«chulstratze 7. ttorefie für Depeschen: «uzetger Gießen. FrrnsprkchanschlußNr.bl. Nr. 4« Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Montag S4. Februar LS«« Erscheint täglich XfT" O monatlich 7b Pf., viertel- außer Sonntags. Ay . jährlich Mk. 2.20; durch ENEffi (ni pro pr zllliPi (I fr BSfevIVIlviivi uinviuv^ b5Sä 8mckerei(Pi2fchErbech ** General-Anzeiger v rimrSL Bteboftion. Erpebüum •> » ffir ben poW. u. On8em. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZZW Deutsches Keich. Berlin, 23. Febr. Das Kaiserpaar ist gestern aus HubertuSstock wieder in Berlin eingetroffen. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." bezeichnet die Blättermeldung als erfunden, wonach der preußische Landwirtschaftsminister v. Podbielski eine Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle über den Entwurf der verbündeten Regierungen hinaus anstrebe. In Wirklichkeit vertrete gerade der Landwirtschaftsminister in voller Uebereinstimmung mit der Haltung des gesamten Staatsministeriums die llnstcht, daß durch weitereSteigerung oder Vermehrung der Mindestsätze für landwirtschaftliche Erzeugnisse dre Interessen der Landwirtschaft selbst gefährdet werden müßten und daß es die Landwirte bei voller Erkennt- niS des Ernstes der Lage als ein dringendes Gebot betrachten sollten, sich auf den Boden des Tarifentwurfs der verbündeten Regierungen zu stellen. Ebensowenig wie in Bezug auf die Minimalzölle nehme der Landwirtschaftsminister in derFrage der Transitläger oder der Bestimmung des Zeitpunktes für die Inkraftsetzung des neuen Zolltarifes irgend welche Sonderstellung innerhalb des Staatsministeriums ein. — Der hiesige chinesische Gesandte hat dem Auswärtigen Amt ein chm vom chinesischen Auswärtigen Amt aus Peking telegraphisch übermitteltes Edikt im Auszug mit- getellt, dem Folgendes zu entnehmen ist: Auf Befehl des Kaisers und der Kmserin-Mutter sind die in verschiedenen Hauptstädten des Auslandes beglaubigten Gesandten angewiesen^ durch die Vermittlung des dortigen Auswärtigen Amtes denjenigen Damen des diplomatischen Korps, welche sich zur Zeit der Unruhen in Peking befanden, das Bedauern der Kaiserin-Mutter auszusprecheu über die seelischen und körperlichen Leiden, denen diese Damen damals ausgesetzt waren. Gleichzeitig erkundigt sich die Kaiserin nach dem jetzigen Besinden derselben. — In der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses wurden die Kosten für Ausbildung von Alt-Katholiken an der Bonner Universität abgelehnt. — Der Nachtragsetat für 1901 betr. Beihilfen an Kriegsteilnehmer für das Vierteljahr Januar-März 1902, ist dem Bundesrat zugegangen. — Der Konflikt mit Venezuela befmdet sich noch auf dem alten Punkte. Auch von dem angeblich zu Stande gekommenen Vertrage Frankreichs mit Venezuela ist in hiesigen amtlichen Kreisen offiziell nichts bekannt. „Vineta" nnd „Falke" ankern nach wie vor an Ort und Stelle. — Der „Katt. Ztg." zufolge beabsichtigt der russische Finanzminister, um die Getreide-Ausfuhr zu erhöhen, jede durch Zusatz von ftemden Bestandteilen nachgewiesene Entwertung des Getreides streng zu bestrafen. Allen Transporten sollen Proben zur Prüfung entnommen werden. Jeder Versender muß für eventuelle Schadloshaltung der Empfänger Kaution hinteÄegen. Gotha, 23. Febr. Die Generalversammlung der deutschen Friedensgesellschaft wurde heute unter zahlreicher Beteiligung der Delegirten abgehalten. Als Voror wurde Stuttgart wiedergewählt. Der bisherige Vorstand wurde durch die Neuwahl von Prof. Schmidt- Gotha und Quidde-München ergänzt. Es wurden zahlreiche Beschlüffe für eine erneute Propaganda zugunsten der Friedensidee gefaßt, eine energische Resolution gegen die Hetz- und Haß- potitik, eine Sympathieerklärung für die Antiduellliga und die Beschickung des nächsten Weltfriedens-Kongresses beschlossen. Am Nachmittag fand eine zahlreich besuchte Vollsversammlung statt, in der Prof. Quidde, Stadt- pfarrec Umfried und Assessor Reuter referierten. Vor Beginn der Vorträge begrüßten Ministerialrat Phllipps namens der Regierung und Oberbürgermeister Liebetreu namenS der Stadt die deutsche Friedensgesellschast. Ausland. Paris, 23. Febr. Eine Londoner Meümng bestätigt, daß König Eduard in Cannes eine Begegnung mit dem König von Italien haben werde. Aus Spar- samkeitsrücksichten werden für das Gefolge Mietwagen benutzt werden. — Der frühere Kabinettschef Leon Bourgeois und seine Kollegen bei der internationalen Haager Friedenskonferenz haben beschlossen, dem Zaren einen kostbaren Teppich als G e s ch e n k anzubieten. In den Teppich welcher eine Länge von 20 Meter haben soll, sollen Porträts historischer Persönlichkeiten in Lebensgröße eingewirkt werden. — Hier hat sich eine Anti-Duell - Liga mtt Zweigvereinen in der Provinz gebildet. In jedem Distrikt werdet Ehrengerichte ernannt werden; in dem für Paris führt der Fürst von Broglie den Vorsitz. Konstantinopel, 22. Febr. Marschall Fuad Pascha ist verbannt worden. Der Sultan lehnte gegenüber den Botschaftern besttmmt jede Begnadigung ab und sagte bloß zu, daß dessen Leben nicht gefährdet werde. Die Geheimpolizei setzte in den letzten Tagen weitere zahlreiche Verhaftungen durch, nachdem es ihr gelungen ist, mit ihren Angaben über die Existenz eines großen gegen das Leben des Sultans gerichteten Komplottes Glauben zu findem — Tie Türken haben die Insel Bubian am Persischen Golfe besetzt und den ganzen ihnen gehörigen Kusten- trich am Golfe mit Miliiärstationen versehen, mit Ausnahme von Ku eit. Athen, 23. Febr. Die Sitzung der Deputierten- l(immer zog sich bis zum frühen Morgen hin. Gegen Ende der Sitzung ohrfeigte der deputierte Fricanfin in den Wandelgängen den Deputierten Buduris. W ashin g t on , 22. Febr. Im Senat stellte in heutiger Sitzung Melaurie, Senator von Süd-Carolina, die Behauptung auf, daß Tillmann, ein anderer Deputierter von Süd- Carolina, wissentlich lüge. Tlllmann sprang über die Sitze, die ihn von Meümrie trennten, und schlug ihn rus Gesicht. Es kam dann zwischen den beiden zu einer regelt editen Schlägerei. Nur mit Mühe gelang es den Angestellten des Senats, die beiden Senatoren zu trennen. Vom Vureukrieg. Der vom Kriegsschauplatz in Brüssel eingetroffene Dr. Albrecht, der Briefe des Generals Botha nach Europa gebracht hat, bezeichnet die gegenwärtige Lage günstiger als zu Beginn des Krieges. Mehr als 20000 kriegstüchtige Buren ständen im Felde, die Blockhäuser seien nur ein unbedeutendes Hindernis. Die Engländer seien »emoralisiert. Die jüngsten Erfolge der Buren seien in einem um so günstigeren Augenblick erzielt, als Kttchener sich anschickte, demnächst im Anschluß an die holländische Friedensaktion mit den Burenführern Friedensunterhandlungen anzuknüpsen. Es versteht sich von selbst, daß die Engländer dieser Nachricht eine neue Siegesbotschaft entgegenzustellen sich beeilen. Sie verbreitet flugs folgende Depesche Küchen ets aus Pretoria vvm 21. o. M.: Oberst Park überraschte an der Spitze einer Abteilung, bestehend aus berittenen Mannschaften und 3Ö0 NationatSoouts, in den Bergen bei Noitgedacht eine Burentruppe, nahm 164 Buten gefangen und erbeutete sämtliche Wagen, Maultiere rc. Unter den Gefangenen befinden sich Feldkornet Dutoit, G. Joubert, H. Defager und Leutnant Viljoen. Auf englischer Seite waten keine Verluste. (?)___________________________________ Wriuz Keir.rich ist also um rund 24 Stunden verspätet in Newyork eingettofsen. Auf dem Ozean, dem „Ungeheuer", herrschte am Samstag ein heftiger Sturm, der die große Verzögerung verschuldete, und die Stimmung in Newyork war darum am Samstag sehr gedrückt. Man meldet darüber: Ter 22. Februar war der kläglichste Tag, den Newyorjk seit langem gehabt hat. Seit dem Morgen fiel Regen wechselnd mit Schnee. Trotz des Feiertages (Washingtons Geburtstag) sah man kaum Menschen auf der Straße, dagegen drängte sich in den Foyers der großen Hotels die Menge zusammen. Die trübe Stimmung wurde dadurch verstärkt, daß der mittlere Stadtteil vom Geruch und Rauch eines großen Brandes angefüllt war, bei dem nachts 16 Pers onen um kamen und etwa 50 verletzt wurden. Im Parkavenue-Hotel brach das Feuer kurz nach, 1 Uhr nachts im Dach des Milizarsenals aus. Die Polizei richtete zunächst ihr Augenmerk darauf, die Bewohner der benachbarten Häuser zu retten. Gegen 2 Uhr sah man die Flammen die Fenster des fünften Stockwerks des Parkaverme-Hotels umzüngeln; alsbald erschienen die überraschten Bewohner um Hilfe schreiend an den Fenstern. Tie Feuerwehrleute legten Leitern an und retteten zahlreiche Personen, verschiedene Frauen stürzten sich jedoch von der Höhe des fünften Stocttverks auf die Straße hinab. Andere Bewohner erftickten in dem Ranch. Die Waffenhalle des 71. Milizregiments ift niedergebrannt. Eine große Menge von Patronen explodierte; die Kugeln flogen nach allen Richtungen. Der Bundesoberst Peffer und die Frau des Hoteliers sind tot, Admiral Mlller tödlich vettvundet. Eine Mauer des Hotels ist eingestürzt. Tie großen Vorbereitungen der mit immensen Kosten inszenierten, für Samstag abend in Aussicht genommenen Gala-Theatervorstellung sind also vergeblich gewesen. Den Tag über lag das Geschwader des Admirals Evans in voller Flaggenparade auf der Höhe von Tompkins Ville vor Anker, um den „Kronprinz Wilhelm" zu erwarten. Tie Kriegsschiffe lagen ntit dem Bug hart gegen den scharfen Mnd, und die stürmische See der schweren Eis- gang^eü. Bei Long Island und Sandey Hook hat der Sturm alle Telegraphendrähte zerrissen. Tie deutschen Klubs, die Zeitungen, sowie viele Privathäuser prangen im Schmuck der deutschen Farben. Dagegen war der Zustand der Straßen infolge des Unwetters unbeschreiblich. Ueber die ersten Augenblicke der alsdann am Samstag vormittag erfolgten Ankunft berichteten wir schon in unserem Morgenblatt. In letzter Stunde geht uns noch folgende Meldung aus Newyork zu: Nach Mitternacht hatte der Sturm nachgelassen und unter blauem Himmel, von schneebedeckten, vom Sonnenlicht übergossenen Hügeln umgeben, bot sich die Stadt New- York den Blicken des Prinzen Heinrich, der bei der Einfahrt auf der Kommandobrücke des „Kronprinz Wilhelm" stand. Prinz Heinrich beglückwünschte den Kapitän Richter, den Führer des Schiffes, daß der „Kronprinz Wilhelm" dio Fahrt über den Ozean schneller als jeder andere große Passagierdampser ausgeführt habe. Um 10 Uhr 10 Min. gestern vormittag feuerte das Fort Wadsworth den ersten Salut. Hierauf feuerte auch das Fort Hamilton seine Grüße über die Wasserfläche, und der „Kronprinz Wilhelm" erwiderte den Wülkommen durch Senken der Flagge, wobei seine Kapelle die amerikanische Nationalhymne spielte. In einer halben Stunde war das Schiff in Front mit dem vor Tomtinsville liegenden amerikanischen Geschwader, auf dessen Schiffen die Mannschaften auf Deck in Parade standen, während die Geschütze den Salut von 21 Schüssen erdröhnen ließen. Sofort nachdem sich der Prinz in seine Gemächer auf der ,Lohenzollern" begeben hatte, empfing er den Besuch des Empfangskomitees, das den Präsidenten Roosevell vertritt, und darauf den Bürgermeister von Newyork, Seth Low. — Die „Newyork Times" widmet dem Besuche des Prinzen einen Leitartikel, der eine volle Seite einnimmt und die Überschrift trägt: „Was wir Deutschland verdanken". DaS Blatt erklärt darin, die deutsche Einwanderung habe dem Amerikanertum einen reichen schätz nationalen Segens zugebracht. Ein gewaltiges Aufgebot von Polizei und Miliz bedeckt im Interesse der größtmöglichen Sicherheit des prinz- lichen Gastes die Zufahrtstraßen zum Hafen. Nur Personen mit einer Legitimation vom Staatsdepartement wurden zum Ankunftspier zugelassen. Als Prinz Heinrich die Schisfstreppe herabschritt, brach das Publikum nach amerikanischem Brauch in Hände- llatschen aus, was oen Prinzen anfangs überraschte, dann aber erfreute. An der Treppe der „Hohenzollern" nahm der Prinz die Meldung des Grafen Baudifsin entgegen, und schritt dann die an Bord des Schiffes in Parade auf- gestellte Mannschaft ab. Nach dem Empfang des Komitees zog sich der Prinz zurück. Beim Frühstück waren die amerikanischen Offiziere und die Herren der Botschaft zugegen. Die Besuche । auf der Gouverneur-Insel und an der Brooklyn Nawy Yard erwiderte der Prinz bald nach dem Mahle. Der frühere Präsident Cleveland hat mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand die Einladung des Präsidenten Roosevelt zum Bankett im Weißen Hause zu Ehren des Prinzen Heinrich abgelehnt. Prinz Heinrich wohnte abends dem Empfange des deutschen Vereins bei und trat dann die Weiterreise nach Washington an. Den ganzen Nachmittag herrschte das schönste Wetter. Generalversammlung des Ycsstschen Aauernvundes. (Originalbericht des „Gieß Anz.") F. C. F r a n f f u r t a. M., 23. Febr. Heute mittag fand in dem Saale der Concordia hier die General-Versammlung des hessischen Bauernbundes statt. Reichs- und Landtagsabgeordneter Köhler- Langsdorf eröffnete die äußerst Zahlreich aus allen Teilen Hessens und den Ortschaften der benachbarten preußischen Kreise besuchte Versammlung mit einer Ansprache, in der er betonte, daß es in der Jetztzeit, wo die Zolltarifverhandlungen im vollen Gange seien, mehr denn je gelte, im Bauernstände zusammenzustehen. Mit einem Hoch auf den Bauernbund schloß er seine Rede. Reuther-Offenbach erstattete hierauf den Geschäftsbericht. Im verflossenen Jahre fanden mehrere Bundesversammlungen statt, eine in Darmstadt, und ein Bundesfest zu Langd. Im Oktober 1901 begann der Bund seine Agitation und gewann in 143 Versammlungen 1450 neue Mitglieder, davon 750 seit dem 1. Januar. 5000 Berichte und Korrespondenzen sanden im abgelaufenen Jabre Erledigung, einhundertmal nahmen die Bundesmitglieder das Rechtsschutzbureau in Anspruch, eine Petition mit zahlreichen Unterschriften gegen die Zollpolitik der Regierung ging an die maßgebende Stelle ab; kurz, das abgelaufene Jahr war für den Bauernbund ein günstiges. Hirs chel- Offenbach gab hierauf Auskunft über den Kassenbericht. Tie Einnahmen beliefen jich auf 4755 Mark, während die Ausgaben 400 Mark größer waren. Eine Anzahl neuer Bestimmungen, welche Bürgermeister a. D. Habicht- Echzell vortrug, sanden die Genehmigung der Versammlung, worauf Köhler- Langsdorf zum ersten, Völp-Bergen zum zweiten Vorsitzenden, Hir- s ch e l - Offenbach zum Schriftführer und Habicht-Echzell zum Rechnungsführer auf weitere drei Jahre wiedergewählt und folgende Mitglieder als Ausschußmitglieder der Be- zirksvereine angenommen wurden und zwar: Für den Bezirk Lang-Göns und Umgebung: Weil-Lang-Göns und Lcmg-Großenlinden; Butzbach: Bürgermeister Holler- Oberhörgern; Hungen: Hahn-Bellersheim und Stoll-Inheiden; Hanau: Reul-Bischofsheim; Nidda: Werner IV.- Tauernheim; Büdingen: Ditzel-Eckartshausen; Homberg a. Ohm: Stein-Erbenhausen: Allendorf a. Lumda: Holz- hausen-Allendorf a. Lumda; Groß-Umstadt: Eidmann- Groß-Umstadt; Altheim: Jux-Altheim; Babenhausen: Georg Hauck III.-Schafheim; Oestticher Odenwald: Schäfer- König; Wesllicher Odenwald: Bickel-Sozzenbach; Bensheim: Weidmann-Win ter kästen; Darmstadt: Breitwieser- Oberramstadt; Reinheim: Gaydul-Rohrbach; Reichelsheim: Pfeiffer-Fränk. Grumbach; Friedberg: Giesev- Meinkarben. Darauf hielt Landtagsabgeordneter Wolf-Stadeken einen Vortrag über: „Sparsamkeit im Landtagshaushalt". Der Redner tadelt besonders die ungeheuren Ausgaben für die höheren Bildungsanstalten — weise doch das Budget hierfür 2 029 000 Mark als laufende Ausgabe auf — sowie das Beamtenpensionsgesetz. Tagegelder und Diäten für Beamte will er gestrichen wissen, nur die wirklichen Ausgaben der Beamten auf Dienstreisen soll der Staat diesen vergüten. Er sei der einzige Abgeordnete in der Kammer gewesen, welcher gegen die Schulgelderhöhung gesprochen habe, weshalb er sich den grimmigen Haß sämtlich er Lehrer im Großherzogtum zugezogen habe, sowie gegen die Erhöhung der Vermögenssteuer. Das Weinsteuergesetz sei nicht annehmbar. Die Bauern sollten sich in Bezug darauf nicht irre machen lassen. Sollten die Bauern dennoch dafür eintreten, so sei er gezwungen, seiner Zugehörigkeit zum Bauernbund „Valet" zu sagen. Eine Resolution, die zu Lang-Göns am vorigen Samstag gefaßt wurde und in der es heißt, daß die Versamm- tung von den Landtagsabgeordneten erwarte, daß sic einer Steuererhöhung durch peinlichste Sparsamkeit vorzubeugen suchen würden, fand darnach einstimmige Annahme. — Hirschel-Offenbach sprach hieraus über die Zolltarifvorlage. Nach seinen Ausführungen wurde bic Resolution angenommen, die am 16. Oktober v. I. gelegentlich des hessischen Bauerntagcs auf diesem Annahme gefunden hat. Die Resolution besagt, daß die Zolltarifvorlage abzulehnen sei, weil sie der Industrie mehr Vorteile als der Landwirtschaft böte. Als letzter Redner sprach M e m m i n g e r-Würzburg über „Die Berliner Reichsregierung und die Buren". Einleitend übermittelte er den Erschienenen die besten Grüße der bayerischen Bauern, die sich genau in derselben Lage wie die hessischen und preußischen befänden, und sprach dann gegen die Zoutarifvorlage. Der Gesang eines Bundesliedes bildete den Schluß der Versammlung. gie Aröeiterunruyeu in Italien und Spanien nehmen ihren Fortlauf. In Turin streiken neuerdings die Gasarbeiter, die einen großen Teil der übrigen Arbeiterschaft gleichfalls zum Ausstande zu bewegen vermochten. Es kam zu Krawallen mit der Gendarmerie und dem Militär. Ein Unteroffizier der Gendarmerie und zwei Polizisten wurden durch Stein- würse verwundet. In der Nacht wurden zwei Karabinier! aus einem Patrouillengange von einer Anzahl Personen, die sie arretieren wollten, erstochen.— Für ganz Italien droht ein Ausstand der Eisenbahnarbeiter. In Rom wurden fünf Anarchisten verhaltet, die im Besitze von Dokumenten waren, aus denen hervorgeht, daß die jüngsten Ereignisse in Trrest und Barcelona ein Werk der A n a r ch i st e n - Z e n t r e n sind. In der letzteren Stadt fand die Polizei bei dem Herausgeber eines Anar- chistenblattes ein Verzeichnes sämtlicher Anarchisten Europas und in dem Archiv der Arbeiterverbände u. a. einen aus die Bank von Spanien lautenden Check über 12 000 Pesetas. Tie spanische Bewegung greift immer mehr im Lande um sich. Aus vielen Städten werden Verhaftungen gemeldet. Der Aufruhr hat die Pyrinäen bereits überschritten und sich nach Südfrankreich fortgepilanzt. Tas Generalkomitee der französischen sozialistischen Partei hat einstimmig beschlossen, den Proletariern Spaniens seine Bewunderung wegen ihrer Haltung auszudrücken. Aus Stadt und Sand. Gießen, 24. Februar 1902. 8. Auszeichnung Der Groß Herzog hat dem ordentl. Professor der Technischen Hochschule in Darmstadt, Geh. Baurat Berndt, die goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft u. s. w. verliehen. ** Hamlet werden wir morgen im Stadttheater zum Benefiz des Herrn Leßmann, unseres Charakterdarstellers, sehen. Seit drei Jahren, so erzählte uns Herr L., beschäftigt er sich mit diesem schwierigsten Problem darstellender Kunst. Nun, wir sehen mit Spannung diesem Theaterabend entgegen. Jede individuelle künstlerische Deutung dieser genialen Shakespeare'schen Figur ist interessant. Der sagenhafte Dänenprinz, den schon Saxo Grammatikus erwähnte, soll nun 2400 Jahre alt sein, vor just genau 3 Jahrhunderten schuf Shakespeare seine tiefsinnige Tragödie, und seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts gehört diese dem Repertoire der Bühnen aller Welt an. Bis auf den heutigen Tag bildet Hamlet neben Goethe's „Faust" den Gegenstand ästhetisch-kritischer Untersuchungen. Warten wir ab, was uns Herr Leßmann, jedenfalls ein ernst strebender junger Künsller, geben wird. Der Benefiziant wird durch den meiningen'schen Hofi'chauspieler Adolf Link unterstützt werden. ** tziu Durchgänger. Am Samstag Nachmittag ging ein in ein sogen. Gigg gespanntes Pferd in der Ostanlage durch. In der Nähe des Justizgebäudes stürzte das Tier auf dem Trottoir. Doch kamen die Insassen des Wagens mit dem bloßen Schrecken davon. Auch das Pferd und der Wagen blieben unbeschädigt. ** Zigeuner. Samstag Abend tarn ein 45 Köpfe starker Trupp Zigeuner mit Wagen hier an. Die braunen Gesellen wurden in einer Halle auf dem Viehmarktplatze untergebracht, verpflegt und die Nacht über polizeilich bewacht. Am Sonn- ag Morgen wurden sie nach verschiedenen Richtungen weiter- transporticrt. *» Tas Kaiserpanorama, das uns in der vergangenen Woche Berlin gezeigt hat, führt uns in dieser Woche nach Südamerila. In Brasilien, wo wir uns längere Zeit aufhalten, betrachten wir u. a. Rio de Janeiro und erfreuen uns an den mancherlei Straßenszenen, die uns das amerikanische Straßcnlcben in seiner ganzen Mannigfaltigkeit vor Augen führen. Dann geht es nach Bahia, Pernambuco,. Chile, Argentinien, Buenos-Aires, Patagonien :c. Wir machen alle Panoraniasreundc auf die hochmicressante Reise aufmerksam. re. Heuchelheim, 23. Febr. Am Samstag Nachmittag und bic Versteigerung der Arbeiten am Pfarrhause statt. Die Maurerarbeiten lüiirben mit 20 Prozent, die Zimmerarbeiten mit ungefähr 30 Prozent Aufgebot getigert. Aiich die Erdarbeiten gingen über den Voranschlag hinaus, während die Schlosserarbeiten unter dem Voranschlag blieben. ___________ Vermischtes. • Sturm meld ungen liegen nicht nur von der nord- amerikanischen Küste, sondern auch aus verschiedenen anderen Wcltgegenden vor. Aus Catania (Sizilien) wird vom Sonntag geineldet: Seit gestern tobt hier ein heftiger Sturm, die See geht sehr hoch; die rings um den Aetna führende Eisenbahn wurde von den Wogen stark beschädigt. Em Passagierdampfer wurde durch einen Zusammenstoß mit einem anderen Schiffe sehr schwer beschädigt unbjinft langsam, die Mannschaft ist gerettet. — Auf dem Schwarzen Meere.wütet seit Donnerstag bereits ein heftiger Nordost- Sturm ; viele Dampfer haben ihre Fahrten eingestellt. Die Temperatur ist in Odessa plötzlich auf 10 Grad unter Null gesunken. — In der französischen Hafenstadt L'Orient herrscht große Besorgnis über das Ausbleiben des Dreimasters „Nemesis", der am 30. Januar von einem englischen Hasen nach Arcachon abgefahren und bis jetzt nicht angekommen ist. Man nimmt an, daß das Schiff mit der aus 9 Mann be- stehendcn Besatzung untergegangen ist. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft Neue große Trausactiouen in Sicht. Als solche werden bezeichnet, die Conversion der 37,% französischen Rente, die demnächst bevorstehen soll und eine große russische Anleihe von Frs. 500 Millionen unter der Aegide des Hauses Rhotschild in Paris und des Credit Lyonnais. All dies soll int Zeichen des billigen Geldstandes vor sich gehen. . . Die gegenwärtige Lage unserer Eisenindustrie wird fortgesetzt zuversichtlich beurtheilt und besonders daraus hingewtesen, daß die förmliche Eisennot, welche in Amerika herrscht, dieses Land zwingen wird, seinen fehlenden Eiseiibedarf teilweise bei uns zu decken. Dazu erfährt in Deutschland die Verbandsbildung eine weitere Ausgestaltung, sodaß die Verbände sehr bald unter einer scharfen Organisation stehen werden. Neuerdings ist das Feinblechsyndikat zu Stande gekommen. Da die Lager sich allmählich raumen und die Käufer zu der Ueberzeugung gelangen, daß auf weitere Preisermäßigung nicht mehr zu rechnen sein wird, nimmt der Verbrauch zu und die Syndikate sind in der Lage, mit Preiserhöhung vorzugeben. . „ Deutsche Gold- und Silberscheideaustalt Frankfurt a. M. Die Generalversammlung, welche über die bereits angekündigte Erhöhung des Aktienkapitals von 6 Millionen Mark aus Alk. Tk durch Ausgabe von l'/r Millionen Mark neuer Aktien zum Kurse von 200 Prozent Beschluß fassen soll, ist auf den 26. März anberaumt. Von den jungen Aktien sollen Mk. 500000 der Darmstädter Bank überlassen und 1 Million Mark den Aktionären zum Bezug anaeboten werden. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 24. Februar. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verlause standen 367 Ochsen, darunter 134 aus Oesterreich, 38 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 766 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 298 Kälber, 377 Schafe und Hämmel, 1086 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 1 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 66—69 Mk., 2. Qual. 60—64 Mk., 3. Qual. 56—59Mk.; Bullen I.Qual. 55 bis 57 Mk., 2. Qual. 51—53 Mk.; Kühe 1. Qual. 58—60 Alk., 2. Qual. 55—57 Mk., 3. Qual. 43—45 Mk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 30—33 Mk. Kälber: 1. Qualität78—80 Pfg., Lebendgewicht 46—48 Pf., 2. Qual. 69—72 Pfg., Lebendgewicht40—43 Pfg., 3. Qual. Schlachtgewicht 58—60 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 62—64 Pfg., 2. Qual. 58—60 Pfg., 3. Qual. 50—52 Pfg.; Schweine 1. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht 53-00 Pfg., 2. Qual. 66 Pfg., Lebendgewicht 52 Psg., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, bet Kleinvieh mit. Markt: geräumt. l'o. Frankfurt a. M., 24. Febr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Slotierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 17.25—17.50, Kurhessischer Mk. 17.50—00.00, La Plata Mk. 17.75—18.00, Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 14.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.75—16.50, Kleie 2Jlf. 16.75—17.25, Hafer Mk. 16.25—16.50, Mais Mk. 00.00 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.50—26.00, 2. Qualität Mk. 23.50 bis Mk. 24.00 , 3. Qualität Mk. 21.50—22.00, Roaaenmehl 0 M. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 21.25—21.50, Weizenkleie Mk. 8.50 bis Mk. 8.75, Roggenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskeime Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mt. 00.00—00.00. Alles per. 100 Kg. ab hier. __ ____ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr, Bibel st unde im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Johannesevangelium Kap. 15. Abschiedsreden Jesu: Weinstock und Reben; das Bleiben in Jesu Liebe. Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch, den 26. Februar, abends 6 Uhr, 3. Passionsandacht in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Naumanm Ih'iU'jtc Melkungen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Pretoria, 22. Febr. In der Nacht des 19. Februar griffen 300 Buren die Blockhauslinie Frankfurt-W re de bei Zweekopje, unterstützt durch eine von Süden kommende andere starke Burenabteitung an. Der Feind zerstörte den Stachelzaun, indem er Lieh dagegen trieb, und brach dann unter dem heftigen Feuer der Mannschaften in den Block» Häusern durch. Mehrere Buren wurden g tötet, aber mitgenommen. De Wet steht jetzt am WitgeFluß. Seine Kommandos sind in gleiche Teile aufgelöst. Loudon, 24. Febr. Ein Telegramm der „Times" aus Peking berichtet, Prinz Tschmg habe Deutschland die ausschließliche Konzession der Grundrechte in Shantung unter der Bedingung einer Steuer von 7 Prozent anstatt 5 Prozent überlassen. — Der Gouverneur von Tientsin hat sich erboten, 700 000 Taels jährlich zur Zahlung der Kriegskosten-Entschädigung beizusteuern. Die Einkommensteuer der Eingeborenen, die für die Kriegs-Entschädigung benutzt wird, übersteigt den Voranschlag bei weitem. Madrid, 24. Febr. Nach einer Meldung aus Man- resa sollen die Führer der Kar listen häufig Zusammenkünfte haben, und auch zum Zweck einer demnüchstigen Erhebung Waffen antaufen. Man glaubt indessen, daß diese Gerüchte unbegründet sind. Sevilla, 24. Febr. Gruppen von Arbeitern durch, zogen die Straßen und veranstalteten unter Hochrufen auf den Ausstand vor der Kavalleriekaserne Kundgebungen. Eine Abteilung Kavallerie ' zerstreute die Unruhestifter. Sarnia (Spanien), 24. Febr. Bei einem Zusammenstoß von Ausständigen und Polizei wurden zwei Polizisten und ein Anarchist erschossen. Washington, 24. Febr. Ein Petersburger Telegramm berichtet, Rußland vertrete die Ansicht, daß der englisch- japanische Vertrag die Interessen Amerikas schädige. Trotz aller Versicherungen über die Mandschurei wird jedoch die Union-Regierung alle Maßregeln, welche die Mandschurei betreffen, eingehend prüfen und nicht davor zurück- schrecken, einzugrcifen, falls dies notwendig sein sollte. 3J/u Mexikaner 102.90 93.25 102.20 93.00 100.20 100.60 42.50 28.10 28.35 117.00 4°/j Italien. Rente 4*/,96 Portugiesen ö°/ Portugiesen. . 196 C. Türken Türkenlose . . . 4‘/2 7u Chinesen . . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktieu , Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Bor iner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . GottharJbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... S1/«0/.! Hessen . . 396 Hessen . . . 496 Oesterr. Goldretne 37s% 3% 3‘/,% 3% do. Konsole do 4’/2 96 Oesterr. Silberrente 101.60 4% Ungar. Goldrente . . 101.20 Telephonischer Kursbericht Reiohsanleihe . . 102.35 I 3'lu Mexikaner . . . 4% Griech. Monopol.-Anl. 4'/z96 äussere Argentiner 45.00 Harpöner . 27.10 . 91.25 . 121.00 ' 220*50 . 195.00 . 138.50 . 137.50 . 153.50 . 144.80 . 18.80 . 168.40 . 207.30 . 203.00 . 168.50 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Bellersheim liegt vom 27. Februar bis 7. März d. I. auf dem Büreau der Bürgermeisterei dahier zur Einsicht offen. Bellersheim, den 24. Februar 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Bellersheim. Bopp. 1589 Holz-Versteigerung. I. Donnerstag; den 87. Februar 1908 jDerben versteigert aus Distrikt Steinberg: Stämme: Eiche 2 Stück von 28 und 46 cm mittl. Durchm. mit 2.17 fm, Birke 1 Stück von 34 cm mittL Durchm. mit 0,82 fm, Fichte 9 Stück von 13—18 cm mittl. Durchm. mit 1,06 fm, Kirschbaum 1 Stück von 37 om mittl. Durchm. mit 0,27 im, Scheiter m: Buche 206 1. Klaffe. 18 II. Klasse, Birke 19, Eiche 22 (worunter 2 rm Rundscheit), Nadel 11 (worunter 7 rm Rundscheit, 3 fm von 2'/r M Länge), Aspe 6 I. Kl., 12 II. Kl., Knüppel rm: Buche 44 I. Klasse, 13 11. Klaffe. Birke 9, Eiche 29, Nadel 52, Aspe 2, Reiser rm: Buche 624, Birke 226, Eiche 250, Nadel 90, Aspe 12, Stöcke rm: Buche 64 I. Klasse, 2 II. Klaffe, Eiche 23, Nadel 26, Birke 2. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Chaussee von Keffel- bach—Nüddingshausen am Waldausgang vor Rüddingshausen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Wipner, Londorf. II. Freitag den 28. Februar 1902, werden versteigert aus Distrikt Odenberg und Hörnes: Scheiter rm: Buche 429 I. Klasse, 22 H. Klaffe, Eiche 10 (worunter 6 rm Rundscheit, 2’/2 m lang), Knüppel rm: Buche 413, Eiche 11, Nadel 8, Aspe 2 II. Klaffe, Reiser rm: Buche 702, Eiche 22, Stöcke rm: Buche 122, Eiche 4, Nadel 4. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Chaussee Appenborn—Weitershain an der Abfahrt in Distrikt Noll. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Leyerer, Odenhausen. Londorf, den 22. Februar 1902. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Nicolaus. 1578 Wam will hKran? Hötel Einhorn, Dienst, abd. 8'/, Uhr. VV vl Will HUI Cll l Thema: „DieGeschichte des Papsttums im alten und neuen Testament tm voraus geschildert". — Mittw. obb. 87, Uhr, Thema: „Das Datum der Taufe und der Kreuzigung Jesu 600 Kahre zuvor geweisfagt!" (Allo keine Entschuldigung für die Juden.) D. letzteren sind des. eingeladen. Eintritt frei. 0745 Prediger H. G. Baumann. Bl»-. Werl- n Brenchlj-LerßeiMH im Rangsdorfer Kcmeindewald am Mittwoch dem 5. März 1902, vormittags 9 Uhr. Sammelplatz: Eisenbahnhaltestelle. 1 Kiefern-Schnittholzstamm von 35 cm Durchm., 15,8 m Länge ----- 1,52 fm, 6 Stämme Kiefern-Bauholz, 21—27 cm Durchm., 11 bis 17,8 m Länge — 4,59 fm, 18 Stämme Fichten-Bauholz, 13—25 cm Durchm., 9 bis 18 m Länge — 7,15 fm, 1 Elsbeer-Stamm, 21 cm Durchm., 4,6 m Länge, 2 Birken - Stämme, 27—29 cm Durchm., 2 bis 3,8 m Eichen-Nutzknüppel, tauglich zu Pflanzgartenstützen, 1577 rm rm 30 32 220 5 6 50 204 3790 9,2 84 6,7 3 30 216 52,5 3 Buchen-Scheiter, Eichen- „ Nadel- Buchen-Knüppel, Eichen- „ Nadel- „ Birken- rm » n g n ii Länge = 0,36 fm, Fichten-Derbstangen — 4,74 fm, Stück Fichten-Reisstangen (Bohnenstangen), Langsdorf, den 21. Februar 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. Buchen-Reisig, Eichen- „ Nadel- , Buchen-Stöcke, Eichen- „ Nadel- „ Mlchhotz-Mrkäufe ht der Oberförsterei Vrandoberndorf. I. Mittwoch den 5. März 1902, vormittags 2 Uhr, auf dem Rathause zu Cleeberg: a) Staatswald, Distrikte Streitwald und Sankhard: Eichen, 95 St. II.— IV. Kl. mit 89 fm; Distrikt Gänsrod: 125 Gruben- und Werkstämme mit 25 fm; Distrikt Einhäuserfeld : 22 St. mit 9 fm, Wagncrholz; in verschiedenen Distrikten: 58 rm Nutzknüppel, 1,75 m lang, sowie Fichten einige Stämme und 45 Stangen III. Kl.; b) Gemeindewald Cleeberg: Eichen: 63 St. II.—IV. Kl. mit 55 im aus Mohrswald, 111 Gruben- und Werkstämme mit 21 fm aus Fuchskopf und Niederlach, 33 rm Nutzknüppel, 1,75 m lang. Buchen: 4 St. mit 5 fm aus Mohrswald. Nadelholz aus Gaulskopf und Total. 165 St. mit 37 im, 1500 Stangen mit I.—III. Klasse, 800 Reiserstangen. 1567 II. Donnerstag den 6. März 1902, im Walde der Gemeinde Vrandoberndorf, beginnend vormittags 10 Uhr im Distrikt Hochhard. Eichen: 98 St. II.—IV. Kl. mit 100 fm; Distrikte Pfarrheck und Nesselborn: 54 Grubenst. mit 12 fm, 35 rm Nutzknüppel, 1,75 m lang. Nadelholz, Distrikt Triescher u. versch.: 238 St. mit 73 fm, 100 Stangen I.—III. Kl., Rüster 1 St. — 0,34 fm, einige Birkenst. Vekannlmachung. In das hiesige Handelsregister wurde heute eingetragen : Die Firma Chr. Leo zu Gießen ist erloschen. 1569 Gießen, 21. Februar 1902. Großherzogl. Amtsgericht. Hohmrsteigerung Montag, 3. März d. I. wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert: A. Eichen: 17 Stämme Schnittholz, 30 bis 57 cm Durchm., 3 bis 57s m lang ----- 10,55 fm, 23 Stämme Bauholz, 25 bis 34 cm Durchm., 4—8 m lang = 6,04 fm, 38 Derbstangen (Wagnerholz) 10—12 cm Durchmesser, 4—6 m lang ----- 2,05 fm, 71 rm Scheit (8 rm Nutzholz), 214 rm Knüppel (12 rm sind 2'/, m lang), 229 rm Stöcke, 1587 6210 Wellen. B. Birkenholz: 64 rm Knüppel (15 rm sind 3 m lang), 14 rm Stöcke, 650 Wellen. 0. Kiefernholz: 2 Stämme — 0,74 fm. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr auf der Jägerschneise am Birkenstock. Großen-Linden, 24. Febr. 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. Gießen, den 24. Februaur 1902. Wilhelm Löber Bei den Verhandlungen in Betteff des Ver- kanses der von Müller Erben an Wilhelm Löber auf hiesigem Ortsgericht verkauften Grundstücke, wobei die Unterzeichnete zugegen war, hat Herr Löber nichts davon gesagt, daß er diese Grundstücke für die Stadt kaufen wolle. Nach Abschluß des Kaufs sagte uns Herr Löber, daß wahrscheinlich die Stadt die Grundstücke nehmen würde und baten wir ihn dann, nämlich mein Schwager Müller, Jughard und ich, doch mal zuzusehen, ob die Stadt die noch restie- renden Grundstücke nehmen wolle. Es wurde dann festgesetzt, daß Löber, Müller und Jughard am nächsten Morgen um 11 Uhr zu Herrn Bürgermeister Mecum gehen möchten. — Ich bescheinige dies recht gerne dem Herrn Löber auf seinen Wunsch. Gießen, 21. Februar 1902. (g«8.) Fr. Müller jr. Witwe. Bei den Verhandlungen in Betreff des Verkaufs der von Müller's Erben an Wilhelm Löber auf hiesigem Ortsgericht verkauften Grundstücke, hat Herr Löber nichts davon gesagt, daß er diese Grundstücke für die Stadt Gießen kaufen wolle. Nach Abschluß des Kaufs sagte uns Herr Löber, daß wahrscheinlich die Stadt die Grundstücke nehmen würde, und baten wir ihn dann, doch mal zuzusehen, ob die Stadt die noch restie- rent)en Grundstücke nehmen wolle. Es wurde daun festgesetzt, daß Löber, Jughard und der Unterzeichnete am nächsten Morgen 11 Uhr zu Herrn Bürgermeister Mecum gehen möchten. Wie mir später von Seiten des Herrn Löber berichtet wurde, lehnte die Stadt den Erwerb fraglicher Grundstücke ab. Vorstehendes wird wahrheitsgetreu Herrn Wilhelm Löber VI. in Gießen bescheinigt. Pfungstadt, 22. Febrnar 1902. 169o (gez.) Karl Müller. i Erklärung. I G Nachdem in der letzten Stadtverordneten-Versammlung die Behauptung auf- • ♦ gestellt worden ist, datz ich meine Stellung als Stadtverordneter bei Gelegenheit von J • Grundstückskäufen mißbraucht hätte, habe ich heute den, Herrn Bürgermeister Mecum • ♦ eine genaue und wahrheitsgetreue Darstellung des Sachverhalts überreicht und den- • selben aufgefordert, eine Untersuchung, insbesondere auch durch zeugensckMftliche Ve ♦ iiehmnng der in Betracht kommenden Personen, anzustellen und das Resultat der- • selben demnächst in öffeittlichcr Stadtverordneten-Versammlung bekannt zu «6 ** ♦ erwarte hiervon meine völlige Rechtfertigung und den Nachweis, daß ich absolut ▼ • unanfechtbar und loyal gehandelt habe und daß von maßlosen Spekulationen und von W ♦ Bodenwucher, was mich betrifft, keine Rede sein tarnt ...... Q G An meine Mitbürger richte ich die Bitte, im Interesse der Gerecht,gkert M ♦ mit ihrem Urteil zurückzuhalten, bis die völlige Aufklärung des Falles erfolgt ist und J ® nicht aus leichtfertiges Gerede und böswillige Mißdeutungen hin, die ich gegebenen ♦ Mglkz gerichtlich verfolgen werde, mir das seither gewährte Vertrauen zu entziehen. G Schon jetzt gebe ich bekannt eine Erklärung der Fr. Müller jr. Witwe d. d. ® ♦ 21 Februar 1902 und des Karl Müller d. d. 22. Februar 1902, aus welchen her- J • vorgeht, daß die Behauptung, ich hätte bei oder vor Verkauf der Müller'schen Grund- « 9 stücke gesagt, ich kaufe diese Grundstücke für die Stadt, unwahr ist. Diese Erklärungen 1571 Danksagung Oritter Abends P. Tschaikowsky Giessen, den 23. Februar 1902. 1585 Familie Ed. Klinke! Konfirmanden-Wäsche 1588 vermieten. 1572 1591 kleen. 1576 ie auf olic. 3. Dr. Naumann. 1583 0752 Zahnarzt Schwalm und Arau dem das übrige tobte Inventar. 1579 0682] Schön nwbl. Zimm, zu oenn. I. Nah«, Rittergasse 11. wsoosoovsovsvoeoo-s 1670 Der Borstand. vkWitdkNts ermietnngen EiWeiiliWn in grösster Auswahl zu billigsten Preisen. Tagesordnung: Jahresbericht pro 1901. Gießen, den 22. Februar 1902. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen Verluste sagen wir Allen innigsten Dank. Nordaulage 7 ist eine elegante 6-Zimmerwohnung per April zu kommen am Donnerstag den 6. März, vormittags 10 Uhr, zur Versteigerung: 4 Arbeitspferde, 3 zweijährige Fohlen, 2 Fahrochsen, 19 Kühe und Jungvieh, 5 Mutterschweine mit Ferkel, 1 Zuchteber rc., 1 Garbenbinder, 1 Grasmäher und Für einen kräftigen Jungen wird bei einem tüchtigen Aletzger- meister zum baldigen Eintritt Stelle als Lehrling gesucht. Gest. Anfragen unter Nr. 1575 an die Exped. d. Bl. Nutzholz - Versteigerungen. Dienstag, 4. März d. I. im Gemeindehaus zu Ober- 1488] Auf Rittergut Borken stehen wegen Aufgabe des Kohlenfuhrwerkes 10 Pferde, meist 5-und 6jährige Dänen und Holsteiner Pferde, auch etliche zur Zucht geeignete Stuten, zum Verkauf. Hofmann. Ein in d. Konfek.- u. Manu- fakturwbr. erf. jung. Mann, w. m. all. Koni.» u. Lagerarb. verlT. ist, s. per 1. April ob. spät., gestützt auf prima Zeugnisse anderweitig Stellung. Zu erfragen in der Exped. b. Blattes. 0694 Kleinkinder-Mewahranstalt. Von dieser Woche an sollen die Beiträge für unsere Anstalt in 1902 erhoben werden. Die Erhebung geschieht durch unsere Anstaltsdienerin Käthchen Hofmann, die außer der neuen Geberliste auch die vorjährige mit sich trägt. 9iiemanb fonst ist zur Erhebung der Beiträge berechtigt. Wir bitten zunächst um die Beiträge für das 1. Vierteljahr 1902; mit denselben kann nach Belieben der freundlichen Geber zugleich der Gesamt-Jahresbeitrag gespendet ib erben. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden unserer Anstalt mitteilen, bitten wir freundlichst, uns auch in diesem Jahre gütige Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für etwa 230 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, am 24. Februar 1902. Der Vorstand der Meinttnder-Bewahrarrftatt. Freitag den 28. Februar, abends 8 Uhr. Mitwirken de: Fräulein Nellie Vernee aus dem Haag (Gesang), Herr Adolf Kebner (Violine), Herr Johannes Heger (Cello) aus Frankfurt a. M., Herr G. Trantmann, Grossh. Universitäts-Musik- Schubes Töchtttchkll Elisabeth geboren wurde. Gießen, 24. Fedruar 1902. Ernst Challier, Rudolphs Nachf., zu haben. Studentenkarten auch beim Hausverwalter Herrn Stork. Fritz Nowack, Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und «orgeu: GchftuSkisch 50 Psg. Morgen: Schvriukstkisch 56 pfg. Während der Marktzeit findet der Verkauf des Fleisches in der Großschlachtviehhalle statt. NN et Helmste Aerfchönerungs-Ierem Hießen. Die diesjährige ordentl. Generalversammlung findet am Freitag den 28. d. Mts^ abends 8Va Uhr, im CafH Ebel, Zimmer Nr. 5, statt imb werden die Atitglieder zur Tellnahme an derselben hierdurch ergebenft eingeladen. Kammermusik-Abende in der grossen Aula der Universität zu Giessen. 1. Für Oberkleen: Beginn vormittags 10 Uhr: Eichen: 1 Stamm 2. Kl. — 1,26 fm, 42 Stämme 3. Kl. — 27,58 fm u. 6 Stämme 4. Kl. = 1,46 fm. Nadel: 73 Stämme 3. und 4. Kl. = 25,02 fm, 13 Stangen 1. u. 2. Kl. und 133 rm Nutzholz. 2. Für Niederkleen: Beginn nachmittags 1 Uhr: Eichen: 9 Stämme 3. Kl. — 5.53 fm, 15 Stämme 4. Kl. — 2,89 fm und 18 rm Nutzholz. Weichholz: 5 Stämme 3. Kl. = 1,71 fm und 1 Stamm 4. Kl. = 0,18 fm. Nadel: 72 Stämme 3. und 4. Kl. --- 28,13 fm, 61 Stangen 3. Kl. und 117 rm Nutzholz. Gr.-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), 22. Februar 1902. Das Bürgermeister-Amt. ssooovooyeosossoyooo Gietzener ^Vtadtthsater. Dienstag den 25. Februar, (Außer Abonnement.) Zum -ven^fiz für Herbert Stimm. Gastspiel des Herzog!. Sachsen- Meming.-Hofschauspielers Herrn Avol's Link vom Hofthcater in Meiningen. Hamlet, Prinz von Dänemark. Tragödie in 5 Akten von Wilhelm Shakespeare. Anfang 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Auction. Wege« AufgaSe der Landwirtschaft auf Mttergut Vordeck, Kr. Marburg, Billeis: Sperrsitz Mk. 2.50, unnummerierter Stadentenkarten Mk 1.— sind in der Musikalienhandlung g .»sofort in jeder Höhe au' I^Ül1lSchuldsch.,Wechs.,Polic. Erbsch., Hypoth. u. bergl. v günstigsten Beding. Rückporto. E. Marlier, Nürnbergol. | Fr. Schubert. K. Schumann. R. Schumann. | P. Cornelius. K. Strauss. W, A. Mozart. Platz Mk. 1.75, Mädchen vom Lande, im Alter von 14 bis 16 Jahren, für Hausarbeitgesucht. 1586 Schulftrage 5. LliömMatz I), S behör per 1. April an ruhige Familie zu vermreten.508 oo 3teftonmtwii Herbert. Stadtkundiger, zuverlässiger, junger Manu sucht Stellung als Diener, ober sonstige Beschäftigung 0720 Katharinengasse 17, II. 1584] Ein Mäbchen, welches kochen kann und Hausarbeit übernimmt, zu älterem Ehepaar für gleich oder später gesucht. Gute Zeugnisse verlangt. _ Zu erfragen in der Expedition. 1534] Mädchen, das gut bürgert, kocht und alle Hausarbeit versteht, mit guten Zeugnissen, für sofort gegen hohen Lohn gesucht. Frau Oberleutnant Balthasar, Butzbach. direkter (Klavier). Programm, 1. Trio für Klavier, Violine und Cello, op. 50, A-moll 2. Lieder: a) Lied der Mignon . b) Nacht und Träume .... c) Die Soldatenbraut . 3. Fantasiestück für Cello und Klavier . . 4. Lieder: a) Abendgefühl..... b) Im Lenz, im Lenz .... c) Ständchen..... 5. Trio für Klavier, Violine und Cello, No. 8 in Es-dur tzücht. 5>d)iuieö nach Zeichnung arbeitet, sofort gesucht, sowie ein Zuschläger. A. Simon, Lollar. Bau- und Maschinenschlosserei. Setaerlehrimg aus ordentlicher Familie aesucht. Näheres in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers.1512 Näheres Frankfurterstraße 29. 0748] Ein kleines Familienlogis zu vermieten. Löberstraße 3. Mtheiulsciif# 13 Technikum Bingen f. Maschinenbau u. Elektrotechnik. l’rogn.nvvo kostenfrei Entlaufen: Bernhardiner Hund hellgelb mit schwarzen Längsstreifen über die Augen, auf den Namen „Laesar" hörend. 1582 Vor Ankauf wirb gewarnt. Dem Wiederbringer Belohnung. Ludwigstraße 81. Wer Mitt einem armen Bergmann im Westerwald, der durch jahrelange Krankheit (Lähmung)seiner Frau, unverschuldet in schwere wirtschaftliche Bedrängnis gekommen ist? Schnelle Hilfe ist dringend notwendig. Gaben nehmen gerne entgegen: 1580 Pfarrer Cäsar in Marienberg, Westerwald. E. Krumm, Stadtverordneter in Gießen. Garten ober Acker im Altefeld oder am Nahrungsberg zu kaufen gesucht. Offerten unt. K. 1513 an die Exped. b. Bl. erbeten. Ein junger gebilbeter Pariser wünscht französischen Unterricht zu erteilen. Gest. Off. unt. 0744 an die Exped. b. Bl. Bchlt-Aeiickich. ca. 5 Minuten entfernt von einer größeren Bahnstation in Oberhessen, zu verkaufen. Off. unter K. 1574 an bie Exp. d. Bl. Dienstagabend 13971 Gratis erf). Stabt- und Landmädch. jed. Art gut bez. Stell. Reelle Bedien. - Geschäft beft. seit 1876 zu Frankfurt a. M. Neue Zeil 30. Frau Leibach. ______ In der Umgegend Gießens ist ein Wohnhaus mit Wirtschaft zu verpachten ober zu verkaufen, auch kann es z. jedem geschäftlichen Zweck eingerichtet werden. Off. u. H. M. 0743 a. d. Exped. d. Bl. Erklärung. In der letzten Stadtverordnetenversammlung ist mein Name genannt und die Behauptung aufgestellt worden, daß ich auf das Heß'sche Grundstück ein Gebot eingelegt hätte. Ich erkläre hierdurch, daß ich für den Ankauf des Heß'schen Grundstücks mich weder interessiert noch direkt oder indirekt ein Gebot eingelegt habe. Ich habe erst nach der letzten Stadtverordneten- sttzung von dieser ganzen Angelegenheit das erste Wort gehört. Hiernach muß ich sagen, daß man mit großer Leichtfertigkeit vorgegangen ist, indem man aus falsche Mitteilungen hin so schwere Beschuldigungen gegen mich öffentlich erhoben hat. Diesen Borwurf der Leichtfertigkeit erhebe ich gegen alle Personen, welche die auf mich bezügliche Behauptung aufgestellt 0687] 3. Stock, 5—6 Zimmer Bismarckstr. 28, per 1. April zu verm. Näh. Bismarckstr. 26, p. Per l.M co.lJiüil.3. ist wegzugshalber der mittlere Stock meines Hauses, bestehenb and 5 Zimmern, Mäbchen- unb Bobenkammer, Veranba, mitGas- unb Babeeinrichtung, anderweit zu vermiete«. 1017 Karl Wenzel, Stephanstraße 13. Crednerstrasse 14 schöne 5-Zimmerwohnung nebst Zubehör sofort zu vermieten. 0681] Fein mobl. Zimm. sos. zu verm. Lubwigstraße 12, II. jmUb&WQLHUUUU Schreib- maschine« wenig gebraucht, 1 Caligraph unb 1 Pittsburg Bisible billig zu verkaufen. 1470 Sengy Schulstraße 5. KKJfXXXgMXXXXK1EK Gaslampen M Emaillebadewanue, Firmenschild freistehend, umzugshalber bill. z. verk. Moltkestr. 8. 0713 Kurz gefchuitteueS 1546 AbfaUholz bei Georg Schubeckcr, Sägewerk, Erdkauterweg. 0747] Gute Speisekartoffeln zu verkarrfen. Hanrmstr. 5, II. oder verbreitet haben. Wilhelm Möser LchnhU«chcrlchriing'geiuZ)" 1350] Carl Berg, Mäusburg 4. Lehrling gesucht. Ä, Glaserei, Kaplansgasse 27. 377 Glaserlehrling 1568 kann bei mir bei wöchentlicher Vergütung in die Lehre treten. B. Bierau, Dammstraße 27. 0746] Einige Mädchen können das Fein- unb Glanzbügeln erlernen. Näh.Kaplansgaffe 14,1. f&ine 6-Ztmmerwohuung mit allem Zubehör sofort zu ver- mieten. Seltersweg 62. [285 127] 5 - Zimmerwohnung im mittleren Stock per 1. April ober früher zu verm.__Kirchstraße 13. 771] Am Brandplatz 14 u. 15 sind iwch einige 4- u. 5-Zimmer- wohnungen mit Bad per April zu vermieten, desgl. ein Laden mit kleiner Wohnung. Näheres Frankfurterstraße 2V. 1390] Der mittlere Stock Liebigstrasse 69 per 1. April anderweitig zu vermieten. Näh. Seltersweg 24. 1463] 'Neubau Wilhelmstr. 12 sind per Juni elegante Wohnungen 7—10 Zimmer unb allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen zu vermieten. Näheres Kraukfurterstraße 2V. 387] Beletage, besteh, aus sechs Zimmern, Babez., ger. Korribor und allem Zubehör, in meinem Neubau Bismarckstr. 38 zu verm. Ehr. Schmidt, Löberstr. 10, L Schön möbliertes Zimmer in ruhigem Hause u. möglichst freier Lage per 1. März zu mieten gesucht. Offerten nur mit Preis unter 0749 an bie Exped. d. Bl. Zwei rnöbl. Zimmer (Wohn- unb Schlafzimmer) werben von 2 ält. Stud. gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 0750 an die Exped. b. Bl.________________ 1 ober 2 gut möblierte Zimmer auf 3 Wochen im März von einem Arzt zu mieten gesucht. Offerten mir Preisangabe unter 1538 an bie Exped. d. Blattes. Al möbliertes Wshii- unb Schlafzimmer, ober Zimmer mit Kabinett zu miete» ge- snchf Offerten mit Angabe |UUJL des Preises unter 0733 an die Expedition d. Blattes. 1411] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Stephanstraße. 15, II. 145) Frtleur ■ Laden, mit ober ohne Wohnung, zu vermieten. Bahnhofstraße 58. 1528] 2 Zimmer nebst großer Küche und Zubehör im 3. Stock an alleinstehende Dame od. kinderloses Ehepaar sofort zu verm. Carl Nowack, Seltersweg 85. Nimm Asterweg 40, Ecke Nordanlage. Wohnungen. Ecke der Landgrafenstraße unb Brauaasse sind 3 Wohnungen mit je 6 Zimmern und Bad nebst Zubehör per 1. April zu vermieten, foiote eine Mansarden-Wohmmg oaselbst mit 2 Zimmern und Küche nebst Zubehör. 1475. Näheres Löbcrstraße 0, H. Frenlldru und Aekaunteu die ergebene Milteiillng, I Laß Ms heatr morgeo eia ® Setc. (!Ul w bie® tliH lag? W brüt’1 W ii ei vrre m B! Uebet Rch huift zurl Sei dir e1 TM A< MUT ruf§ F M tag stäl ist, Hai Mg W i Mlllt hch Vera datz werd aus gegei W wÄ wie pur uni Al halt Sen schlo Reg and eim toei Ad Unz am, Äen Nur, gebei wie, bie 2 Nq: Seher Bun! eben1 eine funb lieh träte ahne bürd