M. Jahrgang Nr. 52 Erscheint täglich,, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: DieJllustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... ,, y.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschlutz 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf^M. GietzeMAnzeiger «,«.:LLL-.«.General-AnzeigersürOberhessen *ääü«'! 8reitag,lMärz 1940 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/?Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel [ Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift lvorherige Vereinbarung) 25"/yMehr Ermäßigte Grundpreise Bädcranzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Das italienische Kolonialreich. 23on unserem G.-Korrespondenten • Neapel, im Februar 1940. lieber die Schöpfung, die vor den Toren Roms im Entstehen begriffen ist und sich viele Kilometer weit bis nach Ostia, bis zum Strand und Hafen von Rom, erstrecken wird, über die „E 42" (die Weltausstellung 1942) ist schon mancherlei berichtet worden. Bisher von der Weltpresse fast unbeachtet geblieben ist ein zweites, in den Ausmaßen wohl nicht annähernd fo riesenhaftes, aber wegen seiner reizvollen Anlage und wegen der Besonderheit feiner Ausstattung nicht minder interessantes Werk i n Neapel. Es ist dies die in wenigen Wochen durch den Duce zur .(Eröffnung gelangende „E r ft e Ausstellung der italienischen überseeischen Gebiet e". In Rom wie in Neapel wird durch Aufwand vieler Millionen ein eindrucksvoller Rahmen geschaffen, um der Welt ein Bild des schöpferischen Geistes des jungen faschistischen Italiens zu vermitteln. Biele Tausende finden seit Jahr und Tag durch die Vorbereitungsarbeiten ein sicheres Brot. Hier wie dort sollen die Neuschspfungen dauernden Charakter haben und permanente Ausstellungen bergen sowie zum Sitz von nationalen und Weltkongressen aller Zweige der Wissenschaften und der Wirtschaft werden. Die Weltausstellung im Jahre 1942 zu Rom liegt noch im weiten Feld. Doch die Eröffnung der Ausstellung der überseeischen Gebiete zu Neapel erfolgt bereits am 9. Mai dieses Jahres. Eingerahmt von monumentalen, in neuzeitlich strengen Linien ge= haltenen Bauten, sind in der reizvollen Senke zwischen Posillip und Kap Mysene tropische Land- schaftsbilder, überseeische Siedlungen, großartige Wasserspiele und auch Erholungs- und Dergnü- gungsstätten erstanden. Ueuerwältigend wird der Einblick sein, den der Besucher gewinnen wird in das in den überseeischen Besitzungen geleistete Aufbauwerk, in die Geschichte kolonisatorischer Bestrebungen und in die gesamte politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Arbeit des Faschismus in diesen Gebieten: in Libyen, im Dodekanes und in Jtalienisch-Ostafrika. In drei Hauptabteilungen ist diese Ausstellung »gegliedert worden. Durch eine von mächtigen Säulen flankierte Ehrenpforte gelangt man in eine weite Vorhalle des Hauptgebäudes, in dem die Amtsräume der Ausstellung untergebracht sind. An die Rückseite anschließend, säumen den langgestreckten Hauptplatz flache Gebäude mit vorgelagerten Kolonnaden, deren Abschluß auf der rechten Seite der fünfzig Meter hohe Turm des Faschisn.us, auf der linken ein riesiger Würfel bildet. In diesen Gebäuden findet die hi st arische Abteilung Aufnahme. Sie bietet in den zahlreichen Unterteilungen einen Ueberblick über das Wirken Italiens im Mittelmeer bis zur Schaffung des italienischen Imperiums durch einen historischen Nachweis der Leistungen der Seefahrerrepubliken Amalfi, Neapel, Pisa, Genua und Venedig, sowie des großen wirtschaftlichen Beitrages zur Entwicklung der Seeschiffahrt durch die Marinen Neapels, Toskanas, Sardiniens und — im 17. Jahrhundert — durch die päpstliche Marine. Diese Schiffahrtsabteilung nimmt ein charakteristisches Bauwerk auf, das in den architektonischen Linien venezianischen und genuesischen Bauten aus dem Nahen Osten während der Glanzzeit der italienischen Seefahrerrepubliken folgt. Hier wird auch die genau in den überlieferten Matzen nachgebildete Galeere gezeigt, die Marco Quirini in der Seeschlacht bei Lepanto geführt hat. In weiteren Unterteilungen wird das Werk der italienischen Pioniere und Forscher in Afrika, das Entstehen des italienischen Kolonialbesitzes und im Turm der Faschistischen Partei deren Wirken zur politischen, sozialen, korporativen und kulturellen Entwicklung der italienischen überseeischen Besitzungen und der Beitrag Mussolinis zur kolonialen Expansion Italiens aufgezeigt. Aeußerst interessant in seiner typischen Eigenart ist die in drei Unterabteilungen gegliederte geographische Abteilung der Ausstellung. Zwischen hochstämmigen Dattelpalmen leuchten die niedrigen, weißen Bauten einer lydischen Ortschaft, ragen schlanke Minaretts zum Himmel auj. In der Unterabteilung für Jtalienisch-Ost- afrika werden zwischen Palmen, mannshohen Kakteen, Agaven und seltsamen Euphorbien Eingeborenendörfer erstehen, deren Hauptbauten bereits fertiggestellt sind. Ein von unzähligen Palmen gerahmter See bildet den Mittelpunkt der Siedlung, in der auch eine koptische Kirche nicht fehlt. Beide Siedlungen werden Eingeborene in ihrer charakteristischen Kleidung beleben, die ihren Geschäften — wie in der fernen Heimat — nach- geherl. Ein in den Linien der Ritterzeit gehaltenes Gebäude nimmt die Nachweise der kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Tätigkeit Italiens auf Rhodvs und im Dodekanes, sowie wertvolle Erinnerungsstücke aus der Ritterzeit auf Rhodos auf. Angegliedert ist auch auf Wunsch des Außenministers Graf Ciano eine albanische Ausstellung, in der die hundertjährigen, historischen Beziehungen zwischen Italien und Albanien aufgezeigt werden. In weiteren Ausstellungsgebäuden ist schließlich die dritte Abteilung untergebracht, die handelswissenschaftlich sehr interessant ist und ein anschauliches Bild bietet über den landwirtschaftlichen Produktionsgang, die Jndustrieer- zeugnisse in den Kolonien und die in Italien für die Kolonien arbeitenden Industrien, über die sanitären Fortschritte, das Verkehrswesen sowie über den Handel in den italienischen überseeischen Besitzungen. Es ist noch erwähnenswert, daß außer diesen drei Hauptabteilungen auch eine zum Kolonialbesitz in Beziehung stehende Kunst-, Lichtbilder-, Briefmarken- und Münzausstellung vorgesehen ist. Hier ist auch das erste massiv gebaute, allen neuzeitlichen technischen Anforderungen entsprechende Freilichttheater Italiens errichtet worden, das 15 000 Zuschauer fassen wird. Selbstverständlich hat man für ausreichende Verkehrsmöglichketten, auch durch Erbauung einer Drahtseilbahn von Posillip in das Ausstellungsgelände, zum bequemen und raschen Erreichen der Ausstellung vom alten Neapel aus Vorsorge getroffen. * Oelttanspotte für England zehnmal teurer als im Weltkrieg. K o p.e n Hagen, 29. Februar. (Europapreß.) Nach Ansicht der dänischen Handels- und Schifffahrtszeitung muß eines Tages der Augenblick kommen, da die englischen Schiffswerften nicht mehr so viele Tanker bauen können, wie die englische Flotte durch Torpedierung und Minensprengungen verliert. Im Weltkrieg habe der Transport einer Tonne Oel von Mexiko nach England zehn Schilling gekostet, wogegen heute bereits 60 Schilling verlangt würden. In Schftfahrtskrei- sen rechne man mit einem baldigen Anziehen der Preise auf 100 Schilling. Wenngleich auch England und Frankreich heute gewillt» seien, neutralen Interessenten riesige Summen für den Transport von Oel zu zahlen, so sei es schon jetzt schwierig, die neutrale Tankschiffahrt mejen des großen Risikos für Transporte nach englischen und französischen Häfen zu gewinnen. Jämmerliches Schicksal evakuierter französischer Frauen. Brüssel, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Ein Bild von dem jammervollen Los Taufender von Berlin, 29. Fedr. (DNB.) Ein von Fernfahrt zurückgekehrtes U-Boot unter Führung des Korvettenkapitäns Werner Hartmann hat die Versenkung von 45 000 Brt. gemeldet. Das U-Boot hat damit in zwei Fernunternehmungen die Gesamtversenkungsziffer von 80 000 Brt. erreicht. Glückliche Heimkehr. ........(PK). Em U-Boot läuft ein! Wie immer an den Tagen, da der schnittige, fast schmächtige Leib eines Tauchbootes, dieser Wunder- fache deutscher Präzision, den Bug zum Heimathafen gerichtet hält, fühlen wir eine tiefe Befriedigung über das Schicksal, das die U-Boot-Kameraden nach Wochen harter seemännischer Pflicht und überstandener Gefahren wieder ' heimkehren läßt. Wir wissen um ihre Aufgabe, die eines starken Armes, eines tapferen Sinnes und eines gläubigen Herzens bedarf, wir wissen um ihr Leben auf diesem engen Raum, der harte Entbehrungen auf erlegt. Sie haben jetzt alles überstanden mit einer Zähigkeit und Ausdauer, die von jeher den U-Bootfahrer auszeichnete. Jetzt, nach langen, einsamen Wochsn im stählernen Leib des 'Bootes winkt ihnen die Frecheit, die Heimat wieder ... Weit draußen sichten wir das schlanke Fahrzeug. In seinem grauen Farbanstrich, der von seiner langen Reise unansehnlich wurde und hier und da von Rostflecken durchsetzt ist, hebt er sich kaum von der Umgebung ab. Lediglich der Turm ist deutlicher auszumachen, und jetzt, beim Näherkommen, machen wir eine ftohe Entdeckung. Auf der Brücke,, über dem ausgefahrenen Sehrohr, das wegen seiner Dleistiftdükme zunächst kaum wahrzunehmen war, wehen Wimpel: ein — zwei — drei — a ch t W i m- p e l. Die Zeichen des Sieges also — schließen wir unsere atemlose Rechnung freudig ab — haben acht feindliche Schiffe ihre Reise zur Flotte Neptuns antreten lassen. An Bord begrüßen wir den Kommandanten, Korvettenkapitän Hartmann, dessen erfolgreiche erste Heimkehr uns noch gut im Ge- Frauen und Kindern, die aus den französischen Ostgebieten und aus Paris in die westlichen Departements evakuiert wurden, versucht das Pariser „Oeuvre" zu geben. Schon aus den wenigen Tatsachen, die das Blatt anführen darf, ersieht man deutlich, welchem Schicksal sie überlassen worden sind. Die tägliche Unterstützung beläuft sich nur auf sieben Franken, das find etwa 45 Pfennig. Die Frauen hausen zu sechsen in einem kleinen Zimmer, in dem es nicht einmal eine Heizung gibt. Aber sie können noch als Bevorzugte angesprochen werden, denn zahlreiche Familien müssen sogar in Waschküchen hausen. Oft haben sie neben sich den Schweinestalld Da die Unterstützungen bei weitem nicht ausreichen, müssen die Frauen irgendwo Arbeit suchen. Die kleinen Ortschaften bieten jedoch keinerlei Arbeitsgelegenheit, jo daß die Frauen gezwungen sind, täglich mehrere Kilometer zu Fuß zurückzulegen, um für ein mageres Entgelt irgendeine Tätigkeit auszuüben. Oer Wehrmachtsbericht vom Donnerstag. Berlin. 29. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt Bet örtlichen Spähtruppunternehmen im Grenzgebiet westlich Merzig und nordwestlich Weißenburg erlitt der Feind Verluste und mußte mehrere Gefangene in unserer Hand lassen. In der Nacht vom 27. bis 28. Februar flogen vereinzelte feindliche Flugzeuge in Nocdwesldeulschland ein, darunter zwei über die niederländisch-deutsche Grenze. Am 28. Februar war die Fliegertäligkeit gering. Die Luftwaffe führte lediglich Grenzüberwachungsflüge durch. dächtnis haftet. Da „knackte" er 35 000 BRT. und jetzt...?! Wir schauen ihm aufmerksam ins bärtige Gesicht, das keine Spur von Ermüdung zeigt, und aus dem ein paar frohe und muntere Augen blicken. Und ebenso frisch und unverbraucht zeigt sich auch die Mannschaft in ihren grauen, verschimmelten Lederjäckchen, mit einem abenteuerlichen Bartwuchs, der heute den Stolz jedes richtigen alten U-Boot- Fahrers ansmacht. „Ächt Wimpel — machen acht Schiffe? Stimmt's, Herr Kapitän?" „Jawohl", kommt es aus feinem Munde, und mir erfahren so nebenbei, da st diesmal d i e Quote versenkten Schiffsraumes sich auf 4 5 0 00 BRT. gesteigert hat. Ein .Spitzenergebnis, das bisher noch von keinem deutschen U-Boot erreicht wurde. „Herzlichen Glückwunsch!" Unser U-Boot hat jetzt wieder langsame Fahrt aufgenommen und steuert zwischen den gepanzerten Riesen unserer Kriegsmarine und an den schnellen Zerstörern und Begleitschiffen vorbei den Stützpunkt an. Wo unsere flatternden Siegeszeichen sich zeigen, da hebt ein lustiges Morsen an. Blinksignale blitzen zu uns herüber, und unser Signalmaat hat alle Hände voll zu tun, um die Flaggengrüße, die dem Boot eine glückliche Heimkehr wünschen, zu beantworten. .Eine besondere Ehrung wird den Kameraden am nächsten Tage zuteil, als Admiral Carls und der Befehlshaber der U-Boote, Konteradmiral D ö n i tz, ihnen den Dank für ihren Einsatz aussprechen. , Wenn die Kameraden nun nach den Wochen der Erholung und Stärkung in der Heimat wieder gegen Engelland fahren, dieser „Pest, ohne deren Vernichtung es", wie Admiral Dönitz in seiner Rede sagte, „keinen wahren Frieden geben kann", dann wird ihre, Brust das Eiserne Kreuz Erster und Zweiter Klasse schmücken, das sie sich als mutige Soldaten des Führers unter pflichtbewußtem Ein- I satz ihres Lebens erwarben, und das sie sich auf ihren weiteren Fahrten immer aufs neue verdienen werden. Erich Johannes Kieß. „Tag der Luftwaffe." Wenn auch in diesem Jahr der „Tag der Luft», muffe" nicht mit besonderen Veranstaltungen begangen werden kann, so wird doch das ganze deutsche Volk gerade an diesem Tage dankbaren Herzens seiner Luftwaffe gedenken, die in den sechs Monaten, die der Krieg währt, nicht nur den Feind von unseren Grenzen ferngehalten, sondern ihm eine Reihe härtester Schläge zugefügt und damit ihre Ueberlegenheit bewiesen hat. Unser ganz besonderes Gedenken gilt an diesem Tage den Helden, die von ihren Feindflügen nicht mehr zurückgekehrt sind. Sie haben sich würdig gezeigt ihrer Kameraden aus dem Weltkrieg. Wenn jetzt unsere Luftwaffe als die stärkste und größte der Welt bezeichnet werden kann — selbst den Zeitungen der Pkutokratien entschlüpft hin und wieder dieses Eingeständnis —, bann erscheint es fast wie ein Wunder, daß dieser stolze Wehrmachtsteil im Lause so weniger Jahre buchstäblich aus dem Nichts heraus geschaffen werden konnte. Wir wollen keineswegs die vom Heer und dep Kriegsmarine geleistete Aufbauarbeit verkleinern, aber ihnen stand ja immerhin in der Reichswehr und der Reichsmarine ein Grundstock zur Verfügung, der bei der Luftwaffe völlig fehlte. Es lag auf der Hand, daß angesichts der Tatsache der bet den Feindmächten noch in recht frischer Erinnerung stehenden Leistungen der deutschen Weltkriegsflieger hier die Aufbauarbeit ebenso geheim wie rasch und gründlich geleistet werden mußte. Als der Führer Hermann Göring mit dieser Ausgabe betraute, da wußte er, daß damit die Entwicklung der neu zu schaffenden Luftwaffe in - die besten Hände gelegt mar, denn Göring mar nicht nur einer unserer erfolgreichsten Kriegsflieger — bekanntlich führte er zuletzt das Geschwader Richthofen —, sondern gehörte vom Beginn des Kampfes der Bewegung an zu den engsten Mitarbeitern des Führers und hatte feine überragenden Fähigkeiten oft genug bewiesen. In echter Kameradschaft griff Göring bei seiner Aufbauarbeit auf feine Kampfgefährten aus dem Weltkrieg zurück. Namen wie Udet, Bodenschatz ufm. sind im deutschen Volk nicht erst seit 1935, sondern schon seit dem großen Weltenbrand zur Genüge bekannt. Die Öffentlichkeit erfuhr erst in dem Augenblick etwas von unserer Luftwaffe, als bereits die ersten Staffeln über der Reichshauptstadt kreuzten, von der Berliner Bevölkerung mit Jubel begrüßt, vorn Ausland mit der größten Ueberraschung zur Kenntnis genommen. Mit Riesenschritten ging es vorwärts. Der bekannte Ausspruch Görings: „Das deener Trawler avt der schottischen Nordostküste angegriffen. Die deutschen 'Aufklärer sind nicht für derartige Angriffsaufträae ausgerüstet, wie die bekannten Heinkel-Karnpfflugzeuge, trotzdem benutzt aber jeder deutsche Aufklärungsflieger aus eigenem Antrieb jede sich bietende Gelegenheit, den Feind trotz schärfster Abwehr durch die bewaffneten englischen Handelsdampfer oder Fischerboote anzugreifen. Die vorstehende Kampfschilderung des englischen Reuterbüros bestätigt wieder die Einsatzbereitschaft deutscher Flieger, selbst wenn sie viele hundert Kilometer entfernt der Heimat, weit über See, auf sich allein gestellt, auf Feindflug sind. Sans Mach. Ein Sendbote der neuen Slowakei. Der Reichsminister des Auswärtigen hat den Ober* kommandierenden der Hlinka-Garde und Propagandachef der slowakischen Regierung, Sano Mach, der auf Einladung der Reichsregierung zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Berlin eingetroffen ist, im Auswärtigen Amt empfangen. Der slowakische Gesandte, Cernak, wohnte der Unterredung bei. Sano Mach ist uns kein Unbekannter mehr. Sein Name ist dem deutschen Volke seit den Tagen der slowakischen Befreiung geläufig. Als Oberkommandant der Hlinka-Garde und slowakischer Propagandachef bildet er eine der stärksten Stützen des jungen Staates. Aber es dürfte gerade den deutschen Leser auch interessieren, etwas aus der Kampfzeit des jungen slowakischen Politikers zu erfahren. Sano Mach stammt von einem Bauernhof. Sein Vater fiel als Soldat des österreichifch-ungarifchen Heeres 1918 an der italienischen Front. Der am 1. Oktober 1902 geborene Sohn studierte nach dem Kriege in Nove Zamky. Er hielt dort vor seinen Kommilitonen eine ausgesprochen völkische Rede und wurde deshalb auf Befehl der Prager Regierung von der Zulassung zu jeder Prüfung ausgeschlossen. Dieser Zwischenfall war das entscheidende Erlebnis, das Sano Mach zum aktiven Politiker bestimmte. Der junge Slowake wollte und konnte seiner Ueberzeu- gung nicht untreu werden, und so fand er sehr bald den 'Weg zu Dr. Tuka, mit dem zusammen er in den Jahren 1924 bis 1926 die Rodobrana, d i e slowakische Heimwehr, aufbaute. Eine „Beleidigung" Masaryks trug ihm die erste Gefängnisstrafe ein, der dann noch viele andere folgen sollten. Sano Mach aber ließ sich durch den tschechischen Terror nicht erschüttern, sondern wirkte, sobald er wieder frei gekommen war, stets von neuem für die Befreiung seiner Heimat aus den Prager Fesseln. Als Zentralsekretär der slowakischen Partei, dann als Hauptschriftleiter der „Slovenska Pravda" und schließlich als Gründer der Hlinka- Garde, die sich nach dem geistigen Führer der Slowakei seit ihrer Lostrennung vom alten Reich der Habsburger, Pater Hlinka, nennen, schuf Mach die geistigen und organisatorischen Voraussetzungen, aus denen endlich am 14. März 1939 die Freiheit des slowakischen Volkes erwachsen konnte. Aus der Lebensbahn Sano Machs wird deutlich, warum das nationalsozialistische Deutschland diesen slowakischen Kämpfer mit besonders herzlicher Sympathie empfängt. Oie Sehnsucht nach Berlin. Don unserer Berliner Schristleitung. Die englische Propaganda hat ihrem Publikum wieder einen dicken Bären aufgebunden. Sie berichtet, daß es einem Bomber gelungen sei, nach Deutschland einzufliegen, und dann ohne besondere Mühe den Luftraum von Berlin zu erreichen. Hier habe er mit bloßem Auge die Straßen der Stadt, z. B. Unter den Linden, unterscheiden können. Er habe Leuchtraketen losgelassen und ganze Pakete mit Flugblättern auf Berlin abgeworfen. — Eine wunderbare Geschichte, an der aber wieder kein Wort wahr ist. Die Leuchtraketen über Berlin wären sicher nicht unbemerkt geblieben und die Flugblätter wären von den neugierigen Berlinern bestimmt entdeckt worden. Keins von beiden ist zu melden, so daß man schon annehmen muß, daß der tüchtige Flieger ein ähnlicher Held ist wie derjenige, der schon vor einigen Wochen über Berlin gewesen sein wollte und der in London berichtete, die Flakbatterien hätten prompt gegen ihn eingesetzt. Es wurde aber sehr bald festgestellt, daß in der ganzen Zeit keine einzige Flakbatterie in unb um Berlin Veranlassung hatte, in Tätigkeit zu treten. Wenn man sich fragt, weshalb englische Flieger immer wieder in den Versuch geraten," ihren Propagandadienst anzuschwindeln, so liefert uns die Mitteilung des englischen Botschafters in Brüssel vielleicht eine Erklärung. Er schildert, daß die Erkundungsflieger nur unter großer Gefahr und in Hohen von 6000 bis 8000 Meter ihre Aufgabe erfüllen formen. Der Mangel an Sauer-, stoss mache es dem Flieger schwer, seine Gedanken zu konzentrieren. Schon der Entwurf einer Kartenskizze bedeute für ihn eine große Anstrengung. — Wieviel schwerer muß es sein, unter solchen Situationen Leuchtraketen abzuschießen oder das Straßenbild von Berlin zu erkennen? Die feindlichen Flieger scheinen regelmäßig in Angstzustände zu kommen, wenn sie sich über dem deutschen Raum befinden und in solcher Verfassung sind-sie bann bereit, in der englischen Heimat die gewagtesten Behauptungen aufzustellen. Einsahbereiffchast deutscher Stieger. Berlin, 29. Februar. (DNB.) Wie im Wehrmachtsbericht vom 28. 2. gemeldet wurde, sind zwei deutsche Aufklärungsflugzeuge vom England- flug nicht zurückgekehrt. Reuter gibt dazu bekannt, daß der britische Trawler „Aurora" in der Nordsee von zwei deutschen Flugzeugen angegriffen wurde und sich mit feinen Maschinengewehren zur Wehr setzte. Der Kapitän und der erste Maschinist feuerten mit Lewis-Gewehren. Ein Flugzeug wurde getroffen und verschwand mit einer Rauchfahne hinter sich. Die „Aurora" wäre von den deutschen Fliegern mit Maschinengewehrfeuer übersät und von einer Brandbombe getroffen worden. Der Kampf dauerte etwa 20 Minuten. Außerdem wurden noch dreiAbex - Neuer deutscher Li-Boot-Crsolg. Zn zwei Fernunternehmungen 80000 BNT. versenkt. ein wertvolles Prismenglas veräußerte. Das Gericht erkannte für Roß auf die Tod e s ft r a f e. Koffer wurde auf Grund des Jugendgesetzes zu der höchft- zuläffigen Strafe von 10 Jahren Gefängnis verurteilt. 86 Tote bei dem Grubenunglück in Istrien. Das schwere Grubenunglück in den Kohlenbergwerken von Arsa bei Triest hat nach den letzten Meldungen 86 Todesopfer gefordert. Auto von einer Lawine verschüttet. In Sazburg wurde auf der Gafteiner Straße ein Auto von einer Schneelawine erfaßt und verschüttet. Zwei der Insassen waren sofort tot, der dritte wurde schwer verletzt. Der Kraftwagen ist zertrümmert. schon in Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen mehrmals täglich Erste „ immlung der Jugend". Die Gemeinschaft der Jugend der jungen Böller bestimmt das neue Gesicht Europas." Hamburg, 29. Februar. (DNB.) In den kommenden Wochen werden im Reich „Versammlungen der Jugend" durchgeführt, in denen Männer der Partei zu den Jungen und Mädel der HI. vom Sinn unserer Zeit und ihres Kampfes sprechen werden. Die erste fand in Hamburg statt. Sie bildete zugleich den Höhepunkt der Deutschlandreise des Stabschefs der italienischen Jugend, Oberst B o d i n i. . Stabsführer Lauterbacher erinnerte an den Kampf der Väter vor 25 Jahren und an das Ver- failler Diktat, aus denen die nationalsozialistische Bewegung geboren wurde. Run ständen viele Hunderttausende, die durch die Schule der HI. gegangen sind, im Deutschen Heer. Jene, die die Front der Heimat tragen, würden ihren Einsatz noch verstärken. So ständen viele Millionen in der Gemeinschaft der HI. jum Einsatz für Volk und Vaterland bereit. Alles, was von der deutschen Jugend verlangt werde, gebe sie in selbstverständlicher Pflichterfüllung. Stabsführer Lauterbacher widmete dann Oberst Bodini herzliche Begrüßungsworte. Aus allen Zusammenkünften der Jugend beider Nationen habe sich ein immer engeres Band der Freundschaft gebildet. Es sei die Gemeinschaft der Jugend der jungen Völker, die einst das neue politische Gesicht Europas bestimmen werde. Oberst Bodini sagte dann: Die Hitler-Jugend und die faschistische Jugend Italiens sind heute die beiden großen schöpferischen Kräfte innerhalb der neuen Generationen Europas, die bestimmt find, einen entscheidenden Einfluß auf die Geschichte auszuüben. In ihnen verbindet sich die eiserne Strenge der Disziplin mit dem heiligen Feuer eines Glaubens, der kein Nachlassen kennt und die Größe der Opfer nicht abwägt. Sie haben gelernt, mit ihrer Ration hauszuhalten, aber nicht mit ihrem Blut, sie alle, die durch eine harte, stolze Schule gegangen find, wie ihr auch. Es ist eine feste, dauerhafte Freundschaft, die tief in den Herzen der Jugend beider Völker und schließlich in dem höchsten Ziel wurzelt, den alten Ruhezustand der Welt von Grund auf zu erneuern, damit ein auf Gerechtigkeit begründeter Frieden in der Welt errichtet und gesichert werde. Die preffe das Vand Mischen Front und Heimat. Wiesbaden, 29. Febr. (DNB.) der zweite Tag der Kriegstagung der deutschen Schriftleiter versammelte zahlreiche Vertreter der Wehrmacht, vor allem Führer und Berichter der Propagcmda- kompanien mit den Hauptschriftleitern der deutschen Presse zu einer Erörterung der Zusammenarbeit zwischen Wehrmacht, Partei und Presse im gegenwärtigen Kriege. Der Stabsleiter des Reichspresie- chefs, Reichshauptamtsleiter Sündermann, sagte, die Wehrmacht schlägt den Feind, die Partei aber mobilisiert die gesamten Kräfte der Nation. Die Presse arbeitet mit im ganzen Bereich des großen Aktionsradius der inneren Front: an der Bereitstellung der Lebensbedürfnisse und der Kampfbedürfnisse der Nation durch organisatorische Bereitstellung, an der Weckung der Willenskräfte der Nation und in der Entwicklung einer großen Seelenstärke unseres Volkes in einer Zett, die Opfer von ihm verlangt. Dann sprachen Führer von Propagandakompa- nien. Ihre Männer sind Soldaten, die ihr Leben genau so einsetzen, wie jeder andere Soldat, denn- im neuen Reich kann nur der über Kämpfe berichten, der selbst Kämpfer ist. Oberstleutnant i. G. von Wedel vom Oberkommando der Wehrmacht wies darauf hin, daß die Zusammenarbeit zwischen Wehrmacht und Presse nur durch absolutes gegenseitiges Verständnis erfolgreich gestaltet werden törtne. Die Bedeutung der Presse sehe die Wehrmacht zunächst darin, daß die Presse im Kampfe an der äußeren Front stehe. Weiter sei die Wehrmacht nur bei einem restlos einsatzbereiten Volk überhaupt in der Lage, den Krieg zu führen, wie es der Führer von ihr verlange. Auch dabei falle den deutschen Zeitungen eine große Aufgabe zu. Außerdem müsse die Zusammenarbeit zwischen, Wehrmacht und Presse, zwischen der Front und der Heimat einen engen Kontakt schaffen. Reichsprefsechef Dr. Dietrich übermittelte die Grüße des Reichsministers Dr. Goebbels, der im letzten Augenblick verhindert worden war, nach Wiesbaden zu kommen und verwies darauf, daß die Tagung in Wiesbaden in ihrer Gemeinsamkeit von Wehrmacht und Partei ein Spiegelbild der Einheit des deutschen Volkes gewesen sei, vor allem aber auch der Einheit zwischen Front und Heimat. deutsche Volk muß ein Volt von Fliegern werden!" war bald in aller Munde, und die deutsche Jugend strömte in hellen Scharen zu diesem jüngsten Teil unserer Wehrmacht, um in ihren Reihen zu dienen. Planmäßig und zielbewußt wurde der Aufbau unserer Luftwaffe, worunter selbstverständlich nicht nur die fliegenden Verbände, sondern auch das Bodenpersonal, die Flakartillerie, Nachrichtentruppen usw. zu verstehen sind, fortgesetzt. Bislang nicht für möglich gehaltene Geschwindigkeitsrekorde wurden erzielt, die in der ganzen Welt größtes Aufsehen erregten. Besondere Beachtung fanden stets die Vorführungen der Luftwaffe auf den Reichsparteitagen. Es kamen die weltpolitischen Entscheidungen des Jahres 1938, die Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes, und, ein halbes Jahr später, die Wiedereingliederung der alten deutschen Lande Böhmen und Mähren. Bei qIl diesen militärischen Operationen stand die Luftwaffe in vorderster Front und gab ein eindrucksvolles Bild von ihrer Schlagkraft und Einsatzbereitschaft. Generalfeldmarschall Göring brachte in einem Tagesbefehl der Luftwaffe seine Anerkennung zum Ausdruck und betonte, daß die Arbeit zur Vervollkommnung dieser Waffe, die Volk und Reich gegen jedweden Gegner schützen werde, unbeirrt weiter gehe. Wenige Monate später war die Zeit gekommen, da die deutsche Wehrmacht vom Führer zum Schutz der Heimat aufgerufen wurde, um den Gegenschlag gegen Polen zu führen. Bereits nach wenigen Tagen beherrschte die deutsche Luftwaffe völlig den polnischen Lustraum, die wenigen vereinzelten Maschinen des Gegners, die sich noch hier und da sehen ließen, wurden ein schnelles Opfer der deutschen Flieger. Wenn der Feldzug in der unvor- stellbar kurzen Zeit von 18 Tagen zu Ende geführt werden konnte, so ist das mit in erster Linie unserer Luftwaffe zu verdanken, die dem Feind keine Ruhe ließ, seine Truvpenansammlungen ausein- ondersprengte, die Bahnstrecken sprengte und bei jeder Gelegenheit ihren Schwesterwaffen zu Hilfe eilte. In aller Erinnerung ist noch der Fall, wo sie ungestüm vorgedrungene Panzer, denen der Betriebsstoff auszugehen drohte, mit diesem kostbaren Naß versorgte. 4 Und dann ihr Einsatz gegen die West- mächte! Mit schwersten Verlusten wurden bisher stets die Engländer heimgeschickt, die in die Deutsche Bucht einzufliegen wagten, Flak und Jäger standen in edlem Wettstreit. Die Aufklärungsflüge über den gesamten englischen und französischen Raum werden planmäßig fortgesetzt und- haben uns bereits außerordentlich wertvolle Kenntnisse über die militärischen Maßnahmen des Feindes verschafft. Von ganz besonderer Bedeutung hat sich der Einsatz unserer Luftwaffe bei der Bekämpfung feindlicher Seestreitkräfte erwiesen. Wenn die Tonnageverluste auf der Gegenseite von Woche zu Woche mehr zunehmen, dann ist das neben der Kriegsmarine auch der Luftwaffe zu verdanken, die gerade bei diesem Einsatz dem Seekrieg ein ganz neues Gesicht gegeben hat. So hat sich die Luftwaffe als ein außerordentlich wirkungsvolles Instrument der deutschen Kriegsführung erwiesen. Voller Stolz blickt das deutsche Volk auf seine tapferen Flieger und schickt seine besten Söhne zur Luftwaffe, in der, wie Generalfeldmarschall Göring es einmal zum Ausdruck gebracht hat, höchster Ruhm winkt. Tagesbefehl Görings zum 1. März. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring hat aus Anlaß der Wiederkehr des Gründungstages der Luftwaffe am 1. März folgenden Tagesbefehl erlassen: Soldaten der Luftwaffe! Kameraden! Die fünfte Wiederkehr des Gründungstages unserer stolzen Waffe findet uns angetreten und kämpfend nach dem Gesetze des unserem Vaterland aufgezwungenen Krieges. Vor fünf Jahren erfuhr die Welt, daß es wieder eine deutsche Luftwaffe gibt. Die Zeit, die uns von jenem beglückenden Tage trennt, war erfüllt von härtester Arbeit, restlosem Einsatz und bedingungsloser Hingabe jedes einzelnen, der mitschuf an un- ferm großen Werk. Kameraden! Ihr habt Euch -in den Jahren des Aufbaues, vor allem aber, als Euch der Führer und Oberste Befehlshaber zum Schutz der Heimat aufrief, gezeigt, welcher Geist Euch erfüllt. Ihr habt im Frieden und im Krieg bewiesen, daß in Euch die großen Fliegerhelden des Weltkrieges ebenso fortleben wie die Blutzeugen der nationalsozialistischen! Bewegung. Das deutsche Volk weiß, daß Ihr sein Schutz und Schirm gegen jeden Angriff aus der Luft seid. Aber auch eine vernichtende Waffe gegen alle, die den Frieden verbrecherisch störten, weil der Aufstieg unseres Volkes aus der Versklavung von Versailles zur geachteten Großmacht die Neider auf den Plan rief, um das Reich, das unser Führer aufgebaut hat, zu zerschlagen. Euch, meine Kameraden, die Ihr in der Lust und am Boden als Angehörige der Fliegertruppe, der Flakartillerie und der Luftnachrichtentruppe tapfer und treu Eure Pflicht gegenüber Eurem Führer und Eurem Volk erfüllt, spreche ich am Gründungstage unserer jungen Waffe meinen Dank und meine Anerkennung aus. In besonderer Verbundenheit gedenken wir an diesem Tage unserer Kameraden, die , ihre Treue mit dem Einsatz ihres Lebens besiegelten. Sie sind uns Mahnung und Verpflichtung zugleich, ihrem Heldentum nachzueifern und in ihrem Geist weiterzukämpfen, bis der endgültige Sieg unser ist. Heil unserem Rührer! . Hermann Goring. Kleine politische Nachrichten. Der amerikanische Unterstaatssekretär Sumner Welles wird Freitag vormittag in Berlin eintreffen. Der Führer hat Admiral von Horthy zur 20jährigen Wiederkehr des Tages seiner Wahl zum Reichsverweser des Königreiches Ungarn herzliche Wünsche für sein ferneres persönliches Wohlergehen 1 wie für das weitere Gedeihen Ungarns übermittelt. In Gloggnitz (Niederdonau) starb der langjährige österreichische Bundespräsident Dr. Michael Haini sch. — Der Verstorbene, der eine nationabbüraerliche Richtung vertrat und stets auch für den Anschluß Oesterreichs an das Deutsche Reich eintrat, bekleidete das Amt eines Lsterreichi- schen Bundespräsidenten in den Jahren 1920 bis 1928. Er wurde durch eine Intrige der Christlich- Sozialen aus seinem Amte entfernt. * Der italienische Staatsangehörige Ribi E l i a o , der wegen angeblicher Spionage angeklagt war, wurde von dem französischen Militärgericht in Oran zum Tode verurteilt. ♦ Oslo, 1. März. (Europapreß.) Der nor-wegische Außenminister Koht gab im Storting bekannt, daß Norwegen bisher 50 Schiffe mit zusammen über HO 000 BRT. eingebüht habe. Von diesen Schiffen würden acht vermißt. Aus aller Welt. Höchststrafen für Volksfchädllnge. Das Sondergericht verhandelte gegen den am 16. Februar 1920 geborenen Eugen Roß sowie den am 5. Februar 1923 geborenen Walter Ludwig Kof- f e r. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, i n einem frei gemachten Dorf im November 1939 in eine Anzahl Häuser eingedru. 'en zu sein und unter erschwerten Umständen mit Hilfe selbst- gefertigter Schlüssel Münzautomaten aufgebrochen und den Inhalt geplündert zu haben. Sie drangen außerdem in das geräumte Haus eines Tierarztes ein und entwendeten dort Nahrungsmittel und sonstige Gegenstände, von denen K. später Ungarns Neichsverwefer. Am 1. März werden- es zwanzig Jahre, seitdem Nicolaus von Horthy mit der Staatsfüh- rung Ungarns beauftragt wurde. Nur eine starke und kluge Persönlichkeit wie Horthy war imstande, das in Versailles zertrümmerte Staatsgefüge Ungarns zusammenzuhalten und wieder aufzubauen. Die Ungarn, die im Kriege 1914/18 Gewaltiges ge- leistet hatten, die von sich sagen konnten, kein feindlicher Soldat hätte während dieses Krieges anders als Gefangener die Grenzen Ungarns überschritten, mußten sich zunächst ingrimmig dem Versailler Verbrechen beugen. Es gab ein wirres Durcheinander, das die Gegner dazu benutzten, um Staat und Volk Ungarns noch weiter zu schwächen. In dieser Zeit der tiefften Erniedrigung Ungarns trat der Soldat und Staatsmann Nicolaus von Horthy hervor, der als Reichsverweser aus der Geschichte Ungarns nicht mehr wegzudenken ist. Nicolaus von Horthy hatte während des Krieges in den verantwortlichsten Stellen die kampfstärksten Kriegsschiffe und schließlich die österreichisch-ungarische Kriegsflotte geführt. Er hatte sie nicht nur geführt, er hatte sie auch zu einer Waffe gemacht, die dem Gegner in mehr als einem Treffen und in mehr als einer Seeschlacht nicht nur empfindliche Verluste, sondern auch entscheidende Niederlagen beibrachte. Nach dem Kriege hatte er sich in die Einsamkeit seines Gutes zurückgezogen, um wieder hervorzutreten, als innere Wirren und Unruhen, ein Ergebnis der rachsüchtigen Politik der Entente, Ungarn völlig zu zerstören drohten. Was Horthy hier geleistet hat, war so überragend, war für den Aufbau des neuen Staates so wichtig, daß die Volksvertretung Ungarns keine Bedenken trug, dem Vizeadmiral von Horthy die Staatsführung und die Reichsverweserschaft zu übertragen. Daß Ungarns Reichsoerweser ein Staatsmann von hohem Rang ist, das hat er in den zwanzig Jahren seit dem 1. März 1920 immer wieder bewiesen. Im April 1921 hat er mit äußerster Entschiedenheit Ungarn vor den Abenteuer einer habsburgischen Restauration gerettet. Der Staatsmann von Horthy war es auch, der die außenpolitische Entwicklung in Europa klug beobachtete, um danach sein Handeln einzustellen, das sich dann für Ungarn immer als glücklich erwies. So war es im Verhältnis zu den Nachbarstaaten, so war es auch mit der Verbindung mit Italic. So war es vor allem aber in der Herstellung und Befestigung der freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland, insbesondere zum nationalsozialistischen Deutschland. Gerade diese Polittk hat Ungarn Vorteil und Segen gebracht im Gegensatz zu den Plänen und Absichten, die die Westdemokratien Ungarn im Donau- raum und darüber hinaus zugedacht hatten. Das großdeutsche Volk hat das von tiefstem Verantwortungsgefühl getragene staatsmännische Wirken des Reichsverwesers von Horthy mit Anteilnahme verfolgt, zumal der Reichsverweser selbst niemals darüber hat einen Zweifel aufkommen lassen, daß nur ein enges freundschaftliches Verhältnis zu Deutschland die bewegende Kraft seiner Polittk sein kann. Tierfreunde mit Kehlern. 13 on Paul Eipper. „Dumme Gans! Blöde Ziege!" — das sind ausgesprochen menschliche Entgleisungen. Unter den Haustieren hat sich gerade die Ziege am meisten Eigenwilligkeit und Freiheitsdrang behauptet; die Gans ist klüger und mutiger als jedes andere Hausgeflügel. Auch der „dumme Ochse" stimmt nicht, wenn der Mensch dieses Tier nicht „zwangsweise verdummt". Ich erinnere mich mit Vergnügen an die praktische Klugheit einer Herde von Wasserbüffeln, die in einem deutschen Tiergarten auf großem Freigelände gehalten werden. Nachts kommen diese indischen Hausrinder in einen Stall, dessen Türe mit einem einfachen Holzriegel sowohl von außen als auch von innen verschlossen werden kann. Es hat nur kurze Zeit gedauert, dann benutzten ,^)ie dummen Ochsen" den Riegel nach Belieben und Bedarf. In warmen Sommernächten schoben sie ihn mit der Hornspitze zurück und drückten die Türe auf; zur kühlen Jahreszeit taten sie das Gegenteil, hielten so ihren Schlafraum warm. Die meisten, wenn nicht gar alle Tiere sind klug innerhalb der Grenzen ihres Lebensraumes und ihrer Daseinsnotwendigkeiten; aber sie haben nicht jene übersinnlichen Gaben, die wir Menschen ihnen gern andichten. Der Laubfrosch zum Beispiel ist keineswegs der unfehlbare Wetterprophet des Menschen, der zu diesem Zweck ein Holzleiterchen hinauf- und hinuntersteigt und mit warnendem Quaken im voraus den Regen ankündigt. In der Freiheit ruft der Laubfrosch bei beständiger Witterung und kurz vor dem Regen, besonders laut in der Paarungszeit. Nur bei nassem Wetter verstummt er und flüchtet sich vom Gipfelzweig in ein trockenes Versteck oder ins — tiefe Wasser. Auch die Schwalbe fliegt nicht deswegen manchmal dicht über dem Erdboden, weil sie uns ein aufziehendes Gewitter ankündigen will, sondern allein ihrem hungrigen Magen zulieb. Sie ist Insekten- jäger und fängt ihre Beute im Flug. Weil sich nun kurz vor einem Gewitter infolge der atmosphärischen Veränderung die Insekten in den untersten Luftschichten zusammenfinden, hat die Schwalbe im Tiefflug die besten Fangaussichten; das Gewitter selbst ahnt sie keineswegs voraus. Oh, wie verkehrt urteilen so häufig die Menschen über das Getier! Da stehen sie im Wildpark und betrachten aufmerksam und erfreut die Hirsche zur linken Seite des Weges, die Rehe drüben auf der rechten. „Warum find sie denn getrennt?", fragt der eine Tierfreund. „Die kommen nur einmal im Jahr zur Nachzucht zusammen; die großen Hirsche sind die Männer, die ganz alten haben ein Geweih, und drüben sind ihre Frauen, die netten, kleinen Rehe." Noch schlimmer werden die Deutungsversuche, wenn es sich um fremdländische Tiere handelt. Ich habe in Stellingen gehört, wie ein würdiger Mann den Schabrackentapir folgendermaßen einer Kinderschar erklärte: „Das ist die Jungform des Elefanten. Die hellen Flecken verschwinden im nächsten Jahr, und der Rüssel wächst sich noch aus." Im Aquarium schnellte die große Karettschildkröte jäh zur Wasserfläche hoch und verhoffte in sichtlicher Gespanntheit. „Welch ein Charakterkopf", rief begeistert eine Dame. „Wie ein Philosoph, der das Welträtsel löst." In Wirklichkeit war die Stunde der Fütterung, und die Schildkröte hatte den Schritt, des Pflegers gehört. Der Elefant war herzkrank geworden, lag im Stroh und wurde mit Kampferspiritus massiert. Aufmerksam schauten von der Publikumsseite her die Menschen zu. „Was hat er wohl? Ist er krank?" — „Keine Spur", antwortete eine überzeugungsvoll gewichtige Stimme, „ich verstehe mich genau auf Tiere. Sehen Sie mal die rauhe Haut des Elefanten an; der hat Läufe und bekommt eine Schmier- kur verpaßt." Stallbesichttgung im Zirkus. Ein junges Paar' steht fasziniert und stumm vor dem Raubtierwagen; nach einer ganzen Weile sagt das Mädchen mit leichtem Schauem in der Stimme: „Det sind aber wilde Türken; da möcht' ich nicht mit exerzieren. — „Halb so wild", beschwichtigte der Jüngling, „denen haben sie die Giftzähne schon als Kinder ausgebrochen." — „Aber die Tigers haben ein schönet Fell; davon möcht' ich wohl'n echten Mantel von!" Wir müssen noch vieles lernen, bis wir die Tiere kennen, ihre Eigenqrt und ihre Schönheit! Die älteste Weckeruhr. Der Wecker rft eine ebenso notwendige wie peinliche Einrichtung in unserem Dasein geworden, und wenn auch wohlmeinende Nervenärzte diese unsanfte Art, den Menschen aus dem Schlaf zu reißen, verbieten wollen, so werden wir doch sobald ohne diesen unerwünschten Mahner nicht auskommen. Da wollen wir uns damit trösten, daß auch schon im klassischen Altertum, das wir uns doch so gern als ein Dorado behaglicher Muße vorstellen, diese Einrichtung nicht ganz fehlte, und zwar scheint es einer der größten Denker aller Zeiten, nämlich Plato, gewesen zu sein, der die Menschheit mit dieser zweifelhaften Gabe beschenkt hat. Die Alten waren ja Frühaufsteher, und die Schulen öffneten ihre Pforten schon bei Sonnenaufgang, wie dies Plato in seinen Dialogen geschildert hat und für seine in Athen errichtete Akademie selbst vorschrieb. Früher hatte man mit dem Lehren sogar noch eher an- gefangen, erst ein Gesetz Solons verbot ausdrücklich den Anfang des Unterrichtes vor Sonnenaufgang. Die schweren Vorträge fanden in den Morgenstunden statt, weil man den Geist zu dieser Tageszeit für am aufnahmefähigsten hielt. Dann gingen Lehrer und Schüler ins Gymnasion, um nach der Geistesarbeit den Körper zu stählen. Nun mögen in der Platonischen Akademie die Schüler, die in weithin um das Lehrgebäude ver- ftreuten Wohnungen schliefen, nicht immer pünktlich am Morgen aufgestanden fein, und so erfand Plato seine „Nachtuhr", die die Akademiker zum Unterricht versammelte, wie später die Klosterglocken Mönche und Nonnen in der Frühe zum gemeinsamen Gebet rief. Die einzige Erwähnung dieses ältesten Weckers findet sich bei dem Musikschriftsteller Aristokles, der am Ausgang des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts lebte. Er erzählt von der Erfindung der Wasferorgel durch den „Bader" Ktesi- bios und schreibt: „Aristoxenos kennt dieses Instrument nicht. Es heißt aber, Plato habe eine Anregung zu seiner Herstellung durch die Erfindung seiner Nachtuhr gegeben, die er als eine sehr große Wasseruhr, dem Orgelwerk ähnlich, herstellte. Denn auch das Orgelwerk selbst ist eigentlich eine Wasseruhr. So ist die Orgel nicht ein Schlaginstrument, sondern eher ein Blasinstrument, da die Orgelpfeifen durch das Wasser angeblasen werden" Einfache Wasseruhren, bei denen die Dauer des Ausfließens der Flüssigkeit das Maß der verflösse- nen Zeit an gab, wurden schon zu Platos Zeiten für den militärischen Nachtwachdienst verwendet, aber das waren keine Wecker. Diesen hat erst der Philo- soph erfunden und damit der Technik einen neuen Weg gewiesen. Das Prinzip bestand darin, daß eine Wasseruhr mit einer einfachen Pfeife verbunden wurde, die dann durch einen plötzlichen heftigen Luftdruck zum Blasen gebracht wurde und einen schrillt Pfiff ertönen ließ, wie noch heute die Dampfpfeife, die die Arbeiter ^ur Fabrik ruft. Da die Ähnlichkeit mit der später erfundenen Wasserorgel hervorgehoben wird, bei der durch Druck des Wassers die Luft zusammengepreßt und in Pfeifen befördert wurde, so muß der Strom der in den Nachtstunden ausfließenden Wassermassen auf einmal mit großer Gewalt in ein verschlossenes Gefäß hinabgefallen sein, worauf die dort eingepreßte Luft einen Ausweg suchte, an dessen Ende eine Pfeife das laute Signal gab. Bei einem von Archirnedes konstruierten Automaten, dem Flötenspieler, der eine lange Pfeife am Mund hält, wird der Ton mit Hilfe eines Kapselhebers hervorgebracht, und einen solchen scheint auch Plato für seine Nachtuhr verwendet zu haben. Jedenfalls wurde die erste Weckeruhr von Plato hergestellt, die an der ersten Akademie der Welt die müden Geister zum Studium aufweckte. C. K. Der berühmte Strauß. Bei einem Hoffest um 1840 wrttde einer Dame 'her Platz neben dem Hofprediger Friedrich Albert Strauß zugewiesen. | Als der Tischherr sich verbeugte, sagte die Dame: ; „Oh, es freut mich ungemein, neben dem berühmten Verfasser des »Lebens Jefrtt zu sitzen." Strauß zog ein mürrisches Gesicht und sprach: „Sie irren sich, mein Fräulein, das Buch hat mein Namensvetter David Friedrich Strauß geschrieben." „Natürlich!" rief die Dame. „Wie konnte ich auch in Ihnen einen Theologen vermuten. Sie sind doch der große Strauß, dem wir die herrlichen Wiener Walzer verdanken!" Der Tischherr verlor die Geduld und sagte- Nein der bin ich ebenfalls nicht. Ich bin auch nicht der Strauß, der die großen Eier legt, ich bin der Hof- i Prediger Strauß aus Potsdam." Aus der Stadt Gießen. I Hrühlmgsmonat ))iavb Es hat etwas ungemein Reizvolles, dem Ablauf der märzlichen Tage entgegenzusehen. Kein Monat im Kreislauf des Jahres wird mit soviel Erwartung und oufatmender Freude begrüßt wie dieser, der die Gewißheit bringt, daß nach allen winterlichen Kümmernissen nun endlich die schönere Jahreszeit wiederkehren wird. Nicht, daß er schon die Erfüllung aller Wünsche nach Wärme und Frühlingsseligkeit erfüllen würde, dazu fehlt es auch ihm gewöhnlich noch an der Kraft, aber es ist ein verheißungsvolles Ahnen, das er uns beschert, und eben dieses Ahnen macht den März erst besonders liebenswert. Wenn die ersten Schneeglöckchen läuten, wenn die Krokusse sprießen und von den Bäumen in den Anlagen der erste volle Ruf der Amsel erschallt, dann erfüllt der März seine Bestimmung als Lenzmond in rechter Weise. Die Z>aselkätzchen müssen goldgelb stäuben, die Weiden im zarten bräunlichen Schimmer stehen und aus dem Waldesgrund die Anemonen ihre niedlichen weißen Köpfchen stecken. Sind diese zaghaften und beglückenden Zeichen lenz- lichen Wirkens erst einmal sichtbar, dann hebt auch der Chor unserer gefiederten Sänger an, tagtäglich zu üben. Neben der Amsel sind es dann die Finken, deren schmetternder Ruf weithin vernehmbar ist, die Stare zeigen sich nicht weniger eifrig, und was das muntere Völkchen der Meisen betrifft, so siedelt und geigt es dort bereits unermüdlich. In diesem Jahre haben wir allerdings bis jetzt nur wenig Anzeichen vom Tatendrang des Frühlings gesehen. Um so größer ist jedoch unsere Erwartungsfreude und unsere frohe Hoffnung. Kalendermäßig tritt der Lenz am 20. März sein Amt an. Wenn er an diesem Tage sein blumengeschmücktes Zepter über unseren Fluren schwingt, dann werden sich hoffentlich schon die zarten grünen Spitzen zeigen. An der Zeit ist es dann eigentlich auch, denn wenige Tage später, am'"94. und 25. März, begehen wir bereits das Osterfest. Ein außerordentlich zeitiges Ostern zwar, doch immerhin das Osterfest, was uns nach bisherigen Ueberlieferungen dazu berechtigt, die Erwartuna zu hegen, daß die Ströme und Bäche „vom Eise befreit". sind „durch des Frühlings holden, belebenden Blick". Die Spruchpeisheit der Bauern wünscht den März sehr gern recht trocken, da ja gewöhnlich die Monate Januak und Februar für genügende Feuchtigkeit gesorgt haben. „Trockener März, nasser April, kühler Mai, fSllt Scheune und Keller und bringt viel Heu." Nisse ist dagegen jetzt keineswegs erwünscht, denn i„auf Märzenregen folgt kein Sommersegen". Wts er uns aber auch bringen mag, eins ist gewi^ mit diesem Monat hat der Winter endgültig aus^espielt, was allein Grund genug ist, sich herzlich züfreuen. H. Sch. Vornotizen lageskalender für Freitag. Populärwilenschaftliche Vorträge der Universität: 20.15 Uhr in Großen Hörsaal des Chemischen Instituts, Profssor Willeke über „Deutsche Arbeitseinsatzpolitik im Kriege". — 20.15 Uhr im Hörsaal des Kunstwisenschaftlichen Instituts, Professor Tellenbach übel „Das dunkle Mittelalter". — Stadttheater: 20 (is 20.30 Uhr „Karl III. und Anna von Oesterreich"^- Gloria-Palast (Seltersweg): „Weltrekord im Äitensprung". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Kriminal-Kommissar Eyck". liHemeiWt M Kraft önrtii Stenöe Spotamt Wetterau. KdF.-Sport! Für F rt u f n : Donner tags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerschute. Für Minner und Frauen: 995D hallenhort (insbesondere Hallenspiele): Donne^tags, 18 bis 19 Uhr, Goetheschute. Htler-Iugend Bann 116. Die letzi Vorstellung des HJ.-Veranstaltungs- werden. Distststunden: Montags, Mittwochs, Frei- Karten noa einmal nach der alten Einteilung von tags von 1 21 Uhr un Trotz der bis 19 Uhr, Donnerstags von 20 bis Samstags von 14.30 bis 15.30 Uhr. euordnung der Gefolgschaften sind die ringes fintit am Sonntag, 10. März, 15 Uhr, statt. Die Karten können ab Montag, 4. März, abgeholt den früher damit beauftragten Geldverwaltern oder Jg. abzuholen. Der Beauftragte für den Deranstaltungsring im Bann Wetterau 116. gez. Willi Reeh. Kameradschaft .Ulrich von Hutten". Am 23. Februar, dem Todestages Horst Wessels, wurde in Frankfurt a. M. der Kameradschaft 2 unserer Gießener Hochschulgruppe des NSDStB. in einer Feierstunde vom Gaustuhentenführer als Vertreter des Reichsstudentenführers der Name „Ullrich von Hutten" verliehen. Damit erhielt diese Kameradschaft als zweite unserer Hochschule (nachdem die Kameradschaft 3 im Juni 1939 den Namen „Admiral Scheer" verliehen bekommen hatte) ihren endgültigen Namen. Als Sparkaffendirektor nach Worms berufen. Der Kreiswirtschaftsberater Rudolf Ernst Lahr, der sich als Kreiswirtschaftsberater im Kreis Wetterau der NSDAP, verdient machte, wurde durch den Gauleiter in das^Amt des Direktors der Be- ^irkssparkafse Worms berufen. Schon vor der Machtübernahme diente er der Partei als Kreisrevisor, wirkte als Politischer Leiter und kannte die Arbeit in der Partei von Grund auf. Rudolf Ernst Lahr ist aus dem Bankfach hervorgegangen. Er hat sein Amt in Worms bereits angetreten. Osterferien in den Schulen vom 20. bis 27. März. * Das Reichserziehungsministerium gibt bekannt, daß die Osterferien 1940 für die Volks-, Mittel- und höheren Schulen verkürzt und einheitlich auf die Zeit vom 20. bis 27. März einschließlich gelegt werden. Der 20. März istcher letzte Schultag. Die Verkürzung der Osterferien ist durch die Einschränkungen und Unterbrechungen des Unterrichts im laufenden Schuljahr erforderlich geworden. 3m Dienst des Winterhilfswerls. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Der Relchskrleger- opferführer Relchshauplamlslelter O b e r lind- ober, der Präsident des Reichsluftfchuhbundes General der Flakartillerie von Schröder und der Reichsbundesleiter des Reichhbundes der kinderreichen Dr. Kaiser haben zur 5. Reichsstrahen- sammlung folgenden Aufruf erlassen: Die RSKOB., der Relchsbund der kinderreichen und der Reichsluftfchuhbund werden sich am 2. und 3. März 1940 bei der 5. Reichsstrahensammlung als Sammler in den Dienst des Winterhllfswerkes stellen. Als Repräsentanten des letzten großen Krieges, als die Hüter des völkischen Lebens und die Träger des großen Selbstschuhzweckes werden sie in treuer Kameradschaft auf allen Straßen und Plätzen den Appell unseres Führers wiederholen. In diesem KWH7V. müssen die Opfer alles bisher Dagewesene übertreffen! Iieichslustschutzbund Hilst sammeln! Wie im vergangenen Jahre so auch in diesem Jahre wurde dem Reichsluftschutzbund in Gemeinschaft mit der NS.-Kriegsopferversoraung und dem Reichsbund der Kinderreichen der ehrenvolle Auf- trag zuteil, die 5. Reichsstraßensammlung am 2. und 3. März 1940 durchzuführen. Der Orts-Kreis- aruppenführer erwartet von allen Amtsträgern, Amtsträgerinnen und Selbstschutzkräften des Kreises Gießen, soweit sie zur Sammlung befohlen sind, daß sie sich restlos für das Gelingen der 5. Reichsstrahensammlung einsetzen. > ** Vortrag Prof. Weitz fällt aus. Der ursprünglich für heute abend vorgesehene Vortrag von Pros. Dr. Weitz „Wie entdeckt man ein chemisches Element" fällt wegen Krankheit des Vortta- genden aus. ' Der Vortrag wird im Sommer gehalten. Die Jagd im März. Wie der wahre Weidmann in diesem Winter immer wieder darauf sann, wie er seinem Wild helfen könne, und das Jagen ganz zurücktrat gegenüber der Wildpflege, so müssen auch im kommenden Frühjahr die Absichten des Hegers darauf gerichtet sein, durch geeignete Maßnahmen die Lücken im Wildbestand leichter schließen zu helfen, die der Winter entstehen ließ. Im Schalenwildrevier kommt es vor allem darauf an, den Bestand für die Abschußfestsetzung richtig zu ermitteln. Es gibt Reviere, in denen sich in normalen Jahren eine Wildzählung satt erübrigt, weil die Erfahrung gezeigt hat, wie hoch der jährliche Abschuß sein darf, ohne den Bestand zu gefährden, oder ihn zu groß werden zu lassen. Dies kann aber nur für Jahre mit normalen Winterabgängen gelten, nicht für solche nach Notwintern. Deshalb kommt es darauf an, daß die Wildzählung besonders genau erfolgt, damit nicht ein zu hoher Abschuß Auswirkungen hat, die in keiner Weise im Interesse des Reviers und eines weidmännisch denkenden Jagdherrn liegen. Derartige Zählungen können nur in möglichst häufigen Reviergängen vorgenommen werden. Es ist ein Unding, einen einigermaßen nennenswerten Rehstand z. B. an einem oder zwei Zähltagen ermitteln zu wollen. Das Rehwild steht gerade im Frühjahr in größeren Sprüngen zusammen, die zu allen Tageszeiten auf Saaten und Wiesen austreten und nun von einem guten Beobachter einwandfrei angesprochen, d. h. gezählt und zergliedert werden können. Er erkennt. diese Sprünge auch wieder, wenn.sie heute vielleicht einmal auf der Nordseite und morgen auf der Südseite eines Feldholzes austreten, und er zählt sie nicht doppelt. Jeder Sprung wird ein- wandfrei im Taschenbuch vermerkt, immer wieder einmal überprüft. Böcke werden mit den hervorstechendsten Merkmalen ihres Gehörns kurz skizziert, durch Farbe oder andere Eigenschaften (lauf- krank z. B.) ausfallende Stücke werden besonders vermerkt, weil sie guten Anhalt zum Wiedererkennen eines Sprunges bieten, und so wird in eingehender Kleinarbeit die Grundlage zu einer wirklichen, von Phantasie nicht getrübten Bestandsaufnahme geschaffen. Gerade in diesem Jahre, in dem viele Jäger unter den Waffen stehen, wird diese Arbeit nicht leicht fallen. Da müssen die Jagdgäste heran unh Helsen, die ja auch da sein wollen, wenn es später an das Schießen der Böcke geht. Jedenfalls darf unter keinen Umständen der Aufbau unserer Wildstände stärker unter den Kriegseinwirkungen leiden, als es unbedingt nötig ist. Das gu erreichen, muß die Ehrenpflicht all derer fein, die ihr Revier wie zuvor noch begehen und besagen dürfen. Der erfahrene Jäger weiß, daß gerade ein längerer Nachwinter sich ost besonders ungünstig auf das Wild auswirkt. Das Füttern wird' meist zu früh eingestellt. Neben der Fütterung kommt im Frühjahr, wenn der Wildkörper durch mancher- lei Vorgänge, wie Bilden des Gehörns, Haarwechsel, Entwicklung des Jungtieres in der mütterlichen Tracht, Umstellung von Trockenäsung des Winters auf zunehmende Frischäsung besonders beansprucht wird, der Hingabe von Salz eine besondere Rolle sei. Sei es nun reines Kochsalz, sei es Salz, dem phosphorsaurer Kalk oder andere Stoffe künstlich bei gemengt sind, jedenfalls nimmt alles Schalenwild Salz gern und oft gierig an, als wenn es instinktiv die günstigen Auswirkungen auf feinen Gesundheitszuftarid empfände. Es ist nur eine geringe Belastung, wenn man an Wechseln oder Fütterungen Lecksteine auslegt, oder wenn man im Rucksack ein paar Pfund Viehsalz mitnimmt, um alte Stubben auf einem Kahlschlag, einer Windfallblöße u. ä. damit zu bestreuen und in eine Stock- sul^e zu verwandeln. Hand in Hand mit solcher Arbeit geht die Reviereinrichtung. Leitern und Hochsitze sind auf ihre Haltbarkeit zu überprüfen, Pirschpfade sind frei zu machen von Laub und Fallholz. Im Feldrevier aber muß in allen unseren Revieren fast ohne Ausnahme die Hauptfrage sein: „Wie schaffe ich Deckung?" Ihre Lösung ist eine der Grundvoraussetzungen für eine erfolgbringende Niederwildhege. Es bedarf nur geringer persönlicher Bemühungen, um an Grabenrändern und um Wasserlöcher Weidenstecklinge zu stecken, Brombeeren aus dem Wald in Kies- oder Sandgruben, auf Halden oder an Feldraine zu verpflanzen. Je mehr solche Schutzanlagen, und seien sie auch klein, das Feld wie ein Netz Überspannen, umso größer ist der Erfolg. Wer daneben Heue Derbraucher-Höchstpreise für Speisekartoffeln. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat für die Abgabe von Speisekartoffeln in den Monaten Februar bis August 1940 neue Höch st preise festgesetzt: Danach gelten für Gießen folgende Sätze: Bei der Abgabe durch den Empfangsverteiler: weiße, rote . blaue Sorten je 50 kg ab Äahnwaggon oder Lager: März/April..........8,30 RM. Mai.............3,40 „ Junt/Juli/August.......3,55 „ frei Lager des Kleinverteilers: . März/Äprll..........3,40 „ Mai.............3,50 „ Juni/Juli/August.......3,65 „ frei Keller des Verbrauchers: MäH/April...........3,60 „ Mai. ... ^........3,70 „ Juni/Juli/Auguft.......3,85 „ gelbe Sorten je 50 kg 3,60 RM. 3,70 „ 3,85 „ 3,70 „ 8,80 „ 3,95 „ 3,90 , 4,— * 4,15 „ Bei der Abgabe durch den Kleinverteiler: ab Verkaufsstelle: März/April..........3,60 „ Mai...... 3,70 „ Juni/Juli/August.......3,85 „ in Mengen von 5 kg an je 5 kg: März/April'..........0,42 „ Mai........ 0,43 „ Juni/Juli/August.......0,45 „ 3,90 „ 4,— „ 4,15. „ 0,45 „ 0,46 „ 0,48 „ Auf dem flachen Lande und in den Orten, in denen ober aus deren näherer Umgebung die Versorgung durch den Erzeuger unmittelbar sichergestellt werden kann, gelten folgende Höchstpreise: Bei Abgabe durch einen etwaigen Empfangs -(Groß-)Verteilet: weiße, rote gelbe blaue Sorten Sorten je 50 kg je 50 kg frei Keller des Verbrauchers: März/April..........3,15 RM. 3,45 RM. Mai.............3,25 „ 3,55 „ Juni/Juli/August.......3,40 „ 3,70 „ Bei der Abgabe durch den Kleinverteiler: ab Verkaufsstelle: März/April..........3,15 „ 3,45 „ Mai.,.....,.......3,25 „ 3,55 „ Juni/Juli/August.......3,40 „ 3,70 „ von 5 kg an je 5 kg: März/April..........0,38 „ 0,41 , Mai.............0,39 „ 0,42 „ Juni/Juli/August.......0,40 „ 0,43 „ Bei Lieferung vom Erzeuger an den Verbraucher frei Keller, d. h. einschl. Verlesen, Anfuhr, Abladen und Verbringen in den Keller und im örtlichen Marktverkehr, gelten folgende Preise: weiße, rote gelbe blaue Sorten Sorten je 50 kg je 50 kg In Gießen: März/April..........3,30 RM. 3,60 RM. Mai.............3,40 „ 3,70 „ Juni/Juli/August.......3,55 „ 3,85 „ In den ländlichen Orten: März/AprU..........3,15 „ 3,45 . Mai.............3,25 „ 8,55 „ Juni/Juli/August.......3,40 „ 3,70 „ Soweit der Verbraucher die Kartoffeln beim Erzeuger abholt: März/April..........2,80 RM. 3,10 RM. Mai.............2,90 „ 3,20 „ Juni/Juli/August.......3,05 „ 8,35 „ größere Schutzgehölze für Voaelwelt und Niederwild schaffen kann, wird noch mehr Freude am Erfolg seiner Arbeit erleben. Die Anlage und Ausstellung von Wildäckern ist vorzubereiten. Daneben kommt es darauf an, die Feinde der Niederjagd kurzzuhalten, die aerobe in der deckungsarmen Zeit besonders gefährlich werden. In jeder Remise, in Durchlässe und Steinhaufen gehören Kastenfallen für Wiesel und Katzen. Den Krähen und Elstern ist mit allen Mitteln nachzustellen. Neben Abschuß und Zerstören der Nester, wenn später die Brutzeit beginnt stehen, nach den Anzeigen in der Iagdpresse zu schließen, auch in diesem Jahre wieder künstliche Gifteier zur Verfügung, die immer den sichersten Erfolg versprechen. Alle diese Maßnahmen der Wildhege und ÄZild- pflege lassen das eigentliche Jagen stark in den Hintergrund treten. Das meiste Wild hat sowieso schon längst Schonzeit, damit es seine Jungen ungestört großziehen kann. Ab Monatsmitte haben Schn eil glatte Haut 2 Spröde, rissige Haut ist häßlich und schmerzhaft. Abends und nach dem Waschen gut mit Nivea eincremen - schnell wird die Haut dann wieder glatt und geschmeidig. Dosen und Tuben: 22 bis 90 Pfennig -^euzerith^iTIgjiautverwäKdf foman von Frank F. Braun ^pyright by Deutscher Verlag, Berlin 28 Fortsetzhg (Nachdruck verboten!) Friedel ?rber wartete vor dem Bühnenausgang. lenken, sie habe die Verabredung ver- Hut schief ins Gesicht gezogen, sah er gessen. Eir und wollt« nur i Er hakte sie ein. ihren Arm. „Ich hatte in der Pause als er hevuskam, den Kragen geklappt, Sn 5...... ~ wird michzum Winter ganz groß herausbringen." Ihr Au tat schon weh. „Herrlich, Otto-Erich", sagte sie. eine Untetebung mit dem Direktor", berichtete er und strahl, „er machte mir große Hoffnungen, was die Neubqtzung des nächsten Stückes betrifft. Man Dem Abtestngsleiter, der mit ihr heute abend den Kinobefuch^eplant hatte, war sie einfach entwischt. Mochte erb......... paar ganz junge Mädchen standen da vielleicht Otto-Erich Hegg sehen. Aber skam, den Kragen des Mantels hoch- Er nickt ,Jst dein Vater gekommen? ,Nein, kommen m. „Nein, ir erwarten ihn heute. Das heißt, es ist ja schon hlb eins, also gestern abend wird er ge- dem .", er beendete seinen Satz nicht und sah für den „Dann war bunf Mund fai Dort d > ben, dachte sie, auf der anderen Seite, lettelmannstraße. Hier in dieser Gegend ill ich morgen früh mit ihm reden." Es in der Straße. Er bog sie sich zu. Ihr ihm als Antwort entgegen. alles abgespielt. Plötzlich war sie es, die fester an Otto-Erich Hegg preßte. „Du", ,3a, hast du mich am Ende örber gehalten?" läuft die hat sich b ihren An sagte sie!nb wagte nicht zu ihm "aufzusehen, aus- Angst, er inne in ihrem Gesicht lesen, „bist bu vorgestern bien Weg gegangen, als bu zu ihm gingst?" ' nr ber Meinung, als bu mir gestern vor loniiissar aus ber Patsche halfst, bu wolltest mir Helfeiglaubtest aber, ich sei wirklich spazieren gegangenlWenn bu annahmst, ich sei bei Carlotti gewesen ’ sie kopfscittelnb an. „Ich weiß es nicht", sagte Friebel. „Für ben Märber bestimmt nicht, aber ich fürchtete, bu seiest irgenbroie in die Geschichte verwickelt. Ich fühlte, ich mußte bich retten." Sie gingen auf ber linken Seite ber Nettelmann- straße. „Dort brüben", sagte er, „hunbert Meter weiter hin, ist ber Laben. Hier bin ich auf unb ab gegangen. Wut, Zorn unb Schmerz im Herzen, Enttäuschung unb falschen Stolz. Ich sage bir bas alles ehrlich, Friebel, benn es ist vorbei unb gewesen. Ich ging um neun Uhr zu Ludwig Carlotti unb wollte ihn zur Rebe stellen. Ich überlegte, was ich ihm sagen wollte, damit er mir um diese Abendstunde überhaupt die Tür öffnete, ich suchte ein paar passende Sätze unb fanb sie nicht. Ich war zu erregt auf ben Mann, weil Jwanka ihn mir vorzog. Ich rauchte eine Zigarette, um mich zu beruhigen, bann noch eine. Es waren die Stummel, bie ber Kommissar vor ber Tür fanb. Die britte warf ich weg, faßte JDlut, pochte an unb — ba bie Tür nicht verschlossen war, trat ich ein. Lubwig Carlotti war überrascht. Möglicherweise hielt er mich für einen Einbrecher. Er griff nach einem Revolver, aber ich kam ihm zuvor, faßte in bie Tasche und zog meine Waffe mit ben Platzpatronen. Ich wollte nicht schießen, es hätte im Ernstfall ja auch keinen Sinn gehabt. Ich wollte nur eine Unterrebung burchsetzen. Unb bas gelang mir auch. Carlotti bot mir sogar Platz an. Als ich ben Namen Jwanka Gospik nannte, erschrak er. Er bat mich sofort, bavon zu schweigen. Ich sagte ihm, was ich von ihm wollte. Seinen Verzicht auf bas Mäbchen, freie Bahn für mich. Er schaute mich verwundert an. Ich kenne das Fräulein gar nicht, sagte er. Sie sind offenbar an bie falsche Adresse geraten. Hier ist ein Brief, sagte ich, ben Sie Jwanka geschrieben haben: unb ich zeigte ihm bas Schreiben. Mittlerweile habe ich es vernichtet. Da gab er es auf. Also gut, sagte er kurzatmig. Sie lieben Jwanka, Sie sinb sich mit Jwanka einig? Ja, sagte ich, Jwanka wagt Ihnen bas nur nicht einzugestehen. Er lächelte. Ich verstaub das nicht. Ich habe es ihr verboten, sagte er, aber schließlich, einmal muß sie ja mit ber Wahrheit boch herauskommen. Plötzlich gab er sich einen Ruck. Es ist gut, Herr Hegg, sagte er unb hielt mir bie Hanb hin. Es geht alles in Drbnung, machen Sie sich heute nacht keine Sorgen mehr. Seien Sie morgen mittag, sagen wir um zwölf Uhr, bei Jwanka. Ich war braußen auf bem Hof, bevor ich mich recht besonnen hatte. Im Torweg begegneten mir zwei Männer. Der eine hatte ein schiefes Gesicht unb feine eine Backe war von einem Muttermal entstellt. Der anbere war ein Auslänber. Ich fuhr nach Hause. Aber viele Gedanken plagten mich.- Ich machte einen langen Umweg. Insofern habe ich dön Kommissar gar nicht angelogen, als ich ihm sagte, ich sei spazieren gegangen." Er unterbrach sich, packte Friedels Arm, baß sie schmerzhaft zufammenzuckte und blieb stehen, als tue sich ein Abgrund vor ihm auf. „Was ist benn, was hast bu?" „Still!" Er zerrte sie in eine Mauernische. „Siehst bu ba brüben ben Mann?" „Ja. Was hat er benn? Er schleicht wie eine Katze an ben Hausmauern entlang, als wollte er nicht gesehen werben." Der Mann auf ber anberen Straßenseite blieb im Schatten eines Hausvorsprungs stehen. Er warf einen mißtrauischen, sichernben Blick zu bem jungen Paar hinüber. „Küss' mich", flüsterte Otto-Erich Hegg, „umarmen wir uns, Friebel, bann hält er uns für ein Liebespaar. Liebespaare sinb immer harmlos." Der Mann sah bie Umarmung, er schlich weiter. Sein Gesicht würbe einen Augenblick vom gelblichen Licht einer Laterne erhellt. Er lächelte zufrieben. Die beiben ba drüben waren keine Gefahr für ihn. Er betrat den Torweg des Hauses Nummer 10. Die Dunkelheit schluckte ihn. Er war plötzlich von ber Straße verschwunben. Otto-Erich Hegg machte sich los. „Ich muß sehen, wo ber Mann bleibt." Sie huschten über ben Fahrweg. „Aber warum eigentlich?" fragte Friedel. „Was ist mit bem Mann?" Ihre Ahnung griff feiner Antwort voraus. „Ist es einer von den beiden, die vorgestern zu Ludwig Carlotti wollten, als du von ihm weg- gingft?" „Ja", sagte Otto-Erich Hegg, „ich habe ihn deutlich erkannt. Es ist ber Auslänber." Nebeneinanber, wie zwei Schatten, huschten sie in ben Torweg. Er hätte ruhig früher kommen können. Kommissar Kybanber hatte schon mit Dunkelwerben seinen Posten bezogen. Er saß am Schreibtisch Lubwig Carlottis. Der Raum und der Laden lagen dunkel. Kybander faß ganz still. Möbel knacken, Tapeten knistern, hinter Balken rieselt der Kalk ober ein Holzwurm klopft in der Truhe. Wer schreckhaft ist, glaubt, wenn er nachts aufwacht unb horchend liegen bleibt, daß Einbrecher am Werke sind. Oder Geister. Kybander glaubte nicht an Svuk ober Geister. Unb ein Einbrecher wäre ihm geraoezu willkommen gewesen! Auf einen Einbrecher wartete er, und wenn 9er Mann nicht kam, fiel feine ganze schöne Theorie ins Wasser, unb Kriminalrat von Karmin würde ihn auslachen. Von einer Turmuhr schlug es Mitternacht. Er horchte ben Schlägen nach. Geisterstunde. Er stand lautlos auf. Er hatte ein Geräusch gehört. Jemand war auf dem Hof und näherte sich dem Fenster. Während er gespannt horchte, frohlockte er im Innern. Er behielt also recht. Da war ber Mann, ber ben Einbruch versuchte. Kybanber wich schnell in ben Hintergrund) des Ladens zurück. Er wollte bem Mann Spielraum geben. Seine Hand lag am Lichtschalter. Er verfolgte aufmerksam und hellwach bie Geräusche. Der Mann hatte sich bie kleine obere Scheibe ausgesucht. Die beiben eigentlichen Fensterflügel waren burch Holzläben gesichert. Er begann seine Arbeit. Grüne Seife ober Teer. Alte Schule, wußte Kybander sofort. Immerhin, der Mann ging recht geschickt vor. Ein leises Knacken. Die Scheibe war eingedrückt. Der Mann ließ sich lautlos vom Fenstersims zu Boden gleiten. Eine Taschenlampe flammte auf. Ihr Slrahl fiel auf ben Schreibtisch. Da ftanb ber geschnitzte Kasten mit bem Bubdha. Kybanber hatte nichts oeränbert. Die Perlenkette lag an Ort unb Stelle neben bem Aschenbecher, bas Buch war aus- geschlagen, wie Ludwig Carlotti es zurückgelassen hatte. Der Lichtstrahl zitterte. Er verweilte auf ber Perlenkette. Eine Hanb kam aus bem Dunkel, eine braune, nackte Männerbanb. Sie griff ruckartig zu und packte bie Kette. Der Lichtstrahl wich ab, er huschte, wahrscheinlich zufällig zur Wanb, glitt ba entlang unb traf Kybander voll ins Gesicht. Er war ben Bruchteil einer Sekunbe geblendet, aber feine Hanb lag am Schalter. Er ließ sofort bas große Deckenlicht aufleuchten. (Fortsetzung folgt) Wilhelm Göbel, Schmiedemeister im Alter von 55 Jahren. Treis a. d. Lumda, den 28. Februar 1940. 1024V Heute abend entschlief nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater Die Beerdigung findet am Samstag, dem 2. März, nachmittags 4 Uhr statt. In tiefer Trauer: Marie Göbel Wwe. nebst Kindern. keit abberufen. 1025V In tiefer Trauer: . Marie Lauz, geb. Vogel nebst Angehörigen. von seinem schweren Leiden im Alter von 61 Jahren in die Ewig Ruttershausen, Frankfurt a. M., Lollar, Magdeburg, Wißmar, den 28. Februar 1940. Die Beerdigung findet Samstag, den 2. März, nachmittags 4 Uhr statt. Mittwoch abend 8 Uhr wurde mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Lauz W Gtrickausträge (mit Ausnahme für Soldaten) können vom 1. Avril ab erst wieder angenommen werden. Geschäftszeit 9-12 u. 2-5 Uhr. Stvickevei Neck Neustadt 45. 072a Suche bald oder später His HIob-Miiiiii mit Bad. Ruhige Dauermieter. Schriftl. Angebote unter 0727 an denGiehenerAnzeigererbet. Oie glückliche Geburt ihrer Tochter Friederike .zeigen hocherfreut an Frau £ony Bernhard geb. Gräfin Ludolf Professor Or. Friedrich Bernhard lm Felde Gießen, den 27. Februar 1940 z. Z. Univ.-Frauenklinik 1030V 2 Hilfskräfte möglichst kaufmänrisch vorgebildet, gesucht. 1019D Kasse ILudwigs-Dnivesitäl Gießen Bismarckstratz 22. geben. E- ersten bTefe 'greife ba'rf iDtittfteb Kar! Sonntag ist in Marburg ein AussckMungÄurnen und 10 Enkelkinder. 0723 Nachdruck verboten Ohne Gewahr 28. Februar 1940 1. Ziehungstag In der Vormittagsziehung wurden gezogen stens bestraft. 1022V Philipp LuhVIIL, Landwirt Großen-Linden, Unter-Seibertenrod, den 28. Februar 1940. Die Beerdigung findet Samstag, 2. März, nachm. 3 Uhr statt. 1021V Au» 2135 Kaufgesuche Kreisdienststelle Wetterau Eintrittspreise: 0.75, 1.05, 1.25 und 1.75 RM. I02«v GROSS-VARIETE Hietgesuche EinM Ehepaar sucht Gießen bei. ioisD Montag, den 4. März 1940, 20 Uhr, im Gloria-Palast Der heutigen Ausgabe liegt ein Werbeblatt der Bezirkssvarkasse Familie Familie Familie Familie 186381 230242 290455 346519 196115 286403 159176 87932 116941 141869 155331 176070 214001 233650 270649 299185 323762 347200 367493 Ernst Baums Karl Weber Emil Noll Adolf Weber Heute entschlief sanft und unerwartet nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Großvater, Urgroßvater und Onkel Familie Wilhelm Weber Familie Wilhelm Kraemer - Familie Fritz Weber Familie Karl Velke Gießen (Lieber Straße 7, z.Z. im Felde), den 29. Februar 1940. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 4. März, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 3 l 3 ( 3 ( 6 c 12 ( 39 ( 216421 397432 Gießen (Schützenstr. 62), Frankfurt a. M., 1. März 1940. 0722 Für die herzliche Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Oma sagen wir allen hiermit herzlichen Dank Tobias Heck und Frau’ Maria Heck, Enkelin. Die Landesfachgruppe Ausstellungs-Geflügelzüchter hat nachträglich noch an zwei Aussteller der allgemeinen Geflügelschau, die im Januar in Gießen- Klein-Linden abgehalten worden war, zwei Ehren- prei e der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ver- Der Gau Hessen bereitet sich sorgfältig auf den Gruppenkampf zur Deutschen Mannschafts-Meisterschaft im Geräteturnen zwischen den Gauen Hessen, Südwest, Bayern und Ostmark am Karfreitag, 22. März, in Mainz vor. Für den kommenden Gewinne zu 40000 RM. Gewinne zu 10000 RM. Gewinne zu 5000 RM. Gewinne zu 4000 RM. Gewinne zu 3000 RM. Gewinne zu 2000 RM. I 266842 272668 295165 Stoll des Geflügelzuchtoereins Lang-Göns auf einen Stamm Rhodeländer und das Mitglied des hiesigen Vereins Hermann Rau auf einen Stamm weiße Leghorn. r , . Dieser Tage wurde die Untersuchung der Schulneulinge durch den Amtsarzt vorgenommen. Danach werden 30 Kinder den ersten Weg zur Schule antreten. Schr. Ang. unt. 0726 a. d.G. A. geplant, dessen Leistungsergebnisse maßgebend sind für die Aufstellung der hessischen Riege. Eingeladen wurden: Fink, Gergs, Sieger, Brundaler, Manns, Meß Schiebeler, Beyer, Pagel, Etzel, Wedekind (alle Kassel), Schöneich (Erbach), Kaiser (Gießen), Bett in (Wieseck), Seth (Großen-Linden), Fluck (Limburg), Krack (Homburg-Kirdorf), Kreckel (Kirberg), Herbert (Gießen). Die tage im heimischen Handtall. Die Vereine.und Gemeinschaften werden, soweit sie dazu vom personellen Standpunkt aus in der Lage sind, demnächst mit frischem Elan an die Arbeit gehen und auch von ihrer Seite aus alles tun, um die Rückstände aufzuholen. Schließlich müssen ja auch die Kriegsmeisterschaften einmal unter Dach und Fach kommen, zumal weitere Aufgaben zu lösen sind. . Gewiß wird es auch diesmal wieder Schwierigkeiten geben. Die Reihen der Spieler sind gelichtet. Weil aber alle Vereine unter den gleichen Nöten zu leiden haben, besteht kein Unterschied und auch kein Grund, deswegen die Segel zu streichen. Wir haben die Gewißheit, daß sich die Zeiten wieder ändern werden und daß dann auch das sportliche Leben wieder in neue Bahnen gelenkt wird. Für alle aber, die'auch während des Krieges durchgestanden haben, wird es pon Vorteil sein, und gern wird man sich der Zeit erinnern, die wie keine andere in der Lage war, als eine Bewährungsprobe erster Ordnung zu gelten. Wenn, zunächst nur die Gauklasse in Erscheinung trat, so wissen wir, daß die Kreisklasse schon in allernächster Zeit eingeschaltet wird. (Die Jugend ist ja schon dabei, ihren Meister zu ermitteln.) Es gilt deshalb für die Vereinsspielwarte, schon jetzt die , Gewinnauszug 5. Klasse 2. Deutsche Reichslotterie G. A.-Sport. Plakette für das Lasketball-Turnier. Das in der Vorschau als unbestimmt angesetzte Spiel der beiden Frauenmannschaften des VfB.- Reichsbahn und des Mtv. Gießen kommt bestimmt zur Durchführung. Obwohl die Spielerinnen bisher noch keine Trainingsmöglichkeiten hatten, werden sie sich doch bemühen, ein ansprechendes Spiel zu zeigen. Es kommt bei diesem Spiel weniger auf den Ausgang an, als vielmehr darauf, zu zeigen, daß Basketball auch für Frauen und Mädchen geeignet erscheint. Die Ortsgruppe Gießen des NSRL. hat für den Sieger des Männerturniers als Ansporn und Belohnung eine schöne Plakette zur Verfügung gestellt. Ausscheidungsturnen in Marburg. Zur Bildung einer hessischen Mannschaft. unter Mitwirkung von: Dr. Franz Bott, Ansage und Heiteres, Raimonda- Ballett, 3 Skatts, komischer Rollschuhakt, 4 Meloros, Gesangsquartett u. a. m. Eintrittspreise 0.80, 1.—, 1.20, 1.50 und 2.— RM. Karten im Vorverkauf bei der Karten Verkaufsstelle, Seltersweg 60 Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der’ * Brühl'schen Druckerei Wehrersatz-JnsPiktionKassel Gruppe L. öescnansorucKsaclien Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr. 7 Morgen 20,30 U. Kameradschafts- ahpnrl Hessi- auullll scheu Hof. ArtiHeristen- Kameradschaft 1895. 1027D noblauci-Beeren „Immer jünger" machen fro. und frischt Sie enthalt die wirksamen Bestandteile des reinen unverfälschten Knoblauchs in leicht lösliner. gut ver- daulicer Form. n d gegen: werter möglichst bald gesucht. Preisangeb. unt. 0724 a. d. G. A. Die Deutsche Arbeitsfront M NSG „Kraft durch Freude“ hohen Blutdruck. Mgen-, Darm- Störungen, Alterseschein ungen, Stoffwechselbesc werden. Geschmack- und ^eruchfret Monatspackun; L— Achten Sie auf die grünveiße Packung! Drog. Winterhoff, Keuzplatz 10; Drog. C. Seibel, Fraikf. Str. 39; Drog. E. Karn, Schustr. 430 v Löwen-Drog. W. Killinger Nachf. Drog. Bornemann, Bhnhofstr.17 Drog Aug. Noll, Bhnhofstr. 53 notwendigen Vorbereitungen zu treffen, um eben sofort mit dem nötigen Elan einspringen zu können. Die Gauklasse beginnt am 10. März d. I. mit der Abwicklung der restlichen Spiele. Die ersten Spiele: Tv. Garbenheim — To. Holzheim. Tv. Hochelheim — Tv. Katzenfurt. Mtv. Gießen — Tv. Lützellinden. Seutsche Boxer 'n Dresden 12 : 4 geschlagen. Die italienischen Amateurboxer, die am Sonntag in der Berliner Deutschlandhalle gegen die deutsche Staffel im 8. Länderkampf mit 11:5 Punkten unterlagen, kamen am Dienstagabend in Dresden vor 5000 Zuschauern gegen eine zweite deutsche Auswahl zu einem überlegenen Sieg von 12:4 Punkten. Don den Nachwuchsboxern In der deutschen Mannschaft konnte sich nur der Augsburger Federgewichtler Hirsch durchsetzen. Den zweiten deutschen Sieg errang der frühere Mittelgewichtsmeister Baumgarten. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 1. März. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Großvieh und der Nebenmarkt für Kälber und Schweine war ausreichend beschickt. Das gesamte Vieh wurde zu folgenden Preisen zugeteilt: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 27 bis 45,50, Kälber 28 bis ^5, Hämmel 30 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,50 bis 55,50 RM. Herren- od. Damenrad gebraucht, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0725 a. d. A. G. 5-Ring-Veranstaltung Cavalleria rusticana Der Bajazzo 20-22.30 Uhr 22. Freag-Miete Karl III. uid Anna von Oestrreich Lustspiel von M. Ijssner. Musik von H. Römer. Spielleitung: Hans Al, Schewe. Preise: RM. 0.60 bis .10. 877d ÄuwuN Auf Grund des Reichsleistungs- gesetzes § 3 haben diejenigen Kfz." Halter, die ein noch nicht zum Verkehr zugelasfenes, d. h. mit amtlichen Kennzeichen noch nicht versehenes Nutz-Kfz. (Lkw. einschl. Dreirad und Lieferwagen, Kraftomnibus, Zugmachine, vorhandene Anhänger sir.d ebenfalls anzugeben) besitzen, dieses an die zuständige Mehrer atz-Inspektion, Kassel, Gruppe K, Hohenzollern- stratze 106, zu melden. Dabei sind anzugeben: Tag ter Lieferung, Baujahr des Kfz., Angabe des Fabrikats, der Type und der Nutzlast, bereift oder nicit bereift und Standort des Kfz. De Meldungen sind spätestens bis zi,m 10. 3.1940 an die W. E. I. abzugeben. Zuwiderhandlungen werden nach den Bestimmungen des Gesetzes schärf- 129 Gewinne zu 1000 RM. 80047 120567 126604 133621 auch führende weibliche Stücke von sonst nicht geschützten Wildarten, wie Schwarzwild, Fuchs und Iltis, Anspruch auf einen unserem inneren Gefühl entspringenden Schutz, den der Gesetzgeber auch sichergestellt hat. Und doch gibt es eine Jagd, die den Jagdmonat März kennzeichnet: der S ch n e p f e n st r i ch. Wenn im Bergwald der Seidelbast duftet, die ersten Schlüsselblumen vorsichtig zum Licht drängen, der Waldmeister aus dem Buchenlaub lugt, der Waldboden riecht, dann streicht im Dämmern des März- abends/» wenn Drossel und Rotkehlchen ihr Abendlied zu Ende bringen, der Frühlingskünder des Jägers, die Waldschnepfe, und alljährlich lockt ihr Kommen jeden Abend viele deutsche Jager hinaus dorthin, wo überm jungen' Holz „der Schneps" zu streichen pflegt. Ist es neben dem Suchen nach Aesungsplatzen die Liebe, die das Streichen des „Vogels mit dem langen Gesicht" auslöst, so erfüllt auch des R i n g e l- taub e r s kleines Herz die gleiche Naturgewalt, wenn er auf höchster Fichtenspitze ruft. Für den Jäger wird er dann gern zum Ersatz für den großen Hahn, der bald im Bergwald balzen wird, und er sucht ihn anzuspringen und herunterzuholen von seinem luftigen Sitz. , So kommt auch der Jäger im Weidmann neben dem Heger nicht vollkommen zu kurz. Hubertus. Giehen-Klein-Linden. Heute morgen verschied plötzlich und unerwartet unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Wilhelmine Weber Ww., geb. Becker im 76. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Tüchtiges Mädel für mein. Haushalt gesucht. io2sD Frau Nennstiel, Gartenstraße 10 | Verkäufe | Fast neue graue Krimmerjacke Gr. 44, 1 Paar neue Kinder-Halbschuhe braun, Gr. 35, zu verkaufen. 1O2oD Wiesenstr. 1 I. 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