Dienstag Ä5. März 1903 ISS. Jahrgang Zweites Blatt. E3 Nr. 71 Erscheint tägNch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem besfischeu Landwirt die Lietzener Famllien- blöttcr viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B rüh l'schen Untvers.-Buch- u.Stein- druckeret (Piets ch Erben) Redaktion. Erpedttwn und Druckerei: Schnlstratze S. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechansckilußNr.51. ______ - _ Ä ve-ugSpreiS: monatnch7b Pf., viertel GichenerAnzeigers w General-Anzeiger v Verantwortlich: v * für den poht. u. allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MUZ zeigenteil: Hans Beck. 5>le Heutige Yummer umfaßt 10 Seite«. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Restaurateurs Heinrich Elges dahier ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist verhängt. Gießen, 25. März 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. «== ' .. ■■ — «"■■■ — Volttische Tagesschau. Graf Bülow em Freund des mündlichen Verfahrens. Nach einer römisch en Depesche des ,^3erl. Lok.-Anz." ist die Abfahrt des Ministerpräsidenten Zanardelli nach dem Gardasee zu einer Zusammenkunft mit dem deutschen Reichskanzler auf Donnerstag abend festgesetzt. Zanardelli und Prinetti wurden gleichzeitig in längerer Audienz von König Viktor Emmanuel empfangen. Nach einer anderen Meldung wird am Sonntag Die Zusammenkunft des Grafen Bülow mit dem italienischen Ministerpräsidenten und Prinetti alter Wahrscheinlichkeit nach in Komo stattsindem Diese öfter arbeit des Reichskanzlers giebt einem unserer Berliner Mitarbeiter Veranlassung zu Bemerkungen über den Arbeitseifer und die Arbeitskraft des leitenden deutschen Staatsmannes. Er schreibt uns: Seines Fleißes darf sich, nach Lessing, jeder rühmen. Gras Bülow weiß die kostbare Zeit zu nutzen, dadurch, daß er ein entschiedener Freund des mündlichen Verfahrens ist. Von welchem Wert das für die Erledigung oer Geschäfte ist, dafür ließen sich mancherlei Beispiele anführen. Es sei nur daraus hiugewieien, daß bei Anfragen aus dem Parlament, nicht solchen in der Form von Interpellationen, sondern rm Verlauf von Reden, in der Regel der betreffende Ressortches sehr bald in der Lage ist, die Auffafsung des Reichskanzlers zur Kenntnis zu bringen; Graf Bülow wieder unterrichtet sich in kurzer Zeit über die Meinung der Bundesregierungen. Es ist kein langsamer, schwerfälliger Jnstanzengang, sondern eine Erledigung „Zug um Zug". Graf Bülow darf das Verdienst beanspruchen, dies beschleunigte Verfahren eingeführt zu haben. Man erzählt, daß er in Bezug auf die „Fixigkeit" des Dienstes die größten Anforderungen an seine Beamten stellt, freilich auch in demselben Maße an sich selbst. Was der Tag bringt, muß am selben Tage ausgearbeitet werden, das ist das Prirrzip. Bor allem hält Graf Bülow darauf, daß ihm sofort Vortrag gehalten toirb, sobald es sich um eine wichtige Frage handelt. Unter dem Fürsten Hohen lohe war, eine begreifliche Folge von dessen hohem Alter, die Verbindung zwischen dem ersten Beamten und den Staatssekretären des Reiches ziemlich locker geworden. Eine der ersten Sorgen des Grafen Bülow war, eine straffe Organisation insofern her- zusteUen, als die Staats'ekretäre, zumal die Chefs der Reichsämter des Innern, des Aeußeren und der Finanzen, regelmäßig Instruktionen einholen. Tas seltsame Schauspiel, das sich hier zuweilen der politischen Welt bot, Daß sich verschiedene Regierungslager bildeten, deren Offiziöse sich nach Kräften befehdeten, sodaß man oft nicht zu sagen wußte, was denn eigentlich die Meinung der Regierung sei, dies Schauspiel ist vom Repertoire verschwunden. Gras Bülow hält die Leitung der „Geschäfte" fest und duldet keinen „rollenwidrigen Seitensprung". Diejenigen Offiziösen, die sich in die neue Lage der Tinge nicht finden konnten, wurden durch ein einfaches Mittel entfernt: durch die strikte Anweisung an die politischen Beamten, Verbindungen mit der Presse, direkt ober indirekt, nur zu pflegen mit Wissen und Billigung des Kanzlers. Es ist seitdem eine bemerkenswerte Umwandlung eingetreten, mit der Wirkung, daß kaum noch Klage geführt wird über mangelnde Einheitlichkeit in der Regierung, bekanntlich ehedem ein Thema, das immer wieder Variationen hergab. Graf Bülow, der seinerseits außerordentlich häufig, in mancher Woche Tag für Tag, Vortrag beim Kaiser hat, erblickt in der persönlichen Zusammenkunft, in der Aeuße- rung von Meinung und Gegenmeinung, das beste Mittel, die Geschäfte zu fördern. So war auch die Zollkonfe- re n z in Berlin, wozu die Einladungen an die Vertreter der Bundesregierungen ergingen, der zweckmäßigste Weg, die Ansichten, Wünsche und Stimmungen der Regierungen in Erfahrung zu bringen und auf Grund der Resultate den sehr schwierigen Ausgleich vorzubereiten. In den lang sich hinziehenden Sitzungen des preußischen Staatsministe- rinms, Denen Graf Bülow präsidiert, werden nicht nur einzelne Fragen, die gerade zur Entscheidung stehen, erörtert, sondern es findet auch wohl eine Diskussion über die allgemeine politische Lage statt. Graf Bülow hat seine Neigung für die auswärtige Politik beibehalten. Die entscheidenden Direktiven, der Verkehr und die Aussprache mit den Botschaftern, die wichtigeren Noten an die auswärtigen Kabinette, das alles wird von ihm persönlich erledigt. Ebenso die Konferenzen mit führenden Parlamentariern. Tas Prinzip des mündlichen Verfahrens, zu dem sich der Reichskanzler bekennt, kann als ein höchst nachahmenswertes Beispiel gelten auf gar manchem Gebiet unseres, öffentlichen Lebens. Trotz der wohlgemeinten Anordnungen über „Verminderung des Schreibwerks" sind noch so vielfach „Eingaben" erforderlich, oft Zeitverlust von Wochen herbeiführend, wo , r. > und Antwort in wenigen Minuten Tauer eine klare Entscheidung schaffen könnten. Zn TiSzaS Tode. Dir „gtorbb. Allg. Ztg." schreibt teils offiziös: Die Kunde von dem Ableben Koloman Tiszas wurde in unseren politischen Kreisen mit wahrer Teilnahme ausgenommen. Die Verdienste, die sich Tisza um die Pflege der Bundnis- beziehungen Oesterreichs-Ungams zu Deutschland erworben )at, werden unvergessen bleiben, wie sie auch in der Vergangenheit bereitwillige Anerkennung gefunden haben. Die historische Ehrung dieser Verdienste war, daß der Kaiser während seines Besuches in Wien, im Jahre 1888, Tisza in besonderer Audienz empfing und ihm persönlich die Jn- ignien des Schwarzen AdlerordenS überreichte. Mit aufrichtigen Gesinnungen schließen wir uns beim Heimgang des hervorragenden Staatsmannes der nationalen Trauer unserer ungarischer Bundesgenosien an. \ Der deutsche Reichskanzler sandte dem ungarischen Ministerpräsidenten v. Szell ein Telegramm, in dem er innigsten Anteil an dem tiefen Schmerze Ungarns über das Hinscheiden Tiszas ausdrückt. Im ungarischen Abgeordnetenhaus widmete Präsident Apponyi dem Verstorbenen einen ergreifenden Nachruf. Die Anträge auf protokollarischen Ausdruck des Schmerzes über den Verlust, Niederlegung eines Kranzes, sowie Teilnahme am Begräbnisse werden angenommen. Ministerpräsident v. Szell schließt sich dem Präsidenten an; seit gestern gehöre Tiza der Geschichte an, welche seine Trauer würdigen, seine Verdienste hervorheben und seine Thätigkeit gerecht beurteilen wird; sein Andenken wird unauslöschlich leben. Zum Andenken der Trauer wurde die Sitzung geschlossen. Der Antrag des Ministerpräsindenten von Szell, die Bahre im National-Museum aufzustellen, wurde von der Famllie des Verstorbenen dankend abgelehnt. Deutsches Keich. Berlin, 24. März. Der Kaiser konferierte heut«' Vormittag mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts Frhr. von Richthofen und hörte alsdann im Schlosse den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lukcmus. Um 12s/4 Uhr empfing der Monarch den bisherigen russischen Militärattache, Grafen v. Nostiz. — Der Kais er wird Ende April als Jagdgast seines Schwagers, des Herzogs Ernst Gunther in Princkenau, speziell zur Birkhahn- und Auerhahn-Balz, erwartet. — Der Kaiser genehmigte gestern nach der Besichtigung in dem Atelier des Prof. Eberlein das Modell des für Rom bestimmten Goethe-Denkmals. Auch die Kaiserin wohnte dem Besuch des Ateliers bet. — Prinz Heinrich sprach der hiesigen amerikanischen Botschaft seinen Dank für den Empfang bei seiner Ankunft in Cuxhaven durch den amerikanischen Marineattachee Beehlew in folgender Depesche aus: Empfangen Sie und die übrigen Mitglieder der Botschaft meinen innigsten Dank für den Empfang bei meiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten. Ich werde niemals die herzliche und großartige Gastfreundschaft vergessen, die mir in Ihrem Lande zuteil wurde, und die mir vom amerikanischen Volke bewiesene Freundschaft. — Der Fürst Neuß a. L. ist gestern Nachmittag ans Obermais bei Meran totkrank in seiner Residenz Greiz wieder eingetroffen. Um Aufsehen zu vermeidens?), wurde der Fürst von Reichenbach aus ins Schloß getragen. — Der „Reichsanzeiger* veröffentlicht die Ernennung des vortragenden Rates im Reichsamt des Innern Gruner zum Präsidenten des kaiserlichen Aufsichtsamts für Privatversicherungen. — Der „Neichsanzeiger* veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Feststellung des Reichshaushaltsetats für das Rechnungsjahr 1902 vom 20. März d. Js. — Staatssekretär Graf Posadowsky hat dem Reichstage zugehen lassen: Die Bestimmungen betr. die Beschäftigung von jugendlichen Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern einerseits in Glashütten, Glasbeizereien und Sand- bläsereien, andererseits in Rohzuckerfabriken, Zuckerrassinerien und Melasse-Entzuckerungsanstalten. — Gegenüber einer Blättermeldung berichten die „Berl. Reuest. Nachr.", daß der Reichskanzler sich die Entscheidung über den Zeitpunkt der Verlegung des Gesetzentwurfs, betr. Abänderung des deutschen Zucker st euergesetzes vom 27. Mai 1896 vorbehalten hat. Die Angabe, dieVerbrauchs- fteuer solle von 20 auf 16 Mk. für 100 Kilogramm ermäßigt werden, beruht auf Kombination. — In dem neuen Zucker st eur-Gesetzentwurf ist die Kontingentierung fallen gelassen und demgemäß auch eine Neuregelung derBetriebssteuer vorgesehen. Jedoch ist die Staffelung der Betriebssteuer beibehalten, um den kleineren Zuckerfabriken den Wettbewerb mit den größeren weiter zu ermöglichen. — Die vom Bundesrat beschlossenen Ausführungs- Bestimmungen zum Fleischbeschaugesetz sollen am 1. Januar 1903 in Kraft treten, vorausgesetzt, daß sämtliche Einzelstaaten bis dahin mit den erforderlichen Vorbereitungen und Einrichtungen fertig sein werden. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Bekanntmachung betr. Einrichtung und Betrieb von Steinbrüchen und Steinhauereien (Steinmetzbetrieben). — Die zweite Kolonialabteilung trat heute unter dem Vorsitz Dr. Stübels zu einer Konferenz Sachverständiger und Interessenten auf dem Gebiet des Anbaues und der Verwertung von Baumwolle zusammen. Folgende Beschlüsse wurden emftimmig angenommen: Erstens die Konferenz nahm mit Interesse Kenntnis von dem Bericht über die befriedigenden Ergebnisse der Baumwoll-Expedition des kolonialwirtschaftlichen Komitees nach Togo und spricht dem Komitee Dank aus; zweitens, unter der Voraussetzung, daß die erforderlichen Geldmittel von den Interessenten und dem Gouvernement zur Verfügung gestellt werden, soll unter der Leitung des kolonialwirtschaftlichen Komitees eine landwirtschaftliche Expertise nach den Vereinigten Staaten zum Studium des Baumwollbaues entsandt werden. Die dortigen Erfahrungen sollen verwertet werden durch Anlegung von Versuchsstationen behufs Einführung der Baumwollkultur als Eingeborenenkultur in Deutsch-Ostafiika. — Zu dem Deutsch-Niederländischen Kabelabkommen, wodurch für Deutsch-Neu-Guinea und die deutschen Südsee-Jnseln die Möglichkeit eines telegraphischen Verkehrs geschaffen wird, erfährt die „Nationalzeitung", daß durch eine Niederländische Privatgesellschaft das projektierte amerckanische Kabel nach Quam verbunden werden soll über Palau einerseits mit Niederländisch-Jndien, andererseits mit China. Der Anschluß nach Menado soll Staatskabel sein, hingegen die Privallinie nach China und die übrigen Anschlüsse Deutschlands und Hollands angemessen unterstützt werden. Deutschlands Leistung werde von der Höhe der Bewilligung der Generalstaaten abhängen. Der Gegenstand werde nicht alsbald den Reichstag in Gestalt eines Nachtragskredits beschäftigen. Bis zur Ausführung des Planes dürfte noch längere Zeit vergehen. Die betr. Privatgesellschaft brachte aber bereits das nötige Kapital auf. Ausland. London, 24. März. Tem „Globe" wird aus New- bork gemeldet, der Sekretär für Ackerbau, Wilson, habe dem Präsidenten Roosevelt und dem Staatssekretär Hay gewisse Gegenmaßregeln gegen die Beschränkung der Einfuhr amerikanischen Fleisches in Deutschland vorgeschlagen; sie beziehen sich, tote bereits früher angedeutet wurde, auf die Einfuhr von deutschem Bier und Wein und allen Fleischprodukten, wie Würsten und Schinken. Das Kabinett soll Wilsons Vorschläge billigen. Ter deutsche Botschafter v. Holleben besuchte Hay und besprach Tarisfragen mit ihm. Hay wird vorläufig bei der deutschen Regierung keine Vorstellungen erheben. Ter Tarif krieg soll sich erst entwickeln, Die Diplomatie könne später folgen. (Man beachte, daß diese Meldung aus London kommt! Die Red.) — Aus Hongkong wird gemeldet: Die kaiserlichen Truppen in Kwang-chau haben beim Eintreffen der Rebellen die Flucht ergriffen. Die Rebellen bemächtigten sich des Arsenals und des gesamten Proviants und setzten alsdann Die Gefangenen in Freihell. Verstärkungen, die von den Regierungstruppen in (Santon gefordert wurden, wurden mll dem Bemerken ab« gelehnt, daß die Stadt Ganton sich nicht von Truppen entblößen könne. Paris, 24. März. In St. Maur sand gestern eine nationalistische Versammlung statt. Es kam zu einer Schlägerei mit den Sozialdemokraten. Die Nationalisten wurden beim Verlassen des Versammlungslokals von den Sozialisten mit Steinwürfen empfangen, wobei 20 Personen verletzt wurden. Tie Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. — Ter P a p st wird in den nächsten Tagen eine Ency- llika veröffentlichen, die besonders Frankreich betrifft und die Notwendigkeit der Religion für den sozialen Fortschritt darlegt. Sämtliche französischen Bischöfe erhalten eine llebersetzung des päpstlichen Schreibens, mit deren Verbreitung sie beauftragt werden. Die hiesigen Blätter behaupten, es handle sich hierbei um eine Wahl-Propaganda. — Kammer. Allemane befürwortet einen Antrag, nach dem die vom Staatsgerichtshof Verurteilten und Mitglieder von Familien, die früher in Frankreich geherrscht haben, nicht wählbar sind. Dieser Antrag wird an die Kommission verwiesen. Firmin Faure bringt einen Antrag ein, nach dem der Bagdadeisenbahngesellschaft untersagt werden soll, in Frankreich Aktien und Obligationen zu emittieren, es sei denn, daß das französische Parlament die Emission gestattet. Deutschland werde dort überwiegenden Einfluß gewinnen; er verlange deshalb für den Antrag die Dringlichkeit. Die Dringlichkeit wird verworfen. — Gin hiesiges Blatt versichert, daß der Versuch eines Einverständnisses zwischen Deutschland und Frankreich in Betreff Portugals gemacht wurde und daß er in Wirklichkeit die Interessen der deutschen und französischen Inhaber portugiesischer Staatsrenten vereinigen und gegenüber England schützen sollte. Dieser deutsche Versuch sollte die Einleitung eines weitgehenden Einvernehmens mit Frankreich gegenüber England sein und es feien positive Anerbieten in diesem Sinne gemacht worben. Im französischen Ministerium des Aeußern würde sich wohl noch eine Spur dieser diplomatischen Aktion finden. Görz, 24. März. Ter Kardinal Fürstbischof Dr. Missia ist heute Nacht an Herzlähmung gestorben. Belgrad, 24. März. In der Schab atzer Pu tschaff ä i r e ist die Untersuchung beendet. Unter Anklage stehen vier österreichische Unterchanen, die Alavantitsch von Oester- reichijch-Mitroivitza begleiteten, vier Zollwächter und 30 Feuerwehrleute, die sich ihm anschlossen. Die Schlußver- handlung dürste in 10 Tagen stattfinoen. Petersburg, 24. März. Die Affaire des Obersten Grimm wird in hiesigen militärischen .Meisen noch immer lebhaft besprochen. Der Verhaftete wohnte in der letzten Zeit als intimer Frennd des Generals Puryrewski ganz in dessen Hause. Die Stellung des Generals ist dadurch stark erschüttert, obwohl nach Ansicht maßgebender Personen auch nicht ein Schatten auf seine Ehrenhaftigkeit fällt. Puryrewsky galt als yrachsolger deö Generalgouverneurs von Warschau; er unterrichtete den jetzigen Zaren in der Fortifikationslehre. Unter den vom Obersten Grimm verkauften Plänen befinden sich beide Verteidigungslinien des Königreichs Polen. Au den neuen Iriedensveryandlungen erhielten wir gestern abend bald nach 6 Uhr folgendes Telegramm, das wir alsbald durch Extrablatt bekannt gaben: London, 24. März. Der Kriegsminister teilte im Unter- Hause mit, daß Schalk Burger vor 14 Tagen Kitchener um Gewährung freien Geleites gebeten habe, um mit dem Präsidenten Steijn die Möglichkeit der Friedensvorschläge 6c- sprechen zu köpueu. Kitcheuer habe mit Zustimmung der Regierung eingewilligt. Es scheint sich also auf dem südafrikanischen Kriegsschauplatz eine Wendung vorzubereiten. Nach den Nackenschlägen, die bisher niemals ausblieben, wenn Anzeichen für ein nahes Ende des Krieges hervorzutreten schienen, kann allerdings die Neigung nicht groß sein, aus den neuesten Vorgängen in Südafrika voreilige Schlüsse zu ziehen und neue Friedenshofsnungen zu schöpfen. Man hat auch mit der Thatsache zu rechnen, daß schon früher Meinungsverschiedenheiten zwischen Schalk Burger und Reitz auf der einen, Steijn unt> Dewet auf der anderen Seite zu tage getreten sind. Es scheint, als handele es sich auch diesmal um ein Unternehmen speziell der Transvaaler, vielleicht sind diesen von Lord Kitchener unter der Hand gewisse Friedensdorf chläge unterbreitet worden, wie denn nie außer Acht zu lassen ist, daß die Engländer am ehesten zum Ziele kommen würden, wenn es ihnen gelänge, die Buren zu entzweien. Daß auch die Buren zum Teil kriegsmüde sind, ist bekannt, und mancherlei Anzeichen gestatten den Schluß, daß, tiiiefe Kriegsmüdigkeit mehr die Transvaaler als die Oranje-Freiftaatler erfüllt. Doch ein positiver Anhalt für die Vermutung, die Männer aus Transvaal würden sich den Friedensverhandlungen auf einer anderen Grundlage, als der vollkommener Unabhängigkeit, geneigt zeigen, liegt bisher nicht vor, und deshalb sind die Aus- ftchteu ans Beendigung der Feindseligkeiten leider wiederum gering. Aus Pretoria meldet heute Reuter: „Die Mitglieder der Regierung von Transvaal, die hier durchreisten, gehen in besonderer Sendung nach der Orange» Kolonie." Also die Transvaaler Herren, die bisher aus eigene Faust mit Kitchener verhandelten, wollen nun die Oranjemänner für ihre Friedensideen zu erwärmen suchen. Es fragt sich nur, ob sie Autorität genug besitzen, auf diese, namentlich auf den Präsidenten Steijn, einzuwirken. Schalk Burger und Lukas Meyer — von Kr-ogh, dem burischen Kommissar von Swasiland, und Vandervelde hat man überhaupt fast nichts gehört — haben unter ihren Leuten trotz ihrer hohen Posten nie viel gegolten; Schalk Burger namentlich ist ein sehr zaghafter Herr und hat sich immer weit vom Schuß gehalten. Werden diese Männer die harten Köpfe eines Steijn und Dewet umzustimmen vermögen? Von Steijn hieß es in englischen Mewungen jüngst, auch er sei kriogsmüde und würde von Dewet gewaltsam feftgehalten; sehr glaubhaft ish das jedoch nicht. Dewet aber hat noch in feinen letzten Kriegsthaten eine solche Kampfeslust gezeigt, daß seine Widerstandskraft ganz die alte zu sein scheint. Er ist dreimal mit unerhörter Kühnheit durch das Netz der englischen Umschließung gebrochen und jetzt augenscheinlich bei Parijs am Vaal damit beschäftigt, neue Kräfte zu sammeln. Wie die „Exchange Telegraph-Company" erfährt, hat die englische Regierung schon vor einigen Tagen gewußt, daß Burger, Rech und andere Mitglieder der Transvaalregierung in die britischen Linien zu kommen wünschten. Zwischen Kitchener und der englischen Negierung seien darüber Depeschen gewechselt und es heiße, das Kabinett habe sich.in seiner Sitzung am letzten Freitag damit beschäftigt. Zwar habe der Besuch der Vertreter von Transvaal mit Friedensunterhandlungen zu thun, doch seien dieselben gegenwärtig noch keineswegs weit vorgeschritten. Kitchener hatte eine Unterredung mit der Transvaaldeputation, doch glaubt man nicht, daß ein bedeutender Schritt zur Herbeiführung des Friedens gethan ist. Man hält es jedoch für wahrscheinlich, daß Burger seinen Verbündeten im Freistaate gewisse Vorschläge zu machen hat, und wenn Steijn und Dewet dieselben annehmen, so wird damit zweifellos eine Grundlage für Unterhandlungen mit Kitchener geschaffen sein. — Die englische Regierung lehnt es im übrigen ab, irgend eine Auskunft zu geben. Im Haag überraschte die Nachricht von der Reise der Mitglieder der Transvaalregierung die Burenkreise. In Londoner Börsenkreisen scheinen die Berichte aus Südafrika einen ganz ausgezeichneten Eindruck gemacht zu haben, denn die Kurse sind durchweg, teils bedeutend gestiegen. Infolgedessen erfuhren die Kurse auch lan den deutschen Börsen eine nicht unwesentliche Besserung. In der englischen Gesellschaft ist man jedenfalls dem Frieden keineswegs abgeneigt. So hat erst neuerdings wieder eine Friedenskundgebung in England durch 5270 Geistliche der englischen Freikirche stattgefunden. Unter» schrieben haben 1100 Kongregationalisten, 1000 Baptisten, 950 Presbyterianer, 1900 Methodisten re. Der Sohn und Nachfolger C. H. Spurgeons in Londoner Tabernakel (Predigtsaal) er Kürte sich dabei rücksichtslos gegen eine Einverleibung der Burenstaaten. Die Geistlichen der Staatskirche waren aus begreiflichen Gründen nicht erst zur Unterschrift aufgefordert worden. Es verdient schließlich auefy vermerkt zu werden, daß ein Deutscher, mit Namen Malter Hoffmann, der sich als Kriegsgefangener im Burenlager in Bellary (in der indischen Provinz Madras) befand, in der Nacht bei einem Fluchtversuche von einem englischen Posten erschossen wurde. Aus Stadt und Sand. Gießen, 25. März 1902. ** Preußisch-Hessische Eisenbahn-Einnahmen. Im Februar waren die Bettiebsergebüisse einigermaßen befriedigender wie im vorausgegangenen Januar, indem sich die Einnahmen diesmal auf Mk. 92 706 000 oder um Mk. 1590000 niedriger wie im vorjährigen Parallelmonat stellen, während pro Januar der Ausfall noch Mk. 3 401 000 betrug. Aus dem Personenverkehr ergab sich im Februar sogar ein Mehr von 828 000; dagegen hatten die Extraordinarien eine Einbuße von Mk. 302 000 und der Gütertransport eine solche von Mk. 2116 000. In den elf Monatendes laufenden Betriebsjahres sind bis jetzt Mk. 34 708 000 weniger wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres vereinnahmt worden. ** Die Platzkarten für D-Züge müssen von jetzt an vor der Reise am Fahrkarten-Schalter gelöst werden. Es ist nach den neuen hierüber vereinbarten Bestimmungen ausdrückliche Vorschrift, daß diese Platzkarten sogleich bei Lösung von Fahrkarten am Schalter mit verlangt werden müssen. Die Preise bleiben dieselben wie bisher: für Strecken bis zu 150 Kilometer 1 Mk. und über 150 Kilometer 2 Mk. ** Zum Weinhandel. Sowohl Weinhändler wie Meinproduzenten haben schon wiederholt Beschwerde darüber geführt, daß Geistliche, Lehrer oder deren Frauen als Nebenbeschäftigung Weinhaudel betreiben, wobei die Reklame mit ihrem Stande keine kleine Nolle spiele. Das Oberkonsistorium in Darmstadt hat nun bezüglich des Wein- bandels der protestantischen Geistlichen die Verfügung erlassen, daß ein geschäftsmäßiger Weinhandel mit Reklame usw., unter eigenem Namen ober dem der Angehörigen betrieben, mit der Würde des geistlichen Standes unvereinbar sei. Andererseits sei aber auch gegen den Verkauf der Kreszenzen aus eigenen oder zum Nießgebrauch gesetzlich überwiesenen Besoldungsweinbergen, sowie gegen den Ankauf kleinerer, zum richtigen Ausbau der eigenen Kreszenz notwendigen Trauben- und Weinvorräte nichts einzuwenden. Auch an Weinhandel treibende Lehrer ist seitens des Schulministeriums ein ähnlicher Erlaß ergangen. Niederweisel, 24. März. Am Freitag Abend fand im Gasthaus „Zum Adler" die Generalversammlung der hiesigen Spar- und Darlehenskasse statt. Der Verein hatte einen Umsatz von Mk. 464 667,96. Die Einlagen in 1901 betrugen Mk. 96 070, erhoben wurden Mk. 73 339. 13 Mitglieder waren neu aufgenommen worden. Die Zahl der Genossen betrug am Schluß des Jahres 215, die zusammen ein Geschäftsguthaben von Mk. 43 210 besitzen. Die Prüfung der Bilanz hatte einen Reinertrag von Mk. 5015,93 ergeben. Die Versammlung beschloß auf Antrag des Vorstandes und Verwaltungsrates, den Mitgliedern 9 Prozent Dividende zu gewähren, dem Reservefonds und der Betriebsrücklage je Alk. 500 zu überweisen, die dadurch die Höhe von Mk. 8952 resp. Mk. 3936 erreichen; den notleidenden Buren bewilligte man Mk. 50.— und der Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen. An Stelle des verstorbenen Vorstandsmitglieds Joh. Hildebrand X wurde Bürgermeister Krausgrill einstimmig gewählt. Die übrigen Herren bes Vorstandes und Verwaltungsrates, deren Mandat abgelaufen war, wurden bestätigt. Neugewählt wurde zum Mitglieds des Verwaltungsrats Ph. Hildebrand I. □ Bad-Nauheim, 24. März. Dieser Tage fand die 34. Generalversammlung bes Kur- und Verschönerungsvereins im Sprudel-Hotel statt. Nach einem Vortrage des Vorsitzenden Lehrers Wagner über die historische Entwicklung des Badelebens wurde der Rechenschaftsbericht erstattet. Die Zahl der Kurgäste betrug 19 883, an Bädern wurden abgegeben 307 205. Die Zahl der Vereinsmitglieder betragt ungefähr 400. Die Zahl der Militärkurgäste betrug 90, also 20 mehr als im Vorjahre. Der Korpsgeneral konnte bei einer Besichtigung sich über den Kurerfolg und die Quartiere der Patienten höchst befriedigt aussprechen. Die vom Stadtkämmerer Grünewald vorgetragene Rechnung ergab eine Einnahme von 748.53 Mk., eine Ausgabe von 684.41 Mk., so daß ein Kasfenbestand von 64.12 Mk. bleibt. Das Kapitalvermögen beträgt inkl. des Kassenbestandes 1116.72 Mark. Für die acht ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Abrie, Otto, Hausbesitzer; Blensdorf, Hoftapezier; Körfgen, Villabesitzer; Schwab Bernhard, Häuserbesitzer; Wagner, Lehrer; Will, Schuhmachermeister; Wörner, Bürgermeister; Wörner R., Kaufmann. Laubach, 24. März. Die Arbeiten an der neuen Bahnstrecke Laubach-Mücke wurden in den letzten Monaten sehr wesentlich gefördert, was vornehmlich auf Rechnung des überaus günstigen Winters zu setzen ist. In dieser Woche wurde nun auch der „Darmst. Ztg." zufolge mit dem Bau des Viaduktes (Straßenüberführung) an der Staatsstraße Laubach-Ruppertsburg begonnen, zwischen dem Friedhöfe und der städtischen Turnhalle am Hällenberge. Der Durchbruch des sog. Roten Berges (Terra Sigillata- Berges) an der Kreisfttaße Laubach-Gonterskirchen, gegenüber der Albers'schen Villa „Friedensruhe", ist nunmehr auch nahezu volleirdet. In dieser Woche erreichte man das Niveau jener Kreisstraße, über welche die Eisenbahn hinübergeführt werden wird. Das durch diesen Durchbruch gewonnene Material wird zur Errichtung eines gewaltigen Dammes durch das Wetterthal, der die Babu vom linken Ufer des Flüßchens auf das rechte Ufer führt, verwendet. Die Bahn durchkreuzt die sogenannte Steinbach, weiter die Staatsstraße Laubach-Schotten und zieht alsdann am Süd- abhange des Ringelsberges durch den Walddistrikt Gaulskopf. In der Steinbach wird eine Brücke mit zwei Bogen von je fünf Meter Spannweite gebaut. Die Wetter wird hier verlegt, ebenso der Steinbacher Weg. Das Flüßchen wird durch den südlichen, der Weg durch den nördlichen Bogen der Brücke geführt Das südliche Widerlager, sowie der Mittelstseiler find nahezu vollendet. Ebenso hat man nun auch in der verflossenen Woche mit dem Ausmauern des Tunnels durch d.as sog. Kaff bei Freienseen (an der Tränkbach) begonnen. Durch die eifrige Arbeit der Bauunternehmer ist der Bahn bau derart gefördert worden, daß man die Eröffnung der Bahnstrecke Laubach-Mücke vielleicht schon am 1. Juni, sicher aber am 1. Oktober des nächsten Jahres erwarten kann. Darmstadt, 24. März. Die Reichsbank hat von dem Garten des Hauses der Frau Anna Dr. Merck, Ecke der Rhein- und Kasinostraße, einen Bauplatz für 100000 Mark erworben und wird daselbst ein neues Bankgebäude bauen. Darmstadt, 24. März. Am Samstag empfing der verkauft, die übrigen 30 000 Mark sind von der Gesellschaft sellschaft, Regierungsrat Oberschutzenmeifter Frhrn. v. Di em ar und den Architekten Friedrich Ollerich in Audienz. Der Letztgenannte legte Sr. König!. Hoheit die Pläne zu den baulichen Neuanlagen der Schützen- gesellfchast vor. Der Gvoßherzog bekundete das lebhafteste Interesse für die Sache und sprach höchsten Beifall aus. Tas „Darmst. Tgbl." ist in der Lage, über dieselben folgendes mitzuteilen. Das neue Schiehhaus wird in der Tanne auf Griesheimer Terrain an der Kreuzung des Alten Darmstädter Wegs mit der Unterfallthor-Schneise erbaut DaS Schießhaus soll in einer allen neuzeitlichen Anforderungen entsprechenden Weise eingerichtet werden. Maßgebend ist dabei die Absicht, das neue Haus nicht nur für eigene Zwecke der Gesellschaft zu benutzen, sondern zur Hebung des Sports beizutragen und demselben einen volkstümlichen Charakter zu geoen, wie in anderen Städten Süddeutschlands, z. B. Stuttgart und München. Tie architektonisch schön gedachte Schießhalle ist 22 Meter lang und 6,50 Meter tief. Daneben befinden sich zwei Jagd-- stände mit einem Schieß-Pavillon. Bemerkt sei, daß die größten Vorsichtsmaßregeln getroffen werden und ein Abirren der Kugeln ganz ausgeschlossen sein wird. Die Kosten für die Anlagen betragen etwa 90 000 Mark. Die Schützen- gesellschaft hat ihr früheres Grundstück für 60000 Wiark verkauft, die übrgien 30000 Mark find von der Gesellschaft durch Anteilscheine aufgebracht worden. Die Ausführung der Bauten liegt in den Händen des Herrn Architekten Friedrich Ollerich hier, der die sämtlichen Pläne entworfen hat. — Darmstadt, 24. März. Die Aufregung in -der Stadt über das Bahnhofumbauprojekt der Mainzer Eisenbahndirektion wächst. Die industriellen, gewerblichen und kommerziellen Kreise sind sich darüber einig, daß es unbegreiflich ist, wie man in einem aufstrebenden Gemeinwesen eines augenblicklichen Vorteils halber Einrichtungen zustimmen kann, die die wirtschaftliche Zukunft der Stadt in Frage stellen. Dies wird zum Ausdruck kommen in einer für nächsten Donnerstag einberufenen Versammlung der wirtschaftlichen Korporation, zu der zugleich alle staatlichen und städtischen Behörden, die Kabinettsdirektion und das Kollegium der Hochschule eingeladen sind. b Mainz, 23. März. Vom hiesigen Gouvernement ist vor einiger Zeit bei dem Großh. Ministerium der Finanzen Beschwerde wegen Heranziehung preußischer Offiziere zur Einkommensteuer für ihre Dienstwohnungen erhoben worden. Aus diese Beschwerde hat jetzt das Ministerium einen ablehnenden Bescheid erteilt, wobei anheimgestellt wird, es den Offizieren, die mit dem Mehrwert ihrer Dienstwohnungen zur Einkommensteuer veranlagt sind, zu überlassen, gegen diese Veranlagung bei der Großh. Landeskommission hier Berufung einzulegen. — Sämtliche D-Zugwagen der deutschen Staatsbahnen werden nach dem verbesserten System umgebaut, das jüngst durch zwei aus der Waggonfabrik der Gebrüder Gastell bei Mombach hervorgegangene Wagen vor der hiesigen Eifenbahndirektion auf dem Centtalbahnhof vorgeführt wurde. Der Umbau der Wagen ist fünf deutschen Waggonfabriken übertragen worben. Die Aenderung ist ziemlich kostspielig. Sie beziffert sich auf 8 000—10000 Mark für den Wagen. Bingen, 24. Mrz. Aus Anlaß der Explosion' des Pulvermagazins war bereits gestern nachmittag die Staatsanwaltschaft aus Mainz hier anwesend, um die Untersuchung einzuleiten. Man vermutet allgemein böswillige Brandstiftung, doch fehlt vom Thäter noch jede Spur. Ein zweites, unweit des durch die Explosion zerstörten gelegenes Pulvermagazin wurde in letzter Nacht scharf bewacht. Der durch die Explosion angerichtete Schaden dürfte sich nach ungefährer Schätzung auf ca. 60 — 70000 Mk. belaufen; in der evangelischen Kirche allein beziffert sich derselbe auf 6000 Mk. Abgesehen von den massenhaft zertrümmerten Fensterscheiben haben die Wohnhäuser von SeUgmann, Simon und Beck auch sonst erheblich gelitten. Es wird hier nur die Frage aufgeworfen, wer für den durch die Explosion verursachten Verlust aufzukommen hat. Allgemein neigt man zu der Ansicht, daß die Landesbrcmdversicherungskasse dafür in Anspruch zu nehmen ist. — Wie das D. B. „Herold" meldet, wurden außer einem Dienstmädchen, das schwer verletzt ins- Hospital geschasst wurde, zwei weitere auf einem thal- wärts fahrenden Schiffe befindliche Personen schwer verwundet. Die Weinberge zeigen bis über Rüdesheim hinaus ein Bild schrecklicher Verwüstung. Insgesamt wurden 60(?) Zentner Pulver in die Luft geschleudert. Neuwied, 24. März. Fürstin Marie von Wied, eine geborene Prinzessin von Nassau, die Mutter der Königin Elisabeth von Rumänien, ist (wie wir bereits gestern meldeten) gestorben. Mit ihr ist eine der edelsten Fürstinnen Deutschlands dahingegangen. Sie war eine hervorragende Schätzerin der Künste und Wissenschaften und hat sich große Verdienste um die Bestrebungen erworben, die zur Einigung Deutschlands führten. 1825 geboren, vermahlte sie sich 1842 mit dem 1814 geborenen Fürsten Hermann zu Wied, der am 5. Januar 1864 starb. In zweiter Ehe war die Fürstin dann morganatisch vermählt mit dem badischen Minister Frhrn. Franz v. Roggenbach, der im vergangenen Jahre gestorben ist. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Dem Abraham Fäßlerschen Ehepaar in Neu-Isenburg, das am Freitag seine goldene Hochzeit beging, wurde vom Großherzog sein Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift geschenkt. — In Fra nkfurt a. M. ist am Samstag ein in der gr. Nittergasse wohnender 13jähriger Knabe, der in großer Eile seinen Morgenkaffee trank, erstickt. Es blieb ihm ein Bissen im Halse stecken, und ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war, war der bedauernswerte Knabe seiner Hast zum Opfer gefallen. — Den „Franks. N. N." zufolge soll sich in der Sonntag Nacht in Frankfurt a. M. ein Offizier mit seiner Braut erschossen haben. — Montag Nachmittag erschoß sich in Frankfurt a. M. der in guten Verhältnissen lebende, 20 Jahre alte Kaufmann Josef Berk aus Schwanfeld. Das Motiv zu der That ist unbekannt. — In Garbe nteich sind im vorigen Jahre nicht, wie uns unser ck-Korrespondent gestern schrieb, 6 neue Wohnhäuser gebaut worden, sondern nur 3. Vermischtes. * Berlin, 22. März. Zu den Veruntreuungen bei der deutschen Kreditanstalt wird noch mitgeteilt, daß Dürfeldt durch verfehlte Unternehmungen an der Börse, besonders aber durch Bau-Spekulationen und Hypothekengeschäfte zu Grunde gegangen ist. * Berlin, 24. März. Von der Vorderfront eines Neubaues im Norden Berlins stürzte ein Frontspiegel auf das Baugerüst herab. Ein Arbeiter wurde getötet, drei wurden verletzt. * Gera, 24. März. Wie jetzt bekannt wird, hat das in Berlin verhaftete Blumenmedium Anna Rothe seine Tendenz: ruhig. Leibniz Kindermehl Cakes-Tabrik. § ■ 100.80 44.50 28.40 27.85 112,60 44.10 26.70 88.95 112.00 219*60 194J.0 140.60 139.10 156.70 144^0 18LO 168.00 203.20 198.40 167.75 bei Dresden befindet, hier eingetroffen. London, 25. März. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 24. d. M.: In der letzten Woche wurden fünf Buren getötet und 95 gefangen genommen; 63 ergaben sich. Drei Kanonen von der Abteilung des Obersten Dixon wurden im Liebenbergthal gefunden. Eine 200 Mann zählende Abteilung des Feindes befindet sich in der mittleren Kapkolonie unter dem Befehl Malans. Fouch6 verbirgt sich in den Camteboobergen; die Verfolgung ist schwierig. Im Westen befinden sich kleine, nordwärts gedrängte Kommandos in der Nähe von Hopetown. Im Nordosten des Oranjestaates fahren die Abteilungen fort, den Feind zu belästigen, der in kleine Trupps zersplittert ist. London, 25. März. Die anglo-hoHündische Note, die am 15. Februar veröffentlicht worden war, traf nebst den begleitenden Dokumenten am 1. März in Pretoria ein. Lord Kitchener übermittelte dieselbe an die Burcnführer. Am 10. März habe Schalk Burger freies Geleit nachgesucht, um mit den übrigen Buren-Kommandanten in Verbindung treten zu können. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, die Gewährung freien Geleits an die Mitglieder der Buren-Regierung sei der Dank für die Freilassung Methuens. — Die Verlustliste der Engländer in der letzten Woche m Südafrika beträgt 22 Tote, 18 an Krankheit Verstorbene, 76 Verwundete und 4 Vermißte. London, 25. März. „Daily Chronikle" erfährt, daß, während die Unterhandlungen vor sich gehen, alle Offen - sivbewegungen der englischen Truppenabteilungen gegen Dewet, Delarey und Botha unterbrochen sind, während sich die drei Burenführer bagu verstanden, alle Angriffsoperationen bis zur Rückkehr der Burendelegierten zu den Truppen zu unterlassen. — „Daily Mail" erfährt dagegen, von einem Waffenstillstand fei keine Rede, die militärischen Operationen, die gegen Delarey seit kurzem begonnen haben, werden energisch und ohne Unterbrechung mitteilte. Paris, 25. März. Der Londoner Korrespondent des „Mattn" will erfahren haben, in englischen Kreisen zweifle, man sehr daran, daß die von Schalk Burger und anderen Burenchcfs unternommenen Schritte zu Verhandlungen Anlatz geben könnten, die geeignet wären, den Friedensschlutz herbeizuführen. Madrid, 25. März. In verschiedenen Orten ist gestern Schneefall und Frost eingetreten. — Bei Bilbao wurden in einem Schacht durch eine Dynamitexplosion drei Arbeiter getötet und zwei verwundet. Lemberg, 25. März. Der Sekundärarzt Dr. ZulawAr in Stanislau behauptet, ein wirksames Mittel gegen den Krebs entdeckt zu haben. Petersburg, 25. März. Auf dem Asowschen Meere wurden 24 Barkassen mit 300 Schiffern vom Eise ein* geschlossen. 180 Schiffer wurden von dem Dampfer „Maliki" gerettet, von den übrigen fehlt jede Spur. Warschau, 25. März. In der Spionage-Affäre sind bereits 350 Offiziere und zwei Gen eräle verhaftet worden. Die Nachricht, daß gleichzeitig auch diö französisch-russischen Mobilisierungs-Pläne verraten worden seien, wird von informierter Seite entschieden dementiert. Pretoria, 24. März. Sir Milner erließ eine Proklamation, wodurch eine ständige Polizeitruppe für die Städte des Oranjestaates geschaffen wird. ....., Newyork, 25. März. Kitchener soll zugesttumrt haben, die Verbannung s-Proklumätion vom September v. I. aufzuheben, wenn die Buren-Generale sich ergeben 4o/y Italien. Rente . . . 4V, % Portugiesen . . . mO/‘ Portugiesen. . . . . 126 0. Türken . . . . Türkenlose ..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4 */8% äussere Argentiner 3% Mexikaner , 4Vs"/a Chinesen . Electric. Scbuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . < . Harpener . ." 3*/a% Reichsanleihe 3% d<>. ♦ ■ 3 V,% Konsole . . . 3% do. . . .2 31/b% Hessen . . . 326 Hessen . . . Gerichtssaal. Frankfurt a. M., 23. März. Aus dem Musikzimmer im Opernhause verschwanden am 21. Aug. v. I. zwei Geigen. Der Dieb wurde in der Person des langjährigen Hausmeisters pe» Opernhauses Romeister ermittelt. Die Strafkammer verurteilte ihn mit Rücksicht auf sein geringes Mk. 1300 betragendes Jahresgehalt zu sechs Monaten Gefängnis. Neueste Meldungen. Origiualdrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. S. Darmstadt, 24. März. Die Erste Kammer erledigte eine Anzahl Differenzen mit der Zweiten Kammer genehmigte den Gesetzentwurf betr. die Abänderung des Gesetzes vom 4. April 1888, die Ausführung der Unsall- und Krankenversicherung der in land- und sorstwirtschaftl. Betrieben Beschäftigten bett, sowie den Voranschlag des Vorstandes der Zweiten Ständekammer mit 69 000 Mk. in Ausgaben, und blieb bezügl. der Frage der Umwandlung ter cl o. Professur für Geo graphie an der Laudes- nniversität bei ihrem gestrigen Beschluß, Annahme des Antrages Schmidt, stehen. Sie trat dagegen dem Beschluß der Zweiten Kammer bezügl. der obligatorischen staatlichen Mobiliarversicherung nicht bei, vielmehr soll an die aierung das Ersuchen gerichtet werden, die Frage nochmals zu prüfen. — Die Zweite Kammer spiritistische Laufbahn in Gera begonnen, wo dre Rothe m den achtziger Jahren an einen Restaurateur verheiratet war und keinen einwandsfreien Lebenswandel führte. Hier wurde , sie auch mit einer aus Böhmen zugezogenen Frau Pampel . bekannt die sie in den Spiritismus einweihte. Beide ver- , anstalteten gemeinsam spiritistische Sitzungen, dre zahlreich be- sucht wurden. Als der Rothe wegen ihres Lebenswandels der Boden hier zu heiß wurde, ging sie mit ihrem letzrgen Impresario Jentzsch nach Chemnitz, wo sie eme umfangreiche spiritistische Thätigkeit entfaltete, doch blieb sie m lebhafter Verbindung mit Gera, auch soll sie in Gemeinschaft mit der Frau Pampel einen kürzlich verstorbenen Rentier, der völlig in ihrem Banne stand, bewogen haben, sie als Erbm em- ^^Chemnitz, 24. März. In Hohenstein-Emstthal wurde gestern Abend der Schutzmann Beier auf der Polizeiwache in einer Blutla che liegend mit emer schweren Schlagwunde am Hinterkopf und einer Stichwunde über den Augen aufgefunden. Beier, der kurz vorher von einem Patrouillengange zurückgekehrt war, ist anscheinend von einem bisher unbekannt gebliebenen Manne auf der Wache überfallen worden. * Karlsruhe, 24. März. In Rastatt erschoß Leutnant van Hout vorn 25. Infanterie-Regiment ferne Geliebte, die junge Tochter eines Karlsruher Bürgers, und dann sich selbst. . * Ostende, 23. März. Die deutsche Regierung hat der hiesigen Marine beh örde 500 Francs zustellen lassen, welche unter die Besatzung des Fischerbootes Nr. 625 verteilt werden sollen. Die Mannschaft dieses Bootes rettete im vergangenen Oktober die Besatzung des gestrandeten deutschen Schiffes „Elisabeth". Dem Besitzer des Bootes wurde im Auftrage des Kaisers eine goldene llhr mit dem Bildnis des Kaisers überreicht. • Wien, 24. März. Die Ortschaft Kaumberg im Triesting-Thal steht in Flammen. Alle Löschversu^e waren bisher erfolglos. • Cholera! Unter den Mekka-Pilgern fordert die Cholera zahlreiche Opfer. Es kommen täglich etwa 250 Todesfälle vor. — In der Philippinenstadt Manila ist auch ein Cholera-Ausbruch festgestellt worden. Bis jetzt sind 15 Todesfälle vorgekommen. Teiephonsscher Kursbericht Frankfurt a. ML. 25. März 1902. nahm den Antrag HaaZ auf Einführung erneS Sonderausschusses von neun Mitgliedern zur Berichterstattung über den Antrag «rill'Errichtung emer Landwirtschaftskammer an, erledigte eine Anzahl Differenzen mit der Ersten Kammer und genehmigte den oben genannten Gesetzentwurf sowie den Voranschlag des Vorstandes der Zweiten Ständekammer. Die Strafverfolgung des Abg. H aa s-Mainz wurde abgelehnt. Staatsminister Rothe beantwortete die Anfrage Oriola betr. die Getreide- zolle dahin, !daß nach Lage der Verhandlungen im Reichstage die hessische Regierung eine Beeinflussung auf Erhöhung der Zollsätze der Regierungsvorlage nicht beabsichtige, und daß dies auch nicht im Interesse der Landwirtschaft und des Abschlusses der Handelsverträge liege. Oriola tritt m längerer Rede energisch für größeren Schutz der hessischen Landwirtschaft und Erhöhung der Getreidezölle em. Barmen, 25. März. Das hiesige Stadttheater ist m der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr fast vollständig nieder- gebrannt, nur das Foyer ist erhalten geblieben. Ein Teil der Garderobe und die Bibliothek konnten gerettet werden. Per- fönen find nicht zu Schaden gekommen. Am Abend wurde das Schauspiel von Engel „Ueber den Wassern" gegeben. Die Vorstellung war schon kurz nach 10 Uhr beendet. Die Ent- stehungsursache dgs Feuers ist noch nicht bekannt. Braunschweig, 25. März. Gestern Abend ist gegen den Landgerichts-Präsidenten Dedekind, der das Gutachten gegen die Regierung veröffentlichte, nun doch das Disziplinarverfahren veröffentlicht worden. Dresden, 25. März. Die Prinzessin Heinrich von Preußen ist gestern zum mehrtägigen Besuch des Prinzen Adalbert, der sich in Lahmanns Sanatorium „Weißer Hirsch" fortgesetzt. Brüssel, 25. März. Die Reise Sch alk Bur gers und seiner Begleiter wird in Utrechter Buren-Kreisen als ein den Friedens-Aussichten günstiges ^eignW betrachtet da die Reise jedenfalls auf Veranlassung Englands erfolgte. Die Burenführer, so erklärt man, haben keinen Anlaß, augenblicklich England entgegen^ kommen da alle Prrvatberichte über die Kampfe der leMn sechs Wochen günstig ausseheu. Alles deute darauf hm, datz angesichts der Wendung der Dinge rn Südafrika König Eduard entgegen dem Willen Chamberlains beflisse^ ist, möglichst bald den Krieg zubeendeu. Da auch die Reise Wolseleys. Die bevorstehenden Be-, sprechungen Schalk Burgers mit Dewet und Botha wev? den auf der Basis der absoluten Unabhangiakeit der beiden Republiken stattfinden, jedoch sind die Buren bereit, das Randgebiet an England ab zu tret en.. Sie beanspruchen aber eine Revision des Bolksruster Vertrages in für sie günstigem Sinne und folglich eme t>eti^ nitive Abtretung des Zulul andes. — Die holländischen Transvaalkreise betrachten die Verhandlungen « einen Ausfluß des niederländisch-englischen Notwwechiiels, den Kitchener offiziell den Regierungen beider RepuvllLerr 101.65 92.40 101.80 92.20 100.25 4% Oesterr. Goldretne . . 102.70 4l/2% Oesterr. Silber reute 101.60 426 Ungar. Goldrente . . 101.15 NaMMsseHch des ev.AMemM zu Gietzerr. Eingetr. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht. Ginladung zu der Samstag den 5. April l.J», abends 8V2 Uhr in der Herberge zur Heimat dahier stattfindenden ordentt. Hmeral-Wersammiüng. Tages-Ordnung. 1. Mitteilungen. 2. Vorlage der Bilanz und Jahresrechnung pro 1901 und Beschlußfassung über Verteilung des Reingewinns. 3. Erstattung des Rechenschaftsberichts. 4. Bebauung des Geländes in der Crednerstraße und am Mittelweg. 5. Mitteilung des Ergebnisses der stattgehabten gesetzlichen Revision. 6. Wahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat. 7. Abänderung des Statuts. Die Rechnung pro 1901 liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen Gartenstraße 11 offen. Gießen, den 24. März 1902. Der Vorsitzende des Auffichtsrats der Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins zu Gießen. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. L. Heyligenstaedt. 2471 Für die Charwoche empfehle in tadelloser, lebendfrischer Nordfecware: la. Schellfische, Cabliau, Seehecht, Seelachs, totembutt, Rollen, Seezungen, Tarbutt: ferner la. Fluß-Fische, als: la. ^wel-chußhecht, Tafel- Lander, Barsch, rothfl. Salm, Weser-Salm, echten Rhem-Salm. Auch billige la. Ist. Schellfische 23—25 Psg., und billiger T-a. Ostsee-Cabliau 25 Psg. vorrätig. 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März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, MoltVstrasse 10, aus statt Grossh. Bürgermeister Johannes Aumann III Die trauernden. Hinterbliebenen Londorf, den 24. März 1902. Die Beerdigung findet Mittwoch den 26 März, nachmittags 2 ühr, statt. 2461 Danksagung T odes-Anzeige bei Frau 6g. Schmehl Wwe 01856 am 23. d. Mts. in Bremen nach längerem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist 2482 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung ■ * Die Beerdigung findet am 26. März, vormittags 11 Uhr, zu Bremen statt WM V7 im Englischen. 0790 Lektor Gyawcrotz, Bergstr. 15. ■lr SE 21221 Ei rasten rein I reichen Blumenspenden, besonders für die warmen, trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen: ^^pothekcn in beliebiger Hohe y au-zulechen. Offerten unter hx. 01388 an die Exped. d. Bl. A emU Ktschbach. Aortervtcv-Tvüde, ouftrmaudcu- . Regen- u. Sonnenschirme taust man am billigsten bei m7 Unfall, Kreuzplatz 4. Reparaturen und Ueberziehen. 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