Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Freitag S6. September LSVS Wst 6692 für Homespun Stegmüller, Bürgermeister. Klein, Großh. Hauptlehrer. den o* Der Vorsitzende des Aufsichtsrats: tlbttfl« für Depeschen» «nzetger ©kfoexu Fernsprrchanschluß Nr. LI. Der Dirigent der Anstalt: für H iurg 5. neine Schaufenster! Gründliche fachmännische, theoretische und praktische Ausbildung in den gesamten Zeichen- und Modellierfächern, sowie in gut eingerichteten Werkstätten. Vorträge, Akt- und Naturmodelle, sowie vorzügliche Modell- und Vorbildersammlung. Neueste Holzbearbeitungsmaschinen mit Kraftbetrieb. Kaufmännischer Unterricht. Dauernde Ausstellung von Schülerarbeiten. Die Anstalt enthält für eine abgeschlossene Ausbildung einen 3jährigen Lehrplan mit 6 Semestern. Nach erfolgreichem Besuch der Lehrwerkstätten erhalten die Schüler einen Lehrbrief ausgestellt. (Gew.-Ordn. § 129). Das Schulgeld beträgt halbjährlich 20 Mk. Programme, Lehrpläne kostenlos durch die Anstaltsleitung. Erbach i. O., den 1. September 1902. B-SW Abteilung A. 1. Elfenbeinschnitzer, 2. Eiseleure und Modelleure. Abtellung B. 1. Holzschnitzer, 2. Drechsler in allen Spezialitäten, 3. Feinschreiner. Grotzh. Fachschule für Elscubeinschuitznei und verwandte Gewerbe Erbach L C. Kunstgew. Fachschule mit Lehrwerkstätten. Beginn des Winterhalbjahres am 1. Oktober 1902. Obstversteigerung. Die Obsternte des II. Straßenmeisterbezwks soll an nachbenannten Tagen versteigert werden und zwar: Montag, den 29. September d. F. Darmstadt, am 16. September 1902. Betr.: Wie oben. Das Grotzh. Ministerium der Justiz an die Großh. Justizbehörden. Auf Grund des Art. 10 des Gesetzes über den Urkundenstempel vom 12. August 1899 bestimmen wir, daß gütliche Erwerbungen des zum Bau von Staatseisenbahnen oder zu den notwendigen Nebenanlagen solcher Bahnen erforderlichen Geländes von dem Stempel befreit sind, wenn das fragliche Gelände unmittelbar (also ohne daß erst ein Zwischenverkauf von dem Eigentümer an die Gemeinden stattfindet) auf das Großherzogtum, Landeseigentum, oder mit Zustimmung der zuständigen Königl. Preußischen und Großh. Hessischen Eisenbahndirektion endgiltig auf die Gemeinde oder den Kreis, in deren Gemarkung oder Bezirk cs gelegen ist, übertragen wird. Dittmar. Dr. Linß. Bekanntmachung. Betr.: Feldberetnigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn; hier die Zuziehung eines Teiles der Gemarkung Heuchelheim. Nachdem sich in dem AbstinmnmgStermm zu Heuchelheim vom 12. Juli. l. I. 45 Grundeigentümer mit 16,6287 Hektar beteiligter Flüche gegen die Feldbereinigung in den Fluren XVI—XXI der Gemarkung Heuchelheim und die Zuziehung dieser Flächen zu der Feldbereinigung Gießen rechts der Lahn erklärt haben, während im Ganzen 442 Grundeigentümer mit 168,2520 h» Fläche an dem Unternehmen beteiligt sind, hiernach also mehr als die nach Art. 6 des Feldbereinigungsgesetzes erforderliche Mehrheit für die Einleitung des Feldbereinigungsverfahrens vorhanden ist und nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses erhoben worden stnd, hat Großh. Ministerium deS Innern, Abtellung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Beginn der FeldbereinigungSarbellen angeordnet. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade ich gleichzeitig sämtliche beteiligten Grundeigentümer zu der in Gemäßheit deS Artikel 16. deS Gesetzes vom 28. September 1887 Dien-tag, 14. Oktober l. I. Bormittags 11 Uhr im NathauS zu Heuchelheim bei Gießen stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat darüber zu beschließen, ob die im Grund- (Flur-) Buch enthaltenen Größenangaben, oder ob die durch eine Vermeffung zu ermittelnden Flächengehalte der Bereinigung zu Grunde zu legen sind. Außerdem können Wünsche und Anträge sellenS der Be- telligten oorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrhell von zwei Drllttellen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betelligten verbindlich. Kommen g'lltig« Beschlüsse nicht zu stände, so hat durch Vermeffung der Grundstücke die Ermittelung deS Flächenge- halleS derselben zu erfolgen. Friedberg, den 22. September 1902. Der Großherzogliche Bereinigungskommiffär: I. V.: Schnittspahn, RegierungSaffeffor. ÄÄf Nr. »»scheint tSgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem ffesßfchea Landwirt die Siebener Kamillen« blätter viermal in der Woche belgeUgt Rotationsdruck u. Verlag de, vrüh l'ich« Unive rs.-Buch- u. Steindrucke rot (Pietsch (tttxtt) Redaktion. Erpeditio« und Drucke reit Aus dem dunklen Rußland. Die russische Justiz, der man so oft einen schleppenden Gang zum Vorwurf macht, wenn jemand nach seinem Recht verlangt, arbeitet schnell, wenn es gilt, „exemplarische" Strafen zu verhängen. Im Mai d. I. ereigneten sich im Gouvernement Charkow und Poltawa die Bauern- Unruhen, worüber die Presse berichtet hat: berells am 29. September beginnen die Gerichtsverhandlungen gegen die der Empörung und der Plünderung Angeklagten. Wie kaum anders zu erwarten, bei geschlossenen Thüren. So dringt nicht in die Lesfentlichkeit, was die Angeschuldigten über die grausamen Mißhandlungen sagen könnten, denen sie ausgesetzt waren. Ob die Hauptthater und die Anstifter ergriffen worden sind, das weiß man nicht; soviel aber weiß man aus den in ihrer Einfachheit ergreifenden Schilderungen, daß viele mitergriffen wurden, die mit jener unterwürfigen' Dienstwilligtell, die den armen russischen Bollsklassen anhastet, beim 9Lahen der behördlichen Organe und der Soldaten aus den Hütten stürzten. Es ist auch bekannt geworden, wie „mit der äußersten Strenge" der Aufstand der vom Hunger zur Verzweiflung Getriebenen niedergeworfen wurde: mit dem Säbel und mit der Knute, 041691 Sauberes Laust^!' ~ (Ui 721 Ein solides, iormulags —7 041631 >>rd,°1. ggfr- ür Hausarbeit aui 1 . °°>er ®* etthtrtii sliWk später Mu «i°*LLÄs.ch-K A»e „AreuOe am Meich." Bor ungefähr Jahresfrist verlautete halbofsiziös, der Voranschlag für den nächsten Reichshaushaltsplan werde mit einem Fehlbetrag von etwa 100 Millionen Mark abschließen. Dieser Tage schrieb, wie wir bereits mitteilten, die Münchener „Allg. Ztg.", man sei in Bundesratskreisen geneigt, im Voranschlag der Reichsregierung für 1903 den Fehlbetrag aus 160 Millionen Mark zu beziffern. Es steht also ein beträchtliches Anwachsen des Defizits bevor, worüber sich das Reich freilich fürs erste keine Sorge zu machen braucht. Wo es dem Reich an eigenen Einnahmen fehlt, da müssen bekanntlich die E i n z e l st a a t e n mit ihren „M atrit'ularbeiträgen" herhalten. Es liegt auf der Hand, daß die EinHelstaaten über die steigende Inanspruchnahme ihrer Geldmittel fallens des Reiches nichts weniger als Befriedigung empsirrden. Sie find eben zum größten Tell finanziell in einer wesentlich ungünstigeren Lage als Preußen, das dank der Ueberschußpolllik Miquels es ,/mshalten" kann. Selbst der Finanzminister Bayerns, der nicht selten die Wege Miquels ging, verivahrte sich am Beginne der vorjährigen Landtagssession gegen eine Erhöhung der Matrikularbei- träge über den Betrag der Anweisungen hinaus) weil dadurch Unsicherheit in die Finanzgeftaltung der Ellizelstaaten hineingetragen werde. Gedeiht solche Beschwerde schon am „grünen Holze" größerer Bundesstaaten, was sollen da die weniger großen sagen, für die die Notwendigkeit erhöhter Beitragszahlungen an die Reichskasse eine sehr fühlbare Störung der eigenen Finanzentwickelung bedeutet? Jedenfalls ist der Zustand, daß die Einzelstaaten anstatt, wie Fürst Bismarck es sich gedacht hatte, Kostgänger des Reichs zu sein, je länger, desto höhere Beitrage zur Reichskasse steuern müssen, auf die Dauer unhaltbar. Diese Angelegenheit wird bei der kommenden Etatsd^atte im Reichstag aller Wahrscheinlich kett nach zu eingehenden Erörterungen führen. Zur Bilanzierung des Etats den Anleihebedarf zu steigern, dazu dürfte der Reichstag kaum geneigt sein; neue Steuerquellen zu finden, und zwar solche, die bedeutende Einnahmen dauernd abwerfen, hat seine Schwierigkellen. Bier und Tabak schärfer an» zusassen, würde die heftigste Opposition in toeiteren Kreisen ansachen. Indessen, geschehen mutz etwas Durchgreifendes, um den Unzuträglichkeiten in der Reichsfinanzwirtschaft ein Ende zu machen. Man darf gespannt sein, demnächst zu erfahren, wie weit die Vorarbeiten zu der Reichsfinanzreform gediehen find. GiehenerAnzeigeM " General-Anzeiger " 8SS’ v für den poltl. e. öligem, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen sMZ besonders mll der letzteren. Dann ward nach Petersburg berichtet, alles sei in Ordnung. Seitdem sind die lellenden Personen der rusfifchen Regierung sehr geschäftig gewesen — nicht in Maßregeln, wodurch dem grenzenlosen Elend der russischen Bevölkerung gesteuert werden könnte, — sondern in oer Abfassung von Geheim-Zirkularen, welche die Aufmerksamkeit auf die Ur* [amen der Empörung lenken. Da sind erstens auch hauvt- säcylich die russischen Schriftsteller mll ihren „übertrie* denen, aushettenden Schilderungen". Auf die muß die Polizei ein scharfes Auge richten. Bon jeher galten die russischen Autoren, deren Gestaltungskraft von der ganzen litterarifchen Welt bewundert wird, im eigenen Bater- lande wenig oder nichts. In den guten Gesellschaftskreisen Rußlands wird dem „plebejischen" Russisch das elegante Französisch vorgezogen; französische Sittenschllderungen in- teressieren diese Kreise bis hinaus zur hohen Aristokratte unendlich mehr, als die einfachen Erzählungen aus dem Leben des russischen Volkes. Dergleichen ist ja so „peinlich" zu lesen. Kennan, dessen Schilderungen „Russische Gefängnisse" noch heute zutresfen, spricht am Schluß seinesf erschütternden Buches die Hoffnung aus, daß dem Zaren diese Blätter vor Augen kommen, chn dazu bringen, die Beamten des Zentralgesängniffes zu Charkow zu befragen — „bann würde er wenigstens einen Grund erfahren, warum er, wenn er von St. Petersburg nach Moskau reist, die Eifenbahnstrecken von 20000 Mann Sowaten bewachen lassen muß!"^ Das war ein Avpell aus den achtziger Jahren. Man glaubt, daß es in den verflossenen zwanzig Jahren besser geworden ist im „heiligen Rußland"? Die Antwort daraus geben die erwähnten Berichte von der raschen Bezwingung der Bauern-Unruhen und den dabei zur Anwendung gelangten Mitteln. — Sibirien, die Knute, die Karrenstrase erwarten die angeklagten Bauern im Gouvernement Charkow und Poltawa Das Gut des Generals Perlik ist ausgeraubt, eine Zuckerfabrik und über dreißig Güter sind geplündert worden. Selbstverständlich können solche Thoten nicht ungeahndet bleiben; aber es ist der Justiz i>orgegriffen worden durch Verhängung von erbarmungslosen Prügelstrafen über Schuldrge und Unschuldige, unb eS ist den russischen Behörden nicht in den Sinn gekommen, sich zu fragen, ob sie nicht eine ernste Pflicht versäumten^ als sie gelassen'zusahen, wie die Not unter den Bauern immer hoher und höher stieg. Zar Nikolaus hat vor einigen Tagen, nach einer Meldung aus Kursk, an die Gemeindeältesten eine Ansprache gerichtet. Der Zar warnt vor den thörichten AuSstreu-^ ungen von einer angeblich befohlenen Aufteilung deSl Landes. Diesen Ausstreuungen haben eben die beschränkten und nicht unterrichteten Bauern großenteils fn voller Ueberzeugung Glauben geschenkt. Selbst die „Nowojä Wremja", die in den Zarenworten enthusiastisch „ein Un* terpsand" erblickt „für die Gesundung der bäuerlichen Atmosphäre", giebt zu, daß die Propaganda hauptsächlich deshalb Erfolg hat, „well die Bauern nicht wissen, woLj möglich und was unmöglich, was rechttich inü> was per* brecherisih ift". Wer ist denn Schuld daran, daß dis Bauern In oieser unsäglichen Unwissenheit sich befinden? Doch die russische Regierungskunst, die für alle ehrgeizigen Pläne Geld zur Verfügung hat, nur nicht für das Ächul-- wesen, das Finanzminister v. Witte für die überflüssigste Sache von der Weit zu halten scheint. Soeben erscheint in der konservativen ,Freuzzeitung"^ eine Artikelfolge „Die revolutionäre Bewegung in Rußland." Auch hier wird festgestellt, daß das Elend der russischen Landwirtschaft der Regierung vollauf bekannt ist. Wer/ „da man in den Ministerien von well ausschauenden Reformen zu Gunsten des Landes nichts wissen wollte, so? zerschlug man den Spiegel, der so häßliche Dinge zeigte. Um ein Uebriges zu thun, hat Herr v. Plehwe den zuj Bettlern gewordenen Bauern im Charkowschen, die die Hungerrevolte veranstaltet hatten, die Bezahlung des auf 700 000 Rubel geschätzten Schadens auferlegt" .... Gnä- digerweise will man die Steuer-Rückstände erlassen. Wo, nichts ist, da hat auch der Zar sein Recht verloren. ,,Wenn die Ultrareaktionüreu, wie der Fürst Metscherskr", so schreibt der Gewährsmann der „Kreuzztg.", am Eingang |einer Untersuchung, „stets von Westeuropa im Tone höchster Anmaßung sprechen, es mit Vorliebe mll einem „verwesenden Leichnam" vergleichen, so thäten sie gut daran, vor ihrer eigenen Thür zu kehren; sie würden einen Verwes sungsgeruch wahrnehmen, wie er in Westeuropa in den; tollsten Revolutionsjahren nicht dagewesen ist." Das ist genügend deutlich, unb es ist beachtenswert, daß eine Zerrung so gemäßigter Richtung solcher freimütigen Kritik Raum gewährt. Es ist alles schon dagewesen. Der Günstling bet Kaiserin Katharina, Potemkin, ergötzte das Auge der Herrscherin durch gemalte idyllische Landschaften von freundlichen und glücklichen Dörfern bei der Durchfahrt durch wüste Gegenden. In der Stille der Nacht während der Rast wurden diese Täuschungen in eine andere Gegend gebracht, um auch dort ihre Schuldigkeit zu thun. Zar yttkolaus unternimmt keine wellen Reisen durch sein Land; aber es wird nicht an rosigen, ausgeschmückten Berichten fehlen, daß zur Unzufriedenheit oder zu Revolten so gut wie kein Grund ist. Und wie ein Bild aus dem heuttgen Rußland mutet an, was der russische Schriftsteller Danilewsky in seinem Buch „Eine Familienchronik" über den gefürchteten Grafen Araktschejew niedergeschrieben hat. . . „Die sogenannten freien Ansiedler wurden mit Ruten zu Tode geprügelt und für mögliche Vorfälle fellwärts gleich Gräber gegraben. Die einen schlagen daraus los, Männer und Werver, ohne Unterschied des Geschlechts, erhalten ihren Anteil, und die anderen müssen den ihrigen selbst das Grab, graben . . ." b/4 * ML Tischdecken 1 MV Peiüoht u. Tuch von* K an der KreiöstraßeLich-Langsdorf, vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft an der Jhringschen Brauerei in Lich. Dienstag, den 30. September d. I. an der Kreisstraße Gießen-Steinbach-Lich, vormittags 9 Uhr, beginnend am OttSauSgang Steinbach-Gießen. An demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, an der Straße Lich-Nieder-Bessingen, beginnend an der Kreisbaum- schule bei Lich. Mittwoch, bett 1. Oktober d. I. in der Kreisstraße Lich-Eberstadt-Oberhörgern bis zur KreiSgrenze, vormittags 9 Uhr, beginnend an der Bahnunterführung bei Lich. Gießen, den 25. September 1902. Der Kreisbaumwatt: Heberer. Gießen, den 25. September 1902. Betr.: Stempelfreiheit bei Geländeerwerbungen zum Bau von Staatseisenbahnen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzen an die Großh. Bürgermeistereien des KreiseS. Das nachstehende Ausschreiben Großh. Ntinisteririms der Justiz teilen wir Ihnen zur dienlichen Kenntnisnahme mit Dr. Breidert. Tischtücher Damast Ncver die angefLagten Personen wird auf TLartow gemeldet, daß ihre Zahl 641 betrügt. Darunter sind viele mehrerer Vergehen angeklagt. Die Gesamtzahl der Prozesse belauft sich auf 7L Von ihnen geianaen 41 vor dem Lharkower, 80 vor dem Kiewer Gerichtshof zur Verhandlung. Der Char lower Gerichtshof wird angeblich 29 Prozesse in Walki verbandeln, 12 in Konstontmograd. In Wolki beginnen die Gerichtssitzungen am 29. September. Politische Tagesschau. Da- erste deutsche Deutmalschutzgesetz. Km 1. Oktober h. I. wird im Großherzogtum Hessen &aS> erste deutsche .Gesetz über den Dendnalschutz, datiert vom 16. Juli 1902, in Kraft treten, das wegen seiner ziel- bewußten, zweckmüßigen Fassung, sowie der billigen Berücksichtigung der Rechte der Privatbesitzer volle Beachtung und Anerkennung verdient und bereits auf dem zweiten Denkmaltage in Freiberg i. B- unter allseitigem Bei soll als ein erfreuliches Vorbild auch für die Gesetzgebungen der anderen deutschen Staaten bezeichnet wurde. Das durch beide Kammern nach dem mehrfach ausgearbeiteten Re- gierungs entivurf des Ministerialrates Frhr. v. Biegeleben einstimmig angenommene Gesetz unterscheidet 7 Abschnitte und zwar: 1. Denkmäler im Besitze juristischer Personen des öffentlichen Rechts. 2. Baudenkmäler im Besitz von Privatpersonen. 3. Besondere Vorschriften für einzelne Fülle. 4. Ausgrabungen und Funde. 5. Organisation deS Denkmalschutzes. 6. Naturdenkmäler. 7. Schluß- b-estimmungen. Durch daS Gesetz werden, wie wir noch einmal zusammenfassen wollen, die beweglichen Denkmäler nur insoweit getroffen, als sie sich im öffentlichen Besitze befinden, während eine Ausdehnung des Schutzes aus die beweglichen Denkmäler im Privatbesitz nicht für angängig erachtet wurde. Ferner ist alS besonders beachtenswert die in Abschnitt 5 Artikel 32 erfolgte Ernennung eines stündigen DenkmalrateS hervorzuHeden, der sich, abgesehen von den dazu berufenen Mitgliedern der Regierung, aus je einem Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, mindestens zwei Mitgliedern vom hessischen Altertums-, Geschichts- oder Kunstverein und zwei in Hessen wohnhaften Denkmalbesitzern . zusammensetzt, in Streitfragen aus Verlangen durch zwei Sachverständige ergänzt werden kann und in allen Fallen bet der Ausübung des Denkmalschutzes mitzuwirken hat. Nachahmungswert erscheint ferner auch das Verbot von entstellenden Aufschriften, Reklameschildern und dergleichen an Naturdenkmälern oder in deren.amtlich geschützter Umgebung oder in land- schasllich hervorragenden Gegenden. Beim Inkrafttreten dieses Gesetze- vorhandene.Aufschriften re. dieser Art sind aus kreisanttliche Verfügung zu entfernen, dem Besitzer aber alle durch die .Entfernung erwachsenden Unkosten vom Staate zu vergüten. Es kann wohl dem hessischen Gesetze kein besseres Geleitswort mit aus den Weg gegeben werden, als das, mit dem der Urheber des Entwurfes, Frhr. von Biegeleben, seinen Vortrag auf dem Freiburger Dcnkrnal- vslegetage beschloß: „Möchte Hessen durch das (Minnen seines Werkes belohnt werden, dieses Werkes, welches einem großen, idealen Ziele dient: der Hebung des Nationalbewußtseins, der Wiederbelebung der Liebe zum Vaterland und zur Heimat mittels der Pflege der Denkmäler, der stummen, aber doch beredten Zeugen einer großen Vergangenheit. Handell eS sich hier doch um Ziele, zu deren Erreichung alle Edelgesinnten im Volle durch religiöse, politische, soziale Meinungsverschiedenheiten ungehindert, einträcytig zusammenwirken können zum Wohle unseres geliebten deutschen Vaterlandes. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 26. September 1902. Anwesend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi und Grüneberg, die Stadtverordneten EmmeliuS, Euler, Faber, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Lüber', LooS, Orbig, Petri, Pirr, Schiele und Wallenfels. Entschuldigt: Die Stadtverordneten Dr. Fuhr, Dr. Gaffky, Brück, Dr. Gutfleisch, Dr. Schäfer, Schaffftaedt und Schmall. Bürgermeister Mecum bewillkommnet in der ersten Sitzung nach den Ferien die Stadtverordneten, und giebt der Zuversicht Ausdruck, daß die Versammlung mit neuem Eifer an ihre Arbeiten gehen werde. Leider sei die Versammlung noch nicht vollzählig; die Stadtverordneten Dr. Schäfer und Dr. Fuhr seien infolge Erkrankung von den Sitzungen ferngehalten, Dr. Gaffky wegen des Todes seiner Mutter. Nachdem unterm 31. Juli beschloßen wurde, den Stadtgeometer mit den Funktionen eines Kreisgeometers zu beauftragen, und der Beschluß die Genehmigung der vorgesetzten Behörden gefunden, teilte Bürgermeister Mecum mit, daß der Stadtgeometer als Kreiägeometer bereits seit dem 5. d. M. funktionirt. Weiter teilt Bürgermeister Mecum mit, daß eine Briefkastennotiz im Gießener Anzeiger, die in einem speziellen Fall von den hohen Steuern hier gesprochen habe, doch wohl nicht den Thatsachen entspreche. Er führte eine große Reihe Städte an (Berlin, Hannover, Düsseldorf, Magdeburg, Königsberg, Altona, Halle, Dortmund, Bremen, Danzig, Aachen, Kiel, Crefeld, Schöneberg, Duisburg, Wiesbaden, Münster, Spandau, Frankfurt a. d. O., Potsdam, Königshütte u. a.), in denen die Zuschläge höher seien. In einem Inserat, das die Ansiedelung in Oberkassel bei Düsseldorf empfehle, sei der dort erhobene Prozentsatz von 110 Prozent als sehr mäßig bezeichnet worden, eine Steuer von 100 Prozent, wie sie Gießen erhebe, sei sonach nicht hoch.*) Eine weitere Mitteilung betrifft das s. Z. beanstandete Baugesuch von F. Bergmann für die Ederslraße 3. Der gegen den damaligen Beschluß erhobene Einspruch ist zurückgewiesen worden. *) Dir baden jüngft in einer Brieffastennotiz allerdings eine Kemerkrmg über die Steuern Gießens gemacht; jedoch wollten wir damit unjcrc Stadt nicht in Parallele stellen mit Städten wie Berlin :c., sondern wir berücksichtigten nur die kleine jächsische Heimatstadt deS Fragestellern in der Nahe von Chemnitz. Herr Büraermestler SDiecuni scheint anzunehmen, wir hätten durch unsere Briestaste,nwti^ vor dem Zuzug nach Gießen überhaupt warnen wollen. DaS ist keineswegs der Fall, und mir möchten hier ausdrücklich wiederholen, was wir bereits in jener Antwort aus die Frage des sächsischen Korbmachers getaut haben, nämlich daß ein tüchtiger, strebsamer Geschästsniantl sehr wohl seinen Unterhalt in Gießen finden kann. D. Red. Bet bet Auslosung städtischer, am L Januar 1903 zurückzuzahlender Schuldverschreibungen werden folgende Nummern gezogen: 189 8r Anlehen: Lit L. Nr. 106, 104, 163, 187, 82, 91 L 2000 Mk., Lit M. Str. 886, 28, 279, 198, 277, 219, 188, 276 ä 1000 SDIL, Lit N. Nr. 27, 461, 886, 566, 214, 652, 14, 180, 666, 29, 780, 428, 148, 800, 458 78 4 500 Mt, Lit 0. Sk. 278, 272, 78, 163, 19, 199 ä 200 Mt, Lit P. Nr. 40, 319, 198, 365, 398, 242, 97, 326 k 100 Mk.; — 1894t Anlehen: Lit L. Nr. 821, 887 k 2000 Mk., Lit. M. Nr. 478, 436 k 1000 Mk^ Lit N. Nr. 868, 909, 1001, 810, 1036, 809 k 500 Mk., Lit 0. Nr. 415, 865, 421 k 200 Mk., Lit. P. Nr. 671, 545, 602, 460 k 100 Mk.; — 1896r An- lehen: Lit L. Nr. 436 k 2000 Mk., Lit M. Nr. 604 k 1000 Mk., Lit. N. Nr. 1149, 1121 k 500 Mk. Wegen Vergebung der Verputzarbeiten an dem Gebäude der Realschule an den Weißbindermeister und Stadtverordneten Petri hat sich der Weißbindermeister H. Launspach beschwerdefüyrend an die Stadtverordnetenversammlung geroenbet. Sogleich sein Angebot das niedrigste gewesen, sei ihm der Zuschlag nicht erteilt worden, wahr- scheimich weil Statubaural Schmandt gegen ihn eingenommen sei. Seine (Launspachsl Tüchtigkeit fei nacy Ausweis vorgelegter Zeugnisse nicht in Zweifel zu ziehen; er bitte um Auskunft über die Zurücksetzung. — Bürgermeister Mecum erklärt, daß er das Schreiben L's dahin beantwortet habe, daß er die verlangte Auskunft verweigern müsse: mit dem Siechenhaus, bezüglich dessen L. ebenso behandelt sein will, tote bei dem Realschulbau, habe Stadtbaurat Schmandt nichts zu thun gehabt Die „Mitteld- Sonntagsztg/' habe sich ebenfalls über diese Arbeitsvergebung mißbilligend geäußert; die Arbeit sei It Beschluß vom 17. Juli Herrn Petri zum .Angebot von 3058 Mark übertragen woroen; Herr Petri selbst sei nicht anwesend gewesen und habe sonach auch nicht, wie ihm vorgehalten wurde, mitgeftimmt — Stadtv- Haubach hüll die Sache nicht für erledigt, wenn der Vorwurf, hei Vergebung der Arbeit sei parteiisch verfahren worden, erhoben werde; er wünsche Klarlegung des Sachverhalts. Nach seiner Erinnerung sei damals die Leistungsfähigkeit L-'s in Zweifel gezogen worden. — Bürgermeister Mecum vertritt die sicht, daß die Stadtverordnetenversammlung nicht ver- vflichtet sei, ihren Beschluß zu begründen. — Stadtv- Kirch bezeichnet als Konsequenz dieses Falles die Vergebung aller Arbeiten an den Mindestfordernden und öffentliche Begründung der Beschlüsse. — Stadtv- Hanau spricht sich gegen jede Verheimlichung aus. — Stadtv- Petri erklärt, obwohl die Sache ihn betreffe, nicht schweigen zu können; unrichtig sei die Meinung, daß er jahraus jahrein für die Stadt beschäftigt sei oder einen Vorzug genösse, weil er Stadtverordneter sei. — Stadtv- Heichelheim ist für Vergebung nach dem Niedrigstgebot, sofern nicht schwerwiegende Gründe dagegen vorliegen. — Stadtv- Krumm spricht sich gegen die Art, wie die Handwerker beim Stadtbauamt bewertet wurden, aus, und ist dafür, daß die Gründe, wenn ein Mindestfordernder nicht berücksichtigt wird, mitgeteilt werden. — Stadtv- Haubach spricht sein Bedauern darüber aus, daß der die Stadtverordnetenversammlung verdächtigende Artllel in der „Mitteld. Sonntagsztg." Aufnahme gefunden; er konstatiere, daß mehrfach Arbeiten nicht an Stadtverordnete übertragen mürben, eben weil sie Stadtverordnete seien. — Stadtv. Krumm äußert sich mißbilligend Über den Kampf gegen die Zeitungen in der Stadtverordnetenversammlung; er würde sich nicht in her Stadtverordnetenversammlung verteidigen, wenn er in einem Blatte angegriffen würde. — Stadtv- Haubach entgegnet, daß die Stadtverordnetenversammlung in der ,3JL S-Ztg." angegriffen worden sei. Bruno Büttner beabsichtigt, an der Frankfurter- Kein Hintergebäude (ZigarrensabrM zu errichten. t der Bestimmung, daß in der Regel Hintergebäude erst" nach Errichtung von Vordergebäuden errichtet werden dürfen, ist Dispens erforderlich, der befürwortet toirix — Bei dem Baugesuch von Joh. Georg Pfaff für die Frankfurterstraße (Ecke Hillebrandstraße) ist TispenS wegen Erkern und Ballons nötig; derselbe wird mit Rücksicht auf die große Breite der Straße befürwortet. , Mit Rücksicht auf den gemeinnützigen Charakter der Baugenossenschaft des Evang. Arbeitervereins wird dem Gesuch um Erlaubnis zur Anlage einer nur 125 bis 140 Ctm. hohen Einfriedigung (statt 160 Ctm-) am Mittelweg und an der Crednerstraße befürwortet. Das Gesuch von Joh. Prang um Erlaubnis zur Ausführung eines Hintergebäudes in Fachwerk in Löbers Hof wird befürwortet mit der Maßgabe, daß die oberen Räume nicht zu dauerndem Aufenthalte für Menschen benutzt werden. Heinrich Launspach beabsichtigt an seinem Neubau in b'er Mcestraße einen Erker anzubringen; Dispens wird befürwortet. Die Gesuche von Goldenberg & Markus und Gebr. Rosenbaum um Erbauung von Lagerhäusern auf den ehemals Web er schon Grundstück an den Bahnhöfen werden der vom Stadtbauamt und Baudeputation befürchteten Verkehrsstörungen wegen nicht befürwortet. Gegen die Anbringung von Erkern und Balkons am Neubau von I. Happel (Rodheimerstraße) hat die Versammlung nichts zu erinnern. Restaurateur Iean Brunner ist um Gestattung eines nur zwei Meter breiten Zuganges zu seinem Hause am Ludwigsplatze eingekommen; das Gesuch wird befürwortet. Joh. Georg Pfaff will in der Liebigstraße einen Neubau von liye Meter Höhe errichten, wogegen an dieser Stelle nur 10 Meter Höhe zulässig ist; das Gesuch wird aus prinzipiellen Gründen abgelehnt. Tie Firma H. E- Werner hat vor einigen Jahren an dem Hause in der Kaplansgasse eine hölzerne Veranda, und zwar entgegen dem Widerspruch der Stadtverordnetenversammlung errichten lassen. Nunmehr soll die Veranda von Polizeiwegen entfernt werden. Ter Nachfolger des früheren Besitzers sucht unter eingehender Begründung um Belassung des Gebäudes in dem jetzigen ^Zustande nach. Tie Beschlußfassung wird, nachdem sich die Stadtv. Krumm, Pirr, Jann für Erteilung des Dispenses ausgesprochen, vertagt. Ernst Blödner hat um Gestattung des Ausbaues eines weiteren Stockwerkes auf feinem Hause in der Plock- straße in Fachwerk nachgesucht; es soll bem_ Gesuchsteller gestattet werden, die Gtevelwand in l1/* etein starkem Mauerwerk auszuführen. Das Gesuch des Buchbinders Ehr. Franz um Erlaubnis zur Anbringung eines 70 Cttn. ausladenden Firmenschildes (zulässig sind 50 Ctm. Artsladung) wird abgelehnt. Für die aus Anlaß eines Neubaues in der Goethe- straße natmenbig gewordene Straßenaufsüllung soll dem Schreinermeister Carl Hahn die übliche Vergütung von 1,10 Mk. pro Kbm- vergütet werden. Dem Dachdeckermeister Jul. Ruckstuhl soll ein 3,87 Quadratmeter messender Gelandestreisen am Neubau in der Steinstraße für 50 Mark überlassen werden. Tas Gesuch der Firma H. C- Werner um Gestattung der lleberwölbung deS Stadtbaches an der KaplanSgasse wird unter Hinweis auf die begonnene Kanalisatton, mich deren Beendigung der Stadtback) befeitigt wird, ad gelehnt. PH. Kröck hat um Fortsetzung der Trottoirpflasterung an der Rodheimerstraße biß zu seinem projektierten Neubau nachgesucht. Tie Versammlung ist bamit einverstanden, daß dem Gesuchsteller Willfahrung seine- Gesuche- nach Vollendung der Bebauung in Aussicht gestellt wird. Für Geradelegung des Bürgersteiges über die Wieseck- brücke im Zuge der Bleichstraße und Höherlegung deS Geländers waren 1400 Mk. vorgesehen; die Versammlung beschließt indes, die Brücke bis auf weiteres in dem jetzigen Zustande zu belassen. Die Unterhaltung von Gräbern, welche bisher, der Fran Babette Dehaie oblag, soll auf Ansuchen derselben auf die Stadt übergehen, gegen eine einmalige Vergütung von 1400 Mk., die Unterhaltung der Begräbnisstätte der Familie Georg Karl Windecker gegen eine Vergütung von 1000 Mk. Stadtv. Hanau bezeichnet es als bedauerlich, daß kürzlich ein Inserat im Anzeiger Platz gesunden, in dem Begräbnisplätze fettens eines Herrn Heß zum Verkaufe ausgeboten werden. Zu der weiteren Bemerkung deAStadtvc Hanau, daß der Verlag deS „Gieß. Anz." veranlaßt werden möchte, derartige Anzeigen abzulehnen, bemcrEt Bürgermeister Mecum, daß em derartiges Ansinnen zu wett gehe. Mit dem Bezüge von Steinkohlen durch Vermittelung des Gaswerks für die Kesselfeuerung des Schlachthauses und dem freihändigen Bezug von Braunkohlen ist die Versammlung einverstanden. Auf Vorschlag der Oberförsterei hat die landw. Kommission beantragt, etwa ein Viertel des demnächst auf- ^arbeitenden Stockholzes so zerlleinem zu lassen, daß dasselbe ohne weitere Zerkleinerung verfeuert werden kann. Dem Anträge, der die Erzielung eines höheren Erlöses andern Stockholze bezweckt, wird zugestimmt, ebenso der Er- Höhung des Ho^macherlohnes aus 2.50 Mk. für den Raummeter. Einem wetteren Anträge, die Versteigerung des Brennholzes in größeren Partten in einem geschlossenen Raume (Wirtslokal) abzuhallen, stimmt die Versammlung ebenfalls zu. Dem Jagdhundklub soll eine Waldparzelle zwischen dem Sck)ützenhause und den Militärschießständen gegen eine jährliche Pacht von 20 Mk. auf die Dauer von 10 Jahren zwecks Anlage eines Schliefplatzes überlassen werden. An Stelle des verstorbenen Stadtverordneten Flett wird CarlSteinberger zum Mitglied des WiesenvorstandeS^ Heinrich Simon zum Stelwertreter gewählt. Der Verlängerung der Pacht zeit bis zum Jahre 1912 für die an Hemr. Leib Mve. verpachteten Trieb- Viertel am Philosophemvald stimmt tue Versammlung nicht zu. Heinrich Simon, dem die Faselhallung Über-, tragen wurde, hat erklärt, wegen deS Ablaufs des Vertrages im nächsten Jahre zwei Sim ment Haler Bullen, deren Anschaffung auf Grund stattgehabter Umfrage bei den Viehbesitzern erfolgen soll, nicht anschaffen zu »vollen. I» der Voraussetzung, daß Si.mon sich zur Erschaffung betj Bullen entschließt, wenn der Vertrag jetzt schön verlängert wird, beschließt die Versammlung Verlängerung bis 1906. Die freihändig erfolgte Abgabe von Deckreisem und sonstigem Gehölz aus den Waldungen im Gesamtbetrag- von 605 SJlt wird nachträglich genehmigt. Zum Mitglied der auf Grund des Gesetzes Über die Entschädigung für tat Milz- und Rauschbrand gefallene Tiere eingesetzten Kommission wird Oekonom Kitz an Stelle des verstorbenen Stadtv. Flett gewählt. Die folgenden Gegenstände: 37) Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, 38) Antrag deS VeremS der Gastwirte von Gießen und Umgegend auf Aufhebung des Einfuhrverbots von lebendem Vieh und 39) Antrag deS Stadtv. Krumm betr. den Zinsfuß der Sparkasse, konnte in der sozialpolitischen Kommission nicht vorberaten werden, weshalb deren Wsetzung von der Tagesordnung beantragt worden war. Aus Vorschlag des Beigeordneten Georgi wird Beratung über Punkt 38 beschlossen. Die vom 12. September datierte Eingabe der Gastwirte besagt, daß die Erhöbung der Fleischpreise eingetreten fei, weil in Deutschland der Bedarf an Schlachtvieh nicht gedeckt werden könne. Die hohen Fleischpreise empfinden die Gastwttte als bedeutendste Abnehmer der Metzger aber besonders drückend; die Folge sei eine Erhöhung der Preise für Fleischspeisen, oder Ver- Wendung minderwertigen Fleisches; unter den teuren Fleischpreisen leide daS ganze Volk. — Bürgermeister Mecum macht Zahlenangaben über die Schlachtungen im hiesigen Schlachthause in den letzten Jahren und kommt zum Schlüsse, daß die Schlachtungen nicht in dem Prozentsätze, in dem die Bevölkerungszahl zunahm, stiegen, sondern sich verringerten, besonders in den letzten yJlanaten habe sich die Volkscrnährung verschlechtert. — Stadtv. Pirr berichtet über die Thätigleit des Fleischerverbandes betreffs der Fleischiwt und des Vieh-Einfuhrverbots; in Gießen habe man von einer Erhöhung der Fleischpreise (mit Ausnahme des Schweinefleisches) abgesehen, weil der Bedarf zurückgegangen. Die hiesigen Metzger würden es mit Freuden begrüßen, wenn, wie die- in anderen Städten bereits geschehen, die Stadtverordneten sich der Petition der Gastwirte anschlössen. Redner wendet sich gegen die Annahme, daß die Fleischnot eine vorübergehende Erscheinung sei; eine Seucheneinschleppung sei bei der Einfuhr von Schlachtvieh aus dem Auslande nicht möglich, da das Vieh an der Grenze untersucht und dann in plombierten Wagen in die Schlachthäuser gebracht werde. Von der Sperre hätten nur die großen Landwirte Vorteil, die Heinen nicht, weil sie die Jungschweine um soviel teurer bezahlen müßten. Tie Versammlung beschließt hierauf einstimmig, die an ib'ie hessische Regierung, den Reichskanzler und Bundesrat zu richtende Petition der Gastwirte um AushSung des Einfuhrverbots von Schlachtvieh zu unterstützen. Von den vorliegenden Gesuchen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb werden durch Bejahung der Bedürfnisfrage befürwortet: Gesuch von Carl Bez tut die Wirtschaft im Darmstädter Haus; Gesuch von Ida Kratz Wwe. für die Wirtschaft im Hause Brandgasse 6; Gesuch von Georg Ruthsatz für das Haus Schiller- ftraße 14, Gesuch von Emil Kalbfleisch für das Haus Marburgerstraße 27 (die Konzession soll unter der Bedingung erteilt werden, daß die für das nebeiianstehend« Haus des Gesuchstellers erteilte Konzession zurückgegebe» wird-; Gesuch von Louis Feld haus für den Deutschen Hoj dm Neuenweg; Gesuch von Gustav Skalitzky um Martin Längs Kunst und Wissenschaft. ♦ Ein und (Böttingen, gestorben. stand ist fret)r bedenklich. Gerichtssaal. ine Faselhalümg über» des Ablaufs des Lev Simmeuchrler Bullen, Hatter Umfragt bti den Igioth’s gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin ilTtmtSntB zur Ausdehnung seines M- i*at Garten; GesuH von Seinr td IcvtbniS zur Ver^rötzi mjn Fr. Albo Aerneint wird Kindbettfieber 1 Lunaen-Tuberkulose 4 Gehirnhauttubeckulose 1 Lungenkatarrh 3 Herzleiden Atrophie Lebensschwäche Krebs Atersschwäche anderen Krankheiten Verunglückung Selbstmord ______ Summa: Anrn.: Die in Klammern geletzten Ziffern geben an,jme vtd der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. sckstuhl soff 6601 w« seines über die Di.i asS M flefunben, M S. werden S- bemerkt Bür^ "°hl°n durch L ^iaia®ig drz »mit, ä Ä*“ S”lto' D>°» ?es demnächst auf. llemernzullrffen.^ verf« werdens ä höheren LrUseL otf llmmt, ebenso der fc -bv Mk. für den Raum, die Versteigerung Partten in einem at> Mm, stimmt die Bep l eine Daldpar-elle «n MilMschießständell ß Mk. aus die Dauer les SHliesplatzes über« dtverordneten Mett wich ch des Wiesenvorshmdes, rtreter gewählt. t-eit bis M Jahre MlangerM- M w. Träichern un NNW ^Gesetzes üb« die , Muschbllmd gefMe Oebnwm Äthan Stelle gewählt. 37) Somtugsruhe ml «ettSdaSMirteM E ttS EinführverboÄ TwW. Krumm uetien, **"? jenntajt i®^1 J* ."ÄL xrs drüäeud, Mrgemeisia Schlachtungm J® ber die fonmt htm FAem Pri^ ahl imioW ° in aoMj ^KEcherverb^ W,gd«MA d« abgesehen/ , nnt „ $c59» J in «Ä metiü» St« * 8s#Ss? ssgisg? K.S"< **» -°Ää SWÄ lÜftmlie'S»* eine Schlange tätowieren lassen, die einen Kreis bildet und sch in den Schweis beißt. Lady Churchill zeigt den Arm sehr gern und sagt da^u mit schwärmerischem Blick: „Das Symbol der Ewigkeit * Ausgesessen. 2ll: Du, ich habe was für Dich, Du bist ja Berichterstatter der „Neuesten Nachrichten". Also, gestern sah ich, wie sich ein Radfahrer selbst über den Bauch puhr. B: Wie? Ein Radfahrer fuhr sich selbst über den Bauch? Unmöglich! A: Doch! mit der Handl September. , , ♦ Marten, der aus dem Gumbrnner Mordprozeh bekannte Wachtmeister, sowie der Sergeant Wickel werden nach Hamburg ziehen. Dtarten fand in einem dortigen Getreidegeschäft eine Anstellung. Hickel bat Aussicht, als Zollbeamter beschäftigt zu werden. Auch der ; h_mge Marten wird später nach Hamburg kommen. ♦ Zwei niedliche Manöver geschichten er- zühlen Die ^Hamb. Nachr.": Ein soeben zum Hauptmann b«1örderter Offizier meldete sich beim Kaiser, „Haben Ne schon Ihr erstes HauptmannSgehalt bekommen?" fragte bet Kaiser. „Nein, Majestät, noch nicht, aber ich harre mit Schmerzen darauf", antwortete der Neugebackene. „Ach, Sie armer Kerl", sagte der Kaiser lachend, ,^a kommen Sie her: ich, will Ihnen zwanzig Mark schenken .mb griff in die Tasche und gab dem Hauvtmann ein zLanzigmarkstück. DaS wurde aber nickt verkneipt, son- bsnt an die Uhrkette gehängt. — Noch ein Manöverhistör-1 dien: Ein Adjutant hatte sich zu weit in die Nähe deS ckndeS gewagt. Ein paar Schüsse knatterten chm ent- gegen. Der Kaiser hatte die Szene beobachten können und rief dem Adjutanten zu: Liebster X., Sie sind getroffen uni Ihr Gaul ist mausetot! . . /' „Es war nur ein Streif- sHuß, Ew. Majestät", antwortete der Adjutant schlagfertig, 'md ich habe schon ein neues Pferd bestiegen. . ." ♦ Ein gewissenhafter Selb st Mörder. Bei der Mlizei in Bad Kolb er g ging dieser Tage ein Schreiben L, das folgenden Anhalt hatte: ,Zch teile $pen hierdurch mit, daß ich mich heute abend Präzise 8 Uhr auf bnr Moole bei ixem Gbockenturm in das Wasser gestürzt h,cke. Ich bitte, die Beerdigung ganz einfach zu gestalten, u.jib liauwieren Sie die Kosten bei der Firma L., Farben- fobriten in Dresden. Ich habe hier in einem Hotel gedröhnt und alles bis morgen, 18. d. Mts., bezahlt, laut e-inliegender Liquidattonen. Meinen Koffer, welcher noch im Hotel Zimmer 19, steht, wollen Sie, bitte, nach Durchsicht (es befinden sich darin nur Geschäftsbücher rc.) an die vorgenannte Firma senden. Schlüssel einliegend. Hoch- ocktnnasvoll G. Wagner. Motiv: Jahrelanges Gicht- Schisssnachrichtrn. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenpkcch. Bremen, 24. Sept. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Neckar", Kapitän A. Harraffowrtz vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 9 Uhr vormittags wohlbehalten in Balttmore angekommen. Bremen, 24. Sept. (Per transatlantischen Telegraph. Der Doppe lschrauben-Postdampfer „Bremen", Kapitän R. Nierich, tiöth Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr Nachmittags in Newyock angekommen. hat sich seit ihrem Bestehen noch immer als bestes Waschmittel behauptet. Sie besitzt dreifache Waschraft eines bifiigeten Fabrikats, ist also für die Dauer doch billiger als dieses, enthält aber daoei > Borussia" z. B. I keinerlei die Hände oder die Wäsche angreifenden Stoffe, ist voll- ch der Faßpartie ständig chlorsrei. Preis lö. Pfg. per Packet. Fabrikant: I. Gioto 91fapnnnpn nie I fonnmi- JWw Zettinek desraudierten 4,6 Millionen Kronen zusammen- Mstellt. Demzufolge verwendete Jellinek 1.5 ÄttllumeN i fronen für die Elettromobilwettke, 1 Millwn Kronen für b.:e Torfindustrie, 180 000 Kronen wurden in Jellineks Kasse Pfunden, 50 000 Kronen als Depot bei der ^nberbonf, »000 Kronen bei der Postsparkasse, 300 000 Kronen als -Zepots in mehreren Börsenkonbors, 250000 sewnen als Wrberschuß in der Borschuß lasse der Länderb ankb eam ten, ' 6") 000 Kronen waren als Darlehen an Verwandte, 150 000 Kronen als weitere Darlehen, Vorschüsse und Geschenke an obere Personen, darunter auch BanDeamte, verwendet, nfammen 3 540 000 Kronen. Es fehlt somit noch mehr olls eine Million Kronen, bereit VerwendcknL nicht bekannt fammmtrafen, prügelte etn Tnittmt mr\ vtynantn «M einem dicken Knüppel gehörig durch. DaS Gertcht verurtelltr de» Ersteren deshalb zu 200 Mark Geldstrafe. Düffeldorf, 25. Sept. Wegen H e r auS f o rd erung zum Z w e i k a m p f hatten sich die ReseroeleutnantS Karl Hoppe «nb, Emil Thomas aus dem Landwehrbeztrk Bcmnen vor dem Kriegsgericht zu verantworten. Dem dorttgen OfsiAierkorpS ginge» wiederholt Briefe zu, welche sich in beleidigenden Ausdrücken üoer^ Hoppe ergingen und in denen behauptet wurde. Letzterer habe toi einem Strawcozesse an den Gerichten Schwelm und Hagen zu Gunsten eines nicht im besten Rufe stehenden Angeklagten tot», gesagt. Diese Briefe hatte ein gewisser Komsinann Phllipp Klein tn Köln geschrieben. Der Ehrenrat befaßte sich। mit der Sache und ließ am 29. Juli Hoppe durch Thomas den fuein pun oroci» kampf aufPistolen fordere welche Forderuna tode» a bg e- lehnt wurde. Tas Kriegsgericht verurteckte die beiden Reserve- ofstziere zu einer Woche bezw. zwei Tagen Festtma. Szeaediu, 25. Sept. Der Budapester Privatbeamte Sllotl Krisch wurde auf Grund eines Artikels in der Großktkindaer^ „Alldeutschen Zeitung" einstimmig der Ausreuung, bv-, gangen durch die Presse schuldig erkannt und zu vier Monate« Gefängnis und 200 Kronen Geldstrafe verurteilt. Die Poll-ei wies den alldeutschen Redakteur Arthur Korn au5. — Verurteilung eines Deutschen in Kapstadt. AuS Kapstadt wird der ^Central New" gemeldet, daß in der vorigen Woche ein d e u t s ch e r Staatsangehöriger namens Max Ernst Henschel vom Militärgericht in Pretoria deS Hochverrats schuldig gesprochen und zu zehn Jahren ZwangS» I a r b e i t verurteilt worden sei. Die Verhandlung nabe ergeben,। daß Henschel, nachdem er den Neutralitatseid geleistet, im März 1902 nach Deutschland habe reisen wollen, aber an der Grenze I angehalten worden sei und daß man bet ihm Briese vom Mandanten Beyers an Krüger und Reitz vorgefunden habe. Henschel habe behauptet, den Inhalt der Briese nicht gekannt zu haben^ aber zugegeben, daß chm für die richtige Ablieferung tausend Pfund vev- I sprachen worden seien. , I- Marburg, 25. Sept. Schon seit längerer Zett besteht zwischen einigen hiesigen katholischen Studente n v e r - binoung en einerseits und der übrigen Stub enteu schast andererseits ein unangenehmes 23 e r n a 11 n t §, das schon verschiedene Male zu unliebsamen Zwischenfällen führte. So traten die kacholischen 23erbinbnngen „Rhenania" und ^Borussiaz. B. aus der Museumsgssellschast aus. Als nun nat, der „Teutonia" einige SDUtgüeber des Korps mtt Rheuanen zu°j Hanau. ierttte um die Pharmacie au verlechende li"edaille ist dem Professor für pharmazeutische Universität Marburg Dr. Ernst Schmidt zu- « Geld fetjlt. Anderer, e»s uru.u.u^. 1 ertQnnt worden. - Hannover ist im 82. Lebensjnhre der Festigkeit der alten Pro^irazren. D«Geheime Hosrat Dr. meb. K. E. Hasse, ehemaliger Proseffor der dorr Kommission für die Erhaltung der Denkmäler hat der^ Medizin in Leipzig, Zürich, Heidelberg und Göttingen, gestorben. Stadtingenieur Fumiani seinen Kollegen den Wleöevantaufi ^luf dem Stuttgarter Pragsriedhofe wurde am 20. Sept. bo£ berühmten historischen Monuments vorgefchlagen. Diese Obermedizinalrat Dr. Ernst v. Zeller b^rbigt. Dr. v. Zeller locken ibm anck alle ruaestimmt, aber man braucht dazu war langiähriger Leiter der Jrren-Anstatt Winnenthal. In dieser i nf Millionen Lire und woher man die beschaffen soll, wickle er mit bedeutendem Erfolge 38 Jahre, erst als Gehilfe seines .Gluonen ^ire, uno Wi ' Vaters, nach dessen Tode als Direktor. In Winnenthal hat, rote fas ist eine unlösliche ^ottorsrage. . bekannt, Lenau die ersten drei Jahre na* {einer gebigen Gr= *DieDefraudation bei d er Wiener ^anoer- ^tung (1844-1847) zugebracht. Zellers Vater roar dem um ■ boa n k. Ättinmehr ist die Liste der Berwenöungen der von glücklichen Dichter herzlich zugethon und hoffte lange Zeit auf seine - ' - ■ ----------- ----------' Wiederherstellimg, leider vergeblich. — 3n München wurde Universitätsprofessor Dr. K u p s s e r vom Lchlage gerührt; sein Zu» wverden. I ■ * Budapest, 25. Sept. Fm hiesigen DatrrvOrpheum frb: fam eS nachts infolge eines Streites zwischen einem (Haf1 ' ob dem Wirt zu einer großen Schlägerei, an der V . sämtliche Gäste beteiligten. Mehrere Gäste wurden schwer, tU Polizei beamter lö blich verletzt. ♦ Kapstadt, 25. Sept. Bei de Aar und auf der A»aphawinsel sind die Blattern ziemlich stark ausgetreten. Möher sind etwa 150 Fälle festgestellt. ♦ Taschkent, 25. Sept. Wie aus Kaschgar gemeldet wirb, sand dort am 22. August ein Erdbeben statt, biunf) das 100 Personen getötet und mehrere Ge- beäube zerstört wurden. In Yangt wurden 20, im Dorse Wyn 400 Personen getötet. Die chinesische Bevöl- terung erhielt die Nachricht von der Zerstörung des Ortes Wu Kutsche. Die Erderschütterung, dauerte bis zum 8. rtschastSbetriedeS auf Hfl «US Deutfchvwd', so auch auS verNn, richtete« zahl-I ch Monik um Er- reiche Geldinstitute an die Länderbank das Ansuchen um arößerung seiner Schankwirtschast; Gesuch genaue Darstellung der Manipulationen Jellineks, zur^Ein-l h n für daS HauS Schützenstrasie L — richtung einer besseren Konttolle. Die Länderbank selbst I t> die Bedürfnissrage bei dem Gesuche von führt ein ganz neues Kontrabuch für Eheckverkebr und aSdorf für die Erednerstraße, Karl jährliche Zwangsurlaube für alle Beamten ein. Meldungen Aalentin für daS HauS Lchützenstraße 14 und Ludwig über sichere Spuren des Defraudanten Jellinek fühtt eine Steinhäuser um Erlaubnis zum Brcmntweinverkauf Wiener Poli^eikorrespondenz auf dn Gerücht oder eineMysti- Ü2er die Straße im Hause Neuenbäue 17. stkation zurück. „ .,r. Nachdem Bürgermeister Mecum noch eine Anfrage des ♦ Der amerikanische Millionär Stratton, Stabte Krumm über die Neuorganisation der Volks- der yierfl die Crivple Creet Goldgruben entdeckte, vermachte schule beantwortet, wird die öfsenttiche Sitzung geschlossen. 13 Mill Doll wohlthätjgen Instituten und ~ sc in cm einzigen Sohn e nur 50000 Doll, aiormirrhtpfi * Tätowierte Fürstlichkeiten. Ist eö wirklich möglich und richtig, daß selbst die Mitglieder königlicher * Schlangenbad, 25. Sept Großfürst Paul Häuser, ja sogar Könige und Königinnen sellst gleich Ma- Merandrowitsch von Rußland, von dem die chörich- trosen und Soldaten an ihren Körpern Tätowierungen mit tasten Meldungen aus Algier kamen, hat gestern imsern sich Herumtragen? Aufschluß darüber giebt der „Petit SArort verlassen, in dem er seit dem 3. d. M. zur Kur Parisien", der seine Mitteilungen einer englischen Revue ent- mtoeilt hat. nommen haben will, die häufig über die Geheimnisse sürst- * Er e selb, 25. Sept. Der um 8 Uhr morgens fällige licher Personen sehr gut unterrichtet sein soll Dieser Quelle Ae r s o n e n z u g Köln-Crefeld fuhr in der Station Osterath zufolge ist König Eduard von England noch als Prinz aafein en Güterzug aus. Verletzt wurde niemand. Der von Wales seiner Familie mit dem Beispiel der Tatowie- I Materialschaden ist bedeutend. rung vorangegangen. Die Indiskretion geht so weit, zu * Paris 25. Sept Während eines Verhörs vor dem verraten, daß die Tätowierung, welche etn indisches Orna- Mtersuchungsrichter versuchte gestern der Mörder des ment vorstelll, in blauer Farbe auf der rechten Schulter deutschen ArzteS Orden stein zu entfliehen. Es deS Königs angebracht ist. Die Königin Alexandra fll([ang jedoch der Polizei, chn nach, kurzer Verfolgung hat sich vor einigen Jahren an der inneren Sette des wieder einzuholen. Armes etwas über der Handfessel tätowieren lassen. Noch * Paris 25. Sept Wie „Sibre Parole" versichert, eine zweite Königin ist tätowiert und macht kein Geheimnis < N die Untersuchung über den Diebstahl bei der Bank daraus. ES ist die Königin Olga von Griechenland, von Frankreich beendet. Die Schuldige n sind nicht die als Admiral der Flotte auf dem Arm einen blauen Anker Weamte der Bank, sondern eine h och g e st ellte Pers ön - trägt Die Prinzessin Waldemar von Dänemark, l ichkeit deS BerwaltungSratS. Um keinen welche mit Leib und Seele „DachlSwoman" ist, trägt den Skandal hervoiMrusen, werde die Sache unterdrückt Anker aus der linken Schulter — ein williges, kokettes Nickerchen, über dem ein deutlich erkennbares Königs- rm krönchen schwebt Auch König Oskar von Schweden cste hat sich tätowieren lassen, ebenso auch der Zar. Der ich schönsten Tätowierungen rühmt sich aber Großfürst ' , AlexiS, dessen Körper zahlreiche Zeichnungen von künstlerischem (?) Wert .aufweist. Prinz Georg von Griechenland, der Generalgouverneur von Kreta, hat eine Tätowierung auf der Brust, einen Drachen mit ausgebreiteten Flügeln, der 48 Centtmeter mißt Auch die deutschen Prinzen, namentlich die, welche sich der Marine widmeten, sollen sich in allerletzter Zett haben tätowieren lassen. (??) Die letzte Dame, welche am Altar dieser neuesten Mode opferte, sott Lady Randolph Mur? cbill. aeb. Vanoerbilt, fein. Sie hat sich aus den Arm Handel und Verkehr. Uolkswittschafl. — Nene Emission SV,Proz. Rheinprovinz-Obliaatioue«. Vorn 1. Oktober ab gelangen 2 000 000 Mack neue Anleihescheine zur Ausgabe. „ , . — Die Rheinische GaSmotoreufabrU Venz u. E». hat laut Bericht irn abgelaufenen Geschäftsjahre nach 184 900 Mack Abschreibungen 198 900 Mack Reingewinn erzielt Der AufsichtS- rat beschloß 4 Prozent Dividende vorzuschlagen und 78 900 Mack zu Rückitellung zu oerroenden. — Schuckert. Wir hören, daß bte Gerüchte, wonach die Verhandlungen der Elektrizttäts-Gesellschast vorrn. Schuckeck u. «o. mit dem Finanzkonsockium der Allgemeinen Elcktri^ttats-Gesellschast zu keinem Resultate geführt hätten, der Begründuna entbehren. Laut Beckcht soll die Berliner Handels-Gesellschaft bereit sein, ihrerseits mit der Gewährung eineS Kredits von 7*/e -Millionen Mack dem Konsockium Süddeutscher Banken berzutreten. Wegen Führung des Konsortiums sollen sich MetnunaSverschteden- betten ergeben haben, deren Beseitigung angestrebt und die voraussichtlich auch gelingen wird. KöniaShtitte, 25. Sept In der gestckgen Aufficht^atS- Sitzung der 93er. Königs- und Laurahütte wurden die Direktoren Sugg, Glück und May in den Bock'tand gewählt — Die Obligatioueu der Russischen Sproz. Goldnnleihe von 1896 haben gegenwärtig nur noch einen Coupon Nr. 25. Um die Inhaber dieser Obligationen mtt neuen Eouponboaen für bte Zeit von 1902/8 zu versorgen, giebt die Russische Reichsschulden- Tilgungs-Kommisston betannt, daß ein Umtausch aller umlau enben Obligationen gegen neue mit Talons und Eouponbogen auf sechs Jahre versehen, vom 15. Oktober ab stattftnden kann. Märtte. ▼. Barmen, 25. ©ent. Der diesjährige Herbst-Pferdemartt findet am 9. und 10. Oktooer auf dem städttfchen Schlacht- und \ Btehhof statt Mooatliiht Uebkificht der TodesMk in Eikßtn. Monat «ttgttft 1902. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom , 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr «■ ■ ■ ■ g bis Mk. 5.85 m , Foulard-Seide «s pl Sttdc" in schwarz weiß rntb farbig von 95 Pfa. bis Mk. 18L5 pr. Mir. Absolut kein Zoll zu zahlen! da die portofreie Zufendung der Stoffe durch meine Seidenfabrik auf deutschem Msnzaebiete ersolat — Nur echt, wenn direkt von mir bezogen. Muster umadjetto. G. Henneberg, Seidenfabrikant (K. u. K. Hoflies.), Zürich« — Geh.-Rat Dr. Wilhelm vo« veckelhünser ist am 24. dS. MtS. auf seiner Besitzuna in Walluf a. Rhein an Lunaen- entzündung gestorben. Der Verstorbene hatte noch vor roentgen Wochen in voller Rüstigkett feinen VS. Geburtstag feiern können. W. Oechelhauser war 1820 in Siegen geboren, unternahm, als Techniker und Kaufmann ausgebildck, größere Reisen und wurde im -tollen Jahre" 1848 Assessor deS Reichshandelsministeriums und der Zenlral-Bundeskommission in Frankfuck a, M. Bon 1852 biS 1856 roar Oechelhäuser Bürgermeister in MMHeim a. d. Ruhri Später wurde er zur Leitung der Deutfchen Kontinentalgasgesell' schast in Dessau berufen, und blieb Präsident des Aussichtsrates dieser Gesellschaft bis jetzt Im Jahre 1883 wurde Oe. der Adel verliehen, 1893 von der Universität Erlangen zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt Er war bis in die letzten Jahre ein reger Anhänger der nationalliberalen Packei und gehöcke von 1878 bis 1893 dem deutschen Reichstag an. Bon seinen voltSwickschastlichen Schriften seien erivähnt: .Die sozialen Aufgaben der Arbeitgeber" und -Sozialen Tagesfragen"; ferner veröffentlichte Oe. »Ecknnerungen aus den Jahren 1848 bis 1850". Neben politischen und roickschast lichen Fragen hatte sich der Becktorbeiie aber besonders rege der Literatur gewidmet ist Begründer sowie Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft gewesen und hat als solcher verschiedene Schckften herausgegeben, von denen die ^Einführungen [in Shakespeares Bühnendramen" die dckanntesten geworden sind. So vielseitig roar die Thätigkeit des nun zur ewigen Ruhe Ent- [schlafenen: auf jedem dieser Gebiete hat er Großes geleistet und in den roeitesten Kreisen ist sein Name bekannt und berühmt geworden.! Otto Erich Hartlebeu, der Dichter des ^Rosenmontag", wellt z. Z. in Wien und beabsichtigt, sich demnächst nach dem Gardasee zu begeben. Der Dichter will Heuer dock viel vollenden. Ein antlles Versdrama, ^Diogenes" gedenkt er im Süden ab- achtungsvoll G. Wagner. Motiv: Jahrelanges Gicht- zuschließen. Ferner will er einen Märchenstoff aus „Tausend und lsciden hat mich in den Tod getrieben." Bei den sofort eine Nacht" in ein Drama Neiden und daraus ein moraenländisches ^gestellten Recherchen wurden auf der Mvole ein seidener Weck „Die Verstörten der L ie b e" für die Bühne schreiben. Meaensckirm sowie ein schwarzer Herrenhut, gezeichnet Schließlich will er eme Sammlung ferner Gedichte und Sinnsprüche, ^W, Ägesu^en, doch konnte die Leiche des UbenÄ-1 bte letzteren unter dem Titel „D er H al k y o n i er" herausgeben. bn^au8fba9umbÄmPani!e. Di- WttH. oallgemeine ^regung, die der Einsturz Die Ernennung des Professors Dr. A. Cartellieri Venedig hervor gerufen hat, hat einer ÖJoBfJi Heidelberg zum a. o. Proiessor für allgemeine Geschichte gMgkeit in Italien Platz gemacht- Dem „Gaulois' toirb Qn bec Universität Jena ist vollzogen worden. — Seinen 80. Ge- b richtet, daß die Abtragungsärbeiten äußerst tttngiam ge» burtdtag beging am 18. ds. der Germanist Geh. Hofrat Förste- ffitört werden. Die Anwesenhett einiger Arbeiter mit mann in Charlotten bürg, der frühere Vorstand der kgl. Zacken und Hauen scheint den Glauben zu erwecken, daß Bibliothek in Dresden, Verfasser des bekannten und viel benutzren * Stadtbehörde es sich angelegen sein läßt, dem Markus- „Deutschen Namenbuches^. - Dre von dem Kuratorium der /ab s-inm ursprünglichen Anblick Wiede- zu geben: in! Pückiger-St.ftang ,ur B-rdwn^ UM die Marmac.e v-rlechend- Sirklichkcit geschieht nichts Rechtes und itoar, weit es am Geld fehlt. Andererseits beunruhigt man sich über die 5 (8) 2 2 (8) 2 —— 2 _ 2 — 5 (4) 6 (4) — — 4 4 —— ■■ ■ 12 (5) 8 (3) — 4 (2| 5 (5) 4 (4) — 1 (1) 1 1 — — 45 (17) 81 (14) ■ 6 9 (8) iP Dr.W Knprhls M iqenbiltet - SÄNTIS i$1 der bcsie V d'erWöR: '7 mw« zeigt ergebene* an Friedr. Teilet »25. Markt 16 6704 *8* Orpheum 6681 0708 kürzester Zett 6682 I. 93.: Schaaf. Mecum. Sehenswertes zu bitten, zeichne Verkaufsstelle: 1,10 Dr. ©etter*# ,«s. Mark 50000 bi ort Lose i 1 Mk., 11 Loose 10 2JIL, Porto und Liste 26 Pfg extra, empfiehtt 6256 Bei Entnahme von mindestens 200 Gentnern Nur in Paketen Heute (Samstag) Theo Kyina-Hstee p« 3 neuer Ernte Bahnhofstraße 27 ekindeuplatz 12. N. Stein, Regisseur. O. Weydert, Kapellmeister. Gtückcvke» . . . Nutzeoke» Nr. 1 . Rußeoke» Nr. 2 . 1^6 Mk. 1,80 M. 406 Ul seid Lesunf 90 (er »utder lltu Zucker and gbrtfli ' g^lprtt! SSig* sseroa Putz Extract. Mrnimi Nitschkowski. 6rtndttt>|U yUiattiiAmi «■ ß letzt L 90 gewinne t m. 7000 Heldgewirrne Zn allen Z>rogen-, Koloniatwarm- und Seifengeschäften erstättüch. H. Prottengeier, Direktor. Mädchenschule melden. Dießen, den 26. September 1902. eattl öle,) da 8 M 6 1Mk. 146 , 1,20 , Midi öotlay fitzt ai Teile 481, ui Dießen, am 24. September 1902. Drobher-ogluye Bürgermeisterei Dietzen. Mecum. •Mp Seihe beatm und b r schloss ueschd ßtiibei CJlgllfl unbbet M l ßtffrbt Men Hochachtungsvoll Hans Prottengeier, feine Souchong-Wischung ^ecco-Souchong mit Vlüte«, hochfein Lieilkuhouig abzugeben 03688! Lehrer DöU, Wies eck. uufzuer! Jintrdfi ff« Kß J Tie örtern die Po LchRzeHraße 18. J. Stürmer, Semral^gtüt, Straßöurg i. gff., R. Buch acker, W. Temmler, Ph. Wetter und alle durch Lose und Plakate kenntlichen Verkaufsstellen. Gascokes Preise seit 10. April IM: Stücke*kes . . . NußcolcS «r. 1 . Nußcote» Nr. 2 . . 1,05 Mr. . 1,20 _ . 1^6 , Achtung 1 Ziehung schon 3. uuö 4. Oktober 1902. Achtung! Badische Jubiläums-Lotterie. Die HListe der Giuuahmc wird zu Gewinne» verwandt. , Di, tommen Mba Ä, d Dttte. Sh feil' öS SS Nid etn » tz ti' erscheis ’bei Wn. QlS^ , E- loltrvo Reizende Neuheiten in Kinder-Mänteln, -Kleidchen, -Jäckchen, -Häubchen, -Hütchen, -Mützen und -Baretten. Frische Fraukfurter Würstchen 1 Paar 30 Pf. Neue Heller-Linsen 1 Psd. 18 Ps. 6706 empfiehtt L. Steiubäuser, Telephon 346. Neue Bäur 17. Haushaltungsschule. Montag den IS. Oktober d. I., vormittags 10 Uhr, beginnt im Schulhause in der Neustadt ein achtwöchentlicher LrwsuS der Haushaltungsschule. Die Schülerinnen werden in weiblichen Handarbeiten, besonders aber im Kochen und in der Führung eine» einfachen HauShatte» unterrichtet. Diejenigen, welche den Kursus besuchen wollen, können sich bei der bett. Lehrerin, Früulein AntheS, oder bei dem unterzeichneten Lehrer in der Stadt- Nr» •fW rnnSi' werden «wch hei I. Witte 1902, Alte 8 Uhr: Gala-Eröffnungs-Vorstellung Bekanntmachung. Auf dem Büreau der Armendeputation ist die Stelle eines jüngeren Gehilfen zu befetten. Bewerber hn Alter bis zu 18 Jahren, welche bereits auf einem Büreau thätig waren, wollen unter Angabe ihrer GehattSansprÜche und Beifügung etneL seldstgeschriebenen LebenSlausS nebst Zeugnissen ihre Dieldungen bis zum L Oktober d, I. an das Armenamt einreichen. Dieben, den 1». September 1902. 6679 Großhe^tzy gliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. ,, Unübertroffen1- Billig und praktisch^ . rfßinßWasc||n “Toiletteseife.**! t Uebera//er ha!Uich Ä Zur Selbstbereitung bei gesündesten Tafel- und tzivmache-Ksstg. Man verlange und nehmen« die fett 1876 bestdewabrte Elb s Ksstg - tzstenj. OrigmalflaconS zu 10 Literfl. Tafel-Dsfig, naturell oder roein- farbig, 1 Alk. In SUfcctt echt zu haben bei Emil Fischbach. Ph. Hernuann. H. F. Na*-»tuer. Carl Schwaab. 8740 A. w T * r v ( IL Platz, nur an der Abendkasse, 50 Plg. BV* Monatskarten ä 10 Mark find stets an der Kaste zu habe«. Mtt der Versicherung, dem löbl. Publikum nur etwas Gediegenes und wirklich I Puddiuaputver k 10 Pfg. Milwnenfach bewährte Rezepte gratis von den besten Geschäften.667 Henkers MeickSoda. 6276 bestes u. billigstes Waschpulver deuter ew Ä, betrag liege ■ der er rungsj mottet- schert < deu öq, chmüsc Bekanntmachung, betreffend: Die Bildung der Schöffengerichte und Schwurgerichte. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang urid zwar von Freitag dem 26. September d. IS. ab aus dem Bürgermeistereioureau — Zimmer Nr. 16 — zu Jedermann» Ginsicht offen. Innerhalb jener OfienlegungSsrist ist gegen die Nichtigkeit und voUstLndiakett der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Ginsprache zu erheben. Für Gokesadnehmer, welche zwei »ud mehr DoppelwaggonS beziehen, ermäßigt sich der Preis um wettere ö Pfg. pro Gentner. Für Anfuhr au daS Hau» werden 5 Pfennig für den fceatnet berechnet NB. Sofern das Verbringen der GokeS — bi» zu 6 Centnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. I« Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Gentner GokeS statt: dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der SltiMtttof der Gascokes von 1 bi- 5 Gentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Ioh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 84, Gebr. Lahl, Frankfurterstraße 161, Gd. »linket Bahnhofstraße 10, Gmtt Lotz, Kircheuplay 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Llcherstraße 2, August Struck, Bismarckslraße 6, Georg Unverzagt, Kaplanögasse 5. Diese Firrnen berechnen obensteheride Preise unserer GaScokes kamt Ansichr wie da8 Gaswerk unb verabfolgen dieselben auch M Mengen unter 6 Centnern. Dte Preise unserer GaScokeS für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der vctroirückvcrgütuug vp« 4 Pfg. für den Gentner. Gießen, den 16. April 1902. 8086 Städtische» GaS« und Wasserwerk Gieße«. Für den Gentner ob Stück-Soke».............. Nutz-GokeS, auSfchließsich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Norngrößen für Studercheizung und für weite und enge Ofenschächte paff end zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße deL Artthractt, gang-' barste «vo rt e......... Größe Nr. 2, kleiner all durchschnittliche norngröße de» Anchraett...... In Wagenladungen ein mindestens 86 Gentnern: Neues sMrkmt per Psd. 10 Pfg., empfiehtt (L Roth 11. Nachfolger, 6886 Waüthorstraße 5._______ Frau MM Zu erfragen in der Exp. [04188 ionn|H angeno . 3n bebak Rueg merkte, hervor. W\ wtitttc amtet uhbeu Arte, Echte Arkst. Würstel .. ... Neue Keller-Linsm » t letzte» dUlMlhgllrkey C7O9 L «°»h°s Nachs. OT aul b8Caur»«fö.bt' ! Hasen! Stets frisch geschossene Hasen empfiehlt Flhcl, Wtldhäudl. | Telegramm. oTreffe Samstag morgen mü einer größeren Partie Ryemrsche Weintrauben, Ginmachpfirsiche u. frische Nüffe em. Anton Schneid« Frische Eier! per etüd 7 und 3 Stück 18 Ps. Vogelsberger Laubeter per Stuck 8 und 2 Stück 16 Ps. empf. W. 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