Wen Nr. 277 Zweites Blatt. 152. Jahrgang Dienstag 2S.NovemberLSOS eleoenheltskätie, '"WM Ale heutige Kummer umfaßt 10 Seiten per Liter 18 kh liegt ein ban, nicht nur durch die Heilerfolge in ihrer großen Frauen- Pflege der Sinnesorgane, nab Kinder-Praxis, sondern vor allem durch ihre im Süd-1 schließt sich an: „Tie natu Als Ergänzung zu dem Werke Tie naturgemäße Behandlung der Krank- -M deutschen Verlags-Institut in Stuttgart erschienene große Lebensarbeit „Tie Frau als Hausärztin". Tie Anerkennungen Nun, welche hervorragende Aerzte der Schöpfung ihrer Kollegin ausgestellt haben, sind so außerordentlich, daß in der That keine pflichtbewußte Gattin das für die Frauenwelt im wahren Sinne des Wortes bahnbrechende Ereignis unbeachtet lassen kann, schon deshalb nicht, weil das Buch naturgemäß nach Inhalt und Ausstattung grundverschieden von allen Schriften männlicher Verfasser ist. Auf nähere Inhaltsangaben der „Hausärztin" (Preis 16 Mk.) können wir hier nicht eingehen, nur eine Stelle aus dem Buche ff,et" erwähnt. Sie lautet: „Tie schönste Pflicht des Arztes ist, sich überflüssig zu machen." materieller wie ideeller Art die Betroffenen nebst ihren Angehörigen durchzumachen hatten bei diesem häßlichen Treiben, darnach wird nicht gefragt. Tas traurige jähe Ende Krupps sollte allen Klatschsüchtigen, allen durch Hinterthüren und auf Hintertreppen Lauernden unb Wirkenden, allen denen, die aus irgend welchen Gründen die Existenzen anderer zu vernichten trachten, zu denken geben. ßine Aorkämpserin des Irauengtschlechts. Ter beispiellose Erfolg, den das vor kurzem erschienene erste Nachschlagewerk der Frauen- und Kinder-Heilkunde aus fier Feder einer praktischen Aerztin „Tie Frau als Haus- firztin" findet, hat die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf fite Verfasserin dieses Werkes, Tr. med. Anna Fischer - Tückelmanu gelenkt. Anna Fischer ist 1856 in Galizien als Tochter des Oberstabsarztes Tr. Tückelrnann geboren. Ihre Vermählung erfolgte in ihrem zwanzigsten Jahre. Tie Pflege ihrer Kinder und die Bewirtschaftung ihres Gutes legten bei ihr unbewußt den Grund zu ihrer künftigen Thätigkeit. Sie begann mit der Veröffentlichung ihrer ersten kleinen Rrsochüren über die Reform der weiblichen Kleidung, unsere tzmtige Küche ?c. und machte schon damals ihre ersten Vor- wagsreisen. 1885 gründete sie eine Wochenschrift zur Aufklärung - der Frauenwelt auf gesundheitlichen Gebieten, und endlich kam bet Stunbe, wo sie den Entschluß faßte, mit Familie nach Zürich überzusiebeln, um Medizin zu stu- breren. lieber sechs Jahre brachte sie dort zu, denn es war richt leicht, neben der Sorge für die Familie die akademi- itien Fächer zu betreiben. Ungeachtet der schwierigsten Ver- hliltnisse erreichte sie aber das Ziel und legte auf Grund eüner Dissertation über das Kindbettfieber 1896 das Doktorexamen ab. Seit dieser Zeit übt Frau Tr. Fischer-Dückel- nmnn in Tresden ihre Praxis aus, und heute darf sie wohl M die bedeutendste Aerztiu der Gegenwart bezeichnet wer- m vtE \ w. Friedrle1« ©eibw^i--- ——i AM 8205) JluH netto o« r Volitische Tagesschau. Zum Tode Krupps. Auf Capri fand am Montag ein Trauergottesdienst für Krupp statt. Ter Bürgermeister sandte an die deutsche Botschaft, den deutschen Konsul in Neapel, die Direktion der Krupp'schen Fabrik und ben Bürgermeister von Essen Beileidstelegramme. — Tie gegnerische Partei auf Capri läßt erklären, daß sie ben Angriffen auf Krupp fernstehe. Ter Untersuchungsrichter Collenzo von Neapel stellte fest, daß ihm wirklich zehn Klagen von Eltern wegen Angriffe auf ihre Kinder eingereicht worden seien, aber der Angeklagte sei ein anderer Deuts cher, nicht Krupp; indessen auch diese Anklagen scheinen nicht haltbar. Uebrigens sei Krupp zu jener Zeit nicht auf der Insel gewesen. Wie aus Essen gemeldet wird, werden am Mittwoch, an welchem Tage die Beisetzung Krupps stattfinde, sämt- sichen Kruppschen Werke ruhen. Tie Arbeiter bilden bei dem Leichenzuge Spalier vom Stammhause bis zum Kruppschen Privatfriedhofe. Tie Stadt Essen, die in tiefer Trauer ist, bereitet eine großartige Trauerfeier vor. Nach einer Pariser Depesche meldet „Figaro", die angebliche Intervention der italienischen Behörden auf Capri habe sich beschränkt auf den Krupp erteilten wohlgemeinten Rat, die populären Konzerte, welche er rn der sogenannten Trafeliei Grotte des ehemaligen Karthäuserklosters zu veranstalten pflegte, nicht abends, sondern nachmittags zu geben, weil der Saumpfad ont Ausgange der Grotte nicht für ausreichend sicher gilt. Von Skandalen sei niemals die Rede gewesen. Diskutiert worden sei lediglich die Verwendung der legendenreichen Grotte zu profanen Zwecken. heiten in systematischer Schtlderung" (Behandlung mit Wasser und Bädern, Massage und Gymnastik); vernunftgemäße Ernährung und Diät bei den Krankheiten der einzelnen Organe, eine besondere Diät für Säuglinge. Auch dem Vegetarianismus ist ein längerer Abschnitt gewidmet. Eine große Anzahl Abbildungen im Text und abermals eine Reihe von Farbentafeln erläutern diesen, der knapp und klar gehalten ist. Das Werk bietet Familienvätern und Hausmüttern vielfältige Anregungen, und die Befolgung manches darin niedergelegten in der Praxis erprobten Ratschlags wird nicht ohne heilsame Wirkung sein. Von dem Werke „DienatürlicheHeilweise" von Tr. med. C. Sturm (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) liegen nunmehr auch die Lieferungen 36—50 (Preis pro Lieferung 30 Pfg.) vor, mit denen das Werk seinen Abschluß findet. Aus dem reichen Inhalt der letzten Lieferungen greifen wir nur einiges heraus, das dem Leser ein ungefähres Bild von dem Gebotenen zu geben vermag. In längeren und kürzeren Abschnitten werden beispielsweise behandelt: Tie Krankheiten der Blase, die Geschlechts-, Unterleibs-, Gehirn-, Nervenleiden; die Infektionskrankheiten; die Stofswechselstörungen (Fettsucht) und die Rheumatismen; die skrophulösen Krankheitsformen (englische Krankheit), Zuckerharnruhr, Blutarmut ober Bleichsucht; die — Dxe Knust des Jahres. Deutsche Kuustausstellunaeu 1902 nennt sich ein m der Verlagsanstalt F. Bruckmann, A.°G in München erschienener stattlicher Ouartband, der eine rechte Augenweide für jeden Kunstfreund darstellt. Es ist erstaunlich, was darin um einen ungemein billigen Preis geboten wird: 363 schön gedruckte Abbildungen verschiedenartigen Formats, die eine Aus- lese der besten Gemälde und Skiilpturen darstellen, dt? auf den diesiabrigen Ausstellungen aus deutscher und auch ausländischer Kunst vorgestchrt wurden So giebt das Werk einmal einen vor- .Uigl'chen Gradmesier für den momentanen Stand der Kunst in allen Kulturländern, dann aber auch einen Ueberblick über die fort- ichreitende ^iwickelung des letzten Jahres, wie er in der Vielheit unseres Auvstellungswefens dringend not thut. Und auch darin liegt, wie wir meinen sollten, ein besonderer Vorzug dieser Publi- ratloiien, daß sie eben nur die Kunstwerke selber zum Beschauer sprechen lagt, und somit zur Bildung eines selbständigen Urteils geradezu zwingt. Sehr beachtenswert auch sind die dem Ver- zeichnls der abgebildeten Werke eingestreuten biographischen Notizen über deren Urheber. So recht ein Buch, zu dem man stets qemJ wteder ui mühelosem Genuß edelster Art zurückkehrsr kann. Earl ßchmai .derefraeseJJW' Philipp B CWeU.«* i tzmMe M «ehitae« wnJY;; feder Art bet M - missender Bedien Deutsches Deich. Berlin, 24. Nvv. Ter Kaiser Härte heute vormittag ben Vortrag des Chefs bes Civilkabinetts v. Lukanus und empfing dann ben bisherigen österreich-ungarischen Militär-Attachs Oberstleutnant Grafen Stuergkh und ben neu ernannten Militär-Attache Hauptmann v. Roden sowie später den Landeshauptmann der Marschall-Inseln und den Gouverneur von Teutsch-Südwestafiika, Oberst Leutwein. Ter Kaiser reifte mittags mit Gefolge nach Bückeburg zu den bortigen Hofjagden und wird sich von dort Mittwoch früh zur Beisetzung Krupps nach Essen begeben. In Buckeburg traf er nachm. halb 6 Uhr ein und wurde am Bahnhof vom Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe und den Prinzen Adolf und Hermann von Schaumburg-Lippe sowie vom kommandierenden General des 7. Armeekorps, v. Bissina, empfangen. Nach herzlicher Begrüßung fuhr der Karser mit den übrigen Herrschaften im offenen Vierspänner durch die festlich beleuchtete , Bahnhofstraße, wo die Feuerwehr mit Pechfackeln Spalier bildete, nach 'dem Schlosse, wo ein Tiner stattfand, an dem außer den Gefolgen auch der preußische Gesandte Henkel v. Donnersmarck und die Spitzen der Behörden teilnahmen. Der Kaiser saß zwischen Fürstin und Fürstin- Mutter. An dem Diner nahmen auch Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe und die hier zu Besuch weilenden Prinzessinnen Emma Marie und Karoline von Reuß älterer Linie teil. (Tas ist wohl das erste Mal, daß der Kaiser mit Angehörigen des früher als reichsfeindlich bekannten Fürstenhauses Reuß LL.AU- sammentraf. D. Red.) — Großherzogin Elisabeth von Oldeni bürg erwartet, wie aus Oldenburg gemeldet wird, gegen Ende März ein frohes Familienereignis. Dieser zweiten: Ehe des Großherzvgs ist bereits ein im sechsten Lebensjahr stehender Prinz entsprossen. — Zur Verleihung v vn Apothekenkonzessionen hat der preuß. Kultusminister in einem Erlaß an die Oberpräsidenten darauf hingewiesen, daß das Vor- legen eines Civilversorgungsscheines als Anlaß zu besonderer Berücksichtigung bet der Verleihung von Apotheken- konzessionen nicht anzuerkemien sei, toerm dadurch altere; wissenschaftlich gleich befähigte Bewerber zurückgesetzt werden. Bei sonst gleicher Befähigung der Bewerber sei bem höheren Approbationsalter eine mehr ausschlaggebende Bedeutung beizumessen. Braunschweig, 24. Nov. Soeben ist der Bericht der Justizkommission des Landtages, wegen provisorischer Ordnung der Regierungsverhältnisse bei einer Thronerledigung veröffentlicht worden. In demselben schließt sich die Kommission ganz der Auffassung des Herzogs Staatsministeriums an. Es wird darin gesagt; „Ebenso wenig wie jetzt einem Herzog von Cumberland die Ent- scheiduna darüber zusteht, noch er an der aktuellen Ausübung der Regierung behindert ist, kann die bei seinem Ableben bezüglich seines Rechtsnachfolgers zu stellende gleiche Frage von diesem beantwortet werden. Vielmehr wird die Landesregierung, sobald der Fall eintritt, pflicht- mäßig zu prüfen und festzustellen haben, ob die Voraussetzungen für die Fortdauer der Regentschaft vorliegen, um unter Wahrung der Erbrechte des Herzogs von Cumberland und seines Hauses bas Land vor unsicheren, möglicherweise seine Selbständigkeit gefährdenden Zuständen zu bewahren. Es ist nicht einzusehen, weshalb biefe, jetzt klar zum Ausdruck gebrachten Bestimmungen weniger Anspruch auf Rechtsgiltigkeit haben sollten, als der sonstige Inhalt des Gesetzes." Die Justizkommission empfiehlt die Annahme der Regierungsvorlage. Dresden, 24. Nov. Der Kronprinz von Sachsen ist heute hier eingetroffen. Das Allgemeinbefinden ist gut. Minister Budde ist gestern nachmittag hier eingetroffen und heute nachmittag zur Hoftafel im Residenzschloß geladen. — In Dresden fand am Sonntag eine Versammlung von Mitgliedern der Antiduellliga unter dem Vorsitze ihres Präsidenten, des Fürsten Karl zu Löwenstein statt. Es wurde die Gründung einer Dresdener Ortsgruppe beschlossen. Der Vorsitzende teilte unter anderem mit, Körn g Georg von Sachsen habe ihm gestern erklärt, er. sei mit den Tendenzen der Anttduell-Liga ein* verstanden. München, 24. Nov. Nach einer Meldung der „Fr. Ztg." ist Reichsgerichtsrat Mildner zum Justiz-Minister ausersehen. Klatsch. Die Erörterungen über den Tod Krupp's unb den verhängnisvollen Anteil, den die bekannten Veröffentlichungen an der Herbeiführung der Katastrophe haben, dauern in der Presse fort. Mit Recht entrüstet sich der Teil der Presse, der sich aller auf Sensation berechneten oder von Parteileidenschaft beeinflußten Mache fern hält, dem auch wir uns zurechnen. Wer empfindet es nicht peinlich, wenn fein Name aus Anlaß eines cm sich unbedeutenden „Falles", infolge von böswilligen Mißdeutungen oder bergt, durch irgend welche Machinationen in der Gesellschaft bloßgestellt wird; wenn in den Häusern bei mehr oder minder Schadenfiohen Umfrage gehalten wird, und wenn das Resultat aller dieser ^^und^igungen in einem Klatsch-Menü Beutehungrigen Hier handelt es sich um das beklagenswerte Schicksal einer großen, ein ftuß reichen Persönlichkeit; es ist leider nur zu gut gelungen, so wirksam die Minen kompromittierender Nachreden zu legen, daß die Oesfentlichkeit in starre Verblüffung über bte so zuversichtlich auftretenden Anschuldigungen , versetzt wurde. Auch eine robustere Gesundheit, als diejenige Krupps, der ein herzleidender Mann war, hätte ernsten Schaden erlitten an Leib und Seele bei diesem unvermutet aus dem Dunkel auftauchenden Angriffe. Nach dem alten Satze bleibt ja von jeder Beschuldigung, jeder Verleumdung, mag sie als noch so nichtig, ja sinnlos erwiesen sein, stets etwas hängen. Dabei standen einem Krupp Mittel und Wege zur Verfügung, Joie keinem anderen, das wider ihn Vorgebrachte zu entkräften und die Urheber und Verbreiter zur Rechenschaft zu ziehen. Und selbst ein Mann wie Krupp sah bei alledem die Unmöglichkeit, rasch und vollständig die Beschuldigungen zum Schweigen zu bringen, und sich Genugtuung zu verschaffen. Ties Gefühl furchtbarer, lähmender Unfähigkeit hat manchen schon zur Verzweiflung und zu verzweifelten Schritten getrieben, der das Opfer öffentlichen Klatsches geworden war. Als, so schreibt man uns wenigstens aus Berlin, im Samstag eben die Extrablätter mit der Nachricht vom Tode Krupps rn den Straßen Berlins verteilt waren und wohl jeder nicht ganz brutale Leser der Meldung unter dem ersten Eindruck stand, daß sich hier eine tragische Katastrophe vollzogen habe, da riefen zur selben Zeit Verkäufer bes „Vorwärts" mit gellender Stimme „Sensationelle Erklärungen über Exzellenz Krupp" aus. §in paar Schritte weiter wurden „Sensationelle Tnthüllungen über das Theater des Westens kannten Herrn Gehlsen, dem früheren Herausgeber der ..Reichsglocke". Kaum ein Tag vergeht in Berlin, ohne baß nicht „Sensationen", „Enthüllungen" in Extrablättern unb Flugschriften — Graf Pückler mit den Extraausgaben feiner Antisemiten-Reden sei nicht vergessen — den Lttaßenpassanten ins Ohr geschrieen werden. Im Reichs- tag wurde jüngst eine ganze Sitzung gewidmet ben in ■neuerer Zeit vorgekommenen Uebergriffen von Beamten; -ks herrschte Uebereinftimmimg darüber, welche Herabwürdigung in der öffentlichen Achtung durch eine zu Unrecht erfolgte Sistierung oder gar eine längere Inhaftnahme ! bewirkt werde. Mit Recht! Eines aber sollte niemand vergessen! Wer sich über imbere beschwert, der sollte auch selbst soviel Achtung !5or dem Einzelnen beweisen, als er von anderer Seite 'für sich und die von ihm vertretene Sache verlangt! «ks geschieht aber nur zu häufig, daß ganz geringfügige »Geschehnisse durch privaten Klatsch, nicht durch idie Presse, durch allerlei Beiwerk zu „Ereignissen" lieraudftaffiert werden, ganz gleichgiltig, in welche schlimme und peinliche Situatton Personen, Familien, ganze Be- ttriebe gelangen. Wieviel Aergernisse und Schädigungen Ausland. Brüssel, 24. Nov. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, beabsichttgt König Leopold auf eigene Kosten einen Kvlonialpalast bauen zu lassen unb in diesem ein Kvlonialmuseum zu gründen. Der König; besitzt bereits in feinem Palafte zu Lasten eine große Anzahl kostbarer Gegenstände, die in diesem Museum untergebracht werden sollen. Tie Kosten werden auf 2 Mill. Francs veranschlagt. Nom, 24. Niov. Die hiesigen An a rche st en haben beschlossen, ein großes Protestmeeting abzuhalten, um gegen das Attentat Rubinos zu protestieren. Sie desavouieren Rubino, versichern, er sei fein Genosse, unb behaupten, das Attentat sei von der internationalen Polizei begangen worben. Ter Anwalt Gori wurde gewählt, unt in dem Meeting das Wort zu ergreifen. Man glaubt aber/ daß die Polizei "dasselbe verbieten wird. Täglich von 1 Wr - Minderbemittelte!■ Für llubmtttelte' Schwab.* 7508 Wr.63. Poliklinik fürZMtthck GltrmÄch echten PeterihnLabck empfehle in $tt W “usten Ll Heiserh sind: Ffnf-hdhonl» murUWI,rt* Henega. Zwiebel. " Mt Bieler, ito ■ff (Stcfteitir Mmtidßt b® lag der B r ü h l'fchen M W tjjr M Wy W bi» oonnuiaga 1V Uhr, Kr -- Aeneral-Ameia^ »»W1 Redaktion, ExpedttU« V/vllvI- *4111V Vi veraatwortlichr und Druckeretr i < fflx den polll u. allgein. jsi'äs” Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW g.rntl.r.tanlJ.luBWt 5t. V »an« Wien, 24. Nov. Tie von Kart Hermann Wolf an Joseph Faber abgetretene Ostdeutsche Rundschau" soll ihre extreme alldeutsche Tendenz aufgeben und sich der deutschen Volkspartei anschließen. Von Wolf verlautet, er werde auch sein Abgevrdnetenmandat niederlegen und Oesterreich verlassen. Sofia, 24. Nov. Ter Kriegsminister lehnte das Abschiedsgesuch von 80 Offizieren ab, die infolge ihrer mace- donischen Abstammung sich der macedonischen Bewegung in Bulgarien anschließen wollten. New York, 24. Nov. Dor dem Präsidentenpalast in Havana fand eine Arbeiterdemonstration statt, wobei die Polizei einschreiten mußte. Zwei Streiter wurden getötet, viele verwundet; fünf Polizisten wurden ebenfalls schwer verletzt. Caracas, 24. Nov. Ter Minister des Innern sagte ln einer Erklärung über die deutsch-venezolanischen Beziehungen: Teutschland habe niemals die Absicht zu erkennen gegeben, seine schwebenden Ansprüche an Venezuela mit Gewalt zur Geltung zu bringen. Präsident Castro habe durchaus nicht die Absicht, sich den großen Verpflichtungen der venezolanischen Regierung zu entziehen, sondern wolle sie in loyaler Weise erfüllen. Man könne aber nicht erwarten, daß er Maßregeln billige, welche die Rechte und die Würde der venezolanischen Regieimng beeinträchtigen. Weiter heißt es in der Erklärung, Großbritannien habe keinerlei Anspruch auf die Insel Patos, die fraglos zu Venezuela gehöre. Tie Blockade des Orinokoflusses, so betonte der Minister, soll trotz der gegenteiligen Erklärung Großbritanniens effektiv werden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. November 1902. — Hofnachrichten. S. K. H. der Großherzog empfingen am 24. November vormittags 98/4 Uhr den Prinzen Friedrich zu Solms-Braunfels in Audienz. •* Die Eröffnung des XXXII. Landtages wird heute nachmittag 2*/„ Uhr in Darmstadt programmmäßig vor sich gehen. Die „Darrnst. Zig." veröffentlicht das Programm, das in der üblichen Weise aufgestellt worden ist. •* Militärdienst nachrichten. Chälons, Hauptm. und Komp.-Chef im Jnf.-Lcib-Regt. Großherzogin (3. Großb. Hess.) Nr. 117, zum überzähl. Major befördert. Die Hauptleute: Graf v. d. Schulenburg-Wolfsburg, Adjutant der 49. Jnf.-Brig. (1. Großh. Hess.) unter Versetzung in das Füs.-Regt. v. Gersdorff (Kurheff.) Nr. 80, Becker im Jnf.-Leib-Rgt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, zu Komp.-Chess, Frhr. v. Ha dein, Oberleutnant im 3. Garde-Regt. zu Fuß, zum Adjutanten der 49. Jnf.-- Brigade (1. Großherzogl. Hess.), ernannt. Hesse Edler v. Hessenthal, Leutnant im 1. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Garde-Drag.-Negt.) Nr. 23, in da? 3. Garde-Ulanen-Negt. versetzt. Zimpel, Leutnant der Landw.-Jnf. 1. Aufg. (Minden), früher in der Schutztruppe für Kamerun, auf ein Jahr zur Dienstleistung beim 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118 kommandirt. *♦ Konzert-Verein. Zweites Konzert am Sonntag den 30. November. Wir haben bereits in einer früheren Nummer auf die Bedeutung von Fräulein Meyer als Beethoven-Spielerin hingewiesen. Heute fügen wir einen Kunstbericht der „Köln. Ztg." an, der unfern damaligen Ausspruch bestens bestätigt: Tie geschätzte Pianistin Frl. Hedwig Meyer eröffnete am Donnerstag einen Cyllus von vier Beethoven-Abenden. Hatte schon ein den Manen des größten Genius auf dem Gebiete der Tonkunst gewidmeter Klavierabend für Köln wenigstens den Reiz der Neuheit, so war man überrascht durch die glückliche Lösung der verschiedenartigsten, mitunter äußerst schwierigen Aufgaben. Frl. Meyer wußte für die oft liebenswürdige Anmut und Leichtigkeit oe§ melodischen Gefüges in der ersten Schaffensperiode Beethovens ebenso den richtigen Ton zu treffen, wie für die gewaltigen und großartigen Inspirationen der späteren Zeit, sodaß ihre Leistungen durchweg Respekt abnötigten. In dem duftigen Adagio aus dem Werk »>p. 2 erfuhren die pp.-Läufe und kleinen Verzierungen eine tadellose Ausführung. Tie heikle Quarten- stclle im Menuetto, an der sich sicher mancher Zuhörer oft, aber vergeblich abgeplagt hatte, konnte infolge der glatten Ausführung über die Schwierigkeiten hinwegtäuschen. Eine der schönsten Erhebungen aus der ersten Schaffenspcriode bedeutet das Largo aus der T-dur-Sonate op. 10. Eine tieftraurige Stimmung liegt auf dem Tonstück, durch kein erlösendes dur erhellt. Hier bewährte sich besonders Frl. Mevers schattierungsfähiger Anschlag, ihre Kunst, korrekt zu phrasieren, U»nd ihr Vermögen, durch feinfühliges Versenken in die Schönheiten des Stückes dasselbe zur Geltung zu bringen. Tie Sonate Werk 27 Es-dur erhält den Zu- Hörer durch ihren reichen rhytmischen Wechsel und durch größere Freiheit der Form in fortwährender Spannung. Frl. Meyer wurde auch hier den gestellten Anforderungen in jeder Weise gerecht, sei es bezüglich der Weichheit des Anschlags im einleitenden Andante oder der schwungvoll vorgetragenen Passagen des letzten Satzes. Hauptsächlich war man gespannt auf die Reproduktion der großen F- moll-Sonate (Llppassionata) der piöce de rssistance der Klaviervirtuosin. Gilt es doch hier alle Skalen des Ge- fühlslcbens, im ersten Satz dämonische Leidenschaft und schmerzliches Ringen, im zweiten tröstende Zuversicht und glaubensfrohes Hoffen wiederzuspiegeln, während im dritten Satze noch einmal die Tonbrandung zu gewaltigster Erregung anschwillt. Frl. Meyer wurde nach dem letzten Satze sehr gefeiert und durch viele .Hervorrufe geehrt. — Datz achttägige Preisschießen des Zirnmer- stutzen-Klub Gießen, welches sich einer sehr starken Beteiligung auS allen Kreisen der Bevölkerung zu erfreuen hatte, fand gestern abend im Restaurant .Aquarium" sein Ende. Der 1. Schützenmeisler A. Schmidt nahm die Preisverteilung vor; er sprach dabei seine Freude aus, daß die Mitglieder deS BrudervereinS, des Gießener Zimmerstutzen-VereinS, sich so zahlreich an der Veranstaltung beteiligt hätten. Die besten Schüße gaben ab: A. Dickors-Gießen 58 Ringe, 1. PreiS; Max Rüger-Gießen 56 Ringe, 2. Preis; Max JaS- kowsky 55 Ringe, 3. Preis; StudiosuS Hans Lyding- Hoheneiche 54 Ringe, 4. PreiS: Studiosus Karl Eicker- M.-Gladbach 54 Ringe, 5. Preis; 9L Schmidt- Gießen 54 Ringe, 6. Preis; Hrch. Carl ^-Gießen 54 Ringe, 7. Pr.; Joh. Hecker-Gießen 54 Ringe, 8. Preis; Gustav Mund- Gießen 54 Ringe, 9 Preis; Fritz Appel-Gießen 53 Ringe, 10. Preis; SL Pirr-Gießen 53 Ringe, 11. Preis; Sally Katz-Gießen 53 Ringe 12. Preis. — Grünberg, 23. Nov. Heute nachmittag hielt auf Anregung des hiesigen OrtSgewerbeoereinS der Sekretär der Handwerkskammer in Darmstadt, Engelbach, im „Engl. Hof" hier einen Vortrag über Gesellen- und Meisterprüfungen, welcher namentlich von auswärtigen Handwerkern gut besticht war. Der Redner entrollte ein Bild über den Wert und den Nutzen, welche diese Prüfungen dem Handwerker bieten, wie dieselben auSzuführen sind u. s. w. An den interessanten Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Diskussion. Der nächste Vortrag wird am 4. Januar von Profeffor Dr. CheliuS aus Darmstadt im „Rappen" hier gehalten. Kleine Mitteilunaen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Niederweisel feierte Johann Georg Marr TIL und seine Ehefrau Katharine geb. Schimpf am 24. d. M. daS Fest der goldenen Hochzeit. — Zur Anlegung des neuen Grundbuchs für Gemarkung Oppershofen finden seit Kurzem im dortigen Gemeindehaus die Vernehmungen der zahlreichen beteiligten Grundbesitzer :c. durch das Butzbacher Amtsgericht statt. — Eine Dame von Fulda kam von Bischofsheim und wollte von GerSfeld auS mit dem Rhonzug nach HauS fahren. Sie saß schon im Zug, als ein Gendarm ihre Verhaftung vornahm, sie ab- ührte und ohne Verhör einsperrte. Zwei Stunden vergingen, bis man die Verwechselung erkannte und die Dame, welche mit einer gesuchten Bremer Schwindlerin verwechselt war, wieder frei ließ. — Pfarrer Bendix zu Ober-Olm ist am 23. d. MtS. gestorben. Kroßherzogs Heöurlstafl. Gießen, 25. November. Wie alljährlich am Geburtstage des Landesherrn fand heute in der Frühe großes Wecken statt. Dazu läutete die große Glocke der Stadtkirche den Tag feierlich ein. 9ffle öffentlichen Gebäude und viele Privathäuser sind reich be- laggt: die Kasernen sind mit frischem Grün, mit Tannen rnd Guirlandcn geschmückt. Nm halb 10 Uhr begann in der Stadtkirche ein, von Pfarrer Euler abgehaltener, vereinigter Militär- und Zivilgottesdienst, dem folgender Text zu Grunde gelegt war: 2. Sam. 10, 12. „Sei getrost und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes. Ter Herr aber thue, was ihm gefällt." Ter Geistliche sprach dann über das Thema: „Was wahre Vaterlandsliebe uns als Christen empfinden und thun heißt für unser Volk." Auf den Gottesdienst folgte im Hofe der Zeughauskaserne Regimentsappell, daran anschließend Parole-Ausgabe. Hierauf spielte die Re- cp-mentskapelle auf dem Brandplatz einige Stücke. Das Gymnasium beging die Feier am Vottage, dem 24. November, in seiner festlich geschmückten Aula. Auch die Eltern der Schüler waren geladen und erfreuten sich an den Leistungen ihrer Söhne. Unter den Chören ist besonders Mozatts Hymne hervorzuheben, während es schwer fiele, die gelungensten unter den zahlreichen Deklamationen namhaft zu machen. Es war ein Strauß neuer und besonders neuester Lyrik, Gedichte, die der Direktor ausgewählt und sämtlich eingeübt hatte. Die Festrede hielt Professor 1). ©tamm in seiner markigen, eindringlichen Weise über die Notwendigkeit, mit einem im tiefsten Sinne guten Willen sich in der Schule zu bethätigen, da sie die Vorschule deS Lebens sei, und alles, was da geschehe, zum Nutzen deS Staates und zur Ehre Gottes geschehen müße. lieber die Feier des Geburtstags des Großherzvgs in der Volksschule wird uns geschrieben: Ter Schulfeier war folgendes Programm zu Grunde gelegt: Chorlied: ,Lvbe den Herrn"; Vortrag eines Gedichtes: ,Hessenland" und danu eine Ansprache mit eingelegten Festspielen: Hessen aus den drei Provinzen; Zwei dankbare Hessen. Lied: Heil unferm Fürsten rc. Tie Ansprache, von Lehrer Fritzel gehalten, behandelte den Gedanken, daß der heutige Tag ein Tag der Freude sei, ein Tag des Dankes und des Gelöbnisses unverbrüchlicher Treue gegen unfern Landeöfürsten. Am Nachmittag fand im Gesellschaftshause ein Festessen statt, an -b'em sich die Spitzen der Behörden, ein großer Teil der Großh. Beamtenschaft, Vertteter der städtischen Verwaltung und viele Privatpersonen beteiligten. S. Magn. Professor Tr. Krüger hielt folgende Festrede: Meine Herren! Am Geburtstage des Landesherm erinnern wir uns besonders gerne besten, was wir dem Fürsten schulden. Bei dem Gedanken, daß Einer der Herr sei, leitet uns freilich zunächst eine nüchterne, ich möchte sagen realpolitische Erwägung, die Erwägung, daß so am sichersten der stets bedenklichen Herrschaft des Herrn Omnes, wie Luther zu sagen pstegte, der Herrschaft der Menge, gesteuert werde. Aber von solch nüchterner Erwägung allein können wir nicht leben. Soll etwas zu unserem dauernden Besitz werden, so muß auch unser Herz dabei sein. So fühlen wir uns auch unserem Herrscher in dem Maße genähert, als wir empfinden, daß er lebendigen, inneren Antell nimmt an den Geschicken und dem Wohlergehen seines Volkes. Es ist mir und anderen m diesem Kreise erst vor wenigen Tagen wieder vergönnt gewesen, in versönlicher Unterhaltung zu erfahren, mit welchem Interesse S. Königliche Hoheit der Großherzog die Erscheinungen des öffentlichen Lebens verfolgt, wie er insbesondere der Entwickelung des geistigen Leben? seine Teilnahme zuwendet und wie er dabei in rein menschlicher Weise bemüht ist, für den Einzelnen, wie für die Allgemeinbeit Sorge zu tragen. Seine Königliche Hoheit hat bei dieser Gelegenheit auch seiner Stadl Gießen wiederholt in herzlichen Worten gedacht und die Hoffnung ausgesprochen, öfter hierher kommen zu können, wenn erst einmal die Pfalz am Brand wieder bergestellt ietn wird. Wir freuen un? dieser Aussicht. In den nächsten Wochen sollen freilich unsere Gedanken und Wünsche den Fürsten über da? Weltmeer begleiten nach dem alten, wohl un5 Allen unbekannten und doch für uns Alle reizvollen Wunderlande. Wir freuen uns, daß ihm, dem Schönheitsdurstigen und künstlerisch groß Empsindenden, sich eine neue Welt erschließen soll. Wir wollen einig sein in dem Wunsche, daß Gott ihn schütze auch außerhalb der Grenzen unseres Vaterlandes und daß er mit reichen Eindrücken und frohen Er- innerlingen zu uns zurückkehren möge. Rufen Sie, meine Herren, mit mir: .Seine Königliche Hoheit, der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, er lebe hoch! hoch! hoch!N Auszeichnungen. Seine Königliche Hohett der Großherzog haben geruht zum 25. d. M. u. a. zu verleihen: das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm. dem Mitglied des Präsidiums der Hassia Anton Bernhart, Stadtverordneter in Mainz und daS Silberne Kreuz desselben Ordens dem Dotffteher deS Kriegervereins-Dezirks Reinheim Wilhelm Ritsert, Kaufmann in Reinheim; das Ehrenkreuz mit der Krone des Verdienst-Ordens Phil des Großm.: dem Oberstleutnant Freiherrn v. Normann in Gießen, das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Major a la suite Zahn. Ferner wurde dem Rentner Otto W o l f S k e h l in Darmstadt die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm., bal Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm., )em Hofjagdsckretär, Leutnant a. T., Heinrich Roth: daS Ehren kreuz des Verdienstordens Phil, des Großm. dem Direktor des Haus- und S 'atsarchivs Tr. jur. Gustav Freiherrn Schenk zu Schweinsberg, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm. dem Ober- Rechnungsrevisor bei der zweiten Justifikatur-Abteilung !>er Ober-R"chnunoskammer Georg H o o s und Otto Zimmer: das Ritterkreuz 1. Klasse deS Verdienstordens Phil, des Großm.: dem Postdircktor Wilhelm Simm er in Bingen; das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Vhist des Großm.: dem Oberpostsekretär Christoph Sausen in Mainz, dem Postmeister August Danzinger in Osthofen, dem Oberpvstsekretär Wilhelm Cochlovius in Worms; das Allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langiährige treue Dienste": dem Postschaffner Christian Pfaff in Gießen, dem Landbriefträger Leonhard Keßler in Büdingen, dem Postschaffner And'reas Keßler in Gießen. Ten Charakter als „Geheimer Obermedizinalrat" erhält der vortragende Rat bei der Abteilung für ösfentl. Gesundheitspftege des Ministeriums des Innern, Ob'rmedizinalrat Dr. Ludwig Hauser; den Charakter als „Medizinalrat": der Kreisarzt des Kreises Heppenheim Tr. Ferdinand Schwarz: den Charakter als „Professor": der Vorstand des chemischen Untersuchungsamtes zu Darmstadt. Tr. Heinrich Weller; den Charakb-r als „Kommerzienrat": der Tuchfabrikant Michael Arzt in Michelstadt, Fabrikant Richard Avenarius in Gau- Algesheim, Kaufmann Carl August Fischer zu Bingen, Hofmöbelfabrikant Julius Glückert zu Darmstadt; den Charakter als „Sanitätsrat": die praktischen Dcrzte: Tr. Karl Becker zu Friedrichberg, Tr. Karl Köhl zu Worms, Dr. Friedrich Maurer zu Tarmstadt, Tr. Heinrich Müller zu Mainz, Tr. Heinrich Pullmann zu Undenheim, Dr. Heinrich Rapp zu Pfungstadt; den Charakter als ..Oekonomierat": der Gutsbesitzer Georg Friedrich Franz Ramge in Ueberau, Kr. Dieburg, der Gutsbesitzer Jakob Walter XVI. zu Lengfeld, der Landwirtschaftslehrer Viktor Weitzel zu Langen. Tie Krone mm Komturkreuz 2. Klasse des Veroienstordens Phil, des Großm. wurde zu teil dem Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen Ge- heimerat Maximilian Freiherrn von Gaqern zu Mainz; das Ehrenkrcuz des Verdienstordens Phil, des Großm.: dem Oberlandstallmeister Ferdinand Willich genannt von Pöllnitz zu Tarmstadt; das Ritterkreuz 1. Klasse de§ Verdienstordens Phil, des Großm.: dem evangelischen Pfarrer Ernst Aulber zu Eppelsheim, dem Direktor der süddeutschen Jmmobilienaesellschast Philipp Brand zu Mainz, dem Kommerzienrat Wilhelm Tiefenbach zu Darmstadt, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hock'chule Dr. Otto Tieffenbach zu Darmstadt, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Dr. Friedrich Dingeldey zu Darmstadt, dem Großh. Sachs. Meimcn Kommerzienrat Friedrich Feldheim zu Mainz, dem Kreisarzt des Kreises Worms Medizinalrat Tr. Sebastian Fertig zu Worms, form Sekretär bei der Zentralstelle für die Landesstatistik Regierungsrat Gustav Fertsch zu Darmstadt, dem Oberkonsistorialrat D. Dr. Friedrich Flöring zu Darmstadt, dem Kreisrat Dr. Emil Göttelman^n zu Heppenheim, dem vormaligen Direktor der städttschen Spar- taffe Adolf Heß zu Mainz, dem katholischen Pfarrer Tho mas Jennewern zu Nieder »Mörlen, dem Oberlehrer an der Diktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt Professor Karl Keil, dem Oberlehrer am Gymnasium zu Bensheim Professor Dr. Joseph Kieffer dem Oberbürgermeister Heinrich Köhler zu Worms, hem Direktor der Entbindungsanstalt in Mainz, Medizinalrat Dr. Jakob Krug, dem Kreisbauinspektor, Baurat Rickart Limpert, zu Worms, dem Meliorattonsbaurat Äugus Mangold, Vorstand der Kulturinspektion Tarrn ft dem Landesäkonomierat Wilhelm Müller, teckni'ckrs Mitglied der Mitnsterialabteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, dem Feldbereinigungskommissär um Vorsitzenden der land- und forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschaft Regierungsrat August Rach zuDarmstavt, dem Bürgermeisterei-Beigeordneten Dr. Georg Schmidt zu Mainz, dem Domkapitular Dr. Joseph Selbst zu Mainz, dem evangelischen Pfarrer Georg Sturm selS zu Seligenstadt, dem Oberlehrer am Neuen Gymnasium zu Tarinstadt Professor Rudolf Trümpert, dem eoanS- Oberpfarrer Ernst Vogt zu Lauterbach, dem Kreisrat Dr. Eduard Wallau zu Lauterboch, dem Gymnafialdirettor Dr. Theodor Walter zu Worms, dem katholischen dm^r Achatius Weismantel zu Gou-BischofSheim. dem Rat bei der Provinzialdirektion Starkenburg Regierungsrat Franz Wick zu Tarmstadt, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Tr. Karl Wirtz zu Darmstadt, dem evangelischen Pfarrer Wilhelm Zentgraf zu Oberstadt, Kreis Tarmstadt. Das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm.: dem Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Anton Kayser, dem Oberlehrer an der Volksschule zu Mainz Philivp Keil, de« Polizei-Assessor Moritz Kraemer zu T nrmftaK, dem Lehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium ft Darmstadt Georg Lerch, dem Kreisveterinärarzt Jakob May zu Mainz, dem KreiSfcuerwehr- inspektor JuliuS Moller zu Wöllstein, dem Lehrer au dem Herbstgymnasium zu Mainz Georg Marttn Petrus, dem Christoph Ruthvf, Inhaber der Schiffswerft und Maschinenfabrik Ruthvf in Kastel, dem Kreisschulinspcktvr bei der Kreisschulkomm'sfion Heppenheim Fran'> Schrod. dem Vorsteher -dhüter Bloch gestern fh-ssen. • PartS, 24. Nov. Wmmt, daß die Spur Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Gcrichtssaal. F. Gießen, 24. Nov. Gewerbegericht. Den Vorsitz führt Oberbürgermeister Mecum. Die Maurer Tobias Brückel von Kirch-Göns und Heinrich Klein von Treis a. d. Lda. verlangen von dem Bauunternehmer Johann Georg Pfaff rückständigen Lohn. Dea Beklagte habe willkürlich den Stundenlohn von 33 Psg. auf 30 Psg. herabgesetzt. Da Beklagter im heutigen Termin nicht erschienen ist, hat das Gericht auf Antrag der Kläger Versäumnisurteil gegen den Beklagten erlassen. Universitäts-Nachrichten. -r.Marburg, 24.Nov. Die Gesamtzahl der Studieren- leri an hiesiger Universität beträgt in diesem SpmPi.er 1111 tW Hinzurechnung der zum Höi-»n dcr Vorlesungen Berechtigten. te studieren 96 Theologie, 301 Jura, 167 Medizin, 447 Philologie. digte Vortrag über die Schweiz im deutschen Geistesleben^ Kundgebungen der ©tu*' lampenexplosion verursacht war. "' Nov. In Artolsbeim wurde der Neuclte Weläuiinen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger. R. B. Darmstadt, 25. Nov. Die Zweite Kammer der Landstände trat heute vormittag 12'/, Uhr zur zweiten Sitzung zusammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung hielt Präsident Haas eine Ansprache, in welcher er des Geburtstages des Grotzherzogs gedachte und ihm zu seiner bevorüehenden Rei e nach Indien Gesundheit und glückliche Heimkehr wünschte. Darauf nahm das Haus die Wahl der Ausschüsse vor. Der Präsident Kunst und Wissenschaft. - Oskar Blumenthal und Gustav K ad elburg toten eine neue gemeinschaftliche Arbeit vollendet, bte im Berliner .esj ng°THeater am 10. Dezember zur Erstaufführung kommen rotrb. ’nr 18. Oktober erst wurde im gleichen Theater „~a§ -.heater- io r f* von Blumenthal und Kadelburg zum ersten Male auf- Mhrt. Und schon am 10. Dezember ein neues Stuck! Tas mit man ftiriflfeit. ---- Peking vom 24. November: Ein österreichischer Matrose, der Polizeidienste that, tötete durch einen Schuft einen angetrunkenen italienischen Matrosen, der sich bei der Festnahme widersetzte. Der Vorfall verursachte große Erregung. Um Zusammenstöße zu vermeiden, dürfen die österreichischen und italienischen Truppen die Kasernen nicht verlassen. EspierreS (Belgien), 25. Nov. In einem Anfalle von Geistesstörung hat die Frau eines Lehrers ihren drei Kindern mit einem Rasiermesser die Kehle durchge^ chnitten. Die Frau wurde in eine Irren-Anstalt ge* bracht. Paris, 25. Nov. Der wegen Verdachts der Ermordung, der Amerikanerin Gore verhaftete SängerNydzenski wurde nach Meldungen au§ Paris wieder freigelaßen. Rom, 25. Nov. In dem Prozeß gegen die Helfers» Helfer des Banditen Varealona werden über 6 00 Angeklagte und mehrere Tausend Zeugen vor Gericht stehen. Bern, 25. Nov. Der von Profeßor Vetter angekün» 4*/,% Oesterr. Silberrente 4% Unerar. Goldrente . . 40/. Italien. Rente . . , 4Va% Portugiesen . . , RO/ Portugiesen. , . . 1 % C. Türken . . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopo1 -Anl. 4l/a% äussere Argentiner Kandel und Verkehr, yallisunnfdjaft. Oberrheinische Bank Mannheim. Die Direktion teilt mit: Wenu wir uns heute über eine Dividende schlüssig zu machen hätten, würden wir vorschlagen, den I a h r e s g e w i n n vollständig in R e s e r v e zu stellen und keine Dividende auszuschütten. Durch das unerwartete Falliment der Aktien-Gesellschaft für chemische Industrie und des einen und anderen schwachen Kunden werden unsere für zweifelhafte Debitoren gebildeten stillen Rücklagen ziemlich aufgezehrt und wir müssen deshalb für enent. Verluste an den den Rheinau-Gesellschaften und dem verhafteten Direktor Böhm gewährten Vorschüssen Vorforge treffen. Indessen er-scheint es möglich, daß, wenn die schwebenden Verhandlungen mit den Gläubigern der Rheinau-Gesellschaften nnb der badischen Staatsbahn zu einem für das Interesse aller Beteiligten notwendigen Abkommen führen sollten, wozu gute Aussicht vorhanden ist, eine mäßige Dividende in Vorschlag gebracht werden kann. Im Vorjahre wurde ein Reingewinn von 1364 387 Mk. erzielt, woraus 6 Proz. Dividende verteilt wurden wie in den vorher- in jeder beliebigen Schriftart und Karton« Dllinflnen forte, sowie mit Sirkein aller studentische« Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen vrühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstrasie Z Orkan in Südamerika. Nach einer toung der ,Ag. Havas" aus Buenos Aires suchte ein örttm die Stadt San Urbano in der Provinz Santa Fe tii:n. Etwa Hundert Häuser wurden zerstört, fünf Honen getötet, 15 schwer verletzt. Eisenbahn- und Tele- ircrvhenverkehr sind unterbrochen. Landwirtschaft. be. Marburg, 24. Nov. Tie Einnahmen für Gemeindeobst im Kreise Marburg betrugen in diesem Jahre 19135,45 Mk. gegen 9657,65 Mk. im vorigen Jahre. Obenan steht das Dörfchen Bauerbach mit 2613,35 Mk. cf1', dem Rechtsanwalt tmb Notar Ferdinand Gailn 5 in 5a tmstadt, dem Rechtsanwalt Tr. Ernst Emil Hoffmann i Tarmstadt, den Notaren Peter Hubert in Oppenheim B hü Tr. Jakob Sieglitz in Bingen der Charakter als I lAnfHjrat", dem Genchtstostenrevisar Karl Hohenstein i Larmstadt den Charakter als „Rechnungsrat" und dem tüiininalschutzmann bei der Staatsanwaltschaft am Land- xrncht der Provinz Starkenburg Jakob Daniel den Cha- itret als Kriminalkommissar; ferner erhielten das Kom- tnlreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Grvß- lMigen Ministerialrat Dr. Georg Best, RcichSgerichtsrat bsrhard Weller in Leipzig, Präsident des Landgerichts h* Provinz Oberhessen Gustav Kullmann und sräisident des» Landgerichts der Provinz Starkenburg tilhelm Herzberger; das Ritterkreuz L Klasse dieses stüiens: Reichsgerichtsrat Karl Ewald in Leipzig, ibörstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen ti. Heinrich Schmidt, Landgerichts rat bei dem Land- ei cht der Provinz Rheinhessen August Fabricius, kbliramtsrichter bei dem Amtsgericht Mainz Ludwig 908 Studenten stammen an? dem Königreich Preußen die übrigen 203 aus anderen deutschen Staaten und dem Auslande. Im vorigen Wintersemester zählte man uns 1054 Studenten. Der Würzburger UuiverfitätSstrcit ist, wie au§ der telegraphisch erfolgten Meldung von der Ernennung der Professoren Ehroust und Forster zu ersehen ist, endlich zu einem Abschluß gelangt, von dem man hoffen darf, daß er der Universität dauernden Frieden bringen wird. Am gleichen Tage ist die Ernennung der außerordentlichen Profefforen Ehroust und Forster zu orbentl. Professoren vollzogen worden. Die Beförderung Ehrousts mufjte nach den Beschlüssen des bayerischen Landtags und nach der ganzen Situation vollzogen werden; es erwuchs aber daraus für den Kultusminister die Aufgabe, gleichzeitig einen Schritt zu thun, durch den es unmöglich gemacht würde, diese Beförderung in einer der Würzburger Universität und ihrem Lehrkörper feindlichen Weise au§iiibeuten und auszubeuten Für die Fakultät war f. Z. der Streit zwischen Ehroust und Förster der eigentliche Stein des Anstoßes. Es handelte sich also vor allem darum, diesen Streit aus der Welt zu schaffen, und daß dies gelungen ist, darf man aus dem gleichzeitigen Eintritt der beiden Gelehrten in das Professorenkollegium sicher schließen. Es lagen aber wohl auch, wenn man einem von den „9)L N. N." erwähnten Gerüchte glauben barf, Versprechungen bes früheren Kultusministers vor, bte biefer freilich zu erfüllen sich nicht für verpflichtet hielt. Für ben neuen Kultus- Minister konnten jene Versprechungen kaum binbenb sein, aber seine Loyalität hat ihn offenbar bie Gelegenheit gerne ergreifen lasten, einem tüchtigen Gelehrten unb Lehrer für fein Verbleiben an ber bayerischen Hochschule, von der vorteilhafte Berufungen ihn nach auswärts hatten ziehen sollen, durch die verdiente Beförderung Tank und Auszeichnung zu gewähren. chvs Dr S MW mit ber U zu Sorm?, < hmrich Müs, mann g H^nt Wt; den Charakter aß ' Ge°rg Friedrich Frm 3- der Gntsdesiher er Landwirtschastzlk^ , Krone zum kointurkmz il- des Großm. ipurbe» Provinz RheinUenL mn ©agern zu üMm- dens Phil rd Willich genantts erkreuz 1. Klasse deS L- )em evangelischen dem Direktor k Ä Wipp Brand - ' -z, esenbach jufcrrabt, der Techniker sr.-^ule rmstadt, dem Mchm Hochschule Tt gebrich 1 Großh. M kheimeu eimzu MchimKreÄ alrat Ä. Bitian Her- et der ZenirMe für bi! tstav Fetisch , Jr. Friedrich Flörstj M SitUtmannn ’ttot der Mchen Är- tatWm ^orterÄ Torfen, bem verseh' Lehrerinnenseminar' dm C6erlet|«t - t =£t. UO R'ti1" m »M mtoetot, lelioratimSbimt« ituiich'ktion r- rtm flilltt, s- uralt M l-Qi «ter er am W - ,gang. Sä n wiK’L tutrfj 'Ä-iri af^L/ötimnaM W ^eiSseurr^ dem, ft« SS»»>?Ä gakob AÄ* teMe werter mft, daß dem Haufe der StaatShauShaM-Ftttt hri ben nächsten Tagen zagehev würbe. Da es durchaus notroenbi^ ist. wegen zwei bringenben Vorlagen noch vor betn 1. Zanuar^ eine Sitzung abzuhalten, sinbet morgen keine Sitzung mehr statt. Berlin, 25. Nov. Graf Pückler wurde wegen An-> reizung zu Gewaltthätigkeiten in zwei Fällen zu 7 00 Mk^ wegen Beleidigung des SanitatsratS Neirmann zu 3 00 Mk. Geldstrafe verurteilt. Der Redakteur Weber wurde wegen Beleidigung zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Alle anderen Angeklagten wurden freigesprochen. Die Verhandlung wegen Beleidigung der Mitglieder der 2. Straf- 'ammer wurde zwecks weiterer Beweiserhebung auf SamLtag vertagt. Berlin, 25. Nov. Dem ,B. zufolge hat sich die Majorität des Stadtverordneten-Ausschußes zur Vorbereitung der Bürgermeisterwahl gestern dahin entschieden, der Stadt- verordneten-Versammlung den ehemaligen Konsistorial- rat Dr. Georg Reicke für den Posten eines zweiten Bürgermeisters vorgeschtagen. (R. war bekanntlich s. Z. wegen ferner Angehörigkeit zum Gocthebund lebhaft angefeindet worden. D. Red.) Berlin, 25.Nov. General Delarey ist gestern abend nach München abgereist. Berlin, 25. Nov. Wie der „Lok.-Anz.^ mitteilen kann, hat Krupp noch zwei Tage vor seinem Tode seine Teilnahme an der bevorstehenden Enthüllung eines Denkmals für den verstorbenen Freiherrn v. Stumm in sichere Aussicht gestellt. Dresden, 25.Nov. Der Verband der sächsischen Industriellen hat an das geschäftsführende Direktorium der Krupp'schen Werke eine Beileidskuudgebung abgesandt. London, 24. Nov. Reuters Bureau meldet auS rasch wieder ausgenommen werden kann. Der Schaden, den die Naphta-Jndustrie-Gesellschaft erleidet, ist vollständig durch Versicherung gedeckt. New-Port, 25. Nov. Der in Habanna zur Unterstützung der streikenden Zigarrenmacher begonnene Generalstreik hat zu Unruhen geführt, wobei sich die Abneigung gegen die Amerikaner dadurch äußerte, daß diese mißhandelt wurden. Der Mob versuchte das Palais beS Präsidenten Palma zu stürmen. Von den Polizisten, welche die Menge zurückdrängen wollten, wurden viele verwundet. Ein Hauptmann wurde getötet. Auch drei Streikende blieben tot auf dem Platze. Der amerikanische Gesandte ersuchte den Präsidenten Palma um Schutz des Lebens und Eigentums der Amerikaner, da er sonst die in den Kasernen bereit gehaltene amerikanische Fußartillerie eingreifen laßen würde, bte noch als Besatzung für bie geplante Küstenbefestigung anwesenb ist. semndörfer, Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht krsheim Hugo T a s ch ö, Oberamtsrichter bei dem Amts- ficht Groß-Gerau Ludwig Hechler und Notar Justiz- ri Heinrich Haas in Mainz; das Ritterkreuz 2. Klasse teses Ordens: Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht sa- mstadt II., Johann Müßig und Gerichtsschreiber bei pm Amtsgericht Büdingen Heinrich Born; das Silberne sic-mz dieses Ordens: die Gerichtsvollzieher Adam ‘a Ülo 6 Acker in Lorsch und Dietrich Vorn h Gießen; das Allg. Ehrenzeichen mit der Fn- strrift: „Für langjährige treue Dienste" Gefangen- simter am Hastlokal in Nidda Ludwig Diehlmann, U- K'omturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps Großmütigen: dem Ministerialrat und Vorsitzenden der ßtln'lung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen ko nmilian Freiherrn v. Biegeleben; das Ritterkreuz 1 Masse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: iim Ministerialrat und Vorsitzenden der Abteilung für ße iierwesen bes Ministeriums der Finanzen Dr. Johannes (e f e r, dem Steuerkommi.sär des Steuerkommissariats si'idberg, beauftragt mit Wahrnehmung der Dienstver- rih'tungen eines vorttagenden Rats in der Abteilung für k!e rerwesen des Ministeriums der Finanzen, Oberfinanz- nt Tr. Franz Knell, dem Steuerkommissär des Steuer- tmmissariats Groß-Gerau, Regierungsrat Adolf Schmidt, kni Oberförster der Oberförsterei Darmstadt, Forstmeister kml Kullmann, dem Direktor der Hessisch-Thüringischen ilanatdlotterie, Geheimen Finanzrat Tr. Paul Götz; das dr. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit": loitmeffter August Oechler in Rainrod, Kreis Schotten, kirflenwärter und Güteraufseher Justus Müller in Il ien-Buseck, Waldarbeiter Johannes Fvlck V* in ve^irhausen, Waldarbeiter Heinrich Becker in Uden- snaien, Waldarbeiterin Maria Luft in Bermuthshain, ia ldarbeiterin Katharina Luft in Bermuthshain. — ten Charakter als .Geheimerat" erhielt Ministerialrat Wil- s-lm Milbrand; den Charakter als „Geheimer Oberforst- d'Oberforstrat Dr. Philipp Walther; ben Charakter i ti „Forstmeister": Ministerialsekretär Oberförster Cornelius ! 6u ntrum; ben Charakter als „RechmmgSrat": Hauptsteuer- tntirenbant bei bem Hauptsteueramt WormS Georg Balzer, siiupsteueramtSrenbant bei bem Hauptsteueramt Bingen Adam lssnloch, Buchhalter bei ber HauptstaatSkaße Ferbinanb to rmet, Ministerialreoisor bei ber Buchhaltung beS Mini- ßnoimS ber Finanzen Karl Schmtbt, Ministerialreoisor bei fr: Buchhaltung bes Ministeriums ber Finanzen Karl Frieb- ch Büttel; ben Charakter als „Renbant" berBezirkskassicr r ^«llzey Albert Scriba, in Bübingen Heinrich Rapp, in liainz Höhler. Vermischtes. November Barometer auf 0° reduziert t : *2 S ä Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit X S- i Winbstärke Wetter 24. 2“ 746,5 -1,6 5,1 100 8 1 Beb. Himmel 24. 9iS 744,1 -2,0 5,3 100 SSE. 1 Bed. Himmel 25. 7" 739,6 -2,2 5,3 100 8 1 Beb. Himmel 8207 S. Heichelheim. 8209 Der Vorstand. Volland, Sächsischer Aazar 8202 Hoflieferant Weisse Grosse Auswahl ifcel Einzelne FeDteppl* Kaffee- u T'ieegeecbirre Fuaaslcke o. Wannfla*cbes. ■ Illi et nein dje Mlltn-Gkl »che Offeiit Strllrii fliinf-On'fudji' .Icvmietiimicn vkrWtdtiits Komplette Spelaeservlee Komplette einfache n. ffeine Gamitaren < billigst, Waschgarnltnren. 05206] Mädchen nimmt no: Kunden an im Wettzzengnähes auch nach mtiroortS. Zu edrag in der Expedition d. Bl. Perkeo. MittseH, 26. Xn. Metzclsuppe Kumorillischer Abend Kompot- and Dessert- Service in Pressglas, Crietall geschl. n. Fayence, moderne Decora. Küchengarnituren. Nickeiwaren. 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Behufs einer ErgänzungSwahl deS Vorstandes unserer -Gemeinde für das nach dem Dienstalter auStretend« Mitglied Herrn Nathan Rosenthal liegt die Liste aller Stimmberechtigten drei Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bureau deS unterzeichneten ersten Vorstehers offen und können Einwendungen gegen den Inhalt der Liste nur während dieser Frist zugelaffcn werden. Gießen, den 25. November 1902. Der Vorstand der Israel. Religionsgemeinde Gießen. (Sut erhaltener Kinderschlitten zu faulen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 05204 an die Expedition d. BlttS. erbeten. WertioMchtiillg. Die der Gemeinde Wieseck ge- hörige Fischerei deS Mühlgrabens bei der Badenburg soll SamStag, den 29. November dS. IS., nachm. 2 Uhr auf dem hiesigen Bürgermeisterei- bureau auf weitere 9 Jahre verpachtet werden. Pachtliebhaber sind freundlichst eingeladen. W i e s e ck, 21. November 1902. Gr. Bürgermeisterei Wieseck. 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Möller, Marktplatz d. au^ kann dasselbe bei den fibnafl Vorstands-Mitgliedern gefchede» 8201________Der Vorstands a ooooooooOö Gieizener ^tadtthcater. Mittwoch, den 26. Nov. ISOk s.WlkStöMeZMiiiil. Auf allgemeinen Wunsch wiederholt! Unsere Marine. Große GesangSpoffe in 4 Alls! von W. Mannstedt. — Musvl von G Lteffens. Anfang 8Ubr. Ende nach 10' ,Ubt Eintrittspreise: Loge Mk. 1,20' Saal 50 Pf., Gallerie 30 Uf- DOOOOOOOO J. Ofenschirme und -Vorsetzsf