Nr. 197 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffischeu Landwirt die Siegener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße». Ferusprrchanschlnß Nr. 51. Zweites Blatt. ISS. Jahrgang Samstag Ä3. August LSVS GietzenerAnzeiger General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VezugSpretö: monatlich7b Ps., viertel« jährlich Mk. 2L0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk. 2.-viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr, ZetlenpreiS: lokal 12Pf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den oolil. u. allgem. Leil: P. Wittko; sür ,©tabt und Land" und .GerichtssaaC: Curt Plato; sür den Anzeigenteil: HanS Beck. Aie heutige Kummer umfaßt 14 Seiten. -■ ■■■"'■ J_____ ü— Volttische Tagesschau. Auch ein „Fall Lohning". Unter dieser Ueberschrift wird dem „Vorwärts" folgendes Geschichtchen erzählt: Auf dem Gymnasium meiner kleinen mitteldeutschen Heimatstadt genossen wir in den Oberklassen den Unterricht einer markigen und knorrigen Persönlichkeit, des Professors W. Dieser Professor W-, dessen Kvrperkrast durch die Strapazen von zwei Feldzügen wenn auch nicht gebrochen, so doch erschüttert worden war, erkrankte einmal auf einer Reise in ziemlich abgelegener Gegend lebensgefährlich Nach dem Urteile der Aerzte hatte er seine Rettung nur der hingebenden Sorgfalt und aufopferungsvollen Gewissenhaftigkeit einer Krankenpflegerin zu danken. In der Zeit einer langsamen und oft durch kleine Rückfälle wieder in Frage gestellten Genesung hatten sich allmählich zwischen dem Gelehrten und seiner Pflegerin, die ein schlichtes Kind aus dem Volke war, Gefühle entwickelt, die über Dankbarkeit und Freundschaft sehr bald hinweggingen. Professor W. hatte die Ueberzeugung gewonnen, in diesem Mädchen das Glück seines Lebens gesunden zu haben. Der schonen Hoffnung, das geliebte Atädchen, seine Retterin, eines Tages als sein Weib heimführen zu können, stellten sich indessen mannigfache Schwierigkeiten und Jntriguen — siehe Fall Löhning! — entgegen. Um die Sache aufs Bregen oder Brechen zu stellen, fuhr deshalb W'. eines Tages kurz entschlossen mit seiner Braut nach dem damals noch englischen Helgoland und lieh sich dort trauen. Bleiches Entsetzen in allen Philisterkreifen! ( Die Mütter aller sitzengebliebenen „Heiratsfähigen", die langoenährte stille Hoffnungen mit einem Schlage vereitelt sahen, fauchten vor Wut und ließen an „der Person", die den guten W. doch ganz offenbar nur durch Teufelskünste verführt haben konnte, kein gutes Haar. Der Plan deS Rachefeldzuges war bald entworfen, und es stand schon vor der Rückkehr W.s von seiner Hochzeitsreise fest, daß, er gesellschaftlich geboykottet werden müsse. Den Gesch spielte in dieser Geschichte ein Oberlehrer F., Leutnant der Reserve, der die „peinliche Angelegenheit" in Gegenwart des Ministerialdezernenten vor versammeltem Lehrerkollegium der Anstalt zur Sprache brachte und seine Rede mit den fulminanten Worten schloß: „Und so glaube ich denn, meine Herren, daß leider ein Zusammenwirken mit dem sonst so überaus verehrten Herrn Kollegen W. nicht mehr möglich sein wird-" — Als er dies gesagt hatte, da erhob sich besagter Ministerialrat zu den ganz ruhig unD langsam herausgebrachten Worten: „Nun ja, Sperr F., dann steht ja Ihrem Austritt aus dem Lehrerkollegium gar nichts im Wege!" Der Ministerialrat ist längst tot, auch Professor W. hat nur noch wenige glückliche Jahre an der Seite seiner- liebenswürdigen und trefflichen Frau leben dürfen; Herr F. aber zog damals seiner Wege. Wenn ich nicht irre nach — Preußen! Franz Sigel f. Nach einem Newyorker Telegramm ist ein alter Achtundvierziger, Franz Sigel, dieser Tage dort gestorben. Er hat ein Alter von nahezu 78 Jahren erreicht. Zu Sinsheim in Baden geboren, trat er 1844 als Leutnant in ein badisches Infanterie-Regiment ein, nahm aber drei Jahre später seinen Abschied, um sich an der Universität Heidelberg juristischen Studien zu widmen. 1848 beteiligte er sich an dem Hecker'schen Ausstand, und als dann die Revolution ausbrach, ernannte ihn die provisorische Regierung zum KriegsMlnister und zum Kommandanten ihrer Armee. Er sollte nach einem Plane RaveauL' die hessischen Truppen, die an der Bergstraße standen, in Der Front angreifen, während Vtenker und Zitz mit den pfälzischen und rheinhessischen Insurgenten bei Worms den Rhein überschreiten und den Hessen in den Rücken fallen sollten. Man hoffte, nach der Besiegung der hessischen Truppen das hessische Volk zur Erhebung zu bringen unb dann nach Frankfurt zu marschieren, um dort die deutsche Republik zu proklamieren. Sigel überschritt am 30. Mai 1849 die hessische Grenze und bald kam cs zwischen Hessen und Badensern bei He p p e n h e i irt zu einem Gefecht- In der Nähe von Laudenbach wollten die Badenser mit einer Schwadron Dragoner zwei hessische Geschütze stürmen, gerieten aber derart unter Kartätschen- und Gewehrseuer, daß sie in wilder Flucht umkehrten und sich teilweise bis Weinheim zurückzogcn. Die Hessen erhielten dann noch von Erbach her Verstärkung und der Kampf ging zu ihren Gunsten aus. Die Badenser mußten sich zum Neckar zurückziehen, und Brentano, der im Auftrage der provisorischen Negierung die Ursachen der Niederlage zu untersuchen hatte, .verfügte die Absetzung Sigels. Letzrerer konnte sich zwar nachträglich rechtserrigen, blieb Kriegsminisier und bemühte sich. Die Armee zu reorganisieren, aber Oberbefehlshaber wurde der Pole Mie- roslawski. Unter diesem wurde Sigel Abteilungsführer. Als dann die Reichsarmee über Fürth in den Odenwald drang und die Preußen in der Pfalz nach, Süden vorrückten, mußten sich die VaDeuser vom Neckar zurückziehen. Nwich Dem Revolntionsjahre ging Sigel nach Amerika. ^Er wurde Kaufmann und dann Lehrer. Beim Ausbruch des «ezcsslvns- krieges sammelte er eine deutsche Fremdenlegion, kümpste in Missouri und wurde 1861 nach General Lyons Tode dessen Nachfolger. 1862 zeichnete er sich bei Pea-Rckge als Brigade-Kommandeur aus. Im Juni des! ebben Jahres wurde er Kommandeur eines Armeekorps. 1864 hatte er jedoch bei New-Market einen Mißerfolg zu verzeichnen, der ihn bewog, im folgenden Jahre den Abschied zu nehmen. Eine Zeit lang war er dann Redakteur und später städtischer Beamter in Newyork. Siegel hat Übrigens eine Geschichte der Revolution von 1848 geschrieben, die gegenwärtig in Deutschland gedruckt wird. Kolonialpost. Wirkungen und Lehren Der Ermordung der Frau Wolfs. Aus Herbertshöhe wird Der „Welttorr." geschrieben: Der erbittertste Weißenfeind und eingefleischteste Kannibale, der Häuptling T o w a g t r a, Der eine bedeutende Rolle bei der Ermordung der Frau Wolff spielte, ist von einem farbigen Polizei- jungen erschossen worden. Als ihn fein wohlverdientes Los in Gestalt einer Mausergewehrkugel erreichte, soll er auf dem Kopfe eines Riffs gestanden haben. Obwohl nicht tätlich verwundet, stürzte er doch über den Abhang hinunter. Dem herzueilenden Polizeisoldaten brachte er vermittels eines kräftigen Steinwurfes eine nicht unerhebliche Verletzung im Gesichte bei. Dann führte der farbige Soldat Den tätlichen Streich, indem er mit dem Seitengewehr seinen Kopf abhieb, der gleicherweise wie der Kopf des Tokilang nach Herbertshöhe gebracht wurde und dort noch in Alkohol liegt. Ern anoerer Anstifter und Teilnehmer namens Tul befrndet sich zur Zeit in Untersuchungshaft, und es ist wohl als sicher anzunehmen, daß Über ihn Das Todesurteil gefällt werden wird. Die Paparatawaleute sind wieder auf ihre heimatlichen Plätze zurückgelehrt und werden die ihnen erteilte Lektion nicht so rasch aus dem Gedächtnis verlieren. Außerdem hat man schon an Der Errichtung einer permanenten Regierungs- ftation am Varzin begonnen, und Der Wegebau ins Innere loll energisch betrieben werden. Damit ist wohl im wesentlichen Der Friede in Zukunft in der Gegerrd des Barzins tVnnakokor) gesichert. Der bedauernswerte Vorfall wird leider unserer jungen, hoffnungsvollen und rasch empor- sttebenden Kolonie viel Eintrag thun. Eine Mahnung, und zwar eine ernste und laute, ergeht durch derartige Vorkommnisse an alle Msiedler und solche, die es werden wollen, nämlich die: Aeußerst vorsichtig int Verkehr mit Den wenig vcrtrauenswürDigen Eingeborenen zu fein und sich größter Sorgfalt bei Abschluß von Land- kaufverträgen oder Benutzung von Plätzen, Die von Eingeborenen geeignet unD bewohnt werben, zu befleißigen. — Von Neu-Mecklenburg bat man weitere Kohlenproben behufs Feststellung ihres Wertes oder Unwertes nach Her- bertshöhe gebracht. Heer und Flotte. Gießen, 22. Aug. Eine Aenderung drs Exerzier-Reglements für die Infanterie hat Den Kaiser neulich auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow angeordnet. Es handelt sich um den Platz der Fahne. Bei Der Entwicklung zum Gefecht verbleibt die Fahne bei Der Kompagnie, bei Der sie sich befindet. Wird die Kompagnie in Gefecht gesetzt, so geht die Fahne mit in die Feuerlinie, doch muß unter allen Umständen eine Abteilung bei der Fahne bleiben. Berlin, 22. Aug. Ter Transportdampfer „Pisa" bat mit 31 Offizieren, 961 Unteroffizieren und Mannschaften am 20. August ab Taku die Heimreise angetreten. — Admiral v. Tiederichs, Cbef des Admiralstabes der TOtarir" u[t unter Stellung a la suite des See- offizierkvrps zinis 0D^üf^tisn 3stellt, Vizeadmiral Büchsel, Diry qema? allgemeinen Marinedepartements, zum Chef de iral stab es der Marine ernannt worde" Potsd -----Oberst v. Ziegler, Kommandeur der h ule, der im vergangenen Jahre während df lland bei einem Automobilunfall schiU\.L VVMvy- ------e, ist heute nachmittag an Blinddarmentzündung gestorben. Insterburg, 22. Aug. Tie „Ostb. Volksztg." sagt in einem Artikel, betitelt: „Tie G u m b i n n e r Abschieds- feier für Oberleutnant Hildebrandt und die Generäle": Sie fei in der Lage, mitteilen zu können, Daß Untersuchung eingetcitet und mit aller Strenge ohne Ansehen der Person Durchgesührt werden würde. Tie beiden Jnsterburger Generalmajore, Willich, genannt von Poell- nitz, und Gronau, werden mit der Gumbinner Kundgebung in Verbindung gebracht. Ties sei nur dadurch möglich geworden, daß zahlreiche Blätter zwei räumlich und zeitlich ganz verschiedene Abschiedsfciern zusammenwarfen. Am 7. August verabschiedeten sich die Jnsterburger Artillerieoffiziere im Kasino im Deutschen kaufe zu Insterburg von ihrem bisherigen Kameraden/ Diese Abschiedsseier hatte einen überaus ernsten, feierlichen Charakter. Tie Reden waren durchaus würdig gehalten. Es wurde kein Lied gesungen, und die sonst übliche Tafelmusik unrerblieb. An dieser Abschiedsseier nahmen Die Generalmajore v. Poellnitz und Gronau teil. In Dieser Weise Dem scheiDenden Kameraden Lebewohl zu sagen, entsprach im vorliegenDen Zulle durchaus den überlieferten Pflichten. Am 9. August, also zwei Tage später, sand jene zweite nur in n i ch t m i l i tä r i s che n Kreisen peinlich empfundene Ab f chi e d s!f e i e r zu Gumbinnen statt, an Der weder die Jn,:erburger Brigadekommandeure noch Der Gumbinner Generalmajor Stamm teilnahmen. . Bremen, 22. Aug. Zu Ehren Des Prinzen Albrecht von Preußen sand heute im Rathaus ein vom Senat ver- an statt et es Festmahl statt. ____________ Gutachten über Kartelle. Auf Veraniaffung des hessischen Ministeriums Des Innern hat Die Handelskammer Offenbach ein Gutachten über die Kartelle abgegeben, in dem sie versucht, Den schwierigen Gegenstand objektiv zu erörtern. Das Gutachten hebt hervor, Daß es sich bei Kartellverabredungen nickt blos um Die Vereinbarung von MinDestpreisen oder lediglich um solche handle, sondern sehr häufig auch allein oder gleichzeitig um Die Abwehr von ungünstigen oder gar unwürdigen Lieferungsbedingungen, sei es hinsichtlich übertriebener Ausdehnung der Kreditfristen, oder hinsichtlich der Gewährung von zu weitgehenden Garantien in Bezug auf Die Leistungsfähigkeit gelieferter Maschinen, Maschinenteile, Apparate usw., oder hinsichtlich Der Zuwendung von Vergünstigungen an Angestellte Der Kundschaft, und dgl. Andererseits betraf das Gutachten den rücksichtslosen Kampf der Kartelle gegen Die „Außenseiter". Uns sind Fälle bekannt, in welchen der Kundschaft der Außenseiter von Den Mitgliedern des betreffenden Verbandes, wohl für gemeinsame Rechnung, Angebote zu für die Lieferanten verlustbringenden Preisen gemacht oder sonstige weitgehende Vergünstigungen gewährt wurden, um auf diese Weise die Außenseiter für Den Anschluß an Den VerbanD mürbe zu machen. Dagegen kann unseres Erachtens, die Sache lediglich vom Rechtsstandpuntt auSi betrautet, nichts eingewendet werden, da diese Kampsesart sich nur gesetzlich erlaubter und mit der Gewerbefreiheit oereinbarltcher Mittel bedient. Auch dagegen wird man vorn Rechtsstandpunkte aus nichts einwenden können, daß ein Verband für Ganzfabrikate mit dem Verband seiner Halbfabrikat- oder Roystosf-Lieseranten einen Vertrag abschließt, nach welchem den Außenseitern des Ersteren von Letzterem höhere Preise als den Mitgliedern des Ersteren zu berechnen sind. Wir halten es aber für einen gesetzlich allerdings nicht zu hindernden Eingriff in die Gewerbe- sreiheit, wenn solche Verbände sich verpflichten oder sichern, daß Außenseitern oder neu entstehendem Wettbewerb überhaupt nicht geliefert werden soll. Eine Beschränkung der Gewerbefreiheit erblickt das Gutachten ferner in der Ausbildung Der gemeinsamen Verkaufsstellen, sofern damit eine Beschränkung Der Gütererzeugung und Der Güter ab gäbe, sowie eine Verteilung Der Gesamtlieferung nach festen, nicht überschreitbaren Anteilen vOcknüpft ist. Während einerseits für Die Mitglieder eines solchen VerbanDes der freie Wettbewerb um Die Kundschaft vollständig beseitigt, die Gewerbefreiheit von Denselben also, allerdings freuvillig, vollständig aufgegeben wird, ist andererseits die Kundschaft Durchaus in Die Hände der Vereinbarung gegeben. Erstere hat weder einen Einfluß aus Die Bestimmung der Bezugsquelle noch sonst eine Möglichkeit, sich die für ihren Betrieb erforderlichen Halbfabrikate oder Rohstoffe jederzeit in der Beschaffenheit und Menge zu sichern, wie sie solche für erforderlich hält. Wir halten Dies für einen Eingriff in die Gewerbesreiheit anderer, der zu berechtigter llnzufriedenheit schon recht vielen Anlaß gegeben hat. Es sind uns in den letzten Jahren viele Fälle bekannt geworden, in welchen Firmen unseres Bezirkes unD auswärtige Unternehmer nicht in Der Lage waren, sich bd» spielsweise Die für Die Wetterführung ihres Betriebes er» forDerlichen Kohlenmengen am freien Markte zu verschaffen. Von ihren Lieferanten, welche erklärten, in ihren Bezügen seitens Des Kohlensyndikates beschränkt worDen zu sein, im Stiche gelassen, wenDeten sie sich an Letzteres, wurden aber von Diesem an den Großhandel verwiesen, welcher indessen die Abgabe entweder gleichfalls wegen Mangels freier Mengen ablehnte, ober aber für dieselbe Preise forderte, die man geradezu als wucherisch bezeichnen mußte. Mehrfach sind in unserem Bezirke und in der Nähe Desselben Betrrebseinstellungen nur Dadurch verhindert worden, daß den betreffenden Unternehmern von anderen Unternehmern leihweise ausgeholfen wurde. Die Gefahr, die in der billigeren Lieferung an DaS Ausland für die weiterverarbeitenden einheimischen Industrien liegt, verkennt das Gutachten nicht. Das Schlußresultat ihrer Betrachtung faßt die Offenbacher Handelskammer wie folgt zusammen: Unter solchen Umständen halten wir jede staatsseitige Förderung solcher Vereinbarungen für bedenklich; insbesondere sollten den betreffenden Erwerbszweigen für ihre Versendungen ins Ausland keinerlei Vergünstigungen, sei es durch Zoll- oder Steuerrückvergütung oder sei es auf tarifarischem Gebiete, gewährt und ihnen Der Kampf gegen den ausländischen Wettbewerb auf dem deutschen Markt nicht durch hoyen Zollschutz erleichtert werden. Allgemein giltige Festsetzungen in Der Gesetzgebung in Dieser Beziehung sind wohl kaum angängig; es muß vielmehr von Fall zu Fall Stellung genommen werden. Es kann deshalb auch nicht befürwortet werden, daß beispielsweise von vornherein im Zolltarif die Zölle entsprechend bemessen werden; Doch Dürfte es unseres Erachtens der Erwägung wert sein, ob eS nicht angebracht erscheint, im Zolltarifgesetz eine Bestimmung Platz greifen za lassen, nach welcher Der BunDesrat, unter Zustimmung oDer unter Vorbehalt Der e.uijouuiß Der Genehmigung Dl» Reichstages bei feiner nächsten Tagung ermächtigt roirD, Die Zölle für Waren, welche durch Vereinbarung der beteiligten Lieferanten künstlich im Preise erhöht oder hochgehatten werden, aufzuheben oder herabzusetzen. Interessant i)i noch Die Bemerkung, warum das Gutachten nicht mit namentlichen Angaben Dient: „Die Macht der sogenannten Syndikate ist so groß und das Mißtrauen gegen den Gebrauch, welchen sie unter Umständen von ihrer Macht machen, so start, daß die auf ihre Lieferungen angewiesenen UntenicI)m^q^i0dytlid) der Bekanntgabe ihrer einschlägigen Kennug [4001 ;r ihrer im Geschäfts-Verkehr mit Den BerbändeiH g chten Erfahrungen äußerst vorsichtig sind." (Frkf. Ztg") Aus Stadt und Kaud. Gießen, den 23. August 1902. ** Mikitürdien stnLchrichten. Versetzt: Stephan, Lt. der Landw.-Jnf. 1. Aufgebots (Brieg), zu den Res. Offizieren des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, Bidenz, Hauptnr. der Lcuidw.-Jn.f. L Aufgebots (Molsheim), zu den. Res.-Ofsizieren des 6. Bad. Jnf.-RegtS. Kaiser Friedrich UL Nr. 114; der Abschied bewilligt: Berger, Lt der Res. des Juf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl Hessisches- Nr. 116 Franken- Perg u. Ludwigsdorf, Haupün. der Landw.-Jnf. 2. Aufgebots (I Darmstadt), mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 1. Großh. Hess. Ins. (Leibgarde-) Regts. Nr. 115. ** Wichtig für Eiseub a b n r eis end e. Zu § 25 oer Eisenbahn-Berkebrsordnung (Fahrtunterbrechung^ ist soeben für das reisende Publikum eine sehr wichtige Zusatz- besümmung erlassen worden: „Auf Rundreisekarten, die eine geschlossene Rundreise umfassen, ist eine zweimalige Fahrtunterbrechung gegen Bescheinigung durch den Stationsvorsteher zulässig. Ist die Rundreise durch eine Strecke unterbrochen, aus der der Reisende für seine Wetterbe- sörderung selbst zu sorgen hat, so ist auf jeder der beiden getrennten Eisenbahnstrecten eine einmalige Fahrtunterbrechung gegen Bescheinigung zulässig. Zur Unterbrechung der Fahrt auf den den Rundreisekarten aufgedruckten Ausent- haltsstationen bedarf es einer Bestätigung nicht." * Lorsdach (Nassau), 22. Aug. Als gestern vormittag nach 8 Uhr ein hiesiger Führwertsbesitzer sich mitten im Geleise der Eisenbahnlinie Frankfurt-Limburg befand, wurden plötzlich die Schranken, die von einem entfernten Wärter bedient werden, welcher den Bahnübergang wegen einer Kurve nicht übersehen kann, geschlossen. Alle Be- mühungeil des Fuhrmanns, fein Gefährt in Sicherheit zu bringen, scheiterten, und der heranbrausende Schnellzug Nr. 21 Frankfurt-Limburg erfaßte das Fuhrwerk, baS total zertrümmert wurde. Beide Pferde wie auch der Fuhrmann wurden in einen Graben geschleudert, blieben jedoch unverletzt. * Homburg, 22. Äug. Der Kaiser befahl die Ausführung eines Hessendenkmals, das die städtischen Körperschaften. seinerzeit wegen der Größe abgelehnt hatten, aus seine eigenen Kosten und teilte dies dem Oberbürgermeister und dem Landrat mit. Lorsch, 21. Aug. Der „Frkf. Ztg." wird geschirieben: Ter HistorischeVereiufürdaSGroßherzogtum Hessen hat in jüngster Zeit wieder Ausgrabungen innerhalb des Klosters Lorsch vornehmen lassen, immer noch in der Hoffnung, den Sarg des im Kloster bestatteten -Karolinger-Königs „Ludwig des Deutschen" zu Tag fördern zu können. Man hat früher wohl Steinsärge aus jener Zeit gefunden, von denen man nicht weiß, wer darin begraben worden war, bei denen aber sicher erscheint, daß in ihnen der genannte König nicht bestattet wurde. Bei den neueren Ausgrabungen im zttosterbezirk wurde wieder kein Sarg gefunden, wohl aber in der Kirche die Grundmauern eines inneren. Anbaues, der möglicherweise der Beisetzung von Särgen diente. Gegenstände, die einen Schluß auf die frühere Bestimmung des Baues zuließen, wurden nicht gefunden. Von Interesse sind die römischen Funde, die innerhalb des Klosterbezirks gemacht wurden und als Beweis gelten müssen, daß schon in römischer Zeit hüM Bauten standen. — Auf der Juhöhe, dem Gebirgssattel zwischen der Bergstraße und dem Weschnitzthal, wo man schon vor Jahren vorgeschichtliche Gräber gefunden hatte, hat man jetzt auch die dazu gehörigen Ansiedelungsstatten der damaligen Bewohner gefunden. Vermischtes. * Berlin, 22. Aug. Tie von der Gesellschaft des Roten Kreuzes unter der Aegide der Kaiserin für die Opfer der Katastrophe auf Martinique ver- anstaltete Sammlung beträgt 71340 Francs. Dieser Betrag wurde der französischen Regierung übermittelt. * Hamburg, 22. Aug. Heute morgen um 4 Uhr drangen Einbrecher in das in der Eckensördersttaße gelegene Hotel St. Paulihof. Infolge des von ihnen gemachten 'Lärms erwachte der dreißigjährige Hausdiener und wurde von den Einbrechern überfallen und durch Messerstiche getötet. Die Mörder konnten unentdeckt entfliehen. ♦ München, 22. Aug. Der früh 8 Uhr von München über Nürnberg-Berlin fahrende D-Zug stieß heute in der Station Weißenburg am Sand auf einen dort stehenden Güterzug. Der Materialschaden ist nicht unerheblich. Verletzt wurde von den Reisenden niemand. Vom Zugpersonal wurde eine Dienstfran nicht lebensgefährlich verwundet. ♦ Rochefort, 22. Aug. Als heute vormittag der Kreuzer „Tnpleix" zu llebungen abdampfen wollte, kam der Kessel zu Schaden. Sechs Manu erlitten Brandwunden, zwei davon erhebliche. * Kaiser Wilhelm über Pariser Damenmoden. Dem ,/Francais" zufolge machte Kaiser Wilhelm bei seiner Anwesenheit auf der „Ariadne" Madame Waldeck- Rousseau Komplimente über ihre Toilette, sprach von seinen Pariser Erinnerungen und fragte unter anderem, ob das Modemagazin, das er aus den Fenstern des,Hobel Mira- beau", Rue de la Paix, sah, immer noch Nummer eins fei. Frau Waldeck-Rousseau verneinte dies. „Also Vieux jeu", bemerkte der Kaiser lächelnd und fügte hinzu, daß unter alten Modeschöpfungen der letzten Jahre die Prinzeß- robe chm am besten gefalle. „Nicht jede Dame", bemerkte Frau Waldeck-Rousseau, ,chesitzt den Vorzug, in solcher Corsage gut auszusehen." — „O, die Kaiserin", warf der Kaiser lebhaft ein, „sieht in der Prinzeßrobe vorzüglich aus." * Aus den Alpen. Tie Leiche des bei einer Besteigung des Seekofels verunglückten Kapuziners Pater Edmund Buchetmann wurde von 10 Führern geborgen. Der Pater hatte die Bergtour am Dienstag in Kutte und Sandalen unternommen; er wurde mit zerschmettertem Schädel und mehrfach gebrochenen Füßen aufgefunden. Ter Pater entstammt einer vornehmen Münchener Familie. — Tie beiden Brüder Fearon, welche am Dienstag von Grindelwald aus mit den Führern Samuel Brawand und Fritz Bohren das Wetterhorn bestiegen, sind verunglückt. Tie nach den Vermißten ausgesandte Expeditton fand den einen der Brüder und den Führer Brawand tot vom Blitz erschlagen. Fearons Bruder und der Führer Bohren, von denen noch keine Spur gefunden wurde, sind vermutlich abgestürzt. — Zwischen Naßfe 1 s und Poeggstein ging eine Steinlawine nieder und verschüttete zwei Wagen, die gerade die Sttaße passierten. Ein junger Mann wurde dadurch getötet, eine Dame aus Gastein schjwer verletzb — Unweit Bozen wurde der seit März vermißte Augenarzt Löschmann aus Menstein als Leiche ge- funden. Kunst und Wissenschaft — Der bekannte „Cavalleria"-Komponist M a s c a g n i ist seiner Direktorstelle am Konservatorium in Pesaro enthoben worden. Der Präsident des Verwaltungsrats des Konservatoriums, Professor Modi, bezeichnet den Maestro als vollständigen Neurastheniker, der von Verfolgungs- und Größenwahn heimgesuchl sei und das berühmte Konservatorium an den Rand des Bankrotts gebracht habe, lltiernanb bestreite Mascagnis Künstlergenie, aber sein Charakter sei ganz unmöglich. Sieben Jahre lang habe sich Pesaro von Mascagni beleidigen und provozieren lasten, bis es endlich Justiz übte. Pesaro, das den Maestro auch hinter den Kulissen kenne, atme nunmehr förmlich auf. Das Lehrerpersonal wie die Behörden habe er wie Schuljungen behanbelt; er habe keinen Menschen, der nicht vor ihm im Staube kroch, in Riche gelassen, kurz, er habe die ganze Stadt in unerhötter Weise lerrott- siert. Darum stände auch bei aller Achtung vor feinem künstlerischen Können heute, von den StudeMen abgesehen, kein halbes Dutzend Leute auf Mascagnis Seite. Mascagni hat übrigens aus dem gleichnamigen Roman von Hall Caine eine Oper „The eternal City“ sertiggestellt. Die Oper spiüt in Rom. Die erste Aufführung soll schon im September gleichzeitig in London und New-Dork stattsinden. Universitäts-Nachrichten. Bon dcu medizinischen Fatultätcn des Deutschen Reichs wurden im Winterhalbjahre 1901/02 550 D o k t o r p r o m o t i o- neu vollzogen. Arn meisten Promotionen, 73, fanden in München statt. Es folgten Leipzig mit 68 und Kiel mit 67 Promotionen. Je 31 Promotionen wurden in Berlin, Breslau und Würzburg vollzogen. Anzuschließen sind: Sttaßburg mit 28 Promotionen, Greifswald mit 26, Bonn und Halle mit je 24, Königsberg mit 21, Freiburg mis 19, Tübingen nut 17, Jena mit 16, Rostock und Göttingen mit je 15, Erlangen mit 14, Nürnberg mit 12, Gießen mit 1L Die Mindestzahl der Promotionen, 7, hatte Heidelberg. — Einer Zusammenstellung der Frequenz an den österreichischen Universitäten im Sommeriemester 1902 ist zu entnehmen, daß an den acht Hochschulen, welche in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern bestehen,insgesamt 16 584 Hörer inskribiert waren. Davon gehörten 1138 Studierende den theologischen, 8658 den rechts- und staatswifsenschastlichen, 2470 den medizinischen und 4318 den philosophischen Fakultäten an. In den genannten Ziffern sind sowohl die ordentlichen als auch die außerordeMlichen Hörer und die Hospitanten inbegriffen. Dem weiblichen Geschlechte gehörten an den juristischen Fakultäten 29 (alle in Graz), an den medizinischen Fakultäten 11 (nämlich 2 in Prag und 9 in Krakau) und an den philosophischen Fakultäten aller acht Universitäten 327 Hörerinnen und Hospitantinnen an. — Wie die »Neue Polit. Korresp." mitteilt, hat der Oberpräsident der Provinz Posen schriftlich angeordnet, daß diejenigen Slubenlen aller Fakultäten, die von ihm ein Stipendium beziehen, außer der Verpsiichtung, nach dem Swdium 5 Jahre in der Provinz Posen zu wirken, noch die Verpflichtung übernehmen müssen, die polnische Sprache zu lernen. Landwirtschaft. 0 Aus der südlichen Wctterau, 21. Aug. Hier hat man bereits begonnen, Oie Lpätkartosseln auszumachen. Dieselben stehen gegenwärtig hoch im Preise, der Doppelzentner wird mit 4 Alk. bezahlt. Tie Kartoffeln gehen aus der Bahn oder per Wagen nach Frankfurt. Auch die Frühkartoffeln standen anfangs sehr hoch un Preise und leiteten in erster Zeit bis zu 8Mk. per Doppelzentner. Wenn auch die Herbstkartoffel in der Quantität gegen die vorjährige Ernte zurückbleibt, so ist bamr ihre Qualität um so besser. Daß die Kartoffelpreise so hoch und, hat wohl einen zweifachen Grund: erstens faulten die vorjährigen Kartoffeln zu febr und zweitens sind die Frühkartoffeln infolge der Trockenheit sehr klein geblieben. — Von dem Futtermangel, übet den aus anderen Gegenden geklagt wird, hat man in der Wetterau weniger gemerkt. — Ter Weizen kostet gegenroärtig 15.50 Alk. der Zentner, alter Hafer 18—19 Alk. Sport. X Gießen, 20. Aug. Einen wirklich stichsicheren Pneu hat ein Franzose erfunden. So einfach wie genial i|t feine Idee! Zwischen verschiedene Leinwandlagen wird Gummi eingebracht und einer seitlichen Pressung ausgesetzt, sodaß bei dem fertigen Reifen der Gummi von öen verschiedenen leinwandlagen am seitlichen Expandieren gehindert wird, sich also in einem Zustande der Zu- samnienpressung befinbet Wird em solcher Pneu punktiert, so schließt sogleich beim Herausziehen des stechenden oder schneidenden Körpers die eigene Pressung un Gummi das Loch. Die Versuche mit solchen Pneus haben vollkommen befriedigende Ergebnisse gezeitigt. (Patentbureau Rerchau u. Schilling, Berlin, 7.) Eisenbahn Zeitung. Berlin, 22. Aug. Nachdem die schon vor einiger Zeit bd der Staatselfenbahiwerwaltung, eingeführlen Arbeits-Aus- gl e i ch st e 11 e n sich als zweckentsprechend erroiefen haben, sind nach einer neueren Anweisung des Eisenbahnministeriums die mit dieser Einrichtung gemachten Versuche sottzusetzen. Die Eifeubahn- bireftionen, bie Äusgleichstellen bisher nicht errichteten, Haven diese Frage erneut zu prüfen und nötigenfalls nut der Einrichtung solcher Stellen vorzugehen. Hochfeine, stilvolle l Hof-Möbelfabrik und ■™ * i ■ j Kaostseh reinere! von Einrichtungen | ää 758 Etablissement allerersten Ranges. Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtung« Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion. JUIMAANNIA-JEIFE 1603 Warnung! Die meisten Nachahmungen von Dr. Hommela Haematogen werden, um das D. K. P. 2io. bl,3yi zu umgehen, nut Zutüifenanme von Aether bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt schädlich ist Um sicher zu sein, das aetherfreie Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrücklich Dr. Hommel’s Haematogen und achte auf die Schutzmarke „Säugende Löwin.“ ^410 Unerreichter Insectentödter! Kaufe aber nur in Flaschen.* wo Plakate auShängell» *»nb»lt-I»oUjpUtton. Malier U-F»oip5 32 do..... Mexicaner Serie 1—4 . Mexicaner v. 99 do..... Provinz und Städte Anleihe. Odcrhcsscn . . Starkenburger. 91.95 39.90 101.20 27.— 99.70 99.25 91.60 40.- 101.70 26.65 99.70 99.25 ö1/» 2 7 1 11 8 1 8 5 151.- 89.- 155.40 135.20 209.- 184.50 144.— 114.10 117.30 214.30 151.— 89.70 153.40 133.50 208- 182.40 142.30 113.90 118.75 216.10 4 37s 4 3V, 37, 4 4 Pfandbriefe. Frankf.Hypotbk. Serie 14 do. Serie 15 Frkf.HyP.-Cred.. Lcrem 1905. do. 1906. do. tilgbare Frks. Landwtsch. Hamburger Hy- 100.90 96.50 101.20 96.30 96.30 98.70 4 4 5 100.90 96.50 5 101.20 4 96.30 3 96.30 3 98.90 4 Franz Joseph . «aschau-Oderbg. Oesterr. Nord- wcstbahn B. . do. Südbahn (Lomb.) do..... do..... Naab-Oedenbg. Eds. . . Nudolfbahn. . 100.30 99.70 108.90 102.25 62*75 73.10 101.70 100.50 99.60 102.40 89.30 62.85 73.10 100.80 37^ 3 4 4 3 LdlN'Mindener Vtadridcr . . Lteingr. Präm.- Pfdbr. Thlr. 100... . Oesterr. v. 1860 do. v. 1854 Oldenb. Thlr.40 Türk. FrS. 400 UavertinSliche 136.80 45.40 137^0 153.40 127*40 113.60 137.- 45- 187.70 153.30 127*40 114.- 4 4 Gricch. Monop. Italiener Rente 43.60 103.20 43.50 102.90 4 32 Rhcinprovinz . do..... 104.50 100.20 104.50 102.20 Industrie -Aktien 272.- 271.50 pothekeN'Bank Ser. 141—250 100.20 100.20 pr. Stück u. Mk. 3 do..... 1 68.40 68.40 4 Gießener. . . 103.30 14 Mainz.Braucrci 4 do. unkündbar 2Vi» Jtal. staatl. gar. ÄnLbacher fi. 7 37. 5 Oester.Silbcrrte 1 102.— 102.30 3% | do. . . 98.50 20 Farbm. Höchst. 350.— 349 — bis 1910 102.50 102.50 E. B. . . . 67.90 67.70 ÄugSdurg. st. 7. 33.- Oester. Goldrtc. 1 103.75 103.80 3XA Frankfurter. . 99.35 10 do. GrieSheim 214.20 214.- 37. do. Serie 46 •Y.io Livorneser . . 68.40 68.35 Brichw.Thlr.20 - 4 Poriug. Staat. 48.50 1 47.2Q 4 Darmstädter 101.40 — Eleltr.Lahmeyer 81.— 80.40 bis 190. 95.25 95.30 4 Sard. Sec. stfr. Fmnldr.Thlr.10 —.— —.— 4 do..... 29.50 29.25 3% i do..... 98.50 —— „ Schudert 84.50 86 80 371 do. Seric801 gar. . . . 100.40 100.35 Ltailänd.FrS.45 47.50 47ö0 4 Rum. am. Rtc. | 97.40 । 97.35 3/2 Mainzer. . . 98.30 8 „ Siemens 126.— 127.— b.S 310. 95.70 95.70 37, Gouhardbahn . 101.90 101.50 do. FrS. 10 16.55 16.70 4 Rumän. ö. 1890 i 85.- 84.90 1 Offenbacher. . 98.35 98.30 u. Halske 4 Meining. Ser. 8 102.50 102.50 4 Kursk Krem. stfr. Oesterr. st. 100 4 Gold > Russen v. , ifstr. Wormser . . 103.50 10 Maschf.Griehner 16o.50 163.50 3‘/, do. abg. . 96.— 96.- gar. . . . 99.80 von 1864. . 434.— 1880 . . . 100.86 do..... 98.60 98.30 10 do. Klehcr . 150.— 162.— 4 Preuß. Boden- 4 Russ. Südost 97 Pappenh. st. 7 34.70 3X 4 do..... 17 orw tr« Heidelber ger 98 70 _ Credtt . . . 101.50 101.50 stfr..... 99.60 99.40 i Meininger st. 7 —.— 2SL0 Russen v. 1902 99.41 ^JQder u Manuhcinicr . 103.80 103.90 Böckum Bcrgw. 183.40 178.50 4 । Rhein Hypolh.- 102.60 -----.----- 4 Warschau Wien Ungar. Llaats 352^0 352.— Serben v. 1895 1 71.56 tsen-liupW(,ö Nauheimer 98.20 98.21 , Concordia „ | 271.- 267 - j Baut 1907er | 96.60 stfr..... 99.20 99^0 , fl. 100 . . 1 Spanier. . . 1 — abouer . \ 76.90 1 । Cschweüer „ 213.- |2U- j 6«. 1 4 1 do. XI. 1911er | 99.20 | 99L0 | LeneüauerL.30 28.70 —,— Mrze die Uochzeil ^Portionen 2 Teller vorzüglicher, nahrhafter Suppe. Reiche Abwechslung durch mehr als 30 Sorten wie Erbs, Reis, Grünkern, Kartoffel, Gemüse u. s. w. — Zu haben in Kolonialwareugeschäfteu. Mau verlange ausdrücklich „Maggis Suppenwürfel** uud weise andere Marken zurück. — namentlich im Sommer — durch Verwendung von maggis Suppenwürfeln. Sie geben in wenigen Minuten — nur mit Wasser — für den billigen Preis von 10 Pfg. Bekanntmachung, b ei tu Die Vergebung der Kommerzienrat „Heichelheim- Stiftung". Aus rubr. Stiftung haben am L November l. I. 1332 Mk. Hur Verteilung zu gelangen. Nach § 3 der Stiftungsurkunde können zur Bewerbung um die Gaben nur zugelassen werden: a. Personen, welche während des Feldzuges 1870/71 im Militärverhältnis gestanden haben, d. Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß diese unter a. und b. bezeichneten Bewerber einer derartigen Unterstützung bedürftig und würdig sind und daß dieselben von der Zeit der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre in Gießen ununterbrochen gewohnt haben. , „, Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, sich brS zum 20. September l. I. bei Großh. Bürgermeisterei Gießen schrist- 'Uch oder zu Protokoll anzumelden und ihre Qualifikation zum Bezüge der Unterstützung näher zu begründen und zu belegen. Gießen, am 21. August 1902. 5929 Der Bürgermeister: Mecum. Bekanntmachung, b etr.: Arbeitsvermittelung für Reservieren. Indem wir die Arbeitgeber Gießens und der Umgegend daran) Hinweisen, daß wir mit dem Kommando des hiesigen Infanterie-Regiments wegen Vermittelung von Arbeit für die am 22. September d. I. zur Entlassung kommenden Mannschaften in Verbindung getreten sind, fordern wir alle Interessenten hiermit auf, Gesuche um Zuweisung von Arbeitern aller Art vor dem genannten Tage an die unterzeichnete Nachweisstelle einzurerchen. Die Giltigkeitsdauer der Gesuche erlischt am 30. September L. Js. Gtesten, am 19. August 1902. 5928 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. _____ Mecum.______________ ~ Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Dauiel Moog Witwe zu Gießen sind am 2. Oktober die diesjährigen Zinsen an hiesige bedürftige, .unbescholtene, im Witwenstand lebende Bürger und Witwen von Bürgern zu verteilen. , , , . Anmeldungen hierzu können bis zum 10. September aus Lern Armeuamt erfolgen. Gießen, 22. August 1902. 5930 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Mecum._____________ Bekanntmachung. Das Wasser des Stadtbaches wird vom 23. L Mts. ab auf die Dauer von etwa 3 Wochen von morgens 6 Uhr bis abends 6 Uhr abgestellt. _QQ. Gießen, den 2L August 1902. 5894 GroßherzogUcye Bürgermeisterei Meßen. Mecum. s Bad-Salzhausen. Hotel Weil - Villa Charlotte, Privatpension Bes.: J. Weil Ch. Koch empfehlen schön möblierte Zimmer, gute Küche, aufmerksame Bedienung, mässige Preise. Prospekte gratis. 3476 Emil Pistor Ncht, Giessen Alleiu-Nnkans der (Original Irischea Vefeu. Alleinverkauf des „Deutschen Körster-Hfen" Größtes Lager in Oefen und Kochherden. Schlösser. Aauöeschtäge. Werkzeuge. Landwirtschaftliche Geräte, Rübenmühlen re. Kupferlessel. Stuhlflechtrohr. Drahtgeflecht. Kisschränke. Wangen. Aart^nmöbel. Wagen und Gewichte. Leitern. Bügeleisen. Obstpressen. Fleischhackmaschinen. Einmachebüchsen. Alleillverhalls in la. Portlaud-Cement von Dyckrrhoff ä- Löhne. Vtargarete stieg ums Morgen- [rot Vergnügt aus ihrem Bette: _Nun hat es weiter keine Not, Wenn ich sie nur schon hätte!" Siehatteg'rad imTraumgesehn Wie „fientner’8 Wichse“ schnell [und schön Den Stiefeln Glanz verleihet, Das ist's, was Grete freuet In roten Dosen mit Schutzmarke Kaminfeger in den meisten Geschäften zu haben. Fabrilant: Carl Gentner in Göppingen. Kirchweihfest z« Großen-Linden Tmtiig de« 24. lilld Mölltag dell 25. l. Mts. wozu ergebenst einladet ö899 Blenges, zur Traube. Crossen-Linden am L4. und 25. August 1903 Gasthaus zum Deutschen Hot Ecke Bahnhofstraße und Moltkestraße. 5878' Montag den 25. August, vormittags von 10—1 Uhr: Musikalischer Frühschoppen. Der Festwirt: Heinrich Fischer. Loillltllg dell 24. Md lontag den 25. AnM findet das Kirchweihfest zu Ksdheim a. d. v. statt, wozu ergebenst einladen die Wirte Karl Schlierbach. Wilhelm Bender. Alle Freunde des herrlichen Bieberthales ladet zum Kirchweihfeste zu Hodheim a. d. B. auf gonntag de« 24. ««d Montag dm 25. MM ergebenst ein 5830 Karl Storck, ßajlwtiL Schöne Gartenwirtschaft in nächster Nahe des Waldes. Gute Tanzmusik. — Vorzügliche Speisen und Getränke. Grummetgras- Versteigerung. Dienstag den 26. August d. I. wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, sowie das Gras von 4 Losen auf der Schäferwiese mit zerstreut liegendem Gehölz in der Forstwartei Baumgarten auf dem Rathause zu Watzenborn versteigert. Die Versteigerung beginnt vormittags 9 Uhr. Nähere Auskunft erteilen Güteraufseher Mack zu Hausen und Förster Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 8. August 1902. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 5947 ■ © 'Sommersprossen verschwinden schnell, gründlich u. unfehlbar nur durch mein einzig eicheres BpceialmittcL Garantiri unschädlich. Franko gegen IBk. 2.50 (Brieim. oder üaehn.) nebst lehrreichem Buche: „Die Schönheitspflege".* Glänzende Dankschreiben über grossartige Erfolge. OftO'Reichel isenbanustr. ♦. j Bienehhonig abzugeben 03583 Lehrer Döll, Wieseck. 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