Dienstag 35. Februar LSOS 153. Jahrgang Zweites Blatt. Nr. 47 »scheint ISgNch außer Sonnlags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Zamillen- bläNer viermal m der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u.Steia- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. KrrnsprechanschlußNr.51. _ Vez«gSpre»-: © A. A. 'WJ O mc.natlich?bPs.,viertel» GletzenerAnzelger gj General-Anzeiger v ** v ür den polit. u. allgem. Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen V ” zeigenteil: Hans B eck. Ate heutige Wummer umfaßt 10 Seite«. Wriuz Keiurich in Amerika. Die Ankunft und der Empfang des Prin^n Heinrich haben sich nach den bisher vorliegenden Berichten in einer Weise vollzogen, die zur Befriedigung gereicht. Wenn vielleicht nicht die hochgespannten Erwartungen erfüllt wurden, die durch die Schilderung aroßartiger Vorbereitungen erweckt war?n, so muß man oie vorausgeganaenen Unbilden der Witterung und die herkömmliche Stille des amerikanischen Sonntags in Betracht ziehen. An Herzlichkeit, namentlich auch auf feiten der Repräsentanten der amerikanischen Regierung, ließ der Empfang nichts zu wünschen. Die Bevölkerung Newyorks hat wenig Gelegenheit gehabt, den Bruder des Kaisers zu sehen und begrüßen. Bereits um 1 Uhr nachts bestieg Prinz Heinrich den Bahnzug in Yerfev-City. Der Prinz nürd sich sagen, wenn er die Amerikasahrt in Carriöre hinter sich hat, daß diese Aufgabe viel mehr strapaziös als vergnüglich gewesen ist. 9hir das landesübliche „Händeschütteln" einer Unmasse fremder Personen bleibt ihm erspart. Priinz Heinrich scheint sich rasch in die Eigenart der Amerikaneri gefunden zu haben, und in ein Zeremoniell, das nicht weniger Paragraphen aufweist, als das europäische, und das gerade darum schwieriger zu beobachten ist, well es auf den ersten Blick größere Bewegungsfreiheit zu gestatten scheint. Diese Republikaner wollen sehr ,^e- nommen" sein. Wie leicht man Gefahr läuft, die amerikanische Etikette zu verletzen, beweist der an und für sich so unbedeutende alte Zwischenfall mit dem Admiral Tewey, der „sich beschwert fühlte", weil Prinz Heinrich seinerzeit bei einem Festmahl im Hafen von Hongkong als Toastredner nicht an elfter Stelle die Bereinigten Staaten erwähnte, obgleich Tewey nach seinem Patent der älteste unter den Gästen war. Es ist bezeichnend für die amerikanische Etikette, daß gleich bei der Ankunft des Prinzen Heinrich dieser „Fall" in einem Interview mit Kapitän v. Müller zur ausführlichen Erörterung gelangte. Resullat: Admiral Dewey, der „Sieger von Cavite", hat schon damals eine Erklärung des Prinzen Heinrich empfangen und ist dessen aufrichtiger Freund. Nun also . . . Ten Wortlaut von Trinksvrüchen oder Erklärungen von politischer Bedeutung meldet der Draht einstweilen nicht. Nur soviel, daß Prinz Heinrich einen Toast auf die Armee der Vereinigten Staaten ausbrachte. Auf diese „Armee" sind die Amerikaner besonders stolz, obwohl sie wenig dem Bilde entspricht, das man bei uns an Disziplin und Haltung von Soldaten stellt. Mit dem Kompliment über das „stramm militärische Aussehen der Küstenartillerie" an Major Duval hat Prinz Heinrich alsbald den Amerikanern das gesagt, was sie mit lebhafter Freude hören. In der Neuen Welt, die sonst auf Titel nichts giebt, schmückt sich mit militärischen Titeln Mancher sogar aus eigener Machtvollkommenheit. Und nach den „ruhmreichen Siegen" über Spanien hat diese harmlose Vorliebe, als Personen von „martialischem Charakter" zu erscheinen, natürlich eher zu- als abgenommen. Im Grunde beruhte die ganze Unfreundlichkeit gegen Deutschland, die in der Presse und der Bevölkerung der Vereinigten Staaten so lange spukte, aus der Empfindung, daß die amerikanische Streitmacht uns nicht allzusehr imponiere. Da hieß es denn im Uebereifer: Wir werden auch mit Deutschland fertig. Prinz Heinrichs erster Tumkspruch galt dem amerikanischen Heer, seine erste Anerkennung dem strammen Aussehen der Küstenartillerie — mit einem Schlage wird der Besucher die Gunst der Amerikaner errungen haben. Ter Schwerpunkt der Reise liegt in dem soeben erfolgten Empsang in Washington, in der Zusammenkunft mit dem Präsidenten Roosevelt. Hier ist die Gelegenheit zum Austausch von Versicherungen, die hoffentlich zur nachhaltigen Befestigung der deutsch-amerikanischen &=* Ziehungen dienen. Nicht mit Ruhm bedeckt hat sich übrigens bisher die offiziöse Berichterstattung über die Amerikasahrt, obwohl diese Berichterstattung doch vermutlich über alle Vorteile und Erleichterungen verfügt. Tie „Frkf. Ztg." meldet u. a aus Newyork: Unter den Gästen beim Tiner auf der „Hohenzollern" befanden sick) auch dce Direlloren Ballin und Wiegand, sowie Professor Münsicrberg. Prinz Heinrich konnte das Denkmal Grants nicht besuchen. Tie amerikanischen Blätter weisen auf die Herzlichkeit des Willkommens hm, das Amerika dem Prinzen Heinrich bereite. Beispielsweise sagt der „Herald": Newyorks Gruß sei nur em Vorgeschmack des enthusiastischen Empfanges der seiner allenthalben harre. Die „Sun" sagt: Möge Heinrichs Besuch so sonnig verlaufen, wie es der erste Tag war. „World" und „Journal" begründen in Leitartikeln, warum Deutschland und Amerika stets gute Freunde fein sollten. Einen besonders freundlichen Artikel bringt die „Evening Post", die die englischen Befürchtungen, ter Prinz könne irgend einen geheimen Vertrag mit der Bundesregierung vorbereiten, als lächerlich chc^ rakterisiert, und sagt, das herzliche Willkommen, das Prinz Heinrich auf amerikanischem Boden gefunden habe sei mehr wert, als alle papiernen Allianzen oder Verträge- denn dieser Willkomm beweise, daß zwischen dem deutschen und amerikanischen Volle instinktiv Sympathien beständen. Daß es an echt amerikanischen Einfällen aus Anlaß des Prinzenbesuches nicht fehlt, versteht sich von selbst. So hat jetzt „zu Ehren des Prinzen Heinrich ein N«v- dorker ein wunderbares Getränk, den,^ohenzollenn- punsch" erfunden. Das Rezept dazu soll auch Kaiser Wilhelm zugegangen fein. Das neue- Getränk soll „das Mer verjüngen und in kommenden Aeonen das Glück vermehren". Der Punsch besteht aus folgenden Ingredienzien: In einem großen Gesäß mischt man ein Quart St. Croix-Rurn, vier Quart Brandy, sechs Flaschen Liebfrauenmilch, eine halbe Pinte Maraschino, ebensoviel Cura- ?ao und gelben Chartveuse, ein Quart Sherry, ebensoviel Sauterne und Portwein, zwei Quart Moselwein und zwei Flaschen Chambertin. Dazu kommen Scheiben von Ananas, Apfelsinen, eingemachten Kirschen und ein großes Stück Eis. Vor dem Einschänken giebt man noch sechs Flaschen Champagner extra dry hinzu und serviert für 25 Personen. Das Weiße von 24 Eiern wird ge sch lauen darauf gethan, deutsche und amerikanische Fahnen werden zu beiden Seiten gesteckt und der Name Hohenzollern dazwischen. — Und was kommt dann?!! * • Ter Bürgermeister von Newyork erließ am Montag eine Bekanntmachung folgenden Inhalts: Am morgigen Tage wird die neue Nacht des deutschen Kaisers hier vom Stapel laufen und von der Tochter unseres Präsidenten auf den Namen „Meteor"" getauft werden, worauf die Stadt Newyork nachmittags dem Prinzen Heinrich von Preußen im Rathause das Ehrenbürger- recht erteilen wird. Im Hinblick auf diese interessanten Ereignisse fordere ich die Bürgerschaft auf, den morgigen Tag als Festtag zu betrachten und in ihren Wohn- und Geschäftshäusern die nationale Flagge aus- zuhängen. Bm dem Frühstück, das Prinz Heinrich beim Admiral Barker in Newyork einnahm, sagte dieser in fernem Toast: „Königliche Hoheit wissen, wie hochwillkommen Sie der Nation sind, aber niemand mehr als der Marine." Prinz Heinrich erwiderte: „Ich, weiß, daß herzliches Einvernehmen stets unter unseren Flotten wie Nationen herrschen wird." Als der Prir^ in Newyork nach dem deutschen Verein fuhr, saß auf dem Bock des Wigens ein Geheimpolizist, wie der Prinz überhaupt beständig unter starkem Polizeischutz steht. Tie Exchange Telegraphen Company in London veröffentlicht ein Telegramm aus Washington, das Einzelheiten über den Zusammenstoß des prinzlichen Wagens mit einer Privat-Equipage enthält. Es wird darin mitgetellt, daß während der Landauer des Prinzen Heinrich in der Pennsylvania-Avenue um eine Ecke bog, ein anderer Landauer von der entgegengesetzten Seite kommend ihn cmfuhr. Tie Deichsel des Wagens stieß in den prir^lichen Wagen und veranlaßte nicht unerhebliche Verletzungen des den Prinzen begleitenden Staatssekretärs Hay, der auch Verletzungen durch Glassplitter erlitt. Prinz Heinrich Fant mit dem Schrecken davon. Am Montag fand ein Diner zu Ehren des Prinzen Heinrich im Weißen Hause statt, das jedoch keinen offiziellen Charakter trug. In dem Trinkspruch toastete der Prinz nur auf die Gesundheit von Frau und Fräulein Roosevelt. Aus dem Reichstage. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 24. Februar: Ueber die landwirtschaftliche Produktionszweigeist während der gegenwärtigen Tagung des Reichsparlaments des Langen und Breiten gesprochen worden, nur des Tabakbaues wurde noch nicht Erwähnung gethan. Das holten die Volksvertreter heute bei der Beratung des Etats der Verbrauchssteuern nach, und zwar beim Titel „Tabaksteuer". Der Interessen der süddeutschen Tabakbauer nahmen sich die Abgg. Dr. R o e s i ck e (Bund der Landw.) und Frhr. v. Heyl (ntl.) an; Abg. v. Kar- dorfs (Rp.) brach eine Lanze für die schlesischen Tabak- Pflanzer, und für die in der Tabakbranche beschäftigten Arbeiter that dies Abg. Molkenbuhr (Soz), der sich in der amtlichen Fraktionsliste als „Tabakarbeiter"" bezeichnet, jedoch durchaus den Eindruck eines gutsituierten „Bourgeois"" macht. Auch Reichsschatzsekretär Freiherr von Thielmann beteiligte sich an der Tabakdebatte, eine Wertbesteuerung dieses Produktes bekämpfend, und der sonst ziemlich farblos sprechende Minister fand heute sogar scherzhafte Wendungen. Da der Zolltarifentwurf, wider Erwarten, von keiner Seite in die Erörterung gezogen wurde, war die Sitzung nur von ttirzer Dauer. Preußisches Abgeordnetenhaus. 34. Sitzung vom 24. Februar. Reg.-Kommissar Geh. Oberreg.-Rat v. Falkenhagen erklärt, daß die Angelegenheit betreffs eines zweiten Berliner Bürgermeisters vom Ministerium erst wieder in Angriff genommen werden könne, wenn die Stadtverordneten zu einer Neuwahl geschritten sein werden, wozu ihnen das Recht jederzett zustehe. Minister v. Hammer st ein führt aus, in Grimmen habe bei der Wahlagitation der Liberalen eine bedauerliche Verbrüderun g mit den Sozialdemokraten stattgefundeu, hauptsächlich zu dem Zwecke, um es diesen zu ermöglichen, sich an öffentlichen Versammlungen zu beteiligen, da sie sonst ein Versammlungslokal nicht bekämen. Der Minister berührt dann die Versammkung des Bundes der Landwirte int Zirkus Busch, der Frauen beigewohnt hätten, trotzdem auf den Eintrittskarten ausdrücklich vermerkt war, daß nur Herren Zutritt hätten. Es werde künftig dafür gesorgt werden, daß eine solche Vermischung von Männern und Frauen (Große Heiterkeit) nicht statt finde. Abg. Dr. Krüger (fr. Vp.) betont, man treibe die Sozialdemokraten zu der Meinung, daß mau sie fürchte, wenn man ihnen die Abhaltung von Versammlungen unmöglich mache. Reg.-Kommissar Geh.-Rat Dr. Kröhne erwidert auf eine Anregung, die Beschäftigung der Gesänge ne n könne nur so erfolgen, daß dem Gefangenen die Freiheitsentziehung zum Bewußtsein komme; er solle zur Arbeit erzogen werden. Es könne die Beschäftigung mit gewerblichen Arbeiten für die Gefangenen nicht entbehrt werden. Höhere Löhne für Gefangenenarbeit seien gefordert, aber leider nicht bewilligt worden. Abg. Dr. Hahn (b. k. F.) protestiert gegen die Ausführungen des Abg. v. Eynern über den Bund der Landwirte. Der Bund sei keine politische Partei, sondern nur eine wirtschaftliche Vereinigung, welche alle auf ihrem Boden stehenden Parteien unterstütze, mit Ausnahme der Freisinnigen und Sozialdemokraten. Die Mitglieder des Bundes seien darin falsch geschildert worden. Es sei nicht hübsch, daß Herr v. Eynern jetzt mit Mätzchen gegen den Bund operiere. Präsident v. Kröcher: Ein Abgeordneter macht keine Mätzchen! Abg. v. Eynern (ntl.) hält die Behauptung, daß Dr. Hahtt schlimmer sei als ein Sozialdemokrat, aufrecht, denn der Sozialdemokrat schüre bloß die Unzufriedenheit der Unzufriedenen, Dr. Hahn aber mache mit feiner agitatorischen Kraft Zufriedene unzufrieden. (Murren rechts. Sehr richttg! links.) Der Bund der Landwirte habe sich unter Hahns Führung so umgewandelt, daß selbst Fürst Bismarck, auf den sich Vorredner so gern beziehe, nicht mehr sagen würde: „Mein lieber Dr. Dietrich Hahn, Sie sind mein Mann!"" Abg. Hansen (Däne )wendet sich gegen die Dänenbekämpfung der Regierung; es würden die Absichten der schleswigschen Bevölkerung vielfach falsch dargestellt. Die Ausweisungen seien in jedem Falle ungerecht. Minister Frhr. v. Hammer st ein entgegnet, daß die Regierung nicht daran denke, von ihrer bisher befolgten! und bewährten Politik abzugehen; sie werde vielmehr mit aller Energie bestrebt sein, in Deutschland deutsche Politik zu treiben. (Bravo!) Abg. Dr. Barth (fr. Vg.) kann viele von den Klagen des Abg. Hansen für nicht ganz unbegründet halten. Deutsche Politik solle betrieben werden, aber mit vornehmen Mitteln. (Sehr richtig!) Auch die dänisch gesinnte Bevölkerung solle wissen, daß sie bei den Verwaltungsbehörden auf Gerechtigkeit, Billigkeit und Toleranz zu rechnen hätte. Abg. Bachmann (ntl.) erwidert, Dr. Barth irre sich, wenn er glaube, die dänisch gesinnte Bevölkerung durch Nachsicht für Deutschland gewinnen zu können; ohne eine gewisse Härte fei nichts zu erreichen. Volttische Tagesschau. Odessa - Newyork. Man schreibt uns aus Berlin: Am 20 .März wird der erste von Odessa nach Newyork bestimmte Dampfer der Deutschen Levante-Linie den erstgenannten Hafen, voraussichtlich mit voller Ladung, verlassen. Es ist in hohem Grade erfreulich, daß bei der Einrichtung dieser Schiffsverbindung deutsche Rhedereien die Initiative ergriffen haben; auch die Hamburg-Amerika- Linie ist an dem Unternehmen beteiligt. Die amerikanische Handelsflagge tauchte in neuerer Zeit beunruhigend häufig im Mittelmeere auf, und es wäre ohne Zweifel für die deutsche Seeschiffahrt von erheblichem Nachteil gewesen, wenn amerikanische Rheder diese Schiffsverbindung eingerichtet hätten. Nach der Ansicht von Kennern des Levantehandels ist nämlich die Ausfuhr von dort nach den Vereinigten Staaten bedeutender Ausdehnung fähig. So soll sich in den letzten Monaten ein auffallendes Interesse der transatlan- ttschen Geschäftsleute u. a. für türkischen Tabak bemerkbar gemacht haben, ein Artikel, bet auf amerikanischen Märkten bisher selten gehandelt wurde. Auch für andere Erzeugnisse des Orients dürfte sich im fernen Westen alsbald Nachfrage zeigen, sodaß, da die Seefrachten im Verhältnis höher sind, als dce auf der nordatlantischen, konkurrenzbelasteten Schnelldampferroute, den beteiligten deutschen Rhedereien guter Verdienst in Aussicht steht. Die Ausstandsbewegung ist in Italien immer noch sehr lebhaft. Tie zunehmende Arbeitslosigkeit hindert nicht die zahlreichen Ausstände. In Varese streiken 200 Papierarbeiter, in Florenz und Palermo die Metallarbeiter, in Luiuo und Aionza die Textilarbeiter, in Genua die Angestellten der elektrischen Straßenbahn. Infolge des teilweisen Ausstandes der Eisenbahnbeamten in Turin hat die Regierung verfügt, daß das Eisenbahnpersonal in ganz Italien unter militärischen Befehl gestellt und, soweü nötig, burcß Militär ersetzt wird. Da ber. gegenwärtige Effektivbestano ber Armee gering ist, ist eine Iahresklasse zu bcy Waffen einberufen. In den Gas- unb Elektrizitätswerken Turins herrscht jetzt toteber die gewohnte Thätigkeit. Der Straßenbahnvercehr ist nicht gestört. Ein Teil ber Eisenbahnbeamteu und ber Typographen ist aber bort neu in ben Llusstand getreten. Die Gesamtzahl ber ausständigen Arbeiter beträgt nicht mehr als 20 pCt. ber Gesamtzahl ber Arbeiter Turins. Eine noch ungleich größere Ausbehnung hat ber Ausstand in Spanien zur Folge gehabt. In Barcelona forderten bekanntlich die Metallarbeiter ben Neunstun beu- tag, und die Ablehnung war das Signal zu einer spanischen Streikbewegung, wie sie noch nicht erlebt worben ist. Zunächst legten bie Arbeiter fast aller Fabriken und Werkstätten dre Arbeit nieder, sodann aber auch die Angestellite« erT°I£enffiie verlautet, werden ans Berlin, Dresden und würde. Klein-Linden, 24. Febr. Das 15. Stiftungsfest des der Dauer des Krieges eine derartige Untersuchung nicht stattfinden dürfe. 17. Juni statt. Q Großen-Linden, 23. Febr. Der nn vorigen Jahre begonnene Ausbau der Straße nach unserer Haltestelle und der Ortsdurchfahrt ist soweit vorgeschritten, daß demnächst die letzten Arbeiten vorgenommen werden können. Der äußerst verkehrsreiche Weg nach der Haltestelle hat sogar teilweise em gepflastertes, schönes Trottoir erhalten. d. Saasen, 23. Febr. Der Gesangverein „Ein- t rächt" feiert am 8. Juni sein lOjähriges Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe. An eine große Anzahl von Vereinen aus der näheren und weiteren Umgegend werden ! Einladungen ergehen. Das Fest verspricht sehr schön zu werden; schon jetzt trifft der Verein feine Vorbereitungen Im englischen Oberhaus wurde em Antrag ^weed- mouths dahingehend, einen gemeinsamen Ausfchutz beider Häuser einzusetzen, der alle Kaufverträge, die vom Krregv- amt mit Bezug auf den südafrikanischen Krieg ge,chloren wurden, prüfen solle, mit 88 gegen 2o stimmen ad-. )V ^uyoatg, 4*. uh*-»'- ■ oetebnt Rosebery unterstützte den Antrag, den die Regie- die Sympathie unserer Bürger für die Buren sich seit dem ?una bekämpfte und zwar mit Rücksicht daraus, daß wahrend U-;— ™™„nprt hat. Der auch bei 9 v ' ... ■ _ 2 llrttprfiimurrri nirnf Ausland. London, 24. Febr. (Unterhaus.) Schatzsekretär Hicks Beach erwiderte auf eine Anfrage, die fremden Truppen in Shanghai bestehen gegenwärtig annähernd aus 800 Briten, 700 Franzosen, 500 Japanern und 800 Deut s ch e n. Für endgiltige. Räumung Shanghais sei bis jetzt keine Vereinbarung getroffen. — Nach einer Mitteilung der „Times" aus Shanghai soll der Vizekönig von Nanking über des Staatssekretärs Freiherrn v. Richthofen Erklärung im Reichstage, daß Deutschland die Garnisonin Shanghai bebalten wolle, sehr erstaunt sein. Am 8. November soll der deutsche Gesandte v. Mumm in einer Unterredung mit Liukunyi gesagt haben, Deutschland sei bereit, die Truppen zurückzuziehen, könne es aber nicht thun, ehe nicht Eng- land eingewilligt habe, seine Truppen gleichzeitig zurückzuziehen. Paris, 24. Febr. Anläßlich der Einweihung des Standbildes der Republik, die gestern in Anwesenheit des Kriegsministers Andre in Ehaton stattfand, trank Bourgeois auf die Gesundheit des KriegsmiNlsters uiti) des Bürgermeisters. Andre antwortete, indem er sagte: „Wir wollen die Gewohnheit, unsere politischen! Vorgänge zu individualisieren, abschaffen; ein einzelner Mann ist nicht notwendig." — Im Verlauf der Debatte über die zweijährige Dien st zeit nahm heute abend in der Kammer Waldeck- Rousseau das Wort. Der Ministerpräsident weist sehr scharf die Anträge auf allgemeine Einführung der einjährigen Dienstzeit zurück. Die zweijährige Dienstzeit sei diskutrer- der Bibliothek an die technische Hochschule in Karlsruhe hierzu. . st Butzbach, 24. Febr. Gestern veranstaltete der Verem „Frohsinn" eme schöne Abendunterhaltung. Das abwechselungsreiche Programm bot viele Ueberraschungen. Die Gesangsvorträge, komischen Szenen re., wie auch die Vorträge der Hanauer Ulanen fanden großen Beifall. Nächsten Sonntag hält der Lahnthalsängerbund einen Delegierten- und Dirigententag hier ab. Danach findet em gemeinsames Mittagsmahl im „Hessischen Hofe" statt. )( Butzbach, 22. Febr. Der gestrige Abend zeigte, daß Beginn des Krieges um nichts verringert hat. ->er auch bei den Gießenern in bester Erinnerung stehende Burenkommandant Jooste hielt einen Vortrag. Archon lange vor Beginn desselben war der Saal des „Hess. Hofes" mit Zuhörern gefüllt. "Auch aus der Umgegend waren sie in Scharen her-, beigeströmt. Die Versammlung wurde von Realschuldirektor Jäger cröfftiet. In längerer Rede sprach Jooste über den Burenkrieg, seine Ursachen rc. Der Redner würzte seinen Vortrag mit vielem Humor und die Versammlung dankte ihm nlit förmlichen Beifallsstürmen. Ansichts-Postkarten, Bücher rc., welche durch junge Damen zmn Beste» der Burensache ver- Aus Stadt und Salid. Nachrichten von allgemeinem Jnlereist fino uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 25. Februar 1902. LU. Von der Universität. Der außerordentliche Professor der Mathematik hier Dr. Robert Hauhner hat einen Ruf als ordentlicher Professor der Mathematik und als Vorstand Vom Burenkrieg. Die Verhan-dlungen mit der englischen Regieruna betreffs der beabsichtigten Sendungen des deutschen Bur enhilfs-Komitees an die Konzenttatronslager in Südafrika sind noch nicht abgeschlossen, jedoch ist alsbaw zugestanden worden, daß die Verteilung der Gaben^ im Einverständnis mit den in den Lagern wirkenden burischen Pastoren zu erfolgen haben, womit die Bürgschaft gegeben ist^' daß Le M in die Hände der wirklich bedürftigen FamMen^gelang^^s Südafrika in Paris ein getroffenen Dr Albrecht besteht darin, von der englischen Regierung die Erlaubnis zur Ueberschreitung der englischen Linie mit mehreren Aerzten zu erhalten, welch letzterenach den Konzentrationslagern gebracht werden sollen. Dre Mission hat I einen rein Humanitären, keineswegs einen politischen Cha- -"'Auszeichnung--. Der Groß Herzog h°t bem Ober- kammerrat Stephan zu Braunfels für sein als lang jähriger Vorstand der Fürstlich Solms-Braunfels schen Do. manialoerwaltung gezeigtes Interesse für dre Landw chch-ft der Provinz Oberhessen das Ritterkreuz 1. Klaffe de. Verdienstordens Philipps des Großmütigen, b»n seitheriger Kirchendiener der evangelischen »Pfarrei SanöbacMM “ Rodenhauser VII. zu Neustadt das Allgemeine Ehren, zeichcn mit d-r Inschrift „Für treue Dienste» verliehen. ** Ernennungen. Ernannt wurde Martin Brunnen ar über in Zwingenberg zum Schreibgehilfen. I ** Amtsübertragungen. Der Großherzog hat dem 54 ßlein-Sinb«, 24. Febr. Die Eisenb-Hnbrücke über die Frankfurterstraße bei Klem-Lmden hat dieser Tage eine bemerkenswerte Verbesserung erfahren, die vom Publikum mit Freuden begrüßt wird. Schon im vorigen Jahre war darauf aufmerksam gemacht worden, daß unbedingt eme Wellblechoerschalung unter der Brücke nötig sei, damit die Paffanten gegen heruntertropfendes Oel und herabfallende Kohlenschlacken geschützt wurden. Die rechte Trottoirseite hat nun eine solche Wellblechverschalung erhalten. Für den Per- i sonenverkehr dürste dies genügen, da ja das linksseitige Trottoir kaum benutzt wird. Was aber den mittleren Teil der Brücke betrifft, der dem Wagenverkehr dient, so durfte sich auch hier die Anbringung einer gleichen Verschalung empfehlen, denn der Verkehr ist an dieser Straße sehr groß; auf der Brücke und über sie hinaus befinbet sich noch der Rangierbahnhof, sodaß es auch in Zukunft vorkommen dürfte, daß glühende Schlacke zwischen den Brettern durchfallt. Welches Unglück könnte geschehen, wenn zufällig ein mit Heu oder Stroh beladener Wagen von solchen Schlacken getroffen ständigen gegenüber, ohne daß es Oberhand zu gewinnen. Im ganzen ständigen auf 200 000 angegeben. Am die Streitendem in das Kloster ^rrm Iona ein, wo sie eine Dynamitb ^bezur Expl ofvon brachten Dieselbe richtete großen schaden an. Die Expw X eine große Panik hervor. Zwei Individuen )uü> un?er dem Verdachte der Thäterschast verhaftet worden. Als die Streikenden versuchten, dre Verhafteten zu befreien, gab die Bürgergarde Feuer, wobei e h r er e P erson en ge töt et und eine große Anzahl verwundet wurden. Deutsches Mich. Berlin, 24. Febr. Der Kaiser wird am 11. Mär», anläAich der Vereidigung der Marin erekrmten, m Wilhelmshaven Erwarte t. inserierte gestern nachmitt-m mit dem Reichskanzler Grafen Bülow und begab sich am Abend nach Potsdcmi, wo er an einem Diner beim Oberpräsidenten v Bethmann-Hollweg teilnahm. Danc^ keh^ der Kaiser nach Berlin zurück. Heute hatte der Monarch abermals eine Besprechung mit dem Reichsmnzler uno hörte später im königlichen Schlosse u. a. den Vortraig des Chefs des Zivilkabinets von Lucanus. — Zur Vorfeier des Geburtstages des Königs von Württemberg fand heute abend nn Hotel „Ka^ serhos" ein größeres Jestmahl^statt, an bemt tfer 100 7. August 1901 (Regierungsbl. von 1901, S. 437). *» ßin Durchgänger. Am Samstag Nachmittag gegen 6 uhr wurde am Seltersweg in der Nähe der Löwendrogerie ein Menschenauflauf dadurch veranlaßt, daß ein Pferd mit seinem Gefährt den Seltersweg hinunter durchging. Einem Dienstmanne gelang es, das Tier aufzuhalten, sodaß etwaiges Unheil verhütet wurde. ** Phily Schroth, die, wie man uns mitteut, augenblicklich an einer Reihe erster Bühnen mit größtem Erfolge gastiert, wird im hiesigen Stadtheater am nächsten Donnerstag jden 27. ds. zum ersten Male als „Magda m Suder- imanns „Heimat" auftreten. Vor einigen Jahren war die Künsllerin am Stadttheater in Mainz al§ ^tome engagiert. Wir entnehmen einem dortigen Bericht über ihre „Magda" folgendes: _ cy„ der Aufführung der „Heimat" war unserer Heroine tfrl. g°g°ben, als I {ch(iidnteIerHcbe§ Können zu zeigen. Sie verstand es, Oie >eeipcr>en Ä>nflikle ihrer Heldin, die ganze Skala der Empfindungen, welche dieses pikante und interessante Weib durchläuft, dem.Publikumi anschaulich und überzeugend vor Augen zu fuhren sie bot eme tiej durchdachte Leistung, aus einem Guße, wie sie nur Berufene der Schauspiellunst zum Ausdruck zu bringen vermögen. Dle Zuhorer »schall erkannte dies auch dankbar an und zeichnete die Künstlerin durch vielfachen Hervorruf nach den Aktschlüssen, wie durch Bestall bei offener Szene aus; eine prächtige Lorbeerspende wird ihr bleibende Erinnerung sein an den ehrenvollen Erfolg. *» Stadttheater. Von der Direktion Kruse u. Helm erhalten wir folgende Mitteilung: Die bisher unter der Firma I Kruse u. Helm von den beiden Inhabern gemeinschaftlich geleiteten Stadttheater zu Gießen und St. Gallen smd auf Grund einer Vereinbarung der beiden Herren vom 10. Februar d. I. ab vollständig getrennt worden. Die Direktion des St. Gallener Stadt- und Aktientheaters hat vom bezeich- Ineten Tage ab Herr Alfred Helm allein inne, während die stalleinige Leitung des Gießener Stadttheaters auf Herrn Richard Kruse übergegangen ift ** Zm Amerika verstorbene Hesieu. Jakob Dewein, gestorben m Old Orchard (Mo.), 54 I. alt. - Conrad Engel, geboren in Holzheim b. Gießen, gestorben in Brooklyn, Im Handel und Verkehr, sodaß in Barcelona En di«^Z-chll ^^.^igm^nah^n^EÄEijä^mgen Dienst, sowie SÄ nach V-l-ncist die ^rbollMndi^ des STÄolf" Auch in Madrrd, Bilbao ^lla und anderen StLt'-n gärst es auch heute noch In>*«*>»« sich heute icyiui,ig 7J.7; ‘ " von deutschen Städtevertretern zwrschen Dten und Pfingsten nach Berlin zu berufen, uw gegen dre . Zolltarifvorlage der Regierung Stellung zunchn^n. > - Ter „Reichsanz." veröfsentlicht den wesentlrchen llubalt der technischen Begründung der Vorlerge, aus GrunD I deren gemäß § 21 des Fleischbes ch au g e setz es der Beschluß des Bundesrats über gesundheitsschädliche urw täuschende Zusätze zu Fleisch und besten Zubereitungen gefaßt wurde. I Die Jsteinnahme der Reichskasse hatte in der Zeit vom 1. April 1901 bis Ende Januar 1902 betragen; Zölle Mk. 413,926,666 (gegen das Vorfahr -f- Mk. 22 808 214), Tabaksteuer Mk. 10,649,556 (st-Mk. 358,164), Zuckerstcucr und Zuschlag Mk. 86,158,623 (- Mk. 18^473,149), Salzsteuer Mk. 39,447,189 (- Mk. 238,294), Maischbotüch- steuer Mk. 8 077,370 (— Mk. 2,279,366), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag Mk. 95,015,975 (st- Mk.I 2 779 800), Brennsteuer und Uebergangsabgabe von Bier Mk. 25,666,234 (— Mk. 608,386) Summe Mk. 676,061,130 Mß 3,019,860). — Spielkartenstempel Mk. 1,208,288 (__ Mk. 37,431). — Dazu seien angeführt von den Solleinnahmen: Stempelsteuer für: a. Wertpapiere M. 11,645,457 (— Mk 6,472,696), b. Kauf- und sonstige Anschaffungs- qeschäste Mk. 10,594,210 (- 1,153,246), c. Lose zu: Privatlotterien Mk. 4,266,636 (+ Mk. 720,3hl), Staatslotterien Mk. 27,545,643 (st-Mk. 12,382,257), d. Schiffsfrachturkundeu | Mk. 643,500 (st- 147.784); Spiellartenstempel Mk. 1,325,371 (_l Mk. 4746), Wechselstempelsteuer Mk. 10,551,790 (— Mk. 390,188), Post- und TelegrapHen-Verwaltung Mk. 350,131,238 /_l Mk. 17,588,773), Reichs-Eisenbahn-Verwaltyng Mark 70,403,000 (— Mk. 5,396,000). (Dieser Ausweis bestätigt das ungünstige Einnahmeergebnis für das Etatsjahr 1901. Wenn nicht die Monate Februar und März noch eme Besserung ergeben, würde sogar die Schätzung des Reichsschatzsekretärs über den mutmaßlichen Einnahmeausfall noch erheblich übertroffen werden.) Materials Die Regierung werde in allen Stadien me Ais dem Auge vertieren, baß es sich um Lebens- deren Xiamen garr ev uuu.) ^rndit ae-! frage für bie Sicherheit des Landes hanble. Nach ^chluß selbst würbe am 20. ^Februar formh^^t bie tanmet standen bem fieere beu Erklärung'ber Regierung Uftenstbte°^ebäenebeSmg5Mirä”'. Da die Losung der ernsten inneren politischen Fragen niemand übernehmen will, hat sich das Ka binett Zarnabelli entschlossen, im Amte zu verbleiben. Erst wenn sich bie parlamentarische Lage geklärt soll eine burchgreisende Rekonstruktion des Ministeriums 1inb— Der „Reichsanz." bringt einen in gehaltenen Nachruf auf ben verstorben Prasi^nten des kanerl Aufsichtsamts für Prioatverficherung Dr-. von Woebtte, der schließt, hohe Gmßesgoben, schöpferische Arbeitskraft, unerschütterliche Pflichttreue, eherner Fleiß, unbedingte Lauterkeit der Gesinuung, U-r^^fe in innerster lleberzeugung wurzelnde Frömmigkeit vereinigten sich m ilrm Lu einem schönen Charakterbilde. — Ter Landrat bes Wiesbadener ^anbkrmses Graf en /"i6'Die „Pol. Korrespond." meldet aus Brüssel: In unterrichteten Kreisen gilt es als zweifellos, baß die Zuckerkonferenz an der Prämienfrage nicht scheitern wird, da keiner der Staaten, bie an ber Konferenz I teilnahmen, aus ber Beibehaltung des PrämienshstemA eine conbitio sine qua non machte. Die Schwierigkeit der Vei> hanblungen liegt gegenwärtig in der Herbeiführung eine., i Einvernehmens über bie Bemessung ber Zuckereinfuhrzolle. Der von Frankreich unterstützte englische Antrag auf Vereinbarung ber Zölle in Höhe von 5 Francs fand die Zustimmung Hollands und Belgiens, die für einen möglichst Iniedrigen Zuckerzoll eintreten, während Oesterreich-I Ungarn bem entgegengesetzten Ziele zustrebt und darin bis zu einem gewissen Punkte - man spricht von 10 Frcs.-' mit Deutschlanb übereinzustimmen scheint. —> Frankreich bürste sich im Sinne eines Kompromis,es bemühen. Eine staffelsörmige Abschaffung der Prämien scheint nicht in Aussicht genommen. Das berechtigte Streben, durch, Beseitigung ber Prämien und Herabsetzung bes Zolles ber in Schwierigkeiten geratenen Zuckerinbustne und den Ruden- I kulturen bie Anpassung an die veränderte Lage durch Nivg- tichste Hinausschiebung eine Ordnung der Dinge zu erteich- I fern, dürfte keinerseits einer prinzipiellen Anfechtung ve- jjlan ' S Fabrik 5flin9r teilung kaintn oerein ein fftafii)1 vollko» W )( hier b' haitc. fanntcr Als «l Hal 6 Bei @enba W i M not' $0' in. M n>L bei röb« 'oiac ietfei pg wüt W h h d t gestattet. Tendenz: ruhig. 1621 . 102.45 . 92.90 . 102.05 . 92.80 . 100.20 * 102*85 100.70 42.10 28.00 28.10 114.80 45.00 3% Mexikaner . . 4V2V0 Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . • « Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum Harpener .. . . bei den fremden Botschaftern vor, da er als Vertreter des Kaisers einen höheren Rang hat als alle Botschafter und somit berechtigt ist, sie zuerst zu besuchen. Ueberall in den Straßen wurde er von der Bevölkerung mit lebhaften Huldigungen begrüßt. Zuerst gab Prinz Heinrich bei dem englischen Botschafter seine Karte ab, sodann beim französischen, russischen, italienischen und mexikanischen Botschafter. Rach der Rückkehr in die Botschaft nahm der Prinz mit seinem Gefolge und den 3 amerikanischen Ehreubegleiteru das Frühstück ein und empfing im Laufe des Nachmittags die Besuche des ganzen diplomatischen Korps. Den Gesandten wurden keine Besuche ab- 40/j Italien. Rente . . . 4>/,56 Portugiesen . . . 3°/ Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose ..... 4°/0 Grieoh. Monopol.-Anl. 41/, % äussere Argentiner ^^^Koustantiuopel, 25. Febr. Wie verlautet, hat der Sultan infolge persönlicher Intervention des Zaren den nach Syrien verbannten Marschall Fuad Pascha begnadigt. Der> selbe befindet sich bereits auf dem Wege nach Konftanttnopet. Washington, 25. Febr. Nach der Ansprache des Distriktspräfidenteu Mc. Farlan drückte Prinz Heinrich seinen herzlichsten Dank für den ihm in Amerika gewordenen Willkommen aus und sprach, auf die Rede Mc. Farlaus Bezug nehmend, von den freundschaftlichen Banden, die schon seit Washingtons Zeiten diese Staaten mit Deutschland verknüpften. Sodann fuhr der Prinz in Begleitung des Botschafters . 26.90 . 91.30 . 120.90 ’ 220*00 . 195.00 . 188.40 . 138.50 . 153.90 . 144.10 . 18.40 . 168.80 . 207.30 . 203.00 . 167.10 ihrer Regierung eiuzuholeu. . . Loudon, 25. Febr. Der Wochenbericht Lord Kit ch en er8 stellte fest, daß der Verlust der Baren während der letzten 8 Tage 28 Tote, 12 Verwundete und 219 Gefangene beträgt. 104 Buren ergaben sich. Lord Kitchener berichtet weiter, daß die Kapkolonie von den Buren ziemlich gesanbert ist. Er teilt ferner mit, daß eine neue Kombination eng- lischer Kolonnen gegen Dewet im Oranje-Freistaat tm Anmarsch ist. Die englischen Verluste während der letzten Woche belaufen fich auf 46 Tote, 99 Verwundete, 21 Gefangene und 126 an Krankheit Verstorbene. Wien, 25. Febr. Nach Meldungen polnischer Blatter bestätigt es sich, daß die preußische Regierung in einer Note an die österreichisch-ungarische Regierung sich bereit enlone, die Regierungs-Bezirke Oppeln, Liegnitz und Breslau für dre «Einführung von Vieh aus Oesterreich-Ungarn Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. M., 25. Februar. Vermischtes. • Jagd Unfall. Wie man aus Lemberg meldet, wurde Graf Josef Potocki, welcher kürzlich im WienerJockeytlub große Spiclverluste erlitt, bei der Jagd auf seinem Gut Niesecoiert von einem Jagdteilnehmer, dem Prinzen Radziwill, durch einen unglücklichen Zufall angeschossen. Sein Zustand ist bedenklich. Darmstädter Voltsbank. Der Gesamtums atz erhöhte sich in 1901 weiter von Mk. 31,7h Mill, auf Mk., ------ , r - n . 39,88 Mill. Vie Mitgliederzahl von 1454 auf 1624 und Dr. v. Holleben im offenen Wageu, von Kaoallene eskortiert, die Summe der Geschäftsanteile von Mk. 1125537 auf' ' ' ro Mk. 1239 492.3. Nach Abzug von 31587 Mk. (i V- Mk. 31 865) Verwaltungskosten und Mk. 56 471 (Mk. 38 821) Zinsen der Sparkasse verbleibt ein Reingewinn von Mk. 92 927 (Mk. 96190), woraus wieder 6,50 Prozent Dividende bezahlt und Mk. 19136 (Mk. 27 393) den Reserven überwiesen werden. Kassel, 24. Febr. Im Semmering-Gebrete werden dem Treberdirettor Schmidt gehörige Baugründe im Werte von 200 000 Kronen versteigert. Th. Haubach. Fr. Habeuicht. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. 8. Darmstadt, 25. Febr. (Zweite Kammer.) Das Haus tritt m die Beratung des Budgets ein. Der Vor- 378% Reichsanleihe 30/0 do. 8V,0/o Konsole . 8°/o do. . . 3*/2% Hessen Arbeiterbewegung. Mainz, 24. Febr. Die Schuhfabrik twn Rosen-l busch u. Eie. beabsichtigt, von dieser Woche ab Een! neuen Lohntaris eiuzuführen, was auf Widerstand der Ar-1 beiter stößt. In einer öffentlichen Schuhmacherverfaminlung beiter, der bisher 24 Mark pro Woche verdrente, soll, wne ausgeführt wurde, nach dem neuen Tarrs.für dre gleiche Arbeit nur noch 12 Mark verdienen können. Es wunve eine Resolution angenommen, in welcher der neue Tarrs Mvuck-I gewiesen und um Beürehältung des bisherrgen Ta^fs ersucht wird. Falls die Fabrik auf diese Wunsche nrcht ern- laeht, soll sofort in den Ausstand eingetreüm werden. Neu-Isenburg, 23. Febr. Seit dem 17. Februar! sind in fünf hiesigen Schreinereien die Gesellen, sowett sie dem Holzarbeiterverband angehören, aus st and rg. Dre Ursache des Ausstandes, an dem rund 80 dNann beterlrgt sein dürften, ist Lohnkürzung an verschiedenen Gegenständen, die zwischen 4 bis 20 Proz. schwankt. Sämtliche fünf Schreinereien arbeiten mit Maschinen. Der WaschrnM- betrieb ist bis jetzt aufrecht erhalten worden, da tue Ar-! beiter an den Maschinen die Arbeit nicht nredergelegt haben. I Die Ausständigen suchen jeden Zuzug von außen abzuhEen. I dieser Woche dürfte der Ausstand einen noch größeren llmfang annehinen, da außer den fünf Schreinerewm an denen bereits nicht gearbeitet wird, weitere zehn Betriebe nach einem gekürzten Lohn arbeiten lassen wollen. Dre I sieben übrigen Schreinereien haben sich noch Nicht zur Lurz- jung des Lohnes entschlossen. Märkte. Gießen, 25. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 0,90—1,00 Mk., Hühnereier pr. Stück 7—8 Pf., 2 Stück 00.00 Pf., Käse pr. Stück 5—12.Pf., Käsematte 2 Sttick 0—0 Psg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Linsen per! Liter 32 Psg., Tauben pr. Paar 1,00—1,20 Mk., Hühner pr. Stücks 1 20—1 80 All., Hahnen pr. Stück 1,30—1,80 Mk., Enten pr. Stück | 240—2^80 All., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg^ Schweinefleisch pr. Pfllnd 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,50—0,00 Alk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7H0—8,50 Mk., Mrlch per Liter 18 Psg. Aepfel per Pfd. 9—15 Pfg., in Körben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg. Dauer der Marktzett vor: morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nicht | im Umherziehen feilgebolen werden. verwaltet. „ , , v 11 el. Schotten, 23. Febr. Gestern abend sprach rm hiesigen Ortsgewcrbeverein Direktor P a e s ch - Darmstadt über „ Ge-1 • nossenschaften und deren Bedeutung für den Handwerker . Nach seinen Ausführungen zwingen die mannigfalngen Um-I qeflaltungen, die die Dampfkrast und die Elektrizttät auf dem Gebiete der Industrie erwirkt haben, den kleinen Handwerker zu unbedingtem Zusammenschluß, zu Berufsgenofienschaften. I Auch in unserer Stadt zeigten sich die Folgen davon, daß die meiste Arbeit durch Maschinen verrichtet werde; denn neben wenigen Tuchmachern sei nur noch ein einziger Gerber hier zu finden. Redner empfiehlt dre Rohstoffgenossenschaften mit beschränkter Haftpflicht und weist an der Hand statistischer I Mitteilungen nach, daß sich diese überall praktisch und lebensfähig erwiesen haben. — Als Vertreter für die Mittwoch stattfindende Handwerker-Versammlung in Büdingen wurde der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Kretsstraßen-1 meister Sommerkorn bestimmt. — Das Schulgeld für die Sonnlagszeichenschule wi.rde auf 3 Mk., für die Handwerker- Fortbildungsschule auf 1 Mk. nach Verlangen der Handwerkskammer festgesetzt. )( Busenborn, 23. Febr. Hier wurde an Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Herr Adam gewählt. t Stockheim (Oberhesfen), 24. Febr. Hier wird demnächst mit dem geplanten Bau der Sammelwasenmeisterei für den Kreis Büdingen und einen Teil des Kreises Schotten begonnen werden. Die Kadaver sämtlicher^ gefallenen Tiere werden verbrannt werden. Von den Tieren, die keiner ansteckenden Krankheit zum Opfer gefallen find, soll das Fett, wie es auch in anderen derartigen Anstalten geschieht, als Talg Verwendung finden. Jm Uebrigen sollen die Ueberreste als Dungmittel verwertet, zu Knochenmehl usw. verarbeitet werden. Zu dem Bau der Anstatt sind bereits 110 000 Ml. gezeichnet worden. ** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Infolge plötzlich eingetretener Geistesumnachtung wurde der in wetten Kreisen bekannte Großviehhändler Hesekiel nach ärztlicher Untersuchung m die Irrenanstalt m Frankfurt a. M. gebracht. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberückfichtigt. Alter Abonnent tu Grüuberg. Entschuldigen Sie die Verzögerung in der Beantwortung Ihrer nicht leichten Frage. Im allgemeinen wird für die Httfeleistung der Ort in Frage kommen, wo der Later des Betreffenden seinen Unterstützungswohnsitz hat; hat er keinen Umerstützungswohnsitz, so kommt der Landarmenverband. Dabei find aber noch so viele Nebenfragen zu berücksichtigen z. B. ob der Sohn bereits mündig ist oder nicht usw., dav eine genaue Beantwortung Ihrer Ansrage an dieser Stelle nicht möglich ist. In derselbeii Angelegenheit ist kürzlich eine 4 Seiten lange, alle Einzelheiten berücksichtigende Anweisung an die Burger- meister ergangen. Universitäts-Nachrichten. Marburg, 24. Febr. Dr. Oestreich habllitierte sich am Samstag mit der Antrittsvorlesung über: „Die deutschen Ströme, ihre geologische Entwicklung und geographische Bedeutung" als Prwatdozent in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität. Gießener Volksbad Aktion-Gesellschaft. Die Aktionäre werden hiermit eingeladen zur Teilnahme an der ndeMn etnml llttfaititiilMg Freitag den 14. Mär; d. I., nachmittags 4 Uhr, im Sitzungssaals der Bürgermeisterei in Gießen. Jages-Hrduuug. R-chnungsablage und Entlastung des Vorstands. - Wahl von Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates. Bttanz pro 31. Dezember 1901 und Geschäftsbericht hegen ab Donnerstag den 27. Februar d. I. 14 Tage lang auf der Bürgermeisterei - Zimmer Nr. 15 - zur Einsicht der Aktionäre open. Der Vorstand: re. Ranstadt, 24. Febr. Heute Hai sich m der hiesigen Holzhauerei der Holzhauer Gustav Schröder aus Wallern-! hausen durch einen fehlgegangenen Hieb die vordere Hälfte! des einen Fußes abgehauen. n. Weickartshain, 24. Febr. Bei der heuttgeu B u r g e r- meisterwahl siegten die sogen. Rothen. Das Gememde- ratsmttglied Earl Knöß wurde mit 42 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der settherige Bürgermeister Truller hat sein Amt 18 Jahre lang mit großer Gewissenhaftigkeit wird einsttmmig angenommen. Bei der Beratung du 2. Hauptabteilung, Domänen des Großherzoglichen HauseL, Kapitel 1: Einnahme aus Kämeral- und Forsldoman^r und Verwaltung der Oberförstereien, Kap. 2, Stameral- Domänen und Vermattung der Baubehörden beantragte der Ausschuß die Genehmigung der Einnahme unter Kap. 2, 696 640 Mark. Rach einer längeren Debatte über die Erträgnisse aus den Wiesen bespricht Abg. Haas-^armstadt ! die Mißverhältniffe bet dem Eigentum der großh. Domänen sei em Hausgesetz nötig, da der Großherzog feine männlichen Nachkommen habe und keinerlei Agnaten vorhanden seien. Staatsminister Rothe glaubt, die Verfaffungsurkunde genüge. Nach längerer Debatte wird der Tttel bewilligt. Stuttgart, 25. Februar. Zu Königs Geburtstage wurden heute zahtteiche Auszeichnungen veröffentlicht. General- adjutant General Bilfinger wurde in den erblichen Fret- herrensrand erhoben. Ministerpräsident v. Breitling erhielt das Großkreuz des Kronenordens, ^Kultusminister v Weitzsäcker, der Kriegsminister v. Schnürten und der Präsident des Konsistoriums, Prof. v. Gemmingen das Großkreuz des Friedrichsordens. London, 25. Febr. „Morning Leader" veröffentlicht em Telegramm aus dem Haag von der Einberufung der beiden Kammern im Haag. Das Blatt weiß mitzuteilen, !daß diese Einberufung geschieht, um einen Regenten zu wählen, der die Staatsgeschäfte während eines ZahreS zu leiten beauftragt werden soll, um der jungen Königin zu erlauben, zur Herstellung ihrer Gesundheit eine längere Reise ins Ausland zu unternehmen. — Die „Times' meldet aus Brüssel: Die gestrige Sitzung der ZuckerKoufereüz wurde durch die Delegierten der ungarischen Regierung vollständig in Anspruch genommen. Die Haltung der ungarischen Delegierten verhindert jedes Fortschreiten der Konferenz. Dieselbe mußte wiederum auf nächsten Donnerstag vertagt werden, nm I foen ungarischen Delegierten zu gestatten, neue Znstruktioueu von 3% Hessen ...» 4% Oesterr. Goldretne . 4l/2% Oesterr. Silberrente 101.60 4% Ungar. Goldrente . . 101.20 Schistsnachttchten. Norddeutscher Lloyd. Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 24. Februar. (Per transatlanttschen Telegraph.) Der Doppelschrauben - Schnellpostdampfer ^Kronprinz Wilhelm", Kapt. A. Richter, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbehalten m Newyork angekommen. tauft wurden, sanden reißenden Absatz Ebenso reichlich! flössen "ie freiwilligen Gaben. Insgesamt kamen etwa 33. m<>t»ritÜtt«, 24. Febr. Gestern nachmittag brannte das Fabrstlmus auf dem Ulrich'sche» Rußenstcinwerk an der Haingrabenstraß- n.eder. T.e Feuerwehr ,4'^° °>n° A ' teilung zum Löschen dorthm. Die angrenzenden Gebäude kanien^nicht^in^Gefahr.b-bruar^ Männ-rgesang- oerein veranstaltete gestern Abend >m Gastho, «Zum YMch ein Konzert, das zahlreich besucht war. Die mit gropet (Lalll,cit >u Gehör gebrachten Chöre ließen erkennen, da» L V-r-m unler de? bewahrten Lestung s-mes D.r.g-nt n, des Lehrers Länder, bestrebt ist, lrch nnmer mehr zu -er. vollkommnen. Reicher Beisall lohnte denn auch die wackeren w. -«* hier bedlenstetes Mädchen, das in Grünberg Emkaust besorgt hatte, auf dem Heimwege am Hellen Tage von emem unbe- lanntcn Zungen Menschen in unsittlicher Absicht überfallen. Als auf die Hilferufe des Mädchens mehrere auf dem Bahnhof Giünberg beschäftigte Leute "--bei-üten, ergnft d Tbäter die Flucht und entkam. Den Nachforschungen d Gendarmerie gelang cS jedoch, ihn m der 18jährigen Bürschchens aus Grünberg zu ermitteln und m Nummer Sicher zu bringen. h. Ri-d-r.ME 22. Febr. Gestern Abend hielt der Transvaalkiiegcr Butz in dem Saale des Ga twitts Ruhl vor einer großen Versammlung einen beifällig QUf9e"om™en® Vortrag Über seine Erlebnisse vor und wahrend des kneg^ sin Transvaal. Bei seiner Ankunft h'-r empfing ,chi d>°j Nieder-Mooser Musikkapelle mit den Stangen teS Buren- marscheS, was gewiß ein Zeichen für die Sympathie ist, bei uns für das Burenvolk herrscht. Bürgermeister Heltzen- röder eröffnete die Versammlung nrt ermgm wohl ange- b,achten Sorten, um hernach Herrn Butz das W°rt zu er. teilen. Er schloß seinen Vortrag, tnbem er seme feste Ueder- jeugung ausdrückte, daß dre Buren „boch siegreich bleiben würden. Eine Tellersammlung zugunsten der m den Kon zcnttationslagem schmachtenden Surenfrauen und Kinder ergab ffiSsSBÄt» WSKTMth*--’.. —------ = YÄÄ aditmaliae tägliche Omnibusverbindung auf dieser strecke, und iefbfT jegl noch wird diese, da sie von jeher bekannt war, «an manchen, hauDtiädilid) englischen, Familien zu Wagen zuruckgelegl. ttuch o e ^chwalbac^r habet/ Intereffe an dieser allen Lupe und geben ihr vor der Verbindung nach Lorch den Vorzug, ^.tese Strecke fit auch bereits in früheren Jahren durch emen preup. 'Regterungsielbmeficr abaeftedt iSäen und weift eine viel geringere Steigung als die Wiesbadener Strecke auf, sodaß sie auch zur Bewalttguna euul- slurkcu Güterverkehrs dienen könnte; sie war damals von C.ltDule | über Hof Steinheim, Neudorf, Schlangenbad, Wambach proiektlert, und ift nur uiriidgefieUt worden, weil man Wiesbaden bevorzugte, und Eiseubahu-Einnahmcn. Im Januar hallen sich die Einnahmen der preutzych-heslffchen ^taat^° bahnen weiter um 3 401 000 Mk. verschl e ch t er t. Der Per.on n- oerfebr erbrachte wohl gegen den vor;ahngeu Parallelmonat eine EXanT 085 000M.. dagegen erlitten der Gütertransport L L Exwao d^n Ausfall? v°on «h>. 198 000 Warf iom 1 Avril bis Ende Januar beziffert sich nunmehr die Gefamteirmahme aus 1145 526 000 Mk - d-ei sind 30 833 000 M. weniger wie im gleichen Zettraum des Voriahres. Eiftndahn-Zeitung. — Das Eifcnbahnprojekt Fulda-Rhein des Landtagsabg I o u tz wird jetzt auch außerhalb unseres Landes vielfach ventiliert. Es handelt sich, wie wir bereits mitteilten, um eine Verbindung zwischen der Fulda und dem Rhein von Fr i e b b e r g bezw. Butzbach über Ltch, Usingen, Idstein, Lanaenschwalbach nach dem Rhein. Als Ausgangspunkt am Rhein soll zunächst Lorch oder E a u b, in zweiter Linie auch E1. t o 111 e in Aussicht genommen sein. Im Rhemgau hält man selbswerftändlich die Linie von Eiwille über Schlangenbad nach Schmalbach für die allein richtige. Nicht nur, daß diese Strecke kürzer und in ihrer Gerichtssaai. Kassel, 24. Febr. Ter Trellerdirektor Schmi.t>t M wett davon entfernt, sozusagen den Sünt>enLock für cttle w snielen. Er sucht dem U.ntLrsuchungsrrchter gegenüber die Fäden und Maschen nach^ Mögttchkett zu verwirren. | Es ist keine Aussicht vorhanden, die Sache noch für die am 3. März beginnende Schwurgerichtsperiode fprucyrers zu nrachen. Uebrigens wird jetzt bekannt, daß Sch^mrdt auch zu Gunsten seiner Gesellschaft WechselfälschungLn begangen hat, für die noch nachträglich seine AuStteferungi von Frankreich verlangt werden soll. Allgemern rst dre Ansicht, daß seine Vernehmung in dem Prozeß ge^n dre ! AufrichtSräte sehr „interessant" geworden wäre, d. h. ver- hängniSvoll. ________ __________________ Iganiiel uiiii Verkehr. Uslkswirlschast. Wieseck, den 24. Februar 1902. 16Q7 Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. Februar, nachmittags 3 Uhr, statt. im 79. Lebensjahre heute nacht um 2 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen Philipp Heinrich Mank Artsgerichtsmann Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß unser innigst geliebter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Schwiegersohn, Schwager Schriftsetzer Dies Hinterbliebenen: 1606 Beerdigung 11 Kliniken c verstarb ann, uns« ', von den Leiden mein findet Mittwoch den 26. Februar, vor- Detailliften-Verein. Unter Hinweis auf unseren Bericht vom 22. d. Ms. erinnern wir hierdurch nochmals an die morgeu aöeud 9 Mr im Kasö tzöel stattfindende General-Versammlung und bitten um recht zahlreiches Erscheinen. 1614 Der Vorstand. Stabt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: «chstefleisch 50 Kfg. MMnfleisch 40 pfg. Von morgen ab Stierfleisch 56 pfg. Während der Marktzeit findet der Verkauf des Fleisches in der Großschlachtviehhalle statt. Sonnenklar! ist die vorzügl. Wirkung von Radebeuler: CarboL - Theer -- schwefel-Seifev.Aergmanu &£»., Radeöertt-Zttesden gegen alle Art. Hautunreinigkeiten. ä St. 50 Pfg. bei Ad. Bieler, Drog. 1602 SlUlsMliile n. Abschilz zu verkaufen. 0601 F. Wellhöfer, Marburgerstraße. 1499] Eine noch braiuMrare Brunn enpumpe für 9 Meter Tiefe mit eis. Schwengel, sowie eine Saudfteindeckplatte sind billig abzugeben. Näheres Ebelstratze 14, I. 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Ich erkläre derartige Nachreden hierdurch für unwahr und bemerke, daß ich das erwähnte Gelände lediglich für mich und ohne Kenntnis anderer Personen als des den Ankauf vermittelnden Agenten gekauft habe und daß Herr Stadtverordneter Löber erst nach Errichtung der Kaufnotul Wissenschaft von diesem Gnmdstückserwerb erlangt hat. — Uebrigens bin ich zuerst in Kauf- Verhandlungen bezüglich des Dern'schen Besitztums eiugetreten, als die Verhandlungen mit der Stadt sich zerschlagen hatten bezw. von Seiten der Stadt definitiv der Ankauf abgelehnt war. Gießen, 26. Februar 1902. 1619 Wilk. Kits, 1537] Das seither von Herrn Prof. Dr. Erb bewohnte Anwesen ar. Steinweg 9 (8 Zimmer mit Nebenräumen u. Garten) ist per 1. April oder später anderweit zu vermieten eventl. auch unter recht günstigen Bedingungen zu verkaufen. Rinn & Cloos, Heuchelheim. Telephon 286. 6-Zimmerwohuung mit V/ allem Zubehör sofort zu ver- mieten. Seltersweg 62. [285 127] 5 - Zimmermohnung im mittleren Stock per 1. 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