Erstes Blatt. Montag 22. September 1903 152. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger u Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 2LÄ tLgttch «nßer Sonntags. Dem Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kefsifche« Landwirt die Gießener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Notationsdruck u. Verlag der B t fl h l'schen Unwerf.-Buch- u. Stetig drucke rei (Piets ch Erben) Reboftton. (SrptbUtoa und Druckerei: «chnlstratze 7. Adresse für Depeschenr «uzetger Gießen. 8-ernsPrechanschlußNr.vl. Aus Aladl und Kund. Gießen, 22. September 1902. ** Der Unterricht in den Schulen nach den großen Ferien hat heute seinen Anfang genommen. Die große Schulglocke, dieser Mahner an kommende schreckliche Augenblicke und doch auch Befreier aus Angst und Pein, hat ve»«gSpret»r monatlich 7b Pü viertel ährltch Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Atk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittag- 10 Uhr, ZeUenpreiS: lokal 18 auswärts 20 Pfg. verantwortlich: für den poIlL n. allgem, teil: P. Wittko: für „Stadt und ßonb* und -Gerichtssaal*: E url Platv! für den Anzeigenteil: Han» Deck. Lonyah sind hier eingetrvfsen. Die Leiche der Königin wird nach dem TrauergatteLdtenste morgen mittag nach Lacken übergeführt, wo am Dienstag die Trauerfeier in der Kapelle statt findet. Saint Jean d*Angely (Eharente Jnfsrieurel. 21. Sept. Ministerpräsident Eombes führte heute mittag bei einem Festmahl der republikanischen Wühler in dem benachbarten Orte Marthe den Vorsitz. Dabei hielt der Ministerpräsident eine längere Ansprache, in der er u. a. folgendes ausführte: Entschlüpft ist ein sensationelles Wort den Lippen eines Ministers im Feuer der Improvisation und in der warmen, mitteilsamen Stimmung eines Banketts, und hatte es auch in dem Geiste dessen, der es aussprach, nur den Wert der sttlistischen Ausschmückung eines rednerischen Bildes, gleich wird er für einen Feind des Kabinetts erklärt. Sie bekümmern sich nicht einmal darum, in Erfahrung zu bringen, ob dieses Wort richttg gemeldet und vom Redner als der authentische Ausdruck seines Gedankens anerkannt worden ist. Als Präsident des Ministerrats protesttere ich gegen ein derartiges Vorgehen. In den Angelegenheiten der inneren Polittk kann nur ib(er Präsident des Ministerrats als Organ der Regierung haftbar gemacht werden, in den Angelegenheiten der äußeren Politik hat nur der Minister des Auswärttgen die Ausgabe, im Namen der Regierung zu sprechen und zu handeln. Ms heute hat die Regierung noch nichts von oem Programm geändert, das in ihrer ministerielle Er»- klärung vorgezeichnet ist. Dieses Programm halten wir für ausreichend, die fremden Mächte davon zu überzeugen, daß wir ebenso sehr, wie sie selbst es sein können, von dem Wunsche beseelt sind, mit ihnen in dem Bemühen zu wetteifern, unf er en gegenseitigen Interessen und Rechten entsprechend alle Zwischenfälle zu regeln, die geeignet sind, den bestehenden Frieden zu stören, der zugleich das erste unserer Bedürfnisse und der glühendste unserer Wünsche ist. Aer erste allgemeine deutsche MnLiertag. Frankfurt a. M., 21. Sept. Gestern vormittag wurde unter dem Vorsitz von Direktor Schröder vom Schaaffhausenschen Bankverein Köln die Sitzungder 2. Abteilung eröffnet. Geh. Kommerzienrat v. Pflaum-Stuttg art erstattete sein Referat über „Die Besteuerung des Börsenverkehrs" und brachte am Schlüsse folgende Resolution zur Diskussion: „Die am 19./20. September 1902 in Frankfurt tagenden Vertreter des deutschen Bankgewerbes, welche sich zum erstenmale zu einem Bankiertage vereinigt haben, beschließen, die Mtte an die hohe Regierung zu stellen, daß oie durch die Steuergesetz-Novelle von 1894 und 1900 ein- getretene, das solide Geschäft und die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Börsen im höchsten Grade schädigende Erhöhung der Umsatzsteuer und des Emissionsstempels auf Wertpapiere beseitigt, die Besteuerung von Anschaffungsgeschäften im Betrage unter bMMk. wieder aufgehoben und die das Provinzbantgeschäft sehr beschwerende Ausdehnung der Stempelrevision auf Privatfirmen rückgängig gemacht wird". Der Vorstand des Zenttalverbandes wolle diese Resolution nebst Begründung zur Kenntnis der Reichsregierung bringen. In der Diskussion sprachen Bankier Berthold Arons -Berlin, Max Richter -Berlin, Direktor Thorwart -Frankfurt. Geh. Oberregierungsrat We ndelstadt führte in der Diskussion aus, daß gegenüber den von den Rednern geschilderten Uebelständen er als Vertreter des preußischen Handelsministers sich nicht vollständig schweigend verhalten könne. Leider sei er nicht in der Lage, über die Auffassung der verbündeten Regierungen irgendwelche Ausschlüsse zu geben. Er möchte nicht unerwähnt lassen, daß bei Prüfung der Wünsche der preußische Finanzminister nicht nur von Wohlwollen gegenüber Banken nnb der Börsenwelt ausgehen werde Jennern auch von der festen und wohlbegründeten lleberzeugung, daß eine kräftige und gesunde Börse nicht nur eine unentbehrliche wirtschaftliche Organisation, sondern ein politischer Machtfaktor allerersten Ranges sei. (Starker Beifall.) Das genüge aber nicht, um die Wünsche der Herren ans Ziel zu bringen. Die Bankwelt müsse danach trachten, bei den Gegnern gehört zu werden und dieselben zu Überzügen. So ganz unmöglich dürfte das nicht sein. Einem geschlossenen Zahlenmaterial gegenüber müsse schließlich auch der ärgste Gegner weichen. Fortgesetzt solle Material gesammelt und dasselbe verbreitet werden. Viele Zahlen, welche die Regierung in die Lage setzen würden, mit sicherer Ausdauer auf Erfolg die Wünsche der Bankiers und Börsen zu vertteten, liegen in ausreichender Weise nicht vor. Hier solle der Zentralverband eingreifen. Tie Bankwelt solle sich an der Industrie ein Beispiel nehmen, die zuerst sich ebenfalls scheute, mit Zahlen hervorzutreten, und die zuletzt eine vollständige Produltionsstatistit schuf und einer Vertrauensstelle übergab. Redner empfiehlt dringend, daß die Bankiers fortgesetzt nach dieser Richtung sich bestreben, neues Material äu schassen und fid) nicht abhalten lassen, durch irgendwelche Nachteile, die dem Einzelnen entstehen könnten. Der Einzelne müsse zurücktreten gegenüber dem Interesse des Gesamtstandes. Starker Beifall folgte diesen Ausführungen, welche unter den Anwesenden großes Aufsehen erregten, besonders die Stelle von der Anerkennung einer kräftigen und gesunden Börse als unentbehrliche wirtschaftliche Organisation und eines politischen Machtfaktors ersten Ranges. Die in Vorschlag gebrachte Resolution wurde darauf einstimmig angenommen. Um IO1/2 Uhr folgte die Sitzung ber 4. Abteilung unter dem Vorsitz von Kommerzienrat Jean Andreae- Frcmkfurt. Direktor Thorwart-Frankfurt sprach über die Schaffung eines Checkgesetzes und schlug eine diesbezügliche Resolution vor. In der Diskussion sprachen Max Richter-Berlin, toelc,er bei Erlaß eines Checkgesetzes die Unwtdsrrustichkeit des Checks, verlangt. Zudem [ßi bte jetzige Zeit durchaus nicht geeignet, ein brauchbares Gesetz für den Handelsverkehr zu schaffen. Er beantragt schließlich, der Banttag solle ein Checkgesek nicht für dringend erllären. Plaut, der Delegierte der Handelskammer Cassel, ist für gesetzliche Regelung, welche jedoch nicht sogleich zu erfolgen braucht. Selig mann-Köln ist ebenfalls gegen eine augenblickliche Regelung. Weidert-München spricht gleichfalls für Verschiebung. Letzterer Redner bringt folgende Resolution in Vorschlag: Der erste allgemeine Bankiertag erklärt, daß er die Ordnung des Checkierkehrs zwar für eine der Aufgaben hält, deren die Reichsgesetzgebung sich wird unterziehen müssen, allein er glaubt nicht, daß das Eingreifen der Gesetzgebung ein so dringendes Bedürfnis sei, um zur Zeit Anträge an die Reichsregierung zu stellen." Diese Resolution wird nach längerer Diskussion einstimmig angenommen. Hierauf werden verschiedene Fragen banktechnischer Natur erledigt. In der zweiten Plenarversammlung am Samstag Nachmittag wurden nach einigen geschäftlichen Mitteilungen vom Vorsitzenden verschiedene Eingänge verlesen. Unter den Eingängen war auch eine Er kl ärung der Hauptgeschäftsstelle der deutsch-sozialenRe« formpartei, die aber nach Form und Jnhall, wie der Vorsitzende mitteilte, so gehalten fei, daß sie nicht verlesen und auch nur ungern zu den Akten gelegt wird. Geh. Oberfinanzrat Hartung-Berlin hiell sodann einen Vortrag über „Die wirtschaftliche Stellung und Aufgabe des Bankier stände s." Der iy< Stunde dauernde äußerst gehaltvolle Vortrag wurde von der stark besuchten Versammlung mit großem Beifall ausgenommen. Es schloß sich daran die Verlesung der Beschlüsse der verschiedenen Abteilungen, die auch von der Plenarversammlung eütftimmig angenommen wurden. Der Vorsitzende Rießer wirft noch einen Blick auf die vergangene Tagung, die Ehrentage des deutsche Bankier- ftandes seien. Diese Verhandlungen können und werden nicht vergeblich sein. Er danke allen jenen, die zum guten Verlauf der Tagung beigetragen haben. Mit einem Kaiser hoch schließt Dr. Rießer die Tagung. Gestern abend vereinigten sich die Teilnehmer im Saale, des PalmengartenS zu einem Festmahl. Nach dem ersten Gange nahm der Oberpräsident Graf v. Zedlitz und Drützsch- ler das Wort und sagte, es seien nranche gute, aber auch manche scharfe Worte gefallen. Es sei ja auch unserer Zeit im besonderen eigen, daß sie Gegensätze schaffe und Kämpfe bringe. Wenn diese Gegensätze sich verschärften und oft verdovpelten, so trage wesentlich der Umstand daran schuld, daß das gegenseitige Verständnis fehle. Aufs- gäbe des öffentlichen Lebens'und auch Ausgabe solcher Versammlungen, wie der Bankiertag, sei es, die Gegensätze L» mildern, versöhnend zu wirken und das Verständnis für die gemeinsamen Interessen und Aufgaben zu fördern. Solche Gedanken feien es auch, die unseren Kaiser oft bewegten, der das SchwertzuWasserundzuLande scharf halte, um der Welt den Frieden unter den Kulturmächten zu erhalten. ,Mir wollen hoffen und wünschten, daß die kaiserlichen Absichten und Ziele in Erfüllung gehen und mit Dank und dem Gelöbnis der Treue bringen wir unserem kaiserlichen Herrn den ersten Gruß dar, indem wir rufen: der Kaiser, seins Verbündeten im Deutschen Reiche und die freien Städte leben hoch!" Ter Vorsitzende, Justizrat Rießer, dankte den Vertretern der Reichs-, Landes- und übrigen Behörden für ihre Teilnahme an den Verhandlungen. Dieselben hätten durch ihre Reden so deutlich die Notwendigkeit,Han- del und Verkehr zu schützen, beroiefen und au$- gesprochen, daß sie es als ihre Aufgabe und Pflicht bet- trachteten, in dem schweren Existenzkampf, den hertte jeder Stand durchzumachen habe, dem Bankierstande mit Rat und That zur Sette zu stehen. Ter deutsche Bankierstolnd^ der sich gern immer in die erste Reihe gestellt, wo es galt, dem deutschen Namen im In- und Auslande durch Unterstützung von Industrie und Handel sowie aller produktiven Stände förderlich zu sein, wolle nichts weiter, als auch, seinen Platz an der Sonne haben. Redner toastete sodann auf die behördlichen Vertreter und Ehrengäste. Geh. Oberregierungsrat Tr. Hoffmann als Vertreter des Reichsjustizamts, ein geborener Frankfurter, würdigte die Bedeutung des Bankier st and es, welcher zu dem großen Aufschwung des wirtschafllicben Lebens nicht unwesentlich beigetragen habe, und hob die innere Straft und Gesundheit, die glanzende Energie und die Solidarität des ehrenhaften Bankierstandes hervor. Tie gegenwärtige wirtschaftliche Krisis sei vorübergehender Natur, sie werde und müsse überwunden werden. Redner toastete aus bejr Zentralvorstand als die Repräsentattvn des deutschen Bankiergewerbes und wünschte seinen SSeftrebungen und Zielen vollen Erfolg. Ter Vertreter und Delegierte des deutschen Hanhelstages, Geh. Kommerzienrat St. C. Michel-Mainz, trank auf das Gedeihen und die Einigkeit aller Gewerosftande. Erst in später Abendstunde trennten sich die Festteilnehmer. — Ten Abschluß der Veranstaltungen bildete heute ein Ausflug nach dem Niederwald. Taran beteiligten sich ungefähr 200 Herren. — Vor dem Nationaldenlmal brachte Justizrat Rießer das Hoch auf den Kaiser aus. — Während des Festessens wurden zahlreiche Trinksprüche ausgebracht, u. a. von Geh. Cberregie- rungsrat Tr. Hoffmann und Kommerzienrat I. Andreae. Deutsches Reich. Berlin, 21. Sept. Aus Jagdschloß Hubertussbock wird gemeldet: Der Direktor Krüger von der Gesellschaft für Markt- und Kühlhallen in Berlin war gestern nach Jagdschloß Lnbertusstock befohlen, um den Majestäten die Verwendung der von der Gesellschaft nach dem Verführen des Professors v. Linde jetzt fabrikmäßig hergestÄten flüssigen Luft zum Kühlen von Räumen und Getränken vorzuführen. Tie Versuche, welche während der Frühstückstafel zur vollsten Befriedigung Ihrer Majestäten vorgenommen wurden, ergaben die Verwendbar- kett der leicht zu transportierenden flüssigen Luft für Tafel- und Haushaltszwecke. Tiefe wird am kaiserlichen Hofhalte in Zukunft voraussichtlich häufiger Benutzung finden. Die Kaiserin schenkte diesen ,Versuchen besorwers mtt Rücksicht auf die Verwendung in Krankenhäusern und Heilanstalten das lebhafteste Interesse. — Tie amerikanischen Gäste des Kaisers werden in diesen Tagen an einer Jagd in der Letzlinger Heide teilnehmen, die Prinz Heinrich veranstallet. Man glaubt, daß auch an der kaiserlichen Hofjagd einige amerikanische Gäste teilnehmen werden. — Ter hier lebende Schriftsteller I. Monte hat eine wichtige militärische Erfindung gemacht, wodurch die Annäherung an den Feind trotz der Wirkung der modernen Feuerwaffen gerade so möglich sei wie vor 50 Jahren. Monte habe bereits den Kriegsminister von seiner Erfindung benachrichtigt. — Tie neue Militärpensionsvorlag e wird dem Reichstag noch nicht zugehen, da die Verhandlungen zwischen den Ressorts und den Bundesstaaten noch nicht beendet sind. — Ter frühere Präsident des preuß. Oberverwaltungsgerichts Dr. Persius ist gestorben. — Tie seit einiger Zett umlaufenden Gerüchte, daß ein Mitglied des Zentrums für den Posten des Unterst aats- sekretärs im Reichsamt des Innern in Aussicht genommen sei, beziehen sich auf Öen Reichsgerichtsrat Dr. Spahn. — In der gestern abgehaltenen nahezu vollzählig besuchten Sitzung der konservativen Fraktion gingen Vie Beschlüsse dahin: die konservattve Partei steht nach wie vor fest auf dem Boden des ausreichenden Schutzes b er g ef amten nationalen Arbeit. Taher ist 1) die Zolltarif-Vorlag e der verbündeten Regierungen nicht an ne hmbar; 2) auch die Beschlüsse der ersten Lesung der Kommission berücksichtigen die berechtigten Wünsche der Landwirtschaft nichtgenügend. An der Bindung der Getreide- und Viehzölle ist unbedingt festzuhalten; L) falls die Forderungen der Landwirtschaft nicht eine wesentlich weiter- gehende Berücksichtigung finden, ist eine namhafte Herabsetzung der Industrie zolle notwendig. — Auf die Eingabe des Ausschusses der deutschen Tur ner sch aft an den Reichskanzler wegen Unterstützung von Turnhallenbauten in den polnischen Gebieten des Reiches ist die Antwort ergangen, daß anheimgestellt werde, sich mit bezüglichen Anträgen an die zuständigen Oberpräsidenten zu wenden, denen die Verfügung über den zur Förderung des Teutschtums bereitgestellten Fonds übertragen ist. — Ter „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ging dem Reichskanzler vom O st asiatischen Verein mit B^iehung auf die Befriedigung der deutschen Entschädigungsansprüche aus den chinesischen Wirren ein Dankschreiben zu, nach dem bisher bereits 39 Proz. Schadenersatz gezahlt sind und wettere Teilzahlungen zum Jahresende in Aussicht stehen. Es heißt bann weiter: Wenn auf diese Weise für die deutschen Kaufleute erreicht wurde, was unter den obwaltenden Umständen erreichbar war, so ist das in erster Linie dem wohllvollenden .Verständnis zuzuschreiben, welches die Reichsregierung den Bedürfnissen und Wünschen der beteiligten Kaufmannschaft entgegengebracht hat, sowie der zielbewußten Energie, mit der sie diese Wünsche vertreten hat. Die deutsche Kaufmannschaft empfindet freudigen Stolz über dieses kraftvolle (Eintreten ihrer Regierung für die Interessen des deutschen Handels und wird hierin einen Ansporn zu immer weiterem Bor- wärtsstreben im friedlichen Wettbewerb mit anderen Völkern erblicken. „ — Eine Mette polizeilich e Haussuchung hat bei dem bisherigen Herausgeber des hiesigen Polenblattes „Tziennik Berlinstt" Redakteur Wrobel )tattgefunöen. Es galt durch Einsichtnahme in Bücher und Papiere Wrobels sesizustellen, ob er in seinem Verlage erschienene bereits zu Anfang dieses Jahres mit Beschlag belegte Schriften noch später vertrieben hat. , , Klein-Flottbek, 20. <5et)t. Reichskanzler Graf Bülow ist, begleitet von dem Wirkt. Legattvnsrctt Jenisch, hier eingetrofsen. Ausland. Brüssel, 21. Sept. Tie Burengeneräle beabsichtigen nach dem „Petit Bleu", vorerst 10 Tage in Holland zu bleiben und bann nach ber Beisetzung der ÄÖnrgtn über Brüssel nach Deutschland zu reifen. Tie Generäle sind damit beschäftigt, ein Manifest zu redigieren, das am nächsten Tieustag veröffentlicht werden wird. Tarin werden sie auseinandersetzen, wie es mit dem Volk der Buren heute steht und was sie von dem festländischen Europa erhoffen. ~ — Peinliches Aufsehen erregt es, daß die Spielsäle von Ostende tirnf) von Spa sich weigern, ihre Pforten als Zeichen der Trauer zu schließen. Spa, 21. Sept. König Leopold und die Gräfrn wieder zum ersten Male geläutet. Der lästige Schulgang hat begonnen, nach den sorglosen Ferientagen, in denen sich die Kleinen abends nicht mit klopfendem Herzen niederzulegen brauchten, fürchtend, daß dec nächste Tag schwere Sorgen bringen könnte. Wie ganz anders sah die Weltgeschichte in den vergangenen Tagen der Freiheit aus, und selbst das Schulhaus und die gestrengen Herren Lehrer machten, im Sonnenlichte der Ferien besehen, einen ganz freundlichen Eindruck auf die Kleinen, die zufällig einmal vorüberspazierten. Nun ist das wieder vorbei und es beginnt für die Kleinen wieder der Lebensernst in seine unbequemen Rechte zu treten. Da ist auch ein ernstes Wort an die Eltern am Platze. Diese sollten nie ermüden, ihren Kindern und deren Beschäftigung das größte Interesse entgegenzubringen, auch wenn der Erfolg den gehegten Erwartungen nicht immer entspricht. Sie sollten sich bemühen, zu verstehen, die Fähigkeiten ihrer Kinder abzuschätzen, und je nach den Fähigkeiten die geistige Erziehung zu leiten. Eignet sich das Kind nicht für reiche geistige Thätigkeit, so soll man es nicht mit Gewalt zu einem Gelehrten machen wollen, sondern sich lieber mit einem kleinen Kaufmann oder kleinen Handwerker in Verbindung setzen, in besten Hände man die weitere Ausbildung des Sohnes legen kann. Das alte Sprichwort, daß Handwerk goldenen Boden habe, ist noch nicht hinfällig geworden, auch der Handwerker kann e§ wahrlich zu etwas bringen, und man braucht durchaus keine höhere Karriere eingeschlagen zu haben, um sich eine angesehene und hervorragende Stellung unter seinen Mitmenscheu zu erringen, auch der Kaufmann und Handwerker kann eS, und zwar in genau so hohem Maße, wie der ,studierte" Mann. * * Blumenpflege durch Schulkinder. Auf vielfachen Wunsch hat sich, wie wir hören, die Leitung der Stabtmüdchensckule entschlossen, die in gelungenster Weife arrangierte Blumen- und Blattpflanzen - Ausstellung bis morgen Dienstag nachm. 5 Uhr zu verlängern. **DieBewohner der Marburg er straßeund des Wieseckerweges weisen wir auch an dieser Stelle aus die heutige Bekanntmachung des städtischen Gas- und Wasserwerks hin, nach welcher die Wasserleitung in genannten Straßen am Mittwoch, den 26. September vorübergehend gesperrt wird. nf. Zu den Landtagswahlen. Zur Kandidatur des Beigeordneten Damm wird uns aus Friedberg geschrieben: Beigeord. Damm ist von einem Komitee von Männern verschiedener Parteirichtungen, die die Einführung des direkten Landtagswahlrechtes erstreben, als Kandidat aufgestellt worden. * • Schloßfreiheitslotterie. Die Prämie von 150 000 Mk. siel, wie uns telegraphisch aus Darmstadt gemeldet wird, bei der heutigen letzten Ziehung auf den Hauptgewinn von 100 000 Mk. (im Ganzen also 250 000 Mk.) auf Nr. 8075 nach Mainz. Es fielen ferner Gewinne von 10 000 Mk. auf Nr. 1550, 5000 Mk. auf Nr. 19478, 1000 Mk. auf Nr. 24938, 500 Mk. auf Nr. 22291 23199, 200 Mk. auf Nr. 1957 8737 10759 14134 14231 14272 23866. (Ohne Gewähr.) rg. Der Provinzialausschuß verhandelt seit Samstag Vormittag wegen der Enteignung des Geländes von Gails Erben rechts der Frankfurterstraße, auf welchem bekanntlich das Tierhospital erbaut werden soll. Bei der mündlichen Verhandlung, die am Samstag nicht zu Ende geführt werden konnte, handelt eS sich vorerst um den Nachweis, daß diese Anstalt an der geplanten Stelle notwendig errichtet werden muß. Der Provinzialausschuß nahm nachmittags eine Besichtigung an Ort und Stelle vor. Am heutigen Vormittag genehmigte der Provinzialausschuß den Enteignungsantrag, wonach das Gelände von Gails Erben für die veterinär-medizinischen Institute in Anspruch genommen wird. e g. Schwurgericht. Die am 29. d. Mts. unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Holzapfel beginnende nächste SchwurgerichtSpenode wird mindestens zwei Wochen dauern. Wie man hört, werden voraussichtlich zwölf Anklagesachen zur Aburteilung kommen. • • Der hiesige OrtSgewerbeverein hält morgen — Dienstag — Abend seine Generalversammlung ab. Näheres ist aus dem Inseratenteil ersichtlich. • • „Ein Bild aus der Großstadt", konnte man sagen, als sich am Samstag zum ersten Mal die neueingerichteten Lokalitäten der Modewarenfirma Aug. Montanus am Markt dem Publikum präsentierten. Die Firma eröffnete am SaniStag ihre diesjährige Herbstsaison und zwar in der modernsten Weise durch eine außerordentlich geschmackvolle Ausstellung. Das Publikum, das schon während des TageS die Schaufenster bewundert hatte, sammelte sich am Abend, als zahllose farbige Glühlampen aufflammten, so an, daß eS ein großes Gedränge bis weit auf den Platz hinaus gab. — Die rührigen Inhaber der Firma scheinen alles aufzubieten, um ihr Unternehmen zu einem durchaus großstädtischen umzugestalten. * * Besitzwechsel. Ter Tachdeckermeister H". Carle verkaufte sein neu erbautes Hans am Wetzlarer Weg, neben dem Germa neuhaus gelegen, für 65 000 Mk. — Tas Vorderhaus mit dahinter liegendem Garten Löwengasse 5, her Glasermeister Hermann Scherfs Witwe gehörend, ging durch Kauf für 27 000 Mk. an die Nachbarsirma Mlh. Reiber über. (-) Landes-Irrenanstalt, lieber den Geländeerwerb zur Erbauung der neuen Landes-Zrrenanstalt haben Verhandlungen mit den betreffenden Grundbesitzern von hier und dem benachbarten Klein-Linden ftattgefunden. Ter den Landwirten gebotene Preis beträgt 35 Pfennig pro Quadratmeter. Allerdings ist der Boden des frag* Geländes nicht von der besten Güte. Da aber die Bahn- dehörde vor ml. drei Jahren bei Erweiterung des Rangier- bahnhofS bedeutend mehr nämlich 1,90 Mk., 1,50 Mk- unb mehr — für den Quadratmeter zahlte, so haben auch die Grundbesitzer bei einer dieser Tage abgehaltenen Versammlung für den Quadratmater 1,50 Mk. gefordert und diesen Beschluß dem Bürgermeister Mecum mitgetcilt Wenn eine Einigung nicht erzielt wird, dürste in Bälde das Enteigmmgsverfahrcn eingeleitet werden. Gutem Vernehmen nach werden aber die Landwirte auch noch etwas heruntsrgöheii. — Das von der Eisenbahn erworbene Gelände kann, wie unS ferner aesckrieben wird, wegen seiner Lage nicht mit dem für die Irrenanstalt bestimmten verglichen werden. Von sehr erfahrenen Landwirten wird sogar versichert, der gebotene Preis mit 35 Pfg. fei sehr hoch Mehrere Parzellen sind übrigens von der Bürgermeisterei zu diesem Preise freihändig gekauft worden. * * Verhaftete Rowdies. Die Kerle, die, wie der Gießener Anzeiger meldete, auf der Rodheimersrraße in der Nähe des „Abendstern" einen Burschen und ein Mädchen aus Heuchelheim, die sich auf dem Heimweg von der Krofdorfer Kirchweihe befanden, überfallen, das Mädchen belästigt unb den Burschen arg mißhandelt und verletzt haben, sind am Samstag in Person zweier hiesiger verheirateter Arbeiter ermittelt und verhaftet worden. "Vermißt. Im Laufe der vergangenen Wocke tarn ein junger schwarzer Jagdhund in hiesiger Stadt abhanden. Vermutlich ist das Tier gestohlen- Vor Ankauf wird gewarnt. * * Diebstahl. Aus einem Hausgarten der Goethe- straße wurde am vergangenen Samstag ein 15 bis 20 Meter langer Gartenschlauch (Gummi) entwendet. * * Wegen Meineids verhaftet. Ein hiesiger Einwohner wurde gestern auf Requisition der Behörde wegen Meineids verhaftet; ebenso ein junges Mädchen wegen Verbrechens gegen § 218 R. Str -G.-B. * * Die Reihe der Kirchweihfeste dürfte am gestrigen Sonntag mit derjenigen zu Watzenborn- Steinberg und Hausen abgeschlossen sein. Die genannten Orte hatten Glück, denn einen schöneren Sommersonntag (es ist der letzte dem Kalender nach) konnten sich weder die Wirte, noch die Gäste wünschen, und so wanderte denn die kirmeßsreudige Menschheit in Scharen hinaus, durch den noch hübsch grünen Ähifsenberger Wald. Ter größte Teil der Gäste zog nach Watzenborn-Steinberg, in deren Wiesengrund vier Tanzplatze hergerichtet waren unb ebenso viele Bier quellen Aktien, Licyer, Friebel unb Den- ninghoff spendeten. Recht lange hielten bie Kirmesgäste aus, unb vis in bie späte Nacht war ber sieben Kilometer lange Weg zwischen ber Stabt unb dem Zwillingskirmes- platze von Heimzüglern stark belebt. Auch bas mit ber Eisenbahn leichter zu erreichende Hausen wimmelte von Kirmesbesuchern, währenb Lützellinden weniger Gießener Gäste, vielmehr solche aus Groß- unb Klein-Linben, Allendorf usw. zu bewirten hatte. — Im Saale des Cafs Leib feierte ber Gesangverein „Heiterkeit" sein 24., aus Konzert, Gesang, Theater und Tanz bestehendes Stiftungsfest. — Der Turn-Verein Wies eck hatte zur Feier seines 40. Stiftungsfestes eingelaben- Sowohl bei dem Wettturnen am Vormittag, wie bei dem Schau- unb Kürturnen am Nachmittag bewiesen bie Wiesecker Turner, baß sie mit ber Turn er ei, wie mit ber Pflege ber Geselligkeit auf ber Höhe ber Zeit stehen. — Am Samstag abenb ist das 116. Regiment in bret Sonderzügen ber Oberhessischen Bahnen wieber aus bem Manöver zurückgekehrt. Am Sonntag herrschte in ben Kasernen besonbers rege Thätigkeit unter ben Mannschaften, bie bes Königs Rock, ben sie zwei Jahre mit Ehren getragen, auszieyen bürsten. Am Spätnachmittag unb am Abend erscholl aus den Kasernen Gesang frohster Soldatenlieder, mancher Abschiedstropfen wurde hinter bie Binde gegossen im Vorgenuß der heute früh erfolgten Entlassung ber Reservisten, bie nun, nach des Sergeanten Knusfke's Meinung, wieder in ihr ziviles Nichts zurückfallen. Wir wünschen ihnen in bem wieder aufzunehmenden bürgerlichen Berufe gutes Fortkommen, damit sie später als muftergiltige Familienhäupter unb leistungsfähige Steuerzahler dem Vaterlande weitere schätzbare Dienste leisten können. — () Manöver in ber Wetterau. Am Freitag morgen 5.15 Uhr rückte bie 25. Division aus ihrem Biwack bei Erbstatt-Bönstadt-Kaichen aus gegen ben Feinb, bie 21. Division, bie in ber Gegenb Bruchköbel, Roßbors, Wachenbuchen im Quartier gelegen hatte. 'Tie 21. Division besetzte bie Höhen sÜböstlich von Ostheim b. W Ihre gut gewählte Stellung war auf bem Michelsberg, Tannenkops, bei ben Butterstädter Höfen bis nach ben Hirzbacher Hofen mit ber Front nach Norbosten. Die 25. Division marschierte von Erbstodt über Eichen unb besetzte bie bem Feinb gegenüber liegenben Höhen nördlich von Ostheim bis noch dem Baiersröderhof. Gegen ll1/» Uhr war das Gefecht bereits zu Ende, die 21. Division unter Generalleutnant von Deines war zurückgedrängt worben. Nach ber Kritik marschierte bie 21. Division wieder in bie alten Orte ins Quartier, bie 25. Division bezog ebenfalls Quartier unb zwar in Altenstadt, Lindheim, Stammheim, Höchst und Umgegend. Heute hatte das ganze Armeekorps noch einen äußerst anstrengenden Tag, ber stampf gegen eine markierte seinbliche Armee unb lange Märsche nach den Garnisonen ober ben Stationen, wo bie Regimenter bie bereit- gehaltenen Extrazüge bestiegen. Der markierte Feind hatte entgegen ber früheren Annahme nicht bei Heldenberg- Windecken Stellung genommen, sondern den Höhenzug zwischen Niedergründau und Rothenbergen im Osten über Langenselbold hinaus bis gegen Hanau im Westen besetzt. Die beiden nicht vollständigen Jnf.-Regimenter 166 ec und 168 er mit kleinen Artillerie-Abteilungen der 25 er markierten ben Feinb. Tie Idee war: eine feindliche Armee, bie auf bem Rückzug ist, soll vollständig über die Kinzig und den Main zurückgeworsen werden, ober ihr ber Rückzug abgeschnitten werden. Den Angriff leitete Generalleutnant von Deines. Auf dem linken Flügel stand bei ben Orten Neuwiedermuß und Hüttengesäß die 25. Division, weiter westlich bildete die 21. Tivision in der Gegend von Langendiebach ben rechten Flügel. Schon früh 5 bis 6 Uhr waren die Truppen aus den teilweise sehr abgelegenen Quartierortsn abmarschiert, erst um 8 Uhr begann das Artilleriegesecht, während die Infanterie erst um 11 Uhr zum Angriff überging. Ter Artilleriekampf war außerordentlich heftig. Salve auf Salve wurde gegen immer neuauffahrende feindliche Artillerie abgegeben. Auf dem linken Flügel standen die 61e r. Etwa um 1 Uhr gelang es, die feindliche Armee vollständig zurückuwerfen. Nach der Kritik marschierten die Truppen in ihre Garnisonen, wie z. B- die Hanauer, Offenbacher und Frankfurter Regimenter, ober noch den vorgesehenen Bahnstationen. Tie 116 er hatten noch den weiten Marsch bis Büdingen lurüd- zulegen, von wo aus sie in drei Extrazügen nach Gießen gebracht wurden. Die 115 er stiegen in Meerholz ein. Tamit haben die Manöver bis auf ben Artillerieangriff bei Birstein ihr Ende erreicht. -1. Klein-Linden, 22. Septbr. Gestern fand daS 13. Stiftungsfest unseres Turnvereins statt. Bei dem Abturnen erhielten folgende Turner mit über 40 Punkten Preise: Weber mit 65Va, Jung mit 64l/a, Fr. Steger mit 5O2/6, Reuschling 465/6, Schmidt 462/g, Schimmel 43, Steinmüller 413/s Punkten. In der Zöglingsabtcllung errangen Preise: Andermann 54,'6, Volk i02/S, Lang 493/g, Feisel 48, Ph. Adolf 46 ‘,s, L. Adolf 45% Punüe. )-( Völzberg, 20. Sept Heute morgen brannte bie »frarte des Landwirts Appel vvttständig nieder. lieber die Entstehungsurfache ist nichts verrrnnr geworden. Als das Dach schon einzustürzen drohte, drang noch ein Feuerwehrmann in das Innere, um ben Barbestand be5 Geschädigten, bestehend in einigen hundert Mark, aus einer Kiste zu retten. Appel ist teilweise versichert. sch. Grebenhain, 21. Sept. Ter angefünbigte Besuch unseresLandes Herrn war vom schönsten "Setter begünstigt, Grebenhain hatte ein festliches Kleid angelegt In elegantem Fünserzug, gelenkt von Frhm. v. Riedesel, traf der Großherzog vormittags ll1/* Uhr ein, jubelnd begrüßt von ber ungemein zahlreich erschienenen Bevölkerung. Tie Krieg ervereine, Schulen und die Feuerwehren bildeten Spalier. An ber Ehrenpforte nahm der Großherzog die Meldung des Kreisamtmanns Werner entgegen; sichtlich erfreute ihn auch ein von dem Töchterchen oes Postverwalters Breitwies er überreichtes schönes Bouquet An die Begrüßung in Grebenhain reihte sich alsbald die Weiterfahrt nach dem gleichfalls festlich geschmückten Crainfeld an, wo der Landtagsabg. Bürgermeister Schmalbach den Großherzog inmitten eines zahlreichen Publikums begrüßte. Nach Einnahme eines Frühstücks in Grebenkain, bei welchem zur Tafel außer Herrn Schmalbach mehrere Beamte geloben waren, erfolgte unter nicht enden wollenden Hochrufen die Weiterreise nach Harttnannshain und Herchen- hain, welche Orte ebenfalls in festlichem Schmuck prangten. Zur Begrüßung hatten sich hier u. a. Geheimrat Schönfeld- Schotten unb Lanbtagsabg. Bürgermeister Selb- ne r-Herchenhain eingefunben. Nach einem Besuch ber Herchenhainer Höhe wurde der Thee bei dem Psarrev Koller in Herchenhain eingenommen. Sichtlich war ber Großherzog von ben sich immer wieberhvlenben lebhaften Kundgebungen unserer Gebirgsbevölkerung erfreut Gegen 5 Uhr nachmittags trafen die hohen Herrschaften wieder in Birstein ein. sd. Darmstabt, 21. Sept. Die Abschiebsseier beS Main-Neckar-Bahn-PersonalS aus Veranlassung deS am 1. Oktober d. IS. erfolgenden UebergangeS an die preußisch-hessische Gemeinschaftsoerwaltung sand gestern abend bei zahlreicher Beteiligung im fesllich dekoritten Kaisersaale statt. Revisor Leist begrüßte die Anwesenden und gab ein erklärendes Bild über die Bedeutung der Feier, welches mit einem Hoch auf den Kaiser, die Großherzöge von Baden und Hoffen endete. Es folgten eine ganze Anzahl weiterer Ansprachen, dazwischen trug bie Kapelle des Dragonerregiments Nr. 23 ausgewählte Musikstücke vor und hübsche Lieder ergänzten die Stimmung in festlicher Weise, sodaß die ganze Veranstaltung ein treffliches Bild des harmonischen Zusammenarbeitens gab und allen in angenehmer Erinnerung bleiben wird. —k— M ainz, 21. Sept Tie allgemeine Fleisch« teuerung hat hier eine bedeutende Vermehrung des Fischkonsums hervor gerufen. Besonders werden vielfach Seefische konsumiert, bie vielfach von ben Konsumenten bireft bezogen werben. •* Kleine Mitteilungen aus Hessen unb ben Nachbarstaaten. Wie aus Mainz berichtet wirb, ist mit ber Vorlese des Frühburgunbers am Rhein begonnen worben. Die sonnigen Tage anfangs September erweckten bei ben Winzern frohe Hoffnungen, unb man sprach schon davon, den diesmaligen Jahrgang zu Ehren ber jungen Königin von Hollanb „Wilhelminchen" zu taufen. Nach ben Maifrösten sprach man von einem ,CH amberlain*. Das Wetter ist aber wieber recht rauh geworben, das ist nicht gut für bas Ausreisen ber Trauben, unb wer weiß — es könnte schließlich ber 1902er boch ein »Chamberlain* werbenl — Die 5. Generalversammlung beS BunbeS beutscher Frauenvereine in Wies baben, ist auf bie Tage vom 4. bis 7. Oktober verlegt worben mit Rücksicht auf ben vom 7. bis 10. Oktober in Frankfurt a. M. tagenden Kongreß gegen den internationalen Mädchenhandel, dessen voraussichtlich intereffanten und wichtigen Verhandlungen beizuwohnen auf diese Weise den delegierten und Mitgliedern der Bundesvereine ermög* licht wird. Vermischtes. * Paderborn, 21. Sept. Gestern nachmittag ist auf bem Eisenbahnübergange der Chaussee Paderborn-Lipp- springe die Equipage des Kaufmanns Konrad Wegener- Lippspringe von einem Personenzuge überfahren worden. Der Kaufmann Albrecht-Elberfeld wurde sofort getötet, Fräulein Marie Leggemann-Styrum schwer und Fräulein Auguste ten Eicken-Essen leicht verletzt. Der Kutscher Engelorecht Schmitz-Lippspringe erlitt nur unbedeutende Verletzungen. Das Pferd des Einspänners wurde getötet. Der Betrieb der Nebenbahn Paderbom-Lennelager ist nicht gestört. Ter Personenzug Nr. 659, der das Fuhrwerk überfuhr, erlitt nur 17 Minuten Verspätung. Tas Eisenbahnpersvnal trifft kein Verschulden an dem Unfälle. * Siegburg, 20. Sept. Ter Pächter des zwischen Wolsdorf und Kaldauen gelegenen, dem Fürsten Salm-Salm gehörigen Gutes „Haus zur Mühlen", Karl Courth, erschoß heute mittag seine Frau und verwundete den bei ihm bediensteten Verwalter tödlich. Das Motiv zu der That soll ein sträflicher Verkehr der Courth mit dem Verwalter sein. Courth stellte sich sosvrt der Polizei. , . _ ♦ Swinemünde, 21. Sept. Gegen 8 Uhr abends brannte die auf der Grünen Fläche liegende Schulz ime Schiffswerft bis auf bie Kontorräume und tue Gießerei ab. Die Löscharbeiten waren sehr schwierig, da bie Grüne Fläche auf einer Insel liegt und bie Feuerspritzen erst auf der Dampffähre hinübergebracht werden mußten. Zuerst am Platze waren 100 Mann des russischen Panzerkreuzers „Bogatyr", welche sich hervorragend an den Lösch- unb Rettungsarbeiten beteiligten. , ♦ Genf, 20. Sept. Ein politischer Wortwechsel tm Cas6 Couronne führte zu einem T u e l t zwischen dem f sischen Deputierten Cornet und einem italienischen Offizier, der schwer verwundet wurde. ♦ Budapest, 20. Sept. Hiesige Blätter melden, datz der der Nordungarischen Kohlenbergbau-Gesellschaft gehörige Gustav-Schacht in Dalgo Tarjan durch eine Ty- namit-Explosion vollständig zerstört wurde. Angeblich habe der entlassene Bergknappe Csabo aus Nacye wegen seiner Eittlassung die Explosion herbeigcsährt. Durch die Gewalt der Explosion wurden die umliegenden Lauser stark beschädigt; Msnschenverluste sind \ebod) nicht zu beklagen. * Mord. Man meldet aus Newyork: Ter Enkel des Mormonenapostekö Drigham Young ermordete ferne junge Frau geb. Pulitzer. Ter Vater, em bekannter Finanzmann, weil! gegenwärtig in Paris. d Markte. p nötig. ' wechseln k a n n, oder wenn Telephonischer Kursbericht 8% Mexikaner . 26.60 Septbr. 1901 es: 6686 128.60 44.40 103.10 49.60 30.85 Jlr. 4 gering: Kartoffeln Klee 102.10 92.30 101.90 92.00 100.00 99.70 103.20 August 1902 2,6 2,5 2,7 2,6 2,7 3,3 8^ 8,4 hierzu heißt Septbr. 1902 2,8 2,3 2,5 blikumS stattsindet. ..... Bestimmung getroffen worden. Da aber beides nicht zutraf, so mußte meines Erachtens der Beamte den Thaler wechseln, so sauer i^n^das^luch werden mochte. 87«% 8% 8‘/,% 8% 87 2% Städtisches Gas- und Wasserwerk. Otto Bergen. 40/g Italien. Rente . . . 47, % Portugiesen » . . 5°/- Portugiesen..... 1% C. Türken . . . . Türkenlose...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4l/,% Smsere Argontiner 8% Oborhessön . . 4% Oesterr. Goldrente . Reiohsanleihe do. Konsola . do. . . Hessen Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) Herrn Pfarrer Sch. tu B. Ihre Ansicht über die Aeußer- ungen des Landesrats Gräfe zu dem Hildebrandt'schen Duell teilen wir selber durchaus und auch wir halten es für erfreulich, daß sich eine ernsthafte Preßerörterung, soweit wir orientiert sind, daran nicht geknüpft hat. Nur das „Bert. Tagebl/ und der „Vorwärts" haben einige recht spitze Worte dafür gesundem Niveau länger» Zett halten mflffe. Nur so sei e« möglich, die gegenwärtigen Besitzer zu bewegen, in die angebotene ZmSherab- setzung zu willigen. „ — Zur bulgarischen Labakauleihe. Nach einer Meldung auS Sofia hat der dortige Vertreter der Banque d« Paris die Banderollen übernommen, womit der Dienst der Tabakanleche in Lie allgemeine Fleisch« Vermehrung des besonders werden viel, h von den Konsumenten uS Hessen und den iz berichtet wird, ist mit erS am Rhein begonnen gs September erweckten und man sprach schon zu Ehren der jungen hen* zu lausen. Rach em .Chamberlain^. :aufy tzeword»; ba$ ist ibtn, unb wti weiiz — -och em,Lhambeüain' nmlung des Bündel icsbaden, ist auf^ rt worden mit Rüchlch m Frankfurt a. M n internationalen icktlich interessanten und ien auf diese Weist den Jundesvereine emog- 47,7a Chinesen . „ . Electric, bohackert . . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien .... Dißkonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . . Lombarden . . . . Gotthardbahn .... Laurabütte ..... Bochum ...... Harpen er..... Tendern: fest. ^^rbcä ** s^dert der Und die ^olke, n^urderÄNren öSLtzk reihte ick.r^uet. »«Her M-n PLN-ch Abschieösseier ™ j ,üufi Veranlassung •n Herganges an bi? Jn9 and geslem abend 4 ekorickn liaisersaaie Msrnden und gab ein bei Feier, welches mit Herzöge von Baden unb ze Anzahl werterer An- des Dragonerregiments )r und hübsche Lieder Weise, sodast die ganze «armonischen Zusammen- mer Erinnemng bleiben Kandel und Verkehr. Dolkswtrtschast. Kassel, 20. Sept. Rechtsanwalt Dr. Arntal, der Konkurs- verwalte? im Konkurs des Direktors der TrebergeiellschaN, Schmidt, macht jetzt bekannt, daß nach Genehmigung der Gläubiger- oersammlung eine Alsichlagsoerteilung m dem fragt.^ Konkurs erfolgen soll, wozu 240 000 Mk. verfügbar sind. — Hrerber ist ^u berücksichtigen, daß rd. 477. Aiillwnen nicht bevorreck)tigte tforbe- CUn9CÄ'^ Der Bruttoüberschuß der Bergwerks- Gesellschaft Hibernia beträgt im August «75 019 Mk. gegen 641 276 Mk. im vorigen Atonal und 867 474 Mk. 'P ^ll'Sust 1901 — Dcr Ausweis der Bochumer Bergwerks-Gesellschaft ergiebt für hcn August er. nach Abzug der CbUgalion-zinsen unö Lergschädenvergülung einen Gewinn von 20 062 ^ik. gegen 17 319 Alk. im ^uli er. und 14992 Mk. im August 1901. Der ®e- iamlüberschuß stellt sich in den verfloßenen Monaten des laufenden Geschäftsjahres nunmehr aus 127 946 Mk. gegen 139 266 Mk. in derselben Zeit des Vorjahres. — Italienische Mentenkonversiou. Mährend einige italienische Blätter über alle Glnzelheuen der angeb ich nahe beoor- tehenden Italienischen Rentenkonversion bereits zu berichten witzer, halt der „Econoinista d'Jtalia" die Angelegenheit durchaus noch nicht ioroeu vorgeschrüten, glaubt vielmehr, dag,^ ehe an dieselbe mit Erfolg herangegangen werden kann, der Kurv Uralten Rente noch eine weitere ansehnliche Erhöhung erfahren utiö sich aus diesem THLttgkett getreten ist. Petersburg, 20. Sept. Tie Staatsbank veröffentlicht eme Bekanntmachung über die Emission einer bprozenti gen Gold an lei he von 1902, garantiert durch die Einkünfte von Tabak, für immer von jeder Abgabe frei. Der Nennwert deS Kapitals beträgt 106 Mill. Frs., welche zum Kurs von 90,25 in 212 000 Obligationen zu 500 Fi Sport. Die gestrige Huudeausstellnug bt Offenbach cu M. war mit 848 Hunden beschickt, darunter 28 Bernhardiner, 21 deutsche Doggen, 24 Vorstehhunde, 82 Dachshunde, 28 Foxterrieur, 18 Lollis, 11 Bulldoggen, 15 Dobermannpinscher, 31 glatt- und rauhhaarige Pinscher re. Aus Gießen erhielenPreise: E. Schiffnie ersten unb zweiten, sowie Ehrenpreis für seine Bernhardiner, Carl Volk ersten und dritten Preis für seine Dobermannpi,sicher und Carl Herbert ersten und Ehrenpreis für feine Bulldoggen. Berlin, 21. Sept. Bet dem Radrennen um den Sroßeri Preis von Deutschland siegte Arend-Hannover. Zweiter wurde B u i s s 0 n - Calais, Dritter Schilling- Amsterdam. Der Favorit E l l e g a r d - Kopenhagen war im Zwischenlauf um Handbreite von Schilling besiegt worden. von 90,25 in 212 000 Obligationen zu 500 Frs. aufgelegt werden. Zeichenstellen sind die Petersburger Staatsbank, in Paris die Paris- Niederländische Bank, die Socists gsnerale, Banque Otiomanne, die Bank von Frankreich, die ©ociM marseillaise de credit industriel et commercial et de depots, in Wien die k. k. Länderbank und die Filialen genannter Banken. Die Zeichnungen finden nur am 23. d. M. statt. Gezeichnet wird auch auf Grund der in den betr. Städten veröffentlichten Bedingungen in Brüssel. Antwerpen, Genf, Basel, Amsterdam, London und Frankfurt a. M. Petersburg, 21.Sept. Die 5proz. Goldanleihe im Betrag von 106 Mill. Frs., auf welche sich die gestrige Bekanntmachung ' er Staatsbank bezieht, ist die bulgarische Anleihe. Gestern zu dem 7 Uhr-Zuge nach Gießen, loste auf der Station Lich ein Herr 8 Billets a 40 Pfg. nach Gießen und legte am Schalter dafür einen Thaler hin. Der Fah kartenoerkäufer erklärte darauf, daß nach den Bestimmungen der Reisende das Fahrgeld a b g e z ä h l i bereit halten müffe und daß er den Thaler nicht wechseln töime. Der Käufer der drei Billets versuchte nun vergeblich bei anderen Reisenden kleines Geld aufzutreiben und erst daraufhin entschoß sich der Beamte, ben Thaler zu wechseln, dabei aber ausdrücklich betonend, er habe das Wechseln nicht Der Beamte ist dabei im Recht, wenn nämlich er nicht in ein großer Andrang des Vu- :. Mit Rücksicht hierauf ist nämlich jene * ’17 nuten »wirr w, IN , heIrou!i^; u u<°/dlich '»w gÄ SNc t “ntlt uurtx. M mS M Ärfrffi W KÄS'' Neueste Meinungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Worms, 22. Sept. Der hiesige Handelskammersekre- tär, pens. Reallehrer Nieö, machte gestern nachmittag in einem Anfall von Schwermut seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Frankfurt a. M., 22. Sept. Der bekannte Glasmaler Linnemann ist heute morgen, 63 Jahre alt, gestorben. Sein letztes Werk war die Herstellung der Glasmalereien in der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin Berlin, 22. Sept. Ten Morgenblättern zufolae hat der von Darmstadt im Frühjahr nach Berlin üLergesiedelte 24jährige Architekt Patriz Huber am Samstagabend sich in seiner hiesigen Wohnung erschossen. Dia Ursache der That soll eine LiebeSassaire fein. Hamburg, 22. Sept. DaS deutsche Schiff Zooland, daS in Husum beheimatet ist, ist mit der ganzen Besatzung unter g e gang en. Leipzig, 22. Sept. Der bekannte Theo^ge und Senior der theologischen Fakultät der Universität Geh. Kirchenrat Dr. Lut^ardt ist. im Alter von 79 Jahren gestorben. Freiberg i. S., 22. Sept. Als ein Gefreiter des gegenwärtig hier einquartierten 28. Feldart.-Regts. verschiedenen Personen Geschütz und Ladung demonstrierte und eine Manöverkartouche in den Lauf eingeführt hatte, explodierte die Kartouche und tötete ein Mädchen; mehrere Kinder wurden mehr oder minder schwer verwundet. München, 22. Sept. In Tuntenhausen hat unter freiem Himmel dte 49. Generalversammlung des bayer. patriotischen Bauernvereins stattgefunden. Reichstags- und Landtags-Abg. Dr. Schädler hielt dabei eine Rede, in der er auf das Kaiser-Telegramm tn der 100000 Mk.-Affaire zu sprechen kam. Er verwahrte sich entschieden gegen eine solche Einmischung in mternc bayerische Angelegenheiten. Wenn sich jemand auf den öffentlichen Markt des politffchen Lebens begebe, dann dürfe er auch keinen besonderen Schutz für sich m Anspruch nehmen. Wer Kegel schieben wolle, der müffe auch aufsetzen. Das Zentrum werde die Antwort nicht schuldig bleiben. Als Mitglied des deutschen Reichstags und des bayerischen Landtages weise er die Einmischuna des Präsidenten des 47.% Oesterr. Silberrente 101.40 4% Ungar. Goldrente . . 101.40 ♦ Gin sensation eller Selbstmordversuch, Wir meldeten vor einigen Tagen, daß der Angehörige eines osteuropäischen Monarchenhauses mit der schönen Frau eines Ingenieurs verschwunden sei. Jetzt kommt auS Algier die Nachricht, daß dort in der Nacht vom 15. zum 16. Sevtember in einem Hotel ein Herr einen Selbstmordversuch begangen habe. Der Fremde hielt sich in Begleitung einer Dame der Halbwelt hier auf. Er war nach einem reichlichen Abendessen betrunken in daS Hotel zurückgekehrt. Bald darauf hörte man Revolverschüsse und sand ihn bewußtlos aus. Er wurde inS Hospital gebracht und kam dort wieder zu sich. Er erklärte, er habe lediglich zu viel getrunken und wisse nicht, was er gethan habe. Seine Verwundungen sind anscheinend leicht. Seine Persönlichkeit wurde als die des Für st en Wladimir Trubetskoy festgestellt. In der Stadt aber waren im Anschluß an den Vorfall Gerüchte verbreitet, es handle sich um einen höher gesellten Herrn. Man glaubt, daß er den Selbstmordversuch verübte, weil die Frau erllärt habe, sie wolle wieder nach ihrer Heimat zurückreisen. * Ein schreckliches Unglück. Ter,Franks. Ztg." wird auS Newyork gemeldet: Bei einem Kongreß der Neger-Baptist en-Gerne in schäft ,,Shiloh" in Birmingham (Alabama) entstand in der Baptistenkirche eine entsetzliche Panik, bei der 11|5 Personen getötet, ebensoviel schwer und über 100 leicht verletzt wurden. Während einer Rede des farbigen Schulmannes und Publizisten Brooker Washington, der ettva 2000 Personen zuhörten, gerieten in der dicht gedrängten Menjge zwei Neger in eine Schlägerei. Einige Personen riefen daraus „fight, fight", waS von Fernerstehenden als „fire, fire" gedeutet wurde. Särnlliche Anwesende drängten infolgedessen den Ausgängen zu. Es kam zu schrecklichen Szenen. Männer und Frauen sprangen aus dje Banke; viele Personen fielen herunter und wurden von Hunderten mit Füßen getreten. Im ersten Anstürme kamen fast alle Kinder ums iiehen. . 91.90 . 84.00 ' 216.90 . 188.40 . 187.90 . 144.00 . 157.75 . 154JS0 . 20.80 . 176.80 . 203.50 . 184JJ0 . 168.00 Grüubera, 20. Septbr. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 15.68 bis 16.00 Mk., Korn 15.60 bis 16.00 Ai, Gerste 13.50 bis 00.00 Alk., Hafer 14.08 bis 14.50 Mk., Erbsen 00.00—00 Alk., Linsen 00.00 Alk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00—00.00 Mk., Kartoffeln 0.00 bis 0.00 Mk. fc. Frankfurt a. M.. 22. Sept. (Tetegr. Orig^Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktreise. Zum Verkaufe standen: 430 Ochsen, 120 aus Oester- reich, 65 Bullen, 2 aus Oesterreich. 808 Kühch Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oesterreich, 283 Kälber, 283 Schafe und Hämmel, 1052 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-. 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen l.Qualität 70—78 Alk., 2. Qual. 65—67 WIL, 3. Qu all 60—63 Mk.; Bullen 1. Quoll 61 bis 00 Alk., 2. Qual. 56—58 Mk.; Kühe 1. Qual. 65—66 Mk^ 2. Qual. 59—61 DIL, 8. Qual. 52—54 Mk, 4. Quall 43—45 All., 5. Qual. 00—00 ML Kälber: 1. Qualität 80—82 Pfg., Lebendgewicht 50-00 Pf., 2- Quall 78—75 Pfg., Lebendgewickst 44-^5 Pfg., Schlacht- «60—61 Pfg., Schafe: 1. Quall Schlachtgewicht 64—66 Pfg., ll 60-62 Pfg., 8. Quall 00—00 Pfg.; Schweine 1. Quall 62—00 Pfg^ Lebendgewicht 54 Pfg., 2. Qual. 68—00 Pfg., Lebendgewicht 537, Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.. Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut. Alles verkauft. fc. Frankfurt cu M., 22. Sept. (Orig.°Telegr. des „Gießen. Anz.") Amlliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Rill 15.50—15.75, Kurhessischer Mk. 15.75—00.00, La Plata gilt 17.50—00.00, Kansas Mk. 17^0—004)0, Roggen (hiesiger) Mark 14.00—14^5, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.50—16.00, Franken- elder Mk. 00,00—00,00, Hafer M.14L0—15.00, Mais Mk.12.7o— 13.00, Weizenmehl 0 AU. 25.25—25.75, 2. Qualität Mk. 23.2o bis Mk. 23.75, 8. Qualität Mk. 21.25—21.75, Roagenmehl 0 Dtk. 22.50—28.50, 1. Qualität AU. 22.25—23.00, Weizeicklere ML 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie AU. 9.50—10.00, Maiskeime ML 10.00 bis AU. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Ack. 00.00—00.00. Alles per TU-o-ne- B iscuits Zn hab*u b«i Hoti. J. ttonr. »Uiersweg Mo. 25. 3505 Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden WuUer Midtev» Deckreifer aus den städtischen Waldungen zu begehen wünschen, wollen ihre Anmeldungen spätestens Bi® zum 10. Oktober auf unserem Bürsau — Zimmer Nr. 15 — erstatten. Die Lieferung crjolgt frei vors Haus und fft dec Peers cup 16 Pfg. pro Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entricht«^ Gießen, am 19. September 1902. 6M> .Grvtztzerzoglicye Bürgermeisterei Gießen. ______________ Mecum._____, ________ Bekanntmachung. Infolge Herstellung der HauSanschlüffe an die neu verlegte Hochdruck-Rohrleitung in der Marburgerstraße wird die Wasserversorgung der an genannter Straße liegenden Häuser aus der städtischen Leitung am Mittwoch ben 24. Mtö., von morgens 6 Uhr an nicht erfolge« könne«. Die Leitungen im Wieseckerweg und in der Marburgerstrcche vom Schwarzlachweg an in der Richtung nach Lollar werde» voraussichtlich von 2 Uhr nachmittags an wieder in Betrieb sein, ebenso wird voraussichtlich -em BentUbrnnnen tit der Marburgerstraße von 2 Uhr nachmittags an wieder Wasser entnommen rverden können, während dte Versorgung des übrigen Teiles der Marburgerstraße voraussichtlich nicht^ vor 8 Uhr abends erfolgen kann. Wir teilen dies den Anwohnern genannter Straßen zur gesl. Beachtung unter dem Anfügen mit, daß es sich für dieselben empfehlen dürste, am Mittwoch, den 2*. d. MtS» ihren Tagesbedarf an Wasser vor morgens 6 Uhr aus der städtischen Leitung zu entnehmen. Gießen, den 22. September 1902. Reiches mit aller Entschiedenheü zurück. Er wiffe sich darin eins mit sämtlichen Mitgliedern der Partei deö Königreichs und des Reichs. Bad Kreuth, 22. Sept. Prinzessin Rupprecht von Bayern ist gestern nachmittag von einem Prinzen glücklich entbunden worden. Stavanger, 21. Sept. Die Sverdrup-Expe- ) i ti 0 n kartographierte ein großes Gebiet bis 81 Grad 37 Min. nördlicher Breite und 110 Grad westlicher Länge. Cs wird als höchst wahrscheinlich angenommen, daß sich die Inselgruppe westwärts bis zum Meridian der Behring- traße erstreckt. London, 22. Sept. Lord Rosebery wird sich in >en nächsten Tagen mit einer Amerikanerin, einer Milliardärin vermählen. Rosebery befindet sich beretts im Besitze eines großen Vermögens, das teilweise auS der Hinterlassenschaft seiner früheren Gattin, einer geborenen Russin, herstammt. London, 22. Sept. DaS Bureau Reuter meldet auS Johannesburg vom 20. d. M.: Der Hafen Moto la, zwei (engl.) Meilen von Laurenzo Marques entfernt, wurde infolge gepflogener Unterhandlungen an England v erpachtet. Brüssel, 22. Sept. Die Gräfin vonLonyay (Krol» prinzeffin Stefanie), die vorgestern in Spaa eingetroffen war, ist hiesigen Blättern zufolge gestern Abend 6,80 Uhr plötzlich nach Btüffel abgereist, weil der König von^Belgien sich weigerte, das Slerbegemach der Königin, in dem die Gräün an der Leiche ihrer Mutter betete, zu betreten. Die Gräfin, die am Bahnhof von einer großen Menschenmenge mit lebhaften Zurufen begrüßt wurde, reift nach England. Paris, 22. Sept. Kriegsminister Andrs hat den Redekrteg eröffnet. Zuerst sprach er in Agen, dann tn Toulouse und Bmesranee. lleveraU drückte er sich Imit militärischer Ungeniertheit aus. Tie Siegespalme gebichrt aber seiner Rede in Agen. Tort sagte er ungefähr folgendes: Just, da ich das 16. und 17. Armeekorps habe manövrieren sehen, finde ich sie ebenso herrlich uno efcenfo vorzüglich auf den Felddienst vorbereitet, wie die berühmte „eiserne Division". (Die Division an der deutsch- französischen Grenze.) Mit einer solchen Armee hat Frankreich nichts zu fürchten, und ich, der sie befehligt, werde mich glücklich schätzen, sie zmn Siege zu führen. Lissabon, 22. Sept. Bei eurer Wagenfahrt sind der Ober ho sm eist er der Königin von Portugal Gras Sabugosa unb dessen Tochter verunglückt- Letztere wurde getötet, während der Graf schwere Verletzungen erlitt. Rom, 22. Sept. Die Polizei hat in Lugano den seit Jahren steckbrieflich verfolgten Marquis Cavalcandi verhaftet, welcher wegen großer Wechselfälschungen zu zwei Jahren Gefängnis in contumaciam verurteilt worden war. Rom, 22. Sept. Die Banca ContoS hat ihre Zahlungen eingestellt. Gegen den früheren Direktor wurde ein Haftbefehl erlassen. Derselbe war im Februar aus der Bank ausgetreten und hatte für seine Dienste obendrein eine Grattfikatton von 50 000 Lire erhalten. Nach Blättermeldungen sollen zwei Abgeordnete, die dem BerwaltungZrat der Bank angehören, kompromittiett sein. Dieselben erklätten, sie hätten eine Garantie für die Ehrenhaftigkeit deS Unternehmens darin erblickt, daß zwei stühere französische Mintster ebenfalls mit einer Zweigstelle der Bank in Verbindung standen. Genf, 22. Sept. Beim Besteigen des Mont Blanc sind zwei junge Franzosen abgestürzt unb sofort tot geblieben. Man glaubt, daß auch chre Führer tätlich verunglückt sind. Kunst und Ktlstenschast. Schloß Burg a. d. Wupper, 20. Sept. Heute Nachmittag sand in Anwesenheit von Vertretern der Staatsregierung die feierliche Einweihung der von Prof. Spatz-Düsseldorf ausgemalten 2 ch l 0 ß k ap e l l e sowie des vom Frhrn. v. d. Heydt-Elberfeld zestifteten Monumentalbrunnens statt. Die Feier war mit der Generalversammlung des Schloßbau- Vereins verbunden, welche der Vorsitzende Moritz Hasellcleoer- Remscheid leitete. Auf dieselbe folgte ein Festakt, bei dem der Dichter Ernst Scheerenberg die Weiherede hielll Hieran schloß sich ein Festmahl. An den Kaiser wurde ein Huldigungsielegramm abaesandll Bei dem Festmahl brachte Regierungspräsident von Holleuffer den Kaisertoast and, in welchem er u. a. sagte, wie lebhaft sich Se. Majestät für den Wiederausbau des Schlosses Interefjiere, das beweise die finanzielle Unterstützung, die er dem Schloßbauverein zu Teil werden lasse, sowie auch die Thatsache, daß er sich immer über die augenblickliche Lage Bericht erstatten lasse. Alsdann machte der Regierungspräsident bekannt, daß Prof. Spatz der Rothe Adleroaden 4. Kl. und Frhrn. v. d. Heydt der Kronenorden 3. Kl. verliehen worden sell ZpielplM der vrreimgteu Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag den 23. September, abends halb 7 Uhr: ^ohengrin." Schauspielhaus. Dienstag ben 23. September, abends 7 Uhr: »Die zärtlichen verwandten. Luzerne Wiesenheu 2,7 . In den Bemerkungen der ^Stattsll Korresp. ... Die naßkalte Witterung, über die im Augustbencht fast allgemein aeklagt wurde, habe zunächst noch angehalten. Dre ungemein spät, bann allerdings in erfreulichster Weise vor sich gegangene Belebung der Saaten, eine Folge der nach einem langen Winter erst Ende Mai einsetzenden Wärme und die sich anschließende, den aanzen Sommer anhaltende sonnenlose, kalte und regnerische Witterung hätten zusammen auf eine außergewöhnliche Verspätung her Ente hingewirkt, sodaß die Getreideernte noch immer nicht ganz beendet sei. Von der Sommerung habe infolge der ungünstigen Witterung Vieles bisher nicht eingebracht werden können; Hafer unb Sommerweizen seien mctcrorten noch zu mähen. Sogar Winterung stehe vereinzelt noch aus dem Felde. Betreffs der Hulsen- irüchte werde von verschiedenen Benchtern bezweuelt, daß sie überhaupt noch reifen werden. Entsprechend der verspäteten Ernte sei auch die Winterbestellung fast nirgends weit vorgeschrU en. Bon schädlichen Tieren scheinen die Aiäuse seit dem oormonatlrchen Be- richt slell-nweije sehr zugenonzmen zu haben. ~ Landwirtschaft. — Gaateustaud iu Preuße« um Mitte September (es bedeuten Nr. 1 sehr gut, 9tr. 2 gut, Nr. 3 mittel (Durchschnitt), 100 Kg. ab hier. Eingesandt. sFür Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Thee Gina-Hyee Mk. 3 neuer Ernte Bahnhofstraße 27 ^Lindenplatz 12. tTsammftr. 44, 3-Zim.°2llohnuiig zu verm. H. Plank. 5855 Hausen, den 22. September 1902. 6588 werden. 6570 6442 Gießen. II. 35 H, 3.60 .X, 28 041061 1 kl. Mansardenlogis sowie 1 Stübchen m. Bett z. v. Maigassel 1. Volk. 6577 11 Kirchenplatz 11. Ladeneingang Schlossgasse. mobl. Zrmmer zu verm. 04014 Weserstraße 8, part. Eigene Metalldreberei und Armaturenfabrikation. 6564 4678] meinem erkauiten steigert. 6582 04069 Hotel Siuhoru. aße 10, L 6571 6580 Der yoryoe». I. Itt verkaufen m U)lfi*ur Sirllni Krofdorf, 20. Septbr. 1902. Das Bürgermeister-Amt. Grüningen, 22. Septbr. 1902. Für den Kirchenvorstand: Beckel, Pfarrer. Gilbert, Bürgermeister. 04104] Kleines Logis zu ver- miethen.Hammsiraye 8. feine Souchong-Wischung ^ecco-Souchong mit Blüte«, hochfein 1 Ä Ernestine Höptner Srüubergerstraße 17. Obst- Versteigerung Samstag den 27. Sep- tember, vormittags von 9 Uhr an, soll daS Obst der Gemeinde Allendorf a. Lahn, bestehend in bedeutender Quantität Aepfel (sehr schönes Tafel- und Kelterobst) öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft im Ort. Allendorf a. d. Lahn, den 20. September 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Allendorf a. Lahn. DaS Hemeindeobst von Lauusbach (Aepfel und etwas Birnen) wird Donnerstag den 25. d. Mts., vormittags von 9 Uhr ab, ver- ZWeckerarbeit. Die Dachdeckerarbeiten an der Kirche zu Grüningen, veranschlagt zu 390.30 Mk., sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf Grotzh. Bürgermeisterei da hier Interessenten zur Einsicht offen, woselbst auch Arbeitsangebote verschlossen bis Donnerstag den 25. September l. Js., nachmittags 2 Uhr, entgegen genommen Mm. Dienstag den 23. September: Kegel-Abend im Frankfurter Hof. Beginn 9 Uhr. Um pünktliches Erscheinen bittet ütetiffilriftmiS Im Stricken u.Anstrickeu von Strümpstt empfehle ich mich angelegemiichll StrickigaruestkvkSllLlUatril habe ich stelS vorrätig. Mstzks. werden in und außer dem Hause elegant und billig garniert. Paula Zufall, i. Mietuejnihe per Pfund 1.60 . . 2.40 Der Klavierunterricht beginnt wieder Montag, den 22. September. Elisabeth Felchner Mathilde Felchner Schillerstr. 13. m zum Sch achten werden stets angekaust. 6009 KeSttler, Pferdemetzger. Obst- Versteigerung. Donnerstag den 2. Oktober, vormittags von 9 Uhr ab, soll das hiesige Obst an Ort und Stelle versteigert werden. Arbeiter - Kolonie Neu-Ulrichstein. Ritte. 6568 Kroße AepsckerKeiMng der Stadt Ltch. Montag de« 29. September, von nachmittags 1 Uhr an, soll die Aepfelernte der Stadt Lich, bestehend in großer Quantität vorzüglichen Tafelobstes, an den Bäumen meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist an der KreiS- straßeLich-Hattenrod,am Wald Lich, 20. September 1902. Großh. Bürgermeisterei. Heller. 6567 Melasse Torfmehlfutter bestes und billigstes Futtermittel für intensive Zuckerfutterrmg ca 40°/, Zucker. Hervorragendes Settüötefuttcr für alle Dhierc. Für diesen Artikel, der sich wie fein anderes Melafse- futter eingebürgert und beliebt gemaclu hat, werden Händler und Bttodcrvortänfer gesucht. Der Skvtneb dieses mrttcr- stostss ist sehr lahnend. 3«#*iheii unter Rr. 6583 an die Expedition dieses Blattes e**n. üekmmtmachung. Der am 1. Oktober d. 5* in Kraft tretende Winterfahrplan unseres Bezirks liegt in der Zeit vom 18. September bis 1. Oktober d. I. in den Dienstzimmern der StationSnorstände zur Einsichtnahme offen. Die wichtigeren Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan sind darauf in einer Zusammenstellung angegeben. Frankfurt a. M>, im Sept. 1902. Königliche Eisenbahndirektion. 6578 Lonnigeo, gut möbl. Zimmer mit Raum f. Reisegepäck wird von anst. Dame z. miet. ges. Off. mit Preis unter 04111 an d. lLrped. Danksagung. Für die uns in so reichem Maße erwiesene Teilnahme während der langen Krankheit und am Tage der Beerdigung unserer vielgeliebten Tochter Katharine Wallbott insbesondere Herrn Pfarrer Sommerlad für seine trostreichen Worte und den Schwestern für die treue aufopfernde Pflege sagt herzlichen Dank Familie Wallbott. Teure Preise allein bieten keine Garantie für wirklich entsprechend gute Qualitäten, da sehr viele Händler mit einem zu hohen Nutzen kalkulieren. Unseren großen Umsatz in Thee verdanken wir dem Prinzip, gute und hervorragende, fein schmeckende Mischungen dem Publikum zu billigen Preisen zugänglich zu machen. 6563 Gehr. 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