Samstag 26. April 1902 152. Jahrgang Drittes Blatt. Ausland. Brüssel, 25. April. Im Hospital von St. Pierre starb heute der beim Kampf in der Rue Haute schwer verwundete Arbeiter Domarez. Tie Gesamtzahl der Toten steigt mithin aus 12. — Tie Subskription des Berliner vorwärts" für die Opfer der belgischen Volksbewegung ergab 8400 Mk. Beim „Penple" sind bisher nur 3800 Frcs. eingegangen. Paris, 25. April. Wie hiesige Blätter wissen wollen» soll Präsident Krüger beabsichtigen, sämtliche die jüngsten Friedensverhandlungen betreffenden Dokumente zur Veröffentlichung zu bringen. Tie Schriftstücke sollen dem Präsidenten durch Spezial-Kuriere übermittelt werden. Die Veröffentlichung werde vor Ende Mai nicht erfolgen können. Wien, 25. April. Tie alldeutsche Bereinigung des Abgeordnetenhauses übersandte allen Reichsratsabgeordneten deutscher Nationalität den Entwurf des von ihr einzubringenden Antrages betr. die deutsche Staatssprache mit dem Ersuchen, den Antrag zu unterzeichnen. Der Entwurf des Gesekes, das für alle Kron- länder mit Ausnahme von Galizien, Dalmatien und der Nr. 97 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschea Landwirt die Siebener Zamilien- Witter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erbens Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Ubrefie für Depeschen: Anzeiger Stehen. Kernsprkchansckluß Nr. 51. Schloß zurück. _ In der er Entwurf von Abänderungen und Er gänzungen des amtlichen Warenverzeichnisses zum Zolltarife, ferner der am 5. März 1902 in Brussel zwischen dem Reiche und mehreren anderen Staaten abgeschlossene Vertrag über die Zuckerbehandlung, den Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des Zuckersteuergesetzes den zuständigen Ausschüssen überiviesen. Zustimmung erteilt wurde dem Entwürfe eines Gesetzes wegen Feststellung des Nachtrags zum Reichshaushalts- Etat für das Rechnungsjahr 1902 (Beihilfen an Kriegsteilnehmer) und den Beschlüssen des Reichstags in zweiter Lesung über den Entwurf eines Schaumweinsteuergesetzes. — Die Budgetkommission des Reichstages beendete heute die Generaldebatte über den Servistar if. Sie nahm den Antrag Speck (Ztr. )an, welcher im wesentlichen eine Vertagung der ganzen Frage auf zwei Jahre bedeutet und e>benfo, rate die Regierungsvorlage der fünften Servisklasse vorsieht, an deren Stelle die vierte Klasse tritt. Alle weiteren in der Regierungsvorlage enthaltenen Erhöhungen treten nicht in Kraft; d. h. es bleibt bei den höheren Klassen beim jetzigen Zustand. Die nächste Revision der Gesetze über den WohnungSaeld- zuschuß und den Servis soll bis zum 1. April 1904 erfolgen. Braunschweig, 25. April- Der erst neuerdings wegen seiner welfischen Haltung in Disziplinär-Un- t e r s u ch u n g genommene Landgerichts-Präside nt Dr. Dedekind veröffentlicht heute wiederum einen scharfen Protest gegen die bereits vor einigen Tagen mitgeteilte Haltung der Justiz-Kommission des braunschweigischen Landtages. Er bestreitet in dem Protest, daß in Braunschweig eine Unterthanenpflicht des Gehorsams und der Treue gegen Kaiser und Reich bestehe, weil der deutsche Kaiser und König von Preußen souveräner Monarch nur in Preußen sei, nicht aber im übrigen Reiche. Ihm seien nur seine preußischen Landeskinder zur Treue und zum Gehorsam verpflichtet. Zum Schluß bedauert Dr. Dedekind, daß nicht wenigstens von denjenigen Mitgliedern der Justizkommission, welche den Erbyuldigungs'Eid geleistet haben, die Interessen der angestammten Dynastie den preußischen Maßnahmen gegenüber vertreten worden sind. St. Johann a. d. S., 25. April. Bei der heutigen Reichstagswahl erhielt Bo l tz (nl.) 17 575, Dr. Muth (Ztr.) 13 809 und Spaniol (Soz.) 779 Stimmen- Eine Ortschaft steht noch aus. _____ A Ä ve,«g4pretAr J » jEX O monatlich75P1.,viertel- V fr M A jährlich M. L.A); durch GietzenerAnzeiger« w General-Anzeiger v V w für den polit. u. öligem. Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen lichen anderen Friedrich, der Ew. kgl. Hoheit so nahe stand, auch dem ritterlichen Eidam unseres großen Kaisers einen bevorzugten Platz bewahren. Wir aber sind glücklich, daß wir von Angesicht zu Angesicht den Gefühlen Worte verleihen dürfen, die uns beim Hinblick auf die großen nationalen Verdienste Ew. kgl. Hoheit bewegen. Von Königsaue bis zum Bodensee vereinigen sich alle Patrioten in dem innigen Wunsche, es möge uns o er gönnt sein, Ew .kgl. Hoheit noch viele Jahre in unserer Mitte zu behalten, als lebenden Zeugen aus der größten Zeit unserer Geschichte, als leuchtendes Vorbild reichsfürsllichen Sinnes uno Wirkens, getragen von der Liebe der lluterthanen und Dankbarkeit der ganzen Nation. Ter Großherzog erwiderte: Sehr dankbar bin ich für die Gefühle, welche Sie veranlaßt haben, im Atomen des Bundesrats zu mir zu kommen. Ich bin tief gerührt, von der Absicht sowohl, als von dem so werten Ausdruck, den Sie diesen Gefühlen gegeben haben. Alles, was Sie eben hervorgehoben haben als einen Beweis dafür, daß ich den nationalen Pflichten treu ent- gegengekommen bin, das darf ich wohl sagen, ist nichts Anderes gewesen, als eine Pflicht, eine sehr werte Pflicht, welche allerdings aus tiefer Ueberzeugung und auch auf innigem Wunsche beruht. Daß es aber zu stände lammen konnte, daß rair uns in Deutschland einigten, da blicken wir doch zu allererst nach oben, zu dem, welcher uns geholfen hat, zum Siege zu gelangen, denn der Sieg der Waffen nur war es, der es uns ermöglichte, uns politisch zu einigen. Und diese Kraft möge uns erhalten bleiben, >enn darauf beruht in der Thal alles das, was ioir noch wünschen und hoffen wollen. Daß uns diese Kraft des Heeres so viel geleistet hat, das haben Sie freilich vorher auch hervorgehoben, indem Sie den Namen Kaiser Wilhelms I. nannten, und da ist noch ein Punkt, das ist die Selbstlosigkeit, mit der Kaiser Wilhelm I. alles unternommen hat, was zum Wohle des Reiches, damals nur des Vaterlandes und des Bundes, unternommen wurde. Diese Selbstlosigkeit hat es ihm ermöglicht, die hohen Ziele zu erreichen, die sich verwirllichten in dem Karsertnme. Tenn nur mit diesen Eigenschaften war es möglich, den Uebergang zu schaffen, der ja nicht leicht war, aber durch seine Kraft, durch seinen Willen erleichtert wurde. Daß Sie nun diese Gelegenheit ergriffen haben, meine Herren, den Bundesrat hier bei mir zu vertreten, kann ich nicht dankbar genug anerkennen; denn auch mein Streben wird es sein, immer die einheitlichen, ich darf wohl sagen, freundschaftlichen Beziehungen unter den Bundesregierungen zu erhalten und dadurch uns gemeinsam zu fördern. Ich darf wohl annehmen, daß diese wahre Freundschaft Ihnen Allen entspricht. Ich lege den größten Wert darauf und mein größter Wunsch geht dahin: Gott erhalte uns, was unter seinem Schutz geschaffen wurde. Mit diesem Gedanken begrüße ich Sie von ganzem Herzen und danke Ihnen, daß Sie hier erschienen sind, um mir so liebevolle Gefühle auszusprechen. Ter Großherzog unterhielt sich dann mit jedem einzelnen der Herren. Es folgte der Empfang der hier eingetroffenen Spezialgesandten, nämlich des italienischen Botschafters Grafen Lanza, der Abgesandten des Großherzogs von Hessen (v .Wefterweller), des Fürsten zu Lippe, Fürsten Reuß, des Großherzogs von Luxemburg, des Großherzogs von Oldenburg, des Landgrafen von Hessen und der Hansastädte, »der hier weilenden Gesandten von Preußen und Rußland, derjenigen von Belgien, Württemberg, Bayern, Sachsen, Oesterreich-Ungarn, Schweden und Norwegen, Portugal und Großbritannien. Um 5 Uhr begann ein Galadiner, an dem zahlreiche Fürstlichkeiten und Würdenträger teilnahmen. Hierbei saß der Großherzog an der Innenseite der hufeisenförmigen Tafel zwischen der Fürstin zu Lippe und der Kronprinzessin von Schweden und Norwegen, gegenüber der Großherzogin, neben welcher der Erbgroßherzog und Prinz Gustav von Schweden und Norwegen Platz genommen hatten. 9iach rechts folgten: die Erbgroßherzogin don Baden, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, Erbprinzessin von Anhalt, Fürst zu Waldeck und Pyrmont, Erbprinzeftin von Sehlingen, Prinz Max von Baden, Fürstin von Fürstenberg, Brinz Renß u. a. Nach lin^ folgten: Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, Prinz Karl von Baben, Prinzessin Wllhelm von Sachsen-Weunar, Erbprinz von Anhalt, Prinzessin Renß, Erbprinz von Hohenlohe-Langenburg u. a. Die Tafel war mit prächtigen gelben Rosen geschmückt. Die hiesige Artillerie kopelle trug Stücke : aus Fidelio, Zauberflöte, Lohengrin, Hansel und Gretel . unb Oberon vor, sowie die Parademusik des 1. bad. Feld- Abonnements-Einladung. Da die Reichstagsverhandlungen, .sowie die Verhand- Yungcn unserer hessischen Kammern, die wir beide sehr ausführlich wiedergeben, fortgesetzt für Zeitungsleser von größtem Interesse sind, fordern wir alle Zeitungsleser, falls sie noch nicht unsere Abonnenten sind, zum Halten des ^Gießener Anzeigers" auf und bitten um rechtzeitige Bestellung. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerkfam, daß der Tafchenfahrplan des „Gießener Anzeigers" zu Anfang Mai zur Verteilung an die Abonnenten gelangt. Verlag des „Gießener Anzeigers." Z>as Aegierungs-Iuöitäum des Kroßyerzogs von Kaden. IL Karlsruhe, 25. April- Heute vormittag um 10 Uhr nahmen mit der feierlichen Eröffnung der Jubiläums-Kunst-Ausstellung die offiziellen Feierlichkeiten aus Anlaß des Jubiläums des Großherzogs ihren Anfang. Die Eröffnung der Ausstellung begann kurz nach 10 Uhr. Derselben wohnten der Großherzog, die Großherzogin, das Erbgroßherzogs- paar, Prinzessin Wilhelm, Die Prinzen Karl und Nkix, der Erbprinz von Anhalt mit Gemahlin und alle bereits hier zu den Festlichkeiten eingetroffenen Fürstlichkeiten bei. Es waren außerdem erschienen: der gesamte Hofstaat, die Generalität, die höchsten Spitzen der Staats- und städtischen Behörden, sämtliche Minister und zahlreiche Landtags-Wb- geordnete sowie eine große Anzahl geladener Ehrengäste. Der Großherzog wurde von dem Vorstände des Ausstellungs- Komitees, Professor Dill, Direktor der hiesigen Kunstakademie, begrüßt, der dem Großherzog den Dank aussprach, für das reiche Jntereffe und die weitgehende Förderung Der Kunst. 'Nach dem Hock auf das Großherzogspaar ergriff der Großherzog das Wort. Er dankte in bewegten Worten für Die ihm gewordene Begrüßung und wies dann auf die großen Erfolge hin, die im Laufe der Jahre die badische Kunst aufzuweisen gehabt und auf die hervorragenden Männer, die an der Akademie für Kunst gewirkt haben. Er versicherte, daß er auch ferner der Kunst seine weitgehende Förderung wolle zu teil werden lassen. Darauf erklärte der Großherzog die Ausstellung für eröffnet Es erfolgte fobann eine eingehende Besichtigung der einzelnen Abtellungen der Ausstellung. Nach Beendigung derselben ging der Großherzog in Begleitung der Großherzogin und der fürstlichen Gäste ölvie des gesamten Hofstaates in die nahe gelegene lädtische Ausstellungshalle, wo die Regierungs-Ju- riläums - Gartenbau - Ausstellung eröffnet wurde. Hier begrüßte Stadtrat Glaser den Großherzog. Der Redner betonte das weitgehende und fördernde Interesse, das der Großherzog stets dem badischen Handwerk habe zu teil werden lassen. Der Großherzog erwiderte: „Ich danke Ihnen von ganzem Herzen zunächst, für alle freundlichen Aeußerungen der Gesinnungen, die Sie mir in Ihrer Ansprache kundgegeben haben. Ich schließe mich gern an die Ausdrücke an, die Sie gebrauchten, um darzustellen, wie nahe Kunst und Natur sich begegnen und ergänzen, und wie wertvoll es ist, wenn man sich der Kullur des Pflanzenbaues mit ganzer Kraft widmet. Daß Sie das unternommen haben, und in einer schönen Ausstellung darstellen wollen, ist ein hohes Verdienst, und ich glaube, es wird allenthalben und besonders da, wo man sich thatsächlich mit der Pflege der Blumen und Natur beschäftigt, dankbar anerkannt werden. Dafür müssen wir ja alle sorgen, daß dieser schöne Beruf mehr und mehr unterstützt, gepflegt und entwickelt wird. Das scheint in Ihrer heutigen Ausstellung in hohem Maße zur Geltung gekommen zu sein. Daß Sie mir dies zum Jubiläum barbringen, verbindet mich zu ganz besonderer Dankbarkeit und ich wünsche von ganzem Herzen, daß Sie alle, hauptsächlich alle diejenigen, welche sich an der Ausstellung beteiligt haben, reiche Befriedigung erleben mögen unb dadurcy wieder neuen Mut erlangen, um sich der schönen Ausgabe zu widmen. Ich folge sehr gern der Aufforderung, mit Ihnen dankbar Die Ausstellung als eröffnet zu erklären." _ „ t Nach einem Rundgang kehrten die Herrschaften ui das Bukowina gelten soll, erklärt die deutsche Sprache als Staatssprache, welcher jeder StuatÄbeamte in Wort und Schrift mächtig sein muß, sowie als VerhandlirngÄsprache des Reichsrcttes und der Delegationen, als Amtssprache aller Staatsbehörden im inneren und äußeren Dienste. Deutsche Eingaben sind von jeder Staatsbehörde anzunehmerr Nur in den Amtsbezirken, wo eine andere Umgangssprache vorherrscht, haben die Unterbehörden auch Eingaben in dieser Sprache anzunehmen- Bei denselben ist nötigenfalls in dieser Sprache zu verhandeln. Schulen mit nichtdeutscher Unterrichtssprache in Gemeinden, deren Vertretung dagegen protestiert, sind nie zu^ulassen. In allen Schulen, mjt Ausnahme der Hochschulen, bleibt die deutsche Sprache Lehrgegenstand. Preußisches Abgeordnetenhaus. Das Haus setzt die dritte Beratung des Kultusetats fort. Im Verlaufe derselben wird der Antrag Limburg- Stirum, betreffend Bewllligung von 10 000 Mark zu Vorarbeiten für Errichtung einer technischen Hochschule in Breslau unter entsprechender Kürzung des Titels für Danzig angenommen. Abg. v- Czarlinski (Pole) wirft der Regierung vor, sie habe in dem Falle, wo der Kreisschulinsvektor Neuendorf in Pleschen badenden Damen ihre Kleider fortgenommen habe, die Sachlage nicht genügend geprüft. Regierungsseitig werden die Berichte, auf die der Vorredner sich stützt, alserlogen und übertrieben bezeichnet. Ministerialdirektor A l t h o f s betont auf Anregung des Abg. Ditrich (Ztr.), daß die beste Grundlage für das juristische Studium nach wie vor das humauisti- sche Gymnasium bleibe. Auf Klagen des Abg. Neubauer (Pole) erwidert der Kultusminister Dr. Studt, die Regierung könne an den bestehenden Zuständen der Volksschule nichts ändern. Nachdem Ministerialrat Althoff auf eine Anfrage des Abg. Wetekamp (fr- Vp.) erklärt hat, daß die Kurs e für die Realabitur ienten nicht obligatorisch sein sollten, und nachdem der Abg. v- Czarlinski einen Ordnungsruf erhalten hat, well er das, was der Ministerialdirektor Schwartzkopff über die Pleschener Badeangelegenhell gesagt hat, als Lüge bezeichnet, wird der Kultusetat und das Gesetz genehmigt. Die Arbell des preußischen Landtags, besonders die noch immer sich dahinschleppende Etatsdeüatte, hat das öffenlliche Interesse diesmal weniger angeregt, als in früheren Jahren. Es fehlle der „große Zug", den, wie sich jetzt so recht erkennen läßt, wesentlich Finanzminister o. Miquel in die Diskussion trug. Seine Reden wirllen beispielsweise stets anseuernd auf den Abg. Richter. Den gegenwärtigen Ministern ist es nicht gelungen, den Oppo« sillonsführer merklich aus seiner Reserve herauszulocken. Kaum ein „großer Tag" war in der bisherigen Session zu verzeichnen; selbst die Auseinandersetzung über die Polenpolitik, an der, wie erinnerlich, Graf Bülow sich beteiligte, enttäuschte einigermaßen. Alles in allem — — der Ministerpräsident hat erreicht, was er vor annähernd Jahresfrist durch die „Eliminierung" des thatenfrohen stellvertretenden Ministerpräsidenten und Finanzministers erreichen wollte: der preußische Landtag ist frei von Kon- fliktslust Die Gesetzgebungsmaschine geht dort ihren ruhigen Gang, nichts „Störendes" ist in Sicht. Die Kanalvorlage soll zwar „zu chrer Zeit" wieder erscheinen, doch es spricht schon niemand mehr von diesem Strellobjekt, und Graf Bülow hat sicherlich am mindesten Neigung, i)aran zu erinnern. c-tuii Stadt und Land. Gießen, den 26. April 1902. Kunstausstellung. Wie bereits gestern gemeldet, sind im Kunstverein auf nur wenige Tage eine Anzahl Pastellportraits des Frankfurter Malers Max Schüler ausgestellt. Wir raten allen Kunstfreunden, sich den Genuß nicht entgehen zu lassen, den der Anblick dieser ausgezeichneten Bilder bereitet Schon das Interesse an oen dargestellten Persönlichkeiten ist diesmal un- gewönlich groß: neben dem Feldmarschall v. Manteuffel und dem jüngst verstorbenen russischen Gesandten am Darmstädter Hofe, Fürst Ozerof sehen roir den alten Frankfurter Demokraten Sonnemann neben einer Lady von unbeschreiblich reizvoller und edler Erscheinung, Eleonore Düse und die Sa har et, endlich die drei Musllerköpfe Sarasate's, Weingärtner's und des Frankfurter Kapellmeisters Dr. Rott en bürg. Mll immer neuem Vergnügen beobachtet man, wie sicher der Maler in die grundverschiedenen Persönlichkeiten sich eingelebt, wie überzeugend lebendig er jede in ihrer Eigenart vor Augen zu stellen verstanden hat. Viel Mittel wendet er nicht auf; selten durchbricht eine lehaftere Farbe das gedämpfte Gesamtkolorit, das aus dem gegebenen Grundton der Pappe heraus entwickelt ist; auch in Haltung and Blick der Dargestellten zeigt sich nichts Gesuchtes oder Affektirtes. Aber bei aller Schlichtheit der Auffassung sind diese Bilder von einer Eindringlichkeit, die den Beschauer nicht leicht loslaßt, und hoch zu rühmen ist die.technische Routine, die aus diesen durchweg rasch hingeworfenen Werken spricht. Wer sich für technisches näher interessirt, wird gern hören, daß diese Pastellfarben nicht nachttäglich sixirt, wohl aber auf einen eigens präparirten Grund aufgetragen find — der Maler ist stolz auf ein Geheimnis, dem seine Tafeln viel größere Haltbarkeit verdanken, als man im allgemeinen dem zarten Pastell nachsagen kann. Neben dieser erlesenen Serie, die leider nur für 8 Tage hier bleibt, ist meist bekanntes ausgestellt; neu sind einige hübsche Trachtenbilder, schwäbische von Schladitz-Berlin, hessische von Hardt-Großenlinden, sie der Zufall gleichzeitig hierher geführt hat. B. 8. ** Konzert Das morgen in der Südanlage stattsindende Konzert hat folgendes Programm: 1. Ouvertüre z. Op. „Euryanthe" (Weber). 2. Prinz Georg, Gavotte (Patsch). 3. Frühlingskinder, Walzer (Waldteufel). 4. Potpourri a. d. Op. „Die Hugenotten" (Meyerbeer). ** Wohlthiitigkeits - Vorstellung. Eine Anzahl hiesiger lunger Leute hat sich zusammen gethan, um eine „musikalisch- humorislische Soirön" (Ueberbrettl-Abend) zu veranstalten. Man hat für die Veranstaltung, die in Steins Garten slatt- sinden soll, den 9. Mai in Aussicht genommen. Der Rem- :rttag soll der Bürgermeisterei zu wohllhätigen Zwecken übergeben werden. Wir wünschen den jungen Leuten, daß sie mit ihrem Plane, der das Gute für sich hat, daß er für Gießen neu ist, Erfolg haben. Demnächst werden wir noch näher auf die Angelegenheit znrüLkommen. - Stenographie. Da die Stenographie heutzutage immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich überall Bahn bricht, so wollen rotr nicht verfehlen, auch an dieser Stelle auf dre demnächst beginnenden Anfängerkurse des Gabelsberger Steno- graphen-Vereins und des Damenkränzchens aufmerksam zu machen. Näheres ist aus dem Inseratenteil ersichtlich. * * Der Männerturnverein hält am Sonntag, den 27., sein Anturnen ab in der Turnhalle der Realschule (Ludwigsstraße). Das Turnen in der Halle beginnt nachmittags 31/2 Uhr. Die volkstümlichen Hebungen finden bei günstiger Witterung im Freien statt Es wird dadurch Den jüngeren Turnern, die noch nicht Gelegenheit hatten, auf größeren Turnfesten einen Preis zu erringen, vergönnt sein, innerhalb des Vereins den Eichenkranz als schönsten Preis der Turnerei zu erlangen. Auch der tanzlusttgen jungen Generation soll Rechnung getragen, werden; abends 71/2 Uhr findet nämlich in Steins Garten (bei Bier) fein Familienabend mit Tanz und Preisverteilung statt * * Mllitärdienstuachrichteu. Der Oberleutnant Lutz der Reserve des Großh. Heff. Train-Bataillons Nr. 18 (Gießen) wurde zum Rittmeister, der Leutnant Moritz der Landw.- Jnfanterie 1. Aufgebots (Friedberg) zum Oberleutnant befördert — Der Abschied wurde bewilligt dem Oberleutnant Hüffel der Landw.-Jnfanterie 2. Aufgebots (Friedberg). * * Schlägereien. Zwischen einem hiesigen Droschkenführer, der in angetrunkenem Zustande mit seiner Droschke am hiesigen Bahnhofe hielt, und einem anderen Kutscher kam es zu einer Schlägerei. Es entstand alsbald ein großer Menschenauflauf. Dem dort dienstthuenden Schutzmann, der ihn zur Ordnung verwies, leistete der Angetrunkene keine Folge, vielmehr beleidigte er den Schutzmann und widersetzte sich ihm, so daß er zur Wiederherstellung der Ordnung verhaftet werden mußte. Er wurde wegen Beleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Anzeige gebracht. — In der Nacht vom 24. zum 25. fanden auf dem Kreuzplatz und in der Neuenbäue Schlägereien statt, wobei es blutige Köpfe setzte. Die Thäter konnten bis jetzt nicht ermittelt werden. * * Verhaftung. Heute Nacht wurde ein hiesiger Büffetier wegen Vergehens gegen § 175 des Reichsstrafgesetzbuches verhaftet. K. Wißmar, Kreis Wetzlar, 25. April. Der korn- missarische Förster Jacobi wurde von hier, mit Wirkung vom 1. Mai, nach Wallmerod i. Westerwald versetzt; an seine Stelle tritt der Forstauffeher Lucas aus Driedorf, Reg.- Bez. Wiesbaden. D 0 r l a r, 25. (April. lieber den Einbruch.im hiesigen Pfarrhause wird dem „Wetzl. G A" berichtet: Der Besucher ist allem Anschein nach durch das Küchenfenster abends zwischen 11 und 12 Uhr ins Haus eingefliegen, hat alsdann eine Stearinkerze angefteckt lutb sänttttchen Räumen des unteren Stockes einen Besuch abgestattet, alle Kisten und Kasten, Schreibttsch usw. geöffnet und durchsucht, ohne jedoch besondere Beute zu machen, außer einem Portemonnaie mit 25 Pf. Inhalt und einigen Zigarren. Da Pfarrer Waldmann verreist war, und die Familie im zwetten Stock schlief, konnte der Einbrecher ohne gestört zu werden, alles genau untersuchen; besondere Ausmerk- samkett scheint er der Speisekammer geschenkt zu haben, denn hier hat er gründlich aufgeräumt. Um sich ev. eines Angriffs zu erwehren, hat der Dieb das Hackbeil aus der Küche mit sich genommen. Wie zwei aufgefundene Taschentücher, die mit Anfangsbuchstaben gezeichnet sind, sowie sonstige Merkmale bezeugen, ist der Thäter im Dorfe selbst zu suchen. § Ziegenberg, 25. April. Der, wie wir vor einigen Tagen mitteUten, an Blutvergiftung erkrankte 20jährige Sohn des hiesigen Bürgermeisters Rumpf ist einem entsetzlichen Leiden heute erlegen. Die Teilnahme für die Familie ist allgemein. § Schotten, 25. April. Das hiesige Bezirks-Ge- füngnis besteht nunmehr 75 Jahre. Vor mehreren Jahren hat es eine den Anforderungen der Jetztzeit ent» prechende Verbesserung erfahren. Früher wurden die Häftlinge zum Teil in einem am Wasser stehenden Turme des ehemaligen Schlosses untergcbracht. Romrod, 23. April. Am Samstag starben einem hiesigen Bäcker zwei Kinder, Zwillinge von vier bis ünf Monaten. Der Umstand, daß der Tod ohne jegliche vorausgegangene Krankheit und zu gleicher Zett erfolgt war, erregte Verdacht. Auf Veranlassung der Staatsamoalt- chaft, die die Angelegenheit einer zweitägigen Unttrsuch- ung unterzog, wurden die beiden Kinderleichen geöffnet und die Eingeweide der Klinik zu Gie ßen zur genaueren ärztlichen Untersuchung obgeliefert. Die beiden Kinder wurden heute beerdigt. Alsfeld, 24. April. Ter soeben zum Oberst beförderte Oberstleutnant Bücking, Abteilungs-Chef im Kriegsministerium, ist ein gcborner Alsfelder, ein Sohn des verstorbenen Lederhändlers Fritz Karl Bücking. Oberst Bücking begann seine militärische Laufbahn als Avantageur im Preuß. Fußartillerie-Regiment Nr. 3 in Mainz. Derselbe steht im Rufe eines sehr tüchtigen Offiziers, dessen Fähigkeiten an maßgebender Stelle verdiente Würdigung sinden. Er ist erst 47 Jahre alt. 8. Darmstadt, 25. April. Die Mitglieder der Zwecken Kammer besichtigten gestern Nachmittag unter Führung des Entwerfers Architekt Messel aus Berlin das neue Landes- museum; ebenso wurde das Theater besichtigt. — Der Finanzausschuß wird am 6. Mai seine Beratungen über die von der Regierung mit dem Ersuchen um dringliche Be- ratung oorgelegten Forderungen fortsetzen. Während die Stimmung für das Landesmuseum, welches ausgebaut und fertiggestellt werden muß, eine gute ist, scheint für den Theater- umbau keine Neigung vorhanden zu sein, diese Forderung wird voraussichttich abgelehnt werden. Die Forderung für den Mainzer Justizpalast scheint keine Gegner zu haben. Frankfurt a. M., 25. April. Wie wir bereits telegraphisch mitteilten, ist in der verflossenen Nacht der Bankier Georg Speyer (nicht Beyer, wie es in unserer gestrigen Nummer infolge eines Druckfehlers hieß) einem Schlaganfall erlegen. Der Heimgegangene stand im 68. Lebensjahre. △ Gelnhausen, 25. April. Unweit dre hiesigen Gummifabrik im Kinzgrunde wurden Bohrungen nach Soolquellen vorgenommen. An der dritten Stelle erbohrte man nun gestern Nachmittag eine starke salzige und kohl en- saurehaltige Quelle, deren Wasser zwei Meter hoch springt. Die Bürger flaggten und überall begegnete man Gruppen jubelnder Menschen. Das Waffcr soll die Quellen zu Orb und Salmünster an Gehalt übertreffen. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Montag den 28. und Dienstag den 29. April 1902 Passahfest-Eude. 7. Tag. Vorabend: 730 Uhr. Morgens: 880 Uhr Predigt. Nachmittag: 400 Uhr. 8. Tag. Vorabend: 816 Uhr. Morgens 830 Uhr. Nachmittag 400 Uhr. Festesausgang: 830 Uhr. Während der Sommermonate beginnt der Morgengottesdienst am Sabbath um - 8'/, Uhr. - Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 26. April. Das Berliner Polizei-Präsidium hat die bekannte Erklärung des Ministers des Innern im preußischen Abgeordnetenhause bestätigt, daß Frauen fünftig als Zuhörerinnen an Vereins-Versammlung en teil - nehmen können. Dem „Vorwärts" zufolge heißt es in der Antwort des Polizeipräsidenten auf eine Beschwerde, daß die überwachenden Polizerbeamten angewiesen feien, in polizeilich überwachten Vereinsversammlungen von der Befugnis, die Entfernung der Frauen zu verlangen, dann keinen Gebrauch zu machen, wenn sie nur als Zuschauerinnen und nicht als Teilnehmerinnen erschienen sind und diese ihre Eigenschaft auch durch ihr Verweilen in von den eigentlichen Versammlungen räumlich getrennten Plätzen äußerlich hervortritt. Karlsruhe, 26. April. Der Kaiser traf 9% Uhr mittels Sonderzuges hier ein und wurde am Bahnhof vorn Großherzog, Erbgroßherzog, dem Großfürsten Michael Nikolajewitsch, den Prinzen Max und Karl, dem Reichskanzler, dem Stnatsminister von Brauer u. A. empfangen. Der Kaiser und der Großherzog begrüßten sich mck herzlicher Umarmung und wiederholtem Kuß. Nach der Vorstellung des beiderseittgen Gefolges fuhren die hohen Herrschaften nach dem Schloß. Auf dem Bahnhof hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefunden. Ebenso bildete vom Bahnhof nach dem Schloß eine vieltausendköpfige Menge Spalier. Karlsruhe, 26. April. Die sozialistische Fraktion der badischen Kammer erhielt im Auftrage des Großherzogs vom Hofmarschallamt zum Jubiläums-Festmahl bei Hofe eine Einladung, die auf die Person des Jraktionschefs Drees- bach ausgestellt ist, die aber abgelehnt wurde. Saarbrücken, 25. April. In der gestrigen Reichs, t a g s e r s a tz w a h l für den Kreis Saarbrücken erhielt Geh. Justizrat Boltz (natl.) 17 957, Muth (Centr.) 14 393, Spaniol (soz.) 826 Stimmen. Boltz ist somit gewählt. Amsterdam, 26 April. Hier find aus Lorenzo Marquez von verläßlicher Seite Nachrichten eingetroffeu, welche höchst pessimistisch lauten. Ter größte Teil der Burenkommau« bauten habe die englischen Friedensbedingungen für völlig unannehmbar erklärt. Rom, 26. April. Wie gerüchtweise verlautet, hat General Pelloux dem Minister G i 0 l i t t i wegen des Zwischenfalls in der gestrigen Senatssitzung seine Zeugen gesandt. Warschau, 26. April. Die katholischen Bischöfe in Russisch-Polen beschlossen, der Forderung der russischen Regierung bett, der Einführung der russischen Sprache als Prüfungsgegenstand in den katholischen Priesterseminaren nachzugeben. Dieses Zugeständnis ruft in der katholischen Bevölkerung Russisch-Polens große Erregung hervor, weil man befürchtet, daß nunmehr russische Lehrer in die katholischen Priesterseminare gelangen und dort Einfluß ausüben. Telephonischer Kursbericht 4% G riech. Monopol -Anl. 4'/,-6 äussere Argentiner Tendenz: still. 112.60 44.40 101.10 100.90 43.75 28.35 37a% 3% 3Vt°/c 3% 372% 4% Ungar. Goldrente 4% Italien. Rente . 4% 96 Portugiesen . 3% Portugiesen. . . 1% C. Türken . . Türkenlose .... . 101.65 . 92.50 . 101.75 . 92.25 . 100J.5 Reichsanleihe do. Konsole . do . . Hessen 3u/q Mexikaner . . 472 /0 Chinesen . , Electric. Bet ackert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn , Lombarden . , , Gotthardbahn . . . Laurabütte . . . . Bochum . . . . . Harpener . . . . Fran klart a. U.. 26. April . 210.70 . 187.50 . 135.30 . 138.50 . 151.80 . 142.00 . 17.10 . 167.50 . 199.50 . 194.00 . 166J.0 1902. . 25.90 . 89.25 . 110.50 396 Hessen.....—.— 456 Oesterr. Goldretne . . 102.60 4*/,% Oesterr. Silberrente 101,75 Verlobte verlangen von der Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmstadt, Offerte nebst Katalog und Preisliste. Bedeutendstes und größtes Einrichtungshaus Mittel- und Süddeutschlands für alle Stände. 160 Zimmereinrichtungen wohnungsfertig, einschließlich Küche. Sehenswürdigkeit 1. Ranges. Spezialität: Brautausstattungen in jedem Genre und Preis. 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Zweiten Kammer geführt. — Der bereits fünfmal, darunter mehr- fach mit erheblichen Freiheitsstrafen wegen Preßbeleidigung vorbestrafte Angeklagte erklärt, daß er nicht mehr Redakteur der in Offenbach erscheinenden „Deutschen Volksmacht" sei, weil ihn seine agitatorische Thätigkeit im Interesse der antiseminschen Partei zwinge, von Offerrbach abwesend zu sein; er erkläre aber, die Verantwortung für den inkrmüerten Artikel, der in der „Deutschen gemein- Beleidigung en Artikel wurde nutgeteilt, bei einem nicht mit Einwohner jüdischen Glaubens in Großen-Buseck I Emil Horst- Giessen j verloren: 12 3008 von 66 .69, Dienstag den 29. April: 3312 für die Damen um 8 2^ Probe, für die Herren um 81/» Uhr. weg 45. 8316 Schstvstkilch 45 pfz. (Spätkartoffel), großknollig, reich- , Lfl ./i aa wtz^ fter Ertrag, sehr wohlschmeckend, KvhAkilch 30 jjfj» empfiehlt blUigit 3228 Kalbflkistz 40 M II. 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Jahre die weitaus größte aller bestehenden Hagel-Versicherungs-Gesellschaften ist, bietet sowohl durch die Zahl und Versicherungssumme chrer Mll- qlieder, durch chre Ausdehnung über ganz Deutschland und durch die mit Württemberg und Baden abgeschlossenen Staatsverträge unbedingte Sicherheit und selbst in hagelreichen Jahren (Garantie für mäßige Durchs chnittsbellräge. Reserven: »82,45» Mark. Spülwannen, Wäsche-Leinen Meter von 20 Pfennig an, Gasthof gutgehend, sucht zu kaufen oder pachten bei Mk. 8—10000 Anzahlung. Gefl. Offerten an Karl Stang, Frankfurt a.M^ Sand- Stadt. Schlachthaus. Freibank« Heute: Anf der -Durchreise nach MagdeburgI -3MS Wen. Nur 4 Tagt. MMgnrtlll. Ensthof oöet WiltsAl'tß suche bei hoh.Anz.direkt v. Eigent, zu laufen. Off. u. 1.3 an Haasen- stein &, Vogler, A. G., Frankfurt a. M. KeKanntmachung. In der Zeit vom 19. bis 26. April 1902 wurden m Lntschädigung von 6% ab; bei Verzicht auf die Schäden unter 120 o Ermäßigung der Prämie um 20 °/0; Gewährung eines bis 50 ° o steigenden Rabatts für Schadensreihett; besgL von jährlich 5°/' bei fünfjähriger Versicherung. Wohlselle und bequeme Ver-^ sicherung der ktemen Landwirte durch die Gemeinde-Versicherungen,! von denen im Jahre 1901: 5509 mit 81,763 Tellnehmern abgeschlossen wurden. Einteilung des gelammten Geschäftsgebiets in zur Zett 102 Bezirke, deren jeber das Recht hat, in den alljährlich stattfindenden Bezirks-Versammlungen aus ihrer Mitte Schätzer, sowie einen Vertreter zur General-Versammlung zu wählen, durch welche Einrichtung die Interessen der Mitglieder sowohl bet Abschätzung der Schäden, als auch in der General-Versammlung gleichmäßig und auf die denkbar zweckmäßigste Weise gewahrt werden. Gegen Zahlung von 50 °/0 Zuschlag zur Netto-Vorprämie kann im Bezirk der General-Agentur Mainz zu fester Prämie ver- sichert werden.näheren Auskunft sind jederzeit bereit die General- Agentur Friedrich D’heil in Mainz, Bonifaziusstraße Nr. 40, und die Agenten: . . Friedr. Helfrich, Stadtrat m Greven. Luow Müller 111., Schreinermeister m Bellersheim. Pb Müller V , Schneidermeister in Beuern. Hch Haas, Handelsmann in Burkhardsfelden. Earl Panzer, Cigarrenarbeiter in Garbentcich. P. .4civ X.. Landwirt in Holzheim. Hch. Bolkmauu U, Beigeordneter m Heuchelherm. Gust. ftohlheyer, Gastwirt in Hungen. Christ. Kredel, Lehrer in Lauter. S. Spuck II., Landwirt in Lollar, ftasp. Wenzel, Wagnerrnelster in Langgöns. JDtto Zimmer 11., Landwirt in Villingen. I. E. Leicht, Landwirt in Watzenborn. Rheinische Hypothekenbank Mannheim. Eingezahltes Aktienkapital Mk. tiesamtreserven...... Hvpotkekenbesund ult. 1901 Mk. 325 955,345.08 Kommunal-Darlehen.......- " - Pfandbriefumlauf. . - .... - " ' " ^2972 000'" Kommunal-Obligationenumlanf . . . „ * ■ z,y