Nr. 201 Crf^etttf tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener 'Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kelfischen Landwirt die Siebener Zamilien- blätler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch» u.Stein- druckerei (Pietsch Erbens Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresie für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanschlußNr.51. Erstes Matt. 152. Jahrgang Donnerstag 28. August LS«2 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v ** Amts- Md Anzeigeblatt für den ttreiz Gießen Ye-«g»pret»r monatlich7bPs.,viertel sährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk. 2.— viertel- fährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormillags 10 Uhr« 3eilenpret5; IokalI2Ps^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polu. u. allgem, Teil: P. W.ltko; sü, „Stadt und l'anb* und .Gerichlssaal* Eurl Plato: für den Anzeigenteil: Hans Beck. KeKanntmachMg. 6etr.: Schweinerotlauf in Allertshausen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß dem Heinrich Müller zu Allertshausen am 24. d. M. Schwein an Rotlaufseuche gefallen ist. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 27. Aug. 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- I. V.: Dr. Heinrichs. Kekanntmachung. Unter den Schweinen des Gutsbesitzers Ruth zu Goßfelden ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Marburg, den 23. August 1902. Der Königliche Landrat. Bekanntmachung. Betr.: Nebenbahn Butzbach—Lich. Nachdem sich unter der Firma „Butzbach—Licher Eisenbahn-Aktiengesellschaft" eine Aktiengesellschaft gebildet hat, welche den Bau und Betrieb der vollspurigen Nebeneisenbahn von Butzbach nach Lich nach Maßgabe der ihr verliehenen Konzession übernehmen wird, sinden die in § 6 der Verordnung vom 13. Juni 1885 (den Bau und Betrieb von Nebenbahnen betr.) vorgeschriebenen Verhandlungen an folgenden Tagen und in den nachstehend verzeichneten Orten statt: am 15. September l. I. in Ober-Hörgern nachmittags V/e Uhr auf Großh. Bürgermeisterei, in Eberstadt nachmittags 2>/2 Uhr desgleichen, am 16. September l. I. in Muschenheim vormittags 8 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei, in Hof-Güll vormittags 9i/3 Uhr, , Arnsburg v ioy3 „ , Kolnhausen „ lll/2 „ ,, Lich „ 12 , auf Großh. Bürgermeisterei. In obigen Terminen können von den Gemeinden sowohl, wie auch von den sonst Beteiligten Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung öffentlicher Wege, Ab- und Zufahrten auf Grundstücke, Einfriedigungen, Wasserläufe und Vorflut- verhältnisse u.s.w. sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile oorgebracht werden. Es empftehlt sich, hierbei etwaige Ansprüche vor dem Termin der zuständigen Großh. Bürgermeisterei zu Protokoll zu geben. Die Pläne über die Bahnanlage liegen bei den zuständigen Bürgermeistereien vom 1.—10. September L I. zur Einsicht der Beteiligten offen. Gießen, den 19. August 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- I. V.: Dr. Heinrichs. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemariung Garbenteich. Dienstag den 16. September 1902 findet die Lieberweisung der neuen Grundstücke und die Versteigerung der Massegrundstücke vom II. (letzten) Felde an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Gemeindehaus zu Garbenteich, woselbst auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müffen die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. Friedberg, den 22. August 1902. Der Großh. Bereinigungskommissär: I. V.: Schnittspahn, Regierungsassessor. Gießen, den 26. August 1902. Betr.: Den direkten Verkehr des Kaiserlichen Statistischen Amts mit diesseitigen Behörden und Dienststellen. Das Großherzsgliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien und Krankenkasten- Borstände des Kreises. Der Herr Reichskanzler (Reichsamt des Innern) hat bei Großh. Ministerium des Innern darum nachgesucht, daß das Kaiserliche Statistische Amt, Abteilung für ArbeitMstatistik, zur Beschaffung solcher statistischer Daten, aus denen Rückschlüsse auf die Lage des Arbeitsmarktes gezogen werden können, sowohl unmittelbar wie durch Vermittelung der Ortsbehörden mit den kommunalen Arbeitsnachweisen, den Krankenkassen und den Gewerbegerichten in direktes Benehmen treten dürfe. Nachdem diesem Ersuchen seitens des Gr. Ministeriums I entsprochen worden ist, empfehlen wir Ihnen, den an Sie ergehenden Anfragen des Statistischen Amtes nach Möglichkeit zu entsprechen. I. V.: Dr. Heinrichs. Gießen, den 26. August 1902. Betr.: Die Benachrichtigung der öffentlichen Kaffen von der Terminsbestimmung im Zwangsversteigerungsverfahren. Das Großherzugliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien und die Herren Gemeindceinrrehmcr des Kreises. Von dem nachstehenden Ausschreiben des Großh. Ministeriums der Justiz an die Großh. Amtsgerichte vom 23. Juli d. I. zu Nr. I. M. 12 756 (Ministerial-Amtsblatt Nr. 25) geben wir Ihnen unter dem Anfügen Kenntnis, daß diese Anordnung nur für diejenigen Gemarkungen Geltung hat, in welchen das Grundbuch als angelegt anzusehen ist. Die Herren Gemeindeeinnehmer weisen wir darauf hin, daß von ihnen auf Grund der Mitteilung des Vollstreckungsgerichts anzumelden sind: a. die dem Grundsteuerkapital zur Last fallenden Beiträge zu Kriegslasten, Provinzial-, Kreis-, Gemeinde- und Kirchspiels-Umlagen, b. die Beiträge zur Brandversicherungsanstalt des Großherzogtums, sowie daß bei der Anmeldung im Hinblick auf die Nummern 3 und 7 des Paragraphen 10 des Zwangsversteigerungsgesetzes (Reichsgesetzblatt von 1898 S. 713) die aus den letzten zwei Jahren rückständigen Beträge der Steuern rc. und die älteren derartigen Rückstände auseinander zu halten sind. I. V.: Dr. Heinrichs. Darmstadt, am 23. Juli 1902. Betr.: Wie oben. Das Großh. Ministerium der Justiz an die Großh. Amtsgerichte. Nach dem § 45 des Reichsgesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsoerwaltung ist ein aus dem Grundbuch nicht ersichtliches Recht bei der Feststellung des geringsten Gebots nur in soweit zu berücksichtigen, als es rechtzeitig (§ 37 Nr. 4 Z. V. G.) angemeldet und, falls der Gläubiger widerspricht, glaubhaft gemacht wird. Diese Vorschrift bezieht sich auch auf den Anspruch auf die Entrichtung der laufenden und der rückständigen Beträge der öffentlichen Lasten des Grundstücks (§ 10 Nr. 3 Z. V. G., Art. 1, 2, A. G. z. Z. V. G.) Um zu verhüten, daß durch ein Uebersehen der öffentlichen Bekanntmachung der Terminsbestimmung (§§ 39, 40 Z. V. G. Art. 4 A. G. z. Z. V. G.) der Staat und die Kommunalverbände auf Grund der vorbezeichneten Bestimmungen ihres Vorrangs verlustig gehen (§ 37 Nr. 4 Z. B. G.) und dadurch Gefahr laufen, einen Ausfall zu erleiden, ordnen wir an: 1. Das Vollstreckungsgericht hat die Terminsbestimmung (§ 37 Z. V. G) denjenigen Kassestellen (Bezirkskassen, Ge- meindeeinnehmereien) mitzuteilen, die in Ansehung des zu versteigernden Grundstücks für die Erhebung von Steuern, Beiträgen und Renten der in dem Artikel 1 Nr. 1, 2 und in dem Artikel 2 Nr. 2 des Gesetzes, betr. die Ausführung des Gesetzes über die Zwangsversteigerung rc., vom 23. Juli 1899 bezeichneten Art zuständig sind. 2. Die Mittellung hat nicht, wie in den Fällen des § 41 Abs. 1 Z. V. G., durch Zustellung von Amtswegen (vergl. auch § 9 Nr. 2 und § 3 Z. V. G.), sondern je nach der Lage des Falles mittelst Zustellung durch den Gerichtsdiener oder m der Weise zu erfolgen, daß die Terminsbestimmung den Kassestellen mittelst einfachen Briefes durch die Post übersendet wird. Dittmar. Schwarz. Bekanntmachung. Betr.: Vorträge über Obstbau. Der Obstbautechniker des Oberhessischen Obstbauvereins, Herr H. Wießner aus Friedberg, beabsichtigt, die nachbenannten Orte des Kreises Gießen zu besuchen, um Vorträge über Obstbau zu halten und an Obstbäumen praktische Unterweisungen zu erteilen. Die Vorträge beginnen an Wochentagen abends 8 Uhr, an Sonntagen nachmittags 3 Uhr, die praktischen Unterweisungen am folgenden Tage vormittags 8 Uhr, nur Samstags nachmittags 5 Uhr. Sonntag den 31. August in Watzenborn-Steinberg, Verlosung. Montag den 1. Dienstag , 2. Mittwoch , 3. Donnerstag „ 4. Freitag „ 5. Samstag „ 6. Sonntag , 7. September in Wieseck. , „ Daubringen. „ „ Trais a. d. Lda., , , Londorf. „ , Queckborn. , „ Saasen. w w Hattenrod, Verlosung. Am Sonntag dem 31. August findet in Watzenborn- Steinberg eine Gratis-Verlosung von Obstbäumen an erschienene Mitglieder, auch solche von Hausen, Leihgestern und Grüningen statt, desgl. am Sonntag dem 7. September in Hattenrod, einschließlich Harbach und Lindenstruth. Den Herren Bürgermeistern und Obmännern gehen noch besondere Mitteilungen zu. Zahlreiche Beteiligung ist erwünscht. Gießen, den 28. August 1902. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhess. Obstbauvereins. Dr. Heinrichs. Bekanntmachung. Die Sandgasse zwischen Löbers Hoz und Marttstraße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksoerkehr gesperrt. Gießen, den 28. August 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. DaUtische Tagesschau. Das Verhältnis der Burengenerale zu Krüger und der Soudergesandtschaft. „Daily Mail" schließt em längeres Telegramm aus dem Haag über Krügers und Leyds' Rücktritt mit folgenden Bemerkungen: „Botha, Dewet und Delarey wollev kein Buren-Bureau oder -Kanzlei in Europa mehr anerkennen. Die Propaganda der Buren wird, soweit Botha, Dewet und Delarey in Betracht kommen, künftig ausschließlich in Südafrika betrieben werden, doch können vielleicht Reitz, Steijn und vielleicht auch Fischer es der Mühe wert halten, noch verschiedene Jahre in Europa den Topf im Sieden zu erhalten. Der Kampf der Zukunft wird aber auf verfassungsmäßigem Wege in ganz Südafrika geführt werden. Die holländischen Afrikander werden die Home-Ruler zum Vorbild nehmen und eine nie ruhende Agitation betreiben, welche alle Festigkeit und Voraussicht, deren die englischen Staatsmänner fähig sind, beanspruchen wird. Der erste Schachzug wird gemacht werden, wenn die Burengenerale in der nächsten Woche nach England zurückkehren. Gewisse Vorschläge werden als unverrückbare Bedingungen der englischen Regierung unterbreitet werden, unter welchen allein die Mit« Wirkung der Buren in den neuen Regierungsausschüssen erwartet werden kann. Werden diese Bedingungen nicht zu- geslanden, so wird dies als Vorwand dafür dienen, daß man sich grollend fernhält von der Pazisizirung des Landes und der Beseitigung des Rassen-Gegensatzes." Die „Korrespondenz Nederland" ist ermächtigt zur Verbreitung der folgenden Erklärung: Tie Generale Botha, Tewet und Delarev wünschen, fest- Auftellen, daß ihnen in englischen Blättern wiederholt angeblich von Kerrespondenten im Haag, in Brüssel und anderswo auf dem Fest lande herstammende Berichte ausgefallen sind, die den Zweck haben, das gegenseitige gute Einvernehmen und die Einlgkei zwischen den Generalen und dem Praßdenten Krüger, der Sonder- Gesandtschast oder Dr. Leyds durch völlig unbegründete Müleilungen über Meinungsverschiedenheiten, die in ihren ver- schiedentlichen Konferenzen zu Tage getreten, zu stören und als gestört hinzustellen. Tie Generale wünschen demgegenüber nachdrücklichst zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, daß zwischen ihnen und den genannten Persönlichkeiten die vollkommenste Harmonie herrscht und stets geherrscht hat. Jede gegenteilige Behauptung oder Unterstellung ist von (Ärund aus wahrheitswidrig und hat nur böswillige oder schlecht unterrichtete und leichtgläubige Leute zu Urhebern. Haag, 26. August 1902. gez. Brebner, Sekretär der Surengenerale. Präsident Krüger hat übrigens im Laufe dieses Jahres seine Lebenserinnerungen zwei hohen Staatsbeamten, die sein besonderes Vertrauen gemeßen, diktiert. Zur Herausgabe dieses Manuskriptes wurde der Redakteur des „Buren- freundes", A. Schowalter, der die Interessen der Buren seit Langem litterarisch vertritt, nach Utrecht berufen. Um das Verlagsrecht haben sich 27 der größten Verleger der ganzen Welt beworben und, um das hochinteressante Werk zu erhalten, enorme Summen angeboten. Zumal wurden von amerikanischer Seite große Anstrengungen gemacht, in den Besitz des Manuskripts zu kommen. Wir können jetzt melden, daß ein Verlag in München das Verlagsrecht für alle Länder angekauft hat und das Werk im November dieses Jahres gleichzeitig in allen Kultursprachen erscheinen zu lassen gedenkt. Schuckert. Nürnberg, 27. August. In der heutigen Generaloersammlung der Schuttert Elektrizitäts-Aktiengesellschaft sind 13 436 Aktien angemeldet. Nach! Eintritt in die Tagesordnung gab die Direktion Ergänzungen zu dem Geschäftsbericht, woraus hervorgeht, daß die diesjährigen Verluste durch die To cht er u n 1 ern eh m u n a en in Rußland, England und Frankreich, die Wasserkraftunterneh- mungen an den Hykkelorad-Fällen in Hawslund und Bergamo, durch die Unternehmungen in Lonza und Jaice, durch die Zentralen in eigener Verwaltung und durch die Kontinentale Gesellt chaft für elettrischo Unternehmungen veranlaßt wurden Begründet wurden die Verluste mit dem allgemeinen Rückgang der Industrie. 3u Punkt 1 der Tagesordnung: Geschäftsbericht, schck- wiederholt sodann seine § Aus dem Ohmthale, 27. Aug. Die exorbitante Höhe der Preise für das Schlachtvieh, sowohl bet dem Rindvieh, als auch bei den Schweinen, wie sie gegenivärtig besteht, gehört zu den Ausnahmen. Während der letzten zwei Jahrzehnten ist diese Preisstufe nur annähernd erreicht worden. Für da§ Pfund lebend Gewühl erster Qualität und selbst auch zweiter der Schweine bezahlen die Händler jetzt 50 Pfg. und dazu noch die Versicherungsgebühren, so daß das Pfund eigentlich 51 Pfg. kostet. Mit diesen hohen Preisen für die Schweine halten die für die Kälber gleichen Schritt, auch bei diesen zahlt man zur Zeit für das Pfund Lebendgewicht 50 Pfg. Vergleicht man mit diesen Preisstufen die billigen Jahrgänge, so ersieht man erst klar die ungewöhnliche Verteuerung. In Jahrgängen letzterer Art bezahlte man für das Pfund Lebendgewicht der Schweine 35—38 Pfg., der Kälber gar 30—35 Pfg. Wie alle Extreme, so sind auch die zu hohen wie die zu tiefen Preisstufen für das wirtschaftliche Leben ungesund, das erforderliche Gleichgewicht zwischen Konsumenten und Produ- namentlich das Gebiet der vor hundert Jahren erfolgten Säcularisation in den Bereich ihrer Forschung ziehen. Dieser Antrag fand ebenfalls Annahme, desgleichen ein Antrag des Abg. Grand-Ry aus Kestenis, daß die Geistlichen :m Anschluß an den Fortbildungsunterricht ersucht werden, den religiösen Sinn der Schüler durch Unterweisung und belehrende Vorträge zu wecken und zu fördern. Arbeitersekretär G i es derts-München-Gladbach und verschiedene andere Redner befürworteten die Notwendigkeit der Veranstaltung volkstümlicher Vorträge, Gründung von Unterrichtskursen, Bibliotheken und Lesehallen,^ sowie Einrichtung von Volksbildungsabenden. 1* ‘ vviu , , .... nehmenden Gleichgiltigkeit und Lauheit in der Bcthäügunq I ^n 34 Frauenvereinen verschiedenster Richtung mit dem der Religion bei den gebildeten Katholiken entgegenzuwirken, o^^ck begründet, für alle auf die Förderung des Gemein- beschließt die Versammlung, daß seitens katholischer Gelehrter und die Hebung des weiblichen Geschlechtes auf geisü- zenten fehlt. Wtesbaden, 27. Aug. Die fünfte GeneraLversavnn- Jung des Bundes deutscher Frauenvereine findet Um der zu- V£)m g 9 Oktober hier statt. Der Bund, im Jahre 1894 bem Aufs ichts rat mit 12 076 I aftiinfl erteilt. B:'" Unternehmungen. 9 Cahn und Erlanger Ä0ns0rtium sich an stauds und der Bericht des Aufsichtsrates über diePrüsung der Bilanz genehmigt. Zu Punkt 3 der Tagesordnung (Bilanz) beantragt Oberstleutnant Graefe Einsetzung einer Revisionskommission, hierüber entsteht eine längere LcspreckMig, in deren Verlause dem Aussichtsrat und der Be rwaltungl geben am 22'. < . ... vertrauen ausgesprochen wird. Auch Cahn erfiärt |ricLtcn Dom ^afyre 1901, 2. Dienstnachrlchten, 3. Aufforderung sich für Genchmtgung der Bilanz. Ter Andrag Graefe BeEbuna Zur Wiederbesetzung werden ausge- f 0 H e. Er erklärt den dert Bankier Dispecker das unliebsame Aussehen, das die vvrKhrrge DividendeuLsigkeit hervorgemrsen habe. Man habe nicht verstanden, zur rechten Zeit die Werke zu verlausen und sich in Optimismus verbissen. vermißt Einzelheiten über die Kontinentale Gesell schäft, welche den wundesten Punkt des Schuckert- unternehmens hübe, und fragt, wie lange die Garantie für die 30 Millionen dauern solle, welche die Schpckert^^^ Abgeordneten der Reichslande der Zeintr um3 f r afti 0n “cnicur @ru() dürste muh Auffassung des Geschäftsinha- des deutschen Reichstages sich an, ch Ire gen. Kommerzienrat Wörner (Aschaffenburgs ebenso tote I Ingenieur Greise! vollkommen ohne Schuld sein. Das Anli fitaM null Initil. Befinden der schwerer Verletzten giebt zu Befürchtungen giuvi keinen Anlaß. Bei den Ausraumungsarbeiten verunglückte Gießen, den 28. August 1902. ein weiterer Arbeiter durch Sturz rn den Schacht. Mitteilungen aus dem Publikum werden gern entgegen ge- * L 0 n d 0 n, 27. Aug. Ein nach Newport gehender nommen und angemeficu honoriert. Dampfer ist in der Nähe von Bristol ausgelansen. Ster .. Das Verordnungsblatt für die evange- 250 Passagiere bemächtigte sich erne ^oße Panik. Diebische Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 8, ausgc- selben konnten er-t heute früh glücklich an Land gebracht 22. August d. IS., enthalt. 1. Kir^ichc^ Nach- wer em ^ug. In der vergangenen Nacht wurde —7.— -----■ . e D 1 hum siebenten Male während der letzten vier Monate der - “r . ~ , • hur Bewerbung. Zur Wiederbesetzung werden ausge- . c.emacß| einen Eisenbahnzug zum Ent- wr^> s^nn mrt allen gegen 314 Gunmen verworfen. die eoangeltsche Pfarrstelle zu Hitzkirchen, .^che^zu bri'ngen, indem schwere Steine auf das Ge- Heber die bir Btlanj mirb lchmstluh ab- ^kanat Büdingen; Seiner Durchlaucht dem Fürsten zumeist gelegt wurden. Glücklicherweise wurden dieselben 3 9^1,3^^Cn das PräfintatwnSrecht ju; b.e jä'oV oon "em h-ranbraüs-nben Zuge bei Seite ge. • 27..... Beim näckkien Dunkl fier Zaae^oümunaJmationspapier drcncn. Die B-rtEl SDlalcrmnmifl [ in Saint Meen dem u nt e r pras e kten einen SäiLaa . mm Aursicktsrat empfiehlt Rmchsrnt vvnlhatte ähnlich rote andere Innungen an anderen Orten baS Zaffei^u^WiÄch dZ Lrfsich^^ die Zchl des Paltzeipräsidium ersucht, dahin zu roirken, baB y © i y wurde gestern vorn Unter-' • unterA^gen. Der Ange- wnrde aber trotzdem verhaftet und ins Gefängnis * Barcelona, 27. Ang- Grmmmetgras- Bersteigermng. Montag den 1. September L I., vormittags 9 Uhr, läßt die Aktien-Brauerei Gießen das Grummetgras ihrer Wiesen in 22 Parzellen meistbietend versteigern. 5997 Der Anfang wird bei der Schönen Aussicht gemacht. Aktien-Brauerei Gießeu. ZirhMg VL-Slagt 27» Av-aL 1902. Me-Wwmnrw-ucüen^ch-llmLhtS bemerkt (Ohm Gewähr.) Frisch geleerte lZebinSe in jeder Größe stets vorrätig bei P. Schaffner-Mayer, Mainz. Vorzüglicher Hausmacner Senf zu haben bei 5980 J. 31. Schulhof. Kunst und Wissenschaft — Der Kaiser hat Professor Brütts Gemälde: Die Aufbahrung der Kaiserin Friedrich in der Stadtkirche zu Cronberg, das in Düsseldorj ausgestellt ist, erworben. Montag, Mittwoch und Freitag von vormittags 9 Uhr an bei Hofbäcker Noll Mäusburg. 4960 Je M. Schulhof Telephon 119. 314 Prompter Versandt nach ausw. Gerichlssaal. Leipzig, 27.Aug. Wegen Betrugs geaen eiueZerturrgs» r e d a k t i o n tft der Schriftsteller Berirharü Blumenchal vom Landgerichte Bremen zü drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Gr hatte eine Lokalnotiz unter der SpiKmarke „Einen recht dreisten Betrüger" frei erfunden und der ReüaL- tion zur Ausnahme übergeben, obwohl es sich vnrr selbst versteht, daß eine Redaktion nur wahr-e Nachrichten auszu nehmen gewillt ist. Gegen einen von dem Redakleur ausgestellten Zettel hatte er dann an der Kasse 50 Pfg.—1 Mk. Honorar erhalten. In diesem Honorar hat das Gericht den zum Thatbestande des Betruges erforderlichen widerrechtlichen Vermögensvortell erblickt. Die Revision des Angeklagten, welcher Verkennung des Strafgesetzes rügte, ist vom Reichsgerichte als unbegründet verworfen worden. *Dar erste Dabak in Bayern. Am 28. Moder 1578 fragt Prospero-Visconti, wie Henry Smwnsfeld in dem von ihm heransgegebenen Briefwechsel von Herzog Wilhelm V. mit seinen Mailänder Agenten und politischen Korrespondenten mitteilt, bei Herzog Wilhelm V. an, ob er die ans Westindien gekommene Tabatpflanze in seinem Garten habe, die eine unendliche Menge heilkräftiger Eigenschaften habe und besonders gegen Wundschaden gut ei; Prospero sei erbötig, ihm allenfalls Samen von ihr zu verschaffen. Der Herzog, der stets für exotische Pflanzen eingenommen war, hat dann seinen Agenten um solchen Samen gebeten, und wir lesen unter dem 28. Jan. 1579, daß Prospero ihm diesen Wunsch erfüllt. Diese Nachricht gehört zu den ältesten fest datierten über ine Einführung des Tabaks in einem deutschen Lande. Auch die Sonnenblume wurde damals durch Prosperos Vermittelung aus Spanien für des Herzogs Garten importiert (11. März 1573). Es giebt übrigens Zeugnisse antiker Schriftsteller, aus denen hervorgeht, daß man im Altertum bereits als Genuß- wie als Heilmittel Pflanzeudänrpfe eingesogen hat. Neve holi. Wtriiige prima Wggmken empfiehlt 5994 Bober t Stuhl. Neustadt 23. Prima neue holländische Vollheringe per Stück 6 Pfg. empfiehlt W. Ullrich, 8 Schloßgasse 8. la. Msckrtchln per 50 Kilo 3 Diart, eine Partie 5981 Kutterliarloffetn empftehtt zu billigen Preisen J. HankeB, Schloßgasse 6. Für unsere Damen und Kruder i|t das Beste gerade gut genug und es kann nur freudig begrüßt werden, daß es endlich gelungen ist, eine Tollettenseife l-erzustellen, welche nach dem Gutachten hervorragender ärztticher Autoritäten mrd VersuchsanstaUen allen Anforderungen entspricht. Von einer Toilettenseife verlangt mau in erster Linie, daß sie ohne jede Schärfe ist, daß sie selbst die zarteste und empfindlichsteHautmcht angreift, sie soll mild, zart und erfrischend auf die Haut enuvirken, höchste Waschkraft besitzen und üaber sparsam und ausgiebig im Gebrauch sein. Diese Vorzüge, welchen man bei anderen Seifen nur vereinzelt begegnete, vereinigt Bacheberle's hygienische Priskalin-Seife. Auch vom hygienischen Standpunkte aus ist sie die schon längst ersehnte Ideal-Schönheits- und Krnder-Seise, die zu übertreffen nicht mehr möglich sem dürfte. Zum Preise von 50 Pfg. pro Stück ist Bacheberle's hygienische Priskalw-Geife in allen Apocheken, Drogerien und besseren Coisieurgefchäften erhältlich. Neben dieser Toilettenseife wrrd vom Erfircher, Herrn Z. Z. Bacheberle in Renchen, iwch eine Rasierseife (Krystall- Priskalin-Rasierjeife) fabriziert, Die als Rasierseife die gleichen vorzüglichen Eigenschaften besitzt, die der hygienischen Priskaliufeifck mit Recht als Toiletteseife nachgerühmt werden. 2 4 7 79 137 213 '67 301’55 (400} 5S:59 459^90*635 (400] ^95 756 4ÖÖ] 804 8 [2000] 18 27 915 28 33 64 83 86 1005 61400] 13 22 116 44 54 57 223 37 9o 357 71 435 43 77 [400] 89 90 507 652 [400] 6165 96 734 39 47 78 846 [2000] 69 94 98 2004 86 [400] 150 65 67 22332 1400] 78 315 66 99 415 18 34 53 [1000] 61 95 98 514 41 92 663 97 748 [400] 50 [4001 68 75 819 26 902 4 18 87 [400] 96 3012 39 144 69 95 [400] 215 35 54 71 322 [400] 77 80 85 420 76 [1000] 83 561 [400] 75 [400] 617 26 789 95 843 68 [400] 70 [400] 974 [3000] 80 96 97 4028 78 111 21 62 217 28 [400] 40 317 51 91 403 15 32 57 [400],69 (4001 556 68 85 95 620 [400] 27 31 48 (2000) 61 [400] 86 210-23 33 #003] 46 47 823 [4001 33 79 87 [400] 905 [400) 6 33 69 94 5073 [400] 105 8 [400] 47 94 212 31 40 44 80 98 97 30718^4001 29 36 40 437 43 62 511 71 616 32 65 66 82. [2000] 94 71k 7594 [400] 839 67 904 18 41 65 93 96 6006 31 89 151. 242 71 81 [400] 310 30 37 54 58 481 [5000] 87 96 502 5 14 15 20 71 76 629 49 70 737 46 64 67 815 27 52 902 11 26 40 76 80 86 96 7024 29 36 72 93^2000] 118 27 44 81 [400] 92 [400] 231 [400] 33 42 (400] 306 25 26 63 408 70 81 505 35 60 63 [400] 71 607 33 734 44 48 50 [400] 54 837 ROOffl 39 48 59 92 920 [2000] 35 76 [400] 83 91 8014 25 29 118 35 2(0808791377405 6 9 508 43 65 617 72 85 [400] 93 97 [1000] 707 23 71 81 M4 9» 71 89 9004 38 46 [1000] 67 95 109 17 [400] 52 68 207 [4001 10-64 87 307 25 32 73 417 29 30 [400] 31 505 [400] 10 16 26 33-43 60 601-13 (1000] 68 741 62 94 838 49 57 910 70 [400] 94 - 10048 54 94 149 75 98 225 47 54 [400? 88 30^40-44^7 78 79 428 38 [2000] 42 61 69 90 542 55 62 72 [4001 82 601 [400) 25 28 54 714-27 40 57 97 [4001 851 59 63 907 16 99 11054 55 57 101 14J56 67 2113Ö 63 412 32 76 [30001 79 545 64 674 78-88 702 [400] 8 43 56 61 63 99 824 [400] 59 82 [1000] 943 50 12020 45 47 54 90 149 39 203-8 3356 61 63 90 98 386 409 21 41 58 529 57 68 621 46 48 741 54 83 817 22 49 82 [400] 93 906 19 43 67 13012 13 93 10717 33 38 21337 44 [4001 51 60 69 83 304 33 41 57 60 [400] 69 440 79 84 522 24 44-6SMO(H608 13 93 95 708 11 61 93 802 [400] 13 (4001 44 52 57 73 88 93 9lL 7.70 140056 17 45-97 118 25 36 59 205 42 6990 99^13 20 26 42^62 74J2000] 412 64 66 507 616 23 39 57 72 [1000] 76- 81 83-98700,13^79-^800 20 [400] 24 41 913 30 58 65 [400] 95 _ 15019 64 66 134 67 81 86 207 10^3706 ^^^67 [400] 97 [400] 470 73 79 536 652 [1000] 60 745 97 (30001842 919(1 OOW 58 [400] 59 74 16002 25 26 30 50 141 52 80 86 [3000] 92 205 22 27 76 350 71 [400] 88 445 62 504 46 50 56 90 710 [1000) H 33 46 72 93 8IJ7 9 23 33 86 87 92 917 [1000] 17035 125 29 39 [400] 59 66 73 241 [10001 70 90 [400] 303 5 27 48 59 401 25 65 509 13 22 3637 (400) 6083 (4001 612 27 38 72 92 701 823 28 29 [400] 75 83 939 80 18034 40 41 &) 77 91 102 69 79 87 92 213 17 [400] 18 32 72 300 [400] 303 36 485942641 42 69 518 94 616 25 50 66 734 [4001 41 90 [400) 862 68-69-87 923 55 83 [400] 86 [400] 10004 14 15 23 69 [400] 82 106 K.27 4& 80’956 77 84 310 43 47 55 86 402 46 501 22 52 90 [4001 600 26*66'8O93'7(H 6 37 62 66 72 89 864 66 [3000] 905 [2000] 45 54 61 77 20028 33 103 7 22 ] 400] 26 31 41 57 [400] 94 309 34 94 413 43 [400] 54 [400] 525 30 53’ ® 74 99 (511 ] 18 24 [1000] 36 57 [400] 84 701 8 31 80 81 819 24 [4001 W [4 ] 47 M 44 49 64 70 77 94 21048 [2000] 52 101 22 W 34 62 205-.8438 46 £ 83 [2000] 318 22 56 91 407 67 585 [400] 602 [400)^3? 51 57 84^ 34 38 79 800 34 56 98 913 22046 50 [400] 100 2 57ft00M? 64 89 [5000] 234 35 36 305 39 417 555 609 12 60 ^^22 30 56-^ 90 [400] 885 932 81 [2000] 23004 28 38 98 122 207 ^ 39 45^60 ^^6 55 84 436 40 42 77 540 59 82 86 96 99 628 733 34 *8 64 96 8g 63 A [1000] 22 42 74 24001 49 74 95 [4001 100 1« [400] 38 S5 59 49 82 90 318 29 [400] 36-68 88 476 [1000] 95 537 76 618 81 97 737^832 39 60 72 913 [1000] 44 m — 25029 74 77 100 251 84 92 220 24 55 36^306 ^.1437^100^ 43 47 93 413 41 501 13 72 81 [400] 92 637 52816 30 54 62 81& 901 11 [400] 14 25 46 78 91 26008 [400] 28 120 41 49 [400] 55J400] 268 [400] 97 339 49 430 43 89 92 514 42 82 95 601-12 76 89 Ä 37 aus Felanllse auf der Insel Mallorca war ber Wirbelsturm von wolkeubrucharttgem Regen begleitet, der die Ortschaften unter Wasser setzte. Durch Blitzs chlag wurden zahlreiche Häuser zerstört und mehrere Personen getötet. *NewYork, 27. Aug. GeneralChaffee telegraphierte, daß auf Mindanao starke Erdbeben stattgefunden haben. 50 eingeborene wurden getötet ♦ Seuchen. Nach einer Meldung aus Kopenhagen ist auf der Faer-Jnsel eine heftige Pocken-Epioemie ausgebrochen. Aerzte und Krankenpfleger sind von Kopenhagen aus abgesandt worden. — In der egyptischen Stadt Alexandrien sind in der Vorwoche 1127 Personen an derCholera erkrankt, davon starben 791. Insgesamt wurden bisher 4787 Cholerafälle feftgesteltt. — Nach einer Meldung aus Kiel wird infolge des Auftretens der Beulenpest in Rio de Janeiro das Schulschiff „Charlotte" den Hafen reicht anlaufen. Die „Charlotte" geht nach Jlhagrande ab und erwartet dort weiteren Befehl. * Des Kronprinzen Studentenstreiche. Einem Feuilleton der „Berl. Mp." über das Studentem- leben des deutschen Kronprinzen entnehmen wir folgende Episoden: Mau war gespannt, ob der Kronprinz zu den Mensuren kommen würde. In dem Korpshause der Sachsen, in dem der CS sicht, schob und drängte man sich Aber er kam, zugleich mit ihm der Großherzog von Mecklenburg. An dem Tage konnte man auch den echten Zug eines Grandseigneurs beobachten. Der Kronprinz trug eine der modernen, um den Kragen laufenden Uhrketten von wunderbarer Arbeit. Der Großherzog betrachtete sie und sagte: „Die Kette ist schön". Sofort nahm der Kronprinz sie ab und reichte" sie ihm mit den Worten: „Findest Du? Hier, bitte, nimm sie." Man hört zuweilen, daß der Kaiser bei feierlichen Gelegenheiten den gebotenen Ehrenp o kal auf einen Äug leert Sein Sohn soll das allmählich auch gelernt haben, und es geht die Sage, daß der erste Spitz seinem militärischen Begleiter einen starken Schrecken eingejagt habe. Und der Kronprinz findet auch Geschstnack an allerhand Studentenulk. Eines Nachts begleiteten ihn mehrere Korpsbrüder, wie man behauptet, nicht allzu nüchtern, nach seiner Villa Man wollte sich eben verabschieden, da fiel der Blick des Prinzen auf den Poften vor dem Thore. Er faßte einen seiner Begleiter bei der Schulter, verhaften Sie diesen Mann!" Der Poften hatte seine Instruktionen. Er trat auf den ein wenig schwankenden Borussen zu, erfrört e ihn für verhaftet und stellte ihn unter Beifall der anderen Preußen ins Schilderhaus. „Was werden Sie thun, wenn dieser Mann davonlüuft?" Cs war ja klar, daß der Borusse nicht lange das Schilderhaus zieren wollte. „Ich werde ihn anruefn, und wenn er nicht steht, auf ihn schießen, Kaiserliche Hoheit." „Na, na" Der Preuße schien das für ein Signal zum Davonlaufen zu halten, und machte sich im großen Bogen aus dem Staube. Als der Poften aber nun einige bedenklich aussehende Griffe an seinem Gewehr machte, drückte der Kronprinz es herunter und forderte chn auf, doch lieber zu präsentieren, das machte entschieden einen besseren Eindruck Der arme Posten hatte aber wieder seine Instruktionen. Er machte Meldung, daß ihm ein Verhafteter erkrantt, und müsse acht Luge bas Zimmer Hütten. Die Eingeweihten meinten aber, die Krankheit sei unter dem Namen Zimmerawrest bekannt, und Papa habe ie hervorgezaubert. * Das Geständnis des Mörders der Justiz- vat Witwe Anna Ihm er in Potsdam, Malergehilfen Otto Wagner haben wir bereits gemeldet. Wagner, dessen Wunde im Unterleib zu keinen Besorgnissen mehr Veranlassung giebt, liegt, well er sich wiederholt ungeberdig zeigte, in einem kleinen Krankenzimmer des Oberlin- kran^hauses auf seinem Bette so feftgeschnallt, daß er sich nicht bewegen kann. Als Kommissar Steinhauer am Dienstag bei ihm erschien, und ihm ms Gewissen redete, er möge ein offenes Geständnis ablegen, ließ sich Wagner von dem Wärter ein Glas Milch zur Kräftigung und ein Glas Wasser bringen, und machte hieraus zögernd die Angaben, daß er allein ohne Komplizen in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag voriger Woche FrauJßmer niedergeschlagen habe. Schon öfter will er den Versuch gemacht haben, die alte Frau, deren Lebensgewohnhellen er durch seine Tochter kannte, mittels Einbruchs zu bestehlen, was ihm aber nicht glückte. In der fraglichen Nacht will Wagner gegen 3 Uhr über das Gitter des Vorgartens gestiegen sein, um sich bann im Gebüsch des Hinteren Gartens zu verbergen und so lange zu warten, bis Frau Jßmer die Thür öffnete. Um 4 Uhr morgend soll nun plötzlich die alle Frau aus der Hinterthür herausgekommen sein, um sich in den Garten zu begeben, und dort Falläpfel zu suchen. Diesen Augenblick will Wagner abgepaßt haben, um sich, bei dem Hühnerstall vorüber, durch die offen gebliebene Thür heimlich in die Vllla zu schleichen. Auf dem Flur stand ein Schrank, in demselben lagen zwei Uhren, die dem verstorbenen Justizrat Jßmer gehört hatten; diese eignete er sich zunächst au. Es sind dieselben Uhren, die bei der Haussuchung ‘ vorgefunden wurden. Als er sich im Besitz der Uhren befand, kehrte, wie Wagner angiebt, die alte Frau aus dem Garten zurück, erhob, als sie den Eindringling bemertte, die Hände und rief laut um Hilfe. Wagner, der lediglich einen Diebstahl beabsichtigt haben will, geriet durch das Geschrei in Aufregung und Wut und wlll nun FrauJßmer mit der geballten Faust niedergeschlagen haben. Daß er ein Instrument zu der Thal, die sich nach seiner Darstellung nur" al§> Totschlag erweisen würde, gebraucht habe, bestreitet der Verbrecher mit aller Entschredenhell.. Er will nur einmal zugeschlagen haben, worauf die alte Frau zusammenbrach und er dann, ohne sich weiter um sie zu bekümmern, die Flucht ergriff. Der ärztliche Befund der Wunde am Hinterkopf der alten Frau 3 ferner hat aber ergeben, daß bei der Tyat ein stumpfes Instrument angewendet wurde; auch spricht gegen die Annahme Wagners der Umstand, daß dre Leiche mit Läufern zugedeckt und die Thür der Villa verschlossen war. Ob gegen Wagner wird weiter vorgegangen werden, kommt auf die Gutachten der Aerzte an, denn er wurde bereits 1896 längere Zeit als geisteskrank in Dalldorf behandelt. * Der Name „Mayer" besitzt gegenwärtig mit feinen verschiedenen Variationen in Bayern einen besonders guten Klang. Münchener Blättermeldungen zufolge befinden sich nämlich der Minister des Innern, der Finanzminister und der Minister des Aeußeren zur Zell in Urlaub und haben mit ihrer Stellvertretung die Staatsräte May, Mayer und Neumayer betraut. 43 87 92-809-1739’93'1400} 98 92T31 28066 73 74 96 69 219 88 302 17 [1000] 46 52 79 [400] 84 431 510 36 6B 612 16 [400] 79 99 [3000] 722 47 78-98 99 8Ä 47 52 71 913 W «DOT 63 69 400] 77 29003 18 97 WO-27 70-95 M pOOOl 47 « N8 20 81404 55 73 508 12-25 75 77-81 83 615 21 55 60 93 96 [toOO] 717, «00) 23 34 36-[400] 38 61 827 53 946J400] 58 80055 62 148 219 9tz 374 (400] 457 83 542E 12«W2rZ8 38 95 736 57^79 32 47 49 53 71 74 96 908 18 26 80'83 31004 58 168 2201400] 21 29 Litt [400] 24 29 54 60 [1000] 79 88 401 13 DY00OT 60 76 77 [1000] 504 8 27 [2000] 43(2000] 53 72 83 [4001 86 600 1400] 76 83'98 799 847 928 46 84 320H 21 38 46 76 113 22 48 [400] 62 [400] 82 851400] 90 2034 26 38 46 48 65 91 97 [400] 369 87 91 440 46 55 99 50T13 607 40 44 45 5Ö 60 65 85 96(1000] 91 8® M 909 51 57 [400] 60 87 (400) 88 92 33009 60 91 1 243386 99'211 12-38 40 43 48 [400] 86 301 [2000] 23 26 39 34 ^6 560 51 56 651513 22 77' [400] 717 65 85 93 869 78 950 00 S4C56 78140 55 78 [400] 201 74 330 48 77 87 [400] 95 438 50 71 72 &438»POOO] 92000 20 34 40 69 26 714 478083655907101571 pOOOj 35002 28 32*71 10820284188210394460 7071 78836470 91 52T7O-83 93 691 820 25 28 46 926 30 3153[400] 85 36025J400 32 66 75 WO [4001J 73 [400] 83 93 95 [400] 532 55 75 74 76 716 19 28 25 [20001 36 53 64 56 57 71 76 922 83 87 . 97 [ 37002 8 26 124 29 M 65^80 2V 26 44 [4OQjJ)3 56 307 13 23 W 47T2UU 4g 19 35 43 kWOT 80 502 51 64 688 w7 16 21 30 50 65 70 807 t8 21 24 56M0017M40Ö] 95 ^8020 N [M] Ä 56 £4001 80 90 94 206 34 9 332 [400] 38 59 [ 42» 36 4o 5t0 35 46 52 55-86 I 83 756 57 80 92 856 915 26 61 39013 W8 22 36 [40C [400] 2W 306 19 67 433 42 ‘ «3 572 [4OO] 87 80253(40^ 99 804 [1000] 9H 42 73 86 98 40029'75 (4001 Q8 48 (30001 294 3T7 19 80 405-Wt 4^76 614 21 44? 716 24 39 45 L 816 63 924 41 [400] 69 [4068*7a,piMM^ 98 flOOO] 708 93 814-57 [400] 70 928 30-35 42 91 99 45084 89 [400] 95 106 24 27 4547 272 342 (to00FZ5 85 428(400] ST86 90 94 96 632 40 626 29 41 [400] 61 [1000] 66 7321400] Wl) 73 85 931 [400] 36 39 63 73 99 46032 49 62 66 [3000] 91 233 63 94 317 25 27 29 75 42o 86 538 663 70 718 27 60 67 76 810 17 2833 61 80-92 924 64 87 [400] 94 47051 52 57 84 91 105 28 [4001 33 51 77 90 212 15 70 [2000] 97 352 57 400 33 99 507 42 46 603 [400] 14 97 [400] 99 739 61 83 805 34 48 921 57 94 48034 [4Ö0J 58 85 38 [400] 105 52 68 268 k4W] W (2000j'82 90 95 450 76 83 505 50 8996 636 52 63 69 95 70k 97 815 28 42 934 49027 [400] 59 69 82 113 25 4563 214(400] 320462 454 [1000] 59 67 91 506(400] 62140-81-[2M0l«3(400^730(400] 80815’ 22 41 68 71-92-914 39 o7 75 [1000] 50061 114 34-40 [3000] 47 89 226 82 [400] 32930^98 436 2*. 553 616 56 [2000] 782 847 [3000] 68 901 13 95 51059 105 31 200 29 46 [400] 49 50 330 47 84 86 [2000] 453 88 529 79 [4001 82 83 85 600 9 [400J 81 [400] 82 85 738 800 50 64 901 6 16 32 [400] 61 52048 156 64 72 [400] 206 17 42 63 [1000] 79 [400] 316 52 57 72 428 31 WOOl 63 516 [400] 49 7298633907263077 811 74 907 21 53010 86 38 63 90 103 80 [400] 273 91 313 93 99 458 65 70 79 513 18 40 68 7594 626 M 705« 860 AL 54023 29 37 [400] 45 76 78 86(4001 90 »9 ©>63 91 99-301 73 [400] 77 87 401 8 14 503 «6V 38 915 £ © Bekanntmachung, (►etr.: Die Vergebung der Rommergienrat ,,Heichelheim- Stiftnng^. Aus rubr. Stiftung haben am 1. 9lovember l. I. 1332 ML. Aut Verteilung zu gelangen. Nach § 3 der Stiftuugsurkunde rorruen zur Bewerbung um die Gaben nur zugelassen werden: a. Perjouen, welche während des Feldzuges 1870^71 im Militärverhältnis gestcmden haben, b. Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß diese unter a. und b. bezeichneten Bewerber einer derartigen Unterstützung bedürftig und würdig sind und daß dieselben von der Zeit der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Zahre in Gießen ununterbrochen gewohnt haben. Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, sich bis zum 20. Leptember L I. bei Großb. Bürgermeisterei Gießen schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und ihre Qualifikation zum Btzuge der Unterstützung -näher zu begründen und zu belegen. Gießen, am 21. August 1902. 5929 Der Bürgermeister: Mecum. 6010 Stadtkafse Gießen. Doepfer. Bekanntmachung. Das 3. Ziel Gemeindesteuer und das 2. Quartal Schulgeld pro 1902/03 können in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten anher entrichtet werden. Zahlstuuden: Täglich vormittags. Gä e.ß e n, den 26. August 1902. Eine hocharmige FamiMen-Tretmaschine mit gebogenem VerscbluaskaBten (keine Berliner) Mark 5©.- Ring- und Schwingschiffmascbinen für Familiengebrauoh und alle Gewerbe. Sattler- und Schuhmachermaschinen. Carl Graf, Giessen Ladeneingang Schlossgasse. Alle Ersatzteile. 5591 Grösste Spezial-Reparatur-Werkstätte. ähmaschinen kauft man am besten und billigsten beim Fach- manne, der auch ein reichhaltiges Lager unterhält in Fabrikaten von: H. Koch & Co«, Akt.-Gesellsch., Bielefeld. G. Winsehnann, Altenburg. Tittel & Niess, Saalfeld. Eine erstklassige, hocharmige Tretmaschine (Präzisionsarbeit) mit gebogenem Verschlusskasten mit bjähr. Garantie, das Feinste am Markte Hark 75.- Eießknn Psttdkmrkt-Mttie. Ziehung am 11. September d. I. ÜQiinf