Nr. 25V •rlftetitt täglich außer Sonnlags. Dem Greßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Giehener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. RoUmonflbrud u. Verlag der Brüh l'schen Unlvert.-Vuch- u.Slein- bruderet lPcetsch Erden) Rebohton, Expedttto« und Druckerei: Schnlstrahe 7. Adresse für Deveschent Anzeiger Gießen. Fern sprechanschluß Nr 51. Erstes Blatt. 152. Jahrgang Freitag 24. Oktober 1®O2 GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger w AV Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezngSpreiSr monatlich 75 ^31., vierteljährlich Ttt. 2L0: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Pik. 2.— viertel- fährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormUtag« 10 Uhr. ßetlenprei«; lokal 12^ axrfroättfl 20 Pfg. Derantwortlichr für den polit. u. allgem. Steil: P. Witiko: für .Stadt und Land* und .Gerichtssaal* Curt Plato; für den Anzeigenteil: $>an6 Beck. 3 Gießen, den 22. Oktober 1902. Betr.: Die Anlage des Vermögens der unter öffentlicher Aufsicht stehenden Fonds. Das Grohherzogliche Kreisamt Gießen an die Kirchen- und Stiftungsvorstände. In Folge Verfügung Großh. Ministerinms des Innern machen wir Sie darauf aufmerksam, daß die durch Ministeral- Amtsblatt Nr. 6 vom 16. Juni 1693 erteilte Ermächtigung zum Ankauf zugelaffener Wertpapiere ohne Einholung besonderer Genehmigung aufgehoben ist, und daß sie Sie daher in allen Fällen bei Erwerbung von Wertpapieren vor dem Ankauf uns Vorlage zu machen haben. Dr. Breidert. Gießen, den 13. Oktober 1902. Betr.: Tie Revision der Maaße, Gewichte und Waagen. Das Großheyogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien zu Lang-Göns, Avendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Klein-Linden, Holzheim, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Garbentcich, Steinbach. Sie wollen in ortsüblicher Weise bekannt machen, daß demnächst eine allgemeine Revision der Maaße und Gewichte und Waagen stattfinden wird. Dieselbe wird durch einen Aichmeister und einen Gendarmen vorgenommen werden. Tie Gewerbetreibenden sind gehalten, diesen Beamten bei Mei- dung der Strafe des § 369 Nr. 2 des St.--G.-B., Art. 73 des P.-St.-^N. alle in ihrem GQverbebetriebe benutzten Maaße, Gewichte und Waagen vorzuzeigen und die Prüfung derselben zu gestatten. Bei der Revision sich ergebende Vorschriftswidrigkeiten werden nach den angeführten Gesetzesstellen mit Geldstrafe bis zu 100 Mk. oder Haft bis zu 4 Wochen, auch mit Einziehung der unvorschriftsmüßigen Maaße, Gewichte und Waagen bestraft. Üm Strafen möglichst zu verhindern, und das Revisionsgeschäft zu beschleunigen, empfehlen wir den Interessenten, ihre der Revision unterworfenen Maaße, Gewichte und Waagen vorher aichamtlich prüfen zu lassen, und machen zugleich darauf aufmerksam, daß die Prüfungen, die nur unerhebliche Kosten verursachen, bei Großh. Aich- amt dahier geschehen können, und zw.'.r für die Gemeinden Lang-Göns und Allendorf a. d. Lahn am 31. Oktober und 1. November, für die Gemeinden Großen-Linden und Klein- Linden am 4. und 6. November, für die Gemeinden Holzheim, Leihgestern und Watzenborn-Steinberg am 7. und 11. November, und für die Gemeinden Garbentcich und Steinbach am 13. und 14. November. Ferner werden die Besitzer von fest sundamenti er ten Brückenwaagen und Waagen über 2000 Kgr. Tragkraft darauf hingewiesen, daß nach § 68 Z. 1 der Aichordnung vom 1. Januar 1888 die Aichung der genannten Waagen alle drei Jahre zu wiederholen ist, daß weiter bei denselben das Vorhandensein der Jahreszahl dem laufenden oder einem der drei voraufgegangenen Kalenderjahre angehört. Dr. Breidert. Verordnung. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des ansteckenden Scheidenkatarrhs des Rindviehs. Auf Grund des 8 1 der Bundesratsinstruktion zur Ausführung der §§ 19—29 des Reichsgesetzes vom 23. Juni 1880 1. Akai 1894 die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen betreffend, werden mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 16. Oktober 1902 zur Unterdrückung des ansteckenden Scheidenkatarrhs des Rindviehs die nachstehenden Schutz- naßregeln für den Kreis Gießen ungeordnet. § 1. Sobald der Ausbruch des ansteckenden Scheidenkatarrbs in einem Orte festgestellt worden ist, darf weibliches Rinovieh nur dann zur Begattung durch einen unverdächtigen Gemeindebullen zugelassen werden, wenn es durch einen vom Kreisveterinärarzt zu instruierenden Ortseinwohner aus das Vorhandensein der fraglichen Krankheit untersucht uno für unverdächtig erkannt worden ist. Die bei dieser Untersuchung als verdächtig erkannten Tiere sind so lange von der Begattung ausgeschlossen, bis ihre Unverdächtigleit durch den Kretsveterinärarzt bescheinigt wird. § 2. Tie nach § 1 verdächtig befundenen Tiere sind von dem mit der Untersuchung beauftragten Ortseinwohner der Lrtspolizeibehörde anzuzeigen. Ter Wechsel des Standorts dieser Tiere ist bis zu deren Unverdächtigkeit nur mit besonderer polizeilicher Erlaubnis gestattet. Wird die Erlaubnis zur Verbringung eines verdächtigen Tieres in eine andere Gemeinde erteilt, so ist die Polizeibehörde derselben entsprechend zu benachrichtigen. § 3. Das Verbringen von Kühen und Rindern eines Seuchenortes zu den in.anderen Orten aufgestellten Bullen ist -erboten. § 4. Nach dem Erlöschen der Seuche in einer Stallung ift die Desinfektion derselben, sowie der Stall- und Putzgeräte nach Angabe des Kreisveterinärarztes und unter polizeilicher Ueberwachung vorzunehmen. § 5. Ter Ausbruch und das Erlöschen der Seuche in einem Orte ift durch das Kreisblatt und in ortsüblicher Weise KxLarrnt zu machew § 6. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen werden, insoweit nicht nach bestehenden gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, nach 8 66 Ziffer 4 des Reichsgesetzes über die Mwehr und Unterdrückung von Viehseuchen bestraft. Gießen, den 20. Oktober 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Gießen, 21. Oktober 1902. Betr.: Die Aufstellung der Voranschläge der evangelischen Kirchenfonds für 1903/04. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die evangel. Kirchenvorftände des Kreises. Wir vermissen in den bis jetzt hier vorliegenden Kirchcn- voranschlägen die vollständigen Verzeichnisse der Aktivkapitalien, welche nach Ministerialausschreiben vom 16. Juni 1893 — abgedruckt in Nr. 8 des Verordnungsblattes von 1893 — alle drei Jahre den Voranschlägen beizufügen sind. Die Kapitalien müssen für den I. Teil und II. Teil des Voranschlags getrennt in das Verzeichnis aufgenommen und für jeden Teil besonders summiert werden. Sofern die Voranschläge bereits an die Großh. Dekanate abgeliefert wurden, find die geforderten Verzeichniffe in einfacher Ausfertigung an uns nachzuliefern, andernfalls aber den Voranschlägen beizufügen. Dr. Breidert. Kie Aufgaben des kommende« Landtages. st. Gießen, 23. Okt. Die Wahlen zum hessischen Landtage stehen in der Hälfte der Bezirke vor der Thür, und es wird nicht mehr lange dauern, so wird im Ständehause neues Leben erwachen. Wie auch die Wahlen ausfallen werden, das ist jetzt schon vor auszusehen, daß vielleicht nur kleine Verschiebungen in der Partei st ellung der Gewählten eintreten werden, daß aber diese geringe Aende- rung genügen wird, der Nation al liberalen Partei, die schon etwas z.iru.'gegangen ift, einen Stoß zu versetzen nnb ihr dadurch bie geb.etende Machtstellung zu benehmen. Angesichts der so sehr rückständigen Haltung verschiedener Mitglieder bei der Beratung über Einführung der .direkten Wahl, besonders des einflußreichen Justizrat Jöckel-Friedberg, der wahrhaft hinterwälderische Anschauungen über die Ausübung politischer Wahlfreiheit von wirtschaftlich Abhängigen zum besten gab, finden wir kein Wort des Bedauerns. Wie auch immer der Landtag zusammengesetzt sein wird, es harren seiner große und gewichtige Aufgaben, die ihm zu lösen gestellt werden müssen. Und Regierung und Volk werden ihre Vorlagen und Wünsche vorzubringen haben. Zunächst muß eingesetzt werden an dem, was der verflossene Landtag nicht hat fertig bringen können: die Herstellung des Gleichgewichts im Etat. Ganz leicht wird ihm das nicht fallen, er wird aber doch sein aufrichtigstes Wollen und bestes Können einsetzen müssen, daß wir vor Ueberraschungen bewahrt bleiben. Denn das war seither reichlich genug der Fall. Durch die Küch'ler'sche Finanzreform sollte den drohenden Defizits vorgebeugt werden. Trotz herantretender erhöhter Ausgaben war die Hoffnung dazu aussichtsvoll, da Steuern auf Vorrat bewilligt waren. Die an Stelle der alten Realsteuern getretenen Einkommen- und Vermögenssteuer übertrafen schon allein die gesamten früheren Steuererträgnisse, und dcjchj hat man ihnen als Ersatzposten noch andere Steuern im Ansätze von rund 51/2 Millionen Mark hinzugefügt. Was war aber die Folge? Da die Steuerzahler glaubten, nach solchen Steuer- verwilligungen sei der Staatssäckel aufs beste gefüllt, wirkte es sehr ernüchternd, daß das erste neue Etatsjahr mit einem Ausfall von rund 2 Millionen Mark, das zweite mit rund eindreiviertel Millionen Mark abgeschlossen werden mußte. Nun steht ja allerdings fest, daß die auf fast allen Gebieten der Industrie hervorgetretene niedrige Konjunktur und die dadurch hervorgerufene Mindereinnahme auf den Staatsbahnen einen nicht geringen Einnahme- ausfall verursachten. Durch die Heranziehung der Ueber- schüsse aus früheren Jahren zur Tilgung etatsmäßiger Posten wird der vorhanden gewesene Vorrat nach Schluß des laufenden Etatsjahres auf ein Minimum sich reduziert haben, sodaß der Rest zu weiterer Heranziehung budgetmäßiger Ausgaben wohl nicht mehr in Betracht kommen kann. So entsteht denn den Volksvertretern die schwierige Aufgabe, den Etat der Art ins Gleichgewicht zu bringen, daß die laufenden Ausgaben von den laufenden Einnahmen können gedeckt werden, daß nicht mehr Ueberschüsse vorderer Jahre — das dürfte ja fo wie so kaum noch möglich sein — aber noch viel weniger Geldauf- nahmen herangezogen werden müssen. Jede andere Weiterwirtschaft ist nicht mehr durchführbar, wir sind an der äußersten Grenze angelangt, wollen wir nicht dem Ruin entgegengehen. Tie Regierung wird den Weg dazu zeigen müssen, der gangbar erscheint, und die Kammer wird mit sorgfältigem Auge eine genaue Prüfung vornehmen. Tie Staatsschulden in der Höhe von weit über 3 00 Mill Mk., eine ungeheuer hohe Summe für unser Heines Land, wenn ihr auch ansehnliches Vermögen gegenüber steht, die nicht unbeträchtliche Erhöhung der indirekten Auslagen und die äußerst starkeHeranziehung der Staatsbürger in d er Form der direkten Steuern, wie sie von feinen deutschen Bun - desstaat übertroffen wird, führen uns mit innerer dlotwendigkeit auf das einzig zuverlässige System der peinlichsten Sparsamkeit im Staatshaushalt. Darüber zu wachen, erscheint als die wichtigste Aufgabe des Parlaments. Bei der Steuerentwickelung, wie wir sie jetzt in Hessen haben, muß unbedingt der Etat ins normale Gleichgewicht kommen. Wir denken da zunächst an eine durchgreifende Reform des Diäten wesens, das so, wie es ist, nach der endgiltigen Durchführung der Beamtengehälter, nicht mehr haltbar ist. Wir haben es schon früher als einen Fehler der Regierung bezeichnet, daß man bei der Gelegenheit der Gehaltsregulierung es versäumte, an diese Materie heranzutreten. Damals ging man ungemein stürmisch vor, aber jetzt, da die Gesetzgebung ein gemäßigteres Tempo eingeschlagen, erachten wir die Zeit für unabweisbar gekommen, hier die bessernde Hand anzulegen. Tie Sache ist längst spruchreif, und im Prinzip ist die Einigkeit bereits erzielt, d ie lautet: We ite st gehende Verminderung aller Nebenbezüge so, daß sie als Gehaltsergänzung nicht in Betracht kommen können. Diese Forderung ist keineswegs neu. Mit scharfen Worten erhebt sie der bekannte Sozialpolitiker C. v. Massow. Er führt ein praktisches Beispiel dazu art:*) Wenn ein Beamter, der von Berlin nach Köln und wieder zurückreist, für die Rückfahrkarte 2. Klasse 52.30 Mk. bezahlt, aber für 1178 Km. ä 13 Pfg. 153.14 Pfg., also 100.84 Mk. mehr liquidieren darf, als er befahlt hat, so hat das absolut keinen Sinn. Dürfte jeder Beamte nur das liquidieren, was er thatsächlich verbraucht, so würden sich sehr bedeutende Ersparnisse ergeben." Wie im großen in Preußen, so im kleineren Maßstabe bei uns. All die Räte und deren Stellvertreter und Hilfsbeamte in der Verwaltung, am Gericht und im Versicherungswesen, die Oberförster und Kreisschulinspektoren, deren pflichtmäßiger Beruf sie mehr ober minder im Jahre von zu Hause wegsührt, stellen weit über den aufgebrachten Kostenaufwand in Rechnung und haben dadurch Neben- bezüge, die zum Teil die Summe von 1000 Mk. pro Jahr nicht selten übersteigen, und wodurch sie andere Beamte, wie z. B. die Lehrer an den höheren Schulen, in der, Höhe des Gehaltes weit überragen. Diese feststehende That- sache verträgt sich nicht mit dem Grundsätze: Gleiche Vorbildung, gleiche Bezahlung. Erwählt jemand viiiCn Beruf, — und er thut es doch gewiß aus innerem Triebe — dessen Ausübung in seinem ganzen Umfange am Wohnorte nicht möglich ist, io muß er die Pflichten, die er.bei dem Antritte seines Amtes zu übernehmen gelobt hat, auch außerhalb seiner Amtsstube erfüllen. Bei Reisen aber in Form von Diäten noch nebenbei Gehalt in ibüe eigene Kasse einzustecken, ist unlogisch. Wir schreiben das in voller Kenntnis der 33er- hältnisse. Mtr wollen kurz nur weniges anführen. Tie Haupt- thätigkeit des Kreisschulinspektors ist, wie schon der Name besagt, die Schulinspektion. Zur Ausübuna derselben bezieht der Beamte seinen Gehcllt. Es ist daher unverständlich, daß derselbe für jeden Tag außerhalb der Kreisstadt 10 Mark verrechnen darf. Tie gesundheitliche Aufsicht über die Bewohner eines Kreises ist dem D:eisarzt übertragen. Dazu gehört bie Uebernahme gewisser ärztlicher Funktionen, so auch die durch Reichsgesetz bestimmte Impfung und Wiederimpfung. Nichts desioweniger wird diese Thätigkeit besonders vergütet und zwar pro Kind mit 80 Pfg. Ter Bezug dieser Nebengebühren macht in dem Einnahmebudget des Kreisarztes einen nicht unbedeutenden Posten aus. Tie ausschließliche Wirksamkeit des Oberförsters liegt im Walde. Damit die Pflege desselben leine Not leide, ist der Oberförster gezwungen, einen Schreiber zu halten, für den unseres Wissens bis zu 600 Mark pro Jahr aus der Staatskasse ausgeworfen werden, und der alle Schreibarbeiten zu besorgen hat. Ferner steht dem Oberförster, damit er ja nichts im Walde ver- fäume, ein Pferd zur Verfügung, wofür ihm jährlich 800 Mark vergütet werden und das nebenbei auch zu Privatzwecken verwendet wird. Endlich gestattet man den Forst- beamten zu seiner und seiner Familie größeren Bequemlichkeit in dem dem Revier benachbarten Flecken oder Städtchen zu wohnen, wodurch er an die Grenze seiner Arbeitsthätigkeit gerückt wird. Und doch stehen dem Oberförster für jede Thätigkeit im Walde, wozu er berufsmäßig verpflichtet ist, und wofür er seinen Gehalt bezieht, die ihn 21/2 Kilometer vom Wohnorte entfernt und mehr als vier Stunden in Anspruch nimmt, 4 Mark an Träten zu. Manchem Oberförster ists gar nicht möglich, ein Geschäft im Walde ohne Diäten vorzunehmen, das ihn auch nur geringe Zeit festhält. Die an vier Stunden fehlende Zeit kann auch durch Pürschgänge ansgefüllt werden, bei denen zugleich Waldbesichtigung statkfindct. Wir sehen, die Gaben sind ungleich ausgeteilt. Oder sollen den Oberförstern die Nebengebühren belassen werden? Der Chef der Forstabteilung, Ministerialrat Wilbrand, hat freilich im vergangenen Jahre in einer Kammersitzung das allen anderen Beamten nicht gerade lieblich llingende Wort ausgesprochen, die Forstbeamten müßten deshalb eine gute Bezahlung haben, weil sie dem Fiskus Geld einbrächten. Ein anderes Gebiet, auf das die Volksvertretung ihr Augenmerk wird richten müssen, ist das der öffentkichen Bauten. Von den Kunstbaudenkmälern wollen wir hier nicht reden, denn die P s l e g e d e r K u n ft ist eine der vornehmsten Aufgaben des Staates. Aber bei den anderen öffentlichen Bauten könnte sehr viel Geld gespart werden. Wir sind nun schon so weit gekommen, daß jede Dienstwohnung in der Staat und auf dem Lande eine elegante Villa ist. Schmuck kann und soll sie fein, sie möge auch geschmackbildend und als Reform oder Revolution S. 305. („Jugend-.) geworden ivcgen war •K Oktober Wetter ■2» S bi I , 6,8 , 64 NE. 5,7 93 NE. 4,6' 98 W. VOM GÜTEN DAS BESTE. 12,3 <-C. 3,8" C. Dieses ist die einzige Oats Packung. Alles 757,6 761,2 763,5 2 2 2 2“ 9»s 7“ •c 'S 12,2 4,0 0,2 23. 23. 24. Bew. Himmel sternh. Himmel 9lcbel Delitijche Cageü schau. Graf Bülow beim Kaiser. .... Ausladen der Kohlenschiffe zu Marseille c'gschäftigten Kohlenvcrlader sind in den Ausstand getreten, doch verladen sie nach wie vor Kohlen für Schiffe, die nach anderen Häfen bestimmt sind. Es herrscht ootl- Iländige Ruhe. Höchste Temperatur Niedrigste , 5i Z eo am 22.-23. Oktober . 22.-23. 2)ieteoLo1oAisehe Ereobachtuugen der Station Gießen. Scmmto. Velvets, direkt an Private. Man verlang» Mastar. von Elten & Keussen, * Krefeld. wirken, aber Eleganz ist über- k Mengte wurden Ziegel und Steinstücke geschleudert. Ein . Zur^ Ausführung fpielen aber Tausende mitunter | L eu t na n t wurde am Kdpft verwundet. Eine Anzahl DrW.Knechrs Magenbitter „SÄNTIS" isibe.i Magen-u. Darmbeschwerden das vorzüglichsten unentbehrlichste Hausmiftel.ProbeflaschelS^aii^b somit ausgewogene Waare ist f Nachahmung OuaLu. HiUv wird insotge iöres ßoOen NayrwerLes und LetchlverdaulichLeit A ubcruü ärztlich errrpsoyltN. Quaker Oats Tie roten Haare kurz geschoren, Ten Herrenhut darüber stramm, Im Herreiwaletot ging spazoren Sie langsant auf dem Straßendamm. Ter Jüngling wie der Greis am Stabe, Ein Jeder blieb verwundert stehn Und sprach: „E solch Kostimche hawe Ich doch im Lewe noch nit g'sehn!" Toch ein Gendarm, der selbstverständlich Noch wen zurück m der Kultur, Ter dachte: „Dieser Mensch ist männlich Nach Fig-, Nat-, Stat- und Positur!" „Was thut er nun in Weiberröcken? Ich nehm ihn mit zur Polizei!" Doch dort gewahrte man voll Schrecken, Daß es ein Frauenzimmer sei. sofort entließ man es mit Grauen Und ist noch jetzt ganz desperat, Weil man bisher sich „echte Frauen" Ganz anders eingebildet hat. Bürgermeisterei Gemeinden hat; mithin verteilt sich die hiesige aus 12 Ortschaften. Tie Leitung der gemeinsamen Bibliothel untersteht dem KreiSschulmspekior, Psarrer Geibel zu Dutenhofen, während die Verwaltung der einzelnen Bücherstöcke, insbesondere die Ausgabe der Bücher an die Leser, die Führung der Verleihungslisten durchweg die Lehrer übernommen haben. Für die Wanderbüchereien haben bisher der Kreis alljährlich 450 Mt. und der Staat zweimal einen Zuschuß von je 1000 Mk. entrichtet. Auch die Bürgermeistereien oder die einzelnen Gemeinden haben mit vereinzelten Ausnahmen die Wanderbückcreien durch Gewährung von Mitteln unterstützt. Tie Büchereien haben in der kurzen Zeit ihres Bestehens Anklang gefunden und erfreuen sich eifriger Benutzung seitens der Gemeindeglieder. x. Aus dem Kreise Wetzlar, 22. Lil. Bis zum 20. Oktober müssen alljährlich die Anmeldungen zum Besuch der ländlichen Fortbildungsschulen erfolgt fein. Falls sich in einer Gemeinde 10 junge Leute für diefelbe anmelden, so soll eine solche ländliche Abendschule eingo richtet werden, und alsdann find die Lehrer zur Erteilung des Unterrichts in derselben verpflichtet. Wahrend üt früheren Jahren in vielen Gemeinden Fortbildungsschulen zu stanoe tämen, indem sich oft 20 und mehr junge Leute zum Besuch derselben.arnmeldtten, find diese Schulen in Tas Syndikat der Hafenarbeiter beschloß in einer neuen Versammlung, die Arbeit auf allen Schiffen mit Ausnahme der liohlenfahrzcuge wieder a u f z u n c h m en . Inzwischen wird die Entladung der letzteren durch die „Gelben" fortgesetzt. Ein neuer Zwischenfall ist dort nicht vo-rgekommen. In Dünkirchen dagegen begingen die ausständigen Hafenarbeiter wiederum schwere Ausschreitungen. Tie Unterdrückung der Unruhen ist wegen der Lage des Hafens urrd wegen der zahlreichen, die otabt und die Vorstädte durchziehenden Kanäle schwierig. Tas Militär ist um je Lwcr Regimenter Infanterie und Kavallerie verstärkt wor- den. Fast alle Polizeibeamten wurden beim Einschreiten gegen die Ausständigen mehr oder tventger schwer verletzt. Ausständige drangen gegen den Justizpalast während der Verhandlungen vor, die unterbrochen wer- den mußten. Auf dem Platze vor de ustizpalast würben die Ausständigen von Kavallerie zu drangt, eins t>er Aus Berlin, 23. Ott-, wird uns geschrieben: Von der Berufung des Grafen Bülow nach Potsdam zum Vortrag beim Kaiser macht die „Nordd. AUg. Ztg." ungewöhnlicherweise heute abend keine Mitteilung. Man bat die Zollrede des Kanzlers vor der Entscheidung über die Getreidezölle einen „Schwanengesang" genannt; der stellenweise elegische, fast resignierte Ton konnte ja als Zeichen der Amtsmüdigt'eit gedeutet werden. Aber die straffe Entschiedenheit, womll Graf Bülow die Schlußworte von der Unannehmbarkeit der Höherforderungen m jedem Stadium der Verhandlungen sprach, ließ erlennen, daß der leitende Staatsmann durchaus noch nicht die Flinte ins Korn wirft. Ebensowenig ist etwa die Stellung des Grafen Bülow erschüttert. Es ist ohne weiteres begreiflich, daß der Kaiser nach so erheblichen parlamentarischen Vorgängen den Bericht seines ersten Ratgebers entgegennimmt, und mit ihm die Aussichten, welche die Zukunft bieten, erörtert. Als ein „Krisen Moment" ist die Berufung nach Potsdam nicht aufzufassen. Die Entschließung Der Verbündeten Regierungen, den Zolltarif jedenfalls durchberaten zu lassen, stand bereits seit längerem grundsätzlich fest, die Anwesenheit der Vertreter der Bundesstaaten in i Berlin gab Gelegenheit, den Beschluß zu bekräftigen, denn! niemand in der Regierung konnte des Glaubens fein, wie die Tinge lagen, daß in zweiter Lesung sich für die Re- aierungsvorschläge eine Mehrheit finden werde. Tie Absicht der Fortsetzung der Tarifberatung wird also nicht geändert werden — es müßten denn eben, was aber nicht wahrscheinlich ist, die Unterhandlungen mit der Rechten und mit dem Zentrum eine entschiedene Wendung zum Ungünstigen nehmen. Ms der Kaiser nach dem Fall der Kanalvorlage in Preußen von der Reise zurückkehrte, war es auch Graf Bülow, der zuerst und allein nach Potsdam befohlen wurde. Es ist kaum zu bezweifeln, daß auch diesmal die Vorschläge des Kanzlers die Zustimmung des Kaisers gefunden haben. Graf Bülow hofft den .Zolltarif durchbringen zu können, es bedarf eben der Zeit zur Aussprache, und zum Finden eines den Mehrheitsparleien annehmbaren Ausgleichs. Unter diesen Umständen ist nicht zu erwarten, daß eine U e b e r r a s ch -1 bav ?ei bc7T beträchtlichen Ausständiger stellte auf dem Quai aus Frachtwagen unb Testzits! Man konnte dem noch zusehen, wenn den Be- Fässern Barrikaden her, steckten Strohladungen, Oel amten mit ^enstwohnung em angemessener Gehaltsabzug und andere Waren in Brand und plünderten ferner das gemacht wurde. Aber auch hier legt der Staat ohne die Laus der Handelsfirma Wimille und zündeten dasselbe Ilchrlich TMiiende zu Die Vergütung für an, doch wurde das Feuer rasch gelöscht. Ta Dünkirchen Dienstwohnung ist je nach den Orten mit 5, ?y2 und 10 Festung ist, wurde vom Platzkommandanten der Belaae- t bemessen und betrögt demgemäß rnngs sustand proklamiert. Ter Bürgermeister übergab alle tt und höchstem Satz 600 Mark pro Jahr, Befugnisse dem Platzkommandanten, der dem Vernevbmen N^Zbnde Mietwohnungen je nach dem Ort. nach ciez Regimenter zur Au fr echt er Haltung der Ordn, na mit 1200 bis 1800 Mark nicht zu teuer befahlt sind. Wir verlangen null. Alle Häuser sind versperrt, die Kauf'aden hatten geglaubt, m Anbetrachts der schlechten Finanzlage verrammelt. Eine Lll-tellung des 20. Jager-Regiments war Würöen die kostspieligen Dienstwohnungen jefct unter- damit befa-Lftigi, dre Hafenquais von Ausständigen ui bleiben, doch mußten wrr erst vor kurzem hören, daß solche säubern, al? letztere Hrachuvagen mit Fässern im Rücken a^n mit einem Kostenauswand von circa I der Abteilung umstürzren, sodaß d'vi'e furxe 3eit am Bor- 35 (W Mark geplant seien, wofür die geringe Mietsent- dringen gehemmt ivaren ^wa ^ an deutschrellim^ schadigung m gar keinem Verhältnisse steht. Beteiligte begaben sich nach Rosendael, um auch dort ^brfUch, daß nahezu alle Parteien das Brandstiftungen vorzunehmen. Infolgedessen wurden be- System der Sparsamkeit auf ihr Programm geschrieben rittene Truppen dorthin gesandt. haben. Hier glauben wrr Punkte angeführt zu haben, wo Tie beim Ausladen der Kohlenschiffe zu Marseille krafttg eingesetzt werden konnte. Wir wollen sehen, ob auf die Worte auch die entsprechenden Thaten folgen. — In einem zweiten Artitel gedenken wir die anderen brennenden Aufgaben der Landesverttetung zu besprechen. Die Kampfe im Somalilande. ‘Äna Atnht unb Reuters Bureau meldet, die angeblichen Briefe über die mißliche Lage der Engländer im Somalilande und die Gießen, den 24. Oktober 1902. Erbeutung von Maximgescyützen durch den Mullah beruhen " I n A m e r i l a v e r st o r b e n e H e s s e n. In Ho- auf Erfindung. Ein Londoner Rechtsanwalt gestand be- bofen: Kapitän Edmund Badenhausen. In Newark reits dieselben erfunden zu haben. Er will damit bezweckt N. I.: John Woerner, 55 Jahre alt, aus Langenhaben, die burenfreundlichen Organe zu hin- diebach, und Ernst Meisenzahl aus Hofgeismar. In t e r g e h e n. Eine Regierungsdepesche aus Berbera, datiert Pittsburg, Pa.: Peter Weiß. vom 22. Oktober, meldet, daß die Streitmacht des Obersten "Der St ad trat von Freiburg i. B hat be- Swahne, ohne angegriffen zu werden, sich nach Bohotle schlossen: 1. Tie Ausschmückung der Balkons mit Pflanzen, zurückzog. Tie Lage ist somit befriedigender, aber die insbesondere in Straßen, wo keine Bäume sich befinden an das Punjabregiment erlasfenen Befehle werden nicht soll von selten der Stadt gefördert werden. Zu diesem zurückgezogen, da die weitere Entwickelung abgewartet wer- Zwecke sind auf Verlangen der Hausbesitzer einmaligSchling- den muß. Alle Verwundeten befinden sich sehr wohl. Tic pflanzen zu liefern und auf städtische Kosten zu pflanzen.— Verstärlungstruppe aus Aden sollte am Donnerstag in 2. Im Interesse der Förderung der Anlegung von hübschen Berbera ein treffen. Im englischen Unterhaus erllärle nach unb zweckentsprechenden Vorgärten in der Stadt hat die Verlesung eines Telegramms über die Vorgänge in Somali- Stadtgärtnerei im Auftrag des Stadtrats vier Pläne von land (Srcnbomc, daß Maßregeln zur Verstärkung der Trup- Vorgärten entworfen, unb werden diese auf Wunsch den In- Pen getroffen seien. Er fügte hinzu, wenn schlechte Nach- terosftn kostenlos unb leihweise zur Verfügung gestellt, richten tarnen, hätte die Regierung noch weitere Truppen Von dem Anerbieten der Balkonbepflanzung haben im zur Verstärkung zur Verfügung. Lauft dieses Frühjahrs 180 Hausbesitzer Gebrauch gemacht. --1 ■" । — Tas Beispiel Freiburgs wäre auch anderwärts zu em- Die allgemeine Lage im slanzösischrn Aus-, ttanb^nphiL't (4) Krofdorf, 22. Ott. Auf Anregung des Kreis- t A .. . . verbandes sind feit Herbst 1900 Wanderbüchereien 911 ^JrrHC?urt lDUpen L ®cnbarmen, die in den meisten Bürgermeistereien des Kreises Wetzlar ent- j I ^esige Bürgermeisterei nahm mit noch zwei tourfe verletzi. ^n^.tacn lls Bllles wurde em Gruben-^n- anderen Bürgermeistereien erst ein Jahr später Anschluß genieur von einem Trupp Ausfiandrger gefangen genomm.n, an dieses Unternehmen. Ter Büchervorrat jeder Wander- 5?br.später von Gendarmen und Dragonern, welche die bücherei ist in so viel einzelne Stöcke zerlegt, als die Ausständigen zerstreuten, wieder befreit. In Bethume ver-^^"-------------- ■ ■ -• I juchte eine Anzahl Ausständiger in die Schächte einzu- bringen, wurde aber von den Truppen daran verhindert. 3000 Streikende haben die Arbeit wieder ausgenommen, darunter sämtliche Arbeiter der Gesellschaft von Fonrcham- beault. Bei der Beratung der Interpellation über die Aus- I stände in der Deputiertenkammer am Donnerstag I beantragte Jaurös, daß die Regierung dem Strette der Bergarbeiter mit den Arbeitgebern ein Ende sexe unb begründete alsdann die Forderungen der ersteren. Redner verlangte die Genehmigung gewisser Gesetze, wie Begrenzung des Arbeitstages, Abänderung des Gesetzes über Unfälle, Gewährung der Mindestaltersversorgung nach Erreichung des 50. Lebensjahres. Ministerpräsident Combes tiahm dann das Wort, um eine eben eingelaufene Depesche des Unterpröfekten zu verlesen, welche zugiebt, daß die Streikenden selbst die Präfektur bedrohten. Die Depesche schließt mit der Ankündigung, daß ein Einvernehmen zwilchen den Streikenden und den Unternehmern erzielt ist, ------------ und daß die Arbeit am F-reitag (heute- wieder beginnt. GeNÜllSllMl. Combes nimmt sodann eine von den Führern der Mebr- io z ^?^9^ch^9biie Tagesordnung an, deren erster ehemalige Direktor der Gewerbebank, Keeper, ha?sem R eoiftonS. ^atz bie 9t^9ienilt9^crf(arun9' die iozialpolitischen Bor- gesuch zurückgezogen. Er beschränkt sich gleich dem Prokurisleo lagen vor dem Parlament zu vertreten, zur Kenntnis Lrug darauf, durch ein Gnadengesuch die Umwandlung der Zucht- nimmt, während der zweite Satz das Vertrauen auf die hausftrafe in Gefängnisstrafe zu erwirken. Weisheit und Entschlossenheit des Ministerpräsidenten aus- c- dem strcitbareu Jena. Die s,Jen. Ztg." schreibt, spricht, feinen Einfluß zur Annahme eines Schiedsae- Oberbürgermeister Wilhelmine S. i|t von dem gstefÄS ss6jrt&ss.»*»Ä Mehrheit von 418 gegen 97 Stimmen. Schließlich wurde ^chopengericht zu 75 Mk. Geldsirase, ec. zu 5 Tagen Haft oerur- die getarnte Tagesordnung mit 375 gegen 164 Stimmen teilt. - Der Student d e r E h e m t e B. in Jena war kt ag- angenommen. Entsprechend diesem Vowm wird Minister- bu r g eg e n den Oberbürgermeister S. und dessen prö, ident Combes sofort den Delegierten der Verarbeiter- rau, sowie gegen den Hausmann Sch. geworden ivcgen synditäte wie den Vertretern der Minengesellfchaften feine mrs unb thätlicher Beleidigung. Der Prwatklage war Vermittlung anbieten. I ^uberklage entgegengesetzt: es kam zu einem Vergleich, bei dem • e | bje Angeklagten die Gerichtskosten trugen und jede Parte« ihren , • I Anwalt bezahlte. Frei ist der Bursch! Ter Gewerkschaftsverein christlicher Berg-'—-- ar beiter in Es s en a. d. R. hat nunmehr auch zum Ausftande der französischen Arbeiter Stellung genommen. Aus die Aufforderung des alten Verbandes, keine Ueber- ichichteu zu verfahren, erklärt das Organ der christlichen Bergarbeiter, die deutschen Bergarbeiter würden zunächst froh sein, wenn sie feine Feierschichten mehr zu machen hätten. Sollte sich, durch den französischen Stteik aber ber Absatz von deutschen Kohlen heben, so müsse Der langt! roerben, baß auch die deutschen.Bergleute höhereLöhne erhalten und so an dem Aufschwünge teilnehmen. on.jri! h v ~ ,----•.?' i Ter Hafenarbeiter streik in Genua ist be- un g m Aussicht steht, sei es, daß die ^arifvorlage zurück- endet. In der Hauptsache sind die Arbeiter unterlegen. Tie gezogen, oder daß der Reichstag aufgelöst wird. Fort- Rheder lehnten die Forderungen ab, alle während des fttzung der Unterhandlungen, das blecht bis auf Weiters Streifs angenommenen Arbeiter wieder zu entlassen, sodaß die Parole. viele Hunderte von Streikenden arbeitslos wurden. letzter Zeit sehr zurückgegaug -n. Im letzten Winter bestanden im ganzen Kreise Weilar nur in sechs Gemeinden Abendschulen. Es ist dies sehr zu bellagen, zumal jede ländliche Fortbilbungssck)ule eisen Kreiszuschuß in Höhe der Hälfte der Ausgaben erhän, welche zur Besoldung des Lehrers erforderlich ift Ucrmischlcs. • Das Mädchen aus der Fremde. (In Wies, baden tagte der Frauenkongrcß. Eine Tecknehmer« ging auf der Straße in Reformkostüm (kurze Haare, Herren. Hut, langer Paletot, fußfteler Rockj spazieren und wurde vov einem Schutzmann, der sie für einen verleideten Mann hielt, sistiert.) In einer Stadl im Lande Heften Erschien — (was ich besonders vüt)m*5 Zum Schutz von Fraueninteressen!) — Ein Mädchen im Reformkoslüm. Quaker andere im 44. Lebensjahre. L. Sack Wwe Frits Kremer. Gießen, den 33. Oktober 1902. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. d. Mts nachmittags l1/, Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs aus statt. 7466 Ludwigsplatz 14. 4766 7469 uover. A. Reinig in der Exped. d. Bl. 7406 04710] Junger Hausbursche gesucht.Ebelstraße 2. Der Vorstand. 7467 Expedition d. Bl. 04696 Verkaufsstelle: 1,10 M. 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Anz." veröffentlichte Bttanz für 1901 wird dahin berichtigt: Die Mitgliederzahl betrug Ende 1900 102, in 1901 gingen 6 zu und 1 ab, sodaß Ende 1901 verbleiben 107. 7477 Der Vorstand des landwirtsch. Konsumvereins Beuern II. Privat - Mittagstisch sucht Student (70 Ps.) Offerten unter Nr. 04751 an die C^ped. d. Bl. Ich nehme die ausgesprochene Beleidigung gegen Maria Balser als unwahr zurück. 04759*- Reiskirchen, am 23. Okt. 1902. Maria Zimmer. Wr Metzger nnü Wirte! Ein Eckgruudstück mit neuen Gebäuden und schönem Garten, für jedes Geschäft geeignet, in verkehrreichem Orte m der Nähe Gießens sofort unter günft Bed. z. verk. Nah, i. d. Exp. d. Bl. 04728 100Ö leere ZMrrellkislchei! billig zu verkaufen. 04625 H. Schäfer, Marktstraße 24. M LchrnetterliiigSkiisteil preiswert zu verk. Anzusehen bei 7478 I. Hirz, Seltersweg 22. Lchöms Sails veckausen. 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Honte morgen $6 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Krankenlager der Kontrolleur unserer Bank Der Dahingeschiedene hat nahezu 20 Jahre s^in verantwortliches Amt mit grösster Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue geführt, und wird ihm die Bank stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Anfsicbtsrat, Verstand und die Beamten der Gewerbebank zu Giessen, eingtr. G. m. u. H. Giessen, den 24. Oktober 1902,