Nr. 304 «rschei— ««glich «mH« Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Üeffischtn Landwirt die Siebener Familien. Hattet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der BrÜhl'schen Untvers.-Buch- u.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Vchulstrahe 7. Adresse für Depeschen: Hnzeiger Siehe«. tzernsprkchanschluß Nr. Kl. Montag AV.Dezember 1908 158. Jahrgang Zweites Blatt. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen vezugSPretSr monatlich7bPf., viertel^, jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2 — viertel- jährl. mrsschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen lür die Tagesnummeo bis vormittags 10 Uhr, ZeilenpreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für, den polit. u. aNgem. Teik t.V.: Fr.Hannemann; Mr „Stadt u. Land* und .Gerichtdsaal*: Eurt Plato; für den An- zeigenteil: Hans 93 ed?J nS2233 Sie heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. «!-' -— KeKaimtmachung. Zur Verhütung von Ruhestörungen und Unglücksfällen während der ReujahrSnacht und am Neujahrstage bringen wir in Erinnerung, daß das Schießen, sowie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern innerhalb der Straßen und Hofraiten der Stadt verboten ist. Zuwiderhandlungen sind in § 367 und § 368 des Reichsstrafgesetzbuchs mit Geld- oder Haftstrafe bedroht. Auch tritt Wegnahme der Schußwaffe ein. Gleichzeitig machen wir die Händler mit explosiven Stoffen, Feuerwerkskörpern rc. darauf aufmerksam, daß das Abgeben solcher Stoffe an Personen, von welchen ein Mißbrauch zu befürchten ist, insbesondere an alle Personen unter 16 Jahren verboten ist (Verordnung für da3 Großherzogtum Heffen, betr. den Verkehr mit Sprengstoffen vom 21. Dezember 1893, § 26) und daß Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift nach § 367 des Reichsstrafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu IbOMk. oder mit Haft bestraft werden. Gießen, den 29. Dezember 1902, Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Allerlei Iiuanzpolitisches aus Kessen. IL R. B. Darmstadt, 28. Dez. Ten Löwenanteil der Anforderungen an die Staatsmittel stellt naturgemäß das Ministerium deS Innern. Die Einnahmen sind hier gegen das Voriabr um 217 020 Mk. gefallen, die Ausgaben dagegen um 21ö 861 Mk. gestiegen, was eine Differenz von über 430 000 Mk. ergiebt. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen auf 4 519 477 Mk., die Ausgaben dagegen auf 15126 899 Mk. Eine recht empfindliche Mehrausgabe bildet hier die Steigerung des Zuschußbedarfs für die Gendarmerie um 60700 Mk., die im neuen Etat insgesamt 530 200 Mk. erfordert und die Erhöhung der Beitrüge zu den Polizeikosten der Gemeinden um 49 000 Mk. — beides Folgen des in der jüngsten Session beschlossenen Gesetzes über die Besoldung der Gendarmen und Polizeikosten. Diese fast 110 000 Mk. dauernden Mehrausgaben sind wiederum ein Beweis dafür, wie fühlbar sich jede Veränderung von Gehaltssätzen für größere Beamtenrategorien im Haushaltsetat äußert und wie vorsichtig man daher in der Bewilligung solcher Wünsche zu Werke gehen muß. Die Gesamtposten für die Landesuntversität und die Technische Hochschule weisen gegen das Vorjahr nur unerhebliche Abweichungen auf. Tie Mehreinnahmen, welche die Universität im nächsten Jahre an Studiengeldern u. s. w. abwersen dürste, wird reichlich durch höhere Ausgaben ausgewogen, sodaß sich der Gesamtubschluß um 8000 Mark ungünstiger stellt, als im Vorjahr. Der Etat der Technischen Hochschule weist sowohl eine Steigerung der Einnahmen, wie der Ausgaben aus, die sich beide auf zirka 38 000 Mark belaufen. Recht erheblich sind die Ausgaben in der Etatsposition Gymnasien, Oberrealschulen rc. gestiegen. Sie beziffern sich im neuen Etat aus 908 707 Mk., oder im ganzen um 82000 Mark mehr, wovon allein 13 500 Mark als Mehrkosten für die Trennung des Offenbacher Gymnasiums von der dortigen Oberrealschule angesetzt sind. Für die V o l k s s ch u t e n ist der Mehrbedarf gegen das Vorjahr noch wesentlich höher, er beträgt 104 500 Mk.; die Gesamtausgabe für diese Position erfordert 2 078100 Mk. Als Folge des Volksschullehrergehalts-Gesetzes und der Vermehrung der Lehrerstellen sind 70 000 Mk. als Zuschüsse für die bedürftigen Gemeinden angesetzt, daneben wurde der Fonds für die Schulhausbauten bedürftiger Gemeinden um 20000 Mk. erhöht, auch noch ein Dispositionsfonds in Höhe von 10 000 Mk. für Zulagen an Lehrer in ungünstig gelegenen Orten angesetzt. Von Interesse ist hier, daß für die vom Landtag wiederholt geforderte Uebernahme der Kosten des Fortbildungsschulwesens durch den Staat ein Etastposten nicht vorgesehen ist, eine solche also vorläufig nicht beabsichtigt zu sein scheint. .. Ten Wünschen der Kammer hinsichtlich der Be„er- stellung der 5) o f m u s i k - M i t g l i e d e r ist im neuen Etat insofern Rechnung getragen worden, als eine Anforderung von 12100 Mk. für nicht penfwnSsährge Tienpalters-Zu- laaen eingestellt wurde. Es erscheint uns einigermaßen fraalich, ob dieser Posten nicht vei der Kammerberatung eine Abänderung re,p. Verschiebung erfahren wird, da es lick bier nicht um Staatsbeamte, sondern um Hofbeamte bandelt In der Begründung dieser Forderung wird gesagt daß diese Zulagen nur ]o lange aus der Staatskasse bewilligt werden sollen, als aus den Einnahmen des Hos- theaters keine Mittel dafür flüssig gemacht werden können Tas Kapitel des tzoftheaters wird voraussichtlich demnächst überhaupt zu sehr eingehenden Debatten uno Erörterungen in der üammer Veranlassung geben, da die Großh. Regierung inzwischen die schon in der vorrgen Session eingebrachte Regierungsvorlage über den kostspieligen Umbau des tzoftheaters mit dem Ersuchen um thunlichste Berücksichtigung wieder cingereickt har. Für diesen Urnbau, der insgesamt 768 000 Mk. erfordert, q'L'2!00 xarm- ftabt die respektable Summe von 120000 Mk. dazu bcizu- teuern bereit ist und aus Getündeverkauf rc. noch etwa 45 000 Mk. zu lösen sind, noch die Bewilligung von 40-1 J10 Mark verlangt. Man neigt nun besonders in den Kreisen ver ländlichen Abgeordneten der Ansicht zu, daß diese Der Konflikt mit Venezuela. Tie offizielle Bestätigung der Nachricht, daß Präsident Roosevelt die Uebernahme des Schiedsrichteramtes in der venezolanischen Streitfrage abgelehnt habe, wurde dem Berliner Auswärtigen Amt am Samstag Vormittag durch den amerikanischen Botschafter überreicht. Das Auswärtige Amt sprach sein tiefstes Bedauern darüber aus, daß Präsident Roosevelt den Vorschlag Deutschlands und Englands, das Schiedsrichteramt zu übernehmen, nicht annehmen könne. Roosevelt war von Deutschland in Vorschlag gebracht worden, und die deutsche Regierung erblickte darin die weitestgehende Anerkennung der Monroedolrrin, die die Verein. Staaten nur wünschen konnten. Nach einer Meldung der „Daily News" aus Washington loäre den Vereinigten Staaten die Aufhebung der Blockade gegen Venezueli und die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den verbündeten Summe in der jetzigen Zeit der Finanznot noch reichlich hoch bemessen sei. Auch müsse ein Institut, das mit so großen Mitteln arbeitet und sich der ausaedehntesten Fürsorge deS Großhi Hauses sowohl, wie der Residenzstadt und ihrer wohlhabenden Gesellschaftskreise erfreut, bei umsichtiger, rationeller Leitung sehr wohl in der Lage sein, für eine ausreichende Besoldung seiner Kräfte selber zu sorgen. Tie Kammer wird sich ledenfalls eine sehr eingehende Prüfung der ganzen Sachlage Vorbehalten I Die Itucht der sächsischen Kronprinzessin. Zu dem Ehedrama am sächsischen Königshofe ergreift auch bereits der Vatikan das Wort. Tas römische Blatt ,^8oce della verita" veröffentlicht eine offiziöse Rote des Vatikans, worin eS heißt, daß der Papst die Ehe des sächsischen Kvonprinzenpaares nicht lösen könne, da dieselbe valid' (in rechtSgiltiger Form) geschlossen sei. Von weiterem Interesse ist heute eine Publikation deS „Brüsseler Petit bleu", welche eine Unterredung eines Redakteurs mit dem Sprachlehrer Giron schildert. Girou erklärte, er sei an den Dresdener Hof berufen worden, nachdem er sich an den Brüsseler deutschen Gesandten Grafen Wallwitz gewandt hatte, um die Lehrerstelle zu erhalten. Er habe die Kronprinzessin früher weder in Paris noch in der Schweiz gesehen, er sei erst in Dresden mit ihr bekannt geworden. Während der ersten drei Monate seines Aufenthalts in Dresden habe sich kein Zwischenfall ereignet. Er sei in die intimeren Verhältnisse erst bei dem Aufenthalt in Wachwitz eingeweiht worden, wo sich auch dann daS Liebesverhältnis entspannen habe. Weiter erllärte Giron eS für unrichtig, daß man der Kronprinzessin Hausarrest auferlegt habe; einmal allerdings habe man ihr untersagt, auf dem Zweirade ausl- zufahren. Ferner sei es uurichftg, daß er wegen seiner Beziehungen zur Kronprinzessin entlassen worden sei, da letztere vollständiges Geheimnis waren. Tie Oberhofmeisterin entdeckte dieses Verhältnis zum ersten Male und ersuchte Giron am 12. November, ohne Skandal den Hof zu verlassen, da sie sonst dem Könige Mitteilung machen müsse. Tie Kronprinzessin habe sich am 19. ytovember nach Salzburg begeben, wo Giron mit ihrem Bruder dem Erzherzog Leopold Ferdinand zusammengetvoffen sei und denselben über die Lage seiner Schwester informierte. Am 12. Tezember 12i/z Uhr nachts packten der Erzherzog und die Kronprinzessin ihre Sachen und verließen ungesehen das Schiloh. Ein Wagen brachte sie von der Residenz nach dem Bahnhof, wo sie, um nicht gesehen zu werden, im Wartesaal 3. Klasse den Eilzug nach Innsbruck erwarteten, der um 3 Uhr nachts ab fuhr. Bon Innsbruck kamen sie nach Zürich Durch Briese, welche Giron nach Sachsen und Oesterreich sandte, wurde die Polizei auf eine falsche Spur gebracht. Ter Hofmarschall und die HauA- Hofmeisterin begaben sich nach Brüssel, wo sie Giron zu treffen hofften. Sie entdeckten die Flüchtlinge in Zürich und versuchten, die Kronprinzessin mit allen Mitteln zur Rückkehr zu überreden. Erzherzog Josef stattete am 22. Tezember in Genf der Kroriprinzessin einen Besuch ab und kehrte sofort wieder zurück Tas Gerücht von einem Duell Uvischen dem Erzherzog Leopold Ferdinand und dem Kronprinzen sei vollständig unbegründet. Giron erllärte schließlich, der sächsische Hof habe den Beweis für seine Vaterschaft betreffs des sechsten Kindes durch einen Bries von ihm, der angehalten und geöffnet worden sei, gewonnen. Zum Schluß bat Giron, die böswilligen Gerüchte zu dementieren, wonach Fräulein Adamovicz eine ftühere Künstlerin und Tänzerin gewesen sei; sie entstamme zwar einer unvermögenden, aber sehr achtbaren ungarischen Familie. Ein Redakteur des „Echo de Paris" hatte mit dem in Begleitung der Kronprinzessin von Sachsen entflohenen Sprachlehrer Giron ein Interview, wobei Giron folgendes erllärte: Tie Prinzessin interessierte sich für den Unterricht, welchen ich ihren Kindern erteilte. Ich wohnte den Familienmahlzeiten bei und 6di dieser Gelegenheit hatten wir des öfteren Gespräche zusammen. Tie Kronprinzessin teilte mir ihre Sorgen mit und schließlich entspann sich zwischen uns ein Liebesverhältnis, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Nach Monaten, als sich bei dem Kronprinzen Zweifel erhoben, entschloß ich mich freiwillig, die Familie zu verlassen. Am 14. November reifte ich ab. Aus die Frage, was sie beide nun zu thun gedächten, antwortete Giron: „Wir wollen uns verheiraten und dann wahrscheinlich nach Paris ziehen. Vorläufig aber bleiben wir in Genf, weil diese Stadt die einzige ist, wo man uns nicht verhaften darf. Wir hoffen, daß der sächsische Hof nunmehr die Auflösung der Ehe mit dem Kronprnizen beim Papste nachsuchen wird. — „Echo de Paris" berichtet weiter aus Gens, daß der Sprachlehrer Giron erllärte, er habe, damit die Juwelen der Kronprinzessin ihm nicht entwendet würden, dieselben an seinen Bruder nach Brüssel gesandt, um sie bei einer dortigen Bank niederzulegen. Sein Bruder habe jedoch die Annahme des Pakets verweigert, infolge des Gerüchtes, daß die Kronprinzessin Kronjuwelen mitgenommen habe. Wie der ,Lokalanz." aus Tresden meldet, ist in der Angelegenheit der Kronpriiizeifm von Sachsen eine weitere amtliche Erklärung er t dann zu erwarten, wenn die Tinge definitiv geregelt und die .Verhandlungen zwischen den beteiligten Höfen abgeschlossen sein werden, und auch dann dürste nur eine kurze, den ganzen Vorfall abschließende Erllärung veröffentlicht werden. Tie „Leipziger Neuesten Nachrichten" bringen noch schwere Anklagen gegen die entflohene Fürstin: Man erzählt, daß Maria Luise eine lebhafte, geistreiche Frau war, deren sprühendes Temperament sich nicht an die Fesseln des höfischen Lebens gewöhnen wollte, man stellt sie dar als das Opfer einer Ebe, in der sie nicht verstanden wurde, man sucht Nachsicht für sie auf Kosten deS Mannes^ dev sie an seiner Seite auf den Thron erheben wollte Wohh es mag sein, daß die, die also erzählten, recht Haden; es mag sein, daß die Frau, die jetzt dovonfloh, sich glück-, lichssr gefühlt hätte als schlichte Hausfrau eines schlichten Mannes. Aber wir alle, die wir auf dem Boden der Mutter, Erde wandeln, finb unfrei, wir sind Sklaven des gesellschaftlichen Zwanges, der harten Not, der eigenen Anlage und der Geburt. Wie beim, wenn die Lehre, die Maria Luise so eindringlich predigt, doppelt eindringlich, weil diese Lehre uns von den Stufen eines Thrones herab entgegenklingt, auf genommen wird von all den Anderen, die doch auch das gleiche Recht des Herzens haben! Wenn die Frau des Mttgers, wenn die Frau des Knechtes sich von ihrem Gatten löst und hinausstürmt in die Welt? Was jetzt an Schaden der Volksseele zugefügt worden ist, wird nicht in Wochen und Monaten geheilt werden können. Jetzt wird daS Zischen und Raunen beginnen, geschäftig wird man nachforschen in allem Vergangenen; jedem Blick den man erhaschte, jedem Wort, das man vernahm, wird man eine besondere Auslegung geben, der Klatsch wird bte Herrschaft führen und den Glauben zerstören. Darum wünschen wir eines vor allem, sw hart auch daS Heilmittel sei: Volle und klare Wahrheit. lieber die Mittel, die der Prinzessin für die Zukunft zur Verfügung stehen, lauten die Angaben verschieden. Der Schmuck, den sie auf ihrer Flucht von Dresden mitnahm, ist angeblich 200 000 Kr. wert, doch soll sie außerdem und außer der notwendigsten Wäsche einen namhaften Geldbetrag bei sich führen und noch vor dem Zwist mit dem Gemahl erklärt haben, sie habe schon dafür gesorgt, daß sie nicht von der Gnade des sächsischen Hofes abhängig bleibe. Wie groß die Geldmittel sind, über die der Bruoed verfügt, darüber ist auch noch nichts Bestimmtes bekannt. Weitere Kreise, die dessen Verhältnisse kennen, nehmen an, daß er höchstens einige tauseiid Kronen sein eigen nenne, da der österreichiische Kaiser feine Finanzen schon einmal in Ordnung bringen mußte. Von einer Persönlichkeit, die den sächsischen Hof- und Regierungskreisen nghe steht und gegenwärtig in Wien weilt, erhält die „N. Fr. Pr." nachstehende Eharakteristik der Kronprinzessin Luise von Sachsen. Als die Kronprinzessin anfangs der neunziger Jahre nach Tresden tarn) da hat sie das große Dresdener Pubtkum weit schneller! für sich gewonnen als den Hof, und leider auch einer« großen Teil ihrer neuen Vertoandten. Namentlich war es bald kein Geheimnis mehr, daß zwischen der Kronprinzessin und der alten Königin rein Einvernehmen erzielen war. Weit schneller erwarb sich Kronprinzessin Luise die Sympathien des Tresdener Publikums, das der spezifisch österreichische, gemütliche Zug im Wesen der Prinzessin für sie einnahm, nachdem die erste Verwunderung über daS freilich mitunter recht etikettwtdrige Benehme!? der Prinzessin überwunden war. Tie Prinzessin ist von Mittelgröße. Eine ziemlich üppige, ungemein bewegliche Erscheinung. Daß sie bei Hvf> ballen und anderen Veranstaltungen nicht gerade abgeneigt war, die Vorzüge ihrer Gestalt durch ihre Toiletts zum Ausdruck zu bringen, hat man ihr freilich in manchen Hofkreisen, speziell in der nächsten Umgebung der aftew Königin, sehr übel genommen. Wenn sie ins Plaudern und Lachen kam, drückte sie sich mit einer Ungezwungenheit auS, die mitunter erstaunlich war. Tie Kronprinzessin brachte eine Note, mondäner Eleganz an den Tresdener. Hof, die dort etwas neues war. Neu war auch ihr Doi- lettenluxus und leider auch die Höhe ihrer Doiletten-Rech- nungen. Von ihrer Zuneigung zum Prinzen Friedrich August: wurden ungemein sympathische Züge erzählt, und wer das junge Paar, eng aneinander geschmiegt und heiter plaudernd, durch die Straßen Dresdens gehen sah, wird an deren Wahrheit nicht gezweifelt haben. Sogar die strenge, Hofetikette wurde von der Liebe der Prinzessin zu ihrem Gemahl durchbrochen; ihr zum ersten Male gestattete König! Albert, auf den Hofbällen mit dem eigenen Gatten nach Herzenslust zu tanzen. Aber doch fand man ihre Natürlichkeit und Ungezwungenheit, mit der sie alle Schichten der Bevölkerung bezaubert hatte, bei Hofe bald zu weitgehend. Sie machte öfters solche Verstöße gegen die Formen des hiesigen Hoflebench daß ihr sogar Hausarrest auferlegt wurde, so zum Beispiel, als sie das Radfahren gelernt hatte und, um ihre Kraft zu proben, auf der Straße gefahren war. Jhr^ sprühend temperamentvolle Lebhaftig^ feit, der dne Schiranken des Hoftebens mehr und mehr zu enge wurden, scheint längere Zeit das Glück ihrer lHe nicht getrübt zu haben, obgleich sie ihr streng und sehr fromm erzogener Gemahl weniger temperamentvoll ist. Württembergische Staatsanzeiger" folgende angenehme Weih> u nachtsbotschaft verkündet: Die polizeiliche Einweisung des Freiherrn v. Münch in eine württembergische Irrenanstalt ist nunmehr durch Erlaß der kgl. Kreisreglerung m Reutlingen aufgehoben worden, nachdem die frühere Anordnung semer Begleitung durch einen Wärter bei seinem Aufenthalt m Württemberg schon seit einigen Monaten m Wegfall gekommen war und sein Verhalten in neuerer Zeit keinen Grund mehr zu der Befürchtung einer gemeingefährlichen Bethätigung einer Persönlichkeit gegeben hat. Magdeburg, 27.Dez. Der zweite preußische Lehrertag hat nach sehr eingehenden Debatten einen Antrag auf Gleichstellung der Lehrer an den Landschulen mit denen an den Stadtschulen abgelehnt. Sodann wurden die Ausschuß- anträge mit einigen Modisikationen angenommen. Die wesentlichsten Aenderungen gehen dahin, das Grundgehalt auf nicht weniger als 1350 Mk. festzusetzen, sowie den Einheitssatz der Alterszulagen auf nicht weniger als 150 Mk. zu bemessen. PMische Tagesschau. Herr v. Kardorff und der Bund der Landwirte. Der vielgenannte frei konservative Abgeordnete v. Kar- Lor s f hat infolge der Vorgänge im Reichstag in einer Zuschrift vom 24. d. M. sein eil Austritt aus dem Bund der Landlvirte erklärt. .Herr v. Kardorff begründet diesen Die Börfengesetz-Novelle. In dem Hin und Her, das neuerdings in der Presse hinsichtlich der Frage, ob die Embrmgung der Börsengesetz- Novelle noch in dieser Tagung zu erwarten sei, bemerkbar war, hat jetzt auch die .Köln. Ztg." das Wort zu erneu längeren, anscheinend öfftziösen Auslassung ergriffen, in der eö heißt, es bestehe z. Z. nicht die Abücht, die Novelle noch dem letzigen Reichstage vorzulegen. Es rverden allerhand Gründe für die Berechtigung dieses Standpunktes angeführt, die Kürze der Zeit, die das Parlament noch zur Verfügung habe, die Parteiverhältnifse in ihm, die Zweckmäßigkeit einer gleichzeitiger» Regelung der Frage der Stempelsteuer u. dergl. Alles das sind leere Einwendungen gegen die Notwendigkeit, die längst für unabweisbar erkannten Verbesserungen des Börsengesetzes nicht aufzuschleberr, über die »nan im Wesentlichen, abgesehen von den unbelehrbaren Agrarierrr, durchaus einig war. Wenn nun gerade nut Rücksicht auf diese die Regierung das jetzt unterläßt, ivas fre selbst früher für- schleunig erforderlich erklärt hat, so ist das eine Schwäche, die man vielfach nicht begreifen wird. Wer weiß denn in der Regierung, wie der nächste Reichstag aussehen wird? Er kann viel schlimmer sein als der gegenwärtige, Gras Lambsdorff in Bulgarien. Der russische Minister des Auswärtigen, Graf Lambsdorff, welcher am Samstag eine mehrstündige Konferenz mit dem Fürsten Ferdinand und dein Ministerpräsidenten Danew hatte, soll, nne verlautet, sowohl dem Fürsten, wie auch dem Ministerpräsidenten nicht sehr angenehme Worte gesagt haben. Diese Erklärung hat selbstverständlich m Re- glerungskreiseu arg enttäuscht und es verlautet, daß die leitenden Staatsmänner Bulgariens und die Führer der Macedonier entschlossen sind, dem Grafen Lambsdorff kurz und bündig zu erklären, daß nur fest garantierte und durch- geführte Reformen eine Gewähr für Aufrechterhaltung der Ruhe in Macedonieri bieten. Bloße Ratschläge oder gar Drohungen seitens Rußlands würden die revolutionäre innere Organisation ganz lalt lassen, an ihren Beschlüssen nichts ändern und der Auffland auch ohne Beihüfe Rußlands im Frühjahre zun» Ausbruch gelangen. Auch die gestrige kurze Anttvort des Grafen Lambsdorff auf die anläßlich des Fackelzuges von dem Lehrer Neumoi) an den Grafen gerich- lele Ansprache hat unter den MaceDomern eine unbeschreibliche Enttäuschung hervorgerufen. Die Anhänger Sarafows hatten sich an der Demonstration nicht beteiligt und fällen em verdammendes Urteil über die Ovanon. trag Kardorff zu stimmen, und zwar sei dieser Druck nicht nur aus den Parteien selbst heraus bewirkt worden, sondern auch aus den Kreisen deL Hofes und der Regierung. (Das Hingt ebenso mysteriös, wie unglaubwürdig. D. Red.) Entschluß damit, daß ihm, nachdem die Leitung des Bundes der Reichspartei offenen Krieg erklärt habe, nichts anderes übrig bleibe, als den Kampf aufzunehmen, obschon dieser seiner Auffassung nach im allgemeinen, landwirtschaftlichen und politischen Interesse hätte vermieden werden können und solleii. Gleichzeitig gingen der „Post" Ausführungen des Herrn v. Kardorff zu, in denen es heißt: Gegenüber der Kriegserklärung, die der Vorsitzende des Bundes der Landwirte gegenüber der Reichspartei erlassen hat, konnten seine Parteigenossen selbstverständlick) dem Bunde nicht mehr angehören. Die Neichspartei habe stets den Wahlspruch gehabt: Erst das Vaterland, dann die Partei! Diesen Wahl- jpruck) habe sie auch in den letzten parlamentarischen Kümpfen nicht verleugnet. Angesichts der Angriffe stellt Herr v. Kar- Aus Stadt ulid Saud. Gießen, den 29. Dezember 1902. *• Von der Landesuniversität. Sicherem Ver- nehmen nach hat Herr Prof. Dr. Albrecht Dieterich einen Ruf nach Heidelberg als Nachfolger des Herrn Prof. Dr. Crusius erhalten. Personalien. Ernannt wurden am 24. Dezember der Reglerungsaffessor Dr. Otto Langrock in Darmstadt zum stellvertretenden Direktor der Hessisch-Thüringischen Staats- lotteric mit dem Amtstitel „Direktor", und der bisherige Direktor der Zweigniederlassung Duisburg der Nieder- rheinischen Kreditanstalt, Kommanditgesellschaft ^auf Aktien Peters und Comp., Konrad Gramms, zum Oberinspektor der Hessisch-Thüringischen Staatslotterie. Städtisches Bauamt. Durch Beschluß der Stadt» verordneten ist das Stadtbauamt geteilt worden, so daß für Hoch- und für Tiefbau eine getrennte Baubehörde besieht. Nach dem neuen Adreßbuch bilden das städtische Hochbauamt (Neuen Bäue 43) Architekt Gerbel sowie die Bautcch- niker Altvater, Grode und Nold und der Schreiber Weinandt. Dem städtischen Liefbauamt (Gartenstraße 2, Zimmer 6) gehören an Ingenieur Braubach als Vorsteher, die Bautechniker Kähler, Roß und P a i r a n, die Bau- schreib er Mickel und Gengnagel, der Straßenmeister Bommersheim und die Straßenwärter Becker, Kreiling und Weller. Hiernach ist auch die Sttaßenreinigung und die Müllabfuhr dem Tiefbauamt unterstellt, bei welche« Deutsches Keich. Berlin, 28. Dez. Dem „B. T." zufolge äußerte ein „Grandseigneur", welcher in Hofkreisen viel verkehrt und gleichzeitig intime Fühlung mit den Kreisen der Diplomatie und der Parlamentarier unterhält, m diesen Tagen im privaten Gespräch, daß das bestehende Reichstagswahlrecht einer ernsten und schweren Gefahr ausgesetzt sei. Er berichtete weiter, welcher beispiellose Druck auf die Angehörigen der Mehrheitsparteien ausgeübt worden sei, um für den An- daß die Jnbustrtezölle stärker erhöbt worden seien als bte landwirtschaftlichen. Die Mehrheit der von der Kommission beschlossenen Zollerhöhungen entfalle auf die agrarischen Zollsätze, die Mehrhell der beschlosseneu Zvllermäßigungen aut bte industriellen. Amerika und der neue deutsche Zolltarif. Innerhalb der Reichsregierung ist man, so schreibt die ^Deutsche Volksw. Korresp.", jetzt gewillt, den neuen beut- chen Zolltarif nicht vor dem Zustandekommen neuer Tarifverträge mit Oefterreich--Ungarn, Italien, der Schweiz, Rußland rc. in Kraft treten zu lassen. Auf diese Weise würde der Tarif gleichseitig mit den neuen Handelsverträgen in Wirksamkeit treten, und den Vertragsstaaten gegenüber kamen alsdann nur die im Wege der Vertragsverhandlungen eftgesetzten Zollsätze zur Geltung. Wenn Die)er Zeitpunkt eintritt, oder eigentlich schon früher, wird die Frage zu eiitscheiden sein, ob auch Staaten wie Argentinien und besoiiders 9u)rDamerita künftighin als mei|ibegün|ngt an allen vertragsmäßigen Herabsetzungen des deutschen Zvll- tarises lellnehmen sollen. Es ist dabei in Betracht zu ziehen, daß Die Unterschiede zwischen den Sätzen unseres Generallarifes und denjenigen des Vertragstarifes in Zukunft wahrscheinlich viel großer sein roeruen, als bisher, und daß demgemäß auch die Vorteile, welche der Mitgenug der deutschen Vertragszölle für Amerika mit sich bringt, sich vergrößern müssen. Von Interesse durfte ein zahlenmäßiger Nachweis der Vorteile sem, welche den Vereinigten Staaten schon aus dem Mitgenuß des jetzigen Deutschen Vertragstarifes entspringen. Im Jayre 1901 hatte unsere Wat.eneinsuhr aus den Vereinigten Staaten einen Wert von 986 Mill Mark. Etwa 43 Prozent dieser Einfuhr waren tarifmäßig zollfrei, und mehr 'als 30 Prozent haben infolge der Meistbegünstigung Zollermäßigungen genosfen, deren Gesamtbetrag sich aus ca. 2ö Mill Mk. beläuft. Zu den zollbegünstigten Artikeln unserer Eüisuhr aus den Vereinigten Staaten gehören außer Weizen, Roggen, Gerste, Hafeu und Mais insbesondere noch Muhlenfovntate, ^olz, Fletsch, Leder und Lederwaren. Alan wiro angesichts Der vorstehenden Zahlen nicht bestreiten können, bag Amerita viel größere Vorteile aus, unseren derzetttgen Tarifverträgen mit Rußland, Oesterreich-Ungarn rc. hat, als diese letzteren Staaten selbst. Dabei hoben Rußland und die übrigen ^arcsverttagsftaalen die Begünstigungen, welche Der deutsche Vertragstari, ihnen gewährt, durch Gegenbewilligungen erkaufen müssen, während sie Amerika toskenlos in Den Schoß gefallen sind. Wenn man dazu alle Schädigungen unv ichuanen in Betracht zieht, denen unser ^aiwel seit Jahren durch Die Zoli- iwliiit Der Vereinigten Staaten ausgesetzt ist, so ivirD man taum Darüber im Zweifel sein tonnen, wie Die oben ausgestellte Frage zu beantworten sein wird. Ausland. London, 28. Dez. Las Reutersche Sure au meldet aus Curacao vom 27. ds.: Es verlautet in gut unterrichteten Kreisen Caracas, daß ein gegen den Präsidenten Castro gerichteter Staatsstreuh vom Vicepräsidenten der Republik vorbereitet werde. M a b r i b, 28. Dez. DieFamilieHumbert wurde gestern abend 8H4 Uhr mittelst Schnellzugs nach Paris be- örbert. Tie Ankunft der Humberts an der Grenze zu Hendaye findet heute mittag 121/2 Uhr statt. Hier werden die Verhafteten an Die französische Polizei ausgeliefert Tie Ankunft in Paris wird sahrplanmäßig morgen früh 4 Uhr 42 Mim erfolgen, falls keine unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten. Bevor er das Gefängnis verließ, prach Romain Taurignac dem Personal seinen Tank ans ur die liebenswürdige Behandlung der Familie. „Ich werde, so sagte er, „Spanien niemals vergessen." W i e n, 28. Dez, Heute nach-mittag fand hier eine zwei- einhalbstündige Mini st er k 0 n fe r en z stall, an Der Die Ministerpräsidenten v. Körber und v. Szell, sowie der österreichische und der ungarische Finanzminister teilnahmen. Tie Beratung wird morgen fortgesetzt. — Tas „9teue Wiener Tageblatt" widmet dem heute hier ein getroffen en deutschen Botschafter Grafen Wedel einen sehr sympathischen Begrüßungsartikel, in welchem Der Hoffnung -Ausdruck gegeben wird, daß es demselben gelingen möge, durch, das Zustande bringen eines neuen die österreichischen Interessen berückfichttgenDen Hon- Dels-Verfrages das bisher bestandene langjährige intime Verhältnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland fester und dauerhafter zu gestalten. Sofia, 28. Tez. Tie Session der Sobranje, die verfassungsmäßig gestern Hütte geschlossen werden müssen, wurde mittelst fürstlichen Reskriptes vis zum 28. März verlängert. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 27. Tez. Sämtliche Mannschaften und Offiziere Der Gendarmerie von Macedonien bekamen, mie türkische Blätter melden, die Gehälter. Auf Befehl Jlilmi Paschas wurden zahlreiche Scanne in Mace- Donien wegen Unregelmäßigkeiten sofort in strafrechtliche Untersuchung genommen. Tokio, 28. Tez. Tie Parlamente wurden auf» gelost, da die Opposition das Kompromiß bezüglich der Grundsteuer ablehnte, obwohl das Kabinett eine Herabsetzung derselben vorscUug und anbot, den laufenden Fehlbetrag aus anderen Hllfsquellen zu decken. Tie s)ku* mahlen sind auf Februar 1903 anberaumt. Mächten und Venezuela in hohem Grade erwünscht. . Ta direkte Verhandlungen zwischen den verbünbeten ' Mächten und Venezuela schwierig sein dürsten, besteht die Absicht, den amerikanischen Gesandten in Caracas Mr. Bowen nach Washington kommen zu lallen, um dort Venezuela zu vertreten und 1ms Protokoll zu unterzeichnen; Ans diese Weise hoffe man, Zell zu sparen. Präsident Roosevelt würde es vorziehen, daß die amerikanische Regierung nicht iu amtlicher Form an den Verhandlungen beteiligt sei, würde jedoch nichts dagegen einzuwenden haben, daß Bowen in Washington Venezuela bertritt Diese Anregung fei nach Berlin und London gefabelt worden. Tas schiedsgerichtliche Urteil wird nun aller Wahrschem- lichkell nach dem Haager Schiedsgerichtshos übertragen werden, womll bte ganze Angelegenheit eine höchst bebauer- liche Verzögerung erleidet. Man muß zugestehen, baß Herr Roosevelt von vornherein, sobald ber Vorschlag, ihm den Sttell Deutschlands und Englands mit Venezuela zur Entscheidung zu überfragen, ernstere Form annahm, die Ueber- fragung des Falles an den Haager Gerichtshof als die beste Art ber Ertebigung bezeichnet hat; andererseits hielt er sich aber doch die Möglichkeit offen, nicht vor der Verantwortung zurückzuschrecken, wenn die Mächte sie ihm auf- ertegen wollten. Die Mächte waren dazu entschlossen, Herr Roosevelt muß aber in den Weihnachtstagen ein Haar in der Suppe gefunden haben, was ihn nun doch bestimmte, vor der Verantwortung zurückzuschrecken. Nicht nur den beiden Großmächten, sondern auch den Yankees wird es unangenehm sein, daß Herr Roosevelt das Heft aus ber Hand gegeben hat; ihre Presse hat ja immer wieder gedrängt und gedrängt, England und Deutschland auf Grund ber Monroelehre bas Scknebsgericht ber Verein. Staaten aufzuzwingen, und im Kabinett zu Washington war, wenn sie nicht vorherrschte, doch eine ähnliche Stimmung vor- hanben; brachten boch die' „Daily News" aus dem Munde eines Kabinetttnllglieds schon am 18. Dezember folgende Aeußerungen: „Wir haben alles mögliche gethan, um illig- land und Deutschland zur Annahme oes Schiedsgerichts zu vermögen, wir können gegenwärtig nicht mehr thun. Wir haben Großbritannien und Deutschland Har gemacht, daß es uns höchste Befriedigung gewahren würde, zu erfahren, baß sie bas Schiedsgericht anzunehmen gemißt seien. Unsere Regierung meint, daß die Annahme eines Schiedsgerichts England die Möglichkeit gewähren würde, einen leichten Rückzug aus einer Lage voller Verlegenheiten zu gewinnen. Wir glauben nicht, daß es seine Forderungen un Zwangswege einzutreiben vermag; Zwangsschrille würden eülfoch^ die Schuld vermehren, denn falls England zur KriegSblockade schreitet, werden dem Lande alle Einnahmen abgeschnitten. Venezuela würde es dann unmöglich werden, Geld zur Beftiedigung seiner ausländischen Gläubiger aufzutreiben. Heute ist es zahlungsunfähig, giebt man ihm aber Zell, so kann es möglicherweise zu einer Vereinbarung mit seinen Gläubigern kommen. In einer Besprechung ber Ueberroeifung ber Venezuela- Angelegenheit an bas Haager Schiebsgericht sagt ber „Standard": „Rian wird in England die Nachricht ohne große Begeisterung aufnehmen, Da man von vornherein überzeugt ist, daß der Vorgang nur einen aufschiebenden Charakter trägt, möglicherweise auf lange Zell." Das Blatt fragt, welche Bürgschaft dafür bestehe, daß die Behörden in Caracas ber Entscheidung des Haager Schtebsgerichts mehr Aufmertsamkeit schenken werden, als den Gründen, die ber gesunde Menschenverstand giebt, und giebt ber Hoffnung Ausdruck, baß Die Drei Mächte nicht so kurzsichtig sein werden, die Blockade sofort auszuheben. Die „Times" schreibt: „Wll bedauern rückhaltlos, daß Präsident Roose- vell es nicht für angängig hielt, das Schiedsrichteramt zu übernehinen. Wir wer Den jedoch gern bereit sein, uns Der Entscheidung des Schiedsgerichtshofes zu unterwerfen. Mr vertrauen Darauf, daß Die Mächte Die Blockade nicht eher aufheben, bis sie fiaj uberzeugi haben, daß Venezuela bereit ist, mit demselben Entgegenkommen zu handeln, welches die Mächte ihm gegenüber zu zeigen sich entschlossen haben. Vom Schauplatze der Wllren wird aus Caracas gemeldet: Deutsche Großkausleute erklären, sie würden die Einsetzung eines Ccksiedsgerichts bedauern, falls es zu einer amerikanischen, stall zu einer internationalen Finanz-Kontrolle fuhren sollte. Tie Venezolaner betrachten die Einsetzung eines Schiedsrichters als einen Triumph ihrer Sache. Präsident Castro hat die Hauptstadt verlaffen, anscheinend aus Furcht, die Aufständischen könnten sich durch einen Handstreich gegen Caracas seiner Person bemächtigen. Er plant eine Diktatur und teilt, sobald die Blockade ihm Den Zus tu ß au Geldmitteln abschneidet, das Vermögen der deutschen, englischen und italienischen Unterthanen konsts- zieren, von Denen zu laufen das Regieruiigsorgan die Venezolaner warnt. Castros Macht Dauert so lange, wie er Die Truppen besolDen kann, D. t jedenfalls noch Räonate. Tie Mehlpreise steigen, Doch ist Ataisbrot in genügender Menge vorhanden. Aus Newhvrt wird nock, gemeldet: Präsident Castro nimmt Das Haager Tribunal als Schiedsgerichtshof unter Der Bedingung an, Daß Die Blockade sofort aufgehoben und Die venezolanische Flotte zurückgegeben wird. In Der ganzen amerikanischen Presse herrscht große Genugthunng darüber. Daß die venezolanischen Streitigkellen ohne Roosevelts Mitwirkung erledigt werden sollen. Dorff fest, es sei unrid)tig, daß bei gutem Willen Der agrar- — Den „Bert. Polit. Vtachr." zufolge enthält Der freundlichen Reichstagsmitglieder eine Majorität für höhere preußische Staatshaushalt für 1903 die erste Rate landwirtschaftliche Zölle zu erlangen gewesen wäre. Tie auf 900 000 Mk. veranschlagten einmaligen Ausgaben Ä“F«>lS.Ä f • .......... Cs sei ferner unridjtig, daß die Gärtnerei schutzlos bei ^romberg, zu welchem Du -tadt DaS Ouanöc IjiigicDt. ÜDUiurrenz deA Auslaubes prcisgegeben teorben sich und! Fenwu werden im CrDmanum Mittel für Die Unteuhattung einer Akademie bereitgestellt, die in Verbindung mit den in Posen bereits ins Leben gerufenen wissenschaftlichen Instituten errichtet und ein Mittelpunkt des geistigen Ledens Des Deutsch. tumS in der Provinz Posen werden soll. — Dem Regierungspräsidenten Dr. v. Heydebrand und der Lasa ist, wie aus Breslau gemeldet wird, der erbetene Abschied unter Verleihung des Charakters als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat „Exzellenz^ ereilt worden. — Während der Feiertage hat hier der 7. Patteitag der polnischen Sozialdemokratie stattgefunden, der aus Posen, Oberschlesien, den Hansestädten, Rheinland und Westfalen beschickt war. Den Hauptberatungsgegenstand bildete Die Verständigung mit der deutschen Sozialdemokratie. Nach Den seinerzeit mit der Reichstagsfraktion uerembaden Bestimmungen bleibt die Organisation Der polnischen Sozialdemokratie bestehen, fügt sich aber im übrigen in Den Rahmen ber deutschen Sozialdemokratie vollständig em. Die Anstellung Der Reichstags-Kandidaten erfolgt durch die orgam- ieuten Genossen Der einzelnen Wahlkreise unter Berücksichtigung Der gemeinschaftlichen sprachlichen Verhältnisse, und die „Gazeta Robotnicza" wird als Patteiorgan für alle polnisch prechenden Sozialdemokraten anerkannt. — Dem vielgenannten Freiherrn v. Münch hat bet . 101.20 Stadtkasse Gießen: Doepfer. 103.10 49.90 31.50 124*29 44.60 3% Mexikaner . . 4,/2% Chinesen . . Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . « , Gotthardbahn . . . Lauraliütte . . . . Bochum . . . . . Harpener .... Tendenz: fest. Handlung. ** Der dritte und vierte Weihnachtsfeiertag,! wie wir den Samstag und Sonntag nach Weihnachten nach I OrtSgebrauch bezeichnen muffen, brachte recht griesgrämiges Wetter, infolgedessen diese Feiertage innerhalb der Stadt-1 mauern verlebt werden mußten. Die noch ausstehenden I Weihnachtsfeierlichkeiten vollzogen sich programmgemäß und, I waS die Hauptsache war, zur Zufriedenheit der Teilnehmer. — Der Kriegervcrein Gießen bot seinen Mitgliedern! am dritten Feiertage in Steins Garten Unterhaltung in Hülle I und Fülle: Theater, Konzert, Verlosung und Tanz. — Am gleichen Abend fand Weihnachtsbescheerung des Kutscher-1 Vereins in der Restauration Sauer statt. — Das P r ome -! nadenkonzert der Regimentsmusik am Sonntag Vormittag fand wieder zahlreiche, allerdings diesmal unter Regenschirmen versteckte Zuhörer. — Regen und Bedürfnis nach guter musikalischer Unterhaltung bewirkten einen guten Besuch de8 Nachmittags-Konzerts in Steins Garten. — Nach Beendigung dieses Konzerts beging der Evangelische Arbeiter-Verein in demselben Lokale seine Weihnachtsfeier, bestehend in Vorträgen des gemischten Chors, Ansprachen, deklamatorischen Vorträgen und gemeinsamem Gesang. — Auch der Veteranen-Verein, dessen Veranstaltungen stets gerne besucht werden, fand sich zur Christ- bescheerung in der Wirtschaft „Transvaal" ein und bot den Erschienenen einige fröhliche Stunden. — Gut besucht war auch die Weihnachtsfeier des Geflügel - und Vogelzucht- o er ein 8 im Philosophenwald; sie bestand in Konzert, Ver- . 102.50 . 91.70 . 102.00 . 91.75 . 100.80 . 99.80 Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. 56., 29. Dezember 1902. . 2L25 . 91.00 . 77.80 . 95.9fr . 215.60 . 189.30 . 134.50 . 143.90 . 157.80 . 146.10 . 16.70 . 179.00 . 210.00 . 179.00 . 167.00 Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeiger. Darmstadt, 29. Dez. Die „Darmst. meLet, HMaibutssHick mAMmm Kletzen, Südaulage 7. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) B. LangSdorf. Ihre Anfrage hat uns ja viel Vergnügen gemacht, aber in dem, von Ihnen gewünschten Sinne können mir sie leider nicht beantworten. Beschweren Sie sich bei dein hiesigen —• W - ’WMiS Ä2. “KÄS- wÄtt losung und Tanz. — Die seitherigen v-Züge Frankfurt-Altonaft und Altona-Frankfurt a. M. Nr. 75 (ab Frankfurt 8.45, 1 an Gießen 9.52, ab Gießen 9.56, an Kassel 12.06 abends i und 76 ab Kassel 5.40, an Gießen 7.57, ab Gießen 8.02, an Frankfurt 9.15 vormittags) sollen, wie bestünmt verlautet, vom 1. Mai ab Schnellzüge mit 1. bis 3. Klasse werden. Seither hatten beide Züge zwischen den genannten Stationen nur 1. und 2. Klasse. Die Schlafwagen laufen in den Zügen nach wie vor. Auch die seitherigen v-Züge zwischen München-Altona und zurück (Nr. 87/88) sollenI Schnellzüge mit allen drei Klaffen werden. Minister Budde stoll die Genehmigung zur Umänderung der Züge bereits er-l eilt ha ben. I - Der Weihnachts-Packetverkehr der Post hat sich, so weit es sich bis jetzt übersehen läßt, dank den getroffenen Vorkehrungen und dem günstigen Wetter ordnungsmäßig abgewickelt. Gegen das Vorjahr scheint ein gewisse Steigerung stattgefunden zu haben, doch ist sie nur wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Lage keine ungewöhnliche. Die wiederholten Mahnungen der Postverwaltung, die Weih- nachtspackete so früh als möglich aufzugeben, sind doch nicht ganz ohne Erfolg geblieben. Am heiligen Abend und selbst noch am Christfeste, wurde eine überaus große Menge von Packeten bestellt. Ebenso sind bei der Eisenbahn, durch den Packetverkehr, keine namhaften Verspätungen zu verzeichnen. ** Gegen daS Rauchen im Schlafwagen hat der Eisenbahnminister eine energische Verordnung erlassen, nachdem darüber seitens der Reisenden wiederholt Beschwerde erhoben worden ist. Danach darf in den Schlafwagen in den Seitengängen und während der Nachtstunden, von zehn Uhr abends bis 7 Uhr früh, überhaupt nicht geraucht werden; in den übrigen Tagesstunden darf nur in den Abteilen bei geschlossenen Thüren und nur im Falle der Zustimmung sämtlicher Mitreisenden desselben Abteils geraucht werden. Der Minister ersucht die königlichen Eisenbahn» Direktionen, „mit allem Nachdruck auf die genaueste Beachtung des Rauchverbots in den Schlafwagen hinzuwirken". Die Schaffner und Zugbegleitungsbeamten sollen nicht erst die Beschwerden anderer Reisenden abwarten, sondern gegen Zuwiderhandelnde aus eigenem Antriebe und ohne Rücksicht auf die Person nach den gegebenen Bestimmungen einschreiten, nachlässige Beamte dagegen zur Verantwortung gezogen werden. Hiernach sind die neuen Bestimmungen über die Benutzung der Schlafwagen (§ 12) und ebenso die be- treffenden Aushänge in den Wagen re. abzuändern. t Hausen, 26. Dez. Das Engelhardtsche Ehepaar feierte hier am 2. Weihnachtsfeiertag das Fest der goldenen Hochzeit. 8. Herchenhain, 26. Dez. Als hier am 1. Feiertag bet hiesige Polizeidiener St. um 12 Uhr auf seinem üblichen Gange durch den Ort begriffen war, wurde er von zwei Burschen hinterrücks überfallen und durch mehrere Hiebe und Stöße zu Boden geschleudert. St. hatte mehrere große Löcher in den Kopf erhalten, die des andern Tags der herbei- aerufene Arzt verbinden mußte. Außerdem hat sich der Ueberfallene durch sein Hinstürzen mehrfach verletzt. Darmstadt, 29. Dez. Zu dem noch nicht aufgeklärten Selbstmordversuch des Leutnants Prinzen oon Isenburg-Büdingen wird noch geschrieben: Prinz Ernst Diether ist der jüngste Sohn (geb. 30.März 1881) des Prinzen Alfted zu Isenburg und Büdingen, eines Vetters des Fürsten Bruno zu Isenburg und Büdingen. Prinz Alfted zu Isenburg-Büdingen ist preußischer Masor a la suite, wohnte früher in Frankfurt, jetzt in Büdingen, wo er sehr- einfach und zurückgezogen lebte. Sein ältester Sohn, Prinz Karl, ist Oberleutnant der Marine. Beide Söhne sind m Frankfurt geboren. Die Jsenburgische Linie teilt sich in folgende Linien: Offenbach-Birstein (Familien Jsenburg-Birstem, Fsenburg-PhilippSeich), Büdingen (Familien Isenburg und Büdingen m Büdingen, Y. und B. in Wächtersbach, Y. und B. m Meerholz). £ , Mainz, 28. Dez. Am Donnerstag früh wurde aus der unteren Kaiserstraße in dem Hause eines Bankiers ein- gebrochen. Der Dieb war von der Schulstraße aus m den Hof eingestiegen, hatte am Hause die Thürscheibe eingedrückt, da er aber die Riegel nicht zurückschieben tonnte, gelang es Kreisamt. . , Wiederbeginn des Unterrichts in allen weiblichen Hand« Grünberg. Das Konzert haben wir bereits m letzter Nummer des „Gieß. Anz." ermähnt. Besten Tank. arbeiten, sowie NUNstarveltcn W. S. in H. Sie müssen Ihre Frage genauer stellen und TWrtnfflrt flPtT \ 1QAQ vor allen Dingen sagen, um was für Zulagen es sich handelt. > (jViVH-lUy Uvll Lt/VO« nnmhrinnpn sind sich an emem m oem ----- «njubangen israelitischen Religion-- Gans, Braten und Butter aus demselben unb We^bann Gesellschaft fand gestern die Feier der Einweihung emer mit der Beute. -- m,e °°nb-aH-r--nJ. Grünewald, S Rosenbaum und A Katz die^TaumMraße --bog.^spran^m d.°I°^M-m irt * — ben derzerttgen Vorstandsmitgliedern — der ReugionS- Gesellschast zum Zwecke des gottesdiensttichen Gebrauches geschenkten Gesetzesrolle statt. Im Festgottesdienste schilderte der Provinzialrabbiner Herr Dr. H i r s ch f e l d in meisterhafter and packender Rede die hohen Verdienste einer solch religiösen mit der Beute. Als gestern abend der Schutzmann Röth derÄo ßh erzog in Delhi"im Hoflager des W*. in die TaunuSstraße einbog, sprang ür d^m Mc>mertt au^ ^getommen sei. einem Parterrefenster der Wohnung emeS Rechtsanwaltes em Berlin, 29. Tez. Die Morgenblatter melden. Der Mensch heraus und lief direkt in die Arme des Beamten, der Ue der Potsdamer Male der National-, den Einbrecher auf die Polizeiwache verbrachte. Ein andererLant sürDeutschland, Wert Heyde, ürm Mann und -m Frauenzimmer, dl- in der Näh- be§ betreffen- tag nicht, wie erwartet wurde, den Hauses Wachs standen, waren eiligst bei dem Vorfall angestetlte Untersuchung habe ergehn, davongelaufen. Bei dem Einbrecher sanden sich Münzen vor, Wertpapiere- di- vor einigen Tagen bei -m-m Embruch m derselben b sagt, ^Jache alt und M ^^b-r/an »Ä Wohnung gestohlen worden waren. J-d-nsalls h°. man hier S er Urlaub genommen hatte, verschMunben. Sotoeti den Einbrecher abgetangcn, der auch bet bem Banner unö festgestellt werden konnte, fehlen bei berJÖartf die übrigen Einbrüche in der letzten Zett m der dortigenI" ^000 Mk. Wertpapiere. Es ist aber nicht ausgeschlossen Gegend verübt hall Ihaß die Beruntrenungen größer sind. Heyde Lebte «q Groß-Gerau, 27. Dez. Gestern nachmittag kurz nach ^m Fttße. _ kroei Uhr probierten die Gynmasialschüler Adam Herbert Düsseldorf, 29. Dez. Der Ne^erirngsprasUE iind ^ttü Stier eme Flinte für das Neujahr-Schießen. Alsly. Hollhäuser, der schon )cit c:mger Zeit an ^niluenja. M «M, und Stier, ein Sohn erLmkt war,' ist gestern morgen an Herzüchmung ge-, des Forstwarles Stter, brach in die Brust getroffen slorben. Der „Standard" meldet auS zusammen. Herbert, der ^hater, wurde vor Schrecken be- £■ ^at einen von der Regierung gut- Isinnungslos und war Abends um fünf Uhr noch nicht ver- , .eenen Plan entworfen zur Errichtung eines Ber- nehmungsfähig; er spricht irr. Stter, em sechzehnjähriger ^/Appartements nad), japanischem Muster, das ! fleißiger Schüler, der mit dem etwa gleichaltrigen gerben I ^er jgg er aussicht über den ganzen Postdienst China« das Gymnasium in Darmstadt besucht, ist direkt über dem ^traut werden soll. — Am 28. d. All wurde in feierlicher Herzen in die Lunge getroffen. Sein Zustand ist derart, Weise der Grundstein zum neuen deutschen Postamt m Kreisamtsbureauvorstehers Herbert, wo sich der ^Nallab- gramme^curs^Sud^friU u^er^e^E^l bor, gezielt hat. Die ärztliche^^ndlung haben Dr. Schad, berl ^völkerung einen guten Eindruck zu mack)M scheine. Groß-Gerau, und Dr. Habicht, Darmstadt, der telegraphisch verspricht sich von Chamberlains Reise ein günstiges, I gerufen worden ist, übernommen. Die Verletzung ist lebens-1 Resultat. gefährlich. Auch der Zustand des Herbert erregt Besorgnis. iariä, 29. Dez. Der M-arineminister Pellettm er* j Bingerbrück, 26. Dez. Der um 1 Uhr nachts von ^te einem Mitarbeiter des „Motin", daß die MeldmtL, Köln kommende, nach Saarbrücken fahrende Schnellzug I^ach welcher sein Kabinettsdirektor Tissier die Entlassu^ > fuhr infolge verkehrter Stellung einer Weiche statt auf der nachgesucht habe, durchaus unrrchttLEbenso falsch sei haLen Auftritt st°ttg-funt^ mehrere 100 Meter zurückgestoßen wurde. Einige Wagen yaba .^ ^or der Gonciergerie hatten sich sprangen aus dem Geleise. Unglucksfalle sind mcht vorge- Neugierige angesammelt, welche kommen. Der ganze Unfall hätte vermieden werden können, Ankunft der Familie Humbert erwarten wollten wenn nicht dichter Nebel den Führer des Schnellzuges oer- ,£ie Menge zerstreute fid> erst gegen ein Uhr nachts, als» hindert hätte, zu sehen, daß er sich auf einem falschen Ge- bekannt wurde, daß die Humberts erst heute ftüh Mkonmr^ leise befand. werden. Nach den letzten Meldungen ftlLn ine ^mbertS, »iw “SSz gab, ™ -ch-a J-iagag inSimbuIfl Mmgaaf^dan worden.__Zug schon auf dem außerhalb von Paris gelegenen Fracht-- . . bahuhos verlassen und dann mittelft Wagen nach der Con- Nermliqles. ciergerie gebracht werden. , •»L ».SÄ’«! in der Villenkolonie Grünewald ein Portter nebst yrau_unb sicher feit Längerer Zeit an Darm krebs litt, schickte gestern Sohn durch ausströmende Dämpfe der Zenttalherzung ersttctt. ^er irgend einem Vorwande seine Wärterin fort — Unter dem Christbaum hat sich am heiligen Abend der tagte sich dann eine Revolver kugel in den Kops, Maurer Friedrich Lewandowski erschossen. Lewandowski, Madrid, 28. Dez. Nach einer Depesche des „Im- der" verheiratet und Vater eines zwölftährigen Sohnes war, ^rcia!" aus Tanger sollen die Verluste, webhe yW*“ batte xum Weihnachtsfeste den Besuch seiner Schwester und des Sultans bei dem letzten Lusammerlstoß mit den Aus- KS ^roa8^X(kn. WLH--nd man spät ab-nds nm ständisch«- erlitten hap«n, 2v°ü Tote und B°rMmi«t^ ben Christbaum versammelt war, gab -S aus unb-b-utenber betragen, BtiS! cGvllvern-nient Veranlaffung einen Streit, b-r Meßl-ch M«be, I Rmri)e heA» ein ^Sekunden dauerndes wellew, daß die Hausgenossen den Lärm hätten. Das Ende war, ^^ges Erdbeb en verspürt. daß Lewandowski aus der Stube nach der Küche lief, blitz- Petersburg, 28. Tefr. Der Kaiser und die Kai- fchnell feinen Revolver aus der Tasche zog und sich vor den c^rin empfingen heute abend während der Galatwrstellungj Augen seiner Anverwandten, die ihm nachgestürzt tarnen, kaiserlichen Theater den General v. SchpXlrTtzkoPPew durch zwei Schüsse in den Kopf tötete. Ein Arzt, der so- und die zur Zubelfeier des PagenkorpS hierher entsandterr gleich gerufen wurde, konnte nicht mehr helfen — der Mann preußischen Kadetten. int in seinem Blute Caraeao, 29. Dez, Prästdent Castro wird heut» ———— aus Viktoria zuruckkehren. In der Stadt ist alles ruhig. DaÄ amerikanische Kanonenboot ,.Marietto" verläßt heute die MeriulIS-ILlttl. venezolanischen Geivässer, weil man glaubt, daß seineAw, ha. Herbstein, 26. Dez. Zur Vorsicht und Warnung er- wesenhett von den Mächten fcttsch ausgelegt werden kömtte. mahnt das nachstehende Urteil des hiesigen Schöffengettchts. Ein Ter amerikanische Gesandte Bowen teilte der üeneaplanVi Landwirt Sch. in B. hatte im .Herbsteiner Anz." einen Artikel scken Regierung den Entschluß des Präsidenten Roosevelt gegen eine Person in demselben Ort veroffentlichl, welcher schwere hus Schsärsgericht abzulehnen und ersuchte die Wa Beleidigungen gegen letzrere enthielt. DerAntkelschreiber, wurde o-^runa, den äwnflikt diem §aager Schiiedsgericht zn unter* rÄÄXIÄ Xl'Si br-.t°n AN °nd°E samtkosten werden sich auf etwa 200—300 Mark beziffern. Venezuela durch eine Spezia^Gesandtschaft vertrete!» s«n . ----- sollte. Deutschland erklärte, Garautten entgegenzmiehineRs Handel und Verkehr. Volkswirlschast. °^E sof°-trg« Märkte. I ■ । ———— fc. Frankfurt a. M., 29. Dez. (Telegr. Ottg.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Slotierungen der heutigen Brehmarkt- preise. Zum Vettause standen: 421 Ochsen, 131 aus Oesterreich, 21 Bullen, 1 aus Oesterreich, 660 Kühe, Fersen, Stiere und i 3i, o/o Reichsanleihe Rinder, 0 aus Oesterreich, 228 Kälber, 149 Lchafe und Hammel, do 902 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt gA, ^nsols . . wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1.Qualität 68—70 Mk., zo?^° do 2. Qual. 63—65 Mk., 3. Qual. 59—61 Mk.; Bullen l.Qual. 62 bi§ Hessen 64 Mk„ 2. Qual. 59-60 Mk.; Küh- 1. CwaL 61-62 5Wt„ 2. Qual. ^“rhessen ' ' 56—57 Mk., 3. Qual. 45 47 Mk, 4. Qual. 39—41 Mk., 5. Qual. I % Oesterr. Goldrente . . 102.90 00-00 Mk. Kälber: 1. Qualität 78-80 Pag., Lebendgewicht 47-48 Pf., 4> % Oesterr. Silberrente 101.60 2. Qual. 71-74 Pfg., Lebendgewicht 42-44 Pfg^schlacht- Ungar. Goldrente. . gewicht 00-00 Pfg., ^chaie: 1. Qrlall Schlachtgewicht 62-64 Pfg Italien- Rente / , 2. Qr.al. 58-60 Ptg., 3. Qual. 00-00 Pfg.; Schweme 1. Qual. 4Z % Portugiesen . . 66 Pfg., Lebendgewicht 51,5 Pfg., 2. Qual. 64-6o Pfg Lebendgewicht gZ« Portugiesen. . . . 51—00 Pfg., 3. Quall 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. —V* Tü°rken Geschäft: bei Hornvieh mittel,näßig, der Kleinvieh gut. Türkenlose . . . tc. Frankfurt a. M., 29. Tez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Grieoh- Monopol.-Anl. Anz.") Amtliche Notieurngen der heutigen ^ruchlmarktpreise.\ai% äussere Argentiner Welzen Atk. 15.50,-15.75 Kurhessischer Mk. 15.75-00.00, La ^tn 4 ’/o auB8ere Argenine Mk/17.00—17.50, Kansas Mk. 17.00—17.50, Roggen (hiesiger) „ , Mark 14.50-00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.50-16.75, Franken- /lüttTtttitnllittd». selber Mk. 00,00-00,00, Hafer Aik. 14.75—15.00, Akais Mk. 14.50—00.00, WWWfüHy* Akizttunehl o Mk. 25 b0-25.75 2^.50 Das 5. Ziel Gemeindesteuer pro 1902/03 kann in ■ I M. 23.00^23 75, 1. Q^alität Dck 21.75^2.25,' Weire^ik^e 9)it 8.501 den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten entrichtet werden, bis Mk. 8.75, Roggenkleie Mk. 9.50—10.00. Maiskeime M. 10.00 Zahlstunden: Täglich vormittags. siLL 2i°ß7n, am 29. D°z-mb-r 1WL. 8984 Herr Jacob Bamberger Giessen, den 28. Dezember 1902, Die Beerdigung findet Mittwoch, den 31. Dezember, vormittags 11 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus statt. 8950 Lich, den LS. Dezember 1902. Die Beerdigung findet Dienstag den 80. d. MtS., nachmittags 3 Uhr, statt. 8944 ■ Statt jeder besonderen Anzeige. 8946 Wulm Marie Müller Dießen, den 28. Dezember 1902. 8949 Vertreter. 8912 06548] Einige schön möbl. Ziminer zu oerm. Bismarckstrabe 17, pt. 8789 Wohnungen. CQC 5010000020 $ - ■' ■' ' ■ ■ : K ■ NerMjfdksits Vermiet nnaeil IMlMMeM (Offene Stellen Singende Frösche Ladykrackers Salonsonnen Knallerbsen Frösche, Schwärmer, Kanonenschläge Sternregen, bunte Streichhölzer Raketen, Hexenpfelfen, >jföp < O.- - Vertreter gesucht! Wir suchen sofort einen bei der einschl. Kundschaft besteingeführt. Die trauernden Hinterbliebenen. 8943 Heute entschlief sanft nach langem Leiden meine geliebte Schwester, unsere treue Tante Die Beerdigung findet Dienstag den 80. Dezember, nachmittags 8 Uhr, statt. Blumenspenden auf Wunsch der Verstorbenen dankend abgelehnt. Vulkane Japankrelsel Feuerwerk- Cigarren und Cigaretten Stink-, Anarchistenbomben im 61. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet 05641] Möbliertes Zimmer mit Pension per 1. Januar zu vermieten. Ludwigsplatz 15, II. Jiingcr llcrh. MsniM sucht unter bescheid. Ansprüchen Stellung auf Lager oder Kontor. Gest. Oss. uni 05642 an die Exp. Tüchtiges Tieustmädchcu zu allen Häusl. Arbeiten gesucht. 05617 Südantage 20, L. Im Namen der Familie: Minna Zimmermann, Witwe von Professor Dr. Georg Zimmermann. Wilhelm Meil Gießen, den 27. Dezember 1903. Ein Mchcn LN'V auch Liebe zu Kindern hat, wird gesucht. Gasthauö zur Liude 05680 in Lollar. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Elise Bamberger geb. Floersheim. Cigarrenhandlung. Bahnhofstrasse 50. 1 bin». MnstniWeilg-'N Hch. Aubel, Sellerswcg 58, I. Todes-Anzeige Heute abend verschied unerwartet, infolge eines Schlaganfalles, unser guter, treuer Gatte, Bruder, Schwager und Onkel Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß gestern nacht nach langem, schwerem Leiden unser lieber, unvergeßlicher Vater, Großvater und Schwiegervater LmmLIOf reisende HOSDIZ Damen ■ im evang. Schwesternhaus, Gleisen, Johanneeetr. 7. Kaufmann (80et) sucht unter beseh. Anspr. Reiseposteu in Kolonialw., Wein, Spirituosen rc. Eventl. geg. Prov. u. Spesen- zusatz. Prima Reser. Off. unt. ylr. 8983 an die Exped. d. Bl. Tiicht. Verkänferin in Putz- u. Weißw. m. gut. Zeugn. sucht -stelle gleich ob. später. Off. unt. 9lr. 8934 an d. Exp. d. Bl. 8900] Tüchtiges, fleißiges Dienstmädchen wird gesucht. Frau Louis Becker, Gärtnerei, Grünbergerslraße 11. 8938] Wohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, im Hinterhaus, Alt vermieten. Zu erfragen in der Expedition d. Blattes. 8947] Unserer lieben Freundin Margarete Balser in Rödgen zu ihrem 22jährigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hock, daß die ganze Neustadt schallt und am Bahnhof widerhallt. Ties Späßchen kostet Dir ein Fäßchen. Nimm eS nicht zu klein, rott findet! uns alle em. Hiebst Tu das Fäßchen nicht, bekommst Du daS Bürschchen nicht. L. Sch. M. und G. H. E. D. D. B. •. K. Joh. Georg Förstes* im 85. Lebensjahre sanft entschlafen ist. 8953] Elegante 4-Ztmmcr- Wohnung im mittleren Stock, mit Madchenkamnter, Bleichplatz, eventl. Gartenanteil, per 1. April beziehbar, zu oerm. Licbigstr. 58. 82941 Eine Herrschafts-Parterrewohnung mit 7 Zimmern, Bad und allem Zubehör, ist zu vermieten im Neubau Wilhelm- straße 12. Desgl. eine elegante 4-Ztmmer-Wohnung mit Bad, Balkon in Wilhelmstr. 6. Desgl. eine 6- und eine 7 -Zimmer- wohnung in Wilhelmstr. 8 u. 10 und Frankfurterstraße 27. Näh. FrauLfnrte. straffe 29. __ Danksagung. Wr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben und bei der Beerdigung unsere- unvergeßlichen Gatten, VaterS, Schwiegervaters und Onkels Hmi Michael Pfeil sprechen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Dr. Naumann für die trostreichen Worte, den evangelischen Schwestern für die liebevolle Pflege, dem Gesangverein .Gemütlichkeit" für den Gesang am Grabe, sowie für die zahlreichen Blumenspenden unseren herzlichsten Dank auS. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ein Eckhaus An zwei Hauptstraßen, mit gutgehender Wirtschaft und 4 bis 5 Wohnungen zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 05623 Gieszener ^tadttheater. Dienstag, den 30. Tezbr. 1902 6. Volksvorstellung. Mein Leopold. Volksstück mit Gesang in 3 Jihen von Adolf L'Arrouge. — Musik von tH. Bial. Eintrittspreise: Loge Mk. 1,—» Saal 40 Pf., Gallerie 20 Pf. Anfang 8 Uhr. Ende 10'/» Uhr. Donnerstag, den 1. Jan. 1903 nachm. 4 Uhr nachm. 4 Uhr Vorstellung zu ermässigten Preisen! Zum legten Male! Das Maierdorf. Lustspiel in 3 Akten von O. Blumenthal u.G.Kadelburg ISintrittVPretfe: Im Vorverkauf: Loge 1,30, Laalplay 0,80. An der «affe: Loge 1,50, Saalplatz Gallerte 0,40. Abends 8 Uhr. Abends 8 Uhr. Zum ersten Male: Höhere Töchter. Große Gesangsposse in 4 Akten von LS. Mauustädt u. R. ^d)ott. Musik von Gust. LtcffeuS. Dörr-Gemüse Schuittbohneu Französ. Suppe Ruff. Zuckerschoten Flageolett-Bohnen Soiffen-Bohnen 'risch eingetroffen bei 8937 L. Steinhäuser, Neuenbäue 17. Telephon 346. Verloren am 1. Weihnachtsfeiertag nachm. ein goldenes Medaillon und Stein, P. M. gezeichnet. Abzua. geg. gute Belohn. MänSburg 19. langer Dachshund abhanden gekommen. Bor Ankauf wird gewarnt. DemWiederbringer Belohng. [05638] Riegelpfad 40. 8945] Zwei elegante, herrschaftliche Wohntingen von je 8 Zimmern, in der schönsten Lage Gießens, sind vom 1. April 1908 resp. 1. Mai 1903 an zu verm. Näheres in der Erved. d. Bl. 8951] Parterre ■ Wohnung, aus Wunsch neu hergertchtet, 6 bts 7 Zimmer nebst Zubehör, sowie Garten-, Bleichplatz- u. Trockenboden-Anteil, eventuell Stallung, per 1. April preiswert zu verm. Näheres Wallthorstratze 48. 4678] In meinem erkauften Hause Grünbergerstraße 5 sind Parterre-sowie Beletage, neu hergerichtet, 6 Zimmer, Badezimmer und allem Zubehör, per sofort zu vermieten. A. Hofmann, Wetzsteinstr. 40. 05627] 5-Zimmerwohng., mittl. Stock, per 1. April 1903 an ruh. Farn. zu verm. Bleichstraße 9. In unserem Neubau am Brandplatz ist noch eine schöne 5-Zimm.- Wohnung mit Erker per April zu verm.; desgl. daselbst 4-Zimmer- Näh. Frankfurterstraffe 29. 4832] 5-6- Znnmerwohmmg An vermieten. Stephanstr. 11. 05644] Ein gr. u. ein kl. möbl. Zimmer zu verm. Marktplatz 2, 05645J Stübchen mit Bett zu oerm. Seltersweg 81, Nebenh. 05640] lUöbliert. Ziinmer zu vermieten. Kircheuplatz 6. UÖ624. Ein groß., heizb. Zimm, sof. zu verm. Schützensirave 1. 05686] Möbl. Zimmer zu vermieten. Bleichstraße 14, part. 06687] Elegant möbl. Zimmer zu vermieten. Ludwigstraße 40. 05620] Freundl. möbl. Zimmer zu oerm. Westanlage 19, part. rtDöblterteä Zimmer, auf Wunsch •Vv mit Penlion, zu vermieten. _________vletchftraffe 81, III. 8982] 1 schön möbl. Zimmer für besseren Arbeiter zu vermieten Landgrasenstr. 6, Aians. Spahn & Noloff, Korken en gron, Bensheim (Hessen). Solides Mädchen, welches gut bürgerlich kochen kann und Hausarbeit Übernimmt, zum sofortigen Eintritt gesucht. Zu er- fragen in der Exp. d. Bl. [8935 Monatfrau gesucht. 8941 Hammslraße 14, II, r. 8940] Lauffrau oder Laufmädchen gesucht. Zu erfragen in der Expedition ds. Blattes. 05643] Nicht zu junges, besseres Dienstmädchen zu alleinstehender, älterer Dame gesucht. Stephauftraffe 30, II. M K Wer Geld z. jed. Zweck l ii rill diskret u. zu kul. Beding. V/&-4V* schreibe an [8939 Z. ttuauf, Frankfurt a. M. 3. 60 000 Mark zweite Hypotheken von Privatmann auL-zuleihen. Offert, unter 9lr. 05639 an die Exped. d. Bl. MHnsbkßtzkl! Suche in geeigneter Latze Giessens einen Laven, roonn Metzgerei errichtet oder übernommen werden kann, würde auch, wenn Räumlichkeiten vorhanden, Wirtschaft mitbetreiben, ist aber nicht bedingt. Kauf des Hauses nicht ausgeschlossen. Gefl. Offerten aus direkter Hand unter Nr. 05625 an die Ex- vedition dieses Blattes erbeten. Ca. 20000 Eark auf erste Hypothek für Neubau zu leihen gesucht. Vermittler verbeten. Offerten unter Nr. 8861 an die Expedition d. Bl. 3 - Zimmer - Wohnung, unmöbliert, mit separatem Eingang, in der Nähe der Frankfurters kraße zu mieten gesucht. Off. unter Nr. 8954 an die Exped. d. Bl. Ladenlokal nebst Wohnung von 8—4 ober 5 Zimmern auf sofort gesucht. Offerten an H. Metz, per Adr. H. Köhler, Wolistr. lu. 05646 und »ch Lia der SU w bcü daraus ch» U) Teleph verÄ üb. iu 8tc wichtig samen N ihm a unb s aus b Famll dm der i jonbö dil Lberh für b Zweix N Unter l 29. 1 rung öecni geleit u. a. rt Grün Umge existit der t für ä daß t einen Eine wäre, unsere Winne 3 unsere Könitz bic gs sang Okotg essant. „ T Str an bei C Nrst« ^hab dienst mit k und [ Krönt ein a b°rF. bet A von H h)0 U uuerht den E aber < eine d bot b Panbi batnaj parfw W Dom heute 1° ist die ( w D