ISS. Jahrgang Erstes Matt. 12 dadurch die Weihuachts-^litteratur. ur- die zu bie die ttbrefie für Depeschen: Anzeiger Gieße». jftrnlprkchanIcklußNr 61. letzten Vorgänge hn Reichstage, wo „(Senoffe* 14 GlaS Wasser 8 Stunden lang geredet und SRr. 800 Avschetut tägtt» außer Sonntag«. Dem Biesten er Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Siebener ZamUten- blätter viermal in der Woche beigelegt. -lotationSdruck u. Verlag der Brü h l'scheu Univ« rs.-Buch- ».Stein- druck« re» (Pietsch Erbens Redaktion, Expedition Parlamentarisches. R. B. Darmstadt, 20. Dez. Die erste hessische Kammer hielt heute eine kurze Sitzung ab. Den Vorsitz führte Graf Görtz, genannt Schlitz, der als neuer Vertreter de8 GroßgrungbesitzeS (neben Frhrn. v. Niedesel) den Frhrn. v. Leonhardt einführte. In die Tagesordnung eintretend, bericht die Kammer zuerst das Gesetz bett. die Fürsorge von Beamten bei Unfällen. Geheimrat Schmidt er- ** General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen Politische Wochenschau. Dadurch, daß der BundeSrat dem Zolltarif, wie er aus der dritten Lesung heroorgegangen, seine Zustimmung erteilt hat, ist die Vorlage definitiv erledigt worden und damit ist auch zugleich daS Geschrei im Blätterwalde verschwunden. Montag SS. Dezember 1908 Ä vrzugSPreiSr o monatlich76Ps.,viertel- Kekanntmachung. Wegen Schweinerotlaufs ist üb« daS Gehöft d«S Gutsbesitzers ClooS in Roßberg Sperre angeordnet. jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.2.-viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer biS vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polii. u. allgem. Teil i.V.: Fr.Hannemann; für „Stadt u. Land* und .Gerichtssaal*: Curt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Rur noch einzeln« stille Betrachtungen knüpfen sich an die * “ ' Antrick bei ,Genossen* Stadthagen und Heine mit ihren Dauerreden weit hinter sich gelassen hat. Wenn wir heute noch einmal an dieser Stelle de8 Zolltarifs Erwähnung thun, so geschieht dies zunächst, nun der hier und da aufgetauchten Meinung entgegenzutreten, als fei derselbe zu schnell durchberaten. Wir glauben, im Ernste wird daS Niemand sagen können. Lange Monate hindurch stand der Zolltarif auf der Tagesordnung, was Wichtiges und Unwichtiges über ihn gesagt werden konnte, ist in der Kommission breit, sehr breit gesagt worden, die noch nie so lange über einen Gesetzesentwurf zur Beratttng gesessen hat, sogar so lange, daß man den Mitgliedern Diäten zu verwilligen sich genötigt sah; auch im Plenum waren die Beratungen der ersten Wochen sehr in's Einzelnste gehend, bis dann schließlich, nachdem die Obstruktion eingesetzt, daS Tempo allerdings verblüffend rasch angeschlagen wurde. Daß ganz allein die Obstruktion den Gang io sehr beschleunigt hat, dafür giebt die letzte denkwürdige Sitzung den klassischsten Beweis. Erst durch Antricks Dauerrede' veranlaßt, setzten die Mehrheitsparteien ihre Ehre darein, ohne den Zolltarif nicht auseinander zu gehen. Einige Tage Beratung mehr hätte auch absolut nichts Neues zu Tage fördern können, denn die Reden der Gegner verliefen sich nur in Kleinigkeiten, und jeder Abgeordnete hatte seine bestimmte Meinung, von der ihn keine Dialekttker hätten abzubringen vermocht. Freund wie Gegner aber haben daS Ende freudigst begrüßt. Zum zweiten sei noch darauf hinge- wiesen, daß bet Zolltarif erst Geltung gewinnt, wenn ferne Handelsverträge zustande kommen. Zunächst stellt er nichts anderes dar, als eine Grundlage, darauf unsere Diplomatie, sogut sie es vermag, Handelsverträge zu bauen hat; er soll eine Rüstung sein, die unseren Vertretern die Möglichkeit an die Hand gibt, günstigere Verttagsbedingungen zu erzielen, als eS durch die Aera Caprivi geschehen ist. Die ReichS- regierung hat unS die Wahrscheinlichkeit zugesichert, und so ist unser Wunsch der, eS möge ihr in vollstem Maße gelingen. Zu einer gleichmäßigen Entwickelung bedürfen Handel und Industrie langfristiger HandelSverttäge, die eine möglichst stabile Lage der Verhältnisse sichern und die Gewißheit geben, daß industtiellen und kommerziellen Unternehmungen chlkanöse Quertreibereien deS Auslandes erspart bleiben. Bei der Herausgabe deS Zolltarifs schon bis m die jüngste Zeit hinein wurde gerade von den Blättern, die nur einseitig die Interessen von Handel und Industrie vertraten, eine gewisse Art Polemik geführt, die wir sehr bedauerten und die mindestens unklug war. Man glaubte nämlich den Zolltarif dadurch am erfolgreichsten bekämpfen zu können, daß man das Ausland gegen das deutsche Reich auSsptelte. Man betonte dabei, daS Ausland durch erhöhte Zollsätze nicht reizen zu dürfen, und wies darauf hin, daß daS deutsche Reich der HandelSverttäge bedürfe. Dies letztere steht ja frei- lich richtig, aber nicht mehr, als auch daS Ausland dieselben weisen. Astronomen, die sich eines besonders guten Auges und auch eines besonders guten Fernrohrs rühmten, hatten sich gar dazu verstiegen, Landkarten von der Oberfläche der Venus zu entwerfen, auf denen bestimmte Linien und Flächen hellerer unb dunklerer Färbung zu sehen waren, die ja nun je nach der Phantasie des Beschauers auf Länder und Meere, Thäler und Berge gedeutet werden konnten. Einer der Himmelsforsch^er, der zu den schärfsten Angreifern der Venus gehörte, war der Amerikaner Per- cival Lowell, der in der reinen Höhenluft am östlichen Abhang des Felsengebirges oftmals sein großes Fernrohr auf den Planeten richtete. Jetzt sieht sich derselbe Mann dazu veranlaßt, seine Beschuldigung zurückzunehmen und zu erklären, daß die Flecken der Venus', die von ihm und anderen Astronomen gesehen worden waren, nicht in Wirklichkeit vorhanden, sonoern optische Täuschungen gewesen sind. Andere Planetenbeobachter waren freilich schon immer Verteidiger der Venus gewesen, namentlich die französischen Astronomen Moreux und Antwniadi. Auch Lowell zeigt jetzt wenigstens das rühmliche Bestreben, für feine ungerechten Angriffe Buße zu thun, indem er den Nachweis von der Fleckenreinheit der Venus mit jedem möglichen Mittel fuhren will. Er hat bereits begonnen, eine große Zahl künstlicher Planetenscheiben zu beobachten und dadurch festzustellen, in welcher Weise jene opttscheu Täuschungen zu stände kommen. Tiefe Untersuchungen sind noch nicht völlig abgeschlossen, werden aber hoffentlich so aus- fcillen, daß nicht nur die Venus, sondern auch andere Planeten mit Flaken verunziert werden, die nur in der Mangelhaftigkeit des menschlichen Sehens bestehen. hervor gerufen, erblaßt, ja macht manchem, der die Vorgänge nicht mit der Gewißheit wie wir, sondern mit mehr kritischem Auge bettachtet, dem Zweifel Platz. M der völligen Ehrenrettung KrnppZ hätte ganz Deutschland und besonders die Großindustrie ein nicht geringes Interesse ür feine wirtschaftlichen Interessen nötig hat. Vor zwölf Jahren zwar hatte die Reichsregierung geglaubt, Handelsverträge auf jeden Fall schließen zu müssen, und als das Ausland diese Absicht wahrnahm, stellte eS so hohe Forderungen, daß wtt — und das wird jetzt, da die HandelSverttäge sich ihrem Ende zuneigen, wohl von keiner Seite mehr ernstlich bestritten — außerordentlich schlecht abschnitten, damit wir nun jetzt unsere Interessen mehr zu wahren imstande sind, st es erforderlich, ohne Furcht und mit klarem Wollen in die Verhandlungen einzutreten. Es war daher außerordentlich unklug, daß in den deutschen Blättern sich Wochen und Monate hindurch immer und immer wieder eine unnütze Furcht vor dem AuSlande zeigte, gerade so, als ob wir allein auf Verttäge angewiesen seien und Nutzen davon zögen. Dadurch verschlechtetten wir unsere Position und die Möglichkeit guter HandelSverttäge und stärkten dem Auslande den Rücken. Tie Einstellung des Strafverfahrens gegen den „Vorwärts" in Sachen Krupp hat in der gesamten Oeffent- lichkeit peinliches Auffchen hervorgerufen. Auf Bitten der Frau Krupp selbst, die „durchdrungen ist von der Schuldlosigkeit ihres Gatten und der deshalb an der gerichtlichen Besttafung der Urheber und Verbreiter nichts mehr gelegen ist", hat sich der Oberstaatsanwalt, der offenbar nicht gegen das Einverständnis des Ministers handelte, zu diesem Schritt veranlaßt gesehen. Mr können uns in das Seelenleben der schwer geprüften und leicht empfindsamen Witwe hineinversetzen und darum ihren Wunsch auf Einstellung eines Verfahrens würdigen, das einem raffinierten und nichts scheuenden Angeklagten nach unserem prozessualen Verfahren die Möglichkeit giebt, das Leben selbst eines Ehrenmannes, wie es Krupp war, nach allein Seiten und Einzelheiten hin durchforschen zu lassen und b'tos zu stellen, in dem harmlose und weit zurückliegende Kleinigkeiten, aus ihren Anlässen und Zusammenhängen herausgerissen, durch niedrige Verzerrung und breite Darlegung, durch Schilderung möglicher und unmöglicher Gedankengänge aufgebauscht, so geschildert werden können, daß semper aliguid haeret. Kommt dann noch hinzu, daß der Richter nicht die vollendetste Fähigkeit besitzt, oen Gang des Prozesses direkt nach dem Endziele hinzuleiten, so ist ein Eyrenprozeß selbst für den Reinsten und Vollkommensten immer eine heikle Sache. Aus dieser Erwägung heraus unterbleiben viele Klagen und mancher Ehrenräuber fährt in seinem schlechten Handwerk ruhig fort. So verständlich und menschlich begreiflich die Handlungsweise der Frau Krupp ist, ebenso merkwürdig erscheint uns das Verhalten deS Oberstaatsanwalts. Durch Krupps Tod war seine Pri- vatllaae erloschen. Hat aber eine Ehrenbeleidigung ein öffentliches Interesse, so ist die Staatsanwaltschaft berechtigt, durch Staatsklage hervorzutrreten. Im Falle Krupp wurde ganz mit Recht ein öffentliches Interesse als vorliegend angenommen. Das war doch sicherlich das Ergebnis reichlicher Prüfungen und gewissenhafter Erwägungen. Nach dem Glauben des Oberstaatsanwalts ist nun auf einmal das öffentliche Interesse geschwunden und demgemäß wird das anfangs so eifrig betriebene Verfahren eingestellt. Dieser plötzliche Wandet der Erkenntnis erscheint selbst durch die Bitte der Frau Krupp der breiten Oesfentlichkeit unverständlich. Krupp war weit über Deutschlands Grenzen hinaus, ja in der ganzen kulttvierten Welt ein öffentlicher Mann und des Kaisers bester Freund, und eine Beleidigung, die, wenn sie erwiesen werden konnte, den Mairn unbedingt moralisch tot machen mußte, staub im öffenllichen Interesse, wie denn auch alle Zeitungen der Wett sich mtt der Klage beschäfttgt haben. 'Dieses! öffentliche Interesse ist durch Krupps Tod das gleiche geblieben und es mußte daher nach unserer Meinung durch den einzig gangbaren Weg der Klage Krupps Ehrenschild blank erhalten werden. Die Staatsanwaltschaft versagt mm und der gute Eindruck, den die beiden Kaiserreden gehabt. Die mündlichen Verhandlungen in Venezuela sind zu Ende, dagegen reden umso lauter die deutschen und die englischen Kanonen und als drttter im Bunde erscheint Italien. Der Krieg ist zwar nick)t erklärt, die Feuer- schlünde haben sich aber geöffnet und in Puerto Cabello ist Blut geflossen, die venezolanischen KriegSschifft sind versentt, die Handelsschiffe weggenommen und die Blockade eröffnet, und in Caracas stellen sich Jünglinge und Greise unter die Waffen, um die angethane „Schmacht an den Feinden zu rächen, und daS alles ohne formelle Kriegs- erllärung. Repressalien nennt man das in unserer heutigen Kriegssprache. In Venezuela scheint die Furcht noch keine Stätte zu finden vor dem Jubel, der in dem Präsidenten Castro, den zweiten Bolivar, el Libertador, feiert, nach dem man, als dem Befteier von dem einstigen harten Joch der Spanier, Staaten, Provinzen, Städte und selbst die Einheitsmünze genannt. Der prahlhansische Castro bleibt aber dock noch weit zurück hinter jener Heroengestatt, und wenn die allerdings unzuverlässigen Nackrichttn aus der Kernen und gänzlich unfähigen Republik, die zur Zeit im Mittelpunkt der Weltpolitik steht, richtig sind, hält sich Castro — wie eS alle Schreihälse thun, wenn die Lage ungemütlich wird — momentan verborgen. Unterdes scheint im Lande alles drunter und drüber zu gehen und Castros Gegner haben ihm vermutlich zwei schwere kriegerische Niederlagen beigebracht. In den Bereinigten Staaten wird man wegen des Vorgehens der Verbündeten gegen einen faulen Schuldner sehr nervös. Man fürchtet eine Verletzung der Monroedoktrin seitens der Deutschen, besonders, will man glauben machen, habe sich Deutschlands Auge auf die Insel Margarita gerichtet, um in dem dortigen Arckipel' eine Stütze für die Kriegsschiffe und für den in Venezuela in erster Reihe stehenden deutschen Handel zu haben. Das unsinnige Vorgehen der amerikanischen Presse hat dar Deutsche Reich, sogar^zu einer offiziösen Auslassung bewogen, die wie eine Entschuldigung klingt gegenüber den Amerikanern, die mit immer kühnerem Mute sich schon so gebärden, alÄ gehöre ganz Südamerika zur Union, oder als sei nur mit ihrer gnädigsten Erlaubnis es gestattet, so vorzugehen, tote mächtige Staaten zur Wahrung der Interessen ihrer Unter- thanen es für gut finden. Das Verhallen der Verbündeten läßt den Schluß zu, als ob die Monroe^Doktrin in ihrer ganzen Maßlosigkeit als berechtigt anerkannt würde und das wäre bedauerlich an sich und aus dem Grunde, weil Amerikaner dadurch immer selbstbewußter austreten Dr. Karl Storck, Deutsche Lrt^Mv« aeschichte. 2. verm. und Verb. Aufl. StuttgartsMut Verlagshandlnng. 1903. VIII u. 496 S broschiert c> Ter D-rfasscr toofite uns in seiner Geschechte der Litteratur ein Blich geben, „in dem einmal der Entwick- lungsgang unseres Schrifttums deutlich geschildert wurde, dann aber auch d ie Kenntnis aller für diese Enttorcklrnrg wich- tiaen Persönlichketten und Kunstwerke, ganz abgesehen davon ob sie für uns noch lebendig sind, vermittelt wurde Auf der einen Sette sollte die Schwerfälligkeit der aus- MbrÜchen Werke gemicben werden, die den Lcnen vom Studium abschrecken und ihm höchstens als gelegentliche Nack-schlaaebücher dienen, auf der andern die schulmaßige Troaenheit der Leitfäden. Taß ein derartiges Buch einem |S- ffeffÄKS llare UcbersickE die den Gang unserer litterari- (Xn (StS Äa wib ihre Höhepunkte deutlich hervor- ’Lifi" Ä erweisen sich die z-hl. reichen Allgemeinen Erikiernngen, die großer- Zus-mm«' aesckichte neben den vielen schon vorhandenen nur bei lehr Wer Ausdehnung wirklich neues bieten onne, wenn nicht Zon vornherein der Nachdruck weniger auf die geschichtliche als auf die ästhetische Darstellung gelegt werde. Wenn wir diese Ansicht auch nicht ganz teilten, ,o war doch für den älteren schon gründlich durchforschten Zeitraum die Hauptaufgabe, cnis dem Gesickerten das Wichtigste herauszu- greifen und in gut gegliederter Darstellung vorzuführen. Für die nachklassische Zeit, deren Bild noch nicht so Har vor uns liegt, war die Aufgabe schwerer; hier muß der Kritiker dem Urteil der Zeit über den Wert ober Unwert ber einzelnen Erscheinungen, über bie Bedeutung neu auftretender Richtungen vorgreifen. Storck hat gerade den beiden letzten Büchern, die pie Bettachtung von der Romantik bis auf unsere Tage führen, besondere Sorgfalt zugewcmdt, und für die zweite Auflage den Abschnitt über die neueste Litteratur von 1848 bis zur Gegenwart neu bearbeitet. Es kommt ihm hier zu statten, daß er mitten im Künst- und Sitteraturleben der Hauptstadt steht und auch mit andern Gebieten christlichen Schaffens verttaut ist. Er steht den Vertretern der „Heimatkunst" nahe, beweist aber auch ihnen wie anderen Erscheinungen gegenüber krittsche Unbefangenhett und selbständiges Urteil. Ein besonderes Verdienst der vorliegenden Arbett erblicken wir darin, daß sie als das erste derarttge kürzere Werk ein lebendiges Bild von der Litteratur des verflossenen Jahrhunderts und namentlich den litterarischen Kämpfen und Bestrebungen der jüngsten Vergangenheit giebt So können wir sie denn allen denen empfehlen, die eine gut orientierende, mit Urteil und Frische geschriebene Litteraturgeschichte von mäßigem Umfang zu besitzen wünschen. W. 25—-). Die Flecken der Venus. Tie Ehre des Planeten Venus ist gerettet. Man hatte feine Makellosigkeit ange- zweiselt, die Oberfläche des Gestirns blecken aufkönnen glauben. Tie vergangene Wocke führte auch für kurze Zeit Zweite Kammer der hessischen Stände zusammen, .. die Adresse an den Großherzog beriet und zwei Gesetze untergeordneter Bedeutung verabschiedete. Ter ins Große geplante Ausstand der Schiffs« arbeitet in Marseille ist im Sande verlaufen. Er kann als beendet angesehen werden und bedeutete Wetter nichts, als den Verlust von Hunderttausenden für die Arbeiter» familien. Ganz genau, wie wir es vorausgesagt. Einnahme Landcsbaugewerkschule . Gewerbeschule zu 1650 600 60 8 550 verhinderte 2 000 8600 2 400 Mk. 4 000 80190 9 600 6 440 26 200 19 880 24 500 500 1840 9 750 1965 7 750 1840 1960 1970 1950 1210 6 800 6 000 24 200 25 095 3 000 12 700 150 9 295 im üb- Aus- gäbe Mk. 45160 9 640 81 685 8 875 9 050 8 780 13 845 15 060 8 055 6 480 30 725 21 440 Gießen erstattete Bericht, indem er ausführte, baß daS Gesetz nur eine Ausführung des Gesetzes von 1897 sei. Das Gesetz wird angenommen, ebenso der Antrag deS Abg. Reh, daß die Fürsorge erstreckt werde auch auf die Beamten, die in Betrieben beschäftigt sind, die nicht reichsgesetzlich der Unfallversicherungspflicht unterliegen. Darauf erfolgt die Beratung über daS Gesetz bett. Erheb ung der Steuern und daS Gesetz betr. die Kriminalkassen. Den Bericht erstattete Frhr. Ludwig von Riedesel. Die Anträge werden einstimmig angenommen. Der Präsident teilt mit, daß zum Präsidenten deS dritten Ausschußes Fürst Solmö-HohensolrnS-Lich gewählt worden sei und als Vicepräsident dieses Ausschusses Graf Psenburg-Büdingen-Meerholz. Hierauf wird die Kammer geschlossen und in Aussicht gestellt, daß sie erst wieder nach Beendigung des Budgets zusammentreten wird. Kunstgewerbe u. Handwerkerschule zu Mainz Technische Lehranstalten zu Offen- bach Fachschule für Elfenbeinschnitzerei Staats- zuschuß Mk. 29 850 6 000 14 470 5 700 5 800 6 640 8 485 9 940 6 275 4 200 9 225 9 940 Aus dem hessischen Staatsbudget 1903/04. Für „Gewerbliche Unterrichtsanstalten, sowie sonstige Förderung von Handwerk und Kunstgewerbe* sind nach- verzeichnete Beträge vorgesehen: Bensheim Darmstadt Michelstadt Alsfeld . Büdingen Friedberg Gießen . Nidda. . Alzey . . Bingen . WormS . an Schul- geld Mk. 14 800 2 200 7 415 1210 1510 800 3 400 3150 830 1070 16 200 6 500 Zusammen 197 965 Unter „Zentralstelle für die Gewerbe und Landes Aus Stadt und Land. Gießen, den 22. Dezember 1902. ** Gedenktage. Am 22. Dezember 1819 wurde in Eilenburg der Liederkomponist Franz Abt geboren. Seit 1838 studierte er Theologie in Leipzig, ging 1841 als Musikdirektor an daS Hoftheater in Bernburg, dann nach Zürich und Braunschweig. Seine vielen hundert Lieder zeichnen sich durch angenehme Melodik, leichte Sangbarkeit und gefälligen Ausdruck aus. Zu den bekannten Liedern Abts gehören: „Wenn die Schwalben heimwärts zieh'n" und „Gute Nacht, du mein herziges Rinb.* - Das Hochwasser der Wieseck hat das für die Kanalisation längs des Flüßchens bis zur Lahn neuerbaute Siel gründlich eingeweiht. Schon längst ruhten an der Bahnhofstraße und auch an der Wieseck die dort aufgestellten Dampfpumpen, weil deren Arbett den andringenden Waffer- mengen gegenüber nutzlos sein würde. An der Kreuzung der Bahnhoffttaße mit der Wieseck ist das Wasier erheblich übergettetcn und hat rechts und links am Ufer die dort her- gestellten tiefen Schächte vollständig unter Wasier gesetzt. ** Die Mull-Abfuhr, welche bei uns auf städtische Kosten erfolgt, wird dadurch gewaltig erschwett, daß die HauShaltungsaorstände ihr Dienstpersonal nicht anweisen, den angesammelten Müll, wie es die Regel sein sollte, an jedem Abholungstage, also Dienstag, Donnerstag und SamStag, zur Abfuhr bereit zu stellen. Der Straßen- meister, dem der Fuhrpark für dieses Geschäft unterstellt ist, klagt mit Recht, daß es häufig vorkomme, daß am Dienstag und Donnerstag gar keine, am Samstag aber drei Mal so viel gesüllte Kehrichtskastcn auf Leerung warten. Es fehlt dann an Fuhrwerk, um die großen Mafien von Müll zu entfernen, oder es entttehen der Stadt erheblich mehr Kosten, als wenn durch regelmäßiges Herausstellen der Kästen die Arbeit erleichtert wird. In neuerer Zeit macht sich auch wieder die Unsitte bemerkbar, daß man den Kehricht in zur Verladung unzweckmäßigen Gefäßen, ja sogar in Pappkästen (!) auf offene Straße stellt. § Butzbach, 21. Dez. Heute nachmittag fand in der geschmückten Turnhalle die Christbescheerung für die Zöglinge der Kleinkinderschule statt. — Mit dem Bau der Butzbach-Licher Eisenbahn geht eS langsam vorwärts, obwohl die Vermesiungen und einige nötig gewordene Umänderungen in den Plänen erfolgt sind. Verflossene Woche sollten nämlich eine Anzahl Grundbesitzer vor dem Ortsgenchtsvorsteher ihre Einwilligung dahin erklären, daß unbeschadet späterer Vereinbarung über den Geländekaufpreis und vorbehaltlich etwaiger Ansprüche auf Flurschadensersatz, die Butzbach-Licher Eisenbahn-Aktiengesellschaft das betreffende Gelände schon jetzt in Besitz und Benutzung nehmen darf; cs weigerten aber verschiedene Grundstückseigentümer die Abgabe solcher Einwilligungen, so daß dem Beginn der baulichen Arbeit ein ungeahntes Hindernis entgegen getreten ist. Da jedoch die Bahn bis 1. Oktober 1903 fertig gestellt sein muß, bleibt der Aktiengesellschaft event. nur übrig, im Enteignungsverfahren die Besitzeinweisung herbeizuführen. Hauptlehrer Zur Veranstaltung von Fachkursen an gewerblichen Lehranstalten Zu Unterstützungen an die vorgenannten Anstalten für Beschaffung von Mobiliar u. Unterrichtsgegenständen, ferner für Jnstruktionsrersen der Hauptlehrer u. s. w. gewerbeverein" find für ähnliche Zwecke noch vorgesehen: Bibliothek, Vorbildersammlung u. s. w. . . . . . Gewerbemuseum, Lehrmittelsammlung u. s. w. . . Förderung derZwecke der Ortsgewerbevereine, Unterstützung gewerbl. Ausstellungen, Preisausschreiben Unterstützung der Werkstattlehre von Handwerkslehrlingen und zur AbhalMng von Kursen für Meister und Gehilfen; kunstgewerblicher Kursus in der Zentralstelle Förderung der kleineren gewerblichen Unterrichtsanstalten ........ und verwandte Gewerbe zu /14 860 Erbach ........ \ 150 Webschule zu Lauterbach ... 12 906 Stellvertretungskosten für erkrankte und 58 080 14 450 J61 395 11 800 > 3 000 Vermischtes. *FolgendenWeih nachtSbrief erhielt der Deutsche Tierschutzverein in Berlin: „Lieber Herr Tierschutzverein, Papa sagt, daß in der Zeitung steht, daß sie Weihnachtsesel erhalten haben. Ich wolte schon längst einen haben und möchten sie miet einen schicken. Das Fahrgeld koste n 12 Mark in die dritte Klaße und will ich bezahlen. Ick habe in der Sparkasse 16 Mark. Weiter weis ich nichts neues und verbleibe mit herzlichen Grüßen ihr Freund Erwin H.- Der Wunsch des Knaben dürfte jedenfalls in Erfüllung gehen, da gleichzeittg mit dem aus Hamburg angekommenen Brief eine Postkarte eintraf, in welcher der Vater des EselfteundeS sich nach den Preisen der Grauttere erkundigte. * »Der Regenschirm als Goldgrube* betitelt sich ein Geschichtchen, daS man in Paris in Folge einer neuen Leihhausvorschrift ausgeheckt hat. Die liebenswürdigen Beamten des Mont-Pietä sind nämlich von ihrem Oberspardirektor angewiesen worden, neue Gebrauchsgegenstände möglichst hoch zu beleihen, um das Pumpgeschäft, daS neuerdings einigermaßen darniederlag, wieder etwas in Schwung zu bringen. Das neue Rezept, in absehbarer Zett Millionär zu werden, lautet also: Man kaust sich in einem Warenhaus einen ein- fachen Regenschirm für 2 FrcS. 95 CtS. Darauf bringt man ihn ins Leihhaus, das sofort daS Minimum der leihbaren Summe darauf auSzahlt, nämlich 3 FrcS. Den erhaltenen Pfandschein kann man im nächsten Bureau weiter verkaufen, wo man ein Viertel deS Nominalwertes erhält, nämlich 75 Eis. Man hat also 3 FrcS. 75 CtS. für eine Ausgabe von 2 FrcS. 95 Cts. eingenommen, ergibt einen Gewinn von 80 CtS. Wenn man dieses Geschäft nur täglich zehn mal in zehn verschiedenen Filialen des offiziellen LeihkontorS macht, so bezieht man eine tägliche Rente von 8 FrcS., monatlich 240 FrcS., jährlich 2880 Francs. Da hat man eine treffliche praktische Anwendung des Ministerwortes „Enricbissez- vousl“, ba§ unter Louis Philippe gesprochen wurde, der bekanntlich den historischen Regenschirm gewisiermaßen im Wappen führte. • Ein jugendlicher Don Juan stand in der Per- on des 18jährigen Bergmanns Willie Mitchell vor dem Gericht von Falkirk im schottischen Bergwerksdistrikt. Eine 17jährige Schöne, Tochter eines Arbeitsgenofien, hatte ihn wegen falscher Schwüre verklagt und forderte eine Ent- chädigung von 5000 Mark zur Heilung der Wunden ihres Herzens. Dem Richter erschien diese Angelegenheit denn doch etwas zu „kindlich", und er erledigte sie mit dem hochweisen Spruch: „Ein Mädchen von 17 Lenzen brauche es mit dem Heiraten nicht so eilig zu haben. Es könne immer noch unter die Haube kommen. Die niedliche Nellie Grant, die Klägerin, solle sich nur gedulden, bis ihr treuloser Willie majorenn geworden fei. Wenn er dann Anstalt mache, emo andere, als sie zu heiraten, so solle sie wieder vor dem Richterstuhl erscheinen und ihre Klage anbringen!" g. Friebderst, 21. Dez. Verschüttet wurde am Freitag im benachbarten Schwalheim ein filteret Mann. Er hatte sich trotz Verbots in eine dem Georg Müller gehörige Sandgrube begeben, die Sandmafien hatten nachgegeben und den Unvorsichtigen vollständig verschüttet. (£rft gestern konnte die Leiche geborgen werden. — Ein kleiner Brand entstand Frettag abend hn hiesiaen Warenhaus von Ktlb. Das Feuer konnte nach Stunde gelösch werden. Der Schaden ist unbedeutend. b. Leusel bei Alsfeld, 21. Dez. Ein einklassiges Schulgebäude mit Lehrerwohnung soll hier erbaut werden. Die erforderlichen Rohbauarbeiten und Lieferungen sind bereits ausgeschrieben. Nächsten Dienstag sollen die Arbeiten vergeben werden. Jedermann wird in den jetzigen Wintermonaten mit ihren langen Abenden darauf bedacht sein, eine Zeitung zur Hand zu haben, die ihn nicht nur mit Hilfe eines umfassenden Depeschen- und Telephondienstes und eines weit ausgedehnten Netzes von Berichterstattern über alle wichtigen Ereigniffe in Stadt und Land orientiert, sondern ihn auch über die wichtigen Reichslagsverhandlungen, wie über die bedeutsamen Beratungen in der Zweiten hessischen Kammer schnell und zuverlässig unterrichtet ihm aber auch in spannenden Erzählungen, anregenden und fesselnden Romanen, sowie einer reichen Auswah' aus der bunten Tageschronik eine geeignete, gern gelesene Familienlektüre bietet. Alle diese Vorzüge genießt der Leser durch den „Gießener Anzeiger", der im 152. Jahrgang steht und nicht nur die älteste, sondern auch die reichhaltigüe, größte und beliebteste Zeitung Oberhessens ist. Bestellungen auf den „Gießener Anzeiger" für das neue Vierteljahr werden bei allen Postanstatten, Zweigstellen, von den Zeitungstvägern und Briefträgern entgegengenommen. Ten Postabonnenten empfehlen wir, daS Abonnement schon jetzt zu erneuern, damit keine Unterbrechung in der Zustellung stattfindet. Exemplare dieser Broschüre mrA an^TtSIieber bcT Gesellschaft und sonst dem nahestehende Personen verschickt worden, die öffentliches brertung ist somit gegeben. Der Inhalt dieser Broschü» ist schwer beleidigend, denn es wird behauvtet daß Douglas sich unrechtmäßig bereichert und auf Gfontb Äurü& behaltener Papiere Erbschleicherei betrieben habe, forn^ rst auch das der Broschüre vorangesetzte Motiv- Es S frech, Millionen zu veruntreuen, doch der Breis abeft kJ. Betrüger", beleidigend. Die Frage, ob Brandt in Sab? nehmung berechtigter Interessen gehandelt hat, toirb bL netnt. Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß Brandt £te ^bende^Kraft, die Seele des ganzen, seit 1894 gegen den Grafen Douglas m Szene gesetzten Unternehmens ist *re Thatigkeit ging darauf hinaus, aus dem Grafen Dvuola- Gelder herauszupressen; zu diesem Zwecke wurden Flua- blätter erlassen, diesem Zwecke diente auch die Broschüre, wie schon aus dem bc«i der Haussuchung vorgefundenen ersten Entwurf des an den Grafen Douglas zu richtenden Schreibens hervorgeht. Wenn der Angeklagte glaubt daß er einen Anspruch an den Grafen Douglas habe, so'muß mit allem Nachdruck gesagt werden, daß er auch nicht den geringsten Anhalt für solchen Anspruch hat, namentlich nach dem Ausgang des Civilprozesses gegen den Grafen Douglas, in welchem die volle Haltlosigkeit des Anspruches betont worden war, und nachd^n der Gras im Prozeß Schönknecht beeidet hatte, daß er nicht einen Pfennig aus der Erbschaft erhalten habe, was ja auch vom Auswärttgen Amte bestätigt worden ist. Bei dieser Sachlage erscheint es gänzlich ausgeschlossen, daß dem Grafen Douglas unrechtmäßigerweise Gelder zugeflossen sind. Jeder Anspruch, den der Angeklagte Brandt gegen den Grafen Douglas Erhebt, erscheint daher schon objektiv ungerechtferttgt. Es kann ihm aber immerhin zugestandes werden, daß, wenn er auch von der Rechtmäßigkeit seine- Anspruchs nicht überzeugt fein konnte, sich in seiner Phon- tafie der Gedanke an die Einbringung der Erbschaft doch Sanz fmglaublicher Weise festgesetzt hat, sodaß ihm die Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, immer vorschwebte, te» halb bleibt die Frage der versuchten Erpressung bei ihm außer Bettacht, aber es muß verneint werden, daß er in der Wahrnehmung berechtigter Interessen sich befunden und zur Wahrnehmung solcher Interessen gehandelt hab? Nach- dem der Angeklagte alle die Vorgänge, die vor Erscheinen der Broschüre liegen, mit durchgemacht hat, muß als Grund zur .Verbreitung der Broschüre angesehen werden, daß er nur aus Rachsucht und um fern Mütchen an dem Grahn zu kühlen, ihn in der Oeffentlichikeit bloßstellen wollte. Em solches Mottv ist kein berechttgteS, unb der Angeklagte uruß nach § 186 bestraft werden. Der Versuch, die Wahrheit der Beschuldigung nachzuweisen, ist vollständig miß- hingen, wie von der Verteidigung selbst anerkannt worden, so sehr mißlungen, daß die Angeklagten vorgezogen haben, flüchttg zu werden. Durch die Beweisaufnahme ist auch nicht der Schatten einer Berechttgung des erhobenen Vorwurfs erwiesen. Was Bethge betrifft, so muß in der Neber- gäbe der Druckschrift an den Grafen D. der Thatbestcmb der Beleidigung und versuchten Erpressung erblickt werden, der Beleidigung aber nur im Sinne deS § 185. Auch ihm ift der Schutz deS § 193 abgcsprvchen worden; schon die einfache Thatsache, daß er nach Ansicht des GerichK mit der Broschüre eine Erpressung versucht hat, schließt die Wahrnehmung berechtigter Interessen cmA. Er kennt auch alle Phasen der Brandtschen Erbschastssache seit Jahren Ä ist ganz gleichgiMg, ob eine Millionenerbschast bestanden Hit, und ob noch, irgend welche Ansprüche an dieselbe «ltend gemacht werden können oder nicht. Darüber hat hier der Gerichtshof nicht zu befinden Zum Sttafmaß war M berücksichtigen die Ungeheuerlichkeit der Beschul- d i g u n g und die Beharrlich kett und Konsequenz, mit der wan seit 1895 den Grafen Douglas unablässig verfolgt hat. Dem Angeklagten Brandt formte guter Glauben nicht zu- gesprochen werden; bei geringer Prüfung konnte ihm ein guter Glauben an die Wahrheit seiner Behauptungen nicht verbleiben, und bei geringer Selbstprüfung formte er nicht annehmen, daß ihm vom Grafen Douglas Erbschaftsgelder vorenthalten würden Da die Angeklagten von den ver- werfiichen Mottven geleitet wurden, Rache zu üben und den Grafen Douglas bloßAustellen, so war eine hohe und harte ©träfe am Platze. Aus all diesen Gründen hat der Gerichtshof, wie gemeldet, den Angeklagten Brandt zu zwei Jahren, den Angeklagten Bethke zu andetthalb Jahren Gefängnis, letzteren auch zu drei Jahren Ehrverlust verurteilt und dem Nebenkläger die PublikattonsbefugniS zugesprochen. Spielplan der vereinigte» Frankfurter Padtiheatrr. Opernhaus. "Dienstag den 23. Dezember*): „Der Postillon von Lon- jtimeau/ Mittwoch den 24. Dezember geschloffen. Donner-toq den 25. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: Zum ersten Male: „Lohengrin." Freitag den 26. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: „Frau Holle" Abends 7 Uhr' „Carmen". SamStag den 27. Dez^ nachmittags halb 4 Uhr: „Frau Holle." Abends 7 Uhr: .Die Fledermaus/ Sonntag den 28.Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: „Frau Holle." Abends 7 Uhr: „Mignon." Montag den 29. Dez., nachmittags halb 4 Uhr: „Frau Holle." Abends 7 Uhr: „Der Waffenschmied". Schauspielhaus. Dienstag den 23. Dezember*): „Monna Banna." Mittwoch den 24. Dezember geschloffen. Donnerstag den 25. Dezember, nach- mittags halb 4 Uhr: Neu einstudiert: „Der verwunschene Prinz. Abends 7 Uhr: „Monna 23anna". Freitag den 26. Dezember, nachmittag? halb 4 Uhr: „Die zärtlichen Verwandten." Abends 7 Uhr: „Alt-Heidelberg." Samstag den 27. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: „Der verwunschene Prinz." Abends 7 Uhr: »Die Joumalisten." Sonntag den 28. Dezember, nachmittag halb 4 Uhr: „Flachsmann als Erzieher." Abends 7 Uhr: „Im bunten Rock. Montag den 29. Dezember: „Monna Vanna." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Gerichtssaal. Tie Brand'sche Million en-Erbsch aft. Ter umfangreiche Prozeß in Berlin bat, wie schon berichtet, mit der Verurteilung der beiden Angeklagten Brandt und Bethke geendet. Tie Urteilsbegründung faßt die wesentlichsten Punkte der Anklage wie folgt zusammen: In rhat- ächlicber Beziehung steht fest, daß der Angeklagte Betbke >em Grasen Douglas die Broschüre mit einem Schreiben Herr eicht hat, in welchem gleichzeitig zum Ausdruck ge- iracht wurde, daß es in seiner Macht stehe, die Ber*- breittrng zu verhiridem Mein dies Schreiben hatte keinen Erfolg, es folgte ein zweites Schreiben, in dem >as Erscheinen Ider Broschüre schon für den nächsten Tag in Aussicht gestellt wurde. Sie ist von Brandt verfaßt, die Verbreitung ist erfolgt, indem große Pakete verschjick't und den Brand-tschen Erbinteressenten zur Verfügung go Für den W e i h n a ch t s t i sch empfehle Cigarren und Cigaretten in schönen geschmackvollen Packungen von 25, 50 und 100 Stuck Richard Vuchacker, Neuen Baue 11. 8748. Eiweiss Cakes Zu haben bei Hofl. J. Koni, Seltersweg No. 25. 850A . Jhi:e Verdauung wird geregelt J wenn Sie nach jeder Mahlzeit । ein Gläschen D! W. Knecht s Maqenbittßr.,Säiitis zu sich ' nehmen Grosse Flasche M. 2.50 : Probeflasche M.1 - Übe all erhältlich Cigarren | in Kiste! zu 25, 50 u. 100 Stck. 1 k in allen Preislagen, ' Ä bei 8723 9 Carl Retter, Schulstraße, Ecke Sonnenstr. r w I M ‘M Christbaumschmuck tu schönster Auswahl Eichterhalt« (Kugelgelenk) praktisch u. bequem Beste Wachslichte KhrißbayU-Gärtlhe« khriftaW-Ttöniier in Eisen Y83" mit Musik *W1 sich drehend, empfiehlt 8608 J. H. Fuhr Sonnenstrasie 28. Biarktstrasse 5 Tiscteinc! 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Die Betschreibung der Zinsen erfolgt im Januar jeden Jahres in den Büchern der Bank. Die Besitzer der Einlagebücher können die Auszahlung oder Beischreibung jedoch ganz gele- geutltch auch in anderen Monaten veranlassen 7. Kapitalien unter 1000 Mark können ohne Kündigung abgehoben werden, dagegen hat der Zurücknahme von Betrügen über 1000 Mark tn der Regel eine dreimonatliche Kündigung vor- anSzugehen. 8. Vormünder können die Zinsen für ihre Mündel erheben, wenn daS Gericht nicht anders bestimmt haL Bei Kapitalrückzahl- rmgen bedarf es der schriftlichen Ermächtigung der obervormundschaftlichen Behörde. 8625 der Wktoria-Drogerie Adolf Bieler empfiehlt als reizende Weihnachtsgeschenke 8626 Parfümerien feine Seifen elegante Cartonagen " Feine 8660 Börsteiswaaren Sämtliche Hoitette-Artikel Feine Seifen und Parfümerien. reltersUg 10. A. Welz. Christian Wallenfels 17 Marktplatz 17. Am Kriegerdenkmal. 17 Marktplatz 17. Billigste Preise. Größte Auswahl. 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