Nr. 199 Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Dienstag 26. August IDOS Vrschelut täglich außer SonntagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siegener Familien« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh loschen Untvers.-Buch- u. totem- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Metzener Anzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen VezugSpreiS, monallich75Pf.,viertel* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePostMk.2.-vtettS jährt. ausschl. Beftellg. Annahme von Anzeige» für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeitenpreis: lokal ILPf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich, für den polit. u. allgem. keil: P. Wtttko: für .Stadt und fionb* und .Gerichtssaal^: Lurt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich. Dienstag den 16. September 1902 findet die Ueberweisung der neuen Grundstücke und die Versteigerung der Massegrundstücke vom II. (letzten) Felde an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Gemeindehaus zu Garbenteich, woselbst auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müssen die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingterAb- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. Friedberg, den 22. August 1902. Der Großh. Bereinigungskommissär: I. V.: Schnittspahn, Regierungsassessor. Kie „Uebermeuscheu". Die Berliner freikonservative „Post" plädiert in einem mit großer Wärme geschriebenen Artikel für eine Revision des gegen den bekannten Afrikareisenden Tr. Peters gefällten Urteils, um den nach Ansicht des genannten Blattes verdienstvollen Forscher wieder für Deutschland zu gewinnen. Dr. Peters har in mancher Beziehung Deutschland Dienste geleistet, auch ist er ein fähiger und energischer Kopf, der unter einer guten Oberleitung tüchtiges leisten könnte. Für eine selbständige und mit voller Berantwar- tung ausgestattete Stellung ist Dr. Peters indes nicht der geeignete Mann; namentlich nicht in so exponierten Plätzen wie in unserem Kolonialgebiet, wo nur völlig intakte Geister and ausgeglichene Charaktere zu brauchen sind. Tie Thaten ves Tr. Peters entsprechen keineswegs diesen Forderungen. Dr. Peters ließ in seiner Verwaltungsthätigkeit dasjenige überlegene Verhalten vermissen, das man von einem deutschen Mann, der in fremdem Erdteile die deutsche Kultur c^räsentiert, verlangen muß. Wer den Lebens- und Entwickelungsgang des Tr. Peters kennt, wird sich über die Grundsätze, nach denen er „regierte", kaum wundern. Von hyper-aristokratischen Auffassungen ausgehend, erkannte er in der, Welt und ihren Menschen nur Objekte für angewandte MillensmacU und -Kraft. Aus dem Schopenhauer'schen Pessimismus entwickelte er sich zum Vertreter eines einseitigen Nietzsche- anismus. Nur so ist seine Auffassung der Politik zu verstehen und sind seine Handlungen eines brutalen persönlichen und nationalen Egoismus zu erklären. Es spukte in ihm etwas vom „Uebermenschen". Wir denken aber, unsere heutige Zeit hat alle Ursache, sich gegen das „Uebermenschentum" entschlossen zu erklären, sintemalen wir erkannt haben, daß diesem „Uebermenschen- tum" fast stets geistige oder seelische Minderwertigkeit zu Grunde liegt. Unsere ganze Oeffentlichf- keit, unsere Kunst, unsere Litteratur, unsere Politik und unsere soziale Moral haben unter dieser Seuche des Ueber- menschlertums zu leiden! Hysterische Weiber mit ihren übertriebenen Emanzipationsbestrebungen, talentlose „Dichter", Dramatiker, Novellenschreiber, kurz unfähige Skribenten aller Art produzieren sich in geschwollenen Thesen und Reden und glauben, daß sie „bedeutend" sind, weil sie mit knabenhafter Ungeniertheit an dem „Gewordenen" und „Konventionellen" rütteln. Daß in den Erscheinungen unseres wirffchaftlichen, politischen, sozialen und moralischen Lebens etwas liegt wie ein Gesetz, das der intelligente Mensch erkennen sott, bleibt ihnen verborgen; sie meinen, sie wären etwas, weil sie ihre Kinkerlitzchen von Gedanken in eine mehr ober minder pastose Form zu kleiden vermögen. Aus dieser Gesellschaft heraus wachsen dann die Adeen von „jenseits von gut und böse", von dem Recht, sich über die „konventionelle Moral" hinwegzusetzen, stammt jener blöde animalische Egoismus, der sich erhaben vor- l'ommt, wenn er das Individuum in schrankenloser Gewalt über die Rechte und Bedürfnisse der Gesamtheit stellen, will. Taß diese Gesellschaft keinen einzigen wirklichen vollen und großen Gedanken je erfaßt oder künstlerisch gestaltet hat, lommt ihr natürlich niemals zum Bewußtsein, und gar gewaltig würde sie sich aufbäumen, wenn man ihr nachwiese, daß es nur Defekte der Intelligenz und des Psychischen sind, auf denen sich ihr „Uebermenschentum" ausbaut. Es ist niemals eine geistige That gewesen, die Gesetze des Zwangs und der Einschränkung mit ihren Nebenprodukten der „Konvenienz" beseitigen zu wollen, um in einem wilden sozialen, polnischen und moralischen Anarchismus etwas „erlösendes" und „großes" zu erblicken. Tas war zu aller Zeil die Anschauung der intellektuell Desekten und psychisch Wurmstichigeii. Vollnaturen und gesunde Gehirne haben stets erkannt, daß die Kultur in der rücksichtslosesten Meisterung aller animalischen Triebe liegt, wenn anders es ein Gesetz der Entw i cke lun g giebt. Also nicht „Uebermenschen" zu züchten ober zu fördern, ist die Aufgabe der heutigen Zeit, sondern allem krankhaftem Ucberschwang, aller kindischen Revolutionierungssucht, vor der keine Position des moralisch und sozial Gewordenen Stand hält, energisch entgegenzutreten. Vornehmlich muß aber auch Widerspruch' gegen jene erhoben werden, die die Selbstherrlichkeit des Individuums predigen und die für alle gültigen moralischen Gesetze außer Kraft erklären, wenn ihre „Souveränetät" davon unan- genebm berührt wird. Das Uebermenschentum in politischer Beziehung führt zum Napoleonismus mit all seinen krank- hasten Begleiterscheinungen des Ehrgeizes, der Ruhmsucht und brutaler Rücksichtslosigkeit gegen andere. Großbritannien mit seinen Ceeil Rhodes und seinem Chamberlain geben uns ein warnendes Beispiel, wohin dieses „Uebermenschentum", das in Wahrheit Entartung ist, führt. Vielleichr heißt es dem Gesamtauftreten des Dr. Peters und seiner Persönlichkeit zu viel Bedeutung beigemessen, wenn man ihn als eine Vollerscheinung des „Uebermenschen- tums" behandelt. Die Thaten indes, die die prüfende Kritik beurteilt und registriert hat, weisen zweifellos darauf hin, daß Dr. Peiers j ein Amt mit Anschauungen und Auffassungen ausgeübt hat, die von der gesunden Norm abweichen und eine weitgehende Ueberschätzung seiner persönlichen Bedeutung einschjießen. Unsere Regierung muß darauf halten, daß nur in jeder Beziehung intakte Köpfe und Charaktere in verantwortungsvolle Aemter kommen. Ist dieser Standpunkt richtig, so kann von einer Wiederverwendung Peters im deutschen Tienste keine Rede sein. Politistie Tagesschau. Eine neue Rede des Kaisers. Im Neuen Palais bei Potsdam fand am Montag eine größere Tafel statt, zu welcher zahlreiche Einladungen an die Civilbehörden und die provinziellen Körperschaften der Provinz Brandenburg ergangen waren. Der Hof betrat den Saal in feierlichem Zuge. Hierbei führte der Kaiser die Kaiserin, der Kronprinz die Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen. Bei der Tafel saß der Kaiser rechts von der Kaiserin, dem Kaiserpaar gegenüber saß Oberpräsident von Bethmann-Hollweg. Rechts vom Kaiser folgten zunächst Prinzessin Friedrich Leopold, Oberstkämmerer Graf zu Solms- Baruth, die Palastdanie Gräfin Keller, Minister v. Wedel, Hofdame Gräfin zu Stollberg-Wernigerode, Wirkt. Geh. Rat Dr. v. Lueanus, Hofdame Burggräfin und Gräfin zu Dohna, General der Infanterie v. Liegnitz, General der Infanterie v. Plessen, Staatsminister Frhr. v. Hammerstein; links von der Kaiserin folgten zunächst der Kronprinz, Oberhofmeisterin Gräfin Brockdorff, Generaloberst v. Hahnke, Hofdame Frl. o. Gersdorff, Oberhof- und Hausmarschall Graf zu Eulenburg, Oberhofmeisterin Gräfin v. Schwerin, Minister Dr. Schönstedt, Minister v. Goßler, Minister Dr. Studt, Minister Budde. Bei dem Diner hiell der Kaiser folgende Ansprache: „Ich heiße von ganzem Herzen die Vertreter der Provinz Brandenburg willkommen, willkommen hier in den Räumen des Neuen Palais, jenem großen Bau, der dem Kopse des großen Königs entsprang, um nach beißen Kämpfen, in denen er um die Zukuusl und Größe der Mark und seines Landes gerungen hatte, den (Gegnern zu zeigen, daß er noch Geld zur Verfügung habe; aus dem Boden Potsdams, das ein Tuskulum für den großen König und für seine Nachfolger wurde, auf dem Boden geheiligter Erinnerungen an meine Vorgänger, zumal an meinen seligen Vater und meine selige Mutter, deren schöpferischem Sinn so manches Schöne zu verdanken ist, was wir jetzt hier im Park und in oa Umgebung von Potsdam bewundern können. Ich freue mich, di« Märker wieder nm mich versammelt zu sehen, denn ich habe das Gefühl, daß alles, was Land geworden, was Reich geworden, schließlich beruht auf einer feften Säule. Diese Säule ist die Mark. So wünsche ich denn von ganzem Herzen, daß meinem Hause auch fernerhin beschieden sei, treue, zuverlässige, g eh orjame und pflichttreue Uuterthanen zu haben, wie die Märker von jeher den Hohenzollern gewesen sind. Ich erhebe mein Glas unb trinke auf das Wohl der Mark und der Provinz BrandQiburg. Hurrah, Hurrah, Hurrah! Die Musik setzte mit dem Fansarenmarsch ein „Hie gut Brandenburg allewege." Die Vereinigung der evangelischen Kirchen. Die Frage einer engeren Vereinigung der deutschen evangelischen Landeskirchen wird seit der Eisenacher Kirchenkonferenz vom 31. Mai v. I. von kirchlichen Organen lebhaft diskutiert. Freilich gehen die Meinungen über die Wege, die zur Erreichung dieses Zieles eingeschlagen werden sollen, noch sehr weit auseinander, auch unter den Angehörigen einer und derselben kirchlichen Richtung. Ueberhaupt fft der Kampf zwischen den verschiedenen Richtungen innerhalb der evangelischen Kirche zur Zeit viel schärfer denn je entbrannt. Gegen Harnack und Rade wird in den orthodoxen Organen sehr geeifert Die „Reformation", das Organ der Stöcker'schen Richtung, formuliert in ihrer letzten Nummer noch einmal scharf die in der Glaubenslehre zwischen beiden Richtungen bestehenden wesentlichsten Differenzpunkte und erklärt darauf kurz und bündig: „Das sind zwei so unendlich weit verschiedene Anschauungen, daß — trotz aller Gemeinsamkeit der sittlichen Forderungen gegenüber der 'Welt — von einem gemeinsamen Glauben nicht geredet werden kann. Es handelt sich nicht mehr um verschiedene Richtungen auf gemeinsamem Glaubensgrund, sondern um verschiedene Konzessionen, zwischen denen kein Friede sein kann, weil sie innerhalb derselben äußerlich versüßten Kirche bestehen." tzin Uesuch öeim Sultan von Johore. Mancher unserer Leser wird sich erinnern, daß bei dem vorjährigen Gartenfest zu Gunsten eines Gießener Saalbaues unter die frohen Jahrmarktsgäste auch ein exotischer Fürst, der Sultan von Johore, sich gemischt hatte, der bekanntlich Jahre lang in Frankfurt am Main seinen Wohnsitz hatte. Der freigebige Fürst erregte damals natürlich unter uns nicht geringes Aufsehen. Die hochgewachsene Gestalt, der wahrhaft herkulische Körperbau des 28 jährigen Fürsten hatten etwas Jmpo- uierendes. Abgesehen von seiner gelblichen Hautfarbe und dem unverkennbar malayischen Typus machte er in Kleidung, Manieren, Unterhaltungsgabe, Umgangsform durchaus den Eindruck eines wohlerzogenen englischen Gentleman. Nur wenn er lächelte, ward dieser Ausdruck momentan gestört durch das Erscheinen einer doppelten Reihe blendend-goldener Zähne, in die man zum Ueberfluh noch mehrere prachtvolle Brillanten eingelassen sah. Seine Stimme klang laut und energisch, — kurz, er bildete die Sensation jenes schönen Gießener Festes. Seit diesem Frühjahr weilt nun Sultan Ibrahim wieder in seiner hinterindischen Heimat, und ein Herr F. v. Rauch, der zufällig mit ihm die Reise nach Singa- pore auf dem Reichspostdampfer „Hamburg" zurückgelegt hat, hat ihm dort einen Besuch abgestattet. Er erzählt darüber u. a. folgendes im „Berl. Lokal-Anz.": In Singapore erhielt ich am 27. Mai die schriftliche Einladung des englischen Privatsekretärs Mr. Campbell Ker, mich am folgenden Morgen nach johore zu begeben. Bei Tagesanbruch war ich denn auch aus den Beinen, und um sechs Uhr rollte id^ in bequemer einspänniger Victoria durch die stillen Straßen Singapores unb bann längs einer feit Ewigkeit im Bau befindlichen schmalspurigen Bahnlinie hinaus. Ins Freie. Die 14 Meilen Weges bis zum Fischerborfe Kranji sinb gegen 8 Uhr zurückgelegt; wir haben die Insel Singapore burdj.qucrt; vor uns öffnet sich ein weiter Blick über die alte Straße von Malakka, von Dschunken unb kleinen Booten belebt. Von brüben schimmern bie Kuppeln einer stattlichen Moschee — Johore ist ein mu- hamedanischer Staat — herüber zu bem biesseitigen Ufer, an bem ein stattlicher eiserner Steg mit einer Überbachten Vorfahrt wohl hundert Schritte ins Meer ragt. Hier liegt ein schmuckes, weißes Boot mit acht Ruderern für mich bereit. Es sind Malayen in europäischer Matrosentracht, wetterfeste, kleine Kerle mit feurigen Augen unb vom Betel rotgefärbten Zähnen. In 20 Minuten sinb wir brüben an der im stattlichen Schmuck prangenden Anlegebrücke. 200 Schritte dahinter auf einer kleinen Anhöhe in herrlichster Parkanlage dehnt sich Jstana Befar, der alte Palast in Gestalt eines T förmigen, riesigen Bungalow, 150 Schritte lang und etwa 100 Schritte tief. Durch große, europäisch, aber barbarisch eingerichtete Säle werde ick) zu dem mir bestimmten Apartement im ersten Stock geleitet — ein kleiner Salon, ein geräumiges Schlafzimmer unb Toilettenzimmer, aus dem eine Wendeltreppe zum Badezimmer ebener Erde führt. Ter mir zugewiesene Malayendieuer rüstet Bad, frische Gewandung und ein leichtes Frühmahl. Hernach begrüßt mich Privat»ekretär Mr. Ker im Namen des Sultans, der auf Jagd abwesend ist. Mit einem Tags zuvor eingetroffenen deutschen Schiffsgenossen, Baron Swaine, machten wir alsdann eine größere Promenade in dem wunderbaren Park mit seiner tropischen Vegetation, den einzelnen Regierungsgebäuden, dem Privatpalast des Sultans, der denselben als schattiges Versteck dient, und finden uns bann zum Frühstück bei den Damen, nämlich Mrs. Ker, Baronin Swaine unb einer Miß Furneß ein. Die Tafel ist hübsch mit silbernen Aufsätzen unb Blumen geziert; acht Diener servieren stink unb geroanbt in weißen Anzügen mit golbenen Wappenknöpfen, über ben Beinkleibern einen schürzenarbrgen gelben Sarong, barfuß unb mit schwarzen Sammetkappen. Nachmittags besichtigen wir bie reiche Schatzkammer mit viel golbnem Gerät, Schmuck unb ebelsteinbesetztem ver- golbeten Hellebarben, Schwertern usw., ferner das Städtchen, Johore Bahrn, das sich mit einer Huptstraße am Ufer entlang zieht. Hauptsächlich sind die Bewohner Chinesen, in zweiter Linie Malayen, dann Araber unb Inder. Das stattlichste Gebäude ist ein vom Sultan subventioniertes Hotel; zwei neue Flügel sind im Bau und sollen zu Ende des Jahres eingeweiht werden. Hier lerne ich einige englisch sprechende Beamte beim Billardspiel kennen, auch einen Vetter des Sultans, den Unfu (Prinz) Suleiman, einen stattlichen Herrn mit goldener Brille, spitz- gedrehtem Schnurrbart und gekräuseltem Haar. Gegen Abend sendet der Sultan eine elegante Kalesche auf Gummirädern, mit australischen Pferden bespannt, oie von den Damen in meiner Begleitung zu einer Spazierfahrt längs der Küste benutzt wird. Am Hoftntal vorbei und dem Ankerplatz der Flottille, dem Militärbadeplatz, hernach ins Innere einlenkend, geht br Fahrt auf prachtvoll chauffierten Wegen burch ben Park unb zu bem hochummauerten, blaugetünchten Gefängnishof. Seitlich unter einem offenen Sch tippen werben in kleinen Käfigen in Fallen gefangene Königstiger unb schwarze Panther gehalten, ingrimmige Burschen, bie in ohnmächtiger Wut gegen bie Beschauer anspringen, knurren unb bie Barren zu biegen suchen. Bei einem prächtigen Sonnenuntergang treffen wir im Befar ein unb gehen alsbalb zum lecker bereiteten Mahle. Der nächste Morgen bringt uns in aller Herrgottsfrühe ben Sultan zu Besuch. Er ist ein Frühaufsteher unb liebt es, feine Beamten bei der Vormittagsarbeit zu überraschen unb zu kontrollieren. Er hat am Bor- leutnant zwirbelt. Ehe ich von den ein paar Worte über des fast 100 jährigen eleganten Ltaotsgalatafeln erzähle, den Staat Johore selbst: Während Wettstreites Englands und Hollands auf Malacea hat es Johore Verpflichtung übernommen, außer an Briten, Malayen, Chinesen oder anderen Orientalen, niemand Ansiedelung zu gestatten oder gar Grund und Boden zu verpachten. ' Johore itinunt den südlichen Teil der malayischen Halbinsel mit 9000 englischen Luadratmeilen ein, die in der Hauptsache mit jungfräulichem Urwald bedeckt sind. Ban den ca. 220000 Einwohnern sind zwei Trittei Chi nefeii der Rest Malayen und wenige Hindus Unter Sultan Abubater wurde 1555 die Monarchie konstitutionell, bu alte ^mpttzadt Johore L-cuna als ungesund aufgegeben 20000 Bewohner zählt. Sultan Ibrahim, am 17. März 1873 geboren, regiert eit 1895. Ein Thronfolger Tunku Ismail wurde bereits 1894 geboren, ein scheuer, schwächlicher Knabe, der wohl zu viel am Schürzenband der Mutter hängt. Ein ganz anderes Kerlchen ist der älteste Sohn einer zweiten Gemahlin, . mit der der Sultan seit dem Regierungsantritt lebt, da er mit der Sultana, die ihm als Ehehälfte aufgezwungen wurde, stets in Fehde lag. Dieser kleine Bursch ist durchaus nicht fremdenscheu, voll lustiger Einfälle und reitet seinen kleinen Pony wie ein Alter. Von den Palästen muß ich noch Tyersall in Singapore und Jstana Marble in Johore als persönliche Residenzen erwähnen; beide teils europäisch, teils orientalisch ausgestattet, mit vielen Jagdtrophäen, Silber- und Elfenbeinarbeiten geschmückt. Zwei Orden hat der Sultan zu vergeben: den „höchftfchätzbaren Familienorden Darja Krabat", sowie den „höchstehrenwerten Orden der Krone von Johore". Das erste Bankett fand am 31. Mai abends im Jstana Besar statt. Im großen Saale des ersten Stockes versammelten sich gegen 90 Personen, in erster Linie natürlich Malayen in goldstrotzenden Uniformsröcken, schwarzen Beinkleidern und Sammetkappen, Minister, Beamte, Hsfi- ziere von Heer und Flotte; dann einige einflußreiche Chinesen, sogenannte Towkays oder „Eosses", vornehme Araber und Siamesen, schließlich ein Dutzend Europäer, Kaufleute, Anwälte, Aerzte, Beamte, der alte ^ato Meldrum und wir beiden deutschen Gäste. Unter den Klangen der Nationalhymne, von einer guten Malayenkapelle gespielt, erscheint Sultan Ibrahim in voller Gala, mit Brillanten und Orden besäet, eine herrliche Agraffe an der Mütze. Nach einem kurzen Cercle schreitet man zum Speisesaal im Erdgeschoß. Prächtige Goldgeräte, üppige Pflanzendekoration, bunte Lichte zieren die lange Tafel Rudel Wild zu sorgen. . . _ Eine veritable Eberjagd fand am 5. Ium in dichtester Dschungel statt. Am 3. Juni gab uns schließlich der Sultan ein Abschiedsfrühstück im Jstana Besar, zu dem noch die europäischen Beamten geladen waren und das in der Hauptsache aus einer endlosen Reihe indischer Gerichte bestand, in deren Bereitung die Johore-Köche groß zu sein scheinen. Den Toast auf die Gäste konnte ich mit einigen herzlichen Worten des Tankes für die große Gastfreiheit von Johores Fürsten und seinen Unterthauen erwidern. Bei eintretender Kühlung wurden wir alsdann feierlich an den Quai geleitet und ebenso verabschiedet. Während unsere Matrosen sich flott in die Riemen legten, bestieg der Sultan hutschwenkend fein aus Paris mit- gebrachtes Automobil und verschwand in den Dickungen des Parks. Wir aber bewahren Johore stets das beste Gedächtnis. Per KathoMeutag in Mannheim. ii Mannheim, 25. Aug. Außer der großen Festversammlung in der städtischen Zchhhalle fanden gestern in drei weiteren großen Lo- talen Arbeiten Versammlungen statt, in deren jeher einzelnen Erzbischof Dr. Nörber-Freiburg erschien- Die Redner in den Versammlungen verbreiteten sich über die Verdienste der Kirche in Bezug auf die soziale Hebung des Arbeiterstandes und über die Liebesthätigkeit innerhalb der katholischen uirche. Jede der Versammlungen war von über 2000 Personen besucht. Am Wend war große Begrüßung in der städtischen Festhalle, an welcher ( wiederum über 6000 Personen teilnahmen. Der Zudrang - war so stark, daß die Polizei schon lange vor Beginn samt- . liche Eingänge absperren mußte. Amtsgerichtsdirektor Gießler-Mannheim hieß die Versammlung willkommen und sc^oß mit einem Hoch auf den Papst, den Kaiser und den Großherzog von Baden. Nameiis der Stadt hieß Oberbürgermeister Martin die Anwesenden willkommen. Reichstagsabg. Dr. Porsch-Breslau dankte für das Entgegenkommen der Stadtverwaltung. Heute vormittag eröffnete der Vorsitzende des Lokal- komitees Amtsgerichtsirettor Gießler-Mannheim, die erste geschlossene Generalversammlung. Es wurde das von dem vorbereitenden Komitee der Generalversammlung an den Papst gesandte Schreiben verlesen, in dem um Erteilung des apostolischen Segens gebeten wurde. Dieser Segen ist bereits in einem in lateinischer Sprache gehaltenen, vom Papst eigenhändig unterschriebenen Schreib en eingetroffen. Der Vorsitzende brachte hieraus aus den Papst, den Kaiser und den Großherzog von Baden ein dreifaches Hoch aus. Es wurden alsdann eine-Reihe von Begrüßungstelegrammen verlesen, darunter ein solches vom Präsidenten des deutschen Reichstages, Grasen Ballestrem, sowie von vielen katholischen Arbeitervereinen. Danach schlug der Vorsitzende vor, zum ersten Präsidenten der Generalversammlung den Eh efredakteur der „Köln. Volksztg.", Dr. Car- dauns, zu wählen. Die Generalversammlung wollte dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie die s i e b e n t e G r o ß- macht, die Presse, zu s ch ätz en w iss e. Die Generalversammlung erklärte sich unter stürmischem Beifall mit der Wahl Dr. Cardauns einverstanden. Dieser hob hervor, wenn seine Ehrung auch in erster Reihe der katholischen Presse gelte, so könne er doch den Herren der nichtkatho- lischen Presse die Versicherung geben, daß seine Wahl eine Anerkennung der Bedeutung für den ganzen Stand sei. Hierauf wurde Graf N e i p p e r g aus Schwaigern (Württemberg) zum ersten und der bayerische Landtagsabg. Bürgermeister Dr. Siben aus Deidesheim zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. Landtagsabg. Rechtsanwalt Dr. Fr euay-Mainz, Freiherr v. Bo dmann aus Bodmann am Bodensee, Rechtsanwalt Dr. Hartmann-Mannheim und Landtagsabg. Neuhaus-Schwetzingen wurden zu Schriftführern berufen. Es wurde beschlossen, Huldigungstelegramme an den Papst, den Kaiser und den Großherzog von Baden zu senden. Das Huldigungstelegramm an den Kaiser lautet: „Euere Kaiserliche und Königliche Majestät bittet die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, den Ausdruck ehrerbietiger Huldigung und unwandelbarer Treue entgegennehmen zu wollen. Freudig stimmen wir den Worten zu, die Euere Majestät in Aachen gesprochen haben, daß Einfachheit, Gottesfurcht und hohe sittliche Anschauungen der Urgrund sind, auf dem wir weiterbauen müssen, und daß in keinem anderen Heil ist, als in Christus dem Gekreuzigten. Treu dem Vaterlande, wie dem Glauben unserer Väter, werden wir in fried lichem Wetteifer mit unseren andersgläubigen Mitbürgern dem großen Ziele nachstreben, die Gottesfurcht und die Ehrfurcht vor der Religion, die mächtigsten Stichen der gesellschaftlichen Ordnung, zu er- .halteu und zu stärken." "Das Telegramm an den Papst lautet: „Die Generalversammlung der Katholiken Deutsck-- lands, heute zu Mannheim die Beratungen beginnend, erfleht demütig den apostolischen Segen, damit ihre Reden und Beschlüsse zum Ruhme der heiligen katholischen Kirche und zum Wohle des Vaterlandes gereichen mögen. Mit der Versicherung der Ehrfurcht und des Gehorsams sieht sie dem glücklichen Tage mit größtem Jubel entgegen, an wel- d^em Eure Heiligkeit die Jahre Petri fdjauen wird und fleht inständig und zuversichtlich zum Allmächtigen Gott, er möge seinem Statthalter, der die Kirche überaus, ruhmreich regiert, noch viele Jahre erhalten." Das Telegramm an den Groß Herzog von Baden lautet: Ludwig Windthorsts. Er sprach sich für Wiederzulaflung der Männerklöster in Baden aus. Die Katholiken wollten in feiner Weise den religiösen Frieden ]tören. Den Bestrebungen der Schönerer und Wolf in Oesterreich ständen die Katholiken Deutschlands fern. Inzwischen roar folgen- des Telegramm des Großherzogs von Baden eingelaufen: „Für die sehr werte Begrüßung der zahlreich versammelten Mitglieder der Generalversammlung der Ka- iholiken Deutschlands bin ich sehr dankbar und bitte ich Sie, der Vertreter meiner Dankbarkeit sein zu wollen. Ich bin besonders gerührt von dem so warmen Ausdruck der Gefühle, die Sie mir im s)iamen der Versammlung aus Anlai^ meines Regierungsjubiläums bekunden und dabei meiner nationalen Gesinnung gedenken sowie meiner Thätigkcit im eigenen Lande. Möge Ihnen allen der Aufenthalt in der Großhandelsstadt Mannheim in angenehmer Erinnerung bleiben." Die Versammlung nahm die Verlesung des Telegramms stehend entgegen und brachte auf den Großherzog ein dreifaches Hock aus. Erzbischof Nörber, mit großem Beifall begrüßt, dankte zunächst für den ihm bereiteten Empfang und gedachte bann in längerer Rede des Regierungsjubiläums des Papstes Leo XIII. Auf sozialem Gebiete tonne es nicht besser werden, ehe nicht die sozialen Einrichtungen vom wahren Christentum durchweht seien. Zum Schluß erteilte der Erzbischof der Versammlung seinen Segen. Dr. Fehrenbach feierte den Papst, den selbst ein Bismarck als einen der hervorragendsten und scharffinnigsten Siaatsmänner unserer Zeit bezeichnet habe, und ging auf die Verdienste ein, die sich die katholische Kirch: und der Papst Leo um Wissenschaft und Kultur erworben habe und erwerbe. Er verbreitete sich sodann über die soziale Wirksamkeit der Kirche, der man mit Unrecht vvrwerfe, für die Armen und ^chsivachen nur Worte zu haben. Auch auf dem sozialen Gebiete habe Papst Leo bahnbrechend gewirkt. So habe er z. B. das Recht des Staates, auf die Normierung der Arbeitsbedingungen einzuwirken, vertreten. Er sei der wirkungsvolle Vertreter des sozialen Gedankens geworden und verdiene den Ehrentitel des sozialen Papstes. Durch seine gesamte Polttik habe Papst Leo den Beweis erbracht, daß die Kirche nur an die Leitung der inner kirchlichen Angelegenheiten denke und sich des Eingriffes in die staatlichen Rechte enthalte. Dr. Bachem führte ans: Der Kampf sei für die katholische Kirche ein Lebenselement. Nur durch ihn habe sie sich über den ganzen Erdball verbreitet, nur durch ihn könne sie auch heute bestehen. Ter Kampf, den man heute zu bestehen habe, sei verschieden von dem großen früheren Kulturkampf. Nicht mit der Staatsgewalt habe heute die Kirche um ihre Rechte zu kämpfen wie vordem; man stehe gegenwärtig in einem Kampfe, von dem man noch nicht wisse, welche Ausdehnung er annehmen werde. Immer noch gebe es eine große Zahl von Leuten, die den katholischen Geist ausrotten, die Kirche vernichten wollen. Das Frankfurter ,^reie Wort" (die bekannte, von dem verstorbenen freireligibfen Prediger S enger gegründete Halbmonatsschrift. D. R.) habe es als die Pflicht des echten Patrioten erklärt, den Einfluß der katholischen Kirche auf allen Gebieten zu brechen. (Pfuirufe.) Man fürchte diese Leute nicht, man unterschätze aber auch das Bestreben, die Kirche von innen heraus zu revolutionieren, in seiner Gefährlichkeit nicht und sei gerüstet. Alle Institutionen und Lehren der katholischen Kirche würden mit allen Mitteln in den Staub gezogen, um die Katholiken von ihrer Kirche loHnreißen und jinn Atheismus zu bringen. Diese Gefahr erfordere die grüßte Aufmerksamkett und Abwehr. Redner sprach über die Angriffe gegen die Morallehre der katholischen Kirche, gegen das Bußsakrament, gegen den Cölibat, auf das Leben der Priester und Ordensleute. Unterrichteten, treuen und frommen Katholiken würden die Angriffe nicht schMich werden, wohl aber den zweifelhaften, den schwachen. Diesen müsse die größte Sorgfalt gewidmet werden, ein unausgesetzter Kleinkrieg geführt werden. In diesem Kampfe rnüffe jeder Katholik seinen Mann stellen. In erster Linie fei die katholische akademische Jugend dazu berufen, Hand in Hand damtt müsse allerdings auch eine fortgesetzte Besserung an sch selbst gehen. Allen Gegnern sei die Tendenz gemeinsam, den Katholiken die Liebe zu ihrer Kirche aus dem Herzen zu reißen. Da seien zunächst zu nennen der Evangelische Bund und die Evangelisationsgesellschaft, die gern den alten Kulturkampf wieder ins Leben rufen möchten. Es sei anzuerkennen, daß nur ein Teil der Protestanten dieser Fchne folgte. Die Katholiken wollten gern mit iljr-en andersglänbigen Mitbürgern in । Frieden leben und ihnen die Achtung vor ihrer perjön- : lichen Ueberzeugung zollen, die ihnen selbst entgegen geb rächt - werde. Der alte Liberalismus gehöre immer noch zu den . Gegnern der Kirche, in allererster Linie das liberale ,L)ie 49. Generalversammlung der Katholiken Deutsch- • lands, welche ans allen Ländern des Deutschen Reiches i in der Haupthandelsstadt Badens sehr stark besucht ist, i sendet Eurer Königlichen Hoheit den Ausdruck ehr- : furchtsvoll ft er Ergebenheit und un tert ha- । nigster Huldigung mit dem Wunsche, daß, wie es : dem badischen Volke in diesem Jahre vergönn^war, mit Dank erfülltem Jubel unter der begeisterten Teilnahme von ganz Deutschland das 50 jährige Regierungsjubiläum seines gütigen Landesvaters zu feiern, Eure königliche Hoheit unter Gottes Schutz das schöne Badener Land noch lange regieren möge. Dr. Cardauns." Auf Antrag des Justizrats Dr. Porsch-Breslau wurde eine längere Erklärung zur Wiederaufrichtung der Selbstherrschaft des Papsttums angenommen. Am Schlüsse der Erklärung heißt es: Die Generalversammlung erkennt in der Stellung und der Aufgabe des Papsttums einen besonders wichtigen Faktor zur Sicherung des Friedens unter den christlichen Völkern und hält den^h eiligen Stuhl in erster Linie für geeignet, als Schiedsrichter bet den Interessen st reiten der Völker und Staaten zu wirken, wie er es im Laufe der Weltgeschichte so oft erfolgreich gethan hat. Aus Antrag des Grafen zu Droste-Vischertng wurde beschlossen: Die Generalversammlung fordert die Katholiken Deutschlands auf, sich einem Pilgerzuge nach Rom anzuschließen, der im Frühjahr 1903 veranstaltet werden soll, in der Absicht, dem heiligen Vater aus Anlaß der Vollendung der Jahre Petri auf dem apostolischen Stuhle Glückwunsch und Huldigung darzubringen, mit dem G e - löbnif f e kindlichen Gehorsams und unwandelbarer Treue, wie auch bei dieser Gelegenheit ihre Jubiläumsgaben vor den Thron des Stellvertreters Christt niederzulegen. Das Zentralkomitee wird mit der Einrichtung und Führung dieser Romsahrt beauftragt." Ferner wurde eine Erklärung angenommen, in welcher die Gründung von W i ndthorft-Bünden empfohlen wird, damit namentlich die katholische junge Männerwelt zur Selbstschulung immer mehr angehalten und in ihrer Ueberzeugung gestärkt wird. Ms Antrag des Abg. Cahensly wurde beschlossen: Tie Generalversammulng warnt angesichts der zunehmenden Auswanderung nach überseeischen Ländern dringend vor unbedachter Auswanderung und ersucht diejenigen Glaubensgenossen, welche durchaus das Vaterland verlassen wollen, vorher den Rat und die Hilfe des Sankt Rafael-Vereins in Anspruch zu nehmen. Aus Antrag desJusttzrates Dr. Custodis-Köln wurde eine längere Erklärung angenommen, in der die Generalversammlung mit großer Genugthuung davon Kenntnis nimmt, daß die am 4. November 1901 vor der GlaubenA- kirche in I erusalem seitens der griechischen Mönche gegen die Franziskaner daselbst unternommenen rohen Ausschreitungen und Mißhandlungen durch die Ver- urteilung der schuldig befundenen Angreifer und deren Anhänger ihre Sühne gefunden haben. Sie empfiehlt wiederholt die Bestrebungen des Vereins vom Helligen Lande, besonders aber den in Angriff genommenen Bau des großen neuen deutschen Paulus-Hospizes vor dem Damaskuschor in Jerusalem, dem Opfersinn der Katholiken Deutschlands. Auf Antrag des Fürüen Karl zu Löwenstein wurde beschlossen: Die Generalversammlung erachtet eine zahlreiche Beteiligung von Seiten der Katholiken Deutschlands an dem internationalen eucharistischen Kongresse, welcher vom 3. bis 7. September d. I. in Namur tagt, für sehr empfehlenswert, da durch solche Kongresse olLs das erörtert wird, wofür der eucharistische Verein unter den Priestern bereits so vortrefflich wirkt. Darnach war die erste geschlossene Genercllversamrnürng beendet. Nachdem mittags ein stattlicher Wagenkorso der farbentragenden Studentenverbindungen sich durch die Straßen der Stadt bewegt hatte, nahm um 5 Uhr die erste öffentliche Generalversammlung in der Festhalle ihren Anfang. Nach Begrüßung des erschienenen Erzbischofs Nörber ergriff der Vorsitzende, Chefredakteur Dr. Cardauns, das Wort und verbreitete sich in längerer Ausführung über die katholische Bewegung des verflossenen Jahres. Er gedachte insbesondere des Ablebens des Kardinals Ledochvwsky und der katbol. Bewegung in den Ostmarken. Bedauerlich sei, daß in den deutschen Ostmarken Maßnahmen gegen Leute ergriffen würden, die ' ebenso gute Deutsche und Christen seien wie , andere. Gegen diese Maßnahmen müsse einmütig und mit aller Entschiedenheit Einspruch erhoben werden. Redner gedachte sodann noch des Ablebens des ehemaligen Reichstagspräsidenten v. Buol, des verstorbenen Dr. Lieber und und die jetzige, Johore Bahru, begründet, welche heute I in T-Form. Am oberen Ende finde ich meinen Mtz Xa.LyJJ-1 a ! zwischen dem Prinzen Suleiman und dem Tawkay Seah Leang Seah. Einem exquisiten Mahl bei lebhafter Konversation folgt eine Reihe von offiziellen Reden in der Staatssprache; Malayisch und auch auf Englisch Nach aufgehobener Tafel bleibt man bei Musik und mehreren Gläsern Whisky-Soda bis.Mitternacht beisammen. — Die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Galamahl, das ähnlich verläuft, aber im Hotel stattfand, und mit enter hübsch arrangierten venezianischen därcht schließt, verbringen wir mit Besuchen des kühlen, luftigen Hospitals, der diversen Schulen und des Gefängnisses. Letzteres besuchen wir unter Leitung des Gouverneurs, Dato Yahya Shaaban Aldater, und finden alle Einrichtungen, bis auf die Fußketten, höchst menschlich; ja jeden Platz blitzsauber. Für die Unterhaltung der zur Zett etwa 105 Eingekerkerten schienen auf einem großen Rasenplatz sich tummelnde Wallabys — kleine Känguruhs — und ein um die Suprematie . „ , standen, weder aufgeschluckt zu werden, noch auch in direktes Abhüngigkeitsverhältnis zu geraten, vielmehr seine Selbständigkeit bis auf den heutigen Tag gewahrt. Nur hat sich im Artikel VI. seines letzten Vertrages mit England das Land des Bertragsrechtes begeben und die Verübende gar nicht weit hinter seinem Palast in der Dschungel einen gewaltigen Tiger erlegt — der Tiger wird gespürt, eingekreist und zu Fuß gejagt, eventuell mit Hilfe von Hunden — und ist stolz und frohgemut ob dieser Leistung. Sein bartloses, gutes Gesicht glänzt ordentlich vor Jagdlust. Der Tag und der folgende vergeht mit Spazierfahrten, Fischen und Baden, mit dem Besuch der ein- fachen, aber aus gediegenem Material und in edlen Formen gebauten Moschee und einiger Regierungshallen. Es treffen Einladungen zu zwei offiziellen Banketts zur Feier der Rückkehr des Lanoesherrn ein, die uns der elegante und fesch gekleidete persönliche Adjutant, Kapitän Daud Suliman überbringt, der gut englisch spricht und feinen kohlschwarzen Schnurrbart trotz einem Garde- Aus Stadt und Sand, 58G7 Grummetgras- Vmögklls-MillH PlV 31. DtMbkr 1901. Passiva. Aktiva. 4,56 5928 533L84 150.— 5933.2.7 34.95 kosten Sleinöruch- ^a hresgequenz 185 Schuler? Mrivatmittagstisch (gutebürget» TO1 n AVI _ g P ücheKost) kann noch abgegeben W - werden. Goethestraße 54, 1. 6837 9~gepr. Fachlehrer? JL % 2995.99 Reservefonds Geschäftsguthaben der Genossen 58920.95 22021.10 38262.93 schein Hypotheken Kaufschillmge Geschästsmobilrar und Utensilien Stückzinsen und anerkannt bestes Fabrikat liefert zum allerbilligsten Fabrikpreise die Niederlage Lörbe und Stuhle werden v billig geflochten. 03572 L. Parthier, Seltersweg 81. Tod „Diskret“. Bestes Mittel! Nur echt Flasche 50, 100 Psg« iju Versteigerung. Freitag den 29. August, nachmittags von 3 Uhr ab, wird bei Gastwirt Schäfer zu Dauvringeu das diesjährige Gruminetgras von der fiskalischen Sorauwiese versteigert. Treis an der Lumda, den 23. August 1902. Großh. Oberförsterei Treis. Schneider. 5989 Attttwoch den 3. September, nachmittags 4 Uhr, soll in der Rücker'schcn Wirtschaft die hiesige chemeinde-Ield- und Waldjagd auf 9 Jahre verpachtet werden. Kirchvers, 22. August 1902. Der Bürgermeister: Sch tag. 5931 » Höhere I Handelsschule Landau i. Pfalz. Unter Staatsaufsicht stehende, städt. subv. Lehranstalt. ____ Der in der Krebsbach an der Kreisstraße Beuern-Allertshausen gelegene, der Gemeinde Beuern gehörige Bchlt-Ltewbruch kommt Freitag de» 29. ds. Mts., nachmitt. IV2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei zur Verpachtung. Beuern, den 25» Aug. 1902. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Qtto. 5986 Gießen, den 26. August 1902. - Von der Truppenschau auf dem Großen Sand bei Mainz erfahren wir von wohlunterrichteter Seite < folgendes: Die beiden Darmstädter Dragoner-Regimenter haben die ganz besondere Zufriedenheit des Kaisers gefunden. Schon lange nicht, so sagte der Kaiser, habe er so ausgezeichnete kaoalleristische Leistungen beobachtet, rote die des 23. und des 24. Dragoner-Regiments. Um so unzufriedener aber war der Kaiser mit der Ausführung der vom kommandierenden General v. Lindeqmst gestellten Gefechtsaufgabe durch die 50. Jnfanteriebrigade. Unmittelbar nach der Truppenschau hat denn auch Generalmajor v. Viebahn, wie wir bereits mitteilten, sein Abschiedsgesuch eingereicht, das indes vom Kaiser nicht genehmigt worden ist. △ Mücke, 25. August. Gin Jugendfest wurde gestern hier gefeiert. Der überaus starke Besuch, der in allen Teilen gelungene Verlauf des Festes un Verein nut der allgemeinen Anerkennung, die man ihm zollt, zeigen, wie sehr seme Veranstalter in und mit einem solchen Feste das Richtige getroffen haben. Es war allerdings auch nichts versäumt, was zum Gelingen eines Jugendfestes beitragen kann. Ein recht stattlicher Festzug, eröffnet von einem schneidigen Spitzenreiter und einer Schar Radfahrern mit corsomäßig reich ge- .fchmückten Rädern, gefolgt von der Schuljugend Merlaus und Flensungens, bewegte sich am Nachmittag von Flensungen nach Merlau und zurück zum freien Festplatze, auf dem — eine Ausnahme von der Regel — kein Eintrittsgeld erhoben wurde. Hier sprach Pfarrer Frank von Merlau, kurze, m- haltreiche Worte über die Bedeutung des Jugendfestes und die Pflichten, die es uns in nationaler Hinsicht auferlege, zumal an das Fest unmittelbar der Namenstag unseres Großherzogs sich anschließe. Das Hoch auf Kaiser und Großherzog fand begeisterren Widerhall. Die Schülerjugend erfteute sich nun nach verschiedenen Spielen ihrer Geschenke und Preise, die erwachsene Jugend ergötzte sich am Tanze, die Radfahrer harrten voll Spannung der Preise, die man Vortland-Cement höchste Mahlfeinheit Marke Diamant grösste BMekraft Bekanntmachung, betr.: Arbeitsvermittelung für Reservisten. Indem wir die Arbeitgeber Gießens und der Umgeg^id daraus Hinweisen, daß wir mit dem Kommando bes hiesigen In- lanterie-Regiments wegen Vermittelung von Arbeit für die am 22 September d. I. zur Entlassung fommei^en Maunföafcn m Verbindung getreten sind, fordern wir alle Interessenten hiermit Lins Geiucke. um Zuweisung von Arbeitern aller Art vor dem oenanntm Tage au die unterzeichnete Nachweisstelle einzurelchen. $ Die Giltigkeitsdauer der Gesuche erlischt am 30. September 130549.07' 130679.09 Reingewinn 130.02 Gesamt-Kassenumsatz in 1901 69675L5 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1900 167 Kassenbestand Wertpapierebestand 2359.90 Darlehen auf Schuld- U«. 5«r uZ™- afeaIlt« Anheim in ^9 des Tele. A.den L' >ch°l Nörbes fachst jür be' Seo Xin. N erb«ii, ehe nidJ Mnduu durch- bl'chos der Lev den M 'I^rputnitzsten -.und ging auf W und der wben habe und dle soziale Wirk- vorwerfe, fist w Haden. MH •° bahnbrechend $ Staates, auf MMirken, ver- er des sozialen irentitet des sv- habe Papst Leo M die Leitung le und sich des ilte. pssei für die ilement Nur irdball verbreitet, ^en. Ter Kampf, schieden von dem der Staatsgewalt kämpfen wie vor- Kampfe, von dem mg er Mnehmen Zahl von Leuten, Kirch vernichten Wort" (die be-- Kigiösen Prediger t. R.) habe es als , den Einfluß der u brechen. (M- t unterfWe ober heraus zu revolu- und sei gerüstet «Mischen W1 0 gezogen M bie Md zum rudere die grötzte mH über die hen Kirche. Kgm nf das Leben der eten, treuen und iffe mcht schMch. n schwachen- Dresm -erden, em MMs- ^sem Kampfe müsse m erster Lüue end dazu beruht ich eine fortgesetzte echseidieTendG t ihrer Kirch ab roottteM»” KVSÄ» Grummetgras- Versteigerungen der Fürstlich Solmfischen Rentei Lich. Das Grummetgras von den Fürsllichen Wiesen rc. wird ver-- teigert: Donnerstag den 4. Sept. 1902, vormittags präzis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zu- ammen 115 Morgen. — Zu- ammenfünft an der Saubrucke nächst der Peinmühle. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Wiesen msterhalb der Stadt Lich. — Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisen- bahnbrücke. Freitag den 5. Sept. 1902, vormittags präzis 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Niederbessingen, im Ganzen 130 Morgen. -- Zusammenkunft in Muhlsachsen. Montag den 8. Sept. 1902, vormittags präzis 9 Uhr, von der Fürsllichen Mönch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. — Zusammenkunft in der Mönchwiese. 5985 Lich, den 26. August 1902. Mrsllich Solmüsche Rentei. Kreiling. ÄÄÄSSÄÄÄ ÄSSÄSSXÄÄ tlgung. __ Prospekte und Referenzen durch die Direktion A. Marr. Während 1901 gingen zu ..... . — „ . 06.........— Daher Stand der Mitglleder Ende 1901 . 167 Laubach, den 21. August 1902. 5988 spar- unö Äredit-Vereiii für AM iini Lw!> in Ämbch. Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Langwaffer, Rechner. H. Diehl, Kontrolleur. w TawM gj bei der s°;-« äs , stieres b-- S w rn^^^^inaen, ia eben Hn- s «Ä W- höre F Beginn des neuen Schuljahres: 14. Oktober 1902. I. Drei Jahres- klassen für Zöglinge von 18—20 Jahren. Gediegene kanfmänn. und allgemein Wissenschaft!. Ausbildung. Einj.-Examen. Btof eff-or^ntutn, baS flicht im aWss mische. Dlc. br-ser wrL.- Geschlechtern mehr als komisch Vorkommen, tonen ganz tefonb^n Strauß wolle die So^ialdeuvokralre imt dem Zentrum auZsechjten. Das sei begrersirch, da die katholl Kirche die gefährlichste Gegnerin der So^aldemo- kratie sei. In diesem Kamps würden die Lacholtschen Arbeiter das Beste thun müssen. Mit der Idee der Rational kirche könne man der universalen katholychssn Kirche nicht ernstlich gefährlich werden. Innerhalb dieses Univerf,al!ismus sei Raum genug für die Entwickelung eines berechtigten Nattu>- nalaefühls. Die Katholiken seien gute Deutsche, nicht »bwohl, sondern weil sie Katholiken seren. Der Vor- Wurf des Ultramontanismus und Romanismus könne Nicht irreletten. Wenn die Wahrheit Wahrheit set, dann fer es ganz gleich, ob sie von jenseits der Berge komme ober nicht. Tas Rationalgefühl müsse seine feste Schranke haben un christlichen Bewußtsein. Dieses müsse zenem voranstehen. Anlehen einschlreßlich Spareinlagen 124386*64 Stückzinstn. unerhobene u. vorausbezahlte Zinsen 440.03 Bekanntmachung. N°sch!lt°n°, im Witw-nst-äck lebende Bürger und Witwen °°n 58ÜI8™une(b“n9en"öiei$u können bis »um 10. L-Pt-mb-r ou vem Armcnamt erfolgen. Gießen, 22. August 1902. . 0990 Die Armen-Deputation der Stadt Greßen. Mecum. _______ Zinsenreste Ausstehende Gerichts- Bekanntmachung, b-etr.: Die Vergebung der Kommerzienrat „Heichelheim- Stiftung". Aus rubr. Stiftung haben am 1. November ll I. 1332 Mll zur Verteilung zu gelangen. Nach § 3 der Stiftungsurkimde können zur Bewerbung um die Gaben nur zugela«en werden. a. Personen, welche während des Feldzuges 1870/71 tm MilitärverhälMis gestanden haben, b. Frauen und Kinder solcher Perjonen, vorausgesetzt, daß diese unter a. und b. bezeichneten Bewerber emer derartigen Unterstützung bedürftig und rourbtg sind und daß diefelben von der Zeit der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre in Gießen ununterbrochen ge- Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, sich, bis zum 20 September ll I. bei Großb. Burgermelsterer Meßen schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und chre QuallpkcUwn zum Bezüge der Unterstützung näher zu begründen und zu belegen. Gießen, am 2L August 1902. 5929 Der Bürgermeister: Meeum. d. Js. Gießen, am 19. August 1902. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Mecum. ■Emil Horst, Giessen, Baumaterialienhandlung und Cementwarentabrik Liebigstrasse-Riegelpfad - Nebenbetrieb an den Bahnhöfen. Grösstes Cementlager am Platze. Vorteilhafte Bezugsquelle für alle Bauartikel! Bekanntmachung. Freitag den 5. September, nachmittags 2V<.UHr, wird au dem hiesigeir Poschofe ein aus- g emufterter Landbrtefträger- wagen in öffentlicher Versteigerung meistbietend verkauft. Die Bedingungen werden bet der Versteigerungbekannt gemacht. Lollar, den 25. August 1902. Kaiserliches Postamt. Mol ter. 5984 l Strauß wolle die So.zia.lde mV krallte mit u^cen wir mcht. Bei Einbruch der Dunkelheit erhellten zwei liebliche ^häler (m emem dieser ^oec uaher • ----------- sateÄ » äxvää« Hefigen Bezirks' die diesjährige Sommerkonferenz statt, ihm während der Gefangenschaft erwiesene Sympathie. (Starker Kreisarzt Dr. W ihn er aus Büdingen hielt einen Vortrag Beifall.) _____ Ä* Ä Km, md Wiss-nsch-st. prach er über andere ansteckende Krantyetten. .uacy,-oe ——- 1 .. ~ endigung seines interessanten Vortrages stellte er in Aussicht, UniverlltÜtS-UachrrchteU. im nächsten Jahre speziell über die eme oder andere K^nk- 5rautfu^ 25. Aug. Ueber Die Art der hier neu zuerrich- heit zu sprechen, was mit Freuden begrüßt wurde. Diese med izinis ch en Anstalt wird der „esransi. Zig. ge- briaienischen Vorträge erfreuen sich unter den Lehrern, obwohl Rieben: Der Anstalt werden keinerlei Berechttgnngen Meoen» sie erst seit veraanqenem Jahre eingerichtet sind, bereits großer sie will nur bereits approbierten jungen ^erzten,^e cMe Gxamma Ertrag -nutzt- w-g-n vorgerückter Zeit zurückgestellt werden. Jicjungcn, Die von hervorragenden Lirästen — theoretischen m^ Frankfurt a. M., 25. Aug. Im großen Saale desI^^ijchen Medizinern - gehalten werden, orote burti praktisch Saalbaues sprach Oberst Schiel über seine Erlebnisse Kurse und Unterweisungen, zu denen das stadtsiche Krane«chaus ®"l,Pan?en uni au“? Si ft.I««. Slto« unt• Frauen in vielhundertköpsiger Zahl füllten den Saal, die Fortbildungsschule für Mediziner nennen. Eme Logen und Gallerten. Oberst Schiel, bet fernem Eintritt m ober auch nur ähnliche Anstalt existiert in Deutschland noch den Saal wie bei seinem Erscheinen am Rednerpult Mit an- nicht, wahrscheinlich sogar mcht ui ganz Europa. Wohl cwsc reMt haltendem Händ°klatsch°n b-Mtzt gab in ^a anderthalb- Ame-ika A°°hlL tündiger Rede eine eingehende, fesselnde Schilderung seiner I ,ta(t vereinigen, was unter den Begriff »mÄn- persönlichen Erlebnisse in Südafrika, vom Zeitpunkt lern« ^nisch" fällt, so die Senckenbergische Anatomie usw. Einwanderung Ende der 70er Jahre ab bis zum Ausbruch - Qirdje UUÖ Schuld. . Q / < * CQ., -X. 4- ovt ftpRpTl Hl P-r-üfnug für enthalts in Transvaal die Buren achten und heben gelernt.Lx aupt[c^rer und Lehrer an höhe-ren Bürger» Gastfreundlichkeit habe sie vor allem ausgezeichnet. Der schulen findet hier im Herbst ftatt. roel«e W der SÄÄfi Ueber Hautkrankheiten Ux dehnung zu verschaffen, namentlich durch Erwerbung der L - b $ Dbermet)er’§ ^erba-©eife" habe ba St. Lucia-Bai, seien leider gescheitert. Dann besprach ber n , ercu Patienten und" zwar bei akuten Hautausschlägenund Vortragende die frühere und die neue Armee-Emteilung m ^ten sowie bei Akue angewendet. T)er Erfolg war an utej Transvaal. Es sei ein nationaler Fehler gewesen, daß sich raschend prompter und hat sich die Seife m leder Wege v«ct«Wch k.e Bur- nach ihren Ersalgen gegen d.e Zulus -d b°. b Majuba zu sehr im Gesühl der S,ch°rhe,t w.egten und ______________S2 durch die Vorbereitungen für einen so großen ^rieg rote rau England vernachlässigten. Die reguläre Truppe, besonders Ang GesMaflSie0eN. die Artillerie, sei ja zu Beginn des Kneges-gut..gewesen, aber _ Ke ^s-Licht nemü sich ein neues Petroleunv-GasyLtz- die irreguläre Truppe habe viel zu wünschen übrig gelass , welches alle seine Vorgänger übertrifft und eine grofce 3^ besonders auch ihre Disziplin. Diesen letzteren Punkt - fun^ roe^ e§ durchaus geruchlos, gleichmäAg und ebenso qdl zeichnet der Redner als Grund für die Niederlagen ber ^era brennt, roie elektrische Bogenlarnpen, ab« um Vieles bwraer ist. Die Erlebnisse des Vortragenden während der Gefangenschaft Eine Flamme mit 500 Kerzen Leuchtkraft .kostet pro sind wechselvolle gewesen, im Großen und ^äen zollt er Wg^Unterh^untz^^' atich^de " städüsihe Fuhrpark in Frank- jedoch der englischen Behandlungsweise wahrend dieser Zeit, I ferner Fabriken, Restaurants und unter vielen Bcchn- : von seiner Verwundung im Gefecht bei Elandslaagte bis zur ^en .. B. Lollar und Nibda. Man kann b»er das . Entlassung von St. Helena, freundliches Lob, das ui erster Licht sehen bei dem Vertreter Otto Fransiurterstraße 27. ’ Lsitie die Marinebehörden zu beachpruchen hätten. Vieleslaus dessen Anzeigen nn Inseratenteil verwiesen wird. Seltene ttausgelegenheit. Von heute ab verkaufe ich: Wollene und halbwollene Kleiderstoffe Weisse Leinen und Halbleinen Servietten und Tischtücher Wollene und baumwollene Hemdenflanelle Gardinen, weiss und creme Blaudrucks, Bettzeuge, Bettbarchende etc. zu noch niemals da^ewesenen billigen Preisen. Alexander Mayer. Ecke LA- n. StNstae 5874 Bedeutendstes und grösstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands. Unser Vertreter, Herr Tabel und hat unsere reichhaltige Kollektion ausgestellt weilt am 26. 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