Nr. 203 vrscheirrt tSgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMschen Landwirt die Gietzener ^amilien- blütter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untvers.-Buch-u.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul ft raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FrrnsprechanschlubNr.51. Erstes Blatt. 152. Jahrgang Samstag 30. August ISST GichenerAnzeiger w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 7b Ps^ vierteljährlich Mk. L20; dwvch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokaHLPf, auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polil. u. allgem. Teil: P. Witiko: für »Stadt und £anb* und »Gerichtssaal*: Curt Plato; für den Anzeigenteil: HanSBeck. Gießen, den 29. August 1902. hetr.: Ausführung des Faselviehgesetzes; hier: Formulare für Sprungregister und Faselhaltungsverträge. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen M» die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir haben die Firma Emil Roth dahier angewiesen, die von Ihnen bestellten Sprungregistec und For- mularien Ihnen zuzusenden und empfehlen Ihnen, die der Sendung beiliegenden Rechnungen zur Auszahlung auf die Gemeindekasie baldigst anzuweisen. Dr. Breidert. Der König von Italien in Berlin. Potsdam, 29. August. Vom Mausoleum in der Friedenskirche fuhr der Italienische König nach der Wildpark-Station zurück, Mn mit dem Kaiser in dem für das Publikum vollständig abgesperrten Park bis gegen 11 Uhr der Pürsche obzuliegen. Der König erlegte drei Hirsche. Zwischen 12 und 1 Uhr unternahmen die Monarchen eine Spazierfahrt durch die königlichen Gärten, wobei auch dem Schloß Sanssouci ein Besuch abgestattet wurde. Zur Frühstückstafel beim PrinzenFriedrich Leopold fuhr der Kaiser mit dem König von Italien vom Neuen Palais in einem Dogcart allein, das der Kaiser selbst lenkte. In Sanssouci waren sämtliche Wasserkünste in Betrieb. Schulkinder, die dort spazieren gingen, nahmen Aufstellung und begrüßten die Majestäten mit Hurrarufen Ilm 3 Uhr, nach Beerdigung des Frühstücks, fuhren die kaiserliche Familie und der König von Italien mit der Umgebung aus der Aacht „Alexandra", welche bei Glienicke angeleA hatte, nach Wannsee bis zur Höhe des Kaiser Wilhelms-Turms und kehrten dann nach der Matrosen st ation zurück. Dort verließen die Majestäten die „Alexandria" und fuhren zum Neuen Palais zurück, der Kaiser und der König von Italien wieder allein in einem Dogcart. Während der Anwesenheit der Majestäten auf der Dacht hatte dieselbe die italienische Königsstandarte am Mittelmast und die Kaiserstandcrtte am Heck gehißt. Der König von Italien empfing heMe den Reichs- kanzler Grafen von Bülow und hatte mit ihm eine längere Unterredung. Gras Bülow hatte ferner eine eingehende Besprechung mit dem italienischen Minister des Aeußern Prinetti. Bei dem Reichskanzler findet morgen mittag nach der Hauptparade zu Ehren des Ministers Prinetti eine Frühstückstafel statt, zu der die Mitglieder des diplomatischen Korps geladen sind. Heute abend fand im Schlosse Babelsberg eine Tafel bei den Majestäten statt, zu der eine größere Reihe Einladungen ergangen war. ' Es wurde an einzelnen Tischen gespeist. Am ersten runden Tisch saß die Kaiserin neben dem König von Italien, es folgten die Prinzessin Friedrich Leopold, Botschafter Graf Lanza, Reichskanzler Graf von Bulow, die Marquise Jmpenali, der Kaiser, Gräfin von Bülow, der italienische Hausminister Ponzia- Baglia, der Oberstkämmerer Graf Solms-Baruth, der Minister Prinetti, der wieder neben der Kaiserin saß. An den zunächst stehenden Tischen hatten Ehrenplätze ünte, der Kronprinz Prinz Friedrich Leopold, Prinz Friedrich Heinrich, Gräfm Brockdorf vnd Prinz Eitel Friedrich. Eine prächtige Illumination des Schlosses und Parkes zu Babelsberg bildete den Beschluß der Festlichkeiten des Tages. Weithin erglänzte das Schloß in bengalischer Beleuchtung. Die große Fontaine sprühte in allen Farben. Auf der Havel entrollte sich ein prächtiges Bild. Dampfer und Boote waren mit Lampions in den italienischen Farben bedeckt und. belebten die Wasserfläche, welche von Scheinwerfern fast taghell beleuchtet wurde. Auch die Villen am User der Havel erstrahlten in prachtvoller Beleuchtung. Tas eigenartige fesselnde Bild hatte eine große Menschenmenge herbeigelockt. Einen Besuch stattete auch der österreichisch-ungarische Botschafter v. Szögyeny bei dem Minister Prinetti ab. Dazu bemerkt das Wiener Fremdenblatt, diese Meldung mag durch folgende authentische Darstellung ihre Ergänzung finden. Nachdem König Viktor Emanuel unb Minister Prinetti bei den in Berlin weilenden Botschaftern ihre Karten abgegeben hatten, darunter auch bei dem österreichisch-ungarischen, hielt es dieser für seine selbstverständliche Pflicht, den BesiM zu erwidern. Der Botschafter nimmt ben burch ben Besuch bes Königs von Italien in Berlin unterbrochenen Urlaub wieder auf, begiebt sich über Dresden nach Wien und von da auf seine Besitzungen nach Ungarn. Dem Oberbürgermeister Kirschner ist vom König von Italien das Großossizierkreuz der italienischen Krone mit dem Stern verliehen worden. Der Bürgermeister von Rom übersandte dem Oberbürgermeister von Berlin nachfolgendes Telegramm: „Für den Empfang, der ihrem Könige von dem in den Wissenschaften, im Militärwesen und in den Künsten in gleicher Weise ausgezeichneten Kaiser bereitet worden ist, spricht die Stadt Rom ihren Dank aus, indem sie hervorhebt, wie angenehm berührt sie sei durch die von der thatkräftigen und liebenswürdigen Bevölkerung Berlins ihrem vielgeliebten Könige so herzlich bereiteten Festtage. Sie erblickt in den Kundgebungen des Herrschers und Volkes das sehr glückliche Anzeichen dafür, daß Deutschland und Italien stets stolz und vereint an der Spitze der Zivilisation und desFortschrittes in der Welt marschieren werden. Lebhafter Befriedigung über die zwischen Kaiser Wilhelm und König Viktor Em anuel gewechselten Drink- sprüche geben die deutschen Blätter Ausdruck. Die Wärme des Tones in der Ansprache des Königs von Italien ist ganz besonders bemerkt worben. Tie Pariser Presse scheint einstweilen einigermaßen verblüfft über die intime Herzlichkeit des Empfanges; man tröstet sich, bescheidener Weise, damit, daß Viktor Emanuel dem Berliner Oberbürgermeister in französischer Sprache g e a n t w o r t e t hat bei der Begrüßung am Brandenburger Thor. Als ob das Französische nicht allenthalben und seit langen Zeiten die Verkehrssprache der internationalen Politik wäre! Eine Erroiderung in italienischer Sprache würde vermutlich der Oberbürgermeister nicht verstanden haben. König H u m b e r t hat in dieser Hinsicht Erfahrungen gemacht, als er tm Mai 1889 die kgt. preuß. Hofschauspielerin Frau v. Hachenburger nach dem schwungvollen Vortrag eines italienischen Gedichts auf italienisch ansprach, worauf die Dame in äußerster Befangenheit nur ein „non capisco" zu antworten wußte, das dann für eine Weile zum geflügelten Wort wurde. Wenn französische Blätter auf dergleichen Aeußerlichkeiten Wert legen, dann muß es auf diese Presse Eindruck machen, daß der Trinkspruch Viktor Emanuels nicht in der französischen, sondern in der italienischen Sprache ausgebracht wurde, und in der Sprache seines Landes auch wohl nur deshalb, weil der Besucher, wie er selbst erklärte, des Deutschen nicht genügend mächtig ist. Die Pariser Nationalistenblätter ärgern sich über die Herzlichkeit der Beziehungen zwischen Berlin, Petersburg und Rom und greifen Herrn Delcasss, den Minister des Auswärtigen, an. Im Aerger wird oft die wahre Meinung verraten. Dieser Groll dient in Deutschland zur Bestärkung der Genugthuung. In Besprechung des Besuchs -sagt die Londoner „Times": Nichts konnte sorgfältiger ausgearbeitet oder prächtiger sein als bie Vorbereitungen, welche gestern für den Empfang des italienischen Herrschers m der Hauptstadt des deutschen Reiches getroffen waren, nichts konnte geistvoller, hochherziger sein die Reden des Kaisers und seines erhabenen G a st e s. Politische Tagesschau. „Katholizismus uud Kunst." Das bekannte Telegramm des Kaisers an bett Prinz» rezenten von Bayern mag mit ben Anlaß geliefert haben, baß die in Mannheim Versammelten sich auch mit der Kunst auseinanbersetzten. Einen Vortrag über „Katholizismus unb Kunst" hielt, wie bereits kurz gemelbet, Lyceal- Professor Dr. Endres. Er führte u a. folgendes aus: ,^Zch sage nicht zu viel, wenn ich behaupte: Keine Macht der Erde hat der Kunst und zwar nicht blos der kirchlichen, sondern auch der profanen Kunst einen derartigen Impuls gegeben, einen derartigen Nährboden bereitet, wie die katholische Kirche. Wenn man der katholischen Kirche das Verständnis und das Interesse für Kunst absprechen wollte, die katholischen Dome, Münster und Museen, die katholischen Gotteshäuser fast ausnahmslos würden laut Protest dagegen erheben. Für' unsere Kirche ist das Herrlichste, was wir zu leisten im stände sind, gerade gut genug." Mit diesen Ausführungen wird sich jeder objektiv urteilende Kunstfreund ohne weiteres einverstanden erklären. Dann aber sprach sich Prof. Endres über die moderne „Rinnsteinkunst' folgendermaßen aus: „Eine andere Richtung, die den persönlichen Gott, die Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennt, verfallt selbstverständlich immer mehr dem Sinnengenuß. Diese moderne Richtung ist bemüht, auch die Kunst in ihren Kreis zu ziehen. Die Kunst verfällt in Un» sittlich! eit, und da tausend Mittel vorhanden sind, die Kunst zu vervielfältigen und in die breiten Massen des Volkes zu bringen, so liegt die Gefahr vor, durch diese Kunst das Volk sittlich zu gefährden. Deshalb müssen totr immer und immer wieder rufen: Zurück auch in der Kunst zu den christlichen Idealen. Wenn Feuilleton. Fritz von Uhde. In dem Kampfe um die neue Kunst, der die beiden letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts erfüllt hat, ist kaum eines Künstlers Name lauter und weiter erklungen, als der Fritz von Uhdes. Eine geborene Kampfnatur, hat er mit zäher Energie den Kampf geführt und seine Persönlichkeit durchgesetzt durch künstlerische Thaten, die zuletzt auch die Widerstrebenden von der Macht dieser aufrichtigen Persönlichkeit überzeugt haben. Mit dramatischer Lebendigkeit, mit innerer Anteilnahme hat uns jetzt einer der litterarischen Mitkämpfer, Fritz von Ostini, dieses heiße, vor keinem Widerstande zurückschreckende Ringen im 61. Bande der von H- Knackfuß herausgegebenen Künstlermonographien (Bielefeld und Leipzig, Vel- hagen & Klasing mit Porträt und 110 Abbildungen nach Gemälden und Zeichnungen, Mk. 4) geschildert. Dieser Rückblick auf ein zwanzigjähriges Schaffen lehrt uns in Wort und Bild, daß Uhdes Schöpfungen jener Epoche der neuesten deutschen Malerei mit die Signatur gegeben haben. Mit lebhafter Spannung verfolgt der Leser diese künstlerische Entwickelung, in die ihm F. von Ostini einen vollen und llaren Einblick gewährt. Nicht der Meister der religiösen Malerei, nicht der Genre- und Bildnismaler tritt in den Vordergrund, sondern die starke Persönlichkeit, die immer nur sich selbst gegeben hat. _ Hermann Bahr, Premieren. Gesammelte Essays, Winter 1900 bis Sommer 1901, geheftet 4 Mark, Verlag Albert Langen, München. Ein unendlich liebevolles und feines Verständnis für die moderne litterarische Kunst in allen ihren Ausdrucks form en, die Fähigkeit, das Gefühlte in glänzendem Stil, espritvoll und doch voll eines heiligen, idealen Ernstes auszusprechen, habe« Hermann Bahr auch als Kritiker in die erste Reihe unserer lebenden Schriftsteller gerückt. In ben „Premieren" giebt er so, mit ber heutigen litterarischen Bewegung fühsenb, und oft genug ihren zukünftigen Gang hellhörig herausfühlenb, eine sesselnbe unb litterarisch wertvolle Dramaturgie ber letzten Jahre. Eine zweite Auflage bringt hoffentlich ein Sachf- register, bas bes Buches praktischen Wert erhöhen würde. Avouiauus, Dramatische Hanbwerkslehre. Zweite umgearbeitete, vermehrte Auflage. (Verlag von Hermann Walther in Berlin.) Mk. 5.—. „Avoniauus", Dr. Robert Hesse n, giebt mit bieser 2. Auflage seinen Namen bekannt, und der Zweck des Buches: Die Traditionen einer musterhaft ausgebildeten Kunstform festzulegen, eine „Technik des Dramas" zu schaffen, tritt diesmal objektiver hervor. Das Polemische, entstanden in einer Zeit, als die Wogen der Erregung im Berliner Theaterwesen hoch gingen, ist nach Kräften ausgemerzt; einige willkommene Kapitel vom „Dialog", von den „Charakteren und Rollen" sind eingefügt; neuere Bühnenwerke, wie „Ter rote Hahn", „Rosenmontag" rc. sind eingehend berücksichtigt. Die „Dramatische Handwerkslehre" behandelt das akademische Thema von der Technik des Dramas mit entschiedener Betonung der praktischen Fragen und ist damit ein F-ührer durch das moderne Drama und seine Ersolgbedingungen. Unter dem Titel: „Tie Diva und Andere Satiren" veröffentlicht der auch vielen Gießenern als feinsinniger Kritiker wie als geistvoller Feuilletonist und Lyriker bekannte Frankfurter Dr. R u d o l f P r e s b e r einen Band von satirischen. Skizzen aus dem Theaterleben, aus Sitte- ratur und Kunst, die wir als eine köstliche Gabe fernen Humors empfehlen möchten. Mag Presber nun die Auswüchse des Theaterlebens, das Divatum geißeln oder bte Autoreneitelkeit, die in der „Oper" kläglich Schiffbruch erleidet, mag er seinen Spott über die schreibwütigen Kommentatoren großer und lleiner Dichter ergießen, wie m der Skizze von dem Winkel von 45 Grad, mag er einer aufgeblasenen Dagesgröße, dem „großen Mann", bie hohle Maske von den brutalen Zügen reißen — immer erfreut uns die geistvolle Sattre unb der glänzenbe Stil —, neben köstlicher Ironie findet auch der fröhliche Uebermut des Studenten seine Stätte, wie in der „chinesischen Gefahr" unb im „Bärenführer", unb wohlchueub berührt uns bie Wärme ber Empsinbung, wie sie ans ben beiben Geschichten vom melanchiolischen „Humoristen" unb au» „Zwischen ben Jahren" zu uns spricht — in ben letzteren mit einem Unterton sanfter Elegie gemischt. Es ist ein Genuß, diese Satiren zu lesen, die in W. Caspari einen Illustrator gefunden haben. Der Preis ist Mk. 1,50 und die Gabe des Verlegers der „Süffigen Blätter", bei dem auch Presbers „Land der Siebe" erschien, zu begrüßen Die Nr. 34 ber „Freistatt" (München, Gabels- bergersttaße 77) enthält an erster Stelle ben zweiten Teil eines Artikels „Die Aufgabe bes bayerischen Siberalismus" von Siegfried, eine Arbeit von außer- orbenllicher programmatischer Bedeutung und ungewöhnlichem Freimut ber Gesinnung. Daran anschließend folgt ein kleines, stimmungsvolles Gedicht „An einem Bergsee" von Marttn Greif, sowie der erste £eil einer Erzählung „Der Knüppel" von Robert Reinert, in der ein interessantes psychologisches Problem mit großer Sicherheit gelöst wird. Ueb-er „Zustände im Sande des Dollars weiß Ernst Freiherr von Wrangel, ein hervorragender Burenkämpfer, allerlei wenig Erbauliches zu berichten. Dr- Ludwig Schiedermair endlich bringt sehr interessante Mitteilungen über „Richard Strauß in amerikanischer Beleuchtung". Aus dem Inhalt des „Heinen Teils"" seien besonders die Ar- ttkel „Tristanproblem" und Jurist, Landtag und Kai fett' wegen der in ihnen vertretenen prinzipielleni Anschauungen der Beachtung empfohlen. Odenwald. Nachdem die hessische sowohl als die badische Landesvermessung ihre auf bas Gebiet des Oden- Waldes bezüglichen Ausnahmen beendet haben, ist es als ein zweckentsprechendes Unternehmen zu begrüßen, die Resultate dieser Spezialaufnahmen in einem kleineren Maßstabe zu verarbeiten unb dergestalt der großen Menge der Touristen unb Natursreunbe zugängig zu machen. Die soeben erschienene, von Walter Paasche in zwei Blättern, Maßstab 1:100 000 (Stuttgart, Verlag von A Brettinger) ist bie erste umb einzige nach biefen Quellen bearbeitete. Tie Anwenbung sechsfachen Farbendruckes, Schrift unb Situation schwarz, Gewässer blau, Walb unb Wiesen grün, Gebirge braun, ermöglichte es, ber Karte trotz der Reichhaltigkeit des Inhaltes Deutlichkeit unb Lesbarkeit zu sichern. Die meistbegangenen Touristenwege, bie sich im wesentlichen mit ben markierten Wegen bes Odenwalbllubs decken, würben durch roten Einbruck hervorgehoben unb ein ber Karte beigegebenes Routenverzeichnis ermöglicht rascheste Aussinbung des Markierungszeichens sowohl als ber Ent- femung. Wer bisher ben Odenwalb bereifte unb eine topographische Spezialkarte nicht missen wollte, mußte 6 Blätter ber Reichskarte 1:100 000 zum Preise von 9 Mk. erwerben unb dazu eine sogen. Markierungskarte, jetzt bietet Pansches Wander- unb Touristenkarte vom Obenwalb bas Gleiche um ben vierten Teil ber Kosten. Die einzelnen Blätter werden als Ausflugskarten auch von Oberhessen aus gern verwendet werden. V-olksbank ein Girv- e eignet, die als recht tragisch bezeichnet werden müssen. Die Mutter von acht noch lebenden Kindern, von denen das jüngste am verflossenen Sonntag getauft wurde, legt e Sch offner in Brooklyn, N.-I. In Franksvrt, Jll.: Co n rad Mark. In Warsaw, Jll.: Henry Wegehinkel. § Ruppertenrod, 29. Aug. Zwei Todesfall« haben sich hier innerhalb der drei letzten Tage hier er guten Tages lief bei der Dereinsbank ein Vergütungszettel ein, dem Girokonto Weitzel bei der Bolksbonk 4853 Mr. zn-, zusühren. Tas geschal) auch, und schon am nächsten Samstag, erschien em junger Mensch auf der Volksbank und erhob die 4853 Ml. Hofsmann, der den Vergütungszettel gefälscht hatte, wurde daraufhin zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Tiefer Coup wurde auch bei der Norddeutschen Bank mit Erfolg ausgesührt. Im Mai vorigen Jahres nahm Möller ein Girokonto bei der Norddeutschen Bank unter dem Namen Hausmakler Schtvarz. Einige Tage später lief bei der Vereinsbank ein mit der Firma Wenzel u. Hirsekorn gefälschter Abschreibezettel ein, daß dem Girokonto Schwarz 16 470 Mark zuzuführen seien. Am 18. Mai schickte Möller, der sich am Gänfemartt als Makler niedergelassen hatte, seinen Laufburschen nach der Norddeutschen Bank, um die 16 470 Mark zu erhcLen Vorsichtigerweise ließ er aber durch feinen Freund Hoffmann den jungen Menschen beobachten unb nach Empfang des Geldes nach dem Tammthorbahnhof bugsieren. Hier nahm er das erschwindelte Geld in Empfang, entließ den Laufburschen und händigte Hoffmann für seine Tienste als Mitwisser 3000 Mk. ein. Tann dampfte er ob, und unterwegs gesellte sich Maack zu ihm; von diesem weiß! man noch nicht recht, pielche Rolle er bei bei Betrug- Aus Stadt und Land. Gießen, 30. August 1902. Mitteilungen auS dem Publikum werden gern entgegen genommen und angemessen honoriert. k. Neue Pflasterung. Am Seltersberg, da wo die Hosmannstraße auf die Frankfurterstraße stößt, wird zur Zeit auf der sonst chaussicrten Straße versuchsweise ein Stück gepflastert. Man hat diese Stelle gewählt, weil hier infolge der zahlreichen Neubauten der Fracytvcrkehr bedeutend ist. ** In Amerika verstorbene Hessen. In Newyork Frau M a r i e O h l, geb. Taab. Frau Dorothea Häb erle auf der alten Farm in Town Milford bei New- Ulm, O. In Mascoutha, Jll.: Frau Elisabetha Tick- Haut, geb. Liebig. Johann Griesemer sen. in Belleville. Carl Philipp Müller zu Clayton bei St. Louis. Frau verw. Elisabethe Mehl, geb. Zimmermann, in St Louis. August Tornbrach in Newt)ork. In Davenport, Iowa, Rev.: Georg Enzeroth. Otto dem zuständigen Kriminal-Kommissär in Empfang genommen und dem Untersuchungsgefängnis zuaeführt zu werden. Im Jahre 1895 veranlaßte ein aewisser^Röller aus Eppendorf seinen Freund Hoffmann, bei ber ; konto aus den Namen Wilhelm Weitzel zu nehmen. Eines sich abends ohne die geringste Beschwerde zu Bett. Als chr Jüngstes zu weinen begann, rief der Vater der Mutter pi, bekam aber keine Antwort. Er xünbete ein Licht an und sah zu seinem Entsetzen, daß seine Frau eine Leiche war. Ein Herzschlag batte die brave, fleißige Hausfrau viel zu früh für ihre zahlreiche Familie getötet. Ter zweite Fall betrifft einen jungen Mann von hier Namens Beck. Dieser arbeitete in Hille in einer dortigen Fabrik. Gestern erhielt feine hier wohnende Mutter die Nachricht, daß er plötzlich verstorben sei. Er war einem Tamps-Lanf- krahnen zu nahe gekommen, erfaßt unb zu Tode gedrückt worden. Der Verunglückte hinterläßt eure junge Witwe und Kind. () Grü nberg, 29. Aug Wundervolles Spätsommerwetter, wie man wohl angesichts der seitherigen trüben Sommertage sagen darf, begünstigte unseren gestrigen ,£ubtoig$ni ar tt". Der Biehmarkt zeigte an Rindvieh eine gute Auffahrt, an Schweinen eine so starke, wie man ie sonst nur auf dem Gallusmarkt gewohnt ist. Seim Rindvieh ging der Handel schleppend bei nicht ungewöhnlich hohen Preisen. Fettes Vieh roar, begehrt, anderes weniger, von dem auch Stücke unverkauft blieben. Ungleich lebhafter und flotter ging der Handel mit Junglchwernen. Die hohen Preise des Frühjahrs sind auf ihrer Stufe tehen geblieben und wurden auch gestern hier gezahlt Diebenwöchige Ferkel wurden per Paar mit 45 bis 48 Mark, ältere und bessere mit 48 bis 55 Mark, erste Qualität sogar mit 55 bis 70 Mark bezahlt Der Krämermarkt konnte früh aufgehoben werden, da die Marktbeiucher zu den Erntearbeiten eilten. e. Bad-Nauheim, 29. Aug. Es sind in der letzten Woche 741 Kurgäste angekommen, sodaß gestern die Ge- am tfrequenz des Babes die Höhe von 20 474 Per- onen erreichte. Anwesend sind z- Z. 3969 Gäste, gegen 3901 im Jahre 1901. Bäber würben bis jetzt 257 027 verabfolgt, im Vorjahre nur 253143. — Es weilen sehr vornehme englische Familien zur Kur hier. Frankfurt, 29. Aug- Der Großherzog von Hessen unb die Prinzessin Viktoria statteten heute nachmittag bem Zoologischen Garten einen rnehr- tünbigen Besuch ab, sie kamen um 2 Uhr an und blieben bis gegen 6 Uhr. * Cassel, 28. Aug. Nach einer Reche von Wechsel- sälschungen wurde der Kaufmann A. Jakszt, Inhaber der Leder groß Handlung Glebe Nachf., flüchtig. Sein Vorgänger hatte sich nach 25jähriger Thätigkeit mit einem beträchtlichen Vermögeii ins Privatleben zurückgezogen. I. übernahm das Geschäft vor zwei Jahren und verkaufte, um die Konkurrenz zu besiegen, die Waren oft weit unter Einkauf. Das rächte sich natürlich, die Mittel gingen aus, I. nahm zu unreellen Mitteln feine Zuflucht. Nachdem er schließlich noch alles Mögliche zu Geld gemacht hatte, ver- chwand er, während über die Firma Konkurs verhängt wurde. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Aehnlich, wie in anderen Städten, haben auch die Wormser Schweinemetzger einen allgemeinen Aufschlag sämtlicher Fleisch- und Wurstwaren beschlossen. Veranlaßt wurde dies durch die nun schon lange dauernden ungemein hohen Schweinepreise. — Frau Max Goldschmidt-Rothschild aus Fr an kfurt a. M. schenkte der Gemeinde St. Moritz kn Graubünden, wo sie seit 25 Jahren Kurgast ist, 50000 Francs für die Alters^Versorgungskasse der Gemeinde-Angestellten, 10000 Francs für den Armen- sonds und 10000 Francs für das Kreis Hospital. Anschein nach wurde in der Station Rottendorf der Postc zug zu früh abgelassen, denn er mußte auf offener Strecke gestellt werden, um nicht in den Königszug hineinzufahren und ein gräßliches Unglück anzurichtQU * Tas Menu der Königlichen Mittags» täfel am Hose zu Berlin gelegenttich des Besuches Königs von Italien bestand aus: Kraftbrühe auf Königliche Art, Seezungen in Champagner, Lammrücken garniert, Schnepfenauflauf nach Treux, Hummern in Gallert, Elsässer Hühner, Früchte, Salat, frische grüne Bohnen, Römischer Pudding, Käsestangen, Gefrorenes, Nachttsch. ♦ Der K ronprinz von Griechenland ist be* stöhlen worden. Auf dem Bahnhof zu Köln ist dem Kronprinzen bei der Durchfahrt em Handkoffer gestohlen worden, der wichtige Schriftstücke enthielt. Tie „Köln. Ztg." glaubt, daß der Koffer in griechische Hände verschwunden ist. Die Nachricht wird durch eine Athener Meldung bestätigt. ♦ Aus den Alpen. Wie die „Alpine Korresp." bo richtet, verunglückte ein Radfahrer, Lehrer Hans Warscher aus Sillian, indem er an der Straßenbiegung des Peutelstein (Ampezzothal) die Richtung verlor, an die Böschungsmauer fuhr und über diese in den Abgrund geschleudert wurde. Er brach sich bei dem gewaltigen Sturz Genick und Rückgrat und war augenblicklich t o t. — In große Betrübnis und Aufregung wurde die Familie des Regierungsasfessors Vogel, Mitglied der kgl. Eisenbahndircktion Kassel, ver- etzt. Er hatte mit seiner Gattin eine Alpenreise unternommen. Vor mehr als acht Tagen entfernte er sich in Corting di Ampezze aus fernem Hotel, während feine Frau zurückblieb, um einen ganz kleinen und ungefährlichen Ausflug zu machen. Seitdem ist er nicht mehr gesehen worden. Man vermutet, daß er irgendwo ab gestürzt ist; allerdings sind alle Nachforschungen seither erfolglos geblieben. ♦ Cholera Der Gesundheitszustand an der egyp» tischen Mittelmeerküste ist keineswegs beunruhigend, denn nach den neuesten Mitteilungen aus Alexandria ist die, Cholera im Abnehmen begriffen. * Eine Schlägerei zw ischen höheren Offizieren erregt in Petersburg lebhaftes Aufsehen. In der Offiziersmesse der ersten Garde-Division waren verschiedene Offiziere versammelt, darunter auch Oberst Druschinin, Gehilfe des Stabschefs bet ersten Garde-Divri sion. Während der letzten Manöver, die in der Nähe von Petersburg in vergangener Woche stattgefunden hatten, hatte sich Großfürst Wladimir dem Obersten Druschinin gegenüber nicht lobend ausgesprochen. Aus verschiedenen, Gründen klappte nicht alles. Oberst Druschinin war demzufolge in der Offiziersmesse sehr schlechter Laune, als! zufällig Hauptmann Trotzki vom Generalstab ein trat. Dieser vernahm gerade, daß Oberst Druschinin sich abfällig üoer die Absolventen der letzten Jahre des Generalstabes geäußert hatte. Trotzki widersprach dem und fügte hinzu, daß derartige Ansichten wohl kaum begründet seien, worauf Oberst Druschinin auf ihn zutrat und, mit den Händen ihm vor dem Gesicht fuchtelnd, grobe Worte ausstieß. Eine heftige Handbewegung Druschinins schlug schließlich dem Hauptmann Trotzki die Mütze vom Kops. Empört darüber holte dieser aus und verabfolgte demOber- ften Druschinin eine kräftige Ohrfeige. Jur Moment entstand eine furchtbare Aufregung. Alle Anwesenden waren äußerst bestürzt. Hauptmann Trotzki wurde- sofort arretiert und di,e Untersuchung eingeleitet. Oberst Druschinin reichte sofort seinen Abschied ein. * „Gra f und Gräfin Hatzlach" in der Sommerfrische. Viel Bewunderung rief ein aristokratisch aussehendes Paar hervor, das sich vor etwa acht Tagen in Hessenwinkel bei dem Gastwirt Schreyer einmiete, um einige Tage der unaeftärten Ruhe zu genießen. Sein Vater, so ließ der Graf fallen, fei Kammerherr und wohne in der Wilhelmstraße zu Berlin; er selbst stehe beim 2. Garde-Dragvner-Regimeut, fei bei Hofe zweittr Vor- tänzer, habe zwei Villen in Karlshorst. Dort aber wolle sich das gräfliche Paar nicht aufhalten, well ihm der Besuch aus Berlin lästig fei; eine Reise aber könne es nicht untere nehmen, weil der Herr bei den Hof festlich ketten anwesend fein müsse. In der elften Zeit zahlte der Herr Gras baiv bann aber ließ er anschreiben, weil ihm das jedesmalige Begleichen von Lappalien unbequem war. Endlich fuhr ber Graf mit feiner Gemahlin nach Berlin, um für die Hoffefte feine Befehls-Ordres cntgegenzunehmen, kehrte aber nicht mehr zurück Da die in der Landidylle zurück- gelassene Habe wertlos ist, forschte ber Wirt ben gegebenen Spuren nach, konnte aber weder bei den Dragonern, noch in Karlshorst, noch von Hofbeantten etwas über ben Grasen Hatzlach erfahren. Jetzt nahm er seine Zukunft zur Kriminal-Polizei. Diese enntttelte das Paar in einem neuen Heim Der Herr Graf erwies sich als der Maschinenbauer Richard Strebel aus der Berliner Sttaße in Friedrichsfelde, die Gräfin als eine ihrem Mann durchgegangene Frau Lydia Sonnenschmidt. Wegen Zechprellerei und Betruges wurden beide eingesperrt. ♦ Tie beiden Bankbetrüger, die in Hamburg am 18. Mai 1901 die Norddeutsche Bank um 16 470 Mk. betrogen haben und vor einigen Tagen in A sch a s f e n b u r g, verhaftet wurden, trafen am Sonntagabend um halb 9 Uhr in Begleitung ber Hamburger Kriminal-Schutzmänner Blum und Frentzel auf dem Venloer Bahnhof ein, um sofort von Vermischtes. * Wilhelmsh av en, 29. Aug. Beim Einsturz eines Neubaues wurden zwei Arbeiter getötet und drei chwer verletzt. * Altenburg, 28. Aug. Heute vormittag wurden im Hose des hiesigen Gefängnisses die Witwe Seysfert und ihre beiden Liebhaber Niedermeyer und Zänzler hin- gerichtet. Die Frau hatte am 20. Februar dieses Jahres mit Hülfe ihrer beiden Liebhaber ihren Ehemann getötet. * Stuttgart, 28. Aug. In vergangener Nacht ist in Mühringen in ber Brauerei bes Frhrn. von Münch der Kessel explodiert. Das ganze Sudwerk ist vernichtet. * London, 28. Aug. Zwei Mädchen, welche an der Mste von Lincolnshire fischiten, wurden von der Brandung sortgerissen und ertranken. Zwei junge Leute, welche ihnen Hilfe bringen wollten, kamen in den Fluten um. * London, 29. Aug. Der „Evening News" zufolge zeigte es sich gestern um 12 Uhr, daß es mit Holbein nicht gut ging. Er wurde se hr o ft s e e kr ank und seine Bewegungen wurden s ch w ach und mechanisch. Mährend er bisher auf dem Rücken geschwommen hatte, schwamm er zuletzt häufig auf der Brust. Als man Holbein um 1.38 Uhr aus dem Wasser nahm, hatte er immer noch soviel Kraft, daß er den Schwimmer Symons, der ihm zu Hilfe kam, beinahe erdrosselte. Als er an Bord des Tampfbootes gebracht war, ging Holbeins Verstand etwas irre. Es dauerte einige Zeit, ehe man ihn an Land bringen konnte. Als er gewahr mürbe, daß sein britter und letzter Versuch sehlgeschlagen war, war Holbein ganz untröstlich und vergoß Thränen, und viele auf dem Dampfer wurden mit zu Thronen gerührt. Als Holbein den Pier von Dover entlang getragen wurde, begrüßten ihn 3000 Personen mit Jubel, aber nichts konnte ihn mehr ttösten. * Paris, 27. Ang. Zn der Ermordung des Dr. Ordenstein wird berichtet: Die Hanssuchiung in ber Wohnung des Mörders Chabaneix, die nach dessen Versicherung den Nachweis liefern sollte, daß Or. Ordenstein feinen Mörder seit längerer Zeit kannte, fand heute statt. Ter Untersuchungsrichter Ausset hatte Chabaneix, der von seinem Verteidiger begleitet war, bei der Haussuchung zugezogen, die mehrere Stunden in Anspruch nahm, aber nicht das geringste Resuttat ergab. Tie ganze Bibliothek des Mörders, die an 1500 Bände umfaßt, wurde genau durch? sucht, aber von den angeblichen Briefen des Tr. Ordenstein war natürlich nicht die geringste Spur zu entdecken. Chabaneix, dessen ciinisch.es Auftreten auf den Untersuch? ungsrichter einen sehr schlechten Eindruck machte, benahm sich beim Verlassen des Hauses sehr frech; er blickte die dort angcfammclte Menschenmenge so herausfordernd an, daß bicfc ihn wahrscheinlich gelyncht hätte, wenn er nicht eiligst in einen Fiaker gebracht worden^ wäre, ber im schnellsten Trab nach dem Gefängnisse La Santö fuhr. Der Versuch bes Mörders, feiner Missethat durch die Besudelung feines Opfers einen geheimnisvollen Anstrich zu geben, ist nunmehr enbgittig mißlungen und der Beweis dafür erbracht, daß Chabaneix ein einfacher Raubmörder ist. "Marseille, 28. Aug. Ein junger Mann, welcher mit einem ftämeraben ein Seebad nahm, wurde plötzlich d o n einem Haifisch angegriffen. Herzugerufene Schiffer konnten dem Unglücklichen keine Rettung mehr bringen. Venedig, 29. Aug. Einer auS Bologna kommenden Engländerin sind im Zuge zwischen Bologna und Venedig Juwelen im Werte von 200 000 Mk. gestohlen morden. * Wien, 28. Aug. Die Polizei verhaftete ben internationalen Hochstapler Eduard Detter, welcher unter verschiedenen aristokratischen Namen in verschiedenen Städten des Kontinents große Betrügereien verübt hat. * Der Zug des Königs von Italien in Gefahr. Ter Extrazug, der dieser Tage den König von Italien nach Berlin brachte, überholte in Rottenbor oen vorausgegangenen Postzug, d. h. dieser mußte in Rottendorf das Passieren des Köuigszuges abwarten. Allem der LLnfiker feine Aufgabe vom fittllch-wahren Stand- puntte auffaßt, dann wird er zum Herold des Schönen und des Sttttichen. Wenn er aber in den Rinnstein hinabsteigt und sein künstlerisches Können in den Dienst der Unsittlich kett stellt, dann wttd er zum Anw alt des Gemeinen." Herrn Pros. Enders einseitigen und kurzsuhttgen Standpunkt, der Unsttttichketten da sieht, wo von ihnen kein Deut vorhanden ist, sondern wo diese erst mühsam durch nnsttttiche Phantasie herbeigeschleppt werden, widerlegte treffen!) der Assistent der Münchener Stadtbibliothek Dr. Pfeiffer. Er tadelte es, daß man auf bem Gebiete wahrer Kunst bisweilen etwas zuempsindsam sei und gewissermaßen das Kind mit dem Bade ausschütte. So habe man in der Marienkirche zu Würzburg an wahrhaften Kunstwerken durch Abmeißelung eine vollständige Verwüstung angerichtet. In Münnerstadt sei eine Statue der Eva, ein Kunstwerk ersten Ranges spurlos verschwunden. Durch derartige Vorkommnisse sei es den Antiquaren möglich gewesen, sich des Handels mit christlichen Kunstwerken zu bemächtigen. Ueber die Restaurierung von Kunstdenkmälern hat der Katholikentag in Mannheim folgende, allfettiger Beachtung werte Resolution gefaßt: Die 49. Generalversaminlung deutscher Katholiken bittet den Klerus unb die Kirchenvorstände, bei der Restauration sämtlicher Kunstdenkmäler aller Stttperioben die größte Vorsicht zu beachten, insbesondere: a) die Bauten in den historisch überlieferten Formen zu erhalten, insoweit nicht künstlerische Erfordernisse oder praktische Rücksichten Aenderungen unbedingt erheischen; b) die Ausstattungs- und Gebrauchsgegenstände, welcher Zeit- und Kunstrichtung sie angehören mögen, gegen wettere Beschädigungen, namentlich auch durch unvorsichtige Reinigungen, zu schützen und nur in den allerdringlichsten Fällen und mit der größten Zurückhaltung zu restaurieren; c) alle Gegenstände, die für den kirchlichen Gebrauch gar nicht mehr verwendbar sind, entweder in den Schatzkammern aufzubewahren oder den öffentlichen Museen kirchlicher beziehungsweise weltlicher Art zu überlassen, dieselben aber keineswegs an Händler ober Liebhaber zu veräußern._________________ Heer und Flotte. Zum Fakl Hübe brand in Gumbinnen. Tas .Mllitär-Wvchenbl.'" meldet: ,^von Frankenberg und P r o s ch 1 i tz, Hauptmann und Batteriechef im Feldart.-Regt. Nr. 1, Oberleutnant Rumbauer von demselben Regiment mit Pension zur Disposition gestellt. George, Leutnant in demselben Regiment, in das Pommersche Trairibataillon Nr. 2 versetzt. (Wir konnten dieses bereits vor einigen Tagen mitteilen. Die Red. b. G. Anz.) Ter „Berk. Lok.^Anz." meldet aus Gumbinnen: Die Vorgesetzten ber gemaßregelten Offiziere, der Regimentskommandeur Oberstleutnant Weiß und der Major Dickerhoffsind ersucht worden, ihr Abschiedsgesuch einzureichen, was sofort geschehen ist. v. Frankenberg, Rumbauer und George mußten sofort aus dem Manöver znttlckkehren Die Kaisermanöver im Jahre 19 03 werden, wie man von gut unterrichteter Seite hört, im Bereiche unseres, des 18. Armeekorps, abgehalten werden. London, 29. Aug. Nach Informationen wird das ün Bmi begriffene englische Schlachtschiff,A^önig Eduard VIL dreißig Milli on en Mark kosten. W dürfte das das teuerste Schlachtschiff fein, das jemals für die britische Marine erbaut worden ist. Die beiben Schwesterschifse des „jtönig Eduard VII.", die „Tominion^ und die „Commonwealth", werden wahrscheinlich ebenso viel kosten. Die Irresistible" kostete 22 266 580 Mk., die „Dullvark" 21656100 Mk. und die „Benerabte" 22 595120 Mark. Tie ^Oueen" wttd wahrscheinlich 22 900 000 Mk. und die „Montague"' 21637 540 Mk. kosten In jedem Jahr steigern sich die Baukosten der Kriegsschiffe, und man schcmdert bei dem Gedanken an die Unsummen, die nach zwanzig Jahren in den Schlachtschiffen stecken. Die hydrau^ lischen Einrichtungen für die 12-zölligen und neun 2 zölligen Geschütze ,^tönig Eduards VII." werden ungefähr 2500 000 Mark kosten und das Anbringen dieser auf dem Schiffe wettere 200 000 Mk. Die Geschütze selbst sind mit 1600 000 Mark veranschlagt. — Im deutschen Flottengesetz sind die Ban- und Armierungskosten eines Linienschiffes mit 20 Millionen Mark berechnet. Bei den letzten Schiffsbauten wurde biefer Voranschlag bereits überschritten. geschlch te geftxkell hat. Dach Vevumtwerverr fceS üSermrS frechen Bezuges wurde nach einigen Tagen Hoffmann feft- aenommen, der in die Enge getrieben, ein Geständnis ablegte und auch die Namen der BanDetrüger nannte. ES wurden auf Anordnung des Chefs der Hamburger Kriminalpolizei, Rat Dr. Hopf, an alle Hasew- und Rennplätze die diesbezüglichen Bekanntmachungen gesandt, aber ohne jedes Resultat. Auf Grund der ain 7. und 14. August d. I. neuerdings erlassenen Bekanntmachungen traf aus Eger die Nachricht ein, die beschriebenen Gauner hatten sich dort unter den Namen Hamann und Niedermanu auf gehalten, seien aber nach Nymwegen in Holland weitergereist. Als man von hier nach dort schrieb, traf die Nachricht ein, daß Maack und Möller verschwunden seien, aber anscheinend sich nach Düsseldorf begeben hatten, denn sie hätten sich chre Briefschaften postlagernd nach Düsseldorf schicken lassen. Bon hier hatten sich die Verfolgen inzwischen nach Frankfurt a. M. und nach Coblenz begeben, wo sie auch einige Tage in einem Hotel gewohnt haben Nach einigen Tagen verschwanden sie auch von hier, teilten aber per Postkarte ihrem früheren Hotelwirt mit, man möchte chre im Hotel zurück- gelassene schmutzige Wasche nach Aschaffenburg senden, von wo sie die Absicht hätten, Baden-Baden aufzusuchen Doch hierhin sollten sie nicht mehr getanen, denn sie wurden schon, wie gemeldet, in Aschaffenburg verhaftet. Sie führten fremde LeKtimationspapiere, zwei Jagdgewehre, ein Quantum Pulver, eine Anzahl Patronen, ein Ledertuch, an dem Blut und einige Rehhaare klebten, Würfel, Spielmarken, verschiedene Gifte und Betäubungsmittel bei sich. Die Schwindler sd)einen nicht nur auf ihrer Verfolgung der Wilddieberei nach gegangen, sondern auch dem Spiel gehuldigt zu haben, denn sie haben zu Neuß und Herdt vergeblich von ihrem Hotelwirt ein Zimmer zum Spielen zu erlangen sucht Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Nürnberg, 29. Aug. In der heutigen Generalversammlung der (kontinentalen Gefells ch aftfür elektrische Unternehmungen waren 8 Aktionäre mit 28 401 Stimmen anwesend. Auf Anfrage des Aktionärs Meier giebt die Verwaltung die Zusammensetzung der Effekten- und Konsortialkontos bekannt, nämlich: Soereta Sicula Tramway (Palermo) 743 923 Mk^ So- cieta Torinese (Turin) 5 060 827 Mk^ Czernowitzer Elektrizitätswerk 1036 424 Mk., Compagnie elektr. Anversoise 646 732 Mt, Compa- nia general (Madrid) 664232 Mk., Prioritätsaktien Paris Arpajon 810 813 Mk., Kautionen 177 306 Mk^ Augsburger Straßenbahn 2 087 184 Mk., Societa Toscana (Florenz) 1 408 058 Mt, Cornp. Elektr. Madrü» (5krast) 8 077 600 Mt, Rheinische Schuckertwerke 228 750 Mt, Soeiete Judustrielle (Paris) 2 459 528 Societe Continentale (Paris) 2 114 229 Mk. Die letzten vier Unternehmungen find im vorigen Jahre im Konfortialkonto aufgeführt Das Konsortialkonto der Krakauer Trambahn beträgt 1 070 130 Mt, das der Reichenberger Straßenbahngesellschast 571836 Mt, der Neuen Wiener Tramwaygesellschast 865 727 Mk., der österreichischen Schuckertwerke 494 008 Mt, der Wiener Lokalbahnen 4 437 684 Mk., der Bergischen Kleinbahnen 5814 904 Mk., der Societa de Flix (Barcelona) 756 343 Mk., der Konstantinopeler Trambahn 349 624 Mark, der Mailänder Straßenbahn 1 517 368 Mk^ des Mailänder Elektrizüätswerkes 766 611 Mt Ferner teilt die Verwaltung mit, daß die U e b e r s ch ü s s e sämtlicher 33 _ Unternehmungen im Steig en begriffen seien. So betrugen für Juni die Betrrebs- einnahmen ohne Zinsgarantie 975 852 Mk. gegen 912 999 Mt im Vorjahre (d. i. 6,8 pCt mehr), die Arrsgaberr ohne Abschreibungen 658506 Mk. gegen 649 307 Mk^ die Betriebsübeiffchüffe 317 362 Mt, nxzS eine Stergerrmo nur 20 pCt bedeutet Heber die Schwebebahn in Elberfeld teilt dre Verwaltung mit, daß die Bahn nach ihrer Vollendung genügende Verzinsung biete, da an Anlage- und Betriebskosten bedeutende Ersparnis gemachi worden fei. Die Continentale Gesellschaft besitze sämtliche In- und Auslanüspaterüe für Schwebebahnen. Auf eine Anfrage, warum Flix noch nicht abgeschrieben sei, erklärt der ehemalige Generaldirektor Wacker, dies sei eine Vorsichtsmaßregel gegen später geringere Bewertung. Bezüglich der Augsburger Straßenbahn erklärt Wacker, daß man sich auch gegen die seinerzeitige zu hohe Bewertung gewehrt habe, was anwesende Aktionäre bestätigen. Bei der Zinsgarantie werde das Prinzip festgehaüen, daß, wenn ein Geschäft von Schuckert entart werde, Zinsgarautie geboten werde, wenn es von der (kontinentalen Gesellschaft entart werde, aber nicht Auf Wunsch der Aktionäre wiederholt die Derrvaltirng chre Erklärung über die Verhandlungen mit der Berliner Handelsgesellschaft Diese Erklärung lautet: Die bisher in Anspruch genommenen Kredrte, und die für den Ausbau der Werke der Continentalen Gesellschaft erforderlichen Mittel sind durch Abmachungen mü dem uns nahestehenden Bankenkoisiortium nach der btsherigen Gepflogenheü bis zum Schluß des laufenden Geschäftsjahres fest gesichert Die nahen Beziehungen zu unserem Bankenkonsortium lassen keinen Zweifel darüber, daß die Kredite auch weüerhin gewährt werden. Zur Zeit schweben Verhandlungen nut der Berliner Handelsgesellschaft, welche vornehmlich zum Zwecke haben, eine leichtere Veräußerung unserer Werte herbeizuführen. Zu einem endgütigen Ergebnis haben diese Verhandlungen zur Zeü noch nicht geführt Auf Anregung Meiers betreffend Uebergang der Continentalen Gesellschaft in d ie Schuckertge- e 11 s ch a f t durch Aktienumtaufch ertlärt ‘•Siadcr, daß aus Er- parnisrücksichten eine Personalunion beider Gesell- ch a f t e n herbeigeführt worden sei. Eine Verschmelzung der Slttien sei zur Zeü nicht diskutierbar. Sämtliche Punkte der Tagesordnung wurden einstimmig angenommen, ebenso wurde Decharge erteilt; die cmsscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Seinbeis, Kohn und Langen wurden wiederaewählt Bern, 29. Aug. Der Staatsrat des Kantons Freiburg hat seine rückhaltlose Zustimmung zu dem zwischen der Direktion der Jura-^implon-Bahn und dem Bund getroffenen Heber- einkommen bete, den Rückkauf der Bahn erklärt Damü sind alle Subventionskantone mft den Rückkaufsbedingungen einverstanden. Avgjllg MS dtll Stsudesgmtsttgjstrru der Stadt Güßen. Aufgebote. August. 23. Heinrich Pfaff, Taglöhner dahier, mit Christiane Katharine Mosbach, geb. Jünger, hterselbst 25. Adolf Heppeler, Buchdruckereibesitzer dahier, mit Auguste Karoline Stahl in O ffenbach a. M. 26. August Hemrich Arend, Postbote dahier, mit Margarethe Schnerdmüller in Alten-Buseck. 27. Philipp Wtlhelm Walcher, Drechsler dahier, mit Anna Karoline Leib, geb. Berthe!, Hierselbst 28. Philipp Spuck, Taglöhner in Wieseck, mit Emilie Wagner dahier. 29. Dr. Karl Ploch, prakt. Arzt dahier, mit Bertha Ernestine Lydia Clara Spamer hierfelbst. Eheschließungen. August 23. Georg Karl Schuchmann, Lehrer an der Realschule dahier, mit Marie Luise Mathilde Henzerlmg Hierselbst. Geborene. August 20. Dem Tabatspinner Franz ScMd eine Tochter, Katharine Karoline. 22. Dem Professor Dr. Friedrich Wilhelm Sievers eine Tochter. 22. Dem Taglöhner Karl Schneider ein Sohn, Ludwig. 22. Dem Metzger Georg Jakob Emil Flick eine Tochter, Johanna Christine Henriette. 23. Dem Maurer Heinrich Sommeriad ein Sohn, Hermann Erich. 24. Dem Lokomotivheizer Adolf Brann ein Sohn. 24. Dem Sergeanten Konrai) Seitz eine Tochter, Marie Sophie Ottilie. 24. Dem Packmeister Johannes Steyling eine Tochter, Lina Margarethe. 26. Dem Oberkellner Paul Jmmel ein Sohn, Heinrich. 28. Dem Feldwebel Ludwig Becker eine Tochter. August. 23. Anna Maria Katharina Wagner, geb. Tetzbch, 26 Jahre alt, Ehefrau des Eisenbahnbureaudiatars Peter Joseph Wagner dahier. 24. Karoline Steinmeyer, 67 Jahre alt, ohne Beruf dahier. 26. Mathilde Karoline Henriette Briegleb, geb. Fink, 80 Jahre alt, Wüwe des Pfarrers Rudolf Briegleb dahun. 26. Marie Wallenfels, geb. Vogt, 70 Jahre alt, Witwe des Färbereibesitzers August Wallenfels dahier. 26. Karl Schwaab, 48 Jahre alt, Kaufmann dahier. 27. Philipp Lemp, 35 Jahre all, Post- chaffner dahier. 28. Georg Krieb, 65 Jahre alt, Kaufmann >ahier. Auszug aus den Kircheubüchkru dtt Stahl Kirßtu. Evangelische Gemeinde. Getraute. Markusgemeinde. Den 23. 2lug. Georg Karl Schuchmann, Lehrer an der Realschule zu Gießen und Marie Luise Mathilde Henzerling, Tochter des Kaufmanns Friedrich Karl Henzerlmg zu Gießen. Getaufte. Matthäusaemeinde. Deul6.August. Dem Amtsgerichtsdienersubstitut L. Waldschmidt eine Tochter Minna, geb. den 27. März. Dem Gärtner August Gustav Koch ein Sohw. Heinrich Emil Oskar, geb. den 28. Juli. Dem Kutscher Heinrich Wilhelm Rieb ein Sohn, Karl Emil, geb. den 24. Junt Dem Schuhmacher Heinrich Minke eme Tochter, Dina Minna, geb. den 25. Juli. Dem Schreiner Gustav Loose ein Sohn, Karl Heinrich Ernst geb. den 25. Juli. — Markusgemeinde. Den 24. Aug. Dem Wirt Friedrich L-chäser ein Sohn, Friedrich Karl Emil, geb. den 16. Juli. Dem Kaufmann Wilhelm Horn ein Sohn, Wilhelm Karl Ludwig Hans, geb. den 6. Juli. — Lukasgemeinde. Dem Hülssbremser Georg Christ eine Tochter, Karola, Käte. Emnch geh; den 23. Junt Dem Kaufmann Aua. Waag ein Sobn, Karl Hernach August, geb. den 19. Juli. Dem Architekt Hans Meyer em Sohn, Arnulf Wilhelm Gustav Leo, geb. den 18. Juli. — Job annes- gemeinbe. Den 24. Aug. Dem Lokomotivheizer Ludwig Haas ein Sohn, Erich Ludwig Heinrich, geb. den 4. Aug. Den 26. Aua. Dem Maurer Heinrich Sommeriad ein Sohn, Hermann Erich, geb. den 23. Aug. Beerdigte. Matthäusgemeinde. Dm 23. August Heftrrich Kühne, Gasthausbesitzer, ein Wittwer, 51 Jahre alt, starb den 21. Aug. Den 27. Aug. Marie Wallenfels, geb. Vogt Wittive des Färbermeisters August Wallenfels, 71 Jahre all, starb den 26; Aug. Den 28. Aug. Mathilde Karoline Henriette Briegleb, geb. Fink, Wittwe des zu Heuchelheim verstorbenen Pfarrers Rudolf B'- egleb, 80 Jahre alt, starb den 26. Aug. — Johannesg e- m i nd e. Karl Schwaab, Kaufmann, 48 Jahre all, starb den 26. . i. — Lukasgemeinde. Den 26. Aug. Karoline Steinmeyer,^ ledige Tochter des verstorbenen Wafenmeisters Ludwig Steinmeyer^ 67 Jahre alt, starb den 24. Aug. Meteorologische Beobachtrmgeu der Station Gießen. August । Barometer auf 0° reduziert c l £ der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 29. 29. 2“ 9“ 743,0 740,9 26,5 19,4 13,1 13,9 51 83 s. SW. 2 1 Stemhlst Hirn, 30. 7“ 741,7 17,0 13,5 94 SW. 2 Bew. Himmel s e Tem gste leratur ■ vom V 28. A 28. chgust b ■ S 29, , 29. lugust 26^o CJ , L24äCj Seltene ttausgelegenheit. s Von honte ab verkaufe ich.: zu noch niemals da^ewesenen billigen. Preisen. Wollene and halbwollene Kleiderstoffe Weisse Leinen und Halbleinen Servietten und Tischtücher Wollene und baumwollene Hemdenflanelle Gardinen, weiss und creme Blaudrucks, Bettzeuge, Bettbarchende etc. Ecke Hartl- n. Mim« Alexander Mayer. Ecke Ml- l Mim« 5874 Bedin- Werte jes die Verlangen Sie dic gungen des großen P: fchreibens (Preise in von 3000 Mark), wel Siris-Gesetischaft in Frank- sirrt a. M. zur Erlangungguter Kochrezepte veranstaltet, bei 5247 A. &. G. Wallenfels. 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