Nr. 23 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamilien- dtLtier viermal in der Wochy beigelegt. Notationsdruck u. Ver» tag der Brüh l'schon Unioers.-Duch- u.Stein- drucke re t s P ie tsch Erben) Aedaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger Gießen. ych.>rschky, sowie den Oberstleutnant B. Plus, mufit veranstaltet, und feine Minna ober Anna ober hulL »»«« «“raffierremment ». Gefzler Am Nachmittag erscheint im frifchgeplätteten, weißen Kleide mit der obligaten Ee Besprechung mtt dem Reichskanzler Schleife und der Erlaubnis, die ganze Nacht auszubleiben. Grafen Bulow. Soll er sich da nicht fühlen dürfen als Herr und Held des' ~ Tages? ’ Bei uns in Gießen hatten wir gestern mildes, ÜAbeBI Friedrichs I., in der ^^rw^er und der Verkehr auf den Straßen war bei _ Der Kaiser besuchte heute nachmittag die Geweih- leichtem Schneefall nicht besonders stark. Das Kaiseressen Ausstellung im Borsig-Haus in der Voßstraße, die auch im Gesellschaftshause zu ca. 80 Gedecken vereinigte die von vielen der hier weilenden Fürstlichkeiten besichtigt Spitzen der Staatsbehörden und Vertreter unseres Regiments, wurde. der Universität, der kommunalen Verwaltung mit dem Bürger- — Der „Reichsanzciger" veröffentlicht einen Erlaß meister und den Beigeordneten, Reserve-und Landwehroffiziere, des Kaisers an den Reichskanzler vom 27. d., welcher Lehrer der höheren Lehranstalten und mehrere Bürger. Die kautet: .. Speisenfolge brachte: Ochsenschwanzsuppe, Zander mit holl. habe beschlossen, die Benennung der Tunke, Ochsenftlet mit oerf*eben em ®ot?t unb gerösteten Truppenteile Mmnes Heeres tn vaietlaubstchem t an n er- r ■. X 7 Sinne zu erweitern. Ich will dadurch den alten, teueren Kcwti^elr^ Spargel mit Schinken, Mastgeflugel mck Salat Ueberlieferungen der unter Meinem Szepter vereinigten und fruchten, Apfelstnenspeye, Butter und Käse. Nachdem Lande und Stämme in der Armee eine dauernde Stätte Trecks gestern von uns mitgeteilten, von Oberst v. DewitzI und Ehrung bereiten, und gleichzeitig ihnen einen Beausgebrachten Kaisertoast wurde folgendes Telegramm an den weis Meiner warmen und tiefen Anerkennung zu teil Kaiser abgesandt: Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät| werden lassen, die Ich ihrer Tüchtigkeit und Hingebung erlaube ich mir im Namen zahlreicher, zum Festmahl versammelter Bürger der Stadt Gießen, Vertreter der Universität, Beamten und der Gapnison, die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche *°0e VUeruntert^niSft -u Füßen zu legen., Geschichte. Möge cher'Geist, welcher bie Träger tiefer r>. ^ewiy. I Namen seit Jahrhunderten beseelt, und zu beit Thaten Das Offlzierkorps unseres Regiments feierte Kaisers befähigt hat, die ihren Schlußstein in der W.ederauf- Geburtstag durch ein Festessen im Kasino. richtung des Reiches fanden, bis in die fernste Zukunft x. Watzeuboru-Steinberg, 27. Jan. Gelegentlich der Feier lebendig bleiben- Tann wird das Vertrauen, worin des Geburtstags des Kaisers durch den hiesigen Krieger- 3$ ihnen an Meinem Geburtsfeste diese Auszeichnung verein wurde auch des in schwerer Bedrängnis befindlichen! V1 werden las,e, reiche Frucht tragen und zu einem Burenvolkes gedacht. Eme für dasselbe bestimmte Ge d- l?rtbsauer”bc” ^Iporn gereichen mit Gut und Blut ovnrtk 91 ra ur bic Große und Macht des Vaterlandes einzustehen, sammlung,^gab 21.65 Mark. I nicht zu weichen und zu ivanten, mögen auch Stürme toar nach Gottes Ratschluß über es Hinwegbrausen. Ich er- suche Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu abend anläßlich des Geburtstages des Kaisers in der Turn- bringen." 3 rrll1 Q^^^00 Personen, Damen und — Nach dem Armeebefehl erhielten ankertet» de^ohue^chaft, Hutten der tige Benennungen nach den Landesteilen, wo sie Festausschusses Folge geleistet, dtach einer garnisonieren oder unter Hinweis auf ihre Geschichte die herzlichen Begrußungsanspracbe des Bürgermeisters Zim- Znsanterieregimenter 97 bis 99, 128 bis 132, 135 bis 138, m er und dem Gesang des Liedes „Deutschland, Deutschland 140 141 143 bis 152 154 bis 161 163 über alles" hielt Pfarrverwalter Röm he ld die Festrede, in 171' '176, das Füsilier-Regiment Nr. 37, ^r Vuders die auf Echaltung des F^^ens undl Artillerie-Regimenter 1 5, ' ' die Wohlfahrt des deutschen Bolles gerichteten Bestrebungen 21 27 ..... - Mebten Herrschers hervorhob ^s ^75, v.c üuD.^lwltu^cyuutulu xv, xx, xu, ^bgertwrerne und k^s deutschen Heeres gedachte 40, die Pionier-Bataillone 15 bis 21, die Train-Bataillone der Präsident des Krregervereinsüezirts Grunberg, Fabrikant 10 bis 17. Außerdem erhielten, wie schon mitgeteilt, an f t, ^aer emdriicksvollen Disprache. Musik- und hessischen Truppenteile die Bezeichnung „kurhejstsche" Gesangsvortri^e der verschiedenen Vereme wechselten mit und eine neue Friedensgliederung Oer 33. und 34. Ka- ^ÜUr^-elken . S^^ern ab, und vallerie-Division wurde vorgenommen.—Laut dem Armee- außerdem ttugen verschiedene flort ausgeff'.hrte humoristi'che befehl erhielten das Infanterie-Regiment Nr. 166 die Be- eiL^- ®Vb.€i: us^>- wesentlich zum Gelungen der Zeichnung „Hessen-Homburg", Feld-Art.-Regiment Nr. 11 ■ patriotischen Feier brn. „Erstes kurhessisches", Feld-Art.-Regiment Nr. 27 „Erstes ,)( S t) ain, -7. ^an. festlicher Weise nassauisches", Feld-Art.-Regiment Nr 47 „„Zweites tur- begwg i)er ^6^106 Kr i e ge r - Ve r e i n Ka>,ers Geburts- hessisches", das Pionier-Batalllon Nr. 21 „nassauisches", tag. Dav Programm war gut ausgewahlt und reichhaltig. Das iß. Fuß-Art.-Regiment erhielt die Bezeichnung„Hohen- Die ausgefuyrt^ Theaterstücke fanden vielen Beifall, ebenso zollern'sches Fuß-Artillerie-Regiment Nr 13". bie komischen ^ortrage. ^uter »chloß sich ein flottesI — Tas Telegramm, das Kaiser Wilhelm an den Tänzchen an. Besonders wurden dw Vorrrage der imi- Sindaco von Rom, den Fürsten Colonna, richtete, tierten Sangergesellichaft Hofer und Zillerthal applaudiert, tautet wörtlich wie folgt: A >*11 rx v Sn >* rf\ knn r"S *.* l—x* u j'. .. O'.fe- I . '' meinem Geburtstage gedenke ich dankbar der chonerung der Feier hurch den Vortrag patrioiischer nieder gastlichen Ausnahme, die ich so oft in Italien, ins- nel bei. Erne von dem Vorsi^enden, Forstwart Dillemurh, besondere in Rom gefunden habe. Als Ausdruck meiner veranstaltete Lammlung für die Buren ergab die Summe Empfindung wolle die Munizipalität von mir ein Denk- oon i-.ob Jener. * mal des Deutschen entgegennehmen, der unser Volk • immer aus Jralien hingewiesen und damit dem Paris, 27. Jan. Gestern abend fand im Continental- deutschen Idealismus neue hohe Ziele gesteckt hat. Wie Hotel ein von der deutschen Kolonie veranstaltetes Festbanketi kein anderer fühlte Gp et he den Zauber der herrlichen statt. Es war für 250 Personen gedeckt. Der deutsche Bot- Stadt und wußte denselben in unvergänglichen Worten -chast-r Mrst Rabolin trank auf bas Wohl b°s P-Hb-nt-n Loubet, worauf die -J^uTit dw -iarseillage anstimmle. In nähme jetzt im Marmorbilde wie einst im Leben finden, 'einem Trmkspruch auf Kaiser Wilhelm führte der Botschafter möge sein Standbild unter dein blauen Himmel des von aus, daß der Monarch von Deutschland sowohl wie von ganz ihm besungenen Landes, wo hoch der Lorbeer steht, Europa als Friedensfürst anerkannt werde. Dem deutschen ein dauernves Wahrzeichen der aufrichtigen und Herz- Kaiser sei es zu danken, daß die Freundschaftsbande lichen Sympathie^ bilden, die mich undDeutsch- mrt den fremden Mächten, insbesondere mit Frankreich gn]f.b bem schönen Italien verbinden, durch die gegenseitige Hochachtung sich immer mehr 2mlhelrn." __ befefHgt hatten. Der Botschafter suchte bie Mitglieber ber ReiSt-gskrchen^ Rutschen Kolonie, an bem Friebenswerk bes Kaisers mitzu- H^yl feinen Austritt aus der Zolltariskom. arbeiten und schloß alsdann mit em em dreifachen Hoch auf Mission angemeldet. Zu diesem Schritt soll den Llb- den deutschen Kaiser. Es wurden noch einige Vorträge ge- geordneten die Wahrnehmung bestimmt haben, daß er halten, worauf ein Ball die Feier beschloß. Dem heute bei seinen Bestrebungen, erhöhten Schutz für die Landwirt- mittag in der deutschen evang. Kirche stattgehabten Festgottes- schäft zu erlaiigen, nicht in der wünschenswerten Weise dienste wohnten Fürst Radolin nebst Gemahlin und sämtliche durch die naLionallcherale Reichstagssraktion unterstützt Herren der deutschen Botschaft in großer Uniform mit ihren w^de. Als sein Nachfolger in der Kommission ist der Abg Damen und ea. tausend Angehörige der deutschen Kolonie ^stimmt worden- bei. Pastor Anthes hielt die Festpredigt, der das Bibelwort: kmstriell^ un^ t^r ^n^alauSsckzi.L "Mrchtet Sott liebet eure Brüder, ehret ben König- zu ^Echer^ Onmöe log, und m der er den Kaiser als das edle Vorbild rarifkommission eine Eingave gerichtet, worin gegen emes treuen, deutschen gottesfürchtigen Atannes pries. Unters den Antrag auf Einführung von Ursprungszeugnissen bei 33 bis 47, Ausland. Vom Burenkrieg. 16 270, 17 718, 18 513, Jedoch dürfte im allge- cntspann sich eine lebhafte Aussprache, welche mit der Annahme des Antrages endete, daß die Zuchtstation einer aus sechs Personen bestehenden besonderen Kommission unterstellt wird, von deren Mitgliedern nur zwei dem Vereinsvorstand der Klub sich gründete, gab ihm der Schwesterverein 50 Mk. zu seiner Installierung. Er hat nun den Antrag gestellt, ihn frei zu geben von der für manche seiner Mitglieder lästigen Verpflichtung der gleichzeitigen Mitgliedschaft des Geflügelvereins. Die Generalversammlung hatte gegen diesen An- es sich zu den Schauern tiefster Ergriffenheit, mit weitaustönenden Schlußharmonien in jubelnder Bewunderung aus- I ruklingen. Wenig bekannt dürfte das Hegar'sche Werk sem, das die Macht des Liedes verherrlicht, des Gesanges, der den leisesten und gewaltigsten Regungen des Menschenherzens | nachzugehen vermag, der wie Sonntagsglockenklang und das Enteignungsoerfahren eingelcitet worden. §§ Ermenrod, 27. Jan. Die Mitteilung von der Bestätigung unserer Bürgermeistcrwahl war verfrüht. Gegen das die Wahl bestätigende Erkenntnis des Provinzialausschusses hat der Kreisausschuß Rekurs beim Ministerium ergriffen. ? Bnhbach, 27. Jan. In den Wäldern der hiesigen Gegend sind gegenwärtig die Holzv ersteig crungen recht im Gange. Während anfangs die Preise des Holzes niedriger als im Vorjahre waren, wurden bei den späteren Versteige- § Ruppertenrod, 27. Jan. Bei der Generalversammlung des hiesigen Gesangvereins wurde Lehrer H. Strack, der den Verein gegründet und 18 Jahre lang geführt hat, einstimmig zunr Ehren-Präsident des Vereins ernannt. Der seitherige Vorstand H. Geiß VII. lehnte aus Altersrücksichten eine .Wiederwahl ab; an seiner Stelle wurde I. Otterbein zum Vorstände des Gesangvereins gewählt. X Stangenrod, 27. Jan Nachdem unser neues statt- | liches Schulhaus bereits im vorigen Herbste fertiggestellt und erzielt wurden. Es wurden gehalten 2.18 Italiener, 2.17 Minorka und 21.6 Welschehühner. — Für Brutzweckc wurden abgegeben 1047 Italiener-, 514 Minorka- und 10 Welsch- Eier. Auf der Station wurden 297 zum Brüten untergelegt und daraus nur 138 Küken erzielt, lieber die Zuchtstation Entlastung erteilt 1. Vorsitzender Bräutigam, 2. Vorsitzender Velten, sowie die anstaltung mit einem Fehlbetrag von 500—600 Mk. abgeschlossen. Die Versammlung beschloß, daß dieser Betrag aus den laufenden Einnahnien des Vereins gedeckt werden oll. Aus dem Bericht über die Zuchtstation ist zu erwähnen, daß 1959 Eier von Italienern, 1500 Eier von Minorika und 133 Eier von Welschhühnern auf der Station trag im allgemeinen nichts einzuwenden; nur darüber herrschte Meinungsverschiedenheit, ob die verlangte Freigabe bedingungslos geschehen solle. Im Interesse des Friedens und um das gegenseitige freundschaftliche Verhältnis zwischen den beiden l rungen recht hohe Preise erzielt. Vereinen nicht zu trüben, beschloß die Mehrheit der Versamm- meinen das Brennholz etwas billiger wie in den vergangenen lung, den Brieftauben-Klub bedingungslos freizugeben. — Die Jahren werden. Auch wird aus der Oberförsterei Butzbach- Vorstandswah l ergab folgendes Resultat: Es wurden wieder Hoch-Weisel viel Holz für Grubenzwecke nach den rheinischen gewählt Aug. Schwan und K. Neuling als l.resp. 2. Vorsitzender. Zechen ausgeführt. — Die Mitglieder des Krankenkassenbezirks Neu gewählt wurde der seitherige Rechner Ludwig Hanau «Butzbach wollen die freie Aerztewahl einführcn. Man zum 1. Schriftführer, zum 2. Schriftführer wurde Georg I will deshalb eine von den Vertretern der einzelnen Ori- Forbach wiedergewählt. Die Wahl zum Rechner fiel auf den schäften unterschriebene Petition an das Kreisamt Friedberg Hauptkollekteur H. Hochreuter. Braucreibesitzer Bichler wurde absenden. als Inventarverwaltei> Regierungsrat Boeckmann und Konradl et. Butzbach, 26. Jan. In der ^hiesigen Kaserne soll Gewähr. ** Reue Volksbibliotheken im Großherzogtum. Im Jahre 1901 wurden im Großherzogtum 24 Bibliotheken mit 914 Bänden begründet. In den letzten fünf Jahren hat die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, wie sie uns mitteilt, im Großherzogtum 46 Bibliotheken mit 1816 Bänden begründet und unterstützt. ** Direktor Helm. Herrn Alfred Helm, Direktor des Stadttheaters in St. Gallen und Mitinhaber des hiesigen Stadttheaters, soll die Direktion des Kurtheaters in Bad Kreuznach übertragen worden sein. angehören dürfen. — Die Auslosung der Schuldscheine, die liches Schiilhaus bereits im vorigen Herbste fertiggestellt und am 1. April l. I. rückzahlbar werden, ergab folgendes Re-»bezogen wurde, soll das alte Schulgebäude nunmehr auf den siiltat: Es wuuden gezogen die Nunimern 15, 10, 30, 36, Abbruch verkauft werden. Der hierdurch frei werdende Raum 51, 2, 28, 9, 46, 44. — Der Brieftauben-Klub Gießen, soll zur Vergrößerung des Spielplatzes, beziv. des Schulder sich s. Z. im Anschluß an den Geflügelzucht-Verein bildete, gartens dienen. — Gegen verschiedene Besitzer des zur Er- verlangt nach seinem Statut von den sich meldenden Mit- bauung einer Kreisstraße von hier nach der Krelsstraße Lumda— gliedern, daß sie gleichzeitig auch Mitglied des Geflügelzucht- Atzenhain nötigen Geländes ist auf Antrag des Gemeinderats Vereins werden müssen, falls sie es nicht schon sind. Als'' ~ ° 20 739, 24 780, 24 903, 25 516, 25536, 25727, 25736, 25792, 26242, 27741, 28031, 28434 29848 30427 30590, •30686, 31347, 32237, 32612, 33216, 36001, 36880, 37921, 39002, 39265, 41330, 41432, 43459, 44466, 44779. Ohne der Einfuhr von Auslandsgütern mit aller Entschiedenheit Verwahrung eingelegt wird. . . — Nachstehende Resolution zur zwecken Beratung des Reichs haus halt etats haben die Abgg. Dr. Pachrncke, Dr. Hitze, Bussermann und Rösicke-Dessau im Reichstage ern- Rübsamen wurden als Beisitzer wiedergewählt.Durch Neuwahl kamen als Beisitzer hinzu Georg Schäfer und Aug. Felsing. Zu Revisoren wurden Eberh. Metzger und Gustav Wohlmuth wiedergewählt. Der Zuchtstations-Kommission gehören an Karl Neuling, Aug. Felsing, Tierarzt Dr. Köhler^ Gustav Wohlmuth und Jean Erb. •* Das Irene Triesch-Gastspiel findet, wie wir zu erklären iermächtigt sind, bestimmt am Donnerstag statt. <•» Das Konzert, das der Tenorist M. Meltzer aus Paris 27. Jan. Der Ackerbauminister Jean Dupuy empfing heute den Vorstand des Bundes der Landwirte Frankreichs, der ihn dringend ersuchte daß drei" Regierung die Interessen ' für eine Aufhebung der deut, chen Kar teile ern- treten möge. Dupuy erwiderte, er werde stch rn jeher Weise bemühen, den Interessen der in Frage kommenden Landesteile gerecht zu werden. Rom, 27. Jan. Ein königliches Dekret unterziehlt das Militär lab in ett einer gründlichen Aenderung- Es setzt die Hähl der General- und Flügeladjutanten von lo auf 7 herab- Durch diese und ähnliche Maßnahmen werden in der Zivilliste 4 Millionen erspart. Aus Stadt und Zand. (Der Mdruck der unter dieser Rubrik befiEchenOckgmal-^ ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gietz. Auz. gestattet.) ' 9 Gießen, 28. Januar 1902. ** Professor Dr. Biermer hat mit Rücksicht auf Verpflichtungen nach anderer Seite hin sich veranlaßt gesehen, seine Thätigkeit an der Frankfurter Akademie für Sozml- und Handelswiffenschaften mit Ende dieses Semesters emzu- -----------, stellen. Prof. Biermer hat im laufenden Semester an ^Mailand unter der Mitwirkung des Frl. Rosa Höfling und mnacn am Sckstuür getretenen Gleise des sentimental-läppischen Liedertafeltones ;s WB »» “»» dafür d°m Männerg-sang A^ab°n SdteUt, bte Die ausscheidenden Vorstandsmltglieder. wur ig Bei der heute stattgchabten Beisitzer Fischer und durch Akklamation wieder- d-r^«« ^H^Lande« Hauptgewählt. In die Rechnungsprufllngi-kommlssion wurden bte 10 ooo Mk auf Nr. 9078 2 Gewinne L 5000 Mk. Mitglieder Elle Schneider und Schuchhardt, a(S g423 Main,, 31136 B-nder und Luter gewählt. ' , LA Darmstadt, 32 684 nach Offenbach, 40 013 nach Butz- •• Der Geflügel. und VogelzuchtGerem Gießen und Uni- w @£Lnne ä 3000 M. auf Nr. 7066, 9650, 10 813, g-gend hielt am vergangenen Sonntag im ,®afM lß 20 793, 31 113, 32 174, 33 881, Löwen" seine Generalversammlung ab Nach dem, 3 3^o' 43 492- 21 Gewinne L 2000 Mk. auf Nr. 767, Rechenschaftsbericht über das Veremssahr 1901 zahlt der 2921 6144 7227,7351, 7478, 7720, 13 014, Verein im ganzen 184 Mitglieder, von denen auf 18 360, 18 385, 28 485, 30 152, 30 447, 30 454, 1 31 270, 31 716, 39 728, 43 929 33 Gewinne a 1000 Mk. auf Nr. 1209, 1283, 6123, 6813, 7140, 8414, 12 770. 15 876, 16 265, 16988, 19 236, 19 564, 19 926, 19 988, 22 578, 22 770, 23 036, 23 858, 26 231, 27 416, 27 521, 27 766, 27 881, 28 158, 28 299, 28 548, 30 119, 30 525, 37 653, 40 417, 42 514, 44 540, 44 884; 58 Gewinnes 500 Mk. auf Nr. 1714, 2222, 6398, 7185, 7430, 7591, 7689, 7980, 8674, 8740, 9102, 10 833, 10 895, 10 951, 11936, 12 942, 13 695, 15 605, 15 690, 15 758, 15 837, 18 836, 19 035, 19 833, 20 667, Lord Kckchener meldet aus Johannesburg vom 27. d. Vä: General Plumer berichtet, er habe in Verbindung mit den Abteilungen Pulteuays und Colvilles eine Truppen- tette um die Kluft zwischen Spitzkop und Eastrolsnek geschlossen. Gestern bei Tagesanbruch wurden nach einem langen Marsche durch' schwieriges Gelände in der Richtung auf die Blockhauslinie 36 Buren gefangen genommen- Km englischen Oberhaus brachte Wemyß folgende Re- u v t - • , aTV1 r. . , , r , solution ein- Es ist nur durch kräftige Weitersuhr- 135 kommen. Die Zahl der auswärtigen Mitglieder hat sich una des Krieg es und durch lieber gäbe der noch iw gegen das Vorjahr um 17 verringert. Der Grund dafür ist, Felde stehenden Guerillaburentruppen möglich, daß ein frühere Mitglieder des Gießener Vereins den neuen Gebefriedigender, dauernder Friede gesichert werdm kann. L^breiuen in Lich und Grünberg beigetreten sind. Das 5zaus billigt dies und unterstützt kräftig dav Vorgeyen I^g Vereinsvermögen besteht aus einem Guthaben von der Regierung." Welby beantragt emen Unterantrag, nach g^im Bankhaus Heichelheim, aus einem schuldendem der letzte Satz der Solution gestrig ben freien Inventar für Ausstellungszwecke, das nach den üblichen rkeranL'L-lb k Mi7L iS»«-» « 23l'o.8O Ä zu Buch steht aus den nahm alsdmm den Antrag Wemyß an. bäulichkeiten und Anlagen d^ Zuchtstation auf der Hardt, • j ■ ■■ hi? mit 2113.43 Mk. zu Buch stehen; darauf laften aller- -----~ dings noch 1000 Mk. Schulden, welche in unverzinslichen tzdLlgLSjuMU. Anteilscheinen A 25 Mk. bestehen, von denen alljährlich zehn m Stück ausgelost und zurückgezahlt werden. Hierzu kommt noch Der Prmz von Wales in Berlin. ber W^rt der vom Verein gehaltenen Tiere auf der Zucht- Aus Berlin, 27. Januar, wird uns geschrieben: station mit etwa 400 Mk. Das gesamte Vereinsvermögen Der Prinz von Wales hat in Berlinchie besten Eindrücke , ~ 4144<23 Mk. Nach dem Bericht über die in empfangen t nirgends ernd m keiner Werie swd ber der Fahrt st uom i._z. November in den Räumen des .mnen ^afaT^r anbe^^ertnÄ „Zum Philosophenwald" abgehaltene 4. all- denn eine Verantwortung am s üd afrikanisch en Kriege wird gemeine Geflügel-^ und ^ogA-Ausstellun^ 93er. | - niemand dem englischen Thronfolger aufbürden —, so scheint < der Prinz selbst angenehm überrascht worden zu sein. Man , erzählt, daß er sich in diesem Sinne geäußert und dem , Wunsche lebhaften Ausdruck gegeben habe, daß es gelingen möge, die VerstimmungLn zwischen Volk und * Volk völlig zu beseitigen. Der Prinz wird als ein Mann von liebenswürdigem und entgegenkommendem Wesen geschildert; er hegt insbesondere für den Kaiser Empfindungen sehr herzlicher, man könnte fast sagen verehrender Art. Auf den Ton des „Respekts" ist vor allem der Trinkspruch des Prinzen gestimmt; aber es fehlt auch nicht an Wärme und aufrichtiger Befriedigung. Die Ansprache des Kaisers hat einen familiären Zug, politische Atomente, wie sie sonst üblich sind bei solchen offiziellen Gelegenheiten, wird man in der Rede vergebens suchen. Ein Kompliment an Großbritannien enthält nur die eine Bemerkung, daß auch in seinen Grenzen „die Sonne nicht untergeht". Der englischen Armee hat der Kaiser das Beiwort „tapfer" diesmal nicht zuerkannt, iber Schluß des Toastes spricht einfack) von i)em Prinzen von Wales als den „Repräsentanten der englischen Armee. Es ist allbekannt, daß der Kaiser viel Wert legt aus gute Beziehungen zu England. Aber indem der Kaiser dem Besuch des englischen Thronfolgers einen mehr familiären, als politischen Charakter beilegt, giebt er zu erkennen, daß er die Diffetenzen der Völker einer ruhigen, allmählichen Schlichtung überläßt. Nach dem „Daily Telegraph" wird in hohen Kreisen Berlins aufrichtig gehofft, daß der Besuch des Prinzen Gelegenheit biete zur Bveiidigung der zwischen beiden Ländern so lange bestandenen Pr e fehde. Wer wird das Aufhören dieser unerquicklichen und unfruchtbaren Fehde nicht wünschen! Die Fehde schien vor kurzem .dem Abschluß nahe zu sein. Die zweite, sehr versöhnliche Rede des Grafen. B ü l o w int Reichstage, die Anerkennung, daß auch die englische Armee Männer habe, „die zu sterben wissen" — dies weitere Entgegenkommen hätte der englischen Presse wohl Gelegenheit geben können, den Streit zu erledigen. Aber gerade da wurde die Fehde von englischer Seite, mit Zumutungen wie „Abbitte der deutschen Regierung", aufs neue und doppelt heftig eröffnet. Hoffentlich ist die friedlichere Gesinnung, die heute in den .führenden Londoner Blättern zum Geburtstage des Kaisers -zum 'Ausdruck kommt, von Bestand. Solche Töne werden stets Widerhall finden. gebracht: t Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, eine aus Vertretern der verbündeten Regierungen, aus Mitgliedern des Reichstags und sonstigen aus diesem Gebiet erfahrenen Mcbiuerm bestehende UVJU - ■ . f , piuuuuu — ------3 , - - ■ - Kommission zu bilden, welche die Aufgabe hat, dte bvä» ^fabemic Vorträge über Geld-, Kredit- und Vantwesen at)s|be§ talentvollen jugendlichen Geigers Sigmund Großkopf her seitens der Berufsvereine einzelner Unternehmer und , alten. ,r aus Frankfurt am Donnerstag veranstalten wollten, ist wegen Gemeinden gegen die Folgen der Ar beit l o ng tert v Militärisches. Leutnant Volley un Jnf-Reg. Kaiser diesem Tage stattsindenden Gastspiels des Frl. Triesch getroffenen -TBiKjchu Nr. 116 wurde zum Oberleutnant befördert. L§ Quf roe'itere§ veffchoben worden. tu machen 9 ** Der Zweiten Stände kämm er gingen vom .. Das Konzert d,z Kronbau-r'sch-n Quartetts, das dem. b^Sm der Land. A-misterium der Fmanzen Mach^gsforderungen nächst stattsindet, giebt uns Veranlassung, einige kurze Notizen mirTeWnfoIÄrte ®rntan0: Hauptstaatsvoranschlag zu dre sich wEger auf Diehr- das Programm zu bringen. Ms Solisten sind g^- „Jn der Presse werden Gerüchte verbreitet und 5-- wrdeEgen rn der Lctinebs J 1 3trt roonnen Fräulein W. v. Pr -usch en° Wiesbaden Maorers, örterst die dahin gehen, daß Frhr. 0 Wangenheim d-r s tut b tetr H d) aft in das Frau E. Bellw idt- Frankfurt a. M. (Gesang), dre sich bei seinen Vorsitz im Bunde der Landwr-:te mebergelegt Mittel ist zwischen der Regierung, dem kürzlich verflossenen 25jährigen Strstungcheste des Verer« habe oder nrcd erzule g en beab,rchtrge^ und zwar dem Landwirtsrat eine Ver-Vorteilhafteste cmführte, sowie Herr Theodor tzaub ach, wegen Memungsverschredenheiten über dre Stelürng des dem^ z sch 1Dorben auf Basrs eines SIn= b(16 geschätzte und verdienstvolle Mitglred des Vereins. Der' '"5?^wvnves'nbe^miMakeit^^im^^enaerm Boi- rags, bin 329MgEordnete, somit die Mehrheit der Zweiten Chg/,rird diesmal lediglich a caxolia-Chöre zu Gehör brmgen. mange^ Dnm^kert rm gestellt haben. Es dürste dadurch erne wesent- ^"^ bm Volksliedern aus neuester und alter Zeit, ist das- Änm «ir wurden auf dresMen gar nicht ein. ^Wh^atnnq1 ei^X^bT- k“Äm SunftUeb mit zwei ■ «’^men »himm«. gehen, wenn wir nicht Ursache hatten, -nzunehmen datz b-r der Budgctb t Budget-Forderung von 20 000 Mark „Morgenlied» Roon Jul. 'ch und Weihe des -Udes von mit der Ausstreuung dieser Gerüchtei augenscheinlich die b£> 3«”^" W ® r Künstler.Kolonie zurück- Fr. Hegar. Das herrliche Eichendorff,che Gedicht, das d e Wsicht verfolgt wird, verhängnisvolle Mrßver- l es werden statt dessen 15 000 Mark angefordert!Zauber eines Sonnenaufgangs und das Erwachen der Natur stä n d n i s s e in die Reihen der Landwrrte und der^emgen 8 s 9 Mvaltuna von Lehrkursen, die zwei Mitglieder der schildert, erregt in seiner Vertonung unser ckesttes Innere; zu tragen, die eine wirklrch erfolgreiche nationale ^nstler-Kolonie für Handwerksmeister halten sollen- (Also ^^n den Akkorden weichster Empfindung ausgehend, steigert schaftspolitik durchzusetzen beabsrchttgen. scheinen sich die Gerüchte von der allmählichen Auflösung' ~ z 1 ° === der Künstler-Kolonie leider zu bewahrheiten- D. Red.) Der Zusammentritt der Zwecken Kammer ist bestimmt für den 18. Februar in Aussicht genommen. **• Der Sanitätsverein hielt am Montag Abend im „©ambrinuS" seine Generalversammlung ab. Der 1. Vor- -"Äteressen "der zuckerbauenden Lan- sitzende Bräutigam erstattete den Bericht überdas verflosscneIWaldesrauschen mit^Demut und Anbetung'erfüllt und zum ... K». =— 27 Pfg. verbleibt. Das Guthaben bei der Spar- und ^eih- 9 Männergesangs. Hier sind endgiltig die ausge- kasse beträgt 286 Mk. 71 Pfg., dachemge an Badekarten I vlew oes f 110 Mk., das gesamte Vereiusverrnögen sonach am r des Geschäftsjahres 518 Mk. 98 Pfg für Hof und Gänge elektrische Beleuchtung eingeführt Aad Nauheim, 27. Jan. Die bedeutenden Bau- arbeiten die die Regierung in diesem Winter üomimmt, weiten infolge des milden Winters, rüstig vorwärts. Große Schwierigkeiten verursacht der Bau der neuen Brücke über die Ufa an der Parkslraße. Seit dem ersten Oktober wird dort bereits gearbeitet, jetzt endlich sind die Fundamente icrtiq geworden. Man mußte sehr in die Tiefe gehen, um eüen Grund zu bekomnien. Auch die Arbeiten an den Quellen, am Inhalatorium, an den Badehäusern und dem Kurhaus schreiten jetzt schnell vorwärts und beschäftigen einige hundert Arbeiter au§ Rauheinl und der Umgebung. Ein Vortrag über den Burenkrieg, gehalten van Herrn Georg Buß aus Pretoria, brachte 123 Mk. em, die an die Buren-Ecntrale" in München abgeschickl wurden. d. Schotten, 26. Jan. Die neugegründete Molkereigenossenschaft hat beschlossen, eine neue Molkerei am Bahnhof m Schotten zu bauen. ? Ober-Ohmen, 27. Jan. Bei der Burgermeyrerwahl am Samstag wurde unser seitheriger Bürgermeister Kaspar Kratz I., einstimmig mit 110 Stimmen wiedergewählt. Wie sehr es der Wiedergewählte verstanden hat, während ferner neunjährigen Amtsthätigkell das volle Vertrauen der Gemeinde und ihre allgemeine Wertschätzung sich zu erwerben, geht daraus hervor, daß in unserer Gemeinde eine einstimmig erfolgte Wahl während eines Menschenalters nicht vorgekommen ist. Daß die ganze Sympathie unserer Gemeinde dem Wiedergewählten gehört, verkündeten" Mmenbaume, die man am Hause des Wiedergewählten aufpflanzte, sowie em Umzug durch das Dorf, an dem Jung und Alt tellnahmen. Auch ein Geschenk ronrbc dem Wiedergewählten durch die Tochter eines hiesigen Metzgers mit seiner Widmung im Namen der Jugend überreicht. w. Rieder-Weisel, 27. Jan. Ein Holzmacher erlitt m dem Nieder-Weiseler Gemeindewald beim Fällen eines Baumes erhebliche Verletzungen im Gesicht. ch. Rodheim bei Hungen, 27. Jan. Bei der Bürger- m ei st erwähl wurde der seitherige Bürgermeister Schäfer mit 35 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat, Beigeordneter Nikolai, erhielt 30 Stimmen. m. Grebenhain, 26. Jan. Das feuchte Wetter der letzten Wochen hat die einstweilige Einstellung der Vermessungsarbeiten an der neuen Bahnstrecke Grebenhain- Gedern zur Folge gehabt. Die Längsachse der Bahnlinie ist nun endgiltig sertiggestellt. Dagegen ist bis jetzt nur ein kleiner Teil des Querprofils ausgearbeitet; die Vollendung dieser Arbeit ist erst im Februar zu erwartnn. Die Bauarbeiten werden nicht, wie es hieß, anfangs Sommer chren Anfang nehmen, sondern erst im Herbst oder noch später, vielleicht erst im übernächsten Frühjahr. •* Mainz. Die vielgenannte Frau des Oberleutnants Richter, der zu Anfang des vorigen Jahres mit dem Husarenleutnant Vogt ein Duell ausfocht, wurde vor zwei Tagen nach Verbüßung ihrer wegen Diebstahls ihr zuer- kannten sechsmonallichen Gefängnisstrafe aus dem hiesigen Provinzialarresthaus entlassen. Ihr Mann soll seinen Abschied vom Militär genommen und seine Frau hier abgeholt haben. Es heißt, sie hätten die Absicht, nach Amerika auszuwandern. Vermischtes. ♦ Wien, 27. Jan. In Przemysl hat sich gestern der Kommandant bei Landwehrtruppendivision, Feldmarschall- leutnant Eduard Pierer von Esch, infolge eines Nervew- leidens erschossen. Esch war 54 Jahre alt. * Marburg, 26. Jan. Am Freitag wurde hier ein Duell auf krumme Säbel zwischen einem ehemaligen Kü- rassier-Offizier und einem Studierenden ausgesockten. Beide wurden verletzt, der Offizier ziemlich erheblich durch einen Hieb über die Stirne. - .New v ork, 27. Jan. Eine gewaltige Explosion erfolgte heute im Eilverkehrs--Tunnel gerade vor dem -Zemrellahnhof, wo A.be ttr einen großen Dynamit-Vorrat aufgespeichert hatten. Es wurden drei verschiedene Detonationen bemerkt, durch die die Vorderseite des Bahnhofs fa stganz eingerissen wurde. Ferner wurde das Murrah Hill Hotel und andere große Hotels schwer beschädigt. Etwa sieben bis zehn Menschen sind um - gekommen. Unter den Toten befindet sich ein, Gast des Murray Hill Hotels, der in seinem Zimmer getötet wurde, und ein Tunnelbaumeister, dem der Kopf weggerissen wurde. Die Explosion zertrümmerte ein großes Wasserzuflußrohr, sodaß der 40 Fuß tiefe Tunnel schnell unter Wasser gesetzt wurde. Die Gewalt der Explosion war derart, daß lein Fenster im Umkreise von zwei Häusergevierteli ganz geblieben war. Passanten wurden zu Boden gestreckt und Straßenbahnwagen umgeworfen. Die Zahl der Verletzten beträgt annähernd hundert. Das Murray Hill Hotel wurde von der Polizei geräumt, da sein Einsturz droht. Die Explosion ist angeblich durch herabfallen eines großen Felsblocks auf Dynamit verursacht worden. * Hartnäckige Duellanten. In Budapest mürbe zwischen bem Advokaten Dr. Ludwig Körmeudi und dem Mvokaturskandidaten Bela Kornis ein Säbelduell unter schweren Bedingungen ausgefochten. Hierbei wurde Komis schwer verwundet, Kärmcndi blieb unverletzt. Zwischen beiden fand bereits vor einem Monate ein Pistolenduell mit dreimaligem Kugelwechsel statt, welches jedoch unblutig verlief. * furchtbares Drama wird aus Brüssel gemeldet: Ein Steuereinnehmer erschien bei dem Generaldirektor seines Ressorts. Nach einem kurzen Wortwechsel hörten die im Vorzimmer befindlichen Personen mehrere R e v o l v e r s ch ü s s e fallen, als sie in das Vorzimmer des Generaldirektors eindrangen, finden sie diesen in seinem Blute liegend, halb über und halb neben ihm die Leiche seines Untergebenen. Dieser hatte zuerst zwei Revolver- schusse auf fernen Vorgefetzten abgegeben und dann sich selbst mit einem dritten Schüsse durch die Schläfe das Leben genommen. Er selbst blieb sofort tot, während sein Opfer lebensgefährlich verwundet wurde. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft 27. Jan. Ter „Köln. Vollszyp" zufolge beschloß der -verraufsverern für Siegerlander Elsenslein in der Gene- raioeriammluiig, den Verein unter den bisherigen Bedinaunaen bis zum 1. twald, m den Distrikten Unterhag unb Waldshute versteigert werden: 154 Fichten-Derbstangen mit 13,90 Festm., 5 nn Eichen-Scheitholz 78 rm Nadel-Schettholz, 358 rm Nadel-Knüppelhoh, 135 rm Nadel-Stockholz, 7760 Wellen Nadel-Neisrg. Die Zusammenkunft ist auf dem allen Steinbacher Weg, am Waldeingang. 897 Gießen, am 27. Januar 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.________ Versteigerung. Donnerstag den 30. d. Mts., vormittags 11 Uhr, versteigere ich dahier 17 Auchen-Stämme. Zusammenkunft der Steiolieb- haber in der Nordanlage/ bei der Turnhalle. Die Versteigerung findet voraussichtlich statt. Gießen, den 28. Januar 1902. 896 Seipel, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Donnerstag den 30. o. Mts., nachmittags 2 versteigereich im Hofe des Gastwirts Otto Luft dahier (Neuenweg 28) auf Grund des § 489 B. G. B. infolge gerichtlicher Anordnung ein Pferd LSoldfuchSstute). Die Versteigerung findet ganz bestimmt statt und kann das Pferd aenannten Tags von V-l ^lhr ab oottselbst besichtigt werdw. Gießen, 28. Januar 1902. 895 Seipel, Gettchtsvollzieher. Stadt. Schlachtham. Freibank. ?8tttc uuc rrsvrgeu: K«h8k!sih 5V pfz. Kognak deutscher pr. Flasche v. Jt 1.40 an französischer „ „ „ 3.— „ Rssm, Arrak NordMllserlrchibravntwkM sowie divkrft Sorten Wöre enrpfiehll 881 ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal. Telephon 262. Gegründet 1826. 393 Vorzügliches Sauerkrant Schnckcbghm Stuft Siiibtll Sch- Esfiz-Elllktil Preiselbecreu in 50% Zucker fon,te Fist-, Fleisch-, Ast- Md GeMse-KunserM empfehlen zu den VMigstenPreisen A. & 6. Wallenfels Markt 21. Telephon 46. Pr. frische Eier 2 St. 15 und 7 Pfg. empfiehll 0323 W. Ullrich, Schloßgaffe 7. 0367] Garantiert reines Kornbrod empfiehll E. Muth, 0367________Ludwigstraße 44. Körbe und Stühle werden billig geflochten. Ferdinand Parthier Wwe^ Seltersweg 81. Emaille-Wichse § nur wirklich den schönsten Hochglanz stiebt! 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Knüppel: 96 rm Buche und 21 rm Eiche (hierunter 8 rm in Schichten von 4 m Länge). Reisig: 100 rm Buche- und 650 rm Eiche-Ast- und Borwuchs-Reisig, sowie 650 rm Buche- Stammreffig. Stöcke: 114 rm Buche. Das mit Kall gespritzte Holz komint nicht zum Ausgebot; auch wird das „ernt Rao" und in der „Geldkaute" befindliche Holz, sowie das zerstreut sitzende Vorwuchsholz nicht vorgczemt. Zusammenkunft aus der Hegwatd-Lhauffee, am Kohlenplatz. Wettere Auskunft erteill der Großh, Forstwart Büttner zu Langd, Eichelsdorf, den 26. Januar 1902. E-coßherzogliche Obcrförsterei Eichelsdors. Lrautweiu. ' 883 Mrtschasts Nkbernahme. Der verehrlichen Einwohnerschaft von Wißmar und Umgegend teile ich hierdurch mit, daß ich die seit langen Jahren von meinem Vater und mir betriebene Gastwirtschaft nebst Gebäude und Wirtschaftsinventar an Herrn Wilhelm Schneider aus Wetzlar (Chemische Fabrik) verkauft habe. Indem ich für das mir und meiner Familie geschenkte Wohlwollen herzlich danke, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger übergehen zu lassen. Unter höflicher Bezugnahme auf obige Anzeige teile ich hierdurch mit, daß ich den Betrieb der von mir käuflich erworbenen Gastwirtschaft des Herrn L. Lauz mit dem heutigen Tage übernommen habe. Ich versichere, daß ich nach allen Kräften bestrebt sein werde, die mich durch ihren Besuch beehrenden Gäste durch aufmerksame Bedienung und Verabreichung nur bester Speisen und Getränke nach jeder Richtung hin zufrieden zu stellen. Hochachtungsvoll Wilhelm Schneider, Wißmar, den 27. Januar 1902. 880 Güte, Wohlgeschmack, Ausgiebigkeit und praktische Ber- weudnngsart zeichnen MAGGI'® uppen. ßEMifSE-u KMFF'^. ä vMfrfefoiWfr vor allen uhnlichen ^rupararen hervorrageuo aus. Angetegentlichst empfohlen von Fr. JLeo Nacht*., C. Herber, Seltersweg. 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