33 Kie heutige Yummer umfaßt 10 Seite». an Ausland. Amsterdam- 21. April- Bei dem allgemeinen Interesse, das man der Krankheit der Königin ent» gegenbringt, fällt es aus, daß laut offiziellen Berichten als 10000 Einwohnern Pauschalbeträge gezahlt werden sollen. Abgelehnt wurden hierzu vorliegende liberale und sozialdemokratische Abänderungsanträge, während der nun genehmigten Fassung des Artikels 14 der vom Kultusminister gebilligte Zentrumsantrag zu Grunde liegt. Schiffbörse besichtigen. | Aufruhr in Kmlanv. Eisenach, 21. April. Großherzog Wilhelm Ernst von H elf in gso rs, 21. April. Sachsen-Weimar traf gestern abend hier ein und begab sich -- Stoxtl sollte der Gouverneur des Bezirkes Nin- nach der Wartburg. Tort wird am >.7. Apnl der Karf er Helsingfors in der Manege der Garnison eine Konsum Besuch erwartet. Der Mfenthalt Sr. Mafestat ist bis l l - Be r s a m m l u n g der geitellungspflichtigen R e - zum 29. April vorgefehen. Von Eis^iach aus begiebt sichLruten ^^lten. Lierbei störte eine Menge von 500 der Kaiser nach Schlitz zum Besuche des Grafen Gorz. rfOnen durch Lmsten und Lärmen die Verlesung der Greiz, 21. April. Tie Bei) Atzung^des Fürsten ^^asartikel und den Namensaufruf der Rekruten. Beim erfolgt Freitag Vormittag in Ida-Waldhaus Vsrruf der einzelnen Gestellungspflichtigen an den Tisch Leipzig 21. Aprll. Ter König, von Achsen hat dem Kommission nahm der Lärm und die Unruhe zu. Gegen Chefredakteur des „Leipziger Tageblattts , ^r.Kuch ling, ifhr wurde die Kontrollversammlung unterbrochen. Als das Ritterkreuz 1. Klasse des Albrecht-OEens verliehen, Polizeilommissar Kaitetangassa die Maneg^oerließ, em- .Münzen, 21. April. ^^n h^igen Blattern zufolge ihn b|e Menge mit Heulen und Lärmen, warf ihn begiebt sich Prinz Leopold chs Vertreter des Prinz-1 Steinen und Eisen stücke n und verletzte ihn rezenten zu den Kronungsfeierlichkeiten nach England. .. Dank dem energischeii Eingreifen des Gehilfen - Die Kammer der Abgeordneten nahm den melum- U Polizeiministers, Stabskapitäns Maxinow, konnte der strittenen Artikel 14 be* e^^u^6e^ttrfge)e^^e§ an, nad) toe^^^eTn aus der wütenden Menge befreit und nach der statt der bisherigen staatlichen Dienst^terszulagen cm die Polizeizentralstation gebracht werden, wobei die Menge ^Vo lks s chul leh rer^kunttighin den Gemeinden mit^mehr| Schutzleute thätlich angriff. Bei der Wiedereröffnung der Kontrollversammlung hatte sich die Volksmenge wesentlich vermehrt. Tarunter befanden sich der Sekretär des finländischen Senats, Guruahelm, Baron Born, Axel Lilije, Staatsfiskale und andere den gebildeten Ständen Angehörige. Dies begingen noch viel größere Ausschreitungen. Von insgesamt 857 Gestellungspflichtigen waren 57 erschienen. Zwei traten an den Gouverneur heran und meldeten, die Menge verhindere sie, sich beim Militär bezirkstommissar zu stelleit. Am Nachmittag versammelte sich eine große Menge vor dem Magazin, Nr. 93 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem besfischea Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schalstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße». Kernsprrchanschlnß Nr. 51. gelegt, unter Denen |icg oas umiigt- uuuoug. Nachträgliche Zeitangaben und Zeitbestimmungen sind selbst beim Militär, wo alles „nach der Uhr" geregelt ist, mit ö.ö... Dein . äußerster Vorsicht zu behandeln. Zu leicht sind Selbst-1Schuß markieren sollte, liefen die beiden weg und Skopeek b^Z Großherzogs von Baden nach Karlsruhe be- täuschungen und Irrtum möglich. Wenn sonst nichts gegen f .Ur Thür heraus. Als er öffnete, waren beide von bort r,^en. Sie wird ihm den Großkordon des Patioy-Ordens Marten IPruche, als daß erfern Mrbt mcht^uberze^end ,u fef)e„. Skapeck soll aber außerordentlich ®nit Brillanten überreichen. Nachweisen konnte wahrend der Ermordung des Rittmeisters , r hCrau§aefommen fein — Konsulardepttchen aus Uueskueb melden von einem früher. Seine Antworten haben zuweilen etwas Unbe- ein älterer, sehr M feiger auä Berlin m äwei Bulga n ^/.^^^.^lue ist unter dem Verdachte, friedigendes, Halbes. Und doch wieder war im allgemeinen einen mit Wasser gefüllten Sprunggraben fiel. mit der Bande in Verbindung gestanden zu haben, vereinfacher, schlichter, was er in den bmden ersten.Verhand- . ----- ^ftet worden. lungen zur Rechtfertigung oder zur Erklärung fernes Ver- $klltfdl£5 llfldl Petersburg, 21. April- Die Untersuchung gegen haltens nach dem Ereignis sagte. Diesmal glaubt man IUJ» den Mörder des Ministers Ssipjägin hat eine stellenweise eine gewisse Vorsicht und Reserve wahrzu- Berlin, 21. April. Ter Kaise r hatte heute emek Material zu Tage gefördert. Der Mörder heißt nehmen. Zum Beispiel, als der Präsident fragt. „Auf I Besprechung mit dem Reichskanzler und hörte später ben (^nenfab zu früheren Meldungen Balmasch 0 n. Man der Seite, wo der Karabiner stand, sind Sie Nicht gewesen? , Vortrag des Chefs des Civilkabinetts. sand Briefe bei ihm vor, von denen zwei an Ssipjägin, lautet die Antwort Martens: ,,Nem, ich bin mir wenig- — Wie die „Greizer Ztg." meldet, ist als er st e s B e i- ^ern an Pobjedonoszew adressiert sind. Ob auch stens dessen nicht bewußt". Für den wichtigen Pumt, s t e l e g r am m an die Familie des v er sto rb en en - ben letzteren ein Attentat beabsichtigt war, darüber daß Marten sich nicht, wie die^ anderen, nach der Unglücks- r ft e n Heinrich XXII. ein Telegramm 0 0 m fchmeiat der Mörder. Die Untersuchung wird parallell von statte begeben — was menschlich natürlich war — 9at„er beutf cf) en Kaiser eingegangen. Die Bekanntgabe des Staatsanwaltschaft und bei Gendarmerie geführt, wo- bie Erklärung: „Ich buchte mir, wenn etwas wahr wäre Testaments bes verstorbenen Fürsten unterliegt noch dem bei bie Entdeckung gemacht worben ist, baß es sich um an der Nachricht, wurde ich es auch so zu erfahren ve- ^.-chluß des Staatsministeriums uiib erfolgt voraussichtlich großes Komplott handelt, das sein konspirieren- kommen." Tiefe Erklärung erscheint gleichmütig, wenn P^^^och. des Quartier in Finnland und zwar in Wiborg hat. Mwi man dagegen hält, mit welchen Worten Marten den Dra- Der preußische Hof legt heute für den ver- ben Haupt-Agitatoren auf oen Fersen. Balmaschon goner anfährt, der ihm zuerst von dem Ereignis Mit- ,Ebenen regierenden F ü r st e n v 0 n R e u ß ä L. T r a u e r ^b^ bon ihnen auserwählt, da er zur Zeit der Begehung teilung macht: „Mensch, bist Du verrückt geworden. Und I acht Tage an. des Verbrechens noch nicht 21 Jahre alt, also noch nicht wenn Marten weiterhin noch andere ungläubig fragt. Wie aus Southampton telegraphiert wird, gratu- miindig war, mithin die gesetzliche Strafe um ein „Ist es auch wahr?" so wundert man sich, daß er Ilch lierte der Kaiser dem Kapitänleutnant Karpf zur schnellen Drittel herabgesetzt wird. Er dürfte also zu 13 nicht schleunigst selbst die Ueberzeugung verschaffte. Es Überführung der Yacht „Meteor". Er sei erfreut über fahren Zwangsarbeit gegenüber 20 Jahren, wie war doch ein Ereignis, an dessen Schauplatz sonst leder b-^ welche die Yacht gezeigt habe. ue baö Gesetz bei mündigen Verbrechern in diesem Falle fast instinktiv hineilt Auch für ferne Flucht nach der Ver- Ruhrort, 21. April. Nach einer hier eingetroffenen vorschreibt, bestraft werden. Haftung, für den Ausbruch aus dem Arresthaus, hatINachricht wird der Kaiser am 21. Juni, von Düsseldorf Marten keinen recht einleuchtenden Grund: Plötzlich sei ommend, hier eintreffen und die 5^afenanlagen und bie der Entschluß zu fliehen in ihm entstanben; als ihm bas Abenbbrvt in bie Zelle gebracht würbe, habe ihn „große Angst überkommen." Tie listige Art, wie Marten die Aufmerksamkeit des Aufsehers von sich ablenkte, deutet aber doch auf eine vorausgegangene Ueberlegung. Warum, so fragt man sich ferner, stellt Marten in Abrede, daß er ein guter Schütze ist, was die Resultate der Uebungen unzweifelhaft ergeben? Ebenso erscheint nicht recht einleuchtend, daß er bei der Aufforderung des Oberleutnants v Hofnnann, die diensthabenden Unteroffiziere möchten sich melden, „in Gedanken sich mitbewegte" zu den Diensthabenden, was, nach der Aussage eines Unteroffiziers, dreimal geschah. - In alledem liegt viel Rätselhaftes, Unklare^, Unmotiviertes. Freilich, auch der stärkste Verdacht ist noch kein Beweis, und noch schwankt das Zünglein der Wage. lieber die nächtliche Inaugenscheinnahme wird aus Gumbinnen folgendes berichtet: In der mit 8 Gasflammen wie am 21. Januar v. I. beleuchteten Reitbahn erklärte der Oberleutnant v. Hofmann, welche Stellung die einzelnen Leute m der Reitbahn hatten. Matten und Hickel rnüsien sich vor.dem Guckloch m Anschlag stellen. Baranowski und >Lkoppeck müssen durch das Viereck gehen und angeben, wo bie beiden Personen gestanden haben, die jie damals gesehen haben wollen. Ober- kttegsgerichtsrat Scheer: Baranowski, Sie hatten damals von der Schmiede her ein Pferd durch den Durchgang zum Stall geführt, haben Sie auf dem Hinweg jemanden gesehen? Zeuge: Rein, aber als ich zurückkehtte, war der Spall etwas größer. Zeuge trat hinzu und sah um die Thür, die Königin gesund in Apeldoorn eintras, ährend der henrm. Dabei sah er erneu Soldaten mit Mantel und T h^h u s^'ch °-w-' ^egt Et^lauftn daher nanwntlich streirlidlter turn ftrouafürotefc. I Schirmmütze ,n dem Zw^chenraum stehen. Dieser hatte einen L «aag,5 Gerüchte um, die die Krankheit der Königin jum srrofrgrproz schwarzen Schnurrbatt. Er erkannte, daß es em Unteroffizier , - r sr-vlaen einer schweren f auf f e couche -u- Ju. dein Gumbinner Militärprozeß (^nnorbung be§ roQr unb sich schleunigst gedrückt. Hickel muß den Mantel schoben. Jedenfalls glaubt man, mit Schauern Ion» Rittmeisters v. bisher, ^weit die Berich e Anziehen und die Mütze aufsetzen und sich zwischen die Thür sistieren ,u müffen, baß bie Aussichten auf einen vorliegen, neue Thatsachen von erheblicher Bettung n Baronowski wird Dann vom Reitplatz hereingerufen Thronerben vorerst als vernichtet zu betrachten den Zeugenaussagen nicht zu Tage getreten. D s g I mu^ be|m Bottiberaehen um die Ecke sehen. Er erklärt, sind. Nach den letzten Berichten von Schloß Loo ift bie de? Ätit lut 4rad)C daß er emen Mann mit schwarzem Schnurrbart gesehen habe Stimmunghchfttvmgzvoller Horden. Die Kränklet ve^ gekommen ist, wirb mit der größten Genauigkeit noch- Oberkrtegsgerichtsrat Scheer: Haben Sie.^ bQmaI§ m(i)t tauft Komplikationen sich einmals erörtert, und man gewinnt aus ben Referaten erfannt? Zeuge: Nein Oberkriegsgerichtsrat S^eer. g, > e^rn protestantischen Kirchen geben Eindruck, baß dies Verhör nicht nur Icharffinnig, und Mer Sie kannten damals Hickel schon? Zeuge: Rem, ich ) , bi Pfarrer gestern der Krankheit der Königin, sachgemäß angestellt wirb, fonbern auch ohne Voremge- ^ar bei der 1. Schwadron und erst vor kurzem nach Gum- . f.euje im Alstosse Loo veröffentlichten Bulletin nommenheit und mit Berücksichtigung jedes Moments^das h^nen versetzt. Ein Beisitzer: Ist Hickel bald darauf das Allgemeinbefinden der Königin befriebigenb; fie jur ©ntlaftung be3 ^au^tangeUagten 1111^01^1.6^ . tn üb -teüt worden? Verth. Horn: Jawohl, mehr- b^t während der Nacht stundenlang geschlafen, die Nah r> konnte, Ter Sm« e>^- Oberkr-g«. «ber er erkannte niemanden. Hickel- Ich wurde glnchsi°gÄnahme nimmt zu. Cmm/n Ä in Ä Falle liegt die Änchung zu Baranowski hingeschickt, um ihn ,u eruieren. Ich holte ^Paris,,21. April. Jr nahe, durch iircuz. und Quersägen vcrvlüftend zu wirken, chn aus der Schmiede Baranowskn Ja geholt ™nrbe 9=11=" eCn|te 8ujamn durch geschickte Ueberraschungen die Wahrheit zu ermitteln, ich. Oberknegsgerlchtsrat Scheer: Erkannten ^ie HickelI9 Mitunter werden ja im Gerichtssaal auf diese Weise Er- 'T'*° “r* "x‘ olge erzielt. Mer nicht einmal den Angeklagten sind olche, auf Ueberrumpelung zielende Fragen gestellt wor- >en. „Wir wollen Ihnen nichts in den Mund legen", erklärte der Vorsitzende dem Angeklagten Marten. Und einem als Zeuge vernommenen Unteroffizier, der aus militärischer Gewohnheit mit „Zu Befehl" antwortet, wird alsbald begreiflich gemacht, daß er sich nicht im Dienst befinde und selbständig seine Meinung äußern soll. Eines ist vor allem mit Befriedigung zu bemerken: daß der „MinutemBeweis", der in den beiden ersten Prozessen, besonders in der letzten Verhandlung, eine so überaus erhebliche Rolle spielte, diesmal viel weniger in Betracht kommt. Bekanntlich ist die Lücke von wenigen Minuten, über deren Ausfüllung Marten keinen genügenden Aufschluß zu geben vermochte — der Zeitpunkt der Mordthat — dem Hauptangeklagten zum Verderben geworden. Nicht als einziges Schuldmoment, aber als ein Moment, das die Wagschale zu seinen Ungunsten senkte. Diesmal wird v v , Paris, 21. April. In Nimes und Montregarb fanden Ja, geholt' wurde! gestern ernste Zusammenstöße zwischen den ver- : Erkannten Sie Hickel schiebenen Wahlparteien statt. In Nimes, dranaen roieber? Zeuge: Das weiß ich nicht, ich ha"e geschlafen. Iein Meeting ab- Dann wirk Skopeck hmzugeruseu. Obettrlegsgerlchts- {am etncm blutigen Zusammenstoß, wobei rat Scheer ermahnt ihn, jedes Wort sorgfältig zu prüfen. ,jabIreicfie Revolverschüsse fielen und mehrere Per- Er solle bedenken, daß von seiner Aussage Tod und Leben ^nen verwundet wurden. Der antiministerielle Kan- zweier Menschen abhängen könne. Zwischen dem äußeren und b|bat ^urde am Kopfe durch einen Fußtritt derart ver- inneren Thärflügel ist eine Ceffnung von etwa 40 Ctm. Breite, ^tzt, daß sein Sehvermögen gefährdet ist. In Montregard Durch diesen fällt ein breiter, grell blendender Lichtschein in sand ebenfalls eitle blutige Schlägerei statt, die erst dadurch den von der Schmiede durch den Durchgang führenden Gang, beendet wurde, daß die herbeigeeilte Feuerwehr die Skopeck erklätt, daß die beiden mit Mänteln und steifen Kämpsenden mit einem Wasserstrahl uberaoh. Mü'tzen bekleideten Persanen an ,euer Thür 8. r b out£, be^ “JaV, standen haben. Er wendet sich auf die Anordnung furö H bestehend aus 5 Panzerschiffen, ist aus Cadix hier rechts herum und öffnet den Krumperstall, wo bte e|nqetroften. Das Geschwader wird wegen des rusfischen drei Mann Stallwache gestanden hatten. Wie Skopeck aus- ^sierfestes 5 Tage hier verweilen. gesagt hatte, hatte er nut der Wache einige Minuten ge- Wien, 21. April. Der Wert der Einfuhr Oester- sprochen, ging dann aber weg, will jedoch im Stall geblieben I reich-Ungarns betrug im Monat Ätärz 146,4^ Ntillionen i unb erst aus dem Stall gegangen sein, als der Schuß siel. Kronen (gegen bie gleiche Zeit des Vorjahres mehr 1,1 M der Thür ist er thcttsächlich vom Futterkasten aus nicht Million), die Au s f uh r 164 Millionen (g e g e n d a s V o r- cheine'nd"'dasäuptgewicht auf bie anderen Umstänbe mehr zu erkennen. Sehr interessant gestaltete sich der Ver- j ah r ^u^ger o n c I ' 21 °21^' Im Auftrage des legt, unter denen sich das blutige Ereignis vollzog such, ob Skopeck von dort aus etwas sehen konnte. Zw^ K >t^nt Gesandtschaft, ..... - ’ Zeugen stellten sich zwischen die Thur und skopeck fanb un L . au§ b'^s türkischen Botschafter in Berlin, Tewfik, Krümperstall. Auf emen Schlag gegen die Thür, oer öe”|unb bem Divisionsgeiieral Nassir Pascha zum Jubiläum Zwettes Blatt. 152. Jahrgang Dienstag 22. April - ÄK vT A monatlich75PI.,viertel W A V A jährlich Alk. 2L0; durch GietzenerAMger a M General-Anzeiger " ML Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen -MZ fälschung begangen zu haben. Wie aus seiner Verneym-^ ung erhellt, ist er zum Verbrecher erst geworden, als er vollständig mittellos war. Anfang Januar erhielt er aus einer Erbschaft 1400 Mark, gegen Ende März weitere 400 Mark. Mit diesem Geld reiste er nach Frankfurt und brachte es mit lüderlichen Frauenzimmern durch. Natür- unter einer lebensgefährlich. Bei dem Strasten- tampf wurden 6 Schutzleute und ein Kosak verwundet, autzerdem viele andere. Da die Zeit heraw- kam, wo die Fabriken schlossen, wurden noch vier Kompagnien Infanterie herangezogen. Diese zerstreute die Menge. Auf dem Rückwege in die Kaserne wurden die Kosaken von der Menge angegriffen und mit einem Steinhagelüberschüttet. Ein Offizier und ein Unteroffizier wurden schwer verwundet, viele Kolben, Gewehrschafte und Karabiner zertrümmert. Zahlreiche Pferde finib schwer verletzt. An einzelnen Stellen mutzte die KLsaken- abteilung sich gewaltsam durch hauen. Die Nacht verlief ohne ernste Ruhestörungen. Vom Bureukrieg. Die „Tägl. Rundschau" schreibt: Wir sind in der Lage, aus maßgebendster Quelle festzustellen, daß die Friedensoerhandlungen in Südafrika gänzlich gescheitert sind. Am vorigen Mittwoch wußte bereits Dr. Leydt, daß die Unterhandlungen aussichtslos seien; die angebliche Fortdauer der Beratungen sollten lediglich das englische Parlament günstig stimmen. Die Antwort der europäischen Burenvertreter auf die Versuche der englischen Presse, den Thatbestand zu verdunkeln, ist die Veröffentlichung amtlicher Berichte aus Südafrika, aus denen sich dreierlei ergiebt: 1. daß die Generale den ^Präsidenten Krüger noch durchaus als wirklichen Präsidenten ansehen, 2. daß die Generale keinen Grund sehen zu einem Friedensschluß unter Verzicht auf die Unabhängigkeit, 3. daß Dinge geschehen sind, die es unmöglich machen, daß die Buren unter englischer Herrschaft friedlich veiter leben. Wir erinnern angesichts dieser sehr zweifelhaften Nach-! richt an die bereits in einem heutigen Morgenblatte wiedergegebenen Worte des englischen Schatzkanzlers Hicks-Beach, nichts könne voreiliger sein, als Gerüchte über Friedensverhandlungen. * * Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria besagt: In der letzten Woche wurden 18 Buren getötet, 19 verwundet, 325 Gefangene, 10 ergaben sich. General French verfolgt die zerstreuten feindlichen Truppenteile in den Dislric- ten Ladygrey und Rhodes im Osten der Kapkolonie. Im Westen steht die Hauptmasse des Feindes um Oskiep, das sie erfolglos angegriffen. Ueberdies erhielten die englischen Truppen Verstärkungen. Den Distrikt östlich von Pretoria verließ der Feind jetzt. Das von Süden her unternommene große Kesseltreiben ist eben beendet. Oberst Colenbrander operirt noch immer bei Pictersburg. Eine detachirte Abteilung seiner Truppe stieß am 15. April auf überlegene feindliche Streitkräfte, konnte sich aber trotz des .schwierigen Geländes in chrer Stellung behaupten. Kolonialpost. — Die von der deutschen Kolonialgesellschaft gegründete and eine besondere Abteilung derselben bildende, aus Reichsmitteln unterstützte Zentral-Auskunftsstellc für Auswanderer ist am 1. d. M. unter Leitung des Generalkonsuls a. D. Koser in Thätigkeit getreten und hat am 15. d. Mk ihre Geschäftsräume in Berlin für das Publikum eröffnet. Die Zentral- Auskunftsstelle erteilt an auswanderungslustige Personen auf mündliche oder schriftliche Anfrage unentgeltliche Auskunft'über die in Aussicht genommenen Auswanderungsziele. menge eine Abordnung ans, die erklärte, haß, wenn die auf dem Platze stehenden Polizeiwachen und Posten zurückge- zogen würden, hie Menge sich ruhig verhalten und aus- einandevgeheu wollte. Daraufhin entschlotz sich der Polizeiminister, die Polizei znrückzuziehen. Gegen 2 Uhr besetzte die Menge den Sencllsplatz und alle Nebenftratzen. Die Polizeisenatoren zogen 100 Kosaken heran. Die Menge warf mit Steinen und Eisenstücken und schleuderte aus den Fenstern: Holzklötze und Flaschen mit ätzenden Flüssig- teit en herab. Mehrere Kosaken wurden verwundet, dar- halten den Kosern-npl-ch besetzt ob empfingen Generalleutnant °. Perbandt, sowie Brigade-Kommandeur ——•»»--- an der Straßenecke stehenden Gendarmerieunteroffizier. Um sich zu schützen, begab dieser sich in einen Auktionssaal, wurde jedoch von der Volksmenge wieder herausgerissen und zog nun die Waffe. Auch Stabskapitän Maxanow eilte mit gezogenem Säbel herbei. Die Menae fiel über Maxanow her, der schwer verwundet zusammenbrach, ein ihm zu Hilfe eilender Schutzmann wurde von der Menge nie her» geworfen und durch Schläge und Fußtritte jämmerlich zugerichtet. Gegen 12 Uhr mittags sandte die Volks- l Ernste und heitere Ansprachen wechselten in rascher Reihen- 1 Mk. pro Qm. bewegen, zufrieden. folge, auf die der Scheidende nochmals in längerer Rede in w* Nidda, 21. April. Unsere Gegend ist in Besorgnis bekannter meisterhafter Weise antwortete und wobei er für wegen der häusigen Meldungen von nächtlichen Ein- jeden Redner passende Worte des Dankes und der Erwiderung brüchen. So wird auf den Einbruch in Ranstadt ein solcher fand, sodaß bald eine feucht-fröhliche, um nicht zu sagen im Pfarrhaus zu Treis-Horloff gemeldet, ferner in Geiß- „sumpfige" Stimmung eintrat, wozu auch die gemeinschast- R^da. Kurzen Prozeß machte vor einigen Tagen der hiesige lich gesungenen Lieder, sowie die Liedervorträge des Herrn Eänshirt, dessen Junge bei der Herde von einem umher- Nennstiel und die komischen Gesangsvorträge der Herren ziehenden Strolch geängstigt wurde, daß er sich nicht mehr Kantowsky und Huber wesentlich beitrugen. Rasch 5" helfen wußte. Der Vater eilte dem Burschen nach, prügelte flogen die fröhlichen Stunden dahin. Mittemacht war l^n weidlich durch und ließ ihn laufen. — Gestern nachmittag längst vorüber, als die letzten der Festteilnehmer den heimischen entlud sich ein heftiges Gewitter über unserer Stadt mit strich- Penaten zusteuerten, mit dem Bewußtsein, an einer überaus weisem Hagel und sehr erquickendem Regen. Merkwürdigererhebenden und fröhlichen Feier tcilgenommen zu haben, die weise siel eine halbe Stunde nördlich von hier (nach Forstwohl jedem Teilnehmer unvergeßlich bleiben wird. Auch ^us Glaubzahl hin) kein Tropfen Regen. wir rufen dem Scheidenden unsere besten Wünsche für sein Schlitz, 21. April. Nach den nunmehr festgesetzten ferneres Wohlergehen zu. Reisehispos:t:onen trifft her Kaiser hier Sonntag den ** Warnung. Es ist in der lebten «eit des nfteren 41 vormittags 8.30 Uhr, mit dem Sonderzug ein unh wieder die Wahrnehmung gemacht worden, daß die bei Montag den 5 Ma: abends 10.30 Uhr, wreöer ab. Spaziergängen auf den Promenadewegen mitgenommenen ... St.^pru. Infolge Versagens der Weichenanlage Hunde zu wenig von ihren Herren beaufsichtigt werden, Samstag Nachmittag bei Gau al ges he im ein Güterdeshalb in ldie Anlagen laufen Und diese erheblich b e - äug entgleist. Dadurch wurde eine kurze Sperrung des Ver- schädigen. Auch Kiirder sieht man ost auf den Beeten kehrs und ein unbedeutender Materialschaden verursacht, umherspringen. Es ist das aber gerade in her jetzigen Wiesbaden, 21. April. Der bekannte Wasser- Jahreszeit sehr schädlich für die Anlagen, da die frischen la ufer Kapitän a. D- Großmann produzierte sich Tr:ebe dadurch zerstört werden. Wie wir hören, ist die gestern nachmittag auf dem Rhein und bot durch seine Schutzmannschaft angewiesen worden, unnachsichtlich in waghalsige „Kunst" den zahlreichen Besuchern unserer solchen Fällen vorzugehen und die in den Anlagen umher- Nachbarstadt einen interessanten Anblick. Seine „Wasser- laufenden Hunde einzufangen resp. ihre Herren oder die schuhe" bestehen aus kändelartigen Blechröhren, welche der Eltern her Kinder zur Anzeige zu bringen. Es empfiehlt Läufer sich an die Füße sestschnallt, und die ihm jede sich deshalb, die Hunde bei Spaziergängen auf her Prome- beliebige Evolution auf dem Strome ermöglichen. Ka- nade an der Seine zu führen. pitän a. D. Großmann errettete in zwei Jahren mit ** Dienstnachrichten. Die Prüfung zum Eisen- Hilfe seiner Wasserschuhe 21 Personen vom Tode des Er- bahnassistenten bestand: Stationsafpirant .Hornung trinkens. (Wie wir vor einiger Zeit mitteilten, hat Herr in Lauterbach. Befähigung zum Eisenbahnassistenten hat Prof. Dr. Sommer dem Problem des Wasserlaufens dargethan: Zivilsupernumerar Gör g in Stockheim. Eine eingehende Studien gewidmet. Er hat daraufhin Wasser- Belohnung hat erhalten der Kohlenlader GHaum zu schuhe anfertigen und sich patentieren lassen, die be- Gießen für das Auffinden einer Dynamitpatrone unter deutende Vortelle gegenüber den bisher bekannten Wasser- e^n€**^a^)un^ Sohlen. I schuhen bieten. Wir werden demnächst in einer aus- Das Gewitter, das man am herrlichen Sonn- jährlichen Beschreibung auf die Erfindung Sommers zu- tag nachmittag im Kreise Gießen nur als fernes Wetter- rückkommen. D. Red. d. „Gieß Anz.") leuchten beobachtete, hat im Kreise Schotten, wie unser Hanau, 21. April. Ein ähnlicher Fall, wie er sich v-Korrespondent uns von dort schreibt, die sonntägliche kürzlich in Königsberg ereignete, $at sich in Hanau zuge- Stllle zehr stark unterbrochen. Etwa eine Stunde lang tragen. Einer in der Nordstraße wohnenden Frau fiel heute hielt das Unwetter über dem südwestlichen Tell des Vogels- morgen ein aus dem Zimmer ihres Diensttnädchens kommen- berges an und entlud sich ganz besonders über Ein a rts- der intensiver Leich en g eruch auf. Die Frau benach- h aus en, wobei gewaltige Regenmassen mit Hagel der- richtigtedie Polizeibehörde und bei einer Durchsuchung des mischt n:ebcrg:ngen. — In der Gegend von Iserlohn Zimmers fand man, dem ,Lan. Anz." zufolge im Koffer g:ng am Sonntag ein wolkenbruchartiger Regen nieder des Dienstmädchens eine bereits in Verwesung übergegan- und richtete tn den Feldern großen Schaden an. In den gene Kindesleiche. Das in der Kantine der Ulanen- . 9eIr^9enen Stadtteilen wurden die Straßen und die kaserne beschäftigte 20jährige Dienstmädchen aus Heubach Erdgeschosse der, Häuser überschwemmt, so daß man die wurde alsbald verhaftet. Es gestand, am 27. März d. I. »^^rwehr zu .Hilfe rufen mußte. In der Grüne waren bei der früheren am Kanalplatz wohnenden Herrschaft ein dre Geleise gänzlich versandet, wodurch fünf Motorwagen K'ind geboren und es alsbald nach der Geburt durch Stranentgleisten, so daß der Verkehr nach Letmathe unterbrochen gulation mittelst eines um den Hals gelegten Strickes war. Ein Bntzstrahl traf einen elektrischen Straßenbahn- getötet zu haben. Die Kindesleiche legte die unnatür- toadT CL , Ä liche Mutter in einen Koffer und ging der gewohnten Be-> Verhafteter Einbrecher. Der Kommis Otto schäftigung, als ob nichts geschehen sei, wiederum nach, da For d ach au§ Londorf (nicht London, wie es in unserer auch die Dienstherrschaft von der Entbindung nichts aemerkt gestrigen Nummer infolge eines Druckfehlers hieß) hat hatte. Als.a m 1. April das Mädchen die Dienststelle bei feiner Vernehmung auch gestanden, eine W e ch s e l j wechselte, nahm es die im Koffer befindliche Kindesleiche wohin der verwundete Kaitokangassa gebracht war. Letztererk Ä NL nnh wurde nunmehr von berittenen und anderen Schutzleuten UHU AUHU. geschützt und w^geschafft. Die Menge macht erhebliche An- (Nachrichten aus unserem Leserkreise sind uns stets willlommen jtrengungen, sich seiner zu bemächtigen und zog vor das! und werden angemessen honoriert.) tzolizeigebäude, wo sie die Polizei verstreute. I Gießen, 22. April 1902. Am 18. April eröffnete die Ersatzkommission eine Sitzung ** Zur Besichtigung des hiesigen Regiments weilen z. Z. z v u , üi her Kaserne des dritten ftnischen Leibgardebataillons hier der kommandierende General des 18. Armeekorps lich blieben auch die Folgen dieses Lebenswandels nicht plr ärztlichen Untersuchung der Rekruten. Mehrere tausend D. Lindequist aus Frankfurt, Divisions - Kommandeur aus. F. mußte in die Klinik übergeführt werden . sn»rfiinMt ----k ---1 - - • - • < - ** Gießener Freiwillige Feuerwehr. In ll der am Montagabend in der „Stadt Marburg" abgehal- ■ ■ z tenen Hauptversammlung gedachte der l. Hauptmann, Wie- 9 ganbt, der im Laufe des Jahres verstorbeneu Mit- Abschiedsferer für Professor Dr. Pitz. Die zu Ehren glieder, des l. Obmannes der Metz'schen Spritze Peter des von hier scheidenden Herrn Prof. Dr. Pitz am Sams- König und des 2. Hauptmanns Hemrich Grün. DieVei> tag Abend im Cafo Ebel veranstaltete Abschiedsfeier sammlung ehrte das Andenken der Genannten durch Er- nahm bei äußerst zahlreicher Beteiligung seitens der Mit- heben von den Sitzen. Die Jahresrechnung wurde nicht glieder des Gabelsberger Stenographen-Vereins, des Männer- beanstandet, und dem Rechner Entlastung erteilt. Bei Turnvereins und der Stenographengesellschaft Gabelsberger der für die Dauer eines Jahres giltigen Ersatzwahl des einen überaus glänzenden Verlauf. Bureauvorsteher Schisf - Vorstandes wurde der bisherige Obmann der Pflichtfeuer- nie begrüßte namens der drei beteiligten Vereine di7An- wesenden. Er gedachte in einer längeren Ansprache an ben Dtotann Mbelm r m e n c rt m r%,, Der, zum r^vmann W-ikyelm Balser getoahlt In den ^er , großen Verdienste, die sich Prof. P:tz um sßorftanb wurde der seitherige Obmann der Aachen-Mün- die Pflege und die Ausbreitung der Stenographie m unserer chener Spritze, Edm. Nagel, zu dessen Stellvertreter !Stadt erworben habe. Redner gab dem Bedauern Ausdruck E. Vetter gewählt. Nach Erledigung einiger Korps* I darüber, daß der Stenographenverein in dem Scheidenden angelegenheiten wurden die im Laufe des Sommers statt- seinen langjährigen Vorsitzenden verliere, der es durch seinen findenden Uebungeu bekannt gegeben, deren erste am rastlosen Eifer verstanden habe, in kurzer Zeit den Steno- Mai stattfindet. graphenverein auf seine jetzige Höhe zu bringen. Namens ** $er Mäauerturnverein hüll am Mittwoch im „Hotel dieses Vereins sprach Herr Schiffnie Prof. Dr. Pitz den Schütz" seine Hauptversammlung ab. Da wichtige wärmsten Dank aus für alles, was er für den Verein ge- Vereinsangelegenheiten, u. a. die Verlegung des Vereins- than, und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch Lokals, auf der Tagesordnung stehen, so wäre ein zahl- auf den Gefeierten. Der zweite Redner, Lehrer Kling, reiches Erscheinen der Mitglieder sehr zu wünschen. sprach im Auftrag des Männer-Turnvereins. Auch er be- Grimberg, 19. April. Nachdem der im Dezember v. I. dauerte es lebhaft, daß die Sumerer einen ihrer besten An- verstorbene Erste Geistliche hiesiger Stadt, Kirchenrat Pullhänger und Förderer verlieren müsse. Er erinnerte daran, orann, in seinem Testament einen namhaften Betrag zur welche Verdienste sich Prof. Dr. Pitz als damaliger l. Sprecher Zustellung einer Gemeindekrankenschwester bestimmte, hat nun des M.-T.--V. um das Zustandekommen des Mittelrhemischen die Rentnerin Fräulein Jhring, die vor etwa zehn Jahren Kreisturnfestes, das im Jahre 1895 hier in Gießen stattfand, von Lich hierher übersiedelte, das von ihr seither bewohnte erworben habe. Als es ihm nicht mehr möglich gewesen sei, &au§ Qm Kirchplatze der Stadt zum Geschenk gemacht mit an der Spitze des Vereins zu bleiben, da sei er doch mit ber Bestimmung, daß es zur Wohnung für zwei Diakonissinnen dem Verein als dessen Kapitalverwalter in steter Verbindung I verwendet wird. Die Doraänae in Aelaien «geblieben und habe alssolcher mit großer Treue seines Amtes Laubach, 20. April. Dem Bahnbau hindernd im Wege Dip Mpld^n^pn nuä / o t .. gewaltet. Freudig stimmten die Turner und Stenographen steht bekanntlich der Umstand, daß mit mehreren Grundstücks- . r3s b <. brer?^s in das auf den Scheidenden ausgebrachte „Gut Heil" ein. besitzern, deren Besitz die neue Bahnlinie durchschneidet, bis “' t r t Soaialtfto.kex Vorsitzende der Stenographen-Gesellschost, ß=n3, ge- jetzt keine Einigung erzielt werden konnte. Ber einem am sÄot Morden itt^Ännd-r« ?°° dachte hierauf der großen Verdienste des Herrn Pitz um die Montag abgehaltcncn Lokaltermin, zu dem Vertreter per- tvcwden 'st. Besonders^im Mitteldecken undf Charleroi beS Gabelsberger Systems und Herr Velten- sch'edcner Verwaltungsbehörden erschienen waren, handelte es smd die Arbeiter Nicht Mit der Beendigung des Ausstandes Wetzlar feierte chn als Vo^itzenden des Verbandes der stich um em größeres, zwischen der sogen. „Steinbach" und a^er°"vor^den m6amme7ten^Skeik^d^ °^^jiff-n, Stenographen-Vereine vom Rhein-Main-Gau. Tief bewegt, bcc Hauptstraße nach Schotten gelegenes Terrain, das einem der Arbeck^^vrediatc^^n^Mrvier^wurde"dö>^«ed^dankte Professor Pitz für die anerkennenswerten Worte, bi WS™ Eigentümer zusteht; dieses w.rd durch den Bahn- mi ben kuf n (S Thätigkeit als Stenograph, sowie als Turner gewidmet störp-r so durchschnitten, daß zwei größere Dreiecke zur Seite G n^alra^ bearM ^anannef±L w 1 ST“'11 bei s°m°n Bestrebungen stets tteue Mit- bleiben, deren fernere Bebauung mit größeren Schwierigkeiten kbenfalls mit den RutenEs lebender Ausstoß- arbeüer gefunden, denen er hiermit seinen herzlichsten Dank verbunden sein wurde, weshalb der Eigentümer fernen Besitz "Es lebe der Ausstand I- empfangen, ausspräche. Er habe die Stenographie, wie die Turnerci nur ungetrennt abgeben will. Da auch bezüglich der Obst- dem Mitteldecken werden noch vielfach Att-nta'te'^^ stmmer für zwei der wichtigsten Kulturfaktoren gehalten unb bäume Quf demselben keine Einigung erzielt werden konnte, BThnköwe^ünd^änb 9 V8 b^alb für seine Aufgabe erachtet, seine ganze Kraft für st-rl.ef auch dieser Termin ergebnislos. Dem Vernehmen nach meldet ^General JcsteBef^blsbabe^der^Liunnen^de^R^ immer wettere Ausbreitung beider einzusetzen. Er hvbst-ird jetzt trotzdem die Fortsetzung des Bahnbaues ander vinz Heneqau betolo6' falls bie^ Stäbtc t^itePab?Pton^n d-d-utung für ben Einzelnen, wie für bie Gesamthett in b-trefs-nden Stelle geschehen können, da die Entscheidung der „AS. rimnJ. wcltcx: obgeschnttten geistvoller Weife hervor und sprach am Schluffe seine große Ente:gnungskomm:ssion nunmehr zustehen wird. — Im Allbett des Telegrm)bendienstes aufreckt^erbalttn Freude darüber aus, daß bei seiner Abschiedsfeier Steno- gemeinen ist man hier mit der gezahlten Entschädigung, die Unb “ ^uer Freundscha^ereinigt waren.>8 i- nach Beschaffenheit des Bodens im Preise von 30 Pf. noch in Kraft. Die Brücken sind bewacht, desgl. die Wohnungen der Offiziere der Bürgerwehr, die die Ereignisse am letzten Freitag verschuldet haben. Die Mitglieder der Bürgerwehr werden auf den Straßen mit den Rufen „Mörder" fortgesetzt verfolgt. ebenfalls mit bis heute morgen, wie bemerkt, durch ben Hauptsache. Man hat sich, ran es kurz auszudrucken, geeinigt, der eoenj0115 nni, o~ ______nnnnipn nMPnfritmen Konkurrenz, bei der alle Telle nur verlieren ernannt Tendenz: ruhig. tritt wie folgt: 3n 1,25 Mk. 1,30 Mk. 100.90 43.50 28.55 113.60 44.60 372% 3% 37,% 3% 378°/n 25.8h 89.70 111.00 101.75 92.55 101.60 92.30 100.15 3% Mexikaner 472Vo Chinesen . Electric. ScLuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandil Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn Lombarden . . Gotthardbahn . . LaurahQtte , . . Bochum .... Harpener . . . intensiven Geruch die Sache entdeckt wurde . ** kleine Mittettuugeu aus Hessen und den Nachbarstaaten Der Hülfsgerichtsschreiber Bopf, der aus Pohlgöns gebürtig ist und seither am Amtsgericht zu Schotten thätig war, wurde zmn Gerichtsschreiber am Amtsgericht zu Langen WsemWMg unjerer Ascokes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt . 210.90 . 189.20 . 186.50 . 138.90 . 153.50 . 140.75 . 17.70 . 167.50 . 202L0 . 196.90 . 167.00 456 Ungar. Goldrente . . 4°/q Italien. Rente . . . 47,56 Portugiesen . . . 80/ Portugiesen. . . . 156 C. Türken . . . Türkenlose 4% Grieoh. Monopol -Anl. 4‘/,56 äussere Argentiner Stück-CokeS Nutz-Cokes, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte paßend zerkleinert: Reichsanleihe do. Konsole ♦ do. . . Hessen . Gascokes. Infolge Stadtverordneten-Beschlufses vom 10. April d. IS. eine von Nizza nach Genf. Infolge schlechter Steuerung rannte das in schnellster Fahrt befindliche Automobil gegen ein Haus. Das Fahrzeug zerschellte. Dem Baron wurde der Schädel gespalten. Die Dame und der Heizer sind schwer verletzt. • Newyork, 21. April. Der größte Ohio- Dampfer „(Sih) of Pittsburg" ist bei Watersedge verbrannt. Zirka 7 0 Passagiere find ums Leben gekommen. Kunst und Wissenschaft. Stuttgart, 21. April. Es bestätigt sich, daß der Vorstand des Chemischen Jnstttuts zu Tübingen, Prof. Dr. FrHr. v. P e ch - mann, der in feinem Privatkabinet im chemischen Laboratorium tot aufgesunden wurde, sich vergiftete. Pechmann, der lange von einem Nervenleiden gequält wurde, scheint in einem augenblicklichen Anfall von Nervenüberreizwig Selbstmord verübt zu haben. Er dozierte seit 1895 in Tübingen organische Chemie und war ein Schüler des Münchener Chemllers Breyer. Als Lehrer war er in Tübingen sehr beliebt und verehrt. — Zum Bau des Stuttgarter Jnterimstheaters genehmigten die bürgerlichen Kollegien einstimmig den von der Stadt zu leistenden Betrag von 250000 Mk. Eisenbahn-Zeitung. Dirette Zugverbindungeu. Ab 1. Mai werden von Westdeutschland m den Schnellzügen 1/13 direkte Wagen nach Bad Reichenhall und nach Berchtesgaden geführt. Durch die Schnellzüge 19/85 (München an 12.40 Min. von Stuttgart, ab 12.55 nach Salzburg und Kufstein) wird eine äußerst günstige Tagesverbindung zwischen Mannheim und Bozen, sowie umgekehrt zwischen Bozen-Brenner- Stuttgart-Pfalz und Berlin geschaffen. Man fährt um 51/ Uhr früh vom Brenner ab und erreicht Berlin noch am nämlichen Tage (11 Uhr 50 Mm. nachts); bei Abfahrt in Metz um 12 V3 Uhr nachts und in Stuttgart gegen 9 Uhr oorm. erfolgt die Ankunft in Bozen schon 11 Uhr 20 Min. nachts. Auch die Wiener Tagesverbindung erfährt in der Sommersaison eine wesentliche Beschleunigung; der Schnellzug 1 verläßt nämlich München erst um 9 Uhr 50 Min. (früher 8 Uhr 45 Min.), trifft aber zu gleicher Zeit wie bisher in Wien ein; der Gegenzug verläßt Wien um 10 Uhr norm, (früher 7 Uhr 45 Min. früh) und trifft doch schon um 7 Uhr 38 Min. abends in München ein, sodaß die Fahrtdauer um mehr als l1/, Stunde gekürzt wird. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M.. 22. April 1902. >er Königin gehalten. La Ferte-Bernard (Dep. Sarthe), 22. April. General Mercier und seine Anhänger wurden nach Schlutz einer Versammlung, die gegen den Finanzminister: Caillaux einberufen war, von den Sozialisten angegriffen und mit Steinen beworfen. General Mercier wurde durch einen Steinwurf am Kopfe wicht unerheblich verletzt. Wi en, 22. April. Die Unterzeichnung des neuen Dreibund-Vertrages erfolgt am 1. Mai. Bezüglich der handelspolitischen Beziehungen zwischen Oesterreich und Italien gegenüber Deutschland wurden keiner!« christliche Abmachungen getroffen, doch bestehen^ mündliche Vereinbarungen, welche beim Abschluß der künftigen Handels-Verträge Oesterreich und Italien Berücksichtigung ihrer Wünsche zusichern. Prag, 24. April. Gestern Abend wurde der Fran-ens- bader Hotelier Gustav Wolf in der dtähe der alten Schanzwerke Prags ermordet aufgefunden. Er war seiner Barschaft beraubt. Der Thäter ist noch nicht entdeckt. Lemberg, 22. April- Aus Warschau erfahren Polen- blätter, es seien von der Polizei bei 60 angesehenen Einwohnern Hausdurchsu chungen vorgenommen worden und zwar bei Aerzten, Advokaten, Kaufleuten und Schriftstellern. Gleich daraus erfolgten zahlreicheVer- haftungen. Tie Doktorin Hussarka und 30 jüdische Studenten wurden ins Gefängnis abgeftchrt. Bisher verweigerte die Polizei jede Auskunft über den Grund der Verhaftungen. Es wird versichert, daß weder die Verhafteten noch ihre Angehörigen sich mit Politik oder Agü tation befaßt hatten. Petersburg, 22. April. Im Befinden Tol« st0js ist wieder ein Rückfall eingetreten. Derselbe muß das Bett hüten. Dagegen hat sich das Befinden Gorkis bedeutend gebessert. 47,56 Oesterr. Silberrente 101.90 ‘ " --- ■ 101.20 Für den Centner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mk. ruinösen gegenseitigen Konkurrenz, bei der alle Telle nur verlieren , und keiner etwas gewinnt, ein Ende zu machen. Und so ist, das ist ja das neueste Auskunftsmittel in schlimmer Lage, auch bei den großen Tampfschisnahrtsgcsellschaften eine Interessengemeinschaft zu Stande gekommen der direkt die folgenden Linien angehören: White Star-Linie, Tominion-Linie, Leyland-Linie, American-Linie, aitlanhc Transport-Linie und Red Star-Linie. Die Linien behalten sowohl chre Nationalllät wie chre Flagge bei und auch in der Führung der Schiffe ist eventuell nur eine geringe Aenderung beabsichtigt. Ucber den Kern der Interessengemeinschaft hat man jedoch auch m der Generalversammlung der holländischen Gesell- chafl keine Details erfahren. Jedenfalls handelt es sich, wie fchon erwähnt, um die Blldung eines Trusts nach amerikanischem Muster. Die Führung des Trusts übernimmt voraussichtlich die Firma Har- land u. Wolff, in deren Besitz die Aktienmehrhett der Holland- Amerika-Linie übergegangen ist. Die beiden großen deutschen Schifffahrtsgesellschaften Hamburg-An,erika-Linie und Slorddeutscher Lloyd werden dem Trust direkt nicht angehören, sondern ihre Selbständigkeit vollständig bewahren; aber sie werden trotzdem nicht ganz'außerhalb desselben stehen, sondern inttme Beziehungen pflegen. Es wird angenommen, daß es sich um eine Abgrenzung des gegenseitigen Arbeitsgebietes und auch um eine gegenseitige Gewmnbeteilrgung handelt. Eine Erhöhung der Tarife sowohl für Passagiere wie für Frachten ist zu erwarten. Eine Verringerung der Unkosten für gewisse Verwaltungszwcige wird angestrebt. — Dies ist so ziemlich alles, was man über die neue Kombinatton vernimmt. An der Zeit wäre es, wenn die Leiter unserer Gesellschaften nun auch einmal das Wort ergriffen und so allen Kombinationen ein Ende machen würden. — Ein neuer amerikanischer Eiseubahnboom. Ueber die impulsive Hausse an der Newyorker Börse ist man, wie einem Finanzblatt and Berlin geschrieben wird, dort ganz verblüfft. Sie kommt selbst unseren ersten Banken überraschend, weil man in der derllschen und auch in der englischen Presse immer wieder lesen konnte, daß das Kursniveau der amerikanischen Eisenbahnen ein unnatürlich hohes, von den Multimillionären gehaltenes sei. Vielfach will man in den eruptiven Bewegungen der Luisvilles, Mil- waukees, Southerns und der Kanada Pacific Shares auch jetzt noch rein spekulative Machenschaften der Großspekulanten sehen, doch neigen ernste Finanzkreise der Ansicht zu, daß diese Bewegung der Vorläufer für einen allgemeinen Boom sein und eine neue Phase des amerikanischen Eisenbahnwesens einleiten werde. Die finanzielle Gliederung des amerikanischen Eisenbahnsystems ist in der Hauptsache vollendet. Die Interessensphären sind abgegrenzt. Was sich jetzt durch die Erwerbung der Kontrolle der Luisville-Bahn durch Morgan vollzogen hat, ist gewissermaßen der Schlußstein. Aber die technische Vollendung der Bahnen steht noch aus. Dieselben werden ihr Aktienkapital erhöhen, so die Kanada-Pacificbahn um 80 Mill., die Tenver- bahn um 20 Mill. Mk. und auch die Miss'ouri-Pacisic sowie die St. Louis ilnd San Franzisco-Bahn haben so gewaltige Aufwendungen gemacht, daß sie ebenfalls bald an den Kapitalmarkt appellieren dürfen und die deutschen Banken dabei nicht vergessen werden. Wir sind jedoch der Meinung, daß sie verschlossene Tressors finden sollten. Es ist auch an amerikanischen Bahnen sehr viel deutsches Kapital verloren worden, da die eigentlich guten Papiere die Amerikaner für sich behalten haben und lange Zeit eine ganze Reihe notleidender amerikanischer Werte auf dem Frankfurter und Berliner Kurszettel standen. Uebrigens haben wir auch gar keine Ursachen, den Amerikanern in ihren Konkurrenzbestrebungen gegen- : über unserer Industrie beizustehen; darauf läuft schließlich doch alles hinaus, was drüben an Trusts, Ringen, Booms oder wie man es auch heißen mag, geschaffen wird. Es heißt mehr denn je : ausoassen, daß es nicht bald nicht nur „Amerika den Amerikanern", sondern auch „Europa den Amerikanern" heißt. im Interesse von Handel und Industrie iu die politische Lage einzngreifen, antwortete der König: Die Kgl. Regierung welche Gegenwart und Zukunft fest im Auge hat uud die ver» faffungsmäßigen Vorschriften treu inuehält, hat die Pflicht, die jetzige Politik zu befolgen, die sie als die ersprietz. lichste für das Wohl und die Ruhe des Vaterlandes erachtet. Rotterdam, 22. April. Nachdem gestern die Konsultation der Aerzte beendet und der Bericht ausgegeben war, machte Prinz Heinrich einen Spazierritt im Park, was bisher nicht aeschehen war. Vier Krankenpflegerinnen pflegen die Königin. Die ausländischen Fürsten und Staatsoberhäupter werden meist durch bw Gesandtschaften auf dem Laufenden über das Befinde« Vermischtes. Breslau, 21. April. Heute wurde die Leiche eines unbekannten ManneS aus der Oder geländet. Es ist zweifellos, daß derselbe das Opfer eines Verbrechens geworden ist, da der Tote offenbar von Axthieben herrührende Verstümmelungen aufweist. Das rechte Bein ist am Rumpfe abgetrennt und auch sonst die Leiche entsetzlich verstümmelt. — In Grott- kau verunglückte gestern Nachmittag der Luftschiffer E. Weinrich au§ Breslau, der mit seinem Ballon „Columbia^ aufsteigen wollte. In dem Moment des Aufstiegs verwickelten sich die Seile in einem Gerüst. Der untere Test des Ballons wurde abgerissen und Weinrich, der sich an einem Trapez unter dem Ballon befand, stürzte aus bedeutender Höhe herab. Der Verunglückte wurde m bewußtlosem Zustande in das Kloster der Barmherzigen Brüder trans- ’jortirt. * Annecy, 21. April. Baron Tserclaes unternahm mit einer Dame und einem Heizer eine Automobilfahrt Markte. Gießen, 22. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Psd. 1,10—1^0 Mk., Hühnereier 1 Stck. 5—6 Pfg., Gänseeier 10—12 Pfg., Enteneier 6—7 Pf., Käse pr. Stuck 5—7 Pf., Käsematte2Stck.0—0Pfg., Erbsenpr.Ltter 19Pfg.,Linsenper Ltter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. Stück 1,00—1,50 Mk., Hahnen pr. Stück 1,20—1,80 Mk., Enten pr. Stück 2,40—2,60 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pflmd 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 64—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00—3,80 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7,50—8,50 Mk., Milch per Ltter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens 7 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, während der ersten bret Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten VerkaufsplLtzen und nicht im Umherziehen feilgeboten werden. n. Echzell, 21. April. Der heutige Ferkelmarkt war wohl wegen der eben überall zu bewälttgenoen Frühjahrsarbeiten nicht sehr stark mit Ferkeln besahren. Die Preise waren jedoch ziemlich hoch, da für das Paar Einlege-Ferkel im Alter von 10—12 Wochen durchschnittlich 70—75 Mk. bezahlt wurden. Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthractt, g a n g- barste Sorte Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchractt ..... Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes 1,05 Mk. Nutzcokes Sir. 1 .... . 1,20 u Nutzcokes Nr. 2 .... . 1,25 „ Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Die Eisenwerke Hirzenhain uud Lollar AG. hatten im letzten Geschäftsbericht einen gegen das Vorjahr um 95344 Mark geringeren Reingewinn zu verzeichnen. Tie Dividende wird für die Vorzugsaktien von 8 auf 6, für die Stammaktten von 6 auf 4 ProzeM herabgesetzt. 37, % Badische Staatsanleihe. Am 24. d. M. findet bte Subscriptton auf 42 Millionen Mk. dieser Anleihe zum Kurse von 100 pCt. an verschiedenen Bankplätzen Süd- und NorddeMschlands statt. Die Anleche ist unkündbar bis zum Jahre 1910 und wird von da ab durch Rückkauf oder Verloosung getilgt. Die Zulassung an der Berliner oder Frankfurter Börfe wird beantragt. Betriebsergebnisse auf den deutschen Eisenbahnen. Im Monat März wurden auf 74 Bahnen vereinnahmt aus dem Per- sonepoerkehr 39505456 SDlf. (Plus 4226189), aus dem Güterverkehr Alk. 91515808 (— 5848912). HC8. Bom Goldmiucumarkt. Jetzt, da der Friedensschluß nahe gerückt ist, beginnt sich das Interesse für Mienenaktien wieder besonders zu beleben. Die Johannisburger Minenkammer hielt kürzlich ihre erste Jahresversammlung ab und es wurde die gegenwärtige Lage, wie die Aussichten und Hoffnungen der Mienenindustrie einer eingehenden Besprechung unterzogen. Es wird angenommen, daß bis zum September 0. I. wieder die Hälfte der stempel in Thättakett sein werden, die im Herbste 1899 in Tätigkeit waren. Der Präsident Rouliot gab die genaue Verlustziffer an, die in Folge des Krieges entstanden ist. Dieselbe betrug 642194 Unzen Feingold im Werte von Lstr. 2 697 173, zu denen sich noch Baarausgaben der verschiedenen Gesellschaften, nahezu weitere 37, Millionen Pfund Sterling gesellen. Von der neuen englischen Verwaltung verlangt der Präsident, daß die Festsetzung und scheinbar auch die Emhebung der direkten Abgaben verzögert werden müsse, bis abzusehen ist, welche Lasten den Goldminen auferlegt werden können, ohne die Entwicklung des Bergbaues zu hemmen. Es wird aber geglaubt, daß die Regierung kaum hierauf eingehen wird, wenigstens nicht in dem Maße. Allerdings wird auf die Industrie Rücksicht genommen werden müssen, wenn man sich nicht ins eigene Fleisch schneiden will. Ein günstiges Gesammtergebnis der Wit- watersrandmiiien für den Monat März wurde verkündet. Es wurden 304127 vzs. Feingold gewonnen und damit nicht nur die Ziffern der vorhergegangenen 10 Monate übertroffen, sondern die Produktion des erlten Quartals 1902 übersteigt auch die Goldproduktion während der ganzen 8 Monate von 1901. Bedeutende Ausschließungen sollen am westlichen Rand bevorstehen. Neugründungen sind bereits im Zuge und es wird nicht lange dauern, werden wieder die verlockendsten Prospekte unter das Publikum gebracht. Ter Dampfschifffahrt-Trust. Es ist allgemein ausgefallen, daß selbst m der jungst stattgehabten ordentlichen Generalversammlung der Lamburg-Amerikamschen Packetfahrtgejellschaft auch nicht ein Wort über das verlautete, was bei den Konferenzen mit den amerikanischen Dampfschifffahrtsgesellschaften in New-York beschlossen wurde. Nun haben die Direktoren der Holland-Amerika- Lmie gesprochen, die ihren Aktionären gegenüber weniger engherzig zu sein scheinen. Auch in englischen Blättern wird so viel von den gepflogenen Unterhandlungen und beschlossenen Abmachungen bekannt, daß man jetzt einigermaßen orientiert ist, wenigstens in der Neueste Wewuugen. Originaldrahtmeldungen des Gietzener Anzeigers. Braunschweig, 22. April. Die Zustizkommission des braunschweigischen Landtags hat ihren Bericht über die s. Zt. eingebrachte Eingabe der Welfen, stall der bisherigen Eingangs- forme! bei Gesetzes-Verordnungen von jetzt ab den Namen des Herzogs Ernst August von Cumberland einzufügen, fertiggestellt. Die Kommission beschloß, daß der Vorschlag der Welfen unberücksichtigt zu bleiben habe, da zwar die Regeutschaft für den Herzog Ernst August in seinem Interesse geführt werde, ohne jedoch seinen direkten Ausschluß von der Krone zu vermeiden, aber nicht in seinem Namen. Tie Kommission bemerkt weiter, da der Herzog Ernst August die Vereinigung des früheren Königreichs Hannover mit Preußen nicht anerkenne, so sei für ihn im Kreise der deutschen Bundesfürsten kein Platz. Greiz, 23. April. Die Eröffnung des Testaments des Fürsten Heinrich XXIL erfolgte in Gegenwart der mündigen Prinzessin Emma. Sofort wurde an den Fürsten der jüngeren Linie Heinrich XIV. ein Telegramm gesandt, das nach Dresden gerichtet war. Der Fürst weilt in Darmstadt. Sowett bekannt wurde, hat sich der Verstorbene eine Landestrauer ausdrücklich ven- beten. Ludwigsburg, 22. April. Bei einer Hebung der 5. Batterie des Feld-Art.-Reg. Nr. 29 auf dem hiesigen Exerzierplatz wurden gestern vier Mann von der Protze geworfen. Ein Mann war auf der Stelle tot, ein anderer starb bald darauf, ein Einj^Freiwilliger erlitt leichte Verletzungen an der Hand, während der vierte Mann unverletzt blieb. London, 22. April. Steijv und Delarey sind nach einer Meldung aus Klerksdorp dort eingettoffen und begaben sich sofort nach der Gegend, wo ihre Kommandos stehen. Brüssel, 22. April. Auf die Adresse, die die Handelskammer an den König gerichtet hat und in der sie ihn bittet, Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 19. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschraubendampfer »Cassel", Kapitän B. Petermann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekonunen. 356 Hessen .... —.— 456 Oesterr. Goldretne . . 102.50 Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes 1Mk. Nußcokes Nr. 1 .... . 1,15 u Nußcokcs Nr. 2 1,20 „ Für Cokesabnehmer, welche zwei uud mehr Doppelwaggon» beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Fup Anfuhr an das Hans werden 5 Pfennig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes — brs zu 6 (Zentnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall 2c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der llnnotrlmuf der terota von 1 bis 5 Centner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 84, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6,^ Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer GascokeL samt Anfuhr wie das Gaswerk und ü er abfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Tie Preise unserer Gascokes für die Wbncffmei: außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Lctroirückvergüturrg von 4 Pfg. für den Centner. Gießen, den 16. April 1902. 3086 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gieße». 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