Undank ist es' Heer und Flotte. Bremen, 22. April. Auf der Werft der Aktiengesellschaft „Weser" lief nachm. 4,30 Uhr der kleine Kreuzer ,£P glücklich vom Stapel. Die Taufrede hielt Prinz Friedrich Uarl von Hessen; die Taufe vollzog im Auftrage des Kaisers die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. Der Kreuzer erhielt den Namen „Arcona". Beilin, 22. April. Der „Natlztg." zufolge erließ der Kaiser eine neue Garnsondicnslvorschrift. Darnach sollen künftig die Posten in den belebten Stadtteilen nur dann mit scharfen Patronen versehen werden, wenn besondere Verhälmsse dies ausnahmsweise bedingen. Bei der Auswahl der Mannschaften für derartige Posten soll mit besonderer Sorgfalt verfahren werden. Mit Patronen ausgerüstete Posten !üehen mit ungeladenem Gewehr und laden erst dann, wenn nach Lage der Verhältnisse der Gebrauch der Schußwaffe in l Frage kommt, oder wenn ihre persönliche Sicherheit gefährdet ist. In besonderen Ausnahmefällen dürfen die Gouver- !neurs ic. sowie die sonstigen unmittelbaren Vorgesetzten eine 22. April: Im Reichstag nahm heute die Beratung des Gesetzentwurfs über den fliegenden Gerichtsstand der Dresse noch geraume Zett in Anspruch, und sic brachte zwei irische, humorvolle Reden von feiten der Abgg. Dr. Mar - c o n r, des bekannten Zentrumsredakteurs, und Dr. Müll er-Meiningen lsreis. Volksp.). Auf bie Volksvertreter übte die ganze Materie nur äußerst geringe Anzieh- ZeilenpretS: lokal 12Pj* General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen auseinander. Abo. Dasbach äußerte, die Verbraucher wur-is . den und sollten auch getroffen werden. Abg. Müller-Mei- i amtmmistermmv ninnen hingegen hielt nicht eine Luxus-, sondern eine Fa- des Fürsten brifatfteuer für vorliegend und bedauerte die „armenIworden. Sektfabrikanten", was wiederum den Unterstaatssekretär " v Fischer zu der Bemerkung veranlaßte, die Sektsabri- könten seien meist recht wohl situierte Leute. „Krasser Undank ist es", rief Herr Müller-Meiningen, ,>e Sekt- fabrikantcn derart zu belasten, die doch bet der Rhein fahrt der Torpedoboote den Marinemannschaften gratis und in Mengen Schaumwein spendeten!" „Run", replizierte kühlen Tones Herr Dasbach, „die Fabrikanten haben damals einfach gezeigt, welch geeignetes Besteuerungsobjekt derSchaum- toein ist, und wie bereitwillig sie für die Marine Opfer Zwettes Blatt. 152. Jahrgang Mittwoch »3.2^11002 __ jfhK monaülch7bPf.,otertelq MenerAnzeiger Nr. 94 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Dreßener Anzeiger werden rm Wechsel mit dem Vesstschen tandwitt die Siebener Zamtlien- blätter oierrnal in der Woche beigelegt. RotattonSdruck u. Verlag der Brüh l'schea Unwers.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Echulstratze 7. Adresse für Depesche«: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Wichttge Sitzungen am grünen Tische. Die Berliner Depeschenbureaus melden heute: Der vertagt. - - - ■ Kais er verweilte gesteim vormittag von 10 bis drei- $ - ,5ie7Lr Roosenftein wurde folgendes viertel 11 Uhr beim Reichskanzler. Der Bu n de s r a t trat 1 veröffentlicht: Im Befinden der Königin ist eine | 0 u"e n gestern nachmtttag, 2 Uhr zu einer ^öe^rdentlichen Sitzung . eingetreten, die sich durch Sinken der feitet zusammen. Am.Nachmittag 4 Uhr hielt das preußi che ^rchteBeeru«leitet StaatSminifterium eine eifcung ab In der Ple-1m«emeinbefuiben befriedigend. narsitzung des Bundesrats wurden den zuständigen Aus- Brüssel 22 April. Senat. Vereruysse spricht von schüssen überwiesen die Vorlagen, betreffend: a) dw ern-1, BruN e l g sverHandlunge n' und ernst ettliche Gctzaltung der deut)chen Rechtschreibung, .. wettaehende loyale Reciprocität. de Favereau ver- a : Mit ter nun^ubem Entwurf von Bestimmungen JMaM« ' Das"wcrdcn ^r w°hl^dt° °^igen Beratungen °nt°Nen dir bedrohten P^zen ^zn ^meu^ B^rgütkn^ fin g-jmntcr I hlcwon W». W". bi. hauem. oi« M. die Mitglieder der ^ollkommission im Reichstag einbringt gewesen. Sein Ende durch feige. Morderhand.habe m de ^ise mit Patronen ausgerüstet sind, muffen für den Ge- und b“ M Lm-nfr-g- «“> “'Ä'nÄfttene hA der Schußwaffe mit einer S-nderoorschrist versehen ordnung setzt, muß entschieden werden, ob es sichi Uber- Ausschrertungenber an°rchrstlfch-nPrE bauvt lohnt bie Arbeiten der Zollkommifsion fort setzen seien zu verurteilen. Beyorod. uno -öoit jeten nugi , zu lassen. Es vergeht keine Sitzung, ohne daß ein Ver-1 gewillt, Ruhe und ^-rieben he» und bie guten Be-j bringen." . . . Politische Tagesschau. treter der Reaieruna die Mehrheit „auf das ernsteste" warnt I Ziehungen zu den auswärtigen Staaten durch> die Reibe den Frßr v Wangenheim um 66 Prozent steigern bedauere den Konflikt, den der Bundesrat nicht gewour uno willl Glaubt man denn wir Mch, daß diese zahlreichen «nicht v e r s ch u ld e t habe- der Vundesrat habe (cher nicht Differenzpunkte wie durch Zauber bei der zweiten Lesung anders handeln können. Italien und bie Schweiz feien hon ver chwi^i werden daß Agrarier und Regierung sich Alters her befreundete, au sein ander angewiesene .^chbav- aerübrt^ in bie Se schließen? Graf Posadowsky, der Völker. Es sei daher zu hoffen daß der Zwischenfall lemd %ater" des Zolltarifentwurfs, giebt die Sache noch nicht ernsthaften Verwickelungeii zwischen den Sf verloren ^u welcher Auffassung der Bundesrat und Graf Folge haben und bald eine befriedigende Lösung siudew dreier uoie oie gaazu «u. Ov....ö. , Bülow gelangt sind, das muß sich bald zeigen und wird werbe (Beifal )^lmmlg und ohn^^^ unaskraft' der ^Sitzungssaal war wieder sehr schwach be- daran zu erkennen sein, ob die Vorlage bett. Entschädigung darauf der Nationalrat, von äpstn- Anaeleaew» Man erzählte sich, daß verschiedene Parlamentarier der Zollkommifsion demnächst an den Reichstag gelangt, rats Akt zu nehmen und seine Haltung s 9 9 nacb Einblick in bie Reünerlifte von vornherein ihre Wsichl oder ob die Regierung von dem Vorhaben »fiand nimmt. Heck N borgen deutschen Vereine, welch« tunogegeben Mten, bie Nachmittagssckrnben liebet un fon». ------ LnerLÜ zu dem Rckelzuge zu Ehren des Prinen Hem. durchfluteten Tiergarten zuzubrrngen und erst zur zwerckn Verspätete Dedmgungen. N ’cecleinii3t Satten, hielten gestern eine konstiluierende Be» ^inruilud'en tZrÄenz wu^e^pÄer Man schreibt uns aus Berlin, 22. April. sammlung ab behufs Gründung eines dauernden Verbandes, Hause fid) toieber einjufinben. J)ieJ5ta|cn^wu ur Meldungen aus Rom beginnt dort ein Teil der den Namens Ve reinigte deutsche Gesell« IN der Thal eine beslere. Ueb^ dw Verh^timgen I»r einen Feldzug gegen die Erneuerung des Dreibunds, schäften Newhorks führen soll. Der Zweck der $ei> ^flttmwetnfte>u>swmminwn bttrchtetr I einer „Garantie für annehmbare Handelsverträge" ift die Stärkung des Einheitsgesühlch die Pslega bach lZentr.)und^man darf^^agen,dak selten^eine jlom i dejeitigung mit der italienisch-sraiizolilchen Kenntnis der deutsch-amerikanischen Geschichte sowie die Missivi' so gründlich gearbeitet hat. ^A^bn ge ist Freundschast unverträglicher Bestimmungeii gesordert. Dre^ Einführung und Erhaltung des de u t s ch e n Uii t errich tS Leiungen sind °°r°nst°cket wordenRes - Wünsche kommen zu >M. Graf Bülow wird sicherlich unb’ Zürnens an den öffentlichen Schulen. Partei, im Üomniiisionsbericht m drei nebeneinandergesi^lckn^Refe I schriftliches", Bindendes als Resultatseiner if'erien-Iifi^ss^s- llnb Religion sind ausgeschlossen. . roten mitgeteilt. Es İ.Verhandlungen mitgenommen haben. Tie Fortsetzung des Roosevelt hat dem Senat die Ernennung des Kapi- »nmer »kurMnim.tg«vttschtedv^ecke"^^t^^>te"^vSq»IDrübunds ''ist einjach beschlossene Sache, und zwar ant täng Coghlans zum K-ntre-Adm^iral übersandt, auch heute erklärten mehrere Redner, ^>>4^ bie terwag I UJIt)cläni)el.tei. Grundlage. Damit mutz man sich eben m ^apitan Eoghlan ist bekanntlich an den tt-ierluhkecken zu ung h-itze sie, ur das gmrze Gesetz ftimmcn, b o Handelsverlragsbedüigungen „annehmbar" aus,allen, -L uor einigen Jahren schon durch cm auf Kaiser Wichelm zu Recht Mst e.ner Steuer^ belegt 'Ede^ So betmcke Abg. A dnlow selbstverständlich nicht üvernommem Tas Ledicht bemerkbar gemacht hacke. lrLnweinVPfg5-A zweL^ger hacke Di^ Äas einer selbst^nicht besitzt, kann er nicht geben. ?i- Aorgänge in Belgien. Aba. Delfor (Elf.) unb Dr. Deinharbt (nl.) stellten “ . . In der belgischen Kammer kamen am Dienstog die sich als Gegner bes ganzen Gesetzes vor. Der grundlegende DeUlsMeS blutigen Zwischenfälle in Löw en zur Sprache.^ L 1 wurde indessen angenommen, was den Reichs,chatz- , , . ®er sozialistische Abg. v. Longcrdonck gab einen Ruck- fetretär Frhrn. v. Thielmann zu dem frohgemuten Aus- Berlin, 22. April- Der Kaiser begab sich heute au- bie Ereignisse der letzten Aage und kam zu beut l'rrudi veranlaßte, cs werde sich schließlich für d schiedensten Themen. Rothschild (Soden) sprach über die Fnnktion der ersten Rippe, ein Thema, welches neuerdings das besondere Interesse der ärztlichen Welt erregt hat. In der Diskussion betonte Prof. Naunyn besonders die Verdienste, welche der frühere Straßburger Gynäkologe W. A. Freund um die Klärung dieser Frage' in älterer und jüngster Zeit sich erworben hat. Rohdens (Lippspringe) trug seine Ansichten über die Bedeutung der' Kieselsä nre im menschlichen Organismus und ihre Be-> Ziehungen zum Lungengewebe vor. — v. Criegern (Leipzig) berichtete über 40 Beobachtungen von gewerblicher Vergiftung bei der Rauchwarenfärbung mit Para Phenylendiamin, die unter dem kli- nischen Bilde eines Bronchialasthmas verliefen. Das schädliche Agens ist ein Abkömmling des Farbstoffes, eine Disposition der Arbeiter zu der Erkrankung ist nötig. Auf Der Haut entstanden Ausschläge, in den oberen Luftwegen Entzündung, schließlich Anfälle von Atemnot und Lungenerweiterung. Whülfe war nur durch Aufgabe der Beschäftigung zu erreichen. Lm vierter Stelle referierte Biekel (Göttingen) über die Resultate seiner Untersuchungen über den Einfluß der Nierenausschaltung auf die elektrische Leitungsfähigkeit des Blutes, dann Steyrer (Graz) über die osmotische Analys e des Harns. — Scholz «berichtete über seine Erfahrungen über die Beh andres Kretinismus m'stt Schilddrüsenpräparaten. Er und einige andere Herren haben bei Kretinismus im Gegensatz zu Myxödem keinen Erfolg, ja geradezu bisweilen «Äh ad en gesehen. Naunyn (Straßburg) betont die Notwendigkeit, zwischen endischem und sporadischem Kritinismus Dabei zu unterscheiden. Letztere Fälle seien sehr wohl der Schilddrüsentherapie zugängig, Naunyn hat einen solchen Fall über ein Deeennium beobachtet. — Ein Herr, der alsdann über Morphinisems und dessen Behandlung sprach, wurde von der Versammlung durch allgemeine „Schluß"-Rufe veranlaßt, seinen Vortrag abzubrechen. — Goebel (Bielefeld) sprach über die Se rum - therapie bei Morbus Basedo wii. Der nun folgende Vortrag von Paul Meyer (Karlsbad) erregte das allgemeine Interesse der Versammlung. Er berichtete über das Verhalten der drei stereo-isomeren Mannosen im Tierkörper. Er hat den Uebergang der Mannose in andere Zuckerarten festgestellt, ebenso die Glykogenbildung aus nicht gärungsfähigen! Zuckern. Er hat die gegenseitige Verwandlung der Zucker an den Mannosen nachgewiesen. Dies ist wichtig für die Beurteilung der Frage nach der Entstehung des Milchzuckers aus der Brustdrüse. Blum (Frankfurt) sprach über Nebennieren-Diabetes. Diese ähnele der Glykosuri« bei dem Zuckerstich; Redner hält eine innere Sekretion der Nebennieren für unwahrscheinlich. Gutzm ann (Berlin) führt aus, daß die willkürliche Beeinflussung der Atmung durch den Sprechvorgang der thorakalen Atmungsbewegung das Uebergewicht über die Abdominalatmung verleiht, dies ändere sich jedoch bei gewissen Sprachstörungen. M. Bi al (Kissingen) spricht über Glykuronsäure> eine Zwischensubstanz des Zuckerftofftvechsels, und teilt mit, daß er diese im Darm gefunden hat. Der bisher übliche Nachweis der Säure beweise noch keine Vermehrung der Glykuronsäure-Ausscheidung. Der Vorsitzende Gehermrat Naunyn sprach dem Redner die besondere Freude und! den Dank der Versammlung für seinen Vortrag aus, der nach zwei Richtungen hin ganz neue Perspektiven eröffnet habe. Vogt (Straßburg) wies an der Hand feiner Experimente nach, daß die Phlorizin-Glykosurie durch die Nieren bedingt ist. Bei Infusion von Traubenzuckerlösungen bewirkte Pharzin-Darreichung Glykosurie, bei Rohrzuckerlösungen nicht. Zum Schluß schilderte Rudolf Lehnho ff (Berlin) sechs Fälle von traumatischer Nierensenkung, besprach das Zustandekommen, die Charakteristika und die Behandlung dieser seltenen Verletzungen mittels besonderer Leibbinden, welche er demonstrierte. Nach einer Ansprache von Geheimrat Naunyn, die mit einem Hoch auf den Kongreß ausklang, brachte Medi- zinalrat Dr. Merkel (9tümberg), der Geschäftsführer, ein Hoch auf den Vorsitzenden Geheimrat Naunyn aus, dessen umsichtige und zielbewußte Leitung allein die Durchführungen der Verhandlungen ermöglicht habe. Leipzig ist als Vorort für den nächsten Kongreß gewählt worden. Mit dem Kongreß war wie üblich eine Aus stellung verbunden, in der neben verschiedenen Nährpräparaten eine Anzahl Apparate für Röntgen-Durchleuchtung (Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft, Voltohm, 9i einig er, (Sebbert u. Schall und Dessauer), sowie eine Anzahl neuerer medizinischer Instrumente (Kassel, Frankfurt) gezeigt wurden. Gerichtssaal. — Falschmeldungen an Zeitungen Urkundenfälschung! Das Reichsgericht hatte das Manuskript einer Zeitung für Urkunden erklärt. Reichsgerichtsrat a. D. Ltenglein schreibt nun in der „D. Juristenztg/: Der Angeklagte hatte der Redaktion einer Tageszeitung durch eine tni t falschem Namen unterzeichnete Postkarte mitgeteilt, daß eine bestimmte Persönlichkeit durch Sonnenhitze umgefallen und gestorben sei. Tie Mitteilung war wissentlich unwahr, von den: Blatt aber bona fi<1 e abgedruckt worden. Das Landgericht hatte den Angeklagten von der Anklage der Urkundenfälschung f r e i g e s p r o ch e n, weil er die Postkarte nicht zum Beweis eines Rechtsverhältnrffes bestimmt gehabt habe. Dies hat das Reichsgericht als eine irrige R e ch t s a n s i ch t erklärt und deshalb das Urteil aufgehoben. Entscheidend sei, ob eine Schrift für irgend ein Rechtsverhältnis beweisend oder den Beweis im Zusammenhalt mit anderen Beweismitteln liefernd wirke. Ties |ci in vorliegender Sache der Fall, weil die Postkarte bilbungsturje durch eine Telephonischer Kursbericht- Frankfurt a. M.. 23. April 113.00 Tendenz: ßtilL 3Va% 3% 3V,°/° 3% 100.90 43.50 28.50 1902. . 25.9Ö- . 89.10 . 110.70 I 211*80 . 189.70 . 135.90 . 138.90 . 152.80 . 141.40 . 17.60 . 167.60 . 202.00 . 195.90 . 167.5C Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) D. in Alfa. Nach den von uns eingezogenen (srtunbigungen hat das Zehnmarkstück nur seinen Geldwert. 3% Mexikaner 4*/29/o Chinesen . Electric, bohuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandil Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn Lombarden , . Gotthardbahn . . Laurahütto . . . Bochum .... Harpen er ... 4°/d Italien. Rente 4‘/s% Portugiesen b«/' Portugiesen. . 196 C. Türken . Türkenlose......113.00 4°/0 Grieoh. Monopol.-Anl. . 44.60 chwunden. Me Zugänge znm Fort sind gesperrt. Die Behörde ührt die Unlersuchuug au Ort uud Stelle. Schloß Loo, 23. April. Das heute früh auSgegebene Bulletin besagt, die Königin hatte eine ruhige Nacht.. Die Herabminderung der Tenrperatur hält an. Die Königio selbst fühlt sich bester. Die Nahrungsaufnahme ist genügend. Haag 23. April. Bei der Konsultation der Aerzte der Königin mit Professor Rvsenstein bezeichnete der letztere den heutigen Tag als den t r i l r f ch fte n, an welchem sich die Krankheit nach dieser oder jener Seite wenden teerte. Madrid, 23. April. Das Blatt „Epoca" temmen- tiert die Einführung der Republik auf Euba und ev< ücht die spanische Regierung, als erste die cubauifche )ublik anzuerkennen. Petersburg, 23. April. Der Unterrichtsminister General Wannowski hat seinen Abschied eingereichtt Der Zar hat das Gesuch bewilligt, nachdem er sich auf Veranlastung des Oberprokurators des heiligen Synod PobjedonnoLzcm ge* weigert hatte, den Entwurf einer Mittelschulreform zu unterschreiben. Der Entwurf war von Wannowski ausgearbeitet. Die Demission hat große Aufregung hervorgerufcn, weil man Vertrauen zu dem gemäßigt-liberalen Unterrichtsminister hatte. Eine Erneuerung der Studentenunruhen wird befürchtet. Zum Nachfolger Wannowski's soll Geheimrat Senger, der jetzige Gehilfe Wannowski's ernannt werden. — Die Untersuchung gegen den Mörder desMinisters Ssipjägin geht erfolgreich von Statten. Es ist festgestellt worden, daß derselbe am 9. April auS Saratow in Wiborg cingetroffen und von dort aus fast täglich nach Petersburg gefahren ist. Einem Teil der Komplizen ist die Untersuchung auf der Spur. Johannesburg, 23. April. Obcrkommistar Milner ist nach Kapstadt abgereist. N e w y 0 r k, 23. April. Aus Havanna wird gemeldet: Tie gesamte Presse bespricht die Ankunft des Präsiden^ ten Palmas auf Cuba. Ter Präsident, welchem ein sehr warmer Empfang bereitet worden war, ersucht« ten Gemeinderat, ihn zu unterstützen, damit er seine Pläne zum Wohle des Landes ausfuhren könne. Am Abend fand ein Bankett statt, wobei der Saal mit kubanischen, oimeritai Nischen und spanischen Flaggen geschmückt war. Neueste Meldungen. Originaldrahtmclduugcn des Gießener Anzeigers. Greiz, 23. April. Zur Beisetzung des Fürsten Heinrich XXIL erscheint als Vertreter Kaiser Wilhelms Prinz Friedrich Heinrich von Preußen. Kaiser Franz Josef wird durch den Grafen Elary, König Albert von Sachsen durch den Kammerhcrrn 0. Metzsch vertreten sein. Gera, 23. April. Fürst Heinrich XIV. v. Reuß j. der sich zuletzt in D a r m st a d t aufgehalten hat, wird heute aus Schloß Osterstein erwartet. Vermutlich wird sich der Fürst mit dem Erbprinzen zur A^stamentseröffnung und Regelung der Regentschuftsfrage nach Greiz begeben. Loadou, 23. Aprü. Es heißt, eme neue Kombinierung von Schifffahrtsgesellschaften, darunter die Eunardlinie und die Compagnie Generale Transatlan- tique, solle gebildet werden, um mit der Marganischen Kombination in Konkurrenz zu treten. London, 23. April. Aus Pretoria wird depeschiert: General Bruce Hamilton hat unter Mitwirkung'von fünf Kolonnen einen großen Streifzug längs der Delagoabahn begonnen. Das Resultat der Operationen ist noch nicht bekannt. London, 23. April. Aus Hongkong wird gemeldet: Eine Bande von 500 bewaffneten Chinesen hat sich nach Canton und Wu-Chan begeben. Die Behörden von Canton nahmen gestern im westlichen Viertel der Stadt Verhaftungen von 6 Personen vor, welche Dokumente des Bandenführers Kwok hatten, worin dieser auffordert, die Mandschu-Be- hörden der Stadt zu ermorden. Die Gefangenen bildeten einen Rat, der sich „Rat der Sechs" nannte und nach Canton entsandt war zwecks Ankaufs von Waffen und Munition und zur Leitung der Propaganda zu Gunsten der Nnioerstläts-Nachrichteu. Vertin, 22. April. Die unter dem Ehrenpräsidium des Reichskanzlers stehende Vereinigung für staatswissenschaftliche Fortbildung hat heute das erste Semester chrer Fortbildungskurse durch eine Eröffnungssitzung in der Universität beben Thatbestand einer Beleidigung und den Th ater zu bewerfen geeignet sei, und weil der Redakteur mittels der Posllarte den Der- äster und Einsender beweisen und sich dadurch nach § 21 des Pree- aesekes gegen Strafe sichern könne. — Im Einklang mtt der ständigen Rechtsprechung hat somit das Reichsgericht ausgesprochen, daß auch die Mitteilung an eine Redaktion eine Urkunde sem könne, wenn der Inhalt ein entsprechender sei. Leipzig, 22. April. Tas Reichsgericht verwarf die Revision des ehemaligen Bankdirektors v. Kriegshei rn, trer am 25. ölooember 1901 vom Landgericht I in Berlin wegen Uckunden- fälschung und versuchten Betrugs zu einer Zufatzstrafe von 18 Mo- arten Gefängnis verurteilt worden war. , Leipziger Bank. In der gestrigen Gläubigerversannnlung wurde vom Konkursverwalter mitgeteilt, daß die Hoffnung besteht, es könne im Lause dieses Jahres noch eme Quote von 15—20 vEt. verteilt werden. Die Aktiengesellschaft für Serltudustrte vorm. Ferdinand Wolfs in Mauuheim-Rcckarau wird eine 4'/,°/,ige Obligationen- Anleihe zu 105 pCt. zurückzahlbar tm Betrage von l1/, Millionen Mark an den Markt bringen. Reichsanleihe . . 101.60 do. ... 92.65 Konsole .... 101.65 do......92.30 8l/t% Hessen .... 100.15 3% Hessen ..... —.— 4% Oesterr. Goldretno . . 102.60 4ll,% Oesterr. Silberrente 101.85 4% Ungar. Goldrente . . 101.10 Rebellen. Brüssel, 23. April. Ja der gestrigen Sitzung des Generalrates der Arbeiterpartei kam es zu heftigen Auftritten zwischen den Abgeordneten und dem Vorstande der Prooin- zial-Arbeiter-Organisation. Es wurde beschaffen, zum 4. Mai einen allgemeinen Kongreß der sozialistischen Arbeiterpartei zu berufen, um über die Lage und dre zu ergreifenden Maßregeln Beschluß zu fassen. Brüssel, 23. April. Das Untersuchuugsgericht von Ter- moude eutdeckte gestern ein Komplott, welches bezweckte, das Fort von Rupelmoude bei Antwerpen in die Lnft zu 4*/,% äussere Argentiner sprengen. Eine dort aufgestapelte Menge Pulver ist ver- gönnen. -— Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — EuglaudS Fiuanzpoliitk. Ter Krieg in Südafrika hat mit sich gebracht, daß das Budget ein Desizü von 45*/i Mill. Lstr. oder 910 Mill. Mk. ausweist, das nun durch Die neue Anleche und die Ausgabe von Schatzscheinen gedeckt ist. Bei der Vorlegung des Budgets hat Finanzminister Hicks Beach auch mitgeteilt, daß der Krieg bis jetzt 160 Mill. Lstr. gekostet hat. Der Krieg hat es nun mit sich gebracht, daß England immer mehr vom Freihandel ab- schwenkt und zur Schutzzollpolitik übergeht. Schon im Vorjahr wurde der Kohlenausfuhrzoll und der Zuckerzoll ausgeführt, und nun sollen außer einer Erhöhung der Einkommensteuer und der Stempelabgaben auf Checks, Coupons und Sichtwechsel ein Zoll von 8 Pence aus den Zentner Korn und 5 Pence aus den Zentner «roten und feinen Mehls in der Gesetzgebung Aufnahme finden. Tie Steuer soll 2—2'/, Mill, jährlich einbringen. Die enragierten Freihändler können mit dem alten Borotin in Grillparzers „Ahn- fccm sagen: „Fallen seh' ich Zweig auf Zweig, kaum rwch steht der morsche Stamm". , „ — Trust der trauöatlantifchen Danrpfschifffahrtsgesell- ichafteu. Von den großen transatlantischen Dampferlinien haben sich noch nicht für den Trust geroiimen lassen: die Eunard-Linie und die Compagnie Gänerale de Transatlantique. Das Kapital bd$ Trusts soll sich aus nicht weniger als 200 Mill. Doll, belaufen und sollen die Aktien an den Börsen von New-York und London zur Einführung gelangen. . — Bergwerkogesellschast Hiberuia. Der Ueberschuß nn März betrug 702 342 Mk. d. i. 206 819 Mk. weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Seit L Januar beträgt der Ueberschuß nunmehr 2128 827 Mk. oder 521740 Mk. weniger als in der gleichen Periode des Vorjahres. Dabei ist zu berücksichttgen, daß sich schon in der vorjährigen Vergleichsperiode der Absatz gegen die gleichzeitigen Erträgnisse des Jahres 1900 bedeutend verschlechtert hatten. . Norddeutscher Lloyd. Bet der Erwerbung emer Zeche in Gemeinschaft mit der Firma B. Krupp soll es sich, wie verlautete, um die Zeche Nordstern handeln. — Die Emission der neuen Lloydaktien, die dem alten Syndikat unter Führung der Seehandlung übertragen ist, dürfte Anfangs Mai erfolgen. Die Hamburg-Amerika-Linie beruft auf den 28. Mat eme außerordentliche Generalversammlung ein. Wahrscheinlich werden in derselben Mitteilungen über die Newyorker Abmachungen gemacht. Wünschenswert wäre es jedenfalls, wenn die Akttonäre schon vorher genauere Mitteilungen über die Art der Beschlüße erhielten und eme Ausstellung darüber, was die Gesellschaft von der Interessengemeinschaft für finanzielle Vortelle erwartete. HOB. Sturz des Silberpreises. Aus Newyork wird ein scharfer Rückgang des Silberpreises gemeldet. Es hieß, daß es sich um Sllberversendungen aus China handle zur Zahlung des Restes der Kriegsentschädigung. Dies kann jedoch nicht stimmen, da die Kriegsentschädigung in Obligationen beglichen wurde. Sielbau Gießen. Für den Sielbau der Provinzial-Hauptstadt Gießen werden zu mehrjähriger Thättgkeit einige tüchtige Bauaufseher gesucht und zwar sind vorerst drei Stellen, eine am L Juni d. I., die iroei anderen am 15. Juli d. I. zu besetzen. Geeignete Bewerber, die sich über erfolgreiche Thättgkeit bei Rohrverlegungs-, Kanal- und Schachtarbeiten ausweisen können, wollen ihre Gesuche mit kurzem Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Gehaltsanfpruch an das Sielbauamt, Großh. Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 6, dis zum 15. Mai d. I. bezw. L Juli d. I. einreichen. Gießen, den 2L April 1902. 8187 Groherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende zur Erweiterung des hiesigen Kreisamtsgebäudes nötigen Schreinerarbellen nebst Materiallieferungen, nämlich: Los I. 116 qm Parkettfußboden von Eichenholz, Los II. 590 qm Aktengestelle von Tannenholz werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mll Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 26. April d. Js., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Auffchrist portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 18. April 1902. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. 3132 Neuling. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über den Nachlaß des Kaufmanns Wilhelm Seuling m Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. 3211 Gießen, den 21. April 1902. Großh. Amtsgericht. Donnerstag den 24. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, sollen dahier Neuenweg 28 Hausund Küchengeräte aller Art, eine Schreibmaschine, eine Ladentheke, Porzellanwaren u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden Gießen, 23.2lprll 1902. 2225 Seipel, Gerichtsvollzieher. Der am 1. Mai d. I. in Kraft tretende Sommerfahrplan unseres Bezirks liegt in der Zeit vom 18. April vis 1. Mai in den Dienstzimmern der Stationsvorstände zur Einsichtnahme offen. Die wichtigeren Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan lind darauf in einer Zusammenstellung angegeben. 3213 Frankfurt a. M., im April 1902. Königliche Eisenbahndirektton. Stabt. Schlachthaus. Freibank. Heute uud morgen: vqieaükilch 50 Kfz. KlchitM 35 Kfg. LebeM Lahnfische 01856 Aster weg 1. Frische Eier per ötüd 5 Psg., Siedeier 2 St. 11 Psg., 20 St. 1,05 Mk^ empf. W. Ullrich, Schloßgasse.7. Qvm“ bester, billigster und „DVvd , einfachsterSeparator Ph. Oehlenschläger & Co., Berlin W 8. 3113 Atige Vertreter gesicht. die schreien n. Mischern Papa — Mama — Miau Kikeriki schreiend und vogel» zwitschemd. 32,3 Zu haben in alleuPapier-, Postkarten- und Spiel- wareu-Geschäfteu. D. R. G. M. 163591. Alleiniger Fabrikant: D.Grodel, Frankfurt a.M. | Maker gegen 1JC in Marken frco. Saatkartoffel $en Goldrose (Spätkartoffel), großknollig, reichster Ertrag, sehr wohlschmeckend, empfiehlt billigst 8228 I. Weisel, AonnenKr. 6. 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