Nr. 280 • rlftetnt täglich äuget SonnlagL Dem «Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesstschen Landwirt dir Siebener Kamillen, blätter viermal in bet Woche beigelegL fftolalionsdruck u. Der» lag bei Brühl 'schen tlniveri.-Buch- u.etein« brucleret (Pietsch Erden) Rcbaftton, Exvedlttoa unb Truaeret: Schatyratze 7. tlbiefle tüt Teveichen: Anzeiger Gtetzen. ^ern Iprrttianldihig'JIt 51 L r— *.r -I • k -:N Freitag 28. November 1008 152. Jahrgang Zweites Blatt General-Anzeiger Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen zeiget Veßaaspret-, \ monatlich 7b Pi^ viertes jährlich LU. -*1 Abhole- u. Arotigneuen monatlich 6Ö Pi.; durch die Post Wit. 2.— otertel* jährl. auSschl. veslellg, Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bi- pormUiagl 10 Uhr. ßtllcnpvei». lokal I-Pj, auSroärtS 80 Psg. Ct tarn rvevthcbi ?t den ooiil. a. aUgenv etl; P. Wittto: fül .Stadt und ßan&" und DerichlSjaal" i 6 U ri Plato, für den An» jetflentetl: Hans Deck. Aie yeutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Schwerer Sturm im Reichstag! Kampflust! Herren vom Zentrum deuteten in geheim- niSvoller Weise an, daß die Sitzung eine Ueberraschung bringen werde — und diese Ueberraschung ließ nicht auf sich warten. Annahme des § 1 des Tarifs mit den hauptsächlichen Positionen ?n bloc. Da? .Schwert" dieses Eintrages namens der Mehrheitsparteien zog mit Elan Abg. v. K a r d o r f s (Rp.). Das einfachste Mittel, die Tarifberatung rasch zum Schluß zu bringen. Stürmische Bewegung und leidenschaftliche .Hört! Hört!" der Linken, als Präsident Graf Balleftrem erklärte, daß er gewichtige Bedenken gegen die Zulässigkeit des Antrags habe. Mit einer Erbitterung, die im deutschen Reichstag bisherihres- gleichen nicht hatte, setzte nunmehr eine Geschäftsord- mtngS-Debatte ein. Es kam zu Lärm szen en, fast wie im österreichischen Parlament. Rufe wie .Taschendiebe! Räuberbande I"; und Prädikate ähnlicher Art wurden den Mehrheitsparteien von der äußersten Linken entgegengeschleudert. Am meisten entrüstete sich Abg. Ulrich, der Vertreter Offenbachs, das von unseren hessischen Landboten gewählte Mitglied des Kammerpräsidiums! , Ter Mann zeigte an dieser Stätte deutlichst wessen er fähig ist und was alles er als .Pflichterfüllung" auffaßt! Er bekam einen ganz maßlosen Zornanfall, er überschrie, wild gestikulierend, die Glocke des Präsidenten, ließ die Ruse zur Ordnung unbeachtet und war auch von Fraktionsfreunden nicht zu beruhigen. Die A u f f o r d e r u n g deS Präsidenten, den Saal zu verlassen, befolgte tr nicht. Zitternd vor Erregung erklärte schließlich Graf Gallestrem, daß ihm weitere geschäftsordnungsmäßige Mittel gegen den Unbotmäßigen nicht zu Gebote stehen. Dte Herren am Bundesratstisch und die zahlreichen Hörer auf den Tribünen waren starr vor Staunen über diese Szene an solcher Stätte. Wie man bei aller Schärfe in der Sache in ange- nesienen Formen gegen die Mehrheit polemisieren kann, das zeigte Abg. Payer (Volkßp.). Seine speziell gegen die Nationalliberalen gerichtete Rede war die wirkungsvollste der von der Minderheit gehaltenen. Immer neue Wortführer schickte die Linke vor, um die Beratung des en bloo-An- trageS v. Rarborff für diesen Tag unmöglich zu machen, eine Frist von 24 Stunden zu erzwingen, dem „Geschäftsordnungsbruch" entgegenzutreten. Auch die Regierung bekam von dieser Seite ihr Teil, weil sie dem „den Tarif guillotinierenden en b!oe-Antrag vielleicht die Anregung, jedenfalls den Segen gegeben habe." Faustschläge der Sozialdemokraten auf die Pulte verstärkten die TntrüstungSrufe. In der von einem distinguierten Publikum dicht besetzten Diplomatenloge befand sich der milttärische Begleiter deS Reichskanzlers. Er kann also als Augenzeuge dem Chef der Regierung von all' dem Seltsamen, was er sah and hörte, Bericht erstatten. Die Sozialdemokratie riß sozusagen den Tag an sich; so oft ein Mitglied der Mehrheit das Wort ergriff — z. B. die Abgg. Dr. Spahn und Dr. Bachem — erhob sich links ein solcher Lärm, daß die Redner ihre Darlegungen abbrechen mußten. Eine sachliche Rechtfertigung ihres Vorgehens war ihnen nicht möglich, die gewiß bedeutungsvolle Erklärung Spahns, daß die Mehrheitsparteien kein Bedenken tragen würden, die Geschäfts- Ordnung zu ändern, wenn sie überzeugt wären, mit ihrem en bloo-Antrag gegen die Geschäftsordnung 31t verstoßen — diese Erklärung wurde niedergeschrieen. Im Schreien waren überhaupt unerhörte Leistungen zu verzeichnen, die Ermahnungen zur Mäßigttng verhalten wirkungslos. Auf der äußersten Linken schienen „alle Teufel los gelassen zu sein"; die unparlamentarische Slusdrucksweise feierte dort wahre Triumphe. „Wir müßten Feiglinge fein", so donnerte Ulrich, „wenn wir nicht gegen die Mehrheit losgingen, daß die Bude kracht!!" Diese Aeußerrmg kann als typisch angesehen verden für den Ton, in dem dieser Mann parlamentarische Musik zu machen für gut erachtet. Die MehrhettSparteien enthielten sich jeder Kundgebung vermutlich um d-° Erregung nicht noch z» steigern und schl.mmstensgllS Thntl.ch- keiten vorzubeuqen. Mitunter hatte eS den Anschem als -eien solche zu befürchten, Handgemenge nach berühmten, Iber unrühmlichen Mustern. Daß auch der würdige Prau- dent Gras Balleftrem das Vertrauen der Sozialdemokraten verscherzt hat, weil er die Einbringung des en bloc-Antrages überhaupt gestattete, das wurde ihm von diesen unzweideutig eröffnet. Man nahm dort gar das Recht für sich IN An. svruch, den Präsidenten zur Ordnung zu rufen— so weit ist man gekommen, im deutschen Reichstag. Doch dieser Tag bedeutet erst die Einleitung der eigentlichen Sturm- und Drangperiode, die schwersten und — unerfreulichsten Kämpfe steh en noch bevor. Denn auch die Mehrheitsparteien werden jetzt vom Leder ziehen — Anträge auf weitere Aenderungen der Geschäftsordnung sind bereits vorbereitet... • EL wird uns aus Berlin, 27. Nodember geschriebeni Die Ueberraschung der Minderheit durch die Zollmehrheri ist vollständig gelungen. Tas Geheimnis des Antrages auf Annahme des Tarifs im ganzen, unter Herabsetzung nur einiger weniger Jndustriezölle auf landwirtschaftliche Geräte und Maschinen war bis zum letzten Moment so vorzüglich gewahrt worden, daß selbst die Sozialdemokraten, denen ia der Wind fo> manches „auf den Tisch weht", diesmal keine Dhmtng von dem Stande der Tinge hatten. Tas war das schwierigste Stuck bei den Derständignngs- Unterhandlungen, diese Pointe bis zilm entscheidenden Augenblick im Dunkel zu lassen. Tenn selbstverständlich ist her Gedanke, auf solche Weise einerseits die Obstruktionsabsichten zu durchkreuzen, andererseits die Zollmehrheit von einem monatelanaen Ausharren int Reichstag zu befreien, nicht plötzlich entstanden, sondern das Resultat vieler Er- Wägungen und Erörterungen. Ebenso gewiß ist, daß Graf Bülow großen Anteilt hat an diesem „taktischen Rezept", das die fast unüberwindlich scheinenden Schwierigkeiten durch eine ingeniös einfache Zauberformel von ein paar Zeilen Inhalt beseitigt. Es bedarf keiner Frage, ob die Herabsebung der Zollsätze auf landwirtschaftliche Geräte die Zustimmung der Regierung findet. Tas Kompromiß stellt in allen seinen Teilen nicht nur eine Abmachung zwischen den Parteien, sondern auch mit der Regierung dar. Lebte M i a n e l noch, er könnte den Grafen Bülow um das Kunststück, viele unter einen Hut zu bringen, beneiden! Mit Partei-Vertretungen zu verhandeln, deren Mitglieder einer Meinung sind, und wenn diese Meinung noch so entfärben gegen die Jnt"ntionen der Regierung sich richtet, das ist noch nicht das Schwerste. Aber in diesem Falle spielte fast jeder eine andere Melodie und einen andern Takt, der Eine wollte dies, der Andere jenes, der Tritte gor nichts — und das ist das Außerordentliche, daß Graf Bülow nach gelassenem Abwarten des Zeitpunktes allgemeiner Verwirrung. Rat- und Hilflosigkeit den Tirigenten- stab ergriff und ein Motiv zu finden wußte, daß jeder zu spielen Befähigung und Neigung besaß. Mit anderen Morten: der wirtschaftliche „Kampf aller gegen alle" wurde von ihm auf den politischen Boden verlegt, und dort fand man sich bald zusammen. Es hieß nicht mehr: Was ist beim Tarif zu kriegen? — sondern das Stichwort wurde ausgegeben: Wie ist die „aufsässige, trotzige" Minderheit unterzukriegen und ihr der Wille der Mehrheit zu diktieren? Ter Groll der zur Anwesenheit im Reichstag Verurteilten über die sozialdemokratischen Tauerreden und die Flut von namentlichen Abstimmungen kam dem Reichskanzler auf das wirksamste zu Hilfe. Vielleicht hätte die Regierung gar nicht einmal das Opfer der Zollerhöhung auf Mraugerste zu bringen brauchen wenn sie die weitere Entwicklung der Tinge, das Platzen der Bombe abwartete. Und doch war es politisch klüger, den Mehrheitsparteien einen, wenn auch noch so klemm Schritt entgegenzukommen. Tenn diese Mehrheit, hätte sie ait§ sich heraus die Zollvorlage gegen die Opposition der Linken durchgesetzt, ohne jedes Zugeständnis seitens der Negierung, wurde 6et anderen wichtigen Gelegenheiten die Regierung ihre Mißstimmung haben fühlen lassen. Fetzt hat Graf Bülow die angenehme Beruhigung, daß die Mehrheit in gewissem Sinne zu Tank verpflichtet ist für das Herausführen aus der Zoll-Sackgasse, obendrein mit der Zugabe einer Konzession, — und daß in anderen kritischen Millen, dank den fester geknüpften persönlichen Beziehungen mit, den parlamentarischen Vertrauensmännern, die Sache ähnlich in Ordnung gebracht werden kann. Parlamentarisckes. Berlin, 27. Nov. (Bereits durch Extrablatt am Donners- tag Nahmittag vcrb eitet. D. Red.) Im Reichstage nnter- breitttcn die Mehrheitsparteien einen Antrag auf En-bloc- Annahme des Zolltarifs unter Herabfetzuag gewisser Industriezolle nm 25 Prozent. Es folgt eine stürmische Geschäftsordnungs-Debatte über die Behandlung des Antrages. — Die „Germania" meldet: Die Hauptpunkte der perfekt gewordenen Verständigung über die Zolltarif-Vorlage sind folgende: Der Mindestzoll der Braugerste soll auf 4 Mk. erhöht, auf die Mindestzölle für Vieh und Fleisch unter noch mitzuteilenden Kautelen verzichtet und gewisse Industriezölle herabgesetzt werden. Den ZentrumS- anträgeu betreffs Verwendung der Mehrerträge derRahrungS- mittelzölle für eine Witwen- und Waisenversicherung, sowie betreffs Aufhebung der städtischen Oktrois sei zugestimmt. Ueberdies komme hauptsächlich in Betracht, daß die von der Zollkommission beschlossenen Erhöhungen beim demnächstigen Generaltarif als Grundlage dienen. ~5um Jode Krupps wird uns von besonderer Seite aus Essen geschrieben: Ter Kranz, den der Kaiser gestiftet hatte, bestand aus Veilchen, Orchideen und Palmen, ein sinniges Blumenbild für das Leben, Wirken und Streben des großen Toten. Tie Schleife trug die Inschrift: „Meinem besten Freunde. Wilhelm." Und wahrlich, es muß wohl des Kaisers bester Freutld gewesen sein, den er da zur letzten Ruhe bestatten half, denn in tiefer Ergriffenheit, bleichen Antlitzes, schritt der Fürst hinter dem Leichenwagen einher. Gram und Sorge umwölkten seine Stirn und voll Trauer hefteten sich seine Augen auf den Sarg, der unter einer Fülle von Kränzen verschwand. Krupp war seit Jugend asthmaleideud und tiefes Leiden zwang ihn oft, die Nacht in den Tanneupflanz- ungen seines Parkes zuzubringen. Hier ging dann der u m Millionen, um seine Millionen beneidete Mann einsam einher und wünschte sich oft die Gesundheit, die dem geringsten seiner Arbeiter beschieden war. Feuerwehrpatrouillen übten den Sicherheitsdienst aus. Auf einem dieser feiner notgedrungenen nächtlichen Gänge begegnete er ab und zu einem jungen Feuerwehrmann, der ihm seiner offenen Antworten wegen gefiel. Er nahm sich seiner an, übergab ihn zur Ausbildung seinem Privat- fefretar und ließ ihn die französische unb englische Sprache erlernen. Tann verwandte er ihn in feinem persönlichen Dienst. Sv begründete er das Lebensglück dieses jungen Mannes, den ich tief ergriffen der Bahre seines Herrn folgen sah. Aus der feinen sensiblen Natur Krupps heraus muß es auch verstanden werden, wenn er seine Beamten für treu geleistete, langjährige Tieuste nicht mit einem Geldbetrag abfand, sondern ihnen zur bleibenden Erinnerung kostbare Geschenke, symbolischer Natur, persönlich überreichte in Gestalt einer Busennadel usw. Hunderte feinet alten Beamten und Arbeiter tragen diese Andenken an einen allezeit freundlichen und gütigen Herrn heute mit Stolz und Wehmut. lieber das erschütternde Drama, das ftch auf Villa Hügel abspielte, erfahre ich noch folgendes: Atm Vorabende seines Todestages speiste Herr Krupps noch mit feinen Töchtern und einem Gast zu abend. Während des Mendbrotes fühlte er sich schon nicht wohl; er hatte einen Ohnmachtsanfall. Seinem Diener befahl er, ihm am Morgen sofort feinen Arzt zu senden, da er sich nicht gut fühle. Der Diener besorgte dieses, und als der Arzt am Morgen schon sehr ftüh ehr traf und nach dem Befinden des Herrn Krupp fragte, wurde ihm gesagt, er habe die Nacht gut geschlafen, nur schnarche er etwas stark. Dieses fiel dem Arzt sofort auf, und ferne nähere Untersuchung ergab dann die Bedenklichkeit des Zustandes. Seinen und den Bemühungen der noch hinzugezogeneu Aerzte gelang es, Herrn Krupp gegen 9 Uhr zum klaren Bewußtsein zii bringen. Als den Töchtern die Todesnachricht überbracht wurde, eilten sie an das Sterbebett ihres geliebten Vaters und nachdem die ältere derselben rief: „Ach, Papa, schlag doch noch einmal die Augen auf, nur noch einmal!" stürzte sie ohnmächtig zusammen. Auch Frau Krupp, selbst fätoertraut, brach unter dem Eindruck der Schreckensbotschaft vor dem Sterbezimmer zusammen. Nun ist alles vorbei . . . Der Sarg des edlen Mannes ist in die Erde gesentt, aber über der Stadt Essen und den Kriippffchen Werten liegt eine tiefe Trauersrimnnmg. Trübe schaut der Himmel drein? Novemberftimmimg! Deutsches Deich. B e r X i n, 27. Nov. Ter Kaiser traf gestern abend tjirt ein. Heute nahm er Besichtigungen in der Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche vor und empfing mittags im königlichen Schlosse den amerikanischen Botschafter White in ^Abschieds-Audienz. Tie heutigen Berliner Morgen blätter melden, einem eigenen T-rahtbericht zufolge, daß der Kaiser White bei der Abschiedsaudienz die große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft überreichte. — Während der Fahrt von Essen nach Berlin hörte der K ai f er gestern die Vor trage des Kultusministers, des Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrates Dr. Dark- Hausen und des Chefs des Civilkabinetts Wirkt. Geh. Rat v. Lucanus. — Ter Sitzung der Schiffbautechnischten Ge- sellfchaft wohnte der Kaiser bis zum Schluß bei, zog vor dem Weggänge rwfä den Chef der nautischen Abteilung des Reichsmarineamts, Kvntreadmiral Schmidt, und den französischen Man'neattachs Grafen Sugny in eine Unterredung und verabschiedete sich dann von der Versammlung. Bei Verlassen der Technischen Hochschule brachte die Studentenschaft dem Kaiser Ovattonen dar. Nachmittags besichtigten die Teilnehmer die Schwarzkopstsche Fabrik — Kaiser Franz Josef verlieh dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Frhm. v. Richthofen, das Grvß- kreuz des Leopold-Ordens. — Aus Anlaß des heutigen Geburtstages der Kaiserin-Mutter Maria Feodorowna von Rußland wurde heute in der K'avelle der hiesigen russi- fchen Botschaft ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Ter heutige Tag ist zugleich auch der Hochzeitstag deS Kaisers Nikolaus N. und der Kaiserin Alexandra und der Tauftag der ältesten Tochter de9 Zarenpaares, der Großfürstin Olga. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." hört, der erledigte Posten des 1. Sekretärs bei der Botschaft in Paris wurde dem bisherigen 1. Sekretär bei der Botschaft in Madrid, Legativns- rat Grafen von der Gröben, übertragen, der seinerseits durch Legationsrat Tr. Humbracht ersetzt wird. Ten gleichfalls erledigten Posten des dritten Sekretärs bei der Botschaft in Paris erhielt der soeben zum Legationsrat ernannte bisherige dortige Attachö Frhr. v. Fürstenberg. — Die Nachricht von der Mandatsniederlegung des Landtagsabg. Danzenberg ist der „Germania", zufolge nicht richtig. Ter Abgeordnete hat an seine Zentrums- sreunde die Meldung gelangen lassen, daß er zu bleiben gedenke. — Ter ,L?eichSanz." veröffentlicht heute abend Auf- zeichrrungen über Stic am 14. d. M. im Reichsamt des Innern stattgehabten Vorbesprechungen über das Kartell- wesen. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde zugestimmt dem Ausschußprotokoll betreffend Abänderung von Salzsteuerbefreiun gsvvr schriften, dem Ausschußberichte über die Vorlage vom 24. Oktober 1902 betreffend Erstattung von Salzsteuer, über die Vorlage vom 13. Januar 1902 betreffend Gewährung von Breunsteuervergütung aus Billigkeitsgründen, über die Vorlage vom 13. Januar 1902 Betreffend Gewährung von Brenn» (teueroergütung, ferner dem Ausschußberichte über: fl6er den 3teichstagsbeschluß vom gefärbter Hölzer; das Schleifen imb flüllen her ßöUer rf1 k - >Ur $chrhon allgemeinen deutschen Mu- das Polieren und Matti^en der Hölzer Ter -.weite Unverbanbes zu Berlin betreffend Konkurrenz der Kurs für Bora erückte findet htber Teit üom 19 Sf' bis. 25. Januar 1903 statt. In demselben Zird gelehrt^ * Vergiftung eines ganzen Dorfes. Nach einem Telegramm wurde in einem nabe der Stadt Gudjerat im R. B. Darmstadt, 27. Noo. In der am nächsten Montag beginnenden neuen S ch w urg erich tSper i o d e Hnb bis jetzt folgende Sachen zur Verhandlung angesetzt: Valentin Sahl aus Niederklingcn wegen Notzucht, Karl l^rund aus Ober-Ramstadt wegen Brandstiftung, Göckel und (Äen. wegen Kindestötung, Svarkasienrechner Franz Lover Meyer aus Offenbach wegen Verbrechens im Amte und der Barbier Moldrzyk aus Waldmichelsbach wegen Verbrechens gegen die Konklirsordnung. «. Marburg, 26. Noobr. Auch in diesem Winter werden hier wissenschaftliche Vorlesungen für Lehrer und Lehrerinnen abgehalten werden, und zwar von Prof. Kohl über Pflanzenphystokogie und von Prof. Kayser über die Geologie Oberhessens. Die Vorlesungen finden vom 14. Januar bis zum 1. April jeden Mittwoch von 43 —6% Uhr im Restaurant Seebode statt. Ta» Honorar für jeden Teilnehmer beträgt 5 Mk. ■Ser Künstler miris I-n r A' 26- 91od- Heute früh verschied hier der t-artpfte Einwohner unserer Stadt und zugleich der Nestor 'der hessischen Juristen, AmtSgerichtSrat a. D. Anton Maier. Der Verblichene, welcher ein Alter von 86 Jahren erreichte, stammte noch auS dem kurhesfischen Richterstande. Kleine Mitteilungen aus 5) essen und den Inseratenteil ersichtlich ist, morgen (Samstag) in Steins ®nrten fein Winterfest ab. Unter anderen Darbietungen rotrb ein turnerisches Festspiel zur Aufführung kommen. L-onntag, den 30. November wird ein Fannlienausflug nach dem Windhof stattfinden. Aus Stadl und Land. Gießen, den 28. November 1902. - Hofnachrichten. S-. K. H. der Großherzog wird am Samsl-ig nach Lich zur Jagd reisen. Prinzessin Elisabeth wird am kommenden SamStag früh 7 Uhr 49 Min. in Begleitung der Hofdame Fräulein v. Rotsmann über Aschaffenburg wieder auf längere Zeit nach Ko bürg reisen. Am kommenden Dienstag findet im neuen PalaiS em tne dan^nt statt, zu welchem ai.ch die nissischen Herrschaften Großfürst und Großfürstin Sergius erwartet werden. — Der am 27. dS. Mts. im alten PalaiS statt- gefundene Hof ball war von über 300 Personen besticht. T"rnordnunq roieS folgende Tanze auf: 1. Walzer, 1. Quadrille, 2. Walzer, Lancier, Tischwalzer, 2. Quadrille^ Blumenwalzer. Der Großherzog hielt in leutseligster, angeregter Stimmung Cercle ab. ** Ausbildungskurse für Schreiner Reiftet und Liter- NeseNen.t In !>en ersten Monaten des kommenden Jahre« ist wieder die ALhaltung von AnöbstdungSkursen für Schreinermeister und ältere Schrei- ’m. F'°"^bäude bfr chemischen Prüfung«. b ®rrt’erbe Darmstadt, Hcinrichstraße 5G) 1 genommen. Tiefe Kurse sollen für Anfänger und für vorgerückte getrennt abgehalten werden. Lr erste Kurs für Anfänger findet in der steit vom i' 1903 stE. In demselben wird gelehrt suttarben von Farbstoffen auf massive Hölzer: das Graufärben und Schwarzfarben von massiven Hölzern und Fournieren; da? Bleichen von Fournieren; das Durch, färben (Beizen) von Fournieren; das künstliche Altmacken von Eichenholz 2. DaS Fournieren gefärbter und un- Offenbach, 24. Noo. Gestern hielten die hessischen Gewerkschaftskartelle hier eine Konferenz ab, aus der 15 Kartelle durch 20 Delegierte vertreten waren. Es wurde heschloffen, m allen Orten Hessens, in denen Gewerkschaft«, kartelle bestehen, in den Monaten Dezember und Februar Arbeitslosenzählungen vorzunehmen. DaS Mainzer Kartell wurde beauftragt eine Broschüre herauSzugeben, in der das Wahlverfahren zu den VersicherunqSkS?perfcha'ften erläutert und die Arbeiterschaft auf die Wichtigkeit emer Vertretung in diesen Körperschaften hingewiesen werden soll. Ben Shei m, 26. Noo. Bei der demnächst stattsindenden Wahl eines StadtoberhaupteS wird, dem ,D. T. 9Le zufolge, voraussichtlich Rechtsanwalt Dr. Frenay als ----------, vulvuvöuö..|Si^,: hervorgehen. Unter den 15 kürzlich gewählten Stadt. Der Ma nn erturnverein hält, wie aus bem | oerorbncten haben sich nämlich bereits 10 für die Kandidatur Frenay ailSgefprochen, 111 l u u m u 11 r e r. ferner wuroc die Errichtung gemischter Privattransitlager ohne amtlichen Mitverschluß ftir Buu- und Nutzholz in Straßburg L E, Mannheim, Kehl und Ludwigshafen a. Rh. genehmigt, ebenso wurde auch die Vorlage betreffend die Einführung von Lohnbüchern für die Kleider- und Wäschekonfektion geneh- nrigt Ausland. ^S?.n£01t' 27■ ^vv. Wie hier verlautet, überbringt Schalk Burger, der Ende der Woche von London nach Transvaal abreist, ein in demütiger Sprache abge- faßtes Schreiben KrügerS an Chamberlain, in - dem Krüger bittet, ihn nach Südafrika zurück- kehren zulassen. Nach seinen Wanderungen in Europa wolle er die britische Herrschaft loyal anerkennen und kit n f t i g j e d e P o li t i k v e r m e i - de n. Mein einziger Wunsch, so sagt er, ist, daß es mir vergönnt sei, tn dem Lande meines Volkes zu st e r be n. 0 — Die Kvmmandanten Kruitzin ger, Joubert und Fouchs sind nach Tilbury abgereist, von wo sie sich nach Amerika einschiffen. Zürich, 27. Nov. Delareh ist um 2 Uhr 25 Min. wer angekommen, empfangen vom hiesigen Burenhilfs- komitee. Vor dem Bahnhof jubelte dem General und seiner Frau eine Menge von über 5000 Köpfen begeistert au. Im Hotel Bellevue wurden dem General der Rest der Burenspende im Betrag von 130 000 Fr. übergeben Wien, 27. Nov. Ter älte ste Gen e r al Eu ropa s, Feldmarschallleutnant a. Ti Frhr. Schwertz v. Meiller ist 94 Jahre alt g e st o r b e n. lA.b geordnetenhaus.) Nach Erledigung des Tringlichkertsantrages wurde die Regierungsvorlage, bctr. Gewährung eines Notstandskredits von 3 900000 angenommen. du d a pest, 27. Nov. Wegen fortgesetzter un e r h ö t - 1 f\ ” 9 rJ f. tc gegen den Monarchen, die Mit- glreder des Kaiserhauses und die Regierung hat die Staatsanwaltschaft gegen txrs Organ der Unabhängigkeitspartei , Maggarovszag" die Majestätsbeleidigungs klage eingeleitet. — Die Au fhebnn a der gewerblichen Arbeit iiD en Preuß. Strafanstalten nimmt allenthalben ihren Fortgang. Die Verträge mit den Unternehmern, welche die Arbeitskraft der Gefangenen gepachtet haben, werden bei ihrem Ablauf nicht wieder erneuert, sodaß im nächsten Jahre die Beschäftigung der Sträflinge für private Betriebe in den meisten Strafanstalten aufhören wird. Tie Gefangenen werden, soweit angängig, mit Ian b tot rt* scha stlichen und anberen Dußenarbeiten in größerem Umfange als früher beschäftigt werden; sonst sollen unter Leitung königlicher Wer-meister in den Gefängnissen imb Zuchthäusern Gegenstände für Staatsbetriebe, Militär, Eisen- bahn und Post hergesteltt werden. Tie Kvrpsbekleidungs- ämter lassen bereits Uniformen zum größten Teil in den Strafanstalten unfertigen. — Tie „Nat.-Ztg." bestätigt, daß die Kreuzer Niobe, Ariadne und Amazone demnächst nach kriegsmäßiger Ausrüstung den Kieler Hasen verlassen werden, um u a ch Venezuela abzudampfen. Tie deutsche maritime Streitmacht in den amerikanischen Gewässern wird damit auf 7 Schiffe anwachsen. Karlsruhe, 27. Nov. Ter Ein^ua des Erb- groß he rzogs und der Erbgroßherzogin in die Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe erfolgte heute mittag. Nach kurzer Begrüßung fuhren der Erbgrvßherzog und die Erb- großherzogin durch die geschmückten Straßen, in denen Ver- eine, Schulen und die Studentenschaft Spalier bildeten, nach dem Rathmise, wo der Stadtrat und der Bürgerausschuß das hohe Paar willkommen hießen. Oberbürgermeister Schnetzler begrüßte hier das erbgroßherzogliche Paar. Der Erbgroßherzog dankte hierauf in einer kurzen Ansprache für die herzlichen Worte des Willkommens. Darauf fuhr das hohe Paar nach dem Schloß, w»o sich der Großherzog und die Großherzogin mit den hier anwesenden Mitgliedern der Großherzoglichen Familie und den Hofstaaten am Portal tingefunben hatten. — Aus zuverlässiger Quelle wird mitgeteilt, daß die Mit dem Kriegsministerium gepflogenen Verhandlungen über die Schleifung der Südfront der Festung Straßburg erfolgreich beendet wurden. Die Räumung der Wälle, welche eine bedeutende Ausdehnung der Stadt gestatten, soll bereits am L April 1903 erfolgen. — Das Zentral-Komitee des elsaß-lothringischen Gast- wirte-Verbandes richtete an das reichsländische Ministerium 1 eine Eingabe mit dem Ersuchen um wesentlich ertoei* 1 texte Einfuhr von lebendem Vieh auS dem 1 Auslande, namentlich Schweinen. . ,----- In demselben wird gelehrt: Tas selbständige Ausarbeiten von Färbevorschriften; das ^^n/ntieren von künstlich altgemachtem Eick-mholz; das Durchfärben von Fournieren und massiven Hölzern unter Anwendung eines Druckes bis zu 10 Atmosphären. Die flurfe werden durch die Herren Professor Dr. W. Sonne und Hofmöbelfabrikant I. Glückert geleitet werden. An ledem Kurs köimen sich 8 Teilnehmer beteiligen. Dieselben haben den Nachweis fachgewerblicher Ausbildung zu erbringen und müssen das 20. Lebensjahr bereits über- schritten haben. Tas Unterrichtsgeld von 5 Mark ist zu Beginn des Kurses von jedem Teilnehmer zu entrichten. Auswärtigen unbemittelten Teilnehmern karrn auf Vorlage entsprechender Zeugnisse das Unterrichtsaeld erlassen werden, oder es kann einmalige Fahrt und Rückfahrt ™ Wag^nklasse vergütet ober eine Beihilfe bis zu zwei Mark täglich zur Bestreitung der Kosten des Aufenthaltes dewilliat werden. Tie eingehenden Gesuche um Zulassung diesen Kursen, welche bis spätestens zum 20.'De- zember l. I. an die Großherzogliche Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt zu richten sind, werden in der Reibenfolge des Einlaufes berücksichtigt; jedoch werden folche von Mitgliedern des Landesaewerbevereins bevorzugt I dem Bureau des Stadttheaters. " k a g ben 30. November gelangt die beliebte Gesmigs- posse „Khritz-Pyritz" zur Aufführung. - Ferner ist körgelungen, .Herrn Richard Kirch, ersten Heldenliebhaber vom Frankfurter Schauspielhaus, für ein Ü^E'ges Gastspiel gewinnen. 2^ oiü.lfilc», ,uiu wahr,cheinlich in kommender Woche in einer feiner bedeu tendsten^Rollen, als „Uriel Acvsta" auftreten. , ** ön e Wage n". Gestern nachmittag traf °cm 5ie|igen Bahnhof der segenannte „grüne Wagen" ein, welcher der Staatsanwaltschaft überwiesen wurde, zum - — »— » a u u » r ,, c » u n u oen b€r ^s^ugenen vom Bahnhof bis zum Amts- Nachbarstaaten. Tie neu errichtete Haltestelle Kirch. 06 * » .. . göns (Main-Weserbahn wird am 15. Dezember eröffnet ~ 1 c zweite Viehrampe, die zwischen der neuen werden. Güterhalle und der Ueberführung an den Bahnhöfen neu ■ ■ ——————— Wet ift, wurde gestern dem öffentlichen Verkehr übergeben. ®a§ Verladegeschäst hat sich infolge dieser neuen Einrichtung . 97%nn . f, . r f sehr rasck^abgewlckelt. J Berlin, 27. Nov. Im Centralhotel erfolgte ** Unser meteorologischer Wetterbericht ver- der Bruch eines DampfkesselrobcS, zeichnet als niedrigste Temperatur der letzten Tage — 2 2° C hSTA™ 9trbc>ser bgr: Kgrl VI., Karl XII., Petraleumschächten sind vollsiändig beendiqt. Der Be. »SH »Äf Vi s w, Epi“ ’ *“ fahren fefmn rprfif n'h ’ rbefferungen seit einigen Jahren von Oos nach Baden-Baden mit ihrem Töchterchen M M h 2 9^.ef,en: fo n,urbc 'N der Nähe fuhr. Tte Kleine, durch eine vorhergegangene lange Eisen- des Lehrerhelms eine große Flache mehonrt. Nun soll eine bahnfahrt sehr ermüdet, schlief in dem Emip6 1 Klasse ziemlich umfangreiche Melioration in der sogen. .Spieß" vor- sofort fest ein. Nach einiger Zeit kam jemand herein, bet genommen werden, wozu eine Bewässerungsanlage not- ^ise und vorsichtig zwei Handtaschen aus dem CoupS holte, wendig wird. welche die Tarne beim Einsteigen kaum bemerkt hatte. Erst Tarmstadt, 27. Nov. Tie sensationelle fmcFhuno Dussteigen in Baden-Baden erfuhr sie, daß das Eoup< emer englischen Tageszeitung über den Gesundh eits- den Gvoßherzog reserviert gewesen sei. Als dieser jedoch zu stand desZaren undder flarin bat in den Kreisen D0!^ Seitengange aus ein schlafendes Kind innen erblickte, die mit dem Petersburger Hof in näherer Verbindung er, Wra&, sein Handgepäck zu holen - so leise stehen, eine höchliche Ueberraschung hervorgerufen. Tenn m?9h9' um das Kind nicht zu wecken — und begnügte L-Hatchche ist, daß der Zar gegenwärtig überhauptnicht Cm ^aups 2. Klasse. an irgend einer Krankheit leidet; vielmehr darf - B u h n e n - L>p r e ch s ch n i tz e r. Vor Jahren dckla- er als völlig wiederhergestellt gelten, wenn man von einem ^Leipziger Stadttheater ein Schauspieler mit ettoas unruhigen Schlaf absieht, der ein Erbübel des Hauses „Wie ruht sie sanft an ihrer Musen Butter." Trotz mnmnwmfF £»*4- • - - - • bet elegischen und gerührten Stimmung des Künstlers erzielte er große Heiterkeit. — Ein Schauspieler auf einer bekannten Bühne, der mehr dem Souffleur als sich selber vertraute, sprach die ersten Worte seiner Rolle: „Reißt ihm die Augen aus!" richtig. Voll Stotz über diesen Erfolg verstand er seinen „Fürsprecher" falsch und fuhr fort, anstatt ?u sagen: „Beide Augen!" „Tie Deine auch." — Bei der Aus- führung der ,^läubeti" in einer süddeutschen Großstadt passierte es dem Roller, daß er bei ber Erzählung seiner Befreiung ausrief: ,^Jetzt sah mein Gefolge zurück, da lag die Stadt hinter mir, wie Gomvrrem und Soda!" Romanoff fett vielen Jahrzehnten ist. Was die Kai serin SixJ a?.bra anbelangt, so sind alle Nachrichten und Ge- n i, a s btC o0nc!tnem L^den der jungen Zarin sprechen, gegriffen. Ihr Aussehen war stets blühend, die Ernährung tadellos, das Kärpergewicht hat in den letzten vierzehn Monaten um etwa neun Pfund zugenommen Richtig ist dagegen, daß die bedauerliche rZeylaevurt die Kaiserin ein wenig angegriffen hat () Darmstadt, 17. Nov. In ber heutigen Stabt- r.d" ° tcvv -rs 0 mmIuNg 'st bcschlvssrn toorben, H e ia5JC bcr. nirffiC9,ung«tage IM städtischen Krankenhaus ouf l-70 Mr. (gemeinsamer Krankensaal für Tarm- ftabter) zu erhöben. Das macht, wie Stadtv. Stephan iVnnnm? » Ortskrankenkasse einen Mehraufwand von Pendschab (Indien) gelegenen Dorfe die ganze Bevöl- -?U?‘ hiermit einer längst empfundenen kcrung mit vergiftetem Haffkinschem ^nfibubonin* }irfien ?a 1J auLJi« ^i^1 ^r öffent-perum geimpft. 20 Menschen sind gestorben. Ma« der St7dt aeaenüber ubrigen Krankenhauser fürchtet, daß durch dieses Unglück in ber Bevölkerung Wider- Simmet wurden ebenfalls entsprechend erhöht - ^aö ^aS Kaiserliche Gouvernement von Samoa Schicksal ber am 31. Dezember aus ihren seitherigen Räu- mcrbet ouS Apia: Tas Erdbeben, daS am 7, November men vertriebenen Volksküche wurde ebenfalls erörtert ftattfanb, richtete nur Materialschaden an einigen DiS jetzt ist noch kein weiterer Raum für dieselbe gefunden, Steinkirchen an. Der Vulkan ist schwächer. es steht jedoch nach den Ausführungen des Bürgermeisters! . * Viktor Emanuel M. machte, so erzählt ein ita* ju erwarten, daß solche von bet Stadt beschafft werden !kienisches Spottblatt, gerade an Bord seiner^ Jacht einen sä. Darmstadt, 27. Noo. Heute Abend sand im nach Monte Ehtisk), als et die Tepesche ethie^ Kaisersaal zu Ehren des GcbuttStags unseres Landesbettn nieldete, daß die Königin Helena, die bald ^"hanbinn P"”h . n,t(ltn 9i-t, ?W Mnet L 0'1"* « im C‘ > * rb:: ‘«flimtn. ft* As..... MnumS"1'» ? b«*3* binqeroieU m? I r drinnSchst fto J 'J *°t Ä ft»'** ,ur ble ^nbibüty XV"“ «* ’»«»" :s:fii a*?*c n ®" M11J1 • M l'ben SWtali Ä* "E ä verschied binde nb zugleich bet Sich, «Srat a. D.A^ ? ®ta °°n 88 30^ hessischen Richtechech us Hessen unb bei Haltestelle fiii^ 15. Dezember etöfe 'S. Kentralhotel erfr DampskesselM : wurden. Sin SM mb mußte in tini h' Nacht wurden.'n« Begleitung pirrtiim > Ehemänner in niM Sicherheii-beamtrn r Polizeier Mch ine $er|onen«^tt' ie Beamten oui Serin tt9 bei her Samt endet vettzmtzmen W t AuLrtsüdn! -et» Matt, die zurv- Wertpapiere liffa • mittelst NachschM Spur. ; den französische^' ,d den italienisch^"'-' nnächst ein DuM französischen , Mattino'. MingSarbeitenW^ ndig beendigt. ' jen wieder auf^^en ‘«S ‘® i. * ' StreK * r*JwW6^ kWbi* N/Äi* lfn£i innen <8 MJ?, I« I«' Mir ,t $»r sSß xL-S Mg'S ";**'•*« u •jiL ®ub'frfl ^ der Stan die L Äntlbu°°M 'rvE^g/Zaia^ ewent o Xw^M M ■ 2»'-" Neueste Meldungen. Kunst und Wissenschaft. Wetter November Stets sofortige und billigste Bediemmg. > Schirmfaörik l-svi 27. 27. 28. 740,5 741,2 739,7 1 1 1 8,7 4,4 4,9 -e = & 73 92 98 BK 8E. SSE. Bed. Himmel Bed. Himmel Bed. Himmel 3Vt% 8n/i 3 Stu- in Offenbach 5 pEt. (im1 Doriahr 3 pCt.). Der Av^yiug oer deuten mehr als bisher bei der Austragung von Ehrenhandeln Berliner (früher Pommerfchenf Hypothekenbank ^.rfte befrie- dem Säbel als der ritterlichen Waffe vor der Pistole den Vorrang digend sein. Doch dürftevorsich'shaw^ der Uberschuß M^lb verschaffen zu helfen. _______________________________| schreibungen verwendet und etne Dividend, noch nicht »erteilt ^ ^ ^rankenthakeryranhauS,«kt..Ges., Frankenthal (Pfalz). Der Buchhalter K. Fr. Storck veruntreute zum Nachteil der Ge- sellschaft Geldbeträge in Höbe von 14 000 ^. "nd fälschte, um nicht entdeckt zu werden, die von ihm geführten Bücher Nach Aufdeckung der Veruntreuungen Storcks ging dieser fiuchttg. Es ist bereits telegraphisch gegen ihn ein Steckbrief erlassen und ferne Verhaftung angeordnet worden. R % Oborhess^n 4% Oesterr. Goldrente . . 103.90 4V!,% Gestern. Si’.berrente 101.25 4% Ungar. Goldrente . . 40/ Italien Rente . . . 4'1,% Portugiesen . , . so/ Portugiesen. . . » 1 % C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol -Anl. 41/,% äussere Argentiner Oriainaldrahtmeldimgen des Gießener Anzeiger. Berlin, 28. Nov. Der „Vorwärts" bespricht beute die Rede Kaiser Wilhelms in Essen mA sagt dabei il a.: Zunächst gehe aus dem Wortgut d« Rede hervor, daß der Kaiser unmöglich den der Beschlagnahme verfallenen Artikel des Vorwärts gelesen haben kann. Unsere Kenntnis der Angelegenheit t^ruht im Wesentlichen nicht auf italienischen Gewährsmännern, soweit wir italienische Quellen benutzten, sind durchaus zuverlässigen und ernsthaften Männern gefolgt sondern wir haben sie geschöpft aus gänzlich Luders gürteten lauteren Quellen, die abseits jeder Parteileidenschaft, jedes persönlichen Interesses, jedes politischen Hasses ftießen. Auf Grund dieser Informationen stellen wir mit ruhiger fester Ueberzeugung die volle Wahrheit uuserer Behauptungen fest. (???) Wenn es wahr ist, daß daS tragische Ende Krupps mit den seit zwet Monaten bekannten Veröffentlichungen zusammen hängt, dann ist er nicht das Opfer einer boshaften Verleumdung, sondern einer der vielen Opfer des § 175 geworden. Diese unsere feste Ueberzeugung setzen wir den Anklagen Wilhelms IL einfach entgegen, der uns des Mordes, der Niedertracht und Gemeinheit und der Verleumdung beschuldigd (Zuverlässiae italienische Blätter haben bereits den Namen des wirklich Schuldigen, eines Künstlers, genannt, der bereis durch die Flucht der Verhaftung sich entzogen hat. D. Red.) Berlin, 28. Nov. Die Morgenblätter besprechen an leitender Stelle die gestrige N e i chSt a g s-Sitz un g urrd konstatieren einstimmig, daß der deutsche Reichstag Jett seinem Bestehen einen derartig stürmischen Tag n^h nicht erlebt habe. Die „Kreuzztg." erklärt, das Vorgehen der Sozialdemokraten habe die Vereinbarung der zolltarift freundlichen Elemente des Reichstages herbeigeführt, welches sogar die noch abseits Stehenden ermutigte, sich dem gemeinsamen Vorgehen anzuschließen. — Die „Dtsch. Tagesztg." sagt: Solche Schimpfworte, wie Ullrich sie in das Haus hineinrief, höre man vielleicht im Hinterhofe einer Berliner Kaschemme. — Die „Nat.-Ztg." nennt ba3 Vorgehen der Mehrheits-Parteien einen parlamentarischen Staatsstreich-Versuch. Der Mtrag Kardorff bedeute, wenn er durchgesetzt werde, das Ende der parlamentarischen Beratungsfreiheit im Reichstage. Auch die „Voss. Zig." bezeichnet den Mtrag Kardorff als einen Bruch der Geschäftsordnung, der Grund-Verfassung deS Reichstages. — Das „Berl. Tagebl." spricht von Revolution im Reichstage und sagt, der Mtrag der Mehrheit sei das unglaublichste, was im Parlamentarismus je geleistet wurde. — Die „Berl. Ztg." meint, das deutsche Parlament habe jetzt vor 5em österreichischen nichts mehr voraus. — Ter „Vorwärts" führt in einem „Zoll-Briganten" überschriebenen Artikel aus, eS sei nicht schwer auch dem einfachsten Verstände klar zu machen, daß der Mtrag Kardorff einfach die Zerstörung des Parlamentarismus? und die Errichtung der Diktatur-Gewaltherrschaft bedeute. Barcelona, 28. Nov. Die Studierenden veranstalteten anläßlich des Sprachenerlasses eine Kundgebung. Die Polizei mußte einischreiten, die ©enbarmene besetzte bie Universität. Gibraltar, 28. Nov. Ter General-Gouverneur von Sevilla ist gestern mit seinem Stabe in Algeciras einge- trosfen und nahm sofort eine Truppen-Jnspektion vor. Eine Anzahl Baracken werden in bet Nähe von San Roque errichtet, wo auch das Haupt-Quartier untergebracht wird. Sämtliche Maßregeln werden getroffen, weil bie spanische Regierung befürchtet, daß England sich des neutralen Gebietes, welches Gibraltar umgiebt. «oratio yurttf, wo sh" sein Thrtomot.tr erwartete, W« Küste näherte, erkannte der König, daß es unmöglich I de^Offiziell proklamiert ; fein würde, zu landen. Er ließ sich aber dadurch nicht Marseille, 27. Noo. Die Genossenschaft der Rheder hielt beirren Ohne viel zu überlegen, s P r a n g e r i n s M e e r eine Versammlung ab. ES wurde beschoss^ afle g^erb« md erreichte schwimmend den Strand. Wenn er Vertrag von 1900 hinauSgehende Forderungen der ausständigen diesen Entschluß gesaßthStt- ttäre er imOHinna -niarinerefrroifttn Rubinen bn6efrelär M v„b°nd-S licht reefitscittg genug zur Geburt der zweiten Tochter ein- et. «7^Jiio» abenb bie yrbeit6bWe „er. letroffen. < r IM mürbe «eonetoa 200 Srubenarbeit.m thällid. anflt- ♦ Söhn und Tochter in europäischen «ntte der Verletzungen an den Händen erlitten hatte, Fürstenhäusern. Anläßlich der Geburt ^in er zweiten ’ein (j,ofee. Die Arbeiter drangen dort ein unb ver- t° Ne Nischen Prinzessin, schreibt her „G°n°i^ W «• “ ihm Lenschnit «der '°w-SP° » nerkwürdig zu konstatieren, wie stark die Zahl der Prin- ^ßen sie das Lokal, bewachteni-der den^f^ana zu demselben icffinnen in mehreren regierenden Häusern in ^ropa die St. Etienne, 27. November, ^niolge des Besch ss Lr Prinzen übertrifft So hat Zar Nikolaus bekannt, G r u d e n a r b e i t e r. K o m I t e e s die Arbeit am Freitag ich bereis vier Töchter und noch keinen roiebee a u f a « " c en, ^ben^d) bieaie(^en ÜOn ssünig von Italien hat zwei Töchter. Ter ^n!0 . Q in ^enntm§ zu jetzeir. Dieser Entschluß tret Töchter. Ter König von Englanddrei Töchter und em> begrünbek, baß die Forberungen ber Arbeiter drirch einen Sohn, den Priii^en von Wales; der letztere hat da- Wieberausnahme ber Arbeit in keiner Weise beeinträchtigt legen drei Söhne und eine einzige Tochter. Ter Junge Qrbcn> König von Spanien ist der einzige Sohn; er £a1 tfved ----- Schwestern. Ter Fürst von Montenegro hat sechs Tochter und drei Söhne. Tie Königin der Niederlande der König IWinilbHHlL von Rumänien und der König von Serbien haben keine .d. Darmstadt, 29. Novbr. Indem heute vorderhiesigen Kinder Gehen wir jetzt zu den Höfen Über, an denen die Strafkammer verliandelten W e i n f a lsch unqs-P roz eß gegen Prinzen die^Mehrheit haben, so hat der König von Schweden den Weinbändler Jakob Josef Petry m Niedev-Ingelheim erhielt ^er Söbne und keine Tochter. Kaiser Wilhelm hat der zum Teil geständige Angeklagte eine ganz «remvlar,,che land hat fttnf Söhne und eine Tochter. Das beste Ver worden auf Berufung des Staatsanwalts hob das hältnis besteht beim König von Tanemark: er hat drei ^ichsqericht in der Sitzung vom 20. März dss. IS. dieses frei- Söhne und drei Töchter; die letzteren sind dre KSmgm von ^chende Urteil auf und ordnete eine neue Verhandlung vor der England, die Kaiserin-Witwe von Rußland und die Her- j^n Strafkammer, welche Petry S» einer Geldstrafe von wain Thvra von Cumberland; seine Söhne sind der Kron- ^00 eo. ibOTage Gefängnis, und tn bie Nicht unerheblichen LZsti-n, bet Wnig von «echen-nnd und der Prrnz «^ünb,^ 1 9 1 'um bem Wein einen höheren Extraktgehalt zu sieben; auch die Art unb Weise ber Herstellung des Tresterwems, be onbers bie Verlängerung mit Wasser unb Zucker, unb ber Ankauf, sow'e ber Verkauf bes auf biese Weise hergestellten .Weines" kam bei Festsetzimg be4 Strafmaßes in Betracht. Nicht erwiesen werben konnte ber Umftanb, baß er bem Wein auch Starke- ober Traubenzucker zu- aefetit hat unb nicht wiberlegt wurde die Aussage Petrys, daß er das .Bouquet' nach Amerika verkauft unb nicht selbst verbraucht hat: von diesen beiden Anklagen wurde er daher 'reigesprochen — Ter Staatsanwatt hatte außerdem drei Monate Gefängnis Telephonischer Kursbericht« Frankfnrt a. M., 28. November 1902. am 26.-27. November _ 26.-27. , Wänner-Hnrnverein 'mfon cm--;*, cv-.l._ x— ®eq dluSftua nqtm6a 1902, abends S im Kaufmännischen VereinShauS. TageS-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. NechnungSablage. 3. VorstandSmahl. 4. Handelskammerwahl. Um zahlreiches Erscheinen bittet A. Reinig Optische Ä aaren t Giessen üeltersweg 30 Otto Worner, ^ßetrf der ^ Weg rechts der Ehauffee am Weiher, ■ 19.125"/,">--:100gmlHofraite • 126” ,00=100 „ 1 unter , 127”/ieo=194 | dem Weiherchen w 19<188b^ = 88 qm Hofraite rechts der E hauffee amWeiher öffentlich meistbietend versteigert werden. 8261 Gießen, am 27. Novbr. 1902. Großherzogl, OnSgericht. Welsche- nnd Haselnüsse Krachmandeln Taselrosiuen Datteln Feigen Am Schiffenbergenveg. vor dem Bahnübergang, ist ein städtischer emqefriebiqter Platz, ca. 200 qm groß, als Lagerplatz geeignet, früher dem Weißbinder Rarf Schmoll gehörig, auf unbestimmte Zeit zu verpachten. Nab. bei der Bürgermeisterei,Zimm. Nr. 15.^, 05301] Einige ältere Kaufleute und Techniker wimlchen unten WM-MnuM. Offerten postlagernd J. 71 Beamter lucht fluten bin.iev- lieben Mittag- und Abeudtifch. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 05322 an die Erped. d Bl. Anst. Frl., tm Schneidern bew^ s. AuShilfest. in ein.Ronf.-Gefch. ob. sonst. Besch. Off, unt. 05321 a.Erv. 05320] In der (rteinnvfiinq Großen-Btiseck wurde ein wetßcö Schaf gefunden. Abzubolen gegen Erstatsimg der Inserat- unb Futterkosten bei Schäler Pfeiffer, Großen-Buleck, Konst. Batterie zu Heilzwecken <30 El.], gut erb., billig zu verkaufen. Bergstr. 17, II. 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