Butzbach lene. 135 ichinen » 200 matt »m <4 61 82 [4001 89 1400) 21 [400] 33 32 41 [400] 400 56 5 77 97 849 58 933 1400] 80 91 301 411 0] 649 54 81 701 77 3045 82 104 [400 58 80 715 93 400] i [400] 35 90 126 33 [400] 713(400] W 14 600 27 60 64 718 81 315 [400[ 33 42 1000] 93 918 [400] 66 75 85 [500] 86 >00] 62 78 [2000] 6 85 88 89 [500 [500] 8026 [4001 79 81 400 400] . [400] 73 909 74 5 212 26 36 [400] N 722 (M 2L 43 72 736 54 IM) 01 921 39 51 [500] 19 455 76 82 89 510 ,00] .36 [500] 42 41 1 46 55 76 3181400 0 [1000] 816 32 61 i] 13013 14 (2000] [500] 98 708 19 77 [400] 52 [400] 57 [0 [400] 603 91 670 J01 34 76 86 [400] 6 98 16073 75 102 1 [400] 339 74 411 187 600 20 54 [1000 00] 17127 62 (409 (4001 22 [400] 638 52 73 18011 19 41 2000] 61 85 [2000 ) 41 52 91 96 (400 1000] 50 218 1400 34 46 77 96 703 « 74 78 80 [4001 611 i?sa ä| a 80 [500] 889 SS 90S ®aS« M's. Wß y»7 44 344 91' A 90 31013 | [400. 1000]J29 300] 911" 79 47 30° M 72 11? 35 ,8nQ3703 ( 4001 » 666 99 S4 lf40^ °KK34 b9 * 9 52 i qa 99 743 bu W iw 84 90 $$ 420$ 941 55965 632 55 96 lb??. 79(400)4 5 14 89 7,oOj M Nr. S4 Zweites Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch 39. Januar 1903 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechlel mit dem Seffischen Landwirt die Liehener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpedltion und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanschlußNr.bl. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger " Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VczugSpretS: monatUch7bPs.,viertel- iahrltd) Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6a Ps.; durch diePosl Alk. 2.— vierlel- lährl. ausschl. Bcstellg. Innahme von Anzeigen ir die Tagesnummer s vormittags 10 Uhr. >cilenpreis: lokal 12Ps^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich: ür den polit. u. allgem. Teil: P. Witiko: für „Stadt und Land'' und „Gerichlssaal":R.Ditt- manu; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Aie heutige Yummer umfaßt 12 Seiten. Die Iesuiten-Iulerpellation. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt untcrm 28. Januar: Es gab heute im Reichstag anläßlich der Zentrums- Interpellation wegen Aufhebung des Jesuiten- aesetzes zwei Uebcrraschungcn. Die eine bestand darin, daß der Reichskanzler Graf Bülow, auf dessen Antwort sich vor allem das Interesse richtete, nicht erschienen n»ai, sondern sich durch den Staatssekretär Graf Posa- dowski vertreten ließ; die andere Ueberraschung war in der Erklärung enthalten, daß die verbündeten Regierungen noch im Laufe dieser Reichstagssession die Entscheidung zu fällen gedenken, ob und inwieweit das Jesuitengesctz abgeändert werden soll. Also das Zentrum hat immerhin die Festsetzung eines Termins für ein Ja oder Nein erreicht. Aber das ist der ausschlaggebenden Partei nicht genug als Schadloshaltung für das lange Warten. Das Zentrum hatte offenbar gehofft, den Grafen Bülow zu einer Darlegung darüber veranlassen zu können, wie im allgemeinen die Stimmung im Bundesrat gegenüber den Aufhebungs-Anträgen ist. In dieser Hinsicht ist das Zentrum um keinen Scbritt weitergekommcn. Die auf die Aufhebung oder Abänderung des Jesuitengesetzes bezüglichen Beschlüsse des Reichstags „unterliegen der eingehenden Prüfung" seitens der Verb. Regierungen. Deutlich malte sich der Verdruß in den Mienen der Zentrumsmänner bei dieser neuen Aufschub heischenden Antwort. Mit äußerster Schärfe — so scharf, so sarkastisch hat man in der That feit Jahren kein Zentrums- Mitglied gegen die Regierung sprechen hören! — gab Dr. Bache m (Ztr.) dem Unmut über die „Lethargie" des Bundesrats Ausdruck. Wenn der Bundesrat Nein sagen wolle, so möge er auch die Kourage haben, möglichst bald sein Nein zu sagen! So rief Bachem unter der lebhaftesten Zustimmung seiner politischen Freunde. Nur die allerwichtigsten Gründe hätten den Reichskanzler vom persönlichen Erscheinen im Reichstag entbinden können bei dieser Gelegenheit. Staatssekretär Graf Posadowsky stellte feft, daß die Bevollmächtigten zum Bundesrat bei Abgabe ihrer Stimmen die persönliche Ueberzeugung nötigenfalls den Instruktionen der Regierung unterordnen müssen, und daß dies nur der Verfassung entspreche. Die Haltung der übrigen Parteien im Reichstag zur Forderung der Aufhebung des Jesuitengesetzes ist unverändert, wie aus den kurzen Erklärungen der Wortführer hervorging. Für die Aufhebung des ganzen Jesuiten- Lesetzes sind mit dem Zentrum die Sozialdemokraten, die Polen und Elsässer; ein Teil der Konservativen, der Reichs- Partei, der Nationallibcralen und der beiden freisinnigen Fraktionen ist eventuell für die Aufhebung des 8 2 zu haben, welcher der Regierung das Recht giebt, ausländische ^esuiten auszuweisen und inländischen Angehörigen dieser Gesellschaft den Aufenthalt in bestimmten Bezirken zu versagen oder anzuweisen. Das Zentrum begleitete diese Erklärungen, je nachdem sie entgegenkommend oder ablehnend waren, mit Acußerungen der Befriedigung oder der Miß^- Mtlig-ung. Die letztere gestaltete sich sehr entschieden nach ven Worten des Abg. Sto ckmann (Reichsp.), seine Fraktion wünsche ein Nein ibier verb. Regierungen, „well wir unser deutsches Vaterland lieb haben!" Entrüstete Oho-Rufe erschallten aus dem Zentrum. Doch in dem einen Punkt herrschte, wie auch Dr. Bachem konstatierte, Uebereinstimm- urig von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken: daß oei Bundesrat möglichst bald zu einer Entscheidung öeloTiQen müsse. Die Abgg. Stockmann, v. Staudy (kons.), s\n9 (uh), Schrader (Freis. Ver.), Richter (J-reis. Vp.) betunMen ^161111 eine gleiche Auffassung. Fürst Radzi- w y l versuchte die „Ausnahme-Behandlung" der Polen auch Airfern Theina in Zusammenhang zu bringen, Abg. nXh 0 r rbre? Diktatur-Paragraphen mit dem Jesuiten- §o^tz m Parallele zu stellen. Abg. Stöcker (wild) be- o konfessionellen Streitigkeiten der Gegenwart. Freude hatte das Zentrum von der Zustimmung der ^6- Blos versah die Einwilligung ' b^. ganze Gesetz aufzuheben, mit satirischen ?^Ä^werkungen über die Jesuiten — „Wir fürchten sie ?nhnfc yBe-Sba$ Zentrum als „Bewilligungspariei", arünbimo erheblich an Wert verlor. Die Be- durch den Abg. Spahn (Ztr.) ^Ae das Wirken der Jesuiten in eine sehr ideale Be- ber Zentrumspresse verheißenen Ton beller^Der D?Än'! jedoch Abg. Bachem bedeutend württem^, wohnten u .a. der bayrische und der auS3-anen ^Wii>Un9 Bundes«^ °b- Von anderer Seite wird uns aus Berlin geschrieben: .Tos Jnterpellations-„Gewitter" ist vorüber, für setzt nackm/nll - 3e”truni wird es wohl noch manchmal „nachgrollen", denn die heutige Debatte bat keinen Zweifel SelaHeii daß die Geduld der ausschlaggebenden Partei zu änitnrt h 06,110,1 ru bestimmen, als ,i- . X Vertagung eintreten lassen kann, G 6Ä [urz vor den Neuwahlen zu /oTn x ,bahin wird sich ia beurteilen lassen, „wie der (äS/Eher dürste Graf Bülow die Jesuiten- totie mcht aufdecken wollen. Volltische Tagesschau. Weitere Getreidczoll-Erhohung in Sicht. Man schreibt uns aus Berlin, 28. Januar: Es war bisher nach den wiederholten Warnungen der Regierung, bei den Forderungen landwirtschaftlicher Zölle „den Bogen nicht zu Überspannen", mit Sicherheit angenommen worden, in eine weitere Erhöhung der Getreidezollsätze würden die Verbündeten Regierungen keinesfalls einwilligen. Wie wir hören, kann diese Auffassung nicht aufrecht erhalten werden. Ein Teil der Bundesregierungen — man nennt die preußische, sächsische und bayrische Negierung — soll einer, allerdings nicht erheblichen Erhöhung der Getreide-Mindestzölle in dem Falle nicht abgeneigt sein, wenn begründete Aussicht vorhanden ist, daß eine Mehrheit des Zentrums und der Rechten sich über den zu bewilligenden Zollsatz einigt. Dieser Mindest- zoll dürfte bei Weizen 6 Mark (statt wie vorgeschlagen 51/2 Mk.) betragen. Die Hauptschwierigkeck liegt in der Erhöhung des Roggenzolls mit Rücksicht insbesondere au Rußland. Selbst ein Mindestzoll von 5i/2 Mark (statt 5 Mk.) erregt Bedenken, gilt aber nicht als ausgeschlossen. An einen 6 Mark-Mindestzoll jedoch sei nicht zu denken. — Gs fragt sich, ob solche Zugeständnisse den Gang der Dinge beschleunigen werden. Einstwellen hallen die konservativen Parteien an den höheren Forderungen fest. Eine Gefahr für die Ostseerhederei. Aus Landelskreisen wird uns geschrieben: Daß der deutsche Zolltarifentwurf nach wie vor auch im Ausland Gegenstand des Interesses ist, geht aus einer Petition hervor, welche schwedische Exporteure soeben an ihre Regierung richteten, um auf die der schwedischen Holzbearbeitungsindustrie durch eine Erhöhung der deutschen Zölle drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Das Vorgehen der schwedischen Interessenten erscheint begreiflich, da die Möglichkeit der Ausfuhr von Holzfabrikaten uach Deutschland für die wirtschaftliche Entwickelung Schwedens von großer Bedeutung ist. Ein gleiches gilt von Norwegen, dessen Interessenten sich der schwedischen Petition voraussichtlich anschließen werden. Doch die Sache hat auch eine Seite, die Deutschland angeht. Am Seetransport des skandinavischen Holzes ist die deutsche Ostseerhederei hervorragend beteiligt, besonders in den pommerscheu und mecklenburgischen Häsen. Würde dem skandinavischen Holze der deutsche Markt teilweise verloren gehen, so hätten die Rheder in Lübeck, Stettin, Stralsund, Wismar, Rostock usw. nicht zuletzt den Schaden, was um so bedauerlicher wäre, als bekanntlich die Ostseeschiffahrt, mit alleiniger Ausnahme der Flensburger, seit Jahr und Tag schwer um ihre Existenz zu kämpfen hat. Und es ist schließlich auch zu beachten, daß die skandinavischen Verbraucher rhren Bedarf dann wieder mehr als bisher auf nichtdeutschen Märkten decken würden, was wiederum die OfHee» rheder in Mitleidenschaft ziehen müßte._______________ Preußisches Abgeordnetenhaus. Zwecke Beratung des Lan dwirt scha fts etats. Mg. Frhr. v. Evnatten (Ztr.) tritt für die Notwendigkeit ein, der Landwirtschaft durch höhere Zölle aufzuhelfen, und wendet sich gegen die Agitation des Bundes der Landwirte in Zentrumskreisen. Abg. Mal- kewitz (kons.) betont, daß der Bund der Landwirte m feiner Weise bezwecke, in seine Bestrebungen einen konfessionellen Charakter hineinzutragen. Es sei aber ganz gut, wenn der Bund dem Zentrum einmal das Gewissen schärfe. Dies werde ja, wenn der Zolltarif erst zu [lande gekommen sein werde, nicht mehr nötig sein. Abg. De Witt (Ztr.) erwidert, die große Partei des Zentrums bedürfe nicht der Unterstützung des kleinen Bundes der Landwirte im Reichstage. Abg. Wam- hoff (nl.) erklärt, auch seine Partei sei darüber einig, daß für die Landwirtschaft etwas geschehen müsse, aber im Rahmen des Zolltarifgesetzes, damit Handelsverträge nicht unmöglich gemacht würden. Abg. Schmitz (Ztr.) bemerkt, einer Schärfung des Gewissens des Zentrums zur Förderung landwirtschaftlicher Interessen bedürfe es in keiner Richtung. Die landwirtschaftlichen Interessen feien beim Zentrum voll und gut aufgehoben. Auch das Zentrum halte einen Zollschutz für nötig, würde aber in einer Ueberspannung des Bogens eine Gefährdung der Handelsverträge erblicken Deutsches Reich. Berlin, 28. Jan. Der Kaiser empfing heute den Maler R 0 ch 0 ll aus Düsseldorf zur Vorlegung von Skizzen aus China, und später in Audiei^ den Grafen v. Cuv er- ville und den zum kommandierenden General des 14. Armeekorps ernannten General v. Bock und Polach. — Prinz Heinrich von Preußen kehrt am 4. Februar nach Kiel zurück und übernimmt auch wieder das Kommando über das 1. Geschwader bis zum 14. Februar, hän gigkeit Englands von ber Lebensmittelzufuhr aus dem Ausland e und über die daraus im Falle eines Krieges entspringende Gefahr. Der Präsident des Handelsarnts, Gerald Balfour, bekämpft den Antrag unb erklärt, die vorgeschlagenen Abhilfemittel seien gefährlich und nicht durchführbar. So lange es eine Meere beherrschende -Flotte besitze, genüge für England, daß es sich auf die gewöhnlichen Wirkungen des Gesetzes über Nachrage und Angebot verlasse. Gemäß den Bestimmungen der Pariser Deklaration würde Getreide so lange auf neutralen Schiffen eingeführt, als es nicht als Kriegseontre- banbe erklärt sei. Der Preis des Getreides würbe bei Ausbruch eines Krieges ja steigen, bie Steigerung aber nicht genügen, um einen Mangel an Nahrungsmitteln herbeizu- uhren, wenn die Flotte ben Bedürfnissen des Landes entspreche. Schließlich wurde der Antrag von Seien Karr zurückgezogen. , Paris, 28. Januar. Die Deputierte nkammer nahm die Vorlage betreffend die Herstellung von schiffbaren Wegen und die Verb esserung von Kanälen und Häfen mit 491 gegen 48 Stimmen an. Die Vorlage bezweckt hauptsächlich den Ausbau der Häfen von Dünkirchen, Boulogne, Dieppe, Havre, Saint 3Lazaire, Nantes, Bordeaux, Bayonne, (Sette und Marseille, sowie den Ban eines N o r d o st k a n a l s. Wien, 28. Jan. Das offiziöse „Fremdenülatt" hebt hervor, in dem Besuch des Prinzen von Wales zeige sich die Herzlichkeit der persönlichen Beziehungen zwischen dem deutschen Kaiser und dem König von England, worin gleichzeitig die liebenswürdige Erwiderung des Erscheinens des deutschen Kaisers am Sterbelager der Königin Viktoria liege. Der politische Tages streit zwischen dem deutschen und britischen Volke gehe n i ch t s o t i e f, daß die Herrscher nicht persönlich über ihn erhaben sein und für seine Beseitigung wirken könnten. Der Besuch des Prinzen werde dazu helfen, auch die Völker auf den Weg der Freundschaft mit der Grundlage der' Gleichberechtigung zurückzuführen. Hoffentlich würden von nun an die Irrungen und Trübungen verschwinden, die sich stellenweise zwischen Deutschland und England ergaben. Kalkutta, 28. Jan. Zu Ehren der Offiziere des deutschen Kriegsschiffes „Thetia" und des österreichischen Kriegsschiffes „Aspern", die zur Zeit hier liegen, fand heute bei dem Vicekönig von Indien im Regierungsgebäude ein Frühstück statt, in dessen Verlaufe der Vieekönig zunächst einen Trinkspruch aufdendeutschenKaiser ausbrachte, der einFr eund der Engländer sei, gerade jetzt den Prinzen von Wales in königlicher Gastwirtschaft bewirte und den indischen Hungersnotfonds reichlich beschenkte. Dann trank der Vice- öinig auf das Wohl des Kaisers Franz Josef und gedachte desselben als des ehrwürdigen, aufs höchste beliebten Inhabers eines europäischen Thrones. Vom Burenkrieg. Aus Pretoria kommt folgende Meldung des „Reuterschen Bureaus": General Bruce-Hamilton hat am 25. Januar einen neuen erfolgreichen Nachtmarsch gemacht und ein Lager zwischen Ermelo und Bethel überrascht. Die Buren flüchteten und wurden mehrere Meilen weit verfolgt. Ihre Verluste betragen 2 Tote, 4 Verwundete und 82 Gefangene, darunter Feldkornet Devilliers und der Kapitän Dejaeger von der Staatsartillerie, der auch Mitglied des Ersten Raads war. Sämtliche Vorräte des Lagers wurden erbeutet. Auf britischer Seite wurden ein Offizier schwer und 2 Mann leicht verwundet. Aus London wird berichtet: Der Kapstädter Berichterstatter der „Daily Mail" bezeichnet die jüngste Meldung über die Lage in der Kapkolonie als unzutreffend. Seit Beginn des Krieges seien die dortigen Verhältnisse niemals besser gewesen als jetzt. Organisierte Burenstreitkräfte, seien nur noch im Westen vorhanden, die übrige Kolonie sei vom Feinde thatsächlich gesäubert. Der Handel lebe wieder auf. Im englischen Parlament fragte Läbouchere, ob seit den VerAndlungen Kitcheners mit Botha irgendwelche Eröffnungen der Vorschläge unter dem Vorwande, daß sie von den Burenführern kämen, dem Premierminister von irgend einem Mitgliede des Geheimen Rats vorgelegt seien. Balfour erwidert, Mitteilungen, die nicht von autorisierten Personen kämen, seien nicht geeignet, im Hause Gegenstand einer Anfrage bezw. Antwort zu bilden. Staatssekretär Chamberlain erklärt, die im Felde stehenden Burenoffiziere würden durch nichts gehindert, Lord Kitchener Vorschläge zu machen. Letzterer sei angewiesen, derartige Vorschläge der Regierung zu übermitteln. Die Brüsseler Burenmcldung, daß von Friedens-Vorschlägen seitens der Buren z. Z. keine Rede sein könne, genügt, um tb'cn Wert dieser Unterhaus-Debatte einzu- schätzen. Die DeutscheninRotherhambei Sheffield hielten eine Versammlung ab und faßten eine Resolution, daß diese Versammlung von Deutschen, die bis zu fast 40 Jahren in England leben, die gegenwärtige Haltung der deutschen Presse und die darin enthaltenen schweren Beschimpfungen derbritischenArmee und der königlichen- .Familie entschieden verurteilt und die Mernung ausdrückt, daß solche Aeußerungen nie geth-cm sein können von Leuten, welche erfahren haben, wie äe- recht das englische Volk die Ausländer jeglicher Nationalität, die unter ihm leben, behandelt." Es wurde beschlossen, eine Abschrift dieser Resolution dem deutschen Botschafter zu übersenden. Aus Stadt und Sand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, den 29. Januar 1902. * * Der König von Württemberg ist in der vergangenen Nacht auf der Rückreise von Berlin nach Stuttgart hier durchgefahren. * * Auszeichnung. Zum 27. Januar wurde u. a. von dem Kaiser auch der prakt. Arzt, Privatdozent an der Universität, Oberarzt der Reserve, Dr. med. Hans Koeppe zu Gießen budÄ Verleihung der Roten Kreuz-Medaille 3. Klasse ausgezeichnet. ^Militärisches. Zu Leutnants der Reserve wurden befördert die Vizefeldwebel Wahl mann (Siegens des Inf. Negts. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 16, und Koch (Friedberg) des 4. Großherzogl. Hess. iJnf. Regts. (Prinz Carl) Nr. 118. Zu Assistenz-Aerzteu die Unterärzte der Reserve Dr. Löhrer (Gießen), und Dr. P o l y (Gießen). * * Die erste diesjährige Schlnßprüfung der Kandidaten der evangelischen Theologie hat gestern vormittag in den Amtsräumen des Großh. Oberkonsistoriums ihren Anfang genommen. Es beteiligten sich daran 5 Examinanden, von denen 1 aus Starkenburg, 2 aus Oberhessen und 1 aus Rheinhessen ist. * * Aus dem Thcaterbureau. Wegen Erkrankung des Herrn Gerlach wird statt der auf dem letzten Theaterzettel angekündigten Wiederholung des „Faust" das fünfaktige Hersch'sche Lustspiel „Die Anna-Lise", welches sich zu Beginn dieser Saison sehr beifälliger Aufnahme erfreute, als sechste Volksvorstellung aufgeführt. Eintrittspreise: Loge 1 Mk., Saal 40 Pfg., Gallerie 20 Pfg. * * Bei Gelegenheit einer Burenspende wurde folgendes Berschen eingesandt: „Wer eilt Denkmal bekommt, wird ausgehauen, Darum möchte ich gerne erbauen Chamberlain, dein frommen, ein Denkmal groß, Den auszuhauen, das wäre famos!" • • Hessische Landeslotterie. Bei der heute stattgehabten Ziehung der 6. Klasse der Hess. Landeslotterie fiel ein Haupt- Gewinn von 50 000 Mk. auf Nr. 33087 (nach Worms), ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 22505 (nach Darmstadt), Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 4121 (nach Als- eld und Fürfeld), 41710 (nach Mainz), 42128 (nach Mainz), Gewinne von 3000 Mk. auf Nr. 1027 8288 15199 17231 18248 18270 18443 18512 22351 22525 24626 37355 40669 40986 42088, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 6439 6898 12612 13387 13897 15280 15765 15972 17694 19200 20815 30376 34548 35982 37400 39185 40652, Gewinne von 1000 Mk. auf Nr. 304 2361 3646 3647 5321 5844 7087 10307 10529 11387 12419 12820 13386 13988 15070 16107 16118 16562 16999 19831 20343 22809 22849 23004 24274 25556 25802 27148 27900 28112 31241 32685 34064 35678 38161 39177 40716 42806 44493 44527. Gewinne von 500 Mk. auf Nr. 2 635 1204 2817 3309 4835 5773 8252 9753 10213 10286 12131 12163 12239 12277 12840 13475 14755 14880 15244 15987 17547 19679 21013 21682 21951 24271 25096 27061 28020 28189 30134 30451 31302 31908 33157 33443 34016 34378 34520 35929 36138 36603 37724 39051 40854 41757 42724 43524 43967. (Ohne Gewähr.) ** Zur Besprechung derOrganisten-Besol- dungsfrage versammelten sich am letzten Sonntag nachmittag in Frankfurt a. M. etwa 200 evangelische Lehrer aus allen Teilen Hessens. Als ein besonderer Mißstand wurde gerügt, daß nach § 50 des hessischen Volksfchul- gesetzes mit vielen Schulstellen der Organistendienst streng verbunden ist, wodurch oft minderbefühigte Organisten auf .solche Stellen kämen, was doch sicherlich nicht im Interesse der Kirche, aber ebenso wenig auch im Interesse der Schule liege. Darum müsse vor allem jener § 50 fallen. Es wurde als Forderung gestellt, für Funktionen an allen Sonn- und Feiertagen des Jahres die Minimalsumme von 400 Mark, für Funktionen an Sonn- und auch Werktagen mindestens 500 Mark. Nach eingehender Diskussion einigte sich die Versammlung einstimmig zu dem Beschluß: „Die hessischen Lehrer-Organisten erkennen die Forderungen, welche der Vorstand im Auftrage der Vertreter- Versammlung zu Oppenheim in seiner Eingabe vom August 1898 an Großh. Ministerium gerichtet hat, heute noch voll und. ganz als ihre Meinung an, und sprechen die Bitte aus, der Vorstand des Landes-Lehrer-Vereins möge die Angelegenheit als eine dringliche zu fördern suchen. Der Vorstand des Landes-Lehrer-Vereins wird ersucht, auf der nächsten Delegierten - Versammlung von dem Ergebnis seiner Bemühung Bericht zu erstatten." — Die Verhandlungen verliefen in durchaus schöner und würdiger Weise. Vorsitzender der Versammlung war Lehrer Cronenberg von Stadecken. * * Postalisches. Briefe und Postkarten verschieben sich während der Postbeförderung oftmals in Drucksachensendungen, wenn zu deren Verpackung unzweckmäßige Streifbänder oder ungeeignete große Briefumschläge mit nach innen eingesteckter Verschlußkappe verwendet werden; die Briefe usw. gelangen dann innerhalb der Drucksachen an eine falsche Adresse und gehen so nicht selten verloren. Es empfiehlt sich daher, zur Verpackung von Drucksachen stets Kreuzbänder zu verwenden oder bei Benutzung eines einfachen Streifbandes dieses kreuzweise fest um die Drucksachen zu schnüren. Briefumschläge benutze man zur Verpackung von Drucksachen nur dann, wenn sie mit sc itlichen Verschlußklappen versehen sind, die einen zungenartigen, zum Einschieben in einen äußeren Schlitz des Umschlages bestimmten Ansatz haben. * * Der evang. Arbeiterverein veranstaltete gestern im Lenz'schen Jelsenkeller einen Vortragsabend, der gut besucht und recht anregend war. Missionar Flad aus Frankfurt a. M. sprach über „China", wo er längere Jahre als Missionar thätig war. Er unterstützte seine Ausführungen durch Vorführung zahlreicher und wohlgelungener Lichtbilder, die wohl jedem auch sachlich manches Neue gebracht haben. Besonders waren sie geeignet, über Land und Leute eine lebendige Vorstellung zu geben bezw. falsche Vorstellungen zu zerstören. Prächtige Städte- und Landschaftsbilder wurden vorgeführt — die Berge freilich sind kahl und ohne Wald- schmuck, und deshalb kennt man in China auch keine eigentliche Forstwirtschaft. Besonderes Interesse erweckten die vorgeführten Bilder und Szenen aus dem täglichen Leben, von der Stvaße und aus dem Hause, Bilder, die von fürstlicher Pracht und von dem größten Elend Zeugnis ablegten. Freilich überwiegt das letztere den Glanz bedeutend. Wie kann aber auch ein Volk gedeihen, in dem die sanitären Verhältnisse noch so im argen liegen, wo der Aberglaube eine solche Macht über die Gemüter ausübt, daß man es nicht wagt, die Schätze der Erde zu heben oder Eisenbahnen zu bauen — dadurch würde ja der große Drache gestört —, wo der Totenkult ungeheure Summen verschlingt, während bei vielen Lebenden der Hunger kein seltener Gast ist, besonders im Hungermonat vor der Ernte. Welche Quellen sozialen Elends sind ferner das Opiumrauchen und die Kinderheirat! — es ist ergötzlich und doch auch tief traurig, wenn man hört, daß ein Junge, der ein kleines Mädchen auf dem Rücken trägt, auf die Frage: Wen trägst Du denn da? antivortet; Meine alte Frau. Welches Interesse die Zuhörer dem behandelten Stoffe entgegenbrachten, geht daraus hervor, daß sie den Ausführungen des Redners bis zum Schluß mit der größten Aufmerksamkeit folgten. w. Kohden b. Nidda, 28. Jan. Gestern wurde der seit fast 18 Jahren hier pensioniert lebende Gymnasialdirektor Dr. Ludwig Kra em er zum Grabe geleitet. Geboren in Nack in Rheinhessen, wo sein Vater Lehrer war, hatte er von Großenlinden aus, wohin sein Vater versetzt wurde, das Gymnasium in Gießen durchgemacht, jeden Tag hin- und zurückgehend. Auch seine Studien vollendete er in Gießen, und sein Examen siel so glänzend aus, daß ihm die goldene Medaille und der Doktortitel mit Erlaß der damit verbundenen Kosten verliehen wurde. Den Acceß machte er ebenfalls in Gießen. 1853 wurde er in Alzey angestellt, 1861 Direktor der Realschule zu Michelstadt, 1865 Direktor des Gymnasiums zu Büdingen. 1876 wurde er vom Großherzog dekoriert und 1879 mußte er wegen eines Halsleidens seinen Abschied nehmen. An feinem Grabe hob Pfarrer Werner aus Nidda auf Grund der Worte: Der Meister ist da und ruft dich" sein reiches Wissen, die väterliche Liebe zu seinen Schülern und seine Einfachheit und Leutseligkeit hervor. Das Gymnasium Büdingen ließ einen Kranz durch Herrn Prof. Dr. Dingeldein niederlegen. Namens der früheren Schuld sprach Präzeptor Lucius vom Forsthaus bei Echzell. Mainz, 28. Jan. Dieser Tage fand man den Fahnenträger des 3. Bataillons vorn 2. Nass. Jnf.-Regirnent Nr. 88, den Sergeanten Bur au, tot im Wallgraben des Cavaliers Hardenberg auf. Nunmehr ist vom Militärgericht eine Untersuchung eingeleitet worden, da der begründete Verdacht besteht, daß der Tod des unglücklichen Soldaten nicht durch einen Zufall herbeigeführt worden ist, sondern auf ein Verbrechen zurückzuführen ist. — Die hiesige Handelskammer hat folgendes Telegramm an den Vorsitzenden der Zolltarif- kommission, Rcichstagsabg. v. Kar dorff, gerichtet: „Gegen: Anträge in der Zolltarifkommission auf allgemeine Einführung von Ursprungszeugnissen, Beseitigung aller dreimonatlichen Zollkredite und Beschränkung der gemischten Transitlager müssen wir entschieden Protest erheben. Die erstere Maßregel würde den Handel empfindlich erschweren und ausländische Gegenmaßregeln Hervorrufen. Die Beseitigung der Zollkredite widerstreitet den Grundsätzen des allgemeinen Handelsverkehrs und belastet das Inland zu Gunsten des auswärtigen Handels, während Beschränkungen der Tranfitläger auf bestimmte Plätze eine Verletzung wohl erworbener Ansprüche anderer Orte und eine ungerechte Verkümmerung der künftigen Entwicklung des Handels an solchen _ bedeutet. Wir bitten dringend die Kommission, alle drei Anträge abzulehnen. Bei Annahme des letzteren aber Mainz jedenfalls unter die Plätze mit gemischten Transitlägern aufzunehmen." Franksurt a. M., 28. Jan. Wegen Geigendiebstahls wurde am Samstag der langjährige Hausmeister im Opernhaus, Heinrich Romeiser, verhaftet. Im August v. I. wurde zwei Musikern je eine wertvolle Geige gestohlen, und der Verdacht lenkte sich auf eine Reche von Personen, denen aber nichts nachgewiesen werden konnte. Durch einen Zufall wurde Romeiser als der Dieb entlarvt- Die eine Geige hatte er verkauft, und die andere am Hauptbahnhof zur Aufbewahrung gegeben. Die Verhaftung erfolgte aus Veranlassung der Intendanz. Fulda, 26. Jan. Der Schuß auf den Schnellzug 15 wurde zwischen den Stationen Kerzell und Bronzell abgegeben. Vermischtes. • Paris, 28. Jan. Der Feldzug gegen die Milchverfälscher hat gestern ein Opfer gefordert. Ein Milchverkäufer, dessen Kühe von der Polizei wegen angeblicher Krankheit beschlagnahmt worden ivaren, verübte Selbstmord, indem er sich die Gurgel durchschnitt. * Mailand. 28.Jan. Gegen den Notar Umberto Borelli aus Turin, der nach Unterschlagung von 200000 Lire flüchtig wurde, ist ein Steckbrief erlassen worden. Am meisten geschädigt sind mehrere höhere Geistliche. * St. Gallen, 28. Jan. Der Justizdirektor übermittelte der Staatsanwaltschaft wegen Aufführung eines gegen die Jesuiten gerichteten Schauspiels im Stadttheater (das bekanntlich unter der Direktion des Herrn Helm steht. D. R.) eine Klage wegen Störung des konfessionellen Friedens. * Innsbruck, 28. Jan. Der Mediziner Dornauer, der unterhalb der Spitze des Haneburgers durch eine Lawine verunglückte, wurde tot aufgefunden; wahrscheinlich ist er sofort erstickt. Dornauer ist der Sohn eines hiesigen Cafetiers. * Ein kaiserliches Geschenk. Der deutsche Kaiser hat dem russischen Kaiser zur Erinnerung an die Zusammenkunft in Danzig einen Marineoffizierdolch gewidmet. Der Griff, aus Elfenbein geschnitten, trägt den Namenszug des russischen Herrschers mit Krone und als Abschluß die deutsche Kaiserkrone in reicher Ziselierung; die Parierstange zeigt auf der Vorderseite den Namenszug des deutschen Kaisers, während auf der Innenseite ein Anker in erhabener Arbeit ruht. Die Klinge, aus echtem Damasistahl geschmiedet, schmückt auf der einen Seite in vergoldeter Aetzung die Widmung: Wilhelm II., deutscher Kaiser, König von Preußen, seinem lieben Freund und Vetter Nikolaus II. zur Erinnerung an die Zusammenkunft in Danzig, Rhede von Hela, 11. bis 13. September 1901. Außerdem trägt die Klinge die Initialen beider Fürsten. Die stark vergoldete Scheide ist mit dem deutschen nnd russischen Reichsadler und mit reichen Verzierungen ausgestattet. Das Prachtstück ruhte mit Koppel und Portepee in einem Behälter, dessen Deckel den Namenszug unseres Kaisers schmückt. * Das unterbliebene Duell. Ein Freund der „M. N. N." sendet dem Blatt folgendes heitere Duellhistörchen: Auf einem Landgut in der Nähe der württembergischen Stadt N. waren zur Mannöverzeit mehrere norddeutsche Offiziere einquartiert. Der überaus höfliche und zuvorkommende Gutsbesitzer hatte die bei ihm einlogierten Herren zu einem Diner eingeladen, in dessen Verlauf einem der Gäste das Malheur passierte, ein gefülltes Weinglas umzustoßen. Während nun der Gastgeber den dadurch entstandenen Flecken mit Salz bestreute, gab er auf die Entschuldigungen des Offiziers hin die Antwort: „O, desch macht gar nix, 's isch Wein"! Auf diesen Ausspruch hin standen alle Offiziere auf und verließen das Haus; der arme Gutsbesitzer aber, der sich inzwischen den Kopf zerbrochen hatte, wodurch er wohl feine Gäste beleidigt haben könnte, erhielt bereits am nächsten Morgen durch den „Schwerbeleidigten" selbst die Forderung zum Duell. Natürlich ersuchte er seinen Gegner sofort um nähere Aufklärung der für ihn gänzlich dunklen Angelegenheit, erhielt aber kurzweg die Antivort, daß es hier keiner weiteren Erläuterungen bedürfe, denn alle die gestern mit zu Tisch Geladenen könnten bezeugen, daß er, der Gastgeber, ihm auf feine Entschuldigungen hin, „ Das macht nichts, SieSchwein" erwidert habe. — Als unser Schwabe diese, seine eigenen Worte in reinstem Hochdeutsch zu hören bekam, ging ihm ein Licht auf und, seiner Sprache vor Lachen kaum mächtig, erklärte er dem Offizier die durch den Dialekt verursachte un- liebsame Beleidigung.____________ Universitäls-Uachrichtelü — Professor Ernst v. Bergmann, dem der Charakter eines Wirklichen Geheimen Rats mit dem Prädikat Exzellenz verliehen worden ist, hat damit die gleiche Auszeichnung erhalten, die auch sein Vorgänger im Amte, der unvergeßliche Beruh, v. Langenbeck, inne hatte. Unter seinen Kollegen an der Berliner Universität hat Herr v. Bergmann drei Genossen in Bezug auf den Exzellenz-Titel: den ord. Honorarprofessor Dr. jur. et phil. Adolf Stolzel, Präst denteu der Justiz-Prüfungskommission, den ordentl. Honorar-Professor Generalstabsarzt v. Leuthold und den Nestor der Universität Dr, thol., jur., med. et phil. Eduard Zeller, den Altmeister Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. M., 29. Tendenz: test. 100.90 42.00 27.20 27.85 108.60 43.95 Reich 8 an lei he do. Konsole do . . Heesen 4% Ungar. Goldrente . , 40/ Italien. Rente . . , 4%% Portugiesen . 0/ Portugiesen . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose . .... 4% Griech. Monopo 1-Anl 4*/,% äussere Argentiner 3V2% 30/ öV,°A 5% 3* 2% 3% Hessen . . . 4% Oesterr. Goldrente Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungeu des Gietzener Auzergers. Berlin, 29. Jan. Der Staatsanwaltschaftsrat Cuny, der bekauntich vor Kurzem aus dem Burschenschafts- Kommers zu Guustea des Duells sich aussprach, von Berlin an die Staatsanwaltschaft in Hagen (Wests.) versetzt worden! Berlin, 29. Jan. Der „Vorwärts" veröffentlicht einen Erlaß des Reich8-Marineamtö vom 6. Januar d Js., wonach dem Reichstage im Winter 1904/05 eine Novelle zum Flotteugesetz vorgelegt werden soll. Ter Inhalt der Novelle selbst wird sich zwar nur auf die zahlenmäßige Vermehrung der Ausland-Schiffe erstrecken, die hinzufügende Begründung aber wird erstens den Schiffsbauplau für die nächsten fünf Jahre (1906/10) mit einer Ueberficht über die Entwickelung der gesamten Kosten der Marine innerhalb dieser Bauperiode geben. Falls im Winter 1904/05 die finanziellen und inner- politischen Verhältnisse des Reiches dies irgendwie gestatten. 3u/o Mexikaner 41/g / Chinesen Electric, bei ackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstadt- r Bank Dresd- nor Bank . Ber iner Handelsges Oesterr Staatobahn Lorn barden . . Gotthar ibahn . . Lauranütte . . . Bochum ... s Harpener . . . Januar. . . 26.70 . . 89.10 . . 122.60 * 208*20 . . 187.90 . . 131.70 . . 139.20 . . 148.50 . . 144 00 . . 20.60 . . 169.80 . . 201.00 . . 188.50 . . 167.00 Familien Slachnchlen. Gestorbene : Dr. Friedrich Wollpert, Kreisvcterinärarzt r. P., in Mainz. — Apotheker Christoph Heß in Michelstadt. — Frau Clise Ludwig, geb. Diehl, in Tarinscadr. . 102.05 . 91.35 . 101.95 . 91.25 . 100.15 102.80 nach Magdeburger Notiz bis zrt 8,49 M, notiert Ber höherer Notiz erfolgt eine Auszahlung tn folgender Werse: bet einem Preye von 8,50 bis 8,99 Mk. 2'/, Psg-, von 9 brs 9,49 Dtk. 0 Pig., bei 9^0 bis 9,99 Alk. 7*/, Pfg-, bet 10 Mk. und darüber 10 Pig. für den Zentner. Werden dre Nüven nach dem 15. November geltcsert, so beträgt der Preis sür den Zentrrer 10 Pfg. mehr; an schnitzeln werden 40 Prozent vom Rübengewicht gratis geliefert. — Tie letzte Kampagne dehnte sich bis in den lausenden Monat aus, weil im vorigeu Frühjahr infolge Auswinterung des Weizens viel mehr Rüben als sonst angebaut wurden. — Heilbronner Gewerbcbank in Konkurs. Tav Vermögen der Aussichtsratmitglieder Sihlen, Braun und Heck ist mit Beschlag belegt worden. Cs handelt sich um Vermögensobjekte in Hohe von etwa 400 000 Mk. — Recht so! — So muß es allen Aussichtsratsmitgliedern ergehen, die ihr Aufsichtsrecht nicht ge= oder mißbrauchen. — Leipziger Bank in Konkurs. Tie nächste Abschlagsdividende gelangt voraussichtlich anfangs Mai zur Auszahlung. Die Höhe der Quote ist noch iinbestimnu. — Schuckert und Allg. Elektricitätsgesellschaft. Tie Nürnberger Cmiferenzen betreffend Interessengemeinschaft sollen einen guten Ausgang genommen haben. — Alan muß Details abwarten um beurteilen zu können, ob die Aktionäre der A.-E.-G. mit den Abmachungen sich einverstanden erklären können. Jeden- salls wären diese doch auch gefragt worden. — Allgemeine Clcktricitätögcfellfchaft. Wir meldeten gestern, daß Die Gesellschaft gemeinsam mit der Firma Ganz und Cie. in Budapest in Australien ein großes Geschäft vorhat. Cs handelt sich um die Umwandlung der Straßenbahn in Melbourne in elektrischen Betrieb. — Deutsche Rcichsbauk. Es verlautet mit ziemlicher Bestimmtheit, daß das Institut schon in nächster Zeit eine abermalige Ermäßigung des D i s k 0 n t s vornehmen wird. — Der Aujsichtsrat des Blechwalzwerks Schulz-Kuaudt u. Co. in Essen beschloß, von dem Mk. 588712 betragenden Bruttogewinn Alk. 205 022 zu Abschreibungen zu verwenden, gegen Alk. 192 462 im Vorjahre, mrd der Generalversammlung die Verteilung von 8 Prozent (im Vorjahre 12 Prozent) Dividende vorzuschlagen. _ .. , — Der verhaftete Direktor Schmidt von der Kasseler Trcbertrocknungsgesellschaft wird nach dein Cinlangen der Kasseler Mlen eine Tenkschriit an den Juslizmiuisler richten. fr- mhiTnfnnhie bet jetzt in Stuttgart lebt Von den chirurgische rteaen0f icn v Bergin annns besitzt auch der Kieler Profeffor Fried- I 96-ima?c6 »er Cntel ber Kaiserin, da» Pradikal Exzellenz. nprftoebenen Berliner Professoren, denen die gleiche Aus- ^icknuna Ui Teil geworden war, sei an Ranke, Helmholtz, Curtms, Gneist eriimert. Exzellenz ist auch der Philosoph und Goctheforscher ^Un° — *91 u5 ena Cyom 25. d. Mts. schreibt man: Während bis iPht die studentischen Verbindungen ungestört ihre Mensuren.m ^matten Wöllnitz und anderen Bierdorfern ausfechten konnten, scheint man jetzt polizeilich einschretten zii wollen. Heute früh wurden ^die Burschenschafter, die in Zwätzen zu Mertzuren antreten mollten, von Gendarmerie verjagt. ro0 __ Ter Professor au der Berliner Technischen Hochschule, Ge° h-imrat Witt, soll an Stelle des verstorbenen Professors 0. ^ger mtbie Wiener Technisch^ Hochschule berufen werden. wird man dm Versuch machen, diese in der Begründung bcB Novelle vorgesehene planmässige Entwickelung der Judiensthaltung' in den Jahren 1906 10 dem wachsenden Schiffsbestand und bete zu schaffenden Berufs-Personal anzupaffen und zu diesem Zwecke eine ausreichende Steigerung der „fortdauernden Aus. gaben" in den Berechnungen vorzusehen. Wien, 29. Jan. Nachdem die Verhandlungen des, Ministerpräsidenten von Körber mit den deutschen Parteiführern in Betreff der Errichtung einer tschechischen, ilniversität in Mähren zu keinem befriedig g e n d e n Resultat geführt haben, wird in parlamentarischen Kreisen die inner-politiscl)e Situation wieder als ziemlich prekär bezeichnet ES zirkulieren Minister«, K r i s e n - G c r ü ch t e. Für heute mittag wurde ein außerordentlicher Ministerrat einberufen,der sich mit der Frage' einer mährischen Universität befassen wird- Berlin, 29. Jan. Wie die „Boss. Ztg." meldet, wird das vom Kaiser Wilhelm der Stadt Rom geschenkte Goethe-Denkmal voraussichtlich dem Berliner Bildhauer Prof. E b e r 1 c i n zur Ausführung übertragen werden. Dem Tenkmal sollen u. a. die Hauptgestalten der Dichtungen einverleibt werden, mit denen sich Goethe während seineH Aufenthaltes in Rom beschäftigt hat Haag, 29. Jan. Der holländische Ministerpräsident Dr. Kn y per erknirte einem Freunde, er Ijahe der cn#< lischen Regierung k e i n e F r i e d e n s v 0 r s ch 1 ä g e gemacht Er habe sich nur darauf beschränkt, die Aufmerksamkeit der englischen Regierung auf die unberechenbaren und unheilvollen Folgen zu lenken, welchen England entgegen* gehe, falls der Krieg sich verlängern würde, indem die Buren in der Lage seien, ihn ins Unendliche zu ziehen. Paris, 29. Jan. Die Morgenblätter kommentieren in längeren Artikeln Balfours Erklärung. Wie. verlautet, sei Lord Asser dem holländischen Ministerpräsi^ benten bei der Redaktion der Mitteilung, die dieser in London der englischen Regierung machte, behilflich gewesen. Die Buren-Delegierten stehen dieser Angelegenheit völlig fern. Dr. Kuh per soll nur versichert haben, einen Aussöhnungs-Versuch machen zu wollen, indem er die englische Regierung ersuchte, die Friedens-i bedingungen anzunehmen, die er den Burensührern zu unterbreiten bereit wäre, wobei er jedoch jede Verantwortlichkeit ablehut. , Handel und Verkehr. Volkswirtschaft W. Friedberg, 28. Jan. Die Aktienzuckersabnk W e t t e r n u hat den Preis ber Zuckerrüben für 1902 herabgesetzt. Er beträgt für den Netto-Zentner bei einem Mindestgehalt von 127i Prozent Zucker in ber Rübe 75 Pfg. Bei geringerem Zuckergehalt wirb für jebes fehlende V10 Prozent 1 Pfg. auf ben Zentner in Abzug gebracht. Bei Lieferung nach Zuckergehalt werben 12 Prozent Zucker als Basis angenommen unb tn biesem Fall 60 Pfg. für ben Zentner bezahlt. Bei Mehr- unb Wenigergehalt wirb für jedes 7io Prozent 7, Pfennig mehr bezw. weniger bezahlt Diese Preise gelten, so lange der Zuckerpreis für 50 Kilogramm Kunst und Wistcnjchüjl. fc Frankfurt a. M., 26. Jan. Unsere Primadonna, Frau Di-pef-Andrießen, wurde von Felix Weingarten einae aden, in feiner Lrest-Trilogie, die demnächst in Leipzig »um 1. Mal auf- «führt wirb die umfangreiche unb sehr schwierige Rolle der Gmncftra zu Übernehmen. Außerdem ist die Künstlerin für den aamen Monat Februar von Hosrat «täaemann- als Gast für das leipziger Theater verpflichtet worden. Tas sieht ganz so aus, als siändeunserer Over ein weiterer schwerer Verlust bevor. Zu verdenken wäre es Frau Grees-Andnetzen nicht, wenn sie ginge, denn sie erfreut sich bei unserem Dpermntenbanten Jensen bei weitem nicht der Wertschätzung, die sie aus Grund ihres künstlerischen Könnens^oc 1ßyng des Heidelberger Schlosses in seiner gegenwärtigen Gestalt soll, nachdem sich bekanntlich kürzlich der Lehrkörper der Heidelberger Universität gegen die von der Re- aieruna beabsichtigten Restaurierungspläne ausgefprochen hat, nun- meh^auch in ein?r Adresse an den Großherzog von Baden an- oeregt werden, welche die Unterschrist früherer ^d)uler ber Um- ocrfuät tragen wirb. Es wirb darauf hmgewiesen, daß der Plan, Über der Faeade des Otto-Heinrichsbaues em Doppelgiebeldach Und ben zwtichen Friedrichs- uub Otto-Heiurlchsbau hegenben aldfemen &aalbau mit einem hohen Dach zu versehen, nur bazu mtaethati wäre, bie ibeale Schöuheitspracht ber allen Schloßruine zu zerstören. Durch Ausruf sollen die Unterschriften früherer Schüler ber Ruperto-Larola bis zum 1, März gesammelt werben ; — Die Kehrseite. Aus Leipzig wird geschrieben: Das Dr. Heine-Ensemble erzielte am Sonntag im „Albert-Theater nut der Ausführung von H e ij e r m 0;n n ’ § Schifferbrama ,,Die Hoffnung" einen schönen Erfolg, ber nur durch em fatales Vorkommnis für einige SHinuten gestört würbe. Als nämlich bie SDlutter Barenbs ihrem Sohn einen Spiegel vorhielt, bamit der iunae Mann sich im Schmuck der ihm geschenkten Ohrringe betrachte, beachtete sie nicht eher die Rucks e i i e b es Spiegels, als bis em homerisches Gelächter den eaal durchbrauste. Zu chrem Schrecken erfannte sie dann, baß auf dieser Rücksette em Plakat aufqetlebt war, besten Aufbruck gerabe bei ben Leipzigern hochft appetitreizenb roirfen mußte, benn er zeigte in großen Buchstaben die Worte: „Heute Schweinsknochen!" 4' .% Oesterr. Silberrente IOI.qO • - ~ ” 101.20 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenttrake 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Maurer, 1 Schlaffer, 1 Möbel- schreiner, 1 Kellner, verschiebene Fuhr- unb Landwirtschaftsknechte, 1 Schweizer, 3 Hausburschen, 2 Taglöhner, 1 Schreinerlehrlmg, 3 Lauffrauen, 1 Köchin, 1 Köchin zur Aushllfe, IPutzftau, 1 Schreib- gehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Metzger, 1 Möbelschreiner, 1 landwirtschastl. Arbeiter, 1 Hotelkutscher, 3 Schremerlehrlmge, 1 Tapezierleyrling, 1 Köchin, 1 Dienstmädchen, 1 Lauffrau. Holz-Versteigerungen im sicher Stadtwald. Mittwoch den 5. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald, Distrikte Gänsweid, Langenbuchen und Eisenkaute, versteigert werden: 430 rm Buchen-, 6 rm Eichen-Scheiter, 210 , Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel, 3927 Buchen-Wellen, 4500 Buchen-, Eichen- und Nadel-Durchforstungs-Wellen, 190 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke, 790 Stück Reisstangen, 6 Buchenstämme von 42—65 cm mittl. Durchm. — 8 fm. Bemerkt wird, daß die Buchenstämme um 11 Uhr zur Versteigerimg kommen. — Zusammenkunft auf der Nieder- Bessinger Schneise, am Steinbruch. Ferner: Freitag den 7. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Großhäuserberg versteigert werden: 300 rm Buchen-Scheiter, 6 „ Eichen-Scheiter, 3 , Kirschbaum-Scheiter, 325 u Buchen-Knüppcl, 40 „ Nadel- und Weich- Holz-Knüppel, 11 Fichten-Stämme 134 Fichten-Dcrbstangen 132 Fichten-Reisstangen Die Zusammenkunft ist am Lich, den 28. Januar 1' 5800 Stück Buchen-Wellen, 1100 , Eichen- und Nadel- Wellen, 174 rm Buchen-Stöcke, 60 r Eichen-Stöcke, mit 2,60 Festmeter, , 6,71 v 1,58 Heuweg. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Heller. 906 Holz - Versteigerungen in Kräflicher Hversörfterei Laubach. I, Freitag den 7. Februar d. J., im Tiergarten, nach Zusammenkunft vormittags 101, Uhr beim Pflanzgarten daselbst, und zwar L tm Aaaspkah: Buche: 230 rm Scheiter, 56 rm Prügel, 19 rm Stocke, 170 rm Reiser; 2. im Sühekopf: Buche: 400 rm Scheller, 80 rm Prügel, 60 rm Stöcke, 360 rm Reiser; 3. aus ^ampertslhor: 30 rm Buchen-Reiser, 3 Fichtenstämme von 20—26 cm Turchm. — 2,53 cbm. IL llontag den 10. Februar d. J., nach Zusammenkunft um 9‘ 2 Uhr vormittags beim Allenhainer Teiche, 1. im Zleters- wafö bei Altenhain (zunächst der^Kreisftraße): Buche: 99 rm Scheiter, 99 rm Prügel, 32 rm Stöcke, 71 rm Reiser-Prügel; Esche 2c.: 5 rm Prügel; 2. im Kenvekraia: Buche: 309 rm Scheller, 70 rm Prügel, 32 rm Stöcke, 43 rin Reher-Prügel; 3. aus Aaffcwakd und Kuystrauch: Esche: 6 Abschnitte von 23—37 cm Durchm. — 1,97 cbm; 1 Ahorn von 32 cm Turchm. unb 7 m Länge; Buche: 51 rm Prügel, 9 rm Reiser-Prügel; 27 rm Eschen- unb Kirschbaum-Prügel; 4. aus Mush-iu (zunächst ber Kreisstraße): 2 Eichen von 21 unb 23 cm Durchm., 6 unb 10 m Länge; 30 Hschea von 24—50 cm Durchm. — 20 cbm; 11 Ahorn von 21—42 cm Durchm. — 4,00 cbm; 41 rm Eschen- zc. Scheiter unb Prügel, 49 rm Buchen- unb Eschen-Stöcke, 29 rm -Reiserprügel; 5. aus Wintersbrrg: 5 Eschen von 25 bis 35 cm Durchm. — 1,90 cbm; 6. aus Schoruverg: 16 rm Fichten- Prügel; 7. aus verschiebenen Distrikten: Kohlreiftr und cLesyolz fläch emv eise. t . Das Holz unter Nr. I, sowie unter Nr. II, 1 und 2, wird amtlich, ausgenommen sehr vereinzelt sitzendes Windsallhol^, bei der Versteigerung vorgezeigt werden. Zur Vorzeigung der Stämme unter Nr. II, 3—5, die erst mittags beim Feuer im Kendelram zum Ausgebot kommen, wird am 10. Februar, bis vormittags 10 Uhr, in der Försterwohnuna — Allenhain — ein Führer sich bereit halten. Auch am 7. Februar wird ein solcher nach dem Thiergarten auf dem Bahnhofe Laubach für die mit dem Zuge um 9.43 Uhr vormittags von Hungen Ankommenden zur Ver- ügung stehen. Laubach, am 25. Januar 1902. 905 Gräfliche Oberförsterei. Verdingung. Die Räumung von Flutgräben in der Gemarkung Gießen, geteilt in 2 Lose soll Mittwoch, 5. Febr. d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau „In den Neuen- Bäuen 43" (Zimmer Nr. 2 — Schreibstube —) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 24. Januar 1902. Das Stadtbauamt. Schmandt. _____ Jagdverpachtung. Donnerstag, 6. Februar 1902, nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei- Bureau dahier die Gemeinde- Wald- und Feldjagd auf ro eitere sechs Jahre öffentlich verpachtet werden. Röthges, 27. Januar 1902. Gr. Bürgermeisterei Röthges. Metzger. 903 Sie HolMsteigermg vom 21. uni) 23. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 11. Februar an bei den zuständigen Hebestellen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Mittwoch den 12. Februar, morgens 8 Uhr. Gießen, 26. Januar 1902. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. ________Heyer.______899 Nutzholzversteigerilllg. Nächsten Samstag den L Februar d. I., vormittags 9‘/2 Uhr anfangend, kommt im Gemeindewald Naunheim nachfolgendes Nutzholz zur Versteigerung. 71 Eichenstämmem.tm 63,70 479 Nadel „ , , 176,78 2 Buchen , „ „ 0,31 12 Erlen „ „ „ 2,71 51 Stangen 1. bis 3. Klasse. Anfang Distrikt Fuchslöcher oberhalb Blasbach an der Chaussee nach Hohensolms. Bürgermeisterei Naunheim, 908 27. Januar 1902. Stent, Bürgermeister. Versteigerung. Montag, den 3. Februar, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal, Seltersrveg 11, gegen Barzahlung: 1 Schreib- fefretär, 1 Vertikow, 5 Wirtstische und mehrere Sttihle, Sophas, Kommoden und 1 Kleiderschrank. Gießen, 24. Januar 1902. Mulch, Pfandmeister» Schversteigerung Samstag den 1. Februar, vormittags 10 Uhr, kommt im CkimbacherGemeinde- wald, Distrikt Langebruch und Thal folgendes Holz zur Versteigerung : 35 Eichen-Stämme von 21 bis 43 cm Durchm. ----- 24 Fstm., 15 Nadel-Stämme von 16 bis 24 cm Durchm. — 7 Fstm., 30 Eichen-Derbstangen, 150 Nadel-Derbstangen, 100 Nadel-Reisstangen, 80 rm Eichen- und Nadel- Knüppel, 2500 Wellen Eichen- und Nadel-Reisig, 36 rm Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Langebruch. Climbach, 28. Januar 1902. Gr. Bürgermeisterei Climbach. Stein. 904 Schellers preisgekrönter Cognac anerkannt feinste Marke in Vi> V2* 7* Flaschen pro ’/i kl. 1.8UA L Lilerllasthe Hk. IM L Alleinige Niederlagen: H. Lengnagel, Nenen-Bäae. H. Bellof II, Alicestrasee. W. Möser, Selteraweg. Konsum-Halle Heuchelheim. A. C. Müller, Lang-Göns. A Aug. Seibert, Wieseck. W. Brück, Wissmar. Dominos neue u. geringere, billig zu verleihen; sowie FasMachts-- Artikel in großer Auswahl bei 901 H. Tichy, Sellersweg 43. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 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