Nr. 49 Zweites Blatt. 153. Jahrgang Donnerstag 27. FebrnarLSOS Ursch-»«» »Sgl»» außer SonnlagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Krsstschen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Ver» lag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. strrnsprechanskkrlnßNr.bl. SietzenerAnzeiger M General-Anzeiger “ ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- ii. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePosl All.2.— viertel* >ährl. ausschl. Bestellg. 'nnahme von Anzeigen ir die Tagesnununer s vormillags 10 Uhr. ..ilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. verantwortlich: ür den polit. u. allgem. Zeil: P. Wittko: für H(Stobt und Land^ und „Gerichtssaal': R.Ditt- mann; für den An« zeigenteil: £>an§ Beck. Aie heutige Kummer umfaßt 10 Seiten- Preußisches Abgeordnetenhaus. 36. Sitzung vom 26. Februar. In der zweiten Beratung wird das Arbciterwohnungs- gesetz, wonach weitere 12 Mill. Mark für den Bau von Arbeiterwohnungen gefordert tverden, d.'battelos genehmigt. Hierauf wird die Beratung über das „Ministergehalt" im Etat des Innern fortgesetzt. Abg. Friedberg (nl.) wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen des Frhrn. v. Zedlitz. Nicht gegen den Bund derLandwirte als Organisation, sondern gegen desfeil unsachliche und verletzende Agitation hätten sich die Aativnalliberalen gewendet. In der Zollfrage würden die Letzteren an d en Minim alz.ö llen der Regierungsvorlage fest halt en; sie seien in dieser Frage fest entschlossen, zur Regierung zu stehen. Abg. Goth ein (srs. Vg.): Wir halten es fiir verkehrt, wenn man die S o z i ä l d e m o traten wie die Pest fliehe. Tie Freisinnigen ließen an die Sozialdemokraten keine Einladungen ergehen, aber sie fürchteten sie auch nicht, wenn sie in ihre Versammlungen kämen. Wenn das ein Minister eine Verbrüderung nenne, so sei das wohl das stärkste Stuck, das bisher geleistet worden sei. (Sehr richtig! links.) Redner verbreitet sich dann über den früheren L a n d r a t in G r i m m e n, der ein großes Pumpgenie gewesen fei. Gegen eine parteiische Handhabung dar Verwaltung sollten sich auch die Konservativen erklären ; bei der Kanalvorlage hätten auch sie Erfahrungen gesammelt. (Bravo!) Minister Frhr. v. Hammer ft ein will auf die Grim- rnener Angelegenheit nicht nochmals eingehen, zumal er die Verinurung habe, daß die Rede Gotheins weniger für dieses Haus gemünzt gewesen sei, als vielmehr für draußen als Wahlrede. (Unruhe. Widerspruch. Abg. Gothein ruft: Ter Minister ohne Gründe.) Abg. Kreitling (srs. Bp) erörtert nochmals die Angelegenheit Kauffmann und kommt dann auf die letzte Rede des Grasen Pückler-Kleintschirne gegen die Juden zu sprechen (Dgl. unser Moraenblatt), worin zu Äewaltthätigkeiten aufgefordert worden fei. Der Polizei- leulnanr habe die Dinge ruhig angehört. Keine sozral- demokratische Versammlung würde der Auflösung entgangen sein, wenn solche Ausführungen gemacht worden wären. Schließlich wird der Titel Ministergehalt bewilligt. Die weitere Debatte betrifft das Verhältnis der Militär- anwürter zu den Zivilanwärtern, die Frage der Entlastung der Amtsvorsteher und die Besserstellung der landrätlichen Bureaubeamten. Darauf vertagt sich das Haus. Srirrz Keiurich in Amerika. New York, 26. Febr. Nachdem es die ganze Nacht bis heute früh schwer geregnet hatte, nahm das Wetter in den Vormittagsstunden weniger drohendes Aussehen an. Prinz Heinrich verblieb an Bord der „Hohen- zollern"; die geplante Ausfahrt nach dem Grant-Denkmal, der Columbia-University und der Normalschule wurde aufgegeben. Um 2y« Uhr begann das von den Vertretern der Industrie und des Handels zu Ehren des Prinzen veranstaltete Gabelfrüh st ück im Sherry'schen Restaurant. Bei dem Frühstück war auf jedem der acht Tifche ein Tafelaufsatz aufgestellt, gebildet aus Orchideen urw kostbaren aus deutschen Knollen gezogenen Tulpen, aus M iniatur-Leuchttürmen mit Kaiserkronen und Tafel- geschcrr der Dresdener Porzellanmanufaktur, jedes Stück trägt den Hohenzollernwappen. Die Dekorationen im Saal Ovaren Meisterstücke der Blumenkunst. Die Arrangeure des Frtlhstucks waren Morgan, Rockefeller, Vanderbilt, ^ames <:iillmann, Alexander Orr und einige andere; sie hatten bei den Einladungen die Verdienste der Einae- ladenen um die amerikanische Industrie im Auge ae- halten. ^.wald der Prinz bei Sherrys anlangte, brach die draufzen flehende tausendköpfige Menge in Hochs aus, die mehrere >7aufergevierte weit zu vernehmen waren' ~lc arrangeurc hatten großartige Vorbereitungen gemacht ’’;nnUÄfQua)tn!d,t' wie ein europäisches Blatt - '00 Dollars kofiete, fo war sicherlich doch eine aewaiiLöc -umme aufgewandt. Die Damen der Einge- 'af.-en in den Logen. Die Toaste, die bei diesem Fruhftuck ausgebracht wurden, finden unsere Leser in der Parlamenrsbeilage. ' A;n Aoend sand Fackel zu g der deutschen Vereine itatt. Am Zuge beteiligten sich 320 Vereine mit ungefähr 101000 Fackelträgern und 24 Musikkapellen. Ter nahm vom Gebäude des Arionvereins aus den Vor- bermaric- des Zuge- ab. Ter Festpräsident Dr. W e v l a n d hret folgende Ansprache: „Tausende hier sind V^r treter ebenso vieler Millionen Amerikaner deurscher Ab- ^cn ^ru^€r ^bs deutschen Kaisers begrüßen Obwohl heute amerikanische Bürger, sind wir an das alte Baterland nut unzähligen Banden geknüpft. Nack der Ruckkeyr möge Ew. Hoheit Ihrem Bruder und Deutschland sagen, dag wir hier mit unentwegter Liebe die Geschichte de» deutschen Reiches verfolgen und mit innigster Freude so allgemein geliebten Vertreter hier begrüßen" Dr Weyland überreichte dann dem Prinzen eine ^kunstvoll ausgeftattcie Adresse und em Album mit den Namen aller^ deutsch en Vereine und mit poetischer Widmung. -Lay Bankett, das die „Newyorker Staats-^ta" heute abend im Hotel Waldorf-Astoria zu Ehren des Vrrn- «m Heinrich gab, begann um 8 Ubr. Ten Vorsitz führte Hermann Ridder, der Mitbesitzer der ,.N. Y. StaatsLa" i in folgender Reihenfolge ausgebracht- Präsidenten Roosevelt und den Deutschen Kaiser von Wchttelaw Reid, Chefredakteur der „New York Tribüne" 2. Willkommen unserem hohen Gaste von Ridder, und eine Erwiderung des Prinzen Heinrich. 3. auf die Presse von St. Clair McElway, Chefredakteur des „Brooklyn Eagle". 4. Sachsenblut. Was wir Deutschland in der Litteratur, Kunst, Wissenschaft und Musik verdanken, von Charles Emory Smith, Chefredakteur der „Philadelphia Press." 5. „Internationale Freundschaft" von Charles William Knapp, Chefredakteur der „St. Louis Republie". Die genannten vier Chefredakteure sind die hervorragendsten amerikanischen Journalisten. Der Präsident des Bankett- Komitees ist Melville E. Stone, Generaldirektor der „Associated Press." Zu den früheren Berichten möchten wir in diesen Nachträgen noch einige Mitteilungen geben, die sich nicht im Rahmen des drangvollen Depeschendienstes unterbringen lassen. Die vom Prinzen Heinrich der Familie des Präsidenten mitgebrachten Präsente überraschten sowohl durch ihre große Zahl wie durch ihre künstlerische Gestaltung und ihren hohen Wert. Zwei Gegenstände ragen durch künstlerische Ausführung und Kostbarkeit besonders hervor. Es ist dies erstens ein im Empirestil gearbeiteter, massiv goldener Rahmen mit dem Ematlporträt des Prinzen. Ter Rahmen ist mit Brillanten übersät, die in den verschiedensten Farben sprühen. Das andere Hauptstück ist eine aus Nephrit geschliffene Dose mit goldener Montierung und ebenfalls mit Brillanten besetzt. Ten Deckel ziert ein von einer Krone überragtes H. Chiffre und Krone sind ebenfalls aus Diamanten gebildet. Nephrit ist ein sehr schwer zu bearbeitender Stein von außergewöhnlicher .Härte. Unter der reichen Kollektion goldener Zigaretten-Etuis befinden sich mehrere Exemplare, die in Brillanten den facsimi.- lierten Namenszug „Heinrich, Prinz von Preußen" und die Jahreszahl 1902 tragen. Außer diesen Gruis hat der Prinz mehrere goldene Dosen mitgenommen. Auch diese zeigen in Brillanten ausgeführt, das von der Krone überragte H. Allein das für Miß Roosevelt bestimmte Gesehen: trägt das Bildnis des Kaisers. Wenn alle übriger: Gaben des Prinzen mit dem Porträt des Geschenkgebers geziert sind, so hat dies seinen Grund in dem amerikanischen Gesetz, das dem Präsidenten und sämtlichen Staatsbeamten verbietet, Geschenke von gekrönten Häuptern anzunehmen. Weitere Geschenke für den Präsidenten Roosevelt sind eine Büste des Kaisers in Garde du Korps-Uniform mit Adlerhelm, und eine vom Kaiser angefertigte Marine- Tabelle. Tas von Fräulein Roosevelt nach dem Stapellauf an den Kaiser gerichtete Te le g ran: m lautet in deutscher Uebersetzung wie folgt: „Seiner Majestät Kaiser Wilhelm, Berlin. „Meteor" glücklich vom Stapel gelaufen. Ich gratuliere Ihnen und danke Ihnen für die mir erwiesene Liebenswürdigkeit und sende Ihnen meine besten Wünsche. Alice Roosevelt." Bei der Vorstellung im Opernhause saßen der Bürgermeister von Newyork und Karl Schurz neben dem Prinzen, rechts der Botschafter vvon Holleben. Als Prinz Heinrich erschien, wurde „Heil Dir im Siegerkranz" gespielt. Das Publikum hörte stehend zu und begrüßte den Prinzen enthusiastisch. Auch als später in einem nationalen Potpourri die „Wacht am Rhein" und „Heil Dir im Sieger- lranz" wiederholt wurde, stand das Publikum abermals auf. Prinz Heinrich wohnte der Vorstellung nicht bis zu Ende bei. Während der Gala-Oper brach im Perrückenzimmer Feuer aus, das jedoch rasch gelöscht wurde und nur wenig Schaden anrichtete. Das Publikum hatte nichts davon wahrgenommen. Die Stimmung war enthusiastisch. Prinz Heinrich wie Präsident Roosevelt wurden mit nicht endenden Hochrufen gefeiert. Der Prinz verstand es, sich eine gewaltige Popularität zu erringen. * • „Newyork Herald" erklärt, die märchenhafte Pracht, die im Opernhause gesehen wurde, sei niemals in einem ähnlichen Institut der Welt zu finden gewesen. Abgesehen von den Dekorationen waren die Torletten der Damen, speziell die enormen Mengen von Diamanten, staunenswert. Thatsüchlich war die ganze amerikanische Aristokratie von San Francisko bis 'Newyork, vom Süden bis zum Norden, zum Opernabend gekommen. Tie Blätter Der» Än im übrigen mit Genugthuung die Thatsache, daß inz, als er mit dem Bürgermeister Low zum Diner fuhr, verlangte, daß die draußen im strömenden Regen ausgestellte Ehrenestorte entlassen werde. Tas G a st m a h l auf d e r „H o h e n z o l l e r n" währte anderthalb Stunden. Prinz Heinrich saß zwischen Frau Mosevelt und Fräulein Alice Roosevelt. Gegenüber dem Prinzen saß der Präsident zwischen dem deutschen Botschafter von Holleben und dem Staatssekretär des Reichsmarineamts von Tirpitz, neben diesem Frhr. v. Seckendorfs. Außerdem nahmen die Herren des Gefolges des Prinzen und des Präsidenten daran teil, sowie einige hervorragende Amerikaner und Deutsche. Telegramme des Kaisers an den Prinzen und an Alice Roosevelt gingen ein, die sofort beantwortet wurden. Prinz Heinrich rief dem in der Nähe stehenden Botschafter v. Holleben zu: „Kommen Sie doch mal her, ich muß einen Schreibtisch haben"; er drehte daraus scherzend den Botschafter herum, klappte einen Bogen Papier auf seinem breiten Rücken und schrieb die Kabeldepesche. Viele Aussprüche des Prinzen, so heißt es, trafen ins Schwarze. So gab er auf die Frage, wie ihm die Wolkenkratzer gefielen, die charakteristische Antwort, ihn interessiere es wenig, wie viele Stockwerke die Häuser aufwiefen, er sei vielmehr gekommen, hier die Menschen kennen zu lernen. Dieses Wort hat außerordentlich gezündet und Nach einer Mitteilung des Architekten Eduard Wichmann in Kiel, der dem Newyorker Herald, Pariser Ausgabe, erklärt aus zuverlässigster Quelle geschöpft zu haben, hat Prinzessin Heinrich, bekanntlich die Schwester unseres Großherzogs, aus einem Gefühl schöner Großmut heraus, eine Kabeldepesche an ihren Gemahl gerichtet, in der sie diesen inständig bittet, er möge doch Die unge- h e u e r l i ch e A u s g a b e von fast einer Viertelmillion Mark für das G a st m a h l der Millionäre Newyorks, über das wir oben berichten, nicht an nehmen. Er s m«ch nicht seine Person im Zusammenhang mit einer > , mo- losen und schädlichen Geldoerschwendung bringen! Mochten jene reichen Herren doch — das würde sie unendlich lieber sehen — das schöne Geld an die vielen Armen 'Newyorks geben, vielleichl als Stannntapital zu einem „P rin z Heinrich-Heim". Wie viel edler wäre eine solche Verwendung dieser Summe! Prinz Heinrich ist von den jüngsten Kindern des Kaisers gebeten worden, auch in Amerika sie ja nicht zu vergessen und ihnen recht oft A n s i ch t s p o st t a r t e n zu schicken. Prinz Heinrich hat diesen Wünschen Erfüllung verfprochen. Auch die Kinder des Prinzen selbst sind eifrige Sammler von Ansichtspostkarten; sie haben schon eine hübsche Kollektion beisamnien, unter der sich Karten aus China, Japan, Jerusalem usw. befinden. Interessant sind englische und österreichische Preß- ftimm en. Die Londoner „Mor n in g Po st" meldet, der deutsche Kaiser hätte keinen besseren Vertreter, als den Prinzen Heinrich wählen können, um ihn nach Amerika zu senden. Es sei nicht jedermann gegeben, in Amerika sich die Volkstümlichkeit zu erwerben, aber der Prinz errang fie mit einem Schlage, und die von ihm daselbst gemachten Erfahrungen werden für ihn und durch ihn für den tfnifer sehr nützlich fein für die künftigen Beziehungen Deutschlands mit Staaten von mehr demokratischen Einrichtungen. Ter „Standard" schreibt: Die Hoffnungen, die für den Erfolg des Besuches des Prinzen gehegt wurden, seien voll-- komnien erfüllt . Tas Willkommen ,welches dem Prinzen von dem Präsidenten entboten worden ,sei mehr als ein vorübergehender Höflichkeitsatt. Es sei kein Zweifel darüber, daß infolge des Besuches des Prinzen Deutschland und Amerika thatsüchlich bessere Freunde geworden seien. „Daily News" fuhrt aus: Die Taufe der neuen Jacht des deutschen Kaisers bot Gelegenheit zu gewaltigen nationalen Freundschafts-Kundgebungen für Deutschland, die zweifellos nicht von ihrer Herzlichkeit verlieren während der übrigen Tauer des Besuches dev Prinzen in Amerika, Der Kaiser sei eine Quelle von überraschenden Ideen, aber er habe niemals einen besseren Gedanken gehabt, als den, die neue Jacht in Amerika bauen zu lassem — Das Wiener „Fremdeub 1 a11" jagt: Die Wirkung der zwischen^Deutsasiand und den Vereinigten Staaten ausgetauschten Sympatyietiindgebungen wird so leicht nicht verloren gehen. Die Deutschen und Amerikaner können mit gutem Genüssen sagen, daß die Geschichte ihrer Völker von gegenseitiger Feindschaft nichts zu meiden weiß, Mehr noch wirkt die Thatsache, daß sich die politischen Wege Deustschk- lands und der ^Vereinigten Staaten nirgends kreuzen. Das „N. Wiener Tageb 1." schreibt: Wenn auch augenblicklich ein positives Ergebnis der Reise des Prinzen nicht vorzu- finben ist, so werden doch diejenigen, welche in die weitere ^erue schauen, genug Gelegenheit finden, am fernen Horizont den intimen Freundschastsbund zwischen beiden Reichen zu erblicken. Wir meinen, diesen Stimmen ist durchaus recht zu geben. In den Trinksprüchen an Bord der „Hohenzollern" sind die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutsche land und den Vereinigten Staaten mit Herzlichkeit gewürdigt, und es ist von beiden Seiten der Wunsch ausgedrückt worden, daß Äas Ereignis die beiden Nationen enger aneinander knüpfen möge. Aber die Bedeutung der Reise des Prinzen Heinrich liegt nicht nur auf dem Gebiete der Auslandspolitik. Es ist auch ein kräftiger Appell an die in Amerika lebenden Trutschen, sich ihres Deutschtums au erinnern, auch ihrerseits das Band, das sie mit der alten Heimat verbindet, zu festigen. In der Union lebt so mancher Mann deutscher Abstammung, aus dem etwas geworden ist, der cS weit gebracht hat. Daß es viele unter ihnen giebt, die ihren Einfluß, ihre soziale Stellung, ihre reichen Mittel dazu verwenden, um, was an ifynen liegt, deutsche Sitte und Gesinnung zu pflegen und den einwandernden Landsleuten Beistand zu leihen — das läßt sich leider nicht behaupten. Gerade das erregt den Spott der Amerilaner, dag der Teutsche, besonders dann, wenn es ihm gelungen ist, in der neuen Welt festen Fuß zu fassen, das „Deutsche verlernt" und etwas daraus hält, als „Amerikaner" betrachtet zu werden . Man weift mitunter darauf hin, daß in Newyork und anderen großen amerikanischen Städten gan^e Straßenzüge sind, in denen nur deutsch gesprochen werde. Ja, aber was für ein greuliches, von Amerikanismus überwuchertes Teutsch! Um es zu verstehen, braucht es fast ebensoviel Sprachstudiums, wie zur Aneignung der Landesprache selbst .In gebildeten amerikanischen sZamilien dagegen hört man vielfach ein tadelloses, aeeentfreies Deutsch prechen. Im Derjlojjenen Jahrhundert sind etwa 15 Millionen Teutsche nach Nordamerika ausgewaiwert. Zur Förderung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten hat sich, wie das Berliner Bureau der „Newyorker Staatsztg." mitteilt, eine Vereinigung einflußreicher Männer in Berlin gebildet, deren Aufgabe es sein wird das gegenseitige Verständnis der beiden Nationen nach Kräften zu fördern und falschen Darstellungen auf (Äund eigener Sachkenntnis entgegen zu treten, sowie auf die Er- roeiterung der Handelsbeziehungen zwischen dem Deutschen Reiche und der Nordamerikanischen Union tzinzuwirken. M Eisenbahn Zeitung. — DaS Eisenbahn-Projekt des Abg. Foutz-Butzbach betreffs einer direkten Verbindung zwischen Fulda und dem Rhein über Hersfeld, Butzbach, Uf rügen Idstein, a n q e n s ch w a l b a ch, Laub oder Lorch soll, rote der „Frank,. Sctnmq" gemeldet roird, schon seit mehreren fahren die preußische Lisenbähnbehörde beschästigen und sei die Ausführung eurerseits aus Sonntag geriet em Vergnügungsreiter in der Nähe be§' Schiffenbcrgerwaldcs mit seinem entliehenen Pferde auf eine Wiese. Diese war derartig sumpfig, daß das Pferd einsank und nur mit großer Mühe herausgebracht werden konnte. Das Tier, das beträchtlich zu Schaden gekommen war, mußte zu Wagert in das Tierhospital gebracht werden. ** Eine Wildkatze von außergewöhnlicher Größe ist hetlte dem Pelzgeschäft des Herrn Kretzschmar, Marktstraße 22, aus der Umgegend zugeschickt worden. Herr Kretzschmar hat das Tier für kurze Zeit vor feinem Geschäft ausgestellt, wo Berlin, 26. Febr. Der Kaiser besuchte heute den Reichskaitzler Grafen Bülow und hörte später im Schloß die Vorträge des Chefs des Livilkabinetts, des Ministers Studt und des Präsidenten des Oberkirchenrats Dr. Barkhausen. Hierauf wohnte der Monarch der Schlußbesichtigung der Mllitärturnanstalt bei, die ihr 50jähriges Jubiläum feiert. Karlsruhe, 26. Febr. In der heutigen Budgetkommis- sionssitzung machte der Eisenbahnminister von Brauer Mitteilungen über die Stuttgarter Konferenz, an der auch Vertreter des ' Neichseisenbahnamts teilgenommen haben. Alle Verwaltungen seien einig, daß in einer Zeit der wirtschaftlichen Depression an eine Verbilligung der Personentarife nicht zu denken sei. Ueber einige Verbesserungen sei eine Einigung erzielt. Im Sommerfahrplan soll bei Schnellzügen, die nicht dem internationalen Verkehr dienen, der Zuschlag wegfallen (Eilzüge). Für Baden komtnt der Früh- und Abendschnellzug Mannheim—Basel m Betracht. Die Verwaltungen einigten sich weiter dahin, niemals einseitig vorzugehen. Das zunächst Erstrebende werde eine Verständigung über die Wagenherstellung sem, die den ganzen Wagenmarkt als einen einheitlichen ansieht. Strassburg, 26. Febr. Reichsländische Zeitungen berichten über einen interessanten Grenzzwischenfall wie folgt: Gestern trafen, mit der Eisenbahn aus Deutschland kommend, 40 herumziehende Musikanten in Pagny, der ersten französischen Station an der Grenze, ein. Hier wurden sie beim Umsteigen in den französischen Zug angehalten und die Weiterfahrt wurde ihnen verweigert. Sie erhielten den Restbetrag ihrer Fahrkarten, die bis Nancy galten, zurück und mußten nach Deutschland zurückkehren. Als sie nach dem deutschen Grenzorte Flensch kamen, wurden sie von deutschen Gendarmen angehalten und über die Grenze nach Frankreich zurücktransportiert. Kaum hatten sie wieder 50 Meter das französische Gebiet überschritten, als die französische Grenzpolizei erschien und ihnen befahl, wieder umzukehren, sogar mit Stöcken auf sie tosschlug, um sie zum Hinüberziehen zu ztvingen. An der Grenze, wo der deutsche Gendarm noch stand, warf die französische Polizei einfach das Gepäck der Leute über die Grenze hinüber auf die deutsche Seite. Nun mußten die Leute an der Grenz - liegen bleiben. Sie haben hinreichend Geld bei sich. Die deutschen Gendarmen stehen diesseits, die französische Grenzpolizei jenseits auf dem Posten. Die Musiker haben schwedische Pässe und geben an aus Christiania zu kommen. Aus Atudt und Land. (Der Abdriick der unter dieser Rubrik beftndlichcnOriginal-Nachrichtcn ist nur unter genauer Quellenangabe: ,,Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, 27. Februar 1902. •• Audienzen. Ter Großherzog empfing am 26. Februar u. a. den Gutsbesitzer Landtagsabg. Weith von Nieder- Wöllstadt, den Bürgermeister Landtagsabg. Zinßer von Schlitz, den Eisenbahndirektor Schobert h, Direktionsmitglied der Kgl. Preltß. und Großh. Hess. Eisenbahndirektion zu Mainz. ** Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat am 26. Febritac den Amtsrichter in Zwingenberg Schmidt zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg mit Wirkiing vom 1. März ernannt. — Der Großherzog hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umsladt Helm auf fern Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. — Der Groß her zog hat gezogen. . — Allgem. Deutsche Kleinbahngesellschaft. Em großer Teil der Obligationäre will entschieden Protest gegen den von der Revisionskommission vorgeschlagenen Sauieruiigsplan erheben. Ruch soll es in der Gerteralversammlutig in Diskussion gepellt werden, ob die Verwaltung sich nicht hat Verstöße zu schulden kommen lassen, für die persönlich haftbar gemacht werden kamt. Nach allem wird man annehmen dürfen, daß die Vorfchläge der Reoiftons- kommifsion auf heftige Opposition stoßen werdet:. — Türkische Anleihen. Ueber die Unifikation der türkischen Anleihett fomnit alle Tage eine andere Nachricht. Nun heißt es tvieder, daß dieselbe abermals hmausgefchobett ist. Man wird gut daran thun, namentlich den diesbezüglichen Pariser Nachrichten nicht zu trauen. Dieselben sind sehr unzuverlässig und werden regelntäßig in der Presse lanziert, wenn für Türkenlose Stimmung gemacht werden soll. Märkte. + Büdingen, 26. Febr. Der gestrige Petrim ar ft war vorzugsweise mit Schweinett befahrett. Die Ferkel, 7—8> RZochen alt, erzielten sehr hohe Preise, das Paar zu 50 bis 5o JJi£. Xie Nachfrage nach Einlegfchweinen war nicht so bedeutend, der Preis daher für diefe etwas gedrückt. — Rindvieh war unbedeutend aus- getrieben, da nur die nächstliegenden Ortschaften zum Auftrieb zu- gelassen wurden, zumal die Maul- und Klauenseuche m der Umgegend wieder ausgetreten war. , , Limburg a. d. L., 26. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.31 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.40 Mk., Gerste 9.30 Mk., Hafer 8.22 Mk., Erbfeu 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. es von Interessenten besichtigt werden kann. " Verhaftungen. Wegen Verbrechens gegen § 126» des Strafgesetzbuchs wurden weitere 2 Personen in Untersuchungshaft genommen. — Ein in einem hiesigen Hotel bediensteter Hailsbursche niußte wegen verschiedener Unredlichkeiten in Haft genommen werden. — Desgleichen wurde cm hiesiger Taglöhner verhaftet, der den Gehilfen seines Vaters bestohlen hat. — Ferner mußten zwei Fortbildungsschüler, die vorgestern Abend betrunken in die Schule kamen imd, nachdem sie von deni Lehrer aus der Schule gewiesen worden waren, auf der Straße ruhestörenden Lärm verübten, in Haft genommen werden. ** Diebsiahl. Ein Dienstmädchen stahl ihren beiden Mit- bediensteten bei ihrem Weggang verschiedene Gegenstände. den Amtsrichter Schneider in Alzey auf sein Nachsuchen| mit Wirkung vom 1. März seines Dienstes entlassen, den Gerichtsassessor Rau an§ Mainz zum Amtsrichter m Alzey mit Wirkung vom I.März 1902, den Gerichtsapessor Brehm aus Mainz zum Amtsrichter in Pfeddersheim mit Wirkung vom 2. März ernannt. — Der Großherzog hat den Oberförster der Oberfürsterei Michelstadt, Forstmeister Rauten- busch, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. April m den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver- IlCf)C" Theologisch« Prüsung. In der theologischen Fakultät der Landesuniversität fanden gestern die mündlichen Prüfungen ihren Abschluß. Von den 13 Kandidaten, die sich ursprünglich zur Prüfung gemeldet hatten, haben sechs bestanden. Es sind dies die Herren: Bender, Hofmann, Schneider, Schulz, Waas und Wörishoffer. *» Von der Universität. Wie wir erfahren, hat Prof. Dr. Kaluza den an ihn ergangenen Ruf an unsere Universität als Nachfolger des Prof. Dr. Wetz abgelehnt. »* Das Regierungsblatt Nr. 8 enthält folgende Bekanntmachung, die Beaufsichtigung privater Verftcherungsunter- Sie wurde zur Anzeige gebracht. S. Darmstadt, 26. Febr. In den maßgebenden landwirtschaftlichen Kreisen ist man z. Z. damit beschäftigt, Stimmung für ein den Handels- und Handwcrker- tammern ähnliches Institut zu machen, welches eigene Umlagen erhebt, und dem jeder selbständige Landwirt obligatorisch angehören muß. Wie wir hören, haben eine Anzahl Landtagsabgeordnete ihre Zusage erteilt. — Wie verlautet, soll demnächst ein parlamentarischer Abend der 2. Kammer in den Räumen des Ständehauses stattftnden, auch ist angeblich ein zweitägiger Ausftug der Kammer zur Besichtigung einiger Bauwerke m Oberhessen, deren Beratung bevorsteht, vorgesehen. — Seit einigen Tagen haben anscheinend böswillige Zungen verbreitet, daß em hiesiges Warenhaus an einem bestimmten Tage abbrennen werde. Tas Gerücht veranlaßte große Menschenaufläufe vor dem Hause. Bis jetzt konnte man den Briefschreibern — solche sollen es sein — nickt auf die Spur kommen. — Nach nehmungen betreffend: ... t m 1. Die Beaufsichtigung aller bestehenden, sowie aller zum Geschäftsbetrieb neu zuzulassenden privaten nehmungen, deren Geschäftsbetrieb auf Has Gebiet des Großherzogtums dessen beschränkt ist, ist durch Kaiserlichek Verordnung vom 3. Februar 1902 (Reichsgesetzblatt Nr. 7 Seite 43) auf Grmid des 8 3 Absatz 1 des Gesetzes über die privaten Versicherungsunter- nehmungen vom 12. Mai 1901 dem Kaiserlichen Auffichtsamt für Vrwatversicheruna übertragen worden. Die den Kreisamtern nach >er BekanMmachung vom 21. Juni 1901, die Abführung des I Reichsgesetzes über die privaten Versicherungsunternehmunaen vom 12 Mai 1901 betreffend, übertragenen Obliegenheiten sind damit aufgehoben. 2. Bezüglich der Sterbekasse für die Beamten und ständigen Arbeiter m den Bezirken der Königlich Preußischen Eisen- bahnmrektion zu Frankfurt a. M. und der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion zu Mainz mit dem Sitze in Kmnkfurt a. M. hat der Reichskanzler auf Grund des 8 3 Absatz 2 des Gesetzes über die privaten Versicherungsunter-1 nehmungen vom 12. Mai 1901 bestimmt, daß die Beaufsichtigung bis auf Weiteres durch die zuständige Königlich Preußische Landesbehörde stattzusinden hat. ** Von der Eisenbahn. Gestern wurde der neue Lokomotivschuppen bei Klein-Linden in Benutzung genommen. Die Maschinen, etwa 10—12 an der Zahl, die früher in dem alten oberhessischen Schuppen, hinter dem Hotel Lenz, ihren Standort hatten, haben nun m dem neuen Schuppen ihren Platz. Seit gestern gehen auch die Güter- leuchtungsanlagen Herstellen. . .. >. — Neue rumänische Anleihe. Es verlautet, daß die Gon- oertiemnq der 1899 ausgegebenen 175 Mill. Frs. rumänischer Schatzbonds unter deutscher Mitwirkung vorbereitet wird. In Verbindung damit werden 75 Mill. Frs. Rente begeben werden. — Später eingelaufene telegraphische Meldungen stellen es bestimmt in Abrede, daß über die Eonversion der rumänischen Schatzbonds oder eine neue rumänische Anleihe irgendwelche Verhandlungen im Gange seien; wenn letztere beabsichtigt wäre, könne solche nicht vor Ende des Jahres in Frage kommen. — Uns scheint es daß es sich hier um einen ballen d’essai handelt. Sobald man merkte, daß die nötige Gegenliebe in den „maßgebenden Kreisen" nicht vorhanden war, wurde der Ballon — drastisch ausgedrückt — wieder em- Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. — Buderuö'sche Eisenwerke, Wetzlar. Tie seit Kurzein in Betrieb genommene Röhrengießerei der Buderus schen Eisenwerke versandte gestern den ersten Waggon Rohren. — Frankfurter Frühjahrs-Ledermesse. Die diesjährige Frühjahrs-Ledermesse beginnt für Sohl- und Oberleder am Dienstag dem 1. April und eudlgt am Samstag dem 5. Aprrll „ 9V| , - Das Einlagern des Leders in die stadttsche Lederhalle ist bereits züge der Strecken Fulda und Gelnhausen direkt durch ben (88ejell(4|lljt. Ueber die Gestal- oberhessischen Bahnhof nach dem südlich gelegenen Rangier- tung Generaldirektor bahnhof, um von dort für die verschiedenen Richtungen, nach Kirdorf in der geftrigert 0^11^. ®eneralü^ L® denen die betreffendenen Wagen weiter laufen sollen, oder sagte, etroa folgendes: In der aber an die entsprechenden ^^^sglers ber G^rabfer- em7 vollständige Stagnation eiugetreten da infolge tigung verteilt zu werden. — Durch diese Neueinrichtung ist “g ^eivöhnlich milden Winters der Hausbrandhandel vollständig der oberhessische Bahnhof ganz bedeutend entlastet und damit darniederlag. Auch im Koksgeschäft sei im Januar eine vollstan- eine ganz erheblich verstärkte Betriebsfähigkeit ge^affen. bige un a6 n i d) t “a iV Cg e n ü g e n b Ferner vermindert sich dadurch der Rangierdienst ganz erheb- N £ t £ ? ß aJ) e Im Februar sei ein besserer Absatz zu ver- lich, was besonders für den Verkehr an der Stelle, wo die schien aewesen und zwar habe ein Mehrabsatz bezw. Mmderem- oberhessischen Gleise die Frankfurterstraße schneiden, von Vor- Schränkung der Förderung von 7 bis « Prozent gegen'dem Ja- teil ist. Wie verlautet, sollen Übrigens der alte oberhessische „uar ftattgeiunben ®enn aud) ubei:bt ®e^tuu9 Maschinenschuppen und die anderen alten Bauwerke auf dem I Bergroer? selbst unter den obwaltenden ungün- Gelände des früheren oberhessischen Güterbahnhofs sämtlich L-ti*n roieber befriebigenbe Ergebnisse liefern. Die entfernt werden. Nach Fertigstellung der Bahnhofsumbauten, Dwidende von 12 Prozent sowie die Erhöhung des Kapitals von soweit diese den oberbessischen Bahnhof betreffen, soll dann 54 auf 60 Mill. Mk. wurde genehmigt. noch eine weitere Entlastung jener Stelle der Frankfurterstraße ^^ser^a?gor1e'^iacht, Ikue Aiedensvechmid?unge>i sollen in vom Rangierdienst eintreten, well es dann möglich sein wird, laicht sein. Was davon zu halten ist, brauchen mir Miseren Lesern das Rangieren für die Personenzüge innerhalb der ober- ^dft weiter auseinander zu setzen. hat für St.M^^ Sitzung^er^ General- Freitag, abends 9 Uhr, eine öffentliche Versammlung furl^ Prozent, wie im Vorjahre, nach reichlichen Abschreibungen Kaufleute ins Cafo Ebel einberufen, in der Alfred Roth- Verstärkung der Reserven vorzuschlagen. . Lrambura über Die wirtschaftliche Krisis und die Handlungs- Görlitz, 26. Febr. Der Verband deu tscher L»tas- gehilfen" sprechen wird. An den Vortrag wird sich eine freie ber änßerst'gedUickten Preise soll schleunigst Aussprache schließen. (n Kraft treten, nachdem die wenigen noch ausstehenden Fwinen " Ein verunglückter Sonntagsreiter. Am vergangenen ben Beitritt vollzogen haben. Die allgemeine Einstellung des Be- Sanntaa aeriet cm Veranügungsrciter in der Nähe des triebeS wird für sämtliche Fabriken geplant, welche ülaj lux hat sich vorläufig ein Fünfer-Komitee gebübet, das den . Begründern der erwähnten Vereinigung demnächst dre Vor- , schlüge betreffs der permanenten Organisation der Geschäfts- । führung und des Arbeitsfeldes des neuen Vereins zu unter- , breiten haben wird. Dem letzteren werden hervor agende ( Vertreter der deutscksen Industrie, des Handels uno der Kunst und Wissenschaft angehören. , Die neuesten Depeschen aus Newyork nrelden: Um 11 Uhr erschien Kontreadrniral Evans. Ms- rnittags fuhr der Prinz zu Shetry, wo er an der yuc vorn Bankier Adams empfangen wurde. Nach der Vorstellung im Vorzimmer wurde der Prinz in den wundervoU dekorierten Speisesaal geführt, wo das Lunch eon der hundert Großen der Industriellen stattsand. Prinz, Heinrick) präsidierte der Tafel. Ihm zur Rechten saß Pierpont Mor- qaii. dtach der Tafel brachte der Prinz eine angeregte Unterhaltung über ^industrielle Gegenstände in Gang. Shetrys Haus war von Tausenden umlagert, die ben Prinzen mit lautem Hurra begrüßten. Bei dem Festmahl wurde dem Prinzen ein Büchlein überreicht, welches die Lebensgeschichte und das Bild jedes Einzelnen enthielt und seine Bedeutung erläuterte. „ , Zu dem von der „Newyorke r-staatsztg." veranstalteten Diner waren etwa 1200 Vertreter der amerikanischen Presse erschienen. Hermann Ridder von der „Staatsztg." begrüßte den Prinzen mit den Worten: „Ew .Königl. Hoheit verletzten die Monroe do etrin, indem Sie als Vertreter des Kaisers nicht nur ein S.iück amen- kanischen Bodens, sondern uns alle eroberten." Er erinnerte an die historische deuisch-amerikanische Freundschaft und an General Steuben, welcher der erste Präsident des deutschen Vereins in Newyork wurde, und schloß mit den besten Wünschen für das Wohlergehen des Prinzen. Der Toast wurde stehend angehört. (Stürmifcher Beifall.) Whitelaw Reid von der „Newyorker Tribüne feierte den Präsidenten als Inhaber des für die Amerikaner höchsten Postens in der Welt und Roosevelt persönlich als kraftvollen zielbewußten Mann am Steuer, er feierte ben Kaiser als Vertreter alles Besten in Deutschland, ber von der Welt jetzt in seiner persönlichen Größe anerkannt worden sei. Er weiß, was er will ,spricht es gerade heraus und handelt gerade danach, wie es Roosevelt in ähnlicher Weise auch thut. Obwohl oberster Kriegsherr, erhielt der Kaiser den Frieden ,hob die Lage der Arbeiter, förderte Kunst, Litteratur und alles Schöne uiü), Gute und wachst an Größe von Jahr zu Jahr. Drei Nationen sind von Gott und ber Natur zu ewiger g e g en f e(t£tg er Freundschaft bestimmt, die Vereinigten Staaten, Deutschland und England. Zwischen den ersten beiden bestand stets eine intime Freundschaft, schon des vielen deutschen Blutes wegen. Auch der Kaiser ist davon durchdrungen. Indem ich auf des Kaisers Wohl trinke, verbürge ich mich für die Zustimmung der ganzen amem- kanischen Presse. Deutsches Reich. der z. Zt. im Landtag herrschenden Stimmung scheirck mach sich nach und nach zu der Meinung bekehren daß eine Steuererhühung unausbleiblich sem durst , * man sich über deren Form noch nicht klar. Voraussichtlich dürften Einkomnien- und Vermögenssteuer jammen getroffen werden; für eine Weinsteuer ist absolut keine Meinung Darmstadt, 26. Febr. Die Aufregung in der Stadt über das Bahnhofsumbauprojekt der Mainzer Eisenbahn- direktion wächst. Die industriellen, gewerblichen und kon^ merziellen Kreise sind sich darüber einig, daß es unbegreiflich ist wie man in einem aufstrebenden Gemeinwesen emes augenblicklichen Vorteil- halber Einrichtungen zuftimmen kann, die die wirtschaftliche Zukunft der Stadt in Frage stellen, ^ies wird zum Ausdruck kommen in einer für Donnerstag einberufenen Versammlung der wirtschaftlichen Korporation, zu der zugleich alle staatlichen und städtischen Behörden, die । Kabinetsdirektion und das Kollegium der Hochschule em- geladen sind. , . „ Offenbach, 26. Febr. In der Leb e r f a b-r 1 k von Matter unb Sohn in ber Rohrstraße, einem sehr ansaebehnten Fabriketablissement, brach heute nachmittag in einem alten Nebengebäude, das bie neuen ©eiten- aebäube verbindet, Feuer aus. Tas Gebäude, dreOtod ?erei, ist zwei Stockwerke hoch. Der Dachstuhl, sowie das Oberaeschoß sind vollständig niebergebrannt unb M^n jetzt noch in Flammen. Vernichtet sind Vorräte, textest ist niemanb. Die Feuerwehr arbeitet angestrengt. Betrieb in allen Teilen des Etablissements wirb ungestört aufrecht erhalten. Die Gefahr einer Weiterverbreitung bes tfiuer* 296. Febr. In der heute Nachmittag hier stattaehabten Generalversammlung der Herdbuch-Gesellschaft für das Vogelsberger Rindvieh wurde beschlossen, anfangs Juni hier eine Viehschau mit Preisverteilung zu veranstalten. ** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Im Weinberg in Wetzlar wurde am Mittwoch eme un- I bekannte männliche Person erhängt vorgefunben. ftrrttMtfrfien Gründen, andererseits zur Entlastung der Strecken F^nHutt-Bebra, Maiw-Weser- und Lahnbahn, sowie des Zentrnl- in Frankfurt als unbedingte Notwendigkeit b-Ä ?n e rka nnt. Tie Vorarbeiten sind von der WeUerau bis Idstein erledigt und sollen demnächst fortgesetzt werden. Der HS b« wnie in die r°ch^h°nnsch° Za,)» bei Kaub ober SS bürften aber größere Schwterlake.ken entgegen,lehen. Die Mrnuna Lanqenschwalbach-Caub ist beträchtlich, die Terrain- sind sehr groß. Diese letztere Strecke wurde kaum rentabe? werden, ebenso werden die Terraiiwerhältmsse bei Lorch oder Laub cmc Einmündung m die Rheinbahii kaum nc'ialtcn. -Vermischtes. • London, 26. Febr. Einer Meldung des „Bureau Reuter" aus Kapstadt zufolge wurde die Prinzessin Catharine Nadziwill auf die Aussage von Dr. ^>choltz und Cecil Rhodes hin wegen Urkundenfälschung verhaftet, aber gegen eine Caution von 1000 Lstr. freigelassen. * Groß feuer. Bayerische Zeitungen melden aus Dinkelsbühl vom 26. Februar: Heute morgen entstand Feuer in einem Hause im nördlichen Viertel. Ehe noch die Feuerwehr eintraf, stürzte der Giebel des brennenden Hauses herab und begrub zwölf mit der Rettung des Mobiliars beschäftigte RachbarSleute. Sämtliche wurden tot aus den rauchenden Trümmern hervorgezogen. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. 8. Darmstadt, 27. Febr. Der Groß Herzog hat den Kreisbauinspcktor des Kreises Schotten, Endres, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. März aus dem Staatsdienst entlassen. x ~ _ S. Darmstadt, 27. Febr. (2. Kammer.) Das Haus setzt die Budnctberatung fort und genehmigt dem Ausschuftantrage eritsprechend unter Titel 5 „Kosten der Anwendung, Betreibung und Verrechnung der Domeuiialgefalle öloöO Mark, Titel 6 für Lokalverwaltungskosten 35 000 Wtaxt, ebenso Titel 1, 2 und 3. Die Minorität hatte unter Titel 2 „Pferdefourage" statt 70 000 Mark nur 4o 800 Mark zu -genehmigen beantragt, welcher Forderung das Haus bei- trat. Für Kameraldomänen unter Verwaltung der Oberförstereien werden entsprechend dem wiederholten dringenden Ersuchen des Ministerialrats Willbrand 127 665 Mk. bewilligt. Bei dem Kap. „Forstdomänen" entspinnt sich eine längere Debatte. Ministerialrat Willbrand be-dauert die vorn Ausschuft beantragte Streichung im Interesse des Waldes. Eine Anzahl Abgeordneter pflichtet ihm bei. Abg. Södel verteidigt den Ausschuß. Die Gesamtforderung wird schließlich gegen 14 Stimmen genehmigt. Bei Kap. 4: „Bad Salzhausen" wird die Gesamtforderung entgegen nem Ausschußantrag bewilligt. Eine größere Debatte entspinnt sich bei Kap. „Bad Nauheim". Der Ausschuft beantragt die Streichung von 77 000 Mk. Finanzminister Gnauth warnt davor. Der Gesamtbetrag von 677 540 Mk. wird schließlich bewilligt. Für Wasserwerke^und^Eisfab^ in Bad Nauheim werden die Einnahmen mit 65 266 Mk. und die Ausgaben mit 37 736 Mk. genehmigt, ebenso der Lotterievertrag mit Oldenburg in Einnahme mit 14 941430 Mark und Ausgaben mit 13 962100 Mk. 8. Darmstadt, 27. Febr. Graf Oriola u. Gen. haben eine Anfrage an die Regierung gerichtet, welche Stellung diese einzunehmen gedenke zu der Forderung der hessischen Landwitte auf Erhöhung der in der Zolltarifvorlage vorgesehenen Minimalzölle. 8, Darmstadt, 27. Febr. Die Strafkammer verutteilte die Studenten Haufland und Scholz wegen Zweikampfes (eg handelte sich um das von uns gemeldete Säbelduell. D. Red.) zu 3 Monaten, bezw. 3 Monaten 2 Wochen Festungshaft und den Witt Strohmenger, in dessen Lokal das Duell stattfand, zu 1 Tage Festungshaft. London, 27. Febr. Die Prinzessinvon Wales entging gestern mit genauer Not einem Unfall, als sie in Anwesenheit des Prinzen von Wales in der landwirtschaftlichen Halle die Preisverteilung bei der Pferde-Aus- stellung vornahm. Die Prinzessin überreichte gerade dem Besitzer eines Zuchthengstes, der prämiiert war, einen goldenen Becher, als der Hengst, von den Beifallsrufen der Umstehenden störrisch geworden, sich bäumte, dem Besitzer den Goldpotäl aus der Hand schlug, von dem Reitknecht sich losrift und nach dem Ausgang stürmte, auf den die Prinzessin bereits zuschritt. Durch die warnenden Zurufe der Zuschauer aufmerksam gemacht, konnte sie rechtzeitig ausweichen, als der Hengst vorbeistürmte. London, 27. Febr. Lord Kitch ener sendet folgendes Telegramm: Zwischen Middelburg und Bethlehem haben die Obersten Wacker und William Mackenzie zahlreiche Buren gefangen genommen .Mehrere Aufständische wurden getötet. — Trotz der Amsterdamer und Haager Dementi beharren die hiesigen Blätter aus ihrer Meldung, wonach die Königin Wilhelmine eine längere Aus- la n d r e i s e antreten und die Königin-Mutter mit der Regentschaft betraut werden wird. Paris, 26. Febr. Anläßlich des hundertjährigen Jahrestages der Geburt Victor Hugos fand abends in der Comsdie franyaise die Aufführung des Dramas ,L.es Burg rave s" statt, welcher fast alle Minister, die Präsidenten des Senats und der Kammer, die Spitzen der Municipalbehörden, das diplomatische Korps, die fremdländischen Abordnungen sowie hervorragende Persönlichkeiten der politischen, lttterarischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Kreise beiwohnten. Preßburg, 27. Febr. Der größte Teil der Petroleum-Raffinerie und Benzin-Parasine-Fabrik der Apollo-Aktien-Gesellschaft geriet gestern in Brand. Das Feuer entstand im Maschinenhause der Parafin-Abteilung, welche samt den benachbarten Eiswer^n vollständig vernichtet ist. Der Brand wurde abends 8 Uhr lokalisiert. Tie Petroleum- und Benzin-Vorräte wurden gerettet. Lemberg, 27. Febr. Nach Meldungen hiesiger Blätter aus Russisch-Polen wurde in der Ortschaft Bartniki der dorttge katholische Pfarrer während des Gottesdienstes in der Kirche von Gendarmen verhaftet. Die in der Kirche; anwesenden Andächtigen widersetzten sich dieser Verhaftung. Es kam zu einem Kampfe mit der Gendarmerie, welche schließlich von der blanken Waffe Gebrauch machte. Ursache dieser Verhaftung soll darin bestehen, daß dieser bei einer kürzlich abgehaltenen Feierlichkeit es untcrlassey hat, das Gebet für den Zaren zu sprechen. New York, 27. Fedr. Tie Burendelegierten, welche hier eingetroffen sind, führen nur Handkoffer mit sich, woraus man schließt, dast ihre Anwesenheit von sehr kurzer Dauer sein wird. Der Zweck ihrer Mission bleibt geheim und ist selbst ernsten Buren freunden nicht bekannt. Ottawa, 27. Febr. Die kanadische Regierung legte dem Parlament ein Abkommen mit Marconi vor, nach dem zur Erttchtung einer Telegraphenstation auf Kap Breton 80 000 Dollars zu bewilligen sind unter der Bedingung, daß der Höchstsatz bei der Uebermittelung von Handelsdepeschen für das Wort 10 Cents und bei Preßdepeschen b Cents betrage. Pretoria, 26. Febr. Die Buren, die am 23. Februar die Blockhauslinie Franksort-Wrede zu durchbrechen suchten, wurden auf 600 bis 800 Alaun geschäht unter Alberts, Roh. 2 Bothas und einigen Transvaalern. Den Hauptstoß hatten die Neuseeländer auszuhalten. Sie kämpften mit großer Tapferkeit und traten den Buren erfolgreich entgegen, erlitten aber schwere Verluste. 2 Offiziere und 20 Mann fielen, 5 Offiziere und 33 Aiann wurden ver- wundet. Die Buren hatten 15 Tote, 6 von ihnen wurden gefangen genommen. 70 Pferde wurden getötet, 100 Pferde und 6000 Stück Vieh wurden erbeutet. e* ■ 8 o ■ bis Mk. 5.85 pr. Foulard-Seide R pl Scioe" in schwarz weiß und farbig von 95 Pfg. bis All. 18.65 pr. Mtr. Absolut kein Zoll zu zahlen! da die portofreie Zusendung der Stoffe durch meine Seidenfabrik auf deutschem Grenzgebiete erfolgt. — Nur echt, wenn direkt von mir bezogen. Muster umgehend. G. Henueberg, Seidenfabrikant (K. u. K.Hoflief.), Zürich« an Houten’s Cacao Leicht löslich \ leicht verdaulich! Im Konkurs über den Nachlaß des Schriftsetzers Ludwig Rohrbach in Wieseck habe ich das Verzeichnis der bei der Schlußvetteilung zu berücksichtigenden Forderungen bei der Gerichtsschreiberei des Großh. Amtsgerichts Gießen zur Einsicht der Beteiligten überreicht. Die nicht bevorrechtigten Forderungen betragen Mk.1439,30, während die vorhandene Masse sich auf Mk. 773,63 berechnet, sonach 538/4 °/0 verteilt werden. Gießen, 26. Februar 1902. I. Boeck, Konkursverwalter. Hahrmsteigerung Dienstag, 4. März 1902, vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. Lda. Distrikt Neuwald, Dörnbach, Rundeheg usw. nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: 68 Nadelstämme m. 23,45 fm, 2 Eichen-Derbstangen, 12 Buchen-Derbstangen, 69 Nadel-Derbstangen, 139 rm Buchen-Scheitholz, 5 „ Eichen-Scheitholz, 28 „ Buchen-Knüppel, 55 „ Eichen-Knüppel, 64 „ Nadel-Knüppel, 9900 WellenBuchen-Reisholz, 2200 Wellen Eichen-Reisholz, 1700 Wellen Nadel-Reisholz, 104 rm Buchen-Stockholz, 5 „ Eichen-Stockholz, 12 „ Nadel-Stockholz. Zusammenkunft in der Eisenschade. 1669 Allendorsa.Lda.26.Febr.l902. GroßherzoglicheBürgermeisterei Allendorf a. Lda. Rein. Kicfcrn-Witt- llllü BauhoiBerstcigttiiiig im Sicher Stadlwald. Montag, 3. März, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald Distrikt Gänsweid im Hinderwald versteigert werden. 10 Kiesern-Schnittholz von 30 bis 45 cm mittlerem Durchmesser, ohne Rinde geniessen mit 12,37 km. 1689 59 Kiesern-Bauholzstämme von 18—30cm mittbcem Durchmesser und bis 20 m Länge, mit 35 fm. Zusammenkunft auf der Niederbessingener Schneise am Steinbruch. Lich, 26. Februar 1902. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. Bau- uni) Nutzholz- Versteigerung in den Waldungen derGemeinde Londorf. Dienstag, 4. März d. Js., ixm vormittags 10 Uhr an werden aus den Distr. Katzen- geheeg, Rückenstall und Hain- truth versteigert: 1685 41 Eichen-Stämme 10—49 cm Durchm., 5—15 m lang = 20,96 fm, 6 Buchen-Stämme 43—51 cm Durchm., 7—9 m lang — 8,47 fm, 180 Nadel-Stämme.12—30cm Durchm., 6—22 m lang = 55,65 fm, 831 Nadel-Derbstangen = 45,69 fm, 675 Nadel - Reisstangen — 7,18 fm. Zusammenkunft im sog. Sauloch vor dem Distr. Katzen- geheege. Londorf, 26. Febr. 1902. Gr. Bürgermeisterei Londorf. 91 unian n. Die am 19. ds. Mts. im Gemeindewald Erda abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Desgleichen die am 20. ds. Mts. hierselbst abgehaltene Versteigerung des Rutz- und Stammholzes rc. aus den Gemeindewaldungen Ahrdt, Altenkirchen, Groß - Altenstädten, Blasbach, Hohensolms und Oberlemp, sowie die Versteigerung des Bermoller Kiefern-Stammholzes. Richt genehmigt ift der Verkauf dcs Bcrmollcr Eichen-Stamm- u. Wagnerholzes. Hohensolms, 25. Febr. 1902. Der Bürgermeister [1673]____________Hu ttel. Kurz geschnittenes 1546 Abfallholz bei Georg Schubccker, Sägewerk, Erdkaulerweg. Hohversteigerung Dienstag den 4. März d. I. werden aus den Distrikten Lickter- roalb, Timmelberg, Igelsyain, Schmidtbusch, Großer Fmkenwald und Streichainskopf der Forstwartei Atzenhain versteigert: (stäinmc : 344 Fichten — 142 Derbstangcu: 373 Fichten — 30 Fm; Scheiter Rm: 14 Buche, 36 Birke, 111 Eiche, 23 Nadelholz; Knüppel Rm: 23 Buche, 56 Eiche, 16 Nadelholz; Reisig Rm: 60 Buche, 102 Eiche, 176 Nadelholz (Schicht- «; Stöcke Rm: 7 Buche, je, 87 Nadelholz. Zusammenkunft vormittags halb zehn Uhr auf der Kreisstratze Atzenhain — Bernsfeld im Distrrkt Lichterwald Abt. 4 bei Stamm Nr. 1. Nur das Bauholz im Distttkt Lichterwald 4 und Timmelberg 1 wird bei der Versteigerung vorgezeigt, alles übrige Holz wird unoorgexeigt vettauft. Die Nummern des im Disttikt Streithainskopf zur Versteigerung kommenden Brennholzes sind blau unterstrichen. Grünberg, den 25. Februar 1902. Großh. Oberförsterei Grünberg. __________Schober. [1665] Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute uuo morgen: WtnUrijdj 54 pfg. Ztierflkilch 52 M stselschsknsirisch 40 Pfg. Große Ersparnis im Haushalt mit 1131 der Suppen, Saucen, Gemüse, Salate u. s. w., unb Slaßgl’s Gemüse- und KraftsUppen. Stets frisch zu haben bei Friedrich ÄöPP, Stephan- und Bismarckslraße-Ecke. Wesvx auf off und Holzdraht in geschmackvoller Ausführung liefert 1660 Heinrich Hschstiitter Schloßgasse 19. Meiner wetten Kundschaft zur gefL Kenntnis, daß mit dem heutigen Tage die uort meinem seligen Manne begründete, seit langen Jahren am hiesigen Platze bestehende Fahrrad-Handlung Mechanische Werk- nutz RepmtllrWc für Fahrräöer and Nähmaschinen in den Besitz des früheren langjährigen Mitarbeiters, Herrn Äug. Gernand, übergeht uud bitte ich, das meinem Manne in so reichem Maße erwiesene Wohlwollen auch auf dessen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Die von mir seither betriebene Handlung in Nähmaschinen und Zubehörteilen führe in unveränderter Weise weiter und halte mich bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Herrn. Kraft Wwe. 1677 Bezugnehmend auf vorstehende Mitteilung halte ich mich bei Bedarf von Fahrräder« aller Art bestens empfohlen. Gestützt auf langjährige Thätiakeit in ersten Fabriken bin ich in der Lage, allen tut mich ergehenden Anforderungen gerecht werden zu können und wird cs mein eifrigstes Bestreben fein, unter Zusicherung promptester Artsführung den Wünschen meiner Kundschaft äu -ntiprech-n. Hochachtungsvoll Aug. Kernand. Alkoholfrries tzrtrank. Fomril Perlender Apfelsaft. Bestes Erfrischungsmittel für Jedermann. 1485 Aerztl. empfohlen für Zucker-, Nieren-. Blasen-, Nervcu- uno Gicht-Leioende. Preis 40 Psg. per 7i Flasche. Jean Weisel, Sonnenstraße 6. Punlop «Pneumaf ic beste und billigste Emaille-Wichse Z nur wirklich den schönsten Hochglanz giebt! Maier & Haliagstzaasen Vertreter: Khr.LM. 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Die Veerdigrmg findet Freitag den 28. Februar, nachmittags 37, Uhr, vom Trauerhause, Neuenweg 38, aus statt. Nichtmitglieder haben nur Zutritt, wenn sie im Besitze einer Einladungskarte sind, welche beim Eintritt auf Verlangen vorgezeigt werden nruß. Diese Karten, auf Namen lautend, sind nicht übertragbar^Der Vorstand. Uufmädchen gefucht.Kliuikstratze 37. 1666] Für eine»: 18jährigen Wartuergehltfen wird Stellung gesucht. Näh. auf dem Armenamt Gießen. 1429] Ich suche hier oder auswärts für meine Tochter (15 Jahre alt) in besserem Hause bei Kindern oder in einem Geschäft paffende Stelle. Dieselbe ist gut erzogen und Kind ehrbarer Eltern. Näheres in der Exped. d. Bl. Wirtschaftem fö. ?llters zu baldigem Eintritt gc- licht. Adr. erbeten unter 1605 an die Exp. d. Bl. 1488] Auf Rittergut Borken stehen wegen Aufgabe des Kohlcufnhrwcrkeö 1« Pferde. meist 5° und 6jährige Dänen und Holsteiner Pferde, auch etliche zur Zucht geeignete Stuten, zum Berkaus._____Hofmann. 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