unenstrasse 25, ■Drückwagei Kastenwagen älle, Theater -Küchen mj htungen hßfe, Tunneb ibehBrteil-, «« 0527$ i» E ** -..rrüM- Herein onzert jveaxberlWM w gdlgchaftsvereM .k-Abend. ,ver an! C6ln D*™* 1 * * 4’.1,, truhe» ** L.l*” idur - ■ _ j 8 Bai ,reiD Ln=Beetbotfl .....L J. 8. Bir 10 ‘ L, vm Bather J. Joaeü .....M ßlM* ' ' ' ' 'Brahtne-J^ g Bacbw»’^ KrJ • * gjterlatli-T*^ . . ' ' F, TonL?11 - ■ ft 'r.50 W* l#--* ?>/. ChrJ^, Zweites Blatt. Donnerstag Ä7. November 1908 Die heutige Dummer umfaßt 10 Seiten. 152t Jahrgang Annahme gestellt ist. _ . Aus den Einzelheiten des Verwaltungsetats ,,er nur das Wichtigste kurz hervorgehoben. _ Unter der 1. Hauptabteilung: Reste aus früheren Zehren ist zunächst der aus dem letztabgeschlossenen Etats- i,lhre 1901/02 verbliebene Nest im Betrage von o,2 990.80 Nark in Einnahme gestellt. Von dieser Summe sind unter her 14. Hauptabteilung: Indisponible und residierte ?,«nds wieder verausgabt: einmal der Betrag, welcher in bem zwischenliegenden Etatsjahr 1902/03, in dessen Rech- mng jener Rest thatsächlich vereinnahmt wird, zur Deckung Der Entwurf des Finanzgesetzes und der Entwurf de« Hauptvoranschlag« der Staatseinnahmen und -aoSgabeu de« GrohherzogtumS für 1903 04 her Zweiten Kammer zugegangen. Die Vorlage hat folgende Fassung: Mit Ermächtigung Seiner Königs. Hoheit des Grvß- herzogs beehrt sich das Ministerium den Ständen des Großherzogtums, und zwar zunächst der Zweiten Kammer der- i^beN' hiermit den Entwurf des Finanzgesehes und den Entwurf des Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen und -Ausgaben des Großherzvgtums für das Etatsjahr 1903/04 w überreichen. Neber den Abschluß und den wesentlichen Anhalt des Hauptvoranschlags und im Zusammenhang damit über die derzeitige Finanzlage des Großherzvgtums überhaupt, gestatten wir uns dazu, beginnend mit dem 1. -u-ei! des Hauptvoranschlags, der die Einnahmen und Ausgaben für die Verwaltung enthält, das Nachfolgende ganz ergebenst zu bemerken. r G1 auf &e m gesamten Erwerbsleben lastende Truck, welcher schon die Aufstellung des laufenden Hauptvoranschlags ungünstig beeinflußt hat, dauert noch immer an und kommt naturgemäß auch in den Einnahmeposten des vorliegenden Verwaltungsetats zur Geltung; Nil r w e n i g.e P o st e n konnten um einen nennenswerten Betrag höher angefetzt werden, bei einigen erreicht man annähernd dieselben (Erträge wie im laufenden Budget, bei einer größeren Zahl wichtiger Posten aber mußten sogar die bisherigen Ansätze, zum Teil um ein Beträchtliches, ermäßigt werden. Bei Veranschlagung der Ausgaben hat man auch diesmal wieder sich der so dringend gebotenen Sparsamkeit befleißigt, die seitherigen Ansätze, wo irgend thunlich, ermäßigt und Erhöhungen nur da vorgenvmmen, wo solche entweder nach den Erfahrungen der Vorjahre nur auf Kosten der Zuverlässigkeit der Veranschlagung hätten umgangen werden können und wo ein Zurückstellen der Anforderung der Sache selbst zum Schaden gereicht haben würde. Trotzdem hat sich-, verglichen mit den Ansätzen Lxes Hauptvoranschlags für 1902/03, der Ueberschuß let laufenden Ausgaben für die Verwaltung über deren Einnahmen um 1422933.18 Mk. erhöht, und zwar schon unter der in der Thronrede hervorgehobenen Voraussetzung, daß die für das laufende Jahr festgestellten erhöhten Sähe der Vermögenssteuer auch für 1903/04 beibehalten bleiben und daß das finanzielle Verhältnis zum Neich im kommenden Jahr sich nicht ungünstiger gestaltet, als solches im Reichsetat für 1902/03 zum Ausdruck gelangt und von da in unseren Etat üLerge- gangen ist. Im ganzen sind die Einnahmen für die Verwaltung veranschlagt zu 56 202 727.48 Mk., die entsprechenden Ausgaben zu 58 296 688.90 Mk., die letzteren ilberwiegen sonach abermals die ersteren und zwar im ganzen um 2093 961.42 Mark. Schon bei Einbringung des Hauptvoranschlags für 1902/03 war darauf hingewiesen worden, daß aller Voraussicht nach der Hauptvoranschlag für 1903/04 nicht leichter fru balanzieren sein würde wie der damals vorliegende, und es war aus dieser Erwägung heraus vorgeschlagen worden, den Fehlbetrag im Hauptvoranschlagsentwurf für 1902/03 nur zum Teil aus dem Vermögen zu entnehmen, um so auch zur Teckung eines Fehlbetrags in 1903/04 und den folgenden Jahren noch einige Vermögensbestände zu erübrigen. Wie richtig es gewesen, daß diesem Vorschlag und der zu seiner Durchführung erforderlichen Steuer- echöhung schließlich auch zugestimmt worden ist, bestätigt der nun vorliegende Entwurf des Hauptvoranschlags für 1903/04, welcher die im Vorjahre geäußerten Befürchtungen nur allzu begründet erscheinen läßt. Wenn inzwischen auch — dank dem weniger ungünstigen Abschluß der Rechnung des Jahres 1901/02 — die Vermögensreste früherer Jahre wieder eine Erhöhung auf nind 2 400 000 Mk. erfahren haben, so schmelzen dieselben Udj nach Teckung des Fehlbetrags des neuen Voranschlags 87 000 Festmeter, atio fast genau wie im laufenden Hauptvoranschlag (gleich 384 000 Festmeter) festgestellt werden, der zu erwartende Gelderlös mußte aber wesentlich niedriger bemessen werden. Wie bekannt, waren die Holzpreise im letzten Winter stark gewichen: während im Etat 1902/03, der die Holzernte des Winters 1901/02 aufführt, der Turch- schnittserlös pro Festmeter zu 10.16 Mk angenommen worden war, gleich dem Turchschnittserlös im vorausgegangenen Jahre, wurde thatsächlich na'chs den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen nur ein'Durchschnittserlös von 8.79 Mk erzielt. Wennschon inzwischen die H-olzpreise wieder etwas ge- stlegen find und für 1903/04 wohl mit einem höheren Erlös gerechnet werden darf als dem oben bemerkten von 8.79JD2E.,., jfo glaubte man aber doch nicht über den Durch? jchnittserlös der letzten 10 Jahre hinausgehen zu können und hat deshalb diesen mit 9.50 Mk. in den Etat eingestellt. Ter zu erwartende Gesamterlös berechnet s''»ch. damit au 3 676 500 Mk oder 224 940 Mk. weniger als für 1902/03 vorgesehen gewesen. Tie Einnahme aus Zeitpacht mußte, hauptsächlich wegen des umfassenden Verkaufs zerstreut gelegener kameralfiskalischer Grundstücke, auch diesmal wieder etwas geringer angesetzt werden; es sind nur 869 012 Mk eingestellt oder 23 642 Mk weniger als im laufenden Hauptvoranschlag. Tagegen konnte der Ertrag aus den unter eigener Verwaltung stehenden Gütern (hauptsächlich Wiesen) mit Rücksicht auf die günstigen Ergebnisse in 1901 und 1902 wieder etwas höher bemessen werden, es sind 400 000 Mk eingestellt gegen 390 000 Mk. im laufen» 5en Etat. Hinsichtlich der Bewirtschaftung der Tomanial- wiesen sind in der Anlage Nr. 31 des Hauptvoranschlags eingehende Mitteilungen niedergelegt. Tie Hauptabteilung 3: Staatsdomänen verzeichnet tn Einnahme den Betrag von 12 396 096.06 Mk, in Ausgabe 1332 226 Mk, sie läßt also einen Ueberschuß von 11063870.06 Mark erwarten oder 211-856 Mk weniger als für 1902/Q3 angesetzib. Hier fällt am meisten ins Gewicht der Ertrag aus den Staatseisenbahnen. Derselbe ist mit 11000 000 Mark, d. h. mit 211539 Mk weniger als im laufenden Hauptvoranschlag eingestellt. Ter Etat über die Einnahmen und Ausgaben der Eifenbahngemeinschaft für 1903/04 liegt -war noch nicht vor, der rechtzeitigen Verabschiedung unseres Hauptvoranschlags wegen glaubte man jedoch mit dem Abschluß seines Entwurfs nicht bis zur Feststellung des Gemeinschaftsetats warten zu sollen, man hat vielmehr den hessischen Anteil an dem Ueberschuß der Gemeinschaftsverwaltung nach Maßgabe der Ablieferungen in den früheren Jahren unter Berücksichtigung der sonst in Betracht kommenden Umstände veranschlagt und eingestellt. Seit Bestehen der Gemeinschaft ftossen dem Großherzogtum aus derselben in runden Beträgen zu: in 1897/98 10 514 670 Mk, 1898/99 10 622 840 Mk, 1899/1900 11145 840 Mk, 1900/01 11378 020 Mk, 1901/02 10 490 950 Mk, der Durchschnitt für die 3 letzten Jahre stellt sich somit auf 11004 937 Mk. Als Staatszuschuß zu den garantierten Linien der vormaligen Hessischen Ludwigsbahn ist letztmal ein Betrag von 25 000 Mk vorgesehen, für öffentliche Abgaben sind 264 600 Mark eingestellt. Rechnet man zu diesen beiden Beträgen noch die für Verzinsung der Eisenbahnschuld (soweit deren Erlös bereits für Eisenbahnzwecke verausgabt ist) auszuwendende Summe von 8935 000 Mk und vergleicht die Gesamtsumme dieser Ausgabeposten mit den in Einnahme gestellten 11000 000 Mk, so verbleibt ein Reinertrag aus dem Eisenbahnbesitz von 1775 400 Mk Hiervon sollen in Gemäßheit des Gesetzes vom 3. Cfhooer '189Q, den Erwerb der Hessisschen Ludwigsbahn betreffend, 623 400 Mk zur Tilgung der Staatsschuld verwendet werden, sodaß aus den Erträgnissen der Staatseifenbahnen zur Deckung anderer Staatsbedürfnisse noch verbleiben 1152000 Mk Nach Einbeziehung der Main-Neckar-Eisenbahn in die Hessisch-Preußische Betriebsgemeinschaft ist die Aufstellung eines besonderes Voranschlags über die Einnahmen und Ausgaben dieser Bahn in Wegfall gekommen; auch die davon zu leistenden Gemeinde-Abgaben werden nicht mehr durch Abzug an dem Ertrag jener Bahn, sondern direkt aus der Staatskasse bestritten. Aus dem Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung wird infolge der bevorstehenden Inbetriebnahme der neuen Anlagen bei Wölfersheim ein um rund 64 000 Mk höherer Ueberschuß, als im Etat für das laufende Jahre vor- • gesehen, erwartet; der Gesamtüberschuß ist zu rund 94 200 Mark berechnet. < Die Einnahmen und Ausgaben der Saline und der Bade-Anstalt Bad-Nauheim halten sich im allgemeinen in den Grenzen der bisherigen Ansätze, für Mineralwasservertrieb wird erstmals 20 000 Mark in Ein- I nähme und 15 000 Mark in Ausgabe vorgesehen. GietzeimAnMgerW ° General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW „I jetqenteh: Han« Beck Lmrch Bewilligung solcher widerruflich^^ nicht penfionS- fähigen, im Eiuzelfall den Betrag von 150 Mark nicht übersteigenden Zulagen auch für wenig begehrte Stellen leichter als bisher tüchtige Lehrer zu gewinnen und zu erhalten und dadurch den sonst naturgenräß zum Nachteil der Schule sich vollziehenden öfteren Wechsel in der Besetzung derartiger Stellen einschränken zu Kirnen. Die Forderungen für die Landwirtschaft halten sich im ganzen so ziemlich in den Grenzen der bisherigen Bewilligungen, 30 000 Mark Beiträge an bedürftige Gemeinden zu den Küsten für Erbauung von Wasserleitungen und Ausführrrng wasserwirtschaft- Ncher Meliorationen, die bisher im Vermögensbudget angefordert und bewilligt waren, sind jedoch ins Verwalt- üngsbudget übertragen worden, da es sich hierbei um voraussichtlich noch auf längere Dauer erforderliche Ausgaben handelt. Unter einem neuen .Kapitel „Hofmusik" erscheint erstmals — in teilweiser Willfahrung des auf dem vorigen Landtag gestellten Ersuchens — eine Anforderung von 12100 Mark für nichtpensionsfähige Dienstalterszulagen der Mitglieder der Hofmusik. Schließlich ist an Stelle des unter dem bisherigen Kapitel „Viktoria-Melita-Ver- ein. Hessischer Zentral-Verein für Errichtung billiger Wohnungen" vorgesehen gewesenen Beitrags zu diesem Verein von 6000 Mark unter dem neuen Kapitel „Zur Förderung der Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte" eine Ausgabe von 8000 Mark, und zwar 6000 Mark für eine Landeswobnnngsinspektion und 2000 Mark staatlicher Zuschuß zur Förderung des Wohnungswesens auf Grund des Gesetzes, die Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte betreffend, eingestellt. Aus der 9. Hauptabteilung: M inisterium der Justiz ist hervorzuheben die zwecks Errichtung einer weiteren Strafkammer vorgesehene Vermehrung des Richterpersonals am Landgericht in Mainz Um 1 Direktor und 2 Mitglieder, sowie die Einstellung von 9 neuen Hilfsgerichtsschreiberstellen, womit die int Interesse des Dienstes angezeigte und schon lange angestrebte Gleichstellung der Zahl der dekretmäßig angestellten Gerichtsschreibereibeamten mit der Zahl der Richter erzielt werden soll. Dem durch letztere Maßregel veranlaßten Mehrbedarf steht übrigens eine Ersparnis gegenüber in fast gleicher Höhe unter Schreibhilfe bei den Amtsgerichten, woselbst die Vergütungen von 9 Gerichtsschreibergehilfen ausscheiden. Im ganzen beziffern sich die Einnahmen für das Ministerium der Justiz auf 2 043 492 Mark und die Ausgaben auf 4 347 027 Mark, der Zuschuß bedarf sonach auf 2 303 535 Mark, oder 202 400 Mark mehr als im laufenden Hauptvoranschlag. Die 10. Hauptabteilung: Ministerium der Finanzen schließt in Einnahme mit 320 977.36 Mark und in Ausgabe mit 1944 075.42 Mark ab, sie erfordert also einen Zuschuß von 1 623 099.06 Mark oder 61382.70 Mark mehr als für 1902/03 vorgesehen und giebt im übrigen zu besonderen Bemerkunien keinen Anlaß. Schluß folgt. Deutsches Reich. Berlin, 26. Nov. Am Samstag wird der Kaiser der Einweihung der Nuhmeshalle und des Kaiser Friedrich- Museums in Görlitz beiwohnen und dann nach Breslau fahren, wo er bei dem Offizierkorps des Leibkürassier- Regiments speisen wird. Von dort begiebt sich der Kaiser nach Neudeck, Großstrelitz, Slawentzitz und Trachenberg, um an Jagden teilzunehmen. Am 7. Dezember kehrt der Kaiser nach Berlin zurück. — In der Technischen Hochschule wurde heute die vierte Hauptversammlung der Schiffsbautechnischen Gesellschaft durch den Großherzog von Oldenburg eröffnet. Der Kaiser wird morgen den Verhandlungen beiwohnen. Auf Wunsch des Kaisers hat daher, wie der Vorsitzende mitteilte, eine Programmänderung stattgefunden, sodaß die für heute bestimmten Vorträge morgen gehalten werden sollen. Ohne weitere Begrüßungsansprachen wurden heute sogleich in die fachwisseu schaftlichen Arbeiten eingetreten. Die Gesellschaft ernannte den Kronprinzen zum Ehrenmitglied. — Wie das „Berl. Tagebl." wissen will, hat Landrat v. Stubenrauch den ihm angetragenen Posten des Berliner Polizeipräsidenten an Stelle Windheims abgelehnt. — Die Kinderarbeitskommission des Reichstages begann die zweite Lesung des Entwurfs und nahm den § 1 in der Fassung der ersten Lesung unter Ablehnung des Antrages Wurm, die Gärtnerei ausdrücklich in diesen Paragraphen aufzunehmen, an. Tie Kommission nahm sodann wiederum die Resolution Hihe betr. Erhebungen über die Lohnbeschäftigung der Kinder in der Landwirtschaft unter Ausdehnung der Erhebungen auf die Lohnbeschäftigung der Kinder im Haushalt an Schließlich wurde § 2 unverändert angenommen. Dresden, 26. Nov. Der König hat genehmigt, daß der Gesandte au den Süddeutschen Höfen, Freiherr von Friesen, das ihm von dem Grvßherzog von Hessen verliehene Großkreuz des Ordens Philipps des Großmütigen annehme und trage. Greiz, 26. Nov. Wie sich die Zeiten ändern! Am Montag sind (roie schon gemeldet) am Hofe zu Bückeburg die drei ältesten Prinzessinnen Reuß ä. L. dem deutschen Kaiser voraestellt worden und haben darauf im Schlosse des Fürsten Georg zu Schaumburg-Lippe an der zu Ehren des Kaisers stattgehabten Gala-Tafel teil- genommen. Zu Lebzeiten des Fürsten Heinrich XXII. hatten die hier sehr verehrten Prinzessinnen nichts, auch gar nicht? von ihrer hohen Geburt. Der Fürst verbot seinen Töchtern die Teilnahme an jedem höfischen Vergnügen, und am Greizer Hofe gehört der lebte Hofball einer längst vergangenen Zeit an. Jedenfalls wird nunmehr für die Prinezfsinnen ein anderes Leben beginnen, und die Einführung am Berliner Hofe dürfte nach Ablauf des Trauerjahres sicher sein. Auch am Hofe zu Dresden 'oll die Einführung der Prinzessinnen erfolgen, wenigstens bringt man den vor längerer Zeit stattaehabten Besuch der Tante der Prinzessinnen, der Erbgräfin von Ysenburg, bei der Königin Carola von Sachsen damit in Zusammenhang. Koburg, 26. Nov. Die geschiedene Großherzogin Viktoria Melitta voll"ndete gestern ihr 26. Lebensjahr. Sie beging ihren Geburtstag mit einer in den Räumen des Hoftbeaters veranstalteten Dallsestlichkeit, zu welcher Über 200 Personen Einladungen erhalten hatten. Trier, 26. Nov. Die zahlreichen"Zeitungsunternehm- imgen des '216g. Kaplan DaSbach wurden" in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Der Reingewinn soll zu Gunsten dar kathol. Presse verwendet werd em Straßburg, 26. Nov. Eine außerordentliche General-Versammlung des Wahlvereins der Volkspartei sprach sich einstimmig für den Anschluß an das Zentrum aus und erklärte sich als Straßburger Zentrums- Verein. Gleichzeitig erklärte sich der über 3000 Mitglieder starke Verein bereit, Hand in Hand mit den Gesinnungs-Genossen des Reichs zu gehen. München, 26. Nov. An Stelle des aus Gesundheitsrücksichten zurücktretenden Justizministers Leonrod ist der bisherige Reichsgerichtsrat Miltner zum Justiz-Minister ernannt worden. Der Prinzregent ließ heute dem aus dem Amte scheidenden Justizminister Freiherrn von Leonrod ein außerordentlich gnädig gehaltenes Handschreiben sowie sein Bild in Broncehautrelief überreichen. Heute vollendet Freiherr v. Leonrod das 51. Staatsdienst- jahr. Ausland. London, 26. Nov^ Ter frühere Vicepräsident von Transvaal, Schalk Burger, kam hier heute früh aus Holland an; er wird am Samstag nach Südafrika ^urück- reisen. Gleichzeitig wird sich auch Wessels dorthin begeben. London, 26. Nov. „Daily News" meldet aus Libreville, daß die französische Kolonne, die abgesandt worden war, um die Ermor dun g des Hauptmanns Langlois zu rachen, gezwungen worden sei, unverrichteter Sache wieder zurückzukehren. Tie Kolonne, welche mehrere Verwundete hatte, mußte der Uebermacht der Eingeborenen weichen und sich unter dem Schutze der Nacht zurückziehen. Haag, 26. Nov. Von Burenseite wird mitgeteilt, daß seit Beginn des südafrikanischen Krieges keine geheimen Gelder der Transvaal-Regierung nach Europa gesandt worden sind, es seien im Gegenteil no ch bedeutende Summen aus dem in Europa angelegten Kapital während des Krieges nach Transvaal zurückgesandt worden. Paris, 26. Nov. Die Zvllkommissivn wählte den Deputierten Jonnart zum Vorsitzenden. Dieser hielt eine Ansprache, in der er sich als Anhänger der Ständig- keit im gegenwärtigen Zolltarife erklärte. Es sei von Wichtigkeit, eine internationale Ko nferenz zu veranstalten, um die täglich wachsende Gefahr zu beschwören. Redner zweifelt allerdings daran, daß eine internationale Verständigung möglich sei. In jedem Falle aber müsse Frankreich handeln und dürfe nicht warten, bis die Konkurrenten neue Waffen geschmiedet hätten. Frankreich werde sich fragen müssen, wie es den eigenen Markt durch Differentialzölle schützen könne, die durch die Brüsseler Konferenz prinzipiell zugelassen seien. — Bei der Uebernahme des Präsidiums der H e e res- kommission hielt Huyvt-Dessaigne eine Ansprache, in welcher er ausführte, heute handle es sich um die zwei- jährigeDienstzeit, vollständige Aufhebung aller Urlaubsbewilligungen, salbst für diejenigen, die die Stütze der Familie seien. Der letzteren müsse man durch Fürsorgegesetze zu Hilfe kommen. Rom, 20. Nov. (Kammer.) Der Präsident verliest eine Depesche, welche er anläßlich der Geburt der Prinzessin Mafalda dem Könige sandte. Ter Ministerpräsident bringt einen Gesetzentwurf ein betreffend stufenweise Herabsetzung der lästigen Steuern und anderer Maßregeln zu Gunsten der Arbeit der landwirtschaftlichen uno industriellen Produktion. Ter Justizminister und der Ackerbauminister bringen andere Gesetzentwürfe ein, von denen sich einer auf die Ehescheidung und ein anderer auf Trockenlegung der Campagna bezieht. Wien, 26. Nov. Ter alldeutsche Verband in Berlin wandte sich an mehrere deutschnationale Abgeordnete mit dem Ersuchen, in deutschen Städten wie Karlsruhe, Göttingen, Freiburg ic. Vorträge über die politischen und nationalen Verhältnisse in Oesterreich zu halten. Bis auf Tr. Beuerle haben die übrigen Abgeordneten die Einladung abgelehnt. — Abgeordnetenhaus. Im Einlaufe befindet ich ein Tringlichkeitsantrag der Jungtschechen auf Vor- legung des Wehrgesetzes, durch das die zweijährige Militärdienstzeit eingeführt und für die zur Arbeit nötiaen Söhne der mittleren Stände, insbesondere der kleinen Landwirte Begünstigungen festgesetzt werden sollen. Deutschlands Tabakverhältn-sse. Der ReichSschatzsekretär hat, wie unsere Leser wißen, im Reichstag bekannt gegeben, daß für 1903 ein Reichsdestzil von 150 Millionen Mark zu erwarten ist, und hat, was wir freilich nicht gar so ernst zu nehmen brauchen, gedroht, daß auS diesem Grunde neben dem Bier auch der Tabak stärker zur Steuer herangezogen werden dürfte. Die? veranlaßt unS, die Tabakverhältnisse unseres Vaterlandes ein wenig zu beleuchten. Denken wir unS von dem unbearbeiteten pro Jahr ein- geführten Tabak einen großen Ballen gebildet, so würde derselbe bei Würfelform eine Kantenlänge von 78 Meter haben, und sein Gewicht die Kleinigkeit von 59 956 000 Kilogramm betragen. Wenn man sich weiter diesen ganzen Tabak zu einer einzigen großen Zigarre verarbeitet vorstellt, so würde sie den ärgsten Kettenraucher matt setzen, denn sie brennt 97 612 Ja tue, 6 Monate und 12 Tage lang. Bescheidener nehmen sich die Daten über die »importierten Zigarren und Zigaretten* auS. Verhältnismäßig klein ist daS Volumen der 53 000 Kilogramm wiegenden Kau- und Schnupftabake. Im Gegensatz zu der ganz bedeutenden Tabakeinfuhr recht gering zu nennen, ist die Ausfuhr deutscher Tabake. Gigantischen Umfang aber wäre ein Ballen, in welchem der von der deutschen Nation insgesamt pro Jahr verbrauchte Tabak verpackt werden würde; er wiegt ohne Emballage 83102 000 Kilogramm. Drehen wir auS diesem Tabakvorrat eine Zigarre von 2 Zentimeter Durchmesser, so würde dieselbe eine Länge von 237 437 857 Kilometer haben, und denken wir uns ferner einen Bewohner deS MondeS im Besttz einer Zigarre, die auS dem vorhin erwähnten, nach Deutschland eingefübrten, Tabak hergestellt ist, und die dementsprechend 171302 877 Kilometer lang sein würde, so könnten Mond- und Erdbewohner sich ihre Zigarren bequem an einander anstecken, denn der Mond ist selbst bei feiner weitesten Abweichung von der Erde doch nur 407 000 Kilometer entfernt AlleS in Allem kann der Deutsche als ein passiv uerter Raucher gelten. ES gibt dies bei einem Durchschnittsalter von 35 Jahren auf den Kops der männlichen Bevölkerung Deutschlands eine Zigarre von 3,12 Meter Länge, 0,64 Meter Durchmesser und 105 Kilogramm Gewicht. Aus Stadt und Laad. Gießen, den 27. November 1902. — Bei der vorgestrigen Gala täfel im Großberzog. lichen Residenzschlosse zu Darmstadt anläßlich der Eröffnung des 32. Landtags brachte S. K. H. der Groß- Herzog ein Hoch auf die Stände des Großherzogtums und das Hessenland aus. Der erste Präsident der Ersten Kammer, der Graf zu Schlitz-Goertz brachte den Toast auf S. K. H. den Großherzog, der erste Präsident der Zweiten Kammer Geh. Reg.-Rat Haas den Trinkspruch auf das gesamte Großherzogliche Haus au§. 93 Gedecke waren an der festlichen Tafel aufgelegt. — Im Großh. Hoftheater wurde, wie wir gestern schon meldeten, zur Feier dcS GeburtSfesteS E. K. H. des Groß Herzogs als Festvorstellung Richard Wagners „Fliegender Holländer* aufgeführt. Die Vorstellung fand bei festlich beleuchtetem, bis fast zum letzten Platze besetztem Hause statt. Ein Teil dee Hoflogen, deS ersten RangeS und des Sperrsitzes war für die StandeS- herren, die Spitzen der Behörden, sowie die Mitglieder der Ersten und Zweiten Ständekammer reserviert, welch' letztere der an sie ergangenen Einladung zum Besuche der Vorstell- ung zahlreiche Folge geleistet hatten. Als S. K. H. der Groß Herzog mit den z. Z. hier anwesenden Höchsten Herrschaften kurz nach 7 Uhr erschienen, forderte Oberbürgermeister Morneweg die Festoersammlung auf, die ehrfurchtsvollen Geburtstagsglückwünsche für unseren hohen Landesherr zusammenzufasien in dem Rus: ,S. K. H. der Groß- Herzog Ernst Ludwig lebe hoch!* Begeistert stimmte das Publiktim drei Mal in den Hochruf ein, um sodann die von dem Hoforchester intonierte Fürstenhmne stehend anzuhören. * * Der Geburtstag des GroßherzogS ist im ganzen Lande festlich begangen worden. Eine große Reihe von Berichten sind uns über die Feier zugegangen; eS ist uns aber zu unferm Bedauern wegen Raummangels nicht möglich, dieselben abzudrucken. • * Konzert-Verein. Wir haben in der MontagS- Nummer, um unsere Leser zu informieren, der Pianistin Hedwig Meyer, die hier noch weniger bekannt ist, ausführlich gedacht und es wäre ungerecht, die andere junge Künstlerin ganz zu übergehen. Wir dürfen uns aber kurz fassen, denn Frl. Strache hat bereits in Gießen Beweise ihres schönen Könnens geliefert. Die junge Geigerin war eine Schülerin Meister Joachims, absichtlich vermeiden wir die Bezeichnung LieblingSschülerin, von denen Joachim, zu feinem höchsten Erstaunen, Legionen besitzen muß. Aber eine der begabtesten war Frl. Strache, daS bezeugen unS die Urteile erster Kritiker aus Berlin, Wien und anderen großen Plätzen. Ein Blick in das Programm belehrt unS, daß Frt Strache nach dem Höchsten ftrebt und in der klastischen, wie in der modernen Richtung vollkommen zu Hause ist. * • Oberhessische Gesellsch af t für Natur- uni Heilkunde. Am Montag den 24. November, abends, hat Prof. Dr. K. ElbS in der Oberhest. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde einen Vortrag »über künstlichen Indigo* gehalten. Der Indigo war schon im Altertum bekannt und ist bis auf den heutigen Tag der wichtigste und geschätzteste blaue Farbstoff geblieben. Die Quelle dieses Farbstoffes ist die Indigopflanze, von der mehrere Arten in warmen Gegenden im Großen angepflanzt werden. Schon feit 30 Jahren hat die technische Chemie in Deutschland Anstrengungen gemacht, den Indigo synthetisch herzustellen und die rd. 10 Millionen Kilo Indigo, welche in indischen und centtalamerikanischen Pflanzungen jährlich erzeugt werden, in chemischen Fabriken zu gewinnen. Bevor die Technik an die Bewältigung dieser Aufgabe berantreten konnte, mußte selbstverständlich durch rein wissenschaftliche Arbeiten der Bau deS JndigomolekülS erkannt und Wege zu feinem synthetischen Aufbau auS einfacheren organischen Stoffen gefunden fein. Diese Vorbedingungen wurden erfüllt in den Jahren 1864 bis 1890 durch eine lange Reihe von chemischen Untersuchungen, vor allem durch die Arbeiten von Baeyer und seinen Schülern im Münchener Universitätslaboratorium. Im Anschluß an diese Untersuchungen gelang es, einige synthetische TarstellungSverfahren für Indigo technisch in einigen chemischen Fabriken, so in bet Badischen Anilin- und Sodafabrtk in Ludwigshafen a. Rb. und den Höchster Farbwerken in Höchst a. M. durchzuführen, doch waren die Erfolge nur gering, weil die erforderlichen Ausgangsmaterialien kostspielig und schwer darstellbar waren. Im Jahre 1897 endlich war die Badische Anilin- und Sodafabrik so weit, den künstlichen Indigo billiger herstellen zu können als der Pflanzenindigo jemals war. Als AuSgangS- material dient Naphtalin und Essigsäure; für die Gewinnung der Zwischenprodukte werden riesige Mengen an Schwefelsäure (jährlich 50 000 Tonnen, die Tonne zu 1000 Kilo) und Chlor (6 Millionen Kilo jährlich) verbraucht. Um so große Mengen Schwefelsäure darzustellen, hat die Badische Anilm- unb Sodafabrik ein besonderes Verfahren, das sogen. Kontakt- verfahren, auSgearbeitet, welches für sich allein schon einen technischen Erfolg von umwälzender Wichtigkeit bedeutet. Zur Gewinnung des erforderlichen Chlors dient die in der Fabrik Griesheim-Elektron zu Griesheim a.M. ausgearbeiteteElektrolyfe von Alkalichloriden. Volkswirttchaftlich hat die neue Jndigo- synthese sehr weitreichende Folgen. Der Preis deS Indigos sank rasch auf etwa die Hälfte deS früheren. DaS gesamte JahreS- erzeugnis an Pflanzenindigo hatte zu den gesunkenen Preisen immer noch einen Wert von etwa 60 Mill. Mk., wovon Deutsch' land etwa für 19 Mllionen jährlich wesentlich auS englischen Händen bezog. Die Badische Anilin- und Sodafabnk er- richtete auf ihrem Fabrikgelände eine Abteilung für künstlichen Indigo, die auSreicht, zunächst den gesamten Bedon des deutschen Reiches an Indigo zu decken. Schon im ersten Jahre des vollen Betriebes (1900) ging die englische Jndi- goeinfuhr von 19 auf 9 Mill. Mk. zurück, binnen kurzem wird sie ganz aufhören, und da auch die Höchster Farbwerke nach einem etwas anderen Verfahren jetzt die Fabrikation ausgenommen haben, so wird Deutschland bald em In- bigo ausfübrendes Land werden. Zunächst also wird dec deutsche Bedarf an Indigo durch künstlichen gedeckt werden j und bamit ein jährlicher Betrag von 19 Millionen Mk. im Lande bleiben; allmählich nrirb auch der Bedarf der übrigen Länder der Erde im Betrage von 40 Millionen Mk. durch künstlichen Indigo gedeckt werden und diese 40 Millionen Mk. werden in der Hauptsache nach Deutschland hereinkom- men. In den heißen Ländern, vor allem in Indien, werden die wertvollen Gelände der Jndiqopflanzungen für den Anbau von Nahrungsmitteln, für Reis, Weizen und Thee frei und die Thatkraft der englischen Kolonisten wird sich mit den veränderten Verhältnisien schon abzufinden wisien, gerade so gut ohne bleibenden Schaden, wie sich vor 30 Jahren Süd- Frankreich mit der Vernichtung des KrappbaueS durch die Alizarinfabriken abgefunden hat. Um welche Flächen eS sich hierbei handelt, ersieht man daraus, daß allein die jetzige Anlage der Badischen Anilin- und Sodafabrik eine Menge Indigo in den Handel bringt, welche dem JahreSertrag von 120 000 Hektaren Jndigopflanzungen entspricht, und doch ist dies vorerst nur wenig über die Hälfte deS Bedarfes de§ Deutschen Reiches. Wie bei allen großen technischen Errungenschaften handelt eS sich auch bei der Synthese des Indigos nicht um einen einzigen glücklichen Erfindungsgedanken. Vielmehr ist der Erfolg erzielt durch 30jährige wisienschaftlich-chemische Untersuchungen, durch 20jährige Arbeit im Fabriklaboratorium, durch systematische Ausnutzung aller wissenschaftlichen und technischen Hilfsmittel, durch fortwährende engste Wechselbeziehungen zwischen wisienschaftlcher und technischer Chemie. •• Verkehrs-Verein. Wegen des zu bildenden Vereins zur Hebung des Fremden-Verkehrs für unsere Stadt, wird die vom Vorstand des Gastwirte-VereinS einberufene öffentliche Versammlung in der kommenden Woche stattfinden. •* Eissport. Der Eisverein hat heute bereite die Eisbahn wieder geöffnet. — Die Erneuerung der Lose zu der am 5. und 6. Dezember stattfindenden Ziehung der 2. Klasse der Hessisch-Thür. Staatslotterie muß vor dem 29. November geschehen. et Groß-Felda, 24. Nov. Der OrtSgewerbe- oerein Groß-Felda veranstaltete eine Versammlung am 23. November in Stumpertenrod. Durch vorherige öffentliche Bekanntmachung und Einladung waren die Bewohner von Stumpertenrod, sowie Handwerker von Windhausen, Köddingen, Helpershain, Ober- und Unter-Seibertenrod in stattlicher Anzahl erschienen. Ungefähr 40 Mitglieder des veranstaltenden Vereins, besonders von Groß-Felda, Kestrich und Windhausen, beteiligten sich an der Versammlung. Der Vorsitzende deS Vereins legte den Zweck der Versammlung, nämlich: Zusammenschluß der Handwerker des Bezirks durch den Gewerbeverein und Jntereffengemeinschaft der Landwirte und Handwerker, klar. Der Leiter der Handwerkerschule zu Groß-Felda, Architekt Kockerbeck von Gießen, hielt einen trefflichen Vortrag über die Entstehung der Landwirtschaft und der Gewerbe und deren Beziehungen zu einander. Darmstadt, 26. Nov. Wie die Blätter auS bester Quelle erfahren, ist die in gestriger Thronrede enthaltene Ankündigung der Wiedereinbringung der Regierungsvorlage, das direkte Wahlrecht betr., auf die p ersönlich e Jni- liative Sr. Kgl. Hoheit des GroßherzogS zurückzuführen. Eisenbchn-Zcitung. Londorf, 24. Nov. Ter schwierigste Teil der B a h n str e ck e '»ondorf-Lollar, die am 1. Ium d. I. eröffnet rourbe, liegt zwischen hier und Allenbock a. Lumda. Hier war em Tamm von utwa sieben Meter erforderlich, der schoneennnal vor Eröffnung der '.Sahn zufammengerutscht war. Jetzt hat sich die Brücke über die türeisstraße von hier nach Allenborf gesenkt und bedenkliche 'Me erhalten, iroßdem man erst vor einigen Wochen zwei stacke Gteinstützen angebaut hatte. Ter Boden besteht hier nämlich aus L°ett, der bekanntlich stets nachgiebt. Man war nun genötigt, die Uunbamente der Brücke diirch Anlagenmg von Betonmaffen mit bedeutenden Kosten zu befestigen. Um Erschütterungen zu verkleiden, muffen die Züge möglichst langsain über die Brücke laufen. Frankfurt a. M., 26. Nov. Im Sihungssaale des hiesigen Kauptbahnhofes sand heute eine Sitzung des Bezirks-Eisen- »a h n r a t e s Frankfurt a. 'tatL Ans Antrag des Geheimen Negierungsrates Federath (£. rg) wurde ein Antrag, die Aus- uahmetari'e für Manilahanf auf Hans aus den deutschen U o l o n i e e n auszudehnen, für dringlich erklärt und angenommen. Ketreffs des Personenveckehrs aus der Strecke Alsfeld—Fulda Kunst und Miffcnschast. Gerhart Hauptmann ist eben dabei, den Stoff des Meyer- »eer'schen „Prophet* zu einem Drama zu gestalten. Einem Interviewer der „Zeit" teilte Hauptmann mit, erarbeite an einem ’ba§ Auftreten der Wiedertäufer in Münster im 16. Jahrhundert 'behandelnden Stücke: „Die Wiedertäufer". Die Hauptgestalt -bi Johann von Leiden. Schon seien mehrere Akte fertig, fünf •werben es im Ganzen. Hauptmann schreibt bas neue Stück in Knittelversen. Sein neuer Roman sei eine Uebetragnng bes 'L h r i st n s - Motivs in bie moberne Zeit, spielt in nieberen Volks- 'Siebten unb schilbert einen jungen Mann, der ähnliche Schicksale 'ivie Christus erlebt, immer höher steigt, bis er tragisch endet, dauptmann arbeitet schon sieben Jahre an dem Roman und glaubt, baß er in etwa drei Jahren wird veröffentlicht werden können. Er will die ganze Entwickelung, die der christliche Glaube durch- »cemacht darin schildern, so daß der Gegensatz zwischen wahrem -md falschem Christentum offenbar wird. - In Schreiber hau *in Volksschauspielhaus zu errichten, war einer seiner «ieblingspläne, aber er werde ihn wohl niemals ausfuhren. Tie «Gründung hätte nur dann einen Zweck, wenn er sie selbst leiten Konnte, er fürchtet aber, daß sie ihn zu sehr m Anspruch nehmen würde. Vermischtes. * 22 000 Heiratsanträge. Aus Petersburg wird berichtet: Paul du Chaillu, der bisherige Afrikaforscher, ist jetzt nach Petersburg gekornmenn, um russisches Leben zu studieren. Er beabsichtigt, einige Jahre im Lande zu bleiben und feine Erfahrungen später in einem Buche niederzulegen. Ter Zar gewährte ihm eine Audienz und itahm fünfzehn Bande seiner verschiedenen Reisewerke entgegen. M. du Chaillu hielt kürzlich auch in dem Saal der britisch-amerikanischen Kirche vor einem Publikum, das aus Mitgliedern der Petersburger englischen Kolonie bestand, einen Vortrag und erzählte unter anderem, daß er während feines Aufenthaltes in Westafrika etwa 22000 Heiratsanträge erhalten habe. An einem einzigen Tage bot ihm ein schwarzer König 753 Bräute an. kr zog sich aus der Verlegenheit, indem er dem König sagte, wenn er eine nähme, würden die übrigen 752 doch eifersüchtig sein. Ter König stimmte ihm sofort bei und forderte ihn also auf, — alle zu heiraten . . . KL : Nt sur bie ^2 W * • SfÄ anwesenden in! Orderte Obefc mlun9 die ehisMz. e nns-ren hohen ' H- der Sch . Begeistert ftimmtt fc lem- um iobann dir ?mne stehend onjuböw ^r°bherzog§ if| R '^n- Eine gch^ oeier zugegangen: r: ^gen Raummangel; haben in dnAiv- nieren, derPiaM^ er bekannt ist, e andere junge tir. aber kurz hn ;en Beweise ti Am :qerin war «Menn eiben wir tk Wmmg achim, zu inm hdihiien Aber eine beMestrn m uns Ü Ä cki deren gvjmMen. fc i§, baß Mi ffeschen, wie in der» ufe ift oft für Natur-ue November, abends,! , EeMchch si'n M c tüMchen >digo' > Mertum bekannt oi ' igsteund geschätzt!-- dieses Farbsto^ [den in warmen' Schon seit 30 <- nd Anstrengung-.^ und bie rd. h* , unb centmfa*** lCn, in chem>^^-^ an bie BewaltE selbstr>erstandi'-S^ desJndigowM ■ *5SÄ «• , «.190 durch « »sr stüen Eriken, io durchs HL bie ersoideä- in9-, ,kndteabat nd^Lw-und^ Jadisch-^ (..[fieöflf nialS lvar- asöure: W eTonneS ^0 n, Hai b |fl(ien,Äö* L'A-.x il'"' jfjfe'M W' e'nf Ln qcsawi-a zu e engl»^ I binnen $ von zugelassen. Märkte. Tuberkulose der Lungen Tubeckulose anderer hatten Dr. Denmger (Mainz), Ingenieur Schiele (Gießen) und RegierungSrat Noack(Darmsiabt) beantragt, bie Eisenbahnbirektion Frankfurt zu ersuchen, bie Persouenwagen des im Sommer um 7.57 vormittags in Alsfelb von Gießen ein- treffenben Güterzuges bis Lauterbach zur Der- fonenbeförderung weiter lausen zu lassen. Dieser Anregung soll entsprochen werben. Stabtältester Schmidt (Nord- Hansen) beantragt, bie Eisenbahnbirektion zu Kassel um Wieber- einführung unb fernere Beibehaltung bet Schnellzuge 49 imb 50 zwischen Berlin unb Kassel zu ersuchen. Dieser Antrag rourbe einstimmig befürwortet, da die Züge sehr stacke Fregnenz hatten und ein Schnellzug mit 8. Klasse aus der betreffenden Strecke fehlt. Geh. Reg.-Rat Dr. Federath-Olsberg unb Fabrikbesitzer Friedt, v. Schenk- AmSberg beantragen, bie Eisenbahnbirektion Kassel zu ersuchen, ein weiteres Tages-Schnellzugsoaat Köln—Berlin über die obere Ruhrthalbahn einzurichten. Vor der Vecktaatlichung wurden diese den Verkehr zwischen London und Petersburg vermittelnden schnellsten Züge nach Berlin gefahren, aber nach der Verstaatlichung plötzlich eingezogeu, unb seitdem entbehren die Anwohner der oberen Ruhrthalbahn eine direkte Zugverbindung nach Berlin. Ter Antrag rourbe einstimmig befürroortet. Schiffsnachrichten. „Red Star ßinie* Antroerven. Der Postdampfer „Rroonlanb" der „Red Star ßmte* in Antwerpen ist laut Telegramm am 24. November wohlbehalten in New-Pock angekommen. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Neligiansqemeinde. Samstag, den 29. November 1902. Vorabend 4.80 Uhr. Morgens 9 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schtiftetklätuug. Sabbathausgang 5.15 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Veligionsyefelllchast. Sabbathfeier am 2 9. November 190 2. Freitagabend 4.00 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.15 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 7 Uhr, abends 4.00 Uhr. Wöchentliche Ukdkißcht dtt Todesfälle mderZtadtGieße». 46. Woche. Vom 9. bis 15. November 1902. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (infl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,09, nach Abzug von 6 Ortsfremden: 10,047oo. Familien Nachrichten. Geboren: Dem Major Wolf von Wurmb in Mainz ein Sohn. Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vie der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom L Lebensjahr: 2.—15. Jahr Neueste Meldungen, vriginaldrahtmeldungen deS Gießener Anzeiger. Kiel, 27. Nov. Hier verlautet, daß die Kreuzer Niobe, Ariadne und Amazone kriegsmäßig ausgerüstet werden, um uachlDeuezuela zu dampfen. r. Gießen, 27. Nov. (Viehmarktbeticht). Auf dem gestrigen Ochsenmackt waren 100 Stück Vieh meistens Jungvieh aufgetrieben. Der Handel war überaus flau, weil es an Reflektanten fehlte. Die Handlet auS der Provinz begehrten besonders schwere Ochsen, die nicht am Mackt waren, kauften jedoch bessere Mittelware, die mit 750—800 Mark weggingen. Leichtere Paare wurden zu 650—700 Mack veckaust, doch blieb der Ochsenmackt überftänbig. — Der Austrieb an Schweinen betrug 1000 Stück, worunter auffallend wenig Ferkel waren. Das Geschäft auf dem Schweinemackt war anfänglich sehr schlecht, da es an Käufern fehlte und die wenigen Landleute sich im Kauf zurückhaltend verhielten, schon in Rücksicht auf die drohende Knappheit in Kartoffeln, bte infolge bes Faulens bieser Frucht allgemein bestirchtet wirb. Erst gegen bas Enbe bes Marktes, nachbem bie Verkäufer bie Tiere billiger anboten, kam ein lebhafter Hanbel zustanbe, bet aber nicht erreichte, baß bet Mackt geräumt rourbe. Es rourben veckaust 3—5 Wochen alte Ferkel 26—36 Mack, bis 10 Wochen alte 40 dis 50 Mack, bis 14 Wochen alte Tiere 55—70 Mack. Lauset kosteten 75—100 Mack, schwerere Tiere dis 140 Mark. (Die Schweine- vreise sinb per Paar angegeben). Nächste Markttage und zwar die letzten in diesem Jahr am 9. unb 10. Dezember (Weihnachtsmarkt). Limburg a. d. 8., 26. Novbr. Frachtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.40 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk^ alteS Korn 00.00 Mk., neues Korn 10.60 Mack, Gerste 8.73 Mk., alter Hafer 7.01 Mk^ neuer 0.00 9JIL, Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Kandel und Nerlrehr. Volkswirtschaft. Berlin, 26. Nov. Ter -Reichsanzeigeck melbet: In bet heutigen Sitzung bes Zentralausschtlsses ber Reichsbank bemerkte bet Porsitzenbe, Reichsdankpräsibent Dr. Koch, baß seit ber Diskonterhöhung vom 4. Oktober bie Lage bet Reichsbank sich wesentlich gebessert habe, insbesonbere sei bie Anlage um Mk. 332 Millionen gefallen. Gegenwärtig fei biete Mk. 37 Millionen kleiner als 1901, Mk. 68 Millionen kleiner als 1899, aber Mk. 72 Millionen größer als 1900. Tie Wechsel allein seien gegen 1901 um Mk. 55, gegen 1900 um Mk. 27, gegen 1899 um Mk. 160 Millionen geringer. Einen erheblichen Posten ber Anlage btlbeten bie biskontierten Schatzanweisungen bes Reichs. Ter Metallvorrat stehe zwar hinter 1901 um Mk. 38 Mill, zuckick, betrage aber Mk. 84 dezw. 161 Mill, mehr als 1900 bezw. 1899. Der Golbbestanb sei, abgesehen von 1901, nur 1894 stärker gewesen. Tie fremben Gelber seien mit Mk. 546 Mill, um Mk. 113 Mill, geringer als im Vorjahre, namentlich bie öffentlichen Guthaben. Der Privatbiskont am offenen Mackt sei roieber auf 3 */e pCt. gefallen. Die Golbbewegungen nach unb vorn Auslanbe seien geringfügig, bie fremben Wechselkurse nicht besorgniserregenb. Zu einer Diskontveränberung liege keine Veranlassung vor. Der Zentralausschuß hatte hiergegen nichts zu erinnern unb genehmigte fobann bie Auszahlung ber Abschlagsbivi- bettbe ber Reichsbankanteile von 1 ■/< pCt. für bas laufenbe Jahr ab 15. Dezember unb stimmte ben Vorschlägen bes Bankjustitiarius in Dresben wegen ber Auswahl von Mitgliebern bes bei ber künftigen Reichsbank-Hauptstelle baselbst zu bilbenben Bezirksausschusses durch den Reichskar^ler xu. Sodann werden noch einige Gattungen Obligationen zur Beleihung im Lornbardoerkehr ber Reichsbank Organe 2(2) 1(D — KD DipbtheritiS 1<1) — — KD Krebs KD 1(1) — Altersschwäche 1 1 — — Lebensfchwache 2(2) — 2(2) — Nierenentzünbung 1 — '— 1 unbet. Ursachen 1 — 1 — Summa: 11 (6) 6 (2) 8(2) 3 (2) Straßburg, 27. Nov. Die Handelskammern M Colmar, Mülhausen und Straßburg richteten an die elsaß- lothringischen Reichstags-Abgeordneten die dringende f&itte, im Interesse der Haltung einer der wichtigsten Industriezweige des Landes mit allen Mitteln dahin wirken zn! wollen, daß der deutsche Reichstag den in der RegierunaS- Vorlage vorgesehenen Zollsätzen auf Baumwolle g a r n e und Baumwollgewebe seine Zustimmung erteile. Die Bedeutung dieser Frage für Elsaß-Lothrrngen ergebe sich aus der Thatsache, daß die Baumwoll-Industrie des Landes in der Spinnerei und Weberei allein rundi 35 000 einschließlich der zahlreichen Hilfs-Industrie wohl annähernd 50 000 Arbeiter beschäftigt und somit eine Gesamt-Arbeiter-Bevölkerung von 100 000 bis 150 000 Personen ernährt. London, 27. Nov. General Botha ist soweit wieder- hergeftellt, daß er im Laufe dieser Woche auf das Land übersiedeln wird. Rom, 27. Nov. Tie katholischen Vereinigungen beabsichtigen, dem Papste beim Lateran einen Ehren-Obe- l i s ke n zu errichten, an welchem auf drei Broncetafeln seine drei Enchkliken über die christliche Temokratie angebracht werden sollen. Tie Enthüllung ist für den 15. Mai nächsten Jahres geplant. Rom, 27. Nov. Die Heeresleitung beabsichtigt die Schaffung von vier Regimentern Garde, deren ständiger Garnisonort Rom sein soll. Rom, 27. Nov. Tas „Giornale d'Jtalia" veröffentlicht eine Unterredung seines Londoner Kvrrespondenten mit einem hervorragenden englischen Staatsmann über die marokkanische Frage. Ter Staatsmann sprach die Ansicht aus, daß Spanien keine Festsetzung einer europäischen Macht an der Küste von Marokko dulden werde. Frankreich strebe vermutlich nach dem Besitz von Tanger, England aber würde die Besetzung Tangers als Casus belli betrachten. Deutschlands Interessen würden es vermutlich an die Seite Englands führen. Italiens Abkommen mit Frankreich werde sich mir auf die Vergrößerung von Algier beziehen. Zürich, 27. Nov. Heute wird Delarey mit Familie erwartet, um die von dem schweizerischen Burenkomitee gesammelten Gelder, etwa 150000 Franks, in Empfang zu nehmen. New York, 27. Nov. Einem Telegramm aus King- stone zufolge hat ein neuer Ausbruch des Souffri e r e stattgefunden. Georgetown mußte geräumt werden Telephonischer Kursbericht« Frank fort a. 31., 27. November 1902. 8*/a% Reicheanleihe . . 101.95 30/g do. ... 91.20 3i/,°/o Konsola .... 101.80 30 /„ do......91.20 31/e°/n Hessen .... 100.00 3 % Oberhessen . . . 99 80 4% Oesterr. Goldrente . . 103.10 4'/,-6 Oesterr. Silberrente 101.30 4% Uncar. Goldrente . . 101.00 40/ Italien. Rente . . . 103.10 4V, % Portugiesen . . . 48.40 3°/ Portugiesen. .... 30.00 1% C. Türken .... — — Türkenlose......121.20 4% Grieoh. Monopol -Anl. 43.85 4XI1% äussere Argentiner —.— 8°/o Mexikaner ...» 23.70 41/e"/- Chinesen .... 90.55 Electric. SoV ackert ... 78.00 Nordd Lloyd . . . . 95.30 Kreditaktien .... 209.75 Diskonto-Kommandit. . . 186.90 Darmstädter Bank . . . 136.50 Dresdener Bank .... 142.20 Ber'iner Handelsges. . . 155 30 Oesterr Staatsbahn . . . 147.90 Lombarden ..... 17.70 Gottharibahn.....180.00 Lanrahütte ...... 199.50 Bochum ....... 165.10 Harpener......165.90 Tendenz: ziemlich fest. Störende Hautleiben, rote Finnen, Rote, AuSfchlag, Pusteln ufro. beeinträchtigen bas schönste Gesicht unb rot-rben burch An- roenbung scharfer Seifen noch verschlimmeck. All«, bie zu Hautstörungen neigen, sollten beshalb 7394 den Rat erfahrener Aerzte befolgen unb nur bie „Patent-Myrrholin-Seifck zum täglichen Gebrauch benutzen. Der Gehalt an Myrrholin unb bessen antiseptischen, neu- bilbenben unb konservierenben Eigenschaften machen biese Seife zu einer, nur einzig in ihrer Art existierenden Gesundheitsseife. Man verlange überall, auch in den Apotheken, rooselbst auch die 400: hochinteressanten Myrrholin-Bilder gratis zu haben sind, nur diej „Patent-Myrrholin-Seife" und nehme keine andere. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die BrUhl’sche Universitäts - Druckerei. Schulstr. 7 Bekanntmachung betr.: Vergebung des Brautlegats der Herz-Baruch-Stistung. Die dreijährigen Zinsen rubr. Stiftung im Betrage von ca. Mk. 250 kommen Ende ds. Jahres zur Vergebung. Bedücktige jüdische Waisenmädchen des Großherzogtums Hessen, roelche verlobt sind und demnächst heiraten, wollen sich, falls sie Anspruch darauf erheben, unter Vorlage ihrer Papiere bis zum 20. Dezember an den mitunterzeichneten Landjudenschaftsvorsteher Hanau wenden. 8242 Gießen, den 25. Nov. 1902. Die Stiftungsverwaltung: Der Provinzialrabbiner Dr. Sander. Der Landjudenschaftsvorsteher E. Hanau. Bekanntmachung. Freitag, den 5. Dezbr. d. I. vormittags 10 Uhr wird ein ber Gemeinde Wieseck gehöriger fetter Bulle auf dem Faselhofe baselbst meistbietend versteigert. Ferner wirb als Ersatz für diesen Bullen ein junger, fprungfähiger Bulle, Sim- menthaler Raffe, zu kaufen gesucht. 8218 Diesbezügliche Angebote wolle man alsbald an bie unterzeichnete Bürgermeisterei richten. Wieseck, 24. Novbr. 1902. Gr. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlab. Kclhlvcrband Gießen-Lahr. Wohlthätigkeits-Berein. 8262 Laut Beschluß vom 26. b. Mts. soll ein Teil ber Ueberschüsse an hiesige arme bebürftige Leute in barem Gelbe verteilt werben unb können Melbungen, nur schriftlich, beim ersten Vorsitzenben, Herrn I. Weisel, Sonnenstraße 6, bis zum 30. b. Mts. eingereicht werben. Der Borstand. Einfach_bafF ist, wer dieVVirkung Dr. Knechts Magenbi her.Sänris- bei Magen-u.Darmbeschwerden kennen gelernt.Grosse Flasche M.2.50, Pro- beflasche M.1.00; überall erhältlich. Sonntag dkn 30. D-okadtt 1902, abend, V-9 Ahr in Steins Garten 8244 Wilhelm Lang, Pumpenmacher. Gießen, den 26. November 1902, 05300 Es ladet hierzu ergedenst ein Der Vorstand. -tflndict-n Hf 8 Gießen, November 1902 8247 Gießener Fischbörse Ztädt. Schlachthaus, Marktplatz 5. Telephon 50. Heute und moraen: 8181 Telephon 50. per Pfund 45, 34 und 20 Pfg. Fst. Seehecht |U WiederverkLnfer Engrospreise. 05809 Louis Bühl Marktplatz 5 iwkrmintd emvfieblt |8104] Otto Schaaf. 8257 8246s Gut möbl. Zimmer «t vermieten. 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