Nr. 144 Zweites Blatt. 152. Jahrgang Montag 23. Juni 1902 Erschein tL-Nch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vekfischen Landwirt die Siebener Famllien- Mtter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verleg der Brühl'schen Iinwers.-Buch-u.Stem- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adreffe sür Depeschen: Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. 51. EietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen veL«g»h»reiS: monatlich75 Pf., viertel* jährlich Mk. L20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bte Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" und „Gerichtssaal": Curt Plato; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Iir Heutige Hlummer umfaßt 10 Ketten» Der Horso der MahlrechLsvorlage. -tt- Gießen, 23. Juni. Wenn ein Parlament einen Beratun gsgegenstand 17 Tage lang in ausgedehnten Debatten nach allen Seiten hin erwägt, so sollte man erwarten können, daß Anerkennung sür die mühevolle Arbeit seiner Mitglieder berechtigt sei und ihnen nicht versagt werde. Doch es kommt in erster Linie darauf an, was geleistet, ünd nicht wie lange gearbeitet worden ist, und das Wort „multum, non multa“ nutz als Maßstab für die zu erteilende Zensur auch hier seine Giltigkeit haben. Für das, was schließlich in diesen letzten 17 Beratungstagen der zweiten hessischen Kammer herausgekommen ist, kann unserem Landtage keine gute Note ausgestellt werden, wenn auch anerkannt werden soll, daß man im allgemeinen dort fleißig war „in diesen Tagen der Heuernte", um mit dem Abg. Weidner zu reden. Tie erste Lesung der Wahlrechtsvorlage ist am Freitag beendet worden, und das Resultat ist — ein lächerliches Mäuschen, wie weiland der alte Spötter Horaz von einem hochtrabend beginnenden Gernegroß sagte, lieber den Anblick des Schattens, der von der strotzenden Regierungsvorlage übrig geblieben ist, müssen wir mit Vergils Aeneas klagen: „Ich war starr und mir hob sich das Haar und die Stimme versagte". Hatte man sich bei der Generaldebatte über die Geschäftsordnung hinweggesetzt, und schon die einzelnen Artikel des Entwurfes kurz und klein gezupft, so lief man in den Spezialdebatten doch noch immer'wiederum . das Ganze im Kreise herum, wie ein Kätzchen um heißen Brei. Es fehlte die starke Hand, der übersichtliche Blick einer bedeutenden führenden Persönlichkeit, die man ja auch im Reichstag nicht mehr antrifft nach dem Tode vezw. Rücktritt der großen Parlamentarier, der Miquel, Bennigsen und Hammacher, der Windthorft, der Bamberger, der Liebknecht re., — vom größten unter allen ganz zu schweigen, — die wir alle um so schmerzlicher vermissen in diesen Zeiten der wirtschaftlichen Kämpfe, wie man sie in Deutschland niemals gesehen hat. Heute so und morgen so! Das ist die Devise, mit der die stärkeren unserer politischen Parteien unserer Regierung begegnen. Ob die Eigenschaften, die zur Aufstellung dieses Waylsprnches führten, allerdings genügen werden, den gordische!: Knoten der Wahlrechtssrage zu lösen, scheint uns wenig wahrscheinlich. Wie sehr die Negierung auch sich bemüht, die goldene Mittelstraße zwischen den Parteien zu wandeln, das Beste aus allen Sonderwünschen zu einem einheitlichen guten Ganzen zusammenzuziehen, die Starrköpfigkeit der Unentwegten läßt es zu keinem verständigen Ende führen. Die Generaldebatte hat zwar zu der Annahme des Artikels 4 der Vorlage geführt, in dem die Ersetzung des indirekten Wahloerfahren s durch das direkte ausgesprochen wird. Tie große Mehrheit, mit der das Prinzip der direkten Wahl angenommen wurde (40 gegen 5 Stimmen), könnte nun bei jedem Naiven die Meinung erwecken, als ob damit das Zustandekommen der Reform sichergestellt sei. Wie wenig aber ist dies der Fall! Ein Teil der Bauernbündler und Nationalliberalen wandte sich gleich zu Anfang der Spezialdebatte scharf gegen die geplante Vermehrung der zehn städtischen Mandate auf Id, und machte von der Ablehnung ihre eudgiltige Zustimmung Mn ganzen Gesetz abhängig. Die Herren Weidner, Brauer, Leun, Köhler-Langsdorf usw. redeten unausgesetzt von einer Bevorzugung der Städte und einer L^rnachlässigung des Landes. Für die dringenden Bedürfnisse des Landes geschehe nichts; man habe die hessische Viehzucht arg geschädigt durch die Verweigerung von Mitteln zur Teilnahme an der Mannheimer Ausstellung; die ganze seitherige Gesetzgebung sei nur im Interesse des Handels und der Industrie gewesen, während das Land Not leide; namentlich an dem Vogelsberg sei ungeheuer gefehlt worden; in landwirtschaftlicher Hinsicht sei das Land im Rückstand; usw. usw. Unser gutes Gießen haben diese Herren ganz besonders auf dem Strich, uns wollten jic um keinen Preis einen zweiten Abgeordneten geben. Tie Abgg. Reinhart (nl.) und Dr. Schmitt (Ztr.) ivandten dagegen mit aller Ruhe ein, das Haus habe stets die agrarischen Wünsche erfüllt, und H essen habe mehr sür die Landwirtschaft gethan, als irgend ein anderer deut- sche-r Staat. Wenn man den inzwischen riesig gewachsenen Städten nicht gerecht werde, dann drücke man deren Bewohner zu hessischen Staatsbürgern zweiter Klasse herab. Im Laufe von zehn Jahren habe sich die Ausgabe für die Landwirtschaft um 300 Prozent vermehrt; im letzten Budget seien 921640 Mark bewilligt worden. Aber alles gute Zureden, auch von dem im allgemeinen sehr reservierten Regierungstisch aus, war umsonst, selbst ein unerfreulicher Kompromißantrag Wolf, der die von der Regierung den Städten Gießen und WormS zugedachten zweiten Abgeordneten wieder entzog, fiel durch, und mit besonders gutem Appetit und Wohlbehagen dürften am letzten Donnerstag die Fraitionsgenosten des Herrn Weidner ihr Mittagessen verzehrt haben, war es ihnen doch gelungen, den „unheilvollen" Einfluß der Städte zu bannen, hatten sie doch wieder einmal das Land gerettet! Doch Scherz bei Seite! Ist es nicht geradezu beschämend für eine Volksvertretung, wenn eine Regierung Rechte gewähren will, die die Kammer früher oft und energisch verlangt hat, und das Parlament, anstatt fest zuzugreifen, irrt dann weltenweit davon ab? Es war eine eUrsache Forderung der Gerechtigkeit, daß die Städte im Verhältnis zur Einwohnerzahl vertreten sein sollen. Eine Vermehrung um fünf Abgeordnete ist sogar sehr bescheiden. Wenn andererseits verlangt wurde, daß die auf historischer Grundlage lohenden Privilegien für Friedberg, Alsfeld, und Biugen Wegfällen, so war dies nicht unbillig. Springt doch das Mißverhältnis in die Augen, wenn Alsfeld mit 4500 Einwohnern so stark vertreten ist, wie Gießen mit 26 000. Einer aufstrebenden Stadt mit solcher Bedeutung in wissenschaftlicher und industrieller Beziehung, wie es urff er Gießen ist, gehört eine stärkere Vertretung, und wir können uns nur damit einverstanden erklären, wenn Dr. Gut- fleisch den Kompromißantrag Wolf verwarf. Tie Kammer hat dann auch den Regierungs- bezw. Ausschußantrag mit 22 gegen 19 Stimmen, und endlich autf)\ den Antrag Köhl er-Langsdorf auf Wiederherstellung bezw. Beibehaltung der alten Einteilung mit 23 gegen 16 Stimmen ab gelehnt. Also man will nicht 55 und auch nicht die alte Zahl von 50 Abgeordneten. Was man eigentlich will, ist also n>och im Zeitenschoße verborgen. Auch die im Artikel 6 festgelegten Kautelen, die Steuerrückstandsklausel, die Ansässigkeit tm Großherzogtum, dann bei der Wahlpflichteinfügung in § 9a und ff. die Strafbestimmungen re. re. fanden nicht die Gunst der Kämmermehrheit, und auch an den folgenden Bestimmungen, die meist aus dem alten Gesetz mit herübergenommen worden waren, setzte die Kritik so vielstimmig als unklar ein. Tie Steuerklausel der Regierungsvorlage in Art. 7, Position 11 (zwei Monate Rückstand) wurde mit allen gegen vier Stimmen abgelehnt, ebenso der Ausschußantrag „mit mehr als zwei Zielen", dagegen ein Antrag Reinhart-Leun, die Steuer-Rückstandsklausel auf ein ganzes Steuerjahr auszudehnen, einstimmig angenommen; die Abstimmung über Artikel 9b, der als Strafe für die Nichtausübung der Wahlpflicht die Zahlung eines weiteren Ziels der direkten Staatsoder Gemeindesteuer an die Staatskasse festsetzt, ergab ein Resultat von 22 gegen 17 Stimmen, dürfte also, da diese Bestimmung eine Verfassungsänderung bedingt und daher eine Zweidrittel-Mehrheit erfordert, als abgelehnt zu betrachten fein. Im Gegensatz zur Regierungsvorlage wurde ferner beschlossen, für die Ausübung des Wahlrechts statt einer dreijährigen nur eine einjährige hessische Staatsangehörigkeit festzusetzen. Dann wurde der Artikel 14 über die Wählbarkeit der Beamten abgelehnt und dafür mit 26 gegen 11 Stimmen ein Antrag der Ausschuß->Minderheit angenommen, wonach der Wortlaut des seitherigen Art. 15 des Wahlgesetzes bestehen bleiben soll. Bei Artikel 26 über die Wahlhandlung wurde der sozialdemokratische Vorschlag, die Wahlen am Sonntag vorzunehmen, abgelehnt, dagegen der Eventualantrag, die Wahlhandlung in die Zeit von 12 Uhr mittags bis 8 Uhr abends zu verlegen, angenommen, während die Regierung die bisherige, auch bei den Reichstagswahlen festgesetzte Zeit von 10 bis 6 Uhr beizubehalten verlangt hatte. Ter langen Reden kurzer Sinn ist also, daß man einen wunderlichen, in allen Parteifarben bunt stimmerndenMisch,- masch in die zweite Lesung schleppt, wenn nicht die Regierung die ganze Vorlage jetzt zurückzieht, mit der sie sich in vielen Einzelheiten nicht mehr einverstanden er- klären kann; von ihrem ursprünglichen gesunden Kinde ist wenig mehr als ein krüppeliges Gerippe übrig geblieben. Das Land aber hat gesehen, daß ein großer Teil feiner Abgeordneten, sofern er sich nicht offen und ehrlich gegen das geheime und direkte Wahlrecht ausgesprochen hat, der Ueber- tragung der Grundsätze des Reichstagswahlrechtes in unser Land int Grmrde feindselig gesinnt ist. Man hat in unserem Landtage mit dem geheimen uni) direkten Wahlrechte nur kokettiert. Tas hait der Abg. Wolf auch ziemlich unverblümt ausgesprochen. Hoffen wir, daß es, trotz der Zerfahrenheit, die sich hier im ganzen wie im einzelnen zeigt, der Regierung docy noch gelingt, glücklich an allen dieseit Hindernissen vorbei zu kutschieren!______ Das Kaiserpaar in den Rheinländer,. Ruhrort, 21. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin trafen heule nachmittag von Essen mittels Sonderzuges hier ein und fuhren, von einer Husarenabteilung eskortiert, zu dem Denkmal Kaiser Wilhelm 1. am Hafen, wo em in Rot und Gold gehaltenes Prunkzelt errichtet war. Bürgermeister Käwel hielt eine Huldigungsansprache, auf die der Kaiser dankte. Danach begaben sich Ihre Majestäten nach der neuen Schifferbörse. Der Kaiser zeichnete sich als erster m das Goldene Buch der Stadt cm. Hieraus unternahmen Ihre Majestäten eine kurze Rundfahrt im Hafen. Eine aus Anlaß des Besuches vom hiesigen Wafserbauinspek- tor bearbeitete Festschrift, die den Ruhrbrter Hafen, seine Entwickelung und Bedeutung schildert, wurde den Majestäten überreicht. Um 4 Uhr 25 Minuten traten Ihre Majestäten auf dem Salondampfer „Auguste Viktoria" die Fahrt rheinabwärts nach Wesel an. Die Ufer des Rheins waren überall geschmückt und von Menschenmassen belebt. Wesel, 21. Juni. Bei aufklarendemWetter trafen der Kaiser und die Kaiserin um 6 Uhr im Weseler Hafen ein. Hier fand kleiner Empfang statt. Die Stadt ist reich geschmückt. Die Majestäten begaben sich zu Wagen, begleitet von einer Eskorte Jäger zu Pferde, unter Glockengeläut durch das Spalier nach der erneuerten Willibrordi -- Kirche, die unter Führung des Presbyteriums besichtigt wurde. Pfarrer Wardenberg hielt eine Ansprache, in der er der Befriedigung darüber Ausdruck gab, daß der Kaiser neulich das große Wott von der ^Bereinigung der Evangelischen wiederholte, das zuerst im Jahre 1538 auf der Weseler Synode errungen war. Der Kaiser und die Kaiserin, in deren Begleitung sich die Minister v. Rhembaben und Hammerstein befanden, schritten bann zu Fuß nach dem alten Rathaus, um in dessen Kaisersaal unter einem Thronhimmel Aufstellrmg zu nehmen. Hier waren versammelt die Vertreter der Stadt, sowie eine Abordnung der Königin Wil» helmina von Holland unter dem Vize-Admiral Zeegers Beckens. Bürgermeister Dr. Fluthgraf hielt eine Huldigungsansprache, in der er zunächst dem Danke Ausdruck gab für den Besuch und dann auf die Zeiten hinwies, als das Vaterland gebrochen darniederlag und elf Schillsche Ofsiziere in todesmutiger Eingabe für ihren König und in dem festen Glauben an die Befreiung des Volkes freudig ihr Herzblut vergossen, Zeiten, in denen die Liebe und die Treue zum angestammten Landesfürsten tiefgehende unausrottbare Wurzeln geschlagen habe. Redner dankte für das vom Kaiser der Stadt geschenkte Bild, erneuerte im Namen der Bürgerschaft das Gelöbnis unverbrüchlicher Treue, und schloß mit der Bitte an den Allmächtigen, den Kaiser, den Schutz und Schirm des deutschen Reichsgedankens, den mächtigen Hort des Friedens und mit ihm die Kaiserin und das ganze landesherrliche Haus zu segnen, zu erhalten und zu bewahren. Der Oberbürgermeister entbot dann dem Kaiser den Ehrentrunk mit der Bitte, den aus dem durch Hand und Lippe Kaiser Wilhelms I. geweihten Pokal, dem kostbarsten Besitztum der Vesalia hospitalis, entgegennehmen zu wollen. Der Kaiser erwiderte: „Im Namen der Kaiserin und in meinem eigenen Namen spreche ich der treuen Stadt Wesel unseren herzlichsten, innigsten Tank aus sür den Empfang, der uns hier bereitet worden, und für den Patriotismus, der uns aus Ihren Augen, Herzen und Kehlen entgegengeschlagen ist. Wenn ich gekonnt, hätte ich schon früher meine Schritte zu Ihnen gelenkt, denn in der Geschichte unseres Hauses und Landes hat Wesel einen hpchklingenden Namen. Schwere Drangsal und bittere Jahre änderten an der Anhänglichkeit der Bürgerschaft nichts. Fest verwachsen mit Brandenburg und Preußen ist es ein Stück alten Preußentums, was wir hier sehen. Im vorigen Jahre entriß mir Gottes Ratschluß meine vielgeliebte Mutter, auch in diesem Jahre legt sich der Schatten der Trauer aus diesen Tag, denn soeben hat es Gott gefallen, des Königs von Sachsen Majestät abzuberufen, den letzten großen Heerführer aus großer Zeit, und den letzten Ritter des Großkreuzes des Eisernen Kreuzes, der mit hat aufrichten helfen das Deutsche Reich. Ein edles deutsches Herz hat aufgehört zu schlagen, dem Deutsch über alles ging. Ein Vorbild aller Regententugenden, ein Vater seines Vaterlandes und seines Volkes, ein milder Herrscher voll segensreichen Wirkens ist dahingesunken. Es ist immer gut, daß wir Menschen daran erinnert werden, daß auch uiis ein Ende beschjeden ist. Der Blick auf die Kirche de§ heiligen Willibrod hat mich mit Hoher Freude erfüllt. Ich danke Gott, daß sich an dieser geweihten Stelle wieder Jubelpsalmen zu seiner Ehre erheben, und baute Gott, daß die Erinnerung an die große Zett der Reformation in so würdiger Weise wieder hergestellt worden ist. Nun ergreife ich meinen Pokal und wünsche von ganzem Herzen, daß Gottes ©nabe Wesel und unser Land bewahren möge vor schwerer Prüfung wid Drangsal, und daß es mir vergönnt sei, den Frieden so zu erhalten, baß auch Sie an Ihrem Teil bavou profitiren können, unb baß sich die Stabt in Ruhe entwickeln und vergrößern kann- Ich trinke auf das Wohlergehen unb Bestehen der Stabt Wesel unb ihrer Bürgerschaft." Nach der Ansprache trank der Kaiser aus dem be> rühmten Pokal den Ehrentrunk und verabschiedete sich hierauf vor der im Saale versammelten Gesellschaft, die aus den Spitzen der Zivil- und geistlichen Behörden der Stadt und des Kreises bestand. Der Kaiser trug Uniform des Garde- Regiments z. F., die Kaiserin hatte Trauerklcidung angelegt. Nach der Vorstellung im Rathause fuhr das Kaiferpaar zum Berliner Thor, wo der Vorbeimarsch der hier garni° sanierenden Truppen: Infanterie-Regiment 9lr. 56 und die Artillerie-Regimenter Nr. 7 und 43, vor dem Herrscherpaar stattfand. Die Majestäten begaben sich dann zum Bahnhöfe und fuhren 7 Uhr 22 Min. nach Wildpark ab. Wesel, 22. Juni. Bei dem Festmahl, das die Stadt Wesel heute gab, begrüßte Oberbürgermeister Fluthgraf die Gäste und brachte ein Kaiserhoch aus. Der Finanzminister dankte und betonte gegenüber den anwesenden Herren von der holländischen Abordnung die Teilnahme des deutschen Volkes an der Krankheit der Königin Wilhelmina. Der Minister schloß mit einem Hurra auf die Königin.__________ Zum Thronwechsel in Sachsen. Sibyllenort, 21. Juni. Heute mittag fand die feierliche Einsegnung bet Leiche des Königs Albert durch Kardinal Kopp statt. Das Sterbezimmer, in dem die Leiche aufgebahrt war, war in eine Kapelle umgewandelt. Große Kandelaber brannten am Sarge. Dieser war von herrlichen Blattpflanzen und vielen Kränzen umgeben. Um 12 Uhr betraten, geführt vom Ches der königlichen Vermögensverwaltung, Generalleutnant v. Minkwitz, die Allerhöchsten Herrschaften das. Sterbezimmer, voran König Georg, die Königin-Witwe führend, dann Prinz Albrecht von Preußen als V e r t r e t e r des Kaisers, der Kronprinz von Sachsen, ferner Prinz Johann Georg, die Erbprinzlich Meiningenschen Herrschaften u. a. Es nahmen ferner teil der Oberpräsident von Schlesien, der Regierungspräsident von Breslau, die Geistlichkeit, sämtliche anwesende höhere Beamte und das gesamte Schloßpersonal. Tie Damen knieten am Sarge nieder. Nach Verrichtung der Weihegebete hielt Kardinal Kopp eine längere Gedächtnisrede, in der er Leben, Dhaten und Charakter des Entschlafenen schilderte und mit einem Gebet für den König Georg und sein Haus schloß. In demselben Zuge, wie die Herrschaften gekommen waren, verließen sie das Sterbezimmer. Nur die Königin allein blieb am Sarge in stillem Gebet zurück. Am Nachmittag rückten die Truppen, die zur Trauer-» Parade kommandiert waren und aus zlvei Schwadronen der Leibkürassiere und einem Bataillon des 11. Infanterie- Regiments bestanden, vor das Schloß unb nahmen Parade- aufstellung. Während bie Truppen präsentierten unb die Musik den Choral „Was Gott thut, das ist wphlgethaich Ausland. ** Erwischt. Ein hier bediensteter, auswärtiger vco heirateter Bäckergeselle stand schon längere Zeit im Verdacht, seinem Meister Mehl entwendet zu haben. Am vergangenen Sumstag wurde er endlich abgefaßt, als er im Begriffe stand nach Hause zu fahren mit zwei Bündel Mehl im Werte von 20 Mark, die er seinem Meister gestohlen hatte. Er wurde verhaftet. **DerVeteranen-Verein Gießen unternahm am Sonntag früh einen Ausflug in den Wißmarer Wald. Zwischen Wißmar und Ruttershausen, am schön bewaldeten Ufer der Lahn wurde das Lager aufgeschlagen und mit dem Gehalt an Eß- und Trinkbarren aus dem Fahrzeug eines Wißmarer Marketenders gründlich aufgeräumt. Hieraus wurden die vor Ruttershausen gelegenen Waldhöhen er- Ehrengericht anhängig. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Gestern schlug ein wegen Körperverletzung vorbestrafter junger Arbeiter einen hiesigen Bürger am Asterweg ohne jegliche Ursache mit seinem Stock auf den Kopf, so daß mehrere starke Beulen entstanden. Auch zertrümmerte er dort eine Fensterscheibe. Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ist erhoben. — Vorgestern wurde „ ein hier in Stellung befindlicher Bureaugehilfe abgesaßt. Schad damals auf S. M. S. „Brandenburg", aus Darm- als er die an einem Baugerüst zur Beleuchtung au\= vierwöcheutliche Trauer angelegt Tas Befinden der Königin Carola ist infolge der vielen Nachtwachen wenig zufriedenstellend. nc^u-ui cnuny, Der Krieg er Verein; Staufenberg feierte heute bei dem herrlichsten Wetter sein , 25jähriges Stiftungsfest. Der Einladung hierzu hatten 18 Durch das außer- Bezirksvereine Folge geleistet. . Gegen i/23 Uhr bewegte sich " “ g|n stattlicher Festzug, dem sich der Orts- und Schulvorstand, sowie eine große Anzahl Festjungfrauen anschlossen, durch die Ortsstraßen. Auf dem Festplatze überreichte der Regierungsvertreter, Regierungsrat Tr. Wagner, dem Kriegerverein Staufenberg die ihm von dem Kaiser verliehene Fahnenschleise. Hierauf hielt Pfarrer Gußmaun eine markige Festrede. Den Schluß der Feier bildete die Ueber- reichung einer Gedenktafel durch den Bundespräsidenten und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und vorzüglichen Dienste mit Wirkung vom 10. Juli in den Ruhestand versetzt, den Vortragenden Rat bei dem Ministerium eintrifft. Zu diesem Sonderzuge werden in Frankfurt (Hauptbahnhof) und Gießen ermäßigte Rückfahrkarten nach Hamburg mit einer Giltigkeitsdauer von 45 Tagen aus- gegeben. In Hamburg stehen ermäßigte Rückfahrkarten Borkum pp. ferner nach Kiel und Glücksburg zur Verfügung. Das Nähere ist im amtlichen Reisebureau Frankfurt (Hauptbahnhof) sowie in unserem Verkehrsburemr, — Das Reutersche Bureau meldet aus Johannesburg: Die hiesigen Deutschen wählten ein Komitee, das an den hiesigen Feierlichkeiten anläßlich der Krönung Bruchhäuser. . Offenbach, 21. Juni. Ein größeres Feuer entstand gestern nachmittag gegen 4i/2 Uhr in dem jetzt der Stadt gehörigen Anwesen „Zum alten Schießhause"/ Buchhügelallee 41. Die hinter dem Wohnhause gelegene Halle mit Küferei war in kurzer Zeit, ehe die herbeigeeckte Feuerwehr in Thätigkeit treten konnte, niedergebrannjt, sodaß sich die Feuerwehr darauf beschränken mußte, das Wohnhaus, das ebenfalls schon Feuer gefangen hatte, zu schützen, was auch gelang. Wie von zuverlässiger Sette mitgeteilt wird, hat der Beigeordnete Wolff den Stadtverordneten Böhm nicht wegen dessen Aussagen vor dem Reg.-Rat Hölzinegr, sondern wegen eines von Böhm au Hölzinger gerichteten Schreibens, das schwere Beleidigungen enthält, aus Pistolen fordern lassen. Die Sache ist, da ! Böhm Landwehroffizier ist, vorerst be idem militärischen spielte, wurde der Sarg vvu Beamten der Jagerei auf den mit 6 Pferden bespannten Leichenwagen gehoben. Der Sarg war mit einem mit schwarzem Hermelin verbrämtenLeichen- tzuch bedeckt. Ihn 3 Uhr 15 Minuten setzte sich der Leichen - rüg vom Schloß nach dem Bahnhof in Bewegung, eröffnet durch eine Schchadron Leibkürassiere, der die Infanterie folgte. Sodann kam der Leichenwagen und darauf wieder eine Schwadron Leibkürassiere. Es folgten die Allerhöchsten Leidtragenden. Im ersten Wagen saßen König Georg und die Königin-Witwe, in weiteren Wagen der Kronprinz und die Kronprinzessin, Prinz Johann Georgs die Erbprinzlich Meiningenschen Herrschaften und das Gefolge. Der ganze Zug wurde zu beiden Seiten begleitet durch ein wandelndes Spalier, das durch die in Oels garnisonierenden Jäger gestellt war. Am Bahnhose ordnete sich die Truppeneskorte abermals zur Parade-Aufstellung, und der Leichenwagen fuhr an den präsentierenden Truppen vorüber zur Bahnhofshalle, die Trauerschmuck zeigte. Während die Truppen präsentierten und die Musik abermals den Choral „Was uungen Gott thut, das ist wohlgethan" spielte, wurde der Sarg von wieder HfcrHfe Beamten der Jägerei in den Trauerwagen getragen. Er er noch heute nach Madrid abreise, war außen mit schwarzem Tuch drapiert und zeigte das' ™ —~ O1 sächsische Wappen mit der Königskrone. Dresden, 21. Juni. ooni 1. Juli an ernannt; den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Pfungstadt Friedrich Wenzel zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Rimbach und zum Leiter derselben mit dem Amtstitel „Rektor", den Oberlehrer u Esoen-^ceanaor ut^uuitn umuu, ul uv» «.. , . - , , . an der höheren Bürgerschule zu Rimbach Ludwig Dörr in Die Leiche befand sich int dritten Wagen, der mit zwei Sodann begannen vier slovenisch-radikale Wgeordnete einen Lum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Pfungstadt, - ' " ' " ' '" König^ohrenbetäubenden Lär m durch Schlagen mitmit Wirkung vom 1. Juli an ernannt, den proviso- Nach mehrstün- Realschule zu Mainz Dr. Joseph Kraus zum Oberlehrer aa ~ diesen Schulen mit Wirkung vom 1. Juli an ernannt, den Regierungsbaumeister Otto Berth aus Bessungen zum Bau- . W^a r s^h au, 22.'Ium. Auf den Gouverneur von Char-1 assessor ernannt Ernannt wurde der Bahnwärter bei der Tie kow, Fürsten Obolenski, wurde neuerdings ein A t ten- Main-Neckar-Eisenbahn Philipp Mang zum Weichensteller , London, 22. Juni. Zur Teilnahme an den Krü-- tz — - —-- « ■ - - . , 1 nuu.gAja,i,LrTi.chk.ei.be:n frnd heute hier eingetrofteu:' bei der Großh. Dampfkesselmspektion beaufragt. Der Groß- Tie Krrmpriuzessiu tion Rumänien, Prinzessin Beatrice von Herzog hat am 21. Juni den SJHniftcrialrat .und Geneml. Sachsen-Coburg-Gotha und Feldmarschall Graf Waldersee. staatsanwalt Geheimrat Paul Schlippe auf sem Ätachsuchen des Großm., ferner dem Waffenmeister E ck st e i n in der Ma- ------ MrlNlschteS ' Seebataillon, aus Kempten, Kreis Bingen, deni Gefreiten Berlin 23. Juni. Tas Blumen-Medium Anna ----ist ^..1 Samstag aus dem Untersuchungs-Gefängnis - naa) der Charitee gebracht worden, um auf ihren Geisteszustand untersucht zu werden. — Bon der Kriminal-Polizei wird eifrigst nach einem P o st g e h i lf en o Hann Deutler aus Köln gesucht, der nach Untersch laguug einer großen Summe flüchtig geworden ist. Lemberg, 23. Juni. Wie das Blatt „L-lovopolski" meldet, wurde m Drohobicz der Millionär und Be- siHar zahlreicher Erdwachsgruben Liebermann unter dem Perdackfte des Betruges verhaftet. angetreten. ** Sonderzüge nach den No r d f e e baderu. .Zur Erleichterung des Besuchs der deutschen Nordsee sowie In seiner heutigen Schluß- von Kiel und Glücksburg wird am 7. Juli d. I. abends kickatts-Kongreß eine Reihe 9-15 Uhr von Frankfurt (Hauptbahnhof) ein Sonderung I)^attS:«ongreB eme I ^Eburg über Gietzen-Casscl-tzannovcr abgcla sen, „ s;» welcher am folgenden Tage vormittags 9 Uhr in Hamburg em . Xie iietene oefano jiu) im oriuen. ^u-gen, uu mu. jivu u i +1 öu,u uh uh —- Wappen geschmückt und schwarz ausgeschlagen war. König ohrenbetäubenden ^arm durch SGiagen mit mit Wirkung vom 1. Juli an ernannt, den proviso- Georg saß im fünften Wagen. Acht Unterbeamte hoben Buch ern und Stühlen und Benutzung von Kind er^\ Lehrer an dem Realgymnasium und an der Oberden Sarg auf den Wagen. Kammerherr Graf Rex trug trompeten und ließen keinen Redner, ^auch ntchi die ql7nn1l <^r ^Tan § 2um Oberlehrer an dasHerz. In dem pietätvoll geschmückten Pavillon wurde ihrer eigenen Partei zu Worte tommen. der Sarg niedergesetzt und alsdann von der Geistlichkeit diger Obstruktion wurde die Sitzung unter ständigem 4Aom- aeweiht. Hierauf wurde der Sarg von Unteroffizieren auf- meln und Pfeifen geichlossen. I gehoben, die Kapelle intonierte: Gesuch meine Zuversicht".I -cUnL 2 die Truppen präsentierten, die Glocken läuteten. D^, ~ - - - - --- - • , . .... , .. . r।------------- (yeneraimaiors Kirchhoff, Basse, v. Griegern, d'Elsa, v. Kir- tat verübt. Der Fürst wurde durch zwei Schüsse tätlich biefer Bahn, bach und v. Adelnau begleiteten den Sarg. In der Kirche verletzt. Das Attentat wird von der Regierung streng geheim ** - -r - schloß sich Prinz Max der Geistlichkeit an. Der Zug verlief gehalten. ______________ — ohne Zwischenfall; an der Spitze gingen der Polizeipttisident ------------------nOotrh Le Maistre und der Polizeihauptmann Klare. Das Publikum, y£lU)Uj£5 UkM). das musterhafte Ordnung hielt, zeigte tiefe Ergriffenheit. q. G q • Der Kaiser und die Kaiserin eWen unb In Löbau hatten das Ministerkollegium, die Kreishaupt- haben sich nach dem neuen Palais begeben. Mannschaft, die städttfchen Behörden und die Generalität — Der „Post" geht aus Köln folgende Nachricht zu, den Exttazug empfangen. König Georg harte mit feiner kie das Blatt unter Vorbehalt roiebergiebt: Zuverlässigen Begleitung den Wagen verlassen, worauf die Behörden An- Meldungen zufolge soll es in der Absicht des Kriegsmmisters sprachen an den König richteten. Der Wagen mit der Leiche Festung Köln zu schleifen und das war geöffnet, wahrend die Gesangvereine das Lied „Es ist - t militär-fiskalische Terrain einschließlich der Ringstraße, 'uÄÄX “SW Forts und L i «-fernen an bi. SW M-n zumi— 9 Tresden, 22. Juni. Preis von 98 Mill. Mk. abzutreten. Mehrfach haben dieser- ^such abgestattet, nach 7 Uhr abends der Rückmarsch König Georg und die Königin-Witwe erschienen heute halb Konferenzen zwischen dem Oberbürgermeister und dem unb „ach kurzer Rast in Lollar die Rückfahrt nach Gießen vormittag am Sarge des Königs Albert, und verweilten Kriegsminister stattgefunden. Wie es weiter hecht, soll beim!---- längere Zeit in stiller Andacht. Perfektwerden dieses Planes ein befestigtes ~ager bei Wahn Im Thronsaal des Residenzschlosses, vor dem ein I errichtet werden. Wacht-Detachements des Gardereiter-Regiments aufgestellt Stuttgart, 21. Juni. war, wurde heute mittag die Verpflichtung fcer erledigte der Gewerk,^-,.. -----a--. . Staatsmini st er durch König Georg vollzogen. g/nträaen xur Oraanisation und beschloß die Gbunvultij, —"7> ~= - o - - v,, Q Hierauf legte der König in Gegenwart des Staats- -»»lrag-n zur ^rgang^für die welcher am folgenden Tage vormittags 8 Uhr '........ * — ' Landes aufrechtzuerhalten undzu b efestigen, sowie Einführung einer Gehaltsskala für diese Angestellten. ^m Residenzschlosfe wurden heute zahlreiche prächtige In feinem Schlußwort gab der Vorsitzende seiner Freude da- gegeben. In yamvurg liegen crmapigie yiuutuvLm^ii Kranzspenden, Blumenarrarigements usw. von Fürstlichkeiten xüber Ausdruck, daß zu dem Stuttgarter Kongreß erstmals nach Helgoland, drorderney, Westerland, Wyk aus Fohr, des In-und Auslandes, Korporationen und Vereinen sowie Regierungsoertreter delegiett worden seien. Das sei ein einzelnen Personen abgegeben. Beweis dafür, daß man mit der Gewerkschaftsbewegung Seit heute mittag 1 Uhr ist die Leiche des^Königs Albert $ müsse. Der Kongreß wurde mit einem Hoch auf bie L_ , (n der latholifchen Hofkirche ausgestellt. Tau,ende und ZZeit^wequng und di- internationale Solidarität s°"wst^der'ch raße Sb zu erfahren aber Tauiende soaen bis zum Abend an der Bahre vorüber. I y 9 . Aifow I S taufend erg, 22. ^uni. - L 1 ttat/n MitIeder der Stäudekam^ern an den m.t dem G° ang der ' offenen Sarg, der sich in erhöhter Stellung vor dem dr. Feld bergfest. Zu dem edlen Wettkampf ^auf dem Hauptaltar befindet, umgeben von brennenden Kerzen in Feldberg traten gestern 711 Turner an. silbernen Kandelabern. Das Antlitz des Königs, der mit ordentlich ungünstige Wetter wurde das Turnen allerdings der Feldmarfchalls-Uniform mit dem grünen Bande des sehr beeinträchtigt und mußte die Hebung Freiweithoch aus- Hausordens der Rautenkrone bekleidet ist, zeigt friedlichen mllen — Von den zum Feldbergfest entsandten Gießener Ausdruck; die Hände sind gefaltet. Ein großer Kranz der Turnern erhielten: Karl Müller (2.93. G.) den 10. Preis Königin Carola trägt die Inschrift „Meinem einzig geliebten Punkten Ger.-Aec. Kaufmann (M. T. 93.) den Gatten"; andere herrliche Kranzspenden sind am ©arge « /r 4> > Schmidt (T. 93. G.) den niedergelegt. Zu beiden Seiten der Bahre halten Oberhof- 11. Breis mit 24 P., v / Chargen, Adjutanten, .Kammerherren, Obersten, Geistliche u,w. 12. Preis mit 23>/, P., G ei tz (T. V. G.) den ib. Wö mu sowie zwei Doppelposten die Leichenwacht. Im Raum der 21 P. und Äug. Eger (^. V. G.) den 23. P Kirche selbst biwet Militär Spalier; schweigend und sichtlich |niit 18 P. tief ergriffen bewegt sich die Bewohnerschaft Dresdens im I---— endlvsen Zuge durch das Gotteshaus. NND Ter Sektionsbefund hat in allen wesentlichen v Darmstadt, 22. Juni. Der Ausmarsch zu dem Punkten die Diagnose genau bestätigt. In der Blase fand in diesem Jahr in der Wetteran und Umgegend ftattfinb-en- sich ein fingergroßes, mit Wucherungen besetztes Manöver der 25. Tivifion findet am 26. August statt Geschwür vor, durch das die jahrelangen Blutungen üerH unb lüiri) Infanterie-Regiment Nr. 115 direkt per Bahn ursacht worden find. Tas Geschwür war nicht krebsartiger a(h transportiert und dort, wie in der Um- Natur. Tas Herz war weniger entartet, als es den An- gebung einquartiert. Die Rückkehr aus dem Manöver schein gehabt hatte ; die Herzschwäche, an der der König p^jwt am 20. resp. 24. September und die Entlassung am I litt, war demgemäß im Wesentlichen eine Folge feiner 199 resp. 25. September statt. großen Blutarmut. Ein ans dem ganzen 18. Armeekorps zusammengezo- Wie die „Voss. Ztg." zu melden weiß, war das Leiden Radfahrer-Detachement wird am 3. Juli in Mainz König Alberts Blasentrebs. Geh. Rat v. Bergmann hatte j» einer größeren Hebung zusammentteten. seinerzeit die Krankheit diagnostiziert und damals noch " | eine Lebensdauer von etwa fünf Jahren erwartet. Hllh FaNll Köiiig Georg erließ folgende Proklamation: UHU <äWUVe An mein Volt! Tief trauernd stehe ich, stehen wir Gießen, den 23. Juni 1902. alle an der Totenbahre des edelsten, besten Fürsten, Der Groüberzoa batnach- der nicht blos ein Beispiel für uns im Frieden wie im Personalnachrichten. ^er ^rotzyerzog yainacy Äü-g- war sondern auch ein Landesvatcr in des Wortes st-HMd-n Teilnch.nern an der Ostasmt,sehen Expedüwn oer- vollster Bedeutung. Zagend ergriff Ich die Zügel der liehen: dem Hauptmann Gandenberger von Moisy, Regierung — denn eines solchen Fürsten Nachfolger zu damals im 1. Seebataillon, aus Gießen, das Ritterkreuz 1. sein ist schwer — zagend, aber auch mit festem Vertrauen ^^ffe mit Schwertern, unb dem Marine-Oberzahlmeister auf Gottes Beistand und die Liebe Meiner Sachsen. TennL ; S. M. T. „T_, ? " ‘ v wie Ich gelobe, immer im Sinne und Geiste Meines rtai)t bQ§ Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Friedrich gehängte Laterne zertrümmerte. verewigten Bruders Meines Amtes zu walten, so dm - r Wasstnunistcr Eckstein in der Ma - ^Tie^tzche zu^Da^ms/ad ch Stuttgart'/ Berlin und Herzberger im 2. Seebataillon,^aus Gettenau, Kreis Bü-1 Rothcist am Madrid haben eine dreiwöchige, die zu Wien und Brüssel dingen, bem Taniboui-Gefrelten Tra iitrn ann im -. ece= I bataillon, aus Steinbuch, Kreis Erbach, und bem Seesolbaten Hofmann un 3. Seebataillon, aus Gadernheim, Kreis Bensheim, — bas Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift „Für Tapferkeit". — Durch Entschließung bes Ministeriums bes Innern würbe der Diplom-Ingenieur Anton Form- hals aus Mainz mit ber Versetzung einer Assistentenstelle teilnehmen soll. In einer an das Blickt Header" gerich-. Justiz Oberjustizrat Daniel Lo rb acher unter Verleihung teten Zuschrift erklärt die deuftche Kolonie, sw lvunschc:du .> I MarMers als „Geheimer Oberjustizrat" mit 9Vahrneh« ^Ü^u^^ibre^e na Nachen Mi^ür qer mung der Dienstverrichtungen eines Ministerialrats in den S UebertTeib ungen in der schlecht unterricht?ten Ministerien bes Innern unb ber Justiz beauftragt; de« Ober-. Presse erhatten haben könnten und wünsche ferner das staatsanwalt am Landgericht ber Provinz Startenburg Tr. neue Regiment mit dem Bewußtsein zu begrüßen, daß die Karl Preetorius zum Generalstaatsanwalt am englische Flagge, ob man sie liebe ober nicht, Oberlanbesgericht mit Wirkung vom 10. Juli ernannt; bei die persönliche, individuelle Freiheit für jedermann be- Oberstaatsanwalt am Landgericht ber Provinz Oberheffei beute. Franz von Hessert zum Oberstaatsanwalt am Land. Barcelona, 22. Juni. Bei der Ankunft von Ea- . ber Starkenburg; den Landgerichtsrat am nalejas = ti o 11, e i f »u 11 e ^Scg^ben^^c ^roüin3 Rh-inh-si-n Karl Th-obald zmr aeputrerten^Uria^Urqura^wurd^^w^^l^ ^ch^d Oberstaatsanwalt am Landgericht der Proorn; Mett"wurde de7^rg von,Eingelassen, nachdem Ganalejas zugesagt hatte, baß Db Wien, 21. Juni. Wie die „N. Fr. Pr." aus diploma- Landgericht der Prov. Rheinhessen mit Wirkung vom 10.Juü er- tischer Quelle erfährt, sei es Thatfache, daß Rußland ncmnt; den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Gießen Regier.-Ra; -x. , seine Zustimmung zur Erhebung Bulgariens zum Boeckmann zum Kreisrat des Kreises Büdinger Tie Uebersührung der Leiche des Königs! Königreich erteilt habe. Das Verhältnis' Wirkung vom 1. Juli an ernannt, den Oberlehrer an Albert verlief bei heiterem Wetter nach der festgesetzten zur Türkei soll formell bon ber Realschule zu Alsfelb Dr. Christian Waas zum Ober- Ordnung. Schon Stunden vor der Ankunft des Zuges hatte werden, weck man eine Aenderung des Berliner Vertrages Qn bcc I)ößercn Mädchenschule zu Mainz mit Wirkung sich der Platz vor dem Hackptbahnhof gefüllt, Truppen derzeit noch vermeiden will. I > - - - - — und Polizeimannschaften sperrten einen Teil desselben ab. L a i b ach , 21. ^.uni. Ber der heutigen^ Verhandlung des Tie Truppen der Garnison bildeten bis zur Hofkirche Spalier. Landtages über die Dinglichkeit auf Ab an der un g d e r Um 9Uhr 10Minuten lief der von zwei Maschinen gezogene Landtagswahlordnung erhob Hrrber den Borwurs ■Dua den die Königin-Witwe und die Prinzessinnen bereits daß die Bevölkerung vor den Wahlen von der Kanzel * In dem Prozeß vor dem Glogcrrrer Gericht, in welchem Graf Pücklcr zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden ist, hatte sich, wie mitgeteilt, der Geh. Sanitätsrat Neunrann, ein 70jähriger Herr, als Sachverständiger über Pücklers Geisteszustand äußern müßen. Pücklcr hatte das vor Gericht bekanntlich als eine Beleidigung erklärt und mit einer Forderung gedroht. Nunmehr veröffentlicht sein Organ, die „Staatsbürger-Ztg.", folgendes Telegramm: „Ich bitte folgenden Passus in Ihre Zeitung aufnehmen zu wollen: „Gleich nach der Sitzung habe ich dem Sanitätsrat Dr. Neumann eine Pistolenforderung übersandt, welche derselbe jedoch ausgeschlagen hat. Der Mann kann wohl anständige Leute beleidigen, hat jedoch nachher nicht den Mut, für diese seine Worte einzutreten. Ich erkläre daher den Dr. Neumann in Glogau öffentlich für einen ......... Graf Pücklcr Klein-Tschirne." Das letzte Wort läßt die „Staatsb.-Ztg." aus prcß- gesetzlichen Gründen fort. * Untergang eines chinesischen Kreuzers. Der „.Central News" wird aus Shanghai gemeldet: Der chinesische Kreuzer „Kaichih" wurde beiPantse durch eineExplo- sion vernichtet. Das Schiff sank innerhalb 30 Sekunden. Nur zwei Mann an Bord wurden gerettet. 150 Mannschaften und Offiziere kamen um. Universitäts-Nachrichten. — Abiturieuteuexameu für Tierarzuei-Studiereude. Das preußische Staatsminrsteriurn hat sich für die Einführung des obligatorischen A b i t u r i e n t e n ex a rn ens als Vorbedingung des Studiums der Tiermedizin ausgesprochen. Dementsprechend werden die preußischen Bevollmächtigten im Bundesrat für den Antrag Bayerns stimmen, dessen Verhandlung nun wohl bald stattftnden uni) dessen Anna h m e gesichert sein dürste. Zanäwirtschast. — Unterrichtskursus der Vorstände der hessischen landw. Genossenschaften. Man schreibt uns: In diesen Tagen fand in Mainz ein vom Verband der hessischen landw. Genossenschaften zu Darmstadt einberufener, vier Tage dauernder Unterrichtskursus statt. Er wurde vom Generalsekretär des Verbandes, Dr. Neumaim, eröffnet. Verbandsdireklor Geh. Regierungsrat Haas war dienstlich verhindert und nur am nachmittag des ersten Tages anwesend, an dem er die Teilnehmer begrüßte und die Ziele, die der Verband mit der Abhaltung solcher Kurse bezwecke, näher auseinander setzte. Die Zahl der Teilnehmer schwankte zwischen 40—50 Herren. Die meiste Zeit wurde durch Besprechung der Buchführung für die einzelnen Genofsenschafts- arten ausgefüllt, indem der Vortragende, Revisor Braue r, die Buchungen verschiedener, bei den Spar- und Darlehnskassen, Konsumvereinen und Molkereigenossenschaften vorkommender Ge- schäjtsvorfälle durch zahlreiche Beispiele erläuterte, sowie den Abschluß und die Aufstellung der Bilanzen (Umsatz- und Absatzbilanz) und der Gewimr- und Verlustrechnung für die genannten Genossen- schastsarten praktisch durchführte. Weiter hielt der Generalsekretär Dr. Neumann einen Vortrag über „Die w i ch t i g st e n B e - stimmungen des geltenden Genossenschafts- gesetzes". Hierbei kamen außer den gesetzlichen Vorschriften auch die Pflichten der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder zur Sprache. Auch wurde vom Vortragenden Anleitung über die Fassung der Protokolle in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen sowie in den Generalversammlungen gegeben, lieber „Rahmsäuerung durch Reinkulturen" referierte der Vorsteher der nülchwirt- schaftlichen Versuchsstation des Verbandes, Dr. Uhl, indem er auseinandersetzte, daß man durch die Anwendung der Reinkulturen von ausgewählten Milchsäurebakterien als Säuerungserreger für das Butterungsmaterial die Rahmsäuerung nicht mehr dem Zufall zu überlassen brauche, sondern daß hierdurch die Fabrikation einer guten Butter sicher gestellt werde. Ferner hielt der Geschäftsführer der landw. Zentralmaschinenhalle, E. B a u tz, Vortrag über „Den Verkehr der Genossenschaften milder genannten Zentrale und deren Einrichtungen, wie die Errichtung von Lagern in verschiedenen Gegenden unseres Hessenlandes die Beschaffung von Reftzrvet eilen, die Ausführungen von Reparaturen :c. und endlich die Zwecke der Centralmaschinenhalle und deren Erfolge. Außerdem besprach der Generalsekretär Dr. Neumann einzelne wichtige Einrichtungen des Verbandes für die Genossenschaften, nne das Rechnungs-Revisionsbureau, die Rechtsauskunftsstelle, die Molkerei- Betriebsreoision, die milchwirtschaftliche Versuchsstation, den Vertrieb von Geschäftsbüchern und Formularien, die Vertrage mit verschiedenen Versicherungsgesellschaften, für Feuer-, Lebens- und Haftpflichtversicherung und deren Vorteile, und empfahl, alle diese für die Vervollkommnung der Geschäftsführung der Elnzelgenoffen- schaften getroffenen Veranstaltungen rege zu benutzen. Endlich sprach Molkereiinstruktor Persyn über „die Pasteurisierung der Milch und die hierzu erforderlichen maschinellen Einrichtungen , indem er die jetzt herrschenden und für die Zukunft zu erwartenden seuche- polizeilichen Bestimmmigen hinsichtlich der M a u l - und Klauenseuche und der Tuberkulose, sowie die Pasteurisierung der zum Versandt bestimmten Milch und des Rohmaterials für die Butterbereituiig erörterte. Bei den maschinellen Einrichtungen wurden die Erhitzungs-, die Kühlungsanlagen und die sogenannten Wärmerückgewinnungsapparate behaiidelt Das Interesse der Versammlung war derartig rege, daß sich über jeden Gegenstand eine Debatte entspann. Außerdem wurde während der Diskussions- stunden eine große Menge Fragen auS dem Gebiete des Genossenschaftswesens, über den Verkehr mit den Centralgeschastsanstalten des Verbandes, über die Verpflichtung der Genossenschaften zur Einkommensteuer zc. gestellt und zumeist von Dr. Neumann em» gehend beantwortet. Sport. — Bei dem Radrennen Friedenau-Berlin um die Weltmeisterschaft über 100 Kilometer für Berufsfahrer war Ro bl-Münch en erster, B o u h o u r s-P a r i s zweiter, ferner für' Amateure Görnemann-Berlin erster, Keller- KreSlau zweiter. 4—65 Pfg., Lebendgewicht 51 Pfg^ 2. Qual. 63 Pfg.,LÄ)«ck)^wtrW 0—00 Pfg., 3. Qual. 53—56 Pfg^ Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gutt, Alles verkauft, bei Klenwreh gust lL1C*' lc.^Frantfurt a. M., 23. Juni. (Orig.-Telegr. d^^Gießew lnz.") Amlliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpoerse^ geizen Alk. 17.50—17.75, Kurbessischer Alk. 17.75—1800, La Pl^ Rf. 16.25—18.00, Kansas Alk. 00.00-00.00, Roggen (htefrgech Rark 15.75—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.75—16.25, tretet Rarf 16,50—17,00, Hafer Alk. 17.50-17.75, Mais Mk. 12.00 bis 00.00, üeizenmehl 0 Mk. 24.50—2o.00, 2. Qualität Alk. 2200. is Mk. 23.00, 3. Qualität Mk. 2000—21.00, Noggemnehl « RE. 22.50-23.00, 1. Qualität Alk. 21.25-21.50, Weizenklere DL L7S is Mk. 9.00, Roqgenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskeime DL 900 is Mk. 10.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—0000. Alles per 00 Kg. ab hier.< Neueste Meldungen. OriginaldrahtmeLdungen des Gießener Anzeigers. Kaiserslautern, 23. Juni. Der Lokomvtwführev Zoerg aus Kaiserslautern wurde beim Überschreiten der Geleise von einem Schnellzuge erfaßt und schrecklich ö-ei* stümmelt. Er war sofort tot. London, 23. Juni. „Daily Mail" berichtet ccn& Sem Francisko: Ein großer Waldbrand wütet augenblicklich im Staate Washington. Zahlreiche Pachter mit ihren Familien sollen in den Flamm en um gekommen fein. Es werden große Anstrengungen gemacht, um die nr dem Bezirk liegende Stadt Enanelow zu retten. Em Teil der Bevölkerung bestieg einen Zug, welcher mit Volldampf die brennende Strecke des Waldes durchsauste. Mehrere^ Personen erstickten dabei, andere trugen Verletzungen davon. Die von dem Zuge durchsahrene Strecke beträgt Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 24. Juni, abends 7 Uhr: „Das Glöckchen des Eremiten." Schauspielhaus. Dienstag den 24. Juni, abends 7 Uhr: „Die Jäger." Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Italienische Staatspapiere. Nach der „Franks. Ztg." sind in den letzten vier Jahren rd. 695 Mill. Lire italienische Staatspapiere in die Heimat zurückgeflossen. Bis 1894 Zuruck- gehend stellt sich die Sumnie auf 930 Millionen. — Für die Besitzer italienischer Staatsanleihe- und Eisenbahn-Obligationen ist das sehr erfreulich, indem sich der Kurs der genannten Papiere hierdurch hebt, das schwimmende Material dem Markt entnommen wird. Die 4proz. Halten. Rente hat den Kurs von 102.50 überschritten. „ ,,, Grünberg, 21. Juni. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 17.00 bis 00.00 Mk., Korn 14.50 bis 00.00 M, Gerste 14.00 bis 00.00 Mk., Hafer 17.00 bis 00.00 Mk., Erbsen 17—00.00 Mk., Linsen 00.00 Alk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 2.94 bis 0.00 Mk. fc. Frankfurt a. M., 23. Juni. (Telegr. Ong.-Bencht des „Gieß. Anz."). Amtliche Siotierungen der heuttgen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen 499 Ochsen, darunter 118 aus Oesterreich, 46 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 833 Kühe, Zersen, Stiereund Rinder, OKuh aus Oesterreich, 214Kälber, 169 Schafe und Hämmel, 1091 Schweine,0Ziegen,0Ziegen-,OOSchaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen l.Qualttat 68—70Mk., 2. Qual. 62—65 Mk., 3. Qual. 59—61 Mk.; Bullen 1. Qual. 58 bis 60 Alk., 2. Qual. 54—56 Mk.; Kühe 1. Qual. 66-68 Mk., 2. Qual. 63—65 Mk., 3. Qual. 53—55 Mk, 4. Qual. 44—46 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber:!. Qualität80—82 Pfg., Lebendgewicht 49-50 Pf., 2. Qual. 72—74 Pfg., Lebendgewicht 42—44 Pfg., Schlachtgewicht 61—64 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 64—66 Pfg., 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 12 Kilometer. . < ... London, 23. Juni. Eure Kundgebung der Legrtr^ misten protestiert gegen die Krönung mrd sagt>, daß nicht König Eduard, sondern eine deutsche Priuq zessin den Thron besteigen müsse. London, 23. Juni. Der König hat sich vor fünf Tagen einer leichten Hals Operation unterzogen mrd nach der Krönung soll eine größere Operation statt» finden. ,• , , , Sofia, 23. Juni. Auf einem von hier nach Schumla abgegangenen Postzuge wurde ein Kostbeutel- mit, zahlreichen Wertbriefen, darunter ent solcher mit 60000 Francs in Banknoten gestohlen. Von den Thätern hat: man keine Spur, doch lenkt der Verdacht auf mehrere? entlassene Bahnbeamte. Pretoria, 22. Juni. Miln er leistete als Gou^ verneur und Höch st kommandierender den Amtseid. Ebenso wurde ein gesetzgebender und ausführender Rat eingesetzt. _______ 25.70 3V8% 3°/o 3V,% 3°/o 3l/2% 9L20 104.90 4°/d Italien. Rente 4V2% Portugiesen 3°/ Portugiesen. . 1% C. Türken . Türkenlose . . . 214.30 186.50 138.50 145.70 157.20 151.90 18.70 170.50 205.00 196V0, 127L0 4% Griech. Monopol, 4’/2% äussere Argentiner Telephonischer Kupsberichti Frankfurt, a. II., 21. Juni 1902. Reichsanleihe . . 102.— do. ... 92.95 Konsols .... 102.10 do. . . . . . 92.50 Hessen .... 100.— 31/2% Oberhessen . . . 99.20 4% Oesterr; Goldretne . . 102.90 4'/-% Oesterr. Silberrente 101.70 4% Ungar. Goldrente . . 110.90 - - " 102.75 46.30 29.85 30/0 Mexikaner . . . W/o Chinesen . , . Electric. Sohuckert . . Nordd. Lloyd . . • Kreditaktien , . . . Diskonto-Kommandit. « Darmstädter Bank . • Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. , Oesterr. Staatsbahn . , Lombarden , . . . Gotthardbahn . . , . Laurahütte . . ♦ ♦ ♦ Bochum ..«»<• Harpener..... Tendenz: et3L . . 113.00 -Anl. 44.10 »ä. das Preisausschreiben ZU beachten, worüber ein Prospekt dieser Nummer beiliegt. Siris Gesellschaft m. b. h., Mnksurt a. M. >WW>WWWMWWWWWWWWWWMW>WWWWWWWMWIMWWWW Gewerkschaft Gießmer Maunsternöergwerke vormals Acrnie i» Kießen. Die am 1. Juli a. c. fälligen Coupons unserer 4prozen- tigen Obligationen sind bei unserer Gesellschaftskasse in Gießen, sowie beim Bankhause Sal. Oppenheirn jr. & Cie. in Köln und bei dem Baukhause Jacob Grünewald in Gießen zahlbar. 4612 Der Grubenvorstaud. Verdingung. Die zur Instandsetzung ^der früheren Maschinen- und Kesselhallen auf der Margaretenhütte erfordert. Abbruchs-, Erd- und Planier-, Maurer-, Schreiner-, Schlosser- und Glaserarbeiten sollen Mittwoch, den 25. d. Mts., vormittags 9 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2., Schreibstube, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Termin bei uns einzureichen. Zu- chlagsfrist 3 Tage. Gießen, 20. Ium 1902. Das Stadtbauamt. I. V.: Gerbel. 4595 Verdingung der Drucklegung der amtlichen Pläne der Hessisch-Thüringischen Staatslotterie in der Auslage von mindestens 500000 Exemplaren für jede Lotterie. Bedingungen werden gegen Zahlung von 60 Pfg. für das Exemplar abgegeben oder gegen porto- und destellgeldfreie Ein- fendung von 80 Pfg. portofrei zugesandt. Schriftliche Angebote sind bis spätestens zum 30. Juni d. Is.. vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Tage. Harmstadt, den 21. Juni 1902. Großherzogliche 4614 LandeS-Lotterie- Direktion. Gras- Versteigerung. Mittwoch den 25. Juni, vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marienstift Lich zustehenden etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. 4584 Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, 17. Juni 1902. W i n h e i m. Heugras- Versteigerung Das Heugras von den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll nächsten Mittwoch den 25. d. M. versteigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist des Vormittags 10 Uhr in dem Dorfeldschen Garten dahier und zu den Wiesen bei der Badenburg des Nachmittags 5 Uhr aus der Badenburg. Wieseck, 20. Juni 1902. Gr. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 4561 Versteigerung. Dienstag den 24. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: seidene Herren- und Damen- Re^enschirme, 1 Fahrrad, 1 Steppmaschine, 1 Kleiderschrank, 1 vollständiges Bett und diverse Alöbel. 4625 Born, Gerichtsvollzieher. Das Heugras von den hiesigen Pfarrwiesen soll nächsten Mittwoch den 25. d. M., vormittags 10 Uhr in dem Dorfeldschen Garten dahier versteigert werden. 4562 Wieseck, 20. Juni 1902. S 0 mmerla d, Bürgermeister. Dienstag den 24. Juni 1902, nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung derGlas-und Porzellauwaren- versteigernng im Bieterschen Saale — Neustadt 55. — Es kommen zur Versteigerung Teller, Tassen, Kaffeeservice, Platten, Weingläser, Bierkrilge, Waschgarnituren, Nippsachenu.v.a. 4608 Geißler, Gerichtsvollzieher. (fin pfr li In ml eit Liebsgshölhe. W Täglich frischeMilchu.Kaffee 4516_____________K. Schmid. Eier!! 02701 2 Stück 11 Pfg., p. Stück 6 ^Psg., empfiehlt W. Ullrich, Schloßg. 7. Garantie für frische Ware. "ussboden- IS Anstrich Mc, Oelfarbeu, Mel, FiiwlkM-und Parkeitniichsk empsiehlt 4383 Adolf Bieler, Markistr. s. Echter AmelithLlhmeizerW frisch im Anschnitt. 4626 Carl PetrH. Marktplatz. Besser und weit ergiebiger als Süßraßm-Autter ist gute Voitbberger Eandbntt« im Geschmack unübertroffen, stets frisch zu haben bei 4617 Ernst 44- Ludwigstraße 44. Schulstraße Ecke der Sonnenst große Auswahl in allen Preislagen. 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