ISS Jahrgang Erstes Blatt. Dienstag 3V. September LNVL Be»ngSpretSr monatl otertel* nie Wege in der franKösi- so ungemein gvotzem Er- ,ePtei»b6r; Kmike Zola f. Paris, LV. Sept. Emile Zola wurde heute in seiner Wohnung tot aufgefuuden. Tie landw. Wiuterschule zu Alsfeld betr. Die landw. Winterschule zu SUßfelb beginnt ihren SO. Winterkursus Dienstag de» 4. November ds. IS., vormittags 11 Uhr. Indem wir zum Besuche der Schule einladen, bemerken wir, daß die Schule baß Ziel verfolgt, jungen Landwirten diejenigen Fachkenntnisse, welche heute zur rationellen Bewirtschaftung bäuerlicher Güter notwendig sind, in zwei fünfmonatlichen Winterkursen zu vermitteln. Zur Erreichung dieses Zieles lehren an der Schule 8 Landwirtschaftslehrer und 4 Hilfslehrer. Die Schule ist mit einer reichen Lehrmittelsammlung zweckentsprechend ausgerüstet. Ausgenommen werden junge Leute im Alter von 14 bis 20 Jahren, welche das Unterrichtsziel der Volksschule erreicht haben; in den oberen Kursus nur solche, welche schon den unteren Kursus mtt Erfolg besucht haben, oder welche nachweisen, daß sie die Kenntnisie, welche der untere Kursus vermitteln soll, bereits besitzen. Aettere Landwirte können als Hospitanten ausgenommen werden. Die jungen Leute stehen während chres Hierseins unter Empfang der Aurengenerale beim Kaiser. Nach Meldungen verschiedener Blätter werden die Burengenerale bei ihrer in der zweiten Woche deS Oktober stattsindenden Anwesenheit in Berlin vom Kaiser empfangen werden. Die Jnittative zu diesem Schritt dürfte, wie versichert wird, von den Buren, beziehungsweise ihren Freunden in Holland ausgegangen sein. Die Nachricht wird in der Presse freudig begrüßt und bereis als feststehend betrachtet. Es ist ziemlich überflüssig, zu versichern — wie das in einem mitunter offiziösen Berliner Blatt geschieht — man halte eine in England verstimmende Wirkung der Audienz für ausgeschlossen. Im Gegenteil, die englische Regierung kann diesen Empfang nur begrüßen, weil dadurch eine gewisse Gewähr gegeben wird, daß, soviel an den Burengeneralen liegt, der Berliner Besuch keine „Demonstrationen" gegen England herbeiführt. Indem die Generale zuerst nach ihrer Ankunft die Ehre der kaiserlichen Audienz haben, erhalten sie einerseits Gelegenheit, sich über den durchaus unpolitischen, humanen Zweck ihrer Rundreise zu äußern, andererseits erlegt begreiflicher Weise die zu Teil gewordene Auszeichnung eine gewisse Zurückhaltung auf in der geplanten großen Volksversammlung. Wenn apf diese Weise das politische Moment mehr in den Hintergrund gedrängt wird, so kann daß der von den Burenführern oerttetenen Sache nur nützen, General Viljoen, Kommandant Mal au und andere Burenführer sind inzwischen in L o n d o n angekommen. Viljoen erklärte, er beabsichtige keineswegs, die Rundreise Bothas, Delareys und Dewets mitzumachen, da er den Aufruf nicht zu billigen vermöge. Die Burengenerale handelten entschieden unklug, die ihnen vom britischen Volk dargebotene Hand und Freundschaft zurückzuweisen. Die Buren seien versöhnlich gestimmt, deS Streites müde und bedürften endlich der Ruhe und der Gelegenheit, sich zu rehabilitieren. Aber auch eine versöhnlichere Haltung der britischen Behörden der neuen Kolonien sei erforderlich, um in Eintracht die Verschmelzung der beiden Raffen in Südafrika herbeizufühcen. Kolonialpost. Loudon, 20. Sept, Tie „Mormng $oft" sucht in einem längeren Leitartikel die Anklagen zu beantworten, die O b e r st - Aufsicht der Lehrer und müffen sich der Schulordnung unbedingt unterwerfen. Sie nehmen Wohnung in bürgerlichen Familien, und können Wohnungen zu 30 bis 40 Mk. pro Monat von dem Vorsteher der Schule, Herrn Oekonomierat Leithiger, nachgewiesen werden. Das Schulgeld beträgt für das Wintersemester 25 Mk. Anmeldungen sind an den Aufsichtsrat oder an Herrn Oekonomierat Leithiger zu richten, welcher auch bereit ist, speziellere Anfragen zu beantworten. Alsfeld, den 1. September 1902. Der Aufsichtsrat der landw. Winterschule Alsfeld. Dr. Mellor. Nr. «89 •rffteint täglich außer SormiagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Lietzener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. AotattonSbrud tu Verlag der Brühl 'scher, Unloerst-Buch- u.Ttetn» druckeret (Pietsch Erben) Rebafhon, ExpedMo« und Pruckerer: Schnlstratzs V. Adresse tüt Depeschen» Anzetger Gießen. FkrnsprechcmschlubNr.bl. Emile Zola, der als Dichter neue Wege in der frai scheu und der Weltlitteratur mit so ungemein großen folge eröffnet hat, hat ein Alter von nur 62 Jahren erreicht. Er wurde als Sohn eines italienischen Ingenieurs am stiuinii n lernen, estrn 1902/081 •• Oktober. ndenpluei: M ÄMhfflltfcgj i Uh,. Gietzeim Anzeiger ** General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen ^schreiben 2er Touleeen Muelk rtenptei er»PleL kjmn snob Srhaier, können, so heiß er sie auch als Librettist wie als Dramatiker ersehnte; das knappe, gedrängte Zusammenfassen, die scharfe Zuspitzung einer Situation war nie seine Sache, in breit ausgedehnter Schilderung fühlte er sich am wohlsten. Daher die ungeheure Länge der meisten seiner Werke, ine das deutsche Publikum einem Deutschen nie gestatten würde, die Gutzkow bei uns unmöglich gemacht hat. Der Name Zola wird für die Nachwelt verbunden bleiben mit den beiden großen Rvmancyklen der „Rougon- Macquart"" und der „Trois Villes"", als den anschaulichsten Bildern aus der Zett des grohkapitalisttschen Aufschwungs in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, der lleberslutung des Geistes- und Empfindungslebens auf allen Gebieten durch die Anschauungsweise des Kapitalismus und seiner wichtigsten und wuchttgsten Dienerin, der Maschinentechnik. Der erstgenannte Cyklus giebt eine beinahe vollständige Mechanik des komplicierten modernen Lebens. Tie wichtigsten Funktionen der bürgerlichen Gesellschaft — das Geld, die Kunst, das Heer, die Wissenschaft, die Bureau- kratie :c. — werden hier von einseitigem Standpuntt, aber mtt außerordentlicher Kenntnis geschildert. Im zweiten Cyklus wollte Zola als Gegenstück eine Dynamik der bürgerlichen Gesellschaft schaffen, eine Zergliederung der Ge- sühlsentwicklung des metaphysisch-religiösen Lebens der heutigen^Menschen. Das ist ihm von dem gar zu em- fettigen Standpunkte des Romanen aus nur zum Teil gelungen. Zola starb einsam in der Nacht. Er starb, während er ein neues Werk vollendete und neue Pläne, riefenhaft für einen alternden Mann, in dem ewig arbeitenden Haupte walzte. Tiefes Lebenswerkes Summe in ernsthaft ruhiger Betrachtung zu ziehen, wollen wir uns für einen der späteren Tage aufheben. Ueber die näheren Umstände desTodes Emile Zvlas wird gemeldet: Zola und seine Frau brachten drei Monate auf dem Lande zu und waren jetzt in ihr Haus in der Rue de Bruxelles zurückgekehrt. Die Wohnung war während der mehrmonatlichen Abwesenhett ausgekühlt, zumal in der letzten Zeit, weshalb Zola anordnete, das Schlafzimmer zu Heizen, in welchem sich ein großer Prachtkamin befindet. Ein Diener suchte den Befehl au^u- sühren, aber es gelang ihm nicht, das Heizmaterial in ^xxtuunUWt allen MM« > Munt ßelunbtf frß'r -> SI EN* rrirb, Metzler, WM-Lp KUZ MiiiÄ'Ä; ‘.dem 1 ® i®lnw«S0P,,. Brand zu setzen. Der Kamin schien nicht genügend Zug zu haben. Zur gewohnten Stunde setzten sich Zola und dessen Frau zu Tisch und aßen mit Appettt. Die Dienstboten aßen dieselben Speisen. Gegen 10 Uhr begaben sich Zola und seine Frau zur Ruhe. In der Nacht wurde durchaus nichts Bemerkenswertes tvahrgenommen. Gestern (Montag) vormittag halb 10 Uhr klopften Arbeiter, die im Schlafzimmer Reparaturen vornehmen .sollten, sowie ein sie begleitender Diener des Hauses, ohne Antwort zu erhalten, an die Thür des Zimmers. Als sie die Thür schließlich erbrachen, drang ihnen ein scharfer, den Atem benehmender Kohlendunst entgegen. Sie fanden Zola mit dem Kopfe und den Schultern auf dem Bettteppich liegend, während die Füße auf dem Bettrand sich befanden. Vermutlich versuchte er, aufzustehen, um das Fenster zu öffnen. Frau Zola lag anscheinend leblos im Bette. Dr. Lenor- mand, Dr. Main sowie zwei weitere Aerzte, die sofort herbeigerufen wurden, stellten schleunigst Wiederbelebungsversuche an, die nur bei Friau Zola Erfolg hatten. Alsbald erschien ein Polizeikommissar, der Spuren von Ausleerungen, die sich auf dem Teppich und dem Bette fanden, zum Zwecke einer Untersuchung mit sich nahm. Ter Kommissar bemerkte, daß zwei auf dem Boden des Zimmers ruhende kleine tzundekeinerleiSchaden genommen zu haben scheinen. Der Polizeikommissar benachrichtigte sofort den Untersuchungsrichter, der zwei Sachverständige mit der Untersuchung beauftragte. Nach den übereinstimmenden Darlegungen der Aerztt scheint es unzweifelhaft, daß Zola an Vergiftung durch Kohlenoxydgas gestorben ist. Man vermutet, daß in dem Kamin, welcher wegen seines schlechten Zustandes heute ausgebessert werden sollte, durch langsam brennende Kohlenbriketts Kohletroxyogas sich entwickelte, das in den Morgenstunden ins Zimmer strömte. Der Umstand, daß Zola, als die Diener um 9 Uhr ins Zimmer drangen, der Vergiftung bereits erlegen war, während die Frau noch atmete, wird darauf zurückgeführt, daß Zola, vom Unwohlsein befallen, sich erhoben hatte, um das Fenster zu öffnen, jedoch niederstürzte und _ große Mengen Kohlenoxydgas einatmete, von dem insbesondere die unteren Luftschichten gesättigt waren. Ein nationalistisches Blatt verzeichnet das Gerücht, daß, l alert ML "'Äokliung W* Alt 042871 K- * Sw jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.2.—viertel- fährt. ausschl. Beslellg. Annahme von Anzeigen sür bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpretS; lokal ILPtz auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polil. u. allgem. Teil: P. Witt ko: für .Stadt und Land* und -Gerichissaal' Curt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Aus Stadt und Land. Gießen, 30. September 1902. ** Prof. Dr. Heimberger, der mit Beginn des nächsten Wintersemesters den durch die Berufung des Pros. Beling nach Tübingen frei gewordenen Lehrstuhl des Strafrechts an unserer Universität einnehmen wird, ward geboren zu Amorbach in Unterlaufen. 1888 promovierte er in München, und legte ebendort 1891 sein juristisches Staatsexamen ab. 1893 habilitierte er sich in Würzburg, wurde 1896 als außerordentlicher Professor nach Sttaßburg i. E berufen, erhielt im Sommer 1902 einen Rus als ordentl. Professor an die neuerrichtete rechts- und staats- wissenschaftl. Fakultät der Universität Münster in Westfalen, nahm diesen auch an und wurde dann zum Ordinarius in Münster ernannt. Zlurz darauf erging an ihn ein Rus hierher nach Gießen. In entgegenkommender Weise entband ihn auf sein Ansuchen die preuß. Regierung vom Antritt seiner Professur in Münster, und er konnte infolgedessen den Ruf nach Gieß-en annehmen. e.— Leichenkasse-Gesellschaft. Mit der In* betriebnahme des neuen Friedhofes am Rodberg beabsichtigt die Stadt Gießen das ganze Bestat- tungswesen zu übernehmen. Die im Jcchre 1791 gegründete Leichen kasse-Gesell sch ast, welche seither alle Leichenwagenfahrten in der Stadt und Gemarkung Gießen besorgte, wird daher von gedachtem Zeitpunkte ab ihre Thätigkeit ein ft elfen. Da die Gesellschaft wohl zu den ältesten Bereinigungen in der Stadt Gießen gehört, und während ihres nunmehrigen 111jährigen Bestehens sehr segensreich wirkte, so dürste es gewiß interessieren, einiges aus deren geschichtlicher VergMgen- heit zu erfahren. Der Zweck der Gesellschaft bestand darin, 2. April 1840 in Paris geboren, verbrachte seine Jugend im Süden Frankreichs, wurde Buckhändler und verließ diese Laufbahn, um sich der glän^entien deS Romanciers zu widmen. Seit Anfang der siebziger Jahre war er eine der markantesten Persönlichteiten Frankreichs. Als das erste Urteil im Dreyfusprozeß ergangen war, bewog ihn menschliche Teilnahme und sein strenges Gerechtigkeitsgefühl, für den Verurteilten Partei zu nehmen. Sein „3’accufe"" war der Anfang eines heftigen Kampfes, den er zu Gunsten von Dreysus ins Werk setzte. Selbst angettaßt, verurteilt, Mir Flucht gezwungen, sah er schließlich sein Werk der Befreiung mit Erfolg gekrönt. Was Zola bedeutete, war er durch "eigene Arbeit, durch unglaublichen Fleiß geworden — jeden .Vormittag, ohne Ausnahme, saß er stundenlang am Schreibtisch, und wenn er einen bestimmten Ausschnitt des Lebens behandette, die Börse, das Heer, die Kunstwelt, die Bergwerke, wurde er nicht müde, über die Menschen und die sozialen Verhältnisse Stöße von Beobachtungen bis zu den scheinbar geringsten Kleinigkeiten zu sammeln. So wurde er ein Autodidakt des Lebens in des Wortes bester Bedeutung, fast im Goetheschen Sinne ein Mensch der sinnlichen Anschauung. Trotzdem hätte er nie so wirksame Bücher schreiben können, wenn er nicht über eine gewaltige Phantasie verfügt hätte. Stücke wie die Grubentatastrophe im „Ger- minal", der Tod der „Nana"", die Börsenschlacht in „L'Arg ent" reichen an düsterer Phantastik an E. I. A. Hoffmann heran. Zola kokettterte mit feiner Photographie der Wirklichkeit. In Wahrhett war ihm das Leben der Wirklichkeit, wenn auch rwch so scharf beobachtet, doch nur das Material, der Rohstoff für die Thatigkett seiner nicht immer weise gezügelten, nach romanischer Art leicht ins Groteske Überschlagenden Phantasie. Aus der Bühne hat Zola nie rechte Erfolge erringen & «öhoel, ÄberskI, in junges Mer m kochen mit HauSMmg e Ain m einem Holii^egegv ttge Vergütung. faal. cheditun biejtg ]g:, Mt>chr« Mcht. 96 LMMatz 11 leutn ant Pavel in feinem Bericht über bie deutsche Tschad-Expedition gegen die dortigen englischen Behörden richtet. Daß es in dieser Gebend bereits zu Streitigkeiten mit Bezug aus die Vorrnundschast über die einzelnen Häilptlinge und die Verteilung deS Handels gekommen ist, ftndet das Blatt wenig erstaunlich angesichts der Thatsachen, daß „die in den Verträgen zwischen den drei Mächten festgeleaten Grenzen rein künstlicher Natur find und weder den geographischen Verhältnisier noch den politischen Scheidungen, die vor dem Eintreffen der Europäer bestanden, die geringste Rechnung tragen." Daß Oberst Morland den Sultan Gentail, den die Franzosen zum Herrscher von Bornu ernannt hatten und der damals in Ditoa unter französischem Schutz lebte, veranlaßt hat, aus brüischeS Gebiet überzusiedeln, findet die JDlonüiig Post" durchaus entschuldbar. Es sei damals kein Deutscher auch nur innerhalb 100 englischer Dieilen von Dikoa gewesen. Außerdem liege beinahe ganz Bornu innerhalb der britischen Einflußsphäre und es (et daher nur natürlich, daß Sultan Gentail es vorgezogen habe, die Suzeränität Englands zu accep- tieren und so praktisch über ganz Bornu zu herrschen, statt unter deutscher Suzeränität nur einen unbeträchtlichen Streifen Land südlich vom Tschadsee unter sich zu haben. Das Blatt schließt: „Deutsche Proteste brauchen daher nicht zu ernst genommen zu werden, da sie kaum zu einer Störung des status mio führen werden. Die Thatsache. daß überhaupt ein solcher Streit entstehen konnte, ist aber trotzdem ein sprechender Beweis für den lächerlichen Charakter der Grenzen, die Diplomaten in Europa ohne die geringste Kenntnis und Berücksichtigung der lokalen Verhältnisse gezogen haben. Dießen, den 80. September 1902. Betr.: ®mquartierung. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen eue die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Wir empfehlen Ihnen, sofort und spätestens bis zum 6. Oktober die bei Ihnen vorliegenden Quartierbeschcinig- ungen und die Fouragebescheinigungen, soweit nicht die Vergütung für ServiS oder Fourage von den Truppen auf der Stelle bezahlt wurde, an uns einzusenden. Dr. Bretdert. Bekanntmachung. Die Rotlaufseuche unter den Schweinen zu Wehrshausen, Kreis Marburg, ist erloschen. Dießen, den 80. September 1902. Großherzvglicyes Kreisamt Gießen. Dr. B r e i d e r t. Gießen, den 29. September 1902. Betr.: Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Grotzh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Nachdem Ihnen die Listen der zum Besuche der Fortbildungsschule Verpflichteten wieder zugegangen sind, beauftragen wir Sie, dieselben den Lehrern behufs Aufstellung der Schülerlisten für die Fortbildungsschule deS Jahres 1901/2 zuzustellen, und den Unterricht zur gleichen Zeit wie in früheren Jahren beginnen zu lassen, und dafür Sorge zu fragen, daß ohne Erlaubnis der obersten Schulbehörde nach 7 Uhr abends kein Unterricht mehr erteilt wird. Dr. Breidert. tüte Mtnrrnte Summe, o!B Sterkegeld', bei dem Dode Drer Mitgliever an die Hinterbliebenen cruSzuzahlen. Ms Mitglied konnte jeder hiesige unbescholtene und gesunde Einwohner vorn 21. bis 45. Lebensjahre ausgenommen werden. Auch konnte jedes Mitglied seine Gattin beischreiben lassen. Zur Bildung einer Rücklage war beim Eintritt in die Gesellschaft ein dem Alter entsprechend festgesetztes Eintrittsgeld zu bezahlen, während bei jedem Sterbefall ein Beitrag erhoben wurde. Bei der damaligen Knappheit des Geldes hat die Gesellschaft öfters vor der Auflösung gestanden. Viele Mitglieder zahlten jahrelang keine Beitrüge und wurden bei fortgesetzter Vernachlässigung ihrer Pflichten aus der Gesellschaft ausgeschlossen Es wurde daher auch die größte Sparsamkeit geübt; sogar der Rechner der Gesellschaft mußte zeitweise aus jegliche Vergütung für seine geleistete Arbeiten verzichten. Im Jahre 1825 hat die Gesellschaft den ersten Leichenwagen bauen lassen. Da ein passendes Lokal zur Unterbringung des Wagens nicht vorhanden war, so hat der Vorstand beim hessischen Kriegsministerium in Darmstadt um Ueberlassung eines Raumes im Zeughause nachgesucht. Die Eingabe hatte jedoch keinen Erfolg. Einem weiteren Gesuche an die Stadt, den Wagen in einem Lokale an der Waage bei der Armenschule unterstellen zu dürfen, konnte ebenfalls nicht entsprochen werden. Erst 1826 wurde die Scheuer des Herrn Pfarrer Engel zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1836 ließ Die Gesellschaft einen Kinderleichenwagen und ein Leichenwagenhaus erbauen. 1850 wurde ein zweiter Leichenwagen für Er- wmhsene angeschaft. Die damalige Schuhmacherzunft in Gießen war ebenfalls im Besitze eines Leichenwagens und erklärte sich bereit, denselben an die Gesellschaft abzutreten. Eine Einigung konnte jedoch nicht erziett werden. Die Schuhmacher verkauften ihren Wagen daher nach auswärts. Gegenwärtig verfügt die Leichenkasse-Gesellschaft über drei in sehr gutem Zustande befindliche Wagen nebst Pferdegeschirren und Pferdedecken. Die Preise für Benutzung der Wagen sind mäßig. Die Mitgliederzahl war statutengemäß vop Anfang an eine beschränkte. 1843 durfte der Mitgliederstand die Zahl 120, im Jahre 1855 die Zahl 200 nicht übersteigen. Das Vertrauen zu der Gesellschaft und die eigentliche Bedeutung des Unternehmens kennzeichnet sich am besten daran, daß von jeher alle Berufsstände zu den Mitgliedern gezählt haben. Man findet neben schlichten Bürgern Geistliche, Lehrer, Rechtsgelehrte, sogar einen Bürgermeister als Mitglied. Namen, die heute noch einen guten Klang haben, ziehen sich wie silberne Fäden durch die ganzen Acten. Enkel find Nachfolger ihrer Großväter geworden. In vielen Hunderten von Füllen ist die Gesellschaft in der Lage gewesen, ihren Mitgliedern beim Eintritt e-ines Sterbefalles sofort das Sterbegeld zur Bestreitung der notwendigen Ausgaben zur Verfügung stellen zu können. Hoffen wir, daß die Gesellschaft auch bei der Neueinrichtung ihren noch vorhandenen Mitgliedern in der seitherigen Weise gerecht werden kann. ** Hessischer Handelskammertag. Sonntag, den 12. Oktober findet, wie schon gemeldet, in Mainz im Stadtverordnetensaale ein Hessischer Handelskammertag statt. Die Tagesordnung ist: 1) Ausführung des Handels- kammergesetzes. 2) Geschäftsordnung für den Hessischen Handelslammertag. 3) Feststellung von Grundsätzen für die Verteilung des Staatszuschusses zu den Kosten der Handelskammern. 4) Kaufmännisches Fortbildungsschulwesen und Veranstaltung von Ausbildungskursen für Lehrer an den kaufmännischen Fortbildungsschulen. 5) Stellungnahme in der Zolltariffrage im Hinblick auf die Beschlüsse der ersten Lesung der Zolltariftommission des Reichstages. 6) Die in Aussicht genommene reichsgesetzliche Abkürzung der Arbeitszeit und .Verlängerung der Mittagspausen für Arbeiterinnen über 16 Jahre. 7) Errichtung einer Reichsbankhaupt stelle in Hessen. 8) Bedeutung der Handelskammern als Vertretung an Handel und Industrie. 9) Uebermittelung der Eisenbahnfahrplanentwürfe an die Handelskammern. 10) Fristbemessung für Anträge auf gemeinsame Beratung von Einläufen allgemeiner Bedeutung durch den Hessischen Handelslammertag. 11) Uebermittelung vertraulicher 9iach- richten über Handelsbeziehungen mit dem AnSlande an die Handelskammern. — Reise Erdbeeren um diese Jahreszeit an einem Feldweg zu finden, gehört gewiß zu den Seltenheiten. Ein Freund unseres Blattes in Odenhausen schreibt uns über einen solchen Fund: „Bei meinem heutigen Spaziergang fand ich die hier beigefügten drei völlig reifen Erdbeeren an einer Bahnbäschung in einer allerdings sehr geschützten Lage. An derselben Stelle befinden sich auch noch einige halbreife Früchte, welche, wenn die Herbstsonne noch einige Tage anhält, ihrer Reife ebenfalls entgegengehen werden. •• Patentliste für Hessen. (Ausgestellt von den Patentanwälten Gerson u. Sachse, Berlin S.W., Friedrich- 3ola infolge eines Familiendramas Selbstmord begangen habe. T es stellte sich heraus, 3nten natfy dem 'gemindert mar. ' würbe ber Slamf} mtebeiberßtyhuiß men lvchrnehmen, > iWtum j«, ren fvgar ganz , also eine Erklärung he ab, nämlich, daß n (täglich ein Tutzend lsuäerttankheit Cartes austritt, häufiger bie >M Ande vom Noten vom Blauen Kreuze ber sich die Setam- m Ziele erkorenh^ Zr der Lkchichc gegen 6819 d'M Landwirt Heinrich Weitz in Dorf-Gill, wegen Beleidigung, h,it daS Großherzogl. Schöffen- g ericht zu Lich am 16. Septbr. 1902 für Recht erkannt. Der Angeklagte Heinrich Qeitz, 64 Jahre alt, evangelisch, verheiratet, Landwirt zu Dorf-Gill, wird des Vergehens b'tr öffentlichen Beamtenbelei- d -igung im Sinne der §§ 186, 1.96, 200, St. G. Bs. für schuldig machtet und deshalb in eine im Falle der Uneinbringlichkeit imit 5 Tagen Gefängnis zu v'-rbüßende Geldstrafe von fünfundzwanzig Mark, sowie in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Zugleich wird dem beleidigten Feldschützen, Peter Braun, die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Dell dieses Urteils binnen drei Wochen von Zustellung des Urteils an den Beleidigten ge- rrchnet, durch einmaliges Ein- nücken in dem Gießener An- zmgeraufKosten desAngeklagten b fentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift ktc Urteilsformel wird be- i g^laubigt und die Vollstreckbar- ksit des Urteils bescheinigt. Lich, den 17. Septbr. 1902. gez.: Kohlheyer, Eerichtsschreiber des Groß- herzoglichen Amtsgerichts. Für die Abschrift tue Vertreter des Nebenklägers: Katz, Rechtsanwalt. Srmstag den 4. Oktober 1902 mittags 12 Uhr, wird in hiesiger Reitbahn ein für G--stützwecte nicht mehr ver- -.-ndbar-r |-]er8ggS4 versteigert. 6800 Dillenburg, 29. September 1902. Königliche Gestütdirektion. Universitäts-Nachrichten. — Den weiblichen Mitgliedern ber O r t 8 kr a n k e n k a ff en, Sie mit dem Vereine der freigewählten Kaffenärzte im VertraaS- Verhältnisse stehen, wird mit Beginn deS nächsten Jahres auch die Sjehandlung durch wetbltcheAerzte erfchloffen werden. Drei in Deutschland approbierte weibliche Aerzte, Fraul. Dr. Klaus- mer, Yräul. Dr. v. d. LeyenundFräul.Dr. Wigod- c.>tnSkt, treten am Ende dieses Jahres in den Verein der frei- «kwählten Kaffenärzte ein. — Der Subrektor des Wiener stirsterzbifchöflichen KlerikalseminarS Dr. E. S e v d l ist zum a^o. Proseffor der christlichen Philosophie an der Universität Wien ernannt worden. — Der Porträtmaler Geh. Hofrat Leo Pohle i»!aeht am 1. Oktober sein 26jährigeS Profefforenjubiläum an der Lönigl. Kunstakademie zu Dresden. yutra^rlm, M W. te •*». e.«»m fonrte der stellvertretende Direktor Henntger von ber Aktiengesellschaft für chemische Jnbustrie würben o e r h a s t e t. Man ist bei dieser Gesellschaft neuen Unt er- schleifen auf bie Spur gekommen. Die Direktion hat nämstch bei mehreren Atannheimer Banken unb Bankier» für rund 600 000 Mark Auszahlungen aus bafl Rew-Vorker Bankhaus Herbetbach, Jckelheimer u. Eo. verkauft, ohne in New-York entsprechenbe Guthaben zu haben, sodaß diese Auszahlungen nicht honoriert werden. Die Forderung der Oberrheinischen Bank beträgt 500 000 Mark, wogegen ihr 40 000 Cuabrabmeter Terrain» verpsänbet stnb. Außerdem hat bte Bank 100 000 Mark Wechselobligo. Die Engagements ber Mannhenner Bank unb ber Bcmque Generale Anoer- otse betragen je 800 000 Tlarf. Große Verluste hatte bie Gesell- schäft an Salpeterbestünden erlitten. Die Schätzungen über ben Stanb ber Masse bewegen sich zwischen M und 75 Prozent. Dre Obligationenanleihe gift, ba ihr werwolle TerrainS verpfändet sinb, als nicht gefährdet. Man hält eS für auSgemacht, daß Direktor Boehm sich durch Falfchungen nicht bereichert hat. — Wie es in btefigen Fmmrzkreifen heißt, dürften etwa 50 bis 60 Prozent in der Piaffe liegen. Tas Ergebnis hängt natürlich davon ab, wie das umfangreiche Terrain, daS aber m erster Linie für die 4,5 proz. Hypothekar-Anleihe von 1 Mill, haftet, zu verwerten fern wird. Außerdem bleibt abzuwarten, ob nicht auch an den Ausständen Einbußen zu gewärtigen sind. — Der Zusammenbruch des Unternehmens kommt vollständig unerioartct Thatsächlich aber besand sich die Gesellschaft schon seit Jahren in der Decadence, die aber durch den Vorstand verheimlicht und verschleiert worden ist. Auch hier hat man es also wieder mit einem schweren Ver - trauen Sbruch deS Vorstandes zu thun, der vor dem Strafrichter seine Sühne Rnben muß. Besremden muß eS übriaenS, wenn man höry daß bie auS zwei Herren bestehenbe Revisionskommission ein ölanco nicht entbeden konnte, während ein einzelner Revisor, ber Prokurist ber Oberrheinischen Bant, innerhalb einiger Tage schon das Defizit ermittelte. Inwieweit der Aufsichtsrat eS an der nötigen Kontrolle hat fehlen lassen, wirb noch festzustellen sein. Direkwr Grosch von ber Oberrheinischen Bank ist erft seit dem letzten Jahre Diftglied des AussichtSrates und gehörte auch der Revisionskommission nicht an, sodaß seine Person Iebenfalls ausscheidet. Die ungeheure Veruntreuung, bte etwa in dem Terlinben-Schwinbel unseligen Anaedenkens ein annähernd gleichartiges Pendant besitzt, bildet in Mannheim unb Umgebung daS Tagesgespräch, wird aber jedenfalls auch in ganz Deutschland Aufsehen erregen und Überall eben so scharf verurteilt werden, wie hier. London, 27. Sept. Der Verschmelzung britischer unb amerikanischer HanbelSintereffen bient bte Bilbung einer neuen Gesellschaft, bie am 29. September unter ber Firma „British and American Tobacco Company“ ins Hanbelsregister eingetragen werben wirb und in der sowohl englische wie amerikanische Trrists vertreten sind. Die ersorderlichen Schriftstücke wurden heute definitiv unterschrieben. Während die einzelnen Gesellschaften sich verpflichten, sich gegenseitig in beiden in Betracht kommenden Ländern keine Konkurrenz zu machen, will die Gesellschaft als Ganzes sich um den Tabakhandel der übrigen Länder mitbewerbe n. — Der Generalversammlung der Dentsch-Ostasrikanischen Gesellschaft wohnte als Vertreter ber kömgl. Seehandlung Präsident pavenstein bei. Der Vorsitzende widmete vor Eintritt in die Tagesordnung dem verstorbenen ölitbegrünber ber Gesellschaft, Geheimrat Oechelhäuser, ehrenbe Gebächtnisworte. Aus eine Reihe von Anfragen, wobei auch bie knappe Fassung bes Geschäftsberichts bemängelt würbe, roieS ber Vorstanb aus die ungünstigen Um- stänbe hin. welche ba8 letztjährige Ergebnis beeinträchtigt hätten. Die am Nyaffa-See unb am Vikwna-Nyanza-See entstandenen Verluste feien auf falsche Dispositionen und auf Uebersüllung des AlarkteS zurückzuführen. Bei dem Haupt-Ablchluß für 1901 ent- fielen fünf Proz. Dividende auf die Äorzugs-Tlntelle. Märkte. Gietzeu, 80. Sept. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmatckt kosteten: Butter pr.Psb. 1,10— 1Ä) lütt, Hühnereier pr. St. 7—8 Pfg., 2^tcL 00—00 Psg^ Dänseeier 00—Ü0 Pf^, Enteneier 0-^)Psg^ Käse pr. Gtck. 6—9 Käsematte SSttk. 6—YPsg., Erbsen pr. Ater WWju Lins en pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr. Paar 0,60—0,80 Mk., Hühner pr. Et. 1,00—1,80 Mk^ Hahnen pr. Stück 0,60—0,85 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,80 9JIL Gänse pr. Psd. 00—00 Pfg^ Ochsenfleifch pr. Pfund 66—76 Pfg, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Psg., Schweinefleisch pr. Pfimd 70—80 Pfg^ Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pftmd 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 68—70 Psg^ Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 8,80—5ch0 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 8,30—8,50 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Psd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Psg. Trauben 00- -00 Psg. Die Marktzeit dauert von morgens 8 Uhr biß nachmittag- 2 Uhr. Gegenstände des WochenmarktoerkehrS dürfen vor Beginn der Marktzett überhaupt nicht unb während der ersten drei Stunden ber Marktzeit nur auf ben bafür bestimmten unb angewiesenen Verkaufsplätzen, also auch nicht im Umherziehen, feilgeboten werben. Gerichtssaal. Frankenthal, 29. Sept. In bem Fa h r k a r t e n schwinbel» Prozeß wurden die beiden Angeklagten Schwind und Lorch zu neun 'Dlonaten Gefängnis unb sieben anbere zu Geldstrafen von fünf bis zehn Aiark verurteilt. Neun Angeklagte wurden frei- gesprochen. Arbeiterbewegung. Paris, 29. Sept. Daß Komitee ber Grubenarbeiter von Eorwientrp, welches beauftragt ist, ben Termin für bat Beginn des allgemeinen AuöstanbeS festzusetzen, ist ausschließlich auS Gegnern beS Streiks zulammengesetzt. Krieskasien der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben nuberücksichtigt.) H. W. Unter einem .vierzeiligen Gebicht" können Sie zweierlei verstehen: ein Gedicht, daS tm Ganzen nur auS vier Zeilen besteht, und ein Gedicht, deffen einzelne Strophen je vier Zeilen enthalten. ES kommt dabei lediglich auf den Zusammenhang, in dem Sie ben Begriff gebrauchen, an. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. September 29. 29. 30. 748,2 747,7 745,1 HF 9,0 8,6 75 77 83 NE, NE. NB. q.5- ZZ eo f-=$ 2? 2“ 9” rjtb Sonnerffchei» Sternbll. Him. Bew. Himmel Ochste Temperatur vom 28.'Sept, bis 29. Sept. 123° 0 fiebrigste , , 28. , , 29. , 6,0'0 2000 Mark Prämien in Bar an bie schnellsten Sammler von Album 1 be5 Myrrholin-Welt-P anorama kommen zur Vertellung. Man benutze beShalb die als beste Toilette^ feite roeltoefannte Atyrrholin-Seise unb bafl Myrrholin-Glyeerin, ammle bie Umhüllungen davon unb verlange bie Bilder. Alles Nähere stehe Prospekt in ben Verkaufsstellen. 280 Plakat-Fahrplan die i ~Janr cstxt~equenS?C8B~B'dpuIer. 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Hamburg, OrJobMAMr.n Donnerstag den 2. und Freitag den 3. Oktober geschlossen. Meyerhoff fäoslar. biUcksmUlrre e*wtMarf*k* ■ind weltbertheii Ziehung ©««laeY■£<£ Wohlfahrts- Lotteriel^UÄ LouMäA3 30^.’L2t± Hoher Feiertage halber bleibt mein Geschäft Donnerstag, Heil 2. Lktaber Md Freitag, Den 3. Lktaber 1.50 JL Mk • v. : : ...... I Hochachtungsvoll Gustav Kreudes*, Schminmetz» fjoljtr fritrtogr Ijolbfr bleibt mein von Mittwochabend bis Freitagabend geschloffen. Julius Rosenbaum, Mihzer. ps Baustoffe ßK BSHB8MS Alpaka Vt/pf Cr6po,Cheviot Mtr ▼. Neuheiten i ßH relnwoU Blusenj.^^ Mk-| 9.75 U klk.an Ifl R7D Id V-wli.ua 1U.Ö/U ohne Xb«U4 Hark 575000 LlauiUBl, */, DtZ. Akademischer Gesangverein. Begin« der Probe» zu: „Gin deutsches Requiem" von Brahms: Montag den 6. HKtoöer, abends 8 Ahr präzis. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten. 6804 __Der Vorstand. Gustav J. Kahn, Lederhandlung, 6744 Bahnhofstraße 63. Gegründet 1883. Jean Bern sL Co., Giessen Inhaber: Oskar Gutmann Bureau und Lager: Fabrik: West Anlage 81, Telephon 21 Frankfrtstr. 114, dgn. BahnanaehL offerieren «.JortM-Cement sowie andere erstklassige Cement-Morken zum bflligSteil Tagespreis. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösste« Lager am Platze in sämtlichen Eiauartlkeln. 6488 fllnfiffinfb über vermögens-, Familien- u. vrwa^ oerhälmisse aus jedem (Sn fle- wifsenhaft und diskret deiorgt das AaeUefbbMtea von A. Wolffaky, Berlin X 87 desgl. Einziehung von Forderungen. Gegründet 1884. 8681 Hermann Katz 5 Mäusburg S. Bitte achten Sie auf meine Schaufenster! ■Vorzugspreise fir ihäaiLWeta । Juimu Achtung! Ziehung schon 3. und 4. Lktober IM. Achtung! Badische JubsBäums-Lotteräe. Die Hälfte der Dtnuahme wird z« Gewinnen verwandt. L | r»s. Mark 5OOOO 7000 Aeldgtwinne J * ' Geschäfts-Verlegung. Meiner geehrten Kundschaft, sowie einem geehrten Publikum von Gießen und der Umgegend zur gefl. Nachricht, daß sich mein Geschäft von heute ab in meinem neuen Hause 17 Neustadt 17 befindet. 6814 03on einem in Gprachhetlkuude 'O erfahr. Geistlichen ui der 9läd« (Bahnstation) werden an Sprach- gebrechen (Stammeln,Stottern »c) leidende Kinder u. Erwachsene in Behandlung genommen. SlkLü Näheres »u erfragen bei Hern, Buchhändler Krebs, Schulstr. 1& 04224] 1 Acker, ca. 1'/. Moro«, zu verpachten. Neustadl 41. Pchidk Hein/ wünsche» hochgestellte Herr« baldigst durch bewährte, absolut diskrete Vermittelung. Damen aus der Gesellschaft oder deren ungehörig« wollen die nöligen Kn- gaben (PLodnort, Family, SHtli- gion, Alter, verhältntfse x.) auch vorerst arumym unter 6811 an die Lxved. d. Bl. eins enden. , Verloren vießstab. dreikantig, mU Messing» Skala, 2 Meter lang. Gegen Belohnung ad-ugeben 04249 vletchstraße 6.. Sektion Giess« D. 4. Oe. A.-V. Donnerstag den 2. Ltt-der abends 8‘/i Uhr tünuats« Nkrjümilllur. 1. Berichterstattung über die 29. General-Versammlung)" Wiesbaden, von Hrn-AccesM Herbert. 6806 2. Verschiedene Mitteilungen. Golf-Capes tu vieivu b ar Den Pelz-Kollier reme Wo le, Meter Tischtücher lu 8, 6, Mutte Den Eingang sämtlicher Neuheiten II für die Herbst- und Winter-Saison lli zeigt ergebenst an M . Mark« is. Frierfr, Teipel. j I Db" Reizende Neuheiten ^3 6704 I ■ ■ in Kinder-Mänteln, -Kleidchen, -Jäckchen, -Häubchen, -Hütchen, -Mützen und -Baretten l B r® S!r •ff' cf en s-z« N ,1n^' Met ? Seißla flßßirr M fl XI Harder hardtk Damp Lindei hausei bom, fiumb Röthg doch hausn Ur Ui