Nr. 27« • r|d)eint täglich auBei Sonnlagt. Dem (Siebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in bet Woche beigelegL ViolattonSbruck u. Verlag bet B r 2 h l'schen Univerl.-Vuch- u.Slem- brudeiet (Pietsch (itben) VUbaftion, C-rpebition und T ruderet; Schulstratze 7. Äbielle Hh Depeichent Anzeiger Gieße». FernlprechanlkliliibAr 51 ■PiwdWriaiflim ■■um— Erstes Blatt. 152. Jahrgang Montag 24. November 1002 GletzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen veza göpretsr monatlich 75Pi., oiettel- täbdid) All. 2.20, duech vlbbolc- u. ßroetaftcBen jährt. au6id)L Beüellg. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis vormillagg 10 Uhr, ßellenpret«; lokal oaOwürtS 20 'tilg. Verantwortlich! füi ben polit. u. aÜgem, Steil; P. Witiko: für „Stahl und Canb* und .Gerichissaaf Hurt Plato: lüi ben An- Aeiqentetl; Han» Beck. Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6b Pi.; durch diePost Akk.2.— viertel- men von 12 bis 15 Millionen Mark imb mit einem Vermögen von über 120 Millionen Mark veranlagt. In letzter Zeit ist K'rupps Name viel genannt worden in Zusammenhang mit infamen Beschuldigungen, die zuerst von italienischen Blättern und dann vom ^Vorwärts" gegen ihn mit Bezug auf feinen Aufenthalt auf Capri erhoben worden sind. Daß sein Tod mit den Aufregungen über diese Angelegenheit und der betrübendenNach- richt über den geschwächten Gesundheitszustand seiner Gattin zusammenhängt, wird bereits in der Presse behauptet. Es wird berichtet, infolge feuer Beschuldigungen war Gießen, den 24. November 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- Dr. B r e i d e r L. Bekanntmachung. AuS Anlaß des Geburtstages Sr. Königlichen Hoheit beS Großherzogs fallt der Amtstag am 25. November bei der unterzeichneten Behörde aus. Gießen, den 24. November 1902. Großherzogliches Steuerkommissariat Gießen. Dr. Metzler. Bekanntmachung. Künftighin werden unsere amtlichen Bekanntmachungen und Ansschreiben nicht mehr an der seitherigen Stelle am Kopfe des Blattes, sondern in einem besonderen „Kreisblatt des Kreises Gießen", welches dem Anzeiger beiliegt, erscheinen. Nur ausnahmsweise werden dringliche Publikationen wie seither erfolgen. Wir machen die Behörden und die Bevölkerung hierauf besonders aufmerksam. Ariedrich Krupp In seiner Villa Hügel bei Essen ist Exzellenz Krupp am Samstagnachmittag plötzlich und ganz überraschend gestorben. Ter Tod erfolgte infolge Gehirnscblags. Tie Nachricht vom Tode Krupps rief in Essen unbeschreibliche Bemessung hervor; viele Arbeiter verließen weinend die Kruppschen Werkstätten. Bekanntmachung. Betr.: Gesuch des Karl HaaS jr. zu Gießen um Genehmigung zur Erbauung eines Kalkring- ofenß. Karl Haas fr. von Gießen beabsichtigt auf dem Grundstück Flur V Nr. 63, 64 und 65 der Gemarkung Großen-Linden einen Kalkringofen zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. im Krcis- blatt für den KreiS Gießen an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung deS Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden vorzubringen. Gießen, den 19. November 1902. Großherzoaliche« K^eisamt Gießen- I. D.: Tr. Wagner. ScluTiintm atlnintt. Der Austrieb von Vieh auf den Viehmarktplatz beginnt von dem am 25. November l. IS. stattsindenden Viehmarkte ab bis auf Weiteres vormittags, um 8 Uhr. Gießen, den 24. November 1902. Großherzogliebes Nwizeiamt Gießen. Hechler. Friedrich Alfred Krupp war am 17. Februar 1854 als "lnziger Sohn des Begründers der weltberühmten Kruppschen Werke in Essen geboren; er hat somit nur ein Alter von 48 Jahren erreicht. Ter Verstorbene war einer der bevorzugteren Freunde des Kaisers, Mitglied des preuß. Herrenhauses und gehörte durch kais-rliche Berufung dem Staatsrat an; auch Reichstagsabgeordneter war er in der Legislatur-Periode 1893/98 für den Wahlkreis Essen (5. Düsseldorf) gewesen, wo er als Kandidat der Reichspartei mit 25 056 gegen 22 287 Stimmen des Zentrums gewählt «Ei Wurde. Krupp,, der für seine Verdienste um die Hebung der deutschen Eisenindustrie durch Ernpunnng zum Geh. Kommerzienrat, in letzter Zeit zum Wirkt. Geh. Rat ausgezeichnet worden ist, war seinem Vater nach dessen Tode — 1887 — in der Leitung des größten deutschen Industrieunternehmens gefolgt: ihm stand ein Kollegium technisch, kaufmännisch und juristisch gebildeter Mitglieder zur Seite. Ter Verstorbene hat die Werke durch Neuanlagen und Ankäufe erweitert. Besonders zu rühmen ist die soziale Fürsorge, die er seinen Arbeitern durch mustergiltige Wohlfahrtseinrichtungen zu teil werden ließ. In technischer Beziehung waren die Werke ebenfalls mustergilttg und ihre Erzeugnisse sind.es. die mit am meisten dazu beigetragen haben, die Wertschätzung der deutschen Industrie im Ausland auf eine so hohe Stufe zu bringen. Tie Hauptspezialckät des Kruppschen Gußstahlwerkes, die Herstellung von Geschützen, ist un^r Friedrich Krupp mit besonderem Erfolge bettieben worden. Bis zum 1. Januar d. Js. sind von der Fabrik 39 876 Geschütze geliefert worden; fast alle Staaten der Welt waren Krupps Abnehmer, sowohl für Geschütze als auch für alle sonstigen Arten von Kriegsmaterial, Panzerplatten für Kriegsschiffe usw. Um eine Vorstellung von der Bedeutung der Kruppschen Werke zu geben, sei erwähnt, daß zu ihnen außer der Essener Fabrik, dem Grusonwerk und der Germaniawerft ein Stahlwerk in Annen, vier Hochofenanlagen, eine Hütte, drei Kohlenzechen, eine große Anzahl von Eisensteingruben, eine Rhederei in Rotterdam gehören, und daß die Firma außerdem an Eksensteingrubcn in Nordspanien beteiligt ist. Tie ungehinderte Fortführung der Werke K'rupps, dem seine Gattin, eine Tochter des verstorbenen rheinischen Oberpräsidenten Fr^rn. r. Ende,/nun: zwei noch im sugend- lichen Alter stehende Töchter geschenkt hat, ist durch die Einrichtung eines geschäftsführenden Direktoriums gesichert. , Tie Gesamtzahl der auf den Kruppschen Werken beschäftigten Personen bettägt rund 43 000, davon allein stwa 25 000 in Essen. Krupp war der höchstbesteuerte Mann in Preußen, unseres Wissens zuletzt mit einem Ein körn - Krupp seit einigen Tagen krank. Er berichtete hierüber an seine in Jena weilende Gemahlin, die alsbald Professor Binswanger schickte, der am Samstag früh auf Villa Hügel eintraf. Kurz nach dessen Ankunft hatte Krupp einenSchlag- anfall, der zunächst nicht gefährlich erschien. Einer Deputation Krupp'scher Beamten, die Vormittags wegen der Capri-Angelegenheit eine Versammlung abgehalten hatten, wurde indessen geantwortet, ein Empfang sei unmöglich, da der Zustand Krupps nicht unbedenklich sei. Rapid verschlimmerte sich dann der Zustand des Kranken und gegen 3 Uhr nachmittags trat der Tod ein. Gleich nach der Rückkehr Krupps aus Italien nach Villa Hügel tauchte das Gerücht auf, sein Befinden sei nicht gut. Man wußte, daß er asthmatisch und hezleidend war. Er. fühlte stetigen Blutandrang zum Kopfe und war hochgradig nervös. Nach dem ersten Schlaganfall erholte sich Krupp soweit, daß er mit feiner Umgebung und Jnstittar Korn sprechen konnte. Als die ersten Essener Exttablätter mit der Todesnachricht erschienen, glaubte man dort an eine Mystifikation, dann nahm man Selbstmord an. Ms aber besttmmte Einzelheiten bekannt wurden, konnte man allseitige VerwünschungengegendieUrheberdes schmählichen Feldzuges gegen Krupp hören. Von dem großen Heere Kruppscher Beamten, die einen großen Teil der Bevölkerung der jungen Großstadt Essen ausmachen, schätzte jeder, der je in irgend welche Berührung zu seinem Chef trat, den Verstorbenen als einen vortteff- lichen, rechtlich und human denkenden Menschen von persönlicher Schlichtheit und Geradheit des Denkens. Er wußte brauchbare Leute an sein Werk zu fesseln und bezahlte hervorragende Gehälter. So wurde z. B. ein junger, von der (Stuttgarter Stadtverwaltung ihm auf seine (Äkundig- ungen besonders gerühmter Reg.-Baumeister mtt einem Au- fangsgehalt von 24 000 Mk. an gestellt, und da er bald das volle Verttauen K'rupps sich erwarb, wählte ihn dieser, als Essens Höchstbesteuerter, in Ellens Stadtterordnetenkolle- ghirrr. l Dr selber wurde 18ffe gelegentlich einer großen milden Stiftung zu Gunsten dieser Stadt zum Ehrenbürger von Essen ernannt. Seine „rechte Han!/' war der ehemalige königlich sächsische Geheime Finanzrat Jenke, bis vor kurzem der erste Direktor seiner Werke, her ein * Jahreskommen von 150000 Mark hatte. In Essens Sttaßen sah man natürlich Krupp in seinem eleganten Gefährt sehr häufig, einen großen breitschultrigen Herrn mit goldener Brille und wenig gepflegtem dünnen Schnurrbart, der in seinem Aeußeren weit eher den Eindruck eines Gymnasiallehrers als des größten deutschen Industriellen machte. Frau Krupp war beim Tode ihres Gatten nicht zugegen. Sie traf e,rst am Sonntag nachmittag in Essen ein. Die Vorstellung im Theater fiel am Samstagabend aus. Tie städtischen Gebäude flaggten halbmast. Zu Samstagabend war eine vertrauliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einberufen, in der gegen die von der sozialdemokratischen Presse gegen Krupp ausgesprochenen Verdächtigungen Stellung genommen werden sollte. Ter Oberbürgermeister Zweigert eröffnete die Sitzung mit dem Bemerken, er hatte die Absicht, vorzuschlagen, Krupp telegraphisch den Gruß der Versammlung zu entbieten und ihm mitzuteilen, das Verttauen der Versammlung sei ttotz der gegen chn ausge- ZSeiynachts -Kttcratur. Bürgers sämtliche Werke in vier Bänden. Herausgegeben von Dr. Wolfg. v. Wurzbach. Mit vier Bildnissen und einem Briefe als Handschriftprobe. In Orig.-Leinenband 1.75 Mk. Max Hesse's Verlag. Bürgers Dichtungen gehören zu den unvergänglichen Schätzen unseres Volkes; er ist her Reformator des deutschen Volksliedes geworden, als der erste, welcher seit dem Ausgange des dreißigjährigen Krieges die Natur in ihre Rechte in her Poesie eingesetzt hat; feine volkstümlichen Balladen sind heute noch unübertroffen. Aber auch seine lyrischen Gedichte find von hoher Schönheit und seine Prosaschriften und Uebersetzungen (Münchhausen, Franklins Jugendjahre u. s. w.) bieten so wertvolles, daß deren Lektüre warm em- ; psohlen werden kann. Eine neue Gesamt-Ausgabe Bürgers entspricht einem oft empfundenen Bedürfnis, sind doch die öor Jahrzehnten erschienenen vollständigen Gesamtausgaben längst vergriffen. Der Herausgeber ist ein trefflicher Leuner Bürgers und war darum zur Besorgung dieser neuen Volks-Gesamtausgabe in erster Linie berufen. Schwindmappe, herausgegeben vom Kunstwart. Preis in elegantem Umschlag 1.50 Mk. (München, Kunst- vartverlag Georg D. W. Callwey.) Die kaiserliche Schack- Nallerie in München hat hierzu ihre schönsten Schwindftücke hergegeben: Tie Hochzeitsreise; Das Mädchen am Fenster Morgensonne); Den Rastenden auf der Wanderung; Rübezahl; Erwins Traum; Den Einsied?l, der die Rosse trän ft; ’inh dann, kaum bekannt und zum ersten Male verviel- iältigt, das feierliche Walten der drei „Naturgeister, die den Mond anbeten", eine ganz wundersame Nachtphantasie, wetisch durchempfunden und doch bildnerisch groß ge- sormt. Im Verlag von Hermann Seemann Nach- '!olger in Leipzig erschien: Walter Crane, Von der Dekorativen Illustration des Buches in alter ®nb neuer Zeit. Aus dem Englischen von L- u. K. Burger. Mit ca. 160 Beilagen und Abbildungen. Preis troschiert 7.50 Mk. Unter den Reformatoren der modernen Sud) Fun ft steht Walter Crone, der Meister des englischen Kunstgewerbes, in der vordersten Reihe. Sein Werk über bie „Dekorative Illustration" des Buches ist mit seinem überaus reichen Material an Abbildungen als ein standard Work des Buchgewerbes überhaupt zu betrachten. Crone i behandelt darin die Entwickelung der illustrativen und dekorativen Buchausstattung von den mittelalterlichen Handschriften bis herauf zu den modernsten Errungenschaften des Buchdrucks und der Buchverzierung. Er hat stets das Ganze des Druckwerkes im Auge, wie er auch in seiner Praxis nicht nur die Illustrationen, sondern auch das Muster des Vorsatzpapiers zeichnet und ebenso den Einband entwirft. Für die einheitliche Zusammenstimmung von Letternsatz, Zeichnung und Verzierung ilst Crane der beredteste und berufenste Vorkämpfer. Tie Grundsätze für das Zeichnen von Buchschmuck und Illustrationen, die Crane aufstellt, machen das ausgezeichnete Werk des berühmten Engländers geradezu zu einer magna charta des ntohemcn Buchgewerbes. Es bedeutet in Wahrheit das Evangelium der modernen Buchkunst. Für Vn Bibliophilen aber ist das Werk in seiner gediegenen Ausstattung eine echte Herzensfreude. Soeben beginnt in der Herder'schen Verlagsbuchhandlung zu Freiburg i. B- zu erscheinen und ist durch alle Buchhandlungen zu beziebeg: Geschichte der bildenden Künste von Tr. Adolf Fäh, Stiftsbibliothekar in St. Gallen, 2. verbesserte und erweiterte Auftage, mit zahlreichen farbigen Tafeln und Abbildungen im Texte, in zwölf monatlichen Lieferungen (Lex.-Oktav) pro 1.70 Mk. Tie erste Lieferung liegt uns bereits vor. Tas kurze Vorwort teilt u. a. folgendes mit: „Unter mehrfachen äußeren Schwierigkeiten hat die erste Ausarbeitung unseres Buches gegen ein Jahrzehnt in Anspruch genommen. Einer so langen Zeitdauer ungeachtet, bewahrten ihm die Abnehmer in dankbar anzuerkennender Weise ihr Wohlwollen. Als der „Grundriß" — wie wir erstmals auf dem Titel schrieben — völlig gezeichnet war, gewann er sich rasch neue Freunde, sodaß bald die Aufgabe zur Vorbereitung einer zweiten Auflage an uns herantrat. Diese Geleaen- 'heit war dem Verfasser und der Verlagshandlung gleich willkommen, um Dem Werke durch wiederholte Durchprüfung von Text und Bildermaterial neben weitgehenden Verbesserungen und Ergänzungen eine größere Ebenmäßigkeit zu geben, als sie bei der ersten Auflage der Umstände wegen erreicht werden konnte. Besondere Sorgfalt ist bei dieser neuen Auflage der Auswahl der Illustrationen zu- aewandt worden. Weniger gute Wiedergaben sind durch bessere ersetzt, ein reicher Dilderschmuck ist ganz neu hinzu- gekommen. Die hoch entwickelte, auf die Genauigkeit der .'Photographie sich stützende Reprodukttonstechnik unserer Tage ermöglicht namentlich bei Erzeugnissen der Plastik und j Malerei eine Treue der Wiedergabe, wie sie früher selbst der forgfältigfte Holzschnitt nicht zu bieten vermochte. Diese Technik erlaubte auch den Farbendruck in größerem Umfang in den Dienst unseres Werkes zu stellen. Unsere „Geschichte der bildenden Künste" richtet sich hauptsächlich an Studierende und an jene Gebildeten, die dem Kunstleben der Vergangenheit nur so weit ihre Auftnerksamkett zuwenden, als ihr anderen Zielen gewidmeter Beruf es erlaubt. Tiefe Bestimmung verlangt nicht eine Fülle von Namen und Daten, auch nicht eine erschöpfende Berücksichtigung aller Werke eines Meisters oder einer Schule, sondern scharfe Charakterisierung der Epochen und ihrer Richtungen. Daher darf sich die Darstellung nicht in einer Reihe von Einzelbildern verlieren, sie muß vielmehr ihr Hauptgewicht auf die nie unterbrochene Tradition der gesamten Kunstbewegung legen." Tie erste Lieferung bringt bann weiter die primitiven Formen der Kunst in Amerika und im Orient und folgende 4 Tafeln in reichern Farbendruck: Saulensaal des großen Ammonstempels zu Karnak (Rekonstruktion), Königsbild aus dem Grab in Theben, Assyrische Wandbekleidungen, und Fries der Bogenschützen in Susa. Heber die weiteren Lieferungen des schönen Werkes beabsichtigen wir von Zeit zu Zeit unsere Leser zu unterrichten. Ein reizendes Album erschien unter dem Titel "Alt Heidelberg, Du Feine", Zweiundzwanzig Bilder aus Heidelberg und feiner Landschaft nach künstlerischen Originalaufnahmen von Carl Lange, Heidelberg. (Verlag Hoursch u. Bechstedt, Köln a. Rh., 2 Mk.) Unter Vorantritt von Scheffels unvergänglichem Lied läßt das Merkchen alle malerischen, originellen und charakteristischen Punkte Heidelbergs in einer Folge von 22 Vollbildern an unserem Auge vorübergleiten. Die Reproduttionen sind auf Kunstdruckpapier in Autotvpieen wiedergegeben. Zwei Gesamt-Panoramen eröffnen die Reihe der Bilder. Dem Schloß^ mit seinen Einzelheiten sind 10 Vollbilder gewidmet. Als besonders glücklich können die Gegenüberstellungen von Karlsthor-Elisabeththor, Großes Faß-Perkeo, Univers.-Aula und Karzer bezeichnet werden. Ein künstlerischer Umschlag giebt dem Ganzen den Charakter eines sympathischen und geschmackvollen Bilderwerkes, das ein reizerides Andenken wie ein willkommener Gruß sein wird. sprachen en Verdächtigungen in keiner Weise erschüttert. Turch den inzwischen eingettetenen Tod wurde der Anttag gegenstandslos. Ter Oberbürgermeister widmete dem Verstorbenen warme, anerkennende Worte. Tie Versammlung drückte einmütig ihre Entrüstung über die trm Verblichenen kurz vor seinem Hinscheiden angethane Kränkung auS mit dem Auftrage, der Witwe des Verstorbenen das innigste Beileid der Versammlung und der gesamten Bürgerschaft auszusprechen und namens der städtischm Behörden die Vorbereitungen zu treffen, welche zu einer würdigen Ver- ttetung der Stadt bei den Beisetzungsftirrlich^eiten erforderlich seien. Einem unverbürgten Gerücht zufolge soll nach den Bestimmungen eines vom Vater Krupvs hnwührend-m Testaments die Fabrik in Form eines Fideikommiß weitergeführt werden. Zum Chef soll ein Vetter Krupps, Arthur Krupp-Berndorff, ausersehen fein. Tem Vernehmen nach istFrauKrupp Universalerbin. Die Beisetzung erfolgt Mittwoch vormtttag vom Stammhause in der Gußstahlfabrik aus. Geheimrat 3 en de, der kürzlich ausgeschiedene Vorsitzende des Kruppschen Direktoriums, wird erwartet, um die nötigen Dispositionen zu treffen. Am Sonntag versammelten sich die Delegierten der Essener nichtsozialdemokratischen Vereine. Tie Versammlung, die ursprünglich anberaumt war, um Stellung zu nehmen ge^en die Verleumdungen gegen die Person Krupps, gestaltete sich zu einer erhebenden Trauerkundgebung. Nach einer Trauerrede durch den Vorsitzenden wurde ein Telegramm an Frau Krupp abgesarrdt. Ueber die Beschäfttgung auf der Krupp'schen Gußstahlfabrik gelangten in letzter Zeit vielfach widersprechende Nach? richten in die Presse. Arbeiterkündigungen sind in den letzten Monaten nur in geringem Maßstabe erfolgt. Jedoch haben starkeLohnreduktionen und Betriebseinschränkungen stattgefunden, so in den Hammerwerken, der Satzachsendreherei, den Herd- und Wagenschmieden, zu- Icj?t auch in 6en Puddelwerken. Andere Betriebe können wieder über Arbeitsmang"l nicht klagen; so ist dos Schienenwalzwerk in allen Schienenstraßen bis April nächsten Jahres vollauf mit Aufträgen versehen. Größere Aufträge für das K'anonen-Ressort stehen in sicherer Aussicht. Ter Kaiser telegraphierte an das Tirettorium -er Firma Krupp: Tie Nacht von dem so unerwartet eingettetenen Hinscheiden Ihres Chefs hat mich tief erschüttert. Tie Vorsehung hatte Geheimrat Krupp an die Spitze eines Unternehmens gestellt, das weit über die Grenzen des Vaterlandes universelle Bedeuttlng gewonnen hat. Ties Werk, wie es von seinem genialen Vater ihm überkommen war, nicht nur zu erhalten, sondern, seinem Weltruf entsprechend, weiter ausHubitden, sah er als die Aufgabe seines Lebens an. Sein Name ist mit der Entwickelung der Eisenindustrie, des gesamten Waffenwesens, der modernen Befestigung, wie des Schiffsbaues auf das Innigste verknüpft. In der Fürsorge für seine Angestellten war er unübertroffen und vorbildlich. So empfinde ich, dem Verewigten in patriotischer Gesinnung auf das Treueste ergeben, mit der Beamtenschaft und den Tausenden seiner Arbeiter, seinen Verlust auf das Schwerste. Wilhelm. Tem Tirettorium der Firma Krupp gingen ferner Beileidstelegramme des Erbgroßherzogs von Baden, des Reichskanzlers, des Kriegsministers v. Goßler, des Finanzministers v. Rheinbaben, des Eisenbahnministers Budde, der Staatssekretäre Kraetke und Nieberding, des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus rc. rc. zu. Ter „Vorwärts" knüpft an die Todesnachricht folgende Worte: Ter Tod legt uns die Pflicht auf, vorläufig von jeder weiteren Erörterung der an seinen Namen geknüpften Angelegenheit abzusehen. — Don juristischer Seite wird darauf aufmerksam gemocht, daß durch den Tod Krupps das Strafverfahren gegen den „Vorwärts" keineswegs erlischt. In ihrem Nachrufe für Krupp schreibt die Essener „Rhein.-Wests. Ztg." u. a.: Friedrich Alfred Krupp war ein zarter Knabe und ein schwacher, herzleidender Mann, der im Orient verschiedentlich Heilung von Asthma suchte. Außerdem war er, unähnlich seinem Vater, ein weicher, fast ängstlicher Charakter. Krupp empfand es außerordentlich peinlich, als bei Begründung der „Berl. N. Nachr." und des Flottenverekns fein Name in die Öffentlichkeit gezerrt und angegriffen wurde; er war nicht der Mann des heftigen Kampfes. Am 13. und 14. d. M. weilte er noch mit feiner Gemahlin und Töchtern in .Kiel, in der letzten Woche kehrte er nach Villa Hügel zurück. Tie fortdauernde Ge- mütsaftektion in di ' u Tagen, und die sichere Aussicht, daß der Prozeß, bei einer luristisch geschickten Gegenseite sich Monate, , vielleicht Jahre hinschleppen könnte, haben nach den vorliegenden Meldungen die überaus traurige Katastrophe herbeigeführt. Tie öffentliche Meinung in Essen steht unentwegt zu Krupp, und in allen Kreisen ruft man sich rührende Akte deS Verstorbenen in Erinnerung, nur ganz selten hört man auf den Sttaßen röche Äußerungen der Sozialdem'kraten. Politische Wochenschau. Tie Position des Reichskanzlers im Kampfe um den Zolltarif wird von Woche zu Woche günstiger. Er macht immer noch nach keiner Richtung hin irgend welche Avancen, läßt vielmehr im Bewußtsein, beim Kaiser Rückendeckung zu haben, die Tinge ruhig an sich herankommen. Ten Konservativen und dem Zentrum aber scheint die Befürchtung nahe zu liegen, daß die Verständigung zu spät erfolgen könnte. Verzichten die Sozialdemokraten auf ihr geschmackloses Obsttuktionstreiben und beschränken sie sich lediglich auf eine in ihrer Art sachliche Tetailbehandlung des Zolltarife«, dann würde der konsequente Tebattenschluß unterbleiben. Tann freilich würde es um die Aussichten des Tarifes schlecht bestellt sein. Wie schwierig übrigens eine Verständigung ist, ergiebt sich aus der offiziösen Kundgebung, die ein Nachgeben der Regierung in Sachen der Mindestzölle, die Preisgebung von Jndustriezöllen und selbst der Loslösung des Tarifes vom Tarifgesetz als völlig unmöglich hinstellt. Obendrein hat soeben die konservative Fraktion des Reichstags fast einstimmig beschlossen, sofort, also noch für die zweite Lesung des Zolltarifes einen Antrag einzubringen, durch den die I n d u st r i e z ö l l e der Mschnitte 17 und 18 des Zolltariftntwurfs um durchschnittlich 25 Prozent gegenüber den Kommissionsbeschlüssen herabgesetzt werden. Außerdem ist in Aussicht genommen, durch einen weiteren Antrag die Zölle auf die Erzeugnisse der chemischen Industrie wesentlich herabzu- setzen oder aufzuheben (die Abschnitte 17 und 18 enthalten unedle Metalle und Waren daraus, sowie Maschinen, elektrische Erzeugnisse und Fahrzeuge). Ter „Nat.-Ztg." zufolge ist in der letzten Frattionsfi^mg der Nattonal- liberalen von dem neuesten Plane der Mehrheitsparteien, eine Verständigungskommission einzusetzen, überhaupt nicht die Rede gewesen. Der Anttag aus Aufhebung der Kommunalabgaben für Brot und Fleisch ist, wie in der Kommission, so auch im Plenum angenommen worden. Der Umstand, daß die Beseitigung des Lttrois erst im Jahre 1910 erfolgen wird, nimmt der u. E sehr erfreulichen Errungenschaft nichts von ihrer Bedeutung. Ta viele Städte auch, wie unsere, bisher eine nicht unerhebliche Einnahmequelle aus den von ihnen erhobenen Steuern für Brot und Fleisch hatten, scheint es vielmehr nicht mehr als gerecht, durch die Gewährung einer längeren Zeitdauer bis zum Jnttasttteten des Gesetzes den Kommunen Gelegenheit zu schaffen, den Ausfall für den Stadtsäckel auf andere Weise wett zu mach en. Turch die Aufhebung der Oktrois ist endlich einmal wieder eine praktisch-erfolgreiche Verständigung im Reichstage erzielt worden. Bei dieser Gelegenheit hat übrigens der Staatssettetär des Reichsschatzamtes Frhr. v. Thielmann für den nächsten (Etat einen Fehlb etra a von nicht weniger als 150 Millionen Mark angekündigt. Wenn er dessen Teckung durch erhöhte Matrikularbciträge als unthun- lich hinstellte, so kann man ihm hierin gewiß nicht widersprechen. Mles hat feine Grenzen — auch die Mattikular- beittäge? Ter Finanzausschuß des oldenbur gischen Landtages unterbreitete soeben erst dem Plenum eine Resolution, in der die Großh. Staatsregierung ersucht wird, durch ihren Vertreter beim Bundesrat oder auf sonst angemessener Art, möglichst gemeinsam mit anderen Regierungen, auf die Reichsregierung in dem Sinne zu wirken, daß das Reich durch größere Sparsamkeit und Einschränkung der Ausgaben eine Herabminderung der Mattikularbeiträge der Einzelstaaten herbeiführe. Daß man die u n g ü n st i g e n Finanzen der Einzel st aaten noch weiter verschlechtert, geht nicht an; das sieht man wohl allenthalben ein. Richtig ist auch, daß man solche Defizits nicht Jahr für Jahr durch Anleihen decken kann. Fortdauernde Ausgaben müssen in einem soliden Haushalt auch durch fortdauernde Einnahmen, nicht durch gepumpte Gelder bestritten werden. Mit der in Aussicht gestellten Bier- und Tabaksteuer-Erhöhung dürfte es indessen, wie gesagt, gute Wege haben. Wenn sie dem Zolltarif Vorspann geleistet hat, wird sie wahrscheinlich wieder von der Bildfläche verschwinden. Die Reichsregierung hat damit schon zu schlechte Erfahrungen gemacht, als daß sie es auf einen neuen Mißerfolg anfommen ließe. Eine Alarmnachricht brach von Belgien her herein. Auf Leopold II. wurde ein Attentat verübt in dem Augenblick, als er die Kathedrale St. Gudule von einer Ge- dächttisfeier für die verstorbene Königin verließ. Ter Italiener Rubino gab mehrere Revolverschüsse auf die königlichen Magen ab, die jedoch ihr Ziel verfehlten. Sozialistische Blätter nahmen die Nachricht, der Thäter stehe nicht mit anarchistischen Gesellschaften in Verbindung, sondern ein Lockspitzel der Polizei, mit Geflissenheit auf. Zweifellos hat Rubino, der aus guter Familie stammt, früher, als er in London sich aufhielt, mit der italienischen Polizei in Verbindung gestanden und von ihr auch ziemlich hoh'e Geldbezüge erhalten; man sprach von 4500 Frcs. pro Semester! Man hat Veranlassung, anzunehmen, daß Rubnio den Anarchisten, deren Partei er in letzter Zeit bestimmt angehört hat, durch eine „hervorragende That" seine Zugehörigkeit zu ihnen dokumentieren und damit alle Zweifel, die in dieser Beziehung seiner Person aus dem früheren Engagement mit der Polizei her etwa noch an* haften konnten, gründlich zerstreuen wollte. Tie Voruntersuchung gegen Rubino ist inzwischen abgeschlossen. Ter Prozeß gelangt am 20. Tezember zur Verhandlung. Zu seiner Verteidigung wird ihm von Alntswegen ein Anwalt gestellt. Königin Elenea von Italien ist eines gesunden Mädchens genesen, und wenn auch die Hoffnungen sicher mehr auf einen Thronerben gerichtet waren, so hat die Bevölkerung Roms und der Provinz der hohen Wöchnerin die kleine Enttäuschung nicht entgelten lassen; herzliche Sympathiekundgebungen sind aus allen Teilen des Landes ein- getroffen, die gezeigt haben, daß das junge italienische .üönigspaar die Herzen des Volkes besitzt, was sich bei der schlichten, volkstümlichen Art Viktor Emanuels, der moderneren Forderungen in vielen Fällen zugänglich ist, von selbst versteht. In der Kurzlebigkeit der Ministerien beginnt jetzt Serbien sogar die französische Republik in den Schatten zu stellen. Tas Kabinett Welimirowic ist nach vierwöchiger Thätigkeit zurückgetreten, nachdem es in der Skupschtina fein Programm entwickelt und dafür nur eine sehr knappe Mehrheit aufgebracht hatte. Nunmehr ist General Mar- kovic, der im vorigen Monat einmal einige Stunden lang Ministerpräsident war, mit der Kabinettsbildung betraut worden. Ter Fortschrittspartei nahestehend, hat er den Radikalen sämtliche übrigen Portefeuilles eingeräumt; ob er sich jedoch damit eine Parlamentsmehrheit sichert, ist umso ungennffer, als die radikale Partei ihre innerliche Spaltung nicht zu überwinden vermag. Tazu kommt noch, daß der neue Kabinettschef im Verdacht steht, in der auswärtigen Politik bei Oesterreich Anschluß zu suchen, was ihn zwar der gegen Rußland Derftimmten Königin Draga, nicht aber den russisch beeinflußten Radikalen' empfiehlt. Er wird also allem Anschein nach seiner militärischen Thätigleit nicht lange entzogen bleiben. Aus Stadl und Land. Gießen, den 24. November 1902. Gedenket der hungernden Vögel! •* Gedenktage. Am 25. November 1812 waren die Franzosen unter Marschall Ney zur Beresina gelangt, wo He im Angesicht deS Feindes zwei Brücken über den Fluß schlugen, nachdem sie den Uebergang über den gefrorenen, aber an beiden Ufern aufgetauten und von den Russen be- ivachten Dniepr zur Nachtzeit auSgefühtt hatten. Unter unzähligen Gefahren konnte sich ein kleiner Teil deS Heeres über die Beresina retten, aber gegen 18 000 Nachzügler, die nicht zeitig genug ankamen, fielen in Feindeshand. ** Ter erste der „akademischen Vortrage", von Oberbibliothekar Prof. Haupt am 21. b. M. gehalten, behandelte das Thema „Friedrich der Große und, Voltaire". Ter Vorttagende schilderte die engen De riehungen. die zwischen den bewcn Männern von 1736 bis 1778 bestanden, und die sich von anfänglicher schwärmerischer Freundschaft während BottaireS Berliner Aufenthalt zu offener Feindschaft wandelten. Ans Voltaires ISet* Haftung in Frankfurt durch den preußischen Residente« von Freytag (1753) werfen Briefe Voltaires an seinen damaligen juristischen Berater, den berüchtigten Frankfurter Senator Joh. Erasmus von Senckenberg, die her Vortragende in der Gießener Universitätsbibliothek aufge« funoen, manches neue Licht Wahrend des siebenjährige« Krieges hat Voltaire vielfach in unedler Weise seiner Rach, sucht gegen Friedrich den Großen die Zügel schießen lassen. Erst seit dem Jahre 1765 hat der briefliche Verkehr zwischen Beiden wieder den früheren freundschaftlichen Charakter angenommen und ihn bis zu Voltaires Tod bewahrt. Ein Teil der Gießener Voltaire-Autographen war bei Gelegenheit des Vortrages zur Besichtigung ausgestellt. — Von unsererKanalisation. Seit Freitag vorigem Woche erregen die an diesem Tage angenommenen, an bei Bahnhofstraße lagernden beiden eisernen Rohre für unsere Kanalisation die größte Aufmerksamkeit der Vorübergehenden. Diese Rohre, od-r richtiger Ducker genannt, sind ca. 18 Meter lang und au5 je einem Stück Schmiedeeisen hergestellt. Wir hören, daß wir durch den plötzlichen Eintritt des Frostes um ein interessantes Erveriment gekommen sind. Die Unternehmer Jäger u. Rumpf beabsichtigen, durch das fertig« gestellte Siel da? Wasier der Wicseck oberhalb der Stelle, wo die Tucker eingetagert werden, nach der Lahn zu leiten und so das Wieseckbett an jener Stelle trocken zu legen. Ob die Rohre bei Eintritt von Tauwetter vielleicht doch noch in dieser Weise verlegt werden, steht bis jetzt nicht fest. - Die hiesige Reichsbanknebenstelle bleibt am 25. d. Mts. von Mittags 12 Uhr ab auS Anlaß deS Ge- bnttstages Seiner Königlichen Hoheit deS Großherzogs geschlossen. "Zur Lesehallenbewegung. In Dresden ist eine neue Lesehalle und freie öffentliche Bibliothek, die von Kommerzienrat Lingner mit einem Kostenaufwande von 70000 Mk. geschaffen wurde, der allgemeinen Benutzung übergeben worden. Möge dieses Beispiel wann- herzigen Gemeinsinns auch unserer Gießener Lesehalle neue Freunde und thatkraftige Helfer werben. § Ruppertenrod, 22. Nov. Unter einem sehr zahlreichen Leichengefolge wurde gestern die sterbliche Hülle deS ältesten unserer Bürger, deS früheren Bürgermeisters und Mühlenbesitzers H. Carle, zu Grabe getragen. Der Verstorbene hatte das Alter von 83 Jahren und zwei Monaten erreicht und sich bis in dies hohe Alter hinein einer bewundernswerten körperlichen und geistigen Frische zu erfreuen gehabt. Dreizehn Jahre lang führte er das Amt eines Bürgermeisters bis zum Jahre 1874. Während dieser Wirksamkeit war er rastloS für das Wohl der Gemeinde bemüht und förderte, wo er konnte, deren Fortschritt. Als sein hervorragendstes Werk, durch das er sich ein bleibendes Denkmal für alle Zeiten geschaffen, steht die Ueberbrücfnng und Kanalisierung der Ottsstraße da. Pfarrer Muhl von Boden- hausen gedachte unter Zugrundlegung der Schriftworte ,DeS Gerechten Gedenken bleibet in Segen" der Verdienste deS Heimgegangenen als Mensch und Beamter in warmen, beredten Motten. Kleine Mitteilungen ans Hessen und ben Nachbarstaaten. Die Schleppschifffahrt auf der Rbein- strecke von Mainz bis Düffeldorf ruht infolge deS muffen* haften Treibeises, das dem Rhein von seinen größeren Nebenflüssen, vornehmlich Main, Mosel und Lahn zugefühtt wird, vollständig. — In Offenbach ist die Leimsabttk von Jörg u. König vollständig niedergebrannt. — Die Stelle eine« Chefarztes im Heiliggeisthospital zu Frankfl,rt wurde dem Prof. Dr. Gustav Treipel zu Freiburg i. B. übertragen. Prof. T. wurde 1867 in Herborn geboren und studierte in Freiburg, Gießen und München. Universität (Siesten. Am 21. November wurden immatrikuliert: a. Juristische Fakultät. A. Buderus, Gießen, Gattenstraße 28. b. Medizinische Fakultät. I. Festl, Ticrhlk., Unterroeffen, Franksutterstraße 83. St. Franzte, Tierhlk., Schreibendott, SelterSweg 60. A. Keller, Med., Gießen, Ostanlage 89. A. Knüpfer, Tierhlk., OelSnitz i. V., Matttplatz 20. B. Meynen, Tierhlk., Zetel, Steinstr. 15. A. Schleich, Tierhlk., Schwabach, Lrndenplatz 1L A. Stett, Med., Weingarten, SelterSweg 68. e. Philosophische Fakultät. S. Rarwitz, Philos., Ponedel, in Frankfurt a. TL Die Zahl der Jmmattikutietten ist zur Zeit auf 1016 gestiegen. Der Bestand des SommersemesterS ist also schon jetzt erreicht. J Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadtthealer. Opernhau». Dienstag den 25. Novembers: »Dornröschen*. Mittwoch beit 26. November, abends halb 8 Uhr: .Die lustigen Weiber von Windsor". Donnerstag den 27. November: .Die Fledermaus. Freitag den 28. November geschloffen. Samstag den 29. November: „Ter Freischutz". Sonntag den 80. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Martha" ober .Ter Markt zu Richmond", dlbends 6 Uhr: .Don Juan". Montag den L Dezember geschloffen. Schauspielhaus. TienStag den 25. November"): .Tas Theaterdors." Mittwoch den 26. November: .WallensteinsTod". Donnerstag den 27. Nov., abends halb 8 Uhr: .Alt-Heidelberg". Freitag den 28. Novbr.: .Tie Jager". SamStag den 29. November: .Wallenstein- Tod. Sonntag den 30. November, nachmittag halb 4 Uhr: .Tie zärtlichen Verwandten." Abends 7 Uhr: .Das Theaterdors". Rlontag den 1. Dezember: .Wallensteins lob'. ") Anfang, wenn nicht anberS bemerkt, abends um 7 Uhr. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 24. November, abends 8 Uhr, Dibelstunbe im Konsirmanbensaal ber Johanneskirche. Ten: Psalm 126. Pfarrer Euler. DÄknechrsMägenbitter „SÄNTIS" ist bei Magen-u. Darmbesch werden clzs^orrügiichsteu.unentbehrlichste . Hausmittel.Probcflasche 1 yerbhafnieh E3 oszrr aa Wir empfehlen unseren grossen Spezial - Artikel: TrikotJlgf filP d.031 VÖTimbOPi ß. Hoüterhoff Söhne, Giessen Seltersweg 20 Seltersweg 20 m Sehr billige Preise bei prima Qualitäten. Unser Lager in Trikotagen ist bedeutend vergrössert. 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M. einschl. auf der Eisbahn an der Kasse abholen lassen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst hat, gilt als ausgetreten. Die Eisbahn ist geöffnet an Wochentagen von IO1/-» Uhr vormittags bis 4% Uhr nachmittags und von 7 Uhr bis 9 Uhr abends. Complette Schlafzimmer Eis. Bettstellen in grosser Auswahl vorrätig. Zeichnung und Preisliste stehen zu Diensten. % Nichtmitglieder zahlen für einmaligen Eintritt 20 Pf. — Zur Deckung der Kosten der elektrischen Beleuchtung wird an Wochentagen abends ein Zuschlag von 10 Pf. von jedermann erhoben. An Sonn- und Feiertagen ist die Eisbahn ununterbrochen von früh lO’/a Uhr bis abends 8 Uhr geöffnet und Eduard Rieger, Asterweg 3. ■w ii . 1 ijyv.ÄiBLiT.yi 3. Ludwig Weller I. zu Heuchelheim, 4. Kohlenhändler Ed. Klinket zu Gießen Stellvertreter. .4 wird ein Zuschlag für die Beleuchtung nicht erhoben. Jahresbeitrag Mk. 2.—, Eintrittsgeld Mk. 1.—. trittserklärungen an der Kaffe auf der Eisbahn. Gießen, den 20. November 1902. Der Borstand. Beigeordneter Heinrich Vvlkrnann II. Heuchelheim, Oekonom Friedrich Eost zu Gießen, als Sachverständige: Schlafzimmer Möbel Seidene Unter zeuge nach Preis und Maß. Patent-Stahlspringfeder- Matratzen erprobter Systeme — in allen Preislagen — für Bettstellen jeder Grösse lieferbar. Stell. Flatratzen mit Seegran-Füllang mit Kapok-Füllong mit Rosshaar-Ftlllung. J-ereinigungs-Kommiffärs zu Friedberg bringen wir jiir Kenntnis der beteiligten Grundbesitzer. Gießen, den 22. November 1902. .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. BeiisteBBen in Holz und Eisen zu wesentlich herabgesetzten Preisen. Bekanntmachung. Der Boranschlag der Gemeinde Weitershain für )(Ul Fahr 1903 04 liegt vom 26. d. Mts. an acht Tage lang M Einsicht der Interessenten auf dem hiesigen Bürger- nfsterei-Bureau offen. Weitershain, den 24. November 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Weitershain. am 28. Anmeldungen nimmt die Lehrerin Fräul. Renner entgegen. Wollen* Herren-Unterhoeen zu Mk. 1_—, 1.55, 2.—, 2.50 bis 5.75. Chocolade von Job. Phil. Wagner & Co. in Anfertigung nach Mass prompt m kurzer Zeit 6964 7 Stück 40 Pfg. 7943 Carl Schneider, MarktM 5. ObtthkMe Gesellschaft für Natur- snll Heilkunde Nächste Sihnnq: Montag, den 24. November 1902, abends 8 Uhr im Auditorium des physikalisch - chemischen Laboratoriums. Tages ordnung: Vortrag des Herrn Prof. Elbs: „lieber künstlichen Indigo. Khi'istbeschmuirlittKltiilkiuder-Veniahmstalt Am 4. Advent-Sonntag, den 21. Dezember d. I., soll die Christbescherung für die Kinder unserer Anstalt stattsinden. Wir haben in diesem Jahre über 200 Kindern die Bescherung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Geldgabeu, die uns die gletch- mäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgehen. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraffe 21; Frau Johanna Haas, Ostanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstrasie 7; Frau Professor Leist, Ostanlage 36; Frau Bürgermeister Mecum, Löberstraße 23; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8: Frau Luise Ottenö, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schwall, Ostanlage 36; Fräulein Luise Wortmann, Dammstraße 32. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben an- zunebmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Kleinkinder- schulschwestern sind Diezstraße 15. Gießen, den 10. November 1902. Der Vorstand der Kleinkinderbewahranstalt. Welflfle Herren-Unterhosen regulär und ohne Naht, zu Mk. 1.45, 1.75, 2.—, 2.50, 8.—, 8.50 und 4.—. Wollene Unterjacken zu Mk. 0.50, 0.85, 1—, 1.55, 2.45, 2.70, 3.25, 4.—. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rödgen pro 1903/04 liegt vom 26. November d. I. ab acht Tage lang auf der Gr. Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Rödgen, den 24. November 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. nehmen. L. Bet der Wahl der beteiligten Sachverständigen und Stellvertreter wurden gewählt durch Akklama- iu bekannt bester Güte. 8103 Adler-Irogerie. Htto Schaaf. Bekanntmachung. Die nachstehend abgedruckte Bckannvnachung des Grvßh. Waschmaschine. D. R. G. M. 91676. Erspart 75% an Material und Zeit Auf jedem Küchenherd, inderWasch- küche und im Freien zu verwenden. Kinderleicht zu handhaben. Absolute Schonung der Wäsche. Gründliche Reinigung durch gleichzeitiges Kochen und Waschen. Vernichtung aller Krankheitsstoffe. Stündliche Leistung z. 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Ter?-> iiren unb zwei Ute ter hinein einer h© 'Frische zu erfreu» er das Amt f irrte Vöhrend dieser^, r Gemeinde Mcnb iritt. Als ein bleibend Sentmal Ueberbrürfiq und Ka« rer Muhl ron Boden» g der 6cÄortt ,Te? ,en' der Verdienste dt? eamter in warmen, bt- Bekanntmachung. AuS der Stiftung der Kinder nnd Erben des Kommerzien- rcrtS Georg Karl Gail sind für da§ Jahr 1903 an drei bedürftige dochier wohnende Familien oder alleinstehende Personen Unterst, itzungen von je 300 Mk. zu vergeben. Bewerbungen haben bi3 zum 20. k. Mts. bei dem Armenamt zu erfolgen. Gießen, am 18. November 1902. 8164 Großherzogliche "iiraermetsterei Gießen. Mecum. ^in%i belf” Bcka«ntmachL»g. Der Voranschlag der Gemeinde Grüningcn für das Jahr 1903/04 liegt vom 27. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem hiesigen Bürger- meisterei-Büreau offen. Grüningen, den 24. November 1902. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Verband. Weimar. Gemeinsamer Einkauf von circa 200 Spezial -G-eschäften. -77TT Z. Ms Schiedsrichter wurde ebenfalls durch Akklamation gewählt: . , ■ Bürgermeister Krämer von Steinbach. Einwendungen gegen die Rechtsbeständigkeit oder «c htsverbindlichkeit der vorstehend aufgeführten Beschlüsse ifirr den zngezogenen Heuchelheimer Gemarkungsteil sind !binnen 14 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bckannt- n,7chung im Kreisblatt an gerechnet bei Meidung des Ausgusses mittels schriftlicher Beschwerde ber dem Unterzeich- leven geltend zu machen. Friedberg, 15. November 1902. Ter Großh. Feldbereinigungskommiiicrr: Sv amer, Krcisamtmanu._____________ Emil Fischbach » Seltersweg 24. Telephon 267. % % % % markung Heuchelheim. Ich bringe das Nachstehende zur Kenntnis der Interessenten: In der gernäß Art. 16 des Gesetzes vom 28. September ^87 die Feldbereinigung betreffend am 14. Oktober l. Js. ^gehaltenen Versammlung der in den Fluren XVI bis KSI der Gemarkung Heuchelheim beteiligten Grundeigen- ■ lü ner, welche darüber zu beschließen hatte, ob die im Gruud- I Ist» lur-) Buch enthaltenen Größenangaben, oder vb die durch M iitie Vermessung zu ermittelnden Flächengehalte dem Verirren der Vereinigung dieser Flächen und deren Zuziehung ■ jiint Feldbereinigungsverfahren Gießen rechts der Lahn zu Ürunde zu legen find, wurden bei einstimmig beschlossener W st'heimer Mstimmung 167 Stimmzettel abgegeben. Von liefen lauteten 90 auf Annahme der Flurbuchsangaben und ■6 ib auf Zugrundelegung der durch Neuvermessng ermittelten stl-ächengehalte, während 2 Zettel keine Aufschrift trugen. Ta die zur Giltigkeit eines Beschlusses erforderliche ßlveibrittel-Majorität (Art. 16 Abs. 5 des Feldbereinigungs- cesehes) hiernach nicht erreicht worden ist, f-o hat in Ge- nSßheit des Art. 16 Abs. 6 pof. 1 des Feldbereinigungs- st^etzeS durch Vermessung der Grundstücke die Ermittelung ih«es Flächengehaltes zu erfolgen. Bezüglich der Kostenaufbringung und der Wahlen der Sachverständigen und Schiedsrichter sind für den zuge- ;og$enen Heuchelheimer Gemarkungsteil diejenigen Beschlüsse naißgebend und verbindlich, die von den beteiligten Grund- .igentümern der Gemarkung Gießen rechts der Lahn in den 8^rsammlungen vom 23. August unb 9. Oktober 1900 ze'saßt worden sind. Diese lauten: L Tie BereinigungSkosten sollen dadurch aufgebracht werden, daß von dem Abschätzungswert der Grundstücke 1 Prozent in Abzug gebracht wird und hieraus Massegrundstücke gebildet werden, aus, -deren Erlös die Kosten bestritten werden sollen. Tie hiernach noch ungedeckten Bereinigungskosten sollen zur Hälfte auf den Flächengehalt und zur Hälfte auf den Bonitätswert der Ersatzgrundstücke ausgeschlagen werden. Tie Vollzügskommission wird ermächtigt, zur Deckung der laufenden Kosten Kapitalien aufzu- Norm^-Hemd^n Mk. 1.— , 1.85, 2.10, 2.55, 8.35, 4.25, 5.50. Normal-Hem-ien. patentiert, Benger's Pallas-Trikot, zu Mk. 6.—. Norina -Hemden, <8enger’3 hinter, 8.35. Normal-Hemden, Kommet, zu Mk. 2.80. Bekanntmachung. Autr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier die Zuziehung eines Teils der Ge- Mainz X- I I \ mesei Schlatzimm , in Satin-Nussbaum bestehend ans: 2 Bettstellen innen Eiche, 1 zweithfirigpr Kleiderschrank mit Fa^ptten-Glas, 1 Waschtisch mit Marmorplatte, kostet nur Kk. 1 Spiegel-Aufsatz mit Kacheln und FacpttHn-Glas. 2 Nachtschränke mit Marmorplatte 1 Handtuchhalter 375.- 8163 Sämtliche Gegenstände dieses Zimmers sind auch einzeln verkäuflich. ritz SÜOWack, Spezial-Geschäft für Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen. im VereinSlokal (Feidel). 8170 Ingenieurbesuche kostenlos. Meßmer 2,80.3,50 und Wichters Anker-Arückenlrasten 8160 8110 Sonncustraste 25. Veste flusfüörung- 7978 8169 7806 roert ab.vtneben empfiehlt [8104] Ltto Schaaf. 062631 Bäckerei Sh. Fast Rachfl. Schlittschuhe Kauf-Gesuch- Billige kreise Für den Auffichtsrat: Daniel Erb, Vorsitzender. J. Wei-el, Lonuenpratze. Prima gelbe Manschen-La lat lartoffcln. 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Januar bis 30. Juni 1903 verdungen. Die Lieferungsbedingungen liegen im genannten Geschäftszimmer auS, dieselben können auch gegen Zahlung der Selbstkostenbezogen werden. Schriftliche und postmäkig verschlosiene Angebote sind daselbst vor Beginn des Termins mit der Aufschrift „Angebot auf die Liefer- ung der Fleisch- und Wurstwaren" versehen abzugeben. 8150 Intendantur 11. Armeekorps. Täglich frische geräucherte Kieler Bücklinge und Sprotten empfiehlt___[8165] S. Dort. Mediz?7 Leberthran Sämtl. Hustenmittel [8105 Hautsalbcn Mcdiz.'Spirituosen tstot'Weinc Diät. NäHrmitttel re. Adler-Drogerie Otto Nchnaf. der beliebteste und verbreitetste, als fKeUcbee FrOhoHlek feinster Kreise jetzt in Mode. Verkaufsstellen dnreh Plnknte kenntlich. 62«2 Eigene Fabrikation. Ncparatur u. Neberziehen sofort. General-Versammlung LlmhwirAiiftlichcll Konslliimrms Wieseck (Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht) findet Dienstag den 2. 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