152. Jahrg Nr. 355 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint ISgUch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Siebener Zamlllendlätter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der „hfßsche Landwltt- erscheint monatlich einmal. Verantwortlich für den allgemeinen Tellr P. Wittko; für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Unioersitätsdruckerei (Pietsch Erben). Gießen. Abg. Sittart (Str.): Auch mir tft eS durch den Schluß der Debatte unmöglich gemacht, näher auszufuhren, wie der prerißische Landwirthschaftsminister, Herr v. PodbielSki, durch ferne wenig Sie haben hier ganz neue Pflanzenklasten geschossen, (^eitcrrctij Der Herr Präsident bat sich daraufhin vielleicht den Antrag nod) nicht angesehen, es würde mich freuen, wenn er sich meinen Bedenken anschlösse. (Heiterkeit.) Jetzt, am Schlüße einer in Folge so vieler namentlichen Absttmmungen so arbeitsreichen Sitzung Heiterkeit), halte ich es nicht für opportun, noch in eine DiSkusswn einzutreten. Jedenfalls möchte ich die Anttagsteller bitten, statt der zu verzollenden Strichelchen (Heiterkeit.) lieber rn den Antrag hineinzuschreiben, um was es sich handelt. Mg. Singer: Mein Antrag auf namentliche Mstimmung über den ganzen Antrag Wangenheim steht gar nicht in Widerspruch mit der Thatsache, daß wir auf eine Diskussion über den Antrag in diesem Augenblicke nicht gefaßt waren. Die Absicht, über die Wangenheimschen Anträge jetzt zu verhandeln, ist ja bei Ihnen erst in letzter Stunde reif geworden. Heute Mittag haben Sie noch gar nicht daran gedacht. (Unruhe rechts.) Sie haben nur die Gelegenheit benutzt, um unS zu überrumpeln. (Unruhe rechts.) Präsident Gras Ballestrem: Die Absicht der Ueberrumpelung dürfen Sie Mitgliedern des Hauses nicht vorwerfen. Abg. Singer (fortfahrend): Vielleicht gestattet dann der Herr Präsident den Ausdruck „Ueberraschung". (Heiterkeit.) Wir wollen dafür sorgen, daß die wichtigsten Gegenstände genügend zur Be. rathung kommen, und ich bitte Sie, solche Ueberraschungen in Zukunft zu unterlassen. (Unruhe rechts.) Ich muß noch meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß zu dieser Sache keiner von Ihnen das Wort nimmt. Sie scheinen die Maxime zu haben, nicht selbst zu reden, sondern nur uns reden zu lassen. (Andauernde eine halbe oder eine ganze Stunde reden lasten und dann Schluß macken, und Sie haben dann eine Reihe wichtiger Gegenstände abgescklachtet, ohne daß das Volk weiß, aus welchen Gründen die Zölle erhöht werden, es sei denn. Sie wollen die Thatsache verbergen, daß kein anderer Anlaß dazu vorliegt, als der. Den Agrariern die Taschen zu füllen. (Umuhe rechts.) Ich beantrage deshalb, heute die Sitzung zu vertagen und morgen getrennt über die einzelnen Positionen zu debattiren. Präsident Graf Ballestrem: Bevor ich daS Wort weiter ertheile, muß ich doch sagen, daß die Gegenstände, die ich zusammenzuziehen vcrgescklagen habe, nicht so heterogener Natur sind (Sehr richtig I) Herr Singer sagt, es hätte kein Mensch geglaubt, daß heute noch die Anträge Wangenheim zur Verhandlung kommen, um so merkwürdiger ist es, daß er selbst mir einen Antrag auf namentliche Absttmmung über alle diese Positionen des Absatzes II eingereicht hat. Große Heiterkeit.) Er war also der Meinung, daß dieser Absatz doch noch heute erledigt wird. (Erneute Heiterkeit. Zuruf von den Soz.: Nein, morgen!) Ich halte meinen Vorschlag für ganz aeeeptabel, will aber abwarten, was das HauL beschließt. (Zuruf rechts: Die Obstruktion beginnt!) Abg. Dr. Barth (frei). Vergg): Niemand konnte darauf gefaßt sein, daß Herr von Wangenheim sckue Anträge zu einem so großen Theil, wie es geschehen, zurückziehen würde. Wir konnten nur darauf gefaßt fein, daß demnächst die wichtigsten Theile seines Antrages, z. B. die Position „Kartoffeln", zur Beratung gestellt werden würden, aber diese Position ist mit vielen anderen zurückgezogen. Wenn das nicht geschehen wäre, dann wären wir eventuell geneigt gewesen, noch heute mit der Diskussion, die allem für Kartoffeln sicher wenigstens drei Tage beansprucht hätte (Unruhe rechts), noch heute zu beginnen, und der erste Redner hatte in zwei Stunden dann vielleicht heute noch fertig werden können. Für die setzt noch in dem Anträge verbliebenen Positionen sind wir aber heute gar nicht mit Material versehen. Deshalb würde es höchst unzweckmäßig sein, in überstürzter Weise jetzt in eine Diskussion darüber einzutreten. Was die Verbindung der einzelnen Posittonen anlangt, so möchte auch ich trotz allem Respekt vor der Person unseres Herrn Präsidenten es bezweifeln, ob beispielsweise Cyeaswedel und Weintrauben innerlich mit einander so nahe verwandt find (Heiterkeit). wohlwollende Behandlung eine- dringenden und wohlbegrundeten < Gesuchs meines Wahlkreises um Zulassung eines bestimmten Kontingents Schweine unter Wahrung aller Sicherheitsmaßregeln es möglich gemacht hat, daß ich aus einem Freunde em Gegner der Viehzölle geworden bin. (Glocke des Präsidenten.) Es folgen die Abstimmungen über die Mmimalsatze, und zwar zuerst über die Sätze für Rindvie h. Dec Antrag Frhr. v. Wangenheim auf einen Mindestzoll von 18 Mark für Rindvieh für den Doppel-Centner wird in einfacher Abstimmung gegen die Stimmen der Antisemiten und der meisten Konservativen abgelehnt. A d g e l e h n t wird auch ein neu eingelaufener Antrag der Sozialdemokraten, die Mindestzölle nach dem Schlachtgewicht zu berechnen. . Die Abstimmung über den KommissionSbesch l u ß , 14,40 Mark für den Doppel-Centner, ist etne namentliche. Von 284 anwesenden Abgeordneten stimmen 161 dafür, 120 dagegen, 3 enthalten sich der Abstimmung. Dafür stimmen das Gentrum mit wenigen Ausnahmen, darunter die Abgg. Sittart, Stütze!, FuSangel, Letocha, Muller-Fulda, ferner die Konservativen, die meisten Antisemiten, die Polen und die National-Liberalen v. Kaufmann - Helmstedt, Graf O rt o l a, Börner, Haas und Hische. D,e übrigen Parteien stimmen dagegen, ebenso der Präsident Graf B a l l e st r e m. Die Minimalzölle für Rindvieh sind also entsprechend den Kommis fionsbef chlüf fen angenommen. , _ . — . y Die nächste Abstimmung bezieht sich auf den Minimal - 3 °1 Die" hierzu vorliegenden Anträge Wangenheim und Albrecht ftItb Der^K o°mm i ssi o n s a n tr a g (14,40 Mark pro Doppel- Centner) wird in namentlicher Abstimmung bet Anwesenheit von 294 Abgeordneten mit 161 gegen 129 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen angenommen. Die Parteigruppirung ist dieselbe wie bei der vorigen Absttmmung. Uebcr den Minimalzoll für Schweine wird gleichfalls namentlich abgesttmmt, und zwar, da die Anttäge Wangenheim und Albrecht zurückgezogen sind, über den Vorschlag der Kommission (Mimmalzoll 14,40 Mark pro Doppel-Centner Lebendgewicht). Der Kommissionsantrag wird angenommen. Anwesend sind 301 Abgeordnete. Dafür stimmen 162, dagegen 135, der Abstimmung enthalten sich 4 Abgeordnete. Die Partei- ' gruppirung hat sich wiederum nicht geändert. Es folgt die namentliche Abstimmung über die von der Kommission beantragten Minimalsätze für Fleisch, die, je nachdem das Fleisch nicht zubereitet, einfach zubereitet oder für feinere 1 Tafelzwecke zubereitet ist, auf 36 bezw. 48 bezw. 96 Mark pro Doppel-Centner nomirt sind. (Für Schweinespeck ist kern Minimal- Parlamentarische Verhandlungen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 206. Sitzung vom 29. Oktober. 12 Uhr. DaS Haus ift gut besetzt. «m Tisch deS Bundesraths: Graf Posadowsky u. A. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten De- ratbung deS Zolltarifgefetzes, und zwar des § 1 bet den Minimalzollcn für Vieh (14 Mk. 40 Pf. für den Doppelzentner) und Fleisch (36, 48 und 96 Mk. für den Doppelcentner). Hierzu liegt ein Antrag der Sozialdemokraten auf Zollfreiheit, ferner ein Antrag deS Abg. Frhrn. v. Wangen- beim (kons.) vor, der für Vieh Minimalzölle von 18 Mk. pro Doppeleentner, Fleisch 45, 60, 120 Mk. festgesetzt wissen Will. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. Müller-Sagan (freif. Vp.): Im Namen deS Herrn Kollegen Ritter-Merseburg, der heute verhindert ist zu erscheinen, habe ich zu erHören, daß Der Herr Abgeordnete am 23. Oktober, an dem Tage, an welchem die Absttmmung über den Antrag Heim (bett, den Minimalzoll für Getreide) stattfand, überhaupt nicht tn Berlin gewesen ist, daß also die Feststellung der Herren Schriftführer, er hätte bei der Abstimmung über diesen Antrag mit Ja gestimmt, auf einem Jrrthum beruhen muß. Der Herr Kollege Ritter erklärt ferner, daß, wäre er an jenem Tage anwesend gewesen, er in Uebereinstimmung mit seinen politischen Freunden mit Nein gestimmt hätte. v Präs. Graf Ballesttem: Damit ist der Jrrthum der Herren daß man sie gemeinsam berathen kann. Abg. Stadthagen (Soz.): Es läge auch im Jnteresie bcS Antragstellers, wenn wir vertagten; wir würden ihm dadurch wenigsten- Zeit geben, seinem Antrag eine verständliche Form zu geben. (Heiterkeit.) WaS soll daS z. B. heißen: Küchengewächse 2,50 Mk.. dann folgen ein paar Sttichelchen 20 Mk., dann wieder ein paar Strichelchen (Heiterkeit) 4 Mk.? Bei den lebenden Pflanzen heißt es: I — 80, II = 20, III = 40, IV — 15 Mk. WaS bedeuten diese römischen Zahlen? In der Kommissionsvorlage ist nirgendS eine Pflanze zu finden, die unter die Klasse römisch I u. s. w. fallt. Pflanzenklassen geschaffen. (Heiterkeit^) ch daraufhin vielleicht den Anttag noch Schriftführer berichtigt. Das Haus tritt in die Tagesordnung ein. Dbg. Dr. Müller-Meiningen (freif. Vp.): Der Abg. Trimborn hat in Köln als Kölner, hier im Reichstage aber als Zöllner gesprochen. (Weiterleit und Rufe: Au!) Der Staatssekretär Graf PosaoowSky hat endlich gestern hier als erster Regierungsvertreter geredet, denn der Staatssekretär v. PodbielSki war eher ein Verteidiger der Kommissionsbeschlüsse, er hat nur eine Reihe von Lufthieben gegen die Linke geführt und gegen die Kom- missionSbeschlüsse und die Rechte kein Wort des Angriffs gehabt. Die Darstellung, die Graf PosadowSky von der Entwickelung.der englischen ländlichen Verhältnisse gegeben hat, beruht jedoch auf Jrrthum; er sollte doch wissen, daß die Ausbreitung der Latifundien in England sich gerade unter der Herrschaft der Kornzölle vollzogen hat. ES ist auch nicht richtig, daß Dänemark ein vorwiegend Viehzucht treibendes Land ist, und gerade auf seiner Zollfreiheit für die meisten Getteidearten beruht seine blühende Landwirthschaft. Die Quintessenz der Ausführungen des Grafen Posadowsky toar: Bewilligt höhere Kornzölle zu höheren Arbeitslöhnen! Da liegt mir der Vergleich nahe mit einer Kaffeehausgeschichte. Ein Kellner in einem Wiener Cafe ließ ein Tablett mit vielem Geschirr fallen. Darüber stelltt sich der Besitzer sehr betrübt, und als er von einem Gaste gefragt wurde, weshalb er denn so traurig fei, er sei doch ein racher Mann, da erwiderte er: Es ist ja nicht meinetwegen, sondern wegen deS armen Kellners, denn der muß Alles ersetzen. (Heiterkeit.) Die Agrarier befinden sich hier in der Rolle^ des CafehausbesitzerS, denen die Arbeiter doch wieder Alles ersetzen müsien. Den größten Schaden von der Dertheuerung des Zuchtviehs durch die Zölle wird der kleine Dauer haben. Der Großgrundbesitzer hat keinen Anlaß zur Klage, er hat eS selbst verschuldet, daß die Qualität des Fleisches zurückgegangen ist, und daß er daher zu Zeiten keine Abnehmer gefunden hat; der Grund liegt in dem System der Schnellmästung, das jetzt im Schwange ist. Die Agrarier benutzen eben ihre Kartoffeln statt zur Viehfütterung lieber zu der lohnenderen Volksvergiftung durch Branntweinbereitung. Herr von Oldenburg wünscht und hofft, daß die Fleischnoth bis zum Frühjahr gehoben sein werde. Ja, sollen denn die Arbeiter von den Wünschen und Hoffnungen deS Herrn von Oldenburg leben? Graf Kanitz sprach viel sachlicher, aber bei den vielen zahlenmäßigen Nufstellungen, die er uns brachte, hat er einen wichtigen Punkt zu konstatiren vergessen, nämlich die Thatsache, daß nächst Nordamerika Deutschland die höchsten Viehzölle hat. In der Schweiz beträgt der Viehzoll 12 Mk., in Italien 4 Mk., in Schweden 28 Mk., in Oesterreich 24 Mk, dagegen wird er nach der Regierungsvorlage im Durchschnitt 60 und nach der Kommissionsvorlage sogar 90 Mk. pro Stück betragen. Redner kommt sodann auf das mit Borsäure präparicte Fleisch zu sprechen. Graf Posadowsky hat die diesbezüglichen Ausführungen deS Kollegen Zwick nicht im Mindesten widerlegt. Die Reichswissenschaft, wie sie im ReichSgesund- heitSamt betrieben wird, und die dort angestellten Versuche haben den Spott und daS Kopfschütteln der ganzen wissenschaftlichen Welt hervorgerufen. Ter arme Reichssalpeterhund war vor Anstellung deS eigentlichen Versuches dermaßen ausgehungert, daß er auch ohne die Borsäure nicht hätte leben können. Noch schlimmer erging eS dem eigentlichen Reichssodahund. Der war zuerst mit kohlensaurem Natron überfüttert worden daß er nachher überhaupt nichts mehr vertragen konnte. Hätten sie ihm ein Pfund Pflaumen statt Borsäure gegeben, so wäre er auch gestorben, und man hätte dann ein allgemeines Pflaumenverbot erlassen können. (Heiterkeit.) Und aus solchen nichtigen Gründen vergrößern Sie die Fleischnoth. Allerdings, Sie behaupten ja, ein Viehmangel bestehe nicht. Ja, weshalb schaffen Sie denn das Vieh nicht in die Schlachthöfe? In einem Artikel der „Augsburger Postzeitung" — der offenbar von einem Parlamentarier herrührt — wird offen erklärt, die Bauern hielten ihr Vieh zurück. Der Artikel schließt mit den Worten: „DeS Bauern größter Feind ist der Bauer!" WaS würden Sie wohl sagen, wenn wir etne solche Behauptung aufstellen wollten! (Abg. Hilpert (bair. Sb.) ruft: Der Freisinn ist der größte Feind des Bauern!) Wenn wir nur endlich eine ordentliche Statistik über die Viehversorgung hätten! Sw verteuern dem Bauern seine Produktionsmittel. Cstese unheilvolle Dertheuerungspolitik werden wir mit allen Mitteln bekämpfen nicht nur im Interesse der Konsumenten, sondern gerade auch iin Interesse der produzirenden bäuerlichen Besitze^ (Beifall linkst Die Abgg. Rettich (kons.) und v. Grand-Ry (Centt.) beantragen Schluß der Debatte. Die Abstimmung über diesen Schlußanttag ift auf Antrag deS Abg. Singer (Soz.), Der von der ganzen Linken unterstützt wird, eine n a m e n t l i ch e. An der Mstimmung betheiligen sich 268 Abgeordnete, von denen 180 für 85 gegen Schluß stimmen während sich 3 der Absttmmung enthalten. Gegen den Schluß stimmen die Sozialdemottaten, die freisinnigen Parteien, die Polen und einige National-Liberale. Der Schlußantrag ist also angenommen. Zur Geschäftsordnung bemerkt , „ . Abg. Dr. Müller-Sagan (freif. Vp.), daß e8 chm durch den Schlußanttag unmöglich gemacht sei. Den Abgeordneten Oldenburg und Graf Kanitz zu erwidern; er behalte sich das für etne andere fafc vorgesehc°m) werden in Anwesenheit von 298 Abgeordneten angenommen mit 162 gegen 132 Stimmen. Der Abstimmung enthalten haben sich 4 Abgeordnete Damit sind Die Mindestzölle erledigt. Die entsprechenden Positionen des autonomen Tarifs für Vieh und Fleisch werden ebenfalls tn Der So m = Missionsfassung in einfacher Abstimmung a n - genommen. .. Die Sozialdemokraten beantragen, tn Den neuen Zolltarif Die Bestimmung beS jetzigen Tarifs aufzunehmen, daß gmiz allgemein im Grenzverkehr 2 Kilogramm Fleisch 3 °1 Nach dem^neuen Tarif soll eine solche Zollfreiheit nur im Bedarfsfall vom BundeSrath angcorbnet werden können. Der sozialdemokratische Antrag wird in n a m e n t l i ch e r A b st i m m u n g nut 190 gegen 105 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmen nur Freisinnige, Sozialdemottaten, einige Centtumsmitglieder, einige National-Liberale, tote: Blankenhorn, Prinz S ch ö na i ch - C ar olath , Dr. En bemann, die Elsässer, Präsident Graf Ballestrem und Prinz zu Hohenlohe - Schtlltngsfurst (bet einer Stimmenthaltung). Damit ist die neue Bestimmung des Tarifs angenommen. Die sechs namentlichen Abstimmungen haben 3% Stunde ge- fe<1UCrgur Debatte stehen nunmehr die von Dem Abg. Frhrn. v Wangenheim vorgeschlagenen Mindestzölle für sammt- li'che landwirthschaftlichen Produkte, ca. 30 wettere sind zurückgezogen. ... . Präsident Graf Ballesttem theilt mit, daß Abg. v. Wangenheim soeben noch einige Mindestzölle zurückgezogen habe und schlagt vor, zunächst zusammen zu debattiren über Die Positionen Äuchen- gewächse, Blumen, Blätter, CyeaSwebeln, Wemttauden und Aepfel. An diesen Vorschlag knüpft sich etne GeschaftSord- nungSdebatte. Abg Singer (Soz.): Ich erhebe gegen den Vorschlag des Präsidenten Widerspruch. Man Durfte nach Dem Verlauf der Debatte und nach verschiedenen Mittheilungen annehrnen, daß die Positionen deS AnttagS Wangenheim heute nicht mehr zur Diskussion gelangen. Die Diskussion ist aber von außerordentlicher Wichtigkeit, es muß uns die Möglichkeit gegeben werden, so eingehend zu diskutiren, wie wir es für nöthig erachten. Gute gemeinsame Erörterung würde die Diskusiion ungemein erschweren. Dazu kommt, daß durch den vorhin angenommenen Schlußanttag eS mehreren Antragstellern sogar unmöglich gemacht wurde, ihre Anträge zu begründen. (Hört, hört!! links.) Das nennen Sie (nach rechts) natürlich eine sachliche Berathung der Tarifvorlage (Sehr richtig! rechts.) Ziehen wir die Diskussion zusammen, so kommen die einzelnen Positionen nicht zu ihrem Recht. Es ist geradezu unmöglch, alle diese Gegenstände in einer Diskussion zu behandeln, es sei denn, daß die Redner, die dazu sprecken, über jede einzelne Position längere Ausführungen machen (Heiterkeit links) Wir können morgen mit Der Berathung der Anträge Wangenheim beginnen, aber nicht zusammengezogen, wie der Präsident es vorschlägt, sondern getrennt. Heute ist Der Retch-stag allerdings zahlreich versammelt. Sie scheinen sich jetzt Abstimmungstage einrichten zu wollen (Heiterkeit.), um — verzeihen Sie mir Den Du-druck — Alles im Ramsch zu erledigen. Sollte das Die Absicht der Mehrheit sein, so wird sie damit zur Abkürzung der Verhandlungen nicht beitragen. Die Öffentlichkeit hat von dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen erst sehr wenig erfahren. Um so mehr haben wir Die Pflicht, jetzt in der zwetten Le,ung Dem Volke die Gründe anzuführen, aus denen Sie (nach rechts) einen 1 Zoll wünschen, und aus Denen wir gegen die Zolle sind. Wollen Sie denn wirklich, obwohl wir hier öffentlich tagen, den Zolltarif unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandeln? (Unruhe und Lachen rechts) Wollen Sie dem Volke nicht die Möglichkeit geben, i die Ansichten seiner Ser tretet kennen zu lernen? (Erneute Unruhe rechts.) Heute haben Sie die Mchrhett, Sie werden noch Unruhe rechts.) Präsident Graf von Ballesttem: Ich muß meine Kollegen au8 Dem Reichstage in Schutz nehmen gegen den Vorwurf, daß sie eine Art Komplott geschmiedet hätten, um die ahnungslose Linke zu überfallen. (Heiterkeit.) Nein, diese Anttäge lagen als nächster Gegenstand der Behaiwlung feit mehreren Tagen bei meinen Reichstagsakten. DaS Präsidium mußte sie an diese Stelle bringen, denn sie gehören in den Absatz 2 des § 1. Abg. Dr. Sattler (nat.-lib.): Ich muß die Mehrheit des Reichstag? gegen den Vorwurf des Abg. Singer in Schutz nehmen, daß man die Linke durch den Schlußantrag rnundtodt gemacht hätte. Ich kann nicht annehmen, daß der Schluß der Debatte vorzeitig erfolgt ist, nachdem wir 3 Tage über diesen Gegenstand berathen und die Freunde des Herrn Singer drei Mal das Wort ergriffen haben. Diesen Vorwurf muß ich also zurückweisen. Dem Anttag des Herrn Singer auf Vertagung kann ich auch nicht beistimmen, ick kann nicht zugeben, daß die Herren Kollegen in den namentlichen Abstimmungen sich heute so sehr angestrengt haben (Heiterkeit), daß sie jetzt der Ruhe bedürfen. Dagegen bin ich allerdings Der Meinung, daß Herr Singer mit seinem Protest gegen Die ScrbinDung der verschiedenen Tarifstellen durchaus im Recht ist. (Hört) hört!) Ich kann nicht umhin, auch meinerseits hervorzuheben, daß ich nicht geglaubt hätte, daß eine solche Zusammenfassung stattfinden konnte. Wir sehen, daß die verschiedenarttgsten Gewächse zusammengenommen sind, die gar nicht zusammengehören. Wenn Sie die einzelnen Dinge wirklich auf die Verwandtschaft mit einander prüfen, so werden Sie mit mir Der Meinung sein, daß e5 bester ist. Die Diskussion zu theilen unD die Gewächse ander? zu gruppiren. Der Herr Präsident hat allerdings noch nicht erklärt, daß er mit den Positionen deS AnttagS Wangenheim auck Die entsprechenden Positionen des autonomen Tarifs mit behaiideln lassen wird; ich nehme aber an, daß er diese Absicht hat. (Präsident Graf Ballesttem schüttelt lächelnd den Kopf.) So, das ist etwas Anderes. Wir erfahren durch ein liebenswürdiges Kopfschütteln des Herrn Präsidenten, daß diese Absicht nicht besteht. Nun freilich könnten auch Sie von der Linken von Ihrem Widerspruch etwas nachlassen. Wenn die Tarifstellen nicht hineingezogen werden sollen, so ergiebt sich daraus, daß alle diese Posittonen nachher noch einmal an der Hand des Tarifs selbst durchberathen werden. Die Behandlung beim Antrag Wangenheim wäre also nur eine vorläufige. Tann kann ich aber Herrn von Wangenheim wirklich nur empfehlen, seine Anttäge zurückzuziehen. (Sehr, richtig! links.) Damit würde er den Verhand- lungen des Hauses einen großen Dienst erweisen und auch dem Herrn Präsidenten. Thut Herr von Wangenheim das nicht, so könnte gleichwohl die Linke sich zufrieden geben. Denn bann hat die Behandlung seines Antrages an dieser Stelle doch nur den Süm, Donnerstag, 30. Oktober 1902 Giehener Anzeiger rollen aufgetreten. 9 Zweifel. II« SreiS Grürrberg. 2. 3. 5. 8. 9. 19. 20. 3L 22. 33. 34. verbinden. w r Abg. Stadthagen [Soz), der mit lauten Mha-Rufen empfangen wird, spricht unter großer Unruhe und fortwährenden Unterbrechungen etwa eine viertel Stunde lang zur Geschäftsordnung. Im Zusammenhang bleiben seine Ausführungen unverständlich, zumal da ' * --- * * U. A. weist er unter großer A, Friedberg: Stadt (20, 6889) Tamm (freis.) 382. (Nicht aewäblt Jockel (not-lib) 346' Saasen mit Bollnbach, Veits berg und Wirberg (1, 479) Stangenrod (1, 306) Georg Reichmann, Antif. 38 [9hd)t qcrooblt Johannes WM, 10] Steinbach (1, 984) Treis a. d. Lda. (3, 1138) Weickartshain il, 378) mit Stockhausen (136) Johannes Trüller VL, Antif. 38 iNicht gewählt Karl Knoß (f. w. D.) 19] III. Lrciü Friedberg. (Antif.) 42. [91. g.: PH. Zimmer I. (lib.) 35. 6. Beuern (1, 995) Bürgermelster Otto 21. [91. g.: Wilh. Arnold V. (Antif.) 14. 7. Burll)ardSselden (1, 683) Joh. Haas IV. (Antif.) 27. [91. g.: Bürgermstr. Hofmann (natL) 18.] Geilsl>ausen [1, 476) Peter Seipp 25. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 29. Ott. Tie „Staatsb.-Ztg." weiß heute abend zu beruhten, daß die zur Zeit im königlichen Schauspielhause gastierende französische Tragödin Sarah Bernhard die Tochter des jüdischen Pferdezasters Feibel Bernhard auä Frankfurt a. O- 91 g. Stein, Bürgermeister. 12. Lauter (1, 418) Bürgermeister Aff 45 [9lid)t gewählt Hemr. Feldmann L 7] 13. Lindenstruth (1, 344) Ludwig Temes L, Antif., 17 [9hd)t gewählt Bürgermeister Scheid (lib.) 10] 14. Londorf (1, 850) Bürgenneister Aumann (not) 39 [Nicht gewählt Karl Göbel L (Antif.) 2] 15. Lumda (1, 390) Joh. Heßler III, AnNs. 28 [Nicht gewählt Wilh. Hehler (Bauernbund, w. D.) 10] 16. Odenhaufen (1, 297) mit Appenborn (11). 17. Oueckborn (1, 529) 1. Illbach (1 Wahlmann, 341 Einwohner) Aüendorf a. d. Lda. (2, 1116) Martin Wallenfels (Rfpt.) 79, Karl Strack (Rfpt.) 77. Die beiden Wahlmänner werden 18. ReinhardSham (1, 286), Peter Kornmann, f. w. D. 19 [Nicht gewählt Kaspar Löchel (Antif.) 6] Reiskirchen (1, 768) Johannes Wagner 24 [Nicht gewählt Philipp Konrad Becker VTL 18, und Wilh. Becker IL 16] Wahlmäunerrvahlerr. I. Wahlkreis Gießen. Im Ganzen wurden abgegeben 1020 Stimmen, davon entfielen 686 auf den Kandidaten der bürgerlichen Parteien, Justizrat Tr. G u t f l e i f ch, 334 auf den Kandidaten der Sozialdemokraten, Krumm. Die Wahl des Justizrats Gutfleifch ist dadurch außer ein anständiges BegrDmß bereiten; wir hingegen haben die Absicht, diesen Antrag durch die Diskussion inS rechte Licht zu sehen und dafür zu sorgen, daß solche maßlosen Forderungen mit dem richtigen Namen bezeichnet werden. Der Vorschlag des Äbg. Sattler hat, so gut er auch gemeint ist, keinen Zweck. Wir nehmen den Antrag Wangenheim ernst. Denn bei dem Einfluß, den gerade dieser Theil der konservativen Partei auf die Reichsregicrung hat, öerbient ein solcher Antrag sehr ernst genommen zu werden. [Sehr gut! links: Unruhe rechts.) Ich glaube. Sie unterschätzen bxe Gefahr, die in diesem Antrag liegt. Jedenfalls halten wir den Antrag für einen solchen, der die eingehendste Würdigung verdient, auch wenn dieselbe Position später noch einmal zur Verhandlung kommt. Ist das aber richtig, dann sind Sie es [nach rechts), die die Verhandlungen verlängern wollen, und wir sind es, die sie abkürzen wollen. [Heiterkeit und Unruhe.) Wenn Sie überhaupt von Obstruktion reden wollen, so suchen Sie auf Ihrer Seite, nicht auf unserer. [Beifall linß.) Abg. Frhr. v. Wangenheim (kons.): Daß totr eine Reihe von Positionen zurückgezogen haben, war als Konsequenz hier schon gefaßter Beschlüsse ein Gebot der Logik. Tie Gärtnereizölle aber konnten wir aus dem Antrag nicht herauSlaffen, denn es ist kein Zweig der landwirthschastlichen Produktion in der Kommission von den verbündeten Regierungen so schlecht behandelt worden, wie die Gärtnereizölle. [Sehr wahr! rechts.) Nach den Aeußerungen, die wir in der Kommission vom Regierungstisch auS gehört haben, müssen wir annehmen, daß man beabsichtigt, die Gärtner bei den Vertragsverhandlungen wieder ausfallen zu lassen, und deshalb blieb uns nichts übrig, als für diese Zölle die Bindung zu beantragen. Es handelt sich für uns nur darum, eine Generaldiskussion über die Gärtnercizölle herbeizuführen. Lehnen Sie dann die Mindestzölle zu einer Position ab, so werden wir tn Konsequenz dieser Abstimmung unsere weitern Anträge zurückziehen. Abg. Dr. Sattler: Hätte der Vorredner Recht, dann würde ja überhaupt die Diskussion über den ersten Punkt genügen. [Heiterkeit.) „ Abg. Frhr. von Wangenheim flons.): Das konnte uns ja vollständig recht fein, wenn in der Weise verfahren wird, daß nur über einen Punkt bebattirt wird. Ich glaube aber kaum, daß der Präsident geneigt fein wird, bei den Küchengewächsen auch schon über Blumen diskutiren zu lassen. Abg. Richter [freis. Vp.) beantragt, fortab generell nach den Nummern des Tarifs vorzugehen und die Anträge auf Mindestzölle stets mit den betreffenden Nummern des autonomen Tarifs zu Theis (freis.) 95. Fauerbach o. d. H. (1, 547) Gambach (2, 1406) Konrad Laux (Antisemit) 32, Jakob Schmidt VIL (Antif.) 32. Griedel (1, 825) Konrad Wissel II 30, 2 S1 zersp. Hoch-Weisel mit Maibach und Bodeenrod (1, 956) Bürgermeister Werner 14. Kirch-Göns (1, 622). Langenhain mit Ziegenberg (1, 459) Bürgermeister Rumpf (lib.) 8. Munster mit Hausen und Oes (1, 310) Bürgermstr. Reineck, Münster 8. Münzenberg mit Trais-Manzenberg (1, 1061). Nieder-Mörlen (1, 808) Joh. PH. Witzei L (Eentr.) 23. 9L g.: Heinr. Möbs X. (Eentr.) 16, Joseph Kremer HI. ((Str.) 1. Nieder-Weifel (2, 1387) Konrad Hildebrand XI. (Rfpt.) 83, Phil. Hildebrand I. (Rfpt.) 83. Ober-Mörlen mit Hof Hasselheck (4, 2095). Oppershofen (1, 645) Andreas Heinstadt I. (Eentr.) 24. Ostheim (1, 461) Beigeordneter Herrn. Schrimpf L 23. Pohl-Göns (1, 581). Rockenberg (2, 1182) Karl Dietz 32, Joh. Gg. Anselm 30. IV. «reis «lSfcld. Alsfeld. Atzenhain Heinr. Zulauf (Antif) 51. Flensungen. Ilsdorf. Lehnhcim Heinr. Dickhardt (lib.) 34. 9L g. Heinr. Bräuning (Antis.) 5. Merlau Joh. Schönhals (Antis.) 29, Jakob Bamberger (freis.) 15. () Darmstadt, 30. Ott. (Eig. Drahtb.) Die gestrige Wahl hat ein überraschendes Resultat ergeben: Bei der ersten Zählung erhielten Buff-Mornew eg (nl.) 1826 Stimmen und Lan genbach-Seng (freis.) 1832 St. Nachträglich stellte sich heraus, daß sechs Zettel un- giltig waren. Eine genauere Zählung ergab dann für beide Parteien Stimmengleichheit und zwar je 1823 Stimmen. — Es ist indessen sehr wahrscheinlich, daß die Freisinnigen mit einigen Stimmen Majorität siegen werden. — Don 8900 Stimmberechtigten beteiligten .sich 3856 an der Wahl, also 41 Prozent gegen 37 Prozent bei der letzten Wahl. Offenbach. (Eig. Trahtb.) Ulrich (Soz.) 2733 St., nicht gewählt: Fei st mann (lib.) 2508 Stimmen. Mainz. 50 Prozent der Wähler haben abgestimmt, von 10 537 Wahlberechtigten haben 5066 Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch gcmad)t Auf die Wahlmänner der Sozialdemokraten entfielen 2982, auf die des Zentrums 1379 und auf die der Nationalliberalen 690 Stimmen. Die Sozialdemokraten haben demnacl) mehr Stimmen erhalten als die beiden ihnen gegenüberstehenden Parteien zusammen. Nachdem sich die Demokraten und die Teutschfreisinnigen entschlossen hatten, die Soualdemvtta- ten zu unterstützen war das Resuttat vorauszusehen. Durch den Ausfall der heutigen Wahl ist Mainz somit für die nächste Legislaturperiode wiederum durch zwei Sozialdemokraten vertreten. Kandidaten der Sozialdemokraten sind die beiden bisherigen Abgeordneten Tr. David und HaaS. Dingen. Bei der Landtagswahl ging Pennrrch (Ztr.) als Sieger hervor. Ingelheim-Finthen. 26 Zentrumswahlmänner und 19 freisinnig-sozialdemokratische Wahlmänncr wurden gewählt. In Marienborn hat, da die freisinnigen und die Zentrums-Wahlmänner die gleiche (Äimmen^chl erhalten haben, das Loos zu entscheiden. Tie Wahl des bisherigen M>g. Dr. Frenay (Ztt.) ist gesichert. 9L g. Wilh. Krug II. 17. Grünberg (3, 1992) Georg Keil (lib.) 65, Ludw. Emmll (lib.) 67, Heinr. Konr. Zimmer (lib.) 61. [9t. g.: Christ. Frank (lib.) 8.] 10. Harbach (1, 343) pemr. Stark (Antis.) 12. [91. g.: Georg Münch III. 3.] 11. Kcsselbach (1, 437) Wilh. Becker IV. (Antis.) IL für Hirschei eintretcu. [Nicht gewählt: Bürgerin. Rein 54, Karl Otto 47.] Allertshausen (1, 268) mit Climbach (249) Bürgermeister Stein-Elimbach (fr. w. B.) 17. [Nicht gewählt: Heinr. Hittgartner IL] Beltersham (1, 298) mit Göbelnrod (244) Heinr. Röhrig 33. [91. g.: Wilh. Müller 10.] Bersrod mit Winnerod (1, 395, 34) Wilhelm Hammel II. Gelegenheit sei, über alle möglichen Dinge zu reden und so die Debatte zu verlängern. . Nach kurzer weiterer GcscbäftsordnungS-Dcbatte beginnt gegen 6 Uhr die namentliche Absttmmung über den Antrag Singer aus Vertagung. , r , Ter Antrag wird mit 210 gegen 87 Stimmen abgelehnt, zwei Abgeordnete enthalten sich der Absttmmung. Abg. Herold [Eentr., bemerkt zm Geschäftsordnung). Nach dem § 53, Absatz II, der Geschäftsordnung beantrage ich, über sämmtliche Anträge Vangenheim zur einfachen Tagesordnung über- zugeh cn. [Lebhafte Bewegung und große Unruhe links.) Präsident Gras Ballcsttem: Nach der Geschäftsordnung hat bei einem solchen Antrag ein Abgeordneter für und einer dagegen das Wort. Tas Wort dafür hat Abg. Herold. Abg. Herold: Ich bitte Sie, meinen Antrag anzunehmen. In der Begründung kann ich mich ganz kurz fassen, denn der Antrag Wangenheim enthätt so viele verschiedenartige Materien, zu denen wir noch nicht Stellung genommen haben, und er ist so aussichtslos, daß eine eingehende Debatte ganz unmöglich und zwecklos ist Tas Wort gegen den Antrag Herold erhält: Abg. Dr. Hahn: Wenn der Kornbauer und der Viehzüchter durch Minimalzölle geschützt wird, dann ist es eine Forderung der augleichenden Gerechtigkeit, daß auch der Gärtner in gleicher Weise geschützt wird. Wir waren umsomehr zu unserem Anträge gezwungen, als es nicht unbekannt geblieben ist, daß die verbündeten Regierungen sich mit der Absicht tragen, gerade die Gärtnereiprodutte als Kompensationsobjette bei den Handelsvertragsverhandlungen zu benutzen. Wir wollen die Gärtner schützen, das sind werthvolle Existenzen, die sonst zu Grunde gehen müßten. Sie würden es nicht verantworten können, wenn Sie einfach über bett Antrag Wangenheim zur Tagesordnung übergingen. [Große Unruhe.) Ich werde gegen den Antrag Herold stimmen. Vielleicht vereinigen wir auf den Antrag Wangcnheim noch eine so große Minorität, daß die Regierungen bei Handelsvertragsverhandlungen Gärtnereiprodukte nicht so schlecht behandeln, wie sie jetzt gewillt sind, zu thun. . Hierauf wird über die Anträge Wangenhetm zur einfachen Tagesordnung entsprechend dem Antrag Herold übergegangen. Gegen den Antrag Herold ftimmen nur die Sozialdemokraten, bie freisinnige Vereinigung, ein Thell der Konservativen unb einige Antisemiten. Hierauf vertagt auf Vorschlag bes Präsidenten baS Hau- bie weitere Berathung auf Donner st ag 12 Uhr. (Dieselbe beginnt mit der namentlichen Absttmmung über den ganzen Absatz 8 des § 1 des Zolltarifgesetzes, wie er sich jetzt gestaltet hat.) Schluß nach 6^ Uhr. Vermischtes. ♦ Stettin, 29. Ott. Auf einem "Felde wurde die 16- jährige Schnitterin Marianne Urbaniak ermordet und beraubt aufgefunden. Der That verdächtig ist der Stiefvater der Ermordeten. Nach demselben wird gefahndet- Breslau, 29. Ott. In Woischwitz hat die Ehefrau des Arbeiters Nitschke ihre drei Kinder im Atter neu, 11, 9 und 7 Jahren vergiftet, und dann auf gleiche Weise Selbstmord begangen. Sie scheint die That in einem Anfalle von Schwermut begangen zu haben. * Weimar, 29. Oft Zu der Meldung von der 8er-* Haftung der bekannten Frauenrechtlerin Fräulein Dr. Anita Augspurg erfährt das Matt „Deutschland" aus bester Quelle folgendes: Fräulein Augspurg war Samstag abend 7i/r Uhr hier ein getroffen und fiel >em auf dem Bahnhof stationierten Schutzmann durch chr eigentümliches Gebahren auf. Aus die Aufforderung des Schutzmannes, ihren Namen und den Zweck ihres hiesigen Aufenthaltes anzugeben, verweigerte fte jegliche Auskunft und verlangte, zum Vorstand des hiesigen PolizciwefeuS geführt zu werden. Trotz mehrmaliger Aufforderung, ihren Namen zu nennen, beharrte Fräulein Augspurg aus chreu Verlangen, worauf sie zur Polizeiwache gebracht wurde.. Ta der Polizeichef abwesend war, wurde sie von einem Kriminalbeamten vernommen und nach ^ngobe ihrer Per- onalten sofort wieder in Freiheit gesetzt. Der Gemnnde- vorstand richtete am Montag an Fräulein Augspurg em offizielles Schreiben, in welchem das Bedauern über den Vorfall ausgesprochen und ihr mttgeteitt wird, daß der betreffende Schutzmann zur Verantwortung gezogen werden soll. — Von anderer Seite wird noch gemeldet, datz Fräulein Augspurg sich in Weimar aus dem Wege zum Bahnhofe befand und in ganz unauffälliger Werse die Straße hinaufgegangen sei, als sie sich zu ihrem Erstounm plötzlich von einem Schutzmann angehalten sah, der sw schon etwa fünf Minuten lang verfolgt hatte Ter Schutzmann forderte von der Dame nicht gerade hofluh 2ttEnft über die Zeit chrer Anwesenheit in Weimar. Ter wahrhetts- gemäß erteilten Antwort legte der Beamte keine Bedeuttmg bei. Auf die Frage der Dame, ob fte mellercht verhastich werden sollte, erwiderte der Beamte, er habe allett>uigS diese Absicht, worauf Fräulein Augspurg sofort mtt ihm wieder zur Stadt zurücüehrte. Auf dem etwa vrertelstün- digen Wege hatte sich ein Schwarm von 40—50 Neu gierigen zu den Beiden gesellt. Auf der Polizeiwache wurde auf wiederholtes bestimmtes Verlangen der Sistierten em höherer Beamter von ihrer Anwesenheit in Kenntnis gesetzt, der sofort die völlige Haltlosigkeit ihrer Arretierung einsah. Am nächsten Tage ist ein amtliches Schreibm bet der Dame eingelaufen, in welchem das Vorkommnis bebauert und mitgeteilt wird, daß der Schutzmann unverzugtvch rettistz^rt ^sei. ^r bekannte Arzt Dr. Senz, der. an den Burenkampfen teilgenommen hat, ist an Blnt^ Vergiftung gestorben. • r» or.. ^Guatemala, 29. Ott. Durch vulkanische AuS- brüche sollen die blühendsten Distrikte der Laff«zpno schweren Schaden genommen haben. Ter Um sang beäaiL* standenen Schadens ist aber wegen der strengen Zensiw der einlaufenden Nachrichten noch uicht genau ui etTaiTuau Tie mit Erdbeben verbundenen Ausbrüche dauern fort, * Der Kassierer des Lemberger Staats^ bahn Hof er Ritter Don Tr zc in skr wurde lungst nach Dernntreuung Don 6800 Kronen flüchtig und gnrg nag Monaco. Er sandte von dort auö an d>e Lemberger Strucks ' bahn-Tirektion einen Brief, in dem er mitt mite, er habe ' in Monaco an der Spielbank 70000 ürvnen gewonnen, t»- von er 7M0 Tvoncn R Ersah der Tesraudafonen zurück- sende. Tas Geld lag dem Briese beu ‘ Große Unterlchlagungen von Steuer, aeldern sind, wie man aus Chri,tiania meldet, der- ■ selbst entdeckt worden Fast säm t tich e Steuererbebcr . sotten bei den Tesraudationen beteiligt sein. Mehrere । Seamtc wurden bereits entlaßen. £ie benwfreuten • men sind bedeutend 'umal die Betrügereien seit zehn ^ahre» . verübt wurden. daß ihm ein anständige- Äegräbniß yfl Theil wird. sHetterkekt.) Dtt eigentliche Diskussion über die Posttwnen selbst kommt ja spater doch zu ihrem Recht bei jeder Positron des Tarifs selbst Ich memer- seits kann nur erklären: Ich würde gegen erne derartige Behanb- Iimg bes Antrags Wangenheim an dieser Stelle durchaus fern, wenn damit die Diskussion über die Positionen im Tarif selbst ausgeschlossen sein sollte. Wie die Sache aber jetzt geplant ist, habe ich nichts dagegen. [Beifall bei den National-Liberalen.) Präsident Graf Ballestrem: Ich bin nicht in der glücklichen Lage des Herrn Abg. Dr. Sattler, den Herren Kollegen gute Rath- schläge ertheilen zu können. Ich kann nur verfahren, wie es bie Geschäftsordnung verlangt. Der Anttag der Herren Frhr. von Wangenheim und Genossen lautet dahin „in § 1 den Absatz 2 wie folgt zu fassen". Ich mußte ihn also bei tz 1 zur Verhandlung stellen. Ich habe aber zur Genüge gezeigt, daß die sachliche Diskussion über diese Gegenstände erst beim Taris selbst zu erfolgen hat. Hier handelt es sich lediglich darum, zu entscheiden, ob diese Positionen überhaupt geeignet sind, in den Mindesttarif hinein- genommen zu werden. Einen anderen Sinn hat die Behandlung des Anttags Wangenheim an dieser Stelle nicht. Abg. Richter [freis. Vp.): Der Präsident hat ganz Recht, baß 'n an bestimmte formen gebunden ist. Aber andererseits wird durch seinen Vorschlag doch der Weg verlassen, den totr bisher eingeschlagen haben. [Sehr richtig! links.) Wir haben uns dahm verständigt, daß es toidersinnig wäre. Minimal- und Maximalzölle getrennt zu diskuttren. Wollten totr Prämien auf Obstruktion setzen, so müßten toir für den Anttag Wangenheim fein, weil ich annehmen könnte, daß dann über jede Tarifnummer zwei getrennte Diskussionen stattfinden. [Sehr gut! links.) Aber ich bin überzeugt, daß sich Herr von Wangenheim nur von sachlichen Gründen leiten läßt. [Heiterkeit.) Es geht doch nicht an, daß es in baä Belieben eines Abgeordneten gestellt wird, je nachdem er seine Anträge aufrechterhält oder zurückzieht, die Tagesordnung vollständig zu verschieben. [Sehr gut! linlSJ Auf der Tagesordnung steht der ganze Zolltarif mit seinen 946 Positionen. Da könnte hier jeder Abgeordnete an jedem Tage plötzlich durch Beantragung eines Mindestzolls irgend eine beliebige Nummer vorziehen, und bas Haus würde vollkommen von dem Belieben des Herrn von Wangenheim oder irgend eines Anderen abhängig fein. Dazu kommt, daß man sich vorher auf eine Diskussion einrichten muß. Parlamentarisches. D e r t i n, 29. Olt. Ein parlamentarischer Berichterstatter meldet: Mehrere Fraktionen des Reichstages hietten heute Sitzungen ab, il a. sei im Zentrum heute eine Aende- rung derGefchäftsordnung angeregt und eingehend besprochen worden. Das Zenttum wolle die Zulässigkett von namentlichen Abstimmungen in gewissem Grade einschränken. Vorläufig sind nur unverbindliche Wünsche ausgesprochen worden. München, 29. Ott. Die „Allg. Ztg." meldet: Die Mitteilung, daß Finanzminister Frhr. v. Riedel im Bundesrat für den 3Mark-Gersten^oll dadurch den Ausschlag gab, daß er als ältestes Mitglied des Bundesrates zuerst absttmmte, ist aus drei Gründen unzu-, treffend. Erstens wird im Bundesrat, wenn namentlich abgestimmt wird, nach Staaten abgestimmt, und zwar in der in der Reichsverfassung angegebenen Folge, dann aber nahm Finanzminister Riedel an der bettesfenden Sitzung des Bundesrates überhaupt nicht teil. Schließlich ist bie Abstimmung über den Gerstenzoll and) eine einstimmige gewesen. B. Friedberg Gemeinde: Butzbach (7, 3940) Friedrich Grauer I ist. Daselbst und später in Berlin sei sie schon in Lind«, (frei).) 95, Wilhelm Grüninger (kreis.) 94, Karl Hader- " mann I (freis.) 95, Christoph Melchior (freis.) 96, Ernst Muth (freis.) 95, Konrad Sommeriad (freis.) 95, Joh. Abg. Singer: Ich betone nochmals, baß hier eine Heber- raschung vorliegt. Selbst bie Referenten haben nichts davon geahnt. Die Behauptung, daß der Schluß der Debatte vorzeittg eingetreten ist, halte ich durchaus aufrecht. Es ist nie oder doch nur selten vorgekommen, daß, wie heute, gleich nach dem ersten Redner bie Debatte geschlossen wurde. [Sehr richtig! linZSJ Das ist nur dem Umstande zuzuschreibcn, daß die Herren von der Rechten ------------ --- plötzlich in beschlußfähiger Zahl hier erschienen waren. Der Abg. er der Tribüne den Rücken kehtt. . - - Sattler nimmt den Anttag Wangenheim nicht ernst, aber er will ihm I Heiterkeit der Linken nach, daß der Anttag Wangenhetm eine gute f If x ISS ss 1 *- -y 5 Namen -5 der .5 Gemeinden 'S Namen - der Halter Angaben über Gutachten der Kommission über E E Bemerkungen | K Q Ramcu ber Gcmciuvcu S!amcu der Halter Angaben über Gutachten der Kommission über Zemerkrmvrir Gattung Raffe g! 5« Gattung Rasse || Körperbau vcayr« zustand Plitge- zustand Gesund- heitS- zustand f-S Körperbau Nähr, zustand Pflege- zustand (Mrfnnhe hcilS» 1 znstanb des Faselviehcs des Faselvrehes 11 Hungen nn n 21 Steinheim „ 2 3| Rodhcim „ 41 Rabertshausen 5 Langd n 6 TraiS-Horloff n ", 7 Inheiden n ö! Lich 9 Birklar n 10 Muschenheim n 111 Dors-Gill n n 121 Eberstadt „ n 131 Ober-Hörgern 141 Langsdorf n n 15 Bettenhausen 161 Bellersheim 171 Obbornhofen 18 Uq»he 19| Holzheim ,, 20 Grüningcn 21 Watzenborn ,i 22 Steinberg 231 Hausen 241 Garbenteich n 251 Steinbach 26] Albach 27 Anuerod t, n w Züchter Kammer B Zhil. Seiberth II. '-S „ L Zachter Kammer C Zhil. Seiberth II. Friedrich Roth ,, Wilhelm Velter oh. Kaufmann 7. Conrad Heinrich Klöppcr )ch. Konr. Roth Heinrich Klöppcr eorg Nikolai III. ü Lilhclm Reichert Georg Dietrich g. Konr. Walther Otmar Werner £ Herrmann Fritz Joh. Carl Bley |ty. Hch- Hublitz Otto Fritz Zudw. Hch. Becker C Wilh. Herzbcrger Joh. Konr. Parr Carl Raab Heinrich Wilhelm Gemeinde )einr. Müller VII. ^ricdr.Brüctmann W. Hanltsch Wwe. Heinrich Müller Heinrich Eller V. hcinr. Weitzel IX. Heinrich Eller V. Markin Kricb Heinrich Kutscher Heinrich Weitz ^rd.WedemannII. Ach. Gerlach VIII. Hch. Ludm. Mulch Herm. Düringer Wilhelm Schmalz Adam Roth LU. Jakob Bender Adam Köhler Wilh. Bender II. Christian Schmidt Joh.GgSteulll. Gilbert Sames Bürgermstr. Roth Georg Hahn Bürgcrmstr.Bopp Wilhelm Neuscl Georg Hahn Konrad Kumpf August Schneider Friedrich Reitz Aug. Ruppcl I. Ph. Peter Grotz Friedrich Emmel Dr. Fülbcrth Wilh. Eigenauer Gemeinde n if Chr. E. Bingel TI Phil. Hcinr. Eule Hch. Ernst Huble Konr. Chr. Enge Joh. Carl Philip Joh. Lud. Philip Ludwig Pitz Joh. Gg. Burk 11 Balser Philipp Ili Georg Jak. Hause Heinrich Dippel Heinrich Münch Jak.WallborthX Joh. Schmidt H Heinrich Kissel L Gemeinde CarlGehrhardtl Georg Hofmani Konr. Balzer V Ludw. Schäfer II Carl Schäfer Leonh. Schäfer uttc, Pro. S ulle,Prv. S ulle.Prv. S ullc.Prv. 2 bcr.Priv. bcr.Priv. iegb., Pv. iegb., Pv. Bulle § Lulle § iegb.. Pv. Bulle 2 Bulle 2 licgciibod bcr.Priv. Bulle E Bulle Z Bulle G (iegb., Pv. Eber (iegb-, Pv. Bulle Bulle rber.Priv. (iegb., Pv. 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Bulle Bulle Ziegb., Pv. Eber, Priv. Zicgb., Pv. Bull- Bulle Bull- Bulle Ziegenbock Ziegenbock Bulle Bulle Bulle Bulle Bulle Ziegb., Pv Ziegb., Pv Eber, Priv Eber, Priv Bulle Bulle Ziegb., Pv Zicgb., Pv Bull- Bulle Ziegenboci Bulle Bulle Bulle Ziegenbob Ziegenbob Ziegenbob Eber Bull- Bulle Bull- Bulle Ziegenbob Eber.Priv Eber.Priv Bull- Bulle [. Bulle . Zicgenboc Zicgenboc [. Eber im. Krzg. 3'/, unmcntl). 2*/, Yorkshire 2 sppcnzell. 2 iogcliSbgr. 3' , Zogelsbgr. 17, Horlshire 1 Saaner 1 Zogelsbgr. 27, Saaner 7, Yorkshire Vj'„ Bim. Krzg. 2 Bim. Krzg. 3 Saancr 4 Saaner 7, -im. Krzg. 17 Saancr 1 dimmcnth. 3 Zimmcnth. 27 -immenth.^37 Limunenth. 3 Ippcnz.Kz. 3 Saan. Krz. I8/ Yorkshire 7 Zimmenth. 3 Simmenth. I8/ Logelsbgr. 4 Saancr 2 Saaner 7 Yorkshire 1 Simmenth. 3 Simmcnth. 27 Vogelsbgr. 17 Vogelsbgr. 3 Saaner 3 Saancr 1 Yorkshire 7 Wilst.Msh.2 Wilst.Wsh. I3 Saancr 5* Saaner 1 Saaner 31 Vogelsbgr. 2' Vogelsbgr. 41 Saaner 2 Vogelsbgr. 3 VogclSbgr. 3 Landrassc 2 Voglsb.Kz. 4' Vogelsbgr. 3* Saan. Krz. 1 Yorkshire Landrassc 2 Vogelsbgr. 3 Sim. Krzg. 2 VogclSbgr. 2 Sim. Krzg. 2 Saaner 2 Landrassc 1 VogclSbgr. 2 Vogelsbgr. 3 Vogelsbgr. 3 Vogelsbgr. 2 Vogelsbgr. 1 Saaner 3 Saan. Krz. ' Yorkshire 3 Yorkshire 1 Vogelsbgr. 3 Vogelsbgr. 2 Landrasse 2 Landrassc 1 Vogelsbgr. 1 Vogelsbgr. 2 Saaner 1 Simmenth. 2 Vogelsbgr. c Logelsbgr. 2 Saaner 4 Saaner l Saaner 2 Yorkshire 1 Simmcnth. 0 Simmenth. 4 Simmcnth. 2 Vogelsbgr. 2 Saaner . Yorkshire . Yorkshire Sim. Krzg. !Simmenlh. ^Simmenth. Saaner Saancr Yorkshire gut sc sehr gut se sehr gut se gut sc gut se gut sc genügb. genügb. sehr gut sc gut g gut gut s genügb. s stchr gut s sehr gut s gut s gut gut ! gut 1 gut 1 sehr gut 1 gut 1 J gut . gut gut J gut gut sehr gut genügb. I ungen. gut , gut , sehr gut gut , sehr gut gut sehr gut 4 gut gut 4 gut -sehr gut sehr gut /-sehr gut /, gut 2 gut sehr gut I kaum Igenügb. gut genügb. /- gut /- 9^, genügb. /4 genügb. genügb. /, genügb. /- gut /2 genügb. genügb. gut genügb gut /- 9? genügb /, gut VA gut gut 7, geuügb gut gut 7, gut 7, sehr gu VA gur genügb 7- gut 7 genügb '^sehrgu 7, sehr gu gut 7, sehr gu sehrgu sehrgu gut sehrgu gut sehrgu sehrgu 7, 'ehr gu sehr gu 7- sehrgu gut 7« gut gut 7« gut 7r schrgu 7, gut 7« gut hr gut se hr gut se hr gut se hr gut se hr gut se hu gut sc gut gut hr gut sc cnügd. gut chr gut s chr gut s chr gut s chr gut s ehr gut s gut ehr gut | chr gut f chr gut | chr gut | chr gut | chr gut | gut ehr gut! ehr gut1 chr gut ehr gut z-nügd. gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut genügb. genügt). ungen. gut gut sehr gut ungen. ungen. ungen. ungen. gut gut sehr gu sehr gu sehrgu sehrgu gut gut gut sehr gu gut schrgu sehr gu t sehrgu schrgu t sehr gu sehrgu t sehr gu sehrgu t sehrgu t sehr gu t sehr gu tffchrgu t sehr gu sehrgu gut gut sehr gu t sehrgu gut gut irgut se It gut se hr gut se hr gut se hr gut se hr gut (e gut gut hr gut se gut gut hrgut s hrgut s 'hr gut s chr gut s ehr gut s gut ehr gut s ehr gut s ehr gut s ehr gut s ehr gut f ehr gut s gut ehr gut | ehrgul | ehr gut | ehr gut \ gut gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut gut gut gut «ehr gut «ehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut genügt), genügb. ungeu. gut gut sehr gut ungen. ungen. ungen. ungen. gut gut sehr gut sehr gu sehrgu sehrgu gut gut sehr gu sehrgu gut sehrgu sehrgu liehrgu i sehr gu t sehrgu liehrgu t! sehrgu t sehr gu sehrgu l sehr gu t sehr gu t sehr gu t sehrgu t sehrgu gut gut t sehr gu t sehrgu gut gut hr gut hrgut hrgut hrgut hr gut hr gut gut gut hrgutl gut gut hrgut hr gut hr gut hrgut hr gut gut chr gut chr gut ehr gut ehr gut ehr gut ehr gut gut ehr gut] ehr gut ehr gut] ehrgul] gut gut ehr gut ehr gut ehr gut] ehr gut ehr gut ehr gut ehr gud gut gut gut ehr gut «ehr gut sehr gut sehr gut sehr gut ehr gut ehr gut sehr gut gut schrgu gut gut gut gut gcnügd genügt) genügb gut gut sehr gut gut gut gut gut gut gut schrgu sehr gu sehrgu sehr gu gut gut sehr gu sehr gu gut sehrgu sehr gu sehrgu sehr gu sehr gu sehr gu sehrgu sehrgu schrgu sehrgu sehr gu sehr gu sehr gu sehr gu gut gut t sehrgu l sehrgu gut gut Zweiter Bull- js-hlt, Sehr schlechte [Hinterbeine. Zur Herde gei (trieben Kein Eber vor» (Händen Kein ®er vor- (Händen. | Schlechte | (Klauenpfiege. VI 1 Kein Eber vor- tl (Händen, t Kein Eber vor» t f Händen. t t t t t t t] tl BefferekAcmen- t pflege erfordert. t M Ergebnis der Besichtigung der Gemeinde-Zucht-Stiere, -Eber und -Ziegenböcke in 1902. 1* — Gutachten der Kommission 1 L» — _ Gutachten der Kommission - s E — Namen Namen Beschreibung über 1 Samen Namen Beschreib rurg § über — 5 der der der 0 _ j» <33 Bemerkungen der bet der 2 0: Bemerkung« urbn. Gemeinden Halter Farbe After & >c> Gesim hcitS znsta, Ordn. WeweinDcit Halter Farbe Rasse £ a •« c. S =» - S c 3^ S 1 ALenborf a. Lda. Gemeinde BogelSbgr. dunkelrot 17« gut gut r. gut gut x imGemeinbe.! (Eber) Heinr. Mau» Engl.Sr,g. weiß 7. gut genügb. gut gut \ Eigentum 1 (bullenstall., (Ziegenbock) Wilh. HöreS Saaner ■ ■ gut R R i der Hatter. Simmenth. Gelbscheck 37. zml.gut r. gut | Ein 4. Bulle .18 Münster Paulus Walter Sim. Krzg. Hellfalbsch 2',4 ff genügb. schlecht ff Ein 2. B^lle Sim. Krzg. Rotgelbsch. 21/. gut gut ’ ist anzuschafs. Engl. Krzg eriorderlich. (Eber) Christian Zinßer Yorkshirer weiß p gut Eigmt. b.Halt. Eber) ff weiß l gtnügb. • n • 1 Eigentum Reinzucht (Ziegenbock) JohS. Pfeffer saan. Krz. l', gut re genügb. 99 | der Hatter. (Ziegenbock) Severin Franz Saaner 17, genügb. genügb. M Eigent.b. Stabt! 19 Niederbessingen Heinr. LlöS L-immenth. Falbscheck 2* . ff te gut ff Ziegenbock Original Reinzuchl Hellfalasch nicht gehalten. Weg. Sprung. 2 Allertshausen Wilhelm Römer Sim. Krzg. Falb 27, — gut gut w Simmenth. 17, • (Eber) Konrad Ranft Ww Engl. Bast. weiß 1 genügb. genügb. genügb. n ) Eigentum ber untauglichkeit (Ziegenbock) Ludw.RachtigallV. Saaner 7, ff gut / Hatter. adzuschasten. 3 Beltershain Johannes Loth BogelSbgr. tot 17, gut gut Ein 2. Bulle br. (Eber) Konrab Heß Yorkshire weiß 1'7 gut gnt • • Eigent. d. Hall (erforberlich. 20 Nonnenroth Heinr. Metzger II. Simmenth. Falbscheck zmi.gut ff R * (Eber) Nikolaus Reitz Yorkshire weiß 7. ■ w * w Eigent. d. Halt. Heinr. Sehrt dl- gut Ziegenbck. wirb ff — * 1 ’s gut * H * \3R lahm. nicht gehalten. (Eber) Peter Hoppe Engl. Krzg. weiß «e schlecht ungen. 4 BerSrod Jakob Hofmann Sim. Krzg. Falbscheck 27. genügb. ff •• (Ziegenbock- Christ. Hedderich Saaner ft genügb n gut gut / Eigent.b.Hlt — JohS. Becker I. BogelSbgr. rot 27, gut sehr gut sehr gut 9» 21 Oberbesstugen Heinr. Heinz Limmenth. Falbscheck ff ft (Eber) JohS. Schneider Engl. Krzg. weiß 7. ff gut gut — 1 Eigentum der n ff » 2 gut ft \ unverzügl. b. (Ziegenbock) Konrad Repp Landrasse schwarzgr. 17, genügb. genügb. genügb. genügb. f Halter. (Eber) JohS. Maul Engl. Krzg weiß 1 1 f. schl. genügb. genügb. genügb mit weißem (Ziegenbock) Heinr. Diehl IIL Saaner gut gut r. gut gut I ein. tauglich. Abzeichen Reinzucht | Eber zu erseh. b Beuern Gemeinde Simmenth Rotscheck 27. zml.gut r. gut gut gut 1 imGemeinde. | bullenstall. ff ff Saan. Krz schwarzgr >7, e ■ N ff | Eigent.b Hlt. Sim. Krzg. Gelbscheck 21/. gut 22 Odenhansen Pacht. Dcnermann Sun. Krzg. Gelbscheck 3 • ■ genügb. ff j Eigent.d.Hlt. Simmenth Hellfalbsch. 17. gut (Eber) M Engl. Krzg. weiß 1/ genügb genügb w genügb. | KreiSamtltch. (Eber) PHSommerlabVII Engl. Krzg. weiß 1% genügb. k. gen. schlecht genügb. ( Eigentum der } Genehm fehlt (Ziegenbock) JohS. Stein Wwe. Saaner 2 gut gut ff ff / Hafter. 1 Ein 2 Bule 6 Climbach Heinrich Konrad BogelSbgr. rot 3 gut gut Ziegenbck. wird J br. notroeeb. (nicht gehalten. 23 Queckborn Carl Herzbcrger BogelSbgr. rol 7 k. gen. schlecht ff Weg. Jner». (Eber) Melchior Wißner Yorkshire weiß 1 • Eigent, d Halt. ff ff ff ff 3 gut gut gnt gut zücht abzusch. 7 Ettingshausen Gemeinde Slmmenth. Hellfalbsch 37, imGemeinde. ff Joh. Schmidt V. Simmenth. Hellfalb 3'/, ff genügb. schlecht R Ein 4. Bulle Reinzuchl bullenstall. (Eber) Konrad Knöß II. Engl. Krzg. weiß 17- ff sehr gut genügb. * ist anzuschafs. Simmenth. Hellfalb 17, zml.gut n einZ.Bulleist ff ff M ff ' 4 k. gen. gut gut 99 Sämtl.Fasel. nut Blässe erforderlich. (Ziegenbock) Heinr. Damm Saaner ff 2> gut ff genügb. w liert s. Eigen, tum der Hem. (Eber) Heinrich Walter Engl. Bast. weiß 7, | Eigent.d.Hlt. Kaspar Löchcl (Ziegenbock) Heinrich Boglcr Landrasse schwarzsch. 7, ungen. genügb. H J weg. Inzucht 24 ReinhardShain Simmenth. Falbscheck 2 H M gut ff Ein 2. Bull, | abzuschaffcn. Reinzuchl br. notwenbig. 8 Geilshausen Carl Wagner Sim. Krzg Falbscheck 37, genügb. r. gut h ff (Eder) Max Deißensec Engl. Krzg. weiß 7, w f» w 99 \ Eigemu» BogelSbgr. Yorks.Bast. rot 7: zml.gut gut ff (Ziegenbock) Peter Seng Saaner - w n r 99 f der Halter. (Eber) Heinr. Siebergall weiß gut sehr gut sehr gut n Eigcnt. b Halt. 25 Röthges Ludwig Reitz Sim. Krzg Hellfalbsch. 17, n ft 99 ff ein 2. Lulle Wilh. Waldjchmidt Landrasse schwarzsch 7, Eigent. d. Halt. Engl. Krzg. dr. notowbtfl. Weg. Inzucht ff ■ weiß 1 ■ R 99 1 Eigentum unverz.abziisch (Ziegenbock) JohS. Möll VI. Saaner 27, genügb. tf schlecht 99 / der Halter. 9 Göbelnrod Konrad Schepp BogelSbgr. rot 17. gut gut gut w 2.Bullecrsordl. 26 RüddlngShausen Wilhelm Sohl BogelSbgr. rot 13 gut genügb. gut ff ist noch 2 Man. (Eber) ff Yorkshire weiß 7. ,, .1 n Eigent. b. Halt. Leonhard Peter Dlt. ZU schone». 10 Grünberg Carl Jöckel VIII. Simmenth. Falb 2 ff - * 2'/« ■ gut ■ 1 Eigentn» Reinzuchl (Eber) Ludwig Loth II. Engl. Bast. weiß l genügb. schlecht schlecht genügb. r» • Hermann Christ 99 BogelSbgr. rot ff 47, 27, 4 zml.gut gut r. gut r. gut gut r. gut r gut r» r» Eigentum der 27 (Ziegenbock) Saasen Heinr. Werner I Hemrich Schepp V. Saan. Krz BogelSbgr. gr. u. schw rot 1'/, 3' 7 gut • gut w gut • gut / der Halter. Ein 3. Bulle ist anzuschaffen. (Ziegenbock) n Saaner Reinzuchl weiß 27- n gut gut H Stadt. W - n • 47. gtnügb. * • ungen. w.chron 2ahm. bett abzuschasi Saaner 7, gut (Eber) Carl Schäfer Engl. Bast. weiß 7. — w genügb. gut ( Eigentum Rcrnzucht lZiegenbock) Ludw. Schmidt I. Landrasse grau 2 gut K gut R f der Hatter. (Eber) Yorkshire 1 n Eigent.b. Halt. 28 Stangenrod Peter Neunobel Sim. Krzg Falbscheck 4”, 4 genügb. H s. schl. genügb. ist adzuschasfen. Ein 2. Bulle dr. erforderlich. 11 Harbach Heinrich Münch I. Simmenth. Reinzuchl Hellfalbsch 17« * n genügb. II Ziegenbck. nicht gehalten sehr gut genügb U BogelSbgr. rot 37. M (Eber) JohS. Erb II. Yorkshirer weiß l'A ■ gut | Eigentum (Eber) Heinr. KlöS IV. Yorks.Bast. weiß 7. gut Eigent. b.Halt. August Horst Reinzucht genügb. ( der Halter. 12 Hattenrod Konrad Roth Simmenth. Hellfalb 27, (Ziegenbock) Saaner ff 17, gut gut 99 Reinzuchl 29 Stockhausen Äugust Theiß BogelSbgr. rot 374 te r. gut r. gut • Eber u. Zieg V " (Eber) Phil. Rock Simmenth. Yorkshire weiß 17, 7. genügb. gut n N n | Eigentum ber 'so Treis a. Lumda Gemeinde Simmenth Falbscheck 4 genügb. • 99 • nicht gehalt,a. i| abzu schaff. (Ziegenbock) Heinr. Seip IV. W. Landrasse 27, genügb. genügb. genügb. ff / Halter. Reinzuchl gelb, unb gut gut imAemeind,. bullenstall. E,n 4. Bulle 13 Kessridach WUh. Becker I. BogelSbgr. rot 17. gut ff ff 1 M Sunmenth 2 • • (Eber) Jak. Schomber II Engl. Bast. weiß 1 schlecht W gut If \ D. ein. taugl. } zu ersetzen. w Reinzuchl BogelSbgr. weiß. Kops rot 27, w 99 (Ziegenbock) JohS. Stein II Saan. Krz. grauweiß 17, genügb. schlecht genügb. | Eigent.b.Hlt. Konrad Michel Yorks.Bast. weiß 17, genügb. ist anzuschast. Eigent.b.Hit. Deg Inzucht adzuschasten. Ein 3. Bulle dringend ndtig. 14 Lauter Julius Zimmer BogelSbgr. rot i', gut gut gut gut 1 Eigentum (Eber) ff ff ft 17, zml.gut f deS Halters. (Ziegenbock) Wilh. Müller L>aan. Krz. grauweiß V , genügb. genügb. schlecht genügb. (Eber) (Ziegenbock) Wilh. Schmidt Heinr. Sann Yorks.Bast. Saaner weiß L 7- gut zml.gut s. schl. genügb. * \ Eigentum | der Hafter. 31 Dillingen H. Nürnberger IU. Sim. Krzg. Hellfalbsch. 17. gut gut gut gut 15 Lindenstruth JohS. Gerth I. BogelSbgr. rot »7. genügb. gut gut ff Heinr. Leidner Simmenth Falbscheck 27. (Eber) Konrad Krug Yorks.Bast. weiß 1 gut sehr gut 1 Eigent.d.Hlt. N fl 99 1 Eigentum / der Halm (Ziegenbock) Peter Fink 11. Landrasse 37, genügb genügb. genügb. genügb. [ istabzuschaff., (Eber) n Engl. Bast. weiß genügb. genügb. genügb. ff J w. Jnceslzcht (Ziegenbock) JohS. Pfarrer L-aan. Krz. 2 7, gut gut gut 99 16 Londorf Georg Bert Simmenth. Falbscheck 2 gut gut gut gut \ Eigent.d.Hlt. 32 Weickartshain Heinr.Schmidt IU. BogelSbgr. rot 3*/, w n n r» Ziegend.n.ßeh. Reinzucht I ES fehlt der .. .. M 17, genügb. genügb. e ff Eigent. b. Halt Simmenth. 7. >3. Bullen, die (Eber) Jobs. Trüller VI. Yorkshire weiß 7 < gut gut ,, 99 1 kreiSamtliche 33 DeiterShain Carl Faulstich Simmenth. Hellfalbsch. 37, • r. gut r. gut ■ J Genehmige. Reinzuchl 27. genügb. (Eber) Dittve Becker Engl. Krzg. weiß '/. zml.gut Wegen Inzucht ff Simmenth. ■ gut r w unverzüglich Simmenth. Falbsch. m. 17 4 gut ff 99 abzuschoffen. Reinzucht weiß. Kops Eigentum Eigcnt. b. Halt. (Eber) H. Kaufmann VII. Engl. Bast. weiß 17« sehr gut febrgnt gut w JohS. Hasielbach Saaner 17, gut genügb. schlecht genügb. Etgent. d. Halt. (Ziegenbock) Wilhelm Erd Landraffe grauweiß gut gut schlecht genügb / der Halter. 17 Lumda Heinr. Hedderich Simmenth. Reinzuchl Falbscheck 47. genügb. n genügb. 99 ist abzuschaffm. 34 Winnerod HanS Zimmer Simmenth. Reinzuchl Hellsalbsch. 27 4 r. gut r. gut gut bei Halters. ■ Simmenth. Hellfalbsch. 27, jmLgut e e Remzucht 1. Kongreß deutscher Agenten. Im Anschluß an einen Vortrag über „Sie Verweigerung von Gewerbe-Legitimationökarten an Agenten" erklärte der Vertreter des Handelsministers Geheimrat Wendelstaüt, daß der Minister die erste sich bietende Gelegenheit benutzen werde, um eine Abänderung des § 44 der Gewerbeordnung herbeizuführen. Dem Anträge Wiesenthal-Berlin gemäß wurde eine Resolution angenommen, die mit Befriedigung von der Erklärung des Regierungskommisfars Kenntnis nimmt und den Vorstand beauftragt, für baldmöglichste Erledigung der Angelegenheit bemüht zu sein. Nach einem Vortrag deS Herrn Neyring-Hambura über „Die Revlsionsbedürftigkeit der handelsrechtlichen Bestimmungen über die Handelsagenten" nahm die Versammlung folgende Resolution an: „Der Kongreß deutscher Agenten hält eine Revision deS Handelsgesetzbuches (Paragr. 84 bis 92) für unbedingt erforderlich und beauftragt den Vorstand deS Zentralverbandes, die nötigen Schritte zur Abänderung zu thun und bis zur gesetzlichen Regelung einen Normal-Agentur-Dertrag auszuarbeiten." Am Dienstag gelangten bie Satzungen deS Zentralverbandes deutscher Handelsagenten zur Verlesung. Der Verband bezweckt den Zusammenschluß aller Agentenvereine im Deutschen Reiche behufs Wahrung der Rechte und Interessen der Mitglieder. Politische und religiöse Fragen sind ausgeschlossen. Litz des Verbandes ist Berlin- Der Verband soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Mitglied kann feder Agentenverein Deutschlands werden, der mindestens 15 Mitglieder zahlt. Ausgeschiedene Vereine haben keinen Anspruch an das Verbandsvermögen. Das Rechnungsjahr beginnt mir dem 1. Januar. Mindestens alle zwei Jahre findet im September oder Oktober ein Ver- bandstag statt. Den Ort desselben bestimmt der vorhergehende Verbandstag. Auf ihm haben die Abgeordneten per OrtLvereine Sitz und Stimme. Die Auflösung deS Verbandes kann nur auf Antrag deS Vorstandes oder von mindestens der Hälfte der Verbandsvereine beantragt werden. Die Satzungen wurden angenommen. ES folgte die „Dahl deS Vorstandes deS Zentralverbandes". Im Namen der DorberatungSkommission empfiehlt Herr Herzberg-Berlin folgende 15 Herren: Moritz Goldschmidt-Berlin, Dr. Bergmann-Berlin, Leopold Löb-Berlin, Felix Wiesenthal-Berlin, Oskar Daniel-Berlin, August Ströbel-Hamburg, I. BehrenS jun-Hamburg, Jul. Nehrmg- Hamburg, Adolf Iensjen-Hamburg, Gustav Pinoff-Breslau, Oskar Wessel-Breslau, Fr. Engels-Berlin, Eugen Herzberg- Berlin, Karl S2L Eallmann-Aoln und Jul- Wohl-Stettin. Sämtliche Kandidaten wurden gewählt. Als Verein, welcher die DerbandSrechnung auf dem nächsten Verbandstage zu prüfen habe, wurde der Hamburger Exportverein bestimmt. Endlich wurde der Vorstand ermächtigt, den Etat für das erste Jahr selbständig aufzustellen und die nachträgliche Genehmigung einzuholen. Nach den Wahlen hielt Felix Wiesenthal-Äerlin einen Vortrag über „Die Schaffung eines freiwilligen (freundschaftlichen) Schiedsgerichts für Streitigkeiten zwischen Gesct)ästsherren und Agenten". Die Versammlung nahm schließlich die von Goldschmidt und dem Referenten vorgeschlagene Resolution an: „Der erste Kongreß deutscher Agenten enipfiehlt, in den Normal-Agenturvertrag wie überhaupt m die Verträge die Bestimmung einzufügen, daß die Mitglieder des Verbandes bei Streitigkeiten zwischen Geschäftsherren und Agenten das freiwillige Schiedsgericht anjuruscn gehalten seien, und beauftragt den Vorstand, die Einrichtung solcher Schiedsgerichte in die Dege zu leiten." ~~ Sehr interessant war das Referat Lüegmunb Wiener- Beilin über „Die Ansprüche an Bildung und Intelligenz, roc«d)e heutigen Tages der Agenturderuf stellt". Das neue Handelsgesetzbuch stelle große Ansprüche an den Handelsagenten, «auf.nannische Kenntnisse, gesellschafUiche Bildung, makellose Vergangenheit bilde» btc Grundlage aller Rechte und Pflichten. Die verschiedenartige Thätigkeit erfordere vielseitige Ausbildung tn L-wachen, Warenkunde re. An der Hebung des Standes fortzuarbeiten, |ct die vornehmste Aufgabe jedes deutschen Handelsagenten ASihkMltzc NkdkrMdtl leitsfält in btt itabt 6ir|ti 41. Woche. Dom 5. Oft. biS 11. Oft 1902. Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Müuu ) öterblichf eits-iffer: 16,06, nach Abzug von 6 OrtÄiremben 12,06 /ce. Kinder LS starben an: Zusammen: Erwachsene: un L Lebenswahr: 1—16. Lungentuberkulose 1 (1) 1 (1) — — Darmtuberkulose 1 1 —- Gehimluberkulose 1 — 1 Bronchitis 1 1 Arteriosclerose 1 1 Nierenentzündung 1 1 Vehirtienlzündung 1 — 1 tm Wochenbett____ Summa: 1 (1) 8 (2) 1 (1) 6 (2) 3 — Anm. . Die m Klammern gejeytvi Ziffern geben an^wie viu der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aul von auswärts nacy Gießen gebrachte Kranke kommen. Tranolin ,st und bleibt daS beste sur da» Schuhzeug. D« sein Schuhwerk von Zeit m Zeu emftitet, wird ^den, daß ,em Befinden besser ist als sonst, we.l bte Jüve warm «fallen bleiben, Schnee und Ei-waffe r ntcbt emdrmgen können. Bor mancher Kram beit bleibt der bewahrt, der seine Fuße wann undtrockm hau. Rian greise aber nicht zur nächsten, besten Buchse schuhieN^son dern man sehe daraus, Gentner'» Tranolm zu bekommen, ixws Jen macht daS Leder wafferdicht. Darmstädtar «SbelsadrU (160 Zimm.-Einricht.), PveiSL go». **6. •'S" fr®»*1 MM vlk^ hzt 61 fenxd--«" rs* »ch-lst gbrtflt 101 «artige! ^iprfdja' vetr. 3". beabsichNl Megimenl! scharfen Pt Mn-Bu diesem Zlr Seschl ^mittags «aSllhr LieS AN) nQC Die Sh Minz-ar- fmb ungesc Die it vollen diel üblich bett Cchuhlmie hmgewiese arbeitet r mjhalten Oie Betr.: De Linden ist etlo1 D mb bei werden r T tn Dd hüstspei $ erlös I' zu Eli lotlauf . n Unj bringen Für öit Eper Schafen Oi Vetr % Maul, Herden des Ai r. Jul. Gießen Melber, fehen fei Maul- i drei Personal, polizeibeh ""derhan, ^8 Sieich ®ie 8etr.: । Taz । ?w ”ei°nbtre ?nnimac