Nr. 1»4 vrsq-tat täglich außer SoantagS. Dem (Siebener Anzeiger nxrben im Wechsel mit dem befflsch« Landwirt bte Siebener ZamUien. blätter uienruü m bet Woche beigelegt. UtotatiortSbrud u. Verlag bet Brüh l'scheu Untverst-Buch-u. Stell»» drucke re t (Preis ch (itbex) Redaktion. Erpedttto« und Druckerei: Gchulprahe 7. Ldrefle für Depesche»: «uzetger Gieße». Fernsprechaaschluß Nr. bl. Freitag 30. Mai 19OÄ 152. Jahrgang Zweites Blatt. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger 87 Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vez«g»»rei»> monatl ich 75 Ps^ viertel» jährlich SIL 2J0; durch Abholc- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost SIL 2.—* viertel» jährU ousschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr^ ZeilenprciS: lokal 13Pl, auswärts 20 Pfg. verantwortlich: für den polit. u. allgem. Steil: P. Wittko: für »Stadl und Canb* und »Gertchtslaal^: R.Ditt- mann; |üt den Anzeigenteil: Han- B e cL 2>U ynrlige Yummer mufaßt 10 Seiten. Käste aus dem Ksteu. Potsdam, 29. Mai. Der Kronprinz von Siam traf beute vormittag kirr- vor 9 Uhr auf dem hiesigen festlich geschmückten Haupt» bahnhofe mittelst Sonderzuges ein, in Begleitung des Prinzen Eitel Friedrich und deS Kommandeurs des La» dettenkorpS Generalleutnant Frhrn. v. Seckendorfs, die dem Kronprinzen bis Charlotten bürg entgegengefahreu waren. Die Leidkompagnie des L Garde^kegiments yi Fuß hatte mit der Fahne und Musik auf dem Bahnhofe Aufstellung genommen. Beim Einlaufen der Zuges präsentierte die Kompagnie, die Musik spielte die siamesische Nationalhymne. Stur* vorher waren die Herren der siamesischen Gesandt» fchaft aus Berlin ringe troff en, die den Kronprinzen auf dem Bahnhose emvfinaen. Unter den Anwesenden befand sich aucy der Bruder des Kronprinzen, Prinz Paribatra, der in dem Lichterfelder Kadettenkorps aufgezogen wird. Nach Herzlicher Begrüßung und Vorstellung des Gefolges sowie Militär- und Civilbehörden nahm der Kronprinz nach Ab- schreiten der Ehrenkompagnie den Parademarsch ab und fuhr bar auf in Begleitung des Prinzen Eitel Frieorich nach dem Stadtschloß Von dort begab sich der Kronprinz von Siam, abgeholt vom Prinzen Eitel Friedrich um 12y< Uhr mit dem gesamten Gefolge mittelst Hofwagen durch die geschmückten Straßen der Stadt nach dem dienen Palais, wo er vom Kaiser in besonderer Audienz empfangen wurde. Am Nachmittag legte er am Sarkophage des Kaisers Friedrich im Mausoleum an der Friedenskirche einen Kranz mit rotweißer Schleife nieder. Der siamesische Gesandte und die Mitglieder der Gesandtschaft waren zugegen. Darauf stattete d^r Kronprinz den in und bei Potsdam wohnenden Fürstlichkeiten Besuche ab. Ter Schah vonPersien traf um 6 Uhr nachmittags hier rin und wurde empfangen vom Kaiser, den Prinzen, der Generalität, dem Staatssekretär des Auswärtigen von Nichthofen. T-ie Ehrenwache bildete eine Kompagnie Garde- jag er, deren Musik die persische Nationalhymne spielte. Der Kaiser, in der Uniform des L Garde-Regiments und der Schah in persischer Uniform mit dem Bande und Großkrenz des Roten Adlerordens schüttelten sich wiederholt die Hand und begaben sich nach Abschreiten der Ehrenkompagnie im offenen Wagen nach. der Orangerie, wo bei dem Eintreffen des Schahs die persische Reichsstandarte gehißt wurde. Eine Kompagnie des L Garderegiments bildete die Ehrenwache. Nach der Vorstellung der Gefolge kehrte der Kaiser mich dem Neuen Palais zurück. 'Der Schah besuchte um 7 Uhr das Mausoleum und legte am Grabe des Kaisers und der Kaiserin Friedrich Kränze nieder. Dann empfing der aKiser den Gegenbesuch des Schahs und überreichte ihm eigenhändig den Schwarzen Aolerorden. Der Schah überreichte dem Kaiser eine hohe persische Ordensauszeichnung. Zur Abendtafel war geladen der Kronprinz von Siam, Prinz Paribatra und Prinz und Prinzessin Friedrich August von SaMen. • * • olitif dje Bedeutung wohnt diesen Besuchen infofern bei, als die Vortrefflichkrit der Beziehungen beider Länder zum Deutschen Reich dadurch offiziell bestätigt wird. Im übrigen erregt das Erschrinen des siamesischen Throm- folgers besonderes Interesse, weil es das erste Mal ist, dckß ein so hochgestellter Vertreter des hinterindischen Staates am deutschen Kaiserhof weilt. Während der wirtschaftliche Einfluß Teutschla.rds in Siam in den letzten Jahren erheblich gewachsen isc, blieb der „amtliche" Verkehr ziemlich deschränkL Deutsche Kriegsschiffe waren in den Häfen SiamS lange Zeit hindurch überhaupt nicht anzutreffen. Erst vor einigen Monaten zeigten Schiffe des ostafiatischen Geschwaders dort die Flagge, und der Besuch eines höheren deutschen Seeoffiziers, des Vizeadmirals Bendemann, in Bangkok mag die unmittelbare Veranlassung gegeben haben zur Reise des Kronprinzen von Siam nach Berlin. Auf die wirtschaftliche Stellung Deutschlands in Siam kann dieser Besuch selbstverständlich nur günstig einwirken. Die Siamesen haben heute schon in geschäftlicher Hinsicht am liebsten mit Deutschen und auch Japanern zu thun, weil sie von dieser Seite politischer Nebenabsichten sich nicht zu versehen haben. Man darf sogar sagen, daß zwischen Bangkok und Tokio politisch ein ausgespvochen.es Freundschaftsverhältnis besteht. Gegen Engländer und Franzosen aber, die beide bestrebt sind, ihre Machtsphch:e, besonders im Mekongthal, auszudehnen, hegen die Siamesen Mißtrauen, was sich auch im Handel und Verkehr bemerkbar macht. In der Kausfahrteischifffahrt mit Siam steht die deutsche Flagge obenan. Persien wird den deutschen Interessen wesentlich näher gerückt sein nach Vollendung der Bagdad bahn. Gebietserwerbungen aus diesem Anlaß plant Deutschland auch an der persischen Seite des gleichnamigen Golfes nicht. Muzafser-eddin darf also in dieser Beziehung ebenso beruhigt sein wie Abdul Hamid betreffs des an der türkischen Seite des persischen Golfs belegenen Kaveit. Bekanntlich ist Deutschland auf den im vorigen Jahre von London aus gelegten „Leim" der Kaveit- frage nicht gegangen. Der Wettbewerb um die politische Vorherrschaft am persischen Golf bleibt den Russen und Engländern überlassen. Tas weiß der Schah von Persien, und die Besuchstage am deutschen Kaiserhofe werden chn in dieser Ueberzeugung bestärken- Politische Tagesschau. „Die Kolonialn'.''idigkeit in Deutschland" konstatiert Karl Peters ..l der Londoner „Aiuanzchronik". PeterS ist beranntüch der Initiator der deutschen Ostafrika» Politik, und fein Urteil darf leider wohl als zutreffend gelten. Peters schreibt unter anderem: „Auf den Schwung frischen Unternehmungsgeistes scheint auf der ganzen Linie eine tiefe Resignation eingetreten zu fein. Die Kolonien haben nicht gehalten, was sie uns versprachen. Nachdem oas Reich nunmehr an 20 Jahre Kolonialpolitik getrieben hat, kann man auch kaum noch den alten Trost vorbringen, daß wir „noch in den Kinderschuhen stecken". Britisch- Südafrika sowie der Kongostaat sind in ihrer wirtschaftlichen Entwickelung weit an unseren eigenen Kolonien vorbeigeeilL In Deutschland scheint man am Ende seines Witzes zu sein. Nirgends ein produktiver neuer Gedanke, aus dem man frische Hoffnung zu schöpfen vermöchte; allerorten entweder g-raue Spe k u- lation oder direkte Niedergeschlagenheit." Peters macht dafür hauptsächlich den starren Bureau- kratismus des deutschen Kolonialsystems verantwortlich. Die Männer der Praxis seien an diesem em die Angelegenheit vorgetragen wurde, entschied, daß der Ehrenhandel durch ein Duell zum Austrag zu bringen sei. Daraufhin ieß Röpke durch Frhrn. v. Bülow seinem Gegner Thomas eine Forderung auf krumeSäbel mit Bandagen bis zur Kampfunfähigkeit Überbringer Tas Duell fand am 25. April statt. Tas Kriegsgericht verurteilte — dem Anträge des Vertreters der Anklage gemäß — Röpke au 3 Monaten, Thomas zu 5 Monaten und Frhrn. o. Bülow zu 1 Tag Festungshaft. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Lchuckcrt. Tiefe Gesellschaft larrziert seit neuerer Zeit direkt und indirekt wieder verschiedene QJhttcilungen in die Presse, die durchweg keinen besonderen Wert haben. Jüngst wurde mitgcteilt, daß in den Werken oic zehnstündige Arbeitszeit wieder aufgcnoinmen ivorden sei. Tie Gesellschaft hat es für gut befunden, diese Nachricht durch das „Wols-Büreau" in die Oeffenllichkeit gelangen zu lassen. Daß sie bei mehreren Straßenbahnen, die mit einer Untcrbilanz schlossen, die garantierte Dividende zahlen muß, dies recht bekawit zu machen, dafür hat sie weniger gesorgt. — Tas Geschäftsjahr ist am 31. März abgelaufen. Tie Abschlußarbeiten sind jedoch noch so im Rückstand, daß sich über das Resultat nichts sagen läßt. Es sollen 3 bis 4 Millionen Mark verdient worden sein, dieselben sollen jedoch auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dies ist die neueste Mittellung, die in die Sreste gebracht wird. Wir möchten jedoch darauf aufmerksam machen, daß eine ganz ähnliche Notiz schon vor Wochen die Zeitungen durchlief. 1900/01 waren 6.24 Mill, verdient worden und es wurde auch keine Dividende verteilt. Die ordentliche Generalversammlung soll Ende Juli oder Anfang August slattfinden. Die Zeit ist wohl gewählt, um das Gros der unzufriedenen Aktionäre fernzuhalten. Leipzig, 29. Mai. Die Stadt Leipzig hat von der zweiten Serie der Leipziger Stadtaii leihe von 1897 die noch unbegebenen 10 Millionen Mark, welche mit 3*/a Prozent verzinslich sind, im Betrag von 4 Millionen Mark an die Sächsische Bank zu Dresden und die Dresdener Bank in Dresden begeben. Tie genannten Institute beabsichtigen, den übernommenen Betrag dem- nächsl zur öffentlichen Zeichnung auszulegeii. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 1. Sonntag nach Trinitatis, den 1. Juni. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten der Mackus- gemeinde. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. 3» der Johauueskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas- gemeinbe. Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kinberaottesbienst für bie Johannes- gemeinbe. Pfarrer Dr. Nauman n. Am Sonntag, abends 8 Uhr, Zusammenkunft und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Katholische Gemeinde. SamStag den 3L Mai. Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag ben 1. Juni. Vormittags von 6*/. Uhr an: Gelegcrcheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor unb in derselben Austeilung der heil. Kommunion. , , 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. r „ 9*/t Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Andacht mit Segen. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Seligionsgemeiude. Samstag, ben 31. Mai 1902. Vorabend: 7" Uhr. Morgens: 8"° Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Schrifterklärung. Sabbathausgang: 910 Uhr. Neueste Meldungen. Lriginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. S. Darmstadt, 30. Mai. Die 2. Kammer trat heute zur ihrer 103. Sitzung zusammen. Zur Beratung stand zunächst die Anfrage Dr. Schmidt und Gen. betr. die Bahnhofsverhältnisse und die Stadterweiterung in Kastel. Es wird ein Antrag des Ausschusses, die Regierung zu ersuchen, beim Abschluß der Verhandlungen mit der Militärbehörde bezüglich der Niedcrlegung des Festungsrayons energisch für die Interessen der Bewohner Kastels einzutreten, angenommen. Tie Regierungsvorlagen betr. Erbauung eines Justizgebäudes, Provinzialarresthauses und Gymnasiums in Mainz und Einstellung weiterer Lehrkräfte am Herbstgymnasium in Mainz, sowie betr. Erbauung eines kleinen Wohnhauses für den Gärtner der psychiatri- schen Klinik in Gießen, Aenderung der Gesetzesvorlage vom 12. August 1896 bezügl. des Baues und der Unterhaltung der Kunststraßen im Großherzogtum werden angenommen. Es entspinnt sich darauf eine längere Ge schäftsordnungsdebatte über die Beratung der Regierungsvorlagen betr. den Umbau des Darmstädter Hoftheaters, die Erweiterungsbauten der Technischen Hochschule, die Forderung der Museen und Errichtung der Irrenanstalten in Hessen mit 12 Millionen Mark. Es nnrd beschlossen, diese Gegenstände nach Schluß der Beratung der übrigen Verhandlungsgegenstände einer Generaldebatte zu unterwerfen. Darmstadt, 30. Mai. Die Aufführung von Pu c eint's „La Boheme“ durch das Ensemble der königl. Hosoper in Stuttgart fand ein reichbesetztes beifallsfreudiges Haus. Die Darsteller wurden nach den Aktschlüssen wiederholt gerufen. Berlin, 30. Mai. Auf dem Tempelhofer Felde fand heute vormittag bei herrlichstem Wetter vor dem Kaiser und in Anwesenheit des Schahs von Persien, des Kronprinzen von Siam, des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin, des Prinzen Friedrich August von Sachsen und zahlreicher anderer Fürstlichkeiten die große Frühjahrs- Parade über die Berliner Garnison statt. Berlin, 30. Mai. Dem Pariser Schriftsteller Bullier gewährte der Reichskanzler Graf Bülow eine längere Unterredung. Dem Bericht ist zu entnehmen: Als erstes Thema wurde die Polen-Vorlage besprochen. Graf Bülow äußerte sich darüber, daß bei aller Achtung der konstitutionellen Rechte der Polen auch die Wahrung der nationalen Existenzbedingungen dringend geboten sei. Zur Zollfrage sagte Graf Bülow, die Politik der Diagonale würde ihm nicht leicht gemacht. Der unveränderte Dreibund-Vertrag enthalte keine Verpflichtung Italiens gegen Frankreich. Ter Vertrag sei überhaupt retn defensiv und friedlich. Der Abschluß der Handelsverträge werde vor Jahresschluss beendet sein. Für China suche Deutschland keine Verbündeten. Etne Einigung mit den Vereinigten Staaten bezüglich China sei ganz unmöglich. Deutschland werde stets mit den Verteidigern des Friedens sein. Schließlich betonte der Reichskanzler wärmstens den Takt und dtc Würde, die Loubet in Petersburg beobachtet habe. Tübingen, 30. Mai. Der frühere Professor an bn hiesigen Umversität, Staatsrat v. M an dry, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. KaiferSlantern, 30. Mai. Wie man aus Waldmohr meldet, wurden durch Explosion schlagender WetteH auf der Grube .Nordfeld* acht Arbeiter getötet und einer schwer verletzt. London, 30. Mai. GerüchtSweffe verlatttet, daß Kit» chener den Buren bedeutet habe, falls die Antwort bil Montag nicht erfolge, müsse eine Frist für dieselbe ande- räumt werden.— Wie hier verlautet, ist gestern ein Attentat auf den Gouverneur von Charkow, Fürst«? Obolenski, verübt worden. Die Kugel des Attentäter- durchdrang den Aermel des Fürsten, ohne ihn zu verletzen. Der Vorfall wird von der russischen Regierung streng geheim gehalten. Budapest, 30. Mai. Der Advokat Eduard Grüv wurde unter der Anschuldigung verhaftet, große Geldbetrags feiner Klienten unterschlagen zu haben. Lemberg, 30. Mai. Die Regimentskasse des 15. In» fanterie-Regiments wurde geftem völlig ausgeplündert aufgefunden. Die Thätcr konnten bisher nicht eruiert werden. Petersburg, 30. Mai. Das Befinden Tolstois ist nunmehr befriedigend. Er leidet nur an Schwäche. DiS Temperatur beträgt 36,5, Puls 82. Fort de France, 30. Mai. Die vulkanischen AuS* brüche erfolgen jetzt sehr zahlreich mit geringer Heftige feit. Die dem Uebersee- und lokalen Verkehr dienenden Dampfer schaffen die Beoölkertmg des nördlichen TelleS det Insel fort. Der Bürgermeister von Cayenne hat den von der Katastrophe Betroffenen außer freier Ueberfahrt auch sonstige Erleichtertmgen im Falle einer Uebcrsiedelung angeboten. New-Uork, 30. Mai. Ein sekundenlanges Erdbebe- wurde in Chattanooga (Tennessee) verspürt. — Der Old Watch Konb, ein Vulkan bei Charlotte Rorth in Karolina stoßt Ranch» wölken aus. Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. Bl., 30. Mai 1902. 872% Reichsanleihe . . 101.95 8% do. ... 92.00 3V,% Konsole .... 101.90 3% do.....91.85 372% Hessen .... 99.80 3%-6 Oberhessen . . . 99.20 426 Oesterr. Goldretne . . 102.80 47, % Oesterr. ßilberrente 101.70 496 Ungar. Goldrente . . 101.60 4°/u Italien. Rente . . . 102.00 47,96 Portugiesen . . . 45.10 »0/ Portugiesen.....28.80 196 C. Türken .... 28.80 Türkenlose......113.00 4% Griech. Monopol.-Anl. 44.10 47,96 äussere Argentiner —.— 8% Mexikaner .... 25.65 4%% Chinesen .... 90.96 Electric. 8oh ackert . . . 111.50 Nordd. Lloyd .... 113.00 Kreditaktien , . . . . 218.50 Diskonto-Kommandit. . , 189.10 Darmstädter Bank . . . 189.00 Dresdener Bank .... 146.70 Berliner Hondelages. . . 157.00 Oesterr. Staatubahn . . . 149.10 Lombarden ..... 15.80 Gotthardbahn.....168J5O Laurahütte ...... 208.50 Bochum ....... 200.50 Harpener......177.75 Tendenz: test. M Seidenstoffe MM» von Elten & Haussen, gJÜ Krefeld, Strdhhöte Preise. Seltersweg Reichste Auswahl. dessen 20 Seltersweg Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: ©djknMdj 50 pfg. Schwkiükflkislh 50 pfg. Echte Frankfurter Bratwürste auf der Kochkunst-Ausstellung in Wien, veranstaltet vorn Blauen Kreuz, sowie auf verschiedenen anderen Kochkunst-Ausstellungen mit 1. 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W* Allendorf a.d. Lumda. Sonntag den 1. Juni, nachmittags von 4 Uhr an, sinbet im Gasthaus zum Bahnhof (früher grüueu Aue) ein Garten-Konzert statt. — Ausgeführt von der Gießener Kapelle. Zur Eröffnung der Aaynünie Lollar—Londorf. Eintritt 20 Pfg. 4012 Es labet ergebens! ein E. Kauft. Acker-Klee in der Schwarzlach zu verkaufen. 4004 Alexander Mayer. Bienenschwärme btllg.zu verkaufen. 3929 Ritzel, Frankfurterstraße 43. fauif-(r> ein die Kcömchtes Mikroskop zu kaufen gesucht. Offerten unter Mikroskop 02362 -art die Exped. nur mit Globus Putz c>d) warne hiermit Jedermann, -V meiner Frau Marie Spiel» mann etwas zu borgen, da ich für nichts hafte. Lollar, den 27. Mai 1002. 02412 Karl Spielmauu. t^olbener Kneifer am Bahn- Hof verloren. Gegen Belohnung abzugeben bei E. Koch, Friseur, Bahnhojstr. 51. 02422 Statt jeder besonderen Anzeige. Heute mittag 3*/» Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden unser lieber Schwager und Onkel Frau Pfarrer <*eorgi und Familie Giessen, den 29. Mai 1902, 4013 Die Beerdigung findet Samstag den 31. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofshalle aus statt "<• Am 26. Mai wurde unsere gute, innigst geliebte Mutter und Schwiegermutter * 4009 -> r i & ■■■ r.v- T^*-* "" ■ T oeSes^ffinzeige. Statt jeder besonderen Anzeige. Bjulse Matz, geb. Langsdorff, in Wetter a. Ruhr. Eduard Langsdorff in Alsfeld. Marie IKunkel, geb. Langsdorff, in Darmstadt. Albert Matz in Wetter a. Ruhr. Margit Langsdorff, geb. Baronesse von Ardenne, in Alsfeld. Gustav Runkel in Darmstadt Frau Oharamtsrichter Langsdorff Witwe geb. Müller von langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Mit tiefem Schmerz zeigen dies an kBWLNMLGAN Friedrich Georgi, Oekonom, im 80. Lebensjahre. . - ' ' - K-MUf Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 2 Uhr verschied meine liebe Gattin, unsere gute Mutter und Schwiegermutter KM Auua Margarethe Brück geb. Menget nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 62 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Gemeinde-Einnehmer Karl Brück. Mb ach, Düdelsheim, Bleichenbach, den 30. Mai 1902. Die Beerdigung findet Samstag den 31. Mai, nachmittags 3 Uhr, in Albach statt. Giessen, den 30. Mai 1902. 4017 Für die wohlthuenden Beweise treuer Anhäng- lichkeit und Teilnahme sagt wärmsten Dank Familie Curschmann. - <• ■ 11 11 l I I F. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Luwig Schneider iw 43. Lebensjahre heute nacht sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Aamilie Schneider. Gießen, den 30. Mai 1902. 4014 Die Beerdigung findet Samstag den 31. Mai, nachmitt. 5 Uhr, vom Sterbehause, Wolfstraße 14, aus statt. XXill Mandstag in Wetzlar. > »fljd: ■•«Iiilif ta 31. M Ml 6.« it|». 8.38. Abscht: Sonntag im 1. juni, norm. 9.50, natzn. 3.25. Slellographell-GkseUschaft Gabelsberger Sieoograptzeu. „Eavklsberger". Aereia (eingetr. herein). DamruKraeschea des Gabelsderger Stellographcn'Nerrws. Kegelklub „Gut Holz" Wieseck. Sonntag den 1. Juni: Ausflug in den Blockswald (unterhalb Hangelstein) verbunden mit Konzert und Volksbelustigung. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle Becker. Bei ungünstiger Witterung 8 Tage später. 4005 Es ladet ergebenft ein Wirt Keller. Aeßaurant Aoyal Seltersweg. Gelegentlich der gr Öffnung meines Karteir» Ktaölifftments findet Yente, Kreitag, aöend Grosses BConzeH der hiesigen Regimentsmusik statt. 02423 Anfang 8 Uhr.___________ H* Elges. Atelier für Portraitmalerei von Otta FriU, akal Kanstmaler. Uaterrieht. Goethesirasse 16, iielierhans. Unserer heutigen Artsgabe liegt ein Prospekt vom Ver- lag des Kleinen Witzblattes, G. m. b. H., bei, dessen Vertretung für Gießen die Buchhandl. von Schneider, Sonnen* stratze, inne hat. 4000