Nr. 1S4 Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Freitag 30. Mai LS«S Ca'*n eonmag«14 O Q mJnat?l^6 sGletzenerAnzeigerW druckrrei (Pietsch Erbens f I * jl ttlöt AiM* auSwättS 20 Psg. K^ornon, er^bidor 05115101-^11^1951 «SS’iff'ÄL iinb ?)nid5rti* öcn u. Ollßcnu -5™ Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WGZ FernsprkchanschlußNr.bl. ” " zeigenleil: HanS Beck. Gießen, 26. Mai 1902. Betr.: Die Gehalte der Handarbeitslehrerinnen. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen au die Schulvorstände des Llreises. Wir benachrichtigen Sie, daß auf Anordnung der obersten Schulbehörde die Gehalte der Handarbeitslehrerinnen folgendermaßen von uns festgesetzt worden sind: 1. für Lehrerinnen an einkl. Schulen jährl. 80 Mk. ?• • - Jwei j kl. , , 150 , 3. , , . drer j 4. „ „ „ vierkl. , , 250 , v- Bechtold. Tschechisch-polnische Marner. Es ist ein wahres Glück, daß der europäische Friede nicht von den Bestimmungen und Entschlüssen der polnischen und tschechischen Politiker in Oesterreich abhängig ist. Glücklicherweise werden die gegen Deutschland gerichteten feindseligen Aenherungen, die in der österreichis ch, e n D c l e- gation von jener Seite ausgingen, ohne stärkeres Ech^o verhallen, weil durch die bestehenden Frieberisbünbniste solche Ausschreitungen bedeutungslos geworden find. Sonst rväre es nicht unbedenklich, daß die beiden Parteien, die bis vor kurzem den Kern der Regierungsmehrheit im Abgeordnetenhause bildeten, die T-rommel zum Streite gegen Deutschland rühren . Hinge es von dem Grasen Lziedu- szycki, sowie von den Abgg. Herold, Kaftan und Kramarsch ab, so hätte sich Oesterreich aus polnisch- und tschechisch- nationalcn Gründen längst vom Bündnisse mit Deutschland losgesagt. Diese Herreii behaupten gar oft, die deutsche Reichsregierung habe seinerzeit ausdrücklich gegen das Ministerium Thun in Oesterreich Stellung genommen. Das ist allerdings nicht geschehen. Aber Reden, wie sie dieser Lage in Wien gehört wurden — wir haben gestern schon ziemlich ausführlich darüber berichtet — wurden es begreiflich erscheinen lassen, wenn man im T-eutschen Reiche mit Mißtrauen eine Entwickelung verfolgte, die zur weiteren Stärkung des tschechischen und polnischen Änflusses in Oesterreich führen könnte. Man hat seit Jahren selbst in der französischen Kammer nicht Aeutzerungen gehört, die sich an hestigteit mit den in der österreichischen Delegation vergleichen lassen. Am schärfsten ging diesmal der tschechische ALg. Herold ins Zeug. Gleich seinem Kollegen Kaftan behauptete er, der Dreibund habe lediglich Deutschland Vorteile gebracht, Oesterreich dagegen fei während seines Bestandes zu einem Schatten seiner einstigen Bedeumng in der europäischen Politik herabgesunken. Dieses Bünbnis habe Deutschland den Rücken gedeckt und zur Stärkung des deutschen Einhetts- gebantenS beigetragen. Es sei zuzugestehen, daß die letten- ben Staatsmänner des Deutschen Reiches es aus bie Bedrohung Oesterreich-Ungarns nicht abgesehen hätten; sicher aber sei, baß „bei Bolksgebanke in Deutschland, jene Politik, welche die Intelligenz des Volkes ohne Rücksicht aus bie gewerbsmäßigen Diplomaten führt", naturgemäß zur Erweiterung bes Reiches nach Süden selbst über die österreichisch-ungarische L'tonarchie hinausdrän gen werde. Mit dieser Gefahr müsse Oesterreich-Ungarn rechnen. Ls sei ganz verfehlt gewesen, das Deutsche Reich durch den mitteleuropäischen Bund so zu stärken, wie dies geschehen sei. Da nun von der pangermanischen Gefahr auch die Mächte des Zweibundes bedroht seien, so wäre es am klügsten, wenn sich Oesterreich-Ungarn an ihre Allianz anschlösse. Man sieht, daß der Abg. Herold und seine tschechischen Landsleute direkt zu der Politik des Fürsten Kaunitz zurückkehren wollen, der den großen Bund zwischen Oesterreich, Rußland und Frankreich gegen Preußen zustande brachte. Es sind das die Gebankengänge, in denen sich die französisch-nationalistische und die tschechische Revanck-e- politik begegnen, besteht doch zwischen diesen beiden Kreisen, wie man weiß, eine herzliche und stetige Verbindung. Indessen — an diese Trompeten klänge gegen Deutschland ist man seit Jahren gewöhnt. Tagegen ist die offene Feindseligkeit der österreichischen Polen neueren Datums, und ihr Vorgehen gewiiint an Wichtigkeit durch den Wiederhall, den ihre Worte bei den Polen und Katholiken Deutschlands finden werden. Zwei ihrer Redner traten auf, der frühere Unterrichtsminister Dr. v. Madejski und Graf Ttziebuszycki. Der erstere legte 's ich noch Mäßigung auf und sprach nur „von der allgemein tiefgehenden Erregung in Galizien über die Behandlung österreichischer Staatsbürger polnischer Nationalität im Auslande". Anders fein aristokratische Landsmann. Nicht gerade gegen die Dreibundpolitik als solche, wohl aber gegen Deutschland war die Rede des polnischen delegierten Grasen Dzieduszyeki gerichtet. Er ist mit bet mitteleuropäischen Allianz wie mit dem Zweibunde einverstanden, aber es sei doch merkwürdig, meint er, daß, wiewohl alles vorn Frieden überströme, das Vertrauen zum Frieden nicht bestehe . Und worin sieht Gras Tzieduszyeki die Ursache der Beunruhigung? In der aggressiven Agitation, die von Deutschland aus unter religiösem Deckmantel, unter dem Panier der Los von Rom- Bewegung nach Oesterreich hineingetragen werde. Von dort also droht nach der Ansicht des Grafen Tzieduszicki die Gefahr eines Angriffes auf bie habsburgische Monarchie. Aber damit nicht genug. Ter Redner behauptet auch, daß trotz aller Bemühungen der Friedensliga, trotz aller Er? folge der Friedensfreunde die Moralität Europas sich nicht gehoben habe, da in gewissen Staaten Verfolgungen bes religiösen Glaubens an der Tagesordnung seien, Feind- [eligfeiten, bie sich in erster Linie gegen bie katholische Kirche richteten. Es werde nicht eher besser werden, als bis es als „völkerrechtliches Prinzip anerkannt sei, daß in jedem Staate einem Volke bie minimalen Rechte zugestanben werden müssen, bie mehr ober weniger in ber österreichischen Verfassung durch Artikel 10 gewahrt sind". Deutschland sündige gegen den religiösen und nationalen Frieden Europas, indem cs den Polen jene Rechte verweigere. Kurz — der polnische Redner ist offenbar der Ansicht, baß eine parlamentarische Körper sch ast Oesterreichs ber Boben ist, auf dem die innere Politik Deutschlands einer Kritik unterzogen werden bars. Oesterreich-Ungarn soll seine Haltung in beu europäischen und Weltangelegen- heiten so einrichten, daß es stets mit den Mächten Hand in Hand geht, bie ben Stammesgenossen bes Rebuers hold und freundlich sind. Dieser Aus- uno Anspruch hat bann selbstverständlich beu Widerspruch des Grasen Goluchowski hervorgerusen, ber nicht zugab, baß die habsburgische Monarchie sich den Ansprüchen ber Polen zur Verfügung zu stellen habe. Es ist gegen alle Grundsätze ber Logik, wenn die Slawen Oesterreichs unaufhörlich davor warnen, baß man Deutschland widerrechtlichen Einfluß im Tonaureiche gestatte, während sie selbst über das Deutsche Reich und dessen innere Zustände zu Gericht sitzen. Die guten Leute sinb sehr unvorsichtig, sie beb euren nicht, welch böses Beispiel sie dem brutschen Nachbar geben,, wenn dieser überhaupt willens wäre, ihrem Vorbilde zu folgen. Politische Tagesschau. Deutscher Tabakverein. Aus Düsseldorf wird uns vom 28. Mai geschrieben: Nachdem gestern unter dem Vorsitz des Stadtrats Hirschhorn-Mannheim die Tabal-Berufsgenossenschaft in ber städtischen Tonhalle hier zur Erledigung ber ihr gesetzlich obliegenben jährlichen Genossenschafts-Versammlung getagt, folgte heute bie Jahres-Hauptversammlung bes beutschen Tabakvereins. Sie war aus allen Gegenben Deutschlands ungewöhnlich gut besucht. Nachdem der Vorsitzende, Kommerzienrat Collen- busch-Dresden, bie Versammlung und insbesonbere bie an» wesenben Vertreter ber Stabt- unb Handelskammer Düsseldorf begrüßt, ergriffen die Beigeordneten Geusen und stellvertretender Hanbelskammer-Vorsitzender Abers bas Wort zur Bekunbung ihres Tankes und bes Interesses ber von ihnen vertretenen Körperschaften an dem Gedeihen des deutschen Tabakgewerbes. In Erledigung ber Tagesvrb- nung erstattete zunächst Syndikus Schloßinacher-Fr ankfurt am Main ben Geschäftsbericht, ber über die seitherige Thätigleit des Vereins einen kürzen Ueberblicf unb zu neuer Thätigkeit eine Reihe von im Vorstanb eingebrachten unb von bemselben bereits enoogeuen Anregungen brachte. Von allgemeinem Interesse bürste sein, baß bet Verein bie Einrichtung treffen will, altbewährten Arbeitern unb Angestellten seiner Mitglieber Ehrungen zu teil werden zu lassen. Der Hauptgegenstand ber Verhanblimgen war ein von Herrn Emil Maher-Mannheim gehaltener Vortrag über die Bebeutung ber Trustbewegung für bas beutfdje Tabakgewerbe, der eine Fülle hochinteressanten Thatsachenmaterials unb sehr beachtenswerte Hinweise für bie Zukunft brachte. Der Vortrag wirb durch Drucklegung der Oefsentlichkett zugängig gemacht werden. Der vom Schatzmeister Flink-Franksurt a. M. erstattete Kassenbericht ergab das erfreuliche Resultat, baß ber Verein ca. 1*200 Mitglieber aus allen Gegenden Deutschlanbs unb aus allen Zweigen bes beutschen Tabakgewerbes hat, sowie über reichliche Gelbmittel verfügt. Einquartierung und Sozialdemokratie. i Ein konservatives Blatt teilt einen eigentümlichen Fall militärischer Einquartierung mit. Danach hat vor zwei Jahren ein sozialdemokratischer Gastw irt zwei Soldaten als Einquartierung erhalten; nach wenigen Stunden aber wurden diese Soldaten fortge- rufen unb anderwärts unter gebracht, weil man sich der sozialdemokratischen Gesinnung des Gastwirtes erinnerte. Als er vor kurzem wieder Einquartierung erhielt, richtete er an bie Kommanbantur ein Schreiben, in bem er auf seine sozialistische Gesinnung hinwies, unb bas — nachdem noch zuvor eine feierliche Lokalbesichtigung statt- gefunben hatte, bie den sozialistischen Charakter bes Eigentümers zweifellos barthat — seine Befreiung 0,011. der Einquartierung zur Folge hatte. Es hat einmal Zetten gegeben, in denen Zwangseinquartierungen ein beliebtes Mittel waren, um politisch oder konfessionell mißliebig Gewordene gefügig zu machen. Löblich war es nicht, unb außerbem ist eine Einquartierung heutzutage, jeitbem wir ein Volksheer, nicht mehr ein Sölbnerheer haben, an- bers als in jenen Zeiten. Eine gewisse Last aber, unb zwar im Interesse bes Staates, bebeutet sie für ben Quar- tiergeber inbes auch noch heute. Wird also bie Nichtbelegung ber Häuser von Sozialisten mit Einquc^ ierung zum Grundsatz erhoben, so nrirb auf sozialistische Gesinnung mittelbar eine Prämie gesetzt. Wenn dort, wo noch sogenannte Bürgerquarttere existieren, Soldaten nicht bauernd bei einem anerkannten Sozialdemokraten wohnen sollen, so ist dies begreiflich; wenn sie aber vorübergehend einen oder zwei Tage bei einem Sozialdemokraten Quartier nehmen, so wird dadurch ihre Gesinnung nicht gefährdet, oder sie ist so unsicher be- grünber, daß sie ohnehin früher oder später ins Wanken kommen würde. Tie Soldaten während ihrer Dienstzeit vollkommen von der Berührung mir ber Sozialdemokratie abzuschließen, ist unmöglich; sonst dürfte man ihnen auch keinen FeiertagMrlaub geb em Bodenreform Bewegung in Bayern. Der bayr. Abg. Dr. Jäger hat als Korreferent an den besonderen Ausschuß zu dem Entwürfe eines Gesetzes, betreffend die Aenderung der Gesetze über die allgemeine Grund- unb Haussteuer folgenden Antrag gestellt: Es sei bie kgl. Jlaateregieruug zu ersuchen, bem nächsten Lanbtage bei bessen Zusammentritt einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher 1. die gegenwärtige Hausmiet- steuer mit ber Grunbsteuer ber dazu gehörigen Gelände durch eine Besteuerung ber betrefienben Anwesen nach bem gemeinen Wert ersetzt; 2. eine Beteiligung von Staat unb Gemeinde an der We r t st e i g ex u n g des Bodens in den Großstädten herbeiführt (Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses). Aus Statt uni» Kmitt Gießen, 30. 9)iai 1902. " Französische Vorträge und Rezitationen. Lektor Goetschy wird die angetünbiglcn Vorträge und Rezitationen nicht am Donnerstag, sondern am Dienstag halten, unb zwar am 3., 10., 17., 24. Juni, am 8 , 15. Juli, von 6—7 Uhr. Am 3. Juni findet die erste Rezitation statt, in welcher Herr Goetschq folgendes vortragen wird: Kastner: Les cris do Paris. A. Daudet: Le petic Chose (Extraitsj. A. Schenk: Vivo le nre! E. Legouvo: ^ezaiement et grasseyement. E. Rostand: Coinpiunent a l’linperatrice de Kussie. Das letztere, etwas preciüse, aber unvergleichlich anmutige Gedicht, das von Frl. Barlhet von der Comedie Lram^aise am 21. September 1901 zu Compiögne bet ber Galavorstellung zu Ehren des russischen Kaiserpaares gelesen wurde, hat Herr Goetschy auch vor einiger Zeit in Darmstadt vorgetragen. Die „Darmst. Ztg." schreibt darüber: Es ist gleichsam eine moderne Auflage des Märchens vorn Dornröschen. Mit „La belle au bois dormant“ wird die Zarin verglichen, und da sie er» wacht, mipd alles in bem jetzt künstlerisch wiederhergestellten Schloß, das bekanntlich der Lieblingsattfenthalt Napoleons war, lebendig: Tapeten, Treppen, Wände, Leuchter, Möbel, Theater u. s. w. — alles gewinnt Leben, und von allen Seiten hört man ein Flüstern der Bewunderung und 93er« ehrung. (Näheres siehe im Inseratenteil.) ** Postyjutehr auf der Nebenbahn Gießen—Lollar—Grünberg. Die am 1. Juni zur (Sröffnung kommende Nebenbahn Gteßen—Lollar—Grünberg wird vom gleichen Tage an auch zur Beförderung von Postsendungen jeder Art durch Vermlttelung von Schaffnerbahnposten benutzt. Letztere verkehren werktäglich zweimal, an Sonn- und Feiertagen einmal in jeder Richtung. Außerdem werden an Werktagen in zwei Zügen, an Sonn- und Feiertagen in einem Zuge Briefbeutel durch Vermittelung oes Eisenbahnzugpersonals befördert werden. Gleichzeitig ist folgende Einrichtung getroffen worden: Die Begleiter der Schaffnerbahnposten auf ber Stecke Grünberg—Lollar sind ermächtigt worden, nach dem Inland« gerichtete gewöhnliche Packete bei folgenden Haltestellen ohne Postanstatt anzunehmen: in Beltershain bei Zug 1036 77 vorm., „ „ , 1040 48 nachnr., „ Geilshausen „ „ 1035 756 vorm., „ „ „ B 1039 5" nachm., „ Odenhausen „ „ 1035 8* vorm., , ,, „ „ 1039 561 nachm., „ Kesselbach u „ 1035 8® vorm., „ „ , „ 1039 568 nachm., „ Mainzlar „ „ 1035 8" vorm., „ „ „ , 1039 6« nachm., „ Taubringen „ „ 1035 8*® vorm., „ „ „ 1039 6« nachm. Dabei gilt als Grundsatz, daß das Porto für die frankierten Packete vom Absender in Freiniarken auf den Begleitadressen entrichtet wttd. Ausnahmsweise kann die Entrichtung des Pottos auch in Bar an ben Bahnpostschaffner erfolgen. Die Leitung und Beaufsichtigung des PostbetriebS auf der neuen Strecke ist dem Kaiserl. Postamt 1 in Gießen übertragen worden. "EineAusschußsitzungbeslandwirtschaft- lichen Provinzialoereins füi bie Provinz Ob erhessen fanb gestern nachmittag 3 Uhr im Hotel zum Prinzen Karl in Gießen statt. Es waren von ber Regierung erschienen Ministerialrat Braun unb Laubes- oEonomierat Müller, als Vertreter bes hessischen Laub- Wirtschaftsrates Generalsettetär Dr. Müller. Zunächst würben wieber lö neue Mitglieber ausgenommen, bann ber Voranschlag der Haushaltungsschule in Linbheim beraten unb genehmigt. Längere Zeit nahm bie Beratung bes Voranschlags bes lanbwirtschaftlichen Prooinzial-Ver- eins für 1903/04 in Anspruch. Tie Herren Regierungsvertreter nahmen wieberholr an ber Debatte teil. Der Voranschlag würbe nach einigen Abänderungen des Entwurfes genehmigt. Als neues Mitglied für oen Landwirt- schäftsrat wählte man Herrn Ce 11 ar ins-Schotten und bewilligte einen Beitrag für ein Maerkerbenkmal, bas dem verbienftvollen verstorbenen Pros. Maerker seitens ber deutschen Landwirte in Halle a. S. errichtet werden soll. In Diefem Sommer wird wie im vergangenen Jahre nach Lberbaoen eine Studienreise nach der Provinz Sachsen veranstallet. Ter hessische Landwirtschaftsrat ordnet und leitet diese Reise, auf der thunlichft bie besten größeren unb kleineren Güter in einem bestimmten Bezirke jener Provinz eingesehen werben sollen. Ter Aus. schuß gab seine Genehmigung dazu, baß an weniger begüterte Teilnehmer an ber Studienreise secys Strpen- bien zu je 50 Mark vergeben werben sollen/ Zweck biefer Stubienreise ist, baß unsere Landwirte in bei Provinz Sechsen tn her Hauptsache sehen sollen, was im Ackerbau geleistet werden kann durch die tüchtigste Bearbeitung eines allerdings ausgezeichneten und ebenen Bodens und der Lortenauswahl des Saatgutes. Zum großen Bedauern des hessischen Landwirtschaftsrates hat es die Eisenbahn- direktion abgelehnt, die Reisegesellschaft auf Schnellzügen mit dritter Klasse befördern zu lassen. Weiter beschloß der Ausschuß wie bisher einen Beitrag zu bewilligen der Vereinigung deutscher Schweinezüchter. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiter wurde die sehr gut besuchte Versammlung, die einen angeregten Verlauf nahm, gegen 6 Uhr geschlossen. ** Ueber den Selterssprudel Viktoria Augusta und den neu erbohrten Wilhelms-Brunnen, mit deren Verwaltung dieser Tage der Rhein-Main-Gastwirte- Verband fr.-nö die Gastwirte-Vereinigungen zu Frankfurt a. M. einen Vertrag wegen Lieferung flüssiger Kohlensäure abgeschlossen haben, dürfte das Nachstehende für unsere Leser von Interesse sein, umsomehr, als sich unsere Gastwirte verpflichtet haben, außer der Kohlensäure aus jenen Brunnen auch Selterswasser abzunehmen und dieses ihren Gästen zu empfehlen. Unter den berühmten Quellen des Nassauer Ländchens nimmt der Selterssprudel Augusta Vik-- toria die erste Stelle ein. Die hochbedeutsame Quelle zeichnet sich durch Reichtum an Kohlensäure, Chlornatrium und doppelkohlensauren Natron rc. ganz besonders aus. Das Wasser hat einen angenehmen, erfrischenden Geschmack. Die Qeulle entspringt als mächtiger Sprudel, der in der Minute 600 Liter Wasser schüttet, etwa 20 Minuten von der Sitation Löhnberg (an der Eisenbahnlinie Gießen-Coblenz) innerhalb der Gemarkung Selters a. L. Inmitten eines idyllisch gelegenen Wiesenthales, etwa 30 Meter vorn Ufer der Lahn entfernt, steigt der in einer Tiefe von ca. 40 Mtr. erbohrte Sprudel Augusta Viktoria meterhoch über dem Erdboden empor, ein reizendes Schauspiel bietend. Im Jahre 1896 er- bohrt, wurde der Brunnen, nachdem die nötigen Bauten und maschinellen Einrichtungen geschaffen waren, 1898 in Betrieb genommen. Die Anlage ist den neuesten Anforderungen entsprechend eingerichtet. Obwohl das Wasser in natürlichem Zustande, wie es die Quelle giebt, getrunken werden kann und wohl bekömmlich ist, besonders blutarmen Personen wegen seines Eisengehaltes dienlich ist, wendet man doch auch bei diesem Brunnen das allgemein üblich gewordene Veredelungsverfahren an. Man scheidet die lästigen Bestandteile des Wassers, Eisen und Kalk, aus und führt bei der Verfüllung in Flaschen oder Krüge die aus dem Sprudel gewonnene Kohlensäure wieder zu. Auf der anderen Seite der Lahn, durch diese vom Viktoria Augusta- Sprudel getrennt, liegt unfern des Eisenbahnkörpers der neu erbohrte Wilhelms-Brunnen, in dessen unmittelbarer Nähe die Neuanlage des Kohlensäurewerkos im Bau begriffen ist. Man beabsichtigt, die beiden Quellen zu vereinigen, resp. zu verbinden, um aus ihrem Wasser fabrik- «näßig Kohlensäure zu gewinnen. Diese wird derartig groß und umfangreich von Zivilingenieur Th. E i s e l - Nastätten rngelegt daß man nach i,hrer Vollendung in der Lage sein wird, stündlich 150 Klg., also bei 20stündiger täglicher Arb-eitszeit 3000 Klg. oder im Jahre bei 300 Normalarbeits- iagen 900 000 Klg. oder 90 000 Flaschen &u 10 Klg. flüssiger Kohlensäure herzustellen. **DeutscheGesellschaftzurRettungSchiff- srüchiger. Die General-Versammlung des Gesellschaftsausschusses der Gesellschaft begann vorgestern vormittag im ,Kasino zum Gutenberg" in Mainz. Nachdem der Vorsitzende der Gesellschaft, Th. Gruner-Bremen, die Versammlung eröffnet hatte, ergriff Geheimrat Provinzial- ttrektor v. G a g e r n das Wort, um Namens der Grvßh. Regierung an die Vertreter der Gesellschaft herzliche Be- grüßungsworte zu richten. Redner hob hervor, daß die hessische Regierung große Sympathie und hohes Interesse an den Verhandlungen nehme. In Anerkennung der Thä- tigkeit des Vereins sei er vom Großherzog beauftragt, Dem Oberinspektor der Gesellschaft, Kapitän Pfeifer, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu überreichen. Die Abrechnung des Rechnungsjahres 1901—1902 ergab in Einnahmen Mk. 307 043, in Ausgaben Mk. 211348. Dem Gründungs- und Reservefonds wurden Mk. 89 949 überwiesen. Für Errichtung von Rettungsstationen sind bis zum 1. April 1901, insgesamt Mk. 1439 025 verausgabt worden und diese Summe ist bereits vollständig abgefchrieben. Das Gesamtvermögen beträgt Mk. 2194 943, die Stiftungsgelder betrugen im abgelaufenen Rechnungsjahr Mk. 56 315. Der Voranschlag lieht für 1902—03 in Einnahmen Mk. 263 000 und in Ausgaben Mk. 286 950 vor. Lollar, 29. Mai. Vom 1. Juni ab wird für die Bewohner der Orte Mainzlar und Daubringen die Einrichtung getroffen, nach dem Jnlande gerichtete gewöhnliche Pakete bei den Sch a f fn e r b a h n p o st en der in der Richtung nach Gießen fahrenden Züge Nr. 1035, ab Mainzlar 8.42 Vorm., und 1039, ab Mainzlar 6.53 Nachm., aufliefern zu können. Eine Einsammlungsgebühr wird nicht erhoben. — Morgen, am 31., wird das hiesige Postamt in das an der Hauptstraße gelegene Haus aes Weißbindermeisters Streuber verlegt. F r a n f u r t, 28. Mai. Für den 7. Juni ist eine Versammlung Deutscher Baumwollindustrieller hierher einberusen worden, die die Gründung eines Verbandes der Textilindustriellen in Deutschland beabsichtigt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1. Besprechung der allgemeinen Geschäftslage. 2. Voraussichtliche Lage im Herbst und Winter. 3. Welche Schritte können geschehen, die Lage zu bessern? 4. Berichterstattung in den Zeitungen über die jeweilige Marktlage; Vertretungen, Art des Verkaufs. Es soll weiter erörtert werden, ob durch eine gemeinsame Produktions-Einschränkung der Spinnerei und Weberei eine Besserung der immer noch ungünstigen Lage des Geschäfts herbeizuführen ist, oder ob man für die Weberei eine Exportsteigerung durch Gründung einer Exportvereinigung anstreben soll. Es wird dabei besonders auf die bestehenden Vereinigungen der Baumwollindustriellen in Oesterreich, sowie auf die Exportvereinigung der italienischen Baumwollindustriellen verwiesen, unter deren Wirkung die italienische Baum- wollinoustrie gegenwärtig weit über Jahresfrist hinaus mit Aufträgen zu lohnenden Preisen versehen sei. Vvn exportfähigen Artikeln werden in der Versammlung Muster ausgelegt sein und den Interessenten nähere Crläuter- ungen erteilt werden. Hegen ore deutsch-amerikanische Kelroleum- Kesellschast. L Gießen, 28. Mai. Am Mittwoch abend fand im Cafe Ebel auf Veranlassung des Vereins der Detaillisten und unter Leitung seines' Vorsitzenden, Herrn Röhr, eine Jnteressentenversammlung der Kolonialwarenbranche statt. Der Zweck derselben war, Stellung zu nehmen gegen die Mio n o polq bestrebungen der deutsch-amerikanischen Petroleum- Gesellschaft, über die wir in unserer Nr. 120 bereits kurtz berichtet haben. Aus dem Referat, das Herr Handels- /ammersekretär Vogel übernommen hatte, heben wir 'Folgendes hervor: Wenn man bedenkt, daß Deutschlands Petroleumkonsum im Durchschnitt der Jahre 1866—1870 1,87 Kg. pro Kopf, 1899: 17,09 betrug und daß dieser Konsum zum großen Sei: auf die mittleren und ärmeren Klassen in Städten und fast alle Klassen in den Dörfern entfällt, muß einem die Gefährlichkeit der Monopolisierung dieses Artikels so recht einleuchten. Wir sind in Gefahr, in diesem überaus wichtigen Konsum von einem einzigen fremden Staate abhängig zu werden, ja von einer zum größten Teil auf ausländisches Kapital gestützten Gesellschaft. Der Herr Referent ging zunächst kurz auf die Geschichte des Standard-OilfTrust, dessen Anfänge bis in die 70er Jahre zurückreichen und der zunächst»'eine Monopolisierung der amerikanischen Petroleumproduktion her'beigesührt hat, ein. Bereits im Jahre 1890 aber ist der amerikanische Trust , dazu übergegangen, auch die Regelung des Exports nach anderen Ländern an sich zu reißen.» Ten ersten Anlaß dazu gab das Vordringen des russischen Petroleums am Ende der 80er Jahre in England und Deutschland und der amerikanischen Outsiders. Die deutschen Firmen mußten sich dem Trust, der ihnen die Lieferungen zu entziehen drohte, unterwerfen. Im Februar 1890 wurde! die D.-Äl. P.-G. gegründet, und durch sie wurde, die Petroleumeirlfuhr für Mittel- und Ostdeutschland zentralisiert. Durch Unterbietungen der Preise und durch große Transport- organi Rationen für Elbe und Rhein wurden 'Die noch konkurrierenden Großfirmen vernichtet. (1895.) Stellenweise übernahm die Gesellschaft nunmehr auch fjcn Absatz an die Detailgeschäfte. Bisher handelte es sich aber nicht um Vernichtung von Existenzen des sogenannten Mittelstandes, sondern um die Angliederung ausgesprochen großkapitalistischer Betriebe an ein gleichartiges ausländisches Unternehmen. Mit dieser Unterwerfung ist der Okkupations Prozeß noch nicht beendet. Die Deutsch - amerikanische Petroleum - Gesellschaft will an den Konsumenten selbst herantreten. Wie der Trust an den See- und Binnenhäfen seine Reservoirs hat, o strebt er, bezw. die D.-A. P.-G. danach, auch an kleinen Plätzen in gleicher Weise den Handel zu monopolisieren. Von diesen Tankanlagen aus soll der Detailhandel versorgt werden, und zwar durch Straßentankwagen. Ter Detaillist erhält Bassins, die Eigentum der Gesellschaft Meißen und nach, Ausfüllung von derselben verschlossen werden. Ter Händler muß sich kontraktlich verpflichten, nur von der D.-A. P.-G. zu kaufen und dazu ist er ja — und das ist das gefährlichste und von den meisten wenigst beachtete Moment — schon allein durch jene von den Vertretern der Gesellschaft als äußerst bequem geschilderte Bassineinrichtung gezwungen. Daß die Gesellschaft auch direkt an Konsumente n verkauft, wird übereinstimmend von verschiedenen Zeitungen berichtet. Muß nun der Verkehr mit dem Detaillisten durch Leihung von Tankgefäßen den Grossisten notwerrdigerweise verdrängen, so wird schließlich auch der Detaillist vom Petroleum handel ausgeschaltet, weil er sich der eventuellen Preispolitik des Trust widerspruchslos unterwerfen muß. Der Trust wird zwar anfangs niedrige Preise stellen, wird sie aber nach Durchführung seiner Politik nach eigenem Ermessen regeln. Wenn er bei dem kurzen Bestehen des Petroleumhandels überhaupt schon so weit vorgedrungen ist, wird er seine Monopolisierungspolitik auch durchführen. Das kann er aber nur, wenn er den Großhandel vernichtet und den Detaillisten von sich abhängig gemacht hat. Tankanlagen der D.-A. P.-G. bestehen auch bereits in unserer Nähe: in Marburg, Fulda, Limburg und Dillenburg. Geplant sind solche für Gießen und Alsfeld. Von den vorerwähnten Städten hat man nichts erfahren, ob irgendwie protestiert worden wäre. Was aber anderswo zugelassen wird, braucht für Gießen nacfy lange nicht aeeeptiert zu werden. — Mittel und Wege wären, daß der D.-A. P.-G. die Pachtung von Lagerplätzen, die der Stadt oder Bahn gehören, versagt würde. Was die Stadtverwaltung betrifft, so wäre hier einmal Gelegenheit, erfolgreiche Mittelstandspolitik zu treiben. Der sicher zu erwartende R ü ck g a n g v e r s ch ie- den er größerer oder kleinerer Geschäfte und damit ihrer Steuerkraft, muß dabei hervorgehoben werden. Eine sichere Aussicht auf Erfolg verspricht sich der Vortragende aber nur von einem energischen Borge hl e n der beteiligten Kreise, der Detaillisten und Grossisten. Es liegt bereits der erfteuliche Beweis vor, daß verschiedene Großsirmen den Kampf ausgenommen haben. — Nur jetzt ist es Zeit, dem Trust entgegensutreten, solange er seine Konkurrenten, die von ihm unabhängige Pure Oil Company, i>ie Deutsch-Russische Naphta-Jmport- Gesellschaft und die Produktton Galiziens und Rumäniens noch nicht vernichtet hat. Die Gesahr eines Weltmonopols liegt vor der Hand nicht nahe, da die amerikanische Produktion (70 Mill D-Z jährttch) ihre Höhe überschritten, die Produktion von Beku aber bei weitem noch nicht die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht hat. An das Referat schloß sich, eine äußerst lebhafte Debatte an. — Die Großh. Handelskammer wird ersucht, die gefährdeten Interessen durch Eingaben an zuständiger Stelle zu unterstützen. — Eine von dem Referenten vor geschlagene Resolution wird nach einigen Abänderungen in folgender Form angenommen und von sämtlichen anwesenden Interessenten, Grossisten und Detaillisten, unterschrieben: „Die am 28. Mai 1902 tagende Jnteressenten-Ver- sammlung der Gießener Kolonialwarenbranche spricht ihre entschiedene Mißbilligung gegen das Tetaillisten und Grossisten und schließlich auch Konsumenten gleicherweise schädigende, auf die vollkommene Monopolisierung des'Petroleumhandels hinzielende Vorgehen der Deutsch- Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft aus. Sie hält es für ihre Pflicht, eine Niederlassung dieser Gesellschaft an hiesigem Platze mit allen Mitteln zu bekämpfen, indem sich die Anwesenden gleichzeitig verpflichten, Geschäftsbeziehungen mit der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft und damit dem Standard Oil Trust ferner nicht einzugehen. Die Versammlung giebt sich der Hoffnung hin, daß ihre Bestrebungen durch die zuständigen Behörden, insbesondere durch die Großherzogliche Bürgermeisterei Und das Großherzogliche Kreisamt die nötige Unterstützung finden." Den Firmen, die in der Versammlung nicht üertreteu waren, wird die Resolution zur Unterschrift noch zugehen. Eine gleiche Bewegung gegen die D.-A. P.-G. auch in anderen Städten können wir nur lebhaft befürworten^ Universitüts Nachrichten. — Der bisherige außerordentliche Professor Dr. Mar Kaluza zu Königsberg ist gurrt ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der dortigen Universitär ernannt ivorden. (Prof. Kaluza war bekanntlich als Nachfolger des Prof. Wetz hierher nach Gießen berufen worden, hatte aber den Ruf abgelehnt. D. Red.) — In Jena finden, wie man uns schreibt, die diesjährigen Ferienkurse für Damen und Herreit vom 4. bis 23. August statt, und zwar naturwissenschaftliche, pädagogische, geschichtliche, theologische und philosophische, Kurse aus dem Ge° biete der Kunst und Sprachkurse. Sport. ** Jubiläums-Regatta. Die Gießener Rudergesellschaft 18 7 7 veranstaltet am 27. Juli ihre 11. Ruder-Regatta, die gleichzeitig Jubiläums-Regatta der Gesellschaft ist, auf der t'aßn in Gießen. Folgende Preise sind ausgeschrieben: 1. Junior- Einer. Ehrenpreis. Einsatz 10 Mark. 2. Großer Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. Wanderpreis. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger voll 1900: Frankfurter R.-G. „Germania".) Einsatz 40 Mark. 3. Vierer. „Preis voit der Lahn". Offen für Vereine, die an der Lahn ihren Wohnsitz haben. Gestiftet von dem Ehrenvorsitzenden der Gießener Ruder-Gesellschaft Herrn Jean Kirch. „Herausforderungspreis", der nach dreimaligem Siege (auch ohne Reihenfolge) in das Eigentum des siegenden Vereins übergeht. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1900: Ruder-Klub Ems). Einsatz 40 Mk. 4. Einer. Lahn-Pokal. Gestiftet von: Deutschen Ruder-Verband. Wandev- preis. Der fiegenbe Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild, (Sieger von 1900: Paul Schulz vom Frankfutter Ruder-Verein.) .Einsatz 10 Mark. 5. Zweiter Vierer. Ehrenpreis. Offen für Ruderer, welche nicht 511m Rennen Nr. 2 (Großer Vierer) genannt rverden. Einsatz 30 Mark. 6. Junior-Achter. Jubiläumspreis. Einsatz 40 Mark. 7. Dollen-Zweier. Ehrenpreis. Einsatz 20 Älatt. 8. Junior-Vierer. Ehrenpreis. Einsatz 30 Mark. "Akademischer Vierer. Ehrenpreis. Offen für immatrikulierte oder vor dem Staatsexamen steheirde Studierende deutscher Hochschulen. Einsatz 30 EDiarf. 10. Dollen-Vierer. Ehrenpreis. Einsatz 30 Mark. 11. Großer Achter. Ehrenpreis, gestiftet von Sr. Königl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rheut. Wanderpreis. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1900: Frankfurter Ruder-Verein.) Einsatz 50 Mark. 12. Ermunterungs-Vierer. Ehrenpreis. Offen für Ruderer, welche bis zum 27. Juli noch kein offenes Rennen im Vierer (Auslegerrennboot) gewonnen haben. Einsatz 30 Mark. Kunst und Wissenschaft. — Frl. Irene Triesch wurde von der Wiener Polizei mit 40 Kr. Geldstrafe und einer strengen Zurechtweisung geahndet, weil sie dort in Schnitzlers „Lebendigen Stunden" „Erzherzog" und nicht nach dem Willen der Zensur „Herzog" gesprochen hat. — Spruch auf einer oberhesfischeu Truhe. Frühling ist die schönste Zett, Da paaren sich Vögel uitb andere Leut. (Münch. Jgd.) Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller uiuec dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In Nr. 122 Ihres geschätzten Blattes finde ich in dem Bericht über den 19. Delegierten tag des Rhein-Main-Gast« wirte-Verbandes folgendeAusführung: „Reinemer-Darmstadt bemerkt, daß die Haftpflichtversicherung deutscher Gastwitte nicht etwa ins Leben gerufen fei, um den deutschen Gesellschaften Konkurrenz zu machen, fondern lediglich, um die Wirte voll und ganz vor Schaden zu schützen." Diese Begründung ist geradezu unverständlich, und darf nicht unwidersprochen bleiben. So wenig and) die Konkurrenz dieses neuen Verbandsinstituts, infolge der verhältnismäßig geringen Mitgliederzahl, ca. 5000, und hiervon sind die größten Objekte, rote Hotels, größere Logierhäuser ilnd Restaurationen, schon feit Jahreir bet Privatanstalten ver- ichert, in die Wagschale fallen kann, so handelt es sich aber denn- noch um ein Konkurrenzunternehmen gegenüber den Prioat- oersicherungsgesellschaften. Diejenigen Herren Gastwirte, welche ich bei dem Verbandsinstitut versichern, sind doch für die Privat- mftalten und deren Vertreter, die doch genau wie die Witte Ge- chästsleute sind, verloren. Sie kommen ebensowenig als Ktinden in Betracht, als für das Gastwirtsgewerbe Peftonen, die sich bet Privaten verköstigen lassen, oder Vereinigungen, die ihre eigenen Lokale usw. haben. Einsender ist auch der Ansicht, daß kein Gewerbe in sein ent Kundenkreise mehr auf Geschäftsleute angewiesen ist, als gerade die Gastwirte der Städte. Und dürsten vornehmlich diese Kreise als die Förderer bezw. Gründer dieses Instituts anzusehen sein. Ebenso ist es nicht richtig, daß die Gründung des Instituts geboten war „lediglich um die Wirte voll und ganz vor Schaden zu schützen." Diese Behauptung könnte leicht $u der irrigen Ansicht verleiten, als ob eine vollständige Haftpflichtversicherung nur' bei dem Verbandsinstitut genommen werden könnte und keines-: älls bei einer Privatgesellschaft. Dem ist jedoch nicht so! Gegen entsprechende Prämie ist jedem der Herren Gastwirte, auch bei einer Privatgesellschaft, die Möglichkeü gegeben, sich voll und ganz zu chützen. Daß aber die Haftpflichtversicherung deutscher Gastwttte, bei gleicher Leistung, in der Lage ist, billiger als Privatanstalten zu versichern, ist nach dem Bericht auch von Herrn Reinemer nicht behauptet worden. Ein Vertteter einer Privatversicherungs-Anstalt. ZMde! und Derkehr. Uolkswirlschast. — Neue 3proz. Sächsische Reute in Sicht. Kaum ist die eben ausgegebene 50 Millionen-Anleihe unter Dach gebracht, so ist den Sächsischen Ständekammern noch ein neues Dekret zugegangen, das den Entwurf eines Gesetzes über die Aufnahme der 3proz. Rentenanleihe in Höhe von 99.300.000 Mk. betrifft. Die Anleihe ist auszugeben in Abschnitten über 100, 200, 300, 500, 1000, 3000 und 5000 Mk. Kapital. — Ungarische Konversionen. Die nicht zur Kortversion angemeldeten 4V-proz. ungattschen Staatseisenbahn-Obligationen vom Jahre 1888 in Gold, 5proz. Schuldverschreibungen zur Einlösung der Aktien der ung. Ostbahn vom Jahre 1876, 4V,proz. ung. Staatseisenbahn-Obligationen vom Jahre 1889 in Silber, 4^/2 proz. ung. Schankregal-Obligationen werden nunmehr zur Rückzahlung am 1. September d. I. gekündigt. — 3proz. Sächsische Rente. Die Anmeldungen auf die zur Subskription gestellten 50 Mill. Mk. sind ebenfalls so zahlreich eingegangen, daß die Subskription am Vormittag der Zeichnung geschlossen werden konnte. Nunmehr wird es darauf ankommen, das Resultat der Subskription zu konsolidieren und die Anleihe auch fest zu plazieren. — Zum Schisssahrtötrust. Nach einer New-Porker Kabel- meldnitg enthält der dortige Herald eine Erklärung des Direktors Wigand vom Norddeutschen Lloyd, wonach kein geheimes Abkommen der deutschett Dampfergesellschaften mit dem Morgan-Trust besteht. New-Uork, 29. Ntai. Dem „New-Pork Herald zufolge ist in Trenton (Ätew-Jersey) mit 35 Millionen Dollar Kapital die „Havana Tabak K 0 m p a n y gegründet worden. Das Blatt sagt, der arnerikanische Tabaktrust bekomme durch diese Gründung 85 Prozent des kubartischen Zigarren- und Tabak-Handels in seine Gewall. Deröand Weimar Preise bei prima Dualitäten Vic billigsten. 3847 4008 4010 20 Tage. 3987 3761 In Steinbach bei: H. Krämer 1. prachtvolle Saison-Neuheiten 8997 empfehlen frist 14 Tage. 3995 Ü wie folgt: 1,10 Mk. Telephon 83 Mk. AKMOUB8 8813 Fleisch Extract ist das ausgiebigste Präparat dieser Art. Zu haben in Kolonial- und Delikateaswaren-Geßchätten. ARMOUR & Co., grösste Schlachterei der Welt Zu haben bei: Adolf Bieler, Victoria-Drogerie, Giessen. Klares Eis s 3959 liefert von jetzt ab 3.50 4.50 SIRIS ist dem amerlk. Fleisch- extract nicht nur in jed. Beziehung durchaus ebenbürtig; es übertrifft denselben an Würze und Ausgiebigkeit. 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In unser Gcnossenfchaftsregister wurde heute eingetragen: Aus dem Vorstand des landwirtschaftlichen Konsumvereins zu Muschenheim, e. G. m. u. H., ist ausgeschieden Direktor Konrad Roth zu Muschenheim. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Karl Roth und Konrad Reif sind Liquidatoren. Die Genossenschaft ist durch Beschluß der Generalversammlung Verdingung. Die für die laufende bauliche Unterhaltung der Gebäude des städtischen Hospitals er- orderliche Weißbiuderarbeit oll öffentlich verdungen werden, wozu Termin auf Aieostag, 3. Juni d. Is., vormittags 11 Vt Uhr, anberaumt ist. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2 — Schreibstube — zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlags- Otto Luft, Aeuenweg 28. Prompte Bedienung. *1^ i WO LIU I SVpoUst-Stlkk Von Aerneu gLSnzcod begutachtet Dr. Graf fr Courp., Kgl Boul HqO-, Berlin 0. U. Ang. Manns Nacht, Markt 6-11 Damen- und Herren-Modewaren. Derdingung. Die zur Instandsetzung der Gebäude der Margaretenhütte erforderlichen Erd- und Maurer-, Weißbinder-, Zimmerer-, Schreiner-, Schroffer-, Spengler- und Tachdcücrarbeitcn sollen pifBötag, 3. Joni i>. I., vormittags 11 y2 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeüsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2 — Schreibstube — zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist ä, Mk. 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, Verkaufsstellen in Gießen bei: Chr. Bieker, Neustadt 55. L. Kalkhof, Westanlage. C. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße. In Lich bei: A. Bing. Aleischverdingung. Am Montag den 2. Juni d. I., vormittags 10 Uhr, wird im Ge- chäftszimmer der Garnison-Verwaltung zu Marburg — Zimmer 24 in der Kaserne — der Bedarf an Fleisch- und Wurstwareii für die Gariiison Marburg auf die Dauer vom 1. Juli bis 31. Dezember 1902 verdungen. Tie Lieferungsbedingungen liegen im genannte» Geschäftszimmer aus; dieselben können auch gegen Zahlung der Selbstkosten bezogen werden. Schriftliche und post- mäßig verschlossene Angebote sind daselbst vor Begum des Termins mit der Aufschrift „Angebot au die Lieferung von Fletsch- und Wurstwaren" versehen, abzugeben. Intendantur 11. Armee-Korps. Matrosen-, Mousseline- und Wollkleidchen tu allen Preislage». A. liollerhoff Söhne, 2» ”i™2o. Verkauf von Buchenfcheitholz. 148 rm Buchenscheit 1. Kl., die infolge Ablebens des seitherigen Steigerers zurückgesallen sind, werden hiermit zum freihändigen Verkaufe ausöeboten und diesbezügliche schriftliche Angebote bis längstens 7. Juni l. I. erbeten. Das Holz wurde im vergangenen Winter gefällt, lagert je zur üälfte in den Tomanialivalddistrikten Tiefstruth und Borthards und ist von vorzüglicher Beschaffenheit. toi«-»»4*® Vtück-EokeS............... ^lutz-Eokcö, ausschließlich trocken gelagert, m zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschäch te passetid zerkleinert: ... Gröhe Str. 1, etwas grogcr als durchschnrtt- ttche Korngröße des Anthracit, gangbar ft e Sorte......... Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit ..... Zn Wagenladungen von miudesteus 36 Gentnern: Stuckcokes.......1,05 AU. Nutzcotcs 9ir. 1.....1,20 „ Nutzcokes Str. 2.....1,25 , Bei Entnahme von mindestens 200 Gentnern: LtückcokeS.......1,— NU. Für den Gentner ab Verkaufsstelle: ' " Ntk. Drucksachen allef4” „ . , , . _ StaatSetsen- hefert in jeder gewünschten ^nbahn-Tele- stattung, stilrein und preiswert Brühl’sche Universitäts - Druckerei', berichten über Samstag ui Aehtesi Sie darauf, daß Ihnen •yuntz m Gebrannte Kolfecs 9kachlatz-Veesteigerung. Montag bcu 2. Juni d. nachmittags 2 Uhr. wird auf Anstehen der Erben der Nachlaß der Frau Rendant Kleyer Witivc dahier in dem Hause Krankfurterstratzc Nr. S1 freiwillig versteigert. Genannt feien: 1 gut erhaltenes Piauino (nußbaum), mehrere LophaS, Sessel, Sttihle, große und kleine Spiegel, ovale und viereckige Tische, 1 Ausziehtisch mit 4 Platten, mehrere 2= und Ithür. Kleiderjchränke, 1 Eckjchrank mit Glasaufsatz, 1 Bücherschrank mit Schreibtisch nnb Kommode, 1 Sekretär (nußb.), mehrere Kommoden, 1 nußb. Herren-Schrcibtisch mit Aufsatz, 2 Spieltische (1 eingeL), mehrere vollstäud. Betten, Bettvorlagen, Waschkommoden, Nachttische, 1 gut erhaltene Nähmaschine, 1 g. Aquarium, 1 Vogelgruppe, ausgestopfte Vögel, 1 Standuhr, Wanduhren, Lampen, 2 Salonlampen, Leuchter, Vasen, Figuren, Bilder, Oelgcmälde, Nippsachen, Silber» fachen, Elfenbeinschmucksachen, 1 Punschbowle, Glas-, Porzellan- und Haushaltungsjachen, 1 vollstand. Kücheneinrichtuug, Wcitzzeug, Borhäuge (Handarbeit) u. v. a. Eventuell wird die Versteigerung Dienstag den 3. Juni, nachmittags 2 Uhr, fortgesetzt. Die Sachen können Montag, vormittags von 9 bis 12 Uhr, besichtigt werden. 3986 Geitzler, Großh. Gerichtsvollzieher. zu All. 4.50 biß Mk. 8.—« zu Mk. 2.40, 2.75 , , 7.-> zu Mk. 6.20 und Mk. 6.75. , , 3.75 bis M. 10.—. NntzcokeS dir. 1.....1J° u Nntzcokes Nr. 2.....1,20 , Für EokeSabiiehmer,' welche zwei und mehr Doppelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis tun iveitcre 5 Pfg. pro (Zentner. Für Anfuhr au das Haus ivcrden 5 Pfcuuig für deu Centuer berechnet. . „ . . NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Ceittnern — am die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mtt keinem außergewöhnlichen Zeitauswand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergümilb. Im Gaswerk sindet nur ein Verkauf von über 5 Centuer Eokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der Klmmkaus der GascoKks von 1 bis 5 Centuer eingerichtet, nämlich bei den Herren: ' Job. Fischer, Attcestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gcbr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofftraße 10, Emil Lotz, Kircheiwlatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Markrsiraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bisnrarckitraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gaseokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Genmem. _ Die Preise unserer Gascokes 'ur dte Abnehmer antzerhalb Der Gemarkung Gietzen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückvergütung von 4 Pfg. für den Centner. Gießen, den 16. April 1902. 3086 LtäbtUches Gas- und Wasserwerk Gie«eu. 1.70, 1.80, 1.90, 2.— per Ve Zbilo. Frau M. I. Rühl. I. M. Schulhof, Marktstraße. R. Schlabach Rachf., Ludwigsplatz. Jos. Seeler. In Lollar bei: A. Zimmermann. Arbeitseinstellung der 3800 ZiMtt- Dnii MllllM-Geselleil in Kiel. Arbeitswillige nur tüchtige Gesellen, insbesondere Zimmerer, finden dauernde Beschäftigung bei 55 Pfg. Stundenlohu. 10 Mark Reisekosten werden nach Ausnahme der Arbeit in Raten vergütet. Da der Zuzug sehr stark (es arbeiten bereits über 600 hiesige und fremde Gesellen in Kiel) ist vorher anzufragen im Bureau der Bauhütte, Faulflraße 7* Gascokes- Infolge Stadwerordneten-Beschlusses vom 10. April d. I. tritt eine PttisemWgnilg unterer Ascokes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt Arb eitsv ergebun g. Die Ausführung von Erdarbeiten und dte Stellung von Hülfsarbeitern für die im Betriebe des Gas- und Wasserwerks vorkommenden Arbeiten sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Der diesem Ausschreiben zugrunde gelegte Vertragsentwurf liegt während der Dienststunden auf unserem technischen Büreau zur Einsichtnahme auf. Angebote sind unter Benutzung der bei uns erhältlichen Formulare bis zum 7. Juni d. I., vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. Gießen, den 30. Mai 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 4002 ist eröffnet ans prima 8961 J. Cohn & Co ussboden- Percal in neuen Streifen Batist mit Stickereieinsatz Mall mit Valencienneeinsatz Batist mit seid. 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Bei eintretender Dunkecheit: Zllnmiuatio« des ganzen Festplatzes. Tanz. Allsßrigr« rives Weskn-F»stballolls. Ale Mastii wird ausgefüyrt von der Aapelle des Anf.-Aegts. Kaiser Zvilyetm Ar. 116. Eintritt L Person 20 Pfg. MUitär ohne Charge 10 Pfg. Mitglieder und Kinder frei. Der Ueberschuß wird wie immer bei unserer Weihnachts-Bescherung für hiesige bedürftige Sinder verwandt. — Im Interesse der guten Sache bittet um zahlreiche Beteiligung 3932 Der Vorstand. Hochfeine Düringer Salzstangen vorzüglich schmeckend zürn Bier empfiehlt 3722 ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 am Krieger-Z>enKmak. Telphon 262. Gegründet 1826. Ul Anstrich lacke, Gelfarben, pinsel, fiuoknm- uni) pardettwiihse empfiehlt 3975 Adolf Bieler, Marktstr. 5. Lebende Krebse frisch emgetroffen. 3449 Eberh. Metzger. Französische Vorträge und Rezitationen Dienstag den 3., 10., 17., 24. Juni, 8., 15. Juli nachm. 6 bis 7 Uhr in der grossen Aula der Universität. Thema der Vorträge: Alfred de Müsset Victor Hugo et le culte de Napoleon. L’humour d’Alphonse Daudet. Die Rezitationen haben leiohtverständliche Stücke aus der neueren Litteratur zum Gegenstand, Karten zu 5 Mk. für den Cyklus in der Rloker’schen Bnohhtfnolung, in der Frees’sohen Buchhandlung oder beim Verwalter Storck. 38QO ____________________________Lector Goetwehy. Keine Motten mehr! beim Gebrauchs, Falkonio treibt jede Dtolle aus. Falkonin zerstört die Brut. Falkonln riecht angenehm. Falkonin istsauber im Gebrauch. Felkonln gehört injedenKleider- schrank. Echt in Paketen zu 10 und 25 Pfg. nur bei Adolf Bieler, Marktstraße 6, Gustav Walter, Mäusburg 13. 2825 Stahlpanzer- Geldschränke feuer- und sturzsicher, thermit- und diebessicher. J. C. Petzoid, Geldschrankfabrik, Magdeburg. Preise äußerst billig. 1139 Illustrierte Kataloge kostenfrei. Vertreter: Ioh. Fr. Schaaf, Gießen. 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