Nr. ISS •xf *et*t täglich außer Sonntags. Dern Gießener Ün^ttgtt werden tm Wechsel mit dem Vesßschex fantaxirt btt Sietzener Kam Ute, blätter viermal in der Woche beigeletzt. Rotationsdruck u. vec» an tc e t]. • «o ucq- u. c4eu* belieferet (Piets ch fcrbtnf Redaktion, (irpebettor und xtuaereu Lchulstraße f. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. AernsprrchanschluHNr.bl. Donnerstag SS. Mai 1008 153. Jahrgang Erstes Blatt. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugSpeetAr monatlich 7b Ps^ viertel^ jährlich Mk. 2-00; durch Abhole- u. Zweigstelle« monatlich So Pf.; durch die Post Alk. 3.— viertel- jährl. auSschl. Vestellg. Annahme von Anzeige» für tue TageSnunnn« bis vormittags 10 Uhr, ZeilenpreiS: lokal 1» Pf. auswärts 20 Pfg. Derantwortlichr für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: füe ,©tabt und Canb* und „DenchtLfaal":R.Ditt. mann; für den Anzeigenteil: Hanö Beck. A»r Kryöynug ba Klrischprets«. In der Mai-Nummer der beutfcb-amerifatti- schen Monatsschrift o I u m b i kt' wird der <£in- sluß der Einfuhr des amerikanischen Schweinefleisches auf de» inländischen Konsum doryelegt. Wir geben den JnhaltdesArtikelSinnachfolaendemwieder: In der Presse, namentlich im Zrnlande, findet man HLuftg Anschauungen, die, was die Schlachtindustrie in den Bereinigten Staaten anbebangt, die Thatsachen geradezu auf den Kops stellen. Es wird schlankweg behauptet, wenn Deutschland 19 Millionen Schweine ä 2 Zentner mehr Achten würde, bedürften wir keiner Schmalzeinfuhr mehr! Daoei sind aber die 8 Pfund Flomen per Schwein als Schmalz mibgerechnet worden, während dies doch nur zur Hälfte geschehen darf, weil die andere Hälfte im rohen Zustande in den Konsum übergeht, um im Privathaushalte verwandt zu werden, und daher vom Auslande gar keine oder nur wenig Konkurrenz hat, wie in diesem Winter. Ginge es also nach dem Wunscbe der Agrarier und ihrer Helfershelfer, dann müßte sich der unbemittelte deutsche Konsument von Schweineschmalz für eine Zeitlang mit trockenem Brote begnügen, bis die vielen Millionen Schweine in Deutschland vorhanden sind. Trotz ihrer agrarisch-protektionistischen Neigungen wird es unsere Reichsregierung aber doch wohl kaum wagen, die ausländischen Fettstoffe zu verbieten. Wie wenig andere Länder im stände sind, den Weltmarkt mit Schweineschmalz und Schlachtvieh zu versehen, zeigt sich so recht in diesem Jahre, wo ohne die Bereinigten Staaten eine Fleischfrise eingetreten wäre. Australien leidet seit 5 Jahren an einer Dürre, die fast zwei Drittel der Schaf- und Rindviehbeständc dahin- gerafst hat; die Hälfte der dortigen für Export schlachtenden Schlachthäuser mußte schließen. Die Lander mit einer großen Marine sind also gezwungen, sich nach, Nordamerika zu wenden, um die für die Schiffsbesatzungen notwendige Fleischnahrung zu beschaffen. Wir erleben hier wieder zum zweiten Male das Schauspiel, wohin eine einseitige Gesetz- ?ebung führt. Unsere Blaujacken dürfen in Deutschland ein ausländisches Büchsenfleisch essen, denn nach den unfehlbaren Aeußeruvgen des Kaiserlichen Gesundheitsamtes ist es gesundheitsschädlich. Ebensowenig dürfen die Blaujacken, wenn sie in Deutschland sind, mit Bor oder sonstigen unschädlichen Stoffen präservierte Nahrungsmittel zu sich nehmen. Sobald sie aber unterwegs sind, gilt dieses alles nicht mehr, denn der ungebeten gewährte Schutz der Gesundheit des deutschen Staatsbürgers wird ihm nur innerhalb der Zollgrenze gewährt. Wenn unsere Marine sich nicht vom Auölanoe verproviantieren könnte und dürfte, und zwar auch mit den Waren, die im Deutschen Reiche jetzt als gesundheitsschädlich erklärt werden, dann adieu Marine, entweder Vegetarier werden, oder nur Fische essen, Fleisch giebts nicht mehr. Seitdem England die Einfuhr lebender argentinischer Rinder verboten hat, hob sich der Export von Nordamerika. Kanada scheint nicht mehr so viel Vieh wie früher zu haben und legt sich mehr auf Schweine und Farmprodukte. Tie Länder im Südoften Europas haben ihr äußerstes gethan, um Deutschland mit dem fehlenden Schweinematerial zu versehen, aber es zeigt sich daß alles nur verschwindend klein ist, im Verhältnis zu den Jmportzisfern von den Vereinigten Staaten. Wenn also in Nordamerika hohe Fleischpreise herrschen, ist der Weltmarktpreis h Borsäure und Milchsäure frei, Oxalsäure, Weinsäure gen en Staatsvertrag, der eine Vereinfachung und ÜBerJunb Citronensä^ire 8 Mark an. Im Laufe der Debatte be- billigung der Verwaltung anstrebe. Er hoffe, daß das §auS 9runbete Letocha feinen Antrag mit Rücksichtnahme auf die dem vorliegenden Entwurf die Zustimmung nicht versagen oberschlesische Industrie, Bäumer den seinigen mit der Nvt- werde. Im weiteren Verlauf der Debatte widerlegte der Wendigkeit der Wwehr der belgischen Konkurrenz. Sächs. Minister die in der sächsischen Kammer erhobenen' Anschul- Geheimrat Ruger erklärte, der sächsischen Regierung toärle digungen, die auch von dem sächsischen Minister nicht geJber Zollsatz Letocha zur Abwehr der österreichischen Einbilligt werden konnten, denn diese beruhten auf unrich- ^hr erwünscht. Ministerialdirektor Wermuth erklärte, die tigen Angaben. Der Verkehr auf den sächsischen Staats- Regierung werde günstige Bedingungen für unsere Säurebahnen sei nicht zurückgegangen, sondern habe nach allen ausfuhr zu erlangen suchen. Tie Zollfreiheit für «Säure Richtungen zugenommen. Preußen verfahre Sachsen gegen- nicht gebunden. Gothein erklärte, die Ermäßigung der über durchaus loyal. Abg. Funck "(frei]’. Volksp.? hält Tarife sei wichtiger als der Zoll. Dann nahm man die den Anschluß an die süddeutschen Bahnen für sehr nützlich Position 278, Salz re., auch Abraumsalze, neben der inneren unb hoffst, baß die dortigen Verkehrserleichterungen auch Abgabe von 80 Psg. unter Ablehnung des Antrages Gothein in Preußen Eingang finden würden. Der Minister er- auf Zollfreiheit des seewärts eingehenden Salzes an. Abg. widerte, die V er k e h r s e i n r i ch t u n g e n blieben un- Gothein erklärte, von dem Salzzoll sei eine Schädigung verändert, die Ersparnisse würden lediglich durch Ver- unserer Salzausfuhr nach Britisch-Jndien durch Gegenmaß- einfachuüg ber Verwaltung herbeigeführt. Die Vorlage regeln zu befürchten. Unterstaatssekretär Fischer erklärte, ging alsdann an bie Budgetkommission. Im weiteren <8erJber Salzzoll werde unsere Schifffahrt nicht schädigen. Tie lauf ber Sitzung stand der Gesetzentwurf betreffend bie Be- Kommission nahm debattelos die Positionen 279 bis 282 fähigung für ben höheren Verwaltungsdienst zur erften unb 284 aiL Zu Position 285 Soda 0.90 Mk., kalzinierte Lesung. Ncach längerer Debatte wurde derselbe an eine Soda 1.50 Mk., beantragen v. Gothein eine Ermäßigung besondere 21er-Kommission verwiesen. Aus der Tages- ouf 0.30 bezw. 0.50 Mk. und Bäumer eine Erhöhung auf ordnung am Freitag steht ber Antrag betreffend innere Ko- 4 oO bezw. 2.50 Mk. (wie bisher). Staatssekretär Graf Posa- lonisatton und Kommissions'berichte. dowsky empfiehlt bie ermäßigten Sätze ber Vorlage, ba ______ Teutschlanb ein Sodaausfuhrlanb geworden sei, sowie im Ein soüaldemokratO'lüer Landwirt Interesse der Konsumenten. Tie Debatte wird abgebrochen. Lin WMoemotratiiqer lanDWirt Nächste Sitzung am Freitag und die übernächste am Dienstag. In dem neuesten Heft ber sozialbemokrattjchen Wochen- • " y ’ schrist „Tie Neue Zeit" beschäftigt sich Genosse Gutsbesitzer Non einem Mitaliebe ber Qu rf er f n mm i f f i n n Ebharb (Kornrnerowen i. Ostpr.), ber bei ben letzten Reichs- ReiMtags wi?b ber Voss Zta " mitaetelll bi vorläufiae und Landwirtschaft". Genosse Ebhard meint,^daß ine Bauern, !>N e Weites ü?d e n^ An^tÄ g^Jidn ?u®r c ch"ne /war “Ä Ae Ässichte'n für dal Zusta^ekaLn^n de?Zuckerb°ri hnJ hp«brobnzierten, er spricht tilgen, deren baldige Verabschiedung bekanntlich Gras 10in seiner Reichstagsrebe vor ben Pfingstferien als nach kann die Er-1er^orber^i^^ bezeichnet hatte, finb also schlechtere ge- HnQh9 n^hPTnünAZollgesetzgebung worben. Erweist sich bie Reichspartei ber Vertagung ge- uberW m$.tjeiteißert iuerbcn; neigt _ unb die Rebe bes Abg v. Karb or ff (Rp) bei waB bern Bauern helfen könne, sei höchstens das Attliz- der ersten Lefuna ber Vorlagen im Plenum läut kaum bas inih1 I ^eßenteU erwarten — bann bürste Abg. Müller-Fulba ^rorifchen Großg^unbbesttzer macht nicht zögern, seinen Antrag aus Vertagung ber Beratung hprnp^TrtfSrtftamp^P Getreidebau Nicht eme mo- dis zum Herbst zu erneuern; bie Annahme ist bann ziemlich berne Wirtschaftsweise, sondern die des wirtschaftlich rücf= I nptnin Die fran^öfifcbe Reaieruno ßpfrhnftinf sj,,, aßstabe nehme. Ebhard beräffentJ bereite, dem „Journal des Debats" zufolge, mit der Even- bp^'Lirnpßf111 a.us denen tualität der Ablehnung der Brüsseler Konvention durch ^abrpn bbo^tzlen deutschen Reichstag. Nach alledem ist es ungewiß, ob die ?r ansPina7dp? What. Zum Schlüsse setzt Zuckervorla^en in der «Sommertaguiig noch ans Plenum die Erhöhung der Getreidepreise nur znrückgelangen. Das wirkt aber ein auf das Schicksal des SS? toer^' ^lche extensiv wirt-stranntLinsteuerge setz es, dessen baldige Berab- Stei8et“nflber Pro- schiedung von denselben Parteien gewünscht wird, die einer bereits aum ^ph herbeifuhren, die Erledigung ber Zuckervorlagen wiberstreben. «Schon vor ber npMr?p«Um e^Crnen destanbe der russischen Landwirtschaft Pfingstpause hatte bie Linke bie Losung ausgegeben: „Ohne IZu cker kein Branntwein!" Die Linke wirb also h ---sofort nach Wieberzusammentritt bes Reichstagsplenums LtUS OCH jtOölUtlf/lOilieH. alle Minen ber Obstruktion springen lassen, um bie Berlin, 28. Mai. Branntweinsteuernovelle zu Fall zu bringen. Die Freunbe Tie Zucker steuer kommission hat gestern ihre I können bie,e Angriffe nur daburch zurück- Beratungen begonnen unb heute fortgesetzt. Pingen er= daß |xe dauernd in beschlußfähiger Anklärte, wenn jetzt keine Zusagen bezüglich ber Fracht- Zur stelle smb, eine Verpflichtung, deren Erfüllung ermäßigungen gegeben würden, sei es besser, die Ver-1ber warmen Jahreszeit erfahrungsgemäß mit jedem Handlungen bis Oktober zu vertagen. Staatssekretär Graf ^ge schwieriger wird. Es kann also jede ber bevorstehenben Posabowsky sprach sich gegen Vertagung aus. Komme die Sitzungen,überraschende Zwischenfälle bringen, und die Re- Konvention nicht zu stände, würde die deutsche Zuckerindustrie L^brung ist dazu verurteilt, „mit einem heit'ren, einem in die größten Schwierigkeiten geraten. Müller-Fulda bed^n $ug^ alledem zuzuschauen. Damit die ergötzende antragt Vertagung bis zum 1. Oktober, ba bie Sache nicht Abwechselung nicht fehle, gebenken bie preußischen geklärt sei, auch über bie in Aussicht gestellte neue Kon- Konservativen in der nächsten Woche um Abg,eorb- tingentierung Klarheit geschaffen werben müsse. Posa-L t en h au s bie Erörterung bes Ge t r e ibe z o l l-A n- bowsky bekämpfte nochmals ben Bertagungsantraa. Tie durchzusetzen (Graf L im b ur g : Die Regiierung Aussetzung ber Verhanblungen werde im Auslände so ged™°se be™ Kompromiß der Zolltarifkommissivn zubeutet werben, daß Teutschlanb bie Konvention nicht n»- stimmen.) Das kann heiße Kämpfe geben. . nehmen wolle. Nach längerer Debatte, in ber auch Staats- TTZs fekretär v. Richthofen gegen die Vertagung sich aussprach, UHV M Müller-Fulda einstweilen seinen Antrag zurück, um bent Gießen 29 Mai 1902 Sr,^nei!!,On0?."t ^.legenh-it zu abermaliger Beschluß- »» I u st izdi-n stn achri ch t en. Der Großhcrzog hat LnUWnt?A Srf'en- Er erNarte aber, daß er sich Vorbehalte, den Amtsrichter bei bent Amtsgericht Langen, Amtsgerichts- der Ge egenheit zu erneuern. - In rat Dr. Blum zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht bie Mtmtoh nn Ministerialdirektor v Krwner Zwingenberg mit Wirkung vom 1. Juni, ben tzilfsgerichts- n erfe ^3 Staubt; jutucf, baß eugli,che Dele- schreiber bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Roosen zum °^<..^usk ausgetreten seien und erklärte, Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Hungen ernannt - “ eiTn Surd, Entschluß des Ministeriums de? Jüstiz wurde der Eine L6UH(f’ÄU,^ett' “?er keinen Erfolg. Gerichtsassessor Fresenius in Gießen mit Wahrnehmung iZ lÄ'= eentR?int nch Uber die Frage ob der Dienftverrichtungeu eines Staatsanwalts am Land- fünbint nn4 LK (C noc«>t.f seien. Abg. gericht der Provinz Starienburg mit Wirkung vom 6.Jun> ^arty tunbigt au, er werde, um sicher ben Fortbestanb an beauftragt. machen, später eine Herabsetzung ** ließet den Bäckerstreik in Gießen vom be£ Zolles |um - Mark beantragen. Der folgende Artikel I vorigen Fahre finden wir in dem Jahresbericht ber großch. § Ostheim-Nieder-Weijel, 28. Mai. Unsere MoUer^i- Genossenschaft m. u. H., der am 1. Januar KerettS 453 Mitglieder angehörten, hatte im verflogenen Rechnungsjahre ein sehr günstiges BetnebSergebnis. Bei einem Rein» gewinn von 18 314 Mk. 28 Psg. für 1901 betrugen Aktiva imb Passiva 79 442 Mk. 59 Psg. TaS Gesamtquantum der gelieferten Milch war 1 847 284 Lrter. Die Genosienschast besteht erst 6 Jahre und gehört in finanzieller Hinsicht zu den größeren Molkerei-Genossenschaften in Hessen. Darmstadt, 28. Mai. $n der Sitzung der Handelskammer Darmstadt am 26. Mai wurde u. a. über eine Eingabe des Verbandes deutsche r Eisenwarenhändler an die Zweite Kammer referiert, die gegen die finanzielle Unterstützung der Handwerker.Einkaufsgenossenschaften gc richtet ist. Man beschloß, diese Eingabe zu unterstützen. Ferner forderte der Referent die Handelskammer auf, dahin zu wirken, daß auch hier, wie in Preußen, gestattet werde, an Sonn- und Festtagen, währenddem die Kaufläden geschlossen bleiben, d'ie Schaufenster offen zu halten. Auch dieser Antrag wurde angenommen. Vermischtes. 'London, 28. Mai. Rach einem Telegramm aus Kingston füllt dort Regen in so großer Menge, daß eine große Anzahl der kürzlich begrabenen Leichen von dem Wasser aus dem Erdreich herausgespült werden. Ueberall herrschen Ueberschwemnlungen. * Paris, 28. Mai. Dem „Figaro" wird heute nacht aus London telegraphisch gemeldet, daß em wahrscheinlich wahnsinniger Mensch das lenkbare Lufts-chisf Santos Dumonts, das sich gegenwärtig im Krystallpalast besindet, fast vollständia zerstört hat. * Paris, 28. Mai. In einer Versammlung der Gläubiger der Familie Humbert wurde festgestellt, daß dieselbe ungeheure Landstrecken in Argentinien erworben hat. * Wien, 28. Mai. Die Schauspielerin am hiesigen Kaiser-Jilbiläums-Stadttheatcr, Marie Krall, versuchte sich heute vormittag während der Probe in der Theater-Garderobe zu erschießen. Die Kugel ging jedoch fehl und die Krall blieb unverletzt. Die Motive sind angebliche finanzielle Kalamitäten. • Ein Bubenstreich. Rach einer Meldung aus Lüdenscheid ist in Augustenthal das Denkmal Kaiser Wilhelms vollständig zerstört worden, nachdem das Reliefbild schon einige Tage zuvor gewaltsam entfernt worden ivar. Von den Thätern fehlt jede Spur. • Bau Unfall. Die „Franks. Zig." meldet aus Dortmund: Beim Neubau der Kirche in Ruenthe stürzte das Baugerüst ein. Sechs Arbeiter wurden schwer verletzt. " Auf hoher See. Wie aus Hamburg depeschirt wird, kollidierte der Dampfer „Heston" unweit Bilbao mit dem Dampfer „Saltillo". Der Zusammenstoß war so heftig, daß der Dampfer „Heston" sank. Der 1. Offizier, Dicks, der Steward und ein Matrose ertranken. Der „Saltillo" ist stark beschädigt worden. * Verunglückte Generäle. Aus Lissabon wird gemeldet: General Ehamoin wurde bei einer in Begleitung des Generals Torcy unternommenen Spazierfahrt infolge Umschlagens des Wagens nicht unerheblich verletzt. • Die Pest. In Alexandrien wurden in der vergangenen Woche 9 Pestsälle amtlich konstatiert, von denen 7 tätlich verlaufen sind. * Brücke ne in stürz. Die „Frankf. Ztg." meldet aus Newyork: Bei einer Parade zu Ehren der zur Enthüllung des Rochambcau-Denkmals eingetroffenen Gäste stürzte eine Holzbrücke über eine Straßenausschachtung an der fünften Avenue ein. Eine Person wurde getötet, 110 verletzt. Der Weimarer Ltudentenkougreß. In diesen Tagen sand in Weimar ein von bet Borstandschask 6er deutschen Freien Studentenschaft, des Verbandes der Organisationen der Nichtinkorporierten an den Hochschulen Deutschlands, emberutener Sludentenkongreß statt, gleichzeitig mit dem dritten Verbandstag der Deutschen Freien Studentenschaft. Ter Kongreß, zu dem die Nichtinkorporierten der Unwertz- täten Leipzig, Berlin, Halle, Jena, Marburg, Göttingen, Greisswald, sowie die technischen Hochschulen Eharlottenburg, Braunschweig, Karlsruhe und Darmstadt Vertreter entsandt hatten, begann mit einem Tiskussionsabend über das Thema: ,Die Freie Studenten- schast und die nationale Frage". Hierber kam besonders die Judensrage zur Erörterung, die eine stellenweise sehr stürmische Debatte hervorrief. Tie Gleichberechtigung der jüdischen Studenten ivurde allseitig anerkannt, doch wurde von vielen Rednern den Juden eine gewisse Zurückhaltung von leitenden Stellen in der Studentenschaft anempfohlen. Einig war man sich darüber, daß die Ausländer an unseren Hochschulen als Gäste zu betrachten seien, sowie daß darum die Freie Studentenschaft unbedingt auf nationaler Grundlage ruhe. Am zweiten Tage sanden die Sektionssitzungen und die Haupt- oersammtung der Deutschen Freien Studentenschast statt. Hierbei wurde zum Vorort der Sektion der Universitäten Leipzig, der technischen Hochschulen Karlsruhe gewählt, während die Vorstand- schast Leipzig übertragen wurde. Außerdem wurde beschlossen; eine Bibliothek über Hochschulwesen einzurichten, welche ihren Sitz in Dresden haben solle. Sodann wurde eine Vermehrung und Erweiterung der sinkenschastlichen Zeitschriften, deren cs augenblicklich 5 gibt, beschlossen. Auch der Ausbau des Abteilungswesens wurde einer eingehenden Erörterung unterzogen. Ter zweite Tiskussionsabend brachte eine Debatte über das Thema: „Gruppenbildungen innerhalb der Studentenschast früher und x jetzt." Hierbei wurde namentlich die gegenwärtig vielfach brennende Duell- und Ehrengerichts-Frage berührt, ivobei mau zu dem Schlüße kam, die Freie Studentenschaft müsse den beiden Standpunkten der Tuellanhänger und Duellgegner An- erfemmng und Achtung durch Schaffung von Ehrengerichten erweisen. Dieser Standpunkt der Toleranz wurde auch in anderer Hinsicht gegenüber den geschlossenen Vereinen vertreten. Den Schluß des Kongresses bildete em allgemeiner Kommers, der btt Kongreßteilnehmer auch einmal in fröhlicher Runde nach der ernsten Arbeit vereinte. Universitäts-Nachrichten. — Mittelrheinischer Aerztetag in Soden a. T Am PfingstdienStag wurden gelegentlich der 48. Jahresversammlung mittelrheinischer Aerzte eine Reihe bemerkenswerter Vorträge gehalten. Es sprachen u. A. Prof. Tr. v. Büngner (Hanau) über den Kalhederismus bei Prostetahypertrophie, Pros. Dr. Freund (Straßburg) über moderne Prolaps-Operationen, Pros. Dr. Jordan (üeidelbergi über Endresultate von Empyem-Operationen, Prof. Tr. Kraepelin (Heidelberg) über die Diagnose bei Neurasthenie, Pros. Tr. Sommer (Gießen) über Tifferenttaldiagnostik bei Hirntumoren, Geh. Rat Prof. Dr. Küster (Marburg) über Wesen und Behandlung der Ischias, Dr. D. Rothschild (Soden) über Behandlung Herzkranker tn eoben, Dr. Schwerin (Höchst) über einen Fall von Herznaht, Pros Tr. Brauer (öeibclbergl über periearbi tische “ebercirrboje. Tic 49. Versammlung mittelrheinischer Aerzte findet in Wiesbaden, die 50. in Franksurt a. M. statt. Landwirtschaft. + Aus dem Lhmthal, 28. Mai. In so r e i ch e r Blütenpracht ficht man die Aepselbäume selten prangen, wie sie zur Zeit sich dem Auge barbietet. Der Aepfelblüte bat bas naß- kalte Maiwetler nicht zu schaden vermocht; beim erst jetzt, mit bem Eintritt roarmen Wetters, öffnen sich die Blütenknospen. Bleibt die weitere Eittwicklungszeit für die Aepsel günftig, dann steht eine Aepfelcrnte hier zu erwarten, wie wir sie lange nicht gehabt haben. § Bom Lande, 28. Mai. In diesem Frühling klagen die Landwirte iiber häufig vorlommende Krankheitsfälle bei dem Rindvieh. Insonderheit ist die Zahl der eingegangenen Kälber bemerkenswert. Der Verlust ist umso empfindlicher, als either die Preise für Kälber außerordenttich hoch standen. Sicher liegt die Krankheitsursache in den seitherigen schlechten Futter- verhältnissen. Fangen doch jetzt erst Gras und Klee recht zu wachsen an, nachdem sie drei Wochen lang in ihrem Wachstum still gestanden haben. Daß man aber mit der ftleefütterung vorsichtig sein muß, beweisen die zahlreichen Fälle von „Dickwerden" der Kühe. Tie Maikäfer, die gleichsalls durch die seitherigen Witterungs- verhälttiisse an ihrem Flug gehüidert waren, treten nun noch zahl- reich aus. Da aber Bitten und Blätter in ihrer Entwicklung weit vorgeschritten sind, kann wohl von einem Schaden durch Maikäfersraß nicht die Rede sein. Buenos Aires, 27. Mai. Der Ackerbauminister gibt bekannt, die Mau l° und K lau e ns euch e sei in Arg en ti ui en seit vielen Monaten erloschen. Sollte die Seuche ivieber ausbrechen, würde die Regierung sosort durch den Erlaß eines Vieh- aussuhrverbots davon Kenntnis geben, da sie eifrig • bemüht fei, den guten Ruf der Hauptquelle des Wohlstands des Landes auf- rechtzuhalten. Es wird angenommen, daß bei den Züchtern mehr als 5 Millionen Stück junge Rinder zur Aiisfuhr bereitstehen. Der Saatenftand im Reiche. Um die Mitte des Monats Mai war der Stand (Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel (durchschnitttich), Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering): Mai 1902 . . Weizen Für die außerpreußischen Staatsgebiete ist zu diesen Ziffern zu bemerken: Tie zweite Aprilhälste war bis zum 25. vorrotegenb schon, bann erfolgte em Witterunasumschlag; rauhes Wetter mit kalten Nord- und Ostwindeii und häufigen starken Nachtfrösten setzte ein, in Mitteldeutschland und im Osten zunächst mit Trockenheit verbunden, in den übrigen Teilen Deutschlands aber mit häufigen Regen-, Schnee- und Hagelschauern. Allerthalben blieben die mittleren Tagestemperaturen erheblich hinter denen normaler Jahre zurück, wodurch die gesamte Vegetation in ihrer Entwickelung ungemein gehemmt wurde. Ter ötanb sämtlicher Früchte, über die im Vormonat berichtet wurde, gmg zurück. Ter Winterweizen hat weniger gelitten als der Winterroggeii, nur in einem Staate wird jein Stand als mittel bezeichnet (Sachsen-Koburg-Gotha 3,0); seine sämtlichen übrigen Noten sind besser als mittel, während dem Roggen m 17 Staaten und Landesteilen die Noten 3,0, 3,1 ober 3,2 zusallen. Der Roggen hat namentlich auf leichtem und nassem Boden durch die Kälte stack gelitten und ist dort spitz geworden. In Oldenburg und Bayern ist der Winterweizen an vielen Orten rot geworden. In Württemberg, Baden und Elsaß-Lothringen haben die Felder vielfach ein rostiges Aussehen. Aus Schwarzburg- Rubolstadt wird berichtet, der Weizen zeige erfrorene Spitzen und gelbe Farbe. Daß die Wintersaaten vielfach eine gelbe Farbe angenommen haben, wirb gleichfalls aus dem Königreich Sachsen, Lachsen-Meiningen, Hessen, Lippe und Elsaß-Lothringen mitgeteilt. Gerste ist vielfach noch zu säen, so tn Hessen, Reuß j. L., den beiden Schwarzburg, Anhalt, Oldenburg. Im Königreich Sachsen und in Württemberg tritt an Gerste und Hafer in manchen Orten der Drahtwurm ein. Vereinzelt zeigt sich Unkraut, namentlich Flug- haser, Senf und Hedeckch. Die Kartoffeln sind noch nicht überall gelegt. Daß Frühkartoffeln abgefroren sind, wird vielfach berichtet, so aus Oldenburg, Hessen, Bayern, Wücktemberg, Baden und Elsaß- Lochringen. In 39 Staaten und Landescheilen konnte über den Ltcmd der Kartoffeln keine Note abgegeben werden, da dieselben zum allergrößten Teil noch nicht ausgegangen waren. Es hatte daher auch die Feststellung einer Reichsnote zu unterbleiben. Ter Klee ist allgemein recht weit zurück. Selbst Bayern, welches von allen Staaten dem Klee noch die besten Noten giebt, berichtet, der Klee scheine am meisten unter der Ungunst der Wttterung gelitten zu haben, namentlich in tieferen Lagen. Ter erste Kleeschnitt verspreche nur geringen Ertrag. In manchen Bezirken wurde daher der Befürchtung des Futtermangels Ausdruck gegeben. Auch der Bericht von Braunschweig äußert diese Besorgnis. In 17 Staaten und Landesteilen wird der Stand als mittel ober unter mittel (3/) bis 3,6) bezeichnet. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. fc. Mainz, 28. Mai. In der Waggonsabrtt van Gebrüder G a st e 11 in Blombach wurden bis jetzt 400 Arbeiter entlassen. Hamburg, 28. Mai. Generalversammlung der Hamburg-Amerika-Linie. GeneraldirektorBallin betonte, daß man der Hamburg-Amertta-Linie eine solche Gemeinheit nicht zu- trauen dürfe, daß sie die Hand bieten würde, amerikanische Produkte zu minimalen Frachtsätzen auf den deutschen Markt zu werfen. Die amerikanischen Eisenbahnen litten darunter, nicht genug Einfuhr in das Innere des Landes einführen zu können. Das Bestreben bet amerikanischen Eisenbahnvereinigungen gehe dahin, die Einfuhr nach Amerika zu heben. In der Hebung der Ettisiihr liege der Vorteil für die deutschen Dampserlimcm Redner sei seit Jahren bestrebt gewesen, einen Vertrag mit den fetzigen Kontrahenten der Gesellschaft abzuschließen. Endlich sei es ihm gelungen. Man könne überzeugt sein, baß dieser Vertrag nur zum Vorteil bev deutschen Gesellschaften ausschlage. Dabei habe man deutscherseits roobl erwogen, daß der Gegcnkontrahcnt die '.Umexifaner sind. Ballin verwies darauf, daß schon seit 11 Jahren ein Vertrag bestelle mit den m Betracht kommenden belgischen und holländischen Rhedereieu, nach welchem der Verkehr nach Belgien der belgischen Whilc Groß Line und der Verkehr nach Holland der holländischen "Amerika- Linie überlassen sei. Es hätte sich also erübrigt, dieser Sache nochmals Erwähnung zu thun. Zur Kontrolle der Ausführung beS Ueberemkommcns sei eine Koinnnssion eingesetzt, welche sich auS einem Vertreter der englischen Linien und zwei Vertretern der deutschen Linien, nämlich Wiegand und Ballin zusammensetzc. Mau könne im Hinblick aus diese Thatsache sich überzeugt haltert, daß die deutschen Linien sich nicht unterdrücken laffen iverben. Nach diesen Ausführungen erwiderte Hahn, daß er hinsichtlich der Wahv- ung der Nationalität der deutschen Linien und betreffs der von ihnen zu beachtenden dcutschnationalen Politik beruhigt und befriedigt sei. Nachdem noch der Präsident der Bürgerschast, Hu»> richsen, namens der Aktionäre der Verwaltting für ihre aufopfernde Thatigkcit den Tank ausgesprochen hatte, wurde die Vorlage per Akklamation cinftimmig genehmigt. Mannheim, 28. Mai. Zu den vielfachen Gerüchten, die in letzter Zeit über den Abschluß der Süddeutschen Kabelwerke in Mannheim in Umlauf waren, erfährt die „91. Bad. L." von kompetenter öeitc, daß die Bilanz, die am nächsten Freitag dem Aufsichtsrat vorgelegt iverben soll, nach regulären Abschreib-' ungen von ca. Mk. 66,000 (im Vorjahr 63,923) und einer Hon- junkturalabschreibung aus Warenvorräte einen Betriebsverlust von Mk. 88,000 ergibt. Hierzu treten noch sich als notwendig erweisende Abschreibungen auf Effektcnlonto, namentlich auf den Besitz der Mannheimer Telegraphendraht- und Kabelsabril-Aktien in Hohe von Mk. 450,000, sodaß ein Gesamt-Verlust von Mk. 538,000 sich ergeben dürfte. Nach Abzug der Reserven von Tlf. 127,000 roürbe sich demnach die Unterbilanz der mit Mk. 3 Mill, vollbezahltem Aktienkapital arbeitenden Gesellschaft auf rund Mk. 411,000 belaufen. Zur Beseitigung dieses Veckustjaldos und einer eventuell weiteren Abschreibung sollen die Aktien von 5 zu 4 zusammengeleat werden und ist zur Vereinfachung des Geschäftsbetriebes die Fusion der Mannheimer Telegraphen-Draht- und Kabelsabrck, vormals Schacherer, mit den Süddeutschen Kabelwerken in Mannheim beabsicbligt. GerichlssacU. Berlin, 28. Mai. In der heutigen Berhiandlung des P ro- zesses gegen Sauden und Genossen rouröc der An-- klagepunkt, der sich auf ba§ Vergehen gegen das Hypothekenbank- gesetz bezieht, verhandelt. Gegen bas Gutachten des Sachverständigen, Kommerzienrat Lucas, hatte die Verteidigung Widev- spruch erhoben. Sie erklärte die Art, wie das Zahlenmaterial zu- sammengeslellt sei, für nicht einwandsfrei und die Schlußfolgerungen für falsch und beantragte, den Bücherrevisor Reuter als Gegen- sachverständigen zu vernehmen. Der Gerichtshof beschloß demgemäß. Hierauf wurde die Verhandlung auf morgen vertagt. — Die als Sachverständige abgelehnlen Bankbeamten Bollmann und Richter haben den Präsidenten schriftlich ersucht, ihnen Gelegenheit zu geben, sich gegen die von bev Verteibigung erhobenen Angriffe rechtseckigen zu können. Die Qualifikation als Sachverständige sei ihnen s. Z. von maßgebenden Organen bestätigt worden. -- ■ "■ 11 11 ---- Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Mai Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung =c s Wetter 28. 2“ 744,5 23,4 10,8 51 W. 2 Sonnens chem 28. 9” 743,4 17,4 16,8 11,2 76 SSW. 1 KlarerHimmel 29. 7" 744,2 10,9 76 SSW. 1 Sonnenschein Höchste Temperatur am 27./28. Mai 24,0° C. Niedrigste „ „ 27,/28. , 5,9° tl. Schiffsnachrichtcn. „Red Star Linie" Antwerpen. Der Postdanipser „Zeeland" der Red Star Shue, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 26. Mai wohlbehalten in Newyort angekommen. Wöchentliche Uebeesicht der Todesfälle in der Lindt Gießen. 19. Woche. Vom 4. bis 10. Mai 1902.' Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Militär), Sterblichkeltsziffer: 16,06, nach Abzug von 2 Ocksfremden 12,05%o. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Akuter Tuberkulose Lungen-Tuberkittose Lungenentzündung Krebs Verbrennung Altersschwäche 1 1 — __ 1 1 — 1 1 — — 2 (1) 2 (1) —- — 1 (1) 2 2 J(l) Summa: 8 (2) 7 (1) — 1 (1) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todessälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke tommen. Damen-Handschuhe pÄ, A. Waag, verglichen Behörden, sowie der Gesamt-Bürgerschaft Gießens sagt für die uns anläßlich des 19. Detegiertentages erwiesene so üöeraus freundliche Aufnahme im Mamen sämtlicher Delegierten herzlichen Dank Arr Central-Vorstand der Wn-Min-AriMe-Mander. 02407 CI. Haust. Cossmann’s Kaffee-Geschäft Lomtilg den 1. 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Gegründet 1826. mit schön dekorierten Porzellan- ytuascii Tassen und ganzen Porzellan- Lindenplatz -w Kießener Zitßer-Muß. (Wohlthätigkeits-Verein.)