Zweites Blatt. 153. Jahrgang Samstag 30. August 1903 sz Nr. 303 toffteUt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamllien- diSIter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh lachen Üntvers^Buch» u.ötetn* druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. rrif* A Bezugspreis» V © monatlich 75Pf„ vteriAB GlehenerAmeigerW ** General-Anzeiger w w tot den polit. u. allgem, Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ _____________________________ v jctncnteil: HanS Beck. Die heutige Kammer umfaßt 14 Seiten. Politische Tagesschau. Zum Tode der Herzogin Margareta Sofia von Württemberg. In der dürftengrujt der Schloßkirche in Ludwigsburg wurde am Freitag mittag die in Gmunden verstorbene Herzogin Albrecht von Württemberg in feierlicher Weise beigesetzt. Dem mit 6 Pferden bespannten Leichenwagen folgten der König von Württemberg, Herzog Albrecht, der Gemahl der Verstorbenen, der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand, die Erzherzoge Otto und Ferdinand, Prinz Max von Schaumburg-Lippe, Prinz Ernst von Sachsen-Weimar, der Erbprinz von Wied, die Herzöge Nikolaus, Robert und Ulrich von Württemberg, der Kaiserliche Statthalter von Elsaß-Lothringen Fürst Hohenlohe- Langenburg, als Vertreter des deutschen Kaisers Generalleutnant von Deines, als Vertreter des Großherzogs von Baden Generalleutnant von Müller und als Vertreter des bayerischen Hofes der bayerische Gesandte Baron von der Zodten. Dem Trauergottesdienste in der Schloßkirche wohnten auch die Königin von Württemberg, die Erbprin- zessin von Wied, die (ÄzHerzoginnen Maria Theresia, Elisabeth und Maria Annunziata bei. Bischof Dr. v. Ketteler, Rottenburg nahm die Einsegnung der Leiche vor. Eine Trauerrede mußte auf ausdrücklichen Wunsch der Verewigten unterbleiben. Die früh verstorbene Herzogin war eine Schwester des österreichischen Thronfolgers und Stiefschwester der mit den: Herzog Siegfried von Bayern verlobt gewesenen Erzherzogin Maria Annunziata, seit neun Jahren mit Herzog Albrecht von Württemberg vermählt, dem Sohne Herzog Philipps, der berufen ist, falls die Ehe König Wilhelms II. von Württemberg kinderlos bleiben sollte, dereinst den württembergischen Thron zu besteigen. Es dürfte von Interesse sein, bei dieser Gelegenheit zu erwähnen, daß der Vater Herzog Philipps und Großvater des Gemahls der verstorbenen Herzogin jener Herzog Alexander war, welcher jahrzehntelang. Eckstoß Fantasie bei Bayreuth bewohnte und zu Richard Wagner in freundschaftlichen Beziehungen stand. Nachdem seine Gemahlin, eine Schwester der Prinzessin Clementine von Coburg, nach nur ir/2jähriger Ehe im Alter von 26 Jahren einem Brandunglück zum Opfer gefallen war, vermählte sich Herzog Alexander morganatisch mit der aus diesem Grunde geschiedenen Gattin des Bäckermeisters Kirsch aus Frankfurt a. M-, einer geborenen Gießenerin, die als Freifrau von Meyernberg heute noch in Bayreuth lebt, wo sie als Witwensitz das Palais des Herzogs bewohnt, wenn sie nicht aus chrem Sommersitz Meyernberg, einem in englischer Gothik erbauten Schlößchen nebst großem Gut, weilt. Die Freifrau von Meyernberg ist übrigens heute noch eine für ihr Alter auffallend schöne Erscheinung, und man rühmt ihr ungewöhnliche geistige Bildung nach. Bor der Posener Woche. Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 29. August: Die Posener Festlichkeiten werden der kommenden Woche das Gepräge geben. Es ist wohl das erste Mal, daß in allen Gauen Deutschlands und in solchem Maße die Anteilnahme jener interessanten Grenzprovinz im Osten sich zuwendet, wie denn auch die letztere niemals der Schauplatz einer militärisch und politisch so hervorragenden Aktton war. Aus Posen hier eingegangene Vrivatberichte geben ein anschauliches Bild von dem besonders die Pro- oinzialhauptstadt erfüllenden Leben und Treiben. Hunderttausende sind in Bewegung gebracht; der Fremdenandrang steigt von Tag zu Tag; den deutschen Geschäftsleuten steht eine goldene Ernte bevor. Und die Polen? Nun, es zeigt sich bereits jetzt, daß die erwartungsvolle Unruhe auch sie ergreift. Mit dem „Stehen im Schmollwinkel" wird es also wohl nichts sein, es wäre das übrigens den Slaven „wider die Natur". Die Schaulust steckt ihnen zu tief int Blute, dem „Volk" wie den „Grandseigneurs". Zudem beteiligt sich auch die polnische Geistlichkeit, abgesehen vielleicht von dem erkrankten Erzbischof von Stablewski, an dem Festakt ... In militärischen Kreisen vermutet man, daß bei Enthüllung des Kaiser- Friedrich-Denkmals eine das Andenken an diesen Herrscher sesthaltende Auszeichnung des fünften Armeekorps oder eines bestimmten Truppenteils erfolgen wird. Der Fall Thefiug. Zum „Fall Theftng" verösfeutucht die „Voss. Ztg." eine lange Zuschrift des Oberbürgermeisters a. D Theftng, in der dieser sich dagegen verwahrt, daß er während seiner nachher geschiedenen Ehe irgend ein Verhältnis mit seiner nachherigen zweiten Frau geyabt habe. Er habe lediglich, da er von seiner Ehefrau getrennt gelebt habe, des Beistandes einer Dame in seinem Haushalte bedurft, und seine nachherige Gattin habe in Begleitung ihrer 13jährigen Tochter iy2 Jahre lang seinem Haushalt vorgestanden. „An der Beurteilung des Falles wird dadurch wenig geändert", meint die „Dtsch. Tagesztg." sehr richtig. - Der „Gieß. Anz." hätte diese „ollen Kamellen" ^selbstverständlich unerörtert gelassen, wenn sie von der „Voss. Ztg." nicht ohne ersichtlichen Grund hervorgesucht worden wären, obwohl die Öffentlichkeit heute an ihnen kem besonderes Interesse haben kann. Die Darstellung der „Voss. Ztg." widersprach aber so sehr den aus zuverlässigster Quelle stammenden Erzählungen, die wir von jenen Vorgängen im Gedächtnis haben, öay wir glaubten, sie in der s. Zt. uns überlieferten Fassung zur Sprache bringen zu sollen, und die Verquickung dieser alten Mär mit dem Falle -ohnrng mußte uns demnach ganz und gar unangebracht dünken. Uns selber liegt bislang keine Zuschrift des Herrn Thesing vor. Bon uns verbreitete Irrtümer zu Ungunsten des Herrn Oberbürgermeister a. D- würden wir lebhaft bedauern. Deutsches Keich. Berlin, 30. Aug- Die heutige große Herbstparade über das Gardekorps, bei welcher der Kaiser an dem Könige von Italien das 1. Garde-Regiment vorbeiführt, befehligt der kommand. General v- Kessel. — Wie eine hiesige Korrespondenz meldet, bezeichnet man an maßgebender Stelle die Meldung, der Kaiser werde Anfang November den Wnig Eduard von England besuchen, für vielleicht zutreffend. Definitives stehe noch nicht fest. Dagegen dürfte sich die Nachricht von einem Besuche des Kaisers in Neapel für Anfang November nicht bestätigen. — PrinzHeinrich von Preußen wird in Begleitung seiner Gem ah lin mit den beiden jüngsten Kindern nächste Woche nach Berchtesgaden übersiedeln, um dort bis zur vollständigen Wiederherstellung seiner Gemahlin ein paar Wochen Aufenthalt zu nehmen. — Als Nachfolger des Unterstaatssekretärs Rotbe im Reichsamt des Innern wird der Direktor desselben Amtes Wermuth genannt. —Wie eine hiesige Korrespondenz berichtet, ist an maßgebender Stelle in der Löhning-Affaire die Entscheidung zu Gunsten des Oberpräsidenten v. Bitter gefallen. Derselbe wird auf seinem Posten verbleiben. Mitbesttmmend ist hierfür gewesen, daß das Gesamtverhalten des Geheimrats Löh- ning in seiner Angelegenhett keinen sehr günstigen Eindruck gemacht hat. Der Rücktritt des Finanzministers sei überhaupt nicht in Frage gekommen. — Der „Post" zufolge bestätigt sich die Blättermeldung von einem im Mai nächsten Jahres geplanten Aufenthalt des Präsidenten Krüger in Loschwitz bei Dresden nicht. Ausland. Scheveningen, 29. Aug. Tas Befinden Steijns hat sich merklich gebessert. Er brachte gestern zum ersten Male einige Stunden aus dem Balkon der Villa Norma zu. Paris, 29. Aug. Finanzminister Nouvier-wird sofort beim Wiederzusammentritt der Kammern das Budget einbringen und verlangen, daß die Steuerfreiheit für Alkohol für die Branntweinbrenner auf eine Menge von zehn Litern herabgesetzt werde. Ter Ertrag dieser Maßregel würde für den Staatsschatz eine Mehreinnahme von 50 Millionen Francs bedeuten. Ter FinanK- minister wird ferner Aufhebung der Grenzzonen, welche jetzt eine teilweise Befreiung von den Tabakzöllen genießen, verlangen. Der Erttag dieser Maßregel wird auf etwa 10 Millionen veranschlagt. Diese Summen würden, wie man annünmt, zusammen mit den durch die Konversion erzielten 36 Millionen das Gleichgewicht im Budget Herstellen. Wien, 29. Aug. Wie die „Pol. Korr." aus Petersburg meldet, sind die Nachrichten, welche den Gegenbesuch des Kaisers von Rußlaitd in Rom als in nächster Zeit bevorstehend ankündigen, verfrüht. Daß ein Besuch in der italienischen Hauptstadt statlfinden werde, wurde in aller Form zugesichert; doch ist keinesfalls sicher, daß der Besuch im Laufe dieses Jahres erfolgt. Petersburg, 29. Aug. Der Pariser „Eclair" hat über die Revaler Kaiserentreoue „Enthüllungen" veröffentlicht. Tanock) sollte die Verschiedenartigkeit der Charaktere der beiden Monarchen mehrere peinliche Zwischenfälle veranlaßt haben. Diese Behauptung des nationalistischen Blattes dürfte unbeweisbar sein. Dagegen ist der „Eclair" vollkommen gut unterrichtet, wenn er die Mitteilung macht, beim Abschied habe die ,^ohenzollern" signalisiert: „Ter Admiral des Allanlischen Ozeans dem Admiral des Stiften Ozeans!" worauf der Zar den „Standart nur kühl „Glückliche Reise!" habe antworten lassen. Hierzu mag bemerkt werden, daß die Zensur sofort nach der Abreise des Kaisers Wilhelm den Zeitungen verbot, irgendwelche Mitteilungen über die beim Abschied zwischen den Monarchen durch Signale ausgetauschten Grüße zu bringen. Es ist also jedenfalls etwas von polttischer Bedeutung in denselben enthalten gewesen. In hiesigen russischen Kreisen wurde gleich nach der Entrevue dasselbe erzählt, was der „Eclair" jetzt enthüllt zu haben glaubt. Die Lesart war blos: „Der Beherrscher der westlichen Meere entbietet einen Gruß dem Beherrscher des Stiften Ozeans"; die Antwort habe „Glückliche Reise" ge- lautet. "Aus Htuöt uni Kuud. Gießen, den 3u. August 1902. ** Der Groß Herzog wird dem Vernehmen nach in den nächsten Tagen am kaiserlicyen Hofe in Berlin einen Besuch abstatten. Am Sonntag Abend reift der Großherzog über Frankfurt nach der Düsseldorfer Ausstellung, von wo er am Mittwoch Abend zuruckkehrt. L.U. Von der Universität. Dem Hausverwalter am Collegienhause der Universität, Friedr. Wckh. Storck, wurde von dem Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „für 50jährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipp des Großmütigen verliehen. Die Auszeichnung wurde ihm heute vom Rektor der Landesuniversität / verreicht. ** Feier in der Bockschen Fabrik. Heute sind 35 Jahre verflossen , daß Herr Johannes Pahlke als erster Werkmeister bei der Firma Bock & Co. thättg ist. Aus diesem Anlaß erschien Herr Provinzialdirektor Dr. Breid ert in der Fabrik, um Herrn Pahlke, der jetzt in den wohlverdienten Ruhestand tritt, im Auftrage Se. Kgl. Hoheit des Großherzogs das Allgemeine Ehrenzeichen für treue Arbeit zu überreichen. In seiner Ansprache betonte der Herr Provinzialdirektor, daß Seine Königliche Hoheit an jedem Beruf den wärmsten Anteil nehme und treue Arbeit wohl zu schätzen wisse. Er freue sich, Herrn Pahlke die Auszeichnung überreichen zu können und hoffe, daß ihm noch ein langer glücklicher Lebensabend beschieden fei. Im Anschluß an die Ansprache des Herrn Provinzialdirektors gab Herr Alfred' Bock einen kurzen Ueberblick über die Geschichte der Fabrik und hob hervor, daß Pahlke in einer Zeit, da Handel und Wandel darniederlagen, all seine Kraft eingesetzt habe, die Fabrik mit auf die Höhe zu führen, die sie jetzt erreicht habe. Daher fei es eine Ehrenpflicht für feinen Bruder und ihn, das künftige Leben des Jubilars so zu gestalten, daß dieser wie seither jeder Sorge enthoben sei. Herr Pahlke dankte in bewegten Worten. Die Arbeiterschaft des Hauses Bock veranstaltet heute abend für ihren scheidenden Meister eine besondere Feier. ** Akademische Vortragskurse. Der Vorstand des Dilllehrerbundes, der als eine Zusammenfassung der sieben Zweigvereine des Allgemeinen Lehrervereins im Dilllreise auszufassen ist, beschloß, der Einrichtung von Vortragskursen in Dillenburg durch Universitäts-Professoren näherzutreten. Als Vortragsstoffe find Volkswirtschaftslehre und Litteratur vorgesehen und es sind Herren von der hiesigen wie von der Bonner Universität in Aussicht genommen. ** Ter Cirkus Maxi milian trifft am Mittwoch, den 3. September, mittelst Extrazuges hier ein und beginnt noch am selben Abend mit den Vorstellungen. Dem Cirkus geht ein sehr guter Ruf voraus, er besitzt einausgezeich- netes Pferdematerial und prächtige dressierte Elcphanten. Auf einige Details werden wir noch zurück kommen. ** Ein heftiges Gewitter mit wolkenbruch- artigem Regen ging heute nacht über Gießen nieder. Der starke, böige Wind richtete im Verein mit dem Regen vielen Schaden an. Vielfach wurden Fenster und Thüren auf- gerissen, und die Wohnungen dann unter Wasser gesetzt. Das Gewitter kam nach langem Geplänkel wie immer aus der „Wetterecke", blieb eine Weile scheinbar über Gießen stehen und zog dann langsam in entgegengesetzter Richtung davon. Noch in den späteren Morgenstunden begrenzten dunkle Wolkenstreifen mit scharfen, zackigen Rändern die Bahn, die die Hauptmasse der Gewitterwolken genommen hatte. — Nach der Hitze des gestrigen Tages wurde die nächtliche Abkühlung indessen recht angenehm empfunden. *’ Zur Fleischteuerungsfrage erhalten wir heute unter Bezug auf einen, wie wir gestern bereits sagten, im wesentlichen der klerikalen „Köln. Volksztg." entlehnten Artikel in unserer gestrigen Nummer eine Zuschrift, in der folgende Ansicht zum Besten gegeben wird: Daß man sich hier in Gießen so ruhig verhält, ist ein trau» riger Beweis dafiir, wie weit es gekommen ist. Aus Angst vor der Rachsucht der Bauern finden sich keine Männer mehr, welche das Zeug und den Mut dazu haben, für die städtischen Interessen offen einzutreten. In unserer Geoend tonn von einem Nolstand der Landwirtschaft keine Rede sein, im Gegenteil hat sich der Wohlstand überall gehoben, trotz der besseren und teuereren Lebenshaltung der Leute. Ein Nachweis dafür könnte es wohl sein, daß unsere Gerichtsvollzieher in ländlichen Bezirken fast nichts mehr zu thun haben. Alle Sperrmaßregeln gegen Einfuhr ausländischen Viehes sind nur dazu erfolgt, um unseren Landwirten hohe Jleischpreise zu sichern, und alle anderen Begründungen sind bloßer Vorwand. Sodann fährt dieser Herr fori: Ich wünsche nicht, daß man von meinen Auslassungen in Ihrer Zeitung Gebrauch macht, nur tonnte ich es nicht unterlassen, auf die Schädlichkeit solcher Artikel in der hier gelesensten Zeitung aufmerksam zu machen. Also der Herr Briefschreiber, der sich uns zu nennen die Güte hat, findet die „Angst vor der Nachsucht der Bauern" erbärmlich, will aber selbst bei Leibe nicht öffentlich heroor- treten nut seiner ehrlichen Meinung. Das läßt nicht gerade auf besondere Berechtigung zur Klage über Mangel an Männern in Gießen schließen. Auch die Mahnung gerade des von ihm befehdeten Artikels „mehr Gerechtigkeit" zu üben, hat er unbeherzigt gelassen. Im Ucbrigen hat sich die Redaktion des „Gieß. Anz." durch Abdruck jenes Attikels aus dem bedeutendsten Centrumsblatle keineswegs mit dessen Anschauungen identifiziert und beabsichtigt, wie sonst, auch in dieser Frage Zeitungsslimmen aus den beiden gegnerischen Lagern wiederzugeben. ** 5. Hessische Landeslotterie. 6. Klaffe. AuS Darmstadt erhalten wir telegraphisch folgende Gewinnliste: Es sielen Gewinne zu je 20 000 Mk. auf Nr.: 30245 (nach Darmstadt), 10000 Mk. auf Nr.: 5360 (nach Worms), 12325 (nach Darmstadt), 5000 Mk. auf Nr.: 14189 (nach Butzbach), 15697 19150, 3000 Mk. auf Nr.: 9757 16484 18846 19857 23575 27018 28137 33242 736 34535, 2000 Mk. auf Nr.: 5195 6231 11947 12583 15823 16618 28125 252 32015 32157 49874 52303 53241, 1000 Mk. auf Nr. 2451 2705 5054 7318 10766 18033 11424 11578 21022 21584 22721 32422 23931 27426 30391 34773 36571 37358 39905 40634 41568 42555 43356 44361 47623 48083 49493 49696 53019 53657. (Ohne Gewähr.) ußland sind an- fchristen, das heißt, mich herrschender rJl- äna!?®L 3" losen Mark. lolchc, die nicht reichsrechtlich geregelt 5nT?®', .Iti>t9rrtd> Mark, gebündelte II-lW- Jns-lge der matt«-n amerikam chen treffen Tie Delikte wider die Litt1'^ r1 en be- Getreide. Wei»ei emgetretenen guten Wetters, weiches durch das Reich.'ftraigeftnbuch Roggen.- chromote Ware ist L-»a yruttergeriie fest. Braugerste: rubi i ">=>«”■ M-is: Nah- War- , <7 telcn Dotierungen (mt>: N-üwimZ! l-LoO, Numan. Wetzen 124—435 M. bis 137 Mk.; Ruff. Roggen Sept. Abldq. 99—101 Mark; Ruff^ Futtergerste 94 Mk.; Rufs. Haier 126—128 Mk.; Rufs. Hafer DtL- Nov. Abldg. 107—112 Mk.; Donau-Mais 104 Mk.; Laplata Mais r. t. 102 Ätt.; per Tonne cif. Rotterdam. Märkte. mr. Gießen, 29. Aug. Pferdemarkt. Tie Anmeldungen zu dem am 10. September d. Js. an den städtischen Matttanlagen ltattfinbenben Herbst-Pferde- und Fohlemnattl laufen zahlreich ein, derselbe durste sich daher seinen Vergängern würdig anrechen. Die Lose (1 Mk. pro etüd) finden guten Absatz. Tie Kommission hat bereits mit dem Ankauf der Gewinne begonnen. Der erste Preis besteht aus 1 viersitzigen eleganten Halbverdeckwagen nebst Pferd und silberplatttettem Geschirr; der Wagen ist in _ ber hiesigen Wagenbauerei von Louis Kühne, Asteriveg 2, das silberplaUierte Geschirr von dem Sattlermeister A. Heß IL, Matttstraße, hier hergestellt worden. Die nächsten Haupttreffer bestehen aus neun Pferden und Fohlen, sowie landwirtschaftlichen Geräten und praktischen Gebrauchsgegenftänden, z. B. Fahrräder, Nähmaschinen, Schreibtischen, Waschmaschinen, Haushaltungsgegenständeu u-j.ro. Die Verlosung findet am Tage nach dem Mattle, am 11. September, statt. Gießen, 30.Aug.Marktbericht. Auf demheuttgenWochenmattl kosteten: Butter pr.Pfd. 0,90—1,10 SIL Hühnereier pr. St. 7—8 Psg., 2Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00-00 Pfg., Enteneier 0—OPsg., Käse pr. Stck. 5—9 Pf., Käsematte 2 Stck. 0—0 Psg., Erbsen pr.Liter 19 Psg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Toudenpr. Paar 0,65—0,80 ML Hühner pr. St. 1,00—1,40 AlL Hahiten pr. Stück 0,60—0,90 ML Enten pr. Stück 2,00—2,30 Alk., Gänse pr. Pfd. 00—00 Psg., Lchsensleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Riiidsleisch pr. Pfund 60—64 Psg., od)roeine- fleisch pr. Pfund 70—80 Psg., Schwemefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 66—70 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfunv 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00—7,50 All., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 6,00—7,00 Dtt., Mftch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Psd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Psg. Kunst und Alisscnschnst. — Das Werk des Herzogs der Abruzzen über feine Polarreise soll im November erscheinen. Ter Titel lautet: La Stella polare nel mare arctico. Der Herzog widmet das Buch der Königin-Mutter. Kandwirtschust. §§ Bom vorderen Vogelsberg, 29. Aug. Wenn man den an den Staatsstraßen befindlichen noch jungen Dbftbaum- pslanzungen seine Ausmerksamkeit schenkt, wird man erstaunen über den reichen Apfelsegen, mit dem die Bäumchen überall behängt sind. Vielfach hat man die Aeste mittelst Stangen und Stricken hinausbinden mrissen, sollten sie anders unter ihrer Last nicht brechen. In Bttnen und Zwetschen ist dagegen imr ein gam minimaler Ertrag zu erwarten. Die Zwetschen hatten bekanntlich im vorigen Jahre eine Vollernte. Halle a. d. S., 23. Aug. Die ,Saale«Ztg." meldet: Ein- flußreiche Mitglieder des Halleschen Kornhaujes, das als erstes vorbildlich wirken sollte, drängen angesichts der dauernden Mißerfolge aus die Auflösung der Genofsenschast und bie Kündigung ber Silos gegenüber der Staatsregierung Arbeiterbewegung. Schuhmachcr-AuSstand in Offenbach. In der Schuhfabrik Hassia (Inhaber Liebmami) in Offenbach a. M. ist es zu Differenzen zwischen den Goodyear-Ueberholern und dem Fabrikanten gekommen infolge geplanter Lohnregulierungen. Es kam zur Kündigung der Arbeiter. Barcelona, 30. Aug. Sämtliche Bäckergesellen von Gerona sind in den Ausstand getreten. Sie wollen denselhen bis zur voll- ftänbigen Befriedigung ihrer Forderung fortsetzen. In der Stadt herrscht große Ausreaung. Florenz, 29. Aug. Im Anschluß an den Ausstand einer Metallwaarenfabrik in Pignone, der bereits seit einigen Tagen anhält, legten heute sämtliche Metallarbeiter, Schriftsetzer, Eigarrenarbeiterinnen und Tischler die Arbeit nieder. Die Metallarbeitex forderten alle übrigen Arbeiter auf, morgen in den Ausstand zu treten. Bis jetzt ist der Ausstand jedoch ein teilweiser. Man hofft, daß es zu keiner allgemeinen Arbeitseinstellung komine. Die Stadt zeigt ihr gewöhnliches Aussehen. Tie Behörden trafen die ersorderlichen Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Drieskusten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigL) Herrn Prof. Dr. P. Ergebensten Dank! Wie Sie sehen, haben wir sofott davon Notiz genommen. Neueste Welouiiljeu. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 30. Aug. Heute vormittag sand die große Herb st parade der Ber liner Gar nison auf dem' Tempclhoferfelde vor dem Kaiser und seinem hohen Gaste statt. Tie Zugangs st raß en zum Daradeselde füllten sich schon lange vor der festgesetzten Zeit, 9 Uhr. Von allen Seiten her rückten die Truppen der Garnison mit klingendem Spiele ein, um ihre Platze einzunehmen. Tas militärische Schauspiel verlief bei prachtvollem Wetter. Ter Kaiser und der König von Italien begaben sich vom Großgörschener Bahnhofe aus zur Parade und bestiegen dort ihre Pferde. Berlin, 30. Aug. Aus Anlaß der gegenwärtigen Hofsestlichkeiten in Berlin ist die Polizei mit besonders strengen Maßnahmen gegen die Anarchisten vorgegangerr. Eine große Anzahl italienischer Staatsange höriger, die im Verdachte der Bethätigung anarchistischer Gesinnung standen, wurde ausgewiesen. Einige der Betreffenden, welche sich dem Vollzüge der Ausweisung durch die Flucht entzogen, werden jetzt zur Verhaftung gesucht. Paris, 30. Aug. Blättermeldungen Zufolge sind neuerdings im französischen Kon go gebiet Unruhen ausgebrochcn. Wie es heißt, griffen mehrere hundert Eingeborene, unterstützt von englischen Ansiedlern, eine französische Niederlassung an, wobei eine Anzahl Franzosen niedergemetzelt wurden. Eine f r a n< zösiscye Hilsskolonne, welche in Eilmärschen herbeieilte, msußte sich wieder zurückziehen. Wien, 30. Aug. In militärischen Kreisen verlautet, daß aus dem Geheimarchivdes rumänischen Ge- neralstabes wichtige Festungspläne entwen- d e t und ans Ausland verkaust worden seien. Auch der Generalplan der Mobilisierung soll sich unter den entwendeten Akten befinden. Tie Uiitersuchung soll ergeben haben, daß ungarische Agenten im Spiele waren, welche im Interesse des russischen Generat- st a b e s gehaiidelt hatten. Ter Vorfall erregt in Bukarest ungeheueres Aufsehen unb wurde dem König Karol nach Gastein in geheimen Chissern telegraphisch mitgeteitt. Wien, 30. Aug. In einem Interview, welches der aus- der Hast entlassene Oberleutnant Mattachich mit einem Redakteur der „Reichswehr" hatte, bezeichnete Mattachich alle Gerüchte, daß er während der Hast mtt der Prinzessin Luise von Koburg in irgendwelcher Verbindung gestanden habe, als vollständig ersunden. Prag, 30. Aug. Wie die „Bohemia" meldet, wurde die Redaktion des „P 0 liz e i an z e i g er s" dem Kommissar Prewernscy übertragen. die vom slovernschen dromotischeu 23erein geplante Aufführung von Max Halbes ,Lugend^. Bukarest, 30. Aug. Betreffs deS Diebstahls von Festungsplänen' aus dem Geheimarchiv des rumänischen Generalstabes wurde eine strenge Untersuchung ein* geleitet, deren Oberleitung der Ministerpräsident Sturdza ■ Warnung vor Fälschung TVOfl Al* *n Pillen noch in Pulverform noch mit Kakao IV t5U.uL gemischt, sondern vi-QP in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist HommePs U Haematogen echt. 5410 persönlich übernommen hat. Konstantinopel, 30. Aug. Die Stadt Asion-Ga- rcchisar, eine Station der Anatolischen Bahn, steht seit Mittwoch in Flammen 'Tientsin, 30. Aug. In hiesigen militärischen Kreisen erklärt man, die Gewißheit zu haben, daß die fremden Truppen, mit Ausnahme der Gesandtschastswachen, im nächsten Frühjahr abgeheu werden. New York, 30. Aug. Ein Telegramm aus Jamaika L«richteL: Der deutsche Dampfer ^Polaria" befand sich am 22. d- M in Garupauo, als 700 Revolutionäre die Stadt angriffen und nach mehrtägigem Kampfe in diese ein» drangen. Die Verteidiger, co. 1000 Mann unter dem Befehl des Generals Velutini, schlugen die Angreifer schließlich rurück und brachten ihnen schwere Verluste bei Der deutsche Dampfer wurde während der Kampfe von mehreren Geschossen getroffen. Der Kapitän beanspruchte den Schutz des Generals Velutini, welcher ihm antwortete, der Kapitän möge sein Schiff aus dem Hafen bringen. Der deutsche Kreuzer „Gazelle wurde telegraphisch benachrichtigt und holte den Dampfer ab. Newyork, 30. Aug- Zu dem Kohlenarbeiter- str eik wird gemeldet: Einige Gruben haben die Förderung wieder ausgenommen, doch ist dieselbe sehr gering. Tie Stimmung ist sehr ernst. ^Verschiedene llebersälle und einige Meuchelmorde sind bereits vorgekommen. Die An- nnd Verkauf von Wertpapieren, Einlösung von Coupons, Geldsorten etc. Entgegennahme von Bar-Einlagen gegen Verzinsung mit und ohne Kündigung. Die Verzinsung beginnt mit dem Tage der Einzahlung. Hinterlegungsstelle für Mündelgelder Cassastunden: 8 bis 121/, Uhr und 2 bis 6 Uhr. Sonntags geschlossen. Bank liir Handel und Industrie. Depositenkasse Giessen. (Darmstädter Bank.) Johannesstrasse L Giessen. Ecke Nenenweg, 8aUb ach, 30. Aug. DLe hiesige ZonsurbehSrde ve-r^ot fGrNbenM^ei Eerargt BFn tch unDe, um km Hrnterhakte ~ ‘ ~ ' - liegende Personen aufzuspüren. Die Geschäftsleute des - ^razitgebietes haben die Regierung aufgesordert, die »enbesitzer zur Beilegung des Streik zu zwingen. Telephonischer Kursbericht. 3V1% Reiohsanleihe . . 102.75 3% do. ... 92.70 3V,% Konsuls .... 102.50 30/0 do......92.45 3i/a°/o Hessen .... 100.40 3% Oberhessen . . . 99.70 4% Oesterr. Goldretne . . 103150 4‘,,% Oesterr. Süberrente 102.10 4% Ungar. Goldrente » . 102.25 40/o Italien. Rente . . . 103.60 4*/,% Portugiesen . . . 5L50 8°/ • Portugiesen. .... 30.40 1% C. Türken .... — Türkenlose......118.20 4% Griech. Monopol.-Anl. 44J.5 4a/,% äussere Argentiner —.— I 3% Mexikaner .... 2635 41/^/a Chinesen .... ' 92.55 j Electric. Sohuckert ... -91L0 ; Nordd. Lloyd . . . . —.— Kreditaktien.....216.60 Diskonto-Kommandit. . . 186.90 Darmstädter Bank . . . 138.30 Dresdener Bank .... 144.70 Berliner Handelegee. . . 158L0 Oesterr. Staatsbahn . . . 154.00 Lombarden . . . . . 19.00 Gotthardbahn ..... 174.00 La urahütte......20 LOO Bochum . ...... 186.80 Harpener...... 165J75 Tendern: fest • Hel'egramm! Frankfurt a. ÖL, 27. August 1902. Henkell Trocken wurde bestimmt als einziger Champagner zu dem Sr. Majestät dem Könige von Italien, dem Gaste Sr. Majestät des Deutschen Kaisers, kommenden Sonntag darznbietenden Diner. 6070 Hotel Imperial. Coursbericht von «Joseph Merz, Bankgeschäft, Gießen, Neuenbäuen 4L Course vom ast Course vom Q — Course vom Course vom Course vom - — Eonrse vom GO 2L/8.| 2878. OQ 2L/8.| 2878. 00 2L/8.| 2878. 21./8,| 28.-8. GO 21.8. 28./8. 21V8. 2878 Staatspapiere. 1 Türken Lit B. 55.- 55.- 4 Wiener 1902 . 100.60 100.50 Gelsnkirch.Brgw 168.70 169.70 4 Preuß. Central- 4 Wladikawk 95 1 do. , C. 30.40 30.30 6 BumoS-Aires . 39L0 39.50 Harpener „ 165.— 163.- Boden. . . 103.— 102.40 steuerst. . . 99.30 99.40 Deutsche. 1 do. „ D. 28.70 28.70 4V, do..... — — Hiberuia „ 171L5 171.50 4 Westdeutsche. . 102.20 10X20 5 Anatolier . . 102.40 10X50 3% D. ReichS.-Anl. 102.65 102.75 4 Ung. Goldrente 10X20 102.15 Ztanderhrl. Anl. Laura „ 195.50 200.10 372 do..... 96.20 96L0 3 Salom-Monast. 61.40 61.50 Ä do..... 92.75 92.85 4 do. StaatLreMe 98.50 9X55 Hörder „ 109.— 113.— 4 Preuß. Hypoth.- Lose 3M Prenß. Consols 102.45 10X80 3M deSgl. . . . 90 JO 9L20 4 S olmS • Brauns. __ Ilse 160.25 16X25 Akt.-Bk. abg.. 98.50 99.— 3 do..... 92.40 9X60 5 Argeut. v. 1887 77*25 70.50 —_— 31/, Phönix „ 127.- 129.50 in Prozenten. 4 3M Badisch« . . . do..... Bayer. St.-Obl. 105L5 100.85 105^5 100.70 4M 4 do. Gold v. 1888 do. äuß. v. 1897 77.— 70.- 371 Asenb.-Birstein. 97.60 97*70 Hoesch Stahl . Schalker Gruben 144.10 332.— 144.75 331.- Lisenb.-Priorit. 4 4 Bad. Thlr. 100 Bayer. Lhlr.100 147.- 160.10 146.80 160.20 4 105.— 105»— 4M Chile Gold-Anl. —,— — Vank-Attien. Magdeburger 4 Dux-Bodenbach 100.40 3% do..... 100.90 100.70 6 Chinesen. . . 106.— 105.90 67. Reichsbank . . Berg.»Märkische Bank . . . Berliner Bank. Berliner Hdlsg. Darmstädter Bk. Deutsche Bk. . DiScouto-Ges. . Dresdner Bk. . dtattonal-Bk. . Schaffhsr. Bkv.. Oest. Cred.«Akt. 156.— 155.90 Bergwerk. . 450.— 459.- von 1891. . —.— Pf'dbr. I. . . bn TI 120.— 4 Heff. St^Obl. . 105,55 105.50 5 do..... 100.90 10U0 Buderus. . . 107.50 108.50 4 Elisab. steuerst. 98.80 101.80 3M 3 3% do. ... . do. ... . Württemberg. . 100.15 89L0 100.75 100L5 an 100.80 4M 5 do. ... . Mexicaner Serie 1—4 . 9L95 39.90 9240 40J0 h/> 2 15L— 89.— 155.40 135L0 209.- 184^0 144.— 114.10 117^0 214.90 151.- 90.50 157.60 137.10 209.20 186.20 144.30 115,80 117X0 216.- 4 Pfandbriefe. Franks. Hypotbk. 102.80 4 4 5 Franz Joseph . Kaschau-Oderbg. Oesterr. Nord- 100.30 99.70 100.30 99.70 37- 3 4 Cöln-Mindener Atadrider . . Meingr. Präm.- Pfdbr. Thlr. 100. .. . Oestorr. v. 1860 do. v. 1854 Oldenb.Thlr^O Türk. Frs. 400 136^80 45.40 45*40 3M 3M 47» 5 Bremen v. 1899 Hambg. v. 1899 Ausländische. BoSuier . . . Griech. E.B. von 1890 . . . 10G60 100.50 100.60 5 3 3M Mexicaner v. 99 do..... Provinz- und Ztädte-Auleihe. Oberheffen . . 101.20 27.— 99.70 10L20 27.40 99.70 4 11 8 4 3 5 3V- 4 37, & Serie 14 do. Serie 15 Frkf.HyP.-Cred^ Verein 1905. do. 1906. do. tilgbare Frkf. Landwtsch. 100L0 96.50 10L20 96.30 96.30 98.70 100.90 96.50 10L20 96.30 96.30 98.90 5 4 3 3 westbahn B. . do. Südbahn (Lomb.) do..... do..... Raab-Oedenbg. Ebf. ... 108.90 102.25 6X75 73J.0 108.80 102.40 87.80 6X50 73.10 4 3 137.50 153.40 127*40 113.60 136.50 153.60 127*40- 115.- —.- 3M Starkenburger. 99.25 99.25 8 3 /4 4 Hamburger Hy- 4 Rudolfbahn. . 101.70 100.35 Unverzinsliche 4 Griech. Monop. 43.60 44.15 4 Rhetnprovinz . 104.50 104.50 Industrie-Aktien pothekm-Bank 100.20 100.20 - pr. Stück u. Mk. 4 Italiener Reute 103.20 103.50 3M do..... 100L0 100.10 272.— Ser. 141-250 3 do..... 68.40 68.50 4 Gießener. . . 14 Mainz.Braucrei 27X— 4 do. unkündbar y/w Jtal. staatl. gar. Ansbacher fi. 7 Ä- 37, Oestcr.Silberrte 102.— 102.15 3M do..... 1 » » 20 Farbw. Höchst. 350.— 351.— bis 1910 102.50 102.70 E.B. . . . 67L0 68.20 Augsburg, fl. 7. 5 Oester. Goldrte. 103,75 103.7b 3M Frankfurter. . 99^60 99.40 10 do. Griesheim 214L0 213.— 37, do. Serie 46 2‘/io Livorneser . . 68.40 68.60 Brfchw.LhlrLO 13L40 4-^ Portug. Staat. 48.50 50.25 4 Darmstädter . —_ ■ ■ — . . — Elettr.Lahmeyer 8L— 79.20 bis 190. 95L5 95.30 4 Sard. Ser. stst. Finnldr.ThlrAO —.— —»•— 4 do..... 29^0 30.30 3M do. . . . . 98.80 99.— *— „ Schuckert 84.50 91-30 37» do. SerieLOl gar. . . . Golchardbahu . 100.40 100.50 Mailänd.FrS.45 47.50 _— 4 Rum. am. Rte. 97.40 9X50 3M Mainzer. . . 98.60 98.40 8 „ Siemens 126 — 120.— bis 310. 95.70 95.70 37, 101.90 10X50 do. FrS.10 16L5 4 Rumän. v. 1890 85.- _ - 3M Offenbacher. . 98.80 98.30 10 u. Halske 4 Meining. Ser. 8 10X50 102L0 4 KurSk Kiew. stfr. Oesterr. fl. 100 t Gold-Ruffen v. 4 Wormser . , 103.50 103.50 Maschf.Grtetzner 163.50 164.— 37, do. abg. . 96.- 96.- gar. . . . 99.80 von 1864. . —— 434.«) 1880 . . . 100L0 100.80 3M do..... 98.80 98.80 10 do. Kleyer . 150.— 160.50 4 Preuß. Boden- 4 Ruff. Südost 97 Pappenh. fl. 7 34J7O 36,— do. ... . —,- —.— 31. Heidelberger 98.70 99.- — Credit . . . 101.50 10L50 stfr..... 99^0 Meininger fl. 7 —,— Ruffen v. 1902 99.40 99.50 4 Mannheimer . 103.80 104.10 Bocbum Bergw. 183.40 185.50 4 RhcinHypoth- 102.60 102.75 4 Warschau Wien Ungar. Staats Serben v. 1895 71.50 71.90 3*/, Bad Nauheimer 98.20 98.20 Concordia „ 271.— 274.75 Bank 1907er stfr..... 99.20 98L0 fl. 100 . . BeuetiauerL.30 352^0 352,— Spanier. . . —.— —.— 4 Liffaboner . . 76.90 78.10 Eschweiler „ 213.- 213.— 31/, do. 96.60 96.60 4 bo. XI. 1911er 99.20 98.90 28.70 Kekanntmachung. In der Zeit vom 23. bis 30. August 1902 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Paar Manschettenknöpfe, 1 Metermaß, 1 Brosche, 1 Schulranzen mit Inhalt, 1 Korb und 1 Kalbshaut. verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 silberne Cylinderuhr. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 30. August 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J.V.: Roth. Krotpreise vom 31. August bis 14. September 1902. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Md.) Tafelbrot 28 H i Kg. (2Pfd.) Schwarzbrot 24^ 2/(4 , ) . 56 „ 2 , (4 , ) , 48 „ a ' (2 , ) Weißbrot 26 , 3 „ (6 , ) , 72 , 2 „ (4 , ) , 52 „ Der auswärtige« Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: L. Steinmüller, Gr.-Linden 24 $ Hernr. Weber, Heuchelheim 25 „ W. Sleinmüller, L.-Göns . 24 „ W. Weitzel, Lang-Göns . . 25 , L. Schmidt, Gr.-Linden. . 25 „ L. Sleinmüller, Gr.°Linden 25 „ W. Fabeh Wiefeck . . . 25 „ Karl Post, Wiefeck . . . 26 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: L. Steinmüller, Gr.°Linden 48 Jakob Appel, Krofdorf . . 50 „ W. Steinmüller, Lang-Göns 48 , W. Weitzel, Lang-Gons . . 50 , L. Schmidt, Gr.-Linden . . 50 v Heinr. Weber, Heuchecherm 50 „ W. Fabel, Wiefeck ... 50 . L. Steinmüüer, Gr.-Linden 50 „ Karl Post, Wiefeck ... 52 „ 1 Kilogramm (2 Pstmd) Schwarzbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden. . 22 W. Steinmüller, Lang-Göns 22 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 , W. Weitzel, Lang-Göns. . 22 , Hch. Weber, Heuchelheim 22 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bei: K. Kd. Velten, Kirch-Göns 42 Gust. Jakoby, Alten-Buseck 44 , Zakob Appel, Krosdorl . 42 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ L. Schmidt, Gr.-Linden. . 44 „ Karl Post Wiefeck. ... 44 „ SL Steinmüller, Gr.-Linden 44 „ W. Schimmel, Kinzenb. M. 44 „ W. Steinmüller,Lang-Göns 44 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 46 , W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 „ Ernst Christ, Wiefeck . . 46 „ 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot bei: W. Fabel, Wiefeck . . . 66^ Gust. Jakoby, Alten-Buseck 66 , Karl Post, Wiefeck . . . 66 „ Ernst Christ, Wiefeck . . 69 „ Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 29. August 1902. Großherzogliches Polizeianrt Gießen. 3*93« Rolb. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis ü Uhr geöffnet. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Buchbinder, 1 Schlaffer, 5 Taglöhner, 4 Hausburschen, 1 Gärtner, 1 Packer, 1 Erdarbeiter, 1 Spenglerlehrling, 4 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Dienstmädchen, 1 Wäscherin, 1 Näherin. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Wagner, 1 Wagenlackierer, 1 Schneider auf Woche, 1 Knecht, 1 landwirthschastl. Arbeiter, 1 Bäcker-, 1 Spengler- und 1 Schl off erlehrling. 7 Dienstmädchen, 1 Küchenmädchen, 1 Hausmädchen, 1 landw. Arbeiterin, 1 Lauffrau. Mlänz am 31. Dezember 1901. Aktiva. v4L H Warenbestand am 31. Dezbr. 1901 24322.86 Kassebestand am 31. Dezbr. 1901 26.— Ausstände bei Mitgliedern am 3L Dezember 1901 . 3018.83 Manko vom Lager zu ersetzen . . 394.78 Sa. 27762.47 Passiva. JL H Reservefond a. 1900 18870.45 Geschäftsanteile. . 867.— Reingewinn a. 1901 6331.30 Roch zu zahlende Warenschulden san Lieferanten am 31. Dezbr. 1901 659.04 Roch zu zahlendes Gehalt.... 684.68 Roch zu zahlende Mankovergütung dem Lagerhalter 350.— Sa. 27762.47 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1900 298 Während 1901 gingen zu I7 315 Während 1901 gingen ab 15 Daher Stand der Mitglieder Ende 1901 300 Großen-Buseck, am 29. August 1902. 6066 LMmtschaftlicher KollsiM-Vmin zu Kroßell-Biiscck Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. H. Meyer L, Direktor. Karl Siegfried, Lagerhalter. 5542 MAGGI Anerkannt besser als alle ähnlichen Produkte ist W«r7A In Orimnalflaschchen nUIuv* von 35 Pfg. an stets zu haben bei Mols Bieler, ^Atacktsstaße^' Mobiliar-Berfteigerrmg. Dienstag den 2. September, nachmittags 2 Uhr an- sangend, werden im Auftrage und im Hause des Herrn Christian Duill, Grünbergerstratze 89, Umzugshalber nach dem Windhose nachverzeichnete sehr gut erhaltene Mobiliar-Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 11 vollständige Betten, mehrere Meiderschränke, Kommoden, Waschtische, Nachttische, Tische und Stühle, Bilder nnd Spiegel, 2 Schreibputte, 2 Bertikows, mehrere Regale und vieles andere. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 6072 Schneider. Verdingung von Drainagearbeiten. Die Graben- und Rohrverleg- ungsarbeiten für die im Herbst d. I. zur Ausführung vorgesehenen Drainagen der Waffer- genossenjchast „Molkenbornsseld" zu Lich — etwa 27800 m, veranschlagt zu rd. 7400 Mark — sollen Samstag den 13. Sep» tenrber d. I., vorm. 91/. Uhr, aus dem Rathause zu Lich in mehreren Losen durch öffenttiches Ausgebot vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Lich zur Einsicht offen. Gießen, am 28. August 1902. Großh. Kulturinspektion Gießen. I. V.: Wallek. 6052 Versteigerung. Montag den 8. September, rrachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Psandlokal, Seltersweg 11, gegen Barzahlung: 1 Kaffaschrank, 1 Sopha, eine Komnwde, 1 Kleiderschrank, ein Regulator. Gießen, den 30. August 1902. 6073 Mulch, Pfandmeister. Waschemir Luhns 2015 Poti - Cmeit aus den ersten Fabriken Mark 1.75 pro ein Sack C. Rübsamen, Telephon 259. — Westanlage 60. Rheinisches Technikum Bingen! Höhere Fachschule für Maschinenbau u.Elektrotechnik R Progr. frei. Direktor Hoepke. | 7WO WcüU1"^~BBä Gallseife enrpsiehlt P. Jos. Möbs, 5529s Mäusburg 8, Seifenfabrik. WzMsehr' preiswert. Pfalzkellerei 9L G., 4222 Kirchheimbolanden. ““ Sächsisch -Thüringische, Technikum Rudolstadt I. 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