FreitagSI. Oktober 1902 152, Jahrgang Zweites Blatt. Nie heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten Nr. 25« liiertet tSgltch außer SonnlagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »elfischen Landwirt die Siegener Kamillen« blätter viermal in der Woche beigelegt Rotattonflbrucf u, Verlag der Brü h l'schen Univers.-Buch- u. Stein- brudotet (Pietsch Erben) NeLaklion, Crpebttton und Druckerei: Gchulftratze 7. ttbtefle sür Depeschenr Anzeiger Gießen. FernjprechanschlußNr.bl. Politische Tagesschau. Keine Wehrstener. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter unterm 30. Oktober: Je naher der Termin der Einbringung des Deutsches Keich. Berlin, 30. Dft Der Kaiser hatte sich für heute abend bei dem Staatssekretär v. R i ch t h o f e n zum Liner Parlamentarisches. In Worms ist in einer nationalliberalen Dersamm- lung dem Abg. Frhrn. v. Heyl zu Herrnsheim von dem Einberufer der Versammlung vorgestellt, er möge in Anbetracht der großen Agitation, die bei einer Neuwahl zu befürchten sei, seinen Einfluß im Reichstag dahin geltend machen, daß man sich mit der Regierung einige, damit das Gesetz unter Lach und Fach käme und wieder Ruhe im Reiche eintrete. In einer längeren Rede legte Freiherrn v. Heyl daraus dar, aus welchen Gründen es unmöglich sei, auf den vorgetragenen Wunsch einzugehen, wobei er seinen bekannten Standpunkt wieder präzisierte. schreibt _ _ Et aEA rückt," desto eifriger sind die „Steuersucher" an der Arbeit. Bier und Tabak werden bekanntlich seit geraumer Zeit als reif für die Besteuerung „verdächtigt". Jetzt wollen besonders „feinhörige" Politiker in Erfahrung gebracht haben, daß die Reichsfinanzverwaltung dem Projekt einer Wehrsteuer näher getreten ist. Aus Grund von Erkundigungen an unterrichteter Stelle kann demgegenüber mitgeteilt werden, daß die Absicht, dem Reichstage eine Wehrsteuervorlage zu unterbreiten, nicht besteht. Hierbei ist in erster Linie bestimmend, daß solche Vorlage in diesem Reichstag keine Mehrheit finden würde. Tann wird aber auch die Ergiebigkeit der Wehrsteuer — ein hoch bemessener Satz verbietet sich schon aus sozialen Gründen — nicht derart eingeschätzt, daß sie zur Deckung des vom Schatz- sekretär bekanntlich auf 150 Millionen Mark bezifferten Defizits in Frage kommen könnte. Wenn auch manches zu Gunsten einer Wehrsteuer sprechen mag — in Bayern und Württemberg bestand sie zeitweilig vor Gründung des Reichs —, gegenwärtig bleibt dieses Projekt außer Betracht. Jndustriezölle einverstanden erklärt hat oder noch erklärt. Der Eisenzoll bleibt jedenfalls bestehen. Wenn die Vertreter des „Bundes der Landwirte" im Reichstag dagegen timmen, so fällt das nicht ins Gewicht. Manches deutet hitauf hin, daß außerhalb des Zolltarifs ein Ausgleich gefunden worden ist in der Art, daß der Landwirtschaft eine „beruhigende" Berücksichtigung und Fürsorge zugestanden ist. Dadurch soll dann das „Gleichgewicht" zwischen Industrie und Landwirtschaft hergestellt werden. Tie „Voss. Zta." meint, auch wenn die Einigung erfolgt, habe das Zollschifflein noch nicht alle Klippen umschifft; es gebe im Zollgesetz noch eine Menge Bestimmungen, die zwischen Mehrheit und Regierung streitig sind. Nun, in )em Augenblick sind diese Disferenzpunkte aus der Welt geschafft, wo die Vereinbarung perfekt ist. Es liegt auf der Hand, daß Graf Bülow nicht sich die Mühe nimmt, die Steine des Anstoßes aus dem Wege zu räumen, um nachher „über Zwirnsfäden zu stolpern". Die Wahrscheinlichkeit pricht dafür, daß jeglicher Gegenstand der Meinungsver- chiedenhcit in den Konferenzen mit den parlamentarischen Vertrauensmännern erörtert worden ist. Was hier in Frage kam, das ließ sich sehr einfach durch diejenigen Beschlüsse der Zollkommission feststellen, gegen die seitens der Regierungsvertreter bereits Einspruch erhoben worden war. Skeptiker verwiesen auf die Ausdehnung der Zolltarifvorlage, es könne kommen, daß auch, wenn das Kompromiß fertig ist, der Tarif nicht fertig wird. Mer wie war es denn beim Bürgerlichen Gesetzbuch, das doch ein ganz anderes „Monstrum" darstellt? Sowie die Bedenken des Zentrums überwunden waren, wickelte sich die Beratung und Abstimmung in der raschesten Weise ab. Freilich, in diesem Falle bleibt noch die Gefahr der „Obstruktion" bestehen. Alber auch darüber wird man hinauskommen, wenn es nicht anders ist, mit Diäten zur Sicherung eines dauernd beschlußfähigen Hauses. Heute hatte der Reichskanzler eine mehr als anderthalbstündige Unterredung mit dem Kaiser. Man geht kaum fehl in der Annahme, daß die Mittel und Wege, den Zolltarif zur Erledigung zu bringen, den Anlaß zu diesen wiederholten Vorträgen bilden. Der spanische Ministerpräsident Sagasta hat mir dem verstorbenen Li-Hung-Tschang eins gemein: er ist gleich jenem ein Spezialist in politischen Erkrankungen. Was der Ritter des Ordens der gelben Reitjacke während der chinesischen Wirren in dieser Hinsicht leistete, dürfte noch in Erinnerung sein. Ll-Huwg-Tschang nahm bekanntlich keinen Anstand, sich wiederholt als „gestorben" ausrufen zu lassen, wenn das politische Geduldspiel zwischen den Diplomaten des Westens und des Ostens ihm diesen Trie als nutzbringend erscheinen ließ. Ganz so radikal verfährt nun zwar Sagasta nicht, aber er bekundet eine auffällige Neigung zu Erkrankungen, wenn innerpolitische Verwicklungen sich ankündigen, oder wenn es ihm aus anderen Gründen geraten erscheint, sich im Hintergrund zu halten. So verurtellt sich auch gegenwärtig wieder Sagasta „aus Gesundheitsrücksichten" zu Zimmerarrest, es dem Minister des Inneren Moret überlassend, sich mit dem Parlament „herumzuschlagen". Spanische Politiker glauben, Sagasta wolle durch seine „Krankheit" dem Minister Moretden Weg ebnen zur Führerschaft über die Liberalen, damit im Falle seines, Sagastas, Rücktritt vom Ministerpräsidium die liberale Partei am Ruder bleibe. Ob dies ein Segen für das Land sein würde, darf freilich bezweifelt werden. Tie politische Bilanz des Regiments Sagasta schließt mit einem sehr erheblichen Defizit ab. Auch Minister Moret ist den staatsmännischen Befähigungsnachweis noch schuldig. Freilich erweist auch die Garnitur von Staatsmännern, die sich aus dem konservativen Lager beziehen ließe, keinen Namen auf, an den Hoffnungen hinsichtlich der Zukunft Spaniens geknüpft werden könnten. Auch von diesem würde wohl jeder seine ins Kleinliche gehende „Spezialität" holen. Andererseits erscheint die Spezialität Sagastas, bei ernsten, die Thatkraft eines Mannes erheischenden Situationen in „Krankheit" zu verfallen, am verhängnisvollsten für das Land. Se.stüvdlgung in Sichl! Aus Berlin, 30. Oktober, wird uns geschrieben: Daß eine Verständigung zwischen den Mehrheitsparteien And der Regierung über den Zolltarif m Sicht ist, wird nunmehr auch von denjenigen zugegeben, die nach den Ge- treidezoll-Beschlüsf en zweiter Lesung die Vorlage als endgiltia gescheitert betrachteten. Wir waren, gestützt auf zuverlässige Erkundigungen, in der Lage, bereits zu Beginn der parlamentarischen Verhandlungen barauf hin- zuweisen, daß vertrauliche Konferenzen mit den führenden Personen stattfänden, und daß diese Konferenzen die Situation nicht so hoffnungslos erscheinen ließen, wie sie zu dieser Zeit überwiegend geschillert wurde. Es hat natürlich, wie bei allen derartigen Verhandlungen, auch Stadien gegeben, in denen eine Häufung der Sa-wiengkeiten eintrat; aber man kam doch nicht an den kritischen Punkt, von Abbruch der Unterhandlungen zu sprechen. Was nun »ur Vereinbarung gelangt oder der Vereinbarung nahe ist, das wird sich vo7aussichtlich bald Herausstellen. Ä bande der Großherzoglichen Division geschiedenen Offizieren ist verliehen worden: das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Major v. Wachter, Eisenbahn-Linien-Kommissar im Ge- neralstabe der Armee, seither a la suite des 4. Großh. Infanterieregiments (Prinz Karl) Nr. 118- das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Major Grafen v. Schweinitz und Krain Frhrn. v. Kauder, Mjutanten der Inspektion der Feldartillerie, sellher a la suite des 1. Gr- Fell-Artillerieregiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Korps), dem Hauptmann v. Kl ein sch mit, Adjutanten der 31. Division, seither im Jnfanterie-Leib-Regiment Großherzogin (3. Großh. Hessisches) Nr. 117, dem Hauptmann a. D. Metzle, seither bei demselben Regiment, dem Hauptmann T h o r b e ck, Mitglied der Gewehr-Prüfungs-Kommission, seither a la suite des 5. Großh. Infanterieregiments Nr. 168, dem Hauptmann Frhrn. Schenck zu Schweins- berg im Großen Generalstabe, seither a la suite des 1. Großh. Jnfanterie-(Leibgarde-)Regiments Nr. 115 und dem Frhrn. o. Wangenheim, Adjutanten der 21. Fell- Artillerie-Brigade, sellher im 2. Großh. Feld-Artillerieregiment Nr. 61; daS Ritterkreuz 2. Maste desselben Ordens: dem Rittmeister M e i st e r, Oberquartiermeister-Adjutanten, sellher im 2. Großh. Tragonerregiment (Leib-Dragonerregi- ungesagt. An dem Tiner nahm u. a. aüch der Reichskanzler Gras Bülow teil. — Ter englische Botschafter am hiesigen Hofe Sir Frank Lascelles begiebt sich am Samstag nach London, um während des Besuches Kaiser Wilhelms in England zugegen zu sein. — Tie Nachricht, daß der gegenwärtige preußische Ge- andte in München, Graf v. Monts, als Nachfolger des Fürsten Eulenburg, auf dem Posten des deutschen Botschafters in Wien ausersehen fei, wird in wohlunterrichteten Münchener Kreisen mit dem Beifügen bestätigt, daß der jüngste Münchener Aufenthalt des preußischen Gesandten in Weimar, Prinzen Maximllian v. Ratibor, mit dessen Versetzung nach Bayern zusammenhänge. Diese Wahl wird insofern als glücklich bezeichnet, als Prinz Ratibor durch seine Gemahlin, eine geborene Fürstin von Thurn und Taxis, nahe Beziehungen zum bayerischen Hofe hat. — Ter deutsche Handelsvertragsverein hat heute unter dem Vorsitz seines Präsidenten in den Räumen der Berliner Handelskammer eine nicht öffentliche Sitzung abgehalten. Tie Versammlung war außerordentlich zahlreich besucht, besonders stark vertreten waren die süddeutschen Staaten durch hervorragende Industrielle und Parlamentarier. Einer lebhaften Erörterung wurde die augenblickliche, durch die Beschlußfassung des Reichstages in Sachen des Zolltarifs geschaffene wirtschaftliche Situation im Deutschen Reiche unterzogen. — Tie Kommission betr. den Kinderschutz in gewerblichen Betrieben setzte heute ihre Beratungen bei § 4 fort. Ter Antrag Tr. Zwick (freis. Vp.), der die Beschäftigung von Kindern in den mit dem Speditionsgeschäft verbundenen Fuhrwerksbetrieben unter sagt, wurde angenommen; ebenfalls angenommen wurden die Anträge Wurm (Soz.), die das Verbot der Kinderarbeit für das Schornsteinfegergewerbe und das Mischen und Mahlen von Farben enthalten. Hieraus wird 8 4 in der so abgeänderten Fassung angenommen. Tr. Zwick beantragt, folgende Betriebe unter das Verbot zu stellen: „Tabakindustrie, Rollsuhrwerksbetriebe und Schläch tergew erbe." — Ministerialdirektor Caspar weist darauf hin, daß die Kinderarbeit in der Tabakindustrie durch besondere Bestimmungen geregelt würde. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurden die Vorlagen, betreffend die Verleihung von Korstora- tionsrechten an die mit dem Sitze in Tsingtau gebildete deutsch-chinesische Seiden-Jndustrie-Gesellschast (Kolonialgesellschaft), fotvie die Denkschrift über die Ausführung der seit 1875 erlassenen Anleihe-Gesetze und die Einführung von Lohnbüchern für die Kleider- und Wäschekonsektion den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Ferner wurde der Entwurf einer Verordnung wegen Inkraftsetzung des Gesetzes über die Unsallsür sorge für Gefangene vom 30. Juni 1900 genehmigt. Ebenso wurde der Entwurf eines Gesetzes betreffend Weißphosphvrzündwaren genehmigt. Zu- gestimrnt wurde ferner den Ausschußanträgen über die vom Reichstage zu dem Gesetz-Entwürfe, betreffend Feststellung des Reichshaushaltsetats auf 1902 gefaßte Resolution wegen der gegen die Folgen von Arbeitslosigkeit zu treffen» den Vers ich erun gseinr ich tungen und über die Vorlage, betreffend Ergänzung der Ausführungsvorschriften zum Gesetz über die Unterstützung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften vom 10. Mai 1892. Nach den Wahlen! Man schreibt uns aus Darmstadt: Tie Würfel sind gefallen. Bei der Wahl der Wgvord- ttetcn am 7. November werden ein Paar sozialdemokra- tische und fteisinnige Vertreter mehr in den Landtag ein- ziehen und ein Paar Nationalliberale weniger dort vorhanden sein. Viel wichtiger, als das vollzogene, wird sich das neue Spiel gestalten, das um die Mitte des kommenden Monats in dem bordeaurvt drapierten Sitzungssaal am Luisenplatz seinen Anfang nimmt. Jetzt stehen wir vor der Thatsache, daß in Darmstadt die freisinnig-demokratische Verbrüderung mit einer äußerst winzigen Stimmenzahl den Sieg errungen hat. Wie konnte das geschehen, daß in der hessischen Metropole, in der Beamtenstadt Par excellence eine solche Wandlung sich vollzog? Tie Hauptschuld trägt nach unferm Tasürhalten die Situation in der nationalliberalen Par tei selbst. Sie hat sich nicht nur in der Kammer eine Blöße nach der anderen gegeben, sondern auch in ihrer ganzen Wirksamkeit nach außen ein bellagenswertes Bild der Zerrissenheit g eboten. Und das erzeugte vor allem in den Kreisen der nationalliberalen Wählerschaft Unlust und Verdruß, das mußte auch diejenigen mit Mißstimmung erfüllen, die trotzdem und alledem bisher treu zur Fahne des Nationalliberalismus gehalten haben. Es fehlt dieser Partei an einer straffen, zielbewußten Leitung in der Partei, an thatkrästigen, aufopferungsfreudigen Männern, die i hr Bestes in den Dienst ihrer Sache stellen. Was hat diese Partei in den letzten Jahren in deren Interesse überhaupt gethan? Wo ist sie in den letzten Jahren überhaupt geblieben? Hat sie auch nur die geringste Fühlung mit der Wählerschaft gesucht? In anderen Staaten halten die politischen Vereine oder Parteileitungen regelmäßigeZusammen- fünfte ab, in denen nicht nur varteipolitische, sondern auch wirtschaftliche und sonst das öffentliche Leben berührende Fragen besprochen werden, man gründet schnell aufblühende Jugendvereine, man sorgt für eine kraftvolle, charakterfeste Presse — in der Lanoeshauptstadt weiß man von alledem nichts! Ta ist es denn gewiß nicht zu verwundern, wenn auch die Wählerschaft mehr und mehr in Stumpfheit versinkt und schließlich alles die Karre laufen läßt, wie sie eben laufen will. Zu den erwähnten allgemeinen latenten Fehlern in bet nationalen Parteileitung selbst hat diesmal hier auch noch eine Reihe lokaler Umstände mitgewirkt. Ten Nationalliberalen Darmstadts ist es nicht gelungen, einen Mann aus dem prakllschen Leben als Kandidaten zu gewinnen, der sich in allen Kreisen der liberalen Bürgerfchafi Sympathien erworben hat. Bei aller Hochachtung und Wertschätzung der beiden nationalliberalen Kandidaten war doch über die Thatsache nicht Hinwegzukommen, daß sie beide Beamte sind. Weiter hinzu kommt auch die ungünstige Anordnung des Wahllokals. Für die 8900 Wahlberechtigten war nur ein einziges Wahllokal bestimmt und nicht etwa im Mittelpunkt der Stadt, sondern ganz im nordösllichen Teil derselben, sodaß die meisten Wähler lange Wege machen mußten, um zum Ziele zu g elangen. Mit welchem Eifer und welcher Begeisterung die Sozi a l d e m o k r a t i e für die Wahl der Herren Säng-Langen- bach eingetreten ist, was sich erst in den letzten Tagen mit voller Tcutlichkeit offenbarte, läut sich kaum beschreiben. Am Mend vor bl er Wahl liefen ihre Anhänger mit ihren Wahlaufrufen den Besuchern der nationalliberalen Versammlung bis zur Saalthür nach, und am Wahltag selber waren ihre Leute zu Dutzenden thätig, die ihren Bestrebungen huldigende Wählerschaft heranzuholen; ihre Stimmzettel und Wahlaufrufe wurden selbst vor der Technischen Hochschule in Massen den jungen Leuten in die Hand gedrückt. Tie Sozialdemokratie hatte ihre volle Truppenmacht für die Herren Sang und Langenbach aufgeboten, sie verkündete in g roßen Wahlaufrufen, daß die jetzige Wahl eine Kraftprobe für die Eommenbe ReichstagÄvahl sein solle: „Bei der Lcmdtagswahl ist es die Kandidatur Langen- bach-Säng, bei der Reichstagswahl ist es sicher die s o z i a l d e mvkratische Kandidatur." , _ _____ _ eexngeprttli monaluch7bP1.,oterle>* GletzenerAnzeigerW General-Anzeiger v w v •*' für den ooltl. u. aUgem, Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen DMZ V -Nr " zeigenteil: Hans Beck. ment) Nr. 24, dem Oberleutnant Reinicke, ALjntanten der 6. Infanterie-Brigade, seither im 5. Großh. Infanterieregiment Nr. 168, und dem Oberleutnant Milchling von Schön st adt, Adjutanten der 14. Infanterie-Brigade, seither im L Großh. Infanterie-(Leibgarde-)Regiment Nr. 115. Ausland. London, 30. Okt. Ter Burendelegierte Wessels murde am Sonntag beim Verlassen der St. Paulskathedrale, wo er mit den Buren generalen dem feierlichen Dankgottesdienst beigewohnt hatte, in der Nahe des St. Pauls-Kirchhofes von einem Omnibus überfahren. Er erlitt zwei Rippenbrüche und muß das Bett hüten. Sein Befinden bessert srch jedoch schnell. — Tie „Contemporary Review'" veröffentlicht einen Artikel Bothas, in welchem es heißt, die Aeußerungen der Generale seien falsch ausgelegt und ihre Handlungen unlauteren Beweggründen zugeschrieben worden. Tie Generale hätten niemals gesucht, sich über die Friedensbedingungen hinwegzusetzen, sondern nur danach gestrebt, daß den Duren die sofortige Hilfe, deren sie benötigten, zuteil werde. Tie Gewährung einer solchen Hilfe würde eins der wirtsamsten Mittel zur Turchführung der Absichten der «en Regierung sein. Hilfe sei nötig sowohl im Jnter- i britischen Reiches wie in dem Südafrikas. Die Garnison in Südafrika müsse auf 70 000 Mann erhöht werden, ausschließlich 30 000 Mann Polizeitruppen. Wenn bei der Bevölkerung wieder Glück und Wohlfahrt eingekehrt seien, könne die Garnison um 50 000 Mann verringert werden. Botha verteidigt dann in dem Artikel die Haltung der Generale bei der europäischen Rundreise und erhebt Einspruch dagegen, daß den Burendelegierten die Rückkehr nicht gestattet werde. Er ruft die königliche Gnade für die Rebellen an. — Unterhaus. Parlamentsuntersekretär Cranborne teilt mit, daß der Somaliexpeditionschef Oberst Sw ahne in Berbera eingetroffen ist und den Obersten Cobbe als Befehlshaber in Bohotle zurückgelassen hat. Ter Zustand der Verwundeten sei aut. Premierminister Balfour erklärt, die Regierung sei noch nicht in der Lage, die organisierte Einwanderung nach Südafrika zu ermutigen. Es scheine, daß für den Augenblick der Zufluß von bäuerlichen Kolonisten am Platz so groß sei, als das Land auszunehmen vermöge. Norton (Liberaler) fragt an, ob die Admiralität Kreuzer vom Drake-Typ baue, welche sich mit den schnell- sten und am stärksten gepanzerten Handels- zerstörern der auswärtigen Flotten zu messen imstande seien, wie es der .russische Kreuzer „Novik" sei, der 25 Knoten in der Stunde mache. Parlamentssekretar der Admiralität Forster erwidert, der russische Kreuzer „Novik" sei keiner der schnellsten und in Panzerung stärksten Handelszerstörer, sondern ein Kreuzer zweiter Klasse von 3000 Tons. Tie Schiffe der Drake-Klasse seien vollkommen imstande, sich mit einem solchen Fahrzeug zu messen. Keiner von den sogenannten Handelszerstörern der Flotte des Auslandes besitze eine Schnelligkeit von 25 Knoten. Wien, 30. Okt. Beim Empfange des Kuratoriunrs der böhmischen Kunstgallerie sprach der Kaiser die Hoffnung aus, daß das Zusammenwirken beider Nationen auf dem Gebiete der Kunst nicht ohne günstige Wirkung auf die gegenseitigen Verhältnisse beider Nationen bleiben werde. — Gegen das Du e l l richtet sich eine Interpellation des Abg. Chos im Abgeordnetenhause, ob der Landesverteidigungsminister geneigt sei, sich beim Kriegsminister dafür zu verwenden, daß es den Offizieren der gemeinsamen Armee verboten werde, Abgeordnete wegen Aeußerungen, die sie in Ausübung ihres Mandats gethan haben, zu fordern. Turban, 29. Okt. General Christian Botha, der Bruder Louis Bochas, ist im Hospital zu Corstadt in Ostgriqualand an Appendicitis gestorben. Aus Stadt und Sand. Gießen, den 31. Oktober 1902. ** Hofnachrichten. Aus Darmstadt, 30. Oktober, wird gemeldet: Am Dienstag machten der Groß Herzog, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Großfürst und Großfürstin Sergius von Rußland, Prinzessin Ludwig und Prinz und Prinzessin Franz Joseph von Battenberg einen Ausflug zur Traubenlese nach Jugenheim, nahmen auf Schloß Heüigen- berg den Thee und fuhren abends wieder zurück. Prinz Heinrich benutzte hierbei sein Automobil. Gestern früh fuhr der Prinz im Automobil zur Jagd nach Forst Nikolaus- pforte, erlegte 5 Damhirsche und kehrte um halb 5 Uhr nachmittags wieder zurück. Gestern nachmittag war der Großherzog mit den übrigen Herrschaften bei Prinz Franz Joseph von Battenberg im Prinz Emil-Garten zum Thee. Abends besuchten dieselben das Theater. Um 12 Uhr empfing die Großfürstin die Frau des russischen Ministerresidenten Fürstin Kudaschef, um 12l/< Uhr Frau Prof. Quast. — Die Abreise des Prinzen Heinrich nach Kiel findet voraussichtlich am 4. oder 5. November statt, Prinzessin Heinrich mit den prinzlichen Kindern wird noch hier verweilen. Großfürst und Großfürstin Sergius werden Ende nächster Woche auf einige Tage nach Paris reifen und wieder hierher zurückkehren. — Aus Frankfurt a. M. wird uns gemeldet: Der Großherzog und Großfürst Sergius von Rußland trafen gestern nachmittag hier ein, etwas später auch Prinz Heinrich von Preußen per Automobil. Die Herren sind zum Thee beim Prinzenpaar Friedrich Karl geladen. U. a. besichtigten sie auch die „Moderne lustige Kunstausstellung", Zeil 50, und kehrten abends wieder m die hessische Residenz zurück. ** Folgend e Verordnung ist in Betreff der Neu- ordnung des Rangierens uf>v. der Orden und Ehrenzeichen vom Großherzog erlaffen worden: Unter Aufhebung der Vorschriften vom 10. November 1894 in Bezug auf den Rang und das Tragen der Grobherzog, lichen Orden und Ehrenzeichen, bestimme Ich, daß dieselben in nachfolgender Weise zu rangieren haben: 1. Goldener Löwen-Orden. Großkreuz de§ LudewigS- Ordens. 2. Großkreuz des Philipps-OrdenS mit der Krone. 3. Kommandeurkreuz 1. Klasse des Ludewigs-OrdcnS. Großkreuz des PhilippS-OrdenS. 4. Komturkreuz I. Klaffe des PhilippS-OrdenS mit der Krone. 5. Kommandeurkreuz II. Klaffe des LudewigS-OrdenS. Komturkreuz I. Klaffe des PhilippS-OrdenS. 6. Komturkrenz EL Klaffe des Philipps-Ordens mit der Krone. 7. Ritterkreuz I. Klaffe deS Ludewigs-OrdenS. Komturkreuz 1L Klaffe des Philipps-Ordens. 8. Ehrenkreuz des Philipps-Ordens. Goldene Medaille für Kunst und Wiffenschaft, Industrie und Landwirtschaft. 9» Ritterkreuz L Klaffe des Philipps - Ordens mit der Krone. Militär - Verdienstkreuz. Milckär - Sanitätskreuz. 10. Ritterkreuz II. Klasse deS Ludewigs-Ordens. Ritters kreuz l. Klaffe des Philipps-Ordens. 11. Ritterkreuz 1L Klaffe des Philipps-Ordens mit der Krone. Militärdienst-Ehrenzeichen, sowie Hofdienst- Ehrenzeichen für 50 Tlenstjahre. 12. Ritterkreuz IL Klaffe des PhilippS-Ordens. Tapfer- keits-Medaille. Rettungs-Medatlle. Goldene Verdienst-Medaille des Ludewigs-Ordens. Verdienst- Medaille während der Wassernot 1882/83. Silberne Verdienst-Medaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirtschaft. 13. Silbernes Kreuz des Philipps-Ordens mit der Krone. 14. Silberne Verdienst-Medaille des Ludewigs-Ordens. Silbernes Kreuz des Philipps-Ordens. 15. Allgemeines Ehrenzeichen. Militärdienst-Ehrenzeichen, sowie Hofdienst - Ehrenzeichen für 25 Dienstjahre. Erinnerungs-Medaille. Vermählungs-Medaille. 16. Felddienstzeichen. Militärisches Erinnerungszeichen an Seine Königliche Hoheit Großherzog Ludewig 1. Von den unter derselben Nummer aufgeführten Orden und Ehrenzeichen hat die zuletzt verliehene Dekoration den Vorrang. Darmstadt, den 6. September 1902. gez. Ernst Ludwig. ü. Herff, Ordenskanzler. * * Von der Universität. Wie wir bereits gestern gemeldet haben, hat Prof. Drude einen ehrenvollen und verlockenden Ruf an die Universität Leipzig abgelehnt. Im Interesse des Unterrichtes an unserer Landesunioersität und ihres Ansehens nach außen freuen wir uns herzlich seines Eutschluffes. Daß Drude einer der hervorragendsten unserer jüngeren Physiker ist, beweist die Thatsache, daß schon früher Tübingen und Marburg sich um ihn beworben haben. Wenn er nun auch Leipzig ausgeschlagen hat, so ist das nicht nur ein Erfolg für unsere Universität und unsere Regierung, sondern auch erfreulich für die Stadt Gießen als ein Zeichen, daß wir in der Konkurrenz auch mit berühmten Universitätsstädten nicht zurückzustehen brauchen. * * Städtebundtheater. Aus Marburg wird gemeldet: Hier sowohl wie in Gießen wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Thätigkeit der von beiden Städten ernannten Theaterkommission umgehend beginnen möchte. Da es ferner zweckmäßig erscheint, daß nicht jede der beiden einzelnen Kommissionen getrennt tage und beschließe, so ist angeregt worden, die Sitzungen der Kommissionen beider Städte gemeinsam abzuhalten, und zwar soll die erste Sitzung für einen möglichst frühen Termin anberaumt werden. Die Bestimmung derselben ist unserer NIarburger Kommission an» heimgegeben worden. * * Der Kutscher-Verein begeht, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, morgen abend im Caf6 Leib sein 10. Stiftungsfest. Manche Uebcrrafchung steht den Besuchern des Festes bevor, und für Unterhaltungen ist in zeder Hinsicht gesorgt. Da noch der Gesangverein „Gemütlichkeit" einige Chöre vortragen wird, so kommen Freunde des Gesanges auch auf ihre Rechnung. Ten Schluß der Feier bildet der unumgänglich notwendige Tanz. k. Langsdorf, 31. Okt. In dem vom Bürgermeister Köhler angelegten Gemeindesee ist nach langer Zeit wieder einmal gefischt worden. Das Ergebnis war der Fang von 12 Zentnern und 72 Pfund Karpfen im Werte von 714,56 Mk. Angesichts dieses günstigen Erfolges beabsichtigt man, alle drei Jahre den Fischfang zu wiederholen. Auch empfiehlt sich das für andere Gemeinden umsomehr, als Bürgermeister Köhler, wie wir hören, bereit ist, seine Unterstützung auf Ersuchen anderen Ortschaften zu- teil werden zu lassen. R. B. Darmstadt, 30. Okt. Die heutige öffentliche Sitzung der Stadtverordneten hatte sich mit nicht weniger als 21 Punkten der Tagesordnung zu beschäftigen, die aber sämtlich nur lokaler Natur waren. Ein etwas weitergehendes Interesse hat es vielleicht, daß der Abschluß unserer Krankenhauskaffe ein sehr günstiger ist, trotzdem soll aber in einer der nächsten Sitzungen die Erhöhung der Ver- pflegungßkosten beschlossen werden. Auch die Waffer- und Gaswerkskaffe haben sehr, erfreuliche Resultate ergeben. Die letztere weist den enormen Ueberschuß von mehr als 330000 Mark auf, wovon 160 000 Mk. dem Erneuerungsfonds überwiesen wurden. Eine solche goldene Ernte dürfte sich aber für das laufende Rechnungsjahr kaum wiederholen, da nunmehr das neue Gaswerk in Betrieb genommen worden ist und sich dadurch die Unkosten wesentlich erhöhen. Die Stadt hat sich heute auch entschloffen, die Heizungs- und Beleuchtungskosten für die landwirtschaftliche Winterschule zu übernehmen, was längere Zeit eine prinzipielle Streitfrage mit der Regierung bildete. Mainz, 30. Okt. Eine interessante Zusammenstellung über daS Rechnunasergebnis des Mainzer Stadttheaters im Jahre 1901/02 und die in den letzten Jahren bezahlten Gagen bringen wir nachstehend. Im abgelaufenen Jahr betrugen die Einnahmen im Stadttheater 222 375 Mk. und die Ausgaben 215 679,77 Mk., sodaß ein Ueberfchuß im Betrage von 6696,12 Mk. verblieben ist- Tie Ausgaben für jeden einzelnen Tag bei 196 Spieltagen belaufen sich daher durchschnittlich auf 1100,40 Mk. An den Gesamtausgaben im Betrage von 215 679,77 Mk. partizi- vieren die Gagen für das gesamte Personal mit 147 396 Mark; in der Saison 1900/01 betrugen die Gagen 133 886 Mark, 1899/1900 131678 ML. Unter der Direktion Rainer Simons beliefen sich die Gagen in der Saison 1894/95 auf 112 805, 1895/96 auf 105 762, 1896/97 auf 105357, 1897/96 auf 107 005, 1898/99 auf 113537 Mk. Der Jahresdurchschnitt der Gagen, welche von den beiden Theaterdirektoren bezahlt worden find, beliefen sich bei Direktor R. Simons auf 108 894 Mk. »und bei Steinbach auf 137 653 Mk, also bei letzterem rund 30 000 Mk. mehr. Während der laufenden Saison ist der Gegenetat gegen das Vorjahr noch um etwa 5—6000 Mk. höher und würde sich nach Ablauf der Saison auf etwa 152 500—153 500 Mk. belaufen. Diesen erhöhten Gagen- auSgaben steht dieses Jahr, infolge der ungünstigen Zeitverhältnisse, ein wesentlicher Rückgang der Abonnements gegenüber. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Infolge Bruches einer Wetchenzunge stürzte auf dem Bahnhof Vilbel ein Waggon oog dem dort rangierenden Frankfurt-Gießener Güterzuge um und sperrte das östtiche Geleise. Ter Zug konnte sofort zum Halten gebracht werden. Der Verkehr mußte einige Zest eingleisig bewerkstelligt werden. — In Scho tten feierte Frau Leuning Wittwe am 26. d. M. ihren 96. Geburtstag. — Dem Glasermeister Karl Dinges in Eich elfachsen war es vergönnt, am 25. Oktober gelegentlich seines 75. Geburtstages seine goldene Hochzeit zu feiern. " 1 --!■■■!■ ■■ ■ B Vermischtes. Berlin, 30. Okt. Eine hiesige Korrespondenz will erfahren haben, daß am Montag in einer Gemeinde- schule ein ganzes Klassenzimmer mit Gas angefüllt gewesen fei. Lehrer und Schüler hatten be- wußtlos dagelegen. Nur dadurch, daß eine Lehrerin zufällig in diese Klasse kam, sei weiteres Unheil verhüte* worden. * Dortmund, 30. Okt. Auf der Hörder Zweigbahn kollidierten infolge starken Nebels zwei Straßenbahnwagen. Zahlreiche Personen wurden verletzt. * Petersburg, 30. Okt. Nach amtlichen Mitteilungen läßt die Cholera im Amurgebiet beständig nach, ebenso in Kwanttmg. Auch in Port Arthur und Korea nimmt die Epidemie ab. In Odessa hat sich am 21. ein pestverdächtiger Fall ereignet, welcher tätlich verlief. * Brand. Wie berichtet wird, brannte die in Verdi e r s gelegene große Fabrik von Pelzer ab. — Nach einer weiteren Meldung ergriff das Feuer eine ganze Straße. Kunst und Wissenschaft. — (Eilte Unterredung mit Woicicch Koffak, dem aub Berlin ausgewanderten Historienmaler, hatte kürzlich em Lemberger Journalist. Kossak erklärte: Der Kaiser ist ein wahrer Kunstmacen, weil er eine künstlerische Natur ist und der Kunst als einem Zivllisationssaktor große Bedeutung beimißt. Tie Abneigung des Kaisers gegen die Sezession und den Modernismus sei in Abscheu übergegangen. Die Schuld daran trage Herr v. Tschudi, der Direktor der Berliner Nationalgalerie. Dieser sei ulttamodern. Anstatt den Kaiser durch die Ankäuse für die Nationalgalerie nach und nach für die neuere Richtung zu gewinnen, habe Tschndi mit einem Male gleich den Kaiser mit der ultramodernen Richtung bezaubern wollen und hätte dadurch das Gegenteil bewirkt. Universitäts-Nachrichten. Bouu, 30. Okt. Hier fand die Immatrikulation bei Prinzen Eitel Friedrich an der Universität statt. Rektor Professor Zitelmann hielt eine Ansprache, in der er u. A. sagte: Mit stolzer Freude heiße man ihn willkommen. Ter Prinz sei nicht hierher gekommen, um sich für den Gelehrtenberuf vorzuberelten, aber wir hoffen, so fuhr der Rektor fort, daß Sie an dieser L aue Verständnis und Achtung gewinnen für die stille wissenschaftliche Arbeit, die hier geleistet wird. Wir wünschen, daß Sie in Bonn, wo Sie mit den verschiedensten Berufsklassen zusammen kommen werden, auch d»e verschiedenen Bedürfnisse und Anforderungen des Lebens kennen lernen. Nach der Rede des Rektors zeichnete sich der. Prinz in das Universitäts-Album ein. Man schreibt aus Heidelberg: Die Universität gibt ibn Verordnungen über das Frauenstudium neuerdings bekannt. Danach werden Frauen als ordeiUliche Studierende zur Immatrikulation unter denselben Bedingungen wie die männlichen Studenten zugelassen. Da keine einschränkende Bemerkung gemacht ilt, kann die Zulassung offenbar auch bei der junsn chen Fakultät erfolgen, die sich bisher den Frauen gegenüber durchaus ablehnend verhielt. Als sogenannte Hörerinnen lassen dagegen die theologische, philosophische und naturwisseuschafttich-mathematische Fakultät Tarnen mit hinreichender Vorbildung, doch ohne Reifezeugnis, und die medizinische Fakultät solche Frauen, die an einer deutschen oder gleichwertigen ausländischen Universität die medizinische Doktor- oder Arzt-Prüfung abgelegt haben, mit Genehmigung der einzelnen Dozenten zum Besuche der Vorlesungen inne> halb dieser Fakultäten zu. Die Erwerbung des philosophischen und naturwissenschaftlich-mathematischen Doktorgrades unterliegt benJeU den Bedingungen, wie sie die Promotionsordnung oorschreibt. ES wird jedoch unter allen Umständen ein vorauSgehendes Studium an der Universität Heidelberg verlangt. — Wie die Bad. LandeSztg. berichtet, ist das Corps.Franconia* inKarlsrube, das, roie man weiß, in dem blutigen Duell Ruf-Reiß eine Rolle spielte, vom. akademischen Senat der Technischen Hochschule für die Dauer bet Wintersemesters 1902/03 suspendiert worden. — Der Privat- dozent für römisches und deutsches bürgerliches Recht an der Un> versität Breslau, Genchtsassesior Tr. iur.F. Kleinadam, wurde als Extraordinarius sur dieselben Fächer als Nachfolger deS Pros. Tr. Paul Krückmann an die Universität Greifswald berufen. — Der o. Professor der Physik an der deutschen Technischen Hochschule in Prag, Tr. I. Pului, wurde zum o. Proseffor der Elektrotechnik, und der Privatdozent und Adjunkt der deutschen Technischen Hochschule in Brünn, Tr.J.Tuma, zum a. o. Professor der Physik an der deutschen Technischen Hochschule in Prag ernannt An der Technischen Hochschule zu Berlin hat der Kontre- Admiral z. T. Oskar Boetcrs nach ordnungsmäßigem Pru- fungsoerfahren bei der Abteilung für Chemie und Hüttenkunde dir Würde eines Doktor-Ingenieurs erworben. Kandel und UerKehr. Nolksuriilschast. Berlin, 30. Lkt. In der gestrigen Aussichtsrats-Siyung der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft wurde beschlossen, für 1901 02 8 pCt. Dividende oorzujchlaaen gegen 12 pCt im Vorjahre. Berlin, 30. Okt. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft wurde seitens des Vorstandes über das Ergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Juli 1901 bis 30. 3uni 1902 berichtet. Nach Abzug der Handlungsunkosten stehen Mk. 5634 42 stm Vorjahre 9 738 668) zur Verfügung. Ter am 5. Dezember einzuberufenden ordentlichen Generalversammlung wird die Erteilung einer Dividende von 8 Prozent oorgeschlagen. Tie Abschreibungen sind nach der bisherigen Gepflogenheit bemessen. Tie Neuanschaffungen der FabrÄen sind wie üblich auS dem Betriebe gedeckt. Aus weitere Dotierung der Reserven konnte dagegen verzichtet werden, weil infolge des bekannten Beschlusses des Oberverwaltungsgerichtes bezw. Besteuerung des AgtoS aus den rückzahlbaren Beträgen sowie des freiwerdenden Steuerruck- stellungskontos annähernd 1,2 Millionen Mark dem ordentlichen Reservefonds zufließen. Tie liquiden Tüttel belaufen sich auf etwa 27 Millionen, von denen der größte Teil bei den Banken bar zur Verfügung, der Rest in jederzeit realisierbaren Effekten angelegt ist. 3n der Generalversammlung der Wiffener Bergwerke und Hütten wurde die Verteilung einer Dividende von 12 */, •/» beschlossen. Tic Generalversammlung der Sächsischen Gußftahlfabrtt m Döhlen setzte die sofort zahlbare Dividende auf 5', ° 0 fciL 3n der Generalversammlung deS .echalker Gruben- und Hütteu-BereinS wurde die zu verteilende Dividende auf 80 /. festgesetzt. Märkte. § Butzbach, 30. Lkt. Ter heutige Schweinemarkt war wieder stark beiayren, meist mit Ferkeln. Infolge des günstigen HerbstwelterS hatten sich auch ziemlich viel auswärtige Kauflustige zur und zu Letinje am 10. April 1881 geboren. Meyer I" ruft der Chef ff Bei 1,25 ML 1^0 WL gang moglicg war. x/ie tfeueuucyv ituuc vw- BQvohner mit Sprungtuch und mechanischen Leitern. Bei den Lö chungsarbeiten sand man noch KW ei Kinder in einem Raum, die bereits unter Rauchvergiftung gelitten und Brandwunden davongetragen hatten. Die Löscharbeiten abfällig kritisiert. Paris, 31. Okt- Aus Besorgnis vor Ruhestörungen durch streikende Musiker wurden diejenigen Sing- ^ossak, dem tti t e kürzlich ein 2ti> ’’1 em wchrr Natur ist uni le whmg beimiy, '^ezessionli^ ubergegangeil. lreüor der Beckn tall den Kaiser burj 1 nach für die neun iem Male gleich la em wollen uni tc seien. Nach Schluß der Redaktion emgetroffen: Berlin, 81. Oktober. Der Münchener Korrespondent des Tagebl." erfährt von angeblich vertrauenswürdiger Seite aus Tarmitadt, daß der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen sich mit der Prinzessin Xenia von Montenegro verloben werde. (Wir geben diese SenfattonS- melbuhg des genannten Blattes selbstverständlich unter größter Reserve wieder. Nach dem Goth. Hofkalender ist Prinzessin Xenia das siebente Kind des montenegrinischen FürstenpaareS munion. „ Vormittags um 8 Uhr: Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei. Nachmittags um 61/, Uhr: Andacht für die Abgestorbenen. 3Vi% 8°/o 8V,% 8% 87«% Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. SS. Sonntag nach Trinitatis, den 2. No-vemb-er. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Reform atlonsfest. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer S ch los s er. Vormittags 11 Uhr: Milttärgottesdienst. ®ulet. Nachmittags 2'/r Ul)r: Kinderkirche für tue Matth aus- zrmeinde. Psarrer Schlosser Ktermit erkläre ich, daß mein Dame ohne mein Wisse» und gegen meinen Wrllen tto den Wahlaustus der sojialdemekratischen Partei gelangt ist. Ich gehöre zu keiner Fartet »ad stehe jeder Kolitik fern. m Heinrich Sauer II., Ellstmlt. 4% Italien. Rente . . . 4‘/a% Portugiesen . . , 8°/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose 4% (i riech. Monopol.-Anl. 41/,% äussere Argentiner Telephonischer Kursbericht. Jfc'ranklurt h. 31., 3L Oktober 1902. 103.40 50.25 31.40 28.25 124.20 44^5 . 26.20 . 92.50 . 71.40 . 101.20 . 212.80 . 187.00 . 184.40 . 141.80 . 155L0- . 151L0 . 1910- . 181.00 . 198.00 . 166.30, . 167.50 8u/o Mexikaner , . . 4 Vs Iq Chinesen . . . Electric, bobuckert . . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien .... Diskonto-Kommandit. , Darmstädter Bank . . Dresdener Bank , Berliner Handelsges. . Oesterr. Staate bahn . . Lombarden .... Üotthardbaha .... Laurahütte . ... . Bochum ..... Harpener..... Tendern: fest. Freitag, den 81. Oktober. Nachmittags um 5 Uhr und abends mn 8 Uhr: Gelegenhett heil. Beichte. SamStag, den 1. November: Allerheiligen. Vormittags von 67« Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heiö Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Rom* «I jjdt 1»™ Arbeiterbewegung. BrüNel, 80. Ctt Es ist sicher, daß der erwartete General- sr.iik der belgischen Glasarbeiter nicht emtreten wrrd, da bie Orderten Lohnerhöhungen zugestanden werden. Gascokes Preise seit 10. April 1902: Für den Gentner ab Derk Stück-CokeS V Nutz-CokeS, ausschließlich trocken gelagert, in zwer verschiedenen Kwrngrößen sür Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte ■ r- ;'hmben, so daß reger Handel herrschte. ES wurden bezahltJür Mkrl 35—50 Mk. daS Paar; Einlegeschweine kosteten 40—60 Mk. Stück. Es blieben nur wenige Schweine unverkauft. § Ruppertenrod, 30. Okt. Unseren heutigen ^Herbstmarktt Mimstigte wundervolles Spätherbstwetter. Der Diehmarkt, wel- tx außerhalb des Ortes abgehalten wurde, war sehr stark mit ;Än»zschweinen befahren. Der Handel ging recht flott bet lebhafter si^frage. Die Preise zeigten wieder ein Anschwellen gegenüber in Wenigen des Ulrichsteiner Marktes und des GallusmarkteS zu tiüiberg. Ja, diese Herbstpreise müssen abnorm hoch bezeichnet nr-len. Für das Paar Ferkel erster Sorte bezahtte man im Durch- lin itt 55—60 Mk. bis 62 Alk., geringere Sorte kosteten per Paar L—60 Mk. bis 58 Mk. Einlegeschweme, die weniger aufgetrieben, (n-ren per Paar mit 180—140 Mk. ab. - Der Kramer markt t Orte war sehr stark mit Verkaufsständen besetzt, und daS über- i schöne Wetter hatte zahlreiche Besucher herbeigeführt. SamStag, den 1. November. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 2. Dlooembet: 24. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenhell aur hell. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heiL Messe, vor und in derselben Austeilung der Herl. Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite hell. Messe. 9‘/e Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Christenlehre, darauf Rosenkranz-Andacht mit Segen. Schluß des Rosenkranzgebetes. Sonntag, den 2. November. , : Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhett zur hell. Beichte. Montag, den 8. November: Allerseelen. Vormittags von 6V, Uhr an: Gelegenheit zur bell. Beicht. um 67, und um 7 Uhr: Heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kom- "steben^en^ Heer/' an und stand von seinem Eintritt in w Armee bis 1898 ununterbrochen im 3. ^r^°Ulanen-Regt m sj-lsdam und wurde dann zum Stabe des 2 Grogh. He^ Lra- wmer-Regiments Nr. 24 nach Darmstadt versetzt. 189o zum Mjor befördert, war er zum Meldereiter-Detachement des Garde- !o>ps kommandiert, und 1897 bis 1898 persönlicher Adjutant Des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen. Aretherr von Ese- iett war mehrere Jahre Präsident des Berlin-Potsdamer Reller- oesc i ns. ier Xi* * < Ui dauerten die ganze Nacht fort. Berlin, 3L Okt. Sarah Bernhard setzte gestern abend ihr Gastspiel als Hamlet fort Ihre Aufsassiuig der Rolle wird von dien Berliner Morgenblattern ziemlich ül-r fe"t: ’ Unheil verhüt traBenbof)nh)Q^L Eichen Mitteil, et beständig nach, -Nhur und -N vn 21. ein tätlich verlies, inte die in $Et, - Nach einer Lanze Tiraße tzen. lalrikulaiion W ät statt. Rellll b- er u. A.sM -5: Ter Prim jrch nberus Sie an &«: cM stille roiWW i, daß en in Pvnn, zusammen lomnitn ) Notbeunw bei . !ors zeichnete sich da wersilät gibt ihv s mndimK ende t bu männlit« mde Lemerkunz^ bet der junftifc gegenüber buntd en lassen dagegen» hasllich-mathemDV ng, doch ohne W Frauen, bie an einer lnioeM die mebi- lahen, mit Lenehnu- Vorlegungen inner- i Philosophen uti DeS unterliegt^ iung vorschreib!. « ^gehendes Snüm . bie Bad. W;r 'ruhe, das, roter-' ne Me spielte, , für die Sauer-; ’ _ Der W -s R«ht an Rieinobati«i mnchsolger W deutschen o Projelior d^! trag ernannt „ hat der M ___ st wurde'AM I ei trui'9 Sieuerru^ verdendeu xpentl'^ M >L-°« * beiden Reichen fortzusetzen. . , - B o z e n, 31. Okr. In der Umgebung vvn Male wurden I gestern mittag um ein Uhr zwei heftige Erdstöße verspürt Aden, 31. Okt Wie hier versichert wrrd, haben bie in englischen Diensten stehenden Somali-Soldaten bei den Kämpfen der Kolonne des Obersten Swahne sehr wenig Mut an den Tag gelegt Daß die Expedition nicht eme vollständige Niederlage erlitt, ist nur dem Verhalten der übrigen Soldaten zu verdanken. ,Eine neue Kolonne ist dem Lehrling zu, „boten Sie mal sofort 12 Schachteln Sodener Mineral-Pastillen aus der Apocheke oder Drogerie^ aber verlangen Sie „Kay's ächte Y* Der Husten des Per»> sonals muß endlich einmal energisch bekämvft werden —der; vertreibt mir sonst die ganze Kundschaft." Dann wendete er sich an seine Angestellten: „Für die Folge aber sorgen Sie selbst dafür, daß Sie nicht wieder mtt einem Husten und chronischer Heiserkell ins Geschäft kommen. Eine Schachtel Pastillen kostet nur 8b Psg. und damll beugen Sie jeder Erkältung vor.6824 Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes 1,-20«. Nußcokes Nr. 1 .... ♦ 1,1b , Nutzcolcs Nr. 2 1,20 , Für Eokesadnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Psg. pro Gentner. Für Anfuhr an das Hans werden 5 Pfennig für den munion. Vormittags um 8 Uhr: Die zwelle hell. Messe. MMtärgotteSdienst mit Predigt 97r Uhr: Hochamt mit Predigt Nachmittags um 27, Uhr: Rosenkram-Andacht; daraus Andacht für die Aogeswrbenen. Reiohsanleihe . . 101.95 do. ... 91.95 Konsols • • j « . 102.00 do 91.75 Hessen .... 100.05 8% Oberhessen . . . 99.50 4% Oesterr. Goldrente . . 103.00 47 % Oesterr. Biiberrente 101.40 4% Ungar. Goldrente ,. . 101.85 passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anchraell, gangbar fte Sorte......... Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche 5lorngröße des Anthracll ..... In Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes 1,05 Mk. SrnßcokeS Nr. 1 1,20 „ Nutzestes Nr. 2 1,25 , Nachmittags 5 Uhr: Psarrer Schennemann. BeichteI und hell. Abendmahl für die Matthäus- und MarkuSgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Donnerstag, den 6. November, abends 8 Uhr. tm oberen Konsirmandensaal, Kirchstraße 9, Bibelsttmde. Psarrer Schlosser. " In der gohauueSkirche. Vormittags 9 Eingeborenen-Kommissar hat er durch schneidiges, uni) ro es nötig war, vorsichtiges Vorgehen viel Gutes für fim neues Vaterland gethan. Wahrheit und Gerechtigkeit vto soldatischer Freimut gegen Freund und Feind führten Autor die Feder, als er als Kriegsgefangener auf der in Weltmeer verlorenen Insel St. Helena fern Manujkript Lf»cßte. Er tadeU die Engländer nicht, er mißt aber auch Burenvolk und seine Regierung mit gerechtem Maß. Wet Seite des Manuskripts, soweit es seine Wenteuer im ilant) und Zwasieland und die Zeit vor dem Kriege ttSjält, trägt den roten Stempel des englischen Zensors der N'igsgefangenen; frellich nicht diejenigen Partien des eilles, welche über die Vorbereitungen der Buren zum ri tge, über die englische Politik in Südafrika und den ri ig selbst handeln. Wahrend die ersten Teile, um sie .r alle Mle in Sicherheit zu bringen, nach Deutschland I • »mbt wurden, behielt der Oberst die anderen bei sich, um > rrst, wenn er selbst bie Freiheit wiedererlangt hatte, der - lientlichkeit zu übergeben. Rur der, der Schieis prächtige d,tiIberungen afrikanischen Buschlebens liest, bie tiefernsten iaiStellungen bes frevelhaften Spiels europäischer Völker riet den Kafsern, begreift, wie ber Südafrikanische Krieg ro«glich war, wie er kommen mußte, unb wie er so verlaufen tu gte, wie er geenbigt hat, mit ber Niederlage der Ein- c l orenen, mit der Vernichtung der Selbständigkeit der eoheitdürstenden Buren. Schieis knappe Schilderungen von ( f ihren und Abenteuern, seine köstliche Erzählung derber Mierke, seine gemütvollen Bilder deutschen Farmerlebens Ligen den Leser mit fort: heiß pulsierendes afrikanisches W»en beinahe auf jeder Seite des spannenden Buches. W und jung, Männer und Frauen, alle Kreise des lx . i Mlschen Volkes werden mit größtem Interesse nach diesem Neueste Melouugen. vriginald.°htm°-dunge« des Gi-tz-n-r «nz-ig-r. iig war und im Burenkriege als Kommandierender das Berlin, 31. Okt. Der weitere Ausschuß des usche Korps befehligte, die Fülle seiner Erlebnisse bietet. Handeisvertragsvereins, welcher gestern hier zu-1 - “ T . . r । sammentrat, ermächtigte den Präsidenten des Handelsver- Gerlchtssaau tragsoereins, im Verfolg einer Tags zstwor auf Veran- verdorbenen Spargel handelte es sich in einer An- lassnng der Regierung zstvischen dieser und ihm stE^^en weaen Vergehens gegen das Nahrun g s mittel- Besprechung dem Reichskanzler in eurem ■eh die vor dem Berliner Schöffengericht gegen den Kauf-1 Schreiben die Anschauungen des HandelsvN:trassvereins iln et verhandelt wurde. Eine Frau hatte im Ladm des unterbreiten. — Eine fürchterliche Panrk brach -geklagten ein Pfund Spargel gekauft. Erst bei näherer Besuch- gestern abend bei einem 58r an b e im Hanse eines Droguew- nlnn der Ware in ihrer Wohnung entdeckte ste, daß der Spargel ^-^^rö in ber Stralauerstratze aus. Der Brand entstand -i jimem der Köpfe bereits verfault war. Da der VerkäuferI vermutlich durch Entzündung von Benzin und anderer leicht weigerte, den Kauf rückgängig zu machen, so ndlicher Flüssigkeiten. Bei der Ankunft der Feuerwehr ’w“me I «•an0 Bk nunmehr ausgerüstet und dürfte in zwei Monaten zmn Abmarsch bereit sein. ~ Washington, 30. Okt- Ein Telegramm des amen* konischen Generalkonsuls in Guatemala meldet, daß die; Eruption des Vulkans Santa Maria forttxiuert; Bei Guczaltenango seien vulkanische Massen in Höhe von, sechs Zoll niedergegangen. Die reichen Kaffeepflanzungenl an den Küsten lägen sieben Fuß unter Sand und Asche be^ graben. Aus dem Departement Tombador wird gleichsallH von einer vulkanischen Eruption berichtet. N e w y o r k, 30. Okt. Einem Telegramm aus San Juan; (Puertorico) zufolge herrscht auf der Insel große (Erregung. In Ponce sanden gestern und heute zwischen den Republb- tanern und Föderalisten Kämpfe statt, wobei zwei getötet und mehrere Personen verwundet wurden. Di« > Republikaner sollen die Angreifer gewesen sein. Theater in Ponce mußte infolge der Unruhen die Vorstelb« ungen suspendieren. „ r, San Francisco, 30. Okt- Eine am Kaffeegeschäst interessierte Firma erhielt aus Guatemala von ihrem dortigen Vertreter ein Telegramm, demzufolge die Kaffes zone zerstört und die Verluste sehr erheblich Eontner berechnet. ,, „ NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Centnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mtt keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, gejchicht dies ohne besondere Vergüruna. Im Gaswerk sindet nur ein Verkauf vvn über 5 Centner Gokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der KlrmkrkMs der (Sasrokts von 1 bis 5 Centner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer & Schaumberger, Marburgerstraße 23/ Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, Frankfurterslraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, ttircheiiplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bismarckslraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasie 5. Diese Firmen berechnen obenftehende Preise unserer GascokeS samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch m Mengen unter 5 Centnern. - Die Preise unserer Gascokes für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der^ Octroirückvergutung von 4 Pfg. für den Centner. Gießen, den 16. April 1902. 3086 Städtisches Gaö- und Wasserwerk Gieße». Eingesandt. Wr Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden üsilel übernimmt bie Rebaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) I ^ielballem welche ausländische Musiker angeworben hatten, I Der Entgegnung in Nr. 255 Ihrer geschätzten Zeitung ift zuI bewacht. Die Streikenden gelobten, zeitlebens mindern, da6 der Unterzeichnete nicht pro 6owo geschrieben bat, f .ö . von St. Säens und Louis Gan ne mehr m)ern hinsichtlich der unnötig aufgeworfenen Dia tenfrage fh- , x;ece Heiden gegen Charpentier, den ; Ehr'np-äs-s d°s Str°ill°mite°s, sich absäMg äußerten. Lsi die bessere Einsicht der Mehrheit der Landboten, sowie auf den Marseille, 31. Okt. Die Dock- und Hafen- Z-ttutz der Regierung vertraut. Wenn eine allgemeine Regelung Leiter hielten gestern abend im GewerkschaftShause eine ‘SuK'Ä Dienst. W°hn°r.°S die große Versammlung ab, um ihre Solidarität mst den Gruben- 3e»bftt?ften zu liquidieren wären — ein Verfahren, das schon tn arbettern zum Ausdruck zu bringen. 1200 Personen nahmen n^eren Staaten sich als durchaus versehlt erwiesen hat, aus nahe- der Versammlung teil. Es wurde eine Tagesordnung "imenden Gründen - dann dürste es erforderlich fern, bei den anQenommen worin die Dockarbetter versichern, daß sie an- Aschen Lnnddo.en, welche bekannil.ch auch D.aten bez.-hew ,u A"^r aUehnenden Haltung der Grubenoerwaltungen ^nnen. ■■ ■ *■ gegen eine Einsetzung des Schiedsgerichts entschlosien ftnb, rrnmilipnUadlridltEn» im Notfälle sich mit den Grubenarbettern solidarisch zu er-! (3 eft or b en• Frau BettySander, geb. Bergsträßer klären und den ©eneralausftond ju proflamiren. n ^rmftabt Wien, 31. Okt. Hier ist em Ausschuß in der Bildung Der Vice-Oberstallmeister des Kaisers, Walter^ Freiherr^von begriffen, der bezweckt, zu Gunsten d er Buren eme Aus- t>°b°ck h-l sich, in und V-rloosung von Kunstwerken zu oeranstalten > an und stand von seinem Eintritt in Zu diesem Zweck haben eme große Anzahl hervorragender 03Künsller bereits Werke gewidmet. Wien, 31. Okt. Die „N. Fr. Pr." widmet dem von Wien scheidenden deutschen Botschafter Fürsten Eulenburg einen sympathischen Abschiedsartckel, in bem seine Verdienste Anerkennung finden und daraus h^ugewiesen wird, daß Eulenburg sowohl als Diplomat wie als Men^ ein freundliches Andenken in Wien hinterläßt. Sern Nachfolger brauche nur den Spuren EiUenburgs w folgen, um das freundschaftliche Bundesverhaltnis zwischen den Max Weisshäcker Südanlage 23. Giessen. Südanlags 23. Elektrische Beleuchtungs- und Kraftübertragungs-Anlagen. Telephon- und Telegraphen-Anlagen unter Garantie. Grosses Lager eleklrotethnisther BedarLs - Artikel. Ingenf enrbesuche kostenlos. W* Um mein Lager zu räumen Hermann Katz Mäusburg 6. Grösstes Lager in Teppichen, Fellen und Bettvorlagen. Teppiche nur neueste Muster und beste Qualitäten. Durch aussergewöhnlich billigen Einkauf bin ich in der Lage, solche zu erstaunlich billigen Preisen abzugeben. Interessenten wollen sich von meiner günstigen Offerte überzeugen. 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