Nr. »78 Orlftelwt tSgttch ttubei Boruuag*. fcem (Äiebenet Anzeiger »erben Im Wechlel mit kelftschen Landwirt die Siebener Familien. Ilfltiei viermal In btt Woche betgelegt. Roiattonflörud u. Derlog bet Brüh l'ichen Ünn-eri.-Buch- u.6teti>» kudereH^iel|d)(itbe«> JUbafttOTL Ifcrpebittoe unb Druaetet» • »alpraht 7. ttbtefle tot Deoeichent «n-eiger «Liehet». ^ernlprrchanIcklußNr 6L Zweites Blatt. ' ISS. Jahrgang Mittwoch 26. November LSVS Gietzener Anzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen Vezagbprei», monatlich 76'IM-, otertd* jährlich DU. 2JO; durch Äbhole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pi.; durch diePost Ml. 8.— viertel» jährt auaichl. vestellg, Annahme von Anzeigen für die iagetnummtt biß ponnittag« 10 Uhr. yetlenprete: total l8P^ aubioärtb 80 Pjg. verantwortlich, tot den poliL a. attgem. Steil; P. Wittko. toi .Stadt unb Canb' uni ,®end)ts|aQle; Luri Plato, tot den 2li> »eiacnteil: boni Beck. 7770 Kindt viuifln *. ChristllW Konfek A°i», totter^1 Makronen, «ebädn.|- Khokolade.Bovbovi/ Honigkuchen in grofir Ludwig D|i|, Konditorei und Fabrikation, Gieren,'' Vorteil^! kauit man neue tn'fnn 8-214 Der MW Kmüsk-ßrösk' i Llilltidt-Ack» Astii-Spasiitl ' Mhtt $vM<\ sowie alle onbtttn M Partien btbtti'mb Miatr, Wg »häw Man S48. ^euenlL Die W’totu „Wetten; in ® örnasurt * allerersten ledivWj! Ä* Adler-Drotiene0____ ,an °m Ale yeutige Mmmer umfaßt 12 Selten. 1 1 I" । —........ - -- 3>ie Verwendung der Millionen. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt rnterm 25. November: ,Ln ein Wespennest gestochen^" hat das Zentrum mit fseinem Antrag auf Verwendung der Mehrerträgnisse ans Neu Zöllen zur Witwen - und Waisenversicher- rin g. Das Wespermest ist in diesem Falle die sozialdemo- ktrattsche Fraktion, aus deren Mitte ein Derwendungs- «ntrag nach dem anderen ,/luffchwirrt". Aussicht aus Annahme haben alle diese Anträge natürlich nicht, aber Hie werden in ausführlichen Reden begründet und erweisen siich so als probates Mittel, die Beratungen in die Länge flu ziehen, und das Interesse der Mitglieder der Mehr» 'eitsparteien an der parlamentarischen Arbeit brach zu Hegen. Man schilt das „Aufschwirren" immer neuer Der- w end un as an träge parlamentarischen Unfug", doch es USßt sich vom Standpunkt der Geschäftsordnung dagegen nichts einwenden. Die Mehrheit hat eben für ein beschlußfähiges Haus zu sorgen, eine Pfticht, die sie gestern versäumte, auf die sie siw heute aber besann. Es waren mrnd 100 Abgeordnete mehr anwesend als gestern, sodaß her sozialdemokratische Antrag, 100 Millionen Mark aus den Zollmehrerträgen jährlich für Volksschulzwecke zu ver- Henben, mit 211 gegen 59 Stimmen abgelehnt werden kannte. Der Antrag Rosenow (Sor.), von diesem Abge- oübneten eingehend begründet, die ZoMberschüsse zur Aufhebung der Salzsteuer zu verwenden, fiel mit 190 gegen »Ä Stimmen. Bon der einen zur anderen Abstimmung mar die Präsenz also schon mieb^r um 17 Köpfe gesunken. Nach dem Salz kam der Zucker an die Reihe, dessen Besteuerung Abg. Bernstein (Soz.) aus den Zollerträgen l»eseitigt wissen wollte. Es war also eine neue umfang* i nche Rede „fällig", doch nur die äußerste Linke stürzte sich in rednerische Unkosten, aus den Reihen der Mehr- lpntsparteten wurde kein Wort der Entgegnung laut. Als erber Abg. Bernstein vom Hundertsten ins Tausendste kam «nd dabei im harmlosesten Tone von der Welt erklärte: „Mr treiben keine Obstruktion!", da erscholl grimmiges Lachen und unwilliges Murren auf der Rechten und im stzmtrum. Der Zuckersteuerantrag, für den auch Abg. Richter (ffr. Vp.) eintrat, wurde mit 158 gegen 99 Stimmen ab» a ilehnt. D-och schon kam ein neuer „Streich" von sozial- b mokratischer Seite. Ehe man es sich versah, stand Abg. Durm an der Rednerbühne, umgeben von dickleibigen Wianten, um einen LVntrag aus — teilweise — Auf- b bung der Branntweinsteuer zu begründen. Es erhob siLH zorniges Gemurmel, als er zu sprechen begann. Doch hraS war zu machen? Man mußte auch diese Rede über siLH ergehen lassen. Graf Ballestrem „toacfjte" nur über erinen kleinen Abschnitt der heutigen „Diskustion", zumeist amtierten seine beiden Stellvertreter. Der Präsident salbst konferierte angelegentlich mit den Staatssekretären Wraf Posadowsky, Frhr. v. Thielmann und dem preußischen Handelsminister Möller. Tann sah man ihn in Begleitung von führenden Mitgliedern des Zentrums den Sitzungssaal verlassen. Auch die in den „Verständigungs- kliisschuß" delegierten Vertreter anderer Fraktionen, die togg. Graf Schwerin-Löwitz, v. Normann (kons.), Gamp Mp.), Dassermann (nt) begaben sich hinaus, und wenn wich Zweifel darüber bestanden, daß draußen wiederum eüiie Verständigungskonferenz tagte, dann wurden sie beheben durch das Erscheinen des Chefs der Reichskanzlei, Mheimrat Conrad, des ständigen Begleiters des Grafen Wlow, im Sitzungssaal. Ter Reichskanzler weilte also im Hause. — Der Branntweinsteuer-Antrag Wurm siel mit M3 gegen 43 Stimmen. Das anmutige Spiel mit Ver- iremdungsanträgen nimmt bis auf weiteres Fortgang. Politische Tages schau. Das Zollbunduis besiegelt. Aus Berlin, 25. Nov., wird uns geschrieben: Sie haben sich gefunden, nach Nöten, groß und schwer, dir Zollmehrheit und die Regierung! Wenigstens das Z mtrum hat durch Fraktionsbeschluß bereits das Siegel hilf die Verständigungsvorschläge gedrückt. Die Konserva- ti 5en sträuben sich noch ein wenig, aber im Prinzip sind siit ebenfalls gewonnen, und mit den Führern der Na- ti malliberalen, den Abgg. Tr. Sattler, Dassermann und ■frt. Paasche, bringt Graf Bülow heute abend vielleicht bü? Sache ins Reine. Das bayerische Zentrum setzt also fernen Willen durch, daß der Mindestzoll auf Braugerste Dom 3 Mark auf 4 Mark mit Zustimmung der Regierung mhöht wird. Dagegen verzichtet die Zollmehrheit auf ! einen Mindestzoll auf Futtergerste, weil Jiußland an der E nfuhr von Futtergerste hauptsächlich beteiligt ist, und ohnedies Schwierigkeiten genug von den Bertragsverhand- hingen mit Rußland zu gewärtigen sind. Ganz „uner- sLütterlich" ist mithin die Regierung nicht geblieben. Doch beä Zugeständnis fällt nicht besonders schwer nt die Waa- sÄale; es ist mehr ein moralischer, ein politischer, als : ei-i materieller Erfolg, den die Zentrumsherren aus Bayern durch ihre Zähigkeit errungen haben. „Anders thun wir näht mit!" war ihre konsequente Erklärung, und schließlich wird sich Graf Bülow schweren Herzens davon über- ; igt haben, daß die Zentrumsbayem keinen Spaß veröden und Mann für Mann die Zollvorlage abgelehnt Mten ohne die Gerstenzoll-Zulage. Nun soll „mit Dampf" Tarifentwurf erledigt werden, durch Zusarnmenfaffung Htrer Reihe von Positionen. Es sind aber auch, wie wir >r lahren, in der Zwischenzeit neue Waffen gegen die Ob- icuttion geschmiedet worden, Anträge auf weitere Ab- iiioerunfl der Geschäftsordnung, die fix und fertig vorliegen und sofort eingebracht werden können, sobald die Obstruktion Miene macht, die Harmonie des Zoll-Kartells zu stören. Die Gegenseite wird auch nicht gefeiert haben unb ebenfalls ihre Überraschungen in Petto haben. Bisher mischte sich bie Regierung in den häuslichen Streit des Reichstags nicht ein. Das dürfte sich voraussichtlich ändern, nachdem die Verständigung perfekt geworden ist. Dann handelt es sich um eine gemeinsame Sache, an deren Durchsetzung Regierung unb Zollmehrheit im selben Maße interessiert finb. So wird die Obstruktion, die im nächsten Stadium wohl hauptsächlich von der äußersten Linken übernommen wird, wahrscheinlich auch Vertreter der Regierung in den Reihen ihrer Bekämpfer erblicken. Sehr dankbar soll, wie man in politischen Kreisen versichert, Graf Bülow den Dauer-Rednern der äußersten Linken sein, daß sie durch diese Thätigkeit ungewollt das Band der Einigung um die anfänglich auseinander- ftrebenben Mitglieder des Zollkartells geschlungen haben. Nichts habe im Verlauf der Verständigungs-Unterhandlungen speziell auf die Konservativen mehr gewirkt und sie zur Nachgiebigkeit bewogen, als der Hinweis, daß der Fall des Zolltarifs den größten Sieg bedeuten würde, den die Sozialdemokratie jemals errungen. Verstärkung der Kavallerie? Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 25. November: In der „Kreuzztg." hat kürzlich ein bekannter Militärschriftsteller die Unzulänglichkeit unserer Kavallerie gegenüber Frankreich und Rußland dargelegt. Ter Artikel bat Aufsehen hervorgerufen durch die Betonung, womit der Verfasser eine schleunige Verstärkung der Kavallerie forderte, und es fehlt nicht an Stimmen, die von der Lancierung einer neuen Militärvorlage sprechen. Nach unseren Informationen stehen amtliche militärische Kreise den betreffenden Ausführungen ferne, womit indessen nicht gesagt sein soll, daß nicht auch in amtlichen Kreisen der sehr sachkundige Inhalt der Darlegung Interesse und Beachtung gefunden hat. Aber eine neue Militärvorlage größeren Umfangs ist zur Zeit, wie wir bestimmt versichern können, nicht in Sicht. Wünschenswert ist manches, mit an erster Stelle eine Verstärkung der Kavallerie, die in der That weit zurückgeblieben ist im Vergleich zu der zahlenmäßigen Entwickelung anderer Waffengattungen. Tie Rücksicht auf die ungünstige Finanzlage gebietet vor- täufig Entsagung. Zum ?ode Alfred Friedrich Krupps. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") Ein Frewnd unseres Blattes schreibt uns aus Essen a. d. Ruhr: Wie eine Gewitterschwüle lag es seit den abscheulichen Verdächtigungen der Person des Geheimrats Exzellenz Krupp über fernen Werken und der Stadt Essen. Zu ungeheuerlich und furchtbar waren die Anschuldigungen, die der ,/Vorwärts"^ gegen die Person eines Mannes schleuderte, der aus der Gesellschaft Höhen stehend, seinen Werkesangehörigen und Michürgem stets als das Vorbild eines guten Bürgers und fittenreinen Mannes gegolten hatte. Alles dieses sollte nicht wahr sein? Jeder sträubt sich gegen eine Annahme, die nur zu sehr geeignet war, die Person Krupps tief in den Staub zu treten. In den Kaffeehäusern und Restaurants wurden die Artikel der Ver- täumber mit Kopffchütteln gelesen und mit einem „Pfui" beiseite gelegt So sah es aus in den letzten Tagen vor dem Tahinscherden des unvergeßlichen Mannes. Fürchterlich war die Beklemmung, die sich aller bemächtigt hatte, sie suchte nach einem Ausweg und er fand sich Am Samstag morgen um halb 12 Uhr strömten sämtliche Beamten des Krupp'schen Werkes im Fecht- und Turnsaale des Kasinos zusammen, um ihrem verehrten Chef in einer Resolution zu versichern, daß sie nicht den Machenschaften seiner Feinde glaubten, sondern treu und unentwegt zu ihm halten würden. Tie drei ältesten Beamten des Werkes wurden beauftragt, Herrn Krupp noch am Nachmittag diese Resolution zu überreichen. Auf dem Wege zur Villa Hügel — dem Wohnsitze der Familie Krupp — traf sie die Nachricht von dem plötzlichen Dahinscheiden bcs Chefs Das hatte kein Mensch geahnt, und als sich die Nachricht gegen 4 Uhr in der Stadt und auf dem Werke verbreitete, da begegnete sie nur einem verneinenden Kopf schütteln. Kein Mensch woMe an diese Nachricht glauben, sie klang so ungeheuerlich. Aber das Gerücht nahm an Bestimmtheit immer mehr zu und gegen halb 6 Uhr verständigte eine Bekanntmachung seitens des Direktoriums die Werkangehörigen von der Thatsache. Welches tragische Ende! Ein allseitig geliebter und hochgeachteter Mann «war dahingegangen. Schon unter gewöhnlichen Umständen würde das Ableben eines Mannes wie Krupp in der ganzen Welt eine ungeheure Bewegung hervorgerufen haben. Hier aber lag es klar zu tage, die Verleumdungen hatten den herzleidenden, der Ruhe bedürftigen Mann, der am liebsten stille für sich gelebt hätte, mitten ins Herz getroffen. Die fürchterliche Nervenspannung der letzten Tage hatte sich einen gewaltsamen Ausweg gesucht: ein Gehirnschlag endete das Leben des als Industrieller in der Geschichte Deutschlands einzig dastehenden Mannes. Seine Gemahlin, die vor einer Woche in Kiel noch mit ihm zusammen war, dann aber in einem Sanatorium Jenas Heilung für ein Leiden suchte, hat ihn nicht mehr lebend angetroffen. Am Sonntagvormittag traf sie auf Villa Hügel ein, von der ihr die schwarzen Trauerflaggen entgegenwehten. Sie und ihre zwei Töchter, Bertha und Barbara, stehen tieftrauernt) am Sarge des geliebten Mannes, des teuren Vaters. Von dem sMnen Familienverhältnis, welches zwischen den Gatten einerseits und den Eltern und Kindern anderseits bestand, giebt die fn ihrer Einfachheit erschütternde Todesanzeige der Familie Zeugnis. Sie lautet: „Gestern nachrnittag entschlief sanft und unerwartet mein lieber Mann, unfer teurer Vater, Herr Friedrich Alfred Krupp im Alter von 48 Jahren. Hügel, den 23. November 1902. Margarethe Krupp und Töchter Bertha und Barbara." Wer niemals die bürgerliche Einfachheit des verstorbenen loerrn Krupp und seiner Gemahlin zu beachten Gelegenheit gehabt hatte, muß aus dieser Anzeige schon den Schluß ziehen hon dem schlichten Wesen des Kanonenkönigs und seiner Familie. Wohlthun war die liebste Beschäftigung des ManneS, der mm das indirekte Opfer der Verleumdung einer italienischen Erpresserbande geworden ist. Wer zu ihm kam und ihm seine Not klagte, und wäre er der geringste seiner Arbeiter oder Mitbürger gewesen, er fand ein williges Ohr und ein allzeit zmn Geben bereite, offene Hand. Und wie er auch auf der Stufenleiter des Ranges und Ansehens stieg vor seiner Umgebung und seinen Werksangehörigen wollte er nur als „Herr Krupp" ange- redet sein. Bor seinem liebenswürdigen/freundlichen Wesen schwand die Scheu, die man wohl sonst im Umgänge mit hochgestellten Männern der Erde unwillkürlich hat. Und der Vollständigkeit halber muß es hier gesagt fein Haß seine Gemahlin in dieser Schlichtheit und im Wohlthun mit ihm stets wetteiferte. ' Aber nicht nur manche Thräne der Not wurde von ftügef aus getrocknet, hochherzige Geschenke von bleibendem Wert sind seitens des Verstorbenen der Bürgerschaft, insonderheit aber seinen Arbeitern gemacht worden. Der Bürgerschaft wurde es durch seine Zuwendungen ermöglicht, manchen Plan zu verwirklichen, der sonst erst noch Jahrzehnte lang auf Realisierung hätte warten können. Dadurch aber zeichnete sich die Freigiebigkeit des Herrn Krupp stets aus, daß er mit seinen Zuwendungen Dinge von bleibendem Wert ins Leben rufen half. Der Stadt Esten that ein würdiger Stadtgartensaal m>t, die Zuwendungen Krupps halfen ihn realisieren. Die Subventionen für das städtische Or ch ester und das Theater ermöglichen es, daß diese Anstalten in Esten mustergiltig genannt werden tonnen. Tie Stadt hat seinem persönlichen Eingriffe in ihr Geschick viel zui Lanken und daher ist der warme Nachruf, den ihrem Ehrenbürger die Verwaltung der Stadt bringt, wohl zu verstehen. Seine Werksangehörigen verdanken ihm zwei große Schöpfungen, wie sie wohl einzig auf einem industriellen Werke dastehen mögen. Es sind dieses die Bücherhalle und der Bildungsverein. (W ließen sich über diese beiden Institute Spalten schreiben. Tie Bücherei, welche ohne einseitige Rücksichtnahme auf die Lektüre, alle Gebiete, der schönen und wissenschaftlichen, umfaßt, erregt das Erstaunen und die Bewunderung aller Fachkerrner. Sie bietet in ihrer Reichhaltigkeit dem Gebildeten und dem einfachen Manne geistigen Genuß und Anregung. Der „Bildungsverein" bietet seinen Mttgliedern eine Fülle von Anregung. Autoritäten auf allen Gebieten des Mistens halten in ihm Vorträge. Gesellschafts- und Unterhaltungsabende bieten litte* rarischen und musikalischen Genuß. Kurse auf allen Gebieten des Wissens sollen die weniger geschulten Mitglieder für die Ausgaben des Lebens geschickter machen. Wir wollen hier schweigen von den sozialen Wohlfahrts» einrichtungen des Verewigten, sie sind, nehmen wir an, allseitig bekannt. Wissen wir es doch alle, daß er seinen alten Invaliden der Arbeit in schöner waldreicher Umgebung den „Altenhof" geschaffen hat — eine Kolonie, die mit zu den Sehenswüttngkeiten der Umgegend EssenS gehört. Ter Schöpfer so vieler Einrichtungen, er der wohl ein Vater seiner Angehörigen genannt werden kann, der daS Werk seines im Alter von 74 Jahren gestorbenen genialen Vaters: „Ter Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl fein!" stets ins Prattische zu übertragen sich bestrebt zeigte — dieser edle Mann, er weilt nicht mehr unter den Lebenden. Am Dienstagabend wurde seine Leiche in das sogen. „Ahnenhaus" — dem ursprünglichen Wohnhaus feinet Familie und seiner Vorfahren — das jetzt mitten in der Fabrik liegt, überführt, um von hier aus in der Gruft auf dem Friedhöfe am Kettwigerthor am Mittwochmorgen um 10 Uhr beigesetzt zu werden. In diesem kleinen unscheinbaren Häuschen hatte der mächtigste Industrielle Europas feine Arbeitsstätte aufgeschlagen. In ihm weilte er oft und gern, wohl in Gedenken daran, daß von hier aus der Ruhm und die Größe seines Hauses ausgegangen sei. Von hier aus — dem Hause seiner Ahnen — von dem auch sein verstorbener Vater zur letzten Ruhe bestattet wurde, wird auch er hinausgetragen werden. Und alle die Großen und Kleinen, die feinem Sarge folgen, werden sich sagen müssen: „Ach wir haben Einen guten Mann begraben." Tod) feine Werksangehörigen werden wehmütig hinM- setzen: „Und uns war er mehr!" Deutsches Deich. Berlin, 25. Nov. Man meldet aus Bückeburg: Ter Kaiser, Fürst Georg und Prin^ Adolf von Schaum- burg-LipPe fuhren heute morgen in Begleitung des Oberjägermeisters Frhr. v. Heintze zur Jagd nach dem Bücke- berge, wohin die übrige Jagdgesellschaft später folgte. Das Frühstück wurde im Jagdhause Braudhof eingenommen und darauf die Jagd bis kurz nach 4 Uhr fortgesetzt. Heute, abend war im Residenzschlosse Diner. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Pariser „New- 7)oTf Herold" meldete, daß die Bestellung einer neuen Rennyacht für den Kaiser bevorstehe. Diese Angabe ist gänzlich unbegründet. Bekanntlich erwarte der Kaiser die erst kürzlich in Newvork erbaute $adjt „T?etcor". — Ter „Reichsairz." meldet: Dem Reichsgerichtsrat Miltner-Leipzig ist, seinem Ansuchen entsprechend, die Entlassung aus dem Reichsdienst zum 1. Dezember erteilt worden. — (Bekanntlich soll Miltners {Ernennung zum bayr. Justizminister bevorstehen. T. Red? Braunschweig, 25. Nov. Im Landtage gab heute Minister Hartwig eine Darstellung des Falles T r a m p h e (der aus den ReichstagSvcrhandlungen zur Genüge bekannt ist. D. Red.) und erklärte, daß die hiesige Polizei bei der Verhaftung nur ihre Pflicht erfüllte. Tramphe sei nach einer Unterredung mit einem höheren Beamten unauffällig und in Civil zur Bahn gebracht und in Hannover vorschriftsmäßig der preußischen Gendarmerie übergeben worden. Die Braunschweiger Polizei treffe an dem Vorfall fein Verschulden. Nürnberg, 25. Nov. Bei den Gemeindewahlen siegte die freisinnig-nationalliberale Liste mit 7200 gegen 4000 Stimmen gegen die sozialdemokratische. München, 25. Nov. Ter Burengeneral Delorey ist heute in Begleitung seiner Frau und Tochter, sowie seines Schwiegersohnes Ferreira und des Pastors Schowalter auf dem hiesigen Zentralbahnhofe eingetrvffen. Zum Empfang hatten sich eingefunden Vertreter des deutschen Burenhilfsbundes, der deutschen Burenzentrale, sowie der Friedensvereinigung. Auf dem Perron hatte eine tausend- köpfige Menschenmenge Aufstellung genommen. Dor Gemahlin und der Tochter des General? wurden prächttge Blumenspenden überreicht, hierauf begab man sich in den abgesperrten Warteabteil 2. Klasse deS Nordbaues, in dem Prof. Graber eine Ansprache hielt. Tclorev erwiderte in holländischer Sprache, er erklärte, daß es ihm leid thue, daß seine Verhältnisse derartige geworden seien, daß er nach Südafrika zurückkehren müsse und nicht dem gesamten deutschen Volk^ an alten £rt-n die W'l k mm ngrüße seines Voltes überbringen könne. Was sein Volk gelitten, sei wert, daß jede Nation, Me ihre eigene Existenz hvchstelle, etwas für dasselbe thue. Und nun umringten alle Teilnehmer des sich in kleinem Rahmen abspielenden Aktes den Gefeierten, um mit ihm Händedrücke auszutauschen und das Geleite zu dem vorgefahrenen Wogen zu geben, bei dessen Besteigung die im Vorhof versammelte Menge in Hochrufe ausbrach. Vom Bahnhöfe ging die Fahrt nad) dem Absteigequartier Hotel Bayrischer Hof. Heer und Flotte. •• Militärbien st nachrichten. Befördert zu LtS. der Nes. die Vizefeldwebel: Reichert (Halle a. S.), Gilbert (Marburg) des 1. Großherzogl. Hess. Inf.- (Leibgarde-) Negis. Nr. 115, Justus (IDarmstadt) des 1. Kurhess. Jnf.- Regts. Nr. 81, Heß (I Darmstadt) beß 2. Nassau. Jnf.- Regts. Nr. 88, Ewald (I Darmstadt) des 2. Oberrhein. Jnf.-RegtS. Nr. 99, Helwig (I Darmstadt) des 2. Bad. Gren.-Negts. Kaiser Wilhelm I. Nr. 110, Pfannmüller (I Darmstadt), Berres (Mainz), Eger (I Darmstadt) des 1. Großherzogl. Hess. Inf.- (Leibgarde-) RegtS. Nr. 115, Reichard (Weylar) des Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116, Kalbfleisch, Petermann, Koch, Le ms er, Schneider (I Darmstadt) deS 5. Großherzogl. Hess. Jnf.-RegtS. Nr. 168; die Vizewachtmeister: Deninger (Mainz) des 3. Bad. Drag.-Regts. Prinz Karl Nr. 22, Haberkorn (I Darmstadt) deS 1. Kurhess. Feld- att.-RegtS. Nr. 11, Vieber (Friedberg) des 2. Großherzogl. Hess. Feldatt.-RegtS. Nr. 61, Schellmann (Friedberg) deS MonSfelder Feldart.-NegtS. Nr. 75, Krug (Hanau), Fritze (I Darmstadt) des Großherzogl. Hess. Train-Bats. Nr. 18, WieSmann (Mainz) zu LtS. der Res. des Fußatt.-Regts. General-Feldzeugmeister (Brandenburg.) Nr. 3. Der Abschied bewilligt: Wißmann, Leutn. d. Landw.-Jnf. 2. Aufgebots (Mainz). Ausland. London, 25. Nov. Das Reuterfche Bureau erfährt: Der heute gefällte Schiedsspruch des Königs Eduard im chilenisch-argentinischen Grenz st reit geht auf ein Kompromiß hinaus und gewährt keiner Partei das strittige Grenzgebiet von 94 000 Quadratkilometern. In dem großen Grenzgebiet erhält Chile 54 000, Argentinien ungefähr 40 000 Quadratkilometer. Ha a g, 25. Nov. Wie dem „Nieuwe Rotterdamer Courant" aus Batavia gemeldet wird, haben die Holländer im Atj eh krieg, der nun wohl dreißig Jahre dauert, einen bedeutenden Unfall erlitten. Leutnant de Kok, der mit 45 Mann den Piadafluß im Norden von Atjeh hinabfuhr, wurde beschossen, die Barke schlug um, und der Offizier, sowie 20 Mann ertranken. — Der Minister des Auswärtigen beabsichtigt, einen Konsularbeamten nach Südafrika zu entsenden, um die Lage des Handels unb der Industrie in den ehemaligen Republiken zu prüfen. Es steht noch nicht fest, ob England geneigt ist, den auswärtigen Konsuln in den ehemaligen Republiken das Exequatur zu erteilen. Pari?, 25. Nov. Der „Liberty" zufolge sind Privatbriefe aus Martinigue hier eingetroffen, nach denen unter den Negern daselbst eine gr o ß e Gä h ru n g herrscht. Der Gouverneur Lemaire wage es nicht, sich auch nur auf kurze Zeit in das Innere der Insel zu begeben aus Furcht, daß seine Abreise das Signal zu einer Niedermehelung der Weißen bilden könnte. Man könne von den Schwarzen oft hören: Der Vulkan hat uns von einem Teil der Franzosen befreit, wir werden dem übrigen den Rest geben. Madrid, 24. Nov. Den Zeitungen zufolge ernannte der gestrige Ministerrat eine Kommission, welche sich mit der Herabsetzung des Etats für die Geistlichkeit beschäftigen soll. Die Kommission, in der Kardinal Sancha ben Vorsitz führt, ist zusammengesetzt aus Montero Rios unb be Croizarb für Spanien, dem apostolischen Nuntius in Mabrib unb einem anberen Würben träger bes Vatikans für den P?-pst Wien, 25. Nov. (Abgeordnetenhaus.^ Am Schlüsse ber heutigen Sitzung verlangte Schönerer bie Einberufung einer außerordentlichen Sitzung zur Erörterung der Frage der Erledigung des Dudgetprovisoriums. da ein Parlament keinen Sinn habe, welches diese Arbeit verweigere. Werde bie rechtzeitige Erledig- ung deS Dudgetprovisoriums nicht erzielt, möge der Präsident der Regierung bie Auflösung bes Reichs- rateS empfehlen. Bareuther (Altbeutscher) macht aufmerksam, baß der morgige Tag ein bies nefastus für daS österreichische Parlament sei, weil am 36. November 1897 bie Polizei ins Abgeorbnetenhaus beorbert würbe, um gewaltsam gegen Abgeordnete vorzugehen. Er beantrage bah er, morgen keine Sitzung abzuhalten. Ter Antrag wird abgelehnt. Abg. Stein: Ich werde morgen mt|t kommen an diesem Schandtage (dröhnendes Ge- Petersburg, 25. Nov. Die Schwester des Zaren, Großfürstin Xenia Alexandrowna, Gemahlin des Großfürsten Alexander Michailowitsch ist von einem Sohne glücklich entbunden worden. New York, 25. Nov. Deutschland und Großbritannien sondierten wegen eines Vorgehens in Venezuela. Die amerikanische Regierung erklärte, sie könne andere amerikanische Staaten nicht gegen bie Folgen ihrer falschen Politik bem Auslanbe gegenüber schützen, würbe indessen bie permanente Besitzergreifung amerikanischen Gebietes nicht als fr-mnbsssiaftli'ck'e Handlung ansehen. Ale Keicr von Hrohherzogs Heburlstag. Heber bie gestrige Feier des GebuttStageS unseres LandeSherrn liegen eine große Reihe von Berichten vor, bie wir nachstehend folgen lassen. Von den Teilnehmern andern Festessen im hiesigen Gesellschaftshause, über baß wir gestern berichteten, war eine Glückwunschbepesche an S. K. H. den Großherzog abgegangen. Hierauf ist folgende Antwort eingetroffen: S. K. £). ber Großherzog lassen für bie aufmerksamen Glückwünsche unb bie Versicherung unverbrüchlicher Treue der gestern bort stattgehabten Festversammlung bestens danken. R ö m h e l d, Geh. Kabinettsrat. Die Feier im hiesigen Realgymnasium wurde am Montag im Kreise der Schüler abgehalten. Dabei sprach Professor Dr. Stahl über bie Belagerung von Alsfeld in der Hessenfehde im 30jährigen Kriege. Die Feier des Kriegervereins fand im Vereins- tokale statt. Der Vorsitzende des Kriegervereins, Amtsrichter Wiener, hielt einen längeren Vortrag über bie äußere unb innere Gestaltung Hessens, von Philipp dem Großmütigen anfangenb bis zur Neuzeit, unb gebuchte besonbers in ein- gehenber Weise ber RegierungSzeit Lubwig I. In bas am Schlüsse seines sehr interessanten Vortrages auf das hohe Geburtstagskinb ausgebrachte Hurra stimmten bie Anwesenden lebhaft ein. Es folgten Gesang gemeinsamer Lieber unb musikalische Vorträge. Ter Beamtenverein feierte gestern in seinem Kasino (Cafs Ebel) ben Geburtstag bes Großherzogs. In kurzer, ober inhaltreicher Rede gebuchte Telegraphensekretür Fuchs beS Lunbesfürsten. Gesang patriotischer Lieber, Klavier- unb Gesangsoorträge einzelner Mitglieder hielt bie zahlreiche Festversammlung bis in bie Morgenstunden beisammen. Die Forst warte von Gießen unb Umgegend kamen gestern im „Schipkapaß" zusammen, um hier bie Feier des Geburtstages Sr. K. H. des Großherzogs zu begehen. Der Vorsitzende Lotz brachte ein Hoch auf den Großherzog au5, den er als obersten Schützer des Forst- unb Jagdwesens feierte. Es folgte der Gesang patriotischer Lieder, unb nur allzu schnell kam bie Stunbe, wo bie Festgäste bie Heimfahrt mittelst ber Bahn antreten mußten. Heber bie Feier beS Geburtstags Sr. K. H. bes Groß- herzogS in Darmstabt liegen folgende Berichte vor: Unser dortiges Bureau schreibt unS: Die Feier versprach im Hinblick auf die bevorstehende mehrmonatliche Abwesenheit beS Monarchen besonbers glänzend zu werden. Am Vorabend and Zapfenstreich ber Kapellen deS Leibgarde-, des Dragoner- unb des Feldattillene-Regiments statt; bie 3 Kapellen musizierten auch längere Zeit vor dem alten Palais. Hoch oben von ber Ludwigssäule wehten schon am Montag nachmittag mächtige Fahnen unb Banner und auch viele Pttvat- gebäube prangten im Fahnenschmuck; bie Kasernen sind mit Guirlanden auSgeftattet. Jrn Kaisersaal fanb ein großer Festkommers verschiedener farbentragenber Verbindungen statt unb auch zahlreiche Vereine hatten bereits am Vorabend eine Geburtstagsfeier veranstaltet. Arn Geburtstage selbst wurden in ber Frühe vorn Turm ber Stadtkirche Choräle geblasen, währenb anbere Kapellen vor bem neuen Palais unb am Landesbenkrnal musizierten. Später fanden Gottesdienste, ParoleauSgabe mit Wachtparade, bas Festessen rc. statt. (Vgl. unsere Parlamentsausgabe. D. R.) — Am Vormittag bes 25. empfingen S. K. H. der Groß Herzog zur Ent- gegennahme ber Geburtstagsgratulationen: S. Durchs, ben Prinzen unb I. H. bie Prinzessin Franz Joseph von Battenberg, Se. Durch!, ben Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich, Se. Durchl. ben Fürsten, sowie bie Prinzen Leopold und Carl zu Jsenburg-Birstein, Se. Durchl. ben Erbprinzen zu Psenburg unb Bübingen in Bübingen, Se. Durchl. den Prinzen zu Solms-Braunfels, Se. Erl. den Grafen zu Solms-RödelSheim, Se. Erl. ben Grafen zu 9)fenburg unb Bübingen in Meerholz, Se. Erl. ben Grafen zu Erbach- Fürstenau, Se. Erl. ben Grafen zu Solms-Laubach, Se. Erl. den Grafen Kuno zu Stolberg-Roßla, Se. Durchl. ben Königl. Preußischen Gesandten unb bevollmächtigten Minister Prinzen zu Hohenlohe-Oehringen, ben Königlich Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Johnstone, ben Kaiserl. Rufs. Ministerresibenten Fürsten Kudascheff. Ferner empfingen S. K. H. ber Groß herzog ben Obersthofmarschall, den General- abjatanten, diedienstthuenden unb ä la suite stehenben Flügel- abjutanten, ben zur Dienstleistung bei Seiner Königlichen Hoheit kommandietten Oberleutnant Frhrn. v. Massenbach vorn 2. Großh. Dragoner-Regt. (Leib-Dragoner-Regt.) Nr. 24, ben Orbonnanzoffizier, bie Oberhofchargen, ben Hofjäger, meister, ben Kammerherrn Frhrn. v. Bellersheim, ben Vor- stanb beS Kabinetts, ben Generalbirektor deS HoftheaterS und der Hofmustk, den DivisionS-Komandeur, die Brigade- und Regimentskommandeure der Garnison Darmstadt, die Kommandeure des Großh. (SenbarmeriecorpS unb beS Großh. Train-BatlS. Rr. 18, ben StaatSminister, ben Justizminister, ben Minister ber Finanzen, bie Präsidenten ber Landes- Kollegien, ben Präsidenten ber Zweiten Kammer ber Stänbe oroie ben Oberbürgermeister von Darmstadt — Weiterhin werden folgende Auszeichnungen aus Darmstadt gemeldet: S. K. H. der Groß Herzog Haden geruht, zum 25. November d. I. zu verleihen: das Ehrenkreuz mit ber Krone deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen bem Oberstleutnant und Flügeladjutanten Freiherrn Roeder v. DierSburg; bas Ritterkreuz 2. Kl. des LudewigSordenS bem Rittmeister und Flügeladjutanten Kraemer; baS Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberstleutnant v. Klipstein, Adjutant deS 1. Großh. Feldatt.-Regts. Rr. 25 (Großh. Attillerre-Corps); bie Krone zum Kreuz desselben Orden? bem Garde-Felbwebel Petri; baS Silberne Kreuz besselbeu Ordens dem Garde-Vicefeldwebel Berntheusel, bem Garbe-Unteroffizier Weber unb bem Garde-Unteroffizier Gehbauer. — Ter Major h la »nite Freiherr v. Heyl ist unter Belassung in diesem Verhältnis zum Oberst ernannt worden. — Am Vormittag beging die Technische Hoch, schule das Allerhöchste GebuttSsest durch eine akademische Feier. Als Vettreter der Staatsregierung mar Se. Ercell. Finanzminister Dr. Gnauth nebst anderen Ehrengästen er- schienen. In Homberg a. d. O. wurde deS Großherzogs De» buttstag durch ein Festessen im .Frankfurter.Hof gefeiert, bei bem Oberamtsrichter Alt die Festrede hielt, während Forstmeister Baer den Kaisettoast auSbrachte. ip Im , Hessischen Hof in Butzbach fand gestern Nach, mittag ein Fe st esse n statt, woran sich außer Zivil- und Militärbeamten auch bie Bürgerschaft beteiligte. Außerbem veranstalteten .einzelne Vereine unter sich kleinere Festlichkeiten zur Feier bes Geburtstages um'ereS Landesherrn. (§) Aus Friedberg wird uns geschtteben: Die hiesigen Studierenden ber Gewerbe - Akademie veranstalteien gestern anläßlich des GebuttstageS des GroßherzogS ihren ersten sttidentischen Fackelzug. Um 8 Uhr abends stellte sich an der alten Augustinerschule ber Zug auf, an bem sich zirka 300 Stubrerenbe in vollem Wichs mit Fahne unb Musik, chor beteiligten. Ter Zug ging durch Usagasse, Bahnhof., Haag- unb Kaiserstraße nach ber Burg, wo man vor den Großh. Schloß Ausstellung nahm. Hier wurde von dem Vertreter ber Stubenlenschast ein Hoch auf ben Großherzog au8- gebracht, worauf unter ben Klängen beS „QanJpamos igitar* die Fackeln vor dem St Georgsbrunnen zusammengeworfen wurden. Katatasel im Hrohycrzogkichen Schlosse. sd. Darmstadt, 25. November. An die Eröffnungssitzung beS Landtages schloß sich ein Festmahl. Zur Rechten Sr. K. H. beS Großherzog- saßen: S. Erl. Graf zu Erbach-Fürstenau, S. D. Erbprinz zu Seiningen, Se. D. Fürst zu SolmS-Lich, S. Erl. ®rof zu Stolberg-Roßla, S. Erl. Erbgraf zu Erbach-Schönberg, Se. Erl. Graf zu Solms-Laubach, Se. Erl. Graf zu SolmS- Rödelheim, Geh. Staatsrat v. Krug, die LandtagS-Abgg. Gutsieisch, Pennttch, Breimer, Hofjägermeiiler Freiherr o. d. Hoop, bie Lanbt.-Abgg. Heidenreich, Weith, Ministenal- rat Dr. Best, bie Landt.-Abgg. Frenay, Köhler, Geh. Cber- Iustizrat Lorbacher, ber Obersthofmarschall, die Landt.-Abgg. o. Brentano, Hauck, Korell, Weidner, Erck, Horn, Kammer- Herr Frhr. v. Grancy, Geh. Kabinetsrat Römhelb, Fl.-Adjt. Frhr. v. Röder, Kammerherr Frhr. v. Bellersheim. Zur Linken Sr. K. H. des GroßherzogS saßen: Se. Exz. StaatSminister i. P. Finger, S. D. Erbprmz zu Isenburg-Büdingen, Se. D. Fürst zu Jsenburg-Birstein. S. D. Pnnz zu SolmS-BralmfelS, S. Erl. Graf zu Erbach- Erbach, S. Erl. Graf zu Jsenburg-Meerholz, Frhr. L. Riedei'kl zu Eisenbach, Geheimerat Pückel, bie Landt.-Abgg. Langenbach, Damm, Diehl, Ministerialrat Eisenhuth, die Landt.-?'bag. Schlenger, Ripper, Ministettalrat Becker, die Landt.-?lbgg. Noack, Molthan, Brauer, Oberkammerherr, die ßanbtaqS. Abgg. Schönberger, Wolf, Stöpler, Hirschel, Schmalbich. Bähr, Sensfelder, Kammerherr v. Werner, Kammerherr Frhr. o. Starck, Fl.-Adjt. Kraemer. S. K. H. dem Großherzog gegenüber saß Se. Erz. bet Staatsminister Rothe. An ihn schlossen sich zur Rechten: Präsident HaaS, Se. Exz. Justizminister Dittmar, Prälat Walz, Präsident Reinhatt, Se. Exz. Dr. Goldmann, Se. Erz. General v. Herff, Geh. Kom.-R. Buderus, Geh. Rat Milbrand, die Landt.-Abgg. Säng, Joutz, Ministerialrat Frhr. v. Biegeleben, die Landt.-Abgg. Braun, Ministettalrat Weber, Landt.-Abg. Seelinger, Ord. Ott. Lt. Joost, Ob.-Lt. Frhr. v. Maffenbach, Min.-Sekr. Valkenberg. Zur Linken deS Staatsministers Rothe saßen: Präsident Schmitt, Se. Exz. Finanzminister Dr. Dnauth, Geh. Justizrat Schmidt, Se. Exz. Oberstallmeister Frhr. Riebesel zu Eisenbach, Geh. Kom.-Rat Michel, General v. Wachter, Geheimerat Kittler, Min.-Rat Braun, bie Landt.-Abgg. Reh, Häusel, Min.-Rat Ewald, die Landt.-Abgg. Schill, Euley Min.-Rat Best, Landt.-Abg. Leun, Hofjunker v. Wern», Kammerjunker Frhr. v. Leonhardi, Reg.-Rvt Weber. Tie Festtafel hatte folgenbes Menü: Schildkröte»» suppe, Rbeinsalm, Wilbschweinsrücken. OÄnsel eher Pastete, Kaiserpunsch, Fasanenbraten, Rosenkohl mit Kastanien, Haselnußgefrorenes, Käsestangen. — Tic Kapelle deS Grvkh- Jnf.-Lcibg.-Regirnents spielte folgendes Musik-Programm: 1. Althessischer Fahnenmarsch von Landgraf Ludwig IX. 2. Ouvertüre zu Ludoiska, Cherubini. 3. Arie aus Titus, Solo für Oboe und Klarinette, Mozart. 4. K> marinätaja, Fantasie über ein russisches Trink' und Hochzeitslied, M. Glinka. 5. Indischer Marsch von Meyerbcer. 6. Drei Stücke aus bem Ballet „Ter Nußknackett' von Tschaikowsky. Danse be la fse Tragäe. Danse arabe. Danse ruffe. 7. Mein Trarnn, Walzer von Waldteufel. 8. Wotans Abschied-Feuerzauber aus „Die Walküre" von Rich. Wagner. — Gegen 5 Uhr wurde die Tafel aufgehoben: abends besuchte der Großhepvg mit seinen Gästen das Theater, wo „Ter fliegende Holländer" gegeben wurde. Aus Stabt unb fnniJ. Gießen, ben 26. November 1902. •* Gedenktage. Am 27. November 1870 schln- General v. Manteuffel mit dem 8. und Teilen beS 1. Armeekorps bei Amiens bie auS dieser Stabt vorbringende neugebildete französische Nordarn^ee und warf sie mit einem Verlust von mehreren Tausend Mann auf AmicnS zurück. Damit war der Plan gescheitett, den deutschen BelagerungS- ring um Paris zu sprengen, lieber 1000 Franzosen blieben an diesem EntscheibungStage auf Kem Schlachtfelbe und 1600 wurden gefangen genommen. — Personalien. S. K. H. der Großherzog haben Allergnädigst ger am 12. November d. I. der Ovem- Die Fundstücke kamen in das 7854 An den Folgen einer Gasheute Nacht der Taglöhner Fr. Umfange fortgesetzt werden. SDTIufeum nach Darmstadt. Offenbach, 25. Nov. r>«rgiftung gestorben ist Wiesner, er wurde heute früh um 8 Uhr in seiner Woh- ii ing leblos aufgefunden. Der in einem gegenüber liegenden jimmer wohnende Arbeiter Rudorfs war bereits bewußt- .oS, es gelang jedoch den sofort herbeigerufenen Aerzten, ihn oitber zum Bewußtsein zu bringen. DaS Gas soll auS einer :mn nebenan befindlichen Hause defekt gewordenen Leitung m «wichen sein. Mainz, 25. Nov. Der hiesige Bischof, der ver- affungSgemäß Sitz und Stimme in der ersten hessischen Hammer hat, hat von dem ihm zustehenden Rechte sich durch inen Stellvertreter vertreten zu lasten, Gebrauch gemacht iin_b zu solchem den Geistlichen Rat Dr. Elz in Darmstadt -.rciannt. iiiönete gerne bereit. Bensheim, den 7. November 1902. Die Stadtverordnetenversammlung. Heinrich Frhr. v. Rodenstein, Kammerherr, Vorsitzender. ^gkllhkN Mch. ‘fMt, 25. Novmbn. ■§ Landtages schloß *• des Großen/ rstenau, S. D. >lms-Lich, 6. Eil fcj -u f zu Erbach-LS^, Fr. Se. Erl. Grashalms« Kruq, die LoilSzi^lbU. , (joijäqermra ssrrchka denreich, ®cit:. Mtenab iyrenat), Köhls 8rh. Obn> fmarschall, bii tanMbr idner, Erck, fern, Ramm;? linetsrat Mnhrlb, V-E hc. v. Äcün^M. 3roß^og8 faßen: . Ringer, & ürft zu Rienbutg«» S. Erl. Gras zu Erba Mechch, dir Lo°" Eismvth.d'reLanM it Becker, die £anb- rkammerherr, bieN ipler, Hirsche!, >. Berner, Kammer-l- aeaenüber saß Se. <■'■■■' n schloffen sich stizminister Sittmo^^ fa, Dr. ®o(bmann, ^ LSuberuS, öOufe Ministea^ tt. Lt. Joost, M o enberg. ,. . G nifterS Rotbe berstallmeisttt ^ «raun, W 2anbt,-Ä9- !> mar U > 'ie (fefirebe ‘[“H, »ft ÜwE 8** « «Wdtan. 3 schrieben- Sttabem '. j» 8 ”!>t «be«b; fc « °n b*i *» wtRabne M» '»9. mo man «. V'kr wurde von dem h°‘‘s ^n Großherzog tu «»de? .Gandparnnsw sbrunnen zusainmengem^ §5 Wetzlar, 25. Nov. Der Molkerei-Instruktor der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz, Schwarz- Bonn, hielt m diesen Tagen an mehreren größeren Orten des Kreises einen Vortrag über die »Bedeutung des Molkereiwesens für den landwirtschaftlichen Kleinbetrieb und die Verbesterung der Milchverwertung durch rationelle Betriebsweisen'. Die Vortragsabende waren durchweg gut besucht und die Anwesenden lauschten mit großer Spannung dem ausführlichen und allgemeinverständlichen Vortrage. Vielen Landwirten wurde eS klar, daß das alte hier allgemein übliche Verfahren, die Milch in hohen Töpfen zur Aufrahmung hinzustellen, gänzlich unrationell und eS deshalb höchste Zeit sei, dastelbe aufzugeben und zu besseren Methoden überzugehen. AlS solche schilderte Redner die Anwendung von flachen Satten oder Kühlapparaten, namentlich aber daß Centri fugal-Verfahren. ästciü Gestorben: Herr Louis Heyinann in Bingen a. Rh. Gerichtssnal. Berlin, 26. Nov. Der Prozeß gegen Graf Pückler u. Gen. ist am DienStag noch nicht ganz zu Ende gekommen. Vorsitzender LandgerichtSrat Müller machte den Grasen Pückler darauf aufmerksam, daß seine Verurteilung wegen der Rede vom 11. Nov. auf Grund deS § 186 des St.-G.-B. erfolgen könnte, und zwar wegen des Satzes, der da lautete: »Unsere Behörden laufen aber ro i e toll und verrückt hinter den Inden her!* — Graf Pückler bestritt nochmals, derartige Beleidigungen ausgestoßen zu haben. — Rechtsanwalt Ulrich beantragte, einen Beweis darüber zu erheben, daß der Journalist Schweder, auf besten Bericht hin der Graf wegen Richterbeleidigung bestraft werden soll, ein unzuverlässiger Berichterstatter fei. — Der Gerichtshof beschloß, die Verhandlung in der Beamtenbeleidi- gungSsache abzutrennen und zur Fortsetzung dieses Teils der Verhandlung einen neuen Termin aus den 29. Nov. anzusetzen. Zu diesem Termin sollen der Reichstagsabg. Liebermann v. Sonenberg, der Kaufmann Emil Trautmann, der Polizeileutnant Schirmer und der Journalist Schweder geladen rverden. Dltnelte Meldiuuicn. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger. R. B. Darmstadt, 26. Nov. Sitzung der Ersten Kammer. An Stelle des durch Trauer behinderten 1. Prä- sidente« eröffnete Graf Erbach nm V,10 Uhr die Sitzung. Die Kammer beschloß vor Eintritt in die Tagesordnung eine Dankadresse auf die Thronrede an S. K. H. den Großherzog. Tas Präsidium nebst zwei Mitgliedern der Kammer wird die Adreste heute um V,1 Uhr S. K. H. dem Großherzog persönlich überreichen. Darauf erfolgte die Wahl der vier Ausschüffe, woraus sich das Haus vertagte. R B. Darmstadt, 26. Nov. Als Se. Kgl. Hoheit der Großherzog gestern abend die Loge im Theater betraten, um der Vorstellung beizuwohnen, brachte ihm das bis auf den letzten Platz besetzte H.. 26. November 1902. 8’/s°/o Reicheanleihe . . 101.75 30/n do. ... 91.10 3i/,% Konsole .... 101.70 3% do......91.05 3%% Hessen .... 100.50 3 % Oberhessen . . . 99.80 4% Oesterr. Goldrente . . 103.00 4V,% Oesterr. Silberrente 101.40 4% Unerar. Goldrente . . 101.50 40/ Italien. Rente . . . 103.00 41/, §6 Portugiesen ... 48.90 <0/ Portugiesen. .... 30.00 1% C. Türken .... 27 55 Türkenlose......121.60 4°/q Griech. Monopol.-Anl. 44.10 41/. % äussere Argentmer —.— 8% Mexikaner .... 28.90 4%7i Chinesen .... 90.80 Electric. Set ackert ... 78.00 Nordd Lloyd . . . . 96.40 Kreditaktien . ... 209.80 Diskonto-Kommandit. . . 186.90 Darmstädter Bank . , . 137.00 Dresdener Bank .... 142.00 Ber'iner Handelsges. . . 155.00 Oesterr. Staatsbahn . . . 148.00 Lombarden ..... 18.00 Gotthardbahn.....180.00 Lanrahütte...... 200.00 Bochum ....... 165.40 Harpener......16630 Tendenz: still. Frankfurt a. M. Hötel Imperial. 8238 Am Opernplatz. Zimmer von fflk. 3,50 an. J. C. Schweimler, Hoflieferant. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Röthges für 1903/04 liegt vom 1. Dezember d. I. an acht Tage lang auf Gr. Bürgermeisterei zur Einsicht der Jntereffenten offen. RöthgeS, den 25. November 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei NäthgeS. Meckel. 8221 Vergebung van Kauarbeiten. Die für den Rohbau eines neuen Schulhauses inLaugd erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag, den 9. Dezember l. Js. nachmittags 2*/2 Uhr bei Großherz. Bürgermeisterei Langd, woselbst Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: zu Mk. Erd- und Maurerarbeiten 8564,25 Steinhauerarbeiten 2785,11 Zimmerarbeiten 2418,97 Dachdeckerarbeiten 1157,15 Spenglerarbeiten 384,50 Blitzableiteranlage 350,00 Schlafferarbeiten 309,00 Schreinerarbeiten 234,50 Weißbinderarbeiten 30,00 Eisenlieferung 1173,02 Gießen, am 24. Nov. 1902. Der Großh. Kreisbauinspektor. Stahl. 8224 Bekanntmachung. Freitag, den 5. Dezbr. d. I. vormittags 10 Uhr wird ein der Gemeinde Wieseck gehöriger fetter Bulle auf dem Faselhofe daselbst meistbietend versteigett. Ferner wird als Ersatz für diesen Bullen ein junger, sprungfähiger Bulle, Sim- menthaler Raffe, zu kaufen gesucht. 8213 Diesbezügliche Angebote wolle man alsbald an die unterzeichnete Bürgermeisterei richten. Wieseck, 24. Novbr. 1902. Gr. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. Wer ca. 60 Ctr. Roggenstroh für die Gemeinde Lützellinden jetzt sogleich oder nach und nach liefern will, wolle dieses schriftlich mir unter Preisangabe bis 3. kommenden Monats mitteilen. Bedingungen sind hier zu erfahren. 8223 Gr. Rechtenbach, den 25. Novbr. 1902. DaS Bürgermeister-Amt. Versteigerung. Mittwoch, d. 3. Dezbr. d. Js. nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: 1 Billard, 1 Wagen, 1 Kassenschrank, 1 Verttkow, Sovbas, Kommoden, Kleiderschränke, Wanduhren, Tische, Spiegel, 10 buchene Dielen, 5 Käsiae U. a. m. 8233 Johann, Psandmeister. Versteigerung. Donnerstag, den 27. d. Mts. nachmittags 2 Uhr sollen dahier Neuenweg 28 (im Löwens 1. Haus-ü.KüchengeräteallerArt, 2. eine Nähmaschine, 3. eine größere Partie Mutzen gegen bar versteigett werden. Die Versteigerung der Nähmaschine findet bestimmt statt. Gießen, den 26. Novbr. 1902. 05293] Seipel, Gerichtsvollzieher. Arbeitsvergebung Verschiedene zur Wiederherstellung deS neuen Schlaffes zu Gießen erforderlichen Maurer-, Zimmer-, Dachdecker- u. Schlosserarbeiten sollen auf dem SubmissionS- roege vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen pp. liegen in unserem Büreau zur Einsicht offen und können letztere, mit Angebotsvermerk versehen, daselbst gegen Entrichtung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Angebote sind bis längstens Samstag, den 29. d. Mts., vormittags 10 Uhr, portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 19. Nov. 1902. Großh. Hochbauamt. Neuling. 8099 Stadt. Schlachthaus. Freibank Heute und morgen: Stierflrifd) 52 M Morgen: 8187 Ztmiveßeilch 52 pfg. J. 2i. Schulhof Telephon 119. 314 i Provwter Versandt nach außro. i Brennholz Von heute ab offeriere Prima Tanaka - Bttnnbch geschnitten ä 1.30 Mk. pro Ctr., gehackt ä 1.40 „ „ „ Bei 5 Ctr. frei ans Haus geliefert. I Andreas Enler. Fluß- und Skkfische Hämatogen Flasche 2 Mk. empfiehlt Victoria-Drogerie 8231 Ad. Mieter, Warktüratze 5. Lkinst. wkitztt Taftlhooig „ flflbrr Sackhomg garantiert rein, bei 7442 Emil Fischbach« Kindisch litten empfiehlt J. H. Fuhr 8110 Sonnenstratze 25. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Fertige Särge, tannene und eichene, poliert, habe stets auf Lager und halte mich bei etwaigem Bedarf bestens empfohlen. 8219 Justus Heek Schreinermeister, Asterweg 46. ©fesitock wohlriechend, Flasche 30 u. 6OPfg. Victoria-Drogerie Mn>-ktstraßc 5. [8232 I§ Casseler | | Schirmfabrik I ■ Giessen, Seiterawog 9, g Q gegenüber W. Wlrslg. | Reparaturen und | Neubeziehen | schnell, dauerhaft und g h billigst. 3 8226 Wieseck, den 26. November 1902. 8220 empfiehlt |8104] Cito Schaaf. ♦ sucht. 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November 1902. h Für einen 17 Jahre alten Akin- Huh Mhmtktskst wird Stellung gesucht. Näderi aus dem Armenamt Gießen. 61^ 06288] Einige tücht. vom Lande suchen per Benschten oder Neujahr €ltCu'- durch Frau Hüttenberrer, SelterSweg 47. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich deS HinscheidenS meines treuen Fräuleins Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres unvergeßlichen Gatten, Sohnes.d^Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers und Herrn Karl Wagner sowie für die trostreichen Morte des Herrn Pfarrers Hellwig und die vielen Blumenspenden sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebene«. St« junger, braver Hau», bursche gesucht. Zu erfragen in der Erpedition d. Bl._______>616 8199] Siu HauSbursche für reisende HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus, (liessen, Johannesslr. 7 Darmstädter Haus. Inh.: Karl Vcz. Donnerstag den 27. 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(Solo fQr Ponanne). 4. Entre-Act und Finale ans Der Postillon von Lonjumeen, Adam. 6. Oivert. Meere«- still?, Mendelssohn. 8. Rosenlieder, Philipp zu Eol mbrirg. 7. In der Vennsgrotte, Walzer, Riohardi. 8. Selektion aus The Geisha, Jones. 9. Oavert. Frans Schubert, SuppA 10. Sehat'entans aus Dinorah, Meyer beer. 11. Heideröschen, Idylle, Krausse. 12. Von Gluck bis Warner, Potpourri, Schreiner. Anfang prflzla s Uhr. Eintritt 50 Pfe. Marie Bayer statte ich allen meinen besten und innigsten Dank ab. 7323] Möblierte ZtwmH U' vermieten. Bergltr. 17, 8217] Schöne Mansardenwoh- mmg, 8 Zimm. u. Küche, per sof. od. spät, zu verm. SelterSweg 22. Todes-Anzeige. Hierdurch machen wir die traurige Mitteilung, daß unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Hm Joh. Fricdr. tzcyl gestern abend nach kurzem Krankenlager sanft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 7309] Schön möbl. 3immer zu Perm. Bahnhoisrr. 39, i[_ 7561| Gul möbL 3'^01«^ permieten. 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