152* Jahrg Mittwoch, 26. November 1902 Nr. 278 ist beschlossen. Schluß 6ya Uhr. Verantwortlich für den allgemeinen Teü. P. Witiko; für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universilätsdruckerei (Pietsch Erben). Gießen. deutsche Volk, und wir werden in diesem Kamps nicht nachlassen, fjia »r alt fftihp ocfiibrt ist. (Beifall bei den 603.) Abg Richter ssrcis. Vp.): Bei § 10 a hatte ich den Antrag aus Aufhebung der Zuckervcrbrauch6abgabc gestellt. AuS formellen Gründen ließ der Präsident den Antrag nicht 6«' und ich behwlt mir vor. ihn in der dritten Lesung tn entsprechend veränderter Form erneut ein Ebringen. Inzwischen ,st nun ""N Den SozialDemott^en ein ähnlicher Antrag als §.11 d c.ngcbracht morden Allerdings ist inztvischen der Antrag Tnrnborn angenommen, der 50 Millionen für die Wittwen- und Waisenversorgung festlegt, so daß aus Den .Mehrerträgen der Zölle die zur Aufhebung der Zuckersteuer er- forderlichen 100 Millionen vielleicht keine Deckung mehr ftnden, es ist ja aber möglich, daß der Antrag Trnnborn, der nur rntt Hilfe der sozialdemokratischen Stimmen durchging, in Der Jt^en Lesung wieder beseitigt wird. Wir betrachten überhaupt alle diese Anträge in zweiter Lesung nur als Fühler, ob sich für rrgend elnen Entlastungszweck eine Mehrheit m dritter Lesung f^n lonnte In diesem Sinne werden wir letzt für den sozialdemokratischen Antrag stimmen. t „ .. , Damit s ch l i e ß t die Erörterung. Die namentliche Abstimmung ergiebt die Ablehnung deS 8 11 ck mit 155 gegen 99 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen. Vicepräsident Graf Stolberg theilt dem Hause mit. daß inzwischen ein neuer sozialdemokratischer Antrag eingegangen sei, als 8 11 e eine Bestimmung in das Gesetz aufzunehmen, wonach 42 Millionen aus den Zollerträgcn zur Ermäßigung der Branntweinverbrauchsabgabe verwandt werden sollen. (Unruhe und Lachen tCd)t§®ec Antrag Rosenow wird in namentlicher Abstimmung mit 190 gegen 64 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen abge - * * h Ein weiterer sozialdemokratischer Antrag verlangt einen neuen § 11 d, wonach 100 Millionen zur Aufhebung der Zuckersteuer zu verwenden sind. Abg. Bernstein (Sog.) begründet den Antrag. Mchr noch als die Reichseinnahmen durch die in Aussicht stehenden Zolle erhöht werden, werden die Ausgaben des konsumirenden Volkes für noth- wendige Nahrungs- und Genußmittel erhöht werden, wahrend einer kleinen Zahl von Besitzenden große Summen in die Taschen fhefoen. Wir Sozialdemokraten begrüßen den agrarischen Antrag auf Reduktion Der Jndusttiezolle mit Freuden und werden ,hm gern unsere Unterstützung leihen. Man sage außerhalb des Hauses, Der Antrag fei bestimmt. Die Parität zwischen Industrie und Landwirthschaft berzustellen. Wollte ich pathetisch werden, so konnte ich Angesichts einer solchen Ansicht fragen, ob denn die Scham zu den Hunden Präsident' Graf Ballestrem: Ich bitte den Redner, über seinen Antrag zu sprechen und nicht eine Generaldebatte über den Zoll- Abg. Bernstein spricht weiter über die Jndustriezölle. Präsident Graf Ballestrem: Ich muß den Redner wiederholt ersuchen, zu seinem Antrag zu kommen. vom Thema abzuschweifen. Abg. Bernstein (fortfahrend): Nur noch wenige Schlußworte. Wir bekänipfen den Tarif mit allen Mitteln, Die uns gesetzlich zu Gebote stehen, aber wir treiben keine Obstruktion. (Lachen rechts.) Wer selbst wenn wir es thäten. Die Obstruktion ist ein Recht Der Minderheit, sie gehört zum Wesen des Parlamentarismus NirgenDs hat man das mehr anerkannt als in England. Als während Der SchulgesetzDebatten im englischen Parlament die Liberalen gegen Den Vorwurf Der Obstruktion protestirten, da war es der Minister Chamberlain. Der ihnen zurief: „Warum sind Sie Denn so empfindlich? Wir Alle haben schon einmal Obstruktion gemacht, und ich selbst werde sie möglicherweise wieder machen. Ein Minister muß im gegebenen Falle in Der Lage fein, Obstruktion zu machen." Nun vertheiDigten aber Die englischen Minister Den Debattenschluß damit. Daß Die Regierung während Der lltägigen Debatte der Minderheit bedeutende Zugeständnisse gemacht habe. Damit können Sie sich bei ^bren Schlußanträgen nicht verteidigen. Welche Zugeständnisse haben Sie denn unseren Anträgen gemacht? Wo haben Sie irgend eine Zollermäßigung, Deren Notwendigkeit wir klar nachgewiesen haben, gewährt? Wir als Partei Der vorwärts stiebenden Männer der i'i'c.i ten Den Zolltarif für ein Unglück für das Abg Bernstein (fortfahrend) betont die Notwendigkeit der Autcbung der Zuckersteuer. Gerade jetzt sei der richtige Zeitpunkt zur Aufhebung der Zuckersteuer gekommen. In England wurde Die Opposition gegen die Zuckerkonvention noch viel großer sein, als sie jetzt schon ist. wenn nicht das Parlament durch die Berathung der Schulgesetzgebung so sehr in Anspruch genommen wäre. Es sei garnicht unwahrscheinlich, daß England doch noch von der Konvention zurücktritt. Durch die jetzige Zollgesetzgebung tn Deutschland versetze man auf der einen Seite eine Anzahl von Landwirten m die Möglichkeit, das Volk zu brandschatzen, auf Der anderen Seite ver- theüere man die Produktionsmittel durch die Zolle auf Futter- . mittel Tie Folge werde eine Abnahme des Konsums fern. Was nützen den Bauern höhere Preise, wenn sie keine Abnehmer für ihre Produkte haben? Man müsse Dem Volke das. was ihm genommen wird, wenigstens auf andere Weise wiedergeben, und deshalb treten ferne greunDc mit aller Energie für die Verbilligung des Zuckers ein. Es fei bekannt, daß Zucker einen bedeutenden Nährwert habe und auch für Die Viehfütterung von hoher BeDeutung sei, tote neuere Versuche ergeben hätten. Dieser llmftanD falle um so mehr tn Die Wagschale, als man jetzt auf Dem Wege sei. Das Fleisch Durch erhöhte Zölle zu verteuern. Ter Zucker sei auch cm wichtiges Mittel zur Bekämpfung Des Alkoholisrnus. Wer viel Zucker konsum're, habe eine unwillkürliche Antipathie gegen Den Alkohcll. Daher liege alle Ursache vor, Den Zuckerkonsum zu heben. Deshalb stelle feine Partei Den tiorlicgcnDcn Antrag. Der Durcbgefuhrt werben könne und durchgeführt werden müsse, wenn der Zolltarif nicht ganz unerträglich sein solle. Der Zuckerkonsum sei in Deutschland geringer als in den meisten anderen Ländern, auch als in England. In ~-ane- mark betrage der Zuckerkonsum 25 Kilogramm pro Kopf auf das Jahr: das sei fast doppelt so viel wie in Deutschland. Irgend em triftiger Grund wirtschaftlicher Natur könne gegen den Antrag feiner Partei nicht geltend gemacht werden. Die Rücksicht auf die Reichsfinanzen könne man als einen folchen Grund nicht anfuhren, denn das Reich habe ja noch immer ungezählte Millionen für unproduktive Zwecke, die sie nicht billigen könnten: für Kriegs,chisse und Kanonen. Die Schutzzollpolitik habe nur die Gegensätze unter den Nationen verschärft. Die Wunden, welche die Kriege geschlagen haben, seien am Vernarben, und sie würden um so schneller vernarben, wenn nicht die Zollpolitik und 'ch Vutide Damit der Kolonialhunger immer aufs Neue verhetzend wirkten. In seinen Kolonien werde Deutschland niemals einen Ab,atzmarkt für seine Jndustticerzeügnisse gewinnen, jetzt seil England unser größter Absatzmarkt. Das dauernde Anziehen der Militarschraube und der Zollschraube stehe in vollem Widerspruch zu den Zielen Der modernen Entwicklung. Die Zollpolitik insbesondere hindere Den freien Verkehr Der Völker unter einander. Der Antrag seiner Partei liege auch im Interesse Der Landwirte, weil billiger Zucker die Viehzucht verbillige und verbessere, vor Allem aber im Interesse Der großen .Menge Des armen Volkes. Seine Partei sei sich bewußfernen großen Kampf zu kämpfen, aber sie kämpfe ihn nut sicheren Wafftn, Denn sie stehe hierbei auf Den Schultern eines Ricardo, eines Adam Smith. Seine Partei verwahre sich entschieden gegen Den Vorwurf, Obstruktion getrieben zu haben. Vicepräsident Graf Stolberg bittet Den ReDner, nicht zu wett rCd,t 3ur Begründung des Antrages erhält Das Wort ?lbg Wurm (Soz. Tie ersten Worte Des Redners gehen m Dem Lärm Der Rechten völlig verloren.): Ich empfehle Ihnen Annahme unseres Antrags. Redner verbreitet sich sodann über Die Liebesgabe. Die Den Agrariern Durch Die Branntweinsteuer beredet wirD. in sehr ausführlicher Weise. Auf Der einen Sette vertheure man Dem armen Manne, angeblich nm Die Trunk,ucht zu bekämpfen. Den Branntwein, auf Der anDcrn Seite führe man den Agrariern Millionen zu. (Die meisten Abgeordneten haben Den Saal verlassen.) Man vergesse ganz. Daß gerade durch Die Vertheuerung der Lebensrnittel Die Trunksucht gefordert werde. Die Herren von Der Rechten sprechen immer von Erhaltung der nationalen Industrie: sie verstehen Darunter, Daß sic von Der Nation Geld erhalten. (Sehr gut! links ) Tie Ostelbier hätten sich 1887 Die Einschränkung Der Trunksucht mit Millionen bezahlen lasten. TaS Centrum habe in die letzte Spiritusnovelle gegen Die Interessen Würtcmbergs und Baiern Bestimmungen hmcingebracht. Die nur Den ostelbischen Kartoffelbrennern zu Gitte kommen. Der kleine Bauer werde Durch Die Branntweinsteuer geschädigt! Redner verbreitet sich ausführlich über die volkswirtschaftliche Schädlichkeit der Branntweinbrennerei, Die Niemandem nütze unD einzig dazu bestimmt sei, Den Agrariern Die Taschen zu füllen. Statt Die Kartoffeln auf Den Tisch Des armen Mannes zu bringen. Der leider anDerc Nahrungsmittel sich nicht gönnen könne, verarbeiten Die Agrarier sie zu Branntwein unD untergraben Damit Die Volksgc- sunDheit. Die Herren planen jetzt sogar einen Kartoffelring. DaS leigt so recht, was ihr mittelftandsfreundlickes GereDe Werth ist, Redner bespricht in längeren Ausführungen Die Mittclstandspoltttr und geht sodann wiederum sehr weitläufig auf Die Liebesgaben em die Branntweinbrenner ein. Seine ReDe Dauert rnsgesammt über zwei Stunden. Hierauf WirD Der § 11 e in namentlicher Abstimmung mit 203 gegen 43 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen abgelehnt. Präsident Graf Ballestrem: Ich teile dem Hause mit, daß ein neuer Anttag Albrecht und Genossen (Soz.) eingegangen ist (Lachen und Unruhe rechts), als 8 11k in das Gesetz eine Bestimmung auf- zunehmen, daß die Zölle auf Getreide und Hülsenfrüchte aufzuheben sind, sobald die Marktpreise folgende Höhe erreichen: für Weizen 215, Roggen 165, Gerste 155, Hafer 155, Hulsenfruchte 185 Mark u. s. to. _ Ich schlage aber dem Hause vor, jetzt die weitere Bern t h u n g auf Mittwoch, 12 Uhr, zu vertagen. Hiergegen erhebt sich kein Widerspruch. Die Vertagung Parlamentarische Verhandlungen, «achdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 222. Sitzung vom 25. November. 1 Uhr. Das Haus ist g u t besetzt. An Bundesrathstisch: Frhr. v. Threlmann, Graf P 0 s a- 6 ° ^Die \ to eTt e Beratung des Z 0 ll t a r i f - G c s e tz c s toird fortgesetzt mit Der namentlichen Abstimmung über Den von den Sozialdemokraten beantragten § 11b (100 Millionen für VolkSschulztoecke aus den Zollertragen zu vertoeiüren) Bei der gestrigen Absttrnmung hatte sich Die Beschlußunfahigkett Des Hauses ergeben. , . § nb wird jetzt mit 211 gegen 59 Stimmen abgelehnt, bei 5 Stimmenthaltungen. Es folgt Die Berathung des von Den Abgg. R 0 sen 0 to unD Gen. (Soz.) neu beantragten § 11c, nach welchem von dem Ertrag der neuen Zölle jährlich 49 Millionen Mk. zur Erleichterung Der Aufhebung der Abgabe auf Salz zu verweiiden sind ?'s zum Jn- irafttreten eines zu erlaßenden Gesetzes über Diese Aufhebung sollen die jährlichen Summen von je 49 Millionen angefammelt und verzinst werben. Ist bis zum 1. Januar 1906 Das Aufhebungsgesetz noch nicht in Kraft getreten, so soll Die Abgabe auf Salz von selbst Abo. Rcsenow (Soz.) giebt eine zahlenmäßige Uebersicht über die Belastung Der arbeitcnDen Klassen Durch Die Salzsteuer. Die Salzsteuer sei Die ungerechteste aller inDirelten Steuern. Schon im NordDeutschen Reichstag sei Das ausdrücklich anerkannt worden, und nur dem Umstand, daß sich Fürst Bismarck besonders für sie ins Zeug legte, habe man es zu verdanken, daß sie überhaupt aufrecht erhalten blieb. Der Reichstag habe des Oeftercn m Resolutionen Die attmälige Beseitigung der Salzsteuer verlangt. Die angesehensten Mitglieder des Centrums, Die Herren Wrndthorst, Graf Ballcstrcm, von Grand-Ry, Gras Schasfgotsch, hatten sich dafür ins Zeug gelegt, ebenso Die Führer Der National-Liberalen, wie Hammacher. Es möge ja sein. Daß man jetzt mit dem wachsenden Patriotismus zu anderen Ansichten gelangt fei, daß man jetzt dem Grundsatz huldige: die unteren Klassen hätten Steuern zu zahlen und im klebrigen den Mund zu halten. Deutschland habe die höchste Salzsteuer unter allen Staaten. Tie ärmere Bevölkerung werde dadurch in unerträglicher Weise belastet. Die Leute, die zu arm seien, um Butter oder Schmalz zu kaufen und sich da- trockene Brod durch Salz schmackhafter machen wollten, wurden selbst darin behindert. Man möge die brutale Belastung Der Armen endlich beseitigen. Er empfehle deshalb Die Annahme seines Antrags. (Beifall bei Den Soz.) Das Wort wird nicht Wetter verlangt. PräsiDent Graf Ballestrem theilt mtt. Daß die Abstimmung über den Anttag Rosenow eine namentliche ist. (Ironisches BravoI Erscheint täglich mit Ausnahme Des Sonntags. flF ? A 4 A4 Die „Siebener Kainilienbliltter" werden Dem ß 1 K g S ■ 9 Bf H S i Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der V I V I I^L ILwL W ▼ „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. ll ~ General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den «reis Sichen Zweite yesstlche ^Landekummer. K. B. Darmstadt, 25. Nov. Tie heutige Sitzung Der zweiten Kammer wurde vom Präsidenten Haas-Darmstadt um 12y2 Uhr mit folgender Ansprache eröffnet: Meine verehrten Herren Kvlkegen! Wir begehen heute den Geburtstag unseres geliebten Großherzogs und da versteht es sich von selbst, daß wir dieses Tages gedenken. Ter Geburtstag des Landesherrn ist ein festlicher Feiertag für das ganze hessische Volk. Von allen Seiten werden Sr. König!. Hoheit die herzlichsten Glückwünsche dargebracht und auch wir wollen nicht versäumen, Sr. Königl. Hoheit die herzlichsten Glückwünsche auszufprechen. Ich hatte bereits die Ehre, heute vormittag von Sr. Königl. Hoheit empfangen zu werden, und ich glaube, es entspricht auch Ihrem Wunsche, daß ich Sr. Königl. Hoheit auch in Ihrem Namen die Glückwünsche aussprach und dies hier an dieser Stelle wiederhole. Verehrte Herren Kollegen! Se. Königl. Hoheit schickt sich an, demnächst eine weite Reise in die Ferne zu unternehmen. Verbinden wir mit dem herzlichsten Glückwunsch zum heutigen Tage den Wunsch auf etne glückliche Fahrt und eine glückliche Heimkehr in guter Gesundheit und vereinigen wir uns zum Ausdruck der Liebe, Treue und Verehrung für Se. Königl. Hoheit, indem wir rufen: Se. Königl. Hoheit der Großherzog lebe hoch, hoch, hoch! Tas Haus stimmte begeistert dreimal m diesen Ruf ein: die Sozialdemokraten waren während der Rede nicht im Saal, sondern traten erst nach dem Hochrufen ein. Präsident Haas teilte nun mit, daß für diejenigen Herren, welche heute an der Hostafel teilnähmen, Eintrittskarten zur heutigen Galaaufführung im Hoftheater zur Verfügung gestellt feien. Es stft ferner ein Schreiben des Präsidiums der 1. Kammer eingegangen, in welchem von den dort vollzogenen Wahlen Mitteilung gemacht wird. Ter Präsident fragt darauf, ob das Haus gewillt sei, morgen noch eine Sitzung abzuhalten. Material liege werter nicht vor außer einer etwaigen Antwort oder Adresse des Hauses auf die heutige Thronrede. Tas Staatsbudget werde der Kammer voraussichtlich morgen zugehen, aber mit enter schriftlichen Leg'- ... -.'i, '.cr mündlichen Vortrag da-.u nicht zu geben bea->i^tt!ge. Ti ohnedies zwei dringende Lachen noch vor dem 1. Januar von der Kammer erledigt werden müßten, sei eine eintägige Sitzung im Dezember erforderlich und bei dieser Gelegenheit könnte auch die Adresse über die Thronrede mit beraten werden. Tas Haus stimmt zu, morgen keine Sitzung mehr abzuhalten. Einziger Gegenstand der Tagesordnung ist die Wahl d er Au ?sch ü kse. In dm 1. (Finanz-) Ausschuß werden gewählt die Abgg. Dr. Gutfleisch, Tr. Heidenreich, Möl- linger, Molthan, Ulrich, Hirschel und Häusel. Zn den 2. ^Eesehgebungs-) Ausschuß werden gewählt die Abgg. Korell, v. Brentano, Reh, David, Schönberger, Seelinger und Köhler. Für den 3. (Petitions-) Ausschuß: Abgg. Erk, Lang, Cramer, Bähr, Pennrich, Weith und Tamm, und für den 4. Ausschuß: Abgg. Diehl, Brauer, Dr. Frenay, Sangen* bach, Weidner, Wolf und Haas-Mainz. Tie Ausschüsse traten auf Wunsch des Präsidenten gleich am Schluß der Sitzung zur Vornahme der Präsidentenwahl zusammen. Das Haus vertagte sich danach auf unbestimmte Zeit. Schluß der Sitzung nach halb zwei Uhr. Aie Thronrede mit der S. K. H. der Groß Herzog am Dienstag den Landtag eröffnete, hat folgenden Wortlaut: Meine Herren Stande! Bei Beginn eines neuen Abschnitts der parlamentarischen Arbeiten sehe Ich mit Vertrauen Ihrer Unterstützung und Mitwirkung bei den bevorstehenden Aufgaben entgegen und heiße Sie zum 32. Landtag des Großherzogtums willkommen. Tie Beratung des Ihnen alsbald zugehenden Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen nnd -Ausgaben für das Jahr 1903- 04 sowie des zugehörigen Finanzgesetzes wird eine Ihrer ersten Aufgaben sein. Ter auf dem wirtschaftlichen Leben noch immer lastende Truck kommt naturgemäß auch in dem Staatsvoranschlag zur Gelttmg, so insbesondere in dem Rückgang der Erträgnisse der Staatseisenbahnen und der Forstdomänen. wahrend gleichzeitig c.i- von den einzelnen Bundesstaaten iingewöhiilich hohe Leitungen beansprucht. Tarnach können die uicliad) in natur-. liebem Steigen begriffenen Ausgaben für die Verwaltung auch für das Jahr 1903/04 nur durch eine abermalige, sehr weitgehende Heranziehung der ans früheren Jahren noch vorhandenen Ver>> inoaensrefte gedeckt werden, welche hierdurch nahezu anfgezehrt werden. Älnßergewöhnlichc Maßnahmen zur Sicherung des Gleichgewichts im Staatshaushalt lasten sich daher bis zu einer grüvd- licheu Besserung der wirtschaftlichen Verhältniffe nur unter der Voraussetzung umgeben, daß die für das laufende Jahr feftgefteQtenj Steuerfähe beibebalten und bei der Feststellung des Reichshaus-^ haltes die Einzelstaaten fmanziell keinesfalls stärker herangezogerrl werden, als dies schon iin lausenden Jahre geschehen ist. — Unter solchen Umständen aber ist z. Z. jedenfalls davon abzusehen. deto Staat mit dauernden Ausgaben zu neuen Zwecken zu belasten, wennschon in der nachhaltigen Forderung der produktiven Kräfte des Landes keine zaghaste Zurückhaltung Platz greifen darf. Zur weiteren Erleichterung des Neubaues von Nebenbahnen wird Ihnen eine Gesetzesvorlage ziigeheu, wonach insbesondere i>i& staatlichen Zuschüsse für die Herstellung von Nebenbahnen durchf Privatunternehmer in ein angemesseneres Verhältnis zu den wirklichen Baukosten gebracht und dementsprechend auch erhöht roerben* sollen. Es ist zu hoffen, daß hiernach — bei genügender Beteiligt ung brr nächsten Interessenten — ohne zu große Belastung der Staatskaste auch für minder ertragfähige Bahnlinien die Gewinnung geeigneter Unternehmer erleichtert werden wird. Tie beschränkte Geltungsdauer des Gesetzes vom 30. März 1901, die Gemeindeumlagen betreffend, macht eine baldige Neuregelung dieses Gegenstandes erforderlich. Ter Entwiwf eines entsprechenden Gesetzes ist in Arbeit und wird Ihnen zeittg zugehen; er wird die Erfahrungen der neuen Staatssteucrgesetzgebung berücksichtigen, die Gnindlagen der staatlichen Besteuerimg soweit möglich für die Gemeindebesteuerung nutzbar machen und zugleich den einzelnen Gemeinwesen innerhalb bestimmter Grenzen in der Ausgestaltung ihrer Steuerverhältnisse eine freiere Bewegung eht- räunten. Mit der während der letzten beiden Landtagsperioden int Jntereste der landwirtschaftlichen Bevölkerung eingeleiteten Ver-i äußeruug känicralsiskalischer Grundstücke wird auch in den nächsten! Ja^hren noch fortzufahren sein und hierzu alsbald Ihre oerfaffungg-1 mäßige Zustimmung eingeholt werden. Nachdem mit Hilfe der von Ihnen zur Verfügung gestellte« Mittel die Pläne und Voranschläge über die Erhöhung und Verstärkung der Landdämme an der oberen Rheinstrecke, sowie zur. Erweiterung des Hochflutsprosils des Rheins ausgearbeitet fmb,, Ausland V „r, < • , '... , . 1V1 -..... ' “VI L VUIUUI UCLCUJIICL, All miOClL 1 firh s?r ßU Mehrholtsbildimg erforderlichen Stimmen fragte, welch llul bei nPTI Wnilfl'T'hill-Thi'r» Htrti-Sx n,. ___ ___ -Ts - ' Sir£, ÄÄSÄ L neuen H-n- Sachs dramatischer Versuch fiel aber rech. ich doch Havannazigarren. Es wird vielfach die Frage ausgeworten, wie es denn nur möglich sei, das; so viele billige importierte Havannazigarren auf den Markt kommen dre sich durch Originalverpackung und Originalfirmen als echt erweisen. Darüber schreibt der „Materialist": Denn man entern Spanier eine Zigarre anbietet — nicht damit v / .'"Z"*'***^ —ö-»™»* ivi. Diese Behaup- ; - f r? b e b e r Begründung. An dem vorher festgesetzten Befuchsprogramm wurde später nicht da-; Geringste geändert. und fertig nach Havana importiert aus Europa, meist aus Europa* Unb ber und wieder exportiert nach etwas Der- > iftNchen ' Endlich 'ge zu n ft r*jr r • t ,-s . HU/ v 11 itd2. oen Kon,ervattven werden finden lassen. Tie Beratung des Karises ,?ll dann „mit Dampf" gefördert wer- llrncllr Meldungen. Originaldrahtmetdungen des (Siebener Anzeiger. ..Berlin, 26. Nov. Den „B. P. N." zufolge ist im nächstjährigen Etat des Reichsamts des Innern ein größerer Betrag für die Bearbeitung des statistischen a r a bete, die Krankenkassen ausgeworfen. , Newyork, 26. Nov. In Havanna ist der Straßenbahnverkehr mcht gestört. Ter Aus st and ist noch immer allgemein, doch sind Anzeichen vorhandeit, daß er durchbrochen werden wird. Mehrere Backer haben bereits ihre a (nh)ierCr geöffnet. Bei den gestrigen Unruhen sind 120 Personen verwundet worden. In Gien- luegos ist ebenfalls der Ge s a m t au s st an d erklärt worden. kläglich aus, die Kritik zerzauste das Stück, das sehr nach der Hintertreppe schmecken soll, recht arg. Jetzt spottet der.Ulk' olso darüber: Vor der Aufführung. Dichter: Lieber Herr Direktor, machen Sie nur die Presse darauf aufmerksam, daß ich von Beruf Schuster bin. So etwas zieht heutzutage ganz besonders. — Nach der Aufführung. Dichter: So eine Gemeinheit!^ Runtergerissen haben sie mich bloS, um sich den Witz: .schuster bleib bei deinem Leisten* nicht entgehen zu lasten! Was gehen denn die verdammte Presse meine Privat- verbältniste an? —Letzte Rettung. Kapellmeister: Schänd- lick! Hundsgemein! Eine Zeitung reißt mich immer mehr herunter, als die andere! Jetzt bleibt nur eins: ich gehe nach Amerika dirigieren. In Newyork mußte ein Kritiker dem Kapellmeister für eine schlechte Besprechung 60000 Mack Schadenersatz zahlen. Ein besseres Geschäft kann garnlcht machen! Auftrag auf mehrere Gegenständ Mimten die Ucbrigen nicht' leisten. Berlin, 25. Nov. Tr. Otto Brahm, der des Teutickre^n Theaters wird vom Herbst 1904 Lesjing-Dheater übernehmen. ob urg wird dem ,.B. T." geschrieben: itgen Kunstverein har die g.'sckiicdene ßherzogin SV" Umarbeitung her organischen Forstordnung non 1811 ,st Meine Regierung beschäftigt. -in dem vorigen Landtage nicht zur Beratung gekommene Vorlage eines Gesetzes, die ärztliche Standes- und Ehrenqerichts- ordming betreffend, wird erneut Ihrer Bcschlußsastung unterbreitet snifr. t hBrri ' 7 spreche auch, in Zukunft ohne die Erlaubnis meines geliebten Mannes keinen Mann und keine Frau zu unS einzuladen Ich verpflichte mich, nicht Wein, Bier, Schnaps oder andere alkoholische Getränke zu trinken, wenn es mem Mann nicht erlaubt. Außerdem verpflichte ich mich leben Abend Rechnung zu legen über die Tagesausgaben un Haushalt und feinen größeren Einkauf zu machen ohne die Erlaubnis meines Mannes. Ich schwöre, diesen Eid halten zu wollen, )o wdhr mir Gott helfe!" Das muß Marie Wilson alles angerichtet haben, wenn sie, die freie Amerikanerin, sich bereit erklärte, einen so fürchterlichen Eid zu leisten! •. . • ----* *• Ulli v. LlULUKU VUI U L Mi 'Uiben, als ihn ein neugieriger Examinator danach front.» 7^cher Art das Rechtsgeschäft sei, das die Eisen- vahn bei der Beförderung des Gepäcks der Reisenden mit diesen eingeht. In seltener Milde wollte der Eraminatvr Kunst und Wissenschaft. . Kaiser Wilhelm hat seine Anwesenheit in Sand- r.i n g h g m auch dazu benutzt, der d e u t s ch e n I n d u st r i c einen w i ch t, g e n T i c n st zu erweisen. Es ist bekannt, in wie hohem Maße er sich für die technische Verwen- dung des Spiritus interessiert. Am vorletzten Sams- tag führte er m Sandringham persönlich dem König und oträ?»12,?!.^ ry1 '*■ bic Deutschland üblichen G-iate^sili Beleuchtung, fur Kochen und Heizen mit Spiritus £ u - Le ®Lrok wnrm telegraphisch vvn Berlin bestellt epirthi^cntTiirc unter V rmittelung der eng- ,Betschaft und der deutschen Batschait in London in U1) ^!lr^er 3ert nach England g- schäft worden Ein überwachte die Befördern und ^Ute die Gegenstände an Ort und Stelle aus. Ter Kaiser .a^bald die weiteren Anordnungen, gab oinen möglichst vorteilliaften Eindruck "er. qmwrflÄpJ s-b” ^fMfnnö an und verdolmetschte den ,Lesenden Jm tn deutscher Sprack>e gehaltenen Erklär " des .Fabrikanten. Lampen, xechapparate. Frisier ^p.^te, pesen u,w. wurden in allen Einzelheiten vor geführt; Mm größten Vergnügen des Königs zeigte der kunstgerecht gebraucht mirb. Er erzählte auch, bar, _er feit 6 Jahren in Sans- fouCT unb im Neuen Palais Spiritusglühlampen im Ge brauche und mit ihnen die allerbestn, Erfahrungen ge- macht habe Von der Zweckmäßigk^t der Spiritusösen habe er sich bei den letzten Manövern im Sckilosse zu Sonnenburg überzeugen können. Ieb;m der Zu.'chauer wußte er Vas unb zwar mit genauester Sachlenntaii ' nabe zulegen, was ihn voraussichtlich besonders interessieren 'wird Ihnen nach Abschluß der Verhanbkunae« mit den beteifiaten I fw>w 9Tti?k nr... - t . ,. . , . Gememden eine besondere Vorlage rngehen damit Sie dadurch w .ba6 man TtI Wvhb- ^tanfe gesetzt werden, hinstchtlrch der Bewilligung ber\r. m torischen Kreisen das Zustande forderlichen Betrage Entschliegung zu kaffen. I kommen der Verständigung für #o Igut wie gesickert hält und . Aur die Zntereffen der Landwirtschaft, des Handels und beT Ptoor 011' der gestern an gebeuteten Grundlage Mustrie sind wie bisher reichliche Mittel in den Hauptvoran- Dresden, 25. Nov. Tas „Dr I." meldet: Die vvn sprechend ist Meine Regierung mit einer Versicherungsgesellschaft die iach,i'che Regierung neuerdings über Abschluß eines Vertrags in Verhandlungen getreten roeteber Reichskanzler und beim Bundesrat gethan nntet Schaffung eines Ausgleichsfonds die Zahlung von Nach- Um M^ßereu Zollfchutz der Gärtnerei schußpramten für die Versicherten ausschließen soll. Sollten diese m V? 9J11' Ie, erreichen, ist unzutreffend. Ter Verhandlungen zu einem befriedigenden Ergebnis führen, wird Vorsitzende des Landeskulturrates für das Königreich Ihnen eme entsprechende Vorlage zugehen. Lachsen, StrfL Geheimrat Tr. Graf von K'oenneritz hat in I d-m eines neuen Feldbercinigungsgesetzes, welcher der angezogenen Rede das Wort „neuerdingä" nickt ae-\ ^enTn* hpr roerben fonnte' wird braucht, sondern frühere Schritte im '^uoc gehabt 9 Zhoen nach der m nächster Zeit möglichen Begutachtung durch die " ginacr. Lokalinstanzen oorgelegt werden. -- Tie Vorarbeiten für die Ausstellung eines Generalki.lturplans DkUtltlseS Kpirfl stn den oberen Vogelsberg sind abgeschlossen. Tas erwachsene m Matertal wird m einer Denkschrift verarbeitet werden, welche die Berlin, 25. Nov. Tie „Nordd. Aillg Ztg" meldet- »nge^ÄÄ Ä»8 mit 36ne" «Kß Äft eb“j Mruka Jj"e f@ot 2 n°is?° T » pichen sehes betreffend d.e Schlachtvieh- und Fleischbeschau, ferner ein tma e r-- - V -" .CTPeBIl6 ^geändert fei. n4eCruCnqroU^ Uber bXe Einrichtung einer Landesschlachwiehoer-' - - . der Schaffung einer berussständischen Vertretung der Landwir schäft, rnit welcher sich der 31. Landtag im FrÜH- labr b. I. beschaitigt hat, ist von Meiner Regierung zum Gegen- stand von Vorschlägen gemacht worden, von bereit Begutachtung durch die Jnterehenten bic Einbringung einer entsprechenben Gesetzesvorlage abhängig sein wird. Em Gesetzentwurf, bie Ausübung der Jagd betreffend, ist ausgearbeitet und wird Ihnen alsbald zugehen. . 2 Ihnen Gesetzentwnrle Über das Forststrasrecht, bas Felbstrafrecht unb bas Jagbstrafrecht im Lause der bevorstehen- ben Tagung unterbreitet werden; sie sind im Wesentlichen dazu bestimmt, Anschauungen eines geläuterten Rechtsbewußtseins Eingang in Gebiete zu^verschaffen, die bisher unter veralteten, auch dem allgemeinen Ltrasrecht nicht entsprechenden Vorschriften zu leiden hatten. . b“K- 25. N°v. Zum Abschied des Kolonial- Ministers Chamberlain und seiner Gattin, welche ihn b a f r t f a r e i i e begleitet, fanden sich auf der Viktoriastatton ein Premierminister Balfour und die übrigen Minister, somie zahlreiche Mitglieder des Parla- ments Tas Publikum begrüßte den Abreisenden mit begeisterten Zurufen. S*£E.olj“nfl unb bie Vertretung der Kreise nnh q;mnill?n c ^lichmtttag u a ch Liidasrika in See gegangen. Stabte-Ordnung und der Landgemeinbeorbnung eingetreten.' Diel ^====------ 1 —--- !'^"'dGugl,chen Vorlagen werben Ihnen, sobald es der Stand I PKTtG Tfl(TI teLT5p?h2Croa ‘9enben umfangreichen Arbeiten erlaubt, vor- ~ r, WWIUJUMIIUU _ ^Unlcl ctriu ^igarrc anoietct — nicht damit Zeit au diesem Gebiete geltenden Bestimmungen herbeigeführl ----------- cmqeicgt. ___________ barnit „las tnpas" bic Einlage prüfen und danach die werden soll. ” 1 \ genanc Kategorie der Vegetation feststellen, zu der die Gesetzentwurf über die Revision des landständigenWahl- gehört: ferner ob iie von der Insel Kuba selbst üuLbem uori<'cn Sonbt«fle nidjt jui Berab- Q . «44UUJUJU3. herstammt odcr von Salti oder Virginia oder ovn Marn- mit deiner Regierung das Wohl Meines geliebten ämbeS iU berb sv^ttusctzen, da m a ch en u n d v o n dort zu uns als echte Havana« forderm 3 ^wer beschädigt zu fein scheint. Tie erster Sorte zurückkehren. In drei Klassen kann Thätigkeit in diesem Sinne eine gesegnete sein. ^ucht, einen anderen Tampfer zu schicken man sämtliche von Kuba nach Europa importierten Zigarren ?arUunben lonbesfurstlichen Wohlwollens dürfen Sie die Ladung umladen zu lassen. einteilen. Erstens: echte .Havanas verschiedener Qualität sich versichert ^ aris, 2o. Nov. Die Polizei verhaftete gestern aus dortigem Tabak dort fabriziert; zweitens: sssgarrni £!?eT1 Samens Kämmerling, welcher in einem deren Einlage aus nordanierikanischem oder europäischem Parlamentarisches. Sami ober jd)en Bankhaus 100000 Mk. unterschlagen Tabak besteht, der importiert, aber mit einer Decke von ”£• Im hessischen Landtag ° " W i ° n, 25. Nov. Ein gefährlichor. am lg November > 8«8««n Pf Hott "Äte?neue Frak- aus Frankfurt a. M. zugereist^ ikln b r e'ch " M°"r7 bildet wosck?r nnrfiftÜ Volkspartei ge- wurde gestern hier verhaftet, als er eben Wertpapiere fiaurf WrfrfiS Abgeordnete angeboren: Bähr, im Betrage von 24 000 Mark, die von einem Einbruch in a»«, h V1 n V ^ob- ®ine parlamentarische Korrespon- verübt zu haben. 3U beachten: Es bestätigt sich, daß der Reichs- * Newyork, 24. Nov Ein Bruder von 'M Gore Mi n de st ro?l"^sg verbündeten Regierungen einen bie in Paris auf so mysteriöse Weise e r f dj o f f en'aufqe= unterstützen. im Sager der beiden konservati v'e n^ Fraktionen qC: toorben fein. Mit Sicherheit wird aber darauf gerechnet Schreibung er den Betreffenden dringend riet, endlich von ber mangelhaften Petroleumbeleuchtung der Ställe abzu- gehen und ,ich der besseren Spirirusbeleuchtunq zuru- wenren. r.er König, dessen Aufmerksamkeit die ganze Sache im hohen Grade erregte, erkundigte sich eingehend nach allen einictägigen Verhältnissen insbefondere auch nach den deutschen Tenaturierungsv^rschrift n und b f-hl einem her hin zugezogen en königlichen Ingenieure, sorgfältige Stu. dien über bic >amtlichen eingeführten Gegenstände anzu- Ittllen, um zu ermitteln, wie sie für englische Bcrlä tnisse Mo.ar zu madyen sind. Als der König erfuhr, daß der «pirituv zu Automobilzweckcn in Den '.' land zunehmende Benutzung finbe und daß bei den Verk b struvpen der deut Armee umfängliche Versuch? mi. Sf .iiusautomobilcn stattfinden, empfahl er den Ing - uren, auch diesem shl"V rtunn t) I trs. z z wenden. Etwa ->wei Stunden dauerte bie in zwangl.>.ster Weise verlaufene Vorftihrung. und die Abreise des Kaisers verzögerte 'id) bei dem Eifer, den er in der Erörterung des Gegenstandes entwickelte, um eine halbe Stunde. Zum ^cylU'se bereitet- der Kaiser dem deutschen Erklärer noch ^-^berraichung. Er sagte plötzlich: „So, meine • 3Ce "tanü vier ist herübergekommen mit Unkosten unb Umständen. Sa ,en wir ihn nun auch bienen:- Unb er erteilte Augenblicks ein diesem V ^Die inbistrete Presse. In Bcrl . ein Theaterstück, ,Ter Kreuzwegstürmer-, zur bracht, dessen Verfasser em ehrsamer Schuhmachermeister ist. Direktor ab das Im hie- _r — —• u>■,..u,.v^öui Viktoria Melitta von He,,en zehn Blumenstkllleben ausgestellt, die viel Beacknmg finb.m. Die Icgabie Fürstin ist eine Schii- lenn d?r französischen Blumenmarerin Mercier. Professor Alexander Strakosch, der bekannte Rezitator, hat die'er Tage im Frankfurter Kaufmännischen Verein die „Elekrra" des Sophokles in der Uebersetzung von Wilbrandt vorgetragen und damit einen außerordentlich Harfen künstlerischen Eindruck auf seine Zuhörer erzielt.