Donnerstag 24. April 1909 152. Jahrgang Erstes Blatt. Kroßherzog Iriedrich von ZZadeu. In diesem Augenblick trifft Euer Majestät Tete« gramm mit der Nachricht Krupp ein und erfüllt im» mit erneuter Freude und erneutem Dank. Gießen, den 22. April 1902. Betr.: Die Errichtung einer Provinzial - Siechenanstalt dahier; hier: Angabe der Zahl der Siechen rc. Die Grohh. Provinzial-Direktion Oberheffen ejt die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen unsere Verfügung vom 14. Februar 1902 ^Amtsblatt ohne Nr.) nunmehr umgehend erledigen. v- Bechtold. Versuchszwecken in unbeschränkter Menge verbunden. Jetzt gilt es, die geeignete Maschine zu konstruieren. Melde unterthänigst, daß wir in Arbeit sind. von Graß . Seine hervor, daß sogar in der kalten Jahreszeit, wo die unr r in welchem geheizten Mume des Museum- sehr unbehaglich sind, der / rwv I »X • «X* » QQ • Ä-* ' k AM W* VW AOM AllS rtff/»1t .O fX\ 4 /4j Euer Majestät mündlich gegebenem Befehl nach- kommend, berichte allerunterthänigst übet, den »vetteren Verlauf der Spiritusverwertung zu Schiffsmotorzwecken. Dankerfüllt und hocherfreut Hal den von Euer Majestät erwiesenen und angebahnten Weg die Berkaufsgenosser> schäft betreten. Wir haben sofort zum Bremer Lloyd und Hamburger Pakctsahrtgesetl,chaft direkte Beziehungen gesucht und mit unserem Dank für ihre BereitwilliA- und die nationale Sache als höchstes Prinzip voranstellte. Zur Erreichung des ersehnten Zieles war dadurch doch ern mächtiger Schritt vorwärts gethan, daß aus des Großherzogs Vorstellungen hin auch von seinen fürstlichen Stammes- genossen die Notwendigkeit anerkannt wurde, daß die bestehende Verfassung Deutschlands gebessert werde. „An dieser Errungenschaft wollen wir festhalten; sie wird zum Ziele führen." Des Großherzogs Sympathien neigten zu Preußen, schon ehe er durch seine Heirat mit der Tochter Kaiser Wilhelms dem Hause Hohenzollern naher trat. Er hielt mit Zähigkeit an dem Glauben fest, daß Preußen zur Führerschaft in ! Deutschland berufen sei, und nur der Not gehorchend, schloß er sich, um nicht erdrückt zu werden, im Jahre 1866 den. süddeutschen Staaten gegen Preußen an. Vier Jahre später, im Schlosse von Versailles, war er es, der das erste Hoch aiTf den neuen deutschen Kaiser anstimmte, ein Hoch, das Das Programm der Aufstellung der K u n st - und historischen Sammlungen von Direktor Prof. Dr. Back enthält sehr viel Verständiges und allgemei n Beachtenswertes. Wir geben daraus folgendes wieder: Tie Kunst- und historischen Sammlungen haben bei ungefährer Schätzung einen Wert von etwa acht Millionen Mark. Bei der geplanten Neueinrichtung sollen wichtige Kunstgegenstände schon durch die Art der Aufstellung cttS solche hervorgehoben werden, unbedeutende hingegen ganz oder in dem Maße zurücktreten, daß sie den Eindruck der wichtigen nicht beeinträchtigen, und soweit als irgend möglich soll sowohl dne Art der Aufstellung, wie auch die Gestaltung und Ausstattung der Ausstellungsräume den ae- schichtlichen Zusammenhang veranschaulichen, in welchem die einzelnen Gegenstände entstanden sind, sodaß die Besucher so hat man sich auch die Lösung der Ar b erterfragel angelegen sein lassen. Man hat die Verkehrspolitik in den Dienst der Sozialpolitik zu stellen gewußt und dadurch bie städtische und ländliche Bevölkerung in enge Beziehungen zu einander gebracht; mit großartiger Unbefangenheit jhat> man besonders die soziale Wohlfahrtspflege in die Hand genommen. Für die wissenschaftliche Erkenntnis der sozialen Verhältnisse ist von den badischen Beamten viel geleistet An allen Bestrebungen zur Hebung des Landes und seiner Bewohner hat der Großherzog teilgenvmmen Er hctt es verstanden, alle Parteien zu gemeinsamer Arbeit auf- Nr. 95 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt dre Giehcner Zamilien- blätttr viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der B rü h l'schen Unwers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben» RebakNon, Erpedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Auretger Gießen. F^rnsprechanlLluß Nr. 51. Bezug»pret»r monatnch75Ps., viertel» jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Mk.2.— uicvtel* jährl. ansschl. Bcslellg., Annahme von Anzeige« für d«e Tagesnummer bis vormittag- 10 Uhr^ ZeilenpreiS: lokal 12 Ps* auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den poliL il allgem»' teil: P- Witiko: tüt Stadt und Land^ unb, ,Gerichtssaal":R.Ditt» mann; für den Anzeigenteil: HanS Beck. GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen „ . firniiipnh hip Pint prtüUtp UU0 Jpamourgec Am Ausgange der vierziger Jahre Ivar es, Äs lm vrauieno m° ^u,r er.u..ie Wenigen aus gesucht und mit unserem Dank für ihre Bereitwillig. Badener Land die Wogen der Revolutwn wild -msschaumten die die JahrhunLrtwende überlebt haben. I [eit .die Zusage der kostenfreien-^5'eftrm^zu alle« und Mit Sturmesbrausen das alte Regiment hiNlvegs g iHlsH phrwürdiaer Greis beaebt er die Feier seines Regie- I ^ugsN-üu^ kas fünf9 L-e-nnien ?iner segensreichen außer Landes fluchten, wett sein Heer sich offen auf bre Sette Y i abickließt du Republikanerstellte^ und den Reihen Freierer> fLftche Aott llebt seinen Fürsten ungemein. Das geroaltigc Hilfe lieh. An donnerten p^ußische ^ non gatl£ besonders hervor au» den großartigen Ovationen, vom Main her ins Land hinein, und die republikanische l - , . .<- fpirtpa fünfiinbxiDanAia iäbriaen Ole* Armee mußte vor der Uebermacht der heraneilenden Preuß,en d 6 ju ) f !.^^brack^wurden und weichen. Ter Prinz^von Preußen, der nachmalige; Kaiser ^rungs^ Wilhelm, stellte als Führer der.^utladtruppenI die alte O - j schweren Erkrankung, die ihn ein paar Jahre später! Gin Sieg der Agrarier in der Schweiz. Äntisfub, u M * ' $ 8 P 6 befiel,'hie Veranlassung war, dag der Erbgrostherzog die $ou agrarischer Seite wird geschriebene kieke witd beweate «eit fielen die Juaendiahrc des Regentschaft übernommen hatte. „Einem ganzen Volk In der Schweiz senden zur Zeit ebeusalls Beratung^ In diese wild bewegte Zeit fielen me ^ugen ioy » banfen zu dürfen", so schrieb der Genesene im ^zahre 1882 über eine Neugestaltung des Zolltarifs statt. Nur ist dort Äd LN. ftm-n Sohn - „banken zu dürfen für dw in ernster öieC Angelegenheit insofern schon weiter gefördert wie in dPs^NutPr?äugten ^ron attan!tt Kem maeEch^r Prüfungszeit bewiesene Liebe und Teilnahme: das betrachte Teutschland, als die Beratungen nicht mehr vorbereitend in Ätttabem V* als ein Vorrecht, dessen hohe Bedeutung Du gewiß Mit einer Kommission, sondern bereits endgiltig im Plenum Sffin1'iünX?an dtt Regierung gek^mni^n sondern mir zu würdigen weißt. - - Durch treue Arbeit für alle ^s Nationalrats stattfinden. Nach den in den letzten Tagen L-LrCH°L°'de? Lu dem' Einfluß mochie ich am liebsten meinen Dank für die erfahrene Treue dort stattgehMen .Mstimmungen kann ta ta- ^urelk"Wmpfe^'mancher?-?'^lrt"zerklüftet ^Mchmut Und die Ovationen für den von seinem ganzen Volke ri"che Bewe'gung den Steg behaupten wird. Die imären in ter !Sölferuna öoi 0cIiebtett Fürsten wiederholten sich im Jahre 1896 bei seinem großen vom Bauernbund in den Kantonen Aargau, Bern, ÄK Fri^ a na Fr?edrich an die »St ten Hef siebzigsten Geburtstage und erneuern sich nun wieder ^burg, Luzern, Zürich usw. organisierten Versammlungen ^iHprton^LAt üvl^r auf^?ickt^n er ttet es ^t dem an diesem Jubeltage. . , haben großen Eindruck gemacht. Die agrarische Bewegung Mittäter ^ua^id^ ter Weisheit des' Alters Der „Rei ch s a n z e i g e r" schreibt : Am 9fonl sind ^ißt die Nationalversammlung mit sich fort und fegt wie ^u dttk?r Arbett war er ausaer^stet wie keiner Ein 50 Fahre seit dem Regierungsantritt des Großherzogs Spinnweben die Hindernisse hinweg, die man ihr ut bat Qvn hpr ännffmnf^ uSh her bunten mit Mmbeit ^0^ von Baden verflossen. Dieser Jubeltag eines reich Weg zu stellen bemüht war. In der Schwerz hat die Bieh^ bonäten ciaen gefeflneten Herrscherlebens, ter in allen badifchen Gauen zücht eine weit größere Bedeutung als der Getreide^ ^ps^nE^ÄterMi^e StrebenmttAebe?^ mit treuer Dankbarkeit gefeiert wird, wendet auch im gau. Darum war auch der Kamps um die Zollsätze^ ^h,nn hp6r ahnten Aufgaben ^sick bin^uaeben^ das ist leren deutschen Vaterlande die Herzen der Patrioten aufs Rindvieh besonders beftig. Der Bundesrat hatte einen Zoll a«r?f ^pMilfipn 'Xiäteit 5bat »rofeberwa ncue ber ritterlichen Erscheinung des Groyherzogs zu. Gleich von 35 Francs für das Stück Großvich vvrgeschlagen, aber firh L^fbnur Fm ^ten^rworbener hat sie von verehrungswürdig als Mensch, als Landesherr, als Bundes- der Nationalrat beschloß, den Satz auf 50 Francs zu erhöhen Friedrich sich mcht nur un Leben^erworben,_er: ^at )ie öon erwarb sich der erlauchte Oheim des Kaisers und zwar mit 112 von 145 Stimmen. Diese überraschend Anfang an bewuhrer'Aussen. Sern^bn hat ^m .^vergängliche Verdienste um die Verwirklichung große Mehrheit kam freilich aus eine ergötzliche Art zu gtunder Herzen seiner Unterthanen erfchlo en er weißMeschen °ationalen Einheitsbestrebungen. Eine Fülle bereit- ^e Freihändler versuchten zunächst den Zollsatz auf 25 ^u fallen . Grift auchd -rBcea rHorer, er^ttmE ger Huldigungen legt Zeugnis dafür ab, wie tief in Francs hinabzudrücken; als sie damit m der -Minderbeit ^^rnen; sein Leben war ihm nicht nut’ bc« Zeitgenossen das Gefühl der Erkenntlichkeit lebt für Sieben, zogen sie sich auf die vom Bundesrat vorgeschla. auch Studium. ^?ne, ^tigkett ist mttderrw, biefed mtt hohen Ehren vollendete halbe Jahrhundert echt genen 35 Francs zurück. Als sie aber auch damit nicht «nd dazu ist er besonders geeignet, wett er em leuchtend^ fürstlicher Dienste an Land, Volk, an Kaiser und Reich, durchdrangen, beeilten sie sich, wenigstens den Satz von Vorbilds em Muster aller I ®cm Großherzog Friedrich seien auch an dieser Stelle bie 59 Francs zu retten, aus Furcht, daß andernfalls em auf H hPH^q^Hpi^ apstanteii ehrerbietigsten und herzlichsten Wunsche dargebracht zu bet 60 Francs gerichteter Antrag eine Mehrhett finden könnte. Wahrheit gemacht, datei stete. über denParteien^gestanden, ^enkfeier des 24. April und für eine noch lange Dauer ^eim Lesen der bei dieser Gelegenheit gehaltenen Steten r ^r^nh^ hPnbß^n6teriM ^riebricb seiner weisen, erfolgreichen Regrerung. glaubt man sich in den deutschen Reichstag versetzt. Genau land" Ehre zu machen Der Boden den Grobhe^og^Friedr ch | l^p bort bemühten sich die Gegner der agrarischen Zölle, vorfand, wiesur lleme S^te auf, heute ist Mmr he Schrecken einer durch diese bedingten Verteuerung der eme der ftol^ ten yanbdöit^te ^ 9^6 n mtt» UalltlfdU GlMeSsckaU. Lebenshaltung grau in grau zu malen. Auch an der Droh, ersert mti dieser Stadt, und Frerburg und dk^zhemi ent- «fc* ) ÖDlt Repressalien seilens des Auslandes, insbesondere Wickeln stch zu Grog,tobten. Ueberals h^t diebische M- Anngnugeu des Kaisers zur Einführung der Schiffs- Italiens als des Hauptlieferanten der Schweiz für Rinte gieruna sich als treuer Helfer. ^n di^em re^geseg- Spiritusmotoren. ^eh, fehlte es nicht. Aber die agrarisch gesinnte Vtehrheit Klnen Seruf§?tihät rote überall ift. Die Fürsorge Die Zeitschrift für Spiritusindustrie verbreitet fol-fließ stch dadurch nicht graulich machen. ______ für die Landwirtschaft das Eingehen auf die Wünsche genden Sonderabdruck: ' ; . bes Landmannes haben sich dort mit goldenen Früchten „Zu der Sonderfahrt mit dem Dopvelschrauben-Schnell- Ize Regierungsvorlage Velr. Die innere tzM- gelohnt. Es ist ein gutes Zeichen, daß das Leben tert bampfer „Kronprinz Wilhelm" des Norddeutschen Lloyd war n(ttett MuseUMS in Darmstadt, leichter geworden ist, und das gilt besonders bezüglich der auf Befehl des Kaisers auch der Vorsitzende des Vereins 9 $7 ' & f sozialen Aufgaben. der Spiritus-Fabrikanten, von Graß, und der Leiter der _ . Wie die politische Versöhnung gelang, so ist nur noch in Prüfungsstelle des Verwertungsverbandes Deutscher Spiri- weniaen Bundesstaaten für die soziale Versöhnung und Er-! tus-Fabrikanten, Gans Edler zu Putlitz-Gr.-Pankow, ein- ziebima so viel geschehen, als in Baden. Dort hat man sich geladen. Die Meeresfahrt war begünstigt durch ein wunderden Gedanken zu eigen gemacht, daß ter Staat die Erziehung volles Wetter und wird allen Teilnehmern eine köstliche des Bürgers bis zu den Mannesjahren ausüben muß, und und dauernde Erinnerung bleiben. Für das deutsche deshalb hat sich in Baden da gewerbliche Unterrichtswesen Brennereigewerbe aber und damit auch für bie musterhaft entwickelt. Wie die Frage der Mittelstands- deutsche Landwirtschaft ist diese Fahrt ern neuer volitik gelöst wurde durch Förderung und ^Aufklärung, Wend epunkt in der Benutzung des Spiritus zur v - - - - «- • ---'Krafterzeugung geworden. In der Nacht vom 18. zum 19. hatte das Schiff gewendet und dampfte wieder der deutschen Küste zu. Der Kaiser ließ die beiden Vertreter des Brennereigewerbes zu sich auf die Kommandobrücke entbieten und teilte mit, daß auf seine Anregung der „Norddeutsche Lloyd" sich berett erklärt habe, versuchsweise seine Hafenfahrzeuge auf Spiritus-Be-,—....... trieb einzurichten. Herr von Graß brachte seinen Dank besonders von den verschiedenen Perioden der deutschen zum Ausdruck und konnte die Erklärung abgeben, daß ter Kulturgeschichte, von Waffen und erachten, von Einrichtung Verwertunasoerband deutscher Spirttus-Fabrikanten für I unb Schmuck ter Wohnung und ter Gotteshäuser, von dem solche Versuche gern Spiritus umsonst zur Verfügung stellen bürgerlichen und dem rehatofen -eben unserer -Boxjafyrjett werde inzwischen hatte sich das Schiff ter ^nsel Borkum I lebendige Anschauungen erhalten. Wie groß das Bedürfnis *7 -?-•------cTo gefruchtet. I fotoeit genähert, daß vermöge der Lufttelegraphie eine Ver- nach solcher Belehrung und Anschauung ist, geht daraus ^ÖXgen fanden in Baten GrSTbem Festland zu enUgli^fmar. dah ioaar in ter kalten Mrefteit wo die uw aiP^n .Lz Pi^ ^ralae^lt in Ge^lt eine^Ä^ ^mm^rntt bem Lloyd betreffenb den Spiritusbetrieb Mtt-Iber Gesellschaft, auch der Landbevölkerung, sehr erheslich Varlampntt? ierner^nach emem Fürstendirektorium, dessen tettung gemacht wurde mit ber Anftage, wie bie Ham-1 ist. Zu emer zweckmaktgen Einrichtung wird noch yinzw- Vorsik tnprfirpimpifp in den Hänben Preußens und Oester- buraer Gesellschaft über diese Angelegenhett denke. Nach kommen ine fortlaufende VeranMltung von persönlichen Snä nrn tob ein bÄhSS f« £ Äen fmg ber ApparL des Schiffes ans ter Führungen burch die wissensch astlichen Be- güxftto uni Söltera ihre UlichteA m Helles Licht jehte hung mag aus folgendem Telegramm entnommen werden-Ibefond-rs wichtig sein, da der Gefchmack des PublikiouS Telegramm des Kaisers an Herrn von Graß^Berlin. Berlin NW. 40 (Lehrter Bahnhof), 20. 4. um 8 Uhr 13 Mim n- Firma Krupp wird achtpferdigen Spiritusmotor für Betrieb des Gcschoßdepots Schießplatz Meppen bestellen. Wilhelm. Bericht des Vorsitzenden des Vereins ter SpirituS- Fabrikanten. Telegramm: An des Kaisers und rlönigS Majestät Berlin, Schloß. Parlamentarisches aus Hessen. gegen in Mainz und n- 433 149 19 88 28 5 493 Gießen Offenbach Worms Alzey Frankfurt recht". Die einschlägigen Gesetze, die sich mit den Geistichen beschäftigen, werden herangezogen, besonders hält sich der Referent bei den Militärpflichten der Geistlichen auf und ordert, da mit der Ordination und der Einführung in das kirchliche Amt die Heranziehung der Geistlichen zu Reserve- Übungen aufhören, die Befreiung von den Kontrollversammlungen. Die Nichtzulassung der Pfarrer zu Gemeindeämtern, wie sie in Hessen besteht, sieht der Referent als eine Zurück- etzung des geistlichen Standes an. Cs gelangt schließlich der Antrag zur Annahme: Den Bericht über die Sterbekasse liefert Pfarrer Nebel- Laubach und kann von Wachstum melden. Seit den fünf Jahren des Bestehens ist das Vermögen auf 10 000 Mark angewachsen und bildet über 13 pCt. des Versicherungskapi- als. Die Auszahlungen infolge der Sterbefälle können aus den laufenden Einnahmen bestritten werden. Nach einer halbstündigen Pause um 11 Uhr, in der unter Führung von Prof. Schöler-Friedberg ein Rundgang durch die Stadtkirchc erfolgte, berichtet Pfarrer Stock- Ober-Breidenbach über die Hülfskasse, die sich gleichfalls der besten Entwickelung erfreut. Ein inzwischen eingelaufener Gruß von Geh. Kirchenrat Dr. Stock-Stockhausen wird freudig ausgenommen und telegraphisch erwidert. Der Antrag von Prof. Schöler, der hessische Pfarrvor- and möge ein Kirchenfenster, Luther darstellend, für die Stadtkirche stiften, fand nach längerer Diskussion in folgendem Antrag seine Erledigung: „Die Hauptversammlung beschließt, die Anregung zur Stiftung eines Stadtkirchenfensters zu geben/' Es soll an alle Geistliche ein Zirkular gerichtet werden, um Zeichnung von Beiträgen, lieferbar in einer von dem Einzelnen zu bestimmenden Zeit, soweit es die Mitglieder der heutigen Versammlung nicht vorziehen, sofort zu zeichnen. Eine gleich in Umlauf gesetzte Liste zeigte hübsche Beträge. Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg liefert Bericht über die Sonntagskommission, aus dem hervorgeht, daß es noch viel zu thun giebt, damit dem Sonntag wieder die rechte Stellung eingeräumt werde, daß er ein Tag rechten Segens ir Leib und Seele werden kann. Bezüglich der akuten Frage über die Einigung der deutschen evang. Landeskirchen, ür die sich bekanntlich auch der deutsche Kaiser lebhaft in- eressirt, wird nach längerer Diskussion der Antrag angenommen: Ein Antrag des Abg. Wolf betrifft die Errichtung einer Irren an sta lt in Rheinhessen, die er für Armsheim wünscht. Gegen 1 Uhr wurde die Jahresversammlung mit Gesang und Gebet non dem Vorsitzenden geschloffen. Ein gemeinsames, durch verschiedene Reden gewürztes Mahl reiht sich an und hielt die Teilnehmer bis um 3 Uhr zusammen. und 235 „ 40 „ 15 „ 124 „ 25 „ 8 „ 150 Gießen, 24. April 1902. ** Vom schwarzen Brett unserer Alma mater. Wenn in den anderen Städten und Städtchen das ernste Musikleben nach und nach verstummt und sich anschickt, einen nach der anstrengenden vergangenen Wintersaison wohlverdienten und [ für die kommende neue Winterzeit erquickenden Sommerschlaf , zu thun, das Musiziren aber den Vögeln in Wald und Feld, : Musikern und Dilettanten zu Nutz und Frommen zukünftiger ; Leistungen, und den sog. „Biermusiken" zu überlassen, so ist das in Städten, denen die Universität ihr Gepräge giebt, so wie bei uns in Gießen, ganz anders. Solche Universitätsstädte haben immer Saison, so lange das Semester währt, nur in den Universitätsferien wird es bedenklich still, stiller als dies z. B. unserm vortrefflichen Universitäts-Musikdirector G. Traut mann in den vergangenen Osterferien lieb war. Hat ihn doch die Sorge um das große Werk nicht verlassen, das er mit seinem Akademischen Gesangverein im jetzt erschienenen Sommersemester 1902 zur Aufführung bringen will: Ludwig van Beethovens „Missa so- lemnis". Hat doch der akademische Gesangverein in dieser stillen Zeit in den Proben häufig recht wenig akademisches an sich gehabt, selbst viele Damen — von den Herren Studenten ganz zu schweigen — nahmen scheint's das akademische Bürgerrecht für sich in Anspruch und machten Ferien. Nun, das Semester hat begonnen und ein Anschlag am schwarzen Brett verkündet allen Jüngern von Kunst und Wissenschaft, daß der akademische Gesangverein noch lebt und einer der größten je gestellten Aufgaben entgegengeht. Es i|\ nur noch eine kurze Spanne Zeit und diese wird zu Psingsten noch unterbrochen — in der der Verein das ge- ivaltige Werk bewältigen muß. Da will noch sehr fleißig gearbeitet sein und so gilt es, sich bald zu entschließen und gleich mit dabei zu sein, was nur Kräfte hat zu solcher That! Es soll uns ja in diesem Semester der tausendste Student beschieden sein und so ist zu hoffen, daß sich ja recht viele darunter finden möchten, für die Musik ein hohes Ideal bedeutet, für das sie gerne wirken mögen! Der Anschlag verkündet ja gerade unfern Studenten, was im Werke ist: Beethovens große Messe! Die nächste Probe für Da- m e n ist Montag den 28. d. M. um 7 Uhr Abends und für Herren um 8*/, Uhr abends am gleichen Tage. Anmeldungen werden in der Probe und jeden Tag außer Mittwochs von Musikdirector Trautmann in seiner Wohnung entgegengenommen. (Unfern Wunsch auf den Weg! d. Red.) ** Liebknechts angebliche Abstammung von Martin Luther ist auch in dem fachmännischen Verein „Herold" zur Sprache gekommen. Der Vorsitzende, Generalleutnant a. D. v. Bardeleben, wies darauf hin, daß das von dem „Lutheriden" Prof. Dr. Robbe herausgegebene Genealogische Hausbuch der Nachkommen Luthers nichts von diesem Anspruch auf eine solche Abstammung wisse. Dagegen sei die alte Pastorenfamilie Liebknecht nicht unbekannt. Das Jöcker'sche Gelehrtenlexikon enthält die Lebensbeschreibung des Johann Georg Liebknecht (gest. 1679), der Superintendent und Beisitzer des Konsistoriums zu Gießen war. Ob der verstorbene sozialdemokratische Abgeordnete ein Nachkomme dieses Mannes gewesen ist, würde durch eine Ahnenprobe zu erweisen sein. « ** Die Hauptversammlung des Mänuerturnvereius, die gestern Abend im „Hotel Schütz" stattfand, erfreute sich eines guten Besuches. Aus dem Berichte des 1. Sprechers fei hervorgehoben, daß die im Winterhalbjahre 1901/02 abgehaltenen Vereinsvergnügen durchschnittlich recht zahlreich besucht waren. Ebenso hat sich auch der Besuch der Vereins- kneipe gehoben. Die Mitgliederzahl ist stetig im Steigen begriffen. Leider hat auch der Verein durch Tod und infolge Wegzuges mehrere treue Mitglieder verloren. Nach dem Berichte des Turnwarts war der Besuch der Turnstunden seitens der Turner befriedigend. Für das Sommerhalbjahr wird wieder eine Spielriege gegründet werden. Es steht zu hoffen, daß der Verein zu den Turnfesten mehrere Wett- turner entsenden kann. Aus dem Sommerprogramm, das in der Hauptversammlung endgiltig festgestellt wurde, sei er*1 wähnt, daß für Himmelfahrt ein Familienausflug nach Braunfels, verbunden mit einem Turngang über Greifenstein—Dianaburg, vorgesehen ist. Außerdem findet im Juli ein Waldfest, im August ein weiterer Familienausflug und im September das Abturnen statt. Ein Antrag, den Anfang des Vereinsjahres auf den 1. April zu verlegen, fand Annahme. Auch sollen die früher einmal eingeführten Monatsversammlungen wieder in Kraft treten. Die Rechnung für 1900/01 war von einer hierfür gewählten Kommission geprüft und, von einigen kleineren Anständen abgesehen, für richtig befunden worden. Dem Rechner wurde daher Entlastung erteilt. In Betreff der Verlegung des Vereinslokals wurde nach längerer, teilweise sehr lebhafter Aussprache schriftlich abgestimmt. Das „Hotel Schütz" behielt die meisten Sitmmen, sodaß von jetzt ab dieses Hotel als Vereins- lokal des Männer turn Vereins zu betrachten ist. Damit war die Tagesordnung erschöpft und es wurde hierauf die Versammlung mit einem kräftigen „Gut Heil" auf den Verein geschloffen. Der deutsche Holzarbeiter-Verband hat kürzlich in ganz Deutschland eine Abstimmung, betr. Einführung der Arbeitslosenunterstützung und die dazu notwendige Beitragserhöhung veranstaltet. Das Ergebnis dieser Abstimmung war: 2. „ Darmstadt „Betreffend die engere Verbindung der evang. Landeskirchen bleiben wir bei der seitherigen Meinung. Wir erhoffen eine engere Verbindung der evang. Lanoeskirchen, welche die Kirche gegen alle einde mächtig und zu allen gemeinsamen Arbeiten tüchtig macht. - Kr halten es aber für nötig, daß dieselbe nicht blos von oben gemacht werde, sondern von innen herauswachse." Endlich wurde noch eine Resolution zu Gunsten des von dem Verbände der Pfarrvereine herausgegebenen Pfarrer- Schließlich wünscht eine neue Regierungsvorlage den Erwerb eines Dienstgebäudes für die Großh. Bezirkskasse Wöllstein, wozu 12 500 Mk. von nöten sind. Aus Stadt und Land. (Nachrichten aus unserem Leserkreise sind uns stets willkormnen und werden angemessen honoriert.) Eine neue' Regierungsvorlage betrifft die Herstellung eines Stallbaues sm Großh. Hofstalle, für den 12 500 Mk. gefordert werden; eine andere Regierungsvorlage wünscht die Erbauung eines Justizgebäudes, Provinzialarresthauses und Gymnasiums zu Mainz. An die Landstände wird »ms Ansinnen gerichtet: 1. zu genehmigen, daß zum Zwecke der Erbauung eines Justizgebäudes mit Provinzialarresthaus in Mainz 7800 Quadratmeter eines Geländes am Schloßplatz gegen einen an die Stadt Mainz zu zahlenden Preis von 90 Mk. für denQuadrat- meter angekauft werden; 2. zu genehmigen, daß zum Zwecke der Erbauung eines Gymnasiums an der Stelle des jetzigen Justizgebäudes und unter Benutzung der Facade desselben samt Turnhalle und Direktorwohnung 1455 Quadratmeter des Grundstücks, auf welchem sich zur Zeit die sogenannte Stadionerhoskaserne befindet, gegen einen an die Stadt Mainz zu zahlenden Preis von 120 Mk. für den Quadratmeter angekauft werden; 3. 43 000 Mk. dafür zu bewilligen, daß das derzeitige Provinzialarresthaus zu Wohnungen für sechzehn kleinere und mittlere Beamtenfamilien nach Maßgabe der anliegenden Pläne eingerichtet wird; 4. die Zustimmung dazu zu erteilen, daß der Stadt Mainz das alte Gymnasium gegen eine Vergütung von 250 000 Mk. zur freien Verfügung überlassen und im Grundbuch als Eigentum zugeschrieben wird; 5. 15 000 Mk. für die Projektierung und für einen wegen Erbauung des Justizgebäudes mit Provinzialarresthaus auszuschreibenden Wettbewerb zu bewilligen; 6. die Zustimmung dazu zu erteilen, daß die nach 1, 2, 3 und. 5 erforderlichen Summen im Wege des Staatskredits flüssig gemacht werden und bei der Aufnahme und Tilgung der hierfür erforderlichen Anleihe nach Maßgabe des Artikel 3 des Finanzgesetzes für das Rechnungsjahr 1902/03 verfahren wird. Ferner wrrd den Ständen eine Regierungsvorlage betr. die Aenderung des Gesetzes über den Bau und die Unterhaltung der Kun st st raß en im Großherzogtum unterbreitet. Bei Auslegung des Artikel 30 dieses Gesetzes, sind Zweifel darüber entstanden, ob die Benutzung der Kreisstraßen zu dem in Absatz 1 des erwähnten Artikels genannten Anlagen stets versagt werden kann, sobald das öffentliche Interesse dies erheischt oder nur dann, wenn und insofern, abgesehen von vorübergehenden Störungen, der Gemeingebrauch der Straße erheblich beeinträchtigt wird. Nach der letzteren Auffassung wäre ein Kreis ve rpflich - tet, die beliebige Benutzung einer Kreisstraße, welche den Gemeingebrauch der Straße nicht erheblich beeinträchtigt, ^ödem Dritten zu gestatten. Eine dahin gehende Auslegung genannten Artikels des Kunstftraßengesetzes könne von bedenklichen Folgen für weite Gebiete des Großherzogtums sein. Da indessen jeder Zweifel über die Auslegung der $8j?^nten gesetzlichen Bestimmung nur durch eine aurhen- —— — >------- ufqje Interpretation derselben ausgeschlossen werden kann, | blatteS abgefaßt. für die Versicherung, „Die Haupwersammlung beauftragt den Vorstand, bei dem Pfarrvereinsverband darauf hinzuarbeiten, daß die Pfarrvereine die Befreiung der Theologen von jeder militärischen Verpflichtung nach erlangter Ordination erstreben, sofern sie nicht Felddiakonen oder Feldgeistliche werden." Jahresversammlung des evangel. Kfarrvererns. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") n. -o- Friedberg, den 23. April. Kurz nach 8 Uhr wurde die Versammlung durch Gesang und Ansprache fortgesetzt. Pfarrer Waldeck-Beerfelden referierte über die Frage: Wie helfen wir Pfarrer unser Volk zur Mäßigkeit erziehen? Vor allem ist es das Vorbild, das der Pfarrer seinen Gemeindegliedern zu geben hat. Der Redner verspricht sich nicht viel von interkonfessionellen Staatsanstalten, sondern nur von solchen, wo zugleich das Evangelium hinzutritt. Er redet darum einer von evangelischem Geiste geleiteten Trinkeranstalt in Hessen das Wort. Der Referent weist auf den Verein gegen Mißbrauch geistiger Getränke, den Guttemplerorden und das Blaue Kreuz hin. Die Mitarbeiter des Pfarrers sind die Aerzte, Lehrer und Richter. Das Referat endigt in folgendem Antrag: „Der evangel. Pfarrverein im Großh. Hessen wolle an die Amtsbrüder die herzliche Bitte richten, nicht nur der Alkoholnot in unserem Volksleben volle Aufmerksamkeit zu schenken, sondern die Bekämpfung des Mißbrauches geistiger Getränke und die Erziehung zur Mäßigkeit als Gewissenspflicht anzuseben und zwar: durch Belehrung lind Vorbild, durch geistliche-leibliche Fürsorge für Gewohnheitstrinker und deren Angehörige, durch Teilnahme an den Mäßigkeitsbestrebungen, durch Gewinnung von Gesinnungsgenossen unter den Gebildeten, durch Besseruna der Lebensverhaltnisse der unteren Schichten und endlich durch Anleitung zu edler Erholung." Derselbe fand einstimmige Annahme. Heber „Bilderverkauf und Lotterie zu kirchlichen Zwecken" referierte Pfarrer Rösch en-Fr eien- ee n. Aus Erfahrungen heraus schildert er die entsetzlichen Auswüchse, die sich mit der Zeit herausgebildet haben. So chließt eine Darmstädter Firma mit Umgehung der Ortspfarrerei mit zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes zu Würzberg im Odenwald einen Vertrag, wonach die Firma i um Besten des Kirchenbaues auf drei Jahre Bilder verkauft. Sie hat die Pflicht, monatlich 170 Mark abzuliefern, aber die vielen ausgesandten Kolporteure machen mit der Empfehlung die ganze Zeit hindurch die riesigsten Geschäfte. Andere Firmen arbeiten in dieser Weise für Krüppelheime oder andere barmherzige Anstalten, sie selber aber haben für ich die glänzendsten finanziellen Resultate. Auch die kirch- iche Lotterie ist zu verwerfen. Folgende Anträge werden einstimmig angenommen: Wenn die Neu-Einrichtung der kunstgewerblich- kulturgeschichtlichen Sammlungen eine besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt berlangt, so ist hierfür nrcht bloß ihr materieller Wert maßgebend, der nach nied- rrger Schätzung gegen drei Millionen Mark betragen dürste, „ebenso sehr ihre Bedeutung als Quelle kultur- geschrchtlicher Anschauung unü künstlerischer Anregung. Ein großer Teil der hier vereinigten Gegenstände stammt aus den verschiedenen Landesteilen Hessens. Weiter wird dann gesprochen von denAr chäolo gisch en Sammlungen, der Gipssammlung, der Ethnographischen Scnnmlung, der Waffensammlung und dem Militärmuseum, und schließlich von der Sammlung hessischer Landesgegenstände. Die bäuerliche Kunst an Möbeln, Geraten, Gefäßen, Stoffen re. wird hier möglichst durch einige Zimmereinrichtungen, sowie durch einen Webstuhl- und einen Küchenraum veranschaulicht werden. Für die Ausstellung der Bau er ntr ach t e n sind Schauschränke notwendig; die Kleinkunst (Töpfereien re.) dagegen wird, soweit sie nicht in den Zimmereinrichtungen Pla" findet, möglichst auf originalen Truhen, Tischen und Schränken ausgestellt werden. Obwohl die Sammlung erst vor wenigen Jahren begründet worden ist, dürfen wir doch hoffen, sie im Lause der nächsten Jahre soweit zu entwickeln, daß sie ein ziemlich abgerundetes, anschauliches Bild hessischen Volkstums und ländlicher Heimatkunst gewährt, woraus auch die vorgeschrittene Moderne sich frische Anregungen wird holen können . Je mehr man den nivellierenden Geist der Neuzeit bedauern muß, der die Stammeseigenart in Tracht, Wohnung, Geräten re. verwischt, desto ernsthafter muß man auf die Bewahrung alles dessen bedacht sein, was an charakteristischen Erzeugnissen dieser Art noch vorhanden ist. Diesen Programmen entsprechend ist der Voranschlag über die Kosten der Einrichtung des neuen Museums ausgestellt worden. Die Kosten bestehen aus: 1. den Kosten der baulichen Anlagen für die innere Einrichtung, 2. den Kosten der inneren Einrichtung selbst, 3. den Umzugskosten, 4. den Kosten der Aufstellung der Sammlungen, 5. den Betriebskosten während der Einrichtung, 6. den Kosten der technischen Leitmrg der Einrichtung. Für die ganze Neueinrichtung sind fünf Jahre vorgesehen worden. Indessen soll die Eröffnung des neuen Museums voraussichtlich rn der ersten Hälfte des Jahres 1905 erwartet werÄen dürfen. Bei aller Einfachheit sollend wird das neue Landesmuseum eine Zierde des Hessen land es werden und sich würdig gleichen Kunst- und Bildungsstätten anschließen, auf die Deutschland mit Recht stolz sein' kann. 3. 4. 5. 6. 7. 8. ; Wiesbaden 171 88 " ” Die weitaus größte Zahl der Arbeiter ... ______o den Nachbarstädten hat sich also gegen die Arbeitslose Versicherung ausgesprochen. 1*$ Jetoußt aber. unBetoufit nach den Gemälden bildet, die statt einer solchen aber nach Artikel 72 Absatz 2 der Der- oer Ausstellung in einer öffentlichen Galerie für würdig fassungsurkunde ein Akt der Gesetzgebung einzutreten hat, befunden werden und daselbst mehr oder weniger in die erscheint die Vorlage des gegenwärtigen Gesetzentwurfes Augen fallen. Für den richtigen Eindruck eines Bildes ist geboten. 1 auch, — und wir stimmen hier Herrn Prof. Back vollkommen ~ ' angefi(i)tä der häufig geradezu entsetzlich geschmacklosen mrd bte rechte Wirkung des Bildes durchaus verhindernden Rahmen zahlreicher hervorragender Gemälde .in allen deutschen Kunststädten uno Ausstellungen — ein angemessener Rahmen nötig. Farbe, Form und Ber- zterung des Rahmens darf nicht dem Charakter des Bildes widersprechen. Da nun — so führt Pros. Back weiter aus — bie meisten Rahmen in unserer Galerie nicht angemessen oder in schlechtem Zustand sind, so mußte für Anschaffung beziehungsweise Auffrischung der vorhandenen ein besonderer Posten angesetzt werden. Tie Sammlung der Ku p f e r st i ch e und H an dzei ch- uungen umfaßt im ganzen ca. 50000 Kunstblätter, die nach ungefährer sehr niedriger Berechnung einen Gesamtwert von etwa 750 000 Mark repräsentieren. Dieses Kapital war bisher so gut wie tot, indem infolge der gänzlich nnprak- trschen alten Schränke und Kasten, in denen die Blätter auf- gehäuft sind, und infolge der unzureichenden Raumverhältnisse eine regelmäßige Benutzung durch das Publikum nicht möglich war. Den Kirchenvorständen sollen Verträge gedachter Art untersagt werden. Wenn solche Verträge mit Umgebung der Kirchenvor- tande geschlossen werden, soll diesen die Benutzung solcher Verträge versagt werden. Es sei die Kolportage, welche auf die christliche Barrnberziokeit spekuliert, soweit bereit Erträge nicht zu christlichen Zwecken verwendet werden, zu verbieten. Pfarrer Köhler-Rohrbach hält Vortrag über: „Die rechtliche Stellung der evangelischen Geistlichen nach Reichs- und Großh. hessischem Partikular- 2 Wetter Z Foulard-Seide ss n 2 1 2 Höchste Temperatur am Niedrigste „ SSE. : NE. NE. Tas Gericht nahm an, daß bcni Chinakrieger der Vorwurf des Raubes oder Diebstahls gemacht worden ist und erkannte mit Ruck- sicht auf die Tendenz des Blattes auf 3 Monate Gefängnis. 22. bis 23. April 22. „ 23. „ Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Dampfcrtrust. New-Potter Depefchen zufolge beziffert sich die Kapitalisation des Dampfertrusts ani 17U Mill. -lolL Wie man der „F. Z." von dort kabelt, wurden öO Ntillionen soeben durch ein Syndikat gezeichnet, 60 Prozent in 9tew-Pott unb 40 Prozent in Europa. — Weiter wird nod) gemeldet, dap sich lieben den gestern genannten Linien auch bie Anchor- und Die Regen i# Sonnenschein Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Korman — vorzügliches Schnupfenmittel! 2208 16,0° c. 10,5° C. bis Mk. 5.85 pr. Mtr. für Blusen und Roben, sowie -t. 24. April. Am nächsten Sonntag ISchlacht noch g-w— dmm ist er mrch um di- Montag findet hier die Kirchweihe statt wo Geleg^hett ^ymim.^ $nefbotc üont ßherzog von > unbändige Heiterkeit .___ geboten ist, die eigenarhgen Wetteraue^r Dol.stracht nl Jahren ernannte Großherzog Fried- . beim Tanze zu beobachten. Tüchtigen Fußgängern sei die Baden gleichzeitig einen Privatdozenten in Herdel- ©fnilltSlflUL Tour über Schiffenberg und Kloster Arnsburg empfohlen . unb einen älteren höheren Gymnasiallehrer zu ’ ... . durch das Wetterthal mit seinen Obstbaumanlagen, die teil- „Professoren". Zur Abstattung des üblichen persönlichen — Das kAialbem. weist im Blüt-nschmuck stehen. Nächste Eisenbahnstation von Dankes an den Landesherrn für diese Auszeichnungl wird ""9roe,,‘, Beeidigung emes Lhma. Münzenberg mit seinen sehenswerten Burgruinen und einem vom Hofmarschallamt Bewert die nämliche stunde bestimme des Viieseldwebels Ziegler aus Wittenberg. Zur Anklage 100 Fuß hohen Aussichtsturme, im Volksmunde als Als der junge Professor m das Wartezimmer des wie aus Halle berichtet wird, ein im „Volksbl. f. Halle ver- Wetterauer Tintenfaß^ bekannt ist «ich in Karlsruhe eintritt, sieht er den alten Tttula^ollegen, Fernlichter Attllel, der dem „Wlltenb. Kreisbl." entnommen war. .Wetterauer Timenfatz m, qt mcq. Hd)en Cylinder auf dem ehrwürdigen Haupt, in großer Erregung hiey ba ohne Namensnennung, dav kürzlich em V.zeseldw^el , r- Eberstadt, 2— April. Gestern ereignete sch j JIJ L Qofa[ herumsausen. Diese hochdramatische Unruhe ronb getraut wurde, dessen Braut em prachtvolles Kleid aus chinesischer Hof-Güll und SUoftec Arnsburg ein trauriger UngludS3 auf einen Augenblick unterbrochen durch das Erscheinen ^eide trug. Ten Stoff zu diesem Kleide, schweren, großblumigen fall. Ein Knecht sollte von Kloster Arnsburg einen Wagen LJ Hofbeamten der den jungen Professor zur Audienz weißen Damast, habe der Bräutigam, der der ^huiat^ppe ge^ Kartoffeln nach Hof Güll fahren; als die^Pferde ohne Fuhr- abruft. Dieser trägt den Claquehut unter dem Arm und ^^e;ieWoc^ctm^rb7ct Spchrnatte^Nuch em' „China-Ädenken- mann im Hof emtraren, forschte man nach und ymb mitten ?ragt bur$ deutende Bewegung den Hofbeamten, ob er Att u„b daran die Schlußbemerkung gcFnüplt: Derartige „An- ouf der Straße die Leiche des Knechts. Vermutlich hatte er I den Hut mitnehmen oder ablegen soll? ^ener winkt. „an- benfeu« toflen ;n mitunter sehr billig gewesen sein. In der letzteren auf dem Wagen geseffen und ist beim Herabsteigen zu Fall legen", und so wird der Hut auf dem Mttteltisch I Bemerkung wurde die Beleidigung erblickt, indem angenommen unb unter die Räder des Wagens und die Hufe seiner Pferde gelassen. Nach drei Minuten ist der junae Gelehrte schon wurde, daß dem Chmakrieger der Vorwurf einer unerlaubten uno unier «« -wo« y »« V i *• . Wartezimmer, und nun wird der alte Herr Handlung gemacht worden ist. J.l der Verhandlung wurde eine zur Audienz befohlen. Dessen Aufregung hat sich inzwischen Cuittung vorgelegt, wonach der Chinakrieger beit totoff |U dem worden ist. Der Verunglückte ist aus Müschen heim und V * ber dramatischen Höhe der vorletzten Szene des fünften seidenen Kleide in 'China käuflich erworben habe. DerStaatsanwatt mehrerer Kinder. Aktes gesteigert. ^en eigenen Cylinder unwissentlich auf spricht dem Kopfes ergreift er tn einem Uchte" Achg-nbli^ von m der j en t e g e” (i n i> Den n doch zu gut sich Vermischtes. ^^des^Hei^elbergeä,^wundert sich über den glatten ^-!sol che Vorwurfe machen zu^las s! en, 6Monate GefängnL * Düsseldorf 23. April. Dem bekannttn homöo- « Als patischen Arzte Dr. Volbeding hat auf Anttaa b be^m Großherzog Eintritt, wendet sich dieser ab, wohl Düsseldorfer Polizeiverwaltung der 3^zir ks aus schuß- c I im |eine Rülwuna zu verbergen, meint der neue alte Pro- Approbativ n als Arzt auf fünf ^Zahre entzog en. Toch wie sich der Füttv wieder umdreht, scheint B. wurde bela-mtltch von der hie.igev- Straft-mmer weg n essor. Tvch^w^sich der »“er Heber Herr Prostssor, um angrercher Kurpsu chereren itn Jahre 1«dbSU 4 Zähren ch > wenigstens einen Cylinder ablegen?“ G-sängnis und sünfiahrrgem bürgerlichen Ehrverlust ver- woIHn ^ost^or Meudert den fatalen Äapphut von sich, * 9Q arnriT Ter Kater des weaen greift betroffen nach der Stirn, reißt den zweiten, eigenen Mordes in Untersuchungshaft befindlichen Bankiers sS a J ^^nber herab und stammelt ^^uutigionig iche neben oen ge)IeVrt genannten Linien «uu, uw unw«- ^v d«»n-Bruns und ein Prokurist der Lereinsbank wurden. Hoheit haben auch diesmal recht. Zwei §ute )tni) ent» siiaan-Xiinie dem Trust bis jetzt nicht angeschloßen haben. Aus die ^ereinsvani wurv ^iel für einen Mann, der den Kopi verloren Cunard-Linie legt man großen Wert, es sollen in den nächsten kspritraf News" wird tele- hat!" — „Den Ihrigen haben Sie nun aber wiederge- Tagen in London mit den Jnteressenlen dieser Gesellschaft noch- London, 23. April. Der "^-^tral News w o /unben, Herr Professor, nun behalten Sie ihn immer oben!" mals Konferenzen stattsinden, um sie zum Beitritt zu bewegen, graphiert: Der D amp fe r „Deu t s ch l an d rneld t ber Großberzoq ihm freundlich die Hand drückend. Tantit der Trustgesellschaft die Rosinen nicht gar zu groß werden, Plymouth, daß am Dienstag nachmittag ea_ 400 Meilen W oer ^r M J ftat Beiden wohlaethan. macht sich gegen dieselbe in Amerika schon letft Lpposttwn gellend, von Scilly das Steuergetriebe durch Uns all, unbrauchbar Die Audienz ist zu Ende und hat Beioen woyrg b^'war jedoch noch bei Bildung eines fedenTrusts der Fall und wurde. Es sei schwere See während emes starken West- L^n ^.gvabenteuer oes % । L^t nicht allzuhoch ms Gewicht. Jedenfalls dar, man darauf ge- Sd-West-Sturmes. Um das Schiff zu steuern, wurden die Orleans. Der „Agence National w . spannt sein, inwieweit sich die beiden deut,chen Geiellschaft^i enga- ^aen^!' Relsourcen-Dovvelschrauben osort benutzt. Ein telegraphiert: Au einer m der Mn SJilIamannque Cb Mbci ^in Borteil stür bieieiben herauskomnU .iniaci ianaiamerer üura immer noch über 18 Knoten wurde abgehaltenen W i l d s ch w e IN j a g d , welcher bie Stomgut •)ar(jßcr neben bie Meinungen noch sehr auseinaubec, man wird 1200 feien an Bord Es von Portugal, der Herzog und die Herzogin von Orleans, Begründung der iilejellschait selbst nbzuwarten haben, um sich 1200 “ I. L-stern sowie Prinzessin Luise beiwohnten, stürzte sich ein Eber ein Urleü darüber bilden zu tonnen, . herrsche weder Panik noch die geringste ^regung. Gestern bQ- snferb des Herzogs von Orleans und fügte .ihm 3»/»proz. neue Wiesbadener Stadtauleihe. Auf die am S',7. BnÄ“' «fe.Tä S ä’ vL-sr “'«? ssä"ässss ; v SÄim« und zehn Seeleute der „Hekla" wurden an Bord der „Dil- alle von den Philipp in en kommenden Schiffe ,ft wegen «“f s°r°ueü Der erste Ingenieur Hille aus Bergen ist der do^herrschenden Wa^an^ü 00n' i8ui>aÄ Fast aus allen Landesteilen Frankenberger un ^ßi eg ent e h er sind total gemeldet. Schaden ist bisher nur an den in Blüte stehenden ein Raub der Flammen geworden. Der.^aden .bellet Obstbäumen sestaesteltt srch auf über eine Million Franks. Personen sind nicht Obstbaumen festgqteur. Ger ich ts-R e f e- verunglückt. - Ein Brand in der Braunkohlengrube rendar ein Major a D dessen Brust viele Orden Brend gen in Billar hat efinen derartigen Umfang an- schmücken,' wird in allernächster Zeit ins Assessor-Examen genommen, daß eine Kompagnie Pioniere zur Hilfeleistung „steigen". Der Major hatte die Fünfzig schon überschritten, nach dort abgegangen ist. als er das erste Staatsexamen ablegte; jetzt hat er nun * Heiteres aus dem Gerichtssaale. Wir lesen in dem vorgeschriebenen Zettraum von vier Jahren alte im „Mainzer Journal": Folgendes heitere Intermezzo „Stationen" hinter sich und wird demnächst vor dem Forum spielte sich jüngst in einem hes s i s ch en Am t s ge r ich t e ■■■■■■■■ ■■ . . der hohen Prüfungskommission Rechenschaft darüber ab- thatsächlich ab. Der Richter wollte die Personalien einer ■ VW W M W ■ ,^enneöer0- Äulegen haben, wie er in dieser Zett sein Pftuid verwaltet Zengin, eines erwachsenen Mädchens, seschellen, und stellte S-td« schwarz ^at.0 Es gehört immerhin ein mannhafter Entschluß dazu, unter anderem auch die Frage: wech und fwebig «m sich als Fünfundfünfziger über die Paragraphen des neuen dichter: „Ledig ? I b^ch meine Seiden^rik auf de^ttschem (sreEbitte erfolgt. - Bürgerlichen Gesetzbuches und der zahlreichen Berwaltungs- Das Mädchen sieht den Richter verwundert an, ohne ^ur ed)t> roenn bircft DOn mir biogen. Muster urngcherw. gesetze der letzten Jahre ausfragen zu lassen. Unser „be- eine Antwort zu.geben .Der Richter fragt zum zwettenmale G. Henaeberx, Seibenfabritant (R. u. Köoflief.), Zürich. rnoosteS Haupt" soll der neuen und letzten „Prüfung" mit mit demselben Erfolge. Da ruft er zum dnttenmale Ui sehr1 Campsesmut und Siegesgewißheit entgegengehen; ist diese | erregtem Tone: ,Ledig?", worauf das Mädchen verschämt April Barometer auf 0° reduziert ■ t JLtnipenuur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 23. । 2" 745,9 12,9 8,6 78 23. 9” 746,9 11,0 8,7 89 24. 7“ 748,4 11,7 8,1 79 Gesfentliche Aekanntmachung. Im Verfahren betreffenb Legalisierung des Grundbuchs für bie Gemarkung Gießen hat bie Königliche Eisenbahn- birdtion in Frankfutt am Main bie Einschreibung des in ber Gemarkung Gießen gelegenen, bis jetzt noch nicht fataftrierten Grunbstücks Flur VIII Nr. 393 (neu) auf bas Königreich Preußen (Eisenbahnverwaltung) beantragt. Alle Diejenigen, welche Ansprüche an bieses Grundstück erheben zu können glauben, werben aufgeforbert, dieselben binnen 6 Wochen vom Tage der Einrückung an bei unterzeichnetem Gericht geltenb zu machen, widrigenfalls die Einschreibung der genannten Parzelle im Grundbuch nach Antrag mii dem Erwerbtitel „Ersitzung" erfolgt. Gießen, am 19. April 1902. 3245 Großherzogliches Amtsgericht. DonuerStaa den 1. MailSV2 nachmittags 2'/, Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht bie zu der Konöirsmasfe oes Bäckermeisters Hermann Bogt gehörige Liegenschaft: Flur 1/491 — 56 qm Hofralle auf dem Seltersweg öffentlich meistbietend oerfteigert werden. Gießen, den 25. März 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. ____________Gros._______2517 Versteigerung. Freitag den 25.und Samstag den 26. v. MtS., nachmittags 2 Uhr anfangend, versteigere ich im Pfandlokal, Sellersweg 11, gegen Barzahlung: 2 Pianinos, 2 Schreibst!retare, 1 Schreiblifch, 1 Kassas chrank, 4 Wirtstifche, 1 Fahrrad, 1 Billard, mehrere Sophas, Kommode und Kleiderschränke, 1 Nähmaschine, 3 Regulateure, 1 Hobelbank u. a. m. Gießen, den 11. April 1902. 2914 Mulch, Pfandmeister. Verding. Los I: Herstellung eines Dienstwohngebäudes für vier mittlere und desgleichen eines solchen für vier Umerbeamte auf Bahnhof Treysa. Los II: Herstellung eines Dienstwohngebäudes für zwei mittlere Beamte auf Bahnhof Marburg. Zeichnungen und Derdings- unterlagen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Betriebs- infpektion während der Dienststunden zur Einsicht aus, auch können die Verdingsunterlagen gegen gebührenfreie Einsendung von 3 Mk. für Los I und von 2 Mk. für Los II von ebendort bezogen werden. Angebote sind bis zum Ver- dings-Termin: Montag der» 5. Mai d. I., vormittags 11 Uhr, einzureichen. Tie Zu- schlagsfrist beträgt 4 Wochen. Marburg, den 21. April 1902. Königl. Eiscubah« - Betriebs- Fufpettiou. 3241 Bekanntmachung. Die Nachlaßverwaltung über das Vermögen des Maurermeisters Wilhelm Steinbach in Gießen wird, nachdem sich ergeben hat, daß eine den Kosten entsprechende Masse nicht vorhanden ist, gemäß § 1988 B. G. B. aufgehoben. 3244 Gießen, den 19. April 1902. Großh. Amtsgericht. Donnerstag den 15. Mai 1902, nachmittags 21/2 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Earl Schleenbecker von Krofdorf und bezw. ferner Ehefrau stehenden Grundstücke Flur 26/114,8 — 306 qm Hos- raite auf der Weißerde, auf den obersten Riegelpfad, Flur 26/1143'/io9 — 1121qm®ra§- garten daselbst, Flur 26 1 W/10J> — 185 qm Hof- raite bafewft, Flur 26 114" 10? — 231 qm Grabgarten daselbst, Flur 26/252810 - 46 qm Hof- raitegrunb am untersten Riegelpfad, Flur 26/251’/10 — 359 qm Grasgatten daselbst, Flur 3/85 u. 86 — 2044 qm Wiese am Krofdorferweg, Flur 3/87 u. 88 — 1812 qm Acker daselbst, Flur 3/91 — 4056 qm Acker daselbst, . Flur 5/438 — 1038 qm Wie?e über dem Fabricischen Acker aus den Fluthgraben, Flur 5/461 — 1869 qm Wie,e am Krosdorserweg öfferlllich meistbietend uerfteigert werden. Gießen, den 10. April 1902. Großh. Ottsgericht Gießen. Gros. 2900 Verding. Die Herstellung einer Futtermauer auf Bahnhof Kirchhain (rund 600 cbm Bruchsteinmauerwett) einschließlich Materiallieferung soll oeraebeii werden. Zeichnungen und Verdingsunterlagen liegen im Büreau der unter- zeiebneten Betriebsinspektion während der Dienststunden zur Einsicht aus; auch können die Verdingsunterlagen gegen gebührenfreie Einsendung von 2 Mk. von ebendort bezogen werden. Angebote sind bis zum Ver- bingstermin: Montag den 5. Mai d. I., vormittags 10 Uhr, einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt zwei Wochen. Marburg, den 21. April 1902. Königl. Eisenbahn-Betriebs- Inspektion. 3240 5erfa das beste moderne Waschmittel. Kein Seijenpulver. DAUM dte Co. Wiesbaden. Vertreter: Ohr. Ludwig Thomas, Giessen. Zu haben bei: 3221 Aug. Noll II. Carl Herber, Leo Nchfl. Wilhelm Kilbioger. Gust. Walter. Stenographie! Beginn eines Anfangskursus für Herren: Montag den 28. April d. I. Beginn eines Anfangskursus für Dame«: Montag den 5. Mai d. I. Gefl. Anmeldungen bitten wir alsbald schriftlich an den Großh. Bureauvorsteher Schiffnie, Grünbergerstraße 3, gelangen zu lassen. 3165 Gabklsberger Sknojjr. Derem, Damknkriiinchell d. Sabelsb. (eingetr. Verein).Stellographkn-Nereillg. Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an 3230 R Dr. Meyerhofi and Fran Margarete geb. Eichenberg. Giessen, den 23. April 1902. gämtiufje Rotten Mineralwasser zu Kur- und Tafelzwecken in stets frischer Füllung bei 3252 Emil Figehbach. wi Knorr’s Suppenpräparate Knorr’s Hafermehl Knorr’s Üaecaroni beste ELmdernabrong jlarke: „Hahn* empfiehlt seiner wen en Kundschaft 3287 Chr. Bieker, Neustadt 55. Äugust Kilbinger -s Haupt-Geschäft: Seltersweg 19. Spezialgeschäft und Ausstellung für Kinderwagen: Bahnhofstrasse 22. Kinderwagen und Sportwagen ”™"”" A-wahl 10. Sportwagen Bycicle-Rädern Mk. an. Sicherheitsgürtei. da einzig concessionierten Fabrik: mann, Reutlingen. 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