Samstag 38. Marz 1ÖO3 153. Jahrgang Zweites Blatt. EiehenerAnzeiger " General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 7b Ps„ viertele jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertelt jährl. ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilen preis: lokal 12 Pf* auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polit. u. atigern. Teil: P. Witiko: für .Stadt und Land^ und . Gerichtssaal": R. D i t t- mann; für den An- zeigentell: Hans Beck. Nr. 74 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Giehener LamUien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl »schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanschlnßNr.51. Pie Heutige Dummer umfaßt 16 Seite». Kclranntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul-- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 3. April ds. Js. in Leun anstehenden Viehmarktes an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine den Markt in Wetzlar betreffende Bekanntmachung in Nr. 64 des Kreisblattes von 1902 veröffentlicht worden sind. Der Auftrieb beginnt um 9 Uhr vormittags. Aus der Provinz Oberheffen des Großherzogtums Hessen darf Rindvieh nicht aufgetrieben werden. Wetzlar, den 25. März 1902. Der Königliche Landrat. Der Hod Kecil Rhodes' hat begreiflicherweise in England einen schmerzlichen Eindruck hervorgerufen. Denn trotz aller seiner Mangel hielt die Mehrheit seiner Landsleute den „Koloß von Rhodesien", dem die Osterglocken nun das Grabgeläut bringen, für den thatkräftigften Förderer des Reichsgedankens, £>eit er durch die Erwerbung riesiger Landstrecken im schwarzen Erdteil zu siegreichem Ausdruck gebracht hatte. (5S hat dem ungekrönten König von Südafrika in der öffentlichen Meinung seiner Heimat wenig geschadet, daß 'Männer von feinerem sittlichen Empfinden oie Methoden seiner Kolonialpolitik streng verurteilten und daß der Weg zu seinen weitgesteckten Zielen durch Blut und über Leichen ging. Die Königin Viktoria nahm Cecil Rhodes, der vielleicht damals schon davon geträumt haben mag, jenen südafrikanischen Landern, die er mit einem immensen Vermögen beherrschte, dereinst die Unabhängigkeit von England zu erkämpfen, als ein Washington des schwarzen Weltteils, auf Vorschlag ihres Kabinetts in ihren geheimen Rat auf. Männer oes ältesten und des höchsten Adels im Vereinigten Königreich buhlten um die Freundschaft des mächtigen Mannes, der einst als schwindsüchtiger Student der Gottesgelahrtheit nach Südafrika gegangen war, um in dem milden Klima zu genesen oder den Rest seines Daseins minder qualvoll zu verbringen. Schließlich konnte man einem Manne, der ein Reich von 800 000 engl. Quadratmeilen begründet hatte und sich mit Plänen trug, die das Ansehen Englands erhöhen und seine Weltstellung stärken mußten, wenn sie auch zweifellos in erster Linie für die Bereicherung des eigenen GeldsackeI erwacht waren, die öffentliche Anerkennung nicht versagen, und wenn er, wie bei dem von ihm ersonnenen Einbruch Jamesons in das Gebiet von Transvaal, gefehlt hatte, so ließ man ihn versöhn!,ch sein sittliches Verschulden nicht allzu schwer büßen und bedauerte nur, daß das Unternehmen nicht besser vorbereitet war. Rhodes und Dr. Jame- son, der jetzt an seinem Krankenlager als sein Arzt versuchte, chn dem Tode zu entreißen, hatten sich, und das ist ein Beweis für den schlechten Blick des Urhebers des Putsches, gewaltig darüber getäuscht, wie man die Buren unterjochen könne. Eine solche Arbeit wollte aber Rhodes, der als kap- ländischer Ministerpräsident die heldenhafte Unbeugsamkeit der Buren, die ihm in seinen kaufmännischen Riesenplanen sich in den Weg stellten, besser hatte kennen lernen können, durch die armselige Reiterschar des Dr. Jameson ausführen lassen, — gewiß eine Berechnung, wie sie die Weltgeschichte nur wenige aufweist! Was nun aus Cecil Rhodes' Schöpfungen und Plänen werden wird, steht dahin; ob inÄresondere der Riesenplan einer ganz Ostafrika durchquerenden Bahn von Kapstadt bis nach Kairo, der ihn vor einigen Jahren auch nach Berlin geführt hatte, sowie der Telegraphenlinie zum Tanganyikasee nach seinem Hinscheiden weiter gefördert wird oder aufgegeben werden mutz, kann nur die Zukunft lehren. Vermutlich aber wird sich sehr bald der Einfluß zeigen, den Cecil Rhodes' Verschwinden von der Welt- bübne auf die brennende Frage des Tages bat. Neue Frredensv erhandln» gen zwischen England und oen Buren sind in Vorbereitung begriffen, und in England selbst scheint man, je nach der Beurteilung des Krieges, zu hoffen oder zu fürchten, daß das Fehlen des Rhodes'schen Einflusses sich in größerer Geneigtheit der maßgebenden Kreise zu Zugeständnissen an die Buren äußern werde. Tie Rhodes'schen Kreise werden es als ein Verhängnis ansehen, daß dieser bewundernswert energische Mann, zu dem sie vertrauensvoll wie zu einem Halbgott emporsahen, bei diesen Verhandlungen nicht mehr das Gewicht seiner Autorität in die Wagschale werfen und seinen Plan eines südafrikanischen Staatenbundes förbern kann. Die Buren aber, die als stille Ackerbauer den weitblickenden industriellen Ideen dieses Mannes verständnislos gegenüberstanden, sie werden in chrer von der Welt noch in ganz anderem Maße bewunderten als ausdauernden Tapferkeit fortsahren und können in dem Tod Cecil Rhooes' just in diesem Augenblick ein günstiges Vorzeichen für eine günstigere Wendung ihres Geschickes sehen. Nun ist diese Verkörperung amerikanisch-rücksichtslosesten Erwerbsbetriebes und Machthungers nicht mehr. Sympathisch zu sein, hat Cecil Rhodes nie begehrt; man muß ihm aber nachsagen, daß es ihm bei der Anhäufung seines Reichtums nie besonders um körperliches Wohlbehagen zu thun war. Seine einzige Freude war die Groote Schnur, ein Landgut bei Kapstadt, wo er seine Einsamkeit genoß, und das Tierleben Afrikas studierte; zahlreiche Vertreter der afrikanischen Fauna bewegten sich auf dem Gebiete des Gutes frei umher. Dann liebte er noch Rosen und alle geschnitzten Eichenmöbel. 2lls er schon sehr reich war, wohnte er in Kimberley als „möblierter Herr" und aß in der Speiseanstalt. Kurz angebunden in der Rede, liebte er auch das Schreiben langer Briefe nicht. Wofür ist denn der Telegraph da? meinte er. Die besten Geschäfte feien die, die per Draht abgeschlossen werden. Stets einfach und gleichmäßig gekleidet, war Cecil Rhodes die bescheidenste Erscheinung des Millionärtums. London, 28. März. Aus Kapstadt wird telegraphiert, daß Rhodes sanft nach schwerem Leiden entschlief. Eine Herzkrankheit und zunehmende Wassersucht waren die unmittelbare Ursache. Cecil Rhodes behielt das Bewußtsein bis drei Minuten vor seinem Tode. Kurz vorher murmelte er noch etwas, was niemand verstand. Rhodes Bruver, Dr. Jameson und die übrigen Freunde sowie alle seine Diener umstanden sein Sterbebett. Rhodes hatte gewußt, daß sein Ende bevorstand und alle seine Angelegenheiten geordnet. Sein Wunsch war, auf dem Matoppo-Berg in Matabele-Land begraben zu werden, wo er 1896 nach einer Konferenz mit den Matabele-Häuptlingen den Matabele- Krieg praktisch beendete. Wie weit diesem Wunsche entsprochen werden wird, ist noch unbestimmt. Ter Premierminister Sprigg erklärte, daß die Leiche mit einer öffentlichen Begräbnisfeier nach der Kathedrale von Kapstadt gebracht werden würde. In Kapstadt wurden gestern abend alle Vergnügungslokale geschloßen. Es herrscht allgemein Trauer unter der englischen Bevölkerung. Rhodes hatte aber auch unter den Holländern noch manche Freunde aus früheren Zeiten, die sich nicht scheuen, sein Andenken zu ehren. Dr. Jameson erklärte, daß Rhodes seinen Landsitz Groote Schnur den Einwohnerrn von Kapstadt sowie große Summen für Wohlthätigkeitszwecke hinterlassen habe. Dolithche ÄiMsschau. Die Zusammenkunft Bülows mit Prinetti. Die bereits im voraus vielfach erörterte Zusammenkunft Bülows mit dem italienischen Minister des Auswärtigen Prinetti hat am Donnerstag Vormittag in Venedig stattgefunden. Aus der Thatsache, daß Zanardelli, die zur Zeit in Italien maßgebende Persönlichkeit, nicht an der Zusammenkunft teilgenommen hat, darf man schließen, daß neue und einschneidende Transaktionen nicht Gegenstand der Unterhandlungen gewesen sind. Offiziös wird denn auch mitgeteilt, daß es sich bei der Zusammenkunft nicht um spezielle politische Motive handle, da betreffs der Handelsverträge und derErneuerungdesDrei- bund es zwischen den Dreibundmächten bereits in wesentlichen Punkten eine Einigung erzielt sei. Dagegen wird das von beiden Ländern verfolgte Ziel, das bisherige politische und handelspolitische Einvernehmen der befreundeten Nationen in seinen wohlerprobten gesunden Grundlagen zu erhalten, durch die mündliche Aussprache der beiden Staatsmänner gewiß wesentlich gefördert worden fein. Die Zusammenkunft selbst spielte sich in folgender Weise ab: Der italienische Minister traf am Donnerstag Morgen in Venedig ein und stattete um 12 Uhr dem Grafen Bülow einen Besuch ab. Die Unterhaltung dauerte eine Stunde. Um 1 Uhr fand bei dem Grafen v. Bülow ein Frühstück statt, an welchem außer Prinetti auch der deutsche Botschafter in Rom Gras Wedel, der Gesandte Fürst Lichnowsky und Senator Blaserna teilnahmen. Graf Bülow erwiderte im Laufe des Nachmittags den Besuch. Abends fand bei Prinetti ein Diner statt, an dem außer dem Reichskanzler der deutsche Botschafter Graf Wedel, der Präfekt und der Bürgermeister von Venedig, sowie die Brüder Bülows und seine Schwiegermutter teil» nahmen. Die Blätter stellen natürlich allerlei Kombinationen über den Gegenstand der Besprechung bei der Zusammenkunft auf. So will die „Voss. Ztg." wissen, daß, da in der ersten Unterredung nicht alle schwebenden Fragen erledigt worden seien, am Abend eine zweite Unterredung statt- gefunden habe, und es sei bemerkt worden, daß Prinetti nach der Unterredung sehr wohl gelaunt schien. — Die in erlogenen Sensationsnachrichten große „Daily Mail" will erfahren haben, daß die beiden Staatsmänner über die in den Dreibund-Vertrag einzuführenden Abänderungen beraten hätten. — Die italienischen Blätter betonen, daß, wenn auch über den Inhalt der Konferenz nichts verlaute, die Begegnung doch em wichtiges politisches Ereignis sei. Die Zusammenkunft bedeute, daß der Dreibund gesichert sei. Italien sei nicht gesonnen, Hirngespinsten nachzujagen und sich vom Dreibunde loszusagen. Damit aber sei der Weltfriede und der wirtschaftliche Friede gesichert. Das endgiltige Resultat fei, daß diejenigen Klauseln, welche eine offene Tendenz gegen Frankreich enthielten, abgeschafft wurden und durch solche erseht worden seien, welche Italien, Oesterreich und Deutschland gegenseitig verpflichteten, eine gemeinsame Aktion in ihrer europäischen Politik zu befolgen. Prinetti reifte am Freitag Morgen wieder nach Rom ab._____________________ Die Isriedensverhandlungen. Die in London verbreiteten Meldungen über den Stand derFriedensverhandlungen lauten äußerst optimistisch. Es dürfte indessen, bis die Ergebnisse der seitens der Transvaalvertreter zur Verständigung unternommenen Schritte erkennbar sind, noch einige Zeit vergehen. Die Burendelegierten sind am Dienstag inKrvon stad eingetroffen. Einer von ihnen wurde mit verbundenen Augen durch die englischen Linien geführt, um mit Steijn zusammenzutreffen. Der Aufenthalt der Delegierten in Krvnstad wird voraussichtlich mehrere Tage dauern. Es wurde ihnen gestattet, an ihre Angehörigen Briefe abzn- senden. Bor Sonntag ist ihre Mckkunst iiact) Pretoria schwerlich zu erwarten. Interessant ist eine Aenßerung des Pariser „Journal" zu den Fnedensverhandlungen, in der es heißt: Es ist kein Geheimnis, daß mehrmals feit Beginn des südafrikanischen Krieges hervorragende liberale Persönlichf- keiten in geheimen Unterredungen mit den europäischen Buren-Delegierten und selbst auch mit Krüger versucht haben, ein Kompromiß Zu stände zu bringen, wodurch der Friede herbeigeführt worden wäre. Bisher sind diese Unterhandlungen immer gescheitert. Diesmal werden sie in Paris wieder ausgenommen werden. Dr. Leyds ist aus Brüssel in Paris eingetroffen und wird mit verschiedenen englischen liberalen Führern eine Unterredung über bi€ Friedensver^° Handlungen haben. Diese werden die in Südafrika zwischen Schalk Burger und Kitchener begonnenen vervollständigen. Rosebery und die liberalen Führer sind heute zwar politisch nicht verantwortlich, dürften aber in ab» sehbarer Zeit damit betraut werden. — Von der Trcms- vaaler Legation in Brüssel freilich wird diese Meldung,, wonach die Reise Leyds' nach Paris eine Verhandlung mit den englischen Liberalen zum Zweck habe, dementiert. — Andererseits meldet der Londoner Korrespondent des „Figaro" seinem Blatte, er sei in der Lage, zu versichern, daß die Friedensverhandlungen bereits jetzt als erfolgreich betrachtet werden könnten. Schalk Burger sei zu Unterhandlungen bereit und werde nicht vor notwendigen Konzessionen zurückschrecken, wenn von England den Buren in anderer Hinsicht große Zuvorkommenheit entgegengebracht werde. Der Korrespondent glaubt, daß die englische Regierung Nachrichten erhalten habe, welche dem Publikum noch vorenthalten werden, die aber eine baldige Lösung der schwebenden Fragen zu erhoffen gestatten. Auch König Eduard soll seiner Umgebung gegenüber kein Hehl daraus machen, daß er fest entschlossen sei, den südafrikanischen Krieg sobald als möglich zu beenden. Lord Landsdowne verbrachte den Mittwoch größtenteils beim Könige. Diese Konferenz wird vielfach kommentiert, und man glaubt, daß der König vor seiner Abreise nach der Küste den Ministern seine Absicht, den Frieden in Süds afrika wiederherzustellen, zu erkennen geben wird. Wie es heißt, werde eine wichtige diplomatische Mitteilung, den fremden Regierungen noch vor dem Wiederzusammentritt des Parlaments zugehen. Das D. B. Herold erfährt sogar aus London, daß, wie dort verlautet, die Friedens Proklamation stündlich zu erwarten sei. Wolseley werde als Stellvertreter des Königs allein die Friedensverhandlungen und Kitchener nur den Abschluß des Wassenstillstandes durchzuführen haben. — Die Bischöfe von London, Rochester und St. Albans veröffentlichen einen Aufruszu (Gebeten für den Frieden und bemerken darin, daß auch in den holländischen Kirchen in Pretoria für den Frieden gebetet wird. Deutsches Reich. Berlin, 27. März. Zur gestrigen Frühstückstafel beim Kaiserpaar war u. a. Leutnant Prinz Emanuel v. Salm-Salm geladen, welcher dem Kaiser ein Geschenk des Papstes überreichte. Heute Morgen nahm das Kaiserpaar mit den drei ältesten Söhnen das Abendmahl in der Kapelle des Palais Kaiser Wilhelm I. ein. — Der Magistrat beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung eingehend mit der Frage der Linderung der Wohnungsnot und genehmigte den Entwurf eines Vertrages zwischen der Stadtgemeinde Berlin und der Aktiengesellschaft „Verein zur Verbesserung der kleinen Wohnungen in Berlin". Darnach erhält der Verein von der Stadtgemeinde Berlin ein bares Darlehen von 500 000 Mk. unter gewissen Bedingungen. — Tie Berliner „N. N." schreiben: Einzelne Blätter lassen sich melden, Graf Posadowsky fei in Dresden eingetroffen, um mit der sächsischen Regierung über die Reichs-Finanz-Re/orm Besprechungen zu pflegen. Tiefe Mitteilung ist dmftn zu ergänzen, daß Graf Posa- dowsky im Auftrage des Reichskanzlers während der Osterferien die Hauptstädte der größeren Bundesstaaten besucht, um sich mit den Regierungen Sachsens, Bayerns, Württembergs und Badens über gewisse Tetailfragen der Wirt- s ch a f t s - und Finanzpolitik zu beraten. — Tie Meldung, daß die vom Bundesrat vor kurzem beschlossenen weiteren Ausführungsbest immun ge n zum Fleischbeschauge setz über die Einfuhr des ausländischen Fleisches rc. am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft treten, ist, wie die „Allg. Fleiscker-Ztg." aus zuverlässiger Quelle erfährt, unbegründet. Ter Termin stehe noch nicht fest. Es sei möglich, daß diese Aussührungs- bestimmungen am 1. Januar in Kraft treten. Es fei aber auch möglich, daß dies zu einem anderen Termin, z. B. bereits.a;m 1. Oktober d. I. erfolgt. — Die „Leipziger Ztg." schreibt: In der Presse ist jetzt viel von einer Interpellation die Rede, durch welche .bäe sächsische Regierung über ihre Stellung zum Kompromißantrag Herold-Graf Schwerin-o. Kar- borff befragt werden soll. Die Interpellation soll angeblich von der konservativen Landtagssraktion eingebracht werden. Wie wir hören, ist diese Sache weder in der konservativen Fraktion besprochen worden, noch besteht überhaupt eine dahin zielende Absicht, da die Regierung sich schon bei Beginn des Landtages über ihre Stellung zum Zolltarifentwurf mit voller Deutlichkeit ausgesprochen hat. Am ersten Dfterfeiertage wird auf dem städtischen Friedhöfe von Friedrichsfelde bei Berlin ein Denkmal auf dem Grabe Liebknechts enthüllt werden, das die Berliner Parteigenossen auf Anregung des sechsten Wahlkreises errichtet haben. Es scheint eine große sozialdemokratische Kundgebung geplant zu sein. Tas Komitee macht befannt, der Zutritt zu der Feier, an der die Arbeiterklasse ganz Berlins und ganz Deutschlands im Geiste teil habe, könne in Anbetracht der Ramnverhültnisse nicht unbeschränkt sein. Nur Abordnungen hätten Zutritt. Neuwied, 27. März. Die Beisetzung der verewigten Fürstin-Mutter zu Wied erfolgte heute nachmittag 4 Uhr auf dem fürstlichen Friedhöfe in Monrepos. Als Vertreter des Kaisers war Prinz Friedrich Karl von Hessen erschienen. Auch Königin Wilhelm in a hatte einen Vertreter entsandt. Essen a. d. R., 29. März. Geh. Finanzrat Jencke, bis vor kurzem 'ber Vorsteher des Direktoriums der Firma Kruvp, scheidet am 1. April aus Krupps Diensten. Sein Nachfolger ist der Landrat a. D Roetger. Ausland. London, 28. März. Die „Times" meldet aus Shanghai: Die chinesische Regierung hat den Vizekönig von C a n t o n angewiesen, alle Verhandlungen mit dem französischen Syndikate wegen Baues der Bahnlinie Canton-Futschau abzubrechen, da man der Meinung ist, daß durch dieses Prospekt die Rechte des amerikanischen Syndikats, mit dem im Jahre 1898 ein Kontrakt in Washington abgeschlossen wurde, beeinträchtigt würden. Haag, 28. März. „Dagblad" will wissen, die Königin Wilhelmina befinde sich in gesegneten Umständen. Die Entbindung werde im September erwartet. Eine amtliche Bestätigung liegt bisher nicht vor. Paris, 28. März. Hier wird die Nachricht dementiert, daß infolge der franko-russiscyen Note Japan die in Frankreich anwesenden japanischen Marine-Offiziere zurück- berufen werde. Paris, 28. März. Die Kammer nahm mit 422 gegen 10 Stimmen Auen Antrag aui gesetzliche Festlegung der den Handlungsgehilfen, im Staats- und Kommunaldienst angestellten Beamten, sowie den in Fabriken, Merkstätten usw. beschäftigten Arbeitern zu gewährenden wöchentlichen Ruhezeit an. Washington, 27. Mürz. Infolge der Angaben des dänischen Staatsbürgers Malter Christmas, daß die dänische Regierung ihm eine halbe Million Dollars versprochen habe, wenn er durch Bestechungen der Presse und der Kongreßmitglieder die Annahme des Vertrags über Dänisch-Westindien herbeiführe, setzte das Repräsentantenhaus ein Komitee zur Untersuchung dieser Angelegenheit ein. — W. T. B. meldet dazu, das Staatsdepartement werde den Behauptungen Christmas keine Beachtung schenken. Dieselben enthielten augenfällige Irrtümer. Das Staatsdepartement wisse, daß Dänemark in keinem Falle gewillt sei, auch nur einen Centime der von Christmas geforderten Provision zu zahlen. New York, 27. März. Der Sheriff von Barbaslow (Winseonsin) erklärt, daß ein zur Verbüßung einer Zuchthausstrafe dort eingelieferter Mann, Namens Stein- m ann , von Newjersey gestanden habe, daß er Czol- gosz beim Attentat auf den Präsidenten Mae Kinley behilflich gewesen sei, und mit zwei geladenen Re- tiöfOern bereit war, selbst zu schießen, falls Jener etwa Mae Kinley verfehlt hätte. Die Thal sei von den Anarchisten beschlossen gewesen. Csuraeao, 27. März. Die Engländer haben dem Dampfer Libertador (früher „Banrigh") befohlen, sofort Port-of-Spain zu verlassen, ohne Kohlen einzunehmen. Drei venezolanische Kanonenboote erwarten ihn hier außerhalb der britischen Gewässer, um ihn in ein Gefecht zu verwickeln. Die venezolaniscye Regierung teilt mit, daß die Aufständischen unter Riera bei Coro völlig ge- schla gen worden sind. Aus Stadt und Saud. Gießen, den 29. März 1902. Gsr. £ st ein. „Christ ist erstanden!" so geht am Osterfest wieder die Siegesbotschaft durch alle Lande. Nicht immer lind Siege Anlaß zur Freude. In der Welt der Unvollkommenheit siegt auch das Unrecht über das Recht, das> Böse über das Gute, die Lüge über die Wahrheit. Und wenn das auch nur kurze Siege sind, denen leine Dauer beschießen ist — im Augenblick des Sieges erfüllet Wehmut das Herz der Guten und der Gerechten. Siegt aber Wahrheit und Recht, so geht durch die Gemüter der Rechtschaffnen ein Aufleuchten der Freude, jubelndes Entzücken. Christi Auferstehung ist ein Sieg der Wahrheit und Gerechtigkeit. Er — das Leben — rang mit dem Tode, Er — Die leibhaftige Wahrheit — rang mit dec Lüge, Er — die heilige Liebe — rang mit der Selbstsucht und dem Haß in Der Welt. Als sie ihn an das Kreuz gebracht, da schien der Tod, die Lüge, der Haß zu triumphieren. Aber mit ihm sind auch Wahrheit, Liebe und Leben siegreich an das Licht gebracht. Er führt sie auch weiter zum Siege bei denen und durch die, die sich gläubig ihm vertrauen. So lebt Christus in der christlichen Gemeinde. Und so lange er in ihr lebt, werden Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe als Früchte des Lebens Dmi ihr ausgehen. Darum bekennt sich die Christengemeinde zum Auserstandenen, weil in diesem Bekenntnis ihre Kraft und ihr endlicher Sieg liegt. Die Osterglocken läuten hinaus ins Land, hinein in die Häuser und Herzen. Darum auf zum fröhlichen, einmütigen Bekenntnis: Jesus lebt. Er ist wahrhaftig auserstanden, Wahrheit und Gerechtigkeit behält leien Sieg! * * Auszeichnung. Metzgermeister Fritz Schreiner hier erhielt für Cervelatwurst und Frankfurter Würstchen auf der Ausstellung der Hausfrau in Wien, veranstaltet von der Gesellschaft vom blauen Kreuz, den ersten Preis, bestehend in einer goldenen Medaille und einem Ehrendiplom. Unsere Hausfrauen tu er Den also in Zukunft nicht mehr nötig haben, ihre Frankfurter Würstchen aus Frankfurt zu beziehen, da sie nun ja die Gewähr dafür haben, daß sie die Würstchen ebenso gut oder noch besser hier bekommen können. * * Eisenbahndienstnachricht. Der früher in Gießen thätigr Vorstand der Maschineninspektion, Regierungs- und Baurat Richter, z. Z. Vorstand der Werkstätteninspektion in Speldorf, ist nach Schneidemühl als Vorstand der dortigen Maschineninspektion versetzt worden. * * Kaufmännische Fachschule. Nachdem die hiesige, der Oberaufsicht und Leitung der Großherzoglichen Handelskammer und — wie seither — der Verwaltung des kaufm. Vereins unterstellte kaufm. Fachschule, die für Gewährung von Staatszuschuß seitens der Großherzoglichen Regierung gestellten Bedingungen erfüllt hat, wurde sie laut Verfügung des Großh. Ministeriums, Abteilung für Schulangelegenheiten, als staatlich anerkannte Unterrichts-Anstalt erklärt. Da^ nun seitens der Gr. Regierung neben anderen auch die hiesige Fachschule im vergangenen Wintersemester mit einem namhaften Betrag unterstützt worden ist, so verlangt die Regierung nunmehr, daß der Unterricht das ganze Jahr — in der Regel 40 Schulwochen — in drei Klaffen und zwar bei Tage unter entsprechender Verteilung des Lehrstoffs auf die 3 Schuljahre erfolgen muß; im obligatorischen Unterrichte sind in jeder Klasse 6 Stunden pro Woche zu erteilen; doch können Schüler durch Vorlage genügender Zeugniffe oder Ablegung einer Prüfung von einzelnen Fächern bezw. Stunden dispensiert werden. Das Schulgeld, welches seither im Wintersemester 15 Mk., im Sommersemester 5 Mk. und für doppelte Buchführung 5 Mk. betrug, ist, wie aus dem Inserat in der heutigen Nummer ersichtlich ist, nicht erhöht worden. Der Eintritt kann nach dem 10. April — also etwa im Oktober — nicht mehr erfolgen. Weil nunmehr der Staat die ganze Einrichtung und Leitung der kaufm. Unterrichtsanstalten Hessens in die Hand genommen und zur Unterstützung dieser Anstalten 12 000 Mk. in seinen Voranschlag eingestellt hat, hofft man bestimmt, daß alle Prinzipale, unter richtiger Würdigung der Vorteile, welche die Schule den Handlungsgehilfen und durch diese ihnen selbst bietet, ihre Lehrlinge regelmäßig und pünktlich zu den Unterrichtsstunden schicken werden, damit die Anwendung des § 120 u. 154 D. G.--O. und § 76 des H.-G.-B. vermieden wird. ** Pferdemarkt. Pferdebesitzer, welche bei der Prämiirung mitkonkurrieren wollen, seien nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß mit der Prämiirung präcis 8% Uhr begonnen wird, die Pferde also rechtzeitig zur Stelle sein müssen. Die Preisoerteilung findet sofort nach Schluß der Prämiirung statt. Pferdebesitzer, welche nicht um Geldpreise konkurrieren, brauchen erst um 11 Uhr zur Stelle zu sein und können durch den Eingang zwischen dem Schlachthaus und der Krück'schen Besitzung (nach Heuchelheim zu) aufgetticben werdest. Lönberg, 30. März. Die Gesellschaft „Selterssprudel Auguste Viktoria" in Selters a. d. Lahn hat vorgestern ihren zweiten Sprudel erbohrt, und ist also jetzt in der Lage, für den Tag 400 Flaschen Kohlensäure ä 10 Kilogramm zu liefern. k. W lecker sh eim, 26. März. Auf dem Butzbacher Faselmarkte wurde der hiesige Bürgermeister von -einem Faselochsen dermaßen gedrückt, daß er schwere innere Verletzungen erlitt, denen er erlag. Heute ist er unter großer Beteiligung von hier und auswärts zu Grabe getragen worden. S. Darmstadt, 27. März. Prinz Heinrich von Preußen sieht außerordentlich frisch und gesund aus, Die Haut ist gebräunt und man merkt keine Spur von den überstandenen Strapazen der Amerikareise. Er trug bei der Ankunft Seemannsuniform. Nachmittags 3 Uhr wohnten die Herrschaften der Predigt Des HofpreDigers Ehr Hard in der Schloßkirche bei und nahmen nach Beendigung Derselben .das Abendmahl. — Abends erfolgte Besuch Des vom Musikoerein in der Stadtkirche veranstalteten Konzertes. Tie Abreise der landgräfl. Herrschaften erfolgte abends. — Nach hierher gelangten Nachrichten ist heute Nacht dm Laudenbach bei Heppenheim a. d. Bergstr. auf -den Stationsassistenten M e r f e n e r ein frecher lieber-« fall erfolgt, indem eine mit einem Taschentuch vermummte Persönlichkeit drei P i st o l e n s ch ü s s e auf ihn abgab, dann aber flüchtig ging; M. soll ziemlich schwer am Hals, der Hand und dem Arm verletzt sein. In Derselben Nacht hat ein Meinheimer Gendarm einen Burschen verhaftet, dessen Personalien aluf Äie Beschreibung, die Der Ueberfallene von Dem Thäter gab, passen. Man fand bei ihm eine Pistole und noch nahezu 100 scharfe Patronen. — Wie jetzt bekannt wird, ist bezüglich des Umbaues des Großh. Hoftheaters von Seiten der Regierung eine neue Vorlage an Die Kammer erfolgt, nach' welcher Der Umbau allerdings für ca. 600 000 Mark projektiert ist, aber beabsichtigt wird, das sog. alte Theater im Herrngarten für ca. 300 000 Mark an Die Stadt abzutreten, sodaß Die Ausgaben für den Staat nicht mehr so groß würden; an das jetzige Theater soll ein großer Anbau nach der nördlichen (Bühnen-) Seite in dem Herrngarten vorgesehen fein, sodaß dieser wieder um ein Stück gekürzt würoe. Mainz, 27. März. Gestern Abend beschloß der hiesige Verein für Feuer-Bestattung Die Errichtung eines Krematoriums. Hierzu stehen bereits 70 000Mk. zur Verfügung. Die Arbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden, sodaß das Krematorium schon im November d. I. in Betrieb gesetzt werden kann. w. Bingen, 28. VUirz. Durch Ablösung beträchtlicher Steinmassen auf der Baynstrecke Bacharach — Ober- wesel wurde in der Nacht zum Donnerstag ein Bahngeleise gesperrt. Durch einen weiteren heute früh erfolgten Erdrutsch wurde auch das zweite Geleise unpassierbar. Der Verkehr wird durch Umsteigen an der Unfallstelle bewerkstelligt. Es ist unbestimmt, wann die Verkehrsstörung behoben sein wird. * * Kleine Mitteilungen aus Hoffen und den Nachbarstaaten. Ter Gastwirt Friedrich Kellmann in F r a n kfurt a. M. wurde in seinem Keller erhängt aufgefunden. Tie Hausbewohner schnitten ihn ab, und stellten Wiederbelebungsversuche an, Die auch Don Erfolg waren. Der Lebensmüde wurde in eine Irrenanstalt befördert. — Der verheiratete Müller Heinrich Roßmann aus Pfeddersheim fiel in 'die Portland-Zementmühle in Weisenau und wurde vollständig zermalmt. — Der erst vor vierzehn Tagen in das chemische Farbwerk vorm. A. Leonhardt u. Co. in Mühlheim am Main eingetretene Arbeiter Jbseph Klausner wurde im Baderaum in bewußtlosem Zustande aufgefunden. Er ist vermutlich an Vergiftung durch Einatmen gefährlicher Gase gestorben. — Vermischtes. • Berlin, 29. März. Gegen Den Grafen Pückler- Ktein-Tschirne, der bekannllich am 20. ds. zu einer Verhandlung vor die Strafkammer zu Glogau vorgeführt werden sollte, um sich wegen Zerstörung einer Feldbahn zu verantworten, hat nunmehr der Erste Staatsanwalt in Glogau einen Steckbrief erlassen. * Wreschen, 29. März. Bei der Versetzung und Entlassung in der hiesigen katholischen Schule wurden 40 Kinder wegen ihrer hartnäckigen Weigerung bis zur letzten Stunde, im Religionsunterricht deutsch zu antworten, nicht entlassen. * H a g e n i. W., 28. März. Heute früh ist das Maschinenhaus der elektrischen Zentrale von Hugo Lanz, einzige elektrische Licht- und Kraftstation für viele hiesige Geschäfts- und Privathäuser, sowie für einen großen Teil der industriellen Betriebe, gänzlich 'n i e D e r g e b r a n n t. Der materielle Schaden dürfte mehrere 100 000 Mark betragen, da sämtliche Maschinen zerstört sind. Ueber die Entstehung des Feuers ist nichts bekannt. • Frankenberg, 28. Marz. Einen raffinierten Schwindel hat ein gewißer Büchsenschütz aus Duisburg betrieben. Er spielte sich als der Buchhalter einer dortigen Aktiengesellschaft auf und kaufte namens dieser fingierten Gesellschaft die Papierfabrik in Thalitter zum Preise von 50 000 Mk. Schon wurden an diesen Verkauf und den Neubetrieb die größten Hoffnungen geknüpft, da stellte es sich heraus, daß die Aktiengesellschaft gar nicht existiert. Büchsenschütz hat dieselbe erfunden, um sich als Buchhalter derselben Darlehen zu erschwindeln und dann zu verduften. * Leipzig, 27. März. Das „Letpz. Tagebl." meldet aus Colditz, daß die im Colditzer Staatsforstreoier gefundene Leiche als die des Justizrats Dr. Barth festgestellt worden ist. * Würzb urg, 28. März. Der von hier nach Nürnberg abgegangene Güterzug 1982 überfuhr heute früh nach 1 Uhr im Bahnhof Kitz in gen das Einfahrtssignal und kam dem ausfahrenden Güterzug 1967 in Die Flanke. Ein Spritfaß explodierte, wöbe: ein Bremser schwer und ein Wagenwärtergehilfe leicht verletzt wurde. Zehn Wagen wurden zertrümmert und weitere fünf mehr ober minder beschädigt. Der Verkehr war längere Zeit gestört. * Paris, 28. März. In Angers fand ein schweres Unglück statt. In der dortigen Schiefergrube loste sich plötzlich ein großer Schieferblock von 3000 Ko. Schwere und begrub unter sich sechs Arbeiter. Drei waren sofort tot, die drei anderen erlitten schwere Verletzungen. * Paris, 28. März. In Rathel raurben mehrere Arbeiter, welche an dem Bau eines Gewölbes beschäftigt waren, durch dessen Einsturz verschüttet. Zwei derselben wurden als Leiche hervorgezogen, drei andere erlitten schwere Ber- letzungen. Kunst und Wissenschaft. Breslau, 28. März. Wie der „Bresl.Ztg." aus Berlin mit- geteilt wird, steht nunmehr fest, daß der General-Intendant der Könrgl. Schauspiele, Graf H o ch b e r g, in seiner Stellung verbleibt. Von einer Neubesetzung des vom verstorbenen Geh.- Rat Pierson iimegehabten Postens ist endgiltig abgesehen worden. — Verloren geglaubter Schatz Mozarts. Für musikalische Kreise dürste es von hohem Interesse sein, zu erfahren, daß der Weingittsbesitzer Jakob Diefenthäler zu Eltville a. Rh. einen seltenen, bisher verloren geglaubten Schatz Mozarts in Händen hat. Es ist dies ddr S ch l u ß f a tz zu O p u s 4 4, „Krönungs-Konzert zu Ehren Kaiser Leopolds zu Frankfurt a. M." Der verloren geglaubte Schlußsatz ist als Nachscbift von Mozarts eigener Hand geschrieben. Diese Mitteilung dürfte gewiß viele Verehrer des genialen Komponisten und Sammler wertvoller seltener Manuskripte interessieren. München, 28. März. Der Prinz-Regent hat den Direktor der Akademie der Künste Ferdinand v. Miller, Bildhauer und Erzgießer, zum lebenslänglichen ReichSrat der Krone Bayern ernannt. Gerichlssaal. Frankfurt a. M., 26. März. Der Konditor Heinrich Meyer annonzierte, daß er „Stadtreifenden hohen Lohn" verschaffen wolle, hat indeß die Stellesuckenden nach bekanntem Muster des Kautionsschwindels um ihr Geld gebracht. Im ganzen hat er 1500 Mk. erbeutet. Er wird zu 1V2 Jahren Gefängnis verurteilt. — Baron von Brakel unO der Ingenieur, Kühn, Die sich im hiesigen Untersuchungsgefängnis befinden, wurden von der Zivilkammer I verurteilt, einen Wechsel über 11500 Mk., den sie unterschlagen haben sollen, an Herrn St. Goar herauszugeben. — Seit Jahresfrist fchwebt bei den hiesigen Gerichten ein Struwelpeter-Prozeß. Das bekannte Hoffmann'fche Bilderbuch erscheint im Verlag von R ü t t e n u. Löning hier. Die Neuruppiner Firma Kühn stellt^ nun gleichfalls ein Bllderbuch unter dem Titel „Der Struwelpeter" her; sie überließ es der hiesigen Firma S ch m o l l e r u. Eie. in Der Weihnachtszeit 1900 zum Weiterverkauf. Die Firma R. u. L., der 1843 von Dr. Hoffmann das alleinige Verlagsrecht übertragen wurde, klagte gegen Schm, u. Eie. auf Verbot oes Weiterverkaufs des Kühn'schen Buches. Das Landgericht erkannte nach dem Antrag, da das Neuruppiner Bllderbuch nut dem Hoffmann'schen durch ähnlichen Text und durch seine Illustrationen leicht vom Publikum verwechselt werden könne. Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung, die hauptsächlich damit gerechtfertigt ward, daß das Hoffmann'fche Buch überhaupt kein Original, und daß von der Firma Kühn schon im Anfang der 1840er Jahre ein ähnliches Bilderbuch hergestellt worden sei, wurde vom Oberlandesgericht kostenfällig zurückgewiesen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — 4proz. Russische Staatsanleihe. Der Prospekt über die Emission von 300 Mill. Mark russische Staatsanleihe von 1902 ist nunmehr veröffentlicht worden. Die Subskription findet am Donnerstag den 3. April statt. Der Emissionskurs in Deutschland ist 97 Va pEt., muß also als außergewöhnlich billig bezeichnet werden. Eine Konvertierung ist bis zum Jahre 1915 ausgeschlossen. Das Bankhaus Josef Herz hier nimmt Zeichnungen auf die Anleihe entgegen. — Bank für Süddeutschland in Darmstadt. Aus Aktionär- kreisen ist die Anregung gekommen, der am 21. April stattfindenden-. Generalversammlung vorzuschlagen, den Umtauschmodus in Aktien, der Darmstädter Bank dahin abzuändern, daß nicht, wie vorgeschlagen, auf 7500 Mk. Zettelbankaktien 6000 Mk. Darmstädter,, sondern vielmehr auf 1200 Mk. Zettelbankaktien 100 Mk. Darmstädter entfallen. Frankfurt a. M., 27. März. Die Frankfurter Lebens" Versicherungsgesellschaft beantragt 14 Prozent Dividende,, ivie im Vorjahr. — Die Generalversammlung der Deutschen Effekten- und Wechselbank genehmigte die Anträge der Verwaltung und setzte die Dividende aus 4 Mark pro Aktie fest. Die ausgeschiedenen Auffichtsratsmitglieder wurden wieder, Justizrat de Bary-Franksurt neu in den Aufsichtsrat gewählt. Getreide. Während der ganzen Woche herrschte im Getreidegeschäft ruhige Stimmung. Es fanden nur beschränkte Umsätze statt, weil die matte Haltnng der amerikanischen Märkte, die günstige Witterung und die Feiertage die Kauflust hemmen. Seit dem letzten Berichte haben sowohl Amerika als auch Rußland und Argentinien chre Forderungen um Mk. 1—2 per Tonne ermäßigt. Roggen ist unverändert. Gerste ruhig. Hafer ruhig. Mais etwas billiger erhälllich. Die heutigen Notirungen sind: Redwinter 2 138 Mk. Kansas 2 134.50—135 Ntt. Südruff. Weisen 129 bis 140 Mk. Laplata Weizen feinere Qualitäten 135—138 Mk. Ruff. Roggen 109—110 Mk. Russische Futtergerste 101 Mk. Russischer Hafer 129—140 Mk. Mixed Mais —. Donau Mais 97 Mk Russischer Mais 97 Mk. . „ Tabak. Im Laufe der Berichtswoche ist über eine Besserung im Pfälzer Tabakgeschäft nicht zu berichten, im Gegenteil ist es gegen den vergangenen 2 Wochen bedeutend ruhiger gewordeir. Daß die bevorstehenden Feiertage hierbei von Einfluß sein sollten, bezweifeln wir, es scheint vielmehr, daß sich der bisher herrschende schlechte Geschäftsgang noch nicht bessern follte. Verkauft wurden verschiedene kleine Posten gerippter Einlage von 7o—80 Mark, ca. 300 Zentner 1899er Neckarthäler Tabak, Umblatt und Einlage und Umblatt zu 40—45 Mark. In 1901er Tabak eine Partbie Neckarthäler zu Mitte 30 Mack per sofort empfangen. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, lose seine 9—9.50 Mack, gebündelte 11—11.50 ÄrastfnLtermittel. Tas Geschäft steht bereits im Zeichen der Feiertage, b. h. es ruht fast vollständig. Die Preise können sich Ukik KoKil-IKittHchllschiist. Wir sind beauftragt, die Dividendenscheine der Aktien obiger Gesellschaft pro 1901 von heute ab, und zwar: für die Aktien Nr. 1 bis 400 nut Mk. 60 — ,, , , „ 401 „ 26000 „ , 30.- einzulösen. Gießen, den 27. März 1902. 2585 Gießener DepositcnKasse und WechseMuöe der Aank für Kandel und Industrie. Liter 32 84 Trauben 35—50 Pfg. Tendenz: fest. kmfmmMe FchsAIk, Gieße». AeW«ßme!>erWlBiPigmMer ' SÄÄTÄäSÄ ««Ä WWtt «NS- 50 2673 - 66 „ 50 n 6 u 12000 47 Gießen, am 29. März 1902. 2584 $ 2565 verlegt habe. Hochachtend BL Fitzler 2 3 24 25 26 101.85 92.75 101.75 92.40 100.30 102.75 150 360 204 . 44 . 44 . 46 56 „ 26 „ 52 „ Reichflanleihe do. Konaols . do. . . Stämme, v. 13—26cm Dchm., 7—16 m Lg. = 11,29 fm Derbstangen Reisstangen rm Knüppel (27 rm sind 3—4 m lang) Wellen (900 Well, sind 5—6 m lang und zu Baum- und Bohnenstangen geeignet) rin Stöcke. Mk. // H II 24H 48 „ 72 „ 8692,52 2511,25 6414,37 998,— 348,80 300,— 325,— 224,80 37 — 1698,86 1902. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Unterricht an unserer Anstalt nicht mehr wie seith. in Sommerund Winter-Semester mit Abendstunden, sondern das ganze Jahr in 3 Klasse» stattsindet; im obligatorischen Unterrichte werden bei einer Jahresschuldauer von 40 Wochen mindestens 6 Stunden Tagesunterricht pro Woche in jeder Klaffe ertellt. Das neue Schuljahr beginnt Donnerstag, den 10. April nachmittags V/2 Uhr. Die Eröffnungsfeier, wobei Lehr- und Stundenplan, Haus- und Schulordnung, sowie andere Mitteilungen bekannt gegeben werden, soll Mittwoch, den 9. April abends präcis 9 Uhr stattfinden. Anmeldungen, wobei das letzte Schulzeugnis vorzulegen ist, können vom 1. April ab täglich mittags von 12 bis 1 Uhr bei unserer Schulleitung, Schillerstr. 5/11. erfolgen. Es wird ausdrücklich bemerkt, daß nach Beginn des Schuljahres keine Schüler mehr ausgenommen werden, außer denjenigen, welche erst nach dem 10. April, sei es von auswärts oder aus Gießen selbst, in kaufmännische Ge- in der Stadtknabenschule im Zimmer Nr. 3, 1. Stock, in der Stadtmädchenschule Zimmer Nr. 10, 2. Stock, die Aufnahme der Kinder statt, welche bis 1. Mai d. I» das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Auch können am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder ausgenommen werden, welche bis zum 30. September d. I. das sechste Lebensjahr vollenden. Diejenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, welche für den Schulbesuch nicht genug herangereist betrachtet werden können, kommen zur Zurückstellung für das nächste Schuljahr. Bei der Anmeldung der Kinder ist der Jmpfschem vor- zulegen und bei auswärts Geborenen der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, welche von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme ge- ommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des letzten Staatssteuerzettels bei dem betreffenden Oberlehrer Kiehener Aeposttenkasse und Wechselstube der ZZank für Kandel und Industrie. 3% Mexikaner 4,/21/o Chinesen . Electric. Sohnckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , Diakonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatabahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Lanrauütte . . . Bochum .... Harpener . . . Meiner verehrten Kundschaft zur gefl. Mitteilung, daß ich meine Reparaturwerkstätte und Handlung in Fahrrädern, Nähmaschinen, Zubehörteilen und Ersatzteilen von Bahnhofstraße 56 nach 8Ve% 8% , W/o 8% Hotzversteigenmg Donnerstag, d. 3. April d. Fs. wird im hiesigen Gemeinde-Wald folgendes Nadelholz versteigert: 3l/ao/o Hessen . . . 3% Hessen . . . . 4% Oesterr. Goldretne . . . 26.6o . . 89.25 . . 109.90 ' 220L0 . . 195.10 . . 139.90 . . 139.20 . . 157.50 • . 145 JO . . 18.25 . . 168.00 . . 203.00 . . 199.80 . . 16L50 mit Hintergebäude Seltersweg 61, beste Geschäftslage, seither zur Bäckerei benutzt, auch für andere 1. 2. 3. 4. 5. Antrag zu stellen. Gießen, den 29. März 1902. Für den Schulvorstand: M e e u m, Bürgermeister. Hahn, Oberlehrer. I. V.: Schaaf. Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Q. Schmidt, Gr.-Linden. . 24 H W. Weitzel, Lang-Gons ü. Steinmüller, Gr.-Linden 24 „ W. Fabel, Wiefeck . W. Steinmüller, L.-Göns . 24 „ Karl Post, Wreseck . 3'2% Anleihe der AM WÄch n M. m 1902. Nachdem die definitiven Stücke erschienen sind, können solche gegen die Jnterünsscheine bei derjenigen Stelle erhoben werden, welche auf denselben als Ausreichestelle vermerkt ist. 4% % Oesterr. Biiberrente 101.60 4% Ungar. Goldrente . . 101.00 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrot 2 , (4 „ ) ,, 1 „ (2 „ ) Weißbrot 2 ■ (4 „ ) M Der hiesigen Bäcker. 28 A !Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a.'JDL. 29. März 1902. Bekanntmachung. In der Zeit vom 22. bis 29. März 1902 wurden in hiesiger Stadt Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Album, 1 Scheere und 1 Herren-Schnürstiefel. Verloren: 1 Portemonnaie mit 40 Mk. Inhalt, 1 goldene Brosche, und 1 Portemonnaie mit 1 Hundert- und 2 Fünfzigmarkscheinen, sowie 4 Zinsabschnitte der Kerpach - Obligation Nr. 120, 121, 123 und 206. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 29. März 1902. Grvßherzogliches Pvlizciamt Gießen. L> e ch l e r. 4«/, Italien. Rente . . . 4%% Portugiesen . . < ; 0/ Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . . . Tiirkenlose ...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4*/,% äussere Argentiner Steinhauerarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Blitzableiteranlage Scblosserarbeiten Scyremerarbeiten Weißbinderarbeiten Srotpreise vom 31. März bis 13. April 1902. Vergebung von Kauarbeiten. Die für den Rohbau eines ueue» Schulhauses in der Gemeinde Londorf erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Samstag de« 5. April l. I., vormittags 10*/2 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Londorf, woselbst Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzusenden. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten zu Mk. Warnung vor Fälschung in Pillen noch in Pulverform noch mit Cacao 6(16r gemischt, sondern 179 in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist IIUI »r. Hommel’s Haematogen echt | Eisenlieserung Gießen, am 27. März Der Großh. Kreisbauinspektor. Stahl. 2578 sich MHI wissen, X Dewet befindet, nrit welchem er eine Unterredung sollte. London, 29. Aus Klerksdorp wird gemeldet, die Operationen im Westen Transvaals sind nicht be- riedigend verlausen. Eine große Anzahl Buren ist ent» 'ornmen. Sie werden aus 6—700 Mann, darunter auch General Liebenberg, dessen Papiere in englische Hände ge- allen, geschätzt. Wie Gefangene berichten, befand sich unter >en Kämpfenden auch Telarey. Der Suren general Kemps entkam mit einer großen Anzahl Buren, indem sie die rechte Flanke der Engländer umritten. . r r Loudon, 29. März^ Aus Petersburg wird telegraphiert : Die Unterhandlungen über den Mandschurer- vertrag dauern fort Der russische Gesandte Lessar zergt ich sehr beschwichtigend und auch Prinz Tsching ist zuvorkommend. Man ist der Ansicht, daß über alle Punkte eure Einigung erziell werden und daß dre Unterzeichnung des Vertrages als bevorstehend betrachtet werden könne. Dre Räumung der drei mandschurischen Provinzen findet in drei Perioden von je sechs Monaten statt vom Datum der Unterzeichnung des Vertrages gerechnet. Löwen, 29. März. Gestern stürzte hrer em Neubau ein, wobei der Bauunternehmer und drei Mitglieder seiner Familie unter den Trümmern begraben wurden. Der Vater unb der eine Sohn sind tot, ein anderer Sohn ist schwer verletzt Der Bauunternehmer hinterläßt eine Fran und elf Kinder. ' Havre, 29. März. Die Burendelegrerten Wessels und Wolmarans sind gestern an Bord der „Gascogne" aus Amerika hier eingetroffen und kehren über Paris nach Holland zurück. „ Rom, 29. März> Gut informierte Personen wollen wissen, daß bei der Unterredung zwischen Prinetti und B ü l o w in Venedig auch die T r i p o l i ss rage berührt worden fei. Prinetti soll Bülow ersucht haben, Deutschlands Einwilligung zu geben, daß Tripolis für Italien reserviert werde. Eine Besetzung von Tripolis soll vorläufig nicht stattfinden. ,. , ..., Charkow, 29. März. In der hiesigen psychiatrischen Klinik entdeckte die Polizei eine geheime Druckerei. Aus diesem Anlaß wurden zahlreiche Haussuchungen vorgenommen und viele Personen verhaftet Wien, 29. März. In Lemberg ist der russische Gendarmerie-Oberst Gnoinski eingetroffen, dessen Mission darin besteht, den Sitz der polnischen Nationalliga die in der letzten Zeit wiederholt Lebenszeichen von sich gegeben hat und auch eine aus Warschau datierte Proklamation erlassen hat, auszukundschäften. 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden . . 48 H W. Fabel, Wreseck L. Steinmüller, Gr.-Linden 48 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 50 „ W.Steinmüller, Lang-Göns 48 „ Karl Post, Wiefeck . . . 5- „ W. Weitzel, Lang-Göns . . 48 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden. . 22 H W. Weitzel, Lang-Gor^. . 22^, L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 „ W.Steinmuller, Lang-Gons 22 „ Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Frankfurt a. M., 29. März. §eute morgen ölUjr 45 Min. brach in dem Färb- und Gerbstoffwerk Carl Flesch jun. hinter der Galluswarte Großfeuer mrs. Dasselbe äscherte in kurzer Zeit einen großen Dell des Fabrikgebäudes ein. Die Feuerwehr löschte das Muer in dreiviertel Stunden. Menscpen sind nicht verunglückt Der Schaden ist bedeutend. - Oberkonsistorialrinlied, Hum., Zeller. Der Jangfernkranz, Humor.; Modem» Hausmusik, Humor., Carlschulz. Impromptu, Schubert. De Sokratische Method, Fritz Reuter. Das Personal- Verzeichnis einer Oper Humor., Carlschulz. Sprach gebrauche, Humor., Schnitz. Die Spieluhr, Imitation, Ja§L Der zerstreute Professor, Humor. Karten: Reservierter Platz 1 Mk, nichtreservierter Platz 60 Pfg., sind vorher in der Musikalienhandlung von E. Challler und im Hotel Einhorn zu haben. Kassenpreis Mk. lLö und 75 Pfg. ObtfiO Am ersten Oster-Feiertage findet dieser Ab »ad ia Wetsiar im Rohl Römischer Kaiser statt. Zicchttsml Ä Meller, Sommerarbeiter jeder Anzahl liefert billig. Für Stichtaushalten provisionsfr. Ersatz. Heinr. Niebuhr, Vern^-Bureau, Hauuover, Fernroderstraße 1A. Primt-Untmicht £ÄC4 Sprache erteitt nach schnell föck). Meth. u. günst. Bedg. eine erfahr. Lehrerin, d. läng. Zeit i. Ausland war. Off, unt. 01317 an die Exp. Höhere Lehranstalt Sauerschwabenheim bei Juaelbeim. Gründliche Vorberettung für die Secunda der Staatsanstalten. Liebevolle Behandlung. Gewissenhafte Beaufsichtigung. Treffliche Erfolge. Pension 450- 600 Mk. Prospekte durch den 2281 ___Direktor Kolkwitz.^ teilt Unterricht in Mchemtik. Näheres in der Exped. 01284 Lond., ' tüchtiger Metzger mit Vermögen wünscht sich mit Fräulein ges. Alters, gut bürgert. Standes, tüchttg im Haushalt und Küche u. einiaem Vermögen, zu verehelichen Reflekt. Damen stlttenig getragener Extra-Rock mit Unteroffizierstressen, sowie grauer Militärmautel zu verkaufen. Schloßgafse 19. Kleines Wohnhaus 8 Zimmer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuheit entsprechend eingerichtet, zu 23 000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Wiuu, Hof- mannstraße 14.________________ Gaslampen, einailliert, Garteufchlauch, großer, Firma- schild, schmiedeeisernes, billig zu verkaufen Moltkestraße 26, I. KmzWks' TischbiM Fabrikat Fürstweger, kurze Zeit im Gebrauch, wegen Platzmangel zu verkaufen Preis 650 All. Näheres in der Exped. 2489 Damenrad, fast neu, einige- male gefahren, hochfein, bitt, abzugeben Moltkestraße 7. Schuhmverem Am 3. Feiertag (bei günstiger Wittterung): Beginn der Schie/Mungm 2589 Der Vorstand. Gesangverein Heiterkeit. Am 2. Osterfeiertag, von 4 Uhr ab AllsslMch-erLicbWHe Daselbst Konzert und Tauz. ffx Heuchelheiiil. 8 Wieseck. Am zweiten Ksterseiertag: 01322 Gntbesetzte Tanzmusik. Sum G-ambmus. Kxrrrmwr.-^nr- .............. —......... Hessischer M Die Wirtschaft bleibt wegen Bau- Veränderung vom 1 April ab kurze Zeit geschlossen. Hoch achten gs voll ________ Emil Schmaih „Krokodil“. Während den Aeiertagen: Pfungstädter Bock-ASe Ernestine Böpfner Grünbergerstratze 17. 7/isitenfiarten liefert rasch und billigst ßriihl’sche Oniv^Druckerei.