HK Stz xwgte sr ”6 bk ,A«eArt »etb™ M'"!°d1°7^chZ S«L geraten lm hatte btt Mutter WZ s gegenÄer einer NNniate Der, !^ökn bitf Srtejjtibiii ■> unbegründet ^ .der beste Ar i Pfc, Jft.!.-, Mk. 1.15. ■ä, 6262 $5 Mack. terdux ! Wriylatz Ü. 5 idlK®*" LE’S ilin-Sefc hne Jede so|lärfe s>«* gS&- lpp^»o,®e; che 5Cren * 6891 EI Nr. 223 Erstes Blatt. 152. Jahrgang Dienstag 23. September 1SVS Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Giehener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. DlotaltonSbrucf u. Verlag der Brüh l'schen Untoers.-Buch- u.Stein- druckeret lPieljch Erben) Redaktion. Expedition und Druckereir Schul st raße 7. Adresse für Depeschent Anzeiger Gießen. tzernsprechanschluß Nr. 5L Gießener Anzeiger w' General-Anzeiger w Zäe7 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen vezugsprei», monatlich 7bPs^ vierte!* iährlich Mk. 2L0: durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür bte TageSnummer bis vormittag» 10 Uhr. ZeilerrpreiS: lokal ILPf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich» für den poltL u. aflgcn% teil; P. Witiko: für .Stadt und Land* unb .Gerichlsfaal". Curl Plato; sür den Anzeigenteil: HanS Beck. Politische Tagesschau. Das Fleischoot-Plakat. AuS Berlin, 22. September, wird uns geschrieben: Die Berliner Haushaltungen haben heute nachmittag ein Flugblatt deS „Bundes der Landwirte" erhalten, das gegen die Behauptung von der Existenz einer Fleischnot Einspruch erhebt und diejenigen Ausführungen wiedergiebt, deren Anschlag an die Plakatsäulen von den Pächtern dieser Säulen abgelehnt worden war. Man muß es dem „Bund der Land- wirre" lassen: seine Organisation „klappt". In Berlin, wo die Bevölkerung größtenteils einen scharf entgegengesetzten Standpunkt einnimmt gegenüber den „freundlichen Landbewohnern", ist es keine Kleinigkeit und keine ganz, harmlose Aufgabe, agrarische Flugblätter in die Häuser zu bringen. Aber mit mysteriöser Schnelligkeit und Promptheit ist die Aufgabe geleistet worden. Wo nur eine Spalte sich erspähen ließ, da hinein ist das Flugblatt geflogen. Es appelliert an den „Gerechtigkeitssinn der Berliner Bevölkerung", weil die Berliner Fleischer-Innung die Erhöhung der Fleischpreise an den Plakatsäulen begründen konnte, die Entgegnung darauf an derselben Stelle unmöglich gemacht wurde. Wenn man den im Flugblatt mitgeteilten Wortlaut des abgelehnten Plakats liest, dann versteht man allerdings nicht recht die Begründung der Plakatpächter, daß „polizeiliche Vorschriften" der Anheftung des Plakates entgegenstünden. "Ter Inhalt ist zwar entschieden im Ton, aber nicht beleidigender Act. Anders liegt die Frage, ob der vom „Bund der Landwirte" geführte Beweis, )aß eine Heraufsetzung der Fleischpreise ungerechtfertigt ei, Ueberzeugungskraft besitzt» Insbesondere muß anfällig erscheinen, daß als „unwahr" bezeichnet wird, die reutschen Grenzen seien gegen die Vieh- und Fleisch-Ein- uhr gesperrt — während man in agrarischen Zeitungen >och immer wieder die preußische Negierung und zumal Herrn v. Podbielski preist, daß sie „nicht die Hand bieten wollen" zu einer werteren Oefsnung der Grenzen und zum Hereinlassen von „verseuchtem Vieh". Hier steckt der Widerspruch. Eine bekannte agrarische Autorität, Oberamtmann Ring, hat erklärt, die Aufhebung der bestehenden Grenzsperren würde zwecklos sein. Also auch Herr Ring giebt die Thatsache der Grenzsperre zu. Nach den vorliegenden letzten Meldungen kann kaum einem Zweifel unterliegen, daß die bayerische Negierung weitere Grenzerleichterungen sür erforderlich hält. Und von Würjllem- berg ist ein Gleiches M erwarten, wenn die Erhebungen über die Fleischteuerung den Nachweis liefern, daß es sich um eine Kalamität handelt, die mit Rücksicht auf die Volksgesundheit schleunige Abhilfe fordert. Am Ende stehen die Interessen der großen Masse doch höher, als diejenigen der Viehzucht. Ten beiden süddeutschen Regierungen wird gewiß nicht nachzusagen sein, daß sie „kein Herz" Hütten für die Landwirtschaft. Gehen Bayern und Württemberg vor, so wird Preußen nicht zurückbleiben können. Die Zolltarifkommissiou begann am Montag die zweite Lesung der Zolltarifvorlage. Es liegen vor Anträge des Abg. P ach nicke auf Herabsetzung der Getreidezölle und Beibehaltung der bisher geltenden Sätze und Anträge des Abg. v. Wangenheim, die verschiedene Abänderungen verlangen, darunter für Roggen, Weizen, Gerste. Hafer 7y2 Mk. Weitere Abänderungen beziehen sich auf Kartoffeln, Tabak, Hopfen, Blumen, Früchte, Federvieh, Fische, Milch, Butter, Eier usw. Tie Kommission beschloß, über die einzelnen Tarifabschnitte je eine General- distusston abzuhalten, und die Spezialdiskussion auf bestimmte, demnächst festzustellende Punkte zu beschränken. Tie Kommission nahm sodann einen Antrag Spahn (Ztr.) an, sofort den Abschnitt a des ersten Abschnitts zu beraten, das heißt, die Positionen 1 bis 72, Erzeugnisse des Acker-, Garten- und Wiesenbaues. Stadthagen (Soz.) bekämpft in ausführlicher Rede die Getreidezölle sehr heftig. Redner wird, als Vorsitzender Rettich eine Aeußerung von ihm beanstandete, nach einem Wortwechsel mit Rettich von diesem zur Ordnung gerufen. Bei der weiteren Debatte begründet Freiherr von Wan gen heim (B. d. L.) seine Anträge, vornehmlich die Forderung von 7t/2 Mark für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. Tie Anträge seien pie Folge der Beschlüsse der ersten Lesung, welche die Agrarzölle herabsetzte und dtx Jndustriezölle erhöhte. P ach nicke bekämpft die Anträge im Interesse der Konsumenten und der Industrie und befürwortet seinen Antrag. Heim (Ztr.) bekämpft die Wangenheim'fchen Anträge als zu weitgehend, weil sie prohibitiv wirken und Handelsverträge unmöglich machen. Er befürworte für die Hauptgetreidearten einschließlich Gerste gleichmäßig sechs Mark. Staatssekretär Graf Posadowsky wendet sich hierauf gegen die Anträge Wangenheim. Der Abg. v. Wangenheim solle sich döch der Erkenntnis nicht verschließen, daß die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung im Vergleiche zur landwirtschaftlichen prozentual im Wachsen sei. Daraus folge, daß es politisch immer schwerer werde, der Landwirtschaft einen stärkeren Schutz zu gewähren. Solche Sprunge, wie sie der Antrag Wangenheim verlange, seien wirtschaftlich unmöglich. Dazu werde eine Regierung niemals ihre Zustimmung geben. Tie jetzige Regierung werde niemals jo weitgehende Anträge wie die Wangenherrn fchen accep- tieren. Tie Regierung habe auch an ihren bisherigen Erklärungen nichts zu ändern. Sie zu wiederholen, habe er keinen Anlaß, Herr Pachnicke habe das ja schon so vortrefflich gethan, daß er es nicht besser thun könne. (Heiter- teit.) Zölle dürften, wenn es zu Handelsverträgen kommen solle, nur so hoch bemessen werden, daß sie die Differenz Z>as <^eichenöegäuguis der Königin von Belgien. Spa, 22. Sept. Heute mittag wurde vom Bischof von Lüttich ein Trauergottesdienst zum Gedächtnis der Königin abgehalten. Mus dem Wege, den der Leichenzug bis *ur Kirche passierte, bildeten Militär und Vereine Spalier, dahinter hatte sich eine zahlreiche Volksmenge aufgestellt. Hinter dem Leichenwagen schritt der König, auf den Arm des Prinzen Albert gestützt. Danach folgten die Minister, die Generalität und zahlreiche Würdenträger. Tie Prinzessin Clementine begab sich im Wagen zur Kirche. Schloß Laeken, 22. Sept. Das Leichenbegängnis der Königin zog eine große Menge herbei, die nur mit Mühe an den Bahnhofszugängen und an der Kirche von den spalierbildenden Truppen in Schranken gehalten werden konnte. Ter Zug traf um 3.40 Uhr ein. Die Lokomotive trug eine umflorte belgische Fahne. Sobald der König, der Graf von Flandern und Prinzessin Clementine dem Wagen entstiegen waren, hielt der Erzbischof von Mecheln eine Ansprache an den König. Alsdann wurde der Sarg aufgehoben und in die Kirche gebracht. Die Grenadierkapelle spielte Trauerweisen. In der Kirche sprach der Erzbischof die letzten Gebete. Sodann wurde der Sarg in der Gruft beigesetzt, wo die Königin neben ihrem Sohne, dem Grafen von Heinaut, ruhen wird. Brüssel, 22. Sept. Die Gräfin Lonvay besuchte heute vormittag mit zwei Ehrendamen die Messe in der Kirche St. Jacques und begab sich nach Schluß derselben, von der Bevölkerung ehrerbietig begrüßt, nach dem Palais des Grafen von Flandern. Am Nachmittag reiste die Gräfin nach Calais. Soweit die offiziellen Berichte. Einer Brüsseler Meldung der Neuen Freien Presse zufolge habe sich die Gräfin Lonyay mit ihrem Vater ausgeföhnt. Dem entgegen stehen aber alle übrigen Brüsseler Meldungen. Vergebens, jo heißt es in allen übrigen Nachrichten, versuchte Prinzessin Clementine, den Vater für ihre Schwester, die Gräfin Lonyay, milder zu stimmen. König Leopold, der bekanntlich mit seiner Tochter wegen ihrer Heirat verfallen ist, blieb unerbittlich. Nach dem „Petit Bleu" verwies er sie mit einer Handbewegung aus dem Saale, wo ihre tote Mutter ruhte. Gräfin Lonyay verließ sofort das Schloß. Zwischen den beiden Schwestern herrschte das innigste Verhältnis. Prinzessin Clementine stellte u. a- der vom Vater verjagten Schwester ihren Wauen, um sich fortzubegeben, zur Verfügung. Bei der Abreise der Gräfin auf dem Brüsseler Bahnhof wurden vereinzelte Rufe: „Nieder mit dem König!" gehört. Niemals während seiner langen Regierung ist König Leopold von seinem -Volk so scharf kritisiert worden, wie in diesen Tagen. Der Gräfin Honyay wurde von tausend und abertausend Menschen auf Platzen und Straßen gehuldigt. Einem Mitarbeiter der „Chronique" erzählte sie: „Ich betete am Sarge meiner Mutter, als gestern um 4 Uhr mir mitgeteilt wurde, daß der König mich nicht zu sehen wünsche. Ta verließ ich sofort das Leichen- zimmer." Gräfin Lonyay erwiderte auf eine Frage, daß sie den König nicht gesprochen habe; aber auch die offiziöse „Jndepeubance" behauptet, daß er an der Thür erschienen fei und sie weggewiesen habe. Alle belgischen Blätter, ohne Unterschied der Partei, flammen von Entrüstung, die sie nur mit Mühe in ruhig respektvolle Worte zwingen. Ein Führer der Sozialdemokratie sagte freudestrahlend, das Königtum sägt selbst den Ast ab, an dem es noch hängt. „Soir" berichtete folgende Aeußerung des Königs: Ich mißbillige nicht den Schritt der Gräfin Lonyay, aber damit schafft man keine M einun g s Verschiedenheiten in Familienfragen aus der Welt. Tie Begegnung der Gräfin Stephanie mit ihrer Tante Gräfin von Flandern wird von Augenzeugen als erschütternd geschildert. Bekanntlich war Stephanie als junges Mädchen der Liebling der Brüsseler Bevölkerung. Tas offiziöse „Journal de Bruxelles" erzählt, daß die Gräfin in Thränen gebadet zur Inhaberin des Hotels in Spa herangetreten fei und gesagt habe: „Ich bin tottraurig, mein Vater hat mich nicht empfangen wollen, ich reife mit dem ersten Zug nach Brüssel." .. Hie überstürzte Art und Weise, mit welcher das Leichenbegängnis der Königin angeordnet und ausgeführt wurde, erregte allgemeines Befremden im Publikum. Ter Bahnhof war schwarz ausgeschlagen. Keinerlei Blumenschmuck war zu sehen. Das Verhalten des Königs war undurchdringlich kalt, aber sonst der Situation angemessen. Hinter dem Leichenwagen hinkte der König allein daher, hinter ihm schritten der Graf von Flandern und Prinz Albert. Hierauf folgten die Minister und etwa hundert Offiziere und die Geistlichkeit. Das war alles. Keinerlei Fürstlichkeiten waren sonst anwesend, auch nicht die Vertreter oer auswärtigen Machte. König Leopold gedenkt sofort nach Lucheon zurückzu- ceisen. Ter König hat eine sechAmonatliche Landestrauer und eine Hoftrauer vom einem Jahre drei Wochen angeordnet. Der Kabinettschef hatte eine längere Unterredung mit dem König und verblieb während der Nacht im Palast. Tie Eröffnung des Testaments der verstorbenen Königin ist verschoben worden. „ , . . Ter König hat aus Anlaß der Beisetzung seiner Gemahlin an die Armen von Laeken Brot verteilen lassen. Infolge des großen Menschenandranges sind bei der Ankunft und während der Ueberführung der Leiche einige Unfälle von geringerer Bedeutung vorgetommen. Im übrigen verlief die Zeremonie in würdiger Weise. Wie der deutsche Reichsanzeiger meldet, legte der preußische Hof für die verstorbene ~rcn^ aus drei Wochen an und zwar bis einschließlich den 11. Oktober. der Produktionskosten der betreffenden Länder ausgleichen; höhere Zölle seien vertraghindernd. Auf Grund eines einseitigen Entwurfs der Regierungen könnten die verbündeten Regierungen nicht über Handelsverträge verhandeln. Dieser in der Presse oft empfohlene Weg sei politisch ungangbar, da fremde Staaten auf Grund eines solchen Entwurfes nicht in Verhandlungen treten würden. Es fei aber auch zolltechnisch ungangbar, da der jetzige Tarif- entwurf mit dem geltenden Tarife inkommensurabel sei. Für viele Positionen würde man gar nicht wisjen, welche Sätze in Anwendung zu bringen seien, ganz abgesehen davon, daß alsdann auf dem Wege der Meistbegünstigung einzelne Staaten im Besitz der Vertragssätze auf der Basis des alten Tarifs bleiben würden. Deshalb sei nur zweierlei möglich: Entweder der jetzige Entwurf werde angenommen, ober man behalte den alten. In letzterem Falle würde die Situation für den Abschluß von Handelsverträgen eine außerordentlich ungünstige sein. — Von einer „kolossalen" Erhöhung" der Jndustriezölle, wie sie Abg. v. Wangenheim behauptet habe, könne nicht die Rede sein, da seien es Kompensationsobjekte. Ter neue Zolltarif nehme nur eine gerechtere Gruppierung der Jndustriezölle vor. Die Reichsregierung verdiene nicht den Vorwurf, daß sie diktatorisch auftrete. Ein Zolltarif wirke ja doch nicht nur nach innen, sondern auch nach außen. Deshalb müßte die Regierung auch erwägen, was für andere Staaten annehmbar sei. Tie Regierung könne das jedenfalls am besten beurteilen. Käme der neue Tarif nicht zu stände, so müßte der alte in Kraft bleiben. Hierauf wird die Generaldebatte geschlossen. — Nach einer Längeren Geschäftsordnungsdebatte tritt die Kommission in die Spezialdiskussion ein und erörtert zunächst nach dem Vorschläge der Subkommission die Pos. 10 und 161 (Reis). Auf Antrag Spahn wird eine in der ersten Lesung beschlossene Herabsetzung des im Entwurf vorgeschlagenen Zolles für polierten Reis von 6 auf 4 Mk. rückgängig gemacht und der Satz der Vorlage wiederhergestellt. Cs folgt die Beratung von Pos. 23 (frische Kartoffeln). Die Vorlage hatte Zollfreiheit voraeschlagen; in der ersten Lesung der Kommission war für die in der Zeit vom 15. Februar bis 31. Juli eingeführten Kartoffeln ein Zoll von 2.50 Mk., im übrigen Zollfreiheit beschlossen worden. — Frhr. v. Wan gen he im beantragt unter Hinweis auf die Notlage des Kartoffelbaus den Satz von 4 auf 5 Mk. zu erhöhen und für die Zeit, während der nach dem Beschluß erster Lesung Zollfreiheit gellen soll, einen Zoll von 1 Mk. festzusetzen. Dieser Antrag wird abgelehnt; ebenso ein sozialdemokratischer Antrag auf Zoll- fr eih eit nach der Regierungsvorlage. Der Beschluß der ersten Lesung wird aufrecht erhalten. Deutsches Keich. Berlin, 22. Sept. Der Kalser trat heute abend von Station Werbellinsee aus seine Reise nach Ostpreußen an und wird morgen vormittag in Groß-Rominten eintreffen. — Die Abreise des Grafen Jnouye, des langjährigen japanischen Gesandten am hiesigen Hose, der seinen Posten verläßt und in seine Heimat zurückkehrt, ist gestern erfolgt. Der Nachfolger Jnouye's, sein Schwager Tsuzuki, wird sein neues Amt' erst im Frühjahre nächsten Jahres antreten. — Stadtrat ft auf f mann hat dem Stadtverordneten» Vorsteher Dr. Langerhans durch Schreiben vom 20. ds. die Erklärung zugehen lassen, daß er auf die Rechte aus bet Wahl zum zweiten Bürgermeister von Berlin verzichtet. — An den Chefredakteur des „Berl. Tagebl.", Dr. Arthur Levy sohn, dessen Gattin nach kurzer Krankheit geworben ist, hat der Reichskanzler aus Klein-Flottbek folgendes Telegramm gerichtet: „Anläßlich des schmerzlichen Verlustes, welcher Sie durch den Heimgang Ihrer Frau Gemahlin betroffen hat, bitte ich Sie, meiner aufrichtigen Teilnahme versichert zu sein. Graf Bülow." — Nach der „Münch. Allg. Ztg.", die es wohl wissen kann, ist man in Bundesratskreisen geneigt, den Fehlbetrag im nächstjährigen Reichshaushaltsooranschlag auf 150 Millionen Mk. zu schätzen. — Wie verlautet, soll die den einzelnen Behörden gewährte Portvfreiheit von Postsendungen, für welche der Reichspost eine bestimmte Paufchsumme zugestanden ist, demnächst fortfallen. Es heißt, daß den Behörden besondere Marken von der Postverwaltung zum Verkauf gestellt werden sollen, da sich so eine bessere Uebersicht über die behördlichen Postsendungen darbietet. Die einleitenden Schritte zu dieser Umänderung sollen bereits geschehen sein. Ausland. London, 22. Septbr. „Daily Mail" meldet, die ftriegskosten über 100 Millionen Pfund würden von den beiden neuen Kolonien zu bestreiten sein. Die Minensteuer werde ca. 15 Proz. betragen. Die Emission einer 50 Millionen-Anleihe sei geplant. Die Ankündigung verursachte, obwohl amtlich noch unbestätigt, Bestürzung. Der Vertreter der Citykreise, Wernher Beit, sagte, eine Beisteuer von 1OO Millionen werde eine vernichtende Wirkung auf die Industri een in den Kolonien auSüben; sie werde der sicherste Weg sein, um Südafrika für das Britenreich zu verlieren. Der Krieg fei für die Sicherheit des Reiches, nicht aber für ba§ Wohl der Minenbesitzer geführt worden. Eine 15proz. Goldminensteuer sei gegenwärtig rein unmöglich. Petersburg, 22. Sept. Gießen, 23. September 1902. Betriebe übergeben worden. ha. Hitzkir chen (Kreis Büdingen), 21. Sept. Kuh des Gastwirts Neubert in dem nahen Hettersroth brachte gestern eine eigentümliche Mißgeburt zur Welt, nämlich ein Kalb mit drei Ohren. Das dritte Ohr saß mitten auf der Stirn. Das Kalb ist munter und gesund, soll aber geschlachtet werden, um die Haut an ein Museum zu verkaufen. r. Darmstadt, 22. Sept. An der^diesjährigen Aus» stellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten aus den gewerblichen Unterrichtsanstalten des Großherzogtums Hessen (siehe Inserat) beteiligen sich die folgenden Schulen: 1. Die Fachschule für Elfenbeinschnitzerei und verwandte Gewerbe in Erbach i. O. 2. Die Webschule in Lauterbach. 3. Die Kunstgewerbe, und Handelsschule in 4. Die technischen Lehranstalten in Offen- neue Dekoration, „- .. - ist, wie Pros. T-r. Fromme ausführte, unter biejen Verbesserungen hervorzuheben. Sie nimmt die ganze Bühnen- tiese, ca. 12 Meter, ein und stellt einen bürgerlichen Salon dar. All^ Dekorationen sind im übrigen mit neuem Holzwerk versehen uni) vollständig ausgefrischt. Auch die Gasbeleuchtung ist erheblich verbessert worden. Die Pro- sceniumslampen sind um sechs vermehrt, die der Soffiten sogar verdoppelt worden; es werden jetzt intimere Effekte ohne höheren Gasverbrauch erreicht werden können. Von der Einführung elektrischen Lichtes habe man Abstand ...... _.o________ nehmen müssen, weil die 'Wärme der Gaslampen auf der einem Vortrag des Herrn Alfred 9t itzsche-Leipzig über das Bühne nicht entbehrt werden kann. Tie Löscheinricht- ^.^ma Eine Nordlandreise". Am 5. November spricht dann ungen sind dieselben geblieben wie früher, sie werden aber ^tto Ewald über „Die heiligen Lande"; am 19. No- demnächst einer eingehenden toi|um und Probe unter, v (grtebfen über .Spiritismus, Hypnos- SS^ StoAw?'1- Wechsels ermöglicht: denn die für den Abend erforderlichen Lützen über „Leben wir am Ende eines geologstchen ZeU- Tekorationen könnten jetzt im Bühnenraume Platz finden alters?"; am 20. Januar Herr Prof. Tr. Bi erm er über ,-tie junb brauchten nicht jedesmal aus bem KulissenhauS Herbei- Entwicklung des deutschen Notenbankwezens"; am 16. oedruar geholt zu werden. Zu Rechnungsrevisoren wurden dann Herr Rudolf Kronau über „Die Vereinigten Staaten von die Herren Rudolph und Tr. Heuser bestimmt. Auf Antrag Nordamerika und ihre Bewohner"; am 9. März Herr des letzteren sprach die Generalversammlung einjtimmig Heinrich Ära eg er über „Wilhelm Busch für die dem Vorstände den besten Dank für die Mühewaltung aus. unb ^z^^lm Busch, unser größter Humorist in Es folgte dann die Vorstandswahl: sämtliche Herren wurden J 25. März Herr Otto Beck auL wiedergewählt und nahmen die Wahl an. Für die kommende -tvort und ^uo uno am a v 5aiion sind wie Prof. Dr. Fromme dann mitteilte, zu Köln: Rezitationen. . , .. Gastspielen die Tamen Charlotte Wiehe (24. 13. Garbenteich, 22. Sept Dieser ^.age wurde du Oktober), A g n e s S o r m a (Samstag, 15. Novemebr: 9Lora) Feldbereinigung in hiesiger Gemarkung im Grogen und und Irene Tr iesch (mit der der Tag des Gastspiels Ganzen beendet, indem der letzte Teil des bereinigten Landes v noch nicht vereinbart ist) verpflichtet worden. — Hoflieferant den Grundbesitzern überwiesen wurde. Zugleich fand dabei Goethestraße- hier: Kirch machte bann über das Zustandekommen eines Versteigerung des durch die Bereinigung gewonnenen ~ -nbtb eaterä Marburg-Gießen emtgef^^„ngeländes statt. Die Preise gingen, wie dies auch im Vorjahre der Fall gewesen, wiederum sehr in die Höhe. Sie schwankten, auf den Normalmorgen (2500 qm) ausgeschlagen, zwischen 1000 und 2000 Mk. Nur ganz minderwertiges Land wurde weniger gut bezahlt. Die vielerseits gehegte Befürchtung, daß durch die Feldbereinigung eine Entwertung des Geländes ftattfinben würde, ist also glücklicherweise nicht eingetroffen, sondern gerade das Gegenteil hat stattgefunden. )( Kirtorf, 23. Sept. (Eig. Drahtbericht.) DaS Stadtfernsprechnetz ist fertig gestellt und heute dem eine Tagesordnung von 60 Punkten umfassen. Es wird in-1 folgedessen acht Tage später die zweite Stadtverordnetenversammlung nach den Ferien stattfinden. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadt- oerordneten-Versammlung Tonnersta g, den 25. September 1902, nachmittags 3y2 Uhr pünktlich. 1. Mitteilengen. 2. Auslosung der zurüchuzahlenden Obligationen des 1893 er Anlehens. 3. Tesgl. des 1894 er Anlehens. 4. Tesgl. des 1895 er Anlehens. 5. Verputzarbeiten an dem Gebäude des Realgymnasiums und der Realschule; hier: Beschwerde des Weißbindermeisters H. Launs-1 nach wegen Vergebung der Arbeiten. 6. Baugesuch des Brmno Büttner für die Frankfurterstraße; hier: Dispens. 7. Baugesuch des Joh. Georg Pfaff für die Ecke Frankfurterstraße und Hillebrandstraße; hier: Dispens. 8. Baugesuche der Baugenossenschaft des Evang. Arbeitervereins für die Erednerstraße unb Mittelweg; hier: Dispens wegen Einfriedigung. 9. Gesuch des Johs. Prang hier um Erlaubnis zur Errichtung eines Hintergebäudes in Löbers Hof Nr. 3; hier: Dispens. 10. Baugesuch des Heinrich Launspach für die Alicestraße; hier: Dispens. 11. Baugesuch der Firma Goldenberg u. Markus für Flur 18 Nr. 45 1/10 (An den Bahnhöfen); hier: Dispens. 12. Tesgl. der Firma Gebr. Rosenbaum daselbst. 13. Baugesuch des I. Happel für die Rodheimerstraße; hier: Dispens. 14. Baugesuch des Jean Brunner am Ludwigsplatz; hier: Dispens. 15. Baugesuch des Ernst Blödner für die Ptockstraße; hier: Dispens. 16. Baugesuch des Joh. Gg. Pfaff für die Liebigstraße 35; hier: Dispens. 17. 2-ispensgesuch der Firma H. E. Werner für die Kaplansgasse. 18. Gesuch des Buchbindermeisters Ehristian Franz um Erlaubnis zur Anbringung eines Firmenschildes am Haufe Plockstraße 10; hier: Dispens. Str aß e n au f Mlun^gs ko st"i n .$ ^beS3uliu§ ’^Rüd^tu^I I Stä d t e b u n d t heat er 9 M ar bur g-Gieß e n emige I ^ssengelänbes statt, um Verkauf von städtischem Gelände an der Steinstraße. sehr interessaiite ZNitteiluiigen ^er Marburger Magif rat 21. Ueberwölbung des Stadtbachs beim Grundstück der habe in der Sache große» ®^^tSc9ell£ommen ß^^9t unb iVirma L>. C. Werner an ber Kaplansgasse. 22. Gesuch des bereits eine Kommstfivn von funs Mitgliedern gewählt, t)ie | Ph ^Töcf dahier wegen Fortsetzung der Trottoirpflasterung mit einer ebensolchen Kommistion des Gießener Magistrats £?■ fcrr 910^^^^^^ 23. ^Die Wieseckbrücke^im Zuge zusammen beraten solle; drese Komniistion werde in de der Bleichstrane. 24. Gesuch der Babette Dehaie wegen kstadtverordnetensitzung am ^ttober gewählt werden. C» Unterhaltung von Gräbern. 25. Unterhaltung der Be-! würde dies Sbädtebundtheater so 9^acht, daß die u aräbnsistätte der Familie Georg Karl Windecker auf dem Hälfte der Saison rn Gießen, die andere in Marburg ge- ^•riehbof 26 Beschasfuna von Brennmaterialien für diel spielt würde; über die bestimmtere Einteilung wurden eben 27 Die Kubereituna des Stockholzes I tene Herren beraten. Es könne monatsweiser, vielleicht 9 « teiSna be8 in größeren menaen: jaifonroeifer Wechsel in Frage kommen. Ten Sommer BSHÜHl orfnen 33 Stellung ber Rechnung bet Stabt Gießen für ein neues Theatergebftube besitzen werbe, bas 702• hier eeneßmiauna tion fianbabgaben. 34. Ge. Th ellter veretusb er mo gen s er gr oß genug, um nehLun^von S±g?n ®35 beö Gesetzes, b i't B orarbeitenb eg in neu zu l af, en Wir «er- die Entschäbigung für an Milz- unb Rauschbranb gefallenen ben hierüber noch bei°nbers berichten.^ L ^Reb.) ^Biebert'haVn ®iS\a^rS\ae*[bjabßr^l9n02MrP 3™ ßält: Bekanntmachung, bie K°nzcs!ion zum B«n unb Be- msti. te» sääässä R&Ä'". X ^hnrfnffp 40 Gesuch des Karl Bez um Erlaubnis zum wirt und vor allen Dingen der Kaufmann Nichr^ meyr ffttwÄr äs sissÄsete UM ^Erlaubnis zur Vergrößerung feiner Schanlkirtschaft unb °lt° - welche die Iberg.G.e ß en, M.chelstabt, Süibba unb WormS. reist? Ä Vunl »Äl b °th ■^«nSeinherraiif B bie ©trafie im Ml lommen, hat bie Schulkommission bet Kaufm. F«l)- iehrte am Nachnnttag nadi Wolfsgatten zuruck 46 Mu* beä (^orn zu schule bie Einrichtung getroffen, für solche Leute eiuen Vor- Mainz, 22, Sept. Äelch ungeheurer Mangel Hause jicuenbaue 1<. 46 Orfttd) beb iSco g 91 S »u W .g toOrüt an jebem zienätagabenb n n Lehrkräften an ben Volks,chulen hett,cht, b47ä SaL^ beä toü SalbfSf* im von 9 Uhr an in Form von Borträgen mit schriftlichen Tat. geht baraus hervor, baß mit bem SBieberbeginn ber Volks. 27^43 ^Tes^ bes Louis Kelb- Heilungen in leicht verstänblicher Weise einfache unb schulen vor einigen Tagen zwei ehemalige Lehrerinnen im äe8Teu?nmeä 5 ^49 Gelucki bes Gustav Ska. boppelte Buchführung gelehrt icirb. Das honotat ist auf sür Knabenschulen vorerst Verwenbung sinben mußtens bie \I", tum «etriebe einer Gattenwirtsckait nur 10 Mk. für ben ganzen Kursus festgesetzt, Tiessenigen 0>ne bet Lehrerinnen würbe bereits vor zwol, Jahren Pen- i Plr. ? Erlaiibniä zum betriebe U t ° fwai ?“£ten lljeIL an dein Kursus teilnehmen wollen, werben sjoniert unb bie anbere Lehrerin trat vor Zähren frei, ßlotfftraße 11. Sevtember bem beshaw gebeten, sich rechtzeitig im Kaufmännischen Vereins- willig aus bem Schulbienst aus, weit ste ,,ch verheiratete; Schulle^re^ a^i ber^olksf chule^u M^a i n^z ^hann Philchv! House — Norbanlage 15 — anzumelben. mittärweile war dieselbe zweimal verheiratet unb ist Sicarist aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand I t. Zithermusik. Ein trauliches Stelldichein m aller! wieder Witwe. «,-<<> m tv das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß- Stille gaben sich Sonntag mittag der Zitheroerem-Als- Frankfurt a. M., 22. Sept. Aus das vom Prasidlum mütigen verliehen. , ;ei& und der Gießener Zitherverem „Alpenröschen" im des deutschen Bankiertages m Frankfurt an den Kaiser •* Der Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Gaffky hat, wie < ^siaen Schützenhause. Mit vereinten Kräften und in gerichtete Telegramm ging nachstehende Trahtanlw ort uns mitgetcilt wird, einen schweren Verlust erlitten. Am zelleistungen legten die beiden Vereine Zeugnis ab von cm: „S. M. der Kaiser und König haben den Hiüdigungs- 21. d. M. verschied zu Hannover seine Ntutter, Frau 6mma kem §trcbcn, das jetzt wieder nach langer Vernachlässigung grüß des ersten deust'chen Bankiertages gern cntgegengenommen Gaffky geb. Schumacher. au; diesem Gebiete eingetreten ist. Abordnungen des Ge- und lassen für den Ausdruck treuer Ergebenhett bestens gg. Zu den Landtagswahlen. Für den Wahl- Achten Chors „E. A. 93.* und des Gesangvereins „Har- danken. Auf allerhöchsten Befehl der Geh. Kabmetsrat kreis Herbstein-Ulrichstein sind folgende Kandidaten aufgestellt >onie» gaben vocale Einlagen. Auch der Humor fand v. Lucanus. ivorden: 1. Bürgermeister Muth von Salz, 2. Kreiskultur- Interpreten in einem Alsfelder Herrn. Erst in o. Marburg, 22. Sept. Kurz nach Schluß dck techniker Kunz von Lauterbach und 3. Karl Finger II. ,-pbtec Abendstunde ginge ans Scheiden. Trotz des internen Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr traf heute abend die von Lauterbach. Der seitherige Abgeordnete dieses Wahl- Charakters der Veranstaltung und der warmen Herbstsonne Kunde ein, daß im Wald bei Cölbe ein Brand ausgc- kreises ist der Bürgermeister Schmalbach in Crainfeld. I Konkurrentin waren die Räume des Schützenhauses brachen und Hilfe dringend nötig sei. Tie Mannschaften. ** Ein Konzert des Trompelerkorps des Kürassier- welche noch vollzählig im Restaurant Seebode waren, be- regiments v. Seydlitz findet am 29. d.M. in Steins Garten >>gnalinasverein. Am Sonntag feierte der unter gaben sich alsbald an Ort und Stelle. Im Verem mit Em- ftott- T«s Trompeterkorps konzertierte mit g^ßem Erfolge 9m-Q^er§ Dr. Naumann stehende hiesige wohnern der Dörfer Bürgel und Cölbe gelang es, bis 1884 m London in der berühmten Albert Hall wahrend -eilung ocj piuiicia » > ru t- c hpfeitmen D>r entstanden» der „Internationalen C-xhibitwn" und errang sich dort den Jünglings- und Manneroerem 15 St n.ngsfest, gegen 11 Uhr dleGefah^zu befeit.gen. ^,rr mistanoe Ehrenpreis (150 Pfd. Sterl. und ein silbernes Piston). Zum das in allen seinen Teilen einen erhebenden Verlaus nahm, schaden durste recht bedeutend sem. ^ 50jährigen Dienstjubiläum des Fürsten Bismarck (1. April Vormittags ^,10 Uhr fand in der Johannevkiiche der K leine M11teil"" 9en H U em 1885) konzertierte das Trompetertorps beim Festdiner im aottesdicnst statt, in welchem die Mitglieder des Vereins mit Nach bar,taatcn.^ In Hanau ertrank m e 39 Reick)stanzler-Palais in Berlui. Auf Befehl des Haiferd emtacii Gästen aus Marburg gegenüber dem Altäre beson- Schüler deL Gymnasiums, der 10'/, Jahre alle ^oyn o war das Korps zum 31. Oktober 1892 nach Wittenberg . 9 Märe erhalten hatten Pfarrer Dr. Naumann hielt die Stadtkasienassislenten Goll. Der Knabe ließ auf einer Wiese beordert, um dort bei Der Einweihung der Schloßkirche c-,,-._^diat m welcher er darlegte, rote nach des Apostels am Ufer des Flusses einen Drachen steigen. Beim Abwickeln vorn Turm zu blasen, (Vergl. Inserat. . Mahnuna Lhmioteus als Muster für uns Alle em tüchtiger der Kordel schritt er rückwärts dem Flusse zu und stürzte : Aus den Abonnements- Vereins mit herzlichen Worten der Begrüßung an die er. , , - k sh । fchienenen 93erein§mitgüeber, an die aus dem Marburger WM Ä.Ä »Shs 1-£ ÄffSÄ suchte, diesem die Thür vor der Nase ver,chloy, ,odatz der ^üorar (der 30 Mk. überschießende Betrag) 76 Mk., im auffordette. — Nach dem von dem Mstgliede des Vorstan- Verfolgte der wütenden Nienge schutzlos prelsgegeben^mar^ 5296.22 Mk. Ter Reingewinn beträgt danach^ran■, vorgetragenen sehr ausführlichen und q, . ___s j, 1302,28 Mk„ bei aber sur bie in biejem Sommer geschMien-n j .kanten Rechenichastsbericht hielt Psarrer Euler gu I ? - c TT Gießen eine weitere Ansprache, in welcher er nut herzlichen Gießen, 23. September 1902. d-r,Buhne unb^, ^^stellungen, beten Ern- warmen Worten dem Verein fernen Glückwunsch barbracht- ** Die nächste Stadtverordnetensitzung wirb na^me sür den Theaterdirektor ausschließlich bestimmt imd besonders auch durch emige ergreisende Erzählungen ihn eine Tagesordnung von 60 Punkten umfassen. Es wird in- waren, ergaben eine Reineinnahme von 1680.25 Mk.) Eine zum Festhalten an dem Wolle Gottes mahnte, .lmprachcn 9 y - 1 , von Theatermaler Jenny gemalt, j „iid Rechenschaftsbericht waren eingerahmt von einigen Dar. m ” bietungen mehrerer Mitglieder des Vereins, sowie von ge- meinsamen Gesängen, die von dem Posaunenchor des hiesigen und Marburger Vereins in mustergültiger Weise begleitet wurden. Nach dem von dem Leiter des Vereins gesprochenen Schlußwort und Gebet und nachdem die Gemeinde das Lokal verlassen hatte, folgte noch eine einfache Bewirtung der hie- sigen und der von auswärts gekommenen Bundesdrüder. ** Die Vorträge im Kaufmännischen Verein Gießen beginnen in diesem Jahre am 2. Oktober mit m , __ ~ Grna« fih f>es Professors Dr. Fromme flott Die Rechnungs-1gute Ritterschaft übt und im Kampfe de? Lebens allezeit deM Petersburg, 22. Sept. DaS Blatt .Nowy KraS U5 ^'in Vertretung des behinderten Rechnuns^- Glauben unb gutes Gewissen sich bewahrt Tie am Nachentnimmt dem „Ostasiat. Lloyd nähere ^tteckungen über l 9" G$a((ier fber SMe Rechnung aufgestellt hatte) ^ag gehaltene, zahlreich besuchte F e stversammlung in den Tibetvertrag. Darm heiyt es: um oen ^rieoen mrof Dr. Fromme rwrgetragen wurde, ergab m ben Sälen der Kleinkinderschule wurde von dem Leiter deS im Lande auftecht zu erhalten, tritt China, da es selbst Hauptsache folgendes Bild: L... ™ " machtlos ist, seineRechte auf Tibet an Rußland ab. ^rttn wurden 3547.50 Mk., aus den Tageskarten 1237.95Mk. Peking, 22. Sept. Die Untersuchung in der An-1au^ ben Theaterzetteln 204.10 Mk. —3 tu Besuch 1 Die f Wem* min'stkk ist Frhc.5 schienen ßojiale Sie folgt der C Zum 1 Itilung, dc zulässig daS ihr üb jlibcitii übernehm daß Zwar Teile deS hört, hört^ bezeugunge gemeine He Frhr. polizeiliche A entspreche. Ml Leslrebi Mall.) Ls sei der silh err M die iR' der sozial eine Dam die in eil bestünden, sellschast kommen, schast tei ihr eigen Mgemei An e Play ger Wesenheit versichern Sahetma Seh. Rat Präsident minghaus zialpolitik len, nach ber, tjulb, Lchä Qhefeen.) in ben Tr. L hr eine Mat nachrr Ä eint hier v. Btenlai Tr. Hirsch Lreuzn Nachd snnden hü Referat i für ssra für zuge wies in fe .') In teunchmeii, ist m der rndaer Sie . Kretto ftnrb daß । auf dem < auf i 'ueiltbieieni _ 2ln de ^rgenneis Gieße I Gesc lt9tn von bem W6unj „„ *£ b<ä aus bt ’ JJ d -et. >»d an btt®“'6"'«« Qumann Q1Äe ®e’ bie % ©tunbeM $1 SttftS i“) au ful0*' ä*-> GZ " »an «ni9ra ^t. I°w>- non qe. * 'N« b’Ä uSemembt d°s j>M '' ^""dung bei fe nen ^unbesbrübet nänni^en Verein (a? 2* Oktober mit iche-Leipzig über bas November spricht bann niianbe4; amt9.K. Spiritismus, Sijpnofe R* hm Ms yoloyffyt Aeu. ^Biermer über,D ejen§*; am 16. ^ebnim ^reinigten Staaten von I am 9. März Heri öilhelm Busch für die c größter Humorist in I Herr Otto Beck aut Dieser Tage wurde die mrkung im Großen und i des bereinigten Landes . Zugleich sand dabei Bereinigung gewonnenen ingen, wie dies auch im n sehr in die Höhe. Sie 2500 qm) ausgeschlagen, rr ganz minderwertiges Die vielerseits gehegte nigung eine Entwertung iljo glücklicherweise nicht >nteil hat Itadgefunben. Drahtbericht.) Las eiteilt und heute dem M, 21. Bept. fe arm nahen Hettersloch Geburt zur Welt, näm> Das brüte Ohr M ist munter und geM je Haut an em MusM n bir „6 6yUWbt,tl” Mtn ick ®taWW S m b« ** niemS**'u"6,,, z $ie ®tbld)* 11 > unb , Darmstadt, “»•.-Sui ;°asiEd-iL°^ iNederb°S'"L„Ww ibung Iinbjl fiahren f* n trat Erheiratete, 5'ys-- •£-*r$ K •trt*** »hl der W < Schluß Sun Ae*"6* M. “ sie 3)1«"^ ^ 1 S.N- TS* «Bet««1" S >eseil'g^' c heb in'§ Hess^ Dzig ^ j alte^Kj- auf.^B stnabe tM -n ste'S^', Äu "" M 1 SJstfJ Gerichtssaal. Düsseldorf, 22. Sept. Tas Kriegsgericht verurteilte die Reserveteutnants Karl Hoppe zu einer Woche und Emil Thomas zu zwei Tagen Festung wegen Herausforderung zum Zweikampf auf Pistolen. Die Herausforderung war an einen Kölner Kaufmann ergangen, Ausflugsorte Laubenheim bei Mainz ist durch eine fremde zu Besuch dort weilende Familie der Unterleibs-Typhus auS- gebrochen. Zahlreiche Erkrankungen sind oorgetommcn, von denen vier bereits tätlich verlaufen sind. Gesellschaft für Soziale Reform. (Originalbericht des „Eiest. Anz.") Köln, 22. Sept. Die erste Hauptversammlung der deutschen Sektion der internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz, der Gesellschaft für Soziale Reform wurde heute durch Staatsminister Freiherr v. Berlepsch in dem Zivilkasino eröffnet. Frhr. v. Berlepsch begrüßte die in sehr großer Anzahl erschienenen Mitglieder und Freunde der Gesellschaft für Soziale Reform und legte die Ziele und die bisherigen Erfolge der Gesellschaft bar. Zum Erstaunen der Anwesenden machte er die Mitteilung, daß die Kölner Polizeibehörde es als unzulässig erachtet habe, daß Frl. Helene Simon das ihr übertragene Korreferat über die Herabsetzung der Arbeitszeit für Frauen in der Versammlung übernehme. ES sei ihm von der Behörde mitgeteilt worden, daß zwar Damen als Zuhörerinnen in einem abgeschlossenen Teile des Saales zugelasien werden könnten (bedauerlich, hört, hört!), daß sie sich aber jeder Beifall- oder Mißfallsbezeugungen an den Verhandlungen enthalten müßten (allgemeine Heiterkeit!) *). Frhr. v. Berlepsch führte im Weiteren aus, daß diese polizeiliche Anordnung durchaus den gesetzlichen Bestimmungen entspreche. Um so lebhafter müße daher der Wunsch und bas Bestreben werden, derartige Bestimmungen aufzuheben. (Beifall.) Es seien unhaltbare Zustände, daß in einem Verein, jer sich ernsthaft mit solchen Fragen beschäftigte, mit denen ich bie Regierung beschäftigte, der in denselben Wegen in »er sozialen Reform wandle, wie die Regierung sie gehe, eine Dame nicht sprechen dürfe. Solche Bestimmungen, bie in einem Teil unseres Vaterlandes längst nicht mehr bestünden, zu beseitigen, gehöre zu den Aufgaben der Gesellschaft für soziale Reform. Hoffentlich werde die Zeit kommen, daß Damen an den Verhandlungen der Gesell- chaft teilneymen würden, und daß sie in Fragen, die ihr eigenes Fleisch und Blut betreffen, mitsprechen dürsten. (Allgemeiner und lebhafter Beifall.) An einem reservierten Tisch hatten etwa 6—8 Damen Platz genommen. Die Präsenzliste ergab u. a. die Anwesenheit des Geheimrats Dr. Flügge, Mitglied des Reichs- versicherungsamts Berlin, der Reichstagsabgeordneten Vas, ermann, Roesicke, Dasbach, Dr. Schnitzler, Dr. Hirsch, Veh. Rat Pros. Hugo Brentano, ferner Oberlandesgerichtspräsident Hamm-Köln, Geheimrat Stübben, Professor Wie- minghaus, Generalsekretär Dr. Pieper, hervorragender Sozialpolitiker, Vertreter von Arbeitervereinen, Gewerkschaften, Geistlichen usw. (Von dem h e s s. Zweigverein waren nach der Liste anwesend: Landtagsabg. Dr. Frenay, Dr. Fuld, Schäfer und Reis zu Mainz und Sekretär Schers- -Gießen.) , _ An den ersten Teil des Jahresberichts, der von Pros. Tr. E. Franke-Berlin vorgetragen wurde, schloß sich eine Debatte über den jüngsten Beschluß des Kreuz- nach er Genossenschaftstags bzgl. der Konsumvereine. Hieran beteiligten sich hauptsächlich Geheimrat Pros, v. Brentano und die Reichstagsabgeordneten Roesicke und Dr. Hirsch. Die Mehrheit stimmte darin überein, daß der Lreuznacher Beschluß höchst bedauerlich sei. Nachdem der geschäftliche Teil seine Erledigung gesunden hatte, begann Dr. Pieper- München-Gladbach sein Referat über die Herabsetzung der Arbeitszeit für Frauen und die Erhöhung desSchutzalters jur jugendliche Arbeiter in Fabriken. Referent wies in kernigen Worten nach, wie notwendig die Herabsetzung der Arbeitszeit für Frauen sei. Der Bericht des Frl. Helene Simon wurde, da letztere als Rednerin nicht auftreten konnte, von Professor Dr. E. Franke zu Berlin verlesen. Um I Uhr wurde die Diskussion eröffnet, die sich bis nach 3 Uhr ausdehnte. Die Debatte üb er bie Frauenarbeit, Herabsetzung der Arbeitszeit usw. war eine äußerst lebhafte. Besonders beteiligten sich, außer den anweseiiden Sozialpolitikern und Reichstagsabgeordneten, Arbeitgeber und Vertteter von Arbeitervereinen. Großen Beifall erntete Gispert- München-Gladbach mit seinen Ausführungen. Redner war der Ansicht, man könne nicht fragen, ob die Lage des Arbeiters gegen früher besser geworden sei, sondern man müsse die Lage des Arbeiters vom Standpuntt der heutigen Kultur betrachten. Sämtliche Redner stimmten darin überein, daß die Frauenarbeit thunlichst eingeschränkt werden müsse, insbesondere gehöre die verheiratete Frau nicht in die Fabris, sondern in den Haushalt, in die Familie. Auch die Wohnungsfrage wurde berührt und besprochen. Um halb 4 Uhr schloß Staatsminister Frhr. v. Berlepsch die Versammlung. Hieran reihte sich eine Sitzung des Ausschusses an. Morgen beginnt die Versammlung der internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz, zu der eine Reihe von Regierungen Vertteter gesandt hat. Vermischtes. • Kiel, 23. Sept. Ein mit Urlaubern des russischen Schulschiffes „Ozean" bemanntes Boot wurde gestern abend im hiesigen Hafen von dem Hafendampfer „Podbielski" überrannt und in der Mitte durchschnitten. Die Insassen des russischen Bootes, etwa 40, stürzten ins Wasser. Auf dem voll besetzten Hafendampfer entstand eine Panik und durch die Rufe der erschreckten Augenzeugen aufmerksam gemacht, sandten die Kommandanten der vor Anker liegenden Kriegsschiffe Pinassen zu Hilfe. Auch ließen die Panzer beim Absuchen der Unfallstelle die Scheinwerfer spielen. Ob alle Verunglückten geborgen werden konnten, steht zurzeit noch nicht fest. • Reichenberg, 22. Sept. Ein von Wien hier eingetroffener Luftballon ist bei der Landung explodirt, wodurch 30 Personen verletzt wurden. • Czenstochau, 22. Sept. Bei den letzten antisemitischen Krawallen sind 155 Geschäfte zerstört worden. Der Schaden wird auf 2 Millionen Rubel geschätzt. 'Eine Feuersbrunst. Die „Frkf. Zig." meldet aus Straßburg i. E.: Die in Jllkirch-Grafenstaden gelegene, im Besitze der Aktiengesellschaft vorm. Gebr. Baumann be- sindlichen Jllkir cher Mühlenwerke, die größten Mühlen im Elsaß, sind vergangene Nacht niedergebrannt. In den Mühlenwerken befanden sich 30000 Zentner Weizen und 2500 Zentner Mehl. Der Schaden wird auf l1/, Mill. Mark geschätzt. Als Entstehungsursache des Schadenfeuers wird das Heißlaufen eines Riemens bezeichnet. "Erdbeben. Am Montagmorgen wurde von den zur Beobachtung von Erdbeben im geodätischen Institut auf dem Telegraphenberg bei Potsdam aufgestellten Instrumenten ein sehr starkes Erdbeben angezeigt. Die Erderschütterung des Bodens trat in Potsdam 3 Uhr 01 Min. ein. Erst gegen 8 Uhr konnten sich die Instrumente wieder beruhigen. Die Entfernung de§ Erdbebens dürfte 10 000 Klm. übersteigen. Jetzt meldet eine Depesche aus Guayaquil (Ecuador), daß dott gestern abend ein starker Erdstoß ver- spütt wurde. Und ein Telegramm aus Sydney vom 21. ds. meldet, daß heftige Erdstöße in Victoria und Süd - australien vorgekommen sind. Am heftigsten waren sie in Adelaide, wo die öffentlichen Gebäude schwer beschädigt wurden. Der Leuchtturm am Golf von St. Vincent, Süd- auftralien, ist zerstört. •) In Hessen können die Frauen an den Versammlungen leilnehmen, auch als Rednerinnen austreten l Ter „Gieß. Anz." ft in der bevorzugten trage, das Referat der Frl. Sunon an rüderer Stelle der heutigen Nummer zum Abdruck zu bringen. Bekanntmachung. Freitag den 26. September, nachmittags 3 Uhr beginnend, vird das Obst von den städtischen Aepfel- und Birnbäumen aus dem Stamm am Krofdorser Weg, Wiesecker Weg, Anneröder Weg, auf dem Lutherberg und am alten Stembacher Weg öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft am Krofdorser Weg. An demselben Tag, nachmittags gegen 4 Uhr, werden tm Sürgermeisterechof einige Ccntuer Birne» meistbietend versteigert. Gießen, am 23. September 1902. 6632 Großherzogttche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Gesangverein Gemütlichkeit. Unserem Präsidenten 6613 Hem JchnM Röhmig uni Denen Wgattiil zu ihrer silbernen Hochzeit herzliche Aück- unö LegeMüusche. Die Mitglieder des Gesangvereins Gemütlichkeit. Obst- Versteigerung. Freitag den 26. September, um 1 Uhr anfangenb, joll das Obst der Gemeinde Dors-Gill, bestehend in Aepseln, worunter sehr schönes Tafelobst, versteigett werden. Dorf-Gill, 23. Sept. 1902. Gr. Bürgermeisterei Dorf-Gill. Kuhl. 6635 Abendplatte i/zKkblMllM.ZaserklalltSOKfg. r/zSaha mit Kompott 60 , 1/2 Portion Säostdrote- mit Kompott 60 „ Restauration „Taunus" 661OJ 8 Braudgasse 8. Wkronleiichler, 4flammig, zu verkaufen. [04125 Liebtgstraße 17, I. KMsWNiW Fachschule Gieße». (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) Wir machen hierdurch bekannt, daß während des Winter- Semesters auch wieder ein Damenkursus in Vereinigung mit der Mice-Schule, woselbst auch bie Unterrichtsstunden statt finden, abgehalten wird. Das Schulgeld beträgt für alle Lehrfächer — einfache Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Wechfellehre und Schönschreiben — zusammen 20 Mk. Außerdem ist auch Gelegenheit geboten, Maschinenschreiben zu erlernen, wofür pro Kursus 10 Mk. zu zahlen sind. Anmeldungen können täglich nachmittags von 1 bis 2 Uhr in unserer Schule — Nordanlage 15 — erfolgen. 6622 __Die Schulkomnnsfion. Kaufmännische Fachschule. (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) I. Montag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr beginnt an unserer Schule der Stenographie-Unterricht und zwar ein Kursus für Anfänger und ein Fortbildungs-Kursus. Schulgeld beträgt 6 Mk. TT, Gleichzeitig soll an demselben Tage ein neuer Schreibmaschinen-Kursus eröffnet werden. Schulgeld beträgt 10 Mk. UL Außerdem wird in diesem Winter — beginnend Dienstag, den 7. Oktober, abends 9 Uhr — wieder ein Bortrags-Kursus in einfacher und doppelter Buchführung abgehalten, woran Kommis, selbständige Kaufleute und Herren aus anderen Berufsarten leilnehmen können. Schulgeld beträgt 10 Mk. 6621 Anmeldungen zu ad. I, II und TU können täglich nachmittags von 1 bis 2 Uhr in unserer Schule — Nord- aulage 15 — erfolgen. Die Schulkommisfiou. Familien Nachrichten. Gestorben: Rechtsanwalt Dr. Karl Seibert zu Darmstadt der sich in einem Schreiben an das BezirkSkommando in Barmen beleidigend über Hoppe ausgesprochen batte. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft Berlin, 22. Sept. Bei der 3V, proz. Konstanzer Stadtanleihe, welche heute zum ersten Male an hiesiger Börse gehandelt wurde, stellte sich der Kurs auf^99^rozent^ Ih'Ui'IU' Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 23. Sept. Der „Voss. Ztg." zufolge ist sicher darauf zu rechnen, daß der Entwurf, bett. Rechtsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer im Handelsgewerbe, dem Reichstage in nicht allzulanger Frist vorgelegt wird. — Der erste Kongreß deutscher Agenten tritt in Berlin am 26. und 27. Oktober zu Verhandlungen zusammen. — Ter Herbstlongreß der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft findet in Berlin vom 13. bis 16. Okt. statt. Paris, 23. Sept. Der „Matin" berichtet, daß die bei den französischen Abgeordneten und früheren Minister, welche in der Angelegenheit der italienischen BancaC 0 n- tos kompromittiert seien, der jetzige Finanz-Minister R 0 u v i e r und der Abgeordnete Jules Roche feien. — Aus Angers wird gemeldet: Gestern begab sich, ein Polizei-Kommissar mit 25 Gendarmen nach St. Panne en Mauge, um das Standbild Catelineaus, welches trotz des Verbotes der Regierung errichtet worden war, zu entfernen. Paris, 23. Sept. Der Gutsbesitzer Paul Roy ist auf der Jagd in Chantillon von feiner Gattin aus Versehen erschossen worden. Frau Roy nahm zum ersten Mal an einer Jagd teil. Wien, 23. Sept. Infolge der Untersuchung bei der Länderbank wegen der Defraudation Jellineks sind vier Beamte vom Dienst suspendiert worden. Das Verbot des Börsenspiels für Bankbeamte soll an allen Wiener Banken in verschärfter Weise publiziett werden. Karlsbad, 23. Sept. Der Ausschuß des Naturforscher- und Aerzte-Kongresses beschloß, der Geschäftsführung als nächsten Bersammlungsott Kassel vorzuschlagen. Bozen, 23. Septbr. Heute wurde die Leiche des Dr. Curt Leisse aus Dilisburg, der auf dem Seekogel verunglückte, im Grasleitenkessel gefu.nden. Budapest, 23. Sept. Der als Jagdgast beim Grafen Zichy auf dem Gute Scant-Jvanie weilende russische Großfürst Constantinowitsch schoß während einer Jagd fünf Treiber an. Petersburg, 23. Sept. Tas Militärgericht rean> teilte die beiden Soldaten, welche den Stabs-Kapitän von Babenko und dessen Gattin ermordet hatten, zum Tode durch den Strang. Petersburg, 23. Sept. Das Befinden der Zarin ist gegenwärtig vortrefflich. Die Leibärzte sind der festen lleberzeugung, daß der Vorfall von keinerlei Folgen begleitet sein wird. Me Meldungen über eine eingebildete Schwangerschaft der Zarin beruhen auf Er- findung. Telephonischer Kursberichte .Frankfurt a. Jle, 23. September 1802. 87e% Reichsanleihe . . 102.10 3"/o do. ... 92.25 3»/,o/o Konsole .... 101.05 30/0 do.....92.00 3*/2% Hessen .... 100.10 3% Oberhessen . . . 99.70 4% Oesterr. Goldrente . . 103.40 4‘/,% Oesterr. Biiberrente 101.35 4% Ungar. Goldrente . . 101.40 4% Italien. Rente . . . 103.05 4Va% Portugiesen . . . 49.20 d°/ Portugiesen. .... 80.80 1% C. Türken .... 28.85 Türkenloee......122.80 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.20 4*/,% äussere Argentiner —.— 8% Mexikaner .... 26.60 4*/a7o Chinesen .... 92.00 Electric, bobuckert . . . 83.70 Nordd. Lloyd . . . . 107.50 Kreditaktien.....216.70 Diskonto-Kommandit. , . 188.20 Darmstädter Bank . . . 137.20 Dresdener Bank .... 143.30 Berliner Handelsges. . . 157.50 Oesterr. Staatsbahn . , . 154.10 Lombarden ..... 20.50 Gotthardbahn ..... 177.80 Laurahütte ...... 204.20 Bochum.......184.60 Harpener......169.00 Tendenz: still. Räumungs-Ausverkauf Wegen bevorstehender Verlegung meines Geschäftes nach Seltersweg 56 verkaufe mein großes Lager in etngerahmten Wen» paffend zu Kochzeits- und Hetegeny«ttsgescheuäerr zu bedeutend ermäßigten Preisen. Otto Hochstätten Kunsthandlung, owe Bahnhofstraße 29. Kieler Sprotten und Bücklinge soeben frisch eingetroffen. [6615 €rg. Adami, _______________Frankfurterstr. 9. I! Achtung!! Kammerjäger Fr. Schufen ist da zur Vertilgung von Ratten,Mäuse,Schwaben,Wanzen, Ameisen. Radikale Ausrottung. Sicheres Mittel gegen Garten- Ungeziefer. Bestellungen erbet, in der Exped. d. Bl. 04133 041211 Frau empf. sich im Waschen und Putzen. Brandplatz 12. 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