Nr. 1Ä8 övf*•<*< täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem tjrsstschen Landwirt die Siebener Kamillen. bUtter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vertag der B rüh l'schen Univers^Vuch- Druckerei Mietsch Erbend ttUboftum, Erpeditton und Druckerei: Ochnlpraße T. Adresse für Depeschen: Anzeiger Wichen. AerusprechanschlußNr.vl. Zweites Matt. ISS. Jahrgang Donnerstag SV. Mai 1008 SietzenerAnzeiger Kr General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen monatlich 7b Ps^ viertes jSbrllch Mk. W; durch, Abhole- u. Zweigstelle» rnonatlick 60 Pf.; durchl diePost Mk. 2.— viertel-' jährt. ausschl. Bestell^! Annahme von Anzeigen für die Zagednummtr viS vormittag« 10 Uhe^ ZeilenpreiS: lokal auöwärtS SO Pfg. verantwortlich: für den polit. il aUgenui teil; P. Wittko: für „Stadt unb Land^ und ,Derichtslaal*:Sl.Ditd> mann; für den Anzeigenteil: Han» Beck. Kie heutige Nummer umsaßt 8 Seiten. Z>er Erste Ausschuß der Zweiten Kammer le>gt uns eine Anzahl von Schriftstücken vor, in denen Bericht erstattet wird über feine letzte Thätigkeit. Mit den Gesetzentwürfen über die Besoldungen der Gendarmerie und die Pottzeikvsten, sowie über die Disziplinar- verhältnisse der Gendarmen hat er sich im wesentlichen einverstanden erklärt. Was den militärischen Charakter der Gendarmerie anlangt, so sei zunächst bemerkt, daß diesen Charakter alle Gendarmerien in Deutschland haben, mit Ausnahme derjenigen des Königreichs Sachsen. Die Großh. Regierung glaubt, auf die Beseitigung dieses Charakters nicht eingehen zu können, und es Dürfte neben anderen der Grund ausfchlagend fein, daß in der zwischen Hessen und Preußen im Jahre 1871 abgeschlossenen M ili tär kon v entron ausdrücklich bestimmt ist, daß das Großh. Gendarmerie- Korps seinen militärischen Charakter behalten soll. Dem Wunsch der Stände nach ander- weiter Einteilung der Gendarmerie hat die Großh. Regierung entsprochen. Während seither die Distrikte, Die sich mit den Provinzen decken, in Sektionen und diese in Stationen zerfielen, sind die Distrikte jetzt in Bezirke, die sich mit Den Kreisgrenzen völlig decken, und diese wiederum in Stationen eingeteilt. Der Bezirk wird durch einen Kreisoberwachtmeister, der seinen Sitz in der Kreisstadt hat und dem Kreisamt beigegeben ist, unterstellt. Jede Station untersteht einem Wachtmeister. Hiernach ist die Gendarmerie des Bezirks mit der Verwaltungsbehörde in enge Berührung gebracht worden. Tie Großh. Regierung schlägt ferner eine anderlveite Normierung der Gehalte der Gendarmen vor. Die seitherige Stationszulage soll in Wegfall kommen, an Stelle des seitherigen Servises und der Lokalzulage soll Die Stationszulage (für 25 Stellen je 150 Mk. und für 20 Stellen je 10U Mk.) treten, während die seitherige Bekleidungszulage verbleiben soll. Was den Zeitpuntt anlangt, von dem ab die Gehalte erhöht werden sollen, so war der Ausschuß der Ansicht, daß an dem 1. April 1902 nicht feftgehalten werden könnte. Da nach Verabschiedung Des vorliegenDen Gesetzes Die neue Organisation Der GenDar- merie in Kraft treten unD erst noch Durchgeführt werDen muß, was kaum vor Dem 1. Oktober D. I. geschehen sein kann. — Auf Den Kopf Der städtischen Bevölkerung entfallen zur Zeit 2,55 Mk. an Polizeikosten, auf Den Kops der Landbevölkerung entfallen 75 Pf., und von Diesen zahlen wieDerum Die StäDte einen sehr erheblichen Teil. Nachdem das Rechnungsjahr 1901/02 abgelaufen ist, schien es nicht ratsam, schon in Diesem Jahr den zehnten Teil der den Städten in 1901/02 entstandenen Polizeikosten zurückzuzahlen, vielmehr scheint es dem Ausschuß angezeigt, erst im Rechnungsjahr 1903/04 Den Teil her in 1902/03 entstanDenen Kosten zur Erstattung zu bringen. Durch Die Anträge des Ausschusses reduziert sich Der Aufwand für Das laufenDe Finanzjahr bei Der Gendar- merie auf 10000 Mk. für Die Neuorganisation unD 22 500 Mark an Gehalten. Im Ausschuß trat ferner der dringende Wunsch' hervor, daß die seither häuftg erkannten disziplinarischen Arreststrafen als nicht mehr zeitgemäß und angemessen beseitigt oder doch eingeschränkt werden möchten. Es soll daher in erster Linie auf Geldstrafen und nur im äußersten Notfall auf Arreststrafen erkannt werden können. Nach eingehenden Verhandlungen mit der Regierung schlägt Der Älusschuß ferner einen Artikel 2 a folgenden Inhalts vor: „Den Kreisämtern, sowie der Staatsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht und bei den Landgerichten steht, soweit Die Mannschaften Der Gendarmerie ihren Anordnungen Folge zu leisten Haden, die Befugnis zu, gegenüber denselben die ordnungswidrige Ausführung eines Amtsgeschäfts zu rügen und die Erledigung eines Amtsgeschäfts durch Ordnungsstrafen bis zum Gesamtbeträge von Einhundert Mark zu erzwingen. Der Verhängung einer Strafe muß deren Androhung vorausgehen/' Nach bekannter Regierungsvorlage wird von der Regierung erbeten, für Den Bau Des neuen Museums den weiteren Betrag von 289 000 Mk. unter dem Anfügen zu bewilligen, daß die zur Deckung dieses Betrags erforderlichen Mittel im Wege des Staatskredits flüssig gemacht werden und daß bei Aufnahme und Tilgung der hierzu erforderlichen Anleihe nach Maßgabe des Artikels 3 des Finanzgesetzes für das Etatsjahr 1902/03 verfahren wird. Ter Ausschuß beantragt Annahme der Regierungsvorlage. Auch mit der Schaffung einer Hausbeschließerstelle für den Museumsneubau ist der Ausschuß einverstanden, sowie mit der Regierungsvorlage betreffend die innere Einrichtung des neuen Museums. Tie Regierung erbittet bekanntlich für die innere Einrichtung des neuen Museums, die Ueberführuug und Neuaufftellung Der Sammlungen Des Landesmuseums Den Betrag von 905 320 Mk. unD hiervon für 1902,03 Die erste Rate mit 265000 Mk. unter Dem Anfügen zu bewilligen, Daß Die zur Deckung Dieser Summe erforDerlichen Mittel im Wege Des Staats- kreDits flüssig gemacht werDen unD Daß bei Aufnahme unD Tilgung der hierzu erforderlichen Anleihe nach Maßgabe des Artikels 3 des Finanzgesetzes für das Etatsjahr 1902/03 verfahren wird. Die Vorstellung der Amtsgerichtsdiener des Großherzogtums, betreffend Regelung ihrer Gehalts- und Gebührenverhältnisse findet weder die Billigung des Justiz- minifteriums noch des Ausschusses. Es wird u. a. aus- geführt: „In der Vorstellung ist die dLotwendigkeit einer anderweitigen Regelung ihrer Einkommensverhältnisse mit Der Behauptung begrünDct, daß infolge Der neuen Gesetzgebung das Gebühreneinkommen derart gesunken sei, daß ks bei den meisten Gerichten Durchschnittlich etwa nur noch ein Drittel des ursprünglichen Betrages ausmache. Diese Behauptung ist nicht zutreffend; sie beruht auf unrichtigen Grundlagen. .... Das Diensteinkommen der Amtsgerichtsdiener ist den Dienstleistungen derselben angemessen; auch entspricht es der Bezahlung, die andere Beamte in ähnlicher Stellung erhalten.....Nicht minder unberechtigt ist das Verlangen der Gerichtsdiener, daß die Kosten für Reinigung Der Amtsgerichtslokale auf Die Staatskasse übernommen werben mögen. Tie Sorge für Die Reinigung Der Räumlichkeiten Des Amtsgerichts bildet einen Bestandteil Der Geschäfte Des Gerichtsvieners.....Auch Das Verlangen, Daß Denjenigen Gerichtsdienern, welche eine Dienstwohnung nicht haben, eine entsprechende EntschäDigung zuteil werde, ist nicht berücksichtigenswert. Ter Regierungsvorlage betreffenD Den Gesetzentwurf, die Herstellung einer 23 c r bi ndungsbahn zwischen der Strecke Lampertheim-Mannheim und Dem neuen Rangierbahnhof Der baDischen Staatsoahn stimmt der Ausschuß zu. So viel über Die Stellungnahme Des Ersten Ausschusses. Zu erwähnen ist ferner die Vorstellung Des Vorarbeiter^ bei Dem Filial-Arbeitshause zu Gießen, Kurl Roth IL, betreffenD seine Anstellung im StaatsDienste. Ter Mann steht im 48. Lebensjahr unD seit 10i/2 Jahren im Tienste des Staates. Er wünscht, mit seiner Familie im Falle seiner JnvaliDität, beziehungsweise in seinen alten Tagen vor Nahrungssorgen geschützt zu fein unD verlangt Definitive Anstellung. Bisher ist seinem an Das Ministerium Des Innern gerichteten Gesuche nicht entsprochen luorDen. Tie Abgg. Breimer unD Genossen beantragen: Die Kammer wolle beschließen, Die Regierung zu ersuchen, Der Kammer einen Gesetzentwurf vorzulegen, nach welchem es Den Gemeinden möglich ist, vom Staate Die Mittel zur Erwerbung Des in ihrer Gemarkung zum Verkauf kommen- Den PrivatwalDes leihweise zu erhalten und zwar zunächst verzinslich für die Zeit vom 1. bis zum 10. Jahre zu iy2°/o, vom 10. bis zum 20. Jahre zu 2i/4o/O/ vom 20. bis zum 30. Jahre zu 3o/o, vom 30. Jahre ab zu Dem jeweiligen Zinsfuß Der Staatsanleihen unD vom 1. Jahre ab mit einer auf 100 Jahre zu berechnenDen Amortisationsquote. In Der Begründung wird ausgeführt: Infolge Des Rückganges Der Rindenpreise unD auch Der unrationellen Bewirtschaftung Des WalDes, sowie Kapitalmangels seitens Der Privaten ist Der Waldbesitz unrentabel geworben unb nun suchen bie Besitzer ihren Besitz successive zu verkaufen. So sehr es nun zu begrüßen war, baß bie Großherzogliche Regierung durch Waldläufe Der Drohenben Entwertung Des Grundeigentums vorbeugte, so Dürfte es Doch mehr im volkswirtschaftlichen Interesse liegen, Daß man Die einzelnen GemeinDen Durch Gewährung gering verzinslicher Darlehen in Den Stand setzt, den in ihrer Gemarkung zum Verkaufe kommenden Wald selbst aufzukaufen mit Rücksicht auf die unausbleibliche Verarmung Der Dörfer und Der Damit verbunDenen Unfähigkeit, Die Durchgängig hohen Kommunallasten aufzubringen. Es sind in Hessen ca. 80000 Morgen PrivatwalDungen. Von Diesem Areal Dürften für eine Zeit von 100 Jahren nur etwa Die Hälfte mit 40 000 Morgen als von Den Gemeinden anzukaufen in Berechnung zu ziehen sein, weil erstens Der vermögende Private seinen Besitz möglichst lange erhalten, außerdem sich nicht jede Gemeinde zum Ankauf entschließen wird und Standesherrschasten sowohl wie reiche Private teilweise auch noch als Käufer mit in Betracht gezogen werden müssen. Ter Zweite A u s s ch u ß hat sich mit der Regierungsvorlage, betreffend den Gesetzentwurf, die Aenderung des Gesetzes über die Landesfeuerlöschordnung vom 29. März 1890 einverstanden erklärt. Ter Entwurf beabsichtigt, diese Gewährung eines Schadenersatzes auch auf Die Fälle auszudehnen, wo Die Feuerwehr über ihre eigentliche Aufgabe hinaus zur Bekämpfung eines allgemeinen NotstanDes aufgeboten wird. Aus diesem Grunde und weil überdies die Zahl Der Feuerwehrleute seit dem Gesetze von 1890 sich beträchtlich vermehrt hat, soll Der ReservefonDs um 100 000 Mark erhöht werDen. Deutsches Keich. Berlin, 28. Mai. Das Diesjährige Exerzkeren der Kaiser-Brigade hielt der Kai ser heute auf Dem Döberitzer Truppen-Uebungsplatz ab. Me Brigade (2. GarDe-Regt. z. F, 4. GarDe-Regt. z. F. unD GarDe-Füsilier-Regt ) stand mit den Direkten Vorgesetzten unD Der Generalität um 9 Uhr bei Dem Torfe Ferbitz. Der Kaiser besichtigte Die BrigaDe, Die hierauf unter seinem KommanDo exerzierte. Von 10 Uhr ab führte Der Kaiser Die BrigaDe in einem längeren Feuergefecht gegen einen FeinD, Den das 3. Garde- Gren.-Regt. Königin Elisabeth, das 5. GarDe-Regt. z. F. und Das 5. Garde-Gren.-Regt. bilDete. Auf beiden Seiten waren Artillerie und Kavallerie mit herangezogen. Ter Feind nahm schließlich eine Stellung südlich von Dem Torfe Dallgow ein, welche Die Kaiser-BrigaDe von Süd- osten her angriff. Nach 12 Uhr war Das Gefecht bcenDet. Der Kaiser hielt Kritik ab unD nahm einen Vorbeimarsch sämtlicher beteiligter Truppen ab. Auf einem in Der Nähe Des Barackenlagers gelegenen Hügel innerhalb Des Uebungsplatzes war in Zelten ein Frühstück bereitet, welches Der Kaiser mit Dem Offizierkorps Der BrigaDe einnahm. Ter Kaiser kehrte am Nachmittag nach Berlin zurück. Auf Dem Wege zum Bahnhof hatte Der Kriegerverein mit Der Fahne unD Die SchulkinDer von Dallgow Aufstellung genommen. — Auf das Huldigungstelegramm der Hauptversamm- üuig der Deutschen Kolonialgesellschaft an den Kaiser ist folgende Antwort ergangen: „Seiner Hoheit Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, Halle a. S. Sehr erfreut über den freundlichen Gruß der dort tagenden Hauptversammlung der Deutschen Kolonialgesellschaft, deren treue patriotische Arbeit unter Eurer Hoheit tfjatfräftiger Führung Ich mit lebhaftem Interesse unb dankbarer Anerkennung verfolge, bitte Ich, allen Beteiligten meinen besten Dank auszusprechen. Urville, Schloß, den 24. Mai 1902. Wilhelm." — Anläßlich der F r ü h j a h r s p a r a d e n am Freitag und Samstag treffen der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin, sowie Prinz unb Prinzessin Friedrich August von Sachsen morgen abend hier ein. — Dem Fürsten Heinrich XIV., von Reuß j. L., sandte der Kaiser zu seinem heutigen 70. Geburtstage ein in den herzlichsten Worten abgefaßtes Glückwunsch- telegramm. — Der Fürst hat die für heute allgemein erwartete Amnestie in Reuß jüngerer unb älterer Linie nicht erlassen. — Im preuß. Abgeordneten Hause wird, wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, in nächster Woche eine große Zolltarifdebatte in Szene gehen. Die Konservativen sollen die Absicht geäußert haben, beim Präsidenten von Kröcher dahin vorstellig zu werden, daß Der Antrag Des Grasen Limburg-Stirum, nach Dem Die verbündeten Regierungen ersucht werDen sollen, Dem Be- schluß Der Zolltarifkommission bezüglich Der Erhöhung Der Getreidezölle zuzustimmen, im Laufe Der nächsten Woche auf Die Tagesordnung gesetzt werde. In Verbindung mit diesem Anträge dürfte Der gemUDerte Antrag Des Abg. von ZeDlitz behandelt werden. — Ter „Reichsanzeiger" veröffentlicht ein Sonder- abkommen zwischen der deutschen und der österreichischen Regierung über den Eisenbahnfrachtverkehr für die deutsch- österreichischen Verkehre vom 15. Mai d. I. — In einer Versammlung von Zentrinnsvertrauens- männern in Bonn hat Der Abg. Tr. Spahn sich u. a. Dahin geäußert, Daß Die Zollta rifkommission vielleicht in Der Frage Der Viehzölle toerDc n a dj g c b c n müssen. Düsseldorf, 28. Mai. Unter Dem Vorsitz Des Stadtrats Hirschhorn (Mannheim) fand hier Die Genossen - schaftsversammlung Der deutschen Taba k - Be - rufsgenoss en schäft statt. Dem Verwaltungsberichte für das Rechnungsjahr 1901 entnehmen wir das Folgende: Ter Versicherungsbeftand stellte sich am 31. Dezember 1901 auf 5969 (6140 in 1900; Betriebe mit 138 742 (137190 in 1900) versicherungspflichtigen Personen, zu welchem Bestände nock) 3366 freiwillig versicherte HauSarbeiter hinzutreten. Von Den gesamten bisherigen Unfällen gelangten im Berichtsjahre 568 zur Anmelbung, davon wurden an Entschädigungen für 77 verletzte bezw. getötete Personen 86 205 Mark gewährt. Ter Jahresbetrag der am 1. Januar 1902 bestehenden laufenden Renten betrug 75 538 Mar,?. Bei der Umlage pro 1901 mit 190 778 Mark gelangten an wirklich verdienten Gehältern und Löhnen rund 74 Mill. Mark zur Anrechnung, was auf den Kopf der versicherten Personen 528 Mart ausmacht. Ter Rechnungsabschluß für das Berichtsjahr schließt in Einnahme und Ausgabe mit 157 776 Mark, Die Bilanz per 31. Dezember 1901 auf beiden Seiten mit 418402 Mark ab. Coburg, 28. Mai. Großherzogin Viktoria Melita von Hessen wirb sich mit Der Prinzessin Beatrice nach EnglanD zur Teilnahme an Den Krönungsfeierlichkeiten begeben. Stuttgart, 28. Mai. Tie Kammer hat Den Antrag mit großer Mehrheit angenommen, welcher angesichts des Arbeitermangels auf Dem LanDe eine möglichst weit, gehenDe Beurlaubung von SolDaten und thun- lichste VermeiDung Der Einberufung des Beurlaubtenstandes während der Erntezeit verlangt. Ausland. London, 29. Mai. Das Unterhaus stimmte der Wiederernennung Des Ausschusses zu, wie solcher sich in der vorigen Tagung gebildet hat, um die von fremden Regierungen den Schifffahrtsgesellschaften gewähtten Subsidien und Deren Wirkung auf den britischen Handelsverkehr zu untersuchen. Mehere Redner besprachen das deutsche, norwegische und französische Subsidiensystem und betonten die Notwendigkeit, daß auch die englische Regierung in dieser Beziehung vorgehe. Haag, 28. Mai. Wie amtlich gemeldet wird, beabsichtigt Die Königin Wilhelmina sobald es ihr Gesundheitszustand gestattet, der Luftveränderung wegen nach Deutschland abzureisen und sich nach Schloß Schaumburg zu begeben. Paris, 28. Mai. Als gestern Abend PräsidentLoud et von Der Rußlandreise zurückgekehrt, in Begleitung Waldeck- Rousseaus nach dem Elpsee fuhr, drängte sich ein junger Mann an den Wagen heran und versuchte dem Präsidenten ein Schriftstück zu überreichen. Der Mann, welcher sosott verhaftet wurde, erklärte bei seinem Verhör Blanc zu heißen. Seine Absicht sei gewesen, dem Präsidenten eine Liste Derjenigen Reformen zu übermitteln, Deren Einführung nohuenDig sei. — WalDeck-Rousseau setzte heute Nachmittag persön» lich Loubet von Dem Demissions- Beschluß Des Kabinetts in Kenntnis. Loubet reift am Samstag nach Montslimar, soDaß Die Demission formell erst Dienstag nach Der Rückkehr publiziert wird. New Bork, 28. Mai. Aus Washington wird gemeldet, daß das Repräsentantenhaus die 6inroanöerungSbili- angenommen hat, welche die Ausschließung Der Analphabeten verfügt unD sonstige bestehende Gesetze verschärfende Seftimmungen enthalt. Indessen ist Die An- »ahme der Bill im Senat unwahrscheinlich, da diese Körperschaft noch ein ungeheures Arbeitspensum zu erledigen hat. Vom südafrikanischen Kriege. Heute liegt die Nachricht von eurem neuen Mißgeschick der Buren vor. Aus Graaffreinet wird vom 28. ds. gemeldet: Das Kommando Malan wurde am 27. ds. von Malor Sollet, der die Kavallerie des Jansonville-Distrikts befehligt, an der Straße Middelburg Ripon in der Nähe von Somersetcast in einen Kampf verwickelt. Nach längerem Gefecht zogen die Buren ab und ließen den Kommandanten Malan mit einer tätlichen Verletzung am Unterleibe zurück. Londoner Blätter behaupten, Lord Kitchener habe die Zuversicht ausgesprochen, daß der Frieden innerhalb weniger Tage zum Abschluß gelangen werde. Es sollen bereits Vorkehrungen getroffen sein, daß Kitchener am 2. oder 3. Juni nach London abreise, um noch rechtzeitig zur Krönungsfeier cinzutreffen. Nach der neuesten Version über die Fricdens- verhandlungen hätten sich Lord Kitchener und Lord Milner einerseits und die Burenkommisffon in Pretoria andererseits auf eine bestimmte Basis für den Friedensschluß geeinigt gehabt; deswegen sei in Pretoria schon Samstag die Friedenserklärung erwartet worden. Der gestrige Ministerrat in London aber hätte an den in Pretoria vereinbarten Bedingungen Abänderungen vorgenommcn, ohne jedoch eine Frist anzugeben, binnen deren sich die Buren darüber zu entscheiden hätten. Die mit den Friedensverhandlungen verbundene Eventualität einer Budgetreoision haben den alten Gegensatz zwischen Chamberlain und Hicks Beach im Schoße des Kabi- nets erneuert und verschärft wieder aufleben lassen. Chamberlain will im imperialistisch-föderativen Interesse den geplanten Korn zoll auch für den Fall einer durch baldigen Friedensschluß bewirkten Ausgabenverminderung beibehalten. Der Finanzminister ist entschieden dagegen und soll an Demission denken. Aus Stadt uud Zaud. Gießen, den 29. Mai 1902. ** Heinrich Curschmann. Der im hohen Alter von 84 Jahren am Dienstag dahingeschiedene Lehrer i. P. Heinrich Curschmann wurde heute vormittag 11 Uhr zur letzten Ruhe bestattet. Wer den Verewigten gekannt, seine in der Liebe zu seinen Mitmenschen, wie in der Fürsorge zur Tierwelt bis ins hohe Alter bethätigte Thatkraft bewundert, wer ihn ferner überall da fand, wo Gutes in die Wege zu leiten und zu vollbringen war, wird es erklärlich finden, daß seinem Sarge sich ein zahlreiches Trauergefolge anschloß. Weit über ein halbes Jahrhundert war Curschmann im Dienste der Schule thätig, ebenso lange veranstaltete er alljährlich eine Weihnachtsfeier für mehrere Hundert bedürftige Schulkinder, zu der ihm, Dank dem Wohlthätig- keitssinn der Gießener Einwohnerschaft, reiche Gaben zu- flossen, die es ihm ermöglichten, Freude zu bereiten. Als gelegentlich der 50. Weihnachtsbescherung der damalige Ober- bürgernleister Gnauth dem Jubilar die freudige Mitteilung machte, daß der Stadtoorstand beschlossen habe, die „Cursch- mannstistung" um eine ansehnliche Summe zu erhöhen, war Herr Curschmann, der infolge eines vorher erlittenen Unfalls der Bescherung auf einem Ruhesessel beiwohnte, aufs Höchste erfreut. So unermüdlich Curschmann in der Bethätigung reiner Menschenliebe, so unermüdlich war er im Interesse des Tierschutzes thätig. Sein erfolgreiches Forschen in der Natur und auf dem Gebiete des Tierlebens befähigte ihn, überall, in Versammlungen und in der Presse, Verständnis für das Leben, die Freuden und Leiden der Tierwelt zu wecken. Wenn Schnee und Eis den Tieren die Nahrung schmälerte oder ganz entzog, sah man den „alten Curschmann" bei der Arbeit des Futteroerteilens in den städtischen Anlagen, damit ein Beispiel gebend, das hoffentlich viele Generationen überdauert. Der mit Blumen überdeckte Sarg war in der mit frischen: Grün geschmückten Kapelle des alten Friedhofes ausgestellt. Pfarrer Sch losser schilderte hier in trefflichen Worten die Eigenschaften, die den Verblichenen als Mensch, Christ, Familienvater, Lehrer und Wohlthäter bis in sein hohes, an Erfahrungen und Trübsal, aber auch an Freuden reiches Alter auszeichneten. Nach der Trauerandacht wurde die Leiche zur Gruft gebracht und eingesegnet. Hierauf legte Direktor Dr. Stoeriko als Zeichen der Dankbarkeit im Namen der höheren und erweiterten Töchterschule einen Kranz nieder; dasselbe that Stadtv. Schm all irrt Namen des Tierschutzvereins, dessen Ehrenvorsitzende der Verstorbene gewesen. ** Oberhofprediger D. Ferdinand Bender ist, wie wir gestern bereits mitteilten, am Dienstag aus dem Leben geschieden. Dem in weiten Kreisen bekannten und wegen seiner trefflichen Charaktereigenschaften wohl- geschätzten und beliebten Mann war ein von Gott sichtlich gesegnetes, arbeits- und erfolgreiches Leben, insbesondere eine lange höchst ersprießliche Thätigkeit an der Hofkirche unter vier Landesfürsten beschieden. D. Bender hat ein hohes Alter erreicht. Er war, wie die „D. Ztg." schreibt, am 9. August 1816 zu Darmstadt geboren, seit 1. September 1839 Hilfsprediger an der Hofkirche. 1842 wurde er zum Hofdiakonus, 1847 zum zweiten, 1862 zum ersten Hofprediger, zugleich zum Seelsorger am Diakonissenhaus ernannt. Seit 1879 hatte er das Amt des Oberhofpredigers inne. ** Eisenbahnwüusche. Der Landwirtschaft!. Lokal- vcrein Gießen begeht am Samstag auf dem Schiffcnberg die Feier seines 25jährigen Bestehens. Bei der Bahnbehörde ist veranlaßt worden, daß der 10 Uhr-Zug abends auf Station Schiffenberg hält, sodaß auch diese Gelegenheit zur Heimfahrt geboten ist. Die Bahnverwaltung würde den Wünschen Vieler Rechnung tragen, wenn sie diesen Abendzug während der Sommermonate stets auf Station Schiffenberg halten ließe; die zahlreichen Gesuche von Vereinen, Gesellschaften u. s. w. sind gewiß ein Beweis, daß das Bedürfnis dafür vorhanden ist. — Wir möchten hierbei gleichzeitig einen anderen, im Publitüni dringend empfundenen Wunsch zur Sprache bringen. Es ist ein bedauerlicher Mangel, daß auf der B i e b e r t h a l b a h n an den Wochentagen zwischen 6 und 9 Uhr abends kein Zug verkehrt. Die Gießener, die an Wochentagen den schönen Wald des Bieberthales genießen wollen, die nach Bubenrod oder nach dem Dünsberg an den Nachmittagen wandern wollen und von hier aus den 3 Uhr- Zug benutzen, können zum Abendessen nicht nach Hause zurückkehren, sondern muffen bis auf den 9 Uhr-Zug warten. Dadurch wird zahlreichen, der Erholung im Walde Bedürftigen die Gelegenheit dazu durch die Verwaltung der Bieberthalbahn genommen. Der Werktags verkehrende, in Bieber um 7.6 Uhr eintreffende Zug könnte sehr wohl sofort nach Gießen zurückgefahren werden und würde zweifellos bei einigermaßen günstigem Wetter stets eine Anzahl von Gießener Waldwanderern Heimbringen. ** Ordensverleihungen. Es wurden verliehen: Das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großm.: dem Hauptmann z. D. Blecken v. Schme- ling, Bezirksoffizier beim Landwehrbezirk Siegen; das Komthurkreuz mit dem Stern des Großh. sächsischen Hausordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken: dem Generalmajor Charles de Beaulien, Kommandeur der 25. Feld-Artillerie-Brigade (Äroßh. Hessischen), und dem Generalmajor v. Daum, Kommandanten von Darmstadt; das Komthurkreuz desselben Ordens: dem Obersten Freiherrn Rüdt von Collenberg, Kommandeur des 1. Großh. Hess. Infanterie- (Leib-Garde-) Regiments Nr. 115; das Ritterkreuz erster Abteilung desselben Ordens: dem Rittmeister Selz am im 1. Großh. Hess. Dragoner-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23; das Ritterkreuz zweiter Abteilung desselben Ordens: dem Hauptmann Frhrn. T r e u s ch von Buttlar-Brandenfels im 1. Großh. Hess. Infanterie- (Leib-Garde-) Regiment Nr. 115, dem Rittmeister Mackensen von A st s e l d im 2. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Leib-Dragoner-Regiment) Nr. 24, dem Oberleutnant Frhrn. Schenck zu Schweinsberg in demselben Regiment, dem Oberleutnant Frhrn. v. Bellersheim in demselben Regiment, dem Oberleutnaut v. Schröter im 1. Großh. Hess.' Infanterie- (Leib-Garde-Regt.) Nr. 115, dem Leutnant Hofmann in demselben Regiment und dem Leutnant Alfred Wern her in demselben Regiment; die Gr. sächs. goldene Verdienstmedaille: dem Musikdirektor Hilge im 1. Großh. Hess. Infanterie- (Leib-Garde-) Regiment Nr. 115; die Großh. sächs. silberne Verdienstmedaille: dem Feldwebel Gunkel im 1. Großh. Hess. Infanterie- (Leib- Garde-) Regiment Nr. 115, dem Wachtmeister Genzel im 2. Großh. Hess. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner- Regiment) Nr. 24, dem Garde-Feldwebel Petri in der Großherzoglich Hess. Garde-Unteroffizier-Kompagnie, dem Garde-Unteroffizier Schäfer und dem Garde-Unteroffizier Schweißer, beide in derselben Kompagnie. ** Rhein-Main-Gast wirte-V er band. Nachdem der vorgestrige Tag durch einen Ausflug nach dem Windhof und einen Ball in Steins Garten beschlossen war, fuhren gestern vo . ilttag die Teilnehmer am Verbandstage über Weilburg nach dem Selterssprudel „Augusta Viktoria". Nachdem in der „Traube" zu Weilburg ein einfaches Mittagessen gemeinsam eingenommen war, fuhr man nach der Station Löhnberg zurück, von wo aus es der Lahn entlang zuerst zum neu erbohrten Wilhelmsprudel ging, in dessen unmittelbarer Nähe das Kohlensäurewerk im Bau begriffen ist, mit dem der Rhein-Main-Gastwirte-VerbanL^ einen Abschluß wegen Lieferung gemacht hat. Der neue Sprudel quillt hier mit einer Mächtigkeit aus der Erde empor, die geradezu erstaunlich ist; dabei hat das Wasser einen vorzüglichen stark kohlensäurehaltigen Geschmack. Tie Kohlensäure-Anlage wird nach ihrer Fertigstellung allein aus diesem Brunnen stündlich 150 Klg. Kohlensäure Herstellen können. Dann wurde der mit Fahnen reich geschmückte Augusta-Viktoria-Sprudel besichtigt. Man hatte vor dem Gebäude der Anlage eine Veranda gebaut, die Schutz gegen die Strahlen der Sonne gewährte. Heinrich Göbel-Niedershausen, der Besitzer der in der Nähe vom Sprudel liegenden Brauerei Waldschlößchen, hatte zur Erquickung der von der Wanderung Durstigen 100 Liter seines rrächtig mundenden Stoffes gespendet. Tas ebenfalls stark kohlensäurehaltige Wasser kommt hier in einer etwa iy2 Meter hohen Wassersäule aus dem Boden. Bankier Grünewald begrüßte namens der Besitzer der Brunnen die Wirte. Er sprach den Wunsch und die Hoffiiung aus, daß der zwischen der Verwaltung der Brunnen und dem Rhein-Main-Gast- wirte-Verband wegen Lieferung von Kohlensäur.e abge- chlossene Vertrag zum Vorteil beider Teile ausschlagen möge. Hierauf wurde der Sprudel mit seinen Anlagen besichtigt. Tie Einrichtungen sanden großen Beifall. Um 7 Uhr langten die Wirte in Gießen wieder an. Für die meisten der auswärtigen Gäste war nun die Stunde des Scheidens gekommen. ** Der 23. Stenographentag des Verbands >er Gab elsb er ger'schen Stenographen des Main-Rheingaues und von Hessen-Nassau findet am 31. Mai und 1. Juni in Wetzlar statt. Nach dem reichhaltigen Programm ist für den 31 .Mai abends 9 Uhr ein Festkommers geplant, während am Sonntag vorm. 11 Uhr ein Wettschreiben im König!. Gymnasium abgehalten wird, für welches 7 Abteilungen (80—220 Silben) vorgesehen sind. Wie wir vernehmen, sind recht wertvolle Preise gestiftet, u. a. von den Wetzlarer Damen und vom Handelsverein für die beste stenographische Aufnahme des Festvortrags, der um 1214 Uhr bei der akademischen Feier im Schützengarten abgehalten wird. Dr. G a n t t e r - Frankfurt, der bekannte Vorkämpfer der Ga- belsberger'schen Stenographie, wird das — auch für Nichtstenographen — besonders interessierende Thema erörtern: Die Stenographie Gabelsbergers im Kampfe der Stenographie-Systeme. Nachmittags 2 Uhr findet eben» alls im Schützengarten ein Festessen statt, nach dem ein Rundgang durch die Stadt mit Besichtigung des weltbekannten Kalsmunts geplant ist, um 5 Uhr großes Konzert und abends 81/2 Uhr Festball. * * Ein entsetzlicher Uuglückssall trug sich, wie uns aus Wetzlar telephonisch gemeldet wird, gestern nachmittag in Nieder-Girmes zu. Der 8jährige Sohn des Weidmeisters Wiedra, der allein im Zimmer war, spielte mit Streichhölzern. Dabei fingen seine Kleider Feuer, und der Knabe verbrannte bei lebendigem Leibe. Die Eltern fanden bei ihrer Heimkunft die entsetzlich zugerichtete Leiche des Knaben. * * Gartenfest. Der Gemischte Chor des E. A.-V. veranstaltet am Sonntag auf der Liebigshöhe unter Mitwirkung hiesiger und auswärtiger Gesangvereine ein großes Gartenfest. Für Unterhaltung, auch bei ungünstiger Witterung, ist bestens gesorgt, sodaß den Festteilnehmern ein genußreicher Nachmittag bevorsteht. (Näheres siehe im Inserat.) * * Einen guten Fang machte Ingenieur Koch auf seiner Jagd bei Daudringen; es glückte ihm, in einem Bau 9 junge Füchse zu erlegen. 3 der Tiere wurden vom Hund gewürgt, während 6 lebendig dem Schliefplatz auf der „SchönenAus- icht" überwiesen werden konnten. •* Das Regierungsblatt Nr. 30 enthält folgende Verordnung, die organischen Bestimmungen der Landes- Universität Gießen betr.: „Zwischen den Absatz 4 und den Absatz 5 des § 33 in der Fassung der Verordnung vom 22. August 1900 (Regierungsblatt S. 491) wird nachstehende Bestimmung eingeschoben: „Das theologische Dekanat wechselt nur zwischen denjenigen Mitgliedern der Fakultät, welche den theologischen Doktorgrad besitzen."" ** Verein der Richter im Großh. Hessen. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des Vereins der Richter im Großh. Hessen findet am Samstag, 31. Mai, nachmittags 3 Uhr, zu Frankfurt a. M. in der „Rosenau" (Reuterweg) statt. Die Tagesordnung enthält: 1. Geschäftsbericht des Vorsitzenden. 2. Prüfung der Rechnung und Entlastung des Rechners. 3. Neuwahl des Vorstandes (§ 31 der Satzungen). 4. Auslegung und event. Ergänzung des § 2 (vorletzter Absatz) der Vereinssatzungen. 5. Wahl des Ortes der nächsten Hauptversammlung. 6. Besprechung von Vereins- und Standes-Angelegenheiten. — Das Stimmrecht kann nur persönlich oder durch Erteilung schriftlicher Vollmacht an ein erschienenes Mitglied ausgeübt werden. — Etwaige Anträge, die zur Besprechung oder Beschlußfassung in dieser Hauptversammlung bestimmt sind, sind beim Vorstand rechtzeitig einzureichen, damit die Frist des § 6 der Satzungen gewahrt werden kann. ** Viktoria-Melita- Verein. Aus dem Ge» schäftsbericht des Vorstandes des Viktoria-Melita- Vereins, hessischer Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen, der in der Dienstag in Dar m sta d t stattgehabten ordentlichen Mitgliederversammlung zur Kenntnis der Mitglieder gebracht wurde, geben wir folgendes wieder: Es ist erfreulich, daß die im abgelaufenen Geschäftsjahr stattgehabte Werbung von Mitgliedern von Erfolg begleitet war, und daß der Verein heute die stattliche Anzahl von 272 Mitgliedern hat. Hierunter befindet sich eine größere Anzahl staatlicher und kommunaler Behörden. Die bei Gründung des Vereins gehegte Erwartung, daß die Staats- regierung durch Gesetzesvorlagen den gemeinnützigen Wohnungsbau in unserem Lande fördern werde, hat sich ixt der Zwischenzeit erfüllt. Die Vorlagen betreffend die Erweiterung der Landeskreditkasse, die Errichtung einer Pfandbriefbank und die Wohnungssürsorge für Minderbemittelte sind mit ausführlicher Begründung bei den Landständen eingegangen. Der Verein erwartet von diesen Gesetzen, mit denen unser Großherzogtum bahnbrechend auf dem wichtigen sozialen Gebiete der Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte vorangegangen ist, eiüe lebhafte Entfaltung des Kl ein w 0 h n u n g s b a u es im Lande und eine Befruchtung seiner eigenen Vereinsthätigkeit. Leider konnte der Verein im abgelausenen Geschäftsjahre eine praktische Thätigkeit durch Anregung und Gründung gemeinnütziger Bauvereine und durch Schaffung und Vermittelung von Baugeldern, obgleich eine größere Anzahl von Interessenten die Hilfe des Vereins angerufen hatte, nicht entfalten. Doch konnte der Vorstand im Vereinsinteresse nach anderen Richtungen thätig sein. Eine im Aiärz an die Regierung gerichtete Eingabe, es möge fortlaufend im Staatsbudget ein Betrag zur Unterstützung des Vereins ausgenommen werden, hatte Erfolg, indem die Summe von 6000 Mark als Gehalt für einen Geschäftsführer von den Landständen bewilligt wurde. Die Regierung erwog den Gedanken, für das Großherzogtum eine Wohnungsinspektion zu errichten und den Inhaber dieser Stelle mit der Geschäftsführerstelle des Vereins zu betrauen. Dieser Gedanke, der nun auch in dem den Land- ständen vorgetegten Gesetzentwurf ausgenommen ist, veranlaßte den Vorstand, zunächst von dem Engagement eines Geschäftsführers abzusehen. Die Ministerialabteilung für Landwirt)chaft, Handel und Gewerbe gab dem Verein Gelegenheit, sich zu dem vorläufigen Entwurf des Wohnungs- gesetzes zu äußern. Es fand zunächst im Beisein des Ministerialrats Braun am 12. Juni eine Vorstandssitzung statt, in welcher die Stellung des Vereins diesem Gesetzentwurf gegenüber eingehend besprochen wurde. Ein Arbeitsausschuß wurde mit dem Auftrage eingesetzt, das Gutachten aus Grund der gefaßten Beschlüsse zu formulieren und Gegenvorschläge auszuarbeiten. Inzwischen ist ein zweiter Regierungsentwurf erschienen, der gleichfalls von dem Arbeitsausschüsse aus Grund der Beschlüsse einer vorausgegangenen Vorstandssitzung begutachtet wurde, sowie der endgiltige Entwurf des Wohnungsgesetzes, welcher vor einigen Wochen den Landständen zugegangen ist. Wenn auch durch den vorliegenden Entwurf des Wohnungsgesetzes nicht alle Hoffnungen des Vorstandes in Erfüllung gegangen sind (dies wird näher auAgesührt), so ist immerhin ein gangbarer Weg für den Verein vorhanden. — Bei der Durchberatung einiger Satzungsänderungen teilte der Vorsitzende mit, daß Seine Königliche Hoheit der Großherzog gjeruht haben, das Protektorat über den Verein zu übernehmen und zu genehmigen, daß der Verein „Ernst Ludwig-Verein, Hessischer Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen" genannt werde. ** Fr onleichnam. Die katholische Kirche begeht heute das Fronleichnamsfest (Fron gleich Herr; festum corporis Domini). Dieses Fest, das glänzendste der katholischen Kirche, ging hervor aus der Lehre von der Trans- substantiation (d. i. der wunderbaren Verwandlung der gesegneten Hostie in den Leib Christi). Es wird stets am Donnerstag nach dem Trinitatisfest gefeiert. Nachdem ihm Papst Urban IV. bereits im Jahre 1264 allgemeine Geltung gegeben hatte, erneuerte es Clemens V. auf dem Konzil zu Vienne 1311, und unter Papst Johann XXII. wurde das Fest, bei dem in feierlichster Prozession die Monstranz oder das Sanctissimum (ein goldenes oder silbernes mit Edelsteinen geschmücktes, eine geweihte Hostie enthaltendes Gefäß, das nur die Hand eines geweihten Priesters berühren darf) umhergetragen wurde, zu einem Bekenntnisfest. Dieser Charakter hat sich immer mehr herausgebildet, so daß, wer sich an dem Umzug beteiligte, dadurch seine Zugehörigkeit zum katholischen Glauben öffentlich kund that. Daher gestaltet sich das Fest auch in den katholischen Residenzstädten auf das Glanzvollste. So nimmt in Wien der Kaiser mit seinem ganzen Hof und in München der Prinzregent an dem Umzuge teil. ** Dem Juni zum Gruh! Nur noch ein paar Tage und wir treten ein in den Monat Juni, in jenen Monat, der uns die Natur in ihrer vollen Herrlichkeit erschließt! Der Juni ist der Monat der üppigsten Blüte, und daher hat der Dichter Recht, wenn er von ihm singt: Wachsendes Weben — Täglich neu, — Auf den Wiesen — Duftendes Heu, —. Auf den Feldern — Goldene Saat, — In der Seele — Reifende That — Sonniger Himmel — Leuchtend und klar, — Stolz auf der Höhe — Prange,! du, Jahr! — Der Juni ist derjenige Monat, der uns, wenn er schön ist und nicht verregnet, den angenehmsten Aufenthalt im Freien bieten kann. In ihm find die kalten Nächte, die un§ oft der Mai noch beschert, verschwunden, und die allzu glutvolle Hitze, die der Juli zu bringen pflegt, kündigt sich erst leise an. Der Juni ist daher der eigentliche Sommerfrischenmonat, der Monat, in welchem der jugendfröhliche Frühling mit dem thatkräftigen männlichen Sommer um die Herrschaft kärnpft. Der Juni hat auch den Namen Rosenmonat, denn er bringt uns die ^ieblingsblume der ganzen Welt. Es giebt wohl keine Blume auf der ganzen Erde, welche so wie die Rose seit undenk- rchen Zeiten der Liebling aller Völker war. Noch heute steht 'ie hoch über allen Blumen des Feldes und des Gartens. Lß ist wohl nicht zu viel behauptet, wenn man sagt, daß es in weiten Deutschen Reiche kaum einen wohlgepflegten Haus- garten giebt, in welchem nicht auch der Rose ein Plätzchen eingeräumt wäre. Wo immer von liebevoller Hand gepflegte Blumen die Fenster schmücken, da wird man nur selten nach einem Rosenstock vergeblich Umschau halten, und wo bei Ereignissen ernster und heiterer Natur Blumen Verivendung sinden, da fehlt auch die Rosenblüte nicht. Die Rose ist das Symbol des Rätselhaften und Geheimnisvollen. Deshalb malte man in alten Beichtstühlen, Ratssälen und Weinstuben eine Rose an die Decke, zur Mahnung, daß jedes Wort sub rosa gesprochen sei und nicht wcitererzählt werden dürfe. Nach einem alten Mythus war die Rose schon im Altertum dem Gott der Verschwiegenheit geweiht. Bei uns ist die rote Rose das sinnigste Symbol der Liebel § Butzbach, 29. Mai. Der von Herborn gebürtige, zirka 18 Jahre alte Kommis Selzer hier wurde heute früh in seinem Bette erschossen aufgefunden. Nach der ärztlichen Feststellung hat der Lebensmüde sich eine Reoolverkugel an der Schläfe in den Kopf gejagt, die den sofortigen Tod herbeiführte. Die Waffe fand man im Bette. fc. Darmstadt, 28. Mai. Unter den Pferden der vierten Schwadron des Dragonerregiments Nr. 23 ist die Brustseuche ausgebrochen. Offenbach, 27. Mai. Die nun an der Börse zu- gelaffene neue 3^2proz. 6 000 000-An leihe bei Stadt Offenbach hat unsere Bürgermeisterei veranlaßt, eine Uedersicht des städtischen Vermögens zu veröffentlichen. Von früheren Anleben sind danach noch 12926 509 Mk. im Umlauf, während die Stadt derzeit ein Vermögen von 18 219100 Mark besitzt, so daß sich ein reines Vermögen von 5 292 590 Mk. ergiebt. In den Vermögensstand sind die Gebäude mit den bei der Brandkasse versicherten Beträgen, die Grundstücke zu den Schätzungswerten eingestellt. Zu den Schulden tritt die neue Anleihe mit 6 000 000 Mk., deren ganzer Erlös zur Zeit noch verzinslich angelegt ist und zum größten Teil zur Herstellung gewinnbringender Unternehmungen Verwendung finden wird. Für das Gaswerk sind von der Anleihe 2000 000, für das Schlachthaus 1800 000, für Straßen-, Kanal- und.Hafenbauten 900 000, für das Lasserwert noch etwa 600 000, für das Leihhaus 80000, und für eine städtische Apotheke 75 000 Mk. vorgesehen. Der Voranschlag der Stadt Offenbach für 1902 schließt mit 3 008 742 in Einnahmen und Ausgaben ab. An Gemeindesteuer sind darin als Einnahmeüberschuß 1 491 943 Mark gestellt. Frankfurt a. M., 28. Mai. In der Sonntagnacht ist die Prostituierte Magdalene Eckert im „Süirnberger Hof" durch e inen Schnitt m den Hals zu töten versucht worden. Der Thäter ist noch nicht ermittelt. Der Erste Staatsanwalt wird demnächst eine Belohnrmg aus die Ergreifung des Thäters aussetzen. Es ist inzwischen ermittelt worden, daß der Attentäter sich auch an andere Frauenspersonen herangemacht hatte. Eine dieser Personen hat in einer Wirtschaft der Altstadt erzählt, in der Lacht vom Sonntage äiim Montag sei ein Mann, ein türkischer oder armenischer L e p p i ch h ä n d l e r auf sie eingedrungen, habe sie unter Vorhaltung eines Dolches bedroht und sie zu Boden zu werfen versucht. Sie sei dann später von dem unheimlichen Mann wieder losgekommen. Das Befinden der schwerverletzten Eckert läßt annehmen, daß sie am Leben erhalten dleiben wird, ^hre erste Vernehmung durch den Untersuchungsrichter gestaltete sich insofern ungewöhnlich, als sie ihre Aussage und auch den Eid zu Papier brachte, da sie des Sprechens noch nicht fähig ist. Ems, 28. Mai. Von zwei Männern, die den Eindruck oesser gekleideter Handwerksburschen machten, ist ein Brillantendieb stahl verübt worden. Vniveisttüts Nachrichten. Professor Adolf Kußmaul f. Aus Heidelberg berichtete unö gestern der Draht das Ableben des bedeutenden deutschen Klinikers Geheimrat Professor Kußmaul. Drei Monate, nachdem er seinen 80. Geburtstag gefeiert, ist er in der Nacht zum 28. Mai einem asthmatischen Anfall erlegen. Geboren am 22. Februar 1822 in Graben bei Karlsruhe, har Kußmaul in Heidelberg studiert und als Militärarzt 1848 dem dänischen Feldzuge beigewohm. Nachdem er einige Jahre m Kandern praktiziert und in der badischen Landes-Irrenanstalt Jllenaii psychiatrischen Studien obgelegen hatte, setzte er seine Studien in Würzburg fort und habilitierte sich 1855 in Heidelberg. 1859 ging er als Professor der inneren Medizin und Direktor der medizinischen Klinik und Polcklinik nach Erlangen. 1863 nach Freiburg und 1876 als innerer Kliniker nach Straßburg. Seit 1889 lebte er in Heidelberg im Ruhestand. Kußmauls Verdienste um die Heilwissenschaft sind vielfältig; ihm danken ivir u. A. die Einführung verschiedener Behandlungs- nielhoden in die innere Medizin (wie ä. B. Anwendung der Magen- pumpe gegen Magenerweilerung und andere chronische Magen- kraiikheiten», neue Aufschlüsse über die Fallsucht, ferner forschte und schrieb er über „das Seelenleben der Neugeborenen", über Impfung (gegen die "Agitation des Pfarrers Hansjakob), Störungen deL Sprache und andere Gegeiislände der Heilkilnst. Auch nachdem er sich zur Ruhe gesetzt, sind ,ioch mpnche fruchtbare wissenschaftliche Anregungen voi, ihm ausgegangen, und noch oft ist während dieser Zen m wichtigen Fällen sein Rar eingeholt worden. Aus M ar btlrg wird geschrieben: Tie Zahl der Studierenden in diesem Sonmiersemester betragt nach der soeben beendeten endgiltigen Feststellung 1360, eine Zahl, die hier noch niemals erreicht wurde. — Wie man aus Llultgarr schreibt, zählt die k. Tierärztliche Hochschule daselbü im laufenden Sommerhalbjahr 128 Studenten, darunter 39 Württemberger. Unter den Nichtwürttembergern sind 28 Bayern, 22 Badener und 21 Preußen. — Die Universitätsfrequenz in Göttingen beläuft sich in diesem Semester nach der vorläusigen Feststellung an immatrikulierten Studierenden auf 1371 (gegen 1415 im vorigen Sommer und 1338 im letzten Winter). Nichtinnnatrikulierte Hörer sind 47 vorhanden (gegen 111 bezw. 83). ferner sind 38 Damen immatrikuliert (gegen 35 bezw. 32)^— Man schreibt aus Z ü r ich: Unsere Hochschule zählt in diesem eommerfemeirec 760 immatrikulierte Studierende, darunter 139 Studentinnen, 95 Tarnen gehören der medizinischen Fakultät an. Tie Frequenz der einzelnen Fakultäten itt folgende: theologische 12 studierende; juristische 107; medizinische 319; philosophische 281; veterinär medizinische 41. — Ler Ordinarius für romanische Sprachen und 2uterattircn an der Universität Basel, Profeisor Tr. Gustav S o t d a n, feierte sein ^jähriges Jubiläum als Dozent an der genannten Hochschule. Der Senat ließ ban Gelehrten durch den Rektor, die philosophische Fakultät durch eine Deputation gratulieren. "Kunst und Wissenschaft Darmstavt, 28. Mai. Großh. Hostheater. In der verflossenen Saison fanden im ganzen 183 Vorstellungen start; der Kunstgattung nach gehörten der Oper 91 der Operette 10, dem Schauspiel in roeüerem Sinn 93, dem Ballett 9 Austuhrungen an. In der Oper (emschl. der Operette) erschienen unter 50 verschredenen Werken neu 4, neu einstudiert 12, im Schauspiel unter 53 verschiedenen Wecken neu 7, neu einstudiert 16. Die meisten Aus- Rührungen, nämlich 5, erlebte in der Oper „Cavalleria rushcana“, nach ihr kommen .Lohengrin", „Der fliegende Hollander" und „Tie Puppe" mit je 4 Ausführungen; von den übrigen Wecken wurden 19 einmal, 16 zweimal und 11 dreimal aufgeführt. Im Schauspiel erreichte „Alt Heidelberg" die höchste Zahl der Ausführungen, nämlich 6- 25 Stücke wurden einmal, 20 zweimal, 6 dreimal und 1 viermal aufgeführt. (Tiefe trockene Statistik giebt fernen Ausschluß darüber, was das Hoftheater Bemeckenswetes für die Kunst geleistet hat. Sie sagt nichts von der etwaigen Aufführung von Premieren und deren Erfolgen. D. Red.) — Die Krankheit Tolstoi'S verläuft nach einer Petersburger Depesche bisher ohne Komplikationen. — Lndermann Schloßhcrr? Baron Viktor v. Thürnen auf Stangenhagen hat seinen etwa 11000 Morgen umfassenden Grundbesitz an die Berliner Ansiedlungsbank veräußert. Der Preis wird auf 2*/< Mill. Alk. angegeben. Tie Austeilung der Herrschaft fall in der Weise erfolgen, daß in Schönhagen das Land in Parzellen an die Kossäten und Büdner veckaust wird, ivährend in Stangenhagen und Blankensee neue Bauernwirtschaften von mäßigem Umfang entstehen sollen. Tas Schloß Blankensee, der Jal)rhunderte alte Ritlersitz der Herren v. Thürnen, wird voraussichtlich von Hermann Sudermann erworben werden, der seit länerer Zeit in dem Schloß Sommerausenchalt zu nehmen pflegt. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft — Aktiengesellschaft für Trebertrocknnng in Kassel. Jüngst wurde mitgeteUt, daß nach dem jetzigen Stand des Konkurses der Gesellschaft eine Quote von 2 Proz. zu erwarten sei. — Elektrizitätsgcsellschaft vorm. W. Lahmcyer u. Cie. in Frankfurt a. M. Tie Gesellschaft hat eine größere Bestellung für die Erweiterung des Elektrizitätsweckes in Breslau erhalten. Es handelt sich um die Lieferung von Dreh- und Gleichstrorn- maschilien mit einer Gesamtleistung von rund 4000 P. S. Zum Konkurse der Leipziger Bank. Dr. jur. W. Göhring, Vorsitzender des Auffichtsrats der Leipziger Bank in Konkurs, veröffentlicht eine längere Zuschrift an die Leipziger Blätter, aus welcher hervorgeht, daß für die Aktionäre der Leipziger Bank fürs Erste und auch für spater so gut wie nichts herauskommt. — Der Stadt Duisburg ist die Genehmigung zur Ausgabe einer 4proz. Anleihe von 11 Mill. Mk. erteilt worden. — Blcistiftfabrik vorm. Faber in Nürnberg. Das Jahresergebnis soll wieder recht günstig ausfallen, doch lasse sich eine Schätzung der Dividende noch nicht geben. Im Vorjahr wurden 15 Proz. gezahlt. — Bom Kohlen- und Kotsmartt weiß das ofsiziöse Organ des Syndikats, die „Rh. Wests. Ztg." zu melden, daß der Absatz seit Ende April stetig zugeiwmmen hat. Der Versandt der Ruhrkohlenzechen hat sich gegen den Vormonat um 6 Prozent gebessert. Die Bestände auf den meisten Zechen haben sich verringert und vielfach völlig verladen. Der Abruf der Hüttenwerke nimmt allmählich zu. — Bom Morgantrust. Der Ankauf weiterer Linien fettens des Morgantrusts steht bevor. Untern anderen wird die Holland- Amerika-Linie genannt, für die das Syndikat eine Dividende von 5 Proz. auf 15 Jahre garantieren soll. — Spanische Anleihe. Für den Monat Juni ist die Ausgabe der lang projektierten Almaden-Anleihe in Sicht. Es handelt sich um eine Goldanleihe, die von dem Pariser Hause Rochschild ausgegeben wird. Märkte. Limburg a. d. L., 28. Mai. Frachtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.90 Mk., Weißer Weizen 14.70 Mk., Korn 11.06 Mk., Gerste 9.38 Mk., Hafer 8.67 Alk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschaft. Sabbathfeier am 31. Mai 1902. Freitag abend 760. Samstag vormittag 80u Predigt. Nachmittag 400. Sabbathausgang 920. Wochengottesdienst: morgens 680 Uhr, abends 930 Uhr. Krieskasten der Reaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) X Sie können mit ihrem Eigentum selbstverständlich nach Belieben verfahren, also mit den Münzen, die Sie in ihrem recht- mäßigen Besitze haben, machen, was Sie wollen. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 28. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Toppelschrauben-Schnellpostdampfer „Kronprinz Wilhelm", Kapitän A. Richter, vom 9lorddeutfchen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 28. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Toppelschrauben - Postdanipser „Großer Kurfürst", Kapüän W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 5 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Telephonischer Kursbericht. .Frankfurt ä. lU., 29. Mai 1902. 3'/,°/o Beiohsanleihe . . 101.95 3eidung der Burenkoriserenz müsse in zwei Tagen erfolgen. — In Amsterdam, dem Sitze der Transvaab-Bank, rechnet man günstigen Falles auf einen Waffen-Stillstand von zwei biH drei Nionaten. Für den Wochenschluß werde von englischer amtlicher Seite einer diesbezüglichen Mitteilung entgegen-, gesehen, welche die gleichzeitige Einschiffung Kitcheners zn der Krönungsfeier melden und den Waffenstillstand gründen soll. Madrid, 29. Mai. Die spamschen Republikaner beabsichtigen, in den Cortes den Antrag zu stellen, daß die Königin-Mutter als Ausländerin das Land zu ver- lassen habe. — Sagasta erklärte, er wisse noch nicht, ob die Krisis auf Canalejas allein beschränkt bleiben oder auch andere Mitglieder des Kabinets umfassen werde. In ersterem Falle werde bis morgen Canalejas ersetzt werden. Petersburg, 29. Mai. Der „Nowoje Wremja" zufolge ist im Befinden des Grafen Tolstoi eine Besserung ein- getreten. New-Nork, 29. Mai. Ein Telegramm aus Roseart (Dominica) bestätigt, daß der Dampfer ^Naggan" am 24^, morgens, als er bei St. Pierre vorbeifuhr, eine ungeheure schwarze Wolke über dem Mont Pelöe bemerkte. Dunkler Rauch stieg aus dem Krater hervor. Trotzdem der Dampfer äußerst schnell vorüberfuhr, war er mehrere Ceuti- metcr hoch mit Asche bedeckt. FRANZ JOSEF Bitterwasser ist das beste natürliche Abführmittel. 3999 ------------ Erhältlich überall. ------------ sein Los zur 3. Klaffe der Landeslotterie nicht ge* CF liefert erhalten sollte, muß dasselbe spätestens am 30. Mai vor 6 Uhr abends unter Einsendung des Loses der 2. Klasse und des Erneuerungsbetrags bei der Lotteriedirektion reklamieren. 3972 Unerreichter Insectentödter! Kaufe aber nur in Flaschen? wo Plakate aushaugeu. Handgeknüpfte Smyrna-Teppiche WS9 16/4) 8% Meter lang, 2i/i Meter breit, neueste Dessins, sind bedeutend unter Preis abzugeben. Hermann Katz, 5 Mäusburg 5. Todes-^nseigei Frau Bertha Huhn Giessen, Schw.-Gmünd, den 29« Mai 1902. 8934 Die Beerdigung findet Sa ms tag vor mittag 9 Uhr von den neuen Kliniken aus statt I prachtvolle Saison-Neuheiten empfehlen 3997 Familie Babel. Gießen, den 29, Mai 1902. 8991 ohne Kopf, per Pfund 20 Pfg. frist 14 Tage. 3995 3992 Emil Kalbfleisch, Kolonialwaren, Marburgerstraße 25. billg zu verkaufen. 3929 Ritzel, Frankfurterstraße 43. ^ZZeletage per 1. Juli ob. früher zu vermieten. 2703 Man verlange ausdriiol(llch runden, da in der Pu nlop- Gießen, 27. Mai 1902. Das Stadtbauarut. Schmand t Verdingung. Die für die laufende bauliche Unterhaltung der Gebäude des städtischen Hospitals erforderliche Weißbinderarbeit soll öffentlich verdungen werden, wozu Termin auf üirnstag, 3. Inni d. vormittags IP/t Uhr, anberaumt ist. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2 — Schreibstube — zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlags- Aües zu denselben Preisen bei den Herren: Wilhelm Haas, Kolonialwaren, Bleichstraße 18. AtMen-e Wirtschaft mit Kolonialwaren - Geschäft ist Familienverhältnisse halber so- I Pneumatic beste und billigste Bereifung für Fahrräder Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass gestern morgen 5 Uhr meine Hebe Gattin, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante nebst Zubeh^ per 1. Juli zu vermieten.Kreuzplatz 10. A W Aagel-Schkllfische per Pfund 40, 30, SO Pfg. Fst- ßflaifische per Pfund 40 Pfg. Fst Lachsforellen per Pfund 50 Pfg. Fst. Rlord-Salm per Pfund 1.40 Mk. geb. Maag nach langem, schwerem Leiden im 38. Lebensjahre sanft entschlafen ist Namens der trauernden Hinterbliebenen: Melnrieh Huhn, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem unS so schwer betroffenen Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann am Grabe sagt innigen Dank B^rnsteinlackfarbe per Pfund SO Pfg., hochglänzend, über Nacht harttrocknend, Spiritusiackfarbe per Pfund 75 Pfg. hochglänzend, sofort harttrocknend. Gust. Walter, Mäusburg 18. 3411 ÜFiir Sch™!! Durch Anlegung eines neuen Sägegatters am Schiffenbergerweg können dort Stämme bis zu 70 Zentimeter Durchmesser geschnitten werden. 3993 J. G. Pfaff. Lahn-Hecht, Seezungen, Knnrhahn etc. Spezialgeschäft für feinste Marinaden und Räucherwaren. Wiederverkäufe? Engrospreise. Prompter Versandt nach auswärts. Louis Bühl, Marktplatz 5. Ang. Montanns Nacht, Markt 9-16 Damen- und Herren-Modewaren. 3983] Kleines Logis an ruh. Leute zu verm Frau Emma Seuliug, Wetzsteinslraße 45. 3080] Eine 5-Zimmerwohnung zu verm. Bahnhofstraße 57. für die warme Jahreszeit empfehlen in bestbewährten Qualitäten 8996 Ang. Montanas Nacht, Markt 616 Damen- und Herren-Modewaren. Gießener Fischbörse Telephon Nr. 50. Marktplatz 5. Telephon Nr. 50. Empfehle Donnerstag und Freitag morgen eintreffend: Chemikalien, Platten, Celloidinpapiere und sonstiges Zubehör empfiehlt Adolf Bieler, Marktstrosse 6. 8760 iVV Täglich frische Milch, Dickmilch und Schmierkäs. 02400 Ehr. Hanbach L Zu oernrreten 3n urvltiutfcn ia. Speck-Cabliau nicht mit Isländer zu verwechsel«, im ganzen Fisch, per Pfd. 85 Pfg. ohne Kopf, „ , 30 „ im Ausschnitt „ „35 „ Fst. Rotzungen per Pfund 35 Pfg. Fst. Tafel-Zander per Pfd. 80 Pfg. fort zu verkaufen oder zu verpachten. Einem Metzger ist Gelegenheit geboten, sich sichere EAstenz zu grf Nahe keine M Metzgerei betrieben wird, aber die Errichtung einer solchen gewünscht wird; hierzu passender Keller vorhanden. Anzahlung nach Uebereinkunft. Näh. bei Herman« Stern, Gießerr, Stemstraße 19. 3924 Per 1. Oktober eine elegant eingerichtete Füuf- Zimmerwohnuug mit Zubehör zu vermieten. 1017 Karl Wenzel, Stephanstraße 18. 2059] Neubau Plockstraße 8 per Mai oder Juni elegante, der Neuzeit entsprechende 6-Ztmmer- wohnung zu vermieten Näheres Ernst Bloeduer, Plockstraße 2. MlllerischeAiiWMWell (46:65 cm) zum Preis von 5 Mk. 3875] Kunstmaler £). Fritz, Goechestraße 46, Atelierhaus. Tüchtiger Herrenschneider empsiehll sich zur Ausbesserung an Kleidungsstücken? sowie zum Ausbügeln von Kleidern re. Reinhard Heil, Kirchenplatz 3. 3369] Ebelstratze 7, Neubau, zwei Wohnungerr, parterre und L Obergeschoß, je 5 Zimmer mit Gas, Klosett uno Zubehör, sowie eine Mansardenwohnung per 1. Juli zu vermieten. 3369 I. Happel, Neustadt 56. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: SMflM 50 M Schweinefleisch 50 M. FußbodtimArilh Frullkflirlttslrilke 10 | ist die Parterre-Wohnung, 7 Zim. mit allem Zubh., zum L Oktober ob. auch etw. früher zu vermieten. Einsicht d. Wohnung v. 12—3 Uhr. 387] Beletage, besteh, aus sechs Zimmern, Badez., ger. Korridor und allem Zubehör, in meinem Neubau Bismarckstr. 38 zu verm. Ehr. Schmidt, Löberstr. 10, l. 3311] In den Neubcntten Wil- Helmstraße 10 u. 12 sind per Oktober oder auch früher 5=- bis 10» Zimmerwohnungen mit allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen zu vermieten. Näheres Frankfrttterstratze 29, I. ^iuderfitzwage« zu verkaufen. O» 02383_______Neustadt 20. Brennholz. Habe noch einen großen Pollen Buchen-Scheit- und Knüppelholz bill. abzugeben. Ed. Botteüberg, Oberhees bei Lreuzthal. 8971 __________Süd au Lage 10. 2765] In meinem Hause Diez- straße 6 ist der 2. Stock, 6 bis 7 Zimmer, Koch- und Leuchtgas, Bleichplatz, per 1. Juli zu ver- mieten. Näh, daselbst 3. Stock. Wiihelmstraße 5, schöne 4-Zimmer-Wohnung per 1. Juli zu vermieten. Näheres Markt 15. 2877 @ut erhallenes Fahrrad zu Der- kaufen. Katharinengasse 10. LchlhMslhine 6—8 Pferdekräste, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näh, in der Exped. 02399 Kleines WshuhM 8 Zimmer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zu 23000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Win«, Hof- mannstraße 14. ____________ ZUiMiges Wchnhiws mit Stallung, Remise, großem Hof und Garten in schöner Lage aus freier Hand zu verkaufen. Nah, in der Exp. d. Bl. 3104 Bienenschwärme Kaisergarten. Heute abend: Erstes großes Konzert Anfang 8 Uhr. [3988] Eintritt 20 Pfg. 3028] Ebelstratze 3 eine Fünf- Zimmerwohnung sofort zu ver- mietsn. Näh. Seltersweg 24. SM zm Alleilibemiim 7 Zimmer rc., Vor- und Hinter-- gatten, alsbald beziehbar, zu vermieten. Näheres durch Architekt Senling, Walllhorstr. 75. 3100 Landgrafenstr. 5 eine Wohnung von 5 Zimmern nebst Zuoeh. im 3. Stock zu Demi. 3121_______Stein & Meyer. 3255] Bruchstr. 7 zweiter Stock, best. aus 4 Zimmern, Küche, Zub. u. Gartenant. per 1. Juni ob. Juli zwm.Zuerfr.G.Becker,GöchestrLl Rordanlage 3 Patterre-Wohnung, drei Zimmer nebst all. Zub., komfortabel eingerichtet, per 1. Juni zu verm. ______Bär & Wetterhahn. 8519] Großer Steinweg 23 sind zwei 5- Zimmerwohnungen nebst Bad, Loagia und all. Zub., das. auch eine 3-Zimmerw. in der Mansarde zum 1. Julr zu verm. Näheres Wallthorstraße 71. Frankfurterstr. 58 schöne Mansardenwohnung an möglichst ruhige Leute alsbald zu verm. [3668] H. Boller. 3890] Geräumige 5—6-Z immer- wohnung in schöner Lage zu vev- mieten. Näh. Ludwigstr. 14, II. Grünbergersttatze 14 ist der infolge Versetzung des Herrn Direktor Prof. Dr. Pitz freigewordene mittlere Stock, 6 Zimmer nebst allem Zubeh., sowie Garten- antell, per sofort, eventl. später, anderweitig zu vermieten. Auf Wunsch können 2 patterre gelegene Zimmer mll vermietet werben. Auskunft erteilt 3552 Karl MalkomefiuS, Wetzstein gL3 schöne Wohnung, 2 Znnmer unb Küche, abgejchl. Vorplatz, Wasserleitung rc., Hinterh. 1. St., per Juni zu vermieten. 3930 Ehr. Reiber, Bahnhofftr. 63. 2-Zimmer-Wohnung mit Zubeh. per 1. Juli zu verm. 3942 I. Ruckstuhl, Steinstraße 63. 8985] 2 Ziminer. ev. möbliert, zu verm. Goechestt. 27, pari. 02411] Möbl. Zimmer zu ver> mieten. Ludwtgstratze 12, III. tIV)öbl. Zimmer mit Kabinet zu JA verm. Ed erstraße 1. 02382 3955] Ludwigsplatz 4,1H, drei gut möblierte Zimmer sofort zu vermieten. _______________ I od. 2 schön möbl. Zimmer sof. zu verm. Kirchstraße 13, 1. Tr. h. 3833] Mehrere schon möblierte Zimmer auf sofort zu vermieten. ________ Seltersweg 68. 3417] Gut möbl. Zimmer sof. zu verm. Dammstratze 45, II. 3853] Möbl. Zimmer zu Vermietern_______Bahnhofftr. 28, L 8868] möbl. Zimmer zu vermieten.______Seltersweg 59. /Linfach möbl. Zimmer zu verm _______Neuenbäue 10, IIL Der seither in meinem Hause von Herrn Koux innegehabte Laden 3338 ist per 1. August oder früher zu verm I. Pfeffer, Marktplatz 6. Cigarren» eschätt. Der Laden, Bahnhofftr. 50, in dem seit 6Jahren ein Eigarreugeschäft betrieben wird, ist mit einer anschließenden, kleineren Wohnung per 1. Juni d. I. zu vermieten. I. Grünewald, Bahnhofstraße 50.3613 W i et st etliche ^l^ohnung, 3 Zimmer und Zu- behör tm Preise vor: 200—300 Mk., für ein junges Ehepaar per Juli gesucht. Gefl. Offerten unter Nr. 02366 an die Exped. d. Bl. c>unger Kaufmann sucht 1. Juni V mobllZimmer mit Kost. Offert, mit Preisang. K. L. Eisenacher Zeitung erbeten.2980 WM Strllcii Azeilt ges. ä. Ä pr. Mon. u. mehr. 3968 H. Jürgensen & Co., Hamburg. M^cißbindergehttfe gesucht. Schlierbach & Stock. Eine erste deutsche Berfich.» Aktieu-Gesellschaft sucht für ihre Unfall-, Haftpflicht- unb Eiu- brruh-Diebstahl Brauchen einen tüchtigen Gennal-AgeM für den Bezirk Oberheffeu gegen sehr hohe Bezüge. (Sefl Offerten erbeten unter Ehiffre F L N 4278 an Rudolf Moffe in Kraul- furt a, M.3981 3976] Energischer Werkmeister gesucht zum baldigen Eintritt. Derselbe muß in Fabrikation bewandert sein und einen Betrieb bereits selbständig geleitet haben. Falls persönliche Meldung, nur Sonntags. Justus Formhals, Eigarrenfabrik, Großen-Linden. Tüchtiger LWinchr Ä 02370 Müller, Wolkengasse. APgw Mgler zum sofortigen Eintritt gesucht. o977_______Andreas Euler. 3931] Et« Mau«, der das Bauholzsahren versteht, zu einem Pferd sofort gesucht. Dampfsägewerk und Zimmer» geschäft Erdkauterweg 20. _______Georg Schubecker.______ Hücker-Lehrling | unter günst. Beding, nach Elberfeld gesucht. Zu erfragen bei Z. Wetnert, Gießen, Neuenweg 9. 3869] Bäckerlehrling gesucht. Horu, Steinsttaße. 3978] Dienstmädchen gesucht. Fr. Hennings, Seltersweg 14. Tücht. saiiberks ltaiisMcheii gesucht. Löberstratze 21. 3979 Lauffrau od. Mädchen gesucht. 02402 Asterweg 40, II. Fräulein aus besserer Familie V zur Stütze der Hausfrau gesucht. (Familienanschluß.) Offerten unter Nr. 02368 an die Expedition dieses Blattes. ttlus 1. Juli nach Darmstadt ein zweites besseres Mädchen zu Kindern gesucht, das schon gedient hat, nähen und bügeln tarnt. Näh. Gießen, Alicestraße 16. Zung. penj. techn. Leauite im Hoch- und Tiefbau gut erfahren (speziell in l. Fach viel gearbeitet), sucht Beschäftigung in und außer dem Hause. Zetch- nungen, Kostenanschläge, Nevisio- nen, flat. Berechnungen u. Bauleitungen werden bill. angefertigt 02406 Blcichsttatze 31, IL Kauttonssäyiger tücht. junger Mann sucht Stelle. Geschäft gleich welcher Branche. Gefl. Offerten unter H. W. 100 postlageritd Marburg. 02398 verh. juger Mann, welcher 4J. eine groß. Möbelgeschäft selbständ. geleitet Hatz sucht Stelle als Verkäufer. Kaution kann gestellt werden. Offerten unt G. 8. postlagernd Marburg. 02397 02408] Mädchen, welches kochen kann, sucht zum 1. Juni Stelle durch Frau Tränkner, Maigasse 12 Ein älteres, besseres Mädchen sucht Stell, tagsüber zu Kindern. Zu erfr. Robheimerstr. 38, III. AMKiW Student der neueren Phllologie erteilt Privatstundeu. [02338 Näheres in der Expedition. Marnnna Warne hiermit jeder- -*vunillu|j* mann, meinem Sohn Ferdinand irgend etwas zu borgen oder zu leihen, indem ich ür nichts haste. 3990 Philipp Klotz, Schmiedemstr. 02403] Zugelaufen am 27. dss. Ms. eine Dachshüudiu. Heinrich Mohr IV., Annerod. Mlimetbd eröffnet. -w »rl: au! vrrde W die W’ M W un Adreßl W ftftnlP1 M W oberster folgend 1. st! 3. - 3. , 4 i Mrückke 9 Es nicht vo iuü) tsch lichrrwk seiigen gatio verhall solche' wäre ( bis bo: geordn Teutsch \* i ab, so nationc losgesa Reichsr Ministk ist alle Lage i ziemlit greislh mit M Starhu Cqtem der \iN verglev Äv ins Ze der Dr Lesterr Schatte Politik den Rü< gedanke den Stl drohung * fei, Ache . Mrbs veiteml leichisch- lneser Q ganz bei eutopäffi Mn boi die [ran polüik b Wie ntai . Jnd land ist 2-eindsel und ihr hall,Lelands s . 3id urmistei ^llgenie handln: nalität mann. !°ohlad «Hera« ‘«ftanbj «ed>°hl tz-' -r°tzL 8L