Nr. 252 «rfchetut täglich außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesstsche« Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal in der Woche beigeiegt, RotatwnSdruck u. Verlag der Brü h l'sehen Untvers.-Buch- u. Stein- druck »ret (Pietsch Erden) Medaillon, Erpeditto» und Druckerei: Schnlftratze 7« Vdresie für Depeschenr Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Montag 27. Oktober 1903 152. Jahrgang Zweites Blatt _____ _ Vezng»pret-r & ___V GletzenerAmelgerW General-Anzeiger J ML Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen M?Z v ™ zeigenteil: HanS Beck. Ale heutige Yummer umfaßt 12 Seiten. Kroßherzog und ^audtagsaSgeordneter. Wir erhalten folgende Zuschrift vvm Lan der Meine in Nr. 244 gebrachten Wahlbetrach tunken haben in der hessischen Presse ein teilweise recht kräftiges Echo gefunden. Gehörig in die Krone gefahren ist mein Aufsatz dem Berichterstatter eines Darmstädter Blattes, der in einem giftigen Artikel sich gegen den Abg. Weidner wendet. Weidner wendet sich christlich-sozial. Ob er die großen Gedanken des christlichen Sozialismus sich zu eigen gemacht hat, weiß ich nicht. Jedenfalls ist er, der ehemalige Schuhmacher uno völlige Autodidakt, eine befähigte Persönlichkeit, von dier man spricht, mag man ihn nun rühmen oder tadeln Nicht zum wenigsten durch chn ist der Vogelsberg zu einem politischen Faktor im hessischen Landtag geworden Das muß auch der politische Gegner anerkennen. Mas die persönlichen Beleidigungen, die der Aufsatz des erbosten Herrn Berichterstatters gegen Herrn Weidner enthält, so wird er sich wohl an anderer Stelle dafür verantworten müssen Ich bemerke zu seinen Ausführungen das Folgende: Schon eine Berichtigung aus Nidda stellte fest, daß die Ausnahmen von Großherzoa und Weidner keine Momentphotographien waren, sonoern mit ausdrücklicher Erlaubnis Sr. Kgl. Hoheit erfolgt sind. Abg. Weidner teilt mir nur auf meine briefliche Anfrage mit, daß der ihm bisher unbekannte Photograph Paar ihn an dem treffenden Tage bat, Se. Kgl. Hoheit zu fragen, ob es ihm gestattet sei, einige Aufnahmen Se. Kgl. Hoheit und des Großh. Gefolges vorzunehmeu. Se. Kgl. Hoheit sagte: „Das machen wir gleich, kommen Sie mal mit herunter." (Sie befanden sich im Pfarr- Hause.) Es wurde nun zunächst, wie es der Großherzog wünscyte, zur Erinnerung an Herchenhain, Se. Kgl. Hoheit allein ausgenommen Tann aber rief der Fürst Weidner heran. Uno nun nahm der Großherzog den Arm des Abg. Weidner in seinen linken Arm und in dieser Stellung wurden beide zweimal ausgenommen. Alsdann wurde noch der Ortspsarrer herbeigeholt und mitausgenommen. Weioner steht aus diesem Bilde zur Rechten des Fürsten. Zum Schlüsse wurde dann eine Gruppenausnayme gemacht. Aus diesem Bilde befinden sich Se. Kgl. Hoheit nebst Gefolge, Weidner und die Herchen- hainer Pfarrerfamilie. So liegen die Thatsachen! Doch hören Sie nur weiter! Der Fürst hat nicht Herchenhain besucht, sondern den Abg. Weidner. (Und nicht Crainfeld, sondern den Abg. Schmalbach.) Er hat nicht nur einige Worte mit dem Bürgermeister gesprochen, sondern sich „natürlich" vorzugsweise mit dem Abgeordneten unterhalten, dem sein Besuch galt, sowohl an der Ehrenpforte am Torseingang, im Pfarrhause, wie oben auf der einfamen Herchenhainer Höhe. Ich war damals dabei. Ich lann sogar verraten, was alles Se. Kgl. Hoheit mit dem Landtagsabgeordneten gesprochen hat. Weidner hat auch diesen Großyerzogsbejuch nicht im Wahlkampfe ausgenutzt. Als er mir damals in Herchenhain vorgestellt wurde, äußerte ich zu ihm, der Tag werde wohl recht günstig für seine Wiederwahl im Bezirke wirken. Weidner meinte, vielleicht sei das gerade Gegenteil der Fall. Weidner hat den Besuch gar nicht agitatorisch verwertet, steht auch meinem Aussatz in 9£r. 244 ganz fern. Daß er es setzt thut, kann ihm kein Mensch verübeln. Im Kampfe ist der Hieb besser wie die Teckung. Ter Berichterstatter des Tarmslädter Blattes hat also dem Abgeordneten von Schotten-Laubach eine willkommene Wahlhilfe geleistet. Wenn er aber wieder einmal das Bedürfnis hat, zur Feder zu greifen, so möge er sich das erste Gebot der Bcricht- erftatterfunft recht fest einprägen. Das aber lautet: „Sauge nichts aus den Fingern!" Zum andern möge er bedenken, dag meine politischen Betrachtungen im „Gießener Anzeiger" von der Presse als „wohlinformiert" erkannt worden sind. Wolf-Hart. Deutsches Reich. Berlin, 26. Ott. Der Kaiser und die Kaiserin hatten sich heute bei dem Reichskanzler und der Gräfin Bülow zum Diner angesagt. Unter den Geladenen befinden sich die Generalobersten Freiherr v. Loö und Hahnke, Ministerialdirektor Althoff, Prof. Begas, Geh. Regierungsrat Slaby, Geh. Medizinalrat Prof. Renoers, Prof. Harnack, Prof. Erich Schmidt, Prof. Schiemann. — Wie dem „B. T." gemeldet wird, beauftragte der Kaiser den Londoner Militärattache, Grafen Schulenburg, zu erwirken, daß die Matrosenkapelle der Kaiseryacht „Hohenzollern" Gelegenheit finde, in London zu konzertieren. — Der Kaiser wird nach neueren Bestimmungen am 1. Dezember in Groß-Strehlitz eintreffen, am Tage darauf an den Jagden im Revier des Grafen v. Tschirchky-Benard teilnehmen und am 3. Dezember die Weiterreise antreten. Voraussichtlich wird der Kaiser bei dem Jagdausflug von dem Kronprinzen begleitet sein. Um die erwähnte Zeit findet dem Vernehmen nach die Einweihung der Görlitzer Ruhmcshalle in Gegenwart de§ Kaisers statt. — Für die seit Jahren in Posen geplante Akademie soll ein eigenes Gebäude errichtet werden, in dem wiffen- chaftliche Kurse und VortragS-Cyclen abgehallen werden ollen. — Eine Versammlung deS Bundes der Landwirte in Schwezsenz stimmte, wie aus Posen gemeldet wird, dem Referenten zu, daß in der Zolltariffrage ein vermittelnder Standpunkt einzunehmen sei. Es sei besser, ich mit Erreichbarem zu begnügen, als schließlich auf dem alten Standpunkt verbleiben zu müssen. Ausland. London, 26. Ott. Gestern hat der Einzug des Königspaares in die City stattgefunden. Aus dem ganzen Wege bildeten 30000 Mann Truppen Spalier. Puntt 12 Uhr fetzte sich der Auszug des Königspaares in Bewegung. Der König und die Königin fuhren in der historischen goldenen Kutsche, derselben wie bei der Krönung, gezogen von acht cremesarbenen Rossen. Der Prinz von Wales und der Herzog von Connaught ritten ihnen zur Seite. Aus dem Trafalgar Square wurde dem König von dem Vorsitzenden des Londoner Grafschastsrats eine Adresse überreicht. Beim Eingang an die City wurde das Königs- ?aar unter mittelalterlichem Pomp und Ceremoniell vom Lord-Mayor und feinen Aldermen und Ratsleuten empfangen und beglückwünscht. Um 1 Uhr fand dann offizielles Lnncheon statt. Um 2 Uhr setzte sich der Zug wieoer in Bewegung und kehrte dann in den Palast zurück. Ehe der Umzug stattfand, verbreitete sich das Gerücht, ein Anarchist mit Sprengbomben fei verhaftet ivorden. Thctt- sächlich war ein Mann verhaftet worden, der ein Pfund Schießpulver und eine Schachtel Streichhölzer bei sich hatte. Tiefer Mann ist ein Geistlicher, der einer eigenartigen religiösen Anschauung zufolge als Markthelfer arbeitet und den verdienten Lohn zu wohlthättgenZwecken weggiebt. Tiefen Geistlichen hatte es empört, daß die Kirchen auf ihren Grundstücken Tribünen errichteten, die sie für Geld vermieten, und aus Empörung hatte er sich entschlossen, eine oder zwei solcher Tribünen zu zerstören. Zu diesem Zwecke hatte er sich ein Pfund Pulver gekauft und fich Streichhölzer geliehen. Er wurde vom Polizeirichter kurz verhört und dann wurde die Untersuchung vertagt Zu dem heutigen Dankgottesdienst für die Genefung des Königs in der St. Paulskathedrale war eine überaus zahlreiche Menge erschienen. Trotz strömenden Regens standen in den zur Kirche führenden Straßen Tausende von Personen, die den König und die Königin begrüßten. Zumeist wurden Hymnen und Psalmen unter Begleitung von Militärmusik und der großen Orgel, gesungen. Haag, 25. Ott. Dem Schatzmeister der Buren- generale find aus Holland insgesamt 513000 Fres. zugegangen. Paris, 25. Ott. Der Abg. Meslier wird in der nächsten Kammersitzung einen Gesetzentwurf betreffend die Abschaffung der Todesstrafe einbringen. Konstantinopel, 25. Ott. Türkischerseits verlautet, die Grenzregulirung des Hinierlandes von Jemen und Aden fei infolge unberechtigter eng» lifcher Ansprüche vollständig zum Stillstand gebracht. Wiederholte Bemühungen zu einer Verständigung seien erfolglos geblieben, weshalb auf türkischer Seite wachsende Mißstimmung Platz greife. Englischerseits erklärt man die türttschen Ansprüche auf die seit jeher unter englischem Einflüsse stehenden Territorien für vollkommen und erechtigt.______________________________________________ Aus Stadl und Land. Gießen, den 27. Oktober 1902. ** Der gemeinsame Kandidat der bürgerlichen Parteien für die Landtagswahlen ist der Justiz rat Dr. Gutfleisch. Die Wahl der Wahlmänner findet am Mittwoch statt. Hoffentlich versäumt niemand den ihm als Staatsbürger obliegenden Schritt an die Wahlurne und trägt seinerseits zur Wiederwahl unseres bewährten bisherigen Landtagsvertreters bei. Was Dr. Gutfleisch bisher in feiner Thätigkeit als Mitglied des hessischen Parlaments geleistet hat, das weiß man nicht allein bei uns in Gießen, sondern im ganzen Lande, und es darf wohl schon heute als zweifellos ange- nommen werden, daß durch die Einmütigkeit der ihrer Ehrenpflicht bewußten Gießener Wählerschaft Dr. Gutfleisch fein Mandat wiedererlangt. Gedenktage. Am 28. Oktober 1754 starb in seiner Vaterstadt Hamburg der Dichter Friedrich von Hagedorn. Sein Verdienst war, Lied, Fabel und Erzählung aus reineres Gefühl und natürlichere Darstellung zurückgeführt zu haben. Seine Gedichte sind vielfach komponiert und in Sammlungen, Jugendfchriften und Deklamierbücher aufgenommen, z. B. „Johann der muntre Seifensieder" u. s. w. •• Hofnachrichten. Au§ Darmstadt wird uns geschrieben: Prinz Heinrich von Preußen ist gestern vormittag 10 Uhr 4 Min. mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug von Blankenburg über Frankfurt hier eingetroffen und besuchte nachmittags mit dem Großherzog und Familie die Nennen auf dem Weiterstädter Exerzierplatz, woselbst Prinzeß Heinrich den Siegern die Preise selbst überreichte; abends besuchten sämtliche Herrschaften das Hos- theater, wo aus Allerhöchsten Befehl „Tannhäuser* gegeben wurde. - Rendant und Beigeordneter Grüneberg Am Sonntag Abend verschied nach längerem Kranksein der Beigeordnete der Stadt Gießen, Rendant Carl Grüneberg. Der Verstorbene hat ein Alter von 76 Jahren erreicht. Er trat mit 14. Jahren in den Dienst der Prooinzialdirektion Oberheffen und bekleidete nacheinander die Stellen eines Gehilfen und Protokollführers bei der Verwallung der Provinz und des Kreisamts. Bei seinem Ausscheiden aus dem Dienste wurde ihm die Verwaltung der Provinzial- und Kreiskasse übertragen, außerdem versah er Rechnerstellen an verschiedenen Kassen (Geistliche Witwenkasse, Provinzial-Schulfonds, Land- judenschaft, Gemeinde Heuchelheim u. a.), sowie die Ver- waltuna größerer Privatvermögen. Im Jahre 1877 wurde Herr Gruneberg in den Stadtvorstand gewählt; am 14. Januar 1892 wählte ihn die Stadtverordnetenversammlung zum Beigeordneten; dieses Ehrenamt wurde ihm nach Ablauf der s echsjährigen Dienstzeit im Jahre 1898 zum zweiten Male übertragen. Am 1. Dezember v. I. konnte Herr Grüneberg fein 60jähriges Dienftjubiläum feiern; sein in Kürze bevorstehendes 25jähriges Jubiläum als Mitglied des Stadtvorstandes zu feiern, mar ihm leider nicht mehr vergönnt, der Wunsch auf baldige Genesung, dem Bürgermeister Mecum noch in der letzten Stadtverordnetenversammlung Ausdruck gab, ging nicht in Erfüllung. Seine Thätigkeit im Dienste der Stadt Gießen, an deren Aufblühen er allzeit regen Anteil nahm und redlich daran mitarbeitete, werden ihm ein dankbares Andenken der Bürgerschaft und seiner Kollegen int Stadtvorftande sichern, besonders sein Wirken in der Finanzkornmifsion und in der Juristischen Kommission. — Die Verdienste, die sich Rendant Grüne-» berg während feiner langen Laufbahn in seinem Berufe wie in seinen Ehrenämtern erworben, wurden auch anerkannt von unserem Landesherrn, der ihm bereits vor zehn Jahren das Rittertteuz 2. Kl- des Verdienstordens! Zhilipps des Großmütigen und zehn Jahre später die Krone zu diesem Orden verlieh. "Zahlt die Steuern! Alle Wähler, die mit dem zweiten Ziel der Staatssteuer oder, falls sie zu einer solchen nicht herangezogen sind, mit dem dritten Ziele der Gemeindesteuer noch im Rückstände sind, müssen, falls sie ihr Wahlrecht ausüben wollen, spätestens bis zum nächsten Mittwoch den Rückstand abführen und der Wahlkommisfion durch Vorzeigung der Steuerquütung nachweisen, daß die Zahlung erfolgt ist. " Zu den Landtagswahlen. In Gießen wurde gestern ein Zirkular der Sozialdemokraten vetteilt, das einen Thätigkeitsbericht der Abgeordneten über die letzte Session enthielt. — Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Im 13. Wahlbezirk Darmstadt-Groß-Gerau — Mittelpunkt Wolfskehlen-Dornhcim — in welchem bis jetzt der national- liberale Abg. Backes, vom Bund der Landwitte der Bürgermeister Sensfelder-Büttelborn und von den Sozialdemokraten der Kassier Friedrich ausgestellt ist, kandidiett jetzt auch noch der Darmstädter Stadtverordnete Schupp, welcher f. Zt. große Propaganda für die Bahn Darmstadt—Oppenheim gemacht hatte. Sch. ist in Griesheim geboren und gehört keiner Pattei an. Wahrscheinlich wird aber diese Kandidatur durch die damit eintretende weitere Zersplitterung den Sozialdemokraten zu Gute kommen. — Die dem akratische Partei in Mainz veröffentlichte gefiern einen Aufruf, in dem die demokratischen Wähler nachdrücklich aufgefordett werden, für die Wiederwahl der beiden Abgg. Dr. David und Haas einzutreten. " Personalien. Der Prinz Ludwig von Battenberg, seither Geschwaderchef im Mittelmeer, ist zum Chef des Admiralstabs der Königl. Großbritannischen Marine ernannt worden und wird seinen neuen Posten Mitte nächsten Monats antreten. " Diebstahl. Ein Schüler entwendete einem Kameraden zehn Mark, kaufte dafür Messer und ähnliche Sachen und vergrub den Rest im Gatten. Der Bube wurde aus der Schule entfernt. •• Spaziergänger brachten uns von ihrem geftrigen Ausflug sog. „Mai-Kätzchen", knospende Weiden, mit. Es ist eine merkwürdige Eigentümlichkeit unseres heurigen Herbstes, daß trotz der kalten Witterung soviele Beobachtungen gemacht werden, die an den Frühling bezw. den Sommer erinnern. Vielleicht löst uns em naturkundiger Leser dieses Rätsel. " Der gestrige Sonntag fühtte sich in Bezug auf das Wetter so votteilhaft ein, daß noch mancher Ausflug unternommen werden konnte. Die Gelegenheit wurde denn auch ausgiebig benutzt, und den Ausflugspunkten der näheren- und weiteren Umgebung wurden zahlreich Gäste zugesühtt. — In der Stadt selbst bildete am Vormittag das Promenaden-Konzert der Regimcntsmusik den Mittelpunkt, um den fich 1. Musikliebhaber im Allgemeinen, 2. Liebhaber guter Gratismusik, 3. die Vertreter des Phillstettums, 4. Studenten aller Farben und Semester und (man verzeihe unserem ungalanten Berichterstatter die Aufzählung an letzter Stelle) 5. die jungen Damen, aller die Bezeichnung „jung" vertragenden Altersklassen, bewegten. — Der katholische Gesellenverein feierte fein 5. Stiftungsfest in Steins Saalbau. Es ist selbstverständlich, daß bei den vorzüglichen Kräften, über die der Verein verfügte, der Abend für alle Teilnehmer (und es waren sehr viele) zu einem genußreichen fich gestattete. — Einer der ältesten Gesangvereine, die „Har- monie" beging am SamStag abend sein 56. Stiftungsfest im Cafe Leib. Auch hier boten die Sänger, Theater-Dilettanten und Tänzer beiderlei Geschlechts vorzügliches. — In Annero d fand Nachkirchweihe statt, zu der sich natürlich auch viele Gießener eingefunden hatten. * * Stadttheater. Am Dienstag wird die beim ersten- mate mit großem Beifall aufgenommene W. Mannslaedt'sche Gesangsposse, r2)er Stabstrompeter*, als 4. volkstümliche Vorstellung wiederholt. — Mittwoch gelangt zum ersten male die Novität, »Der Ausflug ins Sittliche", Komödie m 4 Akten von Georg Engel, Versasier von „liebet den Wassern", zur Aufführung. ~ Der Gesangvere in »Harmonie' feierte am Samstag im Saale des Lass Leib sein 56jährige8 Stiftungsfest. Vor dichtbesetztem Hause wickette sich das Programm ab, das an Reichhaltigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Waren doch außer den verschiedenarttgen Gesangspiecen sogar Vorttäge für Zttherchor und Mandolinen geboten, da sich unter den zahlreichen Freunden des festgebenden Vereins auch der Zitherverein »Alpenröschen" befand, der mit seinen Zugaben aufwartete. Und dann das Theater. — Die Harmonie kann sich wirklich zu seinem Spielerpersonal Glück wünschen, sie kann sich auch auf diesem Gebiete hören lassen. Es wurde denn auch bei keiner Programmnummer an Beifall gekargt und der Verein kann mit der Anerkennung des Abends zufrieden sein. • * 91 enberung deö Omnibusverkehrs. Wegen der Kanalisationsarbeiten werden bis auf Weiteres die Om- nibusie der Grünbergersttaße durch die Schanzenstraße—Westanlage—Bahnhof verkehren. " Wild arme Jagdgründe. Bei Oppenrod sagten am Freckag von vormittags 10 Uhr bis zu Abend zwölf Jäger mit neun Hunden, die in zwei Wagen angekommen waren. Zur Unterstützung hatte man vier Treiber angenommen. Die Jagdbeute bestand aus vier Stück Hasen. (Tant bruit ponr une omelette 1) )( Lollar, 26. Okt. Heute mittag kurz nach 1 Uhr brachen zirka 60 Turner nach dem schönen Lumdathal auf. Mit Tambours an der Spitze ging es an Staufenberg vorbei durch Mainzlar bis Treis, wo eine Erfrischung eingenommen wurde. Von da ging es roeiter durch Allendorf an dem schönen Wiesenthal vorüber bis Londorf, wo Rast gemacht wurde. Ein guter Imbiß war sofort zur Stelle und nach kurzem Aufenthalt konnte der Morsch fortgesetzt werden. Vergnügte Turnerlieder singend ging es nach der Station Londorf und mit der Lumdabahn nach Haus zum Vereinslokal, wo noch ein Abschiedsschoppen getrunken wurde. V . Kirch-Göns, 25. Okt. Unsere neue Haltestelle wird je nach der Ferttgstellung der Arbeiten am 1. Dezember oder 1. Januar eröffnet Die Gemeinde zahlt zu den Gebäulichkeiten u. s. w. 12 000 Mk. a. Lich, 26. Okt. Ein Begnadigungsgesuch für den, von der Sttafkammer zu Gießen oerurteüten Bürgermeister Heller ist von hiesigen Bürgern abgesandt worden. Das Begnadigungsgesuch hat 400 Unterschriften gefunden. -h- Burkhards, 25 Okt. Heute Nachmittag ereignete sich an dem Neubau unseres SchulhauseS ein Unglücksfalt Fünf Maurergesellen auS Ober-Lais bei Nidda, meist Familienväter, waren an der Hinterwand im zwecken Stockwerk beschäftigt, als plötzlich ein Querbalken, der in der Mauer befestigt war, brach und im Nu das Gerüst zusammenstürzte. Die Personen sielen aus bettächtticher Höhe herab, Bretter, Stangen und Speiskübel auf sie. AuS vielen Wunden blutend wurden die Verunglückten von anderen Handwerkern in Nachbarhäuser verbracht und sofort ein Eilbote zu dem im benachbarten Gedern wohnenden Kreisarzt gesandt. Immerhin dauerte es geraume Zeit, bis beu verunglückten Leuten ärztliche Hilfe zu Teil würbe. Einem Schwerverletzten hat ein Speiökübel bie Brust gequetscht, ein anberer Mann hat einen Schlüsselbeinbruch bavongetragen, bie übrigen haben Verletzungen am Kopfe ic. Der Arzt hatte vollauf zu thun, bis bie Leute verbunben waren. Die Schwerverletzten bleiben vorläufig hier. Wie man hört, wird auch bie Staatsanwaltschaft bie Unglücksstätte besichtigen. 8 Bermuthshain, 26. Okt. Dieser Tage erlegte Forstwart Dillemuth am sog. Großen Rothebachteich einen prächtigen Fischablcr. — Der einzige Reklamant hat seine Reklamation gegen bie zweite Wahl bes zum Bürgermeister unserer Gemeinde gewählten Drehermeisters Friedrich Jost beim Provinzialausschuß zurückgenommen, und es dürste daher die Bestätigung des mit großer Majorität Ge- wähtten in Bälde erfolgen. g. Friedberg, 26. Ott. In einer von Freiherrn von Leonhardi zu Groß-Karben und Schiedsgerichtssekretär Scherf aus Gießen in das Hotel Trapp dahier einberufenen Versammlung der oberhessis chen Mitglieder des hessischen Zweigvereins der Gesellschaft für soziale Reform wurde heute nach einem Vortrag des Herrn Scherf über Zweck und Ziele der Gesellschaft für soziale Reform bie Sektion Oberhessen endgiltig begründet. Die vorgelegten Satzungen wurden nach kurzer Beratung angenommen. Zum Vorsitzenden wurde Freiherr v. Leonhardt, zu desien Stellvertteter Pfarrer Schlosser in Gießen, zum Schriftführer Sekretär Scherf, zum Schatzmeister Fabrikant Gg. Schuchard in Gießen, zu Beisitzern Bürgermeister Sandmann in Friedberg, Bürgermeister Kromm in Schotten, Pfarrer Dörr in Ober-Ofleiden gewählt, und dem Vorstand das Recht der Zuwahl erteilt Zur Gewinnung von Mitgliedern soll ein Aufruf verdrecket werden. Auch sollen in den Städten der Provinz Vorttäge gehalten werden. Es konnte die erfteuliche Mitteilung gemacht werden, daß sehr wahrscheinlich Staatsminister Frhr. v. Berlepsch, Exc. im Laufe des Winters in Gießen einen Vortrag halten werde. Außerdem sind die Herren Dr. F u l d und Dr. Frenay in Mainz, Scherf-Gießen zu Vorttägen bereit Endlich wurde beschlossen, der WohnungSftage naher zu treten, und der Vorstand beauftragt, bie hierfür in Ober- Hessen bestehenden Bedürfnisse und die zu ihrer Befriedigimg geeigneten Wege zu studieren, und der nächsten Versammlung darüber Vorlage zu machen. == Darmstadt, 26. Okt Dienstag, den 28. d. MtS. beginnt die Landessynode ihre zehnte Tagung. Nach der Eröffnung mrrb sie sich zunächst zu beschäftigen haben mit Wahlprüfungen, Verpflichtung neuer Mitglieder, und der Wahl des 1. Präsidenten und eines Schriftführers sonne AuSschuh- mckglieder. Darnach tritt sie in den materiellen Teil der Geschäftsordnung ein und zwar 1. mit der Vorlage des OberfonfiftoriumS'betr. das Kirchenbuch, 2. Vorlage des Ober- konsistoriums bett. Zustände x. der ev. Kirche 1895 bis 1899, 3. Antrag Wahl u. ®eiu, bett, kirchliche Statistik, 4. Anttag Weiffenbach, bett. Bestimmungen, die sich auf die Konfirmation beziehen, 5. Anttag Dingeldein, bett. Tienstbezirke der Pfarrämter, 6. Anttag Hildebrand u. Gen., bett, die Dauer der Katechismuslehre, 7. Antrag Wahl, bett, die Volkszählung in 1900, 8. Antrag Fink-Wahl, bett, den kckchlichen Nachweis ortsfremder Personen, 9. Gesuch des Pfarrers Gombei und 19 Genoffen, bett, die Dtsziplinar- verhältniffe der Geistlichen als ReligionSlehrer. Ten Schluß bildet der Anttag Fink-Wahl, bett, die Organistgehalte. Die von dem Abgeordneten Wahl-Langen eingercichten beiden Interpellationen wurden zurückgezogen, da sie chre sachlichen Erledigungen gefunden haben. Worms, 25. Okt Infolge der Vermählung des Frei- frfadem Alice von Heyl zu Herrnsheim mit Oberleutnant Edler von der Planitz aus Darmstadt zeigten, wie wir in der ,W. Ztg.* lesen, die Sttaßen unserer Stadt während der Mittagsstunden durch die Auffahrt der zahlreichen Hochzeitsgäste ein buntbewegtes Bild. Insbesondere war der Marktplatz von zahlreichen Zuschauern besetzt. Die Trauung selbst wurde von Pfarrer Eschenroder vollzogen, das sich anschließende Hochzecksmahl fand im Schlöffe zu Herrnsheim statt. Die TuöerLulosenkonferenz. Berlin, 26. Okt Ter internationalen Tuberkulose-Konferenz ist folgendes Telegramm des Kaisers zugegangen: „Ich spreche dem Internationalen Zentral-Bureau zur Bekämpfung der Tuberkulose für den freundlichen Gruß meinen besten Tank aus. Ich freue mich, daß es gelungen ist, durch die Begründung des Internationalen Zentralbureaus einen festen Stützpunkt für das gemeinsame Vorgehen aller Kulturländer gegen die verheerende Volksseuche und zugleich ein neues Bindeglied für bie civilisierten Vö IFer mit ihren auf die Wohlfahrt der Menschheit gerichteten Bestrebungen zu schaffen. Mein lebhaftes Interesse und meine wärmsten Wünsche begleiten die treue und segensreiche Arbeit der in diesem Kampfe stehenden Vertreter von Wissenschaft und Praxis. W i l h e l m." Außerdem sind telegraphische Simbgebungen von der deutschen Kaiserin, dem Präsidenten der französischen Republik, den Königen von Schweden, England, Belgien und Dänemark, sowie dem Bundespräsidenten der Schweiz ein* getroffen. Tie gestrige Nachmittagssitzung bedeutete den Höhepunkt der Verhandlungen, da sie die in der letzten Zeit lebhaft erörterte Frage des Zusammenhanges zwischen der Tuberkulose des Menschen und des Tieres behandelte. Ter Präsident des Kaiser!. Gesundheitsamtes, Köhler, gab, auf eine Fülle von Litteratur-Angaben gestützt, einen Ueberblicf über den gegenrorätigen Stand der Frage von der UebertragbarFeit der Rinder-Tuberkulose auf den Menschen. Professor Koch hat auf Grund seiner Experimente die sensationelle Behauptung ausgestellt, daß die tuberkulöse Erkrankung des Menschen und Ker Rinder zwei verschiedene Krankheitsprozesse darstellen und selbst eine sorgfältige Nachprüfung seiner Versuche durch eine besondere Kommission beantragt Die Arbeiten dieser Kommission sind indessen noch nicht zum Abschluß gelangt Was an anderweitigen Untersuchungsergebnissen bis jetzt an die Öffentlichkeit kam, ist na^ feiner Richtung hm absolut beweisend. Tie Beobachtungen in Oberbayern und H essen hatten ein negatives Ergebnis. Die Debatte über die Frage war äußerst lebhaft. Hervorragende Kliniker und Hygieniker nahmen b.as Wort, um ihre Stellung zu der Frage zu bekunden. Tie Mehrzahl der Redner nahm einen von Koch abweichenden Standpunkt ein, trat für die Gleichheit der menschlichen und Tiertuberkulose ein und riet, es bei den jetzt üblichen Vorsichtsmaßregeln zu belassen. Pros. Dr. Koch selbst wandte sich in scharfer Weise gegen einige der Redner, die seine neue Methode angegriffen hatten, und trat nochmals mit allem Nachdruck für feine Anschauung ein: Tas bisher vorliegende Material könne zur Beweisführung nicht herangezogen werden. Ein Renommierfall sei die angebliche Erkrankung von sechs jungen Mädchen unter dreizehn in einem Pensionat an Schwindsucht. Man schob ohne weiteres die Schuld auf die Milch. Später stellte sich aber heraus, daß die Milch gar nicht von den Erkrankten, fonbem vom Dienstpersonal genossen war. Ter Fall beweise also gerade das Gegenteil. Weitere 28 Einzelfälle, die bisher gegen ihn ins Feld geführt, seien ebenfalls nicht beweisend. Bisher sei noch nicht ein einziger Fall schädlichen Einflusses tuberkulöser Milch auf den Menschen einwandfrei nachgewiesen. Tas Hauptaugenmerk ist nach alledem zukünftig auf die Sammlung einwandfreier Fälle zu richten. Hier können von großem Nutzen die Beobachtungen von Tierärzten fein an Orten, wo lange Zett Milch von Eutertuberkulosen Kühen genossen wurde. Tie Kaiserin empfing gestern abend eine größere Anzahl der Konferenzteilnehmer im Schlosse zu einer ein* stündigen Audienz. Sie unterhielt sich mit verschiedenen Herren zum Tell in der Sprache ihres Heimatlandes und bekundete für die Bestrebungen der Tuberkulosekonferenz ein reges Interesse. Besonders lebhaft betonte die Kaiserin die Notwendigkeit, für bie kranken Frauen und Kinder Sorge zu tragen. Am Abend vereinte ein Festmahl die Mitglieder der Konferenz. Das Kaiserhvch brachte der Verkehrsminister Budde aus. Er wies ausdrücklich auf das große Interesse hin , das er als Verkehrsminister an den Bestrebungen der Tuberkulosevonferenz habe. In der heute vormittag unter Vorsitz des Professors v. Leyden stattgehabten Sitzung wurden die Verhandlungen über verschiedene Arten der Unterbringung von Tuberkulosekranken fortgesetzt. Es sprachen llnterberaer-Peters- bürg, Gebhart Lübeck, Dumarest-Hauteville und Turban- Davos. Eine längere Diskussion riefen die Turbanschen Ausführungen über eine einheitliche Untersuchungsnomen. Hatur und eine einheitliche Klassifikation der Lungentuberkulose als Grundlage internationaler Verständigung hervor. Battlehner-Karlsruhe brachte im Auftrage der Groß. Herzogin von Baden dem Wunsche Ausdruck, daß die in Baden bereits weitverbreiteten Kochkisten für Haushaltungen in Arbeiterfamilien immer wetteren Eingang sinden, in denen morgend ca. 30 Minuten angekochte Speisen in die Listen gestellt werden, wo sie vollständig gar werden, sodaß später bie von der Arbeit tzeimckehrenben Familien ein schmack- und nahrhaftes Essen vorfmD«r xaf Schlußvortrag hielt der Tirektor des Vejleftord-Sanato- riums, Saugmann, der dafür eintrat, daß der Kampf gegen die Tuberkulose nicht ein Kampf gegen bie Tuberkulösen werden baraf. Nachdem heute vormittag die Sitzung des engeren Rates abgehalten, fand heute nachmittag die Schlußsitzung unter Vorsitz Brvuardels statt. Kultusminister Tr. Studt gab seiner Freude über den Verlauf der Konferenz Ausdruck, bie dazu beitragen möge, die wissenschaftliche Erkenntnis zu klären und sie zum (Gemeingut aller zu machen. Was zur Weiterführung der angegebenen Anregungen und Turchsührung der Beschlüsse der Konferenz geschehen könne, werde Geaenstcntb sorgfältiger Erwägung auch der Regierung sein. Brouardel dankte hieraus namens der auswärtigen Mitglieder für das ihnen entgegengebrachte Wohlwollen, rühmte die deutschen Einrichtungen und das' methodische Zusammenarbeiten und erkannte die Verdienste des Reichsversicherungsamtes an. Hierauf mürbe; die Konferenz geschlossen. Sport. (:) Darmstadt, 26. Ott. Tie heute auf dem Weiter^ ftäbter Exerzierplatz ftattgeljabten Herb st rennen des Hessischen Reitervereins erfreuten sich eines guten- Besuches und wurden auch durch die Anwesenheit des Groß- Herzogs und feiner hohen Gäste, des heute vormittag, von seiner Jagdreise zurückgekehrten Prinzen Heinrichs von Preußen und seiner lieblichen Gemahlin, der Prin-i zessin Ludwig von Battenberg und Kindern aus-^ gezeichnet; auch „unser Prinzeßchen" sowie ihr Vetter Prinz Sigismund, der Sohn des Prinzen Heinrich nahmen an dem sportlichen Vergnügen teil. Anwesend, waren ferner die General- und Flügeladjutanten, der preußische und russische Gesandte, verschiedene Regimentskom- manbeure. Vorwiegend war selbstverständlich das Offizier- lorps der Reiterregimenter vertreten. Das vormittags noch von herrlichem Sonnenschein begünftigte Herbstwctter hatte sich nachmittags getrübt; ein grauer Nebelschleier hatte sich über das ganze Rennfeld zusammengezogen, sodaß man bie einzelnen Paare nur sehr schwer verfolgen Eonnte; bie! Rennen selbst verliefen glatt und rasch ohne nennenswerten Unfall. 1. Pallaswiesen-Jagbrennen. 3 Ehrenpreise für vierjährige unb ältere Pferbe. Distanz ca. 3500 Meter. 1. Leutn. Günthers, Trag.-Regt. Nr. 24., a. br. W. „Gun-Runner". Retter: Besitzer. 2. Rittmeister Frhr. von Reitzenstein, Abi. b- 21. Cav.-Brig. 5j. Fuchs-St. „Thalie".' Nach schönem Rennen sicher gewonnen; Ober!. „Zech" ging mit Westwind zwar als zweiter unb Leutn. v> Sydow auf Graf von Limburgs Higyland-Reel als britter durchs Ziel, beide wurden aber biftanciert, weil sie eine Flagge ausgelassen hatten. Leutn. von Sydow hatte sich am Graben von seinem Pferde getrennt, kam aber alÄald wieder m das Feld. 2. Hunter-Jagdrennen. 3 Ehrenpreise. Für Pferde, welche 1900, 1901 und 1902 weder im Jagd- noch un Hindernisrennen um einen Geldpreis gestartet sind. Tistt 3000 Meter. 1. Leutn. v. Urfts, Drag^Rcgt. 24 a. H.-St. „Dcry- Smart". 2. Ober!. Frhr. p. Bellersheims, Drag.-RegL 24 „Creeping Stofe". 3. Rittmeister Ritter von Lößls, Drag.- Regt. 24, 6j. br. St. „Schwalbe"'; Retter: Leutn. v. Negenborn. 9äir drei liefen- Ueberraschender Ausgang. „Creeping Rose"" war sichere Erste, wurde daher von chrem Retter kurz vor dem Ziel verhalten und darauf von der sehr schneidig herangerittenen „Bery-Srnart" trotz heftiger Gegenwehr um Hals länge sicher geschlagen. „Schwalbe" hatte wiederhott bie Hindernisse resüssiert unb kam nicht ins! eigentliche Rennen. 3. Weiterftäbter Jagdrennen. 3 Ehrenpreise. Für „Chargen- resp. Tienstpferde", bie gegen Empfang von Pferdegeldern eingestellten Pferde von Jnfanterie-Lfsizieren im Besitz und geritten von aktiven Offizieren. Distanz 2500 Meter. 1. Leutn. von Nolles, Man.-Regt. Nr. 6. 2. Leutn. von Steuden, llL-Regt. Nr. 6 a. schbr. W.,Hagen". 3. Leuttu Günthers, ‘Z.ragXRegt Nr. 24, a. sch. W. „Tippe-Tipp"^ 4. Leutn. Broichers, Drag--Regt. Nr. 23, a. F.-W. „Rheinstein". Neun liefen und blieb das ganze Feld durch daS Rennen geschlossen; kurz vor dem Ziel wurde Hagen um Halslänge geschlagen. Ter Dritte und Vierte dichtauf von Ginanths ,Aauseudkünstier" war im halben Rennen ausgebrochen. 4. Tresckow-Jagdrennen. 3 Ehrenpreise. Für Pferde, welche 1900, 1901 unb 1902 keinen Geldpreis von 500 Mark oder mehr auch als zweite ober brüte usw. gewonnen Haden,. unb im Jahre 1900 minbeftens zweimal hinter der Meute des Hess. Rettervereins vom Anlegen bis Halali gegangen sind. Distanz von 4000 Meter. L OberL v. Schmelzing und Wernsteins Drag-Regt. 23, a. d- W. „SBoban". 2. Ot. Graf von Limburg-S-tyrumS Regt. 24, a. d. W ,Maskendall". 3. Lt. Frhr. v. Fritzels Feld-Art.-Regt. 25, a. f. St. „St. Angele". Fünf liefen. Nach heftigem End kämpf sicher gewonnen. — Tie Preisverteilung nahm Prinzeß Heinrich von Preußen persönlich vor. Zandel und Verkehr. Uolksuilrlschafl. — In der llonkursmaffe der Zigarreufabrtt L. Lpar itt Darmstadt liegen etwas über 8 Prozent. Märkte. Grüuberg, 25. Oktober. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 15.46 bis 15.60 Mk., Korn 14.00 bis 14.25 M, Gerste 13d0 bis 00.00 Mk., Haier 13.50 bis 14.06 Alk- Erbsen 15.40—16 Mk^ Linsen 00.00 DU., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00—00.30 Mk., Kartoffeln 0.00 bis 0.00 DU. fc. Frankfurt a. M., 27. Okt. tTelegr. Orig-Bericht de» .Gieß. SUu/). Amtliche Nockerungen der heuckgen Biehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 412 Ochsen, 154 auS Oesterreich, 42 Bullen, 1 aus Oesterreich, 774 Kühe, Fersen, Stiere und Ruider, 0 aus Oesterreich, 243 Kälber, 526 Schase und Hammel, 1135 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen». 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen l.Oualckat 70—71‘Ult, 2. Qual. 65—67 Tit, 3. Dual. 61—63 DU.; Bullen 1. CuaL 62 bi» 64 DU., 2. CuaL 58—60 DU.; Kühe 1. CuaL 64—66 DU., 2. CuaL 61—63 DU., 3. CuaL 61—53 DU, 4. CuaL 42—44 9JIL, 5. CuaL 00—00 DU. Kälber: 1. Cualltät80—82 Pkg., Lebendgewicht 50-00 Pf-, 2. CuaL 75—77 Psa., Lebendgewicht 46—48 Psg., Schlachtgewicht 63—66 Psg., Schale: 1. CuaL Schlachtgewicht 63—65 Psg., 2. CuaL 50—61 Pig., 3. CuaL 00—00 Psg.; Schweine 1. CuaL 68 Psg., Lebendgewicht 53 Pfg^ 2. CuaL 67 Psg., Lebendgewicht 52Psg., 3. CuaL 00-00 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pig. - Geschält: bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Kletnoieh gut. Alles Dcrfauft. fc. Frankfurt a. 27. Okt. lOrig.-Telear. des „Gießen. Sliu.") Amtliche Notierungen der heuckgen Fruchtmarklpreise. Weizen DU. 15.50—15.75, Kurheiiljcher DU. 15.75—16.00, La Plata DU. 17.25—17.50, Kansas DU. 17.25—17.50, Roggen (hieslger- Marktstrasse 9 7552 Gegründet 188O< Grösstes und billigstes Schuhwarenhaus. Allein-Verkauf der berühmten „Herz“-Schuhwaren. Die am 25. d. Mts. erfolgte glückliche Geburt einer 04809 Tochter zeigen ergebens! an M. Selzer und Frau Kgl. Wit.-Zrtteud.-SeLretLr a. I. Gssie Schwee sisid biSBäger siSs schlechte! Keine Schund wäre billiger als jede Konkurrenz zu verkaufen. R »> Ehr enpreise. M der im Jaz- noch gestartet fia Tift 87 y spar ii rerrfab^ - sW AbKLF vHL'4 f)|eit / Stiere } sui^at, icj L »^3 SS» ‘‘uJSj #b§4 h91’ ZLZ h""£ tS.Ä 9 ^ute vorinittaa ^ren Heinrich. etn*, der M Andern^ 1 Jg« ihr ^ttei 1 Prmzen Heinrich -n teil. AnweseL jutanten, der pr^ Regimentskoin. 'dllch das Offizier, as vormittags noch . Herbstwetter hatte 'elschleier hatte sich 3eJ, sodaß man die oigen konnte; die hne nennenswerten en. 3 Ehrenpreise mz co. 3500 Meter. Kr- 24., i bt & ttmeister Frhr. vor Fuchs-St. „Thalie". Lberl. „Zech" ging mtn. v. ^dow ans dritter durchs Zieh t eine Flagge ans- tte sich am Wz alsbald Wicker r 65 SE M ns, Drag-Regt. 24 von Löfls, Trag.« x: ^egen- r Lch-W r von ihrem W auf von der (n :t" trotz heftige lagen. „Ähivck^ iert und üuu nchi en. 3 Ehrenpreise. gegen Empfang von fnfanterie^ffizieren Offizieren. Distanz Nr. 6. 2. Saito ’ ^agen". 3. Seuto l mud- tzagw « uü Vierte dichM w halben Rennen , Grenpreife. M mm Geidpreis 6« . oder dritte m mindestens ub’S .in§ Drag^si- - 8®efe Kohlenkasten <0^ »» dreiteilig 7818 eto. etc. 7559 Bachenheimer & Schaumberger Marburgerstraße 22. preiswert zu verk. Wallchorstr. 48. Baumaterialien. Benor Sie Ihren Bedarf In Kohlen aller Art, Brennholz Sonne alle zu der Bau- Mlaterialien-Branche gehörigen Vx/ Artikeln decken, verlangen Sie Rechtzeitig Preisofferte, da C> oaks, sowie Kohlen im Kommenden Winter erheblich auffchlagen. Reelle Bedienung. Billigste Tagespreise. Jul. 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Summa: 12 (6) 10 (6) 2 — Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel her Todesfälle in der betreffenden Krcmkhett auf von auswärts nach Ließen gebrachte Kranke kommen. Universitäts-Nachrichten. — Die Universitätsfeier zu Münster L W. Die Erhebung ifet Akademie Münster zu eurer Universität wurde am Samstag, me roir schon in unserem heutigen Morgenblatt mugelem habm, estlich begangen. Die neu errichtete rechts- und staatswrffenschaft-- iche Fakultät promovierte nach ihrer Gründung den Rerchskanzler Arafen Bülow zum Ehrendoktor. Der Dekan der cheologl- chen Fakuttät verkündete die Ernennung folgender Herren zu Ehrendoktoren: Pater Denisle, Pater Kranz Ehrle, Dom- lapitular Schnüttgen-Köln, Domchor-Dlrektor Schmch-vttmster und Pfarrer Falb Kleinwinterstein der Mainz. Der Dekan der philosophischen Fakultät verkündigte die Ernennung fo5 ;ender Herren zu Ehrendoktoren: Kurator der Universität Ober- -räsident von der Recke, Fürst Salm-Horstmar, Oberlandesgerichts, cat Dr. Hollgreoen-Hamm, Landeshauptmann Holle und Oberbürgermeister Jung blut. schien gegen TI Uhr einer Einladung folgend tm Preßklub. Unter den Erschienenen befanden sich Sudermann und Ludwig Fulda. Die Kgl. Theater waren durch Hof- rat Blank und Oberregisieur Grube vertreten. Auch bte Reichstagsabgg. Brömel und Pachnicke sowie ennge .Denen von der englischen Botschaft und mchrere deutsche Offtzrere hatten sich eingefunden. Ludwig Fulda begrüßte den Gast, worauf Sarah Bernhard einige Dankesworte sprach. Bonn a. Rh^ 27. DEL Prinz Eitel Friedrich ist hier eingetroffen. Zur Begrüßung am Bahnhof hatten sich der Kronprinz, sowie die Chargierten des Corps Borussia eingefunden. Eine nach Tausenden zählende Menschenmenge brachte dem Prinzen Ettel HurrahS dar. Die Immatrikulation des Prinzen Eitel Friedrich erfolgt am Dienstag in der Aula der Universität. Königgrätz, 27. DFL In Chlumetz wurde ein Gendarm von zwei Einbrechern während ihres Transports zum Gefängnis erschossen. Die Mörder sind flüchtig. Breslau, 27. Okt. Unweit der Station Guben entgleiste ein Güterzug, wobei die Lovomotwe und mehrere Wagen zertrümmert wurden. Ter Lokomotivführer wurde tm Bogen weggeschleudert und erlitt einen Bruch beider Beine. Bei den Aufräumungsarbeiten trugen drei Arbeiter der Hauptwerkstätte schwere Verletzungen davon. Ter Materialschaden ist bedeutend- — Aus Katto- toitz meldet das „Oberschl. Tagebl.", daß Redakteur Hoffmann auf dem Wege vom Beuthener Bahnhofe nach dem Landgericht mit einem Zuchthäusler zusammen gefesselt transportiert wurde. Als Hofsmann den Beamten aufmerksam machte, daß er blos wegen eines Preß-Vergehens verurteilt sei, und nur noch wenige Tage abzusitzen habe, daher em Farchtversuch völlig ausgeschlossen sei, meinte der Beamte, es werde Hoffmann noch oster passieren, daß er gefesselt werden müsse. . Dresden, 27. Oft Im Befinden des durch emen Sturz verunglückten Staatsministers Dr. Rüger ist eine Verschlimmerung eingetreten. Zu der Geschwulst haben sich in der vergangenen Nacht heftige Schmerzen eingestellt. Minister Rüger feierte gestern seinen 65. Geburtstag. London, 27. Ott. Der Standard meldet aus Washington: Die bevorstehende Botschaft des Präsidenten Roosevelt wird eine Verstärkung der Offensiokraft des Landes empfehlen, um allen Eventualitäten gewachsen zu sein. Die Botschaft wird außerdem den Plan einer Revision des Zolltarifs durch eine Kommission enthalten, die Vorschläge machen soll, welche Positionen zu ändern sind. London, 27. Okt. Tas Kolonialamt v^bffimt- licht folgende Note: König Eduard hat folgenden Beichluß gebilligt: Ter Staatssekretär für die Kolonien wird sich demnächst nach Südafrika begeben, um ^.n Ort . und Stelle Fragen zu lösen, welche infolge des Krieges, i aufgeworfen worden sind. C h amberlain hofft, die Gelegenheit zu finden, mit den Vertretern sämtlicher in r^rage stehender Regierungen in Verbindung zu treten und emen Meinungsaustausch über die zu befolgende Politik herbei- Luführen. Ter Kolonialminister beabsichtigt, England im November zu verlassen und im März wieder zuruckzu- i kehren. Er wird die Kapkolonie, Natal, den Oranje- und . Transvaalstaat besuchen. — Die Morgenblätter kommen- Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde« Montag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr, Bibelstnnde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Psalm HL Pfarrer Euler. , t . Die für Dienstag, den 28. Oktober, verabredete Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde wird auf D iens- lag, den 4. Nooember, verschoben. Pfarrer Euler. Vöcheutliche Aderjicht der Todesfälle m der Ktadt Eießeu. 40. Woche. Vom 28. Septbr. bis 4. Okt. 1902. Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inIL 1600 Manu Militär) Sterblichkeitsziffer: 24,09, nach Abzug von 6 Ortsfremden 12,05 Voo. Kinder Ls starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr Mutet Tuberkulose 1 (1) 1 (1) krebs 2 (1) 2 (1) Lchtagfluß liückenmaEntzün- 1 (1) 1 (1) düng 1 (1) 1 (1) Sronchitis 1 1 äeberentzündung 1 1 Nierenentzündung 2 (1) 2 (1) Sauchfellentzündung 1 (1) 1 (1) Darnttaiarrh 1 Übzehrung 1 —* Herat die Note. Die konservativen billigen vorlstänSlgdSe^ Maßregel und sind der Ansicht, daß dies zur BeruhiHUngg der Gemüter beitragen werde. Tie liberalen Organe meines daß diese Reise notwendig geworden fei durch das Ansii treten der intransigeanten Lohalisten-Parter m Johannes-' bürg und anderen Orten, tocltije man hierdurch zum Schweb gen bringen wollte. St. Etienne, 27. Okt. Die Zmkarbetter haben be- schlossen, in den Aus stand zu treten, nachdem ihre Fvr^ derungen abgelehnt worden sind. Konstantinopel, 27. Okt. Auf der Pforte wwd versichett, daß die Bemühungen in der Angelegenheit der Grenzregulierung von Pemen und Aden eine Verständigung herbeizuführen infolge der unberechtigten Forderungen Eng-^ lands, welches der Türkei einen Anspruch auf das strittige Territorium absprach, vollständig gescheitert seien. Eiweiss Cakes Telephonischer Kursbericht« Jfc’ranklurt a. Jt; 27. Oktober 1902. 3‘/a% Reicheanleihe . . 101.80 3% do. . . . 92.00 8V.°/o Koneols .... 101.95 3°/o do. . . . . 92.10 3l/2°/o Hessen .... 100.15 3-6 Oberhessen . . . 99.70 4-6 Oesterr. Goldrente . . 103.00 4‘,a% Oesterr. bilberrente 101.10 4-6 Ungar. Goldrente . . 101.70 4°/ Italien. Rente . . . 102.90 4'/,-6 Portugiesen . . . 50.35 tt°/ Portugiesen. .... 31.45 1-6 0. Türken .... —.— Türkenlose ..... 122.40 4% Griech. Monopol.-Anl. 44.30 4'/,-6 äussere Argentiner —.— 8% Mexikaner .... 26.151 4*/z /(, Chinesen .... 92L5^ Electric, bchuckert ... 78.00 Nordd. Lloyd . . . . —.—j Kreditaktien 212.00^ Diskonto-Kommandit, . . 186.80< Darmstädter Bank . . . 134.60 Dresdener Bank . . 141.20 Berliner Handelsgut. . . 154.80, Oesterr. Staatsbahn . . . löl.60i Lombarden . . . . . 20.10* Gotthardbahn .... 179.90! Laurahütte 197.25 Bochum ...... 168.001 Harpener 167.751 Tendenz: schwach. ['■ ............. ■ ■ "■. Gesangverein Karmonie. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Hinscheiden unseres Ehrenmitgliedes Sem Karl Kranz geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 29. Oktober, nachmittags 8 Uhr, vom Sterbehause, Wallthorstraße 22, aiu' 'mit‘ Der Vorstand. Gießen, den 26. Oktober 1902. 7567 Todes-Anzeige. Herr Carl Grüneberg Grossherzogi. Rendant und Beigeordneter im 76. Lebensjahre. Giessen, den 27. Oktober 1902. Die Beerdigung findet Dienstag den 28. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Kreuzplatz 1, aus statt verschied nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Gross- Onkel Namens der trauernden Hinterbliebenen; Familie Julius Schulze. Familie Heinrich Zimmer. Gestern abend vater, Schwager und 04778] Krcuudl. Zimmer mit Kabinett, kl. Küche u. Keller zu verm. Frankfurt erstr. 13. 04768] Schon mobL Zimmer billig zu verm. an Herrn «tud. m. od. ohne Pens. Kudwrgspl. 15, UL 04771] Möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension zu Vermietern__________Neustadt 46. 04772] Möbliert. Zimmer zu vermieten. Grunbergerslr. 14 s. s MmgWH 4, 111 großes, gut möbl. Zimm, z.verm. 7464] Sehr fchones ALohn- u. Schlafz. z. verm. ^udivigslr. 57, IL 04761] Mehrere schön mobL Zimmer zu vernr Bahnhofslr. 2. 04766] 2 gut mobL Zimm., zuj. ob. getr., z. verm. Wrünbergerslr,8,pL 7323] Möblierte Zimmer zu vermieten.__Bergstr. 17, parL Möbliertes Zimmer zu verm. Ludwigstr. 6, ll. ]7327 7135] Schöne freundL mobL Zimmer zu verm. 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