbeiteten über 400 000 Stunden bei der Rückwan. dererb etreuung. Groß war auch der Einsatz für die Wehrmacht. In dem einen Monat wurden 122 000 Teile gewaschen und fast 400 000 Teile genäht, gestopft oder geflickt. 13 000 Frauen halfen in Wehrmachrsküchen 157 000 Stunden. Neben dem Hilfsdienst erreichte die volkswirt- schastlich-hauswirtschaftliche Aufklärung große Be- oeutung. So gab die Reichsfrauenführung seit Kriegsbeginn über 20 Millionen Rezeptdienste heraus. Der Mu 11 e r d i e n st erhielt umfangreiche Schulungsaufgaben durch den Krieg. In 25 000 Lehrgängen wurden seit Kriegsbeginn etwa 450 000 Frauen und Mädchen geschult. Das Bedürfnis nach weiteren Schulungsstätten wurde so groß, daß in den letzten Monaten 85 neue Mütterschulen eröffnet wurden. Heber 60000 Volksschulen in Großdeutschland. 1939 wurde wieder eine Erhebung über die Volksschulen durchgeführt. Sie ergab, daß die Zahl der Volksschulen in Großdeutschland ohne hie neu« eingegliederten Oft gebiete über 60 000 beträgt Im alten Reichsgebiet wurden 50952 Volksschulen mit 186 582 Schulklassen gezählt, an denen von 177 303 hauptamtlich beschäftigten «Lehrern 7 503195 Schulkinder unterrichtet wurden. Der mäßige Rückgang der Zahl der Schulkinder entspricht der Entwicklung der im volksschulpflichtigen Alter stehenden Bevölkerungsjahrgänge. Wie im Vorjahre tarnen auf eine Klasse 40,3, huf einen Lehrer 42,4 Schulkinder. Auf 10 000 Einwohner kommen 7,3 Schulen, 35,4 Lehrer und 1078 Schulkinder. 1939 bestanden 207 Privatschulen mit dem Lehrziel der Volksschule. Die Zahl der öffentlichen Hilfsschulen hat sich dadurch stark erhöht, daß die Hilfsschultlassen der Volksschulen jetzt als selbständige Hilfsschulen geführt wurden. Somit bestanden 1028 öffentliche Hilfsschulen. In der Ostmark wurden 4721 öffentliche Volksschulen gezählt, in denen rund 657 000 Schulkinder unterrichtet wurden, im Reichsgau Sudetenland 2957 Volksschulen mit rund 274000 Schulkindern. Kinderreiche Familien und Arbeitsdienst Auf Grund von Anfragen hat der Reichsbund Deutsche Familie eine Entscheidung des Reichsarbeitsführers über die Möglichkeiten der Befreiung vom weiblichen Arbeitsdienst herbeigeführt. Eine Befreiung ist nicht vorgesehen. In besonderen Fällen können jedoch Zurückstellungen ausgesprochen werden. Die Notlage einet kinderreichen Familie wird in jedem Falle besonders berücksichtigt. Ein Narvik-Schild. Berlin, 30. Aug. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat zur Erinnerung an den heldenmütigen Kampf, den die in echter Waffenbrüderschaft bei Narvik fechtenden Verbände des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe siegreich bestanden haben, einen „Narvik-Schild" gestiftet. Der „Narvik-Schild" enthält, von dem Hoheitsabzeichen gekrönt, Edelweiß, Anker, Propeller und die Inschrift „Narvik 1940". Er wird nur zur Uniform getragen, und zwar für Heer und Luftwaffe silberfarben, für die Kriegsmarine goldfarben. B u d a p e ft, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Budapest legte am Freitagabend ein Festkleid an, um der vom Wiener Schiedsspruch heimkehrenden ungarischen Abordnung einen feierlichen Empfang zu bereiten. Die ganze Stadt war reich beflaggt und hell erleuchtet. Als der Sonderzug der Delegation in die mit den Landesfahnen sowie den Flaggen des Großdeutschen Reiches und Italiens geschmückte Halle des Budapester Ostbahnhofs einlief, erklangen die Hymnen Ungarns und der beiden Achsenmächte. Eine große Menschenmenge begrüßte die Abordnung mit Sprechchören, in denen die Freude der Bevölkerung über die wiedergeschenkten Gebiete Siebenbürgens und die Dankbarkeit gegenüber dem Führer und dem Duce zum Ausdruck kamen. Auf dem Bahnsteig hatten sich die Mitglieder der Regierung^ zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der deutsche und italienische Geschäftsträger eingefunden. Ministerpräsident Graf T e - l e k i wies auf die Freundschaft Ungarns zu Deutschland und Italien hin und betonte, Ungarn müsse beweisen, daß es der Hochschätzung dieser beiden Mächte wert sei. Wir stehen, so fuhr der Ministerpräsident fort, vor der Aufgabe, die mit der Führung eines viele Volksgruppen umfassenden Staates zusammenhängt. Die ganze Nation ist verantwortlich für die Arbeit, die morgen beginnt und vom Handeln jedes einzelnen hängt es ab, ob wir das jetzt Erhaltene behalten und zum Gedeihen verhelfen können. Das Land achte darauf, daß die jetzt zurückkehrenden Volksgruppen nicht durch die Brille vergangener Zeiten angesehen werden. Ungarn vertrat immer den Standpunkt, wenn möglich Ziele ohne Blutvergießen zu erreichen. Dieser Standpunkt wurde belohnt, denn ohne einen Tropfen ungarischen Blutes kamen über 40 000 Quadratkilometer geschichtlicher Scholle an Ungarn zurück. Das Blatt „Magyarorszag" schreibt, die ungarische Klugheit habe stets einen Unterschied zwischen den großen nationalen Idealen und den realpoli = tischen Möglichkeiten gemacht. Die ungarische Außenpolitik sei stets realistisch gewesen. Ungarn habe den Achsenmächten und ihrer Politik vertraut. Die durch die gemeinsame Revisionspolitik erzielten Erfolge hätten das Vertrauen Ungarns nur erhöht, das sehr wohl wisse, daß bei der gegenwärtig erfolgenden europäischen Neuordnung jeder Schritt i n F r i e d e n vor sich gehen müsse. In Süd- osteuropa»müsse der Frieden erhalten bleiben, damit nicht unüberlegt hervorgerufene Wirren von anderen ausgenützt werden könnten. „Sieg der Vernunft." Die italienische Presse zu den Ergebnissen der Wiener Verhandlungen. Rom, 30. Aug. (Europapreß.) Im halbamtlichen „Giornale d'Jtalia" schreibt Gayda, die europäische Aufbaupolitik der Achsenmächte habe in der Tätig- Die Verleihung erfolgt an alle Wehrmachtsangehörigen, die an der Landung in Narvik ober an den Kämpfen der Gruppe Narvik ehrenvoll beteiligt waren. Im Auftrag des Führers erfolgt die Verleihung durch den Befehlshaber der Gruppe Narvik, General der Gebirgstruppen Dietl. Oie zweite Reichsstratzensannnlung für das Deutsche Rote Kreuz. Berlin, 30. August. (DBB.)A Die am 17. und 18. August 1940 durchgeführle zweite Reichsstrahen- fammlung für das kriegshilsswerk für das Deutsche Bote Kreuz erbrachte 26 888 016,42 RM. 3m Vergleich zur ersten Reichsstraßensammlung hat sich das Ergebnis um rund 16,7 v. h. erhöht. Der Betrag je Kopf der Bevölkerung stieg von 29 Rpf. auf 34 Rpf. feit der beiden Außenminister zugunsten einer end- gültigen.Klörung der Beziehungen zwischen Ungarn und Rumänien durch die Berichtigung ihrer gegenwärtigen politischen Grenze eine neuerliche Bestätigung erfahren. Die beiden Achsenmächte arbeiteten für eine dauerhafte, auf die gutwillige Zusammenarbeit der Völker gegründete Ordnung hin. Ungarn und Rumänien hätten beide die Opfer bringen müssen, die die gerechte und neue Ordnung Europas ihnen auferlege, die aber durch die Beseitigung der Gefahr eines Krieges bei weitem ausgeglichen würden, der weit höhere Werte zerstört haben würde als die, die nunmehr durch die gegenseitigen Zugeständnisse verloren gingen. Diese Opfer würden auch ausgewogen durch den sofortigen Anschluß der beiden Nationen an die neue politische und wirtschaftliche Ordnung, die von den Achsenmächten aufgebaut werde. Ungarn und Rumänien gäben Europa und der ganzen Welt ein wertvolles Beispiel, vor allem den beiden imperialen Demokratien, die den Krieg, durch den sie sich selbst vernichteten, der Anerkennung der nationalen Notwendigkeiten und den zu ihrer Verwirklichung erforderlichen vernünftigen Zugeständnissen ckorgezogen hätten. In Wien sei ein ernstes und gefährliches Problem von der Karte Europas ausgetilgt worden. Das Ergebnis der Verhandlungen fei ein Sieg der Vernunft, ein Sieg der Achsenpolitik. Lustangriff auf Matta. Der italienische Wehrmachtsbericht. Rom, 30.Aug. (DNB.) Der italienische wehr- machtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Der Flotten st ühpunkt von Micabba (Malta) ist von unseren Luftverbänden planmäßig und treffsicher bombardiert worden. Die feindlichen Jagdflugzeuge, die sich bereits in der Luft befanden, haben den Kampf mit unseren Jagdflugzeugen nicht annehmen wollen und versuchten, sich ihrer Aktion zu entziehen. Unseren Jagdflugzeugen gelang es jedoch, drei feindliche Flugzeuge unter Maschinengewehrfeuer zu nehmen und zu beschädigen. 3n Rordafrika sind die Militärdepots und Militärlager sowie der Güterbahnhof von M a r f a Matruk von unseren Luftverbänden in aufeinanderfolgenden Wellen wiederholt und heftig mit Bomben belegt worden. Einige hundert Bomben wurden auf die Ziele abgeworfen, wobei kontrollierte Volltreffer festgestellt wurden. 3n O st a f r i k a sind von unseren Flugzeugen bei Arbo el Bahi und in der Nähe von G a r i f s a (Kenia) Truppenzusammenziehungen und Kraftwagenkolonnen bombardiert worden. Ferner wurde der Flughafen von Buna mit Bomben belegt, wo- Agnes Miegel erhielt den Goethe-Preis. f T,.', -v4 Am 191. Geburtstage Goethes überreichte der Frankfurter Oberbürgermeister, Staatsrat Dr. Krebs, der ostpreußischen Dichterin Agnes Miegel den Goethe-Preis. Die feierliche Uebergabe erfolgte im Geburtshaus Goethes in Frankfurt. — Unser Bild zeigt die Dichterin mit der Verleihungsurkunde und rechts neben ihr Staatsrat Dr. Krebs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ungarn sich feiner neuen Verpflichtungen bewußt. Budapest begrüßt die ungarische Abordnung. Oer lehrreiche Kurszettel. Die Börse ist sehr mit Recht in den Hintergrund» getreten, während die Waffen das Wort haben. Im übrigen sind auch die Zeiten längst vorbei, wo an den Börsen „Große Polittk" gemacht wurde. AbeL es bleibt doch ein Tatbestand zurück, der nicht ohne Bedeutung ist: an der Börse vollzieht sich — heute! unter weitgehender Ausschaltung der Spekulation — der solide Ausgleich von Angebot und Nachfrage an Wertpapieren. Wenn wir nun nach langer Pause einmal den Börsenkurszettel wieder auf* schlagen, so sticht uns zunächst ins Auge, daß alle! Reichsanleihen über dem Nennwert no* tieren. Vor zwölf Jahren wurden 6- und 7prozen* tige Rerchsanleihen mit wesentlichen Steuerbegün^ ftigungen aufgelegt und ihre Kursgestaltung roaC katastrophal schlecht. Heute existiert nur noch eins einzige 5prozentige Deutsche Reichsanleihe aus dem Jahre 1927, wenn wir von der deutschen Ausgabe der berüchtigten Poung-Anleihe absehen. Ja, auch im Weltkrieg war die „Kriegsanleihe" mit einem nominellen Zinssatz von 5 v. H. — tatsächlich war er noch etwas höher — ausgestattet. Das alles ist vorbei. Die älteren Reichsanleihen seit 1933 trägem 4^», die neueren Reichsanleihen gar nur 4 v. H. Zinsen und siehe da: diese niedrig-verzinslichen Reichsanleihen stehen durchaus über dem Nenn* wert, während vor zwölf Jahren hochoerzinsliche und mit Sonderreizen ausgestattete Reichsanleihen Jammerkurse hatten. Gehen wir einige Rubriken weiter, so finden wir im Kurszettel noch einige überraschende Entdeckung gen. An Stadtanleihen werden an der Ber* liner Börse 56 Ausgaben notiert; aber in dem Kurszettel, der gerade vor uns liegt, kamen vom diesen 56 Stadtanleihen nur 7 zur Notiz. In er* heblicher Fülle verzeichnet der Kurszettel ein „G"# pias „Geld" oder Nachfrage bedeutet. Mit an* deren Worten: es sind viele Käufer da, aber dis Schuldverschreibungen der Städte sind „in f e st e Händ e" übergegangen und so kommen die Käu* fer nicht zum Geschäftsabschluß. Auch die städtischen Anleihen notieren durchaus über dem Nennwert! und sind mit 4V» v. H. verzinslich. Mögen die Reichsanleihen noch zu den höheren Regionen ge* hören, so weiß doch von den Stadtanleihen jeder* mann, was es für den Bau von Wohnungen be* deutet, wenn die Gemeinden billiges Baugeld auf* nehmen können. Bauwirtschaft ist überhaupt das große Stichwort Wenn wir uns die Kursliste der Pfandbriefe ansehen, so finden wir die stattliche Zahl von 292 Ausgaben verzeichnet; aber nur 104 kamen in unseren Kurszetteln zur Notiz ... ebenfalls weil es mehr Käufer als Verkäufer gibt. Gerade in diesem Abschnitt des Kurszettels finden mir noch die reizvollsten Erinnerungen. Gelegentlich werden die früheren Zinssätze noch angegeben. Da gibt es der Reihe nach 8-, 7^-, 6prozentige Pfandbriefe. Aber das war einmal. Auch die Pfandbriefe brin* gen heute nicht mehr als 4V» v. H. Zinsen. Hiev haben wir es ganz handgreiflich, welche Vorteile für die allgemeine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vom „billigen" Geld kommen. Wir sind noch nicht am Ende dieser Entwicklung, Das Reich schöpft sehr starke Bank- und Sparkassengelder zu einem Zinsfuß ab, der wesentlich unter 4 v. H. liegt. Das geschieht in einer sehr ruhigen, überlegten und pfleglichen Art, die eins Verletzung berechtigter Interessen vermeidet und die Dinge „reif"-werden läßt. Mit anderen Worten: die Zinsverbilligungen werden nicht vom grünen Tisch her dekretiert, sondern das Reich wartet ab, bis durch das Zusammenspiel aller wesentlichen Umstände ein solches Geldangebot eingetreten ist, daß der Geldbesitzer von sich aus froh ist, ein sicheres Papier zu 4Vi — und jetzt schon zu'4 v. H. zu erwerben. Die „Brechung der Zinsknechtschaft" —* jener Zinsknechtschaft, die einmal für die schaffenden Stände so gut wie für alle Erwerbstätigen ein brennendes Problem war —, hat sich ohne schädliche Aufregung vollzogen. Es bleibt nur daran zu erinnern, daß Preußen vor dem Weltkrieg dank seiner so soliden Finanzgebarung mit 3-und2^pro- zentigen „Consols" ein sehr beliebtes Anlagepapier bereits besessen hatte. Es werden nicht mehr viele Jahre ins Land geben, bis wir wieder zu einem solchen erträglichen Zinssatz für erstklassige Anlagen gekommen sind. Dr. Ho. Alleinhersteller :P.3os.M Seifentabriken.öiessen Auch schmutzige Arbeitshände reinigt Berufserziehiingswerk M der Deutschen Arbeitsfront' M •w» Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Beruiserziehung und Betriebsfuhrung Übungsstätte (Heften JJm Winterhalbjahr 1940/41 werden folgende Bernfserziehungsmabnahmen durchgeführt. A, FacbabteiluDö „Der dentsche Handel" I. Allgemeines Kausmannswissen: 1. Gutes Deutsch. Die deutsche Sprachlehre (Rechtschreibung, Wort- unb Satzlehre). Grundlage, Wiederholung und Uebungen. Einfache Uebungen zur Stilkunde (Aus. sätze, Berichte, Lesestücke, Wiedergaben). Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 2. Der Vries des Kaufmanns. Die Aufgaben der Buchführung im kaufmännischen Rechnungswesen. Rechtliche Bestimmungen. Innen, tur und Eröffnungsbilanz. Das Konto. Die Kon- tengruppen. Der Buchungssatz. Bearbeitung verschiedener kleiner Geschäftsgänge mit Abschluß. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50, l. Doppelte Buchführung, Stufe II. (Uebungen in deutscher und amerik. Form.) Durchführung von Geschäftsgängen mit Abschluß und eines großen Geschäftsganges im Warengeschäft. Behandlung der stillen Gesellschaft und Der Offenen Handelsgesellschaft. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. Anforderungen des neuzeitlichen Briefverkehrs an den Korrespondenten. Schemabrief und persönlicher Brief. Die Werbung durch den Brief. Briefubungen (Angebot, Kauf, Zurücknahme, Beanstandungen, Mahnschreiben, Derhandlungsbrief, Schrlstsatze bei Prozessen, Werbebrief, Bewerbungsschreiben) unter Berücksichtigung der Handels- und bürgerlich-rechtlichen Bestimmungen. _ EA Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. II. Kaufmännisches Rechnen: 1. kaufmännisches Rechnen, Stufe l. Rechenvorteile und Kontrolle bei den Grundrechnungsarten. Bruchrechnen, Sortenverwandlung, Dreisatz, Kettensatz, Mischunas. und Verteilungsrechnen, Prozentrechnen, reiner vermehrter und verminderter Wert. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 2. kaufmännisches Rechnen, Stufe II. Zinsrechnen, Anwendung von Prozent- und Zms- rechnen bei Warenrechnungen. Diskontrechnung. Diskont im Warenverkehr. Wechseldiskont. Kontokorrent-, Devisen-, Effekten-, Lombard- und Arbitragerechnung. _ , Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. 3. Die Industriekalkulatlon auf Grund der Betriebsabrechnung. Kostenarten und Kostenstellen. Der Betriebsabrech- nungsbogen. Die Zuschläge. Die innerbetriebliche Verrechnungsquote. Ueberdeckung. Unterdeckung. Der tote Punkt. n KA Dauer: 8 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. III. Zahlungs- und Kreditwesen: 1. Der Zahlungs- und Kreditverkehr. Die Zahlungsmittel. Die Träger des Zahlungsver- kehrs. Der internationale Zahlungsverkehr. Der Kredit und seine Arten. Die Kreditsicherung. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. 2. Wechsel- und Scheckverkehr. Wirtschaftliche Bedeutung von Wechsel und Scheck. Wechselfähiakeit. Wechselerfordernisse. Wechsel und Scheck im Zahlungs- und Kreditverkebr. Zahlung. Protest. Bürgschaft. Ehreneintritt, Verjährung usw. Der praktische Verkehr mit Wechsel und Scheck. Wechsel und Scheck in fremden Währungen. Wechselkurs und Prozeßfragen. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. 3. Die Grundlage des Devisenrechls. Der Devifenbeariff. Genehmigunas- und Anbletungspflicht. Die Zahlungsmöglichkeiten für den deutschen Importeur und für den ausländischen Schuldner. Richtlinien für Geschäfte außerhalb des Waren- und Dienstleistungsverkehrs. Aski usw. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. Die unter 111/1—3 aufgeführten Maßnahmen können auch in Form von Wochenendlehrgemeinschaften (Samstagnachm./Sonntagvorm.) durchge- fuhrt werden. IV. Steuerwesen: 1. Unternehmung und Steuern. Einführung in das Steuerwesen. Die Besitzsteuern. Die Verkehrssteuern. Steuerbilanz und Handelsbilanz Allgemeines Steuerrecht. Steuerrechtliche Buchführungsvorschriften. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. (Evtl. Wochenendlehrgemeinschaft.) V. Buchführung: 1. Doppelte Buchführung, Stufe I (Anfänger). 3 Doppelte Buchführung, Stufe III (Abschlußtechnik). Durchführung eines Geschäftsganges eines Fabrikgeschäfts. Abschlußübungen im Warengeschäft. Die Buchhaltung der Kommanditgesellschaft. Durchfuhr rung eines Geschäftsganges einschließlich Abschluß. Abschlußübungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. 4. Doppelte Buchführung, Stufe IV (Schwierige Abschlüsse). Durchführung eines Abschlusses im Bankgeschäft (G. m. b. H.). Das Recht der Gesellschaften mit be- schränkter Haftung, der Aktiengesellschaft und der Kommanditgesellschaften auf Aktien. Die Buchhaltung dieser Gesellschaftsformen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. 5. Doppelte Buchführung, Stufe V (Die Bilanz). Wesen und Bedeutung der Bilanz. Die gesetzlichen Vorschriften über Buchführung, Bilanz und Re- Vision. Von der Eröffnungs- bis zur Schlußbilanz. Aufbau und Gliederung. Bilanzwahrheit und -klar, beit. Bilanzkontinuität. Gewinn- und Verlustrechnung. Zwischenbilanzen. Handels- und Steuerbilanz. Sanierungs- und FufionsbllanA. Liquida- tions- und Auseinandersetzungsbilanz. Bilanzrecht, liche Fragen. Umwandlungsaufgabe. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr RM. 15,50. 6. Einfache Buchführung für Kleinbetriebe (Handel und Gewerbe). Rechtliche Bestimmungen. Beleg, Rechnung, Wechsel, Scheck usw., Konto, Kontenplan, Inventur und Bilanz. Praktische Durchführung einfacher Ge- schäftsgänge von der Eröffnungs- bis zur Schluß- bilanz. Vermögensübersicht. Gewinnermittlung und Erfolgsrechnung. Kalkulation. Wareneinganßsbuch (für steuerliche Zwecke) und Einführung in die wichtigsten Steuerarten. Steuererklärung und Steuerbescheid. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 7. Fabrikbuchführung. Die Aufgabe der Fabrikbuchhaltung. Die Grundlage für die Selbstkostenrechnung. Bearbeitung eines Geschäftsganges von der Eröffnungs- bis zur Schlußbilanz mit den wichtigsten Nebenbüchern. Kaufmännische Buchhaltung und Betriebsbuchhaltung. Die Konten und der Kontenplan. Das Anlagevermögen. Die beweglichen und unbeweglichen Anlagekonten. Die Hilfs- und Nebenbücher. Die buchhalterische Darstellung der Roh- und Hilfs- ftöffe. Die Lagerbuchhaltung. Lohn- und Gehaltskonto und ihre Nebenkonten. Die Betriebskosten: Arten, Verrechnung, Verteilung, Abschreibungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. VI. Fachkundliche Vortragsreihen: 1. Texttlrohslosfkunde. Allgemeines über die Textilien-Rohstoffe und ihre Unterscheidungsmerkmale. A. Pflanzenfasern, Samenfasern (Baumwolle, Kapok), Stengelfafern (Flachs, Hanf, Jute, Nessel und Ramie), Blattfasern, Fruchtfasern und sonstige pflanzliche Rohstoffe. B. Tierische Rohstoffe: Wolle unkt Haare (Schafwolle, Kammgarn und Streichgarn, Ziegenhaare usw.), echte Seide. C. Mineralische Rohstoffe: Asbest, Metall- und Glasfäden. D. Die künstlichen Rohstoffe: Kunstseide, Zellwolle. Künstliche Spinnfasern. Dauer: 10 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 2. Fachkunde des Eisenwaren- u. Hausbedarfshandels. Neuzeitliche Gartengeräte und ihre Anwendung. Aufgaben des Bundes der deutschen Eisenhändler. Ueber die Schlittschuh- und Rollschuhfabrikation. Die Herstellung von Emaillegeschirr. Porzellanherstellung. Oefen und Herde. Arten und Herstellung unter besonderer Berücksichtigung neuzeitlicher Konstruktionen. Dauer: 6 Doppelstunden. Gebühr: RM. 6,50. B. Kurzschrift und Maschineschreiben (Beginn: Anfang September 1940.) 1. Verkehrsschrift — Einführung (K_l). Einführung in die Grundbegriffe der Verkehrs* schrist. Geläufiges Lesen und Schreiben mittel- schwerer Texte in einer Geschwinoigkeit von 40 vis 60 Silben. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 2. Verkehrsschrifl — Praxis (K 2). Wiederholung des Lehrstoffes von K 1. Schnell- schriftliche Uebungen, Ansage: 60 bis 80 Silben in der Minute. Uebertragungsaufgaben. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 3. Verkehrsschrifl - Diktat (K 2a). Steigerung der Schreibgeschwindigkeit derDerkehrs- schriff von 80 Silben in der Minute auf 100 Silben i. d. Minute. Ansage- und Uebertragungsübungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. itsverhält- :, Sonder- Einführuna in das Zehnfingertastschreiben, 1. Teil: Maschinenkunde. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 8. Maschineschreiben — Praxis (M 2). (Leichterer Stoff für Metallwerker). Allgemeines, Kräfte- und Geschwind^« Nisse, Uebersetzungen, Verzahnunasar Verzahnung. Bestimmung von Teilung und Modul. Gerad-, Schräg-, Bogen- und Sviruiverzahnung. Stirnräder, Kegelräder, Pfeilräoer, Schraubenräder,. Schneckengetriebe. Dauer: 15 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. Einführung: 2. Teil. Planmäßige Festigung der Griffsicherheit und Steigerung der Schreibfertigkeit. Dauer: 15 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 9. Maschineschreiben — Praxis-Fortgeschritlene (M 3). Uebungen im formgerechten Schreiben von Geschäftsbriefen. Schreiben von formgerechten Briefen a) nach Diktat, b) nach kurzen Angaben, 8auer?25^Stunden. Gebühr: RM. 10,50. C. Fachabteilung „Eisen und Metall“ I. Allgemeiner Maschinenbau: 1. Technisches Zeichnen (Fachzeichnen). Der elektrische Strom, Magnetismus, elektrische Maßeinbeiten, Meßinstrumente, Widerstand, Leistung, Anwendung der Elektrizität. 2. Lleklrolechnik, Stufe II. Elektromotore, Induktor und Transformator, Schaltanlage, Umformer, Unfallverhütungsvorschriften. 4. Elementare Mathematik. Grundlagen der Mathematik. Grundgesetze der Arithmetik. Die 4 einfachen Rechnungsarten. Rechnen mit Potenzen, Logarithmen, Zahlen und Buchstaben. Gleichungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 5. Mechanik und Festigkeit. Stufe I: Reibungslehre, Maschinengetriebe, glei^förmige Bewegung, Antriebe, Fliehkraft, Die Stufen II und III werden nach Durchführung der Stufe I auf dieser aufbauend durch- geführt um abgeschlossene Kenntnisse zu erreichen. Dauer: jede Stufe 12 Doppelstunden. » Gebühr: Je RM. 7,50. II. Elektrotechnik: 1. Elektrotechnik, Stufe I. Stufe I: Ansichtenordnung, Schnitte, Blockschrift, Ergänzungsarbeiten, Skizzierübungen, Lesen von Werkstattzeichnungen. Stufe II: Durchdringungen und Abwicklungen, normgerechtes Zeichnen, Werkstoffe uüb Pas- fungsnormen, einfache Zusammenst-llung-zeich- nungen. ,, . Stufe III: Perspektivische Darstellung, richtiges Reihbrettzeichnen, Sinnbilder, ^Zusammen- stellungs. und Gruvpenzeichnungen. Dauer: jede Stufe 24 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 12,50. 2. Technisches Rechnen (Fachrechnen). Stufet: Die Grundrechnungsarten, Dezimal- zahlen, Brüche, Prozentrechnen, Flächen- und Körperberechnung, Grundregeln des Rechenschiebers. Stufe II: Gewichtsberechnen, Einführung in die Buchstabenrechnung, Bewegung und Zeit, Uebungen mit dem Rechenschieber. Die Stufen III, IV und V werden nach Durchführung der Stufen I und II auf diesen auf- bauend durchgeführt um abgeschlossene Kenntnisse zu erreichen. Dauer: jede Stufe 12 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 7,50. 3. Zahnräder und Getriebe. 4. Eilschrift — Einführung (X 3). Einführung in die Eilschrift Schnellschriftliche Uebungen. Ansage bis zu 120 ©dbeni. d. Minute. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 5. Eilschrift — Praxis (X 4). Wiederholung und Vertiefung der Kürzungsarten der Eilschrift. Geläufigkeitsübungen. Ziel: 140 Silben in der Minute Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr : RM. 8,50. 6. Schnellschriftliche Uebungsgemeinschaft (K 5). ßebranfaaen und Diktat-Uebungen. Steigerung der Schreibgeschwindigkeit von 140 bis 180 Silben in der Minute. e ... __ Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 4,50. 7. Maschineschreiben — Einführung (M1). Die Stufen III, IV und V werden nach Durchführung der Stufen I und II auf diesen aufbauend durchgeführt, um abgeschlossene Kenntnisse zu erreichen Dauer: jede Stufe 12 DoppMunden. Gebühr: je RM. 7,50. 3. Einführung in die Hochfrequenztechnik. Die physikalischen Grundlagen, Schwingungslehre. Elektrische Schwinaungen. Resonanz Geschlossener und offener Schwingungskreis. Die Elektronenröhren. Sender, Verstärker, Empfänger. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 4. Funktechnik, Stufe I. Betriöbsquellen und Empfangsgeräte, Widerstandskombinationen, Frequenz, Schein- und Wirk- leistungen, Netzanschluhgeräte. , Die Stufen II, III und IV werden nach Durchführung der Stufe I auf dieser aufbauend durch- gesührt, um abgeschlossene Kenntnisse zu erreichen. Dauer: jede Stufe 12 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 7,50. III. Großer Lehrgang zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung für alle Berufsgruppen: (Für Gesellen, Vorarbeiter, Werkmeister und Meister in Industrie und Handwerk.) 1. S t u f e I: Technisches Rechnen, Planimetrie, Technisches Zeichnen, Deutsch. 2.Stufe II: Trigonometrie-Stereometrie, Algebra, Technisches Zeichnen-Projektion, Deutsch. 3. Stufe III: Physik, Festigkeitslehre, Chemie, Betriebslehre. 4. Stufe IV: Material- und Stoffkunde, Maschinenelemente, Elektrotechnik. Genauer Stoffverteilungsplan der Stufen I—IV kann auf der Dienststelle eingesehen werden. Dauer: Stufen I und II je 35 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 18,50. Stufen III und IV je 45 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 23,50. D. Facbabteilong „Ban“ I. Bauhilfsarbeiter: 1. Baukunde I. Einfachstes Fachzeichnen, Verbände, Konstruktions- teile usw. Einrichten einer Baustelle, Schnurgerüst, Erdarbeiten. Ausstössen der Baugruben, Fundierung, Gerüstbau, Werkzeuge. Aufreißen von Bögen: Scheitrechte, Halbkreise, Korbbögen. Eisenbeton: Decken, Schalungen usw. Gewinnung von Kalt und Zement. Baustoffkunde. Gewölbekonstruktion, Lehrgerüste. Natur- und Kunststeine und ihre Verwendung in der Bauindustrie. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. IL Lehrgemeinschafien für Baulehrlinge und Facharbeiter: 1. Algebra I. Einführung in das Rechnen mit Buchstabengrößen, benannten und unbenannten Größen, positiven und negativen Größen. Die vier Grundrechnungsarten, Bruchrechnungen, Addition und Subtraktion, Multiplikation und Division, Klammerausdrücke, Potenzen und Wurzeln, einfache Gleichungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 2. Fachztzichuen und konsiruktionslehre I. Einführung in Planung und Entwurf. Verücksichti. gung technischer Anforderungen. Einfache Grundriß- und Aufrißgestaltung, Schnitte, Dachstuhlermittlung, Detailzeichnungen und Konstruktionen. Abriß der baupolizeilichen Bestimmungen, sonstige behördliche Bestimmungen. Durcharbeitung praktischer Beispiele. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 3. Eisenbeton I. Herstellung, Gewinnung und Eigenschaften von Zement und Beton. Zementprüfung. Anwendung des Eisenbetons. Herstellung. Mischung und Mischungsverhältnisse, Wasser^ufatz. Nachbehandlung. Schutz gegen schädliche Einflüsse. Baubestimmungen, Bau- rontrolle. Baumaschinen. Schalungen. Festigkeiten. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 4. Statik I. Grundbegriffe, statisches Moment, Momentsatz. Kräfte und Kräftewirkungen. Elementare graphische Statik. Kräftepaare, Zusammensetzen und Zerlegen von Kräften. Schwerpunkt, Schwerpunktbestimmung. Einfache Träger mit ruhender und beweglicher Belastung. Kragträger. Einfache Fälle der Druck-, Zug-, Biegungs- und Knickfestigkeit. Belastungsermittlungen. Tabellenbenutzung. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. Arbeitskamerad! Arbeitskameradin! Mehrkönnen macht stärker - Dich und Dein Volk! Die Deutsche Arbeitsfront gibt ~ . .R . ~ .. _ . t j ei e VerufserAiehungswerk die Möglichkeit, Deine beruflichen Kenntnisie und Fertigkeiten zu erweitern und zu vertiefen und darüber hinaus neue Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben. Die Gemeinschaft muß heute von jedem einzelnen Dolksqenollen höthfte Ceiftunaen auf allen «»bieten des Lebens verlangen. (Es ist daher Ehrensache jedes schaffenden deutschen Menschen, sich einzugliedern in die Reihen derer, die nach -Wjg -< < ä höchster beruflicher Leistung streben. An sich arbeiten, sich beruflich vervollkommnen bringt ideellen und materiellen XB dsD A I Gewinn, sowohl für den einzelnen schaffenden Menschen, als auch für die Gemeinschaft. * dH S Die Anmeldung muß auf der vorgeschriebenen Anmeldekarte auf der Dienststelle der DAF., Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Berufs er ziehung und Betriebsfuhrung, Gießen Schanienstrake 18 wimmer 4 vorgenommen werden! Die Tage und Zeit der Durchführung der einzelnen-Maßnahmen werden im Einvernehmen mit den Teilnehmern festgelegt. Nach erfolgreichem Besuch der Berufsemiebunasmaknab'men m,rhon Teilnahmebescheinigungen ausgestellt. Jeder Besucher der Uebungsstätte hat Anspruch auf kostenlose Derufslaufbahnberatung. Nach erfolgreichem Besuch mehrer r Berufs^ziehunqsm^ bunbenen Erreichen eines bestimmten abgeschloffenen W.ffens werben Förderungsmöglichkeiten ins Auge gefaßt, um den Einsatz an dem Arbeitsplatz zu erreichen, wo te Ä ZJ werben Mtinem Sämtliche Lehrgemeinschaften obiger Art können bei Vorhandensein einer genügenden Intereffentenzahl (ca. 20 Teilnehmer) auch innerhalb eines Betriebes als aMlZt durchgefuhrt werben. Auskunft und Meldung durch unsere DienstMe. Letzter Anmeldetermin: 21. September 1940. 15 0e|a)lo,,ene veMevsgedundene Maßnahme 3867 D